Neuerscheinung: Solare Wärme - Vom Kollektor zur Hausanlage
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BINE Infopaket Solare Wärme.
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Solare Wärme ist attraktiv. Die Möglichkeit, sich von künftig steigenden Gas- und Ölpreisen abzukoppeln und dabei umweltbewusst zu heizen, überzeugt viele Hausbesitzer. Wie die
Technik funktioniert, was man bei der Auswahl der Komponenten und der Dimensionierung beachten sollte, zeigt das neue Informationspaket „Solare Wärme – Vom Kollektor zur
Hausanlage“ des BINE Informationsdienstes. Das Informationspaket ist ab sofort im Buchhandel erhältlich. Zu bestellen auch unter www.bine.info.
Derzeit sind in Deutschland etwa eine halbe Million thermische Solaranlagen installiert – zum überwiegenden Teil in Ein- und Zweifamilienhäusern. Der Autor Ulrich Luboschik stellt die
Hausanlagen in den Mittelpunkt. Er führt grundlegend in die Anlagentechnik zur reinen Trinkwassererwärmung ein und beschreibt die Einbindung der Solaranlage in das Heizsystem. Ausführlich
wird auf Planung, Auslegung und Regelung eingegangen. Weitere Themen sind der Einsatz der Solartechnik im Geschosswohnungsbau und für die Beheizung von Frei- und Hallenbädern. Fragen zur
Wirtschaftlichkeit werden ebenso kompetent beantwortet, wie die Frage: Wie lange muss eine Anlage betrieben werden, bis sie den Energieaufwand für ihre Herstellung wieder "reingespielt"
hat?
Mit der Sonne heizen lohnt sich, denn der Staat gibt auch noch etwas dazu: Die Bundesregierung fördert im Rahmen des Marktanreizprogramms die Nutzung thermischer Solaranlagen mit einem
Zuschuss von derzeit 125 Euro pro installiertem Quadratmeter Kollektorfläche. Weitere Informationen zu den Förderkonditionen und die Antragsstelle gibt es bei BINE im Internet unter http://www.energiefoerderung.info
30.05.2003 Quelle:
Bildquelle: BINE Informationsdienst.
Europäische Solarthermie-Konferenz stellt Weichen zu politischen Strategien und Marktchancen
Die aktuelle Solarstudie ‚Sun in action II’ vom Mai hat es bestätigt: in Europa wird erst 1% der für Solarwärmeanlagen möglichen Fläche genutzt. Wie Unternehmen dieses große
Potenzial erschließen können und welche Barrieren beseitigt werden müssen, damit Solarwärme zu einer Wachstumsbranche in Europa wird, ist Thema der Europäischen Solarthermie-Konferenz
estec2003 (European Solar Thermal Energy Conference 2003) in Freiburg. Was die europäische Politik dafür tun kann und welche neuen Techniken es auf diesem Gebiet gibt werden über 40
Referenten aus Solarindustrie und Politik in vier Wochen zeigen. Die estec2003 bietet vom 26.-27. Juni Informationen aus erster Hand und erleichtert internationale Wirtschaftskontakte.
Die europäischen Märkte für Solarwärme entwickeln sich nach Aussage der Verbände rasant. Die Solarthermie ist in Europa in den letzten 10 Jahren durchschnittlich um 11,7% pro Jahr gewachsen.
Nach Ansicht der Experten ist jedoch noch mehr möglich. So sind in Österreich pro Einwohner drei mal soviel Kollektoren wie in Deutschland installiert. Europaweit ist, verglichen mit dem
heutigen Stand, eine 100-fache Kollektorfläche realisierbar. Vertreter europäischer Unternehmen und Verbände präsentieren auf der estec2OO3 diese und weitere Ergebnisse von ‚Sun in
action II’. Sie informieren zudem über Lösungsvorschläge, wie das enorme Potenzial von Solarthermie nach der Beseitigung von Wachstumsbarrieren auch tatsächlich genutzt werden kann.
„In der Frage eines europäischen Qualitätssiegels müssen Politik und Solarindustrie schnellstens eine Lösung finden. Zwar gibt es seit drei Jahren europäische Standards“,
bestätigt Ole Pilgaard, Vorsitzender des Europäischen Solarthermieverbands ESTIF. „Solarunternehmen müssen sie jedoch in jedem Land zertifizieren lassen, wenn Ihre Kunden eine Förderung
erhalten wollen.“ Um solche Marktbarrieren abzuschaffen, beraten die Europäischen Dachverbände EREC und ESTIF mit Vertretern der EU-Kommission, des Europäischen Parlaments, des
deutschen Umweltministeriums sowie mit Testinstituten, Zertifizierungsbehörden und Herstellern die EU-weite Einführung des Zertifizierungsverfahrens.
Forscher und Hersteller aus Deutschland, Schweden und Österreich stellen neue Technologien vor, die weitere Marktfelder erschließen können. Ein Geheimtipp ist (noch) solare Klimatisierung,
die bisher besonders in den südlichen Ländern installiert wird. Land- und Forstwirtschaft entdecken die solare Trocknung, solarthermische Kraftwerke wie in Spanien oder Frankreich sind im
Kommen. Wie regionale und nationale Marktkampagnen den Endverbraucher erreichen, Installateure trainiert werden und welche Chancen Solarmärkte außerhalb Europas bieten, sind weitere Themen
der Konferenz. Die estec2003 bietet erstmals ein europaweites Entscheiderforum für Solarindustrie und Politik. Sie wendet sich an Hersteller, Politiker, Energieagenturen und Investoren. Der
Veranstalter erwartet 300 Teilnehmer. Die Konferenz findet parallel zur Intersolar statt, der größten europäischen Messe für Solartechnik. Am zweiten Tag der Konferenz können sich die
Teilnehmer auf der Intersolar über neue Produkte informieren und Demonstrationsprojekte in der Solarstadt Freiburg besichtigen.
In der Branche ist die estec2003 auf großes Interesse gestoßen. Mehrere Solarfirmen und Fachzeitschriften unterstützen die Konferenz. Ein Programmkomitee aus neun Vertretern europäischer
Fachverbände hat das Vortragsprogramm zusammengestellt. Drei Viertel der Beiträge werden simultan auf deutsch, englisch und französisch übersetzt. Das Programm und ein wöchentlich
erscheinender Newsletter sind erhältlich unter http://www.estec2003.org.
30.05.2003 Quelle: European Solar Industry Federation (ESTIF)
Internationale Konferenz für erneuerbare Energien: Vorbereitungen haben begonnen
Am 26. Mai 2003 hat sich in Berlin ein Nationaler Begleitkreis für die Internationale Konferenz für erneuerbare Energien konstituiert, die in der ersten Juniwoche 2004 in Bonn stattfinden
wird. Das Gremium, dem rund 50 Energie-Experten aus Politik, Verbänden, Wirtschaft und Wissenschaft angehören, stellt das Forum der nationalen Akteure im Bereich der erneuerbaren
Energien und der Entwicklungszusammenarbeit dar. Es hat die Aufgabe, die Vorbereitung der Konferenz fachlich zu begleiten. Dem Kreis gehören Abgeordnete des Deutschen Bundestages, Vertreter
der Länder, von Verbänden, der Wirtschaft und Wissenschaft sowie Vertreter von nationalen Nichtregierungsorganisationen an. "Die Mitglieder des NBK verfügen über Wissen und Erfahrung in den
relevanten Themenfeldern der Konferenz. Dieses Know-how wollen wir nutzen und die Impulse, die aus diesem Kreis kommen, in den weiteren Vorbereitungsprozess einspeisen", so der Sprecher des
Bundesumweltministeriums, Michael Schrören (BMU).
Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) hat das BMU seitens der Bundesregierung die Federführung für die Konferenz übernommen. "Zugleich sehen wir es als
unsere Aufgabe an, die nationalen Akteure über den Stand der inhaltlichen und organisatorischen Konferenzvorbereitungen zu informieren", ergänzt Barbara Wieland, Pressesprecherin des BMZ. Der
Begleitkreis wird voraussichtlich dreimal im Vorfeld der Konferenz tagen. Ziel der konstituierenden Sitzung wird es vor allem sein, die unterschiedlichen Interessen und Erwartungen
herauszuarbeiten, die sich mit Blick auf die Konferenz ergeben. Neben dem Nationalen Begleitkreis wird sich in Kürze ein international besetzter Lenkungsausschuss (International Steering
Committee) konstituieren, dem rund 50 Vertreter aus Industrie- und Entwicklungsländern, aus internationalen Organisationen und von nichtstaatlichen Organisationen und zivilgesellschaftlichen
Gruppen angehören. Sie werden die Themen der Konferenz diskutieren, strukturieren und die Gastgeber beraten. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte die internationale Staatengemeinschaft im
vergangenen Jahr auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg zum Dialog über erneuerbare Energien nach Deutschland eingeladen. Die Internationale Konferenz für Erneuerbare
Energien soll die auf dem Weltgipfel in Johannesburg 2002 angestoßene Dynamik zum globalen Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter voranbringen.
Im Auftrag von BMZ und BMU wird die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ ) GmbH die Konferenz organisieren. Im Konferenzsekretariat mit Sitz in Eschborn wird sie dabei von
der Deutschen Energie-Agentur (dena) unterstützt.
Erste Informationen zur Konferenz unter: http://www.renewables2004.de
28.05.2003 Quelle: BMU
Neue EU-Richtlinie setzt Mindestanteile von Biokraftstoffen fest
Am 17.5.2003 ist die EU-Richtlinie zur Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen oder anderen erneuerbaren Kraftstoffen im Verkehrssektor in Kraft getreten. Die Richtlinie
2003/30/EG des Europäischen Parlaments und des Rates dient der Förderung von Biokraftstoffen als Ersatz für Otto- und Dieselkraftstoffe in den einzelnen Mitgliedsstaaten. Sie soll dazu
beitragen, dass die Verpflichtungen in Bezug auf den Klimaschutz erfüllt werden und eine umweltgerechte Versorgungssicherheit sicher gestellt wird. Die EU-Mitgliedstaaten haben die Umsetzung
der Richtlinie durch Rechts- und Verwaltungsvorschriften bis zum 31. Dezember 2004 zu gewährleisten.
Die EU-Mitgliedstaaten haben gemäß der Richtlinie sicherzustellen, dass ein Mindestanteil an Biokraftstoffen und anderen erneuerbaren Kraftstoffen auf ihren Märkten in Verkehr gebracht wird
und können hierfür nationale Richtwerte festlegen. Als Bezugswert gilt ein Anteil von Biokraftstoffen von 2 % aller Otto- und Dieselkraftstoffe, die auf den relevanten Märkten bis zum 31.
Dezember 2005 angeboten werden. Bis zum 31. Dezember 2010 soll der Marktanteil der Biokraftstoffe gemäß der Richtwerte auf 5,75 % ansteigen. Zu diesem Zweck können die Biokraftstoffe sowohl
in reiner Form als auch als Beimischungen zu konventionellen Kraftstoffen bereitgestellt werden.
Die EU-Richtlinie für Biokraftstoffe geht von einem weit gefassten Begriff der Biokraftstoffe und komme damit einer wesentlichen Forderung des Bundesverbandes Bioenergie (BBE) nach, berichtet
der Verband in einer Pressemitteilung: Als Biokraftstoffe im Sinne der Richtlinie gelten Bioethanol, Biodiesel, Biogas, Biomethanol, Biodimethylether, Bio-ETBE, Bio-MTBE, Synthetische
Biokraftstoffe, Biowasserstoff und reines Pflanzenöl.
Die Richtlinie steht Ihnen unter http://www.bioenergie.de als PDF-Download in deutscher und englischer Fassung zur Verfügung.
28.05.2003 Quelle: Bundesverband BioEnergie (BBE)
SOLON AG eröffnete neue Produktionslinie
Die SOLON AG hat am 21. Mai 2003 eine neue Produktionslinie eröffnet, die im Drei-Schicht-Betrieb eine Kapazität von bis zu 20 Megawatt (MW) erreicht. Das berichtet das
Unternehmen in einer Pressemitteilung. Im Zwei-Schicht-Betrieb können laut Solon AG Module mit einer Gesamtleistung von 12 MW hergestellt werden. Die Fertigungslinie sei eine der modernsten
und flexibelsten in Europa. Zu den bereits im August 2003 in den Produktionsablauf eingeführten Laminatoren seien neue Tabber und Lay-ups hinzugekommen. Die Produktion sei technisch optimiert
worden; den Kunden würden Photovoltaikmodule in höchster technischer und visueller Qualität angeboten.
Die SOLON AG wurde 1996 gegründet und ist seit 1998 im Freiverkehr an den deutschen Börsenplätzen notiert. Neben der Produktion von Solarmodulen hat die SOLON umfangreiche Projekte
gebäude-integrierter Photovoltaik geplant und realisiert, so auch zwei Drittel der Photovoltaikanlagen auf den Berliner Bundesbauten. Seit Aufnahme der Modulproduktion im Jahr 1997 sei das
Produktionsvolumen im Jahresdurchschnitt um jeweils 100% auf zuletzt 5,3 MW im Jahr 2002 erhöht worden. Zur Zeit beschäftigt die SOLON rund 100 Mitarbeiter. Die erwartete Produktionsleistung
für das Jahr 2003 liegt bei 11 MW.
28.05.2003 Quelle: Solon AG
Energieminister Horstmann: „Wind, Biomasse und Sonne sichern Arbeitsplätze in NRW“
„Der regenerativen Energiewirtschaft ist es insbesondere im Anlagenbau gelungen, sich von der eingetrübten gesamtwirtschaftlichen Lage positiv abzukoppeln“, sagte
NRW-Energieminister Dr. Axel Horstmann am 23.05.2003 bei der Vorstellung einer Studie zur „Lage der Regenerativen Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen 2002“.
„Das ist für mich außerordentlich erfreulich, denn es zeigt, dass die Bedeutung der erneuerbaren Energien und deren Zukunftsfähigkeit nicht nur beim Verbraucher, sondern auch in der
Wirtschaft gesehen wird. Bei den rund 2.100 Firmen in NRW erzielen mittlerweile 15.000 Arbeitnehmer nach einer Schätzung der Landesinitiative Zukunftsenergien rund drei Milliarden Euro
Umsatz“, erklärte der Minister.
Erstmals liege jetzt eine umfassende Gesamtstudie zum Stand der regenerativen Energiewirtschaft für ein Bundesland vor. Die Bilanz enthalte die energiewirtschaftlichen Beiträge und zeige den
aktuellen Stand sowie die Aussichten des regenerativen Anlagen- und Systembaues in NRW. Dr. Norbert Allnoch vom Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster hat die
Studie im Auftrag des Düsseldorfer Energieministeriums verfasst. Die Studie unterscheidet zwischen regenerativer Energieversorgung und dem Bau von Anlagen und Systemen in den Bereichen Strom,
Wärme und Treibstoffe. Es sei deutlich geworden, dass sich die kräftige Steigerung der regenerativen Stromerzeugung vor allem auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und dessen
Fördergarantien zurückführen lässt. Die regenerative Wärmeerzeugung und Treibstoffversorgung hätten auch in NRW noch erhebliches Ausbaupotenzial.
„Die regenerative Stromerzeugung in NRW stieg laut IWR im Jahr 2002 gegenüber dem Vorjahr um knapp 21 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Kilowattstunden. Die Wärmeerzeugung erreichte etwa
1,4 Milliarden Kilowattstunden, der Treibstoffsektor kommt auf ca. 100.000 Tonnen Biodiesel. "Die regenerativen Energien werden derzeit noch überwiegend unter der Überschrift ‚Klima und
Umweltschutz’ betrachtet. Wir müssen aber dazu kommen, den Zielen ‚Wachstum und Beschäftigung’ durch technischen Fortschritt mehr Bedeutung beizumessen. Es muss uns in
Zukunft noch mehr darum gehen, die energietechnische Entwicklung voranzubringen, damit ‚Zukunftstechnologien made in NRW’ zu noch mehr Nachfrage auf dem Weltmarkt führt“ so
Minister Horstmann. Bundesweit seien im Jahr 2001 allein mit Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien 8,2 Milliarden Euro Umsatz erzielt und 130.000 Arbeitsplätze gesichert
worden.
Eine Kurzfassung der Studie steht im Internet unter http://www.mvel.nrw.de zur Verfügung. Die gesamte Studie kann abgerufen werden unter
http://www.iwr.de Weitere Informationen unter http://www.energieland.nrw.de
Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung des Landes Nordrhein-Westfalen
27.05.2003 Quelle:
ESTEC: Frühbucherfrist bis 28. Mai verlängert
Die Anmeldung zu der Ersten Europäischen Solarthermiekonferenz estec2OO3 ist noch bis 28. Mai zu einem besonders günstigen Teilnehmerbeitrag möglich. Die Veranstalter, die
„European Solar Thermal Industry Federation“ (ESTIF) und der Bundesverband Solarindustrie e.V. (BSi), haben die Frist für die Frühanmeldung auf Grund von Verzögerungen bei der
Programmauslieferung verlängert. Bis 28.5. zahlen reguläre Teilnehmer 480 Euro; ESTIF-Mitglieder oder Mitglieder von Verbänden, die ESTIF-Mitglieder sind, bezahlen 380 Euro. Ab 29. Mai wird
die Registrierung 50 Euro mehr kosten.
Die estec2OO3 diskutiert vom 26.-27.6.2003 die Zukunft der Solarmärkte Europas. Sie findet statt am Tag vor und am Morgen des Eröffnungstages der Fachmesse Intersolar in Freiburg. Die
Teilnehmer haben ausreichend Gelegenheit, die größte Solarfachmesse zu besuchen, die seit wenigen Tagen voll ausgebucht ist. Die Marktentwicklung in den Ländern Europas, die Gründe für die
unterschiedliche Marktverbreitung, die Unterschiede in der eingesetzten Technik und die Perspektiven in den einzelnen Ländern sind die zentralen Themen der Solarthermie-Konferenz.
Die vom BSi im Auftrag des europäischen Solarthermie-Industrieverbands ESTIF organisierte Konferenz konzentriert sich auf die Fragen der Markteinführung und der politischen Strategien. Sie
wendet sich an alle Unternehmen und Marktakteure, die selbst international aktiv sind oder werden wollen oder die von den Erfahrungen anderer europäischer Länder lernen wollen. Die
Konferenzbeiträge der Experten aus ganz Europa werden simultan in Deutsch, Englisch und Französisch übersetzt, um eine möglichst intensive Fachdiskussion zu ermöglichen. Bislang sind bereits
120 Teilnehmer aus 21 Ländern gemeldet, was das große Interesse an einem internationalen Austausch über die Zukunft der Solarthermie-Märkte Europas belegt. Informationen, Programm und
Anmeldeunterlagen gibt es unter http://www.estec2003.org.
27.05.2003 Quelle: BSi
Neue Studie zum französischen Solarmarkt erschienen
Die Untersuchung „INfocus 2003 - Der französische Markt für Solarthermie und Photovoltaik“ bietet erstmals gebündelt alle relevanten Informationen rund um den französischen
Markt für Solarthermie und Photovoltaik. Auf 120 Seiten liefert der gemeinsame Bericht vom Bundesverband Solarindustrie e.V. (BSi), der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und der
eclareon GmbH praxisnahe Daten und Fakten für die deutsche Solarindustrie. Neben zahlreichen Tabellen und Abbildungen enthält INfocus 2003 über 80 Adressen der wichtigsten Institutionen und
Unternehmen des französischen Solarsektors.
Die Studie ermögliche es deutschen Herstellern den bislang wenig entwickelten französischen Solarmarkt gezielt zu erschließen, so die Herausgeber Dazu werden zunächst die
energiewirtschaftlichen und energiepolitischen Rahmenbedingungen in Frankreich dargestellt. Im nächsten Schritt folgt eine Analyse der solaren Fördermaßnahmen sowie der gesetzlichen
Bestimmungen und Zertifizierungsverfahren. Darauf aufbauend liefert die Studie für die Bereiche Solarthermie und Photovoltaik umfangreiche Analysen von Markt (Marktgröße, Regionalverteilung,
Segmentierung) und Wettbewerb (Unternehmensprofile, Produktpaletten, Vertriebsstrukturen). Frankreich habe in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen zur Förderung der Erneuerbaren
Energien unternommen. Im Bereich der Solarenergie bestünden durch Maßnahmen wie den „Plan Soleil“ gute Wachstumschancen. So seien die französischen Netzbetreiber, angelehnt an das
deutsche Erneuerbare Energien-Gesetz, verpflichtet, Strom aus Photovoltaikanlagen ins Netz aufzunehmen und zu vergüten.
Die Studie „Infocus“ kann zum Preis von 250 Euro zuzüglich MWSt (Non-Profit Organisationen: 150 Euro) bestellt werden unter http://www.eclareon.com
27.05.2003 Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Sunways AG: Quartalsergebnis erfüllt Erwartungen
Die Konstanzer Sunways hat ihren Umsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um rund 38 Prozent gesteigert. Das berichtet der Photovoltaik-Hersteller in einer
Pressemitteilung anlässlich des aktuellen Quartalsberichts. Die Branche sei im ersten Quartal von einer zurückhaltenden Nachfrage geprägt worden. Zur Zeit belebe sich der Markt aber deutlich.
Einen Umsatzzuwachs von vier Prozent erzielte laut Sunways AG der Bereich Solarzellen mit 2,5 Millionen Euro (Vorjahr: 2,4 Millionen Euro). Im Geschäftsbereich Solarsysteme und Projekte
verdoppelte Sunways seinen Umsatz nahezu: Mit 2,9 Millionen Euro lagen die Erlöse um 1,4 Millionen Euro oder 93 Prozent über dem Vorjahreswert (1,5 Millionen Euro).
Die Entwicklung im Geschäftsbereich Solarzellen sei im ersten Quartal von einer saisonal bedingten, zurückhaltenden Nachfrage geprägt worden. Zum 31. März habe sich ein Verlust ergeben, der
im Rahmen der Erwartungen liege. Sunways habe auf die Nachfragezurückhaltung mit einer Anpassung der Produktionsleistung reagiert. Das Gesamtergebnis wurde durch Vorleistungen für das
Gesamtjahr und die durchgeführte Produktionserweiterung belastet, berichtet die Sunways AG. Das EBIT im ersten Quartal habe minus 1,2 Millionen Euro betragen. (Vorjahr: -0,5 Millionen Euro).
Der Konzernfehlbetrag belief sich auf -0,9 Millionen Euro (Vorjahr: -0,3 Millionen Euro).
Für das laufende Geschäftsjahr 2003 strebe Sunways ein zweistelliges Umsatzwachstum und ein positives Ergebnis an, heißt es in der Pressemitteilung. Die Umsätze und Auftragseingänge zu Beginn
des zweiten Quartals stimmten zuversichtlich. Die Entwicklung im weiteren Jahresverlauf werde entscheidend von der Absatzentwicklung und der weiteren Preisentwicklung auf dem Absatzmarkt und
den Beschaffungsmärkten abhängen. Die Gesellschaft erwartet weitere Umsatzimpulse von einer neuen Generation von Wechselrichtern (Solar Inverter) mit neuer Technologie, die zur Zeit auf den
Markt kommt. Zudem würden die Vertriebsanstrengungen intensiviert. Der Absatz der konzerneigenen, unter dem Markennamen „MHH“ angebotenen Solarmodule machte im ersten Quartal 25
Prozent der Umsätze im Bereich Solarsysteme aus. Eine weitere Steigerung im Laufe des Jahres wird erwartet. Damit hat Sunways die konzerneigene Wertschöpfung weiter ausgebaut.
Sunways beschäftigte zum 31. März 2003 101 Mitarbeiter (Vorjahr: 93). Der Personalaufbau ermöglichte in der Produktion die Einführung eines Fünf-Schicht-Modells an sieben Tagen in der Woche.
Das Unternehmen ist in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Solarzellen und Wechselrichtern tätig und projektiert Solarsysteme.
26.05.2003 Quelle: Sunways AG
Windenergie: REpower plant Errichtung einer 5-Megawatt-Anlage
Die REpower Systems AG hat die wesentlichen Entwicklungsschritte ihrer 5-Megawatt-Anlage abgeschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die „REpower 5M“
wurde am 20.05.2003 einer größeren Öffentlichkeit erstmalig im Rahmen eines Workshops vorgestellt. Die Errichtung des Prototyps an dem schleswig-holsteinischen Teststandort
Brunsbüttel sei plangemäß für das Frühjahr 2004 vorgesehen. Alle wesentlichen Komponenten seien bereits bestellt worden. Der Rotor der geplanten Anlage hat einen Durchmesser von 125 Metern.
Damit werde das weltweit größte Rotorblatt eingesetzt, das REpower gemeinsam mit dem Rotorblatthersteller LM Glasfiber entwickelt hat.
Wie bei diesem Bauteil hätten die Entwicklungsingenieure auch bei den anderen Hauptkomponenten in den vergangenen Monaten die wesentlichen Entwicklungsschritte abgeschlossen. Vorrangiges Ziel
sei die Erzielung einer hohen technischen Verfügbarkeit mit innovativen und wirtschaftlich attraktiven Lösungen gewesen. REpower setzt auf das technische Konzept und das Know-how aus dem
Betrieb der bewährten Anlagen der Baureihen MD und MM. So bestehe die REpower 5M aus einem Dreiblattrotor mit elektrischer Blattwinkelregelung, einem aufgelösten Triebstrang mit doppelt
gelagerter Rotorwelle, einem kombinierten Planeten Stirnradgetriebe und einem doppeltgespeisten Asychnrongenerator.
Eine besondere Herausforderung bei der Entwicklung stellte laut REpower die Tatsache dar, dass bei der Verdoppelung des Durchmessers die Masse eines Bauteils einer Windenergieanlage um den
Faktor 8 steigt. Die Kopfmasse der REpower 5M, Rotor und Gondel, betrage nun 350 Tonnen, was in etwa dem Gewicht von acht vollbeladenen LKW entspricht. Dazu Technik-Vorstand Matthias
Schubert: „Mit fortschrittlichen Detaillösungen haben unsere Ingenieure eine vergleichsweise geringe Kopfmasse hinbekommen, die die Wirtschaftlichkeit vorteilhaft beeinflusst. In punkto
solider Auslegung und hoher Lebensdauer – zwei wesentlichen Qualitätskriterien – wurden jedoch keine Kompromisse eingegangen.“ Neben dem Gewicht stellten die Bedingungen auf
See besondere Anforderungen hinsichtlich Wartungs- und Servicefreundlichkeit an die REpower 5M. Zur Vereinfachung von Wartung und Reparatur sei die 5-Megawatt-Anlage so konzipiert worden,
dass beispielsweise ein direkter Zugang zur Rotornabe ohne Ausstieg aus der Gondel direkt möglich ist und alle Komponenten des Triebstrangs einzeln austauschbar sind.
Mit der Entscheidung, eine 5-Megawatt-Anlage zu entwickeln, sieht sich REpower vor dem Hintergrund der international wachsenden Nachfrage nach Offshore- Windenergieanlagen bestätigt.
„Wir gehen davon aus, dass auch in Deutschland Offshore-Windparks in größerem Umfang errichtet werden“, so Dr. Martin Skiba, Leiter Offshore. „Hier wird der Markt für
Offshore-Anlagen voraussichtlich ab 2006 ein beachtliches Volumen erreichen. Die Serienreife und Markteinführung der REpower 5M wird bis dahin abgeschlossen sein, so dass wir damit rechnen,
einen hohen Marktanteil realisieren zu können.“ Bevor die Anlage für die Aufstellung auf hoher See in Serienproduktion zur Verfügung steht, soll sie ausgiebig an Land getestet werden.
Da sämtliche Komponenten auch auf der Straße transportiert werden können, wird REpower die Anlage auch als Onshore-Version anbieten.
26.05.2003 Quelle: REpower Systems AG
Positive Resonanz auf Solarpark in Untergriesbach
Die Einweihung des 1,7 Megawatt (MW) starken Solarparks in Oberötzdorf-Untergriesbach durch die WindWelt AG und die SolarWorld am 10.05.2003 ist von den Besuchern einhellig begrüßt
worden. Das berichten die Unternehmen in einer Pressemitteilung. So habe sich der Bürgermeister der Gemeinde Untergriesbach, Günther Kohl, beeindruckt gezeigt von der
Solarstromanlage und ihrer Geländeverträglichkeit. Auch andere Kommunalpolitiker und eine Vielzahl von Gästen hätten sich zustimmend über das solare Vorzeigeprojekt in der Nähe Passaus
geäußert. Der von der WindWelt AG betriebene Solarpark besteht aus knapp 12.000 Solarmodulen, aus dem Hause des Solartechnologieunternehmens SolarWorld AG. Bereits seit Ende 2002 speist der
Großteil des Solarkraftwerkes, das zu den größten seiner Art in Deutschland zählt, Solarstrom in das Netz der Eon ein. Die Gesamtkapazität ist seit März 2003 am Netz.
„Solarparks stellen eine ideale Möglichkeit dar, ungenutzte landwirtschaftliche Flächen gewinnbringend für die lokale Wirtschaft und die Umwelt zu nutzen“, betonte Thomas Klodt,
Vorstand der WindWelt AG anlässlich der Eröffnungsfeier. „Die Solarmodule mit ihren weißen Rahmen und blauen Zellen passen zudem bestens nach Bayern mit seinen Landesfarben und seinem
weiß-blauen Himmel. Die im Bundesvergleich hohe Sonneneinstrahlung in Bayern sorgt für einen hohen Ertrag der Solaranlagen,“ so der Diplom-Meteorologe. Dipl.-Ing. Peter Westermayr,
Vorstand der SolarWorld AG, verwies auf die Qualität der Solarmodule Made in Germany. „Von Freistaat zu Freistaat: Solarmodule aus unserer Produktion in Sachsen für die Stromerzeugung
auf bayerischen Flächen. Das ist eine ideale Kombination von Ökonomie und Ökologie.“ Der WindWelt-Solarpark erzeuge pro Jahr rund 1,7 Millionen Kilowattstunden klimafreundlichen Strom
– genug, um 500 Vier-Personen-Haushalte das ganze Jahre über mit elektrischer Energie zu versorgen. Zudem erspare der Betrieb des Solarparks der Umwelt die Emission von rund 1.700
Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid, die bei der Erzeugung der gleichen Menge Stroms aus herkömmlichen Energiequellen anfielen.
Die WindWelt AG plant die Projektierung weiterer großer Solaranlagen in Bayern und ist an weiteren Flächen im größten deutschen Bundesland interessiert. In Zusammenarbeit mit dem
Partnerunternehmen SolarWorld AG, das in Deutschland eine umfangreiche Produktion von solarer Technologie unterhält (Solarwafer, -zellen und –module), beabsichtigt die WindWelt AG
weitere qualitativ hochwertige und ertragreiche Solarstromkraftwerke zu errichten.
26.05.2003 Quelle: WindWelt AG
Bildquelle: WindWelt AG
EEG-Novelle: DGS fordert Grundbetrag und spezifische Einspeisevergütung
Die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaik-Anlagen soll einheitlich auf einen Grundbetrag von 50 Cent pro Kilowattstunde festgelegt werden. Das fordert die Deutsche
Gesellschaft für Sonnenergie e.V. (DGS) in ihrer Stellungnahme zur anstehenden Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Der DGS-Vorschlag sieht ferner vor, den Grundbetrag auf
spezifische Anlagenparameter zu beziehen, welche Einfluss haben auf die Gesamtwirtschaftlichkeit einer Solarstromanlage. Der Sockelbetrag von 50 Cent/kWh soll mit drei Faktoren (F1,F2 und F3)
multipliziert werden, um hierdurch den individuellen Vergütungsbetrag einer Photovoltaikanlage zu ermitteln. Diese Faktoren stehen für die Berücksichtigung des Standortes, der Montageart und
der Anlagengröße. Somit könne beispielsweise eine Aufdachanlage in Norddeutschland mit einer Leistung unter 10 Kilowatt künftig eine Einspeisevergütung von 0,66 Euro pro kWh bekommen, heißt
es in einer DGS-Pressemitteilung.
Der Faktor F1 soll die Unterschiede der solaren Einstrahlung in der Bundesrepublik in Deutschland praxisgerecht abbilden und einen Ausgleich schaffen zwischen den sonnenreicheren Stadtorten
südlich des 50. Breitengrades und Standorten im Norden. Der Faktor F2 sieht vor, Leistungseinbußen gebäudeintegrierter PV-Anlagen im Vergleich zu Aufdach- und Freilandanlagen zu gewichten.
Die Kostenvorteile großer Solarstromanlagen soll der Faktor F3 berücksichtigen und damit faire Marktbedingungen herstellen.
Im Hinblick auf Freiflächenanlagen fordert die DGS das Bundesumweltministerium (BMU) und das Umweltbundsamt auf, gemeinsam mit den Natur- und Solarverbänden einen Konsens herzustellen.
Öffentliche Betreiber sollen nach Auffassung der DGS in Zukunft nicht mehr von der Vergütung ausgeschlossen werden; der betreffende Absatz im EEG sei ersatzlos zu streichen. Eine Beschränkung
der Förderung auf eine bestimmte Anlagegröße ist laut DGS nicht sinnvoll. Sie sei in der Praxis ohnehin bereits unterlaufen worden. Deshalb soll die Anlagenobergrenze nach § 2 Abs.2 Satz 3
entfallen. Darüber hinaus soll die EEG-Novelle auch die Rechtstreitigkeiten zwischen Netzbetreibern und Eigentümern von Solarstromanlagen beseitigen, die in der Vergangenheit wiederholt
aufgetreten waren.
Als ältester deutscher Fachverband für Sonnenergie hat sich die DGS auf Vorschläge im Bereich der Photovoltaik konzentriert. Bei den anderen regenerativen Energien unterstützt der Verband die
Position des Bundesverbandes Erneuerbarer Energien (BEE), in dem die DGS Mitglied ist.
Die komplette Stellungnahme des DGS kann als PDF-Datei ( 30 KB) heruntergeladen werden unter http://www.dgs-berlin.de
(Dokumente und Presseinfos).
23.05.2003 Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS)
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Jahrbuch Erneuerbare Energien erschienen
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Jahrbuch Erneuerbare Energien
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Viele haben darauf gewartet, jetzt ist die neue Ausgabe zu haben: Das Jahrbuch Erneuerbare Energien 2002/03 liefert in bewährter Weise die wesentlichen Fakten, Hintergrundinformationen und
Trends zu Markt, Förderung und Politik, für Argumentation und Investition. Es richtet sich an Fachleute in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verbänden und Interessengruppen sowie die
interessierte Öffentlichkeit. Das regelmäßig erscheinende Jahrbuch ist ein Gemeinschaftsprojekt zahlreicher Experten und Institutionen, darunter der BINE Informationsdienst, das
Wuppertal Institut und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW). Herausgeber ist die Stiftung Energieforschung Baden Württemberg.
Die aktuelle Ausgabe stellt die weltweite Nutzung erneuerbarer Energien in den Mittelpunkt. Ein umfangreicher statistischer Teil macht das Buch zum hilfreichen Nachschlagewerk. Es liefert
detaillierte Zahlen über Kosten und Potenziale, die Anzahl der Anlagen zur Energiebereitstellung aus Wasserkraft, Windenergie, Biomasse, Solarenergie und Erdwärme und vieles mehr. Auf einer
CD-ROM sind alle Statistiken, Grafiken und Tabellen in gängigen Dateiformaten abrufbar.
Das Buch ist im Bieberstein-Fachbuchverlag erschienen und für 24,95 Euro (ISBN 3-927656-16-X), die Ausgabe mit CD-ROM für 35,20 Euro (ISBN 3-927656-17-8) über den Buchhandel oder direkt beim
Verlag erhältlich.
23.05.2003 Quelle: BINE Informationsdienst
Bildquelle: Bieberstein Verlag
S.A.G. Solarstrom AG steigert Umsatz um 16 %
Die Freiburger S.A.G. Solarstrom AG weist für das abgelaufene Rumpfgeschäftsjahr (1.5.2002-31.12.2002) entgegen dem Branchentrend ein Umsatzplus in Höhe von 16 Prozent aus, berichtet das
Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Umsatz 2001/2002 (1.5.2001-30.4.2002) in Höhe von 8,2 Euro sei um rund 1,3 Millionen Euro auf über 9,5 Millionen Euro gesteigert worden.
Das operative Ergebnis liege bei minus 1,9 Mio. Euro; der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen beträgt laut S.A.G. Solarstrom AG 0,8 Millionen Euro. Das Ergebnis für den
Gesamtkonzern falle mit Minus 3 Mio. Euro schlechter aus als geplant. "Das Wirtschaftsjahr 2002 stand ganz im Zeichen der wirtschaftlichen und strukturellen Neuorientierung des Konzerns.
Erforderliche Wertberichtigungen wurden vorgenommen", sagte Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Peter W. Heller. Hinzu sei 2002 eine schwierige Marktsituation gekommen. Statt eines von allen
Verbänden prognostizierten zweistelligen Wachstums der Solarbranche sei erstmals ein stagnierender Markt verzeichnet worden.
Für das laufende Geschäftsjahr rechne die Solarbranche mit einer deutlichen Belebung gegenüber 2002 und einer Rückkehr auf das Wachstumsniveau des Jahres 2001. "Die Chancen für die S.A.G.
Solarstrom AG sind gut. Nach Abschluss der Umstrukturierung wird sich die S.A.G. Solarstrom AG 2003 erstmals ausschließlich auf das operative Geschäft konzentrieren können", so Uwe Ilgemann,
neuer Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG. Die Entwicklung der S.A.G. Solarstrom AG vom reinen Erbauer von Solaranlagen zu einem Anbieter schlüsselfertiger Anlagen und Dienstleistungen habe die
eigene Marktposition gestärkt. Mit neuen Geschäftsfeldern würden kurz-, mittel- und langfristige Umsätze erzielt. Kurzfristige Erträge erwirtschafte die S.A.G. Solarstrom AG durch das
Projektgeschäft. Hierzu zähle unter anderem das erfolgreiche Projekt „Solarstrompark Oberrhein“. Innerhalb kürzester Zeit sei im vergangenen Herbst der erste Solarstrompark
Oberrhein überzeichnet worden. Nach nur drei Monaten sind bereits über 80 Prozent der Anteile für den Solarstrompark Oberrhein II gezeichnet, heißt es in der Pressemitteilung. Auf Grund der
konstant guten Nachfrage werde der Solarstrompark Oberrhein II nochmals um 100 Kilowatt Leistung erweitert. Mittelfristig sei die S.A.G. Solarstrom AG im Bereich Dienstleistungen für künftige
Aufgaben gut aufgestellt. Die Beteiligung am Jörg Kachelmann-Unternehmen Meteomedia sichere der S.A.G. Solarstrom AG eine Alleinstellung in der regenerativen Energiebranche. Kein anderes
Unternehmen könne wettergestützte, präzise Daten für die Energieprognose und Anlagenüberwachung liefern.
Eine deutliche Nachfragesteigerung gegenüber 2002 verzeichne auch die S.A.G. Solarstrom Franchise GmbH. Das Partnersystem bedient die Nachfrage privater Haushalte nach Solaranlagen.
Langfristig seien Umsätze und Erträge über den solaren Kraftwerksparks der S.A.G. Solarstrom AG gesichert. Die Gesamtleistung von rund 4 Megawatt Leistung garantiere auf Grund der
langfristigen Einspeisevergütungen jährliche, gesetzlich gesicherte Einnahmen in Höhe von rund 1,7 Mio. Euro.
23.05.2003 Quelle: S.A.G. Solarstrom AG
Offshore Ostsee Wind AG bot Einblicke in Pilotprojekt
Im Rahmen der laufenden Planungen für den „Offshore Windpark Baltic I“ hat die Offshore Ostsee Wind AG, ein Tochterunternehmen der WPD AG, am 15.05.2003 Donnerstag
Interessierten Gelegenheit gegeben, sich einen Eindruck über die Sichtbarkeit und die visuellen Effekte des Vorhabens zu machen. Für Voruntersuchungen des Baugrundes war eine
seegehende Hubinsel am geplanten Standort im Einsatz , rund 18 Kilometer vor der Küste. Eingeladen waren Vertreter der Kommunen, der Naturschutzverbände, der Genehmigungsbehörden und der
Presse. „Wir meinen, dass wir allen Interessenten damit einen guten Eindruck verschaffen konnten, in welcher Entfernung sich die geplanten Anlagen von der Küste später befinden. Neben
Sichtbarkeitsanalysen und Visualisierungen, die im Rahmen des Genehmigungsverfahrens vorgelegt werden müssen, wollen wir damit zur Versachlichung der Diskussion beitragen und den Beteiligten
die Gelegenheit geben, sich ein tatsächliches Bild von der Sichtbarkeit zu machen“, sagte Projektleiter Andree Iffländer. „Selbstverständlich nehmen wir als einheimisches
Unternehmen die Fragen und Befürchtungen der Bürger sehr ernst. Deshalb wollen wir hier einen Einblick unter realistischen Bedingungen vermitteln. Darüber hinaus wollen wir uns in aller
Offenheit mit möglichen kritischen Fragen auseinandersetzen“, so Iffländer weiter.
Dabei gelte es zu bedenken, dass die Sichtbarkeit von Offshore-Anlagen in ganz erheblichem Maße von den Jahres- und Wetterverhältnissen abhängen. „Der Tagesverlauf, die Jahreszeit und
verschiedene Wetterkonstellationen, wie Bewölkung, Regen, Dunst und Nebel sind ganz entscheidende Faktoren bei der Beurteilung der visuellen Effekte. Außerdem werden blendfreie graue
Anstriche verwendet, die laut Studien die geringste Aufmerksamkeit beim Betrachter verursachen“, erklärt der Projektleiter. Aber auch mit weiteren Vorurteilen gegenüber dem Pilotprojekt
will Iffländer aufräumen: „Mit unserem Vorhaben befinden wir uns deutlich außerhalb der Schutzgebiete des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Außerdem werden zu diesem Thema
bereits seit einem dreiviertel Jahr sehr umfangreiche Untersuchungen durch das Institut für Angewandte Ökologie durchgeführt, deren Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden“.
Der Projektleiter bezog auch Stellung zu den Themen Seeschifffahrt und Kollisionsrisiko: „Hierfür lassen wir eine Risikoanalyse durch den Germanischen Lloyd erstellen. Dieses
unabhängige Gutachten wird im Anschluss vorgestellt. Darüber hinaus lässt sich feststellen, dass die geplanten Anlagen in rund 18 Kilometer Entfernung zum Verkehrstrennungsgebiet
„Kadettrinne“ (South of Gedser) liegen“.
22.05.2003 Quelle:
Bundesverband WindEnergie: Subvention der Kohle durch das EEG ist grotesk
Der Bundesverband WindEnergie lehnt die Idee der nordrhein-westfälischen CDU strikt ab, einen Teil der Kohlesubventionen künftig über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu finanzieren.
"Das ist ein grotesker Vorschlag", betont BWE-Präsident Dr. Peter Ahmels, "das EEG ist in seinem Grundgedanken zur Förderung umweltfreundlicher Energien angelegt." In seiner
bestehenden Form sei es von allen juristischen Instanzen bis zum Europäischen Gerichtshof bestätigt worden. "Wer jetzt über die Aufnahme von Kohlestrom laut nachdenkt", erklärt Ahmels, "will
dieses Gesetz aus seinen Fugen sprengen."
Hintergrund der Diskussion sei die Belastung des Bundeshaushalts, vor allem aber des durch die Kohlesubventionen stark belasteten nordrhein-westfälischen Landeshaushalts. In NRW werde die
Kohle mit 2,5 Eurocent pro Kilowattstunde gefördert. Diese Kohle-Subvention werde aber nicht direkt vom Verbraucher gezahlt, sondern über Steuern an ihn weitergegeben. "Die öffentliche
Wahrnehmung gerät völlig durcheinander, wenn es bei dem EEG nicht mehr nur um eine Umlage für erneuerbare Energien geht, sondern wenig zukunftsfähige und umweltbelastende Kohle mitgefördert
wird", betont Ahmels. Auch würde der Begriff "Erneuerbares-Energien-Gesetz (EEG)" dadurch konterkariert. Die zur Begrenzung des Vergütungsvolumens von der NRW-CDU vorgeschlagene
„Deckelung“ lasse kaum einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien zu, zumal der Anteil der Kohle am EEG nach den Vorschlägen der CDU bis 2010 sukzessive auf über 25 Prozent
steigen solle, so der BWE-Präsident weiter. Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien sei aber notwendig, um zu weiteren Kostendegressionen zu kommen. So hätten allein bei der Windkraft in
den letzten zehn Jahren die Kosten um über 50 Prozent gesenkt werden können, erläutert Ahmels. "Die Windkraft bekommt damit eine immer größere industriepolitische Bedeutung für den Export."
Schon ab 2015 werden die Kosten der konventionellen Energien über denen der Ökoenergien liegen, weil Beschaffungsrisiken die Preise rasant steigen ließen.
22.05.2003 Quelle: Bundesverband WindEnergie e.V.; eco-news
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PR für die Solartechnik: SMA nimmt „Solarbäume“ in Betrieb
„Heute ist ein wichtiger Tag für SMA, denn endlich zeigen wir allen Außenstehenden deutlich unser Engagement für die Solartechnik“, erklärte Günther Cramer, Geschäftsführer der
SMA Regelsysteme GmbH mit Sitz im hessischen Niesetal. Cramer begrüßte am 16.05.2003 rund 50 Gäste sowie mehr als 250 SMA-Mitarbeiter zur Einweihung der so genannten Solarbäume
(PV-Systeme mit jeweils 0,4 kWp) vor dem Hauptgebäude des Unternehmens an der Hannoverschen Straße. Die auffällige, insgesamt mehr als 3,5 Meter hohe und 165 Meter breite
„Sonnenallee“ mit einer Spitzenleistung von 4,8 Kilowatt dient der Energieversorgung, hat aber vor allem symbolische Funktion: „Diese demonstrative und unübersehbare
Platzierung der Photovoltaik erzeugt Aufmerksamkeit und die gewünschten Denkanstöße für diese junge Technik“, beschreibt Cramer die Public Relations-Aktion. Eine Schautafel vor dem
Haupteingang informiert über die verschiedenen Solaranlagen auf dem SMA-Gelände. Alle zusammen könnten zehn vierköpfige Familien versorgen.
Dass dieses Engagement bei SMA nicht vor der eigenen Haustür aufhöre, belegten die zahlreichen Aktivitäten des Unternehmen im öffentlichen Raum, beispielsweise die Gründungs-Mitgliedschaft im
„Kompetenznetzwerk für dezentrale Energietechnologien Nordhessen“. Der Vorsitzende dieses Fördervereins, Prof. Dr. Werner Kleinkauf von der Universität Kassel, schilderte in
seinem Vortrag anlässlich der Einweihung der „Sonnenallee“ die gesamtwirtschaftliche Bedeutung dezentraler Energiegewinnungs-Techniken wie der Photovoltaik. Der Landrat des
Landkreises Kassel, Dr. Udo Schlitzberger, und der Bürgermeister der Stadt Niestetal, Rudi Merwar, würdigten in ihren Grußworten den Einsatz von SMA für zukunftsweisende Technologien am
Standort.
22.05.2003 Quelle: SMA Regelsysteme GmbH
Bildquelle: SMA Regelsysteme GmbH
BMU: Referentenentwurf für EEG-Novelle liegt noch nicht vor
Entgegen der Behauptung der "Berliner Zeitung" liege ein Referentenentwurf für die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) noch nicht vor, berichtet das Bundesumweltministerium
(BMU) in einer Pressemitteilung. Die Berliner Zeitung hatte am 19.05.2003 berichtet, Bundesumweltminister Jürgen Trittin wolle im Zuge der Neufassung des EEG die Förderung von
Ökostrom auch auf Wasserkraftwerke mit einer Leistung von mehr als fünf Megawatt ausdehnen. Das BMU habe einen Referentenentwurf fast fertig gestellt, der in den kommenden Wochen von den
rot-grünen Bundestagsfraktionen diskutiert werden solle.
Das EEG sei die Grundlage für den erfolgreichen Ausbau der erneuerbaren Energien, betont das BMU. Seit 1998 habe es den Anteil von regenerativ erzeugtem und ins Netz eingespeistem Strom
vervierfachen und dessen Anteil auf über 8 Prozent des Stromverbrauchs steigern können. Der von der Bundesregierung im Sommer vergangenen Jahres vorgelegte Erfahrungsbericht mache deutlich,
dass sich die Systematik des Gesetzes bewährt habe, die garantierte bedarfsorientierte, aber degressive Einspeisevergütung ohne den Einsatz von Haushaltsmitteln. Er habe aber auch ergeben,
dass einige Veränderungen notwendig sind, um das Gesetz noch besser am Ziel der Bundesregierung zu orientieren, den regenerativ erzeugten Strom bis 2010 auf 12,5 Prozent gegenüber 2000 zu
verdoppeln. Zu diesem Zweck solle das EEG novelliert werden. Grundlage für die Novellierung ist laut BMU das Eckpunktepapier, welches das Ministerium Ende Januar dieses Jahres der
Öffentlichkeit vorgestellt hat. Die Prüfungen, wo und wie Veränderungen vorgenommen werden sollen, seien noch nicht abgeschlossen.
Das Eckpunktepapier zur EEG-Novelle kann im Internet abgerufen werden als PDF-Datei (178 KB) unter http://www.bmu.de/download/dateien/eeg_nov.pdf
21.05.2003 Quelle: BMU; berlinonline.de
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Solar-Kombianlagen: energetische Amortisation bereits nach zwei Jahren möglich
Eine Solarwärmeanlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung kann in 24 Monaten die Menge an Energie einsparen, die für die Herstellung, den Transport und ihre Installation
erforderlich war. Das berichtet die Frankfurter Consolar GmbH in einer Pressemitteilung anlässlich der Ergebnisse der Stiftung Warentest, veröffentlicht im Aprilheft der Zeitschrift
„Test“. Die Consolar-Anlage mit dem Schichten-Kombispeicher SOLUS II 560L, sechs TUBO 11 CPC Vakuum Röhrenkollektoren und dem CONTROL 600 Solar- und Heizungsregler erhielt in
Punkto Anlageneffizienz („Nutzungsgrad“), „Herstellung, verwendete Materialien und Verpackung“ und „Energetische Amortisation“ die Bestnote „sehr
gut“. Insgesamt wurden 11 Anlagen untersucht, denen die Tester überwiegend gute, teilweise sogar sehr gute Noten erteilten.
Die mit 24 Monaten kürzeste energetische Amortisationszeit bei kleinster Kollektorfläche im Test erläutert Consolar mit dem geringen Gewicht der leistungsfähigen TUBO-Vakuumröhrenkollektoren
(13 kg pro Kollektor) „Daher ist die Energie zur Herstellung schnell wieder reingeholt, das schafft so schnell kein anderer Kollektor“ so Entwicklungsleiter Dr. Ulrich Leibfried.
Ein weiterer Grund für die hohe Effizienz liege in dem Kombispeicher SOLUS II 560 L. Die Consolar-Speicher seien leichter als die meisten Kombispeicher am Markt und wandelten dank der
patentierten Schichtenleittechnik die Solarenergie sehr schnell in nutzbare Wärme um. „Bei der Bewertung des Punktes „Herstellung, verwendete Materialien und Verpackung“
zahlt sich die materialoptimierte Konstruktion aus. Außerdem wurde kein umweltproblematischer PU-Schaum zur Isolierung beim Speicher oder Kollektor verwendet. Das erklärt das herausragende
Ergebnis“, ergänzt Leibfried.
Der Test „Kombi-Solaranlagen“ ist veröffentlicht im Heft 4/2003 der Zeitschrift „Test“ und kann für 2 Euro heruntergeladen werden unter http://www.warentest.de (Rubrik „Haus und Garten“).
21.05.2003 Quelle: Consolar GmbH
Solarwärme: Nachfrage im April weiter gestiegen
Die Zahl der Anträge für die Förderung von Sonnenkollektoren im Marktanreizprogramm hat im April um 6% auf 11.025 zugenommen, berichtet der Bundesverband Solarindustrie (BSi). Bereits im
März des Jahres hatte sich der Antragseingang beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mehr als verdoppelt. Im April lag die Zahl der Anträge um 69% über dem
Vorjahresmonat und war damit erstmals höher als der April-Spitzenwert vom Jahr 2001.
Dies stütze die Erwartung auf ein nachhaltiges Marktwachstum in diesem Jahr, das unter anderem durch die Anhebung der Fördersätze zum 1. Februar stimuliert werde, so der BSi. In den ersten 4
Monaten gingen beim BAFA 30.394 Anträge ein, 56% mehr als im Vergleichszeitraum 2002, jedoch noch 19% unter dem Vergleichszeitraum 2001. Die Hersteller und Importeure, die fast vollständig im
BSi organisiert sind, erwarten nach einer Umfrage bei der BSi-Mitgliederversammlung am 7. Mai in diesem Jahr ein Wachstum von mindestens 20%.
21.05.2003 Quelle: BSi
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"Initiative Solarwärme Plus": neue Kampagne für die Solarwärme
Im Rahmen des Ausbaus der erneuerbaren Energien sollen auch die privaten Haushalte stärker die Sonnenenergie für die Erwärmung von Trinkwasser und zur Heizungsunterstützung nutzen. Zu
diesem Zweck haben Bundesumweltminister Jürgen Trittin und der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), Stephan Kohler, am 19.05.2003 die neue Marketingkampagne "Initiative
Solarwärme Plus" gestartet. Das Bundesumweltministerium (BMU) stellt dafür in diesem Jahr rund 500.000 Euro aus dem Aufkommen der Ökosteuer zur Verfügung. Die von der dena
koordinierte Kampagne wird auch vom Bundesverband Solarindustrie (BSi), dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) und der Ruhrgas AG unterstützt, die zusammen weitere 250.000 Euro
beisteuern.
"Solarkollektoren auf dem Dach sind ein wichtiger Schritt in eine umweltgerechte, unabhängige und dabei erschwingliche Energieversorgung. Einmal installiert, spart die Anlage Jahr für Jahr
Energiekosten, bietet hohen Warmwasserkomfort und entlastet die Umwelt“, sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Es lohne sich also doppelt in die erneuerbaren Energien zu
investieren: davon profitiere das Klima und die Verbraucher würden perspektivisch ihren eigenen Geldbeutel entlasten." Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, den Anteil der
erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2010 zu verdoppeln. Dazu trägt auch der Ausbau der Solarwärme bei. Gerade hier liegt ein großes Potenzial zur Einsparung von
klimaschädlichen Treibhausgasen, fasste der Bundesumweltminister zusammen.
Die Informationskampagne "Initiative Solarwärme Plus" richtet sich an Handwerker und Hausbesitzer. Ziel ist es, die Nachfrage nach Solarwärmeanlagen zu erhöhen. Eine Solarwärmeanlage nutzt
die Energie der Sonne zur Erwärmung von Wasser, das beispielsweise als Brauchwasser zum Duschen oder auch für die Raumheizung zur Verfügung steht. Durch den Verzicht auf die konventionellen
Energieträger werden die natürlichen Ressourcen geschont, die Emissionen gemindert und somit ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. "Da Hausbesitzer von Handwerksbetrieben für Sanitär und
Heizung über Solarwärme beraten werden, müssen wir dafür sorgen, dass diese der Technik aufgeschlossen gegenüber stehen. Wir statten daher Handwerksbetriebe mit modernem Werbe- und
Informationsmaterial aus und unterstützen sie so bei Beratung und Verkauf. Zudem vermitteln wir ihnen über unsere Solar-Hotline potenzielle Kunden, beschreibt dena-Geschäftsführer Stephan
Kohler die Aktivität der Initiative.
Bundesumweltminister Jürgen Trittin hatte zum 1. Februar dieses Jahres die Förderung von Solarkollektoren auf 125 Euro (statt 92 Euro) je Quadratmeter Kollektorfläche erhöht. Eine
durchschnittliche Anlage von acht Quadratmetern erhält damit 1.000 Euro an Fördermitteln. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zahlt die Zuschüsse im Auftrag des
Bundesumweltministeriums aus. Mit der Anhebung der Fördersätze um mehr als 35 Prozent sollen dem Solarkollektormarkt neue Impulse gegeben und die technische Weiterentwicklung vorangetrieben
werden.
20.05.2003 Quelle: BMU
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Solarstrompark Oberrhein: 100 Kilowatt zusätzliche Kraftwerksleistung
Nur drei Monate nach dem Start des Solarstrompark Oberrhein II sind über 90 Prozent der Anteile gezeichnet, berichtet die S.A.G. Solarstrom AG in einer Pressemitteilung. Insgesamt seien
Anteile mit einer Zeichnungssumme von 460.000 Euro angeboten worden, davon seien 430.000 Euro bereits gezeichnet. Auf Grund der konstant guten Nachfrage soll der Solarstrompark Oberrhein II
jetzt um weitere Solarkraftwerke mit einer Leistung von 100 Kilowatt (kW) auf insgesamt 339 kW erweitert werden. "Es war nicht zu erwarten, dass wir zu einem so frühen Zeitpunkt das
ursprüngliche Leistungsziel so stark erweitern können", sagte sich Uwe Ilgemann, Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG.
"Ein wesentlicher Grund für den Erfolg des Solarstrompark Oberrhein II sind die attraktiven Bedingungen für Anleger", so Ilgemann weiter. Eine Beteiligung ist ab 1.000 Euro möglich, die
Rendite liege bei 5 Prozent, die Ausschüttungen sollen ab dem zweiten Jahr beginnen, so die S.A.G. Solarstrom AG. Steuerlich interessant sei auch die mögliche Verlustzuweisung im ersten Jahr.
Der Solarstrompark Oberrhein ist eine Initiative der S.A.G. Solarstrom AG. Ziel ist ein dichtes Verbundnetz mit Solarkraftwerken in der Sonnenregion Oberrhein. Um die zusätzlich geplanten 100
kWp Leistung zu verwirklichen, sollen an den bestehenden Standorten in Müllheim und Bad Krozingen weitere Solarkraftwerke errichtet werden. Neu hinzu kommt die Gemeinde March. Insgesamt
stellen 13 Gemeinden und Unternehmen Ihre Dächer kostenlos für die Solarstromproduktion zur Verfügung.
20.05.2003 Quelle: S.A.G. Solarstrom AG
Umweltkontor Renewable Energy AG steigert operatives Ergebnis
Durch konsequente Fokussierung auf margenstarke Projekte in der Kernkompetenz Ingenieur- und Finanzdienstleistungen im Bereich Wind (Altkonzern) habe die Umweltkontor Renewable Energy AG
ihr operatives Ergebnis weiter steigern können, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Bei einem Umsatz von 126 Millionen Euro (Vorjahr 164 Mio. EUR) sei ein EBIT (Gewinn vor
Zinsaufwand und Steuern) von 12,5 Mio. EUR (Vorjahr 10,1 Mio. EUR) erzielt worden. Das entspreche einer deutlichen Verbesserung der EBIT-Marge auf knapp 10 Prozent (Vorjahr: 6
Prozent). Vorstand und Aufsichtsrat haben der Hauptversammlung vorgeschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2002 von rund 2,3 Mio. Euro in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. In
den Tätigkeitsfeldern Planung, Finanzierung und Betrieb von Windparks hätten teilweise sehr deutliche Fortschritte gegenüber dem Vorjahr erzielt werden können, berichtet das Unternehmen.
Umweltkontor Projects habe 8 Projekte entwickelt und dabei 41 Windenergieanlagen gebaut. Das erste Auslandsprojekt sei fertig gestellt worden, der Windpark La Muela in Spanien. Seit Januar
2003 seien alle Anlagen am Netz. Umweltkontor Finance habe im vergangenen Jahr 1.250 Neukunden gewonnen. Das Rekordergebnis des Vorjahres von über 120 Mio. Euro an platziertem
Investitionsvolumen sei nochmals übertroffen worden.
Durch die Übernahme der New Mine Gesellschaften im November vergangenen Jahres sei Umweltkontor vom Finanz- und Ingenieurdienstleister für den Bereich Wind zum Technologiekonzern für die
wichtigsten Erneuerbaren Energien Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie geworden. Strategisch profitiere das Unternehmen künftig von allen Märkten der erneuerbaren Energien und das auch in den
Bereichen Technologie und Herstellung, ferner ermögliche die Positionierung eine konstantere Umsatz- und Ertragsentwicklung im Jahresverlauf. Die Umweltkontor Wind Energy Projects verfüge
über eine hervorragende Projektpipeline in Deutschland. Die Biodieselanlage in Schwarzheide habe ihre Produktion hochgefahren und schreibe seit April 2003 schwarze Zahlen, ErSol will seine
Produktionskapazitäten ausbauen und der Geschäftsbereich Finance arbeite mit Hochdruck am Kapitalvertrieb. Bereits in der ersten Jahreshälfte erwartet Umweltkontor bedeutende Umsatzerlöse aus
dem Vertrieb von Projekten wie beispielsweise dem Holzheizkraftwerk Mansfelder Land, das derzeit über einen geschlossenen Fonds am Markt angeboten wird sowie der Veräußerung der Beteiligung
an dem spanischen Windpark Aragón. Allein die Pipeline für den Kapitalvertrieb ist laut Umweltkontor im ersten Halbjahr mit einem Volumen von rund 60 Megawatt gefüllt. Hinzu kämen
Windparkprojekte als Direktinvestment im Umfang von rund 70 MW. Auf dieser Basis sei das Ziel für 2003 ein operatives Ergebnis von 15 Millionen Euro.
20.05.2003 Quelle: Umweltkontor Renewable Energy Aktiengesellschaft
Bundesumweltministerium fördert Erdwärme-Kraftwerk mit 4,8 Millionen Euro
Den Bau und Betrieb eines Geothermie-Kraftwerks im bayerischen Unterhaching unterstützt das Bundesumweltministerium (BMU) mit rund 4,8 Millionen Euro. Ziel des Vorhabens der Geothermie
Unterhaching GmbH & Co KG ist die großtechnische Erprobung einer neuartigen, effizienteren Technologie (Kalina-Technik), die auch bei niedrigerer Temperatur im Erdinnern eine höhere
Energieausbeute ermöglicht als mit üblichen Verfahren. Im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms (ZIP) der Bundesregierung wurden bereits geologische Voruntersuchungen zu diesem
Vorhaben durch das Bundesumweltministerium gefördert und erfolgreich durchgeführt. Das geplante Kraftwerk soll rund 3,1 Megawatt Strom und bis zu 16 Megawatt Wärme liefern.
Das Geothermieprojekt ist laut BMU beispielhaft eingebunden in das kommunale Energiekonzept der Gemeinde Unterhaching. Es sieht unter anderem den Aufbau eines Fernwärmenetzes vor, das
öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und Wohngebäude mit Wärmeenergie versorgen soll. Damit können in erheblichem Masse fossile Energieträger eingespart werden. Insgesamt soll das
Geothermiekraftwerk dazu führen, dass jährlich rund 12.000 Tonnen Kohlendioxid, über 7 Tonnen Schwefeldioxid sowie fast 11 Tonnen Stickstoffoxide vermieden werden. Bundesumweltminister
Trittin begrüßte das besondere - auch finanzielle - Engagement der Gemeinde Unterhaching, das maßgeblich zum Zustandekommen des Umweltschutzprojektes beitragen hat.
Mit der Errichtung des Pilotprojekts soll ein Beitrag zur umweltgerechten Energiegewinnung, Schonung der natürlichen Ressourcen und zum Klimaschutz geleistet werden. "Deutschland ist weltweit
führend beim Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz haben wir erstmals auch eine Vergütung von Strom aus Geothermie festgeschrieben. Im Zuge der
geplanten Novellierung des Gesetzes werden wir die Bedingungen für die Erdwärmenutzung verbessern, da hier ein großes Potenzial bislang noch zu wenig genutzt wird“, sagte
Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Zugleich diene das Projekt in Unterhaching auch dem technologischen Fortschritt. Das komme nicht nur dem Klima zugute, sondern verbessere auch die Chancen
für den Technologietransfer in Länder mit vergleichbaren geologischen Bedingungen.
19.05.2003 Quelle: BMU
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»Club zur ländlichen Elektrifizierung«: Neuer Vorstand gewählt
Der vor zwei Jahren gegründete »Club zur ländlichen Elektrifizierung« (C.L.E.) bestätigte bei seinen turnusgemäßen Vorstandswahlen den Vorstandsvorsitzender Frank Wouters (ECOFYS
Energieberatung und Handelsgesellschaft mbH) in seinem Amt. Neuer stellvertretender Vorstandsvorsitzender wurde Faried Muscati von der SolarWorld AG, Kassenwart bleibt Rafael Wiese von der
Solar-Fabrik AG. Der C.L.E. vertritt die Interessen deutscher Unternehmen, die im Bereich der ländlichen Elektrifizierung in Entwicklungs- und Schwellenändern tätig sind. Zudem
unterstützt C.L.E seine Mitglieder bei der Erschließung wichtiger und zukunftsweisender Exportmärkte.
Zentrale Aufgaben und Ziele des neuen Vorstands und der Geschäftsführung seien Vorstellung des Programms »Solarstrom für eine Million Hütten«, die Präsentation des Themas Ländliche
Elektrifizierung auf der Fachmesse Intersolar in Freiburg sowie die Mitarbeit in der Exportinitiative der Bundesregierung, organisiert durch die Deutsche Energie-Agentur Dena. Ziel des C.L.E.
ist die Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für den Export deutscher Technologie, er engagiert sich für die Erarbeitung eines nachhaltigen Konzeptes von PrivatePublicPartnership
(PPP) zwischen Entwicklungshilfe und deutschen Unternehmen unter Leitung der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GTZ. Die Internetseite des Clubs www.cle-export.de soll zu einem
Angebotsportal für den außereuropäischen Raum ausgebaut werden. Der neue Vorstand werde sich für diese Ziele aktiv einsetzen und damit die Stellung deutscher Unternehmen auf dem
internationalen Markt verbessern, heißt es in der C-L-E.-Pressemitteilung.
Organisiert vom C.L.E. werden deutsche Unternehmen im Industrieforum »Photovoltaik und ländliche Elektrifizierung« ihre Produkte und Dienstleistungen auf der Intersolar 2003 in Freiburg
präsentieren. Auf themenbezogenen Messerundgängen und einer gemeinsam mit der Deutschen Energie-Agentur (dena) und dem Bundesverband Solarindustrie (BSI) organisierten Sonderausstellung
„Photovoltaik für den Weltmarkt“ können Kontakte zu den Unternehmen hergestellt werden. Industrieforum und Sonderausstellung richten sich besonders an Besucher aus Ländern mit
hohem Bedarf an ländlicher Elektrifizierung. Die Sprache der Vorträge und der Führungen ist Englisch. Das Industrieforum findet in gleicher Form sowohl am 27.06. als auch am 28.06.2003
jeweils ab 10 Uhr statt. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist für Besucher der Intersolar kostenfrei. Eine Anmeldung wird erbeten unter http://www.cle-export.de.
19.05.2003 Quelle: C.L.E. e.V. »Club zur ländlichen Elektrifizierung«
Stromerzeugung: Geothermie kann 600-fachen Bedarf decken
Der Bericht des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) zeigt, dass Deutschland das Potenzial besitzt, sogar die Grundlastversorgung von Strom und Wärme durch
geothermische Anlagen sicher zu stellen. Das erklärten die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, Ulla Burchardt und der
stellvertretende bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kasparick zur Vorlage des TAB-Berichtes "Möglichkeiten geothermischer Stromerzeugung in
Deutschland“. Die Studie belege ein weiteres Mal, dass Strom aus regenerativen Energien gefährliche Atomkraftwerke und schmutzige Kohlekraftwerke ersetzen kann und grundlastfähig
sei.
Die erste gesamtdeutsche Ressourcenstudie verdeutliche, dass Deutschland das technische Potenzial hat, den 600-fachen Jahresstrombedarf zu decken. Unter Berücksichtigung von
Nachhaltigkeitsaspekten sollte dieses Potenzial allerdings nur langsam und sukzessive erschlossen werden, so Burchardt und Kasparick. Das TAB empfehle ein jährliches technisches
Angebotspotenzial von 300 Terawattstunden (TWh), was der Hälfte der gegenwärtigen Bruttostromerzeugung in Deutschland entspricht.
Strom aus Geothermie ist umweltfreundlich, betonen Burchardt und Kasparick. Die Kohlendioxydemissionen bei der Stromerzeugung lägen deutlich unter jenen von Erdgas (Faktor 5) oder Steinkohle
(Faktor 10). Daher könne geothermische Stromerzeugung einen substanziellen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Durch die gleichzeitige Nutzung mit der bei der Stromerzeugung anfallenden Wärme
(Kraft-Wärme-Kopplung) könnten die an sich schon guten Umwelteigenschaften noch verbessert werden.
Die Parlamentarier seien gefordert, die staatliche Unterstützung der Geothermie zu verbessern heißt es in der Presseerklärung der AG Bildung und Forschung. Dazu gehöre die Weiterentwicklung
der Technik, vor allem in den Bereichen Ergiebigkeitssteigerung und Kraftwerkstechnik. Hier bestehe noch Forschungsbedarf. Deshalb müsse das entsprechende Forschungsprogramm weitergeführt
werden. Bedenkenswert sei auch die vorgeschlagene Festschreibung der Einspeisevergütung für Strom aus geothermischer Energie im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.
19.05.2003 Quelle: SPD-Bundestagsfraktion; AG Bildung und Forschung
Businessforum und Sonderschau “Photovoltaics for the world”
Nach dem starken Marktwachstum in den Vorjahren hat der Marktverlauf im Jahr 2002 sehr deutlich gezeigt, dass das Exportgeschäft intensiviert werden muss und neue Absatzmärkte zu
erschließen sind, damit die Photovoltaik-Branche weiter wachsen kann. Das erklärte der Bundesverband Solarindustrie e. V. (BSi) im Vorfeld der Messe Intersolar 2003. Der BSi betont
die Entwicklung der Intersolar zur Fachmesse mit steigendem internationalen Charakter: Der Anteil der ausländischen Aussteller sei in diesem Jahr von 15% auf 20% gestiegen. Damit die
Intersolar zu einer starken Leistungsschau der Photovoltaik aus Deutschland wird, organisiert der BSi ein Businessforum und eine Sonderschau zum Thema Photovoltaik für den Weltmarkt.
Mit der Deutschen Energieagentur (dena) veranstaltet der BSI im Rahmen der Exportinitiative der Bundesregierung am ersten Messetag, dem 27.06.2003, das Businessforum „Photovoltaics for
the world“. Multiplikatoren und potenzielle Handelspartner aus der ganzen Welt sind eingeladen, beim Forum und auf der Intersolar mit den Anbietern aus Deutschland in Kontakt zu treten.
Im ersten Teil des Forums wird ab 13.30 Uhr das Angebot der deutschen Unternehmen und der exportfördernden Institutionen dargestellt; im zweiten Teil werden das Potenzial und die
Anforderungen der Zielländer präsentiert. Ab 17.30 Uhr können Kontakte geknüpft und vertieft werden.
Begleitend findet über den gesamten Messezeitraum die Sonderschau „Photovoltaics for the world“ statt. Sie zeigt, wie vielfältig und attraktiv die Produkte der deutschen PV-Firmen
für den Einsatz in Entwicklungs- und Schwellenländern sind. Darunter fallen nicht nur die klassischen Solar-Home-Systems und andere netzunabhängige Inselanwendungen, sondern auch
netzgekoppelte Systeme und alle Zwischenformen wie beispielsweise Microgrids (Stromnetze mit Leistungen von rund zehn Megawatt). Gemeinsam mit dem Club ländliche Elektrifizierung (C.L.E.) und
dem Messeveranstalter bietet BSi Unternehmen die Möglichkeit, Ihre Produkt-Highlights für die internationalen Märkte auf der Sonderschau in Szene zu setzen und vorzustellen. Durch die
konzentrierte Präsentation der Exportprodukte auf der 190 Quadratmeter großen Sonderschaufläche soll deutlich werden, welch hochwertiges und attraktives PV-Angebot die deutsche Industrie für
die ausländischen Märkte anbietet. Darüber hinaus plant der BSI eine Broschüre “Photovoltaics made in Germany” in der eine Kurzübersicht über die Einsatzmöglichkeiten der
Photovoltaik präsentiert wird, beispielhafte Projekte gezeigt werden und im dritten Teil sich deutsche Unternehmen mit ihrem Angebot vorstellen können.
Weitere Infos zum Forum und das Anmeldeformular gibt es unter http://www.german-pv.com. Dort können auch Prospekte heruntergeladen
werden. Intersolar: http://intersolar.de
16.05.2003 Quelle: BSi
BP Solar vertreibt Mastervolt Kombi-Wechselrichter
Die niederländische MASTERVOLT BV hat einen Produktionsvertrag mit BP Solar unterzeichnet und wird eine neue Produktpalette von Sinuswechselrichtern mit Laderegler unter dem Markennamen BP
Solar fertigen. Die Inverter wurden speziell für Inselanlagen und Systeme zur Notstromversorgung entwickelt. Die Kombi-Inverter mit Nennleistungen von 2,5 bis 5 Kilowatt (kW)
wurden von BP-Systemingenieuren komplett überarbeitet. Dadurch sei ein besonders robustes Gerät geschaffen worden für den Einsatz in rauem, feuchtem und tropischem Klima. BP Solar habe sich
wegen der hohen spezifischen Produktanforderungen für die Zusammenarbeit mit Mastervolt entschieden und weil Mastervolt eine nach ISO 9001 zertifizierte Fertigung bietet. Sämtliche Produkte
werden umfangreichen Tests unterzogen, bevor sie die Fabrik verlassen.
Zu den ersten Einsatzgebieten der BP Solar Kombi-Inverter zählt das Solar Power Technology Support Project (SPOTS) auf den Philippinen. Auf Grund eines Vertrags mit dem
Landwirtschaftsministerium der Philippinen werden 400.000 Menschen in 150 abgelegenen Dörfern mit Solarstrom versorgt. Die Produkte von BP sorgen für Beleuchtung, Bewässerung und
Trinkwasserversorgung. BP Solar wird außerdem das Projektmanagement übernehmen und 200 kommunale Organisationen schulen. Der zuverlässige BP Solar Kombi-Inverter sei ideal für dieses
Vorhaben, weil er auch bei hohen Temperaturen über längere Zeiträume arbeite und effektiver sei als andere Inverter für den Einsatz bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit.
Die BP Solar-Produktpalette wird ergänzt durch das BP Solar „Combi Remote Panel“, ein Display für die Anzeige des Ladezustands der Batterie sowie zur Systemdiagnose und
Fehleranzeige. Die BP Solar „Combi Generator Control“, unterstützt die Einbindung in Systeme mit Benzin- oder Dieselgeneratoren. Die Produkte sind ab sofort über das weitreichende
BP Vertriebsnetz zu beziehen.
16.05.2003 Quelle: BP SOLAR
Primärenergieverbrauch in Deutschland stieg um 2,6%
Der Primärenergieverbrauch in Deutschland war nach ersten Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) im 1. Quartal 2003 mit knapp 135 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten
(Mill. t SKE) um 2,6 % höher als im Vorjahreszeitraum. Als Ursache nennt die AGEB die im Vergleich zum Vorjahr deutlich kühlere Witterung. Die Stromerzeugung aus Kernenergie ging im
1. Quartal 2003 um 3 % zurück, diejenige aus Wasser- und Windkraftanlagen stagnierte jeweils, so die AGEB. Dagegen habe sich der Verbrauch der sonstigen Energieträger (darunter die
erneuerbaren Energien ohne Wind- und Wasserkraft) temperaturbedingt über dem Vorjahreswert bewegt.
Der Mineralölverbrauch hat laut AGEB im 1. Quartal 2003 den schon sehr niedrigen Verbrauch im entsprechenden Vorjahresquartal um 2,2 Mill. t SKE oder um 5 % unterschritten. Zwar sei der
Verbrauch von leichtem Heizöl (rund 4 %) und von Flugkraftstoff (gut 2 %) gestiegen, die Rückgänge des Verbrauchs von Chemiebenzin (knapp 11 %), Ottokraftstoff (rund 9 %) und Dieselkraftstoff
(fast 6 %) seien dadurch aber nicht ausgeglichen worden. Die kühlere Witterung habe sich besonders stark beim Erdgas ausgewirkt. Der Erdgasverbrauch habe auf Grund der hohen
Temperaturabhängigkeit im ersten Quartal 2003 um gut 14 % oder 4,9 Mill. t SKE kräftig zugelegt. Einen außergewöhnlich hohen Anstieg um 32 % verzeichnete laut AGEB der extrem kalte Februar.
Der Verbrauch an Steinkohlen war mit 18,9 Mill. t SKE um 1,3 Mill. t SKE oder 7,4 % höher als vor einem Jahr. Ursächlich nennt die AGEB einen verstärkten Verbrauch in der Stahlindustrie sowie
den Anstieg beim Einsatz in der Elektrizitätswirtschaft. Der Primärenergieverbrauch Braunkohle lag im 1. Quartal 2003 mit 14,2 Mill. t SKE um 2,3 % unter dem Vorjahresniveau.
Die detaillierten Daten und Grafiken bietet die AGEB zum als PDF-Dokument unter http://www.ag-energiebilanzen.de/daten/1q2003.pdf
16.05.2003 Quelle: AGEB
SunPower kündigt effizienteste Silizium-Solarzelle der Welt an
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Solarzelle A-300 Rück- und Vorderseite (Schwarz).
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Die SunPower Corporation (Sunnyvale, Kalifornien) gibt den Bemusterungsbeginn ihrer Low-Cost-Silizium-Solarzelle vom Typ A-300 bekannt. Die nach Angabe des Unternehmens weltweit
effizienteste Solarzelle basiert auf einer speziellen Konstruktion mit Kontakten an der Rückseite. Das maximiere die Nutzfläche der Zelle, verberge störende Verdrahtungen und
erleichtere die automatisierte Produktion. A-300 komme damit auf einen Wirkungsgrad über 20 %, während es bei den gegenwärtig angebotenen Zellen nur etwa 12 bis 15 % sind. Das National
Renewable Energy Laboratory (NREL) habe der A-300 eine Umwandlungseffizienz von 20,4 % bescheinigt, heißt es in der Pressemittelung von SunPower. Die A-300 soll im zweiten Halbjahr 2003 in
begrenzten Stückzahlen verfügbar sein. Produktionsstückzahlen sind nach Auskunft der SunPower Corporation voraussichtlich 2004 lieferbar.
Die 125-mm-Einkristallzelle A-300 liefert eine elektrische Leistung von 3 Watt und erreiche damit das beste Preis-Leistungsverhältnis der Photovoltaik-Industrie. Mit der A-300 sei für eine
3-Kilowatt-Anlage eine Fläche von weniger als 17 Quadratmetern nötig, errechnete das Unternehmen. Die Kunden von SunPower seien in der Lage, die flächen-effizientesten Konstruktionen der Welt
anzubieten. Ideal geeignet seien die Solarzellen vom Typ A-300 für Dachsysteme, Kommunikations-Anwendungen, den Aufbau integrierter PV-Systeme und Consumer-Applikationen. Die Cypress
Semiconductor Corporation stellt SunPower ihr Know-how im Bereich der Technologieentwicklung und Großserienfertigung zur Verfügung. Der Solarzellen-Hersteller profitiere dadurch von einem
beträchtlichen Wettbewerbsvorteil in einer siliziumintensiven und überaus kostensensiblen Geschäftssparte. Die 2-Megawatt-Fertigungslinie, in der die A-300-Zellen produziert werden, befindet
sich in der Nachbarschaft der Cypress-Produktionsstätte in Round Rock (Texas/USA). Nahe der Großserien-Montage und Prüfeinrichtung, die Cypress auf den Philippinen besitzt, befindet sich ein
weiteres Werk von SunPower im Bau.
“Die Solarzelle des Typs A-300 bedeutet einen wichtigen Meilenstein nicht nur für unser Unternehmen, sondern für die gesamte Photovoltaik-Industrie”, sagt Dick Swanson, Präsident
und CEO von SunPower. “Durch die innovative Konstruktion, den hohen Wirkungsgrad und die günstigen Produktionskosten dieser Zelle werden unsere Kunden, also die Konstrukteure und
Hersteller von Solarmodulen, überragende Produkte zu Preisen anbieten können, die den Trend zu umwelt-freundlichen Solar-Lösungen beschleunigen.”
SunPower-Solarzellen seien bereits in einer Vielzahl von Hochleistungs-Produkten eingesetzt worden, wie etwa im Solarflugzeug ‚Helios‘ der NASA, das 2001 mit rund 29.400 m einen
Flughöhenrekord aufstellte, sagte Swanson. Er fügte hinzu, dass die Partnerschaft mit Cypress entscheidend gewesen sei für den Wandel von einem kleinen Solar-Anbieter zu einem
Weltklasse-Hersteller von Solarzellen für Großserien-Anwendungen.
Bei der Zelle des Typs A-300 kann SunPower dank einer patentierten rückwärtigen Kontakt-Konstruktion vollständig auf frontseitige Metallisierungen verzichten. Dies ergebe nicht nur ein
einheitlicheres Erscheinungsbild, sondern erhöhe außerdem die Energieausbeute., so das Unternehmen. Entwickelt wurden die Produkte auf einer 2-MW-Pilotlinie, die der Vorbereitung der in naher
Zukunft einzurichtenden Großserien-Produktion dient. Mit dieser Produktionslinie sieht sich SunPower in der Lage, Solarzellen mit weniger Rohmaterialien und größerem Durchsatz herzustellen.
Dieses hohe Maß an Effizienz und ästhetischer Qualität sei bisher in kommerziellen Applikationen nicht erreichbar gewesen.
15.05.2003 Quelle: SunPower Corp.
Bildquelle: SunPower Corporation
SolarWorld-Tochter GPV eröffnet größte Solarmodulfabrik Nordeuropas
Die SolarWorld AG, Bonn, hat mit der Eröffnung einer der modernsten Solarmodulfabriken der Welt die Modulkapazitäten des Konzerns deutlich erhöht. Das berichtet das Unternehmen
in einer Pressemitteilung. Der weitgehend automatisierte Maschinenpark verfüge über eine Kapazität von insgesamt 20 Megawatt (MW) und gehöre damit zu den größten Modulfabriken Europas.
Der schwedische Solarmodulproduzent Gällivare PhotoVoltaic AB (GPV), eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der SolarWorld AG, hat am 9. Mai 2003 seine Produktionsstätte in
Gällivare/Nordschweden in Betrieb genommen. Die neue Solarmodulfabrik ist mit einer Gesamtkapazität von 20 Megawatt die größte Modulproduktion Nordeuropas. Der neue Maschinenpark zählt zu den
modernsten der Welt und soll durch seine flexible Komposition auch den Bedarf für eine Reihe von Spezialanforderungen des Modulmarktes decken.
"In unserer neuen Solarmodulfabrik produzieren wir Solarmodule für den Weltmarkt, die hinsichtlich ihrer Hochwertigkeit und Qualität zu den führenden Produkten des internationalen
Modulmarktes zu zählen sind", sagte Andreas Hinzer, Plant Manager der GPV, anlässlich der offiziellen Einweihung der neuen Produktion. "Damit bringen wir eine rund zweijährige
Entwicklungsarbeit zur Optimierung der Modulproduktion bei GPV zu einem positiven Abschluss." Analog zu der modernen Zellproduktion des SolarWorld-Konzerns in Freiberg sei auch die neue
Modulfabrik in Schweden von hohen technischen Standards gekennzeichnet, so die SolarWorld AG. Dazu zählen etwa eine allumfassende Chargenverfolgung und die lückenlose
Prozessüberwachung.
Mit der neuen Solarmodulfabrik sei der SolarWorld-Konzern neben dem Ausbau seiner Stellung im internationalen Solarmarkt zudem auf dem Weg, zum Marktführer in Skandinavien aufzusteigen. "In
den letzten neun Monaten haben wir mit 15 skandinavischen Großhändlern neue Verträge abgeschlossen, die uns eine hohe Präsenz im skandinavischen Raum sichern," ergänzte Andreas Hinzer. "Mit
der planmäßigen Eröffnung unserer modernen Modulproduktion in Schweden haben wir die solare Produktion des Konzerns erheblich verbreitert", sagte Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher
der SolarWorld AG, anlässlich der Einweihungsfeier, die in Anwesenheit hochrangiger Vertreter der skandinavischen Politik, Kreditwirtschaft und Industrie stattfand. Die SolarWorld AG (ISIN:
DE0005108401) ist ein solarer Technologiekonzern und auf allen Wertschöpfungsstufen der Solarwirtschaft präsent. Neben der Entwicklung von Rohstoffen für die Solarwirtschaft zählt der Konzern
zu den wichtigsten europäischen Herstellern von Siliziumwafern, Solarzellen und Solarmodulen. Im Handelsgeschäft verfügt die SolarWorld AG über eine hohe Präsenz im deutschen Markt, dem
zweitgrößten der Welt. Der Konzernumsatz der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2002 rund 109 Mio. Euro.
15.05.2003 Quelle: SolarWorld AG
Bundesverband BioEnergie (BBE) fordert Weiterentwicklung des EEG
Im Rahmen eines Parlamentarischen Abends am 7.5.2003 hat der Bundesverband BioEnergie (BBE) seine Forderungen für eine inhaltliche Weiterentwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)
erneuert: Die Vorschläge des BBE umfassen im wesentlichen eine Vergütungsregelung, die nach den eingesetzten Brennstoffen und der erzeugten Jahresgesamteinspeisemenge differenziert.
Helmut Lamp, Vorsitzender des Vorstandes des BBE, betonte vor 150 Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft in der Botschaft der Republik Bulgarien die Notwendigkeit von verbesserten
Einspeisevergütungen für Bioenergieanlagen, um die gerade begonnene positive Marktentwicklung bei der Verstromung von Biomasse erfolgreich fortsetzen zu können.
Die energetische Biomassenutzung biete vielversprechende Chancen für eine zukunftsfähige Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze, insbesondere in der Land- und
Fortwirtschaft sowie im Anlagenbau und –betrieb, können durch einen Ausbau der energetischen Biomassenutzung geschaffen werden, so Helmut Lamp. Durch den Aufbau einer dezentralen
Energieversorgung auf der Basis von Biomasse ließen sich neben einer regionalen Wertschöpfung und den damit verbunden Einkommens- und Beschäftigungschancen auch die nationalen und weltweiten
Klimaschutzziele erreichen, da sich die Biomasse durch ihre CO2-Neutralität auszeichne. Diese Chancen gelte es durch die Gestaltung entsprechender politischer und wirtschaftlicher
Rahmenbedingungen auch zu nutzen, betonte Lamp. Aus diesem Grund fordert der Bundesverband BioEnergie (BBE) die Umsetzung seiner konkretisierten Positionen und Vorschläge in der anstehenden
Novellierung des Erneuerbaren Energien Gesetzes. Der BBE sieht zugleich aber auch die dringende Notwendigkeit, den Anteil der Biomasse auf dem Wärmemarkt auszubauen und hierzu geeignete
ökonomische Anreizsysteme zu entwickeln. Neben der inhaltlichen und budgetmäßigen Weiterentwicklung des Marktanreizprogramms zur Förderung erneuerbarer Energien schlägt der Bundesverband
BioEnergie (BBE) hierzu die Entwicklung eines „Erneuerbare-Wärme-Gesetzes“ vor und wird der Politik seine diesbezüglichen Vorstellungen frühzeitig präsentieren.
Die Vorschläge und Forderungen des BBE zur Novellierung des EEG stehen ebenso wie das BBE-Gutachten "Markt- und Kostenentwicklung der Verstromung von Biomasse" im Internet als PDF-Download
zur Verfügung unter http://www.bioenergie.de.
15.05.2003 Quelle: Bundesverband BioEnergie e.V. (BBE)
Scheer und Fell: Forderung nach Solar-Minister keine Kritik an der Regierung
Herrmann Scheer (SPD), Träger des alternativen Nobelpreises, und Hans-Josef Fell, forschungspolitischer Sprecher der Grünen wenden sich in einer Presseerklärung gegen einen Bericht in der
ZEIT vom 8. Mai 2003. Im Zusammenhang mit ihrer Forderung, die rot-grüne Bundesregierung müsse ein Solarministerium schaffen, wie es früher ein Atomministerium gegeben habe, hätten
die beiden Abgeordneten ausschließlich Teile der Energieforschung kritisiert, welche noch nicht den Zielen der Energiepolitik angepasst seien. Scheer und Fell hatten am 2. Mai ein
EUROSOLAR-Memorandum zur Umstellung der Energieforschung vorgestellt.
Die ZEIT berichtete in einer Pressemitteilung, Fell und Scheer hielten die bisherige Energiepolitik für einen Ausdruck "schlichten Versagens", weil der in den Koalitionsvereinbarungen von
1998 und 2002 gefasste Plan nicht verwirklicht werde, Forschungsprogramme für grüne Energien und Energieeffizienz aufzulegen. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), der Ökosteuer und dem
Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien habe Rot-Grün weltweit Beispielhaftes geleistet, so Hans-Josef Fell zu dem ZEIT-Bericht. Die Kritik von Fell und Scheer gelte ausdrücklich der
institutionellen Bevorzugung der Atomenergie durch die Forschungspolitik sowie der Zersplitterung der Forschungs- und Förderaktivitäten von Bund, Ländern und Europäischer Union im Bereich der
erneuerbaren Energien.
Statt in die Energiewende investiere die Bundesregierung - wie ihre Vorgänger seit 50 Jahren - dreistellige Millionenbeträge in die nukleare Fusionsforschung, "die noch keine einzige
Kilowattstunde Strom erzeugt hat und in den nächsten 30 Jahren auch keine erzeugen wird", zitierte die ZEIT Hermann Scheer. Die Bundesregierung scheue sich, bei den Forschungsgesellschaften
Max Planck und Hermann von Helmholtz den Schwenk in der Forschung von Atom- zu Solarstrom durchzusetzen. Auch die Koordination der Energieforschung laufe der Regierung aus dem Ruder,
kritisiert Fell. Während Umweltminister Jürgen Trittin seit einigen Monaten für die grünen Energien zuständig sei, unterstütze das Forschungsministerium die Fusionsforschung. Einzelne
Projekte fördere auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit; die Bioenergie erforschten Teams um Renate Künast. Nicht zu vergessen seien die zersplitterten Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten des Bundes, der Bundesländer und der Europäischen Union. Aus diesen Gründen hätten Fell und Scheer jetzt ihre Initiative für ein Solarministerium gestartet, heiß es in
der ZEIT-Pressemitteilung. Finanziert werden solle es durch den Ausstieg aus der fossil-nuklearen Forschung - wie es in der Koalitionsvereinbarung stehe. Beide Politiker wollen dazu einen
Beschluss des deutschen Bundestages initiieren.
Der komplette Text ist veröffentlicht in der ZEIT Nr. 20 vom 8. Mai 2003. Eine Nachricht zur Präsentation des EUROSOLAR-Memorandums finden Sie unter news.html#news1350
14.05.2003 Quelle: Die ZEIT; ots; Hans-Josef Fell (MdB)
WPD bringt ersten Windpark-Garantiefonds auf den Markt
In Zeiten unsicherer Aktienmärkte und täglich negativer Schlagzeilen über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland will der Bremer Windpark-Projektierer WPD AG neue Wege gehen:
„Wir haben uns entschieden, in Kürze den ersten Windparkfonds aufzulegen, mit dem wir unseren Anlegern Garantien für die Ausschüttungen geben werden. Mit dieser
marktstrategischen Entscheidung untermauern wir das Vertrauen in unsere Projekte und begeben uns in ein Boot mit unseren Anlegern“, so Carsten Meyer, Geschäftsführer der WPD Vertrieb
GmbH in einer Pressemitteilung. Damit entspreche die WPD einer steigenden Nachfrage der Kunden nach mehr Sicherheit im Kapitalanlagenbereich, und unterstreiche zugleich die Attraktivität der
WPD-Anlage-Modelle. „Ein Blick in unsere Leistungsbilanz verdeutlicht die Werthaltigkeit unserer Produkte und gibt uns die Sicherheit, den ersten Garantiefonds für unsere Kunden auf den
Markt zu bringen“, so Meyer.
Über die Einzelheiten des zu erwartenden Projektes will die WPD AG in Kürze informieren Sicher sei zur Zeit jedoch bereits, dass den Kunden die Wahlmöglichkeit angeboten werden soll, sich im
vollen Umfang an den unternehmerischen Risiken eines Windparks zu beteiligen, oder die Option für eine garantierte Ausschüttung für sich zu nutzen. „Als Marktführer verfügen wir über
die notwendige Erfahrung und kennen die Ergebnisse unserer Windparks, so dass wir unseren Kunden diese Produktinnovation sehr empfehlen können“, so Meyer. Dass über das geplante Projekt
noch weitere Windpark-Garantiefonds folgen können, hält der Geschäftsführer der WPD Vertrieb GmbH durchaus für möglich. „Wir sehen hier sehr gute Absatzmöglichkeiten in diesem Bereich
und können uns nach einer erfolgreichen Markteinführung ein verstärktes Engagement in diesem Bereich vorstellen“, erklärt Carsten Meyer abschließend.
14.05.2003 Quelle: WPD AG
Ausschreibung: Nationale und Europäische Solarpreise 2003
Ab sofort können Vorschläge für die Nationalen und Europäischen Solarpreise bei EUROSOLAR eingereicht werden. Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. vergibt die
Auszeichnung seit 1994 an Gemeinden, kommunale Unternehmen, private Personen, Ingenieure, Architekten, Eigentümer von Anlagen sowie an Organisationen, die sich besonders um die Nutzung
Erneuerbarer Energien verdient gemacht haben. Mit der Verleihung für das Jahr 2003 soll das Thema Erneuerbare Energien in die breite Öffentlichkeit getragen werden, wie schon in den
vorigen Jahren. Ausgezeichnet werden herausragende innovative Projekte und Initiativen zur Nutzung erneuerbarer Energien in verschiedenen Preiskategorien. Die Europäischen Solarpreise werden
durch die jeweiligen nationalen EUROSOLAR-Sektionen zugleich in mehreren europäischen Ländern ausgeschrieben und von EUROSOLAR in Zusammenarbeit mit der KfW vergeben. Aus den Bewerbern für
die jeweiligen nationalen Solarpreise werden dann die einzelnen Preisträger für die Europäischen Solarpreise ermittelt.
Ab dem Jahr 2003 werden in der Kategorie „Eigentümer oder Betreiber von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien“ keine Solarpreise mehr verliehen. Auf Grund der großen Anzahl
von auszeichnungswürdigen Bewerbungen (und der nötigen Öffentlichkeitsarbeit) werden private Plusenergiehäuser ab sofort im Rahmen des deutschen Solarpreises mit einer Plakette ausgezeichnet
und auf der Internetseite von EUROSOLAR veröffentlicht. Die Bewerbungsformalitäten für den Deutschen Solarpreis und die EUROSOLAR-Deutscher-Solarpreis-Plakette sind identisch.
Die öffentliche Ausschreibung und Vergabe der Solarpreise erfolgt auf nationaler Ebene jeweils in den Bereichen: Städte und Gemeinden oder Stadtwerke; Industrielle, kommerzielle oder
landwirtschaftliche Betriebe / Unternehmen; Eigentümer oder Betreiber von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien; Lokale oder regionale Vereine als Förderer von Projekten für Erneuerbare
Energien; Solares Bauen; Medienpreis für Journalisten, Autoren oder ein Medium für Berichte zu Erneuerbaren Energien; Transportsysteme mit Erneuerbaren Energien; Bildung und Ausbildung.
Außerdem gibt es einen Sonderpreis für besonderes persönliches Engagement.
Die Vorschläge können ab sofort in schriftlicher Form in doppelter Ausfertigung eingereicht werden. Bedeutender Bestandteil der Bewerbung ist eine Kurzzusammenfassung von einer halben
DIN-A4-Seite, in der die Besonderheiten des Projektes kurz dargestellt werden. Prinzipiell kann jeder eine andere Person oder Institution oder sein eigenes Projekt für die Preisverleihung
vorschlagen. Die eingereichten Unterlagen sollen die Projekte möglichst genau beschreiben und deutlich erkennbar machen, dass die erneuerbaren Energien einen besonderen Stellenwert einnehmen.
Die Projekte müssen bereits realisiert sein oder im Jahr 2003 abgeschlossen werden.
Alle Anmeldungen und Vorschläge müssen bis spätestens zum 31. August (Stichtag) eingegangen sein. Die Ermittlung der einzelnen Preisträger erfolgt durch eine von EUROSOLAR berufene Jury. Es
werden zunächst die Preisträger der Nationalen Solarpreise 2003 der Öffentlichkeit vorgestellt. Unter allen beteiligten europäischen Ländern werden dann die Preisträger der Europäischen
Solarpreise 2003 ermittelt. Für alle eingesandten Unterlagen kann von EUROSOLAR weder eine Haftung oder Gewähr übernommen werden noch sind damit irgendwelche anderen Rechtsansprüche wie z.B.
die Rücksendung der Unterlagen verbunden.
Die Anmeldeformulare können im Internet abgerufen werden unter
14.05.2003 Quelle: EUROSOLAR e.V.
USA: California State University baut 1 Megawatt-Solarstromanlage
Die weltweit größte Photovoltaikanlage einer Universität soll im Sommer 2003 auf Dächern und Grundstücken der California State University (CSUH) in Hayward installiert werden.
Der Verwaltungsrat der Universität habe das Vorhaben bereits am 12.März genehmigt, berichtet die mit der Ausführung betraute PowerLight Corporation in einer Pressemitteilung. Das
Solarkraftwerk mit einer Spitzenleistung von 1.05 Kilowatt (kWp) soll in den Sommermonaten rund 30 % des Strombedarfs der Universität decken
Die Solarmodule mit einer Gesamtfläche von über 10.200 Quadratmetern werden sowohl auf den freien Dachflächen der größten Universitätsgebäude als auch auf nicht genutzten Freiflächen
platziert. Die der Sonne nachgeführten Module auf Freiflächen würden bis zu 30 % mehr Ertrag liefern als die fest installierten Systeme, kündigt die PowerLight Corporation an. Insgesamt soll
die Anlage rund 1.450.000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr erzeugen, was dem Verbrauch von etwa 1.000 Haushalten entspreche, so PowerLight. Mit der Fertigstellung der Dach-Anlagen rechnet
PowerLight im Juli 2003.
“Wir sind begeistert, dass Cal State Hayward die Sonnenenergie nutzt“ sagte Universitäts-Präsident Norma S. Rees. Mit der Solarstromanlage bekomme die Universität ein
wirtschaftliches, verlässliches und emissionsfreies System, welches die Stromrechnung jährlich um 200.000 Dollar senke und einen Beitrag zum Umweltschutz leiste. “Wir hoffen, damit ein
Beispiel zu geben, nicht nur für die California State sondern für alle Universitäten im Land“, so Rees.
13.05.2003 Quelle: PowerLight Corp.
Symposium über Ertragssteigerung und Kostenoptimierung in der Windkraftbranche
Windkraft-Experten aus namhaften Unternehmen informieren auf einer Tagung in Hamburg am 25.06.2003 über den technischen Fortschritt beim Bau von Windkraftanlagen. Neben dem
beachtlichen Wachstum der Branche ist die Technik der Windenergie-Anlagen gekennzeichnet durch eine Fülle wichtiger Detailverbesserungen. Die Verfügbarkeit der vorhandenen Anlagen und der
Ertrag werden stetig gesteigert. Die Versicherung von Windkraftanlagen wird zunehmend erleichtert. Neue Windparkstandorte profitieren von diesen Verbesserungen, denn sie können effizienter
erschlossen werden.
Die smart dolphin GmbH, Betreiber von www.Windmesse.de, veranstaltet zu diesem Themenkomplex am 25.6.2003 das erste www.Windmesse.de-Symposium in der Handwerkskammer Hamburg. Parallel dazu
finden Unternehmenspräsentationen statt. Die Veranstaltung findet statt in der Zeit von 9.30 Uhr bis 17 Uhr. Zielgruppe sind alle, die am technischen Produktlebenszyklus von Windkraftanlagen
beteiligt sind: Hersteller, Planer, Errichter und Betreiber sowie Wartungs- und Serviceunternehmen. Hier will der Veranstalter vor allem die technischen Führungskräfte sowie Entscheider aus
Einkauf, Marketing und Vertrieb ansprechen.
Das Symposium verfolge das Ziel, technische Innovation an einem Tag komprimiert vorzustellen, so Dipl. Math. Martin Tschierschke, Geschäftsführer der smart dolphin GmbH. Das Themenspektrum
reiche von den Kabelverbindungen bis zur Rotorspitze. Die rund 12 Vorträge behandeln unter anderem folgende Themen: Blattspitzenfeuer (Enertrag), das Langzeit-Monitoring von Türmen (TÜV
Rheinland), das Condition-Monitoring (SKF, Power Con) und die Ertragssteigerung bei drehzahlstarren Anlagen durch Zuschalten eines Umrichters im Teillastbereich (RWE Solutions).
Deutschland ist Weltmarktführer bezogen auf die installierte Windkraft-Leistung. Ende März lag die Gesamtleistung bei 12.358 Megawatt (MW), produziert von 13.990 Windenergieanlagen. Dies gehe
einher mit einer dynamischen Steigerung der installierten Leistung pro Windenergieanlage, so die smart dolphin GmbH. Inzwischen liege der Wert über 1.500 kW pro Anlage.
Weitere Information zum aktuellen Programm unter http://www.windmesse.de
13.05.2003 Quelle: smart dolphin GmbH
Kongress "McPlanet.com - Die Umwelt in der Globalisierungsfalle"
Vom 27. - 29. Juni stellen die Globalisierungskritiker von Attac, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Greenpeace in der Technischen Universität Berlin die Frage, ob
unser Planet zum Wegwerfprodukt wird. Der Kongress diskutiert, wer wie viel von ihm beansprucht und warum. Die Teilnehmer diskutieren die Notwendigkeit ökologischer und sozialer
„Leitplanken“ und darüber, wer über die großen Zukunftsfragen entscheiden soll. Kooperationspartner sind die Heinrich Böll Stiftung und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt,
Energie. Kurz vor der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) im September in Cancún/Mexiko soll der Kongress Probleme aufzeigen, alternativen Lösungsvorschlägen Öffentlichkeit
verschaffen und dafür mobilisieren.
Auf sechs Panels diskutieren namhafte internationale Gäste aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft mit Aktivisten der Bewegungen. Auf der Gästeliste stehen unter anderem Michael Sachs
(African National Congress), Wolfgang Sachs (Wuppertal Institut), Marina Silva, die Umweltministerin von Brasilien, und Bundesumweltminister Jürgen Trittin. In fast 100 Foren und Workshops
sollen die Kongress-Teilnehmer das Spannungsfeld zwischen Globalisierung und Ökologie erkunden. Kongress-Sprachen sind Deutsch und Englisch. Der Tagungsbeitrag liegt bei 30,- EUR (ermäßigt:
20,-EUR). Weitere Informationen unter www.macplanet.com
13.05.2003 Quelle: Greenpeace
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Umweltverbände fordern: „Atomkraft raus aus EU-Verfassung!“
Ein breites Bündnis deutscher Umweltverbände hat dazu aufgerufen, mit E-Mails an die deutschen Mitglieder des EU-Verfassungskonvents gegen die Förderung der Atomkraft zu
protestieren. Das berichtet die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V., EUROSOLAR, in einer Pressemitteilung. Hintergrund der Aktion seien die Verhandlungen im
EU-Verfassungskonvent: Ein Vorschlag des Ratspräsidenten Valéry Giscard d’Estaing sehe vor, den europäischen Vertrag zur Förderung der Atomkraft (EURATOM) als Protokoll der
EU-Verfassung beizufügen. Mit der Aktion werden Bundesaußenminister Josef Fischer und die deutschen Konventsmitglieder aufgefordert, diesen Vorschlag abzulehnen. Die ökonomische
Privilegierung der Atomkraft müsse abgeschafft werden und der EURATOM-Vertrag spätestens bis 2007 auslaufen.
Klaus Traube, atompolitischer Sprecher des BUND: „Europa benötigt eine zukunftsfähige Energiepolitik mit rationeller Energienutzung und erneuerbaren Energien. Es kann nicht sein, dass
Frankreich, England, Spanien und Finnland ihre Atompolitik gegen den Willen der EU-Bürger durchsetzen. Die Mehrheit der derzeitigen EU-Mitgliedsstaaten will aus der risikoreichen Kernenergie
aussteigen oder kommt bereits ohne sie aus. Die rot-grüne Bundesregierung wird in ihrem Auftritt im EU-Verfassungsprozess gerade auch an ihrem Einsatz in dieser Frage gemessen
werden.“
Der EURATOM-Vertrag wurde vor 45 Jahren als einer der Gründungsverträge der späteren EU zur Förderung der Kernenergie verabschiedet und ist seit seinem Inkrafttreten unverändert geblieben.
Sowohl die nationalen Parlamente als auch das Europäische Parlament seien bei allen Entscheidungsabläufen hinsichtlich dieses Vertrages ausgeschlossen, kritisieren die Umweltverbände. Zudem
enthalte der Vertrag keinerlei Bestimmungen zur Anlagensicherheit, Entsorgung und Endlagerung oder zu Bauweise und Betrieb von Atomanlagen. Die Umweltverbände sind sich einig, dass dieses
Sondervertrags-Kapitel eines atomar-fossilen Zeitalters umgehend geschlossen werden muss.
Getragen wird die Protest-Aktion vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), Deutscher Naturschutzring (DNR), EUROSOLAR e.V.,
Forum Umwelt und Entwicklung (FUE), Germanwatch, Greenpeace, GRÜNE LIGA, Naturschutzbund (NABU), ROBIN WOOD, urgewald und WWF.
Weitere Informationen sowie eine Vorlage für die Protest-Mail stehen auf den Internetseiten der beteiligten Verbände, siehe zum Beispiel: http://www.bund.net
12.05.2003 Quelle: EUROSOLAR e.V.
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Straubing: Symposium zum Thema Biomasse und Sonne
Der Verein C.A.R.M.E.N. lädt am 26. Juni 2003 Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, Politiker und Behördenvertreter zum 11. C.A.R.M.E.N.-Symposium nach Straubing ein. In der Joseph von
Fraunhofer Halle auf dem Messegelände "Am Hagen" tagt das Symposium "Im Kreislauf der Natur - Naturstoffe für die moderne Gesellschaft" zu dem Thema "Biomasse und Sonne - Energie und
Naturstoffe". Die Deutsche Gesellschaft für Solarenergie e.V. (DGS), München, konnte als Kooperationspartner des Symposiums gewonnen werden. Am Vormittag wird Bayerns
Landwirtschaftsminister Josef Miller über Status quo und Handlungsbedarf der Biomassenutzung referieren. Inhalt seines Referats werden die Ergebnisse sein, die in einem am Vortag
stattfindenden Forum von Biomasse-Experten erarbeitet wurden. Für den Nachmittag sind Veranstaltungen zur energetischen und stofflichen Nutzung von Nachwachsenden Rohstoffen und zu
Solar-Biomasse-Kombiheizungen vorgesehen.
Der Themen-Block zur energetischen Nutzung widmet sich zunächst dem "Contracting". Anschließend werden im Bereich "Brennstoffe" Altholz und Sägenebenprodukte sowie Logistikkonzepte und der
Holzpelletmarkt betrachtet. Im Block zur stofflichen Nutzung werden Situationsberichte zu Nachwachsenden Rohstoffen in Deutschland und Japan vorgestellt und Kohlenhydrate als nachwachsende
Rohstoffe präsentiert. Der zweite Teil des stofflichen Blocks widmet sich Praxisversuchen mit Chinaschilf (Miscanthus), Bauschalölen und kompostierbaren Mulchfolien. Die DGS gestaltet den
Block "Sonnenenergie im Doppelpack". Hier wird auf die technischen Grundlagen des solaren Heizens und die Kombination von Biomasseheizungen mit solarthermischen Anlagen eingegangen.
Anschließend stehen praktische Anwendungen und Zukunftsvisionen auf dem Programm.
Weitere Informationen und Anmeldung unter http://www.carmen-ev.de/deutsch/aktuell/nawaros/nawa2003/nawa0403.htm
12.05.2003 Quelle: C.A.R.M.E.N. (Centrales Agrar- Rohstoff- Marketing- und Entwicklungs- Netzwerk e.v.)
WWF startet Initiative für eine CO2-freie Stromversorgung
Bis 2020 kann der Stromsektor seinen Kohlendioxidausstoß europaweit halbieren. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Low Carbon Electricity Systems in the European Union" des Ecofys
Instituts, die der WWF zum Auftakt seiner neuen Initiative"Power Switch! - Umschalten auf saubere Energien" vorgestellt hat. Bis zur Mitte des Jahrhunderts hält der WWF sogar einen
CO2-freien Stromsektor für möglich. In Deutschland basiert ein solches Szenario auf drei Säulen: dem Abschied von der Kohle, verbesserter Effizienz und dem Ausbau der erneuerbaren Energien,
heißt es in einer Pressemitteilung des WWF.
Mehr als ein Drittel der weltweit vom Menschen erzeugten CO2-Emissionen ist laut WWF auf die Stromversorgung zurückzuführen. Die Verbrennung von kohlenstoffreichen Energieträgern wie Stein-
und Braunkohle zur Stromerzeugung führe weltweit jährlich zu einem Ausstoß von rund 24 Milliarden Tonnen Kohlendioxid. "RWE, Vattenfall, E.ON und andere Energiekonzerne sind nicht nur Teil
des Problems, bei ihnen liegt zugleich der Schlüssel zur Lösung der Klimaproblematik ,"betonte Jennifer Morgan, Direktorin der WWF Klimaprogramms. Durch strategische Entscheidungen hin zu
mehr Effizienz und sauberen Energien könnten sie den Weg in eine CO2-freie Energie-Zukunft weisen.
Deutschland komme bei der europäischen Energiewende eine Schlüsselrolle zu, betont der WWF- Die deutschen Energieversorger RWE und E.ON gehörten zu den ganz Großen der Branche. Etwa zehn
Prozent des deutschen Kohlendioxid-Ausstoßes gehen laut WWF allein auf das Konto von RWE. "Die EVUs haben die Chance, sich vom Schmuddelkind zum Vorreiter in Sachen Klimaschutz zu
entwickeln", erläuterte Regine Günther vom WWF Deutschland. Die Entscheidung über die Energieversorgung von morgen werde heute getroffen. Der WWF fordert die Energieunternehmen auf, ihre
Rolle als Klimaschützer wahrzunehmen: "Rund die Hälfte der deutschen Kraftwerke muss im nächsten Jahrzehnt aus Altersgründen vom Netz. Es wäre ökonomisch unsinnig und ökologisch fatal, die
alten Anlagen durch neue CO2- Schleudern zu ersetzen", so Regine Günther.
Die Forderungen der Klimaschützer würden von Teilen der Energiewirtschaft bereits umgesetzt, berichtet der WWF. Neun Energieversorger hätten sich schon jetzt der WWF-Initiative "Power
Switch!" angeschlossen. Zu den Pionieren gehören: EWS Schönau, HEAG NaturPur AG, LichtBlick, MVV Energie AG, NaturEnergie AG, Naturstrom AG, N-ERGIE AG, Stadtwerke Hannover AG, Unit(e). Sie
investieren in eine umweltfreundliche Infrastruktur, steigen aus nicht nachhaltiger Energieerzeugung aus und bieten ihren Kunden "grüne" Stromprodukte. Die WWF-Initiative wird vom
TV-Meteorologen Jörg Kachelmann unterstützt. Zum Auftakt der Kampagne machte der Wissenschaftler auf die Notwendigkeit einschneidender Klimaschutzmaßnahmen aufmerksam. "Spätestens nach der
verheerenden Flut im vergangenen Jahr müssen wir einsehen, dass der Klimawandel keine ferne, theoretische Möglichkeit, sondern bereits bittere Realität ist. Klimatische Veränderungen lassen
sich nicht über Nacht stoppen, sie wirken über Generationen. Es ist also höchste Zeit zum Handeln."
12.05.2003 Quelle: WWF Deutschland
Energieagentur NRW ermittelt die "sonnigsten" Kommunen im Land
Die erste Saison der neuen Solarlandesliga Nordrhein-Westfalen steht kurz vor ihrem Abschluss. Bisher hätten sich über 30 Kommunen um den Titel "Solarlandesmeister 2003" beworben
- doch noch sei nichts entschieden, berichtet die Energieagentur in einer Pressemitteilung. Alle Städte und Gemeinden im Land, welche die kostenlose Energie der Sonne nutzen, können der
Energieagentur NRW die Zahl ihrer installierten Anlagen bis zum 1. Juni melden unter http://www.ea-nrw.de
Die Solarlandesliga NRW ist die "kleine Schwester" der Solarbundesliga, die seit zwei Jahren von der Fachzeitschrift "Solarthemen" und der Deutschen Umwelthilfe veranstaltet wird. Die
Energieagentur NRW sucht im Auftrag dieser Organisatoren nun erstmals die Landesmeister für Nordrhein-Westfalen. Die Regeln der Solarlandesliga NRW entsprechen jenen der Solarbundesliga.
Gesucht werden die Kommunen mit der höchsten Dichte von Solaranlagen pro Kopf. Gezählt werden sowohl Photovoltaikanlagen als auch Kollektoren zur Wassererwärmung. Melden kann jeder ob
Verwaltung, Solarverein, Installateur oder kommunaler Energieversorger. Die ermittelten Mindestzahlen müssen glaubhaft dargelegt werden. Damit große Städte und kleine Gemeinden gleiche
Chancen haben, wird der Sieger in vier Größenklassen ermittelt.
12.05.2003 Quelle: Energieagentur NRW
WindWelt AG weiht 1,7 Megawatt-Solarstromanlage in Bayern ein
Die Bonner WindWelt AG, einer der größten unabhängigen Erzeuger regenerativer Energie in Deutschland, präsentiert der Öffentlichkeit ihren neuen Solarparc® bei Passau in Niederbayern der
Öffentlichkeit. Die Gesellschaft lädt am Samstag, den 10. Mai 2003, die zur Einweihungsfeier des 1,7 MW starken Solarkraftwerkes nach Oberötzdorf-Untergriesbach ein. Bereits seit
Ende 2002 produziert ein großer Teil des Solarkraftwerkes, das zu den größten seiner Art in Deutschland zählt, emissionsfreien Solarstrom. Seit März 2003 ist gesamte Solarstrom-Kapazität am
Netz. Die elektrische Energie wird von insgesamt 11.178 Solarmodulen der SolarWorld AG erzeugt, einem der führenden Anbieter in Deutschland.
Die Besucher erwarte ein buntes Rahmenprogramm für die ganze Familie, kündigt die WindWelt AG an. Daneben werden Vorstand und Mitarbeiter der WindWelt AG und der SolarWorld AG für Fragen und
Antworten rund um die Solarenergie zur Verfügung stehen. "Wir freuen uns darüber, mit dem Solarparc® in Oberötzdorf eines unserer ersten großen Solarkraftwerke den Menschen der Region
präsentieren zu können", sagt Dipl.-Ing. Ute Schulmeister, Vorstand der WindWelt AG. "Der Solarparc® soll pro Jahr rund 1,7 Millionen Kilowattstunden klimafreundlichen Strom erzeugen - genug,
um 500 deutsche Vier-Personen-Haushalte das ganze Jahr über mit elektrischer Energie zu versorgen", beschreibt Ute Schulmeister die Ertragssituation des Projekts. "Der Betrieb des Solarparcs®
erspart der Umwelt rund 1.700 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid, die bei der Erzeugung der gleichen Menge Stroms aus herkömmlichen Energiequellen anfielen", ergänzt sie.
Die WindWelt AG will mit diesem Projekt, neben der Errichtung und dem Betrieb von Windkraftwerken, ihre Kompetenz in der Projektierung von solaren Großanlagen unterstreichen. Mit
Unterstützung ihres Partnerunternehmens SolarWorld AG plant die Gesellschaft die Realisierung weiterer solarer Großprojekte in Deutschland. "Die SolarWorld AG verfügt über langjährige
Erfahrungen bei der Realisierung von solaren Großanlagen", sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG. "Schon in den 90er Jahren haben wir Solarkraftwerke mit
Großkapazitäten an das Netz gebracht." Auch für die Zukunft sieht der Solarkonzern eine wachsende Nachfrage für große Photovoltaik-Kraftwerke. Denn Großkraftwerke dürften nach allgemeiner
Markteinschätzung wegen der im Vergleich zu Kleinanlagen günstigeren Kostenrelationen für einen breiteren Kreis an Investoren attraktiv werden. "Der Bau von solaren Großanlagen wird im
laufenden Jahr deutlich zunehmen", prognostiziert Frank H. Asbeck. "Wir erwarten für 2003, weitere Großprojekte mit unseren Solarstrommodulen zu versorgen."
09.05.2003 Quelle: WindWelt AG; SolarWorld AG
Österreich will Anteil der Erneuerbaren bis 2010 auf 30 % steigern
Im Rahmen eines Pressegesprächs der österreichischen Energieagentur E.V.A. formulierte Umweltminister Josef Pröll die ambitionierte Ziele der neuen Regierung im Energiesektor, ausgehend
von der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Im Bereich Energieeffizienz werde eine deutliche Reduktion der Energieintensität angestrebt, des Energieverbrauchs je
Bruttoinlandprodukteinheit. Konkret soll die Energieintensität um 1,6 % pro Jahr verringert werden. Nur so sei ein weiteres Ziel realisierbar: die jährliche Erhöhung des Anteils der
Erneuerbaren am gesamten Energieverbrauch um 1 % pro Jahr. 2010 soll der Anteil der erneuerbaren Energien 30 % ausmachen. Das will Österreich in erster Linie mit der Forcierung der Biomasse
erreichen, deren Einsatz bis 2010 um 75 % gesteigert werden soll. Im Bereich Ökostrom strebt die österreichische Regierung eine Steigerung von zirka 70 % auf 78,1 % im Jahr 2008 an.
Besondere Unterstützung erwartet sich Pröll von der E.V.A. bei der Umsetzung des Klimaschutzprogramms. Die schrittweise Erhöhung der öffentlichen Mittel für den Klimaschutz um 90 Millionen
Euro bis zum Jahr 2006 sei explizit im Regierungsprogramm festgehalten. Mit diesen Mitteln sollen Klimaschutzinvestitionen bei Industrie und Gewerbe, die Ausweitung der landwirtschaftlichen
Biomassenutzung, emissionsmindernde Maßnahmen im Verkehr und ein Aktionsprogramm Klima finanziert werden.
09.05.2003 Quelle: E.V.A.
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AG Solar 2002: kostenlose Info- und Forschungs-CD
Die Arbeitsgemeinschaft Solar NRW (AG Solar) hat im Februar 2003 ihre neue CD-ROM "AG Solar 2002" veröffentlicht. Darauf finden sich alle Informationen über die Arbeitsgemeinschaft Solar,
unter anderem mehr als 200 Zwischen- und Abschlussberichte mit den wichtigsten Ergebnissen aus den Forschungs- und Entwicklungsprojekten (auch in englisch). Die AG Solar ist ein
"virtuelles Forschungsinstitut" mit fast 40 forschenden Organisationen aus Wissenschaft und Wirtschaft. Sie ist gleichzeitig ein Förderprogramm des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung
des Landes Nordrhein-Westfalen zur Förderung der hochschulnahen Forschung auf dem Gebiet der Solarenergie. Zu den Themen der AG Solar gehören photovoltaische Systeme, thermische Systeme,
Energietechnologien für sonnenreiche Länder, Niedrigenergie Bauweise und solare Architektur, ökologische Bauweise und Solarsiedlungen, Nutzung hochkonzentrierter Solarstrahlung, Photochemie,
Nachhaltigkeit sowie die Weiterbildung.
Neue Schwerpunkte der CD-ROM sind vor allem die Darstellung der AG Solar als „virtuelles Forschungsinstitut“, eine Expertendatenbank und die Sammlung der AG Solar-Software. Im
virtuellen Forschungsinstitut präsentieren sich alle Forschungsinstitute der AG Solar mit den von ihnen durchgeführten Projekten und den dazu veröffentlichten Zwischen- oder
Abschlussberichten. Die Expertendatenbank enthält nordrhein-westfälische F&E-Spezialisten auf den Fachgebieten, welche die AG Solar bearbeite. Die Softwaresammlung bietet kostenlose Demo-
oder Vollversionen zum Thema Bauen sowie andere Veröffentlichungen. Die CD kann kostenlos angefordert werden beim Projektträger ETN; Karl-Heinz-Beckurtsstr.13; 52428 Jülich; Tel.:
02461/690601 e-Mail: info@ag-solar.de und im Internet unter http://www.ag-solar.de/de/service/start_info.asp
09.05.2003 Quelle: AG Solar NRW
Solarenergie-Telefonaktion und Chat mit NRW-Bauminister Vesper
Das Bürger- und Service-Center der Landesregierung Nordrhein-Westfalen bietet am 8. Mai ab 15.30 eine Fragestunde zur Nutzung der Sonnenenergie. Bei C@ll NRW beantworten Bauminister Vesper
und vier Experten Fragen der Bürger rund um die Sonnenenergie. Unter der Telefonnummer (0180/3 100 110) und im Internet (www.c@ll-nrw.de) geht
es auch um energie-effiziente Haustechnik, die Energie-Einsparverordnung sowie die Finanzierung und Förderung. Die Aktion führen die Energieagentur NRW und das Städtebauministerium in
Zusammenarbeit mit der LBS und der Programmzeitschrift prisma als Medienpartner durch.
Sonnenenergie ist längst keine exklusive, komplizierte oder teure Angelegenheit mehr für Öko-Avantgardisten. Jeder Haushalt kann mittlerweile effektiv und komfortabel die Sonne nutzen, um
Wärme zu erzeugen oder Strom zu gewinnen. Trotzdem tauchen immer wieder Fragen auf: Eignet sich mein Haus überhaupt für Solarenergie? Kann ich mir das leisten? Ist das nicht zu kompliziert?
Bei der Telefon - und Chataktion stehen grundsätzliche Fragen sowie Entscheidungshilfen für alle Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt. Aber die Experten kümmern sich auch um Detailprobleme
und technische Fragen. Zusätzlich beraten sie über diverse Möglichkeiten, den Energieverbrauch im Haus zu verringern: von der Heizung über die Altbausanierung gemäß der neuen
Energie-Einsparverordnung bis zur Dämmung von Außenwänden oder Decken.
In Nordrhein-Westfalen wird die energetische Nutzung der Sonne seit Jahren intensiv gefördert. "Solarenergie ist eine nachhaltige, also zukunftsfähige und sinnvolle Möglichkeit, um Energie zu
gewinnen. Sie ist integraler Bestandteil unseres Engagements für energieeffizientes Bauen und Wohnen", erklärt Bauminister Vesper. Das Land NRW habe effektive Instrumente entwickelt, um
energiebewusstes Bauen und Wohnen zu unterstützen. Zum Beispiel biete die Energieagentur NRW im Auftrag des Städtebauministeriums seit einem Jahr den Solar-Check NRW an. Dabei ermitteln
qualifizierte Handwerksmeister vor Ort die Solartauglichkeit von Wohngebäuden mit bis zu sechs Wohneinheiten. So kann jeder Hausbesitzer schnell und günstig herausfinden, welche Solarnutzung
an seinem Gebäude möglich ist.
08.05.2003 Quelle: Energieagentur NRW
Technikerausbildung im Bereich erneuerbare Energien
Facharbeiter aus den Bereichen Metall und Elektrotechnik mit mindestens einem Jahr Berufspraxis können sich an der staatlichen Technikerschule Butzbach/Hessen
weiterqualifizieren. Die Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung "Erneuerbare Energien / Ökologische Energienutzung / Energieberatung" dauert insgesamt zwei
Jahre und endet mit einem europaweit anerkannten Abschluss auf einem Niveau zwischen dem Meister und dem Diplom-Ingenieur. Das Studienjahr beginnt am 1. September 2003. Die Anmeldung ist ab
sofort möglich.
Gegenstand der Ausbildung sind alle erneuerbaren Energien, von der Photovoltaik über die der Solarthermie, die Wind- und Wasserkrafttechnik und der Geothermie bis hin zu den nachwachsenden
Rohstoffen. Wesentliche Inhalte sind zudem moderne Heizungstechniken vom Blockheizkraftwerk bis zur Brennwerttechnik. Parallel dazu behandelt die Schule die Themen Energieeinsparung und
Energieberatung in den Bereichen Strom und Wärme.
Die Schule verfügt für die praxisorientierte Ausbildung in allen Bereichen über Einrichtungen nach dem Stand der Technik. Dabei arbeitetet sie mit über 100 einschlägigen Firmen zusammen,
heißt es in einer Pressemitteilung. An die Ausbildung könne außerdem ein verkürztes Aufbaustudium "Wirtschaft" angehängt werden für Personen, die sich selbstständig machen wollen oder im
Vertrieb tätig sein möchten. Die Studierenden werden mit dem „Meister-BAFöG“ unterstützt, darüber hinaus bestehe auch Lernmittelfreiheit. Laut Technikerschule entstehen lediglich
geringfügige Kosten für Laborgebühren und zwei einschlägige Studienfahrten. Parallel zur Ausbildung könne die Berechtigung zur Einstellung von Auszubildenden oder auch die Fachhochschulreife
erworben werden. Insgesamt sei die Maßnahme besonders geeignet für ein Berufsbild mit großer Zukunft im Rahmen der Umstrukturierung der Energiewirtschaft.
Nähe Informationen und Anmeldung unter http://www.tsb.wetterau.de oder telefonisch unter (0 60 33) 9 24 60 30.
08.05.2003 Quelle: Berufs- und Technikerschule Butzbach
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Ausweitung des CO2 Gebäudesanierungsprogramms tritt in Kraft
Mit der Erweiterung des CO2 Gebäudesanierungsprogramms um 160 Millionen Euro jährlich stehen bis 2005 pro Jahr 360 Millionen Euro Fördermittel zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden
bereit. Die erweiterten Fördergelder stammen aus dem Aufkommen der Ökosteuer. Der entsprechende Vertrag wurde am 06.05.2003 zwischen der Bundesregierung und der KfW unterzeichnet,
berichten das Bundesumweltministerium, das Ministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und die Kreditanstalt für Wiederaufbau in einer gemeinsamen Presseerklärung.
Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Das Gebäudesanierungsprogramm dient nicht nur dem Klima, sondern schafft und sichert dauerhaft auch Arbeitsplätze im Baugewerbe und Handwerk. Klimaschutz
wird immer mehr zu einer Jobmaschine. Mit der Bereitstellung von Mitteln aus dem Aufkommen der Ökosteuer geben wir das Geld an die Bürgerinnen und Bürger zurück. Damit kann jede und jeder
spüren, dass Energiesparen auch dem eigenen Portemonnaie zugute kommt."
Bundesbauminister Manfred Stolpe erklärte, mit den neuen Fördermöglichkeiten setze die Bundesregierung Akzente für den Austausch veralteter Heizungen, die Ausstattung von Altbauten mit
modernen Heizsystemen zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen und für ökologisch sehr anspruchsvolle Neubauten: "Ein wesentliches Element der neuen Fördermöglichkeiten -- die Erreichung des
Niedrigenergiehausniveaus im Bestand -- wird nachhaltige und zielgerichtete Sanierungen des Altbaubestandes in Gang bringen. Unser Ziel ist es, dass diese Gebäude zukünftig nicht mehr Energie
verbrauchen als moderne Neubauten.“
Informationen und Programmdetails erhalten Interessierte zum Ortstarif unter der Telefonnummer 01801/33 55 77 (Informationszentrum) oder im Internet unter http://www.kfw.de. Außerdem ist die kostenlose Berechnung der Energieverbrauchszahl von Wohngebäuden auch unter dem im Auftrag der KfW entwickelten Internetberater http://www.co2online.de möglich. Interessenten können ab sofort ihre Anträge über die jeweilige Hausbank stellen.
08.05.2003 Quelle: KfW, BMU
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EU plant Gesetz zur Energie-Effizienz
Die EU Kommission will im Sommer einen Gesetzesentwurf vorlegen, der eine deutliche Steigerung der Energie-Effizienz bewirken soll. Die Richtlinie soll dazu beitragen, die
Verpflichtungen zu erfüllen, die sich aus dem Kyoto-Protokoll ergeben. Die Vorschläge der Kommission zielen darauf ab, das Verhalten der Energieverbraucher zu ändern. Erstmals will die EU
einen Vorstoß zur Schaffung eines Marktes für Energiedienstleistungen unternehmen, zum Beispiel für das Lastmanagement. Seit der Liberalisierung des Marktes seien derartige Vorhaben an dem
geringen Interesse der Verbraucher und fehlenden Anreizen für die Anbieter gescheitert, heißt es in einer Pressemitteilung des Environment News Service (ENS).
Die neue, marktorientierte Richtlinie soll die gesamte Energiewirtschaft einbinden und werde von den Stromversorgern unterstützt, erwartet die Kommission. Es gebe einen grundsätzlichen Bedarf
und ein Potenzial für kostenwirksame Maßnahmen, verlautete aus EU-Kreisen. Nachdem die Liberalisierung des Energiemarktes voll im Gange sei, gelte es nun, die Verbraucher anzusprechen. Wenn
wir die richtigen Rahmenbedingungen schaffen und Anreize bieten, werde sich der Rest von selbst ergeben. Die geplante Richtline schreibt den Mitgliedsländern vor, ihre Energie-Effizienz
jährlich um ein Prozent zu steigern, wobei sie selbst entscheiden können, welche Bereiche dazu beitragen sollen.
07.05.2003 Quelle: ENS
Brennstoffzellen-Hersteller Ballard: Umsatzsteigerung über 170 %
Ballard Power Systems Inc. hat im ersten Quartal 2003 Umsatzerlöse in Höhe von 33,1 Millionen US-Dollar erzielt. Das berichtet der Brennstoffzellen-Produzent mit Sitz in
Vancouver, Kanada, anlässlich der Präsentation der Quartalszahlen. Im Vorjahreszeitraum habe der Umsatz 12,1 Millionen Dollar betragen. Der Nettoverlust habe sich mit 22,5 Millionen Dollar
mehr als halbiert (Vorjahr 50,7 Millionen Dollar).
Anfang des Jahres habe Ballard neun Brennstoffzellen-Antriebssysteme an DaimlerChrysler ausgeliefert, die im Werk Mannheim in Evobus Citaro-Busse eingebaut werden sollen. Die Lieferung
erfolgte im Rahmen des Forschungsprojekt CUTE (Clean Urban Transport for Europe) der EU. Insgesamt sollen noch in diesem Jahr 12 Brennstoffzellenbusse und 25 Brennstoffzellenautos in neun
europäischen Städten erprobt werden. Die ersten Busse sollen im Mai in Madrid starten.
Nach Angaben von Ballard haben die großen Automobilhersteller für die nächsten zwei Jahre Flottenversuche mit insgesamt 176 Brennstoffzellen-Autos angekündigt, darunter DaimlerChrysler, Ford,
Honda, Toyota und General Motors. 150 der Fahrzeuge (85%) seien mit Brennstoffzellen von Ballard ausgerüstet.
07.05.2003 Quelle: Ballard Power Systems Inc.
KfW-Bankengruppe: Erfolgreiche Bilanz 2002 und guter Start ins Jahr
Die KfW-Bankengruppe hat ihre Bilanzsumme im vergangenen Jahr um 6 % auf 261 Milliarden Euro gesteigert - das berichtete Hans W. Reich, Sprecher des Vorstands der Kreditanstalt für
Wiederaufbau (KfW), am 4.5.2003 anlässlich der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Reich erläuterte weitere Eckdaten des abgelaufenen Geschäftsjahres: Das Betriebsergebnis vor
Risikovorsorge liege bei 1,3 Milliarden Euro und sei damit im Vergleich zum Vorjahr um 30 % beziehungsweise 300 Millionen Euro gestiegen. Im Jahr 2002 habe der Jahresüberschuss der KfW
Bankengruppe 264 Millionen Euro betragen. Reich: „Angesichts dieses guten Ergebnisses fällt es uns nicht schwer, eine erhöhte, solide Risikovorsorge in Höhe von 1 Milliarde EUR zu
treffen. Es ist uns gelungen, den KfW-Konzern trotz der extrem schwierigen weltwirtschaftlichen Situation nach wie vor in einer guten finanziellen Verfassung zu halten.“
Der KfW-Vorstandssprecher präsentierte erstmalig die neue Organisationsstruktur der Förderbank, wie sie sich nach der Fusion mit der Deutschen Ausgleichsbank (DtA) darstellen wird. Reich:
„Die KfW-Bilanz des Jahres 2002 ist die letzte ohne DtA. Bereits in wenigen Monaten wird die Fusion verwirklicht sein.“ Grundlage für die Fusion sei der Abschluss des gerade
laufenden Gesetzgebungsverfahrens. Reich zeigte sich zuversichtlich: Große Einigkeit über alle Parteigrenzen hinweg sei bei der ersten Lesung des Gesetzes im Bundestag zum Ausdruck gekommen.
Im 1. Quartal 2003 habe die KfW in allen Geschäftsbereichen ein Fördervolumen von insgesamt 9,2 Milliarden Euro erreicht. Trotz der schlechten Konjunkturlage hätten sich die Zusagen für
Förderkredite in Deutschland gut entwickelt. Mit 6,3 Milliarden Euro lägen sie in etwa auf gleicher Höhe wie im Vorjahreszeitraum (2002: 6,2 Milliarden Euro). Für das Gesamtjahr 2003 rechnet
die Bank mit einem Fördervolumen von insgesamt ungefähr 50 Milliarden Euro.
Reich zeigte sich optimistisch, dass neben den bestehenden Programmen auch Globaldarlehen, Verbriefungen und die jüngst eingeführten KfW-Programme „Wohnraum-Modernisierung 2003“
und das KfW-Infrastrukturprogramm Sonderfonds „Wachstumsimpulse“ dazu erheblich beitragen. Seit Jahresbeginn habe die KfW in der Fnanziellen Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern
mit ca. 300 Millionen Euro etwa 10 % mehr zugesagt als im 1. Quartal 2002. Diese KfW-Projekte zeigten, dass eine armutsorientierte Entwicklungspolitik vielen Menschen neue Perspektiven
eröffnen könne. „Sie hilft nicht nur ihre Lebenssituation spürbar verbessern, sondern leistet indirekt auch einen Beitrag zur Friedenssicherung“, betonte Reich.
07.05.2003 Quelle: KfW
Bundesumweltministerium: 15 Millionen Euro für Forschungsprogramm zur Offshore-Windkraft
Die Bundesregierung will den Bau von Meeresplattformen für den Ausbau der Windenergie auf hoher See kräftig unterstützen, berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer
Pressemitteilung. Die erste Forschungsplattform soll in diesem Sommer 45 km nördlich der Insel Borkum in 28 m tiefem Wasser ihren Betrieb aufnehmen. Am 30.04.2003 wurden die
Bauteile der Plattform auf dem Gelände der ehemaligen Bremer Vulkanwerft und auf dem Montagegelände am Kaiserhafen in Bremerhaven der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Stahlkonstruktion
erreicht vom Meeresboden bis zur Spitze des 100 m hohen Windmessmastes die Ausmaße des Hamburger Michels. Das Bundesumweltministerium werde den Offshore-Ausbau der Windenergie mit einem
umfangreichen wissenschaftlichen Forschungsprogramm begleiten, heißt es in der Pressemitteilung. Als Grundlage für die Erhebung von Daten der Meeresumwelt sollen Meeresplattformen in Nord-
und Ostsee errichtet werden, für deren Bau das BMU insgesamt 15,3 Millionen Euro zur Verfügung stellt.
Die Bundesregierung habe in ihrer Strategie festgelegt, dass der Ausbau der Windenergie auf See umwelt- und naturgerecht erfolgen müsse. Auf der Forschungsplattform sollen ökologische
Untersuchungen durchgeführt werden, um gesicherte Erkenntnisse über die Auswirkungen von Windparks auf die Meeresumwelt zu erhalten. Mit Hilfe von Radargeräten soll der Vogelzug über der
Nordsee erfasst werden, um Einflüsse auf die Zugvögel zu erkunden. Auch Veränderungen der tierischen und pflanzlichen Lebensgemeinschaften im Meeresboden in der Umgebung der Plattform werden
untersucht. Die Entwicklung des Bewuchses an der Stahlgründung der Plattform im Wasser - ähnlich wie an einem Schiffswrack - soll mit einer ferngesteuerten Videokamera beobachtet werden, um
Erkenntnisse zu gewinnen, ob und wie Windparks auf See die Nahrungsketten von Flora und Fauna beeinflussen können. Die Meeresplattform soll mit modernsten Messgeräten und
Datenübertragungstechnik ausgestattet werden. Diese sollen Informationen über die Windverhältnisse auf See und über die Kräfte von Wind und Wellen, denen solche Anlagen in 20 bis 30 Metern
Meerestiefe standhalten müssen, liefern. Mit Planung, Ausschreibung und Betrieb der Forschungsplattformen ist die Germanische Lloyd Windenergie GmbH Hamburg beauftragt.
06.05.2003 Quelle: BMU
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BP Solarfabrik in Hameln wird nicht gebaut
BP Solar wird keine Produktionsstätte für Solarmodule in Hameln/Niedersachsen errichten. Das berichtete die Hamelner Tageszeitung Dewezet in ihrer Online-Ausgabe vom 30.04.2003.
Das offizielle Aus für die Solarfabrik begründete BP-Pressesprecherin Dr. Claudia Braun gegenüber der Dewezet mit der Situation auf dem Photovoltaik-Markt in Deutschland: BP sehe kein Licht
am Horizont so Claudia Braun wörtlich. Das Unternehmen habe sowohl das niedersächsische Wirtschaftsministerium als auch Hamelns Oberbürgermeister Klaus Arnecke über die Entscheidung
informiert. Den Plan für eine Solarfabrik mit einer Jahreskapazität von 20 Megawatt MW hatte BP Solar auf der Hannover Messe 2001 bekannt gegeben. Bei einer Gesamtinvestition von rund 30
Millionen Mark sollten in Hameln über 100 Arbeitsplätze entstehen.
06.05.2003 Quelle: Dewezet.de
EUROSOLAR: Energieforschung für das Solarzeitalter umstellen
Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e. V., EUROSOLAR, hat die Bundesregierung aufgefordert, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Neustrukturierung der Energieforschung in
Deutschland zügig umzusetzen. Das neue Energieforschungsprogramm müsse ambitionierter auf die solare Energiewende ausgerichtet werden, so EUROSOLAR in einer Pressemitteilung
anlässlich der Präsentation einer Denkschrift zur Energieforschung. Dr. Hermann Scheer MdB, Präsident von EUROSOLAR, und Hans-Josef Fell MdB, Vorsitzender der deutschen Sektion haben das
Memorandum am 2. Mai in Berlin vorgestellt. Das künftige Energieforschungsprogramm müsse Mut zu Zielen und neuen Ideen haben, betont EUROSOLAR. Die Zersplitterung der Energieforschung in
verschiedene Ressorts sei zu überwinden.
SPD und Bündnis90/Die Grünen hatten in der Koalitionsvereinbarung vom 16. Oktober 2002 vereinbart, zur Stärkung einer nachhaltigen Energieversorgung in Deutschland ein
Energieforschungsprogramm erarbeiten, in dem erneuerbare Energien und Energieeinsparung Priorität haben sollen. Bis zur Mitte des Jahrhunderts müsse die Energieversorgung vollständig auf
erneuerbare Energien umgestellt sein, so Eurosolar. Das Memorandum zeige die möglichen Leitlinien für das Energieforschungsprogramm der Bundesregierung. Hierzu seien auch für die
Energieforschung die erforderlichen Maßnahmen zu treffen: Die Mittel dafür sollen noch in dieser Legislaturperiode verdoppelt werden, fordert EUROSOLAR. Bis 2020 sollen sie verzehnfacht
werden, wie bereits vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung „Globale Umweltveränderungen“ (WBGU) gefordert. Zugleich müssten die Schwerpunkte der Energieforschung
geändert werden, wie im Koalitionsvertrag festgeschrieben, heißt es in der Pressemitteilung. Die Forschungsförderung müsse von der Nuklearforschung und den fossilen Energien hin zu den
erneuerbaren Energien und zum Energiesparen umgeschichtet werden. Es sei unverantwortlich, hunderte Millionen Euro für die „erfolg- und perspektivlose Kernfusionsforschung“ zu
verschwenden und zugleich die Mittel für die Erneuerbaren Energien knapp zu halten, kritisieren Scheer und Fell.
EUROSOLAR fordert ein Energieforschungsprogramm, das die Bionenergie-Forschung institutionell stärkt, eine hohe Priorität für Energie- Einsparmaßnahmen setzt und die Atomenergieforschung auf
Fragen der Entsorgung sowie der Sicherheit bestehender Reaktoren beschränkt. Die Atomindustrie soll diese Forschung selbst aus den Rückstellungen nach staatlichen Richtlinien finanzieren,
fordert EUROSOLAR. Die Forschung im Bereich fossiler Energien sei auf Technologien zu begrenzen, welche in der gesamten Energiekette keine Emissionen ausstoßen. Die neu strukturierte
Energieforschung müsse der Möglichkeit Rechnung tragen, dass die Erdwärme in Deutschland den gesamten Grundlaststrombedarf decken kann, so EUROSOLAR. Es gelte, nicht nur auf kurzfristige
Effizienzverbesserungen und Wirkungsgradsteigerungen hinzuarbeiten, sondern technologische Entwicklungen zu berücksichtigen: Eine Photovoltaikanlage beispielsweise werde im Jahr 2030
vollkommen anders sein als eine heutige.
Eine Neuausrichtung der Energieforschung kann laut EUROSOLAR in Verbindung mit Informations- und Nanotechnologien auch die vielfältigen Möglichkeiten dezentraler Energiespeicherung und der
Mehrfachverwertung von Energien erschließen. Die Grundlagenforschung für erneuerbare Energien muss ausgebaut werden, so EUROSOLAR. Unter anderem seien neue Solarzellenmaterialien oder
Verwertungsmöglichkeiten pflanzlicher Rohstoffe zu entwickeln. Auch die
Möglichkeiten neuer Kraftstoffe aus Bioenergie und Wasserstoff müssten erforscht und verbessert werden. Ferner soll die Regierung darauf drängen, dass sich die Forschungseinrichtungen in
Deutschland stärker in Richtung erneuerbaren Energien orientieren. Das Memorandum kann heruntergeladen werden unter
06.05.2003 Quelle: EUROSOLAR
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„Von EURATOM zu EURENEW“ - EUROSOLAR-Konferenz in Berlin
Die institutionelle Privilegierung der Atomenergie, welche ihren Ausdruck findet in der Existenz des Forschungsprogramms EURATOM, ist für EUROSOLAR ein Relikt der 50er Jahre.
Nur die erneuerbaren Energien können das einlösen, was man sich einst von der Atomenergie versprochen hat: eine dauerhafte und umweltfreundliche Energieversorgung der Menschheit, erklärte die
Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien im Vorfeld ihrer Impulskonferenz für eine institutionelle Reform der EU-Energiepolitik am 8. und 9. Mai 2003 auf der Messe „Solar
Energy“ in Berlin (Halle 7.3, Raum Berlin). Eurosolar e. V. veranstaltet die Konferenz mit Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung.
Für EUROSOLAR geht es jetzt darum, die Privilegierung der Atomenergie durch eine Bevorzugung der Erneuerbaren Energien und den EURATOM-Vertrag durch einen EURENEW-Vertrag (European Renewable
Energies; Europäischer Vertrag für Erneuerbare Energien) zu ersetzen. Die Forderung nach einem EURENEW-Vertrag habe auch das EU-Parlament mehrfach erhoben. Der Weg dahin soll von der
Impulskonferenz “Von EURATOM zu EURENEW“ konkretisiert und vorangetrieben werden. Die Konferenz beleuchtet die Geschichte der Atomenergie und ihrer Institutionen in der EU, die
Rechtsprivilegien von EURATOM im EU-Energierecht, Grundlagen und Defizite bei der nuklearen Sicherheit, Entsorgung und Non-Proliferation durch EURATOM sowie die Notwendigkeit, Erneuerbare
Energien und neue internationale Energie-Organisationen zur Überwindung der institutionellen Privilegierung atomar/fossiler Energien im internationalen System zu etablieren.
Referenten sind unter anderem Dr. Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR und General Chairman WCRE; Hans-Josef Fell, MdB, Vorsitzender von EUROSOLAR Deutschland; Prof. Arthouros Zervos,
Athen, Präsident des European Council for Renewable Energy; Jo Leinen, MdEP und Prof. Dr. Klaus Traube, Frankfurt .Die Teilnahmegebühr (inkl. Pausenbewirtung und Messebesuch) beträgt für
EUROSOLAR-/WCRE-Mitglieder 150 Euro; für Nichtmitglieder 200 Euro und für Studierende 20 Euro pro Tag. Weitere Informationen und online-Anmeldung unter:
05.05.2003 Quelle: EUROSOLAR
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Endspurt bei der Solarbundesliga: Duell zwischen Ulm und Freiburg
Noch einen Monat haben Städte und Gemeinden, aber auch Ortsteile aus ganz Deutschland die Möglichkeit, sich an der Solarbundesliga zu beteiligen. Kommunen die bereits an dem
Solar-Wettstreit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und des Fachinformationsdienstes Solarthemen teilnehmen, können durch Nachmeldungen ihre Position in der Bundesliga noch verbessern.
Fast 500 Kommunen und mehr als 200 Ortsteile beteiligen sich bislang an der Solarbundesliga.
"Die Solarbundesliga ist auch in diesem Jahr deutlich spannender als die Fußballbundesliga. Wie in den letzten Jahren fasziniert nicht nur das Duell zwischen Ulm und Freiburg bei den großen
Städten mit nur einem Punkt Abstand, sondern auch die Frage, ob Tauberbischofsheim den Drei-Punkte-Rückstand gegen Neckarsulm noch aufholen kann, kommentiert "Guido Bröer, Herausgeber der
Solarthemen, den Endspurt. Doch nicht nur auf Bundesebene sei es spannend. Die Solarlandesliga Nordrhein-Westfalen, die gemeinsam mit der Energieagentur NRW betrieben wird, und die beiden
Solarkreisligen in Konstanz und Ludwigsburg suchen ebenfalls bis zum 1. Juni 2003 nach einem Sieger.
Jörg Dürr-Pucher, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, ist zuversichtlich, in den letzten Tagen der Saison die magische Grenze von 500 teilnehmenden Kommunen zu durchbrechen. Das
Interesse von Bürgermeistern, Gemeinderäten, Agenda 21-Gruppen, Handwerkern und Umweltverbänden sei ungebrochen. Die neue Kategorie "Stärkster Fortschritt" sorge in der Solarbundesliga für
zusätzliche Spannung. Alle Kommunen, die in der vergangenen Ligasaison bereits dabei waren, machen automatisch mit. Damit haben in dieser Spezialwertung auch Städte und Gemeinden eine Chance
zu gewinnen, die zwar bei den bislang installierten Anlagen keinen Spitzenplatz erreichten, aber seit Juni 2002 besondere Fortschritte dokumentieren konnten.
05.05.2003 Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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Windenergie-Nutzung in Bayern ist Vorbild für Ungarn
Die wenigen, mit viel persönlichem Engagement und gegen den administrativen Widerstand auf allen Ebenen realisierten Windkraftanlagen in Bayern waren Vorbild und Anstoß für die ersten
Windkraftprojekte in Ungarn. Das berichtet das Firmenmagazin „Windblatt“, der ENERCON GmbH, Aurich, in seiner Ausgabe 1/2003.„Ich bin früher für meine alte Firma
immer nach Regensburg gefahren. Dabei sind mir die deutschen Windenergieanlagen aufgefallen und ich fragte mich: Warum haben wir so etwas eigentlich nicht?“, erinnert sich Balázs
Stelczer, Geschäftsführer von Emszet, Ungarns erstem Windenergie-Projektierer, an den Anfang seines Windkraftengagements.
Projektiert von Emszet, einer 74,73%igen Tochter der E.ON AG Hungária, produzieren seit Ende Dezember 2002 zwei 600 Kilowatt-Windkraftanlagen nahe des ungarischen Dorfs Mosonszolnok Strom.
Betrieben werden die Anlagen vom nordungarischen Energieversorger Èdász, einer 97%igen Tochter von E.ON AG Hungária. Stelczers erste Windkraftanlage speist in das Mittelspannungsnetz einer
E.ON AG Hungária-Tochter ein. In ihrem Jahresbericht 2001 bewertete die E.ON AG die geplanten Anlagen positiv, zitiert Hans-Josef Fell, Sprecher für Forschung und Technologie der
Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen: „Die Windenergie stellt nicht nur eine umweltfreundliche Technologie dar, sondern erhöht auch die Autonomie kleiner Regionen, insbesondere die
Unabhängigkeit im Bereich der Energieversorgung.“
Fell betont: „Das Beispiel Ungarn zeigt, dass gerade Bayern eine große Vorbildfunktion für die osteuropäischen Nachbarn hat und dass große Exportpotenziale in den osteuropäischen
EU-Beitrittskandidaten Bulgarien, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn entwickelt werden können. Die immer noch bestehende massive Blockade der Windenergie
in Bayern auf allen Ebenen der Verwaltung verbaut Bayern wichtige Exportchancen.“
„Förderung der Windenergie in Bayern würde nicht nur die bayerische Wirtschaft, insbesondere den Mittelstand, stärken, sondern auch die Gefahrenkraftwerke Isar I, Temelin und Co.
überflüssig machen und damit schwerwiegende Bedrohungen von der bayerischen Bevölkerung abwenden. Es braucht eine Grüne Regierungsbeteiligung, damit diese Mehrheitsmeinung der bayerischen
Bevölkerung auch in die Arbeit der Staatsregierung einfließt“, sagte Ruth Paulig, die energie- und umweltpolitische Sprecherin der bayerischen Landtagsfraktion Bündnis 90/ Die
Grünen.
Allein für Enercon arbeiten laut „Windblatt“ über 150 Zulieferbetriebe aus Bayern. Sechs davon sicherten schon mehrere hundert Arbeitsplätze, berichtete das die
Enercon-Hauszeitschrift Ende letzten Jahres. Demgegenüber sehe die Bilanz der in Bayern errichteten Windkraftanlagen „katastrophal“ aus. Nur die Stadtstaaten Berlin, Bremen und
Hamburg sowie das kleine Saarland hätten weniger Windkraft installiert als der Freistaat. Sowohl pro Kopf der Bevölkerung als auch bezogen auf die Fläche liege Bayern in Deutschland an
letzter Stelle. Selbst Baden-Württemberg habe mehr als doppelt so viel Windkraft pro Quadratkilometer installiert, in allen anderen Bundesländern lägen die Werte 10 bis 50 mal so hoch wie in
Bayern.
05.05.2003 Quelle: Landesarbeitskreis Energie; Bündnis 90/ Die Grünen in Bayern; Hans-Josef Fell (MdB); ENERCON GmbH.
Solar-Fabrik AG meldet schwierigstes Jahr der Firmengeschichte
Die Freiburger Solar-Fabrik, Aktiengesellschaft für Produktion und Vertrieb von solartechnischen Produkten, hat im Geschäftsjahr 2002 einen Jahresumsatz von 23,3 Millionen Euro erzielt.
Das entspricht einem Rückgang um rund 18 % gegenüber dem Vorjahr (Umsatz: 28,5 Millionen Euro). Das Unternehmen sieht sich direkt betroffen von dem Rückschlag, welchen die
Photovoltaik-Branche im abgelaufenen Wirtschaftsjahr erfahren hat. Insgesamt sei hier ein Einbruch von zirka 20 % festgestellt worden. Das berichtet die Solar-Fabrik AG anlässlich der
Veröffentlichung ihres Geschäftsberichts 2002.
Das Geschäftsjahr 2002 hat sich nach dem erfolgreichen Börsengang der Solar-Fabrik AG im Sommer zum schwierigsten Jahr der Firmengeschichte entwickelt, besonders bedingt durch die schwache
gesamtwirtschaftliche Lage sowie durch die Unsicherheit über die politische Weichenstellung in punkto Förderung der Solarstrom-Erzeugung nach der Bundestagswahl. Vor diesem Hintergrund sei
der heute veröffentlichte Geschäftsbericht 2002, der auf der Internetpräsenz der Gesellschaft zum Herunterladen bereitsteht, zu beurteilen. Das Betriebsergebnis der Solar-Fabrik AG vor
Steuern und Zinsen (EBIT) fiel mit rund minus 4,9 Millionen deutlich schlechter aus als im Jahr 2001. Der Konzernverlust im Jahr 2002 betrug 6,9 Millionen Euro; im Vorjahr hatte die
Solar-Fabrik AG Verluste in Höhe von 1,7 Millionen Euro zu verbuchen. Auch die Aktie des Unternehmens habe sich dem allgemeinen Trend nicht entziehen können. Sie verlor seit Börseneinführung
75% ihres Emissionskurses.
Übereinstimmend mit verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen, Banken und Marktbeobachtern rechne die Solar-Fabrik AG aber damit, dass der Solarmarkt in Deutschland auf den Wachstumspfad
der Vorjahre zurückfinde, heißt es in der Pressemitteilung zum Geschäftsbericht. Das politische Umfeld scheine nach wie vor sehr günstig: Für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sei der
„Deckel“ von 350 MW total installierter Nennleistung weggefallen und die Bestätigung der Regierungskoalition habe die für die Solarbranche benötigte Investitionssicherheit
gebracht. Ziel der Solar-Fabrik AG sei, die Marktstellung unter den Anbietern von Solarstrom-Modulen in Deutschland zu festigen und in internationalen Wachstumsmärkten weiter auszubauen. Das
Unternehmen werde wie bisher als Qualitätsführer und zuverlässiger Partner seiner Kunden Maßstäbe setzen, so die Solar-Fabrik AG. Die Diversifikation und der Ausbau der Produktpalette soll
helfen, die Fokussierung und Abhängigkeit vom deutschen Markt abzubauen. Im vergangenen Jahr bereits getroffene, einschneidenden Maßnahmen zielen laut Solar-Fabrik auf eine spürbare Senkung
der Kosten, um die Ertragssituation nachhaltig zu verbessern. Im Wirtschaftsjahr 2003 strebe die Solar-Fabrik ein positives Betriebsergebnis (EBIT) an. Das 1. Quartal 2003 habe gegenüber dem
Vorjahresvergleichszeitraum eine Umsatzsteigerung von rund 7 % gebracht.
02.05.2003 Quelle: Solar-Fabrik AG
Weltweit größter Solarpark in Betrieb genommen
Die Hamburger voltwerk AG hat in Hemau bei Regensburg den größten Solarpark der Welt offiziell in Betrieb genommen. Das in seinen Dimensionen einzigartige Photovoltaik-Projekt
wurde am 29.04.2003 vor zahlreichen Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft eingeweiht, darunter der bayerische Umweltminister Werner Schnappauf. Über 32.000 Solarmodule mit einer
Spitzenleistung von zusammen rund vier Megawatt (MW) wurden auf dem Gelände eines ehemaligen Munitionsdepots installiert. Die Leistung des Solarparks würde ausreichen, um den Strombedarf der
rund 4.600 Einwohner in Hemau weitgehend abzudecken, errechnete die voltwerk AG.
Die durchschnittlich 1.229 Kilowattstunden Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter im Jahr auf Modulebene laut DWD (Deutscher Wetterdienst) seien eine ideale Voraussetzung, um aus dem kostenlosen
Sonnenlicht umweltfreundlichen Strom zu gewinnen. Die Projektkosten in Höhe von rund 18,4 Millionen Euro finanziert die voltwerk AG über ein Beteiligungskonzept: Private Investoren beteiligen
sich an dem Solarpark und können so langfristig eine attraktive Rendite erwirtschaften, verspricht die Voltwerk AG. Mit diesem Konzept sei das Unternehmen europäischer Marktführer und verfüge
über namhafte Referenzen.
Staatsminister Schnappauf (CSU) betonte in seiner Rede die Bedeutung der Photovoltaik als eine der Schlüsseltechnologien für die künftige Energiegewinnung. In Bayern stünden bereits heute
mehr als 40 Prozent der bundesweit installierten Solarstrom-Anlagen. Allein durch den Betrieb des Solarparks in Hemau würden in den nächsten 20 Jahren rund 71.000 Tonnen Kohlendioxid
vermieden. Nicht zuletzt dank der tatkräftigen Unterstützung der Stadt Hemau habe der Solarpark realisiert werden können. „Aktiver Klimaschutz fängt vor der eigenen Haustür an. Statt
tonnenweise Patronenhülsen zu lagern, bietet das Gelände jetzt Solarmodulen Platz, die unseren Kindern eine lebenswerte Zukunft sichern helfen,“ freut sich Hans Pollinger, Erster
Bürgermeister von Hemau. Für Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V., ist das Projekt ein unübersehbarer Wegweiser in die solare Zukunft: „Der
Solarpark in Hemau ist der bislang größte Leuchtturm auf dem Weg ins Solarzeitalter. Ich hoffe, dass das beispielhafte Projekt viele Nachahmer findet.“ Nach Auskunft des Verbandes sind
in Deutschland inzwischen weit über 500.000 Solaranlagen in Betrieb.
„Eine Beteiligung an dem Solarpark vereinigt ökonomische und ökologische Ziele optimal,“ erklärte Joachim Müller, Vorstand der voltwerk AG. „Der Betrieb von
Solarstrom-Anlagen ist schon heute für private Kapitalanleger lukrativ. Der Solarpark Hemau gehört mit einer Ausschüttung von 260 Prozent über 20 Jahre zu den wirtschaftlich attraktivsten
Angeboten im Solarbereich,“ so Müller weiter. Zumal der prognostizierte Stromertrag des Solarparks Hemau zu 90 Prozent von einer großen deutschen Versicherung garantiert werde. Rund die
Hälfte der Anteile am Solarpark Hemau seien bereits vor der Einweihung platziert worden. Die Stromvergütung ist über einen Einspeisevertrag mit der E.ON Bayern für die nächsten 20 Jahre
gesichert.
02.05.2003 Quelle: Voltwerk AG
Hans-Josef Fell: Sonnenstrom mit rot-grün im Aufschwung
"Mit Solaranlagen, wie der bislang weltgrößten in Hemau, werden die Erfolge des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) immer offensichtlicher". Das erklärte Hans-Josef Fell, MdB von
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN anlässlich der Einweihung der weltgrößten Photovoltaikanlage im bayerischen Hemau. Das Wachstum der Photovoltaik werde immer stärker, unterstrich der forschungs- und
technologiepolitische Sprecher der Grünen. Allein im ersten Quartal 2003 seien im Rahmen des 100.000 Dächer-Programms Kredite für 3200 Anlagen beantragt worden. Das sei der höchste Wert seit
der Einführung des Förderprogramms.
Gerade Bayern profitiere von diesem Aufschwung in besonderem Maße: zum Einen, weil die Solarstrahlung in Bayern relativ hoch ist, zum Anderen, weil es in Bayern über 100 Solar-Initiativen
gebe. Diese Initiativen hätten das Wissen über die guten gesetzlichen Rahmenbedingungen verbreitet, welche die rot-grüne Bundestagsmehrheit unter anderem mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz
(EEG) geschaffen habe. Über 40 Prozent aller Solaranlagen seien in Bayern installiert.
Fell: "Es ist typisch, dass die bayerische Staatsregierung den Solaraufschwung nun für sich vereinnahmt, während sie das zu Grunde liegende EEG im Bundesrat mehrfach bekämpft und stets
dagegen gestimmt hat." Es sei zu hoffen, dass sich die bayerische Staatsregierung künftig nicht nur in Worten, sondern auch mit Taten für die Solarenergie einsetze. Dafür spreche auch das
riesige Arbeitsplatzpotenzial Bayerns bei der Nutzung der Sonnenenergien. So seien in den letzten Jahren etliche tausend Arbeitsplätze sowohl im Handwerk als auch bei der industriellen
Fertigung geschaffen worden.
Unverständlich sind für Fell einzelne kritische Stimmen aus Naturschutzverbänden. "Solare Großanlagen, wie in Hemau auf einem ehemaligen Munitionsdepot, versiegeln eben keine Böden, sondern
sie lassen Pflanzenwachstum und andere landwirtschaftliche Weidenutzung uneingeschränkt zu", so Fell. Gerade Großanlagen würden zur dringend erforderlichen Markteinführung und Kostensenkung
der Solarstromproduktion beitragen. Außerdem sei die Anlage in Hemau auch ein gelungenes Beispiel für die wirtschaftliche Nutzung aufgelassener militärischer Flächen.
02.05.2003 Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)
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