BDEW: Steuern und Abgaben beim Strompreis werden 2017 Rekordhoch erreichen

Die Energiewende muss sehr viel effizienter umgesetzt werden, sagt Stefan Kapferer
Die Energiewende muss sehr viel effizienter umgesetzt werden, sagt Stefan Kapferer

Laut einer aktuellen Strompreisanalyse des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) werden die staatlichen Belastungen beim Strompreis 2017 ein Rekordhoch erreichen.

„Die Haushalte werden mit ihrer Stromrechnung über 35 Milliarden Euro für Steuern, Abgaben und Umlagen zahlen. Das ist fast dreimal so viel, wie der Bund 2017 für Investitionen in Straßen, Schienenwege und Wasserstraßen einplant“, sagt Stefan Kapferer, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des BDEW.

 

Größter Anteil entfällt auf die EEG-Umlage

Steuern, Abgaben und Umlagen werden im kommenden Jahr vermutlich mehr als die Hälfte (54 Prozent) des Strompreises ausmachen. Das sei mit Abstand der größte Kostenblock beim Strompreis für Haushalte, betont der Verband. Der größte Anteil entfällt laut der Analyse auf die Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG-Umlage). Allein hierfür müssen die Stromkunden nächstes Jahr voraussichtlich 24 Milliarden Euro aufbringen.

 

Netzentgelte werden 2017 vermutlich steigen

Der von den Energieversorgern selbst beeinflussbare Anteil am Strompreis (Strombeschaffung und Vertrieb) beträgt aktuell weniger als 22 Prozent. Dieser Anteil wird 2017 voraussichtlich weiter sinken. Der dritte Bestandteil am Strompreis für Haushalte sind die Netzentgelte. Diese liegen aktuell bei durchschnittlich 24 Prozent. Für 2017 rechnet der BDEW aufgrund des erforderlichen Aus- und Umbaus der Stromnetze mit einer Steigerung.

„Angesichts dieser Zahlen müssen wir darüber diskutieren, wie die Finanzierung der Energiewende künftig sinnvoll gestaltet werden kann. Wenn erneuerbare Energien zur tragenden Säule im Strommix werden sollen, muss die Energiewende sehr viel effizienter umgesetzt werden“, so Kapferer.

 

30.11.2016 | Quelle: BDEW | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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