Solar News Archiv November 2004

 


 

Die SMA Technologie AG senkt die Preise um 5 %

Sunny Boy-Wechselrichter
Sunny Boy-Wechselrichter

Zum Jahresbeginn 2005 senkt die SMA Technologie AG, Marktführer für systemtechnische Komponenten, die Listenpreise für alle Wechselrichter der Baureihe Sunny Boy um 5 %. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die SMA Technologie AG möchte damit ihrer Vorreiterrolle auf dem Gebiet innovativer Systemtechnik für Photovoltaikanlagen gerecht werden und durch eine Preisreduktion entsprechend dem Degressionssatz nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) den Erfolg der Solarstromerzeugung fördern.  "Mit einer Preisreduzierung um 5 % kommen wir unserer Verantwortung als Marktführer der deutschen Wechselrichter-Branche nach und tragen damit gleichzeitig der Forderung nach einer verbesserten Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik zur Stromerzeugung Rechnung", so Günther Cramer, Vorstand der SMA Technologie AG. "Wir wollen, dass der Einsatz erneuerbarer Energien weiter vorankommt und dass die niedrigere Einspeisevergütung gemäß EEC ab 2005 durch geringere Investitionskosten ausgeglichen wird", erklärt Cramer. Gleichzeitig kündigt SMA an, auch alle Lieferungen ab 01.12.2004 zu den neuen Konditionen zu berechnen, so dass auch diejenigen in den Genuss niedrigerer Preise kommen, die sich bereits vor Beginn des neuen Jahres für den Kauf eines Wechselrichters entschieden haben.


Höhere Produktionsmengen, sinkende Preise

Das Emeuerbare-Energien-Gesetz trat erstmals am 01.04.2000 in Kraft und regelt die Abnahme und die Vergütung von ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenem Strom durch die örtlichen Netzbetreiber gegenüber dem jeweiligen Anlagenbetreiber. Mit der Novellierung wurden die Vergütungssätze zugunsten einer verbesserten Wirtschaftlichkeit angepasst, um den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung bis 2010 auf mindestens 12,5 % und bis 2020 auf mindestens 20 % zu erhöhen.

Diese gesetzliche Neuregelung hat zu einer erhöhten Nachfrage und damit zu einer Verdoppelung des Marktvolumens im Bereich der Solarstromanlagen geführt. Durch größere Stückzahlen sei es möglich die Fertigungsprozesse zu optimieren und damit die Herstellungskosten zu reduzieren, so die SMA Technologie AG. Als erster Anbieter eines Serienwechselrichters im deutschen Markt habe die SMA Technologie AG schon in der Vergangenheit durch zahlreiche innovative Entwicklungen und eine zunehmende Produktionsmenge den spezifischen Preis für Wechselrichter senken können. Dabei sei innerhalb der letzten zehn Jahre, schrittweise mit jedem neuen Gerätetyp, eine Reduktion um mehr als 50 % erreicht worden.

Auch in Zukunft sieht das Unternehmen noch Potenzial für weitere Preissenkungen, bei entsprechend steigenden Stückzahlen.

30.11.2004   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG
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Baubeginn für neue Solarzellen-Produktionsstätte der Sunways

Durchsichtige Solarzellen der Sunways AG.
Durchsichtige Solarzellen der Sunways AG.

Mit dem symbolischen Spatenstich hat im thüringischen Arnstadt der Bau der Sunways Production GmbH begonnen. Die neue Fertigungsstätte für Solarzellen soll die Basis werden für die weitere Expansion der Sunways AG, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In dem neuen Werk, das eine Kapazität von 30 Megawatt (MW) haben wird, sollen ab dem Sommer 2005 mono- und multikristalline Sunways Solar Cells produziert werden.  Die volle Produktionsleistung wird laut Sunways Anfang 2006 erreicht. Möglichkeiten zur Erweiterung auf bis zu 80 Megawatt seien bereits vorgesehen. Mit der Sunways-Solarfabrik werden 60 Arbeits- und zwei Ausbildungsplätze in Thüringen entstehen.

Vorstand erwartet 50 Millionen Euro zusätzlichen Umsatz

Der beim Spatenstich anwesende Thüringer Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) begrüßte die Investitionsentscheidung der Sunways AG vor allem im Hinblick auf die Entstehung neuer Arbeitsplätze und der sich in der Region Erfurt entwickelnden Verdichtung von Photovoltaikunternehmen. Die Sunways Production GmbH ist ein Unternehmen der Sunways AG, Hersteller von Solarzellen und Wechselrichtern mit Sitz in Konstanz, Baden Württemberg. Die Gesamtinvestitionen für die neue Produktionsstätte betragen nach Angaben des Unternehmens 22 Millionen Euro. Sunways Vorstand Roland Burkhardt rechnet mit einem zusätzlichen Umsatz von 50 Millionen Euro pro Jahr. Damit sei das Unternehmen bestens für die weitere Entwicklung des Photovoltaikmarktes vorbereitet.

Generalauftragnehmer für Planung und Bau der Solarfabrik sowie für die Installation der Prozessgeräte ("Hook-up") ist der Stuttgarter Hightech-Anlagenbauer M+W Zander. M+W Zander habe den Auftrag aufgrund der bereits vorhandenen Erfahrungen mit Planung und Bau von Solarzellenfabriken. Der Auftragswert liege im oberen einstelligen Millionenbereich, berichtet M+W Zander in einer Pressemitteilung.


Bis zu 25.000 Stellen in der Solarstrom-Branche

Nach Angaben der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) wächst die deutsche Solarindustrie in diesem Jahr deutlich schneller als ursprünglich erwartet. Für 2004 prognostiziert die UVS eine Verdoppelung des Marktes auf rund 300 Megawatt und ein Umsatzvolumen allein im Bereich Photovoltaik von rund 1,5 Milliarden Euro. Die Zahl der Arbeitsplätze innerhalb der deutschen Solarbranche könne damit auf 25.000 gesteigert werden. Der Verband führt die erfreuliche Nachfragesteigerung auf die verbesserte Gesetzeslage und vereinfachte Finanzierungskonditionen zurück.


Spezialist für Solar Inverter und Wechselrichter

Die Sunways AG aus Konstanz baut ihre Kernkompetenz durch intensive Forschung und Entwicklung in Kooperation mit nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen kontinuierlich aus. Das Unternehmen ist seit dem Jahr 2001 an der Börse notiert. Im Jahr 2003 erwirtschaftete Sunways einen Umsatz von 38,7 Millionen Euro. Sunways beschäftigte zum 30. September 2005 117 Mitarbeiter. Die hundertprozentige Tochterfirma MHH Solartechnik GmbH mit Sitz in Tübingen ist auf den Vertrieb und die Kundenberatung spezialisiert. MHH vertreibt unter anderem Sunways Solar Inverter und die Module MHH Plus mit Sunways Solar Cells.

30.11.2004   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG.

 

Anhörung zum Energiewirtschaftsgesetz: VKU sieht schwere Mängel

Der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) meldet zu dem Regierungsentwurf für ein neues Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) schwere Rechtsbedenken an und erwartet unverhältnismäßig hohe Folgekosten für die Stadtwerke. Bei der Bundestagsanhörung zum EnWG am 29.11.2004 sprach sich der VKU, der ca. 1.000 örtliche bzw. regionale Strom- und Gasversorger vertritt, vor allem gegen überzogene Entflechtungsvorschriften (Unbundling) aus und warnte vor einer Reglementierungs- und Bürokratisierungsflut, die unter dem Deckmantel der Liberalisierung daherkomme.  Eine Abkehr vom Prinzip der Kostenorientierung bei der Netzentgeltermittlung würde zu Lasten der Investitionen und Versorgungssicherheit gehen, warnt der VKU.


Vorschrift zur Netzentgeltbestimmung viel zu unbestimmt

Die VKU-Forderung nach einer "normierenden Regulierung", nach der die wesentlichen Bedingungen für den Netzzugang und die Methoden zur Festlegung der Netzentgelte präzise im Gesetz bzw. in den Verordnungen festgelegt werden, sei durch den gegenwärtigen Entwurf nicht eingelöst worden, so der Verband. Schwere Rechtsbedenken sieht der VKU vor allem in der zentralen Vorschrift zur Netzentgeltbestimmung, die nicht nur viel zu unbestimmt, sondern auch widersprüchlich sei: Verfassungsrechtlich sei es nicht zulässig, dass im Gesetz der - richtige - Grundsatz (Kostenorientierung) formuliert werde, der durch eine Verordnung wieder aufgehoben werden könne. Dies würde zu einem unakzeptablen Freibrief und zu einer Experimentierklausel für den Regulator werden. Auch in einer schwierigen Regelungsmaterie müsse auf Rechtsklarheit und Rechtssicherheit bestanden werden.

Im Übrigen würde eine Abkehr vom Prinzip der Kostenorientierung bei der Ermittlung der Netzentgelte aus Sicht des VKU die wirtschaftliche Situation der Unternehmen derart schwächen, dass deren Investitionsbereitschaft reduziert werde. Dies führe zu einer Beeinträchtigung der Versorgungssicherheit sowie des sicheren und zuverlässigen Betriebs der Netze. Zwar würden sich die Stadtwerke einem sachgerechten Vergleichsverfahren nicht verschließen, jedoch sei das bisher vorgeschlagene Strukturklassenmodell auf Basis der Absatzdichte, also ein Unternehmensvergleich aufgrund nur eines einzigen Merkmals, absolut nicht sachgerecht. Die Zahl und die Festlegung der Strukturklassen sei ein sehr komplexes Thema und bedürfe der notwendigen Sorgfalt. Deshalb könne ein solches Vergleichsverfahren, wenn es nicht Äpfel mit Birnen vergleichen wolle, erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden.

Die Vorschriften zur Entflechtung des Netzbetriebs von Erzeugung und Vertrieb seien überzogen und gingen über die Anforderungen der EU-Richtlinien hinaus, was zu einem erhöhten Personalbedarf für die Unternehmen führe. Die Entflechtung sei mit massiven Eingriffen in die gesamte technische und personelle Organisationsstruktur von integrierten Unternehmen verbunden. Die daraus entstehenden Kosten träfen überproportional die kleinen und mittleren Unternehmen, wobei hinzukomme, dass durch eine überspitzte Konzernklausel viele Kleinst-Stadtwerke in die Entflechtungsvorschriften einbezogen sind und überfordert würden. Nach vorliegenden Schätzungen würden die Entflechtungsmaßnahmen je Unternehmen bis zu 10 Millionen Euro kosten.

30.11.2004   Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Ernst Ulrich von Weizsäcker wird Nachhaltigkeitssprecher

Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Umweltausschusses Ernst Ulrich von Weizsäcker ist zum Sprecher der Arbeitsgruppe des Parlamentarischen Beirates für nachhaltige Entwicklung gewählt worden. Es sei eine große Ehre, die bisher von Hans-Werner Bertl ausgeübte Funktion übernehmen zu können, sagte von Weizsäcker.  "Dem Thema Nachhaltige Entwicklung fühle ich mich seit langem eng verbunden. Bereits 1991 wurde ich als Präsident des Wuppertal Instituts vom damaligen Bundeskanzler Kohl in den Beraterkreis Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung berufen. 1992 nahm ich am Erdgipfel von Rio de Janeiro teil und im Jahr 2002 leitete ich die deutsche Parlamentarierdelegation beim Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg", beschreibt von Weizsäcker sein Engagement.


Effizienzrevolution als Chance

Von einer ökologisch nachhaltigen Entwicklung sei die Welt zwölf Jahre nach dem Gipfel von Rio de Janeiro leider noch weit entfernt. Die Prioritäten lägen in aller Welt beim Wirtschaftswachstum, kritisiert von Weizsäcker. Die Versöhnung zwischen Wirtschaft und Umwelt erfordere noch harte Arbeit von allen Seiten. "Eine Chance sehe ich in der Effizienzrevolution im Umgang mit den knappen natürlichen Ressourcen. Hier treffen sich die europäischen Interessen mit den ostasiatischen. Auf diese Allianz müssen wir bauen", sagte von Weizsäcker.

30.11.2004   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

EU beschließt Fahrplan zum Ausbau der erneuerbaren Energien

Der Energieministerrat der EU hat am 29.11.2004 in Brüssel Schlussfolgerungen zum weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in den 25 EU-Ländern angenommen. Das berichtet das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. Demnach will die EU-Kommission im nächsten Jahr einen umfassenden Bericht zur bisherigen Entwicklung der erneuerbaren Energien sowie einen Vorschlag für europäische Ausbauziele über 2010 hinaus vorlegen.   Auf dieser Grundlage beabsichtige die EU im Jahr 2007 über die weiterführende Förderpolitik für erneuerbare Energien und Ausbauziele bis zum Jahr 2020 zu beschließen.

Die EU-Kommission hatte noch vor der Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien im Mai 2004 eine Mitteilung zur Entwicklung erneuerbarer Energien in Europa vorgelegt. Darin war festgestellt worden, dass neben Deutschland auch Spanien, Dänemark und Finnland auf dem richtigen Weg seien, ihre Ziele für 2010 zu erreichen. In den heute angenommenen Schlussfolgerungen bestätigt der Rat die Absicht der Kommission, die Foerderinstrumente auf Gemeinschaftsebene (z.B. Programm „Intelligente Energie Europa“) konsequent zu nutzen und den erneuerbaren Energien eine Priorität bei der künftigen Ausgestaltung der Struktur- und Kohäsionsfonds der Gemeinschaft einzuräumen.


Deutschland auf dem besten Weg; Sein Ziel 2010 zu erfüllen

Bundesumweltminister Jürgen Trittin begrüßte das Votum des Energieministerrates: „Um unsere Klimaschutzverpflichten in Europa insgesamt erfüllen zu können, brauchen wir dringend – neben einer wesentlich höheren Energieeffizienz – den rapiden Ausbau der erneuerbaren Energien in Europa. Deutschland ist mit gegenwärtig gut 10 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien auf dem besten Weg, sein Ausbauziel von 12,5 Prozent für das Jahr 2010 zu erfüllen. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz haben wir eine verlässliche Grundlage für Investitionen und eine Marktentwicklung nicht nur der Windenergie, sondern auch der Energie aus Sonne, Erdwärme und Biomasse geschaffen", so der Minister.


Aktionsplan für Biomasse

In den Schlussfolgerungen fordert der Rat des weiteren die Kommission zur Vorlage einer Strategie für das mittelfristige bis langfristige Vorgehen über 2010 hinaus auf. Dazu gehört auch die Entwicklung eines Aktionsplans „Energie aus Biomasse“, um die bei weitem noch nicht genutzten Potenziale aus Altholz oder pflanzlichen Abfällen kosteneffizient und nachhaltig zu nutzen.

29.11.2004   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Brennstoffzellen: die Zukunft beginnt jetzt

Minibrennstoffzelle für Laptop.
Minibrennstoffzelle für Laptop.

Neueste Forschungsergebnisse und Strategien zur Entwicklung von Brennstoffzellen und Wasserstoffsystemen präsentierten der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) und seine Partner auf der FVS-Jahrestagung am 25. und 26. November im Umweltforum Berlin. Das Forschungszentrum Jülich entwickelte beispielsweise eine hitzebeständige Metalllegierung, die für den serienmäßigen Einsatz in SOFC-Brennstoffzellen (Solid Oxid Fuel Cells) besonders geeignet ist.  Das Material wird unter dem Handelsnamen "Crofer 22 APU" bereits industriell hergestellt und in Fahrzeuganwendungen getestet. Der neue Werkstoff trägt wesentlich zur Verlängerung der Lebensdauer von Brennstoffzellen bei. Mit einem besonders flachen Festoxid-Brennstoffzellen-Stapel (SOFC) hat das FZ Jülich einen neuen Weltrekord aufgestellt: Mit Wasserstoff betrieben liefert der SOFC-Stapel eine Leistung von 13,3 Kilowatt (kW). Die Betriebstemperatur von 760°C liegt um ca. 100°C niedriger als in bisherigen Anwendungen. Dies wirkt sich günstig auf die Kosten und die Lebensdauer der verwendeten Materialien aus.


Zuverlässigkeit von PEM-Brennstoffzellen verbessert

Beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wurde eine analytische Methode entwickelt, um die Zuverlässigkeit kommerzieller Polymer-Elektrolyt-Brennstoffzellen-Stapel während des Betriebes zu verbessern. Eine in den PEM-Stapel integrierte Sensorplatine erfasst pausenlos Informationen über den Betriebszustand der Brennstoffzellen. Ein Kontrollsystem leitet bei Störungen sofort Gegenmaßnahmen ein, um den homogenen Zufluss der Brennstoffe zu gewährleisten. Diese Methode wurde vom DLR zudem weltweit zum ersten Mal in einer SOFC-Zelle realisiert und bei den notwendigen hohen Betriebstemperaturen von 800 °C erfolgreich getestet. Dieses Verfahren ist ein wichtiges Entwicklungswerkzeug zur Optimierung des Betriebsmanagements und der Zuverlässigkeit der SOFC.


Entwicklung tragbarer und stationärer Brennstoffzellensysteme

Am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) werden Polymer-Brennstoffzellen mit bis zu rund 10 kW optimiert und im Technikumsmaßstab gefertigt. Der Einsatz wird gemeinsam mit industriellen Anwendern zu vielfältigen portablen und stationären Brennstoffzellensystemen weiterentwickelt. Am Hahn-Meitner-Institut in Berlin (HMI) werden Kathoden-Katalysatoren für PEM-Brennstoffzellen entwickelt, die ohne das bisher übliche teure Platin auskommen. Durch ihre ausgezeichneten Methanol-Resistenz-Eigenschaften können sie nun auch in Direktmethanol-Brennstoffzellen angewendet werden. Die Erprobung findet unter anderem in Zusammenarbeit mit dem FZ Jülich statt.


Wasserstofferzeugung

Die Wasserstofferzeugung mittels Elektrolyse in Kombination mit PEM-Brennstoffzellen ermöglicht eine regenerative Stromversorgung von netzfernen Verbrauchern, zum Beispiel für die Telekommunikation. Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) arbeitet an einem ein Energiemanagementsystem mit Wasserstoffspeicher und Brennstoffzelle im Rahmen eines europäischen Projektes. Bisher wurde Wasserstoff vor allem mit Hilfe von Strom durch Elektrolyse erzeugt. Das DLR hat ein neues Verfahren entwickelt. Dabei entsteht Wasserstoff durch chemische Reaktionen im Sonnenofen aus Sonnenwärme und Dampf. Für die regenerative Wasserstoffgewinnung aus Biomasse wird am ZSW eine neues Reformierungsverfahren entwickelt, das im Vergleich zu konventionellen Verfahren eine effizientere und umweltschonendere Umwandlung ermöglicht. Am Fraunhofer ISE wurden neuartige Reformer entwickelt, die Wasserstoff aus Erdgas, Diesel und Kerosin bereitstellen. Im Dauerversuch (500 Stunden) bliebt der Wirkungsgrad der Reformer-Katalysatoren nahezu konstant.


Brennstoffzellen und Energieversorgung

Ein vom Institut für Solare Energieversorgungstechnik an der Universität Kassel (ISET) entwickeltes neues Messverfahren erlaubt die zuverlässige Erkennung von Netz- bzw.- von Teilnetzausfällen und ermöglicht die sichere Einbindung von Brennstoffzellen in elektrische Verteilungsnetze. Das ISET hat neue, effiziente Wechselrichter entwickelt, die zur Netzeinspeisung oder zur Inselnetzbildung mit Brennstoffzellen eingesetzt werden können. Eine neue Studie unter der Federführung des DLR zeigt, dass gerade in einer im Zuge des Ausbaus erneuerbarer Energien stärker dezentral organisierten Energieversorgung Marktpotenziale für stationäre Brennstoffzellen eröffnet werden. Auch wenn die ökologischen Vorteile der Brennstoffzelle erst beim Einsatz regenerativ erzeugter Brennstoffe voll zum Tragen kommen, können dezentrale Brennstoffzellen einen wichtigen Beitrag leisten, um den auch mittelfristig noch notwendigen Anteil der fossilen Energieversorgung effizient bereitzustellen.


Interesse an Erneuerbaren und Brennstoffzellen wächst; 30 % mehr Forschungsmittel

"Das Interesse an erneuerbaren Energien und Brennstoffzellen ist in den letzten Jahren ständig gestiegen. Um die daran geknüpften Erwartungen an schadstoffarme Mobilität, Strom- und Wärmeerzeugung und effiziente Energiespeicherung zu erfüllen, müssen Brennstoffzellen und auch Wasserstoffsysteme in den nächsten Jahren verstärkt erforscht und entwickelt werden. Der ForschungsVerbund Sonnenenergie und seine Mitgliedsinstitute wollen dabei eine führende Rolle spielen", betonte Dr. Gerd Eisenbeiß, Sprecher des FVS. Der ForschungsVerbund Sonnenenergie begrüßt die für 2005 beschlossene Erhöhung der Forschungsmittel für die erneuerbaren Energien im Bundeshaushalt um mehr als 30%. Um das europäische Klimaziel, 30% der Treibhausgase bis 2020 zu vermeiden, tatsächlich erreichen zu können, müsse die Steigerungsrate bei der Forschungsfinanzierung in den kommenden Jahren unbedingt fortgesetzt werden, so der FVS.


Neue Forschungsziele

Der ForschungsVerbund Sonnenenergie hat den Forschungsbedarf zu den einzelnen erneuerbaren Energien in seiner Broschüre "Forschungsziele 2005" formuliert und zeigt wofür die Forschungsförderung in den kommenden Jahren konkret eingesetzt werden soll. Für Wasserstoff und Brennstoffzellen bestehe Forschungsbedarf besonders im Hinblick auf die Entwicklung kostengünstiger Materialien; die Erhöhung der Leistungsdichten und der Betriebszuverlässigkeit; die Designoptimierung von Zellen und Stacks; die Erforschung der optimalen Brenngaszusammensetzungen; die Erforschung und Entwicklung von Reformierungstechniken sowie "reversibler" Brennstoffzellen/ Elektrolyseur-Systeme.


29.11.2004   Quelle: FVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE.
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Schweden: neue Test-Anforderungen für Solarwärmeanlagen

Das schwedische Test- und Forschungsprogramm SP hat angekündigt, dass die Anforderungen an die künstlichen Alterungstests für Solarkollektoren erhöht werden, um vermehrt ausländische Unternehmen zum Eintritt in den schwedischen Markt zu bewegen.   Peter Kovacs, Solarenergie-Verantwortlicher der SP sagte: "Wir hoffen, dass andere unserem Beispiel folgen. Eine EU-weite Angleichung der Test- und Zertifizierungsanforderungen durch Solar Keymark wird zum Wachstum der Solarwärme in Europa beitragen, indem sie Handelsschranken in der EU abbaut." Die SP teilte der europäischen Solarwärmeindustrievereinigung ESIF mit, diese Entscheidung sei gefallen, weil SP die Vorgaben der Kollektor-Zertifizierung nach Solar Keymark hinsichtlich der gegenseitigen Akzeptanz der Testergebnisse und eines einzigen Testverfahrens befürworte.

SP vergibt seit 1991 ein eigenes Zertifikat für Solarkollektoren, genannt "P-mark". Das Regelwerk wurde entwickelt in Zusammenarbeit mit schwedischen Herstellern, welche auf die Haltbarkeit der Produkte besonderen Wert gelegt hätten. Die Untersuchung im Freien dauerte ein ganzes Jahr und schloss ab mit einem Effizienztest. Weitere Anforderungen betrafen beschleunigte Alterungstests der Absorberflächen sowie der Kunststoffabdeckung und der Absorber selbst.

Nach der Einführung von Solar Keymark hob Schweden alle zusätzlichen Anforderungen an, um der Norm EN 12975 zu entsprechen, außer den Forderungen hinsichtlich der beschleunigten Alterungstests. Produkte die das Zeichen Solar Keymark tragen, können nun auf dem schwedischen Markt abgeboten werden, und sie werden von allen staatlichen Einrichtungen anerkannt, ohne dass weitere Tests oder Zertifikate erforderlich sind.

"Diese Entscheidung verstehen wir als konstruktiven Beitrag zu Harmonisierung auf EU-Ebene", sagte Kovacs. Das bedeute jedoch nicht, dass SP der Überzeugung ist, die Haltbarkeitstest nach EN-Norm seien ausreichend. Im Gegenteil: SP und die schwedische Solarenergievereinigung SEAS würden weiter daran arbeiten, dieses Thema auf der CEN-Ebene zu fokussieren. "Wir denken aber, dass die Anforderungen an die Haltbarkeit und Leistung der Komponenten von deren Herstellern erfüllt werden müssen und nicht von den Kollektorproduzenten", so Kovacs.

Die ESTIF begrüßte das positive Feedback auf ihre jüngst an die SP gerichtete Anfrage. Alle nationalen Institutionen in Europa seien aufgerufen ihre Regelungen durch Solar Keymark zu vereinheitlichen, um Handelsschranken abzubauen. Für Produkte mit Solar Keymark seien keine weiteren Tests oder Zertifikate erforderlich.


29.11.2004   Quelle: ESTIF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

UmweltBank-Vorstand warnt vor Verteilungskämpfen um Öl

In der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift "Bank & Umwelt" (B&U), weist UmweltBank-Vorstand Horst P. Popp auf mögliche globale Auseinandersetzung um die Ölreserven hin. In einem Gespräch mit Ingeborg Schäuble, Vorsitzende der Welthungerhilfe, erläutert Popp die Zusammenhänge von Umweltschäden, Unterernährung und Ressourcenverbrauch.  "Die Zeit läuft uns davon. Und nicht nur bei der Bekämpfung des Hungers in der Welt. In 40 Jahren werden wohl die Ölreserven zu Ende gehen, und die Verteilungskämpfe beginnen schon viel früher. Denn die, denen das Öl ausgeht oder für die es unbezahlbar wird, werden das nicht einfach so über sich ergehen lassen. Wir laufen meines Erachtens geradewegs auf eine globale Auseinandersetzung um die Ölreserven zu, wenn wir nicht schleunigst das Steuer herumreißen", sagt Popp.


Energiewende dringend geboten

Einfach wegzuschauen und weiterzumachen wie bisher sei nicht mehr drin, so der Vorstand der UmweltBank. "Wir brauchen die Trendwende bei der Entwicklungshilfe, und wir brauchen auch die Wende hin zu erneuerbaren Energien. Und zwar ohne weitere Verzögerungen. Für beide gilt: Es gibt keine Ausreden, niemand muss auf irgendwelche noch ausstehenden politischen Entscheidungen warten. Jeder kann die Sache selbst in die Hand nehmen, sich selbst engagieren", so Popp


Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit gefordert

Auch die Unternehmen in Deutschland können laut Ingeborg Schäuble zu einer nachhaltigen Wachstumsstrategien beitragen Die vor vier Jahren von UN-Generalsekretär Kofi Annan gegründete, weltweite Plattform "Global Compact" sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, an der sich auch einige deutsche Unternehmen beteiligen. Doch bisher gebe es noch keine unabhängige Kontrollinstanz, welche die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards überprüfen könnten, weil sich die Industrie bisher wenig kooperativ zeige.

Einheitliche soziale und ökologische Standards seien ein wichtiger Anhaltspunkt. Popp plädiert dafür eine nachhaltige Entwicklung nicht allein den Politikern und Großunternehmen zu überlassen. Auch die kleinen Unternehmen könnten einen wichtigen Beitrag leisten, zum Beispiel über Förderfonds, wie den Umweltförderfonds der UmweltBank. Das habe Wirkung auch über Deutschland hinaus. Und auf Dauer gesehen sei es auch ökonomisch sinnvoller, nachhaltig und zukunftsorientiert zu handeln, so der Chef der UmweltBank.



29.11.2004   Quelle: UmweltBank AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Kleinbusse mit Brennstoffzellenantrieb sorgen bei der WM 2006 für sauberen Transport

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sollen mit Brennstoffzellen betriebene Kleinbusse an den drei NRW-Spielorten Gelsenkirchen, Dortmund und Köln im Shuttledienst fahren. Entwickelt werden die 30 Personen fassenden Busse von der Hydrogenics Enkat GmbH aus Gelsenkirchen, einer Tochter der kanadischen Hydrogenics Corporation. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Entwicklung mit 566.000 Euro.  Den Bewilligungsbescheid überreichte NRW-Infrastrukturminister Dr. Axel Horstmann Mitte November an Prof. Karl H. Klug, Geschäftsführer der Hydrogenics Enkat GmbH und Pierre Rivard, Präsident des Mutterkonzerns Hydrogenics Corporation. "Die neuen Brennstoffzellenbusse aus Gelsenkirchen werden für saubere Luft sorgen. Unsere Strategie ist es, die Brennstoffzelle zeitnah in die kommerzielle Nutzung einzubringen. Die WM 2006 stellt dabei eine hervorragende Möglichkeit dar, unsere Technik einem breiten internationalen Publikum vorzustellen und im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar zu machen", erklärte Minister Dr. Horstmann. Die Brennstoffzellentechnologie werde zu abgasarmen, geruchslosen und geräuscharmen Antrieben führen und erfülle höchste Ansprüche des Klima- und Umweltschutzes.


Brennstoffzellenantrieb im Nahverkehr

Kleinbusse mit Brennstoffzellenantrieb, wie sie jetzt entwickelt werden, können im Dauerbetrieb eingesetzt werden (Ziel: 18 Stunden), beispielsweise im öffentlichen Personennahverkehr in historischen Stadtzentren, im Werksverkehr oder, wie geplant, im Personen-Shuttle-Verkehr bei Großveranstaltungen zwischen Parkplatz und Veranstaltungsort. "Wir bedanken uns und freuen uns sehr über die Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Entwicklung eines mittels Brennstoffzellen angetriebenen Kleinbusses an unserem Standort in Gelsenkirchen", so Pierre Rivard, Präsident und CEO der Hydrogenics Corporation. "Dieses Projekt bringt unsere gemeinsame Einschätzung zum Ausdruck, dass der Personennahverkehr zu den frühen Einsatzgebieten der Brennstoffzellentechnik gehören wird", so Rivard weiter.


Technologiestandort NRW

"Für den Standort Gelsenkirchen stellt dieses Projekt in der Tat einen bedeutenden Meilenstein auf unserem Weg zum europäischen Applikations- und Technologiezentrum der Hydrogenics Corporation dar", ergänzte Prof. Klug. "'Darüber hinaus wird mit dem Brennstoffzellen-Midibus der Einstieg in die Brennstoffzellentechnologie zu einem Bruchteil der Kosten möglich, die z.B. bei der Anschaffung eines Brennstoffzellen-Großbusses anfallen würden", erläutert der Geschäftsführer der Hydrogenics Enkat GmbH.

Das Land NRW hat im Rahmen des Kompetenz-Netzwerks Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW bisher 53 Projekte mit über 50 Millionen Euro bei Gesamtinvestitionen weit über 100 Millionen Euro unterstützt. Das Netzwerk ist Teil der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW. Ziel des Netzwerks, in dem aktuell mehr als 300 Mitglieder aktiv sind, ist eine intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten, um die Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Herstellung über die Speicherung und den Transport des Wasserstoffs bis hin zur vielfältigen Anwendung in Brennstoffzellen, in NRW zügig auf- und auszubauen.


Weitere Informationen:
Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW Herr Dr.-Ing. Andreas Ziolek c/o Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung NRW Haroldstr.4, D-40213 Düsseldorf Tel. +49 (211) 866 42 20, Fax. +49 (211) 866 42 22 e-mail: ziolek@energieland.nrw.de , Internet: www.brennstoffzelle-nrw.de
HYDROGENICS CORPORATION European Operations, ENKAT GmbH, Luggendelle 19, D-45894 Gelsenkirchen Prof. Dr. K. H. Klug Tel +49 (209) 933 122-14, e-mail: khklug@hydrogenics.com

28.11.2004   Quelle: Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung des Landes NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Energie-effiziente Ausstattung senkt die Stromkosten der neuen Wohnung

Die Initiative EnergieEffizienz rät, beim Einrichten des neuen Zuhauses auf Energie-Effizienz zu achten. Gerade ein Umzug biete die Chance, in den neuen vier Wänden darauf zu achten. Wer den Einsatz von Elektrogeräten und Beleuchtung von Anfang an clever plane, könne jährlich bis zu 180 Euro sparen.  Die Initiative gibt praktische Tipps, worauf man beim Einzug achten sollte.

Wer während eines Umzugs Fernseher, Hifi-Anlage und Computer einpacke, bemerke erst richtig, wie viele Elektrogeräte im Haushalt vorhanden sind. Grund genug, um beim Anschluss der Geräte in der neuen Wohnung auf Stromeffizienz zu achten. Es empfehle sich, die Räume mit schaltbaren Steckdosenleisten auszustatten, die eine ausreichende Anzahl an Steckplätzen bieten. Denn sie helfen, unnötigen Stromverbrauch im Stand-by-Modus zu vermeiden. Mit einem Handgriff lassen sich gleich mehrere Geräte sicher vom Stromnetz trennen. Praktischer Hinweis: Die schaltbaren Steckdosenleisten sollten so platziert werden, dass sie bequem zu erreichen sind. Das erleichtere das Abschalten und entlaste so den Geldbeutel. In einem Vierpersonen-Haushalt lassen sich durch konsequentes Abschalten jährlich bis zu 50 Euro einsparen, so die Initiative EnergieEffizienz.

Oft stehe beim Einzug in eine neue Wohnung auch der Kauf einer neuen Waschmaschine oder eines Kühlschranks an. Die Initiative rät, dabei auf das einheitliche EU-Etikett (EU-Label) zu achten. Das EU-Label teilt Haushaltsgeräte in sieben Effizienzklassen von A (besonders sparsamer Energieverbrauch) bis G (sehr hoher Energieverbrauch) ein. Auch ein Blick auf den genau ausgewiesenen Stromverbrauch kann sich lohnen. Das erleichtert den Vergleich verschiedener Geräte der Klasse A. Bei Kühl- und Gefriergeräten geben die Kategorien A+ und A++ für besonders effiziente Produkte zusätzliche Orientierung. Wer konsequent auf energieeffiziente Haushaltsgeräte setzt, kann jährlich bis zu 70 Euro sparen.

Neue Wohnung - neues Licht: Ein Umzug bietet die Gelegenheit, herkömmliche Glühlampen durch moderne Energiesparlampen zu ersetzen. Energiesparlampen verfügen nicht nur über eine deutlich längere Lebensdauer, sondern benötigen auch 80 Prozent weniger Strom. Der Grund: Energiesparlampen setzen fünfmal mehr Energie in Licht um als herkömmliche Glühlampen. Werden beim Einzug zehn Glühlampen durch Energiesparlampen ersetzt, sparen die Verbraucher pro Jahr bereits 60 Euro.

Allen Einsparpotenzialen liegen Beispielrechnungen der Initiative EnergieEffizienz zugrunde, die davon ausgehen, dass alle empfohlenen Maßnahmen durchgeführt werden. Nähere Informationen zu den Berechnungen sind erhältlich unter www.initiative-energieeffizienz.de und über die kostenlose Energie-Hotline 0800 - 0736 734.

28.11.2004   Quelle: Initiative EnergieEffizienz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

IdaTech erhält Preis für die Entwicklung eines Off-Road Brennstoffzellensystems

Das U.S. Department of Energy (DOE) hat der IdaTech, LLC für die Durchführung eines drei Jahre dauernden Programms für Forschung und Entwicklung von Brennstoffzellensystemen in den Anwendungsbereichen von Off-Road Fahrzeugen einen mit 1,4 Millionen US-Dollar dotierten Preis zuerkannt.  Dies sei der zweite DOE Preis, den IdaTech in den letzten 14 Monaten erhalten hat, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Ziel des Programms sei, innovative Konstruktionen von Brennstoffzellen ausfindig zu machen und zu empfehlen, um schwierige Umweltbedingungen zu bewältigen, denen Off-Road Fahrzeuge wie Rasen-und Bodenbearbeitungsmaschinen, Bau- und Landwirtschaftsgeräte ausgesetzt sind. Bis Dato habe sich fast die gesamte Arbeit in der Brennstoffzellenentwicklung auf stationäre und bewegliche Anwendungen konzentriert, die unter relativ unproblematischen Umweltbedingungen eingesetzt werden. Die Energiegewinnung und der Antrieb durch Off-Road Brennstoffzellen müssten jedoch dort stattfinden, wo die Fahrzeuge solch schwierigen Bedingungen wie Staub, Hitze, Feuchtigkeit, Erschütterung und Vibrationen gegenüber stehen. Angesichts dieser besonderen Bedingungen bestehe Bedarf nach einem System, das speziell für solche Anwendungen konstruiert wird.


Alternative Energiequellen ausbauen

Diese Entwicklung wird koordiniert von der DOE Zentrale in Washington, D.C. und dem Golden Operations Office des Departments in Golden, Colorado. "Diese Partnerschaft ist ein Beweis für die exzellente Arbeit, die bei IdaTech geleistet wird und für die Bedeutung der Entwicklung alternativer Energiequellen, insbesondere jener, die sauber, effizient und erneuerbar sind", sagte der U.S. Kongressabgeordnete Greg Walden aus Oregon, Vice-Chair des von zwei Parteien getragenen Renewable Energy Caucus des U.S. House of Representatives. "Hier kommen Regierung, private Unternehmen und Bildung zusammen, um die gute, bereits geleistete Arbeit in der Brennstoffzellenentwicklung auszubauen und das zentrale Oregon ist der Mittelpunkt des Projektes."

"Dieser neue DOE Preis ist der zweite seiner Art, den IdaTech in
nur etwa einem Jahr erhält", sagte Claude Duss, IdaTech Präsident und CEO. "Über die auf dem neuesten Stand befindliche Brennstoffverarbeitungstechnologie hinaus, ist dieses neue Programm eine Anerkennung für die führende Kompetenz von IdaTech im Bereich der Brennstoffzelle. Das Forschungsprogramm wird sich auf Brennstoffzellentechnologie konzentrieren, die unter schwierigen Umweltbedingungen eingesetzt wird. Mit der laufenden Unterstützung des DOE sind wir in Lage, mit der Entwicklung der Technologie für diese neuen Anwendungen voranzuschreiten, die Brennstoffzellentechnologie weiterzubringen und diese faszinierende Technologie auf dem Markt einzuführen".

Unter Leitung von IdaTech wir das Programm Teammitglieder von der Donaldson Company, einem weltweit führenden Unternehmen für Filtersysteme aus Minnesota, der University of California - Davis, die Fachkompetenz bei der Anwendung von Brennstoffzellensystemen in Fahrzeugen einbringt und The Toro Company, einem führenden Hersteller von Nutzfahrzeugen, ebenfalls aus Minnesota, umfassen. Das Programm soll im Dezember 2004 starten und im Dezember 2007 abgeschlossen werden.

28.11.2004   Quelle: IdaTech, LLC   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Neues BINE-Info: Dem Energieverbrauch auf den Grund gehen

In jeder Industriegesellschaft sind mit der Veredlung von Rohstoffen auch negative Umweltauswirkungen verbunden. Es werden begrenzte Ressourcen verbraucht, Abfälle verursacht und das Klima über die bei der Verarbeitung eingesetzten Energiemengen belastet. Volkswirtschaftliches Ziel ist, pro Euro des Bruttoinlandsprodukts möglichst wenig Energie zu verbrauchen (Energieproduktivität). Das neue BINE-Themen-Info "Energieintensive Grundstoffe – Effizienzpotenziale und Perspektiven" stellt die Ergebnisse einer Potenzialerhebung für die deutsche Wirtschaft vor.  Die Broschüre ist kostenfrei erhältlich beim BINE Informationsdienst– telefonisch unter 0228/9 23 79-0 oder im Internet unter http://www.bine.info.

In der systemanalytischen Grundlagenstudie lag das Hauptaugenmerk auf den Branchen, denen von der Beschäftigtenzahl, der Produktionsmenge oder der Höhe des Energieverbrauchs eine große volkswirtschaftliche Bedeutung zukommt. Beispiel Stahlerzeugung: Die Elektrostahlerzeugung verbraucht im Vergleich zur Oxygenstahlproduktion (Roheisenlinie) nur 25 % der Primärenergie. Seit 1983 konnten allein durch die Elektrostahlerzeugung aus Stahlschrott Primärenergieeinsparungen von 65 PJ/a erzielt werden (1 Petajoule entspricht 278 Millionen Kilowattstunden). Würde dessen Anteil von heute etwa 30% bis 2030 auf 45% angehoben werden können, wären weitere 92 PJ/a Primärenergieeinsparungen möglich.

Im internationalen Vergleich hat die Energieproduktivität der deutschen Volkswirtschaft laut BINE Informationsdienst gut abgeschnitten. Das sei ein Erfolg der Modernisierungsinvestitionen der Industrie und der deutschen Umweltgesetzgebung der letzten 25 Jahre. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass künftig noch ein Vielfaches der bisherigen Effizienzsteigerungen erschließbar sei. Bei Metallen ist Faktor 2, bei mineralischen Werkstoffen Faktor 5 und bei organischen Werkstoffen Faktor 7-8 möglich, heißt es in der BINE-Pressemitteilung.


27.11.2004   Quelle: BINE Informationsdienst   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Sanierung: Heizenergiebedarf von 50er-Jahre Häusern um 90% gesenkt

In der Frankfurter Friedrich-Ebert-Siedlung saniert die städtische Wohnungsbaugesellschaft "ABG Frankfurt Holding" (ABG), 60 Wohnungen in 10 Mehrfamilien-Mietshäusern, die in den 50er Jahren erbaut wurden. Die Wohnungen werden nahezu auf Passivhaus-Standard gebracht; zum Beispiel durch Wärmeisolierung der Dachflächen und Keller, Austausch der Fenster und konsequente Beseitigung der Wärmebrücken nach Außen. Eine Analyse das Passivhaus-Instituts Darmstadt, das die energetische Sanierung wissenschaftlich begleitet, ergab: Wärmetechnisch gesehen sind die über 50 Jahre alten Gebäude derzeit noch 20 Liter-Häuser. Das wird sich durch die Sanierung ändern: Für alle Wohnungen mit zusammen 3.700 Quadratmetern wird der Heizenergiebedarf um 90 Prozent gesenkt.   Damit werden gleichzeitig auch die CO2-Emissionen drastisch zurückgefahren. Finanziert wird die ökologische und energetische Sanierung über die UmweltBank AG.


Neuer Maßstab bei der Sanierung

"Wir haben mit einem anderen Passivhausprojekt sehr gute Erfahrungen gemacht. Daran knüpfen wir an. Dieses große Projekt ist das I-Tüpfelchen zum Abschluss der Sanierung der Friedrich-Ebert-Siedlung", erklärt der zuständige Prokurist der ABG, Günter von der Heydt. Auf die Akzeptanz bei den Mietern lege die ABG dabei besonderen Wert: In einer Mieterbefragung sei das Projekt ausgesprochen positiv aufgenommen worden. Nach Meinung der Architekten Folkmer Rasch und Petra Grenz von der Planungsgesellschaft faktor10 aus Darmstadt, die das Projekt begleitet, "setzt diese Sanierung neue Maßstäbe bei der Verbesserung der Wohnqualität und ist gleichzeitig auch noch wirtschaftlich interessant." Die UmweltBank hält gerade die Sanierung bestehender Bausubstanz für ökologisch besonders vorteilhaft. Sie bremse die fortschreitende Versiegelung neuer Flächen und erhalte gewachsene städtische Strukturen. Und eine sowieso anstehende Sanierung sei der ideale Zeitpunkt, um nicht nur die Wohnqualität zu verbessern, sondern auch gleich die Energiebilanz. Angesichts vieler tausend zur Sanierung anstehender Mietwohnungen in Deutschland sieht die UmweltBank in Projekten wie diesem einen sehr wirkungsvollen Ansatz zur nachhaltigen Energieeinsparung und CO2-Reduktion in Deutschland.

27.11.2004   Quelle: UmweltBank AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Hessen: Grüne gegen "Blockadepolitik" der CDU-in Sachen Klimaschutz

Die Missachtung des hessischen Energiegesetzes sowie eine drastische Kürzung der Gelder für den Klimaschutz und eine zukunftsfähige Energiepolitik wirft die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN der CDU-Landesregierung vor. Klimaschutz sei weltweit Thema Nr. 1 in der Umweltpolitik, aber die CDU-Landesregierung kümmere sich keinen Deut darum, heißt es in einer Pressemitteilung der hessischen Grünen.   So seien die Mittel für Klimaschutz und eine nachhaltige Energiepolitik von 30 Millionen Euro im Jahr 1998 auf weniger als acht Millionen Euro im Jahr 2005 gesunken. Der nach dem Energiegesetz vorgeschriebene Energiebericht, der konkrete Maßnahmen in Hessen enthalten soll, sei überhaupt noch nicht vorgelegt, kritisieren die Grünen.

"Es ist gleichgültig, ob der verantwortliche Minister Dietzel oder Rhiel heißt. Die Vernachlässigung der Energiepolitik hat Methode und sorgt damit nicht nur für weniger Klimaschutz, sondern auch für Nachteile der mittelständischen Wirtschaft in Hessen", sagt die umweltpolitische Sprecherin der Grünen, Ursula Hammann. So habe allein die Photovoltaikabteilung der SMA Technologie AG in Niestetal bei Kassel mit 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Beschäftigte als Transrapid in Kassel, betont Ursula Hammann.


Prioritätenliste Energiesparmaßnahmen angemahnt

"Die CDU-Landesregierung hat noch nicht einmal einen Überblick über den Energiebedarf der Gebäude des Landes. Diese Misswirtschaft kostet wertvolle Steuergelder. Nach Ermittlungen des Landesrechnungshofs für das Jahr 2003 werden alleine durch die Missachtung bautechnischer Richtlinien bei Umbau-, Sanierungs- und Bauunterhaltungsmaßnahmen vermeidbare Energiekosten von zwei Millionen Euro jährlich verursacht", rügt Hammann. Die Landesregierung habe gegenüber dem Rechnungshof außerdem einräumen müssen, dass sie keine Prioritätenliste für die Durchführung von Energiesparmaßnahmen unterhalte. Die rot-grüne Landesregierung hingegen habe dieses Instrument bis 1999 erfolgreich genutzt. Darüber hinaus sehe sich die CDU-Landesregierung nicht in der Lage, die einzelnen Ressorts zur Umsetzung von Energiesparmaßnahmen anzuhalten, betont Ursula Hammann.


"Grünes Konzept gegen die Blockadepolitik der CDU-Landesregierung"

"BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellen dieser rückwärtsgewandten Politik eine aktive Energie- und Klimapolitik gegenüber, die neben dem dringend notwendigen Schutz des Klimas auch dazu führt, dass Arbeitsplätze insbesondere in mittelständischen Betrieben und im Handwerk geschaffen werden. Wesentliche Schwerpunkte der von uns geforderten Energiewende weg von Öl und Atom sind die Senkung des Energieverbrauchs, die Steigerung der Effizienz bei der Energieumwandlung, der Einsatz umweltfreundlicher und risikoarmer Technologien und der Einsatz regenerativer Energieträger. Dafür wollen wir über 19 Millionen Euro zusätzlich investieren", kündigen die Hessen-Grünen an.

"Ein wesentlicher Baustein ist der Rückkauf der hessenEnergie als Operationsbasis für die Durchführung von Programmen und die Koordination der unterschiedlichen Aktivitäten. Darauf aufbauend fordern wir ein Anreizprogramm zum Stromsparen sowie Programme zur wärmetechnischen Sanierung öffentlicher Gebäude und im Mietwohnungsbau mit dem Ziel, auch im Gebäudebestand den Niedrigenergiestandard zu erreichen. Damit lassen sich Steuergelder sparen und Nebenkosten für Mieterinnen und Mieter senken", so die Grünen.


Kompetenzen ausbauen und Bürgerengagement fördern

Darüber hinaus sei dringend erforderlich, die Kompetenzen zu stärken im Bereich Energiesparen und regenerative Energien in Forschung, Lehre und Ausbildung, im Planungsbereich, im Handwerk und bei Investoren. So könnten anstehende Investitionsentscheidungen aktiv für Energiesparmaßnahmen und den Einsatz regenerativer Energien genutzt werden. In der Praxis müsse es künftig so sein, dass ein Malerbetrieb beim Kostenvoranschlag für die Außenfassade auch auf die Möglichkeiten der Wärmedämmung und die damit verbundenen Einsparmöglichkeiten hinweise. Und der Dachdecker solle auch mit den Vorteilen einer Solaranlage vertraut sein und an geeignete Fachbetriebe verweisen können.

Einen weiteren Schwerpunk des grünen Konzepts bildet die Nutzung regenerativer Energien im ländlichen Raum. "Wir wollen die bestehenden Programme zur Dorferneuerung und zur ländlichen Entwicklung weiterentwickeln. Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Strukturveränderungen wollen wir die regionale Energieversorgung stärken und damit neue Einkommensalternativen durch die Nutzung regenerativer Energien mit Modellvorhaben erschließen. Darüber hinaus wollen wir das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger in lokalen und regionalen Agenda-21-Prozessen durch Mittel zur Umsetzung von Projekten unterstützen", so die hessischen Grünen.

Aber auch über den Haushalt hinaus wollen die Grünen die Landesregierung in die Pflicht nehmen. So fordern sie die Landesregierung auf, die Photovoltaiknutzung in Hessen zu unterstützen, indem sie interessierten Bürgerinnen und Bürgern Dächer der Gebäude der öffentlichen Hand unbürokratisch und kostengünstig bereitstellt.

27.11.2004   Quelle: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BIOHAUS bezieht neues Solar-Passiv-Bürogebäude

Solar-Passiv-Gebäude der Biohaus PV Handels GmbH in Paderborn.
Solar-Passiv-Gebäude der Biohaus PV Handels GmbH in Paderborn.

Mit einer großen Einweihungsfeier und einem Symposium feierte die BIOHAUS PV Handels GmbH am 18. und 19. November 2004 den Einzug in ihr neues Domizil. Bei dem Symposium, zu dem auch zahlreiche Kunden von BIOHAUS geladen waren, drehte sich alles um das neue Gebäude. In Vorträgen und bei Begehungen wurden Planung und Ausführung, Besonderheiten und das Gesamtkonzept des ökologischen Baus erläutert und demonstriert.  Zur Einweihungsfeier waren zahlreiche prominente Vertreter aus dem Bereich ,,Erneuerbare Energien“ und der Politik zu Gast.

Ausgangspunkt für die Planung eines neuen Biohauses war der akute Mangel an Räumen im bisherigen Gebäude. Besonders vor dem Hintergrund eines wachsenden Photovoltaik-Marktes und der Vergrößerung des Biohaus-Teams sei eine Alternative notwendig geworden, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Unter dem Motto ,,Wir zeigen, was möglich ist!“ entwickelte der Bauherr Willi Ernst zusammen mit dem Architekten Franz-Josef Huxol, Spezialisten für Baubiologie und Solares Bauen in Paderborn, ein innovatives Gebäude-Gesamtkonzept für den Bau im ÖkoPark Dören. Das Ziel lautete: "Arbeitsplätze in einem spektakulären Solargebäude schaffen! Und: Die Einsatzmöglichkeiten von Solartechnik in der Region zeigen." Das ganze Vorhaben sollte auch im Hinblick auf die Kosten optimiert werden: Ein energieautarkes Gebäude mit einen hohem Anteil an solarer Ausstattung.


Solare Doppelfassade verbessert Energiebilanz

Das Gebäude hat eine Solar-Doppelfassade, durch die ein natürlicher Energieeintrag ins Gebäude sichergestellt ist. Die anfänglich aus gestalterischen Gründen dem Gebäude vorgesetzte Fassade, entwickelte sich hinsichtlich der Wärme- und Lüftungssteuerung hin zu einem maurischen Kühlungssystem, angelehnt an Hauskühlungssysteme in mediterranen Regionen. Das in die Fassade integrierte hoch transparente Glas sollte die Energiebilanz so beeinflussen, dass auf Passivfenster verzichtet werden konnte.


Neueste Solarstromtechnik

Neben dem Einsatz von Neuentwicklungen, die erst in Kürze auf dem Photovoltaik-Markt erhältlich sein werden (Hochleistungszellen von Sunpower, 8-Inch-ZeIlen von Q-CeIls), wurde ein Teil der Fassadenmodule von dem Glasdesigner Klaus Jansen künstlerisch gestaltet. Zusätzlich zur Energiegewinnung und Verschönerung dienen die verwendeten Fassadenmodule auch noch als Schattenspender.


Null-Energie-Bürogebäude

Die auf einem Erdreich-Sole-Wärmetauscher basierende Hauslüftung ergänzt das innovative Gesamtkonzept. Die Grundidee dahinter: "Eine aktive Klimaanlage können wir uns sparen!" Das Ergebnis: Ein Null-Energie-Bürogebäude. Denn aufgrund der integrierten Aktivsysteme wird die dort benötigte elektrische Energie und Wärme an und im Gebäude im Jahresmittel selbst erzeugt. Die installierten Systeme der Energiegewinnung und Energieeinsparung dokumentieren den neuesten Stand der Technik auf kleinstem Raum. Zur Zeit arbeiten 26 Mitarbeiter in dem Solar-Passiv-Bürogebäude. Es ist ein lebendiges Demonstrationshaus für Photovoltaikanwendungen und damit zugleich ein Solar-Info-Zentrum für Schulungen und Veranstaltungen im professionellen aber auch politisch-solaren Umfeld. Und: Auch wenn es sich nicht um einen gewöhnlichen Bau handelt, sämtliche handwerklichen Leistungen wurden von heimischen Unternehmen erbracht.

26.11.2004   Quelle: BIOHAUS PV Handels GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Biohaus PV Handels GmbH.

 

Europäische Solarwärmekonferenz estec 2005: jetzt Beiträge einreichen

Europäische Solarwärmekonferenz estec 2005
Europäische Solarwärmekonferenz estec 2005

Die internationale Verflechtung der Solarwärmebranche nimmt deutlich zu. Den steigenden Bedarf für einen internationalen Austausch deckt die 2. Europäische Solarthermie-Konferenz "estec2005", die stattfindet am 21. und 22. Juni 2005 in Freiburg/Deutschland. Jetzt hat die Europäische Solarthermie-Industrievereinigung (ESTIF) dazu aufgerufen, Beiträge für die Konferenz einzureichen.  Als Themenschwerpunkte vorgesehen sind internationale Solarthermiemärkte, Förderpolitik, Marketing, Technologie und Zertifizierung. Vorschläge für Beiträge können bis 10. Januar 2005 eingereicht werden. Weitere Informationen sind erhältlich unter www.estec2005.org.

Nach dem großen Erfolg der ersten europäischen Solarthermie-Konferenz estec2003, die im Juni 2003 ebenfalls in Freiburg mit Beteiligung von knapp 200 Teilnehmern aus 28 Nationen stattfand, rechnet die ESTIF nun mit einem noch deutlich höheren Interesse der Solarbranche und erwartet 400 Teilnehmer und Referenten aus aller Welt. Dementsprechend vielseitig und interessant werde das Programm, das von einem internationalen Programmkomitee aus den eingereichten Beiträgen ausgewählt wird. Es können Vorträge oder Posterbeiträge eingereicht werden.

ESTIF hat, wie im Vorjahr, den Bundesverband Solarindustrie (BSi) mit der Organisation der Konferenz beauftragt. Die estec2005 wird von der Europäischen Kommission gefördert und mit der freundlicher Unterstützung von European Copper Institute, Interpane, Schüco, Aeroline, Armacell, conergy, Gasokol, Greenonetec, Grundfos, Velux und Wilo durchgeführt. Die breite internationale Unterstützung aus der Solarbranche mache deutlich, welch große Bedeutung der estec2005 von der Solarindustrie zugemessen wird, so die ESTIF in einer Pressemitteilung. Im Anschluss an die estec2005 findet von 23. bis 25. Juni die Intersolar 2005 statt, Europas größte Fachmesse für Solartechnik. Damit lohne sich ein Besuch in Freiburg im Juni 2005 doppelt.

26.11.2004   Quelle: ESTIF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ESTIF
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Biokraftstoffe können bis zu einem Viertel des Bedarfs im Jahr 2020 decken

Laut einer im Auftrag des BMU erstellten Studie können im Jahr 2020 Stroh und Getreideganzpflanzen mit einem Energiegehalt von 957 PJ pro Jahr geerntet werden. Daraus lassen sich 478 PJ oder 11,13 Millionen Tonnen BTL-Kraftstoffe erzeugen, die 25 Prozent des Gesamtbedarfs decken können.
Laut einer im Auftrag des BMU erstellten Studie können im Jahr 2020 Stroh und Getreideganzpflanzen mit einem Energiegehalt von 957 PJ pro Jahr geerntet werden. Daraus lassen sich 478 PJ oder 11,13 Millionen Tonnen BTL-Kraftstoffe erzeugen, die 25 Prozent des Gesamtbedarfs decken können.

Welchen Beitrag die Biokraftstoffe in Zukunft leisten können, um die Mobilität zu sichern, werde vor dem Hintergrund steigender Ölpreise, begrenzter fossiler Ressourcen und ungelöster Klimaprobleme drängender, so die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) in einer Pressemitteilung. Die Antwort gibt die aktuelle Potenzial-Abschätzung der Fachagentur FNR): Der Beitrag pflanzlicher Biokraftstoffe kann theoretisch mit bis zu einem Viertel des Gesamtverbrauchs im Jahr 2020 durchaus beachtlich sein.  Grund dafür ist laut FNR zum einen der in Zukunft abnehmende Kraftstoffbedarf, zum anderen der wachsende Beitrag von synthetischen Biokraftstoffen, bei denen die Biomasse besonders effizient genutzt wird.

Zu den Biokraftstoffen zählen reines Pflanzenöl, Biodiesel aus Raps, Ethanol aus Getreide oder Rüben und Methan aus Biogas, das in Erdgas-Fahrzeugen eingesetzt werden kann. Besonders große Hoffnungen verbinden sich zudem mit synthetischen Biokraftstoffen, auch Biomass-to-Liquid-(BTL)-Kraftstoffe genannt, die das größte Mengenpotenzial bieten. Denn für sie ist nicht nur eine breite Rohstoff-Palette von der Energiepflanze bis zum Restholz nutzbar, sondern es können auch sämtliche Bestandteile der Pflanzen verwertet
werden.

Politik und Wirtschaft favorisieren einen möglichst hohen Pflanzensprit-Anteil am zukünftigen Kraftstoff-Mix aus mehreren Gründen: Biokraftstoffe können das knapper werdende Erdöl zumindest teilweise ersetzen. Dem Klimaschutz dienen sie, da sie sich bei der Verbrennung nahezu vollständig CO2-neutral verhalten. Ihre Nutzung erfordert zudem weniger aufwändige Anpassungen der Infrastruktur als Wasserstoff; auch die bestehende Motortechnik kann weitestgehend beibehalten werden. Werden Biokraftstoffe herkömmlichen Kraftstoffen beigemischt, entfallen entsprechende Neu-Investitionen sogar gänzlich. Schließlich mangelt es an Alternativen - es gibt keinen anderen klimaschonenden Energieträger, der kurzfristig und in ähnlicher Menge für den Verkehrsbereich zur Verfügung steht.

Mit Hilfe der Mineralölsteuer-Befreiung sind Biokraftstoffe schon heute auf dem Vormarsch. Im letzten Jahr betrug ihr Anteil am bundesdeutschen Kraftstoffverbrauch laut FNR bereits 1,4 Prozent, wozu vor allem Biodiesel beitrug. Seit diesem Jahr mischen die großen Mineralölkonzerne außerdem bis zu fünf Prozent des Rapsöl-Kraftstoffs herkömmlichem Diesel bei. In gleicher Höhe kann künftig auch Bioethanol, für das bereits mehrere Anlagen im Bau sind, Otto-Kraftstoffen zugesetzt werden. BTL-Kraftstoffe befinden sich noch im Entwicklungsstadium, dürften aber ab 2010 einen wachsenden Anteil zur Kraftstoffversorgung beitragen, so die FNR.


26.11.2004   Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FNR.
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Bundeshaushalt: Mittel für Nachwachsende Rohstoffe werden um 23,1 Millionen Euro angehoben.

"Hin zu nachwachsenden Rohstoffen heißt die Devise im Haushalt des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Dort werden 2005 die Mittel um 23,1 Millionen Euro angehoben." Das erklärte Hans-Josef Fell, forschungs- und technologiepolitischer Sprecher von Bündnis90 / Die Grünen zur Verabschiedung des Haushalts des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) am 25.11.2004.  Ein Großteil der zusätzlichen Mittel werde für Biokraftstoffe zur Verfügung gestellt, als Ausgleich für die Senkung der Agrardieselsubvention, so Fell.

Zukunftsinvestitionen statt Subventionen in die Vergangenheit laute hier das Leitmotiv, betont Fell. Für landwirtschaftliche Betriebe, die mehr als 10.000 Liter Treibstoff verbrauchen, werde die Nutzung der Pflanzenöle nun schneller rentabel. Im Vordergrund stehe ein Pflanzenölprogramm für Landmaschinen, vor allem Traktoren. Das Programm soll mehrere Punkte umfassen: die Umrüstung von Landmaschinenmotoren auf Pflanzenöle, Tests für Umrüsttechnologien der neuesten Traktormotoren, eine Förderung der Pflanzenölinfrastruktur und Maßnahmen zur Sicherung der Pflanzenölqualität. Neben Rapsöl sollen auch weitere Pflanzenöle getestet werden, darunter Leinöl, Leindotteröl und Hanföl.

Neben den naturbelassenen Pflanzenölen sollen auch Biodiesel und synthetische Kraftstoffe aus Biomasse gefördert werden. Die Details der Förderung sollen in den nächsten Wochen vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft gemeinsam mit der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) erarbeitet werden. Darüber hinaus soll auf weiteren Feldern gearbeitet werden, dazu zählen beispielsweise die Biogaserzeugung oder die Markteinführung von Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen.



25.11.2004   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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5. Forum Solarpraxis meldet Besucherrekord

Auf 331 Besucher deutlich gestiegene Teilnehmerzahlen, hervorragende Resonanz in Politik, Presse und Handwerk sowie zufriedene Zuhörer, Sponsoren und Veranstalter. Diese Bilanz des 5. Forum Solarpraxis vom 18. bis 19.11.2004 in Berlin zieht der Veranstalter, die Solarpraxis AG.   Der Vortrag von Prof. Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, unter dem Titel “Energie- warum fossil nicht gut genug ist“ habe angesichts seiner ungewöhnlich scharfen Warnungen vor den kommenden Problemen mit Öl, Gas und Kohle und seinem dringenden Appell zum beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien für Gesprächsstoff gesorgt.


Kosten des Klimawandels in Deutschland in Milliardenhöhe

Diese Ermahnungen wurden verdeutlicht von Prof. Rahmstorf (Potsdam Institute for Climate Impact Research) anhand des aktuellen Standes zu den Folgen des Klimawandels. Konkrete Zahlen zu den Kosten des Klimawandels in Deutschland präsentierte dann Frau Prof. Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Mehr als 137 Milliarden Euro wird Deutschland dafür bis 2050 aufbringen müssen, wenn die Nutzung der erneuerbaren Energien nicht schneller vorangetrieben wird.


Solarwärme: China liegt vorne

Die Beiträge zur Beschleunigung der Markteinführung der Solarwärme und zum aktuellen Stand des boomenden Photovoltaikmarktes fanden laut Solarpraxis AG großen Zuspruch. Die Referenten Jim Barry (Royal Bank of Scotland) und Jeremy Leggett (Solar Century) aus Großbritannien wurden simultan übersetzt und regten zu einem intensiveren Blick auf den angloamerikanischen Finanzraum und die dortigen Märkte an. Das erstmals im Rahmen des Forum Solarpraxis stattfindende Fachforum Finanzierung der dena wurde sehr gut aufgenommen und rege besucht.

Sehr positiv aufgenommen worden seien auch die Vorträge des Japaners Akira Sasaki und des Chinesen Hao Bo. Vor allem die Zahlen für den chinesischen Solarwärme-Markt mit 14.000.000 Quadratmetern neu installierter Kollektorfläche im Jahr 2004 sorgten für angeregte Diskussionen. Gerade an dieser Stelle wurde deutlich, dass Deutschland mit seiner neu installierten Fläche von zirka 800.000 m2 im Jahr 2004 seine Technologieführerschaft im Bereich Solarwärme nur mit einer deutlich beschleunigten Markteinführung gegenüber dem rasch wachsenden Schwellenland China wird erhalten können.


Positive Resonanz auf Forderung nach "solarem Wärmegesetz"

Die Pressekonferenz mit Prof. Walter und Joachim Ziesing vom DIW unter dem Titel „Kostenexplosion beim Heizen und bei Klimaschäden- Solares Wärmegesetz jetzt“ habe ein hervorragendes Echo in Fernsehen, Radio, Nachrichtenagenturen und Zeitungen gefunden, so die Solarpraxis AG. Die deutlichen Worte und konkreten Zahlen zu den Kosten hätten Eingang gefunden in Meldungen, Radiobeiträge und Artikel. Die Forderung nach einem "solaren Wärmegesetz, welche von Seiten des UVS erhoben wurde, wurde überregional aufgegriffen. So titelte die „TAZ“ unter Bezug auf den Beitrag von Prof. Walter am Freitag morgen „Deutsche Bank will mehr Sonne sehen“. Das 6. Forum Solarpraxis findet im November 2005 in Berlin statt.

25.11.2004   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Statistisches Bundesamt: Private Haushalte zahlen 2,4 Milliarden mehr für Öl

Die stark gestiegenen Rohölpreise dürften das Budget der privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2004 schätzungsweise mit ca. 2,4 Milliarden Euro Mehrkosten für Brenn- und Kraftstoffe belasten. Dies ergab eine Schätzung des Statistischen Bundesamtes im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.  Von Januar bis September 2004 sind die Rohölpreise auf Euro-Basis um durchschnittlich 33% - auf US-Dollar-Basis sogar um 44% - gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt gestiegen, was zu erhöhten Kraftstoff- und Heizölpreisen führte. Die Verbraucherpreise für diese Produkte sind allerdings bis September lediglich um 4,6 bzw. 9,6% gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt gestiegen.

Der im Vergleich zu den Rohölpreisen niedrigere Anstieg dieser Verbraucherpreise sei vor allem auf die sehr hohe Steuerkomponente zurückzuführen, so das Statistische Bundesamt: Da die Mineralöl- und Ökosteuer mengenabhängig erhoben werden, bleibe dieser Kostenbestandteil konstant und wirke sich daher bei einer Verteuerung des Grundstoffs Rohöl dämpfend auf die Verbraucherpreise von Kraftstoffen und Heizöl aus.


Euro-Kurs und Gaspreise dämpfen Kostenanstieg

Zwei weitere Faktoren mildern derzeit noch die Auswirkungen der gestiegenen Rohölpreise am Weltmarkt auf die deutschen Haushalte: Der gestiegene Kurs des Euro gegenüber dem US-Dollar wirkt dämpfend auf die Einkaufspreise für Rohöl - anders als bei der Energieverteuerung 1999/2000. Damals waren die Rohölpreise auf US-Dollar Basis um knapp 60%, auf Euro-Basis dagegen - wegen der seinerzeitigen Schwäche des Euro - um mehr als 80% gestiegen.

Außerdem hätten die gestiegenen Rohölpreise im Jahr 2004 noch nicht zu Anpassungen der Gaspreise bei den Verbrauchern geführt, so das Statistische Bundesamt. Die Ausgaben für Erdgas betrugen im Vorjahr rund 13,9 Mrd. Euro und machten damit fast ein Viertel der Ausgaben für Mineralöle und Gase aus.


Erdgasanteil für Heizung gestiegen, Verbraucher sparen Brennstoffe

Eine noch stärkere Belastung der Haushalte auf Grund der gestiegenen Rohölpreise haben die Verbraucher selbst abgewendet: Nach der Teuerungswelle 1999/2000 haben sie erheblich bei Brenn- und Kraftstoffen gespart, einerseits durch Einschränkung der mengenmäßigen Nachfrage, andererseits durch verstärkte Nachfrage nach preiswerteren und effizienteren Energieträgern. So wurde vermehrt Dieselkraftstoff anstatt der Ottokraftstoffe nachgefragt und beim Heizen hat Erdgas das Heizöl weiter zurück gedrängt. Im Jahr 2003 lag so die nachgefragte Kraftstoffmenge um 10% unter dem Niveau von 2000. Diese Einsparungen dürften wesentlich dazu beitragen, dass die Belastungen der privaten Haushalte im Jahr 2004 mit ca. 2,4 Milliarden Euro sehr viel geringer ausfallen werden, als bei der letzten Teuerungswelle: Im Jahr 2000 mussten die Haushalte trotz Einsparungen fast 9 Milliarden Euro mehr für Mineralölprodukte aufwenden als im Vorjahr.

Detaillierte Ergebnisse zu diesem Thema finden sie im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/allg/d/veroe/proser4fvgr_d.htm

25.11.2004   Quelle: Statistisches Bundesamt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Citycom AG: Kapitalerhöhung zum ”Sprung aus der Nische”

Elektromobil CityEL
Elektromobil CityEL

Die Citycom AG aus dem unterfränkischen Aub führt derzeit die zweite öffentliche Kapitalerhöhung durch, um seine europäische Marktführerschaft im Bereich Elektromobile auszubauen. Bis zu eine Million neue Aktien werden zu einem Stückpreis von 1,85 Euro vorbörslich platziert und sind direkt bei dem Unternehmen erhältlich. "Der Markt für den CityEL ist reif. Die produktionstechnischen und organisatorischen Vorbereitungen sind abgeschlossen, wir sind bereit für den Sprung aus der Nische”, so Karl Nestmeier, Vorstand der Citycom AG.  Bisher sei der CityEL, ein dreirädriges emissionsfreies Elektromobil, hauptsächlich für umweltorientierte Privatkunden von Interesse gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung der Citycom AG. Durch die anhaltende Preissteigerung bei Benzin- und Betriebskosten öffne sich für das neueste CityEL-Modell ein Massenmarkt: Berufspendler und ländlicher Nahverkehr. ”Mit einem Energieverbrauch von knapp einem halben Liter auf 100 Kilometern und Betriebskosten, die denen eines Motorrollers entsprechen, ist unser neuestes Modell Weltmeister in punkto Sparsamkeit”, urteilt Nestmeier. ”Unsere Fahrzeuge ersetzen nicht die Familienlimousine, sind jedoch eine kostengünstige Alternative zum Zweitwagen, dessen Einsatz für Kurzstreckenfahrten ökologisch und ökonomisch unsinnig ist”, so der Vorstand weiter. Die Realität und die davon abgeleiteten statistischen Erhebungen würden diesbelegen: Rund zwei Drittel aller PKW-Nutzungen seien reiner Einpersonenverkehr mit Tagesfahrstrecken von weniger als 30 Kilometern.

25.11.2004   Quelle: Citycom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Citycom AG

 

Neue Solarmodulfertigung der SOLON AG eröffnet

Die SOLON AG, Berlin, hat am 24. November 2004 ihre neue Produktionsstätte zur Herstellung von Solarmodulen in Greifswald eröffnet. An dem Festakt nahmen teil der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Otto Ebnet, und der Oberbürgermeister der Hansestadt Greifswald, Dr. Arthur König. Die SOLON Nord GmbH produziert künftig Solarmodule mit einer Leistung von 180 bis 500 Watt peak, berichtet die SOLON AG in einer Pressemitteilung.  Das Werk verfüge über eine Jahreskapazität von 60 Megawatt peak (MWp) und sei damit Deutschlands größte Solarmodulfertigung. Durch das Engagement von SOLON seien am Standort Greifswald über 100 Arbeitsplätze geschaffen worden. SOLON Nord ist damit einer der größten Arbeitgeber in der Region. Gearbeitet wird im Dreischichtbetrieb an sechs Produktionslinien. Die Investitionssumme beträgt nach Angaben des Unternehmens rund 8 Millionen Euro.

Thomas Krupke, Vorstand der SOLON AG, betonte in seiner Begrüßungsrede, dass bei der Entscheidung für den Standort Greifswald neben dem Angebot an gut ausgebildeten Fachkräften vor allem die Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern sowie die Kooperation mit der bereits am Standort ansässigen Firma ml&s eine entscheidende Rolle gespielt habe. Dank der guten Zusammenarbeit aller Partner sei es möglich gewesen, die neue Produktionsstätte innerhalb von nur fünf Monaten zu errichten und in Betrieb zu nehmen.

24.11.2004   Quelle: SOLON AG für Solartechnik   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

KfW-Programm Erneuerbare Energien: Investitionen in Höhe von rund 400 Millionen Euro gefördert

Das gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium (BMU) durchgeführte Programm "Erneuerbare Energien" der KfW Förderbank wird fünf Jahre alt: Seit September 1999 konnten 1.659 Vorhaben zur Nutzung erneuerbarer Energien mit Darlehen in Höhe von über 385 Millionen Euro gefördert werden, berichtet die KfW in einer Pressemitteilung.  Seit dem Programmstart vor fünf Jahren wurden schwerpunktmäßig Biogasanlagen (889 Zusagen über 270 Mio. EUR) und Biomasseanlagen (539 Zusagen über 72 Mio. EUR) finanziert. "Der Erfolg des Programms zur Förderung erneuerbarer Energien ist ein wichtiger Mosaikstein zur Bewältigung der vor uns liegenden klimapolitischen Herausforderungen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien hilft, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und unterstreicht Deutschlands internationale Vorreiterrolle in Sachen Umweltschutz.", sagte Detlef Leinberger, Umweltvorstand der KfW Bankengruppe.


Bessere Förderung für Biomasse; auch Kommunen antragsberechtigt

Sehr erfreulich sei der Zuwachs der Förderzusagen seit Überarbeitung und Neustart des Programms im Mai dieses Jahres. Unter anderem wurde die Förderung von Biomasseanlagen verbessert und auch Kommunen sind jetzt antragsberechtigt. Im Zeitraum von Mai bis Ende Oktober 2004 wurden insgesamt 232 Darlehen in Höhe von rund 56 Mio. EUR zugesagt. Damit wurde fast das gesamte Vorjahresergebnis erreicht (268 Darlehen in Höhe von 58 Mio. EUR).

Das überarbeitete Programm zur Förderung erneuerbarer Energien wurde auf Betreiben der Bundesregierung erneut von der EU notifiziert und stellt damit eine anerkannte Beihilfe nach dem Gemeinschaftsrahmen für staatliche Umweltschutzbeihilfen der EU dar. Ab sofort können gewerbliche Unternehmen wieder voll in die Förderung einbezogen werden. Mit einem weiteren Anstieg der Fördertätigkeit wird daher gerechnet. Hierzu stellt die KfW aus eigenen Mitteln verbilligte Kredite zur Verfügung. Aus Mitteln des Bundesumweltministeriums wird für einen Großteil der Anlagen zusätzlich ein Teilschulderlass zur teilweisen vorzeitigen Tilgung des Kredits gewährt.


Förderkredite für Biomasse, Geothermie und Wasserkraft

Im Programm Erneuerbare Energien werden bei einer 20-jährigen Laufzeit und drei tilgungsfreien Anlaufjahren zu einem effektiven Jahreszins von 3,91 Prozent für die ersten 10 Jahre (Stand: 22. November 2004) folgende Maßnahmen gefördert: die Errichtung von Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse zur Wärmeerzeugung ab 100 kW Nennleistung und zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung, die Errichtung und Erweiterung von Anlagen zur Gewinnung und Nutzung von Biogas aus Biomasse, die Errichtung von Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie und die Erweiterung, Reaktivierung sowie Sanierung zur ökologischen Verbesserung von Wasserkraftanlagen bis zu einer installierten elektrischen Nennleistung von 500 kW.

Bei Vorhaben zur Verfeuerung fester Biomasse zur Wärmeerzeugung oder bei der Nutzung von Tiefengeothermie wird - zusätzlich zur Errichtung der Anlage - für das zu errichtende Wärmenetz ein Teilschulderlass in Höhe von 50 EUR/m Rohrleitung bei einem nachgewiesenen Mindestwärmeabsatz von 1,5 MWh/Jahr und Meter Rohrlänge gewährt (höchstens 600.000 EUR).

Für Interessenten steht das Infocenter der KfW zur Verfügung unter der Servicenummer 01801/335577. Oder im Internet unter http://www.kfw-foerderbank.de.

24.11.2004   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarfonds der neuen Generation mit aleo solar

Mit einer neuen Generation von Solarfonds beschreitet die Oldenburger IFE Projekt- und Beteiligungsmanagement GmbH & Co. KG ungewohnte Wege. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fonds setzt die IFE bei ihrem neu aufgelegten SolarKraftWerk "Auriga" auf verschiedene Standorte und eine damit verbundene Risikostreuung.  Die Oldenburger Projektierer, die das 500 KWp-Kraftwerk auf elf sonnenreiche Standorte verteilen, vertrauen dabei auf die Qualitätstechnik der aleo solar GmbH.

"Um für unsere Partner höchste Erträge zu erwirtschaften, bedarf es neben sonnenreichen Standorten vor allem Solarmodule bester Qualität. Sie sind das Herzstück jeder Photovoltaik-Anlage. Und nur hochwertigen Module, wie die von aleo, garantieren, dass Auriga möglichst viel Sonnenstrom erzeugt. Das gibt unseren Kommanditisten die notwendige Sicherheit für ihre Investition," erläutert IFE-Vertriebsleiter Detlev Klein die Entscheidung für aleo. Neben den Modulen aus eigener Produktion liefert aleo auch die passenden Wechselrichter und Montagesysteme. Ein weiterer Punkt, der für den Solarmodulhersteller gesprochen habe. Denn auch die Feinabstimmung der Komponenten sei wichtig für den finanziellen Erfolg dieses Großprojektes.Die elf Aufdachanlagen mit Standorten überwiegend in Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland sollen bis Mitte 2005 fertig gestellt werden.

aleo solar mit Vertrieb in Oldenburg (Niedersachsen) und Fertigung in Prenzlau (Brandenburg) entwickelt und produziert Solarmodule für den deutschen und internationalen Markt. Gegründet im September 2001, hat sich das Unternehmen inzwischen zu einem der größten Solarmodulhersteller in Deutschland entwickelt und gehört zu den Hauptakteuren im Photovoltaik-Markt. Rund 150 Mitarbeiter werden zurzeit an den beiden Standorten beschäftigt. Neben dem Vertrieb der eigenen Solarmodule bietet aleo dem Fachhandel komplette, maßgeschneiderte Photovoltaik-Anlagen.


24.11.2004   Quelle: aleo solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Europas Energieexperten: Vorrang für Technik, die den Verbrauch senkt

Auskunft über langfristige Entwicklungen im europäischen Energiesektor bis zum Jahr 2030 gibt eine neue Studie. Die Ergebnisse zeigen, dass es aus Sicht der Fachleute bis 2030 keinen „Business-as-usual“-Entwicklungspfad für das Europäische Energiesystem gibt: Weitere strukturelle Veränderungen seien für die kommenden Jahrzehnte zu erwarten. „Das markanteste Ergebnis der Studie ist, dass die befragten Experten durchgängig denjenigen Technologien die höchste Priorität einräumten, die den Energieverbrauch bei gleichbleibendem Nutzen reduzieren – im Fachjargon ‚Steigerung der Energieeffizienz’“, so Projektleiter Timon Wehnert vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung Berlin (IZT).   Thematisiert wurden unter anderem auch erneuerbare Energien, Fusionsenergie, Kernspaltung und alternative Treibstoffe. Bei der hohen Bewertung der Energieeffizienz sei besonders interessant, dass nicht nur ökologische Gesichtspunkte (wie zum Beispiel die Klimaveränderungen) die Experten zu dieser eindeutigen Aussage bewegten.


Ergebnisse einer europaweiten Delphi-Befragung vorgestellt

Ein internationales Forschungskonsortium unter Leitung des IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung Berlin führte sie durch. Kernstück des von der EU geförderten Forschungsprojektes war eine Delphi-Befragung in allen EU-Staaten und den osteuropäischen Beitrittsländern. 670 Internationale Experten beteiligten sich an der Umfrage „European Energy Delphi“ (EurEnDel). Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und das IZT präsentierten die Ergebnisse am 22.11.2004 in Berlin.


Ökologische und soziale Aspekte gewürdigt

Auch wirtschaftliche und soziale Aspekte wie Kosteneinsparungen und langfristige Versorgungssicherheit spielten eine bedeutende Rolle. Das Besondere am Ansatz der vorliegenden Delphi-Studie ist laut IZT, dass sie unterschiedliche gesellschaftliche Bedürfnisse mit einbezogen hat. Den Befragten wurden drei Visionen skizziert. Die erste Vision fragte nach der optimalen Energieversorgung einer überwiegend nach wirtschaftlichen Kriterien ausgerichteten Gesellschaft, die zweite Vision war mit dem Energiepfad einer Gesellschaft verknüpft, die der Ökologie höchste Priorität einräumt und die dritte Vision war mit der Frage verbunden, welche Energieversorgung einer am sozialen Ausgleich ausgerichteten Gesellschaft am besten entspricht. Bei allen drei Visionen erhielt die Verbesserung der verbrauchsorientierten Strategien, mit dem Ziel den Energiebedarf zu senken, immer die höchste Priorität. Gleichzeitig zeigten die Analysen, dass gerade in diesem Bereich das Risiko einer Unterfinanzierung am höchsten ist.


Umdenken erforderlich

„Hier sind die Wirtschaft, die Politik und die Bürger gefordert, um notwendige Effizienztechnologien in allen Verbrauchssektoren – Industrie, Haushalte, Verkehr und Dienstleistungsbereich – weiter zu entwickeln, zu fördern und einzusetzen“, betont Prof. Dr. Rolf Kreibich, Direktor des IZT. Stephan Kohler, Geschäftsführer der dena, bekräftigte während der Präsentation die Prioritätensetzung der Delphi-Experten: „Energieeffizienz ist das Schlüsselthema der Zukunft –es geht darum, aus jeder eingesetzten Kilowattstunde den größtmöglichen Nutzen zu ziehen und damit unnötigen Energieeinsatz zu vermeiden. Hier ist ein großes gesellschaftliches Umdenken erforderlich.“


Erneuerbare dringen notwendig

Auch zeige die Studie, dass sich die Ziele der EU und Deutschlands in Hinblick auf Reduzierung der CO2-Emissionen nur erreichen lassen, wenn der Energieverbrauch reduziert wird, betonen IZT und dena. Eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien sei von den Experten als sehr positiv und dringend notwendig bewertet worden. Dies allein werde jedoch als nicht ausreichend eingestuft. Denn wie hoch der Beitrag aus erneuerbaren Quellen am Gesamtverbrauch sein kann, hänge stark davon ab, ob der Verbrauch durch effiziente Anlagen und Systeme eingeschränkt werden kann. Einen Anteil von 25 Prozent Erneuerbaren an Europas Energieverbrauch hält die Mehrheit der befragten Experten noch vor 2030 für möglich, wenn die Rahmenbedingungen in Richtung Energieeffizienz und Förderung der regenerativen Energien entsprechend gesetzt werden.

Ein großes, kurzfristig erschließbares, regeneratives Energiepotenzial zur CO2-Reduzierung stellt die Biomasse dar, so die Studie. Jedoch konkurrierten hier wegen der begrenzten Kapazitäten langfristig unterschiedliche Anwendungsoptionen: Biomasse zur Strom- und Wärmegewinnung einerseits und Biotreibstoffe sowie Nutzung der Biomasse als nachwachsende Rohstoffe andererseits.


Atomenergie umstritten

Bei der Bewertung der technischen Machbarkeit der verschiedenen Technologien gab es kaum nennenswerte nationale Unterschiede. Eine wichtige Ausnahme stellt die Atomkraft dar. Sowohl bei Fragen zur Zukunft der Kernfusion als auch zum Thema neuer Reaktortypen zur Kernspaltung waren die Experten aus unterschiedlichen Ländern geteilter Meinung. Während 40 Prozent der befragten deutschen Energieexperten nicht an die Verwirklichung eines Fusionsreaktors glauben, haben ihre spanischen Kollegen kaum Zweifel, dass diese Technologie innerhalb der nächsten 30 bis 50 Jahre zur Verfügung stehen wird.


Kleine dezentrale Kraftwerke; neue Speichertechnologien

Sichere Vorhersagen wie Europas Energiesystem der Zukunft aussehen wird, lassen sich aufgrund der Delphi-Befragung nicht machen, betonen IZT und dena. Der Derzeitige Wandlungsprozess werde als zu groß eingeschätzt. Zu groß seien auch die Unsicherheiten, die diesen Prozess auf globaler Ebene beeinflussen. Große Einigkeit unter den Experten herrschte jedoch bei der Aussage, dass Europas Energiesystem in Zukunft wesentlich dezentraler organisiert sein werde. Zur Stromerzeugung werde ein Anteil kleiner Anlagen (< 10 MW) von 30 Prozent bis zum Jahre 2020 erwartet. Timon Wehnert, Projektleiter am IZT, prognostiziert: „Die Bedeutung erneuerbarer Energiequellen wird deutlich zunehmen. Und zur Integration von Erneuerbaren wird wiederum der Bedarf für Energiespeichertechnologien: Um den Bedarf zu decken, sollten nach Ansicht der befragten Experten unterschiedliche Technologien weiterentwickelt werden. (Batterien, Hochleistungskondensatoren, Schwungräder, etc.).


Wasserstoff-Wirtschaft erst nach 2030

Die großflächige Nutzung von Wasserstoff ist nach Meinung der Fachleute aus zahlreichen Gründen noch keine Option der näheren Zukunft. Hier erwartet die Mehrzahl der Delphi-Experten einen breiten Einsatz erst nach 2030. Für die Bewertung der Wasserstofftechnologie sei entscheidend, wie der Wasserstoff hergestellt wird. Eine Produktion, die ausschließlich erneuerbare Energiequellen nutzt, wird von den befragten Experten nicht nur unter ökologischen Gesichtspunkten deutlich positiver bewertet, als etwa eine Produktion, die auch auf nukleare oder fossile Quellen zurückgreift.


Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter
http://www.eurendel.net
Die Studie wird unter dieser Adresse Anfang Dezember zum kostenlosen
Herunterladen zur Verfügung gestellt werden. Vorläufige Ergebnisse sind dort bereits veröffentlicht.

24.11.2004   Quelle: IZT, dena   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Weltbestes Umwelthotel steht in Freiburg

Öko-Hoteliers Späth: energisch für den Umweltschutz.
Öko-Hoteliers Späth: energisch für den Umweltschutz.

Das Best Western Premier Hotel Victoria in Freiburg wurde erneut zum besten Umwelthotel der Welt gekürt. Die „Nummer 1“ in Sachen Umweltschutz erhielt den diesjährigen IH&RA 2004 Environmental Award. Das berichtet die Hotel Victoria Betriebs GmbH in einer Pressemitteilung. Dass Ökologie und Genuss keine Widersprüche sind, stelle das Hotel Victoria mit Bravour unter Beweis. Das Traditionshotel, das seit Juni dieses Jahres zur weltweit größten Hotelkette gehört, habe sich seit über 19 Jahren dem Umweltschutz verschrieben. Nun wurde das Vier-Sterne-Haus zum zweiten Mal mit dem IH&RA 2004 Environmental Award "Innovation in Environmental Best Practice" ausgezeichnet.   Zur Preisverleihung des „Weltweiten Umweltpreises im Tourismus“ am 21. November 2004 reisen die Hoteliers Astrid und Bertram Späth als Gewinner gemeinsam mit ihren Söhnen nach Istanbul. „Wir sind begeistert und außerordentlich beeindruckt über all ihre täglichen Innovationen und die praktischen umweltfreundlichen Umsetzungen“ schrieb Summer Jauneaud, die Kommunikationsdirektorin der International Hotel & Restaurant Association (IH&RA), an die Gewinner der diesjährigen Ausschreibung.


Umweltinvestitionen zahlen sich aus

Bewertet wurden dieses Jahr besonders die kreative Anwendung neuer Technologien im Hotel und das tägliche umweltfreundliche Handeln für den Gast hinter den Kulissen. Die Jury bestand aus Vertretern von Green Globe 21, United Nation Environment Programme (UNEP), Onity, Shell Gas LP sowie American Express. "Diesen Erfolg verdanken wir den über 20.000 Gästen pro Jahr, die sich für unser Hotel entschieden haben. Unser Mut, mit Krediten in natürliche Techniken zu investieren wurde belohnt“ strahlt Bertram Späth (47). Das Umweltkonzept des Hotels werde von den Gästen honoriert. Die guten Belegungszahlen von über 70 Prozent gäben den engagierten Hoteliers Recht und bestätigen den eingeschlagenen Weg. „Mit dieser internationalen Auszeichnung wollen wir in Deutschland und vor allem unseren über 4.000 Best-Western-Kollegen Mut zu mehr umweltfreundlichem Verhalten in unseren Hotels machen“ ergänzt Astrid Späth (44), die Workshops und Vorträge mit den Kollegen plant.


Wärme und Strom mit Sonne, Biomasse und Wind

Das Hotel, das bereits im Jahr 2000 als weltweit bestes Umwelthotel in der Kategorie Privathotel ausgezeichnet wurde, erhält in diesem Jahr den Preis in der Kategorie Kooperationshotel. Das gesamte Haus wird komplett mit Holz- und Sonnenwärme beheizt, der gesamte Strom kommt aus Sonne und Wind und die Lebensmittel stammen vorwiegend aus naturgerechtem Anbau von regionalen Anbietern. „In Sachen Umweltschutz fällt uns immer wieder etwas Neues ein“, erklären die Späths. So wurde in diesem ein Solarmobil angeschafft, mit dem seit dem Sommer Gäste und Hotelmitarbeiter umweltfreundlich auf den Straßen Freiburgs unterwegs sind. Das Umweltengagement wird von Familie Späth konsequent betrieben: „Wir handeln aus Überzeugung, denn wir tragen die Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder. Unser Anliegen ist, dass wir viele Nachahmer finden. Wir können zeigen, wie es geht und dass die Techniken funktionieren. Wir können zeigen, dass Umweltschutz bezahlbar ist und wir können zeigen, dass Umweltschutz Spaß macht. In vielen Hotel-Führungen und durch die Mitarbeit in Umweltschutzprojekten möchten wir unser Wissen und unsere Erfahrung weitergeben“ ergänzen die Hoteliers. Wichtig dabei ist den Betreibern, den hohen Energieverbrauch des Hotels einzuschränken. Zu diesem Zweck nutze das Hotel eine Vielzahl von Möglichkeiten wie beispielsweise Bewegungsmelder, Energiesparlampen, Fuzzy-Logic in den Minibars und andere. Die Energie für den Eigengebrauch wird aus regenerativen Quellen und nachwachsenden Rohstoffen erzeugt (Holzpellets als Brennstoff statt Öl oder Gas, Windenergie, Photovoltaik).

24.11.2004   Quelle: Best Western Premier Hotel Victoria   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Best Western Hotels Deutschland GmbH.
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Börsenstart: PHÖNIX SonnenAktie® erzielt Spitzenumsätze

Seit dem 18. November 2004 ist die Phönix SonnenStrom AG (ISIN DE000A0BVU93) im Freiverkehr der Börsen München, Frankfurt am Main, Berlin / Bremen und Stuttgart notiert. Am Tage des fünfjährigen Firmenjubiläums startete der Börsenhandel mit einem ersten Kurs von 8,50 Euro, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Das Systemhaus für Solarstromanlagen wurde von der Baader Wertpapierhandelsbank an die Börse begleitet.

An der Börse München erzielte die PHÖNIX SonnenAktie® nach Angaben des Unternehmens am ersten Handelstag einen Umsatz von über 600.000 Euro und war damit der umsatzstärkste Wert. In den ersten zwei Handelstagen schwankte der Aktienkurs erwartungsgemäß und pendelte sich dann vor dem Wochenende bei 6,74 Euro ein. Das Unternehmen hatte im Jahr 2001 mit einer erfolgreichen Privatplatzierung rund 3.500 Aktionäre gewonnen. Der rechnerische Kurs der PHÖNIX SonnenAktie® lag damals bei 4,00 Euro.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Börsenstart unserer Aktie“, bekräftigt Dr. Andreas Hänel, Vorstandsvorsitzender der Phönix SonnenStrom AG. „Durch die Börsennotierung können neben unseren Aktionären nun auch neue Investoren am profitablen Wachstum unseres Unternehmens teilhaben.“

23.11.2004   Quelle: Phönix SonnenStrom AG:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Neue Studie: Solarstromindustrie durchbricht Schallgrenze von einem Gigawatt

Sarasin Prognose: 6 Gigawatt weltweite Solarzellenproduktion im Jahr 2020.
Sarasin Prognose: 6 Gigawatt weltweite Solarzellenproduktion im Jahr 2020.

Die neue Solarstudie der Bank Sarasin zeigt, dass die weltweite Photovoltaik- und Solarthermie-Industrie boomt. Spitzenreiter unter den erneuerbaren Energien bleibt die Solarwärme. Dies unterstreiche die jüngst verabschiedete Leistungsangabe für Solarthermie in Megawattstunden, die Solarwärme, Windenergie und Photovoltaik direkt vergleichbar macht. Die neue Studie „Solarenergie – ungetrübter Sonnenschein?“ von der auf nachhaltige Kapitalanlagen spezialisierten Bank Sarasin & Cie AG, Basel, belegt, dass sich die Marktzahlen für Solarenergie weltweit positiv entwickeln.   Dies betrifft die Photovoltaik, die Solarthermie sowie auch verstärkt die solarthermischen Kraftwerke.


Neuer Umrechnungsfaktor unterstreicht Bedeutung der Solarwärme

Um unterschiedliche Arten erneuerbarer Energien ab sofort direkt miteinander vergleichen zu können, haben führende Interessenvereinigungen am 10. November einen neuen Umrechnungsfaktor für die Solarthermie bekannt gegeben. Wie bereits bei Photovoltaik und Windenergie wird ab sofort auch die Leistungsfähigkeit von Solarwärme in Megawattstunden angegeben. Die European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF) und das International Energy Agency’s Solar Heating and Cooling Programme (IEA SHC) definierten 0,7 kWth/m2 als Umrechnungsfaktor. Demzufolge betrug die bis Ende 2003 weltweit installierte Kapazität von Solarthermie rund 70 Gigawatt, wogegen die Kapazitäten von Windenergie mit 23 Gigawatt und der Photovoltaik mit 1,1 Gigawatt deutlich zurückblieben.


Deutschland als Motor des weltweiten Wachstums

Dank der Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), nach der sich Solarstromanlagen allein über die Einspeisevergütung rentieren, und der hohen Akzeptanz für Solarenergie in der Bevölkerung ist Deutschland im Markt der Solarzellen und -module zum Motor des weltweiten Wachstums geworden. „Die Photovoltaik-Industrie wird deshalb in diesem Jahr ein noch nie gesehenes Wachstum aufweisen“, erklärt Andreas Knörzer, Leiter Sustainable Investment bei der Bank Sarasin. Ende 2004 werde die Schallgrenze von einem Gigawatt produzierter Solarzellen erstmals durchbrochen. In diesem Jahr soll ein Rekordwachstum von 50 Prozent erreicht werden.


Internationales Potenzial noch lange nicht ausgereizt

In Deutschland sei eine gewisse künftige Abschwächung der Marktentwicklung jedoch wahrscheinlich, so die Bank. Die Kapazitäten der deutschen Zell- und Modulhersteller würden stärker als der heimische Markt wachsen, und zudem nehme die Konkurrenz aus Japan zu. Ähnlich wie in Deutschland werde auch dort mehr produziert als der Heimmarkt benötigt, so dass die japanischen Hersteller zunehmend auf den Exportmarkt angewiesen seien. Die verlässlichen Förderbedingungen in Deutschland sorgen laut Bank Sarasin jedoch dafür, dass die Perspektiven grundsätzlich positiv bleiben. International sei das Potenzial hingegen noch lange nicht ausgereizt: Da sich beispielsweise der US-amerikanische Markt für Solarenergie gerade erst im Umbruch befinde, prognostiziert die Bank Sarasin der Photovoltaik bis zum Jahr 2020 international ein durchschnittliches Wachstum von 13 Prozent. Voraussetzung hierfür sei aber, dass auch weiterhin genügend Silizium als Rohstoff zur Verfügung stehe. Der steigende Bedarf der sich erholenden Halbleiterindustrie mache vorübergehende Engpässe und Preissteigerungen denkbar. Erste Fabriken für spezifisches Solarsilizium hätten als Ausgleich aber bereits mit der Produktion begonnen.


China ist wichtigster Markt für Solarwärme

Auch der Markt für Solarthermie-Anlagen wächst: Die weltweit neu installierte Kollektorfläche nahm im vergangenen Jahr um 23 Prozent zu und erreichte 12,9 Millionen Quadratmeter. Dass drei Viertel dieser Fläche auf China entfallen, unterstreicht laut Bank Sarasin die steigende Bedeutung des chinesischen Marktes für die Solarenergie. Bis 2010 werden sich die weltweiten Wachstumsraten der Solarthermie laut Sarasin-Studie kontinuierlich zwischen 17 und 20 Prozent bewegen.



Solarthermische Kraftwerke als Ersatz für Kernenergie

Schon im vergangenen Jahr sei deutlich geworden, dass die solarthermische Kraftwerkstechnologie wieder stärker in den Blickpunkt von Politik und Investoren gerückt ist, so die Bank. Technologische Neuerungen und verbesserte energiepolitische Rahmenbedingungen in sonnenverwöhnten Ländern wie den USA und Spanien hätten zu einer Reihe von Projekten geführt, deren Inbetriebnahme noch vor Ende dieses Jahrzehnts rund drei Gigawatt Leistung ermöglichen könnten. Allerdings befänden sich die meisten dieser Projekte noch in einem sehr frühen Planungsstadium. „Wir geben deshalb für solarthermische Kraftwerke keine eigene Prognose ab, obwohl wir an das langfristige Potenzial dieser Technologie glauben“, so Dr. Matthias Fawer-Wasser, Autor der Studie und Nachhaltigkeitsanalyst bei der Bank Sarasin. „Aus unserer Sicht ist sie die einzige solare Technologieoption, die auf lange Sicht konventionelle thermische oder nukleare Kraftwerke ersetzen könnte.“


23.11.2004   Quelle: Bank Sarasin & Cie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Bank Sarasin & Cie AG
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Staatssekretärin Wolf: Europa braucht mehr Windenergie

Bis 2010 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in der erweiterten EU 21 Prozent betragen. Heute liege er erst bei rund 14 Prozent, stellte Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, auf der Europaeischen Windenergiekonferenz (EWEC) in London fest. Mehr als zwei Drittel der weltweit installierten Leistung stehen in Europa. Auch bei der Herstellung der Windkraftanlagen liege Europa vorn. „Wir können in Europa auf diesen Erfolgen aufbauen, aber wir dürfen uns darauf nicht ausruhen“, sagte Frau Wolf. 
Europa muss Vorreiter bleiben

Auf die Windenergie komme es besonders an, weil die Technik ausgereift und die Kosten bereits erheblich gesunken seien. „Wir müssen über die bisherigen Ziele noch hinausgehen: Europa muss Vorreiter bei den erneuerbaren Energien bleiben, so wie es der Europäische Rat und die Kommission gefordert haben“, forderte die Staatssekretärin. Die Windenergie bleibe dabei ein Eckpfeiler - mit besonderen Chancen für Anlagen auf See. „Neun von zehn der weltweit größten Windkrafthersteller haben ihren Sitz in Europa. Rund 75.000 Arbeitsplätze sind europaweit der Windenergie zuzurechnen. Nicht zuletzt profitieren wir von den starken Wachstumsraten im Windenergiesektor“, so Wolf.

23.11.2004   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Bundesregierung: Neues Internetforum zum Kyoto-Prozess

Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung hat im Internet ein Diskussionsforum zum Thema Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung einrichtet. Anlass sei der nun beginnende Countdown zum Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls, so der Sprecher der Bundesregierung, Béla Anda.   Unter der Adresse www.kyoto-protokoll.de seien alle Interessierten eingeladen, sich zum Thema zu informieren und eigene Erfahrungen und Meinungen zu diskutieren.

Die Bundesregierung begrüße außerordentlich, dass nun der Termin für das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls feststehe. Mit der Übergabe der Ratifizierungsurkunde an UNO-Generalsekretär Kofi Annan durch die russische Regierung laufe die Frist von 90 Tagen bis zum Inkrafttreten der Vereinbarung am 16. Februar 2005.

"Das Kyoto-Protokoll ist ein wichtiger Schritt der internationalen Staatengemeinschaft zu mehr Klimaschutz. Mit Russland haben 128 Länder das Protokoll ratifiziert, die 61,6 Prozent der Emissionen der Industrieländer auf sich vereinigen", heißt es in der Pressemittelung der Bundesregierung. Die 1997 im japanischen Kyoto geschlossene Vereinbarung ist völkerrechtlich verbindlich und verpflichtet die größten Industriestaaten, ihren Ausstoß an Kohlendioxid (CO2) und anderen Treibhausgasen bis 2012 um mindestens fünf Prozent gegenüber 1990 zu senken.

Die Bundesregierung habe sich mit großem Engagement an den Diskussionen um die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls beteiligt, so Anda. Sie nehme mit ihrer Verpflichtung, für den Zeitraum von 2008 bis 2012 ihre Treibhausgasemissionen um 21 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren, auch weiterhin eine Vorreiterrolle ein. Bis heute sei gegenüber 1990 schon eine Minderung von 18,7 Prozent erreicht und damit eine gute Grundlage geschaffen worden, um das angestrebte Minderungsziel zu erfüllen. Nun gehe es darum, die im Kyoto-Protokoll festgeschriebenen Vereinbarungen und Maßnahmen umzusetzen.

Das Forum im Internet unter http://www.kyoto-protokoll.de

23.11.2004   Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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FVS: Erforschung erneuerbarer Energien braucht globale Perspektive

Der ForschungsVerbund Sonnenergie (FVS) fordert den Vorrang der erneuerbaren Energien innerhalb der Energieforschung in den laufenden Haushaltsverhandlungen mit der Bundesregierung. Um die wachsende Weltbevölkerung nachhaltig mit Energie versorgen zu können und die weltweiten Klimaschutzziele zu erreichen, sei eine Technologieoffensive notwendig, die den Einführungsprozess erneuerbarer Energien beschleunige, so der FVS.  Neuer Tagungsband zeigt Rolle der Forschung und Bildung

Im Rahmen der internationalen Konferenz "renewables2004" in Bonn veranstaltete der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) am 1. Juni 2004 das Science Forum, auf dem Wissenschaftler und Politiker aus Europa, Afrika, Asien und Amerika die Rolle der Forschung und Ausbildung für eine weltweite Verbreitung regenerativer Energien diskutierten. Die Beiträge sind im soeben erschienenen englischsprachigen Tagungsband veröffentlicht unter dem Titel: "Networked Knowledge for Renewable Energies".


Anwenderländer in den Forschungs- und Entwicklungsprozess einbeziehen

Bisher seien Forschung und Entwicklung bei der Verbreitung erneuerbarer Energietechnologien nur unzureichend in die internationale Entwicklungszusammenarbeit eingebunden gewesen, so der FVS. Damit diese Technologien in Zukunft erfolgreicher exportiert und angewendet werden, sei ein neues Niveau der Zusammenarbeit notwendig: Es müsse sowohl ein breites Umweltbewusstsein gefördert als auch die Kenntnis über die Nutzung und Möglichkeiten erneuerbarer Energien durch einen weltweiten Bildungsprozess verbreitet werden. Die Anwenderländer sollten schon frühzeitig in den Forschungs- und Entwicklungsprozess einbezogen werden, um ihre spezifischen Anforderungen einbringen zu können. Denn gerade die Technologien der erneuerbaren Energien müssten an sehr unterschiedliche Bedingungen in den verschiedenen Anwendungsländern angepasst werden. Technisches Personal muss laut FVS ausgebildet werden, um die Anlagen vor Ort zu warten und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Diese Erfahrungen vor Ort sollten wieder in den Forschungsprozess zurückgekoppelt werden. Außerdem seien neue Finanzierungsmodelle zu entwickeln und sozial-kulturelle Faktoren zu beachten werden.

Die Ergebnisse des Science Forums sind Grundlage zur Errichtung einer internet-basierten Wissensvermittlung für Forschung und Ausbildung im Bereich erneuerbarer Energien. Dieses Projekt wird zur Zeit als "Open University for Renewable Energies" (OPURE) vom FVS in Zusammenarbeit mit EUROSOLAR und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung initiiert.

Der Tagungsband ist kostenlos über die FVS-Geschäftsstelle zu beziehen und steht im Internet zum Download zur Verfügung: http://www.fv-sonnenenergie.de/Publikationen/index.html

22.11.2004   Quelle: FVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Max-Planck-Gesellschaft: Neue Initiative zur Entwicklung nanochemischer Lösungen für nachhaltige Energieversorgung

Nanostrukturierte Kohlenstoffe sind ein viel versprechendes Material für zur Speicherung von Wasserstoff.
Nanostrukturierte Kohlenstoffe sind ein viel versprechendes Material für zur Speicherung von Wasserstoff.

Neue mobile Energiespeicher und effektivere Methoden der Energieerzeugung wollen fünf Max-Planck-Institute in dem gemeinsamen Forschungsverbund "Nanochemische Konzepte einer nachhaltigen Energieversorgung (ENERCHEM)" entwickeln. Die von der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) mit insgesamt 5 Millionen Euro geförderte Initiative greift Probleme der globalen Energieversorgung im 21. Jahrhundert auf und soll unter anderem neuartige hoch poröse Kohlenstoffe für die Gasspeicherung, Kohlenstoff-Nanoschäume zu Isolierzwecken sowie effiziente Solarzellen auf Basis organischer Materialien entwickeln.  Intelligente und effiziente Energiekreisläufe

Das gemeinsam von den Max-Planck-Instituten für Kolloid- und Grenzflächenforschung (Potsdam), Festkörperforschung (Stuttgart), Polymerforschung (Mainz), Kohlenforschung (Mülheim) und dem Fritz-Haber-Institut (Berlin) gegründete Projekt wird geleitet von Prof. Markus Antonietti, Max-Planck- Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung. Das Vorhaben startet am 17. November 2004 mit einem Kolloquium in München. Die geplanten Vorhaben könnten zu neuen Energiekreisläufen beitragen, die intelligent und effizient sind, so die MPG in einer Pressemitteilung. Bei diesen Arbeiten könne auf bereits etablierte und erfolgreiche Forschungsarbeiten der beteiligten Max-Planck-Institute zurückgegriffen werden.


Neue Konzepte für nachhaltige Energiesysteme

ENERCHEM unterscheidet sich laut MPG von anderen Forschungszentren für Nanotechnologie vor allem dadurch, dass es in erster Linie Lösungen für ein klar vorgegebenes, gesellschaftsrelevantes Ziel in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellt und das Studium nanoskopischer Materialien als Instrument in diesen Prozess integriert. Damit werde ein Weg eingeschlagen, der sich auf Grundlagenforschung konzentriert, die direkt von gesellschaftlichen Bedürfnissen geprägt ist. Im Kern gehe es um die Entwicklung neuer Konzepte für nachhaltige und effiziente Energiesysteme mit Hilfe einer ganzen Reihe von Schlüsseltechnologien - vom Erzeugen und Wandeln über das Sparen bis hin zum Speichern von Energie. ENERCHEM erzeuge Wissens-Netzwerke auf höchstem Niveau und überprüft die Forschungsergebnisse auf ihre Systemkompatibilität. Die in den unterschiedlichen Forschungsgebieten und Instituten vorhandenen Kenntnisse und Techniken sowie deren Ausstattung sollen sich ergänzen, geleitet von der Erkenntnis, dass Neues nicht nur in den einzelnen Forschungsbereichen sondern gerade auch dazwischen entsteht.

22.11.2004   Quelle: Max-Planck-Gesellschaft   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fritz-Haber-Institut.
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SFV contra Stromimport aus solarthermischen Kraftwerken im Süden

Zur Zeit werde intensiv dafür geworben, Solarstrom in großen Parabolrinnen-Kraftwerken an der Südküste des Mittelmeeres zu erzeugen und die so gewonnene Energie nach Deutschland zu importieren, so der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV). Der Verein warnt in diesem Zusammenhang dringend vor neuen Energie-Abhängigkeiten - diesmal von Ägypten, Marokko und Algerien".  Es sei zu begrüßen, wenn die genannten Staaten eine eigene, vom Öl unabhängige Energieversorgung aufbauen, und Deutschland sollte ihnen bereitwillige Unterstützung gewähren, heißt es in der SFV Pressemitteilung.


Potenzial in Deutschland ausschöpfen

Doch erneuerbare Energie aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland zu importieren, sei nicht notwendig, betont der SFV. Deutschland habe selbst ein ausreichendes Potenzial an Sonnenenergie, welches durch die Technik der Photovoltaik- und Solarwärmeanlagen erschließbar sei. Bisher werde erst ein winziger Bruchteil der verfügbaren Dach- und Fassadenflächen dafür genutzt. Unter dem Gesichtspunkt der Versorgungs- und Krisensicherheit sei es besser, wenn jedes Land sein eigenes Potential erschließe und die Versorgungswege kurz gehalten würden. Auch wirtschaftlich bringt ein Import von der Küste des Mittelmeeres laut SFV keine Vorteile, weil der Ausbau der Transportwege erhebliche Kosten verursache und weil die Energieverluste mit der Länge der Transportwege zunähmen.



Photovoltaik-Strom aus und für Deutschland

Stromerzeugung durch solarthermische Kraftwerke sei ideal in südlichen Ländern mit wolkenarmem Himmel, so der SFV. Für Nord- und Mitteleuropa, also auch für Deutschland, komme nur die Photovoltaik in Frage, die auch bei bedecktem Himmel Strom erzeuge und die um so höhere Wirkungsgrade erreiche, je kälter die Umgebung ist. Die derzeit noch höheren Preise für Photovoltaik-Strom sinken laut SFV rasch, jährlich um etwa fünf Prozent. In psychologischer Hinsicht lenke die Werbung für Solarstrom aus dem fernen Süden von der Notwendigkeit ab, die Technik zur Nutzung der heimischen erneuerbaren Energien auszubauen und liefere einen weiteren Anlass zum Nichtstun. "Wir brauchen statt dessen Überzeugungsarbeit für die eigene Solaranlage auf dem eigenen Dach", appelliert der SFV.

22.11.2004   Quelle: Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BUND: Ökologisches Wirtschaftsprogramm schafft 500 000 zusätzliche Stellen

Im Jahr 2010 könnten in Deutschland über zwei Millionen Menschen in Umwelt- und Naturschutzbranchen arbeiten. Diese Zahl hält der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) für erreichbar, wenn die Bundesregierung ihre Wirtschafts- und Energiepolitik ökologisch konsequenter ausrichtet. Möglich seien dreistellige prozentuale Zuwachsraten in den Bereichen erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und Bio-Landwirtschaft. Zweistellige Zuwächse seien im Öko-Tourismus und im Naturschutz erreichbar.  "Schon heute gibt Umwelt- und Naturschutz eineinhalb Millionen Menschen Arbeit. Über eine halbe Million können mindestens hinzu kommen, wenn der politische Wille da ist", erläutert die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt. "Energie- und Mobilitätsdienstleistungen bieten das größte Arbeitsplatzpotential. Im Ökolandbau arbeiten immer mehr Menschen, Naturschutz und naturnaher Tourismus bieten bereits Tausenden Arbeit. Umweltschutz schafft Jobs - und die Potentiale sind vielversprechend", so Zahrndt weiter.


Neue Arbeitsplätze durch verstärkte Wind- und Sonnenenergienutzung

Etwa 300.000 Arbeitsplätze könnten laut BUND im Bereich erneuerbare Energien und Energiedienstleistungen entstehen, 200 000 durch eine nachhaltige Verkehrspolitik. Zehntausende neue Jobs seien in der ökologischen Landwirtschaft und im Naturschutz-Tourismus möglich. Auch in der Chemie- und der Recyclingbranche schaffe eine konsequente Umweltpolitik viele innovative Arbeitsplätze. "Längst ist bewiesen, dass Umweltschutz weder die Arbeitslosigkeit erhöht noch zu Produktionsverlagerungen ins Ausland führt. Die meisten neuen Arbeitsplätze entstehen durch verstärkte Wind- und Sonnenenergienutzung und durch Energiesparinvestitionen. Ob in Carsharing-Unternehmen, im Naturpark-Tourismus oder bei der Vermarktung von Ökoprodukten - überall lassen sich Potentiale erschließen. Landwirte werden zunehmend Biogasstrom erzeugen und naturnahen Urlaub anbieten, für Handwerker gibt es Arbeit in der Wärmesanierung und bei der Regenwassernutzung. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen, die Praxis hat unendlich viele Möglichkeiten", betont Zahrndt.


Optimale politische Rahmenbedingungen gefordert

Neben entsprechenden Initiativen aus der Wirtschaft könnten die Verbraucher die Nachfrage nach ökologischen Produkten und Dienstleistungen steigern, so der BUND. Aufgabe der rot-grünen Bundesregierung sei es, optimale Rahmenbedingungen für mehr Arbeitsplätze im Umwelt- und Naturschutz zu schaffen. Vorrang habe eine entsprechende Gesetzgebung im Energie- und Verkehrsbereich. Wichtig sei auch die Förderung ökologischer Wachstumsbranchen wie Kraft-Wärme-Kopplung und Energie-Contracting. In der Landwirtschaft böten regionale Vermarktungsstrategien und die offensive Bewerbung von Gütesiegeln die besten Voraussetzungen für mehr Beschäftigung. Agrarbeihilfen müssten verstärkt an die Schaffung von Arbeitsplätzen gebunden werden. Wichtig sei auch die Fortführung ökologischer Finanzreformen und der Abbau umweltschädlicher Subventionen.

Weitere Informationen und die 28-seitige BUND-Broschüre "Umwelt und Beschäftigung - Arbeitsplatzpotentiale im Umwelt- und Naturschutz, Ökolandbau und nachhaltigen Tourismus" gibt es zum herunterladen unter http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/umwelt_beschaeftigung.pdf


21.11.2004   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Nachwachsende Rohstoffe: EEG-Bonus stabilisiert Einkommen der Landwirte

Seit August 2004 ist das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft. Den größten Fortschritt aus Sicht der Biogaserzeuger hat der Bonus für nachwachsende Rohstoffe (kurz: NawaRo-Bonus) von 6 Cent je eingespeister Kilowattstunde (kWh) Strom gebracht. Das berichtet der Fachverband Biogas e.V. in einer Pressemitteilung. Damit habe der Gesetzgeber eine der wichtigsten Forderungen des Fachverbandes aufgegriffen, die Vergütung für den Anbau von Energiepflanzen für die Biogasproduktion kostendeckend zu gestalten.  Bislang sei dies nicht möglich gewesen; die Anlagenbetreiber waren bis zur EEG-Novelle auf Entsorgungserlöse für Reststoffe aus der Agroindustrie angewiesen. Daher sieht der Fachverband Biogas den Vorwurf, die Vergütung sei jetzt eine Überförderung und führe zu Wettbewerbsverzerrungen als haltlos an (Pressemitteilung des Milchindustrieverbandes, Oktober 2004). "Der Preis für nachwachsende Rohstoffe ist gerechtfertigt, da er auf Vollkostenbasis mit einer angemessenen Entlohnung der Arbeit erstellt wurde", erklärt Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbandes Biogas e.V.


NawaRo-Bonus eng an der Wirtschaftlichkeitsgrenze

Bei der Eröffnung der DLG-Ausstellung "EuroTier" in Hannover zeigte Pellmeyer am Beispiel von Mais, wie eng auch mit dem NawaRo-Bonus gerechnet werden müsse: Bei einem Ertrag von 50 Tonnen je Hektar sei von 600 Euro Produktionskosten auszugehen. Dazu kämen 300 Euro als Erntekosten, 150 Euro für die Zwischenlagerung, 150 Euro für die Beschickung und für die Ausbringung des Gärrestes. In der Summe würden sich damit 1.200 Euro je Hektar ergeben. Gehe man von einem theoretischen Stromertrag je Hektar von 19.000 Kilowattstunden aus, würden sich demnach Kosten von 6,3 Cent je kWh ergeben. "Das Beispiel zeigt, dass der NawaRo-Bonus sehr eng an der Wirtschaftlichkeitsgrenze liegt", erläutert der Landwirt aus dem oberbayerischen Freising.

"Kostenvorteile gegenüber anderen Produktionszweigen ergeben sich nur dort, wo sich andere landwirtschaftliche Produktionszweige gegen ungenügende Marktpreise oder Überproduktion behaupten müssen. Die Erlöse für Milch und Fleisch sind katastrophal, eindeutig zu gering, das ist doch der wunde Punkt! Dass die Produktion von Nachwachsenden Rohstoffen bzw. von Energie für die Betriebe momentan wirtschaftlicher ist als die Produktion von Nahrungsmitteln, ist vor allem ein gesellschaftliches Problem und nicht ein Problem der Biogasbranche", erläutert Pellmeyer.


Biogasproduktion in die bestehende Landwirtschaft integrieren

Dass Biogasbetreiber mit der Energieerzeugung derzeit trotzdem höhere Erlöse erzielen könnten als mit der Tierhaltung, habe nichts mit Überförderung zu tun. "Daraus aber jetzt der Biogasbranche einen Strick drehen zu wollen, ist unredlich", macht Pellmeyer, der selbst Milchviehhalter ist, nochmals deutlich. Wenn derzeit zukünftige Biogasbetreiber in einigen Regionen überhöhte Pachtpreise böten, sei dies ein Übergangsphänomen, das einzig den Verpächtern zu Gute komme. "Einige meiner Berufskollegen gehen derzeit leider zu euphorisch an das Thema Biogas heran. Wer heute in eine NawaRo-Biogasanlage investiert, muss mit sehr spitzem Bleistift rechnen und kann für den Rohstoff kaum mehr ausgeben als der bestehende Tierhaltungsbetrieb – jedenfalls nicht, wenn er langfristig schwarze Zahlen schreiben will", so der Fachverbandspräsident. Statt Tierhaltung und Biogaserzeugung von einander zu trennen, rät Pellmeyer dazu, die Biogasproduktion in die bestehende Landwirtschaft zu integrieren. Die Tierhaltung solle nicht aufgegeben werden, weil Gülle aus der Tierhaltung ein kostenloses Gärsubstrat sei und als Stabilisator für den Biogasprozess von erheblichem Vorteil ist.


Biogaserzeugung als Ergänzung bestehender landwirtschaftlicher Produktionszweige

Der Fachverband rät dazu, wenn möglich keine zusätzliche Ackerfläche zum Anbau von nachwachsenden Rohstoffen zu pachten, sondern Energiepflanzen direkt von den Erzeugern zu kaufen und den Gärrest an diese abzugeben. "Die bessere Düngewirkung der Biogasgülle wertet den Wirtschaftsdünger auf und bringt die Nährstoffe zielgerichtet in die Pflanzenproduktion zurück. Die Biogaserzeugung ist damit eine ideale Ergänzung zu bestehenden landwirtschaftlichen Produktionszweigen", schloss Pellmeyer seine Ausführungen anlässlich der Eröffnung der DLG-Ausstellung EuroTier in Hannover.

21.11.2004   Quelle: Fachverband Biogas e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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DK-Solar: Praxisbewährte Software zur Gebäudesimulation

Mit DK-Solar steht jetzt ein Gebäude-Simulationsprogramm zur Verfügung, das auch ungewöhnliche Bauteile genau nachbildet. Komplexe Kybernetik sorge für große Realitätsnähe, eine professionelle Oberfläche für Bedienungskomfort, so die Delzer Kybernetik GmbH in einer Pressemitteilung. "Wir haben DK-Solar in über 20 Jahren Planungseinsatz entwickelt, um Gebäude, Energietechnik und Regelungstechnik in hoher Qualität zu optimieren“, so Siegfried Delzer, Inhaber der Delzer Kybernetik GmbH.  "Ich bin davon überzeugt, dass es das umfassendste Werkzeug seiner Art ist, das für die tägliche Praxis in Planungsbüros geeignet ist." Delzer hat mit DK-Solar das "Mobimo"-Hochhaus mit Doppelfassade einschließlich Regelungstechnik genauso simuliert wie die "Masoala-Regenwaldhalle" des Züricher Zoos und sein eigenes Solar-Passiv-Bürohaus in Lörrach.

DK-Solar bilde die Wirklichkeit präzise ab, statt mit einfachen Näherungen zu arbeiten, betont Delzer: "Die uns bekannten Programme kommen zum Beispiel mit sprungartigen Änderungen nicht gut zurecht: Wenn ein Fenster geöffnet wird oder wenn Luftfeuchtigkeit kondensiert, ändern sich die Regelgrößen schlagartig. Diese Nichtlinearitäten beschreibt DK-Solar mit Differential-Gleichungssystemen analytisch exakt. Das adaptive Integrationsverfahren sorgt für hohe Rechengenauigkeit." So würden Tauwasserbildung im Mauerwerk oder sprungartige Änderungen durch Nutzereingriff genau simuliert. Auf dieser Grundlage gebaute Häuser würden sich nach Plan verhalten. Architekten und Fachplaner könnten alle Eventualitäten berücksichtigen. Bauherr und Nutzer seien vor Überraschungen sicher.

DK-Solar simuliert das Haus für den gewählten Standort für jeden gewünschten Zeitpunkt des Jahres. Besonderen Wert lege DK-Solar auf Behaglichkeit. So erfasse es Strahlungsaustausch und Luftbewegungen im Haus. Es zeige den Verlauf von Temperatur, Feuchte, Tageslicht, Solargewinnen und sämtlichen Energieflüssen. Für die integrale Planung zur Kosten-Nutzenoptimierung bei Investition und Betrieb liefert DK-Solar Zusammenfassungen und Kennwerte.

Das Programm wird auf CD-ROM mit umfangreicher, gedruckter Dokumentation geliefert. Für Fragen steht eine Hotline zur Verfügung. DK-Solar Version 4.6 kostet 4.250 EUR zzgl. Mehrwertsteuer. Für den schnellen Einstieg in die dynamische Simulation ist darin ein Schulungstag enthalten. DK-Solar wird als deutsche und englische Version angeboten.

21.11.2004   Quelle: Delzer Kybernetik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Chefvolkswirt der Deutschen Bank: fossile Energie nicht gut genug

Trotz der positiven Wohlstandseffekte ist die Nutzung fossiler Energien problematisch, erklärte Prof. Norbert Walter, Chefvolkwirt der Deutsche Bank Gruppe auf einer Pressekonferenz der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) am 18.11.2004 in Berlin.  Erstens führe die Verbrennung fossiler Energien zum Ausstoß von CO2, dem Klimakiller Nr.1. Zweitens sei die Versorgung mit fossilen Energien längerfristig nicht gesichert, besonders die Reichweiten für die Kohlenwasserstoffe Erdöl und Erdgas gäben Anlass zur Sorge, so Walter. Drittens würden die fossilen Energien zwar dem Ziel der Wirtschaftlichkeit der Energieversorgung unter den gegebenen Marktbedingungen zumeist gerecht, aber nur weil der Staat aus vermeintlich übergeordneten versorgungs- und sozialpolitischen Gründen seit vielen Jahren den Einsatz der teuren heimischen Steinkohle mit Subventionen in Milliardenhöhe fördere. Der längerfristig zu erwartende Anstieg der Preise für die zunehmend knapper werdenden Kohlenwasserstoffe, vor allem Erdöl, mache auch aus ökonomischer Sicht alternative Energiequellen interessanter, betonte der Chefvolkswirt.


Fossil ist nicht gut genug

Wenn fossil derzeit zwar gut, perspektivisch aber keineswegs gut genug sei, stelle sich die Frage nach den Alternativen, denn ohne Energie werde es auch in Zukunft nicht gehen, so Walter. Hoffnungsträger seien, neben Einsparanstrengungen und neuen Konzepten wie der Entwicklung von CO2-freien Kohlekraftwerken, die regenerativen Energien. Sonne, Wind, Wasser und Gezeiten seien zwar vom Menschen nicht erneuerbar, aber auch nicht erschöpfbar. Biologische Energieressourcen (z.B. Energiegras, Raps, Wald) neigten nur bei exzessiver Nutzung zur Erschöpfung. Wenn die Abbaurate unter der natürlichen Regenerationsrate bleib, würden die Quellen nicht versiegen. Erneuerbare Energien, beispielsweise Energiepflanzen, haben gegenüber fossilen Energien überdies den großen Vorteil, dass sie CO2-neutral sind, wenn der ganze Lebenszyklus bilanziert wird.


Alle Energieträger mit ihren externen Kosten belasten

Ressourcenschonung und Umweltschutz gelten laut Walter als wirtschaftliche Werte (Assets) der alternativen Energien. "Ihr Beitrag zu Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit hängt international stark von den länderspezifischen natürlichen Gegebenheiten (z.B. Sonnenscheindauer, Wasserpotenziale) ab. In den Industrieländern sind neue Erneuerbare wie Wind- oder Sonnenenergie ohne spezielle staatliche Protektion derzeit zumeist noch nicht wettbewerbsfähig. Allerdings könnte sich ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern, wenn alle Energieträger – nicht zuletzt die fossilen – mit ihren externen Kosten belastet würden", betont der Chefvolkswirt. In der energie- und umweltpolitischen Debatte seien der Einfluss von Ökologie, Ökonomie und Politik derzeit nicht gleich verteilt. Perspektivisch bestehe jedoch Hoffnung, dass die tatsächlichen Entwicklungen – zunehmende Knappheit fossiler Energien und steigende Umweltbelastungen – auf politischer Ebene normative Kraft entfalten. Wenn bald ein Konsens darüber reife, dass fossil nicht gut genug ist, sei noch Zeit zum Handeln. In der sich an die Pressekonferenz zum Thema Solarwärmegesetz anschließenden Diskussion sagte Walter, dass aufgrund der fehlenden Netzanbindung im Wärmesektor regulatorische Instrumente zu bevorzugen seien, die lokal greifen.

"All dies macht deutlich, dass in einer Welt jenseits der Verfügbarkeit über fossile Energien keineswegs zwangsläufig das Licht ausgehen muss. Letztlich gibt menschliche Intelligenz, Erfindungsreichreichtum, Tatendrang und die Fähigkeit zur Einsicht in die Notwendigkeiten berechtigten Anlass zur Hoffnung auf eine nachhaltigere Energiebilanz in nicht allzu weiter Ferne", fasst Walter zusammen.

20.11.2004   Quelle: UVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Stromanbieter LichtBlick startet Klimaschutz-Engagement in Ecuador

Trinkwasserschutz, nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung, Hilfe zur Selbsthilfe und die Wiederaufforstung des Bergregenwaldes in den Anden sind die Ziele eines am 18.11.2004 der Öffentlichkeit vorgestellten Projektes des bundesweit tätigen Stromanbieters LichtBlick - die Zukunft der Energie GmbH. Das Projekt soll eine biologisch einzigartige Regenwaldregion 200 Autokilometer nördlich der ecuadorianischen Hauptstadt Quito erhalten helfen.  Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "Pro Kunde und mit jedem Versorgungsmonat werden wir ab sofort unser Projektgebiet in Ecuador um mindestens einen Quadratmeter ausdehnen", erklärt Heiko von Tschischwitz, Geschäftsführer des Hamburger Unternehmens. "Bei derzeit 150.000 Privatkunden vergrößert sich so Monat für Monat die Fläche um 30 Fußballfelder. Dieser Projektansatz ist ein von uns langfristig angelegtes Engagement zum Schutz von Regenwald und Klima. Wir erklären ihn hiermit zum festen Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie", so von Tschischwitz weiter.


Nachhaltige Wirtschaft und Wiederaufforstung

In Kooperation mit "Geo schützt den Regenwald e.V." habe sich LichtBlick in einer ersten, dieser Philosophie folgenden Aktion für ein integriertes Entwicklungshilfe- und Regenwaldschutzprojekt in Ecuador entschieden. Der Regenwald in der Region Intag, nördlich der Hauptstadt Quito in den Anden gelegen, zeichnet sich aus durch eine weltweit einzigartige Artenvielfalt. Dieser "Brennpunkt der Biodiversität" sei akut durch Kahlschlag, Straßenbau, Zersiedlung, Ölförderung und Minen bedroht. LichtBlick will kontinuierlich Projektmittel zur Verfügung stellen, um der dortigen Bevölkerung einerseits Perspektiven einer nachhaltigen, die natürlichen Ressourcen schonenden Lebens- und Wirtschaftsweise aufzuzeigen und andererseits durch Wiederaufforstung aktiv zum Schutz des Regenwaldes beizutragen.

Die Schirmherrschaft für das Projekt hat Prof. Dr. Hartmut Graßl übernommen, Direktor des Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung "Globale Umweltveränderungen". Regenwaldschutz ist Klimaschutz", so Professor Graßl. "Dieses Projekt könnte Vorbild für andere tropische Regionen werden."


Zusammenarbeit und Selbsthilfe

Das Projekt wird von "Geo schützt den Regenwald" konzipiert und mit der ecuadorianischen Umweltschutzorganisation "Decoin" (Defensa Ecológica y Conservación de Intag) vor Ort in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung umgesetzt. "96 Prozent der ursprünglichen Waldflächen in Ecuador sind bereits vernichtet", beschreibt Dr. Reiner Klingholz, Geschäftsführer von "Geo schützt den Regenwald" die aktuelle Situation. "Mit dem Projekt betreiben wir nicht nur lokalen Wald-, sondern auch globalen Klimaschutz und wir sichern bedrohten Pflanzen- und Tierarten ihren Lebensraum. Dafür werden wir zusammen mit der örtlichen Bevölkerung Flächen aufkaufen, nachhaltig bewirtschaften und wieder aufforsten. Die Menschen sorgen so selbst für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und können ihre Umwelt bewahren." Das Projektgebiet soll nach drei Jahren mindestens die Größe von 1.000 Hektar umfassen.

LichtBlick hat bereits im Jahr 2000 zusammen mit "Geo schützt den Regenwald" ein Projekt im nepalesischen Bergregenwald finanziert, bei dem unter anderem auch ein kleines Wasserkraftwerk gebaut wurde. Das Engagement zum Schutz bedrohter Lebensräume wird durch die Aufnahme in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) fester, vertraglicher Bestandteil der Stromlieferung von LichtBlick an seine Kunden.

20.11.2004   Quelle: LichtBlick - die Zukunft der Energie GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Margareta Wolf: Weg vom Öl dank nachwachsender Rohstoffe

Nachwachsende Rohstoffe spielen für den Weg "weg vom Öl" eine wichtige Rolle. Das betonte Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium auf einer Konferenz von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin. "Nachwachsende Rohstoffe spielen nicht nur für die Energieerzeugung eine herausragende Rolle, sondern bieten auch für die stoffliche Nutzung ein zukunftsweisendes Potenzial", so Wolf.  Das komme dem Klima zugute, gebe wirtschaftliche Impulse und verringere die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen.


Schub für die Biomasse

Beim Ausbau der erneuerbaren Energien könne nach der Windenergie die Biomasse als nächste Sparte im großen Umfang erschlossen werden. Ziel der Bundesregierung sei, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2010 auf mindesten 12,5 Prozent der Stromproduktion und mindestens 4,2 Prozent der Primärenergie zu erhöhen. Bis 2020 soll der Anteil beim Strom auf mindestens 20 Prozent gesteigert werden. "Der Ausbau der Biomasse wird auch einen großen Schub für den Klimaschutz bringen", sagte Margareta Wolf.


Kräftige Beschäftigungsimpulse

Die Bedeutung des erneuerbaren Energieträgers Biomasse wird laut Margareta Wolf oft unterschätzt. Gut die Hälfte der gegenwärtig in Deutschland aus erneuerbaren Energien erzeugten Energie stamme aus Biomasse. Bei einem ambitionierten weiteren Ausbau könne die Bioenergienutzung diese Spitzenposition halten - auch bei hohen Zuwachsraten im Bereich der Wind- und Solarenergie . Das belege eine Studie des Bundesumweltministeriums, die das Szenario einer nachhaltigen Biomassenutzung bis zum Jahr 2030 entwickelt hat. Nach dieser Studie, könnte Biomasse im Jahr 2030 ungefähr den gleichen Beitrag zur Energiebereitstellung leisten wie Braun- und Steinkohle zusammen. Im Wachstumssektor Biomasse seien auch kräftige Beschäftigungsimpulse zu erwarten; die Studie spreche von über 200.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen bis 2030, betonte Wolf.


Biodiesel und Bioethanol als alternative Kraftstoffe

Biomasse spielt laut Bundesumweltministerium auch beim Ausbau der CO2-sparenden Treibstoffe eine bedeutende Rolle. Biokraftstoffe wie Biodiesel und Bioethanol seien kurz- und mittelfristig ein zentraler Baustein in der Kraftstoffstrategie der Bundesregierung. Nach Effizienzsteigerungen bei konventionellen Antrieben könnten sie als alternative Kraftstoffe bis 2020 einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen im Verkehr leisten. Beim reinen Biodiesel habe die Mineralölsteuerbefreiung die Entwicklung begünstigt. Seit Anfang 2004 werde auch im Rahmen der Ökosteuer die Beimischung von biogenen Anteilen in konventionellen Kraftstoffen freigestellt. Zulässig sei eine Hoechstgrenze von 5 Prozent.


20.11.2004   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Trittin begrüßt Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls

Russland hat UN-Generalsekretär Kofi Annan am 18.11.2004 die Ratifizierungsurkunde für das Kyoto-Protokoll übergeben. Das internationale Dokument zum Klimaschutz wird demnach am 16. Februar 2005 in Kraft treten. Bundesumweltminister Jürgen Trittin begrüßte diesen Schritt als Meilenstein des internationalen Umweltvölkerrechts.   "Mit dem Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls hat die internationale Gemeinschaft gezeigt, dass sie den Herausforderungen des fortschreitenden Klimawandels mit multilateralem Handeln entgegentritt. Erstmals hat sie eine Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen rechtsverbindlich festgelegt" so Trittin. Weitere Schritte müssten nun folgen, fordert der Minister.

Das Kyoto-Protokoll verpflichtet die Industrieländer insgesamt, ihren Treibhausgas-Ausstoß im Zeitraum 2008 bis 2012 um 5 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Deutschland hat sich innerhalb der EU dazu verpflichtet, seine Emissionen in diesem Zeitraum um 21 Prozent zu senken. 19 Prozentpunkte sind laut Bundesumweltministerium (BMU) bereits erreicht.

Mit Russland haben 128 Länder das Protokoll ratifiziert, die 61,6 Prozent der Emissionen der Industrieländer auf sich vereinigen. Mit dem Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls werde die internationale Klimapolitik einen Schub nach vorne erhalten, heißt es in der BMU-Pressemitteilung. Dies sei angesichts des mit hoher Geschwindigkeit fortschreitenden Klimawandels dringend erforderlich. Die Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll seien nur ein erster Schritt. Für die anstehenden Verhandlungen zur Weiterentwicklung des Protokolls für die Zeit nach 2012 werde es darum gehen, die USA wieder in den multilateralen Prozess der Klimaverhandlungen zu integrieren und weitere Schritte zur Reduktion von Treibhausgasen zu vereinbaren. In diese Schritte seien auch Entwicklungsländer einzubeziehen.

"Deutschland wird auch in den nun anstehenden Verhandlungen seine Vorreiterrolle im internationalen Klimaschutz wahrnehmen. Deshalb haben wir uns mittelfristig zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent zu reduzieren, wenn die EU sich auf ein Minderungsziel von 30 Prozent verständigt", so Trittin.



19.11.2004   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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UBA: Ökosteuer wirkt positiv

Die Ökologische Steuerreform wirkt in die gewünschte Richtung: Entgegen vielfacher Kritik aus Wirtschaft und Politik habe die Ökosteuer positive Wirkungen für Umwelt und Wirtschaft, so das Umweltbundesamt in einer Pressemitteilung. Dies belegten Untersuchungen und Umfragen des Berliner Forschungsinstitutes Ecologic und des Deutschen Instituts für Wirtschaftforschung (DIW) im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA). So achte laut der repräsentativen Umfrage vom September 2004 rund die Hälfte der Befragten wegen der Ökosteuer stärker auf ihren Energieverbrauch.  Auch die Wirtschaft profitiere: Die Ökosteuer begünstige innovative, Energie sparende Unternehmen und senke die Lohnnebenkosten jährlich um rund acht Milliarden Euro, so das UBA.


Entlastung der Rentenkasse

Energie teurer - Arbeit billiger machen. Das ist der Ansatz der Ökologischen Steuerreform. Die Einnahmen aus der Steuer auf Energie fließen laut UBA zu rund 90 Prozent direkt in die Entlastung der Rentenkasse. Ohne die Ökosteuer wäre der Beitragssatz zur Rentenversicherung heute 1,7 Prozent höher - betrüge also nicht 19,5 %, sondern 21,2 %, so das UBA. "Die ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile der Ökologischen Steuerreform kommen in der öffentlichen Diskussion zu kurz. Wir wollen die Debatte versachlichen - auch mit Blick auf eine Weiterentwicklung", sagte UBA- Präsident Prof. Dr. Andreas Troge.


Energiesparen

Beim Energieverbrauch sei mit der Einführung der Ökosteuer die Sensibilität der Bürgerinnen und Bürger gewachsen. Nach den Ergebnissen einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von Ecologic bei privaten Haushalten im September dieses Jahres gaben 53 Prozent der befragten Autofahrer an, wegen der Ökosteuer mit weniger "Bleifuß" zu fahren oder das Auto manchmal stehen zu lassen. Auch beim Stromsparen seien die Deutschen durch die Ökosteuer aktiver geworden: Mittlerweile schalten drei Viertel der Befragten ihre elektronischen Geräte fast immer direkt am Gerät aus und lassen sie nicht mehr im Stand-by-Modus unnütz Strom verbrauchen.


Senkung der Lohnnebenkosten

In der Studie zu den Wirkungen der Ökologischen Steuerreform in Unternehmen identifizierte Ecologic zahlreiche Unternehmen, die von ihr profitieren. Vor allem personalintensive Unternehmen zögen aus der Senkung der Lohnnebenkosten durch die Ökologische Steuerreform Vorteile. Nehmen Unternehmer die Ökosteuer zum Anlass, Energiesparmaßnahmen durchzuführen, könne dies ebenfalls dazu führen, dass sie unter dem Strich zum Gewinner der Ökologischen Steuerreform werden.

Positive Wirkungen habe die Ökologische Steuerreform auch bei Unternehmen, die energieeffiziente Produkte anbieten. So sei der Bau energiesparender Aktiv- und Passivhäuser wegen des schrittweisen, zeitlich kalkulierbaren steuerbedingten Anstiegs der Energiepreise mit der Ökologischen Steuerreform wirtschaftlich deutlich attraktiver geworden. Die Ökologische Steuerreform stärke auch die Nachfrage nach neuen Dienstleistungsangeboten, zum Beispiel nach Energieberatungen. Dies wirke sich unmittelbar und positiv auf den Arbeitsmarkt aus.


Ergebnisse im Internet

Das Hintergrundpapier zu ersten Ergebnissen der Studie "Quantifizierung der Effekte der Ökologischen Steuerreform auf Umwelt, Beschäftigung und Innovation" ist im Internet veröffentlicht unter http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/index.htm


19.11.2004   Quelle: UBA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Experten warnen vor ökonomischen Kosten des Klimawandels

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet bis 2050 mit Belastungen für die deutsche Volkswirtschaft von bis zu 137 Milliarden Euro.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet bis 2050 mit Belastungen für die deutsche Volkswirtschaft von bis zu 137 Milliarden Euro.

Internationale Fachleute sind sich einig, dass die durch den Menschen verursachten Treibhausgasemissionen immer weiter steigen und dies zu einem Klimawandel führt. Deutlicher Ausdruck des Klimawandels seien der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur und des Meeresspiegels sowie die Zunahme extremer Wetterereignisse und Naturkatastrophen, die enorme volkswirtschaftliche Schäden verursachen, so das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW).  Auf einer Pressekonferenz der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) am 18.11.2004 präsentierte Joachim Ziesing vom DIW neueste Zahlen. Die ökonomischen Schäden extremer Wetterereignisse seien in den letzten drei Jahrzehnten um den Faktor 15 gestiegen. Im Jahre 2002 habe die Versicherung der Münchner Rück die globalen Schäden auf 55 Milliarden US-Dollar beziffert. Der kräftige Anstieg der Schäden sei auch damit zu erklären, dass die vom Klimawandel besonders betroffenen Küstenregionen zunehmend stärker besiedelt werden.


Volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe

In der weiteren Fortschreibung des ökonomischen Trends der Daten der Münchner Rück würden die Schäden bis zum Jahr 2050 um das Zehnfache steigen, auf über 600 Milliarden Euro. In den von Naturkatastrophen gefährdeten Gebieten (Hochwasserregionen, Küstenzonen etc.) werden Versicherungen bei steigenden Eintrittswahrscheinlichkeiten von Naturkatastrophen immer weniger bereit sein, die möglichen Schäden zu versichern, so das DIW.

Bei einer Temperatursteigerung um ein 1 Grad Celsius könnten globale Schäden bis zu 214 Billionen US-Dollar über einen Zeitraum von 50 Jahren auftreten. Werden die Treibhausgase nicht genügend vermindert, um eine solche Temperaturerhöhung zu vermeiden, würden in Deutschland alles in allem Schäden durch Naturkatastrophen in Höhe von 137 Milliarden. Euro bis zum Jahre 2050 auftreten können. Diese Ausgaben würden in der Volkswirtschaft an anderer Stelle fehlen, was die ökonomischen Wachstumseffekte mindere und zu zusätzlichen Wohlfahrtseinbußen führe.


Deutliche Reduktion der Treibhausgase bis 2100 notwendig

Um den Klimawandel zu mildern oder gar zu verhindern, müssen die Treibhausgasemissionen laut DIW drastisch gesenkt werden. Klimaexperten gehen davon aus, dass eine Reduktion der Treibhausgase um 60 bis 80 % bis zum Jahr 2100 notwendig wäre. Aufgrund der Langlebigkeit der Treibhausgase in der Atmosphäre müssen die verantwortlichen Staaten möglichst schnell mit dieser drastischen Reduktion beginnen, fordert das DIW. Hauptverantwortliche Staaten seien die USA, die für den Großteil aller weltweit emittierten Treibhausgase verantwortlich seien, gefolgt von China, Europa, Russland und Japan. Eine wirksame Klimaschutzpolitik müsse vor allem Ländern mit hohen Treibhausgasemissionen verbindliche Ziele zur Emissionsvermeidung abverlangen.

Der Wochenbericht des DIW mit dem Titel "Die ökonomischen Kosten des Klimawandels" ist veröffentlicht unter http://www.diw.de/deutsch/produkte/publikationen/wochenberichte/docs/04-42-1.html

19.11.2004   Quelle: DIW, UVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: UVS.
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Kalifornien und NRW schließen Klimaschutzvereinbarung

Klimaschutzpartner: Dr. Axel Horstmann; Dr. Alan Lloyd und Gouverneur Arnold Schwarzenegger.
Klimaschutzpartner: Dr. Axel Horstmann; Dr. Alan Lloyd und Gouverneur Arnold Schwarzenegger.

Nordrhein-Westfalen und Kalifornien wollen beim Klimaschutz eng zusammenarbeiten. NRW-Energie- und Verkehrsminister Dr. Axel Horstmann und der Klimaschutzbeauftragte des kalifornischen Gouverneurs Arnold Schwarzenegger, Dr. Alan Lloyd, unterzeichneten am 17.11.2004 in Sacramento eine Vereinbarung über technische und wirtschaftliche Zusammenarbeit bei der Bekämpfung klimaschädlicher Abgase.   Horstmann, der zur Zeit mit einer 10-köpfigen Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation Kalifornien besucht und dabei auch Gouverneur Arnold Schwarzenegger traf, verabredete besonders die künftige Zusammenarbeit bei der Entwicklung der emissionsfreien Brennstoffzelle und zum gemeinsamen Ausbau der Wasserstoffnutzung. Dabei seien auch Investitionen amerikanischer Unternehmen an Rhein und Ruhr angekündigt worden, berichtet das Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung (MVEL) des Landes Nordrhein-Westfalen in einer Pressemitteilung.

"NRW gilt in den USA als Land der Energiekompetenz. Und mit Kalifornien verbindet uns unser starker Anspruch an eine saubere Energieversorgung. Wir werden gute Partner", kündigte Minister Horstmann an.

18.11.2004   Quelle: MVEL NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: MVEL NRW
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Solarindustrie fordert Gesetz zur stärkeren Solarwärmenutzung

Durch ein Solarwärmegesetz könnten laut UVS inländische Investitionen im Milliardenbereich ausgelöst werden.
Durch ein Solarwärmegesetz könnten laut UVS inländische Investitionen im Milliardenbereich ausgelöst werden.

Die deutsche Solarwirtschaft fordert die kurzfristige Einleitung einer Gesetzesinitiative zum verstärkten Ausbau von Solarwärme. Durch ein "solares Wärmegesetz" könne der Klimaschutz deutlich voran gebracht und die Abhängigkeit deutscher Verbraucher von steigenden Öl- und Gaspreisen spürbar reduziert werden, so die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e. V. (UVS) in einer Pressemitteilung.  In den letzten zehn Jahren hätten sich die Heizkosten nahezu verdoppelt, so die UVS. Die stärkere Nutzung von Solarwärme gewinne damit zunehmend an Bedeutung, auch unter dem Aspekt der Versorgungssicherheit und zur Dämpfung volkswirtschaftlicher Belastungen.


Fossile Energien bieten keine Versorgungssicherheit

Auf einer Pressekonferenz zu diesem Themenkomplex äußerten sich führende Wirtschaftsexperten zu den wachsenden Kosten von Treibhauseffekt und Ölimporten. Der Chefvolkswirt der Deutsche Bank Gruppe, Professor Norbert Walter, betonte: "Fossile Energien sind nicht gut genug: Längerfristig bieten die begrenzten Reichweiten von Öl und Gas keine Versorgungssicherheit. Zusätzliche Risiken ergeben sich durch politische Instabilitäten in den Hauptlieferländern." Laut Walter könnten Anbieter von energieeffizienten Produkten und Anbieter von Dienstleistungen zur Nutzung Erneuerbarer Energien deshalb künftig mit höheren Investitionen und Exporten rechnen. "Zusammen mit Maßnahmen zur Energieeinsparung kann dies bereits jetzt die ölpreisbedingte Dämpfung der Konjunktur abschwächen und vielleicht schon bald vollständig kompensieren", so der Chefvolkswirt.


Schäden durch Treibhausgasemissionen bis zu 137 Milliarden Euro

Dr. Hans-Joachim Ziesing, Senior Executive des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), warnte vor den Folgen der wesentlich durch den Öl-, Kohle- und Gasverbrauch verursachten Treibhausgasemissionen: "In den letzten 30 Jahren sind die ökonomischen Schäden aufgrund extremer Wetterereignisse um den Faktor 15 gewachsen. Allein Hitzewelle und Jahrhunderthochwasser schlugen in den letzten zwei Jahren mit 26 Milliarden Euro zu Buche." Eine aktuelle DIW-Studie habe ergeben, dass in Europa künftig vermehrt Hitzeereignisse, Fluten und Stürme in der Stärke von Hurrikanen eintreten werden. Allein auf die deutsche Volkswirtschaft könnten dadurch weitere Belastungen von bis zu 137 Milliarden Euro zukommen. "Damit diese Ausgaben der Volkswirtschaft nicht an anderer Stelle fehlen, muss jetzt verstärkt auf Erneuerbare Energien auch im Wärmesektor gesetzt werden", so Ziesing.


Solarwärmegesetz oder Baupflicht zum Ausbau des Marktes

Die UVS fordert deshalb vom Deutschen Bundestag die baldige Verabschiedung eines "solaren Wärmegesetzes". Dieses könne entweder nach dem Vorbild des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Stromsektor oder als Baupflicht, vergleichbar bestehender Wärmeschutzauflagen bei der Gebäudeisolierung, erlassen werden. Eine Gesetzesinitiative sei überfällig, da bisherige, aus dem Bundeshaushalt finanzierte Förderzuschüsse keinen nachhaltigen Marktausbau sicherstellen könnten. Sie böten Solarunternehmen und Banken nicht die nötige Investitionssicherheit für den Ausbau moderner Solarfabriken und die Entwicklung kostengünstiger Solarkollektoren. "Nur mit Hilfe eines Wärmegesetzes kann in wenigen Jahren die Wettbewerbsfähigkeit mit Energie aus fossilen Quellen erreicht werden. Für den Schutz der Bürger vor steigenden Heiz- und Klimafolgekosten ist dies unverzichtbar", so UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig: Für die deutsche Industrie biete sich die einzigartige Chance, weltweit zum Ausrüster für Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien zu werden.


Neue Arbeitsplätze, sinkende Heizkosten

Solartechnologie schaffe zudem tausende neue Arbeitsplätze und gebe positive Konjunkturimpulse. Verbraucher würden ihr Geld dann nicht mehr für Ölimporte ausgeben, sondern sinnvoll in die heimische solare Heiztechnik investieren, so Körnig. Nach aktuellen Berechnungen seines Verbandes verfügen inzwischen rund 600.000 Haushalte in Deutschland über eine eigene Solaranlage. Damit werde bislang nur ein Bruchteil des in Deutschland verfügbaren Solarwärme-Potenzials erschlossen. Schon eine kleine Solaranlage kann während ihrer Lebensdauer bis zu 10.000 Liter Öl sparen, betont die UVS. Im Zusammenhang mit einer Heizungssanierung könnten die Heizkosten damit um 30 – 50 % gesenkt werden.


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18.11.2004   Quelle: UVS e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: UVS.
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Solarverbände BSi und UVS planen Zusammenschluss

Die Vorstände und Geschäftsführungen der beiden führenden deutschen Solarverbände BSi und UVS haben nach intensiven Sondierungen die Einleitung eines Fusionsprozesses beider Verbände empfohlen. Das berichten der Bundesverband Solarindustrie (BSi) und die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) in einer Pressemitteilung.   Mit einem Zusammenschluss beider Unternehmensverbände werde man Kräfte bündeln und den weiter wachsenden gesellschaftlichen Anforderungen entsprechen. Ziel sei, in einem schlagkräftigen Verband alle deutschen Solarunternehmen zu vereinen und deren Interessen gegenüber Politik und Öffentlichkeit zukünftig noch besser vertreten zu können, heiß es in der Pressemitteilung.

Beide Verbandsführungen hätten sich auf Grundlinien einer Fusion verständigt und planen bei Zustimmung ihrer Mitglieder den Zusammenschluss bis Mitte 2005 abzuschließen. Dieses Vorgehen wurde von der Mitgliederversammlung des BSi am 17. November bereits gebilligt. In wenigen Wochen erwartet die Führung der UVS anlässlich einer Mitgliederversammlung auch die Zustimmung ihrer Mitglieder. Die Verhandlungen sollen zügig und effizient geführt werden und seien— wie zuvor die Sondierungsgespräche — von partnerschaftlichem Geist und gegenseitigem Einvernehmen geprägt. Ausgesprochenes Ziel beider Verbandsführungen sei, die weit gehenden und sich ergänzenden Stärken beider Verbände künftig zu vereinen und durch die Fusion Synergien freizusetzen.


Geschäftsführer Körnig und Stryi-Hipp stehen für fusionierten Verband zur Verfügung

Die beiden Geschäftsführer von UVS und BSi, Carsten Körnig und Gerhard Stryi-Hipp, haben signalisiert, ihr Engagement auch in den Dienst eines fusionierten Verbandes stellen zu wollen. Dies sei von den insgesamt 15 BSi - und UVS-Vorständen ausdrücklich begrüßt worden. Auf einen möglichen Geschäftsverteilungsplan unter Berücksichtigung der Kernkompetenzen beider Geschäftsführer habe man sich bereits verständigt.

BSi und UVS hätten bereits in den letzten Jahren ihre Zusammenarbeit kontinuierlich verbessert, so die Verbände. Zuletzt seien in einem Aktionsbündnis beachtliche Erfolge im Zusammenhang mit der EEG-Novelle erzielt worden. Beide Verbände haben zudem ihre Geschäftsstelle inzwischen Tür an Tür im Berliner Energieforum. Sie zählen zusammen rund 600 Unternehmen zu ihren Mitgliedern.


18.11.2004   Quelle: UVS, BSi   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Größte Windenergieanlage der Welt am Netz

REpower 5M.
REpower 5M.

Der Prototyp der weltgrößten Windenergieanlage "REpower 5M" speist seit Ende der 46. Kalenderwoche Strom in das Netz ein. Die Anlage konnte erfolgreich in Betrieb genommen werden und läuft nun zunächst im Testbetrieb, berichtet die REpower Systems AG in einer Pressemitteilung. Zudem habe der Vorstandsvorsitzende der REpower Systems AG, Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, einen Vertrag mit der DEWI-OCC Offshore and Certification GmbH in Cuxhaven unterzeichnet.  REpower sei bei der Vergabe der Standorte im Testfeld Cuxhaven erfolgreich und konnte nach eigenen Angaben einen der fünf ausgeschriebenen Standorte gewinnen. Das Baugenehmigungsverfahren soll bis zum Jahreswechsel eingeleitet werden, so dass die für den Standort vorgesehene "REpower 5M" Ende des kommenden Jahres errichtet werden könne.

Die größte Windenergieanlage "REpower 5M" hat bereits einige tausend Kilowattstunden in das Stromnetz eingespeist. Bei entsprechenden Windverhältnissen soll die Anlage in den nächsten Tagen erstmalig mit ihrer vollen Nennleistung von 5.000 Kilowatt laufen. Dabei drehe der Rotor mit einem Rekorddurchmesser von 126 Metern circa 7 bis 12 mal pro Minute. In den kommenden Wochen und Monaten werden die REpower-Entwicklungsingenieure die 5-Megawatt-Anlage intensiv überwachen und umfangreiche Betriebstests durchführen. Am Onshore-Teststandort Brunsbüttel soll die REpower 5M rund 17 Millionen Kilowattstunden produzieren. Damit liefere sie Strom für rund 4.500 Drei-Personen-Haushalte.


Weitere Anlagen an Land und auf See geplant

Die erfolgreiche Inbetriebnahme der 5-Megawatt-Anlage REpower 5M markiert den Start für die Markteinführung. In wenigen Jahren wird die REpower 5M eine wichtige Rolle im Offshore-Windenergiemarkt spielen", kommentiert Dr. Martin Skiba, Leiter der Abteilung Offshore bei REpower, diesen wichtigen Meilenstein. "Derzeit planen wir den Bau weiterer Anlagen des Typs 5M an verschiedenen Onshore- und Offshore-Standorten." In Cuxhaven soll unter der Regie der Beteiligungsgesellschaft des Deutschen Windenergie Instituts (DEWI) sowie des Landes Niedersachsen und der Stadt Cuxhaven ein Testfeld mit fünf Standorten realisiert werden, auf dem besonders Windenergieanlagen für die Offshore-Nutzung erprobt werden. Neben den bereits laufenden Baugenehmigungsverfahren für weitere Standorte soll auch das Genehmigungsprocedere für Cuxhaven bis zum Jahreswechsel eingeleitet werden, um die 5M an diesem Standort bis Ende 2005 realisieren zu können.



18.11.2004   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REpower Systems AG.

 

BMU: Neue Broschüre informiert über Geothermie

Lange Zeit ist die Erdwärme weitgehend unbeachtet geblieben. Und das, obwohl sie entscheidende Vorteile hat: Geothermie ist eine heimische und umweltfreundliche Energiequelle. Sie erzeugt weder Luftschadstoffe noch CO2 und ist ein idealer Ersatz für fossile Energieträger – Tag und Nacht, und unabhängig von Klima und Wetter. Um die Öffentlichkeit über die verschiedenen Aspekte der Geothermie zu informieren, hat das Bundesumweltministerium (BMU) anlässlich der Fachtagung „Die neue Rolle der Geothermie“die Broschüre „Geothermie - Energie für die Zukunft“ herausgegeben.  

Erdwärme für einzelne Verbraucher und ganze Städte

Vor einem Jahr wurde das erste deutsche Erdwärme-Kraftwerk in Neustadt-Glewe in Betrieb genommen. Das war laut BMU ein Markstein beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Um das enorme Potenzial der Geothermie künftig nutzen zu können, müssen die Technologien optimiert, Qualität und Wirkungsgrade der Anlagen gesteigert und die Kosten insgesamt gesenkt werden, so das BMU. Mit diesen und weiteren aktuellen Fragen zum Thema Geothermie beschäftigte sich eine Fachtagung in Landau unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Jürgen Trittin. 300 Experten aus 9 Ländern diskutierten über „Die neue Rolle der Geothermie“. Die Erdwärme bietet eine ganze Reihe von Möglichkeiten und Technologien für den Einzelverbraucher bis hin zur Erschließung ganzer Städte mit Fernwärme. Einige Systeme sind laut BMU bereits heute wirtschaftlich. Der große Erfolg bei der Bohrung für das Pilotprojekt einer großtechnischen Nutzung der Geothermie im bayerischen Unterhaching mit der neuartigen Kalinatechnik hat großes Interesse an dem Thema ausgelöst, nicht nur in der Industrie.


Förderung verbessert

Die Bundesregierung hat laut MBU daher ihre Anstrengungen zur Förderung der Geothermie erheblich verstärkt: Die Erdwärme wurde im Jahr 2000 in das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aufgenommen. Investoren erhalten seitdem erstmals eine gesetzlich garantierte Vergütung für den in ihren Anlagen erzeugten Strom aus der Tiefe. Diese Konditionen seien in der Novelle des EEG von 2004 noch einmal entscheidend verbessert worden, so das BMU.


Die kostenlose Broschüre „Geothermie - Energie für die Zukunft“ kann beim Bundesumweltministerium bestellt werden: Postfach 300361, 53183 Bonn, Telefonnummer: 01888-305-3355, Faxnummer: 01888-305-3356 oder per E-Mail bmu@broschuerenversand.de; Bestellnummer 2125. angeben. Weitere Infomationen zum Thema Geothermie sind unter www.bmu.de abrufbar.



18.11.2004   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

RAL Güteschutz Solarenergieanlagen: Fach- und Verkehrskreiseverfahren eröffnet

Das deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. hat mit Wirkung zum 08.11.2004 das so genannte Fach- und Verkehrskreiseverfahren eröffnet. 45 Fach- und Spitzenverbände der Deutschen Wirtschaft sind nun aufgefordert, eine technische Stellungnahme zu den Güte- und Prüfbestimmungen für Solarstrom- und Solarwärmeanlagen abzugeben, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS). Nur mit guten Material, geschultem Personal und hochwertigen Produkten könne ein hochwertiges Endprodukt entstehen, betont die DGS.   Übertragen auf die Solartechnik bedeute dies, dass Solaranlagen dann funktionieren und optimal wirtschaftlich seien, wenn Sie von qualifiziertem Personal, nach der "guten fachlichen Praxis" geplant, ausgeschrieben und aus hochwertigen Komponenten errichtet werden. Dies sei die Basis für den RAL Güteschutz Solarenergieanlagen, dem Unternehmen beitreten können, welche die technischen Güte- und Prüfbestimmungen als Grundlage für ihr Handeln anerkennen und sich einer Eigen- und Fremdüberwachung unterziehen.


Nutzen für Unternehmen

Planungen, Ausschreibungen, Errichtungen und Kontrollen von Solarenergieanlagen können dann optimal ausgeführt werden, wenn die beteiligten Fachleute klare technische Richtlininen für die Kommunikation untereinander verwenden, so die DGS. Der RAL Güteschutz Solarenergieanlagen schaffe einheitliche technische Lieferbedingungen für die Komponentenherstellung, die Konzeption, die Ausführung sowie den Service und Betrieb von Solarenergieanlagen in den Anwendungsbereichen Wärme und Strom. Unternehmen im Güteschutz können durch ihre Mitgliedschaft die Anerkennung einheitlicher Standards nachweisen und damit die Qualität Ihrer Produkte und Dienstleistungen sowie von Ihnen gegebener Fachinformationen belegen.


Nutzen für Endkunden

Kunden, die Angebote nach dem RAL Güteschutz Solarenergieanlagen einholen oder in ihren Aufträgen den RAL Güteschutz Solarenergieanlagen festschreiben, definieren damit technische Lieferbedingungen für ihre Planer, Lieferanten und Monteure. Sie schützen sich und ihre Rechtsposition durch die klare Definition eines technischen Qualitätsstandards, der im Streitfall vor deutschen Gerichten Bestand habe, so die DGS. Mit dem RAL Güteschutz Solar werde der Laie zum Solarfachmann, in dem er gerichtsfest technisch korrekte Ausschreibungen auslöse.


Dokumente zum Herunterladen – Kommentare erwünscht

Das Originaldokument der Güte- und Prüfbestimmungen des Fach- und Verkehrskreiseverfahrens kann heruntergeladen werden unter der Adresse ; zum Ionenantrieb und zu hoch effektiven Solarzellen für die Raumfahrt: DLR

17.11.2004   Quelle: ESA, DLR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ESA

 

Greenpeace energy: Erneuerbare Energien kein Preistreiber auf dem Strommarkt

Der bundesweite Ökostromversorger Greenpeace energy eG wird den Strompreis für seine Privatkunden im dritten Jahr in Folge nicht erhöhen. Der seit 1. Januar 2003 gültige Preis von 18,4 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) und 7,85 Euro monatlicher Grundgebühr bleibe weiterhin unverändert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Das Unternehmen festige damit seine Position als einer der preisstabilsten Anbieter der Strombranche. "Die Kosten durch gestiegene Strombeschaffungspreise gleichen wir durch unsere steigende Kundenzahl aus. Unser Wachstum lässt die Verwaltungskosten sinken, das geben wir an unsere Kunden weiter", sagt Jan Haase, Unternehmenssprecher von Greenpeace energy eG.


EEG-Förderung nicht für Preisanstieg verantwortlich

Das Unternehmen habe den Preis für Haushaltskunden seit seiner Gründung vor fünf Jahren nur um 2,9 Prozent erhöht. Die Inflationsrate sei im gleichen Zeitraum um 6,6 Prozent gestiegen, der durchschnittliche Preisanstieg in der Strombranche habe in dieser Zeit sogar zwischen 15 und 20 Prozent gelegen. Zum 1. Januar 2005 werden viele Stromanbieter ihre Preise erneut um mehrere Prozent erhöhen - mit Begründungen, die häufig jeder Basis entbehren, so Greenpeace energy. So würde die Förderung erneuerbarer Energien für einen Großteil der Preiserhöhungen verantwortlich gemacht. "Eine nachweislich falsche Aussage", so Haase. In einem Hintergrundpapier zu Strompreisen für Haushaltskunden belege Greenpeace energy, dass die Förderung regenerativer Energien nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) rund 0,4 Prozent Preiserhöhung rechtfertige. Auch die Argumentation, der zunehmende Bedarf an Ausgleichsenergie aufgrund des Zubaus von Windkraftwerken lasse die Preise steigen, erweist sich laut Greenpeace energy als nicht haltbar.


Netznutzungsentgelte machen Strom teuer

Hauptgrund für die hohen Strompreise in Deutschland sowie die aktuellen Erhöhungen seien die hohen Netznutzungsentgelte, so Greenpeace energy. Diese lägen nach Expertenmeinung um bis zu 30 Prozent zu hoch. "Nur die unverzügliche Einsetzung einer Regulierungsbehörde kann diesem Treiben der Netzbetreiber ein Ende bereiten", sagt Haase. Greenpeace energy fordert transparente und vor allem faire Strompreise. Das heiße, dass bei den Netzentgelten keine Monopolrenditen mehr abgeschöpft werden dürften. Gleichzeitig müssten aber die Strompreise verstärkt die volkswirtschaftliche und ökologische Wahrheit widerspiegeln. Ein angemessener Strompreis sei die Voraussetzung für eine marktwirtschaftliche Nutzung des immensen Effizienzpotenzials.
Das Hintergrundpapier zu den Strompreisen für Haushaltskunden bietet Greenpeace energy zum Herunterladen an unter http://www.greenpeace-energy.de

17.11.2004   Quelle: Greenpeace energy eG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solar-Initiativen: RegioSolar geht in die zweite Runde

RegioSolar

Das Projekt "RegioSolar" zur Stärkung regionaler Solarinitiativen soll fortgesetzt werden. Ein Konzept hierfür hat der Bundesverband Solarindustrie (BSi) auf der Sitzung des RegioSolar-Beirates am 8. November in Frankfurt vorgestellt.  Der Beirat habe die bisherigen Aktivitäten des Projektes wie die Bundeskonferenz Regionaler Solarinitiativen Anfang April in Berlin als gelungenen Auftakt gewertet und die Absichtserklärung von Bundesumweltministerium (BMU) und BSi begrüßt, das Engagement der lokalen Akteure auch weiterhin zu unterstützen, so der BSi in einer Pressemitteilung.


Mehr Aktivität für Solarwärme erforderlich

Wie BSi-Geschäftsführer Gerhard Stryi-Hipp erklärte, will sich RegioSolar in seiner zweiten Phase besonders auf die stärkere Vernetzung der Initiativen sowie auf die Unterstützung bei der Durchführung lokaler Solaraktionen konzentrieren. Einen besonderen Handlungsbedarf sieht Stryi-Hipp im Bereich Solarthermie: „Im Wärmebereich muss mehr getan werden, um die klimapolitischen Ziele zu erreichen. Wir wollen deshalb die Solarinitiativen ermuntern, sich wieder verstärkt für die Nutzung von Solarwärmeanlagen einzusetzen“, so Stryi-Hipp.


Zweite Konferenz im Herbst 2005

Zur stärkeren Vernetzung knüpft das geplante Projekt an bisher realisierte Maßnahmen an. Im Mittelpunkt steht dabei das Internet-Portal www.regiosolar.de. Rund 300 Solarinitiativen präsentieren sich hier bereits; außerdem bietet die Plattform hilfreiche Beispiele für die Arbeit der lokalen Akteure. Für Herbst 2005 ist eine zweite Bundeskonferenz regionaler Solarinitiativen vorgesehen. Im Bereich Printmedien soll die Initiativenzeitschrift „Energiebündel“ neu aufgelegt und bundesweit verbreitet werden. Initiativen, die daran interessiert sind, sich im kommenden Jahr für die Solarwärme zu engagieren, können auf Unterstützung in Form von Aktionsvorschlägen sowie Informations- und Werbematerialien für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit hoffen. Klimaschützer und Handwerker, die gemeinsam mit RegioSolar die Aktion „Wärme von der Sonne“ durchführen möchten, erhalten je nach Bedarf Unterstützung und Beratung. Nähere Informationen gibt es unter der Rufnummer 030 / 29 777 88 – 20 oder per E-Mail unter mailto:info@regiosolar.de.

17.11.2004   Quelle: BSi e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Kostenloser Online-Kurs: Mit Infrarot die Wärmelücken des Hauses entdecken

Die Energieagentur NRW bietet auf dem "Wissensportal Energie" einen neuen, kostenfrei zugänglichen Kurs zur "Thermographie" an. Der Schulung richtet sich an Architekten, Planer, Baufachleute und alle, die sich mit dem Thema Gebäudediagnose befassen. Die Thermographie ist ein Verfahren, um die energetischen Schwachstellen eines Hauses zu diagnostizieren. Eine Thermographieaufnahme, auch Thermogramm genannt, ist eine Infrarotaufnahme und liefert bei einem Gebäude ein exaktes Abbild der Temperaturverteilung auf den Bauteiloberflächen.  Damit stehe ein präzises Werkzeug zur Verfügung, um die dämmtechnische Qualität im Gebäudebestand zuverlässig und zerstörungsfrei zu bestimmen und die fachgerechte Umsetzung von Dämmarbeiten effektiv zu kontrollieren, so die Energieagentur NRW.

Die stetig steigenden Energiepreise führen dazu, dass sich Hausbesitzer zunehmend Gedanken über den Energieverbrauch im Haushalt machen. Etwa 80 % der Energie im Haushalt werden für die Raumwärme aufgewendet. Die dadurch entstehenden Kosten können mit der energetischen Sanierung eines Hause deutlich verringert werden, betont die Energieagentur NRW. Mit dem frei zugänglichen Online-Kurs "Thermographie" bietet die Energieagentur NRW einen Überblick über die Einsatzbereiche von Thermographieaufnahmen. Dabei liegt der Schwerpunkt im Bereich der Gebäudediagnose. Es wird anhand von Beispielen erläutert, wie und wann eine Thermographie eingesetzt werden kann und wie sie gelesen wird. Typische Schwachstellen wie Wärmebrücken und Luftundichtigkeiten in der Gebäudehülle werden ebenso behandelt, wie optische Täuschungen in Thermogrammen, die z.B. durch Reflexionen entstehen. Der Online-Kurs wird abgerundet von einem Test, in dem die Teilnehmer ihr erworbenes Wissen überprüfen können.

Weitere Informationen unter http://www.wissensportal-energie.de

17.11.2004   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

EREC: Wettbewerb auf dem europäischen Energiemarkt ist ein Mythos

"Effektiver Wettbewerb auf dem europäischen Markt ist nur ein Mythos: in über 90 Prozent des EU-Strommarkts gibt es keine wirkliche Konkurrenz. Und bis die gegenwärtigen Störungen überwunden sind, wird es auch keinen internationalen Markt geben, in dem erneuerbare Energien in den Wettbewerb eintreten können". Das ist das Ergebnis eines Lageberichts, den der Europäische Rat für Erneuerbare Energien (EREC) am 16.11.2004 veröffentlicht hat.   Der European Renewable Energy Council ist die Dachorganisation der europäischen Industrie-, Handels- und Forschungsverbände im Bereich der Erneuerbaren in Europa. Sie sind aktiv sind in der Bereichen Photovoltaik, Kleine Wasserkraft, Solarwärme, Biomasse, Geothermie und Windkraft.

"Während die traditionellen Akteure auf dem herkömmlichen Energiemarkt unter den Produzenten von Energie aus regenerativen Quellen Wettbewerb fordern, sollte nicht vergessen werden, dass in Wirklichkeit in mehr als 90% des Marktes für konventionellen Strom kein Wettbewerb herrscht. Unser Lagebericht zeigt, dass echter Wettbewerb eine Illusion ist", sagt Oliver Schäfer, politischer Berater des EREC. Einige Organisationen und Akteure aus dem traditionellen Energiesektor rufen laut EREC zwar nach mehr Wettbewerb auf dem Markt für erneuerbare Energien, aber die Voraussetzung für einen funktionierenden und ungestörten Markt der Erneuerbaren sei ein effektiver Wettbewerb auf dem bestehenden Markt.

Die Anbieter von Energie aus fossil-atomaren Quellen sollten in ihrem Bereich praktizieren, was sie für die Erneuerbaren predigen, fordert Schäfer. "Es scheint verfrüht, nach Wettbewerb auf dem Markt der Erneuerbaren zu rufen, so lange es ihn auf dem traditionellen Markt nicht gibt", betont Schäfer. Die Technik zur Nutzung erneuerbarer Energien könnte laut Schäfer bereits wettbewerbsfähig sein, wenn sie unter den gleichen Voraussetzungen entwickelt würde, wie die konventionelle Konkurrenz, zum Beispiel hinsichtlich der Förderung von Forschung und Entwicklung. Auch gelte es die externen Kosten der Stromproduktion aus fossil-atomaren Quellen innerhalb der monopolistischen Strukturen des traditionellen Marktes im Auge zu behalten. Würde das Verursacherprinzip auch auf Umweltverschmutzung bei der Energieproduktion angewendet, würde allein dies ausgeglichene Verhältnisse auf dem bislang unausgewogenen Markt schaffen, so Schäfer weiter.

Der komplette Lagebericht (englisch) kann heruntergeladen werden unter http://www.erec-renewables.org/


16.11.2004   Quelle: EREC   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SOLON AG: Solarstrom-Jahreskapazität um 60 MWp erweitert

Die Berliner SOLON hat im III. Quartal 2004 nach einer Bauzeit von nur fünf Monaten die Errichtung der neuen Produktionsstätte in Greifswald mit einer Photovoltaik-Jahreskapazität von 60 Megawatt peak (MWp) abgeschlossen. Dies entspreche einer Produktionsmenge von 300.000 Solarmodulen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Sechs Produktionslinien wurden installiert und plan- und fristgerecht zum 1. Oktober der Produktion übergeben. Die erfolgswirksamen Kosten in Höhe von ca. einer Million Euro hätten das Ergebnis des III. Quartals spürbar beeinflusst, so die SOLON AG. Weitere Kosten für die Inbetriebnahme des Werkes seien nicht zu erwarten. Im Verhältnis zu den Kosten der Inbetriebnahme früherer Produktionslinien konnte der Kostenanteil von 4% auf 1,6% der Jahreskapazität verringert werden. Die SOLON AG könne somit im Jahr 2005 dem Markt mit den Produktionsstätten in Berlin und Greifswald eine Kapazität von insgesamt 90 MWp zur Verfügung stellen. Die gesamte Jahresproduktion 2005 sei bereits verkauft.

Für das IV. Quartal 2004 plant SOLON die Produktion und den Verkauf von über 16 MWp Solarmodulen und erwartet ein positives Quartalsergebnis. Erste Engpässe bei Wafer- und Solarzellenlieferanten würden zum Jahresende zu einer im Vergleich zur ursprünglichen Produktionsplanung von 40 MWp geringeren Produktionsmenge von 36 MWp führen. Bei einer erwarteten neu installierten Menge von 300 MWp für Deutschland im Jahr 2004 würde dies einen Marktanteil von 12% für die SOLON AG bedeuten, gegenüber 9% im Vorjahr.


Produktion um 150% gesteigert; Umsatzplus von 200 %

SOLON AG, Berlin, hat nach eigenen Angaben in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres einen Gewinn von 589.000 Euro erzielt, im III. Quartal des Geschäftsjahres jedoch einen Bilanzverlust von 339.000 Euro. Die Produktionsmenge im III. Quartal 2004 lag bei 8,4 MWp, eine Steigerung gegenüber der Vorjahresperiode (3,3 MWp) um 150% und gegenüber dem II. Quartal des Jahres (6,3 MWp) von 33%. In den ersten neun Monaten 2004 wurde ein Produktionsvolumen von 19,7 MWp erreicht, 75% mehr als im gesamten Jahr 2003 mit 11,3 MWp.


Die Umsatzerlöse sprangen von 20,6 Millionen Euro auf 61,8 Millionen Euro (+ 41,2 Mio. Euro / + 200%), das Ergebnis vor Steuer und Zinsen (EBIT) verbesserte sich von minus 1.1 Millionen Euro auf plus 1.1 Millionen Euro (+2.2 Millionen Euro), und das Bilanzergebnis von minus 1.6 Millionen Euro auf plus 589.000 Euro. (+ 2.2 Millionen Euro).


16.11.2004   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Studie: FAZ gibt der Windenergie keine Chance

Wenn es um das Thema Windkraft geht, scheiden sich die Geister. Das belegt eine aktuelle Analyse der Berliner Landau Media AG. Das Medienbeobachtungsunternehmen untersuchte, wie sich der Tenor der Berichterstattung in repräsentativen deutschen Zeitungen und Wochentiteln zwischen September 1998 und September 2004 verändert hat. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) landete laut Landau Media AG souverän auf Rang eins unter den Skeptikern, dicht gefolgt vom Nachrichtenmagazin Der Spiegel.  Der Spiegel hatte mit seiner Reportage "Die große Luftnummer" im Frühjahr 2004 für viel Wind in der Branche gesorgt. Mehr als tausend Artikel seien ausgewertet worden, um die Image-Entwicklung der Windkraft in der deutschen Presse nachzuzeichnen, so die Landau Media AG. Das Lager der Medien-Befürworter der Windenergie werde -nicht ganz unerwartet- angeführt von der Tageszeitung aus Berlin (taz).

Insgesamt hat sich die Anzahl der Veröffentlichungen rund um die Windkraft im Untersuchungszeitraum laut Landau Media AG verdoppelt. Vermehrte Aufmerksamkeit und stärkere Berichterstattung seien jedoch nicht nur eine Folge der politischen Diskussion um das Für und Wider regenerativer Energien. Vor allem die wirtschaftliche Misere in der Branche habe in den letzten zwei Jahren zu einem sprunghaften Anstieg der Presseresonanz geführt, so das Medienbeobachtungsunternehmen.

Wer zu den Wortführern in der Debatte um die Windenergie gehört und wie sich andere Medien wie Focus, Stern, Handelsblatt oder Financial Times positioniert haben, ist der vollständigen Studie zu entnehmen. Gegen eine Schutzgebühr von 100,00 EUR kann diese angefordert werden unter: info@landaumedia.de.

16.11.2004   Quelle: Landau Media AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Forschungspolitik: Grüne melden Erfolge im Bundeshaushalt 2005

Wie bereits in den Vorjahren sei es den grünen Haushaltspolitikern gelungen, deutliche Akzente bei der Forschungsförderung zu setzen. Das berichtet Hans-Josef Fell (MdB), forschungs- und technologiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Besondere Erfolge seien bei den Mitteln für die Forschung zu erneuerbaren Energien erzielt worden, kommentiert Fell den Beschluss des Bundeshaushaltes 2005 durch den Haushaltsausschuss vom 12.11.2004.   Dem Bundesumweltministerium würden künftig 20 Millionen Euro mehr Forschungsmittel zu diesem Zwecke zur Verfügung stehen. Beim Bundeslandwirtschaftsministerium würden die Mittel um 23,1 Millionen Euro angehoben. Ein Großteil der zusätzlichen Mittel werde als Ausgleich für den verminderten Steuernachlass beim Agrardiesel in Biokraftstoffe eingesetzt. Für Traktoren soll es Umrüst- und Forschungsprogramme geben; sowohl für naturbelassene Pflanzenöle als auch für Biodiesel. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Entwicklung synthetischer Kraftstoffe.

Im Bundesforschungsministerium werden laut Fell die Mittel für den Vernetzungsfonds Erneuerbare Energien um eine Million erhöht. Damit könne der Start der "Offenen Universität für Erneuerbare Energien" (OPURE) finanziert werden. Darüber hinaus soll in den Forschungshaushalt ein Titel eingestellt werden für die International Renewable Energy Agency (IRENA), aus dem diese weltweite Organisation in den Folgejahren mitfinanziert werden könnte. Für die Nachhaltigkeitsforschung stehen künftig 2,5 Millionen Euro mehr zur Verfügung, vor allem für Nachhaltiges Bauen, so Fell.

Weiter unklar ist laut Fell die Verwendung der Mittel, die an den Wegfall der Eigenheimzulage gebunden sind. Hierzu gehören Bereiche wie der High-Tech-Gründerfonds, die zusätzliche Brennstoffzellenförderung oder auch weitere Gelder für erneuerbare Energien. Hier habe die CDU/CSU im Bundesrat leider eine Verhinderungsmöglichkeit. Sie werde sich entscheiden müssen zwischen Zukunftsinvestitionen oder der Subventionierung von Gebäuden, so Fell.



16.11.2004   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Erfolgreicher Projektaufruf des KfW-Klimaschutzfonds

Der Aufruf der KfW Bankengruppe zur Einreichung von Vorhaben, die Emissionsgutschriften aus Projekten in Entwicklungsländern liefern können, ist auf positive Resonanz gestoßen. Das berichtet die KfW in einer Pressemitteilung. Nach Ablauf der Einreichungsfrist Ende Oktober liegen der KfW Bankengruppe rund 30 Projektvorschläge mit einem Potenzial von rund 6,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vor.  Dies teilte Detlef Leinberger, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe, im Rahmen einer gemeinsamen Präsentation des KfW-Klimaschutzfonds mit dem BDI am 15.11.2004 in Berlin mit."Dieses Ergebnis zeigt, dass die KfW Bankengruppe am neu entstehenden Zertifikatemarkt als attraktiver Käufer wahrgenommen wird", sagte Leinberger. Die eingegangenen Projektvorschläge werden derzeit von der KfW Bankengruppe auf ihre Umsetzbarkeit überprüft.

Die KfW Bankengruppe hat den KfW-Klimaschutzfonds in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung Ende Juni 2004 ins Leben gerufen. An dem Fonds können sich Unternehmen beteiligen, die Emissionsgutschriften aus Projekten im Rahmen des 2005 beginnenden Europäischen Emissionshandels nutzen wollen, aber selbst kein Auslandsengagement eingehen wollen. Die KfW Bankengruppe selbst hat eigene Mittel in Höhe von 10 Millionen Euro für das Kaufprogramm
bereitgestellt. Leinberger wies weiter auf die langen Vorlaufzeiten von Projekten hin. Auch Unternehmen, welche die Nutzung solcher Gutschriften erst für die Zeit nach 2008 ins Auge fassen, sollten sich deshalb frühzeitig engagieren.

15.11.2004   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Weltgrößte Wasserstofftankstelle in Berlin eröffnet

Betankung eines PKW mit gasförmigem Wasserstoff.
Betankung eines PKW mit gasförmigem Wasserstoff.

Das nach eigenen Angaben führende deutsche Tankstellenunternehmen Aral hat am Messedamm in Berlin die weltgrößte Wasserstofftankstelle eröffnet. Sie habe eine potenzielle Betankungskapazität von mehr als 100 Fahrzeugen pro Tag, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Erstmalig in der Europäischen Union biete die blau-weiße Tochtergesellschaft der deutschen BP an einer herkömmlichen Tankstelle neben Benzin und Diesel auch den alternativen Energieträger Wasserstoff an. Die Station ist Teil der Clean Energy Partnership (CEP), einem Projekt von Aral, der BMW Group, der Berliner Verkehrsbetriebe, DaimlerChrysler, Ford, GM/Opel, Hydro/GHW, Linde und Vattenfall Europa mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums. Die Kooperationspartner der CEP und das Bundesverkehrsministerium investieren bis 2007 insgesamt 33 Millionen Euro im Rahmen des Projekts. "Die Eröffnung dieser Wasserstoff-Tankstelle ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen und emissionsfreien Mobilität der Zukunft. Hier testen wir erstmals die Herstellung, Verteilung, Speicherung und Betankung von Wasserstoff im Alltagsbetrieb einer normalen Tankstelle", sagte Dr. Uwe Franke, Vorstandsvorsitzender der Deutsche BP AG.

Die hochmoderne Station verfügt über jeweils eine Zapfsäule für flüssige und gasförmige Wasserstoffbetankung. Die gasförmige Variante des Wasserstoffs wird mittels Elektrolyse erzeugt. Der dazu benötigte Strom wird regenerativ hergestellt. Der flüssige, minus 253 Grad kalte Wasserstoff wird außerhalb des Tankstellengeländes produziert, per Tankwagen angeliefert und vor Ort in einem Spezialtank gespeichert. Um den Energieträger Wasserstoff auf seine Alltagstauglichkeit und Kundenakzeptanz zu testen, werden ab sofort an der Berliner Tankstelle 16 Fahrzeuge der Automobilpartner mit Wasserstoff betankt. Es handelt sich dabei sowohl um Fahrzeuge mit Brennstoffzellentechnik als auch um Pkw mit Wasserstoffverbrennungsmotor. Diese werden erstmals auch an Kunden übergeben. Für die Wartung der Wasserstoff-Autos wird im Februar 2005 auf dem Tankstellengelände eine Werkstatt eröffnet.

15.11.2004   Quelle: Aral Aktiengesellschaft   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: obs/Aral Aktiengesellschaft
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SOLLAB - Europaweit intensivierte Zusammenarbeit auf dem Gebiet der konzentrierenden Solarsysteme

Parabolrinnenanlage auf der Plataforma Solar de Almeria.
Parabolrinnenanlage auf der Plataforma Solar de Almeria.

Den so genannten "Konzentrierenden Solarsystemen" steht nach Ansicht führender Wissenschaftseinrichtungen eine große Zukunft bevor, berichtet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in einer Pressemitteilung. Heutige Prognosen zeigen laut DLR bereits ein großes Potenzial für die künftige weltweite Stromversorgung auf. Um die europäischen Kompetenzen auf diesem Feld zu bündeln, hat das DLR eine weit reichende Forschungsallianz mit Spitzenforschungszentren aus Spanien, Frankreich und der Schweiz vereinbart. SOLLAB, so der Name der neu gegründeten Allianz, soll ein erster Schritt auf dem Weg zum europäischen Forschungsraum im Bereich der Solarforschung werden.
  Erweiterte Zusammenarbeit

Im Rahmen des in Odeillo (Frankreich) ausgerichteten Eurosol Forums haben Vertreter des DLR, der spanischen Energieforschungseinrichtung CIEMAT, der französischen Großforschungseinrichtung CNRS und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Damit sei die bislang schon äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem DLR und CIEMAT um zwei weitere europäische Spitzenforschungszentren erweitert worden. Mit der Beteiligung sollen künftig nationale Forschungsanstrengungen abgestimmt und eine gemeinsame Forschungsstrategie gegenüber der
Europäischen Union definiert werden. Auf dem Gebiet der konzentrierenden Solartechnik hätten sich damit die in Europa führenden Einrichtungen mit dem Ziel der Planung und Durchführung gemeinsamer Forschungsaktivitäten zusammengeschlossen.


Versuchsanlagen in Almería und Odeillo.

150 Wissenschaftlern, Ingenieuren und Technikern biete die neue Forschungsallianz eine ideale Plattform zum Austausch von Mitarbeitern und zum Aufbau von gemeinsamen Arbeitsgruppen. Die gegenseitige Nutzung der vorhandenen Großversuchsanlagen ergänze sich in idealer Weise in einem komplementären Leistungsbereich. CIEMAT und CNRS betreiben die größten europäischen Versuchsanlagen, die Plataforma Solar in Almería (Spanien) und den IMP Sonnenofen in Odeillo. DLR und ETH verfügen in ihren Versuchsanlagen zudem über ausgezeichnete Messtechnik.


Europäische Forschungsstrategie als Ziel

Gemäß der SOLLAB-Vertragsvereinbarung wird ein gemeinsamer Aktivitätsplan einmal jährlich von einem Lenkungsausschuss verabschiedet, in dem in der ersten Phase das DLR den Vorsitz übernommen hat. Dabei trägt jeder Partner die Kosten für seine Arbeitsanteile in der Regel selbst. Einzelne Aktivitäten des SOLLABs, wie zum Beispiel die Erarbeitung einer europäischen Forschungsstrategie für die solarthermische Stromerzeugung (Acronym ECOSTAR) oder der Zugang zur Sonnenofenversuchsanlage in Odeillo (SOLFACE), werden laut DLR in diesem Jahr durch die EU gefördert.

15.11.2004   Quelle: DLR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DLR

 

Windenergieanlagen: Saubere weiße Riesen

Untersuchung belegt positive Energiebilanz der Windräder.
Untersuchung belegt positive Energiebilanz der Windräder.

Windkraftanlagen ernten zwar erneuerbare Energie, aber ihr Bau, ihre Wartung und das Recycling verschlingen auch eine Menge Energie, zumal wenn sie – wie künftig zunehmend - im Meer stehen. Ob sich das rechnet, untersuchen Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB).  Die Forscher um Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner vom Lehrstuhl Energiesysteme und Energiewirtschaft berücksichtigen in ihren "ganzheitlichen" Analysen jeden noch so kleinen Energieaufwand über die gesamte Lebensdauer einer Windenergieanlage und stellen diesen Wert der gewonnenen Strommenge gegenüber. Über ihre Ergebnisse berichten sie in MaschinenbauRUBIN, dem aktuellen Sonderheft des Wissenschaftsmagazins der Ruhr-Universität.


Positive Energiebilanz für Windkraftanlagen an Land

Die Ergebnisse der Bochumer Forscher belegen, dass die Bilanz für alle Windenergieanlagen aus energetischer Sicht vernünftig ist. Die energetische Amortisationszeit, das ist die Zeit, welche die Anlage in Betrieb sein muss, um ihren kumulativen Energieaufwand wieder „hereingespielt“ zu haben, liegt zwischen gut drei und sechs Monaten. Bei einer kalkulatorisch angesetzten Lebensdauer von 20 Jahren ergeben sich daraus Erntefaktoren von etwa 70 für eine große Anlage (1.500 kW) beziehungsweise 40 für eine kleine Windkraftanlage (500 kW). Der Erntefaktor gibt das Verhältnis der „eingespielten“ zu der aufgewendeten Energiemenge über die Lebensdauer an. Zum Vergleich: Photovoltaische Solarenergieanlagen zur Stromerzeugung amortisieren sich energetisch erst nach drei bis vier Jahren. Die Nachteile der Windenergie liegen laut RUB aber anderswo: Der Strom aus Wind sei zurzeit mehr als doppelt so teuer wie Strom aus fossilen Brennstoffen und deshalb noch nicht konkurrenzfähig. Außerdem seien Windenergieanlagen unzuverlässige Stromlieferanten, weil sie von der Windstärke abhängig sind. Bei zu wenig Wind erzeugen sie keinen Strom, bei Sturm muss man sie abschalten, damit sie keinen Schaden nehmen. Deshalb trügen sie zwar in steigendem Maße zur Stromerzeugung bei und sparen Kohle und Gas, könnten aber den teuren Bau von Ersatzkraftwerken, die mit Kohle oder Gas betrieben werden, wenn der Wind nicht weht, nicht verhindern.


Energetische Amortisationszeit von Off-shore-Anlagen unter einem halben Jahr

Erste Ergebnisse ganzheitlicher Energieanalysen in der Entwicklung befindlicher Off-shore-Anlagen mit 5.000 kW Leistung zeigen erwartungsgemäß erheblich größere Aufwendungen für den Bau der Anlagen. Ein über 30 Meter hohes, im Wasser stehendes Drei-Bein Stahlgerüst (Tripod), auf dem der Windenergiekonverter über Wasser befestigt ist, kommt hinzu. Die Rotoren der WEA im Meer sollen im Durchmesser 100 Meter messen – an Land sind es bis zu 66 Meter. Jedes einzelne Rotorblatt wiegt bis zu drei Tonnen. Diesem zusätzlichen Aufwand steht laut RUB jedoch ein größeres Windenergieangebot als an Land gegenüber – es sei eine mindestens doppelt so große Stromausbeute zu erwarten. Deshalb hätten erste Berechnungen auch für die Forscher überraschend eine energetische Amortisationszeit von unter einem halben Jahr ergeben. Aber auch hier würden die Werte wohl noch etwas ungünstiger werden, wenn die durch die Windparks ausgelösten Zusatzinvestitionen an Land berücksichtigt sind, so die RUB


Windenergie an Land und im Meer

Mit 16.000 Windenergieanlagen (WEA), ist Deutschland Weltmeister in der Nutzung der Windenergie. Gut ein Drittel aller WEA der Welt stehen hier, im Jahr 2003 lieferten sie fünf Prozent des gesamten Strombedarfs. In Zukunft sollen die Windanlagen auch die Meere erobern. Dort weht der Wind stärker und gleichmäßiger als an Land. Allein für die deutsche Nord- und Ostsee liegen 31 Anträge zur Errichtung von Windparks vor, sieben weitere wurden bereits genehmigt. Für die ersten zwei davon – Borkum-West und Butendiek – wurden bereits Bauaufträge vergeben.

Weitere Informationen im Wissenschaftsmagazin RUBIN: http://www.ruhr-uni-bochum.de/rubin/

Der komplette Beitrag von Prof. Wagner kann als PDF-Dokument heruntergeladen werden unter http://www.ruhr-uni-bochum.de/rubin/maschinenbau/pdf/beitrag1.pdf



15.11.2004   Quelle: Ruhr-Universität Bochum   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU

 

Filmdokumentation zur Konferenz "EuroSun2004" auf DVD erschienen

Eine neuartige Dokumentation über die EuroSun2004 ist jetzt erhältlich. Auf 3 DVDs mit insgesamt ca. 500 Minuten Spieldauer befinden sich die Filmmitschnitte aller 14 Hauptvorträge (Keynotes) der Solarkonferenz, die im Juni 2004 veranstaltet wurde von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und ISES Europe (International Solar Energy Society - Europe).  Wer nicht zu Europas wichtigster Solarkonferenz nach Freiburg anreisen konnte, werde dieses Angebot zu schätzen wissen, so die PSE GmbH in einer Pressemitteilung. Auch wer sich kurzweilig und unterhaltsam über den neuesten Stand von Forschung und Technik informieren möchte, profitiere von der aufwändig gemachten Aufzeichnung. Die DVD-Dokumentation ermögliche es, einen Teil der Konferenzatmosphäre mitzuerleben.

14 Vorträge auf 3 DVDs

Die EuroSun-Dokumentation beginnt mit einer Einführung von Dr. Jean Rosenfeld, Präsident von ISES Europe. Dann geht es in den Plenarsaal zu den Vorträgen. Dort erwarten den Zuschauer die Hauptredner, die auf der EuroSun die Themen Solarthermie, Solares Bauen und Architektur, Solare Kühlanlagen, Photovoltaik-Systeme und Marktstrategien eröffneten. Die DVD "EuroSun2004" ist der erste Konferenz-Film auf DVD im Bereich erneuerbare Energien. Das Konzept wurde von der Freiburger Agentur triolog in Kooperation mit der Filmproduktionsfirma argentis entwickelt. Für den Solar-Interessenten bietet sich die Möglichkeit, einzelne Vorträge am eigenen PC- oder TV-Bildschirm direkt anzusteuern und in Ruhe zu betrachten. Die Vortragsfolien der Folien sind wie im Live-Vortrag eingeblendet und werden über den gesamten Bildschirm angezeigt. 13 der insgesamt 14 Vorträge sind in englischer Sprache. Für die beiden Eröffnungsreden steht auf einem parallelen Audiokanal eine Simultanübersetzung in deutscher bzw. englischer Sprache zur Verfügung.

Das DVD-Set EuroSun2004 kann ab sofort im Internet bestellt werden zum Preis von 59 Euro (inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten) unter http://www.eurosun2004.org

15.11.2004   Quelle: PSE GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Windpark Dubener Platte: Repowering soll fünf Prozent Ertragssteigerung bringen

Auf Initiative des Grünen Emissionshauses wird die REpower AG im Windpark Dubener Platte mit dem "Energy-Plus-Paket" neueste Erkenntnisse zur Ertragsoptimierung umsetzen. Die Leistungsfähigkeit der Anlagen werde dadurch voraussichtlich um mehr als 5% verbessert und eine entsprechende Ertragssteigerung des Windparks nach sich ziehen, berichtet das Grüne Emissionshaus in einer Pressemitteilung.  Das "'Energy Plus"-Paket des Anlagenherstellers REpower AG bündelt technische Maßnahmen, welche die Leistungsfähigkeit der 1,5-MW-Anlage vom Typ MD 77 weiter verbessern sollen. So werden unter anderem die Rotorblätter modifiziert und die Anlagensteuerung entsprechend den neuesten Forschungsergebnissen von REpower angepasst. Der Windpark Dubener Platte gehört zu den ersten Parks, in denen diese Neuerungen umgesetzt werden.

Nach Berechnungen der Deutschen Windguard werden die geplanten Maßnahmen im Windpark Dubener Platte eine Ertragssteigerung um mehr als 5% nach sich ziehen. Die Stromproduktionsdaten der vergangenen Monate zeigen, dass der Windpark bereits jetzt die prospektierten Erwartungen erfülle und Investoren somit ein hohes Maß an Sicherheit biete, so das Grüne Emissionshaus.

Der Windpark Dubener Platte umfasst 19 Anlagen des Typs REpower MD 70/77 mit jeweils 1,5 MW Leistung. Das Investitionsvolumen beträgt rund 36 Millionen Euro, 9 Millionen Euro davon werden derzeit von privaten Investoren eingeworben. "Eine Beteiligung ist insbesondere für steuerlich orientierte Investoren interessant", betont der Vertriebsleiter des Grünen Emissionshauses, Jörg Bold . "Im ersten Jahr wird das steuerliche Ergebnis voraussichtlich bei 100% liegen und damit attraktiver sein als bei den meisten anderen geschlossenen Fonds", sagt Bold. Beteiligungen sind ab 10.000 Euro möglich. Die Ausschüttung über die gesamte Laufzeit werde voraussichtlich 267% betragen. Die Rendite nach Steuer liege bei etwa 9%.


14.11.2004   Quelle: das grüne emissionshaus gmbh   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Sonnenstrom vom Schuldach: Neue 54 kWp-Anlage in Waldenbuch

Solarstromanlage (53,6 kWp) in Waldenbuch nahe Stuttgart.
Solarstromanlage (53,6 kWp) in Waldenbuch nahe Stuttgart.

Mit der neuen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Oskar-Schwenk-Schule im baden-württembergischen Waldenbuch sei der erste Schritt getan, um der Stadt Pforzheim in Sachen “größte Solarstromanlage auf einem Schuldach in Baden - Württemberg“ den Rang abzulaufen. Das berichtet die als Generalunternehmer mit dem Bau beauftragte Firma eneral* in einer Pressemitteilung.  Bis zum Sommer 2005 will eneral* insgesamt 177 Kilowatt Photovoltaikleistung mit Bürgerbeteiligung auf den Schuldächern installieren und damit der Fritz-Erler-Schule in Pforzheim (112 Kilowatt peak) den ersten Platz streitig zu machen.


Mit der aktuell installierten Spitzenleistung von 53,6 Kilowatt (kWp) und 9 Wechselrichtern sollen auf einer Dachfläche von 430 Quadratmetern jährlich rund 49.300 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom erzeugt werden. Das entspreche einer Einsparung von über 29 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2).

Den Schülern und der interessierten Öffentlichkeit gibt eine Anzeigetafel in der Aula Auskunft über die aktuelle Stromproduktion und die CO2-Einsparung. Außerdem wird die Gesamt- und Tagesproduktion in Kilowattstunden angezeigt. So kann die Funktionsweise und Produktion der Anlage auch in den Unterricht mit einbezogen werden. Der erste Bauabschnitt wird eingeweiht am 18.11.2004 um 14:00 Uhr


Bürgerbeteiligung und attraktive Rendite

Die Beteiligung an Solarkraftwerken ist nicht nur aus ökologischer Sicht attraktiv, sie stellt dank der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung von 57,4 Cent/kWh eine gewinnbringende Anlageform dar. Jeder Bürger von Waldenbuch und Umgebung kann Anteile ab einer Mindesteinlage von 5.500 Euro zeichnen und sich, je nach individueller steuerlicher Belastung, eine Rendite von über 8% sichern, so eneral*. Was dieses Projekt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 300.000 Euro für Anleger besonders lukrativ mache und es von bestehenden Solarfonds unterscheide, ist, dass nicht vorinvestiert werden muss, wie sonst üblich. Die Beteiligungen werden erst nach Bauabschluss und Netzeinspeisung verkauft.
Für alle „Sonnenbegeisterten“ findet am Sonntag, den 21.11.04, um 14.00 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Aula der Oskar-Schwenk-Schule statt.


Komplettlösung aus einer Hand – mit eneral*

Die Firma eneral* ist spezialisiert auf die Konzeption und Realisierung von Großanlagen im Bereich Solarenergie und bietet Komplettlösungen aus einer Hand. In Zusammenarbeit mit erfahrenen Ingenieuren, Wirtschaftsprüfern, Herstellern und Installationsbetrieben erstellte eneral* für das Projekt in Waldenbuch ein Gesamtkonzept und sorgte für dessen Umsetzung. Die Firma „Alu Stand“ lieferte die Unterkonstruktion und das Know-how im Bereich der Statik. Die hochwertigen Module des Dresdener Herstellers Solarwatt und die verwendeten Wechselrichter der SMA Technologie AG sowie die reibungslose Montage der Sailer Solarsysteme GmbH (ausgezeichnet mit dem Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg ) sprechen in Sachen Qualität für sich, so eneral* in einer Pressemitteilung.

14.11.2004   Quelle: eneral*   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: eneral*.
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Mecklenburg-Vorpommern: Klimaschutz hat hohen Stellenwert

"Werden fossile Energieträger Stück für Stück durch regenerative ersetzt, tragen wir zur Sicherung der Lebensgrundlage zukünftiger Generationen bei", erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling in einer Rede auf dem 2. Forum Wärmepumpe in Berlin.  Die Nutzung regenerativer Energien habe in Mecklenburg-Vorpommern in den letzten Jahren einen großen Aufschwung genommen. Während 1995 nur rund 3,7 % des dort erzeugten Stroms aus regenerativen Energien stammte, seien es 2003 bereits 26% gewesen. Auch der Anteil erneuerbarer Energiequellen an der Wärmeerzeugung sei gestiegen. Mecklenburg-Vorpommern verfüge über genügend Potenzial, um langfristig mindestens 50% des Energiebedarfes im Land durch regenerativen Energien zu decken, so der Minister.


Lob für Kraft-Wärme-Kopplungs-Bonus im EEG

"Alle Rechtsnormen, die den Energiebereich im weitesten Sinne betreffen, haben auch Einfluss auf die Erneuerbaren Energien. In Deutschland ist es vor allem das am 01. August in Kraft getretene novellierte Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Mecklenburg-Vorpommern hat sich im Gesetzgebungsverfahren vor allem aktiv an den Änderungsvorschlägen beteiligt, die die Biomasse betreffen. So wird jetzt ein Zusatzbonus von bis zu 6 Cent pro Kilowattstunde (KWh) für Biomasseanlagen gezahlt, wenn ausschließlich Materialien eingesetzt werden, die in landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen oder Gartenbaubetrieben anfallen. Eine weitere zusätzliche Vergütung von 2 Cent pro KWh betrifft die gleichzeitige Wärmenutzung. Die mehrheitliche Zustimmung zu der letztgenannten Entscheidung lag mir ganz besonders am Herzen, da in konventionellen Biomasseanlagen bestenfalls 40% der Energie in Strom umgewandelt werden kann", so Methling.


Windpotenzial weitgehend erschlossen

Ein wichtiger Baustein im EEG für Mecklenburg-Vorpommern ist laut Methling die Windenergienutzung. Bis zum Jahr 2005 werde das landseitig nutzbare Potenzial weitgehend erschlossen sein, damit werde eine Gesamtleistung von über 1.000 Megawatt (MW) und eine potenzielle Jahresstromerzeugung von 1,9 Terawattstunden (TWh) erwartet. 2006 bis 2010 könne nur noch ein geringer Zubau in den Eignungsgebieten erfolgen. Der eigentliche Zuwachs werde im Offshore-Bereich gesehen. "Die Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern ist zu großen Teilen von flachen Haff- und Boddengewässern begrenzt. Diese sensiblen Naturräume des küstennahen Raumes gilt es in ihrer Natürlichkeit zu erhalten, sie stehen auf unterschiedlichem Niveau unter Schutz und kommen für die Errichtung von großen Windparks nach derzeitiger Rechtslage nicht in Frage", sagte Minister Methling.


Kompromiss zwischen Windkraft und Tourismus

"Nach optimistischen Prognosen können mit den im Lande ansässigen Unternehmen der Windenergie-Branche 1.200 Arbeitsplätze entstehen", erwartet Methling. Andererseits hat sich der Tourismus in den letzten Jahren erfreulicherweise zum Wirtschaftsmotor in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. Das Land strebt dabei einen naturnahen, gesundheitsbetonten und sanften Tourismus an. Fast automatisch haben sich daher in allen Küstengebieten, in denen nur die Idee eines Offshore Projektes publik wurde, Bürgerinitiativen gegen die Anlagen gegründet, da man ein Ausbleiben der Gäste befürchtet. Angesichts dieser widersprüchlichen Interessenlage hat sich die Landesregierung darauf verständigt, innerhalb der 12 Seemeilen-Grenze zunächst nur für ein erstes Pilotvorhaben mit der Bezeichnung 'Baltic 1 das Raumordnungs- und Genehmigungsverfahren zu eröffnen, und erst dann weitere Vorhaben zu genehmigen, wenn ausreichend Informationen und Erfahrungen vorliegen", so der Umweltminister.


Solarwärme noch zu wenig genutzt – Biodiesel statt Öl

Neben der Stromerzeugung biete auch die Wärmeerzeugung ein breites Anwendungsfeld für erneuerbare Energien, betont Methling. Zu den Energiequellen für die Erzeugung regenerativer Wärme zählen die Biomasse, die Geothermie, die durch günstige Bedingungen in Mecklenburg-Vorpommern eine wichtige Rolle spielen könnte, und die Solarthermie. "Die Möglichkeiten der Solarthermie zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung werden noch viel zu wenig genutzt", stellt Umweltminister Methling fest.
Mit zirka 230.000 Hektar Rapsanbaufläche hat Mecklenburg-Vorpommern auch bei regenerativen Treibstoffen einen Spitzplatz eingenommen. Eine erste Anlage zur Produktion von 42.000 Tonnen Biodiesel pro Jahr ist in diesem Jahr in Betrieb gegangen. Zudem gebe es weitere Planungen zum Ausbau der Kapazitäten, so der Minister.


Umdenken in der Energiepolitik gefordert

"Klimaschutz ist eine komplexe Aufgabe. Sie umfasst neben der Reduzierung aller klimaschädigender Gase vor allem ein Umdenken und einen Wandel in der Energiepolitik. Ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Baustein ist dabei der Einsatz und weitere Ausbau der erneuerbaren Energien. Regenerative Energien können darüber hinaus auch die zunehmende Abhängigkeit von Energieimporten stoppen oder sogar umkehren. Mit ihrem Ausbau werden für die Industrie und die Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns neue Chancen eröffnet und in deren Folge Arbeitsplätze geschaffen", so Methling.



14.11.2004   Quelle: Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Germanwatch: Bis 2050 jährliche Klimaschäden von 2.000 Milliarden US-Dollar schon bei einem Grad Erwärmung

Nach der Ratifizierung des Kyoto-Protokolls durch das russische Parlament und der abschließenden Unterzeichnung durch Präsident Putin kann das Klimaschutzabkommen neunzig Tage nach Übermittlung an die UNO in Kraft treten. Damit komme nach Jahren des Stillstands neuer Schwung in die internationale Klimadebatte. Das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls habe nicht nur positive Effekte auf die Umwelt sondern auch auf die Wirtschaft, betont Germanwatch e.V. in einer Pressemitteilung.  Denn mit zunehmenden Treibhausgasemissionen und Temperaturen würden auch die volkswirtschaftlichen Schäden steigen - allein für das Jahr 2002 würden die globalen Schäden durch extreme Wetterereignisse auf 55 Milliarden US-Dollar geschätzt. Wenige Tage vor dem Duma-Beschluss habe das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in seinem Wochenbericht 42/04 dargelegt, dass sich bei einer Zunahme um global 1°C gegenüber der heutigen Weltmitteltemperatur die jährlichen Schäden auf bis zu 2.000 Milliarden US-Dollar im Jahre 2050 belaufen könnten, wovon allein auf Deutschland 137 US-Dollar entfallen würden. Über einen Zeitraum von 50 Jahren könnten 214 Billionen (das sind 214.000 Milliarden) US-Dollar volkswirtschaftlicher Schaden entstehen.


Klimapolitische Maßnahmen können wirtschaftlichen Schaden begrenzen

Von den ökonomischen Kosten des Klimawandels bleibe kaum eine Region verschont, denn Anzahl und Stärke der Naturkatastrophen nähmen in allen Teilen der Erde zu. Das zugrundeliegende Simulationsmodell berücksichtige neben direkten ökonomischen Auswirkungen auf die Energieumwandlung, die Landwirtschaft und die Industrie auch Auswirkungen des Klimawandels auf die Ökologie (z.B. Zunahme von Waldbränden, Verluste an Artenvielfalt), aber auch gesundheitlich-ökonomische Aspekte (z.B. Krankheiten, Veränderung der Sterblichkeit). Klimapolitische Maßnahmen, wie beispielsweise der Emissionshandel, könnten das Ausmaß der wirtschaftlichen Kosten zur Minderung der Treibhausgasemissionen entscheidend senken. Der Bericht des DIW stelle dabei dar, wie die Emissionsminderungskosten bei verschiedenen Handlungsansätzen ausfallen, so Germanwatch.


Der DIW-Bericht "Die ökonomischen Kosten des Klimawandels" von Claudia Kemfert kann als Online-Version (ohne Abbildungen und Tabellen) heruntergeladen werden unter
http://www.diw.de/deutsch/produkte/publikationen/wochenberichte/docs/04-42-1.html



13.11.2004   Quelle: Germanwatch e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Ford-Brennstoffzellenfahrzeug bei Hermes im Testbetrieb

Ford Focus FCEV Hybrid.
Ford Focus FCEV Hybrid.

Ford hat am 08.11.2004 der Hamburger Hermes Logistik Gruppe ein Brennstoffzellenfahrzeug vom Typ "Ford Focus FCEV Hybrid" übergeben, das Hermes schwerpunktmäßig im Rahmen der Clean Energy Partnership (CEP) in Berlin einsetzen wird. Die CEP ist ein von der Bundesregierung im Rahmen der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie geförderter, bis 2007 befristeter Großversuch, bei dem vor allem die Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen in der Praxis erprobt werden soll.  

Elektrolyse mit erneuerbaren Energien

Die offizielle Praxisphase der CEP beginnt am 12. November 2004 mit der Inbetriebnahme einer Wasserstoff-Tankstelle am Berliner Messedamm. Es handelt sich dabei um die weltweit erste öffentliche Straßentankstelle, an der die Kunden außer Benzin und Diesel auch flüssigen und gasförmigen Wasserstoff tanken können. Der flüssige Wasserstoff wird tiefgekühlt (minus 253 Grad Celsius) angeliefert und in einem Tank gespeichert. Der gasförmige Wasserstoff wird auf dem Tankstellengelände mittels Elektrolyse aus Wasser hergestellt und als Druckgas gespeichert. Der hierfür benötigte Strom wird aus erneuerbaren Energien gewonnen. Getankt wird der (gasförmige/flüssige) Wasserstoff entweder von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen-Antrieb (wie dem Ford Focus FCEV Hybrid) oder mit modifizierten Verbrennungsmotoren.


Test im Großraum Berlin

Die Hermes Logistik Gruppe übernimmt den Ford Focus FCEV Hybrid auf Leihbasis für zunächst drei Jahre und setzt ihn im Großraum Berlin bei der Betreuung der Hermes-Paketshops ein. Gewartet wird das High-Tech-Fahrzeug durch Experten des Ford Forschungszentrums Aachen (FFA). "Mit Hermes konnten wir einen umweltbewussten, innovativen und anspruchsvollen Partner gewinnen. Wir versprechen uns von den Hermes-Fahrern mit ihren unterschiedlichen Fahrstilen Rückmeldungen aus erster Hand über den Leistungsstand dieses Autos", so FFA-Leiter Rudi Kunze. Die im Testbetrieb gesammelten Daten und Erfahrungen sollen in die weitere Entwicklung der Brennstoffzellen-Fahrzeuge von Ford einfließen.

Frank Rausch, Geschäftsführer der Hermes Logistik Gruppe: "Unser Unternehmen ist sich seiner Verantwortung im Bereich der Umwelt bewusst. Als Transportdienstleister sehen wir uns in der Pflicht, ressourcenschonende Technologien und Prozesse voranzutreiben. Wir engagieren uns daher seit vielen Jahren auf diesem Feld. Wir freuen uns, in Kooperation mit Ford einen Beitrag zur praxisnahen Weiterentwicklung einer der vielversprechendsten Zukunftstechnologien, nämlich der Wasserstoff- beziehungsweise der Brennstoffzellentechnologie, leisten zu können".


Antrieb mit Brennstoffzelle und Batterie

Der Ford Focus FCEV Hybrid, eine viersitzige Limousine auf Basis der US-Version des Ford Focus, sei das fortschrittlichste und umweltfreundlichste Auto, das Ford je gebaut hat. Es ist ein Hybrid-Fahrzeug, das heißt: es fasst zwei Energiequellen zu einer Antriebseinheit zusammen, die Brennstoffzelle und eine Batterie. Dank dieser innovativen Technologie erreiche der Ford Focus FCEV Hybrid sehr gute Fahrleistungen bei geringem Kraftstoffverbrauch und Null Emissionen. Ford hat nach eigenen Angaben bislang eine Kleinserie von rund 60 Ford Focus-Brennstoffzellenautos gebaut.

Der Ford Focus FCEV Hybrid kombiniert eine weiterentwickelte Brennstoffzelle mit einer 216 Volt-Batterie - daher die Bezeichnungen "Electric" und "Hybrid". Außerdem habe das Auto einen verbesserten Wasserstoffspeicher, zahlreiche Leichtbauelemente und ein System zur Bremsenergie-Rückgewinnung. In der Summe sei ein emissionsfreies Fahrzeug mit einer Reichweite von über 300 Kilometern sowie weiter verbesserten Handlingeigenschaften und Fahrleistungen entstanden, berichtet Ford. Die Höchstgeschwindigkeit sei auf 128 km/h begrenzt. Das maximale Drehmoment betrage 230 Newtonmeter und liege elektromotorentypisch bereits bei niedrigsten Drehzahlen an. Den Beginn der Vermarktung von Brennstoffzellenfahrzeugen plant Ford im nächsten Jahrzehnt.




13.11.2004   Quelle: Ford-Werke AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Ford-Werke AG.
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NEW Forum 2004 stellt neue Forschungsergebnisse rund um erneuerbare Energien vor

Die Gebäudeenergieforschung ist ein Schwerpunkt an den Fachhochschulen in Baden-Württemberg. Das "NEW Forum" stellt am Donnerstag, 25. November 2004, in Stuttgart aktuelle Ergebnisse vor. Das Forum will dazu beitragen, dass erneuerbare Energien stärker und effektiver in die Klimatisierung von Gebäuden eingebunden werden und dadurch der Verbrauch von fossiler Energie sinkt. Konkret geht es um nachhaltige Klimatisierung und Kälteerzeugung, um solares Kühlen, solarthermische Systemtechnik, Photovoltaik und integrierte Konzepte für die Energieversorgung und das Facility Management von Gebäuden und Kommunen.  Die Fachhochschule Stuttgart - Hochschule für Technik - und ihr Forschungszentrum Nachhaltige Energietechnik laden zum zweiten Stuttgarter NEW Forum ein. Das NEW Forum präsentiert die Forschungsergebnisse in Vorträgen und im Rahmen einer Ausstellung. Die Teilnahme an der Tagung ist offen für jedermann und kostenlos. Das NEW Forum findet statt in der Aula der Hochschule für Technik, Stuttgart, Schellingstraße 24, Bau 1.

Weitere Infos zum Programm und Anmeldung unter: http://www.zafh.net

13.11.2004   Quelle: Fachhochschule Stuttgart   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Phönix SonnenStrom AG: Dynamisches Umsatzwachstum und Ergebnissprung

Die Phönix SonnenStrom AG, ein europaweit führendes Systemhaus für SonnenStrom Anlagen, ist weiter auf Erfolgskurs. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2004 habe sich der Umsatz auf 47,4 Millionen Euro verdreifacht, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung (Jan. - Sept. 2003: 14,8 Millionen Euro). Damit hat sich der Umsatz bis Ende September 2004 gegenüber dem Gesamtjahr 2003 bereits mehr als verdoppelt.  Das Periodenergebnis sprang von minus 1,103 Millionen Euro im Vorjahr auf ein Plus von 1,526 Millionen Euro. Dies sei das bisher beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte.


Börsenlisting am 18. November 2004

Die Gesamtleistung des Unternehmens wuchs um 236 % auf 50 Millionen Euro (Jan. - Sept. 2003: 15 Millionen Euro). Ein hoher, bereits in das Jahr 2005 reichender Auftragsbestand lasse ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2004 und eine nachhaltig positive Entwicklung für 2005 erwarten. Das seien beste Voraussetzungen für das Börsenlisting der PHÖNIX SonnenAktie®, das am 18. November 2004 stattfinden wird, - dem Tag des fünfjährigen Firmenjubiläums. Ab diesem Zeitpunkt werden die rund 5 Millionen PHÖNIX SonnenAktien® im Freiverkehr der Börsen München, Frankfurt am Main und Berlin / Bremen notiert. Damit bietet die Phönix SonnenStrom AG ihren bisher 3.500 Aktionären eine Handelsplattform und interessierten Investoren die Möglichkeit, am profitablen Wachstum der Gesellschaft zu partizipieren. Für das Gesamtjahr 2004 rechnet die Phönix SonnenStrom AG mit einem Umsatz von über 60 Millionen Euro und erstmals mit einem Jahresüberschuss. Dr. Andreas Hänel, Vorsitzender des Vorstands, ist zuversichtlich: "Auch für 2005 sehe ich eine anhaltend positive Geschäftsentwicklung, zumal die Phönix SonnenStrom AG mit ihrem Börsengang in der nächsten Woche weiter an Bekanntheit gewinnen wird.“


Gestiegene Photovoltaik-Nachfrage

Haupttriebkraft der Expansion ist laut Phönix SonnenStrom AG unverändert das Geschäft im Inland. Durch die Novellierung des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) haben sich die Rahmenbedingungen für das Jahr 2004 verbessert. Die Nachfrage nach SonnenStrom Anlagen stieg kräftig an. Besonders hervorzuheben sei die Fertigstellung einer SonnenStrom Großanlage auf ehemaligem Ackerland im bayerischen Buttenwiesen mit einem Volumen von rund 3,4 Millionen Euro. Dieses Solarkraftwerk konnte kürzlich, gut vier Wochen früher als geplant, in Betrieb genommen werden. Es ist neben dem SonnenDach der Messe München das größte Projekt, das bislang von der Phönix SonnenStrom AG gebaut wurde.


Ergebnis pro Aktie deutlich verbessert

Das dynamische Umsatzwachstum der Phönix SonnenStrom AG führte zu einem deutlich verbesserten Ergebnis. Das Ergebnis von Steuer und Zinsen (EBIT) erhöhte sich um 2,8 Millionen Euro auf 1,6 Millionen Euro (Vorjahr: minus 1,1 Millionen Euro), was eine verbesserte EBIT-Marge von 3,5 % darstellt (Vorjahr: minus 7,7 %). Nach Zinsen und Steuern erwirtschaftete das Unternehmen in den ersten neun Monaten 2004 ein positives Periodenergebnis von 1,5 Millionen Euro. Das Ergebnis pro Aktie verbesserte sich von minus 0,22 EUR auf nunmehr 0,30 EUR.

12.11.2004   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Berliner SPD fordert Solar-Pflicht für Neubauten

Das von Prof. Holger Rogall, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses angeregte Umweltprogramm der Berliner SPD-Fraktion 10.11.2004 enthält die Forderung, künftig mindestens 30% des Warmwasserbedarfs für alle Neubauten und wesentlich modernisierten Bauten durch Solarwärmeanlagen zu decken. Dies könnte durch eine Baupflicht (Solaranlagenverordnung) oder durch eine „Bonus-Malus-Regelung“ nach dem Vorbild des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erreicht werden, so die SPD-Fraktion.   Darüber hinaus soll der Berliner Senat in Absprache mit den Bezirken bei ausgewählten Projekten prüfen, ob in Bebauungsplänen eingeschränkte Baupflichten für thermische Solaranlagen in Bebauungsplänen festgelegt werden können (nach dem so genannten Hamburger Modell). Weiterhin soll der Senat ein Konzept für die "Solare Sanierung" nach dem Vorbild der Deutschen Gesellschaft zur Förderung des Wohnungsbaues (DEGEWO gemeinnützige AG) erarbeiten und verbreiten. Der Planer und Solarpartner der DEGEWO, die Parabel GmbH, erhielt für das Konzept der solaren Sanierung den "Deutschen Solarpreis 2002"; die DEGEWO wurde als „Klimaschutzpartner Berlin 2004“ ausgezeichnet.


Umweltschutz schafft Arbeit

Die Solar-Pflicht ist Teil des 10-Punkte-Programms "Umweltschutz schafft Arbeit", der Berliner SPD. Als Grundlage diene der gerade an das Abgeordnetenhaus übergebene Entwurf für eine Berliner Lokale Agenda. Mit dem Programm will die SPD konkrete Umsetzungsschritte für eine ökologische Modernisierung Berlins initiieren. Ziel seien deutliche Impulse für die Verbesserung der Beschäftigungs- und Umweltsituation der Stadt. Die Steigerung der Lebensqualität in der Stadt gehe dabei einher mit dem Schaffen neuer Arbeitsplätze in zukunftsfähigen Bereichen des Mittelstands und des Handwerks. Dies wird besonders durch die energetische Modernisierung des Gebäudebestandes und die Ausweitung der Energiegewinnung aus solarthermischen Anlagen gelingen, heißt es in dem Grundsatzpapier. Das in diese Bereiche investierte Geld fließe nicht in die erdöl- oder gasfördernden Länder, sondern entlaste unmittelbar das städtische wie das globale Klima von unnötigen Emissionen, fördere die lokale Wertschöpfung und steigere den Umsatz der örtlichen Handwerksbetriebe.



12.11.2004   Quelle: SPD-Fraktion des Abgeordnetenhauses von Berlin   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Sunways AG: Positives Ergebnis für 2004 gesichert

Die Sunways AG, Konstanz, knüpft an ihr gutes Halbjahresergebnis 2004 an. Der Konzernumsatz stieg nach Angaben des Herstellers von Solarzellen und Wechselrichtern vom 01.01. bis 30.09.2004 um rund 80 Prozent auf 47,0 Millionen Euro (Vorjahr: 26,2 Millionen Euro).   Auf Neunmonatsbasis wurde ein Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von plus 2,6 Millionen Euro erzielt (Vorjahr: minus 1,8 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie kletterte in diesem Zeitraum auf 0,15 Euro (Vorjahr: minus 0,14 Euro). Im dritten Quartal erreichte das EBIT plus 1,6 Millionen Euro (Vorjahr: 0,2 Millionen Euro). Für das vierte Quartal rechnet Sunways-Vorstand Roland Burkhardt mit einem stabilen Ergebnis. "Das geplante positive Ergebnis für das Gesamtjahr 2004 ist aller Voraussicht nach gesichert. Der Umsatz dürfte auf das Gesamtjahr bezogen mehr als 60 Millionen Euro betragen", so Burkhardt.

Den Umsatz im dritten Quartal hat Sunways im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich zweistellig gesteigert – um 80 Prozent auf 20,2 Millionen Euro (Vorjahr: 11,2 Millionen Euro). Dabei sei eine EBIT Marge von 8 Prozent erreicht worden. Das EBIT war mit plus 1,6 Millionen Euro (Vorjahr: +0,2 Millionen Euro) positiv. Der Konzernüberschuss betrug 0,8 Millionen Euro (Vorjahr: 0,1 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich im dritten Quartal entsprechend auf 0,08 Euro (Vorjahr: 0,01 Euro).


Anhaltend starke Photovoltaik-Nachfrage

"Die starke Nachfrage nach Photovoltaikanlagen hält an. Unser gegenwärtiger Auftragsbestand reicht zur Zeit bis in das vierte Quartal 2005 hinein", kommentiert Sunways Vorstand Roland Burkhardt die Ergebnisse. Zum Konzernwachstum hätten sowohl der Solarzellenbereich als auch das Segment Solarsysteme und –projekte beigetragen. Der Umsatz des Geschäftsbereiches Solarzellen erhöhte sich in den ersten neun Monaten des Jahres um 42 Prozent auf 16,5 Millionen Euro (Vorjahr: 11,6 Millionen Euro). Das Segment Solarsysteme und Projekte erwirtschaftete in dieser Periode 30,8 Millionen Euro (Vorjahr: 15,8 Millionen Euro) Umsatz - ein Anstieg um 95 Prozent. Die Sunways Solar Inverter sind weiterhin stark gefragt, so das Unternehmen. In den ersten neun Monaten seien Geräte mit einer Leistung von insgesamt 16,5 Megawatt installiert worden.

12.11.2004   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

KfW-Programm zur CO2-Minderung auch 2005 ohne Einschränkungen

"Das CO2-Minderungsprogramm wird im Jahr 2005 ohne Abstriche fortgeführt, das gilt auch für das Niedrigenergiehaus im Bestand. Die ursprünglich vorgesehene Kürzung um 160 Millionen Euro wird zurückgenommen." Das erklärte der bau- und wohnungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Wolfgang Spanier, am 11.11.2004. Angesichts der äußerst angespannten Haushaltslage des Bundes sei das ein voller Erfolg, so der SPD-Sprecher.  Das CO2-Minderungsprogramm läuft seit Januar 2001. Bis Mitte 2004 wurden insgesamt 59.500 Kredite über rund drei Milliarden Euro für Energie sparende Maßnahmen in 166.600 Wohnungen im Altbaubestand zugesagt.

Die Kreditzusagen im ersten Halbjahr 2004 lagen mit 690 Millionen Euro um mehr als 80 Prozent über den Zusagen im ersten Halbjahr 2003. Dies sei vor allem auf die im letzten Jahr erfolgte Ausweitung des Programms für das Niedrigenergiehaus im Bestand zurückzuführen, so Spanier. Bei 27 Prozent aller bisher erteilten Kreditzusagen sei ein Teilschulderlass für das Erreichen des Niedrigenergiehausstandards im Wohnungsbestand vergeben worden.

11.11.2004   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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IEA: Weltweite Leistung der Solarwärmeanlagen wird deutlich unterschätzt

Weltweit installierte Kapazität in MW. Daten Solarwärme: IEA-SHC; Photovoltaik und Wind: UNDP World Energy Assessment: Overview 2004 Update.
Weltweit installierte Kapazität in MW. Daten Solarwärme: IEA-SHC; Photovoltaik und Wind: UNDP World Energy Assessment: Overview 2004 Update.

Das Solarwärme und –Kälteprogramm der Internationalen Energieagentur (Solar Heating and Solar Cooling Program; IEA SHC) und die bedeutendsten Solarwärmeverbände haben neue Statistiken über die Nutzung der Sonnenwärme veröffentlicht. Aus den Zahlen, die erstmals die Leistung der Sonnenkollektoren in Gigawattstunden statt der installierten Kollektorfläche benennen, gehe hervor, dass die weltweit installierte Solarwärmeleistung bei rund 70 Gigawatt liegt, das sind 70.000 Megawatt.   "Der weltweite Beitrag der Solarwärmeanlagen, beispielsweise zur Brauchwassererwärmung und Heizung, wurde beträchtlich unterschätzt, erklärt Michael Rantil, Vorsitzender des Solarthermieprogramms der IEA (IEA SHC). "Mit einer installierten thermischen Leistung von 70 Gigawatt ist Solarwärme eine der führenden erneuerbaren Energiequellen weltweit", betont Rantil.


Neuer Umrechnungsfaktor erlaubt Vergleich

Die Unterbewertung der Solarwärmekapazität sei weitgehend darauf zurückzuführen, dass bislang die Kollektorfläche in Quadratmetern erfasst worden sei, eine Größe, die nicht mit anderen Energiequellen vergleichbar sei, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung der IEA mit den Solarverbänden, darunter der deutsche Bundesverband Solarindustrie (BSi), Die European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF), Austria Solar und Holland Solar. Die installierte Solarwärmekapazität mit der Leistung anderer Energiequellen vergleichbar zu machen, sei einer der wichtigsten Programmpunkte gewesen auf einem Treffen des IEA SHC-Programms und der Verbände im September 2004 in Österreich.

Auf der Konferenz " Gleisdorf Solar 2004" einigten sich Solarwärmeexperten aus sieben Ländern auf ein Verfahren zur Umrechung der installierten Kollektorfläche in die Solarwärmekapazität. Die Verbände aus Österreich, Kanada, Deutschland, den Niederlanden, Schweden und den USA sowie das IEA SHC-Programm und die ESTIF verständigten sich auf den Faktor von 0,7 Kilowattstunden Wärmeleistung pro Quadratmeter Kollektorfläche (0,7 kWth/m2), um die Solarwärme-Nennleistung aus der installierten Kollektorfläche anzuleiten. Die Beteiligten forderten alle Organisationen, die Daten über den Solarwärmemarkt veröffentlichen, auf, ebenfalls diesen Umrechungsfaktor zu verwenden.


Solarwärme-Potenzial übertrifft Windenergie

"Nun sollte die Solarwämekapazität in allen Statistiken neben jener der andren erneuerbaren Energien zu finden sein", so ESTIF-Präsident Ole Pilgaard. "Und wenn deutlich wird, dass die weltweite Leistung der solarthermischen Anlagen sogar die Windenergieanlagen übertrifft, wird erkannt werden, dass unsere Technik gewaltig dazu beitragen kann, die Treibhausgasemissionen zu senken und die globale Energieversorgung nachhaltiger zu machen", betonte Pilgaard.

Das Verfahren, das zu dem Umrechungsfaktor 0.7 kWth/m2 geführt hat, basiert weitgehend auf den Parametern der europäischen Teststandards für Sonnenkollektoren (EN 12975). Die Diskussion über den Konversionsfaktor kann in englischer Sprache nachgelesen werden auf den Internetseiten der IEA-SHC unter: http://www.estif.org/fileadmin/downloads/Technical_note_solar_thermal_capacity.doc


11.11.2004   Quelle: ESTIF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ESTIF

 

Bundesweiter "TAG DES PASSIVHAUSES" am 13. und 14. November 2004

Die Informationsgemeinschaft Passivhaus veranstaltet und koordiniert am 13. und 14. November 2004 in Deutschland und Österreich den ersten "Tag des Passivhauses". Interessierte Bürger und Fachleute, sowie zukünftige Bauherren werden die Gelegenheit haben, bei einer Vielzahl von geführten Exkursionen in allen Bundesländern die unterschiedlichsten Passivhäuser zu besichtigen. Die Informations-Gemeinschaft Passivhaus Deutschland (IG Passivhaus) präsentiert mit Hilfe ihrer Mitglieder und zahlreicher „Passivhaus-Aktivisten“ rund 250 Passivhaus-Objekte.   Dabei biete sich die Gelegenheit, persönlich mit den Bewohnern und Planern der Passivhäuser zu sprechen und das Lebensgefühl in Passivhäusern live zu erleben, so die IG Passivhaus in einer Pressemitteilung. Gerade rechtzeitig zu Beginn der Heizperiode könne sich jeder Bürger ein Bild davon machen, dass es trotz explodierender Energiekosten möglich sei, mit einem Euro pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr für die Heizkosten einschließlich der Warmwasserbereitung auszukommen und gleichzeitig höchsten Wohnkomfort zu genießen.


Das Passivhaus erleben

Wer den Komfort eines Passivhauses „live“ erlebe, könne sich davon überzeugen, dass Passivhäuser nicht nur Energie sparen, sondern auch ein Plus an Behaglichkeit bringen. Fragen wie beispielsweise "Wird es im Winter wirklich warm? Was passiert, wenn ich das Fenster öffne?", über die Passivhausbewohner und -experten schmunzeln mögen, seien für Bauherren eine Hemmschwelle, die überwunden werden müsse, so die IG-Passivhaus. "Jeder Bauherr, Architekt, Bauträger oder Investor kann und darf ein Passivhaus bauen. Das Passivhaus ist keine patentierte Bauweise, sondern ein allgemein zugänglicher Baustandard. Alles zugehörige Wissen ist frei verfügbar, die erforderlichen hochwertigen Produkte werden von zahlreichen unabhängigen Herstellern am Markt angeboten", betont die IG Passivhaus.


Qualitativ hochwertige Bauelemente

Ein Passivhaus besteht auf bewährten, erstklassigen Baukomponenten. Passivhäuser müssen äußerlich nicht als etwas Besonderes erkennbar sein; es sind vielmehr ganz normale Gebäude: die Qualität steckt in den Bauteilen. Eine superdicke Dämmung, sehr gute Luftdichtheit, hervorragende Passivhausfenster und eine hocheffiziente Lüftungswärmerückgewinnung sind die entscheidenden Komponenten für ein Passivhaus. Ihre Verwendung hat viele Vorteile, nicht nur, dass damit Energie gespart wird. Die Bauteile sind im Winter an den Innenoberflächen warm, so dass der Schimmelpilz keine Chancen hat. Die frische Luft durch das Komfortlüftungssystem trägt außerdem zu einem gesunden Wohnklima bei.


Adressen im Internet

Listen der zu besichtigenden Häuser, geordnet nach Bundesländern, sind im Internet als PDF-Dokumente erhältlich unter http://www.ig-passivhaus.de/, Link: " TAG DES PASSIVHAUSES", Mausklick auf "Besichtigungsobjekte".


11.11.2004   Quelle: IG Passivhaus.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

dena informiert über den boomenden Solarmarkt in Spanien

Im März 2004 wurde in Spanien ein neues Einspeisegesetz verabschiedet, das einen regelrechten Photovoltaik-Boom auslöste, berichtet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung. Entscheidende Neuerung sei die gesetzliche Garantie der Einspeisetarife über die gesamte Betriebszeit der Anlage.  Außerdem profitierten nun auch Anlagen mit einer Kapazität bis 100 kWp von der hohen Einspeisevergütung, die bislang nur bis zu einer Anlagengröße von 5 kWp gewährt wurde. Auch für Solarthermie biete Spanien sonnige Perspektiven: Eine wachsende Zahl spanischer Kommunen habe in letzter Zeit Solarverordnungen erlassen, welche die Integration solarthermischer Anlagen in öffentliche oder gewerblich genutzte Gebäude vorschreiben.

"Der spanische Solarmarkt entfaltet derzeit eine starke Wachstumsdynamik", kommentiert dena-Geschäftsführer Stephan Kohler die aktuelle Entwicklung. "Als Exportmarkt ist er für deutsche Unternehmen hoch interessant, auch wenn weiterhin bestimmte Markthemmnisse bestehen," so Kohler.

Um die Chancen und Hindernisse im spanischen Solarmarkt richtig einschätzen zu können, benötigen Entscheidungsträger der Solarbranche aktuelle Informationen über Förder- und Finanzierungsbedingungen, genehmigungsrechtliche Aspekte, Marktentwicklung und Marktakteure in Spanien. Diese Informationen biete der neue „Praxisreport Solarmarkt Spanien“ der dena, der soeben in der Schriftenreihe Exportinitiative Erneuerbare Energien erschienen ist.

Markus Kurdziel, dena-Bereichsleiter für Regenerative Energien, erläutert: "Mit dem Praxisreport haben wir auf die aktuellen Veränderungen der spanischen Rahmenbedingungen reagiert und eine besonders praxisnahe Hilfestellung für Solarunternehmungen in Spanien geschaffen. Das Wissen um die jüngsten Entwicklungen bietet einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil."

Neben aktualisierten Informationen zu Rahmenbedingungen, Markt und Branchenentwicklung für Solarstrom und Solarwärme enthält der Praxisreport vertiefende Fachbeiträge zu besonders relevanten Fragestellungen. Dazu zählen beispielsweise die neue Einspeiseregelung, die Förderbedingungen für Solarinvestitionen, die Genehmigung von Photovoltaikprojekten, die spanischen Solarverordnungen und die Homologisierung von Solarkollektoren.


11.11.2004   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Neues Verfahren zur Biogasproduktion ohne Gülle

Eine Biogasanlage der Schornbuscher Biogas GmbH & Co. KG ging am 27.10.2004 in Euskirchen in Betrieb. Die großtechnische Anlage zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe (Nawaro) wird ein halbes Megawatt elektrischer Leistung (MWel) ausschließlich aus Energiepflanzen und organischen Reststoffen produzieren. Das durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) geförderte Verfahren ermöglicht es auch Landwirten ohne Tierbestand, im Biogassektor tätig zu werden.  Die güllefreie Nassvergärung - bis dato nicht zum Stand der Technik zu rechnen - wird bislang nur vereinzelt zur Verstromung von Energiepflanzen genutzt. Dadurch waren reine Marktfruchtbetriebe zunächst von der Bioenergieproduktion als zusätzlicher Einkommensquelle ausgeschlossen. Das werde sich künftig ändern, so die FNR. Die Krieg & Fischer Ingenieure GmbH aus Göttingen plante und baute im nordrhein-westfälischen Euskirchen eine Biogasanlage, die güllefrei betrieben werden kann. Die gegenüber herkömmlichen Verfahren deutlich höhere Temperaturführung im thermophilen Bereich bei 55 °C verringert zudem die Verweildauer der Substrate im Fermenter und gestattet so, das Fermentervolumen bei gleicher Leistung zu reduzieren, wodurch sich deutliche Kostenvorteile ergeben sollen. Ausgelegt ist die Euskirchener Anlage auf jährlich 7.200 Tonnen feste Substrate wie Mais und 2.000 Tonnen Flüssigsubstrat, überwiegend Flotatfette. Dabei fallen zirka 1,5 Millionen Kubikmeter Biogas an, die über ein 500-kW-Blockheizkraftwerk in Wärme und Strom umgewandelt werden.


Strom für das Netz, Wärmenutzung vor Ort

Während der Strom direkt ins öffentliche Netz eingespeist wird, nutzen die Anlagenbetreiber die anfallende Wärme als Prozessenergie, für die Hygienisierung der Substrate und zum Heizen der benachbarten Gebäude. Wissenschaftlich betreut wird das Vorhaben von der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL). "Mit dieser Technologie eröffnet sich nun auch vorwiegend ackerbaulich orientierten Landwirtschaftsbetrieben die Chance, sich durch die Biogasproduktion eine neue Einkommensquelle zu erschließen," erläutert Projektbetreuerin Petra Schüsseler vom begleitenden Projektträger FNR. Sie geht davon aus, dass die Ergebnisse des Vorhabens den Nutzerkreis für Biogasanlagen wesentlich erweitern werden. Die Anlage ist bereits seit November 2003 im Probebetrieb am Netz. Weitere Informationen zum Thema Biogas unter http://www.bio-energie.de


11.11.2004   Quelle: FNR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

EPIA und UVS unterstützen künftig die Intersolar

Verbandslandschaft verankert: Sowohl die European Photovoltaic Industry Association (EPIA) als auch die deutsche Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) e. V. unterstützen die Intersolar im nächsten Jahr als Träger. Dr. Winfried Hoffmann, Präsident der EPIA und Geschäftsführer der RWE Schott Solar, erklärt die Verbandsentscheidung: "Die Intersolar hat sich inzwischen zur weltweit größten Solarfachmesse entwickelt. Mit der Trägerschaft will EPIA die Etablierung der Messe noch weiter vorantreiben."  Die Fachmesse Intersolar ist künftig noch stärker in der solaren Und Carsten Körnig, Geschäftsführer der UVS, begründet: "Durch kontinuierliche Aufbauarbeit und hochwertige Begleitveranstaltungen hat sich die Intersolar als wichtigstes nationales und europäisches Branchenereignis etabliert. Ziel der UVS ist es, sie auf dem Weg zur internationalen Leitmesse zu begleiten und weiter zu stärken."

Damit sind auf europäischer Ebene die großen Solarthermie- und Photovoltaik-Verbände an der Messe beteiligt sowie im nationalen Bereich die relevanten Industrieverbände. "Durch die verstärkte Einbindung der Verbände können wir die Intersolar noch stärker auf die Bedürfnisse der Branche ausrichten", führen die Veranstalter Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion, und Klaus W. Seilnacht, Erster Geschäftsführer der Messe Freiburg, aus. Träger der Intersolar sind neben EPIA und dem UVS der Bundesverband Solarindustrie (BSi) e.V., die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) e.V., die International Solar Energy Society (ISES) und die European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF).


Solarfachmesse vom 23. bis 25.06. 2005 in Freiburg

Vom 23. bis 25. Juni 2005 wird in der Messe Freiburg zum sechsten Mal die Intersolar stattfinden. Zu der Fachmesse mit den Schwerpunkten Solarstrom, Solarwärme und Solares Bauen werden auf insgesamt 17.000 Quadratmetern über 300 Aussteller erwartet. Ein Viertel davon wird voraussichtlich aus dem Ausland kommen. Im Juni 2004 lockten rund 290 Aussteller 15.000 Interessierte nach Freiburg. Knapp 20 % der Besucher kamen dabei aus dem Ausland. Die internationale Bedeutung zeigt sich auch im Vorfeld der Intersolar 2005: Am 21. und 22. Juni wird in Freiburg unter dem Motto "Gateway to Solar Thermal Markets" die zweite Europäische Solarwärmekonferenz "estec2005" veranstaltet, zu der 400 Teilnehmer erwartet werden.

10.11.2004   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Umweltbundesamt: Neue Abteilung "Klimaschutz, Umwelt und Energie"

Das Umweltbundesamt (UBA) verstärkt seine Aktivität in den Bereichen Klimaschutz und Energie: Ab sofort bearbeitet die neue Abteilung I 4 "Klimaschutz, Umwelt und Energie" die Themen Klimawandel, rationelle Energienutzung und erneuerbare Energien. Gleichzeitig werden die Aufbereitung der Energiedaten und die Emissionsberichterstattung weiter ausgebaut, berichtet das UBA in einer Pressemitteilung.  "Klimaschutz ist die wichtigste umwelt- und wirtschaftspolitische Herausforderung", erklärte UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge. Beim Klimaschutz sei weltweit noch ein großer Teil der Arbeit zu leisten. Die bisherigen Bemühungen, die Erwärmung der Erde zu stoppen, müssten deutlich verstärkt werden. Die Zunahme der extremen Wetterereignisse - wie Stürme, Hochwasser und Dürre - zeige, dass sich das Klima bereits verändere, heißt es in der UBA-Pressemitteilung. Deutschland müsse sich stärker als bisher auf die unmittelbare Gefahrenabwehr einstellen und dem Klimawandel anpassen.


Nutzung der Erneuerbaren und Verhaltensänderungen erforderlich

"Der Schlüssel zum besseren Klimaschutz ist ein anderer Umgang mit Energie; denn bei ihrer Nutzung entstehen die meisten klimaschädlichen Gase. Langfristig müssen wir die Versorgung mit Energie tiefgreifend verändern und die Energie, die wir haben, viel effizienter nutzen. Deshalb gehören Energiepolitik und Klimaschutz untrennbar zusammen. Der Klimaschutz ist die größte umwelt- und wirtschaftspolitische Herausforderung - und das weltweit", so der Präsident des Umweltbundesamtes. Zu den Aufgaben der neuen Abteilung zählen die Analyse der wissenschaftlichen Grundlagen des globalen Klimawandels und seiner Auswirkungen - sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Für die Möglichkeiten des Gegensteuerns entwickeln die Fachleute des UBA Instrumente und Maßnahmen, die zum Beispiel eine nachhaltige Energienutzung fördern. Nachhaltige Energienutzung heißt: Eine stärkere Nutzung der klimafreundlichen erneuerbaren Energien Wind, Wasser, Sonne, Biomasse und Erdwärme sowie - als zweites Standbein - ein deutlich verminderter Energieverbrauch. Dies erfordere sowohl eine bessere technische Energieeffizienz als auch eine Änderung des Verhaltens - im Klartext: Energiesparen weitgehend ohne Nutzeneinbußen, so das UBA.

Der organisatorische Aufbau der neuen Abteilung ist im Internet veröffentlicht unter http://www.umweltdaten.de/uba-info/d-fach1.pdf.


10.11.2004   Quelle: UBA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Phönix SonnenStrom AG: Dr. Murray Cameron neuer Vorstand für operatives Geschäft

Dr. Murray Cameron.
Dr. Murray Cameron.

Der Aufsichtsrat der Phönix SonnenStrom AG hat Dr. Murray Cameron im November zum Vorstand Operatives Geschäft (COO) ernannt. Cameron, der bisher das Internationale Geschäft verantwortete ist dieser neuen Position verantwortlich für Einkauf, Vertriebsinnendienst, Logistik und EDV sowie für das Marketing.  Auf Grund des raschen Unternehmenswachstums und des in Kürze geplanten Börsenlistings seien die Organisationsstruktur der Phönix SonnenStrom AG optimiert und die Verantwortlichkeiten im Vorstand neu definiert worden, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Dr. Cameron war im März 2003 als Vorstand International Business zur Phönix SonnenStrom AG gekommen. Der gebürtige Brite verfüge über langjährige Erfahrungen und exzellente Kontakte in der internationalen Photovoltaik-Szene, so das Unternehmen. Nicht zuletzt auf Grund seiner derzeitigen Position als Vizepräsident des Europäischen Photovoltaik Industrie Verbandes (EPIA) werde er auch weiterhin den strategisch wichtigen Geschäftsbereich International Business verantworten.

Neben Murray Cameron besteht das Führungsteam der Phönix SonnenStrom AG aus Dr. Andreas Hänel (Vorstandsvorsitzender, CEO), Dipl.-Ing. Manfred Bächler (Vorstand Technik, CTO) und Dipl.-Betriebswirtin Sabine Kauper-Herta als Generalbevollmächtigte für den kaufmännischen Bereich.



10.11.2004   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phönix SonnenStrom AG

 

Ecofys: 20 Jahre Arbeit für nachhaltige Energieversorgung

Am 9. November 2004 wird Ecofys 20 Jahre jung: Auf einer vorgezogenen Geburtstagsparty feierten kürzlich die knapp 300 Mitarbeiter der heute europaweit tätigen Econcern-Gruppe am Stammsitz in Utrecht mit rund 1.000 Gästen die Gründung des „Ursprungsunternehmens“ Ecofys im Jahr 1984.   "Wir stehen heute wie damals zu unserem Unternehmensziel "nachhaltige Energieversorgung für alle“ charakterisierte der Vorstandsvorsitzende (CEO) Ad van Wijk den Weg von Ecofys und die Grundsatzentscheidung, sich auf erneuerbare Energien und Energiesparen zu konzentrieren. "Unsere inzwischen mehr als 20 Patente zeigen, dass Energieeffizienz hoch innovativ ist und sowohl für die Umwelt als auch wirtschaftlich Sinn macht“ ergänzte van Wijk.


Nachhaltige Energieprojekte sowie Klimapolitik

Heute verhilft die Econcern-Gruppe ihren Kunden zu nachhaltiger Energienutzung in vielfältigster Form: Von der Forschung bis hin zur Implementierung arbeiten engagierte und spezialisierte Mitarbeiter an Beratungsleistungen oder bei der Produktentwicklung. Ecofys habe große Kompetenz erworben bei Projekten mit Solarenergie (in Deutschland unter der Marke MySolar vertreten), Windenergie, Biomasse, Wasserstofftechnologie, Energieversorgung sowie auf dem Gebiet der Klimapolitik, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Unterstützt wird das international ausgerichtete Beratungsunternehmen durch ein ausgedehntes Netzwerk von spezialisierten Partnern und Lieferanten. Zusammen mit den Schwesterfirmen der Econcern-Gruppe (Evelop, Econergy, Ecostream, Ecoventures), welche in Polen, Großbritannien, Belgien, Spanien, Deutschland und den Niederlanden präsent ist, habe sich Ecofys zu einem der größten Beratungsunternehmen für nachhaltige Energie und Klimapolitik in Europa entwickelt.


Ecofys und Econcern

Die europäische Unternehmensgruppe Econcern wurde 1984 gegründet und beschäftigt fast 300 Angestellte in den Niederlanden, Deutschland, Belgien, Großbritannien, Spanien und Polen. Der Jahresumsatz von Econcern betrug 2003 nach eigenen Angaben 37 Millionen Euro. Die Ecofys GmbH, außerhalb der Niederlande die größte Econcern-Gesellschaft, hat sich auf Dienstleistungen, Produkte und Projekte auf allen Gebieten nachhaltiger und erneuerbarer Energie sowie Energieeffizienz spezialisiert –an den Standorten Köln, Nürnberg und Berlin.



09.11.2004   Quelle: Ecofys Energieberatung und Handelsgesellschaft mbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Gorleben: Greenpeace protestiert auf Förderturm für eine Welt ohne Atomkraft

Aus Protest gegen die Gefahren der Atomenergie haben 20 Greenpeace-Aktivisten in der Nacht vom 8. auf den 9. November 2004 einen 60 Meter hohen Förderturm auf dem Gelände des geplanten Endlagers Gorleben erklommen. Sie spannten ein Banner mit der Aufschrift "Atommüll sicher lagern? ? Hier sicher nicht!".   Mit Trauerbinden und einem großen Trauerflor nehmen die insgesamt 70 Umweltschützer Bezug auf den tragischen Unfall in Frankreich, bei dem vorgestern ein 21-jähriger Atomkraftgegner zu Tode kam. "Atomkraft nimmt keine Rücksicht auf die Belange der Menschen", sagt Thomas Breuer, Atomexperte bei Greenpeace. "Weder in Frankreich, wo täglich gefährliche Transporte durchs ganze Land gehen, ohne dass die Ängste der Bevölkerung ernst genommen werden, noch hier im Wendland, wo ein Atommüllendlager in einem undichten Salzstock geplant ist."


Salzstock in Gorleben undicht

Die in Gorleben erwarteten zwölf Castor-Behälter sollen zunächst für 40 Jahre in das oberirdische Zwischenlager gestellt werden, so Greenpeace. "Jeder zusätzliche Castor ins Wendland soll das Endlager herbeizwingen. Aber egal wie viele Castoren mit Staatsgewalt ins Zwischenlager gebracht werden, Gorleben wird niemals ein sicheres Endlager werden", sagt Breuer. "Der Salzstock in Gorleben ist undicht. Strahlenden Müll unter solchen Bedingungen zu lagern, ist so unverantwortlich wie ein Atomkraftwerk auf einer Erdbebenspalte zu bauen", warnt der Greenpeace- Atomexperte. Laut der "Sicherheitskriterien für die Endlagerung radioaktiver Abfälle in einem Bergwerk" der von der Bundesregierung beauftragten Reaktorsicherheitskommission (RSK) von 1983 müsse ein sicheres Endlager für hochradioaktiven Müll vor allem eines aufweisen: ausreichende Gesteins-Barrieren zwischen dem Atommüll und dem Grundwasser, um eine radioaktive Verseuchung des Trinkwassers auszuschließen. Genau das aber sei in Gorleben nicht gegeben. In der so genannten "Gorlebener Rinne" lägen Geröll und Grundwasser direkt auf dem Salz, das geforderte Deckgebirge fehle auf einer Fläche von 7,5 Quadratkilometern. Obwohl dies bereits seit den 80er Jahren hinlänglich bekannt sei, hielten die Atomkonzerne wie E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW am unsicheren Standort Gorleben fest, kritisiert Greenpeace. Die Industrie habe in den letzten Jahren knapp 1,25 Milliarden Euro in Gorleben investiert und die Regierung habe zugesehen, so die Umweltschützer.


Regierung scheut Konflikt mit der Industrie

Mehrfach habe Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) versprochen, einen Gesetzentwurf zu einer alternativen Endlagersuche vorzulegen, ohne jedoch Taten folgen zu lassen. "Dem Auftrag des Grundgesetzes, die natürlichen Lebensgrundlagen künftiger Generationen zu schützen, werden die Politiker in keiner Weise gerecht", so Breuer. "Die rot-grüne Bundesregierung darf nicht länger den Konflikt mit der Industrie scheuen. Sonst macht sie sich zum Handlanger für ein Endlager, das nicht sicher ist und das die Gesundheit der Menschen einer ganzen Region gefährdet", sagt Breuer.

09.11.2004   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Hermann Scheer kritisiert IEA-"World Energy Outlook"

"Der neue Weltenergieausblick 2004 der Internationalen Energieagentur (IEA) verspricht nichts Neues für die Zukunft der Weltenergieversorgung – obwohl die Rahmenbedingungen sich drastisch verändert haben und "business as usual" mit dem derzeitigen Energieverbrauchsmuster zu einer ökonomischen, ökologischen und einer Sicherheitskatastrophe führt." Mit diesen Worten kommentiert Dr. Hermann Scheer, Vorsitzender des Weltrats für Erneuerbare Energien (WCRE), den "World Energy Outlook 2004" der IEA.  Die IEA erwarte, dass auf der Basis der jetzigen politischen Rahmenbedingungen der Energieverbrauch 2030 um 60% höher als 2004 sein werde, so Scheer. Der immense Energiebedarf solle durch einen unverändert dominanten Anteil von 85% fossiler Energie befriedigt werden, von deren Ressourcen man erwarte, dass sie "mehr als adäquat seien um den Bedarf bis 2030 und weit darüber hinaus zu decken." Um dies zu erreichen schlage der Weltenergieausblick vor, 16 Billionen Dollar bis 2030 zu investieren- 568 Milliarden jährlich - besonders in den Stromsektor und in den Entwicklungsländern. Zwei Drittel dieses gestiegenen Energiebedarfes werden durch Entwicklungsländer verursacht werden, in denen heute der größte Anteil derjenigen 1,6 Milliarden Menschen lebt, der keinen Zugang zu Elektrizität hat.


Fossile Energiequellen lösen nicht das Problem der Armut

Jedoch sei es ein großes Rätsel, wie diese unglaublich hohe Summen meist öffentlicher Gelder in die Beibehaltung und Erweiterung des jetzigen Systems fossiler Energien zu investieren, helfen werden, Armut, ökologische Katastrophen und Energieabhängigkeit zu reduzieren, so Scheer. Der Salim-Report der Weltbank über die Förder- und Bergbauindustrie habe kürzlich unzweifelhaft festgestellt, dass eine weitere Verlängerung des Abbaus und der Nutzung fossiler Energie ganz und gar nicht zu einer Linderung der Armut beitragen werde. Es sei beschämend zu sehen, dass der Weltenergieausblick den Erneuerbare Energien keinerlei wichtige Rolle für die Zukunft der Energieversorgung in bereits versorgten und unversorgten Gebieten zuspreche - zumindest bis 2030.

Statt die Gesellschaften und Entscheidungsträger zu mahnen, ihre finanziellen Ressourcen umzuleiten, weg von einem hochkapitalintensiven zentralisierten fossilen Energiesystem hin zu einer lokalen, umfangreichen und dezentralisierten Nutzung von Erneuerbaren Energien, bestärke der Weltenergieausblick diese darin, die Welt in eine fossile und nukleare Falle zu führen, warnt Scheer. Je früher die Investitionen getätigt würden, um erneuerbare Energien in großem Maßstab zu nutzen, um so geringer seien die Kosten, um sich von einem hoch entwickelten Energieproduktions-, Verteilungs- und Verbrauchssystem zu lösen. Denn dieses werde nutzlos, sobald fossile und nukleare Energiequellen in naher Zukunft ihr Fördermaximum erreicht haben und der Klimawandel nicht mehr nur ein Problem armer Entwicklungsländer sei. Dieser könne dann auch eine ökonomische Bedrohung für Industriestaaten darstellen und die sozialen Spannungen über die Verteilung der wenigen verbleibenden Energieressourcen würden untragbar. "Der Weltenergieausblick hat wieder einmal gezeigt, dass es sich hierbei mehr um einen Blick in die Zukunft mit der Perspektive der Vergangenheit als einen verheißungsvollen Ausblick für ein nachhaltiges Weltenergiesystem handelt", fasst Scheer zusammen.

Ein englischsprachige Zusammenfassung des "World Energy Outlook 2004" kann als PDF-Dokument (10.S.) heruntergeladen werden unter
http://library.iea.org/dbtw-wpd/textbase/npsum/WEO2004SUM.pdf


09.11.2004   Quelle: World Council for Renewable Energy (WCRE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Phönix SonnenStrom AG errichtet 1MW-Freiflächen Anlage mit Dünnschichtmodulen

1 MW-SonnenStrom-Anlage in Bayern.
1 MW-SonnenStrom-Anlage in Bayern.

Die mit einem Megawatt nach Angeben der Bauherren derzeit größte Freiflächen-Solarstromanlage mit Dünnschichtmodulen wurde am 29.10.2004 eingeweiht. In Buttenwiesen, Landkreis Dillingen a. d. Donau, präsentierten die Geschäftsführer der gp solarpark II GmbH & Co. KG, die Landwirte Heinrich Gärtner und Ove Petersen, das von der Phönix SonnenStrom AG als Generalunternehmer geplante und gebaute Sonnenkraftwerk.
  Die Phönix SonnenStrom AG errichtete den Solarpark in Buttenwiesen auf einer ehemaligen Ackerfläche von 4,5 Hektar. Die 10.050 Dünnschichtmodule vom Typ "MA 100" des japanischen Herstellers Mitsubishi Heavy Industries (MHI) bestehen aus amorphem Silizium und haben eine Spitzenleistung von 100 Watt pro Modul. Ihre energetische Rücklaufzeit betrage nur drei Jahre, so die Phönix SonnenStrom AG. Das bedeute, die Module erzeugen innerhalb von drei Jahren die Energiemenge, die zu ihrer Herstellung aufgebracht wurde.

Heinrich Gärtner und Ove Petersen hatten sich die Entscheidung für Dünnschichtmodule von MHI gut überlegt. Sie hatten jeweils auf dem eigenen landwirtschaftlichen Gelände in Buttenwiesen beziehungsweise im Cecilienkoog in Norddeutschland eine Testanlage mit unterschiedlichen Modulen installiert. Dass sie sich schließlich für die MHI Module entschieden haben, freut den Vorstand Technik der Phönix SonnenStrom AG besonders. Manfred Bächler sieht in Dünnschichtmodulen eine Technologie mit großem Kostensenkungs-Potenzial. "Und dass die Anlage früher als geplant schon im August ans Netz gehen konnte, macht einmal mehr deutlich, welche Vorteile unser optimiertes Montagegestell bietet", so Bächler weiter.

09.11.2004   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phönix SonnenStrom AG.

 

SolarWorld AG: Konzerngewinn nach drei Quartalen über 10 Millionen Euro

Der SolarWorld-Konzern hat die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2004 erneut mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Der Konzern erwirtschaftete nach eigenen Angaben einen Gewinn nach Steuern in Höhe von 10,3 Millionen Euro - ein Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 15,3 Millionen Euro, so die SolarWorld AG in einer Ad-hoc Mitteilung.  Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 19,6 Millionen Euro und war damit um 22,8 Millionen Euro besser als von Januar bis September 2003. Das Ergebnis je Aktie beträgt laut SolarWorld AG für den Neun-Monats-Zeitraum 1,79 Euro (Vorjahr: minus 0,86 Euro). Der Konzernumsatz wuchs um 119 % auf das Rekordniveau von 144,2 Millionen Euro (Vorjahr: 65,8 Millionen Euro).

Der Free Cash Flow (CF aus laufender Geschäftstätigkeit einschließlich der Veränderung des "Working Capitals" abzüglich CF aus Investitionstätigkeit) von 33,7 Mio. Euro (Vorjahr: minus 22,7 Mio. Euro) illustriere die gute Liquiditätssituation der Gesellschaft. Der hohe Bilanzgewinn sorgte zusammen mit der Rückführung von Kreditlinien für eine nochmalige Steigerung der sehr soliden Eigenkapitalquote auf 44,4 %, so das Unternehmen.


Gewinnwachstum setzt sich im 3. Quartal fort

Das 3. Quartal 2004 war nach eigenen Angaben die bisher beste 3-Monats-Periode in der Geschichte des Unternehmens und habe die erfolgreiche Performance des Konzerns in den ersten beiden Quartalen nochmals übertroffen. So habe der Quartalsgewinn 5,3 Mio. Euro und damit um 1,7 Mio. Euro über dem guten Ergebnis des 2. Quartals gelegen. Das EBIT kletterte im Vergleich zum 2. Quartal um 36,5 % auf 9,6 Mio. Euro. Der Quartalsumsatz des Konzerns bewegte sich mit 53,4 Mio. Euro auf Vorquartalsniveau. Gegenüber dem 3. Quartal 2003 (25,6 Mio. Euro) bedeute dies eine Steigerung von über 100 %. Die hohen Rohölpreise seien ein Indikator für die Abhängigkeit der Industrienationen vom Öl aus Krisenregionen - eine Feststellung, welche die Internationale Energieagentur in ihrem jüngsten World Energy Outlook 2004 zu der Forderung veranlasst habe, die Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz deutlich zu erhöhen, stellt die SolarWorld AG fest.




09.11.2004   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

WWF: "Die Arktis schmilzt und die Industriestaaten schauen zu"

Kein Eis am Nordpol – dieses Szenario könnte schon sehr bald eintreten, warnt der World Wide Fund For Nature (WWF) in einer Pressemitteilung. Ein aktueller Bericht des Arktischen Rates komme zu dem Ergebnis, dass sich der Klimawandel in der Arktis vollziehe. Das Klimaprogramm des Rates „Arctic Climate Impact Assessment“ (ACIA) lege in dieser Woche den bislang umfassendsten Bericht zum Klimawandel in der Arktis vor.  Der Arktische Rat, ein Forum aus den acht Anrainerstaaten, habe mehr als 250 Wissenschaftler an der Untersuchung beteiligt. Sie kommen laut WWF zu dem Schluss, dass die Temperaturen in der Polregion zwei bis drei Mal so stark ansteigen werden wie in anderen Teilen der Welt.


Anstieg des Meeresspiegels um etwa einen Meter möglich

Das sommerliche Packeis sei auf dem Rückzug und könnte bis zum Ende des Jahrhunderts völlig verschwunden sein. Auch im Winter werde die Eisdecke erheblich dünner. Die Folgen seien dramatisch: Eisbären, die auf dem Packeis leben, seien bis zum Ende des Jahrhunderts zum Aus- sterben verurteilt sein. Durch abschmelzende Gletscher sei mit einem Anstieg des weltweiten Meeresspiegels um etwa einen Meter zu rechnen. Die gewaltigen Mengen an Schmelzwasser könnten die Meeres-strömungen beeinflussen; selbst eine Störung des Golfstromes schließen die Forscher nicht aus. Für den WWF ist das ein geradezu "apokalyptisches Szenario". "Die Folgen werden nicht nur für die Polregion gravierend sein, sondern sich auf der ganze Welt auswirken. Die Industriestaaten müssen mehr tun, um ihren Treibhausgasausstoß möglichst schnell herunterzufahren" so Dr. Peter Prokosch, ehemaliger Direktor des WWF Arktisprogramms und heutiger Geschäftsführer des WWF Deutschland.

Der WWF als ständiger Beobachter im Arktischen Rat sieht in dem Dokument eine Grundlage, die zum Handeln zwingen müsse. "Gerade die USA, die eine Veröffentlichung des Berichts vor den Präsidentschaftswahlen verhindert haben, belegen mit ihren eigenen Wissenschaftlern die Tragweite des Klimawandels und die notwendigen Konsequenzen", erläutert Prokosch. Die arktischen Staaten, darunter neben den USA auch Kanada und Russland, seien für etwa 30 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Es sei höchste Zeit, dass der Klimaschutz auch von diesen Ländern konsequenter vorangetrieben werde. Nur so ließen sich die gravierenden Folgen abschwächen. Der Bericht beschreibe klar, dass die klimatischen Veränderungen im Norden auch für den Rest der Welt erhebliche Auswirkungen haben: Ein Anstieg des Meeresspiegels bedrohe rund 17 Millionen Menschen, deren Heimat nur einen Meter über dem derzeitigen Meeresspiegel liegt. Betroffen seien dem Bericht zufolge neben Bangladesh und Indien auch Florida und Louisiana.

Schon heute lasse sich in der Arktis ein dramatischer Temperaturanstieg beobachten. In den nächsten 100 Jahren sei mit einer weiteren Zunahme um vier bis sieben Grad zu rechnen. Außer dem Packeis sei die arktische Schneedecke auf dem Rückzug. Die Wissenschaftler erwarten, dass sich dieser Trend noch verstärkt. Weniger Schnee bedeute, dass weniger Sonnenwärme reflektiert und der Planet zusätzlich aufgeheizt wird. Ein Teufelskreis, so der WWF.

08.11.2004   Quelle: WWF World Wide Fund For Nature   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Neue EREC-Studie zum Markt der Erneuerbaren in Europa

Die aktuelle Veröffentlichung des Europäischen Rats für Erneuerbare Energien (EREC) gibt einen Überblick über technische und ökonomische Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien. "Renewable Energy in Europe - Building markets and capacity" analysiert die Fortschritte, welche bis Ende 2003 bei der Marktentwicklung der Erneuerbaren in der Europäischen Union erreicht wurden.  Schwerpunkt der Untersuchung ist die Frage, wie die Erneuerbaren eine bedeutendere, ihrem Potenzial angemessenere Rolle im Energiemix der EU spielen können.

Die Untersuchung werde veröffentlich zu einem Zeitpunkt, an dem die EU neue Herausforderungen im Energiebereich zu bewältigen habe, sowohl im Hinblick auf die Liberalisierung der Märkte als auch durch die Erweiterung der Gemeinschaft um zehn neue Mitgliedsstaaten zum 1.5.2004. Eine englischsprachige Zusammenfassung der Studie ist erhältlich unter http://www.erec-renewables.org/documents/RES_in_EUandCC/ExecutiveSummary.pdf


Beachtliche Erfolge – neue Herausforderungen

Die EU habe in punkto erneuerbare Energien außerordentliche Erfolge erzielt und ein günstiges politisches Umfeld geschaffen, so der EREC. Die Politik für die erneuerbaren Energien trage sowohl zur Sicherung der Energieversorgung als auch zum Klimaschutz bei und stärke die Industrie, die Technik zur Nutzung der regenerativen Energiequellen produziert - einen der am schnellsten wachsenden Industriesektoren in ganz Europa. Dennoch seien neue, ambitionierte Ziele und Wege festzulegen, damit der angestrebte Anteil der Erneuerbaren am Energieverbrauch von 20 % im Jahr 2020 erreicht werden könne. Laut EREC erzielt die Industrie im Bereich der erneuerbaren Energien in Europa bereits einen Umsatz von mehr als zehn Milliarden Euro und beschäftigt rund 200.000 Personen. Einer europäischen Studie zufolge könne der Ausbau der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 rund 900.000 neue Arbeitsplätze schaffen, davon 400.000 in der Industrie und 500.000 in der Land- und Forstwirtschaft, welche die Brennstoffe liefern soll.


Solarstrom und Solarwärme auf dem Vormarsch

Laut EREC ist eine Studie der European Photovolatic Industry Association (EPIA) realistisch, die bis 2010 eine in Europa installierte Solarstrom-Leistung von 3.000 Megawatt (MWp)erwartet. Dies hänge vor allem ab vom politischen Willen jedes Mitgliedsstaates, die Nachfrage zu sichern.

Würde die pro Kopf installierte Solarkollektorfläche in allen europäischen Länder so hoch sein, wie in Österreich und Griechenland, könne die EU ihr Ziel von 100 Millionen Quadratmetern erreichen, so EREC. Dies entspräche einer installierten Kollektorfläche von 266 m2 pro 1.000 Einwohnern.

08.11.2004   Quelle: European Renewable Energy Council (EREC)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Fachtagung: Die neue Rolle der Geothermie

Knapp dreihundert Teilnehmer aus zehn Ländern werden vom 10. bis 12. November auf der 8. Geothermischen Fachtagung erwartet. Das seien so viele wie noch nie in der Geschichte geothermischer Kongresse in Deutschland, so die Geothermische Vereinigung e.V. in einer Pressemitteilung.  "Die neue Rolle der Geothermie," so der Titel der Veranstaltung, die in der Festhalle in Landau in der Pfalz stattfindet, werde allein durch diesen Zuspruch deutlich.

Der Kongress präsentiert das gesamte Spektrum von Forschung, Entwicklung, Finanzierung und Anwendungsmöglichkeiten, über Stromerzeugung und Fernwärmelieferung, bis hin zum Heizen und Klimatisieren von Einzelgebäuden und zur Energiespeicherung. Steigende Energiepreise und abnehmende fossile Ressourcen lenken den Blick von Anwendern und Investoren immer mehr auf den bislang kaum genutzten Wärmestrom aus der Tiefe, einer überall und ständig verfügbaren, sauberen und klimaschonenden Energiequelle.


Beitrag zur Wärme- und Stromproduktion

Mit über 700 Megawatt installierter thermischer Leistung trägt die Geothermie inzwischen zur Wärmeversorgung in Deutschland bei. Besonders im Einzelhausbereich, bei Verwaltungs- und Bürogebäuden können geothermische Systeme zum Heizen und Kühlen in vielen Anwendungsfällen längst mit konventionellen Energieversorgungsanlagen wirtschaftlich mithalten, betont die Geothermische Vereinigung. 2003 nahm mit der Anlage in Neustadt-Glewe (Mecklenburg-Vorpommern) das erste geothermische Kraftwerk Deutschlands seinen Betrieb auf. Eine Reihe weiterer Anlagen befindet sich im Bau beziehungsweise in der Planungsphase.


Wachstumsperspektiven

Für die Deutsche Tiefbohrbranche, die in den vergangenen Jahren stark unter dem Rückgang der Erkundung nach fossilen Energieträgern gelitten habe, würden sich Zeiten der Vollbeschäftigung abzeichnen, so die Geothermische Vereinigung. Der Maschinenbau beispielsweise habe mit der Entwicklung innovativer Niedertemperaturturbinen und Tiefbohranlagen reagiert. Die gesamte Branche verzeichnete in den vergangenen Jahren einen beträchtlichen Zuwachs an Know-how. Die Zahl der Unternehmen, die wirtschaftliche Erfolge mit der Erdwärme suche, steige stetig. Rund 100 von ihnen haben sich inzwischen der Geothermischen Vereinigung angeschlossen.

08.11.2004   Quelle: Geothermische Vereinigung e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Q-Cells AG will größte Solarfabrik Europas bauen

Anfang November stellte der nach eigenen Angaben größte Produzent von Solarzellen in Europa, die Q-Cells AG (Thalheim bei Wolfen), sein neues Bauvorhaben vor. Das Unternehmen will seine Produktionskapazität von bislang 170 MWp (Megawatt peak) auf insgesamt 320 MWp ausbauen.  Damit würden über 100 neue Arbeitsplätze geschaffen, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Vorarbeiten für die hochmoderne Fertigungslinie haben laut Q-Cells AG bereits vor einigen Wochen begonnen. Als Termin für die Inbetriebnahme ist das II. Quartal 2005 geplant. Mit dieser Erweiterung zähle Q-Cells zu den größten Produzenten der Branche weltweit.


"Q8-Zelle" 2005 in Serie

In diesem Jahr hat das Thalheimer Unternehmen die Entwicklung seiner 8-Inch-Hochleistungsphotovoltaikzelle abgeschlossen, der „Q8“,
Damit setze die Q-Cells AG erneut Maßstäbe für den Weltmarkt und unterstreiche ihre technologische Spitzenposition und Innovationskraft. Die „Q8“ mit einer Leistung von 6,4 Wp oder höher werde die weltweit leistungsstärkste Solarzelle sein. Im Frühjahr 2005 soll das Produkt in die Serienproduktion gehen.

08.11.2004   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BUND legt Plan zur Weiterführung der ökologischen Finanzreform vor

Um die Umwelt zu entlasten, ökologisch schädliche Subventionen abzubauen und die Lohnnebenkosten zu senken hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) einen Plan zur Weiterführung der ökologischen Finanzreform vorgelegt. Der Vorschlag enthält die Überarbeitung der Ökosteuer-Ermäßigungen für das produzierende Gewerbe, die Einführung einer Kerosinsteuer für inländische Flüge und die Angleichung der Diesel-Mineralölsteuer an die Steuer für Normalbenzin. 

Diesel-Steuer angleichen; Flugbenzin versteuern

Die um 18 Cent pro Liter geringere Steuer für Diesel-PKW müsse schrittweise an die Steuer für Normalbenzin angeglichen werden, fordert der BUND in einer Pressemitteilung. Sobald die LKW-Maut eingeführt sei, könne die Dieselsteuer für den gewerblichen und den privaten Verbrauch differenziert werden. Gleichzeitig solle die KFZ-Steuer reformiert und künftig nach dem Kohlendioxid- und Schadstoffausstoß festgelegt werden. Die seit Januar 2004 gültige neue EU-Energiesteuerrichtlinie ermögliche zudem erstmals die Einführung einer Kerosinsteuer. Die derzeitige Steuerbefreiung subventioniere das klimaschädlichste Verkehrsmittel Flugzeug jährlich mit 373 Millionen Euro. SPD und Grüne könnten eine entsprechende Änderung im Mineralölsteuergesetz ohne Zustimmung des Bundesrates umsetzen.


Ökosteuereinnahmen für Klimaschutzprogramme, Anreize zum Energiesparen

In Zukunft soll ein Teil der zusätzlichen Ökosteuereinnahmen für Klimaschutzprogramme genutzt werden, fordert der BUND. Mit Ökosteuer-Stufen von einem halben Cent je Kilowattstunde bei der Stromsteuer und einem Cent je Liter bei fossilen Heizstoffen könne die Altbausanierung und die effiziente Stromnutzung mehr Schub bekommen. Insgesamt sei die Bilanz der ersten fünf Ökosteuer-Stufen positiv, so der BUND. Um durchschnittlich zwei Prozent sei der Kraftstoffverbrauch zwischen 1999 und 2003 jeweils im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die Festlegung weiterer Ökosteuer-Schritte sei geboten. Eine angesichts hoher Rohölpreise vertretbare Pause bei der Erhöhung der Mineralölsteuer dürfe nicht zum Stillstand der gesamten ökologischen Steuerreform führen. Deutschland könne sich nur aus der Abhängigkeit vom Rohöl befreien, wenn die Bundesregierung die Anreize zum Energiesparen verbessere.

"Die ökologische Steuerreform ist ein Erfolgsmodell. Sie entlastet die Umwelt, schafft neue Arbeitsplätze und senkt die Lohnnebenkosten. Sie hat noch Schwächen, aber es lohnt sich, sie zu verbessern und fortzuführen. Der Klimaschutz verträgt keine Pause, es geht darum, neue energieeffiziente Innovationen anzustoßen. Die rot-grüne Koalition muss Weitblick beweisen und die ökologische Finanzreform noch in diesem Jahr weiter entwickeln", fordert die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt.

Ein BUND-Hintergrundpapier gibt es im Internet unter: http://www.oeko-steuer.de, "Kommentare".

07.11.2004   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SFV: Wirtschaftswachstum kein Patentrezept gegen Arbeitslosigkeit – Energiesteuer und Solar-Pflicht gefordert

"Die Diskussionen um das vorliegende Herbstgutachten der sechs Wirtschaftsforschungsinstitute gehen ausnahmslos von der Annahme aus, dass nur Wirtschaftswachstum die Arbeitslosigkeit stoppen könne. Dieser 'Lehrsatz' werde sogar von den Kritikern der Arbeitsmarktreformen 'wie ein Glaubensbekenntnis' wiederholt", so der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. in einer Pressemitteilung zum Herbstgutachten der Wirtschaftweisen. Nach Auffassung des SFV werden durch den genannten "Lehrsatz" die von den Kritikern beklagten "neoliberalen Reformen" überhaupt erst begründet. "Viele Reformgegner kämpfen somit gegen ein System, ohne zu merken, dass sie dessen ideologische Grundlage selber bejahen", heißt es in der SFV-Pressemitteilung.  Der SFV erinnert an seinen Vorschlag, statt des Produktionsfaktors Arbeit, den Produktionsfaktor Energie zu besteuern: Waren und Dienstleistungen, die mit hohem Energieverbrauch verbunden sind, würden teurer; Waren und Dienstleistungen, die mit hohem Personalaufwand erbracht werden, hingegen billiger. Als Konsequenz würden Unternehmer personalintensive Betriebe eröffnen beziehungsweise erweitern und energieintensive Betriebe schließen, so der SFV. Zur Markteinführung der Solarwärme- und Solarstromtechnik fordert der SFV eine Baupflicht für Neubauten.


Zweifel an der Notwendigkeit ständigen Wachstums

Der Glaube an die Notwendigkeit ständigen Wirtschaftswachstums sei ein gravierender Grundfehler der konventionellen Wirtschaftstheorien, so der SFV. Er gründe auf der Beobachtung, dass die Zahl der Arbeitsplätze immer zugenommen habe, wenn das Wachstum der gesamten Volkswirtschaft die Rate von zwei oder drei Prozent überschritten hat. Statistisch gesehen stimme diese Beobachtung zwar, doch tauge sie nicht als Beweis für die Behauptung, dass Wachstum Arbeitsplätze schaffe. Wer genauer hinsehe, stelle fest, dass gerade solche Unternehmen hohe Wachstumsraten erzielen, die keine zusätzlichen Arbeitsplätze schaffen, sondern sich rücksichtslos von vielen Mitarbeitern trennen - abgesehen von "wenigen rühmlichen Ausnahmen" z.B. im Bereich der erneuerbaren Energien.


Hier liege eine beunruhigende Fehlfunktion unseres Wirtschaftssystems vor, stellt der SFV fest. Deshalb hätte schon längst die Frage beantwortet werden müssen, warum ausgerechnet diejenigen Unternehmen mit Wachstum und steigenden Gewinnen belohnt würden, die Arbeitsplätze abbauen.

Raubbau an den Ressourcen

Im Prinzip könnten Unternehmer entscheiden, ob sie viel oder wenig Personal beschäftigen. Sie könnten zum Beispiel wählen, ob sie reparaturfreundliche Produkte mit der Garantie einer (personalintensiven) Werküberholung anbieten oder Produkte, die nach wenigen Jahren im Schrott landen, weil keiner sie reparieren kann. Beide Varianten seien technisch möglich. Leider werde heute vorwiegend die letztgenannte gewählt, die mit den Stichworten "Sperrmüllkultur" und "Raubbau an den Schätzen der Erde" zu kennzeichnen sei. Sie werde meist mit der "arroganten Bemerkung" begründet, dass die Käufer keinen Wert auf ein "Produkt von vorgestern" legten.


Energiesteuer und Senkung der Lohnnebenkosten als Alternative

Ein modernes, solide gefertigtes Produkt, welches bei Bedarf grundüberholt werden kann, würde auch heute gerne gekauft, so der SFV. Der eigentliche Grund für die Entscheidung der Unternehmer zur reparatur-unfreundlichen, materialverschwendenden Produktion liege nicht im Käuferwunsch begründet, sondern darin, dass für Reparaturen gut ausgebildetes Personal benötigt werde. Und Personal sei teuer, die Alternative hingegen billig: In fast menschenleeren Produktionshallen würden mit Hilfe von Automaten und billiger Energie aus billigen Grundstoffen neue, billige Produkte als Ersatz für ältere, billige Produkte hergestellt. Dies habe bereits zu Beginn des Industriezeitalters zur Forderung geführt, Maschinen (Automaten) zu besteuern. In der Gegenwart höre man bisweilen die Forderung nach einer Grundstoff- oder Materialsteuer. Beide Vorschläge sind laut SFV vom Ansatz her richtig, scheiterten aber in der Praxis am Problem der sachgerechten und nachvollziehbaren Bemessung. Eine wesentlich einfachere Lösung ergäbe sich, wenn Maschinen, Automaten und Grundstoffe indirekt über die verbrauchte Energie besteuert würden.

Der SFV betont, dass der Energieaufwand zur Herstellung von Grundstoffen immens sei. "Zwei Drittel der in der Produktion verwendeten Energie fließen in die Grundstoffherstellung. Eine Besteuerung der Energie würde gezielt insbesondere die Grundstoffe verteuern, was bei materialverschwendenden Unternehmen mehr zu Buch schlägt, während es diejenigen Unternehmen belohnt, die wertbeständige Produkte herstellen und in personalintensiven Abteilungen für ihre Reparatur sorgen", so der Verein. Gleichzeitig mit einer Erhöhung der Energiesteuern müsse eine Entlastung der Lohnsteuer und Sozialabgaben erfolgen, um die Einstellung neuen Personals zu erleichtern. Eine Verschiebung der Steuer- und Soziallast vom Produktionsfaktor Arbeit zum Produktionsfaktor Energie schafft Arbeitsplätze - auch ohne Wirtschaftswachstum


Energiesteuer auch für Erneuerbare - Baupflicht für Solaranlagen

Die Energiesteuer müsse auch auf Erneuerbare Energien erhoben werden, fordert der SFV. Diese bräuchten keine Steuerbefreiung (Ausnahme: vorübergehende Steuerbefreiung für pflanzliche Treibstoffe). Zur Markteinführung der erneuerbaren Energien seien andere Instrumente besser geeignet, wie zum Beispiel das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder eine Baupflicht für Solaranlagen (wahlweise thermisch oder photovoltaisch) auf allen Neubauten.

07.11.2004   Quelle: SFV, Energiesteuer, Solar-Pflicht   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Wissenschaftler präsentieren Spiel zum Klimawandel

Das Brettspiel "Keep Cool", entwickelt von zwei Wissenschaftlern am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), stellt die Spieler vor die Entscheidung: persönliche Interessen oder Klimaschutz - oder ist beides vereinbar? "Keep Cool - Setzen Sie das Klima aufs Spiel" beschreite einen neuen Weg in der Kommunikation zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft, so das PIK in einer Pressemitteilung.  Ob natürliches Klima, Wirtschaft oder Klimapolitik: allgemein verständlich sollen die verschiedenen Facetten des Klimawandels beleuchtet werden, ohne das Wichtigste zu vergessen - den Spaß am Spiel.

"Keep Cool" deckt verschiedene natur- und sozialwissenschaftliche Themenfelder ab und unterstreicht damit die fachübergreifende Forschung zu globalen Umweltveränderungen. Das wissenschaftlich fundierte Spiel wird ab dem 1. November von einem professionellen Spieleverlag vertrieben. Die einfachen Regeln in "Keep Cool" machten das Spiel für verschiedene Altersgruppen interessant, so das PIK. Drei bis sechs Spieler ab 12 Jahren können die Rolle von "Global Players" übernehmen. Eine Partie des zweisprachigen Spiels (Deutsch/Englisch) dauert etwa ein bis zwei Stunden.

An dem Projekt sind mehrere Partner und Sponsoren beteiligt. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) will "Keep Cool" für seine Öffentlichkeitsarbeit verwenden. Ferner soll das Spiel in Unterrichtsmaterialien zum Klimawandel einfließen.

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) wurde 1992 gegründet und beschäftigt rund 120 Wissenschaftler. Seine Forschungen zu Klimawandel, Klimafolgen und nachhaltiger Entwicklung sind international anerkannt. Das PIK gehört zur Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL).

07.11.2004   Quelle: PIK   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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NABU: Synthetische Biokraftstoffe statt Erdöl

Der Naturschutzbund NABU hat die Ende Oktober vom Bundeskabinett beschlossene "Strategie der Bundesregierung zu Alternativen Kraftstoffen und Antriebstechnologien" begrüßt. "Es ist notwendig, sich auch im Verkehrsbereich von der nahezu vollständigen Abhängigkeit von Erdölimporten mit all ihren negativen Folgen für die Umwelt zu lösen", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke auf dem Fachkongress "Synthetische Biokraftstoffe" in Wolfsburg.  Synthetische Biokraftstoffe oder so genannte Biomass-to-Liquid-Kraftstoffe (BtL) könnten laut NABU außerdem einen wichtigen Beitrag zur Entschärfung des Klimaproblems leisten. Zur endgültigen Beurteilung stünden allerdings noch Energie- und Klimabilanzen von Anbau- und Produktionsketten aus.


Grundsätzliche Verkehrswende nötig

"Die Verkehrsprobleme unserer Zeit sind nicht allein mit alternativen Kraftstoffen zu lösen, wie bei der Diskussion über Biokraftstoffe manchmal der Eindruck erweckt wird", so Tschimpke. Bei der allgemeinen Begeisterung über BtL-Kraftstoffe dürfe die Notwendigkeit einer grundsätzlichen Verkehrswende nicht vergessen werden. Auch ein 8-Liter-BtL-Fahrzeug sei weit davon entfernt nachhaltig zu sein. Die Probleme mit Lärm, Flächenverbrauch und Verkehrsopfer würden auch durch Biokraftstoffe nicht gelöst, betonte der NABU-Präsident: "Wir brauchen eine Doppelstrategie, die einerseits eine deutliche Effizienzsteigerung sowie klimafreundliche Biokraftstoffe und andererseits eine weitere Förderung von Bus, Bahn und Fahrrad verfolgt."


Biomasse-Schwerpunkt im Strom- und Wärmesektor

Die Bestrebungen von Politik und Automobilindustrie, Biomasse primär für den Kraftstoffbereich vorzusehen, sehe der NABU jedoch kritisch, solange ein hoher Anteil des Wärmebedarfs weiter durch Heizöl gedeckt werde. Hier müsse das gesamte Spektrum berücksichtigt werden, denn im stationären Strom- und Wärmesektor könne pro Energieeinheit mit Biomasse mehr CO2 eingespart werden als im Verkehrsbereich. Zudem müsse die Biomasse nach Ansicht des NABU nach den Grundsätzen einer nachhaltigen Landwirtschaft angebaut werden. "Der Anbau von Biomassekulturen muss naturverträglich und unter den im Bundesnaturschutzgesetz beschrieben Bedingungen der guten fachlichen Praxis erfolgen", sagte Tschimpke. Eine einseitige Ausrichtung auf Raps-Monokulturen zur Biodieselproduktion lehnt der NABU weiterhin ab, da dies mit den Grundsätzen einer naturverträglichen Landwirtschaft nicht vereinbar sei.

06.11.2004   Quelle: NABU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Mängel an der Solarstromanlage: SFV informiert über Rechte der Betreiber

Nach den Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs ist es vorteilhaft, wenn Mängel einer gekauften Sache bereits innerhalb der ersten sechs Monate erkannt und beim Verkäufer reklamiert werden. Das gilt unabhängig von der Dauer der gesetzlichen Gewährleistung oder der vereinbarten Garantiezeit, für alle Produkte beispielsweise auch für einer Solaranlage. Darauf weist der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. in einer Pressemitteilung und auf seinen Internetseiten hin.  Die genannte Sechs-Monatsfrist sei kürzer als die gesetzliche Gewährleistung oder eine eventuell vereinbarte Garantiefrist und deshalb von besonderer Bedeutung. In diesem Zusammenhang seien beispielsweise zu unterscheiden, die gesetzliche Gewährleistungsfrist nach § 438 BGB, häufig auch eine freiwillig verlängerte Garantiefrist nach § 443 BGB sowie die Beweislastumkehr nach sechs Monaten, geregelt in § 476 BGB. Für die Käufer sei es aufgrund der gesetzlichen Regelungen vorteilhaft, Mängel an Solarstromanlagen innerhalb der ersten sechs Monate beziehungsweise vor Ablauf einer eventuellen Haltbarkeitsgarantie erkennen und zu reklamieren.


Möglichkeiten der Mängelerkennung bei Solarstromanlagen

Da sich bei Solarstromanlagen viele Mängel in Form verminderter Stromerträge auswirken, sei ein Vergleich der Monatserträge mit anderen Photovoltaikanlagen hilfreich, so der SFV. Eine Möglichkeit dazu biete der Internetservice zur bundesweiten Erfassung von Stromerträgen aus PV-Anlagen, erreichbar über die Internetseiten des SFV. Jeder Betreiber einer PV-Anlage, Solar-Installateur oder an Photovoltaik Interessierte könne sich dort einen Überblick über die eingespeisten durchschnittlichen Stromerträge verschaffen.


Details zur Ertragsdatenaufnahme

Die Ertragsdatenaufnahme sammelt Monats-Stromerträge von PV-Anlagen mit Volleinspeisung aus ganz Deutschland und stellt sie der Öffentlichkeit in statistischen Auswertungen zur Verfügung. Die durchschnittlichen monatlichen Stromerträge werden in regionalen und bundesweiten Übersichten dargestellt. Darüber hinaus sind eine Reihe weiterer Übersichten erhältlich, beispielsweise Erträge von Anlagen, die unterschiedlich ausgerichtet sind. Derzeit werden monatlich etwa 1.750 Stromerträge von PV-Anlagen-Betreibern eingegeben. Seit Bestehen der Datenbank sind laut SFV zirka 65.000 Monats-Stromerträge erfasst Anmeldung und Eingabe erfolgen online unter der Internetadresse http://www.pv-ertraege.de/; weitere Informationen unter www.sfv.de.

06.11.2004   Quelle: Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Studie belegt Wirkung des Kinofilms "The Day After Tomorrow"

Durch Werbung, Interviews und Medienberichte hat der Film des Regisseurs Roland Emmerich Menschen erreicht, die sich sonst nicht oder kaum für das Klimaproblem interessieren. Das ist ein Ergebnis einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Dem Film sei es auch gelungen, dem Kinobesucher ein größeres Bewusstsein für die Vielschichtigkeit und Verwundbarkeit des Weltklimas zu vermitteln, so das PIK.  So sei zum Beispiel den meisten Befragten die Rolle der Ozeane vor dem Film nicht bekannt gewesen. Die "Special Effects" einer hereinbrechenden Klimakatastrophe führten bei den Zuschauern jedoch keineswegs zu Fatalismus oder Fluchtgefühlen - wie vielleicht zu erwarten gewesen wäre. Im Gegenteil: Nur knapp zehn Prozent der Befragten hätten die Botschaft "Wir können ohnehin nichts tun" mit nach Hause genommen; 82 Prozent wählten nach dem Film die Botschaft "Wir müssen den Klimawandel unbedingt aufhalten" als ihr Motto.

Der Klimaschocker "The Day After Tomorrow" des Hollywood-Starregisseurs Roland Emmerich kam Ende Mai 2004 in rund 80 Ländern in die Kinos. Die Soziologen Fritz Reusswig und Julia Schwarzkopf vom PIK sowie Philipp Pohlenz von der Universität Potsdam führten die sozialwissenschaftliche Wirkungsstudie zum Film. Sie untersuchten, ob dieser Film die Klimadebatte neu entfachen und den Klimaschutz fördern würde, oder dem Klimathema letztlich schade, weil die Darstellung einer vom Menschen gemachten neuen Eiszeit auf der Nordhalbkugel mehr auf Fiktion als auf Wissenschaft beruhe. Die Studie wurde vom European Climate Forum (ECF) und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) unterstützt.


Wer den Film gesehen hat, wählte eher Kerry

Neben dem PIK haben sich vier Forschungsteams aus den USA, Großbritannien und Japan mit der Wirkung des Films auf das Publikum beschäftigt. Diese Teams trafen sich am 21. und 22. Oktober am PIK, um ihre Ergebnisse auszutauschen. Dabei wurde deutlich: Die unterschiedlichen kulturellen und politischen Hintergründe in diesen Ländern führen dazu, dass ein und derselbe Film ganz unterschiedliche Wirkungen beim Kinobesucher hervorruft. In den USA etwa, wo Klima und Klimaschutz eine deutlich geringere Rolle in der Öffentlichkeit spielen als in Europa, hat der Film deutlich zur Sensibilisierung des Themas und der Notwendigkeit von Klimapolitik beigetragen. Und: Wer den Film gesehen hat, war deutlich stärker bereit, John Kerry zu wählen als George W. Bush.

Für die PIK-Studie wurden 1.118 Kinobesucher aus sechs deutschen Städten befragt (Berlin, Bremen, Magdeburg, Marburg, München, Potsdam). In einem schriftlichen Interview beantworteten sie unmittelbar vor und nach dem Kinobesuch Fragen zum Klimawandel und Klimaschutz. Eine weitere Gruppe von 150 Personen wurde vier Wochen später noch einmal telefonisch interviewt, um die Langzeitwirkung des Films zu überprüfen.

Die Ergebnisse der Studie liegen als PIK-Report Nr. 92 vor. Die Studie ist als PDF-Dokument (65 S., 433 KB) im Internet abrufbar: http://www.pik-potsdam.de/publications/pik_reports/reports/pr.92/pr92.pdf

06.11.2004   Quelle: Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BUND: Atomendlager statt Gorlebentransporte, Rot-Grün muss Endlagersuchgesetz vorlegen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Bundesregierung aufgefordert, noch in diesem Jahr ein Endlagersuchgesetz vorzulegen. Darin seien die Vorgaben des „Arbeitskreises Endlager“ für die Suchkriterien und zur Finanzierung des Endlagers festzuschreiben, fordert der BUND vor dem angekündigten Castortransport nach Gorleben.  Ein entsprechender Vorschlag des Arbeitskreises Endlager liege seit zwei Jahren vor, so der BUND. Seitdem sei jedoch wenig geschehen. Da sich CDU/CSU, FDP und die Betreiber der Atomkraftwerke weigerten, das vom Arbeitskreis Endlager vorgeschlagene Suchkonzept mit umzusetzen müsse die Bundesregierung nun handeln, heißt es in der BUND in einer Pressemitteilung.


Öffentlich-rechtlicher Fond für Rückstellungen der Atomindustrie gefordert

"Die Suche nach einem Endlager für die radioaktiven Altlasten der Atomindustrie muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Wenn das Gesetz nicht umgehend verabschiedet wird, ist der schon sprichwörtliche Atom-Zug abgefahren", so Renate Backhaus, Atomexpertin im BUND-Bundesvorstand. "Dann sind bereits zwei Legislaturperioden vergangen und beim Thema Endlagersuche sind wir so schlau wie vor der Regierungsübernahme durch Rot-Grün“, so Backhaus weiter. Die Bundesregierung habe es zudem versäumt, die zur Atommüllentsorgung zurückgestellten Milliarden der Atomindustrie in einen zu überführen, kritisiert der BUND. Diese Gelder müssten umgehend für die Endlagersuche und den Bau eines Endlagers gesichert werden. Derzeit verwendeten die Atomkraftwerksbetreiber sie jedoch weiter für riskante Investitionen und Firmenaufkäufe in Fremdbereichen wie der Telekommunikationsbranche.
Backhaus: „Bundesumweltminister Trittin muss seiner Verantwortung für den Schutz der Menschen und der Umwelt vor dem radioaktiven Strahlenmüll nachkommen und die Endlagersuche voranbringen. Jeder Castortransport in das Zwischenlager von Gorleben schafft Sachzwänge dafür, dass dort im Salzstock ein Atommüllendlager für alle Zeiten entsteht. Ein Endlager ist aber nur dann akzeptabel, wenn es nach anerkannten Sicherheitskriterien ausgewählt wurde. Das ist in Gorleben jedoch nicht der Fall gewesen.“

05.11.2004   Quelle: BUND, Atom, Endlager, Gesetz, Gorleben,   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Europäische Solarpreise 2004: Preisträger werden am 2. Dezember ausgezeichnet

Der Europäische Solarpreis wird von der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. seit 1994 jährlich an Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen sowie an Organisationen vergeben, die sich besonders um die Nutzung der Sonnenenergie in all ihren verfügbaren Formen verdient gemacht haben. Die Ehrung der Preisträger 2004 findet statt am 02. Dezember 2004 zwischen 18 und 21 Uhr in der Niederlassung Berlin der KfW Bankengruppe am Gendarmenmarkt.  Den Europäischen Solarpreis 2004 erhalten:

· für den Bereich "Städte und Gemeinden":

Die Gemeinde Güssing, Österreich (Energieautarkie der Gemeinde).
Die Stadt Bonn, Deutschland (Internationale Kommunikation im Bereich Erneuerbare Energien und herausragende kommunalpolitische Projektinitiativen).

· für den Bereich "Industrielle und kommerzielle Unternehmen/Betriebe oder landwirtschaftliche Betriebe":
Die Holinger Solar AG, Schweiz (Wattwerk; kommerzielles Energie-plus-Gebäude).
Die Brauerei Neumarkter Lammsbräu, Deutschland (Öko-Brauerei mit ganzheitlichem Energiekonzept).

· für den Bereich "Eigentümer oder Betreiber von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien":
Sunjut, Istanbul, Türkei (Windkraft für die industrielle Produktion).

· für den Bereich "Solares Bauen" (Stadtentwicklung oder Gebäude):
Ecoserveis Barcelona, Spanien (Die Sonnenfabrik, Renovierung eines alten Industriegebäudes unter Verwendung Erneuerbarer Energien).

· den Medienpreis erhält Federico Butera, Italien.

· für den Bereich "Bildung/Ausbildung":
IT Power, Großbritannien (Internationale Öffentlichkeitsarbeit für die Verbreitung Erneuerbarer Energien), Dr. Michael Grupp, Frankreich, und Prof. Dr. Stepan Kudrya, Ukraine.

· für den Bereich "Außereuropäische Kooperation":
Gon Chaudhuri, West Bengal Renewable Energy Development, Indien (Erneuerbare Energien für die Elektrifizierung von Dörfern in Indien).

· den Sonderpreis für besonderes persönliches Engagement erhält
Aloys Wobben, Deutschland.

05.11.2004   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Neue Technik macht es möglich: umweltfreundlicher Strom aus Biomasse

Direkt an einen Generator (im Bild blau) gekoppelte Kleindampfturbine
Direkt an einen Generator (im Bild blau) gekoppelte Kleindampfturbine

Die Biomasse zählt zu den Hoffnungsträgern für eineumweltfreundliche Energieversorgung. Doch während in Großanlagen wahlweise Wärme oder Strom aus Holz gewonnen wird, erzeugen Kleinanlagen fast ausschließlich Wärme. Der Grund: es fehlt an geeigneter und vor allem wirtschaftlicher Technik. In einem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit über 577.000 Euro unterstützten Forschungsvorhaben hat die Technische Universität Dresden eine Lösung für dieses Problem gefunden. In Zusammenarbeit mit dem Dampfturbinenhersteller Kühnle, Kopp & Kausch AG (Frankenthal) und der niedersächsischen RWE Piller GmbH (Osterode) haben die Forscher eine spezielle Dampfturbine für kleine Anlagen entwickelt, die direkt an einen Generator gekoppelt ist und so Strom erzeugt.  Die Testphase begann am 26.10.2004 im Heizwerk Dresden-Reick der Dresdener Stadtwerke (DREWAG). Unter Federführung des Instituts für Energietechnik und des Elektrotechnischen Instituts der TU Dresden ist ein Prototyp entstanden, der nun seine Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen soll. Dazu wird die Pilotanlage an ein Dampfnetz der Stadtwerke Dresden angeschlossen. "Ziel des Projekts ist eine praktikable, vergleichsweise günstige und wirkungsvolle Technik, die den Brennstoff ideal nutzt", so DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde.



Strom aus Holz

Zunächst wird Holz verbrannt, um mit dieser Energie Wasser zum Kochen zu bringen. Mit dem dabei entstehenden Wasserdampf wird die neue Dampfturbine in Bewegung gesetzt, die schließlich einen elektrischen Generator antreibt. Die Dresdener Dampfturbine ist direkt an einen elektrischen Generator gekoppelt - ohne das sonst übliche Getriebe. Zudem ist ihre Drehzahl variabel, wodurch mehr Strom erzeugt werden soll. "Die neue Technik zeigt bislang sehr gute Ergebnisse und ist in der Fachwelt auf positive Resonanz gestoßen", sagt Brickwedde.

05.11.2004   Quelle: DBU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU
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Conergy komplettiert solares Zentralwechselrichterangebot

Die Conergy Gruppe ist nach eigenen Angeben mit einem bisherigen Absatz von über 30 Megawatt (MW) europaweit führend bei Zentralwechselrichtern. Die Erfahrungen der eigenen Ingenieure seien im vergangenen Jahr gezielt mit Profis aus der Branche ergänzt worden, berichtet die Conergy AG in einer Pressemitteilung. Gemeinsam sei eine richtungweisende Palette an Zentralwechselrichtern entwickelt worden.   Den Auftakt machten Geräte mit einer Wechselstrom-Leistung (AC-Leistung) von 250 Kilowatt (kW). Diese bewähren sich bereits seit diesem Sommer beim Vier-Megawatt-Solarpark "Zeche Göttelborn". Sie wandeln den aus 23.500 Solarmodulen gewonnenen Gleichstrom in für die Einspeisung ins öffentliche Netz notwendigen Wechselstrom mit einer überdurchschnittlichen Effizienz um, berichtet das Unternehmen. Bis Jahresende sollen weitere solare Großanlagen mit einer Gesamtspitzenleistung von vier Megawatt mit den Invertern der neuen WZA-Reihe von Conergy ausgestattet werden. Dafür wurden Zentralwechselrichter mit AC-Leistungen von 40, 80 und 100 kW entwickelt und getestet.


Hoher Wirkungsgrad mit Spitzenqualität bei der Netzeinspeisung

Mit einer Spitzenleistung von 4 MW zählt das Solarkraftwerk auf der ehemaligen Kohlegrube Zeche Göttelborn zu den größten Photovoltaik-Projekten weltweit. Die Leistung der rund 18 Fußballfelder großen Solarstromanlage werde dank der 16 Hochleistungswechselrichter von Conergy entscheidend optimiert. Ihr hoher Eurowirkungsgrad von 94,9 Prozent (gewichteter Mittelwert) begünstige maximale Einspeiseerträge für den Betreiber. Darüber hinaus tragen die neuen Inverter der Conergy mit ihrem niedrigen Klirrfaktor von weniger als 2 Prozent sogar zur Stabilisierung des öffentlichen Stromnetzes bei, so der Hersteller.

Die neuen Conergy Zentralwechselrichter der WZA-Serie wurden speziell für den Einsatz in solaren Großanlagen konzipiert. Dies garantiere das Optimum hinsichtlich der Langlebigkeit der Bauteile und der Störfestigkeit der Komponenten. Sie nutzen ein so genanntes "Maximum Power Point Tracking"-Verfahren (MPPT), um die von den Photovoltaik-Modulen erzielbare Energie zu maximieren. Das von Conergy genutzte Verfahren stellt laut unabhängigem Gutachten sicher, dass das System um weniger als ein Prozent vom optimalen Arbeitspunkt abweicht. Es reagiert intelligent auf mögliche Abschattungen und stellt eine effektive und stabile Betriebsweise auch bei schnell wechselnden Einstrahlungsbedingungen sicher. Um zudem Energieverluste während des Umwandlungsprozesses zu verringern, setzt Conergy bei ihrer neuen Zentralwechselrichter-Serie auf modernste Schalttechnologie. Herzstück des WZA 250K ist eine Vollbrücken-Endstufe, die mit neuartigen Trench IGBT-Transistoren (Insulated Gate Bipolar Transistors) ausgestattet sind. Sie gewähren eine niedrige Sättigungsspannung bei hoher Spannungsfestigkeit und minimieren so die Schaltverluste trotz einer hohen Arbeitsfrequenz.

Die Zentralwechselrichter der WZA-Reihe erfüllen laut Hersteller die einschlägigen europäischen Richtlinien, sind EMC-geprüft und CE-zertifiziert. Die Conergy Wechselrichter können in größeren Solaranlagen, wie dem Solarpark Zeche Göttelborn, parallel geschaltet werden. Zudem lassen sich alle Wechselrichter der Conergy WZA-Serie flexibel miteinander kombinieren, was nachträgliche Erweiterungen bereits bestehender Anlagen erheblich vereinfacht. Zudem sind die Conergy Zentralwechselrichter europaweit einsetzbar, wobei die Parameter entsprechend der länderspezifischen Gesetzgebung für PV-Anlagen einfach einzustellen seien. Ein Fernüberwachungssystem und eine spezielle PC-Software mit grafischer Benutzeroberfläche sorgen dafür, dass der Anlagenbetreiber jederzeit in das System einwählen kann. Hierbei sei die Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Wechselrichters separat abrufbar. Zudem generiere ein umfangreiches Anlagenüberwachungssystem im Störfall eine entsprechende Fehlermeldung, die den Betreiber umgehend informiert.

05.11.2004   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SFV: Deutschland ist auf dem Weg zur Vollversorgung mit erneuerbaren Energien

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. kritisiert in einer Pressemitteilung eine Meldung des Verbandes der Deutschen Elektrizitätswirtschaft (VDEW) vom 01.11.04. Laut VDEW seien die Kosten für Strom aus Erneuerbaren Energien im Jahr 2004 um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Der VDEW verschweige aber, dass nicht nur die Kosten, sondern auch die Menge des erzeugten Stroms aus Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse entsprechend zugenommen habe. Immer mehr Strom aus fossilen Energien werde durch Strom aus erneuerbaren Energien verdrängt, so der SFV.  Inzwischen würde erstmalig mehr als zehn Prozent des deutschen Strombedarfs aus erneuerbaren Energien gedeckt.
Der VDEW hatte am 1. November 2004 berichtet, die Kosten für Ökostrom seien im Vergleich zum Vorjahr um rund 16 Prozent gestiegen. Die Stromverbraucher hätten 2004 rund 2,2 Milliarden Euro für die Förderung nach den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu zahlen. Laut VDEW werden im Jahr 2004 voraussichtlich 37 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom nach dem EEG gefördert werden; das Bundesumweltministerium beziffert die Ökostromproduktion nach dem EEG für 2003 mit 29,4 Milliarden Kilowattstunden. Im Vergleich zum Vorjahr würde dies einen Zuwachs um 25,8 % bedeuten.

Die Ökostrom-Einspeiser erhalten laut SFV durchschnittlich eine Vergütung von 9 Cent pro Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energien. Dies sei deutlich weniger, als die Verbraucher pro Kilowattstunde konventionell erzeugten Stromes zahlen müssen. Während die Gas- und Ölpreise steigen, werde die Vergütung für Strom aus Erneuerbaren jedes Jahr reduziert. Angesichts der zu Ende gehenden Öl- und Gasvorräte sowie der steigenden Gefahr einer Klimakatastrophe sei die Zuname des Stroms aus erneuerbaren Energien und das Sinken seines Kilowattstundenpreises ein spürbarer Erfolg des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG).

05.11.2004   Quelle: Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Bundesverband WindEnergie: Windfonds hoch im Kurs

Nach einer Mitgliederbefragung des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) wollen 59,7 Prozent der Befragten ihr Geld auch in Zukunft in Windenergie-Projekte investieren. Die Erwartungen der Windkraft-Anleger hatten sich größtenteils erfüllt, so der BWE in einer Pressemitteilung. In punkto Zufriedenheit hätten sie die Schulnote 2,9 vergeben. "Die Anleger sind wieder optimistisch. Das macht der Branche Mut", kommentiert BWE-Präsident Peter Ahmels die Umfrage.  Über 3.100 Bewertungen seien in die Analyse eingeflossen.

Die meisten Anleger (45,9 Prozent) beteiligten sich an Projekten mit einer Summe zwischen 10.000 und 25.000 Euro. Besonders zufrieden seien jene Investoren, die sich vor 1995 an Bürgerwindprojekten und Fonds beteiligt haben. Hier lag die Bewertung laut BWE im Durchschnitt bei 2,3. Die Mehrzahl der Anleger habe sich jedoch erst vor wenigen Jahren mit Windfonds eingedeckt. Über drei Viertel der Fragebögen bezogen sich auf Beteiligungen ab dem Jahr 1998. Dabei schnitten die Investments zwischen 1998 und 2000 nicht ganz so gut ab. Die Anleger vergaben hier immerhin noch die Note 3,2. "Hier dürften sich vor allem zwei Effekte ausgewirkt haben: zum einen die mittlerweile überwundenen technischen Kinderkrankheiten der großen Megawatt-Windturbinen und zum anderen das teilweise unterdurchschnittliche Windangebot der letzten Jahre", vermutet Ahmels.


Mehrheit würde wieder in Windkraft investieren

Auf die Frage "Würden Sie noch einmal in ein Windprojekt investieren?" antworteten 59,7 Prozent mit Ja. Mehr als 75 Prozent davon würden auch wieder beim gleichen Fonds-Initiator zeichnen. 11,7 Prozent wollten zunächst abwarten und nur 14,0 Prozent würden in Zukunft die Finger von Windkraftfonds lassen. 14,6 Prozent der Befragten machten keine Angaben. Rund 86 Prozent würden auch in andere erneuerbare Energien investieren: Vor allem Photovoltaik und Biomasse haben es den Financiers angetan. Bei einer neuen Beteiligung im Windbereich würden die Anleger vor allem auf ein Windertragsgutachten nach den Mindeststandards des BWE, eine Leistungsbilanz des Initiators und die Bewertungskriterien des BWE achten, so der Verband. "Die Umfrage bestätigt, dass sich das Engagement in Windenergie bereits mittelfristig auszahlt", so Ahmels. Zu diesem Ergebnis sei auch eine vergleichende Analyse verschiedener Fondsklassen des Forums Nachhaltige Geldanlagen gekommen. Dabei wurde die Renditeentwicklung von rund 1.750 platzierten geschlossenen Fonds seit 1996 ausgewertet. Fazit: Windfonds hätten 89 Prozent der geplanten Ausschüttungssumme erreicht und rangieren damit auf Rang 2 – noch vor den derzeit so beliebten Schifffonds.

Alle Ergebnisse der BWE-Umfrage sind nachzulesen in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "neue energie": http://www.wind-energie.de/zeitschrift/zeitschrift.htm.

04.11.2004   Quelle: BWE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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FVS-Tagung: Wasserstoff und Brennstoffzellen - Energieforschung im Verbund

Der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) präsentiert auf seiner Jahrestagung am 25. und 26. November in Berlin die neuesten Forschungs- und Entwicklungsergebnisse zu Wasserstofftechnik und Brennstoffzellen.   Eine nachhaltige Energieversorgung werde künftig verstärkt die verschiedenen erneuerbaren Energiequellen nutzen. Deren dezentrale Erzeugung und ihr zum Teil schwankendes Angebot erforderten eine effiziente Energiespeicherung, so der FVS. Wasserstoff könnte diese Rolle übernehmen. Zugleich könne er als Energieträger der Zukunft zum Beispiel auch Benzin und Diesel ersetzen.

Wasserstoff kann aus verschiedenen erneuerbaren Energien erzeugt werden. Seine Nutzungsmöglichkeiten sind besonders vielseitig: er lässt sich in Strom, Wärme oder Kraftstoff umwandeln. Brennstoffzellen sind dabei eine besonders vielversprechende Technologie. Sie wandeln die chemische Energie des Wasserstoffs hocheffizient und umweltfreundlich in Strom und Wärme um. Die Tagung beschäftigt sich unter anderem mit den Themen:

- Erzeugung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien
- Brennstoffzellen und Wasserstoff als Gesamtsystem
- Anwendungen für Brennstoffzellen (Automobile, Kraft-Wärme-Kopplung)
- Ökobilanzen, Umweltauswirkungen und Märkte


Informationen für Fachleute und Öffentlichkeit

Die Veranstaltung richtet sich über den Kreis der Wissenschaftler hinaus an Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft sowie an die interessierte Öffentlichkeit. Der öffentliche Abendvortrag "Internationale Entwicklungen der Wasserstofftechnologie" von Dr. Hanns-Joachim Neef vom Projektträger Jülich (PTJ) und der IPHE (International Partnership for the Hydrogen Economy) steht allen Interessierten kostenfrei und ohne Anmeldung offen. (Termin: 25.11.04; 19.3o bis


Termin und Online-Anmeldung

FVS-Jahrestagung: 25. November 2004 (Beginn 13.oo Uhr) bis 26. November 2004 (Ende gegen 18.00 Uhr); Umweltforum Berlin, Pufendorfstr. 11, 10249 Berlin-Friedrichshain. Online-Anmeldung bzw. Anmeldebogen zum Faxen im Internet unter http://www.fv-sonnenenergie.de/. Direktanmeldung: Christine Titel, con gressa Veranstaltungsdienste GmbH; Tieckstr. 38, 10111 Berlin; Tel.: +49 (0)30/ 280 927 61, Fax: +49 (0)30/ 280 927 63; E-Mail: fvs@congressa.de


04.11.2004   Quelle: FVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Plambeck Neue Energie AG: Erste Windpark-Projekte in Frankreich verkauft

Der Windpark-Projektierer Plambeck Neue Energien AG meldet den Verkauf von zwei ersten Windpark-Projekten in Frankreich. Die Verhandlungen seien jetzt mit den Vertragsunterzeichnungen erfolgreich abgeschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Beide Projekte sind entwickelt worden von der Ventura S.A., an der die Plambeck Neue Energien AG zu 80 Prozent beteiligt ist.

Die verkauften Windpark-Projekte befinden sich im nordfranzösischen Departement Somme, nahe der Kanalküste. In den bereits baugenehmigten Projekten sollen Windenergieanlagen mit insgesamt 20 Megawatt (MW) Leistung errichtet werden. Ventura S.A. übernimmt bei der Errichtung eines der Projekte koordinierende Aufgaben während der Errichtungsphase. Das andere Projekt sei komplett verkauft worden, so Plambeck. Aus dem Verkauf und der weiteren Projektbearbeitung ergeben sich laut Plambeck für Ventura Erlöse von deutlich über 2 Millionen Euro.

"Dieser erste erfolgreiche Projektverkauf ist der Einstieg in die weitere Umsetzung der großen Projektpipelinie, über die Ventura in Frankreich verfügt. Wir profitieren dabei von dem fundierten lokalen Know-how und dem lokalen Netzwerk. Damit ist Ventura sehr gut aufgestellt, um von dem noch jungen aber prosperierenden Windenergiemarkt in Frankreich zu profitieren", erläutert Arne Lorenzen, Auslands- und Vertriebsvorstand der Plambeck Neue Energien AG.


04.11.2004   Quelle: Plambeck Neue Energie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Zukunft Effizienz: Bundesweite Tagung der Initiative EnergieEffizienz

"Strategien und Perspektiven zur Steigerung der Energieeffizienz beim Endverbraucher" – unter diesem Leitmotiv haben am 02. November 2004 über 400 Teilnehmer der Tagung der Initiative EnergieEffizienz neue Wege der Energiepolitik diskutiert. "Das Thema Energieeinsparung und Energieeffizienz auf Verbraucherseite muss ganz oben auf der Agenda unserer Energie- und Wirtschaftspolitik stehen", forderte Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement in seinem Eingangsstatement.  Anlass der Tagung in Berlin war das zweijährige Bestehen der Initiative EnergieEffizienz, einem Bündnis zur Steigerung der Energieeffizienz in privaten Haushalten. Die Initiative ist eine Public-Private-Partnership der Verbände der Energiewirtschaft (VDEW, VRE, VKU) und der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA).


Clement: Stromverschwendung ist keine Bagatelle

Vor dem Hintergrund der klimapolitischen Ziele Deutschlands betonte Bundeswirtschaftsminister Clement die strategische Bedeutung der effizienten Stromnutzung im Privathaushalt. "Stromverschwendung mag für den Einzelnen eine geringe Bedeutung haben, volkswirtschaftlich ist es aber alles andere als eine Bagatelle", so Clement. Er würdigte die Erfolge der Initiative EnergieEffizienz und warb für die Kampagne: "Ich würde es sehr begrüßen, wenn diese Initiative auch weiterhin als ein breites Bündnis tätig ist. Es gilt, das Bündnis mit den bereits gewonnenen Partnern zu stärken und zusätzliche Verbündete in der Industrie zu gewinnen." Dr. Volker Hauff, Vorsitzender des Rats für Nachhaltige Entwicklung, wies auf die Zukunftschancen von Energieeffizienz-Lösungen hin: "Für eine verstärkte Energieeffizienz bieten sich große, heute noch nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten in der Energieforschungs- und Innovationspolitik. Wer immer in den kommenden Jahrzehnten kostengünstig sehr energieeffiziente Lösungen am Weltmarkt anbieten kann, wird wegen der sich abzeichnenden Nachfrage sehr gute Geschäftschancen haben."


Information und Beratung für die Haushalte

Seit zwei Jahren informiert und berät die Initiative EnergieEffizienz Verbraucher zum effizienten Stromeinsatz im Privathaushalt. Der Erfolg der Kampagne ist maßgeblich auf die kooperative Zusammenarbeit der Bündnispartner zurück zu führen: "Die Initiative EnergieEffizienz ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie eine freiwillige Vereinbarung zwischen Politik und Wirtschaft zu einer gelungenen Kampagne führt", äußerte Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH. "Hier hat sich gezeigt: Wenn alle Akteure an einem Strang ziehen, kommen wir unserem gemeinsamen Ziel – das Klima zu schützen – ein Stück näher", so Kohler. Vertreter der Energiewirtschaft betonten den Beitrag, den Energieversorgungsunternehmen schon in der Vergangenheit für den Klimaschutz und die Senkung der CO2-Emissionen geleistet haben. Sie wiesen gleichzeitig auf die zentrale Rolle des Endverbrauchers hin, wenn es darum geht, die nationalen Verpflichtungen zum Klimaschutz zu erreichen.

Die Initiative EnergieEffizienz engagiert sich seit Oktober 2002 erfolgreich für effiziente Stromnutzung in privaten Haushalten. Sie bezieht Verbraucherinnen und Verbraucher aktiv in das Klimaschutzprogramm der Bundesrepublik Deutschland ein. Weitere Informationen zur Kampagne und zum Thema Energieeffizienz sind im Internet unter
www.initiative-energieeffizienz.de zu finden. Über die kostenlose Hotline 0800 - 0736 734 steht die Initiative zudem rund um die Uhr für Fragen zur Verfügung.


04.11.2004   Quelle: Initiative EnergieEffizienz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Erneuerbare Energien: China vor "großem Sprung nach vorn"

China will einen wachsenden Teil seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen decken. Bis zum Jahr 2020 beabsichtigte das Land, nicht weniger als zwölf Prozent seines Stroms aus Sonne, Wind und kleiner Wasserkraft beziehen, berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung.  Vor allem den Ausbau der Windkraft wolle China in den nächsten Jahren erheblich vorantreiben. Deutsche Unternehmen würden mit ihrem Know-how durch langfristige Lizenzverträge mit chinesischen Firmen an diesem Zukunftsmarkt maßgeblich beteiligt sein. "China steht vor einem großen Sprung nach vorn bei den Erneuerbaren", sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin zum Abschluss seines zweitägigen Besuchs in der chinesischen Hauptstadt Peking. Dort hatte er die 3. Weltwindenergie-Konferenz eröffnet und politische Gespräche mit hochrangigen Vertretern der chinesischen Regierung geführt. Trittin zeigte sich hocherfreut über die Bereitschaft der chinesischen Regierung, im kommenden Jahr eine Weltkonferenz für erneuerbare Energien auszurichten. Sie soll als Folgekonferenz zur „renewables 2004“ in Bonn den Fortschritt der dort vereinbarten Ausbauziele überprüfen.

Mit dem ersten Vizeminister der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC), Wang Chunzheng, erörterte Trittin aktuelle Fragen der Energiepolitik: Ölpreisentwicklung, Versorgungssicherheit, Klimawandel und Armutsbekämpfung. China werde zur Bewältigung dieser Herausforderungen verstärkt auf Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Diversifizierung des Energieangebotes setzen, so das BMU. NDRC-Vizeminister Wang unterstrich den Willen seines Landes, bis 2020 rund 12 Prozent der Stromversorgung aus erneuerbaren Energien bereitzustellen. Das entspricht 120.000 Megawatt (MW) installierter Leistung – dem Fünffachen der in Deutschland heute installierten Kapazität und dem Zehnfachen dessen, was China heute an Atomkraft nutzt.

Beim Ausbau der Windkraft will China laut BMU vor allem die riesigen Potenziale der Windenergie nutzen, wobei das Know-how deutscher Hersteller eine große Rolle spielen werde. Am Rande der Weltwindenergiekonferenz seien Lizenzverträge zwischen deutschen und chinesischen Herstellern über den Bau von Windenergieanlagen unterzeichnet worden, die in den kommenden zehn Jahren beträchtliche Investitionen von insgesamt bis zu 600 Millionen Euro in China auslösen würden. Anknüpfend an die diesjährige „renewables“-Konferenz in Bonn kamen Trittin und Wang überein, dass China im kommenden Jahr eine Folgekonferenz ausrichten wird. Sie soll einen Prüfmechanismus zum weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien entwickeln, über den die Vereinten Nationen 2007 entscheiden wollen.

Auch ihre Zusammenarbeit im Umweltschutz wollen beide Länder verstärken. Im Gespräch mit dem chinesischen Umweltminister Xie Zhenhua vereinbarte Bundesumweltminister Trittin die Durchführung eines weiteren deutsch-chinesischen Umweltforums. Es soll Ende 2005 in Qingdao stattfinden und sich mit Fragen der Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Energiepolitik befassen. Ferner sprachen sich China und Deutschland für eine Stärkung des UN-Weltprogramms UNEP und für dessen Ausbau zu einer Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEO) aus.

03.11.2004   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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REpower mit Multi-Megawatt-Technologie in China

Die REpower Systems AG, führender Anbieter von Windenergieanlagen in der Multi-Megawatt-Klasse, hat am 02.11.2004 auf der World Windenergy Conference in Peking einen Lizenzvertrag mit der Dongfang Steam Turbine Works (DFSTW) geschlossen. Damit werde REpower mit der bewährten 1,5-Megawatt-Technologie auch auf dem boomenden chinesischen Markt präsent sein, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. DFSTW, einer der größten chinesischen Hersteller von Dampfturbinen, werde die Anlagen MD70 und MD77 produzieren und in China vertreiben.   REpower lizenziert mit der MD-Technologie eine der erfolgreichsten Anlagen in ihrer Größenklasse zum wiederholten Male. Seit der Markeinführung im Jahr 1999 wurden und werden die Bestseller REpower MD70 und MD 77 bereits von Wettbewerbern wie der Nordex AG und Fuhrländer in Lizenz gebaut. Auch in China verfügt REpower über Lizenzerfahrung. So wurden Lizenzen für die kleineren Anlagen mit 600 und 750 Kilowatt Nennleistung an die chinesischen Firmen Windey und Goldwind gegeben.

Mit der Dongfang Steam Turbine Works (DFSTW) habe REpower nun einen starken chinesischen Lizenzpartner für die 1,5-Megawatt-Baureihe MD70/ 77 gefunden. Neben Dampfturbinen stelle das Unternehmen auch Gasturbinen her. Der Staatsbetrieb mit 7.000 Beschäftigten hat seinen Sitz in der Nähe von Chengdu, Sichuan-Provinz, im von der Regierung in seiner Entwicklung besonders geförderten Westen Chinas. DFSTW verfüge über eine hohe Fertigungstiefe und über ausgezeichnete Kundenkontakte in der Kraftwerksbranche, so REpower.

China will Laut REpower künftig zu den fünf größten Windenergiemärkten der Welt gehören. Durch das anhaltend starke Wirtschaftswachstum nehme der Energieverbrauch des Landes durchschnittlich um 10 Prozent pro Jahr zu. 2004 seien 24 Provinzen des Landes Beschränkungen beim Stromverbrauch auferlegt worden. Experten gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren 70 Prozent aller neuen Kraftwerke der Welt in China gebaut werden.

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender der REpower Systems AG, unterstreicht die Bedeutung des chinesischen Marktes für die gesamte Windindustrie: „China setzt bei der Energieversorgung auch auf die Windenergie und plant, die Kapazitäten von heute circa 700 auf 20.000 MW bis zum Jahr 2020 auszubauen. Aus diesem Grunde kann die Lizenzvergabe auch der Einstieg in eine künftig umfassendere Kooperation sein.“





03.11.2004   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Ulm: Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle weiht Neubau ein

Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle in Ulm.
Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle in Ulm.

Am 8. November 2004 lädt das Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle Ulm (WBzU) zur Einweihungsfeier seines neuen Gebäudes ein. Neben Seminarräumen verfügt das Weiterbildungszentrum nun auch über ein „Brennstoffzellen-Technikum“. Seine Ausstattung mit Brennstoffzellen-Versuchs- und Demonstrationsanlagen erfolgte über ein Förderprojekt des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWA).  Der gemeinnützige Verein „Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle Ulm e.V.“ wurde im Juli 2002 gegründet. Kernaufgabe des Vereins ist die frühzeitige und praxisnahe Aus- und Weiterbildung der Berufsgruppen, die in engen Kontakt mit der Brennstoffzellentechnologie kommen sowie die Sensibilisierung von Entscheidungsträgern und die Information der Öffentlichkeit. Die Gründungsmitglieder des Vereins kommen aus Industrie und Handwerk sowie aus Forschung und Lehre. Der Verein steht neuen Mitgliedern offen, auch Privatpersonen.

Das WBZU wird finanziell unterstützt durch das Land Baden-Württemberg und das BMWA, zunächst für eine fünfjährige Etablierungsphase. Die finanziellen Mittel wurden für den Bau des neuen Gebäudes sowie für die technische Ausstattung verwendet, die durch das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart, das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Ulm erfolgte. Die Weiterbildungsprogramme werden gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich erarbeitet und mit Multiplikatoren aus dem Handwerk abgestimmt.

Das WBZU befindet sich in im "Science Park I" am oberenen Eselsberg direkt neben dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW). Auf dem Programm der Feier stehen unter anderem die Schlüsselübergabe durch die Architekten, eine Rundfahrt mit einem Brennstoffzellenfahrzeug, ein Brennstoffzellenversuch und ein Gebäuderundgang. Ein Anmeldung ist erforderlich unter http://www.wbzu.de.



03.11.2004   Quelle: WBZU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: WBZU.

 

Welt-Windenergie-Preis für Jürgen Trittin und Hermann Scheer

Zwei Schlüsselfiguren für die weltweite Nutzung der Windkraft haben am 01.11.2004 den World Wind Energy Award 2004 erhalten. Der Preis wurde verliehen auf der Dritten Welt-Wind-Energiekonferenz in Peking, die vom Vorsitzenden des chinesischen Staatsrats, Shi Dunghuan, eröffnet wurde. Über 500 Delegierte aus 43 Ländern nehmen an der Wind-Konferenz und Ausstellung teil. Mit dem World Wind Energy Award würdigt die World Wind Energy Association (WWEA) die Schlüsselrolle und den persönlichen Einsatz der beiden Politiker, die dazu beigetragen haben, Deutschland zum weltweit führenden Windenergieland zu machen.  Seit 1998 ist Deutschland die Nummer Eins in Sachen Windenergie; mit einer installierten Kapazität von 16.000 Megawatt (MW) decken die Windkraftanlagen heute 2 % des deutschen Strombedarfs. Trittin und Scheer erhalten den Preis, um die Verdienste der beiden wichtigsten Deutschen zu würdigen und sie zu ermutigen, ihre ausgesprochen erfolgreiche Arbeit fortzusetzen und weitere Politiker weltweit anzuregen, ihrem Beispiel zu folgen, so die WWEA.

Der deutsche Erfolg beruhe überwiegend auf dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), für das sich Scheer und Trittin in ihrer jeweiligen Position besonders stark gemacht hätten, so die WWEA. Deutschland habe zudem anspruchsvolle Ziele für die erneuerbaren Energien gesetzt, beispielsweise deren Anteil an der Stromerzeugung bis zum Jahr 2050 auf 50% zu steigern. Der persönliche Einsatz beider Politiker ist für die WWEA ein wesentlicher Teil der deutschen Politik für den Vorrang der Erneuerbaren. Beide Politiker seien zudem auch an der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien beteiligt gewesen, welche die Voraussetzungen für ein beträchtliches Wachstum der regenerativen Energien in weiteren EU-Ländern geschaffen habe. Deutschland, motiviert durch seine führende Stellung, habe außerdem sehr erfolgreich als Veranstalter der Internationen Konferenz für Erneuerbare Energien "renewables 2004" gewirkt, der bislang größten Veranstaltung zum Thema.

Jürgen Trittin (Bündnis90/DIE GREÜNEN) wurde 1998 Bundesumweltminister und unterstützte den Ausbau der Erneuerbaren seit dem Beginn seiner Amtszeit kräftig, würdigt die WWEA die Arbeit des Ministers. Nach der Bundestagswahl 2002 übernahm das Bundesumweltministerium die gesamte Zuständigkeit für die erneuerbaren Energien, das BMU war auch Gastgeber der renewables 2004. Unter Trittins Führung sei das Bundesumweltministerium politisch federführend für die Nutzung der erneuerbaren Energien geworden, so die WWEA.

Dr. Hermann Scheer (SPD) ist seit 1980 Mitglied des Bundestags. 1988 gründete er die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien, EUROSOLAR, und wurde 2001 Vorsitzender des Weltrats für Erneuerbare Energien (WCRE). Im Bundestag und darüber hinaus sei Scheer der herausragende Fürsprecher der Erneuerbaren, so die WWEA. Scheer habe dazu beigetragen, eine Mehrheit in seiner Partei, dem Parlament und in der Gesellschaft zu mobilisieren.

Der nicht dotierte World Wind Energy Award ehrt jährlich Personen, die sich weltweit einzigartig um die Nutzung der Windkraft verdient gemacht haben. 2002 erhielt Prof. Dr. Amin Mobarak, Vorsitzender des Energie- und Industrieausschusses im Ägyptischen Parlament, der ersten World Wind Energy Award für seine herausragende Leistung, Ägypten zum Windenergieland Nummer Eins in Afrika zu machen. 2003 ging die Auszeichnung an den Windkraftanlagenhersteller Suzlon für dessen Beitrag zum Aufbau einer starken indischen Windenergie-Industrie.

02.11.2004   Quelle: WWEA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Fraunhofer ISI: EU wird Motor der Wasserstoffwirtschaft

Das Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI) hat untersucht, welche Chancen und Risiken der Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft mit sich bringt: die Europäische Union bekomme für ihre Wasserstoffprojekte gute Noten, so das ISI.  Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft - das sieht auch die Europäische Union so und will deshalb in den nächsten zehn Jahren allein für die umsetzungsorientierten Initiativen HYPOGEN und HYCOM 2,8 Milliarden Euro ausgeben. Insgesamt kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass die EU mit den beiden Initiativen einen großen Schritt zu einer effizienten, kostengünstigen und umweltfreundlichen Energieversorgung macht. Für die weiteren Detailplanungen laufen derzeit die Ausschreibungen im 6. Forschungsrahmenprogramm der EU.

Ob die geplanten Projekte grundsätzlich machbar sind, hat das Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung gemeinsam mit den Partnern ENEA aus Italien und RISOE aus Dänemark untersucht. Danach stehen die Chancen gut, dass die beiden Projekte HYPOGEN und HYCOM die Wasserstoffwirtschaft voranbringen und damit mittelfristig einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen des Kyoto-Protokolls leisten.


Wasserstoff aus erneuerbaren Energien

Im Rahmen der HYCOM-Initiative sollen Regionen entwickelt werden, in denen Wasserstoff überwiegend aus erneuerbaren Energien hergestellt und in den verschiedensten Anwendungen erprobt wird. Ziel von HYPOGEN ist die großtechnische gekoppelte Erzeugung von Wasserstoff und Elektrizität aus fossilen Brennstoffen, wobei CO2 abgetrennt und gespeichert wird. Damit werde erstmals im großen Maßstab nahezu emissionsfrei erzeugter Wasserstoff zur Verfügung stehen, der in Brennstoffzellen in Autos und Bussen oder in industriellen Prozessen genutzt werden könnte, so das Fraunhofer ISI. Geeignete und verfügbare Technologien sind laut Studie die Dampfreformierung von Erdgas und die Vergasung von Kohle. Alle Techniken einschließlich der CO2-Abscheidung werden bereits beherrscht und erprobt, die Investitions- und Betriebskosten liegen aber noch über denen der konventionellen Strom- und Wasserstofferzeugung, bei der große Mengen CO2-Emissionen entstehen. Hürden liegen laut ISI im Genehmigungsrecht von CO2-Speichern, für die es bisher in keinem Land der EU Gesetze gibt. Zudem seien diese Technologien in der Bevölkerung unbekannt und es sei nicht klar, welche Akzeptanz die Technologien finden werden. Aufgrund der großen Investitionen zum Aufbau der notwendigen Infrastruktur haben die Experten des Fraunhofer ISI Vorschläge gemacht, wie die Initiativen finanziert werden könnten. Neben einer Industriebeteiligung sollten Mittel von nationaler und europäischer Seite bereitgestellt werden, die durch günstige Kredite der Europäischen Investment Bank ergänzt werden sollten.

02.11.2004   Quelle: Fraunhofer ISI   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Leichter Rückgang des Primärenergieverbrauchs; Wind- und Wasserkraft wachsen um knapp 21 %

Der gesamte Primärenergieverbrauch in Deutschland lag nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) in den ersten neun Monaten dieses Jahres mit fast 490 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mill. t SKE = 14.357 Petajoule) knapp unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes. Die Stromproduktion der Wasserkraftwerke nahm um fast 12 % zu und die der Windkraftanlagen stieg um rund 33 %; zusammengenommen wuchs die Stromerzeugung dieser beiden Bereiche um knapp 21 %.  Der Verbrauch von so genannten Sonstigen Energieträgern (in erster Linie Brennholz und andere erneuerbare Energieträger, wie Biokraftstoffe) stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,1 %.

Der Mineralölverbrauch lag mit 131,8 Mill. t SKE insgesamt um -2,1 % unter dem Vergleichswert für 2003. Damit hielt der Rückgang des Mineralölverbrauchs in Deutschland an; er betraf den Absatz der einzelnen Ölprodukte unterschiedlich stark. Der Erdgasverbrauch nahm um 1,3 % auf 76,5 Mill. t SKE zu. In der Industrie fiel der Anstieg stärker aus. Die privaten Haushalte verzeichneten bei geringfügig kälterer Witterung einen leichten Zuwachs, während der Einsatz in Kraftwerken etwa auf dem Vorjahresniveau lag.

Der Steinkohlenverbrauch war mit 48,7 Mill. t SKE um 3,0 % niedriger als vor einem Jahr. Ursächlich für diese Entwicklung war der Rückgang beim Einsatz in der Elektrizitätswirtschaft. Der Braunkohlenverbrauch blieb wegen der höheren Lieferungen an die Kraftwerke mit 41,2 Mill. t SKE knapp über dem Vorjahresniveau (+0,7 %). Die Stromerzeugung der Braunkohlenkraftwerke war insgesamt etwas höher (+0,1 %).

Die Stromerzeugung der Kernkraftwerke übertraf mit rund 45 Mill. t SKE den Vorjahreswert leicht (+0,4 %).

02.11.2004   Quelle: AGEB   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BMU veröffentlicht Themenpapier zur "Renaissance der Atomenergie"

"Es gibt internationale Behörden, die dazu da sind Atomkraft zu fördern. Es gibt Unternehmer, die gerne Atomenergie verkaufen. Es gibt Wissenschaftler, die überzeugte Atomfans sind. Es gibt Politiker, die an der Atomkraft hängen. Und es gibt Journalisten, die Atomkraft loben. Wenn nun alle diese Menschen zum selben Zeitpunkt in dasselbe Loblied von der Atomenergie einstimmen, dann dauert es meist nicht lange, bis noch mehr Menschen mitsingen". So beschreibt das Bundesumweltministerium (BMU) die aktuelle Diskussion über die "Wiedergeburt des Auslaufmodells Atomkraft".   Auf einmal lese man wieder von einer "neuen Strahlkraft" des Atoms, vom "Irrweg" und "Sonderweg" des deutschen Atomausstiegs. Und je öfter man das lese, desto mehr falle auf, dass die Melodie gar nicht neu ist, so das BMU.

Angesichts hoher Ölpreise und des Klimaproblems würden die Verfechter der Atomkraft auf angeblich neue Sachverhalte verweisen, so das BMU. Das Bundesumweltministerium habe sich aus diesem Grund die gängigen Behauptungen genauer angeschaut und nimmt Stellung zu Aussagen, denen zu Folge der Atomausstieg ein deutscher Sonderweg sei, neue Atomkraftwerke sicher seien und Deutschland unabhängiger von teurem Öl machen könnten. Darüber hinaus untersucht das BMU die Thesen, neue Atomkraftwerke würden sich rechnen, das Klima schützen und Versorgungssicherheit schaffen.


Atomkraft oder erneuerbare Energien?

Die "publizistisch angeheizte Debatte über eine globale Renaissance der Atomenergie" sei nicht das Ergebnis einer veränderten Lage, betont das BMU in seinem Resümee. Sie falle vielmehr in eine Zeit, in der in den großen Energieversorgungsunternehmen (EVU) Entscheidungen über die künftige Kraftwerksstruktur anstünden. Der deutsche Kraftwerksbestand sei besonders im Westen Deutschlands überaltert. Atomkraftwerke würden entsprechend dem zwischen der Bundesregierung und den EVU vereinbarten Ausstiegskonzept nach und nach abgeschaltet.

Investitionsentscheidungen in zweistelliger Milliardenhöhe stünden nun auf der Tagesordnung der EVU. Gleichzeitig habe die Bundesregierung die Weichen für eine ökologische Energiewende gestellt. Der nationale Strom-Mix verändere sich wie seit den siebziger und achtziger des vergangenen Jahrhunderts nicht mehr. Damals hätten Atomkraftwerke die Struktur der Stromerzeugung verändert, jetzt seien es die unerschöpflichen Energien aus Wind, Sonne, Wasser, Biomasse und Erdwärme. Der einzige Erfolg, auf den die Verfechter einer zweiten Kernenergie-Konjunktur in Europa verweisen können, sei der beschlossene Neubau eines Pilot-Reaktors vom Typ EPR in Finnland, so das BMU.


Nachhaltige Energiewirtschaft: Effizienz und regenerative Energien

"Es gibt für die Bundesregierung keinen Anlass den mit der Stromwirtschaft vereinbarten Ausstieg aus der Kernenergie in Frage zu stellen. Eine veränderte Situation ist nicht erkennbar. Wo doch, spricht die Veränderung eher für eine Beschleunigung der Energiewende. Die Kraftwerke werden im Mittel älter und nicht sicherer. Der islamistische Terrorismus hat Atomkraftwerke in seine Zielplanung aufgenommen. Der Energiehunger der Welt wächst vor allem in den Entwicklungsländern und in politisch instabilen Weltregionen. Dort sind Atomkraftwerke potentielle Angriffsziele für konkurrierende Staaten – und für autoritäre Regime Stationen auf dem Weg zur Bombe. Die Zukunft liegt nicht in der Wiederbelebung einer Risiko-Technik aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Sie liegt in einer nachhaltigen Energiewirtschaft, die auf Effizienz und immer stärker auf regenerativen Energien basiert", unterstreicht das Themenpapier des BMU.

Das Themenpapier " Atomkraft: Wiedergeburt eines Auslaufmodells?" kann als PDF-Dokument (645 kByte, 23 S.) heruntergeladen werden unter http://www.bmu.de/files/themenpapier_atomkraft.pdf


02.11.2004   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

GfN: Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung ist nicht zukunftsfähig

Die Gesellschaft für Nachhaltigkeit (GfN) kritisiert die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung und schlägt mit der solaren Wärmewende ein Alternativprogramm vor. Der Vorsitzende der GfN, der Berliner Abgeordnete Professor Dr. Holger Rogall, bemängelt, dass die Nachhaltigkeitsstrategie der Regierung weitgehend den Status quo abbilde, aber kaum in die Zukunft weisende Konzepte enthalte. "Notwendiger Baustein für eine Nachhaltigkeitsstrategie ist die solare Wärmewende", so Professor Rogall. 
GfN fordert nationale Baupflicht für Solarwärmeanlagen

Im Bereich der Stromerzeugung sei die Politik der Bundesregierung für erneuerbare Energien zwar zu begrüßen, der für Klimaschutzerfolge bedeutende Wärmebereich werde aber vernachlässigt, betont die GfN. "So können die enormen Klimaschutz-Potenziale im Haushalts-, Bau- und Wärmesektor nicht erschlossen werden", sagt der GfN-Vorsitzende. Die GfN habe deshalb in ihrer jüngsten Mitgliederversammlung ein eigenes Konzept für die solare Wärmewende verabschiedet. Darin fordert sie die Einführung einer nationalen Baupflicht für Solarwärmeanlagen. "Wir wollen den Paradigmenwechsel hin zu solar orientiertem Bauen", erklärt Fabio Longo, stellvertretender GfN-Vorsitzender. Angesichts steigender Ölpreise und einer wachsenden Zahl von Klimakatastrophen müsse der Einstieg in das solare Bauen noch in dieser Legislaturperiode erfolgen, fordert Longo.

Rogall und Longo weisen darauf hin, dass die Haushalte der letzte Sektor seien, in dem überhaupt noch nennenswerte Potenziale zur Reduktion von CO2 bestehen: "Der Beitrag der Industrie ist durch den Emissionshandel bis 2012 auf einem niedrigen Niveau festgelegt worden und durch das Abbrechen der ökologischen Steuerreform werden die Emissionen im Verkehrssektor eher ansteigen." Laut der GfN ist eine konsequente solare Wärmewende Hoffnung, Chance und Verpflichtung für einen wirksamen Klimaschutz.

Lesen Sie hierzu auch den Solarserver-Standpunkt:
Gesellschaft für Nachhaltigkeit (GfN): Solare Wärmewende für die Haushalte jetzt einleiten!

01.11.2004   Quelle: GfN   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Größte Photovoltaikanlage auf einem Dach hat aktuell 3,6 MWp

Solarstromkraftwerk
Solarstromkraftwerk "Sonnenfleck".

Die ersten drei Bauabschnitte des Solarstromkraftwerks "SONNENFLECK" mit einer Spitzenleistung von 3,6 Megawatt (MWp) speisen Strom in das Netz ein. Für das weltweit größte Solarkraftwerk auf einem Dach wurden bisher fast 22.000 Module mit jeweils 165 beziehungsweise 175 Watt peak installiert.   Das berichtet der Betreiber von SONNENFLECK, die Tauber-Solar Management GmbH, in einer Pressemitteilung. Das SolarKraftwerk im hessischen Bürstadt liegt in direkter Nachbarschaft zum Atommeiler Biblis.

Die 3,6 MWp sind nur ein Zwischenrekord. Zum Jahresende soll der Sonnenfleck mit einer Nennleistung von maximal 5 Megawatt-Peak fertig sein. Auf insgesamt 50.000 Quadratmetern werden dann rund 30.000 Solarmodule installiert sein, die pro Jahr mindestens 4.500.000 Kilowattstunden Strom produzieren sollen. Die Investitionskosten betragen laut Tauber-Solar Management GmbH rund 23 Millionen Euro.

01.11.2004   Quelle: Tauber-Solar Management GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wolfgang Thielke.

 

Solarfonds Pfersdorf: Das Grüne Emissionshaus präsentiert erstes Solarprojekt

Das Grüne Emissionshaus (Freiburg) bietet ab sofort Beteiligungen am Solarfonds Pfersdorf in Süd-Thüringen an. Der Fonds investiert in eine von der Meridian GmbH projektierte 2-Megawatt-Dachanlage. Nach den Berechnungen von vier unabhängigen Gutachtern liege die solare Einstrahlung am Standort bei etwa 1.050 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m2) und damit über dem bundesdeutschen Durchschnitt, so das Grüne Emissionshaus in einer Pressemitteilung.   Die erwartete jährliche Stromproduktion von etwa 1,7 Millionen kWh werde ausreichen, um mehr als 1.100 Verbraucher mit Solarstrom zu versorgen.


Rendite voraussichtlich bei 6,8 %

Die Investitionskosten für das Projekt betragen rund 9,4 Millionen Euro, wovon etwa 2,4 Millionen Euro durch Privatinvestoren aufgebracht werden, so das Grüne Emissionshaus. Eine Beteiligung am Solarpark Pfersdorf ist ab 5.000 Euro zuzüglich 5 % Agio möglich. Das Fondskonzept sieht die Einlage dieses Kapitals im Jahr 2004 vor, überlasse dem Investor aber die Entscheidung, ob die vorgesehene steuerliche Ergebniszuweisung von zirka minus 98 % in diesem oder im kommenden Jahr wirksam werden soll. Über die gesamte Laufzeit würden Ausschüttungen von insgesamt 252 % der Kommanditeinlage erwartet, beginnend mit 3 % im Jahr 2005. Die Nachsteuerrendite des Fonds liege voraussichtlich bei rund 6,8% (Beitritt 2004), bzw. bei 6,9% (Beitritt 2005).


Module von RWE Schott Solar; Wechselrichter der SMA Technologie AG

Neben den soliden wirtschaftlichen Daten überzeuge der Fonds vor allem auch durch die für den Solarpark verwendeten Anlagenbestandteile und seine besonderen Sicherheitsmerkmale. So kommen Module des deutschen Marktführers RWE Schott Solar zum Einsatz, dessen Produkte branchenweit einen hervorragenden Ruf genießen und in Tests der Stiftung Warentest und des schweizerischen Prüfzentrums TISO zu den besten Modulen gehörten. Die Wechselrichter (sie wandeln den Gleichstrom der Solarzellen in Wechselstrom um) genügen ebenfalls höchsten technischen Ansprüchen und gewährleisten aufgrund ihrer speziellen Verschaltung einen optimalen Wirkungsgrad der Gesamtanlage. Hersteller ist die SMA Technologie AG, das auf diesem Gebiet in Deutschland führende Unternehmen.

Zu den wichtigen Sicherheitsmerkmalen des Fonds gehöre die fundierte Ertragsprognose, die sich auf die Ergebnisse von vier verschiedenen Gutachten stütze. Zudem sei mit dem Hersteller der Wechselrichter ein Vollwartungsvertrag über 20 Jahre abgeschlossen worden, dadurch seien die Instandhaltungskosten für diese Anlagen weitgehend kalkulierbar. Nicht zuletzt sollen die Kommanditisten von der intensiven technischen Begleitung des Projekts durch die Experten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg profitieren.

Das Solarprojekt in Pfersdorf wurde von der Meridian GmbH aus Thüringen geplant und entwickelt. Eine Schwestergesellschaft der Meridian ist mit der technischen Betriebsführung der Anlage beauftragt. Sie hat ihren Sitz nur wenige Kilometer vom Solarpark entfernt und ist bestens mit der Solaranlage vertraut. Den Vertrieb des Solarfonds Pfersdorf übernehmen die ee-direkt GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft des Grünen Emissionshauses, und die UmweltBank AG in Nürnberg.
Der Emissionsprospekt kann über die kostenlose Hotline 0800 330 8 333 angefordert oder heruntergeladen werden unter www.ee-direkt.de

01.11.2004   Quelle: Das Grüne Emissionshaus   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

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