Solar News Archiv Juni 2004

 
 

SolarWorld AG will Produktionskapazitäten bis 2007 deutlich ausbauen

Die SolarWorld AG beschleunigt ihr Wachstumstempo im international prosperierenden Solarmarkt. Bis zum Jahr 2007 werde der solare Technologiekonzern seine Produktionskapazitäten um ein Vielfaches erhöhen, so die SolarWorld AG in einer Pressemitteilung.  "Damit begegnen wir der Tatsache, dass nachhaltige Solarstromtechnologie weltweit auf eine rasant wachsende Nachfrage trifft", sagte SolarWorld-Vorstandssprecher Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck. Für das laufende Jahr erwarten Marktbeobachter eine weltweite Jahresproduktion bei Solarzellen von 1.000 Megawatt (MW) – ein Plus von über 30 % gegenüber dem Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2004 rechnet der Konzern mit einem Rekordumsatz von mehr als 150 Millionen Euro und einem Gewinn im Millionenbereich.


Waferproduktion steigt auf 240 MW – Zellen und Module auf je 120 MW

Der SolarWorld-Konzern werde im Zuge der Expansionspolitik die Herstellung von Solarwafern an dem integrierten Produktionsstandort in Freiberg/Sachsen bis 2007 nach und nach von derzeit 120 Megawatt (MW) auf 240 MW verdoppeln, so das Unternehmen. Die Solarzellenproduktion in Freiberg soll im gleichen Zeitraum von 30 MW auf 120 MW vervierfacht werden. Die Fertigung von Solarmodulen wird laut SolarWorld in Freiberg und Gällivare/Schweden auf zusammen ebenfalls 120 MW aufgestockt (derzeit 50 MW). "Unsere Expansionspläne stehen dabei unter der Prämisse, parallel zum kräftigen Ausbau unseres nationalen wie internationalen Geschäfts auch unsere Position als Technologieführer zu stärken", so Frank Asbeck weiter. "Deshalb wird nur modernstes Equipment in unseren neuen Fabriken Verwendung finden", kündigt Asbeck an.

"Nachdem wir bis heute über 200 Millionen Euro in den Ausbau unserer Aktivitäten an allen Standorten investiert haben, werden wir für die Umsetzung unserer aktuellen Expansionspläne ein Volumen von über 150 Millionen Euro bewegen. Die Investitionsmittel werden aus dem Cashflow des Konzerns, Zuschüssen und Zulagen sowie einer strukturierten Fremdkapitalfinanzierung gespeist", erläuterte Dipl.-Kfm. Philipp Koecke, Finanzvorstand des solaren Technologiehauses.


"SolarWorld-Bond" attraktives nachhaltiges Investment

"Unsere Strategie, als solides, erfolg- und innovationsreiches Unternehmen in einem expandierenden Marktumfeld konsequent auf Wachstum zu setzen, bieten wir auch dem Kapitalmarkt zur Beteiligung an", sagte Vorstandssprecher Asbeck weiter. "Für Anleger, die an nachhaltigen Investments mit hoher Rendite interessiert sind, stellt unsere Unternehmensanleihe, die sich derzeit in der Platzierung befindet, eine attraktive Beteiligungsmöglichkeit dar. Denn unser Bond ist mit einer über Marktniveau liegenden Verzinsung von jährlich 7 % ausgestattet, und bietet Investoren damit unabhängig von einem sich täglich ändernden Aktienkurs eine sichere Rendite", so Asbeck. Die SolarWorld-Anleihe sei am deutschen Kapitalmarkt die einzige Möglichkeiten, am Wachstumsmarkt Solarenergie außerhalb der Börse und für einen niedrigen Kapitaleinsatz ab 1.000 Euro zu partizipieren. "Mit dem bisherigen Zeichnungsvolumen sind wir hochzufrieden. Doch auch neue Investoren, die ihr Kapital für den Klimaschutz arbeiten lassen wollen und gleichzeitig attraktiven Renditeaussichten erwarten, sind uns stets willkommen", so Finanzvorstand Koecke.



30.06.2004   Quelle: SolarWorld AG

 

Intersolar 2004: Blitzstrom GmbH verkauft fast 2 MW-Solarmodule

Blitzstrom auf der Intersolar: Module lieferbar
Blitzstrom auf der Intersolar: Module lieferbar

Der Solargroßhändler Blitzstrom GmbH (Mainbernheim) hat auf der Intersolar 2004 seine neue Silizium-Modullinie vorgestellt. Die Qualitätsmodule aus eigener Produktion sind in einer Bandbreite von 90 - 225 Watt peak erhältlich und bringen durch den Einsatz von Markenzellen höchste Erträge. Für die Fachhandelspartner des Unternehmens waren auf der Intersolar insgesamt 2.000 kWp Module zur Auslieferung im Spätsommer dieses Jahres verfügbar.  Geschäftsführer Bernhard Beck blickt zufrieden auf eine erfolgreiche Messe zurück. Über einen Grossteil der Modulmenge seien bereits auf der Intersolar Kaufverträge abgeschlossen worden, so Beck.


Keine Lieferengpässe

"Blitzstrom hat gegenüber seinen Fachhandelspartnern die Verpflichtung, immer hochwertige Photovoltaiksysteme vorrätig zu haben. Lieferengpässe gibt es bei uns nicht", betont Beck. Damit unterscheide sich Blitzstrom als Großhändler vom Rest des Marktes, der mit teilweise extremen Lieferschwierigkeiten zu kämpfen habe. Nicht nur mit ausreichend Modulen sondern mit mehr als 2.000 kostenlosen Bratwürsten bedankte sich Blitzstrom bei den Kunden für das im letzten Jahr entgegengebrachte Vertrauen.

30.06.2004   Quelle: Blitzstrom GmbH
Bildquelle: Blitzstrom GmbH
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Staatssekretärin Wolf: Erneuerbare Energien bieten Chancen für Unternehmer

Auf die zunehmende Bedeutung von Investitionen in erneuerbare Energien hat Margareta Wolf hingewiesen, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMU). "Technische und wirtschaftliche Herausforderungen anzunehmen, Neuerungen zu fördern und ökonomische Chancen zu ergreifen, das sind unternehmerische Tugenden, die bei den jungen, regenerativen Sparten besonders gefragt sind", sagte Wolf bei den Baden-Badener Energiegesprächen am 25.06.2004.  Rund um Windkraft und Solarenergie, Biomasse-Nutzung, Wasserkraft und Geothermie werden laut BMU in Deutschland bereits heute rund 10 Milliarden Euro im Jahr umgesetzt, mit steigender Tendenz.

Die erneuerbaren Energien seien in Deutschland einer der wenigen Bereiche, der weiterhin deutliche Zuwächse verzeichnen könne. Die Investitionen in erneuerbare Energien und die Umsätze aus dem Betrieb regenerativer Anlagen würden mit dem zunehmenden Ausbau der umweltfreundlichen Energieträger weiter wachsen. "Zentrale Aufgabe ist, künftige Energieversorgungsstrukturen in Deutschland flexibel, dezentral und innovativ zu gestalten", betonte Wolf. Dies diene dem Ziel, den Aufschwung und die Sicherheit der Energieversorgung langfristig zu sichern, die für Verbraucher und Wirtschaft gleichermaßen wichtig sei.

Mit den erneuerbaren Energien entstehen laut Wolf vielfältige und neue Wirtschaftszweige. Nicht nur in der Solartechnik und im Stahlbau für Windkraftanlagen, sondern auch für Zulieferbetriebe, die Handelsvermittlung, Werbung, Planung, bis hin zu Finanzdienstleistungen und Forschung und Entwicklung ergeben sich neue Chancen, betont Wolf: "Gegenüber Investitionen in der überkommenen fossil-nuklearen Energieproduktion haben Investitionen in diesen Branchen den großen Vorteil, dass sie auf Innovation, Versorgungssicherheit und ökologische Verträglichkeit setzen - und dass sie langfristig und nachhaltig Umwelt und Klima von schädlichen Emissionen und Risiken entlasten".

30.06.2004   Quelle: BMU
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Besucherrekord auf der Intersolar: 25 % Zuwachs auf Europas größter Solarfachmesse

290 Aussteller aus aller Welt präsentierten Produkte und Dienstleistungen auf der Intersolar.
290 Aussteller aus aller Welt präsentierten Produkte und Dienstleistungen auf der Intersolar.

"Die Resonanz der Besucher war überwältigend", freuen sich die Veranstalter der Intersolar Klaus W. Seilnacht, Erster Geschäftsführer der Messe Freiburg GmbH & Co. KG, und Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH. Mit über 15.000 Besuchern aus mehr als 60 Ländern verzeichnet die Intersolar in diesem Jahr einen Zuwachs von 25 % im Vergleich zum Vorjahr.   Insgesamt 290 Aussteller aus 20 Nationen präsentierten die Trends und Neuheiten der Solarbranche. "Die Intersolar hat sich inzwischen zur weltweit größten Solarfachmesse entwickelt. Die gelungene Verbindung von PV-Solarstrom und Solarwärme sowie das professionelle Auftreten der Aussteller unterstreichen die Qualität der Messe", betont Dr. Winfried Hoffmann, Präsident der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) und Geschäftsführer der RWE Schott Solar.

Das Besucherplus von 25 % spiegelt den Boom im Solarmarkt wider. In diesem Jahr rechnet der Bundesverband Solarindustrie e.V. (BSi) in Deutschland mit einem Zuwachs von 30 % bei der Solarwärme und einem Wachstum von 50 % beim Solarstrom. "Auf der Intersolar sind alle wichtigen nationalen und internationalen Player der Solarbranche vertreten", erklärt Marcus Hödl, Produktmanager der Firma ELCO Klöckner Heiztechnik GmbH. Europas größte Solarfachmesse präsentierte vom 24. bis 26. Juni in Freiburg die wichtigsten Neuheiten und Trends in den Bereichen Photovoltaik, Solarthermie und Solares Bauen. "Der Focus der Intersolar auf den ausschließlich solaren Bereich gefällt uns sehr", unterstreicht Dr. Gerhard Kleiss, Marketingleiter der SolarWorld AG. Die rund 15.000 Besucher hatten vor Ort Gelegenheit, sich unter anderem über neue High-Tech-Photovoltaik-Module und Weiterentwicklungen in der Solarwärmenutzung zu informieren.


Pflichtmesse für die Solarbranche

"Der hohe Anteil an Fachbesuchern bestätigt unser Konzept, den Beginn der Intersolar auf den Donnerstag vorzuverlegen", erläutert Elsässer. Die Intersolar fand in diesem Jahr zum ersten Mal von Donnerstag bis Samstag statt. "Die Besucher sind zahlreicher als in den letzten Jahren und der Fachbesucheranteil ist für uns wesentlich attraktiver", versichert Jitesh Gopi, Direktor des indischen Photovoltaik-Produzenten Ammini Energy Systems Private Limited. Auch Anton Milner, Vorstandsmitglied des Solarzellen-Herstellers Q-Cells AG, lobt die Veranstaltung: "Die Intersolar bietet der Solarindustrie die Plattform, die sie braucht. In Europa gibt es nichts Besseres." Axel Nagel, Geschäftsführer der Solarkollektoren-Herstellers Ritter Solar GmbH & Co. KG, bestätigt: "Die Intersolar ist die Pflichtmesse für die Branche".


Intersolar 2005 vom 23 . bis 25. Juni in Freiburg

Insgesamt kamen in diesem Jahr Besucher aus über 60 Ländern zur Intersolar. Die Internationalität der Intersolar zeigt sich auch bei den Kongressteilnehmern. Insgesamt 1.000 Solarexperten und Wissenschaftler tauschten sich auf den rund 20 Veranstaltungen des begleitenden Kongress- und Rahmenprogramms der Intersolar aus. Allein rund 500 Fachleute aus 75 Nationen nahmen an der im Vorfeld der Intersolar durchgeführten EuroSun teil. "Nach der äußerst positiven Erfahrung diesen Jahres sind wir überzeugt, dass die Europäische Solarthermiekonferenz estec2005 zusammen mit der Intersolar ein großer Erfolg wird", erklärt Raffaele Piria, Generalsekretär der European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF). Die ESTIF ist Veranstalter der estec2005, die kurz vor der Intersolar stattfinden wird. Zur Intersolar 2005 treffen sich die Solarakteure vom 23. bis 25. Juni 2005 in Freiburg.


29.06.2004   Quelle: Solar Promotion GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH

 

Solarwärmemarkt in Europa: 25 % Wachstum im Jahr 2003

Sonnenkollektormarkt in Europa
Sonnenkollektormarkt in Europa

Die europäische Solarwärmeindustrievereinigung ESTIF hat aktuelle Daten über den Markt in Europa veröffentlicht. Nach den Zahlen der European Solar Thermal Industry Federation wurden 2003 rund 25 % mehr Solarwärmeanlagen installiert als im Vorjahr. Die Branche hätte sich nach einem Rückgang im Jahr 2002 rasch erholt und erwarte im laufenden Jahr ein Wachstum um weitere 24 %, so ESTIF.  "1,4 Millionen Quadratmeter Kollektorfläche wurden im Jahr 2003 in Europa installiert, 25 % mehr als im Jahr zuvor", sagte ESTIf-Präsident Ole Pilgaard. "Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Solarwärme einen Punkt erreicht, an dem sie einen bedeutenden Anteil konventioneller Brennstoffe wie Öl, Gas oder Strom ersetzt. Mit den 12 Millionen Quadratmetern Kollektorfläche, die am Ende des Jahres 2003 installiert waren, wurden fast 5.000 Gigawattstunden (GWh) zuverlässige, saubere und erneuerbare Wärme pro Jahr erzeugt! Und das Potenzial ist noch viel größer", betont Pilgard.


Deutschland, Österreich und Griechenland teilen sich 80 % des europäischen Solarwärmemarktes

Mit der gestiegenen Zahl der Sonnenkollektoren im Jahr 2003, knüpfte der Solarwärmemarkt an die Wachstumsraten von 2000 und 2001 an. Wiederum war es Deutschland, das die Entwicklung in Europa vorantrieb. Mit einem Wachstum von 39 % und einem Anteil von 55 % am europäischen Markt stärkte Deutschland den positiven Trend in den europäischen Staaten. Auch Österreich (+ 9 %) und Griechenland (+6 % ) verzeichneten 2003 ein Wachstum. Diese drei Länder haben gemeinsam fast 80 % Anteil am europäischen Markt.


Deutliches Wachstum in Frankreich; Spanien und Italien wachsen schwächer

Obwohl der französische Solarwärmemarkt mit dem "Plan Soleil" weiter wuchs, ist er mit nur 39.000 neu installierten Quadratmetern Kollektorfläche noch immer relativ unbedeutend. Doch mit den hohen Wachstumsraten der Vorjahre (+ 44 % im Jahr 2003) holt Frankreich deutlich auf. Mit 11 % (Spanien) und 6 % (Italien) wuchsen weitere Mittelmeerländer weit weniger als das Solarwärmepotenzial erwarten ließ. ESTIF erwartet jedoch, dass die Solarverordnungen, die von vielen spanischen Kommunen eingeführt wurden ein stärkeres Wachstum in Spanien anstoßen. Ab 2005 will ESTIF auch Marktdaten für die zehn neuen EU-Mitgliedsstaaten veröffentlichen. Die aktuelle Erhebung berichtet über die EU-15-Länder sowie die Schweiz, jedoch ohne Luxemburg.


Anstrengungen für EU-Ziele notwendig

Trotz der positiven Entwicklung warnt ESTIF, dass die EU ihr Ziel von 100 Millionen Quadratmetern installierter Kollektorfläche im Jahr 2010 verfehlen könnte, wenn nicht stärkere Maßnahmen für die Marktentwicklung durchgeführt werden. "Das EU-Ziel ist erreichbar. Bezogen auf die Zahl pro Einwohner, hat Griechenland es schon erreicht und Österreich wird 2005 nachziehen" sagt ESTIF-Generalsekretär Raffaele Piria. "Doch die meisten anderen Länder hinken hinterher. Dieses Ungleichgewicht zeigt das riesige Solarwärmepotenzial, ist aber auch eine Herausforderung für Politik und Industrie. In ganz Europa muss ein starke Kombination administrativer und fiskalischer Maßnahmen geschaffen werden, verbunden mit wirksamer Öffentlichkeitsarbeit. Nur so kann die Wirtschaft der EU von den Vorteilen der Solarwärme profitieren", unterstreicht Piria.


29.06.2004   Quelle: ESTIF
Bildquelle: ESTIF
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UVS: Solarenergie jetzt parteiübergreifend verankern!

Sonnenenergie verzeichnet derzeit einen beispiellosen Boom, stellt dieUnternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) fest. Deutschlands technologische Führungsposition bei der Schlüsselenergie dieses Jahrtausends müsse jetzt weiter ausgebaut und gegen einen wachsenden internationalen Wettbewerb behauptet werden, forderte die UVS auf ihrer diesjährigen Hauptversammlung in Freiburg.  Um ein nachhaltiges Wachstum der Solartechnik zu erreichen, bleiben laut UVS in den nächsten Jahren politische Rahmenbedingungen unverzichtbar, die der Branche Investitionssicherheit bieten und Chancengleichheit zu fossilen Energien, so der rund 500 Solarunternehmen zählende Branchenverband.


Gesetzliche Grundlage für solares Heizen schaffen

Der Ausbau der Solarenergie zur wichtigsten Säule der Energieversorgung sei inzwischen zwar gesellschaftsübergreifender Wille, jedoch noch nicht ausreichend parteiübergreifend verankert. Dies zu erreichen, sei deshalb von den versammelten Solarunternehmern übereinstimmend zum wichtigsten Ziel der nächsten Monate erklärt worden. Auf der politischen Agenda des Verbandes ganz oben stehe nun auch die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für solares Heizen. „Jetzt heißt es dranbleiben. Trotz Boom dürfen wir die Hände nicht in den Schoß legen. Die Zuwachsraten bei Solarstrom müssen verstetigt und auf die nicht minder wichtige Solarwärme übertragen werden. Dann wird Sonnenenergie in Zukunft fossile Kraftwerke ersetzen und eine saubere Energieversorgung sichern“, so UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig.

Vorstand und Geschäftsführung der UVS hätten den versammelten Mitgliedern glaubhaft dargelegt, dass sich der Verband im letzten Jahr erfolgreich als „Schlepper, Lotse und Eisbrecher“ für eine schnelle Energiewende in Deutschland etabliert habe. Der politische und gesellschaftliche Einfluss habe entscheidend ausgebaut und die positive Resonanz in der Öffentlichkeit weiter verstärkt werden können. Der Verband habe weit über 1.300 redaktionelle Beiträge und Publikationen veranlasst (2002: 500). Im Rahmen des Solar-Service-Center leistete die UVS mit Unterstützung der bundeseigenen KfW Bankengruppe nach eigenen Angaben rund 300.000 kostenlose Verbraucher- und Investorenberatungen rund um das Thema Solarenergie. Damit sei ein maßgeblicher Beitrag zum Wachstum der Nachfrage geschaffen worden. UVS-Mitglieder profitierten zudem von zahlreichen neuen Publikationen und Gutachten


Politische Erfolge bei EEG-Novelle und Baugesetzbuch

Als Erfolg verbucht die UVS die Verbesserung der Zuwendungen für Solarstrom im Rahmen des Photovoltaik-Vorschaltgesetzes zur EEG-Novelle. Die Stärkung kommunaler Solaraktivitäten im Rahmen des Baugesetzbuches und die Verbesserung der Solarwärme-Förderung seien weitere Errungenschaften der letzten Monate, an deren Zustandekommen die UVS maßgeblich beteiligt gewesen sei.
Die Erfolgsbilanz der UVS sei durch gestiegene Mitgliederzahlen honoriert und zum Teil erst ermöglicht worden. Allein seit Anfang 2003 seien weitere 130 Solarunternehmen der UVS beigetreten. Mit nahezu 500 Mitgliedern sei sie damit inzwischen die stärkste Interessenvertretung der Solarbranche. Angefangen von Rohstofflieferanten, Produktionsfirmen, Handwerk bis hin zu Betreibergesellschaften, Planern und Financiers vertrauten inzwischen alle wichtigen Unternehmen der Branche auf die Arbeit der UVS.

29.06.2004   Quelle: UVS
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SunTechnics: Neue High-Tech-Solarstrommodule mit über 20 Prozent Zellwirkungsgrad

Tiefschwarzes Solarmodul STM 200 F.
Tiefschwarzes Solarmodul STM 200 F.

Ab sofort sind die Hamburger SunTechnics Solartechnik GmbH und die SunPower Corporation (Sunnyvale, Kalifornien), Handelspartner für Hochleistungsmodule der Superlative. Auf der Intersolar gaben die Unternehmen ihre Partnerschaft erstmals öffentlich bekannt. Die Kooperation exklusiv für Europa umfasst ein Handelsvolumen von mehr als 40 Millionen US Dollar für High-Tech-Module mit SunPower-Zellen bis 2005.  Die in Deutschland gefertigten Photovoltaik-Module erreichen mit den komplett schwarzen Zellen, deren Kontakte auf der Rückseite verlaufen, einen solaren Zellwirkungsgrad von mehr als 20 Prozent, was in der Serienproduktion weltweit einzigartig ist. Dies belegt ein Test des National Renewable Energy Laboratory in Colorado, der unabhängigen Prüfstelle für Ergebnisse von Leistungstests.

Hausbesitzer können ihre Dachflächen mit den neuen Modulen noch effizienter für die solare Stromgewinnung nutzen, betont von SunTechnics. Das STM 210 F liefere dabei mit einer garantierten Spitzenleistung von mindestens 210 Watt zuverlässig Strom aus der Sonne, bei 10 Jahren Produkt- und 25 Jahren Leistungsgarantie. Mit dem STM 200 F können Dachbesitzer zudem optische Akzente setzen: Zellen, Modulhintergrund und Rahmen sind einheitlich tiefschwarz, was sich in der Architektur bestens für futuristisch-elegante Gebäudeansichten eigne - und das bei Spitzenleistungen von mindestens 200 Watt.


SunTechnics europaweiter Exklusivpartner für Solarmodule von SunPower
„Die Partnerschaft zwischen SunTechnics und SunPower bietet dem Europäischen Photovoltaik-Markt neue Module der Extraklasse, die höchste Leistung mit erstklassigem Design verbinden“, freut sich Tom Werner, CEO der SunPower Corporation. „Mit SunTechnics wissen wir den europaweiten Marktführer im solaren Anlagenbau als starken Partner an unserer Seite, der seine Kompetenz bei der individuellen Planung tausender Solaranlagen unter Beweis gestellt hat“, so Tom Werner weiter.
„Das neue Spitzenmodul passt hervorragend in unsere komplette solare Produktlinie“, erklärt Dr. Gerwin Dreesmann, Geschäftsführer von SunTechnics. „Und unsere Kunden können sich über ein exklusives Solarmodul der Superlative freuen“, so Dr. Dreesmann weiter. Das Gesamtvolumen der Kooperation liege mittelfristig im zweistelligen Megawatt-Bereich. Bereits ab August seien die ersten Kontingente verfügbar. Interessierte könnten sich aber schon jetzt ihre Anlage der Superlative reservieren.


Höherer Wirkungsgrad durch Leiterbahnen auf der Modulrückseite

Eine weltweit neuartige Fertigungstechnologie sorgt für zusätzliche Effizienz: Die Leiterbahnen, die den Strom aus der Sonne allgemein üblich auf der Moduloberseite transportieren, sind auf der Rückseite der Siliziumzellen angebracht, damit keine Kontaktgitter den Einfall des Lichts stören. Auch bei höheren Temperaturen und niedrigen Sonnenständen liefern die Module laut Hersteller zusätzlich bis zu drei Prozent mehr Strom als vergleichbare Module. Dies gelinge durch eine bessere Nutzung des Lichts auch im unteren Spektrum und den sehr niedrigen Temperaturkoeffizienten der Zellen. Die neuen Module von SunTechnics seien bereits auf die erwartete IEC-Norm 61730 ausgelegt. Der darin vorgeschriebene größere Abstand der einzelnen Zellen zum Modulrand erhöhe die elektrische Sicherheit und dämmt Ertragsverluste durch Verschmutzungen.


Hintergrundinformationen zu SunPower und SunTechnics

SunPower, ein Tochterunternehmen der börsennotierten Cypress Corporation, entwirft und produziert Hochleistungszellen aus Silizium mit Rückseitenkontakten. Die Vorläuferzellen sind bereits bei verschiedenen Hochleistungsanwendungen im Einsatz wie beispielsweise beim NASA-Solarflugzeug „Helios“, das im August 2001 in Rekordhöhe flog. Mit über 120 Partnern bietet SunTechnics ihren Kunden europaweiten Service direkt vor Ort. Neben Modulen bietet das Unternehmen mit Wechselrichtern und Gestelltechnik Photovoltaik-Anlagen komplett aus einer Hand. Serviceleistungen wie die Komplett-Garantie zur Sicherung der solaren Erträge oder Online-Lösungen zur Leistungsüberwachung runden das Angebot ab. Auch thermische Anlagen zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung bietet SunTechnics in maßgeschneiderten Systemen passend für jeden Bedarf.

29.06.2004   Quelle: SunTechnics Solartechnik GmbH
Bildquelle: SunTechnics
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Hermann Scheer erhält „Leadership Award“ des Amerikanischen Rates für Erneuerbare Energien

Dr. Hermann Scheer
Dr. Hermann Scheer

Der Vorsitzende des Weltrats für Erneuerbare Energien (WCRE) und Präsident von EUROSOLAR, Hermann Scheer (MdB), hat vom "American Council on Renewable Energy“ (ACORE) den erstmals verliehenen „Leadership Award“ erhalten.   Die Preisverleihung fand statt im New Yorker Metropolitan-Club anlässlich des dort stattfindenden „Wallstreet Renewable Energy Finance Forum“.

Hermann Scheer erhielt den Preis für seine „außergewöhnlichen Aktivitäten zur Förderung Erneuerbarer Energien, die ihn zur weltweiten programmatischen Leitfigur für Erneuerbare Energien gemacht haben“, so die Laudatio. 1999 wurde Herr Scheer mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet und im Jahr 2002 wurde er vom amerikanischen TIME-Magazin als „Hero of the Green Century“ gewürdigt.

28.06.2004   Quelle: EUROSOLAR e.V.

 

Emissionshandel: EnBW legt bei Europäischer Kommission Beschwerde gegen deutsches Gesetz ein

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat bei der Generaldirektion Wettbewerb und der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission eine förmliche Beschwerde eingelegt gegen das deutsche "Gesetz über den nationalen Zuteilungsplan für Treibhausgasemissionsberechtigungen in der Zuteilungsperiode 2005 bis 2007" und den "nationalen Allokationsplan der Bundesrepublik Deutschland 2005 bis 2007". In der Beschwerde beantragt die EnBW die Ablehnung des deutschen Gesetzes durch die Europäische Kommission sowie die Einsetzung eines förmlichen Beihilfeverfahrens gegen Deutschland.   Die EnBW begründet ihre Beschwerde damit, dass das deutsche Zuteilungsgesetz die gemeinschaftskonforme Umsetzung der europäischen Richtlinie verfehle und nationale Wettbewerber der EnBW unter direktem Verstoß gegen europäische Vorschriften bevorzuge. EnBW gehe davon aus, dass die Beschwerde bei der Generaldirektion Wettbewerb in Brüssel Erfolg haben wird, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Damit wäre der deutsche Gesetzgeber gezwungen, die Verteilung der Zertifikate neu zu ordnen und wettbewerbsgerecht auszugestalten.


EnBW sieht Benachteiligung durch Übertragungsregelung

Eine besondere Benachteiligung sieht die EnBW durch die in dem deutschen Gesetz eingefügte Übertragungsregelung. Nach dieser Regel kann ein Unternehmen, das ein emissionsintensives altes Kraftwerk durch ein emissonsärmeres neues Kraftwerk ersetzt, vier Jahre lang die der ersetzten Anlage jährlich zustehenden Zertifikate auf die neue Anlage übertragen und die dadurch entstehenden Überschusszertifikate Gewinn bringend verkaufen: Bei einem angenommenen Zertifikatspreis von 10 EUR ergibt diese Übertragungsregel laut EnBW beim Neubau eines Kraftwerkes einen kumulierten Vorteil von bis zu 220 Millionen Euro, verglichen mit anderen Wettbewerbern. Unabhängige Gutachter bezifferten den sich aufgrund des vorgesehenen Gesetzes für die EnBW entstehenden wettbewerblichen Nachteil auf in etwa 1 Milliarde Euro für die Jahre 2005 bis 2020, so das Unternehmen.


Mehremissionen durch Atomausstieg

Auch durch einen anderen Punkt sieht sich die EnBW benachteiligt. So muss das Unternehmen sein Kernkraftwerk Obrigheim entsprechend der Vereinbarung zum Ausstieg aus der Kernenergie im Jahr 2005 stilllegen und den dadurch entstehenden Produktionsausfall für die nächsten Jahre mit Hilfe bestehender konventioneller Kraftwerke kompensieren. Die dadurch anfallenden Mehremissionen entsprechen dem Gegenwert von rund 2,2 Millionen Zertifikaten jährlich. Das deutsche Zuteilungsgesetz sieht dagegen nur eine unzureichende Sonderzuteilung für den Kernenergieausstieg vor, so dass sich für die EnBW eine Unterdeckung von jährlich 1,7 Mio. Zertifikaten für die Jahre 2005 bis 2007, ab 2008 sogar eine Unterdeckung von 2,2 Mio. Zertifikaten jährlich ergibt.


Ökologische Ziele unzureichend erfüllt

Neben wettbewerbsverzerrenden Effekten beklagt die EnBW auch, dass die ursprünglich erhofften ökologischen Ziele durch das bestehende Gesetz nur unzureichend erfüllt würden. "Die Übertragungsregelung führt grundsätzlich nicht zu Emissionsreduktionen, sondern zu Mitnahmeeffekten. Es ist grotesk, dass ein Unternehmen wie die EnBW, das im Wettbewerbsvergleich besonders emissionseffizient war und bleiben wird, Zertifikate zukaufen muss, und gleichzeitig weniger emissionseffiziente Unternehmen Zertifikate verkaufen können. Obwohl wir uns unter Umweltschutzgesichtspunkten in der Vergangenheit stets vorbildlich verhalten haben und dies auch zukünftig tun wollen, werden wir als besonders emissionseffizientes Unternehmen also dennoch im Vergleich zu einzelnen Wettbewerbern deutlich benachteiligt. Folge des deutschen Zuteilungsgesetzes wird sein, dass der größte CO2-Verschmutzer zum großen Profiteur werden kann. Dies ist absurd und kann aus ökologischen wie auch ökonomischen Gründen nicht gewünscht sein", so Prof. Dr. Utz Claassen, Vorsitzender des Vorstandes der EnBW.

28.06.2004   Quelle: EnBW Energie Baden Württemberg AG
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MVV Energie beteiligt sich am Biomasseheizkraftwerk Altenstadt

Die MVV Energie Dienstleistungen GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Energieverteilungs- und Dienstleistungsunternehmens MVV Energie in Mannheim, hat nach zwölf Monaten intensiver Planung, Projektierung und Konzeption 67 Prozent des Biomasseheizkraftwerkes im bayerischen Altenstadt für die nächsten 17 Jahre übernommen.  Das teilte das Unternehmen am Freitag in Mannheim mit. "Endlich unter Dach und Fach", sind sich die beiden Geschäftsführer des Biomasseheizkraftwerkes Altenstadt, Siegfried Schuster, zweiter Anteilseigner und Herbert Heinz von MVV Energie einig. Die restlichen 33 Prozent bleiben in der Hand von Schuster. Gebündelt wird das gesamte Know-how beider Partner in der Biomasseheizkraftwerk Altenstadt GmbH. Die Gesellschaft ist für den Betrieb des Kraftwerkes verantwortlich, kümmert sich um Einkauf und Logistik des Brennstoffes.

Bis Ende des Jahres sollen die Modernisierungsarbeiten im Biomasseheizkraftwerk abgeschlossen sein. Nach der Planungsphase beginne nun die Umsetzung der Feuerungssanierung. Dadurch soll die Stromerzeugung auf 11,2 Megawatt (MW) elektrische Energie gesteigert werden. Nach rund acht Wochen Stillstand kann das Kraftwerk dann so viel Strom erzeugen, wie 20.000 Haushalte im Jahr benötigen. Mit dem Umbau der Verbrennungseinheit sollen im Winter auch die Druckteilkomponenten zur Verbesserung der Dampferzeugung modifiziert werden. "Derzeit wird der erzeugte Dampf ausschließlich zur Stromerzeugung genutzt. Nach der Modernisierung könnten auch die angrenzenden Industriebetriebe hiervon profitieren und Wärme als Energie für ihre Produktion nutzen," erklärt Geschäftsführer Heinz.


Wärmegewinnung aus Biomasse als aktiver Umweltschutz

Beim Verbrennen von Holz wird nur so viel Kohlendioxid frei, wie beim Wachsen der Pflanzen bereits verbraucht und gebunden worden ist. Neben der Einsparung von fossilen Brennstoffen werden mit dem Kraftwerk gleichzeitig die CO2-Emissionen verringert. Für die Befeuerung des Kraftwerkes wird neben Sägewerk- und Waldrestholz aus der heimischen Region ausschließlich Altholz der Kategorien A1 und A2 verwendet. Die Beschaffung des Brennstoffes und die zugehörige Logistik wird über das Biomasseheizkraftwerk Altenstadt realisiert. Für die Mitarbeiter des Kraftwerkes ergeben sich aus der Beteiligung MVV Energie keine Veränderungen. Die Betreibergesellschaft BMHKW Altenstadt GmbH investiert in das Projekt rund fünf Millionen Euro.

MVV Energie mit Sitz in Mannheim hat mit "MVV Energie Industrial Solutions" eine Geschäftseinheit gebildet, die spezielle Outsourcing-Konzepte für die industrielle Energie- und Medienversorgung entwickelt. Alle Aufgaben der industriellen Energie- und Medienversorgung können damit an die MVV Energie übertragen werden. Dieses gebündelte Know-how komme den Kunden zugute. Neben dem Zeitgewinn und der Entlastung von Verantwortung würden die Unternehmen weiter von deutlich niedrigeren Kosten profitieren. "Für die Kunden ergeben sich aus der Kooperation mit einem erfahrenen Unternehmen als Contractor zahlreiche Nutzen: Sie haben einen spezialisierten, erfahrenen Partner, der sie weitgehend von der Verantwortung und den betrieblichen und wirtschaftlichen Risiken der Energie- und Medienversorgung entlastet", erläutert Dr. Thomas Lux, Leiter MVV Energie Industrial Solutions.

MVV Energie gilt in Deutschland als Marktführer im Bereich der Biomasse-Nutzung und ist mit dem Heizkraftwerk weiter auf dem Vormarsch. In Bayern ist sie bereits mit zwei Biomasseheizwerken in Ruhpolding und in Bad Endorf vertreten. Weitere Anlagen versorgen beispielsweise im niedersächsischen Salzhausen ein Schulzentrum mit ökologischer Wärme oder ein Hallenbad sowie kommunale Liegenschaften in Finnentrop (Nordrhein-Westfalen). Parallel betreibt das Mannheimer Multi Utility Unternehmen auch Projekte zur Verstromung von Altholz mit industriellen Partnern.

Mit der Stromerzeugung aus Bioenergie habe sich MVV Energie ein neues, zukunftsträchtiges Geschäftsfeld erschlossen und leiste damit zugleich einen Beitrag zu dem auf nationaler und europäischer Ebene gesteckten Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung bis zum Jahre 2010 zu verdoppeln. Über 150 Millionen Euro hat das Mannheimer Unternehmen in den letzten beiden Jahren in Biomasse-Kraftwerke in Mannheim, Flörsheim-Wicker bei Wiesbaden und Königs Wusterhausen bei Berlin investiert.

Mannheim, 18. Juni 2004

28.06.2004   Quelle: MVV Energie

 

TÜV SÜD ist erste offizielle deutsche Zertifizierstelle für Klimaschutzprojekte

Der TÜV SÜD hat als erstes Unternehmen in Deutschland und als eine der ersten Prüfgesellschaften weltweit die Akkreditierung als Zertifizierstelle für Klimaschutzprojekte auf Kyoto-Basis erhalten. Diese Entscheidung habe das zuständige Exekutivkomitee des Clean Development Mechanism (CDM) in Bonn getroffen berichtet der TÜV.  Der TÜV SÜD hat als erstes Unternehmen in Deutschland und als eine der ersten Prüfgesellschaften weltweit die Akkreditierung als Zertifizierstelle für Klimaschutzprojekte auf Kyoto-Basis erhalten. Diese Entscheidung habe das zuständige Exekutivkomitee des Clean Development Mechanism (CDM) in Bonn getroffen berichtet der TÜV.

Mit dieser Akkreditierung darf die TÜV Industrie Service GmbH (TÜV SÜD Gruppe) für validierte Projekte die offizielle Registrierung als Klimaschutzprojekt bei den Vereinten Nationen beantragen. Erst nach dieser Registrierung dürfen handelbare Zertifikate, die aus den Klimaschutzprojekten hervorgehen, am Emissionshandelsmarkt angeboten werden. Diesen Service biete die TÜV Industrie Service GmbH ihren Kunden weltweit und kosteneffizient an. Schon vor der offiziellen Akkreditierung hätten die Sachverständigen mehr als 40 Projekte aus unterschiedlichen Sektoren wie Wind- und Wasserkraftprojekte oder Abfallwirtschaft in Chile, Indien und Südafrika begutachtet.

Der CDM ist einer der Marktmechanismen des Kyoto-Protokolls und ermöglicht die Umsetzung von Klimaschutzprojekten in Entwicklungsländern. Die dabei generierten Emissionszertifikate dürfen sowohl im Rahmen des Kyoto-Protokolls als auch des EU-Handelssystems verwendet werden. Ziel des Kyoto-Protokolls ist die Reduzierung der Treibhausgasemissionen in den Industrienationen um 5,2 Prozent bis zum Jahr 2012. Außerdem sollen umweltfreundliche Technologien in Entwicklungsländern gefördert werden.

Ansprechpartner bei Fragen zur Zertifizierung von Klimaschutzprojekten ist Michael Rumberg von der TÜV Industrie Service GmbH; Tel: 089 / 5791-2179;
E-Mail:Michael.Rumberg@tuev-sued.de

28.06.2004   Quelle: TÜV Industrie Service GmbH

 

Hessen: Umweltministerium und KfW Bankengruppe kaufen CO2-Zertifikate

Im Rahmen eines Pilotvorhabens rufen das Hessische Umweltministerium und die KfW Bankengruppe Unternehmen und Projektentwickler auf, Emissionsgutschriften aus den flexiblen internationalen Kyoto-Mechanismen anzubieten. "Ziel ist der Pilotkauf von CO2 Zertifikaten, die aus Clean Development Mechanism (CDM) oder Joint Implementation (JI) Projekten gewonnen werden", so der hessische Umweltminister Dietzel.  Mit dem Pilotvorhaben soll ein Beitrag zur Entwicklung des Emissionshandelssystems im Vorfeld des Handels mit Klimaschutzzertifikaten in Europa geleistet werden.

"Für den Ankauf der Zertifikate stehen bis zu 200.000 Euro zur Verfügung. Es können sich bis zum 31.10.2004 Unternehmen mit Investitionsvorhaben aus den Bereichen rationelle Energieverwendung, effiziente Nutzung fossiler Brennstoffe in Kraftwerken und Einsatz von regenerativen Energien bewerben. Das ausgewählte Pilotvorhaben wird durch die KfW im Rahmen der Anerkennungsverfahren zu JI oder CDM Projekten begleitet", so der Minister abschließend.

"Die KfW unterstreicht mit der Unterstützung des Pilotvorhabens ihr Engagement für den globalen Umweltschutz und sieht große Chancen in der Nutzung der flexiblen Kyoto-Mechanismen für die deutsche Wirtschaft. Wir erwarten aus dem Pilotvorhaben wichtige Erkenntnisse für den in Kürze startenden KfW-Klimaschutzfonds," betonte Detlef Leinberger, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.


Europaweiter Handel mit CO2 Zertifikaten

Ab dem 01. Januar 2005 wird ein europaweiter Handel mit CO2 Zertifikaten möglich sein. Im Rahmen dieses europäischen Handelssystems sollen auch Zertifikate nach den flexiblen Kyoto-Mechanismen JI und CDM anerkannt werden. Joint Implementation (JI) bezieht sich auf Projekte in den Industrie- und Transformationsländern und Clean Development Mechanism (CDM) auf Projekte in Entwicklungsländern. Über diese Projekte erworbene Emissionsgutschriften können dann in EU-Emissionsberechtigungen umgetauscht werden. Eine entsprechende Ergänzung zur Emissionshandelsrichtlinie der EU ist gegenwärtig in Vorbereitung. Dabei steht auch die Einbeziehung von nationalen Projekten und JI -Vorhaben innerhalb der EU noch zur Diskussion.

Weitere Informationen: http://www.hmulv.hessen.de und http://www.kfw.de/klimaschutzfonds

28.06.2004   Quelle: KfW

 

Hauskauf: Eigentümerwechsel bringt Zusatzkosten für Heizung

Nach Informationen des Initiativkreises Erdgas & Umwelt (IEU) kommen auf viele Käufer gebrauchter Immobilien Zusatzkosten durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) zu. Bestimmte Heizkessel und Dämmmaßnahmen werden bei einem Eigentümerwechsel Pflicht, so der IEU. Betroffen seien grundsätzlich alle Hauskäufer, die ein bestehendes Gebäude selbst bewohnen möchten.  Wurde der Heizkessel vor 1978 installiert, muss dieser bis 2006 ausgetauscht werden. Hat ein solches Gerät allerdings nach 1996 einen neuen Brenner bekommen, verlängert sich die Frist auf 2008. Darüber hinaus verlangt der Gesetzgeber in der EnEV, dass die Geschossdecken über beheizten Räumen zu dämmen sind. Das gilt ebenso für Leitungen, in denen warmes Wasser fließt.

Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt macht darauf aufmerksam, dass Hauskäufer mit zusätzlichen Kosten rechnen müssen, die durchaus 15.000 Euro und mehr betragen können. Bei der Hausbesichtigung, der Preisverhandlung oder der Immobilienfinanzierung sollte man daher über die Modernisierungspflicht der EnEV informiert sein.

Checklisten für Modernisierer gibt es beim Initiativkreis Erdgas & Umwelt per E-Mail info@ieu.de oder telefonisch unter 0 18 02/34 34 52 (6 Cent pro Gespräch).

27.06.2004   Quelle: Initiativkreis Erdgas & Umwelt

 

Atomkraftwerke: Axel Berg warnt vor Billiglösungen statt echter Terrorabwehr

Die deutschen Atomkraftwerke seien nach wie vor unzureichend gegen einen Terrorangriff aus der Luft geschützt, warnt der Stellvertretende energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Dr. Axel Berg. Als entscheidende Gegenmaßnahme werde in Bayern derzeit das Konzept der Vernebelung geprüft. Dieses sei jedoch vom Bundesumweltministerium als unzureichend bewertet worden, so Berg.  Die Vernebelungstaktik stammt laut Berg aus dem militärischen Bereich. Während der Angreifer auf ein anderes Ziel abgelenkt wird, können sich die angegriffenen Einheiten zurückziehen. Bei einem Angriff auf ein Atomkraftwerk lasse sich ein Terrorist aber weder auf ein anderes Ziel lenken, noch könne ein Reaktor fliehen, betont der SPD-Sprecher. Eine zweite Schwachstelle sei die Vorwarnzeit. Zwei Minuten sollten ausreichen, um die Vernebelung zu starten und den Reaktor im Notfall abzuschalten. "Wer kann in dieser Zeit entscheiden, ob sich der Pilot nicht bloß verflogen hat?", fragt Berg. Der Aufbau der Nebelwand dauere mindestens 40 Sekunden. In dieser Zeit lege ein Passagierflugzeug 10 Kilometer zurück. Eine Studie von Greenpeace bezweifle, dass sich der Sichtschutz rechtzeitig aufbauen lasse. Sicherheitsexperten hielten die Methode der "Nebelglocke" allenfalls für eine Zusatzmaßnahme, unterstreicht Berg.

Die Energiewirtschaft rechne einen Terrorangriff nach wie vor zum Restrisiko und verweis auf den Staat, so Berg. Der bayerische Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Werner Schnappauf versuche, den Schwarzen Peter an den Bund weiterzugeben, kritisiert Berg. Seit der Studie der Gesellschaft für Reaktorsicherheit aus dem Jahr 2003, welche deutlich die Gefahr eines Angriffs auf deutsche Atomanlagen analysiere, sei so gut wie nichts geschehen.

„Der Umgang mit unser aller Sicherheit ist ein Skandal. Ich werfe den Betreibern vor, die Öffentlichkeit mit einer Billiglösung abspeisen zu wollen. Sie sind aufgefordert, alle alternativen Schutzmaßnahmen gegen Terrorangriffe zu ergreifen“, so Berg. Andere Abwehrmaßnahmen wie bauliche Nachrüstung oder ein Betonpfeiler-Schutzzaun würden nur deshalb nicht geprüft, weil sie zu teuer sind, rügt Berg. "Die alten Atomkraftwerke, beispielsweise Isar 1 und Biblis, funktionieren für ihre Restlaufzeit als Gelddruckmaschinen, in die nicht mehr investiert wird. Bezahlen müssen das die Bürger mit einem höheren Lebensrisiko", heißt es in einer Presseerklärung des SPD-Sprechers.

27.06.2004   Quelle: Dr. Axel Berg (MdB)

 

Deutsch-französische Brennstoffzellenkonferenz 2004

Die französische Brennstoffzellen Gesellschaft „Club PAC“ organisiert vom 29. November bis zum 2. Dezember 2004 die zweite deutsch-französische Brennstoffzellenkonferenz (France –Deutschland Fuel Cell Conference 2004).  Club PAC veranstaltet die Tagung in Zusammenarbeit mit dem französischen Forschungs- und Innovationsnetzwerk für Brennstoffzellen (réseau PACo), dem Labor für Elektronik, Elektrotechnik und Systemen (L2ES – Laboratoire d’Electronique, Electrotechnique et Systèmes), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Tagungsort ist das Atria Novotel de Belfort in Belfort (Frankreich). Informationen zum Call for Papers unter http://club.pac.free.fr/version3/rubriques/fdfc2004/secondcall.pdf

Inhalte der Konferenz sind technische und wissenschaftliche Berichte über Brennstoffzellen, Materialien und Systeme sowie die Präsentation von Anwendungen. Die Tagung soll den internationalen wissenschaftlichen Austausch zwischen Laboratorien, Brennstoffzellen-Herstellern und Benutzern intensivieren. Ausstellungsstände – die während den Pausen zugänglich sein werden - sollen in der Halle der Konferenz für alle Teilnehmer installiert werden. Dies sei eine ideale Gelegenheit für die Brennstoffzellen-Hersteller und Lieferanten, ihre Produkte den derzeitigen und künftigen Benutzern vorzustellen, so der Veranstalter.

Das detaillierte Programm der Veranstaltung sowie Informationen zur Anmeldung und zum Standort stehen zur Verfügung unter http://www.clubpac.net

27.06.2004   Quelle: Club Pac; Wissenschaft Frankreich Nr.54; französische Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz

 

Vattenfall Europe prüft Investitionen in neue Kohlekraftwerke

Ab 2010 müssen in Deutschland mehr als 20.000 Megawatt (MW) Kraftwerkskapazität ersetzt werden. Aus diesem Grund prüfe die Vattenfall Europe AG Investitionen in neue Kraftwerke, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "Wir haben unseren Aufsichtsgremien in Deutschland Überlegungen vorgestellt, wie wir in den kommenden Jahren in neue Kraftwerke investieren wollen. Voraussetzung dafür ist, dass die politischen Rahmenbedingungen stimmen", so Dr. Klaus Rauscher, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, am17.06.2004 auf der Hauptversammlung in Berlin.  "Wir haben genehmigte Standorte für neue Kraftwerke, wir haben das Wissen, wir haben die finanziellen Mittel, und wir haben die Mitarbeiter, um so ein Programm zu stemmen. Ich denke dabei an eine Braunkohle-Anlage in Sachsen und an ein Steinkohle-Kraftwerk im Großraum Hamburg", teilte Dr. Rauscher mit.

Des Weiteren sollen rund 300 Millionen Euro für den Bau von zwei neuen 380-kV-Freileitungen in Thüringen und in Mecklenburg-Vorpommern investiert werden. Dies sei erforderlich, um zur Überwindung von Engpässen wegen des Windstromtransports eine nachhaltig zuverlässige Stromversorgung abzusichern, heißt es in der Pressemitteilung der Vattenfall Europe AG. Zudem wolle der Bereich Fernwärme seine Position auf dem Wärmemarkt durch Investitionen von insgesamt mehr als 100 Millionen Euro stärken.

Vattenfall habe seine internen Strukturen und Prozesse erheblich verbessert und durch konsequenten Schuldenabbau seine Finanzkraft deutlich gestärkt, skizzierte der Vattenfall Europe-Chef die Voraussetzungen für die neue Wachstumsstrategie. "Vattenfall Europe wird verstärkt wachsen, und zwar ausgewogen in seinen Wertschöpfungsstufen", so Rauscher.

26.06.2004   Quelle: Vattenfall Europe AG

 

EU-Klimaforschungsprojekt: aktuelle CO2-Konzentration ist die höchste der letzten 440.000 Jahre

Die Europäische Kommission hat am 18.06.2004 die neuesten Ergebnisse einer von der EU-finanzierten Initiative zur Klimaforschung vorgestellt (European Ice Core Project in Antarctica, EPICA). Die bisherigen Ergebnissen zeigen, dass die jetzige "Warmzeit" des Erdklimas ohne menschliche Beeinflussung noch 15.000 Jahre andauern könnte. Die derzeitige CO2-Konzentration ist jedoch die höchste der letzten 440.000 Jahre.  Aufgrund eines besseren Verständnisses der vergangenen Klimaänderungen werde es möglich sein, den durch den Menschen bedingten Klimawandel vorherzusagen, heißt es in einer Pressemitteilung der EU-Kommission. Im Rahmen der Initiative EPICA haben Wissenschaftler aus 10 europäischen Ländern Untersuchungen an einem 740.000 Jahre alten Bohrkern durchgeführt. Dies ist die älteste Eisprobe, die bisher für die Klimaforschung herangezogen wurde. An ihr lassen sich Veränderungen der Temperatur sowie der Konzentration von Gasen und Partikeln in der Atmosphäre nachweisen.

Philippe Busquin, das für Forschungsfragen zuständige Mitglied der Europäischen Kommission, erklärte dazu: „Dank der Forschungsprogramme der EU können europäische Forscher zusammenarbeiten und das aktuelle Wissenschaftsgeschehen mitgestalten, sei es in der Klimaforschung oder auf anderen Gebieten. Wenn die europäischen Forscher zusammenarbeiten, sind sie unschlagbar.“


Extreme Forschungsbedingungen

Die EU-Wissenschaftler brachten die Bohrung durch den dicken Eispanzer der Antarktis bei Temperaturen von minus 40°C im Sommer an einem entlegenen Punkt in tausend Kilometer Entfernung von der nächsten Forschungsstation nieder. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen liegen unter –54°C. Sie werden ihre Bohrungen bis Jahresende fortsetzen, um den Felsgrund unter dem Eisschild zu erreichen. In dieser Tiefe dürften sie auf Eis stoßen, das über 900.000 Jahre alt ist.


Weitere Informationen unter http://www.awi-bremerhaven.de/GPH/EPICA/#top

26.06.2004   Quelle: EU-Kommission
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Bayer und UNEP engagieren sich für weltweite Jugend-Umwelterziehung

Werner Wenning (rechts) und Dr. Udo Oels (links) stellen im Beisein von Prof. Dr. Klaus Töpfer (Mitte) den Nachhaltigkeitsbericht des Konzerns vor.

Der Leverkusener Bayer-Konzern wird als erstes Wirtschaftsunternehmen Partner des Umweltprogramms der Vereinten Nationen im Bereich Jugend und Umwelt. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Prof. Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des United Nations Environment Programme (UNEP), und Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning am 21.06.2003 in Leverkusen. Das Abkommen sieht vor, dass Bayer für die Förderung der Jugend-Umweltarbeit im Rahmen der Partnerschaft mit UNEP über einen Zeitraum von zunächst drei Jahren Sachleistungen und zusätzliche Finanzmittel in Höhe von einer Million Euro pro Jahr bereitstellt.  "Als forschungsorientiertes Unternehmen legt Bayer traditionell großen Wert auf die Unterstützung der naturwissenschaftlichen Ausbildung junger Menschen", erklärte Werner Wenning. "Wir engagieren uns daher seit vielen Jahren auch im Bereich Jugend und Umwelt. Im Rahmen unserer internationalen Zusammenarbeit mit UNEP wollen wir daher eine Reihe von Programmen voranbringen, die konkret darauf abzielen, das Umweltbewusstsein von Jugendlichen zu stärken und ihr Umweltwissen auszubauen. Dies ist gerade in Ländern sinnvoll, in denen der Umweltschutz bislang noch keinen so hohen Stellenwert hat wie in Deutschland", so Wenning.

Der ehemalige deutsche Umwelt-Minister und heutige UNEP-Chef Prof. Dr. Klaus Töpfer hat bereits seit langem Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Bayer. "Ich freue mich, dass Bayer uns dabei unterstützt, die Jugend für die Sache des Umweltschutzes zu begeistern. Bayer ist ein ganz besonders guter Partner für diese Aufgabe, denn das Engagement des Konzerns in diesem Bereich ist sicherlich ein hervorragendes Beispiel, wie wir in einem partnerschaftlichen Ansatz mit einem Wirtschaftsunternehmen etwas für die Jugend und den Umweltschutz bewegen können", sagte Töpfer.


Bayer-Nachhaltigkeitsbericht 2004: Umweltschutz-Ziele deutlich übererfüllt

Dr. Udo Oels, im Bayer-Vorstand verantwortlich für Innovation, Technologie und Umwelt, stellte den Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens vor, der den früheren Umweltbericht des Konzerns mit den wesentlichsten Daten und Fakten aus den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Gesundheit fortschreibt und zusätzlich die Aktivitäten im Rahmen des gesellschaftlichen Engagements enthält. Für den Bericht, der von zwei neutralen Gutachtern verifiziert wurde, sind laut Bayer AG Daten aus 444 Standorten weltweit ausgewertet worden.

Im Bereich des industriellen Umweltschutzes hat Bayer nach eigenen Angaben in den vergangenen 12 Jahren mehr als 16 Milliarden Euro für den Bau und Betrieb von Umweltschutzanlagen ausgegeben. Im Bereich der so genannten Treibhaus-Gase, die zu einer Veränderung des weltweiten Klimas führen könnten, habe Bayer die ambitionierten Zielvorgaben sowohl des Kyoto-Protokolls als auch der Enquete-Kommission des deutschen Bundestages bereits übererfüllt: Bis zum Jahr 2005 sollten die Emissionen in Deutschland im Vergleich zu 1990 um 25 Prozent, bis zum Jahr 2020 um 50 Prozent gesenkt werden. Bayer habe die Treibhausgas-Emissionen bis heute um mehr als 60 Prozent reduziert. "Wir haben diese drastische und frühzeitige Senkung geschafft durch die Veränderung von Verfahren, Ausschöpfung modernster Technologien, Schließung alter Anlagen sowie den Einsatz von neuen Kraftwerken, die anstatt mit Kohle auf Gas-Basis betrieben werden und damit viel effizienter sind bei weniger Schadstoffausstoß", erläuterte Oels.

26.06.2004   Quelle: Bayer AG

 

Beteiligungsfonds plant ein Megawatt Solarstrompark auf Augsburgs Dächern

In der drittgrößten Stadt Bayerns soll der Solarstrompark Augsburg 2004 mit einer Leistung von einem Megawatt gebaut werden. Das solare Beteiligungsprojekt ist eine Initiative der Stadt Augsburg, der Firma SchwabenSolar aus Königsbrunn und der Freiburger S.A.G. Solarstrom AG.  Am 22.06.2004 unterzeichneten die Kooperationspartner 20-jährige Nutzungsverträge für das Dach der Messe Augsburg und des Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebes (AWS). Weitere Dächer sollen in den nächsten Monaten hinzukommen, berichtet die S.A.G. Solarstrom AG in einer Pressemitteilung.

Die S.A.G. Solarstrom AG projektiert den Solarstrompark mit der Firma SchwabenSolar. Die Installation der Anlagen soll in Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen erfolgen. Damit sei der Solarstrompark neben der umweltfreundlichen Energieerzeugung auch ein Beitrag zur regionalen Wirtschaftsförderung. "Die Zeit ist reif für eine sichere, saubere und zuverlässige Energie. Der Solarstrompark Augsburg 2004 wird in unserer Region einen spürbaren Beitrag für eine zukunftsweisende Energieversorgung leisten", so Thomas Schaller, Referent für Umwelt- und Verbraucherschutz der Stadt Augsburg.

Auf den Dächern Augsburgs projektiert die S.A.G. Solarstrom AG mit SchwabenSolar einen solaren Beteiligungsfonds, der eine Rendite von über 6 % bringen soll. Einer der Standorte für den Solarstrompark ist das Dach der Messe Augsburg mit 5.000 Quadratmetern Modulfläche. "Das geplante Solarkraftwerk auf dem Messedach wirkt nach innen und nach außen. Es ist für Mitarbeiter, Aussteller und Kunden ein weithin sichtbares Zeichen für eine aufgeschlossene, moderne Unternehmenskultur", unterstrich Franz Bürger, Geschäftsführer der Messe Augsburg bei der Vertragsunterzeichnung seine Entscheidung. Als weiteren Standort verpachtet die Stadt das Dach des Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebs (AWS) mit einer Modulfläche von 1.000 Quadratmetern.

"An diesen beiden Standorten installieren wir eine Gesamtleistung von 770 Kilowatt. Das ist mehr als die Hälfte der geplanten Gesamtleistung", erklärt Uwe Ilgemann, Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG zur Planung des Solarstromparks Augsburg 2004. Die Stadt Augsburg prüfe derzeit weitere Dächer auf Ihre Eignung als Standort für eine Solarstromanlage. "Es werden auf jeden Fall noch weitere große Dächer dazu kommen", so Umweltreferent Schaller.

Die Region um Augsburg zählt zu den sonnenverwöhntesten Gegenden Deutschlands. Der Solarstrompark Augsburg 2004 soll bei einer Leistung von einem Megawatt auf einer Gesamtmodulfläche von 10.000 Quadratmetern jährlich etwa 900.000 Kilowattstunden klimafreundlichen Strom produzieren. Das entspreche der Vollversorgung von über 250 Haushalten und erspart der Umwelt jährlich zirka 550 Tonnen Kohlendioxid, so die S.A.G. Solarstrom AG.

25.06.2004   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG

 

Solar-Fabrik AG will 2004 den Schritt in die Gewinnzone schaffen

Die Aktionäre der Solar-Fabrik AG haben dem Kurs von Vorstand und Aufsichtsrat mit überwältigender Mehrheit zugestimmt. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Positive Stimmung und allseitige Zufriedenheit hätten die 2. ordentliche Hauptversammlung der Solar-Fabrik AG nach dem Börsengang geprägt. Der Vorstandsvorsitzende Georg Salvamoser präsentierte am 09.06.2004 den Lagebericht für das abgelaufene Geschäftsjahr 2003 und die Gründe für das Ergebnis, das in 2003 noch nicht zufriedenstellend ausgefallen sei.   Erst die Verabschiedung des Vorschaltgesetzes zum EEG habe die Trendwende in der Photovoltaikbranche und damit auch für die Solar-Fabrik AG gebracht. Die um rund 25 % höheren Einspeisevergütungssätze für Strom aus Sonnenenergie hätten in Jahr 2004 einen Nachfrageboom ausgelöst, der durch die allgemeine Lage am Ölmarkt, Kriegsangst und die Terroranschläge der vergangenen Monate verstärkt werde. Die starke Nachfrage im Solarmarkt beschere der Solar-Fabrik AG volle Auftragsbücher und den Schritt in die Gewinnzone.

Finanzvorstand Christoph Paradeis kündigte an, dass im Jahr 2004 der "Turnaround" geschafft und ein positives Ergebnis erwirtschaftet werde. Die ersten fünf Monate dieses Jahres hätten bereits schwarze Zahlen gebracht. Vorstand und Aufsichtsrat wurden laut Solar-Fabrik AG mit einer Mehrheit von über 99 Prozent entlastet. Auch die weiteren Punkte der Tagesordnung, darunter eine Erhöhung des Genehmigten Kapitals, seien mit Ergebnissen zwischen 94 und 99 Prozent beschlossen worden.

25.06.2004   Quelle: Solar-Fabrik AG
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Intersolar: SunPower präsentiert hocheffiziente Photovoltaik-Module

SunPower-Modul SPR 210.
SunPower-Modul SPR 210.

Die SunPower Corporation, ein Tochterunternehmen der Cypress Semiconductor Corporation gibt die Einführung ihrer neuen Photovoltaik-Produktlinie bekannt. Es handelt sich dabei um die ersten massenproduzierten Solarmodule unter Verwendung der bahnbrechenden, ausschließlich an der Rückseite mit Kontakten versehenen Solarzellen von SunPower. Mit einem Wirkungsgrad von nahezu 17 % erzielen die neuen SunPower-Module eine außergewöhnliche Leistungsdichte, während sich das Aussehen dachmontierter Photovoltaik-Arrays durch das rein schwarze Design verbessert, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Die PV-Module von SunPower werden vom vierten Quartal 2004 an lieferbar sein. Die Kombination aus Leistungsfähigkeit und Ästhetik dürfte die Position von SunPower auf dem mit 2,5 Milliarden US-Dollar bezifferten Markt für PV-Module weiter verbessern, erwartet das Unternehmen.

„Die neuen PV-Module von SunPower markieren einen neuen Industriestandard, was Wirkungsgrad und Aussehen betrifft. Nur SunPower ist in der Lage, eine bisher unerreichte Flächeneffizienz, herausragende Energieabgabe unter den meisten gängigen Wetterbedingungen und einen neuen Ansatz in Sachen Produkt-Ästhetik so miteinander zu verbinden, dass sich unsere PV-Module harmonisch in die Umgebung einfügen, anstatt einen Fremdkörper darzustellen. Für SunPower, aber auch für die PV-Branche insgesamt, stellt dies einen wichtigen Meilenstein dar", erklärte SunPower-CEO Tom Werner.

Die neue PV-Produktlinie von SunPower besteht aus zwei Modultypen:
Das SPR-210 erzielt laut Hersteller eine Umwandlungseffizienz für das Gesamtmodul von nahezu 17 % sowie eine Mindestleistung von 210 Watt. Das speziell für Großanlagen wie Dachsysteme und Solarkraftwerke konzipierte SPR-210 erreicht einen hohen Wirkungsgrad, so dass der Kunde auf einer vorgegebenen Dachfläche mehr Leistung installieren kann und auf deutlich geringere Installationskosten pro Kilowatt komme. Ein optionales, rein schwarzes Modulpaket, das mit einer Nennleistung von 200 W verfügbar ist, macht die einzelnen Solarzellen praktisch unsichtbar und eignet sich ideal für die Verwendung in Wohngebieten.

Das Modul SPR-90 mit einer Nennleistung von 90 Watt ist zum Aufladen von 12-V-Batterien in Gebieten ohne örtliche Stromversorgung vorgesehen. Das Modul ist so ausgelegt, dass es über ein breiteres Spektrum von Wetterbedingungen und mit deutlich weniger Platzbedarf einen höheren Ladestrom liefere als herkömmliche PV-Module. Durch die hohe Leistungsdichte der SPR-90-Module lassen sich laut SunPower die Kosten für dezentrale Stromversorgungen einschließlich Transport, Tragkonstruktion und Installationsaufwand senken.


Die Basis: Solarzelle A-300

Beide Produkte basieren auf der speziellen Solarzelle A-300 von SunPower, deren Kontakte ausschließlich an der Rückseite angeordnet sind und die bis zu 50 % mehr Leistung abgibt als traditionelle Produkte. Für sämtliche SunPower-Module ist ferner eine Mindestleistung angegeben. Die angegebene Nennleistung werde somit von jedem Modul sicher erreicht oder sogar übertroffen, so dass die Systeme stets die vorgesehene Leistungsfähigkeit bieten. "Der geringe Spannungs-Temperatur-Koeffizient der Solarzelle A-300, ihre außergewöhnlich hohe Leistung bei geringer Lichtstärke und die hohe Lichtempfindlichkeit über das gesamte Spektrum des Sonnenlichts hinweg hat zur Folge, dass beide Modultypen von SunPower praktisch jedes verfügbare Photon in nutzbare Elektrizität verwandeln und somit für eine maximale jährliche Energieausbeute bürgen", heißt es in der Pressemitteilung.

Das National Renewable Energy Laboratory (NREL) bescheinigte der Solarzelle A-300 unlängst mit 21,5 % den besten Wirkungsgrad der Industrie. Konkurrierende Solarzellen aus der Serienproduktion kommen typisch auf nur 12 bis 15 %. Die Solarzelle A-300 wurde in dem im Januar 2003 eingeweihten SunPower-Werk in Round Rock (Texas) entwickelt und wird dort ebenfalls hergestellt.

SunPower präsentiert seine neue Modulreihe auf der Intersolar in Freiburg vom 24.- 26.06.2004 in Halle 3, Stand 401.



25.06.2004   Quelle: SunPower Corporation
Bildquelle: SunPower Corporation.
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Conergy AG präsentiert neue Planungs-Software für Solarstromanlagen

Nur optimal ausgelegte Photovoltaik-Anlagen liefern bestmögliche solare Erträge und schaffen so langfristige Kundenzufriedenheit. Mit Conergy Planner steht Installateuren ein durchdachtes Software-Tool zur professionellen Anlagenplanung zur Verfügung, das speziell auf die Anforderungen im solaren Anlagenbau zugeschnitten ist, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  So werde sichergestellt, dass Besonderheiten, wie beispielsweise die Sonneneinstrahlung vor Ort, Gebäudehöhe, Schneelastzone, Dachart und Dachausrichtung, bei der Planung berücksichtigt werden. Die vollständige Auslegung der Solaranlage wird unter dem Menüpunkt „Generatorfeld“ berechnet. Installateure können mit dem Conergy Planner wahlweise eine Dachzeichnung anfertigen oder einfach die gewünschte Modulanzahl und weitere Komponenten selbst eingeben.

Danach erfolgt die automatische Berechnung der optimalen Verschaltung mit Angabe des effizientesten Wechselrichters. Sobald alle Eingabefelder in den drei Bereichen Projektdaten, Anlagendaten und Generatorfeld ausgefüllt sind, verfügen Installateure über eine optimale Zusammenstellung der notwendigen Komponenten, wie Module, Wechselrichter und Gestellsystem mit Stückliste zum Ausdruck oder als PDF-Datei. Darüber hinaus werden auch Prognosen der solaren Energieerträge, der Anlagenperformance sowie eine Dachzeichnung mit Schaltplan für die Wechselrichter generiert. Ein automatischer Plausibilitäts-Check stellt sicher, dass die Eingaben vollständig sind und die richtigen Komponenten optimal zum Einsatz kommen. In der Datenbank des Conergy Planner stehen Kundendaten und alte Projekte stets für einen schnellen Zugriff zur Verfügung.

Kostenlose Testversion
Ab sofort steht eine eingeschränkte Testversion des Conergy Planner zum kostenlosen Download bereit unter http://www.conergy.de. Darin werden die vielfältigen Features und die übersichtliche Navigation anhand eines Mustervorhabens erklärt. Die Vollversion wird ab September 2004 im Fachhandel erhältlich sein zum Preis von EUR 49,95 (exkl. MwSt.). Conergy stellt die Planungs-Software erstmals auf der Intersolar 2004 vor: Halle 2, Stand 2/288.

24.06.2004   Quelle: Conergy AG

 

DGS Veranstaltungen zum Thema Qualitätssicherung auf der Intersolar

Eine zentrale Forderung der Teilnehmer der Konferenz Renewabels 2004 waren Richtlinien und Regelungen zur Qualitätssicherung von Solaranlagen auf und in Gebäuden. Auch wenn die Kunden im Wesentlichen mit der derzeitigen Herstellungs-, Planungs- und Installationsqualität sind, sei die Solarbranche gefordert sich besser in das Regelwerk des Bauwesens zu integrieren, um dem rasanten Marktwachstum Rechnung zu tragen und eine rasche Verbreitung dieser wichtigen Technologie im Massenmarkt zu begünstigen, so die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS). Zu diesem Thema wird die DGS auf der Intersolar in Freiburg zwei Veranstaltungen anbieten.  RAL Güteschutz Solar / DGS-Workshop Qualitätssicherung

Am Donnerstag, 24.06.2004, von 13:15-14:00 Uhr in Raum K1 (Kongressbereich) informiert die DGS über Qualitätssicherung als Wirtschaftsfaktor, das Austria-Solar Gütesiegel und den künftigen RAL-Güteschutz Solar. Am 25.06.2004 befasst sich ein Workshop von 14:00-16:00 Uhr in Raum K1 mit der Qualität als Schlüssel zum Endkundenmarkt. Die Leitung des Workshops übernimmt DGS-Präsidentin Prof. Sigrid Jannsen. Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist kostenlos. Anmeldungen sind nicht erforderlich, dennoch sind die Teilnehmerzahlen begrenzt! Weiteres unter http://www.intersolar.de

24.06.2004   Quelle: DGS
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Gratis-Solar-Software mit Tipps für Bauherren und Interessierte

Die positiven Aspekte erneuerbarer Energien haben das Interesse an neuen, klimafreundlichen Techniken zur sauberen Energieproduktion geleitet. Am bekanntesten und wohl auch beliebtesten ist dabei die Kraft der Sonne. Gerade bei privaten Hauseigentümern steigt die Nachfrage für die Energiegewinnung unter Nutzung der Sonnenkraft. Vor diesem Hintergrund bietet die Luxea GmbH (Saarlouis) im Internet eine kostenlose Software an.  Mit einem Klick lässt sich die Datei (knapp 4,5 MB) auf jeden Windows-Rechner herunterladen. Sofort bietet sich dem Benutzer ein umfassendes Spektrum an Informationen rund um die Solarenergie. Das Gratis-Programm ist für alle gedacht, die mehr über die Vielfalt der Energiegewinnung durch die Kraft der Sonne wissen wollen. Neben nützlichen Tipps und Infos, beantwortet Solarsoft viele spezifische Fragen und bietet mit dem Spiel "PV-Anlagen bauen" auch unterhaltsame Elemente.

Ein interessanter Aspekt ist das Modul "Solarspektrum". Es zeigt in ansprechenden Diagrammen das Spektrum der Sonnenstrahlung außerhalb und innerhalb der Atmosphäre. Auch das EEG-Modul mit den aktuellen Vergütungssätzen verschiedener Anlagetypen und -größen liefert dem Benutzer wichtige Informationen. Fast spielerisch kann sich der Anwender durch Sonnenstandsdiagramme oder Marktentwicklungsszenarien klicken, dargestellt in farbigen Grafiken und Schaubildern, welche die Sonnenstände an beliebig gewählten Orten aufzeigen oder Auskunft über das dynamische Wachstum des Solarstrom-Marktes geben. Ein Periodensystem der Elemente ist in Solarsoft ebenso integriert wie ein individuell gestaltbarer Jahreskalender, der die Eingabe eigener Termine und Texte ermöglicht.

Solarsoft ist das dritte Produkt aus dem Hause Luxea, eines jungen saarländischen Unternehmens, das sich mit der Entwicklung von Software in der Solartechnik beschäftigt. Für Geschäftsführer Martin Ney, der als erster Preisträger auf Landesebene beim Gründungswettbewerb "Start-up" vor sechs Jahren seine Selbstständigkeit begonnen hat, dreht sich sozusagen alles um die Sonne. Die Kernkompetenzen der Luxea GmbH liegen in der Entwicklung von Software für die Planung, Kalkulation und Wirtschaftlichkeitsberechnung von Solarstromanlagen. Zielgruppe sind Hauseigentümer, Handwerker und natürlich alle Solar-Interessenten. Auch für den Einsatz bei Schulungen ist das Gratis-Programm geeignet. "Mit Solarsoft möchte ich allen Verbrauchern einen abwechslungsreichen, informativen und vor allem kostenlosen Einblick in dieses große Thema ermöglichen", so Martin Ney. Die Freeware soll ständig erweitert werden, so dass sich nach dem ersten Download ein regelmäßiger Klick auf http://www.solar-soft.de immer wieder lohne.

24.06.2004   Quelle: Luxea GmbH

 

Solarstrom-Branche: Knappes Warenangebot, steigende Preise, 4.000 neue Arbeitsplätze

Die deutsche Solarstrombranche rechnet für 2004 mit einer Umsatzsteigerung von 50 % auf über 1 Milliarde Euro. Während Hersteller, Händler, Installateure und Verbände sich gleichermaßen über die erwarteten Wachstumsraten freuen, stehen die Kunden zum Teil schon vor leeren Regalen: 80 Prozent des Produktionsvolumens für 2004 sind bereits verkauft, mitunter werden die Kunden mit mehreren Monaten Wartezeit vertröstet.  Das berichtet der Europressedienst Bonn, anlässlich der Präsentation der neuen Studie „Der Photovoltaikmarkt in Deutschland - Trends 2004“.


Wirtschaftsfaktor Solarstrom

„Durch das neue Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ist die Attraktivität von Photovoltaikanlagen für private Endverbraucher, gewerbliche Nutzer und Großinvestoren deutlich gestiegen. Damit wird die Photovoltaik zu einem Wirtschaftsfaktor, der sich rechnet", so Michael Forst, Autor der Studie, die der Europressedienst zusammen mit dem Bundesverband Solarindustrie (BSi) erstellt hat. Das Jahr 2004 werde das bisher stärkste Wachstumsjahr im deutschen Photovoltaikmarkt. Wie der Studie zu entnehmen ist, erwarten Händler und Installateure ein Marktvolumen von 185 bis 225 Megawatt Spitzenleistung (MWp), die Hersteller gehen sogar von 250 bis 300 MWp aus. Das neue Gesetz habe bei allen Marktteilnehmern nachhaltige Reaktionen ausgelöst. Die Folge: Installateure, Großhändler und Hersteller planen ihr Geschäft neu. Die Hersteller weiten ihre Produktionskapazitäten aus und festigen ihre Vertriebsstrukturen. Immer mehr Installateure erkennen in der Photovoltaik nicht nur ein lukratives Nebengeschäft, sondern ein neues Standbein für die Zukunft. Weitere Großhändler und Installationsbetriebe wollen in den Markt einsteigen.


Finanzierungsalternativen gewünscht

Bei der Auswahl einer Photovoltaikanlage achten die Kunden laut Europressedienst vor allem auf den Preis, die Garantiebedingungen und auf die Langlebigkeit des Produktes. Dabei zeige sich, dass die Entscheidung für eine Photovoltaikanlage vorrangig aus wirtschaftlichen Beweggründen getroffen wird – die Photovoltaikanlage werde vor allem als Geldanlage gesehen. Bei der Realisierung stellen sich besonders im Bereich der privaten Kunden häufig Probleme im Zusammenhang mit der Finanzierung. Bei gewerblichen Kunden ist es eher die lange Amortisationsdauer, die Realisierung von Großprojekten wird mitunter von Bauauflagen erschwert. Die Hersteller haben die Bedeutung des Finanzierungsproblems auf Kundenseite bereits erkannt und bieten eigene Finanzierungsalternativen an.


Sinkende Preise ab 2005

Die derzeitige Situation am Photovoltaikmarkt hat laut Studie auch Auswirkungen auf den Preis. Die Nachfrage übersteige das Angebot bei weitem, dadurch steige der Preis für PV-Anlagen in 2004 gegenüber dem Vorjahr an. Die verbesserten Margen benötigten die Hersteller für die Tilgung der Schulden und zum Aufbau neuer Kapazitäten. Im Jahr 2005 erwartet der Bundesverband Solarindustrie (BSi) wieder eine Umkehr des Preistrends. Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des BSi, erklärt: „Im kommenden Jahr stehen umfangreiche neue Produktionskapazitäten zur Verfügung. Mit der planmäßig sinkenden Vergütung werden dann auch die Preise wieder reduziert. Auch langfristig werden wir bei weiter wachsendem Markt die erwarteten Preissenkungen erzielen können.“


Die aktuellen Trends, die sich in den Umfragen und Gesprächen mit über 100 Elektroinstallateuren, 45 Großhändlern und 15 Herstellern im Zeitraum von Januar bis Mai abgezeichnet haben, deuten auf eine gezieltere Kundenorientierung in der Zukunft hin. Das bedeutet nicht zwingend, dass der Hersteller selbst den Kontakt zum Endkunden sucht, vielmehr müssen die einzelnen Teile der Wertschöpfungs- und Distributionskette besser aufeinander abgestimmt werden und miteinander kooperieren. Dazu sind gesicherte und langfristige Lieferbeziehungen gefordert, die dafür sorgen, dass Service und Garantie beim Endverbraucher ankommen und diesen überzeugen. Aufgrund der Langlebigkeit der Produkte finden auch die Garantieregelungen besondere Beachtung. Sowohl Großhändler als auch Installateure und Endkunden legen Wert auf einen angemessenen Gewährleistungszeitraum und Leistungsgarantien, die bis zu 25 Jahre betragen können. Allerdings fehlt es in der Praxis zum einen an Erfahrungswerten, zum anderen stellen sich in Bezug auf Wartung und Serviceleistungen noch zahlreiche Probleme.


4.000 neue Arbeitsplätze

Insgesamt zeigt die Studie das Wachstumspotenzial der Photovoltaikbranche auf, das sich nach Aussagen der Befragten vor allem auch im deutschen Arbeitsmarkt widerspiegelt. Die Solarbranchenverbände rechnen in diesem Jahr mit 4.000 neuen Arbeitsplätzen in der Photovoltaikbranche in Deutschland, Ende 2004 werde es damit 16.000 Arbeitsplätze in diesem Zukunftsmarkt geben. Langfristig sollen bis zu 100.000 neue Arbeitsplätze in der deutschen Solarbranche geschaffen werden. Dieses Wachstum veranlasse besonders den deutschen Mittelstand, Handwerksunternehmen und den Maschinenbau verstärkt in inländische Produktion und den Vertrieb von Solartechnik zu investieren.

Die vollständige Studie kann bestellt werden über die Website http://www.europressedienst.com

23.06.2004   Quelle: Europressedienst Bonn
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BP Solar baut 4-Megawatt-Solarkraftwerk in Sachsen-Anhalt

In der Nähe von Merseburg errichtet BP Solar eine der größten Photovoltaikanlagen der Welt. Im ersten Bauabschnitt wird auf einer Fläche von rund 160.000 Quadratmetern bis Anfang Juli 2004 eine Anlage mit einer Leistung von vier MW errichtet, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der jährlich produzierte Energieertrag wird laut BP Solar etwa 3,4 Millionen Kilowattstunden (kWh) betragen.  Das entspricht dem Strombedarf von über 1.000 Vier-Personen-Haushalten. Eine Erweiterungsoption für zwei Megawatt auf 75.000 Quadratmetern im Rahmen eines zweiten Bauabschnitts besteht. Die Investitionssumme in Höhe von rund 16 Millionen Euro wird von der eigens für dieses Vorhaben gegründeten Solaranlage Geiseltalsee Betriebs GmbH & Co KG aufgebracht, welche die Anlage finanziert und betreibt.

BP Solar hat das Vorhaben seit Mitte des letzten Jahres entwickelt und baut für die Auftraggeber schlüsselfertig. Im ersten Bauabschnitt werden auf einem Teil des Betriebsgeländes der ehemaligen Mineralölwerke Addinol 777 Metallgestelle in Reihen errichtet. Diese dienen als Unterkonstruktion für rund 25.000 mono- und polykristalline Solarmodule aus der Fertigung von BP Solar. Über Wechselrichter wird der erzeugte Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom umgewandelt und über Transformatoren in das öffentliche Netz eingespeist.

Bei der Wahl der ausführenden Firmen sei auf die Beteiligung lokaler Unternehmen geachtet worden, betont BP Solar. Täglich würden über 600 Solarmodule in Rekordgeschwindigkeit montiert, was dem fünfzigfachen einer typischen Solaranlage auf einem Einfamilienhaus entspricht. Das Addinol-Gelände wird zur Verbesserung der infrastrukturellen Rahmenbedingungen erschlossen durch die GSA Grundstücksfonds Sachsen-Anhalt als Eigentümer in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen, unter anderem der Stadt Braunsbedra und der Gemeinde Krumpa. Mit der Revitalisierung der Industriebrache zum Industrie- und Landschaftspark "Geiseltalsee" als modernem Industrie- und Gewebegebiet würden günstige Bedingungen für weitere Ansiedlungen geschaffen. Bisher seien 35% der Gesamtfläche vermarktet worden.

Mit der Solarstromanlage wird eine umweltfreundliche und nachhaltige Nutzung von Teilflächen des ehemaligen Mineralölwerks verwirklicht. Die Unterstützung durch das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt sowie die gute Zusammenarbeit mit der GSA hätten maßgeblich zum Gelingen des Projektes beigetragen, so BP Solar.

23.06.2004   Quelle: BP Solar

 

Intersolar: Seminar "Richtig investieren im Solarmarkt"

Auch in diesem Jahr treffen sich auf der Intersolar 2004 die internationale Solarbranche zur Vorstellung von Neuheiten sowie Investoren, Finanziers und Medienexperten. Zu diesem Anlass veranstaltet die Solarpraxis AG (Berlin) zusammen mit der Solar Promotion GmbH (Pforzheim) ein Seminar mit dem Titel "Richtig investieren im Solarmarkt".  Das Seminar findet statt am Donnerstag, den 24. Juni 2004. Namhafte Experten geben einen Überblick über die unterschiedlichen Investitionsmöglichkeiten im Solarstrommarkt, darunter Max Deml vom Informationsdienst Ökoinvest (Wien), Michael Gudera von der Deutschen Kreditbank AG (DKB, Berlin) und Philipp Spitz von dem Consulting-Unternehmen Murphy & Spitz. Investitionen sind beispielweise möglich mit dem Erwerb von Firmenanteilen, der Errichtung einer eigenen Solarstromanlage oder dem Kauf von Anteilen an großen Solarstromanlagen.

Die Veranstaltung zeigt, welche Investitionsmöglichkeiten es gibt, was bei einer Investition zu beachten ist und welche Erfahrungen mit Beteiligungen im Bereich der Solarenergie gemacht wurden. Abgerundet wird das Seminar durch ein Firmenforum, in dem Solarunternehmen ihre Beteiligungsangebote vorstellen.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie unter http://www.intersolar.de

23.06.2004   Quelle: Solarpraxis AG
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SunTechnics erhält Auftrag für 4 Megawatt-Solarpark auf ehemaliger Kohlegrube

Die voltwerk AG (Hamburg) hat die Hamburger SunTechnics Solartechnik GmbH mit der Realisierung des ersten Bauabschnitts des Solarparks Zeche Göttelborn auf dem Gelände eines ehemaligen Kohlebergwerks beauftragt. Der erste Bauabschnitt hat eine Gesamtspitzenleistung von 4 Megawatt (MW) und soll noch im August an das Netz gehen. Die insgesamt etwa 20 Fußballfelder große Photovoltaikanlage im Saarland wird mit einer Spitzenleistung von 7,4 Megawatt die bislang weltgrößte Solaranlage im bayerischen Hemau deutlich übertreffen.  Insgesamt sollen über 23.500 Photovoltaik-Module und 16 Zentralwechselrichter (250 kVA) innerhalb von 10 Wochen montiert und angeschlossen werden. „Unser weiter verbessertes elektronisches Schaltkonzept kombiniert mit unserem speziellen Ferndiagnosesystem ermöglicht es uns, die Anlagenwirkungsgrade und die Verfügbarkeit nochmals zu steigern“, erklärt Dr. Timon Kampschulte, leitender Projektingenieur von SunTechnics. Der Solarpark wird jährlich über 3.800 Megawattstunden sauberen Strom produzieren, was dem Jahresverbrauch von etwa 1.800 Haushalten entspricht.

Wo noch bis vor gut drei Jahren fossile Energie in Form von Steinkohle gewonnen wurde, wird mit der Errichtung des Solarkraftwerks ein entscheidender Schritt in die Zukunft der Energiegewinnung unternommen. Der Standort im Südwesten Deutschlands bringt dabei beste Voraussetzungen für eine effektive Nutzung solarer Energie mit sich. Mit einer Sonnenscheindauer zwischen 1.700 und 1.800 Stunden im Jahr gehört das Saarland neben Baden-Württemberg und Bayern zu den sonnenreichsten Gegenden Deutschlands.

22.06.2004   Quelle: SunTechnics Solartechnik GmbH
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Sonnenkollektoren: Neues System von Paradigma ermöglicht Installation ohne Speicheraustausch

"Solare Revolution" mit AquaSystem: Kollektorinstallation ohne Speicheraustausch möglich

Der Heizungsspezialist Paradigma Energie- und Umwelttechnik aus Karlsbad präsentierte am Freitag, 18. Juni 2004, in Dettenhausen eine Produktinnovation: Mit dem neuen AquaSystem können Hausbesitzer erstmals ihr bestehendes Heizungssystem ohne viel Aufwand um eine Solarwärmeanlage ergänzen, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  „Die Solaranlage wird einfach direkt in den vorhandenen Heizkreislauf integriert – das erspart den bislang üblichen Speicheraustausch“, erklärt Alfred T. Ritter, Hauptgesellschafter von Paradigma anlässlich der Produktenthüllung. Der Clou: Bei dieser innovativen Solartechnik transportiert das kostengünstige und immer vorhandene Medium Wasser die Wärme vom Dach in den Keller.

Aufwändiger Speicheraustausch entfällt

Das neue AquaSystem richtet sich an Hausbesitzer mit bestehender Heizungsanlage, die im Handumdrehen ihr Heim um eine Solaranlage ergänzen wollen. Der Sonnenkollektor - ein CPC Vakuum-Röhrenkollektor - wird einfach auf dem Dach installiert und an den vorhandenen Heizungsspeicher angeschlossen. Die Solaranlage arbeitet dadurch als zweiter Heizkessel. Hausbesitzer sparen sich erstmals den bislang üblichen Speicheraustausch und verlängern die Lebensdauer ihres Kessels, betont Paradigma. Der Staat fördert den Einsatz von Solaranlagen mit 110 Euro pro angefangenen Quadratmeter Kollektorfläche. Wer seine Fördergelder bereits im letzten Jahr beantragt hat, kann diese auch für das neue AquaSystem nutzen.


Wasser als Wärmetransportmedium

Beim AquaSystem sind Solar- und Heizkreis in einem gemeinsamen Kreislauf verbunden. Das Heizungswasser dient als Wärmetransportmedium. Inbetriebnahme und Wartung der Anlage werden dadurch wesentlich vereinfacht. Eine ausgeklügelte Regelstrategie sorgt außerdem dafür, dass die Kollektoren auch bei niedrigen Temperaturen nicht einfrieren. Selbst bei Stromausfall nimmt die Anlage laut Paradigma keinen Schaden. Die Wärmeverluste der nach dem Thermoskannenprinzip arbeitenden Vakuum-Röhrenkollektoren seien extrem gering. Dank der Verwendung von Wasser werde weniger Pumpenstrom verbraucht. In der Mehrzahl der Fälle sei das neue System effizienter als konventionelle Systeme. Hergestellt wird das AquaSystem bei Ritter Solar in Dettenhausen.


Paradigma setzt auf neues Logo

Im Zuge des Relaunchs ändert Paradigma nach der Namensgebung jetzt auch sein Logo. Die Farbgebung ist wärmer geworden und der Claim lautet künftig „Natürlich Wärme“. „Der alte Claim ,Heizen in ökologischer Konsequenz’ war zu technisch, wir setzen künftig auf eine emotionalere Ansprache“, so Matthias Reitzenstein, Geschäftsleitung Marketing Vertrieb. Bereits zum 01. April hatte die Firma mit Sitz in Karlsbad auf den Namen Paradigma Energie- und Umwelttechnik umfirmiert.

22.06.2004   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG
Bildquelle: Paradigma

 

Saarland: Umweltminister montiert erste Module für größte Photovoltaikanlage der Welt

Standort der Anlage in Göttelborn, im Hintergrund das Kohlekraftwerk Weiher
Standort der Anlage in Göttelborn, im Hintergrund das Kohlekraftwerk Weiher

Auf dem früheren Bergwerksgelände Göttelborn bei Saarbrücken sind am 21.06.2004 die ersten von insgesamt 50.000 Modulen für die weltweit größte Solarstromanlage aufgebaut worden. Im Endausbau soll das Solarkraftwerk, das auf dem Gelände eines ehemaligen Absinkweihers errichtet wird, eine Spitzenleistung von gut acht Megawatt liefern. Umweltminister Stefan Mörsdorf montierte die Module gemeinsam mit den Geschäftsführern des Kraftwerkbetreibers City Solar AG, Stefan Kasterka und Steffen Kammler, sowie dem Geschäftsführer der Industriekultur Saar GmbH, Karl Kleineberg.  „Dass wir die ersten Module für das größte Photovoltaikkraftwerk der Welt just am Tag der Sommersonnenwende montieren können, war zwar Zufall, kann aber als Symbol dafür gesehen werden, dass im Saarland die Energiewende in vollem Gange ist“, so Minister Mörsdorf. „Das Saarland war in seiner Geschichte immer ein Energieland und wird auch in Zukunft ein Energieland bleiben – allerdings unter geänderten Vorzeichen. Im Umgang mit Energie liegt eine der Kernkompetenzen unseres Landes. Diese technologische Kernkompetenz ist unverzichtbar, wenn wir die Energiewende schaffen wollen", so der Minister weiter.

Mörsdorf dankte den Investoren, dass sie sich für den Zukunftsstandort Göttelborn entschieden hätten. „Das frühere Bergwerksgelände ist für die Anlage geradezu ideal, weil so eine Fläche genutzt wird, die anderweitig kaum nutzbar ist. Hier wird anders als sonstwo kein wertvoller Ackerboden für Solarzellen geopfert“, unterstrich der Minister. „Ich danke daher auch der IKS mit ihrem Chef Karl Kleineberg, dass sie es ermöglicht hat, dass dieses Projekt so rasch realisiert werden konnte", sagte Mörsdorf.

Für den Geschäftsführer der IndustrieKultur Saar (IKS) GmbH, Karl Kleineberg, bedeutet der Bau des Solarparks einen großen Schritt nach vorn für den Zukunftsstandort Göttelborn. „Damit wird Göttelborn enorm an Image gewinnen, was sicherlich zu interessanten Folgeinvestitionen führen wird. Über dem Zukunftsstandort Göttelborn geht jetzt bildlich gesprochen die Sonne auf!“ zeigt sich Kleineberg zuversichtlich.

Stefan Kasterka und Steffen Kammler von der City Solar AG, welche die Anlage errichtet, bezifferten die Investitionskosten auf 35 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt über einem Solarfonds. Dabei können Kapitalanleger Anteile an dem Fotovoltaikkraftwerk erwerben und durch die gesetzlich garantierte Stromvergütung eine attraktive Rendite erwirtschaften.


Solarkraftwerk der Superlative

Die Solarstromanlage entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kohlekraftwerk Weiher – einer Stromfabrik, die zu den größten ihrer Art in Europa zählt. Jetzt soll am gleichen Standort eine solare Stromfabrik weltweit Maßstäbe setzen: Mehr als 50.000 Solarmodule, die aneinander gereiht eine Länge von über 70 Kilometern ergeben, werden bei einer Spitzenleistung von 8,2 Megawatt (MW) im Jahr 8.000 Megawattstunden Strom produzieren. Damit kann der Strombedarf von 3.500 Haushalten im Jahresmittel abgedeckt und der Ausstoß von 6.500 Tonnen Kohlendioxid im Jahr vermieden werden. Um diesen Strom zu erzeugen, werden in Göttelborn Solarmodule auf einer Fläche von 165. 000 Quadratmetern das Licht der Sonne einfangen und in elektrischen Strom umwandeln. Die von den Modulen bedeckte Fläche entspricht der Größe von gut 20 Fußballfeldern. Die verwendeten Solarmodule haben einen Wirkungsgrad von 14 Prozent, wandeln also rund ein Siebtel der im Sonnenlicht enthaltenen Energie in Strom um.

Mit einer Spitzenleistung von 8,2 Megawatt wird der Göttelborner Solarweiher fast doppelt so groß sein wie die nächstgrößeren Anlagen auf der Welt. Die derzeit größten Anlagen stehen in Hemau bei Regensburg (4 MW), Rancho Seco in Kalifornien (3,9 MW), Tucson in Arizona (3,78 MW) und in Serre bei Salerno in Italien (3,3 MW). Die Anlage in Göttelborn wird das zweite solare Großkraftwerk im Saarland entsteht: Am Saarbrücker Flughafen Ensheim ist bereits eine Anlage mit einer Spitzenleistung von 1,4 Megawatt installiert.

Das Saarland gehört neben Baden-Württemberg und Bayern zu den Bundesländern mit der höchsten Sonnenscheindauer (zwischen 1700 und 1800 Stunden im Jahr). Es ist damit ein attraktiver Standort für die Nutzung der Sonnenenergie, zumal frühere Altindustriestandorte in großer Zahl als Standorte für derartige Anlagen zur Verfügung stehen. Im Saarland wird sich nach Fertigstellung des Solarkraftwerkes in Göttelborn die in Photovoltaik installierte Leistung seit 1999 vervierfacht haben. Rund 14 Megawatt Leistung Solarstrom werden dann im Saarland zur Verfügung stehen.

22.06.2004   Quelle: Ministerium für Umwelt des Saarlandes
Bildquelle: Umweltministerium Saarland

 

7. Internationales Energieforum "sun21" eröffnet

Mit rund 20 Veranstaltungen in Basel und Liestal, möchte sun21 die Bevölkerung auf die Dringlichkeit der Energiewende aufmerksam machen. Highlights sind eine Veranstaltung mit Bundesrätin Micheline Calmy-Rey zum Thema „Frieden durch saubere Energie – statt Krieg um Öl“, die Verleihung des prix pegasus – Mobilitätspreis Schweiz (Preissumme: Fr. 100'000.-) sowie die rallye21. Die Veranstaltungen sind öffentlich und kostenlos. Die siebte Ausgabe des Internationalen Energieforums sun21 findet statt vom 18. bis 26. Juni 2004 an diversen Orten in Basel und Liestal.  "In der Energiewende – weg von Öl, Gas, Kohle, Atomstrom hin zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz – liegt das größte Potenzial für qualitatives Wirtschaftswachstum und sinnvolle Arbeitsplätze. Deshalb – und vor allem wegen des immer stärker drohenden Klimawandels - braucht die Energiewende erste Priorität", so die Veranstalter.

In Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit werde die Energiewende langsam zu einem zentralen Thema: US-Präsidentschaftskandidat John Kerry verspreche im Wahlkampf, die USA innerhalb von 10 Jahren unabhängig von arabischem Öl zu machen. Hollywood thematisiere den drohenden Klimazusammenbruch mit dem Film „The Day after Tomorrow“. Länder wie Österreich, Deutschland, Dänemark und Japan führten dank fortschrittlicher Gesetzgebung die Umstellung auf eine nachhaltige Energieversorgung an.


Vielfältiges Programm

Das Programm der sun21 thematisiere die Dringlichkeit der Energiewende und bietet zahlreiche Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit:
Bundesrätin Micheline Calmy-Rey sprach am 21. Juni über „Frieden durch saubere Energie - statt Krieg um Öl“. Ein weiteres Thema des Energieforums ist die Mobilität, auf deren Konto rund 30% des fossilen Energieverbrauchs der Schweiz gehen. Mit der Verleihung des "prix pegasus" – dem großen Förderpreis für nachhaltige Mobilität von EnergieSchweiz (Preissumme: Fr. 100.000.-) am 23. Juni und der rallye21 – die Challenge für Fahrzeuge des 21. Jahrhunderts (25./26. Juni)
sollen Zeichen gesetzt werden für eine Umkehr im Mobilitätsbereich. Ein Publikumsmagnet sei Martin Vosselers Film zur sanftesten Mobilitätsform „Basel-Bethlehem zu Fuss“, der zum ersten Mal öffentlich gezeigt wird.

Die Ausstellung „Energie Basel“ auf dem Barfüsserplatz, ein Referat des Eurosolar-Präsidenten Hermann Scheer und das BASE Coaching Seminar zeigen die Chance Nummer 1 für die Erneuerung und Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft. sun21 schart zahlreiche, in vielfältigen Lebensbereichen tätige Organisationen hinter die Priorität „energy first“: Die Stiftung SONNEschweiz empfängt für sun21 BesucherInnen aus allen Richtungen mit ihrer Installation Tower-Power am Bahnhof SBB. Der Faktor 4-Club stellt an seinem Festival unter dem Motto „Kinder für die Zukunft“ Projekte aus der Region Basel vor. sun21 wird auch von kirchlichen Kreisen mitgestaltet – mit einem Gottesdienst in der Tituskirche und der Feier zum Johannistag. Die Kultur hat bei sun21 seit dem Anfang hohe Priorität. Die „Wooden Terrace Beach“ des japanischen Künstlers Tadashi Kawamata lädt am Kleinbasler Rheinufer zum Erneuern eigener Energien ein.

Das vollständige Programm finden Sie unter http://www.sun21.ch

22.06.2004   Quelle: Sun 21

 

R.I.O.-Innovationspreis für solare Klimatisierung

Parabolrinnenkollektoren liefern Wärme für solare Klimatisierung.
Parabolrinnenkollektoren liefern Wärme für solare Klimatisierung.

Die Solitem GmbH (Aachen) erhält den mit 20.000 € dotierten "R.I.O. Innovationspreis" für eine auf Hochtemperatur basierende solare Klimatisierungsanlage. Die Auszeichnung wird vergeben von der Aachener Stiftung Kathy Beys in Zusammenarbeit mit R.I.O. IMPULS, Unternehmen für Nachhaltigkeit (CH) und dem Österreichischen Institut für Nachhaltige Entwicklung (A).  Der Preis ehrt innovative, vorausdenkende Unternehmen, die ihren Sitz oder den Sitz eines Tochterunternehmens im deutschsprachigen Teil Europas haben, beispielsweise in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Prämiert werden Produkte und Dienstleistungen, die Quantensprünge bei der Energie- und Materialeffizienz verwirklichen, so die Stiftung.

Die Solitem GmbH erhält den internationalen R.I.O. Innovationspreis 2004 wenige Wochen, nachdem sie ihre erste Parabolrinnenanlage in einem TUI-Hotel in der Türkei eingeweiht hatte für die Entwicklung einer solarthermischen Klimatisierungsanlage mit Rinnenkollektoren. Der Preis wird im Herbst verliehen. Bereits die erste Anlage zeige die Chancen auf, die hinter der Kühlung mit Parabolrinnen steckt, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Anlage kühlt das Hotel, heizt das Schwimmbad in kühleren Jahreszeiten und trocknet mit Dampf die Wäsche des 700 Betten-Hotels in Dalaman.

Die Technik soll laut Solitem schon bald in Serie produziert werden und verspricht Amortisationszeiten von nur wenigen Jahren. Damit sei diese Technologie einer der wichtigsten Hoffnungsträger gegen den wachsenden Energiehunger im Mittelmeerraum. Dort mussten in den letzten Jahren immer mehr Kraftwerke gebaut werden, um den Kühlbedarf zu decken. Dabei steht die Sonne immer dann und dort zur Verfügung, wo und wann sie zur Kühlung gebraucht wird.

Der R.I.O Innovationspreis 2004 wird an die Solitem GmbH für eine Technologie vergeben, die bereits heute einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz und zum Ersatz des Energieträgers Öl bieten kann. Die Solitem GmbH hat mit der vielfältig verwendbaren Parabolrinne schon die nächsten Einsatzbereiche im Visier, so das Unternehmen, das an eine erste Anlage in Deutschland und eventuell zur Stromerzeugung denkt.

21.06.2004   Quelle: Solitem GmbH
Bildquelle: Solitem GmbH.

 

WINKRA-ENERGIE erhält Baugenehmigung für 400 MW Offshore-Windpark

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat der WINKRA-ENERGIE, Hannover, die Genehmigung zum Bau eines Windparks in der Nordsee 30 km nördlich von Helgoland erteilt. Dort sind 80 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 400 MW geplant, die voraussichtlich ab 2007 jährlich 1,6 Milliarden kWh Strom produzieren sollen.  Das Auftragsvolumen des Kraftwerks wird auf etwa 750 Millionen Euro geschätzt. Wichtiger Motor für die der Energieversorgung und dem Klimaschutz gleichermaßen dienenden Investitionen sei das Erneuerbare Energien Gesetz („EEG“), welches aktuell im Bundestag bestätigt wurde und über Deutschlands Grenzen hinaus zunehmend als Erfolgsstory kopiert wird.

„Nach mehrjährigen Vorbereitungen nimmt die Windenergienutzung auf dem Meer endlich konkrete Formen an", so Achim Ernst, Leiter der Offshore Abteilung der WINKRA-ENERGIE. Der Standort für den Windpark in der Nordsee sei sehr sorgfältig ausgewählt worden. Er befinde sich innerhalb der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) und werde voraussichtlich sogar die Meeresflora und –fauna positiv beeinflussen. In ähnlichen Vorhaben in Schweden sei eine Zunahme der Artenvielfalt nachgewiesen worden“.

„Bis zum Baubeginn in 2006 haben wir noch eine Menge Detailarbeit vor uns. Wir profitieren in dieser Zeit aber von den Erfahrungen, die die Dänen bereits machen“, erklärt Achim Ernst. Der Leiter der Offshore Abteilung ist auch optimistisch bezüglich der Finanzierbarkeit. „Wir sind Teil des führenden Energieversorgers ESSENT, der eine langfristig angelegte Strategie in Deutschland verfolgt. Die Strategie der Essent richtet sich auf den nachhaltigen Ausbau der Energiewertschöpfungskette. Eine der Hauptthemen ist der Aufbau bedeutender Kapazitäten im Bereich der Erneuerbaren Energien. In diesen Bereich fließen in Zukunft auch bei anderen Energieversorgern gewaltige Investitionen", so Ernst.

Die Kapazität der Onshore-Windparks der WINKRA-ENERGIE beträgt nach Angaben des Unternehmens zur Zeit 250 MW. Bis Ende 2004 soll die Kapazität auf 400 MW gesteigert werden.

Die WINKRA-ENERGIE gehört über ihre Muttergesellschaft Deutsche Essent GmbH, Düsseldorf, zum größten niederländischen Energieversorger Essent N.V. mit Sitz in Arnheim. Diese verfolge das Ziel, in Deutschland eine substanzielle Position unter anderem im Bereich der erneuerbaren Energien aufzubauen. Die Deutsche Essent GmbH hält 51 % der Anteile an der KOM-STROM AG, Leipzig und 51 % an der swb AG, Bremen, sowie über die swb AG indirekt Anteile an den Stadtwerken in Bielefeld, Gütersloh, Ahlen, Soltau und Greifswald.

21.06.2004   Quelle: WINKRA-ENERGIE

 

Kongress der kommunalen Energiebeauftragten in Stuttgart

Der Erste Europäische Kongress der kommunalen Energiebeauftragten am 1. und 2. Juli 2004 bietet die Chance, internationale Projekte und natürlich auch deutsche Fachbeiträge kennenzulernen. In den Workshops werden 27 konkrete Beispiele vorgestellt aus 11 Ländern und den unterschiedlichsten Bereichen des Energiemanagements.  Der Kongress wendet sich an Energie-Fachleute, die konkret vor Ort arbeiten - in Kommunalverwaltungen oder Energieagenturen.

"Kommunaler Klimaschutz beginnt bei den kommunalen Gebäuden. Städte und Gemeinden bewirtschaften eine beträchtliche Anzahl an Liegenschaften - allein in Stuttgart etwa 1400 Gebäude mit mehr als 2 Mio. m² Grundfläche. Kommunaler Klimaschutz setzt sich fort bei der Festschreibung von energetischen Anforderungen beim Grundstücksverkauf, in städtebaulichen Verträgen und in der Stadtplanung", so der Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster in seiner Einladung zum Kongress.

Die Art, wie die Kommune mit Energie umgeht, habe Vorbildwirkung für die Bürgerinnen und Bürger, so Schuster. Städte und Gemeinden sähen sich heute mit anhaltenden Problemen wie immer knapperen Haushaltsmitteln und erneut steigenden Energiepreisen konfrontiert. In diesem Zusammenhang zeige sich aber auch, dass kluger Klimaschutz und Energieeinsparung lokale Vorteile wie Schaffung von Arbeitsplätzen, Schadstoff- und Lärmminderung sowie Anreize für Innovationen und Lebensqualität bringen.

Im Mittelpunkt des Konferenzprogramms stehen Workshops mit Erfahrungsberichten erfolgreicher Projekte und Ansätze des kommunalen Energiemanagements. Plenarsitzungen, Exkursionen zu Stuttgarter Energiesparprojekten und der Dialog Ost/West, Nord/Süd sowie eine Ausstellung von Herstellern von Haus- und Gebäudetechnik, Dienstleistern und Netzwerken runden das Programm ab.

Das Konferenz-Programm und Anmeldemöglichkeiten finden Sie unter http://www.klimabuendnis.org

21.06.2004   Quelle: Klima-Bündnis der europäischen Städte

 

Deutsche EE-Branche unter einem Dach: "Marketingpaket" der dena im Einsatz

Das "Marketingpaket Exportinitiative" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) ist seit den renewables 2004 international im Einsatz. Rund 50 deutsche Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche präsentieren sich gemeinsam unter dem Label "Renewables Made in Germany" in dem viersprachigen Internetportal www.renewables-made-in-germany.com sowie in zwei dreisprachigen Katalogen.  "Das Marketingpaket Exportinitiative informiert Interessenten aus aller Welt umfassend über die wichtigsten deutschen Unternehmen und ihre Produkte im Bereich Erneuerbare Energien", sagt dena-Geschäftsführer Stephan Kohler und verweist auf die aktuelle Situation der deutschen EE-Branche: "Die meisten Technologie-Anbieter schöpfen ihre geschäftlichen Potenziale in den ausländischen Märkten nur unzureichend aus - obwohl deutsche EE-Technologien weltweit einen hervorragenden Ruf genießen", so Kohler weiter.

Vor diesem Hintergrund habe die Deutsche Energie-Agentur ihr "Marketingpaket Exportinitiative" von Anfang an zweigleisig entwickelt: In dem viersprachigen Internetportal www.renewables-made-in-germany.com können sich interessierte Unternehmen online für die Aufnahme in das zweistufige Marketingpaket eintragen. Der Internet-Eintrag ist kurzfristig möglich, eine Neuauflage der beiden dreisprachigen Kataloge ist für 2005 geplant."

Bereits seit 2002 unterstützt die dena mit der Exportinitiative Erneuerbare Energien deutsche Unternehmen, die das Marktpotenzial im Ausland nutzen wollen. So stellt sie beispielsweise unter www.exportinitiative.de sowie in speziellen Exporthandbüchern aktuelle Informationen über ökonomische und politische Rahmenbedingungen in einer Vielzahl von Zielländern zur Verfügung und hilft der Erneuerbaren Energie-Branche, Kontakte in potenziellen Märkten aufzubauen.

20.06.2004   Quelle: Deutsche Energie Agentur GmbH

 

Neue Untersuchung: Energiebranche sieht Deregulierung positiv

Die Anbieter von Strom von Gas ziehen weltweit eine optimistische Zwischenbilanz der Bemühungen zur Deregulierung der internationalen Energiemärkte. Das berichtet die Management- und IT-Beratung Capgemini in einer Pressemitteilung: 53 Prozent beurteilen die Entwicklung positiv oder gar sehr positiv, 37 Prozent sind der Meinung, dass sich positive und negative Auswirkungen die Waage halten, und lediglich zehn Prozent sind besorgt.   In Frankreich, wo zum 1. Juli die weitgehende Öffnung des Strommarktes ansteht, seien die Äußerungen positiver als im weltweiten Durchschnitt, während Italien und die Benelux Staaten skeptischer seien. Die Einschätzungen aus Deutschland weichen laut Capgemini hingegen kaum vom weltweiten Durchschnitt ab.

Alle Zahlen beruhen auf einer jährlich herausgegebenen Untersuchung der Management- und IT-Beratung Capgemini. Die Datenbasis bilden mehr als 130 Befragungen von Energieexperten, überwiegend in Top-Managementfunktionen, aus zwanzig Ländern.


Anbieterwechsel für Privatkunden als Wettbewerbshindernis

Im Wettbewerb um die Kunden spielt der Preis weiterhin die größte Rolle, gefolgt vom Kundenservice. Bündelprodukte, die in den letzten Jahren in Deutschland als wichtiges Element innovativer Produktpolitik gesehen wurden, spielen hierzulande kaum noch eine Rolle. Kritisch beurteilen die Befragten den Anbieterwechsel: 40 Prozent klagen über zu häufige Fehler und mangelnde Geschwindigkeit, während die Hälfte der Experten die Kosten für den Wechsel von einem zum anderen Energieanbieter für zu hoch halten.

"Hier könnte eine Hub-Lösung nach dem Vorbild von Australien einen wichtigen Lösungsbeitrag leisten", sagt Waldemar Grosse, verantwortlich für den Geschäftbereich Utility Market Restructuring bei Capgemini in Deutschland. "Bei dieser Lösung werden alle Anbieterwechsel über eine zentrale, unabhängige Agentur abgewickelt und so ein nachhaltiger und kosteneffizienter Wettbewerb unter den Energieanbietern ermöglicht. Voraussetzung wäre allerdings, dass eine solche Lösung politisch durchsetzbar und von der Energiewirtschaft gewollt ist", so Grosse weiter.


Unsicherheit über zukünftige Investitionen

Auch wenn die "Blackouts" des vergangenen Jahres in den USA und Europa nicht vordergründig ein Problem der Energiekapazitäten waren, seien sie doch ein Weckruf im Markt hinsichtlich der zukünftigen Energieversorgung, so Capgemini. Die befragten Energieerzeuger seien zu mehr als der Hälfte (55 Prozent) unsicher darüber, wer die künftigen Anforderungen an Erzeugerkapazitäten festlege. Dabei hätten vor allem regulatorische beziehungsweise politische Maßnahmen einen deutlichen Einfluss auf künftige Investitionsentscheidungen, gefolgt von der Unsicherheit im Hinblick auf die Preise und die Umweltgesetzgebung der Zukunft. Für Deutschland werde in den nächsten Jahren bei geringem inländischem Nachfrageanstieg mit einem moderaten Preisanstieg von weniger als einem Prozent pro Jahr gerechnet. Bedeutende Anteile an den Preiserhöhungen werden dem Einfluss des CO2-Handels sowie den erforderlichen Investitionen in neue Kraftwerke zugeschrieben.


Strom- und Gasmärkte fest in der Hand etablierter Betreiber

Ziel der Deregulierung ist, die Zahl der Anbieter im Markt und den Wettbewerb zu steigern. Die befragten Händler und Erzeuger glauben jedoch nicht an einen in naher Zukunft stark fragmentierten Markt mit einer Vielzahl von Anbietern, unter denen der Kunde wählen kann. Einstimmig gehen rund 60 Prozent der Befragten in beiden Gruppen in zwei Jahren von zwischen vier und sechs relevanten Wettbewerbern auf einem Markt aus. Langfristig sehen sie wieder eine Konzentration. Damit einher geht auch die Aussage, dass 85 Prozent der befragten Unternehmen und Institutionen deutlich weniger neue Marktteilnehmer erwarten als vor der Deregulierung ursprünglich erhofft. Als Grund sehen sie in erster Linie die Vorteile der etablierten Energieversorger in Form guter
bestehender Kontakte im Markt sowie deren Größe und Markt Know-how. Aber auch das Risiko, mit großen Mengen an Energie in einem Markt mit schwankenden Preisen arbeiten zu müssen, stellt laut Capgemini für neue Anbieter eine Markteintrittsschranke dar.

Die vollständige Untersuchung ist im PDF Format im Internet zugänglich unter http://www.de.capgemini.com/presse

20.06.2004   Quelle: Capgemini

 

Gerhard Haury wird Vorstand der Stiftung Solarenergie

Die im Januar 2004 gegründete Stiftung Solarenergie bekommt Zuwachs. Dr. Gerhard Haury wird neben Harald Schützeichel und York Ditfurth zum Stiftungsvorstand bestellt.   Der promovierte Naturwissenschaftler war bis März 2004 Technik- und Vertriebsvorstand der Energiedienst AG Rheinfelden und wesentlicher Initiator der Naturenergie AG. Darüber hinaus ist Haury Vizepräsident der IHK Hochrhein-Bodensee und Präsidiumsmitglied in verschiedenen Wirtschaftsverbänden.

"Die Idee der Stiftung Solarenergie ist einmalig, den solaren Wirtschaftsstandort Deutschland mit solarer Entwicklungspolitik zu verbinden. Die gerade in Bonn abgehaltene Energiekonferenz zeigt, dass hierfür eine breite Öffentlichkeit ansprechbar ist. Deshalb halte ich auch die Kampagne www.sonne-stiften.de für ein wegweisendes Angebot an eine breite Öffentlichkeit, sich als Gründungstifter der Stiftung Solarenergie zu beteiligen", begründet Haury sein Engagement.

"Gerhard Haury ist eine fachliche und menschliche Bereicherung für die Stiftung Solarenergie. Wir freuen uns über seine Zusage mitzuwirken und erwarten einen Schub für die Stiftung durch seine ausgezeichneten Verbindungen in die Wirtschaft", begrüßen Schützeichel und Ditfurth ihren neuen Vorstandskollegen.

"Ich möchte meine Kontakte in die Wirtschaft nutzen, nicht zuletzt, weil ich weiß, dass hier große Bereitschaft für den Ausbau der Solarenergie vorhanden ist", so Haury (58). Der neue Stiftungsvorstand verfügt neben seinen Kontakten zur Wirtschaft über ausgewiesene technische Kompetenzen. Nach 12 Jahren Forschung, Entwicklung und Inbetriebnahme im Großanlagenbau eines internationalen Konzerns leitete er fast 17 Jahre das Ressort Technik und Vertrieb eines regionalen Unternehmens der Energiewirtschaft. In dieser Zeit war er verantwortlich für den Ausbau des Rheinkraftwerks Wyhlen und für die Planung, die Genehmigung und den Baubeginn des größten deutschen Wasserkraftwerksneubaus in Rheinfelden.

Weitere Informationen: http://www.stiftung-solarenergie.de

20.06.2004   Quelle: Stiftung Solarenergie e.V.

 

UBA: Klimaziele müssen auch die Schwachen schützen

Der vom Menschen gemachte Klimawandel birgt erhebliche zusätzliche Risiken für die Armen dieser Welt, warnt das Umweltbundesamt (UBA) in einer Pressemitteilung. Den ärmeren Staaten fehlten die notwendigen Gelder und technischen Möglichkeiten, um sich den erwarteten negativen Auswirkungen des Klimawandels anzupassen, beispielsweise zunehmenden Naturkatastrophen oder einem steigenden Meeresspiegel.  Besonders betroffen seien Menschen in Entwicklungsländern. Sie würden zu Opfern, obwohl sie selbst kaum zum Klimawandel beigetragen hätten, beton das UBA. Denn die Hauptverursacher des Problems seien die Industrieländer, die durch ihre auf Kohle, Öl und Gas basierende Energieversorgung das Klima unserer Erde anheizen. Deshalb müsse die Klimaschutzpolitik aus Gründen der Vorsorge und Gerechtigkeit auch die Interessen dieser Menschen berücksichtigen, fordert das Umweltbundesamt. Anspruchsvolle Klimaschutzziele seien erforderlich, um die Risiken für die Schwachen zu mindern. Die im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) erstellte Studie der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen GmbH, komme zu folgendem Ergebnis: Ein weltweiter Konsens der Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention über anspruchsvolle, langfristige Klimaschutzziele ist nötig. Und er ist grundsätzlich möglich.


Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention treffen sich in Bonn

Der internationale Klimaschutz zielt darauf, den Trend ständig wachsender Treibhausgasmengen in der Atmosphäre zu brechen und langfristig zu stabilisieren. Dabei sollen die Nahrungsmittelversorgung gesichert, Ökosysteme geschützt und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht werden. Die Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention treffen sich vom 16.-25. Juni 2004 in Bonn. Hier sollte laut UBA eine Diskussion darüber beginnen, welche Klimarisiken für alle Akteure unakzeptabel sind und wie dabei unterschiedliche regionale Anfälligkeiten sowie ungleiche Anpassungskapazitäten ausreichend berücksichtigt werden können.


Risiken des Klimawandels

"Das Ziel des internationalen Klimaschutzes kann nur erreicht werden, wenn der Gehalt von Treibhausgasen in der Atmosphäre auf niedrigem Niveau stabilisiert wird. Nötig sind hierfür Stabilisierungsniveaus unterhalb 450 parts per million Kohlendioxid (CO2)", heißt es in der UBA-Pressemitteilung. Das sind etwa zwei Drittel mehr Treibhausgase in der Atmosphäre als zu Beginn der industriellen Revolution. Höhere Stabilisierungsniveaus bergen laut UBA bereits erhebliche gesundheitliche, soziale, wirtschaftliche und ökologische Risiken für heutige und zukünftige Generationen. Beispielsweise werde mit mehr Krankheits- und Todesfällen durch Hitzewellen, Flut- und Sturmkatastrophen sowie sich ausbreitende Krankheiten gerechnet. Zu erwarten seien ein vermehrtes Hungerrisiko und der Mangel an sauberem Trinkwasser. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Risiken könnten bis 2050 weltweit bis zu drei Milliarden Menschen mehr durch Klimarisiken gefährdet sein.

Die atmosphärische Treibhausgasmenge auf niedrigem Niveau zu begrenzen, sei möglich, unterstreicht das UBA: Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgasemissionen seien bekannt und weiterhin konsequent umzusetzen: die Energieeffizienz müsse weiter verbessert und der Energiesektor hin zu erneuerbaren Energiequellen zu entwickelt werden. Eine zusätzliche CO2-Einlagerung in unterirdischen Speichern sowie in Wäldern könnte eine Übergangsoption darstellen.

Die Studie "Begründete Ziele für den Klimaschutz. Konkretisierung des Artikel 2 der Klimarahmenkonvention" ist erschienen in der Reihe CLIMATE CHANGE des Umweltbundesamtes (englische Version als Nr. 01/04). Sie umfasst 197 Seiten und ist kostenlos. Bestellungen beim Zentralen Antwortdienst des Umweltbundesamtes, Postfach 33 00 22, 14191 Berlin, Telefon: 030/ 8903 2137 Fax: 030/ 8903 2912. Die englische und deutsche Version des Berichts ist auch im Internet zugänglich unter: http://www.umweltbundesamt.de/klimaschutz/ufo.htm

19.06.2004   Quelle: UBA

 

Weiterbildung: Neue Energietechniken aktiv vermarkten

Die Freiburger Firma Dr. Klaus Heidler Solar Consulting bietet ab Herbst 2004 einen Fortbildungszyklus für Handwerker zum Thema "Marketing für Erneuerbare Energien und Altbausanierung”. Das Projekt wird in enger Kooperation mit dem Umweltschutzzentrum der Handwerkskammer Freiburg durchgeführt und unter dem Titel MARKT-EN aus dem Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der badenova AG & Co. KG gefördert.  Erneuerbare Energien und der Einsatz effizienter Energietechniken bei Altbausanierungen eröffnen ein lohnendes Geschäftsfeld für Handwerksbetriebe, betont Solar Consulting. Doch die Produkte seien neu und bräuchten eine neue Art des Marketings. Dies können sich Handwerker aus dem Verbreitungsgebiet der Badenova mit dem Weiterbildungszyklus MARKT-EN jetzt besonders günstig aneignen. Der Inhalt stamme von einem erfahrenen Insider, die Teilnahme werde gefördert, den Umfang bestimmen die Teilnehmer selbst.

Mögliche Module sind ein 2-Tagesseminar zur Verkaufstechnik und zu systematischer Akquisition, ein 1-tägiges Firmencoaching zum Aufstellen eines Marketingkonzepts und die Erarbeitung und Umsetzung eines Marketingkonzepts in einer mehrmonatigen "Erfa-Gruppe", die sich dreimal einen halben Tag trifft.

Der erste Zyklus erstreckt sich von Herbst 2004 bis Sommer 2005, der zweite schließt im Herbst 2005 an. Ab Juni 2004 wird es einen Flyer dazu geben, der im Bereich der Handwerkskammer Freiburg an die Mitgliedsbetriebe verteilt wird. Weitere Partner des Projektes sind die Energieagentur Regio Freiburg und die Ortenauer Energieagentur.

Dr. Klaus Heidler ist als Physiker seit 27 Jahren mit erneuerbaren Energien befasst. Seit 12 Jahren beschäftigt er sich nur noch mit Marketing und Personalentwicklung. Heidler hat die TAT-Methode für praxisorientiertes Training entwickelt. Er gibt er einen Marketingkurs für Architekten an der Fachhochschule Beider Basel und trainiert bundesweit Handwerker für den Verkauf von Solaranlagen. Seine Firma Solar Consulting befindet sich seit Januar 2004 im Solar Info Center.

Weitere Infos unter www.solar-consulting.de oder Tel. 0761/70 72 530.

19.06.2004   Quelle: Dr. Klaus Heidler Solar Consulting

 

EEG-Novelle: Bundesverband WindEnergie kritisiert Vermittlungsergebnis

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) kritisiert das am 17.06.2004 erzielte Ergebnis des Vermittlungsausschusses zur Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). "Mehr Bürokratie und weniger sauberer Strom – das ist das traurige Vermittlungsergebnis", sagte BWE-Präsident Dr. Peter Ahmels nach Bekanntgabe des Beschlusses.  Ahmels weiter: "Die jüngsten Diskussionen um Klimagefahren, Versorgungssicherheit und Preissteigerungen bei den konventionellen Energieträgern zeigen, dass ein schneller Ausbau der erneuerbaren Energie notwendig ist. Der Vermittlungsausschuss hat genau das Gegenteil vorgeschlagen: Noch mehr Beschneidungen und bürokratische Auflagen für die Windenergie."

Der Vermittlungsausschuss hat gegenüber der vom Bundestag verabschiedeten Fassung laut BWE eine wesentliche Änderung durchgesetzt: Neue Windenergieanlagen, die am vorgesehenen Standort weniger als 60 Prozent des Ertrages als an einem Referenzstandort erreichen, erhalten in Zukunft keine Vergütung nach dem EEG. Der Betreiber muss künftig seinen Vergütungsanspruch durch ein Ertragsgutachten im Voraus nachweisen.

"Die Einführung der 60-Prozent-Klausel zusätzlich zu den ohnehin vorgesehenen Vergütungsreduktionen ist ein starker Einschnitt für die Windenergie. Viele Projekte - gerade in Süddeutschland - werden damit nicht mehr realisierbar sein", so Ahmels. Die Forderung nach einem Ertragsgutachten bewertet er ebenfalls sehr kritisch: "Gutachten, Gegengutachten, Schlichtung durch eine Behörde – diese neue Windbürokratie führt zu höheren Kosten und zeitlichen Verzögerungen beim Ausbau der Windenergie. Sie widerspricht auch den immer wieder gehörten politischen Forderungen nach Abbau der Regelungsdichte."

Positiv bewertet Ahmels lediglich, dass ein Inkrafttreten der Novelle jetzt endlich absehbar sei und dass offenbar auch die unionsgeführten Länder das schnelle Inkrafttreten des neuen EEG unterstützen. Damit werde endlich wieder Investitionssicherheit für die Windbranche gegeben.

18.06.2004   Quelle: BWE
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BEE zur EEG-Novelle: Investitionsbremse endlich gelöst

Mit Erleichterung reagiert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) auf das Vermittlungsergebnis zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). "Wir erwarten, dass das Gesetz jetzt zum 1. August in Kraft treten kann. Damit können Investitionen von mehreren hundert Millionen Euro gestartet und neue Arbeitsplätze geschaffen werden", erklärte BEE-Präsident Johannes Lackmann.  Nachdem der Vermittlungsausschuss am sich späten Abend des 17.06.2004 geeinigt hatte, hat der Bundestag das Ergebnis am 18.06.2004 mit rot-grüner Mehrheit bestätigt.

Besonders erfreulich sei, dass sechs von neun unionsregierten Bundesländern dem Ergebnis zugestimmt hätten, kommentiert der BEE. "Das ist ein wichtiges Signal. Der Ausbau Erneuerbarer Energien hat in Deutschland eine breite politische Mehrheit", so Lackmann. Nicht nachvollziehen kann der BEE-Präsident die Ablehnung durch die bayerische Staatsregierung. Bayern profitiere mit seinem hohen Potenzial an Biomasse besonders stark von den Neuregelungen im EEG. Bedauerlich sei auch, dass die Unionsfraktion im Bundestag der Gesetzesnovelle immer noch nicht zugestimmt habe.

Die Neuregelung im Erneuerbare-Energien-Gesetz umfasst besonders Verbesserungen für die Nutzung nachwachsender Rohstoffe und der Erdwärme. Verschlechterungen gibt es laut BEE es bei der Windenergie. "Die Windkraft muss jetzt nach dem Vermittlungsbeschluss noch mehr Einschnitte hinnehmen. Damit wird das Potenzial an sauberer Energie in Deutschland ohne Not geringer genutzt als es möglich wäre", kommentiert Lackmann das Ergebnis.

18.06.2004   Quelle: BEE
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EEG: Trittin begrüßt Einigung im Vermittlungsausschuss

"Die Einigung im Vermittlungsausschuss zeigt: Es gibt einen breiten Konsens zum Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland. Mit dem neuen EEG schaffen wir eine weitere Grundlage für den Umbau unserer Energieversorgung." Das erklärte Bundesumweltminister Jürgen Trittin zu der am 17.06.2004 Abend erzielten Einigung im Vermittlungsausschuss über die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).
  "Wind, Sonne, Biomasse, Wasserkraft und Erdwärme werden im Jahr 2020 ein Fünftel unseres heutigen Strombedarfs decken. Das ist ein Plus für Klimaschutz wie für Wachstum und Beschäftigung. Schon heute arbeiten 120.000 Menschen für die Erneuerbaren. Sie sparen uns gut 55 Millionen Tonnen Treibhausgase pro Jahr. Bis 2020 können hier 300.000 weitere Jobs entstehen und insgesamt 140 Millionen Tonnen CO2 gespart werden", so der Minister weiter.

"Ich begrüße, dass auch die CDU-regierten Länder meine ursprüngliche Formulierung zu Windrädern an ungünstigen Standorten akzeptiert haben. Mit der Regel, dass 60 Prozent des Referenzertrages Voraussetzung für eine Einspeisevergütung sind, wird dem Ausbau der Windenergie auch landschaftsplanerisch ein vernünftiger Rahmen gesetzt und Rechtssicherheit für Investoren geschaffen. Damit ist den bürokratischen Tricks gegen die Windenergie ein Stück der Boden entzogen worden", stellt Trittin fest.

Trittin bedauerte die Ankündigung der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag, sich dem Verhandlungsergebnis ihrer Vertreter im Vermittlungsausschuss, Peter Paziorek und Horst Seehofer, nicht anschließen zu können. Der Minister danke beiden Kollegen für ihre konstruktive und sachliche Arbeit.

18.06.2004   Quelle: BMU
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Solarzellen: Sharp baut Produktionskapazität auf 315 Megawatt pro Jahr aus

Sharp-Produktion in Shinjo (Japan)
Sharp-Produktion in Shinjo (Japan)

Die japanische Sharp Corporation will die Produktionslinien ihrer Fabrik in Shinjo (Präfektur Nara) auf eine Jahresleistung von 315 Megawatt (MW) erweitern. Damit würde das Unternehmen weltweit die größte Menge an Solarzellen fertigen, so Sharp in einer Pressemitteilung.  Die Produktion soll bereits im Juni 2004 anlaufen. Mit dem weltweit wachsenden Umweltbewußtsein rücke die saubere Stromerzeugung mit Photovoltaik immer mehr in den Mittelpunkt. In den vergangenen zwei bis drei Jahren sei die Photovoltaik global um durchschnittlich 40 % gewachsen; 2003 seien Solarstromanlagen mit einer Kapazität von 744 MW hergestellt worden, so Sharp.

In Japan halte die Nachfrage an, besonders im Wohnungsbau. Im Jahr 2003 seien rund 50.000 Solarstromanlagen installiert worden, was einem Wachstum von etwa 30 % gegenüber dem Vorjahr entspreche. 2004 könne ein vergleichbares Wachstum nicht erwartet werden, da Fördermittel der "New Energy Foundation" gekürzt worden seien. In Europa und besonders in Deutschland hingegen sei die Förderpolitik verbessert worden; in den USA hätten mehrere Bundesstaaten Förderprogramme ins Leben gerufen. Auch in China zeichne sich eine steigende Nachfrage ab, welche auf die Olympiade 2008 in Peking abziele. Vor diesem Hintergrund erwartet Sharp, das bereits im laufenden Jahr 1 Gigawatt (GW= 1.000 MW) nachgefragt werde.

Als Weltmarktführer bei der Solarzellenproduktion habe Sharp 2003 einen Marktanteil von 26,6 % erreicht. Im laufenden Jahr will das Unternehmen diesen Anteil weiter ausbauen durch eine umfangreichere Produktpalette und die Konzentration auf die Fertigung von Solarzellen mit strukturierter Oberfläche. Weitere Schwerpunkte seien die Gebäudeintegration sowie poly- und monokristalline Zellen mit hohen Wirkungsgraden.

Um der Nachfrage zu entsprechen, habe sich das Unternehmen entschieden, eine ausgebaute Fertigungslinie für neue, großformatige Dünnschichtzellen in Betrieb zu nehmen. Damit laufen in Shinjo acht Produktionslinien (zwei für monokristalline und sechs für multikristalline Zellen).

18.06.2004   Quelle: Sharp Corporation
Bildquelle: Sharp Corporation.
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Börse: Brennstoffzellen und Solarenergie im Aufwind

Der von der Zeitschrift "Photon" berechnete Photovoltaik-Aktien-Index (PPVX-Index) schoss innerhalb von 18 Monaten "um sagenhafte 100%" in die Höhe. Das berichtet der Informationsdienst "Zertifikate-Journal" in seinem aktuellen Newsletter. Die in dem Index zusammengefassten Hersteller von Solarstromtechnik überflügelten in den vergangenen Monaten sogar die Produzenten von Brennstoffzellen.   Diese sind beispielsweise in dem Zertifikat "Fuel Cell II" enthalten, das die Wertentwicklung der Unternehmen abbildet. Der Zuwachs der Photovoltaik-Unternehmen spiegele die zunehmenden Forschungs- und Projekterfolge der Solarstromindustrie, so das Zertifikate-Journal. Die PV-Hersteller hätten mittlerweile eine Reihe hoffnungsvoller industrieller Anwendungen entwickelt, die eine deutlich höhere Effizienz zeigten als andere regenerative Energieträger.

Das Brennstoffzellen-Zertifikat "Fuel Cell" mit dem zehn "Schwergewichten" der Branche konnte laut Zertifikate-Journal in den letzten eineinhalb Jahren um 50 % zulegen und damit den AMEX Oil Index als Vertreter der "alten" Energien klar hinter sich lassen. Kritisch wertet das Zertifikate-Journal die Trends in der Windenergiebranche am Beispiel des Aktienkorbs "New Energy Active" des WestLB: Trotz freundlicher Börsenstimmung habe dieses vermeintliche Zukunfts-Paket seit Anfang 2003 rund 25 % eingebüßt. Fünf von acht der enthaltenen Unternehmen seien der Windkraft-Industrie zuzuordnen, die sich auch aus der Sicht der Turbinen-Hersteller immer mehr als "kolossale Luftnummer" entpuppe. Obwohl "permanent mit üppigsten Steuergeschenken garnierte" Windparks in den Boden gestampft würden, tobe unter den Produzenten den riesigen Rotoren ein ruinöser Wettbewerb, stellt das Zertifikate-Journal fest.

Der Newsletter des Zertifikate-Journals mit dem Titel "Energien der Zukunft" kann kostenlos heruntergeladen werden unter http://www.zertifikatejournal.de.

18.06.2004   Quelle: Zertifikate-Journal

 

Konferenz "estec 2005": Zugang zum europäischen Solarwärmemarkt

Die zweite europäische Solarwärmekonferenz "Estec 2005" wird stattfinden vom 21. – 22.06. 2005 in Freiburg. Nach der erfolgreichen Tagung im Jahr 2003 werde die Konferenz die wichtigste Veranstaltung des kommenden Jahres für den europäischen Solarwärmemarkt, kündigt der Veranstalter an. Die estec 2005 wird organisiert vom europäischen Solarwärme-Industrieverband  "European Solar Thermal Industry Federation" (ESTIF) in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Solarindustrie (BSi) und der Intersolar 2004, Europas größter Fachmesse für Solartechnik.

Die estec 2003 war die bislang größte Veranstaltung, die sich auf das Thema Solarwärme konzentrierte. Fast 200 Teilnehmer aus 27 Ländern informierten sich über Marktentwicklungen und Trends. Wie im Jahr 2003 will die estec 2005 sich mit zentralen Fragen beschäftigen: Von politischen Aspekten über Marketingstrategien, Standards und Zertifikate bis hin zu Imagekampagnen und neuen Technologien. Zielgruppen sind sowohl die internationale Solarwärmeindustrie, Energieagenturen, Forschungs- und Zertifizierungsinstitute als auch Politik und Medien.

"Für Freiburg, die ‘Solarhauptstadt Deutschlands’, als Veranstaltungsort haben wir uns entschieden, weil wir Synergien erwarten zwischen der estec 2005 und der Intersolar 2005", erklärt ESTIF-Generalsekretär Raffaele Piria. "Freiburg bietet ein perfektes Umfeld für unsere Tagung", so Piria weiter.

"Aufgrund der ausgesprochen positiven Marktentwicklung, des wachsenden Erfolgs der Intersolar, der zunehmenden Bedeutung der Solarwärme und der Wärme aus erneuerbaren Energiequellen sowie der starke Position der ESTIF können wir davon ausgehen, dass die estec 2005 ein noch größer Erfolg werden wird als ihrer Vorgängerin, sagte ESTIF-Präsident Ole Pilgaard. "Tragen Sie die estec 2005 schon jetzt in Ihren Terminkalender ein!", so Pilgaard.

18.06.2004   Quelle: ESTIF

 

IWR erwartet weltweit ein Gigawatt neue Photovoltaik-Leistung für 2004

Der Weltmarkt für Photovoltaik-Anlagen ist auf einem anhaltenden Wachstumskurs. Im Jahr 2003 wurden weltweit Solarzellen mit einer Leistung von rund 750 Megawatt (MW) abgesetzt. Für 2004 könnte bei einer erwarteten globalen Steigerung um erneut 30 - 40 Prozent erstmals die Marke von 1.000 Megawatt (1 Gigawatt) Photovoltaik-Leistung erreicht werden, teilt das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit.  "Der Photovoltaik-Markt in Deutschland hat die lang anhaltende Pionierphase endgültig verlassen und ist in eine erste deutlich ausgeprägte Wachstumsphase eingetreten," sagte IWR-Leiter Dr. Norbert Allnoch in Münster. Mit der Ausdehnung des Marktvolumens werde die Nutzung der Solarenergie zur Stromerzeugung immer billiger. Nach einer IWR-Untersuchung sind die Preise für PV-Solaranlagen bis 10 kW-Leistung in Deutschland seit 1991 von rund 14.000 Euro auf unter 6.000 Euro je installiertem Kilowatt (kW) gefallen. Zwar seien auf Grund des Solarbooms derzeit Lieferengpässe und damit vorübergehende Preiserhöhungen erkennbar, die Entwicklung hin zu niedrigeren Stückkosten werde sich langfristig durch neue Produktionstechniken und immer größere Solarfabriken fortsetzen, so das IWR.

17.06.2004   Quelle: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)

 

Bildungsausschuss einstimmig für internationale Universität für Erneuerbare Energien

Der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung im Deutschen Bundestag hat am 16.06.2004 den Antrag "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" verabschiedet und damit einstimmig die Initiative für eine internationale, offene Universität für Erneuerbare Energien (OPURE) unterstützt.   Das berichten Grietje Bettin, bildungspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen und Hans-Josef Fell, forschungs- und technologiepolitischer Sprecher.

Die Initiative ging aus von der Weltkonferenz für Erneuerbare Energien (renewables 2004) in Bonn. OPURE soll den Wissenstransfer im Bereich erneuerbarer Energien entscheidend stärken. Sie soll erneuerbare Energien als Kernelement der Bildungsprogramme in allen Ausbildungswegen erarbeiten und die Forschungsförderung international vernetzen.

International habe Deutschland schon viel bewegt, wie die 160 deutschen UNESCO - Projektschulen zeigen, betonen Bettin und Fell. Auch wichtige nationale Initiativen wie das Modellprojekt "BLK 21" der Bund-Länder-Kommission, die Reform des Berufsbildungsrechts und Stipendienprogramme an Hochschulen sollen nach dem Willen aller Fraktionen fortgesetzt werden. So könne Bildung in Deutschland und weltweit zum Katalysator für den notwendigen Wandel im Bewusstsein und Handeln werden.

17.06.2004   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)

 

Effizienteste Solarstromanlage Deutschlands prämiert

Wilhelm Janssen, Installateur Rolf Kröger, Solvis-Gebietsvertreter Hartmut Beckmann, Jürgen Trittin und Solvis-Pressereferentin Gabriele Herde mit Sohn (v.li.).
Wilhelm Janssen, Installateur Rolf Kröger, Solvis-Gebietsvertreter Hartmut Beckmann, Jürgen Trittin und Solvis-Pressereferentin Gabriele Herde mit Sohn (v.li.).

Der Gewinner des Wettbewerbs „Sonnenkönigin 2004“ um die ertragreichste Photovoltaikanlage steht fest. Im Rahmen des Umweltfestivals am 6. Juni 2004 in Berlin kürte Bundesumweltminister Jürgen Trittin die SolvisPico-Anlage der Kirchengemeinde Brockel bei Bremen zur Sonnenkönigin.  Betreiber Wilhelm Janssen kann sich nicht nur über den ersten Preis freuen, eine Wochenendreise in den Müritz-Nationalpark. Frei nach dem Festival-Motto „Erneuerbare Energien – Zukunft für alle“ überreichte Solvis-Pressereferentin Gabriele Herde dem glücklichen Gewinner zudem einen Gutschein über 200 Euro für den weiteren Ausbau der Anlage.

An dem Wettbewerb, ausgelobt von der Grünen Liga Berlin und der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie(DGS), beteiligten sich rund 50 Betreiber aus ganz Deutschland. Unter Berücksichtigung der standortspezifischen Sonneneinstrahlung sei die prämierte Solarstromanlage mit einem Ertrag von 1.048 Kilowattstunden (kWh) pro installiertem Kilowatt Spitzenleistung (kWp) die effektivste Deutschlands, so die Veranstalter. „Die zahlreichen Bewerbungen zeigen, dass immer mehr Menschen die Vorteile der Sonnenenergie nutzen. Der Ausbau solartechnischer Anlagen muss weiter forciert werden, damit die unheilvolle Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas in den nächsten Jahrzehnten auf ein Minimum reduziert wird“, so Dr. Gerhard Burghardt von der Grünen Liga.

Der Solar-Pionier Solvis ist Hersteller kompletter Solar- und Heizsysteme. Seit 2000 ergänzen Solaranlagen zur Stromerzeugung das Produktprogramm.

17.06.2004   Quelle: SOLVIS GmbH & Co KG
Bildquelle: Solvis

 

Kostenlose CD-ROM: Alles über die AG Solar

AG Solar-Projekt: Sonnensimulator des TÜV Köln
AG Solar-Projekt: Sonnensimulator des TÜV Köln

Aktuelle Informationen über die Arbeitsgemeinschaft Solar NRW sowie die wichtigsten Ergebnisse aus den Forschungs- und Entwicklungsprojekten sind jetzt auf einer neuen CD-ROM mit dem Titel „AG Solar 2003“ erhältlich.   Neben den Aufgaben und Zielen der AG Solar werden ihre wichtigsten Entscheidungsgremien dargestellt. Über eine Bildergalerie erhalten die Benutzer Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Eine Linkliste führt zu den im „virtuellen Forschungsinstitut“ vernetzten Instituten sowie zu weiterführenden solaren Internetseiten. Eine Softwaresammlung auf der CD bietet die Möglichkeit, Demo- oder Vollversionen der AG-Solar-Software zum Thema Bauen kostenlos herunterzuladen oder andere Veröffentlichungen zu erhalten. Eine Expertendatenbank hilft bei der Suche nach Kooperationspartnern oder fachspezifischer Unterstützung.

Die AG Solar ist ein „virtuelles Forschungsinstitut“ mit mehr als 40 forschenden Organisationen aus Wissenschaft und Wirtschaft. Sie ist gleichzeitig ein Förderprogramm des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen für die hochschulnahe Forschung auf dem Gebiet der Solarenergie. Zu den Themen der AG Solar gehören photovoltaische und thermische Systeme, Energietechnologien für sonnenreiche Länder, Niedrigenergie-Bauweise und solare Architektur, ökologische Bauweise und Solarsiedlungen, Nutzung hochkonzentrierter Solarstrahlung, Photochemie, Nachhaltigkeit und Weiterbildung.
Die CD kann kostenlos bestellt werden beim Projektträger ETN oder im Internet unter http://www.ag-solar.de

17.06.2004   Quelle: Projektträger ETN
Bildquelle: TÜV

 

Freiburg: Fraunhofer-Gesellschaft tritt in Solar Info Center GmbH ein

Seit dem 26.5.2004 hat die Solar Info Center GmbH in Freiburg einen neuen Gesellschafter - die Fraunhofer Gesellschaft, vertreten durch das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, Freiburg. Das in unmittelbarer Nachbarschaft zum SIC gelegene größte europäische Solarforschungsinstitut unterstreicht mit diesem Schritt die Bedeutung des Solar Info Centers als Plattform für Solartechnik.   Synergieeffekte würden sich nicht zuletzt auch für zahlreiche Ausgründungen aus dem Fraunhofer ISE selbst ergeben, so die Solar Info Center GmbH in einer Pressemitteilung.

“Als Institut für angewandte Forschung und Entwicklung streben wir eine rasche Umsetzung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in wirtschaftliche Produkte an”, sagt Prof. Joachim Luther, Leiter des Fraunhofer ISE. “Das Solar Info Center bietet für uns eine weitere Möglichkeit, neue solare Technologien zu demonstrieren und über Veranstaltungen unsere technologischen Entwicklungen zu kommunizieren.”

“Wir freuen uns über diese institutionalisierte Anbindung an die Forschung!'”, begrüßt Prof. Rolf Buschmann, Geschäftsführer des SIC, den neuen Gesellschafter. “Sie unterstreicht den internationalen Ansatz des SIC. Wir profitieren von Kompetenz und Kontakten der wichtigsten europäischen Innovationsschmiede auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien", so Buschmann weiter.


Solar Building Innovation Center / Kompetenz unter einem Dach

Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP in Stuttgart betreibt das Fraunhofer ISE im Solar Info Center ein Demonstrationszentrum für Innovationen im Bereich energieeffizientes Bauen, das Fraunhofer Solar Building Innovation Center SOBIC. Der Nutzen für das Fraunhofer ISE ist zweifach: Das Solar Info Center ist Schaufenster für Innovationen und Treffpunkt für unternehmerisch denkende Menschen. In diesem Rahmen ein Demonstrationszentrum für Neuentwicklungen im Gebäudebereich zu betreiben, bietet der Forschung die Möglichkeit, eine zeitnahe und unkomplizierte Rückmeldung über die Bedürfnisse des Marktes zu erhalten.


Zudem bietet das Solar Info Center ein ideales Umfeld für die Niederlassung von Firmen, die aus dem Fraunhofer ISE entstandenen sind. Seit der Institutsgründung im Jahr 1981 sind dies mehr als ein Dutzend, von Ingenieurbüros bis zu Technologieentwicklern und Consulting-Firmen. Das Solar Info Center bündelt mit dem breiten Spektrum seiner Mieter viele Kompetenzen aus dem Bereich des Planens und Bauens mit erneuerbaren Energien. Es hat im Dezember 2003 seinen Betrieb aufgenommen. 53% der Büro- und Konferenzflächen sind an 28 Unternehmen vermietet, weitere 20% seien in konkreten Verhandlungen, so das SIC. Gesellschafter des SIC sind die beiden Geschäftsführer Rolf Buschmann und Elisabeth Frey, der Architekt des Gebäudes Guido Epp, Roland Seidl von der Firma xi experts international und die Fraunhofer-Gesellschaft München.

17.06.2004   Quelle: Solar Info Center GmbH

 

BUND: Hier produziertes Plutonium hier unschädlich machen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) spricht sich gegen den Export des in Hanau lagernden Plutoniums zur Wiederaufarbeitung nach Frankreich aus. Die rot-grüne Regierung verstoße damit gegen ihre Zusage, aus der umweltgefährdenden Wiederaufarbeitung bis Ende 2005 auszusteigen, betont der BUND in einer Pressemitteilung.  "Dieser Plan ist ein klarer Bruch bisheriger Zusagen. Vielleicht erscheint es auf den ersten Blick billiger, das Plutonium nach La Hague zu bringen und dort in Kernbrennstäbe für Atomkraftwerke einzuarbeiten. Sicherer wäre es jedoch, es in Hanau zu lassen und dort für die langfristige Lagerung zu verglasen. Die Technologie dafür ist entwickelt. Dieser Weg muss nur politisch gewollt sein", so Renate Backhaus, Atomexpertin im BUND-Bundesvorstand:


"Hinterlassenschaft einer verfehlten Atompolitik der Kohl-Ära"

Der BUND verweist zudem auf die Tatsache, dass es sich beim Hanau-Plutonium um die Hinterlassenschaften einer verfehlten Atompolitik aus der Kohl-Ära handelt. "Wenn Frau Merkel, Herr Stoiber oder Herr Koch glauben, die Atomenergie sei bald wieder eine Option und Atomkraftwerke könnten langfristig weiterlaufen, dann sollten sie konsequenterweise die Kosten für die Plutoniumentsorgung von mehreren hundert Millionen Euro aus der eigenen Tasche bezahlen," sagte Backhaus.

Zur Entsorgung des Plutoniums biete sich die Verglasung in Lagerstäben an. Nach einer Abklingphase würde dann deren Endlagerung folgen. Der BUND hält diese Variante für sicherer und ökologisch weniger bedenklich. Ein Transport des deutschen Atommülls nach Frankreich und die Wiedereinschleusung des Plutoniums in den Brennstoffkreislauf von Atomkraftwerken sei der falsche Weg. Risiken entstünden auch durch die vorgesehenen Straßentransporte und die fortgesetzte Verstrahlung in der Umgebung der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague.

16.06.2004   Quelle: BUND
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Greenpeace: Rot-Grün will 1,5 Tonnen Plutonium nach Frankreich verschieben

Nach dem gescheiterten Export der Hanauer Atomfabrik nach China riskiere die Bundesregierung jetzt erneut die Glaubwürdigkeit der Atompolitik, kritisiert Greenpeace in einer Pressemitteilung. Am 16.06.2003 habe das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter bekannt gegeben, dass Plutonium, welches für den Schnellen Brütern Kalkar und für den inzwischen stillgelegten Versuchsreaktor Karlsruhe bestimmt war, nach Frankreich in die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague exportiert werden soll.  Das bedeute, dass die Besitzer des Plutoniums, der Stromversorger RWE und das bundeseigene Forschungszentrum Karlsruhe neue Wiederaufarbeitungsverträge abschließen würden oder bereits abgeschlossen hätten, so Greenpeace. Dies widerspreche dem Plan der rot-grünen Regierung, aus dieser gefährlichen Technik so schnell wie möglich auszusteigen, so die Umweltschützer.

"Rot-Grün ist angetreten, um die verseuchende Wiederaufarbeitung endlich zu beenden - und jetzt werden neue Verträge abgesegnet. Das ist unverantwortlich", so Greenpeace-Atomexpertin Susanne Ochse. Deutschland dürfe seine Atommüll-Entsorgungsprobleme nicht auf Kosten Frankreichs lösen. Und es sei klar, warum diese Neuigkeit erst nach dem Wahlsonntag verbreitet werde. Das hätte die Grünen letzte Woche massiv Wähler gekostet - nicht nur in Deutschland", betont Greenpeace.

Auf dem Siemens-Gelände in Hanau lagert das Bundesamt für Strahlenschutz nach Schätzungen von Greenpeace in der so genannten staatlichen Verwahrung insgesamt mehr als 1,5 Tonnen Plutonium. Die jetzige Entscheidung zur Wiederaufarbeitung bedeute, dass dieses Material wieder in den Plutonium-Kreislauf eingeschleust werde. Greenpeace setzt sich seit Jahren gegen Atommüllexporte zur Wiederaufarbeitung ein. In der Region um La Hague sei bei Kindern und Jugendlichen eine um das Dreifache erhöhte Leukämierate festgestellt. Bei dem Atommüll handelt es sich laut Greenpeace um 205 unbestrahlte Brennelemente des RWE-Konzerns, die für Kalkar bestimmt waren sowie um kleinere Plutoniumbestände, die aus dem Versuchsbrüter KNK II des staatlichen Kernforschungszentrums Karlsruhe (FZK) stammen.

"Anstatt deutsches Plutonium hin- und herzuschieben, muss der Plutoniumkreislauf endlich durchbrochen werden", fordert Susanne Ochse. "Das Plutonium muss in Hanau bleiben, als Abfall deklariert und in Deutschland entsorgt werden." Als Alternative zu Wiederaufarbeitung und Mischoxid-Elementen aus Uran und Plutonium habe die rot-grüne Landesregierung in Hamburg in den 90er Jahren das Konzept der Plutoniumverarbeitung in so genannte Lagerstäbe mit anschließender Endlagerung entwickelt.

16.06.2004   Quelle: Greenpeace e.V.
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Hanau vor dem Ende seiner Atomgeschichte

Der Weg für die endgültige Räumung des "Plutoniumsbunkers" in Hanau ist frei, berichtet das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. In der früheren Fertigungshalle des Siemens-Konzerns lagern seit Jahren unbenutzte plutoniumhaltige Kernbrennstoffe, die ursprünglich für den nie in Betrieb gegangenen Schnellen Brüter in Kalkar und für den inzwischen stillgelegten Versuchsreaktor Karlsruhe bestimmt waren.  Die hochbrisante Hinterlassenschaft einer verfehlten Energiepolitik blockiere seit Jahren die Stilllegung und den endgültigen Abriss der Atomanlage, weil die sichere Entsorgung nicht gelöst worden sei, so das BMU. Jetzt habe das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter mit dem Bundesforschungsministerium und der RWE Power AG als Eigentümerin des Materials vertraglich vereinbart, dass das gesamte in Hanau gelagerte Plutonium in Frankreich zu Brennelementen verarbeitet wird. Diese sollen in RWE-eigenen Atomkraftwerken im Rahmen der noch bestehenden Restlaufzeit verwertet werden. Der Abtransport des Materials soll vor dem 1. Juli 2005 abgeschlossen werden.

Bundesumweltminister Jürgen Trittin begrüßte die Einigung zwischen den Vertragsparteien: "Die Bundesregierung hält Wort. Mit der Vereinbarung erfüllen wir die Zusage, die wir der Hanauer Bevölkerung im Rahmen der Stilllegungsverfahren gemacht haben: Der Plutoniumbunker in Hanau wird endgültig geräumt und kann abgerissen werden. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt zur endgültigen Beendigung der Atomenergienutzung in Deutschland und der Beseitigung seiner gefährlichen Hinterlassenschaften", so Trittin.

Gangbare Alternativen zu einer Verarbeitung des Plutoniums in Brennelemente gibt es laut BMU nicht. Eine direkte Endlagerung des reinen Plutoniums sei technisch zur Zeit nicht realisierbar. Anlagen für eine proliferationssichere Konditionierung oder Verarbeitung des Materials seien in Deutschland nicht vorhanden. Die Zahl der notwendigen Transporte werde nicht erhöht, die Abfallmenge der deutschen Atomenergienutzung gesenkt. Ziel der Vertragsparteien ist, den Abtransport vor dem 1.7.2005 abzuschließen.

Zum Thema steht im Internet ein Informationspapier zur Verfügung.
unter http://www.bmu.de/de/1024/js/download/b_hanau/

16.06.2004   Quelle: BMU
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"Blauer Engel": Jury beschließt neue Umweltzeichen für photovoltaische Produkte

Photovoltaische Produkte mit Batterien sowie Polstermöbel können jetzt mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" auszeichnet werden. Dafür hat die Jury Umweltzeichen zwei Vergabegrundlagen beschlossen. "Mit den Auszeichnungen hat die Jury Produkte aufgegriffen, mit denen Verbraucherinnen und Verbraucher Energie sparen und Umwelt und Gesundheit schonen können. Mag der Beitrag der einzelnen Solarwecker, Armbanduhren und Gartenbeleuchtungen auch klein sein: Er summiert sich doch durch ihre hohen Stückzahlen.   Und das Umweltzeichen für emissionsarme Polstermöbel hilft, die Wohn- oder Arbeitsumwelt zu verbessern", so Bundesumweltminister Trittin.

"Viele Verbraucherinnen und Verbraucher stehen vor der Frage: Wie kann ich etwas zum Klimaschutz beitragen und welchen persönlichen Nutzen habe ich gleichzeitig davon? Der ,Blaue Engel` gibt hier Antworten und hilft bei der Entscheidung", erklärt Gerd Billen, Vorsitzender der Jury Umweltzeichen:

Die Hersteller der photovoltaischen Produkte können - sofern sie die von der Jury festgelegten, anspruchsvollen Umweltkriterien einhalten - mit dem "Blauen Engel" werben. Um ihn zu erhalten, müssen die Produkte schadstoffarm sein. Das bedeutet, dass sie - neben der selbstverständlichen Gebrauchstauglichkeit - strenge Kriterien erfüllen müssen, darunter Langlebigkeit, Verzicht auf Cadmium und halogenierte organische Stoffe in Batterien und Kunststoffen, Schutz gegen Überladen und Tiefentladen der Batterie.

Mit dem "Blauen Engel" für emissionsarme Polstermöbel wird ein weiterer, für die Endverbraucher wichtiger Bereich abgedeckt: Das persönliche Wohnumfeld. Polstermöbel mit Leder- und Textilbezügen können den "Blauen Engel" erhalten, wenn sie sich durch geringe Emissionen flüchtiger organischer Stoffe auszeichnen und die Wohnumwelt damit nachweislich weniger belasten.

Weitere Informationen im Internet unter http://www.blauer-engel.de

16.06.2004   Quelle: BMU

 

Klimaschutz: Germanwatch und BUND verklagen Bundeswirtschaftsministerium wegen Verweigerung von Informationen zu Hermes-Exporten

Die Nord-Süd-Initiative Germanwatch und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben am 15.06.2004 beim Verwaltungsgericht Berlin Klage gegen das Bundeswirtschaftsministerium eingereicht. Damit soll erreicht werden, dass Informationen herausgegeben werden, die notwendig seien, um die Klimaauswirkungen der sogenannten Hermes-Exportbürgschaften zu beurteilen, so die Kläger.  Um zu erfahren, welche Energieprojekte durch Exportbürgschaften gefördert werden, hatten sich Germanwatch und der BUND im Juli 2003 unter Berufung auf das Umweltinformationsgesetz an die Euler-Hermes-AG und das Bundeswirtschaftsministerium gewandt. Sie fragten nach einer Aufstellung aller Vorhaben im Bereich der Energieerzeugung, für die seit 1997 von Deutschland Ausfuhrbürgschaften übernommen wurden. Das Ministerium lehnte jedoch im August 2003 die Herausgabe der Daten ab. Germanwatch und BUND klagen jetzt, um diesen Bescheid aufheben zu lassen und die gewünschten Informationen von der Bundesregierung zu erhalten.

„Transparenz ist die Grundlage um ernsthaft zu prüfen, wie sehr die vom deutschen Steuerzahler gezahlten Bürgschaften das globale Klima indirekt schädigen. Deshalb erwarten wir, dass Hermes und das Bundeswirtschaftsministerium den Informationspflichten des Umweltinformationsgesetzes nachkommen", so Klaus Milke, stellvertretender Vorsitzender von Germanwatch.

Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführererläutert die Klage der beiden Organisationen: „Deutsche Exporte entscheiden mit darüber, wie klimaschädlich oder klimaverträglich die globalen Energie- und Verkehrssysteme werden. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, für wie viele Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid die Hermes-Bürgschaften mit verantwortlich sind und wie die Bundesregierung ihre internationale Klimapolitik in dieser Hinsicht gestalten will. So müssen beispielsweise bei Bürgschaften im Bergbau, beim Kraftwerksneubau oder beim Export von Flugzeugen Umweltauswirkungen stärker berücksichtigt werden.“

BUND und Germanwatch fordern, dass die exportierten Technologien ökologischen und sozialen Standards genügen. Die von solchen Technologien ausgehenden Risiken eines globalen Klimawandels müssten reduziert werden.

Ein Hintergrundpapier bietet der BUND an unter www.bund.net/lab/reddot2/pdf/hermes.pdf

16.06.2004   Quelle: BUND
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Weltgrößte Photovoltaikanlage auf einem Dach: Großes Medieninteresse

Margareta Wolf (BMU) und Wolfgang Helbing (Spedition tts).
Margareta Wolf (BMU) und Wolfgang Helbing (Spedition tts).

Während der Konferenz „renewables 2004“ in Bonn besuchte die parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium, MdB Margareta Wolf, Bürstadt/Kreis Heppenheim und besichtigte dort auf Einladung der Betreiberfirma Tauber-Solar die im Bau befindliche Solarstromgroßanlage.   Das Interesse der Medien war beachtlich: Fernsehteams von Hessen3, SAT1 und der lokale Radiosender FFH berichteten zudem waren Journalisten vom Südhessischen Morgen, der Bürstadter Zeitung und von der Deutschen Presse Agentur gekommen.

Unter dem Motto „Theorie und Praxis“, referierte Staatssekretärin Wolf bei der Abschlussfeier des Bauabschnittes I in Bürstadt über den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Nach einer Führung auf dem Dach des Speditionsunternehmens tts konnte sie sich von der Größe der Anlage überzeugen und auf dem Aussichtsturm Module sehen „(fast) so weit das Auge reicht“. Abschnitt I des Großkraftwerks ist bereits am Netz und hat eine Spitzenleistung von 1,2 Megawatt-Peak (Mwp); damit können knapp 300 Vier-Personen-Haushalte ganzjährig mit Strom versorgt werden. Im Endausbau (5 Megawatt) sollen 4,5 Millionen Kilowattstunden jährlich erzeugt werden, die 1200 Haushalten Strom liefern und einem Anteil am Jahresstromverbrauch der Stadt Bürstadt (15000 Einwohner) von 9 % entsprechen. Die im Bauabschnitt I installierten 3 Wechselrichter, die den erzeugten Solarstrom netzfähig machen, wiegen einzeln 36 Tonnen und wurden mit einem Spezialkran angeliefert.

Die Staatssekretärin lobte das gute Timing dieser Feier, die genau während der Konferenz über die Erneuerbaren Energien in Bonn stattfand und damit einen konkreten politischen Anknüpfungspunkt hatte. Sie bekräftigte den Willen der Bundesregierung und auch der anderen 165 Teilnehmerländer dieser Konferenz, den Ausbau der Erneuerbaren Energien entscheidend voranzubringen und an oberster Stelle der politischen Agenda zu halten. Die enormen Preissteigerungen beim Erdöl seien ein sehr konkreter Hinweis auf die Endlichkeit konventioneller Energieressourcen. Es sei daher dringend geboten, zügig auf eine Versorgung mit sicheren, nachhaltigen, unabhängigen und erneuerbaren Energien umzusteigen. Das beste Beispiel dafür seien Projekte wie in Bürstadt, wo die Bevölkerung sehen könne, dass beispielsweise mit der Photovoltaik auf Großdachflächen eine beachtliche Strommenge produziert werden kann.

In seinem Grußwort drückte Bürstadts Bürgermeister Alfons Haag seine Freude darüber aus, dass eine Investition von 23 Millionen Euro auf den Dächern des Logistikunternehmens tts am Ort getätigt werde. Von der Betreiberfirma Tauber-Solar erhielt die Stadt Bürstadt am Schluss der Feier eine Info-Tafel über das Projekt mit einem Luftbild, auf dem die wesentlichen Charakteristika dieser Anlage für die Besucher vermerkt sind.

16.06.2004   Quelle: Tauber-Solar Management GmbH
Bildquelle: Tauber-Solar Management Gmbh.

 

Bundesweit größte Solaranlage auf Fußballstadion soll in Mainz gebaut werden

Für Sonne und Fußball: Michael Kammerer, Friedhelm Andres (Mainz 05); Matthias Willenbacher und Fred Jung (juwi GmbH)
Für Sonne und Fußball: Michael Kammerer, Friedhelm Andres (Mainz 05); Matthias Willenbacher und Fred Jung (juwi GmbH)

Der 1. FSV Mainz 05 setzt die Modernisierung seines Stadions fort und beweist dabei einmal mehr seinen innovativen Charakter. Im Laufe dieses Sommers will die juwi GmbH aus Mainz im Bruchwegstadion eine 200 kW-Solarstrom-Anlage auf dem Dach der Südtribüne installieren.  Harald Strut, Präsident des Fußballvereins und Finanzvorstand Friedhelm Andres, hätten einen entsprechenden Pachtvertrag mit der juwi GmbH unterzeichnet, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Die Solarstromanlage mit einer Spitzenleistung von rund 200 Kilowatt (kWp) werde nach ihrer Errichtung die bundesweit größte Photovoltaikanlage auf einem Fußballstadion sein, so die juwi GmbH. Möglich wurde das Projekt dank der Bereitschaft des 1. FSV Mainz 05, die Dachfläche der Südtribüne zur Verfügung zu stellen. „Durch die Zusammenarbeit mit der juwi GmbH erschließen wir einen innovativen und nicht ganz alltäglichen Weg bei der Vermarktung des Stadions, der zudem eine ansonsten brach liegende Fläche einer ökologisch sinnvollen Nutzung zuführt’“, sagteFinanzvorstand Friedhelm Andres.

Zusätzlich zu den Pachtzahlungen will die juwi GmbH den Verein in den nächsten fünf Jahren als Sponsor unterstützen. Das Gesamtinvestitionsvolumen für den Bau der Solaranlage betrage rund eine Million Euro. Planung und Montage der Anlage übernimmt die juwi GmbH, das nach eigenen Angaben führende Solarenergie-Unternehmen in Rheinland-Pfalz. Finanziert und betrieben werden soll das Vorhaben von privaten Investoren, die pro Kilowattstunde (kWh) 54,72 Cent für ihren umweltfreundlichen Strom erhalten. Bei einem Jahresertrag der Anlage von rund 180.000 Kilowattstunden kWh seien dies etwa 100.000 Euro im Jahr. Jährlich vermeide die Anlage den Ausstoß von über 100 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) ein. „Wir freuen uns, dass zwei erstklassige Mainzer Unternehmen nun zusammen die Energie nutzen, die bundesweit die meisten Sympathien genießt“, betont Matthias Willenbacher, Geschäftsführer der juwi GmbH.

15.06.2004   Quelle: juwi GmbH
Bildquelle: juwi GmbH

 

Greenpeace: EU-Verfassung droht mit Atomenergie

Die einseitige Förderung der Atomenergie in Europa durch den Euratom-Vertrag drohe auf der kommenden Sitzung des EU-Rates zementiert zu werden, warnt Greenpeace. Die Regierungen der EU-Mitgliedsländer wollen am 17. und 18. Juni 2004 in Brüssel über die EU-Verfassung abstimmen. Mit der Verfassung wird in ihrem Anhang auch über den fast 50 Jahre alten Euratom-Vertrag abgestimmt.   Damit würden sich die Mitgliedsstaaten für weitere Jahrzehnte auf die uneingeschränkte Förderung der Atomkraft festlegen, kritisieren die Umweltschützer.

Österreich fordere, den Vertrag zu reformieren, Irland habe hierzu öffentlich Unterstützung zugesagt, betont Greenpeace. Die Bundesregierung, die in Deutschland aus der Atomenergie aussteigen will, habe sich bislang hierzu nicht öffentlich geäußert. Greenpeace fordert Außenminister Fischer auf, den Antrag Österreichs zu unterstützen und sich für eine Reform des Euratom-Vertrages einzusetzen.

Fischer soll Euratom-Reformantrag Österreichs unterstützen

"In Deutschland den Atomausstieg predigen und in Europa Atompolitik durchzuwinken, ist unglaubwürdig", sagt Thomas Breuer, Atomexperte von Greenpeace. "Gerade der grüne Außenminister Fischer muss in Europa ein starkes Signal gegen Atomenergie setzen. Die Bundesregierung kann nicht still halten, wenn über die Hintertür der Verfassung die hochgefährliche Atomenergie gefördert werden soll. Das wäre eine völlig falsche Weichenstellung für die
energiepolitische Zukunft Europas" so Breuer.

Der Vertrag über die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) aus dem Jahr 1957 ist für Greenpeace ein "Relikt einer überkommenen Politik der Atomenergieförderung". Sein Ziel sei gewesen, die Voraussetzung für die Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie zu schaffen, welche zum Wohlstand ihrer Völker beiträgt. Im Rahmen der Atomausstiegspolitik habe der Bundestag 2002 beschlossen, den Euratom-Vertrag abzuwickeln.

Der Euratom-Vertrag sei heute fragwürdig, da er an de Wirklichkeit vieler EU-Länder vorbeigehe: Zwölf Länder nutzen keine Atomenergie (Italien, Dänemark,
Österreich, Irland, Luxemburg, Griechenland, Portugal, Estland, Lettland, Polen, Zypern, Malta). Vier weitere EU-Staaten wollen aussteigen (Deutschland, Spanien, Schweden, Belgien) und in Litauen sollen die Reaktoren aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden. "Euratom entstammt den Träumereien der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Wir sind heute weiter und das muss die europäische Verfassung zeigen", sagt Breuer.

15.06.2004   Quelle: Greenpeace e.V.
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Emissionshandel: Messe CARBON EXPO zieht positive Bilanz

Zum Abschluss der weltweit ersten Messe mit Kongress für Emissionshandel zur CO2-Minderung, der CARBON EXPO 2004 – Global Carbon Market Fair & Conference (9. - 11. Juni 2004), in Köln haben die Veranstalter Weltbank, International Emissions Trading Association (IETA) und Kölnmesse eine sehr positive Bilanz gezogen. "CARBON EXPO ist ein großer Erfolg für den globalen Emissionsmarkt und –handel."   Das erklärten Ken Newcombe (Senior-Manager der Carbon Funds der Weltbank), Andrei Marcu (Präsident der IETA) und Jochen Witt (Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse) am 11.06.2004.

"Uns ist es gelungen, eine internationale Plattform für den Austausch zwischen Käufern und Verkäufern von Emissionsrechten, Marktführern und Dienstleistern aufzubauen und damit den internationalen Emissionsmarkt in seiner ganzen Komplexität erstmals darzustellen", so die Veranstalter. Mehr als 700 Messe- und Kongressbesucher aus 58 Ländern, darunter über 100 Journalisten, nutzten die dreitägige Messe mit Kongress, um sich auf den ab Januar 2005 beginnenden Emissionshandel (European Emissions Trading Scheme) vorzubereiten. 50 Aussteller aus insgesamt 20 Ländern, nahmen an der CARBON EXPO teil und zeigten sich mit den in Köln erzielten Ergebnissen, Gesprächen und internationalen Kontakten sehr zufrieden.


Der Kongress als Informationsbörse

Auf großen Zuspruch und rege Beteiligung bei den Fachbesuchern seien die 55 Workshops und Seminare gestoßen, die von 175 hochkarätigen Referenten gehalten wurden. Die Veranstaltungen informierten über die komplexen rechtlichen und technischen Zusammenhänge und das Procedere des Rechtehandels. Darüber hinaus zeigten zahlreiche Workshops auf, wie Emissionen durch die Mechanismen des Kyoto-Protokolls reduziert werden können. Ein begleitendes Rahmenprogramm bot den internationalen Kongressteilnehmern vielfältige Möglichkeiten, auf informelle Art und Weise miteinander in Kontakt zu treten.


Abkommen zur Regelung des An- und Verkaufs von Emissionsminderungen

Der Prototype Carbon Fund (PCF), eine Public/Private-Partnership der Weltbank, schloss auf der CARBON EXPO 2004 zwei Abkommen zur Regelung des An- und Verkaufs von Emissionsminderungen. Zum einen wurde ein Abkommen getroffen für das Projekt "Nachhaltige Zement-Produktion" der Firma Indocement Tunggal Prakasa Tbk (Indocement), Indonesien. Ein zweites Abkommen wurde am 11.06. unterzeichnet für das Projekt "Durban Landfill Gas to EnergyProject" in Südafrika.


Entwicklungs- und Industrieländer als Partner beim Klimaschutz

Regierungsvertreter und Organisationen aus 15 Entwicklungsländern und zahlreiche Unternehmen und Regierungsvertreter aus Industrieländern nutzten auf der CARBON EXPO die Möglichkeit, Projekte zur Emissionsreduzierung gemeinsam zu diskutieren und die Weichen für deren Entwicklung zu stellen. Allgemeiner Tenor der Regierungsvertreter der teilnehmenden Entwicklungsländer sei gewesen, dass die CARBON EXPO 2004 ihnen die Tür zu den Industrieländern weiter geöffnet habe und sich hierdurch neue Emissionsreduktionsprojekte entwickeln werden, betonen die Veranstalter.


Partner der CARBON EXPO vereinbaren Zusammenarbeit bis 2008

Die Organisatoren der CARBON EXPO, die Weltbank, International Emissions Trading Association und Kölnmesse haben am 9. Juni 2004 in Köln bekannt gegeben, dass die CARBON EXPO bis 2008 jährlich in Köln stattfinden wird. Die Verantwortlichen der Weltbank, IETA und Kölnmesse sicherten somit die Zukunft dieser weltweit ersten Messe mit Kongress für Emissionshandel zur CO2-Reduzierung in Köln. Im Jahr 2005 wird die CARBON EXPO vom 11. - 13. Mai stattfinden.

15.06.2004   Quelle: Kölnmesse GmbH
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Umwelt im Internet: DBU präsentiert Studie und Erfolgs-Checkliste

Präsentierten in Osnabrück die Ergebnisse der Studie: DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde, DBU-Referentin Ulrike Peters und Stefan Rümmele vom Zentrum für Umweltkommunikation, das die Studie erarbeitet hat.
Präsentierten in Osnabrück die Ergebnisse der Studie: DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde, DBU-Referentin Ulrike Peters und Stefan Rümmele vom Zentrum für Umweltkommunikation, das die Studie erarbeitet hat.

Was macht Umweltkommunikation im Internet erfolgreich? Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) wollte es genauer wissen. In ihrem Auftrag hat das Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) Internetanwendungen im Natur- und Umweltschutz untersucht. Für die Studie wurden nach einer Vorauswahl von über 300 Internetangeboten 150 Seiten untersucht, davon 34 detailliert analysiert. Das Ergebnis: "Wir haben klare Empfehlungen für erfolgreiche Umweltkommunikation im Netz", so DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde am 11.06.2004 bei der Präsentation der Studie in Osnabrück.  Was hierfür entscheidend ist, bringt eine Checkliste auf den Punkt, die ab sofort im Internet zur Verfügung steht.

Kein Ranking - dafür konkrete Tipps

Die Studie untersuchte Internetseiten, die sich mit Energie, Naturschutz, produkt- und produktionsintegriertem Umweltschutz, Umweltmanagement und Umweltbildung befassen. Die Anbieter reichten von Behörden und Unternehmen über Stiftungen bis zu wissenschaftlichen Einrichtungen. "34 Internetseiten wurden intensiv analysiert, weil sie beispielhaft für gute Umweltkommunikation sind", sagte Brickwedde. Sie seien qualitativ ausgewertet, jedoch nicht hierarchisch im Sinne eines Rankings bewertet oder verglichen worden.


Motto: "Von vorbildlichen Beispielen lernen"

Gemäß dem Motto der Studie "Von vorbildlichen Beispielen lernen" wurden aus den Untersuchungen praktische Erfolgskriterien abgeleitet, die in einer Empfehlungsliste in sechs zentralen Punkten zusammengefasst sind. "Neben Organisation und Technik sind eine durchdachte Kommunikationsstrategie, die gezielte Einbindung interaktiver Angebote sowie ein passgenaues inhaltliches Konzept entscheidend für ihren Erfolg", erläuterte Brickwedde. Wichtige Impulse für die Weiterentwicklung eines Internetangebots gäben Befragungen der Nutzer und Inhaltsanalysen, die eine unabhängige Bewertung der Seite liefern könnten. Im Rahmen der Tagung präsentierten die Betreiber sechs ausgewählter Umwelt-Websites ihre Online-Angebote, darunter Das "PIUS-Internetportal" (http://www.pius-info.de); das Internetangebot des Bundesumweltministeriums (http://www.bmu); das Internetportal "Der Solarserver" (http://www.solarserver.de); "futureins-Strategien für einen nachhaltigen Konsum- und Wirtschaftsstil (http://www.futureins.de); das "Virtuelle Umweltbildungszentrum"(http://www.vuz.de) und die "Naturschutzgruppe Witten im Web" (http://www.navit.de).


Checkliste zeigt Erfolgskriterien

Um Webseitenbetreibern aus Umwelt- und Naturschutz ein objektives Instrument zur Prüfung und Verbesserung ihres Angebots an die Hand zu geben, sind die wichtigsten Kriterien in einer knappen Checkliste zusammengefasst. Sie ist unter http://www.dbu.de/internetstudie.html abrufbar.

14.06.2004   Quelle: DBU
Bildquelle: DBU.

 

Energieertrag von Photovoltaik-Kraftwerken per Planungssoftware berechnen

"Sinvert solar select" ermittelt die Wirtschaftlichkeit von Solarstrom-Anlagen zwischen 20 kW und zwei MW.

Die bestmögliche Anlagenkonfiguration großer Photovoltaik-Kraftwerke errechnet eine kostenlose Software von Siemens Automation and Drives (A&D). Mit „Sinvert solar select“ kann der Planer schon im Vorfeld die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Anlagen zwischen 20 Kilowatt und zwei Megawatt Leistung berechnen. Ein Konfigurationsvergleich zeigt den Energieertrag unterschiedlicher Anlagenanordnungen.  Die Software sei speziell auf die Sinvert-Zentralwechselrichter ausgelegt, so die Siemens AG in einer Pressemitteilung.

Nach Auswahl des Standorts, Eingabe der geplanten Anlagenleistung und Wahl eines Solarmoduls aus über 400 gängigen Varianten, zeigt "Sinvert solar select" sämtliche Verschaltungsmöglichkeiten an. Gerechnet werde mit Wetterdatensätzen in Minutenmittelwertauflösung. Damit lasse sich das Überlastverhalten wesentlich detaillierter analysieren als mit sonst üblichen Stundenmittelwerten. Anhand übersichtlich aufbereiteter Diagramme überprüfe der Planer das Anlagenverhalten im Detail. Die Grafiken zeigen die Übertragungsverluste vom Photovoltaik-Generator zum Wechselrichter, die Anlagenspannungen und die MPP-(Maximum-Power-Point)-Ströme des Solargenerators. Darüber hinaus lassen sich auch die Strom- und Spannungswerte der Anlage darstellen.

Ein Verkabelungseditor veranschaulicht grafisch den Grundaufbau des gewählten Anlagensystems und erlaubt eine detaillierte Berechnung der benötigten Kabelquerschnitte, -längen und -kosten. Damit lassen sich die Kabelanordnungen hinsichtlich Kosten oder Energieverlusten optimieren.

Leseranfragen bitte unter Stichwort „AD 724“ an: Siemens Automation and Drives, Infoservice, Postfach 23 48, D-90713 Fürth. Fax ++49 911 978-3321 oder E-Mail: infoserv@scn.de


14.06.2004   Quelle: Siemes AG
Bildquelle: Siemes AG

 

KfW-Energieeffizienzpreis: Bewerbungen noch bis 30. Juni möglich

Bis zum 30. Juni können Unternehmen ihre Bewerbungen für den KfW-Energieeffizienzpreis einsenden. Erstmals hat die KfW Förderbank den Preis unter dem Motto "Strom effizient nutzen" ausgeschrieben. Insgesamt 15.000 EUR Preisgeld erwarten vorbildhafte Unternehmen mit zukunftsweisenden Lösungen für die Umsetzung betrieblicher Stromeinsparmaßnahmen.   Die betrieblichen Maßnahmen sollen den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid wesentlich mindern und zugleich erhebliche Kosteneinsparungen realisieren können.

Der Idee und Zielsetzung des Wettbewerbs liege die Tatsache zugrunde, dass der Anteil des Stromverbrauchs am gesamten deutschen Endenergieverbrauch (Brennstoffe, Kraftstoffe, Strom) derzeit knapp 20 Prozent betrage, so die KfW. Mit fast 40 Prozent trage die Stromerzeugung jedoch überproportional zu den gesamten treibhauswirksamen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland bei.

Am Wettbewerb teilnehmen können kleine und mittelständische Unternehmen, deren Jahresgruppenumsatz 500 Millionen Euro nicht überschreitet und die in den letzten drei Jahren erfolgreich betriebliche Stromeinsparmaßnahmen umgesetzt haben. Die Bewerbungen können auch gemeinsam mit einem Kooperationspartner eingereicht werden (z. B. dem Lieferanten der Stromeinspartechnologie, einem Ingenieurbüro oder einem Contractor).

Einsendeschluss ist der 30. Juni 2004. Detaillierte Informationen zum Wettbewerb und Auswahlverfahren finden Sie in den Ausschreibungsunterlagen zum KfW-Energieeffizienzpreis 2004 unter www.kfw-foerderbank.de.



14.06.2004   Quelle: KfW

 

Photovoltaik: neues Montagesystem aus Vorarlberg

Am Boden vormontiert können mit „DOB“ ganze Modul-Pakete auf das Dach gehoben werden.
Am Boden vormontiert können mit „DOB“ ganze Modul-Pakete auf das Dach gehoben werden.

Bei Solarstromanlagen gibt es entscheidende Unterschiede in der Montage: Die Vorarlberger Firma „edel-stahl Büchele“ hat mit „DOB“ ein System entwickelt, das die Montage von Photovoltaik-Modulen (PV) entscheidend erleichtere, damit die Monatgezeit deutlich verkürze und bares Geld spare.   Das mache den höheren Anschaffungspreis wett und garantiere eine innovative Energielösung mit Zukunft, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Bei traditionellen PV-Modul-Verankerungen wie Dachhacken komme es immer wieder zu Beschädigungen der Ziegel, welche unter den Dachhacken liegen. „DOB“ - das neue Montage-System von „Edelstahl Büchele“ - nehme die einwirkenden Kräfte sicher auf und lasse keine Druckpunkte auf Ziegel- oder andere Dacheindeckungen entstehen. Der Dachhacken wird bei dem neuen Montagesystem von „Büchele“ durch eine spezielle Befestigungskonstruktion ersetzt: Dabei wird der Ziegel im Bereich der Dachanbindung entfernt, durch eine universelle Bleiabdeckung ersetzt, somit werde jeder mögliche Druck der Module auf die Dachhaut unmöglich gemacht. „Edelstahl Büchele“ habe bei der Entwicklung seines Montage-Systems „DOB“ die Schwachpunkte der traditionellen PV-Modul-Montage analysiert und neue Lösungen entwickelt - von der Dachanbindung der Solarmodule, über die Art der Modulhalterung, bis hin zu Planungs- und Logistikabläufen, heißt es in der Pressemitteilung.

Der Nutzen von „DOB“ beschränke sich nicht nur auf den eigentlichen Montagevorgang. Für die Bestellung des neuen Monatagesystems genüge eine einfache Anlagenskizze, aus der die Abmaße und Anordnung der Module ersichtlich sind. Der Kunde erhalte exakte Preise für seine Anlage, die Lieferung erfolge als Komplettpaket. Da jeder Auftrag individuell gefertigt werde, komme jeder Anwender in den Genuss neuester technischer Verbesserungen und Fortschritte. Für den Solaranlagen-Hersteller bedeute der Wegfall der Lagerhaltung freies Kapital, aber auch Platzeinsparung.


Vormontage am Boden

Durch die zum Patent angemeldete Halteklemme können laut Hersteller bis zu sechs Meter lange Modulpakete am Boden vorbereitet werden. Ohne vorheriges Ausmessen der Montagepositionen und Justieren der Module werden diese in die auf den Schienen positionsgenau vormontierten Halter gelegt, durch die sie formschlüssig sicher in Position gehalten werden. Das Paket kann mit einem Autokran hochgehoben und ganz einfach in die Halteklemmen eingeschoben werden. Mit wenigen, bereits auf Schienen vorpositionierter Schrauben werden die Module schnell und einfach auf dem Dach fixiert. Mit „DOB“ könne die Montagezeit im Gefahrenbereich „Dach“ deutlich reduziert werden und auch die Wetterbedingungen seien nicht mehr wichtig.

edel-stahl Büchele präsentiert "DOB" auf der “Intersolar“ in Freiburg, vom 24. bis 26. Juni 2004, Freigelände, Stand F 22.


14.06.2004   Quelle: edel-stahl Büchele
Bildquelle: edel-stahl Büchele

 

Internationaler Schülerwettbewerb für Solarmobile und –modelle

Mobil mit Sonnenenergie: Teilnehmer am Hessen-Cup.
Mobil mit Sonnenenergie: Teilnehmer am Hessen-Cup.

Bis zum 15. Juni 2004 können sich Schüler, Auszubildende und Studenten - nicht nur aus Hessen - anmelden für den "Hessen Solar Cup", einen internationalen Wettbewerb für solargetriebene Modellfahrzeuge. Die Teilnehmer und Teams treten an in einem umfassenden Wettbewerb. Ziel ist es, mit der zur Verfügung stehenden Energie, die aus Sonnenlicht gewonnen wird, einen möglichst langen Weg auf der Wettbewerbsstrecke zurückzulegen.  Der besteht hier zwar nicht, wie bei den Wettbewerben für bemannte Solarmobile aus einer Strecke durch die Wüste oder durch die Alpen, aber sie hält dennoch einige Herausforderungen für die Piloten und ihre Fahrzeuge bereit: Neben einer Geraden für den Spurt besteht die Strecke auch aus einer Kreuzung, an der jedes Fahrzeug anhalten und die Vorfahrt für andere Rennteilnehmer gewähren muss, sowie aus einem Streckenstück mit sandigem Untergrund, einer Brücke, einem Wassergraben und einem Streckenteil mit holprigem Untergrund.

An die Geschicklichkeit der Piloten und an das Design der Fahrzeuge wird also, ganz wie in der Formel 1, ein hoher Anspruch gestellt. Alle teilnehmenden Teams erhalten die gleiche Anordnung aus Akku, Elektromotor und Solarmodul durch den Veranstalter. Für die technische Realisierung des Fahrzeugs, natürlich in den Grenzen des Reglements, zeichnet allein das jeweilige Team verantwortlich. Das Rennen und die Preisverleihung finden statt am 08. Juli 2004. Veranstalter des Hessen Solar Cups ist die Universität Kassel; Fachbereich 16 - Berufs- und Fachdidaktik.

Weitere Informationen und Anmeldung unter
http://www.uni-kassel.de/fb16/solarcup/


13.06.2004   Quelle:
Bildquelle: Quelle Universität Kassel

 

Umweltminister Trittin weiht weltgrößten Prüfstand für Windgetriebe ein

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat am 09.06.2004 den weltweit größten Prüfstand für Windgetriebe eingeweiht. Mit dem 7,5 Megawatt-Großprüfstand der Flender AG in Vörde (Nordrhein-Westfalen) lassen sich künftig sämtliche Windgetriebe der Multi-Megawattklasse bis zu einem Gewicht von 60 Tonnen einem mehrtägigen Test unterziehen, bevor sie zur Auslieferung an die Kunden aus der Windturbinen-Industrie gelangen.  "Erneuerbare Energien sind ein wachsender Zukunftsmarkt. Strukturschwache Regionen können von ihrem Ausbau besonders profitieren", erklärte Trittin.

Die Flender AG investierte laut BMU in den vergangenen drei Jahren über 40 Millionen Euro in Produktions- und Prüfstandseinrichtungen für Großgetriebe. In dem modernen Montagewerk bauen 550 Mitarbeiter jährlich mehr als 5.000 Großgetriebe, besonders Windkraftanlagen. "Der Prüfstand und das Montagewerk zeigen, welche Beschäftigungseffekte die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien mit sich bringt", sagte Bundesumweltminister Trittin.

Mit rund 50.000 direkten und indirekten Arbeitsplätzen sei die Windenergiebranche eine der wenigen erfolgreichen Technikbranchen, die in den letzten Jahren einen kräftigen Arbeitsplatzzuwachs verzeichnete. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) habe einen erheblichen Anteil daran.

13.06.2004   Quelle: BMU

 

Serienfertigung: Gasbetriebene Absorptionswärmepumpen in kleinen Leistungsbereichen

Für Wärmepumpen der unteren Leistungsbereiche galt bisher elektrischer Strom als wichtigste Antriebsquelle. Gasantrieb war wegen der besseren energetischen Effizienz zwar gewünscht, doch kamen solche Geräte in der Vergangenheit kaum über die Einzelfertigung beziehungsweise Kleinserien hinaus. Einen neuen, vielversprechenden Anlauf unternimmt die Firma Öko Energy Systems aus Strasburg in Brandenburg mit ihren Absorptionsheizungsmodulen.  Das berichtet die Geothermische Vereinigung e.V. in einer Pressemitteilung. Die Aggregate werden mit Erd- oder Flüssiggas betrieben, können zum Heizen und zur Brauchwasserbereitung sowie zum Kühlen eingesetzt werden. Die Ausführung Sole/Wasser wird mit einer Heizleistung von 33,5 kW angeboten, das Modul Wasser/Wasser mit einer Heizleistung von 38,5 kW. Letzteres nutzt beispielsweise das Grundwasser als Wärmequelle. Das Sole/Wasser-Modul lässt sich wegen seiner minimalen Verdampfer-Vorlauftemperatur von -5 °C sehr gut mit Erdwärmesonden koppeln.

Gasbetriebene Absorptionswärmepumpen, die eine Effizienz von mehr als 150% erreichen, seien Erdgas-Brennwert-Heizungen deutlich überlegen, so die Geothermische Vereinigung. Dieser hohe Wirkungsgrad ermögliche auch einen wirtschaftlich attraktiven Einsatz im Altbaubestand. Gegenüber einem mit Strom angetriebenen Gerät könnten die Betriebskosten für eine Erdwärmeanlage um bis zu 50% gesenkt werden. Durch eine Umkehr des Wasserkreislaufs bestehe auch die Möglichkeit, die Einheit im Sommer zur Klimatisierung zu nutzen. Überschüssige Wärme wird dann an das Erdreich abgegeben und stehe - abhängig von den geologischen Verhältnissen - gegebenenfalls im Winter als gespeicherte Energie wieder zur Verfügung. Die derzeit angebotenen gasbetriebenen Absorptionswärmepumpen eignen sich vor allem für den Einsatz in Gewerbe- und Verwaltungsbauten oder in größeren Wohngebäuden.

13.06.2004   Quelle: Geothermische Vereinigung e.V.

 

Verbrauchermagazin „Moderne Energie und Wohnen“ geht an den Start

In diesen Tagen erscheint erstmalig die Zeitschrift „Moderne Energie und Wohnen“. Das von der Solarpraxis AG herausgegebene Magazin richtet sich als Ratgeber insbesondere an Verbraucher, aber auch an Bauherren und Anwender.  Moderne Energie & Wohnen will Faszination erzeugen und gleichzeitig geldwerte Tipps für den Erwerb von modernen Heizungs-, Lüftungs- und Solaranlagen geben. Verbraucher finden in dem Magazin alles Wissenswerte rund um die moderne Energieversorgung, von Tipps zum richtigen Angebotscheck über einfache technische Beschreibungen und Qualitätshinweise bis hin zu Erfahrungsberichten und wichtigen Adressen, so die Solarpraxis AG.

Das Magazin kostet 2,90 Euro und geht zunächst mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren an den Start. „Das Heft soll den Verbrauchern als Entscheidungshilfe dienen und sie so vor unüberlegten Fehlentscheidungen bewahren. Das Magazin wird sich im wahren Informationsdschungel Heizung, Lüftung und Solartechnik aufgrund der ausgeprägten Kundenfreundlichkeit behaupten", so Solarpraxis-Geschäftsführer Karl-Heinz Remmers.

Ziel des neuen Magazins ist es, Verbraucher zu informieren und gleichzeitig deren Interesse für Solar- und andere moderne Heiztechniken zu stärken. Moderne Energie & Wohnen erläutert die unterschiedlichen Techniken wie Brennwertkessel, Pellets- und Wärmepumpenheizungen sowie Solar- und Lüftungsanlagen anhand leicht verständlicher Texte und Grafiken und gibt wertvolle Infos zur Umsetzung in die Praxis.

Neben dem Verbrauchermagazin „Moderne Energie und Wohnen“ gibt die Solarpraxis gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) e.V. bereits die Fachzeitschrift „Sonnenenergie“ und das Sonderheft „Solares Bauen“ heraus.

12.06.2004   Quelle: Solarpraxis AG

 

dena kooperiert mit russischem Strommonopolisten RAO EES Rossii

Eines der zentralen Ergebnisse der "renewables 2004" in Bonn ist das Internationale Aktionsprogramm (IAP) für Erneuerbare Energien. Darin haben sich mehr als 160 Regierungen, internationale Organisationen sowie Stakeholder (Interessengruppen) zu vielfältigen Aktivitäten verpflichtet, die den Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreiben. Auch die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat sich der Förderung der erneuerbaren Energien verschrieben und sorgt derzeit in Russland für Aufwind:  Die dena will sich künftig für die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien in netzfernen Regionen Russlands künftig einsetzen, gemeinsam mit dem Zentrum für erneuerbare Energien des russischen Strommonopolisten RAO EES Rossi sowie OAO Sachaenergo, dem regionalen Stromversorger der Republik Sacha in Jakutien. Eine entsprechende Vereinbarung wurde bereits am 26. Mai 2004 in Moskau unterzeichnet, berichtet die dena in einer Pressemitteilung.

Zwar bringe es die große Wasserkraft auf stolze 19% bei der russischen Stromversorgung –die Nutzung der Erneuerbare Energien-Technologien insgesamt stecke in Russland jedoch noch in den Kinderschuhen, so die dena. Vor diesem Hintergrund habe der russische Strommonopolist RAE EES Rossi jetzt ein Programm für den verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien in Russland aufgelegt und suche Kooperationspartner in Deutschland. Wesentliches Ziel ist, die Versorgung netzferner Regionen – häufig Gebiete mit hohem Windpotenzial und rauem Klima – zu verbessern.

"In diesen Regionen wird die russische Bevölkerung bislang durch Dieselaggregate mit Strom versorgt. Aufgrund der stark gestiegenen Dieselpreise wächst jedoch das Interesse an einer autarken Energieversorgung auf Basis von erneuerbaren Energien, vorzugsweise Windenergie, in Kombination mit Dieselaggregaten" erklärt dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. "Mit ihrem Know-how können deutsche Unternehmen hier wichtige Unterstützung leisten und den Grundstein für zukunftsweisende Entwicklungen legen", so Kohler weiter.

Konkret sollen die Erfahrungen aus einem geplanten Pilotprojekt in Jakutien in verschiedene Projekte in Sibirien und im Fernen Osten einfließen. Um die Zuverlässigkeit und auch Nachhaltigkeit der Projekte zu sichern, soll darüber hinaus ein deutsch-russisches Ausbildungszentrum für Windenergie zur Schulung der russischen Fachkräfte aufgebaut werden. Zentrale Aufgabe der dena wird sein, die Vorhaben zwischen Projektentwicklern, Herstellern und Betreibern auf deutscher und russischer Seite zu koordinieren.

12.06.2004   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
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Trittin verstärkt Forschung für Solarstromtechnik

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat am 09.06.2004 ein neues Konzept zur Forschungsförderung für die Solartechnologie vorgestellt: "Wir wollen weltweit führend in der Nutzung der Sonnenenergie werden", sagte Trittin bei einem Besuch des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Stuttgart.   Mit rund 25 Millionen Euro jährlich unterstützt das BMU derzeit Projekte zur Solartechnologieentwicklung. Künftig will der Bundesumweltminister die Förderung ausbauen. Ziel ist, die Kosten zu senken und die Wirkungsgrade der Produkte weiter zu steigern. Trittin: "Nur mit einer deutlich effizienteren Technik wird sich die Solarbranche im Wettbewerb behaupten können. Die Chancen stehen gut: Deutschland ist bereits jetzt nach Japan weltweit führend in der installierten Solarstromproduktion und steht in der Technologieentwicklung an der Spitze".

Das Förderkonzept "Photovoltaik-Forschung" ist Teil der Forschungsförderung des Bundes für alle Formen der erneuerbaren Energien. "Wir investieren jährlich insgesamt mehr als 60 Millionen Euro, um das Innovationspotenzial aller erneuerbaren Energien zu nutzen und so den Ausbau der Solarenergie, der Windkraft und der Geothermie voranzubringen. Nur mit einer intensiven Forschungsförderung werden wir unsere ehrgeizigen Ausbauziele erreichen", sagte Trittin. Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verfolgt die Bundesregierung das Ziel, bis 2020 mindestens 20% des Stroms aus erneuerbaren Energien zu decken. Das Foerderkonzept bettet sich in das gegenwärtig in Erarbeitung befindliche Energieforschungsprogramm der Bundesregierung ein. "Forschung und Entwicklung sind eine wichtige Grundlage für Innovation. Damit steigt die Wettbewerbsfähigkeit des High-Tech-Standortes Deutschland", so Trittin.

Wenn Deutschland seine führende Rolle in der Technologieentwicklung halten will, müssen die Rahmenbedingungen stimmen, sowohl für Forschung und Entwicklung als auch für die Markteinführung, betont das BMU. Mit der Novelle des EEG und den erhöhten Vergütungssätzen für Solarstrom sei Deutschland weiter auf Erfolgkurs. Die Branche boome, so dass die installierte Leistung in diesem Jahr erneut um 50% wachsen dürfte. Bereits jetzt gebe es in der Branche nach Angaben des Bundesverbandes Solarindustrie 10.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze.

11.06.2004   Quelle: BMU

 

Ulm: Stadtwerke und ZSW gründen Brennstoffzellen-Manufaktur

Die Joint Venture Partner ZSW (Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung) und SWU (SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH) haben am 07.06.2004 einen Vertrag unterzeichnet zur Ausgründung eines Unternehmens, mit dem Ziel der Fertigung und des kommerziellen Vertriebs von Brennstoffzellen.  Damit sei mit dem stetigen Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivität des ZSW zur Brennstoffzellentechnologie, nun ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung der Markteinführung dieser Schlüsseltechnologie am Standort Ulm getan, so die Partner in einer Pressemitteilung.

Die beabsichtigte Gründung der Ulmer Brennstoffzellen-Manufaktur (UBZM) sei bereits auf der Hannovermesse im April 2004 auf großes Interesse gestoßen, auf der das ZSW mit einer ausführlichen Darstellung seiner Produkte und Dienstleistungen vertreten war. Die SWU sehen ihre Beteiligung als einen Baustein einer auf zukünftige Technologien ausgerichteten Energieversorgung und eine Verstärkung der regionalen Kompetenzen auf zukunftsträchtigen Märkten. „Dezentrale Stromerzeugung wird in den kommenden Jahrzehnten wachsende Bedeutung erhalten. Die Brennstoffzellentechnik wird dabei eine tragende Rolle übernehmen, da sie uns langfristig von fossilen Brennstoffen unabhängig macht. Wenn sich die SWU heute bei der Weiterentwicklung dieser Technik engagiert, investiert sie in die eigene Zukunft", so SWU-Geschäftsführer Matthias Berz.

Für das ZSW ist die Kooperation nach einer Reihe erfolgreicher Anwendungsprojekte mit Brennstoffzellen-Labormustern und -Prototypen der konsequente Schritt in die kommerzielle Praxis. Das neue Unternehmen will auf Basis des ZSW-Know-hows zunächst die Vermarktung von PEM-Brennstoffzellenprodukten vorantreiben und entsprechend der Marktentwicklung den Aufbau einer kommerziellen Fertigungskapazität vorbereiten.

ZSW-Vorstand Jürgen Garche: „Neben dem Aufbau des vor zwei Jahren ins Leben gerufenen Weiterbildungszentrums Brennstoffzellen in Ulm, wird mit der Manufaktur der in Forschung und Entwicklung in Ulm entstandene Kompetenzschwerpunkt Brennstoffzellentechnologie, um einen weiteren wichtigen Baustein zur Markterschließung ergänzt. Unsere Entwicklungsergebnisse, besser gesagt Produkte, die wir in den letzten Jahren als Prototypen auf dem Gebiet der sogenannten PEM-Niedertemperatur-Brennstoffzellen realisieren konnten, sind nun reif für den kommerziellen Einsatz und müssen sich nun in den entstehenden Märkten bewähren. “

Das ZSW wurde 1988 gegründet und ist eine der wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen, die vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg gefördert werden. Im Ulmer Geschäftsbereich „Elektrochemische Energiewandlung und –speicherung“ sind derzeit etwa 50 Wissenschaftler und Ingenieure mit den Grundlagen und der Entwicklung von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik sowie der Batterieentwicklung beschäftigt.

Zum Start werden 2 Mitarbeiter des ZSW in dem neuen Unternehmen tätig, das kaufmännisch von der SWU geleitet werden wird. Das Gründungskapital der Firma wird hälftig von den Gesellschaftern SWU und ZSW eingebracht. Bei entsprechendem Markterfolg sollen für den Aufbau einer größeren Brennstoffzellenfertigung am Standort Ulm weitere Investoren gewonnen werden.

„Die Gründung einer Brennstoffzellenmanufaktur bestätigt erneut die Rolle des ZSW als Technologietransfereinrichtung des Landes" so der Geschäftsführende ZSW-Vorstand Thomas Schott. Neben der mit dem Würth-Konzern gegründeten Solarfabrik in Marbach werde mit der UBZM auch zum Kompetenzschwerpunkt Brennstoffzelle, der maßgeblich mit Fördermitteln des Landes in den letzten Jahren in Ulm aufgebaut wurde, eine wichtige Brücke aus der Forschung in den Markt geschlagen. Die im internationalen Maßstab hervorragende Qualifikation und Umsetzungseffizienz des Forschungsstandortes Baden-Württemberg werde damit unterstrichen.

11.06.2004   Quelle: SWU; ZSW

 

EUROSOLAR schreibt Nationale und Europäische Solarpreise 2004 aus

Seit 1994 vergibt EUROSOLAR die Nationalen und Europäischen Solarpreise an Gemeinden, kommunale Unternehmen, private Personen, Ingenieure, Architekten, Eigentümer von Anlagen sowie an Organisationen vergeben, die sich besonders um die Nutzung Erneuerbarer Energien verdient gemacht haben. Mit der Verleihung für das Jahr 2004 soll – wie schon in den vorigen Jahren – das Thema Erneuerbare Energien in die breite Öffentlichkeit getragen werden.  Ausgezeichnet werden herausragende innovative Projekte und Initiativen von Anwendungen erneuerbarer Energien in verschiedenen Preiskategorien.

Die Europäischen Solarpreise werden durch die jeweiligen nationalen EUROSOLAR-Sektionen zugleich in mehreren europäischen Ländern ausgeschrieben und von EUROSOLAR in Zusammenarbeit mit der KfW vergeben. Aus den Bewerbern für die jeweiligen nationalen Solarpreise werden dann die einzelnen Preisträger für die Europäischen Solarpreise ermittelt. Die öffentliche Ausschreibung und Vergabe der Solarpreise erfolgt auf nationaler Ebene jeweils in den Bereichen:

· Städte und Gemeinden oder Stadtwerke
· Industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Betriebe / Unternehmen
· Eigentümer oder Betreiber von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien
· Lokale oder regionale Vereine als Förderer von Projekten für Erneuerbare Energien
· Solares Bauen
· Medienpreis für Journalisten, Autoren oder ein Medium für Berichte zu Erneuerbaren Energien
· Transportsysteme mit Erneuerbaren Energien;
· Bildung und Ausbildung
· Sonderpreis für besonderes persönliches Engagement.

Vorschläge für Projekte aus den verschiedenen Preiskategorien können ab sofort in schriftlicher Form in doppelter Ausfertigung eingereicht werden (Anmeldeformular im Internet abrufbar). Bedeutender Bestandteil der Bewerbung ist eine Kurzzusammenfassung von einer halben DIN-A4-Seite, in der die Besonderheiten des Projektes kurz dargestellt werden. Prinzipiell kann jeder eine andere Person oder Institution oder sein eigenes Projekt für die Preisverleihung vorschlagen. Die eingereichten Unterlagen sollen die Projekte möglichst genau beschreiben und deutlich erkennbar machen, dass die Erneuerbaren Energien einen besonderen Stellenwert einnehmen. Die Projekte müssen bereits realisiert sein oder im Jahr 2004 abgeschlossen werden.


"Solarpreis-Plaketten" für Eigentümer oder Betreiber

Seit dem Jahr 2003 werden in der Kategorie „Eigentümer oder Betreiber von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien“ keine Solarpreise mehr verliehen. Aufgrund der großen Anzahl von auszeichnungswürdigen Bewerbungen (und der nötigen Öffentlichkeitsarbeit) werden private Plusenergiehäuser ab sofort im Rahmen des deutschen Solarpreises mit einer Plakette ausgezeichnet und auf der Internetseite von EUROSOLAR veröffentlicht. Die Bewerbungsformalitäten für den Deutschen Solarpreis und die EUROSOLAR-Deutscher-Solarpreis-Plakette sind identisch.

Stichtag: 31.August

Alle Anmeldungen und Vorschläge müssen bis spätestens zum 31. August (Stichtag) eingegangen sein. Die Ermittlung der einzelnen Preisträger erfolgt durch eine von EUROSOLAR berufene Jury. Es werden zunächst die Preisträger der Nationalen Solarpreise 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt. Unter allen beteiligten europäischen Ländern werden dann die Preisträger der Europäischen Solarpreise 2004 ermittelt. Für alle eingesandten Unterlagen kann von EUROSOLAR weder eine Haftung oder Gewähr übernommen werden noch sind damit irgendwelche anderen Rechtsansprüche wie z.B. die Rücksendung der Unterlagen verbunden.

Kontakt: mailto:


11.06.2004   Quelle: EUROSOLAR e.V.

 

Erneuerbare Energien: 200.000 Arbeitsplätze in Ostdeutschland bis 2020

Erneuerbare Energien können in Ostdeutschland 200.000 Arbeitsplätze schaffen, berichtet der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer Pressemitteilung. "Die neuen Bundesländer profitieren überproportional vom Ausbau der Erneuerbaren Energien. In den Bereichen Geothermie und nachwachsende Rohstoffe sind die Bedingungen in Ostdeutschland besser als in den meisten anderen Bundesländern", so BEE-Präsident Johannes Lackmann.  Hinzu komme das Windkraftpotenzial im Binnenland und vor der Ostseeküste. "Schon heute ist die Windenergie der größte Arbeitgeber in Magdeburg" stellt Lackmann fest.

In Magdeburg hat der Bundesverband Erneuerbare Energie am 08.06.2004 seine aktuelle Arbeitsplatzprognose an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse überreicht. Thierse besuchte dort das Werk des deutschen Windkraftmarktführers Enercon. "Durch den Umbau unserer Energieversorgung entstehen hier zukunftssichere Arbeitsplätze. Das besondere daran: Für den Ausbau Erneuerbarer Energien brauchen wir keine Milliardensubventionen. Erneuerbare Energien sparen Öl- und Gasimporte, Kohlesubventionen und Klimakosten", so Lackmann. In der Berechnung des BEE entfallen rund 40.000 Arbeitsplätze auf die Wärmeerzeugung durch Erneuerbare Energien. Lackmann: "In den ostdeutschen Bundesländern bestehen deutlich bessere Nahwärmenetze als in Westdeutschland. Deswegen wird der notwendige Ersatz von Öl und Gas durch Erdwärme, Bioenergie und Solarwärme hier sehr viel schneller und günstiger möglich sein."

Weitere 65.000 Beschäftigte erwartet der Branchenverband bei der Erzeugung biogener Kraftstoffe. "In Sachsen wird heute schon zusammen mit den größten deutschen Autobauern an der Entwicklung von Kraftstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen gearbeitet. Die ostdeutsche Landwirtschaft hat das Potenzial, diese Rohstoffe kostengünstig zu produzieren, erklärt der BEE-Präsident. Im Strombereich setzen laut BEE die ostdeutschen Standorte von Solar- und Windkraftfirmen und die erste deutsche Anlage zur Stromerzeugung aus Erdwärme in Neustadt-Glewe Maßstäbe. Lackmann: "Die hier ansässigen Unternehmen werden auf dem internationalen Markt ganz vorne mitspielen." Insgesamt rechnet der Bundesverband Erneuerbare Energie mit 200.000 Arbeitsplätzen, die am Ende des nächsten Jahrzehntes in Ostdeutschland durch Erneuerbare Energien geschaffen sein werden - vorausgesetzt, die Politik setze weiterhin die richtigen Rahmenbedingungen für diesen Ausbau.

11.06.2004   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) e.V.
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Bundespräsident gibt Startschuss für Umweltprojekt „global village“ der KLJB

Bundespräsident Johannes Rau gab am 2. Juni 2004 den Startschuss zum Umweltprojekt "global village" der KLJB.

Bundespräsident Johannes Rau hat am 02.06.2004 in Bad Honnef-Rhöndorf den Startschuss zum Umweltprojekt „global village“ der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) beim "Weltjugendtag 2005" gegeben. Solche kreativen Projekte von Jugendlichen zum Ausbau alternativer Energien müssten dringend unterstützt werden, sagte der Bundespräsident im Gespräch mit KLJB-Mitgliedern.   Zugleich übergab der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Dr. Fritz Brickwedde, dem Verband einen Förderscheck für das Projekt in Höhe von 106.000 Euro. Wenn die KLJB beim Weltjugendtag mit bis zu einer Million internationaler Gäste das „globale Dorf“ errichte, so Brickwedde, werde die Zukunftsidee Erneuerbarer Energien von Bonn aus in die ganze Welt getragen.

Rau, der auch Schirmherr der DBU ist, unterstrich, der Anteil regenerativer Energien an der Energieversorgung müsse dringend erhöht werden. Das Ziel von 20 Prozent bis zum Jahr 2020 dürfe keinesfalls verfehlt werden. Fossile Energieträger wie Öl, Gas und Kohle seien endlich und trügen massiv zu weltweiten Klimaveränderungen bei. Der Bundespräsident kritisierte, nach wie vor seien zu wenig Menschen bereit, sich im Alltag umweltgerecht zu verhalten. Dabei heiße Naturschutz nicht, auf eine heiße Dusche zu verzichten. Sein eigenes Haus in Wuppertal sei mit Solardach und Wärmedämmung ausgestattet, sagte der Bundespräsident.

Unterstützung durch die DBU

Der KLJB-Bundesvorsitzende Elmar Schäfer zeigte sich über die Unterstützung der DBU erfreut. „Dass der Bundespräsident heute den Startschuss für das Energieprojekt der KLJB gibt und sich für die Umwelt stark macht, bestärkt uns in unserem Engagement“, sagte er. Mit dem Projekt „global village“ werde eine Brücke von der Energiekonferenz „renewables2004“ zum Weltjugendtag 2005 geschlagen, zu dem Papst Johannes Paul II. die Jugend der Welt eingeladen hat. Bei der Aktion bauen KLJB-Jugendliche kleine Windkraft-, Solarthermie- und Biogasanlagen sowie eine Holzkirche mit Solardach. Schäfer betonte, die Stadt Bonn sei als Gastgeberin der „renewables2004“ und Trägerin des Europäischen Solarpreises 2004 von EUROSOLAR ein idealer Ort für das „global village“.

Die Umweltstiftung, so Generalsekretär Brickwedde, habe sich in zahlreichen Förderprojekten mit Millionenbeträgen für den Ausbau umweltschonender Energien eingesetzt. Besonders wichtig sei ihr das Engagement junger Menschen, denn es gehe um deren Zukunft. Brickwedde: "Wenn wir auch künftigen Generationen ermöglichen wollen, unter guten Umweltbedingungen zu leben, müssen wir neue Wege in der Energieversorgung gehen". Das hätten die Jugendlichen in Deutschland bereits besser erkannt als manche Erwachsene. Dafür stehe die KLJB mit ihren 70.000 Mitgliedern und zahlreichen originellen Umweltprojekten. In vorbildlicher Weise setze sich der Jugendverband seit Jahren für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt ein. Hintergrund des Besuchs von Rau und Brickwedde bei der KLJB war die „Woche der Umwelt“ des Bundespräsidenten, die er am selben Tag im Garten der Villa Hammerschmidt in Bonn eröffnete.

Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung

Elmar Schäfer vom KLJB-Bundesvorstand sagte im Gespräch mit dem Bundespräsidenten weiter, „wir müssen weg von den fossilen Energieträgern. Kriege um Öl, zentralistische Wirtschaftsstrukturen und Umweltschäden gehen zu Lasten der Zukunftschancen der jungen Menschen und vor allem der ländlichen Regionen. Ein Drittel der Menschheit weltweit hat keinen Zugang zu elektrischer Energie. Die "Erneuerbaren" bieten hier eine Chance, die Entwicklung der Menschen zu fördern und für gute Lebensbedingungen zu sorgen.“ Das „global village“ solle verdeutlichen, „dass für uns christlicher Glaube bedeutet, sich für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen“. Zur Kirche zu gehören, heiße, Verantwortung in Gesellschaft und Politik zu übernehmen und die Welt zukunftsfähig mitzugestalten. Der Einsatz für erneuerbare Energien weltweit sei „christliches Handeln in Reinkultur“.

10.06.2004   Quelle: KLJB
Bildquelle: ©KNA-Bild

 

Deutsch-chinesische Zusammenarbeit bei erneuerbaren Energien im Verkehr

Ende Mai fand in Peking die erste Sitzung des Lenkungsausschusses der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet erneuerbarer Energien im Verkehr statt. Ralf Nagel, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) und Shi Dinghuan, Generalsekretär des Ministeriums für Wissenschaft und Technik derVolksrepublik China (MOST) nahmen als Vorsitzende des Lenkungsausschusses an der Sitzung teil.  Mit der Sitzung sind deutsch-chinesische Kooperationsprojekte auf dem Gebiet erneuerbarer Energien im Verkehr vereinbart worden, so das BMVBW in einer Pressemitteilung: Es sei beschlossen worden, gemeinsame Studien zu Grundsatzfragen der Nutzung alternativer Energien im Verkehr für China zu erstellen. Darüber hinaus sollen gemeinsame Pilotprojekte für die Herstellung synthetischer Kraftstoffoptionen erarbeitet werden. In Demonstrationsprojekten mit umweltfreundlichen Fahrzeugen sollen die gewonnenen Erkenntnisse in der Praxis getestet werden. Ein erstes gemeinsames Demonstrationsprojekt zum Einsatz von Brennstoffzellenbussen wurde vereinbart. Weitere Projektideen seien von den Teilnehmern präsentiert worden.

Rund 60 Vertreter der Automobil- und Energieverbände sowie von Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Deutschland und China nahmen an der Sitzung teil. Angesichts einer weltweit steigenden Nachfrage nach Öl und der wachsenden Probleme der Klimaveränderung seien die Entwicklung und Anwendung sauberer, hocheffizienter, sicherer und wirtschaftlicher erneuerbarer Energien im Bereich des Straßenverkehrs und die Verbesserung der Energieeffizienz im Verkehrsbereich wichtige Aufgaben für alle Regierungen und die Industrie geworden. Aufgrund des gemeinsamen Interesses im Bereich der Energien im Verkehr haben das BMVBW und das MOST in 2003 die "Gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Einsatzes alternativer und regenerativer Energien im Verkehr" unterzeichnet. Ziel ist, den Austausch und die Zusammenarbeit in der Entwicklung, Anwendung und Demonstration von Technologien erneuerbarer Energien im Verkehr zu verstärken.

Die Sitzung sei von den Verbänden und der Industrie beider Länder sehr positiv aufgenommen worden, so das BMVBW. Auf chinesischer Seite nahmen Vertreter der China Association for Hydrogen Energy, des China Biomass Development Center, der China Communication and Transportation Association, der Society of Automotive Engineers of China (SAE-China), der China Petroleum and Chemical Corporation, des Chinesischen Forschungszentrums für Automobiltechnik sowie des Development & Planning Committee of Guizhou Provinceteil. Auf deutscher Seite waren die Deutsche Energie Agentur (dena), das Forum für Zukunftsenergien e.V., das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme, der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV), der Verband der Automobilindustrie Deutschland (VDA), das Ministerium fürVerkehr, Energie und Landesplanung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie namhafte Unternehmen wie DaimlerChrysler, VW, BMW, Opel, MAN, Bosch, Linde,BP/Aral, Lurgi und Choren vertreten.

10.06.2004   Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
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Bundesregierung informiert über Klimaschutzpolitik in Deutschland

Das Wirtschaftsmagazin der Bundesregierung "e.conomy" behandelt in seiner aktuelle Ausgabe die Klimapolitik. Schwerpunkte der digitalen Zeitschrift sind Emissionshandel und Klimaschutz, erneuerbare Energien sowie ein Gastbeitrag von Klaus Töpfer mit dem Titel " Klimawandel als Chance".  Die Schäden des Klimawandels, beispielsweise durch Flutkatastrophen, wachsen laut Umweltbundesamt von Jahr zu Jahr. Allein 2003 hätten die versicherten Schäden 63 Milliarden US-Dollar betragen, das sei mehr als die weltweite öffentliche Entwicklungshilfe. Daher sei es umweltpolitisch notwendig und volkswirtschaftlich sinnvoll, den Klimaschutz in allen Bereichen auszubauen, heißt es in "e.conomy". Die Gesetze zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEG) und zum Emissionshandel sind laut Bundesregierung wesentliche Instrumente, um die international zugesagten Klimaschutzziele zu erreichen.

Klimaänderungen sind ein globales Problem, das nur global gelöst werden kann. Dennoch sei der nationale Beitrag Deutschlands bei der Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen wichtig, beton die Regierung. Denn: Die Bundesrepublik Deutschland gehört zu den Ländern der Welt, die am meisten Kohlendioxid ausstoßen. Im Jahr 2003 betrugen die energiebedingten Kohlendioxid-Emissionen insgesamt 837 Millionen Tonnen (DIW Wochenbericht 10/2004). Pro Kopf bedeutet dies für Deutschland rund zehn Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Die USA kommen mit mehr als 20 Tonnen Kohlendioxid je Einwohner auf die weltweit höchsten Emissionen weltweit, die bisherigen 15 Mitgliedsstaaten der EU kommen auf gut acht Tonnen.

Deutschlands Beitrag zur der Emissionsreduktion zähle also, so "e.conomy". Und die Bundesregierung baue die Vorreiterrolle Deutschlands beim Klimaschutz weiter aus - auch auf längere Frist: Denn Klimaschutz dürfe nicht im Jahr 2012 enden. In der Koalitionsvereinbarung sei daher als Ziel festgehalten worden, dass Deutschland seine Emissionen um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 reduzieren wird (gemessen an den Emissionen von 1990). Bedingung dafür ist, dass sich die EU innerhalb der internationalen Klimaschutzverhandlungen für die zweite Periode des Kyoto-Protokolls bereit erklärt, ihre Treibhausgase um 30 Prozent im gleichen Zeitraum zu reduzieren.

"e.conomy" Nr. 14 05/2004 mit dem Schwerpunkt "Klimaschutzpolitik in Deutschland" kann heruntergeladen werden unter