Photovoltaik: GE sieht beste Zukunftschancen für Dünnschicht-Technologie

Im Rennen um das leistungsfähigste und kostengünstigste Photovoltaik-Modul auf dem Markt gab GE (Niskkayuna, N.Y.) bekannt, dass es seine Forschungs und Entwicklung auf die Dünnschicht-Photovoltaik konzentriere, und zwar gemeinsam mit dem Startup-Unternehmen PrimeStar Solar Inc., dessen Hauptinvestor GE ist. In enger Kooperation mit den Experten von PrimeStar setze das Unternehmen die volle Bandbreite seiner vier auf der ganzen Welt verteilten Forschungszentren ein, um alle Herausforderungen zu meistern, welche die Markteinführung eines neuen Produktes mit sich bringt. "  Nachdem wir uns einen vollständigen Überblick über die Photovoltaik-Landschaft verschafft hatten, beschlossen wir, dass Dünnschicht-Technologie der richtige Weg für GE ist", sagte Danielle Merfeld, Forschungsleiter Solar bei GE. "Besonders die CdTe-Technologie von PrimeStar hat großes Potenzial. Dadurch dass die GE-Forscher Fachkenntnis in Weltklasse-Materialien und einzigartiges Know-how bei der Material- und Systementwicklung sowie hochmodernen Solar-Prüfanlagen für drinnen und draußen haben, schaffen sie in unseren vier Forschungszentren weltweit - buchstäblich rund um die Uhr - Innovationen, um mit einem Produkt den Durchbruch auf dem Markt zu schaffen."


Hunderte arbeiten an GE-Solartechnologie

Das GE/PrimeStar-Produkt werde am Unternehmenssitz von PrimeStar in Arvada (Colorado) entwickelt. Ein Team aus PrimeStar-Technologiexeperten mit insgesamt über 100-jähriger Erfahrung in der Dünnschicht-Technik arbeitet eng mit GE-Forschern zusammen. Sie konzentrieren ihre Arbeit auf Schlüsselbereiche, um die branchenweit führende Technologie zu entwickeln. Diese umfassen Geräteeffizienz, Zuverlässigkeit, Produktions- und Installationskosten und Herstellung. Hunderte Technologen in Deutschland, China, Indien und den USA arbeiten nach Angaben des Unternehmens heute an GE-Solartechnologien und gehen diese Herausforderungen wie folgt an:

Fundiertes Fachwissen auf Systemebene

Das Team in München, im Zentrum der weltweiten Solarindustrie, benutzt Weltklasse-Solarprüfanlagen für drinnen und draußen, mit denen es die Leistung der fertigen Module prüft, um Ursachen einer Leistungsminderung zu ermitteln und zu beheben sowie Modulkonzepte zu entwickeln. Zusätzlich zum Blick auf das Modul selbst bringe das Team fundiertes Fachwissen auf Systemebene mit. So könnten die Experten Systeme und Messtechniken für das Modul optimieren.

CdTe-Materialforschung in China

In China, das über die meisten Rohstoffe für CdTe verfüge, konzentrieren sich die Forscher im China Technology Center in Shanghai auf CdTe-Materialien und ihre Auswirkungen auf die Anlagenleistung. Das Team in Shanghai befasst sich hauptsächlich mit der Materialverbesserung und der Entwicklung neuer Techniken zur Charakterisierung von Materialien.

In Indien befasst sich GE in seinem John F. Welch-Technologiezentrum ausführlich mit der Modellierung. Anders als der rein experimentelle Ansatz, den viele auf diesem Gebiet bevorzugten, glaubt GE, dass wesentliche Verbesserungen der Anlagenleistung und -zuverlässigkeit nur mit einem tieferen Verständnis der Materialien und physikalischen Eigenschaften der Systeme möglich ist. Das Team in Bangalore habe die Aufgabe, verständliche Modelle zu entwickeln, um eine fortschrittliche Anlagenplanung voranzubringen.

Modulentwicklung in den USA

Und schließlich arbeite das Team von GE in Niskayuna (N.Y.) an allen Facetten der CdTe-Modulentwicklung, einschließlich Material, Anlagendesign und verlässlichen Produktionsverfahren. Ihr technisches Fachwissen reiche von der Oberflächenchemie über die Laserbearbeitung bis hin zur Plasmaphysik. Ebenso breit gefächert sei ihre Erfahrung in der Produktentwicklung, die sie aus den anderen technologieorientierten Geschäftsbereichen von GE übernommen hätten, wie beispielsweise Gesundheitsversorgung, Beleuchtung und Batterien.

GE biete aktuell etliche Solar-Lösungen im Kraftwerksmaßstab an, betont das Unternehmen, darunter befänden sich die Elektronik für intelligente Stromnetze (smart grid) und vorgefertigte Anlagen.

23.03.2010   Quelle: GE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

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