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1990 produzierten die Vereinigten Staaten 14,8 Megawatt PV-Leistung. Bis zum Jahr 2000 wurde die Produktion verfünffacht und erreichte 78,5 Megawatt. Im Vergleich dazu stellte
Japan im Jahr 1990 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 16,8 Megawatt her und steigerte die Produktion auf 116,7 Megawatt im Jahr 2000.
Um das genannte Ziel, die Installation von 6 GWp Leistung weltweit, bis 2020 zu erreichen, muss das Wachstum um das Achtzigfache steigen. Der PV-Hersteller ASE Americas hat vor
kurzem bekannt gegeben, dass er seine Produktion in Billerica von 12 MW auf 20 MW ausbauen will. Der Solarzellen-Hersteller AstroPower verzeichnete im 4. Quartal 2000
Rekordgewinne, während andere Industriezweige mit sinkenden Verkaufszahlen zu kämpfen hatten. Die Photovoltaik ist zwar noch ein unbedeutender Industriezweig, entwickelt sich aber
von einer "Garagen- Technologie" zu einer ernstzunehmenden Branche.
Die Energiekrise in Kalifornien
Die Energiekrise in Kalifornien, vor allem durch die steigenden Großhandelspreise für Erdgas ausgelöst, hat den Bedarf an neuen Energiequellen deutlich gemacht. Unter der neuen
Bush-Regierung wurde der Ruf nach einer Öffnung des Alaska National-Wildschutzgebiets für Ölbohrungen und der Erschließung von Ölquellen im Golf von Mexiko laut. Außerdem wurde
über den Einsatz von Reinkohle-Technologie nachgedacht. Obwohl auch erneuerbare Energiequellen erwähnt wurden, blieb bislang unklar, welche Rolle sie in der Bush-Regierung spielen
werden.
Ein kurzer Artikel, veröffentlicht in der kalifornischen Zeitung "Press Democrat Santa Rosa", berichtete von der Suche der Mitarbeiter der Energiebehören nach Alternativen wie
Solarenergie, Brennstoffzellen, und kleinen, mit Benzin betriebenen Generatoren, mit dem Ziel, rasch Energie in das Netz einspeisen zu können, statt auf den Bau riesiger neuer
Kraftwerke zu warten. Die alternativen Technologien, bekannt als "dezentrale Generation", könnten besser an den Energiebedarf angepasst werden.
Doch selbst in Kalifornien mit seinen Förderprogrammen und tendenziell steigenden Strompreisen würde sich eine dachmontierte PV-Anlage erst in 12 Jahren lohnen. Für die meisten
privaten und kommerziellen Betreiber ist dies wirtschaftlich nicht interessant. Damit die Photovoltaik sich durchsetzen kann, müssen die Preise gesenkt und die Vorgaben der
PV-Industrie und des Energieministeriums erfüllt werden.
Die Zukunft
Obwohl Photovoltaik nicht unbedingt einen zentralen Beitrag zur Deckung des Energiebedarfs verspricht, kann sie eine wichtige Rolle im zukünftigen Energie-Mix spielen. Während die
Sorge um den Anstieg der Treibhausgase und anderer Schadstoffe wächst, entdecken Politik und Verbraucher Solarmodule als geräuschlose und saubere Energiequelle. Mit kräftiger
Unterstützung der Regierung und der Industrie könnte die Produktion gesteigert und Solarstromanlagen zu akzeptablen Preisen angeboten werden. Solarmodule auf jedem Dach scheinen
zur Zeit noch kaum vorstellbar. Vielleicht werden unsere Enkelkinder einmal überrascht sein, wenn sie ein Dach sehen, auf dem keine montiert sind.
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