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170.000 Euro für Solarcontainer in Afrika im Schwarm finanziert

Solarcontainer in Mali
Solarcontainer in Mali

Die Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG aus Deutschland hat mehr als 170.000 Euro für einen mobilen Solarcontainer für das Dorf Niamé im westafrikanischen Mali eingesammelt. Durch den Solarcontainer, der voraussichtlich noch 2017 in Betrieb genommen wird, sollen bis zu 300 Haushalte und Kleinbetriebe mit ökologisch nachhaltiger Energie versorgt werden.

Der Solarcontainer ersetzt hierbei die zuvor aus Dieselgeneratoren produzierte Elektrizität und wird so bis zu 52 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Ebenso wird die Umweltbelastung durch Lärm und die überwiegend ungefilterte Emission von Schmierstoffen und Öl vermieden, die der Betrieb von Dieselgeneratoren bisher mit sich bringt. Neben der Umwelt profitieren zudem die Dorfbewohner, die nach Aussage der Initiatoren für Strom künftig umgerechnet noch 0,50 € statt bisher 1 € pro kWh zahlen müssen. Die bisher 126 an dem Projekt beteiligten Anleger, die ab 250 Euro aufwärts in das Projekt investieren konnten, erhalten wiederum eine jährliche Rendite in Höhe von 7,0 Prozent bei einer Laufzeit von 8,0 Jahren. Das erste Jahr ist hierbei tilgungsfrei, sodass der Zeitraum zwischen der Errichtung und der ersten Stromabnahme überbrückt werden kann.

Zum Geldsammeln wurde  Crowd4Climate.org genutzt, eine Schwarmfinanzierungsplattform für Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern powered by CrowdDesk. Das Projekt in Mali ist das zweite, das Privatanleger seit dem Start der Plattform im November 2016 finanzieren konnten. „Der Erfolg des Projekts zeigt, dass direkte Beteiligungsformen nicht nur bei regionalen, sondern auch bei internationalen Klima- und Energieprojekten überzeugen können“, sagt CrowdDesk-Gründer und Geschäftsführer Johannes Laub.

„Obwohl zahlreiche Projekte in Entwicklungsländern beweisen, dass sie Erlöse erwirtschaften und investierte Gelder zurückzuzahlen können, wird hier noch sehr wenig investiert. Das wiederum führt dazu, dass zahlreiche Klimaschutzprojekte gar nicht erst realisiert werden können", sagt Gottfried Heneis, Geschäftsführer der crowd4projects GmbH, die Crowd4Climate.org betreib. Die Schwamfinanzierungsplattform löse dieses Problem und biete Investoren in Deutschland und Österreich eine Geldanlage, die einen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen sowie zur nachhaltigen Entwicklung leiste.“

Um den laufenden Betrieb des Solarcontainers, und damit die Sicherheit des Investments, zu gewährleisten wird die Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG die Fernüberwachung des Projektes von Deutschland aus übernehmen. Die lokalen Servicepartner Africa GreenTec SARL und EMS-Energie SARL kümmern sich um Betrieb und Wartung der Anlage. So soll auch ein Know-how-Transfer in die Region stattfinden.

9.9.2017 | Quelle: Crowd4Climate | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH i. Gr.

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