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Solar Cluster Baden-Württemberg begrüßt die Wiederaufnahme der Speicher-Förderung

Hybridanlage mit Speicher im Schaubild
Hybridanlagen mit Speicher entlasten das Stromnetz

Batterien für Solarstrom werden wieder finanziell unterstützt. Ab 1. März 2016 fördert die staatseigene KfW-Bank die Photovoltaik-Speicher erneut mit einem zinsverbilligten Darlehen und einem beachtlichen Tilgungszuschuss.

Der Zuschuss beträgt anfangs 25 Prozent der förderfähigen Kosten. Das Solar Cluster Baden-Württemberg begrüßt die Wiederaufnahme der Speicherförderung: „Die Energiewende für zuhause kann jetzt endlich weitergehen“, sagt Geschäftsführer Dr. Carsten Tschamber.

Mit der neuen Förderung werden Solarbatterie-Systeme wirtschaftlicher und könnten sich künftig als integraler Teil von PV-Anlagen etablieren.

 

Eigentümer von PV-Anlagen können die Anschaffung von Solarstromspeichern vollständig finanzieren

Nach einer zweimonatigen Pause wird das KfW-Programm „Erneuerbare Energien – Speicher (275)“ jetzt in modifizierter Form fortgesetzt. Mit dem neuen Kredit können Eigentümer von Photovoltaik-Anlagen die Anschaffung von Solarstromspeichern vollständig finanzieren.

Der Kreditbetrag liegt bei maximal 2.000 Euro pro Kilowatt installierter Solaranlagen-Leistung (kWp). Der nicht rückzahlbare Tilgungszuschuss ist künftig degressiv gestaltet: Bis Ende Juni 2016 beträgt er 25 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 500 Euro je kWp Anlagenleistung.

„Bei einer typischen Photovoltaik-Anlage mit 5 kWp Leistung sind ein maximaler Kreditbetrag von 10.000 Euro und ein nicht rückzahlbarer Zuschuss von bis zu 2.500 Euro für Batterien möglich“, erklärt Carsten Tschamber vom Solar Cluster.

 

Förderkonditionen sind an die sinkenden Batteriespeicherkosten angepasst

Dieser Maximalbetrag kann ausgeschöpft werden, wenn der Speicher im Vergleich zur Solarstromanlage hinreichend groß ist. Im zweiten Halbjahr 2016 sinkt der Zuschuss auf 22 Prozent, danach bis Ende 2018 in mehreren Stufen auf 10 Prozent je kWp Anlagenleistung. Die neuen Konditionen sind an die sinkenden Batteriespeicherkosten angepasst und machen die Systeme mittelfristig unabhängig von der Förderung. Die Förderung muss vor Anschaffung des Speichers beantragt werden.

Der Tilgungszuschuss sinkt im Vergleich zur Ende Dezember ausgelaufenen Förderung von 600 auf derzeit 500 Euro je kWp Photovoltaik-Anlagenleistung. Zudem wird künftig nicht mehr zwischen Batteriesystemen für Neu- und Bestandsanlagen unterschieden.

Bei einer nachträglichen Installation eines Batteriespeichers lag die Kredithöhe bislang bei 2.200 Euro pro kWp PV-Anlagenleistung, der Tilgungszuschuss bei 660 Euro pro kWp Anlagenleistung. Wichtig: Die Investition in ein Batteriespeichersystem ist nur förderfähig, wenn die Photovoltaikanlage nach dem 31. Dezember 2012 in Betrieb genommen wurde.


Photovoltaik-Speicher sind für Anlagenbesitzer und die Energiewende sinnvoll

Solarstrom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage ist rund halb so teuer wie Strom vom Energieversorger. Für Hauseigentümer lohnt es sich daher finanziell, mehr davon selbst zu verbrauchen. Batterien können diesen Anteil erhöhen. Bislang haben sie jedoch die Schwelle zur Wirtschaftlichkeit noch nicht überschritten.

„Die neue Förderung soll dazu beitragen, Batteriespeichersysteme wirtschaftlicher zu machen. Das wird für steigende Absatzzahlen und dadurch für sinkende Preise sorgen“, so Tschamber.

Darüber hinaus sei die Förderung gut für heimische Unternehmen, die in dem Marktsegment Produkte anbieten. Im ersten Speicherförderprogramm, das vom 1. Mai 2013 bis 31. Dezember 2015 lief, wurde der Kauf von rund 19.000 Solarstromspeichern finanziell unterstützt, was zu einer Preisreduktion von 25 Prozent beigetragen hat. Ein großer Teil der geförderten Solarspeicher stammt von deutschen Herstellern.

 

Solarstromspeicher verringern den Bedarf für den Ausbau der Verteilnetze

Solarstromspeicher sind ein wichtiger Bestandteil einer modernen Energieversorgung: Sie tragen dazu bei, dass Hauseigentümer, eine entsprechende Speichersteuerung vorausgesetzt, weniger Solarstrom über die Mittagszeit in das öffentliche Stromnetz einspeisen und während der Verbrauchsspitze am Abend aus dem Netz entnehmen. Sie helfen so mit, den Bedarf für den Ausbau der Verteilnetze zu verringern.

Solare Batteriespeicher können seit diesem Jahr auch in den KfW-Programmen „Erneuerbare Energien (270, 274)“ und „Energieeffizient Bauen (153)“ mitfinanziert werden. Hier gibt es ebenfalls zinsgünstige Kredite. Weitere Informationen zu diesen Programmen und zum Programm „Erneuerbare Energien – Speicher (275)“ sind auf der KfW-Internetseite veröffentlicht.

 

22.02.2016 | Quelle: Solar Cluster Baden-Württemberg e.V.; Bild: Saft Batterien GmbH | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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