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WACKER erwartet 2016 Umsatzzuwachs trotz rückläufiger Preise für Solar-Silizium

Das Polysilizium-Geschäft von WACKER soll im Jahr 2016 auf Grund der neuen Produktionskapazitäten am Standort Charleston im US-Bundesstaat Tennessee in den Absatzmengen wachsen
Das Polysilizium-Geschäft von WACKER soll im Jahr 2016 auf Grund der neuen Produktionskapazitäten am Standort Charleston im US-Bundesstaat Tennessee in den Absatzmengen wachsen

Die Wacker Chemie AG (München) hat im Geschäftsjahr 2015 wie bereits gemeldet ihr Umsatzziel erreicht und beim Ergebnis die eigenen Erwartungen leicht übertroffen.

Wie der Münchner Chemiekonzern bei der Vorlage seines Geschäftsberichts am 17.03.2016  bekannt gab, wuchs der Konzernumsatz mit 5,30 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr um rund 10 Prozent (Vj. 4,83 Mrd. €).

Ausschlaggebend für dieses Plus waren höhere Absatzmengen und positive Währungseffekte. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 1.048,8 Millionen Euro (Vj. 1.042,3 Mio. €). Das entspricht einer EBITDA-Marge von 19,8 Prozent (Vj. 21,6 Prozent).

 

Sondererträge aus der Solar-Industrie

Obwohl die Sondererträge aus einbehaltenen erhaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen von Kunden aus der Solar-Industrie deutlich geringer waren als im Jahr 2014, lag das EBITDA auf dem Niveau des Vorjahres. Diese Sondererträge summierten sich im Gesamtjahr 2015 auf 137,6 Millionen Euro (Vj. 206,3 Mio. €). Bereinigt um diesen Effekt belief sich das EBITDA des abgelaufenen Geschäftsjahres auf 911,2 Millionen Euro (Vj. 836,0 Mio. €). Das ist ein Zuwachs von 9 Prozent.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Geschäftsjahres 2015 ist mit 473,4 Millionen Euro (Vj. 443,3 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent gewachsen. Unter dem Strich hat WACKER das Geschäftsjahr 2015 mit einem Konzernergebnis von 241,8 Millionen Euro (Vj. 195,4 Mio. €) abgeschlossen. Das sind rund 24 Prozent mehr als vor einem Jahr.

WACKER will 2016 an seine gute Geschäftsentwicklung in einem volatilem Umfeld anknüpfen. Im Gesamtjahr will das Unternehmen seinen Umsatz leicht steigern. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll auf vergleichbarer Basis – also ohne Sondererträge aus Schadenersatzzahlungen sowie aus der Auflösung von Vertrags- und Lieferbeziehungen zu Solar-Kunden – gegenüber dem Vorjahr ebenfalls leicht zulegen.

 

Höher Absatz kompensiert rückläufige Preise für Polysilizium

Der Umsatz von WACKER POLYSILICON ist im Geschäftsjahr 2015 leicht gestiegen. Er erhöhte sich um gut 1 Prozent auf 1,06 Mrd. € (Vj. 1,05 Mrd. €). Höhere Absatzmengen konnten die rückläufigen Preise für Polysilizium mehr als ausgleichen.

Mit 56.000 Tonnen (Vj. 51.000 Tonnen) hat der Geschäftsbereich im vergangenen Jahr mehr Polysilizium verkauft als im Vorjahr.

Das EBITDA ist mit 402,4 Millionen Euro (Vj. 537,0 Mio. €) um 25 Prozent unter dem Vorjahr geblieben. Wesentlich für diesen Rückgang waren geringere Sondererträge aus einbehaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen von Kunden aus der Solarbranche sowie höhere Anlaufkosten für das Hochfahren der Produktionsanlagen am neuen Standort Charleston im US-Bundesstaat Tennessee. WACKER POLYSILICON hat im Jahr 2015 Sondererträge aus einbehaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen von 137,6 Millionen Euro (Vj. 206,3 Mio. €) vereinnahmt.

 

WACKER rechnet mit weiterem Wachstum des Photovoltaik-Markts

Das Polysilizium-Geschäft von WACKER soll im Jahr 2016 auf Grund der neuen Produktionskapazitäten am Standort Charleston im US-Bundesstaat Tennessee in den Absatzmengen wachsen. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Photovoltaik-Markt sein Wachstum weiter fortsetzen wird.

Auf Grund des im Jahresvergleich niedrigeren Preisniveaus bei Solar-Silizium erwartet WACKER POLYSILICON aber trotz des Mengenwachstums nur einen geringen Umsatzanstieg. Wegen der Anlaufkosten für das Hochfahren der Polysiliziumproduktion am neuen Standort Charleston rechnet der Geschäftsbereich mit einem deutlichen Rückgang des EBITDA. Die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Sondererträge aus einbehaltenen Vorauszahlungen und Schadenersatzleistungen werden das EBITDA von WACKER POLYSILICON zusätzlich mindern.

 

18.03.2016 | Quelle: Wacker Chemie AG | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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