IHS Markit: Preisentwicklung bei Komponenten von Photovoltaik-Kraftwerken sorgt für deutliche Senkung der Systemkosten

Die Photovoltaik-Kraftwerkskosten liegen in den meisten Märkten unter 1,50 US-Dollar je Watt installierter Leistung, sagt die Analystin Josefin Berg
Die Photovoltaik-Kraftwerkskosten liegen in den meisten Märkten unter 1,50 US-Dollar je Watt installierter Leistung, sagt die Analystin Josefin Berg

Laut einer neuen Untersuchung von IHS Markit (London, UK) könnten die sinkenden Preise für Photovoltaik-Komponenten dazu führen, dass die Systempreise für Großanlagen 2017 um 38 % gegenüber 2016 fallen.

Aktuell liegen die durchschnittlichen PV-Kraftwerkskosten in den meisten Märkten unter 1,50 US-Dollar je Watt installierter Leistung, sagt die Solar-Analystin Josefin Berg.

 

In Indien und China sind Photovoltaik-Komponenten und Arbeitskräfte am billigsten

Die Kosten für PV-Komponenten seien in den verschiedenen Märkten teilweise immer noch enorm, betont IHS. Das liege unter anderem an Importzöllen, Netzanforderungen und Personalkosten.

Von den im „Utility-scale PV Projects Cost Analysis Report – 2016“ untersuchten Ländern sind Indien und China diejenigen mit den niedrigsten Kosten für alle Photovoltaik-Komponenten und Arbeitskräfte.

 

PV-Kraftwerkskosten sinken 2017 voraussichtlich um 14–38 %

Die Preise sind im zweiten Halbjahr 2016 eingebrochen, und IHS prognostiziert, dass aufgrund des anhaltenden Preisverfalls bei Modulen, Wechselrichtern und Nachführsystemen die Kosten für Photovoltaik-Kraftwerke im kommenden Jahr je nach Markt um 14 %–38 % sinken könnten.

Ob die Kosten für Montagesysteme und Tracker noch mehr sinken, hängt stark von der Entwicklung des Stahlpreises ab; Bei den Modulkosten geht es hauptsächlich darum, wie sich die Politik im chinesischen Markt entwickelt.

Die Marktforscher gehen davon aus, dass sich die Systempreise bei PV-Großanlagen bis 2020 in den verschiedenen Märkten annähern werden, da sich auch die Modulpreise angleichen.

Haupttreiber für sinkende Systemkosten werden in den meisten Märkten sinkende Modulpreise und vermehrte Importe aus China sein.

Mit steigendem Wettbewerb werden sich auch die Kosten für Installation und Entwicklung annähern, sagt IHS.

Immer größere Projekte und verbesserte Systemdesigns (z. B. 1.500-Volt-Module) werden dafür sorgen, dass auch die BoS-Kosten (Balance of System) bis 2020 zurückgehen werden.

In Indien und China werden die Photovoltaik-Kraftwerkskosten bis dahin voraussichtlich unter 0,70 USD/W sinken. Die größten Schwankungen erwarten die Marktforscher aufgrund der Grundstückskosten und Netzgebühren. Mit erwarteten 1,30 USD/W wird Japan auch 2020 noch der teuerste Markt sein – 90 % teurer als Indien.

 

01.12.2016 | Quelle: IHS Markit | solarserver.de © Heindl Server GmbH

Eine Auswahl der wichtigsten Solar-Nachrichten finden Sie unter
http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/top-solar-news.html