Solarer Städtebau - Ziele und Aufgaben
von Dr. Dagmar Everding
15.08.2003
Die Städte Europas haben sich mit der Charta von Aalborg bereits 1994 eine nachhaltige Entwicklung zum Ziel gesetzt. Diese Charta der Europäischen Städte und Gemeinden auf dem Weg
zur Zukunftsbeständigkeit fordert von den lokalen Regierungen
- in ihr natürliches Kapital (Atmosphäre, Boden, Wasser und Wälder) zu investieren,
- die Effizienz von Produkten (Niedrigenergiebauten, Stadtverkehr) zu erhöhen,
- die sozialen Grundbedürfnisse mit dem Umweltschutz zu verbinden,
- zukunftsbeständige Siedlungsstrukturen zu planen,
- das Energiesystem "städtische Umwelt" auf erneuerbare Energien umzustellen,
- ihre kommunale Selbstverwaltung und die Mitwirkung aller gesellschaftlichen Kräfte zu stärken.
Ein solarer Städtebau integriert eine Vielzahl der genannten Ziele und stellt deshalb einen hervorragend geeigneten Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung dar.
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Solarsiedlung Gelsenkirchen: Städtebauliche Qualität durch Umsetzung eines preisgekrönten Wettbewerbsentwurfes; Preisträger ist der Architekt Peter Hübner, Stuttgart. Foto und
Grafik: EB - Zeitschrift für EnergieEffizientes Bauen
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Nutzung der Sonnenenergie
Der Städtebau ist sowohl eine technische als auch eine künstlerische Disziplin. Er umfasst die Anlage der städtischen Infrastruktur ebenso wie die Zuordnung von Nutzungen und
Freiflächen im städtischen Raum. Die Wirkung repräsentativer Gebäude und Fassaden, die Ausgestaltung öffentlicher und halb - öffentlicher Räume stellen ebenfalls städtebauliche
Aufgaben dar.
Die Umstellung der Energieversorgung auf dezentrale Systeme und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen tangieren alle Aufgabenbereiche des Städtebaus. Die weitestgehende
Auswirkung hat dabei die Nutzung der Solarenergie, weil sie im Gegensatz von den bisherigen mit Transportwegen verbundenen Energiesystemen eine unmittelbare räumliche Verknüpfung
von Energiegewinnung und Energieverbrauch ermöglicht. Allerdings hat dieses ideale energetische Konzept zur Voraussetzung, dass räumliche und bauliche Strukturen auf die passive
und aktive Solarenergienutzung ausgerichtet werden.
Die Sicherstellung zum einen einer auch winterlichen Besonnung der Fenster von Aufenthaltsräumen, von Fassaden- und Dachteilen und verglasten Pufferräumen auf der
Energiegewinnseite von Gebäuden, zum anderen einer effizienten Wärmeversorgung mit minimaler Umweltbelastung und hohem Anteil erneuerbarer Energie sowie die Nutzung von
Gebäudeflächen für die Stromgewinnung aus Sonnenenergie stellen die Kernaufgaben des solaren Städtebaus dar.
Bei der Bewältigung dieser Aufgaben ergeben sich u. a. folgende Planungsgesichtspunkte:
- vergrößerte Abstände zwischen Gebäuden bzw. Gebäudeteilen,
- neue Kriterien für die Baumpflanzung,
- eine Bevorzugung kompakter Bauformen,
- energieeffiziente Bauweisen mit niedrigem Raumwärmebedarf
- der verstärkte Einsatz von verglasten Gebäudeteilen bzw. von überglasten Räumen,
- die Nutzung von Grünpflanzen, Wasser, Erdwärme bzw. Bodenkühle, Verschattungselementen und Luftströmungen als natürliche Klimatisierungstechniken
- die gemeinschaftliche Wärmeversorgung von Gebäudegruppen und Gebäudekomplexen
- die Integration großflächiger aktiver Solarsysteme in die Architektur und das Stadtbild.
Neuorientierung
Eine breite Umsetzung dieser Anforderungen an solares Bauen in den Städten bewirkt erhebliche Veränderungen, sowohl in der Gestalt der Städte als auch teilweise in der
Bodenrendite - aufgrund des Flächenmehrbedarfs durch größere Abstandsräume. Beide Veränderungen können in der Stadtplanung zu Konflikten führen.
Eine Ausrichtung des Städtebaus auf die passive und aktive Nutzung der Sonnenenergie muss deshalb bedeutsame und nachhaltige Verbesserungen der ökologischen Überlebensfähigkeit
der städtischen Systeme als auch der alltäglichen Lebensqualität in den Städten versprechen, damit sich der Aufwand der Neuorientierung rechtfertigt.
Ökologische Überlebensfähigkeit
Die in den Städten beheimateten Sektoren Industrie, Haushalte und Verkehr produzieren weltweit die größte Menge der für das Weltklima gefährlichen Kohlendioxidemissionen. Um die
Lebensgrundlagen der zivilen Weltgesellschaft zu erhalten und zu sichern, muss die Emission von Treibhausgasen in den Städten drastisch reduziert werden. Dies gelingt nur mit
Hilfe der Doppelstrategie von Energiebedarfsminderung und dem Ersatz fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien.
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Solarsiedlung Köln-Bilderstöckchen: zusätzliche lichtdurchflutete Wohnungen in der zweigeschossigen Dachaufstockung, gestalterisch gut integrierte Solarthermieanlage, Anbau von
Balkonen. Foto EnergieEffizientes Bauen EB. Foto EB - Zeitschrift für EnergieEffizientes Bauen.
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In der moderaten Klimazone Europas lassen sich im Gebäudebereich 50 bis 70 Prozent der CO2-Emissionen durch Erhöhen der Energieeffizienz vermeiden. Der Wärmebedarf der Gebäude wird
dabei auf den Passivhaus- oder Niedrigenergie-Standard reduziert (Passivhäuser haben einen maximalen Heizwärmebedarf von 15 kWh/m2a, Niedrigenergiehäuser von 30 bis 70 kWh/m2a). Die
Wärmeversorgung der im Wärmebedarf reduzierten Gebäude lässt sich mit bereits eingeführten Technologien zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen bewältigen. Einzelgebäude
können z.B. mit Holzpelletöfen beheizt werden. Auf Siedlungsebene basieren solche Systeme auf Nahwärmenetzen, die sich zum Beispiel durch solare Langzeitspeicher,
Kraftwärme-Kopplungs-Anlagen und den Einsatz von Bio-Brennstoffen auszeichnen. Bei der Stromversorgung der Gebäude könnte bis zum Jahr 2020 eine fast 30prozentige Deckung durch
dezentrale Energietechniken erreicht werden. (Ergebnis der Enquete-Kommission "Nachhaltige Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und Liberalisierung" 2002).
Ökologischer Stadtumbau
Zur ökologischen Überlebensfähigkeit der Städte gehört nicht nur die Minimierung des Verbrauchs fossiler Energien sondern auch die Herstellung von mehr Naturnähe.
Der ökologische Stadtumbau stellt seit Anfang der achtziger Jahre eine Strategie dar, in der unter Beteiligung der Bewohnerschaft mittels einer behutsamen Stadterneuerung mehr
Grün und mehr Lebensqualität in sozial benachteiligte Stadtteile gebracht wird, um die Abwanderung ökonomisch starker Kräfte zu stoppen bzw. neue Kräfte anzuziehen. Mit dem
ökologischen Stadtumbau werden nach und nach ökologische Kreisläufe im städtischen System entweder wiederhergestellt oder neu geschaffen: Boden wird entsiegelt, Regenwasser wird
genutzt oder dem Wasserkreislauf wieder zugeführt, Abwasser wird dezentral gereinigt und natürlichen Wasserläufen zugeführt, natürliche Gewässer werden wieder freigelegt und in
den Stadtraum integriert, Parkanlagen, Grünverbindungen, Fuß- und Radwege werden geschaffen, Wohnquartiere mit Mietergärten und Naturspielplätzen ausgestattet.
Auch das solare Bauen bringt mehr Naturnähe in die Baugebiete und in die öffentlichen Stadträume. Die Öffnung der Gebäude zur Sonne kommt der Gesundheit der Menschen zugute, lässt
sie die Kraft der Sonne und den natürlichen Wechsel von Wetter und Jahreszeiten erleben. Der solare Abstandsraum zwischen den Gebäuden verbessert die Wachstumsmöglichkeiten der
städtischen Vegetation und gleichzeitig die passiven Gewinne in der Energiebilanz der Gebäude. Damit trägt der solare Städtebau zum ökologischen Umbau der Städte bei, der für ihre
nachhaltige Entwicklung notwendig ist.
Mehr Lebensqualität
In der moderaten Klimazone Mitteleuropas bewirkt eine mehrstündige Besonnung der Hauptaufenthaltsräume, auch der Kinderzimmer, während des gesamten Jahres, ausgenommen während des
Hochsommers, ein gesünderes Wohnen und Arbeiten. Auch die damit einhergehende Versorgung mit Tageslicht fördert die Gesundheit der Nutzerinnen und Nutzer. Im Winter und in den
kühlen Übergangszeiten werden Räume dann als behaglich empfunden, wenn die Wärme in verschiedenen Nutzungsbereichen bedarfsgerecht zu steuern ist, im Sommer ausreichend kühle
Räume vorhanden sind und ökologische Baustoffe in Verbindung mit einer komfortablen Lüftung ohne Zug und Geräusche ein gesundes Ramklima schaffen.
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Ein besonnter Freisitz für alle Wohnungen und gemeinschaftliche "Grünräume" für Wohnanlagen und größere Arbeitsstätten verbessern ebenfalls die Lebensqualität.
Mit der Sonne bauen lässt sich auch im dicht bebauten Wien: Wohnanlage in der Sagedergasse, Architekt Wolfgang Reinberg. Foto: EB - Zeitschrift für EnergieEffizientes Bauen
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In den Stadtquartieren sollen sich Wohnsiedlungen an stadtklimatisch günstigen Standorten mit guter Belüftung und Besonnung befinden. Zu bevorzugen sind gemischte Quartiere mit
städtischer Dichte, Versorgung und verkehrlicher Anbindung sowie mit Straßen und Plätzen, die sich für Aufenthalt und Begegnung eignen. Besonnte im Wechsel mit beschattenten
Grünanlagen sollen in allen Quartieren auf kurzem Weg erreichbar sein. Für ein angenehmes Stadtklima sind auch Wasserflächen und offene Wasserläufe von Bedeutung. Öffentliche
Aufenthaltsbereiche in den Quartieren sollen möglichst nicht von Verkehrslärm belastet sein.
Aufgaben des solaren Städtebaus
Die Besonnung und Belichtung von Aufenthaltsräumen sicherzustellen, stellt seit der vom CIAM-Kongress 1939 verabschiedeten Charta von Athen eine zentrale städtebauliche Aufgabe
dar. Orientierung, Erschließungssystem und Abstandsflächen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Die städtebaulichen Leitbilder der Nachkriegszeit als auch das Städtebau- und
Bauordnungsrecht in der Bundesrepublik Deutschland verfügen über Mindestwerte für Belichtung, Besonnung und Abstände, da mit einem modernen Wiederaufbau der Städte die Fehler zu
dicht bebauter und überbelegter Gründerzeitquartiere mit mangelnder Wohnhygiene vermieden werden sollten. Das Leitbild des Wiederaufbaus war die "gegliederte und aufgelockerte
Stadt".
Wird der Besonnungsgrad von Gebäudeflächen zusätzlich zur Belichtung auch zum energetischen Effekt, erhöht sich seine ökonomische Wertigkeit. Diese ist so hoch zu bewerten, dass
die Einführung eines "solaren Abstandsraumes" in das Bodenrecht dringend geboten scheint. Wer in aufwendige Energiegewinnfenster, Wintergärten, Solarkollektoren und
Photovoltaikmodule investiert, benötigt auch eine rechtliche Sicherung der Verschattungsfreiheit dieser Flächen. Hierfür steht im derzeitigen Städtebaurecht kein generelles
Instrumentarium zur Verfügung. Lediglich im Einzelfall können aus standortgebundenen städtebaulichen Zielvorstellungen Bebauungspläne sonnenenergiefreundliche Abstände zwischen
Gebäuden sichern.
Von der Südorientierung von Gebäuden als generelle Anforderung an die Architektur ist aus städtebaulichen Gründen abzuraten, da hierdurch monotone lagerartige Strukturen in den
Städten festgeschrieben würden. Zwar stellt die Südorientierung von der Besonnung der Aufenthaltsräume ebenso ein wichtiges Ziel dar wie aus Sicht des energiesparenden und solaren
Bauens, jedoch sollte die traditionell hohe Raum- und Gestaltqualität der europäischen Stadt nicht aufgegeben werden.
Einen funktionsfähigen Kompromiss stellt die im Solarsiedlungsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen gefundene Lösung dar:
- in der Summe der Gebäude einer Siedlung (eines städtebaulichen Ensembles) darf die Abweichung von der Südorientierung maximal 45 Prozent betragen,
- darf die Minderung des maximal möglichen solaren Deckungsbeitrags für alle Gebäude, unter Berücksichtigung von Orientierung, Verschattung und Topografie, im Mittel 20 Prozent
nicht überschreiten,
- darf eine durchschnittliche Kompaktheit der Gebäude von einem A/V-Verhältnis von 0,65 nicht unterschritten und sollte
- eine städtebauliche Dichte von 0,6 GFZ ebenfalls nicht unterschritten werden.
Qualität mit passiver und aktiver Solarenergienutzung
Bei den in dem Programm der 50 Solarsiedlungen bisher realisierten Reihenhaus-Neubauprojekten konnte nachgewiesen werden, dass die städtebauliche Qualität durch die genannten
energetisch-städtebaulichen Kennziffern nicht beeinträchtigt werden muss. Eine Beeinträchtigung lässt sich vermeiden, indem die städtebauliche Qualität fördernde Instrumente wie
Wettbewerbe vermehrt zum Einsatz gebracht werden.
Eine generelle stärkere Berücksichtigung der solaren Einstrahlung im Städtebau hat gravierende Änderungen bei der Ausrichtung und den Abständen von Gebäuden zur Folge. Die Nutzung
passiver solarer Gewinne verlangt einen solaren Abstandsraum von mehr als dem zweieinhalbfachen der Höhe der verschattenden Gebäudeteile. Der neu gewonnene solare Abstandsraum
sollte allerdings nicht als Flächenverlust gesehen werden sondern als Raumgewinn, in dem es Platz gibt für Gärten, Spiel- und Freizeitanlagen, Parks, Hobby- und Eigenarbeit sowie
Nachbarschaftsleben.
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Optimierung der Sonneneinstrahlung durch Vermeidung von Verschattung: Einsatz des Programms Solarin bei der Vorprüfung von städtebaulichen Entwürfen. Grafik: EB - Zeitschrift für
EnergieEffizientes Bauen
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Handlungsfelder
Gestaltende Akteure des Städtebaus sind nicht nur Stadtplaner bei den Kommunen sondern auch Mitarbeiter der Bauordnungsämter und anderer Genehmigungsbehörden, freie Stadtplaner,
Landschafts- und Umweltplaner sowie Architekten und auch Projektentwickler. Innerhalb ihrer verschiedenen berufsspezifischen Beiträge können sie folgende Anforderungen eines
solaren Städtebaus umsetzen:
- Baugebiete und Bauvorhaben initiieren und begleiten, in denen die Solarenergie passiv und
aktiv genutzt wird und die Gebäude an ein solares Nahwärmenetz angeschlossen sind,
- bei Wettbewerbsauslobungen für neue Baugebiete solarenergetische Anforderungen und
integriertes Planen aufnehmen,
- städtebauliche Entwürfe und Bauleitpläne solarenergetisch optimieren,
- bei vorbereitenden Untersuchungen für den Stadtumbau die Verbesserung der
Energieeffizienz der Altbauten, die Besonnung von Aufenthaltsräumen und Außenräumen
und die Nutzung der Solarenergie berücksichtigen,
- Besonnung und Belichtung von Aufenthaltsräumen verbessern,
- die Energieeffizienz von Gebäuden durch frühzeitiges integriertes Planen erhöhen,
- die solare Einstrahlung auf passiv und aktiv solar genutzten Gebäudeflächen rechtlich
sichern und
- die architektonische Qualität von Bauvorhaben mit passiver und aktiver
Solarenergienutzung verbessern.
Um das langfristige Nachhaltigkeitsziel einer vollständigen energetischen Versorgung der Städte auf der Grundlage erneuerbarer Energien realisieren zu können, bedarf es zum einen
der Reform rechtlicher Rahmenbedingungen, um den solaren Städtebau, energieeffiziente Bauweisen und dezentrale Versorgungssysteme im Bau-, Boden- und Umweltrecht zu verankern.
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Zum anderen ist es notwendig, für unterschiedliche Stadträume städtebauliche Leitbilder zu entwickeln, welche die solaren und energetischen Zukunftsziele mit einer Verbesserung
der Lebensqualität und mit nachhaltigen Bau- und Raumstrukturen verknüpfen.
Solarenergienutzung im Stadterneuerungsgebiet Prenzlauer Berg/Berlin: zum ökologischen Stadtumbau gehören auch mehr Besonnung und Begrünung. Foto: EB -
Zeitschrift für EnergieEffizientes Bauen
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Aktuelle Forschung und Entwicklung
Seit Oktober 2002 arbeitet ein Team aus Städtebauern und Energieplanern an dem Forschungsthema: "Leitbilder und Potentiale eines solaren Städtebaus". Die Forschung baut auf der
Auswertung von fünfzehn solaren Pilotprojekten des Stadtumbaus in Gebäudebeständen der Gründer- und Vorkriegszeit, der 50er, 60er und 70er Jahre auf. Mit Unterstützung eines
interdisziplinären Expertenbeirates werden Qualitätskriterien für einen solaren Städtebau entwickelt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden auch in Prototypen für Stadträume
umgesetzt, mit deren Hilfe sich die Potentialermittlung für die zukünftige passive und aktive Nutzung der Solarenergie in den Städten verbessern lassen wird. Das
Forschungsprojekt, welches die Ecofys GmbH durchführt und an dem die Lehrstühle für Städtebau und Landesplanung der RWTH Aachen und für Regenerative Energietechnik der FH Köln
mitwirken, wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Die Ergebnisse sollen im Frühjahr 2004 vorliegen.
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Der Solar-Report 8/2003 wurde erstmals veröffentlicht in der EB - Zeitschrift für EnergieEffizientes Bauen. Wir danken dem Verlag und der
Autorin für die Publikationsrechte. Frau Dr. Everding ist bei der Ecofys GmbH wissenschaftliche Leiterin des Forschungsprojektes "Leitbilder und Potenziale eines solaren
Städtebaus".
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