TÜV Rheinland: Weltweit größter Teststand für Lichtalterung von Dünnschicht-Modulen prüft monatlich 30 Photovoltaik-Module
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TÜV prüft und zertifiziert Module nach
IEC 61215, IEC 61646, IEC 61730
und IEC 62108
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Der TÜV Rheinland hat innerhalb der ersten sechs Monate seit Inbetriebnahme auf dem weltweit größten "Light-Soaking"-Teststand im neuen Solar-Prüfzentrum Köln bereits 200 Dünnschichtmodule
einer Lichtalterung unterzogen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Erforderlich sei die Lichtalterung im Rahmen der Bauartzertifizierung für terrestrische
Dünnschicht-Photovoltaik-Module nach IEC 61646, um die Nennleistung von Modulen vergleichbar zu machen. Denn Dünnschichtmodule seien in ihren elektrischen Eigenschaften nicht stabil, betont
der TÜV. Der Light-Soaking-Teststand in Köln - einer von mehreren bei TÜV Rheinland weltweit - hat eine Kapazität, um monatlich 30 Dünnschichtmodule den erforderlichen Lichtalterungstests zu
unterziehen. Möglich mache dies die einzigartige Größe des neuen Teststandes: Die Lichtalterungsanlage besteht laut TÜV aus drei Tischen mit insgesamt 25 Quadratmetern Größe. Die
durchschnittliche Belegung betrage zwölf Module. "Die Investition in den Ausbau der Prüfkapazitäten weltweit hat sich gelohnt, denn die Nachfrage in der Industrie ist ungebrochen groß", so
Wilhelm Vaaßen, Leiter des Solar-Prüfzentrums in Köln.
Auswertung und Korrektur der Daten nach IEC 60891
Bei den Light-Soaking-Tests werden die Dünnschichtmodule auf eine Temperatur zwischen 40 und 60° Celsius gebracht. Im Lauf eines Zyklus werden die Temperaturen auf einem stabilen Wert von +/-
2°C gehalten. Alle Module werden bei der Prüfung über elektronische Lasten in ihrem maximalen Leistungspunkt gehalten. Während eines Zyklus wird durch die elektronischen Lasten alle 30
Minuten die Strom-Spannungskennlinie durchfahren und gespeichert. Zusätzlich wird für die Auswertung und Korrektur der Daten nach IEC 60891 alle zwei Minuten die Temperatur pro Modul mit zwei
Infrarotsensoren aufgezeichnet sowie die Einstrahlung pro Tisch durch ein Pyranometer. Die Lichtalterung der Module erfolgt über 22 x 4kW HMI Lampen mit einer durchschnittlichen
Bestrahlungsstärke von 1000 W/m². Durchschnittlich benötigen die in Köln geprüften Dünnschicht-Module vier Testzyklen, um in ihrer Leistung stabil zu werden. Gemäß IEC 60904-9 ist der
Light-Soaking-Teststand in Köln als Simulator der Klasse BBA einzustufen mit einer Bestrahlungshomogenität und spektralen Verteilung der Klasse B (+/- 5%) sowie einer zeitlichen Instabilität
der Klasse A (+/- 1%).
Rund 80 Prozent aller Hersteller von Solarmodulen lassen weltweit ihre Produkte bei TÜV Rheinland testen, um internationale Marktzulassungen zu erhalten. TÜV Rheinland unterhält fünf Labore
zur Prüfung von Solarmodulen und -systemen, in denen 150 Experten arbeiten. Eine Übersicht der von TÜV Rheinland geprüften und zertifizierten Photovoltaikmodule findet sich im Internet unter
www.tuv-pv-cert.de
09.02.2010 Quelle: TÜV Rheinland Solarserver.de © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TÜV Rheinland,
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