Anzeige
Anzeige

 

IHS: Preise für Solar-Silizium steigen aufgrund des anhaltenden Handelsstreits zwischen China und den USA

Polysilizium: Die Konsolidierung in der globalen Polysilizium-Industrie hält nach Einschätzung der IHS-Analysten an
Die Konsolidierung in der globalen Polysilizium-Industrie hält nach Einschätzung der IHS-Analysten an

Der anhaltende Handelsstreit zwischen China und den USA wirkt sich auf die Herstellung von Solar-Silizium aus, in beiden Ländern jedoch unterschiedlich.

Laut IHS Inc. (Englewood, Colorado, USA) liegt der Hauptgrund für steigende Polysilizium-Preise darin, dass Projekte in China vor dem 30.06.2016 fertig gestellt werden müssen, um die Einspeisevergütung zu erhalten. Vor dem chinesischen Neujahrsfest im Februar 2016 wurde Polysilizium noch für durchschnittlich 12 US-Dollar/kg verkauft. Bis April werden die Preise voraussichtlich auf 19 USD/kg steigen.

„Die starke Nachfrage nach Polysilizium wird durch die FIT-Deadline angetrieben”, sagt der Analyst Karl Melkonyan. „Die Käufer können mit dem Polysilizium-Kauf nicht länger warten, wenn sie die Module vor Ende Juni produzieren und installieren wollen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Polysilizim-Preise im zweiten Halbjahr weiter steigen, aber sie können stabil bleiben, wenn die Nachfrage so hoch bleibt wie erwartet.“

 

US-Polysiliziumhersteller kommen in finanzielle Bedrängnis

US-Hersteller von Polysilizium haben hauptsächlich Marktanteile in China verloren, dem größten Hersteller von Photovoltaik-Modulen. Das bringt viele US-Unternehmen in finanzielle Bedrängnis, weil sie nicht von der hohen Nachfrage und dem jüngsten Preisanstieg in China profitieren können.

Anbieter aus Korea oder anderen asiatischen Ländern hingegen haben ihren Marktanteil in China und anderen Märkten gesteigert. Fast die Hälfte des importierten Polysiliziums in China stammt inzwischen aus Korea.

„Westliche Hersteller können nicht mehr nach China verkaufen. Das führt zu übermäßigen Lagerbeständen und zwingt sogar einige Fabriken zur Schließung“, sagt die Analystin Jessica Jin. „Obwohl sie versuchen, Polysilizium zu Schnäppchenpreisen zu verkaufen, ist die Nachfrage außerhalb von China gering, weil die meisten Waferfabriken in China stehen.“

Die Konsolidierung in der globalen Polysilizium-Industrie hält nach Einschätzung der IHS-Analysten an. Einige große Hersteller haben die Produktion verringert, und nur weniger Akteure haben im laufenden Jahr Expansionspläne.

 

23.03.2016 | Quelle: IHS; Bild: Hemlock Semiconductor | solarserver.de © Heindl Server GmbH

Eine Auswahl der wichtigsten Solar-Nachrichten finden Sie unter
http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/top-solar-news.html