SPD-Bundestagsfraktion: Schwarz-Gelb verhindert gerechte Aufteilung der Gewerbesteuer bei der Solarstrom-Produktion
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Dirk Becker: Gewerbesteuer
auch für Gemeinden mit
Photovoltaik-Großanlagen
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Die SPD-Bundestagsfraktion spricht sich für eine Aufteilung der Gewerbesteuereinnahmen aus Photovoltaik-Freiflächenanlagen zwischen den beteiligten Kommunen aus. Dazu hat sie am 2.12.2009
im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages einen Änderungsantrag zum Entwurf eines Wachstumsbeschleunigungsgesetzes der Bundesregierung eingebracht. "Wir wollten mit unserer Initiative eine
gerechte Verteilung der Gewerbesteuereinnahmen zwischen der Gemeinde mit dem Firmensitz und der Anlagen-Standortgemeinde in einem anteiligen Verhältnis von 30:70 erreichen",
erklärte der zuständige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Becker, anlässlich der Ablehnung eines Änderungsantrages der SPD-Bundestagsfraktion zur steuerlichen Besserstellung
von Standortgemeinden mit Photovoltaik-Freiflächenanlagen durch Schwarz-Gelb. "Dies ist eine wesentlich wirksamere Maßnahme zur Beschleunigung des Wachstums im Bereich der erneuerbaren
Energien als das, was die Koalition in diesem Gesetz zu bieten hat", so Becker.
Bisher stünden die vollen Einnahmen aus der Gewerbesteuer allein der Kommune mit dem Firmensitz zu, erläutert Becker. Kommunen, in denen sich die Standorte der Solar-Kraftwerke wie zum
Beispiel größere Freiflächenanlagen befinden, gingen demnach leer aus. In der Praxis sei dies oft ein Hindernis für die Ausweisung neuer Vorranggebiete für Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Im
Umweltausschuss habe die Mehrheit aus CDU/CSU sowie FDP aus parteitaktischen Gründen diesen sinnvollen Regelungsvorschlag abgelehnt, kritisiert der SPD-Politiker. "Abgeordnete der Union
hatten mit Blick auf den eigenen Wirtschaftsflügel die Befürchtung, die Marktsituation von Photovoltaik zu verbessern und damit der Kampagne gegen die aus ihrer Sicht überförderte
Solarenergie in Deutschland entgegen zu wirken", so Becker.
Bereits in der letzten Legislaturperiode hatte der Deutsche Bundestag auf Initiative der SPD-Fraktion eine Sonderregelung im Gewerbesteuergesetz für Windenergieanlagen beschlossen. Und schon
damals sei die Ausweitung der Regelung auf die Photovoltaik an der Union gescheitert, erinnert Becker. "So etwas kann man nur noch verstehen als Klientelpolitik für die großen Stromerzeuger
und gegen den breiten deutschen Mittelstand in der Solar-Branche mit seinem vielen hundert Firmen", so Becker abschließend.
04.12.2009 Quelle: SPD-Bundestagsfraktion Solarserver.de © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SPD-Bundestagsfraktion/Jens Neumann/Edgar Rothmann,
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