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Bayerische Stadt Moosburg fördert Solarthermie; Sonnenhäuser in Bauleitplanung für Neubaugebiet aufgenommen

Dieses Sonnenhaus steht bereits in Moosburg. Hier decken 64 qm Solar-Kollektoren 70 % des Heizenergiebedarfs
Dieses Sonnenhaus steht bereits in Moosburg. Hier decken 64 qm Solar-Kollektoren 70 % des Heizenergiebedarfs

Am 03.03.2016 wurde das „Moosburger Förderprogramm für Solarwärme“ vorgestellt. Das Sonnenhaus-Institut begrüßt die Entscheidung der bayerischen Stadt, den Bau von solarthermischen Anlagen mit einem speziellen Förderprogramm voranzutreiben.

Moosburg hat zudem in alle Varianten eines Bebauungsplans für das Neubaugebiet Amperauen Sonnenhäuser aufgenommen.

„Das freut uns besonders, weil es zeigt, dass die Stadt das Potenzial von Sonnenhäusern für den Solarthermie-Zubau und den Klimaschutz erkannt hat“, sagt Georg Dasch, erster Vorsitzender des Sonnenhaus-Instituts e.V.

 

Zuschuss für jeden Quadratmeter Kollektorfläche

Das „Moosburger Förderprogramm für Solarwärme“ ist eine Maßnahme im Rahmen des Moosburger Klimaschutzkonzeptes. Die Stadt zahlt bis zum 31.12.2017 einen Zuschuss von 20 Euro für jeden angefangenen Quadratmeter Kollektorfläche.

Darüber hinaus schließt die Stadt „Solar-Partnerschaften“ mit Herstellern, die einen weiteren Zuschuss von 20 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche leisten, sofern die verbauten Solar-Kollektoren aus ihrem Hause stammen. Der erste „Solar-Partner“ ist der Kollektor- und Speicherhersteller Citrin Solar. Als Mitglied im Sonnenhaus-Institut bietet das Unternehmen auch die Technik für Sonnenhäuser an.

 

Kombination mit anderen Programmen möglich

Die Moosburger Förderung kann mit dem Marktanreizprogramm (BAFA-Förderung) kombiniert werden, das einen Zuschuss von bis zu 300 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche bei der Sanierung und bis zu 225 Euro pro Quadratmeter beim Neubau vorsieht. Auch die 20 Prozent Unterstützung aus dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) können genutzt werden.

„Für die Bürgerinnen und Bürger im Gemeindegebiet Moosburg ist es eine einmalige Chance, eine Solarheizung günstig zu bekommen oder ihre bestehende zu hervorragenden Konditionen zu erweitern und so langfristig niedrige Heizkosten zu haben und die Umwelt zu schützen“, sagt Bernd Kerscher, Mitglied im Vorstand des Sonnenhaus-Instituts, der die Sonnenhaus-Siedlung mit initiiert hat.

 

Bis zu 9 Sonnenhäuser im Baugebiet Amperauen vorgesehen

Der größten Beitrag zur Energieeinsparung werde jedoch mit dem Neubau eines Sonnenhauses erreicht, bei dem große Solarthermie- und Photovoltaik-Anlagen Wärme und Strom erzeugen, betont Kerscher. Die vorliegenden Varianten des Bebauungsplans für das Baugebiet Amperauen sehen sechs bis neun Sonnenhäuser vor. Welcher ausgewählt wird, soll demnächst in einer Stadtratssitzung entschieden werden.

 

14.03.2016 | Quelle: Sonnenhaus Institut e.V.; Bild: Bernd Kerscher | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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