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IHS: Weltweite Photovoltaik-Pipeline hat ein Volumen von über 200 Gigawatt

Weltweite Photovoltaik-Projektpipeline (ohne Anlagen im Bau); Quelle: IHS Solar Deal Tracker
Weltweite Photovoltaik-Projektpipeline (ohne Anlagen im Bau); Quelle: IHS Solar Deal Tracker

Laut IHS Technology (Englewood, Colorado, USA) sind derzeit weltweit Photovoltaik-Projekte mit über 200 Gigawatt in der Pipeline. Maßgeblich daran beteiligt sind die USA, nachdem Ende letzten Jahres das Solar-Förderprogramm ITC (investment tax credit) verlängert wurde.

Die Hälfte der aktuellen Photovoltaik-Pipeline (110 GW) entfällt auf die USA, China und Brasilien.

„Ein Großteil der geplanten Projekte sind noch unausgereift. Projektentwickler halten nach Ausschreibungen und anderen Gelegenheiten Ausschau, um Strombezugsvereinbarungen (PPAs) abzuschließen“, sagte die Analystin Josefin Berg.

 

Stärkstes Photovoltaik-Wachstum in den Vereinigten Staaten

Das kräftigste Wachstum in der globalen Solar-Pipeline verzeichnen die Vereinigten Staaten. Hier kamen 2015 neue Projekte mit 16 Gigawatt hinzu, gleichzeitig wurden Anlagen mit 10 GW installiert oder traten in die Bauphase ein.

Infolge der ITC-Verlängerung verändere sich die US-Projektpipeline, heißt es in dem jüngsten "Solar Deal Tracker“ von IHS.

Projekte, die sich im Frühstadium befinden, können nun einem entspannteren Zeitplan folgen, da sie die bisherige Frist Ende 2016 nicht mehr einhalten müssen. Inzwischen genügt es, wenn der Bau 2019 beginnt, damit sie die 30-prozentige Förderung erhalten.

 

Projektpipeline im UK deutlich geschrumpft

Am anderen Ende der globalen Skala steht Großbritannien, wo die Pipeline an Photovoltaik-Projekten, die sich noch nicht im Bau befinden, im Jahr 2015 um mehr als 4 Gigawatt schrumpfte. Es werden nach wie vor Kraftwerke gebaut, aber wenige neue Vorhaben entwickelt, weil die Renewable Obligation Certificates (ROC) voraussichtlich im April 2016 enden.

 

Photovoltaik-Projekte werden immer größer

Die Analysten gehen davon aus, dass die Projekte u. a. aufgrund von Skaleneffekten immer größer werden. Zwei Drittel der weltweit geplanten Kraftwerke haben eine Nennleistung von über 50 Megawatt.

“Von den Märkten mit den größten Pipelines bevorzugt nur Brasilien die gemäßigte Anlagengröße von 30 MW“, sagte Berg. „Um Kosten zu sparen, bündeln brasilianische Entwickler einfach mehrere Projekte.“

 

09.02.2016 | Quelle: IHS | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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