Solar News Archiv Oktober 2002

 
 

Strom aus Schweizer Alpen für Berlin

Seit dem 1. Oktober 2002 werden unter anderem das Berliner Rathaus, Krankenhäuser und die Universitäten mit Energie aus alpinen Kraftwerken versorgt, die mit dem Schmelzwasser der Gletscher rund um den Piz Bernina betrieben werden.   Das meldet die Bewag AG in einer Pressemitteilung. In dem abgelegenen Schweizer Bergtal Puschlav wird seit 100 Jahren sauberer Strom erzeugt, der nun auch in die Bundeshauptstadt exportiert wird. Die Ende Mai 2002 gegründete Dachmarke für Wasserkraft aus den Schweizer Alpen heisst "Swisshydro". Der Berliner Strom- und Wärmeversorger Bewag AG setzt als erster deutscher Partner auf den Ökostrom von "Swisshydro". Zehn Prozent des Stroms, mit dem die Bewag in den nächsten zwei Jahren sämtliche Einrichtungen des Landes Berlin versorgt, stammen aus den erneuerbaren Quellen des Schweizer Unternehmens. Insgesamt sollen 184 Millionen Kilowattstunden Strom aus den Schweizer Alpen nach Berlin fließen. Dies entspricht dem jährlichen Energieverbrauch von 80.000 Berliner Haushalten.

Die übrigen 90 Prozent des Stroms für die öffentlichen Gebäude und die Straßenbeleuchtung - jährlich 920 Millionen Kilowattstunden - werden umweltfreundlich in den Berliner Heizkraftwerken der Bewag hergestellt, berichtet die Bewag. Das Unternehmen habe sich mit seinem Angebotspaket aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Strom und Schweizer Wasserkraft in einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt. "Wir haben uns als wirtschaftlichster Anbieter mit den größten ökologischen Effekten erwiesen", freut sich Klaus Pitschke, Vorstand für Vertrieb und Wärme der Bewag.

Hinter "Swisshydro" stehen mittlere und kleine unabhängige Schweizer Stromproduzenten. Federführend sind die Rätia Energie (RE) aus dem Kanton Graubünden, die in der Schweiz als Ökostrom-Pionier gilt, und die Tessiner Azienda Elettrica Ticinese (AET). An beiden Unternehmen, die sich auf die Produktion und den Handel von Wasserkraft spezialisiert haben, ist die öffentliche Hand entscheidend beteiligt. Der Strom für die öffentlichen Einrichtungen Berlins, zu denen auch die Technische Universität, die Freie Universität und die Charité zählen, wird im Kraftwerk Campocologno der Rätia Energie produziert. Das 1906 nahe der italienischen Grenze gebaute Kraftwerk war damals die größte Anlage Europas. Heute betreibt die Rätia Energie in der Region von St. Moritz eine größere Anzahl von Wasserkraftanlagen. Als Großhandelsprodukt für den europäischen Strommarkt richtet sich die geschützte Dachmarke "Swisshydro" an Stadt- und Regionalwerke, unabhängige Green Power-Lieferanten sowie Stromhändler und Broker im EU-Raum. "Swisshydro" ist 100% Wasserkraft aus Schweizer Produktionsanlagen. Geliefert wird "Swisshydro" in der vom Kunden gewünschten Umweltqualität. Für den Deutschen Markt erfüllt die Qualität die Kriterien des ´TÜV´ für Strom aus erneuerbaren Quellen oder die Anforderungen von ´okpower´, dem strengeren Qualitätssiegel des WWF Deutschland und des Öko-Instituts Freiburg.

31.10.2002   Quelle: Bewag AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Umweltkontor AG: Leistungsbilanz unterstreicht Qualität der Windenergiefonds

Die Umweltkontor Renewable Energy AG mit Sitz in Erkelenz hat ihre Leistungsbilanz für das Jahr 2001 veröffentlicht. Das Unternehmen betreut derzeit insgesamt 60 Gesellschaften oder Einzelinvestoren mit 316 Windenergieanlagen und einem Gesamtfondsvolumen von über 400 Millionen Euro und ist damit nach eigenen Angaben Marktführer im Bereich der WindfondsVerwaltung in Deutschland.   Ian Paul Grimble, kaufmännischer Leiter der Wind Energy Services bei Umweltkontor, zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Obwohl das Jahr 2001 in Bezug auf das Windangebot im Jahresdurchschnitt deutlich unter dem langjährigen Mittel lag, haben die Umweltkontor-Anlagen und Fonds die Prognosen windindexbereinigt in fast allen Fällen nicht nur eingehalten, sondern teilweise noch übertroffen“. Die von Umweltkontor in den Prospekten kalkulierten Investitionskosten seien in der Regel unterschritten worden, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens zur Leistungsbilanz. Die Erträge der in 2001 in Betrieb befindlichen Windparks lägen unter Berücksichtigung der Windverhältnisse überwiegend im geplanten Bereich von 100 Prozent, in zehn Fällen sogar deutlich darüber. „Dies zeigt, dass unsere Finance-Abteilung die Fonds im Sinne der Kapitalanleger sowohl konservativ als auch renditeorientiert plant“, so Grimble. Derzeit biete Umweltkontor-Finance mit dem Windpark Nauen einen lukrativen Fonds mit einer kumulierten Ausschüttung von 274 Prozent bei 20 Jahren Laufzeit an. Weitere Fonds sollen in den nächsten Wochen in den Vertrieb gehen. Die aktuelle Leistungsbilanz der Umweltkontor Renewable Energy AG steht zur Ansicht und zum Download zur Verfügung unter http://www.umweltkontor.com „Geschäftsbereiche / Wind“.

31.10.2002   Quelle: Umweltkontor Renewable Energy AG

 

ASUE: 25 Jahre aktiv für Ressourcen schonende Energieversorgung

In diesem Jahr feiert die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE) ihr 25jähriges Jubiläum und kann auf ein Vierteljahrhundert erfolgreiches Eintreten für innovative Energieversorgungskonzepte auf der Basis von Erdgas zurückblicken.   Brennwerttechnik, Blockheizkraftwerk, Wärmepumpe und Brennstoffzelle sind nur einige Beispiele für zukunftsträchtige Energieanwendungen, welche die ASUE aktiv unterstützt hat und weiterhin fördert. Die Gründung der ASUE im Jahr 1977 geht zurück auf eine Initiative von zehn namhaften Unternehmen der Gaswirtschaft. Ziel war es, einen Verband zu schaffen, welcher der Öffentlichkeit die Vorteile von Erdgas als umweltschonendstem fossilen Energieträger deutlich machen und gleichzeitig die Entwicklung praktikabler, wirtschaftlicher Erdgasanwendungen unterstützen soll, heißt es in einer Pressemitteilung der ASUE zum Jubiläum.

Die ASUE richtet sich mit ihrer Arbeit an eine breite Öffentlichkeit. Energieversorger, Ingenieurbüros und Planer gehören ebenso zur Zielgruppe wie die Gasgeräteindustrie, Wohnungsbauunternehmen, Fachjournalisten, die Politik und auch der Endverbraucher. Entsprechend vielfältig ist die Aktivität der ASUE: Sie reicht von Informationen für die Fach- und Publikumspresse, die bekannten "blauen Broschüren" sowie die Erarbeitung von Argumentationshilfen und Schulungsmaterial über die Veranstaltung von Tagungen bis hin zur Verleihung des mit 50.000 Euro dotierten Preises der deutschen Gaswirtschaft. Im Mittelpunkt steht für die ASUE die tatkräftige Unterstützung aller Anwender und Interessenten um Erdgasanwendungen weitere Nutzungsmöglichkeiten zu erschließen und die Anwendung selbst so effektiv und umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Ein Beispiel für die erfolgreiche Arbeit der ASUE zur Förderung innovativer Erdgasanwendungen stellt die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) dar. Sie verkörpert ein besonders umweltfreundliches und wirtschaftliches Energieversorgungskonzept, denn KWK-Anlagen erzeugen gleichzeitig Wärme und Strom. Außerdem belasten sie die Umwelt beim Betrieb mit Erdgas im Gegensatz zu anderen fossilen Energieträgern am wenigsten, weshalb sich die ASUE unter anderem der Förderung dieser Technologie, auch auf europäischer Ebene, verschrieb. Das Ergebnis: Gab es zu Zeiten der Gründung der ASUE weniger als 100 solcher Anlagen in Deutschland, lieferten im Jahr 2000 schon mehr als 10.000 Blockheizkraftwerke Wärme und Strom in Deutschland.

Die ASUE vertritt nach eigenen Angaben mittlerweile 42 Unternehmen, die 90 % des Erdgasmarktes in Deutschland repräsentieren. Im Laufe der Zeit haben sich die Aufgaben jedoch verändert und erweitert. Stand am Anfang der Aspekt des Energiesparens noch an erster Stelle, so hat später die Emissionsreduzierung die gleiche Bedeutung erlangt. In letzter Zeit sind neue Aufgabenfelder wie die Informationsvermittlung per Internet oder der Technologietransfer mit der neu eingerichteten "Transferstelle neue Produkte" hinzugekommen.

31.10.2002   Quelle: ASUE; http://www.asue.de

 

Solarenergie-Förderverein und Verbände einig über Ziele

Die Solar-Verbände und der Solarenergie-Förderverein e.V. (Aachen) vertreten eine gemeinsame Position bezüglich der Rahmenbedingungen zur weiteren Markteinführung der Photovoltaik.   Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS), die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) und der SFV unterzeichneten Erklärungen, aus denen hervorgeht, dass in den wesentlichen Punkten Einigkeit besteht.

Die Verbände und der SFV fordern eine Anhebung der Einspeisevergütung für Solarstrom auf einen Betrag, der den wirtschaftlichen Betrieb von Photovoltaikanlagen gemäß den Grundsätzen des EEG ermöglicht. Dies sei das beste Markteinführungsinstrument. Altanlagen dürfen bei einer Änderung der Vergütungssätze nicht benachteiligt werden, betonen DGS, UVS und SFV. Auch im Hinblick auf die Zielvorgabe herrscht Konsens: Die Photovoltaik braucht ein Wachstum über das nach der Bundestagswahl diskutierte Ziel von einer Million Dächern hinaus, heißt es in den Erklärungen, die der SFV am 23.10.02 mit der UVS und am 28.10.2001 mit der DGS abgegeben hat.

Mitte Oktober hatte der SFV zu einer Pressemitteilung der UVS zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen erklärt, um den Ausbau der Photovoltaik voranzubringen, seien keine neuen Programme erforderlich; auch nicht die Weiterführung des 100.000 Dächer-Solarstrom-Programms als „1-Million-Dächer-Programm“.

30.10.2002   Quelle: SFV
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

dena beginnt bundesweite Kampagne für intelligente Stromnutzung

Der Startschuss für eine neue Informations- und Motivationskampagne für mehr Energieeffizienz ist gefallen: Am 28.10.2002 hat sich erstmals die Initiative EnergieEffizienz der Öffentlichkeit vorgestellt.   Die Aufgaben und Ziele der Initiative erläuterten Wolfgang Clement, Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Dr. Werner Brinker, Präsident des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (dena) GmbH, und Dr. h.c. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Die Initiative EnergieEffizienz will sich für eine effiziente Stromnutzung in privaten Haushalten einsetzen. Wirtschaft und Politik hätten sich zu einem außergewöhnlichen Bündnis zusammengeschlossen, heißt es in einer Pressemitteilung der Deutschen Energie Agentur (dena). Träger der Initiative sind die Verbände der Energiewirtschaft (VDEW, VRE und VKU) im Rahmen der Selbstverpflichtung der deutschen Wirtschaft zur Reduktion von CO2-Emissionen und die dena. Gefördert wird die Initiative durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Deutschland soll Energieeffizienz-Weltmeister werden, ist die Vision der Initiative EnergieEffizienz. Ihr Ziel ist die Reduktion der CO2-Emissionen im Privatsektor. Nur eine Absenkung des absoluten Energieverbrauchs könne bewirken, dass die von Deutschland übernommenen anspruchsvollen Verpflichtungen zur Senkung der CO2-Emissionen bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Kernenergie erfüllt werden. Gerade der Elektrizitätsverbrauch verdiene hier noch mehr Aufmerksamkeit der Verbraucher. Wolfgang Clement, Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit: "Wir müssen die verfügbare Energie noch intelligenter nutzen. Mit der Initiative EnergieEffizienz möchten die Initiatoren den privaten Verbrauchern neue Anstöße und Informationen zur sinnvollen Stromnutzung vermitteln. Ich begrüße diese 'Public Private Partnership' zwischen Elektrizitätswirtschaft, Deutscher Bundesstiftung Umwelt und Deutscher Energie-Agentur sehr und hoffe, dass sie breiten Zuspruch finden wird."

Auch für die Initiatoren aus der Elektrizitätswirtschaft ist das Ziel klar: „Die CO2-Minderung ist für uns ein zentrales umweltpolitisches Ziel. Deshalb unterstützen wir eine aktive, vorsorgende und wettbewerbskonforme Klimaschutzpolitik“, begründete Dr. Werner Brinker, Präsident des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), die Unterstützung der deutschen Energiewirtschaft. Er wies darauf hin, dass die deutschen Stromversorger in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen hätten, die Klimagas-Emissionen zu reduzieren. So sei auf Basis ihrer Vorschläge die „Vereinbarung zur Minderung der CO2-Emissionen und der Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung“ zwischen Wirtschaft und Bundesregierung abgeschlossen worden. „Mit dieser freiwilligen Vereinbarung verpflichtet sich die deutsche Wirtschaft, bis zu 45 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2010 einzusparen. Daran hat die deutsche Stromwirtschaft einen wesentlichen Anteil“, sagte Dr. Brinker. Im Rahmen ihrer Selbstverpflichtung beteiligt sich die Energiewirtschaft jetzt erstmals an einer Kampagne, welche die „gezielte Beeinflussung des Kauf- und Verbraucherverhaltens des Haushaltsstromkunden“ zur Grundlage hat.

Am Ende des gelungenen Kampagnen-Auftakts mit gemeinsamer Enthüllung des Logos der Initiative EnergieEffizienz und Präsentation der Werbelinie blieb der Wunsch, dass die Verbraucher selbst Spaß am Thema „Energieeffizienz“ finden. Und dass sich das Thema in den nächsten Jahren in den Köpfen verankert und zum Umdenken führt. Tipps und weitere Informationen hierzu finden alle Interessierten auf der Kampagnen-Website http://www.initiative-energieeffizienz.de. Außerdem steht die Energie-Hotline unter 0800-0736 734 bei allen Fragen zur effizienten Energienutzung den Verbrauchern zur Verfügung.

30.10.2002   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

 

ZDF-Magazin "Abenteuer Forschung" berichtet über Klimaveränderung

Der Orkan "Jeanett" tobte am vergangenen Sonntag über Deutschland - und viele Menschen machten einmal mehr den Klimawandel dafür verantwortlich. Wenn sich Unwetter, Überschwemmungen und Sturmtiefs häufen, ist dies eine mittlerweile geläufige Interpretation.   Joachim Bublath geht im ZDF-Magazin "Abenteuer Forschung" am Mittwoch, 30. Oktober 2002, ab 22.15 Uhr der Frage nach, ob ungewöhnliche Wettersituationen wirklich einer fortschreitenden Veränderung des Weltklimas zuzuschreiben sind.

"Abenteuer Forschung" untersucht, welche Vorhersagen Wissenschaftler überhaupt machen können und wie gut ihre Klimamodelle sind. Dabei wird auch gezeigt, inwiefern Politiker die Modellrechnungen für ihre Zwecke benutzen und in manchen Fällen mit dem Argument Klimawandel pokern, um zukunftsweisenden Lösungen auszuweichen. Das ZDF-Wissenschaftsmagazin fragt deshalb, wie realistisch die Einschätzungen sind, die etwas über die Zukunft des Klimas aussagen.

30.10.2002   Quelle: ZDF; ots

 

US-Unternehmen FPL Energy will 600 Megawatt Windkaft-Leistung zubauen

FPL Energy, eine Tochtergesellschaft der Florida Power and Light Company, beabsichtigt ihr Windkraft-Portfolio um 600 Megawatt zu erweitern.   Die neuen Windkraftanlagen sollen in New Mexico, Kalifornien, Iowa, West Virginia and Dakota gebaut werden, kündigte das Unternehmen in einer Pressemitteilung an. Jim Robo, Direktor der FPL Energy sagte, dies bedeute einen weiteren Fortschritt beim Ausbau des Kraftwerkspotenzials. Das Unternehmen würde weiter Gelegenheiten suchen, um sein Portfolio zu vergrößern und damit der wachsenden Nachfrage nach erneuerbaren Energien im ganzen Land zu nachzukommen.

Ein 204 Megawatt-Windpark soll 2003 im Osten New Mexicos Strom in das Netz des größten Strom- und Gasversorgers des Bundesstaats, der Public Service Company of New Mexico (PNM), einspeisen. Weitere Windparks sollen kommendes Jahr in Nordkalifornien (150 MW) und Dakota (insgesamt 120 MW) an das Netz gehen. Noch Ende 2002 werden laut FPL die Anlagen in Iowa (98 MW) und West Virginia (66 MW) in Betrieb gehen.

30.10.2002   Quelle: FPL Energy

 

Klein- und Mini-BHKW: Tendenz zu erneuerbaren Energiequellen

Biomasse-Stirling-BHKW

Kleine Blockheizkraftwerke haben bisher kaum etwas mit erneuerbaren Energien zu tun, können aber nicht nur mit Erdgas betrieben werden, sondern direkt und unmittelbar regenerative Energien nutzen.  So skizzierte Dr. Horst Mehrländer, Staatssekretär im baden-württembergischen Umweltministerium, die Ausgangssituation auf der Tagung „Klein- und Mini-Blockheizkraftwerke“ am 24.10. 2002 in Stuttgart. Besonders interessant sei in diesem Zusammenhang die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen, betonte der Staatssekretär. Über 200 Teilnehmer konnten sich in Vorträgen und einer Begleitausstellung über den aktuellen technischen Stand der Kraft-Wärme-Kopplung informieren. Einrichtungen wie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie baden-württembergische Unternehmen zeigten Perspektiven für die Kraft-Wärme-Kopplung auf, zum Teil auch in Verbindung mit erneuerbaren Energien. (Bild: Biomasse-BHKW mit SOLO STIRLING ENGINE, das 2003 in Serie gefertigt werden soll)

Themen der Veranstaltung waren Motor-BHKWs, Brennstoffzellen, Mikrogasturbinen und Blockheizkraftwerke mit Stirling-Motor, letzter wurden präsentiert von den Unternehmen Mayer & Cie (Albstadt) und Solo (Sindelfingen). Die fast 200 Jahre alte Technik des Stirling-Motors könne gut in regenerative Energiekonzepte eingebunden werden, unterstrichen die Hersteller. Die Solo Kleinmotoren GmbH, die bereits Erfahrungen mit so genannten Dish-Stirling-Systemen (Antrieb eines Stirling-Motors durch Solarenergie, die in einem Parabolspiegel konzentriert wird) in den USA und im spanischen Almeria gesammelt hat sieht im Stirling-Motorenkonzept eine zukunftsweisende Technologie, welche neben der Brennstoffzelle die vielversprechendste Perspektive darstelle, um den Anforderungen der künftigen dezentralen Energieversorgung gerecht zu werden.

Der besondere Charme der Stirling-Technologie liege in der Idee: Sie sei ein prädestinierter Langstreckenläufer mit minimalen, von herkömmlichen Technologien unerreichbaren Emissionswerten. Dabei sei nicht einmal ein Katalysator nötig, unterstreicht der Hersteller. Und sie sei von einer bisher nicht gekannten Variabilität bei der Auswahl des Brennstoffes beziehungsweise der Wärmequelle. Ob “minderwertige”, flüssige, gasförmige oder feste Brennstoffe, aber auch konzentrierte Solarstrahlung - alles, was über einen kontinuierlich arbeitenden externen Brenner in Wärme umgewandelt wird, treibe die STIRLING ENGINE an. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren, bei denen Gas in den Zylinderraum strömt und diesen wieder verläßt, funktioniert die STIRLING ENGINE etwas anders: Das Gas (Helium) bleibt in der Maschine. Es wird bei jeder Umdrehung der Maschine erwärmt und wieder abgekühlt, der daraus entstehend Druck wirkt auf die Kolben. Da die Maschine geschlossen ist, bleibe sie frei von Verbrennungsrückständen, Verschleiß und Wartung entfallen. Der geringe Wartungsaufwand, die mögliche Nutzung erneuerbarer Energiequellen und die niedrigen Emissionswerte machen die Anwendung als MicroKWK-Modul interessant und wirtschaftlich, so die Hersteller. Durch die externe Verbrennung im so genannten FLOX®-Verfahren (Flammlose Oxidation) können zum Betrieb der SOLO STIRLING ENGINE auch ungereinigte Gase problemlos verbrannt werden. Damit wird Biomasse als Energielieferant möglich, sowohl in Form von Biogas als auch in Form fester Brennstoffe: Die Anbindung eines Pellets-Brenners an die SOLO STIRLING ENGINE sei derzeit eine der Entwicklungsprioritäten, diese Option werde bis 2003 in Serie angeboten, kündigte der Hersteller an.

Die wirtschaftlichen Perspektiven der kleinen BHKWS hängen unmittelbar von den politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen ab, erläuterte Dr. Reinhard Jank von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg. Es zeige sich, dass unter den gegenwärtigen energiewirtschaftlichen Bedingungen nur BHKWs mit einer elektrischen Leistung von 50 Kilowatt und mehr wirtschaftlich betrieben werden können, falls der erzeugte Strom überwiegend in das Netz eingespeist werden soll. Nur bei einer Kombination von hoher jährlicher Benutzungsstundenzahl, hohem Anteil an Eigenbedarfsdeckung und verhältnismäßig hohem Strombezugspreis (Gewerbetarif) könne ein wirtschaftlicher Betrieb der Mini-BHKWs erwartet werden.

29.10.2002   Quelle: Eigener Bericht; Solo Kleinmotoren GmbH
Bildquelle: Solo Kleinmotoren GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

SunTechnics erhält Auftrag für weltweit größten Solarpark

In der Großgemeinde Hemau, nahe Regensburg, haben die Bauarbeiten für das größte Photovoltaik-Projekt der Welt begonnen. Die Hamburger SunTechnics Solartechnik GmbH wurde mit der Errichtung eines Solarparks mit rund vier Megawatt Spitzenleistung beauftragt.  Ein ehemaliges Munitionsdepot weicht 32.740 Solarmodulen. Statt der während des kalten Krieges dort lagernden Munition wird das Gelände künftig zur umweltfreundlichen Umwandlung von Sonnenlicht in Strom genutzt. Die Leistung der 40 Solarstromanlagen des Solarparks würde ausreichen, um den Strombedarf der rund 4.600 Einwohner in Hemau weitgehend abzudecken, errechnete das Unternehmen. Bis zum Jahreswechsel soll das 20-Millionen Euro Projekt fertiggestellt werden.

Für Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) wird mit dem Projekt ein unübersehbarer Wegweiser in die solare Zukunft geschaffen: "Der Solarpark in Hemau ist der bislang größte Leuchtturm auf dem Weg ins Solarzeitalter. Ich bin sicher, dass das beispielhafte Projekt viele Nachahmer findet, auf Gewerbeflächen, öffentlichen Bauten und tausenden Eigenheimen." Nach Auskunft des Verbandes sind in Deutschland inzwischen weit über 500.000 Solaranlagen in Betrieb. Ihre Zahl soll sich nach dem Willen der Bundesregierung in den nächsten vier Jahren verdoppeln. Hans Pollinger, Erster Bürgermeister der Großgemeinde Hemau, begrüßt das beispielhafte Projekt zur Umwandlung des nicht mehr benötigten Militärgeländes: „Aktiver Klimaschutz fängt vor der eigenen Haustür an. Statt tonnenweise Patronenhülsen zu lagern, bietet das Gelände des ehemaligen Munitionsdepots jetzt Solarmodulen Platz, die unseren Kindern eine lebenswerte Zukunft sichern helfen“.

Der in seiner Dimension weltweit einzigartige Solarpark stellt besondere Anforderungen an die Ingenieure von SunTechnics. Ziel ist, die Photovoltaik harmonisch in das Gelände zu integrieren. „Dank der Erfahrung aus der Planung der größten Solarparks in Deutschland sind wir bereit für die logistische und technische Herausforderung,“ berichtet SunTechnics-Geschäftsführer Michael Ix. Allein im vergangenen Jahr habe SunTechnics europaweit mehr als 500 Photovoltaik-Anlagen installiert, neben vielen architektonischen Sonderlösungen und Anlagen auf privaten Hausdächern auch den im Jahr 2001 größten Solarpark Deutschlands in Markstetten, Oberpfalz. Erst Mitte September wurde der derzeit größte Solarpark in der Gemeinde Sonnen bei Passau schlüsselfertig an das öffentliche Netz gebracht. Die Spitzenleistung des neuen Solarparks der voltwerk AG in Hemau wird mit rund vier Megawatt weit größer als die beiden anderen zusammen.

29.10.2002   Quelle: Conergy AG

 

Potsdam: Tagung zu Grünem Gas und Energielandwirtschaft

Unter der Schirmherrschaft von EUROSOLAR findet am 18. und 19. November eine zweitägige Tagung zu Grünem Gas und Energielandwirtschaft statt.  In der Industrie- und Handelskammer Potsdam informieren die Energie Technologie Initiative Brandenburg (ETI), der Fachverband Biogas e.V., die eco Naturgas Handels GmbH und das Institut für Agrartechnik Bornim e.V. (ATB) über die Gewinnung von Biogas. Auf der Tagung sollen erstmalig die europaweiten Potenziale und Energieerträge von Energiepflanzen vorgestellt werden. Weitere Themen sind die nasse Gaswäsche als Gasaufbereitungstechnologie, neue Energiedienstleistungen sowie die rechtlichen Anforderungen an die Einspeisung aus der Sicht der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW). Die Tagung will die Energie- und Ökobilanzen der gesamten Verfahrenskette von der Landwirtschaft bis in die Haushalte im Zusammenhang thematisieren. Diskutiert werden soll beispielweise die Frage, ob die Stromeinspeisung vor Ort besser ist als die Verwertung von Grünem Gas™ nach dessen Einspeisung in das Gasnetz.

Die energetischen Verwertungsperspektiven von Biogas sind vielfältig: neben der herkömmlichen Nutzung zur Strom- und Wärmeproduktion aus hofseitigen Blockheizkraftwerken (BHKWs) ist nach entsprechender Aufbereitung der dezentrale Einsatz als Kraftstoff oder die Einleitung als Grünes Gas in das Erdgasnetz möglich. Vergleichbar dem EEG liegt seit April 2001 der Entwurf eines Gaseinspeise-Gesetz (GEG) vor. Die Tagung richtet sich an Personen und Institutionen, die sich mit der Bereitstellung und Nutzung von Biogas beschäftigen. Hierzu zählen besonders landwirtschaftliche Unternehmen und Genossenschaften, die Biogasanlagen betreiben und/oder planen. Weiter wollen die Veranstalter neben Planern und Herstellern von Biogasanlagen auch Parlamentarier, Mitarbeiter von Ministerien, Kommunen, Verbänden und Gasversorgern sowie Forschungseinrichtungen ansprechen.

Im Tagungsbeitrag von 60 Euro (Studierende: 10 Euro) enthalten sind der Tagungsband sowie die Getränke während der Pausen und ein Lunch. Weitere Informationen und Anmeldung (erbeten bis zum 31.10.2002) unter http://www.atb-potsdam.de/kolloquien/Biogas2002/biogas_und_energielandwirtschaft.htm

29.10.2002   Quelle: Institut für Agrartechnik Bornim e.V.

 

Bundespräsident Rau überreicht Deutschen Umweltpreis

Verleihung des Deutschen Umweltpreises durch Bundespräsident Johannes Rau.

Der mit 500.000 Euro höchstdotierte Umweltpreis Europas ist zum zehntenmal vergeben. Bundespräsident Johannes Rau übergab die Auszeichnung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) am 27.10.2002 in Magdeburg an den Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Prof. Dr. Klaus Töpfer (64, Nairobi), und den Gründer und Geschäftsführer der Prophyta GmbH, Dr. Peter Lüth (46, Wismar).   Dabei betonte Rau, dass die Zerstörung und rücksichtslose Ausbeutung der Natur schon in vielen Teilen der Welt Ursachen für bewaffnete Auseinandersetzungen und menschliches Leid gewesen seien. Rau: "Darum muss jeder, der für Frieden, Sicherheit und eine gerechte Entwicklung auf der Welt eintritt, auch den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen im Blick behalten." Mit dem Preis würdigt die DBU die Leistungen, die Töpfer als ranghöchster Deutscher in der UNO im internationalen Umweltschutz erbracht hat. Lüth wird für die Entwicklung und Herstellung biologischer Pflanzenschutzmittel ausgezeichnet.

Der Bundespräsident forderte in seiner Ansprache ein stärkeres Zusammenbringen der unterschiedlichen Interessen von reichen und ärmeren, rohstoffreichen und -armen Ländern, von Nord und Süd. Knapper werdende natürliche Ressourcen könnten aus wirtschaftlichen Interessen an Rohstoffen politische und militärische Spannungen entstehen lassen. Er denke da an die Konkurrenz um Wasser. Wichtig sei es deshalb, die unerschöpflichen Energiequellen viel stärker als bisher zu nutzen. Sicher sei, dass die Art und Weise, wie die hochindustrialisierten Staaten heute wirtschafteten, klimaverändernde Wirkungen habe. Wenn diese Wirtschaftsweise und dieser Energieverbrauch überall auf der Welt kopiert würden, sei unsere Welt nicht mehr zu retten. Möglichst schnell müssten verbindliche internationale Abkommen umgesetzt werden, müsse das Kyoto-Protokoll möglichst bald endlich in Kraft treten.

Auch Bundesumweltminister Jürgen Trittin lobte die Leistungen der Träger des Deutschen Umweltpreises 2002. Töpfer sei zum "Synonym für den Schutz der globalen Umwelt" geworden. Er sei parteiisch für Umwelt und Entwicklung und genieße weltweit Vertrauen als Umweltschützer. Lüth sei es erstmals gelungen, umweltverträgliche, anwenderfreundliche und preiswerte biologische Pflanzenschutzmittel gegen pilzliche Krankheitserreger an Kulturpflanzen zu entwickeln und erfolgreich zu vermarkten. Wenn man wisse, dass weltweit eine Million Menschen Schäden vor allem durch Chemikalien erlitten und Pestizide Böden und Trinkwasser zerstörten, dann hoffe er sehr, dass der Erfolg von Herrn Lüth auch andere Forscher ermutige, seinen Ansatz zu verfolgen, so Trittin.

28.10.2002   Quelle: DBU; ots
Bildquelle: DBU

 

Greenpeace protestiert gegen Esso-Blockade beim Klimaschutz

Aus Protest gegen die klimaschädliche Politik des Ölkonzerns Esso ketteten sich Greenpeace-Aktivisten aus aller Welt am 25.10. an die Zapfsäulen aller 28 Tankstellen des Ölmultis Esso in Luxemburg.   Die insgesamt 650 Aktivisten aus 31 Ländern, unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Libanon, Israel, USA und Japan spannten an den Tankstellen Transparente mit der Aufschrift "Esso - No. 1 Climate Criminal" und "Stop Esso".

Die friedliche Demonstration in Luxemburg, an der auch der internationale Greenpeace-Geschäftsführer Gerd Leipold teilnahm, ist Teil der weltweiten "Stoppt Esso-Woche" von Greenpeace. Sie findet gleichzeitig zur UN-Klimakonferenz in Neu Delhi/Indien statt. Auf der Klimakonferenz treffen sich Vertreter von 178 Staaten, um über die Umsetzung des Klimaschutzabkommens von Kyoto zu beraten. Die USA seien weltweit für 25 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich, nähmen an der Konferenz jedoch nicht Teil, kritisiert Greenpeace. Die Lobbyarbeit des Ölkonzerns trage maßgeblich dazu bei, dass sich US-Präsident George Bush bis heute weigere, das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren.

"Esso unternimmt alles, um die US-Regierung auf ihrem klimafeindlichen Kurs zu halten", sage Gabriela von Görne, Klimaexpertin von Greenpeace, vor Ort in Luxemburg. "Esso macht sich mitschuldig an den Folgen zunehmender Stürme, sintflutartiger Regenfälle und Flutkatastrophen. Der Ölkonzern bestreitet bis heute, dass die Verbrennung von Öl, Kohle und Gas das Klima erwärmt und die Intensität und Häufigkeit von Unwettern erhöht." Greenpeace fordert Esso auf, seine Blockadehaltung aufzugeben und endlich in den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren. Esso investiere nicht wie andere Ölkonzerne in erneuerbare Energien, sondern konzentriere sich ausschließlich auf das Ölgeschäft, rügt die Umweltschutzorganisation. "Globale Konzerne wie Esso müssen endlich auch globale Verantwortung zeigen", forderte von Görne. "Statt mit seinen Milliarden neue Ölfelder auszubeuten, muss Esso endlich in moderne Energieformen investieren, die das Klima nicht weiter aufheizen."

Insgesamt investiere der Öl-Konzern Esso beziehungsweise seine Muttergesellschaft ExxonMobil laut Greenpeace weltweit jährlich knapp zehn Milliarden US-Dollar in die Suche und Ausbeutung neuer Erdöl- und Erdgasvorkommen. Esso habe allein im Jahr 2001 einen Umsatz von ca. 213 Milliarden US Dollar verbucht. Das entspreche in etwa dem Bruttosozialprodukt von Schweden.

28.10.2002   Quelle: Greenpeace e.V.; ots
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Wuppertal Institut: Infos zum Klimagipfel im Internet

Das Wuppertal Institut hat anlässlich der achten Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (COP 8) vom 23. Oktober bis zum 1. November in Neu Delhi eine spezielle Webseite erstellt.   Dort finden sich Veröffentlichungen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Verhandlungsprozess und zur Klimapolitik im allgemeinen sowie weiterführende Links.

Die COP 8 müsse das Startsignal für die Fortentwicklung des Klimaregimes geben, so das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Gerade vor dem Hintergrund der enttäuschenden Ergebnisse des Weltgipfels für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg müsse von Neu Delhi ein deutlicher Impuls ausgehen, dass die internationale Staatengemeinde ihrer Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen nachkommt.

Unter den zahlreichen Beiträgen, die als PDF-Dateien bereitgestellt werden finden sich unter anderem eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Klimakonferenz von Marrakesch (November 2001), die Studie „Paradepferd mit bleiernen Füßen - Internationaler Klimaschutz und die Umsetzung in Deutschland“ und der noch immer lesenwerte Artikel von Hermann E. Ott in der Frankfurter Rundschau mit dem Titel „Wie der Terror das Klima ändert - Der Marrakesch-Gipfel und der 11. September“. Die Wuppertal-Website zum Klimagipfel finden Sie unter http://www.wupperinst.org/COP8/index.html.

28.10.2002   Quelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Tchibo bezieht bundesweit Strom von NaturEnergie

Die Tchibo Frisch-Röst-Kaffee GmbH aus Hamburg bezieht bis Ende 2004 den Strom für alle ihre Filialen von der Watt Deutschland GmbH mit Sitz in Frankfurt und der in Grenzach-Wyhlen ansässigen NaturEnergie AG.   Der Kaffeeröster verlängert die seit Januar 2002 laufenden Verträge um zwei weitere Jahre. Watt Deutschland und Naturenergie beliefern gemeinsam rund 850 Tchibo-Geschäfte mit einem jährlichen Gesamtverbrauch von 30 Gigawattstunden. Der Frankfurter Stromlieferant versorgt sämtliche Tchibo-Standorte in den alten Bundesländern, der Grünstromhändler NaturEnergie AG beliefert die 54 ostdeutschen Tchibo-Filialen mit regenerativ erzeugtem Strom der Marke NaturEnergie Silber. "Wir freuen uns, dass in den ostdeutschen Tchibo-Filialen der Kaffee künftig mit Strom aus Wasser und Sonne gemahlen und aufgebrüht wird.", kommentiert Andreas Fußer, Vorstand der NaturEnergie, die Zusammenarbeit.

"Neben dem hohen Qualitätsanspruch an unsere Stromlieferanten ist für uns eine reibungslose Abwicklung aus einer Hand wichtig.", sagte Frank Meyer-Venecia, Leiter des Bereichs Energiewirtschaft bei Tchibo. Die Schwestergesellschaften Watt Deutschland GmbH und die NaturEnergie AG arbeiten sowohl in der Abwicklung als auch der Abrechnung eng zusammen. Alle Tchibo-Standorte in Deutschland werden elektronisch in einer einzigen Sammelrechnung erfasst und papierlos abgerechnet. Dazu erstellt Watt Deutschland eine computergestützte Datei, die Tchibo in das eigene interne System einliest. So entfallen monatlich nicht nur zirka 850 Rechnungsbelege auf Papier, auch die Kontrolle und Zuordnung der Kostenstellen geschieht elektronisch.

Der abgasfrei erzeugte Strom für die 54 ostdeutschen Tchibo-Filialen stamme zu 100 Prozent aus traditionsreichen und modernisierten Wasserkraftwerken vom Hochrhein und aus dem Schwarzwald, heißt es in einer Presseerklärung der NaturEnergie AG. Der Hamburger Kaffeehersteller erspare der Umwelt durch seinen Grünstrombezug von jährlich rund 1,6 Gigawattstunden 883 Tonnen des Klimagases Kohlendioxid. Für die NaturEnergie AG ist Tchibo bislang der größte Kunde in den neuen Bundesländern. Unabhängige Fachleute des TÜV Management Service stellen regelmäßig sicher, dass NaturEnergie Silber das ganze Jahr über aus regenerativen und emissionsfreien Energiequellen stammt und dass eine Vollversorgung des Kunden jederzeit gewährleistet ist.

Neben Stromqualität und professioneller Abwicklung spreche für eine Teilbelieferung durch die NaturEnergie AG, dass sie im vergangenen Jahr von der Vereinigte Energiewerke AG (VEAG) eine Durchleitungsgenehmigung in deren Stromnetz erhalten hatte. Noch bis Ende 2003 kann Stromversorgern der Netzzugang in Berlin und den neuen Bundesländern verweigert werden, wenn dadurch die dort geltende hohe Verstromung der heimischen Braunkohle gefährdet ist.

28.10.2002   Quelle: NaturEnergie AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Verleihung des Deutschen Umweltpreises live im Fernsehen

Die Verleihung des mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreises Europas durch Bundespräsident Johannes Rau wird am 27. Oktober von 3sat live übertragen.  Die Auszeichnung geht an den Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Prof. Dr. Klaus Töpfer. Er erhält den Preis für sein außergewöhnliches, globales Engagement für eine nachhaltige Entwicklung. National habe er die Idee des vorbeugenden und produktionsintegrierten Umweltschutzes entscheidend voran getrieben. Außerdem wird der Unternehmer Dr. Peter Lüth ausgezeichnet: Mit der Entwicklung des ersten biologischen Mittels zur Bekämpfung pflanzenschädigender Pilze habe der ostdeutsche Unternehmer einen technologischen Standard gesetzt, der weltweit Aufsehen errege. Die wirtschaftlich erfolgreiche Gründung seiner Firma Prophyta zeige, dass biologischer Pflanzenschutz auch betriebswirtschaftlich machbar ist. Weitere innovative Anwendungen in der Biopräparate-Entwicklung in großem Ausmaß seien absehbar.

3sat überträgt die zehnte Verleihung des Deutschen Umweltpreises von 11 bis 13 Uhr direkt; von 1.45 Uhr bis 3.45 Uhr wird diese Aufzeichnung wiederholt. Prof. Heinz Sielmann, der bekannte Tierforscher und Claudia Roth, Bundesvorsitzende der Grünen, haben ihre Teilnahme am musikalisch umrahmten Festakt ebenso zugesagt wie führende Vertreter des Bundes, zahlreiche Landesminister, hochrangige Vertreter der Wirtschaft sowie die meisten Umweltpreisträger der vergangenen Jahre. Die Laudatio auf die Preisträger wird Prof. em. Dr. Ing. Michael F. Jischa, Institut für Technische Mechanik an der Technischen Universität Clausthal und Mitglied der Jury des Deutschen Umweltpreises, halten. Nach seiner Rede wird Bundespräsident Johannes Rau die Urkunden an die neuen Preisträger überreichen. Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Umweltstiftung, wird den Festakt beschließen. Musikalisch umrahmt wird der zehnte Umweltpreis von Preisträgern und Stipendiaten der Deutschen Stiftung Musikleben (Hamburg).

Mit der Vergabe des Deutschen Umweltpreises will die DBU, die seit Aufnahme ihrer Fördertätigkeit am 1. März 1991 in über 4.950 innovative Umweltschutzprojekte über 954 Millionen Euro investiert hat, „Einsatz und Leistungen auszeichnen, die entscheidend und in vorbildlicher Weise zum Schutz und zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Umwelt beigetragen haben oder in Zukunft zu einer deutlichen Umweltentlastung beitragen werden". Die Auszeichnung soll Personen, Unternehmen und Organisationen "anstiften", Umweltprobleme rechtzeitig zu erkennen und mit Hilfe geeigneter Strategien bereits im Vorfeld zu entschärfen.

25.10.2002   Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt

 

RWE SCHOTT Solar GmbH operativ tätig

Die RWE SCHOTT Solar GmbH in Alzenau hat zum 1. Oktober ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. In dem Joint-Venture-Unternehmen von RWE Solutions AG, Frankfurt am Main, und Schott Glas, Mainz, haben beide Gesellschaften ihre terrestrischen Photovoltaik-Aktivitäten zusammengeführt.   In das neue Unternehmen sind die RWE Solar GmbH und ihre amerikanische Tochtergesellschaft ASE Americas, Inc. sowie die amerikanische SCHOTT Applied Power Corporation eingegangen. Der Zusammenschluss wurde am 17. Oktober 2002 von der Wettbewerbskommission der Europäischen Gemeinschaft ohne Auflagen genehmigt. Im Joint Venture haben RWE Solutions und SCHOTT unternehmerische Parität. Der Geschäftsführung gehören an Dr. Winfried Hoffmann (Sprecher der Geschäftsführung), Dr. Ralf Peters (Controlling und Finanzen), Michael Harre (Marketing und Vertrieb) sowie Alexander Berg (Produktion).

RWE Solutions Vorstandsvorsitzender Heinz-Werner Binzel und Dr. Udo Ungeheuer, Mitglied des Vorstandes von SCHOTT, erklärten dazu: "Mit der Bündelung unserer Solaraktivitäten werden wir die führende Position der RWE SCHOTT Solar im dynamischen Photovoltaik-Markt weiter ausbauen. Die technologische Spitzenstellung der RWE Solutions-Tochtergesellschaft wird durch das Materialforschungs- und Produktions-Know-how sowie die globale Präsenz des SCHOTT-Konzerns gestärkt."

RWE SCHOTT Solar ist nach eigenen Angaben Marktführer in Deutschland und stehe an Position sechs auf dem Weltmarkt. "Mit dem deutlichen Ausbau der Produktionskapazitäten und dem Einstieg von SCHOTT streben wir einen deutlichen Ausbau unseres Marktanteils an", so Dr. Winfried Hoffmann. Die Aktivitäten auf dem Gebiet von Hochleistungssolarzellen für die Raumfahrt wurden in eine selbstständige Gesellschaft übertragen. Alleiniger Anteilseigner der RWE Space Solar Power GmbH ist die RWE Solutions AG.

Die RWE SCHOTT Solar GmbH deckt verschiedene Produktbereiche der Solarstromtechnik ab: Silicium-Wafer, Solarzellen und -module für den terrestrischen Markt sowie Dünnschichtmodule auf der Basis von amorphem Silicium. Im Jahr 2001 verzeichnete das Unternehmen mit mehr als 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 96 Millionen Euro. Im August 2002 hat das Unternehmen mit der 60 Megawatt-SmartSolarFab" in Alzenau eine integrierte Produktion von Wafern, Solarzellen und -modulen in Betrieb genommen. Damit sollen die Kapazitäten am Standort Alzenau in der nächsten Zeit vervierfacht werden.

25.10.2002   Quelle: ots; RWE Solutions AG

 

Gewerkschaft und Industrie contra EU-Vorschläge zum Emissionshandel

Die Vorschläge der Europäischen Union zum Emissionshandel bringen ökologisch weniger als bestehende Instrumente und haben gravierende negative ökonomische Wirkungen sowie soziale Verwerfungen mit hohen Arbeitsplatzverlusten zur Folge. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und eines Teams der Universität Münster unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Ströbele.   Angefertigt wurde sie im Auftrag der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie IG-BCE, Energie, der Unternehmen RWE, E.ON, Vattenfall Europe, Degussa und BASF sowie der Verbände der Zement-, Glas- und Papierindustrie, des Gesamtverbandes des deutschen Steinkohlenbergbaus und der Wirtschaftsvereinigung Stahl.

„Würde die Richtlinie zum Emissions-Trading in der vorliegenden Form beschlossen, so wäre klimapolitisch nichts gewonnen, nichts für Deutschland, und auch nichts für die gesamte Europäische Union. Die Richtlinie ist, trotz gegenteiliger Behauptungen der Europäischen Kommission, mit dem erfolgreichen deutschen System zum Klimaschutz nicht kompatibel und sie kann zu schwerwiegenden industrie- und energiepolitischen Verwerfungen führen, insbesondere bei den Energieerzeugern und den energieintensiven Branchen,“ erklärte der IG-BCE-Vorsitzende. Die Europäische Kommission lasse sich nach wie vor von abstrakten Vorstellungen eines Handelssystems leiten und erkenne die Erfolge der bisherigen deutschen Klimapolitik nicht ausreichend an. Der Handel mit Zertifikaten allein reduziere in keiner Weise den CO2-Aussstoß, argumentiert die IG-BCE. Vielmehr sollten CO2-Minderungen vorrangig über Investitionen zur Energieeinsparung und zur Effizienzsteigerung, die gleichzeitig den Standort Deutschland und die Arbeitsplätze sichern, erreicht werden. Die Selbstverpflichtung der deutschen Industrie, die Öko-Steuer, das KWK-Gesetz und in gewissem Umfang auch das Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien hätten die entsprechenden Impulse ausgelöst. „Wir sind zusammen mit der Politik und mit der Wirtschaft entschlossen, diesen Weg konsequent fortzusetzen,“ betonte Schmoldt, „wir sind uns auch mit der Industrie einig, dass dieses Instrumentarium völlig ausreicht, um die Kyoto-Ziele bis 2008/2012 zu erreichen. Es sollte daher eben nicht durch ein anderes Instrument beschädigt oder ersetzt werden, schon gar nicht durch das Emissions-Trading nach EU-Manier.“

Mit dem Kommissions-Vorschlag sei ein klarer Eingriff in den Energie-Mix verbunden, der negative Auswirkungen auf die Energieversorgungssicherheit erwarten lasse: „Der Emissionsrechte-Handel unter den Bedingungen der EU-Richtlinie wird nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass mittel- und langfristig der Ausstieg aus der Kohle-Verstromung erfolgen wird. Es steht zu befürchten, dass die bald anstehenden Entscheidungen zur substantiellen Erneuerung des deutschen Kraftwerk-Parks nicht so getroffen werden, wie das eigentlich angekündigt war.“ Damit würden Investitionen in Milliardenhöhe abwandern, warnte Schmoldt. „Wir setzen auf die Einsicht in den anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, dass sich ein Zwangshandel-System für Umwelt-Emissionen wachstums- und beschäftigungsfeindlich auswirken wird und der klimapolitische Erfolg mit einer Verringerung der Wettbewerbsfähigkeit Europas erkauft wird. Insofern ist die Verschiebung der Entscheidung des Umweltrates auf deutsches Drängen in der letzten Woche ein erster Erfolg. Wir haben die Hoffnung, dass man sich in Europa bei den Umweltministern im Dezember dieses Jahres auf einen Standpunkt einigen kann, der unseren Bedenken gegen die EU-Richtlinie Rechnung trägt,“ erklärte der IG-BCE-Vorsitzende.

Die Koalitionsvereinbarung der neuen rot-grünen Bundesregierung weist laut IG BCE grundsätzlich den richtigen Weg: „Dabei muss besonders angemerkt werden, dass wir hier auch mit Bundesumweltminister Trittin einig sind. Die Vereinbarung unterstützt die Einführung eines Emissions-Handelssystems, legt sich aber nicht auf den bisherigen Vorschlag der Europäischen Kommission fest. Ich verstehe dies als eine Aufforderung, sich an der Gestaltung eines solchen Emissions-Handelssystems in dem von mir beschriebenen Sinne aktiv zu beteiligen.“

25.10.2002   Quelle: IG BCE
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

BEE: Koalitionsvertrag überwiegend positiv für „Erneuerbare“

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) betrachtet das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zum Themenkomplex Energie und Klimaschutz als ambivalent, heißt es in einer Pressemitteilung des BEE.   Verbandspräsident Johannes Lackmann erklärte, für den Teilbereich erneuerbare Energien gingen von den Koalitionsverhandlungen wichtige positive Signale aus, besonders die Fortführung des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG), die Ausweitung des Marktanreizprogramms für Erneuerbare Energien, die Aufhebung von baurechtlichen Hemmnissen für Biomasseanlagen sowie die Exportkampagne und eine verstärkte internationale Ausrichtung. Erfreulich sei auch die Ankündigung eines Rahmens für die Nutzung regenerativ erzeugter Wärme. Dazu ist aus Sicht des BEE die Schaffung eines „regenerativen Wärmegesetzes“ erforderlich, mit dem Solarwärme, Erdwärme und Biomasse unabhängig vom Staatshaushalt gefördert werden sollen. Der BEE begrüßt außerdem, dass mit der Ansiedelung des Ressorts Erneuerbare Energien beim Bundesumweltministerium nunmehr ein Minister zuständig werde, dessen Engagement in der Sache unbestritten sei.

An mehreren Stellen im Koalitionsvertrag würden Chancen vertan, kritisiert der BEE die rot-grüne Vereinbarung: Mit der Vertagung einer Entscheidung über weitere Schritte bei der Ökosteuer gerate die Internalisierung von Umweltkosten und die Entlastung des Faktors Arbeit ins Stocken. Dies sei nicht gerade ein Impuls für zusätzliche Arbeitsplätze. Während die Erhöhung des Steueranteils für Erdgas grundsätzlich positiv sei, bleibe die Verlängerung der Steuerermäßigung für Erdgasfahrzeuge bis 2020 unbegreiflich, heißt es in der BEE-Presseerklärung. Damit werde die Markteinführung von Biogas als Treibstoff zugunsten des Erdgases gefährdet, obwohl bei der Gewinnung, dem Transport als auch beim Verbrauch von Erdgas erhebliche Mengen Treibhausgase (neben CO2 insbesondere Methan) freigesetzt würden. Obwohl die Neuorientierung der Kfz-Steuer an der CO2-Emission ein Schritt in die richtige Richtung sei, werde die Chance vertan, die Steuer in die Mineralölsteuer zu integrieren. Dies werde in erheblichem Umfang Verwaltungskosten einsparen. Die Beteiligung der Länder am Steueraufkommen könnte dabei durch eine Umlage erreicht werden, argumentiert der BEE. Der falsche Weg wird nach Auffassung des BEE bei der Förderung der Energieeinsparung in Gebäuden begangen. Ein steuerfinanziertes Programm könne die notwendigen Impulse nicht geben. Stattdessen würde eine einfache Mietrechtsänderung (bei Nichtnutzung von Einsparpotenzialen müssten Vermieter einen Teil der Energiekosten tragen) für Investitionen und neue Arbeitsplätze sorgen.

Insgesamt hält der BEE das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen für zwiespältig. Positiv sei die Bekräftigung der Klimaschutzpolitik und des Verdoppelungszieles für erneuerbare Energien. Allerdings blieben die vereinbarten Schritte erheblich hinter dem zurück, was arbeitsmarktpolitisch und umweltpolitisch möglich wäre. So könnte das Ziel der Verdoppelung des Anteils erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch (auf insgesamt 4,2 %) bis 2010 mit einer noch ambitionierteren Politik schon erheblich früher erreicht werden, spätestens 2006/2007.

25.10.2002   Quelle: BEE
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Trittin: Delhi-Konferenz muss Weg für neue Klimaschutzziele ebnen

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat an die internationale Staatengemeinschaft appelliert, den Weg für neue, ehrgeizige Klimaschutzziele zu bereiten.   Aus Anlass der Klimakonferenz in Neu-Delhi (23. Oktober bis zum 1. November) erklärte Trittin: "Die Bundesregierung gibt mit ihrer Koalitionsvereinbarung ein wichtiges Signal. Deutschland wird seine Vorreiterrolle auch weiterhin einnehmen." Unter der Voraussetzung, dass die EU sich verpflichte, ihre Treibhausgase bis 2020 um 30 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, werde Deutschland anstreben, seine Emissionen um 40 Prozent zu senken. Trittin forderte Russland auf, seinen Ankündigungen Taten folgen zu lassen, und das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren, damit es schnellstmöglich in Kraft treten kann. Der Minister will Mitte nächster Woche nach Neu-Delhi reisen.

Die 8. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention findet in Neu-Delhi (Indien) statt vom 23. Oktober bis zum 1. November 2002. Zu der Konferenz werden mehr als 3.000 Teilnehmer aus über 180 Staaten erwartet. Die Verhandlungen in Neu-Delhi werden sich auf zwei Punkte konzentrieren: Zum einen müssen die Vorbereitungen für das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls getroffen werden, womit für das Frühjahr 2003 gerechnet wird. Zum anderen soll das Fundament für Verhandlungen über neue Verpflichtungen zur Reduktion des Treibhausgasausstoßes gelegt werden. Die konkreten Gespräche über zukünftige Klimaschutzverpflichtungen nach Ende der ersten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls, also nach 2012, werden erst nach Inkrafttreten des Protokolls beginnen. Zum Ende der Konferenz wollen die Minister eine "Delhi-Erklärung über Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung" ("Delhi Declaration") verabschieden.

Zu der Konferenz gibt es ein Hintergrundpapier, das in der BMU-Pressestelle (030/28550-2015/2018) oder im Internet (www.bmu.de) abgerufen werden kann.

24.10.2002   Quelle: BMU
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

ConEnergy AG und Conergy AG grenzen Marktstellung ab

Die Vorstände der Hamburger Conergy AG und der ConEnergy AG , Essen, einigen sich auf eine klare Abgrenzung ihrer Marktpositionierungen, berichten die Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung.   Sie wollen damit einer Verwechslungsgefahr vorbeugen, die sich daraus ergeben könnte, dass beide Unternehmen im weitesten Sinne im Energiemarkt tätig sind. Die Unternehmen seien allerdings Spezialisten in unterschiedlichen Geschäftsfeldern und hätten einen hohen Bekanntheitsgrad für ihre Marke aufgebaut. Über eine pragmatische Einigung wollen sich beide Unternehmen die künftige Verwendung der etablierten Markennamen sichern und die komplementären Kompetenzen zur Zusammenarbeit nutzen.

Die ConEnergy AG mit Sitz in Essen bietet Unternehmen der Energiewirtschaft seit 1996 ein umfassendes Dienstleistungsangebot: Die Leistungen der Unternehmensberatung decken strategische, organisatorische und technische Fragestellungen ab. Der Branchenspezialist setzt gemeinsam mit seinen Klienten die erarbeiteten Maßnahmen um. Ergänzt werden diese Dienstleistungen durch eine Personalberatung, die nicht nur bei der Stellenbesetzung sondern auch bei klassischen Personalthemen unterstützt. Gemeinsam mit der Messe Essen veranstaltet die ConEnergy AG die internationale Fachmesse „E-world energy & water. Seit Anfang 2001 betreibt die ConEnergy AG in einer Tochtergesellschaft das Internetportal „EnerGate“, welches neben Nachrichten maßgeschneiderte Informationen für Kunden bereitstellt.

Die Hambuger Conergy AG ist Systemanbieter für erneuerbare Energien in Europa. Ihr Schwerpunkt liegt in der Realisierung von Solarstrom- und Windkraftanlagen. Das 1998 gegründete Unternehmen fungiert dabei als Holding. Die operativen Aufgaben werden in Tochtergesellschaften ausgeführt. Zur Unternehmensgruppe gehören die voltwerk AG (Stuttgart), die SunTechnics Solartechnik GmbH (Hamburg), die AET GmbH (Sulzbach-Neuweiler), die Conergy Systems GmbH (Dahlewitz), die Conergy Rainwater GmbH (Rosengarten) und die Conergy Electronics GmbH (Hamburg). Die Tochterunternehmen decken von der Produktentwicklung, über die Fertigung, den Groß- und Einzelhandel, die Projektierung von Großanlagen bis hin zur schlüsselfertigen Errichtung von Anlagen die Breite des Marktes ab.

24.10.2002   Quelle: ConEnergy AG; Conergy AG

 

EnBW: CIS-Solarstromanlage mit 50 kWp in Betrieb

Seit der Einweihung einer CIS-Photovoltaikanlage mit 50 Kilowatt Leistung auf dem Schulzentrum in Marbach/Neckar wird seit Anfang Oktober erstmals Strom in nennenswerter Größenordnung mit Dünnschicht-Solartechnologie erzeugt.   Das berichtet die EnBW AG in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen habe Entwicklung der so genannten CIS-Dünnschicht-Solarmodule seit Jahren begleitet und mit über fünf Millionen Euro durch die EnBW Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg gefördert.

Mit der CIS-Technologie werden Photovoltaikmodule hergestellt, deren lichtempfindliche Schicht nur wenige Mikrometer dick ist. Diese Schicht besteht aus den photoelektrisch aktiven Materialien Kupfer, Indium und Selen (CuInSe 2), die auf einfaches Fensterglas aufgetragen werden. CIS steht als Abkürzung für diese Elemente. Entwickelt wurde die CIS-Dünnschicht-Technologie vom Institut für physikalische Elektronik der Universität Stuttgart und dem Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung (ZSW) in Stuttgart. Die Forschungsergebnisse des ZSW mündeten 2000 in den Aufbau der Pilotfertigung durch die Würth Solar GmbH & Co. KG in Marbach, einem Gemeinschaftsunternehmen der Würth Gruppe, der EnBW und des ZSW.

Die aktive Beteiligung der EnBW an der Entwicklung dieser vielversprechenden Energietechnik reihe sich ein in eine bereits langjährige Tradition des Unternehmens in der Photovoltaik. Seit dem Aufkommen dieser Technik vor einem Jahrzehnt untersucht die EnBW das Langzeitverhalten von Photovoltaikmodulen, um ihre Kunden kompetent zu beraten. Das Unternehmen betreibt darüber hinaus 29 eigene Anlagen mit einer Leistung von 197 Kilowatt in seinem Netz.

24.10.2002   Quelle: EnBW AG

 

S.A.G. Solarstrom AG steigert Umsatz um 224%

Die Freiburger S.A.G. Solarstrom AG schloss das abgelaufene Geschäftsjahr (1.5.2001-30.04.2002) mit einem kräftigen Umsatzplus in Höhe von 224% ab.   Das Jahresergebnis liege bei einem Verlust von 4 Millionen Euro, verursacht durch die Rückabwicklung der im vergangenen Jahr auf Grund eines Formfehlers stornierten Kapitalerhöhung, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Über die anhängige Schadensersatzklage in Höhe von 5 Millionen Euro liege noch kein Urteil vor. Insgesamt investierte die S.A.G. Solarstrom AG nach eigenen Angeben im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 5 Millionen Euro in den Ausbau des bestehenden solaren Kraftwerkparks. Mit rund 4 Megawatt Leistung besitzt die S.A.G. Solarstrom AG nach eigenen Angaben in Deutschland, der Schweiz und in Österreich die jeweils größten solaren Kraftwerkparks. Hierdurch erziele die S.A.G. Solarstrom AG langfristig gesicherte Einnahmen von jährlich ca. 1,9 Millionen Euro. Im laufenden Rumpfgeschäftsjahr (1.5.2002 - 31.12.2002) werde das Unternehmen mit einem Plus von 70 % sein bestes Ergebnis seit Bestehen erzielen.

Das abgelaufene Geschäftsjahr sei für die S.A.G. Solarstrom AG durch zentrale Ereignisse geprägt: Stornierte Kapitalerhöhung, wirtschaftliche Talfahrt in Deutschland, Einbruch des Solarmarktes. Die hieraus resultierenden massiven Umstrukturierungen und die Neuausrichtung seien nahezu in Rekordzeit umgesetzt worden: Aus- und Aufbau der Geschäftsfelder Energie, Projektierung und Installation, Handel, wettergestützte Energieüberwachung und -prognose sowie Dienstleistungen. Ziel der Maßnahmen war, neben den langfristig gesicherten auch kurz- und mittelfristige Umsätze zu erzielen sowie den Anteil förderunabhängiger Umsätze zu erhöhen. Parallel zum Aufbau der S.A.G. -Gruppe seien Maßnahmen zur sukzessiven Kostensenkung ergriffen worden, die den Erfolg der Neuausrichtung belegen. Das aktuelle Ergebnis liege Ende September bei nur knapp Minus 0,26 Millionen Euro.

Seit der Bundestagswahl steige die Nachfrage nach den S.A.G-Angeboten wieder. Damit erhöhe sich die Chance auf ein erstmals ausgeglichenes Ergebnis. Hinzu komme, dass die seit dem Frühjahr eingeleiteten Sparmaßnahmen greifen. So wurden die Personalkosten am Freiburger Standort um 24,5 % und die Verwaltungskosten um 43,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesenkt. Bis Ende 2003 sollen die Strukturkosten um weitere 40% gesenkt werden. Erfolgreiche neue Projekte wie der erste „Solarstrompark Oberrhein“ würden dazu beitragen, dass die S.A.G. Solarstrom AG entgegen dem Trend in der Branche derzeit eine Ergebnissteigerung um rund 70 % aufweise. Die positive Entwicklung zeige sich auch im Vertrauen der Aktionäre. Als einziges deutsches solares Wertpapier weise die Solar-Aktie einen Kurs aus, der dem ursprünglichen Ausgabewert entspricht. Um die positive Entwicklung weiter voranzutreiben und die Führung der S.A.G. Solarstrom AG zu stärken, hat der Aufsichtrat zum 24.10.2002 Dieter Zein als Finanzvorstand berufen. Die Verwaltung der S.A.G. Solarstrom AG hat den Termin für die nächste Hauptversammlung auf den 17. Dezember 2002 festgelegt. Veranstaltungsort ist das Konzerthaus Freiburg.

23.10.2002   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG

 

Plambeck erweitert Produktpalette um Solarthermie

Mit der Plambeck Neue Energien Solar-Technik GmbH dehnt die Plambeck Neue Energien AG ihr Arbeitsfeld auf die Solarwärmenutzung aus.   Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Seit Juli 2002 gehört das Altlußheimer Unternehmen, ehemals S.E.T. Solar Energie-Technik GmbH, zu 100 % zur Plambeck AG. In der Solarthermie-Branche zählt S.E.T. zu den Pionieren der ersten Stunde und hat laut Plambeck bis heute die Technologieführerschaft inne, die durch zahlreiche Patente belegt ist. Mit herausragenden Absorber-Produkten sowie der langjährigen Erfahrung in der Kollektorherstellung will die Geschäftsführung den Marktanteil als Systemlieferant für Sonnenkollektoren und Absorber konsequent weiter ausbauen.

Die Plambeck Neue Energien Solar-Technik GmbH kann mit derzeit rund 30 Mitarbeitern im Einschichtbetrieb jährlich bis zu 12.000 Kollektoreinheiten produzieren und bis zu 120.000 Quadratmeter Absorber herstellen. Ende September 2002 wurde ein neuer Laser in Betrieb genommen. In Altlußheim können nun zwei Technologien für perfekte Schweißverbindungen eingesetzt werden: das ELDOR Plasmaschweißen ( für Kupferverbindungen) und das Laserschweißen (für Kupfer-, Aluminium-, Edelstahl-, Stahlverbindungen oder Kombinationsverbindungen aus diesen Werkstoffen). Für Umwelt und Verwender ergebe sich aus der verbesserten Laserschweißtechnologie ein großer Vorteil, da perfekte Schweißnähte mit ihrer stoffschlüssigen Verbindung zwischen Rohr und Blech einen idealen Wärmeübergang erlauben; dadurch sei eine über Jahrzehnte maximale gleichbleibende Kollektorleistung, frei von jeglichen kritischen Ausgasungsprozessen, garantiert. Dies gewährleiste ebenso die über die gesamte Lebensdauer geforderte Wirtschaftlichkeit.

Trotz schwierigem Marktumfeld rechnet die Plambeck Neue Energien Solar-Technik GmbH für 2003 mit einer Verdopplung des Umsatzes im Bereich Kollektoren und einer Verdreifachung im Bereich Absorber auf zusammen rund 10 Millionen Euro. Das Wachstum basiere insbesondere auch auf den über Jahrzehnten gewachsenen internationalen Kontakten, die nun durch die Integration in die Muttergesellschaft Plambeck Neue Energien AG zusätzlich an Bedeutung gewännen. Damit rücke das Unternehmen in die Spitzengruppe der Systemlieferanten im Kollektor- und Absorberbereich. Im September habe das Unternehmen den größten Einzelauftrag in seiner über 25-jährigen Geschichte erhalten. Eine der OPEC nahestehende Organisation will Kollektorkomponenten erwerben, um eine eigene Solarthermie-Industrie aufbauen zu können, die letztendlich zur Einsparung von Erdöl führen soll. Das Auftragsvolumen beläuft sich laut Plambeck Neue Energien Solar-Technik GmbH auf 300.000 Euro.

23.10.2002   Quelle: Plambeck Neue Energien Solar-Technik GmbH

 

Klimagipfel in Neu Delhi: Weichenstellung für nächste Verpflichtungsperiode

Fast hundert Staaten haben mittlerweile das Kyoto-Protokoll ratifiziert, nur noch die Ratifizierung Russlands fehlt zu seinem Inkrafttreten, berichtet die Nord-Süd-Initiative GERMANWATCH auf ihren Internetseiten.   Die russische Regierung habe angekündigt, dass sie in den nächsten Monaten diesen Schritt gehen wolle. Vom 23.10. bis 1.11.2002 findet die Vertragsstaatenkonferenz der UN-Klimarahmenkonvention und die 17. Sitzung der Nebenorgane in Neu Delhi (Indien) statt. Auf dem Klimagipfel rücken laut GERMANWATCH zwei Aufgaben in den Vordergrund: Einerseits die Umsetzung des Kyoto-Protokolls und andererseits das Einleiten der nächsten Schritte auf internationaler Ebene.

Auf dem Klimagipfel in Neu Delhi soll, so GERMANWATCH, eine wichtige Weichenstellung erfolgen: Es müsse ein klares Mandat für die Verhandlungen der nächsten Verpflichtungsperiode (2013-2017) gegeben werden. Nach Jahren, in denen die Klimaverhandlungen immer detaillierter und oft nur noch für Fachleute nachvollziehbar geworden seien, gerieten nun wieder die großen Linien der Debatte in den Brennpunkt. Gegenstand der Beratung ist unter anderem, in welchem Ausmaß die Industrieländer mittelfristig Emissionsminderungen vornehmen müssen, durch welche Anreize die USA und weitere Kyoto-Verweigerer-Staaten wieder in die internationalen Klimaschutzbestrebungen eingebunden werden können und inwiefern sich auch Länder des Südens am globalen Klimaschutz vermehrt beteiligen müssen.

23.10.2002   Quelle: GERMANWATCH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Deutsche Energie-Agentur und Mieterbund kooperieren für Klimaschutz

Die Privathaushalte hatten im Jahr 2000 einen Anteil von 28 % am Energieverbrauch in Deutschland und emittierten nach Angaben des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) zirka 114 Millionen Tonnen CO2. Durch effiziente Energienutzung könnte ein großer Teil dieser Emissionen eingespart werden.  Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und der Deutsche Mieterbund (DMB) informieren im Rahmen einer neuen Kooperation, wie insbesondere Mieterinnen und Mieter die CO2-Emissionen ihres Haushalts reduzieren und so das Klima schützen können.

Mit der Oktober-Ausgabe der Verbandszeitschrift "MieterZeitung" erhalten die Mitglieder des DMB die Broschüre "Lasst uns das Klima retten - 25 einfache Energiespartipps für zuhause und unterwegs" der dena-Kampagne Aktion Klimaschutz mit konkreten Ratschlägen, wie das Klima durch Energiesparen geschützt werden kann. "Viele Verbraucherinnen und Verbraucher glauben, dass Energiesparmaßnahmen grundsätzlich nur für Wohnungseigentümer interessant sind. Dabei haben auch Mieterinnen und Mieter zahlreiche Möglichkeiten, Energie zu sparen und so das Klima zu schützen" erklärt Kristina Steenbock, Geschäftsführerin der dena. "Vor allen Dingen durch energiebewusstes Heizen kann zum Klimaschutz beigetragen werden. Und das macht sich natürlich auch auf der Heizkostenrechnung positiv bemerkbar", sagt Frau Steenbock.

Energieverbrauch und Klimaschutz sind keine neuen Themen für den Deutschen Mieterbund, der als Dachverband 350 regionale Mietervereine und damit die Interessen von fast drei Millionen zur Miete wohnenden Bundesbürgerinnen und -bürger vertritt. " Wir helfen Mietern bei der Überprüfung ihrer Heizkostenabrechnung und setzten uns dafür ein, dass sie mehr Informationen über den energetischen Zustand ihrer Wohnung erhalten. Es ist selbstverständlich, dass wir Mieter auch aufklären, wie sie Energie sparen können, wie sie gleichzeitig so das Klima schützen und die Kosten senken ", so Franz-Georg Rips, Direktor des Deutschen Mieterbundes, zur Zusammenarbeit mit der Deutschen Energie-Agentur. Die Kooperation der dena mit dem Deutschen Mieterbund umfasst eine gemeinsame und gezielte Informationsvermittlung. In fünf aufeinander folgenden Ausgaben wird die Aktion Klimaschutz" in der MieterZeitung Energiespar-Tipps geben, die ganz speziell auf den Informationsbedarf von Mieterinnen und Mietern ausgerichtet sind und mit Preisrätseln unterhaltsam aufgearbeitet werden.

Weitere Informationen zur Klimaschutzkampagne sowie Tipps für den Alltag gibt es unter http://www.aktion-klimaschutz.de. Dort kann auch die Klimaschutz-Broschüre heruntergeladen werden.

22.10.2002   Quelle: dena
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Wasserstoff ab 2003 an öffentlicher Tankstelle in Berlin

Aral plant 2003 in Berlin die Eröffnung der ersten öffentlichen Wasserstoff-Straßentankstelle der Welt.  "Dieses Projekt markiert einen wichtigen Fortschritt auf dem Weg zur Einführung des alternativen Energieträgers Wasserstoff. Denn es wird in bedeutender Weise zur Klärung offener technischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Fragen beitragen," erklärte Bernd Nierhauve, Leiter der Aral Kraftstoffforschung, anlässlich der Wasserstoff Expo in Hamburg und des f-cell-Forums in Stuttgart. Aral will die Wasserstoff-Tankstelle auf einem Gelände am Berliner Messedamm realisieren. Die Station ist Teil der Clean Energy Partnership (CEP), einem Projekt von Aral, BMW, BVG, DaimlerChrysler, Ford, GHW, Linde, MAN und Opel. Ziel der CEP ist es, die Alltagstauglichkeit von Wasserstoff zu erproben. Die Partnerschaft entstand im Rahmen der Verkehrswirtschaftlichen Energiestrategie (VES), die von Wirtschaftsunternehmen und der Bundesregierung 1998 ins Leben gerufen wurde, um eine Strategie zur Markteinführung eines zukunftsfähigen, alternativen Kraftstoffes zu erarbeiten.

"Langfristig gesehen, hat sich Wasserstoff als die zukunftsfähigste Lösung herausgestellt, um Treibhausgase zu reduzieren und Nachhaltigkeit zu garantieren", sagte Nierhauve in Hamburg. "Der politisch-strategische Hauptvorteil von Wasserstoff liegt darin, dass Wasserstoff sehr flexibel und mit großem Potential regenerativ hergestellt werden kann. Hierdurch können CO2-Emissionen langfristig deutlich vermindert werden." Aral vertritt ferner die Meinung, dass die Wasserstofftechnologie und deren Anwendung im Verkehr ein hohes Innovationspotential und damit auch neue Wachstumsfelder für den Wirtschaftsstandort Deutschland bieten. "Unter Berücksichtigung relevanter Aspekte wie der Verringerung der CO2-Emissionen kommen als Primärenergien für die Wasserstofferzeugung im Grunde nur regenerative Energiequellen in Frage", erklärte Nierhauve. Da die Wasserkraftpotenziale in Deutschland und Europa weitgehend ausgeschöpft seien, hätten Windkraft und Biomasse als Primärenergiequellen besondere Bedeutung. Dabei biete Windkraft mittelfristig das größte erschließbare Potenzial.

Im Hinblick auf den Investitionsbedarf für den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur für den Verkehrssektor (Primärenergie-Bereitstellung, Kraftstofferzeugung, Kraftstoffverteilung, Tankstellen) erläuterte Nierhauve verschiedene von der Initiative Verkehrswirtschaftliche Energiestrategie (VES) entwickelte Szenarien. So untersuchten die VES-Experten, ob in 2010 ein Marktanteil am gesamten Kraftstoffverbrauch des deutschen Straßenverkehrs von 2,5 Prozent und 2020 von 15 Prozent erreicht werden könnte. Je nachdem, ob in Zukunft 50 oder 100 Prozent des benötigten Wasserstoffs aus erneuerbaren Primärenergiequellen produziert würden, rechne die VES mit einem Investitionsbedarf für den Aufbau einer Wasserstoff- und Tankstelleninfrastruktur im Zeitraum von 2007 bis 2020 zwischen 43 und 100 Milliarden Euro.

22.10.2002   Quelle: Aral AG & Co. KG

 

Französische Atomenergiebehörde unterstützt Projekt zu Kunststoff-Solarzellen

Das Commissariat à l'énergie atomique (CEA) beteiligt sich am Projekt "Photovoltaische Solarzellen aus Kunststoff" (CSPVP: "Cellules Solaires Photovoltaïques Plastiques"). Ziel des Vorhabens ist, die Produktivität dieser Lösung im Vergleich zu den aktuellen Silizium-Technologien aufzuzeigen, berichtet die CEA in einer Pressemitteilung.  Dabei gehe es um einen Wirkungsgrad von 5% und eine Lebenszeit von 5000 Stunden. Aufgaben des CEA sind die Grundlagenforschung, die industrielle Integration der Technologie und die Koordinierung des Projektes. In diesem Rahmen gibt es Partnerschaften mit Universitäten (Paris VI, Limoges und mit der Linzer Universität für polymere Technologie in Österreich), dem Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS in Pau und Angers), der Agence de l’Environnement et de la Maitrise de l’Energie (ADEME) sowie einen Beitrag von TotalFinaElf. Das Budget des Projektes belaufe sich auf 10 Millionen Euro. Das Programm, welches im Juli 2002 angelaufen ist, soll über vier Jahre gehen und besteht aus zwei Etappen: Von 2002 bis 2004 sollen Materialstudien durchgeführt werden, um eine Standard-Methode zu entwickeln. Nach 2004 liegt das Hauptaugenmerk auf der industriellen Entwicklung.

22.10.2002   Quelle: CEA-Technologies; Wissenschaft-Frankreich (Französische Botschaften in Deutschland und Österreich)

 

Passivhaustage NRW: Energiebewusster Umgang mit Ressourcen setzt sich durch

Durch die Energieeinsparverordnung (EnEV), die seit dem 1.
Februar 2002 gilt, wird sich der bewusste Umgang mit Ressourcen sowohl bei Neubauten als auch bei Altbauten durchsetzen.
  Das ist das Fazit der Veranstaltungsreihe „Neues Bauen für das Land - Passivhaustage NRW“ des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein Westfalen, der Energieagentur NRW und der LBS Westdeutsche Landesbausparkasse. Vom 12. bis zum 18.10.2002 fanden Tagungen in den fünf Regierungsbezirken des Landes statt.

Vom Erfolg der Veranstaltungen zeigten sich Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW, und Rainer Schäfer, Vorstandsmitglied der LBS Westdeutsche Landesbank, überzeugt. "Wir haben die Tagungen ganz bewusst abseits der großen Zentren in der vermeintlichen Provinz organisiert", erklärten sie unisono. Die Verantwortung für die Umwelt sei gerade in ländlich strukturierten Regionen stark ausgeprägt. "Entsprechend größer ist hier die Bereitschaft, sich auf die Passivhausbauweise einzulassen", so Hüttenhölscher und Schäfer. Allerdings werde noch einige Zeit vergehen, bis sich alle an die neue energetische Bewertung von Gebäuden gewöhnt hätten, doch am Ende seien Kostenersparnisse und geringere Umweltbelastung durch Reduzierung der CO2-Emission die erwünschten Effekte, fasste Dr. Hüttenhölscher zusammen und prognostizierte: "Zum Passivhaus gibt es über kurz oder lang aus ökologischer und auch aus ökonomischer Sicht keine Alternative."

22.10.2002   Quelle: Energieagentur NRW

 

Windkraft-Branche auf dem Weg zu einem neuen Rekordjahr

Im dritten Quartal 2002 hat die Windenergie-Branche weltweit mit neuen Meilensteinen auf sich aufmerksam gemacht.   So wurde in Dänemark rund 15 Kilometer vor der Nordseeküste bei Esbjerg der weltweit größte Offshore-Windpark mit einer Gesamtleistung von 160 Megawatt (MW) errichtet. Seit Ende Juli erzeugen die ersten der insgesamt 80 Zwei-MW-Maschinen vom Typ Vestas V80 im Windpark „Horns Rev“ sauberen Strom auf dem Meer. Der zweite Meilenstein: Im August errichtete die Enercon GmbH in Egeln bei Magdeburg die weltweit größte Windturbine: Die getriebelose E-112 mit einem Rotordurchmesser von 112 Metern hat eine Nennleistung von 4,5 MW und wird in den nächsten Wochen mit der Stromproduktion beginnen. Das berichtet der Bundesverband WindEnergie (BWE) in einer Pressemitteilung.

Auch die Aufstellungszahlen in Deutschland können sich laut BWE erneut sehen lassen, nachdem Anfang August die 10.000-Megawatt-Schwelle überschritten worden ist: In den ersten neun Monaten des Jahres wurden 1.377 Windräder mit einer Gesamtleistung von 1.888,8 Megawatt (MW) neu errichtet. Gemessen an dem Zubau im gleichen Zeitraum des bisherigen Rekordjahres 2001 (1.399 MW von Januar bis September) bedeuten die knapp 1.900 MW des Jahres 2002 einen Zuwachs um rund 35 Prozent.

Ende September 2002 waren bundesweit rund 12.800 Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 10.650 MW installiert, das sind über 20 Prozent mehr als Ende des vergangenen Jahres. "Mit der zurzeit installierten Leistung lassen sich in einem normalen Windjahr rund vier Prozent des deutschen Stromverbrauchs decken", betont Dr. Peter Ahmels, Präsident des BWE. Der mit über 13.000 Mitgliedern bundesweit größte Windkraft-Verband erwartet für dieses Jahr wiederum einen neuen Aufstellungsrekord. „Den Vorjahreswert von 2.659 Megawatt wird die Branche in diesem Jahr sicher überbieten. Wir rechnen mit rund 3.000 Megawatt für das Jahr 2002“, blickt Ahmels optimistisch nach vorne. Bis zum Jahr 2010 erwartet der BWE eine installierte Windkraft-Leistung von über 22.500 MW in Deutschland, darunter auch die ersten Offshore-Projekte. „Mit geringen Einsparungen im Stromverbrauch kämen wir dann auf einen Anteil der Windkraft an der Stromerzeugung von rund zehn Prozent“, so Ahmels weiter.

21.10.2002   Quelle: BWE

 

ISE-Forum: Solarenergienutzung im Nichtwohnungsbau

»Energieeffizienz und Solarenergienutzung im Nichtwohnungsbau – Das Konzept Schlanke Gebäude« ist das Thema des zweiten Fraunhofer Forums Südlicher Oberrhein am 18. November 2002.   Referent ist Dr. Karsten Voss, Leiter der Gruppe Solares
Bauen am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. Das Fraunhofer-Forum soll der regionalen Wirtschaft die Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen der Freiburger Fraunhofer-Institute näher bringen. Gemeinsam mit der IHK Südlicher Oberrhein startete das ISE im Juli diese Veranstaltungsreihe, die dem Mittelstand im Rahmen regelmäßiger Präsentationen anwendungsorientierter Forschung Impulse für nachhaltige Produkte und Produktionsweisen geben soll.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Diskussion über das so genannte Sick Building Syndrome und steigende Energiekosten stellt das ISE die Frage nach den Alternativen zu hoch technisierten Gebäuden. Aktuelle Modellprojekte geben Antworten auf die Frage, wie eine langfristig hohe Nutzungsqualität mit geringem Energieverbrauch erreicht werden kann. Vorhaben aus dem Förderkonzept »SolarBau« des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), an dem das ISE mitwirkt, zeigen beispielhafte Bauten mit besonders niedrigem Energieverbrauch. Ihr Erfolgsrezept ist die Kombination aus Arbeitsplätzen mit viel und vor allem angenehmem Tageslicht, mit passiver sommerlicher Kühlung, einem zeitgemäßen Wärmeschutz und einer zukunftsfähigen Energieversorgung. Konsequent von Beginn an geplant, unterscheiden sich die Baukosten nicht von marktüblichen Baupreisen.

»Schlanke Gebäude« schaffen mit ihrem niedrigen Energieverbrauch ideale Voraussetzungen für eine solare Energieversorgung, unterstreicht das ISE: Unter dem Motto »Licht aus Licht« gelinge es bereits mit einer 1 m² großen Solarstromanlage den elektrischen Energiebedarf des Kunstlichts für einen 10 m² großen Büroarbeitsplatz im Jahresmittel zu decken. Gebaute Beispiele aus dem Förderprogramm des BMWi zeigen Gebäude, die bis zu 40% des gesamten jährlichen Energieeinsatzes für Heizung, Lüftung, Kühlung und Beleuchtung durch solare Eigenstromerzeugung ausgleichen. Mit dem Einsatz von Biomasse wie Holz oder Rapsöl als Energiequelle werden erste Gebäude erstellt, die in der Jahresbilanz zu 100% über erneuerbare Energie versorgt werden.

Das Fraunhofer Forum Südlicher Oberrhein findet statt am 18. November 2002 um 17 Uhr im Sitzungssaal der IHK Südlicher Oberrhein, Freiburg. Anmeldung bei der IHK Südlicher Oberrhein, Tel. +49 (0) 7 61 38 58-2 61, Fax +49 (0) 7 61 38 58-2 66;
E-Mail: schindler@freiburg.ihk.de;

weitere Informationen: Fraunhofer ISE, Presse und Public Relations Tel. +49 (0) 7 61/45 88-51 50, Fax +49 (0) 7 61/45 88-93 42;
E-Mail: info@ise.fhg.de.

21.10.2002   Quelle: Fraunhofer ISE

 

Brennstoffzellenbatterie „Replacer 21“ ausgezeichnet

Brennstoffzellenbatterie „Replacer 21“

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) erhielt im Rahmen des Wettbewerbs um den „f-Cell -Award“ den Sonderpreis des Landes Baden-Württemberg im Wettbewerb Innovationspreis Brennstoffzelle 2002. Preisgekrönt wurde der im DLR-Institut für Technische Thermodynamik (ITT) entwickelte Batterieersatz „Replacer 21“.   Wie die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart als Ausrichter des Wettbewerbs in einer Presseinformation mitteilte, zeichnet sich das prämierte System durch die Vorteile geringes Gewicht, geringer Pflegeaufwand, keine Selbstentladung, geringstmögliche Wiederaufladezeit sowie Betrieb ohne umweltschädliche Chemikalien aus. Der Preis wurde anlässlich des 2. f-Cell-Forums für Produzenten und Anwender am 14. Oktober 2002 in Stuttgart verliehen. Die Arbeiten zur Brennstoffzellen-Systemtechnik des DLR bauen auf dem systemtechnischen Know-how auf, welches das DLR im solaren Wasserstoffprojekt HYSOLAR erworben hat. Herausragendes Ergebnis waren Auslegung, Errichtung und erfolgreicher Betrieb einer solar betriebenen 350 kW- Elektrolyse-Anlage in Riad, Saudi-Arabien. Mit dieser Erfahrung hat das DLR seit 1995 PEFC-Brennstoffzellensysteme bis 12 kW für portable, stationäre und mobile Anwendungen entwickelt. Eingesetzt werden Brennstoffzellenblöcke der Firma Nuvera, Mailand, mit der seit mehreren Jahren eine Zusammenarbeit besteht.
(Bild: Brennstoffzellenbatterie „Replacer 21“)

Das prämierte 200 Watt-Brennstoffzellensystem 'Replacer 21' ist gekennzeichnet durch ein sehr einfaches Systemkonzept, die ausschließliche Verwendung von Serienteilen der Automobil-, Elektronik- und verfahrenstechnischen Industrie sowie integrierte, schnell auswechselbare Wasserstoffhydridspeicher. Es liefert Gleichspannung von 12Volt oder 230 Volt Wechselspannung. Die Speicherkapazität beträgt bis 153 Amperestunden (12V). Das Systemkonzept ist laut DLR bis 500 Watt skalierbar. Damit sei der „Replacer 21“ sehr gut geeignet für die tragbare Energieversorgungen im Leistungsbereich bis1 Kilowatt, speziell für den Freizeitbereich (Wohnmobile, Boote, Camping), für Signaleinrichtungen, Telekommunikation, Alarmanlagen, Kleinfahrzeuge und generell für den Einsatz als Energieversorgung in abgelegenen Gebieten. Die DLR-Arbeiten zur Brennstoffzellentechnik umfassen zusätzlich zur Entwicklung des „Replacer 21“ folgende Gebiete: Im Bereich der Membran-Brennstoffzelle steht die kostengünstige Herstellung von Zellen im Mittelpunkt, für die ein patentiertes, massenproduktionstaugliches Verfahren in Trockensprüh- und Walztechnik entwickelt wurde. Bei der Hochtemperatur-Brennstoffzelle (SOFC) arbeitet das DLR an einer Stromversorgungseinheit für das Bordnetz von Automobilen und Flugzeugen. Bei Fahrzeugen konzentrieren sich die Arbeiten auf den Aufbau eines Konzeptfahrzeugs mit Brennstoffzellenantrieb.

21.10.2002   Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Bildquelle: DLR

 

Energiebilanzen 1990 bis 2001 im Internet

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) hat die Auswertungstabellen zur Energiebilanz für die Jahre 1990 bis 2001 fertiggestellt.   Die Tabellen können einzeln oder als Gesamtdatei abgerufen werden unter der Adresse http://www.ag-energiebilanzen.de, Rubrik "Daten/Presse". Nach den Tabellen der AGEB lag der Primärenergieverbrauch in Deutschland im Jahr 2001 mit 496,9 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE ) um zirka 2,4 % unter dem Wert des Jahres 1990 (508,9 Mio. t SKE). Die Stromproduktion aus Wasser- und Windkraftanlagen wuchs im Bezugszeitraum um über 50 %; die Windenergie ging seit 1995 in die Energiebilanzen ein. Der Anteil von Wind und Wasser an der Primärenergiegewinnung im Inland stieg von 0,9 % im Jahr 1990 auf 3,0 % in 2001. Die „sonstigen Energieträger“; dazu zählt vor allem die Biomasse, unter anderem aber auch die Photovoltaik, erhöhten ihren Anteil von 2% auf knapp 9%.



21.10.2002   Quelle: AGEB

 

Stuttgart: Tagung zu Klein- und Mini-Blockheizkraftwerken

Die effiziente Nutzung fossiler und erneuerbarer Energieträger in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ist zentraler Bestandteil einer nachhaltigen Energieversorgung. Zunehmend rücken dabei Mini-Blockheizkraftwerke (BHKW) ins Blickfeld, die ein sehr breites Anwendungsspektrum bis hinunter zum Einfamilienhaus abdecken.   Ihre Entwicklung und Markenteinführung wird auf Bundes- und Landesebene unterstützt. Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg veranstaltet am 24.10.2002 in Stuttgart eine Tagung zum Thema „Motor - Stirling - Mikrogasturbine - Brennstoffzellen“, auf der namhafte Experten und Vertretern der MiniBHKW-Hersteller praxisnahe Fragen beantwortet werden. Die Veranstaltung richtet sich an Handwerker und Planer, aber auch an potenzielle Betreiber und Nutzer von Mini-Blockheizkraftwerken.

Erstmalig wird der Öffentlichkeit ein neues Mikro-Stirling-BHKW präsentiert. Genauso wie das größere Stirling-BHKW der Firma Solo Kleinmotoren GmbH wird es in Baden-Württemberg entwickelt und produziert. Für das Mikro-Stirling-BHKW ist eine Serienfertigung von über 1000 Einheiten pro Jahr geplant. Die Tagung ist kostenlos und findet am 24. Oktober 2002 im Stuttgarter Haus der Wirtschaft statt. Zu der Veranstaltung und der begleitenden Ausstellung werden weit über 300 Teilnehmer erwartet. Weitere Informationen, eine Liste der Vorträge und das Anmeldeformular erhalten Interessierte im Internet unter http://www.bhkw-info.de oder direkt beim Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW); Dipl.-Ing. (FH) Friedhelm Steinborn, Heßbrühlstr. 21c, 70565 Stuttgart,
Tel.: 0711 / 78 70 209

18.10.2002   Quelle: ZSW
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Bezahlbare solare Kraftwerke kommen

Teststrang eines Parabolrinnenkollektors auf der Plataforma Solar in Almería.

In den nächsten Jahren wird über die neue Kraftwerksgeneration in Deutschland entschieden. Der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) zeigte auf seiner Jahrestagung am 14./15. Oktober an der Hochschule für Technik (HfT) in Stuttgart, dass mit solaren Kraftwerken erneuerbare Energien bereits in naher Zukunft das Rückgrat einer nachhaltigen Energieversorgung zu erschwinglichen Preisen bilden können.   Aus Sicht des FVS ist in den nächsten Jahren eine Verdoppelung der bisherigen Fördermittel für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten notwendig, wenn die erneuerbaren Energien zu einer tragenden Säule der Stromversorgung in Deutschland werden sollen. Die Jahrestagung des FVS habe gezeigt, dass große Kraftwerke auf der Basis erneuerbarer Energien einen hohen Reifegrad erreicht haben, erklärte der FVS in einer Pressemitteilung Die Institute des ForschungsVerbunds Sonnenenergie haben auf der Jahrestagung 2002 die neuesten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten präsentiert: neue Technologien und Komponenten für solarthermische Kraftwerke, System- und Kommunikationstechniken für die Vernetzung einer großen Anzahl von dezentralen Anlagen sowie die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Offshore-Windtechnik und photovoltaischer Großanlagen. Das Kostensenkungspotenzial solarer Kraftwerke sei bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Durch Forschung und technologische Weiterentwicklungen könnten die Kosten noch bedeutend gesenkt werden. (Im Bild: Teststrang eines Parabolrinnenkollektors auf der Plataforma Solar in Almería.)

Die wirtschaftlich und umwelttechnisch attraktivste Möglichkeit zur Herstellung von Strom aus Solarenergie sind, so der FVS, bereits heute solarthermische Kraftwerke in sonnenreichen Regionen. Sie entsprechen technisch weitgehend konventionellen Kraftwerken, wobei jedoch die Hochtemperaturwärme nicht durch CO2-erzeugende fossile Brennstoffe, sondern durch Solarkollektoren bereitgestellt wird. Dabei konzentrieren die Kollektoren das direkte Sonnenlicht mit Hilfe von Spiegeln und erzeugen damit Temperaturen von 400°C bis über 1000°C. Die ersten europäischen solarthermischen Kraftwerke mit 50-100 MW Leistung sollen in den nächsten Jahren in Spanien errichtet werden und dort Strom für etwa 14 Eurocent pro Kilowattstunde erzeugen. Der FVS geht davon aus, dass sich die Gestehungskosten für solarthermisch erzeugten Strom innerhalb der nächsten 10-15 Jahre auf etwa 5 Cent pro Kilowattstunde senken lassen. In Zukunft könnten die dezentralen Kraftwerke zur Nutzung erneuerbarer Energien mit Informations- und Kommunikationstechniken zu einem Netzverbund – einem sogenannten verteilten oder „virtuellen“ Kraftwerk – zusammengeschlossen werden. Der Vorteil bestehe darin, dass die erneuerbaren Energiequellen dort genutzt werden, wo sie besonders ergiebig sind und im energetischen Verbund optimal in die Energieversorgung integriert werden können.

18.10.2002   Quelle: FVS
Bildquelle: PSA / DLR

 

Klimadaten des Deutschen Wetterdienstes ab 2003 im Internet

Auf Drängen des Bundes der Energieverbraucher e.V. wird der Deutsche Wetterdienst die monatlichen „Gradtagszahlen“ von zirka 25 repräsentativen Wetterstationen ins Internet stellen.   Dies teilte die Verbraucherorganisation in einer Presseerklärung mit. Interessierte Haushalte können damit ab März 2003 einen witterungsbereinigten Vergleich des Wärmeverbrauchs anstellen. Die Gradtagszahl (GTZ, gemessen in Kelvin pro Tag) wird als Differenz der mittleren Tagestemperatur und der Referenztemperatur von 20 C° ermittelt, wobei nur Außentemperaturen unter der so genannten Heizgrenztemperatur von 15 C° berücksichtigt werden. Über die Relation von GTZ und Energieverbrauch können Haushalte feststellen, ob sie viel oder wenig Heizenergie verbrauchen. Der Bund der Energieverbraucher hatte sich Anfang Oktober in einem Schreiben an den Deutschen Wetterdienst gewandt und für eine kostenlose Einsicht in die Klimadaten plädiert. Die Senkung des Heizenergieverbrauchs, vorrangiges Ziel der deutschen Umweltpolitik, sei nur über die Kontrolle des aktuellen Verbrauchs von Privathaushalten möglich.

18.10.2002   Quelle: Bund der Energieverbraucher e.V.

 

Phönix SonnenStrom AG spendet Inselanlage für Togo

Eine netzunabhängige Solarstromanlage wird künftig den Medikamentenkühlschrank einer Krankenstation in einem ländlichen Gebiet des afrikanischen Staates Togo mit Energie versorgen.   Das solare Inselsystem besteht aus einem Photovoltaikmodul, zwei wartungsfreien Akkus und einem Laderegler. „Es ist uns eine Freude, mit dieser Spende eine medizinische Grundversorgung in einer Krankenstation sicherstellen zu können und somit bessere Lebensumstände für die Bevölkerung mit zu gestalten“, so Anka Leiner von der Phönix SonnenStrom AG in Sulzemoos.

Die Spende ist Teil des Entwicklungshilfeprojekts „SONNENKOLLEKTE, das initiiert wurde von Foli Koué Kankoué-Aho, (Ingenieurbüro CATAT; Togo) und Thomas Nagel (Kommunikationsbüro karacho; Nürnberg). Die SONNENKOLLEKTE sammelt derzeit Sachspenden mit einem Gesamtwert von 52.000 Euro, um sieben Krankenstationen in ländlichen Gebieten Togos mit Solaranlagen zur Medikamentenkühlung, Beleuchtung und Warmwasserversorgung auszustatten. Im Hamburger Überseehafen sollen die Spenden dann in einen Container verladen und etwa drei Wochen später von Herrn Kankoué-Aho vor Ort in Empfang genommen und installiert werden. Für die Wartung der Solaranlagen will CATAT Personal direkt in den Dörfern schulen.

Das gesamte Projekt wird als Hilfe zur Selbsthilfe von Menschen aus Togo umgesetzt. Das Vorhaben steht unter der Schirmherrschaft des Fernsehjournalisten Dr. Franz Alt sowie von Prof. Dr. Franz Nuscheler, dem Direktor des Instituts für Entwicklung und Frieden (INEF) an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg. Auch die Bonner SolarWorld AG beteiligt sich an dem Entwicklungsprojekt: das Unternehmen stellt Ingenieuren in Togo kostenlos Solarmodule für Inselanlagen zur Verfügung.

18.10.2002   Quelle: Phönix SonnenStrom AG

 

1 Million Dächer-Programm: SFV widerspricht UVS

Um den Ausbau der Photovoltaik voranzubringen, seien keine neuen Programme erforderlich; auch nicht die Weiterführung des 100.000 Dächer-Programms, das aus Steuermitteln finanziert wird, erwidert der Solarenergie-Förderverein (Aachen) auf die Pressemitteilung der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen.  In seiner „Politmail“ kritisiert der SFV, das 100.000 Dächer-Programm setze eine umständliche Mittelbeantragung voraus und habe sich in der Vergangenheit schon mehrfach als Hemmschuh erwiesen.

Der Solarenergie-Förderverein fordert stattdessen ausdrücklich eine einfache Lösung, die den „Förderdschungel“ beseitigen soll. Konkret nennt der SFV die Anhebung der Mindestvergütung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf eine Höhe, die einen wirtschaftlichen Betrieb der Photovoltaikanlagen zulasse, parallel dazu die Beendigung des 100.000 Dächer-Programms und außerdem die Einbeziehung aller Altanlagen in die zu verbessernde EEG-Regelung. Wer jetzt eine PV-Anlage errichte, müsse darauf vertrauen dürfen, dass er nach einer Gesetzesverbesserung nicht schlechter dastehe als derjenige, der noch abwarte. Andernfalls sei bis zum Inkrafttreten der Neuregelung mit erheblichen Auftragseinbußen im PV-Installationsgewerbe zu rechnen.

17.10.2002   Quelle: SFV
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Brennstoffzellen: Kostensenkung durch Kooperation

Dr. Rogg (links) und Tino Breithaupt bei Unterzeichnung des Abkommens

Nationale und internationale Zusammenarbeit beim Thema Brennstoffzelle wird immer wichtiger: Besonders die verzögerte Kostenreduktion bei Stacks (Brennstoffzellen-Stapel), Systemen und Peripherie motiviert Forschungseinrichtungen und Unternehmen, sich nach Kooperationspartnern umzusehen.   Eine gute Gelegenheit hierzu bot am 14. und 15. Oktober 2002 das „f-cell-Forum“ Brennstoffzelle im Stuttgarter Haus der Wirtschaft. Die Tagung und eine begleitende Messe erwiesen sich an den beiden Tagen als wichtige Kooperationsbörse. Die Chancen transatlantischer Zusammenarbeit wollen die Region Stuttgart und der US-Bundesstaat Michigan nutzen: Am15. 10. unterzeichneten der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS), Dr. Walter Rogg, und Tino Breithaupt, Managing Director der Michigan Economic Development Corporation, ein Abkommen, das die Zusammenarbeit bei der Markteinführung der Brennstoffzelle sowie den Austausch von Fachkräften und Wissenschaftlern vorsieht. (Bild: Dr. Rogg (links) und Tino Breithaupt bei Unterzeichnung des Abkommens).

Michigan habe mit der Automobilmetropole Detroit, einem hohen Anteil des produzierenden Sektors und zahlreichen wissenschaftlichen Einrichtungen eine vergleichbare Wirtschaftsstruktur wie die Region Stuttgart, sagte WRS Geschäftsführer Dr. Rogg. „Der Staat Michigan möchte mit der Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens die intensiven Beziehungen zu der Region Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg noch weiter vertiefen“ erklärte Breithaupt. Ein große Zahl der über 260 in Michigan ansässigen deutschen Unternehmen käme aus der Region Stuttgart. Die „NextEnergy“-Initiative Michigans biete eine ausgezeichnete Basis, die Bestrebungen beider Regionen in Bezug auf die Erforschung und Vermarktung von alternativen Energiequellen in konkrete Projekte umzusetzen. Eine der nächsten f-cell-Konferenzen könnte vielleicht in dem Ende 2003 fertigen NextEnergy Center nahe Detroit stattfinden. Für das Projekt NextEnergy hat der Staat Michigan 52 Millionen Dollar bereit gestellt.

Nach einem beträchtlichen „Brennstoffzellen-Hype“ (Phil Doren; Core Technology Ventures Ltd, London) charakterisiere ein „realistischer Optimismus“ die Akteure und Teilnehmer der Veranstaltung, fasste der Pressesprecher der WRS, Helmut Haag, die Stimmung der beiden Tage zusammen. Mit marktreifen Produkten, portabel, mobil oder stationär ist jedoch nicht so schnell zu rechnen: Die Hersteller Vaillant und Viessmann beispielsweise rechnen mit 4 – 5 Jahren bis zur Serienfertigung ihrer Brennstoffzellen-Heizgeräte für das Eigenheim; mit konventionellen Heizungsanlagen konkurrenzfähige Systempreise sind vor 2010 nicht in Aussicht. Dennoch sind Erfolge erkennbar: Die Kosten für das Vaillant-System hätten sich zwischen Januar 2000 und Juli 2002 mehr als halbiert, berichtete ein Vertreter des Unternehmens.

Mit dem f-cell-Forum 2002 hat die Region Stuttgart zum zweiten Mal ihre Kompetenz in puncto Brennstoffzelle unterstrichen. Mit Blick auf die globalen Wettbewerber USA und Japan scheinen europäische und transatlantische Kooperation dringend geboten, um die deutsche Spitzenstellung bei der Brennstoffzellentechnologie zu verteidigen. In Japan gibt der Staat pro Jahr immerhin rund 220 Millionen US-Dollar für Forschung und Entwicklung aus, in den USA sind es 210 Millionen und in den europäischen Ländern gerade mal 60 Millionen Dollar. Japan kann auf umfangreiche Praxiserfahrungen zurückgreifen: Dort sind bereits über 100 Brennstoffzellen-Kraftwerke in Betrieb, die zusammen über 60.000 Betriebsstunden hinter sich haben – und mit einer Zuverlässigkeit von 95 % arbeiten.

17.10.2002   Quelle: Eigener Bericht
Bildquelle: Solarserver

 

Beck Energy errichtet weltweit effektivste Dünnschicht-Photovoltaikanlage

55kWp Freilandanlage am Ortsrand von Kirchschönbach

Die nach Angaben des ausführenden Unternehmens wirksamste Dünnschicht-Solarstromanlage wird in dem Ort Kirchschönbach in Unterfranken in Betrieb gehen.   Ertragsgutachten bescheinigen der Anlage mit einem innovativen Wechselrichterkonzept eine Performance Ratio (Verhältnis von Nutzertrag und Sollertrag einer Anlage) von über 90 %. Gleichzeitig sei die von der Beck Energy GmbH mit Sitz in Volkach-Dimbach geplante und errichtete Freilandanlage mit zirka 900 Quadratmetern Modulfläche und einer Spitzenleistung von 55 Kilowatt auch die größte Dünnschicht-Solaranlage der Welt, berichtet Geschäftsführer Bernhard Beck.

Die Solarstromanlage auf einem landwirtschaftlichen Anwesen soll jährlich über 55.000 Kilowattstunden in das Stromnetz der Überlandzentrale Lülsfeld einspeisen. Der Bautyp der Anlage ist laut Bernhard Beck richtungweisend für die weitere Installation von Freifeld-Solaranlagen. Bei der Planung sei besonders auf die Belange des Naturschutzes eingegangen worden, betont Beck. Eine wesentliche Anforderung an das Projekt sei neben der ökologischen Stromerzeugung die Schaffung von Lebensraum und Rückzugsgebieten in einer industriell geprägten Agrarlandschaft. So habe die Beck Energy GmbH schon bei der Planung auf die geringst mögliche Bodenversiegelung Wert gelegt. Die konsequente Umsetzung führe unter den Modulen lediglich zu einer Bodenversiegelung für die Gesamtanlage in der Größe eines DIN A 4-Blattes.

Die Modulfelder seien für Wasser und Licht durchlässig gestaltet worden, damit ein sehr gutes Pflanzenwachstum sowie die damit verbundene Artenvielfalt unter der Konstruktion erreicht wird. Die in der Anlage eingesetzten ATF-Dünnschicht Module der Firma ANTEC Solar fügten sich auf Grund Ihres grünen Farbtons besser als die bisher allgemein verwendeten blauen Siliziummodule in die Natur ein, erläutert Beck. Zusätzlich zur besseren Optik wiesen die ATF-Module auch höhere Wirkungsgrade im Teillastbereich und nur marginale Verluste bei warmem Wetter auf. Dies unterscheide sie von Siliziummodulen, bewirke höhere Jahreserträge und damit auch einen deutlich höheren Gesamtwirkungsgrad.
Mit der bestmöglichen Integration der einzelnen Innovationen und eigenen Entwicklungen auf dem Gebiet der Team-Wechselrichterverschaltung setze die Beck Energy GmbH neue Maßstäbe beim Bau von Freiland-Solarstromanlagen, betont Bernhard Beck.


17.10.2002   Quelle: Beck Energy GmbH
Bildquelle: Beck Energy GmbH

 

UVS: Koalitionsvertrag ermöglicht 1 Million Solaranlagen

Bei erfolgreicher Umsetzung des rot-grünen Koalitionsvertrags wären nach Einschätzung der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) im Jahr 2006 in Deutschland über eine Million Solaranlagen in Betrieb.  Die von SPD und Grünen festgelegten Ziele erfordern nach Angaben der UVS den Bau von rund 500.000 neuen Solaranlagen innerhalb der nächsten vier Jahre. Die UVS begrüße dieses Ziel und den ebenfalls beschlossenen Wechsel der Zuständigkeit für erneuerbare Energien zum Umweltministerium, heißt es in einer Pressemitteilung der Unternehmensvereinigung. Der Einstieg in das Solarzeitalter und der Aufbau einer international führenden Solarindustrie werde damit abgesichert und unumkehrbar, meint UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig. Wichtigstes Signal für die deutsche Solarindustrie sei die bis zum Jahr 2006 beschlossene Verdoppelung der installierten Solarkollektorfläche auf rund 10 Millionen Quadratmeter.

Um die ehrgeizigen Ziele auch zu erreichen, müsse nun kurzfristig mit der Umsetzung eines „1 Million Dächer-Programms“ begonnen werden, so die Erwartungen der Solarunternehmer. Eine Weiterführung und Anpassung des 100.000 Dächer-Solarstrom-Programms und des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) sowie die Einleitung einer vergleichbaren Gesetzesinitiative für Solarwärme sei unverzichtbar.

„Wir begrüßen den neuen Solarminister. Jetzt wird die Energiewende endlich zur Chefsache“, kommentiert Körnig den Wechsel der Zuständigkeit für erneuerbare Energien aus dem Wirtschaftsministerium in das Ministerium von Jürgen Trittin. Um dieser Aufwertung Nachdruck zu verleihen, fordert die Branchenvereinigung eine Umbenennung des Umweltministeriums in ein „Ministerium für Umwelt, Klimaschutz und Erneuerbare Energien“ (bislang „Reaktorsicherheit“). Die UVS empfiehlt Verbrauchern, zum Schutz vor steigenden Öl- und Gaspreisen und weiteren Folgekosten der Klimaveränderung noch in diesem Jahr mit dem Bau einer Anlage zur Solarwärme- oder Solarstromproduktion zu beginnen; die nötigen Fördermittel stünden zur Verfügung.

17.10.2002   Quelle: UVS
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Koalitionsvereinbarungen: Rot-Grün bekräftigt Politik für „Erneuerbare“

Die rot-grüne Bundesregierung will den Kurs auf dem Weg ins Solarzeitalter halten. Die bisherigen, zum Teil weltweit einzigartigen Initiativen würden verstetigt, erklärten Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR und SPD-MdB, und Hans-Josef Fell, Vorsitzender von EUROSOLAR Deutschland und MdB von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, zum Ergebnis der Koalitionsverhandlungen.   Dies gelte sowohl für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), in dem der zeitliche Rahmen für Off-Shore-Windkraftanlagen ausgedehnt werden soll, als auch für eine Aufstockung des Marktanreizprogramms zu Gunsten erneuerbarer Energien.

Darüber hinaus fänden sich viele neue Initiativen in verschiedenen Kapiteln des Koalitionsvertrages, die Deutschlands Vorreiterrolle ausbauen würden, betonen Scheer und Fell. Als Beispiele nennen sie, dass die vorgesehene Gründung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) vorangetrieben werden soll, das vorgesehene Energieforschungsprogramm mit den Schwerpunkten erneuerbare Energien und Energie-Effizienz sowie die erstmalige Festlegung, dass es sich hierbei um Schlüsseltechnologien handelt. Außerdem weisen Scheer und Fell auf die Beendigung des EURATOM-Vertrages auf EU-Ebene und damit der europaweiten Privilegien der Atomenergie hin. Beide Politiker betonen auch die Beendigung der Atomforschung und damit der Fusionsforschung, die Entwicklung von alternativen Antriebssystemen, die Markteinführung von Null-Emissions-Fahrzeugen sowie die verstärkte Förderung der Energiegewinnung aus Biomasse, darunter speziell die Bio-Kraftstoffe.

Die neuen Initiativen entsprächen den Plänen von EUROSOLAR oder bauten – wie im Falle der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien – unmittelbar auf EUROSOLAR-Vorschlägen auf, heißt es in der EUROSOLAR-Pressemitteilung.

17.10.2002   Quelle: EUROSOLAR
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Leiter der Energieagentur NRW erhält Verdienstkreuz am Bande

Minister Ernst Schwanhold, Dr. Norbert Hüttenhölscher

Dr. Norbert Hüttenhölscher ist am 11.10.2002 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik ausgezeichnet worden.   Anlässlich der Ordensübergabe würdigte der Wirtschafts- und Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Ernst Schwanhold, die Verdienste Hüttenhölschers. Als Leiter der Energieagentur NRW habe er durch sein ungewöhnliches Engagement entscheidend dazu beigetragen, dass die rationelle, sparsame und umweltschonende Verwendung von Energie und die Nutzung von regenerativen Energiequellen in Deutschland den heutigen hohen Stellenwert besitzen. Es sei ihm gelungen, die Energieagentur von anfangs fünf Mitarbeitern auf heute 56 auszubauen. Die Agentur genieße hohes Ansehen in der Bundesrepublik Deutschland und auch in Europa, wie Besuche und Publikationen immer wieder belegten. (Im Bild: Minister Ernst Schwanhold (links), Dr. Norbert Hüttenhölscher)

Bereits Mitte der 70er bis Mitte der 80er Jahre entwickelte Dr. Hüttenhölscher an der Universität in Dortmund den "Dortmunder Sonnenofen", der geeignet ist, in den Entwicklungsländern die Sonnenenergie auch für handwerkliche und industrielle Zwecke zu nutzen. Im März 1990 wurde er zum Leiter der Energieagentur Nordrhein-Westfalen berufen, die im Oktober 2000 mit dem Deutschen Solarpreis 2000 ausgezeichnet wurde. Dr. Hüttenhölschers großes Fachwissen über rationelle Energieverwendung und die Nutzung unerschöpflicher Energiequellen gibt er in Vorträgen und Diskussionsrunden auch an benachbarte Staaten wie Polen und Tschechien weiter. Zuletzt nahm Dr. Hüttenhölscher im März 2001 an einer Konferenz in Kattowitz teil, um den polnischen Teilnehmern praktische Möglichkeiten der Energieeinsparung in kommunalen Gebäuden zu erläutern. Dr. Hüttenhölscher engagiert sich besonders im Bereich der internationalen Zusammenarbeit zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und der Woiwodschaft Schlesien. Durch sein Wirken hat er einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, die in Nordrhein-Westfalen vorhandenen Erfahrungen über Energieeinsparung und Energiepolitik in Polen zu präsentieren und in konkrete Projekte umzusetzen.

Darüber hinaus gibt Dr. Hüttenhölscher in diversen Gremien und Beiräten, beispielsweise in Handwerksorganisationen, sein Wissen und seine Erfahrungen weiter. So unterstützt er auch die Landesinitiative Zukunftsenergien der NRW-Landesregierung maßgeblich. Ferner ist er Leiter der Leitkommission "Energie" der "Regionale 2006". Jüngst wurde Dr. Hüttenhölscher in den Beirat der Deutschen Energie Agentur (dena) in Berlin berufen. Auch in Fachzeitschriften, Radio- und TV-Sendungen nimmt er zu Fragen aus den Bereichen Energie und Umwelt in Deutschland Stellung.

16.10.2002   Quelle: Energieagentur NRW
Bildquelle: Energieagentur NRW

 

Internationale Anlegermesse: voltwerk stellt erstmals Solar-Beteiligungen vor

Im Rahmen des neuen Themenparks "Grünes Geld" werden vom 7. bis 9. November in Düsseldorf die geschlossenen Solarfonds der Stuttgarter voltwerk AG vorgestellt.   Solarparks bieten privaten Investoren eine Rendite mit ökologischem Mehrwert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Dank des weltweit beispielhaften Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) rechne sich die Solarenergie auch in unseren Breitengraden. Die Stromvergütung wird durch einen Einspeisevertrag mit dem lokalen Energieversorger für die nächsten 20 Jahre gesichert.
Erst Mitte September hat die voltwerk AG Deutschlands größten Solarpark in der Gemeinde Sonnen bei Passau eingeweiht. Weitere Projekte in den Bereichen Solar- und Windkraft sind in Vorbereitung. Die voltwerk AG bietet seit 1998 unternehmerische Beteiligungen an Solar- und Windparks mit umfangreichen Sicherheitskonzepten. Für jede Anlage werde eine Betreibergesellschaft ("Beteiligungsfonds") in Form einer GmbH & Co. KG gegründet, erklärt die voltwerk AG. Dieser Gesellschaft können Kapitalanleger als Kommanditist beitreten und so von den Vorzügen einer unternehmerischen Beteiligung mit geringem Risiko profitieren. Über die Laufzeit des Projektes werde dabei eine attraktive Rendite erzielt. Darüber hinaus bietet die voltwerk AG auch komplette Windkraftanlagen im Megawattbereich schlüsselfertig an. Weitere Informationen erhalten Interessenten an dem voltwerk Messestand 3GG-4 auf der IAM (Halle 3).
Rund 120 Aussteller aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien, den Niederlanden und Russland präsentieren auf Europas wichtigster Anlegermesse ihre Produkte und Dienstleistungen. Die großen Wertpapierbörsen wie Frankfurt, Düsseldorf sind ebenso vertreten wie börsenorientierte Aktiengesellschaften, Banken, Fondsanbieter, Versicherungsgesellschaften, Börseninformationsdienste oder Fachpublikationen. Geöffnet ist die IAM von Donnerstag, den 7. November, bis Samstag, 9. November, täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr. Das Tagesticket kostet 14 Euro; Schüler/Studenten zahlen 8 Euro.

16.10.2002   Quelle: Conergy Group

 

„FAKTOR VIER“ geht online

Der Internet-Auftritt der Forschungsstelle FAKTOR VIER am Wuppertal Institut hat ein neues Gesicht. Zentrales Element sind die neuen FAKTOR VIER-Praxisbeispiele als Weiterentwicklung der Ideen des gleichnamigen Buches von Ernst Ulrich von Weizsäcker und Amory und Hunter Lovins.   Außerdem bieten die erweiterten Seiten aktuelle Informationen zur Arbeit der Forschungsstelle.

Zu den Projekten der Forschungsstelle zählen unter anderem eine Studie zur Übertragbarkeit europäischer Konzepte über Stoffströme und Energiepolitik auf die japanische Nachhaltigkeitspolitik; eine Untersuchung über den Einsatz von Leuchtdioden zur Allgemeinbeleuchtung; die Forschung über Schmutz abweisende Oberflächen mit dem so genannten Lotus-Effekt und Arbeiten zur Biomasse als Energieträger. Letztere beschäftigen sich mit Chinaschilf als Energielieferant und weiteren Nutzungsmöglichkeiten. Das bis zu 4 Meter hohe Chinaschilf (Miscanthus) produziert mehr Biomasse als jede andere Pflanze auf der Welt. Miscanthus ist aber nicht nur als Energierohstoff nutzbar: In jüngster Zeit werden auch seine hervorragenden Eigenschaften als Werkstoff entdeckt und eingesetzt, unter anderem als Estrich, Wandbaustoff, Dämmstoff, Verpackung, Verbundstoff sowie abbaubarer Kunststoff.

FAKTOR VIER im Internet: http://www.wupperinst.org/FaktorVier

16.10.2002   Quelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

 

EU-Parlament beschließt Richtlinie zum Emissionshandel

Das Europäische Parlament hat am 10. Oktober 2002 eine verbindliche Richtlinie zum Handel mit Emissionszertifikaten beschlossen, berichtet der österreichische EU-Abgeordnete Hans Kronberger.   „Es ist erfreulich, dass sich die Mehrheit der EU-Parlamentarier für ein für die Mitgliedsstaaten verpflichtendes Emissionshandelssystem entschieden hat. Damit ist eine wesentlich höhere Effizienz des Emissionshandels gewährleistet, eine freiwillige Beteiligung der Mitgliedsstaaten hätte wohl kaum zu einer Verbesserung der kritischen Treibhausgassituation geführt“, kommentiert Kronberger den Beschluss.

In seiner Rede habe er darauf hingewiesen, dass Maßnahmen zum Klimaschutz gegenüber den Folgeschäden, die in der Zukunft behoben werden müssten, nur einen Bruchteil der Kosten verursachten. Kronberger weiter:“ Die Emissionshandelsrichtlinie führt dazu, dass Treibhausgase in einzelnen Bereichen reduziert werden und leistet damit einen Beitrag zur Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll. Dabei werden Treibhausgase in jenen Sektoren, Unternehmen und Produktionsprozessen verringert, wo dies am kostengünstigsten ist. Die beschlossene EU-Emissionshandelsrichtlinie ist ein Schritt in die richtige Richtung, darüber hinaus muss aber weiterhin am Umstieg in eine erneuerbare Energiezukunft und an der Verwirklichung der Energieeffizienzziele gearbeitet werden“, so Hans Kronberger abschließend.

15.10.2002   Quelle: Dr. Hans Kronberger, MdEP
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

ThyssenKrupp nimmt 50 kW-Photovoltaikfassade in Betrieb

Am 10. Oktober 2002 hat die ThyssenKrupp Stahl AG das größte Solartec-Projekt Europas offiziell eingeweiht.   Die Solarstromanlage bildet die Fassade einer Warmbandspaltanlage im Werk Duisburg-Beekcerwerth. In die nach einem Entwurf des Farbdesigner Friedrich Ernst von Garnier in Grüntönen gehaltene Stahlblech-Fassade sind wellenförmig angeordnete, dunkelblau bis violett gefärbte Solartec-Dünnschichtmodule aus nanokristallinem Silizium integriert. Den musikalischen Rahmen des Festakts lieferten Mitglieder des United World Philharmonic Youth Orchestra , eine Formation junger Musiker, die sich, unterstützt vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), seit der Klimakonferenz im Jahr 1999 für erneuerbare Energien engagiert. Ihr Jazz-Ensemble setzte die von Farbdesigner von Garnier betonten ästhetischen Dimensionen der Fassade in einen musikalischen Kontext. (Im Bild ThyssenKrupp Bausysteme -Geschäftsführer Ullrich Finger, dritter von rechts, mit den Musikern).


Von Garnier beschrieb die PV-Fassade als „gebaute Öffentlichkeitsarbeit“ und „Ökologie für das Auge“. „Dieser Bau hier ist eines der Beispiele für die inzwischen zahlreichen Neuanfänge, mit denen der Konzern ThyssenKrupp Stahl der Welt in Zukunft auf eine ganz andere Art begegnen wird, da ist nicht nur Rhythmus, sondern da ist auch die Farbe – Musik für das Auge – ein ganz wichtiger Bestandteil“, erläuterte von Garnier sein Konzept der Landschaftsintergration im Industriebau.

Dr. Jost A. Massenberg, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp Stahl AG, unterstrich die Bedeutung der Solartec-Bauelemente für den Konzern: „Die farbig gestalteten Bauten sind ein klassisches Alleinstellungsmerkmal für ThyssenKrupp Stahl – sie sind glaubwürdige Beispiele für das Potenzial, das in Stahl steckt“, sagte er bei der Einweihung. Mit der gelungenen Symbiose von Stahl und Solartechnik leiste ThyssenKrupp Stahl Pionierarbeit bei der Nutzung der Photovoltaik, hob Dr. Massenberg hervor. „Solarenergie ist aus meiner Sicht die alternative Energieform mit dem größten Potzenzial. Dies ist ein Beitrag zur Ressourcenschonung, die im Rahmen der Diskussion über Umweltschutz und Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt“, so der Vorstandsvorsitzende des Konzerns.

Dr. Ullrich Finger, Chef der ThyssenKrupp Bausysteme GmbH, führte aus, Solartec-Bauelemente und das Stahlfarbigkeitskonzept ReflectionsOne® böten neue Möglichkeiten, eine Photovoltaikanlage in Architektur und Baubudget zu integrieren und unter anderem dem Vorurteil zu begegnen, Solarstrom sei zu teuer: „Wenn Gebäude neu errichtet oder renoviert werden, dann können speziell mit Thyssen-Solartec®die Kosten für Fassade beziehungsweise Dachfläche eingespart werden, denn der Vorteil dieses Systems besteht ja unter anderem darin, dass wir mit der Photovoltaik quasi kostenlos die Fassade bzw. die Dachfläche mitliefern, Genau diese Voraussetzung lag auch hier bei der Warmbandspaltanlage vor“, sagte Finger.

Die Fassade ist Anlage des Monats: anlage.html

15.10.2002   Quelle: Eigener Bericht
Bildquelle: Solarserver

 

SolarWorld AG intensiviert weltweiten Export von Solarstromtechnik

Die Bonner SolarWorld AG will ihr internationales Geschäft forcieren. Nachdem sich das Unternehmen bisher beim Vertrieb von Solarstromanlagen vor allem auf den stark wachsenden deutschen Markt konzentriert hatte, verstärke die SolarWorld AG nun den weltweiten Export von Solarstromanlagen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Zu den Zielmärkten zählen weltweit jene Regionen, die einen hohen Bedarf an hochwertiger photovoltaischer Technologie haben. In Europa zielt das Exportengagement der SolarWorld AG auf die Staaten, die ähnlich wie in Deutschland Förderungen zur Installation von Solarstromanlagen anbieten. Hierzu zählen Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich und Spanien.

Das Engagement erstreckt sich aber auch auf eine Reihe von Schwellen- und Entwicklungsländern, die in weiten Teilen der ländlichen Gebiete über kein eigenes Stromnetz verfügen. Hier werde die Solarstromtechnik zukünftig von zentraler Bedeutung sein. Photovoltaik-Anlagen fern von zentralen Stromnetzen – so genannte Insellösungen - seien ein unverzichtbarer Eckpfeiler für die Grundversorgung der Menschen außerhalb der Wohlstandsregionen der nördlichen Welthalbkugel. In den armen Regionen der Welt wie beispielsweise in Afrika gibt es zumeist Sonnenenergie im Überfluss.

In diesem Zusammenhang engagiert sich die SolarWorld AG auch als Sponsor für ein Entwicklungsprojekt in Togo. In dem westafrikanischen Land sollen die Gesundheitszentren von 7 Dörfern mit eigenen PV-Anlagen ausgestattet werden. Die SolarWorld AG stellt den einheimischen Ingenieuren Solarmodule für die Inselanlagen kostenfrei zur Verfügung. Das gesamte Projekt wird als Hilfe zur Selbsthilfe von Menschen aus Togo umgesetzt. Das Vorhaben steht unter der Schirmherrschaft des Fernsehjournalisten Dr. Franz Alt sowie von Prof. Dr. Franz Nuscheler, dem Direktor des Instituts für Entwicklung und Frieden (INEF) an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg. Um die Bedeutung der Photovoltaik für eine friedliche und gerechte Welt zu verdeutlichen, bat der Vorstandsvorsitzende der SolarWorld AG, Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, am Rande der PV-Messe in Rom um eine Audienz mit Papst Johannes Paul II im Vatikan. Dabei überreichte der SolarWorld-CEO dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche als Symbol der Bewahrung von Schöpfung und Frieden eine Solarzelle aus der neuen Solarfabrik in Freiberg.

15.10.2002   Quelle: SolarWorld AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

SunTechnics errichtet größte Dünnfilm-Solarstromanlage der Schweiz

Die Grund- und Hauptschule Looren in Maur bei Zürich liefert ab sofort umweltfreundlichen Solarstrom. Im Auftrag der Gemeinde hat die SunTechnics Fabrisolar AG aus Küsnacht auf dem Dach der Sporthalle die größte Dünnfilm-Photovoltaik-Anlage der Schweiz installiert.  Auf einer Fläche von über 300 Quadratmetern sammelt die Anlage das einfallende Sonnenlicht und wandelt es direkt in elektrischen Strom um - geräuschlos und umweltfreundlich. Über 34.000 Kilowattstunden emissionsfreien Sonnenstrom soll sie jährlich in das öffentliche Netz einspeisen und könnte damit zehn Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgen. Darüber hinaus werde durch den Betrieb der Anlage im Vergleich zur Stromerzeugung in Kohlekraftwerken jedes Jahr der Ausstoß von rund 34 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid vermieden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "Photovoltaik ist die Zukunftstechnologie des 21. Jahrhunderts. Mit der Anlage lernen die Schülerinnen und Schüler schon früh die Bedeutung der Solarenergie für den Klimaschutz kennen", erklärt Sylvère Leu, Geschäftsführer der SunTechnics Fabrisolar.

Die Ingenieure der SunTechnics Fabrisolar entschieden sich bei diesem Projekt für den Einsatz moderner Dünnfilm-Tripelzellen. Diese Technologie habe im Vergleich zu herkömmlichen Zellen den Vorteil, dass sie temperaturunabhängig sei und an warmen Sommertagen nicht an Leistung verliere. Das amorphe Silizium der Tripelzellen sei darüber hinaus vor allem im sichtbaren Strahlungsspektrum empfindlich und produziere selbst bei Nebel, Regen oder bedecktem Himmel zuverlässig Strom. Dadurch erzeugten sie bis zu 15 Prozent mehr Energie. Auch in der Energiebilanz hätten Tripelzellen im Vergleich die Nase vorn: Zu ihrer Herstellung benötige man 20 Mal weniger Energie, was die Energie-Rücklaufzeit deutlich reduziere.

Mit dem Projekt hat die SunTechnics Fabrisolar eine Ausschreibung der Gemeinde Maur gewonnen. Das Dach der Sporthalle verträgt kaum zusätzliches Gewicht, was eine besondere Herausforderung für die Ingenieure darstellte. Die Anlage musste demnach extrem leicht sein und trotzdem wind- und wetterfest. Für die Befestigung der Module entwickelten die Photovoltaik-Spezialisten aus Küsnacht eine besondere Traggestelltechnik aus Chromstahl-Wannen. Zur Beschwerung der Wannen wurde der auf dem Dach vorhandenen Kies genutzt. "Mit diesem System haben wir eine Möglichkeit geschaffen, auch auf statisch optimierten Gebäuden Solarstrom-Anlagen einfach und optisch anspruchsvoll zu installieren", freut sich Sylvère Leu.

14.10.2002   Quelle: Conergy Group
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Wuppertal-Studie zur Energie-Effizienz im Strom- und Gasmarkt

Wenn es darum geht Energiekosten zu senken, denken die Verbraucher meist an den Dumpingwettbewerb der Stromanbieter. Nicht so das Wuppertal Institut: „Energieeinsparung durch effizientere Geräte, Anlagen und Gebäude bringt uns auf Dauer mehr Geld in die Kasse als der Wettbewerb um billige Kilowattstunden“, betont Dr. Kora Kristof, Leiterin der Abteilung Energie des Instituts.   „Zudem bringt Energieeffizienz Arbeitsplätze, erhöht die Sicherheit unserer Energieversorgung und entlastet die Umwelt.“

Mit seiner neuen Studie „Die vergessene Säule der Energiepolitik“ macht das Institut der Bundesregierung Vorschläge, wie sie die Energieeffizienz im liberalisierten Strom- und Gasmarkt in Deutschland erfolgreich fördern kann. Die Wissenschaftler halten es für erforderlich, dass auch die Energieunternehmen vom Gewinn durch Energieeffizienz profitieren können. Nur dann könne die Energiewirtschaft Energiesparen als neues Geschäftsfeld etablieren, heißt es in einer Pressemitteilung des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Die Studie biete eine Fülle konkreter Anregungen zur Umsetzung für Politik und Energiewirtschaft.

Seit der Marktöffnung bei Strom und Gas habe die Bundesregierung große Schritte bei der Förderung der erneuerbaren Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung unternommen. Die enormen Potenziale der Energieeffizienz lägen dagegen noch weitgehend brach. Gerade hier seien aber die größten Schätze verborgen. „Wenn Energieunternehmen und andere Marktakteure die Verbraucher und die Wirtschaft aktiv beim Energiesparen unterstützen, können bis 2010 rund 35 Millionen Tonnen Kohlendioxid zusätzlich eingespart werden. Das bringt uns überdies einen Gewinn von knapp 20 Milliarden Euro für die Volkswirtschaft. Davon profitieren Haushalte, Unternehmen und, nicht zu vergessen, das Klima“, erläutert Stefan Thomas, Projektleiter am Wuppertal Institut.

Die 81 Seiten starke Studie kann bestellt werden unter 0202/2492-109 oder per Einsendung eines mit 1.53 Euro frankierten Rückumschlags an das Wuppertal Institut; Abteilung Energie; Döppersberg 19; 42103 Wuppertal. Sie ist auch als Download (PDF; 971 KB) erhältlich unter http://www2.wupperinst.org/energieeffizienz/pdf/Energieeffizienz.pdf.

14.10.2002   Quelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

 

Schonfrist für veraltete Heizkessel endet am 1. November

Rund 440 000 Besitzern veralteter Heizkessel bleiben nur noch wenige Wochen Zeit, um ihre alte Anlage den gesetzlichen Anforderungen anzupassen.   Ab dem 1. November 2002 müssen alle vom Schornsteinfeger beanstandeten Kessel die neuen Grenzwerte für Abgasverluste nach der Bundes-Immissions-Schutzordnung (BImSCHV) einhalten. Je nach Größe der Anlage darf dann der Abgasverlust neun bis elf Prozent nicht überschreiten. Die Experten vom Heizungshandwerk gehen davon aus, dass sich die meisten der veralteten Anlagen nicht mehr sanieren lassen. Sie müssen vielmehr durch moderne Heizkessel ersetzt werden.

Das Sonderheft "Heizen & Sparen", das die HUSS-MEDIEN GmbH jetzt an die Kioske gebracht hat, hilft Wohnungs- und Eigenheimbesitzern bei der Suche nach einer geeigneten neuen Heizung. Umfassende Marktübersichten vergleichen Preise und Leistungen von 70 Gas- und Ölheizkesseln und nennen die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Brennstoffe. Auch wer den steigenden Energiekosten in den nächsten Jahren vorbeugen möchte und zumindest einen Teil seiner neuen Heizung auf die Nutzung alternativer Energien abstellen will, findet in dem Sonderheft "Heizen & Sparen" hilfreiche Marktvergleiche. 24 Solaranlagen, 16 Holzpelletskessel und 6 Wärmepumpen werden ausführlich mit Wort, Bild und Preis vorgestellt. Ein ausführlicher Beitrag über innovative Design-Heizkörper sowie Wand- und Fußbodenheizungen rundet das Heft ab.

Das Heft "Heizen & Sparen" kostet 3,90 Euro und ist ab sofort in allen gut sortierten Kiosken und Presseshops erhältlich oder direkt zu bestellen im Verlag Bauwesen Fax:030/42 151 232 oder über www.h-u-w.de.

14.10.2002   Quelle: www.presseportal.de

 

Baden-Württemberg fordert EEG-Novellierung für Wasserkraft

Walter Döring, Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Baden Württembergs, hat die rot-grüne Bundesregierung erneut zu einer Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) aufgefordert. „Das Verdoppelungsziel bei der Nutzung erneuerbarer Energien erreichen wir bis zum Jahr 2010 nur, wenn wir parallel zur Förderung der Forschung und Markteinführung gleichzeitig auch unnötige rechtliche Hürden beiseite schaffen“, begründete Döring.   „Dies gilt besonders für die große Wasserkraft.“ Wie der Minister erläuterte, haben das Stromeinspeisungsgesetz aus dem Jahr 1990 sowie die Nachfolgeregelung des gegenwärtig geltenden EEG mit den darin enthaltenen garantierten Mindestvergütungen zwar wesentlich dazu beigetragen, dass in Deutschland der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion deutlich erhöht werden konnte. Dennoch sehe das Land weiteren Handlungsbedarf. Sollte der Bund untätig bleiben, fordert Döring eine Bundesratsinitiative des Landes zur Änderung des EEG.

Döring: „Kurzfristig besteht insbesondere die Notwendigkeit, auch die große Wasserkraft unabhängig von einer Leistungsgrenze in die Förderung nach dem EEG einzubeziehen. In Baden-Württemberg besteht ein bedeutendes Ausbaupotenzial insbesondere an den großen Flüssen Neckar und Rhein. Allein der Neubau des Wasserkraftwerks Rheinfelden würde zu einer Verminderung des CO2-Ausstoßes um 600.000 Tonnen pro Jahr führen. Auf Grund des harten Preiswettbewerbs auf dem Strommarkt und der zunächst hohen Investitionskosten rechnet sich jedoch der Aus- und Neubau größerer Wasserkraftwerke oft nicht mehr für die Betreiber. Deshalb ist eine Ausweitung der Förderung nach dem EEG dringend notwendig. Mit der derzeitigen Förderbegrenzung auf Wasserkraftanlagen bis zu 5 MW benachteiligt das EEG die große Wasserkraft ohne sachlichen Grund. Dies zeigt sich insbesondere im Vergleich mit Windkraftanlagen, für die keine entsprechende Obergrenze bei der Förderung besteht.“ Nach Dörings Angaben werden heute 7,7 Prozent des in Baden-Württemberg verbrauchten Stroms aus Wasserkraft erzeugt. Durch die Realisierung von vier großen Ausbauvorhaben am Rhein ließe sich die Stromproduktion der großen Wasserkraftanlagen von 3,4 Mrd. kWh/Jahr um 1,2 Mrd. kWh/a auf 4,6 Mrd. kWh/Jahr steigern.

Das bedeutendste Ausbauvorhaben ist nach Dörings Worten der Neubau des Kraftwerks Rheinfelden. Wenn es gelinge, dieses Vorhaben zu realisieren, dann erzeuge allein dieses Wasserkraftwerk so viel Strom, wie die zirka 1000 in Baden-Württemberg vorhandenen kleinen Wasserkraftanlagen zusammen (Gesamtleistung der kleinen Wasserkraft in Baden-Württemberg 120 MW, Neubau Rheinfelden 116 MW).
Welchen großen Sprung die Wasserkraftnutzung in Baden-Württemberg mit Neu-Rheinfelden machen könnte, werde auch an einem anderen Beispiel deutlich. Döring: „Mit unserem Förderprogramm zugunsten der kleinen Wasserkraft ist es uns gelungen, 289 Anlagen entweder neu zu errichten oder grundlegend zu sanieren. Mit den 289 Anlagen konnten wir jedoch gerade ein Sechstel der Leistung (14,5 MW) hinzugewinnen, die uns Neu-Rheinfelden brächte.“ Mit Neu-Rheinfelden würde der Anteil der erneuerbaren Energienträger an der Stromerzeugung in Baden-Württemberg mit einem Schlag um 560 Millionen kWh pro Jahr gesteigert. Das wäre rund das zehnfache dessen, was im Jahr 2000 mit Photovoltaik und Windkraft im Land produziert worden ist, errechnete Döring.

14.10.2002   Quelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg

 

Photovoltaik-Nachfrage auf Vorjahrsniveau

Die Nachfrage nach Solarstromanlagen entspricht in diesem Jahr den Werten des Jahres 2001.   Das berichtet der Deutsche Fachverband Solarenergie (DFS) auf der Grundlage der Zahlen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm. Die Nachfrage, die sich in den Anträgen auf zinsgünstige Solarkredite ausdrückt, entspricht mit 51,9 Megawatt Spitzenleistung (MWp) dem Wert des Vorjahres (52,0 MWp).

Im September 2002 wurden im 100.000 Dächer-Programm Kredite für 1.809 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 9,8 MWp bewilligt. Dies liege zwar deutlich über der bewilligten Leistung von 7,1 MWp im Vorjahr, gleiche aber nur den schlechten Augustwert mit 6,0 MWp aus, heißt es in einer Presseerklärung des DFS. Im Zweimonatsvergleich (August und September) lag die Bewilligung für 2001 mit 16,4 MWp etwas über dem Wert von 2002 mit 15,9 MWp. Im Gesamtjahresvergleich bis einschließlich September lagen die Bewilligungen im Vorjahr mit 54,3 MWp ebenfalls knapp über dem Wert des laufenden Jahres von 51,1 MWp. Da viele Photovoltaik-Unternehmen von einem schlechteren Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr berichteten, geht der DFS in diesem Jahr von einer größeren Zeitspanne zwischen der Bewilligung und der Realisierung der Solarstromanlagen aus.

11.10.2002   Quelle: DFS

 

REpower Systems AG steigert Gesamtleistung um 61 Prozent

Die Hamburger REpower Systems AG, eines der führenden Unternehmen der Windenergiebranche, weist im ersten Halbjahr 2002 eine Gesamtleistung von 75,3 Millionen Euro gegenüber 46,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum aus. Damit erzielte REpower in den ersten sechs Monaten 2002 eine Steigerung um 61 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2001, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Die Gesamtleistung des ersten Halbjahres 2002 entspreche rund einem Drittel der erwarteten Gesamtjahresleistung, so dass REpower voll im Plan liege, das geplante Wachstum von über 50 Prozent für das laufende Geschäftsjahr zu realisieren. Der Auftragsbestand konnte nach Angaben der REpower AG mit einer Gesamtnennleistung von 250,5 Megawatt zum 30. Juni 2002 im Vergleich zu 70,8 Megawatt am 30. Juni 2001 erheblich gesteigert werden. Im ersten Halbjahr 2002 hat die REpower Systems AG 48 Windenergieanlagen gegenüber 38 Anlagen im Vorjahreszeitraum installiert. Dies entspricht einer Steigerungsrate von 26 Prozent. Der Trend zu den Anlagen der Multimegawatt-Klasse wurde im ersten Halbjahr 2002 erneut bestätigt: Von den 48 errichteten Anlagen wurden 41 Anlagen der 1,5 Megawatt-Klasse vom Typ REpower MD 70/77 errichtet.

Das für 2002 angestrebte Wachstum sei durch den derzeitigen Auftrags- und Projektstand gedeckt, erklärt das Unternehmen. Der Auftragsbestand weise Ende Juni 2002 Kaufverträge über Windenergieanlagen mit einer Gesamtnennleistung von 250,5 MW aus. Dies entspreche einem Volumen von rund 211,8 Millionen Euro. Diese Anlagen sollen im zweiten Halbjahr 2002 und im Jahr 2003 errichtet werden. Darüber hinaus erwartet die konsolidierte Beteiligungsgesellschaft Denker & Wulf AG, im Jahr 2002 weitere Projekte mit insgesamt 50 Windenergieanlagen (ca. 70 Megawatt) realisieren zu können. Auf Grund des zyklischen Geschäftes in der Windindustrie würden die Anlagen schwerpunktmäßig zum Ende des Geschäftsjahres errichtet; so habe die REpower Systems AG in den letzten zwei Jahren über 50 Prozent ihres Gesamtumsatzes im damit entscheidenden vierten Quartal realisiert. REpower liege auf Basis des Auftragsbestandes und der bis dato realisierten Projekte für das laufende Geschäftsjahr voll im Plan. "Vor dem Hintergrund der sehr guten Auftragslage blicken wir der Umsetzung unseres Wachstumsziels von über 50 Prozent sehr positiv entgegen", kommentiert REpower Finanzvorstand Jens-Peter Stöhr die Aussichten für das Gesamtgeschäftsjahr 2002. "Die erwartete Steigerung bei der Gesamtleistung wird sich auch bei der geplanten Steigerung des Ergebnisses zum Ende des Geschäftsjahres niederschlagen", so Jens-Peter Stöhr.

11.10.2002   Quelle: REpower Systems AG

 

Großes Interesse der Kommunen am Solarstrompark Oberrhein

Der von der S.A.G. Solarstrom AG initiierte „Solarstrompark Oberrhein“ hat große Nachfrage bei den Gemeinden im Land ausgelöst, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Bereits 20 Kommunen hätten Interesse für die nächsten Solarstromparks angemeldet.   Die Städte Lahr und Lörrach sowie Bad Krozingen erhielten jetzt den Zuschlag für den nächsten Solarstrompark. Sie werden jeweils ein Dach für den Bau eines Solarkraftwerks zur Verfügung stellen. Derzeit werden die 238 Anteile des ersten Bürgerbeteiligungsangebots „Solarstrompark Oberrhein“ angeboten. "Es ist ein Angebot an die Menschen, die Ihren persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten und damit auch Geld verdienen möchten", so Dr. Harald Schützeichel, Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG.

Durch die garantierten Einspeisevergütungen und die staatlichen Fördermittel erwirtschafte der Solarstrompark 20 Jahre lang eine Rendite von 4,29 Prozent, verspricht die S.A.G. Solarst4rom AG. Das bedeute, aus einem Beteiligungsbetrag in Höhe von 1.000 Euro würden 2.019 Euro. Die Anteile seien jederzeit übertragbar, zum Beispiel an Kinder und Enkel. Bereits eine Beteiligung mit 1.000 Euro entspreche rechnerisch 50 Prozent des Stromverbrauchs einer Person. Mit 2.000 Euro werde der Strombedarf einer Person rechnerisch zu 100 Prozent gedeckt. Noch in diesem Herbst sollen fünf Solarkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 160 Kilowatt (kWp) ans Netz gehen. Für Ende Oktober ist der Bau des ersten Solarkraftwerks geplant. Partner des ersten Solarstromparks Oberrhein sind die Stadt Ettenheim und Unternehmen aus der Region.

11.10.2002   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG

 

Solarthemen-Redaktion legt Entwurf für „Regeneratives Wärmegesetz“ vor

Der rot-grüne Koalitionsvertrag werde sehr wahrscheinlich die Forderung nach einem "Regenerativen Wärmegesetz" enthalten, berichtet die Zeitschrift Solarthemen in ihrer Ausgabe vom 10. Oktober. Doch noch sei keineswegs klar umrissen, welche Ziele und gesetzlichen Regeln das programmatische Schlagwort mit Inhalt füllen sollen, heißt es in einer Pressemitteilung des Fachinformationsdienstes Solarthemen. Bis ein „Regenerative-Wärme-Gesetz“ in Kraft treten kann, werde einige Zeit verstreichen. Im Moment diskutiere ein Expertenkreis mögliche Lösungen. Einen Beitrag hierzu wollen die Solarthemen leisten.   "Seit sechs Jahren begleiten wir als journalistische Beobachter die Entwicklung der regenerativen Branche. Jetzt mischen wir uns mal mit eigenen Ideen in diese für die Branche wichtige Frage ein", erklärte Solarthemen-Redakteur Andreas Witt. Der Gesetzesvorschlag soll eine Alternative zu einem Quotensystem aufzeigen und lehnt sich eng an das heute etablierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) an. "Es ist wichtig, den Marktteilnehmern einen möglichst großen Handlungsrahmen bei planbaren Rahmenbedingungen zu eröffnen", betonte Witt.

Wesentliches Element des Solarthemen-Vorschlags ist es, eine Art Netz für die Kapitalströme zu schaffen. Während beim EEG die Netzbetreiber verpflichtet sind, an die Betreiber regenerativer Energiewandler Vergütungen zu zahlen, soll diese Verpflichtung nach einem „Regenerative-Wärme-Gesetz (RWG)“ von einem eigens dafür zu gründenden Unternehmen übernommen werden. Dieses soll den Nutzern von Solaranlagen oder Biomasseheizwerken eine Vergütung für die regenerativ erzeugte Wärme zahlen. Refinanziert wird dies nach dem Gesetzesvorschlag der Solarthemen über die Erstlieferanten fossiler Energien, auf welche die Mehraufwendungen umgelegt werden sollen. "Letztlich zahlen die Wärmeverbraucher diese Kosten", sagt Witt: "Die Steigerung der Wärmekosten wird sich allerdings wohl eher im Promillebereich bewegen." Würden die zur Zeit in Deutschland verbrauchten rund 1400 Terawattstunden Wärmeenergie mit 0,1 Cent je Kilowattstunde belastet, so stünden jährlich 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung, kalkuliert Witt.

“Im Herbst wird es noch keine Lösung geben, sagte Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS). Die Expertenrunde stehe noch am Anfang. Viele Detailfragen müssten systematisch abgeklopft werden, so Körnig. Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Deutschen Fachverbandes Solarenergie (DFS), hofft und erwartet, dass bis zum 1. Januar 2004 ein Gesetz über die Vergütung regenerativ erzeugter Wärme in Kraft treten könne. Dies sei auch erforderlich, um eine Perspektive zu bieten, wenn das jetzige Marktanreizprogramm auslaufe.

Die Mehrzahl der bisherigen Überlegungen liefen auf eine Mengenregelung hinaus, erklärte Professor Uwe Leprich vom Saarbrücker Institut für Zukunftsenergiesysteme. Brennstoffhändler sollen demnach verpflichtet werden, einen bestimmten Anteil regenerativer Wärme bereit zu stellen; dieser Pflicht könnten sie auch entsprechen, wenn sie von anderen Betreibern entsprechende Zertifikate einkaufen würden. So ließe sich der Aufbau eines größeren regenerativen Wärmepotenzials finanzieren. Doch ein Zertifikatehandel, erst recht eine eventuell auch begrenzend wirkende Quotierung, sei bei einzelnen Verbänden und auch unter Politikern umstritten, berichtet der Fachinformationsdienst.

Der Gesetzesvorschlag für ein „Regenerative-Wärme-Gesetz“ kann auf der Solarthemen-Hompage abgerufen werden unter
http://www.solarthemen.de/dokumente.htm.

10.10.2002   Quelle: Solarthemen

 

Naturschutzring fordert „Regeneratives Wärmegesetz“

Unmittelbar vor der heißen Phase der Koalitionsvereinbarungen stellte der Deutsche Naturschutzring (DNR) als Dachverband der Umweltverbände am 08.10. in Berlin seinen umfassenden Forderungskatalog vor.   "Unsere Positionen haben es in sich und werden sicher zu heftigen Diskussionen innerhalb der rot-grünen Koalition führen", sagte DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen.

Zu den Anforderungen des DNR im Bereich Klima und Energie gehören unter anderem die Verdoppelung des Anteils erneuerbarer Energien bis 2006; die Verabschiedung eines „Regenerativen Wärmegesetzes“ und eine Senkung der CO2-Emisionen um 40 % bis 2020 und um 80 % bis zum Jahr 2050. Darüber hinaus fordert der DNR den Verzicht auf den Import von Atom- und Kohlestrom aus dem Ausland und die Stilllegung der Atomkraftwerke Obrigheim und Stade bis 2003. Weitere Punkte aus dem DNR-Forderungskatalog sind: Kein Ausbau der Urananreicherungsanlage in Gronau; kein Weiterbetrieb der atomaren Brennelemente-Fabrik in Ungarn und keine Genehmigung der Inbetriebnahme des Forschungsreaktors FRM II der Technischen Universität München in Garching mit waffenfähigem Uran.

Der komplette 17-seitige Katalog kann heruntergeladen werden unter www.dnr.de (aktuell/Aktivitäten). Weitere Informationen: Helmut Röscheisen, DNR-Generalsekretär, Tel. 0228/35 90 05.

10.10.2002   Quelle: DNR

 

Bundesinitiative BioEnergie fordert Impulse für Aufbau des Marktes

Die Bundesinitiative BioEnergie (BBE) hat die Bundestagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen sowie die Bundesminister Werner Müller (BMWi), Jürgen Trittin (BMU) und Renate Künast (BMVEL) aufgefordert, Maßnahmen für eine erfolgreiche Entwicklung des Bioenergiemarktes in den Koalitionsverhandlungen zu verankern und in der nächsten Legislaturperiode umzusetzen.   Zu den Forderungen der BBE zählen unter anderem eine Weiterentwicklung des Eneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG); die Befreiung der erneuerbaren Energien von der Ökosteuer; eine deutliche Erhöhung der Bioenergie-Fördermittel sowie neue Instrumente für den Ausbau des Wärmemarktes, beispielsweise in Form eines „Regenerative-Wärme-Gesetzes“. Weiter verlangt die BBE von der neuen Regierung unter anderem Unterstützung für eine dynamische Markteinführung von Biokraftstoffen, den verstärkten Anbau von nachwachsenden Rohstoff- und Energiepflanzen sowie die Einführung eines Gaseinspeisegesetzes für Biogas.

10.10.2002   Quelle: BBE

 

f-cell: Brennstoffzellen-Workshop und Kooperationsbörse

Referenten renommierter baden-württembergischer Forschungseinrichtungen, zeigen am 16.10.02 Lösungsansätze zur Optimierung von Brennstoffzellensystemen. Der „f-cell-Workshop“ findet erstmals im Rahmen des f-cell-Kongresses statt.   An Hand konkreter Beispiele informieren unter anderem Experten des Zentrums für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung (ZSW) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) über Optimierungs- und Kostensenkungspotenziale für Komponenten, Fertigungsverfahren und Brennstoffzellensysteme. Mit der Veranstaltung soll die Wechselwirkung zwischen Entwicklern und Unternehmen intensiviert und der Forschungs- und Entwicklungsbedarf der Wirtschaft auf diesem Gebiet noch besser abgedeckt werden.

Besonderen Wert legen die Veranstalter auf genügend Zeit für Diskussionen und das persönliche Gespräch mit den Referenten. Die Ausschöpfung des in Baden-Württemberg vorhandenen Potenzials soll zusätzlich durch eine eigens eingerichtete Kooperationsbörse unterstützt werden. Diese Börse kann über ein Online-Kontaktformular (PDF unter http://www.brennstoffzellen-initiative.de/root/index_kibz.php; Rubrik Aktuelles + Termine) sowie am Stand Kompetenzzentrums Brennstoffzelle Region Stuttgart (KIBZ a+uf der f-cell genutzt werden. Ihr Ziel ist, dass die Industrie des Landes auch künftig alltagstaugliche und erschwingliche Autos, Hausenergieversorgungssysteme und Geräte herstellen kann. Die Brennstoffzellentechnologie habe das Potenzial, die Energieprobleme der Zukunft zu entschärfen und Arbeitsplätze zu sichern, heißt es in einer Presseerklärung des KIBZ.

10.10.2002   Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, KIBZ
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Greenpeace Österreich: Volksbegehren zum europaweiten Atomausstieg

25 Jahre nach der österreichischen Volksabstimmung über das AKW Zwentendorf will Greenpeace Österreich über ein neues Volksbegehren Österreichs Politiker zwingen, gegen alle Pro-Atom-Entscheidungen in Brüssel zu stimmen.   Die Umweltschutzorganisation fordert den europaweiten Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie, keine neuen Atomkraftwerke in der Europäischen Union sowie keine weitere der Förderung für die Atomkraft in der EU.

Die Atomlobby sei wieder im Vormarsch, erklärte Greenpeace anlässlich der Vorstellung des Volksbegehrens am 3. Oktober 2002. Der grenznahe Pannenreaktor Temelín laufe auf Hochtouren, Frankreich, Großbritannien und Finnland beabsichtigten, neue Atomreaktoren zu bauen. Die österreichische Bundespolitik habe in der Atomfrage auf europäischer Ebene in Brüssel völlig versagt. Stattdessen steckte die EU immer mehr Geld in die Förderung der Atomkraft, anstatt endlich ernsthaft über den europäischen Atomausstieg zu diskutieren. Der Österreichische Nationalrat könne mit einem Verfassungsgesetz österreichische Politiker in Brüssel dazu verpflichten, dass sie sich für einen europaweiten Atomausstieg und für das Ende der Atomkraft-Privilegien einsetzen, betont Greenpeace. Österreich könne auf Grund der noch erforderlichen Einstimmigkeit in Atomfragen „nein“ sagen und „damit der Atomlobby den Geldhahn abdrehen“. Greenpeace fordert deshalb von den österreichischen Politikern, dieses Gesetz jetzt in der österreichischen Verfassung zu verankern – und zu handeln, solange es noch geht.

Der österreichische EU-Abgeordnete Hans Kronberger (FPÖ) fordert in diesem Zusammenhang die Aufkündigung des EURATOM-Vertrags: „Vorrangiges Ziel muss es sein, nach dem erst vor kurzem ausgelaufenen Vertrag der Gemeinschaft für Kohle und Stahl auch den längst nicht mehr zeitgemäßen EURATOM-Vertrag aufzulösen. In weiser Voraussicht der Atom-Multis wurde dieser Vertrag jedoch ohne Ablaufdatum abgeschlossen und kann nur einstimmig aufgehoben werden“. Damit ein europaweiter Atomausstieg gelinge, seien alle verantwortlichen politischen Kräfte und alle Anti-Atom-Gruppen innerhalb der EU aufgefordert, für die Verwirklichung einer nachhaltigen Energienutzung auf der Basis erneuerbarer Energiequellen an einem Strang zu ziehen, appelliert Kronberger.

09.10.2002   Quelle: Greenpeace Österreich; Hans Kronberger MdEP

 

SFV: Unterschriftensammlung gegen Handel mit Emissionszertifikaten

Der Solarenergie-Förderverein e.V. (SFV), Aachen, setzt im Internet eine von EUROSOLAR initiierte Kampagne fort, in der sich zahlreiche Personen und Institutionen des öffentlichen Lebens gegen den Handel mit Emissionszertifikaten (Emissionshandel) aussprachen.   Der SFV hat nach Absprache mit EUROSOLAR eine Unterschriftenliste ins Internet gestellt, die am 12.07.2001 in einer ganzseitigen Zeitungs-Anzeige erschienen war. Der Verein will diese um weitere Unterschriften ergänzen, damit erkennbar werde, dass es in Deutschland gerade unter den Umweltfreunden eine wachsende Opposition gegen Emissionshandel gibt.

In einem Appell an die Weltklimakonferenz am 14.-25. Juli 2001 in Bonn hatte EUROSOLAR deren aktuelles Konzept, auf einen zweifelhaften Handel mit sogenannten fossilen Emissionsrechten zu setzen und eine globale Verrechnung von CO2 - mindernden Exporten zuzulassen, als „fatal“ kritisiert. Damit würden die Strukturen der umweltzerstörenden Energieversorgung konserviert. Der Emissionshandel stecke voller Umgehungsmöglichkeiten - und ermögliche überdies die Anrechenbarkeit von Atomkraftwerken.

Nach Auffassung des SFV geht der geplante Emissionshandel immer noch von der falschen Grundvoraussetzung aus, dass die "Lasten" der Luftreinhaltung international auf alle Staaten "gerecht" verteilt würden; alle sollten sich "gleich" anstrengen müssen und dies in internationalen Verhandlungen einvernehmlich festlegen. Die Befürworter des Emissionshandels unterlägen hier einer folgenschweren Fehleinschätzung, kritisiert der SFV: „Klimaschutz und Luftreinhaltung sind keine "Last", sondern fördern innovative Technik, schaffen exportfähige Produkte, neue Arbeitsplätze und verringern die Abhängigkeit von konventionellen Importenergien“, so SFV-Geschäftsführer Wolf von Fabeck. Ein Staat, der hier einen Spitzenplatz einnehme, verschaffe sich erhebliche volkswirtschaftliche Vorteile. Die Vorstellung, dass alle Staaten sich "gleich" anstrengen sollen und dass dies in internationalen Verhandlungen festgelegt wird, führe dazu, dass das Tempo des Geleitzuges von dem langsamsten Schiff (oder dem unwilligsten Kapitän) bestimmt werde, ergänzt von Fabeck.

Weiter befürchtet der SFV, ein Emissionshandel mache den Umwelt-Effekt nationaler Vorreiter-Erfolge wieder zunichte. Wenn beispielsweise Deutschland durch den Ausbau der erneuerbaren Energien den CO2-Ausstoß stärker verringern würde als in einem Emissionshandels-Abkommen international vereinbart, könnten "zum Ausgleich" andere Betriebe im In- oder Ausland umso mehr CO2 emittieren. Dem Klimaschutz sei damit nicht gedient. Die deutsche Bevölkerung zeige mehr Mut als ihr die Befürworter des Emissionshandels zutrauen, betont der SFV. Sie wolle sich nicht einem internationalen Minimalkonsens anschließen, sondern sie wünsche eine nationale Vorreiterrolle beim Klimaschutz.

Weitere Informationen und die Unterschriftenliste finden Sie unter
http://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/e_unters.htm

09.10.2002   Quelle: SFV
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

energiewerk.ag: Umsatz durch objektive Beratung

Seit 4 Wochen berät die energiewerk.ag (München) Interessenten für Solaranlagen. Pro Woche seien 15 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 45 kWp (Materialwert 270.000 Euro) und 15 Solarthermie-Anlagen mit 400 Quadratmetern Kollektorfläche (Materialwert 135.000 Euro) als konkrete Projekte an Installateure weitergereicht worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Das durchschnittliche Auftragsvolumen betrage 3 kWp (PV) beziehungsweise 45 qm Kollektorfläche(Solarthermie). Das Unternehmen habe somit jede Woche eine kumulierte Wertschöpfung von ca. 400.000 Euro aktiviert. Mit diesen Zahlen erbringe die energiewerk.ag den Nachweis, dass die Kette zwischen Kunde, Hersteller und Handwerker nahtlos zu schließen sei. Diesen Erfolg hält die energiewerk.ag jetzt für besonders wichtig, weil der Markt für Solaranlagen insgesamt rückläufig sei und Unternehmen die Kosten ihres Marketings reduzieren würden.

Nach dem Modell der energiewerk.ag nutzen Interessenten für eine Solar-Anlage das Internet, Hotlines und Zeitschriften, um sich zu orientieren. Dort melden sie ihren Wunsch nach fachlicher Beratung an. An dieser Stelle hake die Beratung der energiewerk.ag ein. Die Wünsche des Kunden würden in einem so genannten Quickcheck spezifiziert und in einer Datenbank abgelegt. Der Interessent wird beispielsweise nach der gewünschten Dimensionierung der Anlage und der Eignung der verfügbaren Flächen gefragt. Im Vordergrund der Beratung stehe immer die wirtschaftliche Plausibilität, betont das energiewerk. Als wesentliche Parameter würden Globalstrahlung, Einstrahlungswinkel, Energieverbrauch und Fördermöglichkeiten eingerechnet. Die energiewerk.ag berate objektiv und unabhängig. Sie vertrete kein spezifisches Hersteller– oder Händlerinteresse. Das Projekt sei "reif", wenn die Bedingungen abgeklärt sind, unter denen an einem konkreten Termin installiert werden soll. Das Projekt werde dann an einen geeigneten Handwerksbetrieb, Händler oder Hersteller weitergereicht. Sollte jener sich bereits im energiewerk angemeldet haben (www.energiewerk.net), würden ihm jede Woche Projekte an den Arbeitsplatz geschickt.

09.10.2002   Quelle: Energiewerk.ag

 

Vaillant gewinnt Innovationspreis Brennstoffzelle 2002

Die Vaillant GmbH aus Remscheid hat den mit 10 000 Euro dotierten „f-cell Award - Innovationspreis Brennstoffzelle 2002“ in Gold erhalten. Der zweite und dritte Preis gingen an die smart fuel cell GmbH aus München und das Freiburger Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE). Mit einem Sonderpreis des Landes Baden-Württemberg wurde das Deutsche Zentrum für Luft – und Raumfahrt (DLR) ausgezeichnet.  Vaillant, Systemanbieter für Heiztechnik, konnte mit einem Brennstoffzellenheizgerät für die Hausenergieversorgung den Wettbewerb für sich entscheiden. Das mit Erdgas betriebene Kleinkraftwerk zur Heizung, Warmwasserbereitung und Stromerzeugung produziert nach Herstellerangaben etwa fünfzig Prozent weniger Kohlendioxid (CO²) und benötigt 25 Prozent weniger Primärenergie, um im Vergleich zu heutiger Technik in einem Mehrfamilienhaus die gleiche Menge an Heizwärme und elektrischem Strom bereitzustellen.

Den f-cell Award in Silber - und damit verbunden 7 500 Euro - hat die SFC Smart Fuel Cell GmbH aus München für ihr Produkt Smart Fuel Cell (SFC) erhalten, ein Brennstoffzellensystem zur netzunabhängigen Versorgung von elektronischen Geräten. Die Einsatzgebiete reichen von der Versorgung mobiler Geräte wie beispielweise Laptops bis hin zu stationären, netzfernen Anlagen in Verkehrstechnik, Telematik oder Umweltmessung. Das SFC-System bietet dem Nutzer laut Jury eine drei- bis fünfmal längere Laufzeit als Batterien, sekundenschnelles Aufladen, eine bis zu fünfzigprozentige Gewichtsreduktion sowie wirtschaftliche Vorteile gegenüber konventionellen Lösungen. In der Smart Fuel Cell seien alle Komponenten integriert, die zur Erzeugung von elektrischem Strom aus Methanol notwendig sind.

Der dritte Preis in Höhe von 5.000 Euro geht an das Fraunhofer Institut Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg für ein Brennstoffzellen-System zur Stromversorgung eines digitalen Camcorders sowie zur Versorgung von weiteren tragbaren elektronischen Geräten. „Mit dem System wurde nicht nur die Anwendungsreife von Brennstoffzellen als Ersatz oder Ergänzung von Batterien demonstriert, es konnte auch das Potenzial für eine wirtschaftliche Serienfertigung anhand von konkreten Prozesstechnologien aufgezeigt werden“, heißt es in der Begründung der Jury.

Der mit 10.000 Euro dotierte Sonderpreis des Landes Baden-Württemberg geht an das DLR in Stuttgart für den Batterieersatz „Replacer 21“. Das Gerät enthält im Gehäuse einer LKW-Starterbatterie ein komplettes Brennstoffzellensystem inklusive Wasserstoffvorrat in Wechselflaschen. Gegenüber aufladbaren Batterien bietet der Akkuersatz eine Reihe von Vorteilen: wesentlich geringeres Gewicht, geringer Pflegeaufwand, keine Selbstentladung, geringstmögliche Wiederaufladezeit sowie ein Betrieb ohne umweltschädliche Chemikalien. Das prämierte System wurde weitgehend aus Serienteilen der Automobil-, Elektronik-, und verfahrentechnischen Industrie aufgebaut.

Der mit 32.500 Euro Gesamtpreissumme dotierte f-cell Award ist dieses Jahr zum zweiten Mal von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, unterstützt von der DaimlerChrysler AG, dem Land Baden-Württemberg und dem regionalen Kompetenzzentrum Brennstoffzelle ausgeschrieben worden. Ziel des Preises ist es, herausragende Entwicklungen in der Brennstoffzellentechnologie zu würdigen und weitere Innovationen anzuregen. Prämiert wurden anwendungsnahe Beiträge aus dem mobilen, portablen oder stationären Bereich der Brennstoffzelle. „Die Brennstoffzelle ist eines der interessantesten Technologiefelder des neuen Jahrhunderts mit einem kaum abschätzbaren Potenzial für die ökonomische und ökologische Entwicklung unserer Gesellschaft“, sagte WRS-Geschäftsführer Dr.Walter Rogg.

Weitere Informationen unter http://www.f-cell.de

08.10.2002   Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH

 

Deutsche Solarpreise 2002: EUROSOLAR gibt Preisträger bekannt

Auch dieses Jahr zeichnet EUROSOLAR herausragende innovative Projekte und Initiativen zur Nutzung erneuerbarer Energien in verschiedenen Preiskategorien aus.   Den Deutschen Solarpreis 2002 für den Bereich Städte und Gemeinden erhält die Stadt Ulm; für den Bereich Unternehmen geht die Auszeichnung an das Holz-Energie-Zentrum Olsberg und den Biomassehof Allgäu in Kempten. Als Eigentümer oder Betreiber wurden ausgezeichnet Judith und Wolfgang Dotzler (Amberg), Dr. Karin Hummel-Malz und Prof. Dr. Reinhard Malz (Fellbach) sowie Uschi McCready und Dipl.-Ing. Peter Westermayr (Bonn).

Den Deutschen Solarpreis in der Kategorie Vereine erhält der Bundesverband Solarmobil e.V. Im Bereich Solares Bauen (Stadtentwicklung) gewinnt die Parabel GmbH aus Berlin. Der Medienpreis geht an Rolf Schlenker, Jens Dücker und Dietrich Krauß vom Südwestrundfunks für den Filmbeitrag „Krieg um Öl, Frieden durch Sonne“. Die EG-Solar e.V. in Altötting erhält den Preis für den Bereich „3. Welt-Zusammenarbeit“. Für den Bereich Transportsysteme wird Dr. Bodo Wolf (Freiberg) geehrt. Im Bereich Ausbildung siegte die Staatliche Regelschule Sollstedt. Ein Sonderpreis geht an Dr. Arno Strehler, Freising.

Die Deutschen Solarpreise werden seit 1994 jährlich an Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen sowie an Organisationen für beispielhafte Initiativen zur Nutzung der Sonnenenergie in all ihren verfügbaren Formen vergeben. Die Preisverleihung findet statt am 1. November 2002 zwischen 11 und 14 Uhr auf der Messe Düsseldorf im Rahmen der „Glasstec“. Zur Einführung spricht Hermann Scheer, MdB und Präsident von EUROSOLAR. Die Laudatio auf die Preisträger hält Hans-Josef Fell, MdB und Vorsitzender von EUROSOLAR Deutschland.

08.10.2002   Quelle: EUROSOLAR
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

MVV Energie AG installiert Photovoltaikanlage auf Mannheimer Museum

Landesmuseum für Technik und Arbeit Mannheim

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG installiert derzeit eine der modernsten Solarstromanlagen Europas auf dem Dach des Landesmuseums für Technik und Arbeit (LTA) in Mannheim, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In der Nacht vom 26.09 zum 27.09. wurde die PV-Anlage auf das Dach des Museumsgebäudes am Mannheimer Friedensplatz gehoben.  Es handelt sich um einen Solarstrom-Generator mit einer Spitzenleistung von 12 Kilowatt (kWp). Die 300 Dünnschichtmodule vom Typ „Dunasolar DS 40“ wurden von dem ungarischen Unternehmen Dunasolar hergestellt mit Hilfe einer Fertigungsstrasse des US-amerikanischen Herstellers Energy Photovoltaics Inc., Princeton/New Jersey, einem Beteiligungsunternehmen der MVV Energie AG. Die Modulfläche auf dem Dach wird rund 230 Quadratmeter betragen. Die Anlage soll Ende November im Rahmen der Mannheimer Techniktage in Betrieb genommen werden.

Da das LTA in der Einflugschneise des Flugplatzes Neuostheim liegt, konnte der Hebetransport der Photovoltaikmodule und der Ballastelemente auf das Dach laut Auflage des Regierungspräsidiums Karlsruhe nur in der Nacht erfolgen, um den Flugverkehr nicht zu beeinträchtigen. Der Transport wurde mit einem 100 Tonnen-Autokran mit einer maximalen Hakenhöhe von 70 Metern vorgenommen. Der Kran hat ein Eigengewicht von über 60 Tonnen. Nach der Installation der Anlage soll auch eine museale Umsetzung im LTA erfolgen. Vorgesehen ist die Visualisierung der Daten im Museum, in Form eines „Touch-Screens“, auf dem die aktuellen Leistungsdaten abgerufen werden können und Informationen zur Photovoltaik dargestellt werden.

Mit ihrer Drittel-Beteiligung an dem amerikanischen Unternehmen EPV setzte die MVV Energie AG ihre Expansion in kerngeschäftsnahen Zukunftstechnologien konsequent fort, erklärte das Unternehmen. Die in Princeton, New Jersey (USA), beheimatete EPV zähle zu den weltweit führenden, auf Photovoltaik spezialisierten Entwicklungsgesellschaften und Herstellern von Fertigungsanlagen. Die bei EPV entwickelten Dünnschichttechnologien zeichneten sich durch niedrige Produktionskosten sowie stabile Wirkungsgrade aus. Gegenüber den kristallinen Siliziumtechnologie würden die neuartigen Dünnschichttechnologien vielerlei Vorteile bei der Herstellung, den Kosten und der Variabilität ihrer Einsatzmöglichkeiten aufweisen. Die Kupfer-Indium-Diselenid-Zellen (CIS) sind nur zwei tausendstel Millimeter dick - es werde also gegenüber anderen Verfahren weitaus weniger Material benötigt. Die hauchdünne Schicht lasse sich kostengünstig auf handelsübliches Flachglas aufbringen. Somit ergäben sich extrem niedrige Herstellungskosten und zugleich neuartige Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise bei der Fassadenverkleidung von Gebäuden.

08.10.2002   Quelle: MVV Energie AG
Bildquelle: MVV Energie AG

 

Brennstoffzellen: Region Stuttgart und Michigan kooperieren

Die Region Stuttgart hat mit dem US-Bundesstaat Michigan eine Kooperation bei der Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie vereinbart.  Die Partner wollen durch eine bessere Vernetzung von Unternehmen und Forschungseinrichtungen Innovationsprozesse auf beiden Seiten beschleunigen, so Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH. „Wir wollen bei der Markteinführung von Brennstoffzellen-Systemen kooperieren, aber auch Wissenschaftler und Fachkräfte austauschen,“ sagte Rogg. Michigan habe als der US-amerikanischer Automobilstandort eine ähnliche Wirtschaftsstruktur wie die Region Stuttgart mit einem hohen Anteil des produzierenden Sektors und zahlreichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Der Kooperationsvertrag soll im Rahmen des 2. f-cell Forums von 14.-16.10.2002 in Stuttgart unterzeichnet werden.

Auf dem f-cell Forum informieren gleich drei Automobilhersteller über ihre Aktivität. Neben dem Mitveranstalter DaimlerChrysler stellen Toyota und Opel Referenten. Die Veranstaltung biete nicht nur im Automobilbereich einen Überblick über die weltweite Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie. Regierungsvertreter aus Japan und den USA werden ihre nationalen Programme bei der mobilen, stationären und portablen Anwendung von Brennstoffzellen vorstellen. Zu dem von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) veranstalteten Kongress hätten sich bereits über 200 Gäste aus Deutschland, den USA, aus Kanada, Japan, Nigeria, Dänemark, den Niederlanden, Frankreich, Österreich, Italien, der Schweiz und Jordanien angekündigt. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit rund 350 Teilnehmern. Darüber hinaus seien bisher 25 Unternehmen für die begleitende Messe angemeldet – vom Weltkonzern bis zum High-Tech-Existenzgründer. Der Kongress ist eingebettet in eine Vielzahl von Veranstaltungen rund um die Brennstoffzelle. Dabei kommt der praxisorientierten Darstellung des Themas eine besondere Bedeutung zu. Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine Exkursion am 16.10. und die Verleihung des Innovationspreises Brennstoffzelle am 14.10.2002.

08.10.2002   Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Umweltministerium: Ausstoß fluorierter Treibhausgase soll sinken

Bundesumweltminister Jürgen Trittin will mit dafür sorgen, dass die Emissionen der so genannten „F-Gase“ gesenkt werden. Diese werden seit Anfang der 90er vielfach als Ersatz für die ozonschichtschädigenden Fluorkohlenwasserstoffe ( FCKW) eingesetzt.  "Die meisten F-Gase wirken als äußerst starke Treibhausgase. Sie sind daher auf lange Sicht keine wirkliche Alternative zu den schädlichen FCKW", erläutert Trittin. In einem Eckpunktepapier stellt der Bundesumweltminister seine Pläne zur Diskussion. Wirtschaft, Verbände und Bundesländer sind aufgerufen, bis zum 30. Oktober zu den Vorschlägen Stellung zu nehmen.

Die F-Gase fallen unter das Klimaschutz-Protokoll von Kyoto. Sie haben derzeit in Deutschland zwar nur einen Anteil von rund einem Prozent an den gesamten Treibhausgasemissionen. Ohne Gegenmaßnahmen werde sich ihr Anteil in den nächsten Jahren jedoch vervielfachen. F-Gase werden in einer Vielzahl von Alltagsprodukten eingesetzt, etwa als Füllgas in Autoreifen, als Feuerlöschmittel und als Kühlmittel in Kälte- und Klimaanlagen. Sie finden auch in Mehrscheibenisolierglas, in Schaltanlagen oder als Treibgas bei der Herstellung von Kunststoffschaumprodukten Verwendung. Alternativen stünden jedoch in vielen Fällen bereits zur Verfügung oder kurz vor der Markteinführung. "Wir können die Emission von F-Gasen um einen Anteil vermindern, der in seiner Wirkung als Treibhausgas etwa 13 Millionen Tonnen Kohlendioxid entspricht", so Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Zu diesem Zweck beabsichtigt das BMU, den Einsatz fluorierter Treibhausgase gezielt dort einzuschränken, wo umweltfreundlichere Ersatzstoffe und -verfahren nach dem Stand der Technik verfügbar sind. Dies schließe jedoch andere Wege wie ökonomische Steuerungsinstrumente oder Selbstverpflichtungen der Wirtschaft nicht aus, wenn damit vergleichbare Minderungspotentiale erschlossen werden können. "Ich bin offen für alle Lösungen, die zum notwendigen Ziel führen", betont Trittin.

Das Eckpunktepapier "Umsetzung des nationalen Klimaschutzprogramms im Bereich der fluoridierten Treibhausgase" erhalten Sie unter http://www.bmu.de/download/b_eckpunktepapier_f_gase.php. oder in der BMU-Pressestelle, Tel. 01888-305-2015.

08.10.2002   Quelle: BMU

 

Deutscher Umweltpreis für Klaus Töpfer und Peter Lüth

Der Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen und frühere Bundesumweltminister Prof. Dr. Klaus Töpfer (64, Nairobi) und der Gründer und Geschäftsführer der Prophyta GmbH, Dr. Peter Lüth (46, Wismar), erhalten den Deutschen Umweltpreis 2002.   Bundespräsident Johannes Rau wird den mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas am 27. Oktober in Magdeburg verleihen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) würdigt mit dem Umweltpreis die Leistungen, die Prof. Töpfer als ranghöchster Deutscher in der UNO im internationalen Umweltschutz erbracht hat. Dr. Peter Lüth wird für die Entwicklung und Herstellung biologischer Pflanzenschutzmittel ausgezeichnet. Das erklärte DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde in einer Pressemitteilung.

Mit dem Deutschen Umweltpreis würdigt die DBU die Lebensleistung von Prof. Töpfer, erläuterte Brickwedde. Seiner Initiative sei es zu verdanken, dass die Idee der Kreislaufwirtschaft zum ersten Mal auf der Welt in Deutschland in Gesetzesform gegossen wurde. Töpfer habe die Idee des vorbeugenden und produktionsintegrierten Umweltschutzes entscheidend vorangetrieben. Als Ökonom und Umweltschützer habe er deutlich gemacht, dass wirtschaftliches Wachstum nur in Verbindung mit technologischem Wandel bei ressourcenschonender Ausrichtung möglich sei. Ein wichtiges Ziel von Töpfer sei es immer gewesen, die soziale Marktwirtschaft ökologisch weiter zu entwickeln. Dass Deutschland heute weltweit eine Vorreiterrolle beim Umweltschutz habe, sei auch ein Verdienst Klaus Töpfers. Bei der UNO-Konferenz 1992 in Rio de Janeiro "Umwelt und Entwicklung" habe Prof. Töpfer wesentlich zum Erfolg der Weltkonferenz beigetragen. Als Vorsitzender der UNO-Kommission für nachhaltige Entwicklung habe er sich nach der Konferenz mit der konkreten Umsetzung der Ziele von Rio in internationale Vereinbarungen maßgeblich befasst. 1998 sei er von UNO-Generalsekretär Kofi Annan zum Exekutivdirektor des UNO-Umweltprogramms berufen und 2002 wieder gewählt worden. Der Deutsche Umweltpreis gelte seinen Verdiensten als ranghöchster Deutscher in der UNO im Sinne von Umwelt und Entwicklung. Vehement kämpfe er für die Interessen der Entwicklungsländer, die besonders empfindlich gegenüber Klimaveränderungen seien, sie aber nur zu einem kleinen Teil verursachten.

Dr. Peter Lüth hat, so die DBU, mit seiner 1992 zunächst in Malchow auf der Insel Poel (Mecklenburg-Vorpommern) gegründeten Firma Prophyta in einer schwierigen Umbruchsituation seine Chance erkannt. Er habe das erste biologische Mittel zur Bekämpfung pflanzenschädigender Pilze in Deutschland entwickelt und ein funktionierendes Unternehmen aufgebaut, das heute mit 17 Mitarbeitern Kontakt zu Partnern in über 40 Staaten unterhalte. Mit einer "bahnbrechenden Pionierleistung" habe er einen technologischen Standard gesetzt, der weltweit Aufsehen erregt habe und weitere innovative Anwendungen in der Biopräparateentwicklung in großem Ausmaß nach sich ziehen werde.

07.10.2002   Quelle: DBU

 

S.A.G. Solarstrom AG baut 30 kW-Solarkraftwerk auf Schule

Die badische Stadt Ettenheim setzt auf Solarenergie: Auf dem Dach der August-Ruf-Schule Realschule ging in diesen Tagen ein erstes Solarkraftwerk mit rund 30 Kilowatt Spitzenleistung in Betrieb. Insgesamt wurden 285 Solarmodule mit einer Gesamtfläche von zirka 275 Quadratmetern installiert.   Künftig liefert das Solarkraftwerk rund 27 Megawattstunden Solarstrom jährlich. Es ist das erste von zwei Solarkraftwerken, die noch in diesem Herbst an das Netz gehen sollen. In den kommenden Wochen entsteht hier ein zweites Solarkraftwerk für den „Solarstrompark Oberrhein“ als Bürgerbeteiligungsanlage. Finanziert, gebaut und betrieben wird das Solarkraftwerk von der S.A.G. Solarstrom AG.

"Es gibt wohl kaum einen besseren Standort für ein Solarkraftwerk, als eine Schule. Hier erleben Schüler, Eltern und Lehrer hautnah die Produktion sauberer, sicherer und zukunftsfähiger Energie", so Bruno Metz, Bürgermeister der Stadt Ettenheim. Das Solarkraftwerk auf der August-Ruf-Schule wurde innerhalb weniger Tage von der Freiburger S.A.G. Solarstrom AG installiert. Mit exakt 29,925 Kilowatt Leistung (kWp) und perfekter Südausrichtung produziert das Solarkraftwerk Strom, der für neun bis zehn Haushalte ausreichen würde und erspart der Umwelt Jahr für Jahr rund 17 Tonnen des Treibhausgases CO2. "Noch bevor das erste Solarkraftwerk am Netz war, entschied sich die Stadt Ettenheim für die Teilnahme am Solarstrompark Oberrhein. Nun können die Ettenheimer Bürger/innen mit ihrem Engagement das Solarkraftwerk auf der Schule vollenden und dabei noch von der attraktiven Rendite (4,29 %) profitieren" so Dr. Harald Schützeichel, Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG. "Wir wünschen uns natürlich viele Nachahmer. Die Solarenergie wird künftig erlebbarer Bestandteil in der Schule und in der Stadt Ettenheim sein", fügt Bürgermeister Bruno Metz an. "Wir wollen zeigen, dass Solarenergie nicht nur ein gesundes Klima bringt, sondern auch Arbeitsplätze und Unabhängigkeit für die Region schafft."


07.10.2002   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG

 

Plambeck: Geschäftsverlauf unabhängig von konjunkturellen Einflüssen

“Frei von konjunkturellen Schwankungen in der Wirtschaft und unberührt von der politischen Diskussion um den Abbau von Subventionen kann die Plambeck Neue Energien AG ihren Wachstumskurs fortsetzen.” In diesem erfreulichen Fazit fasst Dr. Wolfgang von Geldern, Vorstandsvorsitzender der Plambeck Neue Energien AG, das aktuelle Umfeld des Unternehmens zusammen, das Strom und Wärme ausschließlich aus erneuerbaren Energien erzeugt.   Kerngeschäft des auf die Nutzung erneuerbarer Energien spezialisierten Unternehmens bleibe die Projektierung von Windparks. Diese erfolge völlig unabhängig von konjunkturellen Einflüssen und ohne jegliche Subvention. Damit könne das Unternehmen auch nicht von möglichen Subventionskürzungen beeinflusst werden, stellt das Unternehmen in einer Pressemitteilung fest.

Die Basis für ein erfolgreiches Kerngeschäft sei vielmehr die Sicherung von Standorten für Windparks. Und genau hier liege die Stärke der Plambeck Neue Energien AG, denn in Deutschland verfüge sie über einen Bestand an gesicherten Projekten mit einem Projektvolumen von rund 1,7 Milliarden Euro. Das sichere weiteres Unternehmenswachstum. Hinzu komme die internationale Expansion. Für Windpark-Projekte in Frankreich würden im kommenden Jahr erste Baugenehmigungen erwartet. Das gesicherte Projektvolumen umfasse dort zur Zeit rund 280 Millionen Euro.

Auf der Basis gesicherter gesetzlicher Rahmenbedingungen operiere der Windpark-Projektierer im In- und Ausland losgelöst von Verbrauchernachfrage oder allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen. “Daran wird sich auch künftig nichts ändern, denn wir tragen in wachsendem Maße zur Umsetzung der von der Bundesregierung sowie der Europäischen Union formulierten energiepolitischen Ziele bei”, so Dr. von Geldern. Nach der Bundestagswahl sei darüber hinaus sicher, dass der bisherige Kurs zum Ausbau der erneuerbaren Energien dynamisch fortgesetzt werden könne. Zu hoffen bleibe, so Dr. von Geldern abschließend, dass sich die fundamental gute und von äußeren Einflüssen unabhängige Entwicklung der Plambeck Neue Energien AG auch wieder in fairen Aktienkursen widerspiegle, denn an der Börse sei das Unternehmen derzeit völlig unterbewertet.

07.10.2002   Quelle: Plambeck Neue Energien AG

 

NRW-Umweltministerin Höhn zeichnet ÖKOPROFIT-Betriebe aus

Am Montag, den 7. Oktober 2002, verleihen die nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn und Gelsenkirchens Bürgermeisterin Frauke Schraeder ÖKOPROFIT-Urkunden an neun ortsansässige Betriebe, darunter die Arena AufSchalke, das Möbelhaus Roller sowie die Sparkasse Gelsenkirchen.   Zusammen mit den Unternehmen werden bei Oköprofit-Projekten Maßnahmen zur Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes und Energieeinsparung erarbeitet und durchgeführt. Ziel sind erhebliche Kosteneinsparungen und eine auf das Gesamtprojekt bezogene Amortisation bereits im ersten Jahr. Allein die 100 Betriebe aus Nordrhein-Westfalen, die das Projekt ÖKOPROFIT bis heute abgeschlossen haben, erzielen nach Aussage der Energieagentur Nordrhein-Westfalen mit den durchgeführten Umweltschutzmaßnahmen jährliche Einsparungen in Höhe von über drei Millionen Euro. Die Umwelt-Entlastungen summieren sich dabei auf 17,4 Millionen Kilowattstunden eingesparte Energie, 120.000 Kubikmeter weniger Wasserverbrauch sowie 10.000 Tonnen weniger Restabfälle.

Das vom Land NRW geförderte ÖKOPROFIT-Projekt lief mit Unterstützung der Stadt Gelsenkirchen, der B.A.U.M. Consult GmbH, Hamm, sowie der Energieagentur NRW und der Effizienz-Agentur NRW. Gelsenkirchen ist Mitglied im Projekt "Energienetzwerk NRW" der Energieagentur NRW, an dem sich fünf nordrhein-westfälische Städte beteiligen. Die Stadt Gelsenkirchen sowie die neun Teilnehmer werden mit der Auszeichnung Teil des bundesweiten ÖKOPROFIT-Netzwerks, das sich in Deutschland immer weiter ausbreitet. ÖKOPROFIT (Ökologisches Projekt Für Integrierte Umwelttechnik) vereint ökologischen Nutzen für die Umwelt mit den ökonomischen Zielen der Unternehmen. Über 650 Betriebe beteiligen sich mittlerweile.

07.10.2002   Quelle: Energieagentur NRW

 

SolarWorld AG: Vorjahresumsatz nach neun Monaten erreicht

Die börsennotierte Bonner SolarWorld AG (WKN 510840) entwickelt sich auch im laufenden Geschäftsjahr 2002 deutlich besser als der Markt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. So habe das Unternehmen den Vorjahresumsatz in Höhe von 82,1 Millionen Euro konzernweit bereits nach neun Monaten weitgehend eingestellt.   Im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres liege die Steigerungsrate im Bereich von 25 %. Damit habe die SolarWorld AG den positiven Umsatztrend des 1. Halbjahres auch im dritten Quartal 2002 trotz eines stagnierenden Gesamtmarktes fortsetzen können.

Zur positiven Geschäftsentwicklung hätten alle Konzernbereiche beigetragen, betont die SolarWorld AG. Zur Stärkung ihrer Führungsstruktur hat das Unternehmen zum 1. Oktober 2002 den Diplom-Kaufmann Philipp Koecke zum „Financial Officer“ (Leiter Finanzen) ernannt. Koecke war vor seinem Eintritt in das Unternehmen im Mai 2002 in verantwortungsvoller Position für die Unternehmensberatung Roland Berger sowie die Venture-Capital-Gesellschaft TechnoMedia Kapitalbeteiligungsgesellschaft Köln mbH tätig, eine 100prozentige Tochter der Stadtsparkasse Köln.

04.10.2002   Quelle: SolarWorld AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

OSTWIND feiert „Erntedank für Öko-Strom“

1 Milliarde Kilowattstunden umwelt- und klimafreundlichen Windstrom hat die in Regensburg und Bockelwitz (Sachsen) ansässige OSTWIND-Gruppe seit ihrer Gründung im Jahr 1994 produziert.   Rund 150.000 Haushalte profitieren nach Angaben des Unternehmens inzwischen von der nachhaltigen und zukunftssicheren Energieversorgung aus OSTWIND-Anlagen. Mit Bundesumweltminister Jürgen Trittin und dem Präsidenten des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Hubert Weinzierl, feierte die Ostwind-Gruppe am 19. September 2002 ihr Erntedankfest. Die Gäste besuchten die Regensburger Zentrale von OSTWIND, um sich von Unternehmensleiterin Gisela Wendling-Lenz und Unternehmensleiter Ulrich Lenz über aktuelle Entwicklungen in der Branche und neue OSTWIND-Projekte informieren zu lassen.

Allein in Deutschland habe OSTWIND bis heute an 20 Standorten 186 Windmühlen mit 216 Megawatt Leistung geplant, gebaut und in Betrieb genommen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Weitere 50 MW sollen noch im Jahr 2002 realisiert werden. Dazu komme die Errichtung von fünf Umspannwerken in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Inzwischen beschäftige die OSTWIND-Unternehmensgruppe europaweit insgesamt 50 Mitarbeiter und erziele einen Jahresumsatz von etwa 100 Millionen Euro.

Die Entwicklung vom Windkraft-Pionier zu einem der führenden Unternehmen der deutschen Windwirtschaft begann im Jahr 1994 in Regensburg, als dort die OSTWIND Verwaltungsgesellschaft mbH für die Planung und Projektierung von Windparks gegründet wurde. Noch im Dezember des gleichen Jahres schloss sich die Lenz-Öko-Gewerbe-Bau GmbH an, die für die schlüsselfertige Errichtung von Windparks sorgt. Im Herbst 1999 übernahm die OSTWIND Betriebsgesellschaft im sächsischen Bockelwitz als technisches Kompetenzzentrum das Management und die Betriebsführung von Windparks. Geschäftsführer ist dort heute Andreas Hahn. Weil der Wind aber keine Grenzen kennt, habe OSTWIND schon früh auch den Schritt auf internationales Terrain gewagt. So startete man im Mai 1999 mit OSTWIND INTERNATIONAL France auch in das solare Zeitalter Frankreichs. Der Mut wurde belohnt: Demnächst soll dort am Ärmelkanal einer der größten Windparks Europas entstehen, den OSTWIND seit Jahresbeginn 2002 plant und 2004 realisieren wird. 140 Windmühlen mit einer Gesamtleistung von etwa 240 Megawatt (MW) werden dort sauberen Strom für über 150.000 Haushalte produzieren.

Auch in Spanien (Eolic Partners), Kroatien (Adria Wind Power), Griechenland (Anemos), Estland (OÜ Tuuleenergia) und der Türkei (OSTWID Enerji) soll der Wind mit Unterstützung der OSTWIND-Gruppe bald klimafreundlichen und schadstofffreien Strom erzeugen. Allerdings stoße die Nutzung der erneuerbaren Energien vor allem in Ländern, die (noch) nicht der EU angehören, derzeit noch an ökonomische Grenzen. Denn trotz der positiven natürlichen Voraussetzungen für Solar-, Wind- und Wasserkraft und des ernsthaften politischen Willens dieser Länder, in der Energieversorgung neue Wege zu gehen, drohe der Klimakurs dort an der schwierigeren Finanzierung von entsprechenden Projekten zu scheitern.

Den Appell an Umweltminister Trittin, hier auf europäischer Ebene für Abhilfe zu sorgen, verbanden die OSTWIND-Verantwortlichen mit einem besonderen Lob der vorbildlichen deutschen Klima- und Energiepolitik der vergangenen Jahre. Dass Deutschland heute Weltmeister in Sachen Windenergie ist, kommt nach Ansicht der bayerisch-sächsischen Windmüller nämlich nicht von ungefähr. Vor allem das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das inzwischen von vielen anderen Ländern als Mustervorlage genommen werde, habe nach ihrer Ansicht zu dieser Entwicklung beigetragen. „Dieser energiepolitische Standortvorteil für das Exportland Deutschland darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Windkraft sorgt für ein gutes Klima, schafft tausende neue Arbeitsplätze und stärkt die Regionen – vor allem auch in den neuen Bundesländern,“ lautete das Resümee in Regensburg.

04.10.2002   Quelle: OSTWIND-Gruppe

 

Peugeot stellt Brennstoffzellen-Fahrzeug „H2O“ vor

Peugeot-Concept-Car „H20“.

Unter den so genannten Concept-Cars, die der Automobilhersteller Peugeot beim Pariser Autosalon 2002 vom 28.09.-13.10.2002 vorstellt, befindet sich ein besonders innovatives Modell. Sein Name ist H2O, wie die chemische Formel für Wasser. Und das zu Recht, denn es handelt sich um ein Feuerwehrfahrzeug.   Die Farbe Rot und die Chromelemente, die an amerikanische Feuerwehrtrucks erinnern, betonen seine spielerische Dynamik. Originell sei das Fahrzeug aber auch wegen seiner Antriebsform, einer Brennstoffzelle (BZ): Der H2O verfügt über ein System zur Wasserstofferzeugung in Echtzeit, mit dem je nach Bedarf die entsprechende Menge an Brennstoff erzeugt werden kann. Ein wahrer Quantensprung, berichtet Peugeot in einer Pressemitteilung, denn dadurch sei das Fahrzeug völlig unabhängig von den Problemen der Speicherung von Wasserstoff in Druckbehältern.

Neue Antriebsmöglichkeiten hätten sich zu einer Kernfrage in den Entwicklungslabors von Peugeot entwickelt: Als Alternative zu den heutigen Verbrennungsmotoren, die Benzin oder Dieselkraftstoff benötigen, nimmt die Brennstoffzelle eine zentrale Rolle ein. Hierbei wird die chemische Energie im Fahrzeug direkt in elektrische Energie umgewandelt. Theoretisch könnten nach diesem Funktionsprinzip lokal völlig abgasfreie Fahrzeuge ("Zero Emission Vehicles") mit großen Reichweiten entwickelt werden. Damit wäre auch das größte Hindernis für die Verbreitung von Elektrofahrzeugen beseitigt: die regelmäßige Versorgung mit Strom. Außerdem eröffne der hohe Wirkungsgrad der Brennstoffzelle und die Vielfalt der für sie einsetzbaren Kraftstoffe wichtige Perspektiven für die Reduzierung des Verbrauchs und der Kohlendioxid-Emissionen. Bei der Brennstoffzelle wird durch Oxidation eines Brennstoffs — im Idealfall Wasserstoff — an einer Elektrode und Reduktion des Sauerstoffs an der zweiten Elektrode elektrischer Strom erzeugt. Bei diesem Prozess der Oxidation-Reduktion entstehen Energie und Wasser.
Die Umsetzung dieses simpel erscheinenden Prinzips im Auto ist allerdings nicht einfach. Der Wasserstoff muss entweder gespeichert oder an Bord erzeugt werden. Wegen seiner geringen Dichte von 70 g/l im flüssigen Zustand und der immens niedrigen Temperatur von —253 Grad Celsius, bei der Wasserstoff in den flüssigen Zustand übergeht, lässt er sich nur sehr schwer speichern. Soll Wasserstoff an Bord erzeugt werden, wirkt sich die Wahl des Brennstoffs entscheidend auf die Umweltbilanz des Fahrzeugs aus. Hier bieten Biokraftstoffe und vor allem Ethanol vielversprechende Perspektiven.

Bei der Erforschung der Onboard-Brennstoffzelle verfolgt PSA Peugeot Citroën unterschiedliche Ansätze. Die Brennstoffzelle eignet sich zum einen als Hauptenergielieferant, wie dies im Fall des ersten auf Basis des Peugeot Partner entstandenen Prototypen der Fall ist. Ebenso kann eine Brennstoffzelle als zusätzlicher Stromgenerator für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor eingesetzt werden. Und schließlich kann eine Platz sparende Brennstoffzelle als Zusatzgenerator für Elektro- und Hybridfahrzeuge die Reichweite dieser Fahrzeuge verbessern und das Gewicht der mitgeführten Batterien verringern. Aus genau diesem Funktionsprinzip hat PSA Peugeot Citroën eine Technologiestudie auf der Grundlage des Peugeot Partner entwickelt. Dieser wurde als Taxi ausgelegt, da er für die Fortbewegung im urbanen und suburbanen Gebiet ohne lokale Abgasentwicklung bestens geeignet ist. In die Entwicklung flossen auch Vorstellungen und Bedürfnisse von Taxifahrern mit ein, die über tatsächliche Einsatzbedingungen und über Anforderungen an die Effizienz der Technik Auskunft gaben. Der Peugeot Partner als Brennstoffzellen-Taxi bekam daher neben dem Elektromotor eine Brennstoffzelle, Platz sparende Nickel-Metallhybrid-Batterien und einen Behälter mit neun Wasserstoffflaschen, die im sogenannten Einschubtank untergebracht sind. Der Elektromotor des Partner verfügt über 22 kW (30 PS) Nennleistung und ein Untersetzungs- oder Planetengetriebe. Maximal ist eine Leistungsabgabe von 36 kW (49 PS) möglich. Das maximale Drehmoment beträgt 210 Nm, eine Kraft, die — wie bei Elektromotoren üblich — sofort mit dem Moment des Anfahrens zur Verfügung steht. Der Peugeot Partner mit Brennstoffzelle erreicht so eine Höchstgeschwindigkeit von 95 km/h und verfügt über eine Reichweite von 200 bis 300 Kilometern.


04.10.2002   Quelle: PEUGEOT Deutschland GmbH
Bildquelle: PEUGEOT Deutschland GmbH

 

Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft plädiert für einen „Solarminister“

Die Solarbranche fordert die Schaffung eines Ministeriums für Erneuerbare Energien und Klimaschutz, so die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) in einer aktuellen Stellungnahme.   Mit der Anregung zur Aufnahme eines „Solarministers“ in das Bundeskabinett soll dem Anspruch auf eine angemessene Interessenvertretung neuer Energietechnologien innerhalb der Bundesregierung Nachdruck verliehen werden. Der Ausbau erneuerbarer Energien zu einer tragenden Säule der Energieversorgung müsse zudem zum Staatsziel erhoben und im Grundgesetz verankert werden, fasst die UVS die Erwartungen der Branche zusammen. Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. mit Sitz in Berlin ist ein Zusammenschluss von 350 deutschen Solarunternehmen.

Deutschlands jüngster Industriezweig nehme weltweit eine Spitzenposition ein und biete bereits über 130.000 Menschen Arbeit - mehr als in der Kohle- und Atomwirtschaft zusammen. Eine Vollversorgung Deutschlands auf der Basis der sauberen heimischen Energieträger Sonne, Wind, Biomasse, Geothermie und Wasser sei langfristig möglich, zitiert die UVS die Energie-Enquête-Kommission des Deutschen Bundestages. UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig erklärte: „Die Erschließung erneuerbarer Energiequellen ist eine gesellschafts- und generationsübergreifende Aufgabe und eine der größten industrie- und umweltpolitischen Herausforderungen dieses Jahrhunderts. Sie bedarf einer besonderen Vorrangstellung in der Politik. Um aus genialen technischen Lösungen einen Exportschlager, Job- und Wirtschaftsmotor zu kreieren, müssen Erneuerbare Energien zur Chefsache werden. Ihr Ausbau erfordert die Bündelung von Wirtschaftskompetenz, ökologischer Vernunft und politische Intelligenz in einem Ressort.“ Bei konsequenter Weiterentwicklung der bestehenden Marktanreizprogramme könne in wenigen Jahren die Wettbewerbsfähigkeit mit Energie aus fossilen Quellen erreicht werden. Die deutsche Industrie habe die einzigartige Chance, weltweit zum Ausrüster für Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien zu werden. Deshalb müsse der Exportförderung in den nächsten Jahren eine besondere Aufmerksamkeit beigemessen werden.

02.10.2002   Quelle: UVS

 

Hermann Scheer fordert eine Million Solarstrom-Dächer

Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen drängt der SPD-Energiepolitiker und Träger des Alternativen Nobelpreises, Hermann Scheer, auf eine starke Ausweitung der Solarstromförderung.   "Nach dem 100.000-Dächer-Programm brauchen wir jetzt ein ‚Eine-Million-Dächer-Programm’, sagte das SPD-Vorstandsmitglied gegenüber dem Informationsdienst Solarthemen. Scheer gilt als Vater des 100.000-Dächer-Programms, mit dem die Bundesregierung seit 1999 zinsgünstigte Kredite an Betreiber von Solarstromanlagen vergibt. Ein “Eine-Million-Dächer-Programm“ dürfe man sich nicht als eine einzelne Maßnahme im Stile des heutigen Solarkreditprogramms vorstellen, sagte Scheer in der neuesten Ausgabe der Solarthemen, sondern als "ein breites Set von Instrumenten".

Nach Informationen der Solarthemen wollen Energiepolitiker von SPD und Grünen in den Koalitionsverhandlungen weitere Meilensteine bei der Förderung erneuerbarer Energien setzen. Nach dem Vorbild des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), das seit zwei Jahren die Mehrkosten für Strom aus regenerativen Quellen auf alle Stromkunden umlegt, soll nun ein “Regenerativ-Wärme-Gesetz“ dafür sorgen, dass das Heizen mit Sonne, Biomasse und Erdwärme gegenüber Öl und Erdgas bevorzugt wird. Der Bundeshaushalt solle dadurch nicht belastet werden, versprechen Scheer und der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell laut Solarthemen.

02.10.2002   Quelle: Solarthemen

 

SunTechnics: Neue Solarmodule mit drei Prozent Leistungstoleranz

Ab sofort bietet die Hamburger SunTechnics Solartechnik GmbH speziell gefertigte Solarstrom-Module exklusiv über ihre regionalen Partnerbetriebe an, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Mit einem international renommierten Hersteller habe der Photovoltaik-Systemanbieter SunTechnics einen Rahmenvertrag über die Lieferung von monokristallinen PV-Modulen mit einer Gesamtleistung von zunächst vier Megawatt (MW) vereinbart. Bei der Produktion würden die Module speziell auf die Anforderungen von SunTechnics angepasst. Mit einer Leistungstoleranz von nur drei Prozent und einer Garantie von 25 Jahren auf 80 Prozent der Leistung sollen sie künftig eine Spitzenposition auf dem Markt einnehmen.

Die Frontseite der SunTechnics-Module besteht aus Sicherheitsglas mit höchster Lichtdurchlässigkeit. Ausreichende Abstände der Zellen zu den Rahmen sollen Wirkungsgradeinbußen durch Moos verhindern. Zusammen mit der reflexionsarmen Oberfläche der monokristallinen Hochleistungs-Solarzellen garantiere dies einen hohen Wirkungsgrad bei unterschiedlichster Einstrahlung. Die Module werden mit MC-Steckern und 95 cm langen Anschlusskabeln bestückt, was die Montage auf dem Dach vereinfachen und beschleunigen soll. Die Serienfertigung der Solarpaneele findet laut SunTechnics in der EU statt. „Bei der Entwicklung des neuen SunTechnics Moduls haben wir unsere langjährige Erfahrung aus dem Bau von mehreren Tausend Solarstrom-Anlagen eingebracht. Professionellen Betreibern von solaren Großanlagen und privaten Hausbesitzern bieten wir individuelle Systemlösungen für die Photovoltaik“, erklärt Michael Ix, Geschäftsführer der SunTechnics. Allein im letzten Jahr habe das Unternehmen mit seinen Partnern aus dem Elektrohandwerk europaweit über 500 Solarstrom-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 5,5 Megawatt (MW) installiert. Im ersten Halbjahr 2002 hätten bereits weitere 317 Anlagen mit einer Gesamtleistung von über drei Megawatt realisiert werden können.

02.10.2002   Quelle: Conergy Group
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

WindWelt AG erhöht Windkraftportfolio auf 38 Megawatt

Die WindWelt AG (WKN 635253) errichtet in der Voreifel eine weitere Windkraftanlage vom Typ Fuhrländer MD 70 mit einer Leistung von 1,5 Megawatt MW und baut damit die Kapazität ihres gesamten Windkraftwerksparks auf 38 MW aus.   Im laufenden Geschäftsjahr will die Gesellschaft damit elf Anlagen mit einer Kapazität von 10,2 MW neu errichten und in Betrieb nehmen. Für das neue Windkraftwerk prognostiziert die Gesellschaft einen Ertrag in Höhe von jährlich 2,4 Millionen Kilowattstunden. Zur Realisierung weiterer rentabler Windkraftwerke verfüge das Unternehmen über eine gut gefüllte Projektpipeline, berichtet die WindWelt AG in einer Pressemitteilung.

Unterdessen hat die Eifelstrom GmbH, die 87 % der Anteile der WindWelt AG hält, gegenüber der WindWelt AG erklärt, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) habe der Mehrheitsgesellschafterin bescheinigt, dass die Voraussetzungen zur Abgabe eines Übernahmeangebotes nach Paragraph 35 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) nicht gegeben seien. Zur Begründung hieß es, dass es sich bei dem Verkauf von der SolarWorld AG an die Eifelstrom GmbH im weitesten Sinne um eine Transaktion innerhalb des Gesellschafterkreises handele. Ein öffentliches Übernahmeangebot an die freien Aktionäre der Gesellschaft werde daher nicht unterbreitet. Die WindWelt AG wird somit auch weiterhin als börsennotierte Gesellschaft am Geregelten Markt notieren. Die Option, an der Börse in einen der wenigen deutschen regenerativen Stromerzeuger investieren zu können, steht dem Anlegerpublikum auch künftig zur Verfügung.

02.10.2002   Quelle: Windwelt AG

 

Solar-Fabrik AG senkt Umsatz- und Ergebniserwartungen für 2002

Die Freiburger Solar-Fabrik AG wird im Geschäftsjahr 2002 ihren Umsatz voraussichtlich nur um etwa 5 Prozent auf rund 30 Millionen Euro steigern können.   Das berichtet das börsennotierte Unternehmen in einer ad hoc-Meldung. Als Grund für die im Vergleich zur ursprünglichen Planung (+ 40 Prozent) deutlich abgeschwächte Umsatzentwicklung nennt die Solar-Fabrik AG vor allem die im dritten Quartal spürbare Zurückhaltung bei Investitionen in die Solarenergie-Nutzung. Statt der in diesem Zeitraum üblichen Belebung des Absatzes von Solarstrom-Systemen sei die gesamte Branche belastet durch die Unsicherheit über die politische Weichenstellung in punkto Förderung der Solarstrom-Erzeugung nach der Bundestagswahl sowie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.

Neben der allgemeinen Nachfragezurückhaltung sei es zu kundenseitigen Verzögerungen bei laufenden Großaufträgen gekommen, so dass die Solar-Fabrik AG im dritten Quartal voraussichtlich nur rund 6,5 Millionen Euro umsetzen konnte statt der ursprünglich geplanten 14 Millionen Euro. Für das vierte Quartal rechnet das Unternehmen auf Grund der bestehenden Auftragslage mit einem deutlich höheren Umsatz in Höhe von zirka 13 Millionen Euro. Der Vorstand erwarte zwar nach der Bestätigung der rot-grünen Bundesregierung eine deutliche Belebung in der Solarbranche. Dies dürfte jedoch nicht ausreichen, die zum Börsengang genannten Ziele für das Jahr 2002 zu erreichen. Deshalb korrigiere die Solar-Fabrik AG ihre Umsatzerwartungen für das Geschäftsjahr 2002 von ursprünglich knapp 40 Millionen Euro auf rund 30 Millionen Euro und ihre Erwartungen für das operative Ergebnis (EBIT) von + 0,1 Millionen Euro auf etwa - 1,9 Millionen Euro. Der Vorstand habe Maßnahmen zur Kostensenkung eingeleitet. So würden die Aufwendungen für das Personal gesenkt und die Ausgaben für Marketing sowie PR deutlich zurückgeführt. Mit den eingeleiteten Maßnahmen habe die Solar-Fabrik die Weichen gestellt, um das Unternehmensziel eines positiven Ergebnisses im Jahr 2003 zu erreichen.

01.10.2002   Quelle: www.presseportal.de

 

FVS-Jahrestagung: Solare Kraftwerke für zuverlässige Stromversorgung

Erneuerbare Energien – Sonne, Wind, Wasser, Biomasse – decken bereits heute mittels zehntausender dezentraler “Kraftwerke” wachsende Anteile des Strombedarfs. In Deutschland sind es bereits 7%.   Ihre Verknüpfung untereinander und mit den herkömmlichen Kraftwerken im Netzverbund gewährleistet eine zuverlässige Stromversorgung. Dieser Beitrag lässt sich nach Auskunft des ForschungsVerbunds Sonnenenergie (FVS) noch deutlich steigern. Solare Kraftwerke sind das Thema der FVS-Jahrestagung am 14. und 15. Oktober 2002 an der Fachhochschule Stuttgart.

In Zukunft werden Kraftwerke größerer Leistung an besonders ergiebigen Standorten zu einer weiteren Steigerung des “solaren” Stromanteils führen, heißt es in der Einladung zu der Veranstaltung. Aus ökonomischer Sicht seien bereits heute solarthermische Kraftwerke in sonnenreichen Regionen und Windkraftanlagen in den Offshore-Bereichen der Kontinente besonders attraktive Technologien. Auch photovoltaische Großanlagen würden mit sinkenden Kosten besonders in südlichen Breiten eine zunehmend interessante Option. Bei einer ausgewogenen Vernetzung von Kraftwerken aller Leistungsklassen, die mit der heutigen Ausdehnung von Stromnetzen auch europäische Ausmaße annehmen wird, könnten erneuerbare Energien in Zukunft das Rückgrat einer nachhaltigen Energieversorgung bilden.

Die Institute des ForschungsVerbunds Sonnenenergie werden auf der Jahrestagung 2002 Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf diesen Gebieten präsentieren, beispielsweise System- und Kommunikationstechniken für die Vernetzung einer großen Anzahl von Kraftwerken; neue Technologien und Komponenten für solarthermische Kraftwerke, die zusammen mit Industriepartnern erfolgreich entwickelt wurden sowie die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Offshore-Windtechnik. Die Forschungsinstitute wollen zeigen, dass große Kraftwerke auf der Basis erneuerbarer Energien einen hohen Reifegrad erreicht haben und ihre Markteinführung der nächste wichtige Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen Energieversorgung sein wird.

Der FVS bittet um Rückmeldung bis zum 05.10.2002. Das Programm und ein Anmeldeformular finden Sie unter http://www.fv-sonnenenergie.de/termine/fvs_jahrestagung_02.pdf .
Der Tagungsbeitrag beträgt 70 €, für Studenten 15 €, Schüler haben freien Eintritt.

01.10.2002   Quelle: FVS

 

Solar-Verbände: Wahlergebnis stärkt Solarenergie

Die Solarbranche begrüßt den Ausgang der Bundestagswahl und sieht darin eine Bestätigung für die erfolgreiche Solarpolitik der vergangenen Legislaturperiode. Das berichten der Bundesverband Solarenergie e.V. (BSE) und der Deutsche Fachverband Solarenergie e.V. (DFS) in einer Pressemitteilung.   Die Zahl der Solaranlagen habe sich innerhalb von vier Jahren verdreifacht und mehrere neue Solarfabriken seien in Betrieb genommen worden. Politiker von SPD und Bündnis90/Die Grünen hätten angekündigt, diese Solarpolitik fortzusetzen. Jetzt erwarte die Branche ein Anziehen der Nachfrage nach Solaranlagen, auch weil der Ölpreis deutlich gestiegen ist.„ Die Bürger spüren, dass wir jetzt mit dem Umbau der Energieversorgung beginnen müssen und jeder einen eigenen Beitrag dazu leisten sollte. Die Wetterkapriolen, die Flutkatastrophe und die Gefahr eines Kriegs ums Erdöl lassen dieses Gefühl zur Gewissheit werden“, so Udo Möhrstedt, Sprecher des BSE. „SPD und Grüne haben die Wahl auch deshalb gewonnen, weil sie in den letzten vier Jahren eine konsequente Politik für die Solarenergie gemacht haben“.

Seit 1999 wird die Installation einer Solarwärmeanlage durch Zuschüsse finanziell gefördert. Etwa 500 Euro erhält der Hausbesitzer für eine Anlage zur Trinkwassererwärmung, bis zu 1.500 Euro für eine Anlage, die auch die Heizung unterstützt. Für Solarstromanlagen gibt es sehr günstige Kredite im 100.000 Dächer-Programm und eine Vergütung von 48,1 Cent für jede Kilowattstunde Solarstrom, die ins Stromnetz eingespeist wird. „Viele Interessenten waren vor der Wahl verunsichert, ob die Förderpolitik nach der Wahl fortgesetzt wird und haben deshalb ihren Kauf nochmals zurückgestellt. Jetzt gibt es Klarheit für ein weiteres Wachstum in der Solarenergie“, so Olaf Fleck, Vorsitzender des DFS. Angesichts des steigenden Ölpreises erwartet er, dass die Hausbesitzer wieder vermehrt Solaranlagen installieren lassen. „Fördermittel sind ausreichend vorhanden und Industrie und Handel sind ohne Wartezeiten lieferfähig“ versichert Olaf Fleck, „der Zeitpunkt für die Investition in die umweltfreundliche und zukunftssichere Solartechnik ist äußerst günstig“.

01.10.2002   Quelle: BSE, DFS

 

2010 © Heindl Server GmbH