Solaranlagen und Produkte der Vormonate:
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Sonne, Holz und High Tech: Solarhaus mit ästhetischen und energetischen Qualitäten
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Das Haus der Familie Dietert in Grosselfingen auf der Schwäbischen Alb ist ein Beispiel für "Haute Couture" in Sachen ökologisches Bauen. Es belegt, wie viel Gestaltungsfreiheit
umweltbewusste Bauherren haben.
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"Wir hatten Lust zu zeigen, wie man es auch machen kann", sagt Bauherr Uli Dietert zu seinem Holzhaus in Blockständerbauweise. Natürliche Baumaterialien wie Lehm und Flachs
gehören genauso dazu wie ein vollflächiges Solardach mit Sonnenkollektoren und Photovoltaikmodulen.
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Ökologische Energietechnik unter einem Solardach: Solarkollektoren, Pelletsheizung und Solarmodule versorgen das Haus der Familie Dietert mit Wärme und Strom.
Quelle: Sonnergie.
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Das Einfamilienhaus ist voller ungewöhnlicher Lösungen. Obwohl es mit einem Heizwärmebedarf von weniger als 50 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr den
Niedrigenergiestandard erfüllt, haben die Bauherren auf eine mechanische Lüftungsanlage verzichtet. "Ich möchte ganz normal die Fenster öffnen, wann ich will", erklärt Gertrud
Dietert, die maßgeblich am Hauskonzept mitgearbeitet hat.
Ökologie und Optik
"Wir wollen Spaß am Leben und am Wohnen haben. Die Ökologie ist für uns wichtig, aber nicht das einzig Wichtige", beschreiben sich die Eheleute Dietert selbst. Deshalb legten sie
großen Wert auf das Äußere: Der Architekt Bernd Binder aus Albstadt sorgte für die ansprechende Gestaltung des Hauses. Dennoch war das blaue Solardach in Grosselfingen etwas ganz
Neues, das die Spaziergänger immer wieder stehen bleiben ließ, berichtet Dietert.
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Doch der Bürgermeister und der Gemeinderat der 2000 Einwohner zählenden Gemeinde sind aufgeschlossen für die Technik zur
Nutzung der Sonnenenergie: Sie erweiterten die Bebauungsordnung entsprechend.
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Sonnige Aussichten trotz trübem Himmel: Zirka 60 m2 Module und 49 m2 Kollektoren bilden das nach Süden ausgerichtete Solardach. Quelle: Sonnergie
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Klimaneutrales Heizen mit Sonne und Pellets
Zwischen rund 6 sechs Tonnen (Ölkessel) und zirka 12 Tonnen CO2-Emissionen (Elektroheizung) jährlich verursacht ein Einfamilienhaus nach Berechnungen des Initiativkreises
Wärmepumpe beziehungsweise der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE). Die gesamte Wärmeversorgung des Hauses Dietert hingegen belastet
das Klima nicht, dank einer Kombination von Holzpellet-Heizung und Solarkollektoren mit einer Fläche von 49 Quadratmetern. Die Kollektoren bilden zusammen mit 60 Quadratmetern
Solarstrom-Modulen ein integriertes Solardach - aus eigener Produktion. Denn Dieterts Firma Sonnergie in Rangendingen ist Spezialist für ästhetisch und technisch abgestimmte
Solarsysteme. Bei der Umwandlung der Sonnenenergie in Wärme oder Strom entstehen keinerlei Emissionen - und der Brennstoff Holz hat während des Wachstums der Bäume genau so viel
CO2 gebunden, wie beim Heizen freigesetzt wird.
Voraussetzung für eine klimafreundliche und effektive Heizung mit erneuerbaren Energien ist eine gute Wärmedämmung des Hauses: Das Dach ist mit Zelluloseflockung "dicht" gemacht,
die Außenwände mit Holzfaserplatten. Die teilweise mit Lehm verputzten Innenwände wurden mit Flachs und Hanf gedämmt. So werden Wärmeverluste minimiert. Und auch im Sommer zeigen
sich die Vorteile der guten "Verpackung": "Selbst während der Hitzeperiode 2003 war es bei uns angenehm kühl", berichten die Eheleute Dietert.
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Anlagenschema: Solare Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung
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Die Sonne übernimmt 50% der Heizung
Ein Holzpelletkessel mit einer Leistung von 15 Kilowatt und die Sonnenkollektoren decken jeweils die Hälfte des Heizwärmebedarfs. Mit einem solaren Deckungsanteil von rund 50 %
liefert die Solarwärmeanlage warmes Wasser für eine großzügig dimensionierte Fußbodenheizung im Wohnbereich des Erdgeschosses. Dafür reichen laut Dietert auch im Winter
Vorlauftemperaturen von 30°C aus.
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Im Bad und in der Dusche liefert eine zusätzliche Wandheizung angenehme Wärme. Die restlichen Zimmer sind mit einer Randleistenheizung ausgestattet, die mit
Vorlauftemperaturen von zirka 50° auskommt, da sie eher sporadisch beheizt werden.
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15-kW-Pelletkessel, auch zur Verbrennung von Stückholz; 2000 Liter Solar-Schichtspeicher. Quelle: Sonnergie.
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Die 49 m² EURO-SOL Kollektoren des österreichischen Herstellers Teufel & Schwarz sind in die Dachhaut integriert und wurden als Sonderbau um die Solarstromanlage gruppiert.
Ein 2000 Liter fassender "PRO-CLEAN"-Solar-Speicher schichtet das warme Wasser nach dem thermischen Prinzip: heißes Wasser nach oben, lauwarmes Wasser nach unten.So wird, je nach
Verbraucher, die optimale Wassertemperatur zur Verfügung gestellt. Eine ausgeklügelte Solar-Regelung sorgt dafür, dass die Kollektortemperaturen im Sommer unter 130 C bleiben und
im Winter möglichst viel Sonnenwärme in die Boden- und Wandheizung gelangt.
Pelletkessel:
Der 15 kW- Pelletkessel vom Typ "SONNI PK" verbrennt sowohl Pellets als auch Stückholz, und zwar automatisch. Auch Stückholz kann verbrannt werden, ohne dass der Hausherr Hand
anlegen muss, betont Dietert. Weder müsse der Brenner abgebaut oder weggeschwenkt werden, noch müsse ein Rost einlegt werden. Es sei nicht einmal erforderlich, einen Kippschalter
umzulegen oder das Programm umzustellen.
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Die Zündung der einen halben Meter langen Scheite erfolge genauso ohne menschliches Eingreifen wie das anschließende Umstellen auf Pelletverbrennung. Für noch mehr Komfort sorgen
eine automatische Asche-Austragung und die Fernwartung " Fire-View". Eine vier Meter lange "Bunkerschnecke" transportiert die Pellets zum Brenner.
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Pelletkessel mit Pellet-Zuführung. Foto:Sonnergie
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Familie Dietert hat sich für die Schneckenaustragung entschieden, weil diese erheblich weniger Probleme mache, als die so genannte Saugaustragung, bei der die Pellets nach dem
Staubsauger-Prinzip vom Lager zum Brenner befördert werden. Nach dem ersten Jahr fiel die Brennstoff-Bilanz positiv aus: Der Pelletverbrauch war mit rund 3 Kubikmetern niedriger
als erwartet. Der hohe Ertrag der thermischen Solaranlage habe sicher dazu beigetragen, freut sich Uli Dietert.
Solarstrom satt aus zwei Photovoltaikanlagen
Die Stromernte fiel ebenfalls reichlich aus: Die 6 kW-Photovoltaikanlage des Solardachs und eine 1,6 kW-Anlage auf dem Carport haben im vergangenen Jahr zusammen rund 8,5 kWh
geliefert. Das ist mehr als das dreifache des eigenen Stromverbrauchs des Zwei-Personen-Haushalts.
Die 40 in das Solardach integrierten Module vom Typ TE 150 mit einer Gesamtfläche von rund 60 m², haben jeweils eine Spitzenleistung von 150 Watt (Wp). Zwei Wechselrichter "Sunny
Boy 2500" wandeln den Gleichstrom der Module in kompatiblen Wechselstrom um, der in das Stromnetz eingespeist und vom Netzbetreiber nach dem EEG vergütet wird.
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Die Anlage mit einer Nennleistung von 6 kWp lieferte bis 30. 11. 2003 bereits 6.800 kWh Strom. Das sind 20 % mehr als für das ganze Jahr 2003 erwartet wurde,
betont der Besitzer.Auf der " Hundehütte"" gemeint ist das Gartenhäuschen, arbeitet eine bereits 12 Jahre alte PV-Anlage, die Dieterts ehemaliges Haus zierte.
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Haus Dietert mit Solarstromanlagen: 6kWp auf dem Dach, 1,5kWp auf der "Hundehütte".
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Ihr Stromertrag wurde lange Zeit mit nur 16 Pfennigen pro Kilowattstunde vergütet. Seit der Einführung des EEG speist sie trotz ihres Alters ordentlich Strom für 99 Pfennige ein.
Der Ertrag der 15 Siemens-Module von rund 1.500 kWh im Jahr 2003 kann sich für eine 1,5 kWp Anlage immer noch sehen lassen.
Material: Dr. Klaus Heidler Solarconsulting; Sonnergie GmbH. Redaktion Solarserver: Rolf Hug.
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