Vergleichsmessung des Fraunhofer ISE: Photovoltaik-Nachführsysteme von DEGER mit MLD-Sensoren liegen vorn

Die Photovoltaik-Nachführsysteme mit MLD-Sensoren schnitten in der Vergleichsmessung des Fraunhofer ISE besser ab als die Systeme mit astronomischer Nachführung.
Die Photovoltaik-Nachführsysteme mit MLD-Sensoren schnitten in der Vergleichsmessung des Fraunhofer ISE besser ab als die Systeme mit astronomischer Nachführung.

Zweiachsige Nachführsysteme der DEGERenergie GmbH (Horb) mit MLD-Sensortechnologie produzieren 42,9 Prozent mehr Solarstrom als starr installierte PV-Systeme. Dies ergab eine Dauer-Vergleichsmessung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) Freiburg.

Zwei Jahre lang verglichen die Solar-Experten des Fraunhofer ISE vier verschiedene Photovoltaik-Systeme im Solarpark von DEGER in Horb-Rexingen: starr installierte Modulflächen, einachsig mit der Maximum-Light-Detection (MLD)-Technologie von DEGER nachgeführte Systeme, zweiachsig astronomisch nachgeführte und zweiachsig mit MLD-Nachführung arbeitende Systeme. Alle vier Systeme waren mit identischen Modulflächen bestückt und hatten die gleiche Nennleistung. Im Rahmen des Qualitätsmonitorings ermittelte Fraunhofer vor allem den Ertrag und Eigenverbrauch der Systeme.

 

Effektiv sechs Prozent mehr Ertrag als astronomisch nachgeführte Systeme

Zweiachsige DEGERtracker mit MLD-Technologie produzierten in der Vergleichsanlage 42,9 Prozent mehr Solarstrom als starr installierte Systeme. Zudem produzierten  die zweiachsigen Systeme von DEGER 5,3 Prozent mehr Solarstrom als astronomisch gesteuerte Zweiachser im Test. Wird der Eigenverbrauch beider Systeme mitberücksichtigt, liege der Mehrertrag der DEGERtracker um rund 6 Prozent höher, denn DEGERtracker hätten einen geringeren Eigenverbrauch als die zum Vergleich herangezogenen astronomisch nachgeführten Systeme, betont das Unternehmen. Die MLD-Technologie sorge auch bei diffusen Lichtverhältnissen für deutliche Mehrerträge.

 

Weniger Installationsaufwand bei mehr Ausfallsicherheit

Astronomische Systeme erfordern nach Angaben von Deger zudem mehr Aufwand als über MLD-Sensoren gesteuerte Anlagen: Sie werden über einen zentralen Computer gesteuert, wofür jede einzelne Anlage per Kabel an den Steuercomputer angeschlossen werden muss.

„Ein Steuercomputer und die Verkabelung entfallen bei der MLD-Technologie komplett, jedes System steuert sich per MLD-Sensor autark“, erklärt DEGER-Geschäftsführer Artur Deger. „Das erhöht die Ausfallsicherheit unserer Systeme und wirkt sich vor allem in Solarparks positiv auf die Investitions- und Wartungskosten aus. Auch ein Komplett-Ausfall des ganzen Solarparks, wie er bei astronomischen Systemen im Falle eines Defekts am Steuercomputer möglich ist, ist mit unserer MLD-Technologie ausgeschlossen.“

 

Ertragsdaten in der Vergleichsmessung

Im Jahr 2012 erzeugte das starr installierte System 9.191 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom. Das einachsige System mit MLD-Technologie produzierte im gleichen Zeitraum am gleichen Standort 11.774 kWh Solarstrom, das entspricht einem Mehrertrag von 28,1 Prozent. Als Eigenverbrauch des Einachsers wurden übers Jahr 40 kWh gemessen.

Das astronomisch nachgeführte zweiachsige System lieferte 12.647 Kilowattstunden Solarstrom. Mehrertrag gegenüber den starren Modulen: 37,6 Prozent. Eigenverbrauch für die Nachführung: 137 kWh.

Das zweiachsig mit MLD-Technologie von DEGER nachgeführte System produzierte 13.132 kWh, das entspricht 42,9 Prozent Mehrertrag gegenüber starren Modulen. Der Eigenverbrauch wurde mit 52 kWh gemessen. Damit lag der Eigenverbrauch des astronomisch nachgeführten zweiachsigen Systems um mehr als 160 Prozent höher als der des DEGER-Systems.

 

11.09.2013 | Quelle: DEGERenergie GmbH | solarserver.de © Heindl Server GmbH

Eine Auswahl der wichtigsten Solar-Nachrichten finden Sie unter
http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/top-solar-news.html