Der Solarserver: Welche neuen Produkte und
Entwicklungen gibt es bei Würth Solar?
Bernhard Dimmler: Neben den Standardmodulen
der Größe 60cm x 120cm mit einer weiter gestiegenen
Leistung zwischen 75 und 80 Watt werden Spezialmodule nach Kundenwunsch
sowohl für den produktintegrierten (meist Kleinmodule) als
auch im Architektur-Bereich in großer Vielfalt angeboten.
Ein Highlight des Jahres 2006 wird die Inbetriebnahme der weltweit ersten
Großserienfertigung für CIS-Module, der sogenannten CISfab
von Würth Solar in Schwäbisch Hall sein. Damit sind wir dem
Wettbewerb einen klaren Schritt voraus.
Der Solarserver: Wie beurteilen Sie die wirtschaftlichen
Perspektiven von Würth Solar?
Bernhard Dimmler: Mit der CISfab verfügt
Würth Solar über eine Produktionskapazität von
14,8 MW. Im Jahr 2007 werden voraussichtlich 200.000 CIS-Module
in Schwäbisch Hall vom Band laufen. Weitere Ausbaustufen
sind bereits vorgesehen. Wir sind überzeugt, mit CIS ein
enorm zukunftsfähiges Produkt am Markt zu haben und durch
unsere Technologieführerschaft auch langfristig in eine
positive Zukunft blicken zu können.
Der Solarserver: Vielen Dank für diese
Informationen, Herr Dimmler
Evergreen Solar: Produktionsmengen
trotz Siliziumengpass steigern
Der Solarserver: Wie beurteilen Sie den gegenwärtigen Lieferengpass
beim Solar-Silizium, Herr Farber? Können Silizium sparende Produktionsverfahren
zu einer raschen Preissenkung für Solarstromanlagen beitragen?
Mark Farber: Silizium sparende Technologien
waren schon immer interessant, ganz besonders, weil sie die Herstellungskosten
senken können. Vor dem Hintergrund der aktuellen Ressourcenknappheit
bieten diese Technologien darüber hinaus die Chance, die
Produktionsmengen trotz des vom Silizium anhängigen Marktes
zu steigern. Das Silizium wird zwar nicht ausgehen, doch Reinsilizium
wird auch in den kommenden zwei bis fünf Jahren knapp sein,
was die neuen Technologien noch wichtiger macht.
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