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EuPD Research: Neues Programm verfehlt das Ziel einer marktkonformen Energiespeicher-Förderung

Photovoltaik-Speicher für den privaten Bereich
EuPD Research bezweifelt, dass das Fördervolumen und die spezifische Förderhöhe eine signifikante Entwicklung des Marktes für Photovoltaik-Speicher unterstützen

Laut Berechnungen von EuPD Research (Bonn) werden im Jahr 2018 die spezifisch förderfähigen Kosten für Photovoltaik-Speichersysteme auf durchschnittlich rund 100 €/kWp sinken.

Weder das Fördervolumen noch die spezifische Förderhöhe können so eine signifikante Entwicklung des Marktes für PV-Speicher unterstützen, stellt das Marktforschungsunternehmen fest. Prognosegemäß könne 2016 nicht einmal jede vierte Speicher-Installation gefördert werden.

Mit einem angekündigten Volumen von 30 Mio. Euro startete am 1. März 2016 das lang erwartete neue Förderprogramm für Photovoltaik-Speichersysteme. Der neue Förderrahmen beinhaltet einen halbjährlich sinkenden Fördersatz, wobei das Fördervolumen in drei jährlichen Teilbudgets bereitgestellt werden soll.

Im deutschen Absatzmarkt wurden bis Ende 2015 rund 30.000 Speichersysteme installiert. Für das aktuelle Jahr 2016 wird ein weiterer Anstieg der Neuinstallationen auf etwa 21.000 Systeme erwartet. Die Verteilung des Förderbudgets soll über 3 Jahre geschehen, so dass bei einer Gleichverteilung von jeweils 10 Millionen Euro pro Jahr bis 2018 ausgegangen werden könne.

Unter Verwendung des aktuellen Preisniveaus im Markt ergibt sich laut EuPD Research 2016 eine durchschnittliche Fördersumme von etwa 2.000 Euro je Speichersystem, wodurch sich die Förderung auf 5.000 Systeme und damit auf weniger als ein Viertel des Marktes im aktuellen Jahr beschränke.
„Auch zukünftig ist von weiterhin sinkenden Preisen für Speichersysteme auszugehen. Dies führt bis 2018 zu spezifisch förderfähigen Kosten von ca. 100 €/kWp“, fasst Martin Ammon, Leiter Volkswirtschaft beim Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmen EuPD Research zusammen.

Für ein durchschnittliches Solarstrom-Speichersystem mit 6 kWh Nettokapazität und einer 6 kWp Photovoltaik-Anlage bedeute dies gerade einmal einen Tilgungszuschuss von 600 Euro. Dem gegenüber bestünden die Notwendigkeit und der Aufwand zur Kreditbeantragung über die Hausbank.

„Die Erfahrungen mit der ersten Speicherförderung haben gezeigt, dass der bürokratische Aufwand zur Beantragung des KfW-Darlehens als Hemmnis nicht zu unterschätzen ist,“ so Ammon. Entsprechend sei spätestens 2018 bei einer Förderquote von 13 bzw. 10 % kaum eine Anreizwirkung zur Installation von PV-Speichersystemen über das Förderprogramm zu erwarten.

 

02.03.2016 | Quelle: EuPD Research; Bild. BSW-Solar | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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