Solar-Renner „HansGo!“ erhält australischen Innovationspreis
Das Solarmobil der Fachhochschule Bochum hat nach seinem Top-Five-Erfolg
bei der World Solar Challenge 2003 in Australien noch einen wichtigen
Preis gewonnen: Für das Telemetriesystem von HansGo!, mit dem alle
wichtigen technischen Informationen des Fahrzeugs kabellos überwacht
werden, hat die CSIRO dem Team den "Technical Innovation Award"
verliehen. Die CSIRO, "Australia's Commonwealth Scientific
and Industrial Research Organisation", ist eine der größten
und vielfältigsten Forschungsorganisationen der Welt, mit rund 6.500
Mitarbeitern.
Das Telemetriesystem System erlaubt die Fernüberwachung von HansGo!'s
elektronischen Systemen. Im CAN-Bus (Controller Area Network) des Solarmobils
laufen die Informationen aus verschiedenen Systemkomponenten zusammen
und werden dann durch die digitale Funktechnik "Bluetooth" zum
Begleitfahrzeug von Hans Go! übertragen. Nur durch diese Kontrollmöglichkeit
sei es möglich gewesen, den Solarrenner während der World Solar
Challenge 2003 bis an die Grenzen des Fahrzeugssystems zu belasten, nachdem
der Solargenerator nicht mehr seine maximal mögliche Leistung gebracht
hatte, berichtet die FH Bochum.
Das Telemetriesystem von HansGo! ist vom Studierendenteam der Fachhochschule
Bochum für das Solarcar adaptiert worden. Verantwortlich für
dieses wichtige System ist Elektrotechnik-Student Maik Lutter, der auch
im Labor für Softwaretechnik und Rechnernetze des Bochumer Bluetooth-Experten
Prof. Dr. Jörg F. Wollert tätig ist.
Weitere Informationen: http://www.fh-bochum.de/solarcar/
31.10.2003 Quelle: FH Bochum
Bildquelle: FH Bochum.
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Statpower präsentiert neue Alessi-Sinuswechselrichter
Die zweite Generation der „Alessi“-Sinuswechselrichter der Statpower
Technologies GmbH (Jülich) enthält verschiedene Verbesserungen,
welche den Anwendern der Gleichstrom-Wechselstrom Sinuswelleninverter
noch mehr Vorteile bringen. Das berichtet das Unternehmen in
einer Pressemitteilung. Sowohl die Dauerleistung als auch die Spitzenausgangsleistung
sei bei allen Modellen gesteigert worden. Neu seien auch der automatische
Standby-Modus, ein stufenweise regelbares Gebläse mit geräuscharmem
Betrieb und eine noch größere Reduzierung der Hochfrequenz-Störung
bei allen Modellen, was die Alessi Wechselrichter zu den störfreiesten
Wechselrichtern auf dem Markt mache.
Fortschrittliche Mikroprozessorsteuerung und die RISC-Technologie machen
es möglich, dass die Alessi-Wechselricher die hochauflösende
Ausgangssinuswelle in Echtzeit berechnen und dabei alle eingebauten Sicherungssysteme
mit berücksichtigen können, betont Statpower. Die tatsächliche
Leistungsumwandlung erfolge mit Hilfe einer MOSFET-Leistungsstufe der
jüngsten Generation und einem verlustarmen Ringtransformator. Dieser
gewährleiste zusammen mit den mehr als ausreichend dimensionierten
Wirkkomponenten einen absolut zuverlässigen Betrieb, selbst in extremen
Last-Situationen und unter härtesten Einsatzbedingungen.
Neben einem Selbstdiagnosesystem, das bereits in den kleineren Alessi-Wechselrichtern
zum Einsatz gekommen ist, sind die Modelle ab der Typenbezeichnung 12/200i
mit einem Energiesparsystem ausgestattet. Das so genannte PSM kann den
Eigenverbrauch des Gerätes so erheblich reduzieren, wenn keine Verbraucherlasten
am Wechselrichters betrieben werden. Erst wenn erneut Leistung am Wechselstromausgang
angefordert wird, springe das Gerät automatisch in den Dauerbetriebsmodus
um. So sei eine Energieeinsparung von bis zu 90 % möglich.
31.10.2003 Quelle: Statpower Technologies GmbH
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Trittin weiht neue Modulfabrik des SolarWorld-Konzerns ein
Bundesumweltminister Jürgen Trittin wird am 7. November in Freiberg
(Sachsen) die neue Solarmodulfabrik der Solar Factory GmbH einweihen,
einer 100prozentigen Tochter der SolarWorld AG. Die neue Fertigung
des solaren Technologiekonzerns verfügt nach Angeben des Unternehmens
als erste Modulfabrik der Welt über eine vollautomatische Produktionslinie
für kristalline Solarstrommodule. Sie sei damit weltweit die modernste
Produktionsanlage ihrer Art. Der Bundesumweltminister werde sich im Rahmen
der Einweihungsfeier von Innovation und Qualität überzeugen
können.
In der neuen Produktionsstätte werden Solarzellen der Schwestergesellschaft
Deutsche Cell GmbH zu Modulen verarbeitet. In Freiberg ist außerdem
die Solarwaferproduktion der Deutsche Solar AG angesiedelt, ebenfalls
eine 100prozentige Tochter der SolarWorld AG. Mit der Integration von
Wafer-, Zellen- und Modulfertigung an einem Standort habe der SolarWorld-Konzern
in Freiberg die solare Wertschöpfungskette in der Produktion geschlossen.
Das Investitionsvolumen für die Fabrik der Solar Factory GmbH betrug
laut SolarWorld AG 11 Millionen Euro. Insgesamt habe der Konzern in Freiberg
bisher rund 200 Millionen Euro investiert.
In der neuen Solarmodulfabrik sind nach Angeben des Unternehmens derzeit
48 Mitarbeiter beschäftigt. Insgesamt finden rund 500 Menschen in
den Fertigungsstätten des SolarWorld-Konzerns in Freiberg einen Arbeitsplatz.
"Der Ausbau der Beschäftigung der Solarindustrie wird weitergehen,
vorausgesetzt die politischen Rahmenbedingungen werden zügig festgezurrt",
erklärt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld
AG. "Ein verlässliches politisches Fundament ist unabdingbar,
um die Möglichkeit einer Verdoppelung unserer Kapazitäten in
Freiberg Realität werden zu lassen“, so Asbeck weiter.
31.10.2003 Quelle: SolarWorld AG
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Max-Planck-Institut: Sonne seit 1940 aktiver denn je
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| Sonnenflecken, auf der südlichen Hemisphäre
der Sonne im September 1998 |
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Seit 1940 ist die Sonne ungewöhnlich aktiv, belegt eine neue
Studie des Max-Planck-Instituts für Aeronomie zur Sonnenfleckenaktivität
von 850 bis heute. Der aktuelle Sonnensturm, die heftigste Eruption
seit 30 Jahren, macht sich durch ein sehr starkes „Solarrauschen“ im Frequenzbereich
um 1.000 Megahertz bemerkbar und beeinträchtigt den Luftverkehr über
Deutschland, berichtet die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS). Im Jahr
1999 sei ein ähnlicher Fall beobachtet worden. Seit der Mitte des
vergangenen Jahrhunderts befindet sich die Sonne in einer Phase außergewöhnlich
hoher Aktivität, die sich im häufigen Auftreten von Sonnenflecken,
Gasausbrüchen und Strahlungsstürmen äußert, so das
Max-Planck-Institut.
Forschern des Max-Planck-Instituts für Aeronomie (MPAE) in Katlenburg-Lindau
und der Universität von Oulu (Finnland) ist es gelungen, die Sonnenaktivität
anhand der Häufigkeit von Sonnenflecken bis ins Jahr 850 zurückzuverfolgen.
Dazu kombinierten sie historische Aufzeichnungen über Sonnenflecken
mit Messungen der Häufigkeit radioaktiver Isotope in Eisbohrkernen
aus Grönland und der Antarktis.
Wie die Wissenschaftler jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Physical
Review Letters berichten, ist die mittlere Sonnenfleckenzahl seit dem
Jahr 1940 so hoch wie niemals zuvor in den vergangenen tausend Jahren
und zweieinhalb mal so hoch wie der langfristige Mittelwert. Der zeitliche
Verlauf der Sonnenaktivität weist über den gesamten Untersuchungszeitraum
große Ähnlichkeit mit der Entwicklung der mittleren Temperatur
auf der Erde auf. Daher rücken diese Forschungsergebnisse den Einfluss
der Sonne auf das Erdklima und insbesondere ihren möglichen Anteil
an der globalen Erwärmung im 20. Jahrhundert in den Brennpunkt des
Interesses.
Forscher untersuchen Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und Treibhauseffekt
Die Sonne wirkt über verschiedene physikalischen Mechanismen auf
die Klimaentwicklung ein: Einerseits schwankt die Gesamtstrahlung und
insbesondere der Anteil im Ultraviolett-Bereich mit der Sonnenaktivität.
Sind also viele Sonnenflecken zu sehen, ist die Sonne insgesamt etwas
heller als in "ruhigen" Zeiten und zeigt eine erheblich erhöhte
Ultraviolettstrahlung. Andererseits schwankt die auf die Erdatmosphäre
einfallende kosmische Strahlung im genau entgegengesetzten Rhythmus zur
Sonnenaktivität, da sie vom Magnetfeld der Sonne jeweils mehr oder
weniger abgeschirmt wird. Die von der kosmischen Strahlung erzeugten Ionen
wirken - nach einem viel diskutierten Modell dänischer Forscher -
als Kondensationskeime für größere Schwebeteilchen und
fördern deshalb die Wolkenbildung. Bei hoher Sonnenaktivität
(stärkerem Magnetfeld) nimmt folglich die kosmische Strahlung und
mit ihr auch die Bewölkung Erde ab, so dass die Temperaturen auf
der Erde sinken. Umgekehrt zieht eine geringere Sonnenaktivität niedrigere
Temperaturen nach sich.
Treibhauseffekt vor allem durch Kohlendioxid verrusacht
Diese neuen Befunde rücken die Frage in den Brennpunkt der aktuellen
Forschung, welcher Zusammenhang zwischen den Schwankungen der Sonnenaktivität
und dem Klima auf der Erde besteht. Auf der Erde spielt der Einfluss der
Sonne - neben der Emission des Treibhausgases Kohlendioxid aus der Verbrennung
von Kohle, Gas und Öl – eine zunehmende Rolle als Ursache für
die seit 1900 beobachtete globale Erwärmung. "Doch auch nach
unseren neuen Erkenntnissen über die Schwankungen des solaren Magnetfelds
ist der seit 1980 eingetretene starke Anstieg der Erdtemperatur wohl vor
allem dem durch das Kohlendioxid bewirkten Treibhauseffekt zuzuschreiben,"
sagt Prof. Sami K. Solanki, Sonnenphysiker und Direktor am Max-Planck-Institut
für Aeronomie.
Weitere Informationen: http://www.mpg.de
Max-Planck-Institut für Aeronomie.
30.10.2003 Quelle: Max-Planck-Institut für Aeronomie
Bildquelle: Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik, Freiburg/Br.
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SPD für größere Anstrengungen beim Ausbau von Biomasse
und Geothermie
In ihrer am 22.10.2003 beschlossenen "Gesamtstrategie für
eine nachhaltige Energiewirtschaft", der so genannten Energiepolitischen
Agenda 2010 setzt sich die SPD-Bundestagsfraktion unter anderem für
einen verstärkten Ausbau von Biomasse und Geothermie ein.
Das berichtet die Geothermische Vereinigung e.V. in einer Pressemitteilung.
Hintergrund ist die Forderung nach einer beschleunigten Entwicklung der
Nutzung erneuerbaren Energien.
Die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung sieht vor, bis 2050 die
Hälfte des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Ressourcen zu decken,
Unter dem Eindruck der Erschöpfung der Vorräte an fossilen Rohstoffen
müssten bis dahin "die erneuerbaren Energien im entsprechenden
Umfang umweltverträglich und wirtschaftlich zur Verfügung stehen,
um ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit zu leisten“, heißt es
in der Agenda. Dies setze aber voraus, dass die erneuerbaren Energien
bis dahin generell effizienter und wettbewerbsfähiger, im Stromsektor
darüber hinaus zumindest zum Teil auch grundlastfähig werden
müssen. Das wiederum bedeute auch, die Anwendungsbreite erneuerbarer
Energien zu vergrößern. Zudem gehe man davon aus, in eine solche
Strategie verstärkt den Wärme- und Mobilitätssektor einbeziehen
zu müssen. Um diese Ziele zu erreichen seien "deutlich größere
Anstrengungen insbesondere zur umweltverträglichen Erschließung
von Energie aus Biomasse sowie aus Geothermie erforderlich," zitiert
die Geothermische Vereinigung die SPD-Fraktion.
30.10.2003 Quelle: Geothermische Vereinigung e.V.
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Staatssekretärin Probst: Russland soll Kyoto-Protokoll ratifizieren
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium,
Simone Probst (Grüne), hat an Russland appelliert, das Kyoto-Protokoll
zu ratifizieren. Die Parlamentarische Staatssekretärin
im Bundesumweltministerium, Simone Probst (Grüne), hat an Russland
appelliert, das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren. "Der Unterschrift
Russlands kommt entscheidende Bedeutung zu, denn sie ist ausschlaggebend
für das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls. Erst wenn das Protokoll
in Kraft ist, können auch seine ökonomischen Vorteile genutzt
werden“, sagt Probst anlässlich der deutsch-russischen Umweltgespräche
in Moskau.
Neben den nationalen Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgase sieht
das Kyoto-Protokoll vor, dass die Verpflichtungen zu Reduktionen auch
durch projektbezogene Mechanismen erbracht werden können. So kann
sich ein Industrieland auch Klimaschutzmaßnahmen in einem anderen
Land anrechnen lassen. Diese Mechanismen können aber erst in Anspruch
genommen werden, wenn das Kyoto-Protokoll in Kraft getreten ist. Dies
sei auch für Russland ein wichtiger Anreiz zur Ratifizierung, so
Probst. Deutschland und Russland bereiten laut Bundesumweltministerium
gemeinsame Projekte vor, die ab 2008 genutzt werden sollen. Geplant sei
unter anderem ein Pilotprojekt der Ruhrgas AG, das den hohen Energieaufwand
für den Transport des Erdgases durch das Rohrleitungssystem des russischen
Unternehmens Gazprom vermindern und damit CO2-Emissionen vermeiden soll.
Im Bereich der Energienutzung aus Kohle, Öl und Gas sei ein großes
Potenzial zum Schutz des Klimas in Russland vorhanden. Das Bundesumweltministerium
unterstütze bereits seit 2000 den Aufbau regionaler Monitoringzentren
in den südrussischen Regionen Astrakhan und Krasnodar zur Erfassung
und Bewertung von Emissionsdaten der Industrie und der öffentlichen
Verwaltung.
Während der zweitägigen deutsch-russischen Gespräche werden
nach Auskunft des Bundesumweltministerium bilaterale Kooperationsprojekte
mit einem Volumen von mehr als 1 Million Euro verabschiedet. Diese Projekte
für den Zeitraum von 2004 bis 2005 umfassen neben dem Klimaschutz
die Bereiche nachhaltige Entwicklung, den Umgang mit gentechnisch veränderten
Produkten sowie die internationale umweltpolitische Zusammenarbeit. Das
Bundesumweltministerium hat im Rahmen der deutsch-russischen Umweltzusammenarbeit
schon mehr als 60 gemeinsame Vorhaben mit über 7,5 Millionen Euro
unterstützt.
30.10.2003 Quelle: BMU
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UmweltBank: EEG-Debatte verunsichert Anleger
UmweltBank-Vorstand Horst P. Popp fordert eine rasche Novellierung
des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die bereits erreichten positiven
Effekte dürften nicht wieder verpuffen. „Viele Anleger
sind durch die Debatte um das EEG verunsichert. Auch junge Unternehmen
aus der Branche leiden darunter, dass sich die Novellierung des EEG hinzieht“,
fasst Popp die Erfahrungen aus dem Bankgeschäft zusammen. In der
November-Ausgabe der Zeitschrift „Bank & Umwelt“ diskutieren Umweltminister
Jürgen Trittin und UmweltBank-Vorstand Horst P. Popp über die
Chancen erneuerbarer Energien, besonders der Windkraft, und die Folgen
der Novellierung des EEG für Anleger.
Im Gespräch mit Popp bestätigte Umweltminister Trittin das Regierungsziel,
bis 2050 mindestens die Hälfte des Primärenergieverbrauchs aus
regenerativen Quellen zu erzeugen. Der Minister sprach sich dafür
aus, für 2020 eine Zwischenmarke von 20 Prozent zu setzen. Einig
waren sich beide darin, dass die erneuerbaren Energien nach vorne gebracht
werden müssen. UmweltBank-Vorstand Popp hob hervor, dass die Branche
als Wirtschaftsfaktor bereits heute nicht mehr wegzudenken sei. Gerade
für junge Leute gebe es dort Perspektiven. Es gehe darum, langfristig
zu denken und heute schon umweltfreundliche Nachfolgekraftwerke für
die bestehenden Stein- und Braunkohlekraftwerke zu fördern, die in
zehn bis zwanzig Jahren ausgedient hätten. Die Forschung im Bereich
der erneuerbaren Energien habe riesigen Nachholbedarf.
Jürgen Trittin betonte die Bedeutung aller regenerativer Energieträger:
Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Erdwärme. „Was den Ausbau betrifft,
wird vermutlich die Windkraft allen voran sein, mit der Nutzung der restlichen
Kapazitäten im Binnenland, mit der Nachrüstung durch moderne
Aggregate und mit dem Ausbau der Windkraft auf hoher See“, sagte der Umweltminister.
„Zur zweitwichtigsten Sparte dürfte sich in den nächsten beiden
Dekaden die Biomasse entwickeln. Erneuerbare Energien werden eine der
wichtigsten Branchen sein, die Schwung in den Arbeitsmarkt bringen.“ Dazu
verwies er auf eine Studie des Umweltbundesamtes, nach der in der Energie-
und Bauwirtschaft in den nächsten Jahrzehnten rund eine halbe Million
neuer Arbeitsplätze entstehen können.
Mit Investitionsvorschlägen für Privatanleger hielt sich der
Politiker allerdings zurück und verwies auf die Banker als Experten.
Die 1997 gegründete UmweltBank AG hat sich auf die Finanzierung von
Umweltprojekten in Deutschland spezialisiert und bietet ihren mittlerweile
34.000 Kunden und Kundinnen aus dem gesamten Bundesgebiet ausschließlich
ethisch-ökologische Geldanlagen vom klassischen Sparbuch bis zu Umweltaktien
und – fonds, Versicherungen und geschlossenen Windfonds an. Die aktuelle
Ausgabe von „Bank & Umwelt“ steht ab 27. Oktober 2003 im Internet
unter http://www.umweltbank.de.
30.10.2003 Quelle: UmweltBank AG
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Aktionstag Erneuerbare Energien startet Plakatkampagne und Mitfahrbörse
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| Plakat zum Aktionstag Erneuerbare Energien |
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Zum Aktionstag am 5. November in Berlin werden die Veranstalter eine
Plakatkampagne in Berlin durchführen. Das Plakat mit dem
Titel „ Herr Bundeskanzler: Es steht was auf dem Spiel: Deutsche Spitzentechnologie!“
verweist auf die Weltbestleistungen Deutschlands im Bereich der „Erneuerbaren“:
zum Beispiel 50 Millionen Tonnen CO2“-Einsparung pro Jahr, technische
Innovationsführerschaft sowie 130.000 Arbeitsplätze. Das Plakatmotiv
kann angesehen und heruntergeladen werden auf der Seite http://www.aktionstag-ee.de.
Außerdem ist ein "Aktionsbutton" erschienen.
Im Internet wurde zudem eine Mitfahrbörse für die Sonderbusse
eingerichtet. Neben über 3.000 Teilnehmern aus dem Bundesgebiet werden
viele interessante Ausstellungs-Exponate erwartet. vor dem Brandenburger
Tor wird ein über 20 Meter großer Flügel einer Windenergieanlage
zu sehen sein sowie das komplette geöffnete Maschinenhaus einer Windkraftanlage.
Außerdem ist eine 50 Quadratmeter große Solarstromanlage zu
besichtigen. Diverse Informations- und Mitmachangebote bietet die „SolarGeneration“
von Greenpeace mit dem Solartruck, einem mit Solarpanels bestückten
LKW. Das Veranstaltungsbündnis weist darauf hin, dass aus Platzgründen
keine weiteren Exponate oder Firmenfahrzeuge mehr akzeptiert werden können.
Auf der Kundgebung werden unter anderem sprechen: EUROSOLAR-Präsident
Hermann Scheer, Horst Seehofer (Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion),
der Autor Franz Alt und der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes
(DBV), Otto Dietrich Steensen.
Die Mitfahrbörse zum Aktionstag Erneuerbare Energien im Internet
erreichbar unter: http://www.aktionstag-ee.de/anfahrt.htm
29.10.2003 Quelle: www.aktionstag-ee.de
Bildquelle: www.aktionstag-ee.de
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SunTechnics erhält Auftrag für Megawatt-Solarprojekt am Flughafen
Saarbrücken
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| Visualisierung des Solarparks am Flughafen
Saarbrücken |
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Noch in diesem Jahr wird auf dem Gelände des Flughafens in Saarbrücken
ein etwa fünf Fußballfelder großer Solarpark ans öffentliche
Stromnetz gebracht. Die voltwerk AG hat dieses Projekt gemeinsam
mit der Saarbrücker Niederlassung der CITY Solar AG entwickelt und
nun die Ingenieure von SunTechnics mit der Realisierung des rund 6,5 Millionen
Euro teuren Solarparks beauftragt. Das berichtet die SunTechnics GmbH
in einer Pressemitteilung. Für die schlüsselfertige Installation
der 9.264 Conergy-Photovoltaikmodule mit einer Gesamt-Spitzenleistung
von rund 1,4 Megawatt vertraue voltwerk wieder auf das bewährte Know-how
der Photovoltaik-Spezialisten aus Hamburg. Die europaweit aktive SunTechnics
hat bereits mehrere Tausend Photovoltaik-Anlagen für ihre Kunden
realisiert – vom privaten Hausdach, über architektonisch anspruchsvolle
Sonderanlagen bis hin zu den weltgrößten Solarparks. Der neue
Solarpark in Saarbrücken wird künftig rund 1,4 Millionen Kilowattstunden
umweltfreundlichen Strom pro Jahr liefern und übertreffe die Leistung
des nach Angaben der Betreiber derzeit weltgrößten solaren
Flughafenprojekts in München um mehr als das Dreifache. Für
die Ingenieure von SunTechnics gilt es, das technische Konzept des Solarparks
Saarbrücken auf die Besonderheiten eines Flughafengeländes optimal
anzupassen.
„Wir freuen uns, mit der voltwerk AG den mit Abstand weltweit erfahrensten
Partner im Solarbereich für das gemeinsame Projekt in Saarbrücken
gewonnen zu haben,“ berichtet Stefan Kasterka, Leiter Projektentwicklung
der CITY Solar AG aus Saarbrücken. Mit diesem zwölften solaren
Großprojekt werde die Gesamtleistung der von voltwerk projektierten
und betriebenen Photovoltaik-Anlagen zehn Megawatt übertreffen. Dank
der laut Deutschem Wetterdienst (DWD) jährlichen Sonneneinstrahlung
von rund 1.200 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr auf Modulebene
bietet Saarbrücken günstige Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen
Betrieb des neuen Solarparks. „Das Flughafen-Solarprojekt zeigt eindrucksvoll,
dass für den zügigen und umweltgerechten Ausbau der Zukunftstechnologie
neben Dächern auch Gelände, welche für die freie Entfaltung
der Flora und Fauna ohnehin nicht zur Verfügung stehen, Platz für
aktiven Klimaschutz bieten“, erklärt Carsten Körnig, Geschäftsführer
der UVS (Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V.). Dank der beispielhaften
Unterstützung der saarländischen Ministerien, vom Sachbearbeiter
bis zur Ministerebene, werde der Solarpark zum Jahresende auf dem ehemals
landeseigenen Grundstück ans öffentliche Stromnetz gehen.
29.10.2003 Quelle:
Bildquelle: SunTechnics GmbH
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SESOL Gesellschaft für solare Systeme mbH bezieht neues Gebäude
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| SESOL-Neubau mit Büros (rot) und Produktion;
Simulation. |
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Einen Meilenstein in der 10-jährigen Geschichte der Thüringer
SESOL GmbH ist der Einzug in ihre neue „Nullemissionsfabrik“ in Langewiesen.
Auf einer Fläche von 3.800 Quadratmetern wurde ein modernes Fabrikgebäude
zur Produktion innovativer Solartechnik gebaut, berichtet das Unternehmen
in einer Pressemitteilung. Unter Ausnutzung verschiedener regenerativer
Energiequellen sei es gelungen, ein modernes Fabrikgebäude ohne Schornstein
zu errichten. Die für die Beheizung des Objektes benötigte
Wärmeenergie wird über Wärmerückgewinnung aus der
eigenen Produktion in Kombination mit einer Grundwasser-Wärmepumpe
bereitgestellt. Das Brauchwasser wird weitgehend über eine thermische
Solaranlage erwärmt, welche gleichzeitig die Prozesswärme für
diverse Fertigungsschritte bereitstellt.
Das Büro- und Verwaltungsgebäude hat dank moderner Baustoffe
nach neuestem Wärmedämmungsstandard einen sehr geringen Heizenergiebedarf.
Wie in den Produktionshallen wird die Wärme auch dort sehr effizient
über eine im Betonkern integrierte Fußbodenheizung verteilt.
Der Abluft wird über einen Wärmetauscher die Restwärme
entzogen und an die einströmende Frischluft abgegeben.
Wenn in warmen Sommermonaten Kühlungsbedarf herrscht, kann die Anlage
auch zur unterstützenden Klimatisierung genutzt werden. Hierbei wird
10 C-kaltes Brunnenwasser zum Pufferspeicher gefördert, aus dem über
Wärmetauscher die erwärmte Raumluft in den Produktionshallen,
sowie der Betonkern im Verwaltungsgebäude gekühlt wird. Eine
Photovoltaikanlage soll in der Endausbaustufe die gesamte für den
Betrieb benötigte elektrische Energie liefern, wobei das öffentliche
Stromnetz als Puffer dient. Auf dem Dach und an der Fassade sind 160 Kilowatt
Spitzenleistung (kWp) geplant, der größere Teil soll mit amorpher
Modultechnik ausgeführt und auf die vorhandenen Dachbahnen aufgebracht
werden
Planung und Bauüberwachung erledigten die Mitarbeiter der SESOL selbst,
unter der Generalplanung der HKL Ingenieurgesellschaft mbH aus Erfurt-Stotternheim
und in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Müller & Lehmann
aus Blankenhain.
29.10.2003 Quelle: SESOL
Bildquelle: SESOL
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Tagung: Wasserstoffwirtschaft- Vision oder Notwendigkeit?
Mit der Frage, ob bereits heute die Weichen für eine nachhaltige
Wasserstoffwirtschaft gestellt werden müssen, beschäftigt sich
eine Tagung der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen am 1. und
2. November 2003. Der Kongress ist Teil des Rahmenprogramms
der Mitgliederversammlung des Solarenergie-Fördervereins e.V. (SFV).
Wasserstoff könnte für eine nachhaltige, das Klima schonende
Energieversorgung eine entscheidende Rolle spielen, heißt es in
der Ankündigung der Veranstaltung. Er biete sich an sowohl als schadstofffreier
Energieträger sowie als Speicher- und Transportmedium für Energie.
Die erste Eigenschaft mache ihn interessant für den Einsatz im Verkehrssektor
und habe zu verstärkten Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen
im Bereich der Brennstoffzellentechnik geführt. Durch die zweite
Eigenschaft könnte Wasserstoff eine Schlüsselfunktion für
jene regenerativen Energien bekommen, deren Angebot, nicht synchron zur
Nachfrage zur Verfügung steht, beispielsweise die Sonnen- und Windenergie.
Trotz der prinzipiellen technischen Machbarkeit stünden der Realisierung
einer nachhaltigen, auf Wasserstoff basierenden Energieversorgung derzeit
noch ökonomische Gründe entgegen. Es würden sich aber auch
grundsätzliche Fragen stellen.
Einige davon können die Tagungsteilnehmer im Verlauf der Tagung mit
Experten diskutieren. Die Referenten kommen unter anderem vom Forschungszentrum
Jülich und aus dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie.
Sie beantworten folgende Fragen: Welches Potential besitzt Wasserstoff
als Brennstoff, Speicher- und Transportmedium für Energie? Was ist
der aktuelle Stand der Technik? Wie würde ein auf Wasserstoff basierendes
Energieversorgungssystem konkret aussehen? Unter welchen Bedingungen erfüllt
es die Kriterien von Klimaschutz und Nachhaltigkeit?
Immerhin stammen heute weit mehr als 90% des in Deutschland hergestellten
Wasserstoffs aus fossilen Energiequellen, betonen die Veranstalter. Deshalb
gelte es zu klären, ob eine Wasserstoffwirtschaft möglicherweise
sogar in Konkurrenz zum weiteren Ausbau der Nutzung regenerativer Energieträger
stehen könnte.
Tagungsort: August-Pieper-Haus (Aachen). Zeit: 1. November 2003 (Beginn
10.30 Uhr) bis Sonntag, 2. November 2003 (Ende 14 Uhr).
Tagungsgebühr: mit Übernachtung und Verpflegung € 55 (erm. €
37); ohne Übern./mit Verpfl. € 41,30 (erm. € 25,10). Anmeldung mit
Angabe der Tagungsnummer „A 7532“ telefonisch unter 0241/47996-29 (Frau
Wefels) oder per Fax 0241/47996-10.
29.10.2003 Quelle: SFV
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MVV Energie nimmt modernstes Biomasse-Kraftwerk Europas in Betrieb
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| Biomasse-Kraftwerk der MVV Energie im Hafen
von Königs Wusterhausen. |
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Im brandenburgischen Königs Wusterhausen ist das zur Zeit technisch
fortschrittlichste und umweltfreundlichste Biomasse-Kraftwerk Europas
in seiner Leistungsklasse entstanden. In der Anlage sollen jährlich
rund 160 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt und damit der Bedarf
von 55.000 Haushalten gedeckt werden. Das berichtet die MVV Energie AG
in einer Pressemitteilung. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt laut
MVV Energie rund 55 Millionen Euro. Der bisher nirgendwo sonst erreichte
Wirkungsgrad liege über 35 Prozent. Dieser Wirkungsgrad sei durch
eine optimierte technische Auslegung erreicht worden, die gemeinsam von
der MVV Energie und dem Kesselhersteller Foster Wheeler vorgenommen wurde.
Das Mannheimer Energieunternehmen setze mit diesem Kraftwerk ein deutliches
Zeichen für moderne Technik und fachliches Know-how.
Den Startschuss für den Betrieb gaben am Montag der brandenburgische
Umweltminister Wolfgang Birthler und der MVV-Vorstandsvorsitzende Dr.
Rudolf Schulten. Nach den Worten von MVV-Chef Dr. Schulten wäre der
Bau des Kraftwerkes ohne das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht möglich
gewesen: "Das EEG ist damit ein wichtiges und erfolgreiches Instrument
für Investitionen in erneuerbare Energien." Daher spreche sich
die MVV Energie Gruppe für einen Fortbestand des EEG ohne Einschnitte
aus. Bei der Vergütung für naturbelassene Biomasse aus der Land-
und Forstwirtschaft hingegen seien Verbesserungen erforderlich, so dass
gerade diese Biomasse mit einem enormen Potenzial erschlossen werden könne.
"Biomasse-Kraftwerke können in Zukunft einen verlässlichen
und kalkulierbaren Beitrag zur Stromversorgung in Deutschland leisten.
Sie sind zudem an dezentralen Strukturen orientiert, so dass derartige
Projekte von der MVV Energie weiter voran getrieben werden“, so Dr. Schulten.
Die MVV Energie Gruppe arbeite derzeit an der Entwicklung weiterer Projekte
mit dem Ziel, ihre Wachstumsstrategie mit erneuerbaren Energien weiter
auszubauen.
Der Holzbedarf des neuen Kraftwerks liegt laut MVV Energie bei jährlich
120.000 Tonnen. Dabei vermeide die Anlage pro Jahr einen Ausstoß
von 120.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2). Im Kraftwerk sowie im Zulieferbereich
schaffe die Anlage rund 60 neue Arbeitsplätze. Der Großteil
des Brennstoffs werde umweltfreundlich per Binnenschiff angeliefert. Zusätzlich
zur Lkw-Anlieferung stehe auch ein direkter Bahnanschluss zur Verfügung.
Das Brennstoffbeschaffungskonzept in Bezug auf Partner, Logistik und Aufbereitung
sei die entscheidende Basis gewesen, um eine Projektfinanzierung über
die HypoVereinsbank AG zu ermöglichen.
Auf dem Kraftwerksgelände befindet sich eine eigenständige Holzaufbereitungsanlage,
die Biomassebrennstoff feuerungsfertig aufbereitet. Rund 7.500 Tonnen
unaufbereitetes Holz - das ist Brennstoff für 20 Tage - können
direkt am Kraftwerk gelagert werden. Das Holz wird in zwei Stufen zerkleinert
und von Fremdstoffen wie beispielsweise Nägeln oder Buntmetallen
befreit. In zwei je 7.500 Kubikmeter großen Rundsilos warten die
Holzschnitzel anschließend auf ihren Einsatz im Biomassekraftwerk.
In einer in verschiedenen Holzkraftwerken bewährten und hoch effizienten,
zirkulierenden Wirbelschicht werden pro Stunde 16 Tonnen Holz verbrannt.
Mit der entstehenden Wärme werden 64 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugt,
der eine Temperatur von 477 Grad Celsius und einen Druck von 87 bar hat.
Zur weiteren Optimierung des Wirkungsgrads wird der Dampf nochmals zwischenüberhitzt.
Dann treibt er eine Kondensationsturbine mit Nasskühlturm und einem
Generator mit einer elektrischen Nennleistung von 20 Megawatt an MW an.
Damit werde ein elektrischer Bruttowirkungsgrad von über 35 Prozent
erreicht - ein absoluter Spitzenwert, betont die MVV Energie. Eine moderne
Abgasreinigungsanlage stelle sicher, dass die Abgase die Grenzwerte der
17. Bundesimmissionsschutz-Verordnung - die strengsten weltweit - sicher
unterschritten werden. Mittels Online-Messungen werde dies kontinuierlich
protokolliert und die Messergebnisse würden der Genehmigungsbehörde
mitgeteilt.
28.10.2003 Quelle: MVV Energie AG
Bildquelle: MVV Energie AG
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Regenerative Kraftstoffe: Fachtagung in Stuttgart am 13./14. November
Wie in allen Bereichen des Energieverbrauchs, gilt die Forderung
einer signifikanten CO2-Reduktion auch für den Verkehrsbereich. Die
Erschließung und Einführung regenerativer Treibstoffe gewinnt
zunehmend an Bedeutung, betont das Zentrum für Sonnenenergie- und
Wasserstoff-Forschung in der Ankündigung der Veranstaltung.
Neben einer Senkung des KFZ-Flottenverbrauchs sollen nach den politischen
Vorgaben der EU bis zum Jahr 2010 bereits 5,75 % des Kraftstoffverbrauchs
regenerativ bereit gestellt werden. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil
20 % erreichen, einschließlich des Erdgaseinsatzes. Dazu seien bereits
heute große technologische Anstrengungen erforderlich.
Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (bmbf)
geförderten Forschungsnetzwerkes Regenerative Kraftstoffe werden
vom Stuttgarter Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung
(ZSW) Technologien für neue Kraftstoffe aus erneuerbaren Energiequellen
erforscht, deren Herstellungspfade beste Marktchancen versprechen. Die
Fachtagung wird vom ZSW unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für
Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg ausgerichtet und informiert
über den technisch-wissenschaftlichen Stand von Forschung und Entwicklung,
sowie über wichtige Demonstrationsprojekte. Weiter werden die politischen
Rahmenbedingungen und die Perspektiven regenerativer Kraftstoffe dargestellt
und im Rahmen einer abschließenden Podiumsdiskussion mit Vertretern
aus Politik, Forschung und Industrie diskutiert.
Veranstaltungsort ist das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung,
Industriestraße 6, in 70565 Stuttgart. Die Teilnahmegebühr
beträgt 150 €, bei Anmeldung bis zum 30.10.2003 100 € (jeweils inkl.
Verpflegungsanteil von 30 €). Anmeldeformular unter http://www.refuelnet.de/content/news/FAX_ANM.pdf
28.10.2003 Quelle: ZSW
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Umfrage: Deutsche finden Ökostrom gut, kaufen ihn aber nicht
Die Deutschen haben ein gespaltenes Verhältnis zu umweltfreundlichen
Energien. Das legt eine repräsentative Emnid-Umfrage des Greenpeace
Magazins nahe, die in der am 24.10.2003 erschienenen Ausgabe veröffentlicht
wurde. Danach sprechen sich zwar 67 Prozent der 1008 Befragten
für eine großzügige Förderung der Windkraft aus,
und 79 Prozent beteuern, daheim fleißig Energie zu sparen. Doch
einen Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter ziehen lediglich sieben
Prozent in Erwägung. Drei Prozent der Befragten sagen, dass sie bereits
gewechselt hätten, was laut Greenpeace nicht sein kann: Laut dem
Verband der deutschen Elektrizitätswerke (VDEW) beziehe nur etwa
die Hälfte von ihnen tatsächlich Ökostrom.
Gefragt, warum sie nicht wechseln wollen, antworteten 47 Prozent der „Ökostrom-Muffel“,
das sei ihnen zu umständlich. 39 Prozent finden die alternativen
Anbieter zu teuer und 28 Prozent fürchten, sie seien unzuverlässig.
Mehr als ein Drittel (37 Prozent) gab in der Umfrage des Greenpeace Magazins
an, es sei ihnen gleichgültig, ob ihr Strom umweltfreundlich hergestellt
wird. Energie zu sparen, ist den meisten Deutschen dennoch ein wichtiges
Anliegen. 79 Prozent erklärten, dass sie Energiesparlampen benutzten
und besonders sparsame Elektrogeräte kauften. Dass ihr Fernseher
in der Stand-by-Schaltung Strom verbraucht, stört drei von vier Deutschen.
76 Prozent sagen, dass sie das Gerät deshalb stets ganz ausschalten.
28.10.2003 Quelle: Ots; Greenpeace Magazin
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Feldversuch belegt: ein Drittel weniger Heizkosten durch Erdwärme
Verbraucher können ihren Heizenergie-Bedarf durch den Einsatz
von Wärmepumpen um über ein Drittel senken und damit die Heizkosten
verringern sowie die Umwelt schonen. Das ergab ein Feldversuch,
der am 23.10.2003 auf dem "1. Forum Wärmepumpe" in Berlin
vorgestellt wurde. In der Summe seien auch die Gesamtkosten für Geräte
und Energie bei einer Wärmepumpen-Heizung niedriger als bei herkömmlichen
Heizungen.
Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus dem Erdboden oder der Luft
und erzeugen so einen großen Teil der Energie für die Heizung.
So können bei modernen Anlagen rund 40 Prozent der eingesetzten Energie
eingespart werden. Dadurch sinken die Heizkosten um 30 Prozent und der
Ausstoß des Treibhausgases CO2 in entsprechendem Umfang. Die Technik
lässt sich problemlos einbauen, wie das Beispiel Schweiz demonstriert:
Hier werden Wärmepumpen bereits in fast 40 Prozent aller Neubauten
eingesetzt. Wird der nötige Strom für die Wärmepumpe aus
Wasser-, Wind- oder Solarenergie gewonnen, entsteht keinerlei CO2-Ausstoß
mehr. Aus diesen Energiequellen gespeister sogenannter "grüner
Strom" kann bei verschiedenen Stromanbietern bezogen werden.
Neben dem Nutzen für die Verbraucher eröffnet die Wärmepumpe
auch Handwerkern und Herstellern neue Chancen. Die Technologie erfordert
Know-How bei der Entwicklung sowie beim Einbau und könnte so neues
Wachstum und damit Arbeitsplätze schaffen. Karl-Heinz Remmers, Vorstand
der Solarpraxis AG, faßt die Vorteile zusammen: "Wer die Wärme
aus der Erde nutzt, ist doppelt schlau: Er schont auf Dauer seinen Geldbeutel
und die Umwelt. Und unsere Wirtschaft gewinnt auch - schließlich
sind moderne Wärmepumpen echte High-Tech Artikel made in Germany."
Eine Zusammenfassung des Feldversuches lässt sich herunterladen unter
http://www.solarpraxis.de.
27.10.2003 Quelle: Solarpraxis AG
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Greenpeace protestiert gegen 9.000 Euro Kohlesubventionen pro Minute
Vor dem Bundesfinanzministerium wollte Greenpeace dem Bundesfinanzminister
Hans Eichel (SPD) zeigen, wie er richtig viel Geld sparen könne.
Durch die Streichung der Kohlesubventionen, so die Umweltschutz-Organisation.
Sieben Greenpeace-Aktivisten haben am 24.10.2003 ein zweieinhalb mal drei
Meter großes rosa Sparschwein aus Pappmaché aufgestellt, mit der
Aufschrift: "4,7 Milliarden Euro Steuergelder pro Jahr für Braun-
und Steinkohlesubventionen: Das können Sie sparen, Herr Eichel!"
Ein Plakat daneben forderte: "Kohlesubventionen: Jede Minute 9.000
Euro Steuergelder! Schluss mit der Verschwendung, Herr Eichel!"
"Deutsche Kohle zu subventionieren heißt, mit Steuergeldern
den Klimawandel zu sponsern", sagte Gabriela von Görne, Energieexpertin
von Greenpeace. „Finanzminister Eichel muss deshalb diese Subventionen
ab 2005 stoppen und stattdessen verstärkt die erneuerbaren Energien
fördern. Das spart die Kosten für Klimaschäden und schafft
Arbeitsplätze." Über ein Drittel des „Klimakillers“ Kohlendioxid
stamme in Deutschland aus der Verbrennung von Kohle, so Greenpeace. In
den kommenden Monaten stelle die Bundesregierung die Weichen für
die künftige deutsche Energiestruktur. Denn in den nächsten
20 Jahren muss die Hälfte aller deutschen Kraftwerke aus Altersgründen
und wegen des Atomausstiegs ersetzt werden.
Bislang werde die Kohle gegenüber erneuerbaren Energieformen wie
Wind und Sonne unverhältnismäßig bevorzugt , kritisiert
Greenpeace. Seit 1980 seien 100 Milliarden Euro allein in die Subventionierung
der deutschen Steinkohle geflossen. Der Braunkohletagebau habe 6,4 Milliarden
nur für die Rekultivierung zerstörter Landstriche verschlungen.
Die Verstromung heimischer Steinkohle sei ohne Zuschüsse nicht wirtschaftlich.
Für den Arbeitsmarkt bringen Kohlesubventionen laut Greenpeace wenig.
Insgesamt arbeiteten derzeit im Kohlebergbau und in den Kraftwerken noch
93.000 Menschen. Die Zahl sinke stetig, weil die deutsche Kohle im Hinblick
auf den Preis nicht mit Importkohle konkurrieren könne. Gleichzeitig
stellten die erneuerbaren Energien schon heute 130.000 Arbeitsplätze,
mit steigender Tendenz, betonen die Umweltschützer.
Auch für die Versorgungssicherheit sei eine Investition in erneuerbare
Energien dringend geboten. Denn die deutschen Vorkommen an Steinkohle
reichten schätzungsweise nur noch 30 bis 50 Jahre. Die erneuerbaren
Energien könnten diese Lücke füllen. Technisch möglich
sei bis zum Jahr 2050 ein Energiemix aus über 60 Prozent erneuerbaren
Energien, 30 Prozent effizienten Gaskraftwerken und unter zehn Prozent
Steinkohle.
27.10.2003 Quelle: Greenpeace e.V.
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ISOFOTON-Module zertifiziert nach PV GAP
14 Module des spanischen Herstellers ISOFOTON S.A. mit der Typenbezeichnung
“I-40NP bis I-165” erhielten das weltweite Qualitätszeichen „PV Quality
Mark“ im Global Approval Program for Photovoltaics (PV GAP).
ISOFOTON zählt zu den bedeutendsten Photovoltaik-Produzenten der
Welt. Die Anforderungen an den Hersteller umfassen unter anderem die Qualitätssicherung
nach ISO 9001 und erfolgreiche Tests nach dem internationalen Standard
IEC 61215. Letztere hat der TÜV Rheinland für ISOFOTON durchgeführt.
Zusätzlich überprüft der Hersteller selbst die Module unter
Aufsicht eines der für PV GAP anerkannten Prüfinstitute.
Mit der PV Quality Mark zeige ISOFOTON, dass seine Produkte höchsten
Qualitätsanforderungen genügen und sich von Modulen unbekannter
Qualität unterscheiden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Das PV-Qualitätszeichen erleichtere den Käufern die Auswahl.
Die Weltbank empfehle Produkte mit PV GAP, um zu verhindern, dass die
Produkte Land für Land neu zertifiziert werden müssen.
PV GAP ist eine weltweite Organisation, die von den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen
der PV-Industrie, der Weltbank und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten
Nationen (UNDP) gegründet wurde mit dem Ziel der Qualitätssicherung
und –dokumentation. PV GAP führte das Qualitätszeichen für
Photovoltaik-Komponenten ein und etablierte für Solarstrom-Systeme
ein Qualitätssiegel.
27.10.2003 Quelle: PV GAP
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Bundespräsident Rau überreicht Umweltpreis der DBU
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| Festlich und zugleich sparsam beleuchtet:
Zentrum für Umweltkommunikation der DBU. |
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Der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
wird am 26.10. von Bundespräsident Johannes Rau in der Stadthalle
Osnabrück an den Unternehmer Hermann Josef Schulte und den Wissenschaftler
Prof. Dr. Klaus Mattheck verliehen. Der Fernsehsender 3sat überträgt
den Festakt am Sonntag live ab 11 Uhr. Die Preisverleihung
in Osnabrück stößt auf Rekordinteresse, berichtet die
DBU in einer Pressemitteilung: 1.700 der geladenen Gäste, darunter
Umweltminister Jürgen Trittin, der niedersächsische Ministerpräsident
Christian Wulff und Preisträger der vergangenen Jahre haben bereits
zugesagt, unter ihnen Prof. Dr. Klaus Töpfer.
Klaus Mattheck, Leiter der Abteilung Biomechanik am Forschungszentrum
Karlsruhe, und Josef Schulte, Gründer und Geschäftsführer
der HJS Fahrzeugtechnik GmbH & Co KG, erhalten den mit 500.000 Euro
höchstdotierten Umweltpreis Europas für ihre Pionierleistungen.
Mattheck hat als national wie international anerkannter Materialforscher
wichtige Prinzipien des Baummechanik entschlüsselt und für die
Entwicklung technischer Produkte nutzbar gemacht. Schulte wird für
Erforschung und Entwicklung umweltfreundlicher Abgastechnologien im Fahrzeugbau
ausgezeichnet, speziell für die Entwicklung eines neuen Partikelfilters
für Dieselmotoren.
Bunt umrahmte Veranstaltung mit Osnabrücker Künstlern
Die Laudatio auf beide Preisträger hält Dr. Christoph Zschocke,
Vorsitzender der Umweltkommission des Bundesverbandes Junger Unternehmer
und Geschäftsführer der Ökotec Management GmbH, Berlin.
Künstlerisch umrahmt wird die Preisverleihung unter anderem von „The
art act and tap dancer junior“, den frischgebackenen deutschen Meistern
im Stepptanz aus Georgsmarienhütte bei Osnabrück und der Soul-Sängerin
Angela Brown, ebenfalls Osnabrück. Durch die Veranstaltung führt
ZDF/3sat Moderator Stefan Schulze Hausmann.
Künstlerische Beleuchtung lässt ZUK erstrahlen
Bis zur Umweltpreisverleihung wird das Zentrum für Umweltkommunikation
(ZUK) der DBU illuminiert. Die Büroräume im ZUK sind jeweils
mit einer blau strahlenden Leuchtstoffröhre versehen, die Holzsäulen
werden durch rote Strahler angeleuchtet. Die Verleihung des Deutschen
Umweltpreises werde zum Anlass genommen, mit dieser Beleuchtungsaktion
auf "einleuchtende Weise" auf die DBU und das Zentrum für
Umweltkommunikation hinzuweisen, so DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers.
Die verwendeten Strahler seien natürlich mit Energiesparlampen ausgerüstet,
für die Beleuchtung der Säulen pro Strahler sei lediglich eine
150 Watt-Spezialbirne erforderlich. Die Leuchtstoffröhren in den
Büros sind normale, eingefärbte Leuchtstoffröhren.
25.10.2003 Quelle: DBU
Bildquelle: DBU
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Umfrage: Photovoltaik-Manager erwarten starkes Wachstum
Die Solarstrombranche erwartet ein anhaltend starkes Wachstum des
deutschen Solarstrommarktes in den kommenden Jahren. Dies ist ein Ergebnis
der jüngsten Umfrage des Brancheninformationsdienstes "Solarthemen"
bei Entscheidungsträgern der deutschen Photovoltaikhersteller und
-großhändler. Brancheninformationsdienstes "Solarthemen"
bei Entscheidungsträgern der deutschen Photovoltaikhersteller und
-großhändler. Große Sorgen bereite den Unternehmern
allerdings ein möglicher kurzfristiger Markteinbruch aufgrund der
Verzögerungen bei der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).
Etwa die Hälfte der 31 Top-Manager, die sich an der Umfrage beteiligten,
rechnet in den kommenden fünf Jahren mit einem durchschnittlichen
Wachstum der in Deutschland jährlich installierten Solarmodulleistung
von 10 bis 20 Prozent. 39 Prozent gehen sogar von einem jährlichen
Wachstum von 20 bis 40 Prozent aus. Dies berichten die "Solarthemen"
in ihrer am 24.10.2003 erscheinenden Sonderausgabe zur Lage der deutschen
Photovoltaik-Industrie.
Trotz ihrer optimistischen Zukunftsprognose halten sich zwei Drittel der
Unternehmen derzeit mit Investitionsentscheidungen zurück, so die
Solarthemen. Der Grund: Neue Fertigungsanlagen und Mitarbeiter ließen
sich zur Zeit nicht finanzieren. Sie werden nach Aussage vieler Unternehmen
zwar dringend benötigt, um Produktionskosten zu drücken und
mit der stark wachsenden Konkurrenz aus Japan Schritt zu halten. Doch
so lange die Perspektiven des EEG nicht klar seien, würden die Banken
nicht mitspielen. Das Gesetz sollte eigentlich zum 1. Januar 2004 novelliert
werden und sieht nach dem Entwurf des Umweltministeriums eine Anhebung
der Vergütungen für Solarstrom vor. Doch seit Monaten streiten
sich Umweltminister Jürgen Trittin und sein für Wirtschaft und
Arbeit zuständiger Kollege Wolfgang Clement um die Vergütung
für Strom aus Windkraftwerken und andere Fragen der Gesetzesneufassung.
Leidtragende sei die an sich nicht umstrittene Solarbranche, kommentieren
die Solarthemen.
Alle Ergebnisse der Entscheider-Umfrage, weitere Hintergrundinformationen
zur Situation der Photovoltaikindustrie und eine Übersicht aller
rund 30 Photovoltaikhersteller in Deutschland mit deren aktuellen Produktionszahlen
und Ausbauplänen enthält die Ausgabe 170 der Solarthemen.
Zu bestellen ist das Heft für 6,- Euro unter http://www.solarthemen.de
oder bei Solarthemen, Bültestr. 85, 32545 Bad Oeynhausen, Fax 05731/83469.
24.10.2003 Quelle: Solarthemen
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KfW: Zinsen der Förderprogramme steigen
Auf Grund der Entwicklung am Kapitalmarkt werden die Zinssätze
in den meisten Förderprogrammen der KfW für alle Neuzusagen
ab dem 22.10.2003 erhöht. Die aktuellen Konditionen aller
Kreditprodukte wird die KfW Bankengruppe in Kürze in einer einheitlichen
Übersicht im Internet präsentieren unter www.kfw.de und www.kfw-mittelstandsbank.de
oder per Fax-Abruf unter der Nummer 069 / 7431.
Fragen zum Produkt- und Serviceangebot der KfW Bankengruppe, darunter
die Förderprodukte im Bereich Wohnwirtschaft, private Umweltschutzinvestitionen,
Infrastruktur und Soziales. beantworten die Berater des Infocenters unter
der Servicenummer 0180 / 1 33 55 77. Das Infocenter der KfW Mittelstandsbank
ist unter der Servicenummer 0180 / 1 24 11 erreichbar und berät zu
den Programmen, die von der KfW Mittelstandsbank angeboten werden. Darüber
hinaus werden die Bereiche gewerblicher Umweltschutz und Bildungsförderung
abgedeckt.
Der Zinssatz im KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm beträgt künftig
für die ersten 20 Jahre je nach Maßnahme effektiv zwischen
2,27 % und 3,60 % pro Jahr. Der neue Zinssatz im KfW-Wohnraum-Modernisierungsprogramm
2003 liegt zwischen effektiv 2,87 % und 5,41 %, je nach Laufzeit. Im KfW-Umweltprogramm
(Zielgruppe: Unternehmen) liegt der effektive Zinssatz zwischen 4,74 %
und 5,59%.
Weitere Informationen: unter www.kfw.de
24.10.2003 Quelle:
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USA: PowerLight unter den erfolgreichsten Unternehmen
Die PowerLight Corporation mit Sitz in Berleley (Kalifornien) zählt
zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen in den Vereinigten Staaten.
PowerLight belegt Platz 103 in der aktuellen Rangliste der
Zeitschrift „Inc. Magazine”. Die PowerLight Corporation, nach eigenen
Angaben bedeutendster Hersteller und Installateur großtechnischer
Solarstromanlagen, verzeichnete ein 5-Jahres-Umsatzwachstum von 1,5%.
“PowerLight ist begeistert, die Auszeichnung nun bereits im vierten Jahr
in Folge zu erhalten“, sagte Thomas Dinwoodie, Gründer und Vorstand
von PowerLight. Die Position in den „Inc. 500” belege, dass Solarstrom
von großen Unternehmen und staatlichen Einrichtungen in großem
Stil genutzt werde, um deren Energiebedarf zu decken. Die Unternehmen,
die es in die Top 500 geschafft haben, seien trotz Stagnation im Durchschnitt
um 1,3% gewachsen. Während in den USA im Jahr 2002 rund 1,5 Millionen
Arbeitsplätze abgebaut worden seien, hätten die Top 500-Unternehmen
Arbeit für 67.973 Menschen geschaffen.
24.10.2003 Quelle: PowerLight Corp.
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Ideen-Kongress der Aktion Klimaschutz: Neue Wege zum Verbraucher
Klimaschutz ist spätestens seit der Hochwasserkatastrophe im
vergangenen Jahr sowie der langen und extremen Dürreperiode in diesem
Jahr ein vieldiskutiertes Thema in Deutschland. Trotzdem werde nur selten
darüber gesprochen, was der Einzelne für den Klimaschutz leisten
kann und wie man ihn dazu motiviert, stellt die Aktion Klimaschutz in
einer Pressemitteilung fest. Ein Ideen-Kongress unter dem Motto
„Was tun?“ am 17./18. November 2003 in Berlin soll deshalb praktikable
Wege zum Klimaschutz aufzeigen.
Energieeffizienz ist eines der zentralen Themen der beiden Tage: Wie lassen
sich Verbraucher motivieren, Energie effizienter zu nutzen? Wie können
Ideen für neue Wege im Klimaschutz entwickelt werden? Der Austausch
zwischen Praktikern, das Vernetzen von Projekten und praxisorientierte
Workshops sind zentrale Bausteine des Kongresses. Eröffnet wird der
Ideen-Kongress von Bundesumweltminister Jürgen Trittin mit einer
Zwischenbilanz der Klimaschutzpolitik der Bundesregierung. Der Kongress
richtet sich an Interessierte aus Unternehmen, Verbänden, Politik
und Wissenschaft. Er soll zeigen, dass Energieeffizienz ein wesentlicher
Faktor zur Erreichung der nationalen und globalen Klimaschutzziele darstellt.
Zur Diskussion stehen die bestehenden Instrumente zur Steigerung der Energieeffizienz
ebenso wie die Entwicklung ergänzender Strategien.
„Wir zeigen positive Beispiele für eine erfolgreiche Arbeit vor Ort.
Wir hören, welche neuen Impulse uns die Wissenschaft bringt. Und
wir reden unter dem Stichwort ‚Marketing für Klimaschutz’ darüber,
wie wir unsere Kunden – Bürgerinnen und Bürger – für unsere
Ideen gewinnen können“, kündigt Stephan Kohler an, Geschäftsführer
der Deutschen Energie-Agentur (dena).
24.10.2003 Quelle: dena
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SPD beschließt "Energiepolitische Agenda 2010"
Mit dem Beschluss ihrer Energiepolitischen Agenda 2010 will die SPD
die Leitplanken setzen für eine sichere, innovative, qualitativ hochwertige
und umweltverträgliche Energieversorgung. Das erklärten
der stellvertretende Vorsitzende Michael Mueller und der energiepolitische
Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Hempelmann in einer Pressemitteilung.
Die wachsenden ökonomischen, ökologischen und sozialen Anforderungen
durch Internationalisierung und Globalisierung erforderten verstärkte
Anstrengungen im volkswirtschaftlichen Schlüsselbereich Energie.
Statt lediglich auf einzelne Energieträger oder Technologien zu setzen,
votiere die SPD-Bundestagsfraktion für die Einbettung aller verfügbaren
Energieträger und Technologien in eine energiepolitische Gesamtlinie.
In deren Zentrum stehe der Gedanke der Energieeffizienz. Es sei in einem
entwickelten Industrieland wie Deutschland möglich und vorteilhaft,
mit weit weniger Energie als bisher auszukommen.
Auf der Grundlage des Effizienzgedankens setze eine nachhaltige Energiepolitik
auf Innovation, Beschäftigungsanreize und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.
Nur durch eine die technologische Leistungsfähigkeit aktivierende
und die Versorgungsstrukturen modernisierende Energiepolitik sei Deutschland
den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen. Für zukunftsfähige
Energieversorgungsstrukturen will die SPD die notwendigen Investitionsrahmenbedingungen
schaffen. Deshalb stehe die Energiepolitische Agenda 2010 in der sozialdemokratischen
Linie der ökologischen Modernisierung und der Zusammenführung
von Arbeit und Umwelt.
23.10.2003 Quelle: SPD-Bundestagsfraktion
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Aktionstag für „Erneuerbare“: über 20 Verbände und Gewerkschaften
rufen auf
Mit einem Aktionstag vor dem Brandenburger Tor in Berlin wollen Bürger,
Verbände, Gewerkschaften und Unternehmen am 5. November ein Zeichen
für die Erneuerung der Energiewirtschaft setzen. Zu den
Initiatoren gehören unter anderem die IG Metall, der Bundesverband
Mittelständische Wirtschaft, Greenpeace, BUND und EUROSOLAR. Mittlerweile
unterstützen 22 Gruppierungen den Aufruf und laden zu einer Kundgebung
ein. Der Aktionstag beginnt um 10.30 Uhr, die zentrale Kundgebung um 12.00
Uhr.
In den Branchen Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme arbeiten
heute bereits 130.000 Menschen, betonen die Veranstalter. In den nächsten
Jahren könnten es laut Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) bis
zu 500.000 werden. Erneuerbare Energien werden aus heimischen Ressourcen
erzeugt. Damit sichern sie nicht nur Arbeitsplätze, sie halten auch
die Wertschöpfungskette im Inland. Die aktuelle energiepolitische
Diskussion ist in den Augen der Erneuerbare-Energien-Branche von falschen
Behauptungen und gezielter Desinformation beherrscht, mit der die Gegner
der regenerativen Energien Ängste schüren wollen. Die technologische
Spitzenstellung der deutschen Industrie im Bereich erneuerbare Energien
und somit die Chance zum Aufbau neuer Exportschlager "Made in Germany"
sei bedroht, warnen die Veranstalter. Der Aktionstag fordert ein Umdenken
in Politik und Wirtschaft:
Regenerative Energien stünden für eine sichere und nachhaltige
Energieversorgung. Sie sanierten die Umwelt und erneuerten die Wirtschaft.
Der Aktionstag Erneuerbare Energien wird unterstützt vom Bundesverband
Erneuerbare Energie (BEE), IG Metall, EUROSOLAR, Bund der Energieverbraucher,
Bundesverband Mittelständische Wirtschaft, Greenpeace, Bundesverband
Solarindustrie, Bundesverband WindEnergie, Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland, Wirtschaftsverband Windkraftwerke, Deutsche Gesellschaft
für Sonnenenergie, Deutsche Umwelthilfe, Fachverband Biogas, Grüne
Liga, Naturschutzbund, Robin Wood, Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft,
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, Geothermische Vereinigung,
Solarförderverein, European Renewable Energies Federation sowie dem
World Wildlife Fund.
Im Umfeld des Aktionstages werden zahlreiche Exponate aus dem Bereich
erneuerbarer Energien zu sehen sein. Details zu Ort und Programm unter
http://www.aktionstag-ee.de
23.10.2003 Quelle: BEE
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Chef-Regulierer will Öffnung der Strom- und Gasnetzen für
Wettbewerber
Der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post, Matthias Kurth, will die Netze der Strom-und Gasunternehmen
öffnen. "Wettbewerber sind zwingend darauf angewiesen,
auf das Verteilnetz oder wenigstens Teile dieses Netzes zurückgreifen
zu können", schreibt Kurth in einem Gastbeitrag für das
Wirtschaftsmagazin DMEuro (November-Ausgabe, erscheint Donnerstag, 23.10.2003).
Die Erfahrungen aus der Netzöffnung im Telekommunikationsmarkt hätten
gezeigt, dass dort "ohne eine effiziente Netzzugangsregulierung und
schnelle, wirksame Konfliktregelung die gewaltige Dynamik und das erhebliche
Wachstum des Wettbewerbs nicht möglich gewesen wären“, so Kurth
im Magazin DMEuro.
Kurth tritt einer möglichen Aufspaltung von Kompetenzen und Entscheidungen
bei der Regulierung entgegen. Nötig sei eine sinnvolle Konzentration
von Aufgaben, keine Mammutbehörde. Die Regulierungsinstrumente seien
bei Telekommunikation und Post erprobt worden und hätten sich bewährt.
"Es hat sich gezeigt, dass der Gesetzgeber gut beraten ist, sich
nicht zu eng auf ein einziges Prinzip oder Modell festzulegen, das sich
als Sackgasse erweisen könnte." Eine sektorspezifische Missbrauchsaufsicht
sei allerdings erforderlich, so Kurth. Es brauche einen Schiedsrichter,
der auch die Frage prüfen könne, ob die Daten stimmten, die
Grundlage der Kalkulationen seien.
23.10.2003 Quelle: ots; Verlagsgruppe Handelsblatt
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Solarmobile: Nuon-Solar-Team stellt neuen Weltrekord auf
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| Weltrekord-Solarmobil "Nuna II" |
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Das niederländische Team hat seinen eigenen Rekord von 2001
bei der World Solar Challenge um eine Stunde und 35 Minuten unterboten.
Die inoffizielle Zeit, in welcher der Solar-Rennwagen „Nuna II“ die 3.010
Kilometer lange Strecke von Darwin nach Adelaide bewältigte, betrug
31 Stunden und 5 Minuten. Die Sieger wurden auf dem Victoria
Square im Zentrum von Adelaide begeistert empfangen. Der australischer
Verfolger „Aurora“ lag letzten Berichten zu Folge eine Stunde und 10 Minuten
hinter Nuna II. Der an der technischen Universität in Delft gebaute
Nuna II hat gegenüber dem Sieger von 2001 (Nuna I) eine neue Form
und verbesserte Aerodynamik. Chris Selwood, Event Manager der World Solar
Challenge, sagte, die Rennwagen erfüllten höhere Standards als
in den vergangenen Jahren. “Das war vermutlich die erfolgreichste World
Solar Challenge überhaupt. Und alle 22 Teams sind noch im Rennen.
Einige Teams hatten zwar kleinere technische Probleme am zweiten Tag,
doch Sie konnten alle weitermachen“, kommentiert Selwood. Die langsamsten
Fahrzeuge werden im Laufe des kommenden Sonntags in Adelaide erwartet.
Die World Solar Challenge wird veranstaltet von Australian Major Events,
einer Abteilung der südaustralischen Tourismuskommission. Weitere
Informationen unter http://www.wsc.org.au
www.wsc.org.au
22.10.2003 Quelle: wsc
Bildquelle: wsc
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Zertifizierung von Kollektoren: 1. Solar Keymark vergeben
Das Zertifikat „Solar Keymark“ für das nordirische Unternehmen
Thermomax ist für den europäischen Solarindustrieverband ESTIF
ein Durchbruch bei der EU-weiten Auszeichnung von Solarwärme-Produkten.
Die ESTIF wertet das neue Zertifikat als Meilenstein einer
einheitlichen Qualitätssicherung für Sonnenkollektoren und Solarwärmesysteme.
Solar Keymark ist ein Qualitätssiegel, das vom europäischen
Komitee für Standardisierung (CEN- CENELEC) entwickelt wurde. Es
zeigt, das ein Produkt nicht nur die EN Normen für Kollektoren (EN
12975) oder Solarwärmesysteme (EN 12976) erfüllt: Prüfungen
bei Hersteller und regelmäßige Untersuchungen der Serienproduktion
gewährleisten, dass die verkauften Produkte den getesteten entsprechen.
Die European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF) hat Solar Keymark
unterstützt von der Europäischen Kommission mit entwickelt.
Das ESTIF-Mitglied Thermomax erhielt Solar Keymark für seinen neuen
Vakuum-Röhrenkollektor Solarmax 20/30-TDS300. Kathy McVeigh, bei
Thermomax für den Verkauf zuständig, sagte, sie erwarte wichtige
Vorteile für die weltweite Vermarktung. Thermomax strebe Solar Keymark
für weitere Kollektoren an, da das Label Qualität, Zuverlässigkeit
und Effektivität signalisiere. Es helfe den Kunden bei der Auswahl
hochwertiger Kollektoren und Systeme.
Solar Keymark wurde ausgestellt von dem deutschen Prüf- und Zertifizierungszentrum
German DIN CERTCO, auf der Grundlage von Test des Schweizer Instituts
für Solartechnik SPF. Neun weitere Kollektoren von sechs Herstellern
würden gegenwärtig getestet erklärte Sören Scholz,
Product Manager bei DIN CERTCO, das zeige ein großes Marktpotenzial.
Die Einführung von Solar Keymark bedeute eine wichtige Chance für
die Entwicklung des europäischen Solarwärmemarktes im großen
Stil, betont die ESTIF. Verbraucher, Akteure auf dem Markt und öffentliche
Einrichtungen könnten nun ganz leicht Produkte finden, welche europäischen
Standards entsprechen. ESTIF- Generalsekretär Raffaele Piria sagte:
Wir werden sicher stellen, dass Produkte mit dem Solar Keymark automatisch
sämtliche Förderrichtlinien in ganz Europa erfüllen. Das
senkt die Zertifizierungskosten und stimuliert die Nachfrage. Die Kunden
und die Umwelt werden so noch mehr von der Solarenergie profitieren.“
Die ESTIF macht sich stark für Solar Keymark: Hersteller könnten
damit leichter und billiger Zugang zu den Märkten verschiedener EU-Länder
finden. Für Prüf- und Zertifizierungseinrichtungen eröffneten
sich neue Betätigungsfelder. Weitere Test-Institute könnten
zugelassen werden und mit den gestärkten Zertifizierungseinrichtungen
zusammenarbeiten. Händler, Installateure und Endkunden könnten
ganz einfach Produkte erkennen, die den EN-Standrads entsprechen. Vor
allem seien nun die nationalen und regionalen Behörden aufgefordert,
Produkte mit Solar Keymark als prinzipiell förderwürdig anzuerkennen.
22.10.2003 Quelle: ESTIF
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Austria Solar: Staat ist Nachzügler bei Solarenergie
Auf den öffentlichen Gebäuden Österreichs gibt es
noch kaum Solaranlagen. Der Löwenanteil der Kollektorfläche
sei derzeit auf Gemeindegebäuden installiert, berichtet der Verband
Austria Solar in einer Pressemitteilung. Dabei wäre das jährliche
Potenzial für Sonnenkollektoren bei der Sanierung öffentlicher
Gebäude rund 200.000 Quadratmeter. Gewinnen würden sowohl das
staatliche Budget als auch die Umwelt, so der Verband. Eine
Erhebung von Austria Solar im Rahmen einer Diplomarbeit habe ergeben,
dass nur 0,4 Prozent aller Bundesgebäude und 4,4 Prozent aller Landesgebäude
ihr Warmwasser solar bereiten. Auf 209 öffentlichen Gebäuden
von Bund, Ländern und Gemeinden seien Ende des Vorjahres insgesamt
26.764 Quadratmeter Kollektorfläche installiert gewesen. Das entspreche
einem Prozent der gesamten Sonnenkollektorfläche Österreichs.
Die Errichtung von Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden folgte
in den letzten 20 Jahren keinem eindeutigen Trend, sie sei „eher von zufälligen
Einzelaktionen als von einer Strategie geprägt“, kritisiert Kurt
Leeb, Vorstandsmitglied von Austria Solar.
Gemeinden setzen auf die Sonne
Mit 83 Prozent der Kollektorfläche (22.240 Quadratmeter) ist laut
Austria Solar der Großteil der Solaranlagen des Landes auf Gemeindegebäuden
installiert, vor allem in Form großflächiger Schwimmbadheizungen
in Wien und solar unterstützter Biomasse-Nahwärmeanlagen in
der Steiermark. Thermische Solaranlagen in öffentlichen Gebäuden
fänden sich vor allem in Schwimmbädern, Straßenmeistereien,
Schulen, Heimen und Sportstätten. Mehr als 90 Prozent aller Landesgebäude
fallen in diese Kategorien, sowie knapp die Hälfte aller Bundes-
und Gemeindegebäude.
Jährliches Potenzial rund 200.000 Quadratmeter
Der Wärmebedarf aller öffentlichen Gebäude lag 2001 nach
Angaben des Verbandes bei 6.886 Gigawattstunden (GWh). Jährlich würden
etwa 4 Prozent des Gebäudebestandes (Wärmeverbrauch 275 GWh)
saniert. Mit dem Einbau einer Solaranlage könne die Energie für
70 Prozent des Warmwassers und rund 20 Prozent der Heizenergie produziert
werden. Dafür seien jährlich rund 200.000 Quadratmeter Sonnenkollektoren
erforderlich. „Das jährliche Potenzial in der Sanierung öffentlicher
Gebäude entspricht der 8-fachen Kollektorfläche des derzeitigen
Bestandes“, betont Roger Hackstock, Geschäftsführer von Austria
Solar. Der Umwelt würden dadurch jährlich über 26.000 Tonnen
des Treibhausgases CO2 erspart. Für den Staat rechneten sich Solaranlagen
doppelt: Austria Solar schätzt, dass durch eine Solarinitiative bei
der Sanierung öffentlicher Gebäude bis zu 1.700 Arbeitsplätze
geschaffen würden. Zusätzlich sänken die Betriebskosten
für die Warmwasserbereitung und einen Teil der Heizung fast auf Null.
„Für den Staat ist es daher sogar lukrativ, in punkto Klimaschutz
vor der eigenen Türe zu kehren“, meint Roger Hackstock.
22.10.2003 Quelle: Austria Solar
Bildquelle: Austria Solar
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World Solar Challenge: Neuer Weltrekord in Sicht
Bei dem 7. Solarmobil-Rennen von Darwin im Nordosten Australiens
nach Adelaide im Süden des Fünften Kontinents kündigt sich
ein neuer Rekord an: Das Nuon-Solar-Team aus den Niederlanden schickt
sich an, seine eigene Bestzeit zu unterbieten. Der Solar-Renner
„Nuna 11“ baute seinen Vorsprung vor den Teilnehmern aus Australien und
den USA von 28 Minuten auf 46 Minuten aus. Nuon Teamchef Diederik Kinds
erklärte, das neue Fahrzeug sei noch besser als sein Vorgänger:
“Wir haben seine Karosserie total überarbeitet um es noch windschlüpfriger
zu machen; es ist leichter und die Räder wurden nach hinten versetzt
um die Oberfläche der Front zu minimieren“. Kinds erwartet, dass
das Nuon-Team eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern
erreicht und damit deutlich schneller sein wird als sein Vorgänger,
der 2001 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 91,82 km/h siegte.
Bis jetzt sind noch alle 22 Teilnehmer im Rennen. Die Sieger werden am
22.10. in Adelaide erwartet, die letzten Teilnehmer kommen vermutlich
erst eine Woche später an.
22.10.2003 Quelle: Wsc.org.au
Bildquelle: wsc
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Meteocontrol erweitert Überwachungssystem für Solarstromanlagen
Die Augsburger meteocontrol hat die Technik der Produkte „web'log“
und „safer'Sun“ zur Kontrolle und Visualisierung von Photovoltaik-Anlagen
optimiert. Zugleich sei eine neue Preisstruktur geschaffen worden,
berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Produktvarianten
gibt es nun auch für unterschiedliche Nutzer. Vor eineinhalb Jahren
erhielten web'log und safer'Sun den Innovationspreis des PV-Symposions
in Staffelstein. Energie- und Anlagendaten von Solarstromanlagen werden
damit erfasst und an eine Datenbank im Internet übermittelt.
Die Software für das System sei angepasst worden, so dass web'log
jetzt zusätzlich zum KACO-Wechselrichter und dem Siemens Sinvert
auch mit dem weit verbreiteten SMA-Wechselrichter kommunizieren könne.
Weitere Hersteller hätten bereits Interesse bekundet, dass auch ihre
Wechselrichter mit web'log kompatibel werden. Die Anzahl der kommunizierfähigen
Gerätetypen werde sich daher weiter erhöhen, so meteocontrol.
Bei dem neuen web'log sei der Verdrahtungsaufwand geringer, ein Energiezähler
lasse sich daher sehr einfach anschließen. Der Datenlogger steuere
diesen unmittelbar an und erzeuge die erforderliche Versorgungsspannung.
Funktionsleuchten signalisieren den aktuellen Zustand der Anlage. Schon
bei der Inbetriebnahme könne der Installateur feststellen, ob alle
Komponenten angeschlossen sind und richtig arbeiten.
Das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten für das Visualisierungssystem
safer'Sun wurde laut meteocontrol auf die unterschiedlichen Bedürfnisse
der Nutzer zugeschnitten. Mit dem Basispaket, ausgelegt für Anlagen
bis zu einer Größe von ca. 10 kWp, lassen sich unter anderem
Energieerträge auswerten sowie der Zählerstand erfassen und
abrechnen. Darin enthalten ist auch eine Alarmfunktion bei Störung
oder Ausfall der Energieerzeugung. Für größere Anlagen
bietet safer'Sun_profi (bzw. web'log_profi) neben weiteren Merkmalen
die detaillierte Überwachung von Teilanlagen oder Strings. Für
Beteiligungs- oder Gemeinschaftsanlagen wurde safer'Sun_info konzipiert.
Es gewährleistet jedem Anteilseigner einen separaten Zugang, so dass
er die Werte seiner Anlage einsehen und auf der eigenen Homepage präsentieren
kann. Safer'Sun_park und safer'Sun_portal bieten spezielle Lösungen
für Betreiber mehrerer Anlagen und zur Einbindung von Energie- und
Anlagendaten in eine vorgegebene Website.
Mit seinen verschiedenen Stufen bietet das System jetzt Lösungen
für private wie professionelle Nutzer. Projektleiter Martin Schneider
von meteocontrol fasst die Funktion des Systems zusammen: "Während
web'log den optimalen Ertrag der Energieanlage sichert, liefert safer'Sun
die Werte für die Abrechnung und Visualisierung." Besitzer großer
PV-Anlagen, Betreiber von Gemeinschaftsanlagen oder Anlagenparks könnten
damit von jedem internetfähigen Computer ihre Energiedaten ebenso
einsehen und bearbeiten wie etwa Energieversorgungsunternehmen.
22.10.2003 Quelle: meteocontrol GmbH
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Hermann Scheer kündigt Parlamentsinitiative zur EEG Novelle an
In einem Interview mit der Tagestzeitung DIE WELT, hat SPD-Vorstandsmitglied
und EUROSOLAR-Präsident Dr. Hermann Scheer eine parlamentarische
Initiative der Bundestagsfraktionen von SPD und Grünen in Aussicht
gestellt. Die Regierungsfraktionen würden nicht abwarten,
bis sich das Wirtschafts- und das Umweltministerium geeinigt haben, sagte
Scheer der Welt. Wenn es im Oktober keine befriedigende Einigung zwischen
Trittin und Clement gebe, würden SPD und Grüne eine Parlamentsinitiative
zur Neufassung des Erneuerbare Energien-Gesetzes starten. Nur dann gebe
es eine Chance, dass das Gesetz noch zum 1. Januar in Kraft treten kann.
Sollte dies nicht gelingen, müsse die Förderung der Photovoltaik
aus dem EEG herausgelöst und durch eine Vorschalt-Regelung gesichert
werden, so Scheer. Sonst sei alles, was seit 1999 mit dem 100 000 Dächer-Programm
aufgebaut wurde, in Gefahr.
Das komplette Interview ist veröffentlicht unter
http://www.hermann-scheer.de/;
Rubrik „Aktuelle Interviews“.
21.10.2003 Quelle: DIE WELT
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GE Wind Energy liefert 10 Windkraftanlagen nach China
Das US-Unternehmen GE Wind Energy (Atlanta, Georgia) hat angekündigt,
zehn Windturbinen mit einer Leistung von jeweils 1,5 Megawatt für
den Windpark Huitengxile in der inneren Mongolei zu liefern.
Das Projekt umfasse die größten und modernsten Windkraftanlagen
Chinas, heißt es in einer Pressemitteilung der GE Wind Energy. Der
Windpark Huitengxile wird in der Gemeinde Desheng errichtet, 120 Kilometer
östlich der mongolischen Hauptstadt Hohot. Die Bauarbeiten sollen
im Oktober 2003 beginnen, die Fertigstellung ist für August 2004
geplant.
„Wir sehen dieses Projekt als Meilenstein sowohl für GE als auch
für China, wo das Interesse an der Nutzung der Windenergie zunimmt“,
sagte der Präsident der GE Wind Energy, Steve Zwolinski. Das Unternehmen
ist Teil der US-amerikanischen Konzerns General Electric (GE). Laut GE
sind insgesamt 1.600 Anlagen von GE Wind Energy in Betrieb, in Deutschland,
Spanien, den Niederlanden, Irland, Belgien, Schweden, Japan, China und
den USA. GE beschäftigt nach eigenen Angaben über 1.700 Mitarbeiter
weltweit.
Das Projekt wurde entwickelt von der Inner Mongolia Longyuan Wind Power
Development Co. Ltd. die zur Inner Mongolia Electric Power Corp. und der
China Longyuan Electric Power Group Corp. (CLYPG) gehört. Der Strom
soll an den lokalen Energieversorger Inner Mongolia Electric Power Corp.
verkauft werden und über das Netz an Verbraucher in der inneren Mongolei
verteilt werden.
21.10.2003 Quelle: GE Wind Energy
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Kalifornien: Solar-Förderprogramm bis 2008 verlängert.
Der bisherige Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien, Gray Davis,
hat am 12. Oktober ein Gesetz unterzeichnet, das die dezentrale Stromproduktion
für weitere vier Jahre unterstützt. Die neue Regelung
verlängert das Self-Generation Incentive Program der California Public
Utilities Commission bis 31.12.2008 und enthält strengere Emissionsgrenzwerte
für dezentrale Kraftwerke auf der Basis fossiler Brennstoffe. Über
das Self-Generation Incentive Program werden Solarstromanlagen, Windkraftanlagen
und Brennstoffzellenaggregate auf Basis erneuerbarer Energien mit 4,50
Dollar pro Watt gefördert.
Für die Förderung der dezentralen Stromproduktion von Unternehmen
und öffentlichen Trägern mit Photovoltaik, Windkraftanlagen,
Brennstoffzellen und Mikroturbinen sind bis zum Jahr 2008 insgesamt rund
500 Millionen US-Dollar vorgesehen. In den vergangenen zwei Jahren entfielen
laut California Solar Energy Industries Association 70 Prozent der Fördermittel
auf Solarstromanlagen und sorgten dafür, dass der Photovoltaik-Markt
um 1.000 Prozent wuchs.
21.10.2003 Quelle: California Solar Center
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Solvis und Solarsiedlung für Energy Globe 2003 nominiert
Am 12. November verleiht der oberösterreichische Energiesparverband
zum vierten Mal den „Energy Globe Award“. Eine internationale Expertenjury
prämiert die weltbesten Projekte im Bereich Energieeffizienz und
erneuerbare Energieträger. Insgesamt 1.000 eingereichte
Beiträge aus 95 Staaten bewarben sich um die begehrte Auszeichnung.
Die 15 Sieger in den Kategorien Erde, Feuer, Luft, Wasser und der Sonderkategorie
Jugend erhalten die Awards im Rahmen einer Fernseh-Gala, die am 19. November
in über 100 Staaten sowie in 3sat im Abendprogramm gesendet wird.
Zwei deutsche Unternehmen sind in der Kategorie Erde nominiert: Die nachhaltige
Nullemissionsfabrik des Braunschweiger Unternehmens Solvis, entworfen
von den Architekten Banz & Riecks, ist mit mehr als 8.000 Quadratmetern
Fläche die größte Fabrik Europas, die CO2-neutral produziert.
Sie entlastet die Umwelt jährlich um 450 Tonnen Kohlendioxid. Das
“Solardach” der Häuser in der Solarsiedlung Schlierberg in Freiburg
das zur Gänze mit Photovoltaik Modulen bestückt ist, produziert
mehr Strom, als die Bewohner verbrauchen. Realisiert wurden die Plusenergiehäuser®
von der Solarsiedlung GmbH (Geschäftsführer ist der Architekt
Rolf Disch.)
21.10.2003 Quelle: Solvis; O.Ö. Energiesparverband
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Düren: Amorphe Photovoltaik-Großanlage geht mit 2000 m² ans
Netz
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| Solarstromanlage in Düren. Gesamtansicht,
Detail. |
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Am 10. Oktober 2003 hat Dr. Michael Vesper, Minister für Städtebau
und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen ein für
NRW beispielgebendes Solarprojekt eingeweiht: In Düren wird eine
2000 Quadratmeter große Photovoltaik-Großanlage mit Modulen
aus amorphem Silizium Solarstrom in das Netz einspeisen. Die
Energieagentur NRW hat das Projekt begleitend beraten. „Der voraussichtliche
Anlagenertrag liegt bei 100.000 kWh pro Jahr. Dies entspricht dem Stromverbrauch
von 25 Haushalten,“ lobte der Minister. Die Gesamtinvestition für
die Anlage mit einer Spitzenleistung von 115 Kilowatt (kWp) lag bei 6,52
Euro pro Watt beziehungsweise 750.000 Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen
förderte das Vorhaben mit 82.500 Euro. „Eine gute Investition in
Klimaschutz - und damit in die Zukunft,“ so Vesper. Nordrhein-Westfalen
habe sich zum Eldorado für Sonnenenergienutzung entwickelt, die Energieagentur
NRW bündele im Auftrag des Städtebau- und des Energieministeriums
die Solar-Aktivitäten im Rahmen der Solaroffensive NRW.
„In der REN-Breitenförderung, für die mein Haus zuständig
ist, haben wir in den vergangenen Jahren mehr als 50.000 Projekte bewilligt,
darunter unter anderem mehr als 27.000 thermische Solaranlagen, über
11.000 Fotovoltaik- und gut 900 Windenergieanlagen. 250 Mio. Euro haben
wir hierfür insgesamt aufgewandt, und damit ca. 1,3 Mrd. € an privaten
Investitionen ausgelöst. Mit 1 Euro staatlicher Fördermittel
bewirken wir mehr als 5 Euro privater Investitionen. Insofern leisten
wir hier auch wichtige wirtschaftliche Impulse für die Schaffung
neuer Arbeitsplätze,“ so Vesper.
Das Besondere an der Dürener Anlage ist das verwendete Material,
es mache die Solarstromanlage zu einer beispielhaften Lösung: Solarzellen
werden normalerweise aus Siliziumscheiben hergestellt. Dies sind vor allem
polykristalline und monokristalline Zellen. Seit Jahren wird aber auch
an verschiedenen Dünnschicht-Konzepten geforscht. In Düren wurde
nun erstmals in dieser Größe der Klassiker unter den Dünnschicht-Materialien
eingesetzt, das amorphe Silizium. Die Shed-Dächer (schräge Hallendächer
nach Süden ausgerichtet) der gemeinnützigen Beschäftigungs-
und Qualifizierungsgesellschaft low-tec mbH in Düren haben sich für
dieses „Kraftwerk Sonne“ geradezu angeboten. Vorbildlich sei das Projekt
auch, weil die Anlage als Contracting-Projekt realisiert wurde. Das bedeutet,
die Installation, Investition, Wartung und der Betrieb liegt in den Händen
einer Betreibergesellschaft, die das Dach der low-tec gGmbH für Ihr
Vorhaben nutzt und zuvor sogar saniert hat. Als Betreibergesellschaft
der 115 kWp-Anlage tritt die Perpetuum Energie GmbH aus Heinsberg auf.
20.10.2003 Quelle: Energieagentur NRW
Bildquelle: Energieagentur NRW.
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Trittin: Klimawandel eine der Hauptursachen von Naturkatastrophen
Die Bedeutung von Umwelt- und Klimaschutz für die Katastrophenvorsorge
hat Bundesumweltminister Jürgen Trittin am 16.10 in Bonn zur Eröffnung
der Zweiten Internationalen UN-Konferenz zur Frühwarnung vor Naturkatastrophen
betont. "Die 755 Naturkatastrophen des letzten Jahres haben
ein Zehntel der Weltbevölkerung direkt betroffen. Frühwarnung
und Vorbeugung sind ein Gebot der Nachhaltigkeit und der Mitmenschlichkeit",
sagte Trittin vor rund 250 Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern
aus 66 Ländern aus allen Erdteilen.
Die Folgen des globalen Klimawandels und die Übernutzung natürlicher
Ressourcen drohen zur Hauptursachen von Naturkatastrophen bis hin zu militärischen
Konflikten und sogar Kriegen in diesem Jahrhundert zu werden, so der Bundesumweltminister.
Trittin betonte, dass das im Rahmen der UN vereinbarte so genannte Millenniumsziel
zur Armutsbekämpfung nur erreicht werden könne, wenn die Menschen
ihre Häuser, Schulen, Strassen und Krankenhäuser nicht immer
wieder durch Naturkatastrophen verlieren. Es gebe heute drei mal so viele
Naturkatastrophen wie in den sechziger Jahren; die Schadenssumme habe
sich sogar versiebenfacht. Eine der wichtigsten Ursachen für diese
Entwicklung, der globale Klimawandel, werde weltweit immer noch nicht
mit der nötigen Entschlossenheit bekämpft. "Die globale
Energiewende, weg von fossilen Energien und Atomkraft, hin zu Erneuerbaren
Energien und effizienterer Energienutzung, ist auf lange Sicht das wichtigste
Instrument zur Vorbeugung von Krisen und Katastrophen", sagte Trittin.
Die verheerenden Überschwemmungen des letzten Jahres hätten
nicht nur im Elbeeinzugsgebiet, sondern auch im Schwarzmeerraum, in Bengalen,
Südchina oder Südostasien, das Bewusstsein der Menschen für
die Ursachen dieser Katastrophen geschärft. Der Aufbau effizienter
Frühwarnsysteme vor Naturkatastrophen ist weltweit ein Gebot der
Stunde, um künftigenKatastrophen besser vorbereitet zu begegnen.
"Gerade im Hochwasserschutz ist Vorbeugung essentiell. Durch das
in der Bundesregierung derzeit vorbereitete Hochwasserschutzgesetz, das
zum Beispiel auch Nutzungsbeschränkungen und Bauverbote in Überschwemmungsgebieten
vorsieht, werden wir einen weltweiten Standard setzen", ergänzte
der Bundesumweltminister.
Neue Studie zu Umweltschutz und Völkerrecht
Am Rande der Konferenz übergab Trittin eine Studie zum Thema Umweltschutz
und Völkerrecht im Krieg an UNEP-Exekutivdirektor Klaus Töpfer.
Mit diesem Beitrag sollen die entsprechenden Bemühungen des Umweltprogramms
der Vereinten Nationen unterstützt werden. Die von dem amerikanischen
Völkerrechtsprofessor Daniel Bodansky verfasste Studie wird bis Mitte
Dezember 2003 auch in Buchform erscheinen, in der Berichte-Reihe des Umweltbundesamtes
Weitere Informationen zur UN-Konferenz EWC-II gibt es unter www.ewc2.org.
Auszüge aus der Studie von Prof. Bodansky (131 kByte) können
heruntergeladen werden unter http://www.bmu.de/files/voelkerrecht.pdf.
20.10.2003 Quelle: BMU
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ÖkoFEN präsentiert neuen Pelletstank
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| ÖkoFEN Pellets-Gewebebehälter mit
Schneckenentnahme. Foto: ÖkoFEN. |
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Einen Pelletsbehälter aus dauerhaft antistatischem Spezialgewebe
mit eingewebten Metallfäden stellte der die ÖkoFEN Energie &
Pellets GmbH auf der Messe „Pellets 2003“ vom 15. bis 16.10 in Stuttgart
vor. Nach Angaben des Herstellers kann der Gewebetank mit dem
Markennamen „fleXILO“ in etwa einer Stunde aufgestellt werden. Damit entfielen
aufwändige Montagearbeiten. Der Gewebetank biete sich an als flexible,
staubdichte und kostengünstige Möglichkeit zur Lagerung der
Holzpellets. Der Tank wird über eine Streudüse von der Seite
vollständig befüllt und kann auf Grund seiner Taillierung nahezu
vollständig entleert werden, so ÖkoFEN.
Zur Auswahl stehen zwei Entnahmesysteme: Die Entnahmeschnecke kommt überall
dort zum Einsatz, wo der Gewebetank unmittelbar neben dem Heizkessel aufgestellt
werden kann. Ein Vakuumsaugsystem wird eingesetzt, wenn der Gewebetank
nicht unmittelbar an den Heizraum angrenzt, beziehungsweise bei Aufstellung
im Freien oder in einem Nebengebäude. Der Gewebetank (rechteckig
oder quadratisch) ist erhältlich in sechs Größen von 3,2
bis 4,8 Tonnen.
Der Aufstellungsraum muss mindestens 7 bis 10 cm breiter sein als der
Tank. Aus montagetechnischen Gründen muss der Raum an der Seite,
an der die Befülleinheit angebracht wird, um mindestens 30 cm länger
sein als die Mindestraumlänge. Die erforderliche Mindestraumhöhe
beträgt 220 cm. Normale kellerfeuchte Wände sind laut Hersteller
unproblematisch, der Gewebetank darf jedoch nicht an feuchten oder nassen
Wänden anliegen. Bei Aufstellung im Freien muss der Tank vor Regen
und UV-Licht geschützt werden.
20.10.2003 Quelle: ÖkoFEN Energie & Pellets GmbH
Bildquelle: Foto: ÖkoFEN.
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Neuseeland: neues Kraftwerk im geothermischen Feld von Wairakei
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| ORMAT Geothermiekraftwerk in Mokai Neuseeland
60 MW Leistung. |
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Der israelisch-amerikanische Turbinenhersteller ORMAT gab die Unterzeichnung
eines Vertrages über Entwurf, Lieferung und Bau des ersten ORC-Kraftwerks
im Bereich des Wairakei Geothermal Field in Neuseeland bekannt.
Auftraggeber der rund 16,5 Megawatt (MW) großen Anlage ist CONTRACT
ENERGY, berichtet die Geothermische Vereinigung e.V. in einer Pressemitteilung.
Der Energieversorger sei der größte Eigner von Geothermiekraftwerken
im Land, der Hauptlieferant für Erdgas und mit 30% Lieferanteil auch
der größte Stromversorger des Inselstaats im Südpazifik.
Mehr als 620 000 neuseeländische Haushalte zählten zu seinen
Kunden.
Das neue Kraftwerk besteht aus zwei luftgekühlten ORMAT Energy Convertern
mit einem Stundendurchsatz von rund 2.800 Tonnen 127 °C heißem Abwasser,
das bei der konventionellen Stromerzeugung mit Dampf aus dem geothermischen
Feld anfällt. Die Anlage soll bis Mai 2005 fertig gestellt sein.
Sie wird dann etwa 120 Gigawattstunden (GWh) Strom pro Jahr liefern können,
ohne dass neue Bohrungen abgeteuft werden müssen. Mit der Anlage
in Wairakei konnte ORMAT sein achtes Kraftwerk in Neuseeland platzieren.
Weltweit wären dann über 700 MW geothermischer Kraftwerksleistung
aus der ORMAT-Produktion am Netz.
17.10.2003 Quelle: Geothermische Vereinigung e.V.
Bildquelle: ORMAT
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Windenergie: Rekordwert des Vorjahres verpasst
Die Windkraft hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2003
nicht mehr so rasant entwickelt wie im Vorjahr Die Windkraft
hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2003 nicht mehr so rasant
entwickelt wie im Vorjahr. Von Januar bis September dieses Jahres wurden
im Inland 906 Windkraft-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1414 Megawatt
(MW) neu installiert, berichtet der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE)
in einer Pressemitteilung. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
entspreche das einem Minus von 475 MW, also einem Rückgang beim Zubau
von rund 25 Prozent. Ende September 2003 waren bundesweit 14.647 Windkraft-Anlagen
mit einer Leistung von 13.404 MW installiert. Aus den Erfahrungen der
vergangenen Jahre sei mit Blick auf das Gesamtjahr 2003 mit einer neu
installierten Leistung von 2.500 MW zu rechnen.
„Auch wenn wir in den ersten neun Monaten dieses Jahres nicht mehr die
Wachstumsraten des Vorjahres erreichen, entsprechen die Zahlen den Erwartungen“,
betont BWE- Präsident Dr. Peter Ahmels. Leichte Rückgänge
für 2003 seien wegen Finanzierungshindernissen und Planungsverzögerungen
vorhersehbar gewesen. Wichtig sei jetzt, die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
(EEG) endlich auf den Weg zu bringen, damit klar sei, welche Rahmenbedingungen
für Projekte gelten, die in 2005 realisiert werden sollen.
Bei den Aufstellungszahlen im Inland zeigt sich laut BWE weiter ein Wandel
von der Küste hin zum Binnenland. Küstenferne Standorte würden
für den Ausbau der Windenergie in Deutschland immer wichtiger. So
zählten mit Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt gleich
drei klassische Binnenländer zu den „Top Five“ der Regionen, in denen
in den ersten neun Monaten des Jahres die meisten Windturbinen aufgestellt
worden sind. Ahmels: „In den kommenden Jahren ist weder bei Offshore noch
beim Repowering mit größeren Aufstellungszahlen zu rechnen.
Darum müssen die Rahmenbedingungen für Binnenlandstandorte bei
der anstehenden Novellierung des EEG stabil bleiben.“
Marktführer im Jahr 2003 ist laut BWE die Enercon GmbH (Aurich) mit
einem Marktanteil von 41,8 Prozent. In den ersten neun Monaten des Jahres
habe das Unternehmen in Deutschland 381 Windkraft-Anlagen mit einer Leistung
von 586 MW installiert. Danach folgt mit einem Marktanteil von 19,8 Prozent
die Vestas Deutschland GmbH mit Sitz in Husum (153 Anlagen, 280 MW).
17.10.2003 Quelle: BWE
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Industrieforum Holzenergie: Pelletsbranche sieht positive Wachstumsimpulse
In diesem und dem kommenden Jahr rechnet die deutsche Pelletsbranche
mit Zuwachsraten im zweistelligen Bereich, entgegen dem negativen Trend
in der Heizungs- und Baubranche. Erste Ergebnisse einer vom
Deutschen Energiepellet-Verband (DEPV) gemeinsam mit der Solar Promotion
GmbH durchgeführten Umfrage wurden präsentiert auf dem 3. Industrieforum
Holzenergie am 15. und 16. Oktober in Stuttgart. Die Mehrzahl Hersteller
von Pellets und Pelletsheizungen rechnet für 2004 mit einem Wachstum
zwischen 10 und 25 %.
Trotz der günstigen Wachstumsprognosen identifiziert der Branchenreport
auch Faktoren, die einer noch schnelleren Marktentwicklung im Wege stehen:
So sieht die Branche noch erhebliche Informationsdefizite bei den Endkunden,
Heizungsbauern und Planern. Erst danach werden eine zu geringe Verbands-
und Lobbyarbeit, Defizite bei Förderprogrammen sowie zu niedrige
Öl- und Gaspreise in Kombination mit zu hohen Anlagenkosten als Hemmnisse
genannt.
Hinsichtlich der Förderung von Pelletsheizungen über das Marktanreizprogramm
zu Gunsten erneuerbarer Energien kündigte Dr. Bernhard Dreher vom
Bundesumweltministerium auf dem Kongress an, dass diese auch im kommenden
Jahr ohne wesentliche Änderungen fortgeführt werde. Die bisher
geltende Richtlinie wurde bis zum 31.12.2003 verlängert. Gegenwärtig
werden Pelletskessel im Ein- oder Mehrfamilienhaus mit bis zu 1.500 €
bezuschusst.
17.10.2003 Quelle: Solar Promotion GmbH
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Tagung in Griechenland: mehr Solarenergie im Tourismussektor
Für eine unbelastete Natur und eine saubere Umwelt sind erhöhte
Investitionen für den Einsatz moderner Energietechnologien notwendig.
Das ist das Fazit des zweiten Symposiums „Umweltfreundliche
Energieerzeugung in Griechenland – Solarenergie im Tourismussektor“. Die
Tagung, unter anderem veranstaltet von der Deutsch-Griechischen Industrie-
und Handelskammer, dem Bundesverband Solarindustrie e.V. (BSi) und der
Deutschen Energie Agentur (dena) zeigte Chancen und Herausforderungen:
Sonnenkollektoren fehlen sowohl auf den öffentlichen Gebäuden
Griechenlands, als auch auf den Bauten, die derzeit für die Olympischen
Spiele errichtet werden. Investitionsnachfrage bestehe jedoch von deutscher
und griechischer Seite. In naher Zukunft sei eine Erhöhung der Nutzung
von Sonnenkollektoren zur Deckung des Energieverbrauchs und des Umweltschutzes
zu erwarten, so eines der Ergebnisse der Tagung. Die Teilnehmer erwarten
vom griechischen Staat eine baldige Lösung der Probleme, mit welchen
Investoren derzeit in den Erlaubnis- und Genehmigungsverfahren konfrontiert
werden.
Über als 150 Personen, davon ein Drittel aus Deutschland, nahmen
an der Veranstaltung vom 1. – 3. Oktober in Chalkidiki teil. Zum Auftakt
betonte der griechische Entwicklungsminister Tsochatzopoulos, dass Griechenland
zu den ersten 6 Ländern der EU zähle, was den Einsatz von erneuerbaren
Energien betrifft. Der Minister rief zur Zusammenarbeit der am Symposium
teilnehmenden Vertreter der Wirtschaft auf, damit Griechenland aus den
Erfahrungen Deutschlands profitieren könne. Die geographische Lage
Griechenlands sei besonders günstig, so der Minister weiter, was
die Solarenergie betrifft. Die Deutsch-Griechische Industrie- und Handelskammer
erklärte sich bereit, Investitionsvorhaben deutscher und griechischer
Unternehmen zu unterstützen, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit
zu fördern.
16.10.2003 Quelle: Deutsch-Griechische Industrie- und Handelskammer
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S.A.G. Solarstrom AG präsentiert neue Anlagemöglichkeit
Die S.A.G. Solarstrom AG stellte erstmals einer breiteren Öffentlichkeit
ein Angebot Photovoltaik-Investoren vor. Während des 2. Freiburger
Tages der ethischen und ökologischen Geldanlage im September 2003,
präsentierte das Unternehmen die Investitionsmöglichkeit. "Das
Veranstaltungsmotto 'Zukunftssicher anlegen' charakterisiert auch ein
wichtiges Merkmal unseres Angebotes", sagte S.A.G.-Vorstand Uwe Ilgemann.
Mit dem Angebot der S.A.G. Solarstrom AG würden Anleger schlüsselfertige
Solarkraftwerke ab 25 kWp finanzieren und eine Rendite von sechs Prozent
und mehr gewinnen.
Das Modell sei so einfach wie attraktiv, betont die S.A.G. Solarstrom
AG. Der Investor kaufe ein Solarkraftwerk zum Festpreis und ohne Mehrkostenrisiko.
Die erforderlichen Dachflächen seien bereits vorhanden. Sie sind
Teil der Full-Service-Leistung, welche die S.A.G. Solarstrom AG anbietet.
Das Unternehmen besorgt darüber hinaus die Pachtverträge für
die Dächer, lässt Gutachten erstellen, die den Standort und
die Solartechnologie qualifiziert bewerten und damit die Ertragsprognose
absichern und baut die Anlage. Für den Investor entfalle jeglicher
organisatorische und bürokratische Aufwand. Auf Wunsch übernimmt
die S.A.G. auch die Wartung und den Betrieb der Anlage und rechnet im
Auftrag des Besitzers mit dem Energieversorger ab.
Eine besondere Sicherheit in dieser Anlage beruhe auf gesetzlicher Grundlage.
Denn das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) garantiert, dass solar erzeugter
Strom zu einem festgesetzten Preis vergütet wird - und das 20 Jahre
lang. Bei einer Berechnung von 55 Cent je kWh, wie sie der Entwurf zum
Einspeisegesetz 2004 vorsieht, betrage die Rendite sechs Prozent, so S.A.G.
Zusätzlich könnten hohe Verlustzuweisungen im ersten Betriebsjahr
erfolgen. "Es handelt sich dabei um eine sicher verzinste und steuerlich
lukrative Geldanlage", so Illgemann. Private Kapitalanleger wie institutionelle
Investoren profitierten von der Erfahrung der S.A.G. Solarstrom AG. Denn
das Unternehmen betreibe selbst 50 Solarkraftwerke und verfüge daher
über entsprechendes Know-how.
16.10.2003 Quelle: S.A.G. Solarstrom AG
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Sonne und Pellets: 100% klimafreundliches Heizen
Vollständig regenerative Heizsysteme erfüllen alle Eigenschaften,
die man von einer modernen Heizung erwartet, so die Paradigma, Ritter
Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG in einer Pressemitteilung.
Die Kombination aus Solaranlage und Holzpelletskessel ist bequem wie eine
Gas- oder Ölheizung, sicher und umweltgerecht wie der nachwachsende
Rohstoff Holz. Preisgünstig und preisstabil werden Pellets-Systeme
und Solaranlagen durch die staatliche Förderung und Steuervergünstigungen.
Seit April 2003 präsentiert sich der Paradigma-Holzpelletsessel „Pelletti“
im neuen, ansprechenden Design. Das Paradigma-Pellets-Heizsystem wärmt
mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz in Form von Pellets. Pellets sind
zylindrische Presslinge, nur 6 mm dick und halb so lang wie ein Streichholz.
Sie werden automatisch vom Lagerraum in den Brenner transportiert. Holznachlegen
entfällt. Eine bewährte Regeltechnik stimmt die einzelnen Komponenten
optimal aufeinander ab. Das Ergebnis ist die effiziente Nutzung des Brennstoffs
Pellets und eine bedarfsgerechte Funktion der gesamten Heizanlage.
Die Verwendung von Holzpellets lohnt sich dreifach, betont Paradigma:
Hergestellt wird der Brennstoff aus Holzresten der Sägeindustrie
ohne Zusatz chemischer Bindemittel. Die Verfügbarkeit der Pellets
sei im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen durch das Nachwachsen des Holzes
sicher gestellt. sie wachse viel mehr nach als momentan genutzt werden
kann. Außerdem sind Pellets von der Ökosteuer befreit. Als
landwirtschaftliches Produkt beträgt der Mehrwertsteueranteil nur
7 statt 16 Prozent. Ein weiterer Vorteil für Bauherren: Seit dem
Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Februar 2002 benötigen
Bauherren einen Energiebedarfsausweis, in dem der Primärenergiebedarf
eines Gebäudes dargestellt wird. Holzpellets-Anlagen wie das Paradigma-Heizsystem
Pelletti sind von dieser Nachweispflicht befreit. Das spart Zeit, Geld
und Aufwand, unterstreicht Paradigma.
Der Staat fördert klimafreundliche Heizsysteme im Rahmen seiner Klimaschutzpolitik.
Der Pelletti-Kessel wird nach dem Marktanreizprogramm für erneuerbare
Energien mit mindestens 1.500 Euro bezuschusst. Wer zusätzlich noch
eine Solarkollektoranlage installiert, erhält pro angefangenen Quadratmeter
Kollektorfläche 125 Euro. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau
(KfW) gewährt darüber hinaus im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms
seit Juni 2003 zinsgünstige Kredite für den Ersatz von alten
Heizkesseln durch automatisch beschickte Holzpelletskessel in Kombination
mit einer Solarwärmeanlage.
16.10.2003 Quelle: Paradigma, Ritter Energie- und Umwelttechnik
GmbH & Co. KG
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Freiburg: solar info center erstes emissionsfrei beheiztes Bürogebäude
Deutschlands
Das solar info center (sic) in Freiburg/Breisgau ist nach Angaben
der Bauherren das erste Bürogebäude in Deutschland das komplett
emissionsfrei beheizt wird. Möglich sei dies durch ein
Einspar-Contracting mit dem vorgelagerten fossilen Universitätsklinikums-Heizkraftwerk.
Wie ein unabhängiges Gutachten bestätige, sei die dadurch eingesparte
Wärmemenge größer als der Heizenergiebedarf des solar
info center. Damit erweise sich die Fernwärmeversorgung unter ökologischen
Gesichtspunkten als optimale Variante für den Restwärmebedarf
des Niedrigenergiegebäudes.
Das solar info center als Kompetenzzentrum für nachhaltiges Bauen
versteht seinen 14.000m2 Neubau als Beispiel für die Synthese von
ökologischem und kostenbewussten Bauen. Neben einer energieeffizienten
Gebäudehülle, Photovoltaik und Solarkollektoren wurde dabei
ganz bewusst auch die klimafreundliche Verbesserung der über das
Grundstück führenden Fernwärme einbezogen. „Selbstverständlich
haben wir alle Aspekte solaren Bauens berücksichtigt“, sagt Rolf
Buschmann, Geschäftsführer der solar info center GmbH. „Das
solar info center ist ein 3-Liter-Haus, sein Energiebedarf bleibt weit
unter den gesetzlich zulässigen Werten. Doch wir haben bei der Deckung
des Restenergiebedarfs bewusst über den Tellerrand hinaus geschaut.
Dabei stellte sich heraus, dass eine Effizienzverbesserung im fossil befeuerten
Uniklinik-Heizkraftwerk eine stärkere Emissionsminderung bringt als
zum Beispiel ein Holzhackschnitzel-Blockheizkraftwerk.“
Im solar info center werden unter einem Dach unabhängige Firmen Produkte
und Dienstleistungen rund um nachhaltiges Bauen und erneuerbare Energien
anbieten, von der Planung bis zur Vermarktung. In das sic ziehen ab Dezember
2003 Spezialisten für Energie- und Baufragen wie Architekten, Planer,
Forscher, Vermarkter. Solarmärkte werden ökologische Baustoffe
und Solaranlagen verkaufen. Ein großer Seminarbereich bietet Platz
für Tagungen, Veranstaltungen und Weiterbildungen. Ein Ausstellungsbereich
informiert über den neuesten Stand der Technik. Das Fraunhofer-Solar
Building Innovation Center SOBIC demonstriert neueste Produkte und Bautechniken
für die Praxis. Die Eröffnungsfeier ist für das erste Halbjahr
2004 geplant. Der Bürokomplex mit etwa 14.000m² kostet rund 26 Millionen
Euro und wird finanziert über einen Spezial-Immobilienfonds.
15.10.2003 Quelle: solar info center
Bildquelle: SIC Freiburg
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Bioenergie: Informationsmaterial für Installateure und Heizungsbauer
Fachinformationen für Installateure und Heizungsbauer über
Holzheizungen bieten die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
und der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). In einer groß
angelegten Aktion informieren die FNR und der ZVSHK Handwerker über
moderne Holzheizungssysteme. Ob Scheitholz- oder Pelletkessel,
die Broschüren bieten dem Handwerksbetrieb das nötige Basiswissen
rund um Technik, Planung und Rahmenbedingungen. Die kostenlosen Broschüren
können direkt bei der FNR bestellt werden.
Nicht nur auf Grund der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV), sondern auch
aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten wachse das Interesse von Verbrauchern
an Holzheizungen, so die FNR. Sie würden mehr und mehr eine Alternative
am Markt und letztlich sei es der Installateur, der seinen Kunden bei
Fragen zu diesen Feuerungsanlagen Rede und Antwort stehen muss. Dabei
soll das von der FNR zur Verfügung gestellte Informationsmaterial
eine Hilfestellung geben.
In der Marktübersicht Pellet-Zentralheizungen sind sämtliche
auf dem Markt erhältlichen Pelletkessel neutral und mit allen nötigen
Daten und Preisen aufgelistet. Besondere Einbau- und Bedienungsmerkmale
machen die Marktübersicht für Handwerker besonders interessant.
Die Marktübersicht zu Scheitholz-Vergaserkesseln bietet den gleichen
Service. Zudem umfasst ein gesondertes Kapitel die Klasse der Scheitholz-Pellet-Kombinationskessel.
Detaillierte Basisdaten findet der Installateur im Handbuch Bioenergie-Kleinanlagen.
Mit 184 Seiten stellt es ein umfassendes Nachschlagewerk für alle
Fragen zu Kleinfeuerungsanlagen dar.
Das Informationsmaterial kann im Internet bestellt werden unter http://www.fnr-server.de/installateure
15.10.2003 Quelle: FNR
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NEG Micon errichtet größte Windenergieanlage Dänemarks
Am 7. Oktober 2003 errichtete NEG Micon A/S die bisher größte
Windenergieanlage Dänemarks auf dem Testgelände des Forschungszentrums
Risø bei Høvsøre. Die Anlage, eine NM110, ist ein Prototyp der
neuen 4,2 MW Offshore-Anlage mit der Leistungsregulierung „Pitch Regulated
Variable Speed“ (PRVS). Mit einer Kapazität von 4,2 Megawatt (MW)
und einem Rotordurchmesser von 110 Metern entspreche die neue Anlage den
ständig steigenden Anforderungen an die Leistungsfähigkeit modernster
Offshore-Anlagen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Darüber hinaus zähle die Anlage zu den leichtesten ihrer Klasse.
Das verhältnismäßig geringe Gewicht und die besonderen
Offshore-Eigenschaften gewährleisteten eine erhöhte Kosteneffizienz,
welche Offshore-Anlagen der Zukunft leisten müssten.
„Offshore-Windparks sind in der Regel umfangreiche Projekte mit mehr als
100 MW. Eine hohe Generatorenkapazität ist daher eine der entscheidenden
Eigenschaften zukünftiger Offshore-Anlagen. Je weniger Anlagen in
einem Park errichtet werden, umso niedriger sind die Kosten für Fundamente
und Installation. Im Verhältnis zur gesamten Lebensdauer eines Projekts
bedeutet die Verbesserung des gesamten Finanzierungspakets eine Reduzierung
der Kosten pro geleisteter Kilowattstunde. Die NM110 eignet sich daher
hervorragend für die Offshore-Windparks der Zukunft," erläutert
der Entwicklungsleiter von NEG Micon, Ole Gunneskov. Gunneskov fügt
hinzu, dass der NM110 eine bewährte und gründlich getestete
Technologie zu Grunde liege. Die bevorstehenden Tests des Prototyps würden
daher aller Wahrscheinlichkeit nach keine nennenswerten Schwierigkeiten
bereiten. Die Serienproduktion der Anlage soll voraussichtlich innerhalb
eines Jahres beginnen können.
Die Offshore-Standorte stellen laut NEG Micon besonders hohe Anforderungen
an einen zuverlässigen Betrieb und einen niedrigen Wartungs- und
Instandhaltungsaufwand. Auf diese Eigenschaften sei bei der Entwicklung
der NM110 besondere Rücksicht genommen worden. „Die Anlagen von NEG
Micon zeichnen sich generell durch eine hohe Verfügbarkeit aus. Für
Offshore-Anlagen ist ein zuverlässiger Betrieb eine ultimative Forderung.
Die erschwerte Zugänglichkeit der Standorte auf See hat selbstverständlich
einen höheren Serviceaufwand zur Folge. Der zuverlässige Betrieb
war deshalb eine der Hauptanforderungen an die NM110," so Gunneskov.
Die Technologie und Konstruktion der NM110 erlauben die Reduzierung der
jährlichen Inspektionen auf eine statt der üblichen zwei. Darüber
hinaus ist die Anlage mit einem internen Kransystem ausgestattet, das
eine zusätzliche Reduzierung des Serviceaufwands ergibt.
Windenergieanlagen werden heutzutage netztechnisch den Kraftwerken gleichgestellt.
Das stelle erhöhte Ansprüche an die Netzfunktion sowie die Technologie
der Anlagen. Die Leistungsregulierung der NM110 erfolge mit dem PRVS-System
(Pitch Regulated Variable Speed). Zusammen mit der fortschrittlichen Leistungselektronik
erfüllte die Anlage die Anforderungen der Netzbetreiber und Stromgesellschaften
an Netzstabilität und -qualität.
15.10.2003 Quelle: NEG Micon A/S
Bildquelle: NEG Micon A/S
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Shell Solar eröffnet zweite Herstellungslinie für Solarzellen
in Gelsenkirchen
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| Solarfabrik Gelsenkirchen: zweite Fertigungslinie. |
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Die Shell Solar GmbH mit Sitz in München hat am 9. Oktober die
zweite Fertigungslinie für Solarzellen in ihrem Werk in Gelsenkirchen
in Betrieb genommen. Die neue Linie wird mehr als 6 Millionen
Solarzellen pro Jahr mit einer Spitzenleistung von insgesamt 15 Megawatt
(MWp) herstellen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Damit werde die bisherige Fertigungskapazität mehr als verdoppelt
und der Output des Werkes Gelsenkirchen auf insgesamt 25 MWp pro Jahr
gesteigert. Das entspreche dem jährlichen Stromverbrauch von etwa
6.000 westeuropäischen Haushalten. Die Gesamtinvestitionen von Shell
Solar in das vor vier Jahren eröffnete Werk Gelsenkirchen belaufen
sich nach eigenen Angaben inzwischen auf 30 Millionen Euro.
Die Solarfabrik Gelsenkirchen ist laut Shell weltweit eine der modernsten
Fertigungsanlagen für Solarzellen. Mit der neuen, vollständig
automatisierten Fertigungslinie würden multikristalline Solarzellen
mit einem höheren Wirkungsgrad produziert. Diese neuen multikristallinen
Solarzellen sind dünner und besitzen eine größere Oberfläche,
wodurch sie mehr Licht aufnehmen können. Während die Solarzellen
aus der neuen Fertigungslinie einen Wirkungsgrad von 15 Prozent erreichten,
liege der Wirkungsgrad der in der ersten Linie gefertigten Solarzellen
noch bei 13 Prozent. Die Effizienzsteigerung sei auf neue Technologien
zurückzuführen: Es werde eine fortschrittliche Passivierungstechnologie
angewandt und durch Verwendung einer Säuremischung eine texturierte
Oberfläche geschaffen. Dadurch würden Elektronen, die für
die Energieleistung ausschlaggebend sind, besser ausgenutzt. Dank der
neuen Technologie sänken auch die Stückkosten. Kostenreduktion
bleibe ein vordringliches Ziel der Solarzellenfertigung; denn nur so könne
die Wettbewerbsfähigkeit von Solarenergie gegenüber anderen
Energieträgern gesteigert werden, betont Shell Solar.
Kurt Döhmel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Shell
Deutschland Holding GmbH, Hamburg, sieht die Erfolgsaussichten für
die deutsche Photovoltaik-Industrie entscheidend von einer funktionierenden
Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik abhängig. „Die Fertigung
von Solarzellen und -modulen ist eine Zukunftsbranche, in der sich Deutschland
im weltweiten Wettbewerb eine hervorragende Basis erarbeitet hat. Photovoltaik
ist High-Tech, und 70 Prozent der deutschen Photovoltaik-Wertschöpfung
liegen heute im Inland. Gleichwohl ist Photovoltaik aber immer noch ein
sehr kleiner und sehr junger Industriezweig. Allein, ohne die Unterstützung
der Politik und ohne entsprechende Rahmenbedingungen, kann dieser neue
Wirtschaftszweig in Deutschland noch nicht überleben.“ Vor diesem
Hintergrund sei die anstehende Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
(EEG) von existenzieller Bedeutung für die gesamte Solarindustrie.
Trete die Gesetzesnovelle nicht zum 1. Januar 2004 in Kraft, werde es
im nächsten Frühjahr zu Einbrüchen im Photovoltaik-Markt
kommen.
Nachbesserungsbedarf sieht Döhmel besonders bei der Höhe des
Basisvergütungssatzes. Nur bei einer angemessenen Vergütung
könne auch für Solarparks eine entsprechende Mindestrendite
dargestellt werden und nur derartige Freiflächen-Anlagen würden
die für weitere Kostenreduktionen erforderlichen Stückzahlen
bringen. „Fassaden und Dächer allein reichen nicht!“, so Döhmel
weiter. Der mit den Naturschutzverbänden gefundene Kompromiss über
zu nutzende versiegelte oder intensiv vorgenutzte Flächen bietet
seiner Meinung nach eine gute Grundlage.
14.10.2003 Quelle: Shell Solar GmbH
Bildquelle: Shell Solar GmbH
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Brennstoffzelle im Bauerhof: Vorgeschmack auf das Wasserstoff-Zeitalter
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| Rappenecker Hof, Brennstoffzelle. |
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Der Rappenecker Hof auf der Gemarkung Oberried nahe Freiburg, bekannt
als solares Vorzeigeobjekt, startet in eine neue Phase der Energiezukunft:
Mit der ersten Brennstoffzelle, die im Alltagsgebrauch eingesetzt wird,
nimmt der Rappenecker Hof ein Stück Wasserstoff-Zukunft vorweg.
Das berichtet das Freiburger Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme
(ISE) in einer Pressemitteilung. Mit der Brennstoffzellen-Technik könnte
dereinst das Solarzeitalter beginnen, versprechen ernstzunehmende Szenarien.
Tradition und Vision brauchen kein Gegensatz zu sein. Der im 17. Jahrhundert
erbaute Rappenecker Hof, Ausflugs- und Wanderziel für Tausende von
Freiburgern, gibt dafür ein eindrucksvolles Beispiel. Schon seit
Jahren ist der Hof, der nicht an die öffentliche Stromversorgung
angeschlossen ist, als Vorzeigeobjekt bekannt: Das typische Schwarzwalddach
sorgt mit einer Solarstromanlage für eigenen Strom, unterstützt
von einem Dieselgenerator und einem Windrad.
Jetzt beginnt auf dem Schwarzwaldhof eine neue Phase der Energiezukunft:
Mit einem Brennstoffzellen-Aggregat zur gleichzeitigen Produktion von
Wärme und Strom. Partner bei diesem innovativen Projekt sind unter
anderem das Fraunhofer ISE und der regionale Energieversorger badenova.
Badenova unterstützt das aktuelle Projekt mit 250.000 Euro aus seinem
Innovationsfonds. „Was wir hier maßgeblich mitfinanzieren, ist ein
Stück Energiezukunft des 21. Jahrhunderts“, beschreibt badenova-Vorstand
Mathias Nikolay das Vorhaben. „Ohne die Finanzierung durch badenova wäre
das Projekt schwer umsetzbar gewesen“, fasst Dr. Volker Wittwer, stellvertretender
Leiter des Fraunhofer ISE, zusammen.
Brennstoffzellen in der Praxis
Mit dem Projekt Brennstoffzelle nimmt der Rappenecker Hof erneut eine
Vorreiterrolle ein und ist Wegbereiter für umweltfreundliche Energieversorgungssysteme
auf der ganzen Welt. Bereits 1987 war er mit seiner solaren Inselversorgung
wegweisend für die Stromversorgung zahlreicher Alpenhütten und
für ländliche Elektrifizierungsprojekte. Nun setzt er einen
Meilenstein auf dem Weg in die Wasserstofftechnologie. Wasserstoff wird
als ein wichtiger Baustein einer künftigen schadstofffreien Energiewirtschaft
eingeschätzt. Forscher arbeiten mit Hochdruck an dieser Vision. So
erforscht das Fraunhofer ISE sowohl innovative Technologien zur Gewinnung
wie zur Verstromung von Wasserstoff. Am Rappenecker Hof können die
Freiburger Forscher nun erstmals ein Brennstoffzellensystem im realen
Einsatz in einem autarken Energieversorgungssystem testen.
Der Einsatz von Bennstoffzellen erlaubt gegenüber Dieselgeneratoren
eine mehr als doppelt so hohe Effizienz bei der Stromerzeugung. Ein weiterer
Vorteil ist der geringe Wartungsaufwand für Brennstoffzellen. Die
Wartung von Motorengeneratoren hingegen verursacht hohe Kosten. In einer
Brennstoffzelle werden Wasserstoff und Sauerstoff in einer »kalten Verbrennung«
mit hohem Wirkungsgrad zu Strom umgewandelt, wobei auch die entstehende
Wärme genutzt werden kann. Es entstehen keine Abgase, sondern lediglich
Wasser. Bei der jetzt am Rappenecker Hof verwendeten Brennstoffzelle kommt
der Wasserstoff aus Gasflaschen. In der Perspektive besteht die Hoffnung,
diesen Brennstoff aus regenerativen Energiequellen zu gewinnen und damit
zu einem komplett schadstofffreien Energiesystem zu gelangen.
„Tag der offenen Tür“ am Rappenecker Hof: Sonntag, 19. Oktober 2003
Wer das neue Energiekonzept am Rappenecker Hof ganz genau kennen lernen
will und sich etwa dafür interessiert, wie eine Brennstoffzelle funktioniert,
ist am kommenden Sonntag, 19. Oktober, am Rappenecker Hof zu einem »Tag
der offenen Tür« eingeladen. Wissenschaftler des Fraunhofer- Institutes
stehen für Informationen direkt zur Verfügung, wenn der Schwarzwaldhof
einen Blick hinter die Kulissen seines innovativen Energiekonzeptes gestattet.
Von 10 Uhr bis 18 Uhr stehen zudem Mitarbeiter von badenova zur Verfügung,
die über Regiostrom, über den badenova-Innovationsfonds und
über zahlreiche ökologische Aktivitäten des Unternehmens
informieren. Für Besucher gibt es einen kostenlosen Buspendelservice
ab Kirchzarten (Bahnhof) stündlich (jeweils zur vollen Stunde ab
10 Uhr).
14.10.2003 Quelle: Fraunhofer ISE; badenova-Unternehmenskommunikation
Bildquelle: Fraunhofer ISE.
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Nur schwacher Rückgang der CO2-Emissionen im Jahr 2002
Die energiebedingten CO2-Emissionen haben in Deutschland im Jahre
2002 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % abgenommen auf rund 834 Millionen
Tonnen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung
in Berlin (DIW ) bezeichnet in einem Wochenbericht die schwache Konjunktur
sowie die mildere Witterung als maßgeblich für diesen Rückgang.
Temperaturbereinigt ergebe sich ein Rückgang um lediglich 0,2 %.
Im Vergleich zum international vereinbarten Basisjahr 1990 seien die CO2-Emissionen
im Jahre 2002 unbereinigt um rund 15 % und temperaturbereinigt um annähernd
16 % niedriger ausgefallen.
Deutschland gehört laut DIW zu den wenigen Industrieländern,
in denen die CO2-Emissionen in den 90er Jahren reduziert worden sind,
doch seien die Fortschritte geringer als von der Bundesregierung angestrebt.
Der Abstand zu ihrem ambitionierten nationalen Reduktionsziel für
das Jahr 2005 – der Senkung der CO2-Emissionen gegenüber 1990 um
ein Viertel – betrage rund 90 Millionen Tonnen CO2. Um eine Senkung in
dieser Größenordnung zu erreichen, müssten die temperaturbereinigten
CO2-Emissionen in den nächsten drei Jahren jeweils um rund 30 Millionen
Tonnen reduziert werden, das heißt um 3,8 %. Eine derart hohe Rate
habe es bisher nur einmal gegeben, Anfang der 90er Jahre als Folge des
drastischen wirtschaftlichen Einbruchs in den neuen Bundesländern.
Von 1991 bis 2002 habe die jahresdurchschnittliche Emissionsminderung
nur knapp 1 % betragen
Vor diesem Hintergrund scheine die Verwirklichung des für 2005 genannten
Zieles als aussichtslos, so das DIW. Selbst das im Rahmen des europäischen
„burden sharing“ vereinbarte Ziel könne verfehlt werden, die Treibhausgasemissionen
bis 2008/2012 gegenüber 1990 um 21 % zu mindern, wenn die klimaschutzpolitischen
Anstrengungen nicht konsequent fortgesetzt würden.
14.10.2003 Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
(DIW )
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FVS: Forschung öffnet neue Horizonte für Solarzellen
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| Papierdünne Siliciumsolarzelle mit 20%
Wirkungsgrad |
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Der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) hat die neusten Ergebnisse
der Solarzellenforschung aus seinen Mitgliedsinstituten präsentiert.
Am 25. und 26. September wurden im Energieforum / International SolarCenter
in Berlin neue Perspektiven für die Photovoltaik aufgezeigt.
Forschung und Entwicklung zeigen laut FVS Erfolge: Für die Photovoltaik
eröffnen sich neue technologische Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung
und Kostensenkungspotenziale.
Die ökologischen und volkswirtschaftlichen Vorteile von Solarstrom
gegenüber den konventionellen Energien sowie das außerordentlich
hohe technische Potenzial machen ihn zu einem entscheidenden Bestandteil
im Energiemix der Zukunft. Der Sprecher des FVS, Prof. Dr. Joachim Luther
betonte: „Die Photovoltaik hat langfristig gesehen eine unverzichtbare
energiewirtschaftliche Perspektive in Deutschland.“
Um das Solarstrom-Potenzial zu erschließen, sei eine engagierte
und langfristig angelegte Forschung und Technologieentwicklung unabdingbar.
Voraussetzung hierfür sei eine stetige und deutlich steigende Förderung
für die Forschung und Entwicklung. Die Bundesregierung plane allerdings,
die Forschungsmittel für erneuerbare Energien und rationelle Energieverwendung
im nächsten Jahr drastisch abzusenken, um zirka 40 Millionen Euro.
Der FVS fordert dagegen nach wie vor eine Verdoppelung der öffentlichen
Forschungsförderung für erneuerbare Energien auf 300 Mio. Euro
innerhalb der nächsten fünf Jahre.
Die neuesten Ergebnisse der Solarzellenforschung belegen laut FVS, dass
die Photovoltaik ein zunehmend wirtschaftliches Potenzial entwickelt.
So eroberten Solarzellen nach und nach vielseitige Märkte.
Innovative Produktionstechniken für dünne Silicium-Solarzellen
schaffen die Basis für weniger Materialverbrauch und merkliche Kostensenkungen.
Dünnschichtsolarzellen können auf Grund ihrer Materialeigenschaften
auch auf flexiblen Substraten, wie Metall- oder Polymerfolien, aufgebracht
werden, wodurch sich neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnen.
Bifaciale Solarmodule, die das Sonnenlicht mit ihrer Vor- und
Rückseite nutzen, erlauben eine deutliche Steigerung des Wirkungsgrades.
Neue Ansätze in der Leistungselektronik ermöglichen
preiswertere Photovoltaikanlagen mit hohen Wirkungsgraden. Neben den etablierten
Silicium-Solarzellen schaffen Solarzellen auf Galliumarsenid-Basis und
neue Dünnschichtsolarzellen den Sprung von der Forschung in den PV-Markt.
Technologische Fortschritte und neue Materialien führen zu Rekordwirkungsgraden
von über 30 %, zur Verkürzung der Energierückzahlzeiten
auf unter zwei Jahre und zur multifunktionalen Nutzungen von PV-Anlagen
(Stromerzeugung, Fassadengestaltung, Abschattung und Schalldämmung).
Die Ziele des ForschungsVerbunds Sonnenenergie sind in einer neuen Broschüre
nachzulesen. In der Broschüre „Forschungsziele 2004“ stellt der FVS
seine Projekte für die nächsten Jahre vor. Sie gibt einen Überblick,
mit welchen Technologien die Energieversorgung mit Strom, Wärme,
Treib- und Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien gewährleistet werden
kann und beantwortet die Frage, wofür die Solarenergieforschung die
geforderten Forschungsmittel benötigt. Die Broschüre ist kostenlos
in der Geschäftsstelle des FVS erhältlich und wird auch im Internet
angeboten unter http://www.fv-sonnenenergie.de/publikationen/forschungsziele_2004_01_02.pdf
(PDF; 626 kb)
13.10.2003 Quelle: ForschungsVerbund Sonnenenergie
Bildquelle: Fraunhofer ISE
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Tagung: Ruhrgebiet als Region der Zukunftsenergien
Auf der Suche nach seiner wirtschaftlichen Zukunft ist das Ruhrgebiet
fündig geworden: Der Kohle- und Stahlstandort von gestern wandelt
sich zu einer modernen Energieregion. „In kaum einer anderen
Region findet man mehr Know-how in Sachen Energie als hier: Energiegewinnung,
effiziente Energienutzung und erneuerbare Energien sind Bereiche, die
bereits viele neue Arbeitsplätze im Revier geschaffen haben und auch
noch schaffen werden“, so NRW-Energieminister Dr. Axel Horstmann auf der
Tagung „Zukunftsenergien im Ruhrgebiet“. Sie wurde veranstaltet vom Wissenschaftspark
Gelsenkirchen in Kooperation mit Eurosolar und mit Unterstützung
der Energieagentur NRW sowie der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW
am 8. und 9. Oktober im Wissenschaftspark Gelsenkirchen.
Über 170 Fachleute erörterten an zwei Tagen, wie der Wandel
des Ruhrgebiets zum neuen Energiestandort noch besser vorangetrieben werden
kann. „Das Ruhrgebiet hat sich als Standort von Forschung, Produktion
und Anwendung zu einer Region mit geballter Kompetenz auf dem Gebiet der
Zukunftsenergien entwickelt“, so Minister Horstmann. Solarzellen aus Gelsenkirchen
und die landwirtschaftliche Biogasanlage auf Hof Loick in Dorsten-Lembeck
stünden nicht in Konkurrenz, sie würden sich vielmehr ergänzen.
„NRW hat mit seiner einzigartigen Tradition der Energietechnik die Chance,
daraus seine Stellung als das Energieland Europas auszubauen. Eine wichtige
Rolle werden dabei das neue Zentrum für BrennstoffzellenTechnik in
Duisburg und das Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle NRW spielen.“, so
Horstmann. Verschiedene Unternehmen aus der Ruhrregion, wie RWE, Masterflex
oder Hydrogenics haben ihre technologische Kompetenz in diesem Bereich
bereits bewiesen,“ betonte Prof. Dr.-Ing. Hartmut Griepentrog, Vorstandsvorsitzender
der Gelsenwasser AG und Projektleiter der Landesinitiative Zukunftsenergien
NRW.
Dr. Hermann Scheer, Träger des alternativen Nobelpreises und Präsident
von Eurosolar unterstrich die globale Bedeutung der erneuerbaren Energien:
„In der Nutzung solarer Energie liegt nicht nur der Schlüssel zur
Überwindung unserer Energieprobleme, sondern auch ein Schlüssel
zur Überwindung von Unterentwicklung in der Dritten Welt, “ so Scheer.
Die Anlagenproduktion für Erneuerbare Energien verzeichne jährlich
Wachstumsraten von 30 Prozent. In den letzten fünf Jahren seien 100.000
Arbeitsplätze entstanden. Scheer: „Auf der Basis des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
ist die deutsche Industrie für Erneuerbare Energien klarer Weltmarktführer
geworden. Bei zügiger Weiterentwicklung werden bis zum Jahr 2010
500.000 neue Arbeitplätze in dieser Branche entstehen.“
Im Fachforum „Erneuerbare Energien in den Kommunen“ verwies Irm Pontenagel
(Eurosolar) auf den Leitfaden „Erneuerung von Gemeinden und Regionen durch
Erneuerbare Energien“, der von Eurosolar herausgegeben wurde. Der Stadtverordnete
Fabio Longo berichtete, wie die hessische Stadt Vellmar durch städtebauliche
Verträge sichergestellt hat, dass in einem Neubaugebiet alle geplanten
Wohneinheiten mit Solarkollektoren ausgerüstet werden müssen.
Longo ist überzeugt, „dass wir mit der Rechtsform des städtebaulichen
Vertrages das richtige Instrument für die solare Vollversorgung von
Wohngebieten in den Händen halten.“
„Damit die enormen Potentiale des Ruhrgebiets als Region der Zukunftsenergien
erschlossen werden, müssen wir auch weiterhin dafür sorgen,
dass Kommunikation und Kooperation über Stadt- und Branchengrenzen
hinweg in dieser Region intensiviert wird“, sagte Dr. Heinz-Peter Schmitz-Borchert,
Geschäftsführer des Wissenschaftsparks Gelsenkirchen.
Weitere Informationen: http.//www.wipage.de/solar, http://www.eurosolar.org
und http.//www.ea-nrw.de
13.10.2003 Quelle: EUROSOLAR
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Solvis bietet kostenlose Schulungen für Solar- und Heiztechnik
Dreitägige Intensivseminare zur Solar- und Heizungstechnik für
Fachhandwerker veranstaltet die Braunschweiger SOLVIS Gmbh & Co KG.
Die kostenlose Fortbildung beim Hersteller umfasst den Aufbau, die Montage,
Inbetriebnahme und Wartung von Solar-Komplettsystemen am Beispiel von
Produkten aus dem Unternehmen. Der erste Tag bietet unter anderem Informationen
zum Markt und zu staatlichen Förderprogrammen. Weitere Themen sind
der Solarheizkessel SolvisMax (Testsieger bei Kombi-Solarsystemen mit
integriertem Brenner, Stiftung Warentest 04/2003), Kollektoren und Regelungstechnik
mit nur einem Systemregler für Heizung und Warmwasser sowie Pelletkessel
in Verbindung mit Solar-Schichtspeichern. Die Schulungstage können
auch einzeln gebucht werden. Die Themengebiete ergänzen sich laut
Solvis ohne Überschneidungen. Eine grundlegende Einführung sowie
eine Betriebsbesichtigung finden nur am ersten Tag statt.
Die nächsten Seminare finden statt vom 15.-17. Oktober und vom 26.-28.
November bei Solvis in Braunschweig. Weitere Termine, Informationen und
ein Anmeldeformular gibt es im Internet unter www.solvis.de.
13.10.2003 Quelle: SOLVIS Gmbh & Co KG
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Greenpeace-Protest gegen Kohle-Subventionen
Gegen die „Pro-Kohle-Politik“ von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang
Clement (SPD) protestierten am 09.Oktober 25 Greenpeace-Aktivisten vor
dem Wirtschaftsministerium in Berlin. Mit Kipplastern haben
sie zwei mannshohe Berge - einen aus Kohle und einen aus "Steuergeld"-Säcken
- in den Eingang des Ministeriums geschüttet. Die Berge sollen die
Verschwendung von Steuergeldern für die Förderung von Kohle
zeigen, so Greenpeace. Auf einem Banner forderten die Umweltschützer:
"Keine Subventionen für Kohle! Erneuerbare Energien fördern!"
"Die Kohleindustrie vernichtet gigantische Mengen unserer Steuergelder",
sagte Jörg Feddern, Energieexperte von Greenpeace. "Viereinhalb
Milliarden Euro verschwinden jedes Jahr in direkten und indirekten Subventionen
für diese veraltete Energieform. Dagegen erhalten die sauberen neuen
Energien gerade einmal 124 Millionen - das sind nicht einmal drei Prozent
der Kohlesumme. Wenn Herr Clement von einer Dauersubvention der Erneuerbaren
Energien spricht, verkehrt er die Tatsachen und täuscht die Bürger."
Für erneuerbare Energien arbeiten laut Greenpeace schon heute deutlich
mehr Menschen (130.000) als in der Kohleindustrie (93.000).
Seit Wochen wird zwischen Industrie und Regierung, aber auch innerhalb
der Bundesregierung über die zukünftige Energiepolitik diskutiert.
Anlass ist die anstehende Erneuerung des deutschen Kraftwerkparks. Rund
die Hälfte der Kraftwerke müssen in den nächsten 20 Jahren
aus Altersgründen und wegen des Atomausstiegs ersetzt werden. Die
Energiekonzerne wollen dafür neue Kohlekraftwerke bauen, so Greenpeace.
Dazu forderten sie von der Bundesregierung die nötigen Emissionsrechte,
staatliche Genehmigungen zur Freisetzung von Kohlendioxid. Clement dränge
darauf, den Konzernen die Genehmigungen zu erteilen - und damit den Ausstoß
des Klimakillers Kohlendioxid auf dem jetzigen hohen Niveau festzuschreiben,
kritisieren die Umweltschützer.
"Wenn Clement und die Kohlelobby sich jetzt durchsetzen, kann Deutschland
seine Klimaschutzziele vergessen", so Greenpeace Energie-Experte
Feddern. "Neue Kohlekraftwerke wären eine Garantie für
immer mehr Wetterextreme wie Hochwasser, Stürme und Dürren in
den kommenden Jahrzehnten. Wir müssen jetzt die einmalige Chance
nutzen und alte Kohlekraftwerke durch Windräder, Solarzellen und
hoch effiziente Gaskraftwerke ersetzen." Technisch möglich sei
bis zum Jahr 2050 ein Strommix aus über 60 Prozent erneuerbaren Energien,
30 Prozent aus effizienten Gaskraftwerken und unter zehn Prozent aus Steinkohle.
Dafür müssten aber jetzt die Weichen gestellt werden - durch
eine stärkere Förderung der Erneuerbaren Energien.
Die Spitzen der Energiewirtschaft, Wirtschaftsminister Clement und Umweltminister
Trittin werden sich voraussichtlich am 10. November 2003
zum dritten Energiegipfel bei Bundeskanzler Schröder treffen.
10.10.2003 Quelle: Greenpeace e.V.
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VDE: Stromversorgung in Deutschland derzeit gesichert; Risiko steigt
Angesichts der guten Substanz der Stromnetze und der Sicherheitsphilosophie
in Deutschland besteht laut VDE kein Grund zur Panikmache in Sachen Versorgungssicherheit.
Allerdings sollten die Stromausfälle in den USA und Italien nach
Ansicht der VDE-Experten zum Anlass genommen werden, eine langfristig
tragfähige Energiestrategie zu entwickeln. Wenn der Energiemix
und die Netzstrukturen nicht bald auf die Herausforderungen der Zukunft
eingestellt würden, könnte die Zuverlässigkeit des Stromnetzes
in den nächsten 20 Jahren erheblich sinken, warnt der Verband der
Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE)
Blackouts wie in den USA in Deutschland unwahrscheinlich
Die VDE-Experten weisen in einer Pressemitteilung darauf hin, dass großflächige
Stromausfälle zwar auch in Deutschland nicht generell ausgeschlossen,
aber doch sehr viel unwahrscheinlicher seien als in den USA. Dies liege
vor allem an der deutschen Sicherheitsphilosophie im Hinblick auf Netzkonfiguration,
Schaltanlagen-Design, Schutz- und Leittechnik sowie Lastabwurf und Regelleistung.
So sei die Netzkonfiguration - anders als in den USA - durch eine homogene
Verteilung von Last und Erzeugung sowie ein dichtes Übertragungsnetz
mit relativ kurzen Leitungslängen charakterisiert (in Deutschland
normalerweise unter 100 km, maximal 300 km; in den USA in der Regel mehrere
100 km, maximal 1500 km). Auch in der Schutz- und Leittechnik zeigten
sich erhebliche Unterschiede. Die Schutzausrüstung habe in Deutschland
einen deutlich höheren Standard, und der Informationsaustausch erfolge
über sichere Verbindungen (und nicht über das Internet). Ähnlich
positiv für Deutschland falle der Vergleich beim Lastabwurf und bei
der Regelleistung aus.
Risiken für deutsches Stromversorgungssystem steigen
Das Italien-Szenario hingegen kommt nach Auffassung des VDE der deutschen
Energieproblematik näher: Von dem Stromausfall in Italien am 28.
September 2003 waren 57 Millionen Menschen betroffen. Italien ist wie
Deutschland Teil des europäischen Stromverbunds UCTE, sei aber gegenwärtig
mit größeren Strukturproblemen konfrontiert, die bei energiepolitischer
Fahrlässigkeit auch auf Deutschland zukommen könnten: zu geringe
Erzeugung im eigenen Land, hohe Importabhängigkeit, häufige
Netzauslastung bis an die äußerste Grenze, zu wenig Investitionen
in Erzeugung und Netze. In gewisser Weise sei Deutschland als UCTE-Verbundmitglied
bereits betroffen, so der VDE. Bedenklicher sei aber, dass Deutschland
momentan auf ein ähnliches Szenario wie Italien zusteuere, wenngleich
zum Teil aus anderen Gründen. Deutschland sei noch weitestgehend
von einer verbrauchsnahen Stromerzeugung geprägt. Aber durch die
großflächige Nutzung der Windkraft im Norden, die Stillegung
von Kraftwerken und durch immer mehr Horizontaltransite im liberalisierten
Energiemarkt finde zurzeit eine Verschiebung statt. Die Netzstabilität
sei gegenwärtig noch nicht gefährdet. Die Energietechniker im
VDE weisen aber darauf hin, dass Deutschlands Netze nicht für Stromtransite
über große Entfernungen konzipiert und geeignet sind. Auch
im Bereich Regelleistung können sich nach Ansicht des VDE Probleme
auftun. Durch den wachsenden Anteil der schwankungsstarken Windleistung
steigen laut VDE die Anforderungen an die Regelfähigkeit der Kraftwerke,
an die Spannungshaltung und an die lastnahe Blindleistungsbereitstellung.
Diese werde sich durch die horizontalen Transite regional erhöhen.
Energiestrategie für zukunftsfähigen Energiemix notwendig
Perspektivisch ist die Versorgungszuverlässigkeit aus VDE-Sicht deshalb
in Gefahr, und zwar aus technischen, wirtschaftlichen und politischen
Gründen. Ähnlich wie in den USA finde auf dem deutschen und
europäischen Strommarkt ein harter Preiswettbewerb statt. Unter dem
Druck, Strom zu niedrigen Preisen anzubieten, würden Investitionen
zurückgestellt, Betriebszeiten von Anlagen verlängert und die
Aufwendungen in Instandhaltungsmaßnahmen zurückgefahren.
Darüber hinaus nähmen die Anlagenauslastung und der Energiehandel
zu, während Netze verschlankt, Netzreserven abgebaut und Erzeugungsreserven
minimiert würden.
Die Zuverlässigkeit der deutschen Stromversorgung wird laut VDE auch
durch drohende Leistungsdefizite in Frage gestellt. So sei geplant, zwischen
2004 und 2021 alle Kernkraftwerke stillzulegen sowie die Kohleverstromung
zu reduzieren. Das damit entstehende Leistungsdefizit soll durch Erneuerbare
Energien kompensiert werden. Dies stelle eine enorme technische und finanzielle
Herausforderung dar. Denn um die dezentrale Energieeinspeisung im allgemeinen
sowie die Übertragung von Windenergie von Nord nach Süd im besonderen
erhöhen zu können, seien erhebliche Netzausbauten mit komplizierten
Genehmigungsverfahren nötig.
Nach Meinung des VDE müssen die Stromausfälle in Nordamerika,
England, Südschweden und Dänemark sowie in Italien gründlich
analysiert werden. Auf dieser Basis gelte es, Schlussfolgerungen für
das deutsche Stromversorgungssystem zu erarbeiten. Zu diesem Zweck hat
die Energietechnische Gesellschaft im VDE eine Task Force eingerichtet.
Bereits die bekannten Fakten zeigten klar, dass die deutsche Stromversorgung
gründlich auf den Prüfstand gestellt werden müsse. Darüber
hinaus sei dringend erforderlich, ein zukunftsfähiges Konzept für
die Energieversorgung in den nächsten Jahrzehnten zu entwickeln und
die dafür nötigen Investition zu tätigen, so das Fazit
des VDE.
10.10.2003 Quelle: VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik
Informationstechnik e.V.
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VW Audi Vertriebszentrum produziert Solarstrom
In der niedersächsischen Gemeinde Wedemark wurde das erste gemeinsame
Projekt einer Kooperation zwischen der Volkswagen AG und BP Solar eingeweiht:
Eine Solarstromanlage mit 9,6 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) auf dem Dach
des regionalen Service- und Trainings-Centers des VW Audi Vertriebszentrums
speist seit Mitte September Strom in das öffentliche Netz ein.
BP Solar lieferte die schlüsselfertige Photovoltaik-Anlage, die aus
80 Solarmodulen vom Typ BP MSX 120 und 4 Wechselrichtern „Sunnyboy 2100“
besteht. Mit einer maximalen Leistung von 120 Watt werden die multikristallinen
BP-Module MSX 120 vorwiegend für große Photovoltaik Systeme
eingesetzt.
Die Solarstromanlage wird jährlich ungefähr 7.200 Kilowattstunden
Strom erzeugen. Das entspricht dem Strombedarf eines Einfamilienhauses
mit 7 Bewohnern und spart im Jahr rund 8,2 Tonnen C02-Emissionen. Das
umweltrelevante Engagement von VW betont der Leiter des Vertriebszentrums
Wedemark, Ulrich Niermann: „Der verantwortungsbewusste Umgang mit natürlichen
Ressourcen ist in den Umweltleitlinien der Volkswagen AG festgeschrieben.
Wir tragen Verantwortung für die weitere Verbesserung der Umweltverträglichkeit
unserer Produkte und die Verringerung der Beanspruchung von natürlichen
Ressourcen. Um diesen Prozess aktiv zu unterstützen haben wir uns
entschieden, eine Solarstromanlage auf dem Neubau zu installieren.“
Die Volkswagen AG und die zum BP Konzern gehörende BP Solar fördern
seit September 2002 die Anwendung der Photovoltaik bei Volkswagen Händlerbetrieben.
Neue Betriebe sowie Umbauten können mit Solaranlagen zur Stromerzeugung
ausgerüstet werden. Das Engagement der Volkswagen-Händler im
Bereich Solarenergie sei die konsequente Fortführung der Umweltaktivitäten
vor Ort.
10.10.2003 Quelle: BP Solar
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Solarindustrie erweitert Produktionskapazitäten
In dieser Woche werden gleich zwei neue Produktionsanlagen für
Solarzellen in Betrieb genommen. Der sachsen-anhaltische Ministerpräsident
Wolfgang Böhmer (CDU) weihte am 07.10.2002 in Thalheim bei Bitterfeld
das neue Werk der Q-Cells AG ein. Am 08.10.2003 geben Bundesumweltminister
Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) und der nordrhein-westfälische
Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) den Startschuss für
die zweite Produktionslinie von Shell Solar in Gelsenkirchen. Allerdings
werden die getätigten Investitionsentscheidungen von großen
Unsicherheiten überschattet. Nach dem Auslaufen des 100.000 Dächer-Programms
kam es bisher zu keiner Anschlusslösung. Deutsche Solarunternehmer
warten dringend auf die angekündigte gesetzliche Neuregelung im Rahmen
des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zur Förderung von Solarstrom-Anlagen
(Photovoltaik). Das EEG regelt die Höhe der Vergütung für
Solarstrom durch die Netzbetreiber.
Derzeit zeichnet sich eine Verabschiedung der Gesetzesnovelle erst Mitte
2004 ab. Der Bundesverband Solarindustrie (BSi) und die Unternehmensvereinigung
Solarwirtschaft (UVS) fordern daher ein Vorziehen der Novelle auf den
1. Januar 2004, denn weitere Verzögerungen führten zu einem
„Fadenriss“ in der überaus erfolgreichen High-Tech-Branche. BSi und
UVS vertreten zusammen 500 deutsche Solarunternehmen.
BSi-Geschäftsführer Gerhard Stryi-Hipp warnt: "Ab 1. Januar
werden alle Solarkunden abwarten und ihre Aufträge bis zur Verabschiedung
der Novelle zurückstellen. Ein halbes Jahr ohne Umsatz ist für
Hersteller, Händler und Installateure eine Katastrophe, die viele
Unternehmen nicht überleben werden." UVS-Geschäftsführer
Carsten Körnig unterstreicht in diesem Zusammenhang: "Kontinuität
bei der Förderung ist die Eintrittskarte Deutschlands für einen
der wichtigsten Wachstumsmärkte und Schlüsseltechnologien der
Zukunft."
Nach Ansicht von BSi und UVS gibt es keinen Anlass für eine weitere
Verzögerung des Gesetzgebungsverfahrens im Bereich Photovoltaik.
Die auf alle Verbraucher umgelegten Kosten für die Markteinführung
der Solarstromtechnik belaufen sich laut BSi und UVS derzeit auf lediglich
0,1 Prozent des Strompreises. Der Bundeshaushalt werde dadurch nicht belastet.
Die durch die Hitzewelle und Überschwemmungen hervorgerufenen Schäden
bezifferten sich auf ein Vielfaches.
Seit 1999 hat sich der deutsche Markt für Solarstromtechnik auf etwa
120 Megawatt (MW) verzehnfacht. Dadurch konnte die Industrie umfangreiche
Produktionsstätten aufbauen und die Preise für Solarstromanlagen
um über 20 Prozent senken. Im starken internationalen Wettbewerb
hat sich die deutsche Solarindustrie eine führende Marktposition
erarbeitet, hinter Japan, das ein Marktvolumen von 250 MW aufweist.
09.10.2003 Quelle: UVS
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Industrieforum Holzenergie: Pelletsmarkt weiter im Aufwind
Bis Ende 2003 werden voraussichtlich rund 20.000 Pelletheizungen
in Deutschland installiert sein, berichten die Veranstalter des Dritten
Industrieforums Holzenergie am 15. und 16. Oktober in Stuttgart.
Die Akzeptanz der Pelletstechnik zeige sich an der jährlich wachsenden
Zahl installierter Pelletskessel: lagen die Zuwachsraten in den letzten
beiden Jahre noch bei jährlich rund 5.000 Anlagen, rechnet die Branche
einer aktuellen Umfrage des Biomasse-Infozentrums (BIZ) zu Folge für
2003 mit einem Anstieg des Absatzes auf 6.700 Pelletsheizungen, für
2004 sogar auf rund 9.000 Anlagen. "Damit entwickelt sich der Markt
allmählich entgegen dem Trend einer eher schwachen Baukonjunktur
aus seiner Nische heraus", so Dr. Joachim Fischer, Vorstand des Deutschen
Energie-Pellet-Verbands e. V. (DEPV).
Um dem gestiegenen Interesse an erneuerbaren Energien Rechnung zu tragen,
hat das Bundesumweltministerium (BMU) die Annahmefrist für Anträge
im Marktanreizprogramm zu Gunsten erneuerbarer Energien verlängert,
um drei Monate bis zum 31. Dezember 2003. Damit unterstützt der Bund
zum Beispiel den Einbau einer Pelletsheizung im Ein- oder Mehrfamilienhaus
bis Ende des Jahres mit bis zu 1.500 Euro. Und auch für die Zeit
danach stellt das Ministerium nach Angaben von Christof Stein, dem Leiter
des Referats "Markteinführungsprogramme für Erneuerbare
Energien", eine Förderung für Pelletsheizungen sicher.
"Das Marktanreizprogramm wird 2004 mit neuen Förderkonditionen
weitergeführt werden. Auch wenn die Fördersätze derzeit
noch nicht endgültig festgelegt sind, kann bereits heute gesagt werden,
dass sich die Konditionen zur Förderung von Pelletsheizungen nicht
verschlechtern werden." Mit dieser Meldung setze das Bundesumweltministerium
ein positives Signal für die Weiterentwicklung des dynamisch wachsenden
Pelletsmarktes, so die Pforzheimer Solar Promotion GmbH, die das Forum
und die begleitende Messe „Pellets 2003“ veranstaltet, auf der rund 40
Aussteller neue Produkte und Dienstleistungen der Pelletsbranche präsentieren.
Träger der Veranstaltung ist der Deutsche Energie-Pellet-Verband
e.V. DEPV (www.depv.de), Kooperationspartner ist die Deutsche Gesellschaft
für Sonnenergie DGS (www.dgs-solar.org).
Als Brennstoff für eine moderne Heizung bieten Holzpellets mittlerweile
einen Standard, der bis vor wenigen Jahren für eine Holzfeuerung
als unerreichbar galt. Durch die Pressung naturbelassener Säge- oder
Hobelspäne wird ein genormter Brennstoff hergestellt, der hervorragende
Transport- und Lagereigenschaften ausweist. Hoch entwickelte Pelletsheizungen
stehen damit herkömmlichen Öl- und Gasheizungen in Sachen Bedienkomfort
in keiner Weise mehr nach. Eine Möglichkeit, sich über diesen
Wachstumsmarkt und seine Produkte zu informieren, bieten das am 15./16.
Oktober 2003 in Stuttgart stattfindende 3. Industrieforum Holzenergie
- Zukunftsmarkt Pelletsheizungen und seine Begleitmesse, die Pellets 2003.
Weitere Informationen unter http://www.pellets2003.de
09.10.2003 Quelle: Solar Promotion GmbH
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„SunDiesel“: CO2-neutrale Tankfüllung für neue Dieselfahrzeuge
Volkswagen und DaimlerChrysler begrüßen das Anfahren der
industriellen Pilotanlage ihres Projektpartners Choren Industries in Freiberg/Sachsen.
Dort erfolgt eine patentierte Hochdruckvergasung von Biomasse, berichtet
die DaimlerChrysler AG in einer Pressemitteilung. Damit lege
Choren den Grundstein zur industriellen Herstellung von flüssigem
bio-synthetischem Kraftstoff. Unter dem von den Automobilherstellern und
Choren gemeinsam entwickeltem Label „SunDiesel - Made by CHOREN“ werde
ein Treibstoff hergestellt, der absolut schwefel- und aromatenfrei und
darüber hinaus auch noch CO2 neutral sei und damit alle Anforderungen
an einen leistungsfähigen und umweltfreundlichen Kraftstoff erfülle.
Die CO2-Neutralität des Kreislaufs "Pflanze - Kraftstoff - Motor
- Emission" wird dadurch erreicht, dass bei der Verbrennung des bio-synthetischen
Kraftstoffs im Motor nur das CO2 wieder freigesetzt wird, das die Pflanze
während ihres Wachstums aus der Atmosphäre entnommen und in
Biomasse gebunden hat. Sobald der Herstellungsprozess etabliert und der
Kraftstoff in entsprechender Menge und Qualität verfügbar ist,
wollen DaimlerChrysler und Volkswagen die Erstbetankung ihrer fabrikneuen
Diesel-PKW in den Herstellerwerken mit SunDiesel vornehmen. „Nachhaltige
Mobilität zu ermöglichen, das ist für einen modernen Automobilhersteller
wie Volkswagen ein wichtiges Unternehmensziel. Dabei steht die Sicherstellung
der Mobilität heutiger und zukünftiger Generationen zu vertretbaren
Kosten genauso im Mittelpunkt, wie die Schonung von Umwelt und Ressourcen,“
so Dr. Bernd Pischetsrieder, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG.
Für die beiden Automobilunternehmen besitze der neue Kraftstoff ein
enormes Potenzial: “Aufgrund der weitgehenden CO2–Neutralität sind
biogene Kraftstoffe - wie sie mit dem gemeinsam entwickelten High-Tech-Verfahren
von Choren hergestellt werden - ein wichtiges Element unserer zukunftsorientierten
Antriebs- und Kraftstoffstrategie“, so Dr. Thomas Weber, im Vorstand der
DaimlerChrysler AG verantwortlich für Forschung und Technologie.
Erste Untersuchungsergebnisse zeigten, dass schon heute viele Euro-3-Diesel-Fahrzeuge,
die mit SunDiesel betrieben würden, ohne weitere technische Änderungen
am Fahrzeug die Abgasnorm Euro 4 erfüllen. Das belege das enorme
Potential dieses synthetischen Kraftstoffs zur Verringerung der Kohlenwasserstoff-
(HC), Stickoxid- (NOx) sowie der Partikelemissionen sowie den hohen Beitrag
zum Umwelt- und Klimaschutz.
09.10.2003 Quelle: DaimlerChrysler AG
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Trittin: Atomkraft gefährdet Versorgungssicherheit
Aus den Stromausfällen und Versorgungsengpässen des vergangenen
Sommers zieht Bundesumweltminister Jürgen Trittin das Fazit, wer
sich auf Atomkraft verlasse, gefährde die Versorgungssicherheit.
In Frankreich, den USA und in Skandinavien sei die Anfälligkeit von
Versorgungsstrukturen, die sich in hohem Masse auf Atomkraft verlassen,
zu Tage getreten, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums.
„Versorgungssicherheit gibt es nur in einem neuen Energiemix. Nur die
Energiewende sichert unsere Versorgung für morgen", sagte Trittin
zur Eröffnung des 12. Deutschen Atomrechtssymposiums in Köln.
Im Hinblick auf die Endlagerung von Atommüll müssten die AKW-Betreiber
die finanzielle Verantwortung übernehmen, forderte Trittin.
Kein Land steige so zügig und konsequent aus der Atomkraft aus wie
Deutschland. Mülheim-Kärlich sei endgültig stillgelegt,
Mitte November gehe das Atomkraftwerk Stade vom Netz. Der Atomausstieg
begrenze die Abfallmenge, indem er die Betriebsdauer der Kernkraftwerke
auf 32 Jahre befriste - also auf die Hälfte der Laufzeit in den USA.
Dennoch werde man am Ende vor einem radioaktiven Abfallberg von 250.000
Kubikmetern stehen, so der Bundesumweltminister. Hierfür müsse
eine möglichst sichere Endlagerung gefunden werden, die von der ganzen
Gesellschaft getragen werde.
"Das Auswahlverfahren für das nationale Endlager muss transparent
und nachvollziehbar sein. Die Kosten für diese Suche und für
die Einrichtung eines Endlagers müssen die Verursacher, also die
AKW-Betreiber, übernehmen", sagte Trittin. Der Bundesumweltminister
hat darüber hinaus eine Konzentration der Aufsicht über Atomkraftwerke
beim Bund vorgeschlagen (so genannte Bundeseigenverwaltung). Es sei fragwürdig,
dass von einigen Bundesländern eine komplette Atomverwaltung für
einen einzigen Reaktor aufrecht erhalten werden müsse. Angesichts
des gesetzlich geregelten Atomausstiegs sei absehbar, dass in wenigen
Jahren mehrere Länder nur noch für einen oder zwei Reaktoren
zuständig seien. Neben Hessen, wo dies heute schon gelte, sei dies
für den Fall, dass keine Strommengenübertragungen zwischen den
Atomkraftwerken erfolgen, ab 2009 in Schleswig-Holstein zu erwarten, ab
2011 in Niedersachsen und ab 2012 in Baden-Württemberg. "Bund
und Länder sollten das Thema unvoreingenommen prüfen und diskutieren.
Entscheidend muss sein, mit welcher Verwaltungsform ein Höchstmass
an Sicherheit in der Restlaufzeit der Atomkraftwerke erreicht werden kann",
appellierte Trittin.
08.10.2003 Quelle: BMU
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„Wasserstofftag“ fordert verlässliche politische Rahmenbedingungen
Der flächendeckende Einstieg in die Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Wirtschaft
muss steuerpolitisch flankiert werden und erfordert einen zuverlässigen
politischen Rahmen. Das erklärte der Vorstandsvorsitzende
der Linde AG, Wolfgang Reitzle, am 01.10.2003 auf dem Medienforum Deutscher
Wasserstofftag in München. Referenten aus Politik, Wirtschaft und
Wissenschaft - darunter der amerikanische Umwelt-Aktivist und Bestsellerautor
Jeremy Rifkin – diskutierten den Treibstoff der Zukunft aus unterschiedlichsten
Perspektiven.
Angesichts knapper werdender Erdölvorräte sei es an der Zeit,
über sinnvolle Alternativen für die Mobilität kommender
Generationen zu sprechen. Dem Wasserstoff komme dabei eine entscheidende
Rolle zu. Wasserstoff brauche nicht nur hoch entwickelte Technik, sondern
eröffne auch aussichtsreiche Märkte für die Industrie,
stelle Herausforderungen an die Politik und benötige die Akzeptanz
der Verbraucher, so der Tenor der Veranstaltung.
Eine wasserstoffbasierte Energieversorgung sei keine Utopie mehr, sagte
Reitzle. Es gelte, dem Neuen gezielt auf die Sprünge zu helfen und
Innovationen aktiv an den Start zu bringen. In den USA und auch in Japan
sei dies schneller verstanden worden als in Europa. Denn während
dort umfangreiche Förderprogramme für den Start in die Wasserstoff-
und Brennstoffzellen-Technologie aufgelegt worden seien, beginne Europa
erst jetzt, die ganze Tragweite des Themas zu erfassen. In den USA habe
Präsident Bush dieses Frühjahr angekündigt, die Forschung
für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge zusätzlich mit 1,2 Milliarden
US-Dollar zu fördern. Damit stellten dann die USA insgesamt 1,7 Milliarden
US-Dollar für die automobile Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Forschung
zur Verfügung. Auch die japanische Regierung setze auf neue Brennstoffzellen-
und Wasserstoff-Projekte. Erfreulich sei, dass sich die EU-Kommission
seit vergangenem Jahr deutlich stärker als zuvor mit dem Thema Brennstoffzellen
und Wasserstoff beschäftigt. Die Bildung einer „High Level Group“
und ein in diesem Sommer geschlossenes Abkommen mit den USA über
eine umfassende Kooperation seien erfreuliche Ansätze. Sie müssten
jetzt ausgebaut werden.
Lesen Sie auch die Rezension zu Jeremy Rifkins Buch „Die H2-Revolution.
Wenn es kein Öl mehr gibt...“ im Solarserver Bookstore: http://www.solarserver.de/buecher/buchtippnovember2002.html#rifkin
08.10.2003 Quelle: Medienforum Deutscher Wasserstofftag
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3. "f-cell Forum“ : Brennstoffzelle bleibt globale Zukunftstechnologie
Politik und Wirtschaft setzen weiterhin weltweit auf die Brennstoffzellentechnologie,
auch wenn die Anfangseuphorie einer realistischen Betrachtung gewichen
ist. Das wurde beim "3. f-cell Forum Brennstoffzelle"
im Stuttgarter Haus der Wirtschaft deutlich, an dem rund 400 Fachleute
aus zwanzig Nationen teilgenommen haben, berichtet die Wirtschaftsförderung
Region Stuttgart GmbH.
Referenten aus China, Japan, den USA und von der Europäischen Kommission
berichteten von umfangreichen Aktivitäten in ihren Ländern.
Für DaimlerChrysler ist laut Vorstandsmitglied Dr. Thomas Weber die
Brennstoffzelle eine der wichtigsten Innovationen; der baden-württembergische
Minister für Umwelt und Verkehr, Ulrich Müller, nannte Baden-Württemberg
das "Land der Brennstoffzelle", da sich deutschlandweit fast
die Hälfte der Man-Power und etwa zwanzig Prozent der Forschungseinrichtungen
hier befinden. Auch der Gewinner des mit insgesamt 30.000 Euro dotierten
Innovationspreises Brennstoffzelle "f-cell Award" kommt mit
der Kirchheimer Ballard AG aus der Region Stuttgart.
08.10.2003 Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart
Gmbh (WRS)
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Umwelt- und Solar-Verbände rufen zu Aktionstag am 5. November auf
Für Spitzentechnologie, Arbeitsplätze und Klimaschutz wollen
mehrere Verbände und Organisationen am 5. November in Berlin demonstrieren.
Zur Teilnahme am Aktionstag Erneuerbare Energien und zu einer Großkundgebung
rufen auf die Gewerkschaft IG Metall, der Bundesverband Mittelständische
Wirtschaft (BVMW), Eurosolar, der Bund der Energieverbraucher, Greenpeace,
der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bundesverband
Erneuerbare Energien (BEE) und die Aktionsgemeinschaft Robin Wood.
Die aktuelle energiepolitische Diskussion gefährde die weltweite
technologische Spitzenstellung der deutschen Erneuerbare-Energien-Industrie.
Besonders die Vorschläge, mit denen das Erneuerbare-Energien-Gesetz
(EEG) beschnitten werden soll, bedrohen die positive Entwicklung der Zukunftsbranche,
heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung. Teile aus Energiewirtschaft
und Politik gingen mit falschen Behauptungen gegen Erneuerbare Energien
vor. Es sei notwendig, auf einem Aktionstag in Berlin den Stand und die
Zukunftschancen der Erneuerbaren Energien zu demonstrieren. Sonne, Wind,
Wasser, Biomasse und Erdwärme stünden für eine sichere
und saubere Energieversorgung.
Erneuerbare Energien seien ein Motor für Deutschlands Zukunft, betonen
die Umwelt- und Solarverbände, die Gewerkschaft IG Metall und der
Verband der mittelständischen Wirtschaft. Ihr Mix könne die
Energiekosten für die deutsche Volkswirtschaft senken, die Versorgungssicherheit
steigern und dazu beitragen, die Klimaschutzziele zu erreichen. Bereits
heute arbeiteten im Bereich Erneuerbare Energien 130.000 Menschen. Zukünftig
könnten es bis zu 500.000 sein.
Details zu Ort und Programm werden aktuell präsentiert unter http://www.bee-ev.de
und sind zu erfragen unter der Infonummer 030 54719326.
07.10.2003 Quelle: BEE
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Japan: Kyocera will PV-Produktion auf 120 Megawatt ausweiten
Die Kyocera Corporation mit Sitz in Kyoto (Japan) hat angekündigt,
die Produktion von Solarzellen und –Modulen bis Mitte 2004 auf jährlich
120 Megawatt (MW) zu erhöhen. Grund ist laut Kyocera die
weltweit wachsende Nachfrage, besonders im Wohnungsbau. Das Unternehmen
will seine Produktionskapazität für Zellen und Module auf der
Basis von multikristallinem Silizium Schritt für Schritt ausbauen
von 60 MW im Jahr 2002 auf 120 MW im Juni 2004. Bis Ende 2003 will Kyocera
eine Jahresproduktion von 80 MW erreicht haben, berichtet das Unternehmen
in einer Pressemitteilung.
Die integrierte Produktion von Kyocera decke alle Verarbeitungsschritte
ab, von der Wafer-Herstellung über die Fertigung von Solarzellen
bis hin zu den Modulen. Das Unternehmen plant, vier Milliarden Yen (rund
34 Millionen Euro) in die beiden Fabriken in Shiga Yohkaichi (Zellproduktion)
und Mie Ise (Modulfertigung) zu investieren. Zusätzlich laufe die
Produktion an, in der im Mai dieses Jahres gegründeten Kyocera (Tianjin)
Solar Energy Co., Ltd., Tianjin, China. Dort soll noch im laufenden Jahr
eine Kapazität von 1 MW und bis 2004 eine Jahresleistung von 12 MW
erreicht werden. Umgerechnet rund zweiMillionen Euro seien bereits investiert
worden.
Kyocera will sich besonders auf dem wachsenden europäischen Markt
und hier wiederum speziell in Deutschland engagieren. Außerdem setze
das Unternehmen auf autarke Solarstromsysteme für netzferne Regionen
in China. Kyocera erwäge nach dem Start in China auch Produktionsstätten
in Europa und Amerika zu errichten.
07.10.2003 Quelle: Kyocera Corporation
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DWD bietet Monatsmittel der Globalstrahlung für jeden beliebigen
Punkt Deutschlands
Für die Ertragsüberwachung von Solarstromanlagen können
deren Betreiber beim Deutschen Wetterdienst die Strahlungsdaten für
jeden Ort in Deutschland abonnieren. Die Daten zur Einstrahlung
auf die Horizontale oder auf eine beliebig geneigte und orientierte Fläche
erlauben es, die Leistung der Photovoltaikanlage in Relation zum Strahlungsangebot
der Sonne zu bewerten. Der DWD berechnet die Globalstrahlung auf der Grundlage
von Messungen am Boden, die durch Satellitendaten ergänzt werden.
Eine wichtige Forderung an eine Solaranlage ist die Wirtschaftlichkeit.
Denn die umweltschonende Energiequelle sollte auch wirtschaftlich eine
konkurrenzfähige Alternative sein, so der DWD. Ob sich die Investition
in Sonnenenergie wirklich lohne, sei maßgeblich vom Standort und
der Aufstellung der jeweiligen Anlage abhängig. Der Deutsche Wetterdienst
liefert die Strahlungsdaten monatlich (zirka 10 Tage nach Monatsende)
per E-Mail oder Fax. Ein Jahresabonnement für die Globalstrahlung
auf die Horizontale gibt s zum Preis von 97,44 € inkl. MWSt.; die Daten
zur Globalstrahlung auf eine geneigte Fläche kosten 121,80 € inkl.
MWSt.
Zu den weiteren Dienstleistungsangeboten des DWD zählen die Globalstrahlung
und Globalstrahlungsstärke als Stunden-, Tages- und Jahressummen
in Wattstunden pro Quadratmeter (Wh/m2) beziehungsweise als Stundenmittel
in W/m2 sowie mittlere monatliche Tages- und Jahresgänge sowie auch
andere Statistiken.
Die Basis der Globalstrahlungskarten für Deutschland bilden die etwa
40 Strahlungsmessstationen des Deutschen Wetterdienstes. Darüber
hinaus finden rund 200 DWD-Stationen in die Berechnungen Eingang, welche
die Sonnenscheindauer aufzeichnen. Neben diesen örtlichen Messwerten
liefert der geostationäre Satellit METEOSAT Daten zur räumlichen
Verteilung der Globalstrahlung. Weiter wird die Höhenabhängigkeit
der Globalstrahlung bestimmt. Die unterschiedlichen Daten werden miteinander
verknüpft und mittels geostatistischer Verfahren auf die Gitterpunkte
eines Rasters von einem Kilometer km interpoliert. Ein Rechenprogramm
setzt die Ergebnisse grafisch um.
Weitere Informationen unter http://www.dwd.de
sowie per E.Mail an klima.hamburg@dwd.de
07.10.2003 Quelle: DWD
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Ökostrom: fünf Jahre NaturEnergie am Netz
Am 1. Oktober 1998 ist die NaturEnergie AG als Deutschlands erster
Grünstromhändler an das Stromnetz gegangen, berichtet das Unternehmen
in einer Pressemitteilung. Heute sei die NaturEnergie AG mit 230.000 Kundenverträgen
bundesweiter Marktführer bei Strom aus rein regenerativen Quellen.
In dieser Zeit habe die NaturEnergie knapp 3 Milliarden Kilowattstunden
Strom aus Wasser und Sonne verkauft, bei positiver Umweltbilanz. Die NaturEnergie-Kunden
hätten damit der Erdatmosphäre über 1,8 Millionen Tonnen
Kohlendioxid erspart. Um die gleiche Menge CO2 zu binden, würde ein
183.000 Hektar großer Wald benötigt oder es müssten 915
Millionen Eichen gepflanzt werden, so die NaturEnergie AG. Mit den Förderbeiträgen
der NaturEnergie-Goldkunden sei außerdem der Bau von 13 Solaranlagen
mit über 2.800 Quadratmetern Fläche, acht Kleinwasserkraftwerken
und einer Windkraftanlage ermöglicht worden.
Die NaturEnergie AG ist nach eigenen Angaben der einzige spezialisierte
Grünstromhändler, der seinen Strom aus CO2-freien Kraftwerken
bezieht, die ganz oder teilweise zur eigenen Unternehmensgruppe gehören.
Nämlich aus sechs großen Wasserkraftwerken entlang des Hochrheins
zwischen Bodensee und Basel an der deutsch-schweizerischen Grenze. Diese
Kraftwerke haben insgesamt eine Leistung von 452 Megawatt und produzieren
im Durchschnitt 2,8 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das besondere
an den NaturEnergie-Kraftwerken sei die Verbindung von Tradition und Moderne:
Am Hochrhein liege die Wiege der Wasserkraft und die wichtigsten Kraftwerke
seien vor rund hundert Jahren errichtet worden. Doch hinter der historischen
Hülle der Industriedenkmäler verberge sich modernste Technik.
Die Kraftwerke Wyhlen und Laufenburg seien inzwischen mit einem Aufwand
von rund 370 Millionen Euro modernisiert und ausgebaut worden. Die Leistung
der beiden Kraftwerke wurde laut NaturEnergie verdoppelt.
Die Zukunft der Großen Wasserkraft wird am Standort eines weiteren
NaturEnergie-Kraftwerks geplant: Das Wasserkraftwerk Rheinfelden - ältestes
Laufwasserkraftwerk Europas - soll durch einen kompletten Neubau ersetzt
werden. Dies bedeute eine Verdreifachung der dortigen Stromproduktion.
Der Kraftwerksneubau sei mit einem Investitionsvolumen von rund 400 Millionen
Euro bundesweit das größte Bauvorhaben im Bereich regenerativer
Energien. Strom für zusätzlich rund 160.000 Haushalte könnte
dort produziert werden.
Der Neubau könne aber nur realisiert werden, wenn die Neue Große
Wasserkraft ebenso durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert
wird, wie bisher kleine Wasserkraftwerke oder Wind- und Solarkraftwerke,
betont das Unternehmen.
Im Referentenentwurf der EEG-Novelle sind Ausbau- und Neubauvorhaben großer
Wasserkraftwerke erstmals als förderungswürdig berücksichtigt,
wenn auch unter streng gefassten Voraussetzungen. Mit der Unterstützung
des Landes Baden-Württemberg und aller im Landtag vertretenen Parteien
hofft der südbadische Grünstromhändler die restlichen Hürden
bis zum Neubau des Kraftwerkes zu überwinden. Im Mittelpunkt der
Bilanz über fünf Jahre NaturEnergie stehe deshalb auch die Aufklärungs-
und Informationsarbeit über die spezifischen Stärken der neuen
Großen Wasserkraft.
07.10.2003 Quelle: NaturEnergie AG
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Solarindustrie-Verbände: Nach Boom droht Absturz
Die deutsche Solarindustrie sieht sich in ihrer Existenz bedroht,
berichten die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) und der
Bundesverband Solarindustrie e.V. (BSi) in einer Pressemitteilung.
Verzögerungen beim Ersatz des ausgelaufenen 100.000 Dächer-Solarstrom-Programms
sowie die Ungewissheit darüber, wann eine Auffanglösung greife,
verunsicherten Banken und Verbraucher. Bereits jetzt würden die Solarunternehmen
eine deutliche Zurückhaltung bei Neuinvestitionen spüren. Damit
sei Deutschlands Vorsprung bei der Schlüsseltechnologie Photovoltaik
akut in Gefahr, warnen UVS und der BSi. Beide Verbände vertreten
zusammen rund 500 deutsche Solarunternehmen. Eine Auffanglösung für
das im Juni ausgelaufene 100.000-Dächer-Programm zur Förderung
von Solarstromanlagen ist im Rahmen der geplanten Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes
(EEG) für Mitte nächsten Jahres vorgesehen. Das EEG regelt die
Höhe der Pflichtvergütung für Solarstrom durch den Netzbetreiber.
Aus Sicht der Industrieverbände kommt eine Auffanglösung Mitte
2004 zu spät.
Die Solarverbände fordern ein Inkrafttreten der EEG-Novelle spätestens
zum 1. Januar 2004. Weitere Verzögerungen könnten zu einem Fadenriss
in der überaus erfolgreichen High-Tech-Branche führen: 100.000-Dächer-Programm
und EEG hätten deutsche Solarfabriken in die Lage versetzt, ihre
Produktionskapazitäten seit 1999 zu verzehnfachen und sie technologisch
auf ein internationales Spitzenniveau zu heben. 10.000 neue Arbeitsplätze
seien geschaffen worden, die Preise von Solarstrom seien um 20 Prozent
gesunken. Insgesamt wurden nach UVS-Angaben in den letzten vier Jahren
drei Milliarden Euro in den Ausbau moderner Solarfabriken und die Errichtung
von Photovoltaikanlagen investiert. Ein Großteil der Wertschöpfung
sei dabei im Inland verblieben.
Mit der Fertigstellung der letzten Projekte im Rahmen des 100.000 Dächer-Programms
werde die Photovoltaik-Nachfrage zum Jahreswechsel gänzlich zum Erliegen
kommen, befürchten BSi und UVS. Banken würden dringend benötigte
Kredite für den Ausbau und die Modernisierung von Solarfabriken bis
zum Inkrafttreten der Gesetzesnovelle zurückstellen. Schon jetzt
fehlten liquide Mittel, zum Beispiel für Investitionen in Forschung
und Entwicklung. "Lange kann die Branche vom Solarboom der letzten
Jahre nicht zehren", mahnt UVS-Geschäftsführer Carsten
Körnig.
"Der Heimatmarkt bricht weg. Jeder weitere Monat Verzögerung
verhindert die Schaffung von Arbeitsplätzen und wirft unsere Zukunftstechnologie
im Wettbewerb mit Japan empfindlich zurück", sagte Frank Asbeck,
Sprecher des Vorstandes der SolarWorld AG, die derzeit rund 250 Millionen
Euro in den Ausbau deutscher Solarfabriken in Sachsen investiert. Ähnlich
sieht es Alexander Voigt, Vorstandsvorsitzender der Berliner SOLON AG:
"Die geplante EEG-Novelle von Minister Trittin taugt als Basis für
einen weiteren Solarboom nur, wenn sie endlich kommt. Der Zankapfel Windkraft
darf nicht den Einstieg ins Solarzeitalter gefährden."
06.10.2003 Quelle: UVS, BSi
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Sachsen-Anhalt: Photovoltaik-Hersteller Q-Cells AG feiert Werkseinweihung
Seit zwei Jahren produziert die Q-Cells AG in Thalheim Hochleistungs-Solarzellen.
Im Sommer diesen Jahres nahm das Unternehmen eine zweite Fertigungslinie
(24 MWp) in Betrieb und erweiterte damit seine Kapazität auf insgesamt
48 Megawatt Spitzenleistung (MWp). Am 8. Oktober wird der Ministerpräsident
des Landes Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer, das Werk einweihen.
Q-Cells ist laut Bundesverband Solarenergie (BSi) eines der dynamischsten
Unternehmen im Solarstrom-Sektor. Die Produktionskapazität soll in
naher Zukunft weiter ausgebaut werden. Mit einer Jahresproduktion von
rund 23 MWp zähle Q-Cells zu den zehn größten Solarzellen-Herstellern
weltweit, so der BSi.
Die Q-Cells AG begann Mitte 2001 als unabhängiger Hersteller mit
der Produktion von hoch leistungsfähigen photovoltaischen Zellen.
Im Jahr 2002 erreichte das Unternehmen nach eigenen Anageben bereits Platz
11 der weltweiten Rangliste. Der ursprüngliche Markteintritt erfolgte
mit einer Anlage zur Herstellung von polykristallinen Solarzellen (12
MWp). Die Leistungsfähigkeit der ersten Fertigungslinie wurde Mitte
2002 auf 24 MWp erhöht. Eine zweite Fertigungslinie wurde im Sommer
2003 in Betrieb genommen. Für 2004 ist nach Angaben des Unternehmens
eine weitere Investition für eine Kapazität von 24 MWp geplant,
welche die Gesamtleistung auf 72 MWp erhöhen soll.
Q-Cells war nach eigener Auskunft einer der ersten europäischen großtechnischen
Hersteller, der Solarzellen anbot, die einen Wirkungsgrad von 15 % überschritten.
Die besten Q-Cells-Zellen übertreffen 16,4 %; die Handelsprodukte
erreichen einen Wirkungsgrad von bis zu 15,6 %, so das Unternehmen. Mittelfristiges
Ziel von Q-cells ist es, den Wirkungsgrad bis zum gegenwärtigen Potenzial
zu erhöhen, welches das Unternehmen für polykristallines Material
bei etwa 16 % sieht.
Der Bundesverband Solarindustrie und die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft
(UVS) unterstützen die Werkseinweihung, da die Q-Cells AG angesichts
der Diskussion um die derzeit in Vorbereitung befindliche EEG-Novelle
ein hervorragendes Beispiel für den Erfolg der bisherigen Markteinführungspolitik
durch das EEG und 100.000 Dächer-Programm darstellte.
06.10.2003 Quelle: BSi; Q-Cells AG
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Photovoltaik-Lärmschutzwand mit 500 kWp in Freising (Bayern) eingeweiht
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| Lärmschutzwand an der Autobahn A 92 |
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Mit einer Länge von über einem Kilometer ist sie für
die Autofahrer nicht zu übersehen: die nach Angaben der Bauherren
weltweit größte Lärmschutzwand aus Solarmodulen mit einer
Gesamtfläche von 6.000 Quadratmetern. Die Solar-Wand wurde
am 4. Oktober 2003 eingeweiht. Auf der Veranstaltung sprachen Freisings
Oberbürgermeister Dieter Thalhammer, der bayerische Wirtschaftsminister
Dr. Otto Wiesheu und Pietro Menna von der Generaldirektion für Energie
und Transport der Europäischen Kommission.
Die Photovoltaik-Lärmschutzwand schirmt nicht nur das dahinter liegende
Gewerbegebiet von dem Lärm der Autobahn A 92 ab, sondern liefert
mit einer Spitzenleistung von 500 Kilowatt umweltfreundlichen Solarstrom
in das öffentliche Netz. Nach Freising geholt hat das Projekt das
Münchner Photovoltaik-Unternehmen Gehrlicher Umweltschonende Energiesysteme
GmbH. „Die Anlage war – insbesondere im Hinblick auf den sehr engen Zeitrahmen
- eine besondere Herausforderung“, sagte Geschäftsführer Klaus
Gehrlicher. Mit seinen Mitarbeitern habe er in den letzten Jahren zwar
schon einige preisgekrönte Solarstromanlagen in Süddeutschland
geplant und installiert, eine Photovoltaik-Lärmschutzwand sei bisher
aber nicht darunter gewesen.
Die Europäische Kommission hat das Vorhaben im Zuge ihres fünften
Rahmenprogramms für Forschung und Entwicklung gefördert. Die
Gesamtinvestitionen für das Projekt an der A 92 betragen über
drei Millionen Euro. Ein weiterer Partner des EU-Förderprojekts „PV-Soundless“
sind die Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH als Betreiber der Anlage.
Projektkoordinator ist der spanische Solarmodul-Hersteller ISOFOTON. Er
lieferte neben 1.080 Standardmodulen auch 6.750 Sondermodule nach Freising.
Die Keramikbauweise dieser neuartigen Module verbindet zwei Funktionen
in einem Element: Sie erzeugen Strom aus Sonnenlicht und dienen zusätzlich
dem Schallschutz. Die so genannten CER-Module bestehen aus einer weißen
Keramik-Trägerplatte und einer durchsichtigen Tedlar-Folie mit 36
einlaminierten monokristallinen Solarzellen.
Die Stahlrahmen der Schallschutzwand stehen auf einem 1.030 Meter langen
Erdwall. In diese wurden bereits im Werk vorgefertigte Modul-Elemente
eingeschoben. Jeweils 30 Module in Serie bilden einen Strang. Die insgesamt
zwölf Zentral-Wechselrichter vom Typ SunPower SP40000 sind an acht
Standorten entlang der über einen Kilometer langen PV-Wand aufgestellt,
Datenlogger zur Fernüberwachung sind integriert: vier Silizium-Strahlungssensoren
messen ständig die Sonneneinstrahlung und das Temperaturverhalten
der CER-Module, die in die Datenerfassung mit einfließen. Das Monitoring
der Anlage und die Auswertung der Daten übernimmt die Gehrlicher
GmbH.
06.10.2003 Quelle: Gehrlicher Umweltschonende Energiesysteme
GmbH
Bildquelle: Gehrlicher Umweltschonende Energiesysteme GmbH
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1. Forum Wärmepumpe diskutiert Markt, Marketing, Technik und Vertrieb
Die bisher größte Fachkonferenz zur Wärmepumpen-Technologie
findet vom 23. bis zum 24. Oktober 2003 in Berlins Zentrum statt.
Es sei gelungen, alle großen Branchenverbände und Initiativen
sowie die einschlägige und branchenübergreifende Fachpresse
als Mitveranstalter beziehungsweise Medienpartner zu gewinnen, berichtet
der Veranstalter, die Berliner Solarpraxis AG. Mehr als 50 Top-Referenten
werden in Vorträgen und Workshops berichten über aktuelle Entwicklungen
und Erfahrungen in den Bereichen Markt, Marketing, Technik und Vertrieb
von Wärmepumpen.
Die Wärmepumpentechnik sei ein Wachstumsmarkt, der von vielen Berufs-
und Interessengruppen vorangetrieben werde, betonen die Veranstalter.
Auf dem Kongress stehe die Praxisnähe des vermittelten Wissens im
Vordergrund: Es gehe weniger um abstrakte Theorie, als vielmehr um die
Anwendbarkeit der Informationen und deren konkrete Umsetzung. Die Mischung
aus Plenarvorträgen, Foren und Diskussionen sowie ausreichender Zeit
für Pausengespräche biete ein abwechslungsreiches und gehaltvolles
Programm für jeden an Wärmepumpen Interessierten. Das Programm
und die Teilnehmer ermöglichen sowohl Kontakte mit potenziellen Kunden
und fachlichen Input als auch Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern
sowie die Möglichkeit, die Sichtweisen unterschiedlicher Branchen
kennen zu lernen.
Das 1. Forum Wärmepumpe versteht sich als Kooperationsbörse
zwischen Wärmepumpenindustrie, Forschung, Handwerk, Politik und den
jeweiligen Verbänden. Eingeladen sind Geschäftsführer,
Vertriebsleiter und leitende Mitarbeiter aus Marketing und Vertrieb von
Wärmepumpenherstellern und Energieversorgungsunternehmen, Meister,
Energieberater, Großhändler sowie Vertreter von Verbänden
und Forschungseinrichtungen.
Der Teilnahmepreis für die gesamte Veranstaltung beträgt 645
Euro; die Gebühr für eine Tagesanmeldung 380 Euro. Weitere Informationen
unter http://www.solarpraxis.de
06.10.2003 Quelle: Solarpraxis AG
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Naturschutzverbände: „Für eine EU-Verfassung ohne Atom-Hypothek“
Die Abschaffung des Euratom-Vertrags fordern Greenpeace, der Deutsche
Naturschutzring (DNR) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) von der deutschen Bundesregierung kurz vor Beginn der Regierungskonferenz
zur EU-Verfassung. Der fast 50 Jahre alte Vertrag soll nach
dem Vorschlag des EU-Konvents als Anhang an die künftige Verfassung
der Europäischen Union gekoppelt werden. Damit würden sich die
Mitgliedsstaaten für weitere Jahrzehnte auf die uneingeschränkte
Förderung der Atomkraft festlegen, kritisieren die Naturschutzverbände.
Bundeskanzler Gerhard Schroeder (SPD) und Außenminister Joschka
Fischer (Grüne) hätten auf der Regierungskonferenz in Rom die
Chance, das zu verhindern und die Abschaffung des Euratom-Vertrages einzuleiten.
"Euratom steht für die atomkraftgläubige Energiepolitik
des vorigen Jahrhunderts und wäre eine schwere Hypothek für
eine neue EU-Verfassung“ so Stefan Schurig, Leiter der Klima- und Energie-Abteilung
von Greenpeace. Britta Steffenhagen, EU-Koordinatorin vom DNR, kritisiert:"Schroeder
und Fischer dürfen das nicht tolerieren. Sie müssen die Initiative
ergreifen, dass die neue Verfassung atomfrei wird."
Die Umweltverbände fordern die Bundesregierung auf, sich in Rom für
eine gesonderte Regierungskonferenz einzusetzen mit dem Ziel, Euratom
abzuschaffen. Das entspräche auch dem Willen des Europaparlamentes.
Dieses habe vergangenen Mittwoch eine gesonderte Euratom-Regierungskonferenz
gefordert, welche den "obsoleten und veralteten Vertrag vor allem
wegen der Förderung der Atomkraft und wegen seines Demokratiedefizits“
abschaffen soll, zitieren die Verbände das EU-Parlament. Die deutsche
Bundesregierung hingegen unterstütze bislang den Pro-Euratom-Vorschlag
des EU-Konvents.
Die Regierungskonferenz der EU-Staaten, welche die neue europäische
Verfassung beschließen soll, beginnt am 4. Oktober in Rom. Der Europäische
Konvent hat dafür im Juli 2003 einen Entwurf vorgelegt. Dieser sieht
vor, den Euratom-Vertrag von 1957 in seiner bisherigen Form beizubehalten.
Euratom ist einer der drei Gründungsverträge der Europaeischen
Union, neben dem EWG-Vertrag und dem Vertrag über die Europäische
Gemeinschaft für Kohle und Stahl. "Wenn Schroeder und Fischer
die Chance in Rom nicht nutzen, um Euratom abzuschaffen, handeln sie gegen
ihre eigene Atomausstiegspolitik“, erklärte Daniel Mittler vom BUND.
02.10.2003 Quelle: Greenpeace
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Wissenschaftspark und EUROSOLAR organisieren Kongress "Zukunftsenergien
im Ruhrgebiet"
Schon heute ist der Wandel des Ruhrgebietes zu einer Energieregion
der Zukunft in vollem Gange, berichten die Kongress-Veranstalter in einer
Pressemitteilung. Von der Solarzellen- und Modulfertigung, der
Erzeugung von Wärme und Kälte aus solarthermischen Prozessen,
der Entwicklung und Erprobung von Brennstoffzellen, über die Nutzung
von Biomasse zur Erzeugung von Wasserstoff und Energie bis hin zu moderner
Energiespeicher- und Netzwerktechnik reichen die Demonstrations- und Pilotprojekte
in der Region. Schritt für Schritt hätten Forschungseinrichtungen
und Unternehmen im Ruhrgebiet ihre technologische Kompetenz im Bereich
der neuen und Erneuerbaren Energien erweitert. Um den Ausbau der derzeit
ausgezeichneten Startposition des Ruhrgebietes in der weltweiten Wachstumsbranche
Zukunftsenergien gehe es bei dem Kongress "Zukunftsenergien im Ruhrgebiet
- Bilanz und Perspektiven", den Wissenschaftspark Gelsenkirchen und
EUROSOLAR e.V. am 8. und 9. Oktober 2003 in Kooperation mit der Energieagentur
NRW und der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW veranstalten.
Nach dem Auftaktplenum mit NRW-Energieminister Dr. Axel Horstmann (MVEL),
Gelsenwasser-Vorstand Prof. Dr. Hartmut Griepentrog und EUROSOLAR-Präsident
Dr. Hermann Scheer (Mdb) soll der Workshop "Zukunftsenergien im Ruhrgebiet:
Bilanzen und Perspektiven" einen offenen Meinungsaustausch über
die nächsten Schritte der Standortentwicklung ermöglichen. Mit
konkreten Handlungsmöglichkeiten für Kommunen, Unternehmen und
Verbraucher beschäftigen sich die beiden Fachforen "Renovieren
mit der Sonne" und "Erneuerbare Energien in der Kommune".
Zwei parallele Studientouren am Donnerstag, dem 9.10., zu den Themenbereichen
Photovoltaik/Solarthermie und Bioenergie machen deutlich, dass das Ruhrgebiet
sowohl im Bereich der Forschung als auch der Anwendung neuer Energietechnologien
eine Menge zu bieten hat.
Programm und Anmeldung: http://www.wipage.de/solar
02.10.2003 Quelle: EUROSOLAR e.V.
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WWF: Stromversorgung bleibt Sorgenkind im Klimaschutz
Die Chemieindustrie und der Bergbau gehören zu den Gewinnern,
wenn im Jahr 2005 der Handel mit Emissionsrechten startet. Zu diesem Ergebnis
kommt der WWF in einer Studie, in der die wirtschaftlichen Folgen des
neuen Klimaschutzinstrumentes auf die deutsche Industrie unter die Lupe
genommen werden. Die Studie, die jetzt vom Öko-Institut,
dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und dem Unternehmen
ECOFYS vorgelegt wurde, zeige, dass der EU-weite Emissionshandel erhebliche
finanzielle Vorteile für die Mehrzahl der industriellen Sektoren
in Deutschland bringe. „Um die Klimaschutzziele der Industrie zu erreichen,
ist der Emissionshandel das wirksamste und zugleich kostengünstigste
Instrument“, betont Regine Günther vom WWF Deutschland. Die Leiterin
des WWF-Klimareferats bezifferte die jährlichen Kostenvorteile des
Emissionshandels gegenüber anderen Instrumenten wie der Selbstverpflichtungserklärung
der deutschen Wirtschaft auf bis zu 550 Millionen Euro. Gleichzeitig werde
durch die Einführung des neuen Systems Schluss gemacht mit Vollzugsdefiziten
traditioneller Instrumente.
Die Industrie habe zugesagt, ihren Kohlendioxidausstoß bis 2012
um jährlich 45 Millionen Tonnen unter das Niveau von 1990 senken.
Dann sollen aus den Schloten der Kraftwerke und Fabriken nur noch 423
Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Luft geblasen werden. Eine Vielzahl
von Branchen will sich den zugesagten Minderungszielen laut WWF entziehen.
Hinter den Kulissen werde zwischen den einzelnen Unternehmen bereits heftig
um diesen „Emissionskuchen“ gekämpft. Es gehe um die Frage, wer wie
viel emittieren darf. Die Entscheidung hierüber liege bei der Bundesregierung.
Sie muss bis zum Frühjahr 2004 in Brüssel einen so genannten
Nationalen Allokationsplan vorlegen, in dem die Emissionsrechte zugeteilt
werden. Danach soll das neue System in einer Pilotphase von 2005 bis 2007
anlaufen.
Von dieser Ausgangssituation geht die Studie aus. Die Wissenschaftler
stellen verschiedene Modellrechnungen an, bei denen die Emissionsrechte
unterschiedlich verteilt werden. Weil die Unternehmen sich jeweils für
die kostengünstigste Klimaschutzmaßnahme entscheiden können,
profitiere die deutsche Industrie insgesamt von dem neuen System. Die
Unternehmen könnten im Einzelfall entscheiden, ob es für sie
lohnender sei, anstehende Modernisierungen an ihren Anlagen vorzunehmen
oder die übernommenen Klimaschutzverpflichtungen durch den Einkauf
von Zertifikaten zu erbringen. Die Studie zeige, dass es sich für
einige Unternehmen sogar doppelt lohne, weil sie Emissionsrechte verkaufen
können. Vorteile zeichneten sich auch für Sektoren ab, die sich
lange gegen die Einführung gewehrt hätten wie die Chemieindustrie
und den Bergbau. Sie könnten aller Voraussicht nach Emissionsrechte
verkaufen, weil die Branchen ihren Kohlendioxidausstoß bereits erheblich
unter ihre Zielmarge verringern konnten.
Die Studie belegt darüber hinaus, dass die öffentliche Stromerzeugung
mit 56 Prozent aller Emissionen der im Emissionshandel erfassten Industrien
das Sorgenkind beim Klimaschutz ist, heißt es in der WWF-Pressemitteilung.
„Die öffentlichen Stromerzeuger konnten ihren CO2-Ausstoß seit
1990 nur um magere fünf Prozent reduzieren“, bemängelt Regine
Günther. Eines der größten Probleme für den Sektor
sei der sehr hohe Anteil an Kohle und die steigende Stromnachfrage. „Um
sich für die Zukunft fit zu machen, müssen die Stromversorger
auf CO2-arme Energien wie Gas oder auf erneuerbare Energien umsteigen“.
Entscheidend werde sein, die Emissionen gerecht zu verteilen, so der WWF.
„Wir müssen sicherstellen, dass alle Unternehmen ehrgeizige Ziele
verfolgen“, hebt Dr. Felix Matthes vom Öko-Institut hervor. Der Leiter
des Forschungsprojektes betont: „Die Kosten dürfen keinesfalls auf
die Steuerzahler abgewälzt werden. Deshalb sind allenfalls wenige
Ausnahmeregelungen akzeptabel. Der Atomausstieg ist kein Grund, die verabschiedeten
Klimaschutzziele nach zu verhandeln.“ Nur ein einfaches gerechtes System
mit höchst möglicher Transparenz, könne die öffentliche
Akzeptanz für das neue Klimaschutzinstrument sichern.
02.10.2003 Quelle: WWF
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Sachsen: Baubeginn für Solarpark Meerane am 01.10.2003
Mit dem ersten Spatenstich wird Prof. Dr. Lothar Ungerer, Bürgermeister
der sächsischen Kleinstadt Meerane, am 01.10.2003 das Startsignal
geben für die Bauarbeiten am größten Solarpark in Sachsen.
Der Solarpark, eine gemeinsame Umweltinitiative der Stadt Meerane und
der SESOL Gesellschaft für solare Systeme mbH aus Langewiesen, Thüringen,
wird im Frühjahr 2004 mehrere Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung
von 1,1 Megawatt (MWp) an das Netz der Stadtwerke Meerane anschließen.
Der Solarstrom decke den Jahresbedarf von ungefähr 500 Haushalten
vermeide die Emission von zirka 725 Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr,
verglichen mit der Produktion in einem herkömmlichen Kohlekraftwerk,
berichtet die SESOL Gesellschaft für solare Systeme mbH in einer
Pressemitteilung.
Der Solarpark Meerane, angesiedelt im Industrie- und Gewerbegebiet Meerane
Süd-West, zeige auf einzigartige Weise, wie die umweltpolitischen
Konzepte der Stadt in Zusammenarbeit mit innovativem Unternehmertum umgesetzt
werden. Zur Errichtung haben sich vor allem Unternehmen aus Sachsen und
Thüringen zusammengefunden, die über einschlägige Erfahrungen
in der Herstellung solcher Anlagen verfügen. Das Konsortium um die
SESOL Gesellschaft für solare Systeme mbH und die ErSol Solar Energy
AG, Erfurt, wird verstärkt durch die Siemens AG (Fürth), die
UESA GmbH aus Uebigau und die in Meerane ansässige A&H Bau GmbH.
01.10.2003 Quelle: SESOL Gesellschaft für solare Systeme
mbH
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Grüne Energiekonferenz diskutierte „10 Thesen für Energie“
Über 500 Teilnehmer beschäftigten sich auf der Energiekonferenz
der Grünen in Berlin am 26. und 27. September 2003 mit der Frage,
wie es mit der Energieversorgung in Deutschland weitergehen soll.
Die energiepolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Michaele Hustedt,
stellte 10 Thesen für Energie vor. Sie enthalten unter anderem eine
klare Absage an die Atomenergie, scharfe Kritik an der Selbstregulierung
der Industrie im Energiesektor sowie die Forderung nach einer breiten
gesellschaftlichen Diskussion der künftigen Energieversorgung.
Die Diskussion um einen Wiedereinstieg in die Atomkraft kritisieren die
Grünen als eine „Gespensterdebatte“. Der Ausstieg aus der Atomkraft
sei zwischen Regierung und Wirtschaft vereinbart worden. Es gebe keinen
Grund, das Ergebnis in Frage zu stellen. Die Industrie habe zudem keinerlei
Interesse am Bau neuer Atomkraftwerke in Deutschland. Würde versucht,
die notwendigen Klimaschutzziele durch Atomkraft zu erreichen, müssten
in Deutschland 50 - 70 Atomkraftwerke gebaut werden, zitieren die Grünen
die Enquete Kommission des Deutschen Bundestages. So lange die grundsätzliche
Diskussion immer wieder eröffnet werde, sei es von Angela Merkel
oder von Hubertus Schmoldt, sei es nicht möglich, einen parteiübergreifenden
Konsens über die Zukunft der Energieversorgung zu finden.
Die Selbstregulierung im Energiewettbewerb sowie die Selbstverpflichtung
der Industrie im Klimaschutz hätten versagt, lautet die dritte These
des Papiers. Weil die Wettbewerbsintensität auf den Energiemärkten
stark nachgelassen habe, sei jetzt ein Paradigmenwechsel erfolgt. Auch
in Deutschland werde nun eine Wettbewerbsbehörde eingerichtet, wie
in allen anderen Ländern der EU. Damit werde der Staat die Rolle
eines starken Schiedsrichters übernehmen, um den Wettbewerb zu stärken.
Auch in Zukunft seien jedoch die Vorschläge der Industrie zur Ausgestaltung
des Wettbewerbs nicht nur erwünscht, sondern angesichts der komplexen
Materie notwendig.
Die Diskussion über die zukünftige Energieversorgung müsse
alle Interessengruppen einbeziehen, fordern die Grünen. Eine Runde
aus Regierung, Stromkonzernen, Großindustrie als Stromabnehmer und
zwei Gewerkschaften könne keine ausgewogene Entscheidung für
die Zukunft treffen. Viele Akteure und Interessengruppen seien beim Kanzlergespräch
zur Energiepolitik am 18.09.2003 nicht vertreten gewesen: die Verbraucher,
die neuen Akteure, die Umweltverbände, die Vertreter der erneuerbaren
Energien, die Stadtwerke, der Mittelstand und nicht zuletzt die gesetzgebende
Instanz, das Parlament. Es bestehe die Gefahr, dass in solchen einseitigen
Gesprächen Kompromisse einseitig zu Lasten der nicht Anwesenden getroffen
würden. Der neue Rahmen des Wettbewerbs eröffne auch die Chance,
die energiewirtschaftliche Gemengelage zu beenden und die Interessen von
Industrie und Politik sauber voneinander zu trennen.
01.10.2003 Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen
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MVV Energie und REpower planen Windparks in Spanien
Das Mannheimer Energieverteilungs- und Dienstleistungsunternehmen
MVV Energie AG und der Hamburger Windanlagenhersteller REpower Systems
AG wollen in der spanischen Region Castilla y León gemeinsam 230 Windenergieanlagen
in sieben Windparks mit einer Gesamtleistung von rund 350 MW errichten.
Einen entsprechenden Exklusivitätsvertrag haben am 27.09.2003 der
Vorsitzende des Vorstands der MVV Energie AG, Roland Hartung, sowie REpower-Vorstandsmitglied
Thomas Franck im spanischen Ampudia (Provinz Palencia) unterzeichnet,
berichtet die MVV Energie AG in einer Pressemitteilung. Die Unternehmen
teilten mit, dass die ersten Netzeinspeisezusagen für die Windparks
bereits vor liegen, mit den Baugenehmigungen werde in den nächsten
Wochen gerechnet.
Mit dem Bau der Windparks kann laut MVV Energie AG im Sommer 2004 begonnen
werden. Zunächst sollen die Projekte von dem MVVTochterunternehmen
eternegy GmbH in Zusammenarbeit mit spanischen Partnerunternehmen proydeco
weiter entwickelt und die vorgesehenen Grundstücke zur Baureife erschlossen
werden. Zudem werde REpower bis zum Baubeginn vor Ort eine eigene Produktionsstätte
für die zum Einsatz kommenden Windenergieanlagen errichten. Spanien
stellt nach Überzeugung der beiden deutschen Energieunternehmen einen
wichtigen Zukunftsmarkt für die Windenergie dar. So verfüge
gerade die Region Castilla y León über ein klares Genehmigungsverfahren
für Windparks, und das spanische Einspeisegesetz gewährleiste
die erforderliche Investitionssicherheit. Die notwendigen Netzkapazitäten
für die Einspeisung des erzeugten Windstroms seien vorhanden. Nach
dem staatlichen Masterplan strebt Spanien bis 2010 einen Ausbau der Windenergie
auf eine installierte Leistung von 13.000 MW an. Derzeit sind erst rund
4.000 MW am Netz.
01.10.2003 Quelle: MVV Energie AG
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