Solar News Archiv April 2003

 
 

Greenpeace: 'On' sein ist gefährlich, E.ON täuscht die Verbraucher

Zu Beginn der Hauptversammlung des Energiekonzerns E.ON haben 25 Greenpeace-Aktivisten am 30.04.2003 vor der Essener Gruga-Halle ein fünf mal drei Meter großes Transparent aufgestellt. Darauf ist ein Sarg mit einem eingravierten Radioaktivitäts-Symbol zu sehen, daneben der weiße Schriftzug 'Ich war on' - in Anlehnung an die Werbekampagne des E.ON-Konzerns.   Das berichtet die Umweltschutzorganisation in einer Pressemitteilung. Die Aktion soll deutlich machen, dass E.ON die Verbraucher gezielt täusche, indem der Konzern seinen Atomstrom unter dem Label 'Neue Energie' anbietet. Dabei mache E.ON sogar mit Strom aus osteuropäischen Atomreaktoren vom Typ Tschernobyl Profit, kritisiert Greenpeace. Die Umweltschutzorganisation fordert den Konzern und seine Aktionäre auf, aus diesem Geschäft unverzüglich auszusteigen.

„E.ON steht wie kein anderer Stromkonzern in Deutschland für alte, radioaktive, tödliche Energie“, sagte Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler. „Wer als E.ON-Kunde 'on' ist, finanziert damit möglicherweise den nächsten atomaren Super-GAU in Europa“. E.ON sei Deutschlands größter Atomkonzern: Von den 19 deutschen Reaktoren ist das Unternehmen laut Greenpeace an zwölf beteiligt. In den vergangenen Jahren habe sich E.ON großflächig in den osteuropäischen Energiemarkt eingekauft. Die litauische Tochterfirma Lietuvos Energija handle mit Strom aus dem dortigen Uralt-Reaktor Ignalina, einem Zwilling des Katastrophenreaktors von Tschernobyl. 1986 kam es in Tschernobyl zum Super-GAU, in der Folge starben seitdem Tausende Menschen. Rund 330.000 Quadratkilometer seien noch immer verstrahlt, eine Fläche fast so groß wie die Bundesrepublik Deutschland, betont Greenpeace.

Wenn demnächst die Leitungen nach Westeuropa ausgebaut werden, könnte E.ON den Strom aus Ignalina auch in Deutschland verkaufen, befürchtet Greenpeace. Der Verbraucher würde davon nichts erfahren: E.ON gebe schon jetzt den Kunden keinen Herkunftsnachweis für über 40 Prozent seines verkauften Stroms. „Mit dem Geschäft in Litauen hält E.ON einen Hochrisiko-Reaktor am Netz“, so Mathias Edler. Greenpeace fordert E.ON auf, stattdessen in Osteuropa in erneuerbare Energien zu investieren. Außerdem müsse der Konzern endlich seinen Strom-Mix offen legen - damit der Verbraucher weiß, was er tut, wenn er 'on' ist.

30.04.2003   Quelle: Greenpeace
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Trittin in New York: Ausbau der erneuerbaren Energien birgt beträchtliche wirtschaftliche Vorteile

Bundesumweltminister Jürgen Trittin führt auf der UN-Ministerkonferenz über nachhaltige Entwicklung in New York Gespräche mit Ministern aus Industrie- und Entwicklungsländern über den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien.   Zentrales Thema der UN-Kommission für Nachhaltige Entwicklung (CSD) ist die Umsetzung der Beschlüsse des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung vom August vergangenen Jahres in Johannesburg. Die Ministerkonferenz von 28. – 30. April findet statt unter Vorsitz des südafrikanischen der Umweltministers Valli Moosa. Im Mittelpunkt steht die Frage, mit welchen internationalen Strukturen nachhaltige Entwicklung insgesamt, also auch in der Energiepolitik, vorangebracht werden kann.

Auf Initiative der Bundesregierung und ihrer europäischen Partner sollen Entscheidungen zum Gesamtbereich nachhaltiger Entwicklung in Zukunft international in einem Zweijahresturnus vorbereitet werden. Dadurch soll eine gründliche Analyse der bisherigen Umsetzungsdefizite und eine ergebnisorientierte Vorbereitung neuer Entscheidungen sichergestellt werden. Umweltminister Trittin will am Rande der Konferenz in bilateralen Gesprächen vor allem die Ziele der internationalen Konferenz über Erneuerbare Energien erläutern, zu der die Bundesregierung für den Juni kommenden Jahres nach Bonn eingeladen hat. Geplant sind unter anderem Gespräche mit den Umweltministern Brasiliens, Südafrikas, Kanadas, Norwegens und der USA. "Mit unserer Einladung nach Bonn wollen wir einen Anstoß zum weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere in Entwicklungsländern geben. Erneuerbare Energien können gerade in ländlichen Regionen der Entwicklungsländer einen entscheidenden Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten. Der Ausbau der erneuerbaren Energien trägt aber nicht nur zum Klimaschutz und zur Armutsbekämpfung bei, sondern birgt auch beträchtliche wirtschaftliche Vorteile“, sagte Trittin im Vorfeld des Treffens.

30.04.2003   Quelle: BMU

 

Energieverbraucher versteigern Strom- und Gaswettbewerb bei eBay

Nach Auffassung des Bundes der Energieverbraucher e.V. haben Versorgungswirtschaft und Politik den Wettbewerb auf dem Strom und Gasmarkt seit fünf Jahren erfolgreich verhindert. Deshalb versteigert die Verbraucherorganisation den Wettbewerb symbolisch bei dem Internet- Auktionshaus eBay.  Am 28. April 2003 sei es genau fünf Jahre her, seit das Energiewirtschaftsgesetz in Deutschland geändert wurde und einen Wettbewerb im Bereich der Strom- und Gasversorgung ermöglichte. „Der Wettbewerb ist ungebraucht und fast neuwertig. Das Eröffnungsangebot für den mehrere Milliarden einbringenden Wettbewerb beträgt einen Euro“, kündigt der Bund der Energieverbraucher die Auktion an. Der Erlös soll der Arbeit des gemeinnützigen Verbrauchervereins zu gute kommen.

„Energiewirtschaft und Politik haben einen wirksamen Strom- und Gaswettbewerb erfolgreich zu verhindern gewusst. Zudem wurde die Monopolbildung durch gesetzeswidrige Ministererlaubnisse von der Bundesregierung intensiv gefördert“ kritisiert Dr. Aribert Peters, der Bundesvorsitzende des Bundes der Energieverbraucher. „Da der Strom- und Gaswettbewerb in Deutschland offensichtlich nicht gewollt ist, werden wir ihn meistbietend versteigern. Er ist viel wert: Der verhinderte Wettbewerb bringt der Versorgungswirtschaft jährlich Mehreinnahmen von mehreren Milliarden Euro. Denn Milliarden von Euro müssen Deutschlands Verbraucher für ihre Strom- und Gasrechnung mehr zahlen, weil es in Deutschland keinen Wettbewerb gibt. Jedem deutschen Haushalt sollte der Wettbewerb etwa hundert Euro wert sein. Denn um diesen Betrag würde seine Stromrechnung bei wirksamem Wettbewerb geringer ausfallen“.

Die Versteigung begann am 28.04.03 um 00:15 Uhr mit einem Startgebot von einem Euro. Bis zum Auktionsende am 08.05.03 um 00:15 Uhr könne jeder den fast neuwertigen Wettbewerb ersteigern. Er sei sofort einsatzbereit, so die Energieverbraucher. Der Höchstbieter erhalte eine Urkunde, die ihm die symbolische Eigentümerschaft an dem kaum gebrauchten Strom- und Gaswettbewerb bescheinigt. Als Gebrauchsanleitung bekomme er dazu das 14. Hauptgutachten des Monopolkommission und ein Gutachten zur Rechtswidrigkeit der gerade von Bundestag und Bundesrat als angeblich "gute fachliche Praxis" gesetzlich geadelten so genannten Verbändevereinbarung, verspricht der Bund der Energieverbraucher. Der Erlös der Versteigerung soll vollständig in die Arbeit der gemeinnützigen Organisation für eine umwelt- und verbraucherfreundlichere Energiezukunft fließen. Das Angebot ist bei Ebay hier abrufbar unter http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?viewItem&item=2526908238

30.04.2003   Quelle: Bund der Energieverbraucher e.V.

 

Bundesverband Solarenergie zieht in das Energieforum Berlin

Nach einem 4 Monate langen Provisorium der Berliner Geschäftsstelle des Bundesverbandes Solarenergie (BSi) zieht der Verband am 30. April in das Energieforum gegenüber dem Ostbahnhof Berlin.  Damit finden die fünf Mitarbeiter ausreichenden Platz und der Solarindustrieverband einen repräsentativen Rahmen, berichtet der BSi. Am 7. Mai wird die erste Mitgliederversammlung des BSi im Energieforum stattfinden, das Tagungsräume für solche Anlässe zur Verfügung stellt.

Das Energieforum bietet 18.500 Quadratmeter hochmoderne und energieeffiziente Büro- und Ausstellungsflächen direkt am Spree-Ufer. So verfügt das Gebäude über ein innovatives Lüftungskonzept und eine adaptive Beleuchtung, die sich automatisch dem Außenlicht anpasst. Ein besonderes Highlight sind die so genannten Energiepfähle: durch sie wird das Energieforum klimatisiert. Die Energiepfahltechnik ermöglicht die Nutzung der nahezu konstanten Erd- und Grundwassertemperaturen für die Klimatisierung des Gebäudes. Dazu wird Wasser durch im Erdreich versenkte Pfähle geleitet und dabei abgekühlt. Das Wasser strömt anschließend durch ein Rohrnetz im Deckenbereich der Büros und kühlt diese ebenfalls ab.

Das Energieforum bildet den Mittelpunkt eines Gebäudekomplexes und stellt multifunktionale Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen zur Verfügung als Marktplatz für Konzepte, Innovationen und Produkte einer nachhaltigen Energiewirtschaft. Hier treffen sich Entwickler und Produzenten mit ihren Geschäftspartnern und Kunden. Hier bieten sich für Mieter und Nutzer umfangreiche Möglichkeiten der öffentlichkeitswirksamen Darstellung ihrer Produkte und Dienstleistungen mit entsprechender Resonanz bei Produzenten und Verbrauchern, in Politik, Verwaltung und Medien. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) managt die zahlreichen Veranstaltungen, die unter dem Dach des Energieforums stattfinden. Das gewährleistet eine professionelle Organisation, interessante Gäste sowie die effiziente Nutzbarkeit der Konferenzräume auch für die Mieter des Energieforums.

30.04.2003   Quelle: BSi, EnergieForum Berlin

 

NABU reicht EU-Beschwerde gegen Offshore-Windpark Butendiek ein

Der Naturschutzbund NABU hat gegen den Offshore-Windpark "Butendiek" eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht. "Wir ziehen damit die Konsequenz daraus, dass der Windpark in einem nach EU-Recht zu schützenden Bereich genehmigt worden ist", sagte der amtierende NABU-Präsident Christian Unselt.  Das betroffene Meeresgebiet in der Nordsee westlich von Sylt müsse wegen bedeutender Vorkommen zahlreicher bedrohter Seevogelarten, insbesondere von Seetauchern, sowie Schweinswalen sowohl nach der Europäischen Vogelschutzrichtlinie als auch nach der Fauna-Flora-Habitat (FFH) Richtlinie als Meeresschutzgebiet ausgewiesen werden. Die Beeinträchtigungen dieser Arten durch "Butendiek" und einige weitere Windparks sei mit dem EU-Recht nicht vereinbar.

Die Europäische Kommission werde nun auf der Grundlage der NABU-Beschwerde die Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen die Bundesregierung prüfen, heißt es in der NABU-Pressemitteilung. "Es ist schmerzlich, ausgerechnet gegen ein eigentlich umweltpolitisch sinnvolles Projekt wie den Windpark Butendiek vorgehen zu müssen", so Unselt: "Aber angesichts ausreichender Meeresfläche außerhalb der auszuweisenden Schutzgebiete, die genauso für die Offshore-Windenergie nutzbar ist, schaden Genehmigungsbehörde und Betreiber durch ihr starrsinniges Festhalten an diesem Standort nur der Zukunft der Windenergie."

Unselt bemängelt die ungenügende Steuerung der Offshore-Planungen insgesamt. Letztlich erhoffe sich der NABU von der Beschwerde auch eine Signalwirkung auf andere Windparks, die in kritischen Bereichen geplant seien. "Wir brauchen eine neue Steuerung des Ausbaus der Offshore-Windenergie, bei der der Naturschutz ausreichend berücksichtigt wird und die Windenergie somit eine echte Zukunftsperspektive bekommt", so Christian Unselt.

29.04.2003   Quelle: NABU

 

Handwerkskammer Hamburg schreibt Umweltpreis aus

Zum 11. Mal wird in diesem Jahr bundesweit der SIGNAL IDUNA Umwelt- und Gesundheitspreis der Handwerkskammer Hamburg vergeben. Gesucht werden umsetzbare Lösungen in den Bereichen Umweltschutz, Energie-Effizienz, Nutzung regenerativer Energien und Gesundheitsschutz.  Sie sollen Modellcharakter haben für einzelne Betriebe, Gewerke, und Branchen. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wendet sich in erster Linie an Handwerksbetriebe, ist aber auch für andere Einsender offen.

Schirmherr des Umweltpreises ist der erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Ole von Beust. Als Beiträge erwünscht sind auch Beispiele für die erfolgreiche Kommunikation von Ergebnissen zur Verringerung von Umweltbelastungen, Energieeffizienz oder Gesundheitsschutzmaßnahmen. Die Ausschreibung läuft bis zum 30. Juni 2003. Weitere Informationen gibt das ZEWU Hamburg (Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik); Buxtehuder Str. 76; 21073 Hamburg; Tel.: 040 35905-802; E-Mail: mhartig-ernst@hwk-hamburg.de.

Die Ausschreibungsunterlagen können als PDF-Dokument (124 kb) heruntergeladen werden unter http://www.hwk-hamburg.de/downloads/aktuelles/umwelt02_04_03.pdf

29.04.2003   Quelle: Handwerkskammer Hamburg

 

Wien: Experten diskutierten Ölverknappung

Die Zeit sinkender Ausbeute im Bereich fossiler Ressourcen ist nicht mehr fern, Alternativen müssen bereits heute vorbereitet werden. Das ist das Fazit einer Diskussion zu welcher der österreichische EU-Abgeordnete Dr. Hans Kronberger (FPÖ) Experten aus Wissenschaft und Industrie am 24.04.2003 eingeladen hatte.  In diesem Punkt waren sich die Podiumsgäste der laut Kronberger „historischen“ Diskussion einig. Im Detail gingen die Auffassungen von Dr. Werner Zittel und Jörg Schindler (Ludwig-Bölkow-Institut), Dr. Hans Wenck (Shell Austria) und Dr. Christian Rakos (Energieverwertungsagentur Österreich, EVA) auseinander.

Um 2010 werde das weltweite Fördermaximum für Öl von 80 Millionen. Fass (Barrel) erreicht sein, danach folge eine Phase stetig sinkender Ausbeute, prophezeiten Werner Zittel und Jörg Schindler, Autoren des Buches "Ölwechsel - Das Ende des Erdölzeitalters". Schon um die Ölförderung dauerhaft bei 80 Millionen Fass täglich zu halten, wären jedes Jahr Investitionen von 100 Milliarden Dollar erforderlich. Bereits seit Jahren befinde man sich in einem Zustand tendenziell sinkender Ausbeute, was die wichtigsten günstig auszubeutenden Lagerstätten betrifft. Jörg Schindler sieht akuten Handlungsbedarf: "Die Krise ist nicht erst da, wenn der letzte Tropfen Öl geflossen ist."

Der Pressesprecher von Shell Austria erwartet das Maximum der Ölproduktion erst um das Jahr 2025. Dr. Hans Wenck verwies auf die zu erwartenden technischen Fortschritte, zum Beispiel in der Tiefseeförderung. Diese würden neue Ausbeutechancen zu vertretbaren Kosten eröffnen. Nichtkonventionelle Lager wie etwa Ölsande könnten bis 2030 schon acht Prozent der globalen Ölnachfrage befriedigen.

Laut Christian Rakos, Experte für erneuerbare Energien bei der Energieverwertungsagentur, muss die Umstellung des Energiesystems in Anbetracht der langen Investitionszyklen im Energiebereich dringend vorangetrieben werden. Die beträchtlichen Zuwächse im Bereich erneuerbarer Energien, besonders in Österreich, seien zwar ermutigende Ansätze, aber immer noch nicht ausreichend. Besorgnis äußerte der Wissenschaftler auch angesichts stagnierender Entwicklungen in der Energieeffizienz. Ohne "Quantensprünge" in diesem Bereich sei auch die Hoffnung auf eine Lösung des Energieproblems mit Hilfe erneuerbarer Energien eine Illusion, so Rakos.

Als „historischen Abend" wertete Hans Kronberger die Diskussion. Seine Stellungnahmen über die Versorgungssicherheit der Europäischen Union mit Erdöl und Erdgas werden derzeit im Europäischen Parlament behandelt. Die brisante Frage der Energiezukunft werde sich im kommenden Jahrzehnt zu einem zentralen Thema entwickeln, sowohl auf europäischer Ebene als auch weltweit, ist sich der EU-Abgeordnete sicher.

29.04.2003   Quelle: MEP Hans Kronberger

 

Greenpeace-Protest mit Großbilddia auf AKW Biblis

Greenpeace-Protest Biblis

Auf den Kühlturm des Atomkraftwerkes (AKW) Biblis in Hessen haben Greenpeace-Aktivisten am 27.04.2003 in den frühen Morgenstunden ein Grossbilddia projiziert mit der Frage: "AKW Biblis: 28 Jahre Russisch-Roulette! RWE, Politiker, TÜV, merkt ihr noch was?"  Das berichtet die Umweltschutzorganisation in einer Pressemitteilung.

Der hessische Umweltminister Wilhelm Dietzel (CDU) habe am Freitag zugegeben, dass das Notkühlsystem bereits seit der Inbetriebnahme des AKWs im Jahr 1975 unzureichend sei und nicht der Betriebsgenehmigung entspreche. 28 Jahre lang habe das niemand bemerkt, so Greenpeace. Die Umweltschutzorganisation fordert, neben dem Betreiber RWE auch die politisch Verantwortlichen in den Atomaufsichtsbehörden des Landes und Bundes zur Rechenschaft zu ziehen. RWE müsse die Betriebsgenehmigung für das AKW entzogen werden, so Greenpeace.

"RWE, der TÜV, aber auch die Aufsichtsbehörden von schwarzer bis grüner politischer Couleur haben sträflich versagt", sagt Greenpeace-Atomexpertin Susanne Ochse. "Der hoch gepriesene Sicherheitsstandard deutscher Atomkraftwerke ist um keinen Deut besser als in den Ländern Osteuropas. Es ist nicht auszudenken, was im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet passiert wäre, wenn das Notkühlsystem in Biblis einmal bei einem schweren Unfall gebraucht worden wäre."

Am 17. April 2003 habe RWE das hessische Umweltministerium informiert, dass die Ansaugöffnungen der Notkühlpumpen zu klein seien, berichtet Greenpeace. Ihre Bruttofläche betrage nur 5,9 statt der vorgeschriebenen 7,3 Quadratmeter. Die zu kleine Fläche sei eine Gefahr, da bei einem Störfall im Reaktor das Kühlwasser nicht schnell genug angesaugt werden könne. Dadurch könnte sich der Reaktor so weit erhitzen, dass es zur Kernschmelze, zum Super-GAU komme.

Als „Gipfel der Fahrlässigkeit“ bezeichnet Greenpeace dem Umstand, dass die falsche Quadratmeterzahl laut Bundesumweltministerium sogar in den Sicherheitsnachweisen des AKWs stehe, welche RWE dem hessischen Umweltministerium vorlegte. Auch dem Ministerium sei der Fehler nicht aufgefallen. "Es muss jetzt umgehend geklärt werden, wer dafür verantwortlich ist", erklärte Susanne Ochse, "in den Aufsichtsbehörden scheine man vergessen zu haben, dass Atomkraft keine Fehler verzeiht."

28.04.2003   Quelle: Greenpeace
Bildquelle: Greenpeace
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BMU: Biblis A bleibt abgeschaltet, bis alle Sicherheitsdefizite beseitigt sind

"Die Entscheidung der hessischen Atomaufsicht, vom Betreiber die Beantragung eines Genehmigungsverfahrens nach § 7 Atomgesetz zu verlangen und diesen Antrag nach dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik zu prüfen, ist die einzig mögliche Schlussfolgerung aus der Tatsache, dass ein in Teilen ungenehmigter Zustand des Reaktors festgestellt wurde."  Das erklärte Bundesumweltminister Jürgen Trittin zu der Mitteilung der hessischen Atomaufsicht vom 25.04.2003, dass die vorhandenen Sumpfsiebe im Notkühlsystem des Atomreaktors Biblis A nicht der 1975 erteilten endgültigen Betriebsgenehmigung entsprechen.

Das Bundesumweltministerium will einem Wiederanfahren des Reaktors erst dann zustimmen, wenn das Notkühlsystem der Betriebsgenehmigung entspricht. Die Ursachen und Verantwortlichkeiten müssten geklärt werden und die Sicherheit des Anlagenbetriebs gewährleistet sein, heißt es in einer BMU-Pressemitteilung. Außerdem müsse die Qualitätssicherung beim TÜV überprüft werden, dem noch im Mai 1999 bei einer Inspektion der Ansaugöffnungen die unzureichende Fläche nicht aufgefallen war.

Das Notkühlsystem muss im Falle einer großen Leckage die Kühlung des Reaktorkerns gewährleisten. Bei einer unzureichende Auslegung des Notkühlsystems besteht laut BMU die Gefahr, dass der Reaktor nicht genug gekühlt werde und es zu massiven Freisetzungen von Radioaktivität kommen kann. In der vergangenen Woche sei bekannt geworden, dass die zur Verfügung stehenden Ansaugöffnungen für Notkühlpumpen nicht die erforderliche Fläche besitzen. Nach Angaben des hessischen Umweltministeriums müsse diese Fläche der Genehmigung entsprechend 7,3 m² groß sein.

Nach der "vorläufigen Sofortmeldung" der hessischen Atomaufsicht an die Bundesaufsicht über Mängel beim Atomkraftwerk Biblis A vom 18. April 2003 habe das Bundesumweltministerium noch am selben Tag eine umfassende Untersuchung des Vorgangs verlangt und angekündigt, dem Wiederanfahren des Reaktors erst dann zuzustimmen, wenn die Ursachen und Verantwortlichkeiten geklärt sind und die Sicherheit des Anlagenbetriebs gewährleistet sei. Die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) und die Reaktorsicherheitskommission (RSK) seien eingeschaltet worden, so das BMU in einer Pressemitteilung.

28.04.2003   Quelle: BMU
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Günstige Darlehen für Heizung und Solarwärme

Acht Milliarden Euro hat die Bundesregierung im Rahmen des neuen Wohnraum-Modernisierungsprogramms bereit gestellt. Hauseigentümern, die im Rahmen einer Heizkesselmodernisierung eine Solaranlage anschaffen, stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) attraktive Förderdarlehen zur Verfügung.  Das berichtet die Initiative Solarwärme Plus in einer Pressemitteilung. Die günstigen Kredite des Wohnraum-Modernisierungsprogramms werden in verschiedenen Varianten angeboten. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren und fünfjähriger Zinsbindung beispielsweise liegt der Effektivzinssatz in den ersten vier Jahren bei 2,63 Prozent jährlich, im fünften Jahr bei 4,68 Prozent. Danach orientiert sich der Zinssatz am Marktniveau. Die ersten fünf Jahre sind tilgungsfrei. Zum Vergleich: Herkömmliche Wohnungsbaudarlehen liegen gegenwärtig bei etwa 5 Prozent.

Der Kreditantrag ist über die Hausbank zu stellen. Das neue „Wohnraum-Modernisierungsprogramm“ lässt sich nach Informationen der Initiative Solarwärme Plus auch mit den Solar-Zuschüssen des Bundesamtes für Wirtschaft kombinieren. Pro installiertem Quadratmeter Kollektorfläche gibt es vom Staat 125 Euro. Folglich sei die Anschaffung von Solarkollektoren zur Zeit besonders günstig. Das bestätige auch die Stiftung Warentest. Die Experten nahmen in ihrem kürzlich veröffentlichten Test Anlagen unter die Lupe, die nicht nur das Trinkwasser erwärmen, sondern auch die Heizung unterstützen. Das Ergebnis: Insbesondere der Einsatz von Solaranlagen mit integriertem Gasbrenner bietet bei Modernisierungen eine interessante Alternative. Diese Modelle liefern Raumwärme und Warmwasser in einem Gerät. Ein zusätzlicher, konventioneller Heizkessel ist nicht erforderlich. Insgesamt fällt das Urteil der Stiftung Warentest positiv aus: „Einmal richtig installiert und in Betrieb genommen, können die Anlagen jahrzehntelang ohne große Bedienung störungsfrei Sonnenenergie ernten.“

Weitere Informationen unter http://www.kfw.de/DE/BauenWohnenEnergiesparen/DieProgram13/KfW-Wohnra31/Inhalt.jsp

28.04.2003   Quelle: Initiative Solarwärme Plus
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Ute Vogt (SPD): Das EEG um die „Neue Große Wasserkraft“ erweitern

Die Landesvorsitzende der SPD Baden-Württemberg und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesinnenministerium setzt sich für die Aufnahme der neuer Wasserkraftwerke mit mehr als 5 Megawatt Leistung in das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ein.  "Nur wenn Investitionen in große neue Wasserkraftwerke gleichberechtigt neben Wind, Sonne und der kleinen Wasserkraft ebenfalls durch das EEG gefördert werden, können Land und Bund ihre Klimaschutzziele erreichen", sagte Ute Vogt. Gleichzeitig würden dadurch die Fördermittel in der Bundesrepublik Deutschland standortgerecht verteilt und die umweltfreundlichen Energieressourcen vor allem in Baden-Württemberg optimal aktiviert. Die Investitionen im Bereich der großen Wasserkraft stärken laut Vogt auch die Wirtschaft im Südwesten und schafften zusätzliche Arbeitsplätze.

Dies gelte vor allem für die Realisierung des geplanten NaturEnergie-Kraftwerks in Rheinfelden, des größten Bauvorhabens im Bereich der regenerativen Energien in Deutschland. Die Umsetzung des in Rheinfelden geplanten Neubaus an der Stelle des ältesten Flusskraftwerks in Europa werde dadurch verhindert, dass Wasserkraftwerke bisher nur bis zu einer Leistungsgrenze von 5 Megawatt gefördert werden. Nach Ansicht der SPD-Landesvorsitzenden stellt dies auch eine Blockade für weitere viel versprechende Projekte in Baden-Württemberg dar: In den Oberrheinkraftwerken Gambsheim und Iffezheim könnte jeweils eine zusätzliche fünfte Turbine eingebaut werden und auch bei dem Hochrheinkraftwerk Albbruck-Dogern könne im Zuge der anstehenden Neukonzessionierung im Jahre 2012 eine weitere große Menge an sauberem Strom erzeugt werden. Allein durch die Erweiterung dieser bestehenden vier großen Wasserkraftwerke ließe sich die Stromproduktion am Rhein um rund 800 Millionen Kilowattstunden pro Jahr steigern. Eine Menge, die ausreiche, um rund 265.000 Haushalte zu versorgen.

Dies zeige, dass das Land Baden-Württemberg mit der Aufnahme der "Neuen Großen Wasserkraft" in das EEG einen gewichtigen Beitrag für eine sichere und saubere Energiezukunft leisten könne, so Ute Vogt weiter. Gleichzeitig würden die Fördergelder standort- und anlagengerecht verteilt. Vogt verwies darauf, dass die verschiedenen erneuerbaren Energiepotenziale jedes Bundeslandes optimal gefördert und genutzt werden sollten. Auf Grund der Topografie Baden-Württembergs sei die Große Wasserkraft die effizienteste regenerative Energiequelle.

28.04.2003   Quelle: NaturEnergie AG

 

Shell weiht Wasserstoff-Tankstelle auf Island ein

Shell Hydrogen, ein weltweit tätiges Unternehmen der Royal Dutch/Shell Gruppe, hat am 24.04.2003 die erste Wasserstoff-Straßentankstelle der Marke Shell in Reykjavik, eröffnet.  Die Station sei zugleich der erste Meilenstein des Landes auf dem Weg zu einer umweltfreundlichen und zukunftsfähigen Wasserstoff-Wirtschaft berichtet das Unternehmen. Die Tankstelle soll zunächst von drei DaimlerChrysler Brennstoffzellen-Bussen genutzt werden, die das lokale Busunternehmen „Straeto bs“ auf den Straßen Reykjaviks einsetzt. In Zukunft sollen auch Privatfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb auf Islands Straßen fahren. Die isländische Regierung fördere einen verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. Hierzu zähle auch die Herstellung von umweltfreundlichen Kraftstoffen wie Wasserstoff, so Shell.

Zu der Wasserstoff-Tankstelle gehören auch die technischen Anlagen, die benötigt werden, um aus Wasser per Elektrolyse Wasserstoff herzustellen. Die Anlagen wurden von Norsk Hydro geliefert. Island deckt bereits seinen gesamten Bedarf an Elektrizität mit Wasserkraft und Erdwärme. "Für Shell ist die Eröffnung dieser Tankstelle ein bedeutendes Ereignis auf dem langen Weg zu einer wirtschaftlich tragfähigen Wasserstoff-Wirtschaft. Unser Engagement für Wasserstoff ist auf Dauer angelegt. Wir sind der Überzeugung, dass Wasserstoff langfristig die Chance bietet, bedeutende neue Geschäftsfelder zu erschließen. Wir glauben auch, dass Wasserstoff für das zukünftige Wachstum und den zukünftigen Erfolg von Shell von großer Bedeutung sein kann“, sagte bei seiner Eröffnungsansprache Jeroen van der Veer, Präsident der Royal Dutch Petroleum Company.

Der kommerzielle Betrieb der Wasserstoff-Tankstelle soll einen Beitrag leisten zu dem Forschungsprojekt CUTE (Clean Urban Transport for Europe) der EU, bei dem es um die sozioökonomischen und umweltrelevanten Auswirkungen einer veränderten Energiewirtschaft geht. Im Rahmen von CUTE werden ab 2003, mit großzügiger Unterstützung der EU, 12 Brennstoffzellenbusse und 25 Brennstoffzellenautos in neun europäischen Städten im Testbetrieb im (öffentlichen) Nahverkehr fahren. Die drei wasserstoffbetriebenen Busse in Reykjavik machen vier Prozent an der gesamten Stadtbusflotte der Stadt aus. Dieser Anteil wird als ausreichend betrachtet, um statistisch signifikante Daten zu erheben.

28.04.2003   Quelle: Shell & DEA Oil GmbH

 

Trittin: Tschernobyl mahnt zu konsequentem Ausbau der erneuerbaren Energien

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat aus Anlass des bevorstehenden 17. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (26. April 1986) an die Staaten der Welt appelliert, die Anstrengungen für eine globale Energiewende sowie den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien zu verstärken.  "Tschernobyl steht für einen energiepolitischen Irrweg mit unkalkulierbaren Risiken und fatalen Folgen für Mensch und Umwelt, die bis heute nicht bewältigt sind. Darauf kann es nur eine Antwort geben: Raus aus der Atomenergienutzung und Gestaltung einer nachhaltigen, klimafreundlichen Energiepolitik, die den Ausbau der erneuerbaren Energien verstärkt. Deutschland geht hier, wie das renommierte Worldwatch-Institute kürzlich feststellte, mit gutem Beispiel voran", sagte der Bundesumweltminister.

Die Bundesregierung habe mit einer Vielzahl von Maßnahmen - vom Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), dem 100 000-Dächer-Solarstrom-Programm, dem Markteinführungsprogramm für erneuerbare Energien bis hin zur Biomasse-Verordnung - erreicht, dass Deutschland weltweit eine führende Stellung in diesem Bereich einnimmt. Wind, Sonne, Biomasse und Wasserkraft hätten im vergangenen Jahr ihren Beitrag zur Deckung des Strombedarfs auf 8 Prozent erhöht. Bis 2010 soll der Anteil regenerativ erzeugten Stroms in der Bundesrepublik im Vergleich zum Jahr 2000 auf 12,5 Prozent verdoppelt werden.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien sei und bleibe weiter ein Schwerpunkt der deutschen Umweltpolitik, heißt es in der Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums zum Tschernobyl-Jahrestag. Auf nationaler Ebene werde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fortentwickelt. Zugleich seien die Zuschüsse für die Errichtung von Solarkollektoren zur Wärmeerzeugung erhöht worden. International werde Deutschland die Staatengemeinschaft für Juni 2004 zu einer Konferenz über die erneuerbaren Energien nach Bonn einladen. Sie soll den Anstoß zu einem Aktionsplan zum weltweiten Ausbau der regenerativen Energien geben. Damit soll erreicht werden, dass möglichst viele Länder konkrete Ziele und Zeitpläne zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch festlegen. "Mit der Konferenz soll ein langfristiger Prozess für eine Energiewende auf internationaler Ebene eingeleitet werden", sagte Bundesumweltminister Trittin.

25.04.2003   Quelle: BMU

 

Unternehmerverbände und DBU wollen Unternehmen auf Emissionshandel vorbereiten

Ein Projekt zur Vorbereitung der niedersächsischen Wirtschaft auf einen branchenübergreifenden Emissionsrechtehandel stellten die Unternehmerverbände Niedersachsen e. V. und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am 23.04.3003 vor.  In Anwesenheit des niedersächsischen Umweltministers Hans-Heinrich Sander fiel der Startschuss für ein Pilot-Vorhaben zur Umsetzung von europäischem Recht und Klimaschutz auf nationaler Ebene. "Mit diesem Projekt greift erstmalig in der Bundesrepublik ein Wirtschaftsverband aktiv das Thema Emissionshandel auf, um praxisnahe Instrumente und Werkzeuge zu erproben und die weitere Ausgestaltung zu begleiten", sagte Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen e.V.

"Die Unternehmen sollen in die Lage versetzt werden, für sich realistische Szenarien für die Einsparung von Kohlendioxid zu entwickeln, um auf deren Basis investitionsrelevante Entscheidungen für CO2-Reduzierungsmaßnahmen treffen zu können", fasste Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU, das Projektziel zusammen. Letztlich solle jedes Unternehmen dann selbst bewerten können, ob es die vorgegebenen Reduktionsziele durch Beteiligung am Emissionshandel oder durch direkte Investition in Emissionsminderungsmaßnahmen kostengünstiger vornehmen kann. Die DBU fördert das auf zwei Jahre angelegte Projekt mit 600.000 Euro.

Die Erfahrungen einzelner deutscher und europäischer Simulationsprojekte sollen zunächst ausgewertet und unter den Gesichtspunkten der Praxistauglichkeit vernetzt werden, um den Unternehmen ein einheitliches Informationsniveau zur
Entscheidungsfindung zu geben, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung von DBU und Unternehmerverbänden. Hierbei sei es dringend erforderlich, besonders die kleinen und mittleren Unternehmen über die Chancen und Risiken aufzuklären. Ziel des Projektes ist es, Betriebe einzubeziehen, die für etwa zehn Prozent des gesamtdeutschen CO2-Ausstoßes verantwortlich sind.

Ein projektbegleitender, regelmäßig tagender Beirat soll den intensiven und offenen Austausch zwischen allen beteiligten Parteien garantieren. Ihm gehören Vertreter der Bundes und des Landes Niedersachsen ebenso an wie Unternehmer, Umweltorganisationen, Unternehmerverbände und der DBU als Förderer.

25.04.2003   Quelle: UVN, DBU

 

Solvis: Komplett neu gestalteter Internetauftritt mit tagesaktuellen Solarserver-News

Seit der Messe ISH präsentiert sich der Braunschweiger Hersteller im Internet mit neuem Layout. Mit der optimierten Webseitengestaltung und ansprechendem Design hat Solvis sein Angebot im Netz noch benutzerfreundlicher gemacht.  Die Einbindung der Solarserver-News in die Startseite bietet den Solvis-Besuchern tagesaktuelle Meldungen aus Branche und Politik.

Auf rund 300 Webseiten stellt das mit dem Europäischen Solarpreis 2002 ausgezeichnete Unternehmen die Fertigung in seiner „Nullemissionsfabrik“ sowie seine Produkte vor. Darüber hinaus bietet Solvis detaillierte Informationen zur Solar- und Heiztechnik: Das bestehende, umfangreiche Download-Angebot mit Fachbeiträgen in Form von PDF-Dateien soll demnächst noch erweitertet werden.

Die Arbeit an der Internetpräsentation brachte Solvis auch offizielle Anerkennung: Die Niedersächsische Landesinitiative „b-online“ hat die Solvis-Seiten in ihre Auswahl von „Best-Practice-Beispielen“ aufgenommen und wird sie als vorbildliche Unternehmenspräsentation vorstellen. Die Projektleitung des Relaunchs (Neugestaltung der Webseite) lag bei Silke Rodenbach (Solvis, Braunschweig). Zusammen mit der freien Designerin Petra Wilhelm (Hamburg) und dem Datenbank-Programmierer Thorsten Brendel, (ViCoTec, Oldenburg) organisierte sie die Einführung eines Content-Management-Systems zur Pflege der Webseiten vor Ort sowie die frist- und budgetgerechte Umsetzung des Projekts http://www.solvis.de.

25.04.2003   Quelle: SOLVIS GmbH & Co KG

 

8. „Tag der Erneuerbaren Energien“ am 26. April 2003

Betreiber von Anlagen die Energieträger wie Sonne, Wind, und Wasserkraft nutzen, zeigen den praktischen Umgang mit erneuerbarer Energie am Samstag, den 26.04.2003.  Die Eigentümer von Solar-, Wind, Wasser- und Biomassekraftwerken öffnen in zahlreichen Städten und Gemeinden ihre Anlagen für Interessierte. Unternehmen präsentieren sich und ihre Produkte auf Fachausstellungen oder Messen. Fachvorträge oder Diskussionsrunden, Exkursionen und Umweltfeste ergänzen das Angebot des Tages. Schwerpunkt der rund 50 Veranstaltungen sind die neuen Bundesländer.

Auch in diesem Jahr veranstaltet der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) eine Sternfahrt nach Nechlin (Brandenburg). Dort betreibt die ENERTRAG AG 14 Windkraftanlagen, die zum Windfeld Uckermark gehören, dem nach Angaben des Unternehmens ertragsstärksten Windpark Europas. Im dortigen „Energiespeicher“ erwarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Informationen rund um die erneuerbaren Energien, die sie dann auch gleich in einem Wind-Quiz zur Anwendung bringen können: unter den richtigen Antworten wird eine Besteigung der 100 Meter hohen Anlagen verlost.

Der Windmühlenberg auf der Karlsruher Mülldeponie-West präsentiert sich am 26. April als weitere Hochburg der erneuerbaren Energien. Mit einem breiten Programm informieren Umweltorganisationen, Wissenschaftler und Unternehmen über die Nutzung erneuerbarer Energien zum Thema. Neben einer Ausstellung wird eine Reihe von Kurzvorträge angeboten. Zudem können die Besucher die Windenergieanlagen, und Anlagen zur Deponiegas-Verwertung und weitere Einrichtungen besichtigen.

Informationen und Programm unter http://www.energietag.de

25.04.2003   Quelle: energietag.de; wka3.de

 

REpower erhöht Anteil an „Les Vents de France“ auf 80 Prozent

Die Hamburger REpower Systems AG hat ihre Beteiligung an dem französischen Joint Venture Les Vents de France (LVDF) ausgebaut. Der Anteil an der gemeinsam mit der belgischen Turbowinds gegründeten Gesellschaft wurde über eine einseitige Kapitalerhöhung von 50 auf 80 Prozent aufgestockt.  Die übrigen 20 Prozent werden auch zukünftig von Turbowinds S.A. gehalten, berichtet REpower in einer Pressemitteilung.

Mit der Erhöhung der Beteiligung auf 80 Prozent will REpower die strategische Bedeutung der französischen Gesellschaft unterstreichen. Die Verlegung des Firmensitzes nach Belfort im Januar 2003 habe bereits die Vorraussetzungen für die Aufnahme der Produktion in Frankreich geschaffen. Der französische Markt gilt aufgrund großer Flächen, windreicher Standorte und der abgesicherten Einspeisevergütung als europäischer Schlüsselmarkt. Das Management der Gesellschaft bleibe unverändert.

Les Vents de France (LVDF) wurde Ende 2001 als Joint Venture von REpower und Turbowinds S.A. gegründet. LVDF vertreibt und errichtet Multi-Megawattanlagen in Frankreich, Belgien und Luxemburg. Mittelfristig soll die Produktion von Windenergieanlagen am französischen Standort Belfort unter dem Namen LVDF aufgenommen werden. Wartung und After-Sales-Service runden das Leistungsportfolio ab.

24.04.2003   Quelle: REpower Systems AG

 

SOLON AG verfolgt Konsolidierungskurs

Die Berliner SOLON AG für Solartechnik erzielte im ersten Quartal 2003 mit 4,54 Millionen Euro einen leicht verbesserten Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (4,44 Millionen Euro).  Das meldet das Unternehmen in seinem Zwischenbericht Januar bis März 2003. Bedingt durch die Restrukturierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen habe sich das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) zum Vorjahr nur um 25% auf 541.000 Euro verschlechtert. Der Rohertrag habe sich von 1.652 Millionen Euro auf 841.000 Euro halbiert. Der Betriebsaufwand in Höhe von 1.431.000 Euro sei im Verhältnis zum Vorjahr (ca. 2,1 Millionen Euro) um ein Drittel gesenkt worden. Das Ergebnis nach Steuern ist laut Solon AG um 30.000 schlechter ausgefallen. Es betrage 779.000 Euro.

Die Produktion hat nach Angaben des Unternehmens im ersten Quartal Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 1,45 Megawatt (MW) fertiggestellt. Dieses Ergebnis liege leicht unter den Planzahlen von 1,58 MW. Weitere Senkungen bei den Materialkosten werden angestrebt, so die Solon AG. Der Vorstand der SOLON AG rechnet für 2003 in Deutschland mit einem Photovoltaik-Marktvolumen von 80 bis 100 MW. SOLON strebe in diesem Jahr eine produzierte und verkaufte Menge von 11 MW an, was einer Verdoppelung der Vorjahresproduktion entsprechen würde. Der Marktanteil in Deutschland würde dann bei etwa 10% liegen. Die Pläne des Unternehmens gehen von einem operativen Ergebnis (EBIT) über 1 Million Euro aus. Für das zweite Quartal 2003 rechnet die SOLON AG mit der Produktion von knapp 2,9 MW, einer Verdoppelung gegenüber dem ersten Quartal; und erwartet wird ein positives EBIT von 300.000 Euro.

24.04.2003   Quelle: SOLON AG für Solartechnik

 

Geothermische Vereinigung: Beirat der Regierung unterschätzt Erdwärme

Die künftige Rolle der Geothermie sei vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung "Globale Umweltveränderungen" (WBGU) im Verhältnis zu den anderen nachhaltigen Energieressourcen unterschätzt worden, kritisiert die Geothermische Vereinigung e.V. in einer Pressemitteilung.  Die Autoren des Gutachtens "Welt im Wandel -- Energiewende zur Nachhaltigkeit" gingen in ihren Berechnungen und Szenarien davon aus, dass sich der Anteil der Windenergie an der weltweiten Energieversorgung in den nächsten 100 Jahren etwa um das Tausendfache, der des Solarstroms sogar um das Hundertausendfache steigern ließe. Sie sähen aber für die Geothermie insgesamt (Wärme und Strom) lediglich eine Erhöhung um den Faktor 100 als wahrscheinlich an, beanstandet die Geothermische Vereinigung. „Wir werden ihnen also in Zukunft beweisen müssen, wie sehr sie sich verrechnet haben," so der Vorsitzende der Geothermischen Vereinigung, Dr. Burkhard Sanner. Er schlägt vor, bei weiteren Studien dieser Art von realistischeren Annahmen auszugehen.

Während beispielsweise die Erschließung der Sahara für die Lieferung von Solarstrom nach Europa als eine der Grundvoraussetzungen für eine globale Energiewende betrachtet werde, übersehe der Beirat, welch riesige geothermische Potenziale in Regionen wie etwa dem auf dem Balkan, in der Türkei, in Ostafrika oder auf Island darauf warteten, nutzbar gemacht zu werden. Schließlich werde derzeit auch in Deutschland mit Hochdruck und erfolgreich an der Realisierung neuer Technologien zur Nutzung der Erdwärme gearbeitet. In diesem Jahr werde in Neustadt-Glewe (Mecklenburg-Vorpommern) die erste Turbine aufgestellt, die geothermisch erzeugten Strom in das Netz einspeisen soll. Eine Reihe weiterer Anlagen befinde sich im Bau beziehungsweise in der Planung. Nach den Ergebnissen einer Studie des Büros für Technikfolgenabschätzung des Bundestages verfüge Deutschland über erhebliche Erdwärme-Ressourcen, die künftig einen nennenswerten Anteil an der Energieversorgung übernehmen könnten, so die Geothermische Vereinigung.

Weitere Informationen zum ersten Erdwärmekraftwerk Deutschlands unter newsa2003m01.html#news1135.

Mehr über das Energiewende-Gutachten des WBGU unter newsa2003m04.html#news1305

24.04.2003   Quelle: Geothermische Vereinigung e.V.

 

ÖKOLOGIK ECOVEST AG übernimmt Antec Solar

Rund neunzig Arbeitsplätze sollen entstehen durch die Beteiligung der ÖKOLOGIK ECOVEST AG, (Frankfurt/M.) an der insolventen Antec Solar GmbH im thüringischen Arnstadt.  Das berichtet die Risikokapitalgesellschaft ÖKOLOGIK ECOVEST AG in einer Pressemitteilung. Antec Solar produzierte großflächige Dünnschicht-Solarmodule für den Einsatz in energie- und umweltbewussten Gebäudekonzepten. Das Unternehmen habe dabei die fortgeschrittene Dünnschichttechnik in industriellem Maßstab umgesetzt, so die ÖKOLOGIK ECOVEST AG.

Am Firmenstandort in Arnstadt ermögliche eine in der Solarbranche bisher einzigartige, 180 Meter lange Produktionsstraße die Fabrikation der TÜV-geprüften Module in Serie, so ECOVEST. Bis zum Jahr 2010 rechnen Experten laut ECOVEST in der Solarbranche mit jährlichen Wachstumsraten von 20-30 Prozent. "Im Herstellungsprozess der ANTEC Solarmodule wird außerdem kein teures Silizium benötigt, dadurch kann das Unternehmen ein Spitzenprodukt zu fairen Preisen anbieten", beschreibt Udo Bockemühl, Vorstand der ÖKOLOGIK ECOVEST AG, die Chancen der neuen Beteiligung.

In einem Interview mit der Zeitschrift SONNENENERGIE wollte sich Bocklemühl nicht zum exakten Kaufpreis äußern. Er betonte aber, ECOVEST habe für Antec „substantiell“ Geld gezahlt. Die Federführung bei der Übernahme liege bei der ÖKOLOGIK ECOVEST AG, allerdings sei einer ihrer größeren Aktionäre am Kauf beteiligt. Es handle sich um ein Unternehmen, das ebenfalls im Bereich erneuerbare Energien tätig sei.

23.04.2003   Quelle: ÖKOLOGIK ECOVEST AG; Sonnenenergie

 

KfW-Programme "Wohnraummodernisierung“ und „Wachstumsimpulse" abrufbar

Der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Manfred Stolpe, die Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium der Finanzen, Dr. Barbara Hendricks, und Ingrid Matthäus-Maier, Mitglied des Vorstands der KfW, haben am 22.4.3003 die Verträge zur Auflage des KfW-Programms "Wohnraummodernisierung 2003" sowie des KfW-Infrastrukturprogramms Sonderfonds "Wachstumsimpulse" unterzeichnet.  Interessenten können Anträge für beide Programme ab sofort bei der Hausbank stellen (kommunale Antragsteller direkt bei der KfW).

Für beide Programme, die durch den Bund zinsverbilligt werden, kann ein Darlehensvolumen von bis zu 15 Milliarden Euro vergeben werden. Ziel sei es, einen Beitrag zur Stärkung der Binnennachfrage zu leisten, so die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in einer Pressemitteilung. In erster Linie werde der Bausektor und dort vor allem kleine und mittelständische Unternehmen von der durch die Programme ausgelösten Nachfrage profitieren. Für das KfW-Wohnraummodernisierungsprogramm 2003 ist ein Darlehensvolumen in Höhe von voraussichtlich 8 Milliarden Euro vorgesehen. Die Zinsverbilligung des Bundes läuft bei Anträgen im Jahr 2003 in den ersten vier Jahren und bei Anträgen im Jahr 2004 drei Jahre. Gefördert werden mit dem neuen Programm alle Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an selbst genutzten und vermieteten Wohngebäuden sowie Wohnumfeldmaßnahmen bei Mehrfamilienhäusern im gesamten Bundesgebiet. Daneben werden in den neuen Ländern auch Maßnahmen zum Rückbau von Mietwohngebäuden im Rahmen des Stadtumbaus gefördert. Das Programm sei vielfältig und einfach einsetzbar. Es eigne sich sowohl für kleinere als auch große Investitionen und biete für jede Art von Vorhaben passende Laufzeiten und Zinsbindungen, so die KfW.

Das KfW-Infrastrukturprogramm Sonderfonds "Wachstumsimpulse" ermöglicht die zinsgünstige langfristige Finanzierung kommunaler Infrastrukturmaßnahmen. Dafür ist ein Darlehensvolumen in Höhe von voraussichtlich sieben Milliarden Euro vorgesehen.

Weitere Informationen und Programmdetails sowie die aktuellen Zinskonditionen gibt die KfW zum Ortstarif unter der Telefonnummer 01801/33 55 77, per E-Mail an: iz@kfw.de sowie im Internet http://www.kfw.

23.04.2003   Quelle: KfW

 

Solarbundesliga: Jetzt zählt auch die Jahresbestleistung

Die Preise der Solarbundesliga werden erstmals in diesem Jahr auch an Gemeinden gehen, die in den vergangenen zwölf Monaten die meisten „Solarpunkte“ hinzugewinnen konnten.  Das berichtet der Fachinformationsdienst Solarthemen in einer Pressemitteilung. Künftig werden nicht nur Kommunen ausgezeichnet, auf deren Dächern die größten Flächen an Solarwärme- und Solarstromanlagen installiert sind, sondern auch jene, die den größten Zuwachs schaffen.

Bis zum 1. Juni haben Städte und Gemeinden Zeit, sich in der Solarbundesliga zu qualifizieren. Am 29. Juni 2003 werden die Veranstalter, die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Informationsdienst Solarthemen auf der Fachmesse “Intersolar“ in Freiburg zum dritten Mal die Deutschen Meister küren. "Mit der Auszeichnung von Jahresbestleistungen wollen wir die Liga noch spannender machen", sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jörg Dürr-Pucher. "Wir bieten jetzt Kommunen einen zusätzlichen Anreiz, ihre Installationszahlen zu verbessern, auch wenn sie bisher im Gesamtergebnis noch nicht mit den Spitzenreitern der Liga mithalten konnten."

In der Solarbundesliga zählt die Fläche aller Solarkollektoren und die Leistung aller Solarstromanlagen einer Gemeinde geteilt durch die Einwohnerzahl. Die Daten werden laufend aktualisiert und im Internet veröffentlicht. Inzwischen beteiligen sich 466 selbstständige Kommunen und 186 Ortsteile an dem Solar-Ranking. Veranstalter der Solarbundesliga sind der Informationsdienst “Solarthemen“ und die Deutsche Umwelthilfe e.V.. Unterstützt wird die Liga von der meteocontrol GmbH als Hauptsponsor und der Alwitra GmbH. Ausrichter der Meisterfeier ist die Fachmesse Intersolar 2003.

Anmeldung und weitere Informationen im Internet unter:
http://www.solarbundesliga.de

23.04.2003   Quelle: Deutsche Umwelthilfe
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EUROSOLAR gründet türkische Sektion

Eine stärkere Orientierung an der Europäischen Gemeinschaft ist der erklärte Wille der 45 Gründungsmitglieder der am 15. April 2003 gegründeten türkischen Sektion von EUROSOLAR, der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien  Das berichtet der Vorsitzende der deutschen Sektion von EUROSOLAR, Hans-Josef Fell (MdB) in einer Pressemitteilung. Hauptziel von Eurosolar Türkei sei die schnelle Einführung der erneuerbaren Energien in den Energiemarkt des Landes, so der türkische Vorsitzende Dr. Tanay Sidki Uyar, Professor an der Marmara Universität Istanbul. Zusammen mit der türkischen Sektion hat EUROSOLAR nun insgesamt 15 eigenständige nationale Sektionen.

Der Irakkrieg habe auch viele Türken dafür sensibilisiert, wie stark die Türkei vom Klima schädigenden Energieträger Erdöl abhängig sei und wie sehr die beginnende Verknappung des Erdöls mit der Gefahr von politischen Konflikten und Kriegen verbunden sei. Viele türkische Redner hätten dies in den Mittelpunkt gestellt auf dem mit über 100 Teilnehmern gut besuchten Gründungskongress in Istanbul, so Fell. Die Chancen für die Einführung der erneuerbaren Energien in der Türkei seien gewachsen: Zum einen habe sich die neue türkische Regierung dazu mehrfach positiv geäußert, zum anderen wachse das Bewusstsein für erneuerbare Energien, da die Türkei von den politischen Auswirkungen des Irakkrieges besonders betroffen sei. In seiner Festrede betonte Hans-Josef Fell, dass die Türkei eine Schlüsselposition für die Einführung der Erneuerbaren Energien einnehme. Sie sei sowohl ein Bindeglied zwischen Europa und dem arabischen Erdölraum als auch ein Land mit einem hohen Potenzial an Sonnen-, Wind-, Bio- und Erdwärme-Energie. Die Türkei könne zum Vorbild für andere Schwellenländer werden bei der Markteinführung und industriellen Entwicklung der erneuerbaren Energien.

EUROSOLAR Türkei werde nun die politische Arbeit aufnehmen, kündigte Fell an. Als erste Ziele gelten die Einführung von Gesetzen nach dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sowie das Werben um die Unterstützung der türkischen Regierung für die Gründung der von EUROSOLAR vorgeschlagenen und vom Deutschen Bundestag unterstützten Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA).

22.04.2003   Quelle:
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EREC präsentiert Exportstrategie für erneuerbare Energien

Der europäische Rat für erneuerbare Energien (EREC) hat ein neues Strategiepapier veröffentlicht. Der „European Renewable Energy Council, EREC” macht sich stark für verstärkte, koordinierte Anstrengungen auf der EU-Ebene.   Mit einem Export-Rat (Renewable Energy Export Council) soll die vorherrschende Stellung der europäischen Industrie im Bereich erneuerbarer Energien auf dem Weltmarkt gestärkt werden.

Europäische Technik zur Nutzung erneuerbarer Energien spiele eine führende Rolle auf dem Weltmarkt, sagte EREC-Präsident Professor Arthouros Zervos. Für das Jahr 2010 werde ein Export-Marktvolumen von 17 Milliarden Euro erwartet, das nicht weniger als 350.000 neue Arbeitsplätze schaffe. Damit die führende Position gehalten werden könne, sei jedoch gemeinsame Aktivität erforderlich, die im Idealfall von einem einzelnen Akteur umgesetzt werde, beispielsweise dem European Renewable Energy Export Council. Ein solcher Rat könnte ein Mittel zur Werbung für die europäische Technik zur Nutzung der erneuerbaren Energien auf dem Weltmarkt sein und ein Gegengewicht bilden zu den vergleichbaren Einrichtungen in den USA, Australien und Japan.

Das „RES-Strategiepapier“ gibt sowohl einen Überblick über den aktuellen Stand der Technik zur Nutzung erneuerbarer Energien als auch deren Export-Potenzial“ sagte EREC-Generalsekretär Christine Lins. Außerdem gebe das Papier eine Übersicht der für Exportinitiativen in Frage kommenden Länder und zeige konkrete Wege, dieses Marktsegment zu stärken, das von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt sei. EREC ist die Dachorganisation der europäischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich erneuerbare Energien. Neben der Exportförderung widmet sich EREC mit Sitz in Brüssel der Lobbyarbeit auf EU-Ebene.

Die 16 Seiten starke “European Renewable Energy Export Strategy (EUREES)” kann heruntergeladen werden als PDF-Dokument (656 KB) unter http://www.erec-renewables.org/documents/EURES/DEFINITIF_EXPORT.pdf

22.04.2003   Quelle: EREC

 

Umweltbanken: GLS Gemeinschaftsbank übernimmt Geschäfte der Ökobank

Die GLS Gemeinschaftsbank eG (Bochum) hat Anfang April rückwirkend zum 1.1.2003 die Bankgeschäfte der Frankfurter Ökobank übernommen.   Zusätzlich zu den bisherigen Angeboten, beispielsweise Sparbriefen und Windkraftfonds, bietet die erste ethisch-ökologischen Bank jetzt auch Girokonten oder grüne Investmentfonds an. In der Kundenzeitschrift „Bankspiegel“ und im Geschäftsbericht erfahren die Anleger regelmäßig, wie ihr Geld verwendet wird. Die größte ethisch-ökologische Bank wachse kräftig, berichtet die GLS in einer Pressemitteilung. Im Jahr 2002 habe die Bank ein Wachstum ihrer Bilanzsumme von 23% erzielen können. Durch die Übernahme der Ökobank solle ein weiterer Wachstumsschub von 53% erfolgen. Die GLS-Bank werde dadurch die größte ethisch-ökologische Bank in Deutschland mit rund 40.000 Kunden. Zu den Standorten Bochum, Hamburg und Stuttgart sollen Frankfurt und Freiburg hinzukommen.

"Die konsequente Haltung der GLS-Bank, keine spekulativen Geldgeschäfte zu tätigen oder anzubieten, hat sich sowohl für die Bank als auch für unsere Kunden bezahlt gemacht", sagt Vorstandssprecher Thomas Jorberg. "Die solide Bankarbeit und die Tatsache, dass die Kunden bei uns über die Verwendung ihrer Gelder mitentscheiden können, wird von den Anlegern zunehmend honoriert", so Jorberg weiter. Auch 2003 werde sich die erfolgreiche Entwicklung der GLS-Bank fortsetzen, erwartet der Vorstandssprecher.

Die GLS-Bank vergibt die Gelder ihrer Einlagekunden in Form von Krediten an innovative ökologische, soziale und nachhaltige Projekte. Das Anlagevolumen beziffert die GLS zum 31.12.2002 mit 240,6 Millionen Euro. Weit über 2.000 Projekte in ganz Deutschland würden derzeit finanziert. Die Summe der vergebenen Kredite habe am 31.12.2002 bei zirka 147,6 Millionen Euro gelegen – eine Steigerung von 19 % im Vergleich zum Vorjahr. Kredite in Höhe von rund 25 Millionen Euro werden laut GLS gegen eine Kostendeckungsumlage von aktuell 4,3 % an vorwiegend gemeinnützige Einrichtungen vergeben. Die GLS-Bank fördert durch ihre Arbeit unter anderem Energieprojekte, Öko-Bauernhöfe, freie Schulen und soziale Einrichtungen. Durch die Übernahme der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ökobank seien 35 Arbeitsplätze erhalten worden. "Mehr als 130 Menschen arbeiten bereits für unsere Bankidee", freut sich Jorberg.

22.04.2003   Quelle: GLS Gemeinschaftsbank eG

 

Bank Sarasin veröffentlicht Informationen zu nachhaltigen Investments

Mit einem Newsletter bietet die Schweizer Bank Sarasin ab sofort breite Informationen über den Markt für nachhaltige Kapitalanlagen an.   Er soll regelmäßig Antworten geben auf viele Fragen zu nachhaltigen Unternehmen und Branchen. Die Bank will zeigen, bei welchen Kapitalanlagen eine positive Rendite erwartet werden kann. Branchen- und Unternehmensratings, Analysen und Investitionsempfehlungen sollen die Markttransparenz erhöhen. Der "SarStainable"-Newsletter richtet sich sowohl an private und institutionelle Anleger als auch an Fachleute. Die erste Ausgabe informiert über nachhaltige Investition in Anleihen.

Die Bank Sarasin hat sich bereits seit den achtziger Jahren auf nachhaltige Kapitalanlagen spezialisiert. Die Experten bündeln jetzt ihren Erfahrungs- und Wissensschatz und stellen ihn Stakeholdern und Interessenten zur Verfügung. Der Begriff Stakeholder umfasst - in Anlehnung die Bezeichnung „Shareholder (Anteilseigner) - Gruppen, die Ansprüche an das Unternehmen stellen, zum Beispiel Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Kreditgeber, Verbände, Medien und Fiskus. Andreas Knörzer, Leiter des Bereichs Sustainable Investment, erläutert das Anliegen des Newsletters: "Für alle Anleger, die in nachhaltige Kapitalanlagen investieren wollen, ist er ein idealer Newspool, um über Hintergründe, Trends, Chancen und Risiken informiert zu werden." Allein im deutschsprachigen Raum sei das Investitionsvolumen nachhaltiger Publikumsfonds zwischen 1998 und 2001 von rund 300 Millionen Euro auf über 2,4 Milliarden Euro gestiegen, zitiert er den Informationsdienst Ecoreporter. Das entspreche einem Wachstum von 700 Prozent. Das Ziel sei, allen Anlegern einen Markt begreiflich zu machen, der in Zukunft weiter an Bedeutung und Performance gewinnen werde. Der "SarStainable"-Newsletter erscheint quartalsweise und kann ab sofort kostenlos angefordert werden bei: Bank Sarasin & Cie AG: gabriela.pace@sarasin.ch

17.04.2003   Quelle: ECO-News

 

Wissen über Wärmepumpen auf CD-ROM

Kompaktes Wissen zum Stand der Wärmepumpentechnik und der Vielfalt ihrer Anwendungen bietet die aktuelle CD-ROM „Wärmepumpen“ des Fachinformationszentrums Karlsruhe: eine Literaturdatenbank, viele Informationsmaterialien im pdf-Format und Links zu wichtigen Internetangeboten.   Die Literaturdatenbank "Wärmepumpen" verschafft Planern und Ingenieuren einen schnellen Überblick über deutsch- und englischsprachige Fachpublikationen.

Die CD-ROM erfasst nahezu 19.000 Dokumente zum Thema "Wärmepumpe" aus der STN-Datenbank ENERGY, davon zirka 7.000 in deutscher Sprache. Inhaltsbeschreibungen orientieren den Nutzer über die Relevanz für seine Fragestellungen und führen rasch zur Bezugsquelle. Ein umfangreiches Schlagwortregister vereinfacht und präzisiert die Recherche. Ergänzt wird das Informationsangebot durch eine Beispielrecherche "erdgekoppelte Wärmepumpen" in der Datenbank des Deutschen Patentamtes und vielen Informationsbroschüren von Energieagenturen, Herstellern und Fachverbänden. Dazu kommen wichtige Links zu Internet-Portalen, die weitere Informationen zur Technik und Energieförderung, Forschungsberichte und Projektbeschreibungen zu Pilot- und Demonstrationsanlagen bereit halten.

Wärmepumpen nutzen die gespeicherte Wärme der Sonne oder auch die Abwärme von Industrieanlagen für die Wärmeversorgung von Gebäuden. In der Schweiz wird fast jeder dritte Neubau mit einer Wärmepumpe beheizt, in Deutschland liegt der Anteil zwar sehr viel geringer - aber mit deutlich steigender Tendenz.

Die CD ist zum Preis von 68 Euro erhältlich bei dem Fachinformationszentrum Karlsruhe; Frau Jessica Metzner; Hermann-von Helmholtz-Platz 1; D-76344 Eggenstein-Leopoldshafen; Tel: 07247/808-222; Fax: 07247/808-132; E-Mail: mailto:JME@fiz-karlsruhe.de

17.04.2003   Quelle: BINE Informationsdienst

 

Kostenlose Broschüre „Zukunftsenergien aus Nordrhein-Westfalen“

Die erfolgreiche Broschüre der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW liegt jetzt als 4., überarbeitete Auflage und im neuen DIN A 4-Format vor.   Die Düsseldorfer Ministerien für Energie, Städtebau, Umwelt und Wissenschaft demonstrieren darin die Aktivitäten des Landes rund um die Energietechnologien der Zukunft. NRW stehe als Energieland Nr. 1 in Deutschland und als energiewirtschaftliches Zentrum in Europa zu seiner besonderen Verantwortung für die Entwicklung zukunftsfähiger Dienstleistungen und Techniken der Energieumwandlung und –nutzung, so die Landesinitiative Zukunftsenergien. Im Mittelpunkt stehen Projekte und Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz und zur stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien.

Die Broschüre stellt auf 100 Seiten 28 Projektbeispiele aus ganz NRW vor, die aus dem bundesweit einmaligen Programm Rationelle Energieverwendung und Nutzung unerschöpflicher Energiequellen (REN-Programm), im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Solar NRW und auf Grund der Holzabsatzförderrichtlinie (HaFö) gefördert wurden. Sie kann kostenlos angefordert werden bei der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW unter der Faxnummer: (0211) 86642–22.

17.04.2003   Quelle: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW

 

Speicher als Schlüssel zur flächendeckenden solaren Energieversorgung

„Auf den Speicher kommt es an!“ Das ist das Fazit einer Tagung von Eurosolar und Energieagentur NRW zur dezentralen Energieversorgung." Ohne die Lösung für das zentrale Problem der Energie-Speicherung werden alle Deklamationen, die fossilen durch regenerative Energieträger ersetzen zu wollen, nur fromme Wünsche bleiben", erklärte Eurosolar-Präsident Dr. Hermann Scheer in Wuppertal.  "Wir müssen uns verstärkt den Energiespeicherungssystemen widmen, wollen wir den Markt der Regenerativen Energien weiter ankurbeln. Energiespeichersysteme sind der Schlüssel zur weiteren Entfaltung erneuerbarer Energien," so Scheer.

Rund 120 Experten nutzten die Tagung "Dezentrale Energiespeicher - Schlüssel zur wirtschaftlichen Entfaltung erneuerbarer Energien" in Wuppertal zur Sondierung der technischen und ökonomischen Machbarkeit eines Umstiegs auf regenerative Energiequellen. Jörg Hennerkes, Staatssekretär im NRW-Energieministerium, betonte die Bedeutung der Effizienzsteigerung und der regenerativen Energien für die nordrhein-westfälische Energiepolitik: "Energiepolitik ist also immer weniger reine Rohstoffpolitik, die allein über die Bereitstellung fossiler Energieträger und deren Umwandlung in Strom, Wärme und Bewegungsenergie die Bedürfnisse nach einem hohen Lebensstandard mit Komfort und Mobilität befriedigen hilft," so Hennerkes. Energiepolitik werde zunehmend zur Innovations- und Technologiepolitik, die eine Abhängigkeit von Energieimporten senke, Beschäftigung schaffe und gleichzeitig dem Klimaschutz diene.

Die Vielzahl der bereits entwickelten Energiespeicher verspricht in vielen Anwendungsbereichen problemgerechte Lösungen. Dipl.-Ing. Gerald Orlik von der Energieagentur NRW lenkte den Blick der Tagungsteilnehmer auf eben die supraleitenden magnetischen Energiespeicher (SMES), welche vor allem in der industriellen Produktion zur Anwendung gelangen können. "SMES können Sicherheit in Betrieben gegen kurzzeitigen Spannungsausfall und Spannungsschwankungen geben. Produktionsausfälle und hohe Kosten werden so vermieden", so Orlik. Bei der Wärmespeicherung gehöre die Zukunft den thermochemischen Speichern. Thermochemische Speicher speichern Wärme nahezu verlustfrei auch über große Zeiträume. Trotz der Entwicklung neuer Speichermedien wird die altehrwürdige Bleibatterie nach Einschätzung von Dr. Rainer Wagner von der EXIDE Automotive Batterie GmbH "in ihren traditionellen Anwendungsbereichen auch in den nächsten Jahrzehnten das am meisten verwendete Speichersystem bleiben." Wagner rechnet mit dem verstärkten Einsatz großer Bleibatterien in Verbindung mit Solar- und Windkraftanlagen. Die bisherigen Betriebserfahrungen seien sehr gut. Allerdings müsse die Energiedichte weiter erhöht werden, verbunden mit hoher Zuverlässigkeit und langer Gebrauchsdauer.

Zum Favoriten zahlreicher Energiespeicher-Fachleute hat sich in der Vergangenheit der Wasserstoff entwickelt. Dr. Manfred Fischedick vom Wuppertal Institut erteilte übertriebenen Erwartungen allerdings eine Absage: "Eine energiewirtschaftlich relevante Einführung von REG-Wasserstoff (regenerativ erzeugter Wasserstoff) ist auch bei engagierten Klimaschutzzielen nicht vor 2025 erforderlich und wegen der dann noch immer relativ hohen Kosten volkswirtschaftlich auch nicht sinnvoll." Fischedick stellte eine stufenweise Einführungsstrategie vor, die derzeitige Nachhaltigkeitsdefizite deutlich mindern könne. Die Strategie sieht zwar eine an der derzeitigen Dynamik anknüpfende Weiterentwicklung der regenerativen Energien vor. Trotz allem sei aber erst nach 2050 eine fortschreitende "Ablösung" der fossilen Energieträger durch eine vollständig auf REG beruhenden Energiewirtschaft bei "sukzessivem Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft möglich, die dann bis etwa Ende dieses Jahrhunderts andauern könnte". Voraussetzung sei zudem - sozusagen als Wegbereiter - eine begleitende Ausschöpfung der Energieeinsparpotentiale.

Die Tagung wurde im Rahmen des REN Impuls-Programms RAVEL NRW veranstaltet.
Der Tagungsband findet sich im Internet unter http://www.ea-nrw.de
(Termine / Veranstaltungen / Veranstaltungsdokumentationen). Weitere Informationen gibt es auch bei Eurosolar e.V. .

16.04.2003   Quelle: Energieagentur NRW

 

Erstes Wohngebäude mit „Pilogeo“-Erdwärmesystem

In der niedersächsischen Gemeinde Geeste wurde die erste Erdwärmesondenanlage unter dem Markenzeichen „Pilogeo“ installiert.  Das berichtet die Geothermische Vereinigung e. V. in einer Pressemitteilung. Im Ortsteil Osterbrock, nur wenige Hundert Meter von der Geschäftsstelle der Geothermischen Vereinigung entfernt, sei Anfang April ein erstes senkrechtes Loch gebohrt (abgeteuft) worden. Das Handelsunternehmen Interbaustoff Kuhrs (Geeste und Lingen) hat mit Unterstützung der Geothermischen Vereinigung ein System entwickelt, das nun unter dem Namen "Pilogeo" in verschiedenen Modulstandardgrößen zum Festpreis angeboten wird. Geplant war, für einen im Niedrigenergiestandard errichteten Neubau von 220 m2 zu beheizender Fläche eine Bohrung mit einer Tiefe von 150 m abzuteufen. Bei zirka 100 Metern sei jedoch eine feste Tonschicht erreicht worden. Deshalb sei kurzfristig eine weitere Bohrung von 80 Metern Tiefe 80 m abgeteuft worden. Auch die erste Bohrung werde aus hydraulischen Gründen nur bis in dieser Tiefe genutzt. Die REHAU AG lieferte die eingebaute Sonde.

Bei Neubauten seien Erdwärmesysteme, bezogen auf das heutige Energiepreisniveau, kaum teurer als herkömmliche Heizanlagen, so die Geothermische Vereinigung. In vielen Fällen sei die Nutzung der Erwärme sogar kostengünstiger. Dem Bauherrn biete sie den entscheidenden Vorteil, die Energiekosten langfristig in den Griff zu bekommen und sich von der Entwicklung der Energiepreise weitgehend unabhängig zu machen, denn die Wärme aus der Tiefe stehe immer zur Verfügung. Einen Nachteil für die Durchsetzung dieser Anlagen in Deutschland sieht die Geothermische Vereinigung darin, dass es in vielen Regionen noch keine Angebote für komplette Erdwärmesondensysteme zum Festpreis gibt. Das habe sich mit dem Pilogo-System geändert.


16.04.2003   Quelle: Geothermische Vereinigung e.V.

 

WindWelt AG meldet Umsatzplus von über 155 %

Die Bonner WindWelt AG hat ihre Position als einer der führenden unabhängigen Stromerzeuger für regenerative Energien in Deutschland im Geschäftsjahr 2002 behaupten können.  Umsatz und operativer Gewinn seien im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Umsatzerlöse seien im Vergleich zum Vorjahr um 156,6 % auf 4,96 Millionen Euro gestiegen. Dabei hätten die Windkraftwerke der Gesellschaft einen Umsatz von rund 4,4 Millionen Euro, bei einer um 165,7 % erhöhten Stromproduktion. Die Solarkraftwerke leisteten laut Windwelt AG einen Umsatzbeitrag in Höhe von rund 0,2 Millionen Euro. Die insgesamt deutlich erhöhten Stromerträge seien auf das im Vergleich zum Vorjahr stark gewachsene Kraftwerksportfolio zurückzuführen.

Der deutliche Umsatzzuwachs habe sich auch in der Gewinnentwicklung niedergeschlagen. So habe sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 3,6 Millionen Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro) erhöht. Der Konzerngewinn betrug laut Windwelt AG 79.000 Euro, im Vorjahr verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 68.000 Euro.

Die WindWelt AG habe ihr regeneratives Windkraftportfolio weiter ausgebaut, berichtet das Unternehmen: Insgesamt habe die Gesellschaft im Stammland Nordrhein-Westfalen neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von 10,2 Megawatt (MW) gebaut und in Betrieb genommen. Damit wuchs die Gesamtkapazität des WindWelt-Windkraftparks im Vergleich zum Vorjahr um gut 36,5 % auf 38 MW an. Das Unternehmen ist 2002 in das Geschäftsfeld „Projektierung von Solarparcs®“ eingestiegen, mit dem es seine Kernaktivitäten flankiert. Dabei geht es um die Planung und den Bau großer Solarstromanlagen für Dritte. Im vierten Quartal 2002 hat die WindWelt AG ein erstes solares Großkraftwerk realisiert. Die Anlage im niederbayerischen Oberötzdorf-Untergriesbach in der Nähe von Passau zählt zu den größten Photovoltaikanlagen Deutschlands. Das Investitionsvolumen betrug rund 7,5 Millionen. Euro. Zusammen mit ihren weiteren solaren Kraftwerken hielt die Gesellschaft zum Stichtag 31. Dezember 2002 eine solare Kraftwerkskapazität von 2,152 MW im Portfolio.

Mittelfristiges Ziel der WindWelt AG sei, ihr nachhaltiges regeneratives Portfolio im Bereich der Windenergie weiter auszubauen und gleichzeitig die Projektierung von Solarparcs® für Dritte voranzutreiben.
In ihren Stammregionen verfüge WindWelt über eine Reihe gesicherter Windkraftprojekte. Im Anschluss an die Verwirklichung dieser Vorhaben sieht die WindWelt AG die Möglichkeit, auch in die Installation leistungsstärkerer Windturbinen zur Substitution bestehender Anlagen (Repowering) einzusteigen.

15.04.2003   Quelle: WindWelt AG

 

Deutscher Umweltpreis 2003: Gute Resonanz auf Ausschreibung

Über 85 Vorschläge für den mit 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) sind in der DBU-Geschäftsstelle in Osnabrück eingegangen.   Die Stiftung vergibt den höchstdotierten Umweltpreis Europas in diesem Jahr zum elften Mal. DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde freut sich über die rege Beteiligung: „Viele Vorschläge für Preisträger aus mittelständischen Unternehmen haben uns erreicht. Das ist eine für uns sehr erfreuliche Tatsache, da wir den Mittelstand mit unseren Projekten speziell fördern." Aber auch aus Wissenschaft, Forschung und Naturschutz gebe es viele interessante Kandidaten. Der Umweltpreis wird am 26. Oktober von Bundespräsident Johannes Rau in Osnabrück verliehen.

Neben den konkreten Vorschlägen für mögliche Preisträger sei auch eine Fülle von Anfragen zum Umweltpreis und seinen Modalitäten eingegangen, berichtet die DBU- Ob die Fraunhofer- oder Max-Planck-Gesellschaft, der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen, der Deutsche Naturschutzring oder andere anerkannte Umweltverbände, Arbeitgeberverbände oder Gewerkschaften: Sie alle hatten die Gelegenheit, ihre Favoriten für den Deutschen Umweltpreis 2003 zu benennen.

Nach der Begutachtung durch die Geschäftsstelle der DBU prüft eine unabhängige Fachjury im Sommer alle eingegangenen Vorschläge, bevor das Kuratorium der Stiftung im Herbst endgültig entscheiden wird. Mit der Vergabe des Deutschen Umweltpreises will die unabhängige Stiftung "Einsatz und Leistungen auszeichnen, die entscheidend und in vorbildlicher Weise zum Schutz und zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Umwelt beigetragen haben oder in Zukunft zu einer deutlichen Umweltentlastung beitragen werden", wie es die Leitlinien vorsehen. Die Auszeichnung soll Personen, Unternehmen und Organisationen "anstiften", Umweltprobleme rechtzeitig zu erkennen und mit Hilfe geeigneter Strategien schon im Vorfeld zu entschärfen. In den Jahren ihres zwölfjährigen Bestehens habe die DBU im Verlauf ihrer Fördertätigkeit in 5.374 Projekte 992 Millionen Euro investiert. Letztes Jahr hat Bundespräsident Rau den Preis verliehen an den Pflanzenschutz-Pionier Dr. Peter Lüth sowie den Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen und früheren Bundesumweltminister, Prof. Dr. Klaus Töpfer.

15.04.2003   Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt

 

FRONIUS-Software optimiert Ertrag von Dünnschicht-Modulen

Mit dem FRONIUS IG Module-Manager bietet der österreichische Solarelektronik-Spezialist Fronius eine in den Wechselrichter integrierte Software, die auch aus Solarmodulen aus amorphem Silizium den maximalen Ertrag herausholt.  Das berichtet der Hersteller in einer Pressemitteilung. Die Software ermittle bei jeder Spannung den Punkt der höchsten Leistung auf der Strom/Spannungskennlinie (Maximum Power Point, kurz MPP). So werde die Energieausbeute aus den Photovoltaik-Modulen optimiert. Laut Labortests liegt der Anpassungswirkungsgrad des Module-Managers bei 99,9 %.

Die Treffsicherheit des Module-Managers zeigt sich vor allem in Kombination mit den normalerweise schwer optimierbaren Dünnschicht-Modulen, so der Hersteller. Deren Leistungskennlinie verläuft im Vergleich zu Standard-Modulen sehr flach. Das schwächer ausgeprägte Maximum erschwere es erheblich, den MPP zu finden, da sich auch benachbarte Punkte auf beinahe der selben Höhe befinden. Deshalb würden viele Wechselrichter häufig in einem weniger lukrativen Bereich arbeiten und den Energiegewinn der PV-Anlage deutlich senken.

15.04.2003   Quelle: FRONIUS International GmbH Division Solarelektronik

 

BMU: Worldwatch-Bericht bestätigt deutsche Vorreiterrolle bei erneuerbaren Energien

Bundesumweltminister Jürgen Trittin begrüßt den neuen Jahresbericht des Worldwatch Institute als Beleg der erfolgreichen deutschen Klimaschutzpolitik.   Der Bericht "Zur Lage der Welt 2003" widme der deutschen Politik im Bereich Erneuerbaren Energien einen gesonderten Abschnitt, in dem Deutschland als weltweit positives Beispiel für den Ausbau von Wind- und Solarenergie beschrieben werde. In dem Bericht stellt das Institut fest, Solarenergie und Windkraft seien dank der staatlichen Förderpolitik in Deutschland, Japan und Spanien in den vergangenen fünf Jahren jährlich um mehr als 30 % gewachsen. "Ein solches Lob aus der Feder eines der weltweit renommiertesten Umweltinstitute bestärkt uns nicht nur, sondern verpflichtet uns auch, mit unserer Politik der Energiewende hin zu Sonne, Wind, Biomasse und Wasserkraft voranzuschreiten", sagte Trittin bei der Präsentation der deutschen Ausgabe des Reports in Berlin.

Die globale Energiewende sei aus vier Gründen geboten, sagte Trittin. Ökologisch sei sie nötig, "weil wir ohne den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien den Klimawandel nicht in den Griff kriegen werden", so der Minister. Zudem sei sie ökonomisch von Vorteil, weil absehbar sei, dass die Kosten für die Beseitigung der vom Klimawandel verursachten Schäden den Aufwand für das Umsteuern bei weitem übersteigen würden. "Hinzu kommt, dass wir ohne Zukunftstechnologien wie Wind und Solar nicht in der Lage sein werden, unsere Gesellschaft mit Energie zu versorgen, wenn Öl, Gas und Kohle, aber auch Uran knapper werden. 2050 werden nur noch jene Gesellschaften konkurrenzfähig sein, die mindestens die Hälfte ihrer Energie aus erneuerbaren Quellen gewinnen," sagte Trittin.

Für die „Erneuerbaren“ spreche aber auch, dass Energie für Alle und insbesondere für künftige Generationen und für die Entwicklungsländer eine Grundvoraussetzung der Armutsbekämpfung sei. "Das geht nur mit dezentralen Energieformen wie erneuerbaren Energien", so Trittin. "Wir werden das gemeinsame Ziel, die Zahl der Armen in der Welt bis zum Jahre 2015 zu halbieren, so lange nicht erreichen, wie Entwicklungsländer 80 Prozent ihrer Devisen für Ölimporte ausgeben müssen." Auch friedenspolitisch sei die globale Energiewende von Bedeutung, weil erneuerbare Energien Konflikte um Ressourcen ebenso minderten, wie die Armutsbekämpfung durch eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung Frieden stifte.

Nach den Worten des Bundesumweltministers wird der Ausbau der erneuerbaren Energien auch weiterhin ein Schwerpunkt der deutschen Umweltpolitik sein. "National sind wir dabei, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fortzuentwickeln und den ehrgeizigen Energiezielen anzupassen. International wird Deutschland die Weltgemeinschaft zu einer Konferenz über erneuerbare Energien im Juni 2004 nach Bonn einladen." Die Bonner Konferenz soll einen Aktionsplan zum globalen Ausbau der erneuerbaren Energien anstoßen. Ziel sei, möglichst viele Länder auf nationale, regionale und internationale Ziele zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch mit konkreten Zeitplänen festzulegen. "Die Konferenz soll kein Strohfeuer sein, sondern einen langfristigen Prozess zur Energiewende international einleiten", so der Bundesumweltminister.

14.04.2003   Quelle: BMU
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Windenergie: Rückgang beim Neubau

Die Windenergie hat im I. Quartal 2003 zum ersten Mal seit Jahren einen Rückgang beim Neubau hinnehmen müssen: Zwischen Januar und März seien 231 Windenergie-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 357,3 Megawatt (MW) neu installiert. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeute das ein Minus von rund 100 MW.  Das berichtet der Informationsdienst für den Baumarkt (ibau). Damit betrage die neu installierte Leistung im ersten Quartal 2003 nur 78 Prozent des vergleichbaren Vorjahreswertes. Ende März 2003 seien bundesweit 13.990 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 12.359 MW installiert, was einer Steigerung gegenüber dem Stand von Ende 2002 um 3,0 Prozent entspreche. Der Beitrag der Windkraft zur nachhaltigen Energieversorgung sei damit weiter steigend: In diesem Jahr soll die Windkraft erstmals über fünf Prozent des bundesweiten Strombedarfs decken. Experten rechnen laut ibau in diesem Jahr mit einem bundesweiten Zubau in Höhe von 2.500 bis 3.000 MW.

„Der Rückgang im I. Quartal zeigt jedoch, wie wichtig es ist, auch weiterhin gute Rahmenbedingungen für die Windkraft-Nutzung zu erhalten“, betonte Dr. Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) e.V., während der Präsentation der Aufstellungszahlen auf der Hannover Messe am 8. April 2003. „Wenn die Windkraft weiterhin eine entscheidende Rolle im Mix der erneuerbaren Energien spielen soll, dann müssen auch Binnenlandstandorte erschlossen werden, die wirtschaftlich meist nur mit großen Nabenhöhen nutzbar sind“, betonte Ahmels. Bei der Überprüfung der Vergütungssätze im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) müsse daher sehr sorgfältig vorgegangen werden. Neben dem Ausbau im Binnenland müssten auch Anreize für das so genannte Repowering – den Austausch alter Maschinen gegen moderne, leistungsstärkere Neuanlagen – geschaffen werden, vor allem in den Küstenregionen.

BWE-Präsident Ahmels erteilte Versuchen eine Absage, die Einspeisetarife für Strom aus Windkraft-Anlagen über die im EEG bereits vereinbarte Degression hinaus nach unten zu schrauben: „Tatsächlich hat sich mittlerweile gezeigt, dass die Entwicklung an vielen Standorten durch administrative Probleme wie dem Bau- und Umweltrecht oder den fehlenden Netzkapazitäten erschwert wird. Die Technik der Windenergie-Anlagen entwickelt sich zwar in Richtung Kosteneffizienz, aber der Aufwand zur Bewältigung der administrativen Hürden und die Kosten für den Netzzugang sind gerade in Norddeutschland in der jüngsten Vergangenheit erheblich gestiegen. Außerdem haben sich die Versicherungs- und Finanzierungsbedingungen in jüngster Vergangenheit enorm verschärft, was zu erhöhten Kosten führt.“

Thorsten Herdan, Geschäftsführer des Fachverbands Power Systems im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), verwies auf die großen Erfolge, die in den letzten Jahren erreicht wurden: „Die Stromgestehungskosten konnten im letzten Jahrzehnt um rund 50 Prozent reduziert werden. Dass heutzutage bereits viele Binnenlandstandorte genutzt werden können, ist maßgeblich auf die technische Innovationsfähigkeit der Branche zurückzuführen.“ Herdan betonte die Bedeutung der Branche als Motor für die Wirtschaft: „Mit einem Jahresumsatz von erneut über drei Milliarden Euro wird sich die Windkraft weiter als bedeutender Wirtschaftszweig etablieren“. Die Entwicklung in Deutschland werde im Ausland aufmerksam verfolgt. Die zunehmenden Exporterfolge seien ein Zeichen hierfür: Im I. Quartal 2003 seien Windturbinen „Made in Germany“ unter anderem nach Japan, Österreich sowie in die Antarktis exportiert worden. „Mittelfristig, das heißt innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre, streben wir einen Exportanteil von 60 bis 70 Prozent an“, sagte Herdan.

14.04.2003   Quelle: Ibau; Pressrelations.de

 

Soleg GmbH startet Frühjahrsaktion „1000 kWp Solarstrom für Ostbayern“

Solarmodule in der Größe eines Fußballfeldes will die Zwieseler Soleg GmbH auf die Dächer zwischen Passau und Weiden, Landshut und Zwiesel bringen. Ziel seiner Photovoltaik-Frühjahrsaktion „1000 kWp Solarstrom für Ostbayern“ seien rund 8.000 Quadratmeter Solarzellen, berichtet das Unternehmen.   Der so erzeugte Strom von rund 900.000 kWh/Jahr reiche für 300 Haushalte. In 20 Jahren könnten dadurch über 10.000 Tonnen klimaschädigender Kohlendioxid-Emissionen vermieden werden.

Wer mitmachen möchte, könne sich bis Ende Mai individuell, kostenfrei und unverbindlich von einem Berater oder Partnerbetrieb des ostbayerischen Soleg-Netzwerkes beraten lassen. In einem Vor-Ort-Gespräch würden Solarexperten und zukünftige Sonnenenergie-Erzeuger die Möglichkeiten und Details einer eigenen Solarstromanlage prüfen. Die Solarfachleute bieten an, die Wirtschaftlichkeit zu berechnen und eine Ertragsprognose zu erstellen, Informationen über aktuelle Fördermöglichkeiten und Hilfe bei der Beantragung sollen die Frühjahrsaktion abrunden. Rabatte für Sammelbestellungen sollen die Preise pro Kilowatt deutlich senken, verspricht die Soleg GmbH.

„Unser Ziel ist es, mehr Menschen in Ostbayern zu motivieren, jetzt auf Sonnenstrom umzusteigen. Die Nachfrage ist in den vergangenen Monaten stark angestiegen. Dennoch gibt es immer noch das Vorurteil, dass eine Solaranlage sich nicht rechne. Hiermit wollen wir aufräumen und beweisen, dass Sonnenstrom zum einen finanzierbar ist und zum anderen angesichts knapper werdender Rohstoffe, steigender Umweltbelastung und weltpolitischer Konflikte einfach die bessere Alternative ist“, erläutert Sepp Weindl den Hintergrund der ambitionierten Aktion, Geschäftsführer der Soleg GmbH für den Bereich Photovoltaik, „Außerdem möchten wir dazu anregen, die sonnenintensivsten Monate im Frühjahr und Sommer zu nutzen, und nicht - in der Hoffnung auf fallende Preise - bis zum Jahresende zu warten. Wer dies tut, versäumt die ertragreichste Zeit und damit die übers Jahr gesehen höchste Einspeisungsrate in das öffentliche Netz.“

14.04.2003   Quelle: Soleg GmbH

 

Wissenschaftlicher Beirat übergibt Energiewende-Gutachten

Das neue Gutachten des „Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen“ (WGBU) fordert die globale Energiewende.  Das erklären die Bundesministerien für Umwelt, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Forschung in einer Pressemitteilung. Der Beirat hat am 10.04.2003 sein Gutachten "Welt im Wandel -- Energiewende zur Nachhaltigkeit" übergeben an Bundesumweltminister Jürgen Trittin, die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Heidemarie Wieczorek-Zeul, und den Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Uwe Thomas.

Die Untersuchung des Beirates unterstreiche die Bedeutung einer globalen Energiewende sowohl für den Schutz des Weltklimas als auch für die Entwicklungschancen ärmerer Länder, kommentieren die Ministerien das Papier. "Eine zielgerichtete Entwicklung weg von den fossilen hin zu erneuerbaren Energiequellen ist aus ökologischen, ökonomischen und friedenspolitischen Gründen dringend erforderlich", sagte Umweltminister Trittin. Der Klimawandel beeinträchtige schon heute in vielen Regionen die genetische Vielfalt. Es sei absehbar, dass die Kosten für die Beseitigung der vom Klimawandel verursachten Schäden die Kosten für das Umsteuern bei weitem übersteigen werde. "Darüber hinaus gilt: Angesichts der Begrenztheit gerade der Ölvorräte der Welt muss eine nachhaltige Energieversorgung sich von der Abhängigkeit vom Öl befreien", sagte Trittin.

"Das Gutachten macht deutlich, dass eine Energiewende wichtiger Bestandteil der Armutsbekämpfung ist. Deshalb unterstütze ich die Nutzung erneuerbarer Energien nachdrücklich, gerade auch als Alternative zu fossilen Energieträgern", erklärte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul bei der Übergabe. "Denn eines ist klar: Nur wenn der Zugang zu Energie gerecht verteilt ist, können wir bis zum Jahr 2015 den Anteil der absolut Armen an der Weltbevölkerung halbieren." Nach dem WBGU-Gutachten, könne die globale Energiewende nur gelingen, wenn Entwicklungs- und Schwellenländer beim Aufbau nachhaltiger Energiesysteme unterstützt würden. "Dafür werden, wie in Johannesburg zugesagt, aus den Mitteln des Entwicklungsministeriums in den kommenden fünf Jahren insgesamt eine Milliarde Euro für den Energiesektor in Entwicklungsländern bereitstellen", betonte Wieczorek-Zeul. 500 Millionen Euro sind für erneuerbare Energien und 500 Millionen Euro für Energiesparmassnahmen vorgesehen. "Bereits jetzt fördert das Entwicklungsministerium etwa 70 Projekte für erneuerbare Energien in 40 Ländern", sagte die Ministerin

Gleichwohl seien fossile Energieträger auf absehbare Zeit noch unverzichtbar, fügte Uwe Thomas hinzu: Der Staatssekretär im Bundesforschungsministerium. sagte: "Das Potential, um fossile Energien wesentlich effektiver umzuwandeln und zu nutzen als bislang, ist noch riesig. Aber auch die wissenschaftlichen Grundlagen für das Ausschöpfen der Energie von Sonne und Wind werden ständig verbessert".

11.04.2003   Quelle: BMU; BMZ, BMBF

 

Intersolar-Kongressprogramm: Fachwissen - kompetent und kompakt

Die Intersolar 2003 bietet vom 27. bis 29. Juni in Freiburg ein anspruchvolles Kongress- und Rahmenprogramm für ihre Fachbesucher. In über 20 Veranstaltungen zu Planung, Installation, Technik und Marketing können sich zahlreiche Entscheider und Multiplikatoren der internationalen Solarbranche austauschen, kündigt der Veranstalter an.   Das Kongressprogramm habe viel Neues zu bieten, unter anderem Workshops zum Thema "Gebäudeintegrierte Photovoltaik", "Erfolgreiche Solarprojekte in Kommunen" und das Exportforum "Photovoltaik für den Weltmarkt". "Wir rechnen mit über 800 Kongressteilnehmern und 12 000 Messebesuchern", so die Veranstalter der größten Fachmesse für Solartechnik in Europa. Allein zur ersten europäischen Solarthermiekonferenz "estec 2003" werden über 250 Konferenzteilnehmer erwartet. Zusätzlich zur umfangreichen Produktschau finden sich im Kongress- und Rahmenprogramm über 20 hochkarätige Veranstaltungen. Rund 240 Aussteller werden das gesamte Spektrum der internationalen Solarbranche abdecken.

Der Export als Motor der deutschen Wirtschaft wird auch für Solarunternehmen wichtiger. Um der Solarbranche neue Märkte im Ausland zu erschließen, koordiniert die Deutsche Energie-Agentur (dena) die "Exportinitiative Erneuerbare Energien" der Bundesregierung. Unter diesem Motto führen die dena und der Bundesverband Solarindustrie (BSi) auf der Intersolar 2003 ein Forum zum Thema "Photovoltaik für den Weltmarkt" und eine Sonderschau durch. Beim Einsatz von Solarmodulen rückt neben dem Energiegewinn zunehmend die Ästhetik in den Vordergrund. Der vom Zentrum für rationelle Energieanwendung und Umwelt (ZREU) erstmals durchgeführte Workshop "Gebäudeintegrierte Photovoltaik" gibt einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten von Photovoltaik-Modulen.

Solar unterstützte Klimaanlagen sind eine zukunftsfähige Alternative zu konventionellen Anlagen mit hohem Energieverbrauch und ein neues Standbein für die Branche. Das vom Fraunhofer Solar Building Innovation Center (SOBIC) und der Solar Promotion GmbH veranstaltete Forum "Solarunterstützte Gebäudeklimatisierung" gibt kompetente Antworten zu allen Fragen der solaren Klimatisierung. Passend zur neuen Sonderschau "Die Zukunft des Heizens: Solar und Pellets" stellt die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie in ihrer siebten Fachtagung "Solares Heizen 2003" die Kombination von Solarthermie und Heizen mit Biomasse als regenerative Alternative für die ganzjährige Wärmeversorgung vor.

Das Rahmenprogramm bietet neben der Neuheitenbörse, der Meisterschaftsfeier der Solarbundesliga und Exkursionen in die Solarregion Freiburg erstmals auch ein abendfüllendes Unterhaltungsprogramm, die „Solar-Nacht“ des Fraunhofer ISE-Institutes. Darüber hinaus haben einige internationale Solarverbände anlässlich der Intersolar ihre Tagungen und Mitgliederversammlungen nach Freiburg verlegt: Neben dem Treffen der Soltherm-Initiative und dem Photovoltaik-Symposium der FAKT-Forschungsallianz findet die vom Europäischen Verband der Solarthermischen Industrie (ESTIF) organisierte erste europäische Solarthermiekonferenz "estec2003" und deren Mitgliederversammlung parallel zur Intersolar statt.

Aktuelle Informationen unter http://www.intersolar.de.

11.04.2003   Quelle: Solarpromotion GmbH

 

NABU fordert gezielte Förderung der erneuerbaren Energien

Der Naturschutzbund NABU hat am 9.4.2003 seine Eckpunkte für die Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorgelegt. In Berlin bezeichnete der amtierende NABU-Präsident Christian Unselt das EEG als umweltpolitisches Vorzeigeprojekt der rot-grünen Bundesregierung.  "Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine Erfolgsstory, die auch auf der Grundlage eines novellierten Gesetzes fortgesetzt werden muss", so Unselt. Nur so könne Deutschland zukünftig auch ehrgeizige Klimaschutzziele erreichen.

Wichtig sei, die wirtschaftlichen Anreize für jene Bereiche zu erhalten, in denen der Ausbau bereits jetzt gute Erfolge erziele. Dies gelte auch für die Windenergie. Allerdings könnten deren Vergütungssätze an windreichen Standorten dank der technischen Fortschritte künftig gesenkt werden. Kritisch sieht der NABU die derzeitige Entwicklung bei der Offshore-Windenergie und fordert, dass das EEG hier lenkend eingreifen müsse. "Die Förderung der Offshore-Windenergie darf nur außerhalb der auszuweisenden Meeresschutzgebiete erfolgen", betonte Unselt. Über eine entsprechende Klausel im EEG mit einem Ausschlusskriterium könne verhindert werden, dass ein Konflikt zwischen Klimaschutz und Naturschutz die Entwicklung langfristig lähme.

Anhebungen fordert der NABU hingegen bei den Vergütungssätzen für Strom aus Biomasse. "Gerade im Bereich kleiner Verstromungsanlagen fehlen bisher ausreichende Anreize für Investitionen. Die Folge ist, dass viele Reststoffe aus der Landwirtschaft noch immer ungenutzt sind", sagte Unselt. Die Biomasse habe überzeugende Potenziale, nach der Windkraft zur zweiten Säule beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu werden. In einem weiteren Positionspapier stellte der NABU deshalb die Eckpunkte für eine naturverträgliche Biomassenutzung vor, die zu einem wichtigen wirtschaftlichen Standbein für die Land- und Forstwirtschaft ausgebaut werden könne. "Auch der Energiepflanzenanbau birgt deutlich mehr Chancen als Risiken für den Naturschutz", so der NABU-Präsident. Hierzu sei es aber dringend erforderlich, sich von der Konzentration auf den Rapsanbau für Biodiesel zu lösen, statt dessen auf das Prinzip Vielfalt zu setzen und verschiedene Energiepflanzen zu fördern.

11.04.2003   Quelle: NABU; ots
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EEG: Bundesregierung beschließt Härtefallregelung für stromintensive Unternehmen

Auf Vorschlag von Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat das Bundeskabinett am 9.4.2003 eine Härtefallregelung für stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes beschlossen.  Das berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Einzelne Unternehmen können künftig teilweise vom Kostenanteil für den Bezug von Strom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) befreit werden. Für die Ausnahmeregelung muss das betreffende Unternehmen nachweisen, dass der EEG-Kostenanteil zu einer erheblichen Beeinträchtigung seiner Wettbewerbsfähigkeit führt, so das BMU. Über die Anträge soll das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) entscheiden.

Die neue Regelung soll bis zum 1.7. 2004 befristet werden. Eine endgültige Regelung ist mit der großen Novelle des EEG geplant. Der Gesetzentwurf wurde dem Bundestag und dem Bundesrat zugeleitet. Nach dem Gesetzentwurf soll in jenen Fällen die EEG-Strommenge begrenzt werden können, in denen die Weitergabe der durch das EEG entstehenden Kosten maßgeblich zu einer unbeabsichtigten, dauerhaften Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit führe. Die Begrenzung dürfe nur erfolgen, soweit ein Unternehmen unter anderem nachweist, dass sein Stromverbrauch in den letzten zwölf Kalendermonaten 100 Gigawattstunden überstiegen hat und das Verhältnis der Stromkosten zur Bruttowertschöpfung 20 Prozent überschreitet.

"Mit der Gesetzesänderung zeigt die Bundesregierung, dass sie schnell auf vorhandene Wettbewerbsbeeinträchtigungen reagiert und bereit ist, Hilfe für diejenigen Unternehmen zu leisten, die am meisten betroffen sind“. Der Minister betonte, dass ein funktionierender Wettbewerb auf dem Strommarkt ausreichende Markt- und Preistransparenz voraussetze. Wesentliche Bedingung dafür sei ein diskriminierungsfreier und ungehinderter Netzzugang. Um dies zu gewährleisten, soll spätestens bis Mitte nächsten Jahres eine Wettbewerbsbehörde eingerichtet werden. Die Behörde soll insbesondere die Preisgestaltung der Netzbetreiber überprüfen. "Mehr Transparenz auf dem Strommarkt wird sich letztendlich positiv auf die Strompreise auswirken und somit den Verbrauchern zugute kommen“, kündigte Trittin an.

10.04.2003   Quelle: BMU
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Interesse an Solarstrom und –wärme wächst kräftig

Die Zahl der Anträge im 100.000 Dächer-Solarstrom-Porgramm sowie im Marktanreizprogramm zu Gunsten erneuerbarer Energien ist im ersten Quartal 2003 deutlich gestiegen.   Die Nachfrage nach Solarwärmeanlagen wuchs nach Angaben des Bundesverbandes Solarenergie (BSi) im Vergleich zum Vorjahr um rund 50 %. In den ersten drei Monaten des Jahres wurden 19.369 Anträge auf Zuschüsse für thermische Solaranlagen gestellt, im Jahr davor waren es nur 12.900. Die beantragte Photovoltaik-Leistung im 100.000 Dächer Programm liegt laut BSi im ersten Quartal 2003 um 150% über dem Vorjahr.

Als Grund für den „Run auf das 100.000 Dächer-Programm“ nennt der BSi das Auslaufen des 100.000 Dächer-Programms, von dem viele Bürger noch profitieren wollten. Im ersten Quartal seien im 100.000 Dächer-Programm 3.200 Anträge über etwa 23,4 Megawatt Photovoltaik-Leistung gestellt worden (erstes Quartal 2002: 9,6 MWpeak). In diesem Jahre stünden Kredite für 100 Megawatt bereit, so der BSi. Der Verband geht fest davon aus, dass diese auch in Anspruch genommen werden. Der BSi erwartet, dass der Bestelleingang beim Handwerk und bei den Herstellern im Frühling massiv ansteigen wird.

Auch die Solarwärme-Branche kann laut BSi in diesem Jahr auf eine deutliche Markterholung hoffen. 10.444 Anträge für Sonnenkollektoren seien im März beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Rahmen des Marktanreizprogramms gestellt worden. Das sei doppelt so viel wie im Februar und das Zweieinhalbfache des Vorjahresmonats. Die Antragszahlen stimmen mit den Aussagen der Solarunternehmen überein, die ein deutlich gestiegenes Interesse spürten, stellt der BSi fest. Allerdings spiegle sich die Nachfrage nach Auskunft einiger Hersteller noch nicht in den Aufträgen wider. Erst wenn die Aufträge beim Handwerker erteilt und die Solaranlagen bei den Herstellern und Importeuren bestellt und bezahlt seien, werde sich die Situation der Unternehmen deutlich entspannen.

Weitere Informationen zur Entwicklung des 100.000 Dächer-Programms und zu den Antragszahlen im Marktanreizprogramm bietet der Bsi unter http://www.bsi-solar.de/foerderprogramme/100000daecherprogramm_daten.asp und
http://www.bsi-solar.de/foerderprogramme/marktanreizprogramm_daten.asp

10.04.2003   Quelle: BSi

 

Solares Heizen und Wärmerückgewinnung: Consolar und Paul kooperieren

Die Firma "PAUL Wärmerückgewinnung – Wärmetauscher" und die Frankfurter Consolar GmbH wollen ihre Kräfte in den Bereichen Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb bündeln.   Der Spezialist für Wärmerückgewinnung und kontrollierte Wohnraumlüftung mit Sitz im sächsischen Mülsen und der Frankfurter Hersteller von Solartechnik für Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung haben auf der Messe ISH eine enge Zusammenarbeit vereinbart, berichtet Consolar in einer Pressemitteilung. Die Schöpfungskraft beider Unternehmen besonders im Bereich effizienter Wärmetauschertechnik für Luft und Wasser werde durch eine Reihe von Patenten belegt.

Durch die Kooperation sollen die Kunden ökologische Haustechnik mit auf einander abgestimmten Schnittstellen erhalten, kündigen die Partner an. Paul Wärmerückgewinnung - Wärmetauscher liefere seit 1994 hochwertige Geräte für die kontrollierte Wohnungslüftung. Herzstück aller Geräte sei ein neuer Gegenstrom-Kanal-Wärmetauscher, der wesentlich effektiver arbeite als Plattenwärmetauscher. Damit würden höchste Wirkungsgrade bei der Wärmerückgewinnung erreicht, gleichzeitig bliebe der Stromverbrauch gering. Die Consolar Energiespeicher- und Regelungssysteme GmbH wurde 1994 gegründet. Seit 2001 bietet das Unternehmen komplette Solarsysteme mit innovativen Kollektoren, Speichern und Reglern an. Im Bereich der Heizungsunterstützung seien in den letzten Jahren über 10.000 Anlagen in Europa mit Consolar-Wärmetauschersystemen ausgestattet worden.

10.04.2003   Quelle: Consolar GmbH

 

Erste Europäische Solarthermie-Konferenz findet in Freiburg statt

Wie die Nutzung der Solarwärme bis 2010 verzehnfacht werden kann, will die europäische Solarindustrie mit Politikern und Fachleuten aus ganz Europa diskutieren.  Dieses von der Europäischen Union vorgegebene Ziel steht im Mittelpunkt der Europäischen Solarthermiekonferenz „estec2003“ in Freiburg. Die erste Konferenz dieser Art findet statt vom 26. bis 27. Juni, zeitgleich mit der größten europäischen Solarfachmesse Intersolar 2003.

Deutschland ist mit einem Anteil von 50% der größte europäische Markt für Sonnenkollektoren. In den letzten 10 Jahren hat sich eine zukunftsträchtige Industrie entwickelt. Wie die deutschen Markterfolge auf andere Länder übertragen werden können, ist ein zentrales Thema der Konferenz. Der Bedarf an der umweltfreundlichen Wärmeerzeugung mit Solarkollektoren sei zweifellos vorhanden, so der Veranstalter der Konferenz, die European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF). Klimaveränderungen und die begrenzten fossilen Ressourcen erforderten eine konsequente Erschließung erneuerbarer Energien. Solaranlagen können in ganz Europa dauerhaft und ohne Umweltbelastung Warmwasser, Heizung und sogar Kühlung bereit stellen, so die ESTIF.

„Solarthermie, die Wärmeerzeugung mit Solarenergie, ist ökologisch notwendig, ökonomisch sinnvoll und politisch gewollt“, unterstreicht ESTIF- Präsident Ole Pilgaard „Die EU will die derzeit installierte Kollektorfläche bis 2010 auf 100 Mio. m² verzehnfachen. Dazu müssen in den meisten europäischen Ländern die Märkte noch entwickelt werden.“ „Deutschland, Österreich und Griechenland sind Vorreiter bei der Solarwärme-Nutzung“, so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des deutschen Bundesverbandes Solarindustrie (BSi), der die estec2003 organisiert. „Unsere positiven Erfahrungen wollen wir in ganz Europa verbreiten. Die Solarkonferenz in Freiburg ist hierfür eine hervorragende Gelegenheit, betont Stryi-Hipp.

Ein Forum wie die estec2003 hat es bisher noch nicht gegeben. 300 Experten aus ganz Europa werden erwartet, die Märkte und Markt-Entwicklungsprogramme, politische Rahmenbedingungen, Qualitätssicherung, neue Technologien und Finanzierungsmodelle diskutieren. Vor allem suche die Industrie den Dialog mit der Politik, denn es brauche derzeit noch die entsprechenden Rahmenbedingungen, um die Märkte aufzubauen. Ein Programmkomitee aus neun Vertretern europäischer Fachverbände stellt das Vortragsprogramm zusammen. Alle Beiträge werden simultan in deutsch, englisch und französisch übersetzt.

Die European Solar Thermal Energy Conference 2003 wendet sich an Hersteller, Händler, Politiker, Ingenieurbüros, Energieagenturen, Finanzdienstleister, Investoren, Nutzer großer kommerzieller Solarthermie-Anlagen und Wissenschaftler aus ganz Europa. Sie erleichtert internationale Kontakte, bietet Informationen aus erster Hand und will eine europäische Strategie zur Markterschließung definieren.

Weitere Informationen: http://www.estec2003.org und http://www.intersolar.de

09.04.2003   Quelle: European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF)

 

Holzpellets-Großproduktion in Nordrhein-Westfalen geplant

Am 04.04.2003 wurde im sauerländischen Eslohe der Grundstein für die landesweit erste Holzpellets-Großanlage gelegt. Die Pelletierungs-Anlage auf dem Gelände der Baust Holzbetriebs GmbH soll jährlich rund 10.000 Tonnen Holzpellets produzieren.  Das berichtet die Energieagentur Nordrhein-Westfalen in einer Pressemitteilung. Die Baust GmbH habe sich nach der Beratung durch die Energieagentur NRW entschlossen, die Anlage auf ihrem Werksgelände in Eslohe-Bremke zu errichten.

Die Baust GmbH habe bereits seit mehreren Jahren Erfahrung in der energetischen Nutzung von Holz, so die Energieagentur NRW. Im betriebseigenen Kraftwerk werde seit fünf Jahren Strom und Wärme zur Versorgung der Schnittholztrockenkammern sowie des Gewerbegebiets "Im Wennetal" produziert. Mit der vorhandenen Überschusswärme soll die Trocknung der Holzspäne ausgebaut werden. Dieses Späne seien der Grundstoff für die Holzpelletproduktion, aber auch ein hochwertiger Brennstoff für geplante, größere Holzheizwerke.

Das Land NRW will sowohl den Ausbau der Spänetrocknung als auch den Bau der Pelletieranlage mit Mitteln aus der Holzabsatzförderung (Hafö) unterstützen.. Nordrhein-Westfalen fördert die energetische Nutzung von Holz zur Wärmeerzeugung im Wohnungsbau seit dem Jahr 2000. In dieser Zeit seien mehr als 600 Heizungsanlagen in NRW mit einer Gesamtheizleistung von elf Megawatt gefördert worden. Bereits vor Wochenfrist habe im niederrheinischen Sonsbeck eine kleinere Pelletierungsanlage den Betrieb aufgenommen, berichtet die Energieagentur. Zusammen würden die beiden Anlagen den Gesamtbedarf an Holzpellets in ganz NRW decken.

Holzpellets sind ein zukunftsweisender Brennstoff, der mit Sägespänen aus der Region hergestellt wird. Die im Sägebetrieb anfallenden rindenfreien Sägespäne werden getrocknet, zerkleinert und dann unter hohem Druck zu sechs Millimeter starken und zehn bis 14 Millimeter langen Holzstäbchen gepresst. Den Holzpellets werden keine zusätzlichen Binde- und Klebstoffe zugefügt da das im Holz enthaltene Lignin durch den hohen Druck wieder klebfähig wird und für den Zusammenhalt sorgt. Holzpellets können beim Endverbraucher ähnlich wie Heizöl mit einem Tankwagen angeliefert werden.

09.04.2003   Quelle: Energieagentur NRW

 

Kalifornien: PowerLight Corporation baut Solarstromanlage für Weingut

Die PowerLight Corporation (Berkeley) errichtet in dem Weingut "Domaine Carneros" im kalifornischen Napa Valley eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 120 Kilowatt (kWp).   Die Solarstromanlage sei die größte PV-Installation in einem US-Weingut, berichtet PowerLight. Mit dem Solarstrom würden die Betriebskosten des Weinguts deutlich verringert. Die Photovoltaikanlage mit einer Modulfläche von etwa 870 Quadratmetern wird auf einer neuen Weinkellerei montiert, welche direkt hinter dem Schloss der „Domaine Carneos“ gebaut wird. Nach der Fertigstellung werde das PV-System 40 % des Strombedarfs von Schloss und Kellerei decken.

"Wir freuen uns über das Verantwortungsbewußtsein und die ökologische Weitsicht des Weinguts Domaine Carneros bei der Nutzung erneuerbarer Energien," sagte PowerLight-Präsident Dan Shugar. Mit der sauberen, verlässlichen und nachhaltigen Sonnenenergie engagiere sich Domaine Carneros sowohl für die Gesundheit als auch für die Lebensqualität in der Region. Außerdem trage die Energie-Strategie des Weinguts zu den Anstrengungen des Staates Kalifornien bei, nachhaltig zu wirtschaften und energetisch unabhängiger zu werden. Mit der Photovoltaikanlage werde Domaine Carneros den Solarstrom in ihren Energiemix integrieren, die Betriebskosten senken und den Kauf von teuerem Strom während der Spitzenlastzeiten minimieren. Das Solardach diene zudem zur Wärmedämmung und senke so die Kosten der Klimatisierung der neuen Kellerei, in der ganzjährig konstante Temperaturen herrschen müssen.

09.04.2003   Quelle: PowerLight Corporation

 

Sunways AG steigert Umsatz um 21 Prozent

Die Konstanzer Sunways AG hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2002 gesteigert und das Ergebnis weiter verbessert. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Gesellschaft erzielte einen Umsatz von 25,8 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von minus 1,8 Millionen Euro.  Die im November 2002 veröffentlichten Umsatzpläne seien damit übertroffen worden, so Sunways-Finanzvorstand Bernd Fessler. Das EBIT habe sich im vergangenen Jahr weiter verbessert: Es betrug minus 1,8 Millionen Euro gegenüber minus 3,3 Millionen Euro im Vorjahr. Der Konzernfehlbetrag belief sich auf 1,4 Millionen Euro (Vorjahr: 2,1 Millionen Euro). Zum 31. Dezember 2002 beschäftigte die Sunways AG 102 Mitarbeiter (Vorjahr: 94). 34 Prozent des Umsatzes stammen aus dem Geschäftsfeld Solarzellen (Vorjahr 19 Prozent), 66 Prozent aus dem Systemgeschäft (Vorjahr 81 Prozent).

Laut Technik-Vorstand Roland Burkhardt hat im Jahr 2002 die gesamte Solarbranche unter der allgemeinen Konjunkturschwäche gelitten. Trotz Stagnation des Inlandsmarktes habe die Sunways AG ein Wachstum verzeichnet und damit Marktanteile erobert. Als Gründe nannte Burkhardt eine Ausweitung der Kundenbasis und die weitere Internationalisierung. Inzwischen mache der Export 15 Prozent des Umsatzes aus (2001: 10 Prozent). Zudem habe Sunways die Produktpalette um konventionelle Solarzellen mit den Abmessungen 125 x 125 mm erweitert.

In der Produktion seien die Kosten plangemäß gesenkt worden; der Wirkungsgrad läge sogar deutlich über dem Plan. „Es wurden durchschnittlich 14,5 Prozent Wirkungsgrad und Höchstwerte von 15,7 Prozent erzielt“, so Burkhardt. Im Dezember habe Sunways die Produktionskapazität am Standort Konstanz von fünf auf zehn Megawatt ausgebaut. Die vollständige Integration der Tochterfirma MHH Solartechnik GmbH wurde im November 2002 abgeschlossen. MHH mit Sitz in Tübingen zähle zu den zehn größten Systemhäusern für Solartechnik in Deutschland und habe einen Marktanteil von rund fünf Prozent. Seit Anfang 2002 vertreibt MHH auch Module mit Sunways Solarzellen.

Zu Beginn des Jahres erhielt die Sunways AG die Zulassung zum Handel im „Prime Standard“ der Deutschen Börse. Im Februar 2003 habe das Unternehmen seine „Corporate Governance“-Grundsätze verabschiedet, die sich in allen wesentlichen Teilen an den Empfehlungen der Regierungskommission orientierten. Im zweiten Quartal 2003 soll eine neuartige Technologie für Wechselrichter in den Markt eingeführt werden: Für ihren trafolosen Wechselrichter mit der so genannten HERIC-Tecchnologie erhielt Sunways den Innovationspreis des 18. Symposiums für Photovoltaische Solarenergie. Das „Highly Efficiency & Reliable Inverter Concept“, kurz HERIC, ist eine Gemeinschaftsentwicklung von Sunways und dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE). Es senkt die üblicherweise auftretenden Energieverluste auf weniger als die Hälfte und ermöglicht einen Wirkungsgrad von über 97 Prozent. Die neuen Wechselrichter verfügen zudem über eine besonders schnelle und präzise Maximum-Power-Point-Regelung und arbeiten fast geräuschlos (Geräuschpegel unter 35 Dezibel).

08.04.2003   Quelle: Sunways AG

 

Innovationspreis für energie-effizientes Sonnenschutzsystem

Tageslichtnutzung und energie-effizienter Sonnenschutz.
Tageslichtnutzung und energie-effizienter Sonnenschutz.

Einen von zehn Innovationspreisen der "R+T 2003", Internationale Fachmesse Rollladen, Tore und Sonnenschutz, erhielt die clauss markisen Projekt GmbH in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer ISE in Freiburg. Prämiert wurde ein durchsichtiges Sonnenschutzsystem aus Edelstahlhohlprofilen.   Das berichtet das ISE in einer Pressemitteilung. Im Zentrum der Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Forschungsinstitut habe die Form des Profils gestanden. Der rollbare Sonnenschutz zeichne sich aus durch einen geringen Energieeintrag ins Gebäude. Er habe eine extrem hohe Windstabilität bis 55 km/h. Zudem biete er guten Sichtkontakt nach außen. Durch die optimierte Profilform werde ab einem Sonnenstand von 20 Grad über dem Horizont direkte Sonneneinstrahlung ausgeblendet. "Dadurch können die Klimatisierungskosten stark reduziert werden", so Projektleiter Tilmann Kuhn vom Fraunhofer-Institut für Solar Energiesysteme ISE.

Durch die geringe Profilstärke von 4 Millimetern und zirka 20% Öffnung zwischen den einzelnen Profilen haben die Nutzer ständigen Sichtkontakt nach außen. Die gleichzeitige Betrachtung von Energieeffizienz und guter Tageslichtnutzung ist aus Sicht der Freiburger Forscher eine Selbstverständlichkeit bei der Gebäudeplanung. "Je mehr Tageslicht und Solarenergie ein Gebäude nutzt, desto wichtiger ist das Ausbalancieren von Tageslichtversorgung, Blendschutz und sommerlichem Wärmeschutz", so Tilmann Kuhn. "Alle drei Aspekte sind sowohl bei der Gebäudeplanung als auch bei der Systementwicklung untrennbar miteinander verbunden. Am Fraunhofer ISE verknüpfen wir die Ergebnisse aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit der Planungspraxis. Daraus resultieren nutzerfreundliche, energieeffiziente und wirtschaftliche Gesamtkonzepte und Systemdetails".

Die Nutzung von Tageslicht ist eine der ältesten und populärsten Anwendungen der Solarenergie. Viel Tageslicht führe aber nicht automatisch zu hohem visuellen Komfort, so das ISE. Blendung und Blendungsbegrenzung spielen bei der Gestaltung von modernen Büroarbeitsplätzen eine immer wichtigere Rolle. Der Trend zu größeren Verglasungsanteilen an der Fassade kann zusätzlich zu sommerlichen Überhitzungsproblemen führen. Speziell die Wechselwirkung zwischen Tageslichtnutzung, Nutzerverhalten und thermischem Gebäudeverhalten erfordere daher eine integrale Planung, betonen die Freiburger Forscher. Idealerweise setze diese sehr früh ein und führe zu einem optimierten Gebäudekonzept, welches bei hohem Nutzerkomfort sowohl die Investitionen als auch die Betriebskosten minimiere.

08.04.2003   Quelle: Fraunhofer ISE
Bildquelle: Fraunhofer ISE

 

Leistungsstärkster Windenergie-Fonds Deutschlands geschlossen

Die PROKON Unternehmensgruppe hat Deutschlands größten Windenergie-Fonds. Über 1.400 Kommanditisten hätten sich an dem „PROKON New Energy Fonds III“ mit einem Eigenkapital von 28,2 Millionen Euro beteiligt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Das Investitionsvolumen des Gesamtprojektes belaufe sich auf über 90 Millionen Euro. 52 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 74,2 Megawatt seien in fünf Windparks in Sachsen-Anhalt und Brandenburg errichtet und in Betrieb genommen worden. Die Windkraftanlagen sollen pro Jahr zirka 128 Millionen Kilowattstunden in das öffentliche Stromnetz einspeisen.
Das Folgeprojekt soll diese Zahlen nochmals deutlich übertreffen, kündigt die PROKON Unternehmensgruppe an. Der „PROKON New Energy Fonds IV“, in dem 52 Windkraftanlagen an vier verschiedenen Standorten realisiert werden sollen, umfasst laut PROKON ein Projektvolumen von 123 Millionen Euro. Die PROKON Unternehmensgruppe baue mit diesen Vorhaben ihren Stand als eines der führenden Unternehmen im Bereich der regenerativen Energien in Deutschland weiter aus. Inzwischen würden über 120 Windkraftanlagen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 190 Millionen Euro von PROKON betreut.

08.04.2003   Quelle: PROKON Unternehmensgruppe
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Neuer Weltrekord: BP-Solarzellen erreichen 18,3% Wirkungsgrad

Solarzellen von BP haben im Labor erstmals eine Lichtausbeute von 18,3 % erreicht und damit einen neuen Weltrekord aufgestellt. Das berichtet BP Solar in einer Pressemitteilung.   Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg habe den Wirkungsgrad bestätigt, der zu niedrigeren Produktionskosten führe.

Die „Saturn-Zellen“ von BP Solar (Kantenlänge 125 mm) erreichten bisher einen Wirkungsgrad von 16,5 %. Bei der von BP entwickelten so genannten Saturn-Technik wird der elektrische Leiter nicht auf die Glasfläche aufgetragen, sondern per Lasertechnik in das Glas eingegraben. Dadurch werde weniger Oberfläche belegt, und die Lichtausbeute sei deutlich höher als bei herkömmlich gefertigten Solarzellen. "BP Solar ist stolz auf diesen Weltrekord und wir werden den neuen Wirkungsgrad so bald wie möglich in der Produktion anwenden.", sagte John Mogford, der für erneuerbare Energien zuständige Vizepräsident der BP Gruppe.

BP Solar ist nach eigenen Angaben mit einem globalen Marktanteil von fast 20 Prozent eines der größten Solarunternehmen der Welt. BP produziert Solarzellen in den USA, in Spanien, in Indien und Australien. Der Jahresumsatz von BP Solar habe im Jahr 2002 weltweit knapp 300 Millionen US-Dollar betragen, die Jahresproduktion bei 65 Megawatt (MW) gelegen. Bis 2007 strebt BP einen globalen Jahresumsatz von einer Milliarde US-Dollar an, so das Unternehmen. Seit 1981 habe BP im Solarbereich 500 Millionen US-Dollar investiert, davon 125 Millionen in Forschung und Entwicklung. Die Deutsche BP AG, Geschäftsbereich Solar beschäftigt derzeit 14 Mitarbeiter in der Marktentwicklung und im Projektgeschäft. Den Vertrieb übernehmen Installateure und Händler.

07.04.2003   Quelle: Deutsche BP AG

 

SolarWorld-Konzern steigert Umsatz um 32,6%

Die SolarWorld AG, Bonn, blickt für das Jahr 2002 konzernweit auf ein deutlich gestärktes Geschäftsvolumen zurück, berichtet das Unternehmen zum Abschluss des Geschäftsjahres.  Die Umsatzerlöse des SolarWorld-Konzerns seien um 32,6 % auf 108,9 Millionen Euro gestiegen (Vorjahr: 82,1 Millionen). Damit sei der Konzern wiederum deutlich stärker gewachsen als der deutsche Markt, der um rund 12,5 % zulegen konnte. Der von der Konzerngesellschaft Deutsche Solar AG geführte Geschäftsbereich Wafer habe einen Umsatzanstieg von über 40 % auf 77 Millionen Euro verzeichnet, so die SolarWorld AG. Das erweiterte Geschäftsvolumen des Konzerns habe unter dem Eindruck von Wechselkursparitäten zum Nachteil des Euro gestanden. Diese hätten sich im europäischen Photovoltaik-Markt dämpfend auf die Margensituation im Solargeschäft ausgewirkt.

Dennoch habe der Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 11,7 Millionen Euro erreicht und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 2,4 Millionen Euro erzielt. Im Vorjahr hätten die durch hohe sonstige Erträge geprägten Vergleichszahlen 20,7 Millionen Euro beziehungsweise 13,4 Millionen Euro betragen. Die planmäßigen Anlaufverluste aus dem Aufbau der Solarzellen- und Solarmodulproduktion in Freiberg in Höhe von 2,2 Millionen Euro führten zu einem Konzernergebnis von minus 1,7 Mio. Euro, so die SolarWorld AG. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrage 46,3 %. Damit sei die Gesellschaft auch für das laufende Geschäftsjahr gut aufgestellt.

In der AG erwirtschaftete SolarWorld nach eigenen Angaben 2002 einen Nettogewinn von 2,02 Millionen Euro. Der Vorstand und der Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung eine Dividende von 0,18 Euro pro Aktie vorschlagen. Der Aufsichtsrat hat ferner Dipl.-Kfm. Philipp Koecke mit Wirkung zum 1. Mai 2003 zum Finanzvorstand (Chief Financial Officer - CFO) berufen. Koecke ist bisher in leitender Funktion als „Financial Officer“ der SolarWorld AG tätig. Die Mitarbeiterzahl im SolarWorld-Konzern sei um 107 Personen angewachsen Zum Ende des Jahres an arbeiteten 407 Beschäftigte für den Konzern.

Das laufende Geschäftsjahr 2003 stehe unter dem Zeichen des Ausbaus der Produktion auf allen Fertigungsstufen, kündigt die SolarWorld AG an. "Zu den High-Lights dieses Jahr werden unsere neuen Modulfabriken in Schweden und in Freiberg zählen", sagte Vorstandssprecher Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck. "Die beiden neuen Fabriken der Konzerngesellschaften GPV und Solar Factory werden zu den modernsten Anlagen der Welt gehören. Damit können wir unsere solare Produktion im Geschäftsjahr 2003 signifikant verbreitern." Dem Konzern wird dann eine umfangreiche solare Produktion auf den drei Fertigungsstufen Wafer, Zelle und Modul zur Verfügung stehen.

07.04.2003   Quelle: SolarWorld AG

 

Hannover Messe: dena-Kooperationsbörse zum Export erneuerbarer Energien

Informationsdefizite abbauen – den Export Erneuerbarer Energien ausbauen: Das ist Ziel der internationalen Kooperationsbörse der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) auf der Hannover Messe Industrie vom 7.-10. April 2003.  Im Rahmen des Exportforums Erneuerbare Energien bietet die Börse Unternehmern und Experten eine Plattform für den direkten Austausch. Die Kooperationsbörse für die Nutzung und den Export von Technik zur Nutzung erneuerbarer Energien findet an den Messetagen statt von 16.00-18.00 Uhr. Deutsche Anbieter sowie Fachleute und Multiplikatoren können Informationsdefizite abbauen und Kontakte zu möglichen Geschäftspartnern herstellen, beispielsweise aus Südafrika, Australien, Polen, Großbritannien, Spanien und Indien.

„Um die Erneuerbaren Energien-Technologien deutscher Anbieter international weiter zu verbreiten, ist ein verbesserter Informationsaustausch zwischen deutschen Unternehmen und den Akteuren ausländischer Märkte notwendig,“ erläutert Daniel Becker von der Exportinitiative Erneuerbare Energien der Deutschen Energie-Agentur. „Häufig fehlen deutschen Unternehmen detaillierte Kenntnisse über die ausländischen Märkte. Gleichzeitig besteht im Ausland zwar ein allgemeines Interesse an den Technologien; deren technische und wirtschaftliche Möglichkeiten jedoch sind wenig bekannt. Mit der Kooperationbörse wollen wir diese Wissenslücken schließen und die Chancen deutscher Anbieter für einen erfolgreichen ausländischen Markteintritt verbessern.“

Weitere Veranstalter des Exportforums Erneuerbare Energien und der Kooperationsbörse sind die Deutsche Messe AG, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) und die Unternehmensberatung eclareon GmbH. Eine Anmeldung zur Kooperationsbörse ist erforderlich. Zusätzliche Informationen und das Anmeldeformular sind abrufbar unter: http://www.hannovermesse.de/exportforum

07.04.2003   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

 

Solarwärme-Kombianlagen überzeugen im Warentest

Die Stiftung Warentest hat elf Solarwärmeanlagen zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung getestet. Zwei der so genannten Kombianlagen erhielten das Qualitätsurteil „Sehr gut“; acht Systeme wurden mit „Gut“ bewertet und eine Anlage erzielte ein „Befriedigend“.   Die Stiftung Warentest hat Anlagen untersucht mit einer Kollektorfläche von sieben bis 16 Quadratmetern und Speichern zwischen 447 und 977 Litern. Drei Anlagen verfügen über einen integrierten Gasbrenner. Die Listenpreise ohne Installation reichen von 7.310 bis 22.660 Euro.

Eine gute Anlage ist bereits ab 9.850 Euro zu haben (UFE Solar; Ecoplus Gold K4/518 Aufdach). Die beiden besten Anlagen kommen von Wagner & Co (Solarpaket SH 1440 AR; 11.430 Euro) und Solvis (Solamax mit Multibag 500 RW; 19.690 Euro.). Die Solvis-Anlage hat ein integriertes Gas-Brennwertgerät. Auch die übrigen Kombianlagen überzeugten die Tester. Die Systeme seien technisch ausgereift und könnten mindestens 20 Jahre störungsfrei laufen.

Die wirtschaftliche Seite der „Kombis“ beurteilt die Stiftung Warentest weniger positiv: Die jährliche Brennstoffeinsparung beziffert „Test“ mit 150 bis 200 Euro, denen Investitionskosten (inklusive Installation) von 9.850 bis 25.160 Euro gegenüberstehen. Hier helfen die staatlichen Zuschüsse von 125 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Besser ist es um die „energetische Amortisation“ bestellt: Die Anlagen von Consolar, Solvis und UFE haben in gut zwei Jahren die Energiemenge eingespart, die zu ihrer Herstellung, dem Transport und der Installation erforderlich war. Nach etwa vier Jahren bringen alle getesteten Anlagen einen Energiegewinn, bis sie nach etwa 20 Jahren ausgetauscht werden müssen.

Der Test „Kombi-Solaranlagen“ ist veröffentlicht im Heft 4/2003 der Zeitschrift „Test“ und kann für 2 Euro heruntergeladen werden unter http://www.warentest.de (Rubrik „Haus und Garten“)

04.04.2003   Quelle: Stiftung Warentest

 

Fraunhofer ISE: Mobiles Brennstoffzellen System vor der Marktreife

ISE-Powerbox: Bis zu 10 Stunden Energie für den Laptop.
ISE-Powerbox: Bis zu 10 Stunden Energie für den Laptop.

Eine „Power Box“ für die netzunabhängige Energieversorgung von elektronischen Geräten präsentieren die Forscher des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) auf der Hannover Messe.  Der Markteinführung im Jahr 2004 stehe nichts mehr im Wege, berichtet das ISE. Das neue Brennstoffzellen-System gewährleiste bei gleichem Volumen eine höhere Leistung und liefere mehr Energie als die bisher vorgestellten Prototypen. Beispielsweise versorge ein auf 300 Wattstunden ausgelegter Metallhydridspeicher einen Laptop bis zu zehn Stunden mit Energie, fünfmal so lange wie eine herkömmlicher Akku. »Wir erreichen heute bereits eine Dauerleistung von über 50 Watt im Betrieb über mehrere Tage, aber genauso Spitzenleistungen von über 100 Watt«, erläutert Dipl.-Ing. Marco Zobel, Projektleiter am Fraunhofer ISE. »In Zukunft ist eine weitere Erhöhung der Leistung geplant, damit Laptop, Drucker, Camcorder oder Beamer mit Energie versorgt werden können. Damit erreichen wir einen Markt, der mit der Batterietechnologie nicht bedient werden kann«.

Die Freiburger Forscher haben das System mit einer Leistung von bis zu 100 Watt gemeinsam mit der Masterflex AG (Gelsenkrichen) entwickelt. Das Brennstoffzellen-System für den Betrieb mit Wasserstoff überzeuge durch seine Zuverlässigkeit sowie hohe Leistungsdichte. Große Flexibilität in der Anwendung werde durch die mögliche Ankoppelung variabler Speichergrößen für die Wasserstoffzufuhr erreicht. Im Vordergrund der Gemeinschaftsentwicklung stehe nun die kostengünstige Serienfertigung des Gesamtsystems. Die Power Box kann besichtigt werden auf der Hannover Messe vom 7.-12. April, Halle 13, Stand G72.


04.04.2003   Quelle: Fraunhofer ISE
Bildquelle: Fraunhofer ISE.
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Hans-Josef Fell: Über Ausstieg aus EURATOM-Fusionsforschung nachdenken

"Sollte der in ‚DIE WELT’ vom 25. März berichtete Zusammenhang zwischen der spanischen Beteiligung am Irak-Krieg und der Standortfrage des internationalen Fusionsforschungsreaktors ITER zutreffen, muss Deutschland über einen Ausstieg aus der über EURATOM finanzierten Kernfusionsforschung nachdenken."  Das erklärten der forschungs- und technologiepolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Hans-Josef Fell (MdB), und der für Energieforschung zuständige Berichterstatter der SPD- Bundestagsfraktion, Ulrich Kasparick (MdB), in einer Pressemitteilung. Die Zeitung DIE WELT hatte berichtet, angesichts der spanischen Beteiligung am Irak-Krieg gebe sich die Regierung in Madrid sich optimistisch, dass Spanien den Zuschlag für den internationalen Fusionsforschungsreaktor erhalte. Die kontrollierte Verschmelzung (Fusion) von Wasserstoff zu Helium könnte zur Stromerzeugung genutzt werden und eventuell das Energieproblem der Menschheit lösen. Diese Fusion läuft unkontrolliert auch in einer Wasserstoffbombe ab.

Es sei unanständig, ein wissenschaftlich äußerst umstrittenes Projekt an die Frage der Beteiligung an einem völkerrechtswidrigen Krieg zu koppeln, heißt es in der gemeinsamen Erklärung der beiden Abgeordneten. Die Fusionsforschung sei fragwürdig, betonen Fell und Kasparick. Bei der Anhörung des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am 28. März 2001 sei deutlich geworden, dass die Energiegewinnung durch Kernfusion keine energiepolitische Option für die nächsten 50 Jahre sein könne. Frühestens Mitte des Jahrhunderts sei es möglich, zu beurteilen, ob Energie aus Kernfusion überhaupt die Grundlast der Versorgung übernehmen kann. Die Wirtschaftlichkeit von Fusionsreaktoren stellen Fell und Kasparick in Frage: Die prognostizierten Kosten der Stromproduktion pro Kilowattstunde lägen deutlich über bereits jetzt am Markt erzielbaren Preisen.

Ähnlich wie bei der Kernspaltung sei die Frage des radioaktiven Abfalls ungeklärt, kritisieren Fell und Kasparick. Nach einem Bericht des Büros für Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestags sei mit bis zu 100.000 Tonnen radioaktivem und radiotoxischem Abfall pro Kraftwerk zu rechnen. Das entspreche der Abfallmenge eines herkömmlichen Atomkraftwerkes vergleichbarer Leistung. Ein Einstieg in die Kernfusion bedeute ein Weiterführen der jetzigen Kraftwerks-Großstrukturen. Große Atom-Anlagen seien aber seit dem 11. September 2001 ein Sicherheitsrisiko. Außerdem sei die Wirksamkeit der Fusionsforschung in Frage zu stellen, so die Abgeordneten. Seit über dreißig Jahren versuchten die Fusionsforscher die grundsätzlichen Fragen der Fusion zu beantworten. Lösungen seien sie bisher schuldig geblieben."

04.04.2003   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)

 

RWE Solutions errichtet größte Photovoltaikanlage Südostasiens

Die Frankfurter RWE Solutions AG und das thailändische Energieversorgungsunternehmen EGAT (Electricity Generating Authority of Thailand) haben einen Vertrag geschlossen über den Bau einer Solarstromanlage mit einer Spitzenleistung von 500 Kilowatt.  Das Solarkraftwerk soll bis Mitte 2004 im Naturschutzgebiet von Mae Hong Son im Nordwesten Thailands entstehen. Der Auftrag habe ein Volumen von 3,6 Millionen Euro, berichtet die RWE Solutions AG in einer Pressemitteilung.

Die RWE Schott Solar GmbH wird die schlüsselfertige Errichtung der Photovoltaikanlage planen und die 300 Watt-Module liefern. Insgesamt besteht die geplante Solarstromanlage aus 1.680 Modulen auf einer Fläche von über 4.000 Quadratmetern. Bisher haben die Dörfer aus dem Umland von Mae Hong Son ihren Strom von lokalen Wasser- und Dieselkraftwerken bezogen, berichtet RWE Solutions. Zum Ausbau der Energieversorgung habe sich die EGAT für die Stromproduktion mit Photovoltaik entschieden. Das Pilot-Projekt der RWE Solutions soll ein erster Schritt in die umweltfreundliche Stromgewinnung sein. Darüber hinaus seien in der Region weitere fünf Solarkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 4,7 Megawatt geplant.

RWE Schott Solar ist ein Joint Venture von RWE Solutions am Main, und Schott Glas, Mainz. Die SAG Energieversorgungslösungen GmbH, eine Tochtergesellschaft der RWE Solutions AG wird die Gesamt-Projektleitung, den Bau und die Installationen in Mae Hong Son übernehmen.

03.04.2003   Quelle: RWE Solutions AG

 

Solarenergie-Förderverein fordert 80 Cent Einspeisevergütung für Solarstrom

Der Solarenergie-Förderverein (SFV, Aachen) sieht seine Warnungen bestätigt, dass die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen im Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG erheblich zu gering ist.  Das erklärte der SFV in seiner „Rundmail“. Der Verein engagiert sich seit langem für eine kostendeckende Solarstromvergütung und fordert nun 80 Cent pro Kilowattstunde.

Eine Umfrage des SFV unter 93 Installateuren habe ergeben, dass die Marktentwicklung im Photovoltaik-Bereich nur von einem Drittel der Installateursbetriebe besser beurteilt werde als im Vorjahr. Für eine Technik, die ein erhebliches Wachstum benötige, um aus einem Anfangsstand von 0,1 % der Stromerzeugung heraus einen nennenswerten Anteil an der Stromproduktion zu erreichen, sei dies ein „jämmerliches Ergebnis“, heißt es wörtlich in der SFV-Rundmail. Die teilweise niedrigen Anlagenpreise auf dem Markt spiegeln laut SFV nicht die wahren Kosten der PV-Installateure wieder, sondern eher deren „verzweifelte“ Suche nach Kunden.

An der Umfrage zum Geschäftsverlauf im Photovoltaik-Bereich zum Beginn des Jahres 2003 haben laut SFV 93 Installateure teilgenommen. Nur 35 Installateursbetriebe hätten die ersten Wochen des Jahres 2003 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum als erfolgreicher gewertet. Hingegen erklärten 58 Installateursbetriebe, dass die Geschäfte gleich oder sogar schlechter liefen. Die Erfolgsmeldungen einiger Fachverbände würden durch die Angehörigen dieser Verbände selbst Lügen gestraft, kritisiert der SFV.

03.04.2003   Quelle:

 

Kostenloser Forschungsbericht zu solaren Kraftwerken

Die Ergebnisse seiner letzten Jahrestagung bietet der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) als Broschüre oder zum Herunterladen im Internet an. Der gratis erhältliche Tagungsband informiert über den aktuellen Stand der Forschung zur Nutzung der Sonnenenergie im großen Maßstab.   Solarthermische Kraftwerke bündeln das Sonnenlicht mit Spiegelsystemen und erzeugen mit der entstehenden Wärme Strom. Für den wirtschaftlichen Betrieb dieser Anlagen kommen als Standorte vor allem die sonnenscheinreichen Regionen südlich des 40. Breitengrades in Frage.

In den nächsten Jahren werde in Deutschland über die neue Kraftwerksgeneration entschieden, betont der FVS. Das Themenheft „Solare Kraftwerke“ belege erneut, dass die solaren und erneuerbaren Energien in Zukunft das Rückgrat einer nachhaltigen Energieversorgung bilden können. Das Heft behandelt neben der Technik auch die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen für den Bau solarer Kraftwerke und zeigt darüber hinaus Strategien für eine „solare Vollversorgung“.

Im ForschungsVerbund Sonnenenergie arbeiten außeruniversitäre Forschungsinstitute in Deutschland zusammen. Mit etwa 1.000 Mitarbeitenden repräsentiert er ungefähr 80% der Forschungskapazität auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien.

Das FVS-Themenheft steht allen Interessierten im Internet kostenlos als Download zur Verfügung unter http://www.FV-Sonnenenergie.de (Rubrik „Publikationen“). Einzelexemplare der gedruckten Broschüre können angefordert werden bei der FVS-Geschäftsstelle, Kekuléstraße 5, D-12489 Berlin. Fax (030) 670 53-333; E-Mail: fvs@hmi.de; http://www.FV-Sonnenenergie.de

03.04.2003   Quelle: FVS

 

Grüne: 3 Jahre EEG - eine weltweit einzigartige Erfolgsgeschichte

Mit dem Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) hat die rot-grüne Bundesregierung international beachteten Erfolg in der Industrie-, Energie- und Umweltpolitik zu verbuchen.   Das berichtet die Bundestagsfraktion von Bündnis90 / Die Grünen ein einer Pressemitteilung anlässlich des dritten Jahrestages des Inkrafttretens des Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) am 1. April. Mit dem EEG habe Deutschland ein Gesetz geschaffen, dessen Auswirkungen weltweit Beachtung fänden und das von immer mehr Ländern mit Erfolg kopiert werde. In der Zeit des furchtbaren Krieges im Irak, in dem es auch um Öl gehe, werde wieder einmal deutlich, dass die Förderung der erneuerbaren Energien ein wichtiger Beitrag zum internationalen Frieden ist, heißt es in der Pressemitteilung. Die Abkehr vom Zeitalter der fossilen Energien nütze nicht nur dem weltweiten Klimaschutz, sie trage auch bei zur Verminderung der Konflikte um die knapper werdenden Ressourcen Öl und Gas. Die im nächsten Jahr von Deutschland ausgerichtete internationale Konferenz für erneuerbare Energien soll der globalen Entwicklung weg von den fossilen Brennstoffen einen weiteren Schub verleihen.

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland sei mittlerweile auf über 8 Prozent angestiegen, kommentieren die Grünen die Wirkung des EEG. Allein im Jahr 2002 habe der Aufbau einer dezentralen und umweltfreundlichen Energieversorgung Umsätze von rund neun Milliarden Euro angestoßen. Profitiert hätten davon überwiegend kleinere und mittlere Unternehmen. Über 130.000 Menschen finden Arbeit in der gesamten Erneuerbaren-Energien-Branche, so die Grünen. Dies sei eine ausgezeichnete Förderung regionaler Wirtschaftsstrukturen, da die Stellen vorwiegend in mittelständischen Unternehmen und in strukturschwachen Regionen entstanden sind. Von den Gewerbesteuereinnahmen durch die Einspeisung von grünem Strom profitierten bundesweit Städte und Gemeinden. Der Innovationswettlauf der Anbieter von Technik zur Nutzung erneuerbarer Energien habe sich niedergeschlagen in stetig steigenden Stromerträgen und in durchschnittlich um zehn Prozent gesunkenen Anlagenpreisen. Dieser Trend halte unvermindert an. Die Belastung der Stromkunden durch die EEG-Umlagen habe im Jahr 2002 bundesweit etwa 0,3 Cent pro Kilowattstunde oder 10 € pro Haushalt und Jahr betragen.

Bis Ende des Jahres 2002 wurden bundesweit über 13.700 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 12.000 Megawatt in Betrieb genommen. Unter Rot-Grün sei die installierte Leistung seit 1998 vervierfacht worden. Deutschland baue damit seinen Vorsprung als Windkraftweltmeister weiter aus: Etwa 50 Prozent der in der Europäischen Gemeinschaft errichteten Anlagen und ein Drittel der weltweit installierten Windkraftanlagen stehen in der Bundesrepublik. Nach der Windkraft habe die Biomassenutzung in Deutschland die größten Wachstumspotenziale, so die Grünen. Etwa 475 Megawatt sind zur Stromerzeugung installiert. Hinzu komme die erhebliche thermische Nutzung. Die Fotovoltaik weise ähnlich hohe Wachstumsraten auf wie die Windenergie, allerdings ausgehend von einem sehr viel niedrigeren Niveau. Zur Zeit sind rund 270 Megawatt Photovoltaik-Leistung installiert. Damit liegt Deutschland in Europa an erster Stelle; weltweit, hinter Japan, an zweiter. Der CO2-Ausstoß der Bundesrepublik sei allein im Jahr 2002 um 50 Millionen Tonnen gesenkt worden, heißt es in der Pressemitteilung zum EEG-Geburtstag. Die volkswirtschaftlichen Einsparungen durch die Vermeidung von Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschäden veranschlagen die Grünen auf rund 3,5 Milliarden Euro.

02.04.2003   Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis90 / Die Grünen
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EU-Studie: Für die Europäer steht die Umwelt an erster Stelle

Die EU-Umweltkommissarin Margot Wallström hat am 27.03.2003 die Ergebnisse der Untersuchung "Die Einstellung der Europäer zur Umwelt" vorgelegt. Die Studie belege, dass die Umwelt von den Bürgern weiter als eines der wichtigsten Themen betrachtet wird, berichtet die Europäische Kommission in einer Pressemitteilung.  Die „Eurobarometer-Erhebung“ vom vergangenen Herbst spiegelt die Meinung von 16.000 EU-Bürgern.

Im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 1999 habe es Veränderungen bei den Fragen nach den Hauptursachen der Umweltverschmutzung und erforderlicher Maßnahmen gegeben, stellt die Kommission fest. Auch die Haltung in den einzelnen Mitgliedstaaten habe sich leicht verändert. Kommissarin Wallström kommentierte die Ergebnisse: "Für die Europäer steht die Umwelt klar an erster Stelle und sie verlangen mehr Maßnahmen auf EU-Ebene. Die in dieser Befragung zum Ausdruck gebrachten Ansichten werden natürlich im Rahmen unserer künftigen umweltpolitischen Initiativen Berücksichtigung finden. Europa spielt eine wichtige Rolle beim Umweltschutz, aber wir dürfen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Diese Erhebung zeigt, dass noch mehr getan werden muss." Es werde deutlich, dass sich die Europäer mehr und mehr der umweltpolitischen Schlüsselthemen bewusst seien.

Auf die Frage, welche Ursachen von Umweltprobleme sie am meisten beunruhigen, erklärten 50%, dass Nuklearkatastrophen für sie an erster Stelle stehen; 45% nannten Industrieunfälle. Umweltprobleme wie die Luftverschmutzung, Naturkatastrophen, die Verschmutzung des Wassers oder das Abholzen der tropischen Regenwälder beschäftigen viele Europäer nach wie vor. Sie wurden von 41% bis 44% der Befragten genannt.Die Meinungen der Europäer was im Umweltschutz zu tun sei, gehen auseinander: 50% der Befragten glauben, dass sie selbst dazu beitragen könnten, die derzeitige Tendenz im Umweltbereich umzukehren, während ebenfalls 50% der Ansicht sind, dass ihre eigenes Tun keinen Unterschied macht. 65% der Europäer sind jedoch der Meinung, dass ihre Aktivität Auswirkungen haben könnte - wenn auch die anderen mitmachen.

44% der Befragten sehen pessimistisch in die Zukunft, während 45% sich optimistisch zeigten, dass eine Änderung der Verhaltensmuster positiv wirke. 48% sprachen sich für strengere Umweltvorschriften und eine härtere Durchsetzung aus. 45% der Bürger hingegen vertraten die Ansicht, dass mit verstärkter Aufklärung über Umweltprobleme und die Beteiligung an Entscheidungen die besten Ergebnisse zu erzielen seien. Laut der aktuellen Studie glaubt mittlerweile ein Drittel der Europäer, dass Entscheidungen zum Schutz der Umwelt am besten auf EU-Ebene getroffen werden sollten. Das bedeute, viele Bürger billigten die von der EU unternommenen Anstrengungen zur Umsetzung der bestehenden Rechtsvorschriften sowie zur Verabschiedung neuer und wirksamerer Gesetze, so die Kommission. 30% der Befragten sagten, dass die Entscheidungsfindung am besten bei den nationalen Regierungen aufgehoben ist; 27% sprachen sich für die Kommunen aus.

Einen Abriss der Studie "Die Einstellung der Europäer zur Umwelt" in englischer Sprache kann im Internet eingesehen werden unter http://europa.eu.int/comm/environment/barometer/index.htm.

Die komplette Untersuchung kann als PDF-Dateien (ca. 350 KB) heruntergeladen werden: http://europa.eu.int/comm/environment/barometer/barometer_2003_en.pdf (Englisch); http://europa.eu.int/comm/environment/barometer/barometer_2003_fr.pdf (Französisch)

02.04.2003   Quelle: EU-Kommission.de

 

AET vertreibt Wechselrichter des kanadischen Herstellers Xantrex

Der internationale Solargroßhändler AET hat sich die europaweiten Exklusivrechte für den Vertrieb solarer Komponenten der kanadischen Xantrex Technology Inc. gesichert.  Das berichtet die AET GmbH, Tochterfirma der Conergy AG, mit Sitz in Sulzbach bei Saarbrücken in einer Pressemitteilung.

Xantrex ist laut AET der weltweit führende Anbieter von Wechselrichtern für Inselanwendungen. Durch diese Produkte wird der solar erzeugte Strom so umgewandelt, dass Elektrogeräte auch abseits des Stromnetzes und in mobilen Anwendungen betrieben werden können. Neben Solarmodulen sind Wechselrichter die wichtigsten Komponenten einer Photovoltaik-Anlage. Albert Edelmann, Geschäftsführer der AET, und Bernd Kohlstruck, Vizepräsident der Xantrex Technology Inc., haben am 28.03.2003 eine Vereinbarung über die strategische Partnerschaft unterzeichnet, von der beide Unternehmen profitieren sollen.

Mit dem Vertrieb des Produktspektrums von Xantrex biete die AET GmbH ihren Kunden künftig Wechselrichter des führenden nordamerikanischen Herstellers, betont das Unternehmen. „Wir freuen uns, als strategischer Exklusivpartner von Xantrex in Europa unseren Kunden diese attraktive Produktlinie anbieten zu können,“ sagte Albert Edelmann. „Von dem erweiterten Sortiment profitieren gerade auch Anlagenplaner, die solare Inselsysteme für eine autarke Stromversorgung fernab des öffentlichen Netzes planen,“ so Edelmann weiter.

02.04.2003   Quelle: AET GmbH

 

VDEW: Gesetzliche Förderung sorgt für mehr Strom aus erneuerbaren Energien

Ein unerwartet deutliches Plus bei der Stromerzeugung durch Industrie und Private Stromproduzenten sei auf die „extensive“ Nutzung der gesetzlichen Förderung zurückzuführen, berichtet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) in einer Pressemitteilung.  Industrie und private Stromerzeuger hätten im Jahr 2002 rund 37 Milliarden Kilowattstunden in das allgemeine Stromnetz eingespeist. Das sei eine Steigerung von etwa 25 %, so der VDEW. Der Stromkunde werde zur Finanzierung der Förderung mittels Umlagen herangezogen, zum Beispiel über das Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG, oder das Gesetz zum Schutz der gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung, KWK-Gesetz.

Der zusätzlich eingespeiste Strom stammt laut VDEW überwiegend aus Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung und aus erneuerbaren Energien. Insgesamt gebe es in Deutschland gut 50.000 Anlagen, die Strom erzeugen. Die meisten Anlagen seien klein und würden von Industrie oder Privatpersonen betrieben. Die Anlagen der Stromversorgungsunternehmen machen nach VDEW-Angaben zahlenmäßig etwa ein Siebtel aus. Die Stromversorgungsunternehmen erzeugten in ihren eigenen Kraftwerken mit 484 Mrd. kWh etwa genauso viel Strom wie im Vorjahr.

02.04.2003   Quelle: VDEW

 

RWE Solutions präsentiert Nachrüstsatz für Windenergieanlagen

Die Frankfurter RWE Solutions will das Pilotprogramm der "RekonFit Maßnahme MAFuzzy++" umsetzen. Mit dem Konzept MAFuzzy++ soll der Ertrag von Windenergieanlagen (WEA) nach dem so genannten "dänischen Prinzip" (für den Betrieb an der Küste ausgelegt) in Schwachwindzonen um bis zu 35 Prozent gesteigert werden.   Der Nachrüstsatz basiert auf einem Umrichtersystem und einem Fuzzy Regler, der es erlaube, Rotor und Generator im unterem Leistungsbereich optimal zu betreiben. An Hand der Betriebsdaten einer bestehenden Anlage in Niedersachsen sei die Wirtschaftlichkeitsberechnung positiv abgeschlossen worden, berichtet RWE Solutions in einer Pressemitteilung. MAFuzzy++ stellt eine Erweiterung der Produktpalette der RWE Solutions für regenerative Energien dar. Die RWE Solutions AG präsentiert das neue Konzept auf der Hannover Messe 2003 vom 7. bis 12. April in Halle 13, an dem Gemeinschaftsstand "clean energy + energy services" (Stand B 40).

Die Amortisationszeit des Nachrüstsatzes liege bei weniger als drei Jahren, berichtet die RWE Solutions AG. Auf der Hannover Messe 2003 können Anlagenbetreiber an Hand weniger Daten die mögliche Ertragssteigerung für die installierte WEA berechnen lassen. Das System werde für Windanlagen bis zu 750 Kilowatt im Herbst zur Verfügung stehen. RWE Solutions installiert und betreut MAFuzzy++ über ihr flächendeckendes Service-Netz. Optional bietet das Unternehmen eine Fernüberwachung über sein SiS Control Center an.

Die Entwicklung der Wirtschaftlichkeit bereite den Investoren zunehmend Sorgen, vor allem bei im Binnenland installierten Windparks. Nicht nur Instandsetzungskosten belasten laut RWE Solutions die Ertragslage, auch die tatsächlich produzierte Energiemenge weiche teilweise von den ursprünglichen Berechnungen ab. Dies hänge zum einem mit zu optimistischen Wind-Prognosen zusammen, zum anderen mit dem Wirkungsgrad der WEA selbst. Betroffen seien hiervon beispielsweise Anlagen nach dem "dänischen Prinzip". Untersuchungen im Zuge des Pilotprogramms hätten gezeigt, dass die Anlagen häufig zu 50% ihrer Betriebszeit nur in der niedrigen Drehzahl (1 Stufe) betrieben würden und dabei keine optimalen Ausbeute erzielten.

01.04.2003   Quelle: RWE Solutions AG

 

Neue Studie: Versorgung mit Energierohstoffen mittelfristig gewährleistet

Versorgungsengpässe bei den fossilen Energierohstoffen sind nach Einschätzung Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) nicht zu erwarten.  Beim konventionellen Erdöl erwartet die BGR allerdings in 10 bis 20 Jahren ein Rückgang der jährlichen Fördermenge. Dann wird der so genannten "depletion mid-point" erreicht - der Zeitpunkt, an dem die Hälfte des weltweit gewinnbaren Öls gefördert sein wird. Das ist ein Ergebnis der Studie "Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen", welche die BGR Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) erstellt hat.

Die jetzt erschienene Studie untersucht die Verfügbarkeiten nach Energieträgern und Regionen sowie deren Perspektiven unter technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der Berichtszeitraum endet zum Jahreswechsel 2001/2002. Bei einem zur Zeit noch stetig wachsenden Erdölverbrauch weltweit könnten sich nach dem "depletion mid-point" Anpassungsreaktionen ergeben. Die weltweite Rohölversorgung werde sich dann zunehmend auf die Ausnutzung nicht-konventioneller Ressourcen (Ölsand, Schwer- und Schwerstöl) stützen, die durch technischen Fortschritt und Preissteigerungen wirtschaftlich erschlossen werden könnten, heißt es in einer Pressemitteilung des BMWA. Die so genannte theoretische Kennziffer der statischen Reichweite (heute bekannte Reserven geteilt durch heutigen Jahresverbrauch) der konventionellen Ölreserven wird mit 43 Jahren angegeben, und unter Einbeziehung der konventionellen Ressourcen mit 67 Jahren.

Diese Werte hätten sich allerdings seit Ende der achtziger Jahre nicht wesentlich verändert; offenbar seien der technische Fortschritt bei der Förderung und die Suche nach neuen Lagerstätten so erfolgreich, dass Produktion und Reserven im Gleichgewicht gehalten wurden, so das BMWA. Neben der Verfügbarkeit sei die ungleiche regionale Verteilung von Energierohstoffen und deren Verbrauch ein wichtiger Aspekt der Studie. So werde die Importabhängigkeit der großen Verbraucherländer Europas und Nordamerikas von den Rohstoffproduzenten weiter zunehmen, besonders von den Staaten des Nahen Ostens und Russlands.

„Die Ergebnisse der Untersuchung bestätigen unsere Einschätzung, dass die geologischen Vorräte mittelfristig keine Versorgungsengpässe bei den Energierohstoffen erwarten lassen. Allerdings kann niemand in der aktuellen politischen Situation verlässlich die Einflüsse der Irak-Krise auf die kurzfristige Preis- und Versorgungssituation beim Erdöl absehen. Generell zeigen die zunehmende Konzentration der Lieferquellen und die Endlichkeit aller fossilen Energievorräte, dass unsere energiepolitische Ausrichtung auf Energieeinsparung, Förderung alternativer Energieformen und einen ausgewogenen Energiemix vernünftig ist“, kommentierte Bundeswirtschafts- und -arbeitsminister Wolfgang Clement die Studie.

Die Studie ist ab sofort online verfügbar unter http://www.bmwa.bund.de. Sie kann außerdem kostenlos bestellt werden beim Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA; Referat -Kommunikation, Internet; Postfach 30 02 65; 53182 Bonn; Telefon:01888/615-4171; Bestellfax: 0228/42 23 - 462

01.04.2003   Quelle: BMWA

 

Neuer Online-Marktplatz für gebrauchte Windkraftanlagen

Die Hamburger smart dolphin GmbH, Betreiber des Portals www.Windmesse.de, bietet einen Marktplatz für gebrauchte Windkraftanlagen an.  Zur Zeit seien über 200 Interessenten registriert, die gebrauchte oder neue Windkraftanlagen, Projekte oder Standorte suchen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der relativ junge Markt für Gebrauchtanlagen wird sich nach Ansicht der smart dolphin GmbH ab 2004 stärker entwickeln, wenn zunehmend kleine und leistungsschwächere Anlagen durch neue Anlagen ersetzt werden (so genanntes Repowering).

Aktuell im Angebot sind 6 Anlagen vom Typ „Wind World 2700/150 kW“ mit einem Rotordurchmesser von 27 Metern. Die Nabenhöhe beträgt 41 Meter, die Inbetriebnahme erfolgte 1994. Am bisherigen Standort in der Nähe von Hannover sei ein Jahresenergieertrag von rund 200.000 Kilowattstunden pro Anlage erzielt worden. Die Anlagen seien technisch in einem auf das Alter bezogenen guten Zustand. Der Verkäufer wolle an seinem Standort 600 kW-Anlagen installieren, so die smart dolphin GmbH. Die Anlagen stehen noch und können besichtigt werden. Der Abbau sei für April 2003 geplant. Das Mindestgebot betrage 20.000 Euro pro Anlage.

01.04.2003   Quelle: smart dolphin GmbH

 

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