Fraunhofer ISE: Neues Institutsgebäude eingeweiht
Am 23. November 2001 hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE sein neues Institutsgebäude in Freiburg eingeweiht. Nach stetigem Wachstum auf heute rund 300
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat Europas größtes Solarforschungsinstitut nun erstmals ein eigenes Domizil. Der ausdrückliche Dank des ISE gilt dem Land Baden-Württemberg sowie dem
Bundesministerium für Bildung und Forschung, die mit jeweils 17,5 Millionen Euro die Baukosten trugen. Mit dem Neubau wurde ein Gebäude realisiert, das unter dem Motto
»Vorbildliches Bauen mit der Sonne« Architektur und Solartechnik in beispielhafter Weise miteinander verbindet. Hohe Arbeitsplatzqualität und effiziente Energienutzung unter
selbstverständlicher Integration von Solarsystemen waren die gemeinsame Zielsetzung des Bauherren, der Architekten Dissing+
Weitling aus Kopenhagen, des Ingenieurbüros Rentschler&Riedesser aus Stuttgart sowie der Fachplaner aus dem Fraunhofer ISE. Vom gelungenen Ergebnis konnten sich die Geldgeber Bund und
Land, vertreten durch Ministerpräsident Erwin Teufel und den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Siegmar Mosdorf, anlässlich des Festaktes
überzeugen.
Der Neubau des Fraunhofer ISE in Zeiten knapper öffentlicher Kassen setzt ein Zeichen. »Sonnenenergie ist keine Utopie, sondern eine wirtschaftliche Realität, mit der Geld verdient wird und
Arbeitsplätze entstehen«, so Prof. Joachim Luther, der das Institut seit 1993 leitet. Dass die technische Nutzung der Sonnenenergie ein zunehmend relevanter Industriebereich mit zweistelligen
Wachstumsraten wird, zeigen die Marktzahlen des vergangenen Jahres: Die Solarbranche hat im Jahr 2000 die Grenze von 150 Megawatt installierter photovoltaischer Leistung und von drei
Millionen Quadratmetern installierter Kollektorfläche auf deutschen Dächern überschritten. Prof. Luther: »Eine nachhaltige Integration erneuerbarer Energien in die Versorgungssysteme kann nur
über fortlaufende Innovationen durch Forschung und Entwicklung erreicht werden. Hier hat sich das Fraunhofer ISE gut positioniert, 35% des Institutsbudgets werden durch direkte Aufträge aus
der Wirtschaft generiert.«
Lesen Sie zu diesem Thema:
Forschung im solar optimierten Neubau: Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) im neuen Domizil: anlageoktober2001.html
30.11.2001 Quelle: Fraunhofer ISE
voltwerk AG: Kritik des SFV nicht gerechtfertigt
Die Stuttgarter voltwerk AG hält die Vorwürfe des Solarenergie-Fördervereins e.V. (SFV) im Hinblick auf das 1,6 MW-Solarkraftwerk in Hohenfels für unbegründet. In einem
Rundschreiben an seine Mitglieder vom 26. November hatte der SFV vor möglicherweise nicht geregelten Einspeiseverträgen der voltwerk AG mit Energieversorgern gewarnt. „Wir bedauern
sehr, dass die vom SFV geäußerten Spekulationen bezüglich der zukünftigen Investitionssicherheit, trotz vorliegender schriftlicher Zusagen und Verträge der beteiligten
Energieversorgungsunternehmen für die nächsten 20 Jahre erhebliche Irritationen hervorrufen können. Ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer hat die Verträge und die daraus resultierenden
Einspeisevergütungen für die nächsten 20 Jahre aufs genaueste unter die Lupe genommen,“ erklärte Martin Bucher, Vorstand der voltwerk AG.
Die vom SFV ausgesprochene Warnung für Anleger entbehrt nach Auffassung der voltwerk AG daher jeglicher Grundlage. „Es ist eine Schande, dass ausgerechnet ein Verein, dessen
Satzungsziel die rasche und vollständige Umstellung auf die erneuerbaren Energien angibt und von laufenden Schikanen gegenüber den Errichtern und Betreibern von Fotovoltaik-Anlagen spricht,
einem Vorzeige-Solarprojekt Steine in den Weg legen will“, so Bucher in einer Presseinformation der Conergy Group, zu der neben der voltwerk AG auch die Hamburger SunTechnics GmbH und
der Großhändler AET (Sulzbach) gehört. Das Stuttgarter Unternehmen behält sich rechtliche Schritte gegen die Vorwürfe des SFV vor. „Offensichtlich hat der Autor des Rundschreibens weder
sauber recherchiert noch uns die Möglichkeit zur detaillierten Stellungnahme gegeben,“ so Bucher weiter.
Im SFV-Rundschreiben wurde ebenfalls gegen den Flächenverbrauch durch Photovoltaikanlagen auf Freiflächen Stellung bezogen. Diese Aussage sei im vereinseigenen „Solarbrief“,
Ausgabe 3/2000, wesentlich differenzierter dargestellt worden, erwiderte die Conergy Group. Auf Seite 32 sei unter der Überschrift „Ökofrevel: Können PV-Anlagen Sünde sein?“
folgende Aussage zu finden: „Im Vergleich mit anderen Flächentypen stellt die PV-Anlagen-Fläche somit höchstens bezüglich der Fallobstwiesen eine Verschlechterung dar, sicher nicht
bezüglich bewirtschafteter Äcker und kaum gegenüber Brachland“. Der Verfasser des Artikels, Georg Engelhard, gehörte zu dieser Zeit dem Vorstand des SFV an. Martin Bucher wertet dies
als deutliches Zeichen, dass der Autor des aktuellen SFV-Rundschreibens mit seiner Kritik nicht für den gesamten Verein spreche, sondern vielmehr seine persönliche Sichtweise
thematisiere.
Lesen Sie zu diesem Thema: SFV gegen PV-Großanlagen auf Freiflächen:news.html#news374 und Deutschlands größtes Solarkraftwerk am Netz:news.html#news373
29.11.2001 Quelle: Conergy Group
Brennstoffzelle als Hoffnungsträger und Herausforderung
Der Brennstoffzelle als Teil einer effizienten und Ressourcen schonenden Energieversorgung wird weltweit eine wachsende Bedeutung zugeschrieben. Ihre Grundlagen, der Entwicklungsstand und
die Potenziale der Brennstoffzellen-Anlagentechnik waren Gegenstand des 3. Brennstoffzellen-Symposiums in Wuppertal. Geladen hatte die Energieagentur Nordrhein-Westfalen gemeinsam
mit der Technischen Akademie Wuppertal und dem Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle NRW. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW, zog eine erste Bilanz: "Wer auf neue Energien
als Geldanlage setzt, braucht gute Nerven, darf sich am Ende aber langfristig zu den Gewinnern zählen. Die Brennstoffzelle ist ein wichtiger Hoffnungsträger, die Markteinführung aber eine
echte Herausforderung."
Die Experten waren sich einig, dass die Brennstoffzelle technisch ausgereift sei. Vor zu großen Erwartungen wurde jedoch gewarnt: "In der Hausenergieversorgung stehen wir mit der
Brennstoffzelle erst bei der Felderprobung von Prototypen", erklärte Kai Klinder von der Vaillant GmbH. "Nicht alle Ankündigungen der vergangenen Jahre sind auch zu halten." Weltweit gebe es
noch keine Brennstoffzelle in der Hausenergieversorgung, die bereits Serienreife besitzt. Klinder: "Das wird wahrscheinlich nicht vor 2005 der Fall sein."
Vorsichtig gab sich Dr. Falko Mahlendorf von der Mercator-Universität Duisburg. "Die Autoindustrie rudert mittlerweile zurück." Statt wie angekündigt 2004 werde der Serien-Pkw mit
Membran-Brennstoffzelle nicht vor 2010 über die Straßen rollen. Grund seien allerdings nicht unausgereifte Techniken, sondern die Kosten. Allein die 50-kW-Zelle für einen Autoantrieb würde
noch immer 500.000 Mark kosten. Mahlendorf: "Die Brennstoffzelle kommt. Daran führt kein Weg vorbei. Erst in der Hausenergieversorgung, dann im Auto."
Die Wirtschaftlichkeit und somit die Zukunft der Brennstoffzelle sei allerdings abhängig von öffentlichen Fördergeldern, führte Prof. Bernd Höhlein vom Forschungszentrum Jülich aus:
"Brennstoffzellen stehen unter Kostendruck und benötigen Technologieförderung. Schnelle Erwartungen schaden der Entwicklung. Notwendig sind langfristige Planungs- und Förderhorizonte". Die
Voraussetzungen seien in Deutschland indes noch nicht optimal. Zwischen 2001 und 2003 werde die Brennstoffzellen-Technik vom Bundeswirtschaftsministerium mit 30 Millionen Euro gefördert. Im
gleichen Zeitraum würden in Japan umgerechnet 70 Millionen Euro und in den USA 120 Millionen Euro für die Brennstoffzelle ausgegeben.
29.11.2001 Quelle: Energieagentur NRW
DGS: Gemeinsamer Fachausschuss Solarthermie und Photovoltaik
Eine Tagung zum Thema „Solarenergie und Internet veranstalten die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS), Landesverband Berlin Brandenburg e.V., und die IHK Berlin,
Bereich Stadt- und Regionalentwicklung, Umwelt, Energie am 3.12.2001 in Berlin. Die Veranstaltung beantwortet Fragen wie: Was bieten „solare Internetportale“ dem
Endverbraucher und den Firmen der Solarwirtschaft? Wie und für welche Zwecke können die Solarbranche und Verbände das Medium Internet sinnvoll einsetzen? Referenten sind Dr. Eduard Heindl,
Vorstand der Heindl Internet AG, Tübingen, und Kai Laborenz, Leiter New Media der Firma sunbeam eco-consultants, Berlin.
Die junge und innovative Solar-Branche nutzt schon jetzt das Medium Internet besonders intensiv, erklärten Veranstalter. Endverbraucher hätten über „solare Internetportale“ oder
Fördermittelratgeber im Internet die Möglichkeit, sich zu informieren und einen versierten Fachbetrieb zu finden. Dieser wiederum könne im Internet auf vielfältige Art und Weise Kunden auf
sich aufmerksam machen und Aufträge akquirieren. Im Anschluss an die Vorträge haben Vertreter von Firmen aus der Solarbranche Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion.
Zu Beginn der Veranstaltung wird Herr Dr. Heindl den Autoren des DGS-Leitfadens „Solarthermische Anlagen“ die Urkunde „Solarbuch des Jahres 2001“ verleihen, zu dem der
Solarserver das Standardwerk gekürt hat. Abgerundet wird der Abend mit einem lockeren Informationsaustausch im Café Hardenberg, Hardenbergstr. 10. Ort der Veranstaltung ist das
Ludwig-Erhard-Haus in Berlin, Fasanenstr. 85, Raum 1c 04. Beginn: 18.00 Uhr, Ende 21.00.
28.11.2001 Quelle: DGS Berlin-Brandenburg
SFV gegen PV-Großanlagen auf Freiflächen
Deutschlands größtes Solarkraftwerk (1,6 MW) in Hohenfels bei Regensburg ist Gegenstand kritischer Anmerkungen des Solarenergie-Fördervereins (Aachen): Die größte Photovoltaikanlage stehe
leider nicht auf einem Hallendach, sondern im Freiland und trage damit zum weiteren Flächenverbrauch bei, bemängelt der Verein. Die engagierten Vorkämpfer für die
Photovoltaik-Nutzung sehen keine Notwendigkeit, mit PV-Anlagen auf unversiegelte Flächen auszuweichen, da es genügend große Gebäudedächer, Lärmschutzwände und Fassaden gebe. Vertreter einer
umweltfreundlichen Technik dürften sich nicht daran beteiligen, unversiegelte Landflächen mit Beschlag zu belegen, als seien beliebig viele davon vorhanden. PV-Großanlagen auf Freiflächen
gefährden nach Ansicht des SFV den durch viele Umfragen bestätigten breiten Konsens in der Bevölkerung, dass die Solarstromnutzung die wünschenswerteste aller Stromerzeugungstechniken
sei.
Als Verein, der sich von seiner Satzung und Überzeugung her dem Schutz der Umwelt verpflichtet fühlt, protestiert der Solarenergie-Förderverein gegen den unnötigen Flächenverbrauch der
Großanlage. Darüber hinaus warnt der SFV Aktionäre und Anleger: Ohne die Einspeisevergütung von 99 Pf/kWh nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) könnten sich beim Betrieb der Anlage
erhebliche wirtschaftliche Probleme ergeben. Bei Freilandanlagen sei diese Vergütung auf Solarkraftwerke beschränkt, die eine installierte elektrische Leistung von 100 Kilowatt nicht
überschreiten (EEG § 2, Abs. 3). Die Betreiber hätten deshalb die Großanlage schaltungstechnisch in viele Kleinanlagen unter 100 kW aufgeteilt. Sollte allerdings der Netzbetreiber die Zahlung
der Einspeisevergütung oder der vorgelagerte Netzbetreiber die Erstattung der Einspeisevergütung mit der Begründung verweigern, die Anlage fiele wegen ihrer Größe nicht unter das EEG, und
käme es deshalb zu einem Prozess, hätten die Betreiber nur geringe Chancen, vermutet der SFV.
27.11.2001 Quelle: SFV
Deutschlands größtes Solarkraftwerk am Netz
Die Stuttgarter voltwerk AG hat die mit 1,6 Megawatt größte Solarstromanlage in Deutschland in Betrieb genommen. Die Fotovoltaik-Gemeinschaftsanlage in der Gemeinde Hohenfels bei
Regensburg wurde am 21. November 2001 gemeinsam mit der Umweltkontor Renewable Energy AG vor zahlreichen Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft eingeweiht. In nur drei Monaten
Bauzeit installierte die Hamburger SunTechnics GmbH 12.672 Solarmodule mit einer Gesamtfläche von rund 14.500 Quadratmetern. Hierfür wurden eine spezielle Befestigungstechnik, ein
ganzheitliches Fernüberwachungskonzept und Optimierungen bei der Netzeinspeisung entwickelt. Ab sofort werden jährlich rund 1,56 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlicher Strom von der
Sonne ins öffentliche Netz eingespeist. Diese Energie würde ausreichen, um die rund 2.000 Einwohner zählende Gemeinde mit sauberem Strom zu versorgen.
Dr. Herbert Rüth aus dem Bayerischeren Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie, betonte in seiner Rede die Bedeutung der Fotovoltaik als eine vielversprechende Option für
die Energieversorgung der Zukunft. Auch Albert Löhner, Landrat des Landkreises Neumarkt in der Oberpfalz, und Heinrich Boßle, Bürgermeister der Gemeinde Hohenfels, sprachen sich für den
Ausbau erneuerbarer Energien aus. „Angesichts der weltweit zunehmenden Belastung der Umwelt durch die Verbrennung immer knapper werdender fossiler Brennstoffe ist es Zeit für eine
konsequente Energiewende“, betonte Leo Noethlichs, Vorstand der Umweltkontor Renewable Energy AG.
26.11.2001 Quelle: Conergy Group
Solar World Challenge: Solarmobil "Nuna" siegt im Härtetest
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Solarmobil "Nuna" , Sieger der "Solar Odyssey 2001"
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Seit dem 18. November 2001 waren 38 Mannschaften aus 11 Ländern mit ihren Solarmobilen auf australischen Fernstraßen unterwegs. Rund 3000 Kilometer mussten die in Darwin gestarteten, nur
mit dem Licht der Sonne angetriebenen Fahrzeuge, quer durch den Kontinent zurücklegen. Der diesjährige Sieger heißt „Nuna“: Das Fahrzeug des holländischen
Alpha-Centauri-Teams legte die Strecke von Darwin nach Adelaide in 32 Stunden und 39 Minuten zurück und erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 92 Kilometern pro Stunde. Australien
mit dem Solarmobil "Aurora" belegt mit nur 35 Minuten Abstand den zweiten Platz. Am kommenden Sonntag (25.11.) werden alle Solarmobile an einem Corso zum Ende der "Solar Odyssey 2001" in
Adelaide teilnehmen. Dort findet vom 24. bis 30. November der Weltkongress der Internationalen Sonnenenergie-Gesellschaft (ISES) statt.
Das diesjährige Rennen, die "6th World Solar Challenge", war ein international beachtetes Motorsportereignis mit ganz eigenem Charakter: Im Gegensatz zur Formel 1 zählten nicht die
Pferdestärken und Piloten, sondern die effiziente Nutzung des kostenlosen "Treibstoffs" von der Sonne. Die Elektromotoren der Solar-Rennfahrzeuge benötigen im Durchschnitt nur so viel Energie
wie ein Toaster oder Haartrockner. Die leisen und leichten Konstruktionen sind eine rollende Demonstration modernster Solartechnik. Um die Sonnenstrahlung optimal zu nutzen werden Solarzellen
mit maximalem Wirkungsgrad eingesetzt: Bis zu 25 % davon wandeln die auf den Fahrzeugen angebrachten Module mit Flächen von bis zu 8 Quadratmetern um.
Jedes Team, darunter Automobilhersteller, Forschungseinrichtungen und Universitäten, betreut ein technisches Meisterwerk. Die eingesetzten Photovoltaik-Zellen, Batterien und
Schaltungselemente wie auch die Antriebstechnik und Werkstoffe sind High-Tech vom Feinsten. So stammt beispielsweise ein großer Teil der Ausrüstung für den 250 Kilogramm "schweren" Rennwagen
"Nuna" aus der Raumfahrt-Technologie. Die europäische Raumfahrtorganisation ESA hat ihn mit höchst effektiven Galliumarsenid-Solarzellen (GaAs-Zellen) ausgestattet, die eine Spannung von 100
Volt liefern und die Leistungsobergrenze für die Antriebsaggregate von 5 Kilowattstunden ausreizen. Das Tragegerüst aus Kohlenstoff-Fasern wiegt gerade mal 18 Kilogramm; die windschlüpfrige
Karosserie wurde am Computer entworfen. So sind mit Sonnenkraft Spitzengeschwindigkeiten von über 150 Stundenkilometern möglich - allerdings nicht bei diesem Rennen, denn auf australischen
Straßen gelten Geschwindigkeitsbeschränkungen und der sparsame Umgang mit der gespeicherten Sonnenenergie erhöht die Reichweite.
Eine Videosequenz, die "Nuna" in Fahrt zeigt, kann als "Streaming-Video" auf den Internetseiten der ESA betrachtet werden: http://www.esa.int/export/esaCP/ESAXXA8VTTC_FeatureWeek_0.html.
Künftige Solarmobil-Piloten haben unter der Adresse http://wsc.pv.unsw.edu.au/ Gelegenheit, ihr eigenes Fahrzeug zu entwerfen und ein
virtuelles Rennen quer durch Australien zu fahren.
Die vollständigen Ergebnisse, Informationen zur Geschichte des Rennens, Bildgalerien und ein Tour-Tagebuch finden sich auf der offiziellen Website zur Solar World Challenge: http://www.wsc.org.au/index.solar
23.11.2001 Quelle: ISES, ESA, World Solar Challenge
Bildquelle: Alpha Centauri, NL
Bundesförderung zur Energiesparberatung für Unternehmen läuft aus
Bis zum Jahresende können kleine und mittlere Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 30 Millionen Mark einen Zuschuss von 40 % oder maximal 3.200 DM zu den Aufwendungen einer
Energiesparberatung erhalten. Das bisherige Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums läuft zu Jahresende in dieser Form aus. Der Bund der Energieverbraucher e.V. weist
darauf hin, dass Beratungen, die bis zum 31.12.2001 begonnen beziehungsweise schriftlich vereinbart werden, diese Förderung noch erhalten können. Die Interessenvereinigung der privaten und
kleingewerblichen Energieverbraucher empfiehlt Unternehmen, die ihre schlummernden Energiesparpotenziale aufdecken sowie technisch und wirtschaftlich bewerten lassen wollen, umgehend zu
handeln. Eine Energiesparberatung sei allerdings meist auch ohne Förderung rentabel.
Die Bedingungen gibt es als PDF-Datei unter der Adresse: http://www.bafa.de/wirt/bekannt/pdf/rl_ub.pdf
22.11.2001 Quelle: Bund der Energieverbraucher e.V.
235kW-Solarstromanlage auf sanierten Plattenbauten
In Guben an der Oder ist die größte Solarstromanlage auf Gebäuden in Berlin und Brandenburg an das Netz gegangen. Die 2000 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage im Osten des Landes
Brandenburgs liefert jährlich 190.000 Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom. Mit dem Strom von der Sonne wird der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid um zirka 3600 Tonnen pro
Jahr reduziert. Die Gubener Anlage belegt in der „Solar-Bundesliga“ den 2. Platz, nach deren kürzlich erkorenem Sieger, einer Anlage mit 300 Kilowatt Spitzenleistung (kW-peak) im
Ort Geesow (Nordbrandenburg).
Auf vier Wohngebäuden in industrieller Plattenbauweise ist die Solarstromanlage im Zuge der komplexen Sanierung der Gebäude im Wendischen Ring errichtet worden. Der Umbau der Gebäude erfolgte
unter dem Aspekt der hochwertigen energetischen Sanierung sowie einer hochwertigen technischen Ausstattung der Bauten. Die Bewohner sollen nicht nur vom hohen Wohnwert bei vergleichbaren
Miethöhen profitieren, sondern sich auch an den niedrigen Betriebskosten erfreuen. So sind die PV-Anlagen auf den vier Wohngebäuden des Karrees nicht nur sichtbares Zeichen einer innovativen
Sanierung: Sie produzieren zugleich umgerechnet etwa ein Viertel des Stromes vor Ort, der von den rund 350 Haushalten verbraucht wird.
22.11.2001 Quelle: Parabel GmbH Projektentwicklung und Planung
Sonneneinstrahlung kein Grund für Süd-Nord-Gefälle bei Solarwärmeanlagen
Weder die vermeintlich zu geringe Sonneneinstrahlung in Norddeutschland noch nennenswerte Unterschiede in der Wohnungsstruktur sind objektive Gründe dafür, dass thermische Solaranlagen im
Süden der Republik stärker verbreitet sind als im Norden. Was dort fehlt, ist nach Einschätzung der Kampagne „Solar-na-klar!“ eine aktive Solarszene - und mehr Vertrauen in das
nordische Wetter. Die Nachfrage nach Solarwärmeanlagen wächst seit Anfang 2000 um nahezu 50 Prozent pro Jahr. Der Jahresumsatz der Branche liegt bei über einer Milliarde Mark, rund
60 Prozent davon werden allein in Bayern und Baden-Württemberg erzielt.
In diesen beiden Bundesländern lebt rund ein Viertel der Bevölkerung Deutschlands. Die Förderanträge an das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kommen jedoch zu
rund 60 Prozent aus Bayern und Baden-Württemberg. Bezogen auf 1000 Einwohner sind im Zeitraum September 1999 bis Mitte 2001 über 4,7 Anträge aus Bayern eingegangen, jedoch nur etwas weniger
als 0,7 aus Schleswig-Holstein.
Laut Statistik lacht die Sonne nicht nur über Baden und Bayern: Auch vermeintlich „klassische“ Regen-Reviere wie Hamburg erhalten ausreichend Sonne, um den Betrieb von
Solarwärmeanlagen zu ermöglichen, betont „Solar-na-klar!“. In Hamburg summiere sich die auf eine horizontale Fläche treffende Sonnenenergie auf rund 946 Kilowattstunden pro
Quadratmeter und Jahr, in Stuttgart auf 1105. Dieser Unterschied sei sehr gering und kein Grund für das ausgeprägte Süd-Nord-Gefälle. Das gilt, so die Kampagne, auch für die Wohnungsstruktur:
Thermische Solaranlagen werden zu über 90 Prozent auf Ein- und Zweifamilienhäusern installiert. In Deutschland gibt es davon 13,6 Millionen. Auf 1.000 Einwohner kommen also rund etwa 165
Häuser. In Schleswig-Holstein gibt es 214, in Bayern jedoch nur 189 Häuser pro Eintausend Einwohner. Dies ist demnach ebenfalls kein Grund für die deutlich geringere Nachfrage in
Norddeutschland. "In der seit über 20 Jahren gewachsenen und sehr aktiven Solarszene im süddeutschen Raum sehen wir einen wesentlichen Faktor für das Süd-Nord-Gefälle. Auch psychologische
Faktoren spielen eine entscheidende Rolle. Das Vertrauen in die Kraft der Sonne ist im Süden einfach noch größer. Und je öfter man Anlagen auf Hausdächern sieht, desto stärker rückt die
Solarwärme ins Bewusstsein", bewertet Kampagnenleiter Prof. Dr. Maximilian Gege die Unterschiede in der thermischen Nutzung der Sonnenenergie. "Wir möchten mit "Solar - na klar!" dazu
beitragen, dass die Solaranlage auf dem Dach zur Selbstverständlichkeit wird."
Ein Programm zur Dimensionierung von Solarwärmeanlagen, welches die solare Deckungsrate und die mit der Solaranlage vermiedenen Schadstoff-Emissionen ermittelt finden Sie unter: http://www.solarserver.de/berechnen/index.html.
Den Ertrag einer Photovoltaikanlage berechenen Sie auf der Grundlage der Sonneneinstrahlungsdaten des Deutschen Wetterdienstes mit unserem PV-Rechner: http://www.solarserver.de/pvrechner/index.php
21.11.2001 Quelle: Solar-na-klar!
Hamburg: Seminar „Regenerative Energien in Afrika“
zusammen mit der UNESCO und der Handelskammer Hamburg lädt der Afrika-Verein der Hansestadt zu einem Seminar über die Exportchancen für deutsche Unternehmen. Die Veranstaltung am
29.11.2001 wird konkrete Einsatzmöglichkeiten regenerativer Energien auf dem afrikanischen Markt aufzeigen. Zuerst wird das UNESCO-Institut für Pädagogik das 1999 ins Leben gerufene
Projekt CREFELD (Centre Régional d’Education et de Fomation Environmentales pour Lutter contre la Désertification) vorstellen. Ziel des Vorhabens ist die nachhaltige Entwicklung der
zentralafrikanischen Region durch Bildungsmaßnahmen im Umweltbereich sowie den Einsatz von regenerativen Energien. Neben dem Tschad unterstützen die Anrainerländer Niger, Nigeria,
Zentralafrikanische Republik und Kamerun das UNESCO-Projekt. Vertreter der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) und der namibischen Botschaft werden anschließend auf
Vermarktungschancen und –hindernisse vor Ort eingehen.
Auch die bedeutende Frage der Finanzierung und Absicherung eines Engagements auf dem afrikanischen Kontinent sollen nicht zu kurz kommen. Ferner werden einige im Bereich der regenerativen
Energien tätigen Unternehmen ihre Entwicklungen vorstellen und auch über ihre langjährigen Erfahrungen auf dem afrikanischen Markt berichten: Die Hamburger SunTechnics GmbH engagiert sich in
Namibia, die SET selected electronic technologies GmbH mit Sitz in Wedel ist im Tschad, in Tansania, Gambia und Côte d´Ivoire aktiv. Für die Windenergiebranche werden Detlef Matthiesen von
der Fördergesellschaft Windenergie e.V. und Jens Arrien Peters von der P & T Technology AG sprechen. Die P&T AG hat kürzlich einen Kooperationsrahmenvertrag mit der Siemens AG zur
gemeinsamen Realisierung eines von P&T entwickelten windgestützten Wasser- und Wasserstoff-Systems unterzeichnet. Am Nachmittag stehen Exportförderung und Exportversicherung auf dem
Programm. Als besonderen Service bieten die Veranstalter sämtlichen Teilnehmern die Möglichkeit, im Anschluss an die Rednerbeiträge Einzelgespräche mit den Podiumsteilnehmern zu führen.
20.11.2001 Quelle: Afrika-Verein, Handelskammer Hamburg
Verleihung der Europäischen Solarpreise 2001 am 5. Dezember
Auch im Jahr 2001 verleihen EUROSOLAR, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien, und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Europäischen Solarpreis. Der Festakt findet am
5. Dezember um 18.30 Uhr in der KfW-Niederlassung Berlin, Eingang Behrenstr. 33, statt. Im Anschluss an die Begrüßung der Gäste durch Irm Pontenagel, Geschäftsführerin von
EUROSOLAR, und Detlef Leinberger, Vorstandsmitglied der KfW, hält- EUROSOLAR-Präsident Dr. Hermann Scheer (MdB) eine Laudatio auf die Preisträger. Moderiert von dem TV-Journalisten Dr. Franz
Alt stellen die ausgezeichneten Kommunen, Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen ihre Initiativen vor.
Die Solarpreise werden seit 1994 jährlich für beispielhaftes Engagement zur Nutzung der Sonnenenergie in all ihren verfügbaren Formen vergeben. Preisträger der Europäischen Solarpreise 2001
sind die Stadt Barcelona und das österreichische Bundesland Vorarlberg, das Unternehmen Calorius (Dänemark) und das Hockerton Housing Project (Großbritannien). Im Bereich Medien wird die
englischsprachige Ausgabe der Zeitschrift „Neue Energie“ (Deutschland) ausgezeichnet; für den Bereich Ausbildung und Information erhält das Private Kompetenzzentrum Synergiepark
in Gams (Schweiz) den Solarpreis. Sonderpreise gehen an den französischen Umweltminister Yves Coichet, und an Gianni Silvestrini (Italien).
19.11.2001 Quelle: EUROSOLAR
Umweltminister Trittin begrüßt Ergebnis der WTO-Konferenz
Die Welthandelsorganisation WTO hat am Mittwoch, den 14.11.2001, in Doha/Katar nach intensiven und verlängerten Verhandlungen eine neue Welthandelsrunde beschlossen, bei der erstmals auch
das Spannungsverhältnis zwischen Welthandel und Umwelt einbezogen werden soll. Dazu erklärte Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Ich begrüße, dass in der neuen Welthandelsrunde
erstmals wichtige Umweltthemen einbezogen werden. Dabei geht es vor allem um das Verhältnis zwischen den internationalen Umweltabkommen und dem WTO-Regime sowie um die Bevorzugung
umweltfreundlicher Güter und Dienstleistungen“.
Die WTO habe erkannt, dass die zunehmende Globalisierung auch einer ökologischen Flankierung bedürfe. Dieses positive Ergebnis sei ein großer Verhandlungserfolg der Europäischen Union. Das
Ergebnis von Doha hält Trittin für einen wichtigen Schritt zu einer weltweiten nachhaltigen Entwicklung, auf den beim Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im September 2002 in Johannesburg
aufgebaut werden könne, erläuterte der Minister.
Pünktlich zur Aufnahme Chinas in die Welthandelsorganisation WTO auf der Katar-Konferenz startet die B.A.U.M. Consult (Hamburg) das China-Geschäft. Erstes Projekt sind Schulungen im
Umweltmanagement für chinesische Manager. Partner ist die Deutsche Handelskammer in Schanghai. Die Öffnung des chinesischen Marktes biete enorme Chancen für das Beratungsgeschäft, erklärten
Vertreter des Unternehmens in München. Im B.A.U.M.-Netzwerk bestünden bereits intensive Kontakte zu China. So hätte der Geschäftsführende Vorstand des B.A.U.M. e.V., Prof. Dr. Maximilian
Gege, bereits seit 1999 Kontakte zum chinesischen Umweltministerium geknüpft, die systematisch vertieft wurden. Am 15. März 2001 unterzeichnete Prof. Dr. Gege in Peking gemeinsam mit der GTZ
(Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit), der SEPA (State Environment Protection Administration) und CAEPI (China Association of Environment Protection Industry) eine
Kooperationsvereinbarung zur Errichtung eines "Deutsch-Chinesischen Zentrums für Umweltmanagement". B.A.U.M. war die erste europäische Umweltschutzorganisation der Wirtschaft, die von der
chinesischen Regierung zu einer umfassenden Kooperation eingeladen wurde.
19.11.2001 Quelle: BMU, B.A.U.M. e.V.
Marktanreizprogramm wird auf 400 Millionen DM aufgestockt
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Bereinigungssitzung am 15.11.2001 beschlossen, den Baransatz für das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien von 300
Millionen DM in 2001 auf 400 Millionen Mark in 2002 zu erhöhen. Dies erklärten Franziska Eichstädt-Bohlig, Berichterstatterin im Haushaltsausschuss für den Etat des
Bundeswirtschaftsministeriums und Michaele Hustedt, energiepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen.
Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. erwartet, dass mindestens zwei Drittel der Mittel für die Förderung von Sonnenkollektoren zu Verfügung stehen werden. Die Kürzung der
Solar-Förderung auf ein Volumen von 180 Millionen DM, die der Regierungsentwurf des Haushaltsplans vorsah, ist damit hinfällig. Außerdem sollen weitere 200 Millionen DM als
Verpflichtungsermächtigung in den Haushalt für das Jahr 2003 eingestellt werden. Aus dem Haushaltsansatz wird ebenfalls die Energieberatung privater Verbraucher sowie kleiner und mittlerer
Unternehmen finanziert. Für diesen Bereich werden in 2002 zirka 15 Millionen DM gegenüber 9 Millionen im Jahr 2001 zur Verfügung stehen.
Das Marktanreizprogramm dient der Förderung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien mit Schwerpunkt im Wärmemarkt. Ab 2002 werden außerdem knapp 70 Millionen DM zur Förderung der
Energiegewinnung aus Biomasse bereitgestellt. Nun müssten die Förderrichtlinien zügig angepasst werden, fordern die Grünen. Insbesondere seien die Förderbedingungen für Solarthermie und alle
Biomasseanwendungen zu verbessern.
Der bisher erfolgreiche Verlauf des Förderprogramms mache die Aufstockung der Mittel für das nächste Haushaltsjahr besonders wichtig. Mit dem Ansatz von 400 Millionen DM könnten alle in
diesem und im kommenden Jahr eingehenden Förderanträge berücksichtigt werden. Dies schaffe Planungssicherheit für Investoren und setze ein deutliches Signal für die Förderung der Nutzung
regenerativer Energiequellen, unterstrichen die Grünen in einer Presseerklärung.
16.11.2001 Quelle: Bündnis 90 / Die Grünen, UVS
EUREC TECHNOLOGIE-PREIS 2001 für spanisches Unternehmen
Prof. Joachim Luther, Vorsitzender der EUREC Agency und Institutsleiter des Fraunhofer ISE, verlieh zum Abschluss der europäischen Photovoltaik-Konferenz in München am 26. Oktober den
dritten EUREC Technologie-Preis. Der diesjährige Preisträger ist die spanische Firma Trama Tecno Ambiental (TTA). Die EUREC Agency ist die Interessengemeinschaft der führenden
europäischen Forschungszentren für erneuerbare Energien. Mitglieder sind rund 50 Forschungseinrichtungen aus 14 Ländern. Besonders angetan war die Jury von den Leistungen von TTA auf dem
Gebiet der ländlichen Elektrifizierung unter Verwendung erneuerbarer Energiequellen, vor allem der Photovoltaik.
Der alle zwei Jahre vergebene Preis wird an eine Person, ein Institut oder ein Firma verliehen, die ein innovatives Konzept, Produkt oder System entwickelt hat, das maßgeblich zur effizienten
Nutzung erneuerbarer Energien beiträgt. Bei der Auswahl des Preisträgers berücksichtigt die Jury Originalität, wissenschaftlichen Inhalt sowie die Marktfähigkeit des Produkts unter
Einbeziehung kostenorientierter, sozialer und politischer Aspekte. Insbesondere konzentriert sich die Jury auf kleine und mittlere Unternehmen, die eine innovative Technologie im Bereich
erneuerbarer Energien auf den Markt gebracht haben. Der finanziell nicht dotierte EUREC Technologie-Preis stellt daher eine besondere Auszeichnung seitens der Forschung für jene Unternehmen
dar, die diesen Technologietransfer im Bereich erneuerbarer Energien erfolgreich verwirklicht haben. Der Preis selbst ist eine Holzskulptur, die sich an einer vorgeschichtlichen Felszeichnung
inspiriert, welche den vom „Gesicht“ der Sonne ausgehenden Strahlenkranz darstellt. Man fand sie auf den Felsen in Saimaly Tash in den Bergen von T'ien-Chan in Kirgisistan. Sie
gehört zu den ältesten symbolischen Darstellungen der Sonne, die durch Indogermanen während des zweiten vorchristlichen Jahrtausends angefertigt wurden.
Was TTA von anderen Akteuren in diesem Bereich unterscheidet, ist weniger die Technologie als vielmehr die Vorgehensweise bei der Implementierung von dezentralen Energiesystemen. Für eine
nachhaltige Integration autonomer Energiesysteme in ländliche Gemeinden werden Strukturen geschaffen, die sozioökonomische Gegebenheiten berücksichtigen und eine echte Einbeziehung der
PV-Nutzer gewährleisten. Im Zentrum der realisierten Projekte steht vor allem die spanische Nutzervereinigung SEBA. Vor zehn Jahren initiierte TTA die Gründung von SEBA und betreibt nun in
Spanien im Namen von SEBA über 200 selbständige PV- oder hybride PV-Diesel-Systeme. TTA hat zahlreiche vergleichbare Projekte in Europa, Afrika und Südamerika verwirklicht.
Die von TTA entwickelte Technologie samt Umsetzungskonzept gestattet einen beschleunigten Einsatz von Photovoltaikanlagen und anderen erneuerbaren Energiequellen in netzunabhängigen Systemen,
unterstrich die Jury. Schätzungen zufolge dürfte dieser Bereich zum größten zukünftigen Markt für Photovoltaik werden. Trama Tecno Ambiental leiste einen bedeutenden Beitrag zur effizienten
Nutzung erneuerbarer Energien, besonders unter Berücksichtigung des weltweit steil ansteigenden Energiebedarfs der Entwicklungsländer. Durch die Verleihung des Technologie-Preises 2001
würdigt EUREC Agency diese Leistung.
16.11.2001 Quelle: European Renewable Energy Centers Agency EUREC
Marktanreizprogramm: Antragszahlen steigen wieder
Die Zahl der Anträge im Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien wuchs im Oktober wieder auf 7.447 an, nachdem im September nur noch 5.957 Anträge auf Bezuschussung von
Sonnenkollektoren eingegangen waren. Die Zahl liege allerdings dennoch um 40% unter der des Vorjahresmonats, meldet der Deutsche Fachverband Solarenergie e.V. (DFS).Der Verband
rechnet damit, dass im Jahr 2001 nur maximal 900.000 Quadratmeter Kollektorfläche in Deutschland installiert werden statt der prognostizierten 1 Million m². Der wichtigste Grund sei die
Kürzung der Fördersätze im Marktanreizprogramm vom 25. Juli (seither werden Kollektoren mit 170 DM pro Quadratmeter Kollektorfläche bezuschusst).
Am 15. November wird die Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Bundestages stattfinden. Dort soll entschieden werden, ob die Mittel für das Jahr 2002 von bislang 200 Millionen DM
auf 400 Millionen angehoben werden, wie von den Solarverbänden gefordert. Die Signale hierzu sind laut DFS sehr positiv. Allerdings könne selbst bei Anhebung auf 400 Millionen DM der
Fördersatz für Kollektoren nicht mehr auf das alte Niveau ( 250 DM pro m2 für Flach- und 325 DM für Röhrenkollektoren) korrigiert werden. Ob es zum 1. Januar 2002 eine Änderung gibt, ist laut
DFS unsicher. Die Solarverbände setzen sich für einen Förderbetrag von mindestens 100 Euro / 200 DM pro m² ein.
15.11.2001 Quelle: DFS Deutscher Fachverband Solarenergie e.V.
Deutschland will Etat für Solarforschung kürzen, Japan erhöht um 90 Millionen Mark
Der Solarstandort Deutschland könnte gegenüber Japan entscheidend ins Hintertreffen geraten. Das befürchtet die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) angesichts drohender
Streichungen der rot-grünen Bundesregierung im Solarforschungsetat. Gleichzeitig habe die Regierung des Photovoltaik-Weltmarktführers Japan die Mittel für Solar-Forschung um 90
Millionen auf 230 Millionen Mark gesteigert, berichtet die UVS. Die Bundesregierung hingegen beabsichtige, die Gelder für die Erforschung der Solarenergie im nächsten Jahr um rund 36
Millionen Mark auf 55 Millionen zu kürzen. Am Freitag, den 16.11.2001, wird der Haushaltsausschuss des Bundestages über die anstehenden Kürzungen entscheiden.
Sollten die Streichungen Bestand haben, stünden zahlreiche Forschungsprojekte vor dem Aus. "Die meist kleinen und mittelständischen Unternehmen der Solarbranche sind nicht in der Lage, die
Grundlagenforschung alleine zu finanzieren", erklärte UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig. Die Konkurrenzfähigkeit deutscher Solarprodukte werde dadurch gefährdet. Zudem drohe der Industrie in
naher Zukunft ein Fachkräftemangel. Bislang hätten viele Firmen auf das Know-how von Mitarbeitern zurückgegriffen, die zuvor in den Forschungsinstituten beschäftigt waren. Deutschland, das
sich laut UVS in den letzten Jahren im Bereich der Dünnschichttechnologie eine Spitzenposition erarbeitet hat, gefährde die „Eintrittskarte“ in einen der weltweit größten
Zukunftsmärkte, mahnt Körnig. Auch Projekte in der Forschung zur Siliziumproduktion seien angesichts der Kürzungspläne gefährdet. Eine kürzlich veröffentlichte Greenpeace-Studie
prognostiziere der Photovoltaik-Industrie jährliche Wachstumsraten zwischen 27 und 34 Prozent und 2,3 Millionen Arbeitsplätze weltweit, erinnert der Geschäftsführer der
Unternehmensvereinigung.
14.11.2001 Quelle: UVS
Übereinkunft von Marrakesch: Weiterer Schritt zum globalen Klimaschutz
Der Weg zum Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls ist nach Einschätzung von Bundesumweltminister Jürgen Trittin endgültig frei. Der Minister hat den erfolgreichen Abschluss der
schwierigen Verhandlungen auf der 7. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention in Marrakesch ausdrücklich begrüßt: "Es ist gelungen, den im Sommer dieses Jahres in Bonn erzielten
politischen Kompromiss in formelle Entscheidungen umzusetzen. Ich appelliere an alle Vertragsstaaten, das Kyoto-Protokoll nunmehr zügig zu ratifizieren, damit es bis zum Weltgipfel für
Nachhaltige Entwicklung im September kommenden Jahres in Johannesburg in Kraft treten kann. Ich freue mich, dass Japan und Russland angekündigt haben, die notwendigen Schritte einzuleiten.
Mit diesem Ergebnis hat die internationale Staatengemeinschaft gezeigt, dass sie gewillt ist, die Folgen des Klimawandels als eine der größten globalen Herausforderungen zu
bewältigen.“
In Marrakesch wurde eine Reihe von Entscheidungen getroffen, die detaillierte Regeln zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls enthalten, darunter zur Nutzung der sogenannten flexiblen
Kyoto-Mechanismen sowie zur Anrechenbarkeit von Senken. Insbesondere haben sich die Staaten auf ein anspruchsvolles und ausdifferenziertes System zur Erfüllungskontrolle verständigt, das
sicherstellen soll, dass die vereinbarten Reduktionsverpflichtungen auch tatsächlich erfüllt werden. "Mit diesem System soll verhindert werden, dass sich Staaten ungerechtfertigte
Wettbewerbsvorteile verschaffen, wenn sie ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Es trägt wesentlich zur Glaubwürdigkeit des Kyoto-Protokolls und des internationalen Klimaschutzprozesses
insgesamt bei," sagte Bundesumweltminister Trittin.
Auf der Klimakonferenz wurden die letzten Details zur Ausgestaltung des Kyoto-Protokolls verhandelt. Im Protokoll verpflichten sich die Industrieländer, ihre Treibhausgasemissionen zwischen
2008 und 2012 insgesamt um mindestens 5 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Im Rahmen der EU-Lastenteilung hat sich die Bundesrepublik verpflichtet, den Ausstoß von sechs der wichtigsten
Treibhausgase um 21 Prozent zu senken. Davon wurden bislang 18 Prozent erbracht. Zum Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls ist mindestens die Ratifizierung durch die EU, die mittel- und
osteuropäischen Staaten (einschließlich Russland) sowie durch Japan notwendig. Deutschland hat das Ratifikationsverfahren bereits eingeleitet. Der Gesetzentwurf soll bis Ende des Jahres im
Kabinett verabschiedet und in Bundestag und Bundesrat eingebracht werden.
14.11.2001 Quelle: BMU
Erster Windpark auf dem Meer genehmigt
Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat die Entscheidung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) vom 9. November 2001 begrüßt, die Genehmigung für den ersten deutschen
Windpark auf offener See, rund 38 Kilometer vor der Nordseeinsel Borkum, zu erteilen. "Damit wird am letzten Tag der gegenwärtig in Marrakesch stattfindenden Klimakonferenz
unterstrichen, dass die Bundesrepublik die Erfüllung ihrer internationalen Klimaverpflichtungen Ernst nimmt und bereit ist, vor allem die eigenen Klimaschutzpotenziale zu nutzen," sagte
Trittin. Die Windkraft - insbesondere ihre Nutzung auf dem Meer - werde in den kommenden Jahren eine wachsende Rolle beim Erreichen der Klimaziele spielen. Bislang habe die Bundesrepublik den
Ausstoß von sechs der wichtigsten Treibhausgase bereits um insgesamt 18 Prozent verringert. Deutschland hat sich bis 2010 zu einer Reduzierung um 21 Prozent verpflichtet. "Damit steht
Deutschland beim Klimaschutz innerhalb der Industriestaaten ganz vorn," erklärte der Bundesumweltminister.
Für die Genehmigung des ersten Offshore-Windparks hatte sich Trittin im Vorfeld stark gemacht. Mit diesem Projekt werde ein Startsignal für den weiteren umwelt- und naturverträglichen Ausbau
der Windenergie gegeben. Die Nutzung der Windkraftpotenziale auf See sei notwendig, um das erklärte Ziel der Bundesregierung im Rahmen der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie zu erreichen.
Diese sieht vor, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung auf 12,5 Prozent bis 2010 zu verdoppeln. Zugleich erhalte damit die angestrebte Energiewende deutlichen
Rückenwind.
Mehr als die Hälfte des Windstroms in Europa und über ein Drittel der Weltproduktion werden in Deutschland erzeugt. Mitte dieses Jahres waren rund 7000 Megawatt Windkraft installiert. Damit
behauptet die Bundesrepublik ihren Platz als Windkraftweltmeister. Das Potenzial dieser Energieform auf See schätzen Experten als deutlich höher ein als an Land. Deshalb unterstützt
Bundesumweltminister Trittin Bestrebungen der Koalitionsfraktionen, im Rahmen der Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes Regelungen zum beschleunigten Ausbau von Offshore-Windkraft zu
schaffen.
13.11.2001 Quelle: BMU
Fachtagung WINDTECH 2001: Strom und Arbeitsplätze durch Windkraft
Die Rahmenbedingungen für die Windenergienutzung in der Europäischen Union sowie elektrische Systeme mit Netzanbindung und Lastmanagement sind Themenschwerpunkte der 2. Fachtagung WINDTECH
am 27.und 28. November in Grevenbroich. Weiter stehen technische Aspekte wie Berechnungen, Betrieb und Überwachung sowie Finanzierungs- und Marktchancen auf der Tagesordnung.
Veranstalter sind die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) und die WINDTEST Grevenbroich GmbH. Nach dem Aufschwung der
Windenergie in den 90er Jahren ist Deutschland mittlerweile weltweit führend in deren Nutzung, vor den USA und Dänemark sowie Spanien, sowohl was die Anzahl der Anlagen und das technische
Know-how als auch die neu geschaffenen Arbeitsplätze betrifft.
Nordrhein-Westfalen hält mit rund 1.250 Windenergie-Anlagen (WEA) und mehr als 720 Megawatt (MW) installierter Leistung nach wie vor den Spitzenplatz bei der Nutzung der Windenergie im
Binnenland. Eine noch größere Zahl von Anlagen steht in den Küstenländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Insgesamt arbeiten in Deutschland mehr als 10.000 Windenergie-Anlagen mit einer
Leistung von 7.500 MW. Diese WEA werden im Jahr 2001 voraussichtlich rund 13 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen. Das sind fast drei Prozent des bundesdeutschen Stromverbrauches. Die 2.
Fachtagung WINDTECH über die technischen und wirtschaftlichen Perspektiven der Windenergienutzung findet am 27. / 28. November im Rittersaal des Alten Schlosses in Grevenbroich statt. Im
Rahmenprogramm der Konferenz kann das Windtestfeld Grevenbroich besichtigt werden.
Das gesamte Programm der Windtech im Internet: http://www.windtech.de
13.11.2001 Quelle: WINDTEST Grevenbroich GmbH
Forschung: Solarzellen von der Rolle
Solarzellen einer ganz neuen Art sind Gegenstand des Projekts INNOCIS, an dem sich insgesamt 16 Partner unter der Federführung der Leipziger Solarion GmbH beteiligen. Das Vorhaben
"Innovative kostengünstige, flexible CIS-Photovoltaik" (INNOCIS) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt. Die Forschungseinrichtungen und privaten
Unternehmen aus Sachsen wollen neuartige, flexible Dünnschichtsolarzellen aus Kupfer-Indium-Diselenid (CIS) entwickeln und herstellen. Möglich wird das durch eine neue Ionenstrahltechnologie
zur Herstellung der Solarzellenschicht, die niedrigere Prozesstemperaturen als bisher erlaubt. Damit können dünne, flexible Folien als Träger für die Solarzellen verwendet werden, die dadurch
flexibler, leichter und kleiner werden. Die Herstellung und Nutzung dieser Zellen, die sogar gerollt werden können, bringt klare Vorteile gegenüber herkömmlichen Solarzellen.
Bei weltweit wachsendem Energiebedarf und im expandierenden Markt der Solarenergie sehen die Verantwortlichen Chancen für ihr Produkt in vielen Bereichen, beispielsweise für die mobile
Stromversorgung. Die flexiblen CIS-Zellen könnten bei ausreichender Einstrahlung zum Beispiel die Stromversorgung von Laptops oder Geräten der Telekommunikation ganz oder teilweise
gewährleisten. Auch Anwendungen in der Satellitentechnik oder in Luft- und Raumfahrt halten die Forscher für möglich.
Mit dem Forschungsförderungsprogramm "Innovative regionale Wachstumskerne" unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Mitteln aus dem Verkauf der UMTS-Mobilfunk-Lizenzen
Projekte in den neuen Bundesländern. In einer ersten Entscheidungsstufe wurden für INNOCIS rund 10 Millionen Mark bewilligt. Bis Ende Mai dieses Jahres hatten sich 123 regionale Initiativen
um Fördermittel beworben. INNOCIS gehört zu den ersten neun Projekten, die vom Ministerium unterstützt werden.
12.11.2001 Quelle: Universität Leipzig; Informationsdienst Wissenschaft (idw)
KfW fördert Bau des ersten solarthermischen Kraftwerks in Indien
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Indien beim Bau eines Solar-Kraftwerks mit einem Verbundkredit in Höhe von 250 Millionen DM. Das erste kombinierte solarthermische
Kraftwerk in einem Entwicklungsland, das Energie sowohl aus Gas als auch aus der Sonne erzeugt, soll voraussichtlich 2005 ans Netz gehen. Seine Gesamtleistung wird insgesamt 140
Megawatt (MW) betragen. Den entsprechenden Vertrag hat KfW-Vorstand Wolfgang Kroh am Montag in Neu Delhi unterzeichnet. 116,8 Millionen Mark stammen aus Mitteln des Bundesministeriums für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die weiteren 133,2 Millionen DM trägt die KfW aus eigenen Mitteln bei. An der Finanzierung des Kraftwerks Mathania beteiligen sich KfW,
deutsche Bundesregierung, die Regierungen Indiens und Rajasthans sowie die Global Environmental Facility.
Der in der Thar-Wüste im Bundesstaat Rajasthan gelegene Ort Mathania ist mit durchschnittlich 320 Sonnentagen pro Jahr ein idealer Standort für das solarthermische Kraftwerk. Durch die
kombinierte Nutzung von Gas und Sonnenenergie ist die neue Anlage laut KfW sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll. Verglichen mit einem konventionellen Kohlekraftwerk werde das
Kraftwerk Mathania jährlich rund 520.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermeiden. Die KfW will mit der Förderung dieses Vorhabens einen Beitrag zur Reduzierung von Versorgungsengpässen im
indischen Energiesektor leisten Eine gesicherte Energieversorgung sei eine wichtige Voraussetzung für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Indiens, erklärte die KfW.
09.11.2001 Quelle: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
100.000 Dächer: Kreditzusagen für 66 Megawatt PV-Leistung, kein Bewilligungsstopp
Kredite für Photovoltaikanlagen im Rahmen des 100.000 Dächer-Solarstrom-Programmes sind weiter gefragt: Im Oktober bewilligte die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Anträge für Anlagen
mit einer Gesamt-Spitzenleistung von rund 11 Megawatt (MWp). Die politische Zielsetzung von 65 MWp für das laufende Jahr wurde bereits im Oktober übertroffen: Insgesamt vergab die KfW bereits
Kredite für ein Gesamtvolumen von etwas mehr als 66 MWp. Seit dem Start des Förderprogramms im Januar 1999 wurden nach Auskunft der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V.
(UVS) im 100.000 Dächer-Programm 28.618 Darlehen über 1.249 Millionen DM vergeben. Die geförderten Anlagen haben eine Nennleistung von insgesamt 115,2 MWp. Auch wenn das Fördervolumen von 65
Megawatt für dieses Jahr erreicht sei, müssten Investoren nicht mit einem Bewilligungsstopp rechnen, berichtet die UVS unter Berufung auf das Bundeswirtschaftsministerium.
Im Jahr 2001 gingen bis zum 31.10. insgesamt 14.190 Kreditanträge bei der KfW ein. Mit 11.734 bewilligten Anträgen seit dem Programmstart liegt Bayern in der Liste der Bundesländer ganz
vorne: 41 % der für den Bau von Photovoltaikanlagen zugesagten Kredite gingen in dieses Bundesland. Weitere Spitzenplätze belegen Baden-Württemberg mit 6.081 Zusagen und 21% sowie
Nordrhein-Westfalen mit 3.696 bewilligten Krediten und rund 13% der Zusagen. Am Ende der Tabelle finden sich die Flächenstaaten der neuen Bundesländer. Dort wurden insgesamt nur einige
Hundert Anträge gestellt; knappe 4 % der Fördermittel aus dem 100.000 Dächer-Programm dienten zum Bau von Solarstromanlagen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und
Thüringen.
08.11.2001 Quelle: UVS, KfW
„Umwelt-Online-Award“ in Gold für Solvis-Internetauftritt
Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr erhält die Braunschweiger Solvis Energiesysteme GmbH & Co KG eine Auszeichnung für ihre umfassenden und aktuellen Internetseiten: Im Rahmen des
„Umwelt-Online-Awards“ wurde die Web-Site mit dem Titel "Gewinner des Monats Oktober 2001" ausgezeichnet und konnte sich damit vor den Internetauftritten des Stadtforstamts
Rostock (Silber) und dem Ökotest-Verlag (Bronze) platzieren. Der Umwelt-Online-Award wird monatlich vergeben. Die Auszeichnung soll eine möglichst breite Öffentlichkeit erreichen,
das Teilnehmerspektrum wird bewusst offen gehalten: Von Privatpersonen bis hin zu Großunternehmen kann jeder an dem Wettbewerb teilnehmen, der auf seiner Web-Site qualifiziert Umweltthemen
darstellt. Eine Experten-Jury beurteilt die Teilnehmer nach einem detaillierten Kriterienkatalog. Solvis konnte die Juroren vor allem mit den fundierten Inhalten, dem gelungenen Layout und
einem benutzerfreundlichen Handling der Webseiten überzeugen.
Träger des Awards ist der B.A.U.M. e.V. – Europas größte Umweltinitiative der Wirtschaft mit über 500 angeschlossenen Mitgliedern aller Größen und Branchen. Mit der Auszeichnung werden
informative und benutzerfreundliche Webauftritte prämiert, die sich mit den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen. Schirmherr des Wettbewerbes ist Bundesumweltminister Jürgen
Trittin, zusätzliche politische Unterstützung kommt vom Bayerischen Umweltministerium. Schon zum Jahresanfang wurde die hohe Qualität und Aktualität der Solvis-Seiten in Internet prämiert.
Die Redaktion des Elektronischen Branchenbuches verlieh dem Internetauftritt die Auszeichnung "Top Business Site 2001".
08.11.2001 Quelle: Solvis Energiesysteme GmbH & Co KG
Netzeinspeisung: Vorprüfung zum Anschluss muss kostenfrei sein
Das Landgericht Frankfurt (Oder) hat in einem Berufungsverfahren letztinstanzlich entschieden, dass der Betreiber eines Stromnetzes verpflichtet ist, in Form einer nachprüfbaren
Netzberechnung kostenlos darüber Auskunft zu geben, ob eine Anschlussmöglichkeit besteht, wie groß die abnehmbare Strommenge am geplanten Standort ist und wie hoch die voraussichtlichen
Kosten des Netzanschlusses sein werden. Die Kosten der netztechnischen Vorprüfung zum Anschluss von Energieanlagen im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) dürfen nach
diesem Urteil nicht mehr dem Einspeisewilligen auferlegt werden. Das Urteil hat Rechtskraft erlangt. Eine Revision ist nicht möglich.
In der Vergangenheit hatten Energieversorger (Versorgungsnetzbetreiber) von den einspeisewilligen Besitzern von Photovoltaikanlagen, Windkraft- oder Biomasseanlagen eine so genannte
Kostenpauschale gefordert. Die erhobenen Beträge lagen nach Auskunft der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) teilweise bei mehreren Tausend DM. Es läge nicht fern, hinter dieser
Maßnahme vorsätzlichen Widerstand der Energieversorger gegen die Einspeisung von Strom aus regenerativen Energien zu vermuten, erklärte die DGS.
Ein Berliner Ehepaar hat im Rahmen der Errichtung von Windkraftanlagen einen Rechtsstreit mit dem Brandenburger Energieversorger „e.dis“ erfolgreich durchgestanden. Rechtsanwalt
Dr. Reinhard Nierer, der die Anlagenbetreiber vertrat, misst der Gerichtsentscheidung bundesweite Bedeutung bei: „Die Auswirkungen dieses Urteils dürften erheblich sein.
Anlagenbetreiber, die die Kostenpauschale in der Vergangenheit gezahlt hatten, können diese vom Netzbetreiber zurückfordern“. Die DGS weist darauf hin, dass Anlagenbetreiber bei
ähnlichen Fällen auf dieses Urteil verweisen können. Der Informations-Rundbrief der Anwaltskanzlei ist im Internet unter www.dgs-berlin.de veröffentlicht.
06.11.2001 Quelle: DGS Berlin Brandenburg e.V.
S.A.G. Solarstrom AG steigert Umsatz und plant neue Beteiligungen
Das Freiburger Unternehmen hat das abgelaufene Geschäftsjahr (1.5.2000 - 30.04.2001) besser als geplant beendet. Der konsolidierte Umsatz der internationalen S.A.G.-Gruppe betrug nach
eigener Auskunft rund 2,5 Millionen Euro und stieg gegenüber dem Vorjahr (0,65 Millionen Euro) um knapp 300%. Damit liegt die S.A.G. Solarstrom AG deutlich über ihrem Planziel von
1,76 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern der S.A.G.-Gruppe ist mit einem Verlust von 1,28 Millionen Euro (geplant: 1,53 Mio. Euro) um 16% besser als erwartet. Nach der durch einen
Formfehler gescheiterten vierten Kapitalerhöhung rechnet die S.A.G. Solarstrom AG für das laufende Geschäftsjahr gegenüber der ursprünglichen Planung mit einem kalkulierten Minus in Höhe von
rund 2,4 Millionen Euro und einer um rund ein Jahr verzögerten Wachstumsdynamik.
"Trotz Börsenturbulenzen, weltpolitisch unsicherer Lage und gescheiterter Kapitalerhöhung behauptet sich die Solar-Aktie. Die Bereitschaft des Ex-Greenpeace-Chefs Thilo Bode, auf der
kommenden Hauptversammlung im Dezember für den Aufsichtsrat zu kandidieren, belegt das Vertrauen und den guten Ruf der S.A.G. Solarstrom AG in der Öffentlichkeit", erklärte Dr. Peter W.
Heller, Aufsichtsratsvorsitzender der S.A.G. Solarstrom AG.
Für das Geschäftsjahr 2002/2003 rechnet das Unternehmen mit einem Gewinn in Höhe von ca. 110.000 Euro bei einem Umsatz von rund 5,6 Millionen Euro. Für die Folgejahre ist eine
Gewinnsteigerung von durchschnittlich 200% geplant, womit die ursprünglich geplante Wachstumsdynamik wieder aufgenommen werden soll. Basis für diese positive Entwicklung sind laut S.A.G.
Solarstrom AG zum einen die gesicherten Erträge aus dem solaren Kraftwerkspark (ca. 3,8 Megawatt Leistung, 1,8 Millionen Euro jährlicher Umsatz). Zum anderen sollen nach einem Beschluss von
Aufsichtsrat und Vorstand neue, von staatlicher Förderung unabhängige Geschäftsfelder die bisherigen Unternehmensbereiche Bau und Betrieb großer Solarkraftwerke sowie den Handel mit
Solaranlagen ergänzen.
Wesentlichen Anteil an der Ertragsentwicklung sollen in den nächsten Jahren die geplanten Firmenbeteiligungen haben. Zentraler Baustein ist die Gründung des neuen Unternehmens MeteoControl
GmbH als Joint Venture mit der Schweizer Meteomedia AG des bekannten TV-Meteorologen und Wissenschaftlers Jörg Kachelmann. "Mit der MeteoControl GmbH erreicht die S.A.G. Solarstrom AG eine
Monopolstellung im Energiedienstleistungssektor. Energie und Sicherheit werden hinsichtlich Ertrag und Erzeugung die wichtigsten Parameter der künftigen Energieerzeugung. Der neue Strommix
aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Wasserstoff kommt ohne professionelle Überwachungs- und Vernetzungstechnik sowie einer genauen Ertragskontrolle nicht aus", so Dr. Harald Schützeichel,
Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG.
06.11.2001 Quelle: S.A.G. Solarstrom AG
1,6 Megawatt-Solarkraftwerk soll im November ans Netz
Gemeinsam mit der voltwerk AG in Stuttgart baut die Umweltkontor Renewable Energy AG, Erkelenz, das derzeit größte solare Kraftwerk in Deutschland. "Das Solarkraftwerk befindet sich nahe
der Ortschaft Markstetten in Bayern und geht im November ans Netz. Die gesamte Leistung von ca. 1,6 Megawatt verteilt sich auf eine Modulfläche von ca. 14.500 Quadratmetern", so
Umweltkontor-Vorstand Heinrich Lohmann. Lohmann zeigt sich mit der Entwicklung dieses Geschäftsbereiches sehr zufrieden: "Die Umweltkontor AG positioniert sich mit dem Projekt in
Markstetten zunehmend als starker Partner für Planungs- und Entwicklungsgesellschaften von großen Photovoltaik-Kraftwerken im Bereich Finanzierung und Generalunternehmung. Wir können unsere
realisierte Photovoltaik-Leistung von zirka 140 kW im Jahr 2000 auf voraussichtlich über 1.700 kW in 2001 mehr als verzwölffachen." Für das kommende Jahr streben Umweltkontor und voltwerk
eine strategische Partnerschaft und damit einen weiteren starken Ausbau im Bereich großer Photovoltaik-Anlagen an.
Die Umweltkontor AG bietet ihren Kunden mit dem Projekt in Markstetten die erste Beteiligungsmöglichkeit an einem Solarkraftwerk an. Durch ein optimales Preis-Leistungsverhältnis und den
süddeutschen Standort mit überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden könne, so das Unternehmen, eine renditestarke Kapitalanlage präsentiert werden. Die Anleger sollen von einem weitreichenden
Sicherheitskonzept profitieren: Wesentliche Elemente sind eine 20jährige Leistungsgarantie auf die Module des Herstellers Sharp und die ebenso lange Gewährleistung des Herstellers Siemens für
die Wechselrichter, einschließlich eines Festpreises für Wartung, Service und Reparaturen durch die aus dem Siemens-Konzern hervorgegangene Masterguard GmbH. Eine Ertragsgarantie über 20
Jahre durch eine namhafte deutsche Versicherung sowie die 20jährige, gesetzlich garantierte Einspeisevergütung von 99 Pfennig pro Kilowattstunde runden das Paket ab. Interessierte können sich
ab sofort unter der kostenlosen Hotline 0800 - 85 111 11 vormerken lassen.
05.11.2001 Quelle: Umweltkontor Renewable Energy AG
Phönix SonnenStrom AG übernimmt Markenrechte vom Bund der Energieverbraucher
Am 24.10.2001 haben Dr. Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der
Energieverbraucher e.V. sowie Gründer der Phönix-Solarinitiative, und der Vorstand der Phönix SonnenStrom AG einen notariellen Vertrag zur Übertragung der Rechte an der Marke"Phönix" auf die
Phönix SonnenStrom AG unterzeichnet. "Mit der Übernahme erhält die Phönix SonnenStrom AG die Rechte an einem der bekanntesten Markennamen der Solartechnik und sichert sich
dauerhaft die Nutzung des Namens für die eigene Phönix-Produktpalette", so Dr. Andreas Hänel, Vorstandsvorsitzender der Phönix SonnenStrom AG.
Die SonnenStrom AG wird den Namen Phönix gemeinsam mit der Phönix SonnenWärme AG mit Sitz in Berlin nutzen, der zweiten aus der Phönix-Solarinitiative des Bundes der Energieverbraucher
hervorgegangenen Aktiengesellschaft. "Die Übernahme der Markenrechte gibt beiden AGs die notwendige Planungssicherheit für die Zukunft, um den weiteren Erfolg sicherzustellen", betonte Holger
Freyer, Vorstand der Phönix SonnenWärme
AG.
Die Phönix-Initiative startete im Jahre 1994 mit dem Ziel, die Nutzung der Solarenergie einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen und den Solarmarkt anzukurbeln. Im Jahr 1999 stieß die
Initiative durch das rasche Wachstum an die Grenze ihrer Möglichkeiten. Allein im Jahr 1999 wuchs der Solarstrombereich bei Phönix nach eigenen Angaben um 270%. Zur professionellen
Ausrichtung der Initiative und ihrer Vertriebspartner sowie zur weiteren Expansion wurden im November 1999 die Phönix SonnenStrom AG mit Sitz in Sulzemoos bei München, und im Dezember 1999
die Phönix SonnenWärme AG in Berlin gegründet. Beide Unternehmen führten im Jahr 2001 erfolgreiche Privatplatzierungen durch, wobei die Kapitalerhöhung der SonnenStrom AG mit einer
Überzeichnung und einer Zeichnungssumme von 12 Millionen Euro abgeschlossen wurde. Insgesamt haben sich rund 3.500 Aktionäre aus neun europäischen Ländern an dem Unternehmen beteiligt.
Für das Jahr 2002 planen die beiden Aktiengesellschaften, ihre Kooperation weiter auszubauen. Das Phönix-Beraternetzwerk mit deutschlandweit an die 500 Experten soll in Zukunft direkt von
Berlin und Sulzemoos aus organisiert und betreut werden.
02.11.2001 Quelle: Phönix SonnenStrom AG
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