Solar News Archiv September 2004

 
 

Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls rückt näher

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat die Annahme eines Gesetzesentwurfs zur Ratifizierung des Kyoto-Protokolls durch die russische Regierung begrüßt. "Die Verabschiedung des Gesetzentwurfes zur Ratifizierung des Kyoto-Protokolls zeigt, dass Russland seiner Verantwortung bei der Bekämpfung des globalen Klimawandels gerecht wird. Russland setzt damit ein Zeichen für die Stärkung der multilateralen Zusammenarbeit unter dem Dach der Vereinten Nationen", so der Minister.  Trittin ist zuversichtlich, dass das russische Parlament den Gesetzesentwurf der Regierung bald verabschiede, im Interesse der Umwelt, der internationalen Zusammenarbeit und im Interesse Russlands. "Damit wären die Voraussetzungen für das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls erfüllt", stellt Trittin fest.

Russland habe ein ureigenes Interesse daran, dass das Kyoto-Protokoll in Kraft trete und wirksam werde, heißt es in der Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums. Der Klimawandel bedrohe auch Russland - etwa durch das Auftauen der Permafrostböden mit erheblichen Auswirkungen auf die Infrastruktur. Das Kyoto-Protokoll setze verbindliche Reduktionsverpflichtungen die flexibel umgesetzt werden könnten. Russland könne auch ökonomisch gewinnen, durch den Verkauf von Emissionsrechten sowie durch Investitionen anderer Industrieländer in die Modernisierung seiner Energieinfrastruktur.

Das Kyoto-Protokoll zur Klimarahmenkonvention wurde 1997 verabschiedet und ist inzwischen von 124 Staaten ratifiziert worden. Es verpflichtet die Industriestaaten, die Emission ihrer Treibhausgase bis 2008 – 2012 um 5% gegenüber 1990 zu senken. Deutschland muss die Emissionen um 21% mindern, davon sind laut BMU 19 Prozentpunkte bereits erreicht. Das Kyoto-Protokoll erlaube Russland eine Stabilisierung der Emissionen.

30.09.2004   Quelle: BMU
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Russland für Kyoto-Abkommen zum Klimaschutz / USA blockiert weiter

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht in dem positiven Votum der russischen Regierung zur Unterzeichnung des Kyoto-Abkommens einen entscheidenden Schritt im internationalen Klimaschutz. Die Umweltorganisation forderte die russische Duma auf, jetzt globale Verantwortung zu beweisen und die sofortige Ratifizierung des Kyoto-Protokolls zu beschließen.  Wertvolle Zeit für mehr Klimaschutz sei bereits verloren, so der BUND in einer Pressemitteilung. Die internationale Gemeinschaft müsse sich sputen, damit der Klimawandel nicht zu schwersten sozialen, ökologischen und volkswirtschaftlichen Schäden führe.

"Russland hat eine zentrale Rolle beim globalen Klimaschutz", betont BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. Mehr als 100 Staaten hätten das wichtige Kyoto-Abkommen schon ratifiziert. Zum völkerrechtlich verbindlichen Abkommen werde es aber erst, wenn Russland dabei ist. "Ihrer Verantwortung in dieser Frage wollen sich leider die USA entziehen. Es kommt darauf an, auch beim Präsidenten der Vereinigten Staaten ein Umdenken zu erreichen", sagte Timm.

Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, neuen Schwung in die internationalen Klimaverhandlungen zu bringen, heißt es in der BUND-Pressemitteilung. So wichtig das Kyoto-Protokoll sei, reiche es bei weitem nicht aus, um die globale Klimaerwärmung zu stoppen. Empfindliche Ökosysteme wie Gletscher und Korallenriffe litten am meisten an den Folgen der Klimaerwärmung, welche zuerst auch die ärmeren Bevölkerung in vielen Teilen der Welt treffe. Das gelte auch für Russland zu, wo die einzigartige Tundra-Landschaft Sibiriens bedroht sei. Nach der Ratifizierung des Kyoto-Klimaprotokolls könne Russland verstärkt finanzielle und technologische Unterstützung erhalten, um ein effizientes und zukunftsfähiges Energiesystem aufzubauen. Das bringe den globalen Klimaschutz entscheidend voran.

30.09.2004   Quelle: BUND
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IFE: SolarKraftWerk Sirius platziert, neuer Solarfonds in Vorbereitung

Der Beteiligungsfonds SolarKraftWerk Sirius ist vollständig platziert. Das berichtet die IFE Projekt- und Beteiligungsmanagement GmbH & Co. KG (Oldenburg) in einer Pressemitteilung. Der Fonds, der nur wenige Wochen zur Beteiligung angeboten wurde, ist das erste Projekt einer neuen Linie von Solarfondsprojekten, die IFE in diesem Jahr auf den Weg gebracht hat.   Die Projekte dieser Linie zeichnen sich laut IFE dadurch aus, dass sie jeweils aus mehreren Solarstromanlagen bestehen. Die Zusammenstellung ausgewählter Standorte in besonders sonnenintensiven Regionen sorge für eine Streuung des Risikos. Die elf Aufdach-Photovoltaikanlagen des SolarKraftWerks Sirius sollen bis Dezember 2004 errichtet werden.

Der nächste Solarfonds ist bereits in Vorbereitung: Das SolarKraftWerk Auriga ist nach einem Sternbild benannt und hat wie sein Vorgänger eine Gesamtleistung von 500 Kilowatt peak (kWp). „Der Erfolg des Fonds SolarKraftWerk Sirius hat uns sehr gefreut, aber nicht überrascht,“ so Detlev Klein, Vertriebsleiter der IFE. „Die seit Januar 2004 geltenden Einspeisevergütungen haben unsere Solarfonds ökonomisch noch attraktiver gemacht. Wer in diesem Jahr im Bereich der Nachhaltigkeit investieren möchte, ist mit einem Solarfonds gut beraten.“

30.09.2004   Quelle: IFE Projekt- und Beteiligungsmanagement GmbH & Co. KG

 

Plambeck: Neubewertung von Projekten führt zu erheblichen Wertberichtigungen und Abschreibungen

Die Plambeck Neue Energien AG (Cuxhaven) hat eine Neubewertung ihrer Windpark-Projekte in Deutschland mit erheblichen Wertberichtigungen und Abschreibungen vorgenommen. Grund dafür sei die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sowie die veränderte Marktsituation.  Die Folge seien geringere Projekt-Margen, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Nach der Neubewertung werde der Halbjahresbericht am 28. September 2004 veröffentlicht. "Wertberichtigungen, Abschreibungen und Anpassungen waren in einem erheblichen Umfang notwendig. Das belastet leider Bilanz und Ergebnis", so Finanzvorstand Martin Billhardt.


Zurückhaltung der Banken bei der Windpark-Finanzierung

Diskussionen über die Gesetzesnovelle hätten sich im ersten Halbjahr negativ auf die Realisierung projektierter Windparks ausgewirkt, so die Plambeck Neue Energien AG. Die Folge seien Projektverschiebungen. Für diese Projekte seien bereits erhebliche Vorleistungen erbracht worden. Rückflüsse würden jedoch erst durch die Vermarktung der fertigen Projekte erfolgen. Bei der in der Zwischenzeit notwendigen Projekt-Finanzierung würden sich die Banken im ersten Halbjahr stark zurückhalten. Dies führe zu Verzögerungen bei der Realisierung geplanter Windpark-Projekte mit negativen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis. Außerdem seien Wertberichtigungen bei Projekten und Tochterunternehmen (vor allem bei der Plambeck Norderland AG) notwendig, so das Unternehmen.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung summieren sich laut Plambeck auf 109,9 Millionen Euro. Die Abschreibungen auf Firmenwerte betragen 52,8 Mio. Euro. Diese Maßnahmen seien nicht zahlungswirksam. Das Konzernergebnis sei somit erheblich belastet worden und belaufe sich auf minus 141,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3,0 Mio. Euro) im ersten Halbjahr 2004.

Das Ergebnis pro Aktie beträgt minus 5,11 Euro (Vorjahr: 0,22 Euro). Die Umsatzerlöse gingen zurück auf 12,5 Mio. Euro (Vorjahr: 29,7 Mio. Euro). Die Gesamtleistung hingegen stieg nach Unternehmensangaben aufgrund der Auflösung von Rückstellungen aus langfristiger Auftragsfertigung auf 46,4 Mio. Euro (Vorjahr: 28,6 Mio. Euro). Das Eigenkapital verminderte sich auf 42,4 Mio. Euro zum Stichtag 30. Juni 2004.


Solar GmbH soll verkauft werden

Der kürzlich neu strukturierte Vorstand arbeite daran, diese Schwierigkeiten zu überwinden und die Umsetzung von Windpark-Projekten in Deutschland onshore profitabler zu gestalten, kündigt das Unternehmen an. Kosten würden reduziert und die Plambeck Neue Energien Solar Technik GmbH soll bis zum Jahresende veräußert werden. Kerngeschäft der Plambeck Neue Energien AG bleibe die Projektierung von Windparks in Deutschland. In diesem Jahr würden acht bis zehn Projekte mit einer Leistung von insgesamt 53 bis 104 Megawatt (MW) errichtet. Für 2005 seien Projekte mit 120 bis 140 MW realistisch.

30.09.2004   Quelle: Plambeck Neue Energien AG
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Biogas: Studie untersucht Einspeisung in das deutsche Erdgasnetz

Eine neue Nutzungsvariante für Biogas lässt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) jetzt analysieren. Auf Erdgasqualität aufgereinigt könnte das biogene Gas theoretisch in das vorhandene Gasnetz eingespeist werden. Ob dies auch praktisch funktioniert, untersucht jetzt das Institut für Energetik und Umwelt gGmbH (IE).   Die lokale Verstromung von Biogas in Blockheizkraftwerken (BHKW) ist laut FNR zwar Stand der Technik, aber nicht an jedem Standort effektiv. Da der Stromwirkungsgrad begrenzt ist, sollte ein Wärmeabnehmer vor Ort vorhanden sein. Anders sähe es aus, könnte das Biogas ähnlich wie Erdgas transportiert und dort genutzt werden, wo die Heizleistung auch benötigt wird. Land- und Energiewirte liebäugeln daher schon seit einiger Zeit mit der Einspeisung des Biogases ins Erdgasnetz, so die FNR.

Was im Ausland bereits praktisch erprobt wird, ist in Deutschland jedoch noch graue Theorie. In der Studie sollen nicht nur die technischen Anforderungen an das Biogas analysiert werden, sondern auch rechtliche und wirtschaftliche Aspekte. Die Aufgabe sei so vielschichtig, dass sich das Institut für Energetik und Umwelt gGmbH zusätzliche Partner ins Boot geholt habe. Für die Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen ist Dr. Stefan Klinski, für Netzsimulationen die DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH zuständig.

Technik, Potenziale, Chancen

Zunächst geht es darum, die technischen Anforderungen auszuloten. Ob das aufbereitete Biogas in das Netz oder einen Erdgasspeicher eingespeist werden kann, hängt ab von seiner Zusammensetzung, von seinem Druck und Volumenströmen. Auch die Strukturen des Erdgasnetzes gilt es zu erfassen. Ja nach Reichweite, Art der Druckleitung und Erdgassorte unterscheiden sich die Netze regional zum Teil erheblich. Auch aufbereitetes Biogas kann längst nicht überall wirklich eingespeist werden. Offen ist auch die Frage nach den Potenzialen. Welche Mengen an Biomasse stehen in welcher Region überhaupt für die Biogasproduktion zur Verfügung? Dort, wo es theoretisch Sinn macht, über die Einspeisung des Biogases ernsthaft nachzudenken, sind bereits Simulationen angedacht.

Über die Rentabilität der vorgeschlagenen Nutzung des Biogases entscheiden letztendlich die Gasgestehungskosten. Die Investitionskosten für Gewinnung, Aufbereitung, Transport und Einspeisung des Gases fließen in die Kalkulation ebenso ein wie Betriebskosten und eventuelle Gebühren für die Netznutzung.

Mit der Studie sollen sich die Wissenschaftler zur Einspeisung von Biogas nicht nur generell äußern, sondern auch bezogen auf Anlagen an einzelnen Standorten. Ende April 2005 sollen die Fakten für eine sachliche Diskussion des Themas gebündelt vorliegen. Dann werde sich zeigen, ob und unter welchen Voraussetzungen Biogas-Einspeisung sinnvoll ist und ob die Biogasanlagenbetreiber in Deutschland damit tatsächlich ein Geschäft machen können.

30.09.2004   Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
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Studie zeigt: Mehrheit der Deutschen will Ausbau der Windenergie

Die Mehrheit der Bundesbürger räumt dem Umweltschutz hohe Priorität ein, aber nur ein kleiner Teil verhält sich im Alltag auch danach. Zu diesem Ergebnis kommt nach Informationen der Wochenzeitung DIE ZEIT die Studie "Umweltbewusstsein 2004", die Bundesumweltminister Jürgen Trittin in Auftrag gegeben hat und am 29.09.2004 offiziell vorstellen will.   "Die erklärte Bereitschaft, umweltbewusst zu leben, ist im Alltag schwer umzusetzen", kommentierte Trittin laut ZEIT die Ergebnisse der Untersuchung, für die Emnid im Frühjahr insgesamt 2018 Bürger befragt hatte.

Knapp zwei Drittel der Anhänger der Opposition für Windenergie

Erfreut zeigte Trittin sich über das klare Bekenntnis der Deutschen zum Ausbau der Windstromerzeugung: 85 Prozent der Grünen-Anhänger befürworten ihn, 76 Prozent der SPD-Anhänger, 73 Prozent der FDP-Anhänger und 62 Prozent der Unionsanhänger. Die CDU/CSU-Opposition liefere ihm eine Steilvorlage für den Bundestagswahlkampf, so Trittin, wenn sie angesichts dieser Zahlen mit der Forderung nach einem Stopp der Ökostromerzeugung und dem Ausbau der Atomkraftwerke in den Wahlkampf ziehe. Die Atomtechnologie stufen der Studie zufolge 59 Prozent der Deutschen als äußerst oder sehr gefährlich ein.

Laut Emnid-Studie fürchten sich 59 Prozent der Deutschen vor Atomkraftwerken, dennoch wird praktisch kein Ökostrom gekauft. Trotz der Klagen über zu viele Abgase holt jeder zweite Bundesbürger seine Brötchen mit dem Auto. Und obwohl mehr als die Hälfte der Deutschen will, dass die Bundesrepublik in der europäischen Klimapolitik vorangeht, akzeptiert nur ein Viertel die von der rot-grünen Bundesregierung eingeführte Ökosteuer.

Der komplette Text erscheint in der ZEIT Nr. 41 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 30. September 2004

29.09.2004   Quelle:
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Durchbruch für die Geothermie in Unterhaching: Wasser mit über 120 Grad gefunden

Bei dem Geothermieprojekt in Unterhaching wurde am 27.09.2004 ein historischer Durchbruch erzielt: In 3.446 Metern Tiefe stießen die Bohrer auf thermales Wasser mit einer Temperatur von 122° Grad Celsius mit einer Schüttung von 150 Litern pro Sekunde Wassermenge. "Dies ist ein historischer Durchbruch für die Geothermie in Deutschland", erklärte Projektleiter Christian Schönwiesner-Bozkurt von Rödl & Partner.   "Selbst unsere optimistischsten Erwartungen wurden übertroffen. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, in Unterhaching Strom und Wärme aus geothermalem Wasser zu gewinnen", so Schönwiesner-Bozkurt. Der Bürgermeister der Gemeinde Unterhaching, Dr. Erwin Knapek, zeigte sich begeistert von der Entwicklung: "Wir wollen eine zukunftsweisende, umweltfreundliche Strom- und Wärmeversorgung für Unterhaching. Dabei haben wir auf die Geothermie gesetzt. Das Ergebnis bestätigt alle, die das Projekt mutig und engagiert vorangetrieben haben."


Meilenstein für die Erdwärme-Nutzung

Das Geothermieprojekt in Unterhaching setze einen Meilenstein in der Nutzung der Erdwärme zur Energieversorgung in Deutschland, heißt es in der Pressemitteilung von Rödl & Partner. Entsprechend der Businessplanung von Rödl & Partner zur wirtschaftlichen Umsetzung des Projekts am Standort Unterhaching sei das Ziel gewesen, eine Mindesttemperatur von 100 Grad Celsius und eine Wasserförderung von 100 Litern pro Sekunde zu erreichen. Die optimistischsten Prognosen hätten eine Temperatur von 120° C und eine Schüttung von bis zu 150 l/s versprochen, seien jedoch in weiten Teilen der Fachwelt als „wissenschaftlich möglich, realistisch aber nicht erreichbar“ bewertet worden.

Zwar sei das endgültige Testergebnis noch nicht festgestellt worden aber der Trend weise eher nach oben als nach unten. „Dieses Ergebnis ist von historischer Bedeutung. Dies ist der Durchbruch der Geothermie im Molassebecken. Weitere Investitionen sind bereits jetzt erkennbar und viele Kommunen werden hierdurch zum Engagement zusätzlich ermutigt werden“, so der Projektmanager. "Wir rechnen mit einem massiven Investitionsschub für die Geothermie", so Schönwiesner-Bozkurt.



Projekt auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtet

Das Geothermieprojekt in Unterhaching, welches zu 100 Prozent in kommunaler Verantwortung durchgeführt wird, habe zwischenzeitlich viele neue Maßstäbe gesetzt. Die mutige Dimensionierung werde sich nun auch wirtschaftlich auszahlen. Das Erreichen der so genannten Endteufe mit einer Bohrstrecke von 3.446 Metern sei mit einer Vielzahl von Problemen behaftet gewesen. Alle Beteiligten hätten sich jedoch mit höchstem Einsatz engagiert, so dass diese technischen und geologischen Probleme qualifiziert gelöst worden seien. "Der Erfolg zeigt, dass das Neuland, welches Rödl & Partner mit dem eigenen Ansatz zum Projektmanagement beschritten hat, der richtige Weg ist. Wir haben das Projekt konsequent auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtet. Der Ausgleich zwischen wirtschaftlichen, rechtlichen, technischen, organisatorischen und geologischen Interessen ist nicht leicht herzustellen, aber machbar", betont Anton Berger, Partner der Prüfungs-und Beratungsgesellschaft Rödl & Partner.

Wegweisend sei auch der Abschluss der weltweit ersten privatwirtschaftlichen Fündigkeitsversicherung gewesen, die von Rödl & Partner umgesetzt wurde. Die Kanzlei erarbeite derzeit im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ein Konzept zur Absicherung dieses Investitionshindernisses auf Bundesebene. "Aus der Kenntnis des Marktes heraus sind wir uns sicher, dass eine Vielzahl von weiteren Projekten nun nicht nur umgesetzt werden, sondern dass deren Konzeptionen neu überdacht werden", urteilt Christian Schönwiesner-Bozkurt, der auch Mitglied des Geothermiebeirates des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ist. Es zahle sich aus, auch im Bereich der erneuerbaren Energien auf Wirtschaftlichkeit zu setzen.

29.09.2004   Quelle: Rödl & Partner
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Stuttgart: Zehn Jahre Forschungs- und Testzentrum für Solaranlagen

Seit einem Jahrzehnt prüft das Forschungs- und Testzentrum für Solaranlagen (TZS) des Instituts für Thermodynamik und Wärmetechnik (ITW) der Universität Stuttgart Solarwärmeanlagen und ihre Komponenten. Aufgrund der Vielzahl der dort laufenden Kollektor-, Speicher- und Systemtests sei das TZS inzwischen das größte Prüfinstitut für Thermische Solaranlagen in Deutschland, so das ITW.  Am 29. September feiert das Testzentrum mit einem Festakt und einem fachlichen Forum sein zehnjähriges Bestehen. Bei der Veranstaltung wird unter anderem die Entwicklung der thermischen Nutzung der Sonnenenergie, die Solarthermieforschung am ITW und die Zukunft des Testzentrums skizziert.

Zahlreiche weitere Aktivitäten machen das TZS nicht nur für deutsche Industriepartner zu einer Anlaufstelle bei der Prüfung solarthermischer Anlagen, zum Beispiel die mehrfache Durchführung von Vergleichstests thermischer Solaranlagen für eine große Verbraucherorganisation oder die maßgebliche Beteiligung an der Erstellung der jetzt gültigen europäischen Normen. 2002 wurde das TZS durch den DAR (Deutscher Akkreditierungsrat) für die Durchführung von Prüfungen an thermischen Solaranlagen und ihren Komponenten gemäß europäischer Normen akkreditiert. Das TZS ist eines der wenigen Testinstitute, das auch Prüfungen gemäß den Regularien des neuen europäischen Qualitätslabels "Solar Keymark" durchführen darf.

Bei der Veranstaltung (Beginn: 11.15 Uhr) wird auch eine Ausgründung des Instituts vorgestellt, das SWT-Technologiezentrum Steinbeis GmbH & Co KG für Technologietransfer. Veranstaltungsort: Vaihingen, Institut für Thermodynamik und Wärmetechnik, Pfaffenwaldring 10. Gelegenheit zur Besichtigung der Prüfstände und Versuchseinrichtungen gibt es ab 15.30 Uhr.

29.09.2004   Quelle: Universität Stuttgart; Institut für Thermodynamik und Wärmetechnik

 

Sunways AG gibt Wandelanleihe im Umfang von bis zu zehn Millionen Euro aus

Der Vorstand der Sunways AG (Konstanz) hat am 24. September 2004 beschlossen, eine so genannte Wandelanleihe im Volumen von nominal bis zu 10.000.000 Euro zu begeben.  Der Aufsichtsrat hat der Ausgabe der Anleihe, die während ihrer Laufzeit zu einem vorher festgelegten Verhältnis in Aktien eingetauscht werden kann, am 27. September 2004 zugestimmt. Die Ausgabe der Wandelanleihe erfolge unter Wahrung des Bezugsrechts der Aktionäre. Grundlage ist die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 6. Mai 2004, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung.


Produktion in den neuen Bundesländern geplant

Sunways, Hersteller von Solarzellen und Wechselrichtern, will mit den Mitteln aus der Wandelanleihe sowie aus weiteren Finanzierungsmaßnahmen eine zusätzliche Produktionslinie in den neuen Bundesländern bauen. Mit der Produktionserweiterung soll die Marktposition des Unternehmens im In- und Ausland verbessert werden. Dies sei ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie der Sunways AG.


Sieben Prozent Verzinsung; fünf Jahre Laufzeit

Die Anleihe kann nach Angaben des Unternehmens frühestens nach der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2006 in bis zu zirka 2 Millionen neue Aktien aus dem Bedingten Kapital der Gesellschaft umgewandelt werden, bei einem Wandlungspreis von 4,85 Euro. Ihre Laufzeit beträgt fünf Jahre, die Verzinsung 7,00 Prozent pro Jahr. Die Wandelanleihe ist eingeteilt in 100.000 Inhaber-Teilschuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je 100 Euro, der Ausgabebetrag ist 100 Prozent.

Weitere Einzelheiten der Emission können der Veröffentlichung des Bezugsangebotes am 29. September 2004 im Bundesanzeiger und in der Financial Times Deutschland sowie unter der Internetadresse www.sunways.de entnommen werden. Die Strukturierung und Platzierung erfolgt über die equinet Securities AG.


29.09.2004   Quelle: Sunways AG
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Europaschule in Köln wird Standort für Bürger-Solarkraftwerk

Die Kölner Europaschule wird Schauplatz und Standort eines umfassenden Solar- und Einsparkraftwerkes. Die Projektträgergesellschaft Solar&Spar Contract GmbH & Co. KG Europaschule Köln will mit Bürgerkapital eine große Solaranlage bauen, ein hochmodernes Blockheizkraftwerk installieren und in wirtschaftliche Strom- und Wärmeeinsparmaßnamen investieren, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Kooperations- und Vertragspartner ist die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln (GW).

Die GW stellt die erforderlichen Räume bereit, begleitet das Vorhaben mit ihrem Know-how als städtische Immobilienbewirtschafterin und sorgt mit personeller Unterstützung für eine reibungslose Abwicklung. Engelbert Rummel, Geschäftsführender Werkleiter, ist davon überzeugt, dass die Kommunen eine Vorreiterrolle und Vorbildfunktion in punkto Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung übernehmen müssen. "Insbesondere mit der Nutzung der regenerativen Energien fügt sich dieses Vorhaben damit nahtlos in unsere baupolitischen Zielsetzungen ein, bei jedem öffentlichen Bauvorhaben auch dieser besonderen Verpflichtung nachzukommen."

Die Investitionskosten von "Solar& Spar Contract" in Höhe von 1,1 Millionen Euro sollen gedeckt werden durch Bürgerkapital, Bankkredite und Fördermitteln. Im Gegenzug werde die Trägergesellschaft vierzehn Jahre lang den Solarstromertrag erhalten und von den eingesparten Energiekosten profitieren. Das investierte Kapital fließe so zurück und soll mit einer Rendite von fünf bis sechs Prozent an die privaten Kapitalanleger ausgeschüttet werden.

Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma ist ein großer Befürworter des vom Wuppertal Institut entwickelten Solar- und Sparprojektes: "Ich freue mich sehr über die Teilnahme der Europaschule an der "100.000 Watt- Solar-Initiative". Denn nur durch zukunftorientierte Entwicklungstrends wie den Ausbau der Solarenergie kann unsere Stadt die Anforderungen des 21. Jahrhunderts erfüllen." Das Projekt (ein Leitprojekt der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW) wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert im Rahmen der "100.000 Watt-Solar-Initiative für Schulen in NRW – EnergieSchule 2000+". Diese Kombination von solarer Stromerzeugung und Energieeinsparung im Rahmen eines Investitionsmodells ist neu. Damit können private Anleger eine interessante Rendite auf das eingesetzte Kapital erzielen.

Auch die Leiterin der Europaschule Dagmar Nägele ist voller Optimismus: "Mit der Umsetzung des Solar- und Sparprojektes an der Europaschule setzen wir ein wichtiges Zeichen für die Zukunft und bringen den Schülerinnen und Schülern Klima- und damit Umweltschutz nahe". Anteile an der Gesellschaft kann jeder erwerben. Lehrer, Schüler und Eltern der Europaschule werden jedoch bevorzugt. Zunächst sollen die Gesellschaftsanteile vorrangig an diesen Kreis abgegeben werden, die Mindestbeteiligungshöhe für sie beträgt 500 Euro. Die Schule hofft außerdem auf Kapitalanleger weit über die Region hinaus, die sich ab 2.500 Euro an dem Projekt beteiligen können. Insgesamt sollen so rund 800.000 Euro eingeworben werden. Das Wuppertal Institut hat dieses Solar&Spar Contract-Modell schon am Aggertal-Gymnasium in Engelskirchen sowie am Willibrord-Gymnasium in Emmerich am Rhein erfolgreich umgesetzt. "Wir haben gezeigt, dass Klimaschutz als Kapitalanlage funktioniert", so Projektleiter Dr. Kurt Berlo.




29.09.2004   Quelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH

 

Ministertagung: Auf dem Weg zu einer europäischen Umweltunion

EU-Umweltminister diskutieren Perspektiven einer europäische Umweltunion
EU-Umweltminister diskutieren Perspektiven einer europäische Umweltunion

Bis zum 29. September diskutieren die Umweltminister aus acht neuen EU-Mitgliedsstaaten sowie aus den EU-Kandidatenländern Bulgarien, Rumänien und Kroatien September in Osnabrück die Perspektiven der europäischen Umweltpolitik.  Themen sind die grenzübergreifende Wasser- und Energiewirtschaft. Was bedeutet die Erweiterung der Europäischen Union (EU) für den Umweltschutz? Mit dieser Frage beschäftigt sich das internationale Symposium "Europa 2004 - neue Perspektiven für eine europäische Umweltunion", das am 27.09.2004 in Osnabrück eröffnet wurde. Schwerpunkt des Symposiums ist die internationale Zusammenarbeit in der Wasser-, Abwasser- und Energiewirtschaft.

Die Veranstaltung vom 27. bis 29. September ist eine Kooperation des Internationalen Dialogzentrums Umwelt und Entwicklung (IDCED, Magdeburg) und des Zentrums für Umweltkommunikation (ZUK) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Ziel der Tagung ist es, deutsche Unternehmer über die Umweltmärkte der neuen EU-Staaten zu informieren; zugleich besteht für sie die Möglichkeit, sich mit Vertretern der Politik über die Anforderungen der Wirtschaft an internationale Kooperationen auszutauschen.

"Um die vielfältigen Herausforderungen der EU-Erweiterung zu meistern, ist eine partnerschaftliche internationale Zusammenarbeit unerlässlich - gerade auch beim Umweltschutz, der nicht an Grenzen halt macht", sagt Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU. "Im Umweltbereich besteht hoher Kooperationsbedarf, weil wir hier vor vielen dringlichen Problemen stehen." Besonders gefragt sei deutsches Umweltwissen, insbesondere die Erfahrungen aus dem ökologischen und wirtschaftlichen Umbau der ostdeutschen Bundesländer seit 1990. Weil Umweltschutz nur international umsetzbar sei, habe die DBU in den neuen EU-Ländern bislang 178 Projekte mit rund 27 Millionen Euro gefördert. Schwerpunkt der internationalen Förderarbeit der Stiftung ist Mittel- und Osteuropa.

28.09.2004   Quelle: DBU
Bildquelle: DBU
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Dieses Jahr drei erste Preise im Wettbewerb um den „f-cell Award“

Für den mit 30.000 Euro dotierten Innovationspreis Brennstoffzelle „f-cell Award“ hat die Jury dieses Jahr drei erste Preise vergeben. Preisträger sind die Unternehmen Hymer aus Bad Waldsee und Smart Fuel Cell aus Brunnthal für eine Gemeinschaftsentwicklung, die REINZ Dichtungs GmbH aus Ulm sowie die beiden Wissenschaftler Willem Joe Quadakkers aus Jülich und Ralf Hojda aus Werdohl.  „Die drei Erstplatzierten liegen so extrem nahe beieinander, dass unangemessen wäre, einen hervorzuheben“, begründet Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS), das Votum der Jury. „Bei allen drei Beiträgen handelt es sich um ganz praxisnahe Verbesserungen, die geeignet sind, als Vorbild für weitere Innovationen zu dienen", so Rogg weiter.

Der oberschwäbische Wohnmobilhersteller Hymer AG hat zusammen mit der Smart Fuel Cell AG nach mehrjähriger Entwicklungszeit eine bedienerfreundliche Stromversorgung auf Brennstoffzellenbasis für Reisemobile erarbeitet. Die REINZ Dichtungs GmbH entwickelte eine Bipolarplatte mit besonders günstigen Konstruktionseigenschaften, welche die Kosten des Gesamtsystems Brennstoffzelle entscheidend senken und dadurch die Marktreife der Brennstoffzelle beschleunigen kann.

Willem Joe Quadakkers, Wissenschaftler am Forschungszentrum Jülich, und Ralf Hojda von ThyssenKrupp VDM in Werdohl haben einen Durchbruch bei der Fertigung von Hochtemperaturbrennstoffzellen erreicht. Der von ihnen entwickelt Stahl verlängert die Lebensdauer der Zelle deutlich und ist bereits jetzt in Massenproduktion herstellbar.

Die drei Preisträger erhalten für ihre Neuschöpfungen je 10.000 Euro. Ein Sonderpreis geht an die Firma Umicore aus Hanau, die ein schadstofffreies Verfahren zum Recycling von Edelmetallen aus Altbrennstoffzellen gefunden hat. Die Rückgewinnung von Edelmetallen ist eine entscheidende Voraussetzung für die Kommerzialisierung von Brennstoffzellen in hoher Stückzahl.

Der f-cell Award ist Bestandteil des internationalen f-cell Forum vom 27. bis 29. September im Stuttgarter Haus der Wirtschaft. Er wird von der regionalen Wirtschaftsförderung und dem Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg, unterstützt von der DaimlerChrysler AG und dem regionalen Kompetenzzentrum Brennstoffzelle, ausgelobt. Prämiert werden anwendungsnahe Beiträge aus dem mobilen, portablen oder stationären Bereich der Brennstoffzelle. Der Preis wurde bei einer Abendveranstaltung am 27. September im Forum der LBBW in Stuttgart verliehen.

28.09.2004   Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS)
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Hamburger Solarpreis 2004 für die Mietergenossenschaft Farmsen e. G.

Hamburger Solarpreis 2004, Urkunde
Hamburger Solarpreis 2004, Urkunde

Der Hamburger Senator Dr. Michael Freytag am 25.09.04 den Hamburger Solarpreis 2004 an die Mietergenossenschaft Farmsen e. G. verliehen. Die Genossenschaft erhielt den Preis für das herausragende Engagement zur Förderung der Solarenergie in Hamburg.  Die Gartenstadt Farmsen setzt seit dem Jahr 2003 im besonderen Maß auf thermische Solarenergie. Beispielhaft für Hamburg werden bis zum Jahr 2008 zirka 1.000 Wohnungen in bestehenden Mehrfamilienhäusern mit solar gestützten Warmwassertechniken ausgerüstet. Die ersten 102 Wohnungen wurden bereits 2003 fertiggestellt. 80 Quadratmeter Flachkollektoren versorgen diese Wohnungen. Weitere 135 Wohnungen befinden sich in der Ausführung und die Finanzierung für die restlichen Wohneinheiten sei bis zum Jahr 2008 gesichert.

Die Projektförderung erfolgt aus dem Hamburger Klimaschutzprogramm "Heizung und Solar". “Damit zeigt die Mietergenossenschaft Farmsen in vorbildlicher Weise, dass es sich auch bei Altbauten lohnen kann, nachträglich die Sonne in die Heizungstechnik einzubauen“, so der Senator. Die thermischen Solaranlagen bringen zusammen mit der Heizungssanierung folgende deutliche Vorteile. Der Energiepreis für die Warmwasseraufbereitung sinke für die Mieter von 15 Cent pro Kilowattstunde auf 3 Cent/kwh. Die Umweltbelastung sei durch die neun installierten Solaranlagen bereits um rund 25 Tonnen CO2 pro Jahr gesunken und werde nach der Konzeptumsetzung zirka 100 Tonnen betragen. Schon jetzt würden zirka 80 Megawatt pro Jahr eingespart, nach der Umsetzung der Gesamtmaßnahme sollen es 330 MW pro Jahr sein. Diese Einsparung entspreche dem Jahresbedarf für Heizung und Warmwasser von 25 Reihenhäusern.

28.09.2004   Quelle: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg
Bildquelle: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg
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"bremer umweltpreis" für kanadischen Solar-Waschsalon

Preisgekrönt: Waschen mit Sonnenenergie.
Preisgekrönt: Waschen mit Sonnenenergie.

Den "bremer umweltpreis international" 2004 erhielt der Solar-Waschsalon „Beach Solar Laundromat Wash and Fold“ aus Kanada. Schirmherr Prof. Dr. Klaus Töpfer, Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), und Umweltsenator Jens Eckhoff überreichten dem Gewinner Alex Winch die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung.  Weitere Preise gingen an die Projekte "Ukrainian Network for Local Environmental Sustainability" der Kommune Nikolaev und an "EcoMTex - Ökotextilien für den Massenmarkt" der Otto GmbH & Co. KG. des Senators für Bau, Umwelt und Verkehr verliehen.

Mit dem „Beach Solar Laundromat Wash and Fold“ aus Kanada wählte die Jury ein Projekt, dessen Nachhaltigkeit in zweierlei Hinsicht gewährleistet ist: Hier basiert zum einen das Energiemanagement auf der Nutzung von Sonnenenergie, was die CO2-Emissionen um 40 Prozent senkt. Zum anderen schaffte Alex Winch, Inhaber des Waschsalons, in Kooperation mit einer Nachbarschaftsinitiative Arbeitsplätze für Neu-Kanadier, um diesen die Integration und den Spracherwerb zu erleichtern.

Um den bremer umweltpreis hatten sich 168 Projekte aus aller Welt beworben. Er richtete sich an Projekte, an denen Unternehmen mit einem Partner aus Wissenschaft, Verwaltung, Politik oder einer Nichtregierungsorganisation beteiligt sind. Initiiert ist die Auszeichnung vom Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, der Bremer Aufbau-Bank GmbH und dem RKW Bremen e.V., der auch die "partnerschaft umwelt" unternehmen’ koordiniert.

28.09.2004   Quelle: Initiative "umwelt unternehmen"; Bremen
Bildquelle: Initiative "umwelt unternehmen"; Bremen.

 

Bundesrat kritisiert Entwurf zum Energiewirtschaftsrecht

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 24.09.2004 eine umfangreiche kritische Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts (EnWG) abgegeben. Der Entwurf sei sowohl unter gesetzestechnisch formalen Aspekten als auch inhaltlich überarbeitungsbedürftig, so der Bundesrat in einer Pressemitteilung.  Die Länderkammer ist der Ansicht, dass der Entwurf ohne Einbuße an Rechtsklarheit stark reduziert werden könne.

So würden teilweise für identisch gemeinte Regelungen unterschiedliche Formulierungen oder Begriffe verwendet und Sachverhalte doppelt geregelt, kritisiert der Bundesrat. Die inhaltliche Kritik betrifft unter anderem die von der Bundesregierung vorgeschlagene Ex-post-Kontrolle der Netznutzungsentgelte. Netzbetreiber müssten stets damit rechnen, auch innerhalb von Wirtschaftsperioden zur Änderung ihrer Entgelte gezwungen zu sein und sogar rückwirkende Erlöskorrekturen durch Vorteilsabschöpfung hinnehmen zu müssen, so der Bundesrat. Dies beeinträchtige die Rechtssicherheit erheblich. Die Entgelte sollten daher bereits im Voraus genehmigt werden.

Zudem kritisiert der Bundesrat die Vorgehensweise der Bundesregierung bei der Vorbereitung und Einbringung des Gesetzentwurfs. Angesichts der Bedeutung und der Schwierigkeit der Materie wäre es angemessen und förderlich gewesen, die Länder bereits im Vorfeld unabhängig vom formalen Verfahren in die Beratungen einzubeziehen.




28.09.2004   Quelle: Deutscher Bundesrat
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EnBW klagt beim Europäischen Gericht gegen deutsche Umsetzung des Emissionshandels

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat am 27.09.2004 fristgerecht beim Europäischen Gericht erster Instanz (EuG) in Luxemburg Klage gegen die EU-Kommission eingereicht. Gegenstand der Klage ist die Zustimmung der EU-Kommission zum deutschen Zuteilungsgesetz, auf dessen Grundlage die C02-Zertifikate an die Betreiber betroffener Anlagen geregelt ist.  Die EnBW setze auf diese Weise konsequent ihren Weg gegen die wettbewerbsverzerrende Umsetzung des Emissionshandels in Deutschland fort, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Die EnBW begründet ihre Klage damit, dass das deutsche Zuteilungsgesetz die gemeinschaftskonforme Umsetzung der europäischen Richtlinie verfehle und nationale Wettbewerber der EnBW unter direktem Verstoß gegen europäische Vorschriften bevorzuge. Aus Sicht der EnBW stellt die im Zuteilungsgesetz enthaltene Übertragungsregelung zudem eine rechtswidrige Beihilfe dar, die sowohl gegen den EG-Vertrag als auch gegen die Emissionshandels-Richtlinie der EU verstößt. Die Klage der EnBW begehrt die Nichtigkeitserklärung der Entscheidung der EU-Kommission zur Zustimmung zum deutschen Zuteilungsgesetz.

Die EnBW hatte bereits im Juni 2004 bei der EU-Kommission förmliche Beschwerde gegen das deutsche Zuteilungsgesetz eingelegt, weil sie sich vor allem durch die so genannte Übertragungsregelung benachteiligt sieht. Diese Regelung erlaube, dass Unternehmen, die ein emissionsintensives altes Kraftwerk durch ein emissionsärmeres neues Kraftwerk ersetzen, vier Jahre lang die der Altanlage jährlich zustehenden Zertifikate auf die neue Anlage übertragen und die dadurch entstehenden Überschusszertifikate gewinnbringend verkaufen dürfen. Unabhängige Gutachter beziffern laut EnBW den aufgrund des vorgesehenen Gesetzes für die EnBW entstehenden wettbewerblichen Nachteil auf in etwa eine Milliarde Euro für die Jahre 2005 bis 2020.

"Nach Überzeugung der EnBW, die von zahlreichen Fachleuten geteilt wird, ist die Übertragungsregelung ökonomisch wettbewerbsverzerrend und ökologisch wirkungslos, da sie weit gehend zu Mitnahmeeffekten führt", heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Darüber hinaus beanstandet die EnBW am Zuteilungsgesetz auch eine "nachträgliche Diskriminierung" der Kernkraft, die durch den Atomkonsens gerade ausgeschlossen werden sollte. So führe beispielsweise die aufgrund der Stilllegung des Kernkraftwerks Obrigheim voraussichtlich entstehende Unterausstattung an Zertifikaten zu einer erheblichen Benachteiligung der EnBW. Nicht zuletzt in Folge des politischen Drucks des Bundesumweltministeriums habe die EU-Kommission im Juli 2004 die Beschwerde der EnBW zurückgewiesen.

27.09.2004   Quelle: EnBW Energie Baden-Württemberg AG
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SPD begrüßt geplante Ratifizierung des Kyoto-Protokolls durch Russland

"Mit dem eingeleiteten Ratifikationsprozess des Kyoto-Protokolls durch die russische Duma wird der Weg für die völkerrechtliche Verbindlichkeit der Regelungen zur Begrenzung von Treibhausgasen frei." Das erklärte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Müller, anlässlich des Bekenntnisses des russischen Außenministers Sergej Lawrow zur Ratifizierung des Kyoto-Protokolls.   Die Bedeutung dieser Entwicklung lasse sich nicht hoch genug einschätzen, betont Müller.

Ohne die Umsetzung des Kyoto-Protokolls gebe es keine internationale Vereinbarung über den Umgang mit Treibhausgasen, so Müller. Der Willensbildungsprozess auf globaler Ebene würde ohne die Ratifizierung durch Russland faktisch zum Erliegen kommen. Mit dem Inkrafttreten bestehe hingegen die Chance, in neuen Verhandlungen notwendige weitergehende Ziele im Klimaschutz zu vereinbaren. Kyoto sei erst der Anfang, so der SPD-Fraktionsvize.


Herausforderung für die EU

Mit der Ratifizierung durch Russland würden sich aber auch Verpflichtungen ergeben für jene Länder, die bereits ratifiziert haben. So werde die Europäische Union erhebliche Schwierigkeiten haben, ihr gemeinsames Klimaschutzziel im Rahmen der Kyoto-Zusagen einzuhalten, erwartet Müller. Um so wichtiger sei es, dass der EU-weiten Handel mit Zertifikaten für CO2-Emissionen auf eine belastbare Grundlage gestellt werde.

Deutschland hat laut Müller einen anspruchsvollen Zuteilungsplan vorgelegt, der von der Europaeischen Kommission teilweise noch nicht akzeptiert worden sei. Angesichts der Allokationspläne in anderen EU-Staaten sei diese Kritik nicht zu halten. Die SPD unterstützte daher die Bundesregierung bei ihrer Klage gegen diese Entscheidung der Kommission hinsichtlich der Bestimmungen im deutschen Zuteilungsgesetz. Der Klimaschutz sei eine Menschheitsfrage. Die Menschen müssten nun lernen, damit vernunftgerecht und nachhaltig umzugehen, fordert Müller.

27.09.2004   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion
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Kyoto-Protokoll: Russland leitet Ratifizierung ein

Der russische Präsident Putin hat den Ratifizierungsprozess für das Kyoto-Klimaprotokoll offiziell eingeleitet. Das berichtet Germanwatch e.V. in einer Pressemitteilung. Putin habe die fünf beteiligten Ministerien in einem Schreiben aufgefordert, die notwendigen Papiere bald möglichst zu unterschreiben und dann an die Duma weiterzuleiten.   In der Duma, dem russischen Parlament, könne es noch Widerstände geben, da Gegner des Kyoto-Protokolls eine für den Prozess formal wichtige Stellung einnähmen, so Germanwatch. Wenn Putin tatsächlich hinter dem Prozess stehe könne das den Prozess aber nur bremsen, nicht wirklich aufhalten, betont Germanwatch.

Eine Rede des russischen Außenministers Sergej Lawrow ist als Video-Stream in englischer Übersetzung zugänglich unter http://webcast.un.org/ramgen/ga/59/ga040923pm.rm?start=%2203:09:05%22&end=%2203:25:07%22 "Real Player" erforderlich.





27.09.2004   Quelle: Germanwatch e.V.
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SMA Regelsysteme GmbH wird SMA Technologie AG

SMA Hauptsitz in Niestetal.
SMA Hauptsitz in Niestetal.

Durch den Eintrag in das Kasseler Handelsregister ist die Umwandlung vollzogen: Die frühere SMA Regelsysteme GmbH firmiert seit dem 24.09.2004 als SMA Technologie AG. Mit dem Wechsel der Rechtsform in eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft trage SMA dem hohen Engagement ihrer Mitarbeiter Rechnung und biete ihnen nun die Möglichkeit, über den Bezug von Belegschaftsaktien am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens teilzuhaben, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Die Wandlung erfolge zudem vor dem Hintergrund der expansiven internationalen Entwicklung der SMA Technologie AG, die als führender Hersteller von Solar-Wechselrichtern weltweit 900 Mitarbeiter beschäftigte. Seit der Gründung in 1981 seien durchgehend positive Ergebnisse bei kontinuierlichem Wachstum erwirtschaftet worden. Für 2004 erwartet allein der Geschäftsbereich Solartechnik ein Umsatzplus von rund 85 Prozent.

"Eine Aktiengesellschaft reflektiert die Größenordnung des SMA-Geschäfts global besser als eine GmbH" so Reiner Wettlaufer, Vorstand Finanzen und Controlling der SMA. "Das wird uns helfen, die in 2003 erreichte Exportquote von 20 Prozent weiter auszubauen. Der Namenszusatz Technologie „unterstreicht unsere Kompetenz in der Entwicklung innovativer High-Tech-Elektronik: Technologische Spitzenprodukte – das ist der gemeinsame Nenner unserer Geschäftsbereiche Solartechnik, Bahntechnik und Industriecomputer", so Wettlaufer.

Der Vorstand der SMA Technologie AG setzt sich zusammen aus den drei Gründern und bisherigen GmbH-Geschäftsführern Günther Cramer (Solar- und Bahntechnik), Peter Drews (Industriecomputer) und Reiner Wettlaufer (Finanzen und Controlling). Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern: Dr. Erik Ehrentraut, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Flachglas AG, Prof. Dr. Werner Kleinkauf, Gründer und langjähriger Vorstandsvorsitzender des Institus für Solare Energieversorgungstechnik (ISET), Pierre-Pascal Urbon, Berater, Jürgen Dolle, Leiter Personalbetreuung SMA sowie die Arbeitnehmervertreter Sabine Weber, Software-Entwicklerin, und Johannes Häde, Gruppenleiter in der Hardware-Entwicklung.

Bereits zum Ende des laufenden Geschäftsjahres sollen die Mitarbeiter SMA-Aktien erwerben können. "Wir setzen mit diesem Schritt konsequent unsere Philosophie der kooperativen Unternehmensführung fort. Das Mitarbeiterbeteiligungsmodell ist ein zentraler Aspekt davon und wir freuen uns, zahlreiche Mitarbeiter als neue Aktionäre zu gewinnen", erklärt Wettlaufer.
Die SMA wurde 1981 von den heutigen Vorstandsmitgliedern gegründet. Das Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von rund 180 Mio. Euro (2004) umfasst neben dem Geschäftsbereich Solartechnik die beiden Unternehmensbereiche Bahntechnik und Industriecomputer und beschäftigt weltweit über 900 Mitarbeiter. Die SMA Technologie AG hat ihren Hauptsitz in Niestetal, das US-Tochterunternehmen SMA America, Inc. hat seinen Sitz in Kalifornien.


27.09.2004   Quelle: SMA Technologie AG
Bildquelle: SMA.

 

Erste marokkanisch-deutsche Konferenz zu erneuerbaren Energien in Casablanca

In der marokkanischen Hafenstadt Casablanca findet im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien vom 7. bis 9. Oktober eine hochrangig besetzte Konferenz statt, auf der Marktpotenziale und Verbreitungsstrategien für Erneuerbare Energien im nordwestafrikanischen Land diskutiert werden. Veranstaltet von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (AHK) in Marokko mit Unterstützung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) werden neben dem marokkanischen Minister für Energie und Bergbau und weiteren Regierungsvertretern auch die wichtigsten Vertreter der marokkanischen Energiewirtschaft teilnehmen.  Von deutscher Seite berichten auf der Konferenz das Bundesumweltministerium, wichtige Branchenverbände und deutsche Unternehmen von ihren Erfahrungen und Strategien. "Die Konferenz in Casablanca ist ein wichtiger Schritt, die bestehenden marokkanisch-deutschen Kontakte im Bereich der Erneuerbaren Energien weiter auszubauen", erläutert Stephan Kohler, Geschäftsführer der dena. Er erwartet neue Impulse für marokkanisch-deutsche Projekte auf den zukunftsträchtigen Märkten Marokkos.


Marokko plant bis 2020 rund 20 % Strom aus erneuerbaren Energien

Bis zum Jahre 2020 will Marokko, das selbst nur über sehr wenig fossile Rohstoffe verfügt, jede fünfte Kilowattstunde mit Strom aus Wind, Wasser, Solar und Biomasse erzeugen. Zudem wollen die Marokkaner die ländliche Elektrifizierung vorantreiben und setzen dabei vor allem auf autarke Photovoltaik-Systeme. Die Potentiale sind aufgrund hoher Sonneneinstrahlung und Windgeschwindigkeiten hervorragend.

Marokko nimmt in der vom Umweltrat der deutschen Bundesregierung empfohlenen "strategischen Energiepartnerschaft" zwischen EU und Nordafrika eine Schlüsselfunktion ein: Wenn man eines Tages Solarstrom aus der Sahara ins europäische Verbundnetz einspeisen will, dann geht das nur über Marokko. Allerdings ist das noch Zukunftsmusik. So bedarf es auch in Marokko weiterer energiepolitischer Instrumentarien, soll sich der dortige Markt für Erneuerbare Energien nachhaltig etablieren und dynamischer als bisher entwickeln. Auch dies wird in Casablanca debattiert werden.

Die Konferenzteilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind noch möglich bei Jörn Bousselmi, joern.bousselmi@dihkcasa.org oder Corinna Kleßmann, klessmann@dena.de, Tel. 030-726 1656-94.

27.09.2004   Quelle: Deutsche Energie Agentur GmbH
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BMWA bietet Reise für Energie- und Umweltunternehmen nach China an

  Im Auftrage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) führt die EITEP in vom 30. Oktober bis 6. November 2004 eine Unternehmerreise nach China durch. Eingeladen zur Teilnahme sind Unternehmen der deutschen Energie-, Wasser und Umweltbranche, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen den chinesischen Markt bedienen wollen. Potenzielle Geschäftspartner für "business to business" Gespräche in China sollen akquiriert werden über das Partnernetzwerk des Euro Institute for Information and Technology Transfer in Environmental Protection GmbH.

Mit der Reise soll deutschen Unternehmen des Energie-, Wasser- und Umweltfachs die Möglichkeit eröffnet werden, den chinesischen Markt für ihre Produkte oder Dienstleistungen kennen zu lernen sowie Produktions- oder Handelspartner in China zu finden. EITEP-Partner in China sind Spitzenverbände der chinesischen Energie- und Umweltbranche, das Bau- und Gesundheitsministerium, die Umweltbehörde, die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission sowie Planungsbehörden und Gas- und Wasserbetriebe der Städte Peking, Shanghai und Wuhan.

Anmeldeschluss ist der 30. September 2004. Die Gesamtkosten pro Teilnehmer im EZ betragen 1.940,00 € zzgl. MwSt.

Nähere Informationen unter www.eitep.de.


27.09.2004   Quelle: EITEP

 

S.A.G. Solarstrom AG: Investition in Solarkraftwerke bietet attraktive Rendite

Finanzprodukte und Möglichkeiten zur Kapitalanlage präsentiert die Freiburger S.A.G. Solarstrom AG vom 23. bis zum 25. September 2004 auf der Internationalen Anlegermesse IAM in Düsseldorf. Dort wird auch in diesem Jahr ethisch-ökologische Geldanlage ein Fokusthema sein.  Wer von seiner Geldanlage mehr erwarte, finde auf der IAM Informationen über Anlagemöglichkeiten, die Rendite mit Umweltverträglichkeit und sozialen, ethischen Aspekten verbinden. Die S.A.G. Solarstrom AG stellt ihre Solarstromfonds und das Finanzprodukt "SolarProfessional" vor, kündigt das Unternehmen an.

"Die S.A.G. Solarstrom AG bietet mit ihren Produkten ein breites Spektrum für private und institutionelle Kapitalanleger. Alle Investitionsmodelle bieten eine Rendite von über 6 %", erklärt Uwe Ilgemann, Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG. Der Freiburger Solarstromkonzern war nach eigenen Angaben eines der ersten Unternehmen in Deutschland, das solare Beteiligungsfonds aufgelegt hat.

Das Modell SolarProfessional sei so einfach wie attraktiv: Der Investor kaufe zum Festpreis ein Solarkraftwerk. Das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) garantiere, dass der erzeugte Strom zu einem festen Preis zwischen 57,4 und 54,0 Cent pro Kilowattstunde vergütet wird - und das 20 Jahre lang. SolarProfessional ist laut S.A.G. Solarstrom AG eine "Fullservice-Leistung": Die S.A.G. Solarstrom projektiert das Vorhaben, nimmt die Dachflächen unter Vertrag, lässt neutrale Standortgutachten erstellen und baut die Anlage schlüsselfertig. Auf Wunsch übernimmt die S.A.G. Solarstrom nach der Errichtung Wartung und Betrieb der Anlage einschließlich Fernüberwachung und Abrechung mit dem Energieversorger. Der Investor komme so mit seiner Kapitalanlage auf Renditen zwischen 6 und 9 %. "Bei SolarProfessional stehen hohe Ertragswerte und Ertragssicherheit im Vordergrund. Es handelt sich dabei um eine sicher verzinste und steuerlich lukrative Geldanlage", erläutert Ilgemann.

Wer nicht gleich ein ganzes Kraftwerk kaufen möchte, kann sich ab einem Betrag von 1.000 Euro an einem Solarstromfonds beteiligen. Das jüngste Projekt ist der Solarstrompark BUND Baden-Württemberg, ein Kooperationsprojekt von S.A.G. Solarstrom und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Das projektierte Kraftwerk hat eine Gesamtleistung von 500 kWp und wird 470.000 Kilowattstunden Strom im Jahr produzieren. Nebenbei bleibe der Umwelt eine Belastung mit 300 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr erspart, die bei einer konventionellen Stromerzeugung entstehen würden. Nachdem die erste Tranche dieses geschlossenen Fonds innerhalb von vier Wochen voll gezeichnet war, haben S.A.G. Solarstrom und BUND das Projekt in diesen Tagen um 25% aufgestockt.

Anleger können hier laut S.A.G. Solarstrom AG mit einer Rendite von 6,5 % rechnen. Auch diese Investition sei dank der Einspeisevergütung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, neutralen Ertragsgutachten auf der Basis von Sonneneinstrahlungsdaten des Deutschen Wetterdienstes über einen Zeitraum von 20 Jahren sowie umfassenden Versicherungen rundum abgesichert. Bereits ab dem zweiten Jahr solen die Anleger eine jährliche Auszahlung erhalten. Nach 20 Jahren habe sich der Kapitaleinsatz mehr als verdoppelt, so das Unternehmen.

26.09.2004   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG

 

BMW stellt 9 Rekorde mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor auf

BMW habe bewiesen, was wirklich im Wasserstoffauto steckt, und mit dem Rekordfahrzeug H2R neun Rekorde für wasserstoffbetriebene
Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor aufgestellt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
  "Neun Rekorde als Startschuss für das Wasserstoff-Zeitalter. Die BMW Technologie ist weit fortgeschritten, jetzt müssen wir gemeinsam mit der Politik und der Energiewirtschaft darangehen, unsere Vision einer nachhaltigen Mobilität Wirklichkeit werden zu lassen", betont Prof. Göschel, Vorstand der BMW Group während der Rekordfahrten in Miramas (Frankreich). Damit untermauere die BMW Group auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Miramas ihre Überzeugung, wonach Wasserstoff konventionelle Kraftstoffe ablösen könne, ohne dass der Autofahrer auf die Dynamik heutiger Fahrzeuge verzichten müsse.

Die technischen Daten des H2R Renners belegten dies eindrucksvoll: Der Zwölfzylindermotor mit sechs Litern Hubraum leiste über 210 kW/285 PS. Damit beschleunige der Prototyp in zirka sechs Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreiche eine Spitzengeschwindigkeit von 302,4 km/h. Der Wasserstoff-Verbrennungsmotor basiert auf dem Benzin-Triebwerk des BMW 760i und verfüge damit über modernste Technologien wie beispielsweise die voll variable Ventilsteuerung VALVETRONIC. Die Modifikationen betreffen vor allem die Kraftstoffeinspritzung, die BMW den speziellen Eigenschaften von Wasserstoff angepasst hat. Dabei profitiere der H2R von den Ergebnissen aus der Serienentwicklung des künftigen BMW Wasserstoffmotors für die weltweit erste Premium-Limousine mit bivalentem Antrieb: Noch während der Produktionszeit des aktuellen 7er will BMW ein Modell dieser Baureihe auf den Markt bringen, das sowohl mit Wasserstoff als auch mit Benzin betrieben werden kann.

Im Einzelnen habe der H2R Prototyp unter anderem folgende Bestmarken aufgestellt, geordnet nach Zeit und Geschwindigkeit:

1 Kilometer mit "fliegendem" Start:11,993 Sekunden -300,190 km/h
1 Kilometer mit stehendem Start: 26,557 Sekunden- 135,557 km/h

Am Steuer des Rekordwagens wechselten sich die drei BMW Werksfahrer Alfred Hilger, Jörg Weidinger und Günther Weber ab. Die sportliche Rekordjagd liefere nicht nur den Nachweis, welches Leistungspotenzial im Wasserstoffauto steckt. Seine standfeste Technik demonstriere auch die Reife der BMW Motorenentwicklung beim Wasserstoffantrieb. Als Fahrzeugantrieb favorisiert BMW den Verbrennungsmotor, der in der Summe seiner Eigenschaften nach wie vor die meisten Vorteile besitze.

26.09.2004   Quelle: BMW Group

 

Energie für alle Sinne: Aktionstag im Zentrum für Umweltkommunikation

Kann ein Motor nur durch Handauflegen starten? Warum friert ein Eisbär nicht? Wie bekommt man "Stromfresser" in den Griff? Antworten darauf und noch mehr Wissenswertes zum Thema Energie gibt es am kommenden Sonntag, 26. September, von 10 bis 17 Uhr beim Aktionstag des Zentrums für Umweltkommunikation (ZUK) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) an der Pagenstecher Straße in Osnabrück.   Rund um die Ausstellung Energie@home lädt ein vielfältiges Rahmenprogramm zum Ausprobieren und Mitmachen ein. Die Osnabrücker Band "Ombre di Luci" sorgt für Live-Musik, und der aus dem Fernsehen bekannte Graslöwe wird sich um die kleinen Besucher kümmern.

Im Mittelpunkt des Aktionstages steht die interaktive Ausstellung Energie@home mit vielen Infos zu den Themen Dämmen, Lüften, Heizen, Strom und zukunftsweisende Energietechniken. Die Folgen des weltweiten Energieverbrauchs zeigen verschiedene Schautafeln auf. Mitmachen ist ebenfalls gefragt: Viele Modelle und Experimente zum Anfassen und Ausprobieren zeigen unter anderem, warum ein Eisbär nicht friert, wie man mit schlauen Tricks Energie sparend lüftet und warum es sich auch in unseren Breiten lohnt, Wärme und Strom aus Sonnenlicht zu gewinnen.

Besonders tatkräftige Besucher können ein Gefühl für den eigenen Energieverbrauch entwickeln: Nur wer genügend "Muckis" in den Armen hat, kann an der Energiekurbel verschiedene Elektrogeräte wie CD-Spieler, Zitronenpresse oder Fernseher "ans Laufen" bringen. Die Ausstellung kann auf eigene Faust erkundet werden, eine Führung wird aber ebenfalls angeboten. Weiter besteht die Möglichkeit, an einer Führung durch das ZUK teilzunehmen, um einen Blick hinter die Kulissen des in Energiesparbauweise errichteten Gebäudes zu werfen. Wer sich zwischendurch stärken möchte, für den stehen Kaffee, Kuchen und Snacks bereit.

Um 10.30 Uhr steht ein Benefizkonzert der Band "Ombre di Luci" mit ihrem musikalischen Mix aus Popsongs, sentimentalen Balladen und mediterraner Folklore auf dem Programm. Der Auftritt findet im Rahmen der Interkulturellen Wochen statt, ebenso wie die Vorträge von Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU, Prof. Dr. Hildegard Müller-Kohlenberg, Universität Osnabrück, und Georg Schirmbeck, MdB, die zwischen den musikalischen Darbietungen gehalten werden. Als Eintritt werden Spenden für den "American Field Service (AFS) Interkulturelle Begegnungen" e.V. erbeten, der den Jugendaustausch zwischen fast 60 Ländern fördert. Alle anderen Programmpunkte dagegen sind kostenlos.

Die kleinen Besucher des Aktionstages können sich auf einer Hüpfburg austoben, nach Herzenslust malen oder kneten oder ein Windrad zum Mitnehmen basteln. Höhepunkt am Nachmittag: Der Besuch des Graslöwen, dem Maskottchen der Initiative Graslöwen TV, einem Medienprojekt der DBU und des Kinderkanals KI.KA von ARD und ZDF. Er wird Freikarten für den Zoo und weitere tolle Preise verlosen.

26.09.2004   Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt

 

Wuppertal Institut eröffnet Büro in Berlin

"Berlin ist das ideale Feld für die Erschließung neuer Forschungspartnerschaften, neuer Kooperationspartner und neuer Drittmittelfelder". Das betonte Prof. Peter Hennicke, Präsident des Wuppertal Instituts, bei der Begrüßung zahlreicher Gäste aus der Bundes- und Landespolitik, der Wissenschaft und den Umweltverbänden.  Das bestätigte auch der Gastredner, Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Wo könnte man besser Akquise betreiben als in Berlin, wo schöner als in den Hackeschen Höfen und mit wem besser als mit Hermann Ott?" Der Minister verwies dabei auf die langjährigen Erfahrungen von Dr. Hermann E. Ott, dem Leiter des neuen Berliner Büros, in der nationalen und internationalen Klimapolitik.


Umweltminister Trittin: Ökologie und Gerechtigkeit bedingen sich gegenseitig

Trittin würdigte in seiner Rede auch das neue Forschungsprogramm des Wuppertal Instituts. Dabei komme der Frage der Ressourcengerechtigkeit eine hohe Bedeutung zu. Denn, so Trittin, das bei der 'Renewables 2004' in Bonn bekräftigte Vorhaben, einer Milliarde Menschen den Zugang zu modernen Energien zu verschaffen, sei eine Grundvoraussetzung zur Überwindung der Armut. Der Bundesumweltminister betonte, dass es darum gehe Ökologie und Gerechtigkeit miteinander zu verbinden, denn das eine sei ohne das andere nicht zu haben. Dieser Diskurs bedürfe der Forschung und wissenschaftlichen Politikberatung. Dafür wünschte der Minister dem Wuppertal Institut mit seinem neuen Berliner Büro viel Erfolg.


Kompetenz aus NRW in Berlin

Hartmut Krebs, Staatssekretär im Wissenschaftsministerium Nordrhein-Westfalen und Vorsitzender im Aufsichtsrat des Instituts, betonte in seiner Ansprache, dass die nordrhein-westfälische "Provinz" mit dem Wuppertal Institut "interdisziplinäre Systemkompetenz" nach Berlin bringe. "NRW und der Raum Nordwesteuropa mit seinen großen Dienstleistungs- und Warenströmen", erklärte Krebs, "sind ein Erprobungsraum für globale Lösungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung." Mit seiner Forschung zeige das Wuppertal Institut viele Wege auf, sei es bei zukunftsfähigen Energie- und Verkehrsstrukturen, in der Beratung von mehr als 50 NRW-Unternehmen oder in der vorbildlichen Zusammenarbeit mit Schulen. Krebs bekräftigte dafür den Bestand und die Unabhängigkeit des Instituts und wünschte für die weitere Arbeit ein herzliches "Glückauf".

25.09.2004   Quelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH
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Konferenz: Weg vom Erdöl – hin zu Nachwachsenden Rohstoffen

"Der dramatische Preisanstieg beim Erdöl hat in den vergangenen Monaten deutlich gemacht, dass Erdöl ist ein begrenzter Rohstoff ist, der schon heute mit erheblichen Preisrisiken verbunden ist", so die Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen in der Einladung zu einer Tagung am 13. November 2004 in Berlin. Gleichzeitig sei Erdöl immer noch der "Schmierstoff“ unserer Wirtschaft und fast aller anderen Ökonomien weltweit.  Fast alle Wirtschaftsbereiche seien in fataler Weise vom Erdöl abhängig. Das soll sich ändern: Nachwachsende Rohstoffe seien eine echte Alternative zum Erdöl, betonen die Grünen. Die umfassende Nutzung nachwachsender Rohstoffe biete eine Möglichkeit die Wirtschaft vom "Öltropf "zu befreien.

Wie knapp die Ressourcen tatsächlich sind, und welche wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen das hat, diskutieren unter anderem Renate Künast, Jürgen Trittin, Bärbel Höhn, Katrin Göring-Eckardt und Dr. Reinhard Loske. Die Konferenz soll zudem klären, welche Chancen sich für die deutsche Wirtschaft ergeben und wo nachwachsende Rohstoffe eingesetzt werden sollen. Auch die unterschiedlichen Zielsetzungen von Naturschutz und Wirtschaft stehen auf dem Programm.

Nähere Informationen finden im Internet unter http://www.gruene-fraktion.de/cms/termine/dok/42/42287.htm

25.09.2004   Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen
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Power der Zukunft: Volkswagen-Van mit Brennstoffzelle

Im Rahmen der dritten "CaFCP Road Rallye" ging am 17.09.2004 in Los Angeles ein Volkswagen vom Typ Touran HyMotion an den Start: Der drehmomentstarke Elektromotor des Vans holt sich die Energie aus der Brennstoffzelle. Die CaFCP Road Rallye wurde initiiert, um den aktuellen Stand der Brennstoffzellen-Technologie und damit die Zukunft erlebbar zu machen.  Veranstalter der von Los Angeles bis San Diego führenden Tour ist die 1999 gegründete California Fuel Cell Partnership (CaFCP), zu deren Mitgliedern die Volkswagen AG gehört. Ziele der Partnerschaft sind das Erproben und Weiterentwickeln von Brennstoffzellen-Pkw sowie die Bereitstellung einer entsprechenden Tankstelleninfrastruktur. Die CaFCP setzt sich aus einem Verbund kooperierender Treibstofflieferanten, Brennstoffzellen-Hersteller, Automobilkonzernen sowie US-Regierungsvertretern zusammen.


Energie aus Wasserstoff und Umgebungsluft

Zu den neuesten Brennstoffzellen-Pkw der diesjährigen CaFCP Road Rallye zählt der Prototyp des Touran HyMotion. Die Serienversion ist laut Volkswagen in Deutschland der mit Abstand erfolgreichste Van. Im Fall des Touran HyMotion sorgt indes ein 80 kW starker Elektromotor für den Antrieb. Den Strom liefert ein chemischer Reaktor: die Brennstoffzelle.
Das Herzstück dieser Brennstoffzelle ist eine extrem dünne Kunststoff-Folie (Membran). Sie trennt die Reaktionspartner Wasserstoff und Sauerstoff räumlich voneinander. Der Wasserstoff wird in positiv und negativ geladene Teilchen (Protonen und Elektronen) zerlegt. Die Protonen können direkt durch die Membran hindurchwandern, während die Elektronen den Umweg über einen äußeren Stromkreis nehmen und dabei den Elektromotor antreiben. Auf der anderen Seite der Membran verbinden sich Protonen, Elektronen und
Sauerstoff zu Wasser.

Während die Umgebungsluft den notwendigen Sauerstoff liefert, wird der Wasserstoff gasförmig bei 350 bar in einem speziellen Tank des Touran mitgeführt. Der fasst zur Zeit 1,9 Kilogramm Wasserstoff. Ein Menge, die umgerechnet dem Energiegehalt von 7,5 Litern Benzin entspricht. In Verbindung mit dem hohen Wirkungsgrad des Elektromotors ermöglicht der Wasserstoffvorrat eine Reichweite von etwa 160 Kilometern.

Der nahezu geräusch- und vibrationslos arbeitende Motor beschleunigt den Touran HyMotion nach Angaben des Herstellers in 14 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und als Maximum auf 140 km/h. Um auch auf höchste Leistungsanforderungen dynamisch reagieren zu können, verfüge der Touran HyMotion über eine Nickel-Metall-Hydrid-Batterie mit einem Energieinhalt von rund 1,9 kWh. "Aufgeladen" wird sie durch die Brennstoffzelle oder die Bremsenergie.

Volkswagen verfolge auf dem langen Weg zur Brennstoffzelle eine vielschichtig angelegte Antriebs- und Kraftstoffstrategie, um bereits kurz- und mittelfristig weitere Fortschritte zur Sicherung von Mobilität und zur Senkung von Verbrauch und Emissionen zu realisieren, so das Unternehmen. Die geschehe unter Einsatz der relevanten herkömmlichen Antriebsarten (Diesel und Benziner als Direkteinspritzer) sowie der heute nutzbaren konventionellen Kraftstoffe und künftig zur Verfügung stehenden synthetischen Kraftstoffe (Syn- bzw. SunFuel).

25.09.2004   Quelle: VW Volkswagen AG
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S.A.G. Solarstrom AG und BUND erweitern Solarstrompark Baden-Württemberg auf rund 500 kWp

Am 11. August 2004 hatten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Freiburger S.A.G. Solarstrom AG den Solarstrompark BUND Baden-Württemberg vorgestellt. Vier Wochen später ist der geschlossene Fonds, über den das Kraftwerk finanziert wird, bereits überzeichnet, berichten die Initiatoren in einer Pressemitteilung. BUND und S.A.G. Solarstrom AG haben nun eine Aufstockung des Solarkraftwerks um 25% auf über 500 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) angekündigt.  Durch die Erweiterung steige die jährliche Stromerzeugung des Solarkraftwerks auf mehr als 470.000 Kilowattstunden. Zugleich würden der Umwelt über 300 Tonnen Kohlendioxid erspart, die bei einer konventionellen Stromerzeugung entstehen würden.

"Wir sind sehr positiv überrascht von der schnellen Zeichnung des Solarstromfonds," so BUND-Landesgeschäftsführer Michael Spielmann. "Die Resonanz weit über den Kreis der Freunde und Förderer des BUND hinaus zeigt das enorme Interesse an erneuerbaren Energien und die Bereitschaft der Verbraucher, sich aktiv für den Umweltschutz zu engagieren. Die schnelle Zeichnung des Fonds zeigt auch, dass wir mit der S.A.G. Solarstrom AG den richtigen Partner für die Umsetzung des Projekts gefunden haben."

Der Solarstrompark BUND Baden-Württemberg stehe allen Anlegern für eine Beteiligung offen. Die Mindesteinlage betrage 1.000 Euro. Der Anleger erziele eine Rendite von 6,5 %, so der BUND und die S.A.G. Solarstrom AG. Die Erlöse würden durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz und die dort geregelte Einspeisevergütung über eine Laufzeit von 20 Jahren gesichert. Eventuelle Mindererträge seien durch eine Ertragsausfallversicherung abgedeckt. Bereits ab dem zweiten Jahr sollen die Anleger eine jährliche Auszahlung erhalten, nach 20 Jahren habe sich der Kapitaleinsatz mehr als verdoppelt.

"Die Berechnung der Fondsrendite basiert auf soliden Erfahrungswerten aus dem Betrieb unserer eigenen Anlagen sowie auf Sonneneinstrahlungsdaten des Deutschen Wetterdienstes über einen Zeitraum von 20 Jahren", erläutert Uwe Ilgemann, Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG. "Die tatsächlichen Stromertragsdaten werden nach der Inbetriebnahme des Kraftwerks durch das Fernüberwachungssystem "safer Sun" der Augsburger meteocontrol GmbH, einem Joint Venture der S.A.G. Solarstrom AG und Wetterfrosch Jörg Kachelmann, kontrolliert und über das Internet bereit gestellt.

"Mit dem Solarstrompark will der BUND die Photovoltaik aktiv vorantreiben und einen Beitrag zur Energiewende leisten", so BUND-Landesgeschäftsführer Spielmann: "Über den Fond kann sich jeder an der atomstromfreien Energieproduktion beteiligen, nicht nur Hausbesitzer. Bereits mit einem Anteil von 2.000 Euro wird so viel Strom durch Sonnenenergie erzeugt, wie ein Bundesbürger durchschnittlich pro Jahr verbraucht."

24.09.2004   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG
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Siemens: Getriebeloser Generator für Windkraftanlagen

Getriebeloses Generatorsystem von Siemens (A&D), eingebaut in der weltweit größten Windkraftanlage mit Permanentmagnet-Technik an der norwegischen Westküste.
Getriebeloses Generatorsystem von Siemens (A&D), eingebaut in der weltweit größten Windkraftanlage mit Permanentmagnet-Technik an der norwegischen Westküste.

Für eine große Windkraftanlage an der norwegischen Küste hat Siemens einen neuen getriebelosen Synchrongenerator entwickelt. Er besitze einen
äußerst hohen Wirkungsgrad von 98 Prozent, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Generator wandelt mit Hilfe von Permanentmagneten die Windenergie des Rotors in elektrischen Strom um.
  Generatoren sind ein wichtiges Element einer Windanlage. Bei Standard-Generatoren, die zur Energieumwandlung ein Getriebe zwischen den langsamen Rotor und den schnellen Generator schalten, geht Energie durch Reibung und Wärme verloren.

Der getriebelose Generator vermeide diese Verluste. Dadurch laufe die Anlage bereits bei niedrigen Windgeschwindigkeiten oder kurzen Böen an, so Siemens. Darüber hinaus benötige der neue Generatortyp kein Getriebeöl. Es gebe weniger mechanische Verschleißteile und damit weniger Anlagenstillstände. Der geringere Wartungsbedarf sei in abgelegenen oder schwer zu erreichenden Gebieten ein wichtiger Aspekt - etwa bei Windkraftanlagen auf hoher See.

Die Anlage auf dem Hundhammerfjell ist laut Siemens mit einem Rotordurchmesser von 87 Metern und einer Rotorturmhöhe von 80 Metern die weltweit größte mit einem getriebelosen Synchrongenerator. Sie hat eine Leistung von drei Megawatt. Damit kann die schwedisch-norwegische Firma ScanWind etwa 3.000 norwegische Haushalte jährlich mit Strom versorgen. Die Einbindung von Windkraftanlagen in elektrische Energieversorgungsnetze führe manchmal zu unerwünschten Rückwirkungen und störe die Versorgung der angeschlossenen Verbraucher, so Siemens. Um den Strom mit hoher Netzqualität ins norwegische Stromnetz zu speisen, liefere Siemens die Einspeise-Rückspeise-Einheit "Active Front End" (AFE). Dieser Netzstromrichter gleiche zuverlässig Spannungsschwankungen aus.

24.09.2004   Quelle: Siemens Automation and Drives (A&D)
Bildquelle: Siemens (A&D)
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f-cell 2004 - internationales Brennstoffzellen Forum startet am 27. September

So viele Aussteller wie in diesem Jahr seien noch nie auf dem f-cell Forum für Produzenten und Anwender vertreten, berichtet der Veranstalter in einer Pressemitteilung. 32 Unternehmen werden am 27./28. September in Stuttgart ausstellen, elf mehr als im Vorjahr, so die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS).  Die Hauptattraktion sei jedoch der deutschlandweit größte Kongress zum Thema Brennstoffzellen, zu dem Teilnehmer aus ganz Europa, Amerika und Asien erwartet werden. Die WRS veanstaltet die f-cell gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg und der DaimlerChrysler AG.

"Ein deutlich volleres Programm mit noch mehr internationalen Referenten" verspricht Peter Sauber, Geschäftsführer der durchführenden Peter Sauber Agentur, der das Forum innerhalb von vier Jahren zu einem international bedeutenden Kongress mit zahlreichen außergewöhnlichen Highlights aufgebaut hat.

Einen wesentlichen Anteil am guten Ruf des Forums haben die hochkarätigen Referenten aus zehn Ländern. Unter anderem werden in diesem Jahr mit Prof. Dr. Jianxin Ma, Tongji Universitiy, Shanghai/China sowie Hideaki Akamatsu von der Fuel Cell Commercialization Conference of Tokio/Japan herausragende Persönlichkeiten aus Fernost ein Bild der dortigen Brennstoffzellen-Entwicklung präsentieren. Darüber hinaus wird Prof. Dr. Herbert Kohler von der European Hydrogen and Fuel Cell Technology Platform, Brüssel/Belgien, den europäischen Leitmarkt zur Einführung der Brennstoffzelle vorstellen. Als Extra gegenüber anderen Veranstaltungen bestehe beim f-cell Kongress während des "Communication Markets" die Chance zur persönlichen Diskussion mit den Referenten, um fachspezifische Fragen klären und Kontakte knüpfen zu können.


Mit 30.000 Euro dotiert: der f-cell Award

Gleich am ersten Veranstaltungstag lädt die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH zur Preisverleihung des f-cell Awards ein, zu dem es so viele Bewerbungen wie noch nie zuvor gegeben habe. Der Minister für Verkehr und Umwelt des Landes Baden-Württemberg, Stefan Mappus, wird den mit 30.000 Euro dotierten Preis überreichen.


Probefahrten mit Brennstoffzellenfahrzeugen

Als besonderer Service bestehe für die Gäste die Möglichkeit, mit dem neuen Brennstoffzellen-Bus der DaimlerChrysler AG vom Haus der Wirtschaft zu dieser Abendveranstaltung im LBBW-Forum gefahren zu werden. Während des Forums können die Teilnehmer darüber hinaus eine Probefahrt mit einem brennstoffzellenbetriebenen A-Klasse Modell machen, das auf der Messe auch als 1:1 Schnittmodell Einblicke in die Technik ermöglicht.

Ganz besonders freuen sich die Veranstalter, außerdem den Hysun3000 präsentieren zu können, der mit nur drei Kilogramm Wasserstoff von Berlin nach Barcelona unterwegs ist und am 22.9. am Zielort in Spanien ankommen soll. Im Rahmen des Symposiums wird Projektleiter Frieder Herb von Ballard Power Systems exklusiv einen ersten Fahrbericht mit den aktuellen Messdaten der Tour präsentieren.


Exkursion zu Unternehmen in der Region / Handwerker-Seminar

Ergänzend bietet die f-cell am dritten Tag die Gelegenheit zu einer Ekursion zu Entwicklungsfirmen und Forschungseinrichtungen in der Region (DLR, Living X und Mercedes-Benz Technology Center). Erstmals findet in diesem Jahr ein Handwerker-Seminar zum Thema Kraft-Wärme-Kopplung statt.

24.09.2004   Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
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Margareta Wolf: Globale Energiewende ist machbar

Die Parlamentarische Staatssekretaerin im Bundesumweltministerium, Margareta Wolf, hat für eine verstärkte internationale Zusammenarbeit beim Ausbau der erneuerbaren Energien geworben. „Die Bonner Konferenz hat ein gemeinsames Zeichen für eine globale Energiewende gesetzt. Auf diesem Weg müssen wir konsequent vorangehen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien schützt das Klima und bietet reale Entwicklungschancen, um Armut weltweit bekämpfen zu können“, erklärte Frau Wolf bei einem von der OECD organisierten Treffen in Paris.  Auf der Bonner Konferenz „renewables2004“, die vom 1. bis 4. Juni dieses Jahres stattfand, hatten die Delegierten neue internationale Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien festgelegt. So sollen bis 2015 eine Milliarde Menschen mit Energie aus Sonne, Wind, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie versorgt werden. Auf der Konferenz war ein Aktionsprogramm mit fast 200 konkreten Maßnahmen beschlossen worden.

Margareta Wolf betonte vor Teilnehmern aus der ganzen Welt, dass es nun darauf ankomme, gemeinsam die Markteinführung der erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Hierfür sei es notwendig, faire Bedingungen für den Marktzugang zu schaffen. Durch intensive Forschung und durch die Fertigung in Großserie könnten die Kosten für die Produktion von Energie aus erneuerbaren Quellen gesenkt werden. So sei es in den letzten zehn Jahren gelungen, zum Beispiel die Kosten für Solarstromanlagen zu halbieren, hob Frau Wolf hervor.

23.09.2004   Quelle: BMU
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Clement fordert von Stromkonzernen Preisstopp bis 2005

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement hat die Energiewirtschaft aufgefordert, bis zum Jahreswechsel auf eine Erhöhung der Strompreise zu verzichten. In einem Interview der ZEIT erklärte Clement: "Ich halte es für vernünftig, dass sich alle Beteiligten Zurückhaltung auferlegen, bis das neue Energiewirtschaftsgesetz in Kraft ist und der Regulierer seine Arbeit für mehr Wettbewerb in den Strom- und Gasnetzen aufnehmen kann. Das könnte, wenn alle guten Willens sind, ab 1. Januar der Fall sein."   Einen entsprechenden Vorschlag hatte der Energiekonzern Eon gemacht, RWE und Vattenfall erklärten dagegen, an den geplanten Preiserhöhungen festhalten zu wollen.

Der Wirtschaftminister lehnte gegenüber der ZEIT zusätzliche Subventionen für die Kohlewirtschaft ab. Sein Amtsvorgänger Werner Müller hatte gefordert, dass die Bundesregierung sich an den Kosten einer neuen Zeche beteiligen solle.

Clement forderte ferner, angesichts der Gefahren des internationalen Terrorismus mehr Augenmerk auf die Sicherheit der Energieversorgung zu richten. "Wir sind bisher sehr lax mit diesem Problem umgegangen", erklärte er. "Lange hieß es, es sei doch alles da auf der Welt, man könne das Nötige importieren. Davor kann ich nur warnen: Angesichts von Terrorgefahr und Rohstoffknappheit stimmt das so nicht mehr."

Das komplette Interview erscheint in der ZEIT Nr. 40 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 23. September 2004.

23.09.2004   Quelle: DIE ZEIT
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Solvis und VW planen Solarstrom-Tankstelle

Solvis-Chef Jäger und VW-Brennstoffzellenexperte Ruderisch planen eine Solartankstelle.
Solvis-Chef Jäger und VW-Brennstoffzellenexperte Ruderisch planen eine Solartankstelle.

Die Braunschweiger SOLVIS GmbH & Co KG will mit dem Technologiezentrum von Volkswagen in Isenbüttel eine „Photovoltaik-Tankstelle" errichten. In Zukunft soll damit Wasserstoff für die Energieversorgung des Forschungszentrums oder für den Betrieb von Brennstoffzellen-Fahrzeugen erzeugt werden.   Solvis-Geschäftsführer Helmut Jäger und Bernd Ruderisch, Leiter der Entwicklung Brennstoffzellen-und Elektrofahrzeuge bei Volkswagen, unterzeichneten in Isenbüttel bei Gifhorn eine Absichtserklärung. Demnach soll das Technologiezentrum Isenbüttel, das seit 2001 Sitz der Entwicklung für alternative Antriebe von Volkswagen ist, eine Solartankstelle erhalten. Die 50 Quadratmeter große Solvis-Photovoltaikanlage soll Frühjahr 2005 in Betrieb gehen. Der dort gewonnene Wasserstoff aus Sonnenenergie soll in Druckspeichern zwischengelagert werden. Er kann dann für die Energieversorgung des Entwicklungszentrums oder an einer Druck-Wasserstofftankstelle an Brennstoffzellen-Autos abgegeben werden.

Jäger sieht für sein Unternehmen Zukunftsperspektiven: „Die optimale Nutzung von Sonnenenergie mit Großflächenmodulen ist das Geschäftsfeld von Solvis. Mit dem anstehenden Projekt entwickeln wir unsere hochmoderne Technologie für die Anforderungen eines zukünftigen Marktes weiter.“ Ruderisch begründet das Projekt aus der Sicht von Volkswagen: „Für eine sinnvolle Nutzung muss die gesamte Kette von der Erzeugung über den Transport bis hin zur effizienten Nutzung der alternativen Energien untersucht werden. Die zukünftige Wasserstoff-Erzeugung mit Sonnenenergie wird ein wichtiges Element bilden“.

Solvis hat sich als Hersteller innovativer Solar- und Heiztechnik einen Namen gemacht. Der mehrfach prämierte Solarheizkessel SolvisMax für Gas und Öl bietet die Möglichkeit, später auch mit Holzpellets und mit einer Brennstoffzelle zu arbeiten. Das mitarbeitergeführte Unternehmen wurde 1988 von fünf Personen gegründet, heute sind 35 Mitarbeiter direkt am Unternehmen beteiligt. Im Mai 2002 hat Solvis ein neues Betriebsgebäude als Nullemissionsfabrik gebaut, das bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat.

Volkswagen hat 1972 seine ersten Elektrofahrzeuge vorgestellt und diese Technologie über Jahrzehnte begleitet. Seit Ende der Neunziger entwickelt der Konzern auch eigene Brennstoffzellen und Demonstrationsfahrzeuge und macht sich dort die langjährigen Erfahrungen mit Elektroantrieben zu Nutze. 2001 wurde die Aktivität des Volkswagen-Konzerns im Bereich der Entwicklung alternativer Antriebe im Technologiezentrum Isenbüttel zusammengefasst. Seitdem werden dort zukunftsweisende Fahrzeugantriebe und damit verbundene nachhaltige Energiekonzepte entwickelt und bewertet.





23.09.2004   Quelle: SOLVIS
Bildquelle: Solvis.
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SolarWorld-Tochter GPV baut Modulproduktion weiter aus

Der schwedische Solarmodulhersteller Gällivare PhotoVoltaic AB (GPV) baut die Produktion weiter aus. Die Kapazität der größten Modulfabrik Nordeuropas, einer Tochter der SolarWorld AG, werde von derzeit 24 Megawatt (MW) auf 32 MW erhöht, berichtet die SolarWorld AG. "Die entsprechende Finanzierung ist unter Dach und Fach", sagt GPV-Geschäftsführer Andreas Hinzer.   "Wir erwarten, dass uns die neue Kapazität ab Mitte 2005 zur Verfügung stehen wird. Im laufenden Jahr werden wir die Modulproduktion auf über 11 MW mehr als verdoppeln und 2005 erneut stark zweistellig wachsen", kündigt Hinzer an.


Konzernausbau: Deutsche Solar feiert Richtfest für optimierte Kristallisation

"Der Ausbau bei GPV illustriert die Strategie des SolarWorld-Konzerns, vor dem Hintergrund einer stark wachsenden internationalen Nachfrage, unsere Fertigungskapazitäten auf allen Produktionsstufen zu verdoppeln", beschreibt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG, die Expansionspläne. So habe Anfang September die Deutsche Solar AG - eine der weltweit bedeutendsten Produzentinnen von Solarwafern - das Richtfest für den Ausbau der Produktionshalle für die Kristallisation gefeiert. Dadurch würden die Prozesse zur Gewinnung solarer Siliziumblöcke weiter optimiert.


SolarWorld AG mit dem "Oskar für den Mittelstand" ausgezeichnet

In Anerkennung ihrer Unternehmenspolitik erhielt die SolarWorld AG den "Oskar für den Mittelstand", einerseit 1993 vergebenen Ehrung. Die Initiatoren der privaten Oskar-Stiftung verleihen die Preise jährlich an "hervorragende" mittelständische Unternehmen. "Der Erfolg unseres Unternehmens zeigt, dass ein mittelständisches Unternehmen mit dem Tatendrang seiner Mitarbeiter in Deutschland Vieles bewegen kann", kommentiert Asbeck die Ehrung. "Die SolarWorld AG ist so zu einem der bedeutendsten Produzenten von Solarstromtechnologie aufgestiegen".




23.09.2004   Quelle: SolarWorld AG

 

Klimaschutz: Wohnwirtschaftliche Programme der KfW reduzieren CO2-Ausstoß um über 4 Millionen Tonnen

Nach einer Studie des Forschungszentrums Jülich wird durch das KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm, das KfW-Programm zur CO2-Minderung sowie das KfW-Wohnraummodernisierungsprogramm 2003 der jährliche CO2-Ausstoß bis Ende 2005 um über 4 Millionen Tonnen CO2 gesenkt.  Das berichtet die KfW Förderbank anlässlich der Konferenz "Europäisch Leben - Europäisch Wohnen", am 22.09.2004 in Berlin. Experten aus Politik, Verbänden, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien treffen sich in der KfW Niederlassung Berlin, um ihre Erfahrungen auszutauschen zu Themen wie der Energieeinsparung und der Ästhetik der Außen- und Innengestaltung sowie der Minderung des CO2-Ausstoßes. Schirmherr der Veranstaltung ist Dr. Manfred Stolpe, Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen.

"Energieeinsparung und CO2-Minderung haben in unserer Förderung einen hohen Stellenwert und leisten einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz in Deutschland. Zugleich wurden im vergangenen Jahr 90.000 Arbeitsplätze in der mittelständischen Bauwirtschaft gesichert. Die Aspekte Ökologie und Ökonomie ergänzen sich in hervorragender Weise, " betonte Ingrid Matthäus-Maier, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Seit 1990 hat die KfW Förderbank die Instandsetzung und Modernisierung von 5 Millionen Wohnungen finanziert. Etwa zwei Fünftel aller geförderten Maßnahmen dienten dem Ziel der Energieeinsparung sowie der CO2-Minderung. Rund 15 Prozent des nationalen Klimaschutzziels für den Haushalts- und Wohnungssektor wurden nach Angaben der Förderbank über die von der KfW unterstützten Maßnahmen erreicht.

"Die Förderung der Wohnungswirtschaft bildet den quantitativen Schwerpunkt der KfW Förderung", sagte Matthäus-Maier. Der Erhalt und die Verbesserung der bestehenden Siedlungen sind zentrales Anliegen einer zukunftsfähigen sozialverträglichen Stadt- und Siedlungsentwicklung. Die Sanierung beinhaltet auch eine Chance, denn Gebäude werden so nicht nur erhalten, sondern auch ästhetisch aufgewertet und technisch auf den neusten Stand gebracht werden. Die Modernisierung schafft ein positives Wohnumfeld, wobei die Wohnqualität erheblich verbessert werden kann. Nicht zuletzt bleiben so auch soziale Strukturen in einer gewachsenen Umgebung erhalten".

22.09.2004   Quelle: KfW
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Emissionshandel: Antragstellung erfolgreich abgeschlossen

Mehr als 2.300 elektronische Nachrichten zum Erhalt von Emissionsberechtigungen sind bis zum Ende der Antragsfrist am 20.09.2004 um 24:00 Uhr bei der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) eingegangen, berichtet das Umweltbundesamt (UBA) in einer Pressemitteilung.  "Die Unternehmen haben das Antragsverfahren trotz der knappen Fristen erfolgreich gemeistert" sagt UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge. "Dabei hat sich insbesondere die Verschiebung der Antragsfrist um vier Wochen positiv ausgewirkt, die auf Initiative des Bundesumweltministerium zustande kam", ergänzt Dr. Hans Jürgen Nantke, Leiter der DEHSt. "Diese Zeit wurde von den beteiligten Unternehmen genutzt, um sich auf das Antragsverfahren vorzubereiten. Die DEHSt hat dies durch eine umfassende Information zum Emissionshandel unterstützt", so Nantke.

Die DEHSt habe mit der Prüfung der Anträge begonnen, so da UBA. Voraussichtlich im November 2004 werden die Unternehmen ihren individuellen Zuteilungsbescheid erhalten. Dabei werde das vom Gesetzgeber festgelegte Budget an Emissionsberechtigungen für maximal 495 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zu Grunde gelegt.

Das Antragsverfahren wurde vollständig elektronisch abgewickelt, von der Datenerfassung in den Unternehmen bis zur Übermittlung an die DEHSt. Es habe sich aus Sicht des Umweltbundesamtes bewährt. "Die elektronische Kommunikation trägt wesentlich dazu bei, die Verwaltungskosten im Emissionshandel gering zu halten", so Nantke. Dies sei wichtig, weil die Tätigkeit der nationalen Behörde aus den Gebühren der teilnehmenden Unternehmen finanziert werde. Die elektronische Kommunikation komme auch für die künftige Zusammenarbeit zwischen Behörde und Unternehmen zum Einsatz, zum Beispiel bei der Zusendung der Zuteilungsbescheide sowie bei der Eröffnung von Konten für den Emissionshandel.

Die genaue Zahl der gültigen Anträge werde erst nach Abschluss der Prüfung endgültig feststehen, so das UBA.

22.09.2004   Quelle: UBA
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Berlin: Grünes Licht für Solarstromanlagen auf öffentlichen Dächern

Klaus Böger, Berliner Senator für Bildung, Jugend und Sport hat erstmalig ein öffentliches Dach zum Aufbau und Betrieb einer Solaranlage für 20 Jahre vermietet. Am Donnerstag 16.09.2004 wurde der Mietvertrag für das Dach des Oberstufenzentrums TIEM in Spandau unterzeichnet, berichtet der Mieter, der Solarverein Berlin e.V., in einer Pressemitteilung.  Der Verein will die Dachfläche für die dritte Bürger-Solaranlage Berlins nutzen. „Eine vorbildliche Zusammenarbeit der Senatsverwaltungen von Klaus Böger und Ingeborg Junge-Reyer zum Nutzen des Ausbaus der regenerativen Energien in Berlin“ bedankte sich die Vorsitzende des Solarvereins, Claudia Pirch-Masloch, bei den Mitarbeitern der Abteilung II der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, Peter Weiz und Hanns Sodemann, sowie Wolfram Müller von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat Klimaschutz.

Nunmehr sei der erste Schritt getan, das Dächerprogramm des Referates Klimaschutz der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung umzusetzen, so der Solarverein. Hierbei stelle das Land Berlin öffentliche Dächer für eine geringe Miete zur Verfügung. So werde beispielsweise Bürger-Solarinitiativen und privaten Investoren ermöglicht, Photovoltaikanlagen zur Erzeugung von Strom zu betreiben. Hierdurch werde der Anteil der klimaschonenden erneuerbaren Energien an der Gesamtstromerzeugung erhöht.

22.09.2004   Quelle: Solarverein Berlin e.V.
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Margareta Wolf: Investitionen in Erneuerbare Energien auch langfristig stärken

"Solarenergie und die energetische Biomasse-Nutzung werden sich zu wichtigen Säulen für die künftige Versorgung mit regenerativer Wärme und Strom entwickeln. Investitionen in Erneuerbare Energien lohnen sich, dies gilt nicht nur für die Boom-Branche der Windenergie". Das betonte Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, am 20.9.2004 bei einer Diskussionsveranstaltung der Deutschen Kreditbank in Schloss Liebenberg (Brandenburg).  Mittel- und langfristig müssten sich erneuerbare Energieträger nicht nur aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes durchsetzen. Sie hätten auch beste Aussichten, eine wichtige Rolle in der Energieversorgung Deutschlands zu spielen und böten daher Chancen für Investoren und Kapitalgeber, so Wolf weiter. Schon heute würden rund 10 Milliarden Euro in Deutschland jährlich im Bereich der erneuerbaren Energien umgesetzt. Rund zwei Drittel davon fließen laut Wolf in Investitionen, derzeit vor allem in den raschen Ausbau der Windenergie.

In wenigen Jahren würden aber auch andere regenerative Energieträger wichtig werden. Dynamisches Wachstum, so Wolf, sei gerade in den Sparten der Photovoltaik und der Biogasverwendung zu verzeichnen. Mit dem kürzlich novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz habe die Bundesregierung für langfristige Investitionssicherheit gesorgt und die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass auch die Biomasse und die Solarenergie ihre Kosten Schritt für Schritt verringern und mittelfristig wettbewerbsfähig Energie bereitstellen könnten.

22.09.2004   Quelle: BMU
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Neuer Solarstrom-Rekord im Raum Köln

Dünnschicht-Solarstromanlage in Frechen.
Dünnschicht-Solarstromanlage in Frechen.

In Frechen ging Ende September 2004 eine Solarstromanlage der Superlative an das öffentliche Stromnetz, berichtet die Solarzentrum Rheinland GmbH in einer Pressemitteilung. Die Anlage auf zirka 4.000 Quadratmetern Dachfläche habe eine Gesamtleistung von 193 Kilowatt (kWp), womit im Kölner Raum ein neuer Größenrekord aufgestellt worden sei.  Mit dem in Frechen erzeugten Solarstrom könnten zirka 30 Vier-Personen-Haushalte ihren jährlichen Strombedarf decken. Das Solarkraftwerk ist auf der Reitsportanlage "Sonnenhof Frechen-Grefrath" installiert.

Die knapp 4.000 Solarmodule produzieren auf vier großen Hallendächern jährlich etwa 164.000 Kilowattstunden umweltfreundlichen Solarstrom. Mit dem Bau war das Solarzentrum Rheinland beauftragt. Der 18-köpfige Solarfachbetrieb mit Sitz in Euskirchen übernahm bei dem Projekt die Federführung und war sowohl für die Planung und Lieferung als auch die Montage verantwortlich.

Das besondere der Anlage sei aber nicht nur die Größe, so das Solarzentrum Rheinland. Der Geschäftsführer des Solarzentrums, David Muggli, erklärt: „Die schwarz-grünen Glas-in-Glas-Platten beruhen auf der so genannten Dünnschicht-Technologie." Solche Module können auch diffuses Licht in Strom umwandeln, zum Beispiel an grauen Regentagen. „Dies können die bislang überwiegend verbreiteten Module auf Silizium-Basis mit der typisch blauen Eisblumenoptik nicht“, führt David Muggli weiter aus.

22.09.2004   Quelle: Solarzentrum Rheinland GmbH
Bildquelle: Solarzentrum Rheinland GmbH.
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Emissionshandel: Bundesrepublik ruft Europäisches Gericht an

Die Bundesregierung hat ihre angekündigte Klage gegen die EU-Kommission beim Europäischen Gericht in Luxemburg eingereicht. Das berichtet das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. Dabei gehe es um eine Klausel im deutschen Gesetz über die Zuteilung von Emissionszertifikaten, mit der die Bundesregierung Überallokation und Missbrauch verhindern will.  Die EU-Kommission hatte diese Missbrauchsklausel Anfang Juli beanstandet und es der Bundesregierung untersagt, überschüssige Zertifikate einzuziehen, wenn sich etwa die ursprünglichen Angaben eines Anlagenbetreibers als unzutreffend erweisen sollten. Mit der Klage will die Bundesregierung ihre Rechtsposition wahren, sie betont aber zugleich ihr Interesse an einer Lösung des Konflikts auf dem Verhandlungswege. Gespräche seien bereits aufgenommen worden, hätten aber innerhalb der engen Klagefrist nicht abgeschlossen werden, die am 22. September 2004 ablaufe.

Deutschland habe alle erforderlichen Maßnahmen für einen pünktlichen Start des Emissionshandels am 1.1.2005 ergriffen, so das BMU. Alle erforderlichen Gesetze und Verordnungen seien verabschiedet und in Kraft getreten, die Emissionshandelsstelle eingerichtet, das Antragsverfahren sei angelaufen und werde in den nächsten Wochen abgeschlossen.

Mit ihrer Entscheidung vom 7. Juli 2004 zum deutschen Allokationsplan gab die EU-Kommission grünes Licht für die Ausgabe von Emissionszertifikaten. Sie beanstandete jedoch aus grundsätzlichen Erwägungen sogenannte „ex-post-Regelungen“, die der deutsche Gesetzgeber zur Vermeidung von Überallokation und Missbrauch im Zuteilungsgesetz (ZuG) eingeführt hatte.

Die Bundesregierung will erreichen, dass sie im Falle von Überallokation und Missbrauch überschüssige Zertifikate einziehen kann. Es gehe ihr nicht um eine nachträgliche Ausgabe von zusätzlichen Zertifikaten, betont das BMU. Deutschland habe durch Gesetz geregelt, dass die Obergrenze von 495 Millionen Tonnen CO2 nicht überschritten werden könne.




21.09.2004   Quelle: BMU
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EU-Kommission will weltweite Zusammenarbeit bei Umweltpolitik

Die Europäische Kommission und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) kündigten am 21.09.2004 eine Verstärkung ihrer Zusammenarbeit zur wirksamen Bekämpfung weltweiter Umweltprobleme an. Die von Umweltkommissarin Margot Wallström und Klaus Töpfer, dem geschäftsführenden Direktor des UNEP, unterzeichnete Erklärung, dient dem stärkeren politischen Dialog und der Zusammenarbeit auf allen Ebenen.  Sie soll dazu beitragen, Themen der Konferenz zur nachhaltigen Entwicklung 2002 in Johannesburg wie zum Beispiel nachhaltige Verbrauchs- und Produktionsmuster, biologische Vielfalt, Wasser und Abwasserbehandlung und erneuerbare Energieträger umzusetzen.

„Herausforderungen für die Umwelt müssen wirksam international angepackt werden. Die meisten Bedrohungen sind weltweiter Art. Der Auftrag und die Ziele des UNEP stimmen mit den umweltpolitischen Prioritäten der EU überein. Daher muss sich die Kommission uneingeschränkt an den Arbeiten des UNEP beteiligen und aktiv zur Entwicklung und Umsetzung weltweiter Umweltstrategien beitragen. Dadurch wird auch das UNEP als wichtigste weltweite Umweltorganisation gestärkt. Mit vereinten Kräften können wir die heutigen Umweltprobleme besser bewältigen", erklärte Kommissarin Margot Wallström bei der Unterzeichnung:“

"Die Unterzeichnung dieser Absichtserklärung bringt den Umweltschutz auf globaler Ebene und den regionalen Ebenen einen großen Schritt voran, auf denen die Kommission und UNEP gemeinsame Ziele haben“, ergänzt Klaus Töpfer. „Ich möchte allen in der Kommission, insbesondere der Kommissarin Wallström, und allen im UNEP gratulieren, die zu diesem Erfolg beigetragen haben“, fügte er hinzu. „Doch die wirklich schwere Arbeit fängt jetzt erst an. Sie reicht vom Kampf gegen den Klimawandel über die Überwindung der Armut in Afrika bis zur Hilfe beim Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur in vom Krieg verwüsteten Ländern wie Afghanistan. Umwelt und Entwicklung stellen enorme Herausforderungen an das UNEP und die EG. Wenn wir zusammenarbeiten, haben wir eine viel bessere Chance auf Erfolg“, schloss Töpfer ab.

Regelmäßige Sitzungen von hochrangigen Beamten und Fachleuten der Kommission und der UNEP und Diskussionen über politische Strategien und finanziellen Zusammenarbeit sollen die Partnerschaft vertiefen und somit zur einer effizienten Umweltpolitik beitragen. Für die unmittelbare Zusammenarbeit wurden unter anderem Bereiche wie nachhaltige Produktions- und Verbrauchsmuster, Aufbau von Kapazitäten in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie die weltweite Gewährleistung des Zugangs zu sauberem Wasser ausgewählt.

21.09.2004   Quelle: EU-Kommission
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Britischer Premierminister Blair: Klimaschutz hat oberste Priorität

In einer Rede am 14.09.2004 sprach Großbritanniens Premierminister Tony Blair über die nach seiner Einschätzung größte Umweltherausforderung, der die Welt heute gegenübersteht: den Klimawandel. Blair fasste die Lage wie folgt zusammen: "Wenn das zutrifft, was die Wissenschaft uns über den Klimawandel sagt, und er nicht gedämpft wird, dann wird er katastrophale Folgen für unsere Erde haben. Fast sicher ist das, was die Wissenschaft sagt, zutreffend".  Klimaschutz und Wirtschaftswachstum sind keine konkurrierenden Ziele

Die jüngsten Erfahrungen in Großbritannien hätten gezeigt, dass es sehr wohl möglich sei, Emissionsminderung und Wirtschaftswachstum miteinander zu verbinden, betonte Blair. Weitere Investitionen in Forschung und Technologie und die damit in Verbindung stehenden Unternehmen böten das Potenzial, die Möglichkeiten einer solchen gesunden Kombination von Nachhaltigkeit und Entwicklung zu verwirklichen. Um auf diesem Gebiet eine Führungsrolle in der Welt einnehmen zu können, müsse Großbritannien zunächst im eigenen Land Führungskraft unter Beweis stellen, so Blair. "Der G8- und der EU-Vorsitz im nächsten Jahr bieten eine hervorragende Möglichkeit, diese Diskussion auf einer neuen und besseren Ebene voranzubringen, die nach der Unstimmigkeit über Kyoto nun die Aussicht auf Einigung und konkretes Handeln bietet", sagte Blair.


Zeit, zu handeln

Premierminister Blair hob in der Rede zentrale Aspekte seiner Strategie für die G8 hervor, bei der Afrika und der Klimawandel oberste Priorität haben würden: "Erstens möchte ich Übereinstimmung herbeiführen, was die grundlegenden wissenschaftlichen Fakten zum Klimawandel und zu der Bedrohung angeht, die er darstellt. Diese Übereinstimmung gab es bisher nicht, und sie könnte die Grundlage für weitere Maßnahmen bieten", so Blair. Zweitens macht Blair sich stark für die Einigung auf ein Verfahren zur Beschleunigung der wissenschaftlichen, technischen und anderweitigen Maßnahmen, die nötig seien, um der Bedrohung zu begegnen. Drittens, sei es ist unerlässlich, über die G8-Staaten hinaus andere Länder mit steigendem Energiebedarf einbeziehen, wie zum Beispiel China und Indien.

"Vor dem G8-Gipfel selbst schlagen wir vor, im Februar eine internationale wissenschaftliche Tagung im Hadley Centre for Climate Prediction and Research in Exeter abzuhalten", so Blair. "Wir sind gewarnt. Bei den meisten Dingen erwarten wir, dass die Kinder auf ihre Eltern hören. Beim Klimawandel aber sollten die Eltern auf ihre Kinder hören. Es ist jetzt an der Zeit, damit anzufangen", fordert Blair

Premierminister Tony Blair sprach anlässlich des 10-jährigen Bestehens des "The Prince of Wales Business & Environment Programme" (Programm für Unternehmen und Umwelt des Prinzen von Wales) in London.

Eine gekürzte Version der Rede bietet die Britische Botschaft Berlin unter http://www.britischebotschaft.de/de/news/items/040914.htm. Den

Den vollständigen Text der Rede (Englisch) finden Sie unter http://www.number-10.gov.uk/output/Page6333.asp.

21.09.2004   Quelle: Britische Botschaft Berlin
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Badenova und Sportclub Freiburg setzen auf Solar-Fabrik

Solarstromanlage auf dem Tribünendach des Bundesligisten SC Freiburg.
Solarstromanlage auf dem Tribünendach des Bundesligisten SC Freiburg.

Der Energiedienstleister badenova und der Sportclub Freiburg setzen bei ihrer aktuellen Solarinitiative "regiosonne" auf Module der Solar-Fabrik AG. Die neu gegründete badenova-Tochtergesellschaft "regiosonne" hat mit der Solar-Fabrik einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Solarmodulen mit einer Gesamtleistung von einem Megawatt abgeschlossen.  Als erstes Teilprojekt sei eine Solarstromanlage auf dem Dach der Nordtribüne des badenova-Stadions in Betrieb genommen, berichtet die Solar-Fabrik AG in einer Pressemitteilung. Die 700 Quadratmter große Anlage hat eine Leistung von 90 Kilowatt. In den nächsten Monaten sollen auch die badenova-Zentrale, die Freiburger Fußballschule im Mösle-Stadion und weitere badenova-Gebäude mit insgesamt rund 8.000 Quadratmetern Solar-Fabrik-Modulen bestückt werden.

Neben den Modulen liefert die Solar-Fabrik auch die Wechselrichter, die für die Netzeinspeisung des Sonnenstroms gebraucht werden. Zusammen mit den Firmen Freyler Industriebau und Elektro Geppert habe das neue Solarkraftwerk auf dem SC-Dach in nur wenigen Wochen realisiert werden können. Auch die nächsten Projekte sollen von regional ansässigen Partnerbetrieben der Solar-Fabrik ausgeführt werden. Die Solarstromanlage auf der Nordtribüne erzeuge künftig pro Jahr über 80.000 Kiloewattstunden Sonnenstrom und vermeide jährlich 50 Tonnen des Klimagases CO2.

"Wir haben uns erneut für die Technik unseres Kooperationspartners Solar-Fabrik AG entschieden, weil sie sehr gute Qualität bietet und weil wir mit diesen Komponenten hohe Energieerträge erwarten können", erläutert der Vorstandssprecher der badenova, Dr. Thorsten Radensleben. "Das gibt den regiosonne-Kommanditisten die notwendige Sicherheit für ihre Investitionen. Wir bauen mit diesem Projekt die bestehende Vertriebspartnerschaft zwischen badenova und Solar-Fabrik AG weiter aus", so Radensleben.

"Wir freuen uns, im Rahmen der neuen regiosonne-Vereinbarung unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit der badenova fortsetzen zu können", so Burkhard Holder, Vorstand Vertrieb der Solar-Fabrik AG. "Und wir begrüßen sehr, dass die badenova und der Sportclub Freiburg mit ihrem Solar-Engagement dazu beitragen, die Vorteile der Solartechnik und die attraktiven Konditionen für Solarstromanlagen in der Öffentlichkeit bekannt zu machen."

Das sieht auch SC-Trainer Volker Finke: "Mit dieser Initiative setzt der Sportclub seine Profilierung als ökologisch ausgerichteter Verein konsequent fort. Und das zusammen mit zwei Partnern, die schon bei den ersten Solarschritten des Sportclubs aktiv waren."

21.09.2004   Quelle: Solar-Fabrik AG
Bildquelle: Solar-Fabrik AG

 

Bundespräsident Köhler wird DBU-Umweltpreis überreichen

Horst Köhler informierte sich bereits vor seiner Wahl zum Bundespräsidenten in Osnabrück über die Arbeit der DBU
Horst Köhler informierte sich bereits vor seiner Wahl zum Bundespräsidenten in Osnabrück über die Arbeit der DBU

Prominente „Rückenstärkung“ für den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU): Bundespräsident Horst Köhler wird am 31. Oktober 2004 die höchstdotierte Umweltauszeichnung Europas an die Preisträger überreichen. In einem Schreiben an DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde betonte der Bundespräsident, der Umwelt- und Naturschutz sei „eine der wichtigsten Aufgaben, für die wir heute Verantwortung tragen“.  Brickwedde freut sich über die Zusage des Bundespräsidenten. Deutschlands Staatsoberhaupt dokumentiere damit die Bedeutung, die er dem Umweltschutz in einem modernen Staat beimesse. Köhlers Vorgänger Johannes Rau hatte den mit 500.000 Euro dotierten „Nobelpreis für Umweltschutz“ seit 1999 an die Preisträger des Jahres überreicht. Er wird von der DBU seit 1993 regelmäßig verliehen.

Mit der Vergabe des Deutschen Umweltpreises will die unabhängige DBU „Einsatz und Leistungen auszeichnen, die entscheidend und in vorbildlicher Weise zum Schutz und zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Umwelt beigetragen haben oder in Zukunft zu einer deutlichen Umweltentlastung beitragen werden", wie es die Leitlinien vorsehen. Die Auszeichnung soll Personen, Unternehmen und Organisationen „anstiften“, Umweltprobleme rechtzeitig zu erkennen und schon im Vorfeld zu entschärfen.

Im vergangenen Jahr ging der Preis zu gleichen Teilen an den Bioniker und Baumforscher Prof. Dr. Claus Mattheck und den mittelständischen Unternehmer Hermann Josef Schulte, dessen Firma ein Filtersystem für Dieselmotoren entwickelt hat. Zu den bisherigen Trägern des Umweltpreises zählen unter anderem der Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Prof. Dr. Klaus Töpfer (2002), sowie der spätere Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Paul J. Crutzen (1994). In den dreizehn Jahren ihres Bestehens hat die DBU 5.700 Projekte zum Umweltschutz mit über einer Milliarde Euro gefördert.

21.09.2004   Quelle: DBU
Bildquelle: DBU

 

Bundesverband Windenergie: Abzocke der Stromnetzbetreiber geht weiter

Als neuen Versuch der "Abzocke" durch die Stromnetzbetreiber bewertet der Bundesverband WindEnergie (BWE) das Lancieren von nicht abgenommenen Zwischenergebnissen der sogenannten Dena-Netzstudie an die Presse. "Offenbar soll damit von Seiten der Stromversorger die nächste unbegründete Erhöhung der Netznutzungsentgelte vorbereitet werden", bewertet Johannes Lackmann, Stellvertretender Präsident des BWE und Mitglied der Projektsteuerungsgruppe der Studie den Vorgang.  Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet in ihrer Ausgabe vom 20.09.2004 über angebliche Kosten für den windbedingten Netzausbau in Höhe vom mehreren Milliarden Euro in den nächsten Jahren. "Die FAZ zitiert dabei einen Zwischenbericht aus dem Juli, der wegen massiver fachlicher Mängel von den Auftraggebern nicht abgenommenen worden ist", kritisiert Lackmann. Die Netzstudie sei gemeinsam von Windbranche und Netzbetreibern in Auftrag gegeben worden. Die Daten zum Netzausbau seien allerdings von den Netzbetreibern e.on, Vattenfall und RWE selber bearbeitet worden. Deswegen seien eigens zwei unabhängige, externe Sachverständige hinzugezogen worden. Ihr erstes Fazit laut Lackmann: Die Zwischenergebnisse seien in wesentlichen Teilen nicht nachvollziehbar und widersprüchlich. Teilweise würden sich die Aussagen auf dem technischen Niveau eines Projektantrages bewegen.

"Der Zwischenbericht zeugt von ingenieurwissenschaftlichem Dilletantismus – oder Absicht! Technische Optimierungen werden vollständig ausgeschlossen. – Etwa so, als wenn eine Studie über den Autoverkehr der Zukunft noch mit dem PKW-Spritverbrauch der siebziger Jahre rechnen würde. Offenbar wollen sich die Netzbetreiber neue Argumente zurechtbiegen, um die Netze weiter auf Kosten der Stromverbraucher vergolden zu lassen. Die Windenergie soll dabei als Sündenbock herhalten", so Lackmann.

20.09.2004   Quelle: Bundesverband WindEnergie e.V.
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dena: FAZ-Interpretation der Netzstudie verfrüht und sachlich falsch

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) dementiert den am 20. September 2004 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienenen Artikel "Ausbau der Windkraft macht Stromausfälle wahrscheinlicher" in allen wesentlichen Punkten. Die Informationen der FAZ würden auf einem vorläufigen Entwurf des Abschlussberichts mit Stand Juli 2004 basieren, der keinerlei Rückschlüsse auf die endgültigen Ergebnisse der Studie zulasse, heißt es in einer dena-Pressemitteilung.  "Schon die Überschrift ist schlichtweg falsch" stellt dena-Geschäftsführer Stephan Kohler fest. "Das Gegenteil ist der Fall: Die dena-Netzstudie wird Instrumente und Wege aufzeigen, die die Versorgungssicherheit unter Berücksichtigung von zunehmender Windenergieleistung auf heutigem Niveau gewährleistet. Es entbehrt also jeder sachlichen Grundlage, dass der geplante Ausbau der Windkraft Stromausfälle zukünftig wahrscheinlicher macht."

Richtig sei vielmehr, dass aufgrund des vorläufigen Entwurfs des Abschlussberichts ein umfangreicher Katalog von klärungsbedürftigen Punkten vereinbart worden sei, welche die beauftragten Gutachter noch zu bearbeiten hätten. Zudem sei auch die studienbegleitende Plausibilitätsprüfung noch nicht abgeschlossen, heißt es in der dena-Presseerklärung Da die Studie in ihrer endgültigen Form voraussichtlich Anfang 2005 vorliegen werde, ließen sich zurzeit keine gesicherten Aussagen "herauslesen", spielt die dena auf eine Formulierung in der FAZ an. "Die inhaltlich korrekte Berichterstattung über einzelne Erkenntnisse und Ergebnisse ist nicht vorab, sondern erst nach Erscheinen einer Studie möglich - das sollte auch der FAZ bekannt sein" so die dena.

20.09.2004   Quelle: Deutsche Energie Agentur GmbH
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Windkraftausbau: FAZ sieht erhöhtes Risiko von Stromausfällen

Durch den geplanten Ausbau der Windkraft werde die Wahrscheinlichkeit großflächiger Versorgungsausfälle zunehmen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Ausgabe vom 20.09.2004. Die FAZ bezieht sich auf die Studie “Energiewirtschaftliche Planung für die Netzintegration von Windenergie in Deutschland an Land und Offshore bis zum Jahr 2020“.  Mit der Studie hatte die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) im September vergangenen Jahres ein Konsortium beauftragt, in dem das Deutsche Windenergie Institut, E.ON Netz, das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität Köln, RWE Transportnetz Strom und Vattenfall Europe Transmission vertreten sind.

Aus der "Dena-Netzstudie", die der FAZ vorliege und weitestgehend abgeschlossen sei, gehe hervor, dass die Stabilität des Stromnetzes nur gesichert werden könne, wenn für windschwache Zeiten herkömmliche Kraftwerke mit einer Leistung von mehreren tausend Megawatt in Reserve gehalten würden. Laut FAZ sind erhebliche Investitionen für neue Leitungen und die Absicherung erforderlich; den bis 2020 geplanten Zubau auf knapp 40 Megawatt Windkraftleistung (2003: 14 MW) hielten die Energieversorger für unrealistisch, so die FAZ.

Im August hatte die dena berichtet, die Arbeiten an der Studie würden erst Ende des Jahres abgeschlossen. Die Fertigstellung, ursprünglich für Mitte dieses Jahres geplant, werde aufgrund des komplexen Themas verschoben: Die Projektsteuerungsgruppe räume dem Team mehr Zeit zur Lösung der Aufgaben ein. Die Studie untersucht die energiewirtschaftlichen und technischen Auswirkungen des weiteren Ausbaus der Windenergie auf das Hochspannungsübertragungsnetz und den konventionellen Kraftwerkspark in Deutschland. Der bisherige Studienverlauf zeige, dass die Bearbeitung der höchst vielschichtigen Themen mit einem hohen Zeitaufwand verbunden sei, besonders die langfristige Integration der Windenergie in das Verbundnetz. In der Projektsteuerungsgruppe, die über wichtige Aspekte der Studie entscheidet und von der Deutschen Energie-Agentur geleitet wird, sind vertreten die Windenergie-, die Kraftwerks-, die Übertragungsnetz- und die Anlagenbaubranche, externe Sachverständige zur studienbegleitenden Plausibilitätsprüfung, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.

20.09.2004   Quelle: FAZ, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
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Solarzellen-Hersteller Sunways plant Wandelanleihe

Die Sunways AG mit Sitz in Konstanz, Produzent von Solarzellen und Wechselrichtern, will ihre Fertigung ausbauen. Die Mittel zur Kapazitätserweiterung sollen in Form einer Wandelanleihe beschafft werden.   Der Aufsichtsrat der Sunways AG habe den Vorstand ermächtigt, eine solche Anleihe zu begeben, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung.

Die Ausgabe der Wandelschuldverschreibung erfolgt laut Sunways AG auf der Grundlage des am 6. Mai 2004 gefassten Hauptversammlungsbeschlusses, wonach das Unternehmen bis 2009 einmalig oder mehrfach Wandel- und Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 30 Millionen Euro begeben kann. Solche Anleihen können zu einem vorher festgelegten Verhältnis in Aktien umgewandelt werden. Der Ausgabezeitraum sei voraussichtlich Herbst 2004. Die Konditionen sollen kurzfristig und marktnah festgelegt werden, so das Unternehmen.

20.09.2004   Quelle: Sunways AG
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Konarka übernimmt organische Photovoltaik-Forschung von Siemens

Die Konarka Technologies, Inc. mit Sitz in Lowell, Massachusetts (USA) kündigte Anfang September 2004 an, den Forschungsbereich organische Solarzellen von der Siemens AG zu kaufen. Mit dem Erwerb des Siemens- Know-hows würden zwei erfolgreiche Anstrengungen zusammengeführt, um eine neue Generation von Solarzellen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, die billiger, vielseitiger und leichter herzustellen seien, so Konarka in einer Pressemitteilung.  Die neuen Kunststoff-Solarzellen würden es erlauben, jedes elektronische Gerät mit einer eigenen Stromversorgung auszustatten. "Siemens ist einer der größten Neuerer im Bereich der Elektronik und der Stromversorgung, und dieser Abschluss erhöht Konarkas Möglichkeit, Photovoltaik-Bauelemente zu liefern, welche hinsichtlich des Preises und der Effizienz von einem Weltmarktführer im Bereich der dezentralen Energieversorgung erwartet werden", sagte Konarka-Chef Howard Berke.

Die Zusammenlegung der Forschungsprogramme im Bereich der organischen Photovoltaik mit dem Siemens-Programm wird große kommerzielle Vorteile für unsere Kunden bringen und die Art und Weise verändern, in der die Welt über die Sonnenenergienutzung denkt", so Berke weiter.

Bislang haben Konarka und Siemens unabhängig voneinander an leichten und flexiblen Bauelementen auf Kunststoffbasis geforscht. Mit dem Siemens-Wissen über organische Photovoltaik und dem neu zusammengestellten Forschungsteam um Dr. Christoph Brabec, werde Konarka gestärkt. Zusätzlich wird Dr. Thomas Grandke, Chef der Abteilung Materialien und Mikrosysteme bei Siemens, dem wissenschaftlichen Beraterkreis bei Konarka beitreten.

"Die Erfolge im Bereich der organischen Photovoltaik verdanken wir unserem Polymerelektronikprogramm, sie sind das Ergebnis umfangreicher Forschung an Fotodetektoren", sagte Dr. Andreas Brinkrolf, Geschäftsführer von Siemens Technology Accelerator. Diese Gruppe ist für die Vermarktung der Technologie zuständig. "Das Siemens-Team hat bereits Kunststoffzellen mit einem Wirkungsgrad von 5 % präsentiert. Nun liegt es an Konarka mit seinem starken Management und einer stabilen Technologiebasis, diese Ergebnisse zu sichern und zu steigern"; sagte Brinkrolf. "Wir erwarten, dass Konarka sich an der vordersten Front innovativer Lösungen zur Nutzung erneuerbarer Energien positioniert. Das macht das Unternehmen zu einem idealen Partner für die Umsetzung unserer Forschungsergebnisse in marktreife Produkte", so Brinkrolf weiter. Konarka-Gründer und Nobelpreisträger Dr. Alan Heeger sagte, er freue sich, mit Serdar Sariciftci und Dr. Brabec in einem Team zu arbeiten. In diesem träfen die anerkanntesten Pioniere auf dem Gebiet der leitfähigen Kunststoffe zusammen.

20.09.2004   Quelle: Konarka Technologies, Inc.

 

IWR: Weltweit Offshore-Windparks mit 45.000 MW Leistung geplant

Der Windenergienutzung auf dem Meer gehört in den nächsten Jahrzehnten die Zukunft. Nach einer Erhebung des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) und des Hamburger Beratungsunternehmens elexyr sind derzeit Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von 45.000 Megawatt (MW) rund um den Globus in der Planung.   „Das weltweite Investitionsvolumen dieser Windparkprojekte liegt bei aktuell rd. 70 Mrd. Euro,“ sagte Dr. Norbert Allnoch, Leiter des IWR und Schirmherr des Offshore Finance Circles (OFC).

Hauptmotor der maritimen Windenergie-Entwicklung ist laut IWR Europa. In der Länder-Rangliste führe Deutschland mit 28.000 geplanten Megawatt vor Großbritannien (10.000 MW) und Schweden (2.100 MW). In Nordamerika seien dagegen erst Offshore-Windparks mit einer Leistung von 1.300 MW in Planung. Wann die Offshore-Windparks in den nächsten Jahren und Jahrzehnten tatsächlich realisiert werden können, sei derzeit allerdings noch offen. „Wir befinden uns mit der maritimen Windtechnologie noch im Pionierstadium und erst müssen die großen Windkraftanlagen der Multi-Megawatt-Klasse ihre Zuverlässigkeit beweisen, bevor der Offshore-Markt so richtig durchstarten kann“, so Allnoch. Bisher sind laut IWR erste maritime Windparks mit einer Leistung von 600 MW errichtet worden, hauptsächlich in Dänemark.

Geplante und realisierte Offshore-Windenergie-Projekte im Internet finden Sie unter http://www.iwr.de/wind/offshore

20.09.2004   Quelle: IWR
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Veranstaltungsreihe: "Kraft-Wärme-Kopplung mit Brennstoffzellen"

Die Brennstoffzelle hat im Rahmen von Feldversuchen bereits Einzug in die Heizungskeller ausgewählter Testkunden gefunden. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Felderprobung wird das dezentrale Kleinkraftwerk zur Strom- und Wärmeerzeugung auch für Privatkunden erhältlich sein, Vor diesem Hintergrund wollen die Praxisseminare 2004 des Bildungsnetzwerks Brennstoffzelle Handwerk und Industrie vorbereiten auf den zunehmenden Einsatz dezentraler Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen).   Beispiele dafür sind motorbetriebene Block-Heiz-Kraftwerke (BHKW) und brennstoffzellengestützte Blockheizkraftwerke (kurz BZ-BHKW). Heizungshersteller gehen derzeitig von einem Markteintritt noch in dieser Dekade aus.


Grundlagen und Praxis der KWK

Die zweite Veranstaltung der Reihe "Kraft-Wärme-Kopplung mit Brennstoffzellen" am 15. und 16.September 2004 in Osnabrück vermittelt die Grundlagen der Brennstoffzellentechnik, zeigt die Funktion und den Aufbau eines BZ-BHKWs, beschäftigt sich mit der Medien- und elektrotechnischen Anbindung, stellt Anlagen und Akteure vor und liefert zudem Praxiserfahrungen aus Feldversuchen. Ziel des ersten Tages ist die Vermittlung notwendiger Grundlagen der KWK sowie der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie, am zweiten Tag steht der Praxisbezug im Vordergrund. Zielgruppen sind Multiplikatoren (z.B. Berater und Ausbilder, aus Kammern und Verbänden), Geschäftsführer und Meister aus Handwerksbetrieben sowie Ingenieure und Techniker aus der Industrie.

Die Veranstalter, das Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle Ulm, das Forschungszentrum Jülich sowie das Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik arbeiten in dem informellen Netzwerk "Bz-Bildung" mit dem Ziel, die Brennstoffzellentechnologie von der Forschung zu den Anwendern zu transferieren. Der Deutsche Handwerkskammertag DHKT unterstützt die Veranstaltungen im Rahmen seiner Informations- und Weiterbildungsmaßnahmen.

Die einzelnen Seminare haben unterschiedliche Schwerpunkte. Während beim Termin in Osnabrück klassische BHKWs vorgestellt werden und dabei die BZ-Technik eingeschlossen wird, führen die Veranstaltungen Ulm und Jülich mittels praktischer Übungen an die Besonderheiten der BZ-BHKWs heran.

Termine: 15. und 16. September 2004; BHKW-Schulungszentrum an der Handwerkskammer Osnabrück. 24. und 25. November 2004; Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle Ulm e.V. Teilnahmegebühr: 250,- Euro (inkl. Mittagsimbiss, Unterlagen). Vereinsmitglieder des WBzU e.V. sowie Zielgruppen der DHKTFörderung erhalten Ermäßigung (150,- €)

Weitere Informationen und Anmeldung unter http://www.bz-bildung.de/



20.09.2004   Quelle: Bildungsnetzwerk Brennstoffzelle
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Mecklenburg-Vorpommern: Energiereserve Sonne stärker nutzen

Anlässlich des am 10. September 2004 im Technischen Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin eröffneten 4. norddeutschen Solarmobilrennens bezeichnete Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling in seinem Grußwort die Sonne als "gewaltige Energiereserve, die unerschöpflich und kostenfrei für alle vorhanden ist".  Vor allem werde bei ihrer Nutzung kein klimaschädliches Kohlendioxid ausgestoßen. Im Interesse des Klimaschutzes könnte und sollte die Sonnenenergie weltweit viel mehr genutzt werden, so der Minister. Minister Methling lobte die Idee, das diesjährige Solarmobilrennen im Rahmen der Wissenschaftstage auszutragen. Damit hätten die Schüler die Möglichkeit, sich theoretisch über die Nutzung der Sonnenenergie zu informieren und gleichzeitig Theorie in Praxis umzusetzen.

"Die Technik der Solarenergienutzung ist erst 50 Jahre alt und damit im Vergleich zum über 100-jährigen Automotor noch relativ jung. Zwar wurden seitdem Antriebssysteme und Motoren erheblich verbessert, dennoch erzeugen Autos und Flugzeuge immer noch große Mengen Kohlendioxid. Ich hoffe, dass es auch im Bereich der Sonnenenergienutzung - ähnlich wie bei den Automotoren - eine gewaltige Entwicklung geben wird", so der Minister. "Vielleicht wird ja einer von euch in Zukunft daran forschen und dafür sorgen, dass Solarautos konkurrenzfähig zu herkömmlichen Antriebssystemen angeboten werden. Oder, dass eine Speicherung des Stromes überall unproblematisch möglich wird. Bei der Nutzung regenerativer Energien gibt es noch erheblichen Forschungs- und Entwicklungsbedarf, damit sich diese umweltfreundlichen Energien in allen Bereichen durchsetzen. Überall werden gute und innovative Ideen gebraucht, aber auch viel Teamgeist und Begeisterungsfähigkeit - so wir ihr es mit der heutigen Teilnahme am Solarmobilrennen schon unter Beweis stellt. Auch deshalb bin ich in diesem Jahr wieder sehr gern zu diesem Solarmobilrennen gekommen", sagte Umweltminister Methling in seinem Grußwort.

19.09.2004   Quelle: Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern
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Solares Bauen: Mit Sonne und 2,5 Kubikmeter Holz über den Winter

Süddach mit Kollektoren und Solarmodulen.
Süddach mit Kollektoren und Solarmodulen.

Sonnenkollektoren und eine Stückholzheizung sorgen im Haus der Straubinger Familie Diergardt für Heizwärme. Die Fassade des Gebäudes ist aus Holz, das Süddach komplett verglast, und auch die Ausrichtung quer zur Straße fällt aus dem Rahmen. Dank der Holzständerbauweise mit ihren sehr guten Dämmeigenschaften, der großen Solarwärmeanlage auf dem Dach und der konsequenten Ausrichtung nach Süden kann das Haus ausschließlich mit Sonne und Holz geheizt werden. „Nur zweieinhalb Ster Brennholz haben wir in unserem ersten Winter verbraucht“, freut sich Volker Diergardt. „Insgesamt brauchten wir nur 14 Mal nachzuheizen: das erste Mal am 22. November, das letzte Mal am 13. Februar. Ansonsten sorgt bei uns die Sonne für Wärme.“   Das Bau- und Heizkonzept des Sonnenhause wurde von dem Straubinger Architekten Georg Dasch und Partnern gemeinsam entwickelt. Bei diesem Niedrigstenergiehaus werden mindestens 50 Prozent des Wärmeenergiebedarfs für Heizung und Warmwasser durch eine Solaranlage gedeckt, der Restbedarf im Idealfall durch eine moderne Biomasseheizung. Hierfür sind große Sonnenkollektoren auf einem Süddach mit geeigneter Neigung, ein entsprechend dimensionierter Solarspeicher und eine sehr gute Wärmedämmung erforderlich: Das 41 Grad steile Süddach wird komplett für die Energieerzeugung durch die Sonne genutzt. 60 Quadratmeter Sonnenkollektoren sorgen für Wärme, 30 Quadratmeter Photovoltaikmodule für Strom. Der Solarstrom wird in das öffentliche Netz eingespeist, die Wärmeenergie fließt in den Solarspeicher. Der stählerne Solartank ist in die Wohnfläche integriert und reicht vom Keller bis in das Erdgeschoss. Dort steht der Speicher, der mit 20 Zentimeter Zellulosematerial an der Außenseite isoliert ist, zentral zwischen Wohnzimmer, Küche und Flur. Rund 75 Prozent des Wärmebedarfs für eine Wohnfläche von 220 Quadratmeter werden allein durch die Sonne gedeckt. Im Winter wird mit einer 25-Kilowatt-Stückholzheizung nachgeheizt.


Optimale Wärmedämmung ermöglicht hohen Solaren Deckungsgrad

Damit ein so hoher solarer Deckungsgrad erreicht werden kann, wurde das Gebäude sehr gut wärmegedämmt. Ein wesentlicher Faktor ist die Holzständerbauweise, bei der die Räume zwischen den einzelnen Holzschichten mit Dämmmaterial gefüllt sindZu dem vorteilhaften Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,12 (=U-Wert bzw. früherer K-Wert) trägt auch das Dach bei, das ebenfalls in Holzständerbauweise errichtet ist. Von den rund 40 Zentimetern Stärke sind 24 plus 12 Zentimeter Dämmung. Dritter Punkt sind die Fenster. Die Holzfenster besitzen eine außenseitige Aluschale und dreifache Isolierverglasung. Außenjalousien dienen als Sonnenschutz.



19.09.2004   Quelle: Sonnenhaus-Institut e.V., Georg Dasch
Bildquelle: Sonnenhaus-Institut e.V.
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Braas: Bei steigenden Energiepreisen zahlt sich Solartechnik aus

Moderne Solarmodule fügen sich in die Optik des Daches ein.
Moderne Solarmodule fügen sich in die Optik des Daches ein.

Unabhängig zu sein von den steigenden Preisen bei Heizöl und Erdgas ist ein Traum vieler Hausbesitzer. Angesichts der Preisentwicklungen auf den Energiemärkten, seien Alternativen gefragt, so die Lafarge Dachsysteme GmbH, Hersteller der Solarsysteme der Marke Braas, in einer Pressemitteilung.   Benötigt werde eine Energiequelle, die sich auch für den "Hausgebrauch" eigne, keinen übermäßigen technischen Aufwand verursache und nicht von örtlichen Gegebenheiten abhänge. Ideal sei hier die Nutzung umweltfreundlicher Solarenergie. Sie stehe kostenfrei und unbegrenzt zur Verfügung und könne über ein Solarsystem auf dem Dach problemlos "angezapft" werden.


Warmes Wasser kommt von oben

Für die Umwandlung von Sonnenstrahlen in Energie stehen zwei Solartechniken zur Verfügung: solarthermische Anlagen für die Wärmeerzeugung sowie photovoltaische Anlagen für die Stromgewinnung. Bei der Solarthermie dienen die Kollektoren zur Warmwasserbereitung, bei einer entsprechenden Auslegung kann mit der Solarwärmeanlage auch die Heizung unterstützt werden. Dabei zirkuliert in einem geschlossenen Kreislaufsystem ein Trägermedium, das aus Wasser und Frostschutzmittel besteht. Dieses wird in den Kollektoren von der Sonne auf über 60° C erhitzt. Eine Umwälzpumpe transportiert das Medium zum Warmwasserspeicher, wo die Sonnenwärme mittels eines Wärmetauschers auf das Wasser übertragen wird. Da allein zur Erwärmung von einem Kubikmeter Wasser von 10° C auf 45° C ungefähr 4 Liter Heizöl beziehungsweise 4 Kubikmeter Gas benötigt werden, sei das Einsparpotenzial groß, so Lafarge.



Strom: von der Sonne in die Steckdose

Technisch anspruchsvoller ist die Gewinnung von Strom aus Sonnenstrahlen. Wichtigster Bestandteil der Solarzellen ist kristallines Silizium, das durch einen chemischen Prozess einen positiven und einen negativen Pol erhält. Trifft Licht auf eine solche Zelle, entsteht zwischen den Polen eine elektrische Spannung. Dieser Gleichstrom wird mit Hilfe eines Wechselrichters in Wechselstrom umgewandelt und in der Regel in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Vom jeweiligen Energieversorgungsunternehmen erhält der Anlagenbetreiber eine Vergütung entsprechend dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Diese beträgt beispielweise für Solarstromanlagen mit einer Leistung bis 30 Kilowattstunden auf Dächern 57,4 Cent pro Kilowattstunde.


Solaranlagen passen sich dem Dach an

Neben der Anfangsinvestition sei vor allem die Optik ein Grund vieler Hausbesitzer für die Zurückhaltung bei der Anschaffung eines Solarsystems, stellt Lafarge fest. Dabei würden mittlerweile Solarsysteme angeboten, die sich vollständig in die Dachfläche integrieren lassen. So bleibe der Charakter eines Hauses erhalten und es werde gleichzeitig zum von den Energiepreisen unabhängigen Selbstversorger.

19.09.2004   Quelle: Lafarge Dachsysteme GmbH
Bildquelle: Lafarge Dachsysteme GmbH
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EU-Projekt mit 100 Klimaforschern startet in Hamburg

ENSEMBLES heißt das Projekt im 6. EU-Forschungsrahmenprogramm, zu dem vom 15.-17. September rund 100 Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Meteorologie zu ihrem ersten großen Treffen zusammenkommen. In den nächsten 5 Jahren wollen 70 Partnerinstitute aus der EU, der Schweiz, Australien und den USA mit 15 Millionen Euro an 10 Forschungsthemen zur Vorhersage des Klimawandels und seiner Folgen arbeiten, berichtet das Max-Planck-Institut für Meteorologie in einer Pressemitteilung.  Die Ziele des Projekts seien hoch gesteckt. Die Forschergruppen wollen ein Vorhersagesystem für den Klimawandel entwickeln, das auf einer statistischen Analyse verschiedenster Modell-Läufe der besten globalen und regionalen Erdsystemmodelle beruht, die mit hoch aufgelösten Datensätzen aus Beobachtungen überprüft wurden. Das Ziel ist, zum ersten Mal eine objektive Abschätzung der Unsicherheiten des zukünftigen Klimas sowohl für die Jahreszeiten als auch auf 10-jährigen und längeren Zeitskalen zu bekommen. Diese Unsicherheiten sollen quantifiziert und in der Modellierung der bekannten physikalischen, chemischen, biologischen und menschenbezogenen Kreisläufe im Erdsystem reduziert werden.

Darüber hinaus wollen die Forscher ihre Ergebnisse in die Praxis einbringen. Profitieren könnten Landwirtschaft, Gesundheitsvorsorge, Nahrungsmittelsicherheit, Energie, Wasserressourcen, Versicherungen und Risikomanagement.

Das Projekt wird von einem Management-Gremium geleitet und in England am Hadley Centre des Met Office in Bracknell koordiniert. Gastgeber für das so genannte Kick-off-Meeting ist das Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie, das auch wesentlich in mehreren Arbeitsgruppen beteiligt ist.

18.09.2004   Quelle: Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg
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1. Hohenheimer Energiepflanzentag: Strom, der auf dem Acker wächst

Seit dem 1. August garantiert das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) den Betreibern von Biogasanlagen, die mit Nachwachsenden Rohstoffen betrieben werden, knapp 20 Cent pro Kilowattstunde Strom - und das für die nächsten 20 Jahre. Ein Preis, bei dem es sich erstmals lohne, speziellen Mais und andere Pflanzenarten zur Energieerzeugung anzubauen, so die Universität Hohenheim in einer Pressemitteilung.  Die Anbauflächen könnten bei dem derzeitigem Ertragspotenzial bald knapp werden. Neue Sorten, neue Techniken, nachhaltige Anbauverfahren, wirtschaftliche und umweltpolitische Fragen behandelt der öffentliche 1. Hohenheimer Energiepflanzentag am 18. September. Auf dem Versuchsgelände der Universität werden neue Energiepflanzensorten präsentiert.

Ein Jahr lang kann ein Hektar Mais laut Universität Hohenheim Glühbirnen, Waschmaschinen und Computer von fünf Haushalten antreiben - und außerdem noch Wärme produzieren. Zu diesem Zweck wird Biomasse in Tanks zu Biogas vergoren, aus dem Strom erzeugt wird. "Bis zu zehn Prozent des Energiebedarfs könnten in Deutschland mit Biomasse auf ökologische Art und Weise gedeckt werden" rechnet Dr. Dirk Kauter vom Institut für Pflanzenbau und Grünland der
Universität Hohenheim.

Als starker Biomasse-Produzent gilt vor allem Mais. Züchter gehen davon aus, in wenigen Jahren Erträge von 30 Tonnen Trockenmasse zu erreichen, was dem Energiegehalt von etwa 13.000 Litern Heizöl entspricht. In der Praxis stoße der intensive Maisanbau jedoch an Grenzen: Die Pflanze habe einen hohen Bedarf an Wasser, Nährstoffen und Wärme. Auch die Umweltschützer urteilen kritisch: als ökologisch vertretbar gilt der Strom vom Acker vor allem dann, wenn Mais und andere Pflanzen sich in der Fruchtfolge abwechseln. Für Züchter stellen Energiepflanzen eine neue Herausforderung dar, so die Universität Hohenheim.

Die Hohenheimer Forschungsarbeiten zu nachwachsenden Energieträgern kombinieren deshalb das Fachwissen aus Pflanzenbau, landwirtschaftlichem Maschinenbau und Gärungstechnologie. Ziel ist es, mit ausgeklügelten Fruchtfolgen von Energiepflanzen nachhaltig hohe Energieerträge als Biogas oder auch als Bioethanol zu verwirklichen. Auf dem 1. Hohenheimer Energiepflanzentag stellen Hohenheimer Wissenschaftler und externe Referenten die aktuellen Entwicklungen dar. Gefördert werden die Forschungen durch die Landesstiftung Baden-Württemberg.

Ein Programm der Tagung finden Sie unter http://www.uni-hohenheim.de/pflanzenbau/aktuell/hohenheimermaistag/Flye-
r_Maistag.pdf



18.09.2004   Quelle: Universität Hohenheim, Institut für Pflanzenbau und Grünland
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BINE informiert über Meeresströmungs-Kraftwerke

Seit Sommer 2003 trotzt ein neuartiges Kraftwerk den rauen Bedingungen der Nordsee. Die Pilotanlage vor der Küste von North Devon ähnelt einer Windenergieanlage – nur der Rotor dreht unter Wasser. Einen Erfahrungsbericht über das britisch-deutsche Projekt bietet das neue BINE-Projekt-Info "Seaflow – Strom aus Meeresströmungen".   Die neuartige Turbine überstand den Winter sowie einige Stürme unbeschadet. Als Pilotanlage liefert sie wertvolle Daten für die Entwicklung künftiger Meeresströmungs-Kraftwerke. Frei umströmte Turbinen, welche die Bewegungsenergie von Meeresströmungen nutzen, könnten an zahlreichen Standorten eingesetzt werden. Sie beeinflussen die Umwelt nur in geringem Maße, betont der BINE Informationsdienst.


Mehr über das britisch-deutsche Projekt lesen Sie in "Seaflow – Strom aus Meeresströmungen" BINE Projektinfo 04/04 unter
http://www.bine.info/templ_meta.php/publikationen/projektinfo/338/link=clicked&search_year=2004/

18.09.2004   Quelle: BINE Informationsdienst
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Umwelt-Halbzeit bei Rot-Grün: Verbände fordern konsequente ökologische Reformen

Fortschritte bei erneuerbaren Energien und der Ausrichtung von Agrarsubventionen, Rückschläge beim Klimaschutz und völlige Fehlanzeige einer ökologischen Verkehrspolitik – so bilanzieren die Umweltverbände BUND, Greenpeace, NABU, WWF und DNR die Arbeit der Bundesregierung zur Halbzeit ihrer 2. Amtsperiode.  Ökologische Inkompetenz bei CDU/CSU und FDP und die zeitweilige Konjunktur von Umweltthemen beim Jahrhunderthochwasser 2002 hätten vor zwei Jahren entscheidend zum erneuten Wahlsieg von Rot-Grün beigetragen, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung der Verbände. Daraus resultierende Chancen seien jedoch von der rot-grünen Koalition weitgehend ungenutzt geblieben. Die Bundesregierung müsse für die zweite Hälfte ihrer Amtszeit einen neuen Anlauf bei dringend notwendigen ökologischen Reformen machen.

Die Umweltverbände kritisieren vor allem, dass in Konflikten zwischen verschiedenen Ressorts und zwischen Bundesregierung beziehungsweise Bundestag und Bundesrat der Umweltschutz zumeist das Nachsehen habe. Beispiele dafür sind der weitgehend gescheiterte Abbau ökologisch schädlicher Subventionen, der Streit um den Emissionshandel und die Auseinandersetzungen um Formen der artgerechten Nutztierhaltung.


Kritik an Clement

"Es ist der Bundesregierung bisher nicht gelungen, soziale und steuerpolitische Reformen mit ökologischen Fragen zu verknüpfen. Nachhaltige Finanzen, Innovation und Umweltschutz gehören jedoch zusammen!", betont die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt. Wirtschaftsminister Clement vernachlässige ökologische Aspekte in der Chemie- und Energiepolitik. Gleiches gelte für Verkehrsminister Stolpe bei den Investitionen in Straße oder Schiene. Wenn sich diese Herangehensweise nicht ändere, werde Deutschland seine Nachhaltigkeitsziele niemals erreichen, warnt die BUND-Vorsitzende. Ökologische Finanzreformen sind nach Ansicht des BUND besonders geeignet, um neue Arbeitsplätze zu schaffen, die Lohnnebenkosten zu senken und öffentliche Etats zu sanieren. Subventionen wie die Eigenheimzulage, die das Zersiedeln fördere, fehlende Steuern im Flugverkehr und die Dieselsteuerermäßigung schädigten hingegen Umwelt und Natur.


Förderung erneuerbarer Energien vorbildlich

Greenpeace lobt die Förderung Erneuerbarer Energien in Deutschland: "Weltweit gibt es kein Gesetz, das erneuerbare Energien so stark fördert und zehntausende Arbeitsplätze schafft", erklärt Kampagnen-Geschäftsführer Roland Hipp. Für verfehlt hält die Umweltorganisation aber die Kohle- und Atompolitik sowie die Regulierung des Strommarktes: "Rot-Grün hat einfach zugesehen, wie die Energiekonzerne ihre Monopole bei den Stromnetzen missbrauchen. Überhöhte Netzgebühren treiben den Strompreis hoch, die Verbraucher werden abgezockt", so Hipp. Greenpeace sieht auch die Suche nach einem geeigneten Endlager für Atommüll gescheitert, obwohl sie Bestandteil der Koalitionsvereinbarung ist. Die Regierung folge fast immer dem Willen der Atomkonzerne und schaffe mit jedem Atomtransport nach Gorleben weitere Fakten für ein unsicheres Endlager.


Klimapolitik: Nachbessern notwendig

Die klimapolitische Bilanz von Rot-Grün fällt nach Einschätzung des WWF eher durchwachsen aus. WWF-Geschäftsführer Peter Prokosch kritisiert besonders das "enttäuschende Ergebnis" beim Emissionshandel. Der nationale Allokationsplan entspreche weder in seinen Zielen bei der Emissionsminderung, noch in seiner Struktur den Ansprüchen der Zukunftsfähigkeit. „Während man mit den Ausgestaltungsregeln des Emissionshandels die großen Verschmutzer laufen lässt, wird den kleinen Leuten beim Klimaschutz die Zeche aufgebrummt,“ so Prokosch. Hier müsse beim zweiten nationalen Allokationsplan dringend nachgebessert werden.


DNR sucht den roten Faden der Nachhaltigkeit

DNR-Präsident Hubert Weinzierl bewertet die Umweltpolitik der Bundesregierung so: „Trotz einiger guter Ansätze bei der Förderung erneuerbarer Energien und in der Agrarwende ist es der Bundesregierung nicht gelungen, den Gedanken der Nachhaltigkeit als Querschnittsthema in alle Politikbereiche zu integrieren. Der rote Faden der Nachhaltigkeit, von dem der Bundeskanzler gern spricht, wird überhaupt nicht erkennbar.“ Nicht nachhaltig sei vor allem die Stromerzeugung und –nutzung hauptsächlich auf der Basis fossiler Energien. Das bis 2020 anvisierte 40-prozentige CO2-Minderungsziel sei so nicht erreichbar. Notwendig seien drastische Energieeinsparungen, die Steigerung der Energieeffizienz z.B. durch Kraft-Wärme-Koppelung, ein energetisches Altbausanierungsprogramm sowie der entschlossene weitere Ausbau erneuerbarer Energien.


17.09.2004   Quelle: BUND
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NRW mit 34 Solarsiedlungen europäischer Spitzenreiter beim Bauen mit der Sonne

Solarsiedlung Steinfurt-Borghorst.
Solarsiedlung Steinfurt-Borghorst.

Nordrhein-Westfalens Städtebauminister Dr. Michael Vesper hat am 16.09.2004 in Düsseldorf eine positive Zwischenbilanz des Projektes „50 Solarsiedlungen in NRW“ gezogen. „Solares Bauen ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Das Land Nordrhein-Westfalen ist dabei europäischer Spitzenreiter“, erklärte Vesper vor über 400 Teilnehmern der 3. Fachtagung „Solares Bauen in Neubau und Bestand“.   Der Aufruf des Landes, 50 Solarsiedlungen in Nordrhein-Westfalen zu bauen, hat seit dem Start zu 34 konkreten Projekten geführt. Dabei sei es gelungen, das solare Bauen für einzelne Gebäude und vor allem im Siedlungsbau zu etablieren. Von den rund 1.400 fertigen Wohneinheiten sind 80 Prozent ältere Bauten, die energetisch hervorragend saniert worden seien.

Zwölf Siedlungen sind fertig und bereits bezogen – jeweils eine in Aachen und Bielefeld, zwei in Gelsenkirchen, fünf in Köln und je eine in Lüdinghausen, Rheda-Wiedenbrück sowie in Steinfurt-Borghorst. Weitere elf Projekte sind im Bau. Ebenso viele befinden sich in der konkreten Planung, eine davon im Medienhafen in Düsseldorf. Vesper: „Das Projekt 50 Solarsiedlungen NRW ist in Europa einzigartig. Das wurde auch bei der Weltkonferenz für erneuerbare Energien, der renewables 2004 im Juni in Bonn deutlich, wo sich Besucher aus aller Welt begeistert über diese Entwicklung äußerten. Seit der letzten Fachtagung vor zwei Jahren sind weitere sieben Siedlungen neu bezogen worden, also ein stetiger Fortschritt. Besonders beeindruckend sind die Vielfalt der Bauausführungen und die gute Zusammenarbeit der Planer, Architekten, Handwerker und der Wohnungsbaugesellschaften.“

An einigen Beispielen machte der Städtebauminister deutlich, welches Potenzial im solaren Bauen in NRW stecke. Es sei erstens bezahlbar: In Gelsenkirchen-Bismarck kosteten die Häuser schlüsselfertig zwischen 167.000 und 235.000 Euro. Es sei zweitens offen für alle Bürger: In Bielefeld wurden über 20 von 66 Wohneinheiten als sozialer Wohnungsbau gebaut. Und es sei drittens energetisch vorbildlich: In Köln-Bilderstöckchen konnten die CO2-Emissionen um 90 Prozent reduziert werden.

„Die Menschen in den Solarsiedlungen lässt die derzeitige Diskussion um überhöhte Energiepreise kalt. Die Häuser oder Wohnungen in den Siedlungen verbrauchen nur noch einen Bruchteil der Energie, die konventionell gebaute Häuser verschlingen. Wir verwirklichen hier die Vision vom Solarkraftwerk im eigenen Haus“, erklärte Minister Vesper. Das Projekt „50 Solarsiedlungen in NRW“ koordiniert die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW (LZE) im Auftrag der Düsseldorfer Ministerien für Städtebau und Wohnen, des Energie- und des
Wissenschaftsministeriums.

17.09.2004   Quelle: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW
Bildquelle: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW.
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Straubing: Sonnenhaus-Institut gegründet

Mit dem Ziel der nachhaltigen Entwicklung und Verbreitung von Bau- und Heiztechniken für weitestgehend solar beheizte Gebäude wurde am Mittwoch, 8. September das Sonnenhaus-Institut im niederbayerischen Straubing gegründet. Erster Vorsitzender des eingetragenen Vereins ist der Architekt Georg Dasch, der auf Sonnen- und andere Niedrigstenergiehäuser spezialisiert ist.   Aufgaben des Instituts sind laut Dasch Forschung und die technische Weiterentwicklung des Sonnenhaus-Konzeptes sowie Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Im Rahmen der Informations- und Bildungstätigkeit sollen Vorträge, Schulungen und Beratungen stattfinden.

Als „Sonnenhaus“ bezeichnet das Institut ein Gebäude, das zu mindestens 50 Prozent solar beheizt wird. Der Restbedarf an Wärmeenergie für Heizung und Warmwasser soll im Idealfall durch eine Biomasseheizung gedeckt werden. Das Bau- und Heizkonzept zeichne sich durch die aktive Nutzung der Solarenergie aus, so Dasch. Wesentliche Komponenten, die einen hohen solaren Deckungsgrad ermöglichen, sind eine große Solaawärmeanlage mit Südausrichtung und möglichst steiler Neigung, ein Solarspeicher mit entsprechendem Fassungsvermögen sowie eine sehr gute Wärmedämmung. Durch große Fensterflächen nach Süden wird die Sonne zusätzlich passiv genutzt. Ziel des Konzeptes ist ein möglichst geringer Primärenergiebedarf nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) bei größtmöglichem Wohnkomfort. Um den Strombedarf zu minimieren, werde im Regelfall auf eine elektrisch betriebene Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung verzichtet, so das Sonnenhaus-Institut. Rund 30 weitgehend solar beheizte Häuser seien bislang errichtet worden, vorwiegend im süddeutschen Raum. Neben zahlreichen privaten Wohnhäusern zähle hierzu auch das Naturpark-Informationshaus in Zwiesel im Bayerischen Wald, das erste öffentliche ganzjährig solar beheizte Gebäude.

17.09.2004   Quelle: Sonnenhaus-Institut e.V.

 

Solardachbörse Bremen gestartet

Solarinitiative Bremen
Solarinitiative Bremen

Die meisten Menschen denken beim Blick auf Bremer Dächer nur an Schutz vor Wind und Wetter. Bremens Umweltsenator Jens Eckhoff und Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Bremer Energie-Konsens, sehen für die Dachflächen aber noch eine ganz andere Funktion: "Zahlreiche Bremer und Bremerhavener Dächer könnten sehr gut mit einer Photovoltaikanlage, die aus der Sonnenenergie Strom macht, bestückt werden", so Eckhoff.   Damit dieses Potenzial künftig noch stärker als bisher genutzt wird, haben Umweltressort und Bremer Energie-Konsens in Kooperation mit der Solarinitiative Bremen die "Solardachbörse Bremen" initiiert. "Wir wollen auf einfache Weise dafür sorgen, dass Investoren und Dachflächenbesitzer voneinander erfahren", erläutert Rasmussen das Ziel der neuen Börse. Das Internet-Angebot fungiere dabei wie ein "schwarzes Brett", der Kontakt kann direkt erfolgen.

Eingestellt werden können Dächer von Privatleuten, Unternehmen und von öffentlichen Gebäuden. Zum Start wurden schon einmal sieben Dächer von öffentlichen Gebäuden eingestellt, darunter Schulen, eine Kfz-Halle und ein Polizeigebäude. Die Solareignung dieser Dächer ist im Vorfeld geprüft worden. Für künftige Betreiber einer Solarstromanlage ist die Nutzung dieser Dächer übrigens kostenlos. "Dies ist einer unserer Beiträge zum Ausbau der Solarenergie-Nutzung in Bremen", so Eckhoff zu dem neuen Angebot.

Verglichen mit anderen Städten der gleichen Größenordnung habe Bremen noch einen Nachholbedarf bei der Solarenergienutzung. So befänden sich gegenwärtig 260 Solarstromanlagen mit einer Spitzenleistung von zirka 980 Kilowatt (kWp) Leistung auf bremischen Dächern, die rund 735.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Zirka 1.100 Solarwärmeanlagen mit einer Kollektorfläche von knapp 10.000 Quadratmetern produzieren warmes Wasser.

Neben den Dachangeboten und Dachgesuchen bietet die neue Internet-Seite auch einige hilfreiche Informationen für künftige Solaranlagen-Betreiber. Mit einem Amortisationsrechner lässt sich grob abschätzen, ab wann die geplante Anlage Gewinn abwerfen könnte. Muster-Dachnutzungsverträge helfen bei der Ausgestaltung der notwendigen Vereinbarungen, Kapitel zu Versicherungsfragen und Fördermöglichkeiten sowie Links und ein Bereich mit Antworten auf oft gestellte Fragen runden das neue Angebot ab.

Zur Solardachbörse Bremen: http://www.solardachboerse-bremen.de

16.09.2004   Quelle: Bremer Energie-Konsens GmbH

 

EUROSOLAR startet Anzeigenkampagne: Erneuerbare Energien statt Atomkraft

"Der konsequente Ausbau erneuerbarer Energien macht Atomenergie überflüssig." Unter dieser Überschrift setzt sich EUROSOLAR mit Anzeigen in überregionalen Zeitungen ein für eine umfassende Umstellung auf erneuerbare Energien und gegen eine „Renaissance“ der Atomenergie.  Die gemeinnützige Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. fordert den Bundestag und die Bundesregierung auf, die eingeleitete Politik zur breiten Einführung erneuerbarer Energien konsequent fortzusetzen und auszubauen sowie konsequentere Initiativen für den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung zu ergreifen. Regierung und Parlament sollen den Atomausstieg untermauern, indem die immer noch vorhandenen Privilegien der Atomenergie aufgekündigt werden, und sie sollen auf europäischer und internationaler Ebene allen Ansätzen eines „come back“ der Atomenergie energisch entgegentreten, heißt es in dem Aufruf.


Energiewende überfällig

"Die Erschöpfung der flüssigen Erdöl- und der Erdgasreserven naht. Die Klimaveränderungen wegen fossiler Energieemissionen nehmen dramatische Ausmaße an, in Form immer häufiger eintretender und breiter wirkender Wetterkatastrophen und ihren wirtschaftlichen Schadensfolgen. Die umfassende Umstellung auf Erneuerbare Energien ist überfällig, verbunden mit einer erheblichen Minderung der Energieverbrauchsmengen durch konsequente Effizienzsteigerung", fordert EUROSOLAR.


Neue weltweite Kampagne pro Atom

In dieser Situation würden sich die Rufe nach einem „come-back“ der Atomenergie mehren, auch in Ländern wie Deutschland, in denen der Ausstieg beschlossene Sache scheine. Es werde behauptet dass die Atomenergie das größte und kostengünstigste, technologisch am weitesten entwickelte und am schnellsten verfügbare Potenzial für eine klimaschützende Energieversorgung darstelle, und dass die Sicherheitsgefahren beherrschbar geworden seien; demgegenüber seien die erneuerbaren Energien wirtschaftlich untragbar und ihr Potenzial reiche nicht aus, um den fossilen Energieverbrauch entscheidend und schnell zu reduzieren. Die neue weltweite Pro-Atomkampagne lenke jedoch ab von den vielfältigen atomaren Risiken und versuche, wirtschaftliche Existenzängste zu wecken. Sie zeige, dass der entscheidende Konflikt über die künftige Energieversorgung der zwischen Atomenergie und erneuerbaren Energien sei.


Risiken der Atomenergie größer geworden

Die Uranvorkommen würden in etwa vier Jahrzehnten erschöpft sein, obwohl Atomenergie nur 7 % des Weltenergiebedarfs decke, so EUROSOLAR. Eine Fortführung der Atomenergie oder gar deren Ausweitung wäre deshalb nur durch Schnelle-Brüter-Reaktoren möglich, die bis heute nicht betriebstauglich seien, massive Kostensteigerungen hervorriefen und atomwaffenfähiges Plutonium produzierten. Die Frage der „Entsorgung“ des Atommülls, der zehntausende Jahre hoch radioaktiv bleibt, sei auch nach 50 Jahren Atomenergienutzung ungelöst; sie sei auch nicht verantwortlich lösbar. Auch die Unfallrisiken, so wünschenswert erfolgte Risikominderungen seien, hätten nach der „Risikostudie Atomkraftwerke“ eine Wahrscheinlichkeit von 0,1%. "Dieser Risikofall kann nie eintreten – aber auch morgen!!", warnt EUROSOLAR. Mit der weiteren Verbreitung der Atomenergie wachse auch die Gefahr der Verbreitung von Atomwaffen, so wie aktuell im Iran, und der Ausbreitung des Atomterrorismus. Die Länder, die nach Atomwaffen strebten, würden dies über die "Brücke der Atomenergie" versuchen. Die Trennung zwischen „friedlicher“ und militärischer Nutzung der Atomenergie werde immer schwieriger.


Politische Blockade der erneuerbaren Energien

Wegen der Fixierung auf die Atomenergie seien die erneuerbaren Energien jahrzehntelang missachtet und ihre Förderung blockiert oder vernachlässigt worden – ein fundamentales Versäumnis, betont EUROSOLAR. Der vermeintliche Wirtschaftlichkeitsvorteil der Atomenergie beruhe auf staatlichen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen seit den 50er Jahren in einer Gesamthöhe von weltweit über 1.000 Milliarden Dollar. Etwa 90 % aller Forschungs- und Entwicklungsausgaben im Energiebereich der OECD-Länder seien in den letzten 50 Jahren in die Atomenergie geflossen. Allein der EURATOM-Behörde seien seit 1957 etwa 400 Milliarden Euro für die Förderung der Atomenergie zur Verfügung gestellt worden, bis heute ohne jede parlamentarische Haushaltskontrolle. Hinzu kämen wirtschaftliche Privilegien wie die Freistellung von Haftungsverpflichtungen und von Brennstoffsteuern oder – in Deutschland bis heute – steuerfreie Rückstellungen für die atomare Entsorgung in Höhe von über 25 Milliarden Euro. Diese könnten von den Atomkraftwerksbetreibern für beliebige Investitionen eingesetzt werden. Der öffentlichen Förderung der Atomenergie stünden weltweit lediglich 20 Miliiarden Dollar für die Forschung und Entwicklung im Bereich erneuerbarer Energien und etwa 30 Milliarden Dollar für Markteinführungshilfen gegenüber.


Konkrete Schritte gefordert

EUROSOLAR verlangt von Bundesregierung und Bundestag unter anderem eine Initiative zur Gründung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien – als Gegengewicht zur Internationalen Atomenergie-Agentur, und erinnert daran, dass deren Umsetzung Teil des rot-grünen Koalitionsvertrages sei. Weiter sollen Regierung und Parlament die Initiative für eine Aufkündigung des EURATOM-Vertrages ergreifen, um die privilegierte Sonderstellung der Atomenergie in der EU zu beenden. Die Atomkraftwerksbetreiber sollen gesetzlich verpflichtet werden, ihre steuerfreien Rückstellungen festverzinslich anzulegen und diese ausschließlich für die atomare Entsorgung aktivieren dürfen.


Erste Anzeige in der ZEIT vom 16.09.2004 – Unterstützung erbeten

Gegen die Versuche einer Atomenergie-Renaissance startet EUROSOLAR am 16. September die Anzeigenserie „Erneuerbare Energien statt Atomkraft“ in der Wochenzeitung „Die Zeit“. Die Initiative wird getragen von EUROSOLAR in Zusammenarbeit mit der Internationalen Ärztevereinigung für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) und der Internationalen Anwaltsvereinigung gegen Atomwaffen (IALANA). EUROSOLAR ruft engagierte Leserinnen und Leser des Aufrufs auf, die Schaltung der Anzeigen in weiteren Printmedien mitzutragen und bittet, die Anzeigenserie durch eine persönliche und zu veröffentlichende Unterschrift sowie einen Finanzierungsbeitrag zu unterstützen

Unter , Rubrik „Erneuerbare Energien statt Atomkraft“ bietet EUROSOLAR weitere Informationen an über wissenschaftliche Szenarien einer Vollversorgung mit erneuerbaren Energien: weltweit, für Europa, Deutschland, die USA, Japan, Frankreich und Österreich. Auf der Internetseite http://www.facts-on-nuclear-energy.info sind Argumente gegen die Atomenergienutzung in Plakatform dargestellt.

Den Text der Anzeige finden Sie unter

16.09.2004   Quelle: EUROSOLAR
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Staatssekretärin Wolf: Wasserstoffwirtschaft muss sich auf erneuerbare Energien stützen

"Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft. Eine wasserstoffbasierte Energiewirtschaft muss sich auf erneuerbare Energien stützen". Das betonte Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, zur Eröffnung der Wasserstoff-Messe "H2EXPO" in Hamburg.  Die Bekämpfung des Klimawandels gehöre zu den zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Insbesondere die CO2-Emissionen müssten weltweit drastisch vermindert werden. Unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes sei Wasserstoff der ideale Energieträger, denn er verbrenne beim Anwender völlig CO2-frei, so die Staatssekretärin. Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge könnten, bis zu 90 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen als herkömmliche Autos. "Wasserstoff hat nur einen entscheidenden Haken. Er muss erst produziert werden", so Wolf.

Wasserstoff ist nicht wie fossile Brennstoffe oder erneuerbare Energien als Primärenergieträger verfügbar. Er muss erst erzeugt werden und ist somit nur ein so genannter "Sekundärenergieträger". Für die Klimabilanz einer künftigen Wasserstoffwirtschaft wird es von entscheidender Bedeutung sein, wie das Gas produziert wird. „Wenn Wasserstoff mit Hilfe von erneuerbaren Energien erzeugt wird, kann Wasserstoff zu einer tragenden Säule einer nachhaltigen Energieversorgung werden", betonte Wolf. Dann biete sich die "Speicherung" der Überschussenergie in Form von Wasserstoff an und das Wasserstoffzeitalter beginne, so Wolf.

Bis dahin setze die Bundesregierung auf die Nutzung von Erdgas als Brückentechnologie, gerade auch für den Antrieb von Fahrzeugen oder zum Betrieb von stationären Brennstoffzellen. Stehe später hinreichend Wasserstoff aus erneuerbaren Energien zur Verfügung, könne die vorhandene Infrastruktur auch dafür genutzt werden. Das gelte sowohl im stationären als auch im mobilen Bereich, heißt es in der BMU Pressemitteilung.

16.09.2004   Quelle: BMU
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stern: Ex-Wirtschaftsminister Müller fordert neue Zechen und Kokereien im Ruhrgebiet

Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und jetzige Chef des RAG-Konzerns, Werner Müller, hat ein Umdenken bei der Kohle gefordert. In einem Interview mit dem Hamburger Magazin stern sagte er, Deutschland brauche neue Zechen, um die Versorgung der heimischen Industrie mit Rohstoffen und Energie zu sichern.   "Die Preise für Koksimporte sind explodiert. Deutschland besitzt eine Milliarde Tonnen gute Kokskohle. Da stellt sich die Frage nach neuen Kokskohle-Zechen und Kokereien, um wieder unabhängig vom immer knapperen Weltmarkt zu werden", so der Chef des RAG-Konzerns.

Die Preise für Koks zur Stahlherstellung seien im Frühjahr zeitweise auf bis zu 450 Dollar angestiegen und lägen momentan zwischen 250 und 300 Dollar, heißt es in der Pressemitteilung des stern. Zu diesen Preisen könne deutsche Kohle ohne Subventionen gefördert werden, betont Müller: "Wenn die Kokspreise 15 Jahre lang auf dem Weltmarkt so teuer blieben, wäre eine neue Zeche plus Kokerei staatsfrei sehr profitabel." Diese Garantie könne die Wirtschaft aber nicht geben. "Deswegen sind wir bereit, eine neue Kokskohlenzeche zu bauen, wenn es eine Risikoteilung gibt." Sonst gehe es mit dem Standort Deutschland bergab, warnt Müller. "Wenn das so weitergeht, werden viele Stahlhersteller dahin abwandern, wo der Koks ist: nach Asien. Der Trend zur Deindustrialisierung Europas kann durch die Koksknappheit enorm beschleunigt werden", sagte der RAG-Chef im stern-Interview.


Werbekampagne für die Kohle geplant

Am 19.September will Müller zusammen mit dem designierten BDI-Präsidenten Jürgen Thumann eine Werbekampagne für die Kohle starten. "Das strategische Ziel müsste sein: 100 Prozent Selbstversorgung mit Koks und 15 bis 20 Prozent Anteil an der deutschen Stromerzeugung. Dafür bräuchten wir insgesamt rund 30 Millionen Tonnen Kohle im Jahr - mehr, als wir jetzt fördern", so Müller zum stern. Als ersten Schritt hat sich Müller laut stern mit einigen Stahlkonzernen auf eine 300 Millionen teure Erweiterung der Kokerei Prosper in Bottrop geeinigt. Nach stern-Informationen sind an dem Konsortium ThyssenKrupp, die Stahlwerke Bremen, Peine-Salzgitter und der österreichische Stahlkonzern Voest-Alpine beteiligt. Die Kohlesubventionen könnten laut stern schon in diesem Jahr um viele Millionen geringer ausfallen und den Etat von Finanzminister Hans Eichel entlasten. Müller: "Bleiben die Preise hoch, sinken die staatlichen Kohlehilfen unter Plan und entlasten die Haushalte."


16.09.2004   Quelle: stern, G+J
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f-cell 2004 zeigt Weltrekord-Brennstoffzellen-Fahrzeug "Hysun 3000"

Der Veranstalter des 4. f-cell Forums, deutschlandweit größter Kongresses zum Thema Brennstoffzellen, kündigt attraktive Sonderschauen und eine außergewöhnliche Weltpremiere an, die vom 27. bis 29. September 2004 in Stuttgart zu sehen sein werden.  Von Barcelona direkt nach Stuttgart - so lautet die Aufgabenstellung für die Weltrekord-Fahrer des Hysun3000, die sich derzeit auf dem Weg befinden, um mit nur einer Tankfüllung von Berlin nach Spanien zu gelangen. Am 7. September ist das Brennstoffzellen-Leichtbaumobil in der deutschen Bundeshauptstadt aufgebrochen. Entwickelt wurde das innovative Dreirad von Ballard Power Systems aus Kircheim Teck/Nabern zusammen mit ExtraEnergy e.V. aus Tanna. Im Rahmen des Symposiums wird Projektleiter Frieder Herb einen ersten Fahrbericht mit den aktuellen Messdaten der Tour präsentieren. Das Fahrzeug wird auf der begleitenden Messe zum f-cell Symposium zwei Tage lang zu sehen sein.

Für ein weiteres Highlight wird DaimlerChrysler sorgen. An beiden Veranstaltungstagen bietet das Unternehmen die einmalige Gelegenheit, eine Probefahrt mit dem ‚f-cell' zu machen. Ein Exemplar dieses innovativen Fahrzeugs, das auf Basis der A-Klasse mit einem umweltschonenden Brennstoffzellen-Antrieb ausgestattet wurde, ist vor Kurzem im Kanzleramt an Bundeskanzler Gerhard Schröder übergeben worden.

Abends haben die Symposiumsteilnehmer die Möglichkeit, mit dem Brennstoffzellen-Bus des deutsch-amerikanischen Konzerns vom Haus der Wirtschaft zur Abendveranstaltung im LBBW-Forum zu fahren. Dieser Bus ist normalerweise bei den Stuttgarter Verkehrsbetrieben SSB im Linienverkehr im Betrieb und wird am 28. September, parallel zum Vortrag auf dem Symposium, den ganzen Tag vor dem Haus der Wirtschaft präsentiert.

Das dreitägige Forum f-cell bietet einen hochkarätig besetzten, internationalen Fachkongress mit über 70 Referenten aus zehn Ländern, eine themenbezogene Messe mit den ersten kommerziellen Brennstoffzellen, einen "Communication Market" mit Gelegenheit zur Diskussion mit den Referenten, die Preisverleihung des f-cell Awards sowie ein Handwerker-Seminar zum Thema Kraft-Wärme-Kopplung.

16.09.2004   Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
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Mittelstand, Verbraucher und Ökostromproduzenten fordern Strompreisregulierung

"Der Grund für die Erhöhung der Strompreise ist die Gier der Energieversorger". Das erklären gemeinsam die Bundesverbände von mittelständischer Wirtschaft (BVMW), Energieverbrauchern und der Bundesverband Erneuerbaren Energien (BEE). Die von den Energieversorgern angeführten Gründe seien allesamt erfunden, so die Verbände.  "Weder die Kosten für Erneuerbare Energien, noch für Kraftwärmekopplung, noch die Ökosteuer sind gestiegen. Im Gegenteil müssen die Energieversorger noch 500 Millionen Euro zurückzahlen, die sie bei der Umlage für Erneuerbare-Energien-Strom zu viel kassiert haben", stellt Johannes Lackmann fest, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BBE).

Auch mit gestiegenen Preisen für Energieimporte könnten sich die Versorger nicht rausreden, kritisieren BVMW, BEE und der Bund der Energieverbraucher."Die aktuellen Preissteigerungen zum Beispiel beim Erdgas könnten im deutschen Strommix eine Preiserhöhung von etwa 10 Cent pro Monat für einen Durchschnittshaushalt rechtfertigen. Die Stromwirtschaft will bei den Verbrauchern aber bis zu 5 Euro mehr kassieren", rügt Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der Energieverbraucher: "Es ist auch scheinheilig, wenn die Konzerne mit Krokodilstränen auf steigende Preise an der Strombörse zeigen. Den Preis dort bestimmen sie selbst. An der Börse werden nur 10 Prozent des Stromes gehandelt. Und auch davon kommt der Großteil von den vier großen Konzernen selbst", so Peters weiter.

"Die eigentliche Ursache für Preiserhöhungen ist mangelnder Wettbewerb", erklärt Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft. "Wir haben es mit einem Kartell zu tun. Die vier großen Energieversorger haben sich mit dem Segen der Politik den Markt aufgeteilt und zocken jetzt die Kunden ab. Das bremst das Wachstum und kostet bei uns im Mittelstand Arbeitsplätze", warnt der BVMW- Präsident.

Aribert Peters ergänzt: "Das Instrument zur Gewinnmaximierung bei der Energiewirtschaft ist das Netzmonopol. Mit überhöhten Netzentgelten werden Konkurrenten aus dem Markt gehalten. Die deutschen Verbraucher zahlen deswegen pro Jahr sechs Milliarden Euro Netzgebühren zu viel. Dieses Geld ist als Gewinn verbucht und nicht in die Versorgungssicherheit investiert worden."

Die Verbände fordern die Regierungskoalition auf, schleunigst den Entwurf zum Energiewirtschaftsgesetz zu verschärfen. Mario Ohoven: "Wir brauchen eine Regulierungsbehörde mit Biss. Sie darf nicht von Verordnungen des Wirtschaftsministeriums abhängig sein, das viel zu sehr mit der Energiewirtschaft verflochten ist." Zudem müssten die Preise einer Genehmigung der neuen Regulierungsbehörde unterworfen werden."Wenn nur im Nachhinein geprüft werden soll, ob auch alles in Ordnung war, ist es längst zu spät. Die Stromversorger müssen im Voraus daran gehindert werden, absurd hohe Netzentgelte zu verlangen und damit Wettbewerb zu verhindern", fordert Ohoven.

15.09.2004   Quelle: BEE, BVMW, Bund der Energieverbraucher e.V
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Bundesregierung lässt sich Zeit mit Energiegipfel

Die Bundesregierung hat keine große Eile mit dem vergangene Woche von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement angekündigten Energiegipfel. Bundeskanzler Gerhard Schröder will Versorgungsunternehmen und Verbrauchervertreter erst dann ins Kanzleramt einladen, wenn tatsächlich mit einer Senkung der Energiepreise zu rechnen ist, wie die Wochenzeitung DIE ZEIT erfuhr.  Clement hatte vergangene Woche einen Energiegipfel angekündigt, bei dem es um die drastische Energieverteuerung gehen soll. Er hatte die Konzerne bereits aufgefordert, auf angekündigte Preiserhöhungen bei Strom und Gas zu verzichten. Nun sei erst einmal Clements Staatssekretär Georg Wilhelm Adamowitsch vorgeschaltet worden, um mit Industrievertretern Daten und Fakten zu klären, berichtet die ZEIT in einer Pressemitteilung.

Den komplette Meldung erscheint in der ZEIT Nr. 39 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 16. September 2004.

15.09.2004   Quelle: DIE ZEIT
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Klimapolitik: EU-Bürger können künftig mitgestalten

Die Europäische Kommission führt ab dem 14.09.2004 Befragungen über die künftige Klimapolitik durch. Diese geben Bürgern, Unternehmen und Politikern die Möglichkeit, sich an der Diskussion über die künftige Klimapolitik zu beteiligen. Auch Nichtregierungs-Organisationen (NRO), Behörden, und Wissenschaftler können an der Debatte teilnehmen.  Alle Beteiligten sind aufgefordert, konstruktive Beiträge über das Web-Forum “Action on Climate Change post 2012” einzureichen, so die Kommission in einer Pressemitteilung. Das Forum steht bis zum 31. Oktober 2004 offen. Die Kommission will die Beiträge einbeziehen in die Entwicklung der künftigen Klimapolitik der EU und die Gestaltung ihres Beitrags zur internationalen Diskussion über die künftigen internationalen Maßnahmen gegen die Klimaänderung.

"Die Klimaänderung ist eine der größten Herausforderungen unserer Generation", so Margot Wallström, Mitglied der Kommission und zuständig für Umweltfragen. "Der erste Verpflichtungszeitraum des Kyoto-Protokolls endet 2012. Wir müssen uns bereits jetzt auf die Zeit danach vorbereiten. Die internationale Gemeinschaft wird sich schon bald mit der Frage beschäftigen, wie wir auf dem Kyoto-Protokoll aufbauen und eine neue Phase der internationalen Zusammenarbeit beim Klimaschutz einleiten können. Wir müssen unsere Bemühungen intensivieren, uns ehrgeizigere Ziele setzen und für ihre Erreichung innovative Konzepte anwenden. Es ist wichtig, dass wir unseren Beitrag zu dieser Diskussion auf die in unserer Gesellschaft vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten stützen und dabei auch die Standpunkte der Bürger berücksichtigen", so Wallström weiter.

Die Konsultation der Beteiligten werde es erleichtern, die Führungsrolle der EU beim Kampf gegen die Klimaänderung beizubehalten und den Beitrag der EU auf einer soliden wissenschaftlichen Grundlage und mit einer breiten öffentlichen Unterstützung zu entwickeln, erläutert Wallström. Im Rahmen des Kyoto-Protokolls habe sich die EU verpflichtet, zwischen 2008 und 2012 ihre Treibhausgasemissionen gegenüber dem Stand von 1990 um 8% zu reduzieren. Diese Reduktionen seien ein erster Schritt zur Lösung des vom Menschen verursachten Teils des Klimaproblems, aber sie allein könnten den Klimawandel nicht aufhalten. Jüngste Studien zeigten, dass ausgehend von einem "Business as usual"-Szenario weitere erhebliche Emissionsverringerungen auf globaler Ebene von bis zu zirka 30% bis 2025 und 65% bis 2050 notwendig seien, um die Klimaänderung zu stoppen.

15.09.2004   Quelle: EU-Kommission
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Greenpeace: Neues Energiewirtschaftsgesetz wird Klimaschutz nicht gerecht

Die Umweltorganisation Greenpeace bewertet den vorliegenden neuen Entwurf des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) als nicht ausreichend, um den Gefahren des Klimawandels zu begegnen. Zu dem Gesetz, das demnächst in Bundestag und Bundesrat beraten werden soll, veröffentlicht Greenpeace am 14.09.2004 eine Beurteilung und eigene Vorschläge. Wesentlich sei demnach eine Förderung von Kraftwerken mit hohem Wirkungsgrad, eine verbraucherfreundliche Kennzeichnungspflicht für Strom und eine wirksame Regulierung der Stromnetze.  "Klimaschutz und Effizienzsteigerung tauchen in den Zielen des Gesetzes nicht auf. "Das Gesetz muss die Richtung vorgeben - weg von klimaschädlicher Kohle hin zu umweltfreundlicher Energieerzeugung", so Greenpeace- Energieexperte Jörg Feddern.


Klimaschädliche Braunkohlekraftwerke verhindern

Wesentlich für die Energiepolitik ist laut Greenpeace die Erneuerung des deutschen Kraftwerkparks, die in den nächsten Jahren ansteht. Würde das Gesetz neben den erneuerbaren Energien zum Beispiel auch Gaskraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung und deutlich besseren Wirkungsgraden als herkömmliche Kohlekraftwerke den Vorrang einräumen, könnten damit klimaschädliche Braunkohlekraftwerke verhindert werden, heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung. Jedes große Braunkohlekraftwerk belaste das Klima jährlich mit bis zu 24 Millionen Tonnen Kohlendioxid, und das für seine gesamte Laufzeit von dreißig bis vierzig Jahren, rechnet Greenpeace vor.


Greenpeace fordert einheitliche Stromkennzeichnung

Zwar sehe das neue Gesetz eine Kennzeichnungspflicht für Strom vor. Doch geht diese Greenpeace nicht weit genug. Nach Ansicht der Umweltorganisation ist es notwendig, dass alle Anbieter ihren Strommix nach einheitlichen Vorgaben bis ins Detail aufschlüsseln müssen. "Der Verbraucher sollte klar zwischen sauberem und umweltschädlichen Strom wählen können", fordert Feddern.


Starke und unabhängige Regulierungsbehörde erforderlich

Sechs Jahre lang habe die Bundesregierung versäumt, die Netzgebühren für die Durchleitung von Strom unter staatliche Kontrolle zu stellen - mit drastischen Auswirkungen auf Verbraucher und die Wettbewerbschancen von unabhängigen Energiefirmen, die auch Ökostrom anbieten, kritisiert Greenpeace. "Manche Energiekonzerne verdienen sich mit den Durchleitungsgebühren eine goldene Nase", erklärt Feddern. So bezahle ein fremder Anbieter zum Beispiel allein für die Netznutzung in Sachsen-Anhalt bei dem dortigen Unternehmen 11 Cent pro Kilowattstunde, in Würzburg hingegen nur 6,9 Cent je Kilowattstunde. "Wer das Netz hat, hat die Macht. Die Macht, die Preise zu diktieren und die Verbraucher abzuzocken", so Feddern. "Um das zu ändern, brauchen wir eine starke, unabhängige Regulierungsbehörde", fordert der Greenpeace-Energiefachmann.

Der überarbeitete Gesetzentwurf kann als PDF-Datei heruntergeladen werden unter http://www.greenpeace.de

15.09.2004   Quelle: Greenpeace e.V.
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Sunways AG: Qualitätsmanagementsystem zertifiziert

Die Sunways AG mit Sitz in Konstanz, Hersteller von Solarzellen und Wechselrichtern, hat ein Qualitätsmanagementsystem gemäß den Anforderungen der internationalen Norm DIN EN ISO 9001:2000 eingeführt. Die Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen GmbH (DQS) bestätigte die Umsetzung, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Das Qualitätsmanagementsystem erstreckt sich auf alle Unternehmensbereiche. Zusammen mit der Sunways AG wurde auch die hundertprozentige Tochterfirma MHH Solartechnik GmbH mit Sitz in Tübingen zertifiziert.

Der Auditor der DQS bestätigte laut Sunways, dass Dokumentation und die Unternehmensprozesse in allen Unternehmensbereichen den Anforderungen der Norm entsprechen. Die Zertifizierung unterstreiche, dass Sunways danach strebe, die Anforderungen seiner Kunden zuverlässig umzusetzen und die Prozessabläufe in diesem Sinne zu optimieren. Alle Mitarbeiter arbeiten nach einer gemeinsamen Qualitätspolitik, betont das Unternehmen „Permanente Innovation ist ein Unternehmensgrundsatz der Sunways AG. Wir streben mit unserem Managementsystem eine optimale Ausrichtung des Unternehmens auf die Belange unserer Kunden an. Ihre Bedürfnisse fließen so in unsere Entwicklungen ein“, so Vorstand Roland Burkhardt.

15.09.2004   Quelle: Sunways AG
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Phönix Projekt & Service AG erweitert Vorstand

Als neuen Vorstand konnte die Phönix Projekt & Service AG zum 01. September den Finanzexperten Dr. Torsten Hass gewinnen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Neben dem langjährigen Vorstand Matthias Bäcker soll Hass nun hauptsächlich den Bereich Finanzierung und Verkauf von großen Photovoltaikanlagen verantworten, ein Gebiet, auf dem die Gesellschaft große Wachstumschancen sieht.  Die Phönix Projekt & Service AG bietet ökologisch interessierten Anlegern die Möglichkeit, Kapital gewinnbringend in Solarstromanlagen zu investieren. Dabei umfasst das Leistungsspektrum die Projektentwicklung, die Finanzierung, die komplette kaufmännische Betreuung sowie das Vertragswesen und den Vertrieb von Dach- und Freiflächenanlagen für den Einzelinvestor bis hin zu Großprojekten im Megawattbereich. Herausragendes Projekt ist das SonnenDach Messe München, welches im Jahr 2002 realisiert wurde.

Torsten Hass, Kaufmann und promovierter Jurist, war laut Phönix Projekt & Service AG mehr als 20 Jahre in leitender Position in Leasing- und Fondsgesellschaften tätig. Seine Schwerpunkte lagen in der Finanzierung von großen Gewerbeimmobilien sowie dem Vertrieb von Kapitalanlagen. So sei Hass als Geschäftsführer einer Fondsgesellschaft maßgeblich an der Konzeption und dem Vertrieb mehrerer Immobilienfonds mit einem Investitionsvolumen von über 100 Millionen Euro beteiligt gewesen. „Ich möchte meine Erfahrungen gerne bei Phönix einbringen. Die Solarenergie begeistert mich seit Jahren und ich freue mich darauf, in einem ökologischen Umfeld etwas bewirken zu können“, so Hass. Auf seinem eigenen Hausdach betreibt er seit geraumer Zeit eine Solarthermie- und eine SonnenStrom Anlage. „Mit Torsten Hass konnten wir einen ausgewiesenen Fachmann im Finanzbereich gewinnen, mit dessen Wissen und Kontakten das Unternehmen weiter wachsen kann“, erläutert Matthias Bäcker.

15.09.2004   Quelle: Phönix Projekt & Service AG.
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FDP: Fehlender Wettbewerb bei Solartechnik kostet Zeit und Geld

"Das Solarkraftwerk Geiseltalsee ist das zweite unrentable Großprojekt nach dem Solarkraftwerk in Espenhain bei Leipzig, das innerhalb einer Woche ans Netz geht". Mit diesen Worten kommentiert Angelika Brunkhorst, Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion für erneuerbare Energien, die offiziellen Übergabe des Solarkraftwerks bei Merseburg an die Betreibergesellschaft durch BP Solar.  Fehlende Anreize für einen effizienten Wettbewerb unter den erneuerbaren Energien würden Deutschland nicht nur viel Geld kosten, sondern auch wertvolle Zeit bei der Erfüllung der internationalen Klimaschutzziele, argumentiert die FDP-Sprecherin.

Die Photovoltaik sei in Deutschland zurzeit so stark überfördert, dass die Nachfrage nach Solarmodulen das Angebot im Jahr 2004 bei weitem übersteige, heißt es in der Pressemittelung der FDP-Bundestagsfraktion. "Teilweise waren bereits zu Beginn dieses Jahres die kompletten Produktionskapazitäten in Deutschland ausgebucht. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass wir uns bei der Markteinführung neuer Energietechnologien weitab von marktwirtschaftlichen Prinzipien bewegen. Staatliche Vorgaben verhindern den freien Wettbewerb", so Brunkhorst.

Selbst Bundesumweltminister Trittin beziffere die Zeit bis zur Wettbewerbsfähigkeit der Photovoltaik auf mindestens 15 Jahre, betont die FDP-Sprecherin. Das sei eine lange Zeit, die nur durch eine ständige "Rundum-Förderung" durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) finanzierbar werde. Andere Regenerativenergien in Deutschland böten dagegen eher und preiswerter die Chance, zum Klimaschutz beizutragen.

"Das Augenmerk bei der Photovoltaik sollte ebenfalls auf Projekten in sonnenreicheren Regionen der Erde liegen. Die FDP fordert eine Ablösung des EEG durch eine variable Mengenregelung. Dabei werden konkrete Vorgaben gemacht, die definieren, wie viel Primärenergie in Deutschland aus Erneuerbaren Quellen erzeugt werden soll", schlägt Brunkhorst vor. Die Entscheidung, welche Technologie im marktwirtschaftlichen Wettbewerb zum Einsatz komme, unterliege alleine der Kompetenz des Marktes. So werde die effizienteste und preisgünstigste Technologie zielgerichtet gefördert. Dies liege sowohl im Interesse des Umwelt- und Klimaschutzes, als auch der Endverbraucher, die so von günstigeren Produktionskosten profitieren würden.

14.09.2004   Quelle: FDP-Bundestagsfraktion
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Margareta Wolf nimmt zweitgrößtes Solarstromkraftwerk der Welt in Betrieb

Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium BMU, hat am 13.09.2004 in Merseburg (Sachsen-Anhalt) die mit 4 Megawatt Spitzenleistung derzeit weltweit zweitgrößte Anlage zur Erzeugung von Sonnenstrom in Betrieb genommen. "Damit sind innerhalb weniger Tage zwei große Solarstromkraftwerke mit neun Megawatt ans Netz gegangen. Das entspricht genau der gesamten Leistung des Jahres 1999“, sagte Wolf.  Die aus 22.500 Solarmodulen bestehende Anlage errichtete das Unternehmen BP Solar auf einer 16 Hektar großen Industriebrache der ehemaligen Mineralölwerke Addinol.

Die deutsche Photovoltaik-Industrie rechnet in diesem Jahr mit einem Marktwachstum auf 300 Megawatt installierter Leistung. Das ist mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. "Dank der seit Januar 2004 verbesserten Einspeisevergütung für Sonnenstrom erleben wir derzeit einen Investitionsboom in der Solarenergie. Damit werden alleine in diesem Jahr 5.000 neue Arbeitsplätze in der mittelständisch geprägten Photovoltaik-Industrie und im Handwerk geschaffen“, so Wolf. Rund ein Viertel des Solarbooms wird laut BMU in diesem Jahr auf Photovoltaik-Großanlagen entfallen. "Beim weiteren Ausbau der Photovoltaik setzen wir auch auf Großanlagen auf Flächen, die wegen ihrer Vorbelastungen ansonsten keiner anderen wirtschaftlichen Nachnutzung zugeführt werden können“, sagte Wolf.

Mit dieser Strategie werde eine neue Dimension bei der Erzeugung von Sonnenstrom erreicht. "Wir brauchen diese Entwicklung hin zur Massenproduktion, damit die Photovoltaik billiger wird und schneller die Schwelle zur Marktreife erreicht", betonte Wolf. Die am 13.09.2004 in Betrieb genommene Anlage produziert jährlich den Strombedarf für rund 1.000 Haushalte und spart an Treibhausgasen pro Jahr mehr als 2.000 Tonnen Kohlendioxid ein. Die erneuerbaren Energien insgesamt haben heute bereits einen Anteil von rund 10 Prozent an der Stromerzeugung. Ziel der Bundesregierung ist, diesen Anteil bis zum Jahr 2020 noch einmal - auf dann 20 Prozent – zu verdoppeln.


14.09.2004   Quelle: BMU
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TU Wien: Solar-Roboter sollen Energie im Weltall sammeln

"Roby Space": bestens gerüstet für die geplante All-Mission 2005, bei der Sonnenenergie gewonnen werden soll.

Um Solarenergie im Weltraum zu gewinnen, sollen in naher Zukunft mit Solarzellen ausgerüstete Mini-Roboter auf einem Netz "krabbeln". Die Roboter werden sich automatisch nach der Sonne ausrichten, um die höchstmögliche Energie-Effizienz zu erreichen, berichtet die Technische Universität Wien in einer Pressemitteilung.  Die Anforderungen an die Energie gewinnenden Roboter sind hoch. Sie müssen leicht und relativ klein sein, und zudem die Erschütterungen ertragen, denen sie beim Transport ins All ausgesetzt sind. Und da sei dann noch die Sache mit der Kälte, betonen die Wiener Forscher: Im All herrschen arktische Temperaturen, die der Elektronik stark zusetzen können. Die erste Hürde, die Größen- und Gewichtsminimierung, habe der Mini Roboter "Roby Space" bereits elegant genommen. Den zweiten Härtetest, nämlich tiefen Temperaturen standzuhalten, habe er soeben im Klima-Wind-Kanal Wien bestanden.

Bei arktischen Temperaturen teste Rail Tec Arsenal gerade im Klimakanal einen Regionalzug für Finnland, berichtet die TU Wien. "Eine gute Gelegenheit, 'Roby Space' bei Weltraumtemperaturen einem ersten Test zu unterziehen", stellt Peter Kopacek als Chef des "Roby Space"-Forscherteams der TU fest. Der erste Prototyp des entwickelten All-Roboters sei bei minus 40 Grad Celsius einem Dauertest unterzogen worden. "Roby Space" krabbelte sei, mit einem Eispanzer bedeckt, mehr als 10 Minuten hurtig über das Netz gekrabbelt, so Kopacek. "Jetzt müssen wir nur noch die Schwerelosigkeit in den Griff bekommen", stellte Kopacek zufrieden fest.

Als Vorteil "seines" Mini-Roboters sieht Peter Kopacek, dass er auf bewährte Fußballroboter zurückgreifen kann und diese „nur noch“ so modifizieren muss, dass sie sich problemlos auf dem Netz bewegen können. Mit den technischen Überlegungen habe daher nicht bei Null begonnen werden müssen. Insgesamt sollen für die All-Mission in einem Pilotversuch vier Roboter - zwei aus Japan, einer aus den USA und einer aus Österreich - zu einem ersten Höhenflug auf 220 km starten und ungefähr drei Minuten auf einem von fünf Satelliten aufgespannten Netz (40x40 Meter) um die Wette "krabbeln". Das Wett-"Krabbeln" um die Sonnenenergie wird voraussichtlich 2005 beginnen.

Weitere Informationen unter http://www.tuwien.ac.at/forschung/nachrichten/a-robyspace.html

14.09.2004   Quelle: TU Wien
Bildquelle: TU Wien
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DIW: Nach wie vor keine sichtbaren Erfolge der weltweiten Klimaschutzpolitik

Die internationale Klimaschutzpolitik läuft nach wie vor ihren Zielen zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen hinterher, so der Wochenbericht 37/2004 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Trotz mancher klimaschutzpolitischer Maßnahmen seien die "teilweise krassen Abweichungen" zwischen den im Kyoto-Protokoll vereinbarten Klimaschutzzielen und den bisher erreichten Ergebnissen unübersehbar, betont das DIW in einer Pressemitteilung.   So seien die Treibhausgas-Emissionen 2002 in den OECD-Ländern, die Ende 1997 in Kyoto eine Emissionsreduktion bis zur Periode 2008/2012 zugesagt hatten, noch um rund 8 % höher als im Basisjahr 1990. Die Emissionen von Kohlendioxid (CO2), dem mit großem Abstand wichtigsten Treibhausgas, seien nach vorläufigen Schätzungen im Jahre 2003 weltweit um nahezu 4 % gestiegen. Damit seien die CO2-Emissionen im Jahre 2003 um fast ein Fünftel höher als 1990.


Ziele nur erreicht in Großbritannien, Frankreich und Schweden

Die EU habe mit dem bevorstehenden Beginn des Emissionshandels ihre Entschlossenheit zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls unterstrichen, so das DIW. Inzwischen hätten die meisten EU-Länder auch einen Nationalen Allokationsplan für die Periode 2005/2007 vorgelegt. Angesichts des in vielen EU-Mitgliedstaaten nach wie vor sehr weiten Abstands des derzeitigen Emissionsniveaus von den vereinbarten Zielen und den überwiegend sehr moderaten Emissionsvorgaben in den Nationalen Allokationsplänen für 2005/2007 seien jedoch erhebliche Zweifel an der Zielerreichung angebracht. Innerhalb der EU-15 hätten nach den vorliegenden Emissionsinventaren lediglich Großbritannien, Frankreich und Schweden ihre Reduktionsziele schon heute übertroffen, und Deutschland sei ihnen recht nahe gekommen. Dies könne kein Anlass sein, mit den klimaschutzpolitischen Anstrengungen nun nachzulassen, zumal längerfristig noch schärfere Reduktionsziele verwirklicht werden sollen.

14.09.2004   Quelle: DIW
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Güteschutz Solar: Kontroverse zwischen DGS und Photon

In der Diskussion über den von der deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e. V. (DGS) initiierten RAL Güteschutz Solar wendet sich die DGS gegen eine Darstellung der Photon-Chefredakteurin Anne Kreutzmann. In dem Photon-Editorial unter der Überschrift "Nicht noch ein Gütesiegel" werde der Solartechnikmarkt als bereits mit Qualitätszeichen und Zertifikaten überfrachtet und damit als überreguliert dargestellt, beanstandet DGS-Vizepräsident Jan Kai Dobelmann.   Das berechtigte Anliegen des RAL-Güteschutzes, eine rechtsverbindliche und ausschreibungsfähige Definition einer Basisqualität vorzunehmen, und damit Laien mehr Sicherheit beim Kauf von Solartechnik nach der "guten fachlichen Praxis" zu geben, werde in dem Photon-Leitartikel als völlig überflüssig charakterisiert, bemängelt die DGS.

Die DGS wisse aus Diskussionen im Arbeitskreis sowie aus Rückmeldungen von Vertretern der Banken, dass auf dem derzeitigen Markt bei weitem nicht alles geregelt sei, sondern gerade bei Angeboten für Solartechnik erhebliche Mängel hinsichtlich der Vergleichbarkeit existierten. In einem offenen Leserbrief an die Zeitschrift Photon will die DGS korrigieren, was falsch oder verkürzt dargestellt worden sei. Der Leserbrief wird über den DGS-Newsletter verteilt werden und als Solarserver-Standpunkt veröffentlicht. Damit will die DGS eine breite, rege und offene Branchendiskussion ermöglichen.


RAL-Güteschutz Solar als rechtsverbindliche Definition der guten fachlichen Praxis

Die DGS erarbeitet seit Januar diesen Jahres unter Beteiligung der Fachöffentlichkeit eine umfassende 4-teilige Richtlinie. In dieser soll die so genannte gute fachliche Praxis niedergelegt werden für Komponenten, Konzeption, Ausführung, sowie Service und Betrieb solartechnischer Anlagen. In technischer Hinsicht soll ein integrativer Ansatz verfolgt werden, nach dem vorhandene Richtlinien (VDE, DIN, IEC oder "Solar Keymark") Teil dieser rechtsverbindlichen Definition der guten fachlichen Praxis werden sollen. Die entstehenden Richtlinien sollen zunächst gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. (RAL) national implementiert, und dann gemeinsam mit den Schwesterverbänden der International Solar Energy Society (ISES) auch international umgesetzt werden.

Im Gegensatz zu der Darstellung in dem Solarstrom-Magazin "Photon" sind RAL-Gütesysteme laut DGS Verbrauchersiegel- und keine Produktsiegel. RAL-Gütesysteme würden im Gegensatz zu TÜV-Zertifikaten durch ein öffentliches Beteiligungsverfahren erstellt und hätten den Rechtscharakter technischer Lieferbedingungen, betont die DGS. Fach- und Endkunden könnten hiermit komplexe Gewerke bestellen und sich dabei rechtsverbindlich auf eine schriftlich dokumentierte Basisqualität berufen. Auch umfasse der von der DGS vorgesehene RAL-Güteschutz Solar nicht nur Photovoltaikanlagen, sondern auch Solarwärmeanlagen.

Weitere Informationen unter http://www.gueteschutz-solar.de

Den offenen Leserbrief zum Photon-Editorial (September 2004) finden Sie als Solarserver-Standpunkt im Solar-Magazin

13.09.2004   Quelle: DGS

 

REpower errichtet weltgrößte Windenergieanlage in Brunsbüttel

REpower 5M
REpower 5M

Ab Mitte der 38. Kalenderwoche 2004 errichtet die REpower Systems AG den Prototyp der derzeit weltweit größten Windenergieanlage "REpower 5M". Das Unternehmen stellt die weltgrößte Windenergieanlage am Standort Brunsbüttel in Schleswig-Holstein auf. Die Windenergieanlage mit einer Nennleistung von fünf Megawatt (MW) hat einen Rotordurchmesser von 126 Metern.  Die Anlage, die für Offshore-Windparks konzipiert wurde, soll zunächst ausführlich an Land getestet werden. Die REpower 5M wird laut Hersteller am Standort im Elbehafen pro Jahr zirca 17 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Dies entspreche dem Verbrauch von rund 4.500 3-Personen-Haushalten. Im kommenden Jahr ist die Errichtung weiterer Anlagen an küstennahen Landstandorten vorgesehen; ab 2006 sollen dann die ersten Anlagen im Meer Strom produzieren.

Nachdem der Maschinentest, die Fundamentbauarbeiten und der Kranaufbau abgeschlossen sind, erfolgt in diesen Tagen der Transport der Bauteile zur Baustelle. Bereits am 09.09.2004 wurde mit der Nabe und dem Maschinenhaus das "Herzstück" der Anlage zum Transport auf einen Ponton verladen, das von REpower bei der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG (HDW) montiert worden war. Zwei der drei längsten je produzierten Rotorblätter mit einer Blattlänge von jeweils 61,5 befinden sich laut REpower bereits am Errichtungsstandort. Sie wurden auf dem Landweg per Schwertransport vom dänischen Zulieferer LM Glasfiber A/S mit Sitz in Lunderskov nach Brunsbüttel geliefert. Das dritte und letzte Blatt wird am 14. September auf der Baustelle erwartet.

Etwa ab dem 15.09. soll ein 20-köpfiges Aufstellungsteam mit der Errichtung des 120 Meter hohen Turmes beginnen, der aus fünf Segmenten besteht. Im Fundament wurden circa 1.300 Kubikmeter Beton und rund 180 Tonnen Stahl verbaut. Nach Fertigstellung dieses Bauabschnittes folgt die Installation des Maschinenhauses in mehreren Baugruppen. Abschließend wird der bereits am Boden vormontierte Stern (Nabe und Rotorblätter) als Ganzes gehoben und an das Maschinenhaus angeschlossen. Insgesamt werden 6 Baukräne im Einsatz sein. Der Hauptkran, der größte fahrbare Autokran, hat acht Achsen und eine maximale Auslastung von 136 Metern. Je nach Wetter soll die Errichtung innerhalb von rund zehn Tagen abgeschlossen werden. Besonders die Montage des Rotors erfordere nahezu Windstille, betont REpower.

REpower plant, bereits im nächsten Jahr weitere 5-Megawatt-Anlagen an küstennahen Standorten zu errichten. So sei das notwendige Genehmigungs-verfahren gemäß dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) eingeleitet für drei REpower 5M in der Nähe des REpower-Produktionsstandortes Husum (Schleswig-Holstein). Die Errichtung der 5M auf See ist für 2006 geplant; die Offshore-Serienproduktion ab 2007.

13.09.2004   Quelle: Die REpower Systems AG
Bildquelle: REpower Systems AG

 

Hermann Scheer und Axel Berg: Energiewirtschaftsgesetz darf nicht übers Knie gebrochen werden

Die SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Axel Berg und Dr. Hermann Scheer fordern die Energieversorger Deutschlands auf, sich im Hinblick auf das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) "an ihre eigenen Worte zu erinnern und danach zu handeln". Seit Jahren würden die Energieversorger die Wichtigkeit preisgünstiger und zugleich ressourcenschonender Energieversorgung im Staats- und Wirtschaftsinteresse betonen, so Berg und Scheer.  Gleichwohl peitschten sie jetzt ohne Not die Preise hoch und erhöhten damit die Hürden gegen einen wirtschaftlichen Aufschwung, kritisieren die SPD-Energiepolitiker.


"Natürliche Monopole“ sorgen für Unternehmensgewinne "in exorbitanter Höhe"

Nach dem Verlust der Gebietsmonopole durch das Energiewirtschaftsgesetz von 1998 hätten sich die Stromkonzerne darauf konzentriert, als Ersatz dafür ein Netzmonopol zu errichten, so Berg und Scheer. Netze seien „natürliche Monopole“ und damit gesicherte Einnahmequellen. Deshalb hätten die Energieversorger Regional- und Stadtnetze aufgekauft und Unternehmensfusionen vorgenommen. Erfolgreich hätten sie jahrelang die Errichtung einer Regulierungsbehörde verhindert, welche die Durchleitungstarife daraufhin kontrolliert, ob sie überzogen sind. "Die Folge waren Unternehmensgewinne durch Netzbewertungstarife in exorbitanter Höhe", stellen Berg uns Scheer fest. Die entstehende Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes sehe nun endlich diese Regulierungsbehörde vor. Entscheidend sei, dass diese unter transparenten Bedingungen wirkungsvoll arbeiten könne. Aus diesem Grunde seinen folgende Punkte in der Novelle verbesserungsbedürftig:


Ex-ante- statt Ex-post-Verfahren

Die Novelle sehe nur eine nachträgliche Preisüberprüfung (ex-post) vor, bemängeln die SPD-Politiker. Bis die neuen Marktteilnehmer den Netzbetreibern Missbrauch nachweisen könnten, würde jedoch zu viel Zeit vergehen, um entscheidenden Missbrauch zu korrigieren. Nachteile hätten vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen sowie die Verbraucher, die jahrelang überhöhte Tarife zahlen müssten. Aber auch die Netzbetreiber trügen bei einem Ex-post-Verfahren erhebliches Risiko. Ihre Netznutzungsentgelte unterlägen bis zum Abschluss des behördlichen Verfahrens und gegebenenfalls sich anschließender Überprüfung durch Gerichte der Gefahr, rückwirkend verändert zu werden – inklusive rückwirkender Erstattungen.
Eine „Ex-ante-Regelung“ – also eine vorherige Tarifgenehmigung – würde dagegen der neuen Regulierungsbehörde die Arbeit erleichtern, betonen Berg und Scheer. Die Netzbetreiber hätten ein Eigeninteresse an schneller Bearbeitung und machten der Behörde die Arbeit leicht.


Finanzierung der Regulierungsbehörde

Jede Organisation trachte danach, sich auszudehnen, unterstreichen Berg und Scheer. Um dieser Gefahr bei der neuen Regulierungsbehörde zu begegnen, sollte sie mit einem klar durchschaubaren Gebührenkatalog abrechnen. Gebe man der Behörde die Möglichkeit, einfach die eigenen Kosten auf alle Netzbetreiber umzulegen, entfalle ein Anreiz zu effizientem Verwaltungshandeln.


Besser Realkapitalerhaltung als Nettosubstanzerhaltung

Die Buchgewinne der Netzbetreiber werden laut Berg und Scheer nicht zureichend in Reinvestitionen zur Netzerhaltung gelenkt, sie würden stattdessen die Realgewinne erhöhen. In einer Branche mit Wettbewerbern sei dies unproblematisch, weil Unternehmen, die nicht reinvestieren, von der Konkurrenz vom Markt gedrängt werden. In Monopolen aber sei es Aufgabe des Staates, dafür zu sorgen, dass Kosten und Gewinn konsequent getrennt werden, fordern Berg und Scheer.

13.09.2004   Quelle: Dr. Axel Berg (MdB); Dr. Hermann Scheer (MdB)
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Photovoltaikanlage mit sportlichem Ehrgeiz: NaturPur Energie AG

Neue Solarstromanlage der NaturPur AG.
Neue Solarstromanlage der NaturPur AG.

Auf dem Dach der Hans-Michel-Sporthalle hat der Darmstädter Ökostromversorger NaturPur Energie AG ein weiteres Solarkraftwerk errichtet und damit die Solarstromproduktion auf dem Sporthallendach ausgebaut. Mit einer Leistung von fünf Kilowatt kann die Anlage etwa den jährlichen Stromverbrauch eines Einfamilienhauses decken.   Der Umwelt werden dadurch zirca zwei Tonnen CO2 erspart. Vertreter der Stadt, darunter Bürgermeister Volker Pauli und NaturPur-Vorstand Josef Werum weihten die Anlage am 08.09.2004 offiziell ein. Rund 29.000 Euro hat NaturPur in das Kraftwerk investiert, inklusive einer Schautafel, die im Foyer der Sporthalle stets die aktuelle Leistung und die erzeugte Solarstrommenge der Anlage anzeigt. "Unser Unternehmen profitiert bei dieser Anlage auch von dem bundesweit gültigen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), ohne das dieses Kraftwerk nicht hätte errichtet werden können", betont NaturPur-Vorstand Josef Werum.

Die NaturPur Energie AG ist eine eigenständige Tochtergesellschaft des Hessischen Energieversorgers HEAG Südhessische Energie AG (HSE) und bietet ausschließlich ökologisch erzeugten Strom an. Ihr Wirkungskreis ist jedoch nicht an des Netz der Muttergesellschaft gebunden, NaturPur engagiert sich auch überregional um dort zukunftsfähige Kraftwerke zu errichten, wo der Ökostrom auch nachgefragt wird. So habe NaturPur beispielsweise im bayerischen Landkreis Ebersberg in ein Solarkraftwerk investiert, als dieser Landkreis NaturPur-Strom bezogen hat, so das Unternehmen. Und da auch im Badischen NaturPur-Kunden wohnen, setze der aktive Ökostromversorger auch dort Zeichen für umweltfreundliche Stromerzeugung. NaturPur verspricht sich davon eine Signalwirkung und hofft, dass vor Ort noch mehr Leute auf Ökostrom umsteigen.


12.09.2004   Quelle: NaturPur Energie AG
Bildquelle: NaturPur AG.

 

Über 200 offene Keller beim „2. Tag der Holzpellets NRW"

Über 200 private Kellertüren werden am Samstag, den 2. Oktober, in Nordrhein-Westfalen für Besucher weit offen stehen. In den Kellern zwischen Rhein und Ruhr kann sich am „2. Tag der Holzpellets“ jeder Interessierte aus erster Hand über die innovative Heiztechnik mit kleinen Holzpresslingen informieren.   Die Aktion ist ein Teil der „Europäischen Biomasse-Tage der Regionen“, die vom 26. September bis 3. Oktober stattfinden, um eine möglichst breite Öffentlichkeit über die Bedeutung und Nutzungsmöglichkeiten von regenerativen Energien zu informieren.

Für zahlreiche Hausbesitzer ist jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Heizungsneubeginn, so die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW in einer Pressemitteilung. Bei den hohen Öl- und Gaspreisen seien Holzpellets eine echte wirtschaftliche Alternative. Darüber hinaus müssen auf Grund der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) in den nächsten Jahren zahlreiche Heizungsanlagen ausgetauscht werden. Um den Pelletheizungen dabei einen größeren Marktanteil zu verschaffen, hat die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW die Aktion Holzpellets gemeinsam mit dem Umweltministerium und in Kooperation mit der Energieagentur NRW ins Leben gerufen. Das Umweltministerium NRW fördert den Einsatz von Holzpelletsheizungen in Privathaushalten mit bis zu 1.500 Euro, weitere 1.700 Euro steuert der Bund bei. Anträge gibt es bei den örtlichen Forstämtern (www.forst.nrw.de oder www.bafa.de).


Adressen im Internet

Unter der Internetadresse http://www.aktion-holzpellets.de sind die Adressen der bisher angemeldeten Teilnehmer zu finden. Weitere Besitzer einer Holzpelletsheizung, die ihre Anlage vorstellen wollen, können sich im Internet noch bis zum 22. September eintragen. Unter allen Betreibern, die ihre Holzpelletheizung zur Besichtigung angemeldet haben, werden fünfmal drei Tonnen Holzpellets verlost. Diese wurden von den fünf Pelletproduzenten Ante-Holz, Baust, Westerwälder Holzpellets, Schneifel Pellets und der Firma Pelltec gestiftet.



12.09.2004   Quelle: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW

 

EU-weites Konzept zur nuklearen Sicherheit

Die Europäische Kommission hat am 08.09.2004 die überarbeitete Fassung zweier Richtlinien vorgeschlagen, die neues Gemeinschaftsrecht im Bereich der Sicherheit kerntechnischer Anlagen und der Entsorgung radioaktiver Abfälle schaffen sollen. In dieser neuen Fassung berücksichtige die Kommission die Standpunkte des Europäischen Parlaments und des Rates, ohne dabei das ursprüngliche Ziel aus den Augen zu verlieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Kommission.  Die Kommission beabsichtige, an der Schaffung eines gemeinsamen Bewertungssystems für die nukleare Sicherheit in den einzelnen Mitgliedstaaten festzuhalten. Weiterhin will sie jeden Mitgliedstaat verpflichten, ein Programm zur endgültigen Entsorgung radioaktiver Abfälle auszuarbeiten.


Internationale Übereinkommen sehen keine Verfahren zur Überprüfung vor

Die Vizepräsidentin der Kommission Loyola de Palacio, zuständig für Energie und Verkehr, erklärte : "Die Kommission geht nun davon aus, dass die beiden Vorschläge, die für die Sicherheit der Kernenergie in der erweiterten EU unabdingbar sind, vom Rat unverzüglich erörtert werden, um eine rasche Verabschiedung der neuen Rechtsvorschriften zu ermöglichen. Es handelt sich dabei um zwei Schlüsselinstrumente, mit denen mehr Transparenz garantiert, die öffentliche Diskussion nüchterner geführt und die Bedenken der europäischen Bürger gegenüber dieser Energiequelle ausgeräumt werden sollen.“ Ein Tätigwerden der Gemeinschaft sei unabdingbar, um ein hohes Maß an nuklearer Sicherheit zu gewährleisten. Denn die internationalen Übereinkommen über die Sicherheit kerntechnischer Anlagen und die Entsorgung abgebrannter Brennelemente und radioaktiver Abfälle sähen kein Verfahren vor, mit dem die Einhaltung der eingegangenen Verpflichtungen überprüft werden kann. Sie verfügten nicht über die gleiche Wirksamkeit wie gemeinschaftliche Maßnahmen und könnten diese daher nicht ersetzen. Mit der Einführung rechtlich verbindlicher Instrumente in den Mitgliedstaaten zeige die Kommission ihre Entschlossenheit, für die EU im Bereich der nuklearen Sicherheit und der Entsorgung radioaktiver Abfälle eine glaubwürdige politische Linie festzulegen.

12.09.2004   Quelle: EU-Kommission
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Holzpelletskessel mit Zulassung für raumluftunabhängigen Betrieb

Als erster Holzpelletskessel in Deutschland hat der Pelletti von Paradigma Energie- und Umwelttechnik die Zulassungsprüfung für eine raumluftunabhängige Betriebsweise bestanden. Dafür erhält er die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt), berichtet Paradigma in einer Pressemitteilung.  Die raumluftunabhängige Betriebsweise ist vor allem für den Ausbau von Passiv- und Niedrigstenergiehäusern geeignet, der in den kommenden Jahren ein hochdynamisches Wachstum erleben werde, betont das Unternehmen. Sie ermöglicht die für die Verbrennung von Holzpellets notwendige Luftzufuhr über das Abgassystem des Kessels. "So gewappnet können wir die Marktführerschaft bei unseren Holzpellets-Anlagen in Deutschland weiter ausbauen", erklärt Klaus Taafel, Geschäftsführer von Paradigma Energie- und Umwelttechnik. Der Karlsbader Heizungsspezialist präsentiert seine Produktpalette gemeinsam mit regionalen Systempartnern auf der "Pellets 2004" in Stuttgart. Am 07. und 08. Oktober können sich interessierte Fachbesucher in der Messe Stuttgart über den Holzpelletskessel Pelletti und dessen Fördermöglichkeiten informieren.


Vom Staat gefördert: CO2-neutrales Heizen mit Sonne und Holz

"Holzpellets bieten in Verbindung mit einer Solaranlage eine ideale Möglichkeit des CO2-neutralen Heizens - Sommer wie Winter", weiß Taafel. Auf der Pellets 2004 stellt Paradigma neben den ökologischen Heizprodukten innovative Möglichkeiten der Pelletslagerung vor. Die Wärmegewinnung aus Sonnen- und Holzenergie bringt Bauherren rechtliche und finanzielle Vorteile: Solaranlagen und Holzpellets-Heizkessel erfüllen spielend die Auflagen der Energieeinsparverordnung (EnEV). Außerdem gibt es attraktive Fördermittel vom Staat: Heizen mit Holz wird mit mindestens 1.700 Euro pro Anlage unterstützt. 110 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche gibt es für Warmwasser aus Sonnenenergie.

11.09.2004   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG

 

Neuer, speziell für Solaranlagen entwickelter Wärmespeicher

Solarspeicher hydroUnit.
Solarspeicher hydroUnit.

Der Wärmespeicher ist entscheidender Bestandteil einer effizient arbeitenden Solaranlage. Für die speziellen Anforderungen der Sonnenenergienutzung entwickelte das oberösterreichische Solarunternehmen GASOKOL den neuen Solarspeicher hydroUnit. Er präsentiert sich als kompakte Einheit, alle wichtigen Komponenten sind serienmäßig im Lieferumfang enthalten.   Das spare Zeit und Kosten bei der Montage, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Solarkomponenten wie Sicherheitsventil, Manometer, Durchflussmengenregler, Schwerkraftbremse und Umwälzpumpe sind laut GASOKOL serienmäßig im Lieferumfang enthalten. Die Fühlerplatzierung über das Boileranschlussstück im Wärmetauscherrücklauf sorge für ein optimales Regelungsverhalten sowie eine gute Temperaturschichtung im Speicher.

Das solare Energieangebot und die Wärmenachfrage fallen zeitlich meist nicht zusammen: Der Warmwasserverbrauch eines Haushaltes erreicht seine Spitzenwerte in den Morgen- und Abendstunden, wenn die Sonne noch nicht oder nicht mehr scheint. Für eine optimale Überbrückung der Zeit zwischen Energieangebot und Wärmenachfrage ist die Qualität des Wärmespeichers von großer Bedeutung. Der neue Solarspeicher hydroUnit von GASOKOL wurde speziell für diese Anforderung gebaut. Er sorge für einwandfreie Funktion, Energieeffizienz und Sicherheit der Solaranlage.

Der neue Solarspeicher von GASOKOL ist durch seine Emaillierung und die eingebaute Stabanode gegen Korrosion bestmöglich geschützt, betont das Unternehmen. Eine werkseitig aufgeschäumte Isolierung und der pulverbeschichtete Stahlblechmantel umhüllen das „Innenleben“ des hydroUnit und verleihen ihm nach außen eine ansprechende Optik.

11.09.2004   Quelle: GASOKOL GmbH
Bildquelle: GASOKOL

 

Emissionshandel: Umweltbundesamt erteilt Unternehmen Auskunft

Unternehmen, die Zweifel haben, ob ihre Anlagen emissionshandelspflichtig sind, erhalten vom Umweltbundesamt (UBA) dazu Auskunft. 200 von insgesamt etwa 1.700 betroffenen Unternehmen hätten sich sich mit dieser Frage an die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) gewandt, so das UBA in einer Pressemitteiling. "75 Prozent der Antworten sind versandt, die restlichen 25 Prozent der anfragenden Unternehmen können in den nächsten Tagen mit einer Antwort rechnen", so Hans-Jürgen Nantke, Leiter der DEHSt.  Die im Umweltbundesamt geübte Praxis der Auskunftserteilung zur Frage der Emissionshandelspflichtigkeit einzelner Anlagen sei vom Verwaltungsgericht Augsburg in einem Beschluss vom 01. September 2004 bestätigt worden (Aktenzeichen: Au E 04.1237). Damit habe sich das Verwaltungsgericht positiv zur durchgehend praktizierten Informationspolitik des Umweltbundesamtes ausgesprochen. "Wir werden die Anlagenbetreiber auch in Zukunft im rechtlichen Neuland Emissionshandel durch Beratung und Auskunft nach Kräften unterstützen, dies sollten aber auch die Landesbehörden mit ihren konkreten Kenntnissen über die dem Emissionshandel unterliegenden Anlagen tun", so Nantke.

In dem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Augsburg ging es um die Frage, ob das Umweltbundesamt über seine bisherige Auskunftspolitik hinaus verpflichtet sei, rechtsverbindlich durch Verwaltungsakt zu entscheiden, ob eine Anlage dem Anwendungsbereich des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) unterfällt oder nicht. Das Verwaltungsgericht habe dies verneint und die Auskunftsschreiben der DEHSt als ausreichend im Sinne der verwaltungsverfahrensrechtlichen Auskunftspflicht bezeichnet, so das UBA.

Weitere Informationen im Internet: http://www.umweltbundesamt.de/emissionshandel

11.09.2004   Quelle: UBA
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Gleisdorf Solar 2004: Experten diskutieren solartechnische Entwicklungen

klima:aktiv-Team mit Minister Pröll (links).
klima:aktiv-Team mit Minister Pröll (links).

Im österreichischen Gleisdorf (Steiermark), der „Solarhauptstadt Europas“, trifft sich von 8. bis 11. September die Fachwelt der Solarenergienutzung, um im Rahmen des Symposiums "Gleisdorf Solar 2004" neueste Erkenntnisse und Erfahrungen auszutauschen.  Die siebente internationale Konferenz wird von der AEE INTEC in Kooperation mit der Stadtgemeinde Gleisdorf veranstaltet. Fachleute aus aller Welt berichten über zahlreiche technologische Weiterentwicklungen, neue Anwendungsmöglichkeiten sowie Aktivitäten am weltweiten Solarmarkt und machen Gleisdorf Solar auch im Jahr 2004 zu einem besonderen Ereignis.

Neue Ansätze: Solares Kühlen und solare Prozesswärme

Hoch aktuelle Entwicklungen wie das „Solare Kühlen“ und die Nutzung der Sonnenenergie zur Prozesswärmeerzeugung stehen neben Beiträgen zur traditionellen Anwendung im Vordergrund. Dass mit Solarwärme ein Kühlprozess angetrieben werden kann, eröffnet nicht nur in heißen Klimazonen sondern auch in unseren Breiten neue Marktsegmente, so die Veranstalter. Ähnliche Potenziale sehen die Experten im Bereich der solaren Prozesswärmenutzung, die aufgrund der hohen Prozesstemperaturen den Einsatz angepasster Kollektortypen erfordert. Auch bei solaren Großanlagen für den Geschosswohnungsbau oder für Siedlungen sind die Entwicklungen nicht stehen geblieben: Vor allem der hohe Qualitätsstandard und die gute Rendite der Anlagen sind in diesem Segment Motor für die zunehmend breite Umsetzung der Technologie. 350 Teilnehmer aus 22 Ländern belegen das große Interesse an der Technologie und bestärkten die AEE INTEC, die Tradition fortzusetzen und bereits für die Gleisdorf Solar 2006 zu planen.


Unterstützung aus der Politik: Förderprogramm „solarwärme“

Dass auch die Politik die Bedeutung der Solarenergienutzung erkannt hat, zeigt die Teilnahme einer hochrangigen Politikerdelegation. Der österreichische Bundesminister DI Josef Pröll (Lebensministerium) nutzte die Anwesenheit der versammelten Solarszene, um in seinem Vortrag den Startschuss für das 2,6 Millionen schwere klima:aktiv Programm „solarwärme“ zu geben, das federführend von der AEE INTEC geleitet wird. Das auf vier Jahre angelegte Programm wird gemeinschaftlich finanziert vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Lebensministerium) sowie der österreichischen Solarindustrie. Es soll durch verstärkte Maßnahmen im traditionellen Einsatzbereich, dem Einfamilienhaus, und durch die Forcierung neuer Marktsegmente wie dem Geschosswohnungsbau sowie im Tourismus wichtige Impulse für den breiten Einsatz solarthermischer Systeme in Österreich geben. Die jährlich in Österreich installierte Anzahl von Sonnenkollektoren soll bis zum Jahr 2008 um mindestens 25% gesteigert werden, so Christian Fink von der AEE INTEC aus Gleisdorf und Manager des Programms „solarwärme“. Fink sieht die Schwerpunkte des Programms in der Einbindung möglichst vieler Akteure, beispielsweise Installateure, Architekten, Planer, Fertighausanbieter und Bauträger. Weitere Akzente setzt das Programm mit umfangreichen Schulungsmaßnahmen zur Qualitätssicherung, dem Aufbau und der Führung eines österreichweiten Beraternetzwerkes sowie einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit.


10.09.2004   Quelle: AEE INTEC; Verband Austria Solar
Bildquelle: AEE INTEC.
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BP Solar eröffnet 4 Megawatt-Solarstromanlage in Sachsen-Anhalt

Am 13. September 2004 wird BP Solar mit der Solarstromanlage "Geiseltalsee" bei Merseburg ein weiteres Photovoltaik-System der Superlative offiziell eröffnen. Der jährliche Energieertrag wird laut BP Solar zirka 3,4 Millionen Kilowattstunden betragen. Das entspricht dem durchscnittlichen Strombedarf von 1.000 Vier-Personen-Haushalten pro Jahr.   Über eine Erweiterung des Solarkraftwerks auf 6 Megawatt Spitzenleistung (MWp) wird derzeit verhandelt, berichtet BP Solar in einer Pressemitteilung. Die Solarstromanlage wird nach nur dreimonatiger Bauzeit schlüsselfertig an die Betreibergesellschaft übergeben, sie liefert bereits seit dem 28. Juni 2004 Strom.

BP Solar unterstreiche mit der Solaranlage in Geiseltalsee ihre Marktführerschaft in Deutschland, so das Unternehmen. Erst letztes Jahr wurde auf dem neuen Flughafenterminal 2 in München die weltgrößte Solaranlage auf dem Dach eines Flughafens in Betrieb genommen. Mit rund 20 % Marktanteil ist BP Solar nach eigenen Angaben der führende Anbieter hochwertiger Solarstrom-Anlagen in Deutschland und Europa. BP betreibe ihr Solargeschäft international bereits über drei Jahrzehnten. Der BP Vice President für erneuerbare Energien, Steve Westwell, will anlässlich dieser Eröffnung auch zu aktuellen Expansionsplänen sowie zur globalen Strategie von BP Solar Stellung nehmen.

10.09.2004   Quelle: Deutsche BP Aktiengesellschaft
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Eine Solarsäule für Hamburg

Solar-Obelisk.
Solar-Obelisk.

Nach Paris und Rom erhält nun auch Hamburg einen Obelisken. Anlässlich der Unterzeichnung der UmweltPartnerschaft Hamburg zwischen Sharp und der Hansestadt, findet der erstmalig auf der internationalen Konferenz für erneuerbare Energien "renewables 2004" in Bonn vorgestellte Solar-Obelisk nun seinen endgültigen Platz in der Hamburger Sonninstraße.  Die fünf Meter hohe, aus Edelstahl und Glas bestehende, mit Solarenergie betriebene Multimedia-Skulptur kann künftig auf dem Gelände der Sharp Electronics Europe in Hamburg bewundert werden.

Von Sharp unterstützt, wurde der Solar-Obelisk entwickelt von der Solar Lifestyle GmbH in Zusammenarbeit mit K-Projects Kultur- und Eventmanagement, Craftsmen Design und dem Architekten Ingo Schneider. Die Solar-Säule soll als Denkmal für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten verstanden werden. Im alten Ägypten stand ein Obelisk für die freundschaftliche Verbindung der Menschen mit dem Sonnengott. Vier semitransparente Sharp-Solarmodule sorgen heute dafür, dass der Sonnengott den Menschen seine Energie nicht vergeblich zur Verfügung stellt. Eine integrierte Licht- und Klanginstallation mit dem Thema "2004: A Renewable Energy" soll die erneuerbaren Energien für den Besucher sinnlich erfahrbar machen. Der Solar-Obelisk ist innen beleuchtet, hat einen Granitboden und ein Großbilddia als Display auf der Rückseite.

Die Klanginstallation ist eine künstlerische Arbeit, die sich speziell mit der emotionalen Kommunikation erneuerbarer Energien auseinandersetze, heißt es in einer Pressemitteilung der Sharp Electronics (Europe) GmbH. Der Komponist Markus Gronostay habe eigens für dieses Thema fünf Klangpassagen ausgearbeitet. Klangbausteine der Komposition sind Geräusche, die den verschiedenen Energieformen zugeordnet werden können.
Weitere Informationen und Bilder unter www.solarobelisk.de.



10.09.2004   Quelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH
Bildquelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH.

 

Energiespar-Tour: Mit drei Kilogramm Wasserstoff von Berlin bis Barcelona

Wasserstoff-Fahrzeug
Wasserstoff-Fahrzeug "Hysun".

Am 07.09.2004 startete das Wasserstoff-Auto „HYSUN3000“ zu einem Rekordversuch: Mit nur drei Kilogramm Wasserstoff soll das Fahrzeug die Strecke von Berlin bis Barcelona zurücklegen. „Die Fahrt von Berlin nach Barcelona wird zeigen, dass es heute schon möglich ist, wasserstoffbetriebene Fahrzeuge effizient im normalen Straßenverkehr einzusetzen“, sagte Simone Probst, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, die auch Schirmherrin der Aktion ist.  Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge könnten, wenn ihr Treibstoff aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, bis zu 90 Prozent weniger Treibhausgase als konventionelle Autos ausstoßen, so Probst weiter.

Auch wenn Wasserstoff als Treibstoff für Fahrzeuge erst auf längere Sicht relevant werden wird, sei es schon heute notwendig, erste Schritte zum Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur und zur Ausarbeitung der Rahmenbedingungen für eine künftige Wasserstoffwirtschaft zu unternehmen. Die Bundesregierung unterstütze diese Entwicklung durch ihre Beteiligung an verschiedenen Forschungs- und Demonstrationsprojekten. Dazu zähle etwa das gemeinsam mit der Industrie initiierte „Clean-Energy-Partnership (CEP) Projekt“ und der gemeinsame Bau und Betrieb der europaweit ersten öffentlichen Wasserstofftankstelle in Berlin, so das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung.

Der HYSUN 3000 ist von einem nicht-kommerziellen Projektteam in Eigenregie bis zur Straßenverkehrs-Zulassung entwickelt worden. Das Fahrzeug kann bis zu 80 Stundenkilometer schnell fahren und wird auf seiner Tour nach Barcelona sowohl dichten Berufsverkehr als auch extreme Steigungen überwinden müssen. Ziel des HYSUN3000 Projektteams ist, die gesamte Strecke mit nur drei Kilogramm Wasserstoff zurückzulegen. Dies entspricht etwa 11 Litern Benzin und damit einem durchschnittlichem Verbrauch von 0,4 Liter auf 100 Kilometer. Dies würde einen bisher noch nicht erreichten Rekordverbrauch darstellen „Wir brauchen solche Signale, um den Umbau der Energiewirtschaft, insbesondere in den Industrieländern, anzuschieben“, so Probst.


Weitere Informationen zum Projekt: http://www.hysun.de


09.09.2004   Quelle: BMU
Bildquelle: extraenergy e.v.
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Bundesumweltminister Jürgen Trittin nimmt weltgrößtes Sonnenkraftwerk in Betrieb

Solarkraftwerk Espenhain
Solarkraftwerk Espenhain

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat am 08.09.2004 in Espenhain bei Leipzig die derzeit weltgrößte Anlage zur Erzeugung von Sonnenstrom in Betrieb genommen. „Mit der Einweihung dieser 5-Megawatt-Anlage steigen wir in eine neue Dimension der Erzeugung von Sonnenstrom ein“, sagte Trittin.   Die aus 33.500 Solarmodulen bestehende Anlage errichteten das Unternehmen Shell Solar und die Berliner Projektentwicklungsgesellschaft Geosol auf einer 16 Hektar großen Fläche einer ehemaligen Kohlestaubdeponie. „Wir brauchen diese Entwicklung in die Megawattbereiche, damit durch die Massenproduktion von Solarzellen Sonnenstrom schneller billiger wird“, so der Bundesumweltminister weiter.


Markt für Solarstrom wächst um 50 %

Die deutsche Photovoltaik-Industrie rechnet in diesem Jahr mit einem Marktwachstum von über 50 Prozent. Die Photovoltaik, die Erzeugung von Strom aus Sonnenlicht, erlebt nicht nur in Deutschland einen Boom. Seit Ende der 90er Jahre ist der Photovoltaikmarkt weltweit um mehr als 30 Prozent pro Jahr gewachsen. „In rund 20 Jahren dürfte der globale Jahresumsatz über 100 Milliarden Euro betragen. Das ist vergleichbar zur heutigen Halbleiterfertigung. Es handelt sich bei der Photovoltaik also um einen der globalen Zukunftsmärkte schlechthin“, so Trittin. In diesem Zukunftsmarkt ringe Deutschland um die weltweite Technologieführerschaft. „Dafür ist wichtig, dass Deutschland langfristig Erfolg auch beim Aufbau des lokalen Marktes hat“, sagte Trittin.


Trittin: Photovoltaik kann in 15 Jahren wettbewerbsfähig sein

Bei weiterhin hohen Wachstumsraten und der damit einhergehenden Massenproduktion von Photovoltaik-Anlagen könne die Technologie in rund 15 Jahren wettbewerbsfähig sein, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums. In den letzten Jahren sei der Preis für Sonnenstrom um mehr als 50 Prozent gesunken. „Wir wollen diese rasche Entwicklung mit ehrgeizigen Zielen und einem gut abgestimmten Foerderinstrumentarium bis zur Erreichung der Wettbewerbsfähigkeit der erneuerbaren Energien fortsetzen“, bekräftigte der Bundesumweltminister. Schon heute haben die erneuerbaren Energien insgesamt einen Anteil von rund 10 Prozent an der Stromerzeugung. Ziel der Bundesregierung ist, diesen Anteil bis zum Jahr 2020 noch einmal - auf dann 20 Prozent – zu verdoppeln. „Heute arbeiten in Deutschland bereits 120.000 Menschen für die erneuerbaren Energien. Im Jahr 2020 können es 400.000 sein“, betonte Trittin.

09.09.2004   Quelle: BMU
Bildquelle: Shell Deutschland Oil GmbH
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Baden-Württemberg: Ministerpräsident Teufel besichtigt Baustelle für 100 MW-Wasserkraftwerk

Der baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel informierte sich am 7. September 2004 auf Einladung von Professor Dr. Utz Claassen, Vorstandsvorsitzender der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, über den geplanten Neubau des Wasserkraftwerkes der EnBW-Tochter Energiedienst im südbadischen Rheinfelden. Der Neubau des ältesten Flusskraftwerkes Europas ist laut EnBW bundesweit derzeit das größte Bauvorhaben im Bereich der regenerativen Energien.  Mit der ersten Bauetappe, dem Neubau des Stauwehres, wurde 2003 begonnen. Die verbindliche Entscheidung über den Neubau des Wasserkraftwerkes Rheinfelden soll voraussichtlich im Jahr 2005 fallen.


Große Wasserkraft als regionale Stärke Baden-Württembergs

"Der Ausbau der Großen Wasserkraft ist ein sehr effizienter und umweltschonender Weg, um den Anteil Erneuerbarer Energien am bundesdeutschen Strommix zu steigern", betonte EnBW-Vorstand Prof. Dr.-Ing. Thomas Hartkopf. Die EnBW konzentriere sich im Bereich regenerativer Energien daher maßgeblich auf die Große Wasserkraft als einer der regionalen Stärken Baden-Württembergs. Allerdings sei die Große Wasserkraft - wie andere erneuerbare Energien auch – ohne Förderung nicht konkurrenzfähig. Die Aufnahme der Großen Wasserkraft in den Förderkatalog des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) im Juli dieses Jahres sei daher ein wichtiger Schritt vorwärts. "Wir begrüßen die Aufnahme in das EEG sehr, wenngleich die Fördersätze allein noch nicht ausreichen, um Investitionsprojekte dieser Größenordnung zu schultern", hob Martin Steiger, Vorstand Energiedienst AG, hervor.


Projektvolumen 400 Millionen Euro

Mit einer geplanten Investitionssumme von rund 400 Millionen Euro handle es sich beim Projekt in Rheinfelden um das derzeit größte Einzelvorhaben im Bereich erneuerbarer Energien in Deutschland, so die EnBW. Das neue Wasserkraftwerk soll eine Leistung von 100 Megawatt haben und damit jährlich 600 Gigawattstunden Strom produzieren. Das derzeitige Kraftwerk leistet 26 Megawatt und erzeugt 185 Gigawattstunden. Mit dem Neubau könnten weitere 165.000 Haushalte mit Wasserkraft-Strom versorgt werden. Das neue Stauwehr soll bis 2007 fertig gestellt sein, das komplette Projekt inklusive Maschinenhaus und Umgehungsgewässer frühestens 2012, spätestens 2019.


Umweltverträglichkeit soll verbessert werden

Mit dem Neubau des Stauwehres und dem möglichen Neubau des Wasserkraftwerkes würden EnBW und Energiedienst auch neue Maßstäbe hinsichtlich der Umweltverträglichkeit setzen, so die Unternehmen. Durch Ausgleichsmaßnahmen werde die ökologische Situation des Hochrheins in diesem Teilabschnitt deutlich verbessert. Hierzu seien besonders drei Maßnahmenpakete vorgesehen. Die Renaturierung von Uferabschnitten, der Bau eines naturnahen Fischaufstieges am Stauwehr in Rheinfelden und die Gestaltung eines naturnahen Umgehungsgewässers im Anschluss an den Bau des neuen Kraftwerkes.

Die Große Wasserkraft liefert zur Zeit rund 50 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien in Deutschland. Durch die Modernisierung der Großen Wasserkraftwerke könnte in den kommenden zehn Jahren ein zusätzliches Stromerzeugungspotenzial von mehr als einer Milliarde Kilowattstunden pro Jahr erschlossen werden, betont die EnBW.

09.09.2004   Quelle: EnBW Energie Baden Württemberg AG

 

Umweltminister Trittin weiht 5 MW Shell-Solarkraftwerk ein

Luftbild des Solarparks Leiziger Land.
Luftbild des Solarparks Leiziger Land.

Auf einem ehemaligen Asche-Auflandebecken bei Espenhain, südlich von Leipzig haben die Shell Solar GmbH, München, und der Initiator und Projektentwickler GEOSOL, Berlin, eine Freiflächen-Solarstromanlage mit rund 33.500 Solarmodulen und einer Gesamtleistung von fünf Megawatt errichtet. Bundesumweltminister Jürgen Trittin eröffnet den "Solarpark Leipziger" Land am 08.09.2004.  Mit dem Strom, der direkt in das Netz der enviaM Mitteldeutsche Energie AG eingespeist wird, lässt sich laut Shell Solar der Strombedarf von etwa 1.800 Haushalten decken. Durch die klimafreundliche Stromerzeugung würden Emissionen von jährlich 3.700 Tonnen Kohlendioxid vermieden.

GEOSOL hat die Flächen für das Solarstrom-Kraftwerk von dem Bundesunternehmen LMBV Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH gekauft, das den Boden zuvor bergbaulich saniert hatte. GEOSOL und Shell Solar realisierten das 5-MW-Solarstrom-Kraftwerk mit Industriepartnern wie zum Beispiel der Siemens AG, die Wechselrichtereinheiten, Trafos und den Mittelspannungsanschluss lieferte.



08.09.2004   Quelle: Shell Solar GmbH
Bildquelle: GEOSOL.

 

Greenpeace energy: Kongress "Strom gegen den Strom"

Im Herbst 2004 feiert der Ökostromversorger Greenpeace energy eG sein fünfjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass veranstaltet die Genossenschaft vom 15. bis 16. Oktober in Hamburg den Kongress "Strom gegen den Strom - Perspektiven einer sauberen Energiewirtschaft". Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf aktuellen Fragen der Energieversorgung und den Chancen erneuerbarer Energien. "Fünf Jahre Greenpeace energy, das sind fünf erfolgreiche Jahre saubere Stromversorgung", sagt Robert Werner, Vorstandsmitglied von Greenpeace energy.   "Für uns nicht nur ein Grund zum Feiern. Wir möchten auch mit einem breiten Publikum über die zukünftige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien diskutieren." Greenpeace energy wurde am 28. Oktober 1999 als unabhängige Einkaufsgenossenschaft für sauberen Strom gegründet. Das Unternehmen versorgt nach eigenen Angaben zurzeit rund 22.000 Kunden mit Strom ohne Atomkraft und Kohle und hat mehr als 11.000 Genossenschaftsmitglieder.

Beim Eröffnungsvortrag am 15. Oktober spricht der Journalist Dr. Franz Alt unter dem Motto "Sonne und Wind schicken uns keine Rechnung" über die Chancen der Energiewende. Anschließend diskutieren Experten aus Verbänden, Industrie und Wissenschaft auf dem Podium die Frage: "Saubere Energien - Jobmotor für Deutschland?" Teilnehmen werden Johannes Altmeppen (Vattenfall Europe AG), Dr. Gerhard Kleiss (Solarworld AG), Dr. Reinhard Klopfleisch (ver.di), Johannes Lackmann (Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.) und Dr. Hans-Joachim Ziesing (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung).

Auf der Hauptveranstaltung am 16. Oktober stellen sich über 30 Experten aus Forschung, Wirtschaft und Verbänden der Diskussion, unter anderem Prof. Dr. Peter Hennicke (Präsident Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie), Stefan Kohler (Geschäftsführer Deutsche Energieagentur), Johannes van Bergen (Präsident Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung).

In 17 Foren können die Teilnehmer ihr Wissen rund um erneuerbare Energien vertiefen und sich mit den Experten austauschen, zum Beispiel zu Fragen wie: "Was ist von der Kritik an Offshore-Windparks zu halten? Wie wettbewerbsfähig sind Erneuerbare Energien? Welche Chance hat Solarthermie? Welchen Beitrag kann ich als Verbraucher zur Veränderung auf dem Energiemarkt leisten?" Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an interessierte Laien.

Das laufend aktualisierte Programm und die Anmeldeunterlagen sind im Internet abrufbar unter: http://www.greenpeace-energy.de

08.09.2004   Quelle: Greenpeace Energy eG
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Brennstoffzellen: Erneut Rekordbeteiligung beim f-cell Award

Für den mit 30.000 Euro dotierten Innovationspreis Brennstoffzelle "f-cell Award 2004" sind 25 Wettbewerbsbeiträge eingegangen, so viele wie noch nie, berichtet die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) in einer Pressemitteilung. Damit habe sich die Teilnehmerzahl zum vierten Mal in Folge erhöht.  Die verschiedenen Einreichungen decken den kompletten Anwendungsbereich der Technologie im mobilen, stationären und portablen Sektor ab.

"Dies zeigt, dass bei dieser Zukunftstechnologie weiterhin auf breiter Front geforscht und entwickelt wird", sagte Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der WRS. "Der f-cell award dient der Förderung der Brennstoffzellentechnologie und soll dabei mithelfen, die Region Stuttgart als international führenden Standort in diesem Bereich zu positionieren", erklärte Rogg. Prämiert werden anwendungsnahe Entwicklungen rund um das Thema Brennstoffzelle. Die Verleihung des Preises findet statt am 27. September im Forum der LBBW in Stuttgart. Das Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) haben den Preis ausgeschrieben in Zusammenarbeit mit der DaimlerChrysler AG. Bewerbungen wurden eingereicht von mittelständischen Unternehmen, Start-Ups und wissenschaftlichen Einrichtungen aus ganz Deutschland sowie aus dem deutschsprachigen Ausland.


"f-cell" - Kongress und Messe im September in Stuttgart

Der Preis ist Bestandteil des Forum Brennstoffzelle "f-cell 2004" vom 27. bis 29. September im Stuttgarter Haus der Wirtschaft, das mit einem Kongress und einer begleitenden Messe die Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie dokumentieren und fördern will. Mit über 70 Referenten aus 10 Ländern sei die internationale Orientierung noch weiter ausgebaut worden, so die Veranstalter. Im Vordergrund stünden Gesprächsforen mit stark praxisorientierten Anwendungsbeispielen. Neben einer Exkursion mit der Besichtigung des Mercedes-Benz Technology Centers in Sindelfingen, des Instituts für Technische Thermodynamik des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) und des intelligenten Systemhauses Living X in Leinfelden-Echterdingen, haben die Symposiumsteilnehmer die seltene Möglichkeit zu einer Probefahrt in der Brennstoffzellen-A-Klasse von DaimlerChrysler. Die begleitende Messe dient als Plattform, um neue Kontakte mit Vertretern aus allen Bereichen der Brennstoffzellen-Branche zu knüpfen.

08.09.2004   Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
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Tagung im Rahmen des Anschluss-Programms zu den renewables 2004

Am 20. September 2004 werden im Rahmen der Tagung "Energieeffizienz und Erneuerbare Energien in die Kommunen" die European Energy Awards an nordrhein-westfälische Städte und Gemeinden verliehen. Die Veranstaltung im Alten Rathaus in Bonn ist Bestandteil des NRW-Anschluss-Programms an die renewables 2004, die im Juni in Bonn gastierten.  Die Tagung beginnt um 10 Uhr mit Exkursionen, die Auszeichnung der NRW-Kommunen durch Energie-Minister Dr. Axel Horstmann findet gegen 16 Uhr statt, berichtet die Energieagentur NRW in einer Pressemitteilung. Die Veranstaltung soll dazu dienen, aus den Ergebnissen der renewables 2004 einen praktischen Nutzwert für die Kommunen des Landes Nordrhein-Westfalen zu erschließen. Denn es solle nicht bei schönen Worten bleiben, die Kommunen des Landes wollen konkrete Handlungen folgen lassen, betont die Energieagentur. Gerade kommunale Liegenschaften böten sich für Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien oder zur Steigerung von Effizienztechnologie an.


Workshops und Exkursionen

In fünf Workshops stellen Vertreter aus verschiedenen europäischen Ländern ihre Ansätze für die Lösung der energetischen Herausforderungen der Gegenwart vor. Die Workshops befassen sich mit den Themen "Nachhaltigkeit entwickeln - Steuerungsinstrumente für Kommunen", "Gemeinsam sind wir stärker - kommunale Energienetzwerke wirken", "Motivieren und qualifizieren - Energie in Schulen und Kindergärten", "Finanzieren und fördern – Invest trotz leerer Kassen" sowie "Planen und umsetzen – energetische Handlungsfelder der Stadtentwicklung". Auf die Tagungsteilnehmer warten zudem vier Exkursionen zur energetischen Zentrale im Hallenbad nach Bonn-Beuel, zur "Energieschule" Emilie-Heyermann-Realschule, zu einer Anlage zur Nutzung von Klärgas sowie in eine Beueler Siedlung, in der Energiesparmaßnahmen umgesetzt wurden.

Die Teilnahme an der Tagung ist unentgeltlich. Eine schriftliche Einladung ist wegen begrenzter Teilnehmerzahl notwendig. Anmeldung: Energieagentur NRW, z. Hd. Cornelia.Schmidt, Kasinostr. 19-21, 42103 Wuppertal; 0202/24552-30 (Fax) oder Cornelia.Schmidt@ea-nrw.de



08.09.2004   Quelle: Energieagentur NRW

 

Ökostrom: Erstmals positives Unternehmensergebnis der Naturstrom AG

Nach 5 Geschäftsjahren mit deutlichen Verlusten weist die NATURSTROM AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2003 erstmals ein positives Jahresergebnis aus, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Auf der Hauptversammlung am 30. August 2004 erläuterte Alleinvorstand Dr. Thomas E. Banning den Aktionären die Maßnahmen der von ihm vor 2 Jahren eingeleiten Sanierung und Neuausrichtung der Gesellschaft.  Dabei verdeutlichte er aber auch, dass das Ergebnis durch Nachberechnungen für Vorjahre und Auflösung von Rückstellungen gestützt worden sei, operativ würden im Stromhandel nach wie vor rote Zahlen geschrieben.

Die NATURSTROM AG, 1998 als erster bundesweiter und netzunabhängiger Ökostromanbieter gestartet, von namhaften Umweltverbänden wie BUND, NABU und EUROSOLAR unterstützt und als erster Anbieter mit dem Goldlabel des Grüner Strom Label eV ausgezeichnet, dürfte damit auch der erste Anbieter in diesem Marktsegment sein, dem es gelang, ein positives Jahresergebnis zu erzielen, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Situation am Strommarkt bezeichnete Banning als katastrophal, insbesondere bemängelte er die Tatenlosigkeit der Politik, die nicht wie versprochen und von der Europäischen Union gefordert eine Regulierungsbehörde geschaffen habe. Das Ergebnis sei, dass es außer im Segment Ökostrom keine unabhängigen Stromanbieter mehr gäbe. Unter solchen Bedingungen könne sich kein Unternehmen längerfristig halten, betont Banning. "Wir werden systematisch durch überhöhte Netzentgelte und das Zählermonopol der Netzbetreiber in Schach gehalten, dazu kommt die immerwährende Hetze der Energiekonzerne gegen die erneuerbaren Energien, nur zu häufig durch bewusste Falschaussagen garniert", so Banning weiter.

Eine weiterhin positive Zukunft für die NATURSTROM AG sieht der Vorstand nur gewährleistet, wenn den "Wettbewerbsverzerrungen" im Strommarkt Einhalt geboten werde. Um aber nicht allein vom Stromversorgungsmarkt abhängig zu sein habe das Unternehmen über ein Joint-Venture neue Geschäftsaktivitäten rund um Planung, Errichtung und Betrieb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien entwickelt. Interessierten Bürgern werde nun die Möglichkeit geboten, sich an Solarfonds und Anlagen zu beteiligen.

07.09.2004   Quelle: Naturstrom AG

 

Landwirtschaftsministerin Künast: Bioenergie statt Öl

Für die deutschen Landwirte dürften sich die Absatzchancen außerhalb des Nahrungs- und Futterbereichs spürbar verbessern. Steuererleichterungen, der Ausbau der Verarbeitungskapazitäten und die tendenziell hohen Ölpreise sprechen für eine größere Verwendung von Getreide und Raps als Biokraftstoff, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BVML).   Der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen in Deutschland könnte von derzeit rund 830.000 Hektar auf mindestens 2 Millionen Hektar, nach Meinung einiger Experten langfristig sogar auf ca. 3-4 Millionen Hektar Ackerfläche, ausgedehnt werden. Die zur Verfügung stehenden organischen Nebenprodukte und Abfallstoffe (z.B. Stroh, Abfälle der Lebensmittelindustrie, Klärschlamm etc.) stellen zusätzlich "einen noch kaum gehobenen Schatz dar", heißt es in der Pressemitteilung zum Erntebericht der Ministerin. Auch die Nutzung von Waldholz zur Stromerzeugung erhalte durch die Änderung des EEG einen wichtigen Impuls. "Dabei muss man wissen: In Deutschland wächst jedes Jahr immer noch viel mehr Holz zu als genutzt wird", so Ministerin Künast.


Vorteile für den ländlichen Raum

Wenn diese Potenziale genutzt würden, könnten Land- und Forstwirte in großem Stil zu Energie- und Rohstoffwirten werden und Zehntausende Arbeitsplätze vornehmlich im ländlichen Raum gesichert und geschaffen werden. Der ländliche Raum profitiere schon heute davon: So seien im letzten Jahr im Bioenergiesektor Umsatzerlöse von rund 1,3 Milliarden Euro erzielt worden, gleichzeitig wurden laut BVML rund 1,5 Milliarden Euro investiert. In der Gesamtbilanz seien dies fast 2,9 Milliarden Euro allein im Bioenergiebereich.


Neue Arbeitsplätze, bessere Förderung

"Wir können davon ausgehen, dass schon jetzt rund 50 000 Arbeitsplätze durch die Produktion und Nutzung von Bioenergieträgern geschaffen worden sind, mit wachsender Tendenz , betont das BVML. Allerdings seien die nachwachsenden Rohstoffe noch kein Selbstläufer. Geeignete staatliche Rahmenbedingungen seien genauso notwendig wie unternehmerisches Engagement, um die Chancen dieser Zukunftsbranche zu nutzen. Bundesregierung und Koalitionsfraktionen hätten in den letzten Monaten wichtige Verbesserungen in der Förderpolitik erreicht. Dazu gehörten die verbesserten Förderkonditionen für Bioenergieanlagen zur Wärmegewinnung im Rahmen des Markteinführungsprogrammes-Erneuerbare-Energien (MAP), die Erweiterung der Steuerbefreiung für Biotreibstoffe und die am 1. August in Kraft getretene EEG-Novelle. Damit seien innerhalb kurzer Zeit die Rahmenbedingungen für sämtliche Nutzungsformen der Biomasse (Strom, Wärme, Treibstoffe) spürbar verbessert worden.

07.09.2004   Quelle: BVML
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Windparkbetreiber vor dem Zubau weiterer Windenergieanlagen geschützt

Wird der Wirkungsgrad eines Windparks durch den Zubau weiterer Anlagen herabgesetzt, bedeute dies für den Betreiber oft einen harten wirtschaftlichen Einschnitt. In der Vergangenheit habe es sich als rechtlich kompliziert erwiesen, den Zubau weiterer Anlagen zu verhindern, so die Bremen Anwaltskanzlei Blanke Meier Evers (BME) in einer Pressemitteilung.   In einem aktuellen Fall sei es BME nun gelungen, den Betreiber eines bestehenden Windparks vor der Errichtung weiterer Anlagen zu schützen.

Das Oberverwaltungsgericht Magdeburg (Beschluss vom 23. August 2004, 2 U 35/04) habe in einem verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren dem Betreiber des bestehenden Windparks Recht gegeben, und dem bauwilligen Neubetreiber die Möglichkeit der sofortigen Errichtung seiner Windenergieanlagen entzogen. „Grundlage des Erfolges war zum einen, dass dargelegt werden konnte, dass einige der bestehenden Windenergieanlagen in ihrer Standsicherheit durch den Zubau gefährdet wurden. Zum anderen gab es vorliegend Gesichtspunkte des Vertrauensschutzes, die dafür sprachen, dass der neue Bauherr vor dem Zubau weiterer Anlagen die Standsicherheit der bestehenden Anlagen nachweisen musste“, so Rechtsanwalt Dr. Andreas Hinsch von der Kanzlei BME. Da genau dieser Nachweis nicht gelungen sei, sei ihm im Eilverfahren seine Baumöglichkeit genommen worden.

Soweit ersichtlich, handle es sich in diesem Fall um die erste Entscheidung in einem verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren. „Insoweit dürfte die Entscheidung neue Impulse für die Planung und die Rechtmäßigkeit der Errichtung von Windenergieanlagen in einem bestehenden Windpark bedeuten. Zusammen mit der jüngsten Entscheidung des Bundesgerichtshofs zur Frage der immissionsschutzrechtlichen Zulässigkeit von Windfarmen werden sich die Anforderungen an die Neuerrichtung von Windenergieanlagen in einen bestehenden Windpark jedenfalls insgesamt steigern“, so Dr. Hinsch.

07.09.2004   Quelle: Kanzlei Blanke Meier Evers
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Solarzellen: Neue Verfahren für besseres Kosten-Leistungs-Verhältnis

Kammer für die Züchtung von hochreinem Silizium am IKZ.
Kammer für die Züchtung von hochreinem Silizium am IKZ.

Am Berliner Institut für Kristallzüchtung (IKZ) laufen mehrere Projekte mit dem Ziel, den Wirkungsgrad von Solarzellen zu erhöhen oder die Zellen günstiger herzustellen. Einer der verantwortlichen Wissenschaftler dafür ist Dr. Helge Riemann, Experte für Silizium. "Silizium-Solarzellen als Massenprodukt haben einen typischen Wirkungsgrad von 14 bis 16 Prozent", sagt Riemann.  Die meisten Solarzellen aus Silizium sind polykristallin, sie bestehen aus vielen Kristallen. Es wurden aber auch schon Wirkungsgrade von 23 bis 24 Prozent erreicht. "In Japan sogar für Solarzellen aus der Serienfertigung", betont Riemann. Diese Steigerung um fünfzig Prozent erfordere jedoch eine fast perfekte Kristallstruktur. Solche "Einkristalle" seien hoch rein und böten mehr Ausbeute. Sie seien allerdings auch deutlich teurer als herkömmliches Solar-Silizium.

Weniger Abfall bei der Waferproduktion

"Wir wollen kostengünstigere Solarzellen ermöglichen", beschreibt Riemann die Ziele des IKZ. Zum einen arbeiten die Wissenschaftler daran, blockförmiges Silizium herzustellen. Bislang sind die meisten gezüchteten Kristalle rund - ob poly- oder einkristallin. Man spricht von "Stäben". Der Durchmesser hoch reiner Kristalle beträgt maximal 200 Millimeter; "das ist aber schon Weltrekord", sagt Riemann. Aus diesen Stäben können runde Scheiben gesägt werden, die so genannten Wafer. Die Wafer müssen große Solar-Module ausfüllen und dafür in eine eckige Form geschnitten werden. Das gibt viel Abfall. Besser wäre es, gleich viereckige Wafer aus Silizium zu erzeugen. Doch geschmolzenes Silizium in eine rechteckige Form zu gießen, ist nicht leicht, da Silizium extrem reaktionsfreudig ist und sich mit nahezu allen bekannten Materialien verbindet. Riemann formuliert es salopp: "Das Zeug klebt an allem fest." Will man den gegossenen Block lösen, zerbricht entweder die Form oder der Block. "Meistens beides", so der Forscher.

Daher wählen die IKZ-Spezialisten einen anderen Weg: Sie versuchen, ohne Gussform Blöcke herzustellen. Eine bekannte, berührungsfreie Methode ist das so genannte Floating-Zone-Verfahren (kurz: FZ-Verfahren) es ist Standard für runde Kristalle. "Wir versuchen herauszufinden, wie man den Querschnitt eines Silizium-Stabes im FZ-Prozess so verformen kann, dass für quadratische Wafer weniger Abfall und Ausschuss anfällt. Das Material besser auszunutzen ist selbst dann noch interessant, wenn es nur polykristallin wächst und der Wirkungsgrad der Zelle sinkt", erklärt Riemann.


Billigere Kristalle

Ein zweiter Ansatz ist, FZ-Einkristalle billiger als bisher herzustellen. In Zusammenarbeit mit einem dänischen Unternehme arbeitet das IKZ daran, aus minderwertigem Rohmaterial vergleichsweise reine Kristalle zu ziehen. Zugleich untersuchen Riemann und seine Kollegen, ob man den Herstellungsprozess dabei beschleunigen kann. Eine höhere Geschwindigkeit bei der Kristallerzeugung führe zwar meist zu mehr Strukturdefekten, doch gewisse Abstriche seien hinnehmbar. Ziel des Kooperationsprojekts sei, die photovoltaische Qualität zu steigern und das Wachstum zu beschleunigen. "Bisher wurden lediglich Teststrukturen erzeugt, aber in einer groben Abschätzung kann man von Wirkungsgraden über 20 Prozent ausgehen", fasst der Wissenschaftler zusammen.

06.09.2004   Quelle: idw; Forschungsverbund Berlin e.V.
Bildquelle: idw; IKZ.
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Solarthermische Kraftwerke: Ein "Leuchtturmprojekt" für NRW

Solarturm-Anlage in Spanien.
Solarturm-Anlage in Spanien.

Seit einem dreiviertel Jahr verfolgen die Stadt Jülich und das Solar-Institut Jülich (SIJ) unterstützt durch die Solarforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. die Idee zum Bau eines solarthermischen Demonstrations- und Versuchskraftwerks in Jülich.  Diese Aktivität habe NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück in seiner Regierungserklärung zur Energiepolitik am 30.07.2004 ausdrücklich begrüßt und bei einem Besuch in Jülich lebhaftes Interesse bekundet, berichtet das SIJ in einer Pressemitteilung.

Solar gefeuerte Dampfkraftwerke

Inzwischen zeigt eine Studie der Kraftanlagen München GmbH und des DLR in Köln zusammen mit den Stadtwerken Jülich und dem SIJ die prinzipielle Machbarkeit, so dass derzeit vier mögliche Standorte näher untersucht werden. Bei dieser Kraftwerkstechnologie handelt es sich im wesentlichen um ein solar gefeuertes konventionelles Dampfkraftwerk, bei dem die Brennkammer durch die Absorption von konzentrierter Solarstrahlung ersetzt wird. Zur Erzeugung der konzentrierten Strahlung werden große Spiegel mit einer Fläche von jeweils 100 Quadratmetern zweiachsig dem Sonnengang nachgeführt, so dass die Strahlung der Sonne auf die Spitze eines Turms konzentriert wird. Dort befindet sich der so genannte Receiver (Absorber), der die konzentrierte Strahlung absorbiert und angesaugte Umgebungsluft auf 700°C erhitzt. Die heiße Luft wird einem Abhitzekessel zugeführt, wie er in modernen Gas- und Dampfturbinenkraftwerken Verwendung findet. Im Abhitzekessel wird Wasser verdampft und eine Dampfturbine zur Stromerzeugung betrieben. Ein großer thermischer Speicher ermöglicht einen begrenzen Betrieb der Anlage über die Zeiten der direkten Sonnenscheindauer hinaus.


Kostengünstiger Solarstrom im großen Maßstab

Solarthermische Kraftwerke sind die kostengünstigste Option, im Megawatt-Maßstab großtechnisch Strom aus direkter Solarstrahlung zu gewinnen und stellen laut der Internationalen Energieagentur (IEA) längerfristig eine Säule der weltweiten Stromversorgung dar. Die Stromgestehungskosten sinken dabei mit der Zunahme der Anlagengröße, weshalb derzeit große Anlagen (10 MWel bis 50 MWel) in sonnenreichen Gegenden projektiert werden (z.B. in Spanien, Ägypten, Algerien, Mexico und den USA). Diese Anlagen basieren auf der so genannten Parabolrinnentechnologie, die bereits in den USA im 80MWel-Maßstab demonstriert wurden und seit Mitte der 80er Jahre weltweit den meisten solaren Strom produziert haben.


Forschung und Entwicklung in Deutschland als Exportchance für hiesige Unternehmen

Die Solarturmtechnologie, wie sie in Jülich demonstriert werden soll, stellt eine Weiterentwicklung der solarthermischen Kraftwerke dar und wurde maßgeblich im DLR in Köln und unter Förderung durch die AG Solar des Landes NRW entwickelt. Sie hat wegen der hohen erreichbaren Temperaturen das höhere exergetische Potenzial (zur Umwandlung von Sonnenstrahlung in Elektrizität) und sei ein Meilenstein auf dem Weg zur direkten Erzeugung von Wasserstoff aus Solarstrahlung, so das SIJ. Generell ist der Bau von großen Anlagen in Deutschland nicht sinnvoll, da sie bei gleicher Investition wegen der geringeren Einstrahlung nur maximal die Hälfte der Stromausbeute bringen. Anders verhalte sich dies im Hinblick auf das Engagement deutscher Firmen bei der Entwicklung und Markteinführung solarthermischer Kraftwerke.

Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verbessere die Möglichkeit, dass deutsche Unternehmen trotz der geringeren Einstrahlung ihre Technik im eigenen Land entwickeln und in kleinem Maßstab demonstrieren können, bevor sie in einem nächsten Schritt größere Kraftwerke in sonnenreichen Ländern bauen, da durch das EEG ein Teil der Investitions- und die gesamten Betriebskosten gedeckt würden, betont das SIJ. Trotzdem sei zur Errichtung einer solchen Demonstrations- und Versuchsanlage die finanzielle Unterstützung durch das Land und den Bund erforderlich. Mit einer Demonstrationsanlage in Deutschland könne der Know-how-Vorsprung der deutschen Unternehmen durch eine effiziente und kostengünstige, kontinuierliche Weiterentwicklung längerfristig gesichert werden.



06.09.2004   Quelle: SIJ
Bildquelle: DLR
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Gratis-Programm zur automatischen Erstellung einer Solarstrom-Rechnung

Als Service für die Betreiber von Solarstromanlagen bietet der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) im Internet Hilfen zur Rechnungsstellung an den zahlungspflichtigen Netzbetreiber.  Mit dem kostenlosen Rechen- und Schreibprogramm des SFV können Betreiber eine formal korrekte Rechnung über den gelieferten Solarstrom an den zuständigen Netzbetreiber ausstellen und ausdrucken.

Besonders bei Solarstromanlagen mit einer Leistung über 30 kW oder über 100 kW ist die Berechnung der Solarstromvergütung laut SFV nicht ganz einfach, da die Vergütung für den Anteil, der 30 kW oder 100 kW überschreitet, geringer ist. Das Programm nimmt dem Betreiber der Solarstromanlage die Rechenarbeit ab und liefert eine Vorlage für die Rechnung. Die Berechnung berücksichtigt sowohl den Typ der Anlage (Dach, Lärmschutzwand oder Fassade) als auch die Mehrwertsteuer.

Das SFV-Programm finden Sie unter http://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/vr-pv.php

06.09.2004   Quelle: SFV

 

Brennstoffzellen-Pkw „F-Cell“ für das Kanzleramt

Brennstoffzellen-Autos „F-Cell“ in Berlin.
Brennstoffzellen-Autos „F-Cell“ in Berlin.

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat am 18.08.2004 im Berliner Kanzleramt einen A-Klasse-PKW vom Typ „F-Cell“ in Empfang genommen. Das emissionsfreie Brennstoffzellenauto wird künftig im Alltagsbetrieb des Fuhrparks des Kanzleramts laufen, berichtet die DaimlerChrysler AG in einer Pressemitteilung.   „Die Brennstoffzelle ist ein wichtiger Beitrag, Mobilität nachhaltig sicher zu stellen und in einen ökonomisch und ökologisch vertretbaren Rahmen zu bringen – insbesondere vor dem Hintergrund des derzeitigen Ölpreises“, erklärte Schröder in Berlin. „Ich bin froh, dass DC dazu einen herausragenden Beitrag leistet und Schrittmacher dieser Zukunftstechnologie ist", so der Bundeskanzler weiter.

„Mit der Brennstoffzellentechnologie sichern wir Mobilität und Umweltverträglichkeit. Damit Brennstoffzellenfahrzeuge sich in einigen Jahren im Markt behaupten können, ist es jetzt wichtig, in einer gemeinsamen Initiative mit der Politik, der Mineralölwirtschaft und der Energiewirtschaft die Frage des Kraftstoffes und der Infrastruktur zu klären“, sagte Prof. Jürgen Hubbert, Mitglied des Vorstands der DaimlerChrysler AG, verantwortlich für die Mercedes Car Group, bei der Fahrzeugübergabe in Berlin. „Für die Fahrzeughersteller liegen die Herausforderungen darin, die Kosten weiter zu senken sowie Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Komponenten zu erhöhen. Hier sollten alle Hersteller noch stärker kooperieren, um dieser Schlüsseltechnologie zum Durchbruch zu verhelfen", appellierte Hubbert.

Die A-Klasse „F-Cell“ ist das erste in Kleinserie gefertigte Brennstoffzellen-Fahrzeug der Welt. In den Brennstoffzellen an Bord wird durch die kontrollierte Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff elektrischer Strom erzeugt, der einen Elektromotor antreibt. Die einzelnen Brennstoffzellen sind zu einem so genannten Stack (Stapel) hintereinandergeschaltet, der vom Kooperationspartner BALLARD entwickelt und gefertigt wird. Bei der A-Klasse „F-Cell“ passen das komplette Brennstoffzellensystem sowie die Wasserstofftanks in den Unterboden des Fahrzeugs. Der Platz im Innenraum und Kofferraum bleibt komplett erhalten. In dem Auto finden vier Personen Platz. Die „F-Cell“ hat laut DaimlerChrysler einen Aktionsradius von rund 160 Kilometern. Der drehmomentstarke Elektromotor leistet 65 kW, was ein dynamisches Fahren in der Stadt und über Land erlaubt. In rund 14 Sekunden beschleunigt das Fahrzeug von Null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 km/h.

DaimlerChrysler und Ballard sind Pioniere und führend in der Entwicklung der Brennstoffzelle für das Automobil. Vor zehn Jahren stellte DaimlerChrysler mit dem NECAR1 das erste Brennstoffzellen-Fahrzeug der Welt vor. Seither wurde die Technologie mit zahlreichen Konzeptfahrzeugen vorangetrieben. In Berlin ist DaimlerChrysler Partner im Brennstoffzellenprojekt „Clean Energy Partnership“, zu dem sich Automobilhersteller, Technologiefirmen, Energiekonzerne und Politiker zusammengeschlossen haben, um die Verbreitung von Brennstoffzellen-Pkw und die Nutzung von Wasserstoff voran zu treiben. Ende 2004 soll die CEP-Tankstelle ihren Betrieb aufnehmen und eine Flotte von Fahrzeugen mit Wasserstoff versorgen – darunter zehn Fahrzeuge vom Typ „F-Cell“. Um die Marktreife voranzutreiben, sollen bis Ende 2004 weltweit insgesamt 60 A-Klasse „F-Cell“ im Kundenbetrieb in Japan, Deutschland, Singapur und den USA eingesetzt werden und sich im Praxistest bewähren.


05.09.2004   Quelle: DaimlerChrysler AG
Bildquelle: DaimlerChrysler AG.

 

Energiesparberatung vor Ort bis 2006 verlängert

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) geförderte Projekt "Energiesparberatung vor Ort" wird um 2 weitere Jahre fortgeführt. Das berichtet der Bundesverband für Umweltberatung e.V. (bfub) in einer Pressemitteilung. Die Energiesparberatung vor Ort bietet dem Eigenheim- oder Mehrfamilienhausbesitzer die Möglichkeit, sich ein umfassendes energetisches Bild von seinem Gebäude anfertigen zu lassen und dabei in den Genuss einer Förderung von mindestens 300 € zu kommen.  Die Beratung umfasst die Erhebung des Ist-Zustandes, einen ausführlichen Beratungsbericht sowie ein eingehendes, persönliches Beratungsgespräch vor Ort. Sie soll eine objektive Entscheidungshilfe bieten für Bauherren mit Blick auf Investitionen im Bereich der Wärmedämmung, Heizungsanlage oder dem Einsatz von regenerativen Energien. Durch die neue Richtlinie, welche die Anforderungen an die Neutralität der Gutachter weiter fasst, sei eine zusätzliche Qualitätssicherung geschaffen. Die Energieexperten des Deutschen Energieberaternetzwerkes und des Bundesverbandes für Umweltberatung verfügen über langjährige Erfahrungen in diesem Bereich und stehen im ständigen Erfahrungsaustausch zur Sicherung des Qualitätsstandards.


Zuschüsse in Höhe von 300 bis 400 Euro

Besonders engagierte Berater erfüllen laut bfub zusätzlich die Anforderungen der Güteanerkennung des Bundesverbandes als weiteres Qualifizierungsmerkmal. Auch könne ein niedriger Energienachweis eines Gebäudes als positives Image in der vermietenden Wohnungswirtschaft angewendet werden. Der "Gebäudeenergiepass", der ab 2006 flächendeckend aufgrund einer EU-Richtlinie Pflicht wird, könne auf Basis der erhobenen Daten problemlos erstellt werden. Damit könnten "gleich 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden". Eine derart qualifizierte und arbeitsaufwendige Beratung könne natürlich nicht ganz kostenlos sein, so der bfub. Je nach Objekttyp, bis zu 120 Wohneinheiten, müsse mit zirka 600 € bis 1600 € gerechnet werden, von denen der Zuschuss in Höhe von 300 € bis 400 € in Abzug gebracht werden kann. Diese Investition sei aber allemal lohnenswert, so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Raymond Krieger. Denn erst ein umfassender energetischer Gesamteindruck des Gebäudes führe zu den richtigen, wirksamen Maßnahmen. Damit kämen die erbrachten Anstrengungen auch tatsächlich der Energieeinsparung und somit dem Umweltschutz - und auch dem Geldbeutel –zugute.


05.09.2004   Quelle: Bundesverband für Umweltberatung e.V.

 

NABU-Tagungsband "Naturschutz contra Erneubare Energien?" erschienen

NABU-Tagungsband.
NABU-Tagungsband.

Unter dem Titel "Naturschutz kontra Erneuerbare Energien?" veranstaltete der NABU am 19. Mai 2004 eine Tagung in Bonn, auf der Vertreter aus Naturschutz, Erneuerbare-Energien-Branche, Politik und Verwaltung über Naturschutzkonflikte beim Ausbau von Sonne, Wind und Wasser diskutierten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie durch eine optimierte Planung Konflikte zukünftig vermieden werden können.  Jetzt ist die Dokumentation der Vorträge und Diskussionen erschienen.

Themen sind Mindeststandards als Instrument für die Vermeidung von Konflikten beim Ausbau der Windenergienutzung an Land und die Konfliktvermeidung bei der Planung von Offshore-Windparks am Beispiel “Borkum West”. Darüber hinaus beschäftigt sich der Tagungsband mit Konfliktvermeidungsstrategien und -bewältigung in der Praxis anhand ausgewählter Beispiele aus den Bereichen Windenergie und Wasserkraft.

Der Tagungsband "Naturschutz kontra Erneuerbare Energien?" kann als PDF Datei (40 Seiten;840 kB) heruntergeladen unter http://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/energie/1.pdf.
Die Broschüre ist auch erhältlich gegen Einsendung von 4 Briefmarken à 55 Cent beim NABU Infoservice; 53223 Bonn.


05.09.2004   Quelle: NABU
Bildquelle: NABU.

 

Satellitendaten für den Umweltschutz können Kosten senken und Effizienz erhöhen

Daten aus Satellitenmissionen bieten zahlreiche Anwendungsfelder im Umwelt- und Naturschutz. Eine vom Bundesumweltministerium (BMU) gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (UBA) beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Verwendung von Satellitenfernerkundungsdaten (SFE-Daten) für umweltpolitische Zwecke konventionelle Methoden ergänzen und teilweise ersetzen kann.  Sie empfehle einen gemeinsamen Datenpool für SFE-Daten von Bund und Ländern einzurichten und zu betreiben, so das BMU in einer Pressemitteilung.

Globale Probleme des Umwelt- und Naturschutzes verlangen globale Antworten. Weltraumgestützte Beobachtungssysteme sind bereits heute bei Wettervorhersagen und in der Klimaforschung nicht wegzudenken. Das BMU griff mit der Studie „Anforderungsanalyse der Nutzung von satellitenbasierten Erdbeobachtungssystemen für die Umweltpolitik (SATUM) die in einem fraktionsübergreifenden Beschluss des Deutschen Bundestages an die Bundesregierung gestellten Fragen auf: „Zur Erfuellung welcher rechtlich verpflichtenden Aufgaben lassen sich SFE-Daten einsetzen, wie viel kostet dies und wie effizient ist die Nutzung von SFE-Daten im Vergleich zu konventionellen Methoden?"

Mit der SATUM-Studie werden nun für den Umweltbereich die wichtigsten Fragen beantwortet. SFE-Daten bieten in den Bereichen Umweltbeobachtung sowie Umweltanalyse wertvolle Informationen, sie stehen zeitnah zur Verfügung und decken auch Gebiete ab, die mit herkömmlichen Methoden bisher nur unvollständig erfasst werden konnten. Sie können sowohl zur Risikovorsorge als auch zum Katastrophenmanagement genutzt werden. Aus langfristigen Beobachtungsreihen lassen sich Veränderungen ablesen und Prognosen erstellen.


Wichtige Daten für Umwelt- und Klimaschutz

Im Einzelnen können – so das Ergebnis der Studie – SFE-Daten zur Unterstützung zahlreicher Politikfelder eingesetzt werden. Im Bereich Klimaschutz und Schutz der Erdatmosphäre, beim Meeresschutz ebenso wie bei der Hochwasserprognose. Bei der Analyse von Veränderungen der Landbedeckung und Landnutzung lassen sich aus SFE-Daten wesentliche Erkenntnisse ableiten. Auch das Monitoring internationaler Konventionen wie zum Beispiel bei CO2-Senken im Rahmen des Kyoto-Pprotokolls kann durch SFE-Daten effizient unterstützt werden.

Die SATUM-Studie sei ein wesentlicher Beitrag des BMU für das europäische Projekt „Global Monitoring for Environment and Security (GMES)“ zum Aufbau einer eigenständigen europäischen Kapazität zur Überwachung von Umwelt und Sicherheit, so das BMU. GMES wiederum bildet das europäische Kernelement für GEOSS, ein im Jahr 2003 von den G8-Staats- und Regierungschefs auf den Weg gebrachtes globales Erdbeobachtungssystem.

Die Studie „Anforderungsanalyse der Nutzung von satellitenbasierten Erdbeobachtungssystemen fuer die Umweltpolitik (SATUM)” ist erschienen in der Reihe TEXTE des UBA als Nr. 32/04 sowie als CD-ROM. Sie umfasst 120 Seiten und ist kostenlos erhältlich beim Umweltbundesamt, Zentraler Antwortdienst, Postfach 33 00 22, 14191 Berlin (Postkarte), Fax 030/89 03-2912, e-Mail: info@umweltbundesamt.de. Die Studie ist im Internet als PDF-Version verfügbar unter den Adressen http://www.bmu.de/umweltinformation sowie http://www.umweltbundesamt.de/.

04.09.2004   Quelle: BMU
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Großbritannien: Offshore-Wellenkraftwerk am Netz

Wellenkraftwerk
Wellenkraftwerk "Pelamis".

Pelamis, das erste kommerzielle Wellenkraftwerk, speist seit Mitte August 2004 Strom in das britische Netz ein. Das Kraftwerk der Ocean Power Delivery Ltd. (OPD) mit Sitz in Edinburgh ist Teil des European Marine Energy Centre (EMEC) in Orkney und Ergebnis einer sechsjährigen Entwicklung.  Pelamis nutzt die Wellenbewegung um einen Über- beziehungsweise Unterdruck zu erzeugen, mit dem eine Turbine zur Stromerzeugung angetrieben wird. Ein Pelamis-Generator leistet 750 Kilowatt und seine Stromproduktion könnte den jährlichen Strombedarf von rund 500 Haushalten decken.

Das Meeresenergiezentrum EMEC bietet die Gelegenheit, netzgekoppelte Meeresenergieanlagen im großen Maßstab zu testen. "Die Installation des Pelamis-Prototyps verlief reibungslos, und es ist sehr aufregend, den ersten Strom in das Netz einzuspeisen", sagte OPD-Geschäftsführer Richard Yemm. "Wir freuen uns darauf, die Leistung der Anlage in den kommenden Monaten zu überwachen und mit den Ergebnissen den Bau des ersten kommerziellen Wellenkraftwerksparks zu untermauern", so Yemm weiter. Das EMEC habe ideale Testbedingungen geboten und Ocean Power Delivery sei mit der Leistung der Anlage höchst zufrieden. Dennoch würde OPD keine Risiken eingehen und den Generator bald zu einer umfassenden Inspektion an Land bringen bevor er weiter auf See getestet werde.

04.09.2004   Quelle: Ocean Power Delivery Ltd.
Bildquelle: OPD.

 

Solarenergie-Förderverein contra SPIEGEL-Beitrag "Schillernde Landschaften"

"Im SPIEGEL 35/2004 demonstriert Autor Christian Wüst, wie man durch geschickte Wortwahl und kleine Verdrehungen der Tatsachen sogar die Markteinführung der Solarenergie zu einer Skandalgeschichte umstricken kann." So kommentiert der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) einen Beitrag des Nachrichtenmagazins über Photovoltaik-Kraftwerke.   Auf seinen Internetseiten hat der SFV "die Dinge vom Kopf wieder auf die Füße gestellt" und einzelne Aussagen des SPIEGEL-Artikels kommentiert.

Schon im ersten Satz weist der SFV auf zwei Irrtümer des SPIEGEL-Autors hin, der das Potenzial des Sonnenstroms als "dürftig" und die staatliche Förderung als "enorm" charakterisierte. Selbst im schwach besonnten Norddeutschland genüge eine kleine, unbeschattete Fläche von 10 Quadratmetern, um den privaten Strombedarf einer Person pro Jahr mit Sonnenenergie zu decken, rechnet der SFV vor. Die Mindestvergütung für eingespeisten Solarstrom ermöglicht den Betreibern laut SFV tatsächlich eine kleine Rendite, im günstigsten Fall vergleichbar mit einer banküblichen Kapitalverzinsung. Von einer "enormen Förderung" zu sprechen sei deshalb völlig übertrieben, kritisiert der Verein.

SFV-Geschäftsführer Wolf von Fabeck kontert pointiert und teilweise bissig: Weder die vom SPIEGEL unterstellte "wunderliche Freundschaft" zwischen Bundesumweltminister Jürgen Trittin und Shell noch Wüsts Argumente zur Förderung, zum Flächenverbrauch und zur Wirtschaftlichkeit bleiben unkommentiert. Die Auseinandersetzung des SFV mit dem Spiegel-Beitrag ist zugänglich unter http://www.sfv.de, Rubrik "Aktuelles"


Vom "Windmühlenwahn" zu den "Schillernden Landschaften"

Bereits im Frühjahr hatte die Spiegel-Titelgeschichte "Der Windmühlenwahn" viel Staub aufgewirbelt. Nachdem sie zunächst nur von der Windkraft-Branche heftig kritisiert worden war, wurde auch innerhalb der Spiegel-Redaktion über die Tendenz des Beitrags gestritten. Mit der Konsequenz, dass der Redakteur Harald Schumann den Spiegel nach 18 Jahren verließ. Das Internetportal ECOreporter.de hatte am 08.04.2004 den Text veröffentlicht, der sich differenziert mit dem Energiemarkt auseinandersetzt und zudem die Hintergründe der damaligen Auseinandersetzungen zwischen Bundesumweltminister Trittin und Wirtschaftsminister Clement in Sachen Klimaschutz und Emissionshandel beleuchtet.

Die beiden Sonderausgaben des ECOreporter-Magazins zum "Windmühlenwahn" können auch vom Solarserver heruntergeladen werden:
Teil 1 (PDF; 324 KB; 14 S.) http://www.solarserver.de/eco_mag1.pdf

Teil 2 (PDF; 344KB, 9 S.) http://www.solarserver.de/eco_mag2.pdf

03.09.2004   Quelle: SFV

 

Hydrogeit Verlag präsentiert Wasserstoff CD-Rom

Innovative Techniken verlangen nach ebenso modernen Medien. Aus diesem Grund hat der Hydrogeit Verlag in den vergangenen Monaten intensiv an einem neuen Informationsträger gearbeitet. Herausgekommen ist eine multimediale CD-Rom, die umfassende Kenntnisse über Wasserstoff und Brennstoffzellen vermittelt und erstmalig als Vorabveröffentlichung während des Energietags Brandenburg am 2. September präsentiert wurde, so der Verlag in einer Pressemitteilung.  Die neue Wasserstoff-CD bietet eine breite Palette an Informationen, von der Entdeckung des Elements Wasserstoff bis zum Brennstoffzellen-Einsatz in Mobil-Telefonen. Als Zugabe zum umfangreichen Inhaltsteil stehen zahlreiche Downloads zur Verfügung, die einen tiefer gehenden Einstieg in die Materie ermöglichen. Darüber hinaus gibt es eine Linkliste sowie ein interaktives Quiz, um das Gelernte sogleich zu überprüfen.

Die geschichtliche Entwicklung der Wasserstoff-Technik ist auf einem bewegten Zeitstrahl detailliert und übersichtlich dargestellt. Außerdem wird die Funktion der Brennstoffzelle mit Hilfe einer animierten Darstellung und den Erklärungen eines Sprechers leicht nachvollziehbar verdeutlicht. Das übersichtliche, ansprechende Design ermöglicht laut Verlag eine einfache Navigation, wobei zahlreiche Abbildungen die Inhalte veranschaulichen. Die Texte sind sowohl für die Lektüre am Monitor geeignet als auch für den Ausdruck auf Papier.

Entstanden ist die CD in Gemeinschaftsarbeit mit der novalink mediafactory, die bereits über umfangreiche Erfahrungen bei der Erstellung von Multimedia-CD-Roms verfügt. Novalink-Geschäftsführer Boris Jermer erklärte anlässlich der Fertigstellung: "Mit dieser CD sprechen wir insbesondere die Computer-Generation an, die wir gerne an das Thema Wasserstoff heranführen möchten, um somit einen Beitrag für eine sauberere, nachhaltige Zukunft beisteuern zu können."

Bereits im April 2004 hatte der Hydrogeit Verlag einen Ratgeber über erneuerbare Energien und alternative Kraftstoffe herausgebracht, in dem das Thema Wasserstoff ebenfalls ausführlich behandelt wird. Derzeit arbeitet der Verleger und Autor Sven Geitmann ergänzend zur vorliegenden CD-Rom an der Neuauflage seines Buches "Wasserstoff und Brennstoffzellen". Voraussichtlich wird es im Herbst 2004 erscheinen, mit deutlich größerem Umfang und komplett überarbeitetem Design sowie, als besondere Zugabe, mit einem Vorwort des Wasserstoff-Experten Prof. Dr. Carl-Jochen Winter.

03.09.2004   Quelle: Hydrogeit Verlag
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DEKRA: Mit alternativen Brennstoffen Emissionszertifikate sparen

Am 1. Januar 2005 beginnt in Deutschland der Emissionshandel. Ab diesem Zeitpunkt müssen Betreiber energieintensiver Anlagen ihre CO2-Emissionen erfassen und dafür mit Zertifikaten im entsprechenden Umfang "bezahlen".Von dieser Neuregelung ausgenommen seien jedoch Brennstoffe aus Biomasse, also Brennstoffe, die nicht fossilen Ursprungs sind, erläutert Jochen Dettke, Sachverständiger der DEKRA Umwelt GmbH.   Zu diesen Ausnahmen zählen zum Beispiel Holz, Biogas, Klärschlamm und Tiermehl, aber auch der Biomasseanteil des Haus- und Gewerbemülls. Diese Stoffe haben per Definition einen Emissionsfaktor von 0. Bei ihrer Verfeuerung müssen also keine Zertifikate abgegeben werden.

In der Regel ist für die Nutzung von Biomasse keine aufwändige Umrüstung der Kesselanlage erforderlich. "Bis zu einem Anteil von 10 Prozent kann Biomasse problemlos zusammen mit fossilen Brennstoffen eingesetzt werden", berichtete Jörg Maier, Abteilungsleiter am Institut für Verfahrenstechnik und Dampfkesselwesen der Universität Stuttgart, auf einer Veranstaltung des Kompetenzzentrums Umwelttechnik in Stuttgart. Es sei dabei auch kein negativer Einfluss auf die Lebensdauer der Anlage zu erwarten.

Auch die großen Entsorgungsfirmen haben sich dieses Themas schon angenommen. Sie produzieren "Sekundärrohstoffe", wie beispielsweise die so genannten Pellets - kleine Müllklümpchen mit hohem Brennwert - oder das "Trockenstabilat". Auch der Biomasseanteil dieser aufbereiteten Abfälle hat den Emissionsfaktor 0. Damit bilden diese biomassereichen Ersatzbrennstoffe eine interessante Alternative beim Betrieb von Verbrennungsanlagen, so die DEKRA Umwelt GmbH in einer Pressemitteilung.

Werde keine reine Biomasse zur Verbrennung eingesetzt, muss der Anteil der Biomasse am Brennstoff bestimmt und dokumentiert werden. Verantwortlich dafür ist der Betreiber der Anlage. Der EU-Leitfaden zum Monitoring schreibe vor, dass eine solche Analytik nur von Labors durchgeführt werden kann, die nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert sind. Das Labor der DEKRA Umwelt erfülle diese Voraussetzungen und könne Brennstoffe aus Biomasse untersuchen. Bei allen Fragen zum Einsatz von Biomasse in Verbrennungsanlagen und zum Emissionshandel insgesamt können DEKRA-Sachverständige zur Klärung beitragen, betont das Unternehmen.

03.09.2004   Quelle: Dekra AG
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CDU/CSU: Erneuerbare Energien nicht Hauptursache für Strompreiserhöhungen

"Die Begründung einiger Energieversorgungsunternehmen, dass die geplanten Strompreiserhöhungen vornehmlich auf die Förderung der erneuerbaren Energien zurückzuführen sind, ist wenig überzeugend", erklärte der umweltpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Peter Paziorek (MdB) änlässlich der anhaltenden Diskussion um die Energiepreise in Deutschland.  Tatsächlich seien die Belastungen der privaten Haushalte durch staatliche Abgaben seit 1998 deutlich gestiegen. 2003 hätten diese bei etwa 12,3 Milliarden Euro gelegen. Davon entfielen auf die Förderung Erneuerbarer Energien zirka 1,9 Milliarden Euro.

2003 habe die Belastung eines Drei-Personen-Haushalts durch die Förderung erneuerbarer Energien nach Branchenangaben bei etwa 1,23 Euro im Monat betragen, so Paziorek. 2004 würde sie voraussichtlich auf etwa 1,60 Euro pro Monat steigen. Bei den angekündigten Strompreiserhöhungen sei für einen Drei-Personen-Haushalt jedoch mit Mehrkosten von 3 bis 4 Euro im Monat zu rechnen. Die geplanten Strompreiserhöhungen lägen damit ein Vielfaches über den tatsächlichen Kosten durch die Förderung erneuerbarer Energien, stellt der CDU/CSU-Sprecher fest.

Vor diesem Hintergrund sei eine Strompreiserhöhung, die vornehmlich durch die Förderung erneuerbarer Energien begründet wird, nicht gerechtfertigt, betont Paziorek. Die Debatte um die Energiepreise müsse schnell wieder versachlicht werden, um die Bürger nicht weiter zu verunsichern.

Mit 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2003 sei der größte Teil der Mehrkosten durch die Förderung erneuerbarer Energien auf die Windenergie entfallen. Im Vermittlungsverfahren zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sei es der Union gelungen, Windenergieanlagen an ungünstigen Standorten im Binnenland künftig von der Förderung auszuschließen.

02.09.2004   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

 

Peenemünde: Von der Raumfahrt zur Sonnenenergie

An der Wiege der Raumfahrt, in Peenemünde auf Deutschlands zweitgrößter Insel Usedom, und an zwei weiteren sonnenreichen Standorten in Brandenburg und Sachsen soll der Solarpark "Dreistädte II" der Voltwerk AG aus Hamburg errichtet werden. Mehrere Dächer von Lagerhallen werden mit über 10.000 Solarmodulen ausgestattet, die eine Gesamtleistung von 1.686 kWp aufweisen.   Durch den Zusammenschluss dieser Anlagen zu einem Fonds können sich Privatanleger an diesem Solarpark beteiligen.

„Peenemünde rückt mit dem Solarfonds Dreistädte II wieder ins Licht der Öffentlichkeit. Durch den Einsatz erneuerbarer Energien kann sichergestellt werden, dass auch künftige Generationen über ausreichend und vor allem bezahlbare und saubere Energie verfügen“, so Georg Hetz von der UDI aus Nürnberg, die mit dem Vertrieb des Eigenkapitals des Solarfonds Dreistädte II beauftragt wurde.

Im Jahr 1936 wurden in Peenemünde mit dem Bau des damals weltweit modernsten Raketenforschungszentrums begonnen. Hier konstruierte Wernher von Braun neuartige Raketensysteme, die auf der einen Seite in der Weltraumforschung Meilensteine setzten. Auf der anderen Seite richteten sie als Kriegswaffen aber auch verheerende Schäden an. Ab Herbst 2004 beteiligt sich Peenemünde an dem zukunftsweisenden Projekt, Deutschland langfristig von der Abhängigkeit von atomaren und fossilen Energieträger zu lösen.

Durch die gesetzlich gesicherte Stromabnahme nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und auf der Basis von drei unabhängigen Gutachten werden für die Anleger des Solarfonds Dreistädte II Gesamtausschüttungen in Höhe von 258 % in den kommenden 20 Jahren prognostiziert. Die Einnahmen des Solarparks werden durch eine deutsche Versicherung mit einer Ertragsgarantie in Höhe von 90 % des Basisertrags abgesichert.


02.09.2004   Quelle: UmweltDirektInvest-Beratungsgesellschaft mbH

 

BWE: Strompreiserhöhungen lassen sich nicht durch alternative Energien erklären

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) widerspricht den Behauptungen der Stromkonzerne, dass durch den Ausbau erneuerbarer Energien Strompreiserhöhungen nötig seien. Der Energiekonzern RWE hatte am 31.08.2004 eine Anhebung seiner Strompreise um 5% zum 1. Januar 2005 angekündigt.  RWE begründe das unter anderem mit Belastungen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Diese Behauptung sei nicht haltbar, so der BWE in einer Pressemitteilung.

Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) würden die Vergütungen für Strom regenerativen Quellen weiter gehen, so der BWE. Gleichzeitig gehe der Ausbau der Windenergie nicht mehr in den großen Schritten der vergangenen Jahre voran. Da sich Preisanhebungen immer nur auf den aktuellen Zubau beziehen dürfen, seien 5% das Zehnfache dessen, was sich durch die erneuerbaren Energien begründen ließe, rechnet der BWE vor. "Erneuerbare Energien sind eine gute Versicherung gegen zu hohe Energiepreise in der Zukunft. Vor dem Hintergrund der Ölpreisexplosionen und der Gaspreiserhöhungen muss der Ausbau der Alternativen noch schneller vorangetrieben werden, damit in der Zukunft solche Risiken vermieden werden", so Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie.

Für das Jahr 2004 werden laut BWE noch etwa 2.200-2.500 Megawatt (MW) an Windkraftanlagen zugebaut. Die Windenergie stelle damit weiterhin den größten Teil der neugebauten Kraftwerke zu Nutzung der Erneuerbaren. Der Verband der Netzbetreiber (VDN) gehe davon aus, dass die Erzeugung aus allen erneuerbaren Energien im Jahr 2004 um 8,5 Milliarden Kilowattstunden kWh steigt. Für den Stromkunden entstünden daraus zusätzliche Kosten durch die Umlage von EE Strom von etwa 0,1 Cent pro Kilowattstunde. Das entspreche bei einem durchschnittlichen Haushalts-Strompreis von 19 Cent lediglich einer Erhöhung von 0,5%, so der BEW.

Daran ändern auch der Netzausbau oder die Aufwendungen für Regelenergie nichts, mit der Windschwankungen ausgeglichen werden, argumentiert der Verband. Netzausbau hat für erneuerbare Energien bisher nicht in nennenswertem Maße stattgefunden und die gesamte gehandelte Regelenergiemenge sei trotz des Windkraftausbaus in etwa konstant geblieben. "Die Diskussion um die Regelenergie ist künstlich. Kein Atomkraftwerk kommt ohne sie aus, weil es selbst nicht regelbar ist. Den Regelenergiebedarf jetzt den EE zum Vorwurf zu machen ist unseriös," so Peter Ahmels.

02.09.2004   Quelle: Bundesverband WindEnergie (BWE) e.V.

 

Grüne: Höhere Strompreise sind reine Abzocke

"Mit den steigenden Strompreisen nutzt RWE ein aktuelles Entscheidungsvakuum. Sie wollen durch ein hohes Preisniveau Fakten schaffen bevor die neue Wettbewerbsbehörde ihre Arbeit aufnehmen kann". Mit diesen Worten kommentiert die energiepolitische Sprecherin von Bündnis 90/ Die Grünen, Michaele Hustedt, die angekündigten Strompreiserhöhungen von RWE.  Durch reale Kosten seien die Erhöhungen kaum zu rechtfertigen, kritisiert Hustedt. RWE fahre seit geraumer Zeit mit dem Kerngeschäft Strom Quartal für Quartal Rekordgewinne ein. Außerdem gehörten die Netznutzungsentgelte, die als Teil der Begründung vorgeschoben würden, schon jetzt zu den höchsten in Europa.

Auch die Begründung von RWE, die Preiserhöhung sei durch staatliche Zusatzkosten verursacht, sei ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver, stellt Hustedt fest. Deutlich werde dies dadurch, dass RWE die Preise "in einem Handstreich" um das dreifache der realen EEG-Umlage erhöhen wolle. Die noch niedrigere KWK-Umlage gehe de facto sogar zurück. Um die Kosten für die Erneuerbaren deutlich transparenter zu gestalten, würden die Grünen mit dem Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) festlegen, dass die neue Wettbewerbsbehörde künftig die tatsächlichen Werte ermittle. Damit soll verhindert werden, dass sich die Stromkonzerne hinter "unscharfen Angaben" verstecken können.

Um dem Missbrauch ein Ende zu bereiten, werde es Zeit, dass die Beratungen für die Novelle des EnWG schnell zum Abschluss kommen, fordert Hustedt. Dort müsse festgelegt werden, dass nicht ein jetzt künstlich in die Höhe getriebener Mittelwert Maßstab für das Preisniveau werde. Stattdessen müsse das Prinzip der Anreizregulierung stärker verankert werden.

Die Grünen fordern auch von der Opposition, die Novelle des EnWG in Bundestag, Bundesrat und Vermittlungsausschuss konstruktiv mitzuberaten, damit das Gesetz abschließend beraten werden könne.

02.09.2004   Quelle: Bündnis 90/ Die Grünen Bundesvorstand

 

Informationskampagne: Der Weg zur kostenfreien Pelletsheizung

Pelletsheizung, CO2-neutral und effektiv.
Pelletsheizung, CO2-neutral und effektiv.

Hausbesitzer in Deutschland können kostenneutral auf eine Pelletsheizung umstellen - das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW Bankengruppe macht’s möglich, so die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), zum Start der Informations- und Motivationskampagne "Energietechnische Altbausanierung" in einer Pressemitteilung. "Damit wollen wir Installateure und Endverbraucher verstärkt über die Möglichkeiten dieses Finanzierungsprogramm aufklären“, erklärt Gunnar Böttger, Koordinator der DGS-Infokampagne.  Im Rahmen der Kampagne informiert die DGS am 7. und 8. Oktober während des 4. Industrieforums Holzenergie in Stuttgart und an ihrem Stand auf der Fachmesse Pellets über die Finanzierungen der KfW Bankengruppe.


Errichtung von Pelletsheizungen quasi kostenlos möglich

Pelletsheizungen sind CO2-neutral. Diese Tatsache kann Bauherren helfen, sehr günstige staatliche Förderkredite für eine energietechnische Altbausanierung zu erhalten. Wer das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW Bankengruppe maximal ausschöpfe und außerdem die Zuschüsse über das Marktanreizprogramm des Bundes beantragt, kann seine Pelletsheizung quasi kostenlos errichten, heißt es in der Pressemitteilung der DGS und des 4. Industrieforums Holzenergie. Mit effektiven Zinssätzen von rund 2 % und einer maximalen Laufzeit von 30 Jahren können über die KfW Bankengruppe Wände und Dächer gedämmt, Fenster ausgetauscht und Heizungen modernisiert werden. Um in den Genuss einer kostenneutralen Pelletsheizung zu kommen, bedürfe es lediglich der Einschaltung eines staatlich zugelassenen Energieberaters. Er muss bestätigen, dass durch die Sanierungsmaßnahmen mindestens 30 Kilogramm Kohlendioxid pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr eingespart werden. CO2-neutrale Pelletsheizungen seien hierbei eine ideale Eintrittskarte, doch das Hinzuziehen eines Energieberaters schreckt viele Bauherren ab.


DGS-Service: Energieberater erstellen kostenfreie Abschätzung

Die DGS bietet deshalb eine besondere Dienstleistung an: „Staatlich zugelassene Energieberater der DGS nehmen im Zuge der Kampagne eine kostenfreie Abschätzung der Einsparpotenziale verschiedener Maßnahmen vor. Bauherren oder Installateure können unverbindlich und umsonst prüfen lassen, ob sie durch die geplanten Maßnahmen in den Genuss der KfW-Förderung und damit zum Beispiel auch einer kostenlosen Pelletsheizung kommen“, führt Böttger aus. Die DGS will mit dieser Initiative die Bekanntheit des CO2-Gebäudesanierungsprogramms fördern und die Nutzung regenerativer Energien wie Pellets und Sonne vorantreiben.


Industrieforum Holzenergie und" Pellets 2004": Informationen für Experten und Interessierte

Umfassende Informationen zu dem Finanzierungsprogramm und der Kampagne erhalten Interessierte auf dem 4. Industrieforum Holzenergie. Hier werden Experten der DGS die Fördermöglichkeiten anhand konkreter Beispiele verdeutlichen. Darüber hinaus berät die DGS die Besucher der parallel stattfindenden Fachmesse Pellets 2004 an ihrem Stand. Mit dem Wissen, dass sich ein Pelletskessel kostenneutral finanzieren lässt, können sich die Fachbesucher im Anschluss einen Überblick über das Produktspektrum der Branche verschaffen. Rund 50 Aussteller präsentieren ihre Angebotspalette.

Weitere Informationen zum 4. Industrieforum Holzenergie sowie zur Fachmesse Pellets 2004 gibt es im Internet unter http://www.pellets2004.de.

01.09.2004   Quelle: Solar Promotion GmbH; DGS
Bildquelle: Paradigma
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Mecklenburg-Vorpommern: Studie "Photovoltaik für den Landwirt"

Im Rahmen des "Aktionsplans Klimaschutz" ist im Auftrag des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern die Studie "Photovoltaik für den Landwirt" erarbeitet worden. Sie zeigt das Prinzip der Umwandlung von Sonnenenergie in Strom, die Funktionsweise von Solarstromanlagen, informiert über die Vorbereitung und den Bau von Photovoltaikanlagen sowie über Finanzierungsmöglichkeiten.  Mit der Dokumentation sollen Landwirte interessiert und in die Lage versetzt werden, Einsatz- und Nutzungsmöglichkeiten von Photovoltaikanlagen besser beurteilen zu können, so das Umweltministerium in einer Pressemitteilung.

Am 01. August 2004 trat das weiterentwickelte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft. Damit wurden die bereits seit dem 01. Januar 2004 geltenden verbesserten Bedingungen für die Vergütung von Sonnenstrom in der Gesetzesnovelle verankert. "Die Energiequelle Sonne arbeitet zum Nulltarif, ist emissionsfrei und unerschöpflich. Mit Hilfe des EEG und der zusätzlichen Nutzung des Agrarinvestitionsförderungsprogramms (AFP) bietet sich Landwirten die Chance, durch Nutzung der Sonnenenergie eine zusätzliche Einkommensquelle zu erschließen", so Umweltstaatsekretär Dr. Harald Stegemann. "Die meist reichlich vorhandenen großen Dachflächen könnten für eine kostengünstige Errichtung von Photovoltaik-Anlagen genutzt werden. Neben der Produktion von Solarstrom wird dann auch ein aktiver Beitrag zur Verminderung des Kohlendioxid-Ausstoßes geleistet", betont Stegemann.

Die Solarstromvergütung wird durch das EEG für einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert. Die Höhe ist sowohl abhängig von der Größe der Anlage als auch vom Standort (Dach, Fassade, frei stehend). Die Grundvergütung beträgt 45,7 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Für Solaranlagen auf Gebäuden erhöht sich z. B. die Vergütung um 11,7 Cent pro kWh bei einer bis zu 30 Kilowatt leistungsstarken Anlage, für fassadenintegrierte Anlagen gibt es zusätzlich einen Bonus von 5 Cent pro kWh.

Die Studie 'Photovoltaik für den Landwirt' kann kostenlos in schriftlicher Form oder als CD-Rom über die Staatlichen Ämter für Umwelt und Natur (StÄUN) sowie über die Ämter für Landwirtschaft kostenlos angefordert werden.

01.09.2004   Quelle: Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern
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WKN Windkraft Nord AG errichtet 20 Megawatt für DIFKO

Im Windgebiet Schönhagen (Brandenburg) baut die WKN Windkraft Nord AG derzeit 10 Windenergieanlagen des Typs Vestas V-90. Die Inbetriebnahme der installierten Leistung von insgesamt 20 Megawatt ist für Oktober diesen Jahres geplant, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Käufer des Projektes ist die DIFKO, der bedeutendste dänische Initiator und Betreiber von Beteiligungsfonds.  WKN errichtet den Windpark derzeit schlüsselfertig für den Kunden. "Wir freuen uns sehr über die erstmalige Kooperation mit der DIFKO," so Astrid Zielke, Vorstand der WKN AG. "Die ausgesprochen professionelle Zusammenarbeit und der bisherige Verlauf stellen eine langjährige Partnerschaft in Aussicht", so Zielke weiter.

Für Robert Skjødt, Direktor der DIFKO, liegen die Gründe für die Investition in das deutsche Projekt auf der Hand: "Seit vielen Jahren betreiben wir nicht nur Schiffs- und Immobilienfonds, sondern sind Vorreiter in Sachen Windfonds. Den deutschen Markt haben wir dabei genau im Visier, zumal das Interesse unserer 40.000 dänischen Investoren an Windprojekten in Deutschland sehr groß ist. Die DIFKO wird zukünftig in weitere attraktive Projekte vor Ort investieren. Mit der WKN haben wir einen erfahrenen und zuverlässigen Partner gefunden." Die DIFKO führt bisher mehr als 1.100 Windenergieanlagen weltweit im Fonds-Portfolio.

Über den Windpark Schönhagen sollen weitere 20 Megawatt Leistung in das Umspannwerk Putlitz mit einer Kapazität von insgesamt 246 Megawatt eingespeist werden. Zusammen mit dem "Rekordpark" Porep-Jännersdorf (62 Megawatt) sorge allein WKN somit für ein Drittel der Auslastung des Umspannwerkes. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Projektes Schönhagen beträgt laut WKN Windkraft Nord AG rund 30 Millionen Euro.

01.09.2004   Quelle: WKN Windkraft Nord AG
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World Sustainable Energy Days 2005 mit Schwerpunkt Ökoenergie für Gemeinden

Die World Sustainable Energy Days (2. - 4. März 2005 in Wels, Oberösterreich) bieten ein Forum, in dem neueste technologische Entwicklungen, herausragende Beispiele und europäische Strategien präsentiert und diskutiert werden sowie neue Partnerschaften entstehen.  Auf der größten jährlichen Konferenz in diesem Bereich in Europa treffen sich seit 13 Jahren wichtige Vordenker aus der ganzen Welt, 2004 nahmen über 900 Experten und Entscheidungsträger aus 64 Ländern an dieser Konferenz teil.


Call for Papers bis 20. Oktober

Fachleute sind eingeladen, sich am Call for Papers zu beteiligen. Themen sind Pellets, Innovative gewerbliche und öffentliche Gebäude sowie Ökoenergie in Gemeinden. Folgenden Aspekte können behandelt werden: erfolgreich realisierte Projekte; technische Innovationen; innovative Produkte und Dienstleistungen; Information, Kommunikation, Verbreitung; F& E Projekte (z.B. aus Technik, Sozial- & Wirtschaftswissenschaft); Strategien; Kombination von Energie-Effizienz und erneuerbare Energieträger in Kommunen, Regionen, Inseln etc. Akzeptierte Beiträge werden im Rahmen der Konferenz bei der Poster-Präsentation vorgestellt und im Tagungsband veröffentlicht. Einsendeschluss für Beiträge ist der 20. Oktober 2004.


Konferenz: Ökoenergie für Gemeinden

Viele Kommunen, Bezirke, Ortschaften, Regionen und Bundesländer haben sich ambitionierte Ziele für ihre Energiezukunft gesetzt und setzen Projekte und Strategien zur Steigerung der Energie-Effizienz und der Nutzung erneuerbarer Energieträger um. "Global denken - lokal handeln" ist für Initiativgruppen, Vereine, örtliche Unternehmen, aber auch für Bürgermeister, Abgeordnete, Gemeinderäte und Amtsleiter schon lange kein leerer Slogan mehr, sie lassen den Worten Taten folgen. Die Konferenz "Ökoenergie für Gemeinden am 4. März 2005 möchte die Bedeutung lokaler und regionaler Energiestrategien unterstreichen, sowie als Motivation und Inspiration für neue Initiativen und Projekte dienen. Sie will konkrete Wege aufzeigen, wie nachhaltige Energiekonzepte auf lokaler und kommunaler Ebene erfolgreich initiiert, umgesetzt und finanziert werden können. Im Mittelpunkt der Tagung werden daher erfolgreiche Beispiele aus der ganzen Welt stehen, daneben werden durch wertvolle Informationen über innovative Technologien und über Finanzierungsinstrumente praktische Lösungen angeboten.


Internationaler Fotowettbewerb Ökoenergie und Energiesparmesse

Ein Highlight der World Sustainable Energy Days 2005 wird der "Internationale Fotowettbewerb Ökoenergie" sein - als Siegerprämien winken 3 x 1.000 Euro. Parallel zu der Tagung findet die Energiesparmesse statt - eine der größten Messen Europas im Bereich erneuerbare Energien und Energie-Effizienz.

Nähere Informationen zur Europäischen Pelletskonferenz und den World Sustainable Energy Days finden Sie auf der Konferenz-Website: http://www.esv.or.at

01.09.2004   Quelle: O.Oe. Energiesparverband

 

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