Solarpark Kenzingen GmbH gegründet; Photovoltaik liefert jährlich Solarstrom für rund 850 Haushalte

Die rund 9.900 Photovoltaik-Module des Solarpars Kenzingen können  durchschnittlich 850 Haushalte mit Solarstrom versorgen
Die rund 9.900 Photovoltaik-Module des Solarpars Kenzingen können durchschnittlich 850 Haushalte mit Solarstrom versorgen

Auf einem ehemaligen Sprengplatz der französischen Streitkräfte im südbadischen Kenzingen wird seit August 2016 Solarstrom erzeugt. Die EnBW Solar GmbH hatte in den zwei Monaten davor rund 9.900 Photovoltaik-Module auf dem 4,4 Hektar großen Gelände installiert.

Die PV-Module haben eine Gesamtleistung von 2,62 MWp und können jährlich durchschnittlich 850 Haushalte mit Strom versorgen. Nun wurde der Solarpark Kenzingen an die neu gegründete Gesellschaft „Solarpark Kenzingen GmbH“ verkauft.

 

EnBW übernimmt Solarstrom-Direktvermarktung und technische Betriebsführung des Photovoltaik-Kraftwerks

EnBW Solar hatte bereits im August 2015 über die neu eingeführte Photovoltaik-Freiflächenausschreibung der Bundesnetzagentur (BNetzA) einen EEG-Zuschlag für den Solarpark Kenzingen erhalten.

Bei dem Ausschreibungsverfahren der BNetzA können sich Projektentwickler um Einspeisevergütungen für ihre Solarparks bewerben. Seitens der Behörde werden die Projekte mit den niedrigsten Gebotswerten bezuschlagt. Für eine abschlagsfreie Gewährung der Zuschläge, bzw. Einspeisevergütungen, müssen die Projektentwickler die Solarparks binnen 18 Monate in Betrieb nehmen.

Eigentümer der Gesellschaft sind der Neckar-Elektrizitätsverband (NEV) mit 85 %, die EnBW mit 10 % und Kenzingen Regenerativ mit 5 %. Die EnBW ist dabei für die Direktvermarktung und technische Betriebsführung des Solarparks zuständig.

„Mit großer Mehrheit wurde dem Beschluss zum Erwerb von Anteilen an der Solarpark Kenzingen GmbH, deren Sitz künftig in Esslingen beheimatet sein wird, durch die Verbandsversammlung zugestimmt. Damit verstärkt der NEV sein Engagement an Erneuerbare Energie-Anlagen weiter und trägt den Anforderungen der Energiewende auch als Verband im großen Konsens seiner Mitglieder Rechnung“, sagt Mario Dürr, NEV-Geschäftsführer.

 

Beispiel für die regionale Energiewende

„Trotz erschwerter Umstände bei der Entwicklung und Realisierung des Solarparks hat die EnBW gemeinsam mit ihren Projektpartnern bewiesen, dass sie in der Lage sind, anspruchsvolle Projekte zu realisieren. Der Solarpark zeigt, dass die regionale Energiewende gut gelingen kann, wenn Expertenwissen mit bürgerschaftlichem und kommunalem Engagement zusammenkommt“, so Kenzingens Bürgermeister Matthias Guderjan.

Andreas Markowsky, Geschäftsführer der Kenzingen Regenerativ KG, ergänzt: „Die Investition in die PV-Anlage Sprengplatz steigert die Nutzung erneuerbarer Energien und sichert die Rendite aus dem ausgeglichenen Mix aus Wasserkraft und Solarenergie für die Bürger ab.“

„Mit der Veräußerung von Teilen der Projektrechte möchten wir die Energiewende in die Breite tragen – so profitieren sowohl Bürger in Kenzingen, als auch die Kommunen in Baden-Württemberg und nicht zuletzt auch wir natürlich als EnBW“, sagte Klaus Wachter, Geschäftsführer der Solarpark Kenzingen GmbH.

 

01.12.2016 | Quelle: EnBW Solar GmbH | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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