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Fünf Jahre Reaktorkatastrophe: Bürgermeister von Fukushima sieht Deutschland als globales Zugpferd

Im Herbst 2015 war Kobayashi auf Deutschlandbesuch, um sich aus erster Hand über die Energiewende zu informieren
Im Herbst 2015 war Kobayashi auf Deutschlandbesuch, um sich aus erster Hand über die Energiewende zu informieren

Die Energiewende in Deutschland gibt international Impulse für eine nachhaltige Energieversorgung. Anlässlich des Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima am 11. März 2011 sagte Fukushimas Bürgermeister Kaoru Kobayashi: „Ich wünsche mir, dass Deutschland die zahlreichen Herausforderungen der Energiewende meistern und als globales Zugpferd der erneuerbaren Energien auch uns den Weg weisen wird.“

Der Unfall und seine Folgen seien der Anlass gewesen, die Energieversorgung der japanischen Stadt langfristig auf Erneuerbare umzustellen. „Als Stadt sind wir der Meinung, dass wir eine Gesellschaft schaffen müssen, die nicht auf die Atomkraft angewiesen ist“, betonte Kobayashi.

 

Einblick in die Praxis der kommunalen Energiepolitik in Deutschland

Im Herbst 2015 waren Kobayashi und seine Mitarbeiter auf Deutschlandbesuch, um sich aus erster Hand über die Energiewende in deutschen Städten und Gemeinden zu informieren. In Gesprächen mit Kommunalpolitikern, Stadtplanern und Unternehmen erhielten sie Einblick in die Praxis der kommunalen Energiepolitik in Deutschland.

„Das in Deutschland erworbene Wissen wird uns in Fukushima City als Referenz bei unseren Bemühungen helfen, um erneuerbare Energien und Energieeffizienz aktiv voranzutreiben“, so der Bürgermeister.

Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE),  ergänzt: „Fukushima erinnert uns daran, wofür wir die Energiewende betreiben: für eine sichere, nachhaltige und ökologische Energieversorgung. Indem wir unsere reichhaltigen Erfahrungen international teilen, leisten wir einen wertvollen Beitrag zur weltweiten Entwicklung dorthin.“

 

Exportschlager Energiewende

Deutsche Energiewende-Technologien sind im Ausland gefragt. Nach Schätzungen des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) beliefen sich die Exporterlöse der Erneuerbaren-Energien-Branche im Jahr 2014 auf 8,6 Milliarden Euro. Die Branchenverbände der Wind-, Solar- und Biogasindustrie beziffern ihren Exportanteil auf weit über 60 Prozent.

„Nach dem Klimagipfel von Paris stehen die Zeichen weltweit auf Erneuerbare Energien“, so Vohrer. „Eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland hilft auch dem weltweiten Klimaschutz. Dieser Verantwortung sollten wir uns bewusst sein.“

 

11.03.2016 | Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien e.V. | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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