EEG: Umweltausschuss verabschiedet und verbessert Novelle
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) soll verbessert werden. Dies hat am 31.03.2004 der federführende Umweltausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen, berichtet der forschungs- und
technologiepolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Hans-Josef Fell (MdB). Das "beste Energiegesetz der Welt" (Fell) wird am 01.04.2004 vier Jahre alt; die
Gesetzesnovelle soll am Freitag, den 02.04.2004, in dritter Lesung vom Bundestag verabschiedet werden.
. Bessere Rahmenbedingungen für Bioenergie
Die Rahmenbedingungen für die Bioenergien verbessern sich laut Fell deutlich: Für nachwachsende Rohstoffe, für Kraft-Wärme-Kopplung und für innovative Technologien sind jeweils zusätzliche
Vergütungssätze (Boni) über die Grundvergütung hinaus vorgesehen. Für neue Anlagen, die Althölzer verbrennen, sollen die Vergütungen nach einer Übergangsfrist um 4,5 Cent gesenkt
werden.
Der Vergütungszeitraum wird weiterhin 20 Jahre betragen. Die jährliche Absenkung der Vergütungen wurde vom Umweltausschuss auf 1,5% festgesetzt und liege damit zwischen dem derzeitigen
Gesetzesstand und dem Regierungsentwurf. Zudem werde die Grundvergütung für kleinere Anlagen bis 150 Kilowatt (kW) auf 11,5 Cent pro Kilowattstunde (kWh) angehoben, wie im Regierungsentwurf
vorgesehen.
Zusätzliche Vergütung für nachwachsende Rohstoffe und neue Technologien
Der Bonus für nachwachsende Rohstoffe wird künftig 6 Cent/kWh betragen für Anlagen bis 500 kW, für Holz 2,5 Cent/kWh bis 5 MW und für sonstige nachwachsende Rohstoffe 4 Cent/kWh. Größere
Anlagen erhalten den Bonus anteilsmäßig, das heißt nur für die ersten 5 MW Leistung. Wer die Abwärme der Stromerzeugung nutzt, erhält 2 Cent//kWh mehr. Bei der Verwendung neuartiger, aber
noch teurer Technologien wird es zusätzlich 2 Cent/kWh geben. Dieser Technologiebonus werde nur gewährt, wenn die Anlage in Kraft-Wärme-Kopplung gefahren wird, so Fell. Der Bonus wird beim
Einsatz folgender Technologien gewährt: Brennstoffzellen, Stirlingmotoren, Trockenfermentation, Gasturbinen (darunter auch Mikrogasturbinen), Dampfmotoren, Organic-Rankine-Anlagen,
Mehrstoffgemisch-Anlagen, besonders Kalina-Cycle-Anlage, und die thermochemische Vergasung. Mit dem Technologiebonus werde ein Anreiz geschaffen, in innovative, besonders effiziente und
umweltfreundliche Technik zu investieren. Hierdurch entstehe ein großer Anreiz, neue Technologien zu entwickeln und in den Markt einzuführen. Dadurch könnten die Kosten für die Bioenergie
mittel- bis langfristig deutlich gesenkt werden.
Neu im Technologiebonus-Spektrum im Vergleich zum Regierungsentwurf ist die Aufbereitung von Gasen auf Erdgasqualität, die besonders für die Einspeisung in das Gasnetz Bedeutung haben kann.
Aufbereitetes und eingespeistes Gas kann somit in Zukunft zunehmend Erdgas verdrängen. Eine Verordnungsermächtigung erlaubt es dem Umweltministerium, sowohl neue Technologien in den Bonus
aufzunehmen als auch Technologien herauszunehmen, die den Bonus nicht mehr benötigen. Dies werde die Kosten deutlich in Grenzen halten. Sämtliche Boni sind kumulativ, sie können zusätzlich zu
den anderen Zulagen in Anspruch genommen werden.
Kompromiss bei kleiner Wasserkraft
Bei der so genannten kleinen Wasserkraft sei ein guter Kompromiss zwischen den Naturschützern und den Interessen der kleinen Wasserkraft erzielt worden, erklärt Fell: Der Ausbau werde auch
künftig möglich bleiben und zugleich würden über eine um 2 Cent/kWh erhöhte Vergütung deutliche Anreize für ökologische Modernisierungen gesetzt. Der Vergütungszeitraum wird 30 Jahre
umfassen, für Großanlagen 15 Jahre.
Vergütung auch für Meeresenergie
Ebenfalls Vergütungen erhalten sollen Meereswasserkraftwerke (Wellenkraftwerke, Gezeitenkraftwerke, Meeresströmungskraftwerke und Salzgradientkraftwerke), die ebenso wie die kleinen
Flusskraftwerke von der erhöhten Vergütung profitieren können. Hiermit werde für die Unternehmen ein gezielter Anreiz zur Technologieentwicklung gesetzt. Deutschland könne somit künftig auch
bei Meerwasserkraftwerken (Export-)Weltmeister werden, betont Fell.
Höhere Einspeisevergütung für Strom aus Erdwärme
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für kleinere Geothermieanlagen verbessern sich mit der geplanten Novelle ebenfalls. Sie erhalten künftig 15 Cent/kWh bis 5 Megawatt Leistung, 14
Cent/kWh bis 10 Megawatt sowie weiterhin 8,95 Cent/kWh bis zu einer Leistung von 20 Megawatt. Im Augenblick seien bereits mehrere Dutzend Projekte in Planung. Bis zum Ende des Jahrzehnts
könnten über 100 Geothermiekraftwerke an das Netz gehen, erwartet Fell.
Ausbau der Windenergie möglich
Mit der Neufassung des EEG könne der Ausbau der Windenergie weitergehen, unterstreicht Fell. Die im Regierungsentwurf vorgesehene Behinderung ihres Ausbaus im windschwächeren Süden
Deutschlands sei vom Tisch. Den so genannten 65%-Deckel gebe es nicht mehr. Stattdessen werde nun der Förderzeitraum für den Großteil der Anlagen über die Korrektur eines Berechnungsfaktors
verkürzt, indem ein Vergütungsaufschlag auf die Basisvergütung gezahlt werden soll. Dadurch werde Windstrom günstiger, ohne dass der Ausbau beeinträchtigt würde. Zugleich steige die
Degression - wie im Regierungsentwurf vorgesehen - von 1,5 auf 2% und die Vergütung für Spitzenstandorte werde leicht gesenkt, wie dies ebenfalls wie im Regierungsentwurf vorgesehen war. Auch
dies trage zur Kosteneffizienz und damit auch zur Akzeptanz der Windenergie und des EEG bei.
Solarstrom: höhere Degression für Freiflächenanlagen, Verbesserungen beim Netzanschluss
Für Photovoltaik-Freiflächenanlagen wird laut Fell ab 2006 eine höhere Degression gelten. Damit soll der Anreiz für die Errichtung von großen Freiflächenanlagen reduziert werden. Für
gebäudegebundene Anlagen und Anlagen auf Lärmschutzwänden bleibe alles so, wie es ist. Darüber hinaus gebe es eine Reihe von Verbesserungen beim Netzanschluss. Diese sollen
Verhinderungstaktiken seitens einiger Netzbetreiber erschweren. Hiervon würden besonders die Betreiber von Solarstromanlagen profitieren.
Der Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen ist zugänglich als PDF-Datei (52 S.) unter http://dip.bundestag.de/btd/15/023/1502327.pdf; der Gesetzentwurf der Bundesregierung ( 16 S.) unter http://dip.bundestag.de/btd/15/025/1502539.pdf
31.03.2004 Quelle: Hans Josef Fell (MdB)
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Emissionshandel: Bundeskabinett beschließt Nationalen Allokationsplan
Das Bundeskabinett hat am 31.03.2004 auf Vorschlag von Bundesumweltminister Jürgen Trittin den ersten Nationalen Allokationsplan für die Verteilung von Emissionszertifikaten (NAP)
beschlossen. Damit erfülle die Bundesregierung vollständig und fristgerecht die Vorgaben der EU-Richtlinie zur Einführung eines europaweiten Emissionshandelssystems, heißt es in einer
Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums (BMU). "Der Allokationsplan ist ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz in Deutschland und Europa. Die Bundesregierung schafft damit
die Basis für die Erreichung des Klimaschutzziels nach dem Kyoto-Protokoll", sagte Bundesumweltminister Trittin.
Der Allokationsplan ist das Kernelement des kommenden Emissionshandelssystems. Er legt die Gesamtmenge an Treibhausgasen fest, die Energiewirtschaft und Industrie in Zukunft ausstoßen dürfen,
und enthält außerdem die Verteilung der Emissionszertifikate auf die einzelnen Unternehmen. Er bildet die Grundlage für ein Gesetz, das die im September 2004 erfolgende Zuteilung
rechtsverbindlich regeln wird. Der Plan soll, wie in der Richtlinie vorgesehen, am 31.03.2004 an die EU-Kommission und die anderen EU-Mitgliedsstaaten übermittelt werden. Damit werde die
Voraussetzung dafür geschaffen, dass das Handelssystem wie geplant am 1. Januar 2005 starten könne.
Bis zum Jahr 2012 muss Deutschland noch rund 17 Millionen Tonnen CO2 einsparen, um das Kyoto-Ziel zu erreichen. Der Allokationsplan lege fest, dass alle Wirtschaftsbereiche und Sektoren
hierzu einen angemessenen Beitrag zu leisten haben, so das BMU. Von den 17 Millionen Tonnen müssen Energiewirtschaft und Industrie noch 10 Millionen Tonnen CO2 einsparen, der Rest verteilt
sich auf private Haushalte, Verkehr und Gewerbe.
Zugleich gebe der Allokationsplan Impulse für die Modernisierung des Kraftwerksparks, betont das BMU. Wer alte Anlagen ersetze und in moderne Technologien investiere, werde dafür durch eine
attraktive Übertragungsregel belohnt. Die am 31.03.2003 beschlossenen Regeln fördern laut BMU Innovation, Modernisierung und umweltverträgliches Wachstum.
Der Allokationsplan soll am 31.03.2004 im Laufe des Nachmittags in das Internet gestellt werden und ist dann abrufbar unter http://www.bmu.de.
31.03.2004 Quelle: BMU
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SPD-Bundestagsfraktion begrüßt Konsens zum Emissionshandel
"Nach langen und kontroversen Verhandlungen wurde ein Konsens gefunden, mit dem wir den weiteren Fortschritt beim Klimaschutz ohne Überforderung der Wirtschaft sicherstellen". Das erklärte
der energiepolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Hempelmann, zur Einigung über den Nationalen Allokationsplan und die Einführung des Emissionshandels. Der von Brüssel
verbindlich vorgegebene Zeitplan für die Einführung des Emissionshandels könne damit gehalten werden. Deutschland werde fristgerecht seinen Nationalen Allokationsplan (NAP) vorlegen. Zugleich
stelle die SPD-Bundestagsfraktion mit einem klaren Parlamentsvorbehalt sicher, dass Deutschland auf die in den kommenden Wochen vorzulegenden Vorschläge seiner europäischen Nachbarn noch
angemessen reagieren können. Schließlich liege es sowohl im Interesse des Klimaschutzes als auch im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, dass dieses neue europäische Instrument
einen hohen und harmonisierten Qualitätsstandard aufweise, so Hempelmann.
Die Einigung setze klare Signale, betont der SPD-Sprecher: Es gebe keinen Stillstand beim Klimaschutz, Kyoto sei und bleibe verbindliches Ziel, die Bundesregierung stehe zu ihren
internationalen Verpflichtungen. Zugleich seien aus umweltpolitischer Sicht Kompromisse notwendig gewesen, erläutert Hempelmann. Industriepolitische Aspekte und Standortfragen hätten in der
sensiblen Wirtschaftslage berücksichtigt werden müssen. Am Ausgang einer schweren Stagnationsphase mit Rezessionstendenzen sei Augenmaß erforderlich.
Dies spiegele sich vor allem in den Festlegungen zur Prozessenergie, zu "Early Action", aber auch in den für den Energieträgermix relevanten Kriterien für die Zertifikatezuteilung bei
Neuinvestitionen wider. Völlig unstrittig sei jedoch auch, dass jetzt die Haushalte und der Verkehr deutlich mehr zum Klimaschutz beitragen müssten, nachdem die bisherigen Erfolge fast
ausnahmslos im Bereich der Industrie erzielt worden seien. Dies bedeute ebefalls, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz, die Ökosteuer und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz im Instrumentemix an
Bedeutung gewinnen würden, unterstreicht der SPD-Politiker.
31.03.2004 Quelle: SPD-Bundestagsfraktion
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BDI begrüßt Einigung beim Emissionshandel
Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Michael Rogowski, hat die zwischen Wirtschafts- und Umweltminister gefundene Einigung über den nationalen Zuteilungsplan
grundsätzlich begrüßt: "Jedenfalls wäre es ohne Wirtschaftsminister Clement schlimmer gekommen. Nun muss sich zeigen, ob der ausgehandelte Kompromiss sich als Basis für eine nachhaltige
Klimapolitik eignet, ohne die Wettbewerbsverhältnisse zu verzerren und ohne das Wachstum zu bremsen. Auf jeden Fall ist klar: Die Wirtschaft muss sich noch beachtlich anstrengen, um mit den
Emissionsobergrenzen zurecht zu kommen", so Rogowski. Der BDI-Präsident betonte nochmals, dass die Wirtschaft zu ihren gegenüber der Bundesregierung abgegebenen Klimaschutzzusagen
stehe.
"Ich hoffe, dass die EU-Kommission bei der Prüfung der nationalen Allokationspläne das harte Ringen um einen ökologisch und ökonomisch vernünftigen Kompromiss in Deutschland anerkennt",
ergänzte Rogowski. Das entscheidende Problem bei der Diskussion um die nationalen Allokationspläne sei, dass bisher nur ein weiterer Mitgliedsstaat eine ambitionierte Umsetzung betreibe. In
Großbritannien orientiere sich der nationale Allokationsplan nicht nur am Kyoto-Ziel, sondern gehe darüber hinaus - aber bei völlig anderen Voraussetzungen verglichen mit Deutschland.
Österreich und die Niederlande wollten ihre Industrie aller Voraussicht nach stärker begünstigen und eine wachstumsbedingte Steigerung der Emissionen schon bei der Allokation abdecken, heißt
es in der BDI-Pressemitteilung. Italien und Spanien hätten bisher gar keinen Vorschlag gemacht. "Nun gilt es zu beweisen, dass der Emissionshandel den Unternehmen, auch den deutschen, Chancen
eröffnet und nicht zu Wettbewerbsnachteilen führt", so Rogowski weiter.
31.03.2004 Quelle: BDI Bundesverband der Dt. Industrie
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Zeitschrift "politische ökologie" mit Schwerpunkt Energie- und Klimadebatte
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politische ökologie: Klima- und Energiepolitik.
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Die Redaktion der Zeitschrift "politische ökologie" hat einen aktuellen Leitfaden erstellt, der kompetent und umfassend auf die bevorstehenden Diskussionen über den Klimaschutz und die
Energieversorgung vorbereitet. Im neuesten Heft mit dem Titel "Energiegeladen - Richtungswechsel in der Energie- und Klimapolitik?" berichtet die politische ökologie ausführlich über die
Schattenseiten des alten und die Chancen eines neuen Energieversorgungssystems. Das US-Verteidigungsministerium kritisierte kürzlich die ungenügende Klimapolitik des eigenen
Präsidenten und warnte: Klimaschwankungen gefährden die Sicherheit mehr als Terroristen. Auch Europa sei nach verschiedenen Klimakatastrophen zu der Erkenntnis gelangt, dass ein bloßes
Weitermachen wie bisher nicht in Frage komme. Neue Lösungen müssen her, betont die politische ökologie. Und in diesem Jahr könnte sich Einiges tun.
Im Juni findet die erste Weltkonferenz für Erneuerbare Energien - "Renewables2004" - in Bonn statt. Dort soll der Grundstein für eine nachhaltige globale Energieversorgung gelegt werden. Das
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird vermutlich in der zweiten Hälfte 2004 novelliert. Erneut stehen Subventionen im Mittelpunkt der Diskussion: Ist es gerechtfertigt, sie verstärkt für die
Förderung der erneuerbaren Energien einzusetzen?, fragt die politische ökologie. Und sollen die Subventionen für die konventionellen Energieträger beibehalten, verändert oder ganz abgebaut
werden? Mit Spannung wird der europaweite Handel mit Emissionsrechten erwartet, der 2005 starten soll. Kommt er wirklich? Entpuppt er sich als wirksames Klimaschutzinstrument oder eher als
"Ablasshandel" für die größten industriellen CO2-Emissionsschleudern? Diese und weitere Fragen beantworten unter anderem Hartmut Graßl / Jacques Léonardi, Felix Matthes, Ernst Ulrich von
Weizsäcker, Ulrike Röhr, Matthias Jung, Gerald Knauf, Martin Jänicke.
politische ökologie 87/88: Energiegeladen - Richtungswechsel in der Energie- und Klimapolitik? ökom verlag, München 2004, 114 Seiten, 15 Euro / 27 SFr., ISBN 3-936581-37-1. Erhältlich im
Buchhandel, unter www.oekom.de/poe oder bei CONSODATA ONE-TO-ONE, Semmelweisstraße 8, D-82152 Planegg, Fon: ++49/89/85 709-155, Fax -131
31.03.2004 Quelle: ökom verlag
Bildquelle: oekom Verlag.
Weinheim: Experten-Forum "Bauen mit Photovoltaik"
"Auch für die Region Rhein-Neckar-Pfalz steht die Sonne günstig!" ist das Motto einer Tagung der Weiterbildungs-Akademie Weinheim am 12. Mai 2004 in der Stadthalle von Weinheim
(Bergstraße). In Zusammenarbeit mit einigen EVU / Stadtwerken werden kompakt an einem Tag in 12 Vorträgen Anwendungsbeispiele und realisierte Projekte aus Verwaltungs- und Industriebauten
sowie kommunalen Liegenschaften vorgestellt. Weitere Themen sind die Funktionsweise von Wechselrichtern und Modulen sowie die Auswirkungen des EEG auf die Wirtschaftlichkeit bei
Planungsvorhaben.
Die Verbindung von Architektur und Photovoltaik entwickle sich zum weltweiten Trend, so der Veranstalter. Stromerzeugende Fassaden- oder Dachelemente könnten herkömmliche Baustrukturen
ersetzen und fielen daher kostenmäßig nicht stark ins Gewicht. Flächen seien vorhanden, die Gebäudehülle gewinne auch an ästhetischem Wert. Entwerfen und Bauen mit Solarzellen erfordere keine
„andere“ Architektur, jedoch müssten Systemteile und Komponenten als Gestaltungsmittel entdeckt werden. Architekten und Planern bietet die gebäudeintegrierte Photovoltaik eine
neue Herausforderung. Die Produktpaletten der Modulhersteller reichen inzwischen von der klassisch-blau schimmernden Solarzelle bis hin zu gefärbten oder transparenten Lösungen.
Die in den Vorträgen vorgestellten Projekte sind in Deutschland realisiert und lassen sich unter gemeinsamen klimatischen Verhältnissen vergleichen. Eine begleitende Fachausstellung rundet
das Tagungsthema ab.
Zielgruppe der Tagung sind Architekten, Fachplaner, Energieberater, Mitarbeiter aus Stadtwerken / EVU der Bereiche Vertrieb und Energiedienstleistungen, Facility Manager, Energiebeauftragte
in der Industrie, Messe- und Ausstellungsgesellschaften, Technische Leiter aus Hochbauämtern der Kommunen, Kliniken und Krankenhäusern.
Termin: 12. Mai 2004, 9.00 bis 17.00 Uhr, Ort: Stadthalle Weinheim; Gebühr: € 90,00 zzgl. MwSt (Studenten € 50,00) inkl. Tagungsband, Pausenbewirtung, Mittagsimbiss,
Fachausstellung
Veranstalter: Weiterbildungs-Akademie Weinheim, eMail: info@waw-weinheim.de
31.03.2004 Quelle: Weiterbildungs-Akademie Weinheim
Trittin zum Emissionshandel: Ein schwieriger, aber tragfähiger Kompromiss
"Das Ergebnis der gestrigen Verhandlungen ist ein in Teilen schwieriger Kompromiss, der allen Beteiligten große Zugeständnisse abverlangt". Das erklärte Bundesumweltminister Jürgen Trittin
zum Ergebnis des Spitzengesprächs über die Umsetzung der Europäischen Emissionshandels-Richtlinie am 29.03.2004. Dennoch trage er diesen Kompromiss mit, weil er deutlich mache, dass alle
Bereiche der Gesellschaft ihren Beitrag müssen zum Klimaschutz leisten. Der erzielte Kompromiss verhindere, dass sich Teile der Wirtschaft vom Klimaschutz verabschieden können.
"Von den 17 Millionen Tonnen CO2, die Deutschland bis 2012 einsparen muss, um seine Verpflichtungen nach dem Klimaschutzprotokoll von Kyoto zu erfüllen, müssen Industrie und Energiewirtschaft
10 Millionen beitragen. Die übrigen 7 Millionen Tonnen entfallen auf die Sektoren Privathaushalte und Verkehr. Diese Lastenteilung kehrt den bisherigen Trend um, sagte Trittin.
Die Gesamtmenge der Emissionen in der ersten Handelsperiode von 2005-2007 beträgt laut Trittin 503 Millionen Tonnen CO2. Die auf Seiten der Wirtschaft geforderte "bedarfsgerechte Zuteilung"
von Emissionsrechten finde nicht statt. Die Industrie müsse bereits ab der ersten Handelsperiode 2,2 Prozent ihrer Emissionen einsparen. Weil die Minderungspflichten der Wirtschaft sofort
beginnen würden, könne ein echter Emissionshandel in Gang kommen.
"In der zweiten Handelsperiode 2008-2012 werden die Emissionen von Energiewirtschaft und Industrie auf 495 Millionen Tonnen CO2 begrenzt -- dies wird mit einer Überprüfungsklausel für 2006
versehen. Damit ist Deutschland das einzige Land, das sich bereits jetzt für die zweite Handelsperiode auf eine klare Zahl festlegt", so der Minister.
Der Kompromiss werde einen Schub bei der Erneuerung und Modernisierung des Kraftwerksparks auslösen, kündigt Trittin an. Das sei ein Plus für Umwelt, Wachstum und Beschäftigung. Es gebe eine
attraktive Übertragungsregelung (Zertifikate dürfen bei Ersatz alter durch neue Anlagen vier Jahre behalten werden, danach gilt eine Befreiung von Minderungspflichten für die Dauer von 14
Jahren). "Sehr alte und ineffiziente Anlagen unterliegen in der zweiten Handelsperiode zusätzlichen Reduktionsverpflichtungen", so Trittin. Auch dies gebe einen zusätzlichen Innovationsimpuls
und Anreiz für Investitionen in Deutschland.
30.03.2004 Quelle: BMU
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BUND: Klimaschutz wird auf die lange Bank geschoben
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht in dem Kompromiss zum nationalen Allokationsplan einen "verpatzten Einstieg" in den Handel mit Klimagasen. Bundeskanzler
Schröder habe sich auf die Seite veralteter Industrien und gegen einen ambitionierteren Klimaschutz gestellt. Auch die Engstirnigkeit des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) und des
Bundeswirtschaftsministers habe dem Klimaschutz einen Bärendienst erwiesen, heißt ei in einer BUND-Pressemitteilung. "Bundeskanzler Schröder und Bundeswirtschaftsminister Clement
demontieren mit ihrer Industriehörigkeit Schritt für Schritt die Klimapolitik. Die jährlichen Emissionsminderungen von Treibhausgasen in Deutschland werden sich nun lediglich im
Promillebereich bewegen. Ein wirksamer Klimaschutz wird wieder einmal auf die lange Bank geschoben. Bei der nächsten Hochwasserkatastrophe wird Gerhard Schröder nicht mehr als glaubhafter
Klimaschützer in Gummistiefeln auftreten können", so BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt.
Der BDI und die Bundesregierung hätten mit vereinten Kräften einen "Schutzzaun um die Kohle und die alten fossilen Industrien errichtet", kritisiert der BUND. Gewinner seien eine Handvoll
Großunternehmen, die ihre Sonderinteressen durchsetzen konnten. Verlierer seien nicht nur das Klima und die Umwelt, sondern auch jene Unternehmen, die in moderne Technologien und
Energieeffizienz investieren wollten. Sie könnten nun überschüssige Zertifikate nur noch begrenzt verkaufen.
Um den verpatzten Einstieg in den Emissionshandel wenigstens zum Teil auszugleichen, müssten bei der Neufassung des deutschen Klimaschutzprogramms Maßnahmen wie die Fortsetzung der
ökologischen Steuerreform, der Ausbau erneuerbarer Energien, die verstärkte Förderung der Wärmedämmung und der Abbau umweltschädlicher Subventionen verbindlich festgeschrieben werden. Auch
der Verkehrsbereich müsse endlich einen stärkeren Beitrag zum Klimaschutz leisten, fordert der BUND.
Weitere Informationen und Bewertungen zum Emissionshandelskompromiss
unter www.bund.net
30.03.2004 Quelle: BUND
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WWF: "Rot-Grün kastriert Emissionshandel"
Nach Ansicht des World Wide Fund For Nature (WWF) kommt der Kompromiss zum Nationalen Allokationsplan (NAP), auf den sich eine kleine Koalitionsrunde mit Bundeskanzler Schröder,
Vizekanzler Fischer sowie den Ministern Trittin und Clement Montagnacht in Berlin geeinigt haben, einer Kapitulation der rot-grünen Bundesregierung vor der deutschen Anti- Klimaschutz-Lobby
gleich. "Dieser NAP enthält weder eine anspruchsvolle Zielsetzung bei der Reduktion von CO2- Emissionen, noch bietet er ausreichend Anreize, in die kostengünstigste Art der klimafreundlichen
Energiegewinnung zu investieren", sagte Regine Günther, Leiterin des Klimaschutzprogramms des WWF Deutschland. Rot-Grün habe den Emissionshandel damit "de facto kastriert",
ambitionierter Klimaschutz zu günstigen Preisen sei leichtfertig verspielt worden." Eindeutige Verlierer dieses Ergebnisses seien vom Klimawandel betroffene Natur und Menschen, so Günther.
"Die deutschen Unternehmen haben jedoch nur einen Pyrrhussieg errungen. Wenn man Klimaschutz ernst meint, muss beim NAP für die Periode 2008/12 deutlich nachgebessert werden. Dies wird auch
die EU-Kommission so einschätzen. Berechtigterweise forderte die Industrie am nachdrücklichsten Planungssicherheit für ihre Investitionen. Dies genau hat sie mit dem jetzt ausgehandelten
Kompromiss nicht erhalten", so Günther. Die WWF-Expertin kritisiert die "Doppelzüngigkeit" der deutschen Industrie. Sie habe in beschämender Weise demonstriert, dass sie nicht gewillt sei,
ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für zukünftige Generationen gerecht zu werden. Sie habe vielmehr das wirkungsvollste und kostengünstigste Klimaschutzinstrument, das je in der EU
eingeführt wurde, massiv bekämpft.
Der ursprüngliche Entwurf des Umweltministeriums hatte vorgesehen, der Industrie eine Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen im Umfang ihrer freiwilligen Selbstverpflichtung von 2001
abzuverlangen. "Dass sich die Industrievertreter von ihren früheren Zusagen lossagen konnten, verdanken wir auch der derzeitigen Mutlosigkeit der Bundesregierung", glaubt Günther. Statt
zwischen dem akzeptablen Vorschlag des Umweltministeriums und den rückwärtsgewandten Forderungen von Wirtschaftsminister Clement zielführend zu vermitteln, habe das Kanzleramt einen Kniefall
vor den Industriebossen vollzogen.
Der WWF sei enttäuscht über so wenig Weitsicht. Minister Clement hätte sich schon in der Vorwoche in aller Deutlichkeit vom Klimaschutz insgesamt verabschiedet. Die WWF-Expertin: "Clement hat
sich damit als Anwalt von Industrien des 19. Jahrhunderts offenbart." Auch die Grünen haben nach Ansicht des WWF unglücklich agiert. Günther: "Die Grünen haben bei ihrem Kernthema, der
ökologischen Modernisierung im Energiesektor, nur einen faulen Kompromiss ausgehandelt. Dies liegt auch am lange Zeit äußerst intransparenten Prozess in kleinen Kungelrunden mit der
Industrie. Zu lange versäumte es die Parteiführung, die Schlüsselrolle des Emissionshandels für eine ambitionierte Klimaschutzpolitik anzuerkennen und Jürgen Trittin im sich zuspitzenden
Streit über den Emissionshandel die nötige Rückendeckung zu geben."
30.03.2004 Quelle: WWF World Wide Fund For Nature
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Grüne: Gegner der erneuerbaren Energien machen mobil
"Das Gesetz zur Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG) wird in der nächsten Woche im Bundestag verabschiedet. Es ist klar, dass zu diesem Zeitpunkt die Gegner dieses Gesetzes noch
einmal mobil machen". Mit diesen Worten kommentiert die energiepolitische Sprecherin von Bündnis 90 / Die Grünen, Michaele Hustedt, die Titelgeschichte „Windenergie: Die große
Luftnummer“ im aktuellen „Spiegel“ (14/2004). Die Gegner der regenerativen Energieversorgung hätten schon früher so agiert, betont Hustedt. Die rot-grüne Koalition
werde sich durch diese Attacken nicht von ihrem Weg „ins Solarzeitalter“ abbringen lassen. Es sei allerdings bedauerlich und peinlich, dass sich der Spiegel zu einem derart
unausgewogenen Artikel hergebe. Alle Kernaussagen seien schlichtweg falsch oder basierten auf unseriösen wissenschaftlichen Gutachten, die längst widerlegt seien.
Windenergie zweitpopulärste Energieform nach der Sonnenenergie
Die Bürger seien nicht gegen die erneuerbaren Energien. Zwar gebe es in der Tat in einzelnen Regionen auch Akzeptanzprobleme und Bürgerinitiativen gegen Windparks, allerdings zeigten jüngste
Umfragen des Allensbach-Instituts für Demoskopie, dass eine sehr große Mehrheit der Bevölkerung nach wie vor die Förderung der Erneuerbaren Energien unterstütze, so Hustedt. Nur eine
Minderheit von 14 Prozent spreche sich für eine Kürzung der Förderung bei den erneuerbaren Energien aus. Nach der Sonnenenergie (70 Prozent Zustimmung) sie die Windenergie (60 Prozent
Zustimmung) die zweitpopulärste Energieform insgesamt. "Windanlagen sind übrigens genauso privilegiert wie der Bau von Atomkraftwerken, Braunkohletagebaue, Hochspannungsleitungen oder der Bau
von Autobahnen quer durch Naturschutzgebiete", merkt Hustedt ironisch an.
Kosten der Erneuerbaren in vertretbaren Grenzen
Die Kosten für die Förderung der erneuerbaren Energien halten sich laut Hustedt in vertretbaren Grenzen: Sie würden derzeit etwa einen Euro und in Zukunft höchsten zwei Euro pro Haushalt im
Monat betragen. Das sollte der Klimaschutz den Bürgern wert sein. Für die energieintensive Industrie gebe es mit der Härtefallregelung weit gehende Ausnahmen, die durch die Fraktionen im
laufenden Verfahren nochmals ausgedehnt worden seien. Zudem werde die Energieproduktion durch Kohle und Gas teurer, da durch die starke Nachfrage aus China, Indien etc. die Rohstoffpreise
steigen würden und in Deutschland zudem neue Kraftwerke gebaut werden müssten, welche durch die Abschreibung ebenfalls die Kosten für fossile Stromerzeugung erhöhten.
Die Windenergie hingegen sei in den vergangenen 10 Jahren um 50 Prozent billiger geworden und werde durch die starke Degression im Fördergesetz in den nächsten 10 Jahren nochmals um zirka 40
Prozent günstiger Strom produzieren. Der wahre Kostentreiber bei den Strompreisen sei der mangelnde Wettbewerb, der den Stromkonzernen jetzt schon im dritten Jahr hintereinander im
Kerngeschäft Strom und Gas explodierende Gewinne beschere, betont Hustedt.
Versorgungssicherheit gewährleistet
Wenn neue Offshore-Windparks gebaut werden, müsse das Netz in der Tat ausgebaut werden – genauso wie es der Fall wäre, wenn ein neues Kraftwerk auf Basis von Importsteinkohle an der
Küste gebaut würde. Zurzeit aber ließen sich die Netzengpässe bei gutem Willen durch schlichtes Netzmanagement regeln, erläutert Hustedt. "Wir geben im neuen EEG den Netzbetreibern die
Möglichkeit, mit den Windanlagenbetreibern Verträge abzuschließen, um an den wenigen Tagen im Jahr der Überlast die Windanlagen vom Netz zu nehmen und die Kosten dafür umzulegen", so die
energiepolitische Sprecherin der Grünen.
Die Versorgungssicherheit sei durch erneuerbare Energien mindestens genauso gut gewährleistet wie durch große Kraftwerke. Diese hätten im vergangenen heißen Sommer nicht mehr gekühlt werden
können. Es habe ein Totalausfall gedroht. Alle großen Black-outs in Kanada, USA, Skandinavien und Italien seien durch den Ausfall eines oder mehrerer großer Kraftwerke oder von
Hochspannungsleitungen in Kombination mit schlechtem Netzmanagement und mangelnder Netzqualität entstanden. Zudem sei eine dezentrale Stromerzeugung nicht anfällig für terroristische
Anschläge.
30.03.2004 Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen
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Modulhersteller aleo solar erweitert Produktionskapazität auf 25 MW
Die aleo solar GmbH plant ein Jahr nach der offiziellen Werkseinweihung eine Erweiterung ihrer neu erbauten Prenzlauer Modulfabrik. Noch innerhalb der ersten Jahreshälfte will das
Unternehmen eine weitere Produktionslinie installieren und die Fertigungskapazität nahezu verdoppeln. Die neue Linie soll ab Mai weitere 60.000 Solarmodule pro Jahr mit einer
Leistung von 10 MW herstellen. Damit werde die Kapazität auf insgesamt 25 MW pro Jahr gesteigert, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Mit der Kapazitätserhöhung antworte aleo auf die stetig steigende Nachfrage im PV-Markt, berichtet Prokurist Detmar Dettmann. Zudem möchten die Solarstromprofis ihre Position im
Photovoltaik-Markt stärken und ausbauen. aleo beschäftigt zurzeit 100 Mitarbeiter im brandenburgischen Prenzlau und zählt damit zu den größten Arbeitgebern in der strukturschwachen Region.
"Die Änderung des EEG ist Motor für ein weiteres Wachstum der Branche und für die Schaffung neuer Stellen", freut sich Dettmann. Durch den Fabrikausbau schaffe das Unternehmen 30 bis 40
weitere Arbeitsplätze im Prenzlauer Gewerbegebiet. 2004 soll die neue Produktionslinie bereits zu 80 Prozent ausgelastet werden. Damit steige die prognostizierte Gesamtleistung der Prenzlauer
Solarschmiede in diesem Jahr auf 20 MW. Der Exportanteil soll 6 Prozent (1,5 MW) betragen.
aleo solar mit Sitz in Oldenburg (Niedersachsen) entwickelt und produziert Solarmodule aus multikristallinen Siliziumzellen für den deutschen und internationalen Markt. Mit der S.M.D.
Solar-Manufaktur Deutschland in Prenzlau unterhält das Unternehmen eine der großen und modernsten Produktionsstätten für Solarmodule in Europa.
30.03.2004 Quelle: aleo solar GmbH
EEG: Bauernverband erwartet Zustimmung von allen Bundestagsfraktionen
Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), die derzeit im Bundestag zur Entscheidung ansteht, soll die Biomasse als nachwachsender Energieträger besser gestellt werden,
fordert der Deutsche Bauernverband (DBV) in einer Pressemitteilung. Denn im bisherigen EEG sei vor allem die naturbelassene land- und forstwirtschaftliche Biomasse mit großen Potenzialen
unzureichend berücksichtigt. Daher erwartet der DBV, dass letztendlich alle Fraktionen des Bundestages der Novelle des Erneuerbare Energien-Gesetzes mit Verbesserungen für die Biomasse
zustimmen werden. Schließlich sei die Verstromung von Biomasse wie Holz, Stroh und Energiepflanzen durch ihre Unabhängigkeit von Jahres- und Tageszeit sowie von Wetter- und
Temperaturverhältnissen hervorragend geeignet, auch die Grundlast in der Stromversorgung sicherzustellen, so der DBV. Strom aus Biomasse sei eindeutig klimaschützend, da der Ausstoß von
klimaerwärmendem Kohlendioxyd unterbleibt. Darüber hinaus würden zum Beispiel durch die Ausbringung von Gülle, die zuvor in einer Biogasanlage zur Stromgewinnung vergoren wurde, die
Methanemissionen erheblich reduziert. Dieser Klimaschutzeffekt sei noch um ein vielfaches höher, als die Einsparung von Kohlendioxid.
Durch die energetische Nutzung von Biomasse würden darüber hinaus regionale und dezentrale Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Investitionen in kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie in
land- und forstwirtschaftlichen Betrieben geschaffen. Damit werde die Wirtschaftskraft der ländlichen Räume gestärkt. Nach dem Gesetzentwurf sollen die erneuerbaren Energien durch abnehmende
(degressive) Vergütungssätze als Anschubfinanzierung gefördert werden, um die Konkurrenz- und Wettbewerbsfähigkeit mit anderen Energieträgern auf innovativem Wege zu erlagen. Der DBV stehe
zur Degression der Förderung, da ein nachhaltiger Beitrag zur Energieversorgung nur im Wettbewerb der Energiearten möglich sein wird, so der Verband.
30.03.2004 Quelle: DBV
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Staatssekretärin Wolf: Asien setzt Signal für Ausbau erneuerbarer Energien
Als "klares Signal für den weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien" wertet Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMU), die Ergebnisse der am
24.03.2004 in Bangkok zu Ende gegangenen asiatisch-pazifischen Konferenz für erneuerbare Energien. "Asien und der pazifische Raum haben verdeutlicht, dass sie beim Ausbau der erneuerbaren
Energien treibende Kraft sein wollen", sagte Wolf. Die vom Energieministerium Thailands organisierte Tagung wurde von Vertretern aus 27 Ländern besucht. Sie war eine von mehreren
regionalen Vorkonferenzen zur Weltkonferenz für erneuerbare Energien (renewables2004), die vom 1. bis 4. Juni 2004 in Bonn stattfinden wird.
Ziel der zweitägigen Veranstaltung war, die Region auf die bevorstehende internationale Konferenz für erneuerbare Energien in Bonn im Juni 2004 (renewables2004) vorzubereiten. Die Entwicklung
der Energiepolitik und der Energiewirtschaft gerade im pazifisch-asiatischen Raum sei von besonderer Bedeutung, heißt es in der Pressemittelung des BMU. Einerseits gebe es Länder mit großer
Energiearmut, andererseits Länder wie China, die ein Wachstum des Energieverbrauchs von jährlich 10 Prozent und mehr aufwiesen. "Wird dieser Energiehunger allein aus fossilen Energien
gedeckt, wird das Weltklima kollabieren", so Wolf.
Die Abschluss-Empfehlungen der Konferenz in Bangkok bestätigen laut Wolf die Schwerpunktsetzung der "renewables2004" und verstärken die Dynamik, die bereits von der lateinamerikanischen
Vorbereitungskonferenz in Brasilien ausging. "Konkrete Maßnahme und ambitionierte Ziele zum massiven Ausbau der erneuerbaren Energien sind Kernelemente im weltweiten Kampf gegen den
Klimawandel. Dies international zu verankern ist ein Ziel der renewables2004", sagte Margareta Wolf.
30.03.2004 Quelle: BMU
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BUND und NABU: Kundgebung am Bundeswirtschaftsministerium
Vertreter von Umweltverbänden wollen am Nachmittag des 29.03.2004 am Sitz des Bundeswirtschaftsministeriums demonstrieren gegen eine Politik, "die mit Argumenten aus der Mottenkiste
Umweltschutz und Wirtschaft gegeneinander ausspielen will". Die Redner der Kundgebung werden auch an Bundeskanzler Gerhard Schröder appellieren, bei einem heute stattfindenden Krisengespräch
zum Emissionshandel die Pläne für mehr Klimaschutz nicht zu torpedieren, kündigen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund NABU an. Sprechen
werden die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt und NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Nichts scheine Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement zu beeindrucken und anscheinend vertrete er lediglich die Interessen der Kohle-, Chemie, Stahl- und Atomindustrie, kritisieren die
Umweltverbände. Das von dieser Industrie bisher befürwortete marktwirtschaftliche Instrument des Emissionshandels mit Klimagasen gelte deren "wichtigstem Lobbyisten" inzwischen aber als
Teufelswerk, das angeblich Arbeitsplätze koste, so BUND und NABU. Ein gleichgewichtiges Engagement des Bundeswirtschaftsministers für mehr Klimaschutz, erneuerbare Energien und zukunftsfähige
Arbeitsplätze lasse hingegen auf sich warten. Dabei würden heute in dieser Branche bereits mehr Personen arbeiten als in der Kohle- und Atomindustrie zusammengenommen.
29.03.2004 Quelle: BUND
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Deutsche Umwelthilfe: Clement stellt Daseinsberechtigung von Rot-Grün in Frage
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht den Wirtschaftsstandort Deutschland wegen der "Blockade des Emissionshandels" durch Wirtschaftsminister Wolfgang Clement vor einem "ökonomischen
Abgrund". Nach Ansicht des Umweltverbandes profitieren von einem Scheitern der Klimaschutzpolitik ausschließlich "die mit Clement verkrusteten Großindustrien" wie die großen Stromkonzerne
sowie die Schwerindustrie, heißt es in einer DUH-Pressemitteilung. Die Folgen für moderne, effizient wirtschaftende Unternehmen hingegen wären verheerend, so die DUH. Der
Umweltverband rechnet für diesen Fall mit der Abwanderung von Arbeitsplätzen aus dem Bereich der Zukunftstechnologien in Länder, die energieeffizientes Wirtschaften belohnen.
Für den überwiegenden Teil der bundesdeutschen Unternehmen ergeben sich nach Ansicht von Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) durch den Emissionshandel
"deutliche Wachstumsimpulse". Dieser belohne klar die innovativen Unternehmen. Resch forderte Bundeskanzler Gerhard Schröder auf, die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung fortzusetzen und
zu verhindern, dass Clement und der BDI die Richtlinien der Politik bestimmen. "Eine rot-grüne Bundesregierung darf sich nicht aus der europäischen Klimaschutzpolitik verabschieden. Dies
würde die Daseinsberechtigung dieser Regierung grundsätzlich in Frage stellen" ,so Resch.
Nach Auffassung der DUH sendet Clement mit seiner Haltung "falsche Signale" und schrecke umweltfreundlich produzierende Unternehmen ab, in Deutschland zu investieren. Deutschland drohe seine
derzeitige Vorreiterrolle im Klimaschutz zu verlieren. Unter Klaus Töpfer sei die Klimarahmenkonvention von Rio 1992 verabschiedet worden. Angela Merkel habe 1997 das Kyoto-Protokoll
unterzeichnet. Jürgen Trittin schließlich sei maßgeblich an der Umsetzung dieser Vereinbarung beteiligt. Entsprechend seien die internationalen Erwartungen an die Vorreiterrolle Deutschlands
im Klimaschutz.
Dass sich Wirtschaftswachstum und Klimaschutz nicht ausschließen, zeige das Beispiel Großbritannien. Dort würden bereits seit April 2003 Erfahrungen mit dem Emissionshandel gesammelt, in
einem Pilotprojekt, an dem 35 Unternehmen teilnehmen. Das positive Ergebnis habe die Regierung von Tony Blair ermutigt, künftig den Ausstoß von CO2 um 20 % noch stärker zu reduzieren als im
Klimaschutzprotokoll von Kyoto mit 12,5 % festgeschrieben. "Es ist beschämend, wenn in Großbritannien die Regierung eine Reduktion des CO2-Ausstoßes (bis 2007 um 5,8 %) beschließt, während in
Deutschland Teile einer rot-grünen Regierung sogar eine Erhöhung der CO2-Emissionen fordern."
29.03.2004 Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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EU-Kommission: Europa ist Forschungs-Spitzenreiter bei Solar- und Erdwärme sowie Meeresenergie
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Testanlage Plataforma Solar de Almería.
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Mitte März präsentierte die EU-Kommission auf dem Gelände des Test- und Demonstrationszentrums Plataforma Solar de Almeria den aktuellen Stand ihrer Forschungsprogramme im Bereich
regenerativer Energien, einschließlich der Solar- und Erdwärme sowie der Wellenenergie. Vorgestellt wurden unter anderem die Projekte "European Hot Dry Rock" (Erdwärme), "Wave Dragon"
(Wellenenergie) und "Sol Air" (Solarwärme) "Obwohl uns fossile Brennstoffen noch lange begleiten werden, müssen wir die Nutzung alternativer Energiequellen voranbringen, um die
wirtschaftliche Entwicklung Europas wirklich nachhaltig zu gestalten", sagte EU–Forschungskommissar Philippe Busquin. "Wellen, Erdwärme und Solarenergie sind vielversprechend, doch sie
haben derzeit nur einen kleinen Anteil an der Energiebilanz. Um sie wirklich kosteneffektiv zu machen und auch gegenüber anderen regenerativen Quellen aufholen zu lassen, ist mehr Forschung
nötig. Die heute von der Kommission vorgestellten Projekte zeigen, das dies machbar ist. Mehr Forschung, verbunden mit anderen Anreizen wie beispielsweise Steuererleichterungen oder besserem
Zugang zu Kapital kann sie nach vorne bringen und Europa nicht nur sauberer, sondern wettbewerbsfähiger machen", so Busquin.
Laut EU-Kommission wird sich der weltweite Energieverbrauch in den nächsten 50 Jahren verdoppeln. Europa sei gegenwärtig stark von Energie-Importen abhängig. Aktuell würden 41% des
EU-Verbrauchs mit Öl gedeckt, gefolgt von Gas mit 23 %, Kohle mit 15 % und Atomkraft mit weiteren 15 %. Nur 6% der in Europa verbrauchten Energie stammen aus erneuerbaren Quellen. Der
drohende globale Klimawandel und Warnungen im Hinblick auf die Sicherung der Energieversorgung würden Europa zwingen, seine Energieversorgung grundlegend zu ändern und breit zu fächern, wobei
es immer mehr gelte, auf erneuerbare Energien umzusteigen, heißt es in einer Pressemitteilung der EU-Kommission. Die EU strebt an, den Anteil der Erneuerbaren von gegenwärtig 6% auf 12% im
Jahr 2010 zu verdoppeln. Innerhalb des 6. Forschungs-Rahmenprogramms (2003 – 2006) werde die EU 810 Millionen Euro für erneuerbare Energien bereitstellen.
Die EU unterstützt Forschung und Entwicklung in verschiedenen Bereichen wie der Windenergie, Biomasse, Photovoltaik, konzentrierte Solarwärme, Meeresenergie (Gezeiten- und Wellenenergie)
sowie der Geothermie. Das Informationsgespräch habe gezeigt, dass Europa die führende Position einnehme bei der Entwicklung und Implementierung bahnbrechender Forschungsergebnisse sowie beim
Technologietransfer.
Erdwärme
Das EU-Projekt "European Hot Dry Rock" mit Partnern aus Frankreich, Deutschland, Italien und der Schweiz arbeitet nach einem einfachen Prinzip. Es besteht aus zwei Tiefenbohrungen und einem
unterirdischen Wärmetauscher. In ein Bohrloch wird kaltes Wasser eingeleitet, das in der Tiefe ein System von Gesteinsrissen durchläuft. Dort erwärmt es sich und wird als heißes Wasser über
das zweite Bohrloch wieder an die Oberfläche gefördert. Hier gibt es seine Energie an ein kompaktes Kraftwerk ab, das Strom erzeugt. Danach wird das Wasser wieder in die Erde geleitet.
Meeresenergie
Bei der Nutzung der Meeresenergie wird Strom aus der Kraft der Gezeiten oder der Wellen produziert. Die europäischen Teams, die an Gezeitenkraftwerken arbeiten, zählen laut EU-Kommission zur
Weltspitze. Zwei Anlagen werden derzeit getestet, die jeweils eine Leistung von 300 Kilowatt haben. Auch die Forscher, die an der Nutzung der Wellenenergie arbeiten, sind laut EU-Kommission
weltweit führend. Das Forschungsprojekt "Wave Dragon" ist die größte Anlage zur Nutzung der Wellenenergie auf See. Sie speist den produzierten Strom in das dänische Netz ein. Im Vergleich mit
herkömmlichen Wasserkraftwerken sei diese Technologie bereits wettbewerbsfähig, so die EU-Kommission.
Konzentrierte Solarwärme
Kraftwerke die konzentriertes Sonnenlicht nutzen, arbeiten mit optischen Systemen, welche mit direkter Sonnenstrahlung hohe Temperaturen erzeugen. Das Sol Air-Projekt arbeitet mit Spiegeln,
welche die Strahlung auf einen so genannten Receiver umleiten, der Luft erhitzt. Diese wiederum wird genutzt um heißes Wasser und Dampf zu erzeugen, mit dem eine Turbine angetrieben wird, die
Strom produziert. In Zukunft werde die Kapazität der so genannten Solarturmkraftwerke von 10 Megawatt (MW) bis 100 MW elektrischer Leistung reichen, je nach Nachfrage und Standort. Am dem
Projekt Sol Air beteiligen sich Spanien, Deutschland, Griechenland und Dänemark.
Weitere Informationen (englisch)
European Hot Dry Rock
Wave Dragon AG
Sol Air
29.03.2004 Quelle: EU-Kommission
Bildquelle: Forschungsverbund Sonnenenergie; PSA/DLR
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Solarthemen-Umfrage: Solarthermiebranche stellt sich auf Wachstum ein
60 Prozent der Deutschen Hersteller von Solarwärmesystemen wollen im laufenden Jahr zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Das ein Ergebnis der jüngsten Unfrage des Informationsdienstes
Solarthemen bei Geschäftsführern und Produktmanagern der betreffenden Unternehmen. Die mittelfristige Wachstumsprognose der befragten Branchenexperten fällt laut Solarthemen deutlich
positiver aus als bei der Vorjahresumfrage. Etwa die Hälfte der Unternehmen rechne in den kommenden fünf Jahren mit einem durchschnittlichen Wachstum des Marktvolumens von jährlich
10 bis 20 Prozent. Jeder vierte der befragten Geschäftsführer und Produktmanager erwarte sogar ein noch höheres Wachstum im Bereich von 20 bis 40 Prozent pro Jahr.
Die meisten Unternehmen rechnen damit, dass der Export für die Branche - ausgehend von einem bisher geringen Niveau - schneller wachsen wird als der Inlandsabsatz. Licht und Schatten sehe die
Branche in der Politik der Bundesregierung zur Förderung der Solarwärme: Zwar stehe die Kollektorförderung über Zuschüsse als wichtigstes Förderinstrument mit der Schulnote "gut" in der
Beurteilung durch die Solarmanager deutlich besser da als noch vor Jahresfrist. Doch dafür falle die Bewertung der Energieeinsparverordnung, der Baugesetzgebung und der regierungsseitigen
Öffentlichkeitsarbeit deutlich schlechter aus. Hier lauten die Schulnoten “Drei minus" und “Vier", berichten die Solarthemen
Die vollständigen Ergebnisse der Entscheider-Umfrage finden sich in der Solarthemen-Ausgabe Nr. 180 vom 25. März 2004. Das Heft kann für 6,- Euro bestellt werden bei Solarthemen, Am Bahndamm
6, 32584 Löhne, Fax 05731/83460 oder unter www.solarthemen.de im Internet.
29.03.2004 Quelle: Solarthemen
Startschuss für Solarstrompark Tauber-Franken
In der Region um Lauda-Königshofen entstehen fünf Solarkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 276 kWp. Die S.A.G. Solarstrom AG installiert den er Solarstrompark Tauber-Franken in
Zusammenarbeit mit der Firma SolarArt aus Lauda-Königshofen. Zwei Unternehmen, die Stadt Lauda-Königshofen und ein Tennisclub stellen Ihre Dächer kostenlos für den Bau der Solarkraftwerke zur
Verfügung, berichtet die S.A.G. Solarstrom AG in einer Pressemitteilung. Der Solarstrompark Tauber-Franken soll künftig pro Jahr rund 249.000 Kilowattstunden klimafreundlichen Strom
erzeugen. Das entspreche der Versorgung von über 70 Haushalten und erspare der Umwelt jährlich ca. 3,8 Tonnen des Treibhausgases CO2, so die S.A.G. Solarstrom AG. "Die Zeit ist reif für eine
sichere, saubere und zuverlässige Energie. Der Solarstrompark Tauber-Franken wird in unserer Region einen spürbaren Beitrag für eine zukunftsweisende Energieversorgung leisten" sagte der
stellvertretende Bürgermeister der Stadt Lauda-Königshofen, Klaus Vierneisel.
Interessenten können sich mit einem Mindestbeitrag in Höhe von 2.000 Euro an dem Solarstrompark beteiligen. Das Bürgerbeteiligungsprojekt biete Anlegern eine Rendite von 6,3 Prozent,
verspricht die S.A.G. Solarstrom AG. "Im Oberrheingebiet haben wir bereits zwei Solarstromparks mit einer Gesamtleistung von 505 kWp erfolgreich umgesetzt", so Uwe Ilgemann, Vorstand der
S.A.G. Solarstrom AG zu den Erfahrungen des Unternehmens mit Solarstromfonds. Der Solarstrompark Tauber-Franken biete die Möglichkeit aktiven Klimaschutz mit einer attraktiven Rendite zu
verbinden. Bereits mit dem Mindestbeitrag von 2.000 Euro werde die Menge Solarstrom erzeugt, die ausreicht, um den Strombedarf einer Person zu decken.
Der Solarstrompark Tauber-Franken ist eine Initiative der S.A.G. Solarstrom AG. Standorte für die Solarkraftwerke sind das Dorfgemeinschaftshaus Beckstein, die Tennishalle Hambach, die
Tennishalle Lauda, die Turmbergschule Lauda und die Festhalle Oberlauda. Die Dächer werden von der Gemeinde Lauda-Königshofen, dem Tennisclub Rot/Weiß Lauda, der Geßner Wohnungsbau GmbH und
der Firma Karosserie Rudloff kostenlos zur Verfügung gestellt. "Durch das Engagement jedes einzelnen Dachgebers wird die Nutzung der Solarenergie in der Region vorangetrieben und ein Beitrag
zur Energiewende geleistet", so Armin Hambrecht, Geschäftsführer der Firma SolarArt in Lauda-Königshofen.
29.03.2004 Quelle: S.A.G. Solarstrom AG
Noch große Potentiale für die Windenergie in Deutschland
Für den weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland gibt es weiterhin ein großes Potential. Davon ist der Vorsitzende von EUROSOLAR und Träger des Alternativen Nobelpreises, Dr. Hermann
Scheer, überzeugt, wie er auf der Mitgliederversammlung des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke (WVW) am Wochenende in Hamburg betonte. Nach Scheers Einschätzung liegt die Zukunft
der Windenergie in Deutschland sowohl im Bau von Offshore-Windparks auf hoher See, als auch im weiteren Ausbau der Windenergie im Binnenland.
Mit dem Bundesverkehrsminister gäbe es beispielsweise Gespräche über den Bau von Windenergieanlagen entlang der Bundesfernstraßen sowie der Bahnstrecken, berichtet der Wirtschaftsverband
Windkraftwerke e.V. (WVW) in einer Pressemitteilung. Hierzu solle eine bundesweite Standortrahmenanalyse erstellt werden. Strikt sprach sich Scheer gegen jede gesetzliche Regelung aus, die
den weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland behindert. Dies gelte auch für die im Rahmen der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) diskutierte 65%-Regel. Die Einführung
dieser Regel könne einen Fadenriss für die deutsche Windkraftindustrie bedeuten.
Vor den Mitgliedern des WVW betonte Scheer, der Ausbau an Land und auf See sei notwendig, um atomar-konventionelle Energie zu ersetzen. Jeder der Windstrom verhindere, trage Verantwortung für
Atom- und Kohlestrom - mit den entsprechenden Konsequenzen für Umwelt, Klima und Gesundheit.
Der Wirtschaftsverband Windkraftwerke ist die Interessenvertretung von mehr als 100 deutschen Unternehmen, die Windparks planen und betreiben. Der WVW-Vorsitzende Dr. Wolfgang von Geldern
forderte kalkulierbare politische Rahmenbedingungen, damit die Branche in Deutschland weiter wachsen und zunehmend Exportmärkte besetzen kann.
28.03.2004 Quelle: WVW
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NRW: Wirtschaft und Kommunen auf richtigem Weg in Sachen Energieeffizienz
Anlässlich der Jahresbilanz der Energieagentur NRW unterstrich der nordrhein-westfälische Infrastrukturminister Dr. Axel Horstmann heute den wirtschaftsfördernden Effekt der
Energiepolitik. "Zukunftsfähige Energiepolitik ist Innovationspolitik. Es geht darum, wirtschaftliches Wachstum mit weniger Energieverbrauch zu verbinden", so der Minister.
Dabei komme der Beratungstätigkeit der Energieagentur NRW bei der effizienten Energieverwendung große Bedeutung zu. Denn durch sie würden Investitionen bei den Unternehmen angestoßen und die
Wettbewerbsfähigkeit gestärkt. Die Energieagentur NRW informiert seit 1990 über Energiemanagement, Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Im vergangenen Jahr
bearbeiteten die Ingenieure in Wuppertal und Duisburg rund 19.000 Anfragen aus Unternehmen, Kommunen und von Privatleuten. Fast 32.000 Menschen ließen sich durch die Energieagentur NRW
weiterbilden, jede sechste der 6.700 Schulen des Landes hat sich am Projekt "EnergieSchule NRW" beteiligt.
Dr. Horstmann betonte, dass wegen der verschärften Wettbewerbssituation zahlreicher klein- und mittelständischer Unternehmen die Einsparmöglichkeiten bei den Energiekosten zunehmend an
Attraktivität gewinnen. "Ein energieoptimierter Betrieb ist ein stärkerer Wettbewerber auf den immer härter umkämpften Märkten. Energie optimal einsetzen bedeutet, Kapital frei zu setzen, das
für neue Investitionen eingesetzt werden kann", so der Minister. Die Landesregierung arbeite an der Steigerung der Effizienz bei der Energiegewinnung im Kraftwerksbereich wie auch bei den
erneuerbaren Energien entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Die Arbeit der Energieagentur wurde bereits mehrfach preisgekrönt. Nach dem Europäischen Solarpreis 2002 gab es 2003 den Jury-Preis der "Campaign for Take-Off Award 2003" der Europäischen
Kommission. Als einziger deutscher Preisträger wurde die Energieagentur NRW für ihr umfangreiches Leistungsspektrum von der Beratung, über Weiterbildung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit
ausgezeichnet. Mit dem Weiterbildungs-Innovationspreis 2003 des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) wurde zudem das Wissensportal Energie ausgezeichnet, eine Internet-Plattform, auf der
Kurse zur beruflichen Weiterbildung angeboten
werden.
In diesem Jahr ist die Energieagentur NRW an der Gestaltung des nordrhein-westfälischen Beitrags zur Regierungskonferenz "renewables 2004" in Bonn beteiligt. Ein weiterer Schwerpunkt der
Arbeit wird der Emissionshandel sein. Die Energieagentur NRW führt für Unternehmen kostenlose Initialberatungen zum Emissionshandel durch. Minister Dr. Horstmann betonte, dass NRW als
Industrie- und Energiestandort ein vitales Interesse daran hat, dass der Nationale Allokationsplan zum Emissionshandel die Arbeitsplätze und die industrielle Wertschöpfung der
energieintensiven Betriebe und der Energie erzeugenden Unternehmen sichert.
28.03.2004 Quelle: Energieagentur NRW
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Bundespräsident schlägt Bresche für intelligente Energiepolitik
"Wir müssen lernen, das Energieeinkommen der Erde für unsere Bedürfnisse zu nutzen. Intelligente Energiepolitik setzt auf einen immer stärker wachsenden Anteil erneuerbarer Energiequellen
und sorgt damit für eine dauerhaft gesicherte Versorgung, für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und für die Förderung modernster Technologie." - Mit diesen Worten lädt
Bundespräsident Johannes Rau vom 2. bis zum 5. Juni in den Garten der Villa Hammerschmidt in Bonn zu einer "Woche der Umwelt" ein. Rund 60 Aussteller und täglich 1.000 Gäste werden
erwartet. War die Premiere 2002 am Amtssitz des Staatsoberhaupts in Berlin eine Spitzenschau deutscher Umwelttechnik, steht 2004 das Thema erneuerbare Energien auf dem Plan. Neben der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist diesmal auch die NRW-Stiftung für Umwelt und Entwicklung Mitveranstalter, die Deutsche Energie-Agentur (dena) und EUROSOLAR unterstützen sie.
Hintergrund ist die Internationale Konferenz für Erneuerbare Energien, die Anfang Juni 2004 in Bonn zeitgleich stattfindet. Sie wurde von Bundeskanzler Gerhard Schröder auf dem Weltgipfel für
nachhaltige Entwicklung im September 2002 in Johannesburg angekündigt. Die Konferenz will der in Johannesburg angestoßenen Dynamik hin zu einem globalen Ausbau erneuerbarer Energien weitere
Impulse verleihen. Die "Woche der Umwelt" des Bundespräsidenten spricht zwei unterschiedliche Zielgruppen an: die interessierte Öffentlichkeit sowie Fachleute, die sich im Umfeld der
Konferenz in Bonn aufhalten. Interessierten wird die Möglichkeit gegeben, praktische Informationen und Tipps zum alltäglichen Energiesparen zu erhalten. Dazu dienen die von der DBU und dena
konzipierte interaktive Energieausstellung "Energie@home"und die Präsentation von rund 60 Projekten im Schwerpunkt der größten Umweltstiftung Europas durch weitere Aussteller.
Fachleute und Multiplikatoren sollen vor allem durch die Fachveranstaltungen angesprochen werden und sich in lockerer Atmosphäre darüber austauschen, wie die Politik Bürger, Verbraucher und
weitere handelnde Personen dazu bewegen kann, verstärkt erneuerbare Energien einzusetzen und sparsam mit Energie umzugehen. Um die Fachforen für anreisende Gäste attraktiv zu gestalten,
werden je zwei Foren an zwei Tagen angeboten. In ihnen geht es um solares Bauen, Kommunikationsstrategien zur Förderung des Klimaschutzes, Zukunftsperspektiven durch Bioethanol auf dem
Zuckermarkt und um die Frage, ob sichere Energieversorgung und erneuerbare Energien ein Gegensatz sind.
Bundespräsident Johannes Rau wird die "Woche der Umwelt" am 2. Juni um 11 Uhr eröffnen. Der Park der Villa ist zwischen dem 2. und 5. Juni täglich ab 10 Uhr zugänglich, die Diskussionsrunden
beginnen ab 11 Uhr.
Weitere Informationen im Internet unter www.wochederumwelt.de.
27.03.2004 Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Deutscher Umweltpreis: Rund 100 Persönlichkeiten vorgeschlagen
"Die Zahl der Empfehlungen ist überwältigend." Mit diesen Worten fasst DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde die Resonanz auf die Ausschreibung des Deutschen Umweltpreises zusammen. Gut
100 Vorschläge gingen in der DBU-Geschäftsstelle der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück ein. DBU vergibt den mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas in
diesem Jahr zum zwölften Mal. "Uns haben auch in diesem Jahr wieder viele Vorschläge für Preisträger aus mittelständischen Unternehmen erreicht. Das freut uns sehr, weil wir den Mittelstand
mit unseren Projekten speziell fördern", so Brickwedde. Doch auch aus Wissenschaft, Forschung und Naturschutz gebe es viele gute Kandidaten. Der Umweltpreis wird am 31. Oktober in Mainz
verliehen.
Forschungsinstitute, Verbände und Medien bestimmen Favoriten
Ob Fraunhofer- oder Max-Planck-Gesellschaft, der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen, der Deutsche Naturschutzring oder andere anerkannte Umweltverbände, Arbeitgeberverbände,
Gewerkschaften oder Medien: Sie alle hatten die Gelegenheit, ihre Favoriten für den Deutschen Umweltpreis 2004 zu benennen.
Entscheidung fällt im Herbst
Nach der Begutachtung durch die Geschäftsstelle der DBU prüft eine unabhängige Fachjury im Sommer alle eingegangenen Vorschläge, bevor das Kuratorium der Stiftung im Herbst endgültig
entscheidet. Mit der Vergabe des Deutschen Umweltpreises will die unabhängige Deutsche Bundesstiftung Umwelt "Einsatz und Leistungen auszeichnen, die entscheidend und in vorbildlicher Weise
zum Schutz und zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Umwelt beigetragen haben oder in Zukunft zu einer deutlichen Umweltentlastung beitragen werden", wie es die Leitlinien vorsehen. Die
Auszeichnung soll Personen, Unternehmen und Organisationen "anstiften", Umweltprobleme rechtzeitig zu erkennen und schon im Vorfeld zu entschärfen. In den dreizehn Jahren ihres Bestehens hat
die DBU 5.600 Projekte zum Umweltschutz mit über einer Milliarde Euro gefördert.
Seit 1999 Verleihung durch Bundespräsident Rau
Im vergangenen Jahr wurde der Umweltpreis wie seit 1999 von Bundespräsident Rau verliehen. Der Preis ging zu gleichen Teilen an den Bioniker und Baumforscher Prof. Dr. Claus Mattheck und den
mittelständischen Unternehmer Hermann Josef Schulte, dessen Firma ein Filtersystem für Dieselmotoren entwickelt hat.
Die Preisträger: Exzellente Fachleute und herausragende Persönlichkeiten
Zu den bisherigen Trägern des Umweltpreises zählen unter anderem der Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Prof. Dr. Klaus Töpfer (2002), der Passivhaus-Pionier Dr. Wolfgang
Feist (2001), die Arbeitsgruppe Klimaforschung am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg (1998) sowie der spätere Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Paul J. Crutzen (1994).
27.03.2004 Quelle: DBU
Greenpeace-Protest: Totenkopf über RWE-Kohlekraftwerk Niederaußem
Gegen die Belastung des Klimas durch die Abgase von Kohlekraftwerken und die Angriffe von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) auf den Klimaschutz protestierte Greenpeace in der
Nacht vom 25. auf den 26.04.2004 am Braunkohlekraftwerk Niederaußem (Nordrhein-Westfalen). Die Umweltschützer projizierten einen Totenkopf in die Abgaswolke des RWE-Kraftwerks und an einen
Kühlturm den Spruch "Kohle-Clement zerstört unser Klima". Niederaußem stoße jährlich rund 30 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus, so viel wie der ganze Staat Neuseeland, betont
Greenpeace in einer Pressemitteilung. Der Klimawandel drohe weltweit Lebensräume zu vernichten, etwa durch Überschwemmungen und extreme Dürren. Wirtschaftsminister Clement wolle den Ausstoß
von Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken und Fabriken künftig noch erhöhen, kritisieren die Umweltschützer. Greenpeace fordert von der Bundesregierung, den "außer Kontrolle geratenen
Wirtschaftsminister zu stoppen" und dafür zu sorgen, dass Deutschland seine Klimaschutzziele erreiche.
"Die ganze Welt ringt darum, unser Klima zu retten und der deutsche Wirtschaftsminister tut, als habe er das Wort noch nie gehört", so Sven Teske, Energieexperte von Greenpeace. "Clements
starre Haltung stellt die Glaubwürdigkeit der deutschen Klimapolitik insgesamt in Frage. Wenn der Wirtschaftsminister sich durchsetzt, wird Deutschland sein in Kyoto zugesagtes
Klimaschutzziel – 21 Prozent weniger Treibhausgase bis 2012 - definitiv nicht erreichen", erklärte Teske.
Wirtschaftsminister Clement und Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) verhandeln derzeit über den so genannten Nationalen Allokationsplan (NAP). Dieser legt fest, wie viel Kohlendioxid die
Industrie insgesamt künftig ausstoßen darf und wie diese Menge über Emissionszertifikate auf die einzelnen Kraftwerke und Fabriken verteilt wird. Einen Kompromissvorschlag habe Clement
vergangene Woche überraschend abgelehnt. Dabei sei schon dieser für den Klimaschutz eine Katastrophe, kommentiert Greenpeace. Denn wenn die Industrie jetzt zu viele Emissionszertifikate
erhalte, gebe es keinen Anreiz mehr, in effiziente Kraftwerke zu investieren, die weniger Kohlendioxid ausstoßen.
"Das wäre Klimazerstörung zum Schnäppchenpreis", sagt Teske. Die Stromkonzerne könnten künftig sogar neue Braunkohlekraftwerke bauen, obwohl diese selbst in ihrer modernsten Form die reinsten
Kohlendioxidschleudern seien. Greenpeace fordert, den NAP nach dem ursprünglichen Vorschlag des Umweltministeriums zu gestalten und innerhalb einer Generation aus der klimaschädlichen
Braunkohle auszusteigen. Deutschland könne auf diese Energieform problemlos verzichten, weil es saubere Alternativen gibt: Erneuerbare Energien, die kaum Kohlendioxid ausstoßen und zudem mehr
Arbeitsplätze schaffen.
26.03.2004 Quelle: Greenpeace e.V.
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EEG: Windverband fordert Veröffentlichung des neuen BMWA-Gutachtens
"Logisch, dass der Bundeswirtschaftsminister dieses Gutachten unter Verschluss hält", erklärte der Präsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE), Dr. Peter Ahmels, in einer
Pressemitteilung. "Die Fakten führen schließlich die aktuelle Verhinderungsstrategie von Minister Clement beim Klimaschutz ad absurdum", so Ahmels. Der BWE verlangt von
Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD), dass er das Gutachten "Gesamtwirtschaftliche, sektorale und ökologische Auswirkungen des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG)" unverzüglich
öffentlich zugänglich macht. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung hat das mittlerweile dritte Gutachten des BMWA gemeinsam mit dem Energiewirtschaftlichen
Institut der Universität Köln und dem Institut für Energetik und Umwelt erstellt.
Unter der Überschrift "Gutachter stärken Clement den Rücken" präsentierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am 25.03.2004 Auszüge aus dem Gutachten, welche die Position des
Wirtschaftsministers laut FAZ untermauern. "Genau das ist aber nicht der Fall", kontert Ahmels. Vielmehr würde die 170 Seiten starke Untersuchung, die auch dem BWE vorliege, ein sehr
differenziertes Bild zeichnen. "Wenn ein funktionsfähiges Kohlendioxyd-Zertifikatesystem entwickelt ist, wird das EEG überflüssig", zitierte hingegen die Frankfurter Allgemeine das
Papier.
Im Einzelnen würden die Gutachter gute Argumente für regenerative Energie liefern, betont der Windverband: Die Kosten des EEG blieben auch bei weiterem Ausbau der Erneuerbaren Energien
gegenüber dem jetzigen Stand praktisch konstant, so der BWE. Clement und die Stromwirtschaft würden aber behaupten, die Kosten würden in den Himmel wachsen. Zusätzliche Kosten für Netzausbau
und Regelenergie seien gegenüber den Vergütungen des EEG von untergeordneter Bedeutung, so die Lesart des BWE. Clement und die Stromkonzerne würden dagegen immer behaupten, Windstrom sei
wegen der Regelenergie viel zu teuer, entgegnet der BWE und zitiert das Gutachten wörtlich: "Trotz einer Erhöhung der eingespeisten EEG-Menge um mehr als 15 TWh [Milliarden Kilowattstunde]
von 2004 bis 2010 erhöhen sich die Zusatzbelastungen auch unter Berücksichtigung von Ausgleichsenergie nur geringfügig, da durch eine Erhöhung der Strompreise auf dem Wettbewerbsmarkt bei
gleichzeitiger Absenkung der durchschnittlichen EEG-Einspeisevergütung (real in Preisen von 2003) die Mengenerhöhung kompensiert wird."
Für die Windenergie errechnen die Gutachter laut BWE einen zusätzlichen Bedarf an Regelenergie von 6,5 Prozent der installierten Windleistung im Jahre 2010. Die Stromwirtschaft argumentiere,
der Bedarf liege bei 80 Prozent.
Der BWE wendet sich zudem gegen das Argument, das sei EEG für die hohen Energiekosten in Deutschland verantwortlich. "Die durch das EEG erzeugte Strommenge sorgt derzeit zu einer
Angebotserhöhung auf dem Strommarkt - und damit zu geringeren Preisen im Großhandel", heißt es in der BWE-Pressemitteilung.
"Es kommt nicht nur darauf an, wer ein Gutachten erstellt, wichtig ist immer auch, wer es liest", erklärte Ahmels. Deshalb verlangt er von Bundeswirtschaftsminister Clement, das Gutachten
umgehend zu veröffentlichen. "Die Beratungen zum Erneuerbare-Energien-Gesetz laufen derzeit und das Gutachten liefert den Parlamentariern gute Argumente für ihre Entscheidung", begründet
Ahmels seine Forderung.
26.03.2004 Quelle: BWE
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juwi GmbH installiert 583 kW-Solarstrom-Anlagen auf Dächern der CREATON AG
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Solarstrom aus Autenried, PV-Anlage auf Dach der CREATON AG.
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Mit der Photovoltaik-Anlage auf den Dächern der CREATON AG im bayerischen Ichenhausen-Autenried hat die Mainzer juwi GmbH am 17. März 2004 das bundesweit fünftgrößte Solarkraftwerk auf
einem Dach eingeweiht. Die Anlage mit einer Spitzenleistung von 583 Kilowatt ist mit einer Modulfläche von knapp 4.700 Quadratmetern eine der größten jemals auf einem Dach installierten
Solaranlagen im westlichen Bayern. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug nach Angaben des Unternehmens über 2,3 Millionen Euro. Finanziert wird das Vorhaben von privaten Investoren
im Rahmen eines Solar-Fonds, zu dem auch eine Solarstrom-Anlage in Biebesheim (Südhessen) gehört. Pro Kilowattstunde (kWh) erhalten die Betreiber 54,25 Cent für ihren umweltfreundlichen
Strom. Bei einem Jahresertrag der Anlage von rund 550.000 kWh sind das rund 300.000 Euro pro Jahr. „Ein Engagement für erneuerbare Energien lohnt sich damit sowohl aus ökonomischen wie
auch aus ökologischen Gründen“, betont Fred Jung, Geschäftsführer der juwi GmbH.
Jährlich spart die Solarstromanlage über 330 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) ein. Möglich sei das Projekt nur Dank der guten Kooperation mit der CREATON AG geworden, die große
Dachflächen ihrer drei hochmodernen Tondachziegelwerke in Ichenhausen-Autenried zur Verfügung gestellt hat, so die juwi GmbH. „Konsequenter Umweltschutz liegt bei CREATON in der Natur
der Sache. Mit dieser Solaranlage dokumentieren wir einmal mehr unsere ganzheitliche unternehmerische Verantwortung gegenüber der Umwelt – getreu dem Motto ‚Ton in Ton mit der
Natur’“, unterstreicht Alfons Hörmann, Vorstandsvorsitzender der CREATON AG.
Die juwi-Gruppe zählt mit einem Jahresumsatz von rund 75 Millionen Euro zu den führenden Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien in Deutschland. Neben Photovoltaik und Biomasse ist die
Windenergie das stärkste Standbein des Unternehmens. Mit rund 75 Mitarbeitern deckt die juwi GmbH die gesamte Wertschöpfungskette ab. Im Solarbereich hat das Unternehmen bis Ende des letzten
Jahres nach eigenen Angaben PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 6.000 Kilowatt und einem Investitionsvolumen von über 25 Millionen Euro realisiert. Zu den herausragenden Projekten
der juwi GmbH gehören die 500-Kilowatt-Anlage in der Morbacher Energielandschaft im Hunsrück sowie der solare 1,6-Megawatt-Fonds „Autenried & Biebesheim“. An den beiden
Standorten Autenried (Bayern) und Biebesheim (Hessen) hat das Unternehmen aus Rheinland-Pfalz eines der bundesweit ersten Megawatt-Projekte auf Dachflächen errichtet. Das
Gesamtinvestitionsvolumen beträgt laut juwi GmbH über sechs Millionen Euro. Die CREATON AG ist Deutschlands größter konzernunabhängiger Tondachziegelhersteller mit elf Werken in Bayern,
Thüringen, Sachsen und neuerdings auch in Rheinland-Pfalz.
26.03.2004 Quelle: Juwi GmbH
Bildquelle: juwi GmbH
REN-Programm: Neue Richtlinie für Solarstrom-Förderung in NRW
Das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (MSWKS) hat die Förderbedingungen für Photovoltaikanlagen mit einer Richtlinie vom 25.02.2004
geändert. Unter Berücksichtigung des Vorschaltgesetzes zum EEG vom 22.12.2003 soll die Breitenwirkung des REN-Programms weiter verbessert werden, so das Ministerium. Mit dem Vorschaltgesetz
zum EEG würden aufgeständerte Fotovoltaikanlagen inzwischen grundsätzlich eine selbsttragende Wirtschaftlichkeit aufweisen und nur noch im Zusammenhang mit den besonderen Anwendungen in der
REN-Breitenförderung gefördert, so das MSWKS. Photovoltaikanlagen mit Netzanbindung ab einer Mindestleistung von 2 kWp, werden bezuschusst, als Multiplikatoranlagen,
fassadenintegrierte Anlagen, gemeinsam getragene Projektanlagen (mit mindestens 10 Beteiligten) oder Anlagen mit erhöhtem Innovationsgrad.
Multiplikatoranlagen sind PV-Anlagen auf/an Schulen, Kindergärten, wissenschaftlichen, kirchlichen, sozialen oder karitativen Einrichtungen, PV-Anlagen im Rahmen des Programms „50
Solarsiedlungen in NRW“ , in Verbindung mit dem Programm REGIONALE“ oder bei gemeinnützigen Vereinen. Hierzu zählen auch Anlagen mit innovativen Systemen zur Ertragssteigerung (+
25 v.H. gegenüber „starren“ Anlagen am gleichen Standort). Der Zuschuss beträgt 800 Euro pro Kilowatt Spitzenleistung (€/kWp), unabhängig von der Anlagentechnik.
Fassadenintegrierte Anlagen werden mit 800 €/kWp gefördert. Dachintegrierte Anlagen (bei landwirtschaftlichen Betrieben nur auf dem Dach des Wohngebäudes) erhalten einen Zuschuss von
400 €/kWp. Für gemeinsam getragene Projektanlagen (mit mindestens 10 Beteiligten) gibt es 400 €/kWp. Besondere Anlagen, Systeme und Einrichtungen zur rationellen Energieverwendung
und Nutzung unerschöpflicher Energiequellen mit erhöhtem Innovationsgrad oder außerordentlichem Multiplikatoreffekt werden nach besonderer Prüfung durch die Bewilligungsstelle oder nach
Zustimmung durch das MSWKS gefördert.
Förderfähig ist eine installierte Gesamtleistung von bis zu 10 kWp bei Einzelanlagen und von bis zu 50 kWp bei fassadenintegrierten Anlagen und bei gemeinsam getragenen Projektanlagen (mit
mindestens 10 Beteiligten). Es werden nur fabrikneue Anlagen gefördert.
26.03.2004 Quelle: Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW
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Bundesverband Solarindustrie: Solarboom durch lokale Solarinitiativen
Der Solarmarkt boomt – vor allem dank der Förderung durch die Bundesregierung. Bislang unterschätzt worden sei jedoch die Rolle lokaler Initiativen beim Aufbau des Solarmarktes, so
der Bundesverband Solarindustrie (BSi) in einer Pressemitteilng. Dies sei das Ergebnis einer Studie, die vom BSi im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) erstellt wurde. Die
Arbeit der Solarinitiativen soll jetzt durch das Projekt „RegioSolar“ bekannt gemacht werden. Am 2. und 3. April findet hierzu die erste Bundeskonferenz für Solarinitiativen in
Berlin statt, die von Umweltminister Trittin eröffnet wird. „RegioSolar“ will bestehende Solarinitiativen stärken und neue Initiativen anstossen.
600 Solarinitiativen gibt es laut BSi bundesweit, initiiert von Solarvereinen, Kommunen, Landkreisen, Wirtschaftsförderern, Handwerksinnungen, Kirchengemeinden, Agenda-Gruppen,
Energieagenturen und Stadtwerken. Der BSi hat 250 Initiativen untersucht und gibt einen Überblick über die Vielfalt der Ansätze und Arbeitsweisen. Diese reichen von
Informationsveranstaltungen und Förderprogrammen bis zu Solaranlagenangeboten zum Aktionspreis und Beteiligungsangebote für Gemeinschaftsanlagen.
Die Bundeskonferenz findet am 2. und 3. April in Berlin statt und bietet einen Überblick über das ganze Spektrum der Aktivitäten vor Ort. Über 50 Solarinitiativen aus ganz Deutschland stellen
ihre Arbeit vor. In zwei Podiumsdiskussionen diskutieren Experten über die Erfolgsfaktoren und entwickeln Ideen, wie sich die Initiativen noch weiter ausbreiten können. „Mit RegioSolar
erfahren die regionalen Solarinitiativen endlich die Aufmerksamkeit, die sie verdienen,“ so Projektleiter Olivier Drücke. „Die Konferenz wird zeigen, wie erfolgreich die
Initiativen vor Ort arbeiten und einen regen Austausch ermöglichen.“ 250 Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands werden zur Konferenz erwartet, in deren Rahmen auch die Preisverleihung
der Solarbundesliga stattfindet.
Der Schwerpunkt der Aktivitäten von Solarinitiativen befindet sich heute noch in Süddeutschland. Dementsprechend sind die Markterfolge: 253 Megawatt (MW) der im 100.000 Dächer-Programm
geförderten 350 MW Solarstromanlagen und 234.000 der 414.000 im Marktanreizprogramm geförderten Solarwärmeanlagen wurden in Bayern und Baden-Württemberg gebaut. Doch auch in anderen Regionen
Deutschlands nehmen die Zahl und die Aktivitäten der Initiativen deutlich zu, so dass auch in Mittel- und Norddeutschland künftig die Nutzung der Solarenergie eine stärkere Verbreitung finden
wird.
Das BMU betrachtet die Arbeit der lokalen Solarinitiativen als unverzichtbaren Beitrag beim Aufbau des Solarmarktes und fördert das Projekt „RegioSolar“, das vom Bundesverband
Solarindustrie initiiert wurde. Partner im Projekt sind die GLS Gemeinschaftsbank und das Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO).
Informationen zu RegioSolar und zur Konferenz gibt es unter www.regiosolar.de.
25.03.2004 Quelle: BSi
MVV Energie wird Windenergie nicht weiter ausbauen
Das Energieverteilungs- und Dienstleistungsunternehmen MVV Energie hat seine strategische Neuausrichtung abgeschlossen und will sich künftig konzentrieren auf die Verteilung von Strom,
Gas, Wärme und Wasser, die thermische, umweltfreundliche Abfallverwertung, die Biomasse-Nutzung sowie auf die kerngeschäftsnahen Energiedienstleistungen und die Fernwärme in Polen und
Tschechien. Wie der Vorstandsvorsitzende des fünftgrößten deutschen Stromversorgers, Dr. Rudolf Schulten, im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung mitteilte, wird die MVV Energie den Bereich
der Windenergie nicht weiter ausbauen und künftig keine weiteren Projekte über ihre Tochtergesellschaft eternegy entwickeln. Gleichzeitig werden die Anlaufverluste von eternegy in
Höhe von rund 14 Millionen Euro abgeschrieben.
Auf der Grundlage eines organisch wachsenden regionalen Energie- und Dienstleistungsgeschäftes des Stammhauses in Mannheim strebe MVV Energie den weiteren Ausbau seiner Beteiligungen an
deutschen Stadtwerken sowie an Fernwärmeunternehmen in Polen und Tschechien an. Die dezentralen Kraftwerksprojekte in den Bereichen Biomasse und Abfallverwertung werden in einem eigenen
Geschäftsfeld 'MVV Umwelt' zusammengeführt. "Die ökologische Energieerzeugung bleibt damit ein Markenzeichen der MVV Energie", so Schulten
Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden ist es gelungen, das Unternehmen innerhalb von sechs Monaten auf die veränderten Anforderungen des Marktes und des zunehmenden Wettbewerbs
einzustellen: "Vorstand und Aufsichtsrat haben damit die Weichen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Konzerns gestellt. Nach den jetzt notwendig gewordenen Korrekturen an unserem
Portfolio setzen wir unseren Wachstumskurs fort."
25.03.2004 Quelle: MVV Energie AG
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Staatssekretärin Wolf eröffnet Asien-Pazifik Konferenz zur "renewables2004"
Zur Vorbereitung der Weltkonferenz für erneuerbare Energien "renewables04" treffen sich vom 25.-26. März 2004 in Bangkok hochrangige Regierungsvertreter aus knapp 20 Ländern und zahlreiche
Vertreter aus Wirtschaft, Forschung und Nichtregierungsorganisationen des asiatischen und pazifischen Raums. Die renewables2004 wird vom 1.-4. Juni 2004 in Bonn stattfinden. Ziel
der zweitägigen Asien-Pazifik Konferenz ist es, die Aufmerksamkeit der Region für erneuerbare Energien und die renewables04 zu erhöhen und mögliche Beiträge der Region zur renewables04 zu
formulieren. Für die Bundesregierung nimmt Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, an der Konferenz teil.
"Die Entwicklung der Energiepolitik und der Energiewirtschaft in der pazifisch-asiatischen Region ist von besonderer Bedeutung. Viele Länder, allen voran China, weisen ein Wachstum des
Energieverbrauchs von 10% und mehr auf. Werden diese Zuwächse allein aus fossilen Energien gedeckt, wird das Weltklima kollabieren", so Margareta Wolf. Gerade die Entwicklungsländer in Asien
aber würden ihre Millionenstädte an der Küste gegen die Folgen der dann stärker und häufiger auftretenden Stürme und Fluten nicht schützen können. "Kleine Inselstaaten sind sogar im
wörtlichen Sinne vom Untergang bedroht", warnt Wolf.
Gerade in ländlichen Gebieten berge eine dezentrale Versorgung mit erneuerbaren Energien erhebliche Vorteile gegenüber der konventionellen Stromversorgung durch zentrale fossile Kraftwerke.
Darüber hinaus würden sie regionale Wirtschaftskreisläufe schaffen und damit Einkommen und Arbeitsplätze vor Ort bringen.
In Bangkok gelte es diese positiven Ansätze aufzugreifen und auszubauen. Von den zahlreichen guten Beispielen nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch Thailand oder den Philippinen
könnten andere Staaten lernen. In Asien würden bereits Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien produziert. Dort seien erfolgreiche Mikrofinanzierungsinstrumente eingeführt worden und es
habe gezeigt werden können, wie Biomasse auf nachhaltige Weise nutzbar ist. Neben der Frage der richtigen Politik und der Finanzierung der Erneuerbaren Energien sei auch die Verbesserung der
Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung Thema der Konferenz in Bangkok.
25.03.2004 Quelle: BMU
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BWE-Präsident Ahmels: "Klimaschutz ist patriotisch!"
Dr. Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE) hat die Industrie aufgefordert, konstruktiv am geplanten Emissionshandel mitzuarbeiten, statt über Patriotismus und
Arbeitsplatzverlagerung in das Ausland zu debattieren. "Klimaschutz ist praktizierter Patriotismus", erklärte Ahmels in einer Pressemitteilung. "Die Flut 1997, die Dürre des Jahres
2000, dann wieder Flut 2002 und im letzten Jahr wiederum eine Dürre – Deutschland hat in den letzten Jahren schmerzhaft erfahren müssen, wie wichtig Klimaschutz ist", betont Ahmels. Die
Naturereignisse der letzten Jahre hätten gezeigt, dass Klimaschutz zu einem wichtigen Standortfaktor geworden sei. Zum anderen belegten alle seriösen Untersuchungen, dass die Industrie
mittelfristig vom Abgashandel profitiere. Klar sei, dass Klimaschutz nur international funktioniere, so Ahmels. "Deshalb ist wichtig, dass eine der energiehungrigsten Nationen der Welt
vorbildlich damit beginnt", so der BWE-Präsident.
Die Behauptung, rot-grüne Klima- und Energiepolitik sei für Arbeitslosigkeit verantwortlich, wies Ahmels zurück. Als "Unsinn" bezeichnete er die Behauptung, Instrumente wie das Gesetz zur
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder die Ökosteuer belasteten die Wirtschaft. "Gerade mal zwei Prozent beträgt der Anteil am Strompreis, der dem weiteren Ausbau der regenerativen
Energiegewinnung zugute kommt. Und wegen der Härtefallregelung ist die energieintensive Wirtschaft davon ausgenommen", so Ahmels.
Andererseits seien in dem Industriesektor der regenerativen Energien in den letzten Jahren 130.000 Arbeitsplätze entstanden. "Die zwei Prozent erzielen eine beispiellose Rendite für die
Volkswirtschaft", unterstreicht Ahmels. Laut der "Arbeitsplatzstatistik 2003" seien derzeit allein in der Windkraft-Industrie 45.400 Menschen beschäftigt. Insgesamt seien im Jahr 2003 über
3,55 Milliarden Euro in der Windbranche umgesetzt worden.
24.03.2004 Quelle: BWE
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Trittin bekräftigt Instrumentenmix zum Klimaschutz von Ökosteuer bis Emissionshandel
Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat in einer Pressemitteilung vom 23.04.2004 auf die Notwendigkeit eines breiten Instrumentariums der Klimaschutzpolitik hingewiesen. "Von der Ökosteuer
über den Emissionshandel bis zur Förderung erneuerbarer Energien: Diese Instrumente gehören zusammen, wir dürfen nicht das eine gegen das andere ausspielen. Wir sollten auch nicht ständig
zaudern und alles wieder in Frage stellen, was sich längst als erfolgreich bewährt hat und was im Ausland bereits kopiert und nachgeahmt wird", sagte Trittin zur Eröffnung einer
wissenschaftlichen Tagung des Bundesumweltministeriums zur Offshore-Windkraft. Der Ausbau der deutschen Vorreiterrolle im Klimaschutz sei umweltpolitisch notwendig und
volkswirtschaftlich sinnvoll, bekräftigte der Bundesumweltminister.
Schäden des Klimawandels
Im letzten Jahr betrugen hätten allein die versicherten Schäden des Klimawandels rund 63 Milliarden Euro betragen, und sie wüchsen von Jahr zu Jahr. "Es hängt von den Weichenstellungen der
nächsten 15 Jahre ab, ob es gelingt, die globale Erwärmung und damit die rasante Zunahme von materiellen Schäden und Leid für die betroffenen Menschen abzubremsen", sagte der
Bundesumweltminister. Die internationale Staatengemeinschaft habe mit dem Kioto-Protokoll erstmals ein Regelwerk geschaffen, das eine absolute Obergrenze für die Emission von Klimagasen
enthalte.
Der Instrumentenmix zum Klimaschutz in Deutschland diene dazu, die Verpflichtung aus dem Kyoto-Protokoll zu erfüllen, so Trittin. Die Klimaschutzinstrumente in Deutschland seien
maßgeschneidert, ergänzten sich gegenseitig, schafften Synergieeffekte und lohnten sich volkswirtschaftlich. "Die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung ist ein Programm zu ökologischen
Modernisierung der Wirtschaft", sagte der Bundesumweltminister.
Strom aus Wind billiger als Kohlestrom
Die Förderung erneuerbarer Energien kostet den Durchschnittshaushalt laut Trittin bislang rund einen Euro pro Monat. "Windenergie ist schon heute in der Erzeugung billiger als Kohlestrom.
Eine Kilowattstunde Windenergie kostet 7-8 Cent, eine Kilowattstunde Steinkohlestrom dagegen 8,2 Cent", so Trittin. Die Einführung des Emissionshandels werde dazu beitragen, dass die Preise
im Energiebereich sehr viel stärker die ökologische Wahrheit sprechen als bisher, so der Bundesumweltminister weiter.
Kritik an den Stromnetzbetreibern
Trittin erneuerte seinen Vorwurf an die großen Stromnetzbetreiber, ihre Marktmacht zu missbrauchen und vom verzerrten Wettbewerb zu Lasten der Verbraucher zu profitieren. Als Beispiel verwies
der Bundesumweltminister auf die Strompreisrunde zu Beginn dieses Jahres, die von einzelnen Stromkonzernen mit einer Zunahme der eingespeisten erneuerbaren Energien begründet worden sei.
"Tatsache ist, dass im letzten Jahr nicht mehr erneuerbarer Strom eingespeist wurde als 2002 - leider", so der Bundesumweltminister. Mit dem neuen Energiewirtschaftsgesetz werde
sichergestellt, dass künftig "die Energieunternehmen keinen Reibach auf Kosten der Verbraucher machen können", so Trittin wörtlich.
Ökologische Steuerreform und Emissionshandel
Die Wirtschaft werde durch die Klimapolitik der Bundesregierung nicht überbelastet, sondern sie werde geschont und verdiene sogar daran, erklärte Trittin. So würden beispielsweise die meisten
Betriebe von der ökologischen Steuerreform profitieren, weil die Sozialbeiträge sinken. "Nicht die Wirtschaft zahlt die meiste Ökosteuer, sondern die Bürgerinnen und Buerger", sagte Trittin.
Auch der Emissionshandel sei ein Instrument, das der Wirtschaft nutze. "Er erspart der Industrie bei der Erfüllung ihrer Klimaschutz-Selbstverpflichtung bis zu 500 Millionen Euro im
Jahr.
"Mehr als in der Selbstverpflichtung zugesagt, fordern wir auch im Emissionshandel nicht. Allerdings bestehen wir auf der Einhaltung", so Trittin in der Pressemitteilung des
Bundesumweltministeriums. Die deutschen Steuerzahler würden die Klimaschutz-Selbstverpflichtung der deutschen Wirtschaft allein im Jahr 2004 mit 5,6 Milliarden Euro Steuer-subventionen
subventionieren. "Ich finde, dafür können wir auch verlangen, dass sie eingehalten und nicht unterlaufen wird", schloss Trittin.
24.03.2004 Quelle: BMU
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Energiewirtschaftsgesetz: FEE sieht Vorrang erneuerbarer Energien bedroht
Die Fördergesellschaft Erneuerbare Energien e.V. (FEE) befürchtet, dass die Bedeutung des Gesetzentwurfs zur Neufassung des Energiewirtschaftsrechts (EnWG) in der Branche und in den
Verbänden im Bereich regenerative Energien gegenwärtig unterschätzt wird. Die FEE, sei die einzige Organisation gewesen, die bei der Anhörung zum EnWG-Entwurf am 19.03.2004 im
Bundeswirtschaftsministerium (BMWA) die Beibehaltung des Vorrangs erneuerbarer Energien und seine Aufnahme in den Zweck des EnWG und seines gesamten Regelungsmechanismus verlangt
hätte. Die Verbände der herkömmlichen Energieversorgung seien bei der Anhörung glänzend vorbereitet gewesen, dem Anschein nach abgestimmt aufgetreten, und hätten die überwältigende
Mehrheit gebildet, berichtet der FEE. Aus der Branche der erneuerbaren Energien seien nur wenige Verbände eingeladen gewesen und hätten den Referentenentwurf so frühzeitig erhalten, dass sie
Stellung nehmen konnten. Die FEE kritisiert neben der im Entwurf nicht enthaltenen Priorität erneuerbarer Energien auch die Geschwindigkeit, mit der das EnWG verabschiedet werden soll; die
Verabschiedung sei bereits zum 01.06.2004 geplant. Mit einer kurzen mündlichen Stellungnahme habe sich der FFE die Möglichkeit eröffnet, kurzfristig detailliertere schriftliche Vorschläge und
Einwände nachzureichen.
Zu den Forderungen der FEE zählen weiter die Aufnahme der Minderung des Energiebedarfs und rationelle Energiewandlung in das EnWG sowie des Vorrangs der Kraft-Wärme-Kopplung in den Zweck des
Gesetzes und außerdem die Gleichberechtigung von Biomethan bei der Einspeisung in das Gasnetz. Außerdem soll das Gesetz nach Auffassung des FEE eine Netzaufnahmepflicht für erneuerbare
Energien ohne Schlupflöcher vorsehen. Es gelte eine einheitliche Rechtssystematik für das EnWG, die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und das Emissionshandelsgesetz zu schaffen,
um künftig möglichen Rechtsstreitigkeiten den Boden zu entziehen.
Die FEE will innerhalb von zwei Wochen eine schriftliche Stellungnahme erarbeiten, die sich aber nur auf einige Hauptfragen konzentrieren könne. Sie ruft ihre Mitglieder und die Branche zur
Mitarbeit auf; zahlreiche Verbände und Organisationen aus den Bereichen Umwelt und erneuerbare Energien seien schriftlich zur Zusammenarbeit eingeladen worden. Vorschläge sollten bis
spätestens 02.04.2004 gemacht werden. Das federführende BMWA will die Abstimmungsrunde laut FEE noch vor Ostern abschließen.
Die FFE mit Sitz in Berlin ist ein überregionaler Zusammenschluss von innovativen, meist kleinen und mittleren Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Spezialisten der Branchen
Energieeinsparung, erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe. Sie fördert als Nichtregierungsorganisation Bildung, Forschung, Entwicklung und Kooperation zwischen Partnern im In- und
Ausland und ist am Aufbau eines internationalen Netzwerks kleiner und mittlerer Unternehmen der Branche interessiert. Schwerpunkt ist der Übergang von angewandter Forschung zu Innovationen
und ersten Anwendungen auf dem Markt. Die FEE engagiert sich in der Öffentlichkeit und gegenüber den Behörden für Energieverbrauchssenkung, die Anwendung erneuerbarer Energien und die Nutzung
innovativer Technik.
Lesen Sie zu diesem Thema auch "Solarenergie-Förderverein zum EnWG-Entwurf: Demokratische Kontrolle erschwert" unter newsa2004m03.html
Kontakt. Fördergesellschaft Erneuerbare Energien e.V. (FEE)
Innovationspark Wuhlheide; Köpenicker Str. 325; D-12555 Berlin; T. ++49-(0)30-65 76 27 06;> F. ++49-(0)30-65 76 27 08; FEE-eV@t-online.de; http://www.FEE-eV.de
24.03.2004 Quelle: FFE
EUROFORUM-Konferenz thematisiert Streit um Emissionshandel
Bis Ende März 2004 muss der Nationale Allokationsplan (NAP) in Brüssel vorliegen, durch den die insgesamt erlaubten CO2-Emissionen auf die gesellschaftlichen Sektoren Haushalte, Verkehr,
Industrie und Energiewirtschaft verteilt werden. Bereits kurz nach der geplanten Eingabe des NAP diskutieren 15 praxiserfahrene Referenten am 28. und 29. April 2004 auf der EUROFORUM-
Konferenz "CO2-Emissionshandel" in Düsseldorf über die möglichen Auswirkungen der geplanten Zuweisung von CO2-Zertifikaten. Die ersten Reaktionen der EU-Kommission auf den NAP sowie
den Entwicklungsstand des Emissionshandelsgesetzes und der Deutschen
Emissionshandels-Stelle wird Ministerialrat Fanzjosef Schafhausen vom Bundesumweltministerium (BMU) beschreiben. Zudem werde er zum derzeit heftig geführten Streit zwischen dem Umwelt- und
dem Wirtschaftsministerium Stellung nehmen, kündigen die Veranstalter an.
Von ersten Erfahrungen mit dem praktizierten Emissionshandel in den Niederlanden kann Robert de Boer (NUON Energy Systems & Services) berichten. Erste Ergebnisse im Umgang mit dem CO2-
Handel in den Sektoren Industrie und Verkehr stellen Ulrich Baus (Mitsubishi HiTec Paper Flensburg) und Dr. Petra König (Deutsche Bahn AG) am Pilotprojekt "Emissionshandel Nord" sowie am
Beispiel der Deutschen Bahn AG vor.
In allen EU-Mitgliedstaaten wehre sich vor allem die energieintensive Industrie gegen den Emissionshandel, so die Kongressveranstalter. Europas Zement-, Stahl-, Papier-, Metall- und
Keramik-Hersteller erwarten durch den CO2-Handel Zusatzkosten von zwei Milliarden Euro. Einspruchs- und Klagemöglichkeiten gegen die Zuteilungsentscheidungen sollen auf der Konferenz ebenso
vorgestellt werden wie Handlungsoptionen durch Monitoring, Validierung und Zertifizierung, die unter anderen von Michael Lehmann (DNV Certification) aufgezeigt werden.
Das vollständige Programm finden Sie unter:
www.euroforum.de/p16292
24.03.2004 Quelle: EUROFORUM Deutschland GmbH
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BUND: Emissionshandel darf kein Papiertiger werden
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundeswirtschaftsminister Clement aufgefordert, seine Blockade des Emissionshandels aufzugeben und dem Klimaschutz nicht länger
im Wege zu stehen. In der für Mittwoch, den 24.03.2004 geplanten nächsten Verhandlungsrunde zwischen Clement und Bundesumweltminister Trittin müsse endlich der Durchbruch gelingen.
Der deutsche Plan zur Allokation der Emissionsrechte sei überfällig, so der BUND in einer Pressemitteilung
"Der Erneuerbare-Energien-Standort Deutschland muss aufhören, so kurz vor der globalen Weltenergiekonferenz die falschen Signale auszusenden. Clement erklärt zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen
zum Jobkiller, obwohl in diesem Bereich ständig neue Arbeitsplätze entstehen. Wer die Kohlendioxidemissionen reduziert, wirft einen Jobmotor an. Wer Klimaschutzmaßnahmen diskreditiert,
vernichtet Jobs", sagte die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt.
Es dürfe nicht so weit kommen, dass Deutschland wegen eines "starrköpfigen Wirtschaftsministers" seine Glaubwürdigkeit als Vorreiter beim Klimaschutz verspiele. Der Nationale Verteilungsplan
für Emissionen müsse fristgerecht zum 31. März nach Brüssel gemeldet werden. Ohne eine deutliche Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen bis 2007 und weiter bis 2012 wäre der Emissionshandel
ein wertloser Papiertiger. Basis zur Verteilung der Treibhausgase auf die Unternehmen müsse der ursprüngliche Allokationsplan des Umweltministers sein.
Dabei dürfe der Emissionshandel keinen Schutzzaun um veraltete Kohlekraftwerke errichten, betont der BUND. Wer die Atmosphäre stärker mit Treibhausgasen verschmutze, müsse dafür zahlen, wer
in klimaschonende Technologien investiere, habe einen Anreiz verdient. Auch die vom Umweltministerium geplante Übertragung der Emissionszertifikate von Altanlagen auf Neuanlagen schaffe
finanzielle Anreize für Neuinvestitionen und sei sowohl für Anlagen auf Erdgas- als auch auf Kohlebasis großzügig ausgestaltet.
Wer umweltfreundlich produziere, könne künftig Emissionsrechte verkaufen. Diesen Vorteil wolle der Wirtschaftsminister den meisten Unternehmen vorenthalten und stattdessen der Stahl- oder
Atomindustrie Sonderrechte einräumen. Geschenke auf Kosten des Klimaschutzes seien aber inakzeptabel. Auch Clements Forderung, zusätzliche Zertifikate als "Wachstumsreserve" auszugeben, sei
unsinnig. Betriebe, die ihre Produktion ausweiten und dies nicht mit zusätzlichen Klimaschutzmaßnahmen kompensieren wollten, könnten
künftig Zertifikate kostengünstig hinzukaufen.
Großbritannien habe mit seinem Allokationsplan bereits ein deutliches Signal für mehr Klimaschutz gesetzt, erinnert der BUND. Dort soll die vom Emissionshandel betroffene Industrie ihre
Kohlendioxidemissionen bis 2007 um 5,8 Prozent reduzieren. Bundesumweltminister Trittin verlange von der deutschen Industrie im gleichen Zeitraum nur 3,4 Prozent Minderung. Das sei eine
Minimalforderung, damit Deutschland als Hauptemittent von Treibhausgasen in der Europäischen Union den Klimaschutz voranbringe.
23.03.2004 Quelle: BUND
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Grüne: Allokationsplan für Emissionshandel bis 31. März verabschieden
Der Parteirat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat einstimmig gefordert, den Nationalen Allokationsplan zur Ausgestaltung des Emissionshandels (NAP) zeitgerecht zum 31. März zu verabschieden.
Dies teilte der Grünen-Vorsitzende Reinhard Bütikofer im Anschluss an die Sitzung des Gremiums mit. Die Ökosteuer würde nicht zur Disposition gestellt, betonte Bütikofer mit Blick auf
entsprechende Überlegungen des Bundeswirtschaftsministers Wolfgang Clement (SPD). Zum 10. Jahrestag der UN-Klimarahmenkonvention forderte der Grünen-Parteirat, die Vorreiterrolle
Deutschlands im Klimaschutz zu wahren. Alle Vertragsstaaten der Konvention müssten „endlich das Kyoto-Protokoll ratifizieren, damit es in Kraft treten kann“, heißt es in dem
einstimmigen Beschluss des Gremiums.
Der europaweite Emissionshandel ergänze als „neues, marktwirtschaftliches Instrument“ die bisherige Klimaschutzpolitik der rot-grünen Bundesregierung. Zeitgerecht zum 31. März
müsse der „Nationale Allokationsplan“ nach Brüssel gemeldet werden, heißt es in dem Beschluss weiter. Der Plan müsse die Selbstverpflichtung der deutschen Industrie umsetzen. Mit
dem Emissionshandel werde die Industriestruktur erneuert, was Chancen für Wachstum und Beschäftigung schaffe. Der Emissionshandel biete gegenüber einer Selbstverpflichtung der deutschen
Wirtschaft die Möglichkeit, 500 Millionen Euro einzusparen, so die Grünen.
Bütikofer betonte, die ökologische Modernisierung sei ein zentrales Fundament der rot-grünen Koalition. Beim Emissionshandel gehe es nicht „um eine grüne Partei-Marotte“, erklärte
der Grünen-Politiker mit Blick auf die Haltung des Bundeswirtschaftsministers Wolfgang Clement (SPD). Zu den Äußerungen Clements, wonach die Öko-Steuer überprüft werden müsse, sagte
Bütikofer, die Instrumente seien „außerordentlich erfolgreich“ und würden nicht „zur Disposition gestellt“.
"Der Klimaschutz sichert die Zukunft auch für unsere Kinder und Enkel. Deshalb hat die Koalition von SPD und Grünen vorgeschlagen, dass Europa bis 2020 seine Treibhausgasemissionen um 30 %
senkt. Wir sind bereit, dazu die Emissionen in Deutschland um 40 % senken", schließt der Beschluss des Parteirates von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
23.03.2004 Quelle: Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
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SunPower weiht neue Solarzellenfabrik auf den Philippinen ein
Die SunPower Corporation, ein Tochterunternehmen der Cypress Semiconductor Corp., hat am 17.03.2004 ihre Solarzellenproduktion im großen Maßstab auf den Philipinen eingeweiht. Das neue
Solarzellen-Werk ist in der Endausbaustufe ausgelegt auf eine Fertigungskapazität von über 100 Megawatt (MW). Die SunPower Philippines Manufacturing Limited (SPML) mit Sitz nahe Manila
startet die erste Halbleiterproduktion auf den Philippinen und zugleich die erste Solarzellenfertigung im industriellen Maßstab in Südostasien. Die Fabrik wird zunächst jährlich 25
MW Silizium-Solarzellen fertigen, berichtet SunPower in einer Pressemitteilung. Zunächst werde SunPower Philippines rund 200 Mitarbeiter beschäftigen. Der Gebäudegrundriss der
Produktionsstätte sei so angelegt, dass eine Ausweitung der Fertigung bis zu einer Kapazität von über 100 MW möglich sei, so das Unternehmen. An der Einweihungsfeier nahmen die Präsidentin
der Philipinen, Gloria Macapagal-Arroyo, und Cypress Vorstand T.J. Rodgers teil, die beide versprachen, SPML bei der Entwicklung Finanzierung und beim Bau zu unterstützen.
"Die Vorteile der Produktion auf den Philipinen liegen auf der Hand, sagte SunPower-Vorstand Tom Werner. "Wir schätzen die hochqualifizierten Arbeitskräfte, die Nähe zu den Schlüsselmärkten
und die sich rasch entwickelnde Infrastruktur. Und wir glauben, dass Solartechnik besonders nötig ist in ländlichen Gebieten und Entwicklungsländern ohne Großkraftwerke. Eine
Produktionsstätte von Weltrang an einem kostengünstigen Standort zusammen mit der Kompetenz von Cypress bei der Halbleiterfertigung im großen Stil versetzt SunPower in die Lage, Solarzellen
mit einzigartigen ästhetischen Qualitäten zu einem konkurrenzfähigen Preis zu liefern, so Werner weiter.
SunPower hat bislang Solarzellen für ein breites Anwendungsspektrum hergestellt; einschließlich der Solarstromversorgung für das NASA-Flugzeug Helios, das eine Rekordhöhe von 29.413 Metern
erreichte. Das Unternehmen hat kürzlich die Erprobung seines Massenprodukts angeschlossen, der A-300-Solarzelle. Die A 300 sei die effizienteste industriell gefertigte Solarzelle zum
günstigsten Preis, so das Unternehmen. Sie erreicht einen vom National Renewable Energy Laboratory gemessenen Wirkungsgrad von 21,5 % und damit einen Weltrekord. Die Fachzeitschrift
"analogZONE", hatte die A 300 in der Kategorie “Green Technology" zum Produkt des Jahres gekürt.
23.03.2004 Quelle: SunPower Corporation
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Messe Freiburg: Erweiterung beschlossen, Grundstein für weiteres Wachstum der Intersolar gelegt
Der Gemeinderat von Freiburg hat die Vergrößerung der örtlichen Messe beschlossen. Der Baubeginn ist für Anfang 2005 vorgesehen, bis Juni 2006 soll der neue Abschnitt mit insgesamt 8.000
Quadratmetern Fläche stehen. "Die Intersolar 2006 ist bereits in der erweiterten Messe geplant", freuen sich die Veranstalter der Solarfachmesse Markus Elsässer (Solar Promotion) und Klaus W.
Seilnacht (Messe Freiburg). Die neue Halle 4 der Freiburger Messe soll im Nordwesten an die bestehenden Messehallen angebaut werden. Das Foyer vergrößert sich damit um 2.000
Quadratmeter, die Konferenzräume um 1.000 Quadratmeter. "Die Erweiterung sichert Freiburg als Messestandort und ermöglicht der Intersolar ein verstärktes Wachstum", erklärte Seilnacht. Durch
die räumliche Vergrößerung kann auch das Kongress- und Rahmenprogramm der Intersolar weiter ausgebaut werden. "Wir können in Zukunft vermehrt eigene Konferenzen und Kongresse veranstalten",
so Seilnacht.
Die Intersolar hat sich in den letzten Jahren als größte Fachmesse für Solartechnik in Europa etabliert. Zur diesjährigen Veranstaltung vom 24. bis 26. Juni erwarten die Veranstalter auf
15.000 m² 280 Aussteller und 11.000 Besucher aus aller Welt. 25 % der Aussteller kommen aus dem Ausland.
Aktuelle Informationen zur Intersolar 2004 im Internet unter
http://www.intersolar.de
23.03.2004 Quelle: Solar Promotion GmbH
BMU: Marktanreizprogramm soll noch in diesem Jahr evaluiert werden
Das Bundesumweltministerium (BMU) will die Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien neu bewerten lassen. Ein Auftrag für eine Studie zum Marktanreizprogramm soll in Kürze
vergeben werden, kündigte das BMU an. Die Evaluierung der Förderung von Einzelmaßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien (Marktanreizprogramm) im Zeitraum von Januar 2002 bis
einschließlich August 2004 wird vom BMU öffentlich ausgeschrieben und soll von Juni 2004 bis September 2004 erfolgen.
Einen Schwerpunkt der "Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien" vom 13.12. 2003 bildet die Förderung von Solarkollektoren zur Heiz- und
Brauchwassererwärmung. Der Zuschuss für Kollektoren beträgt aktuell 110€ / je angefangenem Quadratmeter Kollektorfläche. Das Förderprogramm läuft bis zum Jahr 31.12.2006. Anträge für
dieses Programm können bis zum 15.10.2006 gestellt werden.
Neben Solarwärmeanlagen werden über das Marktanreizprogramm auch Photovoltaikanlagen für Schulen, Biomasse- und Biogasanlagenanlagen, Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie und
Wasserkraftanlagen gefördert.
Weitere Informationen unter
http://www.bmu.de/de/800/nj/ausschreibung/evaluierung/
23.03.2004 Quelle: BMU
Emissionshandel: WWF und Greenpeace fordern anspruchsvollen Nationalen Allokationsplan
Mit einem offenen Brief an den Bundeskanzler haben sich die beiden Umweltorganisationen WWF und Greenpeace in die Diskussion um die Einführung des Emissionshandels in Deutschland
eingeschaltet. Die Verbände fordern einen anspruchsvollen Nationalen Allokationsplan (NAP), damit Deutschland in der Europäischen Union ein verlässlicher Partner in Sachen Klimaschutz
bleibe. Der bisherige Kompromiss, den die Staatssekretäre des Umwelt- und Wirtschaftsministeriums ausgehandelt haben, setzt nach Ansicht der Umweltschützer keine ausreichenden
Impulse, um den Kohlendioxidausstoß im erforderlichen Maß zu senken.
Begleitet wird der offene Brief von einer E-Mail-Aktion des WWF. Mit dieser Aktion wollen die Umweltschützer den Kanzler an sein Versprechen erinnern, das er auf dem Weltgipfel für
nachhaltige Entwicklung im September 2002 gegeben hatte. Damals habe Schröder verkündet: "Der Klimawandel ist keine skeptische Prognose mehr - sondern bittere Realität. Diese Herausforderung
verlangt ein entschiedenes Handeln", zitieren die Verbände den Kanzler.
WWF und Greenpeace verlangen von Schröder, dass der Emissionshandel in Deutschland ohne Abstriche und zielstrebig umgesetzt wird. Das Schreiben an den Kanzler, das die beiden Geschäftsführer
Brigitte Behrens (Greenpeace) und Peter Prokosch (WWF) unterzeichnet haben, hat folgenden Wortlaut:
Berlin, 19. März 2004
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
die Auseinandersetzung innerhalb der Bundesregierung um die Einführung des Emissionshandels in Deutschland hat sich zugespitzt. Der in dieser Woche vorgelegte Kompromissvorschlag der
Staatssekretäre sowie die starre Haltung des Bundeswirtschaftsministers stellen die Glaubwürdigkeit der deutschen Klimapolitik insgesamt in Frage. Wir appellieren mit diesem Brief
nachdrücklich an Sie, das von der EU beschlossene Instrument des Emissionshandels in Deutschland konsequent und ohne Abschwächungen umzusetzen.
Der am Mittwoch vorgelegte Kompromissvorschlag, den zuletzt auch der Staatssekretär des Umweltministeriums mittrug, ist aus ökologischer Sicht nicht akzeptabel. Würde er umgesetzt, bestünden
für die Energieunternehmen kaum noch Marktanreize, in effiziente, emissionsärmere Kraftwerke zu investieren. Die Umweltverbände fordern sowohl das Umwelt- als auch Wirtschaftsministerium auf,
stattdessen einen Vorschlag vorzulegen, der tatsächlich zu mehr Klimaschutz führt. Die Tatsache, dass der Bundeswirtschaftsminister selbst diesen aus ökologischer Sicht inakzeptablen
Vorschlag ablehnt, zeigt einmal mehr, dass Minister Clement grundsätzlich kein Interesse an der Einführung des Emissionshandels als Instrument des Klimaschutzes hat. Ohne einen klimapolitisch
wirksamen Emissionshandel wird Deutschland weder das in Kioto zugesagte Klimaschutzziel (-21% CO2 bis 2008-2012) noch das nötige mittelfristige Reduktionsziel (- 40% CO2 bis 2020) erreichen.
Vor diesem Hintergrund appellieren wir nachdrücklich an Sie, den Emissionshandel so einzuführen, dass er klimapolitisch auch wirklich positive Folgen haben kann. Dazu ist es unter anderem
notwendig sicherzustellen, dass klare CO2-Minderungsziele für die erste und die zweite Handelsperiode gesetzt werden, die zumindest der Selbstverpflichtung der deutschen Industrie
entsprechen; Anlagen von neuen Marktakteuren nicht mehr Zertifikate erhalten, als für den Betrieb eines modernen Gas- und Dampf-Kraftwerkes nötig sind; die Übertragung von Emissionsrechten
von alten Anlagen etablierter Marktakteure auf neue Anlagen so geregelt wird, dass wirtschaftliche Anreize zum Bau von modernen, hoch effizienten und damit umweltfreundlichen Kraftwerken
geschaffen werden.
Wir möchten Sie bitten, sich für einen starken Nationalen Allokationsplan im Sinne des Klimaschutzes einzusetzen. Wir hoffen sehr auf Ihre Unterstützung.
22.03.2004 Quelle: WWF World Wide Fund For Nature
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Photovoltaik: Neuer Tagungsband zeigt aktuellen Forschungsstand
Soeben ist ein aktueller Tagungsband des ForschungsVerbunds Sonnenenergie (FVS) erschienen. Unter dem Titel „Photovoltaik –Neue Horizonte“ sind die neuesten Ergebnisse
der Solarzellenforschung aus den Mitgliedsinstituten des FVS gut verständlich zusammengefasst. Das neue Heft steht im Internet als kostenfreier Download zur Verfügung, berichtet der
FVS. Die Photovoltaik hat laut FVS weltweit ein außerordentlich großes Stromerzeugungspotenzial. Sie könne fast überall genutzt werden , da die Sonnenstrahlung von allen
Energiequellen am gleichmäßigsten auf der Erde verteilt sei. Ihre ökologischen und volkswirtschaftlichen Vorteile gegenüber den konventionellen Energien machen Strom aus Solarzellen zu einer
entscheidenden Säule im nachhaltigen Energiemix der Zukunft, betont der FVS.
Forschung und Entwicklung steigern laut FVS die Effizienz, senken die Kosten und ermöglichen neue Einsatzmöglichkeiten für Solarzellen. Innovative Produktionstechniken für dünne
Silizium-Solarzellen können den Materialverbrauch und die Kosten merklich senken, so der FVS. Die Dünnschichtsolarzellen können auch auf flexiblen Trägermaterialien wie beispielsweise Metall-
oder Polymerfolien aufgebracht werden, wodurch sich neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnen. So genannte bifaciale Solarmodule, die das Sonnenlicht mit ihrer Vorder- und Rückseite nutzen,
steigern den Wirkungsgrad deutlich. Neue Ansätze in der Leistungselektronik ermöglichen preiswertere Solarzellenanlagen mit hohen Wirkungsgraden.
Auf Grund technologischer Fortschritte und neuer Materialien erwartet der Forschungsverbund Rekordwirkungsgrade von über 30 % und ein Verkürzung der Energierückzahlzeiten auf unter zwei
Jahre. Solarzellen auf Galliumarsenid-Basis und neue Dünnschichtsolarzellen schaffen den Sprung von der Forschung in den PV-Markt, kündigt der FVS an.
Der Tagungsband "Forschungsziele 2004" kann heruntergeladen werden unter http://www.FV-Sonnenenergie.de in der Rubrik
Publikationen. Außerdem kann er kostenfrei als gedrucktes Heft beim FVS angefordert werden: Forschungsverbund Sonnenenergie; c/o HMI; Kekuléstraße 5; D-12489 Berlin; T (030) 8062-1338
22.03.2004 Quelle: FVS
Solarwärme: Consolar feiert 10-jähriges Unternehmensjubiläum
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Consolar-Geschäftsführer Andreas Siegemund.
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Am 27. März feiert die Consolar GmbH in Frankfurt ihr 10 jähriges Jubiläum mit einem vielfältigen Programm für Fachleute interessierte Privatpersonen. 1994 von vier Ingenieuren gegründet,
hat sich der Hersteller von Solarsystemen zu Beginn mit Innovationen im Solarspeicherbereich einen Namen gemacht. Neben innovativen Kunststoffspeichern, durch die Consolar bekannt wurde, ist
die Palette um Stahlspeicher und Hochleistungs-Sonnenkollektoren erweitert worden, mittlerweile zählt sich das Unternehmen zu den technisch führenden Systemanbietern Europas. Dies
sei auch im letzten Jahr durch den Test der Stiftung Warentest von Solaranlagen für Warmwasser und Heizungsunterstützung bestätigt worden, bei dem Consolar von allen Teilnehmern die besten
Bewertungen in den Disziplinen Anlageneffizienz, Umweltverträglichkeit und energetischer Amortisation erhalten habe, so Consolar in einer Pressemitteilung.
So außergewöhnlich wie die Produkte sei auch die Unternehmensphilosophie, so Consolar. Die Gesellschafter von Consolar hätten von Anfang an Wert darauf gelegt, dass die Mitarbeiter von
Consolar sich bei der Unternehmensentwicklung einbringen. So würden zum Beispiel die Gehälter über ein Abstimmungsmodell von allen Mitarbeitern festgelegt. Die persönliche Entwicklung und
Entfaltung der Mitarbeiter sei ebenso wichtig, wie der technische und wirtschaftliche Erfolg. „Es geht um mehr als nur führende Solartechnik“, meint Andreas Siegemund, einer der
Geschäftsführer. „Zu der Vision einer solaren Energiewirtschaft gehören der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen ebenso, wie der faire und menschliche Umgang mit Kunden,
Lieferanten und den Mitarbeitern untereinander.“ Consolar hat mittlerweile 15 Mitarbeiter und ist an zwei Firmenstandorten in Frankfurt/M und in Lörrach vertreten.
Auf der Feier zum Unternehmensjubiläum wird Andrea Ypsilanti, Landesvorsitzende und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD Hessen, einen Vortrag halten zum Thema „Solarenergie
schafft Arbeitsplätze". Weitere Referenten des Tages sind Dr. Werner Neumann vom Energiereferat der Stadt Frankfurt und Dr. Harry Lehmann vom Institute for Sustainable Solutions and
Innovations. Außerdem gibt es Vorträge mit Führungen zu den Bereichen Firmengeschichte, Entwicklung und Produktion geboten sowie ein Begleitprogramm für Kinder.
Die neueste Entwicklung von Consolar ist der kürzlich eingeführte Warmwasser-Schichtenspeicher COAX 390. Der neue Solarwärmetauscher des COAX mit dreimal besserer Wärmeabgabe als herkömmliche
Systeme wird am 27. März der Öffentlichkeit vorgestellt. Durch den neuartigen Solarwärmetauscher und eine ebenfalls neue Isolierung ist das Gesamtsystem in seiner Klasse nach
Consolar-Recherchen das leistungsfähigste Warmwassersystem Europas.
Für die Großen der Branche wie beispielsweise die Unternehmen Paradigma und Elco-Klöckner, entwickelt Consolar individuelle Lösungen im Solarwärmebereich. Schwerpunkte der technischen
Entwicklung bilden die Wärmetauscher-, Dämmungs-, Regelungs- und Kunststofftechnik. Parallel zur Zusammenarbeit mit den Großkunden wurde ein eigenes Vertriebsnetz für die solare Systemtechnik
in Europa aufgebaut. Consolar hat in neun Ländern Europas Vertragshändler. Mittlerweile seien über 12.000 Systeme mit der patentierten Consolar-Technik im Einsatz und die Produktpalette ist
mit 2 Kunststoff und 10 Stahl-Kombispeichern zur solaren Heizungsunterstützung die breiteste auf dem deutschen Markt.
22.03.2004 Quelle: Consolar GmbH
Bildquelle: Consolar GmbH
Wissenschaftstage des Bundesumweltministeriums zur Offshore-Windenergienutzung
Einen Überblick zum Stand der Entwicklung der Offshore-Windenergienutzung in Deutschland und in Europa sowie zum Stand der begleitenden Forschung zu geben, bieten die international
ausgerichteten Wissenschaftstage des Bundesumweltministeriums (BMU) vom 23. – 25. März 2004 in Berlin. Das BMU veranstaltet die Tagung gemeinsam mit der Forschungszentrum
Jülich GmbH, dem Projektträger PTJ und der Deutschen Energie-Agentur GmbH. Zielgruppe sind Vertreter aus Politik und Fachöffentlichkeit.
Der Ausbau der Windenergie ist ein wichtiger Eckpfeiler zur Erreichung der deutschen und europäischen Klimaschutzziele. An Land decken Windenergieanlagen bereits über 4 % des deutschen
Strombedarfs. Weltweit sind Windkapazitäten von mehr als 30.000 Megawatt am Netz, davon mehr als ein Drittel in Deutschland. Die Nutzung der Offshore-Windenergie bietet laut BMU mittelfristig
das größte Potenzial unter den erneuerbaren Energien. Industriepolitisch werden vor allem in den Küstenländern hohe Erwartungen an die Offshore-Entwicklung auch im Hinblick auf die
Entwicklung exportfähiger Technologien geknüpft.
Um die Wachstumspotenziale umwelt- und naturverträglich nutzen zu können, hat die Bundesregierung unter Federführung des Bundesumweltministeriums im Jahr 2002 die Strategie zur
Windenergienutzung auf See verabschiedet: Die Offshore-Windenergie soll bis zum Jahr 2030 durch einen stufenweisen Ausbau etwa 15 % des deutschen Strombedarfes decken. Bis zum Jahr 2010
sollen in Nord- und Ostsee Windparks mit einer Gesamtleistung von rund 3.000 Megawatt errichtet werden.
Mit dem Bau und Betrieb der ersten 4,5-Megawatt-Windenergieanlagen an Land und der Einrichtung der Forschungsplattform FINO 1 zur Windenergienutzung in der Nordsee wurden in jüngster Zeit
wichtige Fortschritte in Forschung und Entwicklung erzielt.
Veranstaltungsort: ist das Deutsche Architektur Zentrum Köpenicker Straße 48/49, 10179 Berlin (Mitte) Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs
berücksichtigt. Der Kostenbeitrag für die Teilnahme beträgt 30 Euro. Darin enthalten sind Tagungsmappe, Tagungsdokumentation, Mittagessen bzw. Abendimbiss.
Programm und Anmeldung unter
http://www.bmu.de/files/wissenschaftstage_windenergie2004_prog.pdf
22.03.2004 Quelle: BMU
Initiative EnergieEffizienz: kleine Helfer senken den Stromverbrauch
Heimlicher Stromverbrauch lässt sich im Haushalt mit einfachen Maßnahmen aufspüren und stoppen, so die Initiative EnergieEffizienz in einer Pressemitteilung. Die Initiative informiert über
Geräte, mit deren Hilfe sich die Stromkosten wirksam senken lassen. Viele Elektrogeräte im Haushalt verbrauchen unbemerkt Energie. Und das nicht nur im Stand-by-Betrieb: Manche
Geräte ziehen selbst dann Strom, wenn sie direkt am Gerät ausgeschaltet worden sind, betont die Initiative. Nur wer in diesem Fall den Netzstecker ziehe, könne diese weiteren Leerlaufverluste
wirklich stoppen. Eine schaltbare Steckdosenleiste erleichtere das Stromsparen: Mit einem Knopfdruck lassen sich mühelos mehrere Geräte vom Netz nehmen.
Um heimlichen Stromverbrauchern auf die Schliche zu kommen, empfiehlt die Initiative den Einsatz eines Strommessgerätes. Es ermittelt, wie viel Leistung beispielsweise eine vermeintlich
ausgeschaltete Hifi-Anlage aufnimmt. Das Messgerät wird zwischen Steckdose und Netzstecker des betreffenden Elektrogerätes geschaltet. Meist verleihen regionale Energieversorger oder
Verbraucherzentralen die Geräte kostenlos. Der Weg dorthin lohnt sich: Denn wer Stand-by- und andere Leerlaufverluste vermeidet, kann in einem durchschnittlich ausgestatteten Haushalt bis zu
50 Euro pro Jahr einsparen.
Für eine energieeffiziente Nutzung von Kühlschränken genügt eine Innentemperatur von sechs bis sieben Grad Celsius. Dafür reicht oft schon die niedrigste Kältestufe des Kühlschranks. Zur
Kontrolle der Innentemperatur rät die Initiative zum Einsatz eines einfachen Thermometers, das im Kaufhaus oder Baumarkt für wenige Euro zu haben ist.
Auf der Internetseite www.initiative-energieeffizienz.de steht Verbrauchern ein kostenloser Lampen-Vergleichsrechner zur Verfügung. Damit lässt sich zum Beispiel das genaue Einsparpotenzial
einer Energiesparlampe gegenüber einer klassischen Glühlampe ermitteln. Eine weitere Service-Leistung der Homepage ist eine Datenbank für Haushaltsgeräte. Wer etwa eine neue Waschmaschine
kaufen möchte, kann mit Hilfe der Datenbank besonders energieeffiziente Produkte recherchieren. Von mehr als 2.500 Waschmaschinen, Wäschetrocknern, Geschirrspülern sowie Kühl- und
Gefriergeräten können Energie- und Wasserverbrauch, Betriebskosten und Kaufpreis abgerufen werden.
Weitere Informationen zu energieeffizienten Haushaltsgeräten bietet die Initiative EnergieEffizienz rund um die Uhr über die kostenlose Energie-Hotline 0800 - 0736 734 und im Internet
unter
http://www.initiative-energieeffizienz.de
21.03.2004 Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
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Umweltverbände: Fliegen schadet dem Klima stärker als bisher angenommen
Die Umweltverbände BUND, BVF, Germanwatch, ROBIN WOOD und VCD haben beim Auftakt der Internationalen Tourismusbörse (ITB) am 12.03.2004 in Berlin vor Klimaschäden durch den Flugverkehr
gewarnt. Die Gefahr werde weithin unterschätzt. Die Klimaschützer verteilten Postkarten im Design der Warnhinweise auf Zigarettenschachteln an das Messepublikum: "Fliegen verursacht
tödliche Klimaschäden" und "Ihr Bahnschalter oder Ihr Reisebüro kann Ihnen dabei helfen, das Fliegen aufzugeben" stand darauf zu lesen. ROBIN WOOD-Aktivisten klettern den Funkturm auf dem
Messegelände hoch und versuchen, ein Banner mit der Aufschrift "Schützen Sie Kinder - lassen Sie sie nicht Ihre Klimasünden ausbaden" zu befestigen.
Neue, bisher unveröffentlichte Untersuchungen im Auftrag der EU- Kommission belegen, dass Fliegen das Klima etwa doppelt so stark belastet wie lange angenommen, warnen die Umweltverbände.
Neben Treibhausgasemissionen seien weitere klimaschädliche Effekte wie Kondensstreifen und künstliche Wolkenbildung berücksichtigt worden. Der Anteil des Flugverkehrs am globalen
Treibhauseffekt betrage mittlerweile fast 9 Prozent.
"Die neuen Ergebnisse sind bestürzend. Der Flugverkehr verändert die Bewölkung und greift damit direkt in das lokale Klima ein. Den Schaden, den ein durchschnittlicher Autofahrer in fünf
Jahren verursacht, schafft ein Flugzeugpassagier auf der Reise von Frankfurt nach Los Angeles und zurück", stellt Dietrich Brockhagen von Germanwatch fest.
"Die Klimaschäden durch den Flugverkehr sind über Jahre dramatisch unterschätzt worden. Die Konsequenz kann nur heißen: Flugverkehr vermindern", fordert Monika Lege von ROBIN WOOD. Es sei
viel zu wenig bekannt, dass das Flugzeug die schlechteste Klimabilanz von allen Verkehrsmitteln habe. "Schrille Werbung für Billigflüge suggeriert, alle könnten problemlos um die ganze Welt
jetten. Umweltschäden werden dabei mutwillig ausgeblendet," so Lege.
Der Arbeitskreis Flugverkehr der Umweltverbände fordert von der Bundesregierung bis Ende 2004 einen Aktionsplan gegen den Trend zu immer mehr Flugreisen. Besonders Finanzminister Hans Eichel
und Umweltminister Jürgen Trittin müssten zeigen, wie sie das Problem der Klimaschäden durch den Flugverkehr in den Griff bekommen wollen. Als Sofortmaßnahme müsse die Bundesregierung eine
Kennzeichnungspflicht für Flugtickets einführen. Durch deutliche Warnhinweise sollten Reisende über die Klimaschädlichkeit des Fliegens informiert werden.
Zum Arbeitskreis Flugverkehr gehören der Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND), Bundesvereinigung gegen Fluglärm
(BVF), Deutscher Naturschutzring (DNR), Forum Umwelt und Entwicklung, Germanwatch, ROBIN WOOD und Verkehrsclub Deutschland (VCD).
Ein Hintergrundpapier mit den neuen Erkenntnissen zur Klimaschädlichkeit des Flugverkehrs steht im Internet unter: www.bund.net, www.germanwatch.org, www.robinwood.de, www.vcd.org
21.03.2004 Quelle: BUND
Philippinen: Regierung will Geothermie-Projekte in zehn Regionen
Die Regierung der Philippinen hat Mitte März bekannt gegeben, dass landesweit ihn zehn Regionen öffentliche Gebote für die Erschließung geothermischer Felder und den Bau von Kraftwerken
abgegeben werden können. Dies sei Teil der Bemühungen, die enormen Erdwärme-Ressourcen für den Ausbau der Energieversorgung einzusetzen berichtet die Geothermische Vereinigung e.V. in einer
Pressemitteilung. "Diese zehn Regionen wurden sorgfältig hinsichtlich ihrer technischen, umweltrelevanten und rechtlichen Rahmenbedingungen ausgewählt", erklärte der philippinische
Energieminister Vincent Perez. Er betonte, dass diese Aktivität zu den langfristigen Bemühungen seines Landes gehören, "weltweit führend in der Entwicklung der geothermischen Energie zu
werden," und fügte hinzu, dass bereits sieben Gesellschaften Interesse bekundet hätten, sich an der Bieterrunde zu beteiligen. Interessierten Unternehmen bleiben fünf Monate für Bewertung der
in Frage kommenden Gebiete. Die Angebote müssen bis zum 30. Juli 2004 abgegeben worden sein.
Aus den von der nationalen Energiebehörde veröffentlichten Daten geht laut Geothermischer Vereinigung hervor, dass die zehn Regionen über eine erschließungsfähige Kapazität von 300 bis 470
Megawatt (MW) verfügen. Es handle sich um die geothermischen Felder von Monito-Babayon und Rangas-Tanawon in der Provinz Sorsogon, Biliran (Provinz Ost-Visayas), Amacan (Nord-Davao), Dauin
(Westliches Negros), Natib (Bataan), Mabini (Batangas), Montelago (Östliches Mondoro) und Mt. Kabalian (Leyte).
21.03.2004 Quelle: Geothermische Vereinigung e.V.; EnergyReview.Net; Alfean Hardy
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Freiburger Hotel betreibt umweltfreundliches Blockheizkraftwerk
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Die Macher des BHKW: Fachplaner Ferdinand Biselli; Intallateur Horst Gengler; Hotelbetreiber Klaus Meier und Projektbetreuer Rainer Schüle (von links).
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Das Park Hotel Post in Freiburg produziert seit kurzem Strom und Wärme mit einem hocheffizienten Blockheizkraftwerk (BHKW). Zusätzlich liefert eine Solaranlage Wärme und unterstützt damit
das BHKW. Die Investition wurde vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des Programms "Klimaschutz-Plus" gefördert. Dank dieses Engagements wurde das Hotel von der Energieagentur Regio Freiburg
im Rahmen eines europäischen Projektes als "REST-Hotel" ausgezeichnet (Renewable Energy for Sustainable Tourism). „Wir sind begeistert von dieser innovativen Technik“
freut sich der Hotelinhaber, Klaus Meier. „Wir erzeugen unseren eigenen Strom mit dem Blockheizkraftwerk. Die Abwärme nutzen wir für die Warmwasserbereitung und die Heizung. Eine
unglaublich effektive und effiziente Energiegewinnung", so Meier. Während die Wärme bei der Stromerzeugung in herkömmlichen Kraftwerken meist ungenutzt bleibt, kann in Blockheizkraftwerken
die Abwärme des Stromgenerators zur Warmwasserbereitung und Heizung verwendet werden. Die Brennstoffausnutzung ist höher, die Umwelt wird dadurch nachhaltig geschont. Über 20 Quadratmeter
Kollektorfläche liefern zusätzlich schadstofffrei Solarwärme und unterstützen das Blockheizkraftwerk. „Die im Probebetrieb der letzten Monate gewonnene Menge an Sonnenenergie übertrifft
unsere positiven Erwartungen deutlich“ berichtet Klaus Meier.
Die Energieagentur Regio Freiburg hat das Energie- und Umweltkonzept für das Park Hotel Post im Rahmen der europaweiten Energiesparkampagne REST begleitet. „Ziel der Kampagne war es,
den Energieverbrauch in Hotels zu senken und die Nutzung erneuerbarer Energien zu verstärken “ berichtet Udo Schoofs, Projektleiter bei der Energieagentur Regio Freiburg. 17 Hotels in
der Region haben sich an der Kampagne beteiligt, die zwei Jahre lang von der EU gefördert wurde.
„Wir freuen uns, dass die REST-Kampagne zu einer Sensibilisierung des Hotelgewerbes in der Region zum Thema Energieverbrauch und Energieerzeugung geführt hat. Die heutigen modernen
Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energien ist in den Blickwinkel der Hoteliers gerückt und wird vermehrt als Möglichkeit zur Senkung des Energieverbrauchs erkannt“ weist Udo
Schoofs auf die Erfolge der EU-Kampagne hin. „Wir haben mit unseren europäischen Projektpartnern vereinbart, dass interessierte Hoteliers auch nach Ende der EU-Förderung weiterhin
REST-Hotel werden können“ berichtet Udo Schoofs weiter.
Seit Anfang Februar werden Energieberatungen für Hotels und andere Gewerbebereiche wieder vom Land Baden-Württemberg gefördert. Gewerbetreibende erhalten über das Förderprogramm
Klimaschutz-Plus einen Zuschuss von bis zu 50% der Beratungskosten. Gefördert werden allerdings nur professionelle Energieberatungen. Ein solches Gutachten umfasst eine detaillierte Analyse
der Gebäudehülle und der Heiz- und Anlagentechnik. „Die Investition in eine Energieberatung lohnt sich“ berichtet Rainer Schüle, Geschäftsführer der Energieagentur Regio Freiburg.
„Die Energiekostenersparnis durch die Umsetzung der von uns vorgeschlagenen Maßnahmen übersteigt die Beratungskosten um ein Vielfaches“. Genaue Informationen erhalten
interessierte Hoteliers bei der Energieagentur Regio Freiburg unter 0761-79177-10.
20.03.2004 Quelle: Energieagentur Regio Freiburg
Bildquelle: Energieagentur Regio Freiburg.
Wuppertal Institut sucht "WISIONS of sustainability"
Eine neue Initiative des Wuppertal Instituts sammelt, fördert und verbreitet weltweit Projekte aus den Bereichen erneuerbare Energien sowie Energie- und Ressourceneffizienz. Global denken
- lokal handeln, dieser Leitgedanke ist von zentraler Bedeutung für die Umsetzung einer Nachhaltigen Entwicklung, so das Wuppertal Institut in einer Pressemitteilung. Viele gute Ideen
warteten noch auf ihre Verwirklichung. Hilfreich dabei sei zu wissen, welche Projekte bereits anderswo erfolgreich durchgeführt wurden. WISIONS, die neue Initiative des Wuppertal Instituts,
hat zum Ziel, weltweit beispielhafte Projekte aufzuspüren, sie zu verbreiten und gleichzeitig die Realisierung neuer, viel versprechender Projektideen zu fördern. Mit Blick auf die
Zielsetzungen der im Juni stattfindenden internationalen Konferenz "Renewables 2004" stehen bei WISIONS intelligente und nachhaltige Energieprojekte im Vordergrund. Unterstützt wird das
Wuppertal Institut dabei von der Schweizer Stiftung ProEvolution.
Projekte und Good Practice-Beispiele
Mit SEPS, dem "Sustainable Energy Project Support", werden noch nicht realisierte, innovative Projektideen mit globaler Ausstrahlung im Bereich der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz
gefördert. SEPS will helfen, Hindernisse bei der Umsetzung zu überwinden, zum Beispiel durch die Vermittlung von Expertenwissen, finanzielle Unterstützung oder die Vermittlung an andere
Interessengruppen und Geldgeber. Die eingehenden Projektideen werden anhand international angewandter Kriterien bewertet und müssen eine konsistente Umsetzungsstrategie verfolgen.
PREP "Promotion of Resource Efficiency Projects" sucht bereits erfolgreich durchgeführte und nachahmenswerte good practice-Beispiele aus dem Bereich Energie- und Ressourceneffizienz zu
wechselnden Themenfeldern. Erstes Thema ist die "Ressourceneffizienz im Bausektor“ mit Schwerpunkt auf erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Die vielversprechendsten und am besten
zur Verbreitung geeigneten Projekte sollen in einer Broschüre und im Internet veröffentlicht werden.
20.03.2004 Quelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
Elektrizitätserzeugung 2003: Acht Prozent des Stroms aus Erneuerbaren
Kohle und Kernenergie sind laut Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) nach wie vor die Säulen der Stromversorgung. Die erneuerbaren Energien hatten mit 45 Milliarden Kilowattstunden
(kWh) im vergangenen Jahr acht Prozent Anteil an der Gesamtproduktion. Das meldet VDEW nach ersten Erhebungen. Braun- und Steinkohle machten laut VDEW 2003 zusammen mit 280
Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) wie im Vorjahr die Hälfte der Stromproduktion in Deutschland aus (2002: 269 Mrd. kWh). Die Kernenergie kam mit 156 Mrd. kWh auf einen Anteil von 28 (29)
Prozent (2002: 156 Mrd. kWh; 29 %). Erdgas sei 2003 mit 55 Mrd. kWh oder zehn (neun) Prozent am Energiemix beteiligt (2002: 51 Mrd. kWh; 9%).
Im Bereich der erneuerbaren Energien waren die Wasserkraft mit rund 20 Mrd. kWh und die Windenergie mit 19 Mrd. kWh die wichtigsten Energiequellen. Biomasse und biologischer Müll steuerten
nach Angaben des Branchenverbandes gut 5 und Photovoltaik 0,3 Mrd. kWh Strom bei. Die Einspeisungen privater Erzeuger seien in diesen Werten jeweils enthalten.
20.03.2004 Quelle: VDEW
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Grüne: Opposition ist blind gegenüber Herausforderungen des Klimawandels
„Die Opposition hat schon während der Flutkatastrophe bewiesen, dass sie von Klimaschutz keine Ahnung hat. Nun versucht sie in gewohnt dummdreister Manier Ökologie und Ökonomie
gegeneinander auszuspielen". Das erklärte Steffi Lemke, Politische Bundesgeschäftsführerin von Bündnis 90/ Die Grünen zu den Stellungnahmen und Angriffen von CDU und FDP in Sachen
Emissionshandel. CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer und der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle, würden düstere Bedrohungsszenarien für den
Wirtschaftsstandort Deutschland an die Wand malen, kritisiert Lemke. Das Gegenteil sei der Fall: Nur jene Volkswirtschaften seien zukunftsfähig, die mit den Herausforderungen des Klimawandels
fertig würden und ihren Ausstoß klimaschädlicher Gase deutlich senken. Dafür biete der Emissionshandel effiziente und marktfreundliche Instrumente, betont die grüne Bundesgeschäftsführerin.
Die Vorschläge des Bundesumweltministers würden sich voll mit der freiwilligen Reduktionsverpflichtung der deutschen Industrie decken. Von Wirtschaftsfeindlichkeit könne daher keine Rede
sein.
Auch der Vorwurf, der Allokationsplan benachteilige bewusst die Steinkohle, zieht laut Lemke nicht: Der Emissionshandel schaffe Anreize zum Bau besonders effizienter Anlagen. Die Entscheidung
über die verwendete Technik und den Brennstoff treffe jedoch das Unternehmen. Damit hätten auch neue, effiziente Kohleanlagen als Ersatz alter Kohlekraftwerke durchaus eine Chance, betont
Lemke.
Die rot-grüne Koalition habe in den letzten Jahren eine Revolution auf dem Energiemarkt begonnen – hin zu mehr erneuerbaren Energien und höherer Effizienz. Dabei sei eine zukunftsfähige
Branche mit glänzenden Exportchancen und Hunderttausenden von Arbeitsplätzen entstanden. Die Opposition sei blind gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels und den Chancen des
Energiewandels, so Lemke. Wenn sie jetzt Ängste schüre, sabotiere sie die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und gefährde die Arbeitsplätze der kommenden Jahrzehnte.
19.03.2004 Quelle: Bündnis 90/ Die Grünen
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CDU-Generalsekretär Meyer: Emissionshandel gefährdet Arbeitsplätze
"Die Art und Weise, wie die Minister Trittin und Clement mit dem Thema Emissionshandel umgehen, führt zur mutwilligen Gefährdung von Tausenden Arbeitsplätzen". Das erklärte
CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer anlässlich des rot-grünen Streits über den nationalen Allokationsplan (NAP) für den europäischen Emissionshandel. Rot-Grün wolle aus ideologischen Gründen,
dass Deutschland als Musterknabe auf europäische Standards noch draufsattle - mit schlimmen Folgen für Wirtschaft und Jobs, befürchtet Meyer. Die Frage, ob in Deutschland in
Zukunft noch Energieerzeugung in konventioneller Kraftwerkstechnik möglich sei und ob die deutsche Wirtschaft in stromintensiven Sektoren noch wettbewerbsfähig bleibe, habe Trittin für sich
offenbar schon mit Nein beantwortet, so der CDU-Generalsekretär.
Schon jetzt lägen beim Kraftwerksbau nachweisbar Investitionen in Milliardenhöhe auf Eis, weil Unternehmen angesichts der von Trittin geplanten Mehrbelastungen keine Planungssicherheit
hätten, kritisiert Meyer. Bundeswirtschaftsminister Clement werde daran gemessen werden, ob er eine klare Position zugunsten von Wirtschaft und Arbeitsplätzen und gegen Trittin, die Grünen
und Teile seiner eigenen Partei durchsetzen könne.
Auch dem Umweltschutz sei mit Trittins Vorgehen nicht gedient, so Meyer. Eine Abwanderung von energieintensiven Industrien ins Ausland führe dazu, dass die in Deutschland üblichen Standards
nicht durchgesetzt werden könnten. Trittin habe nicht erkannt, dass er mit überzogenen Maßnahmen in Deutschland und der Abwanderung der Arbeitsplätze und Institutionen ins Ausland auch der
Umwelt mehr schade als nutze.
19.03.2004 Quelle: CDU-Bundesgeschäftsstelle
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WBGU: renewables 2004 als Hebel für globale Energiewende nutzen
Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) hat am 17.03.2004 das Politikpapier "Erneuerbare Energien für eine nachhaltige Entwicklung –
Impulse für die renewables 2004" übergeben an die Bundesminister Edelgard Bulmahn (Forschung) und Jürgen Trittin (Umwelt). Die Wissenschaftler schlagen darin konkrete Maßnahmen zur Einleitung
und Förderung einer globalen Energiewende vor. Die Bundesregierung wird aufgerufen, sich auf der Konferenz für die Umsetzung dieser Maßnahmen einzusetzen. Das Papier dient zur
Vorbereitung der Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien, (renewables 2004) die vom 1.-4. Juni 2004 in Bonn stattfindet.
Nationale Selbstverpflichtungen beschließen - Weltenergiecharta vereinbaren
Fortschrittswillige Länder sollten sich laut WBGU auf quantitative Ziele für den nationalen Ausbau erneuerbarer Energien verpflichten. Dabei komme es darauf an, ein breites
Technologiespektrum zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen und zur Steigerung der Energieeffizienz zu verwenden und weiter zu entwickeln. Die Zielvereinbarungen müssen die nachhaltigen
Potenziale der einzelnen Energiequellen berücksichtigen. Ein herausragendes Ergebnis der Konferenz sollte eine globale Energiestrategie in Form einer Weltenergiecharta sein. Diese sollte die
wesentlichen Elemente einer nachhaltigen, globalen Energiepolitik enthalten und den relevanten Akteuren als gemeinsame Handlungsgrundlage dienen.
Energiepolitik und –forschung weltweit koordinieren
Der WBGU setzt sich dafür ein, dass zur Koordination der globalen Energiepolitik ein globales Ministerforum für nachhaltige Energie eingerichtet wird. Mittelfristig sollte die Gründung einer
internationalen Agentur für nachhaltige Energie angestrebt werden. Gleichzeitig müssen wissenschaftliche Politikberatung und Forschungsbemühungen international verbessert werden: Dazu
empfiehlt der WBGU erstens die Einrichtung eines „Zwischenstaatlichen Ausschusses für nachhaltige Energie“ zur Analyse und Bewertung globaler Energietrends und zum Aufzeigen von
Handlungsoptionen empfohlen. Zweitens soll ein „Koordinationsprogramm zur Weltenergieforschung“ für die internationale Abstimmung und Optimierung nationaler Forschungs- und
Entwicklungsstrategien ins Leben gerufen werden. Der WBGU empfiehlt zudem, in großem Maßstab einige herausragende Modellprojekte der internationalen Zusammenarbeit zu entwickeln, die in
vielen Teilen der Erde die Transformation der Energiesysteme einleiten können. Diese Projekte sollten in Bonn vereinbart werden.
Forschung und Entwicklung gezielt vorantreiben - Vorreiterrolle der EU ausbauen
In den Industrieländern sollen die direkten staatlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Energiebereich nach den Vorstellungen des WBGU bis 2020 mindestens verzehnfacht werden. Der
Schwerpunkt sollte dabei zügig verlagert werden von fossiler und nuklearer Energie auf erneuerbare Energien und Effizienzmaßnahmen. Für Deutschland wird eine fokussierte Forschungs- und
Entwicklungsoffensive empfohlen. Dazu sollten die Mittel für erneuerbare Energien und Energieeffizienz innerhalb der nächsten fünf Jahre verdoppelt werden. Die Bundesregierung sollte in Bonn
ein umfassendes Forschungs- und Entwicklungsprogramm zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz vorstellen.
Der WBGU empfiehlt, innerhalb der EU ehrgeizige Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien bis 2050 festzulegen. Außerdem sollen möglichst rasch EU-weite Energieeffizienzstrategien
beschlossen werden. Der Verkehrs- und Gebäudebereich ist dabei besonders zu berücksichtigen.
Das Politikpapier Erneuerbare Energien für eine nachhaltige Entwicklung – Impulse für die renewables 2004 (24 S.) kann heruntergeladen werden als
PDF-Dokument unter http://www.wbgu.de/wbgu_pp2004.pdf
19.03.2004 Quelle: WBGU
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DLR-Studie: "Erneuerbare" werden Energieträger der Zukunft
"Erneuerbare Energien sind verlässliche Garanten für eine zukunftsfähige Energieversorgung". Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren einer Studie, die am 18.03.2004 von Bundesumweltminister
Jürgen Trittin im Rahmen einer Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt wurde. Wie die Bevölkerung weiterhin sicher mit Energie versorgt werden kann, haben Wissenschaftler unter der
Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in verschiedenen Szenarien aufgezeigt. Die Studie hebt auch darauf ab, wie die noch vorhandenen fossilen Ressourcen
effizient genutzt und wie gleichzeitig die betriebs- und volkswirtschaftlichen Belastungen verträglich gestaltet werden können. Das DLR hat für die Studie mit dem Institut für Energie- und
Umweltforschung (ifeu) in Heidelberg und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie zusammengearbeitet.
Wird der energiepolitische Einstieg in die Nutzung erneuerbarer Energien jetzt vorgenommen, können die Weichen für eine Ablösung der fossilen Energieträger bis zur Jahrhundertmitte gestellt
sein, so das Fazit der Studie. Voraussetzung sei jedoch, dass die politischen Akteure in die Lage versetzt werden, die Auswirkungen eines Ausbauprozesses und seine Wirkungen bereits heute
möglichst genau beurteilen zu können.
In ihrer Analyse hätten die Wissenschaftler unter der Leitung von Dr. Joachim Nitsch vom Institut für Technische Thermodynamik alle wesentlichen zu erwartenden Auswirkungen auf die
Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft betrachtet, so das DLR in einer Pressemitteilung. Die heute genutzten Techniken für erneuerbare Energien befänden sich in einer frühen Phase der
Marktentwicklung und ihre Kosten seien noch höher als jene der konventionellen Konkurrenzsysteme. Wie die Kostenentwicklung in volkswirtschaftlich sinnvollen Ausbaustrategien in mehreren
Dekaden bewältigt werden kann, sei daher ebenfalls Gegenstand der Untersuchung gewesen. Ebenso untersuchten die Forscher die Umweltauswirkungen und die Potenziale der Erneuerbaren Energien
unter Berücksichtigung von Landschafts- und Naturschutzbestimmungen.
Verschiedene Szenarien wurden aufgestellt: von rein technisch-strukturell nutzbaren erneuerbaren Energiepotenzialen (Variante Basis) bis zu einer Variante "NaturschutzPlus", die langfristig
auch unter strengen Naturschutzauflagen für die Nutzung erneuerbarer Energien zur Verfügung stehe. Neben den Naturschutzvarianten haben die Wissenschaftler ihre Szenarien nach dem
Energiebedarf in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr unterschieden sowie nach verschiedenen Preisvarianten, die je nach angenommener Entwicklungstendenz berechnet wurden.
Letztlich müsse jeder Verbrauchssektor seinen Fahrplan für den Ausbau der erneuerbaren getrennt bestimmen. Die Vorreiterrolle werde weiterhin der Stromversorgung zugeschrieben. Wenn die
bereits eingeleitete Wachstumsdynamik fortgesetzt wird, könne der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 die 30 Prozent-Marke überschreiten. Im Wärmemarkt könne
der Wachstumsprozess erst nach einem geforderten "Wärmegesetz" beginnen. Bis 2050 sei aber auch hier ein Anteil von 45 Prozent möglich.
Ein konsequenter Ausbau könne dann in der zweiten Jahrhunderthälfte zu einer vollständigen Ablösung fossiler Energieträger führen, unter anderem auch durch den sukzessiven Einstieg in die
Wasserstoffwirtschaft, so die Autoren der Studie.
Eine Kurzfassung der Studie "Ökologisch optimierter Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland" kann herunter geladen werden.
beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Berlin unter http://www.bmu.de
19.03.2004 Quelle: DLR
Sunways AG: Tausendster Solar Inverter NT ausgeliefert
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Sunways Solar Inverter NT
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Die Konstanzer Sunways AG , Hersteller von Solarzellen und Wechselrichtern, meldet die Auslieferung des tausendsten Wechselrichters „Sunways Solar Inverter NT“. Das Unternehmen
setze damit die im vergangenen Jahr erfolgreich begonnene Vermarktung dieses innovativen Gerätes fort, heißt es in einer Pressemitteilung der Sunways AG. Der Solar Inverter NT sei
ein Senkrechtstarter in der Solarbranche, berichtet Sunways. Bei seiner ersten Vorstellung auf dem Symposium für Photovoltaische Solarenergie 2003 wurde er mit dem Innovationspreis
ausgezeichnet. Er umfasst das neuartige Technologiekonzept HERIC (Highly Efficient & Reliable Inverter Concept), das in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesystem
ISE entwickelt wurde. Damit erziele der Solar Inverter den bisher höchsten europäischen Wirkungsgrad von 96,4 Prozent. Der Betreiber könne so mit seiner Solarstromanlage einen deutlich
höheren Ertrag erwirtschaften.
Das große Interesse im vergangenen Jahr auf der Messe „Intersolar“ in Freiburg an diesem Gerät habe vermuten lassen, dass der Sunways Solar Inverter ein Erfolg werde, so Roland
Burkhard, Vorstand der Sunways AG. Dass das Gerät nicht nur technisch, sondern auch optisch überzeugt, belegt der im Januar erhaltene iF Design Award, der für herausragende Leistungen im
Bereich Produktdesign verliehen wird. Ein Wechselrichter ist das Herz einer Solarstromanlage: Er wird benötigt, um die durch die Solarzellen erzeugte Energie in das öffentliche Stromnetz
einzuspeisen.
19.03.2004 Quelle: Sunways AG
Bildquelle: Sunways AG
Emissionshandel: NABU warnt Bundesregierung vor Streit auf Kosten des Klimaschutzes
Der Naturschutzbund NABU hat die Bundesregierung aufgefordert, den Streit um den Emissionshandel umgehend zu beenden und den Weg für einen wirksamen Klimaschutz in Deutschland entschlossen
weiterzuverfolgen. "Die Klimaschutzziele kann Deutschland nur erreichen, wenn die Industrie beim Wort genommen wird und ihre Zusagen zur Emissionsminderung auch einhält", sagte NABU-Präsident
Olaf Tschimpke. Der Emissionshandel sei schließlich ein modernes und nachhaltiges Instrument der Zukunftssicherung und kein Gut, um das nach Belieben neu gefeilscht werden
könne.
Der NABU warnt Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement davor, wichtige Fortschritte beim Klimaschutz mit einer "starrsinnigen Blockadehaltung" zu verhindern. "Der Wirtschaftsminister
sollte sich nicht zum Anwalt eines Selbstverpflichtungsschwindels machen", sagte Tschimpke. Wenn sich die Bundesregierung weiter an ihren Zielen messen lassen wolle, dürfe sie im
Allokationsplan auch nicht mehr Emissions-Zertifikate verteilen, als es das selbst gesteckte Klimaschutzziel zulasse.
"Wenn sich Clement mit seinen Vorschlägen in diesem Konflikt durchsetzt, scheitert Deutschland bei der Erfüllung der Kyoto-Ziele und damit auch die EU-Klimaschutzpolitik", so Tschimpke. Der
Gestaltungs-Rahmen stehe längst fest und sollte endlich von der gesamten Koalition mitgetragen werden. "Nur mit dem Emissionshandel wird man auch einen Investitionsschub und neue
Arbeitsplätze einer zukunftsfähigen Energiewirtschaft erreichen", so der NABU-Präsident.
18.03.2004 Quelle: NABU
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FDP-Sprecherin Homburger: "Tohuwabohu beim Emissionshandel beenden"
Zwei Wochen vor dem Ablauf der Abgabefrist des nationalen Allokationsplans (NAP) bei der EU-Kommission herrsche innerhalb der Bundesregierung das "blanke Chaos", erklärte die
umweltpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Birgit Homburger, zu dem gescheiterten Kompromiss bei den Verhandlungen zwischen Umweltminister Jürgen
Trittin und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement. "Es ist ein Skandal. Die Staatssekretäre aus dem Umwelt- und Wirtschaftsministerium verständigen sich auf einen Kompromiss. Dieser
wird von Wirtschaftsminister Clement prompt abgelehnt" heißt es in der Presseerklärung von Homburger. Da sich Umwelt- und Wirtschaftsminister offensichtlich nicht einigen könnten, sei jetzt
ein Machtwort des Bundeskanzlers fällig, fordert Homburger.
Die FDP fordert eine bedarfsgerechte Zuteilung der Emissionsrechte für den Zeitraum von 2005 bis 2007. Die deutsche Industrie habe bereits beträchtliche Erfolge bei der Reduktion von
Treibhausgasen vorzuweisen, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Das Kyoto-Ziel sei in erreichbarer Nähe. Der Emissionshandel sei für Deutschland ein völlig neues Instrument, auf das
sich die Industrie in der ersten Phase zunächst insbesondere organisatorisch einstellen können müsse. Schließlich habe die Bundesregierung Deutschland "miserabel" auf den Emissionshandel
vorbereitet, so Homburger. Politisch verordnete Zwischenziele seien nicht nötig.
Mit dem Emissionshandel werde das klimapolitische Ziel sicher erreicht, betont die FDP-Politikerin. Um Doppelbelastungen zu vermeiden, sollten andere Instrumente, zurückgefahren werden oder
ganz entfallen, zum Beispiel die Ökosteuer Statt dessen denke Rot-Grün sogar an deren Erhöhung. Die FDP fordert die Bundesregierung auf, sich endlich endgültig zu einigen und dem Parlament
ein Gesamtkonzept vorzulegen.
18.03.2004 Quelle: FDP Bundestagsfraktion
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SPD zum Emissionshandel: Chancen sehen für die Verbindung von Arbeit und Umwelt
Der Emissionshandel ist ein wichtiges Instrument für einen gemeinsamen Klimaschutz in der Europaeischen Union und darüber hinaus. Das erklärten der stellvertretende Vorsitzende der
SPD-Bundestagsfraktion, Michael Mueller und die umweltpolitische Sprecherin, Ulrike Mehl zu den durch ein Veto des Bundesministers für Arbeit und Wirtschaft, Wolfgang Clement, ins Stocken
geratenen Beratungen zum Emissionshandel. Auf der Basis der Kyoto-Verpflichtungen sei der Emissionshandel die Grundlage für eine verbindliche Umsetzung der Reduktionsziele von
CO2 und anderen Treibhausgasen bis zum Jahr 2012. Die Fraktionen seien seit einiger Zeit beteiligt und würden "in angemessener Form einbezogen", heißt es in der Pressemitteilung der
SPD-Bundestagsfraktion. Die SPD-Fraktion sei sicher, dass die Ausgestaltung des Emissionshandels die Führungsrolle Deutschlands beim Klimaschutz bestätigen werde.
Bei einem "guten Willen" aller Beteiligten werde sie auch wirtschaftlich erfolgreich sein. Die Verbindung von Arbeit, Innovationen und Umwelt sei die Linie, welche die SPD beim Klimaschutz
verfolge. Sachliche und ausreichende Beratungen seien beim Emissionshandel richtig, aber dabei gehe es nicht um das ob, sondern um das wie.
Der Emissionshandel sei nicht nur ein wichtiges Instrument der ökologischen Modernisierung, er sei auch kompliziert und müsse deshalb sorgfältig beraten werden. Dabei habe es in den letzten
Wochen deutliche Annäherungen in der Sache gegeben, so die beiden SPD-Sprecher.
Dennoch verfolge der Klimaschutz eine andere "Regulierungsmethodik" als die bisher übliche. Das sei ein Teil des Problems. Insgesamt müsse ein Weg gefunden werden, der den drängenden Fragen
der Klimapolitik gerecht wird und gleichzeitig für Wirtschaft und Arbeitsmarkt, besonders in den klassischen Industriestrukturen, verträglich sei. Zudem dürfe es nicht sein, dass einzelne
EU-Länder die Beschlüsse umsetzten, während andere sich vor dem notwendigen Klimaschutz drücken.
18.03.2004 Quelle: SPD-Bundestagsfraktion
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"Conergy R 6000" regelt Solarwärmesysteme per "Data Stick"
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Data-Stick mit PC-Adapter (links); Solarregler R 6000.
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Das innovative Reglerkonzept der Hamburger Conergy AG bietet optimale Unterstützung zur intelligenten Funktionssteuerung von Solarwärmeanlagen. Mit einem multifunktionalen, transportablen
Datenspeicher (Data Stick) können vorab definierte Einstellungen bereits vor der Fahrt zum Kunden in der Zentrale programmiert werden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der
Installateur überspielt die Daten später einfach und schnell per „Plug and Play“ in den mikroprozessor-gesteuerten Regler im Heizungsraum. Das vermeide die langwierige
manuelle Eingabe der Werte bei der Inbetriebnahme und reduziere Eingabefehler drastisch. Der Data Stick vereinfache zugleich die Datenaufzeichnung und die Einstellung der Leistungswerte der
Reglers.
Über ein Schnittstellenmodul kann der Data Stick auch zum mobilen Aufladen vorkonfigurierter Standardinstallationen per PC oder Notebook genutzt werden. Bei komplexeren Solarsystemen bietet
Conergy auf Anfrage einen zusätzlichen Programmierservice. Das gesamte Anlagenschema wird anhand der Kundenwünsche mit allen Einstellwerten von den Spezialisten der Conergy auf einem Data
Stick gespeichert. Der Installateur überspielt die Einstellungen vor Ort innerhalb weniger Sekunden. Das erleichtere und beschleunige auch die Nachrüstung von Sondersystemen, beispielsweise
für eine künftige Schwimmbaderwärmung, einen Holzpelletofen, oder zur Einbindung eines Festbrennstoffkessels.
Der Conergy R 6000 Regler bietet Betreibern solarthermischer Anlagen größtmöglichen Anwenderkomfort über eine intuitive Benutzerführung und ein modernes Design. Das große, beleuchtete
Grafikdisplay zeigt, worauf es ankommt: Piktogramme schaffen auf einen Blick Übersicht für die reibungslose Steuerung mehrerer Kollektorfelder und Speicher. Verschiedene
Anlagenschutzfunktionen verhindern beispielsweise die Überhitzung der Anlage, auch in Urlaubszeiten, und sichern damit den reibungslosen Betrieb der Solarwärmeanlage. Zur Effizienzanalyse
können Anlagendaten und auch Energieertragsmessungen per Data Stick aufgezeichnet und auf einen PC überspielt werden. Auch bei der Bedienung des R 6000 Solarreglers geht Conergy neue Wege:
die Logik der intuitiven Menüführung kennen Anwender bereits von ihrem PC. Mit „Escape“ und „Enter“ springt man durch die Menüebenen. Mit "+" und "-" ändert man die
Werte, oder wechselt die Eingabepunkte. Eingabefehler werden per „Escape“ auf den ursprünglichen Wert zurückgestellt. Ist man sich hingegen sicher, drückt man einfach
„Enter“.
Wer die Sommerwärme intelligent nutzen will, dem bietet Conergy auch bei Solarsystemen zur reinen Trinkwassererwärmung eine preiswerte Zusatzausstattung. Ein extra Relais stellt sicher, das
bei vollen solaren Trinkwasserspeichern die überschüssige Energie automatisch in das Heizungsnetz eingespeist wird. Über die Thermostatventile am Heizkörper steuern Anwender den Energiefluss
in die gewünschten Bereiche. So steht die zusätzliche Wärme beispielsweise zur Bad-Beheizung oder zur Temperierung eines Home-Office im Keller zur Verfügung, statt ungenutzt zu verpuffen.
18.03.2004 Quelle: Conergy AG
Bildquelle: Conergy AG
Niedersachsen fördert Solarstromanlagen von Landwirten
Das Land Niedersachsen will bis zu 3,5 Millionen Euro für die Förderung von Photovoltaik-Anlagen auf landwirtschaftlichen Anwesen bereitstellen. Die Mittel aus dem
Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) sollen dazu beitragen, den hohen Investitionsbedarf bei der Errichtung von Solarstromanlagen zu decken. Damit werde es möglich, dass
Unternehmen einen Zuschuss in Höhe von 10 Prozent für mehrwertsteuerfreie Kosten von bis zu 50.000 Euro erhalten können, erklärte Niedersachsens Landwirtschaftminister Hans-Heinrich
Ehlen.
Mit dem Photovoltaik-Vorschaltgesetz zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom Dezember vergangenen Jahres können Betreiber von Solarstromanlagen mit hohen Einspeisevergütungen rechnen.
Gerade für niedersächsische Landwirte, die häufig über große Wirtschaftsgebäudedächer verfügen, würden die Vergütungen in Höhe von über 0,50 Euro pro Kilowattstunde nun interessant, heißt es
in einer Pressemitteilung des Landwirtschaftsministeriums. Sofern Standort, Größe, Traglast und Dachneigung stimmten, könnten hier installierte Fotovoltaik-Anlagen wirtschaftlich betrieben
werden. Entsprechende Anträge können bei den Landwirtschaftskammern gestellt werden.
18.03.2004 Quelle: Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Emissionshandel: WWF kritisiert "Blockadepolitik des Wirtschaftsministers"
Nachdem Wirtschaftsminister Wolfgang Clement und Umweltminister Jürgen Trittin auch bei ihrem heutigen Treffen zum Emissionshandel ohne vorzeigbare Einigung auseinandergegangen seien,
rechnet der WWF nicht mehr mit einem Einhalten der Frist für die Fertigstellung des Nationalen Allokationsplans (NAP) am 31. März. "Clement verfolgt die Strategie, das Thema auf die lange
Bank zu schieben und die Frist bewusst verstreichen zu lassen. Dies wäre für Deutschland eine bodenlose Blamage. Ginge es nach dem Minister, würde sich die Bundesrepublik vom Klimaschutz
verabschieden", kritisiert Regine Günther. Klimaschutzexpertin des World Wide Fund For Nature (WWF).
Aus Sicht der WWF-Expertin geht vom deutschen NAP eine wichtige Signalwirkung für die Ausgestaltung des Emissionshandels in der gesamten EU aus. Sollte sich Deutschland beim Klimaschutz keine
ehrgeizigen Ziele setzen und keine Anreize für Investitionen in klimafreundliche Energiegewinnung schaffen, würde dies den bisherigen Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel einen herben
Rückschlag zufügen, befürchtet der WWF. "Die Bundesregierung darf nicht vom Vorreiter zum Totengräber der europäischen Klimapolitik werden", erklärte Günther. Umweltminister Trittin müsse für
eine ambitionierte Ausgestaltung des Emissionshandels kämpfen. Sonst falle das wichtigste Instrument des Klimaschutzes der derzeitigen Mutlosigkeit der Bundesregierung zum Opfer. Es gehe um
viel mehr als nur um einen politischen Etappensieg für Wolfgang Clement.
Nach Informationen des WWF hatte Clement bei dem Treffen am 17.03.2004 in Berlin zentrale Ergebnisse der bisherigen Verhandlungen zwischen seinem Staatssekretär Georg Wilhelm Adamowitsch und
Rainer Baake, Staatssekretär im Umweltministerium, abgelehnt. Somit habe Clement eine Einigung unmöglich gemacht, stellt der WWF fest. Dabei müsse Deutschland der EU bis zum 31. März einen
NAP-Entwurf vorlegen. Geschehe dies nicht, drohe der Bundesrepublik eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof.
17.03.2004 Quelle: World Wide Fund For Nature, WWF
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Grüne: "Emissionshandel ist Lackmustest für glaubwürdige Klimapolitik"
"Wir sehen mit großer Sorge, dass Wirtschaftsminister Clement sich offenbar von einer verantwortungsvollen Klimapolitik verabschieden möchte", kommentiert Reinhard Loske, stellvertretender
Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen, die aktuellen Verhandlungen zum Emissionshandel. Die Financial Times Deutschland (FTD) hat am 17.03.2004 in einer Eilmeldung berichtet, eine
Einigung sei offenbar in letzter Minute am Widerstand von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement gescheitert. Damit drohe Rot-Grün eine Koalitionskrise, so die FTD.
Eine glaubwürdige Politik des Klimaschutzes und der ökologischen Modernisierung gehöre zum Kern der rot-grünen Regierung, stellt Loske fest. Deutschland stehe hier als Vorreiterland auch
innerhalb der EU in einer besonderen Verantwortung. Wichtig bei der Ausgestaltung des Emissionshandels sei ein glaubwürdiges Bekenntnis zum Klimaschutz und zum Kyoto-Protokoll. Die Grünen
erwarten, dass die deutsche Industrie ihre Zusage einhält, die CO2-Emissionen gegenüber 1998 um 45 Millionen Tonnen zu reduzieren. "Ohne Ziele für 2008 bis 2012 wäre der Nationale
Allokationsplan halbiert und könnte als Abrücken vom Kiotoprozess verstanden werden. Dies ist für uns inakzeptabel", heißt es in der Pressemitteilung von Bündnis 90 / Die Grünen.
17.03.2004 Quelle: Bündnis 90 / Die Grünen; FTD
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Grüne: Emissionshandel zum innovativen Klimaschutzinstrument machen
Der Emissionshandel muss so ausgestaltet werden, dass er ein glaubwürdiges Bekenntnis zum Klimaschutz und zum Kyoto-Protokoll darstellt. Das erklärte Reinhard Loske stellvertretender
Fraktionsvorsitzender von Bündnis90 / Die Grünen zur Verabschiedung des Treibhausgas-Emissionshandels-Gesetzes im Deutschen Bundestag. "Wir machen heute mit der Verabschiedung des
Treibhausgas-Emissionshandel-Gesetzes (TEHG) den ersten Schritt zur Einführung des Emissionshandels in Deutschland. Das TEHG ist eine Umsetzung der EU-Richtlinie und bildet die
Rechtsgrundlage für den Emissionshandel", sagte Loske.
Die weitere Gestaltung des Emissionshandels müsse nun zügig erfolgen, so Loske. Die Vorstellungen von weiten Teilen der Industrie und der Opposition liefen auf ein bürokratisches System mit
hohem Vollzugsaufwand, zementierten Strukturen und ohne jede Innovationsanreize hinaus, kritisiert der grüne Fraktionsvorsitzende. "Wir erwarten von der deutschen Industrie, sich fair mit den
Vorschlägen des BMU auseinanderzusetzen. Wir brauchen eine ausgewogene Wahrung der Interessen von Wirtschaft und Klimaschutz. Das vorliegende Modell bietet diese Chance. Was so gern als
Planwirtschaft diskreditiert wird, ist ein marktwirtschaftliches System, das Ziele vorgibt und den Unternehmen weitgehend Freiheit lässt, diese zu erreichen", erklärte Loske. Was gerne
„Versorgungssicherheit“ oder „Erhalt des Energiemixes“ genannt werde, sei in Wahrheit die Zementierung veralteter Strukturen zu Lasten der Steuerzahler und zu Lasten
des Klimas.
Bei der nationalen Umsetzung des Emissionshandels in Deutschland brauche Deutschland Ziele für die Perioden 2005-2007 und 2008-2012. Diese müssten eine glaubwürdige, konsequente Erfüllung der
deutschen Klimaschutzziele im Rahmen des Kioto-Protokolls ermöglichen. Dafür muss die Zuteilung an Emissionsrechten für Industrie und Energiewirtschaft laut Loske in der Periode 2005-2007
deutlich unter 500 Millionen Tonnen pro Jahr liegen. Für die zweite Periode müsse die Reduktionszusage der deutschen Industrie in Höhe von 45 Millionen Tonnen gegenüber 1998 voll eingehalten
werden.
"Die Regeln für den nationalen Emissionshandel müssen ein System schaffen, das leicht zu handhaben und gut zu kontrollieren ist, Transparenz für alle Akteure schafft und Anreize für
frühzeitige Investitionen in innovative Technologien gibt. Der Emissionshandel ist ein Meilenstein moderner Umweltpolitik", betont Loske.
17.03.2004 Quelle: Bündnis90 / Die Grünen
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UVS: Eine Milliarde Umsatz und 4.000 neue Stellen durch Solarstrom
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Solarstromanlagen in 1.000. UVS-Prognose: 100.000 Solarstromanlagen in Deutschland Ende 2004.
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Die deutsche Solarstrombranche wird dieses Jahr rund 4.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Dies teilte die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) am 16.03.2004 in Berlin mit. Die
Umsätze mit Solarstromtechnik seien in den ersten Monaten 2004 deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen, so die UVS. Nach 750 Millionen Euro im Jahr 2003 erwartet die Branche für 2004 nunmehr
einen Endkundenumsatz von einer Milliarde Euro. Dieses Wachstum veranlasst nach Beobachtung der UVS derzeit insbesondere den deutschen Mittelstand, Handwerksunternehmen und den
Maschinenbau verstärkt in die inländische Produktion und den Vertrieb von Solartechnik zu investieren. Obwohl die Einspeisevergütung für Solarstrom gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
auf den Strompreis umgelegt wird, ergäben sich für den Verbraucher durch das rasante Marktwachstum nahezu keine Auswirkungen auf seine Stromrechnung. betont die UVS.
Ende 2003 beschäftigte die deutsche Solarstrombranche ca. 12.000 Arbeitnehmer. Diese Zahl ist nach Angaben der UVS in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen: 1998 seien in diesem Bereich
in Deutschland nur 1.500 Menschen tätig gewesen. Durch das zum 1. Januar diesen Jahres in Kraft getretene neue Solargesetz hätten die meist mittelständischen Solarunternehmer
Investitionssicherheit zum Aufbau moderner Solarfabriken am Standort Deutschland erhalten. Viele dieser Produktionsstätten würden derzeit besonders in den neuen Bundesländern gebaut
beziehungsweise erweitert und damit Arbeitsplätze in strukturschwachen Gebieten schaffen. Die UVS prognostiziert langfristig bis zu 100.000 neue Arbeitsplätze in der deutschen
Solarstrombranche. Insgesamt bieten die erneuerbaren Energien bereits heute 130.000 Menschen zukunftsfähige Arbeitsplätze, mehr als in der Atom- und Kohlewirtschaft zusammen. "Die
Solarbranche hat weltweit das Potenzial der Chipindustrie. Deutschlands Solarindustrie baut derzeit verstärkt Exportkapazitäten auf", erläutert Carsten Körnig, Geschäftsführer der UVS. Schon
heute produzierten deutsche Solarunternehmen mehr als sie im Inland absetzen und exportieren ihre High-Tech-Produkte mit wachsender Tendenz ins Ausland.
Auch die Umsätze mit Solarstromtechnik haben sich rasant entwickelt. Betrugen diese 1998 zirka 80 Millionen Euro, werden sie im laufenden Jahr voraussichtlich erstmals eine Milliarde Euro
erreichen. Die UVS erwartet einen Zubau von zirka 20.000 Anlagen mit einer installierten Leistung von 190 Megawatt peak (MWp). Der Zubau im Jahr 2003 betrug 125 MWp.
Auf den Strompreis des Verbrauchers wird diese Entwicklung auch in Zukunft nahezu keinen Einfluss haben, unterstreicht die UVS. Bei einem vom Privatverbraucher zu zahlenden
Endverbraucherpreis von rund 18 Cent pro Kilowattstunde betrage die darin enthaltene Umlage für eingespeisten Solarstrom 2004 weniger als 0,05 Cent. Auch bei einem weiter rasant wachsenden
deutschen Solarstrommarkt werde diese Umlage im Jahr 2010 weniger als 0,1 Cent betragen und damit keinen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Strompreises haben. Dies gelte
besonders, weil die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung pro Kilowattstunde ins Netz eingespeisten Solarstroms degressiv gestaltet ist. Solaranlagen, die erst nächstes Jahr an das Netz
gehen, erhalten weniger Vergütung als die dieses Jahr in Betrieb genommenen.
17.03.2004 Quelle: UVS
Bildquelle: solarwirtschaft.de
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Bundeskanzler Schröder lädt die Welt zur "renewables 2004" ein
Gerhard Schröder hat die internationale Staatengemeinschaft zur Teilnahme an der "Internationalen Konferenz über Erneuerbare Energien" (renewables 2004) eingeladen. Die Konferenz findet
statt vom 1. bis 4. Juni in Bonn. "Diese Konferenz bietet die Gelegenheit, den entschiedenen politischen Willen der Staatengemeinschaft zu einem Ausbau der erneuerbaren Energien zum Ausdruck
zu bringen" betont der Kanzler in einem Schreiben an alle Regierungen der Welt. Die renewables 2004 eröffne zugleich die Chance, mit konkreten Maßnahmen und Verpflichtungen eine
neue Dynamik bei der weltweiten Entwicklung der erneuerbaren Energien in Gang zu setzen. "Diese Chance sollten wir nutzen", so der Kanzler.
Bundeskanzler Schröder hatte die Konferenz auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg im September 2002 angekündigt. Schröder will die Minister-Beratungen auf der
Konferenz am 3. Juni persönlich eröffnen. Die Konferenz steht unter dem gemeinsamen Vorsitz von Bundesumweltminister Jürgen Trittin und Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul.
Der Bundeskanzler erinnert in seinem Einladungsschreiben daran, dass vom Johannesburg-Gipfel die Botschaft ausgegangen sei, dass ein sicheres und umweltverträgliches Energieangebot eine
zentrale Voraussetzung für Armutsbekämpfung und Entwicklung, für Frieden und Sicherheit in der Welt sei. "In einer effizienten und nachhaltigen Energieversorgung müssen die erneuerbaren
Energien eine wichtige Rolle spielen", unterstreicht der Bundeskanzler.
Als Teilnehmer der Konferenz "renewables 2004" werden Regierungsdelegationen, Vertreterinnen und Vertreter der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen,
Nichtregierungsorganisationen, der Zivilgesellschaft und der Privatwirtschaft erwartet. Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie unter http://www.renewables2004.de.
17.03.2004 Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
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Trittin fordert UN-Umweltorganisation
Für eine Stärkung des Umweltschutzes in den Vereinten Nationen hat sich Bundesumweltminister Jürgen Trittin ausgesprochen. "Die Globalisierung muss umwelt- und sozial verträglicher
gestaltet werden. Dafür braucht es eine kräftige UN-Umweltorganisation", sagte Trittin in Paris auf einer Tagung des französischen Instituts für nachhaltige Entwicklung und internationale
Beziehungen (IDDRI) zur Reform der Internationalen Umweltpolitik. Der Bundesumweltminister forderte eine Aufwertung des bisherigen Umweltprogramms der Vereinten Nationen, (UNEP), zu einer
eigenen UN-Umweltorganisation. Dies sei die Voraussetzung, um mit internationalen Organisationen wie der Welternährungsorganisation (FAO), der Internationalen Arbeitsorganisation
(ILO) oder der Welthandelsorganisation (WTO) auf gleicher Augenhöhe zu verhandeln, so Trittin.
Die Schwäche der derzeitigen Struktur zeige sich darin, dass sich die Umwelt im Spannungsverhältnis beispielsweise zur Entwicklungspolitik oder zur Handelspolitik nur schwer Gehör verschaffen
könne. "Es ist nicht hinnehmbar, dass der Sachwalter der Überlebensfragen dieses Planeten in den Strukturen der Vereinten Nationen weiterhin klein gehalten wird", sagte Trittin. Ziel müsse
sein, eine weltweit anerkannte Stimme für den Umweltschutz zu etablieren. "Wir können ja nicht erwarten, dass jeder UNEP-Exekutivdirektor über die Fähigkeiten eines Klaus Töpfer verfügt,
dessen besondere persönliche Leistung die Strukturschwäche UNEPs häufig verdeckt, sie aber nicht beseitigen kann", so der Bundesumweltminister weiter.
Neben einer Veränderung der UNEP-Stellung im Gesamtgefüge der Vereinten Nationen regte Trittin auch eine interne Änderung der UNEP-Struktur an. Bislang werden die eigentlichen Entscheidungen
von den 58 Mitgliedstaaten des UNEP-Verwaltungsrates getroffen. "Die Legitimität von Entscheidungen halte ich für einen zentralen Punkt. Deshalb sollten alle UN-Mitgliedstaaten effektiv die
gleichen Rechte erhalten", sagte Trittin. Beschlüsse etwa zur Chemikalienpolitik oder zu nachhaltigen Konsum- und Produktionsmustern würden mit größerer Selbstverständlichkeit von sehr viel
mehr Staaten aktiv vertreten, wenn ihre Regierungen auch tatsächlich bei der Entscheidungsfindung mitwirken.
17.03.2004 Quelle: BMU
ÖKO-TEST: Solarwärmeanlagen sind hochwertig und überzeugend
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ÖKO-TEST 3/2004: Sonnenkollektoren, Solarwärmesysteme
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Die Zeitschrift ÖKO-Test präsentiert in ihrem März-Heft die Ergebnisse einer Untersuchung von Sonnenkollektoren und Solarwärme-Systemen. Da alle Kollektoren und Systeme im Test sehr
hochwertig seien, sei auch das Ergebnis überzeugend, so ÖKO-TEST. Die Tests erfolgten durch das Institut für Solartechnik, Prüfung und Forschung (SPF) in Rapperswil in der Schweiz.
Für den Vergleich wählte das SPF zwölf Solarkollektoren, darunter einen ohne Abdeckung, und außerdem drei solarthermische Kompaktsysteme aus. Kriterien für die Auswahl waren die Marktrelevanz
und ein Vertrieb in Deutschland.
Überzeugende Testergebnisse
Fünf von elf Kollektoren erreichen ein "sehr gut", die anderen ein "gut". Der Kollektor ohne Abdeckung wurde nicht in die Bewertung einbezogen, weil er mit den anderen Produkten nicht
vergleichbar ist. Zwei der Systeme erhalten die Gesamtnote "sehr gut"; in Bezug auf die eingesparte Energie sind allerdings alle drei Systeme vergleichbar gut.
Unter den drei solarthermischen Systemen gibt es einen Testsieger, das "Hoval Solkit 6.3". Es ist laut ÖKO-TEST das hochwertigste Produkt, hat allerdings auch seinen Preis, was sich im - wenn
auch knapp - höchsten Preisindex niederschlägt. Zu berücksichtigen seien aber die voraussichtlich längere Lebensdauer und die vermutlich geringeren Wartungskosten. Das Hoval-System verfüge
als einziges über einen langlebigen und korrosionsbeständigen Edelstahlspeicher. In den Stahlspeichern dagegen wird die innen liegende Emailleschicht durch eine Schutzanode ergänzt, um den
Behälter vor Korrosion zu schützen. Die Schutzanode muss alle zwei Jahre überprüft und bei Bedarf ausgetauscht werden. Negativ zu vermerken ist der relativ hohe Strombedarf der Hoval-Anlage.
Ebenfalls "sehr gut" im Gesamturteil ist das preiswerte System "S500S-CH" von Sonnenkraft.
Effizienz und Anwendung
Um die Effizienz der Sonnenkollektoren darzustellen, wurden drei Anwendungsfälle berücksichtigt: die Brauchwassererwärmung für ein durchschnittliches Einfamilienhaus, die
Brauchwassererwärmung gekoppelt mit einer Heizungsunterstützung, und eine Brauchwasservorerwärmung für ein Mehrfamilienhaus. Für jeden Anwendungsfall wurde ein Deckungsanteil definiert und
die dafür notwendige Kollektorfläche berechnet. Da die Förderung von Sonnenkollektoren auf die Bruttofläche bezogen ist, ermittelten das SPF alle Werte in Bezug auf diese Fläche. Um im ersten
Anwendungsfall, der Warmwassererzeugung im Einfamilienhaus, den gewünschten Deckungsgrad von 60 Prozent zu erreichen, benötigt man zwischen 5,0 und 6,1 Quadratmeter
Bruttokollektorfläche.
Vakuumröhrenkollektoren gelten gemeinhin als leistungsfähig, weisen sie doch, bezogen auf die Absorberfläche, zum Teil hohe Energieerträge auf. Wird jedoch die Bruttofläche verwendet,
verändere sich das Bild, so ÖKO-TEST: Die drei Vakuumröhrenkollektoren im Test haben den größten Flächenbedarf, sind teuer und weisen einen entsprechend hohen Preis-Leistungs-Index auf. Sie
seien deshalb abgewertet worden. Der angegebene Indikator sei allerdings ein abstrakter Kennwert, der nicht alle Einflussgrößen berücksichtigt. Er lasse zum Beispiel die Lebensdauer der
Produkte, die Installationskosten, die Kostenersparnis durch Brennstoffeinsparung und die Verzinsung der Investition außen vor, sei aber als Vergleichsgröße durchaus brauchbar.
Qualitätsprüfung und Förderung
Um mit einer solarthermischen Anlage 25 Prozent des Wärmebedarfs für Warmwasser und Raumheizung des für den Test zu Grunde gelegten Modellhauses zu decken, benötigen die untersuchten
Kollektormodelle zwischen 18,7 und 22,6 Quadratmeter Kollektorfläche. Drei Kollektoren haben keine Qualitätsprüfung nach Norm, die in Deutschland im Gegensatz zur Schweiz keine Voraussetzung
für eine Förderung ist. Wenn dieses Gütezeichen fehlte, hat ÖKO-TEST die Anlagen abgewertet und auch kein Gesamturteil "sehr gut" vergeben.
In Deutschland wird für die Kollektorförderung im Marktanreizprogramm zu Gunsten erneuerbarer Energien bislang nur eine Leistungsprüfung verlangt. Ab 1. Juni 2004 werden in Deutschland
Solarkollektoranlagen nur gefördert, wenn der jährliche Kollektorertrag mindestens Q kol 525 kWh/m² bei einem solaren Deckungsanteil von 40 % beträgt und die Sonnenkollektoren die Kriterien
des Umweltzeichens RAL-UZ 73 erfüllen (Flächenbezug entsprechend DIN V 4757-4). Die Bedingungen des "Blauen Engels" erfüllen alle Kollektoren im Test außer dem Sonderprodukt Solardach AS von
Energie Solaire SA, das keine Absorberabdeckung hat.
Mehrere Anbieter hätten kritisiert, dass nur Kollektoren berücksichtigt wurden, die beim SPF in Rapperswil getestet wurden, berichtet ÖKO-TEST. Sie hätten darauf hingewiesen, dass weitere
Kollektoren mit Qualitätsprüfung auf dem Markt erhältlich seien.
Weitere Informationen zur staatlichen Kollektorförderung finden Sie unter
http://www.solarserver.de/marktanreizprogramm.html
Das März-Heft von ÖKO-TEST ist am Kiosk beziehungsweise im Buchhandel erhältlich. Weitere Informationen auf den Internetseiten von ÖKO-TEST:
http://www.oekotest.de/cgi/ot/otgs.cgi?doc=31394
16.03.2004 Quelle: ÖKO-TEST
Bildquelle: ÖKO-TEST
Größte Solarstromanlage der Welt soll im Saarland gebaut werden
Im saarländischen Göttelborn, wird die größte Fotovoltaikanlage der Welt entstehen. Das kündigte der saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf zusammen mit den Investoren an. Die neue
Anlage werde auf dem Gelände des früheren Absinkweihers II des Bergwerkes Göttelborn erreichtet. Sie soll eine Spitzenleistung von 7,4 Megawatt (MW) haben und damit die mit Abstand größte
Fotovoltaikanlage weltweit werden. Mit dem Bau der Solaranlage soll laut Umweltministerium voraussichtlich noch in diesem Jahr begonnen werden.
"Wir werden damit den Spitzenplatz, den das Saarland bei der Nutzung der Fotovoltaik hat, weiter ausbauen", betonte Umweltminister Mörsdorf. Das für die Anlage vorgesehene Bergwerksgelände
sei für die Anlage geradezu ideal, weil so eine Fläche genutzt werde, die andersweitig kaum nutzbar sei. "Hier wird anders als sonstwo kein wertvoller Ackerboden für Solarzellen geopfert",
unterstrich der Minister. Rund 50 000 Solarmodule, die aneinander gereiht eine Länge von 68 Kilometern ergeben, werden bei einer Spitzenleistung von 7,4 Megawatt (MW) im Jahr 7.000
Megawattstunden Strom produzieren.
Damit kann der Strombedarf von 3.500 Haushalten im Jahresmittel abgedeckt und der Ausstoß von 6 300 Tonnen Kohlendioxid im Jahr vermieden werden. Um diesen Strom zu erzeugen, werden in
Göttelborn Solarmodule auf einer Fläche von 165 000 Quadratmetern das Licht der Sonne einfangen und in elektrischen Strom umwandeln. Die von den Modulen bedeckte Fläche entspricht der Größe
von gut 20 Fußballfeldern.
Für den Geschäftsführer der IndustrieKultur Saar (IKS) GmbH, Karl Kleineberg, bedeutet der Bau des Solarparks einen großen Schritt nach vorn für den Zukunftsstandort Göttelborn. "Damit wird
Göttelborn enorm an Image gewinnen, was sicherlich zu interessanten Folgeinvestitionen führen wird", zeigt sich Kleineberg zuversichtlich. Kleineberg: "Über dem Zukunftsstandort Göttelborn
geht jetzt bildlich gesprochen die Sonne auf!" Stefan Kasterka und Steffen Kammler von der City Solar AG, die die Anlage errichten wird, bezifferten die Investitionskosten auf 35 Millionen
Euro. Nach Angaben der Investoren ist die Finanzierung des Solarparks geregelt. "Die Finanzierung ist gesichert und ein Fondsmodell ist darüber hinaus angedacht. Dabei können Kapitalanleger
Anteile an dem Photovoltaikkraftwerk erwerben und durch die gesetzlich garantierte Stromvergütung eine attraktive Rendite erwirtschaften."
Mit einer Spitzenleistung von 7,4 Megawatt wird der Göttelborner "Solarweiher" fast doppelt so groß sein wie die nächstgrößeren Anlagen auf der Welt. Die derzeit größten Anlagen stehen in
Hemau bei Regensburg (4 MW), Rancho Seco in Kalifornien (3,9 MW), Tucson in Arizona (3,78 MW) und in Serre bei Salerno in Italien (3,3 MW). Die Anlage in Göttelborn wird bereits das zweite
solare Großkraftwerk sein, das im Saarland entsteht: Am Saarbrücker Flughafen Ensheim ist derzeit eine Anlage mit einer Spitzenleistung von 1,4 Megawatt fast fertig gestellt. Das Saarland
gehört neben Baden-Württemberg und Bayern zu den Bundesländern mit der höchsten Sonnenscheindauer (zwischen 1700 und 1800 Stunden im Jahr).
16.03.2004 Quelle: Ministerium für Umwelt des Saarlands
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BSi: Nachfrage nach Solarstromanlagen sprunghaft gestiegen
Statt dem noch im November befürchteten Markteinbruch verzeichnet die Solarstrombranche eine sprunghaft gestiegene Nachfrage. Bereits nach zwei Monaten zeichne sich ab, dass das
Marktwachstum in diesem Jahr deutlich über 50% liegen wird, berichtet der Bundesverband Solarindustrie (BSi) in einer Pressemitteilung anlässlich des jährlich stattfindenden
Photovoltaiksymposiums in Bad Staffelstein. Die größte Tagung dieser Art fand von 10. bis 12. März im fränkischen Kloster Banz statt, das auch der CSU für Klausurtagungen dient.
Grund für das große Interesse der Bevölkerung an einem Solarkraftwerk auf dem eigenen Dach ist laut BSi die neue Vergütungsregelung für Solarstrom, die am 1. Januar in Kraft getreten ist. Das
neue Gesetz, das auch von CDU und CSU unterstützt wurde, ersetzt das 2003 ausgelaufene 100.000 Dächer Solarstrom-Programm und führt dazu, dass sich die umweltfreundlichen Solarstromanlagen
allein durch die Einspeisevergütung rechnen können.
"Dass die Nachfrage so schnell anzieht, ist ein großer Erfolg der neuen Einspeiseregelung", so Dr. Winfried Hoffmann, Photovoltaik-Vorstand des BSi. "Das ausgelöste Marktwachstum ist eine
hervorragende Basis für weitere Investitionen der deutschen Solarindustrie. Wenn dieser Ausbau von der Politik begleitet wird, haben wir eine realistische Chance, mit dem Spitzenreiter Japan
zu konkurrieren", so Hoffmann weiter. Die deutschen Unternehmen hätten in den vergangenen 5 Jahren mehr als eine Milliarde Euro in den Aufbau von Solarfabriken investiert. In Produktion,
Vertrieb und Installation seien im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Menschen beschäftigt gewesen.
Der Markterfolg zeigt laut BSi, dass die Bevölkerung bereit ist, in umweltfreundliche und zukunftsträchtige Technik zu investieren, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Solarstromanlagen auf
Gebäuden erhalten jetzt bis zu einer Leistung von 30 Kilowatt (kW) eine Vergütung von 57,4 ct, zwischen 30 und 100 kW 54,6 ct und über 100 kW noch 54,0 ct für jede Kilowattstunde Solarstrom,
die ins Stromnetz eingespeist wird. Da die Vergütung 20 Jahre lang bezahlt wird, rechnen sich die Anlagen und erwirtschaften meist noch eine kleine Rendite, so der BSi.
Für Anlagen auf dem Freiland ist die Vergütung gleich geblieben wie im Vorjahr, doch die Größenbegrenzung ist gestrichen worden. "Sowohl die Kleinanlagen auf den Ein- und Zweifamilienhäusern
mit typischerweise 30 Quadratmetern Solarmodulen als auch die Großanlagen mit über 10.000 Quadratmetern Modulfläche nehmen derzeit zu", so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des BSi, "Auf
dieser Basis wird der Markt kontinuierlich wachsen und die Industrie wie im EEG vorgesehen, die Kosten für den umweltfreundlichen Solarstrom jährlich um 5% senken können", erwartet
Stryi-Hipp. Durch das Marktwachstum würden in diesem Jahr mehrere Tausend neuer Arbeitsplätze im Bereich Photovoltaik geschaffen.
16.03.2004 Quelle: BSI
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Solarbundesliga: 600. Kommune ins Rennen gegangen
Der Burgflecken Schönecken ist die 600. Gemeinde, die sich für die Solarbundesliga qualifiziert hat. Der Eifelort mit 1.800-Einwohnern im Westen von Rheinland-Pfalz rangiert mit 15
Ligapunkten derzeit auf Platz 129 der Liga. In dem Kommunalwettbewerb geht es um die höchste Pro-Kopf-Dichte von Solaranlagen. Veranstalter sind die Deutsche Umwelthilfe e.V. und die
Fachzeitschrift Solarthemen. Ausgetragen wird das Rennen im Internet unter http://www.solarbundesliga.de. Am heutigen
Montag, dem 15. März, um 24 Uhr, endet die Meldefrist für die 4. Deutsche Meisterschaft. In den Vorjahren sei das Feld stets noch in den letzten Stunden kräftig durcheinander gewirbelt,
berichten die Solarthemen in einer Pressemitteilung. Welche Kommunen sich in diesem Jahr die Trophäen sichern können, bleibt bis zum 2. April ein Geheimnis. Dann steigt in Berlin die
Meisterfeier diesmal im Rahmen der Bundeskonferenz regionaler Solarinitiativen, RegioSolar.
Auch der Ort Schönecken hat es einer Solarinitiative aus der Region zu verdanken, dass er jetzt in der Solarbundesliga mitspielt. Der Solarverein Trier hat in dem Ort die Flächen der
Solarkollektoren und die Leistung aller Solarstromanlagen ermittelt. Der Verein veranstaltet seit zehn Jahren Selbstbaukurse für Warmwasserkollektoren, und seine ehrenamtlichen Aktivisten
trommeln in der Region um Trier hartnäckig für die Nutzung der Solarenergie.
Weitere Informationen: http://www.solarbundesliga.de
15.03.2004 Quelle: Solarthemen
renewables 2004: Veranstalter werben um aktive Beteiligung
Bei den thematischen Vorbereitungen zur Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien, renewables 2004, sind ab sofort auch Vorschläge und Anregungen der Öffentlichkeit gefragt. Unter
der Adresse www.renewables2004.de/en/cd/forum.asp haben Interessierte die Möglichkeit, ihre Ideen und Kommentare zum Entwurf des Themenpapiers (Conference Issue Paper) zu
formulieren. Das Conference Issue Paper ist das zentrale Dokument im Vorbereitungsprozess der renewables 2004 und wird allen Teilnehmenden auf der Konferenz ausgehändigt. Es
beschreibt wichtige Herausforderungen im Bereich Energie und Umwelt, denen sich Regierungen im 21. Jahrhundert zu stellen haben. Zugleich reflektiert es die Kernthemen der Konferenz, die eine
stärkere Marktentwicklung erneuerbarer Energien zum Ziel haben: Gestaltung von förderlichen politischen Rahmenbedingungen, Stärkung privater und öffentlicher Finanzierung sowie Ausbau von
institutionellen und personellen Kapazitäten und Koordinierung und Intensivierung von Forschung und Entwicklung. Das Conference Issue Paper dient den Konferenzteilnehmenden als
Diskussionsleitfaden und bindet renewables 2004 in den breiteren politischen Diskurs und Prozess der nachhaltigen Entwicklung ein. Die Pforten der Online-Diskussion bleiben vier Wochen lang
geöffnet; die Diskussion läuft in englischer Sprache. Im April wird das Conference Issue Paper in seiner endgültigen Version vorliegen.
Auch bei der Formulierung der Konferenzergebnisse ist aktive Beteiligung erwünscht: Ein weltweiter Aufruf zu konkreten Aktionen und Verpflichtungen („Call for Actions and
Commitments“) ist kürzlich an Regierungen, UN- und andere internationale Organisationen sowie an Wirtschaft und Zivilgesellschaft gegangen. Die Konferenzveranstalter erhoffen sich davon
weitere Impulse für den angestrebten internationalen Aktionsplan. Die Vorschläge, zu denen Ausbauziele ebenso gehören können wie innovative Finanzierungsinstrumente, haben das Ziel, den
Anteil moderner erneuerbarer Energien in Industrie- und Entwicklungsländern deutlich zu erhöhen. Nähere Informationen unter www.renewables2004.de/de/2004/outcome.asp
Die Internationale Konferenz für Erneuerbare Energien wird auf Einladung von Bundeskanzler Gerhard Schröder vom 1. bis 4. Juni 2004 in Bonn stattfinden. Für die Bundesregierung richten das
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Konferenz aus. Mehr als 1000
Teilnehmer werden erwartet. Alle Mitgliedsländer der Vereinten Nationen und Vertreter/innen internationaler Organisationen sind kürzlich zur Konferenz eingeladen worden.
Stakeholder-Organisationen, Nicht-Regierungsorganisationen und Privatunternehmen können bis Ende März Vertreter für die Akkreditierung bei der Konferenz vorschlagen.
Weitere Informationen unter:
www.renewables2004.de
15.03.2004 Quelle: renewables2004, Internationale Konferenz für Erneuerbare Energien 2004
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Carbon Expo Köln: Weltweit erste Messe mit Kongress für Emissionshandel
Die Koelnmesse erweitert in Zusammenarbeit mit der Weltbank und der International Emissions Trading Association (IETA) ihr Veranstaltungsspektrum um ein hoch aktuelles und im Messegeschäft
bisher völlig neues Segment des Umweltsektors. Die "Carbon Expo - Global Carbon Market Fair & Conference", die vom 9. bis 11. Juni 2004 im Osthallenbereich der Koelnmesse stattfindet, ist
die weltweit erste Messe mit einem Kongress zum derzeit viel diskutierten Thema Emissionshandel und zu dem wachsenden CO2-Markt. Sie schafft als Informationsforum Transparenz,
bietet eine Plattform für den Austausch zwischen Käufern und Verkäufern von Emissionsrechten, Marktführern und Dienstleistern und stellt außerdem Technologien zur Verringerung des
CO2-Ausstoßes vor, kündigt der Veranstalter an.
Die Partner der Koelnmesse vereinen das derzeit verfügbare Know-how in diesem Bereich: Die Weltbank hat als erste Fonds zur Reduzierung von Treibhausgasen in Entwicklungs- und
Schwellenländern initiiert. Die in Genf ansässige IETA ist eine Non-Profit-Organisation, die sich aktiv für die Etablierung eines weltweiten Treibhausgas-Markts einsetzt, um so zur Lösung der
mit dem Klimawandel einhergehenden Herausforderungen beizutragen. Die IETA repräsentiert über 80 führende internationale Unternehmen aus der Industrie, technische Überwachungs-Dienstleister,
Brokerhäuser sowie Finanz- und Beratungsdienstleister.
Die Carbon Expo in Köln zeigt Verfahren, Methoden und Technologien zur Senkung des CO2-Ausstoßes sowie zum Handel mit Emissionsrechten und -zertifikaten. Der Kongress wird Informationen und
Workshops zu komplexen rechtlichen und technischen Zusammenhängen bieten, erläutert das Procedere des Rechtehandels und zeigt Wege auf, wie Emissionen durch die Mechanismen des
Kyoto-Protokolls reduziert werden können.
Als Aussteller und Referenten beteiligen sich Anbieter schadstoffmindernder Technologien und "sauberer" Energien, Anbieter von Zertifikaten, Experten aus Ingenieurbüros und
Überwachungsvereinen, Dienstleister aus Unternehmensberatung, aus Recht und Finanzdienstleistung. Verkäufer und Regierungsvertreter aus Lateinamerika, Asien und Afrika informieren über
Möglichkeiten der Investition in Technologien zur Emissionsreduzierung und mögliche Unterstützungsformen von Regierungsseite. Wesentliche Besucher-Zielgruppen sind vor allem Repräsentanten
betroffener Unternehmen aus Energiewirtschaft, Industrie und Politik.
Der EU-weite Emissionshandel soll die aus dem Klimaschutzabkommen von Kyoto übernommene Verpflichtung der Industriestaaten, Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2012 deutlich zu verringern,
auf möglichst kosteneffiziente Weise einlösen. Das System sieht die Vergabe von Emissionsrechten vor, die zwischen den betroffenen Unternehmen gehandelt werden können. Es ermöglicht ihnen
ferner, Zertifikate von Projekten zur Reduzierung von Emissionen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu erwerben. Point Carbon, weltweit führender unabhängiger Anbieter von Analysen,
Nachrichten, Marktinfos und
Prognosen für den CO2-Markt, schätzt bereits für 2005 das jährliche Handelsvolumen mit Emissionsrechten und -zertifikaten auf etwa 10 Milliarden Euro.
15.03.2004 Quelle: Koelnmesse GmbH
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Österreich: Erstes Solarwärme-Gütesiegel verliehen
Der Verband Austria Solar hat 2003 ein Gütesiegel eingeführt, das an die besten Anbieter von thermischen Solaranlagen vergeben wird. In einem Festakt auf der Energiesparmesse Wels hat der
Verband das Austria Solar-Gütesiegel den ersten fünf Solaranbietern offiziell verliehen. Landesrat Rudi Anschober, Bundesinnungsmeister Wilfried Kugler und Landesinnungsmeister
Alfred Laban überreichten die Urkunden und betonten die Wichtigkeit qualitativ hochwertiger Solartechnik am Markt.
Um das Gütesiegel zu erlangen mussten die Unternehmen strenge Qualitätskriterien für Kollektoren, Regelung, Speicher, Pumpen sowie das Gesamtsystem erfüllen. Darüber hinaus wurde die
Umweltfreundlichkeit sowie Garantiebestimmungen und Kundendienst bewertet. Geprüft und überwacht wird das Gütesiegel von einer unabhängigen Kommission. Die ersten Betriebe, die alle Auflagen
erfüllt haben, sind die Solaranbieter GASOKOL, GREENoneTEC, SOLARFOCUS, SOLution und Teufel & Schwarz. „Das Gütesiegel soll Kunden und Handwerkern das Vertrauen geben, sich für die
beste Qualität am Markt entschieden zu haben. International hilft es, Österreichs Vormachtstellung bei der Solartechnik in der europäischen Union zu sichern“, meint Roger Hackstock,
Geschäftsführer des Verbandes Austria Solar.
15.03.2004 Quelle: Austria Solar
Bildquelle: Austria Solar
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Weltkonferenz "renewables 2004": mobil mit Biogas
Der klimafreundliche Transport während der internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien vom 1. bis 4. Juni 2004 in Bonn ist sichergestellt: Den Teilnehmern der Konferenz stehen 40
PKW und Busse zur Verfügung, die mit Biogas aus Niedersachsen betrieben werden. Das berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Den Zuschlag als "Mobilitätsprovider
renewables 2004" erhielt ein Firmenzusammenschluss um den Energie-Dienstleister avacon AG aus Helmstedt. Das BMU hatte Anfang des Jahres das Sponsoring der
Mobilitätsdienstleistungen für die "Rebewables 04" ausgeschrieben. "Wir wollen zeigen, dass erneuerbare Energien auch im Verkehr einsetzbar sind. Klimafreundlicher Verkehr soll erfahrbar
sein. Daher nehmen wir das Sponsoring-Angebot für den Fuhrpark durch das Konsortium um avacon gerne an", kommentierte Bundesumweltminister Jürgen Trittin.
Dem Konsortium gehören 21 deutsche und internationale Erdgas- und Mineralölunternehmen sowie 5 Automobilhersteller an. Die Gruppe stellt für die Dauer der Konferenz nicht nur rund 40
gasbetriebene PKW und Busse bereit, sondern sorgt auch für den regenerativen Kraftstoff Biogas, das in einer Anlage in Soltau (Niedersachsen) aus Bioabfällen gewonnen und aufbereitet
wird.
Biogas besteht ebenso wie Erdgas im wesentlichen aus Methan und hat gegenüber herkömmlichen Kraftstoffen erhebliche Umwelt- und Klimavorteile. In anderen Ländern wird Biogas bereits als
Kraftstoff genutzt. Seit Anfang 2004 ist Biogas als Kraftstoff in Deutschland mineralölsteuerbefreit. Das Konsortium will mit dem Projekt die synergetischen Potenziale von Erd- und Biogas für
den Umwelt- und Klimaschutz sowie für mehr Unabhängigkeit vom Erdöl auch international deutlich machen.
Gerade für Entwicklungsländer sei Biogas eine interessante Alternative zu Benzin und Diesel, so das BMU: Bioabfälle -- besonders aus der landwirtschaftlichen Produktion -- seien dort meist in
ausrechendem Maße vorhanden. Damit könnne der Kraftstoff Biogas einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungs- und Schwellenländern leisten.
14.03.2004 Quelle: BMU
Allianz pro Schiene: "Verkehrspolitik ist schuld an Klimaschutzversagen"
Die Allianz pro Schiene fordert die Bundesregierung auf, an ihrem Klimaschutzziel festzuhalten, die CO2-Emissionen bis 2005 um ein Viertel zu senken. Die Regierung solle dafür die
notwendigen verkehrspolitischen Maßnahmen zur Stärkung der klimafreundlichen Bahn ergreifen, fordert die Allianz pro Schiene in einer Pressemitteilung. Anlass sei die Feststellung des
Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), dass das "frühere nationale Reduktionsziel für 2005 offenkundig aufgegeben" worden seien. Aus dem aktuellen Wochenbericht des
DIW gehe zudem hervor, dass der Verkehr der einzige Sektor ist, dessen CO2-Ausstoß seit 1990 ansteigt. "Die Regierung hat sich klammheimlich von ihrem Klimaschutzziel verabschiedet, weil sie
nicht den Mut hat für eine konsequente Verkehrswende", kritisiert der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege.
Noch vor zwei Jahren habe die Bundesregierung in ihrem Nachhaltigkeitsbericht den Willen bekundet, die klimaschädlichen Treibhausgase in Deutschland bis 2005 im Vergleich zum Basisjahr 1990
um 25% zu verringern. Seitdem sei von diesem Ziel nicht mehr die Rede, so die Allianz pro Schiene. Und laut DIW sei es auch nicht mehr erreichbar. Schuld ist für die Allianz pro Schiene vor
allem der Verkehrssektor, der mehr als 20% der CO2-Emissionen verursache. Während etwa Industrie und private Haushalte einen deutlichen CO2-Rückgang verzeichneten, lägen die
Treibhausgasemissionen des Verkehrs im Jahr 2002 um 8,7% über den 1990er Werten. "In allen Bereichen gibt es Fortschritte. Nur die Verkehrspolitik der Bundesregierung bleibt ein
rückwärtsgewandtes 'Weiter so'", stellt Flege fest.
"Dabei muss Verkehr kein Klimakiller sein. Es gibt ein Verkehrsmittel, das das Klima schont: die Bahn", betonte Flege. Nach Daten des Umweltbundesamtes verursache ein LKW fünf Mal mehr
klimaschädliches CO2 als die Bahnen, ein PKW 2,3-mal mehr. Wenn allein die bereits begonnenen Schienen-Baumaßnahmen fertiggestellt würden, könnten 36.000 LKW-Fahrten von deutschen Straßen
geholt werden - und zwar täglich. Dadurch ließen sich jedes Jahr 8,4 Millionen Tonnen CO2 vermeiden, wie neue Modellrechnungen der Allianz pro Schiene ergeben hätten.
Auch für die gesamte Europäische Union habe die Europäische Umweltagentur in ihrem jüngsten Emissionsbericht festgestellt, dass der Straßenverkehr im Jahr 2010 rund 34% mehr Treibhausgase
verursachen wird als 1990. Wenn dieser Trend nicht gestoppt werde, würde die EU demnach sogar ihre internationalen Klimaschutzverpflichtungen im Rahmen des Kyoto-Protokolls verfehlen, mahnt
die Allinaz pro Schiene.
Der Allianz gehören 17 Non-Profit-Verbände und 39 Unternehmen aus der Bahnbranche an, darunter die Umweltverbände BUND, NABU und NaturFreunde Deutschlands.
14.03.2004 Quelle: Allianz pro Schiene
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Österreich: Projekte für den "Youth Solar Award 2004" gesucht
Mit dem Youth Solar Award 2004 lädt der Bundesverband Photovoltaik in Österreich bereits zum vierten Mal junge Menschen ein, sich Gedanken über alternative und vor allem umweltfreundliche
Stromerzeugung durch die Kraft der Sonne zu machen. Kreative junge Köpfe aus ganz Österreich - und in diesem Jahr erstmals auch aus Ungarn - bekommen die Möglichkeit, ihre Ideen Wirklichkeit
werden zu lassen. Dadurch soll deutlich werden, dass jeder Einzelne einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung von Lebensqualität und Umwelt leisten kann, so der Bundesverband
Photovoltaik in einer Pressemitteilung.
Gesucht werden innovative Projekte (Visionen, Modelle, Konzepte, Zeichnungen bis hin zu detaillierten Ausarbeitungen), wobei es keine Rolle spielt, ob die Herangehensweise an das Thema eine
technische, wirtschaftliche oder künstlerische ist. Der kreative Ansatz und die Tauglichkeit für eine praktische Umsetzung und Anwendbarkeit stehen im Mittelpunkt. Die Youth Solar Awards
werden verliehen in den Kategorien "Gesamtsysteme", "Komponenten & Messtechnik", "Kunst & Architektur", "Wirtschaftlichkeit" und "Soziales Engagement". Den Preisträgern winken
Reisegutscheine, Geld- und Sachpreise.
Die Präsentation der Projekte bei der großen Schlussveranstaltung findet in einem passend-feierlichen Rahmen statt: Am Samstag, den 19 Juni werden die Youth Solar Awards im Naturhistorischen
Museum Wien unter der Anwesenheit des "Hausherren" Prof. Dr. Bernd Lötsch (Direktor NHM) durch Dr. Erhard Busek überreicht (Vorstandsvorsitzender des IDM, Instituts für den Donauraum und
Mitteleuropa). Anlässlich der EU-Erweiterung steht auch die Vernetzung von Schulen und Universitäten beider Länder durch ein gegenseitiges Kennenlernen der Teilnehmer im Vordergrund.
Solarprojekte können noch bis zum 15. April 2004 eingereicht werden beim Bundesverband Photovoltaik Österreich. Nähere Informationen sowohl zum Wettbewerb als auch zum Thema Solarenergie gibt
es auf der Homepage des Bundesverbandes Photovoltaik Österreich unter
http://www.bv-pv.at
14.03.2004 Quelle: Bundesverband Photovoltaik Österreich
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Alte Heizungen: „Gnadenfrist“ läuft endgültig ab
Ab 1. November dieses Jahres müssen alle in Deutschland installierten Heizungsanlagen die seit dem 1. Januar 1998 geltenden Anforderungen der Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV)
erfüllen. Dann entfallen auch sämtliche Übergangsregelungen. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. (ASUE) in einer
Pressemitteilung hin. Die Bundes-Immissionsschutzverordnung legt die Grenzwerte für die Abgasverluste von Heizungsanlagen fest. Ziel ist, Energieverluste und Schadstoffausstoß bei der
Erzeugung von Raumwärme zu reduzieren.
Ein entscheidendes Kriterium, ob eine Heizungsanlage den Anforderungen der BImSchV entspricht, sind deren Abgasverluste. Sie dürfen bei einer Anlage mit einer Nennwärmeleistung von 4 bis 25
Kiliwatt (kW) elf Prozent nicht überschreiten. Bei Heizsystemen mit einer Nennwärmeleistung über 25 bis zu 50 kW beträgt der Grenzwert zehn Prozent, bei Anlagen mit einer noch höheren
Nennwärmeleistung sinkt er auf neun Prozent. Bei Ölheizungen kommt es darüber hinaus noch auf die Rußzahl an. Ob eine Heizungsanlage diese Grenzwerte einhält, stellt der Schornsteinfeger
durch Messung fest. Es lohne sich, das letzte Messprotokoll darauf hin zu überprüfen, betont die ASUE. Wenn die Messwerte die zulässigen Grenzwerte überschreiten, sei dies auf dem
Messprotokoll zu finden.
Die Ursache für zu hohe Abgasverluste kann beispielsweise in einem verschmutzten oder falsch eingestellten Brenner oder einem zu hohen Schornsteinzug liegen. In den meisten Fällen liege der
Grund aber in einem veralteten Heizkessel. Dies betreffe vor allem Heizkessel (bis etwa Baujahr 1980), die mit einer konstanten Kesseltemperatur arbeiten, denn sie haben immer dann einen
schlechten Wirkungsgrad, wenn die volle Heizleistung nicht benötigt wird – und sei der Regelfall, so die ASUE. In diesen Fällen hilft der Austausch gegen einen modernen Kessel, zum
Beispiel Niedertemperatur- oder Brennwertgeräte. Sie passen nicht nur die Leistung automatisch dem aktuellen Bedarf an, sondern machen sich zudem durch ihre Effizienz innerhalb weniger Jahre
bezahlt. Zur Brauchwassererwärmung bietet sich die Kombination mit einer Solarwärmeanlage an, die zusätzlich die Heizung unterstützen kann.
13.03.2004 Quelle: ASUE
Aktualisierte Broschüren: Energieprojekte mit Zukunft
Die beiden erfolgreichen Broschüren "Zukunftsenergien aus Nordrhein-Westfalen" und "Leitprojekte" liegen jetzt als überarbeitete Auflage gedruckt vor. Das berichtet die Landesinitiative
Zukunftsenergien NRW in einer Pressemittelung. Die vier Düsseldorfer Ministerien für Energie, Städtebau, Umwelt und Wissenschaft demonstrieren darin im Rahmen der Landesinitiative
Zukunftsenergien NRW die Aktivität des Landes rund um die Energietechnologien der Zukunft. NRW stehe als Energieland Nr. 1 in Deutschland und als energiewirtschaftliches Zentrum in
Europa zu seiner besonderen Verantwortung für die Entwicklung zukunftsfähiger Dienstleistungen und Techniken der Energieumwandlung und –nutzung, so die Initiative. Im Mittelpunkt stehen
dabei Projekte und Maßnahmen zur Erhöhung der Energie-Effizienz und zur stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien.
Die Broschüren stellen auf jeweils knapp 100 Seiten Projektbeispiele aus ganz NRW vor. Diese wurden mit EU-Mitteln gefördert sowie aus dem bundesweit einmaligen Programm "Rationelle
Energieverwendung und Nutzung unerschöpflicher Energiequellen" (REN-Programm), entweder im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Solar NRW oder aufgrund der Holzabsatzförderrichtlinie (HaFö). Die
Broschüren können unter Fax: (02 11) 8 66 42 22 kostenlos bei der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW in Düsseldorf angefordert werden.
13.03.2004 Quelle: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW
NRW: Neues Forschungsinstitut zum Ausbau einer klimaschonenden Energieversorgung
Am 12. März 2004 eröffnet Georg Wilhelm Adamowitsch, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, in Bochum das Zentrum für Geothermie und Zukunftsenergien. Dadurch
sollen die wissenschaftlichen Grundlagen gelegt werden für die Versorgung weiter Teile des größten Ballungsraumes in Europa mit Strom und Wärme aus dessen heißer Tiefe. Das
Institut ist als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Fachhochschule Bochum zugeordnet. Das fachliche Geleit kommt vom Präsidenten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
in Hannover, Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Wellmer.
Das technische Gesamtpotenzial der geothermischen Stromerzeugung wird vom Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages auf zirka 1.200 Exajoule
geschätzt und entspräche damit theoretisch dem 600-fachen des deutschen Gesamtstrombedarfs. Hiervon sei bereits ein Gutteil realistisch nutzbar.
Da die geothermische Energieversorgung die Zusammenarbeit vieler Fachdisziplinen erfordert, wird das Zentrum gemeinsam von den Hochschulfachbereichen Architektur, Bauingenieurwesen,
Elektrotechnik, Maschinenbau, Geoinformatik und Wirtschaft getragen. Ihm steht ein 7-köpfiges Direktorium vor; Sprecher ist der Geologe Prof. Dr. Rolf Bracke. Etwa 20 Wissenschaftler bilden
die Schnittstelle zur Energie- und Städtebauwirtschaft. Sie beschäftigen sich mit Aspekten der Bohrverfahrenstechnik, der Geologie und Anlagentechnik unter Tage, der Kraft-Wärme-Kopplung und
Wärmenetzen, der Gebäudetechnik und Bauphysik, der Energiewirtschaft und mit Sonderforschungsthemen.
In seiner wissenschaftlichen Vielfalt ist das Geothermiezentrum in Deutschland einzigartig. Es ist zugleich Kern des "Forschungsverbundes Geothermie in NRW" unter Beteiligung von Hochschulen
in Bochum, Aachen und Gelsenkirchen. Darüber hinaus kooperiert das Zentrum mit der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW. Mit dem Forschungsziel "Energieversorgung revitalisierter
Industriebrachen in NRW mit Geothermie" sollen Machbarkeitsstudien zur Versorgung ganzer Stadtgebiete von Gelsenkirchen, Dortmund, Castrop-Rauxel und Bochum mit Tiefengeothermie erarbeitet
werden. Im ersten Schritt sollen 10 mögliche Kraftwerkstandorte in NRW in das Programm aufgenommen werden.
Anlass der Institutsgründung sind laut Fachhochschule Bochum die enormen energiewirtschaftlichen Aufgaben der nächsten Jahrzehnte. So beruhe die weltweite Energienutzung gegenwärtig zu 80 %
auf den fossilen Energieträgern Erdöl, Erdgas und Kohle - Tendenz steigend. Bei ihrer Verbrennung gelangen Emissionen in die Umwelt, die zu weltweiten Klimaveränderungen, regionalen
Luftverschmutzungen und Krankheiten beim Menschen führen. Zugleich erhöht sich mit der zunehmenden Klimaerwärmung das Risiko irreversibler Schäden an Ökosystemen. Um die globale Erwärmung in
vertretbaren Grenzen zu halten, muss nach Erkenntnis der Wissenschaft bis 2050 in den Industrieländern eine Reduktion der CO2-Emissionen auf ein Fünftel des jetzigen Standes erfolgen. Dafür
ist nach Expertenmeinung der Anteil der erneuerbaren Energien aus Sonne, Wasser, Wind und Erdwärme am globalen Energiemix bis 2020 von 12 % auf 20 % und bis 2050 auf 50 % zu erhöhen.
Parallel zu diesen umweltpolitischen Zwängen müsse allein in Deutschland in den nächsten 20 Jahren etwa die Hälfte des aktuellen Bestandes an Kraftwerken aus Altersgründen ersetzt werden.
Deren Kapazitäten lassen sich jedoch in hiesigen Breiten nur zu begrenzten Teilen mit der wetterabhängigen Sonnen- und Windenergie abdecken. Um Versorgungssicherheit zu gewährleisten, müsse
die Energiewirtschaft als Puffer für schwankend anfallende Wind- und Sonnenkraft immer grundlastfähige Kraftwerke in gleicher Kapazität bereit halten. Geothermie - der kontinuierliche
natürliche Wärmefluss aus dem Erdinneren - sei im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energien unabhängig von den Jahreszeiten vorhanden und damit grundlastfähig. Sie sei also eine
ernstzunehmende Option für die zukünftige umweltfreundliche Energieversorgung.
12.03.2004 Quelle: Fachhochschule Bochum; Zentrum für Geothermie und Zukunftsenergien
SOLON AG erzielt erstmalig positives operatives Ergebnis
Die Berliner SOLON AG für Solartechnik hat mit über 36 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2003 den Umsatz verglichen zum Vorjahreszeitraum um rund 60% gesteigert (2002: 22 Millionen Euro).
Der Rohertrag konnte um 20% gesteigert werden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Auch im IV. Quartal sei es dem Unternehmen gelungen, die Entwicklung der Vormonate
fortzusetzen. Die allmähliche Kostensenkung verbunden mit der Erhöhung der Umsätze hätten erstmals zu einem positiven operativen Ergebnis von 38.000 Euro geführt, nach einem Vorjahres EBIT
von minus 2.000 Euro. Die Personalaufwendungen seien gegenüber dem Vorjahr um weitere 10% gesenkt worden.
Die Produktion hat im IV. Quartal des vergangenen Jahres 4 MW Solarmodule fertiggestellt, berichtet die SOLON AG. Das Unternehmen habe im Jahr 2003 rund 11,3 MW produziert und verkauft
(Vorjahr 5,3 MW); das entspreche einer Steigerung um über 110% im Vergleich zum Vorjahr. Der Marktanteil der SOLON in Deutschland sei von rund 7% im Jahr 2002 auf rund 9% im Jahr 2003
gestiegen. Damit sei die SOLON AG auch im Jahr 2003 stärker gewachsen als der deutsche Gesamtmarkt.
Für das I. Quartal 2004 rechnet die SOLON AG mit einem produzierten Volumen von über 4 MW; und mit einem positiven EBIT. Das Unternehmen rechnet für das Jahr 2004 in Deutschland mit einem
Marktvolumen von 200 MW. Die SOLON AG werde eine voraussichtliche Jahresproduktionsmenge von 20-25 MW erreichen, was wiederum mehr als einer Verdoppelung der Vorjahresproduktion von 11,3 MW
entspreche, kündigte das Unternehmen an.
12.03.2004 Quelle:
Phönix SonnenStrom AG: Verbesserte Garantie für Dünnschichtmodul MA100
Der japanische Modulhersteller Mitsubishi Heavy Industries (MHI) hat die Garantiebedingungen für das weltweit größte Dünnschichtmodul "MA100" erheblich verbessert. Das berichtet die Phönix
SonnenStrom AG in einer Pressemitteilung. Von den gesetzlich vorgeschriebenen zwei Jahren habe der Hersteller die Produktgarantie auf fünf Jahre erhöht. Zusätzlich zur 20-jährigen
Leistungsgarantie auf 80% der Mindestleistung würden ab sofort auch 90% der Mindestleistung innerhalb von 10 Jahren garantiert. Diesen Vorteil könne die Phönix SonnenStrom AG nun auch an ihre
Kunden weitergeben.
Die Phönix SonnenStrom AG vertreibt das MA100 seit Mai 2003 und ist von dem Produkt überzeugt: „Ich schätze den hohen Qualitätsstandard von MHI und bin vom Preis-Leistungs-Verhältnis
der Module so überzeugt, dass ich meine eigene vierte PV-Anlage mit diesem Dünnschichtmodul gebaut habe,“ so Manfred Bächler, Vorstand Technik der Phönix SonnenStrom AG. Eingesetzt
werden die Module sowohl auf dem Dach als auch in Großanlagen im Freiland.
12.03.2004 Quelle: Phönix SonnenStrom AG
USA: Staat Ohio unterstützt First Solar mit 5 Millionen Dollar-Kredit
First Solar, eines der führenden Unternehmen in der Entwicklung und Produktion von Solarmodulen, hat vom Staat Ohio einen zinsgünstigen Kredit in Höhe von 5 Millionen US-Dollar erhalten.
Das Geld soll für den Ausbau der Produktionskapazität von 6 Megawatt (MW) auf 25 MW bis zum Jahr 2005 verwendet werden. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der
Kredit sei zweckgebunden für den Kauf von Maschinen und Ausrüstung, welche dem Unternehmen ermöglichen sollen eine hohe Fertigungskapazität zu niedrigen Kosten zu realisieren und
Produktionsabläufe zu optimieren.
"Der Ausbau der Produktionskapazität für Solarmodule bei First Solar wird neue Arbeitsplätze in Ohio schaffen und unser Land weiterbringen in Richtung einer erkennbar wirtschaftlichen Nutzung
erneuerbarer Energien", sagte Gouverneur Bob Taft. Die staatliche Partnerschaft mit First Solar bringe Vorteile für den Arbeitsmarkt, die Wirtschaft und die Umwelt, erklärte Taft.
"Wir freuen uns über den Vertrauensbeweis, den der Kredit des Staates Ohio darstellt. Und wir wollen mit der Investition in unsere neue Produktionsstätte auf dem Stand der Technik, die
gestiegene Nachfrage nach unseren Produkten zu befriedigen" sagte Chip Hambro, Vizepräsident und Geschäftsführer von First Solar.
First Solar will die Technik und die Fertigung vorantreiben um die Leistung der Module zu steigern und so die Kosten von Solarstrom zu senken. Die neuen und preisgekrönten
Fertigungsverfahren, die das Unternehmen entwickelt habe, würden die Kosten von Solarstrom deutlich senken, so das Unternehmen. Die First Solar-Module seien für netzgekoppelte Systeme
optimiert, welche eine zuverlässig hohe Leistung erforderten, um die Investition rentabel zu machen. Der Vertrieb konzentriere sich auf eine ausgewählte Gruppe von Projektentwicklern und
System-Integratoren, die Solarkraftwerke in den USA und in Europa bauen.
11.03.2004 Quelle: First Solar
Ökostrom: Elektrizitätswerke Schönau siegen im Vergleichstest
Die Elektrizitätswerke Schönau GmbH (EWS) haben bei einem Test des Bundes der Energieverbraucher e.V. als "Sieger in der Gesamtwertung" abgeschnitten und als einziger Anbieter die Note
"Eins" erhalten. Die Kriterien, nach denen 11 große deutsche Ökostromanbieter beurteilt wurden, waren Preisgünstigkeit, Atom-Verflechtungs-Index, Umweltnutzen sowie Sicherheit und
Qualität.
Laut Bund der Energieverbraucher ist die zentrale Frage für jedes Ökostromangebot, welcher ökologische Nutzen damit gestiftet wird und ob die Angaben hierzu transparent sind. Die
Elektrizitätswerke Schönau hätten über ihren bundesweiten Stromverkauf bis Ende 2003 bereits 650 neue ökologische Stromerzeugungsanlagen gefördert. Die Verwendung der Fördergelder der EWS
werde jährlich überprüft und zertifiziert, so die EWS in einer Pressemitteilung. Für ihr Engagement zugunsten der erneuerbaren Energien haben die EWS im Dezember 2003 den Europäischen
Solarpreis erhalten.
Bei dem so genannten Atom-Verflechtungs-Index sei in dem Vergleich bewertet worden, ob der Anbieter selbst Atomkraftwerke betreibe oder direkt beziehungsweise indirekt mit
Atomkraftwerksbetreibern verflochten ist, beispielsweise als Tochtergesellschaft eines Atomstromunternehmens.
Die Unabhängigkeit von Atomstromunternehmen ist für die Elektrizitätswerke Schönau neben dem ökologischen Nutzen die wichtigste Botschaft beim Ökostromverkauf. Nur so sei garantiert, dass der
Ökostromkunde der Atomwirtschaft wirklich sein Stromgeld entziehe, betont das Unternehmen. Wenn diese Unabhängigkeit nicht gewährleistet sei, fließe das Geld am Ende doch wieder in die
Taschen der Atomwirtschaft und unterstütze dort genau jene Unternehmenspolitik, die der Stromkunde eigentlich ablehne.
Die bürgereigenen Elektrizitätswerke Schönau versorgen nach eigenen Angaben bundesweit rund 23.000 Stromkunden, darunter auch zunehmend Gewerbe- und Industriekunden.
Der Ökostrom-Vergleichstest kann angefordert werden beim Bund der Energieverbraucher e.V., E-Mail:
redaktion@energiedepesche.de oder telefonisch unter 02224 / 9227-0.
11.03.2004 Quelle: Elektrizitätswerke Schönau GmbH
Deutscher Bauernverband: Erneuerbare-Energien-Gesetz muss verbessert werden
Damit heimische Rohstoffpotenziale zur Verstromung mobilisiert werden können, ist nach Ansicht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) die Biomasse im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) besser
zu stellen. Dafür sind eine Anhebung des Bonus für Pflanzen, Pflanzenbestandteile und Gülle auf 6 Cent pro Kilowattstunde sowie die Ausweitung des EEG auf größere Biogasanlagen nach
Auffassung des DBV notwendig. Die bisher im Gesetzentwurf vorgesehenen 2,5 Cent pro Kilowattstunde reichen gegenwärtig noch nicht aus, um Biogasanlagen mit Energiepflanzen und
Biomassekraftwerke mit Waldholz betreiben zu können, heißt es in einer DBV-Pressemitteilung. Derzeit werden Bioenergieanlagen 20 Jahre lang gefördert. Das ist nach Einschätzung des DBV
fortzuführen, damit die notwendigen Investitionen finanziert werden können. Allein aufgrund der Kreditlaufzeiten könnten in einem Zeitraum von 15 Jahren, wie der Gesetzentwurf vorsieht, keine
Projekte realisiert werden, so der DBV.
Die Förderung erneuerbarer Energien müsse als Anschubfinanzierung betrachtet werden, um für eine innovative Technik die Konkurrenzfähigkeit mit anderen Energieträgern zu ermöglichen, betont
der DBV anlässlich der Anhörung des Bundestags-Umweltausschusses zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) am 08.03.2004. Der "Brennstoffbonus" müsse auf Bioabfälle pflanzlicher Herkunft aus dem
landwirtschaftlichen Betrieb erweitert werden, damit zum Beispiel pflanzliche Futterreste oder Schlempe aus Bioethanolanlagen energetisch genutzt werden können. So seien geschlossene
Nährstoffkreisläufe über den Weg der Stromgewinnung zu realisieren, denn die Reststoffe aus der energetischen Verwertung könnten als sehr gut pflanzenverträglicher Dünger auf Ackerflächen
ausgebracht werden. Der Vergütungssatz für Anlagen bis 150 Kilowatt muss auch für Altanlagen gelten, fordert der DBV. Andernfalls sei zu befürchten, dass Stoffströme aus bestehenden
Altanlagen in Neuanlagen umgeleitet werden und Altanlagen dadurch ihre wirtschaftliche Existenz entzogen wird.
Der DBV fordert eine rasche Umsetzung der EEG-Novelle, um den momentanen Investitionsstau und die vorhandene Unsicherheit der Bioenergiebranche aufzuheben. Aufgrund der sich hinauszögernden
parlamentarischen Diskussion über die Novelle habe es bereits einen Abbau von Arbeitsplätzen gegeben und weitere seien gefährdet, warnt der DBV.
Biomasse als Beitrag zum Klimaschutz
Die energetische Nutzung von Biomasse sei eindeutig klimaschützend, betont der DBV. Denn der Ausstoß von klimaerwärmendem Kohlendioxid werde gegenüber dem Einsatz von fossilen Energieträgern
kräftig verringert. Im Gegensatz zu Energie aus fossilen Quellen werde bei der Verwendung von Bioenergieträgern wie Holz, Stroh- und Energiepflanzen nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wie
zuvor durch den Anbau pflanzlicher Biomasse der heutigen Atmosphäre entzogen wurde. Neben dem Klimaschutz helfe die Bioenergieproduktion, Investitionen und Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu
sichern. Deutschland habe in diesem weltweiten Wachstumsmarkt einen großen technologischen Vorsprung erlangt. Erneuerbare Energien gehören für den DBV zu einer erfolgreichen Energiepolitik,
die dadurch nicht völlig umgestaltet, sondern weiter entwickelt werde. Brüche in der Energiepolitik dürfe es dadurch nicht geben, betont der DBV.
Die Nutzung von Bioenergie gehe keineswegs zu Lasten des Anbaus von Nahrungsmitteln. Allein durch die Nutzung des ackerbaulichen Fortschrittes finde eine jährliche Produktionssteigerung beim
Getreide von bis zu 1,5 Prozent statt, wodurch jährlich rund 100.000 Hektar für alternative Nutzungen frei würden. Mit dem Strom einer Biogasanlage aus einem Hektar Mais lassen sich laut DBV
jährlich rund 15 Megawattstunden Strom produzieren, der ausreicht, um fünf Zwei-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. Der jährliche Zuwachs an ungenutztem Waldholz betrage
rund 20 Millionen Kubikmeter.
11.03.2004 Quelle: Deutscher Bauernverband
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Solares Bauen : Fraunhofer Demonstrationszentrum eröffnet
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Domizil der Fraunhofer Solar Building Innovation Center.
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Das Fraunhofer Solar Building Innovation Center (SOBIC) hat am 8.3.2004 in Freiburg seine neuen Räume der Öffentlichkeit vorgestellt. Dort gibt es die aktuellsten Produkte und Verfahren
nachhaltigen Bauens zum Anfassen und Ausprobieren. Fachleute der Baubranche können sich weiterbilden, kleine und mittelständische Unternehmen zusammen mit Forschern neue Lösungen entwickeln,
so das SOBIC in einer Pressemitteilung. „Innovation ist Frischware – das SOBIC verkürzt die Transportwege“, sagte Prof. Joachim Luther, Leiter des
Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE. „Wer Fragen zum Solaren Bauen hat, bekommt hier unkompliziert kompetente Antworten“, so Luther weiter.
Das Fraunhofer SOBIC ist ein gemeinsames Projekt des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP und des Fraunhofer ISE. Dipl.-Ing. Hans Erhorn und Dr. Werner Platzer leiten das Projekt. Sie
dankten den Sponsoren aus der Bauindustrie und stellten die drei Säulen des SOBIC vor: Information „zum Anfassen“, Schulung zum Umgang mit neuen Produkten und Techniken,
individuelle Beratung für Firmen. Dazu gehören die Bereitstellung integraler Planungshilfsmittel und Handlungsempfehlungen aus Feldversuchen.
Auf 360 Quadratmetern Grundfläche bietet das Demonstrationszentrum derzeit eine Ausstellung mit 30 verschiedenen Sonnenschutz-Systemen, einen Seminarraum für technisch anspruchsvolle
Fortbildungen, einen „gläsernen“ Technikraum mit einer Anlage zur solaren Klimatisierung und drei von außen zugängliche Musterfassaden. Die Geschäftsstellenleiter Dipl.-Ing. Georg
Bopp und Dipl.-Ing. Georg Haag beraten vor Ort. Das Fraunhofer SOBIC befindet sich im neuen Solar Info Center auf dem Freiburger Flughafengelände, in unmittelbarer Nähe der Fakultät für
Angewandte Wissenschaften und der Neuen Messe. Schwerpunkte der Ausstellung sind aktuell die Kühlung mit Solarenergie, Leichtbaustoffe mit dem thermischen Komfort von Massivwänden und
Sonnenschutzsysteme, die ästhetisch ebenso befriedigen wie funktionell. Der sommerliche Wärmeschutz ist wegen der bevorstehenden Europäischen Richtlinie „Energieeffizienz in
Gebäuden“ besonders aktuell.
Zielgruppen des Fraunhofer SOBIC sind Nutzer und Produzenten innovativer Produkte aus dem Baubereich. Dazu gehören Architekten, Planer, Investoren, Bauunternehmer, Hersteller und
Entscheidungsträger aus der Politik.
Ansprechpartner für weitere Informationen: SOBIC Geschäftsstelle:
Georg Bopp und Georg Haag, Fraunhofer SOBIC,
Tel. +49 (0) 7 61/45 88–8500, Fax 45 88–8555
e-mail: info@sobic.fraunhofer.de
10.03.2004 Quelle: Fraunhofer SOBIC
Bildquelle: Fraunhofer SOBIC
Emissionshandel: VKU befürchtet "gravierende Benachteiligung" der Stadtwerke
Als "gravierende Benachteiligung der Energieerzeugung bei den Stadtwerken" wertet VKU-Präsident Gerhard Widder aktuelle Überlegungen, die im NAP-Gesetzentwurf des BMU vorgesehenen
Ausgleichsregelungen für die umweltverträgliche Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zu streichen oder erheblich zu verschlechtern. "Sollten diese Pläne verwirklicht werden, ist dies ein
negatives Signal an potenzielle Kraftwerks-Investoren, dass klima- und effizienzsteigernde Maßnahmen durch den Emissionshandel nicht belohnt werden, so der Präsident des Verbands kommunaler
Unternehmen e.V. weiter".
Der VKU, der über 160 Unternehmen mit rund 400 vom Emissionshandel erfassten Anlagen vertritt, fordert, dass die im BMU-Gesetzentwurf vorgeschlagenen Konditionen grundsätzlich beibehalten
werden. Es gelte vorzusehen, dass für Kraftwerke, die zur Zeit oder künftig effizienzsteigernd modernisiert werden, die Zertifikate der Altanlage zumindest in den ersten beiden
Handelsperioden bis 2012 vollständig auf die modernisierte Anlage übertragen werden können (Übertragungsregelung). Weiter fordert der VKU, die von ost- und westdeutschen Stadtwerken seit 1990
erzielten erheblichen Emissionsminderungen durch eine angemessene "early-action"-Regelung (zusätzliche Zuteilung von Zertifikaten) zu honorieren Der Abwanderung aus umweltfreundlichen
KWK-Anlagen in die ungekoppelte Erzeugung sei entgegenzusteuern. Um für die Unternehmen Planungssicherheit für Investitionen im zukünftigen Emissionshandelssystem zu gewährleisten, sollen
nach den Vorstellungen des VKU die wesentlichen Bedingungen bis 2012 und - soweit möglich – darüber hinaus, bereits im anstehenden NAP festgelegt werden.
Gleichlautende Forderungen hätten bislang über 60 Stadtwerke in Schreiben an den Chef des Bundeskanzleramtes sowie den Bundeswirtschafts- und den Bundesumweltminister gerichtet, berichtet der
VKU in einer Pressemitteilung. Allein durch die derzeit laufende Modernisierung von KWK-Anlagen investieren Stadtwerke laut VKU rund 1,3 Milliarden Euro und sichern damit einige tausend
heimische Arbeitsplätze. Mit diesen Maßnahmen erzielten die Stadtwerke bis 2005 eine zusätzliche CO2-Reduzierung von über 3,5 Millionen Tonnen pro Jahr, betont der VKU.
10.03.2004 Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V.
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Solar-Fabrik AG bietet "Vollkasko-Versicherung" für Solarstromanlagen
Die Freiburger Solar-Fabrik AG bietet ihren Kunden in Zusammenarbeit mit dem renommierten Versicherungsmakler versikoASS ab sofort einen umfassenden Versicherungsschutz für
Photovoltaikanlagen. Zu günstigen Konditionen würden im Schadensfall Wiederherstellungskosten, Ertragsausfälle und andere Kosten übernommen, berichtet das Unternehmen in einer
Pressemitteilung. Besitzer von Solarstromanlagen mit Komponenten der Solar-Fabrik können mit dem neuen "Vollkasko"-Angebot künftig nahezu jedes Risiko durch externe Einflüsse
ausschließen, betont die Solar-Fabrik AG. Die Allgefahren-Versicherung biete Schutz beispielsweise bei Schäden durch Sturm und Hagel, Frost und Schneedruck, Brand oder Blitzschlag,
technischem Versagen und sogar in Fällen von Bedienungsfehlern, Fahrlässigkeit, Diebstahl, Vandalismus etc.Im Schadensfall übernehme die Versicherung die Wiederherstellungskosten, bei
Totalschaden werde sogar der Neuwert ersetzt.
"Solar-Fabrik-Produkte sind für ihre hohe Qualität und optimale Abstimmung bekannt. Unsere Solarstromanlagen sind langlebig und liefern außerordentlich hohe Stromerträge. Mit der neuen
Allgefahren-Versicherung bieten wir nun die Möglichkeit, nahezu jedes Restrisiko abzudecken", so Burkhard Holder, Vertriebsvorstand der Solar-Fabrik AG. "Wir freuen uns, durch einen
Rahmenvertrag mit versikoASS einmalig günstige Konditionen an unsere Kunden weitergeben zu können", beschreibt Holder das Angebot.
"Kunden der Solar-Fabrik AG erhalten mit unserer Versicherung ein echtes Rundum-Sorglos-Paket", ergänzt Heinz Liesenberg, Geschäftsführer von versikoASS. "Wir übernehmen nicht nur die
Wiederherstellungskosten, sondern auch die Kosten für Schadensuche, Gerüststellung etc. Auch der Ertragsausfall der Anlage wird ersetzt. Damit geht die neue Versicherung deutlich über die
Leistungen einer Wohngebäudeversicherung hinaus."
10.03.2004 Quelle: Solar-Fabrik AG
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BMU: Jetzt warnt auch das Pentagon vor dem Klimawandel
Die vom amerikanischen Verteidigungsministerium in Auftrag gegebene und kürzlich in die Öffentlichkeit gelangte Studie über Klimaszenarien und ihre Sicherheitsauswirkungen hat weltweit ein
lebhaftes Echo ausgelöst. So kommentiert das Bundesumweltministerium (BMU) die so genannte Yoda-Studie. Darin würden apokalyptische Schreckensszenarien für Nord- und Mitteleuropa infolge
eines bereits im nächsten Jahrzehnt einsetzenden abrupten Klimawechsels entworfen. Dennoch sei das grundsätzliche Anliegen der Studie richtig, heißt es in einer
BMU-Pressemitteilung. Sie wolle zeigen, dass der Klimawandel nicht nur schleichend stattfinde, sondern auch mit dramatischen Umschwüngen verbunden sein kann, welche auch die
Anpassungsfähigkeit von Industriestaaten - geschweige denn von Entwicklungslaendern - überfordern würden.
Der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Sicherheitsrisiken sei selbst bei einem schleichenden Klimawandel ernst zu nehmen, betont das BMU. Darauf hat das Bundesumweltministerium in der
bereits 2002 erschienenen Broschüre "Klimawandel und Konflikte" hingewiesen. Im Zuge des globalen Klimawandels werde die Zahl der so genannten Umweltflüchtlinge ("Environmental Refugees")
weltweit zunehmen. Dies sind Menschen, deren Lebensbedingungen sich durch Bodenerosion, Wüstenbildung, Wasserarmut oder den Anstieg des Meeresspiegels so verändert haben, dass ihnen ein
würdiges Dasein im angestammten Lebensraum dauerhaft nicht mehr möglich ist. Hinzu kommen Millionen von Menschen auf der Flucht vor wetterbedingten Katastrophen in Form von Dürren,
Überschwemmungen und verheerenden Stürmen. Ihre Zahl werde seitens der UNEP bereits jetzt auf 20 bis 24 Millionen Menschen pro Jahr geschätzt, so das BMU.
Die Umweltflüchtlinge werden anderswo neue Lebensräume suchen, in den Mega-Städten der Entwicklungsländer, in den bereits überbevölkerten und noch fruchtbaren Räumen im eigenen Land oder in
den Nachbarländern, kommentiert das BMU die Studie. Oder sie werden versuchen, auf dem einen oder anderen Weg in die reichen Industrieländer zu gelangen. Hieraus ergebe sich ein erhebliches
Konfliktpotenzial. In manchen Regionen und Konfliktsituationen könnte es sogar zu gewalttätigen Auseinandersetzungen um bewohnbares Land und natürliche Ressourcen wie Süßwasser kommen.
Es bedürfe keiner unrealistischen Schreckensszenarien, um die Notwendigkeit anspruchsvoller Klimaschutzpolitik zu begründen, betont das BMU. Schon das, was die Wissenschaft als gesicherte
Erkenntnis über die möglichen Folgen der Klimaänderung bewerte, sei erschreckend genug. Notwendig sei eine vorbeugende und anspruchsvolle Klimaschutzpolitik, gerade auch in den USA. Deshalb
sei zu begrüßen, wenn nun auch das Pentagon auf die sicherheitspolitischen Auswirkungen der Klimaänderung hinweise.
Die Studie "An Abrupt Climate Change Scenario and Its Implications for United States National Security" kann heruntergeladen werden unter
http://halfgeek.net/weblog/special/gwreport/Pentagon.html
Die bereits 2002 in deutsch und englisch herausgegebene Broschüre
"Klimawandel und Konflikte" kann beim BMU bestellt oder BMWA.
05.03.2004 Quelle:
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Bundestagsausschüsse wollen sich für Erdwärme-Kraftwerke einsetzen
Am 03.03.2004 haben der Umwelt- und der Forschungsausschuss im Deutschen Bundestag einen Entschließungsantrag zur geothermischen Stromerzeugung beschlossen. Der Antrag sei jeweils mit den
Stimmen der Regierungsfraktionen angenommen worden, berichtet Hans-Josef Fell, forschungs- und technologiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen. Union
und FDP hätten sich Im Umweltausschuss der Stimmen enthalten; Im Forschungsausschuss habe die Union gegen den Antrag gestimmt und die FDP sich der Stimme enthalten. Der Entschließungsantrag
setzt sich laut Fell dafür ein, die Entwicklung der geothermischen Stromerzeugung mit Nachdruck voran zu bringen, damit die Potenziale auch genutzt werden können.
Ein Bericht des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) weise einen umfangreichen Forschungsbedarf aus. Dabei würden vor allem die Stimulations-, Bohr- und die
Anlagentechnik eine entscheidende Rolle spielen, so Fell. Der Antrag setze sich dafür ein, dass der umweltfreundliche Erdwärme-Strom in der Forschungsförderung Priorität gegenüber den
nuklearen Energietechnologien erhalte. Er geht aber weit über den Forschungsbereich hinaus und spreche sich dafür aus, dass das erste Gigawatt Erdwärmekraftwerke bereits innerhalb eines
Jahrzehnts installiert werden soll. Dies entspreche etwa der Leistung eines Atomkraftwerks. Die Geothermie-Leistung würde sich damit gegenüber dem heutigen Stand mehr als vertausendfachen,
was Aussagen der
Industrie folgend machbar sei, unterstreicht Fell.
Neben den parteiübergreifend gewollten Verbesserungen für die Geothermie im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werde der Aufbau eines Risikofonds für Fündigkeits- und Bohrrisiken entscheidend
für die Zielerreichung sein, erläutert Fell. Auch hier solle sich die Bundesregierung engagieren. Die Geothermie-Industrie wolle umfassende Erfahrungen sammeln und rechne schon jetzt mit
deutlichen Kostensenkungen. Als Folge würden viele neue Arbeitsplätzen und große Exportanteile auf dem wachsenden Weltmarkt erwartet.
Der Entschließungsantrag bezieht sich auf den Sachstandsbericht "Möglichkeiten geothermischer Stromerzeugung in Deutschland" des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag
(TAB). Der Bericht bekräftige, dass "geothermische Energie grundsätzlich eine ernst zu nehmende Option für die künftige Energieversorgung darstellt, so Fell. Der TAB-Bericht zeige, dass es
möglich ist, die Grundlast der Stromerzeugung in Deutschland mit Geothermie-Strom zu decken. Tatsächlich würden derzeit jedoch nur Bruchteile der geschätzten Potenziale genutzt, obwohl Strom
aus Erdwärme umweltfreundlich sei und das ganze Jahr über rund um die Uhr zur Verfügung stehe.
Der Entschließungsantrag zur geothermischen Stromerzeugung kann heruntergeladen unter : http://www.hans-josef-fell.de/download.php?id=278&filename=antragtab.pdf; der TAB-Bericht unter: http://www.hans-josef-fell.de/download.php?id=182&filename=tab.pdf
05.03.2004 Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)
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Global Marshall Plan Initiative: Pentagon rüstet für Klima-Kriege
"Die Menschheit befindet sich auf einem gefährlichen Weg: Bis an die Grenze belastete Ökosysteme, extreme Machtungleichgewichte, immer größere Unterschiede zwischen Arm und Reich, ein
rasant wachsendes Wachstum der Weltbevölkerung, Hass und Terror", so Prof. Dr. Dr. Radermacher, Mitgründer der weltweiten Global Marshall Plan Initiative und Mitglied des Club of Rome in
einer Pressemitteilung zu den aktuell diskutierten Pentagon-Szenarien ("Yoda-Gutachten"). Sie lassen laut Prof. Radermacher befürchten, dass sich die USA, die nicht dem
Kyoto-Vertrag beigetreten sind und eine erhebliche Ausweitung ihres Öl- und Gasverbrauchs bis zum Jahr 2020 planen, angesichts möglicher Flutkatastrophen, Hungersnöte und Kriege um Ressourcen
"als Festung einmauern werden", um die "Flut der Notleidenden" abzuwehren.
Radermacher hat nach eigener Aussage die jetzt vom Pentagon diskutierten Szenarien bereits in seiner Veröffentlichung "Balance der Zerstörung - ökosoziale Marktwirtschaft als Schlüssel zu
einer weltweiten nachhaltigen Entwicklung" vorweggenommen: in Form von Szenarien, die aus unregulierten, marktfundamentalistischen weltökonomischen Prozessen sowie aus einer
"ressourcendiktatorischen" Politik des Nordens resultieren. Diese Entwicklung sei spätestens seit dem 11. September 2001 die dominierende Außenpolitik der USA, so Radermacher.
Der Preis für diesen Weg sei im Nahost zu beobachten. Eine mit Nachhaltigkeit verträgliche Zukunft habe nur dann eine Chance, wenn man rasch umsteuere und das Prinzip einer Ökosozialen
Marktwirtschaft verfolge, warnt Radermacher. Es ersetze Freihandel und Marktfundamentalismus durch eine adäquate Ordnung der ökonomisch-gesellschaftliche Prozesse, die auf Nachhaltigkeit
ausgerichtet sind und auf Konsensprinzipien beruhen. Im Zentrum stehe dabei ein "Weltvertrag", das heißt die Finanzierung der Entwicklung durch die reichen Länder gegen die Bereitschaft
ärmerer Staaten, die Standards der hoch entwickelten Nationen im Umwelt- und Sozialbereich zu akzeptieren, so Radermacher. Diese Formel sei "das Geheimnis hinter den derzeit stattfindenden
EU-Erweiterungsprozessen".
04.03.2004 Quelle: Ots; Global Marshall Plan Foundation
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Berchtesgadener Land: 30 Megawatt an neuen Solarstromanlagen geplant
Die Initiative „Sonnenstrom vom Watzmann bis zum Wendelstein“, ein Zusammenschluss der Umweltverbände mit dem Handwerk und der Kommunalpolitik hat sich ehrgeiziges Ziel
gesetzt: Bis Ende 2006 sollen in der Region Solarstromanlagen mit einer Leistung von 30 Megawatt am Netz sein. Damit könnte der Umsatz im Handwerk von bisher 42 Millionen Euro auf rund 120
Millionen Euro gesteigert werden. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir dieses Ziel mit den sehr attraktiven Rahmenbedingungen erreichen. Wir wollen die Chance nutzen die
Solarregion vom Watzmann bis zum Wendelstein konsequent weiter auszubauen und die positive Regionalentwicklung fortzusetzen“, so der Sprecher der Initiative Peter Rubeck vom Forum
Ökologie in Traunstein. Letztlich würden nicht nur die Umwelt und das Handwerk, sondern auch die Kommunen durch Steuereinnahmen davon profitieren.
Zudem will die Initiative ihre Aktivität auf die Landkreise Altötting und Mühldorf ausweiten. Aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen wird derzeit eine neue Sonnenstrombroschüre erstellt,
mit aktuellen Informationen zu den neuen Einspeisevergütungen und Kreditprogrammen. Im Vordergrund stehe aber auch, das Know-how der Handwerker weiter auf hohem Niveau zu halten. „Wir
wollen mit einer gezielten Fortbildung unserer Betriebe unter anderem die wichtigen Themen Ertragsgarantie und Anlagenversicherung vermitteln“, so Innungsobermeister Rudolf Wagner. Es
gehe darum, dem Verbraucher weiterhin Qualität statt Quantität anzubieten.
Mit dem neuen Projekt „Sonnenhaus“ will der Rosenheimer Solarförderverein das Bauen mit der Sonne sowohl beim Neubau als auch bei der Altbausanierung angehen. Zentrale Aspekte
sind zum einen die Information über sinnvolle Bausysteme und Haustechniken, zum anderen die Information über die vielfältigen Förderprogramme und öffentlichen Kredite. „Praxisbeispiele
aus der Region belegen dabei anschaulich, dass mit der heutigen Technik Solarhäuser keine Utopie mehr sind, sondern Realität“. Oft fehlten den Bauherren aber die richtigen
Informationen. Genau hier packen wir an“, so Martin Winter vom Rosenheimer Solarförderverein. Die ausführliche Vorstellung des Projektes soll im Mai erfolgen. Im Oktober sollen die
gelungensten Beispiele aus dem Landkreis Rosenheim mit dem Prädikat „Rosenheimer Sonnenhaus“ ausgezeichnet werden.
Ein neues Thema ist im Berchtesgadener Land die Biomasse. Im Rahmen der Agenda21 sollen vor allem Kommunen durch eine gezielte Hintergrundinformation motiviert werden, Beispielprojekte zur
Wärmeversorgung öffentlicher Gebäude mit Biomasse anzugehen. „Wir setzen natürlich auf die Vorbildfunktion der Gemeinden und die potentiellen Energiewirte“, so Stefan Neiber vom
Landratsamt Berchtesgadener Land. In das Projekt integriert werden sollen neben der Biomassegruppe der Landkreisagenda auch die Landwirtschafts- und Forstämter.
Das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro, das die Initiative mit dem Agenda-Wirtschaftspreis im letzten Jahr erhalten hat, erlaube eine optimale Teilfinanzierung der Projekte. Insgesamt stehe
für die Öffentlichkeitsarbeit ein Gesamtbudget von rund 65.000 Euro zur Verfügung, das aus Eigenmitteln der Vereine, über die Handwerker und Sponsoren aufgebracht worden sei.
04.03.2004 Quelle: Forum Ökologie Traunstein
Grüne: Weltbank soll Energiewende unterstützen
Zum Schutz des Klimas und im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung ist ein substanzieller Ausbau der Erneuerbaren Energien dringend notwendig. Wir begrüßen deshalb sehr, dass der
Salim-Bericht der Weltbank empfiehlt, ihr Energie-Portfolio im Bereich Erneuerbarer Energien jährlich um 20 Prozent zu steigern und sich bis 2008 vollständig aus der Finanzierung von Öl- und
Kohleprojekten zurückzuziehen. Das erklärten erklären Reinhard Loske, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, und Thilo Hoppe, entwicklungspolitischer Sprecher der
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen anlässlich der Empfehlung der so genannten Salim-Kommission an die Weltbank, verstärkt auf die Förderung Erneuerbarer Energien zu setzen.
Dass die Förderung der Erneuerbaren Energien bisher am Energie-Portfolio der Weltbank nur sechs Prozent ausmachten, sei völlig ungenügend, so die Grünen. Besonders die Entwicklungsländer
brauchten eine angepasste, nachhaltige Energieversorgung, die sie unabhängig von teuren Ölimporten macht. Da die Bundesregierung entschieden für eine weltweite Energiewende eintrete, erwarten
die Grünen von ihr, dass sie sich innerhalb der Weltbank für eine Umsetzung der Vorschläge der Salim-Kommission stark mache.
Weltbank-Präsident James Wolfensohn hat im Jahr 2000 eine unabhängige Untersuchung zu Rohstoff- und Energieprojekten in Auftrag gegeben. In seinem gerade vorgelegten Bericht (Extractive
Industries Review) fordere der ehemalige indonesische Umweltminister Emil Salim das Weltbankmanagement auf, viel stärker als bisher die Erneuerbaren Energien zu fördern.
04.03.2004 Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Neue Studie: deutliches Wachstum des Windenergiemarktes
Die internationale Windenergiebranche erwartet in den nächsten Jahren ein kräftiges Wachstum: Bis zum Jahr 2012 sollen weltweit insgesamt 150.000 Megawatt (MW) Leistung installiert sein,
so die Messe Hamburg in einer Pressemitteilung. Derzeit seien Windenergieanlagen mit zusammen 40.000 MW Leistung am Netz. Der bis 2012 vorhergesagte Zuwachs um 110.000 MW entspräche einem
geschätzten Investitionsvolumen von rund 130 Milliarden Euro. Diese Ergebnisse der WindEnergy-Studie 2004 präsentierte die Hamburg Messe im Vorfeld der internationalen Leitmesse
WindEnergy - International Trade Fair am 02.03.2004 in Hamburg. Das Deutsche Windenergie Institut (DEWI) hat im Auftrag der Hamburg Messe Hersteller von Windenergieanlagen sowie
Projektentwickler zu ihrer Markteinschätzung befragt und damit die erste WindEnergy-Studie aus dem Jahr 2002 fortgeschrieben.
Als die derzeit fünf wichtigsten Zukunftsmärkte nannten die befragten Unternehmen Frankreich, Großbritannien, Österreich, Italien und USA. Hier zeichne sich im Vergleich zu 2002 ein deutliche
Veränderung ab: Die einstigen Hoffnungsträger Polen und Türkei (WindEnergy-Studie 2002) hätten die Erwartungen nicht erfüllt. Dagegen setzten Länder wie Österreich und Großbritannien jetzt
verstärkt auf Windenergie, und auch Frankreich gewinne weiter an Bedeutung. Corin Millais, CEO der European Wind Energy Association (EWEA), betont, dass die Zukunft der Windindustrie in der
Erschließung neuer Märkte liege. Die Umfrage zeige, wie umfangreich der Markt sein kann, so die Hamburg Messe. Es habe 25 Jahre gedauert, 40 000 MW zu installieren, und es werde weniger als
zehn Jahre brauchen, um weitere 110.000 MW hinzuzufügen. Dies sei eine weitere Bestätigung dafür, dass Europa der Wachstumsmotor des globalen Windenergiemarktes in den nächsten zehn Jahren
bleibe.
Der vor zwei Jahren prognostizierte Rückgang des Windenergiemarktes in Deutschland sei im Jahr 2003 mit den erreichten 2.645 MW tatsächlich eingetreten, allerdings geringer als befürchtet,
heißt es in der Pressemitteilung. Deutschland sei und bleibe damit der größte Windenergiemarkt der Welt. Nach den Ergebnissen der WindEnergy-Studie 2004 sind die Hersteller und Entwickler
wieder optimistischer als noch im Jahr 2002: Bis 2012 erwarten sie eine installierte Leistung von 22.600 MW auf dem Land und 6.700 MW in Nord- und Ostsee. Bis 2030 könnten dann 30 Prozent des
deutschen Strombedarfs aus Windenergie gedeckt werden.
Der Offshore-Markt wird laut WindEnergy-Studie erst ab 2006 anziehen. Vor zwei Jahren war die Branche diesbezüglich etwas optimistischer und erwartete erste Offshore-Projekte in Deutschland
bereits im Jahr 2004. Zwar verschiebe sich der zeitliche Beginn der Offshore-Anwendung, aber es werde dann eine schnellere Entwicklung vermutet, die im Jahr 2012 zu einer fast 30 Prozent
höheren Offshore-Leistung (6.800 MW) führen könnte, als dies das Ergebnis der Studie vor zwei Jahren zeigte. Besonders Windparks auf See sollen durch die Novelle des
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) staatlich gefördert werden. Dies scheint mit dem Entwurf von Bundesumweltminister Jürgen Trittin gelungen: Rund 30 Prozent der Befragten erwarten durch die
Novelle in den nächsten fünf Jahren einen starken Impuls für den Offshore-Markt.
Für die internationale Markterschließung setzen die weltweit agierenden Unternehmen auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen im Zielland: So sehen zwei Drittel der Hersteller und
Projektentwickler in einem Joint Venture das Erfolg versprechendste Vorgehen. Rund 17 Prozent der Hersteller und etwa 27 Prozent der Projektentwickler bereiten neue Märkte durch die Gründung
einer Tochterfirma. Bei allen Befragten ist die Unsicherheit bezüglich der Energiepolitik im Zielland als größtes Hindernis eines Engagements in neuen Märkten anzusehen. Auch die
länderspezifischen Finanzierungsmodelle sorgen derzeit für Verunsicherung bei der Erschließung von neuen internationalen Zielmärkten. Während Hersteller in der instabilen politischen
Situation ein ebenso großes Hindernis sehen, scheinen die Projektentwickler risikofreudiger zu sein.
Die internationale Fachmesse findet vom 11. bis 14. Mai 2004 in Hamburg statt. Es werden mehr als 250 Aussteller erwartet. Die WindEnergy 2004 bietet Herstellern und Zulieferern, Planern,
Finanzierungsinstituten, Mess- und Zertifizierungsstellen sowie Fachleuten aus Forschung und Entwicklung eine internationale Plattform zum weiteren Ausbau dieses Zukunftsmarktes. Offizielle
internationale Partner der WindEnergy sind die EWEA, AWEA und die InWEA, auf nationaler Ebene der VDMA und das DEWI. Weitere Informationen unter www.windenergy-hamburg.de
04.03.2004 Quelle: Hamburg Messe
Integration sozialer Aspekte sichert ökonomischen Erfolg ländlicher Elektrifizierung
Der Erfolg ländlicher Elektrifizierung mit Photovoltaik hängt wesentlich von der Beachtung sozialer Aspekte ab, berichtet das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE in einer
Pressemitteilung. Das ISE hat in einem soeben abgeschlossenen EU-Projekt mit Partnern aus Spanien, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland ein Trainingspaket für Firmen und
Organisationen entwickelt, die sich mit autonomen Stromversorgungen beschäftigen. In das Projekt flossen die Erfahrungen aus 10 Jahren ländlicher Elektrifizierung ein.
"Durch Beachtung der sozialen Aspekte können Projektleiter den ökonomischen Erfolg der Projekte sichern", so Sebastian Gölz, Psychologe am Fraunhofer ISE. "Wer heute eine Photovoltaikanlage
zur Dorfstromversorgung liefert, muss 7 – 10 Jahre Gewährleistung für die Funktion übernehmen. Schon ein unerwarteter Batteriewechsel macht das Projekt in der Regel zum
Verlustgeschäft", erläutert Gölz. "Bei einem Projekt mit 1 000 Haushalten in Südostasien waren die Batterien durch Überladung und Tiefentladung frühzeitig defekt. Die 100 000 Euro
Ersatzkosten (100 € pro Haushalt) hätte man sich durch Schulung der Projektmanager für ein entsprechendes Nutzertraining (Aufwand rund 10 000 Euro, pro Haushalt also 10 €) sparen
können", so Gölz in einer Beispielrechnung.
Die Kombination von technischer und sozialer Kompetenz könne solche Probleme bei autonomen Stromversorgungen vermeiden, unterstreichen die ISE-Forscher. Die vom Fraunhofer ISE angebotenen
Trainingspakete wenden sich an Geldgeber, Politiker, Planer, Hersteller und Installateure. Die Trainingsteilnehmer lernen an Praxisbeispielen die Methodik, um nicht-technische Faktoren im
Projektmanagement zu berücksichtigen. So könnten sie dann sozial und kulturell angepasste Konzepte zur Finanzierung, Technologie-Einführung und Wartung erstellen, durch Monitoring den
Projekterfolg sichern sowie Nutzer und lokale Techniker trainieren. "Wer eine bisher unbekannte Technologie erfolgreich einsetzen will, braucht auch Kompetenz in Sachen Psycho-Logik", bringt
es Gölz auf den Punkt.
Zwei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zum Stromnetz. Autonome Photovoltaiksysteme stellen in ländlichen Gebieten oft die ökonomisch und ökologisch beste Lösung dar. Die Erfahrungen des
Fraunhofer ISE zeigen, dass es nicht reicht, die technischen Anlagen zur Stromversorgung bereit zu stellen. Erfolgreich seien die Projekte nur dann gewesen, wenn soziale Faktoren wie
Einkommen und Wissensstand der Nutzer, kulturell angepasste Finanzierungsmodelle sowie Wartung durch lokale Kräfte berücksichtigt wurden.
Jüngste Beispiele, bei denen das Fraunhofer ISE technische und nicht-technische Trainingsmaßnahmen durchführt, sind Projekte in den EU-Beitrittsländern Bulgarien, Polen, Rumänien und Ungarn
sowie ein Langzeitvorhaben in den westlichen Provinzen Chinas. Dort sollen 23 Millionen Menschen bis zum Jahr 2010 mit PV/Wind-Hybridsystemen versorgt werden.
03.03.2004 Quelle: Fraunhofer ISE
IWR zum Geschäftsklima im Bereich erneuerbare Energien: gemischte Stimmung
Im Februar 2004 hat das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) erstmals die Stimmung bei Unternehmen aus der "Regenerativen Energiewirtschaft" ermittelt. Insgesamt sei
die Branche eher verhalten optimistisch, stellt das IWR in einer Pressemitteilung fest. "Die beste Stimmung verzeichnet derzeit die Solarenergie, die auch ihr Personal weiter
aufstocken will", sagte IWR-Leiter Dr. Norbert Allnoch in Münster.
Deutlich unzufrieden seien die Windenergie-Unternehmen, wenngleich die Geschäftserwartungen für das erste Halbjahr positiv ausfalle. Hier spiegele sich ebenso wie im Bioenergie-Sektor die
Hoffnung auf eine Regelung in der EEG-Novellierung wider, die den Unternehmen mehr Planungssicherheit geben soll, so Allnoch. Über die Hälfte der im Export aktiven Firmen erwarten laut IWR
für die zweite Jahreshälfte bessere Geschäfte im Ausland.
Das Geschäftsklima der Energiewirtschaft im Bereich der Erneuerbaren wird vom IWR auf Monatsbasis ermittelt. Ein erster Vergleichswert wird erst nach der Erhebung im März 2004
vorliegen.
03.03.2004 Quelle: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)
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Internationale Tagung „Die neue Europäische Union und die Umweltpolitik“
Die Folgen der EU-Erweiterung für die Umweltpolitik in den neuen und den alten Ländern sind Gegenstand der Internationalen Jahrestagung des Öko-Instituts vom 22.04.2004 - 23.04.2004. Die
Konferenz findet statt in der Botschaft der Tschechischen Republik; Wilhelmstr. 44, 10117 Berlin. Am 1. Mai 2004 werden zehn neue Länder dem Staatenbund beitreten, der damit auf 25
Mitglieder wächst. Neben Zypern und Malta gehören acht mittel- und osteuropäische Staaten zu den Beitrittsländern, weshalb auch von der Osterweiterung der EU gesprochen wird. Niemand
bezweifle, dass Europa in vielerlei Hinsicht Veränderungen bevorstehen, so das Öko-Institut. Wissenschaftler des Instituts sowie zahlreiche Referenten werden in Vorträgen, Foren und
Diskussionen die Osterweiterung aus umweltpolitischer Sicht behandeln und sich der Fragen widmen, wie sich die europäische Energie- und Klimapolitik entwickelt und ob die Beitrittsländer die
Umweltstandards der EU erfüllen können. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Aufgrund des aktuellen Themas rechnet das Institut mit großem Interesse. Eine rechtzeitige Reservierung wird
empfohlen.
Das Öko-Institut e.V. ist das führende Umweltforschungsinstitut im Bereich der angewandten Ökologie. Es erstellt wissenschaftliche Gutachten und berät Politik, Umweltverbände, Institutionen
und Unternehmen. Das Institut ist an den Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin vertreten.
Ein detailliertes Programm mit den Referenten und den Anmeldeformalitäten wird in Kürze vorliegen.
Weitere Informationen: http://www.oeko.de/veranstaltungen.htm
03.03.2004 Quelle: Öko-Institut e.V.
EEG: Bundesverband Erneuerbare Energie kritisiert "Störfeuer aus dem Wirtschaftsministerium"
"Nicht überall, wo Gutachten draufsteht, ist auch Qualität drin'", kommentiert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) das Gutachten des wissenschaftlichen Beirates von
Wirtschaftsminister Wolfgang Clement zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). "Hier ging offensichtlich politische Motivation vor wissenschaftlichen Sachverstand", kritisiert BEE-Sprecher Milan
Nitzschke. Es sei kein Geheimnis, dass das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) gleich mehrere Gutachten in Auftrag gegeben habe, die das bei der Energiewirtschaft
ungeliebte Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien diskreditieren sollen, so der BEE. Das jetzt im Spiegel "lancierte Gutachten" kursiere schon seit über einem Monat in Kreisen von
Windkraftgegnern und Industrieverbänden, heißt es in einer BEE-Pressemitteilung. Der Veröffentlichungszeitpunkt sei aber absichtlich in die entscheidende Phase der Gesetzesberatungen im
Bundestag gelegt worden, so Nitzschke.
"Dabei ist es eher peinlich, mit einem Gutachten von so minderer fachlicher Qualität aufzuwarten. Im Prinzip wird darin erklärt, dass, sobald der Emissionshandel in Kraft tritt, alle anderen
klimapolitischen Maßnahmen überflüssig werden", so Nitzschke. Da der Handel aber nur einen geringen Teil der CO2-Verpflichtungen betreffe, bleibe im Gutachten offen, wie die deutschen
Minderungsziele denn dann erfüllt werden sollen. Laut BEE geht das nur mit Hilfe der Förderung erneuerbarer Energien. "Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist das international effektivste
Instrument zum Ersatz von klimaschädlichen Energieträgern durch klimafreundliche Energien. Den Energiebossen gefällt das natürlich nicht, weil sie wie bisher Kohle und Gas verbrennen wollen",
stellt Nitzschke fest.
Zudem klammere das Gutachten die weiteren Zielsetzungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes völlig aus. "Verringerung von Energieimporten, Einbeziehung externer Kosten, Weiterentwicklung
innovativer Technologien. Zu all dem verliert das Gutachten des Clement-Beirates kein Wort", so Nitzschke. In dem Gutachten würden weitere Fehler gemacht, bemängelt der BEE. So werde
beispielsweise behauptet, die Vergütungen für Strom aus erneuerbare Energien würden steigen. Nitzschke: "Hätte der Gutachter Ahnung von der Materie, wüsste er, dass die Vergütungssätze per
Gesetz degressiv vorgegeben sind. Die Vergütungen sinken also. Noch mehr sinkt aber die Belastung der Stromverbraucher. Denn diese zahlen nur die Differenz zwischen dem Preis für erneuerbare
Energien und dem seit Monaten steigenden Preis für konventionellen Strom". Außerdem werde im Gutachten behauptet, die Förderung erneuerbarer Energien würde Teile der Industrie zwingen, wegen
höherer Stromkosten ins Ausland zu gehen. "Offensichtlich kennt der Gutachter die Härtefallregelung im Gesetz nicht. Oder doch, denn interessanterweise wird an anderer Stelle des Gutachtens
gesagt, die Unternehmen würden zukünftig wegen des Emissionshandels abwandern", kommentiert Nitzschke.
Außer Acht bleibe im gesamten Gutachten ein wichtiger Vorteil des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, fasst der BEE zusammen: "Die Förderung erneuerbarer Energien schafft Arbeitsplätze und
Innovationsimpulse im eigenen Land. Wenn es nach dem Willen der Industrie ginge, dann würden beim internationalen Emissionshandel die wichtigsten Investitionen im Ausland getätigt und die
Zukunftstechnologien wandern aus unserem Land ab", erwartet Nitschke.
Die Spiegel-Meldung: "Clement-Beirat hält Windenergie-Subventionen für ´ökologisch nutzlos´" finden Sie unter http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,288419,00.html
02.03.2004 Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
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Nutzung der Erdwärme künftig fast überall in Deutschland möglich
Mit Beginn der zweiten Tiefenbohrung geht das Projekt zur Erschließung von Erdwärme nach dem Hot-Dry-Rock(HDR)-Verfahren in Bad Urach bei Stuttgart in die Endphase. In dem deutschlandweit
führenden
Projekt, über das sich Bundesumweltminister Jürgen Trittin und Baden-Württembergs Umweltminister Ulrich Müller am 27.02.2004 vor Ort informieren, wurde das HDR-Verfahren weiterentwickelt. Die
Uracher Erkenntnisse können Risiko und Kosten der Erschließung von Erdwärme deutlich senken und ermöglichen, geothermischen Strom fast überall in Deutschland zu nutzen, berichtet die EnBW
Energie Baden-Württemberg AG in einer Pressemitteilung. Erdwärme ist ständig verfügbar und nicht von der Tageszeit und vom Wetter abhängig. Sie ist nahezu überall vorhanden und nach
menschlichen Maßstäben unerschöpflich. Ihre Nutzung ist äußerst umweltfreundlich, da keine Verbrennung stattfindet und so kein CO2 freigesetzt wird. Erdwärmekraftwerke haben zudem nur einen
geringen Flächenbedarf.
Die Stadtwerke Bad Urach mit den Industriepartnern EnBW AG und REpower Systems AG leisten einen wesentlichen Beitrag in der Erprobung neuer Technologien zur nachhaltigen Energieversorgung. Ab
2005 können rund 2000 Haushalte in Bad Urach mit Strom sowie Kureinrichtungen und Gewerbe der nahen Umgebung mit Wärme versorgt werden. Das Projekt wird maßgeblich mit Mitteln aus dem
Zukunfts-Investitions-Programm (ZIP) der Bundesregierung gefördert. Im Untergrund der Kurstadt am Rand der Schwäbischen Alb liegt in 3500-4400 Meter Tiefe bei Temperaturen von über 170 Grad
ein gewaltiger Energieschatz verborgen. Seit Mitte der 1970er Jahre arbeiten Wissenschaftler und Ingenieure in Bad Urach daran, die Erdwärmevorräte zu erkunden und die Fördertechnik zu
verbessern, um dieses gewaltige Energiepotenzial verfügbar zu machen.
"Unsere Stadt will in der Erschließung von umweltfreundlicher Energie mit gutem Vorbild vorangehen", betont Bürgermeister Markus Hase. "Unser Pioniergeist, unsere Beharrlichkeit und Ausdauer
haben wesentlich zum jetzigen Durchbruch im HDR-Verfahren und damit der geothermischen Stromerzeugung beigetragen", so Hase weiter. Die generelle Machbarkeit des HDR-Verfahrens wurde im
europäischen HDR-Projekt in Soultz sous Forêts im Oberrheingraben 1997 nachgewiesen. Die Stadtwerke Bad Urach sind seit Mitte der 1980er Jahre als Teil der deutschen wissenschaftlichen
Arbeitsgruppen in Soultz beteiligt.
Das HDR-System funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Es besteht aus zwei Tiefenbohrungen und einem unterirdischen Wärmetauscher. In ein Bohrloch wird kaltes Wasser eingeleitet, das in
der Tiefe ein System von Gesteinsrissen durchläuft. Dort erwärmt es sich und wird als heißes Wasser über das zweite Bohrloch wieder an
die Oberfläche gefördert. Hier gibt es seine Energie an ein kompaktes Kraftwerk ab und wird wieder in die Erde geleitet.
Langfristiges Potenzial der Erdwärmenutzung 300 Milliarden kWh
Erst jüngst habe der aktuelle Sachstandsbericht des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag bestätigt, dass die Erdwärme in Deutschland bei einer nachhaltigen Nutzung ein
jährliches Potenzial von 300 Milliarden Kilowattstunden habe, so die EnBW AG. Dies mache mehr als 50 Prozent der gegenwärtigen Stromerzeugung Deutschlands aus. "Die Fortschritte aus Bad Urach
machen die HDR-Technologie zu einem aussichtsreichen Verfahren für umweltgerechten Strom aus Erdwärme und erschließen ihm ein riesiges Potenzial", freut sich Prof. Dr.-Ing. Thomas Hartkopf,
Technikvorstand der EnBW. Die bislang relativ unbekannte Geothermie sei eine grundlasttaugliche erneuerbare Energiequelle und bisher unterschätzt worden. Im Interesse einer nachhaltigen und
Klima schonenden Energiebereitstellung setze EnBW als großes deutsches Energieunternehmen daher auf die Möglichkeiten der Geothermie: Nach erfolgreicher Erschließung des Reservoirs ist
beabsichtigt, ein Pilotkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von ca. 1 Megawatt zu errichten.
02.03.2004 Quelle: EnBW Energie Baden Württemberg AG
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BMU: Schutzkonzept der AKW-Betreiber nicht ausreichend
Das Konzept, Atomkraftwerke durch künstlichen Nebel vor drohenden terroristischen Flugzeugabstürzen zu schützen, ist in seiner derzeitigen Form nicht geeignet, den Schutz der Anlagen
deutlich zu verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesumweltministerium (BMU) aufgrund einer Begutachtung dieses Plans durch die Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS). Die
Ergebnisse seien am 01.03.2004 den Ländern vorgestellt worden. Diese sind für die Prüfung und Genehmigung von Maßnahmen der Betreiber zuständig.
Das Betreiberkonzept sehe vor, das betroffene Atomkraftwerk im Falle eines terroristischen Angriffes mittels eines Verkehrsflugzeuges durch künstlichen Nebel so einzuhüllen, dass der
terroristische Pilot sicherheitsrelevante Teile des Atomkraftwerkes entweder nicht oder nicht zielgenau treffen kann, so das BMU. Die Defizite des Konzepts beruhen laut
Bundesumweltministerium im Wesentlichen darauf, dass das Verhalten möglicher Täter nicht hinreichend berücksichtigt werde. Deshalb würden auch die Wahrscheinlichkeit eines gezielten
Auftreffens auf das Reaktorgebäude und dessen katastrophalen Folgen nicht ausreichend verringert. Die Betreiber seien aufgefordert, das Konzept nachzubessern, wenn es einen entscheidenden
Beitrag zur terroristischen Gefahrenabwehr leisten soll, betont das BMU.
Zudem seien die Landesbehörden gefordert zu überprüfen, inwieweit die standort- und anlagenspezifischen Besonderheiten der jeweiligen Anlagen entscheidend für die Wirksamkeit der vorgesehenen
Tarnmaßnahmen sind. Das Bundesumweltministerium weise damit die Absicht von Landesministerien zurück, eine Vernebelung ohne Prüfung der Wirksamkeit zu genehmigen.
Unabhängig vom Betreiberkonzept habe das Bundesumweltministerium die zuständigen Landesaufsichtsbehörden mehrfach aufgefordert, anlagenspezifische Untersuchungen für die jeweiligen
Atomkraftwerke durchzuführen, um Schadensminderungspotenziale im Falle eines herbeigeführten Flugzeugabsturzes zu ermitteln. Die GRS-Studie zum gezielten Absturz eines großen
Verkehrsflugzeuges auf Atomkraftwerke liege den Ländern seit mehr als einem Jahr vor. Trotz ausführlicher Vorgaben des Bundes seien die Länder dieser Aufgabe bisher nicht nachgekommen, rügt
das BMU. Dennoch habe die Bundesaufsicht den zuständigen Landesbehörden angeboten, an der Bearbeitung offener Fragen mitzuwirken. Die Länder stünden im Rahmen ihrer Sach- und
Wahrnehmungskompetenz in der Verantwortung.
02.03.2004 Quelle: BMU
EnBW befürchtet Wettbewerbsnachteile durch den Emissionshandel
Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG ist besorgt, dass der anhaltende Stillstand bei den Verhandlungen zwischen der Industrie und der Regierung über die Einzelheiten des Emissionshandels
in Deutschland das Verabschieden eines fairen Regelwerks behindert. "Wir befürchten, dass die Gespräche zwischen Bundesumweltministerium und Bundeswirtschaftsministerium zu einer
unausgewogenen Lösung führen", berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Es bestehe die Gefahr, dass ein fairer Einstieg in das klimapolitisch wünschenswerte Instrument
des Emissionshandels misslinge und dadurch der Wettbewerb unter den deutschen Unternehmen dramatisch verzerrt werde.
Die EnBW stehe als drittgrößtes Energieunternehmen Deutschlands mit den im Wettbewerb geringsten spezifischen CO2-Emissionen zu ihrer großen Verantwortung für eine zugleich sichere und
umweltfreundliche Energiebereitstellung. "Wir wollen auch zukünftig die Belange des Klimaschutzes bei unserer Energiebereitstellung berücksichtigen und sind daher bereit, auch und gerade vor
dem Hintergrund des Kernenergieausstiegs unseren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Im Gegenzug erwarten wir allerdings von der Bundesregierung faire Bedingungen und Chancengleichheit im
nationalen und internationalen Wettbewerb. Dabei geht es uns nicht um sogenannte Investitionssicherheit, sondern um Chancengleichheit beim Bau von effizienten Ersatzanlagen für unsere
Kernkraftwerke, sowie um faire Ausgangsbedingungen für den Betrieb unserer konventionellen Kraftwerke. Beide Punkte sehen wir durch den derzeitigen politischen Prozess gefährdet", so
Professor Dr. Thomas Hartkopf, Vorstand Technik der EnBW AG.
Die EnBW befürchtet wegen ihres hohen Anteils an Kernenergie eine "dramatische Benachteiligung im Vergleich zu Wettbewerbern". Durch den Ausstieg aus der Kernenergie gehen der EnBW bis zum
Ende der ersten beiden Handelsperioden im Jahre 2012 nach eigener Auskunft 1.862 Megawatt Erzeugungskapazität verloren. Das seien über 15 Prozent der derzeit installierten Leistung und 20
Prozent der heutigen Erzeugung der EnBW. "Wir wollen diese Leistung gern durch Neuinvestitionen in Deutschland ersetzen", betont Professor Dr. Thomas Hartkopf.
Laut EnBW sollen nach den Vorstellungen des Bundesumweltministeriums ältere Braunkohlekraftwerke üppig mit Zertifikaten ausgestattet werden, während Investitionen in den Ersatz von
Kernkraftwerken erheblich weniger Emissionszertifikate erhalten sollen. "Das darf nicht sein", fordert Thomas Hartkopf. Es könne nicht angehen, dass die EnBW durch die Vereinbarung zum
Ausstieg aus der Kernenergie, zu der das Unternehmen als verlässlicher Partner weiterhin stehe, nun im Emissionshandel zusätzlich benachteiligt werden soll. Hartkopf: "Das kommt einer
nachträglichen Bestrafung der Unternehmen mit hohem Kernenergieanteil gleich. Die Ausstiegsvereinbarung schließt eine solche Diskriminierung jedoch ausdrücklich aus", so Hartkopf
weiter.
02.03.2004 Quelle: EnBW Energie Baden Württemberg AG
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"Yoda-Gutachten": Germanwatch fasst zusammen und liefert Hintergrundinformationen
Der PENTAGON-Bericht über abrupte Klimaänderungen ("Yoda-Gutachten") wurde in der vergangenen Woche in vielen Medien präsentiert. Meist sei in sehr ausgewogener Weise über das Papier
berichtet worden, stellt Germanwatch e.V. in dem aktuellen Rundbrief KlimaKompakt Spezial fest. Manche der Berichte hätten die Aussagen des Papiers aber undifferenziert wiedergegeben, so dass
er von Gegnern eines ernsthaften Klimaschutzes, die den Originalbericht selbst nicht gelesen haben, als "Klimahysterie" gebrandmarkt werden könnte. Germanwatch hat in KlimaKompakt die
zentralen Aussagen des Berichtes herausgearbeitet und eine Liste mit Internet-Links erstellt, welche die Quellen sowie diverse Medienberichte erschließt. Der Bericht über die
Auswirkungen abrupter Klimaänderungen wurde im Oktober 2003 im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums erstellt und gelangte durch eine Indiskretion vor wenigen Tagen an die Medien. Bei
Papier handle es sich nicht um eine wissenschaftliche Studie, sondern um ein Szenario, das unter anderem auf der Befragung von neun nicht namentlich genannten Klimawissenschaftlern beruhe, so
Germanwatch. Das Zukunftsmodell konzentriere sich auf das zwar relativ unwahrscheinliche, aber dennoch mögliche und dann katastrophale Ereignis eines schon in wenigen Jahren eintretenden
plötzlichen Klimawandels durch Veränderungen des Golfstroms.
Der Bericht zeige die Konsequenzen, wenn Gesellschaften, ohne darauf vorbereitet zu sein, mit den Folgen von starken Klimaänderungen konfrontiert werden, wie sie während der gesamten
Zeitdauer der menschlichen Zivilisation noch nie aufgetreten sind. Ganz in der Tradition militärischer Bedrohungsstudien werde ein ausgeprägtes Katastrophenszenario aufgebaut, für das eine
seriöse Sicherheitspolitik gewappnet sein müsse.
Die zwei zentralen Aussagen des Berichtes lauten:
1.) Wir müssen im 21. Jahrhundert mit einer sehr starken globalen Erwärmung rechnen. Die Zusammenfassung beginnt mit dem Satz: "There is substantial evidence to indicate that significant
global warming will occur during the 21st century."
2.) Der Klimawandel könnte nicht nur kontinuierliche, sondern auch abrupte Veränderungen mit sich bringen, zum Beispiel ein Abschwächen der nordatlantischen Meereszirkulation, gefolgt von
deren Kollaps. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Szenario eintritt, ist zwar gering, aber die Möglichkeit besteht. Und die Folgen für die Ernährungssicherheit und den Zusammenhalt von
Gesellschaften wären so dramatisch, dass man sich schon jetzt ernsthaft damit beschäftigen muss, da es vitale Sicherheitsinteressen der USA berühren würde ("... would challenge United States
national security in ways that should be considered immediately").
Wissenschaftlich gesehen seien diese Feststellungen nichts neues, stellt Germanwatch fest. Sie könnten nun allerdings über den Umweg der Sicherheitspolitik einen merklichen Einfluss auf die
US-Klimapolitik haben. "Denn zum einen stammen sie nicht aus einer beliebigen Quelle, sondern aus einem vom Pentagon in Auftrag gegebenen Bericht. Und auch im Pentagon war nicht irgendeine
Abteilung der Auftraggeber, sondern es war Andrew Marshall persönlich. Marshall ist Direktor des "Office of Net Assessment" des US- Verteidigungsministeriums und einer der angesehensten
"Think-tanks" der US-Sicherheitspolitik. Zum anderen ist die US-Politik inzwischen dafür sensibilisiert, sich auch auf unwahrscheinliche Ereignisse einstellen zu müssen, wenn ihre Folgen die
vitalen Sicherheitsinteressen des Landes in dramatischer Weise berühren - spätestens seit den vorher nicht als wahrscheinlich geltenden Terrorangriffen auf das World Trade Center (und
zeitgleich, wie inzwischen schon fast wieder in Vergessenheit geraten,
auf das Pentagon-Gebäude)", heißt es in KlimaKompakt.
Kritikwürdig, aber angesichts der Position der US-Regierung nicht ganz
unerwartet, ist laut Germanwatch nicht die Berichterstattung der Medien sondern die Tatsache, dass die im Yoda-Gutachten vorgeschlagenen Schritte zwar verschiedene Anpassungsmaßnahmen
enthalten, dass aber die Reduzierung des Treibhausgas-Ausstoßes nur ziemlich versteckt empfohlen werde.
LINKS ZUM THEMA:
Die Zusammenfassung des Papiers (d.h. die Seiten 1 bis 3) finden Sie unter:
http://www.ems.org/climate/exec_pentagon_climate_change.pdf [50 KB]
Das komplette Papier (22 Seiten) finden Sie unter:
http://www.ems.org/climate/pentagon_climate_change.pdf [900 KB]
Berichterstattung in den deutschen und internationalen Medien (Auswahl)
* Deutschlandfunk, 24.2.04: "Klimawandel schlimmer als Terrorgefahr"
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/242533/
(dort auch als Audiodatei verfügbar)
Spiegel Online: PENTAGON-STUDIE: Yodas apokalyptische Visionen unter http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,287518,00.html
* The Nation / Mark Hertsgaard, 12.2.04: "A New Ice Age?"
http://www.markhertsgaard.com/Articles/2004/NewIceAge
* The Independent, 10.2.04: "Independent UK Global warming will plunge Britain into new ice age 'within decades'"
http://www.bluewaternetwork.org/news_stories/gw_1-25-04_ukindependent.pdf [25 KB]
* The Observer, 22.2.04: "Now the Pentagon tells Bush: climate change will destroy us"
http://observer.guardian.co.uk/international/story/0,6903,1153513,00.html
Weitere Infos: http://www.germanwatch.org/
01.03.2004 Quelle: Germanwatch e.V.
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Trittin stellt neues Solarwärme-Forschungs und Förderprogramm vor
Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat am 27.02.2003 das Konzept "Solarthermie2000plus" vorgestellt. Damit soll die Entwicklung der solaren Wärmegewinnung gefördert werden. Mit rund vier
Millionen Euro jährlich sollen Pilotvorhaben von kombinierten Trinkwassererwärmungs- und Heizungsanlagen unterstützt und neue Anwendungen für Sonnenwärme erprobt werden, beispielsweise in der
Klimatisierung oder in Kombination von Sonnen- und Erdwärme sowie Biomasse. Gefördert werden Pilot- und Demonstrationsanlagen mit einer Kollektorfläche von mindestens 100
Quadratmetern. "Unser Ziel ist eine möglichst klimaneutrale Wärmeversorgung", sagte der Bundesumweltminister in Neckarsulm am Standort der größten Solarwärme-Anlage Deutschlands.
Das neue BMU-Forschungskonzept "Solarthermie2000plus" ist Teil der Forschungsförderung des Bundes für alle Formen der erneuerbaren Energien. "Wir investieren jährlich insgesamt rund 60
Millionen Euro um das Innovationspotenzial aller erneuerbarer Energien nutzen, um den Ausbau der Solarenergie, der Windkraft und der Geothermie voranzutreiben. Nur mit einer intensiven
Forschungsförderung werden wir unsere ehrgeizigen Ausbauziele erreichen", sagte Trittin. Ziel der Bundesregierung ist, bis 2010 mindestens 12 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren
Energien zu decken und bis 2020 ihren Anteil auf 20 Prozent zu erhöhen.
Deutschland ist laut Bundesumweltministerium der mit Abstand größte Markt für solarthermische Anlagen in Europa. Dank des Marktanreizprogramms für erneuerbare Energien habe sich die insgesamt
installierte Solarkollektorfläche auf rund 5,2 Millionen Quadratmeter erhöht, das sei eine Verdopplung in nur 4 Jahren. Um das im Koalitionsvertrag festgehaltene Ziel, die Kollektorfläche bis
2006 noch einmal auf etwa 10 Millionen Quadratmeter zu verdoppeln, sei ein Wachstum von 35 Prozent jährlich nötig, sagte Trittin. Die rasante Marktentwicklung, gekoppelt mit einer
entsprechenden Forschungsförderung, habe dazu geführt, dass die deutsche Solarthermie-Branche international einen Spitzenplatz einnehme.
Die Stadt Neckarsulm steht derzeit beim Ausbau einer solaren Nahwärmeversorgung an der Spitze in Deutschland. Künftig soll im Ortsteil Neckarsulm-Amorbach der gesamte Wärmebedarf für
Trinkwasser und Raumheizung zur Hälfte von der Sonne gedeckt werden. Die vom Bundesumweltministerium geförderte Pilotanlage besteht aus 5.000 Quadratmetern Kollektorfläche sowie einem großen
Erdsonden-Wärmespeicher. Sie versorgt 140 Wohneinheiten, ein Ladenzentrum, eine Schule und ein Altenwohnheim mit Wärme.
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und Solarthermische Nahwärmesysteme für die Ökostadt
01.03.2004 Quelle: BMU
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Neue Einspeisevergütungen machen Solarstrom für Investoren interessant
Die seit dem 01.01.2004 geltende Einspeisevergütung macht Photovoltaikanlagen wirtschaftlich interessant, betont das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg in einer
Pressemitteilung. "Wenn man durch Qualitätssicherung für maximalen Ertrag sorgt, werden Photovoltaik-Systeme jetzt zum attraktiven Anlageobjekt", so Diplom-Ingenieur Klaus Kiefer.
Die Freiburger Solarforscher bieten umfassende Dienstleistungen, um eine Solarstrominvestition zum Erfolg zu machen.
Neben der Anhebung der Einspeisevergütung habe der Gesetzgeber er auch Klarheit für frei stehende und fassadenintegrierte Anlagen geschaffen, betont das ISE. Er gebe damit Investoren
Sicherheit und Anreiz zum Bau großer Anlagen. Photovoltaik werde für neue Zielgruppen interessant, unterstreicht das ISE: Landwirte, Wohnungsbaugesellschaften und Unternehmen mit großen
Dachflächen könnten bei minimalem Risiko mit Gebäudeflächen zusätzlich Gewinn erwirtschaften. Fondsgesellschaften könnten attraktive Geldanlagen für Privatleute ohne eigenes Dach
bereitstellen. Banken könnten neue Kreditmodelle, Versicherungen neue Versicherungsangebote entwerfen.
"Im optimalen Fall kann man die Anlage durch die Einspeisevergütung ohne laufende Belastung refinanzieren und Renditen von 6% und mehr erreichen", so Klaus Kiefer. "Entscheidend für die
Rendite sind gute Planung, hochwertige Komponenten und sorgfältiges Monitoring. Die hohen Investitionskosten und das komplexe Zusammenwirken von Einstrahlung und Technik erfordern
eine lückenlose Qualitätssicherung", ergänzt der ISE-Ingenieur. Das sähen auch die Banken so, die beim Fraunhofer ISE unabhängige Ertragsgutachten für Photovoltaik-Anlagen anfordern. Doch
Qualitätssicherung heiße mehr: "Eingangsprüfungen durch das Institut zeigten, dass nicht alle Hersteller die Spezifikationen einhalten", stellt Kiefer fest. Wenn die Anlage stehe, sorge das
so genannte Performance- Monitoring dafür, dass die Stromausbeute nicht nur bei der Abnahme stimmt. Dazu Kiefer: "Nach 10 Jahren Monitoring können wir nachweisen, dass durch uns überwachte
Anlagen bis zu 14 % mehr Energie lieferten als andere."
Eine Photovoltaik-Anlage braucht etwa 8 m2 Fläche für 1 Kilowatt Spitzenleistung (kWp). Der Jahresertrag für einen Standort in Süddeutschland liegt bei guten Anlagen über 900 Kilowattstunden
pro Kilowatt installierter Leistung (kWp). Bei einer 50 kWp-Anlage entsprächen 90 000 Euro etwa 40% des Eigenkapitals und seien nach 10 Jahren refinanziert, so das ISE in einer
Beispielrechnung. In den folgenden 10 Jahren – solange garantiert das Gesetz die Vergütung – erziele die Anlage rund 250.000 € Einspeisevergütung.
Mehr Information unter http://www.solar-monitoring.de.
Die Einspeisevergütungen für Photovoltaik finden Sie unter http://www.solarserver.de/eeg_verguetungssaetze.html
01.03.2004 Quelle: Fraunhofer ISE
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