Solaranlagen und Produkte der Vormonate:
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Solar-Kraftwerk "Lieberose": ein ökologisches und
ökonomisches Leuchtturmprojekt für Klima- und Naturschutz
01.10.2009
Das Photovoltaik-Kraftwerk auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lieberose nördlich von Cottbus (Brandenburg) ist seit dem 20. August 2009 das größte Sonnenkraftwerk in
Deutschland. Mit der gemeinsamen Montage des 560.000 Solarmoduls haben Bundesminister Wolfgang Tiefensee, Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Länder, und der
brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck die Anlage zum bundesweit größten Photovoltaik-Park gemacht. Am Standort Turnow-Preilack realisieren die juwi-Gruppe -
Projektentwickler für regenerative Kraftwerke - und First Solar - Hersteller von fortschrittlichen Dünnschichtmodulen - ein Photovoltaik-Kraftwerk, das mit einer Leistung von 53
Megawatt auf einer Grundfläche von 162 Hektar bis Ende dieses Jahres komplett an das Netz gebracht werden soll. Als Solar-Anlage des Monats präsentiert der Solarserver im Oktober
2009 die zweitgrößte Photovoltaik-Anlage der Welt und die Nummer 1 in Deutschland.
Solar-Anlage des Monats als PDF-Dokument
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Solarstrom-Produktion im Kraftwerksmaßstab: Solar-Kraftwerk "Lieberose" in Brandenburg. Quelle: juwi-Gruppe
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700.000 Dünnschicht- Module und 38 Wechselrichterstationen
Das Solarstromkraftwerk zwischen den Orten Lieberose und Turnow-Preilack im Landkreis Spree-Neiße produziert pro Jahr rund 53 Millionen Kilowattstunden (kWh) sauberen Strom, was
in etwa dem Elektrizitätsbedarf von rund 15.000 Haushalten entspricht, also dem Stromverbrauch einer kleinen Stadt. Die Grundfläche, auf denen Module und Wechselrichter-Stationen
installiert sind, entspricht mehr als 210 Fußballfeldern. Durch die Solarstrom-Produktion können jährlich rund 35.000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) eingespart
werden. Die rund 700.000 Dünnschicht-Module von First Solar (FS 272-277 etc) stammen überwiegend aus der Produktion in Frankfurt/Oder und haben eine Gesamtmodulfläche von zirka
500.000 Quadratmetern. Die 38 Wechselrichter-Stationen lieferte die SMA Solar Technologie AG (Niestetal). Zum Einsatz kommen 37 Zentralwechselrichter-Stationen vom Typ "SMA SC
1250 MW" und eine Station vom Typ "SMA SC 900 MV". Für die Unterkonstruktion zeichnet die Leichtmetallbau Schletter GmbH aus dem oberbayerischen Haag verantwortlich.
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Lieberose ist nicht nur ein Meilenstein in der Geschichte der Photovoltaik und ein weit über Deutschland hinaus strahlendes Modellprojekt zur Renaturierung militärischer
Liegenschaften, die mit Kampfmitteln belastet sind. Der Solarpark setzt in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise auch ein deutliches Zeichen, dass sich
Photovoltaik-Großprojekte finanzieren lassen und es sich in jeder Hinsicht lohnt, auf die erneuerbaren Energien zu setzen.
Erfolgreiche Finanzierung in schwierigem Umfeld
Zur Realisierung des Projektes haben juwi und First Solar ein umfassendes Finanzierungskonzept entwickelt und umgesetzt: Das Fremdkapital, das rund 80 Prozent des
Investitionsvolumens ausmacht, kommt von einem Bankenkonsortium bestehend aus KfW IPEX Bank, Bremer Landesbank, DZ Bank, Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und NordLB, die sich
ihrerseits wieder über zwei Förderbanken refinanzieren. Das Eigenkapital wird zunächst von juwi und First Solar über Mezzanine-Darlehen finanziert. Ingesamt hat der PV-Park, der
nach Fertigstellung an einen Investor verkauft werden soll, ein Investitionsvolumen von mehr als 160 Millionen Euro. Sowohl im Solar- als auch im Windsektor sieht die juwi-Gruppe
ein weiterhin großes Interesse von Investoren an fertig gestellten oder baureifen Energieparks, da Investments in Wind- und Solarparks sehr sicher und somit auch besonders
attraktiv seien. "Mitten in der größten Finanzkrise seit dem zweiten Weltkrieg haben wir die Finanzierung des zweitgrößten Solarparks der Welt auf die Beine gestellt. Großprojekte
lassen sich also noch finanzieren", betont Pressesprecher Ralf Heidenreich. Die langjährigen, guten und sehr vertrauensvollen Geschäftsbeziehungen zu Investoren, Banken und zu
Zulieferfirmen seien ein wichtiger Faktor, der die Umsetzung künftiger Projekte sichere, betont juwi. Bei Banken und Investoren genieße juwi aufgrund der verlässlichen
Zusammenarbeit der letzten Jahre einen sehr guten Ruf.
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Koordinationsbedarf bei der Finanzierung von Großprojekten wächst
"Die Ausfall-Rate unserer Projekte liegt bei null; auch das schafft Vertrauen. Wir sind ein eigentümergeführtes, bodenständiges Unternehmen - und nicht an der Börse notiert. Die
aktuell große Volatilität und die große Nervosität an den Börsen betreffen uns daher nicht. Wir können langfristig und nachhaltig agieren und sind nicht abhängig von den
Stimmungsschwankungen an den Kapitalmärkten", so Heidenreich weiter. Zartina Ecker, Cleantech-Expertin der Investmentbank Jefferies, wird in einem juwi-Portrait in der Zeitschrift
Capital zitiert: "juwi hat sich als Premiummarke etabliert. Die Banken finanzieren lieber Projekte, wenn Sie wissen, dass juwi draufsteht." Je größer die Anlage, desto
herausfordernder ist aber auch die Finanzierung. Die Banken seien nach wie vor bereit, Großprojekte zu finanzieren, wie der Solarpark Lieberose belege. Allerdings seien die
Kreditinstitute deutlich vorsichtiger und zurückhaltender geworden, aber auch misstrauischer gegenüber anderen Banken, so dass juwi die Koordination der Finanzierung zum Teil
übernehmen müsse. Darüber hinaus beteiligten sich gerade bei Großprojekten inzwischen mehr Banken an der Finanzierung als früher; auch dadurch wachse der Gesprächs- und
Koordinierungsbedarf. "Bis die Finanzierung unter Dach und Fach war, haben die juwi-Kollegen der Finanzabteilung monatelang bis tief in die Nacht gearbeitet", berichtet
Heidenreich.
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Gefährliche Kampfmittel weichen grüner Stromproduktion
Auch in punkto Umweltschutz ist Lieberose beispielhaft. Der Solarpark erzeugt nicht nur saubere Energie, sondern sorgte auch dafür, dass gefährliche Munition von dem Gelände
entfernt wurde. Lieberose ist damit ein Paradebeispiel für die gelungene Verbindung von Klimaschutz, Hightech und aktivem Naturschutz. Das Land Brandenburg verpachtet das Gelände
von rund 300 Hektar an den Anlagenbetreiber, dafür können die Flächen mehr als 20 Jahre zur Solarstrom-Produktion genutzt werden. Durch eine Einmalzahlung und die Pacht an das
Land wird die Kampfmittelräumung finanziert.
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Kampfmittel, die vor dem Bau des Solarparks geräumt wurden. Quelle: juwi-Gruppe
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Nach Ablauf der solaren Nutzung wird die PV-Anlage wieder abgebaut und dann steht eine von Kampfmitteln freie Heideflache für die Naturschutz-Ziele des Gebietes zur Verfügung, die
durch Pflege dauerhaft erhalten werden kann. Das Land Brandenburg unterstützt den Solarpark kräftig. "Solche Projekte helfen uns, die Wunden des Kalten Krieges zu heilen und
gleichzeitig nachhaltig unsere ehrgeizigen Ziele im Bereich erneuerbare Energien zu erreichen", lobt Ministerpräsident Platzeck.
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Große Photovoltaik-Parks in den USA geplant
"Nachdem US-Präsident Barack Obama die Energiewende eingeleitet hat, bietet der Markt immense Chancen für die erneuerbaren Energien. Diese Chancen wird juwi nutzen; wir haben
viele Projekte in der Pipeline", berichtet juwi-Vorstand Matthias Willenbacher. Im Sommer 2009 hat juwi Solar in den USA mit regionalen Energieanbietern Stromabnahmeverträge für
Photovoltaik-Parks unterzeichnet und sich die Projektrechte gesichert: In Ohio soll eine 12-Megawatt-Anlage errichtet werden, in Florida ein 15-Megawatt-Park. Insgesamt plant
juwi, in den kommenden Jahren in den USA Wind- und Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von über 1.000 Megawatt ans Netz zu bringen. Die Vereinigten Staaten werden für juwi damit
zu einem der wichtigsten Märkte. Neben Megawatt-Windparks hat juwi in Nordamerika eine Reihe von Photovoltaik-Großprojekten in der Pipeline, die eine Leistung von jeweils über 10
Megawatt haben.
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