EEG: Bundestag stimmt Solarstromgesetz zu
Der Deutsche Bundestag hat am 27.11.2003 mit den Stimmen von SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und der Union das Photovoltaik-Vorschaltgesetz zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
verabschiedet. Das Gesetz enthält verbesserte Einspeisevergütungen für Solarstrom ab Anfang 2004. Die Betreiber von Photovoltaikanlagen sollen demnach bis zu 62,4 Cent je
Kilowattstunde erhalten. Derzeit wird Sonnenstrom mit 45,7 Cent/kWh vergütet. Der Bundesrat wird das Gesetz am 19. Dezember beraten. Mit seiner Zustimmung kann das Gesetz bereits zum 1.1.2004
in Kraft treten. Das Vorschaltgesetz zum EEG war notwendig geworden, nachdem im Sommer diesen Jahres das 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm ausgelaufen war.
Die Solarbranche erwartet nun in Deutschland und auch international ein kräftiges Wachstum: Die Prognosen reichen von 16 bis 20 % (Sarasin Bank) über 20 bis 25 % (RWE Schott Solar) bis zu
stattlichen 27 bis 34 % (Greenpeace). Im Jahr 2020 könnte der Solartechnikweltmarkt mit einem Volumen von rund 150 Milliarden US-Dollar die Größe der Chipindustrie erreichen, erwartet die
Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS).
Bereits in den letzten fünf Jahren wurden in Deutschland laut UVS nahezu drei Milliarden Euro in Solaranlagen und neue Produktionsstätten investiert. Die installierte Leistung und die
Produktionskapazitäten haben sich verzehnfacht. Die Solarstromkosten seien um 25 Prozent gesenkt worden. Deutschland ist nach Japan inzwischen der zweitgrößte Photovoltaikmarkt. "Der weitere
Ausbau der Solartechnik ist jetzt gesichert. Damit verbunden sind weniger Energieimporte und mehr saubere heimische Stromerzeugung, dazu Technologiefortschritt made in Germany. Deutschland
ist technologisch wieder auf der Überholspur“, erklärte UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig.
Weitere Informationen zum neuen Solarstromgesetz unter http://www.solarserver.de/eeg_verguetungssaetze.html
28.11.2003 Quelle: Deutscher Bundestag; UVS
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Roland Hartung (MVV Energie AG) ist "Ökomanager des Jahres"
|
|
|
|
|
„Ökomanger des Jahres 2003“: Roland Hartung
|
|
|
Der WWF Deutschland und das Wirtschaftsmagazin "Capital" haben den langjährigen Vorstandsvorsitzenden der Mannheimer MVV Energie AG zum "Ökomanager des Jahres 2003" gewählt. Hartung erhält
die Auszeichnung für den Bereich Konzerne. In der Kategorie mittelständische Unternehmen wurde Otto Greither ausgezeichnet, Geschäftsführender Gesellschafter der Salus Haus
Natur-Arzneimittel Dr. med. Otto Greither Nachf. GmbH & Co. KG. Der Sonderpreis ging an Elsbeth Seiltz, Initiatorin der Münchener Initiative "Unser Land" in der Region. Die Auszeichnungen
wurden am 26.11.3003 übergeben in Anwesenheit des Parlamentarischen Staatssekretärs Matthias Berninger aus dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft in
Berlin.
Zum 13. Mal zeichnen der World Wide Fund For Nature (WWF), die größte private Natur- und Umweltschutzorganisation der Welt - und die Redaktion 'Capital' die "Ökomanager des
Jahres" aus. Dieser Umweltpreis ist dank seiner herausragenden Preisträger einer der renommiertesten Deutschlands. Das Engagement der ausgezeichneten Ökomanager, ihre Kreativität und ihr
Durchsetzungswille haben maßgeblich dazu beigetragen, dass nachhaltiges Wirtschaften und die Berücksichtigung der Belange der Umwelt inzwischen Ziele jedes weitsichtigen Unternehmers geworden
sind.
Sauberer Strom aus Abwärme, Müll und Abfallholz
MVV Energie-Chef Roland Hartung hat die früheren Mannheimer Versorgungs- und Verkehrsbetriebe erfolgreich an die Börse gebracht und zum fünftgrößten Stromversorger Deutschlands ausgebaut.
Hartung saß als Chef der Mannheimer CDU-Stadtratsfraktion im Aufsichtsrat der MVV, als 1979 die zweite Ölkrise ausbrach. "Ich kam auf dem zweiten Bildungsweg zur Ökologie", sagt er. Mit der
Erkenntnis "fossile Energien gibt es nur noch wenige Jahrzehnte zu vertretbaren Preisen" im Hinterkopf machte er sich daran, MVV umzustrukturieren - ab 1988 als Geschäftsführer und seit 1994
bis Oktober dieses Jahres als Vorstandschef. Seine Strategie überzeugte die Jury: "Hartung ist es gelungen, ein regionales Versorgungsunternehmen zu einem international tätigen und
wirtschaftlich gesunden Energie-Dienstleister auszubauen. Dazu hat er das Unternehmen konsequent als einen Anbieter von Energieeffizienz-Dienstleistungen und neuen Technologien zur Nutzung
regenerativer Energiequellen positioniert."
MVV setzt bei seiner Geschäftspolitik stark auf alternative Energien. Während die meisten deutschen Stadtwerke ihren Kunden fast ausschließlich Erdgas anpreisen, bietet MVV in dicht bebauten
Stadtteilen nur Fernwärme. So wird in Mannheim bereits jeder zweite Haushalt mit Wärme versorgt, die ohnehin als Abfallprodukt im Kraftwerk anfällt. Auch aus Müll und Abfallholz produziert
MVV Strom: "Niemand erzeugt in Deutschland so viel Strom und Wärme mit Biomasse wie wir", erklärt Hartung. Weiterhin seien in Polen, Irland, Frankreich und Spanien große Windparks
geplant.
28.11.2003 Quelle: "Capital"; WWF Deutschland
Bildquelle: Tom Maelsa; 'Capital'
Windpark Biere II vollständig gezeichnet; 13,2 Millionen Euro platziert
Mit dem Windpark Biere II hat die WPD Vertrieb GmbH ihr bislang größtes Windpark-Projekt erfolgreich umgesetzt: Nachdem der erste Teil bereits im Jahr 2002 platziert wurde, sei nun auch
die Tranche 2003 erfolgreich beendet, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Eigenkapitalanteil von 13,2 Mio. Euro sei nunmehr vollständig gezeichnet. Insgesamt
habe das Projekt in der Magdeburger Börde in Sachsen-Anhalt ein Investitionsvolumen von 42,8 Millionen Euro. Damit habe die WPD in diesem Jahr bereits neun Windparkprojekte erfolgreich
platziert. Umgesetzt worden sei dabei ein Eigenkapital-Volumen von 26 Millionen Euro.
Carsten Meyer, Geschäftsführer der WPD Vertrieb GmbH, fühlt sich durch die Platzierung in dieser Größenordnung in der Marktführerschaft bestätigt: "Die Platzierung zeigt unsere gute
Marktposition sowie das große Vertrauen, das uns von unseren Kunden entgegen gebracht wird. Begründet ist dieses Vertrauen durch die Ergebnisse der vergangenen Jahre, in denen bei uns immer
die Sicherheit der Anleger die Planungen und Entscheidungen geprägt hat. Auf diesem Projektierungsgrundsatz basieren auch unsere aktuellen Windparkprojekte Besdorf/Bokhorst II und Lohne, so
dass wir für das Jahresendgeschäft weitere positive Impulse erwarten."
28.11.2003 Quelle: WPD Vertrieb GmbH
EEG: Vorschaltgesetz am 27.11.2003 im Bundestag
Ab Anfang 2004 soll eine verbesserte Förderung von Solarstromanlagen (Photovoltaik) dafür sorgen, dass sich deren Betrieb künftig rechnet. Ein entsprechendes Gesetz soll am heutigen
Nachmittag vom Deutschen Bundestag verabschiedet werden. Die von der Regierungskoalition und der CDU/CSU getragene Gesetzesinitiative kann Deutschland nach Einschätzung der
Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) zum wichtigsten Solartechnikstandort und Photovoltaikexporteur der Welt machen. Das parlamentarisch im Eilverfahren initiierte Solargesetz wird
das in diesem Jahr ausgelaufene 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm ersetzen.
Das neue Photovoltaik-Gesetz regelt die Abnahme- und Vergütungspflicht für Solarstrom durch deutsche Energienetzbetreiber und mache den Betrieb von Solarstromanlagen damit erstmals
wirtschaftlich, so die UVS. Je nach Anlagentyp ist eine Anhebung der Vergütung von derzeit 45,7 Cent auf bis zu 62,4 Cent je Kilowattstunde geplant.
Das vom Bundestag in zweiter und dritter Lesung zu verabschiedende neue Solargesetz wird von Industrie, Handwerk und Umweltschützern gleichermaßen begrüßt. Es verhindert nach UVS-Angaben
gerade noch rechtzeitig einen Fadenriss beim Aufbau einer der wichtigsten Zukunftstechnologien. Das Gesetz bietet Verbrauchern und Bauherren geeignete Marktanreize zur Errichtung von
Solaranlagen. Gleichzeitig erhalten die meist mittelständischen Solarunternehmer die erforderliche Investitionssicherheit zum Aufbau moderner Solarfabriken am Standort Deutschland. Möglich
werde die Schaffung von bis zu 100.000 neuen Arbeitsplätzen, so die UVS.
27.11.2003 Quelle: UVS
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
EEG: Grüne begrüßen CDU/CSU-Zustimmung zum PV-Vorschaltgesetz
Die Fraktion CDU/CSU hat im Umweltausschuss des Bundestages dem Photovoltaik-Vorschaltgesetz zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zugestimmt. Es sei schön, dass es auch in
diesen bewegten Zeiten Bereiche gebe, in denen nicht machtpolitisch, sondern sachlich orientiert entschieden werde, kommentiert Michaele Hustedt, energiepolitische Sprecherin der Grünen, die
große Koalition in Sachen Solarstrom.
Die Einigkeit über die Vergütung von Sonnenstrom nutze der Photovoltaik-Industrie. Parteiübergreifend werde damit klargestellt, dass die Photovoltaik in Deutschland Zukunft habe. Allein die
FDP habe gegen das Gesetz gestimmt und bleibe damit isoliert, stellt Hustedt fest. Mit dem vorgezogenen Gesetz hätten die Koalitionsfraktionen die für Investoren notwendige Planungssicherheit
geschaffen, welche für eine weiterhin positive Entwicklung der Solar-Branche erforderlich sei.
Für Solarstromanlagen werde damit noch in diesem Jahr Investitionssicherheit durch verbesserte Rahmenbedingungen geschaffen. Die höheren Vergütungssätze sollen das Ende des erfolgreichen
100.000-Dächer-Programms kompensieren. Dieses staatliche Förderprogramm zum Bau von Fotovoltaikanlagen ist im Sommer 2003 ausgelaufen und wird nicht wieder neu aufgelegt. Das Vorschaltgesetz
soll nach vorgesehenem Zeitplan bereits Anfang Januar 2004 in Kraft treten.
Der beschlossene Gesetzentwurf sieht folgende Vergütungen für Solarstrom vor:
- Die Grundvergütung entspricht der Vergütungshöhe des Jahres 2003 und beträgt 45,7 Cent/kWh;
- Anlagen auf Gebäuden (Dachanlagen) erhalten bis zu einer Größe von 30 Kilowatt 57,4 Cent/kWh, Dachanlagen von einer Größe 30-100 Kilowatt erhalten 54,6 Cent/kWh und größere Dachanlagen über
100 Kilowatt bekommen 54 Cent/kWh;
- Anlagen auf Lärmschutzwänden werden ebenso vergütet wie Anlagen auf Gebäuden;
- für Fassadenanlagen ist ein zusätzlicher Bonus in Höhe von 5 Cent vorgesehen.
Unverändert bleiben soll die jährliche Degression von nominal 5 Prozent für die dann neu in Betrieb gehenden Anlagen. Durch diese anspruchsvolle Degressionsrate würden Politik und
Solarbranche belegen, dass sie weiter rasche Kostensenkungen anstreben.
27.11.2003 Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
NEG Micon liefert 30 Offshore-Anlagen NM92/2750 nach Großbritannien
Die NEG Micon A/S (Randers, Dänemark) hat eine bedeutende Offshore-Vereinbarung mit dem dänischen Energieversorger Elsam über den Bau des Offshore-Windparks „Kentish Flats“
nahe der englischen Küste unterzeichnet. Das Projekt sei von einer der NEG Micon Tochtergesellschaften entwickelt und nun von Elsam übernommen worden, berichtet das Unternehmen in
einer Pressemitteilung. Die Vereinbarung bedürfe noch der formellen Zustimmung durch die UK Crown Estate, um Elsam als Projekteigentümer zu bestätigen. Sie umfasst die Lieferung von dreißig
NM92/2750-Windenergieanlagen. Die Anlagen sind ausgestattet mit der Pitch Regulated Variable Speed (PRVS) Technologie und verfügen jeweils über eine Nennleistung von 2,75 MW. Die
Gesamtkapazität des Projektes beträgt laut NEG Micon 82,5 Megawatt (MW). Das Auftragsvolumen belaufe sich auf rund 1,1 Milliarden Dänische Kronen (etwa 150 Millionen Euro). Der Großteil der
Installationsarbeiten wird für 2004 erwartet, 2005 soll das Projekt dann abgeschlossen sein.
"Die Vereinbarung, die mit Elsam erzielt wurde, ist ein ganz wichtiger Schritt für NEG Micon als Offshore-Partner. Wir haben bereits mehr als 30 MW in verschiedenen Offshore-Projekten
installiert, jedoch ist dieser Auftrag sehr bedeutend in Bezug auf die umfangreichen und großen zukünftigen Offshore-Projekte. Daher glauben wir, dass Kentish Flats uns den Weg für eine
weitere Expansion unseres Offshore-Sektors sowohl in Großbritannien als auch auf anderen Weltmärkten, insbesondere in Deutschland, ebnen wird," kommentiert Torben Bjerre-Madsen,
Vorstandsvorsitzender der NEG Micon A/S.
"Elsam betreibt bereits erfolgreich einige Anlagen diesen Typs. Das heißt für uns, dass Elsam unserer Technologie und NEG Micon als Partner für deren zweitgrößtes Offshore-Projekt vertraut.
Elsam ist ein erfahrener und kompetenter Partner – nicht zuletzt im Offshore Bereich. Wir freuen uns sehr darauf, gemeinsam mit Elsam das Kentish Flats Projekt zu einem Erfolg zu
bringen," fügt Bjerre-Madsen hinzu. Der Kentish Flats Offshore Windpark soll rund 280 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr produzieren, was dem jährlichen Energiebedarf von über 67.000 Haushalten
entspricht. Der Park werde nahezu die Hälfte des benötigten Stromes der Städte Herne Bay, Whitstable and Canterbury liefern.
27.11.2003 Quelle: NEG Micon A/S
Neuerscheinung: Tagungsband zum 1. Fachkongress Geothermischer Strom
Vorträge zum Thema Strom aus Erdwärme fasst der Tagungsband zum 1. Fachkongress Geothermischer Strom zusammen und gibt damit einen guten Überblick über den aktuellen Stand der
Entwicklung. Auf dem Programm der Veranstaltung standen die wichtigsten Aspekte Umsetzung geothermischer Kraftwerke über oder unter Tage, wobei den geologischen Rahmenbedingungen
Mitteleuropas besondere Beachtung zukam. Weiter wurden aktuelle Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und neue Kraftwerksprojekte vorgestellt. Der Tagungsband informiert zudem über die Suche
nach Wärmequellen, Bohr- und Frac-Technik (unter hohem Druck werden in einer Lagerstätte Risse erzeugt, die einen größeren Wasserzufluss und damit eine höhere Produktion ermöglichen).
In den vergangenen Jahren sind in Deutschland große Anstrengungen unternommen worden, um Technologien für eine breite Anwendung geothermischer Stromerzeugung auf den Weg zu bringen, so die
Geothermische Vereinigung e.V. Es seien bedeutende Fortschritte erzielt worden, die Deutschland zum Motor für die Nutzung geothermischer Ressourcen außerhalb vulkanisch gebundener Regionen
werden ließen. Ein erstes Pilotkraftwerk nahm am 12.11.03 seinen Betrieb in Neustadt-Glewe (Mecklenburg-Vorpommern) auf. Dort fand am 12. und 13.11.2003 der 1. Fachkongress Geothermischer
Strom "Start in eine neue Energiezukunft" statt. Er wurde von der Geothermischen Vereinigung e. V. gemeinsam mit dem GeoForschungsZentrum Potsdam veranstaltet. Knapp 200 Teilnehmer aus dem
In- und Ausland, aus Forschung, Entwicklung, Planung und Industrie waren in die Kleinstadt südöstlich Schwerins angereist.
Bibliographische Angaben: Start in eine neue Energiezukunft: Tagungsband 1. Fachkongress Geothermischer Strom. Geeste, 2003. Geothermische Vereinigung & GeoForschungsZentrum Potsdam
(Hrsg.). Druckversion ISBN 3-932570-49-9, 25.65 EUR; CD-Version: ISBN 3-932570-50-2, 10.90 EUR.
27.11.2003 Quelle: Geothermische Vereinigung e.V.
ErSol bestückt größten Solarpark Sachsens mit PV-Modulen
Die Umweltkontor-Tochergesellschaft ErSol Solar Energy AG mit Sitz in Erfurt, wird den größten Solarpark in Sachsen mit umweltfreundlicher Solartechnik ausstatten. Der Solarpark in
Meerane, nördlich von Zwickau, ist eine gemeinsame Umweltinitiative der ErSol Solar Energy AG, der Stadt Meerane und des Projektentwicklers SESOL Gesellschaft für solare Systeme
mbH. Das Konsortium wird durch die Siemens AG, die UESA GmbH und die in Meerane ansässige A&H Bau GmbH verstärkt, berichtet die Umweltkontor Renewable Energy Aktiengesellschaft
in einer Pressemitteilung.
Mehrere Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,1 Megawatt (MWp) sollen pro Jahr zirka eine Million Kilowattstunden Strom in das Netz der Stadtwerke Meerane einspeisen. Dies reiche
aus, um den Jahresbedarf von rund 300 Haushalten zu decken. Die Gesamtinvestitionssumme für den Solarpark beträgt laut Umweltkontor 4,5 Millionen Euro und werde über einen Fonds
bereitgestellt. Die prognostizierten jährlichen Stromeinnahmen für den Investor gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) betragen rund 435.000 Euro. Die Betriebsdauer der Solarparks ist nach
derzeitigem Stand der Technik etwa 20 bis 25 Jahre geplant. Bereits Anfang Oktober wurde im Gewerbegebiet Meerane der erste Spatenstich für das Projekt mit einer Gesamtfläche von 25.000
Quadratmetern vollzogen. Mit der Installation der insgesamt ca. 7.300 Module vom Typ ErSol BLUE POWER®160 mit einer Leistung von je 160 Watt soll noch im November begonnen werden. Bereits für
Anfang Februar 2004 ist die offizielle Inbetriebnahme des Solarparks vorgesehen.
Die ErSol Solar Energy AG sei für das Projekt als Modullieferant ausgewählt worden, da die bisher in der Modullinie BLUE POWER® gezeigten ausgezeichneten Ertragsdaten in Test- und
Kundenanlagen ein überzeugendes Argument für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg des Solarparks darstellen, so Umweltkontor-Vorstandssprecher Heinrich Lohmann. Nach Berechnungen des
Deutschen Wetterdienstes ist Meerane der Mittelpunkt einer „Sonneninsel“, die sich von Chemnitz bis Gera erstreckt. Die für den Solarpark ausgewiesene Region verfüge über die
höchste Sonneneinstrahlung in ganz Ostdeutschland. Der „Jahrhundertsommer“ 2003 habe zudem für höhere Energieerträge bei Photovoltaikanlagen in einer Größenordnung von bis zu 30
Prozent gesorgt.
26.11.2003 Quelle: Umweltkontor Renewable Energy AG
Wissenschaftlicher Beirat bestätigt: Klimaschutz dringender denn je
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn und Bundesumweltminister Jürgen Trittin unterstreichen die Notwendigkeit, schon heute Klimaschutzstrategien zu entwickeln, die über die in Kyoto
gesteckten Ziele hinausreichen. Anlässlich der Vorstellung des Sondergutachtens "Über Kyoto hinausdenken -Klimaschutzstrategien für das 21. Jahrhundert" durch den Wissenschaftlichen
Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) sagte Bundesumweltminister Juergen Trittin: "Auch wenn es jetzt darauf ankommt, dass das Kyoto-Protokoll in Kraft tritt und
umgesetzt wird, müssen wir schon heute darüber nachdenken, wie die nächsten Schritte aussehen.“ Mittel- und langfristig seien weit stärkere Emissionsminderungen notwendig, um
Klimaänderungen wirksam zu verhindern. Das Gutachten bestärke die Bundesregierung in dem Bemühen, ehrgeizigere Minderungsziele für die Europäische Gemeinschaft zu erreichen, so der
Minister.
Trittin verwies darauf, dass die Koalitionsparteien sich darauf verständigt haben, für Deutschland bis 2020 eine Senkung des CO2-Ausstosses um 40% gegenüber 1990 anzustreben - wenn die EU
sich insgesamt zu einer Minderung um 30% verpflichtet und andere Staaten ähnlich ehrgeizige Ziele übernehmen. Das Gutachten zeige, dass ehrgeizige Klimaschutzziele technisch und
wirtschaftlich machbar sind, so Trittin. Gerade die erneuerbaren Energien seien ein Beispiel dafür, wie Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung in den
Entwicklungsländern gleichzeitig vorangetrieben werden können. "Darum geht es bei der internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien "renewables2004", für deren Vorbereitung dieses
Sondergutachten eine wichtige Grundlage bilde, sagte Trittin.
Bundesforschungsministerin Bulmahn ergänzte: „Das Gutachten verdeutlicht, welche Herausforderungen auf technologischem und sozioökonomischem Gebiet noch bewältigt werden müssen."
Deutschland habe hierfür als Hochtechnologieland gute Voraussetzungen. Jetzt komme es darauf an, durch interdisziplinäre und innovative Konzepte in Forschung und Entwicklung möglichst schnell
die Wege zu einem nachhaltigen Klimaschutz zu finden. Bulmahn kündigte an, dass die Forschung dabei verstärkt auch Strategien für Wirtschaft und Gesellschaft liefern solle. "Diese wichtige
Herausforderung zum Schutze der Umwelt und für die nachhaltige Entwicklung wird die Bildungs- und Forschungspolitik annehmen", sagte Bulmahn.
Das Gutachten ist abrufbar unter http://www.wbgu.de
26.11.2003 Quelle: BMU
EEG: Umweltausschuss beschließt Solarstrom-Gesetz
Der Umweltausschuss des Bundestages hat am 25.11.2003 mit den Stimmen von SPD, Grünen und Union das Photovoltaik-Vorschaltgesetz beschlossen. Das berichtet der forschungs- und
technologiepolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, Hans-Josef Fell. Die Zustimmung der Union sei von großer Bedeutung für die Solarbranche, da damit über die
Regierungsfraktionen hinweg erstmals ein breiter Konsens für die Solarstromvergütung erzielt werden konnte. Dies verschaffe der Branche ein deutliches Maß an zusätzlicher Planungssicherheit,
so Fell. Die FDP sei mit ihrer „Abneigung“ gegen die erneuerbaren Energien mittlerweile im Bundestag vollständig isoliert, stellt Fell fest.
Die Unionsfraktion habe durchgesetzt, dass die Vergütungssätze für größere Dachanlagen im Vergleich zum Entwurf leicht abgesenkt werden, kommentiert Fell die Verhandlungen. Von der Union
nicht mitgetragen werde der Vorschlag von SPD und Grünen, die im 100.000 Dächerprogramm abgelehnten Anlagen ebenso zu vergüten wie Neuanlagen. Dies betreffe Anlagen, für die Kreditanträge im
Rahmen der Frist zum 100.000-Dächer-Programm gestellt wurden, aber Grund der übergroßen Nachfrage nicht mehr bedient werden konnten.
Im Vergleich zu dem in erster Lesung vor zwei Wochen eingebrachten Gesetzesentwurf seien einige Formulierungen korrigiert und eine inhaltliche Verbesserung erreicht worden: In Planung- und
Bau befindliche Freiflächenanlagen, die nicht unter die Bestimmungen des neuen Gesetzes fallen, aber nach dem bisherigen Gesetz Vergütungsanspruch gehabt hätten, sollen eine Übergangsfrist
bis zur Mitte des nächsten Jahres erhalten. Mit dieser Regelung seien Investitionsruinen verhindert und der Vertrauensschutz gewahrt worden.
Die 3. Lesung des Vorschaltgesetzes im Bundestag ist vorgesehen für Donnerstag, den 27.11. Dann sollen die heutigen Beschlüsse des Umweltausschusses ohne Änderung verabschiedet werden,
kündigte Fell an. Der Bundesrat wird das Gesetz am 19. Dezember beraten. Sollte der Bundesrat wie erwartet zustimmen, könne das Gesetz bereits zum 1.1.2004 in Kraft treten. Im Falle eines -
unwahrscheinlichen - Einspruchs müsste der Bundestag den Einspruch überstimmen. Dabei könnte es eventuell zu einer kleinen zeitlichen Verzögerung kommen. Verhindern könne der Bundesrat das
Gesetz jedoch nicht, da seine Zustimmung nicht erforderlich ist.
Die Solarstromvergütung, die im übrigen nicht nur für Photovoltaik gilt, wird nach Auskunft von Hans-Josef Fell geregelt wie folgt:
- Die Grundvergütung für frei stehende Anlagen, wird auf der Vergütungshöhe des Jahres 2003 gehalten: 45,7 Cent/kWh.
- Solarstrom aus Anlagen auf Gebäuden oder Lärmschutzwänden wird bis zu einer Anlagengröße von 30 kW mit 57,4 Cent pro Kilowattstunde vergütet.
- Anlagen zwischen 30 kW und 100 kW erhalten für den Teil der Anlage, der über den 30 kW liegt, je Kilowattstunde 54,6 Cent.
- Anlagen über 100 kW erhalten für den Teil der Anlage, der über den 100 kW liegt, je Kilowattstunde 54 Cent. (Beispiel: bei einer 150 kW-Anlage wird 20% des Stroms mit 57,4 Cent je kWh;
46,7% mit 54,6 Cent je kWh und 33,3% mit 54 Cent je kWh vergütet; die Vergütung beträgt somit: 54,96 Cent)
- Für Fassadenanlagen gibt es einen zusätzlichen Bonus in Höhe von 5 Cent.
- Wegfallen wird der so genannte „1000 MW-Deckel“, der bis dato Gesetzesbestandteil war und den Ausbau der Photovoltaik auf maximal 1.000 Megawatt beschränkte.
Das Gesetz, wie es vom Umweltausschuss beschlossen wurde, bietet Hans-Josef Fell an auf seiner PDF-Dokument auf dem Solarserver.
25.11.2003 Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Biokraftstoffe: Größte internationale Tagung in Berlin eröffnet
Die wachsende nationale und internationale Bedeutung von Biokraftstoffen macht das am 25.11.2003 in Berlin eröffnete "4th European Motor BioFuels Forum" deutlich. Mehr als 300
Teilnehmer aus 28 Ländern hieß der Vorsitzende der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) Dr. Klaus Kliem in seiner Eröffnungsrede willkommen. An drei Tagen berichten und
diskutieren Experten aus der Biokraftstoffproduktion und der Fahrzeugindustrie über Stand und Perspektive dieses Zukunftsmarktes, der in Deutschland besonders mit dem Erfolg des mittlerweile
an fast 1.800 Tankstellen erhältlichen Biodiesels verbunden ist.
Dr. Kliem dankte sowohl der Bundesregierung als auch den Bundestagsparteien für die Anfang November von einem parteiübergreifenden Konsens getragenen und im Bundestag beschlossenen
steuerpolitischen Rahmenbedingungen. Diese Beschlüsse seien wesentliche Faktoren, um die Klimaschutzverpflichtungen, die Verringerung der Importabhängigkeit von Rohöl sowie die Schaffung
neuer Absatz- und Einkommensperspektiven für den ländlichen Raum durch die Produktion von Biokraftstoffen auf Basis heimischer nachwachsender Rohstoffe voranzutreiben. Gleichzeitig eröffne
die damit einhergehende Technologieentwicklung auch für den Export neue Chancen. So sei neben Biodiesel sehr bald auch Bioethanol ein weiteres biogenes Erfolgsprodukt im
Kraftstoffmarkt.
Synthetische Kraftstoffe, eines der Kernthemen der Tagung, haben nach Ansicht der Experten mittelfristig ein ganz erhebliches Marktpotenzial. Ihre Gewinnung aus Biomasse stelle eine überaus
aussichtsreiche Entwicklungsperspektive dar, so Dr. Kliem. Dank des erheblichen Engagements der Volkswagen AG und der DaimlerChrysler AG bei der Entwicklung der dafür notwendigen neuen
Verfahrenstechnologien werde das Rohstofffenster erheblich erweitert. Deutschland sei auf dem besten Weg eine Vorreiterrolle bei der Technologieentwicklung zur Herstellung von
Designer-Kraftstoffen aus Biomasse einzunehmen. Die Zukunft der Biokraftstoffe habe deshalb erst begonnen.
An die Politik richtete Dr. Kliem den Appell, die Fortsetzung der bisherigen Erfolgsstory biogener Kraftstoffe durch weiterhin verlässliche und dauerhafte Rahmenbedingungen zu ermöglichen.
Nur mit der notwendigen Investitionssicherheit könnten die anstehenden technischen Herausforderungen bewältigt werden.
25.11.2003 Quelle: UFOP e.V.
Bundesverband Solarindustrie: Solarstrom im nächsten Jahrzehnt wirtschaftlich
Bei der Debatte des Photovoltaik-Vorschaltgesetzes zum EEG am 13.11.2003 habe die FDP-Abgeordnete Angelika Brunkhorst, den Verband falsch zitiert, korrigiert der BSi. Die Aussage der
Parlamentarierin, Solarstrom werde erst am Ende des Jahrhunderts mit herkömmlichem Strom konkurrieren können, beruhe offensichtlich auf einem Kommunikationsproblem. Denn der
Bundesverband Solarindustrie (BSi) habe solch eine Position nie vertreten und bislang nur davon gesprochen, dass Solarstrom in diesem Jahrzehnt nicht wirtschaftlich sein werde. Der BSi stellt
dagegen fest, dass Solarstrom in Deutschland bereits im nächsten Jahrzehnt billiger sein wird als konventioneller Strom für Endkunden. Dies ergebe sich, wenn die Kostendegression der letzten
10 Jahre auf Basis der Lernkurventheorie extrapoliert werde. Dabei gehe der BSi von einem weiteren Marktwachstum von 25% pro Jahr aus. Solarstrom könne dann sogar mit konventionellem
Spitzenlaststrom an der europäischen Strombörse konkurrieren, so der BSi.
„Solarstrom-Technik hat als junge Hochtechnologie ein großes Kostensenkungspotenzial und eine hervorragende Perspektive“, so Dr. Winfried Hoffmann, Vorstandssprecher für
Solarstrom im Bundesverband Solarindustrie, „dank des Marktwachstums konnten die Preise in den letzten 10 Jahren bereits um über 50% gesenkt werden“. Bei Fortsetzung des
Marktaufbaus mit durchschnittlich 25% Wachstum pro Jahr liegen die Kosten für eine Kilowattstunde Solarstrom laut BSi im Jahr 2010 in Deutschland unter 30 Cent und im Jahr 2020 bei 15 Cent.
Um mittelfristig den unverzichtbaren Beitrag zu Energieversorgung und Klimaschutz zu niedrigen Kosten leisten zu können, konzentriere sich die Solarstrombranche in den nächsten 10 Jahren auf
den Marktaufbau und die Technologieentwicklung.
In der Debatte zum Photovoltaik-Vorschaltgesetz zum EEG am 13. November habe auch die CDU/CSU angekündigt, das Gesetz mit tragen zu wollen. Der BSi bedauere, dass die FDP das große Potenzial
der Photovoltaik nicht erkenne und das Vorschaltgesetz ablehne - gestützt auf das falsche Zitat. Er appelliert an die FDP, angesichts der vorgelegten Zahlen ihre Position zu korrigieren. Auf
der Grundlage der vorgesehenen Fortsetzung der Markteinführungspolitik im EEG, erwartet der BSi einen weiteren Aufbau der deutschen Solarindustrie und 30.000 neue Arbeitsplätze bis 2010.
„Die geringe Umlage auf den Strompreis ist damit eine sehr lohnenswerte Investition in eine der großen Zukunftstechnologien“ so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des BSi.
25.11.2003 Quelle: BSi
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Brennstoffzellen-Verband fordert „6.000 Megawatt-Programm“
Der Brennstoff-Zellen-Verband Deutschland e.V. (BZV-D) fordert, dass 15% der zu erneuernden Kraftwerkskapazität von 40.000 Megawatt in Form von Brennstoffzellen-Anlagen bei Endanwendern
realisiert wird. Nach einer Studie des Umweltbundesamtes muss der Kraftwerksbestand in Deutschland erneuert werden. Bis zum Jahr 2020 sei ein Ersatzbedarf von 40.000 Megawatt
abzudecken. "Die Brennstoffzellentechnologie ist technisch machbar, effizient, umweltentlastend und bei entsprechenden Stückzahlen preiswert. Neben wichtigen Umweltgesichtspunkten schafft der
Übergang zur Brennstoffzellentechnologie intelligente Arbeitsplätze in Wirtschaft und Handwerk“ erläutert Simmy Schnabel, 2. Vorsitzender des BZV-D e.V., die Forderung.
Das Marktforschungsunternehmen Arthur D. Little komme in einer aktuellen Studie zu ähnlichen Ergebnissen. Die Marktforscher gehen davon aus, dass sowohl Energieversorgungsunternehmen als auch
die Hersteller und Installateure von Heizungsanlagen im Zeitraum von 2010 bis 2020 etwa 1,8 Millionen Brennstoffzellen-Anlagen installieren können. Das entspräche einer Versorgungsleistung
von 9.000 MW beziehungsweise 180.000 Anlagen pro Jahr – und damit einem beachtlichen Arbeitsmarktpotenzial. Der BZV-D verlangt vom Staat die Schaffung eines nachhaltigen und sicheren
Umfeldes mit mittelfristiger Perspektive, zum Beispiel durch Steuervorteile für den Endverbraucher in Analogie zu der erfolgreichen Einführung des Katalysatortechnologie.
Bereits im Januar 2003 hatte der BZV-D e.V. zusammen mit Instituten und Unternehmen einen Forderungskatalog aufgestellt und diesen an Bundesminister Clement übergeben. Bis heute sei jedoch
keine Förderungsmaßnahme für Brennstoffzellen- Endverbraucheranwendung aus den Bundesministerien bekannt geworden. Um den Forderungen des Brennstoff-Zellen-Verbandes in Berlin und Brüssel
Nachdruck zu verleihen, lädt der BZV-D alle beteiligten Personen, Firmen und Organisationen ein, jetzt Mitglied im BZV-D zu werden, besonders auch die künftigen Endanwender. Der BZV-D fordert
dringend eine Wende in der Energie- und Antriebstechnologie, die es unseren Kindern ermögliche, den Technologiefortschritt auch in Zukunft selbstbestimmt zu nutzen.
25.11.2003 Quelle: Brennstoff-Zellen-Verband Deutschland e.V.
Conergy weiht Sonnenkollektor-Produktion in Landshut ein
|
|
|
|
|
Horst Kubatschka, Josef Deimer, Hans-Martin Rüter und Carsten Körnig (von links) eröffnen die neue Conergy-Produktionsstätte.
|
|
|
Ab sofort bietet die Hamburger Conergy AG Technik für Strom und Warmwasser von der Sonne, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit der Einweihung der neuen Fertigung
solarthermischer Kollektoren am 21.11.2003 biete Conergy nun eine komplette solare Produktpalette aus einer Hand. Die neue Flachkollektorenserie zur Warmwasserbereitung ist ab
sofort in drei verschiedenen Leistungsklassen über den Fachhandel erhältlich. Neben Josef Deimer (CSU), Oberbürgermeister der Stadt Landshut, Horst Kubatschka (MdB), stellvertretender
umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Carsten Körnig, Geschäftsführer UVS (Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V.), durfte Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender
der Conergy AG, bei der Eröffnung viele weitere geladene Gästen aus Wirtschaft und Politik begrüßen.
Das Know-how des Ingenieurteams bei der solarthermischen Produktion und die bestehenden Vertriebskanäle im Bereich Photovoltaik verschafften Conergy einen entscheidenden Wettbewerbsvorsprung,
so das Unternehmen. Thomas Hirsch, Leiter Produktion, Claus Alt, Leiter Entwicklung, Michael Pulvers, Leiter Technischer Support, und Christian Stadler, Produktmanager Solarthermie, nutzen
mehr als 70 Jahre Produktionserfahrung aus der Heizungs- und Klimatechnik für spezifische Weiterentwicklungen, die höchste Qualitätskriterien erfüllen. "Bei der Systemoptimierung setzt die
Produktlinie der Conergy neue Maßstäbe für die Thermiebranche. Das freut unsere internationalen Handelspartner, die ihr Sortiment im Solarbereich gern über einen Komplettanbieter abdecken",
weiß Albert Helbling, Vertriebsleiter der Conergy AG. Mit den ebenfalls solarthermisch erfahrenen Vertriebsmitarbeitern im Innen- und Außendienst sei ein kompetenter Support für das
qualitativ hochwertige Produktangebot gewährleistet. Mit über 180 Mitarbeitern habe sich die 1998 in Hamburg gegründete Conergy AG zu einem europaweit führenden Unternehmen im Bereich der
Solartechnik mit einem diesjährigen Jahresumsatz von über 120 Millionen Euro entwickelt.
25.11.2003 Quelle: Conergy AG
Bildquelle: Conergy AG
Bundesverband Erneuerbare Energie: „Stromkonzerne zocken Kunden ab“
Die aktuellen Preiserhöhungen der deutschen Stromversorger bezeichnet der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) als „Abzocke“. Besonders arglistig sei die Behauptung, die
Verantwortung dafür tragen erneuerbare Energien, kritisiert der BEE. „Die Informationen der Energiekonzerne stecken voller Lügen. Schon in diesem Jahr haben sie ihren Kunden
mindestens 15 Prozent zu viel für die sogenannte EEG-Umlage in Rechnung gestellt. Jetzt ist es an den Stromverbrauchern und der Strompreisaufsicht, dieses Geld zurückzufordern“, fordert
BEE-Sprecher Milan Nitzschke. Auch bei einem weiter steigenden Anteil erneuerbarer Energien würden die Kosten im Jahr 2004 nicht mehr steigen, sondern sinken.
Als absurd wertet der BEE die Darstellung der Stromversorger, der Bedarf an Regelenergie für Windkraftanlagen würde zu Kostensteigerungen führen: „Regelenergie für Windkraft spielt
praktisch keine Rolle. Trotz steigender Windstrommenge ist der Bedarf an Primärregelenergie in den letzten zwei Jahren herunter gegangen. Inzwischen sind Prognosemodelle in der Lage, die
Windstromerzeugung so genau vorherzusagen, dass der Regelenergiebedarf minimiert wird“, kommentiert Nitzschke. Zudem werde die mit Abstand größte Menge an Regelenergie im RWE-Netz
eingesetzt – dort, wo im Verhältnis die wenigsten Windkraftanlagen stünden. Hier könnten nach Ansicht des BEE jederzeit Kosten gespart werden. Stattdessen zeige die aktuelle Erhöhung
der Netzentgelte, dass der Regelenergiemarkt ein „Selbstbedienungsladen der Stromkonzerne“ sei.
Hinter den Preiserhöhungen vermutet der BEE eher die langfristige Strategie der konventionellen Energiewirtschaft, ihre Marktanteile zu sichern. „Die Erzeugungskosten für Strom aus Gas
und Kohle steigen. In den nächsten Jahren müssen teure neue Kraftwerke gebaut werden“, erklärt Nitzschke. Hierfür schafften sich die Energiekonzerne offenbar einen opulenten Puffer.
„Demgegenüber gehen die Erzeugungskosten für Erneuerbare Energien stetig runter. In gut zehn Jahren sind Wind, Solar, Biomasse und Co. billiger als konventionelle Energien – und
belasten die Umwelt nicht!“, so Nitzschke weiter.
25.11.2003 Quelle: BEE
Biomasse: SFV schlägt zusätzliche Vergütung für Regelenergie im EEG vor
Der Solarenergie-Förderverein e.V. mit Sitz in Aachen regt an, für Strom aus Biomasse eine zusätzliche Vergütung für die Bereitstellung von Regelenergie (Spitzenlastdeckung,
Leistungsvergütung) im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einzuführen. Biomasse sei diejenige Sparte der erneuerbaren Energien, welche eine Lieferung von Regelenergie technisch am
einfachsten verwirklichen könnte. Eine zeitliche Staffelung ihrer Strom-Einspeisungen werde aber derzeit kaum praktiziert. Diese Idee liege politisch geradezu "in der Luft", so der SFV.
Allerdings bestünden bei der jetzigen Fassung der EEG-Novelle und des Referentenentwurfs vom 18.11.03 keinerlei Anreize für die Bereitstellung von Regelenergie aus Biomasse-Kraftwerken. Um
dafür Anstöße zu geben, sollten die Netzbetreiber gesetzlich verpflichtet werden, zusätzlich zur Mindestvergütung für gelieferte elektrische Arbeit auch noch den Marktpreis für Regelenergie
zu zahlen, wenn die Betreiber eine zeitlich bedarfsorientierte Einspeisung anbieten, schlägt der SFV vor. Dies könne in einem weiteren Absatz zu § 12 der EEG-Novelle festgelegt werden.
Unter Nutzung der ohnehin auf dem Spotmarkt erzielbaren Preise für Spitzenlaststrom beziehungsweise Regelenergie und somit ohne weitere Belastung der Stromkunden könnte besonders der
Biomasse-Sparte eine erhebliche zusätzliche Einnahmequelle verschafft werden. Gleichzeitig würde die Auslegung der künftig zu erstellenden Biomasse-Kraftwerke mehr nach dem Gesichtspunkt der
Spitzenlastdeckung und Lieferung von Regelenergie veranlasst und ein Beitrag zur weiteren Umstrukturierung der Stromwirtschaft geleistet. Da die Novellierung des EEG dränge, schlägt der SFV
vor, E-Mails an Bundestagsabgeordnete und andere Politiker zu senden, welche besonderes Interesse für die Energiewende zeigten. So könne der SFV-Vorschlag zu einer verbesserten Regelung für
die Biomasse unterstützt werden.
Weitere Informationen unter sfv.de
24.11.2003 Quelle: SFV
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Bonn: Fachtagung zur EEG-Novelle am 28./29. November
Am 05. November haben sich das Bundesumweltministerium und das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit auf einen Regierungsentwurf zur Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
(EEG) verständigt. Er soll am 10.12.2003 vom Bundeskabinett verabschiedet werden. Vorangestellt wird ein Vorschaltgesetz der Regierungsfraktion zur Photovoltaik, das bereits am 01.
Januar 2004 in Kraft treten soll. Die parlamentarische Beratung zur Gesetzesnovelle wird auf der Basis des Regierungsentwurfs bereits im Dezember beginnen.
Die Fachtagung der Zeitschrift für Neues Energienrecht (ZNER) am 28. und 29.11.2003 und der Veranstalter EUROSOLAR wollen den Regierungsentwurf kritisch erörtern und Verbesserungsvorshläge
für das parlamentarische Beratungsverfahren entwickeln. Den Regierungsentwurf zur EEG-Novelle wird Dr. Volker Oschmann vom BMU vorstellen. Zum Gesetzentwurf nehmen Stellung der Präsident des
Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), Jahannes Lackman, Prof. Dr. Edmud Brandt von der Universität Lüneburg und Staatssekretär Willy Voigt, Schleswig-Holstein sowie Michaele Hustedt MdB
(Bündnis 90/Die Grünen) und Peter Paziorek MdB (CDU/CSU).
Am 29.11. werden Netzanschlussprobleme und Netzsicherheit diskutiert. Weiter stehen unter anderem auf dem Programm der Ausgleichsmechanismus im EEG, die Behandlung der
„Kleinwasserkraft“ im EEG-Entwurf, die Windenergie im Binnenland und die Rolle der Bioenergie im EEG. Die Teilnahmegebühr beträgt inklusive Bewirtung 250,- Euro.
Das kann als PDF-Datei heruntergeladen werden bei EUROSOLAR.
Die ist bis zum 24. November erwünscht.
24.11.2003 Quelle: EUROSOLAR
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Weiterbildung: Solartechnik als Motor für den Arbeitsmarkt
Noch mal die Schulbank drücken, um sich rund um die Solartechnik fit zu machen: diese Chance gibt es im Bildungszentrum Voerde am Niederrhein. Dabei geht es nicht nur um pure
Theorie. Als Spezialist in Sachen Solarenergie hat ThyssenKrupp - Hoesch Bausysteme kräftig dazu beigetragen, dass auch in der Praxis angepackt werden kann. Das Unternehmen stellt
der Ausbildungsstätte zur regenerativen Energieversorgung eines Hauses Solartec-Elemente aus eigener Produktion zur Verfügung. Ganz ähnlich wie beim „Duisburger Klimatisch“, den
ThyssenKrupp mit Sach- und Geldspenden unterstützt.
Solartechnik stelle aber nicht nur eine innovative Möglichkeit dar, Energie zu gewinnen sondern sei mit einer jährlichen Zuwachsrate von 25 Prozent ein wirtschaftlicher Boombereich, betont
ThyssenKrupp - Hoesch Bausysteme. Deshalb würden in dieser Branche besonders positive Berufsaussichten erwartet. Allerdings gebe es bundesweit bisher gerade mal 150 Fachkräfte für
Solartechnik.
Diese Marktlücke will das Bildungszentrum Voerde mit der Weiterbildung zur Fachkraft für Solartechnik schließen. Der Lehrgang wendet sich an Interessenten, die ihre Kenntnisse und
Fertigkeiten erhalten, verbessern oder erweitern und so ihren beruflichen Aufstieg vorbereiten wollen. Weil die Weiterbildung dazu dient, den Anforderungen des Arbeitsmarktes besser gerecht
zu werden, werde die Finanzierung vom Arbeitsamt getragen.
Teilnehmen können Beschäftigte, die über eine abgeschlossene Ausbildung verfügen. Wünschenswert sind Ausgangsberufe der Haustechnik wie zum Beispiel Elektroinstallateur/in, Gas- und
Wasserinstallateur/in oder Heizungsbauer/in. Der Lehrplan sieht ein breit gefächertes Angebot vor und beginnt bei den Grundlagen der Energie-, Wärme- und Elektrotechnik. Darüber hinaus stehen
spezielle Kenntnisse über fotovoltaische und solarthermische Anlagen, Wärmepumpen und Blockheizkraftwerke auf dem Stundenplan. Schließlich befähige diese Qualifizierung auch zur
Energieberatung für Gebäude und zur Vermarktung umweltschonender Energietechniken.
Die Teilnehmer können in der Regel wählen, ob sie die Kurse in Teilzeit, am Abend oder berufsbegleitend absolvieren möchten. Als Nachweis für diese Qualifizierung erhalten die angehenden
Solarspezialisten ein Zertifikat der Handwerkskammer Düsseldorf. Ein weiterer Vorzug dieser Weiterbildung: wegen der staatlichen Anerkennung des Abschlusses ist er in ganz Europa
gültig.
Das Bildungszentrum strebt nach Angaben des Bereichsleiters Bernhard Gründken an, sich zu einem Kompetenzzentrum für intelligente Gebäudetechnik zu entwickeln. Gegründet wurde das Zentrum
1994. Mittlerweile beschäftigen sich 50 Mitarbeiter mit berufsvorbereitenden Maßnahmen und außerbetrieblicher Ausbildung für Jugendliche. Zu der Weiterbildung hat das Zentrum neben der
Solartechnik auch spezielle Angebote aus dem Hotel- und Gaststättenbereich wie Koch/Köchin oder Hotelfachmann/Hotelfachfrau.
24.11.2003 Quelle: ThyssenKrupp - Hoesch Bausysteme; Bildungszentrum Voerde
Erneuerbare Energien: Neues Projekt zur Exportförderung
BASE Deutschland und das Freiburger Wissenschaftsforum (FWF) starten ein gemeinsames Projekt zur Exportförderung im Bereich erneuerbare Energien und Energie-Effizenz. Die Region
Freiburg sei ein herausragender Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz, heißt es im aktuellen Newsletter „baselines“.
Technologie und Produkte aus dem Dreiländereck am Oberrhein zählten international zur Spitzenklasse. Dieses Fachwissen wollen die Basel Agency for Sustainable Energy und das FWF mit ihrem
Projekt „Exportförderung Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“ nutzen, um neue Vertriebswege für Wissenschaft und Wirtschaft zu erschließen.
Da die Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Region in verhältnismäßig kleinen Einheiten organisiert seien, verfügten sie häufig nicht über die finanziellen und organisatorischen
Möglichkeiten, sich auf der internationalen Bühne umzusehen und Kooperationspartner zu gewinnen. Die Initiatoren sehen sich als Kommunikationsplattform, die kleineren und mittleren
Unternehmen die Möglichkeit bietet, den internationalen Markt sowie Produktionsstandorte kennen zu lernen. Innerhalb des Netzwerkes können Vertriebskosten geteilt und Erfahrungen ausgetauscht
werden, so BASE. Mit dem Projekt sollen langfristig neue Arbeitsplätze der Region am Oberrhein entstehen und die Abhängigkeit der kleineren und mittleren Unternehmen vom nationalen Markt
reduziert werden.
Zunächst wird eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen im Dreiländereck und Partnern in Indien angestrebt. In Indien stehen neben dem Aufbau von Arbeitsplätzen die
Armutsbekämpfung sowie die Verbesserung des Umweltschutzes im Mittelpunkt. Langfristig sollen im Rahmen der Initiative weitere Märkte betrachtet werden. Im September fand in der Freiburger
Messe eine erste Projektpräsentation statt. Zu dieser Veranstaltung kamen 18 Interessierte aus den Bereichen Produktion, Entwicklung, Dienstleistung und Forschung. Das vorgestellte Konzept
sei auf große Akzeptanz gestoßen. BASE und das FWF laden weitere interessierte Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien ein, sich an dem Netzwerk zu beteiligen.
Weitere Informationen auf der Website des Freiburger Wissenschaftsforums:
http://www.freiburger-forum.de/base
24.11.2003 Quelle: www.freiburger-forum.de/base
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Umfrage: Alternative Energien faszinierender als Fußball-Bundesliga
Auf einer „Faszinationsskala“ von 0 bis 10 rangieren die erneuerbaren Energien mit einem Wert von 5,0 noch vor Formel 1 Rennen mit 3,7 oder der Fußball-Bundesliga mit
3,3. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Düsseldorfer Markt- und Sozialforschungsinstituts IHRES. Die erneuerbaren Energien liegen danach, wie bereits in den
beiden Vorgängerstudien, im oberen Drittel aller die Deutschen faszinierenden Auslöser. Das Düsseldorfer Markt- und Sozialforschungsinstitut veröffentlicht alle drei Jahre eine Studie, in der
untersucht wird, was die Menschen fasziniert. Die im IRES-Faszinationsatlas 2003/2004 für Deutschland zusammengestellten Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Umfrage innerhalb der
deutschsprachigen Bevölkerung. Dafür seien insgesamt 2.000 Personen im Alter zwischen 16 und 75 Jahren befragt worden.
Erneuerbare Energien begeistern die Deutschen laut IRES ebenso stark wie etwa die Stadt New York oder Radio hören. Höher bewertet wurden vor allem Begriffe aus dem Bereich der persönlichen
Sicherheit und Geborgenheit, wie Gesundheit (8,2), Liebe (8,0) oder ein sicherer Arbeitsplatz (7,7). „Die Verknüpfung von Spitzentechnologie und Umweltbewusstsein ist das eigentlich
faszinierende an den Zukunftsenergien. Die Menschen spüren die Bedeutung der alternativen Energien für den High-Tech-Standort Deutschland, für eine saubere Umwelt und somit besonders für die
Zukunft ihrer Kinder“, kommentiert Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, das Ergebnis der Studie.
22.11.2003 Quelle: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
International Solar Energy Society fordert 100 % erneuerbare Energien
Die International Solar Energy Society (ISES) hat ein Weißbuch erstellt, das aufzeigt, wo verantwortungsvolle Regierungen ihre Kräfte bündeln müssen: Erneuerbare Energien und
Energieeffizienz. Die Politik steht laut ISES auf allen Ebenen zunehmend unter dem Druck, die Vision eines erschwinglichen und sozial verträglichen Übergangs zu Nachhaltigkeit und
sauberer Energie umzusetzen. Das ISES-Weißbuch ist ein Aufruf an alle Regierungen weltweit, politische Programme zu entwickeln, die einen ständig wachsenden Anteil der erneuerbaren Energien
am Energiemix bis hin zu einer 100%-Versorgung durch erneuerbare Energien festschreiben und diese Programme konsequent umzusetzen. Kernaussage des Weißbuchs ist, dass der Übergang von einer
fossilen/atomaren Energieversorgung hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung mit erneuerbarer Energie ab sofort an erster Stelle auf der Liste aller nationalen und internationalen
Programme stehen muss. Das Weißbuch biete effektive Regierungsstrategien zur Förderung der erneuerbaren Energien weltweit sowie Vorschläge, um eine effiziente Politik zu beschleunigen.
Die Zeit der fossilen Brennstoffe sei nur eine kurzfristige Ära in der Geschichte der Menschheit, betont die ISES. Dementsprechend sei es von entscheidender Bedeutung, dass alle Regierungen
die verbleibende Zeit dieser Ära der fossilen Brennstoffe als begrenzte Übergangsperiode betrachten, die optimal zu nutzen ist. Der Übergang zur Nutzung der erneuerbaren Energien werde sich
beschleunigen wenn Regierungen verstünden, welches wirtschaftliche Potenzial in der Nutzung der erneuerbaren Energien steckt, und dass die derzeitige Bedrohung von Mensch und Umwelt durch die
Emission klimarelevanter Gase allein durch diesen Wechsel in der Energiepolitik abgewendet werden könne.
Das Weißbuch befasst sich mit den Nutzungspotenzialen von Bioenergie, Geothermie, Windenergie und Solarenergie. Es untersucht nationale und lokale Faktoren, welche die Entwicklung der
Technologien zu deren Nutzung unterstützen, besonders bezüglich der Schaffung von Arbeitsplätzen, Reduktion der Treibhausgasemission und ökonomischer Anreize. Das Weißbuch zeigt vorbildliche
Beispiele in Europa und den USA auf. Der Autor, Dr. Donald W. Aitken hat das Weißbuch im Auftrag der ISES erstellt. Dr. Aitken war lange Jahre Vizepräsident von ISES und Präsident der
American Solar Energy Society (ASES). Heute berät er als unabhängiger Berater Landesregierungen in den USA zum Thema Energiepolitik.
21.11.2003 Quelle: ISES
Photovoltaik: Konzentration und Verlagerung auf dem Weltmarkt erwartet
Ein Blick auf die “top ten” der rund 150 Photovoltaikunternehmen weltweit zeigt eine ausgeprägte Konzentration an der Spitze. Das berichtet das neue Magazin SUN & WIND
ENERGY in einer Pressemitteilung. Die führenden fünf Hersteller Sharp, BP Solar, Kyocera, Shell und Sanyo erreichen zusammen einen Marktanteil von über 60 %; die top ten fertigen
rund 80 % of der Weltproduktion. Diese Konzentration werde sich wahrscheinlich noch verstärken, so SUN & WIND ENERGY. Auf den unteren Rängen der top ten erwartet die Zeitschrift jedoch
deutliche Veränderungen. Die japanischen Unternehmen werden den Weltmark auch in den kommenden Jahren weiter beherrschen. Wegen der erkennbaren Sättigung des japanischen Markte ist jedoch
laut SUN & WIND ENERGY auf den wichtigen Photovoltaik Märkten in Deutschland und USA mit wachsenden Importen aus Japan zu rechnen.
Die Solarstromindustrie erweist sich als einer der weltweit dynamischsten Märkte. Mit jährlichen Wachstumsraten von mindestens 22% in den letzten zehn Jahren entwickelte sich Photovoltaik zu
einem viel versprechenden Markt. Andere Quellen wie die Internationale Energieagentur (IEA) beziffern das PV-Wachstum sogar auf 29 %. Die Branche erwartet weiterhin kräftiges Wachstum. Die
Prognosen reichen von 16 bis 20 % (Sarasin Bank) über 20 bis 25 % (RWE Schott Solar) bis zu stattlichen 27 bis 34 % (Greenpeace).
Weitere Informationen bietet die erste Ausgabe von SUN & WIND ENERGY, der Zeitschrift für Solarprofis weltweit. Sie bietet unter anderem detaillierte Markterhebungen,
Produktinformationen, Unternehmensportraits und einen Messekalender. Schwerpunkte der aktuellen Ausgabe sind Wechselrichter, Röhrenkollektoren und der chinesische Solarmarkt. SUN & WIND
ENERGY ergänzt das monatlich erscheinende deutschsprachige Magazin SONNE WIND & WÄRME, das seit 1976 über erneuerbare Energien berichtet. Die nächste Ausgabe von SUN & WIND ENERGY ist
für April 2004 geplant.
21.11.2003 Quelle: www.sunwindenergy.com
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Energieagentur Regio Freiburg sucht „Heizkessel-Dino“
|
|
|
|
|
Für die gleiche Wärmemenge (100,- Euro), müssen bei einem alten Heizkessel bis zu 147,- Euro aufgewandt werden. Bei einem neuen Heizkessel beträgt der Aufwand lediglich 105,- Euro.
|
|
|
Viele Heizungen laufen diesen Winter das letzte Mal. Denn vor der nächsten Heizperiode müssen Heizkessel ausgetauscht werden, welche die gesetzlichen Anforderungen nicht mehr erfüllen. Auf
diese Problematik macht die Energieagentur Regio Freiburg mit ihrer Aktion „Wer hat den ältesten Kessel in Südbaden?“ aufmerksam. Gesponsert vom Her-steller Viessmann
winkt dem Gewinner ein kostenloser Kessel modernster Bauart. Ab 1. November 2004 müssen alle Heizungen in Deutschland die niedrigeren Grenzwerte für Abgasverluste nach der
Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) einhalten. Dann ist die allerletzte Übergangsfrist für bestehende Anlagen abgelaufen.
Die Abgasverluste werden vom Schornsteinfeger überprüft und in einem Messprotokoll festgehalten. Heizungen mit einer Leistung bis 25 Kilowatt (kW) dürfen höchstens elf Prozent Abgasverlust
aufweisen. Für Kessel zwischen 25 und 50 kW gelten zehn Prozent als Obergrenze, bei größeren Anlagen sind es neun Prozent. Für alle anderen Anlagen werde es ernst, so die Energieagentur: sie
müssen bis zum 1.11.2004 ausgetauscht werden. „Bei wem solch ein Kessel-Dino noch im Keller röchelt, der sollte jetzt dringend handeln“ rät der Geschäftsführer der Energieagentur
Regio Freiburg, Dipl.-Ing. Rainer Schüle. „Wir rechnen damit, dass im Laufe des nächsten Jahres eine Auftragsflut die Preise für Heizungskessel steigen lässt. Übervolle Auftragsbücher
können außerdem zu zeitlichen Engpässen bei Fachbetrieben führen“.
Laut Statistik des Schornsteinfegerhandwerks sind bundesweit rund 650.000 veraltete Heizkessel von der Vorschrift betroffen. Nur die wenigsten von ihnen können durch eine technische
Nachbesserung die künftig geltenden Höchstwerte erreichen. Die Mehrzahl muss wohl durch neue Heizanlagen ersetzt werden. „Jeder Kessel ist mit einem Aufkleber versehen, dem zu entnehmen
ist, ob er von der Regelung betroffen ist“ weiß Schüle. „Seit der Einführung der neuen Energieeinsparverordnung gilt außerdem, dass alle Heizungen, die vor 1978 eingebaut wurden,
bis 2008 ersetzt werden müssen. Ausgenommen hiervon sind nur noch die von den Eigentümern selbstbewohnten Ein- und Zweifamilienhäuser“ erläutert er.
Das endgültige Aus dieser Kesselveteranen sei vom Gesetzgeber durchaus beabsichtigt: Denn heutige Heizkessel verbrauchen weniger Energie und verursachen somit auch erheblich weniger CO2- und
Schadstoffemissionen. Moderne Heizanlagen tragen deutlich zu Umwelt- und Klimaschutz bei. Zudem verursachen sie erheblich weniger Brennstoffkosten und entlasten damit das Portemonnaie. Eine
Sanierung der veralteten Heizung bringt neben der Energieeinsparung von bis zu 40 Prozent auch noch andere Vorteile. Modernisierer können vom Komfort heutiger Heizungstechnik bei Bedienung,
Regelung und Brauchwasserbereitung profitieren.
„Wir freuen uns, dass die Aktion auf breite Resonanz stößt. Viessmann stellt wahlweise einen modernen Gas-Brennwert- oder Ölkessel mit einer Heizleistung von bis zu 30 Kilowatt zur
Verfügung. Wer einen größeren Kessel benötigt oder einen umweltfreundlichen Holzpelletkessel einbauen will, bekommt auf die Viessmann-Geräte einen Preisabschlag von 3.500 Euro“
erläutert Schüle den Wettbewerb. Das Baualter einer Heizungsanlage ist ihrem Typenschild zu entnehmen. Wer noch einen wirklich alten Kessel betreibt, könne sich am Wettbewerb der
Energieagentur Regio beteiligen. Teilnahmekarten können telefonisch angefordert werden. Der Einsendeschluss ist der 31. Januar 2004.
21.11.2003 Quelle: Energieagentur Regio Freiburg GmbH
Bildquelle: Viessmann
Landwirte als Stromversorger: mehr Watt durch Mais und Co
|
|
|
|
|
Immer häufiger kommen bei der Biogas-Erzeugung nachwachsende Rohstoffe zum Einsatz. Aus dem Ertrag eines Hektars Mais können knapp 16 MWh Strom produziert werden.
|
|
|
Mais und andere Energiepflanzen gewinnen für die Stromerzeugung aus Biogas erheblich an Bedeutung. Werden sie der Gülle beigegeben, lässt sich deutlich mehr Biogas und letztlich auch Strom
erzeugen. Das berichtet die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) in einer Pressemitteilung. Das System sei ganz einfach: In einer Biogasanlage werden Mist und Gülle zu
Biogas vergoren, das dann in der Regel in einem Gasmotor in Strom umgewandelt wird. Über 2.000 Biogasanlagen arbeiten laut FNR in Deutschland bereits nach diesem Prinzip. Da sich mit der
Beigabe weiterer organischer Materialien der Biogasertrag steigern lässt, werden nicht nur Grüngut und landwirtschaftliche Reststoffe, sondern auch spezielle Energiepflanzen wie Mais, Gräser
oder Futterrüben mit vergoren.
Den Berechnungen der FNR zu Folge reicht der Ertrag eines Hektars herkömmlicher Mais aus, um so viel Biogas zu produzieren, dass fünf 2-3-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt
werden können. Für die Verstromung von Energiepflanzen sprechen ökologische aber auch wirtschaftliche Gründe, betont die FNR. Als Energiewirt könne der Landwirt die benötigte
Rohstoffgrundlage nicht nur selbst erzeugen, sondern profitiere auch von den Rahmenbedingungen. Denn die geplanten landwirtschaftspolitischen Regelungen der EU ermöglichten auch weiterhin den
Anbau von energetisch genutzter Biomasse auf Stilllegungsflächen ohne Verzicht auf Prämien. Werden die Energiepflanzen von regulären Flächen geerntet, soll alternativ eine
Energiepflanzenprämie von 45 Euro pro Hektar bezahlt werden. Inwiefern die Züchtung spezieller Maissorten für einen besonders hohen Biogasertrag sorgen kann, werde die Zukunft zeigen, so die
FNR
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt, wie viele Cent Biogasanlagenbetreiber für jede Kilowattstunde erhalten, die sie in das öffentliche Stromnetz einspeise. Welch entscheidende
Bedeutung dieser Strompreis für die Wirtschaftlichkeit einer Biogasanlage habe, zeigen laut FNR die Diskussionen im Zusammenhang mit der Novellierung des EEG. Der Gesetzgeber müsse auch hier
die Weichen für eine nachhaltige Energiepolitik stellen.
20.11.2003 Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
Bildquelle: obs/Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
Tag der offenen Tür im Energieforum Berlin
|
|
|
|
|
Energieforum Berlin / International SolarCenter (ISC).
|
|
|
Die Einwohner von Berlin und Umgebung können am 22. November 2003 das Energieforum Berlin / International SolarCenter (ISC) kennen lernen. Von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr ist das
Gebäude für das Publikum geöffnet. Das Energieforum / ISC wurde bereits am 28. Oktober 2003 offiziell eröffnet. Das Gebäude enthält modernste Energietechnik inklusive einer Solarstromanlage
auf dem Dach und an der Fassade hin zur Spreeseite. Der Energieverbrauch wird um mehr als die Hälfte unter dem Verbrauch vergleichbarer Bürogebäude liegen. Mehrere kleine und mittlere
Unternehmen, die auf den Gebieten Rationelle Energietechnik und regenerative Energieversorgung arbeiten, sind in das Gebäude eingezogen.
Auf dem Programm stehen Fahrten mit dem Solarroller, ein Energiequiz, der „Solarkollektorsteptanz“ und solare Cocktails. Experten der deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie
(DGS) stehen für die Beantwortung von Fragen rund um das Thema Solarenergie zur Verfügung. Das Unabhängige Institut für Umweltfragen in Berlin betreut einen Stand mit solaren Bastelarbeiten
für Kinder. Solarspielzeug, Solaruhren und andere nützliche Dinge werden von SolarCosa angeboten. Besonders herzlich eingeladen sind Betreiber und Besitzer von Solaranlagen in Berlin und
Brandenburg. Mit ihnen soll in einem Betreiberforum über Erfahrungen mit den Solaranlagen diskutiert werden.
20.11.2003 Quelle: DGS / Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.
Bildquelle: DGS.
Chiemgau: Deutscher Solarpreis Auszeichnung für die gesamte Region
|
|
|
|
|
Martin Winter (Rosenheimer Solarförderverein), MdB Hans-Josef Fell und Peter Rubeck (Forum Ökologie).
|
|
|
„Die Preisverleihung ist eine der größten Auszeichnungen, die unsere Arbeit erhalten kann“, kommentiert der Vorsitzende des Rosenheimer Solarfördervereins, Martin Winter, den
Deutschen Solarpreis 2003 in der Kategorie Vereine für das Forum Ökologie Traunstein. „Der Deutsche Solarpreis gehört nicht allein der Regionalinitiative, sondern der ganzen
Region vom Watzmann bis zum Wendelstein. Letztlich wäre der Erfolg ohne das großartige Bürgerengagement nicht möglich gewesen.“, betont Peter Rubeck vom Forum Ökologie Traunstein. Den
Solarpreis verlieh die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. EUROSOLAR dieses Jahr zum zehnten Mal. Die gemeinsame Aktion des Forums Ökologie Traunstein, des Rosenheimer
Solarfördervereins und des Bundes Naturschutz im Berchtesgadener Land erhielt im KunstMuseum Bonn eine der höchsten internationalen Auszeichnungen für Erneuerbare Energien. Nach dem
Agenda21-Wirtschaftspreis des Bayerischen Umweltministeriums wurde damit innerhalb eines Jahres die zweite herausragende Auszeichnung an die Sonnenstrominitiative verliehen.
In der Laudatio betonte der Präsident von EUROSOLAR-Deutschland, MdB Hans-Josef Fell, die enge Kooperation zwischen Umweltinitiativen, Handwerk und Kommunalpolitik. „Die Initiative ist
ein Musterbeispiel dafür, wie man vor Ort sinnvoll und effektiv zusammenarbeiten kann, um Erneuerbare Energien stärker einzusetzen. Durch das innovative Engagement der Solarinitiativen ist
Bayern inzwischen das Solarstromland Nummer eins in Deutschland“, so Fell. Deutschland sei auf Grund der optimalen Markteinführung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz zusammen mit
Japan wieder Weltmarktführer für diese wichtige Zukunftstechnologie, die vor allem klein- und mittelständisch geprägt sei.
Bei der Preisverleihung wurde als bundesweit einmalig die Unterstützung der Regionalinitiative durch 26 Partnerkommunen herausgestellt. „Die Kooperation mit den Kommunen ist ein
wichtiger Bestandteil der Initiative und hat in der Region nicht nur zur stärkeren Verbreitung der Solarstromtechnik geführt, sondern ein Umdenken angestoßen in puncto Erneuerbarer Energien.
„Dass wir in den Köpfen der Bürger und der Kommunalpolitiker etwas bewegt haben ist mit dem wirtschaftlichen Erfolg im Handwerk gleichzusetzen“, so Martin Winter. Jedes Jahr
werden durch die Initiative die Kommunen ausgezeichnet, die in der Solar-Regionalliga Chiemgau die Spitzenplätze einnehmen in Bezug auf die installierten Solarstromanlagen. Zurzeit belegen
Engelsberg mit 140 Watt pro Einwohner und Tittmoning mit 104 Watt und Neubeuern und Teisendorf mit rund 50 Watt pro Einwohner die vorderen Plätze. Die Initiative hat außerdem eine ganze
Lawine von Bürgerkraftwerken angestoßen. Mit 58 Solarkraftwerken in 50 Kommunen ist die Region vom Watzmann bis zum Wendelstein bundesweit führend. Spitzenreiter mit derzeit 23
Bürgersolarkraftwerken ist der Landkreis Rosenheim, gefolgt von Traunstein und dem Berchtesgadener Land.
20.11.2003 Quelle: Forum Ökologie Traunstein.
Bildquelle: Forum Ökologie.
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
TOTAL nimmt erste Windkraftanlage der Gruppe in Betrieb
Der Mineralöl- und Erdgaskonzern TOTAL engagiert sich nun auch im Bereich der Windkraft. Der Präsident der TOTAL Gruppe, Thierry Desmarest, weihte am Freitag auf dem Gelände der
Raffinerie Dünkirchen (Frankreich) die erste Windkraftanlage des Unternehmens ein. Die aus fünf Windrädern bestehende Anlage verfügt über eine Kapazität von 12 Megawatt. Die jährlich
produzierte Strommenge entspreche dem Verbrauch einer 15.000 Einwohner zählenden Stadt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die TOTAL Gruppe engagiere sich als einer der
führenden Mineralöl-und Erdgaskonzerne weltweit auch in Fragen erneuerbarer Energie, unter anderem seit 20 Jahren als Anbieter von Solarstromanlagen.
TOTAL nutze die Anlage als Test für künftiges Engagement in Windkraftanlagen an Land und zu Wasser. Auf den fünf 80 bis 95 Meter hohen Masten mit 40 bis 50 Meter langen Rotorblättern kommen
drei verschiedene Turbinentypen zum Einsatz. Die unterschiedlichen Modelle vereinen hohe Energieleistung mit geringer Umfeld- und Lärmbelastung. Die 15 Millionen Euro teure Anlage soll
mehrere Jahrzehnte Strom für die Region liefern. Ihre Konzeption sei in Abstimmung mit den örtlichen Behörden erfolgt und von umfassenden Informationen an die örtliche Bevölkerung begleitet
worden. Der erzeugte Strom wird über die französische Energiegesellschaft EDF in das öffentliche Netz eingespeist.
19.11.2003 Quelle: TOTAL
Fraunhofer-Institut bescheinigt Solar-Fabrik-Anlagen herausragende Erträge.
|
|
|
|
|
Solar-Fabrik-Anlage in Evessen (27 kWp) Ertrag 2002: 922 kWh/kWp.
|
|
|
Solarstromanlagen der Freiburger Solar-Fabrik AG erwirtschaften beachtliche Jahresenergieerträge. Dies bestätige eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Solare
Energiesysteme (ISE) in Freiburg, berichtet die Solar-Fabrik AG in einer Pressemitteilung. Das Forschungsinstitut hatte 79 zufällig ausgewählte Solarstromanlagen der Solar-Fabrik AG auf der
Basis von Einspeiseabrechnungen der jeweiligen Energieversorgungsunternehmen geprüft, nach Standort gewichtet und bewertet. "Ein Mittelwert beim Jahresertrag von 918 kWh pro kWp ist für eine
Stichprobe von 79 Anlagen ein herausragendes Ergebnis. Außergewöhnlich ist die Vielzahl der Anlagen mit einem Ertrag größer 950 kWh“, zitiert die Solar-Fabrik AG, das ISE. In anderen
vergleichbaren Untersuchungen habe das Fraunhofer ISE für Anlagen im süddeutschen Raum einen mittleren Ertragswert von 840 kWh/kWp ermittelt. Die Erträge der jetzt ausgewerteten Solar-Fabrik-
Anlagen lägen durchschnittlich um 9% höher, betont die Solar-Fabrik AG.
Die Anlagen mit Leistungsgrößen von 2-5 kWp wurden für das Jahr 2002 ausgewertet. 2002 gilt bezüglich der Einstrahlungsdaten - im Gegensatz zum Jahrhundertsommerjahr 2003 - als
durchschnittliches Wetterjahr. "Die besten Anlagen erreichen eine Performance Ratio um die 80 Prozent, was für Hausdachanlagen im kleinen Leistungsbereich ein Spitzenwert ist. Ein solches
Ergebnis ist nur möglich beim Einsatz hochwertiger Module und Wechselrichter, einer guten Anlagenauslegung, einer fachgerechten Installation und einem störungsfreien Betrieb“, heißt es
in der Untersuchung des Fraunhofer ISE weiter.
"Die Ergebnisse bestätigen uns in unserem hohen Qualitätsanspruch bei der Modulfertigung" freut sich Georg Salvamoser, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Solar-Fabrik AG und verweist dabei
auf das Qualitätskonzept der Solar-Fabrik AG, das von der Auswahl der Zellen und Materialien für die Modulproduktion über die sorgfältige Verarbeitung und perfekte Abstimmung der
Systemkomponenten bis hin zu kompetenten Planungs- und Installationspartnern reiche.
Der vollständige Bericht des Fraunhofer ISE kann heruntergeladen werden auf den Webseiten der Solar-Fabrik unter http://www.solar-fabrik.de/ger/news/Powercheck_03-09-22.pdf
19.11.2003 Quelle: Solar-Fabrik AG
Bildquelle: Solar-Fabrik AG.
Emissionshandel: Energieagentur NRW unterstützt Unternehmen bei Vorbereitung
Ab dem 1. Januar 2005 wird in der Europäischen Union der Handel mit CO2-Emissionsrechten eingeführt. "Bis dahin bleibt zwar noch ein gutes Jahr. Für die Unternehmen gilt es aber, keine
Zeit zu vergeuden, wenn sie rechtzeitig fit für den Emissionsrechtehandel sein wollen", erklärte Staatssekretär Jörg Hennerkes vom Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung des
Landes NRW. Das Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung will die betroffenen Unternehmen bei der Vorbereitung auf den Emissionsrechtehandel unterstützen und bietet über
die Energieagentur NRW Informationsveranstaltungen für Unternehmer an. Die nächsten Termine sind der 20.11. (Bad Oeynhausen) und der 21.11. (Wuppertal). Die Energieagentur NRW stehe der
nordrhein-westfälischen Wirtschaft ab sofort als ständiger Ansprechpartner für Initialberatungen zum Emissionsrechtehandel zur Verfügung, so das Energieminsterium NRW.
Landesweit werden in NRW 670 Anlagen der Energie- und energieintensiven Branchen vom Emissionsrechtehandel betroffen sein, zum Beispiel in den Bereichen Metall, Baustoffe, Glas, Keramik und
Zellstoffe. Diese machen rund 40 Prozent der bundesweiten CO2-Emissionen aus. Die restlichen 60 Prozent CO2-Emissionen verteilen sich laut Energieagentur NRW auf etwa 3.000 weitere Anlagen in
der Bundesrepublik.
Einsparmaßnahmen oder Kauf zusätzlicher Emissionsberechtigungen
Beim Emissionsrechtehandel wird für jede betroffene Anlage eine Gesamtmenge an erlaubten CO2-Emissionen zu Beginn einer Handelsperiode festgelegt. Sie bekommt hierfür handelbare
Berechtigungen. Die erste Periode wird 2005 beginnen und endet 2007. Die Menge der zugeteilten Berechtigungen soll jeweils zu Beginn der danach folgenden Perioden gesenkt werden. Unternehmen
haben die Wahl, entweder selbst Einsparmaßnahmen durchzuführen oder zusätzliche Emissionsberechtigungen am Markt zu erwerben uns sich für die kostengünstigste Vermeidungsoption zu
entscheiden. Ist ein Unternehmen in der Lage, seine Emissionen kostengünstig zu reduzieren, kann es die nicht benötigte Menge an Emissionsberechtigungen an andere verkaufen. Umgekehrt kann es
wirtschaftlich interessanter sein, die eigenen Emissionen nicht zu reduzieren, sondern Emissionsberechtigungen hinzu zu kaufen. Diese Entscheidung hängt maßgeblich vom Vergleich der internen
Grenzvermeidungskosten (Euro / Tonne CO2) mit dem Marktpreis für Emissionsberechtigungen ab.
Emissionshandel und Kyoto-Protokoll
Weitere Themen der Informationsveranstaltungen sind die Joint Implementation (JI) und der Clean Development Mechanism (CDM). Hierbei handelt es sich um projektbezogene Mechanismen, die das
Kyoto-Protokoll als weitere Instrumente neben dem Emissionsrechtehandel vorsieht. Gemeinsames Ziel ist es, dass Reduktionsmaßnahmen für Treibhausgase in Ländern angerechnet und in national
verwertbare Berechtigungen umgewandelt werden können, in denen die Vermeidungskosten erheblich niedriger sind, als in den Industriestaaten. Das nordrhein-westfälische Ministerium für Verkehr,
Energie und Landesplanung erhofft sich durch den europaweiten Emissionshandel bedeutende Impulse für die Anlagenbauer des Landes. "Sie werden mit dem Know-how emissionsarmer und
umweltschonender Technologien zu gefragten Geschäftspartnern, vor allem in Mittel- und Osteuropa", prognostiziert Hennerkes. "Die steigende Nachfrage wird auch in NRW zur Schaffung neuer
Arbeitsplätze führen".
19.11.2003 Quelle: Energieagentur NRW
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Stade: Atomkraft geht, Windkraft kommt
Exklusiv im Angebot der Nürnberger UmweltBank AG ist ab sofort der Windfonds Elbmündung. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Windpark entstehe im
Landkreis Stade, wo am 14.11.2003 der Atomreaktor Stade stillgelegt wurde. Der Windpark soll voraussichtlich noch in diesem Jahr ans Netz gehen. Anleger können zwischen zwei Laufzeiten
wählen, so die UmweltBank.
„Den Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Die Atomenergie kann sich allein wegen der ungelösten Entsorgungsprobleme auf Dauer nicht rechnen,“ kommentiert Horst P. Popp, der
Vorstandsvorsitzende der UmweltBank. Eine Beteiligung am Windpark Elbmündung sei ab sofort möglich. Insgesamt sollen sieben Windkraftanlagen des Herstellers GE Wind mit 1,5 Megawatt zum
Einsatz kommen. Vier der Anlagen sollen in Drochtersen im Landkreis Stade errichtet werden, der zweite Standort ist Irxleben in der Magdeburger Börde. Je zwei unabhängige Windgutachten liegen
laut UmweltBank vor, die von einem dritten Gutachter überprüft worden seien. An den Standorten herrschten mittlere Windgeschwindigkeiten von bis zu 7,2 m/s in 100 Meter Nabenhöhe. Zusätzlich
werde mit dem Anlagenhersteller ein vorteilhafter Servicevertrag geschlossen. Die Laufzeit können Investoren selbst bestimmen, so die UmweltBank. Neben einem „Kurzläufer“ mit
12-jähriger Laufzeit sei auch ein „Langläufer“ im Angebot. Die Rendite nach Steuern könne je nach persönlichem Steuersatz bis zu 9,2 Prozent betragen, verspricht die UmweltBank
AG. Beteiligungen seien ab 5.000 Euro möglich.
Als unabhängiger Vermittler von Windparkbeteiligungen kenne die UmweltBank den Markt für Energiefonds seit 1997. Bis jetzt habe die Direkt- und Beraterbank insgesamt 28 Windkraftfonds
platziert. Das realisierte Investitionsvolumen betrug nach Aussage der UmweltBank AG insgesamt 474 Millionen Euro.
18.11.2003 Quelle: UmweltBank AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
HiRo GmbH präsentiert „Solar-Fensterbank“
|
|
|
|
|
Fensterbank mit CIS-Modulen.
|
|
|
Eine innovative solare Lösung zum Betrieb von Rollläden und Jalousien präsentierte die HiRo Solarbauelemente GmbH am 17.11.2003 in Schmalkalden (Türingen). Die in die Fensterbank
integrierten CIS-Solarmodule versorgen laut Hersteller alle 12 V-Antriebsmotoren für gängige Verdunklungssysteme mit Sonnenenergie. Die Solar-Fensterbank kann mit Aufbau-, Vorbau– und
Neubaurollladen kombiniert werden. Sie eignet sich auch für Jalousieanlagen, textile Beschattungen und vertikale Beschattungssysteme. In der Solarfensterbank befinden sich ein
Blei-Gel-Trockenakku sowie die Steuerung. Das kombinierte Lade- und Steuergerät kontrolliert die Batterie und empfängt die Signale einer Fernbedienung oder einer Gebäudeleitzentrale. Der
Rollladen kann auch mit einem Schalter in Bewegung gesetzt werden.
Die Fensterbank aus Aluminiumblech kann wahlweise in den Farben Silber, Braun und Weiß gefertigt werden; RAL-Farben sind gegen Aufpreis möglich. Die nur 2 Millimeter dicke Fensterbank wird
mit zwei angeschweißten Endstücken maßgefertigt und ist mit einer Ausladung von 200, 220, 240, 260, 280 und 300 mm erhältlich. Die Solarfensterbank wird als Ersatz zur ursprünglichen
Alufensterbank montiert; sie wurde speziell für den Sanierungsbau entwickelt. Herkömmliche Antriebe wie Gurtzug, Schnurzug und Kurbelantrieb können ohne großen Aufwand ersetzt werden, betont
der Hersteller.
18.11.2003 Quelle: HiRo Solarbauelemente GmbH
Bildquelle: HiRo GmbH
Wechselrichter-Hersteller SMA eröffnet Vertriebsbüro in Peking
|
|
|
|
|
Projekt in Peking: SMA liefert 6 Wechselrichter vom Typ Sunny Boy 5000TL Multi-String. Die PV-Anlage hat eine Gesamtleistung von 50 kW und wird derzeit in Betrieb genommen.
|
|
|
Seit dem 1. Juli 2003 haben der Geschäftsbereich Solartechnik der SMA Regelsysteme GmbH (Niesetal) und sein langjähriger Vertriebspartner Rosendahl Energietechnik (Krefeld) ein
Vertriebsbüro in Peking. Damit sei der Marktführer im Bereich der netzgekoppelten Wechselrichter frühzeitig als einer der ersten Hersteller auf dem chinesischen Markt präsent,
berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. SMA will ihre gesamte Produktpalette auf dem chinesischen Markt anbieten: Neben Produkten zur Netzkopplung (Sunny Boy) werden Lösungen für
Inselsysteme (Sunny Island), Zentralwechselrichter (Sunny Central) und die zur Anlagenkommunikation benötigte Ausrüstung in China auf den Markt kommen.
In der aktuellen Aufbauphase ist SMA mit drei Mitarbeitern in Peking vertreten; perspektivisch soll das Team auf bis zu sechs Mitarbeiter erweitert werden. Technischer Leiter ist Liu Jie, der
über eine mehr als 15jährige Erfahrung im Bereich dezentraler Energieversorgung in China verfüge. Mit ihm habe SMA bereits Projekte zur Dorfstromversorgung in der Mongolei erfolgreich
realisiert. Neben dem Vertrieb soll das Büro auch die Anlagenplanung und –inbetriebnahme unterstützen. Einen Aufgabenschwerpunkt stellt das Angebot an Schulungen für die chinesischen
PV-Anwender dar. Gegenwärtig beteiligt sich SMA an einem Projekt in Peking (Bezirk Daxin), das unter anderem vom chinesischen Ministerium für Wissenschaft und Technik unterstützt wird. Auf
einer Gesamtfläche von 8.000 Quadratmetern ist eine Demonstrations-Anlage entstanden, in der die unterschiedlichsten erneuerbaren Energien zum Einsatz kommen. Ziel ist, für den Einsatz von
regenerativen Energien während der Olympischen Spiele 2008 in Peking zu werben.
Mit dem Vertriebsbüro in Peking ist SMA neben der amerikanischen Tochterfirma SMA America, Inc.(Kalifornien) auf einem weiteren vielversprechenden Zukunftsmarkt vertreten. Standort für die
Entwicklung und Produktion der „Sunny Boys“ ist nach wie vor der Firmensitz in Niestetal.
18.11.2003 Quelle: SMA Regelsysteme GmbH
Bildquelle: SMA.
Künftige Förderung der Wasserkraft noch nicht geklärt
Die Bundesregierung hat noch nicht entschieden, in welchem Umfang sie Strom aus Wasserkraft fördern und in diesen Bereich mit öffentlichen Mitteln investieren will. In ihrer
Antwort vom 14.11.2003 auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion heißt es, der Abstimmungsprozess zur Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) innerhalb der Bundesregierung sei
noch nicht abgeschlossen. Ein Referentenentwurf des Umweltministeriums knüpfe die Förderung von genehmigten kleinen Wasserkraftanlagen (bis 50 Kilowattstunden) und die Erneuerung von
bestehenden großen Anlagen (ab fünf Megawatt) ab dem Jahr 2006 an einen Nachweis über den guten ökologischen Zustand des Gewässers beziehungsweise die wesentliche Verbesserung des
ökologischen Zustandes.
Die Regierung führte aus, mit dem Bau und Betrieb einer Wasserkraftanlage seien grundsätzlich Beeinträchtigungen der Gewässerökologie und des Naturhaushaltes verbunden. Die Wasserkraft sei
aber "ein wesentliches Standbein" der erneuerbaren Energien in Deutschland. Da der Strom aus der Wasserkraft konstant bereitgestellt werden kann, komme ihr in dem Mix verschiedener
erneuerbarer Energieträger eine wichtige Funktion zu. Die Regierung beruft sich auf ein Gutachten, wonach sich für die nächsten zehn Jahre für Wasserkraft ein zusätzliches
Stromerzeugungspotenzial in Höhe von 1.115 Gigawattstunden ergibt. Im gesamten Bereich der Wasserkraft ist aber nach Überzeugung der Exekutive eine Steigerung der Arbeit und Leistung durch
den Bau neuer kleiner Anlagen und durch "Repowering" bestehender Anlagen um rund 20 Prozent möglich.
17.11.2003 Quelle: Deutscher Bundestag
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Umweltpreis: Solvis erhält „Energy Globe Award 2003“
|
|
|
|
|
Sponsor Johannes Eder und Laudatorin Sonja Kirchberger freuen sich mit Gabriele Herde von Solvis über den Energy Globe Award 2003.
|
|
|
Der mit 10.000 Euro dotierte „Energy Globe Award 2003“ in der Kategorie „Erde“ wurde am 12.11.2003 im Linzer Design Center an das Braunschweiger Unternehmen Solvis
verliehen. 1.000 Bewerber aus 95 Staaten hatten sich beim österreichischen Energiesparverband um die Auszeichnung beworben. Die Jury unter Vorsitz von Club of Rome-Präsident Prinz
Hassan von Jordanien bezeichnete die Nullemissionsfabrik des Solartechnik-Herstellers als „herausragendes Beispiel für ein umweltbewusstes Industrieunternehmen“. Die Solvis-Fabrik
der Architekten Banz & Riecks ist mit mehr als 8.000 Quadratmetern Fläche die größte Fertigungsstätte Europas, die CO2-neutral produziert. Sie entlastet die Umwelt jährlich um mehr als
450 Tonnen Kohlendioxid.
An der Verleihung der Energy Globe Awards 2003 nahmen zahlreiche Prominente teil, darunter ihnen Nina Hagen, Peter Falk alias Columbo, Ornella Muti, Sonja Kirchberger und der Meeresbiologe
Hans Hass. Der Sender 3sat überträgt die Gala am 19. November um 23.45 Uhr, ORF 2 um 20.15 Uhr. Weitere Informationen und Bildmaterial im Internet unter http://www.energyglobe.info. Bereits zum vierten Mal vergab der österreichische Energiesparverband den Energy Globe Award in den Kategorien Erde, Feuer, Luft, Wasser sowie
der Sonderkategorie Jugend. Der Umweltpreis für den Bereich Energie-Effizienz und erneuerbare Energieträger ist mit 10.000 Euro dotiert. Sichtbares Zeichen ist eine 18 Kilogramm schwere
Bronzestatue.
17.11.2003 Quelle: SOLVIS Gmbh & Co KG
Bildquelle: www.energyglobe.at
Austria Solar verleiht erstmals Gütesiegel für Solarwärmeanlagen
|
|
|
|
|
Austria Solar Gütesiegel.
|
|
|
Der Verband Austria Solar zeichnet seit diesem Jahr Anbieter von thermischen Solaranlagen mit einem eigenen Gütesiegel aus. Als erstes Unternehmen erhielt das Unternehmen Teufel
& Schwarz aus Going in Tirol das Qualitätszeichen. Das Unternehmen bietet seit Jahren Solarwärmeanlagen und Speichersysteme an für Warmwasser, Heizung und Schwimmbad. Um das Gütesiegel zu
erlangen, musste der Betrieb strenge Qualitätskriterien erfüllen für Kollektoren, Regelung, Speicher, Pumpen, und Systeme. Darüber hinaus wurden Umweltfreundlichkeit, Garantiebestimmungen und
Kundendienst bewertet.
Verliehen und überwacht wird das Austria Solar-Gütesiegel von einer Kommission aus Sachverständigen und Mitgliedsfirmen des Verbandes. Die ausgezeichneten Betriebe werden stichprobenartig
kontrolliert, um sicherzugehen, dass alle Auflagen erfüllt werden. „Das Gütesiegel soll den Kunden das Vertrauen geben, sich für die besten Anbieter am Markt entschieden zu haben.
International hilft es, Österreichs Vormachtstellung bei der Solartechnik in der europäischen Union zu sichern“, so Roger Hackstock, Geschäftsführer des Verbandes. In Italien wurde ein
ähnliches Gütesiegel unter dem Namen „Solar Pass“ eingeführt.
17.11.2003 Quelle: Austria Solar
Bildquelle: Austria Solar
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
WWF analysiert finanzielle Risiken und Chancen internationaler Stromversorger
Für die Stromkonzerne könnte es teuer werden, wenn sie ihre Investitionspolitik angesichts des Klimawandels nicht umstellen. Setzen die Unternehmen weiterhin auf den Neubau von
Kohlekraftwerken, müssen sie mit Gewinneinbrüchen von mehr als zehn Prozent rechnen. Zu diesem Ergebnis kommt ein jetzt vom World Wide Fund For Nature (WWF) vorgelegter Report der
Finanzanalysten Innovest (London). Gleichzeitig böten sich erhebliche Wettbewerbsvorteile für Unternehmen, welche die Weichen frühzeitig für eine CO2-arme Stromerzeugung auf Basis von Erdgas
und Erneuerbaren Energien gestellt hätten. Der Bericht nimmt die Konsequenzen für die Finanzpolitik von 14 internationalen Stromkonzernen unter die Lupe, darunter die deutschen Versorger
E.on, RWE und MVV.
Sowohl die internationale als auch die nationale Klimaschutzpolitik habe erhebliche Auswirkungen auf die Rahmenbedingen für anstehende Investitionen. Trotz weltweit unterschiedlicher Ansätze
und Gesetzesvorhaben zeichne sich ab, dass die Klimaschutzkosten vermehrt den Verursachern in Rechnung gestellt werden. Da 37 Prozent des weltweiten Kohlendioxidausstoßes auf den Stromsektor
entfallen, müssten sich die Energieunternehmen besonders auf diese Entwicklung einstellen. Wenn sie an ihrer bisherigen Politik nichts änderten, müssten in Europa insbesondere E.on und
Scottish Power mit Mehrkosten in Höhe von neun beziehungsweise fünf Prozent der Gewinne von 2002 rechnen.
Die Analysten sehen aber auch große Chancen für Unternehmen: Der spanische Versorger Iberdrola setze zum Beispiel vor allem auf Windkraftanlagen und trage dadurch nur geringe Risiken, wenn
sich der CO2-Ausstoß als Folge des angestrebten Emissionshandels in Europa künftig verteuere. Selbst der RWE-Konzern, der noch stark auf Kohle setze, könnte jährlich zusätzliche Gewinne von
etwa 50 Millionen Euro erzielen; bei E.on wären etwa 20 Millionen Euro machbar.
"Unternehmen können aber nur dann profitieren, wenn sie sich frühzeitig und aktiv auf Klimaschutz einstellen. Wer früher aus der Kohle aussteigt, wird zu den Gewinnern gehören",
prognostiziert Dr. Stephan Singer vom WWF. Die Naturschutzorganisation fordert die Investoren im Stromsektor auf, die klimapolitischen Rahmenbedingungen bei Investitionen stärker zu
berücksichtigen. Im Mittelpunkt der Unternehmensstrategien müsse der schrittweise Ausstieg aus der Kohle stehen. "Von einer solchen Unternehmenspolitik profitieren am Ende die Aktionäre und
das Klima", so Singer. Inwieweit sich der Stromsektor bereits auf das veränderte Investitionsklima eingestellt habe, ist nach Einschätzung des WWF noch unklar. Der WWF-Report mache aber
deutlich, dass es viele preisgünstige Maßnahmen gebe, um den Kohlendioxidausstoß zu verringern. Ob und wie dieses Potenzial tatsächlich erschlossen werde, hänge von der Weitsicht der
Unternehmensführung ab.
17.11.2003 Quelle: WWF World Wide Fund For Nature
BUND: Ende des AKWs Stade ist nicht der Beginn des Atomausstiegs
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht im Abschalten des AKW Stade am 14.11.2003 keinen Grund zum Feiern. Das Ende des Atomkraftwerks sei nicht der Anfang eines
echten Atomausstiegs, so der BUND in einer Pressemitteilung. Die mit dem so genannten Atomkonsens für Stade vereinbarte noch vorhandene restliche Strommenge in Höhe von rund 5000
Gigawattstunden werde lediglich auf andere Atomkraftwerke übertragen. Das verlängere die Laufzeit der anderen risikoreichen Atomanlagen. Die Abschaltung des letzten deutschen AKWs sei
frühestens 2021 vorgesehen.
"Jedes abgeschaltete Atomkraftwerk ist besser als ein Laufendes. Bei einem abgeschalteten kann zumindest kein schwerer Störfall mehr eintreten. Der Trick mit der Strommengenübertragung führt
aber dazu, dass andere gefährliche Reaktoren länger laufen können“, erklärte Renate Backhaus, Atomexpertin im BUND-Bundesvorstand. „So ist die Abschaltung des alten und unsicheren
Reaktors in Obrigheim verzögert worden, indem eine Strommenge in Höhe von 5500 Gigawattstunden vom AKW Philippsburg auf diesen Reaktor übertragen wurde. Wir wollen die Beschleunigung des
Atomausstiegs, nicht seine Verzögerung. Nur mit einem Sofortausstieg wird das Problem der Endlagerung des anfallenden Atommülls überschaubar, nur dann sinken die Unfall- und Terrorgefahren.
Wir feiern nicht, wenn das erste - sondern wenn das letzte AKW vom Netz geht“, so Backhaus weiter.
Der Atomkonsens stehe außerdem nach wie vor auf wackligen Füßen, betont der BUND. CDU-Chefin Angela Merkel habe bereits angekündigt, die Strommengen-Begrenzung für Atomkraftwerke nach einer
Regierungsübernahme aufzuheben. Kommende Bundesregierungen könnten jederzeit eine weitere Nutzung der Atomenergie beschließen. Hinzu komme, dass der Weiterbetrieb der Atomkraftwerke den
Umstieg in andere Strukturen der Energieversorgung zum Teil bremse. Ergebnis seien Verzögerungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien und bei der Optimierung der Energieeffizienz.
15.11.2003 Quelle: BUND
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Erste Lesung der EEG-Novelle: Union stimmt zum Teil zu
SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben im Bundestag am 13.12.2003 ein Gesetz zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorgelegt. Die Vergütung für Strom aus Solarenergie soll
demnach mindestens 45,7 Cent pro Kilowattstunde betragen. Die Unionsfraktion stimmte dem Entwurf in den Grundzügen zu, die FDP hat ihn abgelehnt.
Es sei zu begrüßen, dass zumindest Teile der Unions-Fraktion die Zeichen der Zeit erkannt hätten, erklärte der Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion für die erneuerbaren Energien, Marco
Bülow. In der Debatte habe die Union Zustimmung zum Vorschaltgesetz der Regierungskoalition signalisiert. Die FDP entwickele sich dagegen immer mehr zum „Dinosaurier der
Energiepolitik“. Mit falschen, unbelegten Zahlen verkünde sie der staunenden Öffentlichkeit, dass die Solarenergie erst in 100 Jahren wettbewerbsfähig sein werde. Deshalb sei es
indiskutabel, die Branche weiterhin zu fördern. Diese Auffassung gefährde Deutschlands Klimaziele und die Arbeitsplätze in der Solarwirtschaft leichtfertig, kritisiert Bülow.
Nach Abschluss des 100.000 Dächer-Solarstrom-Programms sei derzeit der wirtschaftliche Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Solarenergie nicht mehr gewährleistet, heißt es in dem
Gesetzentwurf der Koalition. Vor diesem Hintergrund drohe ein erheblicher Rückgang der Nachfrage nach Photovoltaikanlagen, der die Solarindustrie in wirtschaftliche Schwierigkeiten bringen
könnte. Da die mittelständisch geprägte Photovoltaikindustrie sensibel auf Marktentwicklungen reagiere, müsse sie noch vor einer "Gesamtnovellierung des EEG" unterstützt werden.
Die Solarenergie werde in Zukunft eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung erlangen, betont die Regierungskoalition. Der vergleichsweise hohe Vergütungssatz sei dadurch gerechtfertigt, dass
die betreffenden Technologien relativ jung seien und die erforderliche Marktdynamik erst langsam in Gang komme. Die geplante Novelle werde in Zukunft voraussichtlich wieder zu deutlich
sinkenden Produktionskosten führen, so dass die Vergütungssätze ab 2005 wieder um 5 Prozent sinken könnten.
14.11.2003 Quelle: Deutscher Bundestag; SPD-Fraktion
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Sunways AG meldet erstmals positives Quartalsergebnis
Die Sunways AG Konstanz hat ihren Umsatz im dritten Quartal 2003 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um rund 71 Prozent auf 11,2 Millionen Euro (Vorjahr: 6,6 Millionen Euro)
gesteigert. Der Umsatz aus dem gesamten vergangenen Geschäftsjahr (25,8 Millionen Euro) wurde bereits nach drei Quartalen übertroffen, berichtet das Unternehmen in einer
Pressemitteilung. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im dritten Quartal mit plus 0,2 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert von minus 0,5 Millionen Euro. Damit habe
Sunways zum ersten Mal ein positives EBIT auf Quartalsbasis erzielt. Nach den ersten neuen Monaten liege das EBIT aufgrund der Belastungen des ersten Halbjahres bei minus 1,8 Millionen
Euro.
Mit der Transparenten Sunways Solar Cell habe das Unternehmen ein erstes Referenzprojekt in Japan erstellt, dem größten Solarmarkt der Welt. Die neue Wechselrichtergeneration Sunways Solar
Inverter NT sei erfolgreich in den Markt gestartet. Der Geschäftsbereich Solarzellen erzielte laut Sunways mit 5,2 Millionen Euro einen Umsatzzuwachs von 206 Prozent (Vorjahr: 1,7 Millionen
Euro). Die Produktion sei auf Grund von Optimierungen und dem Aufbau des kontinuierlichen Schichtbetriebes gegenüber dem ersten Halbjahr 2003 verdoppelt worden.
Im Geschäftsbereich Solarsysteme und Projekte seien die Umsätze um 43 Prozent gestiegen: Mit 7,0 Millionen Euro lagen die Erlöse um 2,1 Millionen Euro über dem Wert des dritten Quartals 2002
(4,9 Millionen Euro). Die Marktanteile auf dem deutschen Markt seien ausgebaut und der Absatz der Solar Inverter NT deutlich gesteigert worden.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sei wie im Vorjahr ausgeglichen. Belastend hätten sich die Markteinführung des neuen Wechselrichters und die Unsicherheit im Markt im Hinblick auf die
zukünftige Förderung der Photovoltaik ausgewirkt. Zum 30. September 2003 beschäftigte Sunways 105 Mitarbeiter (Vorjahr: 100). Für das vierte Quartal 2003 erwartet die Gesellschaft ein
weiteres Umsatzwachstum. Allerdings habe die lange Diskussion um die künftige Förderpolitik der Bundesregierung zu einer spürbaren Zurückhaltung geführt. Besonders im Systemgeschäft dürfte
sich daher das Wachstum vorübergehend abschwächen. „Auf Basis des vorliegenden Regierungsentwurfes rechnen wir für 2004 wieder mit einem deutlichen Wachstum“, sagte
Technikvorstand Roland Burkhardt.
14.11.2003 Quelle: Sunways AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Niederlande: Größtes Photovoltaik-Renovierungsprojekt der Welt in Kürze beendet
|
|
|
|
|
Solarmodule ersetzen Dachpfannen.
|
|
|
Insgesamt 364 Wohnungen der Wohnungsbaugenossenschaft St. Joseph in Apeldoorn (NL), erhalten ein komplett neues Dach mit integrierten Solarstrom-Systemen. Das berichtet die
Lafarge Roofing GmbH, der Geschäftsbereich Dachbaustoffe des internationalen Baustoffherstellers Lafarge. Bis Ende 2003 sollen mehr als 7.200 Quadratmeter dachintegrierter Solarmodule verlegt
sein. Nach der vollständigen Inbetriebnahme soll die Anlage rund 750.000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr produzieren und in das Stromnetz einspeisen. Zum Einsatz kommt das photovoltaische
Dachsystem „Blue Sky PV 80“, dessen Module eine Nennleistung von jeweils 80 Watt haben. Die Solarmodule werden statt Dachpfannen in die Dachfläche eingefügt.
Das momentan nur in den Niederlanden erhältliche Solarsystem kann nach Angaben des Herstellers mit einem Anschlussrahmen in beinahe jedes geneigte Dach integriert werden. In Deutschland
bietet Lafarge das Braas Solarsystem „PV 700“ an. Es unterscheide sich von dem niederländischen System vor allem durch spezielle, vorgefertigte Übergangselemente. Diese erlaubten,
die Schnittstelle zwischen Solarmodul und dem traditionellen Bedachungsmaterial besonders ästhetisch zu gestalten.
Die "grüne" Stadt Apeldoorn mit ihrer langjährigen Erfahrung im Umgang mit erneuerbaren Energien sowie innovativen, zukunftsweisenden Solarprojekten zeige vorbildlich, wie Solarstromanlagen
integriert werden können, so Lafarge. Als im vergangenen Jahr die Sanierungsentscheidung für die Dächer in den Stadtvierteln De Mheen und Sluisoord anstand, habe sich die zuständige
Wohnungsbaugenossenschaft für die praxiserprobten Photovoltaik-Systeme von Lafarge Roofing entschieden. "In Apeldoorn läuft das größte Wohnungsrenovierungsprojekt der Welt, bei dem
dachfüllende Solarzellenelemente eingesetzt werden", kommentierte eine Sprecherin des niederländischen TV-Senders NOS Journal den Start des Projektes. Dabei sei das Solarstrom-System nur ein
Bestandteil des umfangreichen Maßnahmenpaketes zur aktiven Energieeinsparung mit einem Investitionsvolumen von insgesamt zehn Millionen Euro.
Lafarge Roofing ist der Geschäftsbereich Dachbaustoffe der Lafarge Gruppe. Mit über 200 Produktionsstandorten in 38 Ländern auf vier Kontinenten ist Lafarge Roofing nach eigenen Angaben der
führende weltweite Anbieter von Produkten für das geneigte Dach, Dachsystemteilen und Schornsteinsystemen. Mehr als 12.100 Mitarbeiter erwirtschafteten laut Lafarge im Jahr 2002 einen Umsatz
von 1,5 Milliarden Euro.
14.11.2003 Quelle: Lafarge Roofing GmbH
Bildquelle: obs/Lafarge Roofing GmbH
Tagung: Strom statt Marmor - gebäudeintegrierte Photovoltaik in der Praxis
Architekten und Planern bietet die Solarenergienutzung eine neue Herausforderung. Solarmodule an und auf Gebäuden seien nicht nur eine haustechnische Anlage, sondern würden zu
einem technisch wie gestalterisch gleichermaßen interessanten Bauelement, so die Energieagentur NRW in der Ankündigung der Fachtagung. Die verfügbaren Photovoltaik-Systeme zeichnen sich aus
durch eine besondere Funktionsvielfalt beispielsweise bei Tageslichtnutzung, Sonnenschutz und Wärmedämmung.
Vor diesem Hintergrund will die Fachtagung "Strom statt Marmor" am 27. November 2003 in Herne neue Impulse für eine moderne Solararchitektur geben. Auf dem Programm stehen Fachvorträge und
Praxisbeispiele für Architekten, Planer und Bauherren. Veranstalter sind das Städtebauministerium NRW, die Energieagentur NRW und das Haus der Technik e.V.
Veranstaltungsort: Westfälisches Museum für Archäologie; Europaplatz 1, 44623 Herne; Teilnahmegebühr: € 65,-
Programm und Anmeldung zur Fachtagung sind abrufbar unter:
http://www.ea-nrw.de
14.11.2003 Quelle: Energieagentur NRW
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Umweltminister Trittin nimmt erstes deutsches Erdwärme-Kraftwerk in Betrieb
Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat am 12. November 2003 in Neustadt-Glewe (Mecklenburg-Vorpommern) das erste deutsche Erdwärme-Kraftwerk in Betrieb genommen. "Der Beginn
der geothermischen Stromerzeugung ist eine wichtige Etappe beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Denn mit Erdwärme kann Strom zu jeder Tages- und Nachtzeit produziert werden", sagte Trittin.
Um das enorme Potenzial der Geothermie künftig zu nutzen, komme es darauf an, die Technologien zu optimieren, die Qualität und Wirkungsgrade der Anlagen zu steigern sowie die Kosten insgesamt
zu senken, so der Bundesumweltminister weiter.
Das technische Potential für die geothermische Stromerzeugung liegt in Deutschland bei rund 350 Terawattstunden pro Jahr, das sind 350 Millionen Megawattstunden und entspricht rund 60 Prozent
des heutigen Stromverbrauchs. Bislang wird in Deutschland die Geothermie lediglich zur Bereitstellung von Wärme genutzt. Die Anlage in Neustadt-Glewe ist die erste in Deutschland, die
zusätzlich auch Strom in das Netz abgibt. Das von der Bewag, einem Unternehmen der Vattenfall Europe AG, errichtete Kraftwerk nutzt 97°C warmes Thermalwasser aus einer Tiefe von 2200 Meter.
Die 210-Kilowatt-Anlage soll neben der Stromproduktion auch als Erfahrungsträger für künftige Anlagenentwicklungen dienen. Für die Nutzung der Geothermie interessieren sich besonders
osteuropäische Staaten, deren geothermische Bedingungen ideal für den Aufbau einer zukunftsfähigen Energieversorgung sind.
Das Bundesumweltministerium hat die Anlage mit knapp 400.000 Euro aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm gefördert. Ziel der Bundesregierung ist, den Anteil der erneuerbaren Energien am
Stromverbrauch von 6,25 Prozent auf 12,5 Prozent im Jahre 2010 zu verdoppeln und im Jahr 2020 einen Anteil von 20 Prozent zu gewährleisten. Dabei könnten 25 Prozent des Stroms und 35 Prozent
der Wärme durch Geothermie bereitgestellt werden. Im Rahmen der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) sollen die Fördersätze für geothermischen Strom weiter differenziert und
verbesser werden.
13.11.2003 Quelle: BMU
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
NABU fordert konsequente Verfolgung der nationalen Klimaschutzziele
Die NABU-Bundesvertreterversammlung hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Klimaschutzziele konsequent zu verfolgen und die Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) zügig zu
verabschieden. "Trotz aller Konflikte mit berechtigten Interessen des Naturschutzes bleibt der Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung ohne Alternative", erklärte Olaf
Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland e.V. (NABU).
Entscheidungen über Investitionen, die den Anteil der Kohle an der deutschen Energieversorgung auf viele Jahre zementierten, gefährdeten die Erreichung der nationalen und internationalen
Klimaschutzziele. Deutschland verlöre seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz ebenso wie seine Marktführerschaft bei den Erneuerbaren Energien, heißt es in einer NABU-Pressemitteilung. "Dies
wäre nicht nur umweltpolitisch, sondern auch wirtschafts- und arbeitsmarktpolitisch ein Desaster", so Tschimpke. Die Vertreter des NABU beschlossen auf ihrer Tagung außerdem eine Resolution
zur so genannten grünen Gentechnik. "Bei der Novellierung des Gentechnikgesetzes müssen die Voraussetzungen für die Wahlfreiheit der Verbraucher und für den Erhalt der biologischen Vielfalt
sicher gestellt werden", betonte der NABU-Präsident.
13.11.2003 Quelle: NABU Bonn
Solarstrom: SFV erwartet Akzeptanzprobleme für Freiflächenanlagen
In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa haben nur 34 Prozent der 1.000 Befragten dem Bau von Solarstromanlagen auf „freien Landflächen“ zugestimmt. Das berichtet
der Solarenergie-Förderverein e.V. (SFV) mit Sitz in Aachen. Als Standorte für Solarstromanlagen seien überwiegend Dächer und Fassaden von Gebäuden genannt worden (87 Prozent).
Viele der Befragten (70 Prozent) hielten auch die Installation an Lärmschutzwänden für sinnvoll, zum Beispiel an Autobahnen. Mehrfachnennungen waren ausdrücklich erwünscht.
Der Verein sieht künftig „massive Akzeptanzprobleme“ für Freiflächenanlagen und verweist auf die kontroversen Diskussionen über Windkraft-Standorte: Einige wenige Windanlagen mit
lästigem Getriebegeräusch oder Schattenwurf hätten den Ruf der gesamten Windtechnik stark geschädigt. „Die Hetze der Stromwirtschaft und ihrer Verbündeten gegen die Einspeisevergütung
für Windenergie findet hier ständig neue Nahrung. Richtigstellungen, dass es sich nur um wenige Ausnahmen handelt, werden nicht mehr gehört“, heißt es auf den SFV-Internetseiten.
Für die Photovoltaik gebe es bessere Lösungen als Anlagen auf freien Flächen, betont der SFV und plädiert für Solarstromanlagen auf und an Dächern sowie Fassaden. Da erst ein winziger
Bruchteil der Dächer und Fassaden genutzt sei, sollte die Politik den Schwerpunkt der Förderung hier setzen. Die Mehrkosten, die sich zur Zeit noch bei Gebäude-Anlagen ergeben, würden mit
weiterer Entwicklung der Technik immer geringer. Auf mittlere Sicht werde die Entwicklung von Doppelzweckelementen (Abdecken der Gebäudehülle plus Stromerzeugung) die Photovoltaik zur
konkurrenzlos billigen Stromerzeugung aufrücken lassen. Dazu müssten zunächst finanzielle Entwicklungsanreize geschaffen werden: Zusätzliche 5 Cent Einspeisevergütung pro Kilowattstunde für
Fassadenanlagen reichen laut SFV keinesfalls, denn sie würden nicht einmal den Minderertrag ausgleichen. Ähnliches gelte für Indachanlagen, für die zur Zeit überhaupt kein Zuschlag vorgesehen
sei. Ein deutlicher Zuschlag bei Fassaden- und Indachanlagen sowie der Wegfall der Benachteiligung von Gebäudeanlagen über 30 Kilowatt Spitzenleistung könnten das Problem Freiflächenanlagen
elegant erledigen, so der SFV.
13.11.2003 Quelle: SFV
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Neues Energieportal von und für Kommunen in NRW
Die Internetplattform KommEN – Kommunale Energie NRW – bietet Möglichkeiten für den virtuellen Erfahrungsaustausch zwischen Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Bereits
70 % aller nordrhein-westfälischen Gemeinden nutzen das Energieportal nach Angaben der Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH; monatlich würden zirka 6500 Zugriffe auf http://www.kommen.nrw.de registriert. 50 Städte und Gemeinden aus NRW stellen ihre energiepolitische Arbeit in KommEN dar. Die Eingabe der
Projektdarstellungen erfolgt online, jede Kommune mit Internetzugang kann auf direktem Weg ihre eigenen Präsentationen erstellen, schnell und ohne Einarbeitungszeit. Nicht nur Texte und
Bilder sondern auch Infobroschüren, Berichte und Veranstaltungstermine können veröffentlicht werden. Beauftragt ist KommEN im Rahmen des Aktionsprogramms 2000plus vom Ministerium für Verkehr,
Energie und Landesplanung NRW.
KommEN präsentiere umfassende Informationen zu energierelevanten Projekten aus erster Hand – praxisnah, aktuell, anwendbar. Das Themenspektrum der dargestellten Projekte reicht vom
technisch-investiven und planerisch-rechtlichen Bereich bis zu Maßnahmen aus den Gebieten Management, Motivation und Organisation. Neben einer Projektdatenbank biete KommEN ein umfangreiches
Serviceangebot mit individuell zugeschnittenen Diskussionsforen, monatlichem Newsletter, Veranstaltungskalender sowie aktuellem Know How für die kommunale Energiearbeit.
Zurzeit umfasst die thematisch geordnete Projektdatenbank mehr als achtzig Projekte. Zum Themenspektrum gehören Handlungsansätze wie Gebäudemanagement mittels Energie-Kennzahlen,
Bauleitplanung für eine Solarsiedlung und technische Konzepte für den Einsatz von Solar-, Wind- und Holzenergie. Dargestellt werden aber auch „weiche“ Maßnahmen wie
Bürgerbeteiligung als Finanzierungsverfahren oder die öffentlichkeitswirksame Schulprojektwoche zum Thema Energie.
Das Thema Ressourcenschutz, vorrangig im Bereich Energie, sei heute auf kommunaler Ebene aktueller denn je. Oft fehle es jedoch an einem Austausch von Informationen und Erfahrungen, der eine
erfolgreiche Projektarbeit und die Entwicklung innovativer Konzepte und Ideen initiiert und fördert. Das Internetportal biete die Möglichkeit, direkt und ohne Umwege alle wichtigen
Informationen zu energierelevanten Projekten nordrhein-westfälischer Kommunen abzurufen.
13.11.2003 Quelle: Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH
EEG: DGS fordert 59 Cent/kWh für „kleine“ Solarstromanlagen
Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) stellt sich ausdrücklich hinter die Forderung kleiner und mittelständischer Solar-Unternehmen, die Vergütung für Solarstromanlagen bis 30
kWp auf den im Referenten-Entwurf für die EEG-Novelle vorgeschlagenen Wert von 59 Cent/kWh anzuheben. Die DGS begrüßt zwar die Anhebung der Grundvergütung für Solarstrom von 43,4
Cent/kWh auf 45,7 Cent/kWh, fordert aber stellvertretend für Installateure und Handwerker, 59 Cent/kWh statt der 57,4 Cent/kWh, die im aktuellen Gesetzesentwurf vorgesehen sind.
Hier bestehe akuter Nachbesserungsbedarf, betont die DGS. Gerade im Kleinanlagenbereich sei die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen mit der Einspeisevergütung nach dem derzeitigen EEG oft nicht
gegeben. Dennoch sei dieser Bereich die tragende Säule des Photovoltaik-Marktes gewesen und bis heute geblieben. Höhere Steigerungsraten in diesem Bereich seien nur mit Vergütungssätzen
umsetzbar, die sich an der Wirtschaftlichkeit orientieren, unterstreicht die DGS.
12.11.2003 Quelle: DGS Landesverband Berlin Brandenburg e.V.
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Europäische Solarpreise für Kachelmann, CHOREN und Ehepaar Sladek
Am 2. Dezember ehrt EUROSOLAR unter anderem den Meteorologen Jörg Kachelmann, die CHOREN Industries GmbH sowie die "Stromrebellen" Ursula und Michael Sladek mit dem Europäischen Solarpreis
2003. Die Auszeichnung würdigt herausragende innovative Projekte und Initiativen im Bereich Erneuerbare Energien. Kachelmann erhält den Preis in der Kategorie Medien gemeinsam mit
der spanischen Solarzeitung „Era Solar“. Im Bereich Transportsysteme geht der Solarpreis an die CHOREN Industries GmbH, Hersteller von Vergasungstechnologien für feste Biomasse,
und Philippe Chartier (Frankreich). Der Sonderpreis für besonderes persönliches Engagement im Bereich Erneuerbare Energien geht an das Ehepaar Sladek von den Elektriziätswerken Schönau (EWS).
Die EWS fördern bundesweit den Neubau von dezentralen Ökostrom-Anlagen.
Im Bereich Städte und Gemeinden geht der Europäische Solarpreis 2003 an die Gemeinde Werfenweng/Salzburg (Österreich); den Unternehmenspreis erhält die Kompogas AG (Schweiz). Als
Eigentümer/Betreiber wird Raphaël Freiherr von Loë, (Schloss Wissen, Deutschland) ausgezeichnet. Im Bereich Vereine siegte die Dänische Metallbaumeister Vereinigung DS Trade & Industry.
Für den Bereich Solares Bauen (Stadtentwicklung) erhalten den Preis die Architekten „Lichtblau“ und die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Waltenhofen (Deutschland); Im Bereich Ausbildung
teilen sich den Preis die Renewable Energy Group of Turkey und Sergio Los (Italien). Ein Sonderpreis für außereuropäische Zusammenarbeit geht an Grameen Shakti (Bangladesh).
Die Preisverleihung findet statt am 2. Dezember 2003 ab 18 Uhr in der KfW-Niederlassung Berlin, Eingang Behrenstr. 33. Hermann Scheer, MdB und Präsident von EUROSOLAR spricht über „10
Jahre Europäischer Solarpreis“ Die Laudatio auf die Preisträger hält der Journalist Franz Alt.
12.11.2003 Quelle: EUROSOLAR
voltwerk bietet neue Solar- und Windfonds an
Mit dem Solarpark Saarbrücken und dem Windpark Wörbzig II bietet die voltwerk AG (Hamburg) ab sofort neue Beteiligungsangebote in den Bereichen Solarstrom und Windenergie. Nach
dem für Dezember 2003 geplanten Netzanschluss des Großprojekts in Saarbrücken werde die Gesamtleistung der projektierten und betriebenen Solarstromanlagen zehn Megawatt übertreffen, berichtet
das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Darunter ist auch der aktuell weltgrößte Solarpark in Hemau bei Regensburg. Damit sei die voltwerk AG der weltweit erfahrenste Projektierer und
Anbieter von Solarfonds. Der neue Solarpark in Saarbrücken soll künftig jährlich rund 1,4 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom liefen und zählt zu den größten Solarkraftwerken
in Deutschland.
Seit 1999 ist die voltwerk AG auch in Sachen Windenergie aktiv und hat seitdem fünf Windprojekte für Partner aus dem Finanzbereich an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Mit dem Windpark
Wörbzig II bietet das Unternehmen erstmals auch einen eigenen Publikumsfonds im Windbereich an. Im Dezember werden die letzten der 19 Vestas-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 31
Megawatt in Sachsen-Anhalt an das Stromnetz gehen. 13 Anlagen seien bereits im Vorfeld über institutionelle Investoren platziert worden.
"Wind- und Solarfonds bieten Anlegern vergleichbare Investitionschancen in umweltgerechte Projekte. Während umfangreiche Garantien die Erträge für ein Investment in die Sonne zusätzlich
absichern, bieten Windprojekte den Vorteil der höheren Renditeaussichten", erklärt Karsten Reetz, Geschäftsführer der für die Kapitaleinwerbung verantwortlichen voltwerk ökologische
Beteiligungen GmbH. Dank des sprunghaft gewachsenen Kundenstamms und dem Ausbau des Vertriebsnetzwerks bei der erfolgreichen Kapitaleinwerbung gehe die voltwerk AG von einer vollständigen
Zeichnung beider Fonds noch in diesem Jahr aus.
12.11.2003 Quelle: voltwerk AG
REpower Systems AG: Markteintritt in Portugal
Die Hamburger REpower Systems AG beliefert den portugiesischen Markt künftig über ihre Tochtergesellschaft REpower España. Ein Vertrag über drei Anlagen des Typs MM82 sei am
10.11.2003 mit der portugiesischen Projektgesellschaft Parque Eolico de Ribamar geschlossen worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
REpower wird drei 2-Megawatt-Anlagen des Typs MM82 mit einem Rotordurchmesser von 82 Metern nach Portugal liefern. Sie Anlagen werden im Windpark Ribamar, nördlich von Lissabon errichtet.
Dabei handelt es isch um ein so genanntes Turnkey-Projekt, bei dem REpower auch für den Bau der Zufahrtswege, den Fundamentbau sowie den Netzanschluss des Parks verantwortlich ist. Die drei
kritischen Hürden Baugenehmigung, Netzanschluss und Finanzierung seien bereits überwunden worden; mit einer zügigen Realisierung des Projekts werde gerechnet. Die Anlagen, die an einem der
beiden deutschen Produktionsstandorte von REpower gefertigt werden, sollen bereits Mitte 2004 installiert werden.
Vertriebsvorstand Thomas Franck unterstreicht die Bedeutung dieses Projekts für REpower: „Trotz des vergleichsweise kleinen Projektumfangs ist die Belieferung dieses Windparks ein
weiterer wichtiger Schritt auf unserem Internationalisierungskurs. Wir haben damit den Markteintritt in einen weiteren südeuropäischen Markt, Portugal, geschafft.“ Das Potenzial des
portugiesischen Marktes liegt laut REpower langfristig bei circa 3.000 Megawatt. Heute seien erst wenige Anlagen installiert (230 Megawatt). Beim Vertrieb ihrer Windenergieanlagen in Portugal
arbeitet die REpower Systems AG exklusiv mit der portugiesischen Energetus Lda. zusammen.
12.11.2003 Quelle: REpower Systems AG
Solarstrom: Vorschaltgesetz zum EEG noch diese Woche im Bundestag
Das vorgezogene Gesetz zur Regelung der Solarstromvergütung soll schon Ende dieser Woche im Bundestag gelesen werden. Das berichtet Hans-Josef Fell, forschungs- und
technologiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90 /DIE GRÜNEN. Das Gesetz soll entsprechend dem Zeitplan bereits Anfang Januar nächsten Jahres in Kraft treten. Durch das
Vorziehen der gesetzlichen Regelung werde ein Fadenriss bei der Photovoltaik vermieden werden, der nach dem Auslaufen des 100.000-Dächer-Programmes gedroht hatte.
Im Gesetzentwurf gäbe es im Vergleich zu dem gemeinsamen Papier der Minister Trittin und Clement einige Verbesserungen, unterstreicht Fell: Strom aus Solarstromanlagen auf Lärmschutzwänden
soll künftig ebenso vergütet werden wie aus PV-Anlagen auf Gebäuden. Die Grundvergütung, die für freistehende Anlagen von Bedeutung ist, werde auf der Höhe des Jahres 2003 gehalten und bleibe
bei 45,7 Cent pro Kilowattstunde. Zusätzlich würden Anlagen auf Verkehrsflächen aufgenommen, beispielsweise an Autobahnen oder Flughäfen. Sie sollen eine Vergütung von 45,7 Cent/kWh
erhalten.
Unverändert gegenüber der Einigung der Minister Trittin und Clement bleibt laut Fell die Vergütung für Dachanlagen. Bis zu einer Größe von 30 kW soll Solarstrom mit 57,4 Cent pro
Kilowattstunde vergütet werden. Größere Anlagen erhalten für jenen Teil der Anlage, der 30 kW übersteigt, por Kilowattstunde 55 Cent. Für Fassadenanlagen ist ein zusätzlicher Bonus in Höhe
von 5 Cent vorgesehen. Die jährliche Senkung der Vergütung (Degression) um nominal 5 % für neue Anlagen werde auch weiter gelten. Durch die anspruchsvolle Degressionsrate würden Politik und
Solarbranche zeigen, dass sie weiter bestrebt sind, die Kosten für Photovoltaikanlagen schell zu senken.
Der Gesetzentwurf für das Vorschaltgesetz einschließlich der Begründung kann heruntergeladen
werden auf den Internetseiten von Hans-Josef Fell
11.11.2003 Quelle: Hans-Josef Fell, MdB
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Solarpreis-Verleihung: „Deutschland ist erneuerbar“
|
|
|
|
|
Deutsche Solarpreisträger 2003; rechts: Hermann Scheer
|
|
|
Rund 40.000 Megawatt an Kraftwerkleistung müssen bis zum Jahr 2020 in Deutschland neu gebaut werden. 2.500 Megawatt Leistung aus erneuerbaren Energien wurden im Jahr 2002 zusätzlich
installiert. Das bedeutet, dass bei der gegenwärtigen Dynamik der regenerativen Energien der vollständige Ersatz fossiler und atomarer Energien durch Sonne, Wind, Biomasse und
Erdwärme möglich ist. Mit dieser Rechnung unterstrich EUROSOLAR-Präsident Dr. Hermann Scheer die Chancen einer Energiewende in Deutschland bei der Verleihung der Deutschen Solarpreise 2003 am
8. November in Bonn. Mit der künftig erhöhten Solarstromvergütung und der vergangene Woche beschlossenen Steuerbefreiung für Biokraftstoffe seien dafür wichtige Weichen gestellt worden. In
einer Kampagne unter dem Motto „Deutschland ist erneuerbar!“ plädiert EUROSOLAR für Zukunftsfähigkeit statt Reformverweigerung in der Energieversorgung.
Die Preisträger der letzten 10 Jahre hätten gezeigt, welches Potenzial Solarenergie bietet und wie es effizient und ökonomisch genutzt werden kann, lobte Hans-Josef Fell (MdB) Vorsitzender
von EUROSOLAR Deutschland. Die in neun verschiedenen Kategorien verliehenen Deutschen Solarpreise 2003 gingen an die nordhessische Gemeinde Körle für ihre Projekte zur Förderung erneuerbarer
Energien; die Wasserkraft Volk AG in Gutach/Breisgau für deren Nullemissions- und Plusenergie-Schwermaschinen-Turbinen-Fabrik; das Forum Ökologie Traunstein für seine Energie-Initiative
„Sonnenstrom vom Watzmann bis zum Wendelstein“ und die Software AG Stiftung für das Ulmer Bürogebäude „Energon“.
Den Medienpreis erhielt Rolf Hug, Chefredakteur des Internetportals www.solarserver.de. Der Bildungspreis wurde verliehen an die Energieagentur der Alexander-von-Humboldt-Schule Viernheim
e.V.; den Sonderpreis für besonderes ökologisches persönliches Engagement erhielt das Ehepaar Alfred und Rosario Almeida Ritter; den Preis für 3.Welt-Zusammenarbeit nahmen die
Deutsch-Tansanische-Partnerschaft e.V. aus Hamburg und das Solarprojekt-Freilassing e.V. entgegen. Beide Vereine engagieren sich für Solarprojekte in Tansania.
Weitere Informationen zu den Preisträgern in den Solarserver-News sowie bei . Der Aufruf kann als PDF-Dokument bei EUROSOLAR heruntergeladen werden.
11.11.2003 Quelle: EUROSOLAR
Bildquelle: EUROSOLAR
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Conergy-Vorstand Rüter mit "Leadership Award" ausgezeichnet
|
|
|
|
|
Conergy-Vorstand Hans-Martin Rüter.
|
|
|
Hans-Martin Rüter erhielt einen "National Leadership Award" für herausragende Führungspersönlichkeiten auf dem diesjährigen Economic Forum Deutschland. Der Vorstandsvorsitzende
und Gründer der Conergy AG ist aus über 300 nominierten Unternehmenslenkern für diese Auszeichnung ausgewählt worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Seit der Gründung
1998 in Hamburg hat Rüter zusammen mit seinen mittlerweile über 180 Mitarbeitern die Conergy zu einem europaweit führenden Unternehmen im Bereich der Solartechnik mit einem diesjährigen
Jahresumsatz von über 120 Millionen Euro ausgebaut.
"Dieser Preis ist der zweitschönste meiner beruflichen Laufbahn", freut sich Hans-Martin Rüter über den "Leadership Award". "Die schönste Auszeichnung erhalten wir jedoch täglich von unseren
Kunden. Ihr Vertrauen ist Bestätigung und Motivation für die Leidenschaft, mit der meine Mitarbeiter und ich ans tägliche Werk gehen", so Rüter weiter, der gleichzeitig auch Vorsitzender des
Vorstands der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) ist. Mit 400 Solarunternehmen ist die UVS der an Mitgliedern stärkste Solarindustrie-Verband Europas.
Das Economic Forum Deutschland versteht sich als Plattform für Führungskräfte der Wirtschaft, um die deutsche Wirtschaft "anzukurbeln" und Politiker in die Bedürfnisse, Sorgen und Nöte der
Wirtschaft stärker einzubeziehen. Die Politiker sollen unterstützt werden, mutige, neue Lösungen für Deutschland und dessen Bürger und Steuerzahler zu finden. Die Veranstalter zeichnen
Wirtschaftsführer und Politiker aus, die frische und mitreißende Führungsqualitäten mitbringen.
11.11.2003 Quelle: Conergy AG
Bildquelle: Conergy AG
BMU: Atomausstieg entlastet Gorleben
Der Atomausstieg hat die Belastung Gorlebens mit Atommüll drastisch verringert. Die dezentrale Zwischenlagerung abgebrannter Brennelemente an den AKW-Standorten und der Stopp aller
innerdeutschen Transporte erspart Gorleben 70 Prozent der bereits in der Amtszeit von Frau Merkel genehmigten Atommüll-Menge. Das erklärte der Sprecher des Bundesumweltministeriums,
Michael Schroeren, anlässlich des zu Beginn dieser Woche erwarteten Atommüll-Transports aus der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ins Zwischenlager Gorleben.
Der Atomausstieg finde seinen sichtbaren Niederschlag in der Stilllegung des AKW Stade am kommenden Freitag, sagte Schroeren. Mit der weltweit knappsten Begrenzung von AKW-Laufzeiten werde in
Deutschland auch die Menge des Atommülls reduziert. In den USA seien Laufzeiten von rund 60 Jahren vorgesehen, Deutschland unterschreite diese um etwa die Hälfte.
Die Rücknahme von deutschem Atommüll aus Frankreich sei notwendig, weil er über viele Jahre in die Wiederaufarbeitung (WAA) verschoben und dort zwischengelagert worden sei, erklärt der
BMU-Sprecher. Mit der Errichtung von Zwischenlagern an fast allen deutschen Atomkraftwerken habe die Bundesregierung die Voraussetzung geschaffen, dass künftig kein Atommüll mehr über
Frankreich oder England nach Gorleben gehe. Ab Juli 2005 sei jeder Transport in die WAA verboten.
Den als Erkundung getarnten Bau des Endlagers habe die Bundesregierung gestoppt. Sie werde einen Auswahlprozess für ein sicheres Atommüll-Endlager ohne Vorfestlegungen einleiten. Die
Bundesregierung verstehe die Sorgen der Gorlebener Bevölkerung angesichts der Anstrengungen der CDU/FDP-Landesregierung, Gorleben zum „Atomklo“ Deutschlands zu machen. Sie werde
der Forderung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulf, nicht nachkommen, den Bau des Endlagers wieder aufzunehmen und die Einlagerung von Atommüll durch Einrichtungen eines Labors
vorzubereiten.
11.11.2003 Quelle: BMU
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Trittin: bessere Sonnenstromvergütung gewährleistet langfristige Investitionssicherheit
Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat ein Vorschaltgesetz speziell für die Photovoltaik angekündigt. Damit werde die mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorgesehene
neue, erhöhte Vergütung für Sonnenstrom schon für Anlagen gelten, die ab dem 1. Januar 2004 in Betrieb gehen. Das EEG habe sich als wirksamstes Instrument zur Förderung erneuerbarer
Energien erwiesen. "Das Modell gewährleistet langfristige Investitionssicherheit und ist, anders als staatliche Subventionen, nicht von der Kassenlage der öffentlichen Haushalte abhängig",
sagte Trittin am 7.11. anlässlich der Inbetriebnahme einer neuen Produktionsstrasse für Solarmodule bei der Solarworld AG in Freiberg/Sachsen.
Das auslaufende 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm werde mit der EEG-Novelle kompensiert. Die Branche erhalte die dringend notwendige Investitionssicherheit und der befürchtete "Fadenriss"
werde vermieden, so der Minister. Erzeuger von Solarstrom sollen künftig 45,7 Cent pro Kilowattstunde als Grundvergütung erhalten. Dies gelte auch für große Freiflächenanlagen, soweit sie
sich im Bereich eines Bebauungsplans befinden. Für Solaranlagen auf Gebäuden werde sich die Vergütung erhöhen: um 11,7 Cent pro Kilowattstunde bis 30 Kilowatt Leistung, um 9,3 Cent pro
Kilowattstunde bei größeren Anlagen und zusätzlich um 5 Cent pro Kilowattstunde bei Fassadenanlagen. Mit einer installierten Leistung von rund 400 Megawatt trage die Photovoltaik zwar noch
einen sehr geringen Beitrag zur bundesdeutschen Stromversorgung bei, sie habe aber von allen erneuerbaren Energien weltweit mit die größten Ausbaupotenziale, erklärte Trittin.
"Mit der Photovoltaik bauen wir in Deutschland einen neuen Zweig der industriellen Produktion auf", sagte Trittin. Seit 1999 verzeichnet Deutschland in der Photovoltaikbranche jährliche
Wachstumsraten von 30 bis 40 Prozent und ist seit dem Jahr 2000 neben Japan weltweit führend in diesem Zweig der erneuerbaren Energien. "Das war keinesfalls absehbar. Kurz bevor wir 1998 die
Regierung übernommen haben, hatte der letzte Hersteller von Photovoltaikanlagen Deutschland verlassen", so der Bundesumweltminister. Die Bundesregierung will den Anteil erneuerbarer Energien
am Stromverbrauch von 6,25 Prozent im Jahr 2000 auf mindestens 12,5 Prozent im Jahr 2010 verdoppeln und bis 2020 auf mindestens 20 Prozent zu erhöhen. 2050 sollen erneuerbare Energien die
Hälfte des gesamten Energieverbrauchs stellen.
10.11.2003 Quelle: BMU
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
ECOFYS eröffnet Niederlassung im Internationalen SolarCenter Berlin
Am 28. Oktober wurde in Berlin das „International Solar Center“ (ISC) eingeweiht. Dort hatte auch ECOFYS Berlin Premiere: kürzlich öffnete der dritte deutsche ECOFYS-Standort
seine Pforten im Energie-Forum / ISC. „Nach Köln und Nürnberg sind wir nun endlich auch in der Hauptstadt präsent“ freut sich Frank Wouters, Geschäftsführer der ECOFYS
GmbH. Geleitet wird das Berliner Büro des europaweit tätigen Energie-Consultant-Unternehmens von Dr.-Ing. Karsten Burges, der seit fast 20 Jahren auf den Gebieten erneuerbare Energien und
Energieeffizienz tätig ist, seit 1992 für ECOFYS. Das Hauptarbeitsgebiet von ECOFYS Berlin ist laut Burges die Netzeinbindung von Erneuerbaren Energieträgern, speziell von Windkraftwerken.
Insgesamt arbeiten zur Zeit knapp 200 Mitarbeiter an dem ECOFYS-Firmenziel der nachhaltigen Energieversorgung für alle. Acht Standorte in sechs europäischen Ländern hat das 1984 gegründete
Unternehmen inzwischen aufgebaut.
Das Haupt-Augenmerk von ECOFYS gilt der Beratung im Umwelt- und Energiebereich. Im Moment seien die Experten beispielsweise bei der Erstellung von Regeln für den Emissionshandel oder bei der
Ermittlung der Umwelt-Auswirkungen von Autoklimaanlagen stark gefragt. Im Arbeitsbereich „Energie im Gebäude“ beschäftigen sich die ECOFYS-Fachleute unter anderem mit Konzepten
für Solarsiedlungen, aber auch mit „Nachhaltigem Contracting“, wie es kürzlich im „Sonnenhof“ Bonn-Tannenbusch erstmals erfolgreich umgesetzt wurde. Im dritten
ECOFYS-Geschäftsfeld „Projekte“ kümmern sich die Mitarbeiter darum, dass möglichst viele umweltverträgliche Wind-, Solar-, Wasser- und
Biomassekraftwerke Wirklichkeit werden.
10.11.2003 Quelle: ECOFYS GmbH
Energieeinsparverordnung: aktuelle Software-Marktübersicht im Internet
Seit Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen alle Neubauten mit einem Energiebedarfsausweis ausgestattet werden. Auf dem Markt sind derzeit knapp 40 Software-Produkte, die
Architekten, Ingenieuren und Handwerkern die Energieplanung erleichtern sollen. Umfang, Zielgruppe und Preise sind sehr unterschiedlich. In einer Online-Datenbank sind erstmals alle
EnEV-Programme aufgeführt, darunter auch kostenlose Programme (Freeware). Über eine Suchmaske mit Eingabe von Nutzerprofil und gewünschten Programmeigenschaften kann eine zielgerichtete
Auswahl getroffen werden.
Die Dozenten der Architektenkammer Baden-Württemberg, Dipl.-Phys. Klaus Lambrecht und Dipl.-Ing. Uli Jungmann, haben alle Programme eingehend getestet und bewertet. Die Datenbank und ein
ergänzender Fachartikel sind frei zugänglich unter http://www.solaroffice.de Rubrik EnEV-Software > Online-Datenbank.
10.11.2003 Quelle: ECONSULT Umwelt Energie Bildung GbR
NRW: kostenloser „Marktführer Holzpellets“
Der neue „Marktführer Holzpellets“ der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW bietet konkrete Entscheidungshilfen für eine Holzpelletsheizung. Er fasst auf über 100
Seiten die in NRW vorhandene Kompetenz bei der Brennstoffherstellung, dem Vertrieb sowie der Anlagen- und Installationstechnik zusammen. Darüber hinaus enthält er alle wesentlichen
Informationen zu den an der „Aktion Holzpellets“ beteiligten Unternehmen, Institutionen und Verbänden.
Die landesweite Werbekampagne, die im Februar 2003 gestartet wurde, hat das Ziel, Holz-Pelletsheizungen einen größeren Marktanteil zu verschaffen. Die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW
hat die Aktion Holzpellets gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie in Kooperation mit der Energieagentur NRW ins Leben gerufen.
Anlagenhersteller, Pelletsproduzenten, Handel, handwerkliche Fachbetrieben, Institutionen und Verbände wollen mit der Kampagne der innovativen Pellets-Heiztechnik zum breiten Durchbruch zu
verhelfen.
Mittlerweile gibt es zirka 15.000 installierte Pelletsheizungen in Deutschland, davon knapp 1.000 in Nordrhein-Westfalen. Diese Zahlen belegen laut Landesinitiative Zukunftsenergien, dass
viele Verbraucher und auch die Unternehmen einen eigenen Beitrag zur CO2-Minderung leisten wollen und sich immer häufiger für diese moderne klimaschonende Heiztechnik entscheiden. Der
„Marktführer Holzpellets“ kann kostenlos angefordert werden bei der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW unter der Fax-Nummer (02 11) 45 66 – 425.
10.11.2003 Quelle: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW
Regierungskoalition bringt Vorschaltgesetz für Solarstrom auf den Weg
Das im Sommer diesen Jahres ausgelaufene 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm soll durch erhöhte Vergütungssätze für Solarstrom im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) kompensiert
werden. Das berichten die Solarverbände in einer Pressemitteilung. Die Neuregelung werde durch ein Vorschaltgesetz bereits zum Jahreswechsel in Kraft treten, erwarten der
Bundesverband Solarindustrie e.V. (BSi) und die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS). Nach Einschätzung der Branche ermöglicht dies eine Fortsetzung des Solarbooms in
Deutschland. Bereits in den vergangenen vier Jahren hatte sich der Markt auf 120 Megawatt verzehnfacht. Auf der Basis des jetzigen Beschlusses werden auch künftig Wachstumsraten von jährlich
25 Prozent erwartet.
Nach einer vermutlich entscheidenden Sitzung der Koalitionsfraktionen zur EEG-Novelle scheint der Weg frei für ein Vorschaltgesetz, das rechtzeitig vor dem Start der Solarsaison 2004 in Kraft
treten kann. Auch inhaltlich zeichnen sich deutliche Verbesserungen der bisherigen Fördersituation ab. Laut UVS sollen die Konditionen mit dem PV-Vorschaltgesetz unter Beibehaltung der
Vergütung für jeweils 20 Jahre und bei einer Degression von 5% pro Jahr für neue Anlagen wie folgt verbessert werden:
1. Photovoltaik auf Dächern und Schallschutzwänden:
Anhebung des Vergütungssatzes für Solarstromanlagen bis 30 kWp von 43,4 Cent (EEG alt für 2004) auf 57,4 Cent je kWh; Anhebung des Vergütungssatzes für PV-Anlagen oberhalb von 30 kWp von 43,4
Cent auf 55 Cent je kWh .
2. Photovoltaik an Gebäudefassaden:
Anhebung des Vergütungssatzes für PV-Fassaden-Anlagen bis 30 kWp von 43,4 Cent auf 62,4 Cent je kWh; Anhebung des Vergütungssatzes für PV-Fassaden-Anlagen oberhalb von 30 kWp von 43,4 Cent
auf 60 Cent je kWh.
3. Photovoltaik ebenerdig (Freiflächenanlagen):
Anhebung des Vergütungssatzes von 43,4 Cent (EEG alt für 2004) auf 45,7 Cent je kWh, unabhängig von der Größe der Anlage. Die Obergrenze ( 100kWp-Deckel) soll wegfallen. Dies soll gelten für
versiegelte Flächen, planfestgestellte Verkehrsflächen, militärische Konversionsflächen, und Ackerlandflächen (letztere müssen im Rahmen eines Bebauungsplanes im Zusammenhang mit der
PV-Nutzung in Grünland umgewandelt werden).
Durch das Vorschaltgesetz lohne sich auch künftig die Investition in eine Solarstromanlage auf dem eigenen Dach. Mit der geplanten Solarstromvergütung von 57,4 Cent pro Kilowattstunde
amortisiere sich die Anlage über den Betrieb von 20 Jahren, betonen die Solarverbände. Das Gesetz schaffe jedoch nicht nur einen Ausgleich zum beendeten 100.000 Dächer Programm. Künftig werde
auch der Bau von ebenerdigen Solarkraftwerken über Beteiligungsfinanzierungen möglich. Damit könnten erstmals auch Bürger ohne eigenes Dach von Solartechnik profitieren. Die Neuregelung mache
die Amortisation solcher Anlagen in guten Lagen möglich.
"Jetzt wird Solarenergie auch für Banken und Finanzierer interessant. So kann der Aufbau des Solarwirtschaft völlig unabhängig von staatlichen Subventionen weitergehen und die deutsche
Solarindustrie ihre Technologieführerschaft in einem der wichtigsten Zukunftsmärkte weiter auszubauen. Dies ist ein wichtiger Meilenstein ins Solarzeitalter“ erklärte
UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig.
"Wir sind sehr erleichtert über die Entscheidung, denn das Vorschaltgesetz hat den sonst unvermeidlichen Markteinbruch verhindert", so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des BSi. "Die
Solarstromindustrie hat massiv in neue Fertigungskapazitäten investiert und steht bereit, den Solarmarkt weiter auszubauen, Arbeitsplätze zu schaffen und weiterhin kontinuierlich die Kosten
zu senken“, kündigte Stryi-Hipp an.
07.11.2003 Quelle: UVS, BSi
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Verleihung der Deutschen Solarpreise 2003 am 8. November
|
|
|
|
|
Deutsche Solarpreise 2003
|
|
|
Seit 1994 verleiht EUROSOLAR die Deutschen Solarpreise. Am Samstag, 8. November 2003, werden die diesjährigen Preisträger im KunstMuseum Bonn geehrt. Außerdem blickt Eurosolar
zurück auf 10 Jahre Deutscher Solarpreis. Die Grußworte zur Preisverleihung sprechen Bärbel Dieckmann, Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, und Detlef Leinberger, Vorstandsmitglied der
Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). EUROSOLAR-Präsident Dr. Hermann Scheer spricht über „10 Jahre Deutscher Solarpreis“. Die Laudatio auf die Preisträger hält Hans-Josef Fell,
Vorsitzender von EUROSOLAR Deutschland. Die Moderation übernimmt Irm Pontenagel, Geschäftsführerin von EUROSOLAR.
Im Bereich Städte und Gemeinden wird die Gemeinde Körle (Nordhessen) ausgezeichnet. Sie verwirklicht seit mehreren Jahren Projekte zur Förderung erneuerbarer Energien, beispielsweise eine
Holzhackschnitzel-Wärmeversorgung mit drei Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Holzhackschnitzellagers sowie zwei Windkraftanlagen.
Die Wasserkraft Volk AG, Gutach/Breisgau (Baden-Württemberg) erhält den Preis im Bereich Unternehmen für ihre Nullemissions-Plusenergie-Schwermaschinen-Turbinenfabrik.
Im Bereich Vereine geht der Deutsche Solarpreis an das Forum Ökologie Traunstein e.V. (Bayern); für die Initiative "Sonnenstrom vom Watzmann bis zum Wendelstein", eine Interessengemeinschaft
des Handwerks, der Umweltverbände, der Banken und der Kommunalpolitik. Sie hat sich das Ziel gesetzt, in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land neue Solarstromanlagen
mit einer Gesamtleistung von 3 Megawatt zu errichten.
Das Passivhaus-Bürogebäude „Energon“ in Ulm der Software AG-Stiftung, Darmstadt (Hessen): gewann im Bereich Solares Bauen (Stadtentwicklung): Das Gebäude mit einem Heizwärmebedarf
von weniger als 15 kWh/m2 wurde als Passivhaus zertifiziert. Zum Gesamtprojekt zählt auch das neben dem "Energon" stehende Parkhaus, auf dem Ulms größte Photovoltaikanlage mit 136 kWp
installiert ist. Insgesamt werden rund 175 Tonnen CO2-pro Jahr eingespart.
Den Medienpreis erhält der Solarserver, das Internetportal zur Sonnenenergie, mit Sitz in Tübingen (Baden-Württemberg); Die allgemein verständlichen, fundierten und kompetenten Informationen
des Solarservers bilden die Basis für das grundlegende Verständnis im Umgang mit regenerativen Energien und sind für Schüler, Umwelt-/ Klimaschützer, Bauherren oder Hausbesitzer und alle
privat oder gewerblich interessierten Personen über das Internet zugänglich.
Die Energieagentur der Alexander-von-Humboldt-Schule in Viernheim ist eine "Schülerfirma" in Vereinsform mit eigener Satzung und Geschäftsordnung. Seit 1994 verwirklichen die Schüler der
Energieagentur Projekte zur Energieeinsparung. Durch die Projektintegration werden Jugendliche als gleichberechtigte Partner für den Klimaschutz gewonnen und nicht nur theoretisch, sondern
durch eigene Erfahrungen und Erfolge und im verantwortungsbewussten Umgang mit Energie geschult. Die Alexander-von-Humboldt-Schule erhält den Solarpreis im Bereich Ausbildung.
Den Preis für die Zusammenarbeit mit der Dritten Welt erhalten der Verein Deutsch-Tansanische Partnerschaft, Hamburg, für das Projekt "Jugend NordSüd für Solartechnik" und der
Solarprojekt-freilassing e.V. für sein Solarprojekt in Tansania.
Ein Sonderpreis für herausragendes Engagement im Bereich Erneuerbare Energien geht an das Ehepaar Almeida und Alfred Ritter, Alfred Ritter GmbH & Co. KG, Waldenbuch (Baden-Württemberg).
Das Ehepaar Ritter wird ausgezeichnet für außerordentlich vielseitiges ökologisches Engagement im Rahmen seiner Unternehmenstätigkeit. Es zeigt, dass ökonomischer Erfolg und nachhaltiges
Wirtschaften nicht im Widerspruch zueinander stehen, sondern sich im Gegenteil auf erfolgreiche Weise in Einklang bringen lassen.
Im Bereich Eigentümer oder Betreiber werden mit einer Plakette ausgezeichnet: Norbert Storch, Motten (Bayern): Niedrigenergiehaus und Umweltengagement; Rainer Schenk, Traunstein (Bayern):
Altbausanierung; Hans-Georg Dieterle, Bielefeld (NRW): Mobile Chalet; Klaus Becher, St. Alban (Baden-Württemberg): Bio-Solar-Haus.
07.11.2003 Quelle: EUROSOLAR
Bildquelle: EUROSOLAR
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
BEE: Kompromiss zum EEG bringt starke Einschränkungen für erneuerbare Energien
In einer ersten Bewertung zeigt sich der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) enttäuscht über die „starken Einschnitte“ für erneuerbare Energien, die als Kompromiss zwischen
Wirtschafts- und Umweltministerium am Mittwoch vereinbart worden seien. "Gegenüber dem ursprünglichen Gesetzentwurf des Umweltministeriums müssen Wind, Wasserkraft und Biomasse
massive Verschlechterungen hinnehmen. Der Photovoltaik läuft wegen der Verzögerungen im Gesetzgebungsverfahren die Zeit davon. Lediglich die Geothermie macht einen deutlichen Sprung nach
vorn“, erklärte BEE- Präsident Lackmann in einer Pressemitteilung.
Positiv sei lediglich, dass der Ausbau Erneuerbarer Energien durch das Kompromisspapier nicht völlig abgestoppt werde. "Wirtschaftsminister Clement hatte vor, den Marktzugang für Erneuerbare
Energien zugunsten der alten Energien vollständig zu verhindern. Dies ist zum Glück am Widerstand des Umweltministeriums aber auch zahlreicher Abgeordneter von SPD und Grünen
gescheitert“, kommentiert Lackmann. Der BEE setzt jetzt auf Initiativen aus dem Parlament. Die Bemühungen der Koalitionsfraktionen für ein Vorschaltgesetz mit verbesserten Bedingungen
für Strom aus Sonnenenergie seien dafür ein erster Schritt.
Zeitgleich zur Entscheidung der Staatssekretäre hatten vor dem Brandenburger Tor mehrere Tausend Menschen unter dem Motto "Deutschland ist erneuerbar" für eine Fortsetzung des
Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und einen verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien demonstriert. Die Kundgebung wird von den Veranstaltern als voller Erfolg gewertet. "Mit einem Bündnis
von über 30 Verbänden und der Beteiligung von Politikern aus SPD, Grünen, CDU und CSU haben wir gezeigt, dass die Reform der Energieversorgung breiter gesellschaftlicher Konsens ist“,
sagte Lackmann. Entsprechend würden die Befürworter erneuerbarer Energien die geplanten Einschnitte im EEG nicht widerstandslos hinnehmen. Besonders inakzeptabel seien der faktische
Ausbaustopp der Wasserkraft, die Reduzierung des Vergütungszeitraumes für Biomasseanlagen um 25 %, die Ausgrenzung von zahlreichen Binnenlandstandorten für Windkraftanlagen und die erheblich
Erhöhung der Degressionsvorgaben.
07.11.2003 Quelle: BEE
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Schönste Solaranlagen Österreichs ausgezeichnet
|
|
|
|
|
Preisgekrönt: Fernwärmeheizwerk Lienz, Osttirol
|
|
|
Der Verband Austria Solar und die Architekturstiftung Österreich kürten zum ersten Mal die schönsten Solaranlagen Österreichs. Bei diesem Preis stand die gelungene Symbiose von
Architektur und Solarthermie im Vordergrund", betonten der Obmann von Austria Solar, Robert Kanduth und der Vorsitzende der Architekturstiftung Österreich, Christian Kühn. Eine internationale
Jury aus Architekten und Planern hatte die eingereichten Objekte einer strengen Prüfung unterzogen.
Als Sieger ging das Fernwärmeheizwerk Lienz in Osttirol von Architekt Martin Valtiner hervor. Zwei Biomassekessel mit einer Gesamtleistung von 13 Megawatt und eine 630 Quadratmeter große
Solarwärmeanlage der S.O.L.I.D. GmbH versorgen 900 Haushalte der Gemeinde mit Energie. Dieses Projekt wurde sowohl architektonisch als auch solartechnisch als herausragend beurteilt und
erhält die Auszeichnung "Schönste Solaranlage Österreichs".
Drei weitere Projekte wurden für den Preis nominiert: ein Einfamilienhaus in Oberösterreich sowie zwei Mietwohnhäuser in Salzburg und Tirol. Allen ausgezeichneten Projekten gemeinsam sind
laut Jury die gelungene Architektur in Niedrigenergiebauweise und planerisch interessante thermische Solaranlagen zwischen 36 und 410 Quadratmetern Kollektorfläche.
Die offizielle Preisverleihung findet am 7. November 2003 in der Hypo Tirol Bank in Lienz statt. Dabei wird es auch eine Diskussionsrunde geben zum Thema "Solararchitektur - den Stricksocken
entwachsen?".
07.11.2003 Quelle: Austria Solar
Bildquelle: Austria Solar
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Neue Studie: Deutschlands Spitzenstellung bei der Windkraft in Gefahr
Der Vorsprung deutscher Unternehmen bei der Windtechnologie ist gefährdet, berichtet die Wochenzeitung „DIE ZEIT“ in einer Pressemitteilung. "Der Traum von einer
mittelständisch geprägten Industrie, die Technologieführung in der Welt beanspruchen und nachhaltig viele neue Arbeitsplätze schaffen kann, ist für fast alle Anbieter beendet", zitiert die
ZEIT aus einer bisher unveröffentlichten Studie der Hamburger Privatbank M. M. Warburg.
Die Kreditwürdigkeit der heimischen Hersteller verschlechtere sich, heißt es in der Studie. Ein Problem sei fehlendes Kapital für neue Großprojekte. Private Anleger und Banken zeigten sich
vor allem skeptisch gegenüber dem Off-Shore-Geschäft mit Windparks auf hoher See. Die Studie belege, dass sich der Umsatz der Betreiber von Windkraftanlagen verschlechtert habe, so die ZEIT.
Der komplette Text ist veröffentlicht in DIE ZEIT Nr. 46, vom 06. November 2003.
07.11.2003 Quelle: DIE ZEIT
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
EEG: Grünen-Sprecher Fell kündigt Photovoltaik-Vorschaltgesetz an
Die Einigung zwischen Trittin und Clement über den Regierungsentwurf zur EEG-Novelle ermöglicht es, ein vorgezogenes Gesetzgebungsverfahren für die Sonnenenergie einzuleiten.
Das berichtet der forschungs- und technologiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, Hans-Josef Fell, in einer Pressemitteilung. Das novellierte Gesetz für
die Photovoltaik solle möglichst schon am 1.1.2004 in Kraft treten.
Am Abend des 5. November hätten die Regierungsfraktionen im Einvernehmen mit dem Bundesumwelt- und dem Bundeswirtschaftsministerium beschlossen, dass das Verfahren für ein
Photovoltaik-Vorschaltgesetz nächste Woche eingeleitet werden soll. Dann würden auch die genauen Inhalte feststehen. Da dieses Gesetz bereits Anfang nächsten Jahres in Kraft treten soll,
werde der Fadenriss vermieden werden, der nach dem Auslaufen des 100.000-Dächer-Programmes gedroht hatte.
Beide Fraktionen seien bemüht, den Gesetzesinhalt gegenüber der Ministerienvorlage zu optimieren, betont Fell. Ziel des Novellierungsverfahrens sei, bis zum Dezember einen Kabinettsbeschluss
herbeizuführen, so dass sich der Bundestag Anfang nächsten Jahres mit dem Gesetz beschäftigen kann und das neue Gesetz im Frühjahr in Kraft gesetzt werden kann.
Die gestrige Einigung enthalte einige Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien, so Fell. Dazu zählten die verbesserten Ausbau-Ziele des Gesetzes, die Vergütungsregelung
für die Windenergie im Offshore-Bereich, die Vergütungshöhe für die Geothermie und der Ersatz des 100.000-Dächer-Programmes durch eine Anpassung der Vergütungshöhe für Solarstrom.
An Stellen, an denen Verschlechterungen drohen, gebe es allerdings Korrekturbedarf im anstehenden Gesetzgebungsverfahren, betont Fell. Dies gelte vor allem für die Windenergieregelung im
Binnenland, das „faktische Beenden der kleinen Wasserkraft“, die verkürzte Laufzeit der Biomassevergütung sowie für die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen.
06.11.2003 Quelle: Hans-Josef Fell, MdB
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
BMWA: Ergänzende Information zur EEG-Einigung
Die Förderung erneuerbarer Energien wird zukünftig stärker ökonomischen Effizienzkriterien unterworfen, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit
(BMWA). Besonders wichtig für die stromintensiven Branchen sei eine mittelstandsfreundliche Ausgestaltung der Härtefallregelung.
Mit dem Kompromiss bei der EEG-Windförderung würden die Ziele des BMWA-Ausschreibungsmodells im Ergebnis erreicht: Die bisher besonders hohe Windförderung an schlechten Standorten werde
beendet. Künftig würden nur noch Windstandorte gefördert, an denen mindestens 65 % des gesetzlich vorgegebenen Referenzertrages erreicht werden. Gleichzeitig werde ein zusätzlicher Anreiz für
das Repowering an guten Küstenstandorten geschaffen. Damit soll der Ersatz alter, weniger effizienter Windkraftanlagen, beschleunigt werden, die bis Ende 1995 in Betrieb gegangen sind. Die
Degression der Windförderung wird laut BMWA verstärkt: Künftig werden die Einspeisevergütungen jährlich um 2 % sinken.
Die Photovoltaik-Förderung über das EEG werde verbessert, um die aufwärts gerichtete Marktentwicklung dieser Zukunftsbranche nach Auslaufen des 100.000-Dächer-Solarstromprogramms weiter
voranzutreiben. Die Förderung der Stromerzeugung aus Biomasse soll stärker technologiebezogen differenziert werden; die jährliche Degression der Förderung werde verstärkt: Auch hier sollen
die Einspeisevergütungen künftig jährlich um 2 % sinken. Darüber hinaus werde der Förderzeitraum bei Biomasse auf 15 Jahre verkürzt.
In Zukunft sollen deutlich mehr Unternehmen dauerhaft von der Härtefallregelung für stromintensive Betriebe profitieren können. Die EEG-Umlage werde künftig schon für Unternehmen ab einem
Jahresstromverbrauch von 10 Gigawattstunden gedeckelt, statt wie bisher ab 100 Gigawattstunden, wenn ihr Stromkostenanteil an der Bruttowertschöpfung mehr als 15 % - statt wie bisher mehr als
20 % beträgt. Die Prüfung für die Anwendung der Härtefallklausel im Einzelfall durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle soll erheblich vereinfacht werden. Die bisherige
Ermessensentscheidung der Behörde werde durch eine gebundene Entscheidung mit eindeutigen und bestimmten Kriterien ersetzt.
06.11.2003 Quelle: BMWA
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
DGS: Aktionstag Erneuerbare Energien war erfolgreich
|
|
|
|
|
Kundgebung für erneuerbare Energien in Berlin
|
|
|
Die Übereinkunft zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wertet die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) auch als
Erfolg der Kundgebung in Berlin am 5. November. Die DGS begrüßt die Einigung und drängt auf ein schnelles Umsetzen der Novelle. Die Einigung sehe vor, dass die neue, erhöhte
Vergütung für Solarstrom rückwirkend gelten soll, wenn das Gesetzgebungsverfahren bis Anfang 2004 nicht abgeschlossen wird. Laut Bundesumweltministerium kann das neue EEG wegen der Termine
des Gesetzgebungsverfahrens nicht am 1. Januar 2004 in Kraft treten.
Eine Vorschaltregelung für die Photovoltaik sei für die Solarbranche dennoch dringend erforderlich, so die DGS. Dass die Vergütung gebäudeintegrierter Photovoltaikanlagen gegenüber dem
Referentenentwurf um 1,6 Cent/kWh gesenkt werden soll, bezeichnet die DGS als „kleinen Wermutstropfen“.
Mehr über die Eckpunkte des Regierungsentwurfs für die Weiterentwicklung des EEG in den
Solarserver News
06.11.2003 Quelle: DGS Landesverband Berlin Brandenburg
Bildquelle: DGS
Lesen Sie zu diesem Thema auch:
Finanzausschuss beschließt Steuerbegünstigung von Biokraftstoffen
Am 5. November 2003 hat der Finanzausschuss des Deutschen Bundestags beschlossen, Biokraftstoffe von der Mineralölsteuer zu befreien. Damit sind künftig Biogas, synthetisches
Benzin und Diesel aus fester Biomasse, Bioethanol, Biomethanol und Wasserstoff aus Biomasse sowie Fettsäuremethylester steuerbegünstigt, erklärten Christine Scheel, finanzpolitische
Sprecherin von Bündnis90 / Die Grünen, und Hans-Josef Fell, deren technologiepolitischer Sprecher. Mit der neuen Regelung werde in Zukunft auch die Beimischung von Biokraftstoffen zu
Mineralölen steuerfrei zugelassen. Nach der Verabschiedung und dem Inkrafttreten dieser Änderungen soll für den Anteil beigemischter Biokraftstoffe bei Diesel und anderen Mineralölen bis Ende
2009 keine Mineralölsteuer mehr erhoben werden.
Die Steuerbegünstigung der Beimischung von Biokraftstoffen soll der Biokraftstoffbranche den nötigen Anschub geben. Breite Unterstützung gebe es deshalb aus den Naturschutzorganisationen, der
Wissenschaft, der Automobilindustrie und vom Bauernverband. Mit dem Gesetz soll außerdem der deutsche Biokraftstoffmarkt unter anderem vor dem Import von Bioethanol unbekannter Herkunft und
Güte geschützt werden. Hierzu seien spezielle Kontroll- und Überwachungsbestimmungen aufgenommen worden.
Die Steuerbegünstigung und der Schutz gerade von Bioethanol seien die Voraussetzung für viele Landwirte und Alkoholproduzenten, gebrannten Alkohol nicht nur als Getränk, sondern auch als
Biokraftstoff zu vermarkten und so ihre Existenz mit zu sichern. Biokraftstoffe können den Ausstoß von Klimagasen deutlich senken und die Abhängigkeit vom Erdöl als Kraftstoff verringern. Die
Potenziale für Biokraftstoffe seien auch im biologischen Anbau sehr hoch, so Fell und Scheel. Auch der Naturschutz profitiere, indem etwa die durch Landschaftspflegemaßnahmen anfallende
Biomasse einer ökonomischen Verwertung zugeführt werden kann. Landwirte könnten sich mit Biokraftstoffen neue Einkommensmöglichkeiten erschließen, auch in einer ökologischen Landwirtschaft.
Zudem bestehe aufgrund der Steuerbefreiung die Chance, dass neue Technologien entwickelt werden, die künftig auch exportiert werden können.
Einen Beitrag zu Ökologie und Biokraftstoffen bietet von Hans-Josef Fell als PDF-Dateien zum Herunterladen an:
|