Energie-Label: Seit Januar müssen bestehende Heizungsanlagen schrittweise nachetikettiert werden

Das Heizungslabel unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von den Etiketten am Kühlschrank
Das Heizungslabel unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von den Etiketten am Kühlschrank

Das Energie-Label für Heizungen informiert Gebäude-Eigentümer auf einer Skala von grün bis rot, wie effizient der Wärmeerzeuger im Haus ist. Seit dem 01.01.2017 ist das bei neuen Heizungen bereits verpflichtende Label auch für bestehende Heizungsanlagen ein Muss.

 

Für Hauseigentümer fallen keine Kosten an

„Die zuständigen Schornsteinfeger sind dazu angehalten, ein entsprechendes Etikett nach einer Überprüfung anzubringen“, erklärt Petra Hegen von Zukunft Altbau (Stuttgart), dem vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderten Informationsprogramm rund um die energetische Sanierung.

Für Hauseigentümer fallen keine Kosten an. Das Etikett der EU wird bis 2024 stufenweise eingeführt; Dieses Jahr erhalten nur Geräte das Etikett, die vor 1992 eingebaut wurden. Angaben zu den Heizkosten macht das Label nicht, nur zur Effizienz des Gerätetyps. Auch darüber, ob die Heizung noch gut funktioniert und ob sie für das Haus überhaupt geeignet ist, gibt das Label keinen Aufschluss.

 

Beratung zeigt, ob Heizungsoptimierung sinnvoll ist

Hauseigentümer, die mehr über den Zustand ihrer Heizung wissen wollen, sollten eine finanziell geförderte Gebäudeenergieberatung in Anspruch nehmen, erklärt Hegen. „Die Beratung zeigt, ob eine Heizungsoptimierung sinnvoll ist. Das kann der Einbau einer neuen Heizungspumpe sein oder ein hydraulischer Abgleich.“

Ist die Heizung älter als 20 Jahre, lohne sich oft sogar ein kompletter Austausch. Neue Heizungen einschließlich Optimierungen bei hydraulischem Abgleich und Regelung könnten in Ein- und Zweifamilienhäusern bis zu 30 Prozent an Endenergie und CO2 einsparen, betont Zukunft Altbau. Die Investition rechne sich in vielen Fällen, besonders da der Bund manche Maßnahmen zusätzlich fördert. Daher sollte ein Heizungstausch zumindest geprüft werden, so Hegen. Auch zur Frage, ob an der Gebäudehülle energetische Sanierungsmaßnehmen sinnvoll sind, gibt die Beratung Antworten.

 

14.01.2017 | Quelle: Zukunft Altbau; Bild: co2online gemeinnützige GmbH | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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