Europäischer Wasserstoff-Verband: Wasserstoffwirtschaft ist globale Aufgabe
Der Treibhauseffekt und die Erschöpfung der Vorräte an fossilen Brennstoffen sind globale Energieprobleme, erklärte der Europäische Wasserstoff-Verband (European Hydrogen Association, EHA)
in einer Pressemitteilung. Wasserstoff und Brennstoffzellen seien wichtige Elemente einer ebenso globalen wie nachhaltigen Lösung sowohl für die industrialisierten als auch für die
Entwicklungsländer.
Der Europäische Wasserstoff-Verband (European Hydrogen Association, EHA)will auf der Grundlage eines Netzwerks der nationalen Verbände auf europäischer Ebene Entscheidungsträger informieren,
die gesellschaftliche Akzeptanz zu erhöhen und Demonstrationsprojekte fördern, nationaler Ebene oder in den Schlüsselindustrien (Autohersteller, Energieversorger, Ölfirmen). Ihre besondere
Aufgabe sieht die EHA darin, Wasserstoffenergie als Mittel zur Energieeinsparung und zum Umweltschutz in den Vordergrund zu stellen, was zur allgemeinen Verbesserung der Lebensverhältnisse
führen werde.
Der Europäische Wasserstoff-Verband beabsichtigt, seine Arbeit an der Förderung dieser Technologien auf internationaler Ebene zu verstärken. Auf dem europäischen Niveau werde die weitere
Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission von besonderer Bedeutung sein. Im 6. Forschungs-Rahmenprogramm sollten eine Reihe von „Netzwerken“ geschaffen werden und die EHA
sehe gute Möglichkeiten der Mitwirkung, da sie selbst ein Netzwerk bildet. Zu den weiteren Partnern gehören die Internationale Energieagentur und die International Association for Hydrogen
Energy. Zu den unmittelbar anstehenden Aufgaben zählen die Organisation der European Hydrogen Energy Conference (EHEC) vom 2. bis zum 5. September in Grenoble (Frankreich) sowie die World
Hydrogen Energy Conference 2006 in Lyon. Der Ort der EHEC 2005 soll im September bekannt gegeben werden.
Der neue EHA-Vorstand, der bei der Mitgliederversammlung am 11. Juni in Utrecht (Niederlande) gewählt wurde, habe diese Punkte als Kernelemente seines Arbeitsprogramms übernommen. Neuer
Präsident der EHA ist Prof. Lars Sjunnesson aus Schweden, ein Mitglied der High Level Group, die von der Europäischen Kommission als Beratungsgremium zu dem Thema eingesetzt wurde. Georges
Fratacci (Frankreich) wurde zum Vizepräsidenten gewählt, Ulrich Schmidtchen (Deutschland) zum Sekretär und Christer Morén (Schweden) zum Schatzmeister. Zum Vorstand gehört auch Prof. Jobst
Hapke (Deutschland). Die Wasserstoffverbände Norwegens und der Niederlande haben vor, der EHA in Kürze beizutreten. Eine Reihe von kürzlich gegründeten nationalen Verbänden aus verschiedenen
Ländern haben ebenfalls ihr Interesse an der Mitwirkung geäußert.
30.06.2003 Quelle: European Hydrogen Association (EHA); Deutscher Wasserstoff-Verband e.V. (DWV)
Schönste SunTechnics-Solarstrom-Anlage steht in Mörfelden
|
|
|
|
|
SunTechnics-Solarstromanlage; Spitzenleistung 20 Kilowatt
|
|
|
Die Willenbring GmbH aus Mörfelden-Walldorf hat den SunTechnics-Preis für die schönste Photovoltaikanlage 2002 gewonnen. Unter dem Beifall von 100 Gästen aus der Branche erhielt
Andreas Büchting, Leiter der Photovoltaik-Abteilung bei Willenbring, die Auszeichnung in Nürnberg. Rund 100 SunTechnics hatten die Solarstromanlage in Mörfelden zur schönsten von zirka 800
Anlagen gekürt, welche die SunTechnics Solartechnik GmbH im vergangenen Jahr errichtet hat. Der 200 Quadratmeter große Solargenerator ist auf dem sanierten Hallendach des Tennis-clubs Grün
Weiß Kamin installiert und ging im Dezember 2002 ans Netz. „Das gebogene Hallendach war eine technische Herausforderung“, berichtet Andreas Büchting. „Die einzelnen Module
mussten extra gefertigt und angepasst werden, um die Dachfläche optimal zu nutzen“, so Büchting weiter.
Mit SunTechnics Willenbring und dem Tennisclub Grün Weiß kann sich auch die gesamte Gemeinde Mörfelden-Walldorf freuen, so Suntechnics. Denn die preisgekrönte Halle ist als
Beteiligungsprojekt konzipiert. „So können engagierte Bürger auch ohne eigenes Dach einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten und gleichzeitig an den attraktiven Sonnenerträgen
teilhaben“, sagte Klaus Willenbring, Geschäftsführer der SunTechnics Willenbring GmbH. Jede eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom wird vom Energieversorger HEAG mit 48,1 Cent vergütet,
20 Jahre garantiert.
Als Standort einer Solaranlage sei Mörfelden-Walldorf ideal, denn mit einer Sonneneinstrahlung von über 1.000 Kilowattstunden laut Deutschem Wetterdienst (DWD) gehört die Region zu den
sonnenreichen Gegenden Deutschlands. Grund für die Stadt, solare Bürgerbeteiligungsprojekte zu fördern. „Ein Zuschuss der Stadt bis zu 1.275 Euro ist möglich“, erklärt Andreas
Fröb, Energiebeauftragter von Mörfelden-Walldorf. Interessierte Bürger können unter 06105 / 93 88 93 mehr über die Förderbedingungen erfahren.
SunTechnics Willenbring GmbH ist seit 1997 in der Photovoltaik aktiv. Mit ihren 40 Mitarbeitern hat die Firma rund 75 Prozent der Solaranlagen in Mörfelden-Walldorf konzipiert und
installiert. Das liege nicht nur am technischen Know-How der Solarprofis, sondern auch an den Serviceleis-tungen. So bietet Willenbring die Komplettgarantie von SunTechnics an, die bei
Ertragsausfällen einspringt. Gleichzeitig ist der Kunde gegen Anla-genschäden wie z. B. durch Sturm und Hagel, aber auch gegen Kurz-schlüsse oder Bedienungsfehler versichert.
30.06.2003 Quelle: SunTechnics Solartechnik GmbH
Bildquelle: SunTechnics
Olaf Tschimpke ist neuer NABU-Präsident
|
|
|
|
|
Der neue NABU-Präsident: Olaf Tschimpke.
|
|
|
Die außerordentliche Bundesvertreterversammlung des Naturschutzbundes NABU am 21.06.2003 in Kassel hat den bisherigen niedersächsischen NABU-Landesvorsitzenden und
NABU-Landesgeschäftsführer Olaf Tschimpke zum neuen NABU-Präsidenten gewählt. Tschimpke tritt zunächst für eine Periode von vier Jahren die Nachfolge von Jochen Flasbarth an, der im
März dieses Jahres in das Bundesumweltministerium gewechselt war. Der NABU wurde 1899 gegründet und hat heute rund 390.000 Mitglieder.
Tschimpke plädierte in seiner Rede dafür, das Profil des NABU als der nationalen Nummer Eins im Naturschutz deutlich zu schärfen. Dazu sei es notwendig, die regionale Naturschutzarbeit des
NABU vor Ort auszubauen und zu professionalisieren. "Für die zukünftige Verbandsentwicklung sind deshalb Regionalgeschäftsstellen mit enger Anbindung an den Landes- und auch den Bundesverband
von großer Bedeutung", so Olaf Tschimpke. Der Diplom-Geograf Tschimpke bekannte sich ausdrücklich zu einer Ausweitung der internationalen Arbeit des NABU. "Naturschutz findet zunehmend auf
der europäischen Ebene statt." Darüber hinaus versprach der neue NABU-Präsident, die Naturschutzjugend NAJU stärker als bislang in die strategischen Entscheidungsprozesse des NABU
einzubinden.
Olaf Tschimpke ist verheiratet und hat drei Kinder. Er ist seit 1976 Mitglied des NABU, wurde 1985 Geschäftsführer und 2000 Vorsitzender des NABU-Landesverbandes Niedersachsen. "NABU und
Naturschutz müssen für den Bürger quasi identische Begriffe werden", formulierte Tschimpke als Ziel seiner bisherigen und künftigen Arbeit.
Weitere Informationen unter http://www.nabu.de
30.06.2003 Quelle: NABU
Bildquelle: NABU
Deutschland und Indien sollen Aktivität für erneuerbare Energien ausbauen
Der Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE) hat die Regierungen von Indien und Deutschland aufgefordert, eine führende Rolle bei der Förderung erneuerbarer Energien zu spielen.
Beide Länder sollen sich besonders hervortun bei der Internationalen Konferenz für erneuerbare Energien im Juni 2004 in Bonn und bei dem Aufbau der Internationalen Agentur für Erneuerbare
Energien (IRENA). Deutschland als bedeutende Industrienation und Indien als eines der wichtigsten Entwicklungsländer seien in der Lage, international eine neue Energiepolitik auf der
Grundlage erneuerbarer Energien voranzutreiben, heißt es in einer Erklärung des WCRE-Vorsitzenden, Dr. Hermann Scheer.
Beide Länder könnten im Vor- und Umfeld der geplanten Bonner Konferenz die Gelegenheit nutzen, die erneuerbaren Energien weltweit auf die politische Tagesordnung zu setzen. Gleichzeitig
sollten Deutschland und Indien die Führung bei der Gründung der IRENA übernehmen, fordert der WCRE. Deutschland habe diesen WCRE-Vorschlag bereits in das Regierungsprogramm aufgenommen und
versuche, weitere Regierungen als Gründungmitglieder der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien zu gewinnen. Indien könne diesen Prozess gemeinsam mit Deutschland weiter
anstoßen.
Die deutsch-indische Kommission, die im Oktober 2004 zusammenkommen soll, müsse sich konkret mit dem Technologietransfer und den Investitionen in Techniken zur Nutzung erneuerbarer
Energiequellen befassen, so Scheer. Deutschland könne hier seine umfangreichen technischen Erfahrungen anbieten und Indien bekäme die Chance, netzferne ländliche Gebiete mit Strom aus
erneuerbaren Energien zu versorgen. Um sein Engagement für die „Erneuerbaren“ erneut zu bekräftigen, müsse Indien die Erklärung „the way forward to Renewable Energy“
unterzeichnen und unterstützen, die bereits rund 100 Länder unterschrieben hätten.
27.06.2003 Quelle: WCRE
Solarbundesliga: Schalkham in Bayern ist Solarkommune der Saison
Die Kleinsten sind die Größten in der Solarbundesliga. Die Gemeinde Schalkham mit 897 Einwohnern ist Deutscher Meister der Saison 2002/2003. Auf den Dächern des bayerischen
Dorfes sind für jeden Einwohner rechnerisch 1,2 Quadratmeter Solarkollektoren für Heizung und Warmwasser installiert. Das ist doppelt so viel wie in den besten Verfolgergemeinden. Zusätzlich
erzeugen Photovoltaikmodule mit einer Leistung von 194 Watt pro Kopf Solarstrom. Diese Dichte von Solarstromanlagen reicht aus, um ein Fünftel des durchschnittlichen Strombedarfs privater
Haushalte übers Jahr zu decken. Zweitplazierter in der Gesamtwertung, und den Schalkhamern dicht auf den Fersen ist die Gemeinde Rettenbach am Auerberg, die sich schon auf dem
Ortseingangsschild als "Solardorf" bezeichnet. Auf deren Dächern erzeugt eine ganze Reihe von mittelgroßen Photovoltaik-Anlagen Strom und Solarbundesliga-Punkte.
Schwieriger haben es in der Solarbundesliga größere Städte und Gemeinden. So erreicht Schalkham beispielsweise einen zwanzig mal höheren Wert bei der Solarnutzung, als Freiburg, die beste
Großstadt. Die Breisgaumetropole konnte in dieser Saison in der Klasse der Kommunen ab 100.000 Einwohner erstmals das Duell mit dem zweimaligen Sieger Ulm für sich entscheiden. Bei den
Kommunen zwischen 10.000 und 100.000 Einwohnern setzte sich wieder Vorjahressieger Neckarsulm vor der Fechterstadt Tauberbischofsheim durch.
Sieger bei den Kommunen zwischen 1000 und 10.000 Einwohnern ist Niederbergkirchen, Bayern. Bei den Ortsteilen siegte das brandenburgische Geesow vor dem Weiler Dimbach, der zur bayerischen
Gemeinde Volkach gehört. Im Vorjahr hatte Geesow noch den Gesamtsieg davongetragen, ist aber Anfang des Jahres eingemeindet worden und deshalb von der Solarbundesliga in die Ortsteilliga
gewechselt.
An der Solarbundesliga beteiligten sich in der dritten Saison über 500 Kommunen mit zusammen 17 Millionen Einwohnern. Zusätzlich sind 215 nicht selbstständige Dörfer in der Ortsteilliga
gelistet. Veranstaltet wird die Liga vom Informationsdienst Solarthemen und der Deutschen Umwelthilfe e.V.
"Die Solarbundesliga zeigt, dass die Solarenergienutzung kein technisches, sondern ein soziales Phänomen ist", sagt Solarthemen-Herausgeber Guido Bröer. "Dort, wo einzelne die Initiative
ergreifen und andere überzeugen können, wie zum Beispiel der ehemalige Bürgermeister von Schalkham, Johann Noppenberger, dort gelingt es sehr schnell, dass erhebliche Anteile des
Energieverbrauchs von der Sonne gedeckt werden." "Die Kommunen, die sich in unserer Solarbundesliga weit vorne platzieren, machen allen Bedenkenträgern in der großen Politik vor, dass
Klimaschutz keine leere Floskel sein muss. Mit ein bisschen Kreativität und Konsequenz lassen sich mit der Solarenergie enorme Potentiale erschließen", sagt Jörg Dürr-Pucher, Geschäftsführer
der Deutschen Umwelthilfe.
Die Siegerkommunen der Solarbundesliga werden bei einer Meisterfeier am 28.Juni 2003 in Freiburg geehrt. Ausrichter ist die Fachmesse Intersolar http://www.intersolar.de
27.06.2003 Quelle: Deutsche Umwelthilfe (DUH)
Clean Energy-Besichtigungstour eingeweiht: Sonne zum Anfassen in St. Moritz
Am 20.06.2003 eröffnete die Schweizer Bundesrätin Micheline Calmy-Rey die Clean Energy Tour St. Moritz. Der Lehrpfad zeigt vier beispielhafte Photovoltaik-Anlagen der SunTechnics
Fabrisolar. Er soll das Umweltbewusstsein stärken und den Besuchern des beliebten Ferienortes die Solarstrom-Technologie näher bringen. St. Moritz legt großen Wert auf die
konsequente Nutzung erneuerbarer Energien. Dank durchschnittlich 322 Sonnentagen im Jahr ist die Sonne seit 1930 offizielles Symbol von St. Moritz. Der wohl bekannteste Bergferienort der Welt
bietet beste Standorte für Solarstromanlagen. Neben der direkten Sonneneinstrahlung kann durch den sogenannten Albedo-Effekt auch die vom Schnee reflektierte Strahlung genutzt werden, welche
die Stromleistung zeitweise um bis zu 50 Prozent steigert. Darüber hinaus soll die Clean Energy Tour einen Beitrag dazu leisten, das Umweltbewußtsein zu stärken und die heute schon nutzbare
Technologie den Besuchern des beliebten Ferienortes näher zu bringen.
Die Südfassade der neuen Piz Nair Bergstation direkt am Start der Clean Energy ist komplett mit Photovoltaikmodulen von SunTechnics Fabrisolar ausgestattet. Die etwa 130 Quadratmeter große
Fassade mit einer Gesamt-Spitzenleistung von 13,5 Kilowatt auf 3.030 Meter über dem Meeresspiegel ist eine der höchstgelegenen der Solarstromanlagen der Welt. Die Spiegelungen des Himmels und
der Landschaft auf den 104 Modulen bieten Besuchern der vorgelagerten Terrasse einen faszinierenden Anblick, so SunTechnics. Entlang des Wanderpfades liefern weitere 162 Photovoltaik-Module
an der Strecke der Corviglia-Standseilbahn mit einer Gesamt-Spitzenleistung von 17,8 Kilowatt Solarstrom. Engagierte Privatpersonen und Unternehmen haben zur Finanzierung des Clean Energy
Projekts in St. Moritz Patenschaften à 5.000 Franken übernommen, die jeweils durch eines der Module symbolisiert werden. Nach dem Vorbild des „Walk of Fame“ in Hollywood sind die
Patennamen über den Modulen auf dem Geländer der Corviglia-Bahn verewigt. An der Talstation der Piz-Nair-Bahn wurde bei der Eröffnung der Clean Energy Tour eine weitere fassadenintegrierte
Photovoltaik-Anlage mit einer Spitzenleistung von 9,5 Kilowatt eingeweiht. Auch auf dem Dach der Eissporthalle St. Moritz liefern 420 ebenfalls von SunTechnics Fabrisolar errichtete
Photovoltaik-Module mit einer Gesamt-Spitzenleistung von 16,8 Kilowatt umweltfreundlichen Strom aus der Sonne ins Stromnetz von St. Moritz.
27.06.2003 Quelle: SunTechnics Fabrisolar AG
SOLARA AG präsentiert S-Klasse-Modul S866TI aus der Sonnenstromfabrik Wismar
Die Hamburger SOLARA AG stellt auf der Intersolar in Freiburg der breiten Öffentlichkeit erstmals die SOLARA S-Klasse S866TI vor. Das Solarmodul wird von der SOLARA Sonnenstromfabrik in
Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) gefertigt. Es ist speziell für den professionellen Einsatz in Netzverbundanlagen konzipiert, berichtet die Solara AG in einer Pressemitteilung. Mit
den von der SOLARA Sonnenstromfabrik in Wismar gefertigten Modulen setze die SOLARA AG auf die Kompetenz am Standort Deutschland und langjährige Fertigungserfahrung vor Ort.
Das SOLARA S866TI mit 166Wp Leistung besteht aus 50 Solarzellen aus deutscher Produktion. Es ist mit bewährter Glas-EVA-Tedlar-Technik auf deutschen Hochleistungslaminatoren aufgebaut.
Spezielles Solarglas sorgt für hohe Transparenz. Dadurch werden Langlebigkeit und überdurchschnittliche Ertragseigenschaften sichergestellt, betont die Solara AG. Ein robuster Aluminiumrahmen
und Stecker ermöglichen einfache und schnelle Montage. Der Rahmen aus eloxiertem Aluminium sowie alle eingesetzten Bauteile seien vollständig recyclingfähig. Die maximale Systemspannung
beträgt 750V. Langjährige Erfahrungen des Herstellers und vieler Anwender zeigen überdurchschnittliche Erträge, auch in Nordeuropa, so die Solara AG, die 26 Leistungs- und 5 Jahre
Produktgarantie gewährt.
Im vergangenen Jahr hatte die SOLARA AG rund 50% Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr erreicht, berichtet das Unternehmen. Auch in diesem Jahr setze sich der Trend fort. In den ersten 6
Monaten dieses Jahres seien die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals um rund 50% gestiegen. Die SOLARA Sonnenstromfabrik in Wismar laufe auf Hochtouren: Über 60
Mitarbeiter stellen auf vier Produktionslinien im Mehrschichtbetrieb Hochleistungs-Solarmodule her. „Die Strategie hochwertige Solarmodule mit hohen Erträgen selbst zu fertigen ist ein
Teil unseres Erfolgsgeheimnisses. Die neue SOLARA S-Klasse ‚Made in Wismar’ ist das beste Beispiel dafür“, sagte Thomas Rudolph, Vorstandsvorsitzender der SOLARA AG.
26.06.2003 Quelle: SOLARA AG
Intersolar: Solarpraxis AG stellt CD-ROM mit spanischem Schulungsprogramm vor
Eine umfangreiche CD-ROM mit spanischem Schulungsmaterial zum Thema Solarwärme präsentieren das European Copper Institute, die Solarpraxis AG und das Centro Español de Información del
Cobre (CEDIC) auf der Messe Intersolar und der parallel stattfindenden ersten europäischen Solarwärmekonferenz ESTEC in Freiburg (26. bis 29.06.03). „Der spanische Solarmarkt
ist mit seinen hohen Wachstumsraten der dynamischste in Europa. Zur Sicherung des Wachstums ist die Ausbildung von Handwerk und Planern von entscheidender Bedeutung,“ erklärte Richard
Schlicht, Spanienexperte der Solarpraxis AG, Berlin.
Deutsches Know How, um technische Erkenntnisse und Marktgegebenheiten in Spanien erweitert, enthält die neue Schulungs-CD-ROM mit 160 Vortragsfolien, detaillierten technischen Abbildungen und
jeweils zugehörigem Expertenwissen in komprimierter Textform für Lehrer und Seminarleiter aus Unternehmen, Verbänden und staatlichen Institutionen. Die Zusammenarbeit mit Prof. Valeriano Ruiz
Hernández von der Universität Sevilla, der bereits im erfolgreichen Programm PROSOL federführend war, ermöglichte es, ein auf die spanischen Anforderungen ideal angepasstes Seminarprogramm zu
erstellen.
Durch die Projektfinanzierung von Seiten des European Copper Institutes wird die CD-ROM zu Beginn des 2. Halbjahrs 2003 für am Export interessierte Unternehmen und deren Partner in Spanien
gegen eine geringe Gebühr zur Verfügung gestellt. Unternehmen, die Interesse an einer Beteiligung der derzeit in Spanien in Zusammenarbeit mit Energieagenturen sowie Handwerksverbänden
durchgeführten Seminare haben und ihre Trainer im Rahmen dieser „Train the Trainer“-Kurse unter Leitung des CEDIC bereitstellen wollen, erhalten die CD-ROM für diesen Zweck
unentgeltlich
Die CD-ROM wird während der Intersolar auf dem Messestand der Solarpraxis AG in Halle 1, Stand 1/351 vorgestellt.
26.06.2003 Quelle: Solarpraxis AG
S.A.G. Solarstrom AG jetzt mit Doppelvorstand
Der Aufsichtsrat der S.A.G. Solarstrom AG hat Dr. Benedikt Ortmann zum Finanzvorstand berufen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "Für die Konsolidierung und
weitere Entwicklung der S.A.G. Solarstrom AG bringt Dr. Ortmann die Praxiserfahrung mit, die wir jetzt brauchen", so Dr. Peter W. Heller, Aufsichtsratsvorsitzender der S.A.G. Solarstrom AG.
Ortmann ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler mit vielfältigen Erfahrungen im Finanz- und Rechnungswesen sowie dem Marketing börsennotierter Unternehmen. Damit sei er für die
erfolgreiche Konzeption und Vermarktung von Beteiligungsmodellen der S.A.G. Solarstrom AG besonders geeignet.
"Dr. Ortmann verbindet betriebswirtschaftliches Know-how, ausgewiesene Börsenkenntnisse sowie jahrelange Erfahrungen im strategischen Marketing", fügt Heller an. Ortmann sei die Entscheidung
für die S.A.G. Solarstrom AG leicht gefallen: "Der Slogan Umwelt und Rendite ist perfekt. Die S.A.G. Solarstrom AG wurde in den letzten Jahren strategisch richtig aufgestellt. Das Produkt ist
Umwelt pur. Jetzt geht es darum, die Rentabilität im Interesse unserer Kunden und Aktionäre mehr in den Vordergrund zu rücken. Die Chancen hierfür stehen gut, denn das Unternehmen wie die
ganze Solarbranche haben das eigentliche Wachstum noch vor sich", so Ortmann.
Mit der Berufung Ortmanns sei der Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG jetzt
komplett, so das Unternehmen Gemeinsam mit Uwe Ilgemann, der sein Amt zum ersten Mai als Nachfolger von Gründungsvorstand Dr. Harald Schützeichel antrat, verfüge die S.A.G. Solarstrom AG
erstmalig über eine Doppelspitze. "Damit ist die Aufbau- und Gründungsphase abgeschlossen. Jetzt geht es darum, die Marktposition der S.A.G. Solarstrom AG zu stärken und auszubauen", so
Ilgemann.
26.06.2003 Quelle: S.A.G. Solarstrom AG
EUROSOLAR: EU-Zuständigkeit für Energie unvereinbar mit der Beibehaltung von EURATOM
Der Präsident von EUROSOLAR und Vorsitzende des Weltrates für Erneuerbare Energien, MdB Dr. Hermann Scheer, weist auf schwerwiegende energiepolitische Weichenstellungen in dem
Verfassungsentwurf des EU-Konvents hin. Zum einen soll nach dem Entwurf die Energiepolitik künftig zu den EU-Zuständigkeiten gehören. Zum anderen soll der EURATOM-Vertrag ohne
Abstriche weiter gelten und die Privilegierung der Atomenergie außerhalb aller Marktregeln und ohne demokratische Kontrolle fortgesetzt werden. Die Kombination dieser beiden
Verfassungselemente sei jedoch nicht akzeptabel, betont Scheer. Sie werde darauf hinauslaufen, dass die Energiepolitik in der gesamten Europäischen Union eine Schlagseite zugunsten der
Atomenergie und zu Lasten der Erneuerbaren Energien erhalte.
Der EUROSOLAR-Präsident unterstreicht, der vorrangige und massive Ausbau der erneuerbaren Energien sei das wichtigste Ziel jedweder zukunftsfähigen Energiepolitik. Da die Nutzung Erneuerbarer
Energien an den zwangsläufig von Land zu Land unterschiedlichen bürokratischen Bedingungen ausgerichtet sein muss, sei eine Zentralisierung der energiepolitischen Zuständigkeit auf die EU
schon für sich gesehen sehr fragwürdig. Was mit an die jeweiligen geographischen Bedingungen angepassten politischen Instrumenten vorangetrieben werden müsse, vertrage sich nicht mit einem
EU-weiten, einheitlichen Politik-Instrumentarium. Ungleiches könne nie gleich behandelt werden, so Scheer.
Eine Zuständigkeit der EU für die Energiepolitik lehnt Scheer ab, solange der EURATOM-Vertrag und damit die Privilegierung der Atomenergie nicht aufgehoben seien. Darauf sollten alle
Regierungen in Europa hinwirken, die es ernst meinen mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien, fordert der EUROSOLAR-Präsident.
25.06.2003 Quelle: EUROSOLAR e.V.
First Solar gründet Tochtergesellschaft in Deutschland
Der US-Photovoltaik-Hersteller First Solar (Phoenix, Arizona) kündigte am 23. Juni 2003 an, ein Tochterunternehmen in Erfurt zu gründen. Die First Solar GmbH soll sich auf den Vertrieb
über den Großhandel und Unternehmen konzentrieren, die solare Kraftwerke projektieren. „Wir haben die First Solar GmbH gegründet, um das Geschäft mit den deutschen Kunden zu
erleichtern”, sagte First Solar Marketingchef Ken Schultz.
Der neue Geschäftsführer der First Solar GmbH, Dr. Rainer Gegenwart, wird verantwortlich sein für die Geschäftsentwicklung in Deutschland und in Europa. Gegenwart, der früher für Antec Solar
gearbeitet hat, bringe seine Erfahrung in den Bereichen Glasbeschichtung, Dünnschichtzellen und Vakuumtechnologie in das neue Unternehmen ein, berichtet First Solar in einer Pressemitteilung.
Zudem habe Dr. Gegenwart fundierte Kenntnisse beim Aufbau einer hochgradig automatisierten Produktionslinie für Dünnschichtzellen erworben. Für First Solar sei es wichtig, technische
Unterstützung, Auftragsverfolgung und Kundendienst vor Ort anzubieten. „Unser Ziel ist es, First Solar als führenden Anbieter von hochwertigen und kostengünstigen Modulen im deutschen
Markt zu positionieren, so Dr. Gegenwart. “
First Solar wird Dr. Rainer Gegenwart auf der Intersolar vom 27. –29 vorstellen und seine FS-Dünnschichtmodule präsentieren in Halle 3, Stand 292.
25.06.2003 Quelle: First Solar
EEG-Novelle: SFV schlägt Übergangsfrist für PV-Freilandanlagen vor
In die Diskussion um einen möglichen Wegfall der Größenbegrenzung für Freiflächen-Solarstromanlagen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mischt sich der Solarenergie-Förderverein e.V.
(SFV, Aachen) mit pointierten Forderungen ein. Der Solarenergie-Förderverein lehnt Freiflächenanlagen generell ab. Diese würden unnötigerweise weitere Flächen einer naturfernen
Nutzung zuführen und den guten Ruf der Photovoltaik unter Natur- und Umweltschützern verderben. Statt nach Ausnahmeregelungen zu suchen, unter denen große Freiflächenanlagen vielleicht doch
noch genehmigt werden dürfen, sollte der Gesetzgeber die Vergütung für Dach- und Fassadenanlagen so weit erhöhen, dass die PV-Technik sich weiterhin dort ausbreitet und weiterentwickelt, wo
ohnehin ihre Zukunft liegt, nämlich auf den Dächern und an den Fassaden, heißt es in einer SFV-Pressemitteilung.
Unternehmen, die bereits in die Planung von Großanlagen auf Freiflächen investiert haben, sollen finanziell nicht geschädigt werden, so der SFV. Das könne eine Übergangsregelung in der
EEG-Novelle leisten, die Freiland-Anlagen noch bis Ende 2004 erlauben soll. Für Anlagen, die nach diesem Zeitpunkt an das Netz gehen, soll nach Auffassung des SFV keine EEG-Einspeisevergütung
mehr bezahlt werden. Der SFV kritisiert im Vorfeld der Neufassung des EEG, dass die Zahl der PV-Freiflächenanlagen zunehme, welche die im EEG festgelegte Maximalgröße von 100 Kilowatt (kW) um
ein Vielfaches überschritten und dennoch nach dem EEG vergütet würden. Die Errichter umgingen die Größenbeschränkung, indem sie etliche PV- Anlagen mit 100 kW dicht nebeneinander setzten und
von einem "Solarpark mit vielen Einzelanlagen" sprächen. Das vergleicht der SFV mit einem Autofahrer auf dem Radweg, der behaupte, er lenke zwei Zweiräder. Hier handle es sich um eine
offensichtliche Umgehung des Gesetzes, argumentiert der SFV.
Verantwortlich für die Umgehung des Gesetztes sind nach Ansicht des SFV die Versorgungsnetzbetreiber, welche die Einspeisevergütung bezahlen, obwohl sie diese nach dem EEG nicht bezahlen
müssten, so der SFV. Der Netzbetreiber und nicht der Errichter der Anlage entscheide. Kein Anlagenbetreiber hätte die Macht, den Netzbetreiber zur Zahlung zu zwingen und kein Gericht würde
dem Anlagenbetreiber Recht geben. Die Versorgungsnetzbetreiber, die Errichter und Betreiber dezentraler Hausnetzanlagen häufig behinderten, zeigten bei den Großanlagen außergewöhnliches
Entgegenkommen, fasst der SFV seine Kritik zusammen.
25.06.2003 Quelle: SFV
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
100.000 Dächer-Solarstrom-Programm kurz vor dem Ziel
Das 1999 von der Bundesregierung aufgelegte Programm zur Förderung von Photovoltaikanlagen (100.000 Dächer-Solarstrom-Programm) erfreut sich einer starken Nachfrage. Bis zum Ende dieses
Jahres wird das Programmziel von rund 300 Megawatt (MW) neu installierter Photovoltaik-Leistung erreicht sein, berichtet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in einer
Pressemitteilung. Anträge auf Gewährung eines zinsgünstigen Darlehens aus dem 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm können noch bis zum 30. Juni 2003 bei der KfW gestellt werden. Nach
dem Willen von Bundesumweltminister Jürgen Trittin soll die auslaufende Förderung aus dem 100.000 Dächer-Programm durch die vorgesehene Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)
kompensiert werden. Das Bundesumweltministerium beabsichtigt, die zukünftige Vergütung für Solarstrom entsprechend anzupassen.
KfW-Vorstand Ingrid Matthäus-Maier weist darauf hin, dass nach Ende des Antragseingangs am 30. Juni nach dem Auslaufen des 100.000 Dächer-Programms Anträge auf zinsgünstige Darlehen für die
Errichtung von Photovoltaik-Anlagen im Rahmen des KfW-Umweltprogramms und für Solarstromanlagen auf Wohngebäuden über das CO2-Minderungsprogramm der KfW gestellt werden können. Das 100.000
Dächer-Programm fördert Investitionen in die Errichtung und Erweiterung von Photovoltaikanlagen, vorwiegend in privaten Haushalten. Mit der Bereitstellung von 25 Millionen Euro allein in
diesem Jahr unterstützt die Bundesregierung den Ausbau dieses viel versprechenden erneuerbaren Energieträgers.
Seit Programmbeginn im Jahr 1999 wurden im 100.000 Dächer-Programm Anträge mit einem Umfang von 250 MW bewilligt. Das hierzu erforderliche Kreditvolumen beträgt rund 1,3 Milliarden Euro. In
den letzten Wochen waren explodierende Antragszahlen bei der KfW zu verzeichnen: Gegenwärtig nimmt die KfW täglich rund 300 Anträge mit einem Kreditvolumen von rund 10 Millionen Euro oder
einer Leistung von 2 MW entgegen. Im Mai waren es mit 200 Anträgen pro Tag deutlich weniger. Im Mai des Vorjahres betrug der durchschnittliche Antragseingang 60 Anträge pro Tag.
Ziel der Staatlichen Unterstützung ist, mit Hilfe der Solarenergie den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2010 auf 12,5 % zu verdoppeln. Mit einer Erhöhung
der installierten Solarstromleistung auf 350 MW zum Ende des Jahres 2003 werde ein aktiver Beitrag zur Marktdurchdringung und zur Kostensenkung dieser umweltfreundlichen Technologie
geleistet, so die KfW.
24.06.2003 Quelle: KfW; BMU
Bundesrat billigt EEG-Härtefallregelung
Der Bundesrat hat am 20. Juni 2003 einstimmig den Weg frei gemacht für die schnelle Umsetzung einer Härtefallregelung im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG). Das berichtet das
Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. Die von Bundesumweltminister Jürgen Trittin vorgeschlagene Änderung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes war bereits am 9.4.2003 vom Kabinett
und am 6.6.2003 vom Bundestag beschlossen worden. Sie ermöglicht es einzelnen besonders stromintensiven Unternehmen des produzierenden Gewerbes, ihren Kostenanteil an der Förderung der
Erneuerbaren Energien zu begrenzen. Damit soll eine erhebliche und nicht nur vorübergehende Beeinträchtigung ihrer Wettbewerbsfähigkeit vermieden werden.
Die Regelung wird am Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten. Diese wird voraussichtlich Mitte Juli erfolgen. Dann können die betroffenen Unternehmen einen Antrag beim
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle stellen, über den innerhalb von vier Wochen entschieden wird, so das BMU.
Der vollständige Text des Änderungsgesetzes kann von der Internetseite des Bundesumweltministeriums heruntergeladen werden unter http://www.bmu.de/files/eeg_haertefall.pdf
24.06.2003 Quelle: BMU
heizmann-system-elektronik GmbH expandiert
Die heizmann-system-elektronik GmbH übernimmt mit sofortiger Wirkung die Führung und das Management der ZENIT Energietechnik GmbH (Berlin). Das berichtet das Unternehmen mit Sitz
im hessischen Greifenstein/Beilstein in einer Pressemitteilung. Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der neuen „heizmann-system-elektronik & zenit solar GmbH“ ist
Michael Heizmann.
Die ZENIT Energietechnik GmbH ist seit fast 15 Jahren Großhändler für Photovoltaik-Systeme und -Komponenten und bietet ein breites Solarstrom-Programm an, darunter die solaren Pump-Systeme
SHURFLO und SOLARJACK sowie weitere Wechselstrom-Pumpen. Darüber hinaus entwickelte ZENIT eigene Lösungen für Gleichspannungsanpassungen, solare Wasser-Entsalzung und zur solaren
Kühlung/Klimatisierung.
Die heizmann-system-elektronik GmbH bietet seit 1992 als Fachgroß- und Einzelhändler netzgekoppelte Solarstromanlagen und autarke Photovoltaik-Insellösungen sowie ein umfangreiches
Produktsortiment an. Außerdem entwickelt und realisiert Heizmann kundenspezifische Photovoltaik-Anwendungen. Zur Produktpalette zählen unter anderem ein selbst entwickelter elektronischer
Dämmerungsschalter, Niederspannungs- und Werbe-Beleuchtungssysteme sowie die solaren Park- und Straßenleuchten unter den Namen „Sunlight“.
24.06.2003 Quelle: heizmann-system-elektronik & zenit solar GmbH
DNR contra Subventionsabbau für erneuerbare Energien
In einem Schreiben an die Vorsitzenden der Fraktionen des Bundestags hat der Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR) davor gewarnt, die weitere Förderung der erneuerbaren Energien
und damit den Klimaschutz in Frage zu stellen. "Ganz offensichtlich gibt es interessierte Kreise, die die Diskussion um den Abbau von steuerlichen Subventionen dazu missbrauchen
wollen, um schon erzielte klima- und energiepolitische Fortschritte auf kaltem Wege wieder zu kappen“, kritisierte Hubert Weinzierl.
In seinem Brief wandte sich Weinzierl gegen Bestrebungen aus Politik und Wirtschaft, die geplanten Steuerentlastungen durch Abstriche bei der Förderung erneuerbarer Energien auszugleichen. Zu
diesem Zweck werde völlig ungeniert der Abbau umweltschädlicher Subventionen gegen die gesetzlich garantierte Förderung der erneuerbaren Energien aufgerechnet, etwa beim Flugbenzin, bei der
Pendlerpauschale oder im Steinkohleabbau. Verschwiegen werde dabei, dass Deutschlands Verpflichtungen im Klimaschutz ohne erneuerbare Energien nicht zu erfüllen seien.
"Vor knapp einem Jahr stand unser Land in weiten Teilen unter Wasser. Angesichts einer verheerenden Flutkatastrophe schworen die Regierungen, die Politikerinnen und Politiker sowie alle
Parteien, die Zeichen der Zeit erkannt zu haben und die drastischen Folgen der Klimaveränderung endlich ernst zu nehmen“ heißt es in dem Brief des DNR-Präsidenten.“ Inzwischen ist
die Flut zurückgewichen, Alltag ist in viele, längst nicht alle betroffene Regionen eingekehrt - leider aber auch in die Politik. Statt dem Hochwasser sieht man sich inzwischen einer Flut
sozialer Probleme gegenüber, die es genauso dringend, schnell und möglichst sofort zu lösen gilt. Und leider scheinen viele Politikerinnen und Politiker unter dem Druck dieser neuen Probleme
die alten aus den Augen zu verlieren, vor allem aber den Maßstab, wie wir den Problemen zu begegnen haben“ stellt Weinzierl fest.
23.06.2003 Quelle: Deutscher Naturschutzring (DNR)
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Bonner Konferenz soll Aktionsplan zu Erneuerbaren Energien beschließen
Auf der Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien im Juni 2004 in Bonn soll ein Aktionsplan für den weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien beschlossen werden.
Darauf habe sich die internationale Vorbereitungsgruppe bei ihren zweitägigen Beratungen in Bonn verständigt. Das berichten das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in einer Pressemitteilung. Der Vorbereitungsgruppe, die zum ersten Mal tagte, gehören rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie-
und Entwicklungsländern sowie von internationalen und nichtstaatlichen Organisationen an. Bundesumweltminister Jürgen Trittin und Staatssekretär Erich Stather vom BMZ begrüßten die Ergebnisse
des Vorbereitungstreffens und dankten den Mitgliedern für die Unterstützung der Bundesregierung bei der Vorbereitung der Konferenz.
Bundesumweltminister Trittin: "Ich freue mich, dass die internationale Vorbereitungsgruppe mit unserem Konzept übereinstimmt, nationale und regionale Ziele für den Ausbau der erneuerbaren
Energien festzulegen. In Deutschland haben wir geeignete Rahmenbedingungen geschaffen und insbesondere mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz einen Boom bei den Erneuerbaren ausgelöst. Auch
andere Länder sind aufgerufen, entsprechende Bedingungen für den Ausbau zu schaffen und vielfältige Barrieren, die dem entgegenstehen, rasch abzubauen. Die erneuerbaren Energien bringen
mehrfachen Gewinn: Sie schützen das Klima, bekämpfen Armut und fördern die technologische wie wirtschaftliche Entwicklung."
"Etwa ein Drittel der Menschheit lebt ohne Zugang zu kommerzieller Energie. Um diese Energiearmut zu überwinden, ist der Ausbau der erneuerbaren Energien gerade für die Entwicklungsländer
eine Chance. Gleichzeitig verringert es ihre Abhängigkeit von teueren Erdölimporten. Das große Potenzial von Sonnen-, Wind- und Wasserenergie gilt es zu nutzen. Die Konferenz wird helfen,
dafür den Weg zu ebnen, sagte BMZ-Staatssekretär Stather.
Die Internationale Konferenz für Erneuerbare Energien wird vom 1. bis. 4.Juni 2004 in Bonn stattfinden. Der Aktionsplan, der beschlossen werden soll, soll Aussagen zu angepassten
Finanzierungsinstrumenten enthalten, um privates Kapital zu mobilisieren und ein günstiges Investitionsumfeld zu schaffen.
23.06.2003 Quelle: BMU, BMZ
Wasserstoff und Klima: Verband kritisiert „Science“-Artikel
Kritik an einem Beitrag in der angesehenen Wissenschaftszeitschrift „Science“ äußerte der Deutsche Wasserstoff-Verband e.V. (DWV). Die „Science“-Autoren erwarten,
dass der Einsatz von Wasserstoff in großen Mengen, verbunden mit entsprechenden Freisetzungen in die Atmosphäre, auf indirekte Weise zu Umweltschäden führen könnte. Der DWV hält dagegen:
Wasserstoff führe am Ort der Verwendung zu keinerlei Emissionen wie beispielsweise Kohlendioxid, Ruß, Methan oder anderen unverbrannten Kohlenwasserstoffen. Die Verfasser des
Science-Artikels gingen davon aus, dass alle auf fossilen Energieträgern basierenden Verfahren durch solche auf Wasserstoffbasis ersetzt würden und kombinierten dies mit Annahmen über die
Freisetzung von Wasserstoff in die Atmosphäre durch Lecks und andere Verluste, so der DWV. Daraus abgeleitet würden Werte für die Konzentration von Wasserstoff in der Nähe des Erdbodens. Mit
Methoden der Klimaforschung kämen die Verfasser des Science-Artikels zu dem Ergebnis, der Wassergehalt in der Stratosphäre würde dadurch ansteigen, und dies wiederum würde sie abkühlen und
den Abbau der Ozonlöcher erheblich verlangsamen.
Der DWV räumt ein, dass jeder Energieträger auf seine ökologische Gesamtwirkung untersucht werden müsse, bemängelt jedoch, dass dies in dem Science-Artikel nicht fundiert geschehen sei. Die
Wasserstofftechnologie gebe es in der chemischen Industrie seit mehr als einem Jahrhundert. Der energetische Einsatz von Wasserstoff werde noch für viele Jahre nicht mit den Mengen verbunden
sein, die dort erzeugt und verbraucht werden. Die vorhergesagten Konzentrationen könnten schon jetzt gemessen werden. Das sei aber nicht der Fall, so der DWV. Es sei zudem weder
wahrscheinlich noch wünschenswert, dass alle fossilen Brennstoffe einfach durch Wasserstoff ersetzt würden. Der unmittelbare Einsatz umweltfreundlicher Energiequellen und neue Verfahren mit
höheren Wirkungsgraden mache in vielen Fällen den Einsatz von Energieträgern wie Wasserstoff überflüssig.
Auch die Verwendung fossiler Energieträger sei mit der Erzeugung von Wasserstoff verbunden, unterstreicht der DWV. Er entstehe einerseits durch die photochemische Zersetzung von in die
Atmosphäre entlassenem Methan (Erdgas), zum anderen durch Reaktionen von bei unvollständigen Verbrennungen entstandenem Kohlenmonoxid mit Wasser. Diese Quellen würden durch den direkten
Einsatz von Wasserstoff wegfallen. Die beschriebenen Verluste von 10 bis 20 % bei der Handhabung von Wasserstoff sind für den Deutschen Wasserstoffverband aus den Fingern gesogen, sowohl für
gegenwärtige als auch für künftige Anwendungen. Die zum Beleg angeführten Literaturstellen wertet der DWV als sinnentstellend oder sogar sinnwidrig zitiert. Der Schluss von den zweifelhaften
Emissionen auf die Konzentration in der Atmosphäre sei eine unzulässige und nicht fundierte Vereinfachung. Wie die Autoren selbst einräumten, seien zahlreiche wichtige Einflüsse nicht
berücksichtigt worden, so etwa die bei steigender Emission ebenfalls steigenden Abbauraten, die Wasserstoffaufnahme im Boden und andere atmosphärenchemische Prozesse.
Die Hindernisse auf dem Weg zur Wasserstofftechnologie seien in erster Linie in wirtschaftlichen und politischen Umständen begründet und wissenschaftlicher oder technischer Art, betont der
DWV. Die Verminderung des Energieverbrauchs, angefangen bei den größten Verbrauchern, die Erhöhung der Wirkungsgrade sowie besonders der Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren
Primärenergien seien ein Gebot der Zukunftssicherung. Wasserstoff biete sich als Speicher- und Transportmittel für Energie überall dort an, wo die Probleme nicht mit elektrischem Strom gelöst
werden können. Letzterer werde für die absehbare Zukunft der wichtigste Energieträger sein, räumt der DWV ein.
Eine eingehendere Auseinandersetzung mit dem Science-Artikel ("Potential environmental impact of a hydrogen economy on the stratosphere" by T.K. Tromp, R.-L. Shia, M. Allen, J.M. Eiler, Y. L.
Yung, Science, vol. 300, 13. June 2003, p. 1740-1742) findet sich auf der Internet-Site der DWV-Mitgliedsfirma L-B-Systemtechnik GmbH unter http://www.hyweb.de (H2-Gazette)
23.06.2003 Quelle: Deutscher Wasserstoff-Verband e.V. (DWV)
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
SolarWorld weltweit erstes Unternehmen mit Solarrecycling
Die Deutsche Solar AG, eine Tochtergesellschaft der SolarWorld AG, hat im sächsischen Freiberg eine Pilotanlage zum Recycling kristalliner Solarzellen und Solarmodule in Betrieb genommen.
Damit verfüge der Konzern als erstes Unternehmen weltweit über die Technologie, aus gebrauchten und fehlerhaften kristallinen Zellen und Modulen neuwertige Solarwafer
zurückzugewinnen. Das berichtet die SolarWorld AG in einer Pressemitteilung. Diese Dienstleistung wird der SolarWorld-Konzern branchenübergreifend der gesamten Photovoltaikindustrie
zur Verfügung stellen.
Die neue Recyclinganlage ist Teil des neuen, innovativen zweistufigen Recyclingprozesses des SolarWorld-Konzerns, an dessen Ende neuwertige Solarwafer zur Produktion von Solarzellen stehen.
In der gemeinsam mit der Technischen Universität Freiberg entwickelten und vom Bundesforschungsministerium geförderten Pilotanlage werden die solaren Materialien einem Verbrennungsprozess
unterzogen, an dessen Ende die Ausgangsmaterialien Glas, Metalle und Solarzellen sortenrein vorliegen. Während das Glas und die Metalle verkauft und in den Produktionskreislauf zurückgeführt
werden, durchlaufen die Solarzellen in einer Ätzanlage einen zusätzlichen Reinigungsschritt, der aus ihnen neuwertige Solarwafer macht. Die Ätzanlage hat der Konzern bereits im vergangenen
Geschäftsjahr erfolgreich in Betrieb genommen.
"Mit dem neuen thermischen Verfahren können wir Zellen und Module verschiedener Technologien wiederverwerten". So beschreibt Dr. Karsten Wambach, Geschäftsbereichsleiter "Solar Materials" der
Deutsche Solar AG das neue Projekt. Deshalb werde der Konzern die neue Recyclingtechnologie auch Dritten anbieten. "Da wir aus jeder kristallinen Zelle und jedem kristallinen Modul einen
neuwertigen Wafer herstellen können, stellt unser neues Verfahren für die gesamte PV-Industrie eine hochwertige Recyclinglösung dar, ergänzt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der
SolarWorld AG.
Mit der Aufnahme des Solarrecyclings erschließt der SolarWorld-Konzern eine weitere Quelle zur Versorgung der solaren Produktion. Damit rundet der solare Technologiekonzern seine Position als
vollintegriertes Unternehmen der Solarwirtschaft weiter ab. Im Bereich der Rohstoffversorgung arbeite der Konzern an weiteren Technologien und Projekten, zum Beispiel in dem gemeinsam mit der
Degussa AG betriebenen Joint-Venture „Joint Solar Silicon“.
20.06.2003 Quelle: SolarWorld AG
Klimaexperten: Nur Ausbau der Photovoltaik kann CO2–Effekt bremsen
Die aktuelle Studie des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung
Globale Umweltveränderungen (WBGU) vom April 2003 zeigt, dass es mittel- und langfristig keine Alternative zur Photovoltaik gibt, so der Bundesverband Solarindustrie (BSi) in einer
Pressemitteilung. Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie könnten den Beitrag zur Klimawende alleine nicht leisten. Mit dem Auslaufen des 100.000-Dächer Solarstrom-Programms Ende 2003
und der anstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist nach Ansicht des BSi die Chance für einen Durchbruch bei der Photovoltaik greifbar. Die Fortsetzung der gezielten
Industriepolitik könne die Solarstromerzeugung zur Wachstumsbranche Nr. 1 machen. Dafür müsse das EEG den wirtschaftlichen Betrieb von Photovoltaikanlagen ermöglichen. „Langfristig kann
der Primärenergiebedarf nur durch eine entschiedene Sonnenenergienutzung gedeckt werden,“ erklärte der WBGU. Die Erschließung erneuerbarer Energieformen wie Wind- und Wasserkraft stoße
„mittelfristig an ihre Grenzen.“ Photovoltaik besitze neben der Solarwärmenutzung das größte nachhaltige Potenzial, weshalb sie bereits jetzt umfassend ausgebaut und gefördert
werden müsse. Der Ausbau der Solarstromnutzung sei eine dauerhafte Aufgabe. Damit die Photovoltaik im Jahr 2050 rund 25% und bis 2100 etwa 65% zur Energieerzeugung beitragen kann, muss
Solarstrom laut WBGU jetzt eingeführt und damit preislich konkurrenzfähig gemacht werden.
„Die Ziele der Klimawende können wir nur verwirklichen, wenn wir die Photovoltaik deutlich ausbauen“, sagt Olaf Fleck, Vorstandsvorsitzender des BSi. „Das schaffen wir aber
erst, wenn sie den Anwendern einen wirtschaftlichen Nutzen erlaubt.“ Die Vorteile der wirtschaftlichen Vergütung von Photovoltaik liegen auf der Hand. Eine steigende Inlandsnachfrage
und die damit einhergehende Kostenreduktion durch Massenproduktion bedeutet einen breiten einheimischen Markt mit starken Unternehmen und einen Spitzenplatz beim PV-Export. „Energie-
und industriepolitisch steht Deutschland derzeit am Scheideweg”, erklärt Geschäftsführer Gerhard Stryi-Hipp. „es geht darum, ob wir in alte Technologien investieren oder die Tür
für neue, zukunftsweisende Technologien wie die Photovoltaik öffnen. Die Photovoltaik muss als nachhaltige Industriebranche begriffen werden, die unseren Wohlstand durch rationelle
Massenfertigung und Anwendungs-Know-how sichert. Sonst passiert uns das gleiche wie in den 80er Jahren bei der Computer- und Elektronikindustrie. Wir entwickeln die Grundlagen in der
Forschung, die Japaner bauen eine Industrie dazu auf und verdienen das Geld.” Eine starke deutsche PV-Industrie unterstütze die Konjunktur und stelle sicher, dass die Wertschöpfung im
Lande bleibe und nicht wie bei Öl und Gas in die erdölexportierenden Länder gehe.
Die erhöhten Vergütungen im EEG belasten den Bundeshaushalt nicht, so der BSi. Denn das EEG basiere auf dem Verursacherprinzip, nach dem die Mehrkosten für die umweltfreundliche
Stromerzeugung mit Sonne, Wind und Biomasse auf alle Stromverbraucher umgelegt würden. Nach Ansicht des BSi sind die Klagen um die Belastung aus dem EEG völlig überzogen, denn der Strompreis
erhöhe sich um nur 0,4 Cent pro Kilowattstunde, was für eine Durchschnittsfamilie zu einer Belastung von einem Euro pro Monat führe. Für eine nachhaltige Energieversorgung seien Bürger gerne
bereit, diesen bescheidenen Beitrag zu leisten, betont der BSi. Die Zeit dränge: Der 1. Referentenentwurf für das EEG aus dem federführenden Bundesumweltministerium wird derzeit erarbeitet
und soll noch vor der Sommerpause vorliegen. Ziel sei, das neue EEG zeitgleich zum Auslaufen des 100.000 Dächer-Programms imJanuar 2004 in Kraft treten zu lassen. Um den
Photovoltaikunternehmen eine Perspektive zu geben, appelliert der BSi an die Politik, möglichst schnell die Grundsatzentscheidung zu fällen, dass der Wegfall des 100.000 Dächer-Programms in
vollem Umfang kompensiert und damit eine wirtschaftliche Vergütung von Solarstrom im EEG festgeschrieben wird.
20.06.2003 Quelle: BSi
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
NaturEnergie AG schreibt Journalistenpreis aus
"Wo kommen unsere Energien her und wie setzen wir sie ein?" Unter diesem Motto steht der diesjährige Journalistenpreis der NaturEnergie AG. Journalisten, die zu diesem Thema berichtet
haben, können bis spätestens 31. Juli 2003 ihre Beiträge einsenden. Mit dem "Stromerzähler 2003" werden Autoren ausgezeichnet, die in journalistisch herausragender Weise aufgezeigt
haben, wie nachhaltiges Leben und Wirtschaften heute und in Zukunft gestaltet werden kann. Die Auszeichnung wird im Rahmen des NaturEnergieFORUMS 2003 am 23. Oktober in Grenzach-Wyhlen
verliehen. Insgesamt werden sieben Sachpreise im Gesamtwert von rund 4.000 Euro vergeben, darunter Design-Möbel, ein emissionsfreier Elektroroller sowie Strom- und Reisegutscheine.
Teilnehmen können alle deutschsprachigen Journalisten. Die Beiträge müssen zwischen dem 1. Juli 2002 und dem 30. Juni 2003 in einem Print-medium, in Hörfunk, Fernsehen oder in einem
Online-Magazin veröffentlicht worden sein. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2003.
Die Bewertung der Beiträge erfolgt durch eine unabhängige Jury von Fachleuten: Dr. Brigitte Dahlbender (Landesvorsitzende BUND Baden-Württemberg), Lord Ralf Dahrendorf (Soziologe, Autor,
Politiker), Dr. Klaus Heidler (Solar Consulting), Dr. Gerhard Haury (Aufsichtsratsvorsitzender NaturEnergie AG) und Helmut Maier-Mannhart (ehemaliger Leiter Wirtschaftsredaktion Süddeutsche
Zeitung).
Die NaturEnergie AG ist mit derzeit rund 230.000 Kundenverträgen Marktführer unter den reinen Grünstromhändlern in Deutschland. Der Journalistenpreis "Stromerzähler" wird 2003 zum zweiten Mal
vergeben.
Ausführliche Informationen und Teilnahmebedingungen sind erhältlich unter www.naturenergie.de und über das Projektbüro Stromerzähler c/o KommunikationsManagement Stefan Riefler, Rumfordstraße
10, 80469 München, Tel.: 089/29 08 40-44, Fax: 089/29 08 40-50
20.06.2003 Quelle: Naturenergie AG
Neues low-flow-Solarsystem von Consolar
Die Frankfurter Consolar Energiespeicher- und Regelungssysteme GmbH liefert seit wenigen Tagen einen neues Solarsystem für Warmwasseranlagen aus. Das System sei eine komplette
Neuentwicklung und zeichne sich durch einen neuartigen Solarwärmetauscher und ein innovatives Röhrenkollektorsystem aus, berichtet Consolar in einer Pressemitteilung. Die wichtigste
Neuerung sei die auf dem Kopf stehende Sydney- Röhre des Kollektor mit unten liegendem Sammler. Bedingt durch diese Anordnung könne sich im Winter bildendes Kondenswasser abfließen und eine
Frostsprengung der Röhre werde vermieden. Bei Kollektorstillstand des TUBO 11 CPC biete die Anordnung einen weiteren Vorteil: die Solarflüssigkeit werde bei Entstehung der Dampfphase oben
sofort aus dem Kollektor gepresst. Ein langes Verweilen bei hohen Temperaturen und damit verbundenem Abbau der Korrosionsschutzmittels bis zum völligen Verdampfen, wie es von herkömmlichen
Röhrenkollektoren bekannt ist, werde dadurch weitgehend vermieden.
Der zum Patent angemeldete low-flow-Solarwärmetauscher des COAX 390 besteht aus zwei doppelwandigen Edelstahl-Rohren, in denen die Solarflüssigkeit im Gegenstrom zum sich erwärmenden
Trinkwasser spiralförmig von oben nach unten strömt. Je ein Schichtenrohr umschließt den Doppelwärmetauscher innen und außen. Dadurch wird das erwärmte Wasser nach oben geführt und kann über
Bohrungen in der Speichermitte oder im Bereitschaftsteil oben eingeschichtet werden. Der UA-Wert, als Maß für die Wärmeübertragung des Solarwärmetauschers, sei für Solarspeicher in dieser
Größe extrem hoch, so Consolar. Die Kollektoreintrittstemperatur liege maximal 1 - 4 Grad über der unteren Speichertemperatur. „Das ist fast so, als wäre gar kein Solarwärmetauscher
eingebaut“ erläutert Consolar-Entwicklungsleiter Dr. Leibfried.
Mit dem neuen Anlagentyp erweitert Consolar seine Produktpalette um ein Warmwasser-Solarsystem. Consolar zählt mit über 10.000 installierten Anlagen mit Consolar-Technik zu den führenden
Unternehmen im Bereich solare Kombisysteme zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Alternativ zum Röhrenkollektor wird das System auch mit dem Flachkollektor PLANO 21 ausgeliefert.
Etwa zwei Drittel aller Solarwärmeanlagen dienen in Deutschland der teilsolaren Warmwasserbereitung. Gängige Low-flow-Systeme zur solaren Warmwasserbereitung bringen auf Grund der höheren
Gesamtanlageneffizienz eine im Bereich von 10% höhere Energieeinsparung.
19.06.2003 Quelle: Consolar GmbH
Abbau umweltschädlicher Subventionen spart Milliarden
Eine Untersuchung im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) gibt den Forderungen neuen Rückenwind, umweltschädliche Subventionen abzubauen. Das ifo-Institut für
Wirtschaftsforschung, München, und das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie weisen am Beispiel der Wohnungswirtschaft und der Agrarwirtschaft nach, dass eine umweltorientierte
Subventionspolitik die Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden um mehrere Milliarden Euro entlasten könnte - und zudem positive Umwelteffekte hätte. Allein im Wohnungswesen ließen sich
jährlich mindestens sechs Milliarden Euro und bis zum Jahr 2005 zwischen 18 und 25 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid einsparen. „Die Studie zeigt, dass wir gezielt an die
umweltschädlichen Subventionen herangehen sollten. So bekommen wir eine dreifache Dividende: Wir sparen Steuergelder, entlasten die Umwelt und schaffen finanzielle Spielräume zur Förderung
nachhaltiger Produktions- und Konsumweisen“, sagte Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes.
Die Wohnungswirtschaft gehört mit rund 23 Milliarden Euro jährlich zu den am höchsten subventionierten Bereichen der deutschen Volkswirtschaft. Bisher richte sich die Subventionspolitik im
Wohnungswesen kaum am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung aus, so das UBA in einer Pressemitteilung. Die Neubauförderung beispielsweise stehe noch immer im Mittelpunkt der Förderung, obwohl
diese zu erheblichen Umweltbelastungen führe und oft kein Förderbedarf mehr bestehe: Viele Regionen hätten inzwischen eher mit Leerständen als mit Wohnraumknappheit zu kämpfen. In der
Teil-Studie zur Reform der Subventionspolitik in der Wohnungswirtschaft wird daher vorgeschlagen, die Eigenheimzulage für Neubauten zu senken und eine „Öko-Komponente“ in die
Förderung einzubauen, die auch die Flächeninanspruchnahme berücksichtigt. Im sozialen Wohnungsbau sei es ebenfalls sinnvoll, die Neubauförderung erheblich zu verringern. Wie die Studie zeige,
lasse sich die Wohnraumversorgung sozial schwacher Gruppen durch andere Instrumente wesentlich kostengünstiger und umweltschonender erreichen, zum Beispiel mit dem Wohngeld oder dem Erwerb
von Belegungsrechten im Wohnungsbestand -. Ein Teil der frei werdenden Gelder sollte der Staat - auch mit Blick auf den Klimaschutz - zur Altbau-Modernisierung und Sanierung zum Energiesparen
im Wohnungsbestand einsetzen.
Die Agrarsubventionen des Bundes beliefen sich, so die Teil-Studie zur Agrarwirtschaft, im Jahr 2002 auf mehr als 1,7 Milliarden Euro. Durch die in den vergangenen Jahren eingeleitete
Neuorientierung der Agrarpolitik fanden Nachhaltigkeitskriterien teilweise bereits Eingang in die landwirtschaftliche Subventionspolitik. Aber es seien weitere Verbesserungen möglich, stellt
das UBA fest. So sollten Subventionen nach dem „Gießkannenprinzip“ zugunsten der gezielten Förderung einer nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Räume abgebaut werden. Ein Abbau
von Subventionen sei auch bei den Steuervergünstigungen nötig - etwa bei der Verbilligung von Gasöl durch das Agrardieselgesetz oder der Steuerermäßigung für landwirtschaftliche Fahrzeuge im
Rahmen der Kraftfahrzeugsteuer.
Ein ausführliches Hintergrundpapier zum Forschungsprojekt „Berücksichtigung von Umweltgesichtspunkten bei Subventionen“ mit den drei Teilen „Bestandsaufnahme und
Reformansätze“, „Sektorstudie Wohnungsbau“ und „Sektorstudie Agrarwirtschaft“ gibt es im Internet unter der Adresse http://www.umweltbundesamt.de, Rubrik Presse. Die kompletten Studien erscheinen in Kürze in der Publikationsreihe TEXTE des Umweltbundesamtes als Nr. 30, 31 und 32/2003.
Bestellungen an: Werbung + Vertrieb, Telefon 030/2 11 60 61, Fax: 2 18 13 79.
19.06.2003 Quelle: UBA
Paris: Pollutec 2003 -Internationale Messe für Umwelttechnologien
Vom 2. bis 5. Dezember 2003 wird am Messestandort Paris-Nord Villepinte die internationale Messe Pollutec stattfinden. Die Hauptthemen sind Umwelttechnologien, Ausrüstungen und
Dienstleistungen. Wie bereits in den vergangenen Jahren sollen auch in diesem Jahr 1.600 Aussteller und 40.000 Besucher aus Industrie und kommunalen Körperschaften angelockt werden,
berichtet der Informationsdienst Wissenschaft-Frankreich. Auf mehr als 60.000 Quadratmetern sollen die neuesten technologischen Lösungen in den Bereichen Wasser, Müll und Recycling, Luft,
Energie, Sanierung verschmutzter Anlagen und Böden, Analyse/Messung/Kontrolle und industrielle Reinigung vorgestellt werden.
Wasser und Müll sind noch immer die zwei wichtigsten Bereiche (sie machen mehr als 70 % der gesamten Ausstellungsfläche aus). Zwei Themen werden bei Pollutec 2003 dennoch eine besondere
Beachtung genießen: die erneuerbaren Energien und die Sanierung verschmutzter Böden und Anlagen. Daneben sollen auch andere wichtige Themen präsent sein: Risikoprävention- und Management,
Planung und Schutz der Küsten, Lärmbelastung.
19.06.2003 Quelle: Informationsdienst Wissenschaft-Frankreich; Wissenschaftsabteilung der französischen Botschaften in Deutschland und Österreich
SunTechnics erweitert Photovoltaik-Produktpalette
Die Hamburger SunTechnics Solartechnik GmbH hat ihr Angebot an speziell gefertigten Solarkomponenten ausgebaut. Ab sofort gibt es unter dem Namen SunTechnics neben Solarmodulen
auch Wechselrichter, die genau nach den Qualitätsvorgaben der Photovoltaik-Spezialisten hergestellt wurden, sowie Gestellsysteme mit prüffähiger Statik, berichtet das Unternehmen in einer
Pressemitteilung.
Die neuen Wechselrichter der Serie „STW 1400 – 4600“ von SunTechnics verfügen über einen Hochfrequenztrafo und eine geregelte Zwangsbelüftung, was hohe Wirkungsgrade in
allen Leistungsbereichen sicherstelle. Zusammen mit dem angewendeten Phase-Shift-Verfahren werden Schaltverluste minimiert. Ein weiter Eingangsspannungsbereich und verschiedene
Anschlussvarianten erlauben die flexible Kombination sowohl mit Dünnschicht-Modulen als auch mit mono- und polykristallinen Modulen. Zusätzlichen Komfort bietet ein standardmäßig integriertes
Grafikdisplay, über das jederzeit die wichtigsten Anlagenparameter abgefragt werden können.
Auch bei Photovoltaik-Modulen wartet das Unternehmen mit einer Neuheit auf. Das Solarmodul STM 173 F von SunTechnics ist speziell auf die Anforderungen leistungsstarker Solarstromanlagen
ausgerichtet. Es zeichne sich aus durch die niedrige Leistungstoleranz von zwei Prozent, 25 Jahre Leistungsgarantie auf 80 Prozent der Nennleistung und zehn Jahre Produktgarantie. Die stabile
Aluminiumrahmung und der Multi-Contact-Stecker garantieren eine einfache und sichere Montage. Mit 54 monokristallinen Hochleistungszellen und einer Nennspitzenleistung von 173 Watt ist das
STM 173 F sowohl für die private Hausdachanlage als auch für solare Großprojekte geeignet. Vom Modul über den Wechselrichter bis hin zur Gestelltechnik erhalten Bauherren nun komplette
SunTechnics-Solarstromsysteme aus einer Hand.
Neben der hohen Qualität aller zum Einsatz kommenden Systembauteile gibt die Komplettgarantie von SunTechnics zusätzliche Sicherheit: Die darin enthaltene Ertragsgarantie sichert volle 90
Prozent der individuell prognostizierten solaren Erträge für den Anlagenbetreiber ab, auch wenn die Sonne nicht wie erwartet scheint. Diese Kombination von Know-How, Qualität und Service habe
die Kunden überzeugt, betont SunTechnics: Allein im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen über 800 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 10 Megawatt installieren. Das
entspreche etwa zwölf Prozent aller bundesweit neu angeschlossenen Solarstromanlagen. Neben vielen privaten Anlagen zählten auch architektonisch beispielhafte Solarfassaden und der erst
kürzlich in Hemau bei Regensburg eingeweihte weltweit größte Solarpark zu den Referenzprojekten der SunTechnics Solartechnik GmbH.
18.06.2003 Quelle: SunTechnics Solartechnik GmbH
estec2OO3: Umweltminister Trittin übernimmt Schirmherrschaft
Passend zum Motto „Politik trifft Industrie“ hat Bundesumweltminister Jürgen Trittin die Schirmherrschaft der ersten europäischen Solarthermie-Konferenz estec2003
übernommen. Die Resonanz auf den Versand des Tagungsprogramms passe gut zum strahlend blauen Sommerhimmel, berichten die Veranstalter. Teilnehmer aus 25 Nationen hätten schon
gebucht, insgesamt werden 300 Teilnehmer aus Europa und darüber hinaus erwartet. Das endgültige Konferenzprogramm zeige, dass die European Solar Thermal Energy Conference 2003 (estec 2003)
vom 26.-27. Juni in Freiburg eine hervorragende Möglichkeit ist, sich in kürzester Zeit einen Überblick über die wirtschaftliche Nutzung von Solarwärme zu verschaffen. Noch nie habe es in
Europa so konzentriert so viele Informationen und Möglichkeiten zum Knüpfen von Kontakten gegeben.
Bei der estec2003 geht es um Techniken und Vermarktungsstrategien, um Förderpolitik und Erfolgsrezepte. Über 40 Referenten aus Solarindustrie und Politik werden auf der Konferenz berichten
und beraten: Wie kann man aus Wärme Kälte machen? Was kann man von Barcelona lernen, wo jeder Neubau eine solare Warmwasserbereitung haben muss? Welche Rahmenbedingungen lassen die Sonne über
dem Solarmarkt besonders hoch steigen?
Ein Vertreter des italienischen Umweltministeriums wird genauso dabei sein wie Günther Hanreich von der Generaldirektion Transport und Energie der EU Kommission. Sie werden sich gut mit der
Wirtschaft unterhalten können, denn dabei sind unter anderem Sprecher des katalanischen Energieinstituts, der französischen Energieagentur ADEME, dem Verband der europäischen Solarindustrie
ESTIF – und die CEOs und Vertriebsleiter der europäischen Solarindustrie!
Gelegenheit für Gespräche in lockerer Atmosphäre gibt es genug, betonen die Veranstalter. Die Stadt Freiburg lädt am Vorabend zu kühlem Wein aus der Region ein: Mittwoch, 25. Juni ab 20:00 h
im Foyer des alten Rathauses. In der großzügigen Atmosphäre eines Gutshofes findet am Donnerstag, 26. Juni ab 19:00 Uhr in Schloss Rimsingen bei Freiburg, das Konferenz-Dinner statt -
gesponsert von Interpane Solar. Und vom 27.-29. Juni 2003 bietet die wichtigste europäische Solarfachmesse - die Intersolar – in Freiburg Gelegenheit für „sonnige“
Gespräche.
Die estec 2003 bleibt nicht bei Europa stehen. Als besonderer Leckerbissen gelten Übersichtsvorträge zu wichtigen Solarmärkten außerhalb Europas: Israel, Indien, China, USA, Australien. Hier
gebe es viel zu lernen und unter Umständen auch viel zu exportieren.
In der Branche sei die estec2003 auf großes Interesse gestoßen. Ein Programmkomitee aus neun Vertretern europäischer Fachverbände hat das Vortragsprogramm zusammen gestellt. Drei Viertel der
Beiträge werden simultan auf deutsch, englisch und französisch übersetzt. Das Programm ist erhältlich unter www.estec2003.org.
18.06.2003 Quelle: BSi Bundesverband Solarindustrie
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
SolarWorld AG notiert im Prime Standard
Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) notiert ab sofort im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der solare
Technologiekonzern habe eine entsprechende Zulassung der Frankfurter Börse erhalten. Damit zählt die SolarWorld AG zum Kreis der börsennotierten Unternehmen mit den höchsten
Transparenzanforderungen in Deutschland.
Die Gesellschaft erwirbt gleichzeitig die Voraussetzung zur mittelfristigen Aufnahme in den Technologieindex TecDax der Deutsche Börse AG. Der TecDax ist der Börsenindex für die 30 größten
deutschen Technologieunternehmen unterhalb des Dax. Kriterien für eine Aufnahme in den Index sind eine entsprechende Höhe von Börsenkapitalisierung und -umsatz.
Unabhängig von der Zulassung zum Prime Standard ist die Gesellschaft außerdem in den Naturaktienindex NAI, einem internationalen Börsenindex zur Repräsentation ökologisch und sozial
orientierter Unternehmen, aufgenommen worden. Der seit 1997 bestehende NAI setzt sich aus 25 Unternehmen zusammen und dient Anlagegesellschaften (z.B. Öko-Fonds) als Grundlage für die Auflage
nachhaltiger Investmentprodukte. Die SolarWorld AG ist dabei der einzige Solarwert und eines von drei deutschen Unternehmen. Sowohl die Zulassung zum Prime Standard als auch die Aufnahme in
den NAI flankierten die Strategie der SolarWorld AG zur nachhaltigen Steigerung der Attraktivität der Aktie des solaren Technologiekonzerns. Die SolarWorld AG ist nach eigenen Angaben das
einzige Unternehmen am internationalen Kapitalmarkt, das sämtliche Wertschöpfungsstufen der Solarindustrie - vom Rohstoff Silizium über die Produkte Wafer, Zelle und Modul bis zum
Solarkraftwerk - in einem Unternehmen integriert.
18.06.2003 Quelle: SolarWorld AG
Solar-Verbände: EEG-Novelle muss wirtschaftliche Solarstromerzeugung ermöglichen
Die Solarbranche erwartet von der Bundesregierung die Beibehaltung verlässlicher Rahmenbedingungen zur Markteinführung der Solarstromtechnologie (Photovoltaik). Da das 100.000
Dächer-Solarstrom-Förderprogramm spätestens Ende des Jahres ausläuft, müsse der ausfallende Subventionswert im Rahmen der anstehenden Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)
rechtzeitig ausgeglichen werden. Das fordern übereinstimmend der Bundesverband Solarindustrie (BSi) und die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS), die ein gemeinsames Positionspapier
erarbeitet haben. Die im EEG geregelte Vergütung für Solarstrom soll künftig allein den wirtschaftlichen Betrieb einer Solarstromanlage ermöglichen.
In ihrem Positionspapier beziffern die Branchenverbände die wirtschaftliche Vergütung für Solarstrom aus Anlagen auf Privathäusern mit 65 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Größere Anlagen, die
im Rahmen von Beteiligungsmodellen erstellt werden, benötigen nach Angaben der Verbände nur 53 ct/kWh. Außerdem hält die Solarbranche eine Berücksichtigung der unterschiedlichen
Sonneneinstrahlung in Süd-, Mittel- und Norddeutschland für erforderlich. Diese unterscheide sich zwar nur um plus/minus 10 Prozent, doch schon diese kleine Abweichung führe dazu, dass
Anlagen nicht wirtschaftlich betrieben werden können. Im Süden soll die Vergütung deshalb um 10 % reduziert, im Norden um 10 % erhöht werden.
Bis die notwendigen Gesetzesänderungen tatsächlich in Kraft treten, müssen die zinsgünstigen, staatlich subventionierten Darlehen im Rahmen des 100.000 Dächer-Programms weiterhin angeboten
werden, appellieren die Verbände an das Umweltministerium. Eine Unterbrechung der Förderung und damit ein Abbruch der Nachfrage müsse in jedem Fall vermieden werden. Bundesumweltminister
Jürgen Trittin hatte die Gesetzesnovelle für den Beginn nächsten Jahres angekündigt.
In den letzten Jahren haben Bauherren von Solarstromanlagen in Deutschland zwei Investitionshilfen erhalten: Ein zinsgünstiges Darlehen nach dem 100.000 Dächer-Programm und eine durch das EEG
gesetzlich garantierte Vergütung von Solarstrom (derzeit: 45,7 Cent/kWh). Künftig soll allein das EEG - nach dem Vorbild der Windkraft - unabhängig vom Bundeshaushalt einen wirtschaftlichen
Betrieb von Solarstromanlagen ermöglichen, so die Vorstellungen der Solarverbände.
Die Solarförderung habe in den letzten vier Jahren einen regelrechten Investitionsboom ausgelöst und Deutschland bei der Photovoltaik auf Platz 2 im Weltmarktvergleich aufrücken lassen (Platz
1: Japan, Platz 3: USA), so BSi und UVS. Nach Berechnungen der Solarverbände wurden durch die Förderprogramme Investitionen in Höhe von über drei Milliarden Euro ausgelöst. Über 50.000
deutsche Eigenheimbesitzer haben in den vergangenen vier Jahren Solarstromanlagen für rund zwei Milliarden Euro errichtet. Um die gestiegene Nachfrage zu bedienen und dem Wettbewerb
standzuhalten, investierte die deutsche Wirtschaft gleichzeitig nahezu eine Milliarde Euro in den Auf- und Ausbau von über 30 deutschen Solarfabriken. Durch Massenproduktion und erhebliche
marktorientierte Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen konnten die Kosten der Photovoltaik in den letzten vier Jahren um über 20 Prozent gesenkt werden.
Im Rahmen der EEG-Novelle müssen nach Ansicht der Solarverbände neben der Festsetzung einer wirtschaftlichen Einspeisevergütung und der Differenzierung der Vergütungshöhe nach Anlagengröße
und Strahlungsintensität weitere Aspekte berücksichtigt werden: Die
bisherige Größenbegrenzungen für Photovoltaikanlagen soll entfallen; die Marktlimitierung durch den so genannten 1.000 MWp-Deckel im EEG aufgehoben und damit den anderen
Erneuerbare-Energien-Technologien angepasst werden. Um den Nutzerkreis zu erweitern, sollten zukünftig auch Investoren die Solarstromvergütung erhalten, die zu mehr als 25 Prozent der
Bundesrepublik Deutschland oder einem Bundesland gehören.
Damit es im Jahr 2003 während der politischen Abstimmung der Gesetzesnovelle zu keinem Markteinbruch kommt, fordern die Solarverbände schließlich, alle Antragsteller rückwirkend in den Genuss
der Solarstromvergütung kommen zu lassen, die noch in diesem Jahr eine Solarstromanlage errichten.
17.06.2003 Quelle: BSi; UVS
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
SFT präsentiert maßgeschneiderte Großkollektoren auf der Intersolar 2003
Der Großteil der Hersteller von Sonnenkollektoren konzentriert sich in seinem Produktportfolio auf standardisierte Flachkollektoren mit Flächen zwischen 1,5 bis 2,5 Quadratmetern. Je nach
Einsatzzweck und Auslegung der Solarwärmeanlage werden die einzelnen Kollektoren zu einem Gesamtsystem kombiniert. Einen anderen Weg beschreitet Rüdiger Kappei, Geschäftsführer der Manufaktur
Kappei SOLAR FUTURE TECHNIK (SFT) aus Elbe in Niedersachsen. Das Unternehmen stellt in diesem Jahr erstmals seine auf den individuellen Einsatzbereich optimierten Großkollektoren
mit Flächen von bis zu 30 Quadratmetern und Bauhöhen bis 5,5 Meter (aus einer Scheibe) auf der Intersolar in Freiburg vor.
„Durch die individuelle Fertigung von großflächigen Kollektoren ist es uns gelungen, die normalerweise beim Industriekollektor aufgrund der modularen Bauweise auftretenden Wärmeverluste
durch unzählige Verbindungen auf ein Minimum zu reduzieren, auch die Montagezeit ist reduziert. Benötigt ein eingespieltes Team für 12 m² Einzelmodule noch einen Tag, so benötigen wir für 21
m² nur eine Stunde Montagezeit. Dabei sind unsere Kollektoren immer in die Dachfläche oder Fassade integriert, das sieht angenehmer aus und der Architekt kann richtig gestalten“, so
Rüdiger Kappei. Neue Wege beschreitet SFT auch bei den eigens entwickelten Solar-Schichtspeichern. Durch die Unterbringung des Wärmetauschers im Speicher wird es möglich, den Wärmeertrag von
Kollektoranlagen mit über 300 m2 direkt in den Speicher zu laden.
Die in Elbe (zwischen Hildesheim und Goslar) ansässige Solarmanufaktur SFT produziert seit 1995 Kollektoren in allen Größen, Formen und Farben, maßgeschneiderte Solarfassaden mit Wärmedämmung
(Synergiefassaden) sowie komplette Solardächer für Eigenheime und gewerbliche Bauten. Das Produktangebot des Unternehmens umfasst darüber hinaus einen in über 100 Sondergrößen lieferbaren
Solar-Schichtenspeicher sowie Selbstbaukollektoren.
Solar Future Technik ist vertreten auf der Intersolar 2003 vom 27. bis 29. Juni in Halle 1, Stand 381.
17.06.2003 Quelle: Kappei SOLAR FUTURE TECHNIK (SFT)
NABU fordert Klarheit über umweltpolitischen Kurs der SPD
Vor dem Hintergrund der Koalitionsdebatte in Nordrhein-Westfalen hat der Naturschutzbund NABU den SPD-Vorsitzenden Gerhard Schröder in einem Brief aufgefordert, für Klarheit über den
umweltpolitischen Kurs der SPD zu sorgen. Die rot-grüne Bundesregierung habe zu Recht an ökologischen Zielen wie dem Ausbau der erneuerbaren Energien, dem Schutz der biologischen
Vielfalt oder der Verwirklichung der Nachhaltigkeitsstrategie festgehalten. Mit umso größerem Unverständnis beobachte der NABU daher die aktuelle Debatte und den widersprüchlichen Kurs in der
nordrhein-westfälischen SPD "In Nordrhein-Westfalen wird nicht nur über einen Ausstieg aus der Koalition beraten, sondern auch über einen Ausstieg aus wichtigen Anliegen des Natur- und
Umweltschutzes", sagte der amtierende NABU-Präsident Christian Unselt.
In dem jüngst von NRW-Ministerpräsident Steinbrück vorgelegten Papier werde unumwunden gefordert, der Naturschutz müsse hinter wirtschaftliche Erfordernisse zurücktreten. Dies verkenne in
populistischer Weise nicht nur die tatsächlichen Probleme des Landes, sondern stehe auch in krassem Gegensatz zu dem, was die rot- grüne Bundesregierung mit dem neuen Bundesnaturschutzgesetz
auf den Weg gebracht habe. Die von NRW-Ministerpräsident Steinbrück geforderte Wende in der Verkehrspolitik ziele nicht auf den zukunftsfähigen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, sondern
auf mehr Straßen, die Realisierung des fragwürdige Metrorapid-Projektes und einen Ausbau der Flughäfen. "Während der Bundesverkehrswegeplan zu einer besseren Abwägung der verschiedenen
Belange aller Verkehrsträger beitragen soll, legt die SPD in NRW eine verkehrspolitische Rolle rückwärts ein", so Unselt.
Auch in der Energiepolitik schließlich stehe nach Steinbrücks Vorstellungen nicht der Ausbau der Solarwirtschaft an erster Stelle, sondern der Schutz der Kohle und damit die weitere
Subventionierung eines fossilen Energieträgers. "Die Signale aus NRW sind alarmierend", betonte Unselt abschließend.
17.06.2003 Quelle: NABU
Energieagentur Regio Freiburg rät: Jetzt Förderanträge stellen!
Die Förderung im KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm wurde erheblich erweitert. Die Bundesregierung hat hierfür zusätzliche 160 Millionen Euro jährlich aus der Ökosteuer bereitgestellt.
Neben den attraktiven Zinsen in diesem Programm wird für besonders umfangreiche Sanierungen jetzt auch ein Teilschulderlass gewährt. „Im günstigsten Fall bekommen Sie heute
einen Kredit zu 1,51 Prozent effektiven Jahreszins“, erläutert die Förderprogrammexpertin der Energieagentur Regio Freiburg, Dr. Traute Maier, „Das Geld kann zum Beispiel für eine
Fassadendämmung, Wärmeschutzfenster, eine nachträgliche Dämmung des Daches oder den Einbau einer Solaranlage in Verbindung mit einer neuen Brennwertheizung eingesetzt werden. Wenn der
Energieverbrauch des Gebäudes durch die Sanierungsmaßnahmen soweit abgesenkt wird, dass er dem eines Neubaus entspricht, werden sogar 20 Prozent des Kredites erlassen und müssen nicht
zurückbezahlt werden. Solch günstige Förderbedingungen waren für Klimaschutzmaßnahmen bislang noch nie da und wir können daher nur empfehlen, jetzt zu handeln, falls Sanierungsmaßnahmen
anstehen“ rät Dr. Maier.
Vor der Umsetzung von Energiemaßnahmen sollte auf jeden Fall eine professionelle Gebäudeanalyse durchgeführt werden, die sicherstellt, dass das eingesetzte Geld optimale Ergebnisse bringt,
rät die Energieagentur. Auch für die dafür notwendigen Beratungsleistungen gibt es Geld vom Staat. Zwischen 300 und 400 Euro bezuschusst das BAFA eine sogenannte „Energiesparberatung
vor Ort“. Dabei werden die bauphysikalischen und heizungstechnischen Daten eines Objektes vor Ort aufgenommen, die Kosten und Wirkung von Sanierungsmaßnahmen genau ermittelt und
Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen angestellt, bei denen sämtliche zur Verfügung stehenden Förderprogramme berücksichtigt werden. Der Gebäudeinhaber erhält eine umfassende Studie, die es ihm
ermöglicht, seine Sanierungsmaßnahmen auf mehrere Jahre hinaus zu planen und die empfohlenen Maßnahmen einzeln oder in Paketen umzusetzen.
16.06.2003 Quelle: Energieagentur Regio Freiburg
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Aktionskonferenz "Solar for Peace“ am Bodensee
Zu einer Konferenz unter dem Motto "Solar for Peace - Frieden durch Sonne“ lädt die Gesellschaft Kultur des Friedens vom 20.-22. Juni 2003 in das Internat Schloss Gaienhofen am
Bodensee ein. Die Kampagne "Solar for Peace" will konkrete Projekte für eine weltweite nachhaltige Entwicklung und für zivile Konfliktlösung umsetzen, beschreiben die Veranstalter
ihr Vorhaben. Der Bodensee sei bereits eine Modellregion für angewandte Solarenergie-Nutzung. Die Gesellschaft Kultur des Friedens will die solare Infrastruktur im Bodenseeraum für die
Konferenzteilnehmer erlebbar. Das Angebot wendet sich an Friedens- Umwelt- und Entwicklungsgruppen, Solarexperten, Lehrer und Schulklassen sowie alle, die an diesem Thema interessiert
sind.
Der weltweite Kampf um den Zugang zu den immer knapper werdenden Ressourcen wie Öl, Erdgas und Wasser und eine davon abhängige wirtschaftliche Entwicklung als Kriegsursache werde in diesem
Jahrhundert weiter zu nehmen, so die Veranstalter. Nur durch radikales Umdenken und eine grundlegende Veränderung des Weltenergiesystems könnten diese Kriegsursachen langfristig überwunden
werden. Auf dem Programm stehen unter anderem Vorträge von Till Bastian (Autor, Arzt, IPPNW) und Hans Kronberger (MdEP, Vizepräsident von EuroSolar; Wien). Workshops beschäftigen sich mit der
Solarenergie in Bosnien, solarer Stadtplanung, solaren Kirche und Solarenergie an Schulen. Zum Ausklang gibt es ein solarverstromtes Konzert mit Konstantin Wecker, lateinamerikanischer und
griechischer Musik.
Kontakt: Gesellschaft Kultur des Friedens, culture-of-peace@t-online.de http://www.culture-of-peace.org
16.06.2003 Quelle: Gesellschaft Kultur des Friedens
Stadtwerke Hannover frauenfreundlichstes Unternehmen der Energiewirtschaft
Als besonders frauenfreundliches Energieunternehmen sind die Stadtwerke Hannover AG mit dem Woman Energy Award ausgezeichnet worden. Der Preis wurde erstmals vergeben durch die
internationale Unternehmensberatung Accenture und den Verband der Elektrizitätswirtschaft e.V. (VDEW) zum Auftakt des diesjährigen VDEW-Kongresses „Stromwirtschaft zwischen Wettbewerb
und Politik“. Er soll auf die zunehmende Bedeutung einer frauenfreundlichen Personalpolitik für die Wettbewerbsfähigkeit der Energieversorger hinweisen und „jene Unternehmen
positionieren“, so VDEW-Hauptgeschäftsführer Dr. Eberhard Meller, „die wirkungsvoll Anreize schaffen, im Unternehmen die Chancengleichheit zu fördern, den Frauenanteil zu erhöhen
und Beruf und Familie besser zu vereinbaren.“
Noch immer sei der Anteil der Frauen in der Energiewirtschaft mit 20 Prozent deutlich unter dem Industriedurchschnitt von 44,1 Prozent, so die Accenture Studie „Frauen und
Energie“. Die Stadtwerke Hannover AG reiht sich bei der Frauen-Power mit 20,3 Prozent in dieses Bild ein, in hohen Führungspositionen liegt sie mit 9,1 Prozent allerdings über dem
Durchschnitt von 3,1 Prozent. In der Kategorie „Beschäftigtenanzahl über 501“ ließen die Stadtwerke Hannover Branchengrößen wie die Stadtwerke Bielefeld, die Stadtwerke Kiel oder
die BEWAG allerdings nur knapp hinter sich. „Ausschlaggebend für die Auszeichnung war sicher die enorme Bandbreite an Maßnahmen.; hervorzuheben ist hierbei unsere Auswahlrichtlinie zur
Erhöhung des Frauenanteils bei der Stadtwerke Hannover AG: langfristig streben wir eine Frauenquote zwischen 35 und 65 Prozent an, so Arbeitsdirektor Jochen Westerholz.
Das Konzept des Unternehmens sei strategisch unterfüttert und institutionalisiert, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke Hannover AG. Es werde intern und extern kommuniziert und
bei den Arbeitszeiten sehr weitreichend flexibilisiert. Hierzu würden die Hannoveraner eine aktive Personalpolitik betreiben. Weibliche Teenager würden zum „Girl’s Day“
zentral eingeladen und betreut. So hätten in diesem Jahr 48 Mädchen das Angebot genutzt, sich im technischen Ausbildungszentrum einen Eindruck von einer technischen Ausbildung zu machen. Auf
Ausbildungs- und Hochschulmessen würden junge Frauen gezielt umworben und angesprochen, Personalausschreibungen der Stadtwerke begrüßen ausdrücklich Bewerbungen von Frauen. Mitarbeiterinnen
erhalten zusätzliche spezielle Weiterbildungsangebote. Auch die Auszubildenden werden frühzeitig über das Thema "Gleichstellung am Arbeitsplatz" im Rahmen eines Seminars informiert. Müttern
werde der Aus- und Wiedereinstieg ins Berufsleben so leicht wie möglich gemacht: mit Teilzeit, Telearbeit, flexiblen Arbeitszeiten, Sonderurlauben, Patenschaften und Dialogangeboten bis hin
zur Unterstützung bei der Suche nach Tagesmüttern, Kindergartenplätzen oder Babysittern. Natürlich stünden diese Angebote auch allen Vätern zur Verfügung, betont das Unternehmen.
16.06.2003 Quelle: Stadtwerke Hannover AG
EU-Konvent: Heftige Kritik an der Haltung der Bundesregierung zu Euratom
Mehrere Umweltverbände haben Bundesaußenminister Joschka Fischer vorgeworfen, stillschweigend zuzusehen, wie die Förderung der Atomkraft in der EU-Verfassung verankert wird. Greenpeace,
der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie der Deutsche Naturschutzring (DNR) kritisierten am 12.06.2003 die „Stillhaltetaktik“ Fischers in der
EU-Mitgliederversammlung und rufen zu einer Protestaktion auf. Der EU-Konvent kommt am 12. und 13. 06.2003 zur letzten Sitzung über seinen Entwurf einer europäischen Verfassung
zusammen. Bundesaußenminister Joschka Fischer (Die Grünen) ist Mitglied des Konvents. Der Vorsitzende Valéry Giscard d`Estaing wolle erreichen, dass der fast 50 Jahre alte Euratom-Vertrag als
Anhang des Entwurfes quasi unverändert übernommen werde, kritisieren die Umweltverbände. Sie fordern nicht nur, den Euratom-Vertrag aus dem Entwurf zu streichen, sondern ihn endgültig
abzuschaffen.
Sechs von fünfzehn EU-Ländern hätten nie Atomstrom produziert und vier EU-Staaten bereits den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen, heißt es in einer Pressemitteilung der Umweltverbände.
Auch der Deutsche Bundestag habe in einem Beschluss vom 12. März 2003 gefordert, den Euratom-Vertrag auslaufen zu lassen. Darin heiße es, der Vertrag sei nicht mehr zeitgemäß. "Offensichtlich
wollen die Befürworter der Atomenergie mit der Verfassung ihre gefährliche Technik am Leben erhalten. Trotzdem bleibt der grüne Außenminister als Konventsmitglied mucksmäuschenstill",
kritisiert Stefan Schurig, energiepolitischer Sprecher von Greenpeace. "So lange Fischer die deutschen Interessen vertritt, so lange ist er auch dem beschlossenen Atomausstieg verpflichtet.
Er darf sich in dieser entscheidenden Frage nicht wegducken."
Walter Jungbauer, Energiereferent des BUND sagte: "Atomkraft ist eine hochgefährliche Energieform, die selbst im Normalbetrieb Risiken mit unabsehbaren Konsequenzen birgt. Gleichzeitig
hinterlässt sie eine radioaktive Erblast, die über Millionen von Jahren sicher verwahrt werden muss. Es wäre absolut unverantwortlich, Atomenergie auch noch durch EU-Verfassungsrang zu adeln.
Europa braucht eine Wende hin zu rationeller Energienutzung und erneuerbaren Energien. Die weitere einseitige Förderung der Atomkraft würde das blockieren." Als einziger der vier
Gründungsverträge der Europäischen Gemeinschaft ist der Euratom Vertrag nie geändert worden. Bei der Unterzeichnung im Jahr 1957 herrschten euphorische Vorstellungen über die Rolle der
Atomenergie, betonen die Umweltverbände. "Katastrophen wie Tschernobyl, die radioaktive Verseuchung der Meere durch Wiederaufarbeitungsanlagen sowie das weltweit ungelöste Atommüllproblem
zeigen, wie steinzeitlich diese Auffassungen sind", sagte Britta Steffenhagen vom DNR.
Greenpeace, DNR und BUND haben eine Protest-Aktion gestartet mit persönlichen E-Mails an Minister Fischer und die deutschen Konventsmitglieder. Sie sollen sich dafür einsetzen, dass die
Förderung der Atomenergie nicht Teil der neuen europäischen Verfassung wird und sich gegen den Vorschlag des EU-Konventspräsidiums aussprechen. Mehr über die Online-Aktion der Umweltverbände
unter „Take Action“
[http://act.greenpeace.org/ams/de?a=774&s=blue2s_de]
Greenpeace e.V.
13.06.2003 Quelle:
Bundesgerichtshof erklärt Erneuerbare-Energien-Gesetz für verfassungsgemäß
Bundesumweltminister Jürgen Trittin begüßt die Entscheidung des Bundesgerichtshofs zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Das Gericht hatte am 11. Juni 2003 bestätigt, dass das EEG mit dem
Grundgesetz und dem Europarecht vereinbar sei und die Revision eines Stromversorgers gegen eine gleichlautende Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig zurückgewiesen. "Ich
freue mich, dass nach dem Europäischen Gerichtshof jetzt auch das höchste deutsche Zivilgericht grünes Licht für grünen Strom gegeben hat", so Bundesumweltminister Jürgen Trittin in einer
Pressemitteilung. Er erwarte, dass die großen Stromversorger ihren Widerstand gegen Erneuerbare Energien jetzt aufgeben und sich auf ihre gesamtgesellschaftliche Verantwortung besinnen.
Trittin: "Vom kräftigen Ausbau der Erneuerbaren Energie profitieren die Wirtschaft, die Beschäftigten und das Klima."
Die Bundesregierung hat mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die Rahmenbedingungen für Wachstum bei den Erneuerbaren Energien geschaffen. Der Anteil der Erneuerbaren Energien am
Stromverbrauch hat sich von 4,6 Prozent im Jahr 1998 mittlerweile fast verdoppelt und liegt derzeit bei knapp 9 Prozent. Ein Drittel des weltweit produzierten Windstroms wird in Deutschland
hergestellt. Derzeit sind in der Branche bereits 130.000 Menschen beschäftigt.
13.06.2003 Quelle: BMU
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Solarindustrie-Imagebroschüre neu aufgelegt
Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) bietet zwei weitere gedruckte Veröffentlichungen an. Die erfolgreiche und bereits vergriffene Imagebroschüre
„Solarindustrie – Neue Wirtschaftskraft für Deutschland“ liegt mit weiteren 4.000 Exemplaren in überarbeiteter Neuauflage vor. Medienvertretern, aber auch in der Lobbyarbeit
tätigen Solarunternehmern und Entscheidern bietet die UVS mit dem neuen Solar-industrie-Grafikordner eine wichtige Recherche- und Wissensquelle an. Beide Publikationen können bei der UVS
bezogen werden; Journalisten erhalten Einzelausgaben der Imagebroschüre kostenfrei.
In der neu bearbeiteten Zweitauflage der Imagebroschüre findet sich neben den be-währten redaktionellen Beiträgen und ausführlichen Selbstdarstellungen der wich-tigsten Solarunternehmen
Deutschlands auch viel Neues. So wurden Grafiken und Zahlenmaterialien um aktuelle Daten ergänzt, viele Beiträge wurden neu bearbeitet oder ausgetauscht. Als neue Teilnehmer der
Solarindustrie-Broschüre konnten der BVA-Verlag Bielefeld („Sonne, Wind & Wärme“) sowie der Solarpraxis-Verlag („SONNENENERGIE“) gewonnen werden. Viele
Solarunternehmen nutzten zudem die Gelegenheit, Beiträge auszubauen und zu aktualisieren.
Der Solarindustrie-Grafikordner, der unter Federführung von UVS und Solarpraxis AG sowie mit Unterstützung von rund 40 deutschen Solarunternehmen erstellt wur-de, präsentiert in drei
Themenkapiteln neueste Daten und Fakten rund um die So-larbranche in Deutschland und setzt diese in Beziehung zu internationalen Gege-benheiten. Zusammenhänge und Entwicklungen werden in
anschaulichen Grafiken dargestellt und erläutert. Die hochwertigen Informationen können nach dem Kauf der Materialien unter Angabe der Quelle unbeschränkt verwendet werden. Der Lob-byordner
soll damit zu einem wirksamen Informationsmittel werden für Medienver-treter, Entscheider, Unternehmer oder sonstige Interessierte. Für Journalisten wur-den dem Ordner eigens formulierte
Pressetexte hinzugefügt, die bequem und vor allem schnell in redaktionelle Eigenbeiträge eingefügt oder übertragen werden kön-nen. Der Grafikordner liegt als Broschüre sowie als CD
bereit.
Interessierte können beide Publikationen ab sofort bei der UVS bestellen. Die Neu-auflage der Imagebroschüre kostet 9,20 EUR plus Mehrwertsteuer. Der Grafikord-ner ist zum Preis von 99,- EUR
plus Mehrwertsteuer erhältlich, einschließlich sämt-licher Verwertungsrechte. Kontakt: UVS-Geschäftsstelle im EnergieForum Berlin, Stralauer Platz 34 in 10243 Berlin oder telefonisch an 030
– 44009 123.
13.06.2003 Quelle: UVS
Soleg GmbH: Trend zu größeren Solarstrom-Anlagen
Rund 8.000 Quadratmeter Solarzellen will die Zwieseler Soleg GmbH im Rahmen ihrer Frühjahrsaktion „1.000 kWp Solarstrom für Ostbayern“ auf die Dächer zwischen Passau und
Weiden, Landshut und Zwiesel bringen. Photovoltaikmodule mit insgesamt 450 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) seien bereits installiert worden, weit mehr als 550 kWp befänden sich in
der Planungs- und Realisierungsphase, berichtet das Unternehmen. Insgesamt sei ein deutlicher Trend hin zu größeren Anlagen zu erkennen: Waren es im vergangenen Jahr noch vier bis fünf kWp
Spitzenleistung für einen privaten Haushalt, so betrage die durchschnittliche Größe in diesem Frühjahr bereits rund zehn kWp.
Auch die Nachfrage aus der Landwirtschaft sie deutlich gestiegen, berichtet die Soleg GmbH. Dem bundesweiten Trend entsprechend, würden immer mehr ostbayerische Landwirte die Produktion und
Einspeisung von Solarstrom in das öffentliche Netz als Zusatzerwerb nutzen. Unter den Anlagen befänden sich auch sechs Photovoltaik-Gemeinschaftsprojekte. Sepp Weindl, Geschäftsführer
Photovoltaik der Soleg GmbH, kommentiert: „Das Interesse an Photovoltaikanlagen ist enorm. Ein Grund ist sicher auch, dass das 100.000-Dächer-Programm zum Jahresende ausläuft und die
vorhandenen Fördermittel bis Ende August vergeben sein könnten. Viele wollen sich das zinsgünstige Darlehen jetzt noch sichern.“
13.06.2003 Quelle: Soleg GmbH
Statistisches Bundesamt: Anstieg der Baugenehmigungen um 37,3%
Im 1. Quartal 2003 wurde in Deutschland der Bau von 88 700 Wohnungen genehmigt. Das sind nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes 24.100 Baugenehmigungen mehr als im
Vorjahreszeitraum. Der Anstieg um 37,3% dürfte zu einem guten Teil auf „Vorzieheffekte“ bei der Beantragung von Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser
zurückzuführen sein, die auf Grund der politischen Diskussionen um die Kürzung der Eigenheimzulage in den letzten Monaten entstanden sind, so das Statistische Bundesamt in einer
Pressemitteilung. Besonders ausgeprägte Vorzieheffekte waren seien im Dezember 2002 zu beobachten gewesen, in dem es bei den Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser zu
Steigerungsraten gegenüber dem Dezember 2001 von über 70% gekommen war.
Von Januar bis März 2003 wurden im Wohnungsbau 79.600 Neubauwohnungen genehmigt. Deutlich mehr Baugenehmigungen gab es für Wohnungen in neuen Einfamilien- und Zweifamilienhäusern (+ 53,5%
bzw. + 49,8%). Bei den Mehrfamilienhäusern sind die Genehmigungen von Neubauwohnungen nur geringfügig gestiegen (+ 4,9%). Der umbaute Raum der genehmigten neuen Nicht-Wohngebäude ging
gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 43,9 Millionen Kubikmeter auf 39,4 Mill. m3 zurück (- 10,4%). Dieser Rückgang zeigte sich besonders bei den nicht öffentlichen Bauherren (- 11,1%); auch
bei den öffentlichen Bauherren wurde das Ergebnis des Vorjahreszeitraums unterschritten (- 4,2%).
12.06.2003 Quelle: Statistisches Bundesamt
Symposium zu Technik-Trends in der Windkraftbranche
Innovationen zur Nutzung der Windenergie stehen im Mittelpunkt der www.Windmesse.de-Konferenz am 25.6.2003 in der Handwerkskammer Hamburg. Neben dem quantitativen Wachstum der
Windenergie-Anlagen solle eine Fülle wichtiger Verbesserungen präsentiert werden. Die neue Technik sorge für eine längere Lebensdauer der Komponenten, bessere Überwachung des
Betriebszustandes sowie eine leichtere Montage und Wartung, kündigt der Veranstalter (smart Dolphin Gmbh) an. Gleichzeitig würden Schäden minimiert und die Verfügbarkeit der Anlagen sowie der
Ertrag wurden gesteigert.
Ende März 2003 waren laut smart Dolphin Gmbh bundesweit 13.990 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 12.359 Megawatt (MW) installiert. Damit decke die Windkraft erstmals über fünf Prozent
des bundesweiten Strombedarfs. Dies sei mit einer dynamischen Steigerung der installierten Leistung pro Windenergieanlage verbunden. Inzwischen liege der Wert über 1.500 Kilowatt pro
Anlage.
Thomas, Herdan, Geschäftsführer Fachverband Power Systems im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) betont die Innovationsfähigkeit der Branche: "Dass heutzutage bereits viele
Binnenstandorte für Windkraftanlagen genutzt werden können, ist maßgeblich auf die technische Innovationsfähigkeit der Branche zurückzuführen." Inzwischen sei die Branche ein Wirtschaftsmotor
mit einem Jahresumsatz von über drei Milliarden Euro. Der Export spiele dabei eine immer größere Rolle. Innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre rechnet Herdan mit einem Exportanteil von 60
bis 70 Prozent. Worin die Stärken von Windenergie-Analgen "Made in Germany" liegen, will das www.Windmesse.de Symposium deutlich machen.
12.06.2003 Quelle: smart dolphin GmbH
Trittin: Vorbeugender Klimaschutz erfordert eine globale Energiewende
Bei der Eröffnung eines deutsch-brasilianischen Seminars in Berlin betonte Bundesumweltminister Jürgen Trittin die wichtige Rolle einer umweltgerechten Energieversorgung für den
Klimaschutz. Er begrüßte die Anstrengungen Brasiliens für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Brasilien werde auch eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung der internationalen
Konferenz für erneuerbare Energien spielen, die im Juni 2004 in Bonn stattfindet, berichtet das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung.
"Die riesigen Amazonaswälder sind für das globale Klima wertvoll und unverzichtbar. Deshalb stellt die Bundesregierung auch in diesem Jahr wieder 20 Millionen Euro zum Schutz dieser Wälder
bereit“, sagte Trittin. Aber vorbeugender Klimaschutz brauche mehr, und zwar eine globale Energiewende. Diesem Ziel habe sich eine Gruppe von zur Zeit 80 Staaten verpflichtet, die
konkrete Zeit- und Ausbauziele für erneuerbare Energien beschlossen hätten. Hierbei spiele Brasilien eine wichtige Rolle. Es habe auf Grund seiner Größe und Wirtschaftskraft eine Leitfunktion
in Lateinamerika. Als Schwellenland mit steigendem Energiebedarf stehe Brasilien vor der Herausforderung zu zeigen, dass Wirtschaftswachstum nicht notwendigerweise mit steigenden
Treibhausgasemissionen einhergehen muss." Brasilien, das seinen Strom zu mehr als 80 Prozent aus großen Wasserkraftwerken bezieht, will in Zukunft verstärkt auf Biomasse, Solarenergie und
Windkraft setzen“, so Trittin.
Der Bundesumweltminister lobte das Engagement Brasiliens bei der Vorbereitung der Bonner Konferenz. Brasilien arbeite in der internationalen Steuerungsgruppe mit, die sich mit der politischen
und inhaltlichen Vorbereitung der Konferenz befassen soll. Brasilien will auch zu einer der regionalen Vorbereitungskonferenzen einladen. In Bonn soll ein Aktionsplan für den weltweiten
Ausbau der erneuerbaren Energien verabschiedet werden.
12.06.2003 Quelle: BMU
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Treibhausgasemissionen in der EU erneut angestiegen
Die Europäische Union ist im Hinblick auf ihre Verpflichtung, bis zum Zeitraum 2008-2012 eine erhebliche Reduzierung der Emissionen zu erzielen, weiter in Rückstand geraten. Das
berichtet die Europäische Umweltagentur (European Environmnet Agency; EEA) in einer Pressemitteilung. Der jährliche Emissionsübersicht der EEA zeigt, dass die Gesamtemissionen der sechs Gase,
die in weiten Kreisen für den globalen Klimawechsel verantwortlich gemacht werden, in der EU im Jahr 2001, dem Jahr mit den neuesten verfügbaren Daten, im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 %
angestiegen sind. Laut dem Kioto-Protokoll zur Bekämpfung des Klimawechsels ist die EU verpflichtet, bis zum Zeitraum 2008-2012 ihre Emissionen dieser sechs Gase gegenüber dem Stand von 1990
um 8 % zu senken.
Aus einer vorläufigen Bewertung gehe hervor, dass die Hauptgründe für den Anstieg in den meisten EU-Ländern zum einen der kalte Winter war, was dazu führte, dass Haushalte mehr
Heizbrennstoffe verbrannten, und zum anderen die höheren Emissionen im Verkehr sowie der höhere Verbrauch fossiler Brennstoffe für die Strom- und Wärmeerzeugung. Trotz des Anstiegs im Jahr
2000 lagen die Treibhausgasemissionen in der EU im Jahr 2001 2,3 % unter ihrem Stand von 1990, so die EEA. Dieser Rückgang sei im Vergleich zu den beiden Jahren davor allerdings niedriger
ausgefallen: Im Jahr 2000 waren die Emissionen um 3,3 % und 1999 um 3,6 % niedriger als 1990.
Der aktuelle EEA-Report enthält die besten verfügbaren Schätzungen und wird jährlich überarbeitet. Er enthält jedoch keine Daten zu Veränderungen bei der Landnutzung und der Forstwirtschaft,
durch welche Emissionen sowohl entstehen als auch ausgeglichen werden können, da dafür derzeit noch keine international anerkannten Methoden vorliegen.
Die Emissionen von Kohlendioxid (CO2) – dem wichtigsten Treibhausgas – stiegen in der EU zwischen 2000 und 2001 um 1,6 %. CO2 macht 82 % der Treibhausgasemissionen der EU aus. Die
neuen Zahlen ließen erkennen, dass 10 von 15 Mitgliedstaaten ihren vereinbarten Anteil am Stabilisierungsziel für Treibhausgase in der EU bei Weitem nicht erfüllen werden. Dies treffe zu auf
Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Griechenland, Irland, Italien, die Niederlande, Portugal und Spanien.
Irland, Spanien und Portugal sind laut EEA am weitesten davon entfernt, ihren Anteil am EU-Stabilisierungsziel für Treibhausgase zu erfüllen. Irlands Emissionen lagen im Jahr 2001 um 31 %
über dem Stand von 1990 und damit mehr als doppelt so hoch als die 13 %, die zwischen 1990 und 2008-2012 erlaubt sind. Auf Grund höherer Wasserkrafterzeugung, wodurch die Nutzung fossiler
Brennstoffe für Strom und Wärme reduziert wurde, hat Spanien zum ersten Mal seit fünf Jahren seine Emissionen reduziert, nämlich um 1,1 % im Vergleich zum Jahr 2000.
Von allen Mitgliedstaaten verzeichnet Luxemburg die größte prozentuale Senkung der Treibhausgasemissionen, um insgesamt 44 % seit 1990. Deutschland, der größte Treibhausgasemittent, hat seit
1990 mit insgesamt 18 % die größte Reduzierung unter den großen Mitgliedstaaten erzielt.
Für den Herbst 2003 plant die Europäische Umweltagentur (EUA) die Veröffentlichung einer Analyse der Emissionszahlen und –tendenzen und der neuesten Prognosen für 2010. Die aktuelle
Übersicht kann auf der EEA-Website eingesehen werden unter http://reports.eea.eu.int/technical_report_2003_95.
11.06.2003 Quelle: European Environment Agency
Solarenergie-Förderverein stellt Energiesteuer zur Diskussion
Der bundesweit tätige Solarenergie-Förderverein e.V. (SFV) mit Sitz in Aachen schlägt zur Finanzierung von Staat und Sozialsystemen eine Besteuerung der Primärenergie vor. Die
engagierten Vorkämpfer für den Durchbruch der Photovoltaik wollen damit der Diskussion um ein ökologisch fundiertes Steuersystem neue Anstöße geben. Seine Überlegungen präsentiert der SFV als
„Agenda 2009“.
Nach Ansicht des SFV geht es nicht darum, über die Höhe der staatlichen Einnahmen oder Ausgaben zu streiten, sondern die Quelle der Einnahmen grundsätzlich zur Diskussion zu stellen. Wenn in
Deutschland alle Steuern und Sozialbeiträge - insgesamt 846 Milliarden Euro – durch eine einzige Steuer auf die Primärenergie ersetzt würden, entspräche dies einer Belastung von 21 Cent
pro Kilowattstunde, errechnete der SFV. Diese radikale Vereinfachung des Steuer- und Sozialsystems würde bedeuten das ansonsten keine Steuern und Sozialabgaben mehr anfielen und der Bund, die
Länder, die Kommunen und die Sozialversicherungssysteme dennoch die gleichen Einnahmen wie bisher erzielen würden, so der SFV. Renten, Arbeitslosengelder, Sozialhilfe und
Krankenversicherungsleistungen sowie alle sonstigen Verpflichtungen des Staates und der Kommunen sollten laut SFV aus dem Aufkommen der Energiesteuer bezahlt werden.
Mit einer solchen Primärenergiesteuer würde der Produktionsfaktor Arbeit – bisher Grundlage der Steuer und Sozialversicherung – ersetzt durch den „Produktionsfaktor“
Energie; für den SFV eine diskussionswürdige Fortschreibung der Ökosteuer. Waren und Dienstleistungen, die mit hohem Energieverbrauch verbunden sind würden teurer; Waren und Dienstleistungen,
die mit hohem Personalaufwand erbracht werden, hingegen billiger Die Bevölkerung bevorzuge dann Produkte, die mit hohem Personalaufwand hergestellt werden und nehme Dienstleistungen vermehrt
in Anspruch, argumentiert der SFV. Als Konsequenz würden Unternehmer personalintensive Betriebe eröffnen beziehungsweise erweitern und energieintensive Betriebe schließen. Die SFV-Variante
der ökologischen Steuerreform hat ambitionierte Ziele: Arbeitslosigkeit und Energieverschwendung hätten ein Ende und die sozialen Sicherungssysteme würden wieder finanzierbar, heißt es auf
den Webseiten des Vereins. Dort lädt der SFV zur Diskussion ein und bietet zahlreiche Texte zur Steuer- und Energiediskussion an.
11.06.2003 Quelle: SFV
Zinssenkung bei KfW-Darlehen - Umstieg auf Solarwärme günstig wie nie
Über fünf Millionen Haushalte können laut Angaben der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) in diesem Sommer wirtschaftlich auf Solarwärme umsteigen. Die Bundesregierung
ermöglicht dies durch ab sofort nochmals zinsgünstigere Kredite des CO2-Gebäudesanierungsprogramms der KfW-Bankengruppe. Die UVS erwartet durch die Senkung des Zinssatzes von bisher effektiv
2,12 Prozent auf nunmehr effektiv 1,51 Prozent bei zwanzigjähriger Laufzeit einen deutlichen Sanierungsimpuls. Ziel ist es, veraltete Heizungsanlagen durch moderne, klimafreundliche
Heizkessel in Verbindung mit einer thermischen Solaranlage zu ersetzen. Durch die aktuelle Zinssenkung der Klimaschutzdarlehen und verbesserte Förderkonditionen rechnen sich die Investitionen
bereits nach wenigen Jahren, so die UVS. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen ist Sonnenenergie kostenfrei.
Carsten Körnig, Geschäftsführer der UVS: "Heizen und Warmwasser mit Sonnenenergie setzt sich zunehmend durch und alle profitieren: Hausbesitzer sparen und werden unabhängiger. Neue,
innovative Arbeitsplätze entstehen und die Umwelt wird entlastet." Förderanträge für die zinsgünstigen Darlehen können sowohl von privaten Hauseigentümern als auch von
Wohnungsbaugesellschaften gestellt werden. Die UVS weist auf die Kombinationsmöglichkeit mit anderen Förderprogrammen hin: Im Rahmen des Marktanreizprogramms wird vom Bundesamt für Wirtschaft
und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zusätzlich ein Zuschuss von 125 Euro je Quadratmeter Solarkollektorfläche gewährt. Detailinformationen und eine erste individuelle Förderberatung stellt die UVS
gemeinsam mit der KfW im Internet unter http://www.solarfoerderung.de bereit.
Gefördert werden Sanierungsmaßnahmen, wenn das Haus vor 1979 errichtet und der auszutauschende Heizkessel vor dem 01.06.1982 eingebaut wurde. Kann nach der Sanierung ein bestimmtes Maß an
CO2- und Energieeinsparung nachgewiesen werden, erhält der Hauseigentümer zusätzlich einen Teilschulderlass von 20 Prozent. Finanziert wird die Förderung durch die Bereitstellung von jährlich
160 Mio. Euro aus dem Ökosteuer-Aufkommen für das KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm.
11.06.2003 Quelle: UVS
Niedersachsen will Förderung auf Forschung und Entwicklung konzentrieren
"Niedersachsen wird ab 2004 die Fördermittel auf anwendungsnahe Forschung und Entwicklung in mittelständischen Unternehmen konzentrieren", erläuterte Umweltminister Sander am 5. Juni 2003
vor Journalisten. "Nicht mehr der Bau von Fotovoltaik-Anlagen wird also künftig gefördert, sondern ihre technische Weiterentwicklung“, so Sander weiter. Im Jahr 2003 stehen
rund 13,5 Millionen Euro zum Ausbau der erneuerbaren Energien zur Verfügung. Ab 2004 sind jährlich 7,5 Millionen Euro vorgesehen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sei - neben der
Energieeinsparung und die Steigerung der Energieeffizienz - ein wichtiges Anliegen, erklärte Sander. „Wir werden die Nutzung der erneuerbaren Energien konsequent ausbauen, die
Fördermittel aber gezielter einsetzen. Ebenso muss die Wirtschaftlichkeit der Anlagen, die technische Entwicklung und der Schutz von Natur, Landschaft und der Anwohner mehr als bisher
beachtet werden“, sagte der Minister.
Die Förderrichtlinien des Landes laufen planmäßig Ende 2003 aus. „Diese Tatsache nutzen wir, um die gesamte Förderpolitik auf den Prüfstand zu stellen, gutachterliche Vorschläge werden
zurzeit ausgewertet. In Kürze entscheiden wir dann über die Schwerpunkte der zukünftigen Förderung. In den Jahren 2004, 2005 und 2006 werden jeweils rund 7,5 Millionen Euro Haushaltsmittel
hierfür bereitgestellt“, kündigte Sander an. Klar sei, dass es in Zukunft keine Doppelförderungen mehr geben werde. Vorhaben, die auch in den Genuss von Bundesmitteln kommen, sollen
künftig nicht mehr mit Landesmitteln unterstützt werden, sagte der Minister. Klar sei auch, dass die Förderung neuer Technologien keine Dauersubventionierung sein dürfe.
Besonderes Augenmerk will das niedersächsische Umweltministerium künftig auf die Weiterentwicklung der Zukunftstechnologien legen. Hier soll unter anderem an die erfolgreichen Arbeiten des
Instituts für Solarenergie in Emmerthal (ISFH) angeknüpft werden. Übereilte Entscheidungen will Sander nicht treffen. Das würden die sensiblen Märkte für die erneuerbaren Energien nicht
vertragen. Abschreckendes Beispiel ist für Sander der Bund, der in der Vergangenheit in kurzen Abständen seine Förderbedingungen mehrmals geändert und so starke Schwankungen auf den Märkten
hervorgerufen habe.
10.06.2003 Quelle: Umweltministerium Niedersachsen
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
dena: Forschung zu Offshore-Windenergie soll fortgeführt werden
Das „Forum Offshore Windenergie und Umweltschutz“, einberufen von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), empfiehlt für die nächsten fünf Jahre weitere Forschungsarbeiten
zur Windenergienutzung auf See. Auf einem Treffen Anfang der Woche in Berlin hat das Forum die Bedeutung umwelt- und naturschutzbezogener Forschung zu diesem Thema bekräftigt.
Die vom Forum empfohlenen Forschungsschwerpunkte erläuterte der Offshore-Projektleiter bei der dena, Albrecht Tiedemann: „Die Auswirkungen großflächiger Windparks auf den Vogelzug
sollten weiter untersucht werden. Zudem sind Techniken zum Schallschutz während der Bauarbeiten sowie Sicherheitsmaßnahmen zu entwickeln“. Bisher wurde zum Thema Offshore drei Jahre
geforscht; die Fortführung steht demnächst im Bundeshaushalt zur Entscheidung an. Das Forum setzt sich für einen positiven Beschluss ein, um einen möglichst natur- und umweltverträglichen
Ausbau der Windenergienutzung auf See, wie er auch von der Bundesregierung geplant ist, sicherzustellen.
Forumsmitglieder sind neben der Deutschen Energie-Agentur, die Umweltverbände BUND, NABU, WWF, DNR, Greenpeace und BBU sowie das Bundesumweltministerium, das Bundesamt für Naturschutz, das
Umweltbundesamt und das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Mit dem Forum will die Deutsche Energie-Agentur einen Konsens zum Thema Offshore-Windenergie und Umweltschutz zwischen
den Beteiligten unterstützen.
Weitere Informationen zum Thema unter http://www.offshore-wind.de
10.06.2003 Quelle: dena
IWR: Weltmarkt für Wind- und Solarenergie wächst auch 2003
Das weltweite Wachstum für regenerative Energietechniken hält unvermindert an, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)in einer Pressemitteilung.
Ende 2003 würden insgesamt 37.000 bis 40.000 Megawatt) Windkraftleistung rund um den Globus Strom erzeugen (2002: zirka. 31.000 MW), so das IWR. Die weltweit insgesamt installierte
Solarstromkapazität(Photovoltaik) werde erstmals die Marke von 2.000 MW übersteigen. Deutlich stärkere industrielle Aktivitäten als in den vergangenen Jahren seien weltweit auf dem
regenerativen Treibstoffsektor bzw. auf dem Verkehrssektor erkennbar. In Deutschland stünden Ende 2003 nach den bisherigen Planungen erstmals Biodiesel-Produktionsanlagen mit mehr als einer
Million Tonnen Jahreskapazität zur Verfügung (2002: 835.500 t).
"Ein wichtiger Schlüssel für Wachstum und Beschäftigung ist das industrielle Know how, regenerative Energie-Anlagentechniken zu entwickeln und zu produzieren", sagte IWR-Leiter Dr. Norbert
Allnoch. „Dazu ist es aber notwendig, dass Industriepolitik und Klimapolitik auf allen drei Sektoren (Strom, Wärme und Treibstoffe) sehr viel stärker Hand in Hand gehen, so Allnoch
weiter.
Infos zu Biodieselkapazitäten in Deutschland unter http://www.iwr.de/bio/nutz/kapazitaeten.html
10.06.2003 Quelle: IWR
Europäische Photovoltaik-Branche legt deutlich zu
Die europäische Photovoltaikindustrie holt auf. Im weltweiten Vergleich hat sich der Marktanteil der europäischen Hersteller von Solarstrommodulen auf über 25% verdoppelt. Motor
für die Entwicklung ist Deutschland, das mit zinsgünstigen Darlehen im 100.000 Dächer-Programm und der erhöhten Solarstromvergütung im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) einen Nachfrageboom
ausgelöst hat. Das berichten die Veranstalter der größten europäischen Solarfachmesse Intersolar 2003, die vom 27.-29.06. in Freiburg stattfindet.
Doch auch andere Länder wie Spanien und Frankreich haben jetzt Programme für die Photovoltaik-Markteinführung aufgelegt. Nach Ansicht des Bundesverbandes Solarindustrie (BSi), einem der
idellen Träger der Messe, wird deren Rolle in Europa an Bedeutung zunehmen. In diesem Jahr erwartet der deutsche Herstellerverband ein Wachstum von 25% in Europa. Die große Marktdynamik
spiegle sich auch auf der Intersolar 2003 wider, die sich in den letzten vier Jahren zur größten europäischen Solarfachmesse entwickelt hat. Die Messe weist einen steigenden Anteil an
internationalen Ausstellern auf jetzt 23% aus und ist bereits voll ausgebucht.
In Japan wurden im Jahr 2002 Solarstromanlagen mit einer Leistung von 140 Megawatt (MW) installiert. Deutschland liegt weltweit an Platz zwei mit 80 MW. Grund für die japanische Führungsrolle
ist die kontinuierliche Förderung der Photovoltaik seit 1994 im sogenannten 70.000 Dächer-Programm. "Auf Basis der deutschen Photovoltaik-Programme hat die europäische Solarindustrie seit
1999 zur Aufholjagd angesetzt", so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des BSi. "Die Photovoltaikunternehmen hätten über eine Milliarde Euro in modernste Produktionsanlagen investiert und
arbeiteten intensiv daran, ihren Marktanteil auszubauen." Bei den Solarzellen liegt der europäische Produktionsanteil derzeit bei 25%. Nachdem die neuen Fabriken aufgebaut sind, setzen immer
mehr deutsche Firmen auf den Export. Unterstützt werden sie dabei von der Deutschen Energie-Agentur (dena). Sie koordiniert im Auftrag der Bundesregierung die "Exportinitiative Erneuerbare
Energien". Im Rahmen dieser Initiative führen dena und BSi auf der Intersolar 2003 erstmalig das Forum und die Sonderschau "Photovoltaics for the World" durch. Das englischsprachige Forum
wendet sich weltweit an Multiplikatoren, Investoren, Vertriebsorganisationen und an exportinteressierte deutsche Solarunternehmen.
"Der internationale Handel von Solartechnik nimmt kontinuierlich zu, dies spüren wir am zunehmenden Interesse ausländischer Aussteller und Besucher", so die Veranstalter Solar Promotion und
Messe Freiburg. "Die Intersolar ist damit zur wichtigsten Plattform der Solaranbieter in Europa geworden, was wir durch eine Vielzahl von internationalen Begleitveranstaltungen und
Sonderschauen unterstützen". Beispielsweise veranstaltet das Zentrum für rationelle Energieanwendung und Umwelt (ZREU) auf der Intersolar 2003 den Workshop "Building integrated
photovoltaics". Architekten, Planer, Fachhandwerker, Energieberater, Bauherren und Investoren erhalten dabei einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten von Photovoltaik-Modulen.
Weitere Informationen unter http://www.intersolar.de und http://www.german-pv.com
06.06.2003 Quelle: Solar Promotion GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Neue Heizung mit Solar-Unterstützung für 17 Euro im Monat
Bereits für 17 Euro monatlich ist ein neuer, Energie sparender Gas-Brennwertkessel mit Solarnutzung zu haben. Das errechnete die Initiative Solarwärme Plus.
Heizungsmodernisierer, die auf Solarenergie setzen, erhalten staatliche Zuschüsse und können darüber hinaus zinsgünstige Kredite in Anspruch nehmen. Das Bundesamt für Wirtschaft und
Ausfuhrkontrolle (BAFA) zahlt pro installiertem Quadratmeter Kollektorfläche 125 Euro, die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet bei Modernisierungen von Heizungen, die vor dem 1. Juni
1982 installiert wurden, einen Zinssatz an, der deutlich unter Marktniveau liegt.
Die Initiative Solarwärme Plus hat die Finanzierung für eine Gas-Brennwertheizung mit Solarnutzung und Warmwasserspeicher errechnet: Eine neue Anlage kostet mitsamt Installation etwa 13.000
Euro. Werden acht Quadratmeter Kollektorfläche installiert, gibt es 1.000 Euro Zuschuss vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die verbleibenden 12.000 Euro können clevere
Heizungsmodernisierer über die Kreditförderung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms finanzieren, so die Initiative. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren, einem ersten tilgungsfreien Jahr und einem
Nominalzinssatz von 1,8 Prozent ergebe sich eine jährliche Belastung von 747 Euro. Da die neue Heizungsanlage mit Brennwerttechnik und Solarkollektoren gegenüber dem Altkessel etwa 45 Prozent
Energie einspare, senke der Hauseigentümer seine jährlichen Energiekosten um schätzungsweise 540 Euro. Ziehe man diesen Betrag von den jährlich zu zahlenden 747 Euro ab, so verbleibe nur noch
eine effektive finanzielle Jahresbelastung von 207 Euro für das energiesparende Heizsystem. Auf den Monat bezogen lasse sich derzeit ein wirtschaftliches und umweltschonendes Heizsystem mit
17 Euro finanzieren.
Weitere Informationen über Förderprogramme für Solaranlagen sowie Planungshilfen gibt es bei der Initiative Solarwärme Plus unter der
Tel.: 0 18 02/00 08 70 (6 Cent pro Gespräch).
06.06.2003 Quelle: Initiative Solarwärme Plus
VKU stellt Forderungen zur Regulierung der Strom- und Gasmärkte
Der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) will an der Gestaltung einer staatlichen Regulierungsinstanz für die Strom- und Gasmärkte mitwirken. "Auch wenn wir die
Selbstregulierung durch so genannte Verbändevereinbarungen bevorzugt hatten, akzeptieren wir die Vorgaben der EU zur Einrichtung nationaler Regulierungsstrukturen", erklärte VKU-Präsident
Gerhard Widder am 23.05.2003 auf einer Pressekonferenz in Berlin, bei der ein Forderungskatalog des VKU-Präsidiums an den Gesetzgeber vorgestellt wurde. Danach müsse eine Regulierung allen
Marktakteuren in erster Linie Rechtssicherheit vermitteln. Auch dürfe sie die wirtschaftlichen Grundlagen der Unternehmen nicht dadurch gefährden, dass sie die Regulierungspraxis
ausschließlich am Ziel einer "Niedrigstpreispolitik" ausrichte.
Laut VKU muss sich die Regulierungsinstanz zu einer gleichrangigen Beachtung der energiewirtschaftlichen Ziele des Energiewirtschaftsgesetzes verpflichten, besonders der
Versorgungssicherheit. Sie soll nach Auffassung der Verbandes kostengünstig arbeiten, beim Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit angesiedelt sein, gegebenenfalls durch vorhandene föderale
Strukturen unterstützt werden und den Sachverstand der Unternehmen und ihrer Verbände in die Entscheidungen einbeziehen.
06.06.2003 Quelle: VKU - Verband kommunaler Unternehmen e.V.; ots.
Tag der Umwelt: BUND erinnert an ökologische Pflichten der Unternehmen
Mehr Verantwortung bei der Lösung globaler Umweltprobleme seitens weltweit operierender Unternehmen hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zum Weltumwelttag
gefordert. Den Sonntagsreden von Konzernvertretern auf internationalen Umweltkongressen müssten endlich sichtbare Verhaltensänderungen folgen, heißt es in einer Pressemitteilung des
BUND. Es fehle ein wirksamer Kodex für die sozialen und ökologischen Pflichten von Großunternehmen. Den müssten die Regierungen schnellstens beschließen. Die Staatengemeinschaft brauche
dringend internationale Abkommen zur Unternehmensverantwortung, so der BUND
Neun Monate nach dem Weltumweltgipfel von Johannesburg gebe es noch immer keine Anzeichen für entscheidende Fortschritte bei der Umsetzung der dort verabredeten Vorhaben. Eine Trendwende bei
globalen Umweltschäden, Problemen des Zugangs zu sauberem Trinkwasser, der Klimaerwärmung und zunehmenden Armut sei nicht in Sicht, betont der BUND. In Johannesburg sei zwar der beschleunigte
Ausbau erneuerbarer Energien beschlossen worden, die Wege dorthin würden aber erst auf einem internationalen Energiekongress in Bonn im nächsten Jahr besprochen. "Nicht mal im Schneckentempo
geht es bei der Lösung der globalen Umweltprobleme voran. Rasant aber steigt die Geschwindigkeit mit der weltweit Tier- und Pflanzenarten aussterben. Noch immer ist der
Kyoto-Klimaschutzvertrag nicht in Kraft. Und wo Wirtschaft und multinationale Konzerne auf Kosten von Mensch und Umwelt agieren, gibt es keine rechtlichen Sanktionsmöglichkeiten“, sagte
BUND-Bundesgeschäftsführer Dr. Gerhard Timm.
Von der EU fordert der BUND eine Stärkung der Umweltpolitik in der gemeinsamen Verfassung. Der Verfassungskonvent habe es bisher nicht vermocht, den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen in
die Energie-, Agrar- oder Verkehrspolitik zu integrieren. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Atomindustrie die einseitige Förderung der Atomenergie in der Verfassung verankern wolle.
05.06.2003 Quelle: BUND
„f-cell award“: 30.000 € für Innovationen in der Brennstoffzellentechnologie
Zum dritten Mal schreiben die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) und das Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der DaimlerChrysler AG den
f-cell award 2003 aus. "Mit diesem Innovationspreis wollen wir herausragende Entwicklungen bei der Brennstoffzelle, einem der interessantesten Technologiefelder des neuen
Jahrhunderts, würdigen und Innovationen stimulieren", erklärte WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg. Mit insgesamt 30.000 Euro werden anwendungsnahe Entwicklungen aus dem mobilen, portablen
oder stationären Bereich der Brennstoffzelle prämiert. Die Einreichungen können sich auf einzelne Bauelemente, ganze Brennstoffzellensysteme, deren Peripherie (Kraftstoff- oder
Betankungstechnik) oder die technische Integration in bestehende Anwendungen beziehen.
Teilnehmen können Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und Institute sowie Einzelpersonen. Zum ersten Mal sind Einreichungen aus ganz Europa zugelassen. Die Arbeiten werden nach
folgenden Kriterien bewertet: technologisches Konzept, Innovationsgrad, Marktpotenzial, Wirtschaftlichkeit, Ausstrahlung auf andere Branchen und Nutzen für Gesellschaft und Umwelt. Die
Einreichungsfrist endet am 17.08.2003. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des „f-cell forum“ am 29. September in Stuttgart.
Nähere Informationen finden unter http://www.f-cell.de/award.
05.06.2003 Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
Trittin: Ambitionierte Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien erforderlich
Der Ausbau der erneuerbaren Energien hat nach Ansicht von Bundesumweltminister Jürgen Trittin höchste Priorität bei der Schaffung einer zukunftsfähigen globalen
Energieversorgung. "Wir können eine wirkliche win-win-Situation schaffen, in der gleichzeitig das Klima geschützt, die Wirtschaft entwickelt und Armut überwunden werden," sagte
Trittin zur Eröffnung einer Konferenz am 4. Juni 2003 in Brüssel, an der 80 Staaten der "Johannesburg Renewable Energy Coalition" teilnehmen. Der Minister rief die beteiligten Länder auf,
konkrete nationale und regionale Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu erarbeiten und diese bei der internationalen Konferenz, die im Juni 2004 in Bonn stattfindet, zu
präsentieren. Die Bundesregierung will den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2010 auf 12,5 Prozent verdoppeln. EU-weit soll der Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien bis 2010 bei 22
Prozent liegen.
Auf dem Johannesburg-Gipfel im September 2002 hätte sich die Weltgemeinschaft zwar für die Förderung der erneuerbaren Energien ausgesprochen. Die Staatengemeinschaft hätte sich aber nicht auf
konkrete Zeit- und Ausbauziele einigen können heißt es in der Pressemitteilung des BMU. Deshalb habe eine Gruppe gleichgesinnter Staaten dort eine Deklaration verabschiedet, mit der sie sich
zu verbindlichen Zielen verpflichten wollen. An dieser Johannesburg-Koalition für erneuerbare Energien beteiligen sich inzwischen 80 Staaten. Dazu gehören unter anderem die EU-Staaten und
Beitrittsländer, Schwellenländer wie Argentinien, Brasilien und Chile, afrikanische Länder wie Marokko und Gambia sowie Norwegen, Island, Schweiz und Neuseeland.
Trittin rief die Teilnehmer auf, über Instrumente und Maßnahmen zu diskutieren, damit die Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien auch umgesetzt werden können. Der Minister sprach sich
dafür aus, vermehrt privates Kapital zu mobilisieren und mit öffentlichen Investitionen stärker den Ausbau zu fördern. Trittin plädierte ferner dafür, dass die EU-Kommission auch als
Sekretariat für die Koalition der 80 Staaten fungiere. Das werde der Koalition mehr Gewicht und eine Stimme geben.
05.06.2003 Quelle: BMU
Ziele im 100.000 Dächer-Programm bald erreicht
Seit dem 3. Juni 2003 verschickt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wieder Bewilligungen für zinsgünstige Darlehen im 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm. Das berichtet der
Bundesverband Solarindustrie (BSi) in einer Pressemitteilung. In den letzten Monaten war die Bearbeitung ins Stocken geraten, da das Finanzministerium die Mittel noch nicht freigegeben hatte.
Zirka 20.000 Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 100 Megawatt (MW) können dieses Jahr gefördert werden, dann ist das Ziel im 100.000 Dächer-Programm erreicht. Der BSi rechnet
damit, dass dieses Limit bis Mitte des Jahres erreicht sein wird und appelliert an die Bundesregierung, das erfolgreiche Programm bis Ende des Jahres fortzusetzen.
„Das 100.000 Dächer-Programm ist ein riesiger Erfolg der Solarpolitik der Bundesregierung“, so Olaf Fleck, BSi-Vorsitzender des Bundesverband Solarindustrie, BSi, „denn
innerhalb von 4 Jahren wurden alle Ziele erreicht: die Nachfrage ist massiv angestiegen, die Kosten konnten um 20% gesenkt werden, in neuen Solarfabriken und im Handwerk sind mehrere tausend
Arbeitsplätze entstanden und Deutschland hat sich wieder einen Spitzenplatz im Photovoltaik-Weltmarkt zurückerobert“. Deutschland liegt mit 80 Megawatt (MW) im Jahr 2002 installierter
Photovoltaikleistung auf Platz zwei hinter Japan mit ca. 140 MW.
Derzeit arbeitet die Bundesregierung an der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Der Wegfall des 100.000 Dächer-Programms soll durch eine Anhebung der Einspeisevergütung für
Solarstrom ausgeglichen werden. „Die Solarindustrie geht davon aus, dass die Kunden kommendes Jahr nicht schlechter gestellt werden als bisher und sich die Bundesregierung damit für
eine Fortsetzung des starken Marktwachstums der vergangenen Jahre einsetzt“, so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des BSi. In diesem Jahr erwartet der BSi ein Umsatzplus von 25% auf
560 Millionen Euro und eine installierte Leistung von zirka 100 MW.
Eine kostenlose Informationsbroschüre zum Thema Solarstrom ist erhältlich beim BSi, Stralauer Platz 34, 10243 Berlin, Tel. 030 29 777 88 0, Fax 030 29 777 88 99, oder unter http://www.bsi-solar.de. Eine hervorragende Übersicht über den Photovoltaikmarkt bietet Europas größte Solarfachmesse Intersolar, die vom 27. bis
29. Juni 2003 in Freiburg stattfindet, Infos unter http://www.intersolar.de
04.06.2003 Quelle: BSi
Diskussion zur Solaranlagenverordnung: Vellmarer Mustervertrag als Download erhältlich
Der Städebauliche Vertrag, mit dem die hessische Stadt Vellmar konkrete Vorgaben für den Einsatz von Solarkollektoren auf Neubauten macht, wird in der Branche zunehmend diskutiert. Ein
Muster des Vertragstextes kann nun auch als PDF-Dokument vom Solarserver heruntergeladen werden. Vellmar mache beispielhaft vor, wie eine beherzte solare Städtebaupolitik gelingen
könne, betonen die Initiatoren des „Solaren Stadtviertels“ auf dem Osterberg, die auch in der Bundeshauptstadt für den „Vellmarer Weg“ werben. Alle Häuser des gerade
entstehenden Stadtviertels mit 350 geplanten Wohneinheiten müssen Sonnenwärme nutzen. Zu diesem Zweck setzt Vellmar ein kooperatives Instrument der Bauleitplanung ein: den städtebaulichen
Vertrag gemäß § 11 Baugesetzbuch.
Bis Mai 2003 sind 45 Grundstücke auf dem Osterberg verkauft worden. Alle Käufer hätten den Vertrag rechtsverbindlich unterschrieben, berichtet der Vellmarer Stadtverordnete Fabio Longo,
stellvertretender Vorsitzender des Bauausschusses. In Israel sind Solarwärmeanlagen laut Jahrbuch Erneuerbare Energien 02/03 seit 1980 für nahezu alle neuen Gebäude vorgeschrieben. Dort haben
bereits mehr als 80 % aller Haushalte eine Solaranlage; insgesamt wurden 1,3 Millionen Anlagen installiert.
Hintergrundinformationen zum „Modell Vellmar“ gibt es im Solar-Magazin und in den Solarserver-News:
“Fördern und fordern: Hessische Stadt Vellmar verwirklicht neues städtebauliches Solar-Konzept“ anlage.html
„SPD-Basis: Berlin soll Solarverordnung wieder auf die Tagesordnung setzen“ news.html#news1408
Der Städebauliche Vertrag kann heruntergeladen werden unter download/staedtebaulicher_vertrag_muster.pdf
04.06.2003 Quelle: eigener Bericht
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Solarbundesliga: 500. Kommune ins Rennen gegangen
Die Stadt Wetter an der Ruhr spielt als 500. Kommune in der Solarbundesliga mit. Bis zum 1. Juni hatten Städte und Gemeinden Gelegenheit, sich im Rennen um die höchste Pro-Kopf-Dichte von
Solaranlagen zu platzieren. Organisiert wird die Liga von der Deutschen Umwelthilfe e.V. und der Fachzeitschrift Solarthemen. Am 28. Juni werden zum dritten Mal die Deutschen
Meister während der Fachmesse Intersolar in Freiburg geehrt.
"Wir freuen uns, dass mit Wetter eine besonders kreative Solarstadt als 500. Kommune zur Liga hinzugestoßen ist", sagte Solarthemen-Herausgeber Guido Bröer. Auf ihren Internetseiten zeigt die
Wetteraner Lokale Agenda 21 zum Beispiel einen Solarstadtplan, auf dem jede einzelne registrierte Solaranlagen mit Foto und technischen Daten zu besichtigen ist. Im Rahmen der Initiative "200
Solardächer für Wetter" hat die Stadt jedes neue Solardach mit einer Prämie von 50 Euro belohnt. "Es ist toll, wie die Solarbundesliga in den beteiligten Kommunen genutzt wird, um das Thema
Solarenergie zu kommunizieren", freut sich der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jörg Dürr-Pucher. "Unsere Initiative ist schon fast zum Selbstläufer geworden“, so
Dürr-Pucher.
In den 500 Solarbundesliga-Kommunen leben 16,5 Millionen Einwohner. Erfasst sind bereits Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 65 Megawatt und Solarwärmeanlagen mit einer
Kollektorfläche von 271.000 Quadratmetern. Die besten Chancen auf den Gesamtsieg haben zur Zeit zwei kleine bayerische Gemeinden. Die 900 Einwohner-Gemeinde Schalkham (179 Ligapunkte) und
Rettenbach am Auerberg (178) Einwohner haben sich weit vom Hauptfeld abgesetzt und lieferten sich ein packendes Kopf an Kopf Rennen. Dabei punktete Schalkham vor allem mit seiner
unangefochtenen Spitzenstellung bei der Solarwärmenutzung. Mehr als ein Quadratmeter Kollektorfläche pro Einwohner ist auf den Dächern der 900-Seelen-Gemeinde installiert. Rettenbach hat
hingegen durch den Bau zahlreicher mittelgroßer Photovoltaikanlagen in den letzten Monaten enorm aufgeholt. Mit einer installierten Leistung von 400 Watt pro Kopf beziehen die Einwohner schon
fast die Hälfte ihres privaten Stromverbrauchs von der Sonne.
Infos zur Lokalen Agenda Wetter im Internet unter http://agenda21-wetter.de/index22.html
04.06.2003 Quelle: Deutsche Umwelthilfe
BEE: Subventionsvorwürfe gegen Ökostrom unbegründet
Die gegenwärtige Kritik einiger Spitzenpolitiker der CDU und SPD an der Förderung von Ökostrom gefährdet nach Einschätzung des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) die Einlösung der
Klimaschutzziele und die Schaffung von langfristig über 500.000 Arbeitsplätzen in Deutschland. Vor dem Hintergrund der anstehenden Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
appelliert der BEE an die Politiker, „Störmanöver“ gegen die erneuerbaren Energien und deren Förderung sofort einzustellen. Zuletzt habe sich der nordrhein-westfälische
CDU-Landeschef Jürgen Rüttgers gegen die Förderung des EEG in der jetzigen Form gewandt. Rüttgers habe davor gewarnt, dass die Förderung erneuerbarer Energien in einigen Jahren die Höhe der
heutigen Steinkohlesubventionen erreichen würde.
Das EEG ist nach Auskunft des BEE das effizienteste Förderinstrument für umweltfreundlichen Strom weltweit. Durch die vom Gesetzgeber gesetzlich garantierte Abnahme von Ökostrom und seine
wirtschaftliche Vergütung konnte der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung auf neun Prozent gesteigert werden. Gleichzeitig seien die Kosten von Ökostrom durch erhebliche
Anstrengungen der Industrie deutlich gesenkt worden. Die Kosten von Windstrom sinken laut BEE jährlich um 4 Prozent, die Kosten von Solarstrom sogar um 7,5 Prozent. Die Förderung von Ökostrom
nach dem EEG sinkt jährlich entsprechend. Die Kosten fossiler Energieträger hingegen würden in den nächsten Jahren deutlich zunehmen, ebenso die Folgekosten durch zunehmende Klimaschäden,
betont der BEE.
„Die Schere zwischen den Kosten von Strom aus erneuerbaren Energien und Strom aus Kohle, Gas und Kernkraft geht nicht auseinander sondern zusammen. Mittelfristig laufen die Mehrkosten
von Ökostrom gegen Null“, erklärte BEE-Präsident Johannes Lackmann. „Die durch das EEG ausgelöste Kostensenkung von Ökostrom führt mittelfristig zu einer Entlastung der
Verbraucher. Die Gesamtwälzungssumme zur Finanzierung erneuerbarer Energien wird bei zwei Milliarden Euro schon bald ihren Scheitelpunkt erreichen. Die deutsche Steinkohle erhielt in den
letzten Jahren hingegen rund vier Milliarden Euro im Jahr“, so Lackmann weiter.
Der BEE weist darauf hin, dass Strom aus erneuerbaren Energien nicht aus öffentlichen Mitteln finanziert wird, sondern sachgerecht durch eine Umlage auf den Strompreis in Höhe von rund 0,4
Cent je Kilowattstunde. „Von einer Überförderung kann keine Rede sein. Eine Diskussion im Rahmen der aktuellen Spardebatte ist haltlos und vorgeschoben. Sie gefährdet Deutschlands
Führungsrolle in einem der wichtigsten Zukunftsmärkte“, warnt Johannes Lackmann.
03.06.2003 Quelle: BEE
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
DBU: 59 Millionen Euro für kirchliche Umweltprojekte
Der Erfolg des Förderprogramms "Kirchengemeinden für die Sonnenenergie" hat alle Beteiligten überwältigt, berichtet die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) in einer
Pressemitteilung. Letztlich hätten 714 Kirchengemeinden an diesem ursprünglich auf 300 Gemeinden begrenzten Projekt der DBU teilgenommen. 930 Anträge gingen in der
DBU-Geschäftsstelle ein, über 13 Millionen Euro Fördergelder stellte die Umweltstiftung bereit. Am 30.05.2003 fand das Erfolgsprogramm auf dem Ökumenischen Kirchentag in Berlin seinen
Abschluss. Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU, präsentierte in Berlin den innovativen Ratgeber "Kirchengemeinden für die Sonnenenergie". Dieser soll es interessierten Gemeinden
auch nach dem Ablauf des DBU-Projektes ermöglichen, erneuerbare Energien für sich zu nutzen. "Insgesamt hat die DBU in den zwölf Jahren seit ihrem Bestehen 945 kirchliche Umweltprojekte mit
über 59 Millionen Euro gefördert", sagte Brickwedde. An jeder geförderten Anlage habe man eine digitale Schautafel installiert, auf der neben den aktuellen Daten auch der Gesamtertrag der
Solaranlage ablesbar sei.
Über die Impulse, die vom DBU-Kirchendächerprogramm ausgehen, diskutierte Brickwedde auf dem Kirchentag mit Dr. Hans Diefenbacher, Beauftragter des Rates der Evangelischen Kirchen Deutschland
für Umweltfragen, Weihbischof Dr. Bernd Uhl, Mitglied der "Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen" der Deutschen Bischofskonferenz, sowie Werner Dubiel und Ekkehard Rietz von der
Evangelischen Johannis-Kirchengemeinde Rinteln. Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Umweltjournalisten Franz Alt. Das Engagement der Stiftung habe sich im kirchlichen Umfeld nicht auf
dieses Programm beschränkt. Schon kurz nach Gründung der DBU, im Rahmen des Sofortprogramms für die ostdeutschen Bundesländer, habe man elf Kirchen mit jeweils über einer Million Euro
gefördert, um den Erhalt der wertvollen Baudenkmäler zu gewährleisten. Ähnliches habe die DBU nach dem verheerenden Sommer-Hochwasser des letzten Jahres organisiert: 15 kirchliche Bauwerke
habe man mit einer Summe von 1,13 Millionen Euro gefördert.
Mit über 300.000 Euro unterstützte die DBU die Einrichtung der "Clearing-Stelle Kirche und Umwelt" an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern (Bayern). "Hier wird der
Informationsaustausch zwischen den einzelnen kirchlichen Einrichtungen zugunsten des Ziels der nachhaltigen Entwicklung koordiniert", so Brickwedde. Die Clearingstelle trage dazu bei, aus
christlicher Schöpfungsverantwortung heraus grundlegende Impulse zu vermitteln und unter anderem der Deutschen Bischofskonferenz fachliche Hilfestellung zu geben. Kirchliche Einrichtungen und
Gruppierungen erhalten hier Beratung im Umweltschutz.
Informationen zum Kirchendächerprogramm, Fotos sowie die neue Broschüre zum Herunterladen gibt es unter http://www.kirchendaecher.de
03.06.2003 Quelle: DBU
USA: UNI-SOLAR präsentiert “SolarQuilt”
Die United Solar Systems Corp. (Uni-Solar), Auburn Hills (Michigan), und Independent Energy Solutions (IES) bringen den “SolarQuilt“ auf den Markt – ein
Photovoltaik-System für Flachdächer und Dächer mit geringem Neigungswinkel. Die leichten, flexiblen, dauerhaften und ansprechenden Module seien die ideale Lösung für alle, die auf
Flachdächern Sonnenergie nutzen wollen, berichten die Unternehmen in einer Pressemitteilung.
„SolarQuilt” sei eine leicht zu installierendes PV-System mit Selbstreinigungsmechanismus. Die verbundenen Module könnten einfach auf allen Dacheindeckungen montiert werden, ohne
dass die Dacheindeckung durchdrungen wird. Sie seien ebenso leicht zu entfernen, wenn das Dach erneuert wird, berichtet Uni-Solar.“ Unsere robusten Ovonic-Dünnschichtzellen sind ein
Baumaterial, das viele aktuelle Energie-Probleme löst, wenn es auf dem Dach montiert wird, sagte Stanford R. Ovshinsky, Präsident und Vorstandvorsitzender der Unisolar. Darauf haben wir uns
immer konzentriert.
“Wir beliefern den wachsenden Markt mit schlüsselfertigen Photovoltaik-Sytemen, erklärte Troy Strand, Präsident der Independent Energy Solutions. “Als Ergebnis unserer
Zusammenarbeit mit Uni-Solar können wir Solarstrom-Komplettsysteme sowohl für den privaten Verbraucher als auch für kommerzielle Anwendungen anbieten. Die „SolarQuilt“-Module
haben eine leichte Neigung von einem Grad, damit Wasser und Schmutzpartikel abfließen können. Wie die übrigen Uni-Solar-Produkte benötige SolarQuilt nach der Installation keine Wartung.
SolarQuilt kann laut Uni-Solar auch in Form von Paletten verarbeitet und von nur einer Person montiert werden. Unabhängige Untersuchungen hätten erwiesen, dass die Uni-Solar Produkte
effizienter arbeiten als Solarmodule aus kristallinem Silizium und sich deshalb besser amortisierten.
03.06.2003 Quelle: United Solar Systems Corp.
SPD-Basis: Berlin soll Solarverordnung wieder auf die Tagesordnung setzen
SPD-Kommunalpolitiker aus dem hessischen Vellmar wollen dem Berliner Senat Mut machen: „Es funktioniert, Sonnenwärme bei Neubauten vorzugeben. Berlin muss endlich handeln und als
Stadt des solaren Regierungsviertels ein weiteres Signal in die Republik entsenden!“ Das erklärten die Vellmarer Stadtverordneten Fabio Longo und David Sehrbrock. Die
Initiatoren des „Solaren Stadtviertels“ auf dem Osterberg werben auch in der Bundeshauptstadt für den „Vellmarer Weg“. Mit dem Rückzieher von der geplanten
Solaranlagenverordnung habe Berlin dem notwendigen Durchbruch der Solarenergie in Deutschland geschadet. Doch nun könne dieser Fehler wieder gut gemacht werden. „Dazu zeigt Vellmar im
Kleinen, was in der Hauptstadt im Großen ein richtiger Erfolg werden kann“, erklären Longo und Sehrbrock.
Die nordhessische Kleinstadt nahe Kassel mache beispielhaft vor, wie eine beherzte solare Städtebaupolitik gelingen könne. Alle Häuser des gerade entstehenden Stadtviertels mit 350 geplanten
Wohneinheiten müssen Sonnenwärme nutzen. Ein Dutzend Häuser sei bereits mit Sonnenkollektoren errichtet worden, so der Stand Ende Mai 2003. Dabei setze Vellmar ein intelligentes und
kooperatives Instrument der Bauleitplanung ein, den städtebaulichen Vertrag gemäß § 11 Baugesetzbuch. Im Gegensatz zu der „Ordenanza Solar“, der Solaranlagenverordnung der
katalanischen Hauptstadt Barcelona, fordere Vellmar nicht nur die Nutzung von Solarwärme, sondern fördere sie auch: Neben der „Solar-Pflicht“ sei eine kostenlose, von der Stadt
finanzierte Energieberatung Bestandteil des Konzepts.
„Die Erfolge der Städtebaupolitik in Barcelona und Vellmar sprechen für sich, die Selbstverpflichtung der Berliner Bauwirtschaft hingegen ist ein Schuss in den Ofen“, so die
Vellmarer Stadtverordneten. Es sei jetzt an der Zeit, die Weichen in Berlin auf die Solarschiene umzustellen. Deshalb fordern Longo und Sehrbrock den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit
und den Bausenator Peter Strieder (beide SPD) dazu auf, die Reaktivierung der Berliner Solaranlagenverordnung zur Chefsache zu erklären. Wowereit, der das Scheitern der wegweisenden
Verordnung nicht als Regierungschef zu verantworten habe, sei der Richtige für einen Neuanfang.
Weitere Informationen zum „Solaren Stadtviertel“ in Vellmar unter anlage.html
02.06.2003 Quelle:
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Windenergieanlagen - an der Grenze der Versicherbarkeit?
Für Schäden an Windenergieanlagen haben die deutschen Versicherer im vergangenen Jahr rund 40 Millionen Euro bezahlt. Das berichtet der Gesamtverband der Dt.
Versicherungswirtschaft (GDV) in einer Pressemitteilung. Seit einigen Jahren steige der Schadenaufwand kontinuierlich an. Einige Marktteilnehmer verzeichnen laut GDV Schadensquoten von bis zu
300 Prozent. Bedingt durch langfristige Garantieverträge, die einen Großteil der Schäden abdecken, lasse sich das gesamte Schadenspotenzial zur Zeit noch nicht beziffern. Denn erst nach
Ablauf der Garantien würden die Kosten auf die Versicherer voll durchschlagen. Klar sei, dass die Regulierungskosten und Aufwendungen weiter ansteigen würden.
Windenergieanlagen seien durch ihren Standort im Freien besonderen Gefahren ausgesetzt, so der GDV. Durch Sturm, Blitzschlag und Feuer, aber auch durch die Beanspruchung des Materials komme
es immer wieder zu großen Schäden. Die deutschen Versicherer fordern deshalb, dass für die Entwicklung und Erprobung von neuen Anlagen mehr Zeit aufgewendet wird und höhere Qualitätsstandards
bei der Fertigung, Wartung und Reparatur der Anlagen. Um auch künftig ausreichenden Versicherungsschutz anbieten zu können, hätten einige Versicherer inzwischen eine Wartungs- und
Instandhaltungsklausel in ihre Verträge aufgenommen.
Das Ziel der Bundesregierung, bis 2010 rund 12,5 % des Stromverbrauches aus erneuerbaren Energien zu decken, sei nur durch einen erheblichen Wachstum von Offshore Windparks zu realisieren,
betont der GDV. Bis dahin müssten rund 3000 Megawatt (MW) Offshore installiert sein. Bedingt durch die Wassertiefe, die Wetterverhältnisse und die schwere Erreichbarkeit der Anlagen stelle
der Bau von Offshore-Windparks alle Beteiligten vor große Probleme. Da Offshore Windkraft erst mit größeren Leistungen attraktiv und wirtschaftlich werde, müssen die Anlagen wesentlich größer
sein als zu Lande. In punkto Versicherungsschutz gebe es bei Offshore-Windenergieanlagen bislang jedoch kaum Erfahrungen. Die Kosten für zu versichernde Schäden lägen um ein Vielfaches höher
als bei Anlagen an Land. Entsprechend müssten Versicherungsprodukte entwickelt werden, welche diesen speziellen Anforderungen gerecht werden.
02.06.2003 Quelle: GDV - Gesamtverband der Dt. Versicherungswirtschaft; ots
Solarworld AG: Bundesbürgschaft flankiert Unternehmenswachstum
Die SolarWorld AG hat nach der Genehmigung von Fördermitteln in Höhe von bis zu 73 Millionen Euro durch die EU im Frühjahr 2003 einen weiteren Finanzbaustein für das konzernweite Wachstum
einwerben können. Das berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Die Gesellschaft habe mit namhaften Kreditinstituten unter Führung der IKB Deutsche Industriebank AG
(IKB) Kreditvereinbarungen in Höhe von rund 50 Millionen Euro unterzeichnet. Flankiert werden die Verträge von einer Bürgschaft des Bundes und des Landes Sachsen in Höhe von 80 %.
Das Finanzvolumen soll dem Produktionsaufbau der SolarWorld-Tochtergesellschaften Deutsche Cell GmbH und Solar Factory GmbH in Freiberg/Sachsen zu gute kommen. Da die SolarWorld AG den Aufbau
der dortigen Solarzellen- und Solarmodulproduktion bisher aus eigenen Mitteln vorfinanziert hatte, kann die Gesellschaft nach Abschluss der Vereinbarungen mit der Kreditwirtschaft einen
Liquiditätsrückfluss inklusive der Rückführung der geleisteten Vorfinanzierung in zweistelliger Millionenhöhe verbuchen. Das Investitionsvolumen für den Aufbau von je 30 Megawatt (MW) Zellen-
und Modulfertigung wird damit anteilig aus Eigenkapital, Fremdkapital und öffentlichen Fördermitteln gespeist. Zusätzlich geben die Vereinbarungen mit der Kreditwirtschaft auch einem weiteren
Ausbau der Zellproduktion finanzielle Sicherheit. Mit der Europäischen Investment Bank (EIB), Luxemburg, hat die Deutsche Solar AG, eine 100prozentige Tochter der SolarWorld AG, ferner eine
Vereinbarung zur Refinanzierung geschlossen. Diese ermöglicht den Hausbanken der SolarWorld AG, sich zu vorteilhaften Konditionen bei der EIB zu refinanzieren, was sich für den Konzern
positiv in der Zinsrechnung niederschlägt.
Die Hauptversammlung der SolarWorld AG hat am Dienstag, den 27.05.2003 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,18 Euro je Stückaktie aus dem Nettogewinn der SolarWorld AG von gut 2,02
Milionen Euro für das Geschäftsjahr 2002 beschlossen. Die Gesellschaft hat am gleichen Tag einen Antrag zur Aufnahme in den Prime Standard bei der Frankfurter Wertpapierbörse gestellt. Der
derzeit im General Standard notierende solare Technologiekonzern will mit der Notiz im Prime Segment, der mit den höchsten Transparenzanforderungen ausgestatteten deutschen Börsenklasse, die
Attraktivität der Aktie vor allem bei Investoren aus dem Ausland deutlich erhöhen. Die Notierung im Prime Standard ist außerdem Voraussetzung für eine Aufnahme in die Indices der Deutsche
Börse AG, zu denen unter anderem der TecDax zählt.
02.06.2003 Quelle: SolarWorld AG
|
|