CENTROTEC-Tochter Ubbink baut erste Solar-Fabrik Ostafrikas

Ubbink-Solarmodul.
Ubbink-Solarmodul.

Ubbink B.V., niederländische Tochter der CENTROTEC Sustainable AG, baut derzeit in Kenia die erste Solarmodul-Fabrik Ostafrikas mit einer geplanten Produktionskapazität von zunächst 30.000 Photovoltaik-Modulen pro Jahr. Das Unternehmen kooperiere dazu mit einem bereits in Afrika etablierten Anbieter von Solar-Systemen, dem Unternehmen Chloride Exide. Die ersten Photovoltaik-Module, die sich speziell für kleinere Solaranlagen eignen, sollen schon im Oktober 2010 von Band laufen. Die im Bau befindliche Solar-Fabrik Ubbink East Africa Ltd. befindet sich in Naivasha nahe der kenianischen Hauptstadt Nairobi und wird auf Basis europäischer Technologie- und Qualitätsstandards produzieren.   Um einen reibungslosen Start zu gewährleisten, wird das kenianische Kernpersonal vorher in den Niederlanden an den dort vorinstallierten Produktionsmaschinen ausgebildet. Als Geschäftsführer konnte der international erfahrene Manager Haijo Kuper gewonnen werden, der in seiner Zeit bei Unilever umfangreiche Erfahrungen in ähnlichen Projekten in Zimbabwe, Bahrein und Oman sammeln konnte.


Solar Home Systems zur netzunabhängigen Solarstrom-Produktion

Ubbink East Africa will Pionierarbeit bei der Erschließung des afrikanischen Photovoltaik-Marktes leisten. Die Solarmodule mit einer Leistung von zunächst 3,6 Wp bis 80 Wp werden durch Aufarbeitung von Bruchzellen hochqualitativer Solarzellen produziert. Anwendungsbereiche sind Privathäuser, Dorfstromanlagen oder Solarstromanlagen für Schulen, Krankenhäuser und die Wasserversorgung sowie Telekommunikation. Solche kleineren Komplettanlagen für die unabhängige Energieversorgung, so genannte Solar Home Systems, haben in Afrika großes Potenzial. Der Kontinent, der durch die WM ins Licht der Weltöffentlichkeit gerückt ist, bleibt nachts nämlich vor allem eines: dunkel, denn die Elektrifizierung ist in weiten Teilen unzureichend. Nahezu 98 % der Landbevölkerung sind nicht an das Stromnetz angeschlossen und können damit nur eingeschränkt an der wirtschaftlichen Entwicklung partizipieren. Einzige Energiequellen sind schadstoffintensive Petroleumlampen oder auch mit hohen Investitionen und Wartungskosten verbundene Diesel-Generatoren, die darüber hinaus von steigenden Preisen fossiler Energieträger betroffen sind.


"European Engineering Made in Africa"

Gert-Jan Huisman, CEO der CENTROTEC Sustainable AG, dazu: "In Afrika, als einem der sonnenreichsten Kontinente der Erde, haben Solar-Anwendungen wie zum Beispiel LED-Beleuchtung, Mobiltelefon-Ladestationen, Wasserpumpen, Straßenbeleuchtung sehr kurze Rückverdienzeiten, insbesondere wenn es sich um bisher nicht versorgte netzunabhängige Systeme handelt. Mit unseren Solarmodulen 'European Engineering Made in Africa' wollen wir diesen Wachstumsmarkt als einer der ersten erschließen. Die Resonanz auf unsere Initiative ist jetzt bereits enorm. Wir gehen von einer schnellen, erfolgreichen Umsetzung aus. "
Für dieses Leuchtturmprojekt für Erneuerbare Energien in Afrika konnte Ubbink eine Förderung von 50 % der Investitionssumme durch einen Fonds der niederländischen Regierung für Erneuerbare Energien in unterentwickelten Ländern erreichen. In einer späteren Projektphase ist die Ausweitung des Produktangebotes auf Erneuerbare Energiesysteme aus dem CENTROTEC-Produktportfolio, wie zum Beispiel Solarthermieanlagen, geplant.

30.06.2010   Quelle: CENTROTEC Sustainable AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Ubbink B.V.,

2010 © Heindl Server GmbH