ECF: Energieteuerung im Februar deutlich gebremst

Im Februar 2017 hat sich der Wiederanstieg der Energiepreise für Deutschlands Verbraucher deutlich verlangsamt. Gegenüber Januar erhöhten sich die durchschnittlichen Preise um 0,3 Prozent. Zum Jahreswechsel hatte es noch einen Anstieg von 0,9 % gegeben, im Dezember sogar um 2,3 %.

Bis auf die Preise für Gas legten im Februar dabei die Kosten für alle Energiearten mehr oder weniger im gleichen Ausmaß zu. Dies ergibt die neue Auswertung des Energiepreis-Monitors der European Climate Foundation (ECF).

Fast kontinuierlich stiegen in den vergangenen Jahren die Preise für Strom, wozu zu Jahresbeginn auch die jüngste Anhebung der EEG-Umlage für erneuerbare Energien beitrug.

 

Rohölpreise gestiegen

Einen spürbaren Beitrag zur Energieteuerung leistete im Februar erneut die Entwicklung auf den internationalen Rohölmärkten. Nach der monatlichen Auswertung des Hamburger HWWI-Instituts stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl der Sorte Brent um durchschnittlich ein Prozent auf 56 US-Dollar.

Erstmals seit dreieinhalb Jahren sind im Februar auch die Kosten für Zentralheizung und Fernwärme in Deutschland wieder gestiegen – um 0,3 Prozent. Etwas stärker legten im Februar die Heizölpreise zu – um 0,4 Prozent gegenüber Vormonat.

 

Anhebung der EEG-Umlage zu Jahresbeginn; Anstieg der Inflationsrate

Um 0,2 Prozent stiegen die Preise für Strom. Hier hatte die Anhebung der EEG-Umlage zum Jahreswechsel zu einem deutlichen Plus geführt, das auch im Februar noch nachgewirkt hat. Die Strompreise sind damit nach wie vor die einzigen, die heute spürbar höher liegen als 2012. Auch die Netzentgelte sind zu Jahresbeginn deutlich gestiegen. Gesunken sind dagegen die Kosten für Beschaffung und Vertrieb.

Alles in allem trugen die Energiepreistrends im Februar erneut spürbar zum Anstieg der Inflationsrate in Deutschland bei, betont die ECF. „Wäre Energie im Laufe der vergangenen zwölf Monate nicht teurer geworden, hätte die Gesamtteuerung im Vorjahresvergleich bei lediglich 1,5 statt 2,2 Prozent gelegen“, heißt es in der Pressemitteilung.

 

20.03.2017 | Quelle: European Climate Foundation (ECF) | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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