Solar News Archiv Oktober 2003

 

 

Solar-Renner „HansGo!“ erhält australischen Innovationspreis

Solar-Renner „HansGO!“
Solar-Renner „HansGO!“

Das Solarmobil der Fachhochschule Bochum hat nach seinem Top-Five-Erfolg bei der World Solar Challenge 2003 in Australien noch einen wichtigen Preis gewonnen: Für das Telemetriesystem von HansGo!, mit dem alle wichtigen technischen Informationen des Fahrzeugs kabellos überwacht werden, hat die CSIRO dem Team den "Technical Innovation Award" verliehen.   Die CSIRO, "Australia's Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation", ist eine der größten und vielfältigsten Forschungsorganisationen der Welt, mit rund 6.500 Mitarbeitern.

Das Telemetriesystem System erlaubt die Fernüberwachung von HansGo!'s elektronischen Systemen. Im CAN-Bus (Controller Area Network) des Solarmobils laufen die Informationen aus verschiedenen Systemkomponenten zusammen und werden dann durch die digitale Funktechnik "Bluetooth" zum Begleitfahrzeug von Hans Go! übertragen. Nur durch diese Kontrollmöglichkeit sei es möglich gewesen, den Solarrenner während der World Solar Challenge 2003 bis an die Grenzen des Fahrzeugssystems zu belasten, nachdem der Solargenerator nicht mehr seine maximal mögliche Leistung gebracht hatte, berichtet die FH Bochum.

Das Telemetriesystem von HansGo! ist vom Studierendenteam der Fachhochschule Bochum für das Solarcar adaptiert worden. Verantwortlich für dieses wichtige System ist Elektrotechnik-Student Maik Lutter, der auch im Labor für Softwaretechnik und Rechnernetze des Bochumer Bluetooth-Experten Prof. Dr. Jörg F. Wollert tätig ist.

Weitere Informationen: http://www.fh-bochum.de/solarcar/

31.10.2003   Quelle: FH Bochum
Bildquelle: FH Bochum.

 

Statpower präsentiert neue Alessi-Sinuswechselrichter

Die zweite Generation der „Alessi“-Sinuswechselrichter der Statpower Technologies GmbH (Jülich) enthält verschiedene Verbesserungen, welche den Anwendern der Gleichstrom-Wechselstrom Sinuswelleninverter noch mehr Vorteile bringen.   Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Sowohl die Dauerleistung als auch die Spitzenausgangsleistung sei bei allen Modellen gesteigert worden. Neu seien auch der automatische Standby-Modus, ein stufenweise regelbares Gebläse mit geräuscharmem Betrieb und eine noch größere Reduzierung der Hochfrequenz-Störung bei allen Modellen, was die Alessi Wechselrichter zu den störfreiesten Wechselrichtern auf dem Markt mache.

Fortschrittliche Mikroprozessorsteuerung und die RISC-Technologie machen es möglich, dass die Alessi-Wechselricher die hochauflösende Ausgangssinuswelle in Echtzeit berechnen und dabei alle eingebauten Sicherungssysteme mit berücksichtigen können, betont Statpower. Die tatsächliche Leistungsumwandlung erfolge mit Hilfe einer MOSFET-Leistungsstufe der jüngsten Generation und einem verlustarmen Ringtransformator. Dieser gewährleiste zusammen mit den mehr als ausreichend dimensionierten Wirkkomponenten einen absolut zuverlässigen Betrieb, selbst in extremen Last-Situationen und unter härtesten Einsatzbedingungen.

Neben einem Selbstdiagnosesystem, das bereits in den kleineren Alessi-Wechselrichtern zum Einsatz gekommen ist, sind die Modelle ab der Typenbezeichnung 12/200i mit einem Energiesparsystem ausgestattet. Das so genannte PSM kann den Eigenverbrauch des Gerätes so erheblich reduzieren, wenn keine Verbraucherlasten am Wechselrichters betrieben werden. Erst wenn erneut Leistung am Wechselstromausgang angefordert wird, springe das Gerät automatisch in den Dauerbetriebsmodus um. So sei eine Energieeinsparung von bis zu 90 % möglich.

31.10.2003   Quelle: Statpower Technologies GmbH

 

Trittin weiht neue Modulfabrik des SolarWorld-Konzerns ein

Bundesumweltminister Jürgen Trittin wird am 7. November in Freiberg (Sachsen) die neue Solarmodulfabrik der Solar Factory GmbH einweihen, einer 100prozentigen Tochter der SolarWorld AG.   Die neue Fertigung des solaren Technologiekonzerns verfügt nach Angeben des Unternehmens als erste Modulfabrik der Welt über eine vollautomatische Produktionslinie für kristalline Solarstrommodule. Sie sei damit weltweit die modernste Produktionsanlage ihrer Art. Der Bundesumweltminister werde sich im Rahmen der Einweihungsfeier von Innovation und Qualität überzeugen können.

In der neuen Produktionsstätte werden Solarzellen der Schwestergesellschaft Deutsche Cell GmbH zu Modulen verarbeitet. In Freiberg ist außerdem die Solarwaferproduktion der Deutsche Solar AG angesiedelt, ebenfalls eine 100prozentige Tochter der SolarWorld AG. Mit der Integration von Wafer-, Zellen- und Modulfertigung an einem Standort habe der SolarWorld-Konzern in Freiberg die solare Wertschöpfungskette in der Produktion geschlossen. Das Investitionsvolumen für die Fabrik der Solar Factory GmbH betrug laut SolarWorld AG 11 Millionen Euro. Insgesamt habe der Konzern in Freiberg bisher rund 200 Millionen Euro investiert.

In der neuen Solarmodulfabrik sind nach Angeben des Unternehmens derzeit 48 Mitarbeiter beschäftigt. Insgesamt finden rund 500 Menschen in den Fertigungsstätten des SolarWorld-Konzerns in Freiberg einen Arbeitsplatz. "Der Ausbau der Beschäftigung der Solarindustrie wird weitergehen, vorausgesetzt die politischen Rahmenbedingungen werden zügig festgezurrt", erklärt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG. "Ein verlässliches politisches Fundament ist unabdingbar, um die Möglichkeit einer Verdoppelung unserer Kapazitäten in Freiberg Realität werden zu lassen“, so Asbeck weiter.

31.10.2003   Quelle: SolarWorld AG
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Max-Planck-Institut: Sonne seit 1940 aktiver denn je

Sonnenflecken, auf der südlichen Hemisphäre der Sonne im September 1998
Sonnenflecken, auf der südlichen Hemisphäre der Sonne im September 1998

Seit 1940 ist die Sonne ungewöhnlich aktiv, belegt eine neue Studie des Max-Planck-Instituts für Aeronomie zur Sonnenfleckenaktivität von 850 bis heute.  Der aktuelle Sonnensturm, die heftigste Eruption seit 30 Jahren, macht sich durch ein sehr starkes „Solarrauschen“ im Frequenzbereich um 1.000 Megahertz bemerkbar und beeinträchtigt den Luftverkehr über Deutschland, berichtet die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS). Im Jahr 1999 sei ein ähnlicher Fall beobachtet worden. Seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts befindet sich die Sonne in einer Phase außergewöhnlich hoher Aktivität, die sich im häufigen Auftreten von Sonnenflecken, Gasausbrüchen und Strahlungsstürmen äußert, so das Max-Planck-Institut.

Forschern des Max-Planck-Instituts für Aeronomie (MPAE) in Katlenburg-Lindau und der Universität von Oulu (Finnland) ist es gelungen, die Sonnenaktivität anhand der Häufigkeit von Sonnenflecken bis ins Jahr 850 zurückzuverfolgen. Dazu kombinierten sie historische Aufzeichnungen über Sonnenflecken mit Messungen der Häufigkeit radioaktiver Isotope in Eisbohrkernen aus Grönland und der Antarktis.

Wie die Wissenschaftler jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Physical Review Letters berichten, ist die mittlere Sonnenfleckenzahl seit dem Jahr 1940 so hoch wie niemals zuvor in den vergangenen tausend Jahren und zweieinhalb mal so hoch wie der langfristige Mittelwert. Der zeitliche Verlauf der Sonnenaktivität weist über den gesamten Untersuchungszeitraum große Ähnlichkeit mit der Entwicklung der mittleren Temperatur auf der Erde auf. Daher rücken diese Forschungsergebnisse den Einfluss der Sonne auf das Erdklima und insbesondere ihren möglichen Anteil an der globalen Erwärmung im 20. Jahrhundert in den Brennpunkt des Interesses.

Forscher untersuchen Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und Treibhauseffekt

Die Sonne wirkt über verschiedene physikalischen Mechanismen auf die Klimaentwicklung ein: Einerseits schwankt die Gesamtstrahlung und insbesondere der Anteil im Ultraviolett-Bereich mit der Sonnenaktivität. Sind also viele Sonnenflecken zu sehen, ist die Sonne insgesamt etwas heller als in "ruhigen" Zeiten und zeigt eine erheblich erhöhte Ultraviolettstrahlung. Andererseits schwankt die auf die Erdatmosphäre einfallende kosmische Strahlung im genau entgegengesetzten Rhythmus zur Sonnenaktivität, da sie vom Magnetfeld der Sonne jeweils mehr oder weniger abgeschirmt wird. Die von der kosmischen Strahlung erzeugten Ionen wirken - nach einem viel diskutierten Modell dänischer Forscher - als Kondensationskeime für größere Schwebeteilchen und fördern deshalb die Wolkenbildung. Bei hoher Sonnenaktivität (stärkerem Magnetfeld) nimmt folglich die kosmische Strahlung und mit ihr auch die Bewölkung Erde ab, so dass die Temperaturen auf der Erde sinken. Umgekehrt zieht eine geringere Sonnenaktivität niedrigere Temperaturen nach sich.

Treibhauseffekt vor allem durch Kohlendioxid verrusacht

Diese neuen Befunde rücken die Frage in den Brennpunkt der aktuellen Forschung, welcher Zusammenhang zwischen den Schwankungen der Sonnenaktivität und dem Klima auf der Erde besteht. Auf der Erde spielt der Einfluss der Sonne - neben der Emission des Treibhausgases Kohlendioxid aus der Verbrennung von Kohle, Gas und Öl – eine zunehmende Rolle als Ursache für die seit 1900 beobachtete globale Erwärmung. "Doch auch nach unseren neuen Erkenntnissen über die Schwankungen des solaren Magnetfelds ist der seit 1980 eingetretene starke Anstieg der Erdtemperatur wohl vor allem dem durch das Kohlendioxid bewirkten Treibhauseffekt zuzuschreiben," sagt Prof. Sami K. Solanki, Sonnenphysiker und Direktor am Max-Planck-Institut für Aeronomie.

Weitere Informationen: http://www.mpg.de

Max-Planck-Institut für Aeronomie.

30.10.2003   Quelle: Max-Planck-Institut für Aeronomie
Bildquelle: Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik, Freiburg/Br.
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SPD für größere Anstrengungen beim Ausbau von Biomasse und Geothermie

In ihrer am 22.10.2003 beschlossenen "Gesamtstrategie für eine nachhaltige Energiewirtschaft", der so genannten Energiepolitischen Agenda 2010 setzt sich die SPD-Bundestagsfraktion unter anderem für einen verstärkten Ausbau von Biomasse und Geothermie ein.  Das berichtet die Geothermische Vereinigung e.V. in einer Pressemitteilung. Hintergrund ist die Forderung nach einer beschleunigten Entwicklung der Nutzung erneuerbaren Energien.

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung sieht vor, bis 2050 die Hälfte des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Ressourcen zu decken, Unter dem Eindruck der Erschöpfung der Vorräte an fossilen Rohstoffen müssten bis dahin "die erneuerbaren Energien im entsprechenden Umfang umweltverträglich und wirtschaftlich zur Verfügung stehen, um ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit zu leisten“, heißt es in der Agenda. Dies setze aber voraus, dass die erneuerbaren Energien bis dahin generell effizienter und wettbewerbsfähiger, im Stromsektor darüber hinaus zumindest zum Teil auch grundlastfähig werden müssen. Das wiederum bedeute auch, die Anwendungsbreite erneuerbarer Energien zu vergrößern. Zudem gehe man davon aus, in eine solche Strategie verstärkt den Wärme- und Mobilitätssektor einbeziehen zu müssen. Um diese Ziele zu erreichen seien "deutlich größere Anstrengungen insbesondere zur umweltverträglichen Erschließung von Energie aus Biomasse sowie aus Geothermie erforderlich," zitiert die Geothermische Vereinigung die SPD-Fraktion.

30.10.2003   Quelle: Geothermische Vereinigung e.V.
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Staatssekretärin Probst: Russland soll Kyoto-Protokoll ratifizieren

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Simone Probst (Grüne), hat an Russland appelliert, das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren.  Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Simone Probst (Grüne), hat an Russland appelliert, das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren. "Der Unterschrift Russlands kommt entscheidende Bedeutung zu, denn sie ist ausschlaggebend für das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls. Erst wenn das Protokoll in Kraft ist, können auch seine ökonomischen Vorteile genutzt werden“, sagt Probst anlässlich der deutsch-russischen Umweltgespräche in Moskau.

Neben den nationalen Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgase sieht das Kyoto-Protokoll vor, dass die Verpflichtungen zu Reduktionen auch durch projektbezogene Mechanismen erbracht werden können. So kann sich ein Industrieland auch Klimaschutzmaßnahmen in einem anderen Land anrechnen lassen. Diese Mechanismen können aber erst in Anspruch genommen werden, wenn das Kyoto-Protokoll in Kraft getreten ist. Dies sei auch für Russland ein wichtiger Anreiz zur Ratifizierung, so Probst. Deutschland und Russland bereiten laut Bundesumweltministerium gemeinsame Projekte vor, die ab 2008 genutzt werden sollen. Geplant sei unter anderem ein Pilotprojekt der Ruhrgas AG, das den hohen Energieaufwand für den Transport des Erdgases durch das Rohrleitungssystem des russischen Unternehmens Gazprom vermindern und damit CO2-Emissionen vermeiden soll. Im Bereich der Energienutzung aus Kohle, Öl und Gas sei ein großes Potenzial zum Schutz des Klimas in Russland vorhanden. Das Bundesumweltministerium unterstütze bereits seit 2000 den Aufbau regionaler Monitoringzentren in den südrussischen Regionen Astrakhan und Krasnodar zur Erfassung und Bewertung von Emissionsdaten der Industrie und der öffentlichen Verwaltung.

Während der zweitägigen deutsch-russischen Gespräche werden nach Auskunft des Bundesumweltministerium bilaterale Kooperationsprojekte mit einem Volumen von mehr als 1 Million Euro verabschiedet. Diese Projekte für den Zeitraum von 2004 bis 2005 umfassen neben dem Klimaschutz die Bereiche nachhaltige Entwicklung, den Umgang mit gentechnisch veränderten Produkten sowie die internationale umweltpolitische Zusammenarbeit. Das Bundesumweltministerium hat im Rahmen der deutsch-russischen Umweltzusammenarbeit schon mehr als 60 gemeinsame Vorhaben mit über 7,5 Millionen Euro unterstützt.

30.10.2003   Quelle: BMU

 

UmweltBank: EEG-Debatte verunsichert Anleger

UmweltBank-Vorstand Horst P. Popp fordert eine rasche Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die bereits erreichten positiven Effekte dürften nicht wieder verpuffen.  „Viele Anleger sind durch die Debatte um das EEG verunsichert. Auch junge Unternehmen aus der Branche leiden darunter, dass sich die Novellierung des EEG hinzieht“, fasst Popp die Erfahrungen aus dem Bankgeschäft zusammen. In der November-Ausgabe der Zeitschrift „Bank & Umwelt“ diskutieren Umweltminister Jürgen Trittin und UmweltBank-Vorstand Horst P. Popp über die Chancen erneuerbarer Energien, besonders der Windkraft, und die Folgen der Novellierung des EEG für Anleger.

Im Gespräch mit Popp bestätigte Umweltminister Trittin das Regierungsziel, bis 2050 mindestens die Hälfte des Primärenergieverbrauchs aus regenerativen Quellen zu erzeugen. Der Minister sprach sich dafür aus, für 2020 eine Zwischenmarke von 20 Prozent zu setzen. Einig waren sich beide darin, dass die erneuerbaren Energien nach vorne gebracht werden müssen. UmweltBank-Vorstand Popp hob hervor, dass die Branche als Wirtschaftsfaktor bereits heute nicht mehr wegzudenken sei. Gerade für junge Leute gebe es dort Perspektiven. Es gehe darum, langfristig zu denken und heute schon umweltfreundliche Nachfolgekraftwerke für die bestehenden Stein- und Braunkohlekraftwerke zu fördern, die in zehn bis zwanzig Jahren ausgedient hätten. Die Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien habe riesigen Nachholbedarf.

Jürgen Trittin betonte die Bedeutung aller regenerativer Energieträger: Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Erdwärme. „Was den Ausbau betrifft, wird vermutlich die Windkraft allen voran sein, mit der Nutzung der restlichen Kapazitäten im Binnenland, mit der Nachrüstung durch moderne Aggregate und mit dem Ausbau der Windkraft auf hoher See“, sagte der Umweltminister.
„Zur zweitwichtigsten Sparte dürfte sich in den nächsten beiden Dekaden die Biomasse entwickeln. Erneuerbare Energien werden eine der wichtigsten Branchen sein, die Schwung in den Arbeitsmarkt bringen.“ Dazu verwies er auf eine Studie des Umweltbundesamtes, nach der in der Energie- und Bauwirtschaft in den nächsten Jahrzehnten rund eine halbe Million neuer Arbeitsplätze entstehen können.

Mit Investitionsvorschlägen für Privatanleger hielt sich der Politiker allerdings zurück und verwies auf die Banker als Experten. Die 1997 gegründete UmweltBank AG hat sich auf die Finanzierung von Umweltprojekten in Deutschland spezialisiert und bietet ihren mittlerweile 34.000 Kunden und Kundinnen aus dem gesamten Bundesgebiet ausschließlich ethisch-ökologische Geldanlagen vom klassischen Sparbuch bis zu Umweltaktien und – fonds, Versicherungen und geschlossenen Windfonds an. Die aktuelle Ausgabe von „Bank & Umwelt“ steht ab 27. Oktober 2003 im Internet unter http://www.umweltbank.de.

30.10.2003   Quelle: UmweltBank AG

 

Aktionstag Erneuerbare Energien startet Plakatkampagne und Mitfahrbörse

Plakat zum Aktionstag Erneuerbare Energien
Plakat zum Aktionstag Erneuerbare Energien

Zum Aktionstag am 5. November in Berlin werden die Veranstalter eine Plakatkampagne in Berlin durchführen.  Das Plakat mit dem Titel „ Herr Bundeskanzler: Es steht was auf dem Spiel: Deutsche Spitzentechnologie!“ verweist auf die Weltbestleistungen Deutschlands im Bereich der „Erneuerbaren“: zum Beispiel 50 Millionen Tonnen CO2“-Einsparung pro Jahr, technische Innovationsführerschaft sowie 130.000 Arbeitsplätze. Das Plakatmotiv kann angesehen und heruntergeladen werden auf der Seite http://www.aktionstag-ee.de. Außerdem ist ein "Aktionsbutton" erschienen.

Im Internet wurde zudem eine Mitfahrbörse für die Sonderbusse eingerichtet. Neben über 3.000 Teilnehmern aus dem Bundesgebiet werden viele interessante Ausstellungs-Exponate erwartet. vor dem Brandenburger Tor wird ein über 20 Meter großer Flügel einer Windenergieanlage zu sehen sein sowie das komplette geöffnete Maschinenhaus einer Windkraftanlage. Außerdem ist eine 50 Quadratmeter große Solarstromanlage zu besichtigen. Diverse Informations- und Mitmachangebote bietet die „SolarGeneration“ von Greenpeace mit dem Solartruck, einem mit Solarpanels bestückten LKW. Das Veranstaltungsbündnis weist darauf hin, dass aus Platzgründen keine weiteren Exponate oder Firmenfahrzeuge mehr akzeptiert werden können.
Auf der Kundgebung werden unter anderem sprechen: EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer, Horst Seehofer (Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion), der Autor Franz Alt und der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Otto Dietrich Steensen.

Die Mitfahrbörse zum Aktionstag Erneuerbare Energien im Internet erreichbar unter: http://www.aktionstag-ee.de/anfahrt.htm

29.10.2003   Quelle: www.aktionstag-ee.de
Bildquelle: www.aktionstag-ee.de
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SunTechnics erhält Auftrag für Megawatt-Solarprojekt am Flughafen Saarbrücken

Solarpark Saarbrücken (Visualisierung)
Visualisierung des Solarparks am Flughafen Saarbrücken

Noch in diesem Jahr wird auf dem Gelände des Flughafens in Saarbrücken ein etwa fünf Fußballfelder großer Solarpark ans öffentliche Stromnetz gebracht.  Die voltwerk AG hat dieses Projekt gemeinsam mit der Saarbrücker Niederlassung der CITY Solar AG entwickelt und nun die Ingenieure von SunTechnics mit der Realisierung des rund 6,5 Millionen Euro teuren Solarparks beauftragt. Das berichtet die SunTechnics GmbH in einer Pressemitteilung. Für die schlüsselfertige Installation der 9.264 Conergy-Photovoltaikmodule mit einer Gesamt-Spitzenleistung von rund 1,4 Megawatt vertraue voltwerk wieder auf das bewährte Know-how der Photovoltaik-Spezialisten aus Hamburg. Die europaweit aktive SunTechnics hat bereits mehrere Tausend Photovoltaik-Anlagen für ihre Kunden realisiert – vom privaten Hausdach, über architektonisch anspruchsvolle Sonderanlagen bis hin zu den weltgrößten Solarparks. Der neue Solarpark in Saarbrücken wird künftig rund 1,4 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom pro Jahr liefern und übertreffe die Leistung des nach Angaben der Betreiber derzeit weltgrößten solaren Flughafenprojekts in München um mehr als das Dreifache. Für die Ingenieure von SunTechnics gilt es, das technische Konzept des Solarparks Saarbrücken auf die Besonderheiten eines Flughafengeländes optimal anzupassen.

„Wir freuen uns, mit der voltwerk AG den mit Abstand weltweit erfahrensten Partner im Solarbereich für das gemeinsame Projekt in Saarbrücken gewonnen zu haben,“ berichtet Stefan Kasterka, Leiter Projektentwicklung der CITY Solar AG aus Saarbrücken. Mit diesem zwölften solaren Großprojekt werde die Gesamtleistung der von voltwerk projektierten und betriebenen Photovoltaik-Anlagen zehn Megawatt übertreffen. Dank der laut Deutschem Wetterdienst (DWD) jährlichen Sonneneinstrahlung von rund 1.200 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr auf Modulebene bietet Saarbrücken günstige Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Betrieb des neuen Solarparks. „Das Flughafen-Solarprojekt zeigt eindrucksvoll, dass für den zügigen und umweltgerechten Ausbau der Zukunftstechnologie neben Dächern auch Gelände, welche für die freie Entfaltung der Flora und Fauna ohnehin nicht zur Verfügung stehen, Platz für aktiven Klimaschutz bieten“, erklärt Carsten Körnig, Geschäftsführer der UVS (Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V.). Dank der beispielhaften Unterstützung der saarländischen Ministerien, vom Sachbearbeiter bis zur Ministerebene, werde der Solarpark zum Jahresende auf dem ehemals landeseigenen Grundstück ans öffentliche Stromnetz gehen.

29.10.2003   Quelle:
Bildquelle: SunTechnics GmbH

 

SESOL Gesellschaft für solare Systeme mbH bezieht neues Gebäude

SESOL-Neubau mit Büros (rot) und Produktion; Simulation.
SESOL-Neubau mit Büros (rot) und Produktion; Simulation.

Einen Meilenstein in der 10-jährigen Geschichte der Thüringer SESOL GmbH ist der Einzug in ihre neue „Nullemissionsfabrik“ in Langewiesen. Auf einer Fläche von 3.800 Quadratmetern wurde ein modernes Fabrikgebäude zur Produktion innovativer Solartechnik gebaut, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Unter Ausnutzung verschiedener regenerativer Energiequellen sei es gelungen, ein modernes Fabrikgebäude ohne Schornstein zu errichten.   Die für die Beheizung des Objektes benötigte Wärmeenergie wird über Wärmerückgewinnung aus der eigenen Produktion in Kombination mit einer Grundwasser-Wärmepumpe bereitgestellt. Das Brauchwasser wird weitgehend über eine thermische Solaranlage erwärmt, welche gleichzeitig die Prozesswärme für diverse Fertigungsschritte bereitstellt.

Das Büro- und Verwaltungsgebäude hat dank moderner Baustoffe nach neuestem Wärmedämmungsstandard einen sehr geringen Heizenergiebedarf. Wie in den Produktionshallen wird die Wärme auch dort sehr effizient über eine im Betonkern integrierte Fußbodenheizung verteilt. Der Abluft wird über einen Wärmetauscher die Restwärme entzogen und an die einströmende Frischluft abgegeben.

Wenn in warmen Sommermonaten Kühlungsbedarf herrscht, kann die Anlage auch zur unterstützenden Klimatisierung genutzt werden. Hierbei wird 10 C-kaltes Brunnenwasser zum Pufferspeicher gefördert, aus dem über Wärmetauscher die erwärmte Raumluft in den Produktionshallen, sowie der Betonkern im Verwaltungsgebäude gekühlt wird. Eine Photovoltaikanlage soll in der Endausbaustufe die gesamte für den Betrieb benötigte elektrische Energie liefern, wobei das öffentliche Stromnetz als Puffer dient. Auf dem Dach und an der Fassade sind 160 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) geplant, der größere Teil soll mit amorpher Modultechnik ausgeführt und auf die vorhandenen Dachbahnen aufgebracht werden

Planung und Bauüberwachung erledigten die Mitarbeiter der SESOL selbst, unter der Generalplanung der HKL Ingenieurgesellschaft mbH aus Erfurt-Stotternheim und in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Müller & Lehmann aus Blankenhain.

29.10.2003   Quelle: SESOL
Bildquelle: SESOL

 

Tagung: Wasserstoffwirtschaft- Vision oder Notwendigkeit?

Mit der Frage, ob bereits heute die Weichen für eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft gestellt werden müssen, beschäftigt sich eine Tagung der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen am 1. und 2. November 2003.  Der Kongress ist Teil des Rahmenprogramms der Mitgliederversammlung des Solarenergie-Fördervereins e.V. (SFV).

Wasserstoff könnte für eine nachhaltige, das Klima schonende Energieversorgung eine entscheidende Rolle spielen, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung. Er biete sich an sowohl als schadstofffreier Energieträger sowie als Speicher- und Transportmedium für Energie. Die erste Eigenschaft mache ihn interessant für den Einsatz im Verkehrssektor und habe zu verstärkten Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen im Bereich der Brennstoffzellentechnik geführt. Durch die zweite Eigenschaft könnte Wasserstoff eine Schlüsselfunktion für jene regenerativen Energien bekommen, deren Angebot, nicht synchron zur Nachfrage zur Verfügung steht, beispielsweise die Sonnen- und Windenergie. Trotz der prinzipiellen technischen Machbarkeit stünden der Realisierung einer nachhaltigen, auf Wasserstoff basierenden Energieversorgung derzeit noch ökonomische Gründe entgegen. Es würden sich aber auch grundsätzliche Fragen stellen.

Einige davon können die Tagungsteilnehmer im Verlauf der Tagung mit Experten diskutieren. Die Referenten kommen unter anderem vom Forschungszentrum Jülich und aus dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Sie beantworten folgende Fragen: Welches Potential besitzt Wasserstoff als Brennstoff, Speicher- und Transportmedium für Energie? Was ist der aktuelle Stand der Technik? Wie würde ein auf Wasserstoff basierendes Energieversorgungssystem konkret aussehen? Unter welchen Bedingungen erfüllt es die Kriterien von Klimaschutz und Nachhaltigkeit?

Immerhin stammen heute weit mehr als 90% des in Deutschland hergestellten Wasserstoffs aus fossilen Energiequellen, betonen die Veranstalter. Deshalb gelte es zu klären, ob eine Wasserstoffwirtschaft möglicherweise sogar in Konkurrenz zum weiteren Ausbau der Nutzung regenerativer Energieträger stehen könnte.

Tagungsort: August-Pieper-Haus (Aachen). Zeit: 1. November 2003 (Beginn 10.30 Uhr) bis Sonntag, 2. November 2003 (Ende 14 Uhr).

Tagungsgebühr: mit Übernachtung und Verpflegung € 55 (erm. € 37); ohne Übern./mit Verpfl. € 41,30 (erm. € 25,10). Anmeldung mit Angabe der Tagungsnummer „A 7532“ telefonisch unter 0241/47996-29 (Frau Wefels) oder per Fax 0241/47996-10.

29.10.2003   Quelle: SFV

 

MVV Energie nimmt modernstes Biomasse-Kraftwerk Europas in Betrieb

Biomasse-Kraftwerk der MVV Energie im Hafen von Königs Wusterhausen.
Biomasse-Kraftwerk der MVV Energie im Hafen von Königs Wusterhausen.

Im brandenburgischen Königs Wusterhausen ist das zur Zeit technisch fortschrittlichste und umweltfreundlichste Biomasse-Kraftwerk Europas in seiner Leistungsklasse entstanden.  In der Anlage sollen jährlich rund 160 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt und damit der Bedarf von 55.000 Haushalten gedeckt werden. Das berichtet die MVV Energie AG in einer Pressemitteilung. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt laut MVV Energie rund 55 Millionen Euro. Der bisher nirgendwo sonst erreichte Wirkungsgrad liege über 35 Prozent. Dieser Wirkungsgrad sei durch eine optimierte technische Auslegung erreicht worden, die gemeinsam von der MVV Energie und dem Kesselhersteller Foster Wheeler vorgenommen wurde. Das Mannheimer Energieunternehmen setze mit diesem Kraftwerk ein deutliches Zeichen für moderne Technik und fachliches Know-how.

Den Startschuss für den Betrieb gaben am Montag der brandenburgische Umweltminister Wolfgang Birthler und der MVV-Vorstandsvorsitzende Dr. Rudolf Schulten. Nach den Worten von MVV-Chef Dr. Schulten wäre der Bau des Kraftwerkes ohne das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht möglich gewesen: "Das EEG ist damit ein wichtiges und erfolgreiches Instrument für Investitionen in erneuerbare Energien." Daher spreche sich die MVV Energie Gruppe für einen Fortbestand des EEG ohne Einschnitte aus. Bei der Vergütung für naturbelassene Biomasse aus der Land- und Forstwirtschaft hingegen seien Verbesserungen erforderlich, so dass gerade diese Biomasse mit einem enormen Potenzial erschlossen werden könne. "Biomasse-Kraftwerke können in Zukunft einen verlässlichen und kalkulierbaren Beitrag zur Stromversorgung in Deutschland leisten. Sie sind zudem an dezentralen Strukturen orientiert, so dass derartige Projekte von der MVV Energie weiter voran getrieben werden“, so Dr. Schulten. Die MVV Energie Gruppe arbeite derzeit an der Entwicklung weiterer Projekte mit dem Ziel, ihre Wachstumsstrategie mit erneuerbaren Energien weiter auszubauen.

Der Holzbedarf des neuen Kraftwerks liegt laut MVV Energie bei jährlich 120.000 Tonnen. Dabei vermeide die Anlage pro Jahr einen Ausstoß von 120.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2). Im Kraftwerk sowie im Zulieferbereich schaffe die Anlage rund 60 neue Arbeitsplätze. Der Großteil des Brennstoffs werde umweltfreundlich per Binnenschiff angeliefert. Zusätzlich zur Lkw-Anlieferung stehe auch ein direkter Bahnanschluss zur Verfügung. Das Brennstoffbeschaffungskonzept in Bezug auf Partner, Logistik und Aufbereitung sei die entscheidende Basis gewesen, um eine Projektfinanzierung über die HypoVereinsbank AG zu ermöglichen.

Auf dem Kraftwerksgelände befindet sich eine eigenständige Holzaufbereitungsanlage, die Biomassebrennstoff feuerungsfertig aufbereitet. Rund 7.500 Tonnen unaufbereitetes Holz - das ist Brennstoff für 20 Tage - können direkt am Kraftwerk gelagert werden. Das Holz wird in zwei Stufen zerkleinert und von Fremdstoffen wie beispielsweise Nägeln oder Buntmetallen befreit. In zwei je 7.500 Kubikmeter großen Rundsilos warten die Holzschnitzel anschließend auf ihren Einsatz im Biomassekraftwerk. In einer in verschiedenen Holzkraftwerken bewährten und hoch effizienten, zirkulierenden Wirbelschicht werden pro Stunde 16 Tonnen Holz verbrannt. Mit der entstehenden Wärme werden 64 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugt, der eine Temperatur von 477 Grad Celsius und einen Druck von 87 bar hat. Zur weiteren Optimierung des Wirkungsgrads wird der Dampf nochmals zwischenüberhitzt. Dann treibt er eine Kondensationsturbine mit Nasskühlturm und einem Generator mit einer elektrischen Nennleistung von 20 Megawatt an MW an. Damit werde ein elektrischer Bruttowirkungsgrad von über 35 Prozent erreicht - ein absoluter Spitzenwert, betont die MVV Energie. Eine moderne Abgasreinigungsanlage stelle sicher, dass die Abgase die Grenzwerte der 17. Bundesimmissionsschutz-Verordnung - die strengsten weltweit - sicher unterschritten werden. Mittels Online-Messungen werde dies kontinuierlich protokolliert und die Messergebnisse würden der Genehmigungsbehörde mitgeteilt.

28.10.2003   Quelle: MVV Energie AG
Bildquelle: MVV Energie AG

 

Regenerative Kraftstoffe: Fachtagung in Stuttgart am 13./14. November

Wie in allen Bereichen des Energieverbrauchs, gilt die Forderung einer signifikanten CO2-Reduktion auch für den Verkehrsbereich. Die Erschließung und Einführung regenerativer Treibstoffe gewinnt zunehmend an Bedeutung, betont das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung in der Ankündigung der Veranstaltung.  Neben einer Senkung des KFZ-Flottenverbrauchs sollen nach den politischen Vorgaben der EU bis zum Jahr 2010 bereits 5,75 % des Kraftstoffverbrauchs regenerativ bereit gestellt werden. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil 20 % erreichen, einschließlich des Erdgaseinsatzes. Dazu seien bereits heute große technologische Anstrengungen erforderlich.

Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (bmbf) geförderten Forschungsnetzwerkes Regenerative Kraftstoffe werden vom Stuttgarter Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) Technologien für neue Kraftstoffe aus erneuerbaren Energiequellen erforscht, deren Herstellungspfade beste Marktchancen versprechen. Die Fachtagung wird vom ZSW unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg ausgerichtet und informiert über den technisch-wissenschaftlichen Stand von Forschung und Entwicklung, sowie über wichtige Demonstrationsprojekte. Weiter werden die politischen Rahmenbedingungen und die Perspektiven regenerativer Kraftstoffe dargestellt und im Rahmen einer abschließenden Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Forschung und Industrie diskutiert.

Veranstaltungsort ist das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung, Industriestraße 6, in 70565 Stuttgart. Die Teilnahmegebühr beträgt 150 €, bei Anmeldung bis zum 30.10.2003 100 € (jeweils inkl. Verpflegungsanteil von 30 €). Anmeldeformular unter http://www.refuelnet.de/content/news/FAX_ANM.pdf

28.10.2003   Quelle: ZSW

 

Umfrage: Deutsche finden Ökostrom gut, kaufen ihn aber nicht

Die Deutschen haben ein gespaltenes Verhältnis zu umweltfreundlichen Energien. Das legt eine repräsentative Emnid-Umfrage des Greenpeace Magazins nahe, die in der am 24.10.2003 erschienenen Ausgabe veröffentlicht wurde.   Danach sprechen sich zwar 67 Prozent der 1008 Befragten für eine großzügige Förderung der Windkraft aus, und 79 Prozent beteuern, daheim fleißig Energie zu sparen. Doch einen Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter ziehen lediglich sieben Prozent in Erwägung. Drei Prozent der Befragten sagen, dass sie bereits gewechselt hätten, was laut Greenpeace nicht sein kann: Laut dem Verband der deutschen Elektrizitätswerke (VDEW) beziehe nur etwa die Hälfte von ihnen tatsächlich Ökostrom.

Gefragt, warum sie nicht wechseln wollen, antworteten 47 Prozent der „Ökostrom-Muffel“, das sei ihnen zu umständlich. 39 Prozent finden die alternativen Anbieter zu teuer und 28 Prozent fürchten, sie seien unzuverlässig. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) gab in der Umfrage des Greenpeace Magazins an, es sei ihnen gleichgültig, ob ihr Strom umweltfreundlich hergestellt wird. Energie zu sparen, ist den meisten Deutschen dennoch ein wichtiges Anliegen. 79 Prozent erklärten, dass sie Energiesparlampen benutzten und besonders sparsame Elektrogeräte kauften. Dass ihr Fernseher in der Stand-by-Schaltung Strom verbraucht, stört drei von vier Deutschen. 76 Prozent sagen, dass sie das Gerät deshalb stets ganz ausschalten.

28.10.2003   Quelle: Ots; Greenpeace Magazin
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Feldversuch belegt: ein Drittel weniger Heizkosten durch Erdwärme

Verbraucher können ihren Heizenergie-Bedarf durch den Einsatz von Wärmepumpen um über ein Drittel senken und damit die Heizkosten verringern sowie die Umwelt schonen.  Das ergab ein Feldversuch, der am 23.10.2003 auf dem "1. Forum Wärmepumpe" in Berlin vorgestellt wurde. In der Summe seien auch die Gesamtkosten für Geräte und Energie bei einer Wärmepumpen-Heizung niedriger als bei herkömmlichen Heizungen.

Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus dem Erdboden oder der Luft und erzeugen so einen großen Teil der Energie für die Heizung. So können bei modernen Anlagen rund 40 Prozent der eingesetzten Energie eingespart werden. Dadurch sinken die Heizkosten um 30 Prozent und der Ausstoß des Treibhausgases CO2 in entsprechendem Umfang. Die Technik lässt sich problemlos einbauen, wie das Beispiel Schweiz demonstriert: Hier werden Wärmepumpen bereits in fast 40 Prozent aller Neubauten eingesetzt. Wird der nötige Strom für die Wärmepumpe aus Wasser-, Wind- oder Solarenergie gewonnen, entsteht keinerlei CO2-Ausstoß mehr. Aus diesen Energiequellen gespeister sogenannter "grüner Strom" kann bei verschiedenen Stromanbietern bezogen werden.

Neben dem Nutzen für die Verbraucher eröffnet die Wärmepumpe auch Handwerkern und Herstellern neue Chancen. Die Technologie erfordert Know-How bei der Entwicklung sowie beim Einbau und könnte so neues Wachstum und damit Arbeitsplätze schaffen. Karl-Heinz Remmers, Vorstand der Solarpraxis AG, faßt die Vorteile zusammen: "Wer die Wärme aus der Erde nutzt, ist doppelt schlau: Er schont auf Dauer seinen Geldbeutel und die Umwelt. Und unsere Wirtschaft gewinnt auch - schließlich sind moderne Wärmepumpen echte High-Tech Artikel made in Germany."


Eine Zusammenfassung des Feldversuches lässt sich herunterladen unter
http://www.solarpraxis.de.

27.10.2003   Quelle: Solarpraxis AG

 

Greenpeace protestiert gegen 9.000 Euro Kohlesubventionen pro Minute

Vor dem Bundesfinanzministerium wollte Greenpeace dem Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) zeigen, wie er richtig viel Geld sparen könne. Durch die Streichung der Kohlesubventionen, so die Umweltschutz-Organisation.  Sieben Greenpeace-Aktivisten haben am 24.10.2003 ein zweieinhalb mal drei Meter großes rosa Sparschwein aus Pappmaché aufgestellt, mit der Aufschrift: "4,7 Milliarden Euro Steuergelder pro Jahr für Braun- und Steinkohlesubventionen: Das können Sie sparen, Herr Eichel!" Ein Plakat daneben forderte: "Kohlesubventionen: Jede Minute 9.000 Euro Steuergelder! Schluss mit der Verschwendung, Herr Eichel!"

"Deutsche Kohle zu subventionieren heißt, mit Steuergeldern den Klimawandel zu sponsern", sagte Gabriela von Görne, Energieexpertin von Greenpeace. „Finanzminister Eichel muss deshalb diese Subventionen ab 2005 stoppen und stattdessen verstärkt die erneuerbaren Energien fördern. Das spart die Kosten für Klimaschäden und schafft Arbeitsplätze." Über ein Drittel des „Klimakillers“ Kohlendioxid stamme in Deutschland aus der Verbrennung von Kohle, so Greenpeace. In den kommenden Monaten stelle die Bundesregierung die Weichen für die künftige deutsche Energiestruktur. Denn in den nächsten 20 Jahren muss die Hälfte aller deutschen Kraftwerke aus Altersgründen und wegen des Atomausstiegs ersetzt werden.

Bislang werde die Kohle gegenüber erneuerbaren Energieformen wie Wind und Sonne unverhältnismäßig bevorzugt , kritisiert Greenpeace. Seit 1980 seien 100 Milliarden Euro allein in die Subventionierung der deutschen Steinkohle geflossen. Der Braunkohletagebau habe 6,4 Milliarden nur für die Rekultivierung zerstörter Landstriche verschlungen. Die Verstromung heimischer Steinkohle sei ohne Zuschüsse nicht wirtschaftlich.

Für den Arbeitsmarkt bringen Kohlesubventionen laut Greenpeace wenig. Insgesamt arbeiteten derzeit im Kohlebergbau und in den Kraftwerken noch 93.000 Menschen. Die Zahl sinke stetig, weil die deutsche Kohle im Hinblick auf den Preis nicht mit Importkohle konkurrieren könne. Gleichzeitig stellten die erneuerbaren Energien schon heute 130.000 Arbeitsplätze, mit steigender Tendenz, betonen die Umweltschützer.

Auch für die Versorgungssicherheit sei eine Investition in erneuerbare Energien dringend geboten. Denn die deutschen Vorkommen an Steinkohle reichten schätzungsweise nur noch 30 bis 50 Jahre. Die erneuerbaren Energien könnten diese Lücke füllen. Technisch möglich sei bis zum Jahr 2050 ein Energiemix aus über 60 Prozent erneuerbaren Energien, 30 Prozent effizienten Gaskraftwerken und unter zehn Prozent Steinkohle.


27.10.2003   Quelle: Greenpeace e.V.

 

ISOFOTON-Module zertifiziert nach PV GAP

14 Module des spanischen Herstellers ISOFOTON S.A. mit der Typenbezeichnung “I-40NP bis I-165” erhielten das weltweite Qualitätszeichen „PV Quality Mark“ im Global Approval Program for Photovoltaics (PV GAP).  ISOFOTON zählt zu den bedeutendsten Photovoltaik-Produzenten der Welt. Die Anforderungen an den Hersteller umfassen unter anderem die Qualitätssicherung nach ISO 9001 und erfolgreiche Tests nach dem internationalen Standard IEC 61215. Letztere hat der TÜV Rheinland für ISOFOTON durchgeführt. Zusätzlich überprüft der Hersteller selbst die Module unter Aufsicht eines der für PV GAP anerkannten Prüfinstitute.

Mit der PV Quality Mark zeige ISOFOTON, dass seine Produkte höchsten Qualitätsanforderungen genügen und sich von Modulen unbekannter Qualität unterscheiden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das PV-Qualitätszeichen erleichtere den Käufern die Auswahl. Die Weltbank empfehle Produkte mit PV GAP, um zu verhindern, dass die Produkte Land für Land neu zertifiziert werden müssen.

PV GAP ist eine weltweite Organisation, die von den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der PV-Industrie, der Weltbank und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) gegründet wurde mit dem Ziel der Qualitätssicherung und –dokumentation. PV GAP führte das Qualitätszeichen für Photovoltaik-Komponenten ein und etablierte für Solarstrom-Systeme ein Qualitätssiegel.

27.10.2003   Quelle: PV GAP

 

Bundespräsident Rau überreicht Umweltpreis der DBU

Zentrum für Umweltkommunikation der DBU.
Festlich und zugleich sparsam beleuchtet: Zentrum für Umweltkommunikation der DBU.

Der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) wird am 26.10. von Bundespräsident Johannes Rau in der Stadthalle Osnabrück an den Unternehmer Hermann Josef Schulte und den Wissenschaftler Prof. Dr. Klaus Mattheck verliehen. Der Fernsehsender 3sat überträgt den Festakt am Sonntag live ab 11 Uhr.   Die Preisverleihung in Osnabrück stößt auf Rekordinteresse, berichtet die DBU in einer Pressemitteilung: 1.700 der geladenen Gäste, darunter Umweltminister Jürgen Trittin, der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff und Preisträger der vergangenen Jahre haben bereits zugesagt, unter ihnen Prof. Dr. Klaus Töpfer.

Klaus Mattheck, Leiter der Abteilung Biomechanik am Forschungszentrum Karlsruhe, und Josef Schulte, Gründer und Geschäftsführer der HJS Fahrzeugtechnik GmbH & Co KG, erhalten den mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas für ihre Pionierleistungen. Mattheck hat als national wie international anerkannter Materialforscher wichtige Prinzipien des Baummechanik entschlüsselt und für die Entwicklung technischer Produkte nutzbar gemacht. Schulte wird für Erforschung und Entwicklung umweltfreundlicher Abgastechnologien im Fahrzeugbau ausgezeichnet, speziell für die Entwicklung eines neuen Partikelfilters für Dieselmotoren.

Bunt umrahmte Veranstaltung mit Osnabrücker Künstlern

Die Laudatio auf beide Preisträger hält Dr. Christoph Zschocke, Vorsitzender der Umweltkommission des Bundesverbandes Junger Unternehmer und Geschäftsführer der Ökotec Management GmbH, Berlin. Künstlerisch umrahmt wird die Preisverleihung unter anderem von „The art act and tap dancer junior“, den frischgebackenen deutschen Meistern im Stepptanz aus Georgsmarienhütte bei Osnabrück und der Soul-Sängerin Angela Brown, ebenfalls Osnabrück. Durch die Veranstaltung führt ZDF/3sat Moderator Stefan Schulze Hausmann.

Künstlerische Beleuchtung lässt ZUK erstrahlen

Bis zur Umweltpreisverleihung wird das Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU illuminiert. Die Büroräume im ZUK sind jeweils mit einer blau strahlenden Leuchtstoffröhre versehen, die Holzsäulen werden durch rote Strahler angeleuchtet. Die Verleihung des Deutschen Umweltpreises werde zum Anlass genommen, mit dieser Beleuchtungsaktion auf "einleuchtende Weise" auf die DBU und das Zentrum für Umweltkommunikation hinzuweisen, so DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers. Die verwendeten Strahler seien natürlich mit Energiesparlampen ausgerüstet, für die Beleuchtung der Säulen pro Strahler sei lediglich eine 150 Watt-Spezialbirne erforderlich. Die Leuchtstoffröhren in den Büros sind normale, eingefärbte Leuchtstoffröhren.

25.10.2003   Quelle: DBU
Bildquelle: DBU

 

Umfrage: Photovoltaik-Manager erwarten starkes Wachstum

Die Solarstrombranche erwartet ein anhaltend starkes Wachstum des deutschen Solarstrommarktes in den kommenden Jahren. Dies ist ein Ergebnis der jüngsten Umfrage des Brancheninformationsdienstes "Solarthemen" bei Entscheidungsträgern der deutschen Photovoltaikhersteller und -großhändler. Brancheninformationsdienstes "Solarthemen" bei Entscheidungsträgern der deutschen Photovoltaikhersteller und -großhändler.  Große Sorgen bereite den Unternehmern allerdings ein möglicher kurzfristiger Markteinbruch aufgrund der Verzögerungen bei der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).

Etwa die Hälfte der 31 Top-Manager, die sich an der Umfrage beteiligten, rechnet in den kommenden fünf Jahren mit einem durchschnittlichen Wachstum der in Deutschland jährlich installierten Solarmodulleistung von 10 bis 20 Prozent. 39 Prozent gehen sogar von einem jährlichen Wachstum von 20 bis 40 Prozent aus. Dies berichten die "Solarthemen" in ihrer am 24.10.2003 erscheinenden Sonderausgabe zur Lage der deutschen Photovoltaik-Industrie.

Trotz ihrer optimistischen Zukunftsprognose halten sich zwei Drittel der Unternehmen derzeit mit Investitionsentscheidungen zurück, so die Solarthemen. Der Grund: Neue Fertigungsanlagen und Mitarbeiter ließen sich zur Zeit nicht finanzieren. Sie werden nach Aussage vieler Unternehmen zwar dringend benötigt, um Produktionskosten zu drücken und mit der stark wachsenden Konkurrenz aus Japan Schritt zu halten. Doch so lange die Perspektiven des EEG nicht klar seien, würden die Banken nicht mitspielen. Das Gesetz sollte eigentlich zum 1. Januar 2004 novelliert werden und sieht nach dem Entwurf des Umweltministeriums eine Anhebung der Vergütungen für Solarstrom vor. Doch seit Monaten streiten sich Umweltminister Jürgen Trittin und sein für Wirtschaft und Arbeit zuständiger Kollege Wolfgang Clement um die Vergütung für Strom aus Windkraftwerken und andere Fragen der Gesetzesneufassung. Leidtragende sei die an sich nicht umstrittene Solarbranche, kommentieren die Solarthemen.

Alle Ergebnisse der Entscheider-Umfrage, weitere Hintergrundinformationen zur Situation der Photovoltaikindustrie und eine Übersicht aller rund 30 Photovoltaikhersteller in Deutschland mit deren aktuellen Produktionszahlen und Ausbauplänen enthält die Ausgabe 170 der Solarthemen.

Zu bestellen ist das Heft für 6,- Euro unter http://www.solarthemen.de oder bei Solarthemen, Bültestr. 85, 32545 Bad Oeynhausen, Fax 05731/83469.

24.10.2003   Quelle: Solarthemen
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KfW: Zinsen der Förderprogramme steigen

Auf Grund der Entwicklung am Kapitalmarkt werden die Zinssätze in den meisten Förderprogrammen der KfW für alle Neuzusagen ab dem 22.10.2003 erhöht.  Die aktuellen Konditionen aller Kreditprodukte wird die KfW Bankengruppe in Kürze in einer einheitlichen Übersicht im Internet präsentieren unter www.kfw.de und www.kfw-mittelstandsbank.de oder per Fax-Abruf unter der Nummer 069 / 7431.

Fragen zum Produkt- und Serviceangebot der KfW Bankengruppe, darunter die Förderprodukte im Bereich Wohnwirtschaft, private Umweltschutzinvestitionen, Infrastruktur und Soziales. beantworten die Berater des Infocenters unter der Servicenummer 0180 / 1 33 55 77. Das Infocenter der KfW Mittelstandsbank ist unter der Servicenummer 0180 / 1 24 11 erreichbar und berät zu den Programmen, die von der KfW Mittelstandsbank angeboten werden. Darüber hinaus werden die Bereiche gewerblicher Umweltschutz und Bildungsförderung abgedeckt.

Der Zinssatz im KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm beträgt künftig für die ersten 20 Jahre je nach Maßnahme effektiv zwischen 2,27 % und 3,60 % pro Jahr. Der neue Zinssatz im KfW-Wohnraum-Modernisierungsprogramm 2003 liegt zwischen effektiv 2,87 % und 5,41 %, je nach Laufzeit. Im KfW-Umweltprogramm (Zielgruppe: Unternehmen) liegt der effektive Zinssatz zwischen 4,74 % und 5,59%.

Weitere Informationen: unter www.kfw.de

24.10.2003   Quelle:

 

USA: PowerLight unter den erfolgreichsten Unternehmen

Die PowerLight Corporation mit Sitz in Berleley (Kalifornien) zählt zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen in den Vereinigten Staaten.   PowerLight belegt Platz 103 in der aktuellen Rangliste der Zeitschrift „Inc. Magazine”. Die PowerLight Corporation, nach eigenen Angaben bedeutendster Hersteller und Installateur großtechnischer Solarstromanlagen, verzeichnete ein 5-Jahres-Umsatzwachstum von 1,5%.

“PowerLight ist begeistert, die Auszeichnung nun bereits im vierten Jahr in Folge zu erhalten“, sagte Thomas Dinwoodie, Gründer und Vorstand von PowerLight. Die Position in den „Inc. 500” belege, dass Solarstrom von großen Unternehmen und staatlichen Einrichtungen in großem Stil genutzt werde, um deren Energiebedarf zu decken. Die Unternehmen, die es in die Top 500 geschafft haben, seien trotz Stagnation im Durchschnitt um 1,3% gewachsen. Während in den USA im Jahr 2002 rund 1,5 Millionen Arbeitsplätze abgebaut worden seien, hätten die Top 500-Unternehmen Arbeit für 67.973 Menschen geschaffen.

24.10.2003   Quelle: PowerLight Corp.

 

Ideen-Kongress der Aktion Klimaschutz: Neue Wege zum Verbraucher

Klimaschutz ist spätestens seit der Hochwasserkatastrophe im vergangenen Jahr sowie der langen und extremen Dürreperiode in diesem Jahr ein vieldiskutiertes Thema in Deutschland. Trotzdem werde nur selten darüber gesprochen, was der Einzelne für den Klimaschutz leisten kann und wie man ihn dazu motiviert, stellt die Aktion Klimaschutz in einer Pressemitteilung fest.  Ein Ideen-Kongress unter dem Motto „Was tun?“ am 17./18. November 2003 in Berlin soll deshalb praktikable Wege zum Klimaschutz aufzeigen.

Energieeffizienz ist eines der zentralen Themen der beiden Tage: Wie lassen sich Verbraucher motivieren, Energie effizienter zu nutzen? Wie können Ideen für neue Wege im Klimaschutz entwickelt werden? Der Austausch zwischen Praktikern, das Vernetzen von Projekten und praxisorientierte Workshops sind zentrale Bausteine des Kongresses. Eröffnet wird der Ideen-Kongress von Bundesumweltminister Jürgen Trittin mit einer Zwischenbilanz der Klimaschutzpolitik der Bundesregierung. Der Kongress richtet sich an Interessierte aus Unternehmen, Verbänden, Politik und Wissenschaft. Er soll zeigen, dass Energieeffizienz ein wesentlicher Faktor zur Erreichung der nationalen und globalen Klimaschutzziele darstellt. Zur Diskussion stehen die bestehenden Instrumente zur Steigerung der Energieeffizienz ebenso wie die Entwicklung ergänzender Strategien.

„Wir zeigen positive Beispiele für eine erfolgreiche Arbeit vor Ort. Wir hören, welche neuen Impulse uns die Wissenschaft bringt. Und wir reden unter dem Stichwort ‚Marketing für Klimaschutz’ darüber, wie wir unsere Kunden – Bürgerinnen und Bürger – für unsere Ideen gewinnen können“, kündigt Stephan Kohler an, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (dena).

24.10.2003   Quelle: dena

 

SPD beschließt "Energiepolitische Agenda 2010"

Mit dem Beschluss ihrer Energiepolitischen Agenda 2010 will die SPD die Leitplanken setzen für eine sichere, innovative, qualitativ hochwertige und umweltverträgliche Energieversorgung.   Das erklärten der stellvertretende Vorsitzende Michael Mueller und der energiepolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Hempelmann in einer Pressemitteilung.

Die wachsenden ökonomischen, ökologischen und sozialen Anforderungen durch Internationalisierung und Globalisierung erforderten verstärkte Anstrengungen im volkswirtschaftlichen Schlüsselbereich Energie. Statt lediglich auf einzelne Energieträger oder Technologien zu setzen, votiere die SPD-Bundestagsfraktion für die Einbettung aller verfügbaren Energieträger und Technologien in eine energiepolitische Gesamtlinie. In deren Zentrum stehe der Gedanke der Energieeffizienz. Es sei in einem entwickelten Industrieland wie Deutschland möglich und vorteilhaft, mit weit weniger Energie als bisher auszukommen.

Auf der Grundlage des Effizienzgedankens setze eine nachhaltige Energiepolitik auf Innovation, Beschäftigungsanreize und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Nur durch eine die technologische Leistungsfähigkeit aktivierende und die Versorgungsstrukturen modernisierende Energiepolitik sei Deutschland den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen. Für zukunftsfähige Energieversorgungsstrukturen will die SPD die notwendigen Investitionsrahmenbedingungen schaffen. Deshalb stehe die Energiepolitische Agenda 2010 in der sozialdemokratischen Linie der ökologischen Modernisierung und der Zusammenführung von Arbeit und Umwelt.

23.10.2003   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion
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Aktionstag für „Erneuerbare“: über 20 Verbände und Gewerkschaften rufen auf

Mit einem Aktionstag vor dem Brandenburger Tor in Berlin wollen Bürger, Verbände, Gewerkschaften und Unternehmen am 5. November ein Zeichen für die Erneuerung der Energiewirtschaft setzen.  Zu den Initiatoren gehören unter anderem die IG Metall, der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft, Greenpeace, BUND und EUROSOLAR. Mittlerweile unterstützen 22 Gruppierungen den Aufruf und laden zu einer Kundgebung ein. Der Aktionstag beginnt um 10.30 Uhr, die zentrale Kundgebung um 12.00 Uhr.

In den Branchen Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme arbeiten heute bereits 130.000 Menschen, betonen die Veranstalter. In den nächsten Jahren könnten es laut Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) bis zu 500.000 werden. Erneuerbare Energien werden aus heimischen Ressourcen erzeugt. Damit sichern sie nicht nur Arbeitsplätze, sie halten auch die Wertschöpfungskette im Inland. Die aktuelle energiepolitische Diskussion ist in den Augen der Erneuerbare-Energien-Branche von falschen Behauptungen und gezielter Desinformation beherrscht, mit der die Gegner der regenerativen Energien Ängste schüren wollen. Die technologische Spitzenstellung der deutschen Industrie im Bereich erneuerbare Energien und somit die Chance zum Aufbau neuer Exportschlager "Made in Germany" sei bedroht, warnen die Veranstalter. Der Aktionstag fordert ein Umdenken in Politik und Wirtschaft:

Regenerative Energien stünden für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung. Sie sanierten die Umwelt und erneuerten die Wirtschaft.
Der Aktionstag Erneuerbare Energien wird unterstützt vom Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), IG Metall, EUROSOLAR, Bund der Energieverbraucher, Bundesverband Mittelständische Wirtschaft, Greenpeace, Bundesverband Solarindustrie, Bundesverband WindEnergie, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Wirtschaftsverband Windkraftwerke, Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, Deutsche Umwelthilfe, Fachverband Biogas, Grüne Liga, Naturschutzbund, Robin Wood, Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, Geothermische Vereinigung, Solarförderverein, European Renewable Energies Federation sowie dem World Wildlife Fund.

Im Umfeld des Aktionstages werden zahlreiche Exponate aus dem Bereich erneuerbarer Energien zu sehen sein. Details zu Ort und Programm unter http://www.aktionstag-ee.de

23.10.2003   Quelle: BEE
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Chef-Regulierer will Öffnung der Strom- und Gasnetzen für Wettbewerber

Der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Matthias Kurth, will die Netze der Strom-und Gasunternehmen öffnen.  "Wettbewerber sind zwingend darauf angewiesen, auf das Verteilnetz oder wenigstens Teile dieses Netzes zurückgreifen zu können", schreibt Kurth in einem Gastbeitrag für das
Wirtschaftsmagazin DMEuro (November-Ausgabe, erscheint Donnerstag, 23.10.2003). Die Erfahrungen aus der Netzöffnung im Telekommunikationsmarkt hätten gezeigt, dass dort "ohne eine effiziente Netzzugangsregulierung und schnelle, wirksame Konfliktregelung die gewaltige Dynamik und das erhebliche Wachstum des Wettbewerbs nicht möglich gewesen wären“, so Kurth im Magazin DMEuro.

Kurth tritt einer möglichen Aufspaltung von Kompetenzen und Entscheidungen bei der Regulierung entgegen. Nötig sei eine sinnvolle Konzentration von Aufgaben, keine Mammutbehörde. Die Regulierungsinstrumente seien bei Telekommunikation und Post erprobt worden und hätten sich bewährt. "Es hat sich gezeigt, dass der Gesetzgeber gut beraten ist, sich nicht zu eng auf ein einziges Prinzip oder Modell festzulegen, das sich als Sackgasse erweisen könnte." Eine sektorspezifische Missbrauchsaufsicht sei allerdings erforderlich, so Kurth. Es brauche einen Schiedsrichter, der auch die Frage prüfen könne, ob die Daten stimmten, die Grundlage der Kalkulationen seien.

23.10.2003   Quelle: ots; Verlagsgruppe Handelsblatt
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Solarmobile: Nuon-Solar-Team stellt neuen Weltrekord auf

Solarmobil Nuna II
Weltrekord-Solarmobil "Nuna II"

Das niederländische Team hat seinen eigenen Rekord von 2001 bei der World Solar Challenge um eine Stunde und 35 Minuten unterboten. Die inoffizielle Zeit, in welcher der Solar-Rennwagen „Nuna II“ die 3.010 Kilometer lange Strecke von Darwin nach Adelaide bewältigte, betrug 31 Stunden und 5 Minuten.  Die Sieger wurden auf dem Victoria Square im Zentrum von Adelaide begeistert empfangen. Der australischer Verfolger „Aurora“ lag letzten Berichten zu Folge eine Stunde und 10 Minuten hinter Nuna II. Der an der technischen Universität in Delft gebaute Nuna II hat gegenüber dem Sieger von 2001 (Nuna I) eine neue Form und verbesserte Aerodynamik. Chris Selwood, Event Manager der World Solar Challenge, sagte, die Rennwagen erfüllten höhere Standards als in den vergangenen Jahren. “Das war vermutlich die erfolgreichste World Solar Challenge überhaupt. Und alle 22 Teams sind noch im Rennen. Einige Teams hatten zwar kleinere technische Probleme am zweiten Tag, doch Sie konnten alle weitermachen“, kommentiert Selwood. Die langsamsten Fahrzeuge werden im Laufe des kommenden Sonntags in Adelaide erwartet.

Die World Solar Challenge wird veranstaltet von Australian Major Events, einer Abteilung der südaustralischen Tourismuskommission. Weitere Informationen unter http://www.wsc.org.au www.wsc.org.au

22.10.2003   Quelle: wsc
Bildquelle: wsc
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Zertifizierung von Kollektoren: 1. Solar Keymark vergeben

Das Zertifikat „Solar Keymark“ für das nordirische Unternehmen Thermomax ist für den europäischen Solarindustrieverband ESTIF ein Durchbruch bei der EU-weiten Auszeichnung von Solarwärme-Produkten.   Die ESTIF wertet das neue Zertifikat als Meilenstein einer einheitlichen Qualitätssicherung für Sonnenkollektoren und Solarwärmesysteme. Solar Keymark ist ein Qualitätssiegel, das vom europäischen Komitee für Standardisierung (CEN- CENELEC) entwickelt wurde. Es zeigt, das ein Produkt nicht nur die EN Normen für Kollektoren (EN 12975) oder Solarwärmesysteme (EN 12976) erfüllt: Prüfungen bei Hersteller und regelmäßige Untersuchungen der Serienproduktion gewährleisten, dass die verkauften Produkte den getesteten entsprechen.

Die European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF) hat Solar Keymark unterstützt von der Europäischen Kommission mit entwickelt. Das ESTIF-Mitglied Thermomax erhielt Solar Keymark für seinen neuen Vakuum-Röhrenkollektor Solarmax 20/30-TDS300. Kathy McVeigh, bei Thermomax für den Verkauf zuständig, sagte, sie erwarte wichtige Vorteile für die weltweite Vermarktung. Thermomax strebe Solar Keymark für weitere Kollektoren an, da das Label Qualität, Zuverlässigkeit und Effektivität signalisiere. Es helfe den Kunden bei der Auswahl hochwertiger Kollektoren und Systeme.

Solar Keymark wurde ausgestellt von dem deutschen Prüf- und Zertifizierungszentrum German DIN CERTCO, auf der Grundlage von Test des Schweizer Instituts für Solartechnik SPF. Neun weitere Kollektoren von sechs Herstellern würden gegenwärtig getestet erklärte Sören Scholz, Product Manager bei DIN CERTCO, das zeige ein großes Marktpotenzial.

Die Einführung von Solar Keymark bedeute eine wichtige Chance für die Entwicklung des europäischen Solarwärmemarktes im großen Stil, betont die ESTIF. Verbraucher, Akteure auf dem Markt und öffentliche Einrichtungen könnten nun ganz leicht Produkte finden, welche europäischen Standards entsprechen. ESTIF- Generalsekretär Raffaele Piria sagte: Wir werden sicher stellen, dass Produkte mit dem Solar Keymark automatisch sämtliche Förderrichtlinien in ganz Europa erfüllen. Das senkt die Zertifizierungskosten und stimuliert die Nachfrage. Die Kunden und die Umwelt werden so noch mehr von der Solarenergie profitieren.“

Die ESTIF macht sich stark für Solar Keymark: Hersteller könnten damit leichter und billiger Zugang zu den Märkten verschiedener EU-Länder finden. Für Prüf- und Zertifizierungseinrichtungen eröffneten sich neue Betätigungsfelder. Weitere Test-Institute könnten zugelassen werden und mit den gestärkten Zertifizierungseinrichtungen zusammenarbeiten. Händler, Installateure und Endkunden könnten ganz einfach Produkte erkennen, die den EN-Standrads entsprechen. Vor allem seien nun die nationalen und regionalen Behörden aufgefordert, Produkte mit Solar Keymark als prinzipiell förderwürdig anzuerkennen.

22.10.2003   Quelle: ESTIF

 

Austria Solar: Staat ist Nachzügler bei Solarenergie

Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden Österreichs

Auf den öffentlichen Gebäuden Österreichs gibt es noch kaum Solaranlagen. Der Löwenanteil der Kollektorfläche sei derzeit auf Gemeindegebäuden installiert, berichtet der Verband Austria Solar in einer Pressemitteilung. Dabei wäre das jährliche Potenzial für Sonnenkollektoren bei der Sanierung öffentlicher Gebäude rund 200.000 Quadratmeter. Gewinnen würden sowohl das staatliche Budget als auch die Umwelt, so der Verband.  Eine Erhebung von Austria Solar im Rahmen einer Diplomarbeit habe ergeben, dass nur 0,4 Prozent aller Bundesgebäude und 4,4 Prozent aller Landesgebäude ihr Warmwasser solar bereiten. Auf 209 öffentlichen Gebäuden von Bund, Ländern und Gemeinden seien Ende des Vorjahres insgesamt 26.764 Quadratmeter Kollektorfläche installiert gewesen. Das entspreche einem Prozent der gesamten Sonnenkollektorfläche Österreichs. Die Errichtung von Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden folgte in den letzten 20 Jahren keinem eindeutigen Trend, sie sei „eher von zufälligen Einzelaktionen als von einer Strategie geprägt“, kritisiert Kurt Leeb, Vorstandsmitglied von Austria Solar.

Gemeinden setzen auf die Sonne

Mit 83 Prozent der Kollektorfläche (22.240 Quadratmeter) ist laut Austria Solar der Großteil der Solaranlagen des Landes auf Gemeindegebäuden installiert, vor allem in Form großflächiger Schwimmbadheizungen in Wien und solar unterstützter Biomasse-Nahwärmeanlagen in der Steiermark. Thermische Solaranlagen in öffentlichen Gebäuden fänden sich vor allem in Schwimmbädern, Straßenmeistereien, Schulen, Heimen und Sportstätten. Mehr als 90 Prozent aller Landesgebäude fallen in diese Kategorien, sowie knapp die Hälfte aller Bundes- und Gemeindegebäude.

Jährliches Potenzial rund 200.000 Quadratmeter

Der Wärmebedarf aller öffentlichen Gebäude lag 2001 nach Angaben des Verbandes bei 6.886 Gigawattstunden (GWh). Jährlich würden etwa 4 Prozent des Gebäudebestandes (Wärmeverbrauch 275 GWh) saniert. Mit dem Einbau einer Solaranlage könne die Energie für 70 Prozent des Warmwassers und rund 20 Prozent der Heizenergie produziert werden. Dafür seien jährlich rund 200.000 Quadratmeter Sonnenkollektoren erforderlich. „Das jährliche Potenzial in der Sanierung öffentlicher Gebäude entspricht der 8-fachen Kollektorfläche des derzeitigen Bestandes“, betont Roger Hackstock, Geschäftsführer von Austria Solar. Der Umwelt würden dadurch jährlich über 26.000 Tonnen des Treibhausgases CO2 erspart. Für den Staat rechneten sich Solaranlagen doppelt: Austria Solar schätzt, dass durch eine Solarinitiative bei der Sanierung öffentlicher Gebäude bis zu 1.700 Arbeitsplätze geschaffen würden. Zusätzlich sänken die Betriebskosten für die Warmwasserbereitung und einen Teil der Heizung fast auf Null. „Für den Staat ist es daher sogar lukrativ, in punkto Klimaschutz vor der eigenen Türe zu kehren“, meint Roger Hackstock.

22.10.2003   Quelle: Austria Solar
Bildquelle: Austria Solar

 

World Solar Challenge: Neuer Weltrekord in Sicht

Solarmobil

Bei dem 7. Solarmobil-Rennen von Darwin im Nordosten Australiens nach Adelaide im Süden des Fünften Kontinents kündigt sich ein neuer Rekord an: Das Nuon-Solar-Team aus den Niederlanden schickt sich an, seine eigene Bestzeit zu unterbieten.  Der Solar-Renner „Nuna 11“ baute seinen Vorsprung vor den Teilnehmern aus Australien und den USA von 28 Minuten auf 46 Minuten aus. Nuon Teamchef Diederik Kinds erklärte, das neue Fahrzeug sei noch besser als sein Vorgänger: “Wir haben seine Karosserie total überarbeitet um es noch windschlüpfriger zu machen; es ist leichter und die Räder wurden nach hinten versetzt um die Oberfläche der Front zu minimieren“. Kinds erwartet, dass das Nuon-Team eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern erreicht und damit deutlich schneller sein wird als sein Vorgänger, der 2001 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 91,82 km/h siegte. Bis jetzt sind noch alle 22 Teilnehmer im Rennen. Die Sieger werden am 22.10. in Adelaide erwartet, die letzten Teilnehmer kommen vermutlich erst eine Woche später an.

22.10.2003   Quelle: Wsc.org.au
Bildquelle: wsc
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Meteocontrol erweitert Überwachungssystem für Solarstromanlagen

Die Augsburger meteocontrol hat die Technik der Produkte „web'log“ und „safer'Sun“ zur Kontrolle und Visualisierung von Photovoltaik-Anlagen optimiert.  Zugleich sei eine neue Preisstruktur geschaffen worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Produktvarianten gibt es nun auch für unterschiedliche Nutzer. Vor eineinhalb Jahren erhielten web'log und safer'Sun den Innovationspreis des PV-Symposions in Staffelstein. Energie- und Anlagendaten von Solarstromanlagen werden damit erfasst und an eine Datenbank im Internet übermittelt.

Die Software für das System sei angepasst worden, so dass web'log jetzt zusätzlich zum KACO-Wechselrichter und dem Siemens Sinvert auch mit dem weit verbreiteten SMA-Wechselrichter kommunizieren könne. Weitere Hersteller hätten bereits Interesse bekundet, dass auch ihre Wechselrichter mit web'log kompatibel werden. Die Anzahl der kommunizierfähigen Gerätetypen werde sich daher weiter erhöhen, so meteocontrol. Bei dem neuen web'log sei der Verdrahtungsaufwand geringer, ein Energiezähler lasse sich daher sehr einfach anschließen. Der Datenlogger steuere diesen unmittelbar an und erzeuge die erforderliche Versorgungsspannung. Funktionsleuchten signalisieren den aktuellen Zustand der Anlage. Schon bei der Inbetriebnahme könne der Installateur feststellen, ob alle Komponenten angeschlossen sind und richtig arbeiten.

Das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten für das Visualisierungssystem safer'Sun wurde laut meteocontrol auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten. Mit dem Basispaket, ausgelegt für Anlagen bis zu einer Größe von ca. 10 kWp, lassen sich unter anderem Energieerträge auswerten sowie der Zählerstand erfassen und abrechnen. Darin enthalten ist auch eine Alarmfunktion bei Störung oder Ausfall der Energieerzeugung. Für größere Anlagen bietet safer'Sun_profi (bzw. web'log_profi) neben weiteren Merkmalen die detaillierte Überwachung von Teilanlagen oder Strings. Für Beteiligungs- oder Gemeinschaftsanlagen wurde safer'Sun_info konzipiert. Es gewährleistet jedem Anteilseigner einen separaten Zugang, so dass er die Werte seiner Anlage einsehen und auf der eigenen Homepage präsentieren kann. Safer'Sun_park und safer'Sun_portal bieten spezielle Lösungen für Betreiber mehrerer Anlagen und zur Einbindung von Energie- und Anlagendaten in eine vorgegebene Website.

Mit seinen verschiedenen Stufen bietet das System jetzt Lösungen für private wie professionelle Nutzer. Projektleiter Martin Schneider von meteocontrol fasst die Funktion des Systems zusammen: "Während web'log den optimalen Ertrag der Energieanlage sichert, liefert safer'Sun die Werte für die Abrechnung und Visualisierung." Besitzer großer PV-Anlagen, Betreiber von Gemeinschaftsanlagen oder Anlagenparks könnten damit von jedem internetfähigen Computer ihre Energiedaten ebenso einsehen und bearbeiten wie etwa Energieversorgungsunternehmen.

22.10.2003   Quelle: meteocontrol GmbH

 

Hermann Scheer kündigt Parlamentsinitiative zur EEG Novelle an

In einem Interview mit der Tagestzeitung DIE WELT, hat SPD-Vorstandsmitglied und EUROSOLAR-Präsident Dr. Hermann Scheer eine parlamentarische Initiative der Bundestagsfraktionen von SPD und Grünen in Aussicht gestellt.  Die Regierungsfraktionen würden nicht abwarten, bis sich das Wirtschafts- und das Umweltministerium geeinigt haben, sagte Scheer der Welt. Wenn es im Oktober keine befriedigende Einigung zwischen Trittin und Clement gebe, würden SPD und Grüne eine Parlamentsinitiative zur Neufassung des Erneuerbare Energien-Gesetzes starten. Nur dann gebe es eine Chance, dass das Gesetz noch zum 1. Januar in Kraft treten kann. Sollte dies nicht gelingen, müsse die Förderung der Photovoltaik aus dem EEG herausgelöst und durch eine Vorschalt-Regelung gesichert werden, so Scheer. Sonst sei alles, was seit 1999 mit dem 100 000 Dächer-Programm aufgebaut wurde, in Gefahr.

Das komplette Interview ist veröffentlicht unter
http://www.hermann-scheer.de/; Rubrik „Aktuelle Interviews“.

21.10.2003   Quelle: DIE WELT

 

GE Wind Energy liefert 10 Windkraftanlagen nach China

Das US-Unternehmen GE Wind Energy (Atlanta, Georgia) hat angekündigt, zehn Windturbinen mit einer Leistung von jeweils 1,5 Megawatt für den Windpark Huitengxile in der inneren Mongolei zu liefern.   Das Projekt umfasse die größten und modernsten Windkraftanlagen Chinas, heißt es in einer Pressemitteilung der GE Wind Energy. Der Windpark Huitengxile wird in der Gemeinde Desheng errichtet, 120 Kilometer östlich der mongolischen Hauptstadt Hohot. Die Bauarbeiten sollen im Oktober 2003 beginnen, die Fertigstellung ist für August 2004 geplant.

„Wir sehen dieses Projekt als Meilenstein sowohl für GE als auch für China, wo das Interesse an der Nutzung der Windenergie zunimmt“, sagte der Präsident der GE Wind Energy, Steve Zwolinski. Das Unternehmen ist Teil der US-amerikanischen Konzerns General Electric (GE). Laut GE sind insgesamt 1.600 Anlagen von GE Wind Energy in Betrieb, in Deutschland, Spanien, den Niederlanden, Irland, Belgien, Schweden, Japan, China und den USA. GE beschäftigt nach eigenen Angaben über 1.700 Mitarbeiter weltweit.

Das Projekt wurde entwickelt von der Inner Mongolia Longyuan Wind Power Development Co. Ltd. die zur Inner Mongolia Electric Power Corp. und der China Longyuan Electric Power Group Corp. (CLYPG) gehört. Der Strom soll an den lokalen Energieversorger Inner Mongolia Electric Power Corp. verkauft werden und über das Netz an Verbraucher in der inneren Mongolei verteilt werden.

21.10.2003   Quelle: GE Wind Energy
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Kalifornien: Solar-Förderprogramm bis 2008 verlängert.

Der bisherige Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien, Gray Davis, hat am 12. Oktober ein Gesetz unterzeichnet, das die dezentrale Stromproduktion für weitere vier Jahre unterstützt.  Die neue Regelung verlängert das Self-Generation Incentive Program der California Public Utilities Commission bis 31.12.2008 und enthält strengere Emissionsgrenzwerte für dezentrale Kraftwerke auf der Basis fossiler Brennstoffe. Über das Self-Generation Incentive Program werden Solarstromanlagen, Windkraftanlagen und Brennstoffzellenaggregate auf Basis erneuerbarer Energien mit 4,50 Dollar pro Watt gefördert.

Für die Förderung der dezentralen Stromproduktion von Unternehmen und öffentlichen Trägern mit Photovoltaik, Windkraftanlagen, Brennstoffzellen und Mikroturbinen sind bis zum Jahr 2008 insgesamt rund 500 Millionen US-Dollar vorgesehen. In den vergangenen zwei Jahren entfielen laut California Solar Energy Industries Association 70 Prozent der Fördermittel auf Solarstromanlagen und sorgten dafür, dass der Photovoltaik-Markt um 1.000 Prozent wuchs.

21.10.2003   Quelle: California Solar Center

 

Solvis und Solarsiedlung für Energy Globe 2003 nominiert

Am 12. November verleiht der oberösterreichische Energiesparverband zum vierten Mal den „Energy Globe Award“. Eine internationale Expertenjury prämiert die weltbesten Projekte im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energieträger.  Insgesamt 1.000 eingereichte Beiträge aus 95 Staaten bewarben sich um die begehrte Auszeichnung. Die 15 Sieger in den Kategorien Erde, Feuer, Luft, Wasser und der Sonderkategorie Jugend erhalten die Awards im Rahmen einer Fernseh-Gala, die am 19. November in über 100 Staaten sowie in 3sat im Abendprogramm gesendet wird.

Zwei deutsche Unternehmen sind in der Kategorie Erde nominiert: Die nachhaltige Nullemissionsfabrik des Braunschweiger Unternehmens Solvis, entworfen von den Architekten Banz & Riecks, ist mit mehr als 8.000 Quadratmetern Fläche die größte Fabrik Europas, die CO2-neutral produziert. Sie entlastet die Umwelt jährlich um 450 Tonnen Kohlendioxid. Das “Solardach” der Häuser in der Solarsiedlung Schlierberg in Freiburg das zur Gänze mit Photovoltaik Modulen bestückt ist, produziert mehr Strom, als die Bewohner verbrauchen. Realisiert wurden die Plusenergiehäuser® von der Solarsiedlung GmbH (Geschäftsführer ist der Architekt Rolf Disch.)

21.10.2003   Quelle: Solvis; O.Ö. Energiesparverband

 

Düren: Amorphe Photovoltaik-Großanlage geht mit 2000 m² ans Netz

Solarstromanlage in Düren. Gesamtansicht, Detail.
Solarstromanlage in Düren. Gesamtansicht, Detail.

Am 10. Oktober 2003 hat Dr. Michael Vesper, Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen ein für NRW beispielgebendes Solarprojekt eingeweiht: In Düren wird eine 2000 Quadratmeter große Photovoltaik-Großanlage mit Modulen aus amorphem Silizium Solarstrom in das Netz einspeisen.  Die Energieagentur NRW hat das Projekt begleitend beraten. „Der voraussichtliche Anlagenertrag liegt bei 100.000 kWh pro Jahr. Dies entspricht dem Stromverbrauch von 25 Haushalten,“ lobte der Minister. Die Gesamtinvestition für die Anlage mit einer Spitzenleistung von 115 Kilowatt (kWp) lag bei 6,52 Euro pro Watt beziehungsweise 750.000 Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen förderte das Vorhaben mit 82.500 Euro. „Eine gute Investition in Klimaschutz - und damit in die Zukunft,“ so Vesper. Nordrhein-Westfalen habe sich zum Eldorado für Sonnenenergienutzung entwickelt, die Energieagentur NRW bündele im Auftrag des Städtebau- und des Energieministeriums die Solar-Aktivitäten im Rahmen der Solaroffensive NRW.

„In der REN-Breitenförderung, für die mein Haus zuständig ist, haben wir in den vergangenen Jahren mehr als 50.000 Projekte bewilligt, darunter unter anderem mehr als 27.000 thermische Solaranlagen, über 11.000 Fotovoltaik- und gut 900 Windenergieanlagen. 250 Mio. Euro haben wir hierfür insgesamt aufgewandt, und damit ca. 1,3 Mrd. € an privaten Investitionen ausgelöst. Mit 1 Euro staatlicher Fördermittel bewirken wir mehr als 5 Euro privater Investitionen. Insofern leisten wir hier auch wichtige wirtschaftliche Impulse für die Schaffung neuer Arbeitsplätze,“ so Vesper.

Das Besondere an der Dürener Anlage ist das verwendete Material, es mache die Solarstromanlage zu einer beispielhaften Lösung: Solarzellen werden normalerweise aus Siliziumscheiben hergestellt. Dies sind vor allem polykristalline und monokristalline Zellen. Seit Jahren wird aber auch an verschiedenen Dünnschicht-Konzepten geforscht. In Düren wurde nun erstmals in dieser Größe der Klassiker unter den Dünnschicht-Materialien eingesetzt, das amorphe Silizium. Die Shed-Dächer (schräge Hallendächer nach Süden ausgerichtet) der gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft low-tec mbH in Düren haben sich für dieses „Kraftwerk Sonne“ geradezu angeboten. Vorbildlich sei das Projekt auch, weil die Anlage als Contracting-Projekt realisiert wurde. Das bedeutet, die Installation, Investition, Wartung und der Betrieb liegt in den Händen einer Betreibergesellschaft, die das Dach der low-tec gGmbH für Ihr Vorhaben nutzt und zuvor sogar saniert hat. Als Betreibergesellschaft der 115 kWp-Anlage tritt die Perpetuum Energie GmbH aus Heinsberg auf.

20.10.2003   Quelle: Energieagentur NRW
Bildquelle: Energieagentur NRW.

 

Trittin: Klimawandel eine der Hauptursachen von Naturkatastrophen

Die Bedeutung von Umwelt- und Klimaschutz für die Katastrophenvorsorge hat Bundesumweltminister Jürgen Trittin am 16.10 in Bonn zur Eröffnung der Zweiten Internationalen UN-Konferenz zur Frühwarnung vor Naturkatastrophen betont.  "Die 755 Naturkatastrophen des letzten Jahres haben ein Zehntel der Weltbevölkerung direkt betroffen. Frühwarnung und Vorbeugung sind ein Gebot der Nachhaltigkeit und der Mitmenschlichkeit", sagte Trittin vor rund 250 Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern aus 66 Ländern aus allen Erdteilen.

Die Folgen des globalen Klimawandels und die Übernutzung natürlicher Ressourcen drohen zur Hauptursachen von Naturkatastrophen bis hin zu militärischen Konflikten und sogar Kriegen in diesem Jahrhundert zu werden, so der Bundesumweltminister. Trittin betonte, dass das im Rahmen der UN vereinbarte so genannte Millenniumsziel zur Armutsbekämpfung nur erreicht werden könne, wenn die Menschen ihre Häuser, Schulen, Strassen und Krankenhäuser nicht immer wieder durch Naturkatastrophen verlieren. Es gebe heute drei mal so viele Naturkatastrophen wie in den sechziger Jahren; die Schadenssumme habe sich sogar versiebenfacht. Eine der wichtigsten Ursachen für diese Entwicklung, der globale Klimawandel, werde weltweit immer noch nicht mit der nötigen Entschlossenheit bekämpft. "Die globale Energiewende, weg von fossilen Energien und Atomkraft, hin zu Erneuerbaren Energien und effizienterer Energienutzung, ist auf lange Sicht das wichtigste Instrument zur Vorbeugung von Krisen und Katastrophen", sagte Trittin.

Die verheerenden Überschwemmungen des letzten Jahres hätten nicht nur im Elbeeinzugsgebiet, sondern auch im Schwarzmeerraum, in Bengalen, Südchina oder Südostasien, das Bewusstsein der Menschen für die Ursachen dieser Katastrophen geschärft. Der Aufbau effizienter Frühwarnsysteme vor Naturkatastrophen ist weltweit ein Gebot der Stunde, um künftigenKatastrophen besser vorbereitet zu begegnen. "Gerade im Hochwasserschutz ist Vorbeugung essentiell. Durch das in der Bundesregierung derzeit vorbereitete Hochwasserschutzgesetz, das zum Beispiel auch Nutzungsbeschränkungen und Bauverbote in Überschwemmungsgebieten vorsieht, werden wir einen weltweiten Standard setzen", ergänzte der Bundesumweltminister.

Neue Studie zu Umweltschutz und Völkerrecht

Am Rande der Konferenz übergab Trittin eine Studie zum Thema Umweltschutz und Völkerrecht im Krieg an UNEP-Exekutivdirektor Klaus Töpfer. Mit diesem Beitrag sollen die entsprechenden Bemühungen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen unterstützt werden. Die von dem amerikanischen Völkerrechtsprofessor Daniel Bodansky verfasste Studie wird bis Mitte Dezember 2003 auch in Buchform erscheinen, in der Berichte-Reihe des Umweltbundesamtes
Weitere Informationen zur UN-Konferenz EWC-II gibt es unter www.ewc2.org.
Auszüge aus der Studie von Prof. Bodansky (131 kByte) können heruntergeladen werden unter http://www.bmu.de/files/voelkerrecht.pdf.

20.10.2003   Quelle: BMU
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ÖkoFEN präsentiert neuen Pelletstank

ÖkoFEN Pellets-Gewebebehälter mit Schneckenentnahme.
ÖkoFEN Pellets-Gewebebehälter mit Schneckenentnahme. Foto: ÖkoFEN.

Einen Pelletsbehälter aus dauerhaft antistatischem Spezialgewebe mit eingewebten Metallfäden stellte der die ÖkoFEN Energie & Pellets GmbH auf der Messe „Pellets 2003“ vom 15. bis 16.10 in Stuttgart vor.   Nach Angaben des Herstellers kann der Gewebetank mit dem Markennamen „fleXILO“ in etwa einer Stunde aufgestellt werden. Damit entfielen aufwändige Montagearbeiten. Der Gewebetank biete sich an als flexible, staubdichte und kostengünstige Möglichkeit zur Lagerung der Holzpellets. Der Tank wird über eine Streudüse von der Seite vollständig befüllt und kann auf Grund seiner Taillierung nahezu vollständig entleert werden, so ÖkoFEN.

Zur Auswahl stehen zwei Entnahmesysteme: Die Entnahmeschnecke kommt überall dort zum Einsatz, wo der Gewebetank unmittelbar neben dem Heizkessel aufgestellt werden kann. Ein Vakuumsaugsystem wird eingesetzt, wenn der Gewebetank nicht unmittelbar an den Heizraum angrenzt, beziehungsweise bei Aufstellung im Freien oder in einem Nebengebäude. Der Gewebetank (rechteckig oder quadratisch) ist erhältlich in sechs Größen von 3,2 bis 4,8 Tonnen.

Der Aufstellungsraum muss mindestens 7 bis 10 cm breiter sein als der Tank. Aus montagetechnischen Gründen muss der Raum an der Seite, an der die Befülleinheit angebracht wird, um mindestens 30 cm länger sein als die Mindestraumlänge. Die erforderliche Mindestraumhöhe beträgt 220 cm. Normale kellerfeuchte Wände sind laut Hersteller unproblematisch, der Gewebetank darf jedoch nicht an feuchten oder nassen Wänden anliegen. Bei Aufstellung im Freien muss der Tank vor Regen und UV-Licht geschützt werden.


20.10.2003   Quelle: ÖkoFEN Energie & Pellets GmbH
Bildquelle: Foto: ÖkoFEN.

 

Neuseeland: neues Kraftwerk im geothermischen Feld von Wairakei

ORMAT Geothermiekraftwerk in Mokai Neuseeland 60 MW Leistung.
ORMAT Geothermiekraftwerk in Mokai Neuseeland 60 MW Leistung.

Der israelisch-amerikanische Turbinenhersteller ORMAT gab die Unterzeichnung eines Vertrages über Entwurf, Lieferung und Bau des ersten ORC-Kraftwerks im Bereich des Wairakei Geothermal Field in Neuseeland bekannt.  Auftraggeber der rund 16,5 Megawatt (MW) großen Anlage ist CONTRACT ENERGY, berichtet die Geothermische Vereinigung e.V. in einer Pressemitteilung. Der Energieversorger sei der größte Eigner von Geothermiekraftwerken im Land, der Hauptlieferant für Erdgas und mit 30% Lieferanteil auch der größte Stromversorger des Inselstaats im Südpazifik. Mehr als 620 000 neuseeländische Haushalte zählten zu seinen Kunden.

Das neue Kraftwerk besteht aus zwei luftgekühlten ORMAT Energy Convertern mit einem Stundendurchsatz von rund 2.800 Tonnen 127 °C heißem Abwasser, das bei der konventionellen Stromerzeugung mit Dampf aus dem geothermischen Feld anfällt. Die Anlage soll bis Mai 2005 fertig gestellt sein. Sie wird dann etwa 120 Gigawattstunden (GWh) Strom pro Jahr liefern können, ohne dass neue Bohrungen abgeteuft werden müssen. Mit der Anlage in Wairakei konnte ORMAT sein achtes Kraftwerk in Neuseeland platzieren. Weltweit wären dann über 700 MW geothermischer Kraftwerksleistung aus der ORMAT-Produktion am Netz.

17.10.2003   Quelle: Geothermische Vereinigung e.V.
Bildquelle: ORMAT
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Windenergie: Rekordwert des Vorjahres verpasst

Die Windkraft hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2003 nicht mehr so rasant entwickelt wie im Vorjahr  Die Windkraft hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2003 nicht mehr so rasant entwickelt wie im Vorjahr. Von Januar bis September dieses Jahres wurden im Inland 906 Windkraft-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1414 Megawatt (MW) neu installiert, berichtet der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) in einer Pressemitteilung. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspreche das einem Minus von 475 MW, also einem Rückgang beim Zubau von rund 25 Prozent. Ende September 2003 waren bundesweit 14.647 Windkraft-Anlagen mit einer Leistung von 13.404 MW installiert. Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre sei mit Blick auf das Gesamtjahr 2003 mit einer neu installierten Leistung von 2.500 MW zu rechnen.

„Auch wenn wir in den ersten neun Monaten dieses Jahres nicht mehr die Wachstumsraten des Vorjahres erreichen, entsprechen die Zahlen den Erwartungen“, betont BWE- Präsident Dr. Peter Ahmels. Leichte Rückgänge für 2003 seien wegen Finanzierungshindernissen und Planungsverzögerungen vorhersehbar gewesen. Wichtig sei jetzt, die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) endlich auf den Weg zu bringen, damit klar sei, welche Rahmenbedingungen für Projekte gelten, die in 2005 realisiert werden sollen.

Bei den Aufstellungszahlen im Inland zeigt sich laut BWE weiter ein Wandel von der Küste hin zum Binnenland. Küstenferne Standorte würden für den Ausbau der Windenergie in Deutschland immer wichtiger. So zählten mit Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt gleich drei klassische Binnenländer zu den „Top Five“ der Regionen, in denen in den ersten neun Monaten des Jahres die meisten Windturbinen aufgestellt worden sind. Ahmels: „In den kommenden Jahren ist weder bei Offshore noch beim Repowering mit größeren Aufstellungszahlen zu rechnen. Darum müssen die Rahmenbedingungen für Binnenlandstandorte bei der anstehenden Novellierung des EEG stabil bleiben.“

Marktführer im Jahr 2003 ist laut BWE die Enercon GmbH (Aurich) mit einem Marktanteil von 41,8 Prozent. In den ersten neun Monaten des Jahres habe das Unternehmen in Deutschland 381 Windkraft-Anlagen mit einer Leistung von 586 MW installiert. Danach folgt mit einem Marktanteil von 19,8 Prozent die Vestas Deutschland GmbH mit Sitz in Husum (153 Anlagen, 280 MW).

17.10.2003   Quelle: BWE

 

Industrieforum Holzenergie: Pelletsbranche sieht positive Wachstumsimpulse

In diesem und dem kommenden Jahr rechnet die deutsche Pelletsbranche mit Zuwachsraten im zweistelligen Bereich, entgegen dem negativen Trend in der Heizungs- und Baubranche.  Erste Ergebnisse einer vom Deutschen Energiepellet-Verband (DEPV) gemeinsam mit der Solar Promotion GmbH durchgeführten Umfrage wurden präsentiert auf dem 3. Industrieforum Holzenergie am 15. und 16. Oktober in Stuttgart. Die Mehrzahl Hersteller von Pellets und Pelletsheizungen rechnet für 2004 mit einem Wachstum zwischen 10 und 25 %.

Trotz der günstigen Wachstumsprognosen identifiziert der Branchenreport auch Faktoren, die einer noch schnelleren Marktentwicklung im Wege stehen: So sieht die Branche noch erhebliche Informationsdefizite bei den Endkunden, Heizungsbauern und Planern. Erst danach werden eine zu geringe Verbands- und Lobbyarbeit, Defizite bei Förderprogrammen sowie zu niedrige Öl- und Gaspreise in Kombination mit zu hohen Anlagenkosten als Hemmnisse genannt.

Hinsichtlich der Förderung von Pelletsheizungen über das Marktanreizprogramm zu Gunsten erneuerbarer Energien kündigte Dr. Bernhard Dreher vom Bundesumweltministerium auf dem Kongress an, dass diese auch im kommenden Jahr ohne wesentliche Änderungen fortgeführt werde. Die bisher geltende Richtlinie wurde bis zum 31.12.2003 verlängert. Gegenwärtig werden Pelletskessel im Ein- oder Mehrfamilienhaus mit bis zu 1.500 € bezuschusst.

17.10.2003   Quelle: Solar Promotion GmbH
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Tagung in Griechenland: mehr Solarenergie im Tourismussektor

Für eine unbelastete Natur und eine saubere Umwelt sind erhöhte Investitionen für den Einsatz moderner Energietechnologien notwendig.   Das ist das Fazit des zweiten Symposiums „Umweltfreundliche Energieerzeugung in Griechenland – Solarenergie im Tourismussektor“. Die Tagung, unter anderem veranstaltet von der Deutsch-Griechischen Industrie- und Handelskammer, dem Bundesverband Solarindustrie e.V. (BSi) und der Deutschen Energie Agentur (dena) zeigte Chancen und Herausforderungen: Sonnenkollektoren fehlen sowohl auf den öffentlichen Gebäuden Griechenlands, als auch auf den Bauten, die derzeit für die Olympischen Spiele errichtet werden. Investitionsnachfrage bestehe jedoch von deutscher und griechischer Seite. In naher Zukunft sei eine Erhöhung der Nutzung von Sonnenkollektoren zur Deckung des Energieverbrauchs und des Umweltschutzes zu erwarten, so eines der Ergebnisse der Tagung. Die Teilnehmer erwarten vom griechischen Staat eine baldige Lösung der Probleme, mit welchen Investoren derzeit in den Erlaubnis- und Genehmigungsverfahren konfrontiert werden.

Über als 150 Personen, davon ein Drittel aus Deutschland, nahmen an der Veranstaltung vom 1. – 3. Oktober in Chalkidiki teil. Zum Auftakt betonte der griechische Entwicklungsminister Tsochatzopoulos, dass Griechenland zu den ersten 6 Ländern der EU zähle, was den Einsatz von erneuerbaren Energien betrifft. Der Minister rief zur Zusammenarbeit der am Symposium teilnehmenden Vertreter der Wirtschaft auf, damit Griechenland aus den Erfahrungen Deutschlands profitieren könne. Die geographische Lage Griechenlands sei besonders günstig, so der Minister weiter, was die Solarenergie betrifft. Die Deutsch-Griechische Industrie- und Handelskammer erklärte sich bereit, Investitionsvorhaben deutscher und griechischer Unternehmen zu unterstützen, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu fördern.

16.10.2003   Quelle: Deutsch-Griechische Industrie- und Handelskammer

 

S.A.G. Solarstrom AG präsentiert neue Anlagemöglichkeit

Die S.A.G. Solarstrom AG stellte erstmals einer breiteren Öffentlichkeit ein Angebot Photovoltaik-Investoren vor. Während des 2. Freiburger Tages der ethischen und ökologischen Geldanlage im September 2003, präsentierte das Unternehmen die Investitionsmöglichkeit. "Das Veranstaltungsmotto 'Zukunftssicher anlegen' charakterisiert auch ein wichtiges Merkmal unseres Angebotes", sagte S.A.G.-Vorstand Uwe Ilgemann. Mit dem Angebot der S.A.G. Solarstrom AG würden Anleger schlüsselfertige Solarkraftwerke ab 25 kWp finanzieren und eine Rendite von sechs Prozent und mehr gewinnen.

Das Modell sei so einfach wie attraktiv, betont die S.A.G. Solarstrom AG. Der Investor kaufe ein Solarkraftwerk zum Festpreis und ohne Mehrkostenrisiko. Die erforderlichen Dachflächen seien bereits vorhanden. Sie sind Teil der Full-Service-Leistung, welche die S.A.G. Solarstrom AG anbietet. Das Unternehmen besorgt darüber hinaus die Pachtverträge für die Dächer, lässt Gutachten erstellen, die den Standort und die Solartechnologie qualifiziert bewerten und damit die Ertragsprognose absichern und baut die Anlage. Für den Investor entfalle jeglicher organisatorische und bürokratische Aufwand. Auf Wunsch übernimmt die S.A.G. auch die Wartung und den Betrieb der Anlage und rechnet im Auftrag des Besitzers mit dem Energieversorger ab.

Eine besondere Sicherheit in dieser Anlage beruhe auf gesetzlicher Grundlage. Denn das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) garantiert, dass solar erzeugter Strom zu einem festgesetzten Preis vergütet wird - und das 20 Jahre lang. Bei einer Berechnung von 55 Cent je kWh, wie sie der Entwurf zum Einspeisegesetz 2004 vorsieht, betrage die Rendite sechs Prozent, so S.A.G. Zusätzlich könnten hohe Verlustzuweisungen im ersten Betriebsjahr erfolgen. "Es handelt sich dabei um eine sicher verzinste und steuerlich lukrative Geldanlage", so Illgemann. Private Kapitalanleger wie institutionelle Investoren profitierten von der Erfahrung der S.A.G. Solarstrom AG. Denn das Unternehmen betreibe selbst 50 Solarkraftwerke und verfüge daher über entsprechendes Know-how.

16.10.2003 Quelle: S.A.G. Solarstrom AG


 

Sonne und Pellets: 100% klimafreundliches Heizen

Vollständig regenerative Heizsysteme erfüllen alle Eigenschaften, die man von einer modernen Heizung erwartet, so die Paradigma, Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG in einer Pressemitteilung.  Die Kombination aus Solaranlage und Holzpelletskessel ist bequem wie eine Gas- oder Ölheizung, sicher und umweltgerecht wie der nachwachsende Rohstoff Holz. Preisgünstig und preisstabil werden Pellets-Systeme und Solaranlagen durch die staatliche Förderung und Steuervergünstigungen.

Seit April 2003 präsentiert sich der Paradigma-Holzpelletsessel „Pelletti“ im neuen, ansprechenden Design. Das Paradigma-Pellets-Heizsystem wärmt mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz in Form von Pellets. Pellets sind zylindrische Presslinge, nur 6 mm dick und halb so lang wie ein Streichholz. Sie werden automatisch vom Lagerraum in den Brenner transportiert. Holznachlegen entfällt. Eine bewährte Regeltechnik stimmt die einzelnen Komponenten optimal aufeinander ab. Das Ergebnis ist die effiziente Nutzung des Brennstoffs Pellets und eine bedarfsgerechte Funktion der gesamten Heizanlage.

Die Verwendung von Holzpellets lohnt sich dreifach, betont Paradigma: Hergestellt wird der Brennstoff aus Holzresten der Sägeindustrie ohne Zusatz chemischer Bindemittel. Die Verfügbarkeit der Pellets sei im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen durch das Nachwachsen des Holzes sicher gestellt. sie wachse viel mehr nach als momentan genutzt werden kann. Außerdem sind Pellets von der Ökosteuer befreit. Als landwirtschaftliches Produkt beträgt der Mehrwertsteueranteil nur 7 statt 16 Prozent. Ein weiterer Vorteil für Bauherren: Seit dem Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Februar 2002 benötigen Bauherren einen Energiebedarfsausweis, in dem der Primärenergiebedarf eines Gebäudes dargestellt wird. Holzpellets-Anlagen wie das Paradigma-Heizsystem Pelletti sind von dieser Nachweispflicht befreit. Das spart Zeit, Geld und Aufwand, unterstreicht Paradigma.

Der Staat fördert klimafreundliche Heizsysteme im Rahmen seiner Klimaschutzpolitik. Der Pelletti-Kessel wird nach dem Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien mit mindestens 1.500 Euro bezuschusst. Wer zusätzlich noch eine Solarkollektoranlage installiert, erhält pro angefangenen Quadratmeter Kollektorfläche 125 Euro. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt darüber hinaus im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms seit Juni 2003 zinsgünstige Kredite für den Ersatz von alten Heizkesseln durch automatisch beschickte Holzpelletskessel in Kombination mit einer Solarwärmeanlage.

16.10.2003   Quelle: Paradigma, Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG
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Freiburg: solar info center erstes emissionsfrei beheiztes Bürogebäude Deutschlands

SIC Freiburg
SIC Freiburg

Das solar info center (sic) in Freiburg/Breisgau ist nach Angaben der Bauherren das erste Bürogebäude in Deutschland das komplett emissionsfrei beheizt wird.  Möglich sei dies durch ein Einspar-Contracting mit dem vorgelagerten fossilen Universitätsklinikums-Heizkraftwerk. Wie ein unabhängiges Gutachten bestätige, sei die dadurch eingesparte Wärmemenge größer als der Heizenergiebedarf des solar info center. Damit erweise sich die Fernwärmeversorgung unter ökologischen Gesichtspunkten als optimale Variante für den Restwärmebedarf des Niedrigenergiegebäudes.

Das solar info center als Kompetenzzentrum für nachhaltiges Bauen versteht seinen 14.000m2 Neubau als Beispiel für die Synthese von ökologischem und kostenbewussten Bauen. Neben einer energieeffizienten Gebäudehülle, Photovoltaik und Solarkollektoren wurde dabei ganz bewusst auch die klimafreundliche Verbesserung der über das Grundstück führenden Fernwärme einbezogen. „Selbstverständlich haben wir alle Aspekte solaren Bauens berücksichtigt“, sagt Rolf Buschmann, Geschäftsführer der solar info center GmbH. „Das solar info center ist ein 3-Liter-Haus, sein Energiebedarf bleibt weit unter den gesetzlich zulässigen Werten. Doch wir haben bei der Deckung des Restenergiebedarfs bewusst über den Tellerrand hinaus geschaut. Dabei stellte sich heraus, dass eine Effizienzverbesserung im fossil befeuerten Uniklinik-Heizkraftwerk eine stärkere Emissionsminderung bringt als zum Beispiel ein Holzhackschnitzel-Blockheizkraftwerk.“

Im solar info center werden unter einem Dach unabhängige Firmen Produkte und Dienstleistungen rund um nachhaltiges Bauen und erneuerbare Energien anbieten, von der Planung bis zur Vermarktung. In das sic ziehen ab Dezember 2003 Spezialisten für Energie- und Baufragen wie Architekten, Planer, Forscher, Vermarkter. Solarmärkte werden ökologische Baustoffe und Solaranlagen verkaufen. Ein großer Seminarbereich bietet Platz für Tagungen, Veranstaltungen und Weiterbildungen. Ein Ausstellungsbereich informiert über den neuesten Stand der Technik. Das Fraunhofer-Solar Building Innovation Center SOBIC demonstriert neueste Produkte und Bautechniken für die Praxis. Die Eröffnungsfeier ist für das erste Halbjahr 2004 geplant. Der Bürokomplex mit etwa 14.000m² kostet rund 26 Millionen Euro und wird finanziert über einen Spezial-Immobilienfonds.

15.10.2003   Quelle: solar info center
Bildquelle: SIC Freiburg

 

Bioenergie: Informationsmaterial für Installateure und Heizungsbauer

Fachinformationen für Installateure und Heizungsbauer über Holzheizungen bieten die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) und der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). In einer groß angelegten Aktion informieren die FNR und der ZVSHK Handwerker über moderne Holzheizungssysteme.  Ob Scheitholz- oder Pelletkessel, die Broschüren bieten dem Handwerksbetrieb das nötige Basiswissen rund um Technik, Planung und Rahmenbedingungen. Die kostenlosen Broschüren können direkt bei der FNR bestellt werden.

Nicht nur auf Grund der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV), sondern auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten wachse das Interesse von Verbrauchern an Holzheizungen, so die FNR. Sie würden mehr und mehr eine Alternative am Markt und letztlich sei es der Installateur, der seinen Kunden bei Fragen zu diesen Feuerungsanlagen Rede und Antwort stehen muss. Dabei soll das von der FNR zur Verfügung gestellte Informationsmaterial eine Hilfestellung geben.

In der Marktübersicht Pellet-Zentralheizungen sind sämtliche auf dem Markt erhältlichen Pelletkessel neutral und mit allen nötigen Daten und Preisen aufgelistet. Besondere Einbau- und Bedienungsmerkmale machen die Marktübersicht für Handwerker besonders interessant.
Die Marktübersicht zu Scheitholz-Vergaserkesseln bietet den gleichen Service. Zudem umfasst ein gesondertes Kapitel die Klasse der Scheitholz-Pellet-Kombinationskessel. Detaillierte Basisdaten findet der Installateur im Handbuch Bioenergie-Kleinanlagen. Mit 184 Seiten stellt es ein umfassendes Nachschlagewerk für alle Fragen zu Kleinfeuerungsanlagen dar.

Das Informationsmaterial kann im Internet bestellt werden unter http://www.fnr-server.de/installateure

15.10.2003   Quelle: FNR

 

NEG Micon errichtet größte Windenergieanlage Dänemarks

NEG Micon
NEG Micon.

Am 7. Oktober 2003 errichtete NEG Micon A/S die bisher größte Windenergieanlage Dänemarks auf dem Testgelände des Forschungszentrums Risø bei Høvsøre.  Die Anlage, eine NM110, ist ein Prototyp der neuen 4,2 MW Offshore-Anlage mit der Leistungsregulierung „Pitch Regulated Variable Speed“ (PRVS). Mit einer Kapazität von 4,2 Megawatt (MW) und einem Rotordurchmesser von 110 Metern entspreche die neue Anlage den ständig steigenden Anforderungen an die Leistungsfähigkeit modernster Offshore-Anlagen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Darüber hinaus zähle die Anlage zu den leichtesten ihrer Klasse. Das verhältnismäßig geringe Gewicht und die besonderen Offshore-Eigenschaften gewährleisteten eine erhöhte Kosteneffizienz, welche Offshore-Anlagen der Zukunft leisten müssten.

„Offshore-Windparks sind in der Regel umfangreiche Projekte mit mehr als 100 MW. Eine hohe Generatorenkapazität ist daher eine der entscheidenden Eigenschaften zukünftiger Offshore-Anlagen. Je weniger Anlagen in einem Park errichtet werden, umso niedriger sind die Kosten für Fundamente und Installation. Im Verhältnis zur gesamten Lebensdauer eines Projekts bedeutet die Verbesserung des gesamten Finanzierungspakets eine Reduzierung der Kosten pro geleisteter Kilowattstunde. Die NM110 eignet sich daher hervorragend für die Offshore-Windparks der Zukunft," erläutert der Entwicklungsleiter von NEG Micon, Ole Gunneskov. Gunneskov fügt hinzu, dass der NM110 eine bewährte und gründlich getestete Technologie zu Grunde liege. Die bevorstehenden Tests des Prototyps würden daher aller Wahrscheinlichkeit nach keine nennenswerten Schwierigkeiten bereiten. Die Serienproduktion der Anlage soll voraussichtlich innerhalb eines Jahres beginnen können.

Die Offshore-Standorte stellen laut NEG Micon besonders hohe Anforderungen an einen zuverlässigen Betrieb und einen niedrigen Wartungs- und Instandhaltungsaufwand. Auf diese Eigenschaften sei bei der Entwicklung der NM110 besondere Rücksicht genommen worden. „Die Anlagen von NEG Micon zeichnen sich generell durch eine hohe Verfügbarkeit aus. Für Offshore-Anlagen ist ein zuverlässiger Betrieb eine ultimative Forderung. Die erschwerte Zugänglichkeit der Standorte auf See hat selbstverständlich einen höheren Serviceaufwand zur Folge. Der zuverlässige Betrieb war deshalb eine der Hauptanforderungen an die NM110," so Gunneskov. Die Technologie und Konstruktion der NM110 erlauben die Reduzierung der jährlichen Inspektionen auf eine statt der üblichen zwei. Darüber hinaus ist die Anlage mit einem internen Kransystem ausgestattet, das eine zusätzliche Reduzierung des Serviceaufwands ergibt.

Windenergieanlagen werden heutzutage netztechnisch den Kraftwerken gleichgestellt. Das stelle erhöhte Ansprüche an die Netzfunktion sowie die Technologie der Anlagen. Die Leistungsregulierung der NM110 erfolge mit dem PRVS-System (Pitch Regulated Variable Speed). Zusammen mit der fortschrittlichen Leistungselektronik erfüllte die Anlage die Anforderungen der Netzbetreiber und Stromgesellschaften an Netzstabilität und -qualität.

15.10.2003   Quelle: NEG Micon A/S
Bildquelle: NEG Micon A/S

 

Shell Solar eröffnet zweite Herstellungslinie für Solarzellen in Gelsenkirchen

Solarfabrik Gelsenkirchen: zweite Fertigungslinie.
Solarfabrik Gelsenkirchen: zweite Fertigungslinie.

Die Shell Solar GmbH mit Sitz in München hat am 9. Oktober die zweite Fertigungslinie für Solarzellen in ihrem Werk in Gelsenkirchen in Betrieb genommen.  Die neue Linie wird mehr als 6 Millionen Solarzellen pro Jahr mit einer Spitzenleistung von insgesamt 15 Megawatt (MWp) herstellen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Damit werde die bisherige Fertigungskapazität mehr als verdoppelt und der Output des Werkes Gelsenkirchen auf insgesamt 25 MWp pro Jahr gesteigert. Das entspreche dem jährlichen Stromverbrauch von etwa 6.000 westeuropäischen Haushalten. Die Gesamtinvestitionen von Shell Solar in das vor vier Jahren eröffnete Werk Gelsenkirchen belaufen sich nach eigenen Angaben inzwischen auf 30 Millionen Euro.

Die Solarfabrik Gelsenkirchen ist laut Shell weltweit eine der modernsten Fertigungsanlagen für Solarzellen. Mit der neuen, vollständig automatisierten Fertigungslinie würden multikristalline Solarzellen mit einem höheren Wirkungsgrad produziert. Diese neuen multikristallinen Solarzellen sind dünner und besitzen eine größere Oberfläche, wodurch sie mehr Licht aufnehmen können. Während die Solarzellen aus der neuen Fertigungslinie einen Wirkungsgrad von 15 Prozent erreichten, liege der Wirkungsgrad der in der ersten Linie gefertigten Solarzellen noch bei 13 Prozent. Die Effizienzsteigerung sei auf neue Technologien zurückzuführen: Es werde eine fortschrittliche Passivierungstechnologie angewandt und durch Verwendung einer Säuremischung eine texturierte Oberfläche geschaffen. Dadurch würden Elektronen, die für die Energieleistung ausschlaggebend sind, besser ausgenutzt. Dank der neuen Technologie sänken auch die Stückkosten. Kostenreduktion bleibe ein vordringliches Ziel der Solarzellenfertigung; denn nur so könne die Wettbewerbsfähigkeit von Solarenergie gegenüber anderen Energieträgern gesteigert werden, betont Shell Solar.

Kurt Döhmel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Shell Deutschland Holding GmbH, Hamburg, sieht die Erfolgsaussichten für die deutsche Photovoltaik-Industrie entscheidend von einer funktionierenden Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik abhängig. „Die Fertigung von Solarzellen und -modulen ist eine Zukunftsbranche, in der sich Deutschland im weltweiten Wettbewerb eine hervorragende Basis erarbeitet hat. Photovoltaik ist High-Tech, und 70 Prozent der deutschen Photovoltaik-Wertschöpfung liegen heute im Inland. Gleichwohl ist Photovoltaik aber immer noch ein sehr kleiner und sehr junger Industriezweig. Allein, ohne die Unterstützung der Politik und ohne entsprechende Rahmenbedingungen, kann dieser neue Wirtschaftszweig in Deutschland noch nicht überleben.“ Vor diesem Hintergrund sei die anstehende Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) von existenzieller Bedeutung für die gesamte Solarindustrie. Trete die Gesetzesnovelle nicht zum 1. Januar 2004 in Kraft, werde es im nächsten Frühjahr zu Einbrüchen im Photovoltaik-Markt kommen.

Nachbesserungsbedarf sieht Döhmel besonders bei der Höhe des Basisvergütungssatzes. Nur bei einer angemessenen Vergütung könne auch für Solarparks eine entsprechende Mindestrendite dargestellt werden und nur derartige Freiflächen-Anlagen würden die für weitere Kostenreduktionen erforderlichen Stückzahlen bringen. „Fassaden und Dächer allein reichen nicht!“, so Döhmel weiter. Der mit den Naturschutzverbänden gefundene Kompromiss über zu nutzende versiegelte oder intensiv vorgenutzte Flächen bietet seiner Meinung nach eine gute Grundlage.

14.10.2003   Quelle: Shell Solar GmbH
Bildquelle: Shell Solar GmbH

 

Brennstoffzelle im Bauerhof: Vorgeschmack auf das Wasserstoff-Zeitalter

Rappenecker Hof, Brennstoffzelle.
Rappenecker Hof, Brennstoffzelle.

Der Rappenecker Hof auf der Gemarkung Oberried nahe Freiburg, bekannt als solares Vorzeigeobjekt, startet in eine neue Phase der Energiezukunft: Mit der ersten Brennstoffzelle, die im Alltagsgebrauch eingesetzt wird, nimmt der Rappenecker Hof ein Stück Wasserstoff-Zukunft vorweg.  Das berichtet das Freiburger Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in einer Pressemitteilung. Mit der Brennstoffzellen-Technik könnte dereinst das Solarzeitalter beginnen, versprechen ernstzunehmende Szenarien. Tradition und Vision brauchen kein Gegensatz zu sein. Der im 17. Jahrhundert erbaute Rappenecker Hof, Ausflugs- und Wanderziel für Tausende von Freiburgern, gibt dafür ein eindrucksvolles Beispiel. Schon seit Jahren ist der Hof, der nicht an die öffentliche Stromversorgung angeschlossen ist, als Vorzeigeobjekt bekannt: Das typische Schwarzwalddach sorgt mit einer Solarstromanlage für eigenen Strom, unterstützt von einem Dieselgenerator und einem Windrad.

Jetzt beginnt auf dem Schwarzwaldhof eine neue Phase der Energiezukunft: Mit einem Brennstoffzellen-Aggregat zur gleichzeitigen Produktion von Wärme und Strom. Partner bei diesem innovativen Projekt sind unter anderem das Fraunhofer ISE und der regionale Energieversorger badenova. Badenova unterstützt das aktuelle Projekt mit 250.000 Euro aus seinem Innovationsfonds. „Was wir hier maßgeblich mitfinanzieren, ist ein Stück Energiezukunft des 21. Jahrhunderts“, beschreibt badenova-Vorstand Mathias Nikolay das Vorhaben. „Ohne die Finanzierung durch badenova wäre das Projekt schwer umsetzbar gewesen“, fasst Dr. Volker Wittwer, stellvertretender Leiter des Fraunhofer ISE, zusammen.

Brennstoffzellen in der Praxis

Mit dem Projekt Brennstoffzelle nimmt der Rappenecker Hof erneut eine Vorreiterrolle ein und ist Wegbereiter für umweltfreundliche Energieversorgungssysteme auf der ganzen Welt. Bereits 1987 war er mit seiner solaren Inselversorgung wegweisend für die Stromversorgung zahlreicher Alpenhütten und für ländliche Elektrifizierungsprojekte. Nun setzt er einen Meilenstein auf dem Weg in die Wasserstofftechnologie. Wasserstoff wird als ein wichtiger Baustein einer künftigen schadstofffreien Energiewirtschaft eingeschätzt. Forscher arbeiten mit Hochdruck an dieser Vision. So erforscht das Fraunhofer ISE sowohl innovative Technologien zur Gewinnung wie zur Verstromung von Wasserstoff. Am Rappenecker Hof können die Freiburger Forscher nun erstmals ein Brennstoffzellensystem im realen Einsatz in einem autarken Energieversorgungssystem testen.

Der Einsatz von Bennstoffzellen erlaubt gegenüber Dieselgeneratoren eine mehr als doppelt so hohe Effizienz bei der Stromerzeugung. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Wartungsaufwand für Brennstoffzellen. Die Wartung von Motorengeneratoren hingegen verursacht hohe Kosten. In einer Brennstoffzelle werden Wasserstoff und Sauerstoff in einer »kalten Verbrennung« mit hohem Wirkungsgrad zu Strom umgewandelt, wobei auch die entstehende Wärme genutzt werden kann. Es entstehen keine Abgase, sondern lediglich Wasser. Bei der jetzt am Rappenecker Hof verwendeten Brennstoffzelle kommt der Wasserstoff aus Gasflaschen. In der Perspektive besteht die Hoffnung, diesen Brennstoff aus regenerativen Energiequellen zu gewinnen und damit zu einem komplett schadstofffreien Energiesystem zu gelangen.

„Tag der offenen Tür“ am Rappenecker Hof: Sonntag, 19. Oktober 2003

Wer das neue Energiekonzept am Rappenecker Hof ganz genau kennen lernen will und sich etwa dafür interessiert, wie eine Brennstoffzelle funktioniert, ist am kommenden Sonntag, 19. Oktober, am Rappenecker Hof zu einem »Tag der offenen Tür« eingeladen. Wissenschaftler des Fraunhofer- Institutes stehen für Informationen direkt zur Verfügung, wenn der Schwarzwaldhof einen Blick hinter die Kulissen seines innovativen Energiekonzeptes gestattet. Von 10 Uhr bis 18 Uhr stehen zudem Mitarbeiter von badenova zur Verfügung, die über Regiostrom, über den badenova-Innovationsfonds und über zahlreiche ökologische Aktivitäten des Unternehmens informieren. Für Besucher gibt es einen kostenlosen Buspendelservice ab Kirchzarten (Bahnhof) stündlich (jeweils zur vollen Stunde ab 10 Uhr).

14.10.2003   Quelle: Fraunhofer ISE; badenova-Unternehmenskommunikation
Bildquelle: Fraunhofer ISE.
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Nur schwacher Rückgang der CO2-Emissionen im Jahr 2002

Die energiebedingten CO2-Emissionen haben in Deutschland im Jahre 2002 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % abgenommen auf rund 834 Millionen Tonnen.  Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW ) bezeichnet in einem Wochenbericht die schwache Konjunktur sowie die mildere Witterung als maßgeblich für diesen Rückgang. Temperaturbereinigt ergebe sich ein Rückgang um lediglich 0,2 %. Im Vergleich zum international vereinbarten Basisjahr 1990 seien die CO2-Emissionen im Jahre 2002 unbereinigt um rund 15 % und temperaturbereinigt um annähernd 16 % niedriger ausgefallen.

Deutschland gehört laut DIW zu den wenigen Industrieländern, in denen die CO2-Emissionen in den 90er Jahren reduziert worden sind, doch seien die Fortschritte geringer als von der Bundesregierung angestrebt. Der Abstand zu ihrem ambitionierten nationalen Reduktionsziel für das Jahr 2005 – der Senkung der CO2-Emissionen gegenüber 1990 um ein Viertel – betrage rund 90 Millionen Tonnen CO2. Um eine Senkung in dieser Größenordnung zu erreichen, müssten die temperaturbereinigten CO2-Emissionen in den nächsten drei Jahren jeweils um rund 30 Millionen Tonnen reduziert werden, das heißt um 3,8 %. Eine derart hohe Rate habe es bisher nur einmal gegeben, Anfang der 90er Jahre als Folge des drastischen wirtschaftlichen Einbruchs in den neuen Bundesländern. Von 1991 bis 2002 habe die jahresdurchschnittliche Emissionsminderung nur knapp 1 % betragen

Vor diesem Hintergrund scheine die Verwirklichung des für 2005 genannten Zieles als aussichtslos, so das DIW. Selbst das im Rahmen des europäischen „burden sharing“ vereinbarte Ziel könne verfehlt werden, die Treibhausgasemissionen bis 2008/2012 gegenüber 1990 um 21 % zu mindern, wenn die klimaschutzpolitischen Anstrengungen nicht konsequent fortgesetzt würden.

14.10.2003   Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW )

 

FVS: Forschung öffnet neue Horizonte für Solarzellen

Siliciumsolarzelle mit 20% Wirkungsgrad
Papierdünne Siliciumsolarzelle mit 20% Wirkungsgrad

Der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) hat die neusten Ergebnisse der Solarzellenforschung aus seinen Mitgliedsinstituten präsentiert. Am 25. und 26. September wurden im Energieforum / International SolarCenter in Berlin neue Perspektiven für die Photovoltaik aufgezeigt.  Forschung und Entwicklung zeigen laut FVS Erfolge: Für die Photovoltaik eröffnen sich neue technologische Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Kostensenkungspotenziale.

Die ökologischen und volkswirtschaftlichen Vorteile von Solarstrom gegenüber den konventionellen Energien sowie das außerordentlich hohe technische Potenzial machen ihn zu einem entscheidenden Bestandteil im Energiemix der Zukunft. Der Sprecher des FVS, Prof. Dr. Joachim Luther betonte: „Die Photovoltaik hat langfristig gesehen eine unverzichtbare energiewirtschaftliche Perspektive in Deutschland.“

Um das Solarstrom-Potenzial zu erschließen, sei eine engagierte und langfristig angelegte Forschung und Technologieentwicklung unabdingbar. Voraussetzung hierfür sei eine stetige und deutlich steigende Förderung für die Forschung und Entwicklung. Die Bundesregierung plane allerdings, die Forschungsmittel für erneuerbare Energien und rationelle Energieverwendung im nächsten Jahr drastisch abzusenken, um zirka 40 Millionen Euro. Der FVS fordert dagegen nach wie vor eine Verdoppelung der öffentlichen Forschungsförderung für erneuerbare Energien auf 300 Mio. Euro innerhalb der nächsten fünf Jahre.

Die neuesten Ergebnisse der Solarzellenforschung belegen laut FVS, dass die Photovoltaik ein zunehmend wirtschaftliches Potenzial entwickelt. So eroberten Solarzellen nach und nach vielseitige Märkte. Innovative Produktionstechniken für dünne Silicium-Solarzellen schaffen die Basis für weniger Materialverbrauch und merkliche Kostensenkungen. Dünnschichtsolarzellen können auf Grund ihrer Materialeigenschaften auch auf flexiblen Substraten, wie Metall- oder Polymerfolien, aufgebracht werden, wodurch sich neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnen. Bifaciale Solarmodule, die das Sonnenlicht mit ihrer Vor- und Rückseite nutzen, erlauben eine deutliche Steigerung des Wirkungsgrades. Neue Ansätze in der Leistungselektronik ermöglichen preiswertere Photovoltaikanlagen mit hohen Wirkungsgraden. Neben den etablierten Silicium-Solarzellen schaffen Solarzellen auf Galliumarsenid-Basis und neue Dünnschichtsolarzellen den Sprung von der Forschung in den PV-Markt. Technologische Fortschritte und neue Materialien führen zu Rekordwirkungsgraden von über 30 %, zur Verkürzung der Energierückzahlzeiten auf unter zwei Jahre und zur multifunktionalen Nutzungen von PV-Anlagen (Stromerzeugung, Fassadengestaltung, Abschattung und Schalldämmung).

Die Ziele des ForschungsVerbunds Sonnenenergie sind in einer neuen Broschüre nachzulesen. In der Broschüre „Forschungsziele 2004“ stellt der FVS seine Projekte für die nächsten Jahre vor. Sie gibt einen Überblick, mit welchen Technologien die Energieversorgung mit Strom, Wärme, Treib- und Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien gewährleistet werden kann und beantwortet die Frage, wofür die Solarenergieforschung die geforderten Forschungsmittel benötigt. Die Broschüre ist kostenlos in der Geschäftsstelle des FVS erhältlich und wird auch im Internet angeboten unter http://www.fv-sonnenenergie.de/publikationen/forschungsziele_2004_01_02.pdf (PDF; 626 kb)

13.10.2003   Quelle: ForschungsVerbund Sonnenenergie
Bildquelle: Fraunhofer ISE
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Tagung: Ruhrgebiet als Region der Zukunftsenergien

Auf der Suche nach seiner wirtschaftlichen Zukunft ist das Ruhrgebiet fündig geworden: Der Kohle- und Stahlstandort von gestern wandelt sich zu einer modernen Energieregion.  „In kaum einer anderen Region findet man mehr Know-how in Sachen Energie als hier: Energiegewinnung, effiziente Energienutzung und erneuerbare Energien sind Bereiche, die bereits viele neue Arbeitsplätze im Revier geschaffen haben und auch noch schaffen werden“, so NRW-Energieminister Dr. Axel Horstmann auf der Tagung „Zukunftsenergien im Ruhrgebiet“. Sie wurde veranstaltet vom Wissenschaftspark Gelsenkirchen in Kooperation mit Eurosolar und mit Unterstützung der Energieagentur NRW sowie der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW am 8. und 9. Oktober im Wissenschaftspark Gelsenkirchen.

Über 170 Fachleute erörterten an zwei Tagen, wie der Wandel des Ruhrgebiets zum neuen Energiestandort noch besser vorangetrieben werden kann. „Das Ruhrgebiet hat sich als Standort von Forschung, Produktion und Anwendung zu einer Region mit geballter Kompetenz auf dem Gebiet der Zukunftsenergien entwickelt“, so Minister Horstmann. Solarzellen aus Gelsenkirchen und die landwirtschaftliche Biogasanlage auf Hof Loick in Dorsten-Lembeck stünden nicht in Konkurrenz, sie würden sich vielmehr ergänzen. „NRW hat mit seiner einzigartigen Tradition der Energietechnik die Chance, daraus seine Stellung als das Energieland Europas auszubauen. Eine wichtige Rolle werden dabei das neue Zentrum für BrennstoffzellenTechnik in Duisburg und das Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle NRW spielen.“, so Horstmann. Verschiedene Unternehmen aus der Ruhrregion, wie RWE, Masterflex oder Hydrogenics haben ihre technologische Kompetenz in diesem Bereich bereits bewiesen,“ betonte Prof. Dr.-Ing. Hartmut Griepentrog, Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser AG und Projektleiter der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW.

Dr. Hermann Scheer, Träger des alternativen Nobelpreises und Präsident von Eurosolar unterstrich die globale Bedeutung der erneuerbaren Energien: „In der Nutzung solarer Energie liegt nicht nur der Schlüssel zur Überwindung unserer Energieprobleme, sondern auch ein Schlüssel zur Überwindung von Unterentwicklung in der Dritten Welt, “ so Scheer. Die Anlagenproduktion für Erneuerbare Energien verzeichne jährlich Wachstumsraten von 30 Prozent. In den letzten fünf Jahren seien 100.000 Arbeitsplätze entstanden. Scheer: „Auf der Basis des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist die deutsche Industrie für Erneuerbare Energien klarer Weltmarktführer geworden. Bei zügiger Weiterentwicklung werden bis zum Jahr 2010 500.000 neue Arbeitplätze in dieser Branche entstehen.“

Im Fachforum „Erneuerbare Energien in den Kommunen“ verwies Irm Pontenagel (Eurosolar) auf den Leitfaden „Erneuerung von Gemeinden und Regionen durch Erneuerbare Energien“, der von Eurosolar herausgegeben wurde. Der Stadtverordnete Fabio Longo berichtete, wie die hessische Stadt Vellmar durch städtebauliche Verträge sichergestellt hat, dass in einem Neubaugebiet alle geplanten Wohneinheiten mit Solarkollektoren ausgerüstet werden müssen. Longo ist überzeugt, „dass wir mit der Rechtsform des städtebaulichen Vertrages das richtige Instrument für die solare Vollversorgung von Wohngebieten in den Händen halten.“

„Damit die enormen Potentiale des Ruhrgebiets als Region der Zukunftsenergien erschlossen werden, müssen wir auch weiterhin dafür sorgen, dass Kommunikation und Kooperation über Stadt- und Branchengrenzen hinweg in dieser Region intensiviert wird“, sagte Dr. Heinz-Peter Schmitz-Borchert, Geschäftsführer des Wissenschaftsparks Gelsenkirchen.

Weitere Informationen: http.//www.wipage.de/solar, und http.//www.ea-nrw.de


13.10.2003   Quelle: EUROSOLAR

 

Solvis bietet kostenlose Schulungen für Solar- und Heiztechnik

Dreitägige Intensivseminare zur Solar- und Heizungstechnik für Fachhandwerker veranstaltet die Braunschweiger SOLVIS Gmbh & Co KG.  Die kostenlose Fortbildung beim Hersteller umfasst den Aufbau, die Montage, Inbetriebnahme und Wartung von Solar-Komplettsystemen am Beispiel von Produkten aus dem Unternehmen. Der erste Tag bietet unter anderem Informationen zum Markt und zu staatlichen Förderprogrammen. Weitere Themen sind der Solarheizkessel SolvisMax (Testsieger bei Kombi-Solarsystemen mit integriertem Brenner, Stiftung Warentest 04/2003), Kollektoren und Regelungstechnik mit nur einem Systemregler für Heizung und Warmwasser sowie Pelletkessel in Verbindung mit Solar-Schichtspeichern. Die Schulungstage können auch einzeln gebucht werden. Die Themengebiete ergänzen sich laut Solvis ohne Überschneidungen. Eine grundlegende Einführung sowie eine Betriebsbesichtigung finden nur am ersten Tag statt.

Die nächsten Seminare finden statt vom 15.-17. Oktober und vom 26.-28. November bei Solvis in Braunschweig. Weitere Termine, Informationen und ein Anmeldeformular gibt es im Internet unter www.solvis.de.

13.10.2003   Quelle: SOLVIS Gmbh & Co KG

 

Greenpeace-Protest gegen Kohle-Subventionen

Gegen die „Pro-Kohle-Politik“ von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) protestierten am 09.Oktober 25 Greenpeace-Aktivisten vor dem Wirtschaftsministerium in Berlin.  Mit Kipplastern haben sie zwei mannshohe Berge - einen aus Kohle und einen aus "Steuergeld"-Säcken - in den Eingang des Ministeriums geschüttet. Die Berge sollen die Verschwendung von Steuergeldern für die Förderung von Kohle zeigen, so Greenpeace. Auf einem Banner forderten die Umweltschützer: "Keine Subventionen für Kohle! Erneuerbare Energien fördern!"

"Die Kohleindustrie vernichtet gigantische Mengen unserer Steuergelder", sagte Jörg Feddern, Energieexperte von Greenpeace. "Viereinhalb Milliarden Euro verschwinden jedes Jahr in direkten und indirekten Subventionen für diese veraltete Energieform. Dagegen erhalten die sauberen neuen Energien gerade einmal 124 Millionen - das sind nicht einmal drei Prozent der Kohlesumme. Wenn Herr Clement von einer Dauersubvention der Erneuerbaren Energien spricht, verkehrt er die Tatsachen und täuscht die Bürger." Für erneuerbare Energien arbeiten laut Greenpeace schon heute deutlich mehr Menschen (130.000) als in der Kohleindustrie (93.000).

Seit Wochen wird zwischen Industrie und Regierung, aber auch innerhalb der Bundesregierung über die zukünftige Energiepolitik diskutiert. Anlass ist die anstehende Erneuerung des deutschen Kraftwerkparks. Rund die Hälfte der Kraftwerke müssen in den nächsten 20 Jahren aus Altersgründen und wegen des Atomausstiegs ersetzt werden. Die Energiekonzerne wollen dafür neue Kohlekraftwerke bauen, so Greenpeace. Dazu forderten sie von der Bundesregierung die nötigen Emissionsrechte, staatliche Genehmigungen zur Freisetzung von Kohlendioxid. Clement dränge darauf, den Konzernen die Genehmigungen zu erteilen - und damit den Ausstoß des Klimakillers Kohlendioxid auf dem jetzigen hohen Niveau festzuschreiben, kritisieren die Umweltschützer.

"Wenn Clement und die Kohlelobby sich jetzt durchsetzen, kann Deutschland seine Klimaschutzziele vergessen", so Greenpeace Energie-Experte Feddern. "Neue Kohlekraftwerke wären eine Garantie für immer mehr Wetterextreme wie Hochwasser, Stürme und Dürren in den kommenden Jahrzehnten. Wir müssen jetzt die einmalige Chance nutzen und alte Kohlekraftwerke durch Windräder, Solarzellen und hoch effiziente Gaskraftwerke ersetzen." Technisch möglich sei bis zum Jahr 2050 ein Strommix aus über 60 Prozent erneuerbaren Energien, 30 Prozent aus effizienten Gaskraftwerken und unter zehn Prozent aus Steinkohle. Dafür müssten aber jetzt die Weichen gestellt werden - durch eine stärkere Förderung der Erneuerbaren Energien.

Die Spitzen der Energiewirtschaft, Wirtschaftsminister Clement und Umweltminister Trittin werden sich voraussichtlich am 10. November 2003
zum dritten Energiegipfel bei Bundeskanzler Schröder treffen.

10.10.2003   Quelle: Greenpeace e.V.

 

VDE: Stromversorgung in Deutschland derzeit gesichert; Risiko steigt

Angesichts der guten Substanz der Stromnetze und der Sicherheitsphilosophie in Deutschland besteht laut VDE kein Grund zur Panikmache in Sachen Versorgungssicherheit. Allerdings sollten die Stromausfälle in den USA und Italien nach Ansicht der VDE-Experten zum Anlass genommen werden, eine langfristig tragfähige Energiestrategie zu entwickeln.  Wenn der Energiemix und die Netzstrukturen nicht bald auf die Herausforderungen der Zukunft eingestellt würden, könnte die Zuverlässigkeit des Stromnetzes in den nächsten 20 Jahren erheblich sinken, warnt der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE)

Blackouts wie in den USA in Deutschland unwahrscheinlich

Die VDE-Experten weisen in einer Pressemitteilung darauf hin, dass großflächige Stromausfälle zwar auch in Deutschland nicht generell ausgeschlossen, aber doch sehr viel unwahrscheinlicher seien als in den USA. Dies liege vor allem an der deutschen Sicherheitsphilosophie im Hinblick auf Netzkonfiguration, Schaltanlagen-Design, Schutz- und Leittechnik sowie Lastabwurf und Regelleistung. So sei die Netzkonfiguration - anders als in den USA - durch eine homogene Verteilung von Last und Erzeugung sowie ein dichtes Übertragungsnetz mit relativ kurzen Leitungslängen charakterisiert (in Deutschland normalerweise unter 100 km, maximal 300 km; in den USA in der Regel mehrere 100 km, maximal 1500 km). Auch in der Schutz- und Leittechnik zeigten sich erhebliche Unterschiede. Die Schutzausrüstung habe in Deutschland einen deutlich höheren Standard, und der Informationsaustausch erfolge über sichere Verbindungen (und nicht über das Internet). Ähnlich positiv für Deutschland falle der Vergleich beim Lastabwurf und bei der Regelleistung aus.

Risiken für deutsches Stromversorgungssystem steigen

Das Italien-Szenario hingegen kommt nach Auffassung des VDE der deutschen Energieproblematik näher: Von dem Stromausfall in Italien am 28. September 2003 waren 57 Millionen Menschen betroffen. Italien ist wie Deutschland Teil des europäischen Stromverbunds UCTE, sei aber gegenwärtig mit größeren Strukturproblemen konfrontiert, die bei energiepolitischer Fahrlässigkeit auch auf Deutschland zukommen könnten: zu geringe Erzeugung im eigenen Land, hohe Importabhängigkeit, häufige Netzauslastung bis an die äußerste Grenze, zu wenig Investitionen in Erzeugung und Netze. In gewisser Weise sei Deutschland als UCTE-Verbundmitglied bereits betroffen, so der VDE. Bedenklicher sei aber, dass Deutschland momentan auf ein ähnliches Szenario wie Italien zusteuere, wenngleich zum Teil aus anderen Gründen. Deutschland sei noch weitestgehend von einer verbrauchsnahen Stromerzeugung geprägt. Aber durch die großflächige Nutzung der Windkraft im Norden, die Stillegung von Kraftwerken und durch immer mehr Horizontaltransite im liberalisierten Energiemarkt finde zurzeit eine Verschiebung statt. Die Netzstabilität sei gegenwärtig noch nicht gefährdet. Die Energietechniker im VDE weisen aber darauf hin, dass Deutschlands Netze nicht für Stromtransite über große Entfernungen konzipiert und geeignet sind. Auch im Bereich Regelleistung können sich nach Ansicht des VDE Probleme auftun. Durch den wachsenden Anteil der schwankungsstarken Windleistung steigen laut VDE die Anforderungen an die Regelfähigkeit der Kraftwerke, an die Spannungshaltung und an die lastnahe Blindleistungsbereitstellung. Diese werde sich durch die horizontalen Transite regional erhöhen.

Energiestrategie für zukunftsfähigen Energiemix notwendig

Perspektivisch ist die Versorgungszuverlässigkeit aus VDE-Sicht deshalb in Gefahr, und zwar aus technischen, wirtschaftlichen und politischen Gründen. Ähnlich wie in den USA finde auf dem deutschen und europäischen Strommarkt ein harter Preiswettbewerb statt. Unter dem Druck, Strom zu niedrigen Preisen anzubieten, würden Investitionen zurückgestellt, Betriebszeiten von Anlagen verlängert und die Aufwendungen in Instandhaltungsmaßnahmen zurückgefahren.
Darüber hinaus nähmen die Anlagenauslastung und der Energiehandel zu, während Netze verschlankt, Netzreserven abgebaut und Erzeugungsreserven minimiert würden.

Die Zuverlässigkeit der deutschen Stromversorgung wird laut VDE auch durch drohende Leistungsdefizite in Frage gestellt. So sei geplant, zwischen 2004 und 2021 alle Kernkraftwerke stillzulegen sowie die Kohleverstromung zu reduzieren. Das damit entstehende Leistungsdefizit soll durch Erneuerbare Energien kompensiert werden. Dies stelle eine enorme technische und finanzielle Herausforderung dar. Denn um die dezentrale Energieeinspeisung im allgemeinen sowie die Übertragung von Windenergie von Nord nach Süd im besonderen erhöhen zu können, seien erhebliche Netzausbauten mit komplizierten Genehmigungsverfahren nötig.

Nach Meinung des VDE müssen die Stromausfälle in Nordamerika, England, Südschweden und Dänemark sowie in Italien gründlich analysiert werden. Auf dieser Basis gelte es, Schlussfolgerungen für das deutsche Stromversorgungssystem zu erarbeiten. Zu diesem Zweck hat die Energietechnische Gesellschaft im VDE eine Task Force eingerichtet. Bereits die bekannten Fakten zeigten klar, dass die deutsche Stromversorgung gründlich auf den Prüfstand gestellt werden müsse. Darüber hinaus sei dringend erforderlich, ein zukunftsfähiges Konzept für die Energieversorgung in den nächsten Jahrzehnten zu entwickeln und die dafür nötigen Investition zu tätigen, so das Fazit des VDE.

10.10.2003   Quelle: VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.
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VW Audi Vertriebszentrum produziert Solarstrom

In der niedersächsischen Gemeinde Wedemark wurde das erste gemeinsame Projekt einer Kooperation zwischen der Volkswagen AG und BP Solar eingeweiht: Eine Solarstromanlage mit 9,6 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) auf dem Dach des regionalen Service- und Trainings-Centers des VW Audi Vertriebszentrums speist seit Mitte September Strom in das öffentliche Netz ein.  BP Solar lieferte die schlüsselfertige Photovoltaik-Anlage, die aus 80 Solarmodulen vom Typ BP MSX 120 und 4 Wechselrichtern „Sunnyboy 2100“ besteht. Mit einer maximalen Leistung von 120 Watt werden die multikristallinen BP-Module MSX 120 vorwiegend für große Photovoltaik Systeme eingesetzt.

Die Solarstromanlage wird jährlich ungefähr 7.200 Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht dem Strombedarf eines Einfamilienhauses mit 7 Bewohnern und spart im Jahr rund 8,2 Tonnen C02-Emissionen. Das umweltrelevante Engagement von VW betont der Leiter des Vertriebszentrums Wedemark, Ulrich Niermann: „Der verantwortungsbewusste Umgang mit natürlichen Ressourcen ist in den Umweltleitlinien der Volkswagen AG festgeschrieben. Wir tragen Verantwortung für die weitere Verbesserung der Umweltverträglichkeit unserer Produkte und die Verringerung der Beanspruchung von natürlichen Ressourcen. Um diesen Prozess aktiv zu unterstützen haben wir uns entschieden, eine Solarstromanlage auf dem Neubau zu installieren.“

Die Volkswagen AG und die zum BP Konzern gehörende BP Solar fördern seit September 2002 die Anwendung der Photovoltaik bei Volkswagen Händlerbetrieben. Neue Betriebe sowie Umbauten können mit Solaranlagen zur Stromerzeugung ausgerüstet werden. Das Engagement der Volkswagen-Händler im Bereich Solarenergie sei die konsequente Fortführung der Umweltaktivitäten vor Ort.

10.10.2003   Quelle: BP Solar
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Solarindustrie erweitert Produktionskapazitäten

In dieser Woche werden gleich zwei neue Produktionsanlagen für Solarzellen in Betrieb genommen.  Der sachsen-anhaltische Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) weihte am 07.10.2002 in Thalheim bei Bitterfeld das neue Werk der Q-Cells AG ein. Am 08.10.2003 geben Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) den Startschuss für die zweite Produktionslinie von Shell Solar in Gelsenkirchen. Allerdings werden die getätigten Investitionsentscheidungen von großen Unsicherheiten überschattet. Nach dem Auslaufen des 100.000 Dächer-Programms kam es bisher zu keiner Anschlusslösung. Deutsche Solarunternehmer warten dringend auf die angekündigte gesetzliche Neuregelung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zur Förderung von Solarstrom-Anlagen (Photovoltaik). Das EEG regelt die Höhe der Vergütung für Solarstrom durch die Netzbetreiber.

Derzeit zeichnet sich eine Verabschiedung der Gesetzesnovelle erst Mitte 2004 ab. Der Bundesverband Solarindustrie (BSi) und die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) fordern daher ein Vorziehen der Novelle auf den 1. Januar 2004, denn weitere Verzögerungen führten zu einem „Fadenriss“ in der überaus erfolgreichen High-Tech-Branche. BSi und UVS vertreten zusammen 500 deutsche Solarunternehmen.

BSi-Geschäftsführer Gerhard Stryi-Hipp warnt: "Ab 1. Januar werden alle Solarkunden abwarten und ihre Aufträge bis zur Verabschiedung der Novelle zurückstellen. Ein halbes Jahr ohne Umsatz ist für Hersteller, Händler und Installateure eine Katastrophe, die viele Unternehmen nicht überleben werden." UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig unterstreicht in diesem Zusammenhang: "Kontinuität bei der Förderung ist die Eintrittskarte Deutschlands für einen der wichtigsten Wachstumsmärkte und Schlüsseltechnologien der Zukunft."

Nach Ansicht von BSi und UVS gibt es keinen Anlass für eine weitere Verzögerung des Gesetzgebungsverfahrens im Bereich Photovoltaik. Die auf alle Verbraucher umgelegten Kosten für die Markteinführung der Solarstromtechnik belaufen sich laut BSi und UVS derzeit auf lediglich 0,1 Prozent des Strompreises. Der Bundeshaushalt werde dadurch nicht belastet. Die durch die Hitzewelle und Überschwemmungen hervorgerufenen Schäden bezifferten sich auf ein Vielfaches.
Seit 1999 hat sich der deutsche Markt für Solarstromtechnik auf etwa 120 Megawatt (MW) verzehnfacht. Dadurch konnte die Industrie umfangreiche Produktionsstätten aufbauen und die Preise für Solarstromanlagen um über 20 Prozent senken. Im starken internationalen Wettbewerb hat sich die deutsche Solarindustrie eine führende Marktposition erarbeitet, hinter Japan, das ein Marktvolumen von 250 MW aufweist.

09.10.2003   Quelle: UVS
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Industrieforum Holzenergie: Pelletsmarkt weiter im Aufwind

Bis Ende 2003 werden voraussichtlich rund 20.000 Pelletheizungen in Deutschland installiert sein, berichten die Veranstalter des Dritten Industrieforums Holzenergie am 15. und 16. Oktober in Stuttgart.  Die Akzeptanz der Pelletstechnik zeige sich an der jährlich wachsenden Zahl installierter Pelletskessel: lagen die Zuwachsraten in den letzten beiden Jahre noch bei jährlich rund 5.000 Anlagen, rechnet die Branche einer aktuellen Umfrage des Biomasse-Infozentrums (BIZ) zu Folge für 2003 mit einem Anstieg des Absatzes auf 6.700 Pelletsheizungen, für 2004 sogar auf rund 9.000 Anlagen. "Damit entwickelt sich der Markt allmählich entgegen dem Trend einer eher schwachen Baukonjunktur aus seiner Nische heraus", so Dr. Joachim Fischer, Vorstand des Deutschen Energie-Pellet-Verbands e. V. (DEPV).

Um dem gestiegenen Interesse an erneuerbaren Energien Rechnung zu tragen, hat das Bundesumweltministerium (BMU) die Annahmefrist für Anträge im Marktanreizprogramm zu Gunsten erneuerbarer Energien verlängert, um drei Monate bis zum 31. Dezember 2003. Damit unterstützt der Bund zum Beispiel den Einbau einer Pelletsheizung im Ein- oder Mehrfamilienhaus bis Ende des Jahres mit bis zu 1.500 Euro. Und auch für die Zeit danach stellt das Ministerium nach Angaben von Christof Stein, dem Leiter des Referats "Markteinführungsprogramme für Erneuerbare Energien", eine Förderung für Pelletsheizungen sicher. "Das Marktanreizprogramm wird 2004 mit neuen Förderkonditionen weitergeführt werden. Auch wenn die Fördersätze derzeit noch nicht endgültig festgelegt sind, kann bereits heute gesagt werden, dass sich die Konditionen zur Förderung von Pelletsheizungen nicht verschlechtern werden." Mit dieser Meldung setze das Bundesumweltministerium ein positives Signal für die Weiterentwicklung des dynamisch wachsenden Pelletsmarktes, so die Pforzheimer Solar Promotion GmbH, die das Forum und die begleitende Messe „Pellets 2003“ veranstaltet, auf der rund 40 Aussteller neue Produkte und Dienstleistungen der Pelletsbranche präsentieren. Träger der Veranstaltung ist der Deutsche Energie-Pellet-Verband e.V. DEPV (www.depv.de), Kooperationspartner ist die Deutsche Gesellschaft für Sonnenergie DGS (www.dgs-solar.org).

Als Brennstoff für eine moderne Heizung bieten Holzpellets mittlerweile einen Standard, der bis vor wenigen Jahren für eine Holzfeuerung als unerreichbar galt. Durch die Pressung naturbelassener Säge- oder Hobelspäne wird ein genormter Brennstoff hergestellt, der hervorragende Transport- und Lagereigenschaften ausweist. Hoch entwickelte Pelletsheizungen stehen damit herkömmlichen Öl- und Gasheizungen in Sachen Bedienkomfort in keiner Weise mehr nach. Eine Möglichkeit, sich über diesen Wachstumsmarkt und seine Produkte zu informieren, bieten das am 15./16. Oktober 2003 in Stuttgart stattfindende 3. Industrieforum Holzenergie - Zukunftsmarkt Pelletsheizungen und seine Begleitmesse, die Pellets 2003.

Weitere Informationen unter http://www.pellets2003.de

09.10.2003   Quelle: Solar Promotion GmbH
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„SunDiesel“: CO2-neutrale Tankfüllung für neue Dieselfahrzeuge

Volkswagen und DaimlerChrysler begrüßen das Anfahren der industriellen Pilotanlage ihres Projektpartners Choren Industries in Freiberg/Sachsen. Dort erfolgt eine patentierte Hochdruckvergasung von Biomasse, berichtet die DaimlerChrysler AG in einer Pressemitteilung.  Damit lege Choren den Grundstein zur industriellen Herstellung von flüssigem bio-synthetischem Kraftstoff. Unter dem von den Automobilherstellern und Choren gemeinsam entwickeltem Label „SunDiesel - Made by CHOREN“ werde ein Treibstoff hergestellt, der absolut schwefel- und aromatenfrei und darüber hinaus auch noch CO2 neutral sei und damit alle Anforderungen an einen leistungsfähigen und umweltfreundlichen Kraftstoff erfülle.

Die CO2-Neutralität des Kreislaufs "Pflanze - Kraftstoff - Motor - Emission" wird dadurch erreicht, dass bei der Verbrennung des bio-synthetischen Kraftstoffs im Motor nur das CO2 wieder freigesetzt wird, das die Pflanze während ihres Wachstums aus der Atmosphäre entnommen und in Biomasse gebunden hat. Sobald der Herstellungsprozess etabliert und der Kraftstoff in entsprechender Menge und Qualität verfügbar ist, wollen DaimlerChrysler und Volkswagen die Erstbetankung ihrer fabrikneuen Diesel-PKW in den Herstellerwerken mit SunDiesel vornehmen. „Nachhaltige Mobilität zu ermöglichen, das ist für einen modernen Automobilhersteller wie Volkswagen ein wichtiges Unternehmensziel. Dabei steht die Sicherstellung der Mobilität heutiger und zukünftiger Generationen zu vertretbaren Kosten genauso im Mittelpunkt, wie die Schonung von Umwelt und Ressourcen,“ so Dr. Bernd Pischetsrieder, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG.

Für die beiden Automobilunternehmen besitze der neue Kraftstoff ein enormes Potenzial: “Aufgrund der weitgehenden CO2–Neutralität sind biogene Kraftstoffe - wie sie mit dem gemeinsam entwickelten High-Tech-Verfahren von Choren hergestellt werden - ein wichtiges Element unserer zukunftsorientierten Antriebs- und Kraftstoffstrategie“, so Dr. Thomas Weber, im Vorstand der DaimlerChrysler AG verantwortlich für Forschung und Technologie. Erste Untersuchungsergebnisse zeigten, dass schon heute viele Euro-3-Diesel-Fahrzeuge, die mit SunDiesel betrieben würden, ohne weitere technische Änderungen am Fahrzeug die Abgasnorm Euro 4 erfüllen. Das belege das enorme Potential dieses synthetischen Kraftstoffs zur Verringerung der Kohlenwasserstoff- (HC), Stickoxid- (NOx) sowie der Partikelemissionen sowie den hohen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

09.10.2003   Quelle: DaimlerChrysler AG
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Trittin: Atomkraft gefährdet Versorgungssicherheit

Aus den Stromausfällen und Versorgungsengpässen des vergangenen Sommers zieht Bundesumweltminister Jürgen Trittin das Fazit, wer sich auf Atomkraft verlasse, gefährde die Versorgungssicherheit.  In Frankreich, den USA und in Skandinavien sei die Anfälligkeit von Versorgungsstrukturen, die sich in hohem Masse auf Atomkraft verlassen, zu Tage getreten, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums. „Versorgungssicherheit gibt es nur in einem neuen Energiemix. Nur die Energiewende sichert unsere Versorgung für morgen", sagte Trittin zur Eröffnung des 12. Deutschen Atomrechtssymposiums in Köln. Im Hinblick auf die Endlagerung von Atommüll müssten die AKW-Betreiber die finanzielle Verantwortung übernehmen, forderte Trittin.

Kein Land steige so zügig und konsequent aus der Atomkraft aus wie Deutschland. Mülheim-Kärlich sei endgültig stillgelegt, Mitte November gehe das Atomkraftwerk Stade vom Netz. Der Atomausstieg begrenze die Abfallmenge, indem er die Betriebsdauer der Kernkraftwerke auf 32 Jahre befriste - also auf die Hälfte der Laufzeit in den USA. Dennoch werde man am Ende vor einem radioaktiven Abfallberg von 250.000 Kubikmetern stehen, so der Bundesumweltminister. Hierfür müsse eine möglichst sichere Endlagerung gefunden werden, die von der ganzen Gesellschaft getragen werde.

"Das Auswahlverfahren für das nationale Endlager muss transparent und nachvollziehbar sein. Die Kosten für diese Suche und für die Einrichtung eines Endlagers müssen die Verursacher, also die AKW-Betreiber, übernehmen", sagte Trittin. Der Bundesumweltminister hat darüber hinaus eine Konzentration der Aufsicht über Atomkraftwerke beim Bund vorgeschlagen (so genannte Bundeseigenverwaltung). Es sei fragwürdig, dass von einigen Bundesländern eine komplette Atomverwaltung für einen einzigen Reaktor aufrecht erhalten werden müsse. Angesichts des gesetzlich geregelten Atomausstiegs sei absehbar, dass in wenigen Jahren mehrere Länder nur noch für einen oder zwei Reaktoren zuständig seien. Neben Hessen, wo dies heute schon gelte, sei dies für den Fall, dass keine Strommengenübertragungen zwischen den Atomkraftwerken erfolgen, ab 2009 in Schleswig-Holstein zu erwarten, ab 2011 in Niedersachsen und ab 2012 in Baden-Württemberg. "Bund und Länder sollten das Thema unvoreingenommen prüfen und diskutieren. Entscheidend muss sein, mit welcher Verwaltungsform ein Höchstmass an Sicherheit in der Restlaufzeit der Atomkraftwerke erreicht werden kann", appellierte Trittin.

08.10.2003   Quelle: BMU
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„Wasserstofftag“ fordert verlässliche politische Rahmenbedingungen

Der flächendeckende Einstieg in die Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Wirtschaft muss steuerpolitisch flankiert werden und erfordert einen zuverlässigen politischen Rahmen.  Das erklärte der Vorstandsvorsitzende der Linde AG, Wolfgang Reitzle, am 01.10.2003 auf dem Medienforum Deutscher Wasserstofftag in München. Referenten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft - darunter der amerikanische Umwelt-Aktivist und Bestsellerautor Jeremy Rifkin – diskutierten den Treibstoff der Zukunft aus unterschiedlichsten Perspektiven.

Angesichts knapper werdender Erdölvorräte sei es an der Zeit, über sinnvolle Alternativen für die Mobilität kommender Generationen zu sprechen. Dem Wasserstoff komme dabei eine entscheidende Rolle zu. Wasserstoff brauche nicht nur hoch entwickelte Technik, sondern eröffne auch aussichtsreiche Märkte für die Industrie, stelle Herausforderungen an die Politik und benötige die Akzeptanz der Verbraucher, so der Tenor der Veranstaltung.

Eine wasserstoffbasierte Energieversorgung sei keine Utopie mehr, sagte Reitzle. Es gelte, dem Neuen gezielt auf die Sprünge zu helfen und Innovationen aktiv an den Start zu bringen. In den USA und auch in Japan sei dies schneller verstanden worden als in Europa. Denn während dort umfangreiche Förderprogramme für den Start in die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie aufgelegt worden seien, beginne Europa erst jetzt, die ganze Tragweite des Themas zu erfassen. In den USA habe Präsident Bush dieses Frühjahr angekündigt, die Forschung für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge zusätzlich mit 1,2 Milliarden US-Dollar zu fördern. Damit stellten dann die USA insgesamt 1,7 Milliarden US-Dollar für die automobile Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Forschung zur Verfügung. Auch die japanische Regierung setze auf neue Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Projekte. Erfreulich sei, dass sich die EU-Kommission seit vergangenem Jahr deutlich stärker als zuvor mit dem Thema Brennstoffzellen und Wasserstoff beschäftigt. Die Bildung einer „High Level Group“ und ein in diesem Sommer geschlossenes Abkommen mit den USA über eine umfassende Kooperation seien erfreuliche Ansätze. Sie müssten jetzt ausgebaut werden.

Lesen Sie auch die Rezension zu Jeremy Rifkins Buch „Die H2-Revolution. Wenn es kein Öl mehr gibt...“ im Solarserver Bookstore: http://www.solarserver.de/buecher/buchtippnovember2002.html#rifkin

08.10.2003   Quelle: Medienforum Deutscher Wasserstofftag
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3. "f-cell Forum“ : Brennstoffzelle bleibt globale Zukunftstechnologie

Politik und Wirtschaft setzen weiterhin weltweit auf die Brennstoffzellentechnologie, auch wenn die Anfangseuphorie einer realistischen Betrachtung gewichen ist.  Das wurde beim "3. f-cell Forum Brennstoffzelle" im Stuttgarter Haus der Wirtschaft deutlich, an dem rund 400 Fachleute aus zwanzig Nationen teilgenommen haben, berichtet die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH.

Referenten aus China, Japan, den USA und von der Europäischen Kommission berichteten von umfangreichen Aktivitäten in ihren Ländern. Für DaimlerChrysler ist laut Vorstandsmitglied Dr. Thomas Weber die Brennstoffzelle eine der wichtigsten Innovationen; der baden-württembergische Minister für Umwelt und Verkehr, Ulrich Müller, nannte Baden-Württemberg das "Land der Brennstoffzelle", da sich deutschlandweit fast die Hälfte der Man-Power und etwa zwanzig Prozent der Forschungseinrichtungen hier befinden. Auch der Gewinner des mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Innovationspreises Brennstoffzelle "f-cell Award" kommt mit der Kirchheimer Ballard AG aus der Region Stuttgart.

08.10.2003   Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart Gmbh (WRS)
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Umwelt- und Solar-Verbände rufen zu Aktionstag am 5. November auf

Für Spitzentechnologie, Arbeitsplätze und Klimaschutz wollen mehrere Verbände und Organisationen am 5. November in Berlin demonstrieren.  Zur Teilnahme am Aktionstag Erneuerbare Energien und zu einer Großkundgebung rufen auf die Gewerkschaft IG Metall, der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW), Eurosolar, der Bund der Energieverbraucher, Greenpeace, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) und die Aktionsgemeinschaft Robin Wood.

Die aktuelle energiepolitische Diskussion gefährde die weltweite technologische Spitzenstellung der deutschen Erneuerbare-Energien-Industrie. Besonders die Vorschläge, mit denen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beschnitten werden soll, bedrohen die positive Entwicklung der Zukunftsbranche, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung. Teile aus Energiewirtschaft und Politik gingen mit falschen Behauptungen gegen Erneuerbare Energien vor. Es sei notwendig, auf einem Aktionstag in Berlin den Stand und die Zukunftschancen der Erneuerbaren Energien zu demonstrieren. Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme stünden für eine sichere und saubere Energieversorgung.

Erneuerbare Energien seien ein Motor für Deutschlands Zukunft, betonen die Umwelt- und Solarverbände, die Gewerkschaft IG Metall und der Verband der mittelständischen Wirtschaft. Ihr Mix könne die Energiekosten für die deutsche Volkswirtschaft senken, die Versorgungssicherheit steigern und dazu beitragen, die Klimaschutzziele zu erreichen. Bereits heute arbeiteten im Bereich Erneuerbare Energien 130.000 Menschen. Zukünftig könnten es bis zu 500.000 sein.

Details zu Ort und Programm werden aktuell präsentiert unter http://www.bee-ev.de und sind zu erfragen unter der Infonummer 030 54719326.

07.10.2003   Quelle: BEE
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Japan: Kyocera will PV-Produktion auf 120 Megawatt ausweiten

Die Kyocera Corporation mit Sitz in Kyoto (Japan) hat angekündigt, die Produktion von Solarzellen und –Modulen bis Mitte 2004 auf jährlich 120 Megawatt (MW) zu erhöhen.  Grund ist laut Kyocera die weltweit wachsende Nachfrage, besonders im Wohnungsbau. Das Unternehmen will seine Produktionskapazität für Zellen und Module auf der Basis von multikristallinem Silizium Schritt für Schritt ausbauen von 60 MW im Jahr 2002 auf 120 MW im Juni 2004. Bis Ende 2003 will Kyocera eine Jahresproduktion von 80 MW erreicht haben, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Die integrierte Produktion von Kyocera decke alle Verarbeitungsschritte ab, von der Wafer-Herstellung über die Fertigung von Solarzellen bis hin zu den Modulen. Das Unternehmen plant, vier Milliarden Yen (rund 34 Millionen Euro) in die beiden Fabriken in Shiga Yohkaichi (Zellproduktion) und Mie Ise (Modulfertigung) zu investieren. Zusätzlich laufe die Produktion an, in der im Mai dieses Jahres gegründeten Kyocera (Tianjin) Solar Energy Co., Ltd., Tianjin, China. Dort soll noch im laufenden Jahr eine Kapazität von 1 MW und bis 2004 eine Jahresleistung von 12 MW erreicht werden. Umgerechnet rund zweiMillionen Euro seien bereits investiert worden.

Kyocera will sich besonders auf dem wachsenden europäischen Markt und hier wiederum speziell in Deutschland engagieren. Außerdem setze das Unternehmen auf autarke Solarstromsysteme für netzferne Regionen in China. Kyocera erwäge nach dem Start in China auch Produktionsstätten in Europa und Amerika zu errichten.

07.10.2003   Quelle: Kyocera Corporation
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DWD bietet Monatsmittel der Globalstrahlung für jeden beliebigen Punkt Deutschlands

Für die Ertragsüberwachung von Solarstromanlagen können deren Betreiber beim Deutschen Wetterdienst die Strahlungsdaten für jeden Ort in Deutschland abonnieren.  Die Daten zur Einstrahlung auf die Horizontale oder auf eine beliebig geneigte und orientierte Fläche erlauben es, die Leistung der Photovoltaikanlage in Relation zum Strahlungsangebot der Sonne zu bewerten. Der DWD berechnet die Globalstrahlung auf der Grundlage von Messungen am Boden, die durch Satellitendaten ergänzt werden.

Eine wichtige Forderung an eine Solaranlage ist die Wirtschaftlichkeit. Denn die umweltschonende Energiequelle sollte auch wirtschaftlich eine konkurrenzfähige Alternative sein, so der DWD. Ob sich die Investition in Sonnenenergie wirklich lohne, sei maßgeblich vom Standort und der Aufstellung der jeweiligen Anlage abhängig. Der Deutsche Wetterdienst liefert die Strahlungsdaten monatlich (zirka 10 Tage nach Monatsende) per E-Mail oder Fax. Ein Jahresabonnement für die Globalstrahlung auf die Horizontale gibt s zum Preis von 97,44 € inkl. MWSt.; die Daten zur Globalstrahlung auf eine geneigte Fläche kosten 121,80 € inkl. MWSt.

Zu den weiteren Dienstleistungsangeboten des DWD zählen die Globalstrahlung und Globalstrahlungsstärke als Stunden-, Tages- und Jahressummen in Wattstunden pro Quadratmeter (Wh/m2) beziehungsweise als Stundenmittel in W/m2 sowie mittlere monatliche Tages- und Jahresgänge sowie auch andere Statistiken.

Die Basis der Globalstrahlungskarten für Deutschland bilden die etwa 40 Strahlungsmessstationen des Deutschen Wetterdienstes. Darüber hinaus finden rund 200 DWD-Stationen in die Berechnungen Eingang, welche die Sonnenscheindauer aufzeichnen. Neben diesen örtlichen Messwerten liefert der geostationäre Satellit METEOSAT Daten zur räumlichen Verteilung der Globalstrahlung. Weiter wird die Höhenabhängigkeit der Globalstrahlung bestimmt. Die unterschiedlichen Daten werden miteinander verknüpft und mittels geostatistischer Verfahren auf die Gitterpunkte eines Rasters von einem Kilometer km interpoliert. Ein Rechenprogramm setzt die Ergebnisse grafisch um.

Weitere Informationen unter http://www.dwd.de sowie per E.Mail an klima.hamburg@dwd.de

07.10.2003   Quelle: DWD

 

Ökostrom: fünf Jahre NaturEnergie am Netz

Am 1. Oktober 1998 ist die NaturEnergie AG als Deutschlands erster Grünstromhändler an das Stromnetz gegangen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Heute sei die NaturEnergie AG mit 230.000 Kundenverträgen bundesweiter Marktführer bei Strom aus rein regenerativen Quellen.  In dieser Zeit habe die NaturEnergie knapp 3 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Wasser und Sonne verkauft, bei positiver Umweltbilanz. Die NaturEnergie-Kunden hätten damit der Erdatmosphäre über 1,8 Millionen Tonnen Kohlendioxid erspart. Um die gleiche Menge CO2 zu binden, würde ein 183.000 Hektar großer Wald benötigt oder es müssten 915 Millionen Eichen gepflanzt werden, so die NaturEnergie AG. Mit den Förderbeiträgen der NaturEnergie-Goldkunden sei außerdem der Bau von 13 Solaranlagen mit über 2.800 Quadratmetern Fläche, acht Kleinwasserkraftwerken und einer Windkraftanlage ermöglicht worden.

Die NaturEnergie AG ist nach eigenen Angaben der einzige spezialisierte Grünstromhändler, der seinen Strom aus CO2-freien Kraftwerken bezieht, die ganz oder teilweise zur eigenen Unternehmensgruppe gehören. Nämlich aus sechs großen Wasserkraftwerken entlang des Hochrheins zwischen Bodensee und Basel an der deutsch-schweizerischen Grenze. Diese Kraftwerke haben insgesamt eine Leistung von 452 Megawatt und produzieren im Durchschnitt 2,8 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das besondere an den NaturEnergie-Kraftwerken sei die Verbindung von Tradition und Moderne: Am Hochrhein liege die Wiege der Wasserkraft und die wichtigsten Kraftwerke seien vor rund hundert Jahren errichtet worden. Doch hinter der historischen Hülle der Industriedenkmäler verberge sich modernste Technik. Die Kraftwerke Wyhlen und Laufenburg seien inzwischen mit einem Aufwand von rund 370 Millionen Euro modernisiert und ausgebaut worden. Die Leistung der beiden Kraftwerke wurde laut NaturEnergie verdoppelt.

Die Zukunft der Großen Wasserkraft wird am Standort eines weiteren NaturEnergie-Kraftwerks geplant: Das Wasserkraftwerk Rheinfelden - ältestes Laufwasserkraftwerk Europas - soll durch einen kompletten Neubau ersetzt werden. Dies bedeute eine Verdreifachung der dortigen Stromproduktion. Der Kraftwerksneubau sei mit einem Investitionsvolumen von rund 400 Millionen Euro bundesweit das größte Bauvorhaben im Bereich regenerativer Energien. Strom für zusätzlich rund 160.000 Haushalte könnte dort produziert werden.
Der Neubau könne aber nur realisiert werden, wenn die Neue Große Wasserkraft ebenso durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert wird, wie bisher kleine Wasserkraftwerke oder Wind- und Solarkraftwerke, betont das Unternehmen.

Im Referentenentwurf der EEG-Novelle sind Ausbau- und Neubauvorhaben großer Wasserkraftwerke erstmals als förderungswürdig berücksichtigt, wenn auch unter streng gefassten Voraussetzungen. Mit der Unterstützung des Landes Baden-Württemberg und aller im Landtag vertretenen Parteien hofft der südbadische Grünstromhändler die restlichen Hürden bis zum Neubau des Kraftwerkes zu überwinden. Im Mittelpunkt der Bilanz über fünf Jahre NaturEnergie stehe deshalb auch die Aufklärungs- und Informationsarbeit über die spezifischen Stärken der neuen Großen Wasserkraft.

07.10.2003   Quelle: NaturEnergie AG
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Solarindustrie-Verbände: Nach Boom droht Absturz

Die deutsche Solarindustrie sieht sich in ihrer Existenz bedroht, berichten die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) und der Bundesverband Solarindustrie e.V. (BSi) in einer Pressemitteilung.  Verzögerungen beim Ersatz des ausgelaufenen 100.000 Dächer-Solarstrom-Programms sowie die Ungewissheit darüber, wann eine Auffanglösung greife, verunsicherten Banken und Verbraucher. Bereits jetzt würden die Solarunternehmen eine deutliche Zurückhaltung bei Neuinvestitionen spüren. Damit sei Deutschlands Vorsprung bei der Schlüsseltechnologie Photovoltaik akut in Gefahr, warnen UVS und der BSi. Beide Verbände vertreten zusammen rund 500 deutsche Solarunternehmen. Eine Auffanglösung für das im Juni ausgelaufene 100.000-Dächer-Programm zur Förderung von Solarstromanlagen ist im Rahmen der geplanten Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) für Mitte nächsten Jahres vorgesehen. Das EEG regelt die Höhe der Pflichtvergütung für Solarstrom durch den Netzbetreiber. Aus Sicht der Industrieverbände kommt eine Auffanglösung Mitte 2004 zu spät.

Die Solarverbände fordern ein Inkrafttreten der EEG-Novelle spätestens zum 1. Januar 2004. Weitere Verzögerungen könnten zu einem Fadenriss in der überaus erfolgreichen High-Tech-Branche führen: 100.000-Dächer-Programm und EEG hätten deutsche Solarfabriken in die Lage versetzt, ihre Produktionskapazitäten seit 1999 zu verzehnfachen und sie technologisch auf ein internationales Spitzenniveau zu heben. 10.000 neue Arbeitsplätze seien geschaffen worden, die Preise von Solarstrom seien um 20 Prozent gesunken. Insgesamt wurden nach UVS-Angaben in den letzten vier Jahren drei Milliarden Euro in den Ausbau moderner Solarfabriken und die Errichtung von Photovoltaikanlagen investiert. Ein Großteil der Wertschöpfung sei dabei im Inland verblieben.

Mit der Fertigstellung der letzten Projekte im Rahmen des 100.000 Dächer-Programms werde die Photovoltaik-Nachfrage zum Jahreswechsel gänzlich zum Erliegen kommen, befürchten BSi und UVS. Banken würden dringend benötigte Kredite für den Ausbau und die Modernisierung von Solarfabriken bis zum Inkrafttreten der Gesetzesnovelle zurückstellen. Schon jetzt fehlten liquide Mittel, zum Beispiel für Investitionen in Forschung und Entwicklung. "Lange kann die Branche vom Solarboom der letzten Jahre nicht zehren", mahnt UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig.

"Der Heimatmarkt bricht weg. Jeder weitere Monat Verzögerung verhindert die Schaffung von Arbeitsplätzen und wirft unsere Zukunftstechnologie im Wettbewerb mit Japan empfindlich zurück", sagte Frank Asbeck, Sprecher des Vorstandes der SolarWorld AG, die derzeit rund 250 Millionen Euro in den Ausbau deutscher Solarfabriken in Sachsen investiert. Ähnlich sieht es Alexander Voigt, Vorstandsvorsitzender der Berliner SOLON AG: "Die geplante EEG-Novelle von Minister Trittin taugt als Basis für einen weiteren Solarboom nur, wenn sie endlich kommt. Der Zankapfel Windkraft darf nicht den Einstieg ins Solarzeitalter gefährden."

06.10.2003   Quelle: UVS, BSi
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Sachsen-Anhalt: Photovoltaik-Hersteller Q-Cells AG feiert Werkseinweihung

Seit zwei Jahren produziert die Q-Cells AG in Thalheim Hochleistungs-Solarzellen. Im Sommer diesen Jahres nahm das Unternehmen eine zweite Fertigungslinie (24 MWp) in Betrieb und erweiterte damit seine Kapazität auf insgesamt 48 Megawatt Spitzenleistung (MWp). Am 8. Oktober wird der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer, das Werk einweihen.  Q-Cells ist laut Bundesverband Solarenergie (BSi) eines der dynamischsten Unternehmen im Solarstrom-Sektor. Die Produktionskapazität soll in naher Zukunft weiter ausgebaut werden. Mit einer Jahresproduktion von rund 23 MWp zähle Q-Cells zu den zehn größten Solarzellen-Herstellern weltweit, so der BSi.

Die Q-Cells AG begann Mitte 2001 als unabhängiger Hersteller mit der Produktion von hoch leistungsfähigen photovoltaischen Zellen. Im Jahr 2002 erreichte das Unternehmen nach eigenen Anageben bereits Platz 11 der weltweiten Rangliste. Der ursprüngliche Markteintritt erfolgte mit einer Anlage zur Herstellung von polykristallinen Solarzellen (12 MWp). Die Leistungsfähigkeit der ersten Fertigungslinie wurde Mitte 2002 auf 24 MWp erhöht. Eine zweite Fertigungslinie wurde im Sommer 2003 in Betrieb genommen. Für 2004 ist nach Angaben des Unternehmens eine weitere Investition für eine Kapazität von 24 MWp geplant, welche die Gesamtleistung auf 72 MWp erhöhen soll.

Q-Cells war nach eigener Auskunft einer der ersten europäischen großtechnischen Hersteller, der Solarzellen anbot, die einen Wirkungsgrad von 15 % überschritten. Die besten Q-Cells-Zellen übertreffen 16,4 %; die Handelsprodukte erreichen einen Wirkungsgrad von bis zu 15,6 %, so das Unternehmen. Mittelfristiges Ziel von Q-cells ist es, den Wirkungsgrad bis zum gegenwärtigen Potenzial zu erhöhen, welches das Unternehmen für polykristallines Material bei etwa 16 % sieht.

Der Bundesverband Solarindustrie und die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) unterstützen die Werkseinweihung, da die Q-Cells AG angesichts der Diskussion um die derzeit in Vorbereitung befindliche EEG-Novelle ein hervorragendes Beispiel für den Erfolg der bisherigen Markteinführungspolitik durch das EEG und 100.000 Dächer-Programm darstellte.

06.10.2003   Quelle: BSi; Q-Cells AG
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Photovoltaik-Lärmschutzwand mit 500 kWp in Freising (Bayern) eingeweiht

Lärmschutzwand an der Autobahn A 92
Lärmschutzwand an der Autobahn A 92

Mit einer Länge von über einem Kilometer ist sie für die Autofahrer nicht zu übersehen: die nach Angaben der Bauherren weltweit größte Lärmschutzwand aus Solarmodulen mit einer Gesamtfläche von 6.000 Quadratmetern.   Die Solar-Wand wurde am 4. Oktober 2003 eingeweiht. Auf der Veranstaltung sprachen Freisings Oberbürgermeister Dieter Thalhammer, der bayerische Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu und Pietro Menna von der Generaldirektion für Energie und Transport der Europäischen Kommission.

Die Photovoltaik-Lärmschutzwand schirmt nicht nur das dahinter liegende Gewerbegebiet von dem Lärm der Autobahn A 92 ab, sondern liefert mit einer Spitzenleistung von 500 Kilowatt umweltfreundlichen Solarstrom in das öffentliche Netz. Nach Freising geholt hat das Projekt das Münchner Photovoltaik-Unternehmen Gehrlicher Umweltschonende Energiesysteme GmbH. „Die Anlage war – insbesondere im Hinblick auf den sehr engen Zeitrahmen - eine besondere Herausforderung“, sagte Geschäftsführer Klaus Gehrlicher. Mit seinen Mitarbeitern habe er in den letzten Jahren zwar schon einige preisgekrönte Solarstromanlagen in Süddeutschland geplant und installiert, eine Photovoltaik-Lärmschutzwand sei bisher aber nicht darunter gewesen.

Die Europäische Kommission hat das Vorhaben im Zuge ihres fünften Rahmenprogramms für Forschung und Entwicklung gefördert. Die Gesamtinvestitionen für das Projekt an der A 92 betragen über drei Millionen Euro. Ein weiterer Partner des EU-Förderprojekts „PV-Soundless“ sind die Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH als Betreiber der Anlage. Projektkoordinator ist der spanische Solarmodul-Hersteller ISOFOTON. Er lieferte neben 1.080 Standardmodulen auch 6.750 Sondermodule nach Freising. Die Keramikbauweise dieser neuartigen Module verbindet zwei Funktionen in einem Element: Sie erzeugen Strom aus Sonnenlicht und dienen zusätzlich dem Schallschutz. Die so genannten CER-Module bestehen aus einer weißen Keramik-Trägerplatte und einer durchsichtigen Tedlar-Folie mit 36 einlaminierten monokristallinen Solarzellen.

Die Stahlrahmen der Schallschutzwand stehen auf einem 1.030 Meter langen Erdwall. In diese wurden bereits im Werk vorgefertigte Modul-Elemente eingeschoben. Jeweils 30 Module in Serie bilden einen Strang. Die insgesamt zwölf Zentral-Wechselrichter vom Typ SunPower SP40000 sind an acht Standorten entlang der über einen Kilometer langen PV-Wand aufgestellt, Datenlogger zur Fernüberwachung sind integriert: vier Silizium-Strahlungssensoren messen ständig die Sonneneinstrahlung und das Temperaturverhalten der CER-Module, die in die Datenerfassung mit einfließen. Das Monitoring der Anlage und die Auswertung der Daten übernimmt die Gehrlicher GmbH.

06.10.2003   Quelle: Gehrlicher Umweltschonende Energiesysteme GmbH
Bildquelle: Gehrlicher Umweltschonende Energiesysteme GmbH

 

1. Forum Wärmepumpe diskutiert Markt, Marketing, Technik und Vertrieb

Die bisher größte Fachkonferenz zur Wärmepumpen-Technologie findet vom 23. bis zum 24. Oktober 2003 in Berlins Zentrum statt.  Es sei gelungen, alle großen Branchenverbände und Initiativen sowie die einschlägige und branchenübergreifende Fachpresse als Mitveranstalter beziehungsweise Medienpartner zu gewinnen, berichtet der Veranstalter, die Berliner Solarpraxis AG. Mehr als 50 Top-Referenten werden in Vorträgen und Workshops berichten über aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen in den Bereichen Markt, Marketing, Technik und Vertrieb von Wärmepumpen.

Die Wärmepumpentechnik sei ein Wachstumsmarkt, der von vielen Berufs- und Interessengruppen vorangetrieben werde, betonen die Veranstalter. Auf dem Kongress stehe die Praxisnähe des vermittelten Wissens im Vordergrund: Es gehe weniger um abstrakte Theorie, als vielmehr um die Anwendbarkeit der Informationen und deren konkrete Umsetzung. Die Mischung aus Plenarvorträgen, Foren und Diskussionen sowie ausreichender Zeit für Pausengespräche biete ein abwechslungsreiches und gehaltvolles Programm für jeden an Wärmepumpen Interessierten. Das Programm und die Teilnehmer ermöglichen sowohl Kontakte mit potenziellen Kunden und fachlichen Input als auch Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern sowie die Möglichkeit, die Sichtweisen unterschiedlicher Branchen kennen zu lernen.

Das 1. Forum Wärmepumpe versteht sich als Kooperationsbörse zwischen Wärmepumpenindustrie, Forschung, Handwerk, Politik und den jeweiligen Verbänden. Eingeladen sind Geschäftsführer, Vertriebsleiter und leitende Mitarbeiter aus Marketing und Vertrieb von Wärmepumpenherstellern und Energieversorgungsunternehmen, Meister, Energieberater, Großhändler sowie Vertreter von Verbänden und Forschungseinrichtungen.
Der Teilnahmepreis für die gesamte Veranstaltung beträgt 645 Euro; die Gebühr für eine Tagesanmeldung 380 Euro. Weitere Informationen unter http://www.solarpraxis.de

06.10.2003   Quelle: Solarpraxis AG

 

Naturschutzverbände: „Für eine EU-Verfassung ohne Atom-Hypothek“

Die Abschaffung des Euratom-Vertrags fordern Greenpeace, der Deutsche Naturschutzring (DNR) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) von der deutschen Bundesregierung kurz vor Beginn der Regierungskonferenz zur EU-Verfassung.  Der fast 50 Jahre alte Vertrag soll nach dem Vorschlag des EU-Konvents als Anhang an die künftige Verfassung der Europäischen Union gekoppelt werden. Damit würden sich die Mitgliedsstaaten für weitere Jahrzehnte auf die uneingeschränkte Förderung der Atomkraft festlegen, kritisieren die Naturschutzverbände. Bundeskanzler Gerhard Schroeder (SPD) und Außenminister Joschka Fischer (Grüne) hätten auf der Regierungskonferenz in Rom die Chance, das zu verhindern und die Abschaffung des Euratom-Vertrages einzuleiten.

"Euratom steht für die atomkraftgläubige Energiepolitik des vorigen Jahrhunderts und wäre eine schwere Hypothek für eine neue EU-Verfassung“ so Stefan Schurig, Leiter der Klima- und Energie-Abteilung von Greenpeace. Britta Steffenhagen, EU-Koordinatorin vom DNR, kritisiert:"Schroeder und Fischer dürfen das nicht tolerieren. Sie müssen die Initiative ergreifen, dass die neue Verfassung atomfrei wird."

Die Umweltverbände fordern die Bundesregierung auf, sich in Rom für eine gesonderte Regierungskonferenz einzusetzen mit dem Ziel, Euratom abzuschaffen. Das entspräche auch dem Willen des Europaparlamentes. Dieses habe vergangenen Mittwoch eine gesonderte Euratom-Regierungskonferenz gefordert, welche den "obsoleten und veralteten Vertrag vor allem wegen der Förderung der Atomkraft und wegen seines Demokratiedefizits“ abschaffen soll, zitieren die Verbände das EU-Parlament. Die deutsche Bundesregierung hingegen unterstütze bislang den Pro-Euratom-Vorschlag des EU-Konvents.

Die Regierungskonferenz der EU-Staaten, welche die neue europäische Verfassung beschließen soll, beginnt am 4. Oktober in Rom. Der Europäische Konvent hat dafür im Juli 2003 einen Entwurf vorgelegt. Dieser sieht vor, den Euratom-Vertrag von 1957 in seiner bisherigen Form beizubehalten. Euratom ist einer der drei Gründungsverträge der Europaeischen Union, neben dem EWG-Vertrag und dem Vertrag über die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl. "Wenn Schroeder und Fischer die Chance in Rom nicht nutzen, um Euratom abzuschaffen, handeln sie gegen ihre eigene Atomausstiegspolitik“, erklärte Daniel Mittler vom BUND.

02.10.2003   Quelle: Greenpeace
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Wissenschaftspark und EUROSOLAR organisieren Kongress "Zukunftsenergien im Ruhrgebiet"

Schon heute ist der Wandel des Ruhrgebietes zu einer Energieregion der Zukunft in vollem Gange, berichten die Kongress-Veranstalter in einer Pressemitteilung.  Von der Solarzellen- und Modulfertigung, der Erzeugung von Wärme und Kälte aus solarthermischen Prozessen, der Entwicklung und Erprobung von Brennstoffzellen, über die Nutzung von Biomasse zur Erzeugung von Wasserstoff und Energie bis hin zu moderner Energiespeicher- und Netzwerktechnik reichen die Demonstrations- und Pilotprojekte in der Region. Schritt für Schritt hätten Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Ruhrgebiet ihre technologische Kompetenz im Bereich der neuen und Erneuerbaren Energien erweitert. Um den Ausbau der derzeit ausgezeichneten Startposition des Ruhrgebietes in der weltweiten Wachstumsbranche Zukunftsenergien gehe es bei dem Kongress "Zukunftsenergien im Ruhrgebiet - Bilanz und Perspektiven", den Wissenschaftspark Gelsenkirchen und EUROSOLAR e.V. am 8. und 9. Oktober 2003 in Kooperation mit der Energieagentur NRW und der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW veranstalten.

Nach dem Auftaktplenum mit NRW-Energieminister Dr. Axel Horstmann (MVEL), Gelsenwasser-Vorstand Prof. Dr. Hartmut Griepentrog und EUROSOLAR-Präsident Dr. Hermann Scheer (Mdb) soll der Workshop "Zukunftsenergien im Ruhrgebiet: Bilanzen und Perspektiven" einen offenen Meinungsaustausch über die nächsten Schritte der Standortentwicklung ermöglichen. Mit konkreten Handlungsmöglichkeiten für Kommunen, Unternehmen und Verbraucher beschäftigen sich die beiden Fachforen "Renovieren mit der Sonne" und "Erneuerbare Energien in der Kommune". Zwei parallele Studientouren am Donnerstag, dem 9.10., zu den Themenbereichen Photovoltaik/Solarthermie und Bioenergie machen deutlich, dass das Ruhrgebiet sowohl im Bereich der Forschung als auch der Anwendung neuer Energietechnologien eine Menge zu bieten hat.
Programm und Anmeldung: http://www.wipage.de/solar

02.10.2003   Quelle: EUROSOLAR e.V.

 

WWF: Stromversorgung bleibt Sorgenkind im Klimaschutz

Die Chemieindustrie und der Bergbau gehören zu den Gewinnern, wenn im Jahr 2005 der Handel mit Emissionsrechten startet. Zu diesem Ergebnis kommt der WWF in einer Studie, in der die wirtschaftlichen Folgen des neuen Klimaschutzinstrumentes auf die deutsche Industrie unter die Lupe genommen werden.   Die Studie, die jetzt vom Öko-Institut, dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und dem Unternehmen ECOFYS vorgelegt wurde, zeige, dass der EU-weite Emissionshandel erhebliche finanzielle Vorteile für die Mehrzahl der industriellen Sektoren in Deutschland bringe. „Um die Klimaschutzziele der Industrie zu erreichen, ist der Emissionshandel das wirksamste und zugleich kostengünstigste Instrument“, betont Regine Günther vom WWF Deutschland. Die Leiterin des WWF-Klimareferats bezifferte die jährlichen Kostenvorteile des Emissionshandels gegenüber anderen Instrumenten wie der Selbstverpflichtungserklärung der deutschen Wirtschaft auf bis zu 550 Millionen Euro. Gleichzeitig werde durch die Einführung des neuen Systems Schluss gemacht mit Vollzugsdefiziten traditioneller Instrumente.

Die Industrie habe zugesagt, ihren Kohlendioxidausstoß bis 2012 um jährlich 45 Millionen Tonnen unter das Niveau von 1990 senken. Dann sollen aus den Schloten der Kraftwerke und Fabriken nur noch 423 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Luft geblasen werden. Eine Vielzahl von Branchen will sich den zugesagten Minderungszielen laut WWF entziehen. Hinter den Kulissen werde zwischen den einzelnen Unternehmen bereits heftig um diesen „Emissionskuchen“ gekämpft. Es gehe um die Frage, wer wie viel emittieren darf. Die Entscheidung hierüber liege bei der Bundesregierung. Sie muss bis zum Frühjahr 2004 in Brüssel einen so genannten Nationalen Allokationsplan vorlegen, in dem die Emissionsrechte zugeteilt werden. Danach soll das neue System in einer Pilotphase von 2005 bis 2007 anlaufen.

Von dieser Ausgangssituation geht die Studie aus. Die Wissenschaftler stellen verschiedene Modellrechnungen an, bei denen die Emissionsrechte unterschiedlich verteilt werden. Weil die Unternehmen sich jeweils für die kostengünstigste Klimaschutzmaßnahme entscheiden können, profitiere die deutsche Industrie insgesamt von dem neuen System. Die Unternehmen könnten im Einzelfall entscheiden, ob es für sie lohnender sei, anstehende Modernisierungen an ihren Anlagen vorzunehmen oder die übernommenen Klimaschutzverpflichtungen durch den Einkauf von Zertifikaten zu erbringen. Die Studie zeige, dass es sich für einige Unternehmen sogar doppelt lohne, weil sie Emissionsrechte verkaufen können. Vorteile zeichneten sich auch für Sektoren ab, die sich lange gegen die Einführung gewehrt hätten wie die Chemieindustrie und den Bergbau. Sie könnten aller Voraussicht nach Emissionsrechte verkaufen, weil die Branchen ihren Kohlendioxidausstoß bereits erheblich unter ihre Zielmarge verringern konnten.

Die Studie belegt darüber hinaus, dass die öffentliche Stromerzeugung mit 56 Prozent aller Emissionen der im Emissionshandel erfassten Industrien das Sorgenkind beim Klimaschutz ist, heißt es in der WWF-Pressemitteilung. „Die öffentlichen Stromerzeuger konnten ihren CO2-Ausstoß seit 1990 nur um magere fünf Prozent reduzieren“, bemängelt Regine Günther. Eines der größten Probleme für den Sektor sei der sehr hohe Anteil an Kohle und die steigende Stromnachfrage. „Um sich für die Zukunft fit zu machen, müssen die Stromversorger auf CO2-arme Energien wie Gas oder auf erneuerbare Energien umsteigen“.

Entscheidend werde sein, die Emissionen gerecht zu verteilen, so der WWF. „Wir müssen sicherstellen, dass alle Unternehmen ehrgeizige Ziele verfolgen“, hebt Dr. Felix Matthes vom Öko-Institut hervor. Der Leiter des Forschungsprojektes betont: „Die Kosten dürfen keinesfalls auf die Steuerzahler abgewälzt werden. Deshalb sind allenfalls wenige Ausnahmeregelungen akzeptabel. Der Atomausstieg ist kein Grund, die verabschiedeten Klimaschutzziele nach zu verhandeln.“ Nur ein einfaches gerechtes System mit höchst möglicher Transparenz, könne die öffentliche Akzeptanz für das neue Klimaschutzinstrument sichern.

02.10.2003   Quelle: WWF

 

Sachsen: Baubeginn für Solarpark Meerane am 01.10.2003

Mit dem ersten Spatenstich wird Prof. Dr. Lothar Ungerer, Bürgermeister der sächsischen Kleinstadt Meerane, am 01.10.2003 das Startsignal geben für die Bauarbeiten am größten Solarpark in Sachsen.  Der Solarpark, eine gemeinsame Umweltinitiative der Stadt Meerane und der SESOL Gesellschaft für solare Systeme mbH aus Langewiesen, Thüringen, wird im Frühjahr 2004 mehrere Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,1 Megawatt (MWp) an das Netz der Stadtwerke Meerane anschließen. Der Solarstrom decke den Jahresbedarf von ungefähr 500 Haushalten vermeide die Emission von zirka 725 Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr, verglichen mit der Produktion in einem herkömmlichen Kohlekraftwerk, berichtet die SESOL Gesellschaft für solare Systeme mbH in einer Pressemitteilung.

Der Solarpark Meerane, angesiedelt im Industrie- und Gewerbegebiet Meerane Süd-West, zeige auf einzigartige Weise, wie die umweltpolitischen Konzepte der Stadt in Zusammenarbeit mit innovativem Unternehmertum umgesetzt werden. Zur Errichtung haben sich vor allem Unternehmen aus Sachsen und Thüringen zusammengefunden, die über einschlägige Erfahrungen in der Herstellung solcher Anlagen verfügen. Das Konsortium um die SESOL Gesellschaft für solare Systeme mbH und die ErSol Solar Energy AG, Erfurt, wird verstärkt durch die Siemens AG (Fürth), die UESA GmbH aus Uebigau und die in Meerane ansässige A&H Bau GmbH.

01.10.2003   Quelle: SESOL Gesellschaft für solare Systeme mbH

 

Grüne Energiekonferenz diskutierte „10 Thesen für Energie“

Über 500 Teilnehmer beschäftigten sich auf der Energiekonferenz der Grünen in Berlin am 26. und 27. September 2003 mit der Frage, wie es mit der Energieversorgung in Deutschland weitergehen soll.   Die energiepolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Michaele Hustedt, stellte 10 Thesen für Energie vor. Sie enthalten unter anderem eine klare Absage an die Atomenergie, scharfe Kritik an der Selbstregulierung der Industrie im Energiesektor sowie die Forderung nach einer breiten gesellschaftlichen Diskussion der künftigen Energieversorgung.
Die Diskussion um einen Wiedereinstieg in die Atomkraft kritisieren die Grünen als eine „Gespensterdebatte“. Der Ausstieg aus der Atomkraft sei zwischen Regierung und Wirtschaft vereinbart worden. Es gebe keinen Grund, das Ergebnis in Frage zu stellen. Die Industrie habe zudem keinerlei Interesse am Bau neuer Atomkraftwerke in Deutschland. Würde versucht, die notwendigen Klimaschutzziele durch Atomkraft zu erreichen, müssten in Deutschland 50 - 70 Atomkraftwerke gebaut werden, zitieren die Grünen die Enquete Kommission des Deutschen Bundestages. So lange die grundsätzliche Diskussion immer wieder eröffnet werde, sei es von Angela Merkel oder von Hubertus Schmoldt, sei es nicht möglich, einen parteiübergreifenden Konsens über die Zukunft der Energieversorgung zu finden.

Die Selbstregulierung im Energiewettbewerb sowie die Selbstverpflichtung der Industrie im Klimaschutz hätten versagt, lautet die dritte These des Papiers. Weil die Wettbewerbsintensität auf den Energiemärkten stark nachgelassen habe, sei jetzt ein Paradigmenwechsel erfolgt. Auch in Deutschland werde nun eine Wettbewerbsbehörde eingerichtet, wie in allen anderen Ländern der EU. Damit werde der Staat die Rolle eines starken Schiedsrichters übernehmen, um den Wettbewerb zu stärken. Auch in Zukunft seien jedoch die Vorschläge der Industrie zur Ausgestaltung des Wettbewerbs nicht nur erwünscht, sondern angesichts der komplexen Materie notwendig.

Die Diskussion über die zukünftige Energieversorgung müsse alle Interessengruppen einbeziehen, fordern die Grünen. Eine Runde aus Regierung, Stromkonzernen, Großindustrie als Stromabnehmer und zwei Gewerkschaften könne keine ausgewogene Entscheidung für die Zukunft treffen. Viele Akteure und Interessengruppen seien beim Kanzlergespräch zur Energiepolitik am 18.09.2003 nicht vertreten gewesen: die Verbraucher, die neuen Akteure, die Umweltverbände, die Vertreter der erneuerbaren Energien, die Stadtwerke, der Mittelstand und nicht zuletzt die gesetzgebende Instanz, das Parlament. Es bestehe die Gefahr, dass in solchen einseitigen Gesprächen Kompromisse einseitig zu Lasten der nicht Anwesenden getroffen würden. Der neue Rahmen des Wettbewerbs eröffne auch die Chance, die energiewirtschaftliche Gemengelage zu beenden und die Interessen von Industrie und Politik sauber voneinander zu trennen.

01.10.2003   Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen

 

MVV Energie und REpower planen Windparks in Spanien

Das Mannheimer Energieverteilungs- und Dienstleistungsunternehmen MVV Energie AG und der Hamburger Windanlagenhersteller REpower Systems AG wollen in der spanischen Region Castilla y León gemeinsam 230 Windenergieanlagen in sieben Windparks mit einer Gesamtleistung von rund 350 MW errichten.  Einen entsprechenden Exklusivitätsvertrag haben am 27.09.2003 der Vorsitzende des Vorstands der MVV Energie AG, Roland Hartung, sowie REpower-Vorstandsmitglied Thomas Franck im spanischen Ampudia (Provinz Palencia) unterzeichnet, berichtet die MVV Energie AG in einer Pressemitteilung. Die Unternehmen teilten mit, dass die ersten Netzeinspeisezusagen für die Windparks bereits vor liegen, mit den Baugenehmigungen werde in den nächsten Wochen gerechnet.

Mit dem Bau der Windparks kann laut MVV Energie AG im Sommer 2004 begonnen werden. Zunächst sollen die Projekte von dem MVVTochterunternehmen eternegy GmbH in Zusammenarbeit mit spanischen Partnerunternehmen proydeco weiter entwickelt und die vorgesehenen Grundstücke zur Baureife erschlossen werden. Zudem werde REpower bis zum Baubeginn vor Ort eine eigene Produktionsstätte für die zum Einsatz kommenden Windenergieanlagen errichten. Spanien stellt nach Überzeugung der beiden deutschen Energieunternehmen einen wichtigen Zukunftsmarkt für die Windenergie dar. So verfüge gerade die Region Castilla y León über ein klares Genehmigungsverfahren für Windparks, und das spanische Einspeisegesetz gewährleiste die erforderliche Investitionssicherheit. Die notwendigen Netzkapazitäten für die Einspeisung des erzeugten Windstroms seien vorhanden. Nach dem staatlichen Masterplan strebt Spanien bis 2010 einen Ausbau der Windenergie auf eine installierte Leistung von 13.000 MW an. Derzeit sind erst rund 4.000 MW am Netz.

01.10.2003   Quelle: MVV Energie AG

 

 

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