Solar News Archiv Februar 2005

 


 

Solarmodul-Hersteller SOLON AG meldet positives Ergebnis für 2004

Die Berliner SOLON AG erzielte nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2004 einen Konzernumsatz von 104,2 Millionen Euro (Vorjahr: 37,7 Mio. Euro). Dies entspreche einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 175 %, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung.  Mit einem Bilanzgewinn von 3,3 Millionen Euro (Vorjahr: minus 1,6 Mio. Euro) habe der Produzent von Photovoltaikmodulen das erfolgreichste Jahr seiner Unternehmensgeschichte abgeschlossen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der SOLON AG (EBT) lag bei 3,4 Millionen Euro (Vorjahr: minus 1,6 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich nach Angaben des Unternehmens auf 3,7 Millionen Euro (Vorjahr: minus 0,8 Mio. Euro), das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 5,2 Millionen Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro).

Insgesamt produzierte SOLON im abgeschlossenen Geschäftsjahr nach eigenen Angaben Solarmodule mit einer Leistung von 35 Megawatt (MW). Damit habe das Unternehmen seine Produktion im Vergleich zum Vorjahr (11 Megawatt) mehr als verdreifacht.

28.02.2005   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SolarWorld AG: Bürgschaften flankieren Expansionsvorhaben

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) erhält für den Ausbau der Produktion klimafreundlicher und moderner Solarstromtechnik am Standort Freiberg (Sachsen) Unterstützung von Bund und Land.   Den Expansionsvorhaben der beiden Tochtergesellschaften Deutsche Cell GmbH und Solar Factory GmbH stellen der Bund und der Freistaat Sachsen nach einer Entscheidung des Interministeriellen Bürgschaftsausschusses des Freistaates Sachsen eine gemeinsame Bürgschaft zur Seite, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Sie werde die Finanzierung des Ausbaus der Solarzellen- und der Modulproduktion flankieren, die zu rund je einem Drittel aus Eigenkapital, Fremdkapital und öffentlichen Mitteln gespeist werde. Die Bürgschaft sichere 80 Prozent von 55 Millionen Euro Fremdkapital ab, so die SolarWorld AG.


28.02.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Klimaschutz in der Praxis: 22 Kommunen mit dem "Climate Star" ausgezeichnet

Climate Star 2004.
Climate Star 2004.

In Baden bei Wien nahmen 22 Städte und Gemeinden am 25.02.2005 den "Climate Star 2004" für ihr Engagement im Klimaschutz entgegen. Über 200 Kommunen aus 17 Ländern hatten sich mit ihren Projekten um die Auszeichnung beworben. Das Klima-Bündnis, europäisches Städtenetzwerk zum Klimaschutz, will mit dem Preis Erfahrungen und Erfolge dokumentieren und auf die wichtige Rolle der Kommunen bei der Verminderung von Treibhausgas-Emissionen aufmerksam machen.
 

Mit dabei sind die Städte Venedig und Wien sowie Frankfurt am Main, Münster, Stuttgart, Trier und Wuppertal aus Deutschland, Apeldoorn aus den Niederlanden sowie Szeged aus Ungarn.

Das Klima-Bündnis als europaweites Netzwerk mit über 1.200 Städten und Gemeinden, sieht gerade in den Kommunen als bürgernaher Ebene mit Vorbildfunktion eine wichtige Schaltstelle, wenn es darum geht, Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. "Wenn sie ihre Möglichkeiten ausnutzen und in umfassende Klimaschutzprogramme integrieren, dann können Städte und Gemeinden gegen den globalen Klimawandel wirklich etwas ausrichten", ist Geschäftsführerin Gotelind Alber überzeugt.


Erneuerbare Energien im Mittelpunkt

Bereits zum zweiten Mal lud das Klima-Bündnis alle europäischen Städte, Gemeinden und Landkreise ein, ihre erfolgreichsten Klimaschutzprojekte zu präsentieren und sich um einen Climate-Star zu bewerben. 22 Kommunen aus 17 europäischen Ländern nahmen die Auszeichnung entgegen. Der Climate Star 2004 stellt die erneuerbaren Energien - Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie - in den Mittelpunkt. Die ausgezeichneten Projekte reichen von der Solarnutzung im sozialen Wohnungsbau über den Biomasseeinsatz in der Großstadt bis zur umweltschonenden Wasserkraft. Bei der Bewertung spielte neben Innovationsgehalt, Effektivität und Kosteneffizienz auch eine Rolle, inwieweit die Einzelaktivitäten in eine umfassende Klimaschutzstrategie der Stadt oder Gemeinde eingebunden sind.


Signal für nationale und internationale Politik

Die Auswahl erfolgte durch eine vierköpfige Fachjury. Oliver Wagner vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie haben vor allem die pfiffigen Ideen kleinerer Kommunen beeindruckt: "Sie zeugen oft von besonders großem Engagement und lokaler Verbundenheit." Dr. Stefan Schleicher, Professor an der Universität Graz und Mitglied des Österreichischen Klimabeirats, stimmt der Wettbewerb optimistisch: "Es wird deutlich, dass wir nicht nur auf die mühsamen Verhandlungen in den politischen Gremien angewiesen sind, weil nämlich die lokalen Initiativen die Klimapolitik tragen." Auch Pirita Lindholm vom Rat der europäischen Gemeinden und Regionen (CEMR) und Karla Schoeters, Direktorin des Climate Action Network Europe, waren von den vielen innovativen Projekten beeindruckt und sehen in den Klimaschutz-Bemühungen der Städte und Gemeinden ein wichtiges Signal für die nationale und internationale Politik.



28.02.2005   Quelle: Klima-Bündnis   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Klima-Bündnis
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Frankreich organisiert Solarforschung neu

Frankreich hat sich dazu entschlossen, die Solarenergienutzung auszubauen, da es über eines der höchsten Solarpotenziale Europas verfüge und dies bislang nicht ausreichend genutzt habe. Das berichten die französische Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Bulletin Wissenschaft-Frankreich unter Berufung auf einen Beitrag in der Tageszeitung „Les Echos“.   In einigen Wochen werde die Regierung ihr erstes spezialisiertes Spitzenforschungszentrum eröffnen, das französische Institut für Solarenergie INES (Institut National de l’Energie Solaire) in Chambéry. Ursprünglich unterstützt von der französischen Organisation für die Verbreitung von technischen Informationen (ADEME), dem französischen Minister für Forschung, Herrn Michel Barnier, und dem Senator der Savoie, Pierre Vial, habe das Projekt kürzlich die Genehmigung der Region Rhônes-Alpes und des Stadtrates der Savoie bekommen. Die Genehmigung des Forschungsministerium wird demnächst erwartet, so dass das INES zum Oktober seine Arbeit aufnehmen könnte.


30 Millionen Euro vom Staat

Der Staat will durch die neue französische Forschungsagentur (ANR – Agence Nationale de la Recherche) insgesamt 30 Millionen Euro über sechs Jahre in dieses Projekt investieren. Die Gebietskörperschaften werden jeweils 15 Millionen Euro über drei Jahre zahlen, um die Gebäude und die spezifischen Ausstattungen zu finanzieren. Die Verantwortlichen des Zentrums rechnen mit einem Gesamtbudget von 60 Millionen Euro für fünf Jahre und hoffen, bis zum Jahr 2010 etwa einhundert Forscher mobilisieren zu können.


Mit den großen Solarforschungszentren Deutschlands konkurrieren

Die erste Aufgabe des INES werde darin bestehen, die geographisch getrennten Forscherteams zu vereinen, um eine Forschungskraft zu erzeugen, die beispielsweise mit den vier großen Solarforschungszentren Deutschlands konkurrieren könnte, heißt es im Bulletin Wissenschaft-Frankreich. Der Zusammenschluss der etwa 20 Einheiten des CNRS (französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung) und mehrerer Laboratorien des CEA (französisches Zentrum für Atomenergie) soll 40 Wissenschaftler und die Mehrzahl der technologischen Projekte vereinen, die sie gemeinsam oder getrennt durchgeführt haben.
Das Hauptaugenmerk des INES werde auf Solarstromsystemen (Photovoltaik) liegen, da die Entwicklung von Solarwärmeanlagen eher ein wirtschaftliches Problem sei.

Kontakt: Institut National de l’Energie solaire + Parc Technologique de Savoie Technolac, 16 avenue du Lac du Bourget –BP 258, F – 73375 Le Bourget du Lac Cedex : http://www.institut-solaire.com/linstitut.htm

28.02.2005   Quelle: „Les Echos“, 16.02.2005; Wissenschaft-Frankreich (Nr. 71 24. Februar 2005); Französische Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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EU-Kommission startet Förderprogramm "Intelligente Energie – Europa"

Die Hälfte des gegenwärtigen Energieverbrauchs in der Europäischen Gemeinschaft wird durch importierte fossile Brennstoffe gedeckt. Deshalb hat die EU-Kommission das Förderprogramm “Intelligente Energie - Europa” (IEE) gestartet. Etwa die Hälfte der Teilbereiche SAVE und ALTENER wurden neu ausgeschrieben. Am 23. März läuft die erste Bewerbungsfrist für Organisationen ab, berichten die EU-Nachrichten der Kommission.   Gefördert werden effiziente Energieverwendung sowie der Einsatz von erneuerbaren Energien.


Beratung durch die NKS Energie

Die Nationale Kontaktstelle Energie berät bei der Antragsvorbereitung zum laufenden Aufruf 2004 „IEE – Intelligente Energie Europa“. Ihr nächster Beratungstag findet statt auf der Messe ENERTEC vom 8. bis 11.März in Leipzig. Die NKS Energie berät bei der Ihrer Antragsvorbereitung bis 5 Arbeitstage vor den Abgabefristen telefonisch, schriftlich oder im Rahmen einer Besprechung in Jülich zu den Programmbereichen SAVE, ALTENER, STEER.


Nationale Kontaktstelle Energie "on Tour"

ENERTEC, Leipzig, 08.-11.03.2005; Halle 4, Stand C100, Donnerstag 10.03.2005, Forum B, Vortragsreihe Finanzierungen:
· 14.00 - 15.00 Uhr Vortrag der NKS Energie, Europäische & deutsche Förderprogramme im Bereich Energieforschung
· 15.00 - 16.00 Uhr Vortrag der KfW, Finanzierung und Fördermodelle der KfW-Bankengruppe für Umwelt und Klimaschutz
Leiter des Forums B, Vortragsreihe Finanzierungen ist Dr. Jörg Ehlers. Er steht nach dem Forum für Gespräche zur Verfügung. Die NKS bittet um vorherige Anmeldung unter eu-energie@fz-juelich.de

Weitere Informationen in englischer Sprache unter http://europa.eu.int/comm/energy/intelligent/index_en.html

28.02.2005   Quelle: EU-Nachrichten, NKS Energie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Neues Buch verknüpft Wasserstofftechnik und Wirtschaft

Neuer Titel zur Wasserstoffwirtschaft.
Neuer Titel zur Wasserstoffwirtschaft.

Der Hydrogeit Verlag hat heute ein neues Werk veröffentlicht, das Verknüpfung schafft zwischen der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik und der Wirtschaft. Das Buch "Wasserstoff und Wirtschaft - Investieren in eine saubere Zukunft" von Dr. Alf-Sibrand Rühle zeigt, wie eine künftige Wasserstoffwirtschaft aussehen könnte und wie Unternehmen und somit auch deren Aktionäre davon profitieren können.
  "Der Neue Markt ist tot, die Technologie aber noch lange nicht", lautet die These von Rühle, der in seinem Buch die enormen wirtschaftlichen Wachstumschancen schildert, welche ein Energiewandel bietet.


Ein Blick in die Zukunft

Der Leser erfährt, was Wasserstoffwirtschaft bedeutet, welche Perspektiven sie bietet und wie sie das tägliche Leben verändern kann. Anschaulich werden die Grundlagen vermittelt, wird über den Kraftstoff von morgen informiert und die Funktion von Brennstoffzellen erläutert. Kühle beantwortet zentrale Fragen: Welchen Einfluss hat die Wasserstofftechnik auf die globale Wirtschaft? Welche Rohstoffe werden verstärkt benötigt und welche Regionen werden davon profitieren? Wird es statt Ölscheichs in Zukunft Hydrogenscheichs geben? Das Buch blickt in die Zukunft und zeigt mit Hilfe der "H2AM Strategie" (Hydrogen Asset Management), wer vermutlich im neuen
Energiezeitalter die Nase vorn haben wird.

Zahlreicher Unternehmensprofile, ein umfangreiches Glossar sowie eine detaillierte Adress- und Link-Liste ermöglichen einen schnellen Einstieg in das Thema. Sowohl technische Details als auch Informationen über die Börse seien leicht verständlich aufbereitet, so dass für die Lektüre keine umfassenden Vorkenntnisse notwendig sind, heißt es in der Pressemitteilung des Verlags.

Der Preis sei mit 19,90 EUR bewusst moderat gewählt worden, da das Buch keine wissenschaftliche Fachveröffentlichung für ausgewiesene Energieexperten sei. Es sei vielmehr für die interessierte, breite Öffentlichkeit geschrieben worden, und solle daher für jedermann erschwinglich sein.

"Wasserstoff und Wirtschaft - Investieren in eine saubere Zukunft" von Dr. Alf-Sibrand Rühle, Dipl.-Ing. Sven Geitmann (Hrsg.), Hydrogeit Verlag, Februar 2005 16 Seiten, 31 Abbildungen, 5 Tabellen, ISBN: 3-937863-02-8, Preis 19,90 EUR


27.02.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Hydrogeit Verlag.
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Pflanzenöl statt Diesel: Studenten entwickeln aus Salatöl eine Geschäftsidee

Die Mitglieder des re-FUEL-Teams.
Die Mitglieder des re-FUEL-Teams.

Statt Diesel soll in Zukunft Salatöl getankt werden: Vier Studenten der Technischen Universität München (TUM) haben im Rahmen des alljährlichen Businessplan-Wettbewerbs ein Konzept zur Vermarktung des zukunftsträchtigen Treibstoffes entwickelt. Die Vorteile: Pflanzenöl ist günstiger, zu 100 Prozent umweltfreundlich und erfüllt somit alle Bedürfnisse.
 
"Pflanzenöl für die Stadt!" lautet das Motto der Studenten. Münchens erste Pflanzenöl-Tankstelle ist bereits geplant. Mittlerweile konnten die angehenden Ingenieure auch die Juroren des Münchener Businessplan-Wettbewerbs von ihrer Idee überzeugen. Am 15. Februar 2005 war das Vierer-Team in der Endausscheidung der "Ideas-Stage" auf dem Campus-Gelände Garching gegen die anderen Finalisten angetreten und erreichte den vierten Platz unter insgesamt 95 Teams.

"Wir wollen mit unserem Projekt vor allem zum Umdenken anregen und den Autofahrern eine wahre Alternative bieten",, meint Teamleiter Stefan Innerhofer. Fast jeder Dieselfahrer könne sein Fahrzeug mit Pflanzenöl betanken. Das Öl sei fast um ein Drittel günstiger als Diesel und darüber hinaus umweltfreundlich, weil es kein CO2 in die Atmosphäre freisetze und außerdem weniger Ruß ausstoße. Die Leistung des Fahrzeugs bleibe unverändert.

Für ihr Projekt haben sich die vier Studenten namhafte Partner mit ins Boot geholt, beispielsweise den Umweltverband "GreenCity" und das Umweltnetz München Ost. Sie sind für die Verbreitung des Konzepts und die Standortfrage zuständig – im Dezember wurde deshalb ein Arbeitskreis gebildet. Denn obwohl die Technik ausgereift sei, und Pflanzenöl in großen Mengen bereitstehe, habe bis heute die Versorgungslücke noch nicht geschlossen werden können. Dies soll sich bald ändern, wenn das Projekt "re-FUEL", nach dem englischen Wort für Auftanken, in Gang kommt. Mit Öffentlichkeitsarbeit und gut platzierten Pflanzenöl-Tankstellen an Münchener Verkehrsknotenpunkten sollen die Autofahrer von der Möglichkeit erfahren, Geld zu sparen und dabei die Umwelt zu schonen.

Der Haken sei, dass sich die Autokonzerne zu wenig auf diesem Feld der regenerativen Treibstoffe engagieren, so Innerhofer: "Wir legen uns mit den wirklich Großen an – der Autoindustrie. Es bleibt spannend.",

Kontakt: Stefan Innerhofer (Teamleiter); re-FUEL – Pflanzenöl für München; kontakt@re-fuel.de; www.re-fuel.de

27.02.2005   Quelle: re-FUEL   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: re-FUEL

 

Öko-Institut bezieht NaturPur-Strom

Das Öko-Institut e.V. untersucht und beurteilt Umweltprobleme, weist Politiker, Umweltverbände, Institutionen und Unternehmen auf Risiken hin und entwickelt wissenschaftliche Gutachten sowie mögliche Lösungen. Seine Arbeit orientiert sich inhaltlich am Gedanken der nachhaltigen Entwicklung und methodisch am Konzept der Transdisziplinarität. In diesem Sinne geht das Öko-Institut mit gutem Beispiel voran und lässt sein Darmstädter Büro in der Rheinstraße mit Ökostrom der NaturPur Energie AG versorgen. 
Rund 67.000 Kilowattstunden der Marke NaturPur-Strom business, rein aus umweltfreundlicher Wasserkraft erzeugt, werden für das Öko-Institut künftig ins Stromnetz eingespeist, berichtet die NaturPur Energie AG in einer Pressemitteilung. Das erspare Mensch und Umwelt jährlich zirka 38.500 Kilogramm des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) im Vergleich zu herkömmlich erzeugtem Strom, der im Bundesdurchschnitt 613 Gramm CO2 pro erzeugter Kilowattstunde verursacht.

"Gemeinsam mit dem WWF und der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vergibt das Öko-Institut das ok-power Label für Ökostromprodukte, um eine Garantie für Umweltentlastung und Verbraucherfreundlichkeit zu bieten", führt der stellvertretende Geschäftsführer Michael Sailer aus. "Das Öko-Institut setzt dies auch im eigenen Verantwortungsbereich konsequent um. Die NaturPur Energie AG liefert für unser neues Büro in Darmstadt ein Stromprodukt, das hohe Qualitätsansprüche an Ökostrom erfüllt und entsprechend zertifiziert ist", so Sailer weiter. "Uns freut es besonders, dass das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Öko-Institut sich für unseren umweltfreundlichen Strom entschieden hat und uns damit sein Vertrauen schenkt", merkt NaturPur-Vorstand Josef Werum an.


27.02.2005   Quelle: NaturPur Energie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Umfrage: Wissen zur Umweltpolitik lückenhaft

Was wissen die Deutschen zu zentralen Begriffen der Umweltpolitik? Diese Frage beleuchtet eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag der deutschen BP. Ihr Ergebnis: Das Wissen um diesen Themenkomplex ist stark verbesserungsbedürftig.  Zentrale Begriffe sind für die Hälfte der Deutschen Fremdwörter

Laut der repräsentativen Umfrage, die TNS Emnid im Auftrag der deutschen BP durchgeführt hat, sind hierzulande die Kenntnisse zu zentralen Begriffen der Umweltpolitik lückenhaft. So seien Begriffe wie "Emissionshandel", "Kyoto-Protokoll" oder "Nachhaltige Entwicklung" für mehr als die Hälfte der Befragten Fremdwörter. "Die Studie hat uns gezeigt, dass es noch großen Informationsbedarf gibt. Angesichts der möglichen Konsequenzen eines Klimawandels müssen die Menschen wissen, wie Umweltschutz nachhaltig umgesetzt werden soll und vor allem dass es dazu weitaus mehr Instrumente gibt als die allen gut bekannte 'Öko-Steuer'", so Lutz von Meyerinck, Direktor für Umweltschutz bei der BP.

Das Unternehmen will dazu beizutragen, die Themen und Schlagworte des Umweltschutzes im Bewusstsein der Bürger besser zu verankern. "BP sieht darin eine gemeinschaftliche Aufgabe von Staat, Unternehmen, Medien und Schulen", so von Meyerinck weiter. Zentrale Fragen der Studie, die unter 2.070 zufällig ausgewählten Bundesbürgern durchgeführt wurde, waren: Inwieweit fühlt sich die Bevölkerung von Umweltschutz und den ökologischen Zielen überhaupt berührt und ist die Bedeutung der verwendeten Schlagworte geläufig?


Nur ein Drittel kennt den Begriff Emissionshandel

Ein wichtiger Begriff der Studie ist dabei der Emissionshandel. Denn mit seiner Einführung im Januar 2005 ist dieser Begriff untrennbar mit dem weltweiten System des Klimaschutzes verbunden. Gibt noch jeder zweite Befragte an, das Kyoto-Protokoll zu kennen, so kennt nur noch knapp ein Drittel den Begriff Emissionshandel. Noch weniger bekannt ist der Ausdruck "nachhaltige Entwicklung". Sehr viele kennen die genaue Bedeutung dieser Instrumente zum Klimaschutz nicht.

"Dieses ist enttäuschend", sagt von Meyerinck. "Im Gegensatz zu vielen, die die Endlichkeit der fossilen Energieträger als die zentrale Herausforderung der nächsten Jahrzehnte sehen, sind wir der Meinung, dass ein möglicher Klimawandel die zentrale Herausforderung für die nächsten Jahrzehnte darstellt. Darüber muss in Zukunft mit und in allen gesellschaftlichen Gruppen gesprochen werden."


26.02.2005   Quelle: Deutsche BP Aktiengesellschaft   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BMU-Projekt "BioRegio" zur nachhaltigen energetischen Nutzung von Biomasse

Das Bundesumweltministerium hat ein Projekt in Auftrag gegeben, das untersucht, wie eine nachhaltige energetische Nutzung von Biomasse auf regionaler Ebene angestoßen und umgesetzt werden kann und welcher regionale Mehrwert dabei entsteht. Die Grundlage bilden die Ergebnisse des Vorgänger-Projektes "Stoffstromanalyse Biomasse" auf nationaler Ebene, in dem unter anderem für das BMU Handlungsempfehlungen sowie EDV-gestützte Instrumente für die Politikberatung entwickelt wurden.   Besondere Bedeutung habe die Implementierung von innovativen Technologien als Leuchtturmprojekte in den Regionen sowie die Sicherstellung der Übertragbarkeit der Erkenntnisse auf andere interessierte Regionen, so das BMU in einer Pressemitteilung. Die Ergebnisse sollen eine breite Öffentlichkeit erreichen und direkt in die aktuelle regionale als auch nationale Politik einfließen.


Anteil der Erneuerbaren verdoppeln

Mit "BioRegio" sollen Akteure vor Ort in die Lage versetzt werden, die ermittelten Potenziale zu erschließen und dazu beitragen, die Ausbauziele der Bundesregierung umzusetzen. Um die Ziele der Bundesregierung zu erreichen sei die verstärkte Nutzung der Bioenergie - unter der Maßgabe eines sinnvollen Mixes aller erneuerbaren Energien - eine zentrale Voraussetzung. Bis 2010 soll der Anteil erneuerbarer Energien verdoppelt werden (Basisjahr: 2000), beim Strom auf mindestens 12,5 % und auf mindestens 4,2 % der Primärenergie.


Ökologisch optimierte Biomassepolitik

Das BMU sei Vorreiter einer ökologisch optimierten Biomassepolitik. Eine genaue Planung, die Einbettung in die örtlichen Gegebenheiten, angepasster Einsatz von Technologien, die Rücksichtnahme auf ökologische Mindestkriterien sowie ein gesunder Mix unterschiedlicher erneuerbarer Energieträger sollen ein Maximum an Effizienz und Umweltverträglichkeit bei der Energiebereitstellung garantieren. Das BMU fördert im Rahmen einer ökologischen Begleitforschung verschiedener Sparten erneuerbarer Energien die genaue Analyse der ökologischen Vorzüge, Schwachstellen und Synergien sowie Strategien und Maßnahmen zur ökologischen Optimierung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Weitere Informationen zum Projekt bietet die Internetseite des Projektteams: http://www.bioregio.info.



26.02.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

STIFTUNG WARENTEST: Höchste Zeit für Kontrolle der Strompreise

Strom ist heute wieder ebenso teuer wie vor der Marktöffnung im Frühjahr 1998. Von Wettbewerb sei keine Spur, stellt die STIFTUNG WARENTEST fest. Deshalb sei es höchste Zeit für eine Regulierungsbehörde, die faire Bedingungen schafft. Das Internet-Angebot der STIFTUNG WARENTEST zeigt, wie Verbraucher auch jetzt schon sparen können. Strom sei teuer in Deutschland, so die Warentester.  Eine Kilowattstunde koste im Schnitt über 17 Cent. Das sei nach Italien der zweithöchste Preis in Europa. Und der Strompreis steige und steige: Plus fünf Prozent im vergangenen Herbst, plus fünf Prozent zum Jahreswechsel, errechnete die STIFTUNG WARENTEST.


Strom durchschnittlich 30 % teurer als im Jahr 2000

Die STIFTUNG WARENTEST kritisiert das "Diktat der Konzerne", die den deutschen Markt beherrschen und über die Netznutzungsentgelte die Preise bestimmen. In Deutschland gebe es eine Regulierungsbehörde nur für Telekommunikation und Post – und zwar mit Erfolg: Telefonieren sei seit 1998 um bis zu 95 Prozent billiger geworden. Die Regulierung des Strommarktes sei zwar geplant, bisher aber nicht umgesetzt, kritisiert die STIFTUNG WARENTEST. Von September 2000 bis Januar 2005 seien die Preise im Schnitt um fast 30 Prozent gestiegen. Spitzenreiter ist laut STIFTUNG WARENTEST der Billiganbieter Yello Strom, der seine Preise um bis zu 58 Prozent angehoben habe. Der gelbe Strom sei zwar im Vergleich immer noch günstig, aber längst nicht mehr billig.


Kostenfaktor Netznutzungsgebühren

Kostenfaktor Nummer eins sind laut STIFTUNG WARENTEST die hohen Netznutzungsgebühren, ersichtlich am Beispiel des Ökostromanbieters Greenpeace energy, der seinen Preis pro Kilowattstunde präzise aufschlüsselt: 4,3 Cent für den Strom plus 4,6 Cent Öko- und Mehrwertsteuer und "satte" 7 Cent Netznutzungsgebühr. Dazu kommen noch 2,5 Cent für die Konzessionsabgabe sowie Umlagen für erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung: das macht 18,4 Cent pro Kilowattstunde. Greenpeace energy gehöre damit zu den teuersten Anbietern – habe seinen Preis aber in den vergangenen Jahren nur um zwei bis drei Prozent erhöht.


Jetzt schon sparen

In diesem Jahr werde der Strom wohl teuer bleiben, erwartet die STIFTUNG WARENTEST. Die geplante Regulierungsbehörde starte frühestens im Sommer oder Herbst. Die Energielobby wehre sich derzeit nach Kräften. Habe sie Erfolg, würden die Kompetenzen der neuen Behörde weit zurückgefahren. Stromkunden könnten aber trotzdem sparen: Anbieter wie Yello Strom, Lichtblick, Elektrizitätswerke Schönau und Energie AG Iserlohn-Menden böten Strom zumindest etwas billiger an. Lichtblick und Energie AG lieferten sogar puren Ökostrom aus Wasser, Wind und Sonne. Das helfe zumindest der Umwelt. Ansonsten sei Stromsparen angesagt. Zum Beispiel bei Fernsehgerät, Stereoanlage und PC. Wer den Stand-by-Verbrauch reduziere, spare bis zu 70 Euro im Jahr.

Spartipps der STIFTUNG WARENTEST im Internet

test-Kompass: Die billigsten bundesweiten Anbieter



26.02.2005   Quelle: STIFTUNG WARENTEST   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Wirtschaftsverband Windkraftwerke begrüßt Einigung über dena-Studie

Mit der am 24.02.2005 erreichten Einigung über die dena-Netzstudie seien die Weichen für die weitere Entwicklung der Windenergie in Deutschland onshore und offshore gestellt, kommentiert Dr. Wolfgang von Geldern als Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke e.V. (WVW) den Abschluss der Arbeiten an dieser Zukunftsstudie.   Der WVW war einer der Auftraggeber. Die Studie belege, dass die Integration der Windenergie in die deutschen Stromnetze auch bei einem weiteren Ausbau an Land sowie auf hoher See (offshore) möglich sei. Damit zeige die lange und heftig diskutierte Studie konkrete Perspektiven für die Windenergie in Deutschland bis zum Jahr 2015 auf.


Windstrom kann in das Netz integriert werden

Die zentralen Aussagen der Studie sind laut WVW, dass der Windstrom sich auch bei einem bis 2015 anhaltend schnellen Ausbau der Windenergie mit einer moderaten Anpassung der Netze kostengünstig in das deutsche Stromnetz integrieren lasse und bis zur Realisierung des notwendigen Netzausbaus technische Übergangslösungen zur Verfügung stünden. Für Regel- und Reserveenergie müssten keine zusätzlichen konventionellen Kraftwerke gebaut werden, so der WVW. Im Stromnetz gebe es Modernisierungsbedarf, um innovative und kostengünstige Systemlösungen zu erreichen.


Verbraucher profitieren von sinkenden Kosten für Windstrom

In den kommenden Jahren würden die Verbraucher von den kontinuierlich sinkenden Kosten für Windstrom profitieren, betont von Geldern. Dann sollten sie auch von optimierten Netzen und damit geringeren Netzkosten profitieren können. Unverständlich bleibe, dass die Studie von gleichbleibenden Kosten für fossile Stromerzeugung ausgehe. Schrumpfende Reserven der Energieträger würden zu deutlich steigenden Preisen führen, so der WVW-Vorsitzende. Windstrom hingegen werde kontinuierlich günstiger und verringere die Abhängigkeit von Energieimporten.


Windkraft-Wachstum auf See

Erhebliche Zubauraten seien nach der dena-Studie bis 2015 bei Offshore-Windparks auf hoher See zu erwarten, so der WVW. Mit der Offshore-Windenergie entstehe ein neuer Wirtschaftszweig in einem dynamischen Wachstumsmarkt. Diese Entwicklung dürfe jedoch nicht durch langwierige, bürokratische Planungs- und Genehmigungsverfahren behindert werden. Schon jetzt bestehe die Gefahr, dass Deutschland aufgrund bürokratischer Hürden den Anschluss an die internationale Offshore-Entwicklung verliere. Vor Dänemark, Schweden, den Niederlanden, Großbritannien und Irland seien Offshore-Windparks bereits in Betrieb, während in Deutschland immer noch geplant und geprüft werde. "Mit dem Abbau bürokratischer Hürden und der Absicherung von Milliardeninvestitionen wie in anderen Bereichen der Energieerzeugung auch, können Impulse für Innovation und Beschäftigung erreicht werden", fordert von Geldern.



25.02.2005   Quelle: WVW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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UBA legt Studie zur gerechten Fortentwicklung der internationalen Klimaschutzkonvention vor

Am 16.02.2005 trat das Kyoto-Protokoll der Klimaschutzkonvention in Kraft. Damit gelten erstmals verbindliche Ziele für die Verringerung des Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase der beteiligten Industriestaaten bis zum Jahr 2012. Aber noch sei offen, wie es für die Zeit danach im internationalen Klimaschutz weitergehe, so das Umweltbundesamt in einer Pressemitteilung. Eine Möglichkeit für globale Klimaschutzvereinbarungen, die nach 2012 greifen, wäre ein Mehrstufenansatz, wie ihn die ECOFYS GmbH Köln im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) entwickelt hat.   Nach diesem Modell sollen sich alle Länder schrittweise an der Verringerung des Ausstoßes der Klimagase beteiligen. Anhand bestimmter Kriterien – wie etwa dem Klimagasausstoß und dem Einkommen pro Kopf – wird vereinbart, wie groß der Beitrag des einzelnen Staates zum Klimaschutz sein soll. Damit sollen sowohl Gerechtigkeitsaspekte als auch die Vielzahl unterschiedlicher Voraussetzungen zum Klimaschutz in den untersuchten Staaten berücksichtigt werden.


Langfristig auch Einbeziehung der Schwellen- und Entwicklungsländer notwendig

Auf absehbare Zeit seien die Industriestaaten wegen ihrer höheren Emissionen und größeren Wirtschaftskraft verpflichtet, mehr als Entwicklungsländer zur Emissionsminderung beizutragen, so das UBA. Langfristig sei aber auch die Einbeziehung der Schwellen- und Entwicklungsländer in verbindliche Klimaschutzmaßnahmen notwendig – allerdings müssen die Verpflichtungen Gerechtigkeitsaspekte wie das Verursacherprinzip, das Leistungsfähigkeitsprinzip und die Entwicklungsprioritäten widerspiegeln.


Unterschiedliche Beiträge zum Klimaschutz

Das in der Studie vorgeschlagene Modell misst den Unterzeichnerstaaten der Klimarahmenkonvention unterschiedliche Beiträge zum Klimaschutz zu, je nach dem jeweiligen Pro-Kopf-Ausstoß an Treibhausgasen. Entwicklungsländer sollten damit beginnen, ihre wirtschaftliche Entwicklung durch Anwendung klimafreundlicher Techniken nachhaltig umweltschonend zu gestalten, mit finanzieller und technischer Unterstützung durch Industriestaaten Fortgeschrittene Industriestaaten hingegen sollten verbindliche Verpflichtungen zur Verringerung ihrer Emissionen nach dem Muster des Kyoto-Protokolls übernehmen.


Differenzierung der Verpflichtungen

Es sei klar, dass die Verpflichtungen der Industriestaaten wesentlich anspruchsvoller ausfallen müssten als bisher, um eine gefährliche Ausweitung klimabedingter Schäden zu verhindern, betont das UBA. Nur so entstehe auch der nötige Spielraum für einen vorübergehenden Anstieg der Emissionen in den Entwicklungsländern. Die Studie entwickle darüber hinaus einen Ansatz zur Differenzierung der Verpflichtungen anhand der jeweiligen Situation in wichtigen Sektoren. Für die Industrieproduktion werden Effizienzstandards zugrundegelegt, für die Stromerzeugung ein abnehmender Einsatz fossiler Energieträger vorgesehen und für andere Sektoren eine Angleichung der Emissionen pro Kopf der Bevölkerung angestrebt (Triptych-Ansatz).

Dieser ursprünglich für die Aufteilung des Kyoto-Ziels der EU auf die Mitgliedstaaten entwickelte Ansatz steht nun in erweiterter und aktualisierter Form auch für die globale Ebene zur Verfügung. Abschließend gibt die Studie umfangreiche Hinweise für eine internationale Verhandlungsstrategie im Klimaschutz für Deutschland und die EU.

Die Studie „Options for the second commitment period of the Kyoto Protocol“ ist in englischer Sprache erschienen in der UBA-Reihe „Climate Change“ als Nr. 02/05. Sie umfasst 192 Seiten einschließlich einer 19-seitigen deutschen Zusammenfassung und ist kostenlos erhältlich. Sie kann im Internet heruntergeladen werden unter der Adresse "Die Studie entwickelt laut dena Strategien für die verstärkte Nutzung regenerativer Energieträger und ihre Auswirkungen auf das Verbundsystem bis zum Jahr 2015", erläutert Kohler. "Schwerpunkt der Studie ist die Integration der im Jahr 2015 zu erwartenden Windkraftleistung im On- und Offshore-Bereich von ca. 37.000 MW in das elektrische Verbundsystem, da diese mittelfristig das größte Potenzial hat, den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung zu erhöhen", so Kohler weiter.


20 Prozent Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung machbar

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass das von der Bundesregierung geplante Ziel eines Anteils von mindestens 20 Prozent der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland zwischen 2015 und 2020 erreichbar sei, heißt es in der dena-Pressemitteilung. Voraussetzung dafür sei jedoch die Umsetzung der in der Studie aufgezeigten Maßnahmen in Hinblick auf die Weiterentwicklung des Stromversorgungssystems. Auf dieser Basis würden in der Studie die wichtigsten Fragen beantwortet:

- Rund 400 km des vorhandenen 380 kV-Verbundnetzes müssen verstärkt, rund 850 km neu gebaut werden.

- Die Versorgungssicherheit kann bei Realisierung von bestimmten Maßnahmen auf heutigem Niveau gewährleistet werden.

- Je nach Struktur des dann bestehenden Kraftwerksparks können 2015 rund 20 bis 40 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden.
- Die Mehrkosten für den Ausbau der Windenergie betragen für private Haushalte im Jahr 2015 zwischen 0,39 und 0,49 Cent je kWh.


Verstärkte Windenergienutzung erfordert Netzausbau

Der mit dem Windenergieausbau einhergehende notwendige Ausbau des bestehenden 380 kV-Verbundnetzes sei einerseits in seinem Umfang überschaubar, andererseits jedoch in seiner genehmigungsrechtlichen Durchführung nicht einfach umzusetzen, so die dena: Bis 2015 müsse die bestehende Trassenlänge des deutschen Verbundnetzes um rund 5% verlängert werden. Rund 400 km des bestehenden Verbundnetzes müssten verstärkt und rund 850 km neu gebaut werden. Die Kosten für diesen Netzausbau Jahre betragen laut dena insgesamt 1,1 Milliarden Euro. Dieser durch die Windenergie initiierte Ausbau stehe dann auch dem Stromhandel im liberalisierten EU-Elektrizitätsbinnenmarkt zur Verfügung. Die Versorgungssicherheit bleibe bei dem unterstellten Ausbau der Windenergie im Untersuchungszeitraum bis 2015 auf heutigem Niveau gewährleistet. Dazu sei jedoch die Umsetzung der Netzausbau- und Verstärkungsmaßnahmen notwendig. Für bestimmte Fehlersituationen im Verbundnetz zeige die Studie jedoch durchaus kritische Betriebssituationen auf. Zur Lösung dieses Problems werden technische Maßnahmen im Netz und für Windenergieanlagen vorgeschlagen, bei deren Umsetzung die Systemsicherheit auch in kritischen Fehlersituationen gewährleistet bleibe.


Erhöhte Anforderungen an Regel- und Reserveleistung

Der weitere Ausbau der Windenergie führe zu erhöhten Anforderungen an die Bereitstellung von Regel- und Reserveleistung, so die dena. Dieser Bedarf werde durch bestehende fossil befeuerte sowie Pumpspeicher-Kraftwerke gedeckt. Im Zuge des anstehenden Kraftwerkserneuerungs-zyklus würden altersbedingt stillgelegte Kraftwerke künftig stärker als bisher durch Gasturbinenkraftwerke ersetzt. Insgesamt könne der konventionelle Kraftwerkspark des Jahres 2015 im Vergleich zum Jahr 2003 durch Nutzung der Windenergie jedoch um rund 2.200 MW reduziert werden.


Trotz Atomausstieg können CO2-Emissionen gesenkt werden

Eine positive Bilanz zieht die Studie bezüglich der CO2-Emissionen: Durch den Ausbau der Windenergie können im Jahr 2015 in Abhängigkeit von der Struktur des gesamten Kraftwerksparks rund 20 bis 40 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden, betont die dena. Das heiße, trotz des beginnenden Ausstiegs aus der Kernenergie, der im Jahr 2015 zu einem Drittel vollzogen sein werde, könnten die CO2-Emissionen je nach Szenario stabilisiert beziehungsweise gesenkt werden.


Mehrkosten durch Windenergie-Ausbau für Stromkunden sowie CO2-Vermeidung liegen vor

Die Kosten für den weiteren Ausbau der Windenergie beziffert die dena für das Jahr 2015 je nach Szenario zwischen 0,39 und 0,49 Cent je kWh für nicht privilegierte Stromkunden (z.B. private Haushalte). Für privilegierte Stromkunden (Industrie) steigen die Kosten um 0,15 Cent pro kWh. In diesen Kosten enthalten sind die Einspeisevergütung, die Regel- und Reservehaltungskosten und die Kosten für den Netzausbau, abzüglich der vermiedenen Kosten im konventionellen Kraftwerkspark. Die CO2-Vermeidungskosten durch die Windenergie werden laut dena bis zum Jahr 2015 zwischen 41 bis 77 Euro pro Tonne CO2 liegen. Eine besondere Bedeutung hätten in diesem Zusammenhang die Entwicklung der Preise für konventionelle Energieträger (Öl, Gas, Kohle) sowie die weitere Effizienzsteigerung (Kostenreduktion) bei den Windkraftwerken. Insgesamt betragen die Mehrkosten durch den Windenergieausbau im Kraftwerkspark im Jahr 2015 je nach Szenario zwischen 1,6 und 2,3 Milliarden Euro, so die dena.


Kraftwerkserneuerung und Klimaschutzprogramm fordern Entscheidungen

Hintergrund zur Erstellung der Studie sind die anstehende Kraftwerkserneuerung in Deutschland sowie die Ziele der Bundesregierung zum Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, besonders aus Windenergie. Durch die altersbedingte Abschaltung fossiler Kraftwerksleistung sowie die beschlossene Stilllegung von Kernkraftwerken muss ein Ersatz für 40.000 MW Kraftwerksleistung geschaffen werden, die bis 2020 vom Netz geht. "Unabhängig von den immer häufiger spürbaren globalen Klima- und Umweltproblemen fordern auch Kyoto-Protokoll und Klimaschutzprogramm der Bundesregierung rechtzeitige Entscheidungen, um den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bis 2020 auf die geplanten 20 Prozent zu steigern", heißt es in der dena Pressemitteilung. Damit setze die Bundesregierung die von der EU vorgegebenen Ausbauziele auf nationaler Ebene um.


Strategie im Konsens

Die dena-Netzstudie wurde von Verbänden und Unternehmen der Windenergie-, Netz- Anlagenhersteller- und konventionellen Kraftwerksbranche sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gemeinsam finanziert. Auch die Rahmenbedingungen zur Erstellung der Netzstudie wie beispielsweise die Energiepreisentwicklung seien innerhalb der verantwortlichen Projektsteuerungsgruppe (PSG) im Konsens festgelegt worden. Die Finanziers der Studie haben auf der PSG-Sitzung am 23. Februar 2005 beschlossen, in einem zweiten Studienteil den Ausbau der regenerativen Energietechnologien bis zum Jahr 2025 zu untersuchen sowie bestimmte Themenfelder weiter zu vertiefen.

24.02.2005   Quelle: dena   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Trittin: Schwarzmalerei gegen Ausbau der Windkraft hat keine sachliche Grundlage

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat begrüßt, dass am 24.02.2005 das Netzgutachten der Deutschen Energie-Agentur (dena) abgeschlossen werden konnte. Die Vertreter der Windbranche und der Stromnetzbetreiber einigten sich darauf, die „dena-Netzstudie“ abzunehmen. Sie hätten sich auf eine gemeinsame Zusammenfassung der Studie geeinigt, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums (BMU).   Die Netzstudie gibt Aufschluss darüber, wie sich das deutsche Stromnetz durch den Ausbau der Windenergie, die Erneuerung des Kraftwerkparks und den Stromhandel verändern muss und welche Kosten dafür zu erwarten sind.

Zentrale Aussagen des vorliegenden ersten Teils der Studie für die Jahre 2005 bis 2015 sind, dass der Windstrom sich auch bei einem bis zum Jahr 2015 zu Grunde gelegten, sehr schnellen Ausbau der Windenergie mit einem moderaten Ausbau der Netze kostengünstig in das deutsche Stromnetz integrieren lasse; dass bis zur Realisierung des notwendigen Netzausbaus technische Übergangslösungen zur Verfügung stehen und dass für die Vorhaltung von Regel- und Reserveenergie keine zusätzlichen konventionellen Kraftwerke gebaut werden müssen. Weitere innovative und kostengünstige Systemlösungen sollen in einer ergänzenden Studie untersucht werden, so das BMU.


Verständnis für inhaltliche Kritik der Windenergie-Branche

"Mit diesen zentralen Aussagen der dena-Netzstudie verliert die Schwarzmalerei gegen den Ausbau der Windkraft ihre sachliche Berechtigung", kommentierte Trittin den Abschluss des zähen Ringens um die Studie. "Obwohl die Studie unrealistischerweise davon ausgeht, dass das Ausbauziel für die erneuerbaren Energien für 2020 bereits 2015 erreicht sein soll, veranschlagt sie die Kosten für den Zuwachs an Windenergie einschließlich der Regel- und Reserveenergie auf wenig mehr als 1 Euro für den Durchschnittshaushalt", so Trittin. Zugleich äußerte der Minister Verständnis dafür, dass die Windenergie-Branche die Studie inhaltlich nach wie vor kritisiert. Trittin: "Auf Grund der von zwei unabhängigen Sachverständigen festgestellten Mängel sind umfangreiche Nachuntersuchungen erforderlich. Darüber hinaus legt die Studie zu Lasten der erneuerbaren Energien ein Ausbautempo und Entwicklungen der Brennstoffpreise zu Grunde, die in der Realität so nicht eintreten werden."

24.02.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Fachzeitschrift SONNENENERGIE: IEA-Zahlen zu Erneuerbaren zu niedrig

Eines der Top-Themen der nächsten Ausgabe der Fachzeitschrift SONNENENERGIE beschäftigt sich mit der Arbeit der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris. Die IEA-Angaben bilden als offizielle Daten die Basis für viele energiepolitische und ökonomische Entscheidungen. Doch jetzt werde Kritik laut, heißt es in einer Pressemitteilung der SONNENENERGIE.  Die IEA habe als Zusammenschluss der Ölimportländer Interesse an einer gesicherten Ölversorgung und mache deshalb entsprechende Angaben zum Erdölverbrauch und zu den Fördermengen. Demgegenüber seien die Zahlen zum Anteil erneuerbarer Energien oftmals viel zu niedrig.

Die SONNENENERGIE fragte, inwieweit diese Kritiken gerechtfertigt sind. Die Zeitschrift sprach mit dem Statistik-Chef der IEA und warf einen Blick hinter die Kulissen der OECD-Agentur. Ihr Ergebnis: Die Arbeit der IEA sei offenbar nicht so selbständig wie sie sein sollte. Zudem sei sie abhängig von den Angaben der Mitgliedsstaaten, die ihre Zahlen allzu oft aus Unvermögen oder Unwillen nicht liefern würden.


Zweifel am Zeitpunkt der rückläufigen Ölförderung

Beim Thema Erdöl gilt die Kritik laut SONNENENERGIE besonders dem sehr umstrittenen IEA-Bericht "World Energy Outlook". Zahlreiche Analysten zweifelten die optimistischen Prognosen für das weltweite Erdöl-Förderpotenzial an. Kernpunkt sei die Frage nach dem so genannten "Peakoil"-Jahr, ab dem die Erdölförderung aufgrund steigender Nachfrage und sinkender Reserven rückläufig sein wird. Die Association for the Study of Peakoil (ASPO) erwartet diesen Zeitpunkt schon 2008. Dagegen sagt ihn die IEA im aktuellen Report nicht vor 2030 voraus. Der ASPO-Analyst Kjell Aleklett weist darauf hin, dass die optimistische IEA-Prognose auf bislang nicht geprüften Angaben der US Geological Survey beruhe. Außerdem würde das IEA-Szenario große Investitionen im Bereich der Ölförderung voraussetzen. Verwirklichten sich diese nicht, so das Eingeständnis der IEA, sei der peakoil zwischen 2015 und 2030 zu erwarten, so zitiert die SONNENENERGIE.


Erneuerbare Energien in den Statistiken unterbewertet

Photovoltaik-Inselanlagen tauchen in keiner der IEA-Statistiken auf, betont die SONNENENERGIE. Und noch immer gebe es kein standardisiertes Verfahren, die mit Sonnenkollektoren erzeugten Kilowattstunden (Wärme) messtechnisch zu erfassen. Auf Drängen der Solarverbände habe sich die IEA Anfang 2005 an einer Initiative beteiligt, den Beitrag der solaren Wärmegewinnung zu dokumentieren. Das Ergebnis: Die Solarwärme übertreffe mit ihren Erträgen sogar die Windenergie. "Der weltweite Beitrag der Solarwärmeanlagen wurde beträchtlich unterschätzt", zitiert die SONNENENERGIE Michael Rantil, den Vorsitzenden des IEA-Solarthermie-Programms (IEA SHC). Mit einer installierten thermischen Leistung von 70 Gigawatt sei die Solarthermie eine der führenden erneuerbaren Energiequellen weltweit.

Die Ausgabe 2/2005 der SONNENENERGIE erscheint am 24. Februar 2005.

24.02.2005   Quelle: SONNENENERGIE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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WWF wertet das Schröder-Bush Klima-Aktionsprogramm als positives Zeichen

Für den WWF ist das am 23.02.2005 vorgelegte "Deutsch-amerikanische Aktionsprogramm für umweltfreundliche und effiziente Energie, Entwicklung und Klimaschutz" ein gutes Zeichen. "Die Initiative zeigt, dass die europäischen Bemühungen und das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls eine Antwort der US-Regierung in Sachen Klimaschutz erforderlich gemacht haben", so Jennifer Morgan, Leiterin des internationalen WWF-Klimaprogramms. Sie warnt zugleich davor, das Programm überzubewerten. 

Ein Bush macht noch keinen Wald

"Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und ein Bush noch keinen Wald. Die Initiative ersetzt die notwendige Diskussion über zukünftige anspruchsvolle Treibhausgasreduktionen nicht." Wichtig sei, dass die USA ehrgeizige Klimaschutzziele verabschiedeten und den Ausstoß ihrer Treibhausgase endlich absolut reduzieren. Der Klimawandel stelle eine weltweite Herausforderung dar, die auch international gelöst werden müsse.


Nur umgehendes Handeln kann den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur bremsen

Der WWF hält die angekündigte Intensivierung der Forschung und deren Erweiterung hinsichtlich Energieeffizienz und erneuerbarer Energien für sinnvoll. Ein Verweis auf Wissenslücken dürfe jedoch nicht dazu dienen, sich weiter vor einschneidenden Maßnahmen zu drücken. "Wir wissen genug, um schnell und drastisch den Ausstoß an Treibhausgasen weltweit zu drosseln", betont Morgan. Die USA als größter Verursacher des Problems stünden dabei besonders in der Verantwortung. Nur durch umgehendes Handeln sei der Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts unterhalb von zwei Grad gegenüber vorindustriellem Niveau zu halten.


Hohe Erwartungen an die G8

"Bundeskanzler Gerhard Schröder hat ein positives Zeichen gesetzt und auf internationaler Bühne Profil als Klimaschützer gezeigt. Wir hoffen und erwarten, dass er im Rahmen des G8 Prozesses zusammen mit dem britischen Premierminister Tony Blair weitere stärkere Initiativen auf den Weg bringt. Die Erwartungen an die G8 sind hoch", so Regine Günther, Leiterin des Klimaprogramms beim WWF Deutschland.

24.02.2005   Quelle: WWF World Wide Fund For Nature   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Deutsch-amerikanisches Aktionsprogramm für umweltfreundliche und effiziente Energie, Entwicklung und Klimaschutz

Die USA und Deutschland wollen ihre Aktivitäten zur Verbesserung der Energieversorgungssicherheit sowie zur Reduzierung von Umweltbelastungen und Treibhausgasemissionen in drei Handlungsfeldern erweitern. Damit soll auch ein hohes Wirtschaftswachstum gefördert werden, heißt es in einer Mitteilung der Bundesregierung anlässlich des gemeinsamen Aktionsprogramms vom 23.02.2005.  Das Programm umfasst gemeinsame Anstrengungen mit dem Ziel, umweltfreundliche, effiziente Technologien weiter zu verbessern und einzusetzen und dadurch eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Weiter wollen die USA und Deutschland eine intensivere Zusammenarbeit beim Ausbau der Klimaforschung und der Entwicklung wirksamer Instrumente für die nationale Klimapolitik. Das Aktionsprogramm sieht darüber hinaus gemeinsame Maßnahmen vor mit dem Ziel, die Effizienz der Energieversorgung zu steigern sowie Luftverschmutzung und Treibhausgasemissionen in beiden Ländern, aber auch weltweit wirksam anzugehen. "Wir werden unsere Zusammenarbeit fortsetzen und unsere Anstrengungen durch die Partnerschaft mit den G8-Staaten im Rahmen des Aktionsplans Wissenschaft und Technologie für nachhaltige Entwicklung weiter verstärken", kündigen die Partner an.

Die bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten erfolge bereits durch das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen und die Erklärung von Delhi, den G8-Aktionsplan zu Wissenschaft und Technologie für nachhaltige Entwicklung sowie den Durchführungsplan des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung. "Die Vereinigten Staaten und Deutschland begrüßen die Fortsetzung dieser Arbeit unter der G8-Präsidentschaft des Vereinigten Königreichs", heißt es in der Pressemitteilung der Bundesregierung.


Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern

Bestandteil des Aktionsprogramms ist unter anderem ein verbesserter Zugang der Entwicklungsländer zu allen Formen umweltfreundlicher, ausreichend verfügbarer und preisgünstiger moderner Energiequellen, einschließlich der Technologien für erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Zu diesem Zweck sollen große Entwicklungsländer in die multilaterale Technologiepartnerschaft einbezogen werden.


Sparsamer und effizienter Umgang mit Energie

Wirtschaftlich nutzbare Technologien, um Energieeffizienz in Industriestaaten und Entwicklungsländern voranzutreiben, sollten gefördert werden, heißt es in dem Aktionsprogramm. Die Steigerung der Energieeffizienz stelle eine der besten Möglichkeiten dar für eine kosteneffiziente Reduzierung von Umweltverschmutzung und Treibhausgasen sowie für die Verbesserung der Energieversorgungssicherheit. Innovative Zukunftstechnologien wie Brennstoffzellen und Photovoltaikanlagen böten große wirtschaftliche Perspektiven.


Modernisierung der nationalen Energiegewinnung

Eine effiziente und saubere Wärme- und Stromgewinnung aus Kohle und Erdgas soll durch die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit im Rahmen des Carbon Sequestration Leadership Forum (CSLF) sowie von FUTUREGEN und COORETEC vorangebracht werden. Diese drei Initiativen würden durch zielgerichtete Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen wesentlich dazu beitragen, eine umweltfreundliche Wärme- und Stromgewinnung aus Kohle und Erdgas nachhaltig voranzutreiben.


Innovation für zukunftsfähige Energiesysteme

Deutschland und die Vereinigten Staaten kooperieren zweiseitig und mehrseitig bei der Entwicklung von mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellen für den Einsatz im Verkehr und in der stationären Stromerzeugung. Eine enge Zusammenarbeit bei den Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Vereinigten Staaten und Deutschlands für künftige Energie- und Transportsysteme, einschließlich Brennstoffzellen und Wasserstoff, werde eine zentrale Rolle bei den Anstrengungen spielen, diese Technologien verfügbar und wettbewerbsfähig zu machen.


Internationale Zusammenarbeit im Bereich erneuerbarer Energien

"Die Regierung der Vereinigten Staaten und die deutsche Regierung haben zugesagt, finanzielle und technische Mittel bereitzustellen, um die Entwicklung erneuerbarer Energien im gesamten weltweiten Mix von Wärme- und Stromerzeugung voranzutreiben. Eine breite Palette unterschiedlicher erneuerbarer Technologien bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten für gemeinsame Projekte auf bilateraler und multilateraler Ebene. Dazu werden die deutsche und die amerikanische Regierung zusammenarbeiten, um die auf der Konferenz 'renewables 2004' gemachten Zusagen zu erfüllen", schließt die Pressemitteilung der Bundesregierung.

23.02.2005   Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Trittin nimmt an UNEP-Konferenz in Nairobi teil

Bundesumweltminister Jürgen Trittin reiste am 22.02.2005 zu einem zweitägigen Aufenthalt in die kenianische Hauptstadt Nairobi. Am 23. und 24. Februar nimmt Trittin an der 23. Sitzung des Verwaltungsrats des UN-Umweltprogramms UNEP und einem parallel stattfindenden globalen Umweltministerforum teil.  Daneben führt er politische Gespräche, unter anderem mit der Nobelpreisträgerin und Vize-Umweltministerin Kenias, Wangari Maathai, und dem Direktor des UNEP, Prof. Dr. Klaus Töpfer. Der UNEP-Verwaltungsrat wird sich in diesem Jahr vor allem mit der Frage beschäftigen, wie bei der Umsetzung der Millenniumsziele Umweltaspekte noch stärker als bisher berücksichtigt werden können. Dabei soll auch die Frage der Finanzierung eine Rolle spielen.

Weitere Themen der UNEP-Konferenz sind die Flutkatastrophe im indischen Ozean und ihre Auswirkungen auf die natürliche Umwelt. Die UNEP schätzt den Schaden an Korallenriffen, Mangrovensümpfen und Wäldern in den betroffenen Gebieten auf 522 Millionen Euro. "Beim Wiederaufbau müssen wir erheblich in das 'Umweltkapital' investieren. Es hat sich gezeigt, dass überall dort, wo Küstenökosysteme intakt waren, die Auswirkungen der Flutwelle geringer waren als in Gebieten, deren Küsten wenig nachhaltigbewirtschaftet waren", so Trittin. Wälder, Mangroven und Korallenriffe seien Puffer gegen die Welle gewesen. Ein weiteres zentrales Thema der Ministerkonferenz ist die Stärkung des von Prof. Töpfer geleiteten UN-Umweltprogramms.

Deutschland setzt sich laut Bundesumweltministerium (BMU) seit langem dafür ein, dass UNEP innerhalb der Vereinten Nationen ein größeres Gewicht bekomme, indem es zu einer UN-Umweltorganisation weiterentwickelt werde. Trittin: "Es ist nicht nachvollziehbar und in unseren Augen inakzeptabel, dass die Überlebensfragen unseres Planeten in den Vereinten Nationen nachrangig behandelt werden. UNEP muss zu einer UN-Umweltorganisation aufgewertet werden, die auf gleicher Augenhöhe wie die Welternährungsorganisation (FAO) oder die Welthandelsorganisation (WTO) agieren kann." In Berlin wird im Mai 2005 eine internationale Konferenz zu diesem Thema stattfinden.

Ausführliche Informationen über die 23. Sitzung des UNEP-Verwaltungsrat sind in englischer Sprache erhältlich unter http://www.unep.org/gc/gc23/


23.02.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solar-Fabrik AG gibt Preis für Neue Aktien bekannt

Der Bezugspreis für die neuen Aktien der Freiburger Solar-Fabrik AG beträgt 11 Euro. Das gab das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung vom 22.02.2005 bekannt.   Der Preis der angebotenen bis zu 2.700.000 neuen Aktien (ISIN DE000A0DRX11) der Gesellschaft sei anhand der im Bezugsangebot dargelegten Grundlagen auf 11 Euro je neuer Aktie festgelegt worden. Das Bezugsangebot an die bestehenden Aktionäre wurde am 11. Februar 2005 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht; die Zeichnungsfrist endet am 28. Februar 2005.

23.02.2005   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

FDP: Bilanz der Erneuerbaren übersieht zunehmende Probleme

"Die aktuelle Bilanz der erneuerbaren Energien in Deutschland verklärt den Blick auf zunehmende Probleme bezüglich der Integration in die bestehenden Energieversorgungssysteme und lässt weiterhin viele Fragen offen." Das erklärte die Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion für erneuerbare Energien, Angelika BRUNKHORST, zur Jahreskonferenz Erneuerbare Energie 2005 und zu der Veröffentlichung der neuesten Statistiken der Branche.   Die Windenergie habe im letzten Jahr die Wasserkraft erstmals bei der Stromproduktion überholt. Die weiteren Ausbaupläne seien bekannt. Die Fragen der Netzanbindung und der sicheren Integration des Windstroms in das europäische Stromnetz seien aber weiterhin nicht beantwortet, so die FDP-Sprecherin. Die FDP fordere seit langem eine verstärkte Entwicklung von hochleistungsfähigen Energiespeichern und Forschung auf dem Gebiet der Übertragungs- und Regelungstechnik.

Die Diskussion um die Verlegung von Erdkabeln habe gerade erst begonnen, so Brunkhorst. Im Solarmarkt würden die extrem langen Lieferzeiten des letzen Jahres zeigen, dass die Photovoltaik eine deutlich überhöhte Förderung erhalte. "Sie ist die mit Abstand teuerste Erneuerbare Energie", heißt es in der FDP-Pressemitteilung. Die Bundesregierung habe den "Markt" für diese Technologie regelrecht erkauft, so Brunkhorst. In der Solarbranche zeige sich deutlich, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ungeeignet sei, um zukunftsfähige Technologien effizient und zielgerichtet zu fördern. Der nächste Streit werde über die Biomasse hereinbrechen, kündigt Brunkhorst an. Von Seiten der Bundesregierung und der Interessenverbände würden parallel verschiedene Nutzungen für diese Ressource gehandelt.

"Ob Kraftstoff, Heizmaterial, zur Stromproduktion oder als Grundstoff für die chemische Industrie. Das Potential Biomasse wird gleich mehrmals gewichtet, obwohl klar sein muss, dass die Anbaufläche begrenzt ist", so Brunkhorst. Es gebe sehr sinnvolle Nutzungsoptionen für die Biomasse. Es dürfe aber keine staatliche Vorregulierung geben, was genau mit den Nachwachsenden Rohstoffen zu geschehen habe.

Weitere Informationen:
BMU-Statistik: Jede zehnte Kilowattstunde aus erneuerbaren Energien

23.02.2005   Quelle: FDP-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Vladimir Dyakonov erforscht neuartige Materialien für die Photovoltaik

Flexible Solarzelle aus Kunststoff.
Flexible Solarzelle aus Kunststoff.

Hinter dem Ausdruck "Plastic Electronics" verbirgt sich ein recht junges Forschungsgebiet. Im Mittelpunkt stehen dabei optoelektronische Bauelemente aus neuartigen organischen Halbleitern. Solche Polymere und Moleküle lassen sich auch für die Solarstromtechnik nutzen. Mit diesen Materialien befasst sich Vladimir Dyakonov, der seit 1. Dezember 2004 den Lehrstuhl für Experimentelle Physik (Energieforschung) an der Universität Würzburg innehat.
 
Organische Photovoltaik noch keine Alternative zur herkömmlichen Technologie

Erste Anwendungen von elektrisch leitenden Kunststoffen sind bekannt: Leuchtdioden, Transistoren, Batterien, Sensoren und Laser. "Damit sich aber die organische Photovoltaik zu einer ernst zu nehmenden Alternative zur herkömmlichen Photovoltaik entwickeln kann, sind noch erhebliche Anstrengungen in der Grundlagenforschung nötig", sagt der neue Professor. Darum bearbeitet er mit seinem Team grundlegende Fragen der Materialwissenschaften und der Optoelektronik. Zum einen analysieren die Physiker die Eigenschaften organischer Halbleiter, bei denen es sich um so genannte konjugierte Polymere handelt, mittels elektrischer, optischer und magnetischer Spektroskopie. Außerdem untersuchen sie mikro- und optoelektronische Bauelemente auf Kunststoffbasis. Schließlich stehen neue Materialien und Konzepte für die Photovoltaik auf dem Forschungsprogramm.


Ergänzung zur herkömmlichen Photovoltaik bei Nischenanwendungen

Eine Revolution auf dem Energiesektor sei von der organischen Photovoltaik nur dann zu erwarten, wenn die Effizienz- und Stabilitätskriterien erfüllt werden, heißt es in der Pressemitteilung der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Dyakonov betrachtet sie mittelfristig als Ergänzung zur herkömmlichen Photovoltaik bei Nischenanwendungen. Der Wirkungsgrad der organischen Solarzellen (der Bruchteil der eingestrahlten Sonnenleistung, der in elektrische Energie umgewandelt wird) liege zurzeit bei knapp fünf Prozent. "Mit unseren Kunststoffen streben wir sieben bis zehn Prozent sowie eine Stabilität über mehrere tausend Betriebsstunden an", sagt Dyakonov. Zum Vergleich: Der Wirkungsgrad herkömmlicher Photovoltaik-Module liegt derzeit bei 13 bis 15 Prozent, je nach Absorbermaterial.

Im kommenden Semester wird der neue Professor Vorlesungen und Seminare im Grund- und Fortgeschrittenenstudium der Physik anbieten. Seine Lehrveranstaltungen sind außerdem als Bestandteil der interdisziplinären Ausbildung der Diplom-Ingenieure in der Nanostrukturtechnik sowie im geplanten Studiengang "Technologie der Funktionswerkstoffe" konzipiert. Ergänzend zu seiner Arbeit an der Universität wird Dyakonov am Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern) in Würzburg eine Forschungsgruppe aufbauen. Sie soll sich der Entwicklung von neuen konjugierten Halbleitermaterialien und Mischsystemen für die Energiegewinnung widmen. "Die Entwicklung industriell produzierbarer, großflächiger Plastiksolarzellen könnte eine hochtechnologische Marktnische öffnen und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten", so der Professor. Zwischen der Universität und dem ZAE Bayern besteht seit jeher eine sehr enge Kooperation.


Wirtschaft spendete für Professur

Die Professur für Experimentelle Physik (Energieforschung), die Dyakonov in der Nachfolge von Jochen Fricke angetreten hat, ist mit der Leitung des Bayerischen Zentrums für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern) gekoppelt. Dieses Zentrum beschäftigt an den Standorten in Würzburg, Erlangen und Garching rund 130 Mitarbeiter. Um die Leitungsposition auch nach Professor Frickes Eintritt in den Ruhestand in Würzburg halten zu können, wurde die betreffende C3-Professur an der Fakultät für Physik und Astronomie zu einer C4-Professur aufgewertet. Dies gelang mit Hilfe einer Anschubfinanzierung für fünf Jahre durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Würzburg-Schweinfurt und mainfränkische Firmen: 30 Unternehmen steuerten in einer Spendenaktion insgesamt 141.874 Euro bei. Dieser Betrag wurde dann aus der IHK-Firmenspende im Universitätsbund auf die notwendigen 220.000 Euro aufgestockt.





23.02.2005   Quelle: Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Universität Würzburg.

 

NRW-Bauminister Vesper: Jetzt Anträge für REN-Förderung einreichen!

Ab sofort nimmt das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung und Bauwesen des Landes Nordrhein-Westfalen (ILS NRW) wieder Anträge entgegen für die Förderung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien und rationellen Energieverwendung (REN). Grundlage dieser Förderung ist die novellierte REN-Richlinie 2005.  "Das REN-Programm ist seit Jahren Motor für die Nutzung Erneuerbarer Energien in NRW", erklärte NRW-Bauminister Dr. Michael Vesper. "Indem wir konsequent Schwerpunkte setzen, ist es uns trotz der angespannten Haushaltslage auch in diesem Jahr gelungen, ein attraktives Förderprogramm für den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien und den Klimaschutz anzubieten", so Vesper.


Solarstrom: 800 Euro / kWp für Fassaden; 400 Euro / kWp für Dachintegration

Schwerpunkte der Landesförderung sind Solarstrom und Solarwärme für Mehrfamilienhäuser sowie die Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung in Wohngebäuden. Minister Vesper setzt vor allem auf so genannte Multiplikator- und Gemeinschaftsanlagen: Das sind Projekte an Schulen, Kindergärten, wissenschaftlichen, kirchlichen, sozialen und karitativen Einrichtungen, die bis zu 800 Euro pro Kilowatt Spitzenleistung (kWp) erhalten sollen. "Das Thema Photovoltaikanlagen lässt sich gut in den Unterricht integrieren. So können wir Kinder und Jugendliche an die praktischen Anwendungsmöglichkeiten Erneuerbarer Energien heranführen", erläutert der Minister.

Für Solarstromanlagen ab einer Größe von 2 Kilowatt peak (kWp) wird ein Zuschuss vergeben in Höhe von 400 Euro je kWp, wenn die Anlage in das Dach integriert ist. Gezielt unterstützt das Land auch Photovoltaikanlagen in innovativen Systemen zur Ertragssteigerung – so genannte nachgeführte Systeme, die mittels hydraulischer oder elektrischer Antriebe dem täglichen Sonnenverlauf folgen. Darüber hinaus sind im Förderprogramm fassadenintegrierte Anlagen enthalten, um die Photovoltaik zu einem häufiger eingesetzten, architektonisch integrierten Bauelement zu machen. "Ich wünsche mir, dass sich die Architekten mit den Möglichkeiten der Photovoltaiktechnik noch stärker vertraut machen", sagte Minister Vesper.

Die novellierte REN-Richlinie 2005 ist zusammen mit einem Merkblatt und den Antragsformularen erhältlich bei Call NRW:
Tel-Nr.: 01803/100110, E-mail: info@callnrw.de, Internet: www.callnrw.de
www.ren-breitenfoerderung.nrw.de.


23.02.2005   Quelle: Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (MSWKS)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Windjahr 2005 startet mit deutlichem Plus

Im ersten Monat des Jahres 2005 haben die Windkraftanlagen in Deutschland überdurchschnittlich hohe Stromerträgeproduziert. Das berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in einer Pressemitteilung.  Nach Angaben des IWR in Münster lag die Stromerzeugung aus Wind im Januar 2005 oberhalb der Normalwerte der letzten 10 Jahre (1995 - 2004). Der IWR-Windertragsindex weist für die Küstengebiete bis Ende Januar 2005 im Schnitt ein deutliches Plus von 8,0 und für das nordwestdeutsche Binnenland ein Plus von 5,2 Prozent gegenüber dem 10 jährigen Mittel auf. "Mit dem Orkantief 'Ulf' hat sich auch in der ersten Februarhälfte die positive Ertragstendenz fortgesetzt", sagte IWR-Leiter Dr. Norbert Allnoch.

Weitere Informationen zum Windjahr 2004 und 2005 unter http://www.iwr.de/windindex; zum Windpark-Ertragscheck unter http://www.iwr.de/wind/windparkcheck/




23.02.2005   Quelle: IWR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BMU-Statistik: Jede zehnte Kilowattstunde aus erneuerbaren Energien

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch ist im Jahr 2004 um fast ein Fünftel angewachsen, auf 9,3 Prozent gegenüber 7,9 Prozent im Vorjahr. Dieses Ergebnis präsentierten die Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik (AGEE-Stat) und das Bundesumweltministerium (BMU) auf der Jahreskonferenz Erneuerbare Energien.   Bezogen auf den gesamten Energieverbrauch sei der Anteil der Erneuerbaren von 3,1 auf 3,6 Prozent gestiegen, so das BMU in einer Pressemitteilung.


Windkraft überholt Wasserkraft

Diese Entwicklung sei erneut vor allem auf einen deutlichen Zuwachs der Windenergie zurückzuführen. Die Windkraft hat laut BMU im Jahr 2004 erstmals die Wasserkraft überholt. Sie trage mittlerweile mit 44 Prozent zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei, die Stromerzeugung aus Wasserkraft habe sich bei rund 38 Prozent stabilisiert. Auch in den anderen Bereichen seien hohe Zuwachsraten erreicht worden.


700 Megawatt Solarstrom-Leistung installiert

Eine besonders dynamische Entwicklung gab es bei den Solarstromanlagen. Mit einem Zubau von 300 Megawatt sind nun insgesamt 700 Megawatt photovoltaische Spitzenleistung installiert. Damit schaffte es Deutschland im Jahr 2004 sogar zum Solarweltmeister, vor dem Konkurrenten Japan. Der thermische Solarmarkt hielt sich laut BMU auf hohem Niveau. Die Fläche der installierten Kollektoren betrage mittlerweile mehr als sechs Millionen Quadratmeter.


50 % mehr Strom aus fester Biomasse

Auch die Stromerzeugung aus fester Biomasse und Biogas konnte einen starken Anstieg um rund 50 Prozent verzeichnen. Das gleiche gilt für den Absatz von Biokraftstoffen, der mit einem Anstieg von 650.000 auf nunmehr rund eine Million Tonnen ebenfalls um etwa 50 Prozent zunahm. Der Beitrag der erneuerbaren Energien zum Klimaschutz habe im letzten Jahr ebenfalls zugelegt, betont das BMU: Insgesamt seien durch die Nutzung erneuerbarer Energien im Jahr 2004 rund 70 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden worden.

Die aktuellen statistischen Daten und sind verfügbar im Internet auf den Themenseiten des Bundesumweltministeriums unter http://www.erneuerbare-energien.de



22.02.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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DLR: Brennstoffzellen-Hybrid-Auto besteht Testfahrt

Erste Testfahrt des HyLite Fahrzeugs auf dem Gelände des DLR.
Erste Testfahrt des HyLite Fahrzeugs auf dem Gelände des DLR.

Das erste Fahrzeug mit einer Brennstoffzelle aus der Entwicklung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart hat seine Testfahrt erfolgreich absolviert. Über drei Jahre hinweg haben die Wissenschaftler und Ingenieure des DLR-Instituts für Fahrzeugkonzepte und deren Partner aus der Automobilzulieferindustrie verschiedene Komponenten für Brennstoffzellenantriebe entwickelt und getestet. Ziel war, gewappnet zu sein für den Automarkt von morgen. Noch vor Abschluss des mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg durchgeführten HyLite-Projektes präsentiert das DLR-Institut nun das innovative Fahrzeug auf dem 6. Internationalen Stuttgarter Fahrzeugsymposium am 22. und 23. Februar 2005 dem Fachpublikum.
  Ausgestellt wird das HyLite-Automobil vom 22. bis 23. Februar 2005 auf dem Stuttgarter Fahrzeugsymposium in der Universität Stuttgart-Vaihingen.

Zusammenspiel Systemkomponenten im Mittelpunkt der Forschung

Die Weiterentwicklung von Brennstoffzellenfahrzeugen werde neben den Automobilherstellern auch von den Zulieferern nachhaltig geprägt, so das DLR in einer Pressemitteilung. Sie müssten ihre Komponenten und Module auf die Besonderheiten der neuen Technologie abstimmen. Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes HyLite stand daher nicht die Brennstoffzelle an sich, sondern das Zusammenspiel der zuzuliefernden Systemkomponenten mit dem Brennstoffzellensystem - und das in einem bestehenden Fahrzeug. Als Versuchsträger und Testobjekt diente den Forschern ein bereits erprobtes und für die Straße zugelassenes Elektrofahrzeug, dessen "Innenleben" im Verlauf der Arbeiten fast vollkommen verändert wurde.

Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme des HyLite-Versuchsfahrzeugs belegen die Hersteller laut DLR, dass sich ihre Systeme für den Brennstoffzellenantrieb eignen und vor allem, dass das Zusammenspiel der einzelnen Fahrzeugkomponenten reibungslos funktioniere. Mit diesen Erfahrungen könnten sie nun gestärkt in die Fachgespräche mit den Automobilherstellern einsteigen. Am umweltfreundlichen Brennstoffzellenantrieb arbeiten derzeit alle namhaften Automobilhersteller aus Europa, den USA und Japan mit Nachdruck.


Energie aus der Brennstoffzelle und zurückgewonnene Brems-Energie

Das Fahrzeugkonzept für das HyLite-Versuchsfahrzeug wurde von den DLR-Wissenschaftlern entwickelt und auch der Umbau des Basisfahrzeugs zum Technologieträger erfolgte im DLR. Das Fahrzeug, ursprünglich ein Elektro-Stadtfahrzeug, wurde mit zwei PEFC-Niederdruck-Brennstoffzellenstapeln des europäischen Herstellers NUVERA ausgerüstet. Zusammen erzeugen diese etwa 23 Kilowatt elektrische Energie. Das Automobil wurde als Hybrid-Fahrzeug realisiert. Dies bedeutet, dass die Brennstoffzellenstapel mit einer Batterie parallel geschaltet wurden und dass so die Brems-Energie zurückgewonnen werden kann.


Zusammenarbeit mit zahlreichen Industriepartnern

Als Energieträger für die Brennstoffzelle kommt Wasserstoff zum Einsatz. Für dessen Speicherung und Verwendung ist ein spezielles Sicherheitskonzept erforderlich. Das erarbeiteten die DLR-Wissenschaftler gemeinsam mit dem Projektpartner TÜV Süd, Filderstadt. Wesentlich für die Sicherheit seien kompakte Wasserstoffventile - eine Neuentwicklung der GSR Ventiltechnik GmbH & Co. KG, Vlotho. Für die Speicherung des Wasserstoffs, die Druckanpassung und die Dosierung hat der Gasspezialist Air Liquide aus Düsseldorf speziell angepasste Komponenten entwickelt. Für die Zufuhr des Luftsauerstoffs, der für die Erzeugung von elektrischer Energie durch "kalte Verbrennung" benötigt wird, hat das Schopfheimer Unternehmen RietschleThomas aus einem Standard-Industrieverdichter ein kompaktes energieeffizientes Aggregat entwickelt. Die Mahle Filtersysteme GmbH aus Stuttgart steuerte Filter für den Schutz der Brennstoffzellenstapel vor Verunreinigungen bei und sorgte für eine geräuscharme Luftzufuhr. Neben der Versorgung mit Wasserstoff und Luft ist der Wärmehaushalt der Brennstoffzellenstapel zu managen. Die AKG Autokühler GmbH & Co KG, Hofgeismar, entwickelte dazu eine Reihe von Wärmeübertragern, die an das jeweilige Medium, den Bauraum und die thermische Aufgabe angepasst sind.

Für die HyLite-Projektpartner haben sich bei den Arbeiten laut DLR weitere Entwicklungsfelder aufgetan, unter anderem aus dem im Fahrzeug realisierten Hybridansatz sowie bei der Wasserstoffspeicherung. Das Projekt habe außerdem gezeigt, dass mit speziell angepassten Fahrzeugkonzepten alternative Antriebe erfolgreich realisiert werden können. Das DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte forciere dabei für die Zukunft Fortschritte aus der Synergie seiner beiden Forschungsfelder Leichtbau- und Hybridbauweisen sowie Alternative Antriebe und Energiewandlung.

22.02.2005   Quelle: DLR-Institut für Fahrzeugkonzepte   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DLR.
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BIOHAUS feiert Richtfest für neue Produktionshalle

Mehr Raum für neue Module: Neue BIOHAUS-Produktionshalle in Paderborn.
Mehr Raum für neue Module: Neue BIOHAUS-Produktionshalle in Paderborn.

Am 22. Februar 2005 wird der Richtkranz auf der Erweiterung der Produktions- und Lagerhalle der Biohaus PV Handels GmbH aufgestellt. Hier werden in Zukunft "BIOSOL XXL"-Module hergestellt, das neue Produkt von Biohaus mit Dünnschicht-Technologie, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

 
Informationen über den PV- und Siliziummarkt

Hintergrundinformationen aus erster Hand und einen Ausblick auf den Photovoltaikmarkt 2005 gibt es am 23.02.2003 für Biohaus-Kunden von Emiliano Perezagua, dem Gründer und Technischen Direktor von ISOFOTON/Spanien. Perezagua spricht über die Lage auf dem Weltmarkt und berichtet über die Engpässe in der Modulproduktion. Besonders die Beschaffung von Roh- und Produktionsstoffen (Silizium, Wafer und Zellen) machen den Modul-Herstellern dieses Jahr zu schaffen. Der ISOFOTON-Gründer diskutiert die aktuelle Situation in seinem Unternehmen, berichtet über die neu entstanden Produktionskapazitäten und seine Erfahrungen bei der weltweiten Materialbeschaffung.


Nullenergie-Bürogebäude mit Solarstromfassaden

Diesen Anlass will auch Regierungspräsident Andreas Wiebe aus Detmold nutzen, um sich im neuen SolarPassivBüroGebäude der Biohaus PV Handels GmbH über das Thema Photovoltaik zu informieren. Mit ihrem Neubau hat die Biohaus PV Handels GmbH ein Zeichen in Sachen nachhaltiges Bauen gesetzt. Das Nullenergie-Bürogebäude zeigt vielfältige und innovative Lösungen zur Integration der Solartechnik. Weitere Informationen unter Neues Biohaus-Domizil: perfekte Photovoltaik-Integration im Nullenergiehaus.



22.02.2005   Quelle: Biohaus PV Handels GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Biohaus PV Handels GmbH.

 

SolarWorld AG erwirtschaftet 2004 Nettogewinn von 18,1 Millionen Euro

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) hat im Geschäftsjahr 2004 mit einem Konzerngewinn nach Steuern von 18,1 Millionen Euro ein Rekordergebnis erzielt (Vorjahr: minus 5,4 Mio. Euro). Das berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung.   Der Gewinn vor Steuern wuchs nach Angaben des Unternehmens auf 28,5 Millionen Euro (Vorjahr: minus 9,3 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte auf 32,9 Millionen Euro (Vorjahr: minus 3,1 Mio. Euro) und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 49,3 Millionen Euro (Vorjahr: 11,7 Mio. Euro).

Der Konzernumsatz des solaren Technologieunternehmens habe sich 2004 im Vergleich zum Vorjahr auf 199,9 Millionen Euro mehr als verdoppelt (Vorjahr: 98,5 Mio. Euro). Der SolarWorld-Konzern habe entlang der gesamten solaren Produktionskette bei konsequentem Kostenmanagement klar positive Ergebnisse erwirtschaftet und demonstriere damit die Renditestärke seiner Strategie der solaren Vollintegration. Positiv hätten sich auch die konzernweiten Aktivitäten zur Qualitätssicherung und zur Technologieentwicklung ausgewirkt, die den Anspruch der SolarWorld AG auf die solare Technologieführerschaft unterstreichen würden.

22.02.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Tripel-Solarzellen: Photovoltaische Winzlinge erzielen hohe Wirkungsgrade

Monolithische GaInP/GaInAs-Solarzelle; Wirkungsgrad 32,0 % (kleiner brauner Punkt in der Bildmitte)
Monolithische GaInP/GaInAs-Solarzelle; Wirkungsgrad 32,0 % (Bildmitte)

Weit über 90% der heute am Markt verfügbaren Solarzellen basieren auf dem Halbleitermaterial Silizium. Mit einer Rekordmeldung macht nun eine andere Material-Option von sich reden. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat mit einer neu entwickelten Konzentrator-Solarzelle aus III-V Halbleitern einen europäischen Wirkungsgradrekord von über 35% erzielt.  Der Winzling sei nur 0,031 Quadratzentimeter klein und bestehe aus Materialien der dritten und fünften Gruppe des Periodensystems, so das ISE in einer Pressemitteilung. Wirkungsgrade von über 30% sind nur durch ein Übereinanderstapeln von Solarzellen aus verschiedenen Halbleitermaterialien zu erzielen. "Bei unserer Rekord-Zelle handelt es sich um eine sogenannte monolithische Tripel-Solarzelle", erklärt Andreas Bett, Projektleiter am Fraunhofer ISE. "Sie besteht aus Galliumindiumphosphid, Galliumarsenid und Germanium und wird in einem einzigen Prozess hergestellt. Durch den Einsatz von drei verschiedenen Materialien steigern wir die Effizienz, da wir auf diese Weise unterschiedliche Teile des Sonnenspektrums optimal in elektrische Energie umwandeln", so Bett.


High-tech für den Weltraum; Konzentrator-Solarzelle für die Stromerzeugung auf der Erde

Dieser Zelltyp und sein hoher Wirkungsgrad sei speziell für den Weltraum von entscheidender Bedeutung. RWE Space Solar Power in Heilbronn fertige bereits Tripelzellen mit größeren Flächen nach einem am Fraunhofer ISE entwickelten Prozess. Für die Stromerzeugung auf der Erde, werde die Tripelzelle als Konzentrator-Solarzelle eingesetzt. Dabei wird das Sonnenlicht mittels Fresnel-Linsen auf sehr kleine runde Zellen mit einer Fläche von nur 0,031 cm² gebündelt. Die hocheffizienten Halbleiterverbindungen können so auch für die terrestrische Anwendung kostengünstig genutzt werden. So sei die am Fraunhofer ISE entwickelte Zelle für eine 500-fache Sonnenlichtkonzentration ausgelegt worden. Dadurch stelle der Winzling ein wahres Kraftpaket dar.

"Wir setzen die winzigen Zellen, die nur die Größe von Leuchtdioden haben und aus ähnlichen Materialien hergestellt werden, in so genannten FLATCONTM Konzentratormodulen ein. Mit dieser Technologie kann man photovoltaische Systemwirkungsgrade deutlich über 25% erzielen", erklärt Gerhard Willeke, Abteilungsleiter Solarzellen. Erste Demonstratoren mit FLATCONTM Konzentratormodulen und den neuen Zellen werden zur Zeit im Rahmen eines vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten Forschungsprojekts am Fraunhofer ISE aufgebaut und getestet. Schon in Kürze sollen die FLATCONTM-Module dem Markt zur Verfügung stehen.

21.02.2005   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE

 

EUROSOLAR-Konferenz: Energie nachwachsen lassen

Eine der großen energetischen Herausforderungen der Gegenwart ist die Erschließung neuer Energiequellen. Noch größtenteils energetisch ungenutzt, wachsen auf unseren Feldern Pflanzen, die auch zur Produktion von Energie eingesetzt werden können. Mit diesem Thema beschäftigten sich über 200 Experten und Interessierte auf der siebten EUROSOLAR-Konferenz "Der Land- und Forstwirt als Energie- und Rohstoffwirt", die im Kunstmuseum Bonn veranstaltet wurde in Zusammenarbeit mit der Energieagentur NRW und der Landesforstverwaltung NRW.  "Die Devise lautet 'Weg vom Erdöl!' Dabei können die Landwirte eine entscheidende Rolle spielen. Wer auf die Zukunft setzt, der setzt auf die Nutzung von Biomasse, Biogas, kurz auch auf den Anbau von Energiepflanzen, das schafft regionale Arbeitsplätze und Wertschöpfungsketten", so Dr. Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR.


Vielfältiges Repertoire der Energiepflanzen

Biokraftstoffe aus und für die Landwirtschaft präsentierte der Deutsche Bauernverband, Claus Burkhardt von Südzucker stellte eine Bioethanolanlage vor, die ihren Kraftstoff aus Getreide holt. Auf der Tagung wurde der Synthesekraftstoff Bio-Methan als Erdgasersatz beleuchtet und das oberbergische Dorf Gummersbach-Lieberhausen vorgestellt, dass nur auf Energieholz setzt. Präsentiert wurden auch funktionierende Beispiele aus der Praxis, von der Holzpelletproduktion über die Biogasanlage bis zu leistungsfähigen Holzheizanlagen. "Alles neue Geschäftsfelder für unsere Land- und Forstwirte," sagte Dr. Hermann Scheer.


Politische Unterstützung aus dem NRW-Umweltministerium

NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn und Staatssekretär Thomas Griese, wollen das Ziel, bis 2020 rund 25 Prozent der Strom- und Wärmeversorgung sowie des Kraftstoffverbrauchs durch nachwachsende Energieträger zu decken, energisch unterstützen, berichtet EUROSOLAR in einer Pressemitteilung. Um der Forderung der EU nach einem verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien und nachwachsenden Rohstoffen nachzukommen, fördert Ministerin Bärbel Höhn unter anderem Holzpelletanlagen, den Einsatz von Pflanzenöl und Bioethanol in kommunalen Fuhrparks, Biogasanlagen und Solaranlagen auf Scheunendächern. "Wir müssen unsere Abhängigkeit vom Erdöl schnell vermindern, um das Klima zu schützen, das Ökosystem Erde nicht zu ruinieren und nachkommenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu übergeben. Auf diesem Weg werden wir gleichzeitig in den nächsten Jahren zehntausende Arbeitsplätze schaffen", so Höhn.

Staatssekretär Dr. Griese betonte, dass erneuerbare Energien gerade in der heutigen Zeit, wo der Kampf um Arbeitsplätze und neue Einkommensmöglichkeiten fast aussichtslos erscheine, ein ganz anderes Bild böten. In keinem anderen Produktionssektor werde es für Land- und Forstwirte mehr Wachstum, mehr Investitionen und mehr Einkommenschancen geben als in der Energieproduktion."Dazu ist allerdings auch die Mobilisierung der landwirtschaftlichen Potenziale erforderlich", erklärte Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW. Die Energieagentur NRW unterstützt diese Entwicklungen seit Jahren durch die Beratung von landwirtschaftlichen Betrieben durch eine kostenfreie Vor-Ort-Beratung.


Biomassenutzung kann 175.000 Stellen bis 2020 schaffen

Gerade bei der Nutzung von Holz als Energieträger zeigten sich noch große Potenziale, referierte Ralf Langer von der Landesforstverwaltung NRW. "Neben den energiepolitischen und den umweltpolitischen Aspekten des Wandels vom Landwirt zum Energiewirt gibt es natürlich auch noch wichtige wirtschaftliche, arbeitsmarktpolitische Gründe, die für Energiegewinnung aus Holz und anderer Biomasse sprechen", so Langer. Schätzungen gingen von einem Potenzial von rund 175.000 Stellen bis 2020 aus, vor allem im Bereich der Landwirtschaft - vorausgesetzt, NRW schaffe es, die Wertschöpfungskette im Land zu
behalten.

21.02.2005   Quelle: EUROSOLAR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Trotz Kyoto und Emissionshandel: Wissenschaftler erwarten drastische Folgen des Klimawandels

Das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit veranstaltete am 16. Februar 2005, dem Tag, an dem das Kyoto-Protokoll in Kraft trat, die Fachtagung "Klimawandel und Wetterextreme - Die Folgen für Deutschland". So deutliche Worte hätten die Klimaforscher in der Vergangenheit nicht immer gefunden betont das GSF: in Deutschland müsse in Zukunft immer häufiger mit extremeren Winterstürmen und Unwettern, Überschwemmungen und Sturzfluten, Hitzewellen und Dürren gerechnet werden.  Dazu trügen zunehmend auch Veränderungen der atmosphärischen Extremwerte als Folge der globalen Erwärmung bei. Der Klimawandel werde allein in Deutschland Schäden in Milliardenhöhe verursachen, heißt es in einer Pressemitteilung des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit. Ziel der mit rund 100 Teilnehmern ausgebuchten Veranstaltung sei gewesen, den neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den wirtschaftlichen, gesundheitlichen und umweltrelevanten Folgen des Klimawandels für Deutschland konkret zusammenzufassen.


Abrupter Klimawandel im 21. Jahrhundert nicht auszuschließen

Basierend auf regionalen Klimamodellen, die über globale Modelle abgesichert seien, könnten die Wissenschaftler nun bereits einige konkrete Vorhersagen für das zukünftige Klima in Deutschland und Europa machen: Die Landflächen der nördlichen Erdhälfte würden sich mit zunehmender geographischer Breite stärker erwärmen. Die Jahresniederschlagsmenge hoher nördlicher Breiten wird zumeist zunehmen, die Niederschläge in höheren mittleren Breiten im Winterhalbjahr ebenfalls. Die Regenmengen würden auch pro Ereignis zunehmen, es seien neue Extreme möglich. "Auch ein abrupter Klimawandel kann für das 21. Jahrhundert nicht ausgeschlossen werden" warnte Hartmut Graßl, Direktor am Max Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, auf der Veranstaltung in München und forderte eindringlich Maßnahmen zur Anpassung auch in Deutschland. So seien Siele, Rückhaltebecken, Regenrinnen und Deiche vor allem an kleineren Flüssen zu vergrößern sowie der Blitzschutz zu verbessern. Auch die Sicherung der Stromversorgung bei sommerlichen Hitzewellen bisher unbekannten Ausmaßes müsse gewährleistet bleiben.


Schäden in Milliardenhöhe allein für Deutschland prognostiziert

"Der Klimawandel wird Schäden in Milliardenhöhe allein in Deutschland verursachen, wenn die internationalen Staaten sich auf keine einheitliche Linie zur Treibhausgasreduktion einigen können" so Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Weltweit sei innerhalb der nächsten 50 Jahre mit Schäden in Höhe mehrerer Billiarden Euro zu rechnen, so die eben neu an die Humboldt Universität Berlin berufene Professorin. Das Kyoto-Protokoll sei jedoch ein wichtiger, wenn auch erster Schritt zur Treibhausgasminderung. Die Kosten der Emissionsminderung seien weitaus geringer als die erwarteten Schäden durch den Klimawandel.


Mengenvorgaben des Emissionshandels für Deutschland zu hoch angesetzt

Bei der Umsetzung des Emissionshandels habe Deutschland eine wichtige Pionierrolle gespielt, so das GSF. "Allerdings wird dieser zunächst sein volles Potenzial noch nicht entfalten können", schränkte Carlo Jäger vom Potsdam-Institut für Klimafolgenschätzung die Erwartungen ein. "So liegen die jetzigen Mengenvorgaben für Deutschland sogar über den Emissionsmengen, die ohne Zertifikate zu erwarten wären - das kann nicht der Sinn der Sache sein", so der Leiter des Europäischen Klimaforums. Auch schwäche die gewählte Art der Zertifikatsvergabe den Wettbewerb, anstatt ihn zu stärken. Im Rahmen der bestehenden Infrastruktur im Kraftwerks-, aber auch im Gebäude- und Verkehrsbereich seien nur bescheidene Emissionsreduktionen realisierbar. In den nächsten Jahren werde deshalb das Instrument Emissionshandel zunächst erprobt werden müssen, ohne dass weit reichende Erfolge erreicht werden können. "Zugleich muss eine Erneuerung der bestehenden Infrastruktur vorbereitet werden, bei der deutlich weniger Energie verbraucht wird und zugleich in großem Umfang erneuerbare Energie aus dem Mittelmeerraum importiert wird" forderte Jäger.

21.02.2005   Quelle: GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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5 MW-Solarstromkraftwerk "SONNENFLECK" fast fertiggestellt

5-MW Solarstromleistung auf einem Dach
5-MW Solarstromleistung auf einem Dach

Auf der Baustelle der weltgrößten PV-Anlage auf einem Dach hat der Endspurt begonnen. Das berichtet die Tauber-Solar Management GmbH, in einer Pressemitteilung. Auf dem Dach eines großen Logistikunternehmens im hessischen Bürstadt, in direkter Nachbarschaft zum Atommeiler Biblis, fehlen nur noch wenige von den insgesamt 30.000 Solarmodulen.  Derzeit werden die letzten vier von 15 Shed-Dächern belegt. In Kürze soll der Sonnenfleck mit einer Nennleistung von 5 Megawatt-Peak fertig werden. Auf insgesamt 50.000 Quadratmetern sind dann rund 30.000 Solarmodule installiert, die pro Jahr mindestens 4.500.000 Kilowattstunden Strom produzieren sollen. Die Investitionskosten betragen laut Tauber-Solar Management GmbH rund 23 Millionen Euro.

20.02.2005   Quelle: Tauber-Solar Management GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Tauber Solar; Dipl. Ing. Bernd Dussel, activ solar Energietechnik GmbH

 

Jugendwettbewerb: mit "unendlicher Energie" für den Klimaschutz

Das Bundesumweltministerium startete am 15.02.2005 die zweite Runde des Wettbewerbs "Jugend mit unendlicher Energie – schützt das Klima". Schülerinnen und Schüler sollen gemeinsam mit Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien Projekte zu Sonne, Wasser, Wind, Biomasse oder Geothermie entwickeln.  "Die Jugendlichen lernen durch den Wettbewerb die große Bedeutung der erneuerbaren Energien für den Klimaschutz kennen. Zugleich erhalten sie Einblick in einen wachsenden Arbeitsmarkt", so Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretaerin im Umweltministerium. In kaum einer anderen Branche seien in letzter Zeit so viele Arbeitsplätze entstanden. Heute würden bereits 120.000 Beschäftigte in diesem Bereich arbeiten.

In diesem Jahr startete der Wettbewerb am Tag vor dem Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls. Bei der Auftaktveranstaltung im Umweltforum Berlin gab es für die über hundert eingeladenen Schüler neben zahlreichen Informationen rund um den Klimawandel und die erneuerbaren Energien auch einen Live-Auftritt der Sängerin Rokkha. Sie präsentierte den offiziellen Song zur Aktion "Wir sind jung". Zum Abschluss der Veranstaltung ließen die Jugendlichen 140 blaue Ballons in den Himmel über Berlin steigen - mit den Flaggen jener Länder, die dem Kyoto-Protokoll beigetreten sind.

Über den Wettbewerb können Interessierte sich auch im Internet informieren unter http://www.unendliche-energie.de. Dort stehen rund 350 Unternehmen und Einrichtungen als Ansprechpartner für gemeinsame Initiativen zur Verfügung. In der ersten Runde des Wettbewerbs 2004 hatten sich bundesweit über 4000 Schülerinnen und Schüler mit rund 600 Projekten beteiligt. Die besten Projekte des diesjährigen Wettbewerbs werden im Oktober 2005 vorgestellt und mit einem Pokal und Sachpreisen prämiert.

"Jugend mit unendlicher Energie – schützt das Klima" wird unterstützt vom Bundesverband Erneuerbare Energie e. V. (BEE). Die Organisation übernimmt der Zeitbild Verlag.

20.02.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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WM-Ort Oberstdorf: Skispass mit Sonnenenergie und Wasserkraft

Oberstdorf kann den privaten Strombedarf komplett mit heimischen Wasserkraftwerken decken
Oberstdorf kann den privaten Strombedarf komplett mit heimischen Wasserkraftwerken decken

Oberstdorf im Allgäu ist bis zum 27. Februar 2005 Austragungsort der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft. Rund 300.000 Besucher werden erwartet. Eine große Herausforderung für einen 10.000-Seelen-Ort wie Oberstdorf, so die Energieversorgung Oberstdorf (EVO)in einer Pressemitteilung. "Woher beschafft sich Deutschlands südlichste Gemeinde zum Beispiel ihre Energie? Zum großen Teil aus heimischen, sonnigen Quellen", so die EVO.  Fast die Hälfte des Stroms in dem Ski-Paradies werde mit Sonnenenergie erzeugt.

Schon bei der Ankunft am Bahnhof Oberstdorf sehen Gäste beachtliche Flächen mit Solarzellen auf einem Dach neben den Bushaltestellen. Oberstdorf rühmt sich, die erste Kommune Bayerns mit einer derart umfassenden Sonnenstromanlage in Gemeindebesitz zu sein. Weiter gehe es mit der Wasserkraft, so die EVO: Wer zu den Schanzen der Ski-WM will, komme an dieser fließenden Energie kaum vorbei. Direkt unterhalb einer Brücke staue ein Wehr den Bergfluss Trettach für ein Wasserkraftwerk direkt in der Firmenzentrale der gemeindeeigenen Energieversorgung Oberstdorf. Die EVO weist Ski-Fans zusammen mit der Turbinenfirma VA TECH Escher Wyss (Ravensburg) auf diese sonnige Energiequelle hin. Schließlich wirke Wasserkraft nur, nachdem die Sonne Wassertropfen in Wolken "gezogen" hat. Immer und immer wieder, erneuerbar, klimafreundlich und preiswert. Damit werbe die besonders hoch gelegene Gemeinde für die Wasserkraft als "Energie vom Himmel."


Privater Stromverbrauch vollständig aus erneuerbaren Energienquellen gedeckt

Regenerative Energien begegnen den Gästen in Oberstdorf häufig. Wer zum Beispiel am Fellhorn auf die eigenen "Bretteln" steigen will, genießt dort auch bei Schneemangel die Flocken der Beschneiungsanlagen. Das sei in Oberstdorf deshalb besonders günstig, weil das dafür notwendige Nass im nahen Ober-Staubecken des Wasserkraftwerks Warmatsgund reichlich bereit stehe. An anderen Orten müssten für solche Behälter Millionen ausgegeben werden. Die Wasserkraftanlage Oberstdorf-Warmatsgund - fertiggestellt 1992 -deckt mit 14 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr fast komplett den privaten elektrischen Bedarf der örtlichen Bevölkerung. Da seither andere Wassertriebwerke hinzugekommen seien, könne Oberstdorf mittlerweile beweisen, dass der private Stromverbrauch vollständig aus erneuerbaren Energienquellen gedeckt wird. Die Landesgewerbeanstalt Bayern belohnte das mit dem Siegel "Öko-Strom regenerativ". Dank des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bringe diese Elektrizität der örtlichen Energieversorgung rund 1 Millionen Euro Mehreinnahmen pro Jahr. Zu Gunsten der Kundschaft, die mit die günstigsten Strompreise in der Umgebung genießen dürfe.

20.02.2005   Quelle: EVO   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EVO

 

Unternehmensjubiläum: 12 Jahre SOLARWATT

Am 17. Februar jährte sich der Gründungstag der SOLARWATT Solar-Systeme GmbH mit Sitz in Dresden zum 12. Mal. Die Unternehmensgründer, Lothar Schlegel und Dr. Frank Schneider, kamen aus der Dresdner Mikroelektronik. Dort stellten sie Schaltkreise auf Siliziumbasis her. Das Unternehmenskonzept hatte zum Ziel, Solarmodule aus Silizium zu produzieren.  Das erste Solarmodul von SOLARWATT wurde für das Streckentelefon der Deutschen Bahn gefertigt. 1998 entwickelte die SOLARWATT Solar-Systeme GmbH ihr erstes Standardmodul, das Doppelglasmodul M120-72GEG LK.


280 Mitarbeiter produzieren 21 MWp

SOLARWATT habe von Anfang an auf selbst entwickelte Maschinen und Ausrüstungen, gesetzt, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die frühen Produkte des Ausrüstungsbaus seien noch im firmeneigenen Museum zu sehen. Heute würden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an modernen Ausrüstungen "made by SOLARWATT" arbeiten. Sogar Kunden im fernen Japan setzten auf die erprobte Qualität der SOLARWATT-Lötautomaten. Mit Hilfe ihrer Vertragspartner, Händler und Fachinstallateure habe SOLARWATT die Spitzengruppe der deutschen Modulhersteller erreichet. 2004 hat das Unternehmen nach eigenen Angaben Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 21 Megawatt peak (21 MWp) produziert und geliefert. Dies entspreche einer Fläche von 200.000 Quadratmetern und sichere die Stromversorgung von 21.000 Menschen. Für 2005 habe das Unternehmen die Weichen für eine Verdopplung der Produktion gestellt. Aus den zwei Mitarbeitern des Gründungsjahres seien inzwischen 280 Beschäftigte einschließlich acht Auszubildender geworden. Die Produktion laufe in drei Schichten.

19.02.2005   Quelle: SOLARWATT Solar-Systeme GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SMA Technologie AG: Mitarbeiter sind Teilhaber

Die SMA Technologie AG, führender Hersteller von Solarwechselrichtern, schließt die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft mit einer positiven Nachfrage nach Belegschaftsaktien ab. Rund die Hälfte aller Bezugsberechtigten, hätten das Angebot genutzt und vor dem Jahreswechsel die SMA-Aktie gezeichnet, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Bereits im September 2004 erfolgte die Rechtsformumwandlung der 1981 gegründeten SMA Regelsysteme GmbH in eine Aktiengesellschaft. Das Unternehmen, das sich vom Solar-Pionier der ersten Stunde zu einem der größten Hersteller und Technologieführer der Branche für systemtechnische Komponenten für Solaranlagen entwickelt hat, beschäftigt heute über 900 Mitarbeiter. Ziel der AG-Wandlung ist es, dem hohen Engagement der Mitarbeiter Rechnung zu tragen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, über den Bezug von Belegschaftsaktien über die jährliche Gewinnbeteiligung hinaus, am wirtschaftlichen Erfolg teilzuhaben.

Insgesamt 254 Mitarbeiter und somit rund 50 % aller Bezugsberechtigten zeichneten SMA-Aktien. Das zur Verfügung stehende Aktienkontingent sei stark überzeichnet worden, so dass nicht alle Kaufwünsche erfüllt werden konnten, berichtet die SMA Technologie AG. Insgesamt seien 500.000 Euro im Unternehmen angelegt worden. Auch für die Zukunft sei vorgesehen, dass Mitarbeiter jedes Jahr etwa im gleichen Umfang SMA-Aktien zeichnen können. "Die Resonanz war überwältigend und hat alle unsere Erwartungen übertroffen. Für uns zeigt die rege Nachfrage, wie viel Vertrauen in die Entwicklung des Unternehmens bei unseren Mitarbeitern vorhanden ist", kommentiert Reiner Wettlaufer, Finanzvorstand der SMA Technologie AG die Kapitalbeteiligung.

Die gesamte Organisation der AG sei auf eine kooperative Unternehmensführung festgelegt und seit Bestehen des Unternehmens eine der wichtigsten Säulen des Erfolgs. Das drücke sich - neben der finanziellen Beteiligung der Mitarbeiter - nicht nur durch flache Hierarchien und der offenen Kommunikation aus, sondern z. B. auch im umfangreichen Schulungs- und Freizeitangebot. "Unsere Strukturen und Arbeitsbedingungen sind geprägt durch Freiräume für Kreativität und Eigenverantwortung. Nur so kann man mit technologisch herausragenden und innovativen Produkten erfolgreich sein“, erläutert Wettlaufer die SMA-Firmenphilosophie.

19.02.2005   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Informationsangebot der Internetplattform www.baufoerderer.de erweitert

Die KfW Förderbank und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) erweitern ihr Informationsangebot für private Bauherren und Immobilienkäufer um den Bereich "Bauen mit Weitblick".  Das berichtet die KfW in einer Pressemitteilung. Der neue Bereich bietet umfangreiche Informationen zu den Themen "Energieeinsparung", "Gesundheits- und Umweltschutz" sowie "Flexibles Bauen". Der Nutzer findet Hinweise und Tipps, um diese Themen für die zukunftsgerechte Planung eines Neubaus, Umbaus oder einer Modernisierung besser berücksichtigen zu können. Fragestellungen und mögliche Lösungen werden in verbraucherorientierten Texten ausführlich dargestellt und durch zahlreiche Animationen veranschaulicht.

Dass es sich dabei um ein gefragtes Themenfeld handle, habe auch eine kürzlich durchgeführte Nutzerbefragung gezeigt. Ob interaktiver Rechner zu Eigenheimzulage, zu Förderkrediten der Bundesländer und der KfW Förderbank oder Wissenswertes zu Baufinanzierung, Bautechnik, Baurecht - www.baufoerderer.de stoße auf große Nachfrage. Seit März 2002 haben laut KfW mehr als eine Million Nutzer die Seiten des Bauförderers rund 10 Millionen Mal besucht.

Die Webseite ist ein Kooperationsprojekt der KfW Förderbank und des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Diese Zusammenarbeit gewährleiste, dass sich Verbraucher unabhängig und frei von kommerziellen Interessen informieren können. Eine weitergehende Beratung bieten die nächstgelegene Verbraucherzentrale, die KfW-Beratungszentren oder das KfW-Infocenter (Tel.: 01801 335577).

19.02.2005   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Conergy AG: Solarunternehmen will an die Börse

Die Hamburger Conergy AG plant noch im März 2005 den Gang an die Börse. Das Unternehmen habe seit seiner Gründung 1998 ein kontinuierlich starkes Wachstum mit solidem Gewinnzuwachs erzielt, so die Conergy AG in einer Pressemitteilung. "Wir sehen fundierte Ertrags- und Wachstumsperspektiven, die wir mit den Erlösen aus dem Börsengang nutzen wollen", sagte Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender der Conergy AG.  Der Conergy-Konzern ist ein führender, vertikal integrierter Anbieter von Systemen zur Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien, vor allem im Bereich der Photovoltaik (Stromerzeugung durch Solarenergie). Mit der Conergy AG, der AET-Gruppe, der SunTechnics-Gruppe und der voltwerk-Gruppe integriert der Conergy-Konzern verschiedene Wertschöpfungsstufen mit jeweils eigenem Vertriebskanal.


Spitzenleistung von 74 Megawatt realisiert

Die Conergy-Gruppe steigerte 2004 nach eigenen Angaben ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um über 130 Prozent auf rund 285 Millionen Euro und weist für das vergangene Jahr ein Betriebsergebnis vor Zins und Steuer (EBIT) von 19 Millionen Euro aus (Vorjahr: Euro 1 Million). Der Konzernjahresüberschuss sei auf rund 11 Millionen Euro substantiell verbessert worden (Vorjahr: Euro 0,4 Millionen). Im vergangenen Jahr habe die Conergy AG über ihre Vertriebskanäle solare Systeme und Komponenten mit einer Gesamt-Spitzenleistung von 74 Megawatt realisiert, was etwa 20 Prozent der gesamten in Europa neu installierten Leistung entspreche. Der Photovoltaik-Weltmarkt sei geprägt durch einen enormen Nachfrageüberhang. Trotz einer sich daraus ergebenden deutlichen Modulknappheit habe der Konzern sich für das Jahr 2005 bereits eine Kapazität von ungefähr 140 MW vertraglich sichern können.


Einstieg in neue Produktbereiche: solare Kühlsysteme und solarthermische Großanlagen

"Wir sind für einen Börsengang bestens vorbereitet", so Hans-Martin Rüter. "Wir bauen jetzt unsere führende Marktposition konsequent aus und expandieren in weitere lukrative internationale Märkte. Parallel dazu investieren wir in solare Kühlsysteme und solarthermische Großanlagen. Mit den Erlösen aus dem geplanten Börsengang wollen wir den Eintritt in diese Produktbereiche sowie die internationale Expansion beschleunigen und unsere Einkaufskonditionen weiter verbessern. Wir bieten Aktionären die Beteiligung an einem professionellen Unternehmen, das mit großer Leidenschaft den globalen Zukunftsmarkt Solarenergie mitgestaltet", sagte Rüter.

Neben der geplanten Kapitalerhöhung ist auch eine Verringerung des Aktienanteils der bisherigen Aktionäre vorgesehen. Das Management der Gesellschaft werde sich jedoch nur zu einem geringen Teil an dem Verkauf beteiligen. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende Hans-Martin Rüter werde nach dem Börsengang voraussichtlich größter Aktionär der Gesellschaft sein. Das Emissionskonsortium für den geplanten Börsengang wird geführt von der Deutschen Bank als Globaler Koordinator sowie der Commerzbank und der Deutschen Bank gemeinsam als "Joint Lead Manager" und "Joint Bookrunner". Weitere Einzelheiten zum geplanten Börsengang will das Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.

18.02.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Bundesweite Imagekampagne "SolarLokal" für Solarstrom gestartet

Um den Anteil des Solarstroms an der Energieerzeugung weiter auszubauen, starten die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) und die SolarWorld AG die bundesweite Imagekampagne "SolarLokal - Strom aus Sonne". Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V., ein Zusammenschluss von rund 500 Solarunternehmen, steht SolarLokal mit Rat und Tat zur Seite.  Das berichtet die DUH in einer Pressemitteilung.


Zielgruppe: Kreise, Städte und Gemeinden

Das Besondere an SolarLokal sei, dass ein bundesweit einheitliches Auftreten mit individuellen Gestaltungsmöglichkeiten vor Ort
kombiniert werde, nach dem Motto "bundesweit gleich, individuell vor Ort". Das Logo der Kampagne ist ein Ortsschild und deutet auf die Zielgruppe hin: Kreise, Städte und Gemeinden. Diese können SolarLokal als attraktive Plattform für ihre Öffentlichkeitsarbeit zu Solarstrom nutzen. Bürgerinnen und Bürger sollen über die Vorteile von Solarstrom informiert werden, örtliche Handwerker die Anlagen installieren. Das bedeute einen Gewinn für die regionale Wirtschaft, die Umwelt, die Kreise und die Kommunen.

Dass dieses Konzept ankommt, habe die Kampagne in ihrer Pilotphase gezeigt. Mitte 2003 sei der Startschuss gefallen. Innerhalb eines Jahres hätten sich 14 Kreise mit mehr als 70 Städten und Gemeinden SolarLokal angeschlossen. Dieser Erfolg war für die Initiatoren der Beweis, dass sie mit SolarLokal auf dem richtigen Weg sind und die Photovoltaik eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung hat.


Kontinuierliche Imagewerbung für die Photovoltaik

"Auch wenn die Bevölkerung der Solarenergie sehr positiv gegenüber steht, brauchen wir eine kontinuierliche Imagewerbung für diese umweltverträgliche Energieform. Denn der Anteil der Solarenergie an der deutschen Stromproduktion beträgt weniger als ein halbes Prozent", so Jörg Dürr-Pucher, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. Nach einer Prognose des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung könne Solarstrom jedoch im Jahre 2050 einen Anteil von 24 Prozent an der weltweiten Energieerzeugung haben. Dies zeige, dass Solarstrom entscheidend zu einer umweltverträglichen Energiezukunft beitragen könne. Bundesweit sind alle Kreise, Städte und Gemeinden eingeladen, bei SolarLokal mitzumachen. Zur Auswahl stehen das kostenfreie Standardpaket mit Infotelefon, einer Homepage mit aktuellen Informationen zu Solarstrom sowie einem regelmäßigen Info- und Presseservice. Kommunen, die mehr tun wollen, können sich für das preisgünstige Premiumpaket mit attraktiven Zusatzleistungen entscheiden, zum Beispiel lokal gestaltete Flyer und Plakate.


Kommunales Engagement für die Energiewende

"SolarLokal ist in der Pilotphase sehr erfolgreich angelaufen und wir sind zuversichtlich, dass sich viele weitere Kreise und Kommunen in Deutschland der Kampagne anschließen werden. Denn das örtliche, kommunale Engagement ist ganz entscheidend für das Gelingen der Energiewende", sagte Christiane Becker von der SolarWorld AG.

Weitere Informationen zu SolarLokal und den Teilnahmemöglichkeiten im Internet unter http://www.solarlokal.de oder über das SolarLokal-Infotelefon unter 01803 2000 3000.

18.02.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Regierungspräsidium Leipzig ebnet Weg für 5-MW-Solarpark in Sachsen

Die OSTWIND-Gruppe erweitert ihr Energie-Spektrum und wird im sächsischen Bockelwitz ihren ersten Solarpark verwirklichen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Eine wichtige Voraussetzung dafür sei der jetzt vom Regierungspräsidium Leipzig genehmigte Bebauungsplan.  "Damit sind die baurechtlichen Voraussetzungen gegeben, um eine Photovoltaikanlage mit 5 MW Leistung zu installieren", begrüßten Gisela Wendling-Lenz und Ulrich Lenz die Entscheidung für die OSTWIND-Unternehmensleitung. Derzeit verhandeln sie mit weiteren Investorengruppen, um das 22-Millionen-Euro-Projekt möglichst rasch zu realisieren.

Der neue Solarpark Polditz geht zurück auf eine Energie-Initiative der Gemeinde Bockelwitz im Landkreis Döbeln. Denn für deren Bürgermeister Michael Heckel ist das Projekt ein wichtiger Trittstein auf dem Weg in eine regenerative Energieversorgung der 3000-Einwohner-Gemeinde. Auch die OSTWIND-Gruppe, die in Bockelwitz ihre technische und kaufmännische Betriebsgesellschaft mit 19 Mitarbeiter/innen angesiedelt hat, unterstützt das Energie-Engagement des Bürgermeisters, das mit der Nutzung der Windkraft begann und Schritt für Schritt neue Energie- und Wirtschaftspotenziale für die Gemeinde erschließen soll.

Gisela Wendling-Lenz und Ulrich Lenz sehen am 17 Hektar umfassenden Standort Polditz im Herzen Sachsens alle Voraussetzungen für eine gute "Sonnenernte" gegeben. Rund 1.800 Haushalte, so habe das Regierungspräsidium bestätigt, können von hier aus mit klimafreundlichem Strom versorgt werden. "Auch für den Solarpark gilt, dass Planung und Realisierung von Beginn an in enger Abstimmung mit den Beteiligten vor Ort erfolgen. Wir wollen, dass sich die Menschen mit dem neuen Projekt als eine Energiequelle ihrer Region identifizieren können", so die Unternehmensleitung.

18.02.2005   Quelle: OSTWIND-Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SolarWorld AG beschließt Kapitalerhöhung um bis zu 10 Prozent

Der Vorstand der SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) hat mit der Zustimmung des Aufsichtsrates eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital der Gesellschaft um 575.000 Stückaktien unter Ausschluss des Bezugsrechtes beschlossen. Das berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung.  Die neuen Wertpapiere seien auf Grundlage des durchschnittlichen Börsenkurses der letzten 12 Handelstage gemäß Vorstandsbeschluss von 16.02.2005 und Zustimmung des Aufsichtsrates zu einem Preis von 75,00 Euro je Aktie vollständig an institutionelle Investoren platziert worden. Grundlage der Kapitalerhöhung gegen Bareinlage ist laut SolarWorld AG § 4 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft, wonach der Vorstand unter Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt ist, das Grundkapital unter Ausschluss des Bezugsrechtes um bis zu 10 Prozent zu erhöhen.

Aus der Platzierung der neuen Aktien sollen der Gesellschaft liquide Mittel in Höhe von 43 Millionen Euro zufließen, welche die SolarWorld AG zur finanziellen Flankierung ihrer Wachstumsstrategie entlang der gesamten solaren Wertschöpfungskette verwenden will. Das zusätzliche Kapital soll besonders der Stärkung des Geschäftsbereichs des solaren Siliziums dienen, dem Rohstoff der Solarindustrie. Durch die Ausgabe der neuen Aktien erhöhe sich das Grundkapital der SolarWorld AG auf 6,35 Millionen Aktien.

18.02.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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EU-Kommission begrüßt Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls

Gemeinsam mit 140 Ländern feiere die Europäische Kommission am 16.02.2005 das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls. Damit erhalte die internationale Gemeinschaft ihr bisher wirksamstes Instrument im Kampf gegen die Klimaänderung, heißt es in einer Pressemitteilung der Kommission. Industrieländer, die das Protokoll ratifiziert haben, müssen Ihre Ziele für die Begrenzung oder Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen bis 2012 erfüllen. 

Verpflichtung der Mitgliedstaaten bereits im EU-Recht verankert

Die EU hat diese Verpflichtung für ihre Mitgliedstaaten bereits im EU-Recht verankert. Seit seiner Vereinbarung 1997 wurde das Kyoto-Protokoll von 140 Ländern und der Europäischen Gemeinschaft ratifiziert, diese repräsentieren zusammen 80% der Weltbevölkerung. Das Inkrafttreten des Protokolls erfolgte nun 90 Tage nach Hinterlegung der Ratifizierungsurkunde Russlands bei den Vereinten Nationen am 18. November 2004. Das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls bedeutet die Verbindlichkeit der Ziele für die Emissionsverringerung und den Einstieg in einen globalen Kohlenstoffmarkt mit Verbindungen zum EU-Emissionshandelssystem. Hiervon werden Anreize für Investitionen in emissionsmindernde Projekte in der ganzen Welt erwartet, die Industrieländer zur Erreichung ihrer Ziele nutzen können. Diese Instrumente eröffnen kostenwirksame Wege mit Hilfe der im Protokoll vorgesehenen flexiblen Mechanismen.


Kommissionspräsident Barroso: unseren Planeten für künftige Generationen bewahren

In einer Video-Erklärung anlässlich eines von der japanischen Regierung veranstalteten Festaktes in Kyoto sagte Kommissionspräsident Manuel Barroso: "Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um unseren Planeten für künftige Generationen zu bewahren und ihn damit auch für unsere Gegenwart sicherer zu machen. Das Kyoto-Protokoll ist nur ein entscheidender erster Schritt auf diesem Weg. Das heutige Inkrafttreten des Protokolls ist ein deutliches Signal an die Wirtschaft, dass wir neue klimafreundliche Technologien brauchen."


Umweltkommissar Dimas: Diskussionen über weiter reichende Maßnahmen

Umweltkommissar Stavros Dimas fügte hinzu: "Die Bekämpfung der Klimaänderung ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Wenn die globalen Temperaturen weiter steigen, entstehen daraus Bedrohungen für unser Wohlergehen und unsere Wirtschaft. Darum bemüht sich die EU nach Kräften um Einhaltung ihrer Kyoto-Ziele für die Emissionsverringerung. Es gibt aber erdrückende wissenschaftliche Beweise, dass wir noch härter arbeiten und weltweit einschneidende Emissionsminderungen anstreben müssen. Kyoto ist nur ein erster Schritt – die EU ist bereit zu Diskussionen über weiter reichende Maßnahmen für den Zeitraum nach 2012, und wir fordern die internationale Gemeinschaft dringend auf, diese Diskussionen so bald wie möglich aufzunehmen."

Im Rahmen des Kyoto-Protokolls hat sich die EU-15 verpflichtet, die Gesamtmenge ihrer Emissionen bei verschiedenen Treibhausgasen bis 2012 um 8% unter den Stand von 1990 zu senken. Die meisten Staaten der EU-25 haben individuelle Reduktionsziele von 6% oder 8%.

17.02.2005   Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Gute Noten für Solarbranche: Weltmarktführer Sharp auf Platz 1

In einem groß angelegten Ranking des Europressedienstes bewerteten Photovoltaik-Großhändler und -Installateure mit einem Marktanteil von über 70 Prozent deutsche und internationale Solarproduzenten in acht Produkt- und Servicekategorien: Qualität, Preis-Leistungs-Verhältnis, Leistungsgarantie, Serviceleistungen, Verfügbarkeit, Produktneuheiten, Bekanntheitsgrad und Preisentwicklung 2004. Dabei sei der Handel mit seinen Zulieferern über alle Sparten im Mittel recht zufrieden.  Dies sei um so erfreulicher, da die Solarbranche in 2004 ein starkes Wachstum verzeichnet habe, was viele Lieferbeziehungen auf eine harte Probe gestellt hätte, so der Europressedienst in einer Pressemitteilung.


Bestnoten für Sharp

Je zur Hälfte befinden sich deutsche und internationale Firmen auf den ersten zehn Rängen. Der sowohl von Großhändlern als auch Installateuren als bekanntester Produzent eingestufte Weltmarktführer Sharp vereinte 14,1 Prozent der insgesamt abgegebenen Punkte auf sich und ließ sich Rang eins von keinem Anderen streitig machen. In sieben der acht Kategorien erhielt Sharp die meisten Punkte. BP Solar und RWE Schott Solar, auf den Plätzen zwei und drei, waren nahezu punktgleich. Beide konnten in vier Kategorien die Ränge zwei oder drei für sich entscheiden. Während Sharp 2004 lediglich zu wenig Ware zur Verfügung gestellt habe, wurden BP und RWE Schott Solar auch wegen ihrer Preispolitik schlechter bewertet.


Großhändler und Installateure recht zufrieden

Beim Preis hat SolarWorld laut Europressedienst einen Vorteil gegenüber dem deutschen Mitanbieter RWE Schott Solar. Sowohl in der Kategorie Preisentwicklung 2004 als mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis konnte sich die SolarWorld AG vor RWE Schott Solar platzieren. SolarWorld hingegen hat nach Meinung der Wiederverkäufer Nachholbedarf in den Bereichen Produktpolitik (Innovationen) und Kommunikationspolitik (Bekanntheitsgrad).
Sanyo und Aleo Solar, die sich ebenso wie IBC Solar und die Solar-Fabrik AG über fast alle Kategorien im Bereich der Plätze sieben bis zehn befinden, hatten 2004 offenbar die wenigsten Lieferprobleme. Die insgesamt sehr negativ bewertete Sparte Verfügbarkeit entschieden Sanyo und Aleo Solar für sich. Festzuhalten bleibe, dass Großhändler und Installateure recht zufrieden mit den Herstellern und ihren Produkten sind. Hauptkritikpunkt war 2004 die aufgrund der starken Nachfrage schlechte Verfügbarkeit. Diese werde sich erst mittelfristig durch steigende Kapazitäten verbessern. Die Preisentwicklung, die von Installateuren weit negativer eingeschätzt wird als von Großhändlern, fällt laut Europressedienst nicht so negativ ins Gewicht wie angenommen, da offenbar das Preis-Leistungs-Verhältnis stimme.

Weitere Erkenntnisse über die Marktentwicklung gibt die Europressedienst-Studie "Der Solarmarkt in Deutschland 2004", die im Januar 2005 erschienen ist. Sie kann über www.europressedienst.com bestellt werden.

17.02.2005   Quelle: Europressedienst   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Applied Films: erste Vakuum-Beschichtungsanlage für Solarzellen-Herstellung verkauft

Solarzellen-Beschichtungssystem ATON
Solarzellen-Beschichtungssystem ATON

Das Unternehmen Applied Films gab am 11. Februar 2005 den ersten Verkauf seines neu entwickelten Solarzellen-Beschichtungssystems bekannt. Applied Films ist ein führender Anbieter von Dünnschicht-Produktionsanlagen. Die Anlagen werden eingesetzt bei der Herstellung von Flachbildschirmen, Architekturglas und Solarzellen, aber auch in der Verpackungs- und Elektronikindustrie. Das "ATON 1600"-System werde vom Kunden genutzt, um passivierende Silizium-Nitrid (SiN:H)-Anti-Reflektionsschichten auf multikristalline Solarzellen zu sputtern.   Ausgeliefert wird das System laut Applied Films im zweiten Quartal 2005. Mit dem neuen System erhöhe sich die Fertigungskapazität des Kunden deutlich, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.


Massenproduktionstaugliches Photovoltaik-Fertigungssystem

Mit dem "ATON 1600"-System erreiche das Fertigungsunternehmen eine deutlich höhere Produktivität, betont Applied Films. "Wir sind sehr froh darüber, dass die Solar-Industrie unser ATON- System und unsere Verfahrenstechnik annimmt", sagte Thomas T. Edman, CEO von Applied Films. "Als Folge unseres kontinuierlichen Investments in diese Industrie bieten wir nun erfolgreich ein massenproduktionstaugliches Fertigungssystem für den Photovoltaik-Markt an, von dem wir erwarten, in den nächsten Jahren unseres weiteres Unternehmenswachstum voranzutreiben", so Edmann.

Die ATON ist nach Angeben des Herstellers das weltweit erste kommerziell verfügbare In-Line-Vakuum-Sputter-System für die Solarzellen-Herstellung. Das Vakuum-Sputter-Verfahren (Physical Vapor Deposition – PVD) biete zahlreiche Vorteile für die Solarzellen-Produktion. Sputtern (PVD) sei ein umweltverträgliches Verfahren, das gänzlich ohne gefährliche Prozessgase auskomme. Ausgelegt auch auf dünnste Wafer und großflächig skalierbar, könne die ATON alle Wafer-Größen verarbeiten. Aufgrund seiner unterbrechungsfreien Betriebszeit von fünf bis zehn Tagen sei das System allen anderen derzeit verfügbaren Solarzellen-Beschichtungstechnologien überlegen.


Entwicklungszusammenarbeit mit dem Fraunhofer ISE

Entwickelt wurde die ATON-Prozesstechnologie in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Solarenergie (ISE) in Freiburg. Mit gesputtertem Silizium-Nitrid seien Zellwirkungsgrade von mehr als 15 % erreicht worden – ein Resultat, das vergleichbar sei mit den besten Werten derzeit eingesetzter chemisch basierter Sputter-Verfahren (Physical Enhanced Chemical Vapor Deposition – PECV). Die Silizium-Nitrid-Schichten, die mit dem Vakuum-Sputter-Verfahren aufgebracht werden, zeichnen sich laut Applied Films durch hohe Schichtuniformität und einen guten Refraktionsindex aus, beides wichtige Faktoren im Hinblick auf das gleichmäßige optische Erscheinungsbild einer Solarzelle. In dem Vakuum-Sputter-Prozess sei ein Homogenitätsgrad besser als +/- drei Prozent erreichbar, sogar auf großen Flächen. Die ATON ermögliche hohe dynamische Beschichtungsraten. Konfiguriert mit zwei Kathoden können laut Applied Films bis zu 5.000 Wafer (125 x 125 Millimeter) pro Stunde verarbeitet werden. Dies entspreche einer jährlichen Produktionskapazität von ungefähr 100 Megawatt peak (MWp).

17.02.2005   Quelle: Applied Films GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Applied Films GmbH & Co. KG.

 

Phönix SonnenStrom AG schließt Rahmenvertrag mit RWE SCHOTT Solar

Die Phönix SonnenStrom AG wird auch 2005 Solarmodule des deutschen Herstellers RWE SCHOTT Solar vertreiben. Darauf einigten sich Michael Harre, Geschäftsführer Marketing & Sales bei RWE SCHOTT Solar, und Dr. Andreas Hänel, Vorstandsvorsitzender der Phönix SonnenStrom AG.  Gegenstand des Rahmenvertrages sei die Lieferung von Solarmodulen mit einer Spitzenleistung von über acht Megawatt, berichtet die Phönix SonnenStrom AG in einer Pressemittelung. Die Phönix SonnenStrom AG ist damit einer der größten Abnehmer von RWE SCHOTT-Solarmodulen.

Die Phönix SonnenStrom AG bezieht seit 1999 Module von RWE SCHOTT Solar und ist seit 2003 Vertragshändler. Beide Vertragspartner setzen auf eine langfristige, enge Zusammenarbeit. Dies zeige sich in gemeinsamen Marketingaktivitäten sowie Absichtserklärungen für Modullieferungen für die Jahre 2006 und 2007. Mit diesem und den bereits abgeschlossenen Rahmenverträgen habe sich die Phönix SonnenStrom AG die gesamte Plan-Modulmenge für das Geschäftsjahr 2005 gesichert, betont das Unternehmen.

17.02.2005   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

NABU überreicht Trittin eine Torte für Kyoto

Anlässlich der Feierstunde zum Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls am 16.02.2005 hat der Naturschutzbund NABU Bundesumweltminister Trittin im Bonner Rathaus eine Kyoto-Geburtstagstorte überreicht. "Der erste wichtige Schritt im internationalen Klimaschutz ist mit dem Inkrafttreten von Kyoto getan", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.  Nach langen Jahren zähen Verhandelns sei das endlich ein Lichtstreif am Horizont.

Der NABU-Präsident hob hervor, dass sich die deutsche Bundesregierung in den vergangenen Jahren für das Kyoto-Protokoll und für anspruchsvolle Klimaschutzziele mit möglichst wenig Schlupflöchern für einzelne Staaten stark gemacht habe: "Die Vorreiterrolle Deutschlands hat maßgeblich zum Gelingen von Kyoto beigetragen." Umso wichtiger sei es nun, dass sich die Bundesregierung nicht auf ihren Lorbeeren ausruhe, sondern mit anspruchsvollen nationalen Klimaschutzzielen weiter Zugpferd des internationalen Klimaschutzes bleibe. "Deutschland muss bis zum Jahr 2020 40 Prozent seiner CO2-Emissionen einsparen", sagte Tschimpke.

Der NABU-Präsident äußerte die Hoffnung, dass dieses Ziel
weiterhin in der Klimaschutzpolitik der Bundesregierung eine zentrale Rolle spiele und nicht wahltaktischen Überlegungen geopfert werde: "Mit Verzagtheit rettet man weder das Weltklima, noch gewinnt man Wahlen", so Tschimpke.

16.02.2005   Quelle: NABU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Kyoto-Protokoll in Kraft: BMU bekräftigt Ziele der Bundesregierung

Am 16. Februar 2005 tritt das Kyoto-Protokoll in Kraft. Dies sei ein wichtiger Meilenstein für den internationalen Klimaschutz. Und ein guter Anlass, zu erläutern wie die Bundesregierung mit ihrer Klimaschutzpolitik und dem nationalen Klimaschutzprogramm dazu beiträgt, so das Bundesumweltministerium (BMU) auf seinen Internetseiten. 
Deutsche Klimaschutzpolitik - wegweisend in der EU

Innerhalb der Europäischen Gemeinschaft, aber auch im internationalen Vergleich schneidet Deutschland laut BMU beim Klimaschutz besser ab als andere Industrieländer. Im Rahmen des Kyoto-Protokolls und der Lastenteilung zwischen den fünfzehn "alten" EU-Mitgliedstaaten habe Deutschland sich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen im Zeitraum 2008-2012 um 21 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Zu den EU-weit vereinbarten 8 % Reduktion der Treibhausgase tragen Deutschland und Dänemark mit nationalen Reduktionszielen von 21 % , Großbritannien mit 12,5 % bei, so das Bundesumweltministerium. Sie ermöglichten damit anderen Staaten der EU wie Spanien, bis zu 15 % mehr Treibhausgase gegenüber 1990 auszustoßen. Bisher würden sich allerdings viele der "alten" EU-Mitgliedsstaaten viel zu weit außerhalb ihrer Zielvorgaben zur Emissionsreduktion bewegen, stellt das BMU fest.


Deutschland und Großbritannien vorne

Deutschland hingegen sei seinem sehr ambitionierten Ziel schon sehr nahe gekommen: Bis Ende 2003 hätte Deutschland mit einer Minderung seiner Treibhausgasemissionen um 18,5 % weit überproportional dazu beigetragen, dass die Europäische Union im weltweiten Vergleich bei der Klimaschutzpolitik gut dastehe. Zwei Drittel der Reduktionen der Treibhausgase der EU seien durch Deutschland erbracht worden. Ohne diese Leistungen im Klimaschutz wäre die Klimaschutzbilanz der EU negativ. Es gebe derzeit nur sehr wenige EU-Partner, etwa Großbritannien, die mit einer Senkung ihrer Emissionen ebenfalls dazu beitrügen, das Kyoto-Ziel der Europäischen Union zu erreichen.

Die Bundesregierung setze sich auch dafür ein, dass der Klimaschutz in Europa über die vereinbarten Emissionsminderungen hinaus vorankomme, heißt es in der Pressemitteilung des BMU. Sie habe angeboten, die deutschen Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu senken, wenn die EU sich zu einer Minderung von 30 % im selben Zeitrahmen verpflichtet.


Kyoto-Ziele bindend

Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl 1995 verkündete anlässlich der Ersten Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention in Berlin, den Ausstoß von Kohlendioxid in Deutschland bis zum Jahr 2005 um 25 % reduzieren zu wollen. Doch offiziell habe sich die damalige Bundesregierung schon 1997 in Kyoto von diesem - ausschließlich auf CO2 bezogenen – Ziel verabschiedet, so das BMU. Damals habe sich Deutschland verpflichtet, die sechs Treibhausgase - also nicht nur CO2 - gegenüber 1990 um 21 % zu senken. Mit der einstimmigen Ratifizierung des Kyoto-Protokolls durch Bundestag und Bundesrat im Jahr 2001 sei dieses Ziel dann für Deutschland verbindlich geworden. Seither sei das völkerrechtlich verbindliche Reduktionsziel von 21 % die erklärte Grundlage der Klimaschutzpolitik der Bundesregierung. Der Deutsche Bundestag hat im Sommer 2004 im Zuteilungsgesetz 2007 zur Vorbereitung auf den Emissionshandel präzise Vorgaben für CO2-Emissionsziele der Bundesrepublik Deutschland und der einzelnen Makrosektoren wie Industrie, Energiewirtschaft, Verkehr, private Haushalte, Handel, Gewerbe und Dienstleistungen beschlossen. Auch diese basieren auf der völkerrechtlichen Verpflichtung der Bundesrepublik. Diese Beschlusslage des Parlaments sei Arbeitsgrundlage für die Bundesregierung.



Das nationale Klimaschutzprogramm

Seit dem Regierungswechsel 1998 habe eine für den Ausstoß von Treibhausgasen wesentliche Entwicklung gestoppt werden können, so das BMU. Die Emissionen aus privaten Haushalten und dem Verkehr in Deutschland seien zunächst ungebremst gestiegen. Hier habe sich die im April 1999 eingeführte ökologische Steuerreform deutlich ausgewirkt: Die jahrelang steigenden Kohlendioxidemissionen des Verkehrs seien mittlerweile rückläufig. Der ungebrochene Trend zum Diesel werde weiter zur Senkung des Durchschnittsverbrauchs und damit der Klimabelastung beitragen. Auch die CO2-Emissionen der privaten Haushalte und des Kleinverbrauchs wiesen nach unten. Dazu hätten unter anderem die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das CO2-Gebäudesanierungsprogramm beigetragen.



Emissionshandel und EEG

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus dem Jahr 2000 und seine Novelle im August 2004 habe im Energiebereich einen weltweit unvergleichlichen Boom ausgelöst, der Deutschland allein in diesem Jahr rund 60 Millionen Tonnen CO2 erspare. Würden die Wachstumsraten anhalten, rechnet das BMU bis 2010 mit 80 Millionen Tonnen Reduktion und einer stetigen Aufwärtsentwicklung, bis im Jahre 2020 das im EEG verankerte Ziel von 20 % Strom aus erneuerbaren Energien erreicht sei. Mit der Einführung des Emissionshandels in Deutschland im Januar 2005 sei eine der wichtigsten Grundlagen für den nationalen Klimaschutz gelegt worden, betont das BMU. Rund 10 Millionen Tonnen CO2 würden Industrie und Energiewirtschaft dadurch in den nächsten Jahren einsparen. Dies sei im Zuteilungsgesetz vom Sommer 2004 so festgeschrieben. Das derzeit in Erarbeitung befindliche Klimaschutzprogramm werde sich daher vornehmlich auf den Verkehr, private Haushalte sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen konzentrieren. Hier seien weitere Reduktionen der Treibhausgase erforderlich, um das deutsche Kyoto-Ziel von 21 % Minderung gegenüber 1990 zu erreichen.

Doch auch die deutlichen Erfolge dürfen laut BMU nicht dazu führen, die Hände in den Schoß zu legen. Der - trotz der aufgezeigten positiven Trends - bestehende Handlungsbedarf müsse exakt identifiziert werden. Insbesondere seien weitere Maßnahmen notwendig, die eine höhere Energieeffizienz ermöglichen. Die ambitionierte Klimaschutzpolitik der rot-grünen Bundesregierung habe Deutschland zum Vorreiter weltweit gemacht. Sie sei eine Chance für Umwelt, Innovation und Beschäftigung, betont das BMU.

Weitere Informationen liefert die BMU-Broschüre: "Das Kyoto-Protokoll", herunterzuladen unter http://www.bmu.de/klimaschutz/downloads/doc/7054.php

16.02.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Öko-Institut: Kyoto ist erster Schritt, aber kein Grund zu jubeln

Wenn am 16. Februar 2005 das Kyoto-Protokoll zur Klimarahmenkonvention in Kraft tritt, ist nach Einschätzung des Öko-Instituts ein wichtiger, wenn auch nur erster Schritt für die globale Klimaschutzpolitik gemacht. "Es gibt keinen Grund zu jubeln. Um das Klima wirklich zu schützen, muss noch viel geschehen", sagt der Energie-Experte am Öko-Institut, Dr. Felix Christian Matthes.  "In den nächsten Jahren kommt es vor allem darauf an, die Vereinbarungen von Kyoto umzusetzen. Denn weder die Europäische Union noch Deutschland werden die Ziele im Selbstlauf erreichen", so Matthes. Um der eigenen Verantwortung für den Klimaschutz weiterhin gerecht zu werden, beginne das Öko-Institut ab sofort damit, die Emissionen aus Flugreisen seiner Mitarbeiter zu kompensieren.


Emissionen müssen zur Mitte des Jahrhunderts weltweit um etwa 50 Prozent sinken

Mit dem Kyoto-Protokoll ist ein System etabliert worden, das den teilnehmenden Staaten feste Vorgaben macht, in welchem Umfang die klimaschädlichen Schadstoffemissionen vermindert oder eingeschränkt werden müssen. Nach Einschätzung des Öko-Instituts lässt sich die globale Erderwärmung aber nur dann stoppen, wenn die Emissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts weltweit um etwa 50 Prozent sinken. Deshalb dürften die festen Emissionsvorgaben im Kyoto-Protokoll auch bei den anstehenden Verhandlungen für den Zeitraum nach 2012 nicht aufgeweicht werden. Das Kyoto-Protokoll müsse stattdessen als ein Kern für die Weiterentwicklung des internationalen Klimaschutzregimes bewahrt werden.


Emissionsziel für Deutschland verfehlt

"Nachdem die Industrie mit dem europäischen Emissionshandelssystem nur auf minimale Klimaschutzbeiträge verpflichtet werden konnte, sind weitere klimaschutzpolitische Anstrengungen unbedingt notwendig", fordert Matthes. So werde es in Deutschland darauf ankommen, im anstehenden Klimaschutzprogramm Maßnahmen zu verankern, damit bedeutend weniger klimaschädliche Schadstoffemissionen ausgestoßen werden. Bisher klaffe zwischen dem Emissionsziel für Deutschland in Höhe von etwa 986 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalenten und der Realität noch eine Lücke von 20 Millionen Tonnen. Mögliche zusätzliche klimapolitische Verbesserungen sind laut Öko-Institut weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung bei Gebäuden und Geräten und zur Verringerung von Treibhausgasemissionen im Verkehr, der weitere Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung sowie die Weiterentwicklung und Verbesserung des europäischen Emissionshandelssystems.


Forschung für den Klimaschutz

Das Öko-Institut habe die Bundesregierung und die Europäische Union bei der Einführung des Emissionshandelssystems beratend unterstützt. In weiteren aktuellen Arbeiten forsche das Institut besonders zur Weiterentwicklung des Emissionshandelssystems, zur Einführung des Emissionshandels im Luftverkehr, zur Unterstützung der Kraft-Wärme- Kopplung, zu Herkunftsnachweisen für Strom sowie zur Biomassenutzung. Zudem will sich das Institut verstärkt für den Klimaschutz im Verkehr engagieren und zur Effizienzsteigerung und dem Einsatz alternativer Kraftstoffe und Antriebe im Personen-sowie im Güterverkehr arbeiten.


Öko-Institut investiert in hochwertige Projekte

Das Öko-Institit werde als eine der ersten Institutionen in Deutschland ab diesem Jahr alle Treibhausgas-Emissionen aufheben, die durch Flüge der Mitarbeiter entstehen. Dabei sollen Investitionsmaßnahmen finanziert werden, die Treibhausgasemissionen reduzieren und damit die durch die Flüge entstandenen Emissionen kompensieren. Die Kompensationszahlungen des Öko-Instituts fließen in hochwertige Minderungsprojekte, die nach dem "Gold Standard" des "World Wide Fund for Nature" (WWF) zertifiziert werden. Dies stelle sicher, dass die Investitionen nicht nur der Umwelt zugute kommen, sondern auch einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in den Gastländern der Minderungsprojekte leisten.

16.02.2005   Quelle: Öko-Institut   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solahart erhält "Solar Keymark" für komplettes Solarwärmesystem

Thermosyphon-Solarwärmeanlage 302K von Solahart
Thermosyphon-Solarwärmeanlage 302K von Solahart

Das europäische Qualitätszertifikat "Solar Keymark" wurde zum ersten Mal für eine komplette, industriell gefertigte Solarwärmeanlage nach dem Standard EN 12976 vergeben. Bislang hatten über ein Dutzend Sonnenkollektoren "Solar Keymark" entsprechend dem Standard EN 12975 erhalten. Der europäische Solarwärme-Industrieverband ESTIF bezeichnet in einer Pressemitteilung die Zertifizierung des Solahart-Systems als Meilenstein auf dem Weg zu einem einheitlichen Solarmarkt in Europa.  "Wir sind sehr stolz darauf, weltweit das erste Unternehmen zu sein, das Solar Keymark für eine Solarwärmeanlage erhält", sagte Brian Morris von Solahart Industries. Das Unternehmen erhielt das Qualitätslabel für seine Thermosyphonanlagen 302KF und 302KF Freeheat.

Solar Keymark ist ein offizielles Label des Europäischen Komitees für Normung (CEN; Comité Européen de Normalisation), es wurde entwickelt mit der ESTIF um die unterschiedlichen Test- und Zertifizierungsanforderungen in den EU-Mitgliedsstaaten zu überwinden. "Ein Hersteller, der Solarwärmeprodukte in verschiedenen Ländern verkaufen wollte, musste normalerweise verschiedene Tests oder auch Zertifikate vorweisen, damit seine Kunden in den Genuss der nationalen Förderprogramme kommen konnten", erklärt der ESTIF Keymark-Spezialist Jan Erik Nielsen. "Das kostete Zeit und Geld, und es behinderte den internationalen Handel mit Solarwärmeprodukten", ergänzt Nielsen. Solar Keymark zertifiziert die Übereinstimmung eines Produkts mit den relevanten europäischen Normen und erfordert unabhängige Tests durch anerkannte Institute sowie ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9000. 14 Sonnenkollektoren erhielten bisher das Solar Keymark-Label gemäß der Norm EN 12975. Die Zertifizierung eines Komplettsystems ist vielschichtiger, da sie sowohl Kollektor- und Speichertests als auch das Zusammenspiel der Systemkomponenten umfasst.

Die ESTIF erwartet, dass immer mehr öffentliche Einrichtungen in Europa die mit dem Keymark ausgezeichneten Produkte als förderwürdig anerkennen. ESTIF-Generalsekretär Raffaele Piria ist zuversichtlich: "Schweden hat kürzlich seine Regelungen zugunsten von Solar Keymark geändert, und wir hören, dass auch in anderen Ländern daran gedacht wird. Wir wünschen uns, dass der Wechsel schneller erfolgt, doch wir bewegen uns in die richtige Richtung."

Rob Meesters, Technikchef von Solahart Europe, ist sehr zufrieden mit dem reibungslosen Zertifizierungsverfahren: "Wir bewerten die konstruktive und effektive Zusammenarbeit von Solahart mit dem Testinstitut ITW in Stuttgart und der Zertifizierungsorganisation DIN CERTCO ausgesprochen positiv." Das Unternehmen hoffe, das andere Solarwärme-Hersteller seinem Beispiel folgen.

16.02.2005   Quelle: ESTIF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solahart Industries

 

WWF: Kyoto-Protokoll als erster Schritt aus dem Treibhaus

Das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls am 16. Februar 2005 markiert nach Einschätzung des World Wide Fund For Nature (WWF) einen ersten wichtigen Schritt aus dem Treibhaus. "Das Kyoto Protokoll ist ein großer Erfolg, doch dürfen wir uns darauf nicht ausruhen", betont Regine Günther, Leiterin des Klimareferats beim WWF Deutschland.  Die internationale Staatengemeinschaft habe sich verpflichtet, die klimaschädlichen Treibhausgase zu reduzieren. Jetzt müsse man anspruchsvolle Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele auf den Weg bringen. Es gelte, die globale Erwärmung unter zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu halten. Nur so seien die Folgen des Klimawandels in einigermaßen akzeptablen Grenzen zu halten. Das Kyoto-Protokoll biete den völkerrechtsverbindlichen Rahmen, hierauf müsse man aufbauen, fordert der WWF.


WWF legt Klimaschutzfahrplan vor

Der WWF skizziert in seinem Neun-Punkte-Plan die nächsten Schritte. Neben ehrgeizigeren nationalen Klimaschutzzielen müsse man die Energiekonzerne stärker in die Pflicht nehmen. Dieser Bereich sei das Sorgenkind im internationalen Klimaschutz. Es gelte, das europäische Emissionshandelssystem auszubauen und die ärmeren Länder zu unterstützen. Mittelfristig müsse man zudem die USA und Australien wieder an Bord holen, die zu den Ländern mit dem größten Treibhausgasausstoß gehören.

Der WWF geht davon aus, dass die Industriestaaten ihren Kohlendioxidausstoß bis 2050 um 80 Prozent reduzieren müssen. Im Kyoto-Protokoll haben sich die Unterzeichnerstaaten auf eine Reduzierung um durchschnittlich fünf Prozent bis 2012 geeinigt. Damit diese Anstrengungen nicht verpuffen, müsse man schon jetzt über die Zeit nach 2012 nachdenken. "Es geht um die Umstrukturierung der Wirtschaft. Wir müssen von fossilen Energien wie Kohle und Öl auf mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien umschalten", so Regine Günther. Der WWF macht sich besonders für den Ausstieg aus der Kohleverstromung stark. 37 Prozent der weltweiten Energie bedingten Kohlendioxidemissionen
entfielen auf den Stromsektor. Hier bestehe akuter Handlungsbedarf.

16.02.2005   Quelle: WWF World Wide Fund For Nature   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BUND: Neues Klimaschutzprogramm für Deutschland ohne Substanz

Am Tag vor dem Inkrafttreten des Kyoto-Klimaschutz-Abkommens hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Umweltminister Jürgen Trittin erneut ein Zurückweichen in der Klimapolitik vorgeworfen. Der Entwurf des neuen nationalen Klimaschutzprogramms benenne keine konkreten Maßnahmen, die zum Erreichen des völkerrechtlich verbindlichen Kyoto-Zieles führen können.  Mit den derzeit vorgesehenen Plänen werde Deutschland um mindestens sieben Millionen Tonnen unter seinem Minderungsziel für das Treibhausgas Kohlendioxid bleiben, so der BUND. Im ungünstigen Fall könne das Ziel sogar um bis zu zwanzig Millionen Tonnen verfehlt werden.


"Klimawandel verträgt kein Abwarten"

"Wir feiern gern mit Minister Trittin morgen das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls. Die Feiern haben aber einen faden Beigeschmack, denn der Umweltminister lenkt beständig von den Versäumnissen der deutschen Klimaschutzpolitik ab", sagte die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt. Seit einem halben Jahr versuche Trittin in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, in der Klimapolitik liefe alles bestens. Wegen der Widerstände von Wolfgang Clement und Manfred Stolpe setze er zunehmend auf das Prinzip Hoffnung. Der Klimawandel vertrage aber kein Abwarten, betonte Zahrnt. Trittin versuche die Öffentlichkeit zu täuschen, wenn er behaupte, das nationale Klimaschutzziel von minus 25 Prozent Kohlendioxid bis 2005 sei bereits von der Regierung Kohl 1997 zurückgezogen worden. Das im Herbst 2000 von der rot-grünen Bundesregierung verabschiedete Klimaschutzprogramm enthalte noch das 25-Prozent-Reduktionsziel bis zum Jahr 2005.


CO2-Ausstoß seit 1999 nicht gesunken

Seit 1999 habe sich der Kohlendioxidausstoß in Deutschland nicht mehr verringert, heißt es in der BUND-Pressemitteilung. Der angestiegene Stromverbrauch und die Stromerzeugung durch veraltete Kohlekraftwerke hätten die Erfolge zunichte gemacht, die durch den Ausbau erneuerbarer Energien und die Ökosteuer erreicht worden seien. Nur geringe Fortschritte habe es auch bei der Altbausanierung gegeben. Ebenso stocke der Ausbau der effizienten Kraft-Wärme-Kopplung. Hinzu komme, dass die Industrie ihre Klimaschutz-Selbstverpflichtung nicht einhalte. Das angestrebte Kyoto-Ziel rücke in noch weitere Ferne, wenn kältere Winter kämen. In den letzten Jahren seien die Winter in Deutschland überdurchschnittlich warm gewesen. Deshalb hätten die Gebäudeheizungen weniger Kohlendioxid verursacht als sonst üblich.

15.02.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Union: Trittin leugnet eigene Zielvorgaben in der Klimaschutzpolitik

"Trittin läuft mit seiner Behauptung, dass das 25-Prozent-Ziel 1997 in Kyoto durch die Regierung von Helmut Kohl offiziell ad acta gelegt worden sei, in dem sie sich verpflichtete, die sechs Treibhausgase gegenüber 1990 um 21 Prozent zu senken, vollkommen ins Leere" Das erklärte der umweltpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Peter Paziorek (MdB), anlässlich der aktuellen Äußerungen von Bundesumweltminister Jürgen Trittin zu den Klimaschutzzielen zur Verringerung der Treibhausgase bis 2005 um 25 Prozent gegenüber 1990.  1998 habe Rot-Grün im Koalitionsvertrag das Klimaschutzziel von 25 Prozent eindeutig bekräftigt, so Paziorek. So stehe in dem Kapitel "Ökologische Modernisierung": "Für den Schutz des Klimas wird die neue Bundesregierung in allen Bereichen die Anstrengungen verstärken. Sie bekräftigt das Ziel, insbesondere die CO2-Emissionen bis zum Jahre 2005 gegenüber 1990 um 25 Prozent zu reduzieren", zitiert der Unionssprecher. Auch in ihrem Klimaschutzprogramm vom 18. Oktober 2000 bekräftige die Bundesregierung das Ziel. Dort heiße es: "Die Bundesregierung hält an dem Ziel, die CO2-Emissionen bis 2005, bezogen auf 1990 um 25 Prozent zu vermindern, unverändert fest. Das für das Jahr 2005 formulierte Ziel ist ein wichtiger Zwischenschritt im Sinne des Kyoto-Protokoll geforderten 'vorzeigbaren Fortschritts'."

Jetzt, wo das Ziel kaum mehr zu erreichen sei, versuche Trittin, sich von seinen eigenen Zielen zu verabschieden, so Paziorek. Durch ungerechtfertigte Schuldzuweisungen an andere versuche er von seinem Versagen in der Klimaschutzpolitik abzulenken. Damit werde Trittin erneut seinem Ruf als Ankündigungsminister gerecht.

15.02.2005   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BSH gibt grünes Licht für achtes Windpark-Projekt in der Nordsee

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat einen weiteren Offshore-Windpark in der Nordsee genehmigt. In einer ersten Pilotphase kann die Enova Offshore Projektentwicklungsgesellschaft mbH & Co KG aus Bunderhee 48 Windenergieanlagen (WEA) errichten, die 39 Kilometer nördlich von Juist in Wassertiefen von ca. 30 Metern geplant sind.  Dies erklärte BSH-Justitiar Christian Dahlke am 11.02.2005 in Hamburg.
Bundesweit ist das Projekt - „Enova Offshore North Sea Windpower“ das achte genehmigte Windpark-Vorhaben außerhalb der 12-Seemeilen-Grenze in der ausschließlichen Wirtschaftszone der Bundesrepublik Deutschland. Für insgesamt 32 Projekte (27 Nordsee, 5 Ostsee) laufen derzeit beim BSH Verfahren. Das Vorhaben liegt in einem Seegebiet, das von der Bundesregierung als potenzielles Eignungsgebiet für Windkraftanlagen identifiziert wurde. Der Standort erfüllt die notwendigen Voraussetzungen, dass weder die Sicherheit der Schifffahrt beeinträchtigt noch die Meeresumwelt gefährdet wird, so das BSH.


Sicherheit und Umweltschutz gewährleistet

Als die für die Sicherheit der Schifffahrt zuständige Fachbehörde hat die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest der Genehmigung des Windparks zugestimmt. Das von der Enova Offshore Projektentwicklungsgesellschaft geplante Projekt befindet sich in einem verkehrsarmen Gebiet zwischen dem küstennahen Schifffahrtsweg und dem Tiefwasserweg. Zu diesen Verkehrstrennungsgebieten bestehen Sicherheitsabstände von mehr als zwei Seemeilen. Durch umfassende Bedingungen und Auflagen werde sichergestellt, dass von den Windenergieanlagen keine Gefahren ausgehen, so das BSH. Ein zentraler Punkt hierbei sei die Vorlage eines mit den zuständigen Behörden abgestimmten Schutz- und Sicherheitskonzeptes. Vor der Baudurchführung müssen dem BSH detaillierte Bauablaufpläne vorliegen, damit nötigenfalls Bauarbeiten an den benachbarten Windparks aufeinander abgestimmt werden können. So sollen auch während der Bauphase Einwirkungen auf die Meeresumwelt minimiert werden, z. B. durch Unterwasserschall. Mögliche Umweltauswirkungen des Projektes wurden im Rahmen von Umweltverträglichkeitsprüfungen untersucht. Die großflächigen Untersuchungen hätten gezeigt, dass der Projektraum von der Naturausstattung her ein geringes ökologisches Konfliktpotential habe. In der erforderlichen Gesamtschau seien auch die Umweltauswirkungen der im gleichen Seeraum bereits genehmigten drei Vorhaben „Borkum West“, „Borkum Riffgrund“ und „Borkum Riffgrund West“ einbezogen worden. Seltene oder geschützte Tierarten bevorzugen andere Gebiete und kommen laut BSH hier nur als gelegentliche Durchzügler vor. Auch für den Vogelzug hätten die Gebiete keine hervorgehobene Bedeutung.

15.02.2005   Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Kyoto-Abkommen tritt in Kraft - erster Schritt zum Klimaschutz

"Klimaschutz trotz Bush" fordert eine sechs Meter hohe Freiheitsstatue seit dem 14.02.2005 am Brandenburger Tor. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat das "Denkmal" nahe des Bauplatzes für die neue USA-Botschaft aufgestellt. Der BUND eröffnet damit eine Serie von Veranstaltungen und Aktionen verschiedener Organisationen anlässlich des Inkrafttretens des Kyoto-Abkommens zum globalen Klimaschutz am 16. Februar.  Die Umweltschützer kritisieren, dass sich mehrere Staaten ihrer Verpflichtung für den Klimaschutz entziehen wollen. Der amerikanischen und der australischen Botschaft übergab die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt „Klimadepeschen“. Darin werden beide Staaten aufgefordert, das Kyoto-Protokoll schnellstmöglich zu unterzeichnen und sich dem Klimaschutz nicht länger zu verweigern. Allein die USA seien für ein Viertel der Treibhausgase weltweit verantwortlich, betont der BUND.

Das Kyoto-Abkommen zum Klimaschutz haben inzwischen 141 Staaten ratifiziert. Eine Mehrheit der Industriestaaten verpflichtet sich damit, ihre Treibhausgasemissionen bis 2012 um fünf Prozent im Vergleich zu 1990 zu verringern. "Kyoto ist ein Erfolg, weil Klimaschutz gegen seine Bremser durchgesetzt werden konnte. Erstmals werden die Treibhausgasemissionen weltweit begrenzt", sagte Zahrnt. Das Abkommen reiche aber nicht, denn der Klimawandel finde längst statt: "Die Temperaturen steigen, Gletscher und Pole schmelzen, ganze Regionen verdorren oder sind von Wetterextremen und Hochwasser betroffen. Vor allem die Industriestaaten, die den Treibhauseffekt am meisten verstärken, müssen mehr tun. Bis 2020 müssen sie ihre Emissionen um 40 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent senken", so Zahrnt.

Für die Bundesregierung dürfe die Verweigerungshaltung der amerikanischen Regierung gegenüber dem Kyoto-Prozess kein Grund sein, sich weniger anzustrengen, heißt es in der BUND-Pressemitteilung. Deutschland und die Europäische Union müssten beim Klimaschutz wieder eine Vorreiterrolle übernehmen. Es sei nicht akzeptabel, dass die Bundesregierung das nationale Klimaziel von minus fünfundzwanzig Prozent Kohlendioxid bis 2005 aufgegeben habe. Die Bundesregierung müsse in einem neuen Klimaschutzprogramm zusätzliche Maßnahmen zur Energieeinsparung und zum weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien festlegen.

15.02.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SPD: Wir nähern uns beim Klimawandel dem Punkt ohne Umkehr

"Das Jahr 2005 muss der Beginn einer zweiten Phase einer umfassenden Klimaschutzpolitik werden. Das gebietet nicht nur die alarmierende Zunahme großer Naturkatastrophen, sondern auch beängstigende wissenschaftliche Erkenntnisse über den Klimawandel." Das erklärte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Mueller zu neuen Forschungsergebnissen, welche die Dramatik des Klimawandels zeigen.  Die Folgen des vom Menschen verursachten "Schließens der Atmosphärenfenster", das eine Aufheizung der Atmosphäre zur Folge habe, seien in den letzten Jahrzehnten noch überwiegend theoretische Ausnahmen gewesen. Doch heute sei klar, dass der Mensch ein gefährliches Experiment mit der Zerbrechlichkeit der Erde begonnen habe, so Müller.


"Hitzewelle" in der Arktis

Eine neue internationale Studie von rund 300 Wissenschaftlern komme zu dem Ergebnis, dass die Arktis sich zwei Mal schneller erwärme als der Rest der Welt, heißt es in der Pressemitteilung der SPD-Bundestagsfraktion. Das arktische Eis habe in den letzten drei Jahrzehnten bereits mehr als 20 Prozent abgenommen, vor allem sei die Eisdecke heute um 40 Prozent dünner als 1970. In diesem Winter erlebe die Arktis eine "Hitzewelle", denn die durchschnittlichen Temperaturen übertreffen die historischen Mitteltemperaturen um acht bis neun Grad Celsius. Gleichzeitig würden in der Stratosphäre, 20 Kilometer über der Arktis, außerordentlich tiefe Temperaturen gemessen. Dies könne den Abbau der schützenden Ozonschicht verstärken.


Klimawandel nähert sich dem Punkt ohne Umkehr

In den letzten Jahren werde ein sprunghafter, auch für die Wissenschaftler überraschender Anstieg des Kohlendioxidgehalts in der unteren Luftschicht festgestellt, so Müller. Dadurch könne die Entwicklung außer Kontrolle geraten. Auf einer Klimakonferenz der pazifischen Inselstaaten habe der Vorsitzende des von den Vereinten Nationen eingesetzten Wissenschaftlergremiums, Rajendra Pacaa, erklärt, der Klimawandel nähere sich dem Punkt ohne Umkehr. Es bleibe nur noch ein kleines Zeitfenster, um zu handeln, dass sich aber schnell schließen werde. Schnelles Handeln sei notwendig, weil sonst die ökologische Selbstzerstörung der Menschheit zu einer realen Gefahr werde. Die Zahl der Umweltflüchtlinge nehme schon heute dramatisch zu.


Deutschland und die Europäische Union gefordert

Eine zentrale Rolle, ob der Klimawandel gemildert und letztlich gestoppt werde, spielen laut Müller Deutschland und die Europäische Union, nachdem die militärische und ökonomische Supermacht USA so eklatant versage. Dem müsse das Nationale Klimaschutzprogramm Rechnung tragen, das in diesem Jahr zur Beschlussfassung ansteht. Die SPD wolle, eine Minderung des wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) um 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 erreichen, sofern die EU auch ihre Anstrengungen verstärkt.


Chancen durch Entwicklung zukunftsweisender Energietechniken

"Klimaschutz ist eine Chance für Innovationen und Arbeitsplätze. Versagen beim Klimaschutz kommt dagegen allen teuer, ganz abgesehen von den Schäden an Mensch und Natur", so Müller. Deutschland brauche bei der ökologischen Modernisierung "Toprunner": die effizientesten Fahrzeuge, sparsame Haushaltsgeräte, das Sieben-Liter-Haus, die besten Solaranlagen und eine leistungsfähige Infrastruktur mit Kraft-Wärme-Kopplung. Die moderne Informationstechnologie müsse genutzt werden, um zu flexiblen, dezentralen Erzeugungs- und Nutzungsstrukturen bei Strom, Wärme und Kälte zu kommen. "Unsere Klimapolitik stützt sich nicht auf Angst, ebenso wenig wie unsere Atompolitik. Sondern wir sehen in einer vernünftigen Politik große Chancen für Deutschland, Vorreiter beim Klimaschutz zu sein sowie gleichzeitig bei der Entwicklung zukunftsweisender Energietechniken die Nase vorn zu haben und einen Weltmarkt mit Zukunft zu erschließen. Das ist sinnvoll für mehr Wertschöpfung und die Schaffung zukunftsweisender Arbeitsplätze. Die notorischen Bedenkensträger, Blockierer und Interessenvertreter müssen zurücktreten", fordert Müller: "Wir können es uns nicht leisten, stehen zu bleiben". Die SPD denke auch an Morgen und richte ihre Innovationspolitik daran aus.

15.02.2005   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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DUH: Energierechtsnovelle als "dreister Subventionsdeal" für große Unternehmen

Vor der entscheidenden Koalitionsrunde zur Energierechtsnovelle (EnWG) am 14.02.2005 hat die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) die Bundesregierung vor weiteren Zugeständnissen an die großen Konzerne aus Energiewirtschaft und Industrie gewarnt. Was hier vorbereitet werde, sei "der durchsichtige Versuch, den großen Energiekonzernen und Stromnetzbetreibern Milliardeneinnahmen zu sichern und im Gegenzug die energieintensive Großindustrie mit halbierten Stromtransportkosten ruhig zu stellen", heißt es in einer Pressemitteilung der DUH.  Beides zusammen werde sich verheerend auf die künftige Höhe der Stromdurchleitungskosten für alle anderen Endkunden auswirken. "Das ist ein Doppelschlag gegen Handwerk, Mittelstand und private Haushalte, die die Zeche für die Entlastung der Konzerne zahlen müssen", sagt DUH-Energieexperte
Stefan Bundscherer.


Faire Netzpreise und eine Chance für umweltgerechte Stromerzeuger nötig

Das eigentliche Ziel der seit Jahren überfälligen Novelle, endlich Wettbewerb in der deutschen Energiewirtschaft zu schaffen und allen Stromanbietern diskriminierungsfrei den Zugang zu den Stromnetzen zu ermöglichen, werde so in sein Gegenteil verkehrt, kritisiert die DUH. Neue Energieanbieter, die Strom dezentral und aus umweltschonenden erneuerbaren Energien anböten, blieben aufgrund überhöhter Netznutzungsentgelte weiterhin vom Markt ausgeschlossen, wenn Wirtschaftsminister Clement den Stromkonzernen auf den Leim gehe. "Was der deutsche Energiemarkt jetzt braucht, sind faire Netzpreise und eine Chance für umweltgerechte Stromerzeuger - ohne weitere Verzögerung. Daher erwarten wir eine glasklare Anreizregulierung für echten Wettbewerb und Antidiskriminierungsregeln für neue Energieanbieter. Milliardengeschenke zulasten von Mittelstand, Verbrauchern und Umwelt haben dort nichts zu suchen. Das EnWG muss noch im Februar im Bundestag verabschiedet werden", forderte Bundscherer von der Koalitionsrunde.


Clements "Morgengabe" an die Konzerne kostet pro Jahr 2,5 Milliarden Euro mehr

Wirtschaftsminister Wolfgang Clement wolle den großen deutschen Stromversorgern bei der Kalkulation ihrer Netzentgelte das für die Konzerne günstige Kalkulationsprinzip der Nettosubstanzerhaltung erlauben und ihnen in der EnWG-Novelle darüber hinaus die Anrechnung der Körperschaftssteuer als Kosten zugestehen, so die DUH. Damit könnten die Energieriesen nach Detail-Berechnungen des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) die von ihnen kürzlich bis 2010 angekündigten Netzinvestitionen in Höhe von 9,3 Milliarden Euro vollständig aus diesen Zugeständnissen finanzieren und erhielten noch 6 Milliarden Euro als Zugabe. Für die Netznutzer würde Clements "Morgengabe" an die Konzerne jährliche Zusatzkosten von 2,5 Milliarden Euro verursachen, so die DUH.


"Ausnahmetatbestände für die Energiefresser"

Weil dagegen ein Proteststurm der energieintensiven Großverbraucher (Chemieindustrie, Aluminiumhersteller etc.) losgebrochen wäre, wünsche sich Clement im Gegenzug eine Halbierung der Netzdurchleitungsgebühren für diese Verbrauchergruppe. Die Gesamtrechnung der Clementschen Konzernpolitik würde anschließend Handwerk, Mittelstand und privaten Haushalten präsentiert, warnt die DUH. Die Deutsche Umwelthilfe hält eine neuerliche Entlastung der energieintensiven Industrien angesichts der hierzulande gegenüber 1998 immer noch um fast ein Fünftel geringeren Industriestrompreise für skandalös. Milliardenschwere Ausnahmeregelungen gebe es für diese Branchen schon jetzt bei der Ökosteuer, bei der Härtefallregelung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) und beim Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz. "Clements Ausnahmetatbestände sind für die Energiefresser längst zur lieb gewonnen Regel geworden", erklärte Bundscherer. "Jetzt erwarten diese Branchen mit der Halbierung ihrer Netzentgelte den nächsten Schluck aus der Pulle."


EU-Wettbewerbskommission wird durchsichtige Subventionstatbestände und Wettbewerbs-Verhinderungsstrategien nicht hinnehmen

Auch die Anrechnung der Körperschaftssteuer als Teil der Kostenrechnung für die Netzentgeltberechnung wäre in anderen Zusammenhängen vollkommen undenkbar. "Das ist so, als ob Ihnen der Klempner seinen Steuerbescheid mit auf die Rechnung schreibt", sagt Bundscherer. Die Deutsche Umwelthilfe warnte die Energiekonzerne, beim Poker um die Energierechtsnovelle zu überziehen. Es sei kaum vorstellbar, dass die EU-Wettbewerbskommission derart durchsichtige Subventionstatbestände und Wettbewerbs-Verhinderungsstrategien hinnehmen würde. Bei einem Durchmarsch der Konzerne werde die Diskussion über das so genannte "eigentumsrechtliche Unbundling" mit voller Wucht losbrechen. Darunter versteht die EU eine Entflechtung der Konzerne, bei der die Stromerzeuger ihre Netzbetreiber-Gesellschaften an private Interessenten oder den Staat verkaufen müssten.

14.02.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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DIHK: Stromregulierungspläne der Bundesregierung gehen zu Lasten des Mittelstandes

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) lehnt die Pläne der Bundesregierung zur Stromregulierung als mittelstandsfeindlich entschieden ab. Der Gesetzentwurf des neuen Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) sehe eine Festschreibung des betriebswirtschaftlich umstrittenen Kalkulationsverfahrens der Nettosubstanzerhaltung und die Berücksichtigung der kompletten Körperschaftssteuer bei der Berechnung der Preise für die Stromnetznutzung vor, kritisiert der DIHK.  Die Folge wäre laut DIHK eine einseitige Bevorzugung von Stromnetzbetreibern zu Lasten von Wettbewerbern und Kunden. Denn: Die gesetzliche Regelung würde der Netzbetreiberseite weit überdurchschnittliche Umsatzrenditen von deutlich mehr als 15 % sichern und andererseits den gewerblichen Mittelstand mit zusätzlichen Energiekosten von etwa 2 Milliarden Euro belasten. "Das kann niemand, der mehr und fairen Wettbewerb zum Vorteil der Kunden will, ernsthaft unterstützen", heißt es in der DIHK-Pressemitteilung.

"Auch die diskutierte Entlastung der Großkunden von überhöhten
Netzpreisen, die nichts mit der tatsächlichen Kostensituation zu tun
hätte, lehnen wir ab", so der DIHK. Das Nachsehen hätten auch hier die mittelständischen Kunden, welche die vollen Preise zahlen müssten. "Wir fordern die Bundesregierung statt dessen auf, der Regulierungsbehörde die Möglichkeit zu eröffnen, die Anwendung von Kostenmodellen auf der Basis effizienter Netze und Betriebsführung durchzusetzen.

14.02.2005   Quelle: DIHK   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Modulsystem kombiniert konventionelles Heizen und Solarwärme

Solvis will seine Plattformlösung „SolvisMax“ auch für Wärmepumpe, Pelletbrenner sowie ein Brennstoffzellenmodul ausbauen.
Solvis will seine Plattformlösung „SolvisMax“ auch für Wärmepumpe, Pelletbrenner sowie ein Brennstoffzellenmodul ausbauen.

Moderne Solar-Heizsysteme bieten intelligente Lösungen, besonders als so genannte Plattformen. Sie sind einsetzbar für Gas oder Öl, mit Brennwerttechnik oder Niedertemperaturkessel, mit oder ohne Solarkreis. Das Unternehmen Solvis aus Braunschweig will zusätzlich eine Wärmepumpe sowie einen Pelletbrenner integrieren – und entwickelt derzeit ein Brennstoffzellenmodul.  "Der Einsatz umweltfreundlicher Ressourcen sollte so einfach wie möglich sein", betonte Solvis-Geschäftsführer Helmut Jäger bei der Vorstellung des Systems vor der Presse in Braunschweig. Öl sei zu schade zum Verheizen, ohnehin reichten die Vorräte nur noch Jahrzehnte, heißt es in der Solvis-Pressemitteilung. Um so dringlicher sei die Entwicklung wirtschaftlicher und umweltfreundlicher Alternativen. Aus diesem Grunde verbinde das Heizsystem "SolvisMax" bereits Solarkollektoren mit Warmwasserspeicher und Brennwertkessel in einem Gerät. Durch den Ausbau zur Plattform werde das System universell einsetzbar: Ein Brennertausch von Öl auf Gas - oder umgekehrt - sei so schnell möglich. Brennkammer, Abgassystem und Regelung können weiter eingesetzt werden. Selbst über den Kamin, einen Stückholzkessel oder ein Blockheizkraftwerk kann die Wärme in den Speicher eingespeist werden.



Einstieg in Etappen

Modulvarianten erleichtern den Einstieg: Reiche das Budget nicht für eine Solar-Kombianlage, erfolge der Anschluss an die Sonne später problemlos, zum Beispiel anlässlich einer Dachsanierung. Wer sofort in eine komplette Solaranlage investieren will, aber einen funktionierenden Brenner besitzt, schließt einen reinen Solar-Schichtspeicher an die Alt-Anlage an. Der neue Plattform-Brenner lasse sich einfach nachrüsten, betont Solvis. Das Unternehmen baut seine Plattform weiter aus, um auch eine Wärmepumpe, einen Pelletbrenner oder Brennstoffzellenmodul zu integrieren. "Unser Ziel: Für jede Energieform eine individuelle Antwort und Planungssicherheit für die Käufer", erklärt Jäger.

14.02.2005   Quelle: Solvis   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solvis

 

Wechselrichter: Sputnik bringt SolarMax-C-Serie auf den Markt

300-kW-Wechselrichter SolarMax 300C.
300-kW-Wechselrichter SolarMax 300C.

Im März wird die Sputnik Engineering AG die neue Stringwechselrichterserie SolarMax C mit Nennleistungen (AC) zwischen 1,8 und 5,1 Kilowatt auf den Markt bringen. Sie soll die bisherige SolarMax-E-Serie vollständig ersetzen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

 
"Mit unserer neuen C-Serie haben wir auf die Änderungen bei den Zell- und Modulherstellern reagiert. Das Kühlsystem wurde konsequent optimiert", erklärt Sputnik-Geschäftsleiter Philipp Müller. Die Speicherdrossel, die einen großen Anteil der Verlustwärme generiert, sei nun auf der Rückseite des Gehäuses montiert. Der Innenraum werde dadurch weniger stark aufgeheizt. In Kombination mit einer zusätzlichen Innenluftumwälzung liege die Innenraumtemperatur bei der neuen SolarMax C-Serie um zirka 20° C tiefer. Sowohl die Lebensdauer als auch die Zuverlässigkeit der Elektronik würden durch die tieferen Betriebstemperaturen erhöht.


Künftig eignen sich alle SolarMax-Stringwechselrichter auch bei hohen Umgebungstemperaturen für Solarmodule mit hohen Strömen, so der Hersteller. Diese treten zum Beispiel bei der Verwendung der neuen 6-Inch-Solarzellen auf. Der SolarMax 6000 C eigne sich sogar für Solarmodule aus 8-Inch-Zellen. Als weitere Neuerung seien die Anschlüsse der Stringwechselrichter steckbar an der Geräteaußenseite ausgeführt, wodurch das Handling der SolarMax-Geräte nochmals vereinfacht werde. Der Wechselrichter muss bei der Montage nicht mehr geöffnet werden. Die Schnittstelle für die Datenkommunikation MaxComm sei jetzt standardmäßig integriert, so der Hersteller. Zudem können die Abschaltwerte der Netzspannung fortan mit einem Passwort an die lokalen Richtlinien der Energieversorger angepasst werden. Dadurch seien die Wechselrichter äußerst flexibel einsetzbar.

Neu: SolarMax 300C

Im Juni will Sputnik den 300-Kilowatt-Wechselrichter SolarMax 300C auf den Markt bringen, der erstmals im Rahmen des diesjährigen Symposiums "Photovoltaische Solarenergie" in Bad Staffelstein gezeigt wird. "Mit dem 300-kW-Gerät haben wir unsere Produktpalette nach oben hin erweitert", erklärt Sputnik-Geschäftsleiter Christoph von Bergen. Der SolarMax 300C habe einen MPP-Bereich von 450 bis 800 Volt und einen Europäischen Wirkungsgrad von 94,8 Prozent. Alle SolarMax-Zentralwechselrichter sollen ab April 2005 in die neue C-Serie integriert werden. Dabei werden die Typenbezeichnungen an die AC-Nennleistung angepasst. Zudem will Sputnik künftig auch bei den Zentralwechselrichtern digitale Signalprozessoren für die Steuerung einsetzen. Bei den SolarMax-Stringwechselrichtern kommen diese bereits seit dem Jahr 2000 zum Einsatz. "Digitale Signalprozessoren sind flexibel in der Anwendung, kompakt im Aufbau und erreichen die höchsten Wirkungsgrade. Mit den neuen Prozessoren ist es uns gelungen, bei allen Zentralwechselrichtern der SolarMax C-Serie den maximalen Wirkungsgrad auf 96 Prozent zu erhöhen", so Christoph von Bergen.

14.02.2005   Quelle: Sputnik Engineering AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sputnik Engineering AG.

 

efc-Brennstoffzellen-Heizgeräte in der Testphase

Beta Prototyp des efc-Brennstoffzellenheizgeräts.
Beta Prototyp des efc-Brennstoffzellenheizgeräts.

Ein Einfamilienhaus effektiv mit Energie zu versorgen, heißt in der Regel: Heizen mit Brennwerttechnik und Strom separat zukaufen. Techniken zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die sich in anderen Einsatzfeldern bereits bewähren, sind für das Einfamilienhaus bislang weniger geeignet. Um diese Lücke zu schließen, entsteht im Entwicklungslabor der Hamburger european fuel cell gmbh (efc), einer Tochter der britischen Baxi Group, eine alternative KWK -Technologie: das Brennstoffzellen-Heizgerät (BZH).
 
Künftig soll es bis zu 75 Prozent des Strom- und 100 Prozent des Wärmebedarfs eines Einfamilienhauses decken - und das bei niedrigeren Energiekosten und einer Reduktion der CO2-Emission um 25 bis 50 Prozent.


Brennstoffzelle und Erdgasreformer

Die Anlagen lassen sich an das normale Erdgasnetz anschließen und stellen Wärme mit einem modulierbaren Temperaturniveau zur Verfügung. Verwendet wird dabei eine Kombination aus Niedertemperatur-PEM-Brennstoffzelle (Polymer Elektrolyt Membran) und Erdgasreformer. Der Reformer zerlegt das im Erdgas enthaltene Methan (CH4) in seine Bestandteile und generiert dabei Wasserstoff. Dieser reagiert in der Brennstoffzelle mit Sauerstoff aus der Luft, wobei Elektrizität und Wärme entstehen. Wechselrichter bereiten den elektrochemisch erzeugten Gleichstrom für die Einspeisung ins 230-V-Stromnetz auf. Eine solche PEM-Brennstoffzelle findet sich in der Beta-Unit - so heißt der BZH-Prototyp der efc.


Feldversuch Mitte 2005

Der Entwicklungsstand der Beta-Unit rechtfertige inzwischen Tests mit kompletten Anlagen, heißt es in einer efc-Pressemitteilung. Zunächst testet efc Funktion und Zusammenspiel aller Komponenten im Labor. Voraussichtlich Mitte des Jahres sollen die ersten Beta-Units den Feldversuch antreten. Energieversorger oder andere potenzielle Anwender sollen dann einbezogen werden, um ihre Anforderungen für den Folgeprototyp (der "Gamma-Unit") zu definieren. Auch das Fachhandwerk kann sich im Rahmen der Feldtests frühzeitig mit der BZH-Technik vertraut machen. Parallel simuliere efc die wirtschaftlich und ökologisch optimale Kombination der Komponenten, verschiedene Bedarfsfälle in Tages- und Jahreszeiten, sowie verschiedene Aufstellorte des BZH. Auf Basis der Simulationsergebnisse sowie der Labor- und Feldtests soll schließlich ein Gesamtsystem entstehen, das optimal auf die Bedürfnisse des europäischen Marktes zugeschnitten ist. Die Kraft-Wärme-Kopplung könnte so - wahrscheinlich schon gegen Ende dieses Jahrzehnts - Einzug in den häuslichen Kellern finden, kündigt efc an.

14.02.2005   Quelle: european fuel cell GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: european fuel cell gmbh.
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Biogas- Boom birgt Chancen und Risiken

"Das hat der Fachverband noch nicht erlebt"– mit diesen Worten kommentierte Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbandes Biogas e.V., die Jahreshauptversammlung seines Vereins vom 11. bis 14. Januar 2005 in Nürnberg.  900 Mitglieder folgten der Einladung, fast doppelt so viele wie im Vorjahr; berichtet der Verband in einer Pressemitteilung.


Verdoppelung der Anlagen bis Ende 2006

Diese Resonanz spiegle die Situation wider, in der sich die Branche seit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im August letzten Jahres befinde: Biogasanlagen seien bundesweit wie Pilze aus dem Boden gesprossen. Bis Ende 2006 rechnet der Fachverband mit einer Verdoppelung der Anlagen von derzeit rund 2.000 auf über 4.000. Viele Hersteller könnten sich vor Aufträgen kaum retten. "Für dieses Jahr sind wir komplett ausgebucht" erklärt zum Beispiel Bodo Drescher vom Hersteller MT Energie. Gerrit Holz von Biogas Nord kündigt Wartezeiten an "von zwei bis vier Monaten". Seine größten Probleme seien das nicht verfügbare Fachpersonal sowie Engpässe seitens der Zulieferer.


Es gilt, ein positives Image zu prägen

German Lewizki von der Sunbeam GmbH warnt jedoch vor unüberlegtem Handeln: "Jetzt ist es wichtig, für die wachsende Biogas-Branche ein positives Image zu prägen", sagt der Geschäftsführer des PR- und Internet-Dienstleisters aus Berlin – und verweist auf die aktuellen Probleme der Windenergiebranche, die mit negativen Pressemeldungen zu kämpfen habe. Eine aktive Öffentlichkeitsarbeit sei notwendig, um die Akzeptanz von Biogasanlagen weiter auszubauen.


Seminar zur Öffentlichkeitsarbeit für die Biogas-Branche

Vor diesem Hintergrund veranstaltet der Bundesverband WindEnergie in Zusammenarbeit mit dem Fachverband Biogas am 3. und 4. März 2005 in Hannover einen Workshop mit dem Titel "Auf gute Nachbarschaft – Erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit für die Biogas-Branche". Neben German Lewizki wird Renate Gervink vom Redaktionsbüro Gervink Redaktion+Konzept den Aufbau einer Pressemitteilung und die Pflege von Presseverteilern in praktischen Übungen erläutern. Die Veranstaltung richtet sich an Betreiber von Biogasanlagen, Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit sowie ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter in Vereinen und Verbänden.

Nähere Informationen: BWE-Service GmbH; Andrea Horbelt;
Tel.: 0541/3506033; E-Mail: mailto:a.horbelt@wind-energie.de

13.02.2005   Quelle: BWE-Service GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarstrom-Anlagenüberwachung online mit FRONIUS IG.online

Zusätzlich zur Datenvisualisierung mit dem PC-Programm „FRONIUS IG.access“ können die Werte einer Photovoltaikanlage per Internet von jedem Computer abgefragt werden, auch wenn auf diesem keine Überwachungssoftware installiert wurde.
  Die neue Dienstleistung nennt sich „FRONIUS IG.online“ und kann laut Hersteller kostenlos über die Fronius-Website genutzt werden. Mit wenigen Klicks könne sich der Besitzer der Solarstromanlage über deren Erträge informieren und diese kontrollieren, berichtet die Fronius International GmbH in einer Pressemitteilung.

Die Darstellung der Werte erfolge in übersichtlich aufbereiteten, aussagekräftigen Diagrammen. Jeder Benutzer erhalte nach der Anmeldung für FRONIUS IG.online ein eigenes Passwort und einen Benutzernamen, mit dem die Daten seiner Anlage geschützt sind. Somit bleibe der Zugriff jenen Personen vorbehalten, welche die Zugangsdaten kennen. Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.fronius.com.

13.02.2005   Quelle: Fronius International GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fronius International GmbH.

 

NRW-Kommune Rüthen: Holzfeuerungsanlage im Nahwärmenetz

Holzfeuerungsanlage.
Holzfeuerungsanlage.

Mit einer 300 kW Holzfeuerungsanlage setzt die Stadt Rüthen im Sauerland, eine der waldreichsten Kommunen in Nordrheinwestfalen (NRW), auf die energetische Nutzung der Biomasse.
 
Die 300 kW-Holzhackschnitzelfeuerung mit Schubbodenfördertechnik und ein 850 kW-Spitzenlast-Gaskessel sowie ein Nahwärmenetz mit zirka 500 Meter Leitungslänge wurden in drei Monaten installiert. Planung und Bauleitung des Projektes übernahm die Enertec Ingenieurgesellschaft mbH aus Lippstadt.

Da die Anlage im innerstädtischen Bereich gebaut wurde, ist für die Technik aus Platz- und Kostengründen kein neues Kesselhaus errichtet worden, alle Installationen einschließlich des Brennstofflagers wurden in vorhandene Liegenschaften integriert. "Dieses stellte die eigentliche Herausforderung während des Planungsprozesses dar", so Projektleiter Dipl.-Ing. Dirk Wienecke von der Enertec Ingenieurgesellschaft.

Der Holzbrennstoff wird derzeit noch über externe Lieferanten bezogen, mittelfristig ist die Holzverwertung aus dem stadteigenen Forst geplant. Neben einer deutlichen Energiekostensenkung wird über die Laufzeit der Anlage eine Kohlendioxidreduzierung von zirka 4,2 Millionen Kilogramm erwartet. 35% der Investitionssumme wurden entsprechend der Holzabsatzförderrichtlinie (Hafö) bezuschusst. Zusätzlich wurde von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Darlehen mit Teilschulderlass bereitgestellt.

13.02.2005   Quelle: Enertec Ingenieurgesellschaft mbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Enertec Ingenieurgesellschaft mbH

 

Zukunftsenergien: Erde und Sonne bieten innovative Energieversorgung

NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück testet den Brennstoffzellen-Scooter.
NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück testet den Brennstoffzellen-Scooter.

Heizen mit Erdwärme oder Holzpellets, Wohnen in Solarsiedlungen und Autofahren mit Brennstoffzellen oder Erdgas. Diese und viele weitere Themen aus dem Bereich innovativer Energietechnologien zeigt die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW auf der "E-world energy & water" vom 15. bis 17. März in der Messe Essen.
  Mehr als 20 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen präsentieren sich mit der Landesinitiative auf dem 400 qm großen NRW-Stand I - 302 in Halle 1.


Die Präsentationen reichen von der Brennstoffzelle über die Biomasse, Solarenergie und solares Bauen bis zu modernen Kraftwerkstechnologien und zur Nutzung der Energie aus der Erde. So stellen unter anderem das Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW, der Wärmepumpen-Marktplatz NRW sowie die Aktion Holzpellets ihre aktuellen Aktivitäten vor. Die Arbeitsgemeinschaft Solar NRW ist mit beispielhaften Forschungsprojekten vertreten. Und die Energieagentur NRW präsentiert das Energieberatungsmobil. Zu den Highlights am Messestand zählen eine Parabolrinne für solarthermische Kraftwerke , präsentiert von der AG Solar NRW ein elektrochemisches Rastermikroskop der Ruhr-Universität Bochum und eine Erdgas-Tanksäule der WITT-Gasetechnik GmbH aus Witten. Das Forschungszentrum Jülich präsentiert den Scooter, ein Elektrofahrzeug mit Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-System.


9. Fachkongress Zukunftsenergien am 15. März 2005

Der 9. Fachkongress Zukunftsenergien der Landesinitiative findet statt am 15. März als erste Veranstaltung der „E-world". Das diesjährige Partnerland Polen ist mit prominenten Referenten vertreten. Nach der Eröffnung durch NRW-Infrastrukturminister Dr. Axel Horstmann stehen Vorträge über "Klimaschutz und Arbeitsplätze" sowie "Die Zukunft der elektrischen Netze" auf dem Programm. NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn spricht abschließend über Zukunftsenergien aus Nordrhein-Westfalen. Nach den Vorträgen werden nachmittags vier Fachforen angeboten zu den Themen Brennstoffzellen und Wasserstoff, Geothermie, Photovoltaik und die Zukunft der elektrischen Netze.

Das komplette Kongressprogramm im Internet:
im Netz unter: http://www.energieland.nrw.de





12.02.2005   Quelle: Landesinitiative Zukunftsenergien, NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FZ Jülich.
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KfW zeichnet vorbildliche Sanierung von Wohnhäusern aus

Die KfW Förderbank zeichnet mit ihrem KfW-Award "Europäisch Leben - Europäisch Wohnen" auch 2005 wieder Hausbesitzer aus, die mit innovativen und kreativen Ideen zum Thema Wohneigentum tätig wurden. In diesem Jahr steht die Auszeichnung unter dem Motto "Umbauen statt Neubauen - Mehrwert durch Revitalisierung von Wohnimmobilien der 50er und 60er Jahre".   Die Anmeldefrist für den Wettbewerb läuft bis zum 3. April. Bewerben können sich Wohneigentümer, die ihr Haus im Zeitraum vom 1. Januar 2000 bis heute saniert oder modernisiert haben. Der Award ist mit insgesamt 27.000 EUR dotiert. Das Nachrichtenmagazin FOCUS und das ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO unterstützen die KfW als Medienpartner.


Baubestand an die heutigen Nutzungsanforderungen anpassen

"Der Schwerpunkt des Jahresthemas sind die 50er und 60er Jahre, ein Zeitabschnitt, in dem die Bedingungen für das Bauen nicht einfach waren. Daher interessiert uns besonders, mit welchen Maßnahmen und Ideen die Wettbewerbsteilnehmer den Baubestand dieser Jahre umgestalten und an die heutigen Nutzungsanforderungen anpassen konnten", erklärt Ingrid Matthäus-Maier, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe. Gerade die Häuser aus dieser Zeit machen einen erheblichen Anteil am gesamten Altbaubestand in Deutschland aus. Die KfW Förderbank möchte mit dem diesjährigen Award gezielt Bauherren auszeichnen, die sich der Bausubstanz dieser Jahre auf vorbildhafte Weise angenommen und kreative Lösungen entwickelt haben.


Spezielle Programme für den Klimaschutz

Als einer der großen Finanziers von Investitionen in Wohnimmobilien in Deutschland unterstützt die KfW Förderbank nicht nur mit diesem Wettbewerb, sondern auch mit zahlreichen anderen Maßnahmen ihr Anliegen, mehr Menschen ihren Traum vom Leben in den eigenen vier Wänden mit hohem Wohnwert zu erfüllen. So wurden
beispielsweise zu Beginn des Jahres 2005 drei neue Förderprogramme aufgelegt: "Wohnraum Modernisieren", "Solarstrom Erzeugen" und "Ökologisch Bauen". Zusätzlich bietet die KfW schon seit mehreren Jahren das bewährte KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm an, das zentraler Bestandteil des nationalen Klimaschutzprogramms der Bundesregierung ist. Daneben unterstützt die KfW mit ihrem Wohneigentumsprogramm den Neubau sowie den Kauf von selbst genutztem Wohneigentum aus dem Wohnungsbestand. Mit diesem umfassenden Programmangebot fördert die KfW das ganze Spektrum von Modernisierungs- und Energiesparinvestitionen im Wohnungsbestand bis hin zur Bildung von selbst genutztem Wohneigentum. Allein im vergangenen Jahr hat die KfW für diese Förderziele rund 190.000 Kredite über 12 Mrd. EUR zugesagt.


Ausschreibungsunterlagen im Internet / Preisverleihung am 2. Juni

Der KfW-Award richtet sich an private Wohneigentümer, die Sanierungs- bzw. Modernisierungsmaßnahmen an Häusern durchgeführt haben, die in den Jahren von 1950 bis 1969 gebaut oder nach Zerstörung im Krieg wieder aufgebaut wurden. Die Ausschreibungsunterlagen können ab dem 1. Februar im Internet heruntergeladen werden unter http://www.kfw-foerderbank.de. Sie können auch direkt angefordert werden bei der KfW Bankengruppe, Konzernkommunikation / VSb1, Palmengartenstraße 5 - 9, 60325 Frankfurt, unter dem Stichwort "KfW-Award 2005. Neben dem ausgefüllten Teilnahmebogen müssen u. a. Pläne, Fotos sowie ein erläuternder Bericht zu den einzelnen Maßnahmen mit einer Darstellung des Nutzens für den Eigentümer eingereicht werden. Weitere Kriterien für die Beurteilung der Einsendungen sind neben Architektur und Bausubstanz auch Aspekte wie Energieverbrauch und Gebäudetechnik.

Eine hochkarätig besetzte Jury unter dem Vorsitz von Prof. Hans Kollhoff, Architekt in Zürich / Berlin, mit weiteren Vertretern der Bau- und Wohnbranche, aus den Bereichen Architekten, Museen, Medien und von der KfW, wählt die Sieger aus. Die Preisverleihung findet statt am 2. Juni in der KfW-Niederlassung Berlin.


12.02.2005   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Nachhaltige Landwirtschaft: Energie vom Acker gedeiht

Rund 2.000 Jahre hat es gedauert, die Energie in fossilen Rohstoffen zu speichern, die heute von der Menschheit an einem einzigen Tag verbraucht wird. Das "Vermögen der Ölscheichs", die Vorräte an Erdöl und Erdgas sind endlich und – wenn sie einmal erschöpft sind - unwiederbringlich verloren. Demgegenüber wird bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe und daraus erzeugter Energieträger wie etwa Biogas, Biodiesel oder Bioethanol jeweils nur die Energie freigesetzt, die im Vorjahr in der pflanzlichen Substanz gebunden worden ist.  Das berichtet die Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL) in einer Pressemitteilung. Solche Kreisläufe seien kürzer und CO2-neutral: Die Landwirtschaft sei damit der einzige Wirtschaftszweig, der bei seiner Produktion CO2 binden und aktiven Klimaschutz betreiben könne, betont die FNL. Das Bild "der Landwirte als Ölscheichs der Zukunft" sei deshalb falsch. Darauf hätten die Teilnehmer einer Fachdiskussion auf dem ErlebnisBauernhof anlässlich der Internationalen Grünen Woche 2005 hingewiesen.


Ein Hektar Raps liefert bis zu 1.900 Liter Biodiesel

Die Entwicklung der letzten Jahre habe durch das seit August 2004 geltende Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einen weiteren wesentlichen Impuls erhalten. Heute werde allein in Deutschland auf etwa 800.000 Hektar Raps für die energetische Nutzung angebaut. Ein Hektar liefert bis zu 1.900 Liter Biodiesel. Damit können laut FNL im folgenden Jahr beispielsweise rund 55 Hektar Ackerfläche bewirtschaftet werden. Diese energetische Nutzung des Raps rechne sich auch wirtschaftlich: Während der Erlös für Raps im "non-food-Bereich" 1992 noch bei 8-9 Euro gelegen habe, seien angesichts der steigenden Rohölpreise heute mehr als 20 Euro pro 100 kg erzielbar.

Neben dem schon gut etablierten Biodiesel zeichne sich derzeit eine ganze Reihe weiterer, Erfolg versprechender Nutzungsmöglichkeiten ab, betont die FNL. Biogasanlagen beispielsweise für die Verwertung von Gülle und Ganzpflanzensilagen, Heizungsanlagen auf der Basis von Strohpellets und Holzhackschnitzeln und synthetische Kraftstoffe aus Biomasse (BTL = biomass to liquid).


"Heizen mit Weizen"

Aber auch das "Heizen mit Weizen", also die Verbrennung von Getreide sei zurzeit aus energetischer Sicht bereits sinnvoll und praktikabel. Es fehle nur noch die Zulassung von Getreide als Regelbrennstoff. Oft werde die ethische Frage gestellt, ob die Nahrungspflanze Getreide überhaupt als "Brennstoff" genutzt werden sollte, so die FNL. Dem hätten die Teilnehmer der Veranstaltung die bis in die Mitte des letzten
Jahrhunderts üblichen und allseits akzeptierten "Hafermotoren"
entgegengestellt: Etwa ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche sei damals für die Erzeugung des Hafers aufgewandt, der für die Fütterung der Zugpferde benötigt wurde.

12.02.2005   Quelle: Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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EU-Kommission stellt neue Klimastrategie vor

Die Europäische Kommission hat ihre Strategie zur Bekämpfung der Klimaveränderung überarbeitet. Dazu gehöre auch ein Paket von Vorschlägen für künftige Verhandlungen der EU mit Partnern über Strategien nach 2012, berichtet die Kommission in einer Pressemitteilung. Dann ende die erste Phase der Verpflichtungen im Rahmen des Kyoto-Protokolls. Die Vorschläge eröffnen laut EU-Kommission Möglichkeiten, große Emissionsverursacher wie die Vereinigten Staaten sowie Schwellenländer einzubinden.
  Die Europäische Kommission hat ihre Strategie zur Bekämpfung der Klimaveränderung überarbeitet. Dazu gehöre auch ein Paket von Vorschlägen für künftige Verhandlungen der EU mit Partnern über Strategien nach 2012, berichtet die Kommission in einer Pressemitteilung. Dann ende die erste Phase der Verpflichtungen im Rahmen des Kyoto-Protokolls. Die Vorschläge eröffnen laut EU-Kommission Möglichkeiten, große Emissionsverursacher wie die Vereinigten Staaten sowie Schwellenländer einzubinden.

"Beim Kampf gegen die Klimaänderung haben wir nicht die Möglichkeit der Wahl - er ist eine zwingende Notwendigkeit. Wir werden weiter mit gutem Beispiel vorangehen, aber wir werden auch unsere internationalen Partner weiter nachdrücklich drängen, sich an diesem Kampf zu beteiligen", sagte Umweltkommissar Stavros Dimas. "Ich bin überzeugt, dass unsere Verpflichtung, den Temperaturanstieg weltweit auf 2º C zu begrenzen, noch immer eingehalten werden kann. Außerdem können nach unseren Prognosen die Volkswirtschaften die mit dieser Strategie verbundenen Kosten durchaus verkraften“, so Dimas.

Das Dokument der Kommission für die Staats- und Regierungschefs weist darauf hin, dass der Übergang zu einer klimaverträglich handelnden Gesellschaft der EU wirtschaftliche Chancen biete und ihre Lissabon-Agenda unterstütze. Der Bericht enthält Empfehlungen für die Strategie der EU ab 2012. Dazu gehört eine breitere Beteiligung an der Reduzierung von Emissionen auf internationaler Ebene und die Einbeziehung weiterer Politikbereiche.


Der Bericht, ein Hintergrundpapier und weitere Informationen in englischer Sprache sind erhältlich unter http://www.europa.eu.int/comm/environment/climat/future_action.htm

11.02.2005   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SolarWorld AG stärkt internationales Konzerngeschäft

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) baut vor dem Hintergrund des wachsenden weltweiten Photovoltaikmarktes ihr internationales Geschäft aus. Der Konzern habe mit dem chinesischen Solarproduzenten Suntech Power Inc. einen Vertrag für die Lizenzproduktion von SolarWorld-Modulen in China geschlossen, berichtet die SolarWorld AG in einer Ad hoc-Meldung. Der neue Partner werde für die SolarWorld AG Solarstrommodule produzieren, wobei der deutsche Konzern Vormaterial und technologisches Know-how liefere.  Das Lizenzgeschäft, das für die nächsten zwei Jahre ein Volumen von rund 100 Millionen Euro habe, ergänze die konzerneigene Modulfertigung an den Standorten in Freiberg und Schweden, deren Expansion ebenfalls voranschreite.


Export soll weitere Arbeitsplätze in Deutschland schaffen

Die zusätzlichen SolarWorld-Module aus China sollen die nationale und internationale Nachfrage noch besser decken. "Der Einsatz unseres solaren Know-hows zur Fertigung von Solarmodulen in China flankiert unsere Strategie, national und international kontinuierlich zu wachsen", erläutert Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG. "Mit diesem Engagement besteht zudem die Chance, die SolarWorld auch im dynamisch wachsenden chinesischen Energiemarkt aussichtsreich zu positionieren und über den Export weitere Arbeitsplätze in Deutschland aufzubauen", so Asbeck.


Module für solares Großprojekt in Spanien

Parallel zur Verbreiterung der Modulfertigung habe der integrierte deutsche Solarkonzern einen Großauftrag für ein umfangreiches Kraftwerksprojekt in Spanien gewonnen, dem zweitgrößten europäischen Solarmarkt. Die SolarWorld AG werde an das Instituto Tecnológico y de Energías Renovables (ITER) auf Teneriffa im laufenden Jahr Solarmodule mit einer Gesamtleistung von zunächst 2,1 Megawatt (MW) liefern. Das Technologieinstitut der kanarischen Insel plant auf Teneriffa die Installation von 150 Solarkraftwerken mit insgesamt 15 MW. Das ITER-Projekt ist laut SolarWorld AG das mit Abstand größte Solarstromvorhaben in Spanien. Die Vereinbarung mit ITER mache die SolarWorld AG zu einem der größten Anbieter im spanischen Solarmarkt - eine Position, welche das Unternehmen auf Dauer sichern wolle.




11.02.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solar-Warmwasser-Sets von Teufel & Schwarz auf der ISH

Euro-Sol® FF-Fassadenkollektoren am Skirestaurant „Hoadl“.
Euro-Sol® FF-Fassadenkollektoren am Skirestaurant „Hoadl“.

Der Tiroler Hersteller von Sonnenkollektoren und Speichersystemen präsentiert auf der ISH in Frankfurt unter anderem neu entwickelte Solar-Warmwasser-Sets, die speziell auf die Anforderungen von Ein- und Zweifamilienhäusern zugeschnitten sind.
 
Wieder einmal sei Teufel & Schwarz dabei einen Solartrend zu kreieren, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Mit dem hausintern entwickelten „Solar-Set“ bringe Teufel & Schwarz ein revolutionäres Produkt für die Warmwasseraufbereitung in Ein- und Zweifamilienhäusern auf den Markt. "Gerade bei Neuentwicklungen macht sich unsere langjährige Erfahrung im In- und Ausland bezahlt. Unsere Produkte zeichnen sich allesamt durch höchste Qualität und Leistung aus", so Geschäftsführer Gerhard Schwarz.


Solar-Warmwasser-Set mit neu entwickeltem Wärmetauscher

Das System, bestehend aus „Euro-Sol® FM Kollektoren“ und dem „Euro-Accu®- BE-SSP Solarspeicher“, ermöglicht laut Hersteller eine einfache und schnelle Montage der Kollektoren inklusive der Edelstahlverrohrung und weise neben einem hervorragenden Wirkungsgrad auch eine hohe Betriebssicherheit auf. "Der speziell für die Solaranlage entwickelte Wärmetauscher im BE-SSP Brauchwasserspeicher sichert die kostenlose Solarenergie in einer noch nie da gewesenen Effizienz", berichtet Arnold Teufel, technischer Kopf des Unternehmens. Ein weiterer Vorteil sei, dass die bisher auftretenden Speicherverluste durch eine Melaminharzisolierung nahezu auf null reduziert würden.

Euro-Sol®-Kollektoren

Die speziellen Dach- (Indach- und Aufdach-), Fassaden-, Modul- und Vakuumröhrenkollektoren werden auch in maßgeschneiderten Sonderformaten geliefert. "Ein großer Vorteil besteht darin, dass wir riesige Kollektorflächen in einem Stück fertigen können. Somit kann sehr viel Geld bei Montage und Verrohrung der Solaranlage eingespart werden", weiß Arnold Teufel.


11.02.2005   Quelle: Teufel & Schwarz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Teufel & Schwarz.

 

Trittin: Umweltverbände kritisieren den Falschen

Bundesumweltminister Jürgen Trittin weist die Kritik aus Umweltverbänden an der Klimaschutzpolitik der Bundesregierung zurück. "Deutschland ist weltweit Vorreiter im Klimaschutz. Wir haben im Hinblick auf Klimagase das höchste Reduktionsziel aller Industriestaaten und sind auf dem besten Wege, dies auch zu erreichen", sagte Trittin.  Es gebe für die Kritik der Umweltverbände in Europa und im Rest der Welt wesentlich passendere Adressaten als ausgerechnet die deutsche Regierung, so der Bundesumweltminister.

Die wichtigste Grundlage für die Fortschreibung des nationalen Klimaschutzprogramms sei mit der Einführung des Emissionshandels gelegt, heißt es in der Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums (BMU). "Deutschland hat in Europa den ambitioniertesten Plan für den Handel mit Treibhausgasen vorgelegt. Denn wir sehen als einzige Reduktionen bereits in der ersten Handelperiode vor", so Trittin.


10 Millionen Tonnen CO2-Minderung durch Emissionshandel

Deutschland muss 17 Millionen Tonnen CO2 bis 2012 einsparen, um das Kyoto-Ziel zu erreichen. Mehr als die Hälfte davon, rund 10 Millionen Tonnen, sollen Industrie und Energiewirtschaft durch den Emissionshandel beitragen. Dienstleistungen, private Haushalte und Verkehr müssten also noch eine Reduktion um 7 Millionen Tonnen erbringen. "Ich bin mehr als zuversichtlich, dass wir das erreichen", sagte der Bundesumweltminister. So seien beispielsweise die jahrelang steigenden Klimagasemissionen des Verkehrs mittlerweile als Folge der Ökosteuer rückläufig. Auch der ungebrochene Trend zum Diesel werde weiter zur Senkung des Durchschnittsverbrauchs und damit zur Minderung der Klimabelastung beitragen. "Wir werden diesen positiven Trend im Nationalen Klimaschutzprogramm fortschreiben", kündigt Trittin an.



Handlungsbedarf im Gebäudebestand

Mit dem Bauministerium sind wir uns einig, dass im Gebäudebestand mehr gemacht werden muss", betonte Trittin. Zur CO2-Reduzierung im Gebäudebestand stünden derzeit mit Hilfe der Ökosteuer 360 Millionen Euro zur Verfügung.


Deutsches Kyoto-Ziel ist das ambitionierteste der Industriestaaten

Den erneut vorgetragenen Vorwurf, das so genannte Nationale Klimaschutzziel der Regierung Kohl zu verfehlen - eine Senkung der Kohlendioxidemissionen um 25 Prozent bis zum Jahr 2005 gegenüber dem Basisjahr 1990 - wies der Bundesumweltminister zurück: "Das Ziel hat bereits die Regierung Kohl im Jahr 1997 in Kyoto de facto aufgegeben. Denn dort wurden weniger ambitionierte Ziele vereinbart und diese für einen späteren Zeitpunkt. Aber schon das deutsche Kyoto-Ziel ist mit 21 Prozent Verminderung der Treibhausgase das ambitionierteste unter allen Industriestaaten", so Trittin.

10.02.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Umweltverbände nennen Trittins Umweltpolitik "substanzlos"

So scharf wie nie zuvor haben führende Umweltverbände die Klimapolitik der Bundesregierung kritisiert. In einem Brief an Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) bezeichnen die Chefs des WWF, des BUND sowie fünf weiterer Organisationen dessen Entwurf eines neuen Klimaschutzprogramms als "weitgehend substanzlos".   Das berichtet die Wochenzeitung DIE ZEIT in einer Pressemitteilung. Der klimapolitische Stillstand in Deutschland sei "alarmierend", heißt es in dem Schreiben.

Die Verbände kritisieren laut ZEIT, dass Trittin das einst von Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) gemachte Versprechen aufgegeben habe, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid bis 2005 gegenüber 1990 um ein Viertel zu senken. Selbst das schwächere Ziel des Kyoto-Protokolls (minus 21 Prozent bis 2010) drohe Deutschland zu verfehlen, monierten die Umweltverbände. Offenbar wolle Trittin "keine Konflikte mehr eingehen", zitiert die ZEIT einen der Ökofunktionäre.

10.02.2005   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Innovationspreis der deutschen Wirtschaft für PEMEAS Fuel Cell Technologies

PEMEAS Celtec® MEA für Brennstoffzellensysteme mit Reformern.
PEMEAS Celtec® MEA für Brennstoffzellensysteme mit Reformern.

Der 25. Innovationspreis der deutschen Wirtschaft 2004 für Startup-Unternehmen geht an PEMEAS Fuel Cell Technologies. Das junge Unternehmen erhält die renommierte Auszeichnung für seine weltweit führende Brennstoffzellentechnologie. Der Preis wird durch Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl am 22. Januar 2005 in Frankfurt am Main verliehen.
  PEMEAS ist nach eigenen Angaben ein weltweit führender Hersteller von Komponenten für Brennstoffzellen. Die von PEMEAS hergestellten Celtec Produkte reduzieren Kosten für Herstellung und Betrieb von Brennstoffzellen. Erst durch den Einsatz der von PEMEAS entwickelten und hergestellten Celtec Produkte werde der Einsatz von Brennstoffzellen in viel versprechenden Zukunftsmärkten möglich, so das Unternehmen.

Die mit PEMEAS-Komponenten betriebene Brennstoffzelle werde künftig beispielsweise elektronische Geräte wie Computer mit elektrischer Energie, Haushalte mit Strom und Wärme oder später LKW und PKW mit elektrischer Energie versorgen.
Dr. Horst-Tore Land, Geschäftsführer der PEMEAS GmbH, ist stolz auf die Auszeichnung: "Wir freuen uns sehr, den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft zu erhalten. Die Entscheidung der Juroren zeigt, dass unsere weltweit einzigartige Technologieposition und unser Beitrag zu Wachstum und Erfolg der Brennstoffzellen-Industrie breite Anerkennung findet."


Celtec®-Technologie für Brennstoffzellen

Bei Celtec® handelt es sich um mit Edelmetallen beschichtete Membranen (Membran-Elektroden-Einheiten bzw. Membrane Electrode Assemblies, MEAs) die es erlauben, Polymer-Elektrolyt-Membran-Brennstoffzellen (PEM) in einem breiten Temperaturbereich zu betreiben. Diese MEAs sind das Herz der Brennstoffzelle. Hier reagieren Wasserstoff und Luft zu Wasser und erzeugen dabei Strom und Wärme. Mit Celtec® würden zuverlässige, effiziente und kostengünstige Systeme möglich, die deutlich weniger Komponenten als konventionelle Brennstoffzellen benötigen. So entfalle beispielsweise die Befeuchtung der Membran. Auch die Kühlung des Systems und die Reinigung des Wasserstoffgases würden stark vereinfacht. Die hohe Betriebstemperatur erlaube den Einsatz im Wohnbereich, da zuverlässig und preiswert Strom und Wärme erzeugt werden könnten.

10.02.2005   Quelle: Pemeas GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Pemeas GmbH.

 

Europäischer Wasserstoffverband EHA verstärkt Aktivität

Im Verlauf einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung in Brüssel hat die European Hydrogen Association (EHA) beschlossen, ihre Aktivität auszudehnen und ein ehrgeiziges Programm für die kommenden Jahre in Angriff zu nehmen.   Der Verband vertritt die Ansicht, dass Wasserstoff bei der Bewältigung wichtiger sozialer Probleme wie globale Erwärmung, Luftverschmutzung und Sicherheit der Energieversorgung mitwirken kann und zur gleichen Zeit innovative Produkte ermöglicht, die für die Kunden anziehend sind. Die EHA hält es für wichtig, bei politischen Entscheidungsträgern, Meinungsführern und in der allgemeinen Öffentlichkeit für Wasserstoff zu werben.


Direkte Mitgliedschaft von Unternehmen möglich

Von seinem Brüsseler Sitz aus will der Verband neue Aktivitäten starten, um Wasserstoff allgemein bekannt zu machen, den Entscheidungsträgern die Vorteile wasserstoffgestützter Energiesysteme klar zu machen, die Arbeit der nationalen Wasserstofforganisationen in Europa zu koordinieren und die Bemühungen anderer europäischer und internationaler Organisationen auf diesem Gebiet zu unterstützen.

Um all diesen Arbeiten eine tragfähige Grundlage zu geben, hat die EHA Satzungsänderungen beschlossen, um die direkte Mitgliedschaft von Unternehmen zu ermöglichen und die Entwicklung einer finanziell gut ausgestatteten Organisation zu fördern, die sich durch eine neue Aufgabenstellung und klare Ziele auszeichnet. Die ersten neuen Mitgliedsunternehmen sind Air Liquide, Air Products, BOC, Norsk Hydro, EHN und Shell Hydrogen. Die EHA will auch weiterhin an der Erweiterung ihrer Mitgliederbasis arbeiten. Mit der neuen Mitgliederstruktur verschiebe sich der Schwerpunkt der EHA von Forschung und Entwicklung zur Beschleunigung des Einsatzes von Wasserstoff in Europa, betont der Verband.


Nationale Verbände und Unternehmen sollen eine aktive Rolle in der EHA übernehmen

"Diese neue Entwicklung in der EHA freut mich überaus sowohl für die EHA als auch für die nationalen Wasserstoffverbände in Europa, einschließlich Osteuropas. Dies ist ein wichtiger Meilenstein im Leben unserer Organisation", sagte der EHA-Vorsitzende Lars Sjunnesson. "Ich bin fest überzeugt, dass die EHA mit der Unterstützung führender Unternehmen, neuen Statuten und Zielen sowie unter einer neuen Führung schon in naher Zukunft eine entscheidende Stimme im Zusammenhang mit Wasserstoff in Europa werden wird. Alle neuen nationalen Verbände und Firmen sind eingeladen, beizutreten und eine aktive Rolle innerhalb der Organisation zu übernehmen."




10.02.2005   Quelle: Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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NRW: 6. Wärmepumpen-Wochen mit über 100 Veranstaltungen

Die sechsten Wärmepumpen-Wochen der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW vom 26.02. bis 12.03. stellen die Vorteile der Wärmepumpe als energie- und kostensparende Heiztechnik vor. Schwerpunkte sind Termine bei Handwerksfirmen und Energieversorgungsunternehmen in ganz Nordrhein-Westfalen. Der neue Aktionskalender 2005 mit mehr als 100 Veranstaltungen in über 50 Orten ist kostenlos erhältlich ab Mitte Februar über die HOTLINE
(02 11) 8 66 42 – 18. Alle Termine stehen dann auch im Internet unter http://www.waermepumpen-marktplatz-nrw.de
  4. Wärmepumpen-Fachtagung für Architekten und Bauplaner

Der Startschuss für die Tipps und Trends zur Wärmepumpe fällt schon am Valentinstag, dem 14. Februar. Zwei Wochen lang machen Hörfunkspots in WDR 2 auf die Veranstaltungen aufmerksam. Danach geht es zwei Wochen lang in mehr als 50 Städten und Kommunen in NRW inhaltlich um alle Fragen der Erdwärmenutzung. Auf dem Stand der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW in Halle 1 bei der Energiemesse "E-world energy & water" vom 15. – 17.03.2005 in Essen werden die Vorteile dieser umweltschonenden Heiztechnik ebenfalls gezeigt. Und als krönender Abschluss wird die 4. Wärmepumpen-Fachtagung für Architekten und Bauplaner am 17. März bei der "E-world" stattfinden. Partner der Landesinitiative Zukunftsenergien sind dabei wieder die Architektenkammer NRW, die Ingenieurkammer Bau-NRW, der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure mit seinem Landesverband und der VDI-GET.

"Durch die Nutzung der kostenlosen Erdwärme mit Hilfe einer Wärmepumpe und dem geringen Stromverbrauch für den Antrieb, können Bauherren mehr als die Hälfte der gewohnten Heizungskosten einsparen", so Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW. Insgesamt seien in Deutschland mehr als 80.000 Wärmepumpen installiert, davon allein 15.000 in NRW.


Informationspaket Wärmepumpe der Energieagentur NRW

Die Energieagentur NRW hält für die Aktion ein Informationspaket bereit: Die Broschüre "Wärmepumpe – Umweltwärme zum Heizen nutzen" steht Bauherrn und Modernisierern als "Ersthilfe" zur Verfügung. Die Publikation gibt es bei der Energieagentur NRW unter Tel.: (02 02) 24 55 20. Eine weitere Veröffentlichung mit dem Titel "Wärmepumpe - Systemlösung aus einer Hand" gibt Handwerkern aus den Gewerken Elektrotechnik, Sanitär und Brunnenbau Tipps, wie sie gemeinsam Kunden die beste Lösung anbieten können. Sie findet sich als Download unter http://www.ea-nrw.de (Service/Broschüren).

Den aktuellen "Marktführer Wärmepumpen-Marktplatz NRW" gibt es kostenlos bei der Landesinitiative Zukunftsenergien unter der Faxnr.: (02 11) 8 66 42 – 22 oder telefonisch bei der HOTLINE (02 11) 8 66 42 – 18. Der Marktführer informiert allgemeinverständlich über die Wärmepumpe, ihr Umfeld und über ihre vorteilhafte Anwendung. Darüber hinaus stellen sich in der Broschüre mehr als 70 kompetente Partner vor.

Weitere Informationen:

Landesinitiative Zukunftsenergien NRW

10.02.2005   Quelle: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

FVS: Bernhard Milow und Rolf Brendel neue Sprecher

FVS-Sprecher Bernhard Milow.
FVS-Sprecher Bernhard Milow.

Das Direktorium des ForschungsVerbunds Sonnenenergie (FVS) hat für das Jahr 2005 Bernhard Milow vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zum Sprecher gewählt. In dieser Funktion vertritt Milow den FVS in forschungspolitischen Angelegenheiten. Zum stellvertretenden FVS-Sprecher 2005 wurde Prof. Dr. Rolf Brendel gewählt. Er leitet als Geschäftsführer das Institut für Solarenergieforschung GmbH Hameln/Emmerthal (ISFH). Der FVS repräsentiert rund 80% der Forschungskapazität in Deutschland auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Der ForschungsVerbund Sonnenenergie ist eine Vereinigung außeruniversitärer Forschungsinstitute in Deutschland. Das Themenspektrum reicht von Solarenergie über Wasserstofftechnologie und Geothermie bis hin zur Windenergie.
 
Schwerpunkt 2005: solare Wärme

"In diesem Jahr gilt unser Augenmerk besonders der Wärme, die aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden kann. Wärme hat heute einen Anteil von fast 60% am gesamten Endenergieverbrauch in Deutschland, der noch weitgehend durch fossile Energiequellen gedeckt wird. Entsprechend groß ist hier das Potenzial zur CO2-Einsparung", betont Bernhard Milow. Dieses Marktsegment mit wachsenden Anteilen aus erneuerbaren Energien zu versorgen, sei die große Herausforderung. Wenn dies gemeinsam mit weiterer Effizienzsteigerung gelinge, könne der Bereich der Wärmeversorgung substanziell zum Erreichen der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung beitragen.


Jahrestagung im September 2005 in Düsseldorf

Um dies zu ermöglichen, habe der FVS seine Aktivität im Bereich Wärmeenergie intensiviert und werde auf der Jahrestagung am 22. und 23. September 2005 in Düsseldorf die neusten Forschungs- und Entwicklungsergebnisse vorstellen. Diese Tagung ist eine Kooperation mit der Landesinitiative Zukunftsenergien Nordrhein-Westfalen (LIZ NRW). Denn insbesondere in diesem Bundesland würden gegenwärtig Solarsiedlungen gebaut, welche die solare Wärme beispielhaft nutzen.

Als Programmbeauftragter für Energie des DLR in Köln ist Bernhard Milow zuständig für die programmatische Planung und Steuerung sämtlicher Energieforschungsaktivitäten des DLR. Außerdem ist er Geschäftsführer der DLR-Standorte Stuttgart und Lampoldshausen. Im Forschungsbereich Energie der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) vertritt er das DLR. Darüber hinaus koordiniert er die Zusammenarbeit des DLR mit der spanischen Großforschungseinrichtung CIEMAT und ist Chairman des Steering Committee der "Alliance of European Laboratories on Solar Thermal Concentrating Systems".


09.02.2005   Quelle: FVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FVS.

 

Messe CARBON EXPO 2005: enormer Ausstellerzuwachs

Für die CARBON EXPO 2005 - Global Carbon Market Fair & Conference haben sich bereits 81 Unternehmen, Gastländer und Institutionen als Aussteller angemeldet. Die weltweit einzige Messe mit Kongress für den Emissionshandel und CO2-Markt, die vom 11. - 13. Mai 2005 in Köln stattfindet, verzeichne im Vergleich zum Vorjahr (50 Aussteller) eine Steigerung um mehr als 60 Prozent, so die Veranstalter.   Die Weltbank, International Emissions Trading Association (IETA), und die Koelnmesse sehen ihr gemeinsames Konzept im Markt bestätigt. "Wir spüren deutlich, dass der Markt in Bewegung ist. Der Start des EU-weiten Emissionshandelssystems ist ein signifikanter Impulsgeber für unsere Vorbereitungen", so die Zwischenbilanz von Robert Dornau, Kongressdirektor der CARBON EXPO 2005. Auf der CARBON EXPO 2005 erwarten die Veranstalter rund 1.000 Fachbesucher (2004: mehr als 700). Bereits heute hätten sich über 400 Konferenzteilnehmer angemeldet.

Die CARBON EXPO 2005 widmet sich unter anderem den Themen Beratung, Recht, Verifizierung/Zertifizierung, Emissionshandel/Handelsplattformen/Finanzdienstleistungen, Software und Technologien. Darüber hinaus unterstützt die Weltbank die Teilnahme von 25 Gastländern darunter Chile, Indien, Indonesien, Kolumbien, Bolivien, Brasilien, Bulgarien, Ecuador, Kenia, Mexiko, Marokko, Peru, Philippinen, Rumänien, Senegal, Uganda und Uruguay. Sie stellen aktuelle Klimaschutzprojekte vor und erläutern die jeweiligen nationalen
Investitionsbedingungen.

"Damit bietet die CARBON EXPO 2005 Unternehmen eine sehr gute Gelegenheit, zu erfahren, wie und wo sie durch den Export von emissionsmindernden Technologien Emissionszertifikate und damit zusätzliches Einkommen für ihr Investment generieren können", sagte Andrei Marcu, Präsident der IETA.

09.02.2005   Quelle: Koelnmesse GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Freiburg: Solares Marketing-Training für Handwerker

Erneuerbare Energien und Altbausanierung verzeichnen seit Jahren rasant steigende Umsatzzahlen. Mit aktivem Marketing können auch Handwerker davon profitieren. Wie das funktioniert, zeigt der Solartrainer Dr. Klaus Heidler am 13./14. April im Solar Info Center, Freiburg.  Das Praxisseminar wird als Projekt MARKT-EN aus dem Klimaschutzfonds der badenova AG finanziell gefördert. Die Teilnehmer lernen, wie man in Kundengesprächen gut argumentiert und mit planmäßigem Marketing neue Kunden gewinnt.

"Besonders hilfreich waren die Beispiele für Verkaufssituationen im Rollenspiel und die Checkliste für eine eigene Marketingstrategie", sagt Rainer K., der am MARKT-EN Seminar in Offenburg teilgenommen hat. Dabei hat er seinen Marketingplan 2005 in den Grundzügen entworfen. "Einige Inhalte habe ich auch schon erfolgreich umgesetzt! Die positiven Reaktionen meiner Kunden bestätigen das und spornen mich zusätzlich an", so der Seminarteilnehmer.

MARKT-EN trainiere Marketing, das zum Handwerker passt und im Alltag einfach umsetzbar sei, betont Heidler. Inhalt des ersten Seminartages sind Grundlagen der Kommunikation und die vier Phasen eines Verkaufsgesprächs. Am zweiten Tag erstellt jeder Teilnehmer ein Marketingkonzept für den eigenen Betrieb. Speziell zum Thema „Marketing und Verkauf für Photovoltaik-Anlagen“ gibt es am 21./22. März ein eigenes Seminar im Solar Info Center. Die nächsten regulären MARKT-EN-Seminare finden im Herbst 2005 und Winter 2006 statt.

Der Trainer Klaus Heidler arbeitet nach der TAT-Methode. TAT heißt Transaktionsanalytisches Training und steht für das Ziel, die Inhalte sofort im Alltag umzusetzen. Seine Firma Solar Consulting gibt es seit 1997. Sie hat sich auf Personalentwicklung und Pressearbeit für Solarenergie und solares Bauen spezialisiert. Vorher arbeitete Klaus Heidler als Physiker am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. Das Büro befindet sich seit Januar 2004 im Freiburger Solar Info Center.

09.02.2005   Quelle: Dr. Klaus Heidler, Solar Consulting   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Sonnenhaus-Institut bietet Wanderausstellung an

Das Sonnenhaus-Institut e.V. bietet seine Sonnenhaus-Wanderausstellung für öffentliche Veranstaltungen an. Agenda-Gruppen, Umweltvereine, Kommunen und Kammern, aber auch Banken und andere Einrichtungen können die Ausstellung nutzen, um über die Möglichkeiten des Heizens mit Sonne und Holz zu informieren.   Die Inhalte reichen von den Grundlagen des solaren Bauens über Holzrahmen- und Massivbauweise, Solarwärmetechnik, Holzfeuerungen und Regenwassernutzung bis hin zu konkreten Sonnenhaus-Projekten. Interessierte Gruppen, vorzugsweise im ostbayerischen Raum können die Ausstellung tage- oder wochenweise leihen. Auf Wunsch steht Georg Dasch, Architekt und erster Vorsitzender des Sonnenhaus-Instituts, für einen Vortrag auf der Ausstellungseröffnung zur Verfügung. Ausstellungsdauer und Leihgebühr können individuell mit dem Sonnenhaus-Institut e.V. mit Sitz in Straubing vereinbart werden.


Optisch ansprechende und verständliche Darstellung des solaren Bauens

Bei den vorgestellten Projekten handle es sich in erster Linie um Gebäude, die zu 50 bis 100 Prozent solar beheizt werden. Dies sind Ein- und Zweifamilienhäuser in Holz- und Massivbauweise, aber auch ein öffentliches ganzjährig solar beheiztes Gebäude, das Naturpark-Informationshaus im Bayerischen Wald. Ein weiteres Thema ist die "Altbau-Solarisierung". In einem Beispiel wird gezeigt, wie ein Altbau aus den fünfziger Jahren zum Energiesparhaus, das zur Hälfte solar beheizt wird, umgebaut wurde. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine optisch ansprechende und verständliche Darstellung. Zahlreiche Außen- und Innenaufnahmen geben einen Eindruck von der Ästhetik solaren Bauens. Bildsequenzen ermöglichen es dem Betrachter, einzelne Bauschritte wie die Holzständerbauweise oder Kranmontage eines Großflächenkollektors nachzuvollziehen. Neben der Erläuterung in kurzen Texten geben Infografiken und Detailaufnahmen technische Sachverhalte anschaulich wieder.

Die Wanderausstellung besteht aus sieben Stelltafeln im Format 90 x 135 cm. Sie sind beidseitig bedruckt und in einen Edelstahlrahmen eingefasst. Der Platzbedarf beträgt etwa sechs Meter in der Länge und drei Meter in der Breite. Für den Transport steht eine Holzkiste zur Verfügung. Für Rückfragen und zur Terminvereinbarung steht Andreas Schuster zur Verfügung unter der Rufnummer 0 99 22 / 5007 – 20 (-0) oder per E-Mail unter info@sonnenhaus-institut.de.




08.02.2005   Quelle: Sonnenhaus-Institut e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Windkraftanlagen: EnerSys steigert Aufstellungszahlen

Der international agierende Windpark-Entwickler EnerSys GmbH habe 2004 entgegen dem allgemeinen Markttrend seine Aufstellungszahlen gesteigert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Im vergangenen Jahr seien insgesamt 42 Windenergieanlagen (WEA) mit einer installierten Leistung von 52 Megawatt (MW) errichtet und in Betrieb genommen worden. Damit habe EnerSys seine Gesamtleistung auf 240 WEA und 223 MW gesteigert.  Mit sechs Windparks in fünf Bundesländern habe EnerSys seine Position als überregionaler Projektentwickler unterstrichen.

"Wir haben unsere Aufstellungszahlen trotz der angespannten Branchensituation und entgegen dem allgemeinen Trend erkennbar steigern können", sagte EnerSys-Geschäftsführer Dr. Hartmut Brösamle. Gleichzeitig habe das Unternehmen sehr gute Voraussetzungen geschaffen, um in den kommenden Jahren kontinuierlich Windpark-Projekte im In- und Ausland zu realisieren.

Die letzte EnerSys-Anlage ging an Silvester im Windpark Liebenau in Niedersachsen in Betrieb. Dieser Windpark wurde an den Bremer Marktführer WPD AG verkauft, zu dem die Geschäftsbeziehungen in 2005 weiter intensiviert werden sollen. "WPD genießt in punkto Professionalität und Zuverlässigkeit in unseren Augen zu Recht einen hervorragenden Ruf. Wir freuen uns aus diesem Grund darüber, bereits weitere Kooperationen mit WPD fixiert zu haben“, erklärt Brösamle. Auch WPD-Vorstand Dr. Klaus Meier freut sich auf die Zusammenarbeit mit EnerSys: "Wir haben EnerSys als hochqualifizierten und absolut zuverlässigen Partner kennen gelernt, mit dem wir auch in Zukunft weitere Projekte realisieren möchten.“

Bereits im ersten Quartal 2005 sollen die Bauarbeiten für einen 12 MW- Windpark in Brandenburg beginnen. Für den weiteren Verlauf des Jahres sei die Errichtung von mindestens 50 MW in Deutschland vorgesehen. Zudem soll das Engagement im Bereich Technische Betriebsführung weiter intensiviert werden. In Kroatien habe die Tochtergesellschaft EnerSys d.o.o. die Voraussetzungen für den Bau eines Windparks mit 14 WEA an einem küstennahen Standort geschaffen. Die Verhandlungen mit potenziellen Investoren laufen laut EnerSys bereits.



08.02.2005   Quelle: Enersys Gesellschaft für regenerative Energien mbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Seminar zur öffentlichen Ausschreibung von Stromlieferungen

Seit der Änderung des Energierechts sind öffentliche Auftraggeber verpflichtet, Stromlieferungen auszuschreiben. Allerdings besäßen die meisten öffentlichen Auftraggeber bislang keine Erfahrungen mit der öffentlichen Ausschreibung von Stromlieferungen, so das Haus der Technik e. V. (Essen) in der Ankündigung eines Seminars.   Die Kenntnisse, ein öffentliches Ausschreibungsverfahren von Stromlieferungen vergaberechtlich einwandfrei zu erstellen, soll ein eintägiges Seminar vermitteln, das am 10.02.2005 in Hannover stattfindet. Neben dem korrekten Ablauf des Ausschreibungs- und Vergabeverfahrens sollen Inhalte und Umfang des Stromliefervertrages erläutert werden. Verschiedene Gestaltungsvarianten werden vorgestellt und ihre jeweiligen Auswirkungen diskutiert. Die Veranstaltung wendet sich an Leitende Mitarbeiter aus der Verwaltung und dem Gebäudemanagement öffentlicher Auftraggeber sowie an Vertriebsmitarbeiter von Lieferanten elektrischer Energie.


Inhalte und den Umfang von Stromlieferverträgen vergleichen

Stromlieferangebote, die in der Regel auf unterschiedlichen Verträgen beruhen, seien nur bedingt vergleichbar, so das Haus der Technik. Denn als Folge der besonderen Eigenschaften der Ware Elektrizität, besonders ihrer Leitungsgebundenheit, würden die Preise meist sehr unterschiedlich gestaltet. Nur wenn der öffentliche Auftraggeber bereits einen kompletten Stromliefervertrag verbindlich vorgebe, könnten vergleichbare Angebote eingeholt werden. Da die Vertragsinhalte das Ausschreibungsergebnis maßgeblich beeinflussen würden, sollten sich öffentliche Auftraggeber möglichst gründlich und umfassend über die Inhalte und den Umfang von Stromlieferverträgen informieren.


Informationsdefizite auch bei den Stromlieferanten

Nicht nur bei den Auftraggebern, sondern auch bei den Lieferanten
elektrischer Energie gebe es Informationsdefizite: Immer wieder würden Angebote abgegeben, welche die vergaberechtlichen Vorgaben nicht erfüllen und die deswegen bei der Vergabe nicht berücksichtigt werden können. Bei Kleinabnahmestellen sei bisher häufig die Auffassung vertreten worden, dass keine Ausschreibung notwendig sei. Heute würden dagegen fast alle Sonderverträge ausgeschrieben, so das Haus der Technik.

Weitere Informationen erhalten Interessierte beim Haus der Technik e.
V. unter Tel. 0201/1803-249 (Herr Hömberg), im Internet: unter http://www.hdt-essen.de



08.02.2005   Quelle: Haus der Technik e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Internetportal zu innovativen Energie-Projekten neu gestaltet

Front des Kunstmuseums Stuttgart
Front des Kunstmuseums Stuttgart.

www.energie-projekte.de, das Internetportal zu innovativen Energie-Projekten, präsentiert sich seit Anfang Februar in neuer Form und Qualität: Ein schneller Zugriff auf die aktuellsten Projekte, eine neue Suchfunktion nach Projektadressen und neue Kenndaten verbessern den Zugang zu beispielhaften Energie-Projekten. Das berichtet der BINE Informationsdienst in einer Pressemitteilung.
 
Das Portal informiert detailliert über Baukonstruktion, Energiebilanz, Kosten und Wirtschaftlichkeit der einzelnen Vorhaben. Unter www.energie-projekte.de finden sich vorbildliche Energie-Projekte: Architekten und Planer präsentieren ihre besten Referenzen. BINE steht dabei für die Auswahl der Projekte nach Energieeffizienz und Innovationsgrad und für die Qualität der Aufbereitung. Nach fast drei Jahren erfolgreichem Betrieb sei eine Modernisierung fällig gewsen. Ab sofort können Nutzer von www.energie-projekte.de die sechs neuesten Projekte direkt über die Startseite ansteuern.


Aktuelles Beispiel: Das Kunstmuseum Stuttgart.

Der Neubau, der im März 2005 eröffnet wird, ist Kern einer Neugestaltung von Stuttgarts Mitte. Er bietet Raum für Dauer- und Wechselausstellungen. Das Gebäudekonzept des kubusförmigen Gebäudes hält einige Besonderheiten bereit: Zweischalige Gebäudehaut, bestehend aus Glas und Stein, ein ungewöhnliches Lüftungskonzept mit Abluftebene im Bereich der Lichtdecke, Lamellen im Dachterrassenbereich mit Schall-, Sonnen- und Wärmeschutzfunktion etc. Die Projektdarstellung in www.energie-projekte.de enthält die kompletten Adressdaten der beteiligten Behörden, Planer und Architekten. Zu jeder Adresse wiederum können die weiteren Referenzprojekte angezeigt werden.

Informationen zum Energiekonzept des Kunstmuseums gibt es unter
www.energie-projekte.de
Weitere Projekte sowie die Neuerungen im BINE Internet-Portal finden Sie unter www.energie-projekte.de




07.02.2005   Quelle: BINE Informationsdienst   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BINE Informationsdienst. Foto: Brigida Gonzalez

 

Ökoenergiefonds: New Energy Fund legt um 35,1 % Prozentpunkte zu

Der New Energy Fund (WKN 581365) hat während des gesamten Kalenderjahres 2004 um 35,1 % an Wert zugelegt. Das berichtet die Versiko AG, Initiator des Fonds, in einer Pressemitteilung. Allein im vierten Quartal habe nochmals ein Wertzuwachs von 10,9 % erzielt werden können.  Der gesamte Wertzuwachs des Fonds im Jahr 2004 habe jenen des MSCI Welt-Energieindex (+18,9 %) um erfreuliche 16,2 Prozentpunkte übertroffen.


Erneuerbare Energien im Brennpunkt des Interesses

Die hohen Energie- und Grundstoffpreise hätten 2004 den Fokus auf erneuerbare Energien weiter verstärkt. Wesentliche Ursache sei der starke Anstieg der Ölpreise aufgrund des steigenden Energiebedarfs der beträchtlich wachsenden Ökonomien in Asien, allen voran China und Indien. Ausgelöst durch die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und hier vor allem durch die Verbesserung der Einspeisetarife für Solarstrom habe in Deutschland ein Boom eingesetzt und Solarmodule zur knappen Ware auf den Märkten werden lassen. Entsprechend gut hätten sich Mengen und Preise für die börsennotierten Solarunternehmen entwickelt, verbunden mit einer rasanten "Börsenrally" des nahezu gesamten Solarsektors, so die Versiko AG. Zu den Titeln mit der besten Performance (in EUR) im vierten Quartal zählen laut Versiko AG Solarworld (Solar; +77,9 %), BWT (Wasseraufbereitung; +39,6 %), Sunways (Solar; +38,4 %), Railpower (Eisenbahnbau; +33,2 %) und die Solar-Fabrik AG (Solar; +31,0 %).

Der New Energy Fund wurde 1999 von dem börsennotierten Düsseldorfer Finanzdienstleister Versiko AG (WKN 540868) initiiert und unter dem Dach der Sarasin Multilabel SICAV lanciert. Fondsmanager ist die Bank Sarasin, Basel. Der New Energy Fund wird exklusiv von der ÖkoRenta AG, Hilden, vertrieben. Privatanleger können den Fonds bei allen Direktbanken, Banken, Sparkassen und freien Finanzvermittlern erwerben.

07.02.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

IWR-Index: Positive Stimmung in der Branche der erneuerbaren Energien

Das Geschäftsklima in der Branche der regenerativen Energien habe sich zum Jahresbeginn 2005 merklich aufgehellt. Das geht hervor aus dem Geschäftsklima-Index des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR). Der Index stieg im Januar 2005 auf 105,3 Punkte (Dezember: 101,2).  Das günstige Branchenklima resultiere gegenüber Dezember 2004 aus dem deutlichen Anstieg des Index bei der Beurteilung der aktuellen Geschäftssituation. Die Erwartungshaltung der Unternehmen auf Sicht eines halben Jahres falle gegenüber dem Vormonat dagegen nur etwas optimistischer aus. Positiv stelle sich auch die Exportsituation beziehungsweise das internationale Geschäft dar. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Exportaussichten verbessern sich laut IWR im Januar merklich.

Verlauf des Geschäftsklima-Index der Regenerativen Energiewirtschaft und Hintergrundinformationen unter: http://www.iwr.de/geschaeftsklima


07.02.2005   Quelle: IWR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

PYRON-Wüstenprojekt soll Solarstrom für Europa liefern

Die Pyron-Tröge folgen der Sonne durch Drehung um ihre Horizontalachse.
Die Pyron-Tröge folgen der Sonne durch Drehung um ihre Horizontalachse.

Solarstrom für Europa soll künftig in Südeuropa und Nordafrika erzeugt werden. Neuartige Megakraftwerke seien durchaus geeignet, Europas gesamten elektrischen Energiebedarf zu decken, so die kalifornischen Solarentwickler PYRON-SOLAR und BOEING-Spectrolab in einer Pressemitteilung. Das erste Kraftwerk, das nach dem PYRON-BOEING-Prinzip in El Cajon bei San Diego gebaut wurde, zeige, dass Solarstrom mit Elektrizität aus fossilwärme-gefeuerten Kraftwerken konkurrieren könne.
  Wasserstoff-Produktion zur Überbrückung der Nacht

Das "Wüsten-Projekt" von PYRON sieht bevorzugt die Nutzung der ebenen Wüsten mit extremen Bestrahlungswerten von bis zu 2.850 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter in Nordafrika zur Erzeugung von Solarstrom vor. Zur Überbrückung der Nacht und der seltenen Bedeckungsstunden soll ein Teil der täglichen Elektrizitätsernte zur Wasserspaltung (Elektrolyse) eingesetzt werden. Der produzierte Wasserstoff, aber auch die achtfach größere Masse an bisher nicht verwertetem Sauerstoff, sollen zur Nachtstromerzeugung gespeichert werden. Sobald die Sonneneinstrahlung am späteren Nachmittag zur Netzversorgung nicht mehr ausreiche, sollen Wasserstoff (2H2) und Sauerstoff (O2) in einem magneto-plasma-dynamischen Generator verbrannt werden. Der Gasstrahl mit Temperaturen von über 3.300 Kelvin (thermodynamische Temperatur) erlaube Werte, die in verwirklichten magneto-plasma-dynamischen Generatoren nicht erreichbar gewesen seien, da der Stickstoffanteil der Verbrennungsluft mit erhitzt werden musste. Dieser Gasstrom soll zum Antrieb von Gasturbinen eingesetzt, die Generatoren zur Erzeugung weiterer Elektrizität antreiben. Dadurch werde ein hoher Gesamtwirkungsgrad für die Nachtstromerzeugung erreicht. Die Abgaswärme der Turbinen soll zur Heißdampfelektrolyse und anteilig zur Aufheizung des Elektrolyten im Mitteltemperatur-Hydrolyseur eingesetzt, was bei gleichem Einsatz an Solarelektrizität zu einer größeren Gasausbeute führe.

Für den interkontinentalen Elektrizitätstransport durch Hochspannungs-Gleichstrom-Leitungen lassen sich nach Auffassung der beiden Unternehmen die Erfahrungen der 1.400 km langen Verbindung zwischen dem Cabora-Bassa-Kraftwerk und Johannesburg nutzen; für den Unterwasser-Transport das Euro-Kabel und das Viking-Kabel, beide mit rund 700 MW Transport-Leistung. Zur Speisung der europäischen Stromnetze soll die Solar-Wasserstoff-Erzeugung treten, die das "Benzin von morgen" liefern soll. Wasserstoff lasse sich in Pipelines über beliebig große Strecken transportieren.

06.02.2005   Quelle: PYRON-SOLAR, BOEING-Spectrolab, pts   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: www.pyronsolar.com
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Wohn-Nebenkosten: Heizung und Warmwasserbereitung größter Posten

„Nachzahlungen wegen gestiegener Nebenkosten? Ist denn wieder alles teurer geworden?“ Solche Fragen stellen sich viele Hauseigentümer und Mieter. Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt (IEU) informiert, wie sich die Wohn-Nebenkosten zusammensetzen und welchen Anteil sie durchschnittlich haben.  In der Regel fallen unter die Wohn-Nebenkosten acht Positionen. Dabei haben Heizung und Warmwasserbereitung mit etwa 40 Prozent den größten Anteil. "Sorgt ein veralteter Kessel für Wärme im Haus, kann dieser Kostenpunkt durchaus noch größere Dimensionen annehmen", so der IEU. "Wer sparen möchte, sollte daher am besten bei Heizung und Warmwasserbereitung beginnen", empfiehlt der Initiativkreis Erdgas & Umwelt. Durch ein effizientes Heizsystem lassen sich die Verbrauchskosten für das Heizen ohne Komforteinbußen senken.

An zweiter Stelle der Nebenkosten beim Wohnen steht die Wasserversorgung mit 15 Prozent, gefolgt von Gebühren für die Entwässerung. Darauf entfallen 14 Prozent. Für Versicherungen müssen zusätzlich 13 Prozent einkalkuliert werden. Weitere Abgaben machen die Wohn-Nebenkosten komplett: für Müllabfuhr neun Prozent, Grundsteuer sieben Prozent, ein Prozent für Straßenreinigung und allgemeinen Stromverbrauch wie Treppenhausbeleuchtung.


Weitere Informationen über Möglichkeiten des Energiesparens gibt es unter anderem beim Initiativkreis Erdgas & Umwelt unter der Telefon-Nr. 0 18 02/34 34 52 (6 Cent pro Gespräch) und im Internet unter www.ieu.de.

06.02.2005   Quelle: IEU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Talisman Energy plant Offshore-Forschungsprojekt „DOWNVInD“ mit REpower 5M

Im Rahmen der Einweihung der weltgrößten Windenergieanlage REpower 5M bestätigte Talisman Energy Inc., Koordinator des von der EU geförderten „DOWNVInD“ Projektes, zwei REpower 5M für das Demonstrationsvorhaben 25 km vor der Ostküste Schottlands bei der EU-Kommission beantragt zu haben.  Der Vertragsabschluss werde für die nächsten Wochen erwartet, heißt es in einer Pressemitteilung der REpower Systems AG. Darüber hinaus sei mit der BARD Engineering GmbH eine Zusammenarbeit bei der Realisierung des Projektes BARD Offshore I vereinbart worden

"Wir haben die REpower Systems AG als Zulieferer für das Projekt DOWNVInD ausgewählt, da wir von der technologischen Kompetenz des Unternehmens überzeugt sind", sagte der Projektverantwortliche Allan MacAskill bei den Einweihungsfeierlichkeiten. Das Offshore-Demonstrationsprojekt „DOWNVInD“ soll in einer Entfernung von 25 Kilometern vor der Ostküste Schottlands in einer Wassertiefe von 44 Metern realisiert werden. Darüber hinaus sei vor wenigen Tagen die Zusammenarbeit mit der BARD Engineering GmbH bei der Entwicklung des Offshore-Projektes BARD Offshore I in der Deutschen Nordsee vereinbart worden. Die Baugenehmigung für diesen Windpark wird im kommenden Jahr erwartet.




05.02.2005   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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UmweltBank: Wachstum ungebrochen

Die UmweltBank (Nürnberg) wächst erfolgreich weiter. Die Nachfrage nach günstigen Krediten für Ökohäuser und Solaranlagen steige jedes Jahr ebenso wie die Nachfrage nach ethisch-ökologischen Geldanlagen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Über 5.000 neue Kunden habe die grüne Direktbank aus 2004 für sich gewinnen können.  Der '"Bank für die Umwelt" vertrauen nach acht Jahren Geschäftstätigkeit inzwischen mehr als 40.000 Kunden. "Unser Wachstum ist ausgewogen und grundsolide: Sowohl bei der Geldanlage als auch bei den Krediten konnten wir deutlich über 20 Prozent zulegen. Das Jahr 2004 war das bisher erfolgreichste in unserer Firmengeschichte. Und auch 2005 wird es so weitergehen", sagte UmweltBank-Vorstand Horst P. Popp.

Heute beschäftigt die Bank nach eigenen Angaben 120 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit. Der Personalaufwand sei von 2003 auf 2004 um 9,3 Prozent gestiegen. Die Bilanzsumme der UmweltBank AG habe nach vorläufigen Zahlen im selben Zeitraum um 19,5 Prozent zugelegt auf nunmehr 581 Millionen Euro (Geschäftsvolumen: 648 Millionen Euro). Der Vorsteuergewinn der UmweltBank erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 68 Prozent auf knapp 5,2 Millionen Euro.

Das Geld der Anleger fließt in Kredite für umwelt- und sozialverträgliche Projekte, zum Beispiel in Passiv- oder Niedrigenergiehäuser, Altbausanierungen oder Solaranlagen. Der Solar-Boom spiegele sich in einem Anstieg des Anteils der Solarkredite am Kreditportfolio von 15 auf 25 Prozent wider. Insgesamt fördere die UmweltBank inzwischen 3.586 Umweltprojekte deutschlandweit. Im letzten Jahr kamen 624 neue Kredite dazu. Die Kreditzusagen seien folglich um 27,6 Prozent auf 419 Mio. Euro gestiegen.


Wind- und Solarfonds

Von den Geschäftsfeldern der Bank hat die Vermögensberatung mit 35 Prozent am stärksten zugelegt. Neben einem Windfonds wurden mit großem Erfolg erstmals zwei Solarfonds und ein Genußschein für Biomasse und Offshore angeboten. Besonders gefragt war, kurz vor Änderung der Besteuerungsregelung, die ökologisch orientierte Altersvorsorge (plus 105 Prozent gegenüber 2003).


100.000 Euro für nachhaltige Projekte, auch in der Katastrophenregion Südost-Asien

"Wachstum um des Wachstums willen ist nicht das Unternehmensziel der UmweltBank. Die Gründung der Bank war kein Selbstzweck, sondern wir wollen wirtschaftlichen Erfolg mit ethischem Anspruch verbinden. Daran orientieren wir uns im täglichen Geschäft. Aus der Katastrophe, die die Welt am zweiten Weihnachtsfeiertag aus dem Alltag gerissen hat, wächst auch ein Anspruch an uns. Wir stellen deshalb eine Spende von 100.000 Euro zusätzlich zur Verfügung. Die Mittel sollen zielgerichtet nachhaltigen Projekten auch in der Katastrophenregion Südost-Asien zu Gute kommen", so Bankvorstand Horst P. Popp.

05.02.2005   Quelle: UmweltBank AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Schüler aus NRW bauen ihr eigenes Brennstoffzellenmobil

Brennstoffzellentechnik für NRW-Schüler.
Brennstoffzellentechnik für NRW-Schüler.

Der diesjährige "Fuel Cell Box" Schülerwettbewerb NRW geht in die Endrunde: 57 Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 18 Jahren steigen ein in die Umsetzung von Brennstoffzellenvisionen in spannende Realität. Mit einem Brennstoffzellen-Baukasten ("Fuel Cell Box") und einem Chassis-Bausatz wollen die Jugendlichen ein brennstoffzellenbetriebenes Transportmobil entwickeln.
 
Aus den Händen von NRW-Wissenschaftsstaatssekretär Hartmut Krebs nahmen die Schülerinnen und Schüler am 31.01.2005 im Duisburger Zentrum für Brennstoffzellen-Technik die Baukästen in Empfang.


"Rund 300 Schülerinnen und Schüler haben sich in diesem Schuljahr zur Teilnahme beworben und wollten mit der Brennstoffzellentechnologie experimentieren. Diese Beteiligung zeigt das große Interesse der Schüler an spannenden Zukunftsthemen", sagte Wissenschaftsstaatssekretär Krebs. Die Schirmherrschaft für den von der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW in Kooperation mit der h-tec Wasserstoff-Energie-Systeme GmbH durchgeführten Wettbewerb hat wie im Vorjahr Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft übernommen.

Bevor es an die praktische Umsetzung geht, mussten die Jugendlichen die Aufgabe zunächst schriftlich lösen. Auf Grundlage der eingesandten Lösungsskizzen wurden 20 Schulgruppen ausgewählt, die ab sofort die Möglichkeit bekommen, ihre schriftlich dargestellten Lösungsideen mit der "Fuel Cell Box" und dem Chassis-Bausatz der Fischertechnik GmbH in die Tat umzusetzen. Mit Ihren Vorschlägen haben die Teilnehmer bewiesen, dass die Schüler in NRW auch in den vielen neuen Feldern aus Naturwissenschaften und Technik eindrucksvolle Leistungen erbringen. "Offensichtlich hat es den Jugendlichen viel Spaß gemacht, die Brennstoffzellentechnik wissenschaftlich unter die Lupe zu nehmen. Genau das wollen wir mit dem Wettbewerb erreichen: Wir wollen bei den jungen Leuten die Neugier für Technik wecken und sie mit dieser Begeisterung zum Studium anregen. Unsere Gesellschaft braucht dringend noch mehr begeisterungsfähige und gut ausgebildete junge Menschen", betonte Krebs bei der Veranstaltung.

Den besten Schülerteams winkt je ein Wasserstoff-Brennstoffzellen-Modellauto im innovativen Design ("HyRunner GT") der h-tec Wasserstoff-Energie-Systeme GmbH. Für die Endrunde des diesjährigen "Fuel Cell Box" Schülerwettbewerbs NRW haben 16 Teams qualifiziert.



05.02.2005   Quelle: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW
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Solar-Fabrik AG meldet Rekordumsatz und -ergebnis für 2004

Die Freiburger Solar-Fabrik AG (ISIN: DE0006614712), Hersteller von Solarstrommodulen, hat nach vorläufigen Zahlen im Jahr 2004 das beste Ergebnis in ihrer Unternehmensgeschichte erzielt. Das berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung.  Der Umsatz sei 2004 um über 75% auf 52,1 Millionen Euro gesteigert worden (Vorjahr: 29,7 Mio. EUR). Damit seien die Prognosen der Gesellschaft um mehr als 3 Millionen Euro übertroffen. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte laut Freiburger Solar-Fabrik AG 1,0 Millionen Euro und habe sich gegenüber 2003 um rund 5,3 Millionen Euro verbessert. Die vorläufigen Zahlen stehen unter dem Vorbehalt des Testats der Wirtschaftsprüfer und der Zustimmung durch den Aufsichtsrat. Endgültige Zahlen will die Solar-Fabrik AG im April im Rahmen des Geschäftsberichts 2004 veröffentlichen.

04.02.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SolarWorld AG gründet Technologiezentrum für Halbleiter

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) stärkt die Forschungsaktivitäten am Standort Freiberg. Der solare Technologiekonzern will ein neues Technologiezentrum für Halbleitermaterialien (THM) in Zusammenarbeit mit zwei Industriepartnern und zwei Instituten der Fraunhofer Gesellschaft (FhG) in Freiberg gründen. Am 03.02.2005 gab die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst des Freistaates Sachsen, Barbara Ludwig, die Gründung des neuen Forschungshauses im Rahmen eines Festaktes bekannt.
 
Forschung und Entwicklung als Zeichen für Qualität

"Der Ausbau von Forschung und Entwicklung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, im Wachstumsmarkt Photovoltaik das höchste technologische Niveau zu erreichen und zu sichern. Damit unterstreichen wir unseren Anspruch auf Qualitätsführerschaft", sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. Das Technologiezentrum soll sich der Forschung und Entwicklung moderner Halbleitertechnologien widmen. Diese Aktivitäten ergänzen in idealer Weise die Forschungsarbeit der SolarWorld AG in Freiberg, so das Unternehmen. Die im neuen THM fokussierte Forschung komme unter anderem der Optimierung der eingesetzten Materialien entlang der gesamten solaren Wertschöpfungskette zugute. Mit ihren Kompetenzen auf den Gebieten Materialpräparation und -bearbeitung von Halbleitern, Kristallzüchtung, Solarzellentechnologie sowie Analytik und Charakterisierung seien die Institute der Fraunhofer Gesellschaft der ideale Partner für die Freiberger Halbleiterindustrie.


Synergien zwischen der Photovoltaik und anderen Halbleiterindustrien nutzen

"Für die Firmen der SolarWorld-Gruppe am Standort Freiberg geht mit der Gründung des Technologiezentrums ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, um Vorfeldforschung mit kompetenten Partnern zu verfolgen und Synergien zwischen der Photovoltaik und anderen Halbleiterindustrien zu nutzen", sagt Prof. Dr. Peter Woditsch, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Solar AG. Die Technische Universität Bergakademie Freiberg ist Partner des neuen Forschungsnetzwerkes. Das THM wird von den beiden Fraunhofer-Instituten betrieben. Die Finanzierung erfolge zunächst durch die beteiligten Industrieunternehmen, das Land Sachsen und durch die Fraunhofer Gesellschaft (FhG). Auf erste Projekte hätten sich die beteiligten Partner bereits verständigt, heißt es in der SolarWorld-Pressemitteilung.


04.02.2005   Quelle: SolarWorld AG gründet Technologiezentrum für Halbleiter   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Wechselrichter: SMA präsentiert Neuentwicklungen in Bad Staffelstein

Neu: Sunny Boy 3500.
Neu: Sunny Boy 3500.

Anlässlich des 20. Symposiums "Photovoltaische Solarenergie" in Bad Staffelstein präsentiert die SMA Technologie AG unter dem Motto "12 Monate – 12 Innovationen" schon jetzt einige der Produkte, mit denen die Position als Trendsetter der Branche weiter gefestigt werden soll.
  Neben vielversprechenden Neuentwicklungen, die sich vor allem durch eine weitere Optimierung des Wirkungsgrades und des Preis-Leistungs-Verhältnisses auszeichnen, haben die Anstrengungen zur Qualitätsverbesserung bei SMA in diesem Jahr höchste Priorität, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Dabei zeige die Mitte vergangenen Jahres gestartete Qualitätsoffensive, mit dem Ziel die Zuverlässigkeit der Sunny Boys noch einmal deutlich zu erhöhen, erste hervorragende Resultate.


Neue Wechselrichter

Bereits seit Ende Januar bietet die SMA Technologie AG den neuen transformatorlosen Wechselrichter Sunny Boy SB3300TL an, der neben den üblichen Modulen optimal zum Einsatz mit den neuen 6’’ und 6’’+ Zellen geeignet ist.

Mit dem Sunny Boy SB3500 wird die aus dem Hause SMA bekannte Wechselrichter-Familie nicht nur um eine neue Leistungsklasse erweitert, sondern darüber hinaus wird ein vollkommen neues Gehäusekonzept präsentiert. Neben einer veränderten Form fallen besonders die unter ergonomischen Gesichtspunkten entworfenen Bedienelemente und die in einer Aussparung am Gehäuseboden sicher untergebrachten Geräteanschlüsse auf.

Darüber hinaus komme jetzt erstmals auch in den „kleineren“ Sunny Boys das aktive Kühlsystem OptiCool® zum Einsatz, bei dem eine temperaturabhängige Drehzahlregelung gewährleistet, dass die Lüfter nur dann in Betrieb gehen, wenn es die thermischen Bedingungen erfordern, so SMA. Mit einer Ausgangsleistung von 3500 W, einer konstanten Leistungsabgabe bis 45°C Umgebungstemperatur und einem Wirkungsgrad, der im Bereich der Transformatorwechselrichter einen neuen Maßstab definiert, biete der SB 3500 neben einem ebenso schönem wie praktischen Äußeren auch im Geräteinneren innovative Detaillösungen, die in dieser Konstellation einmalig sind.


Weltweit erster elektronischer DC-Trenner

Beim Trennen der PV-Module vom Wechselrichter muss auf die sichere Ausschaltreihenfolge geachtet werden: Zuerst soll der Wechselrichter vom Netz genommen werden, bevor die PV-Module vom Wechselrichter getrennt werden dürfen. Bei umgekehrter Reihenfolge kann es zur Ausbildung eines Lichtbogens kommen, der eine irreversible Zerstörung der Steckverbindungen zur Folge hat. Der "Electronic Solar Switch" basiert gleich auf zwei von SMA patentierten Konzepten, die durch das Trennen einer Kurzschlussbrücke innerhalb des Gerätes sofort den Stromfluss unterbrechen und damit eine optimale Sicherheit im Umgang mit der PV-Anlage garantieren.


PV-Anlagenkommunikation

Aufbauend auf den langjährigen Erfahrungen mit einer breiten Palette an unterschiedlichen Datenüberwachungs- und Kommunikationseinheiten präsentiert SMA mit der Sunny WebBox und dem Sunny Portal die technologisch modernste und zugleich kostengünstigste Art der Anlagenüberwachung. Denn in dieser Kombination ergeben sich jetzt umfangreiche Möglichkeiten sowohl zur Datenerfassung und -auswertung als auch für eine aussagekräftige grafische Aufbereitung dieser Daten - via Internet von jedem PC mit Standard Internet-Browser. Darüber hinaus ist die Sunny WebBox mit sämtlichen in der Anlagenkommunikation üblichen Schnittstellen ausgestattet und zu allen SMA-Wechselrichtertypen (auch älteren Baujahres) kompatibel.


Großdisplay Sunny Matrix

Eine ganz anderes Konzept der Datenvisualisierung verfolgt SMA mit dem neuen Großdisplay Sunny Matrix. Standardmäßig in den Größen 800mm x 800mm und 800mm x 400mm ist es ein echter Blickfang, der vor allem für eine publikumswirksame Darstellung der PV-Anlagendaten gedacht ist. Für einen sinnvollen Einsatz in den unterschiedlichsten Räumen kann sowohl die Größe als auch das Hintergrundbild individuell gefertigt und den verschiedenen Gegebenheiten angepasst werden. Der äußerst geringe Stromverbrauch bei gleichzeitig hoher Performance und komfortabler Ausstattung sei erneut ein Beleg dafür, dass jede der Neuentwicklungen aus dem Hause SMA auch ein Schritt hin zu einem kostengünstigeren Einsatz der Photovoltaik ist, so das Unternehmen.

04.02.2005   Quelle: SMA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG
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FDP-Sprecherin Brunckhorst: Weltgrößte Windkraftanlage wirft Fragen auf

"Das Unternehmen REpower mit Fritz Vahrenholt an der Spitze stößt mit der 5M in neue Dimensionen der Windkrafttechnik vor. Gleichermaßen werden aber auch die Probleme der Genehmigung, des Baus und der Netzanbindung eine neue Dimension erreichen." Das erklärte die Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion für erneuerbare Energien, Angelika Brunckhorst zur offiziellen Inbetriebnahme der weltgrößten Windenergieanlage am 02.02.2005.  Man müsse sich daher auch ernsthaft mit dem Projekt des "Sea Electric Superhighway" beschäftigen, das von dem irischen Unternehmen Airtricity erdacht und in Deutschland unter anderem bereits Oldenburger ForWind-Institut vorgestellt worden sei. Desgleichen bleibe die Forderung der FDP bestehen nach der Erprobung von Erdkabeln als Alternative für Freileitungen im Höchstspannungsnetz, dort wo Bürger über die Maßen belastet würden.


"Auf die 'dena-Studie' warten wir noch immer"

"Welche Techniken oder Konzepte am Ende auch zum Einsatz kommen, sie werden die Erzeugung des Windstroms weiter verteuern", so Brunckhorst. Auf die Stromkunden kämen letztlich Kosten zu, die Bundesumweltminister Jürgen Trittin nicht gerne mit einkalkuliert wissen wolle. Deshalb lasse man sich mit einem schlüssigen Konzept zur Integration des Windstroms in das europäische Netz auch weiterhin Zeit, kritisiert die FDP-Sprecherin "Auf die 'dena-Studie' warten wir noch immer", so Brinckhorst. Die abgespeckte Fassung der Studie beschränke sich als Minimalkonsens nur noch auf einen Zeitraum bis 2015. Die nicht zu überbrückende Zerstrittenheit der beteiligten Parteien an dieser Studie habe am Ende dazu geführt, dass eine gemeinsam vorgesehene Pressekonferenz immer wieder verschoben werde. "Oder sollen zu erst möglichst viele Tatsachen geschaffen werden, bevor alle Fakten endgültig auf dem Tisch liegen?", fragt Brunckhorst.

04.02.2005   Quelle: FDP-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Informationsdienst Solarthemen erwartet lange Lieferzeiten für Photovoltaikanlagen

Wer eine Solarstromanlage erwerben möchte, wird sich auch 2005 auf Engpässe und Lieferzeiten von mehr als einem halben Jahr einstellen müssen. Dies berichtet der Informationsdienst Solarthemen in seiner aktuellen Ausgabe.  Erstmals gingen Branchenexperten für dieses Jahr davon aus, dass Rohstoffengpässe die weitere Expansion der Solarindustrie bremsen, so die Solarthemen. Die Kapazitäten zur Herstellung von Solarsilizium für Photovoltaikzellen seien weltweit begrenzt und könnten nur langfristig ausgebaut werden.

Beispielsweise werde der bedeutendste deutsche Siliziumlieferant der Solarindustrie, die Wacker Chemie in Burghausen ihre im vergangenen Jahr um 800 Tonnen ausgeweitete Produktionsmenge in 2005 nicht weiter steigern können, berichtet der Fachinformationsdienst. Die nächste Ausbaustufe, mit einer Produktionssteigerung um 1.500 Tonnen pro Jahr, werde nach Unternehmensangaben nicht vor Ende 2006 in Betrieb gehen. Bei anderen Lieferanten des Solarsiliziums sehe die Situation nicht viel anders aus: Alle würden auf Hochtouren produzieren, könnten aber die gestiegene Nachfrage der Solarindustrie derzeit nicht befriedigen.

"Erfahrene Solarfachbetriebe bekommen derzeit meist nicht so viele Solarmodule, wie sie verbauen könnten. Kunden sollten dafür Verständnis haben", rät Solarthemen-Herausgeber Guido Bröer. "Vorsicht dagegen bei Händlern und Installateuren, die in der heutigen Marktsituation mit sehr niedrigen Preisen oder schneller Lieferung locken. Hier könnte etwas mit der Qualität im Argen liegen", warnt Bröer.



03.02.2005   Quelle: Solarthemen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarbundesliga: Rettenbach ist Herbstmeister

Rettenbach am Auerberg qualifizierte sich zum zweiten Mal als Herbstmeister der Saison 2004/2005 in dem von der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) und dem Informationsdienst Solarthemen veranstalteten Kommunalwettbewerb. Das bayerische 730-Einwohner-Dorf verbesserte mit einer pro Kopf installierten Solarstromleistung von 569 Watt und fast einem halben Quadratmeter solarthermischer Kollektorfläche je Einwohner seinen Punktestand weiter.  Aber im bundesweiten Solarstromboom ist die Gruppe der ambitionierten Verfolger seit dem vergangenen Jahr stark gewachsen, so die DUH. Kastl (220 Punkte) und Wildsteig (192 Punkte) folgen auf den Plätzen zwei und drei. Eine Klasse für sich bilde der auf Platz vier in der Gesamtwertung rangierende Ort Schalkham: Mit 1,2 Quadratmetern thermischer Kollektorfläche je Einwohner führt der Ort mit weitem Vorsprung bei der Sonderwertung Solarwärme.


Freiburg weiter vor Ulm; Spitzenergebnisse in der Ortsteilliga

In der Sonderwertung der Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern baute Freiburg seinen Vorsprung mit nunmehr 12 Ligapunkten weiter aus. Zweitplazierter ist der Dauerrivale Ulm mit 9 Punkten. Bei den Städten zwischen 10.000 und 100.000 Einwohnern führt nun Bürstadt (99 Ligapunkten) vor Quierschied (90 Punkte) und Tauberbischofsheim (44 Punkte). Die wahren Stars der Solarbundesliga tummeln sich laut DUH in der Ortsteilliga. Die kleinen Weiler Berolzheim (Platz 1, 715 Punkte), Zweifelsheim (Platz 2, 648 Punkte) und Göttelborn (Platz 3, 600 Punkte) sind zu Energieexporteuren geworden. Sie ernten inzwischen von der Sonne weitaus mehr Strom als ihre Einwohner übers Jahr an Elektrizität verbrauchen.


671 Kommunen nehmen teil

In der Solarbundesliga zählen die in einem Ort installierte Solarstromleistung (Photovoltaik) und die Fläche aller Solarwärmeanlagen jeweils pro Kopf der Einwohnerzahl. Das Umweltbundesamt und das Bundesumweltministerium fördern das Projekt. Wirtschaftspartner ist das mittelständische Unternehmen alwitra GmbH. Auch die Fans Solarmax, Intersolar, IVU-GmbH und Kopf AG unterstützen das Projekt. In der laufenden Saison vergrößerte sich erneut das Teilnehmerfeld der Solarbundesliga auf mittlerweile 671 Kommunen mit zusammen über 20 Millionen Einwohnern. In der Ortsteilliga stieg die Zahl der Teilnehmer auf 356. Die Solarbundesliga sei spannend wie nie, betont die DUH- es werde ein enges Rennen um die Meisterschaft geben. Die Saison 2004/2005 endet am 1. Juni 2005. Infos: http://www.solarbundesliga.de



03.02.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Fronius verlängert Garantie aller IG-Wechselrichter

Künftig fünf Jahre Garantie auf Fronius-Wechselrichter.
Künftig fünf Jahre Garantie auf Fronius-Wechselrichter.

Ab Februar 2005 verlängert die Fronius International GmbH ihre Garantiezeit für die Fronius IG Wechselrichter. Die Garantie wird von zwei Jahren auf fünf Jahre angehoben.
 
"Ab Februar 2005 können sich Fronius-Kunden in über 20 Ländern auf eine verlängerte Garantie von fünf Jahren auf alle IG-Wechselrichter freuen", heißt es in der Fronius-Pressemitteilung.


"Damit fünf Jahre Garantie für einen Wechselrichter nicht bloß ein leeres Versprechen an den Kunden bleiben, bedarf es eines soliden, beständigen Unternehmens mit einem intelligenten Supply Chain-Management und einem ausgeklügelten Ersatzteilmanagement", so Walter Stockinger, Leiter des Fronius -Servicecenters. Wie in der PC-Branche würden vor allem Elektronik-Komponenten einem ständigen Wandel unterliegen, durch andere ersetzt oder einfach nicht mehr produziert werden. Die Kunst bestehe für FRONIUS nun in einer perfekten Lagerhaltung, um benötigte Ersatzteile garantiert an den Kunden weiterreichen zu können. Das Unternehmen existiere seit über 60 Jahren und sei seit 11 Jahren sehr erfolgreich mit seinen Wechselrichtern am Markt. Die Sicherheit, die Fronius mit dieser langjährigen Erfahrung seinen Kunden bietet, wird durch die verlängerte Garantie nun sozusagen auch schriftlich festgemacht.


03.02.2005   Quelle: Fronius International GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fronius International GmbH.
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Sunways AG spendet für "Ärzte ohne Grenzen"

Mit einer Spende in Höhe von 5.000 Euro unterstützt die Konstanzer Sunways AG, Hersteller von Solarzellen und Solarwechselrichtern, das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe, das seit dem verheerenden Seebeben in Südasien vor Ort Hilfe leistet.   Seit dem Seebeben am 26. Dezember 2004 sind zahlreiche Hilfsorganisationen in der Krisenregion Südasiens im Einsatz, um den von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen zu helfen. Sie benötigen vor allem finanzielle Unterstützung für die Versorgung der Menschen mit Medikamenten, Nahrungsmitteln, Wasser und Unterkünften.

Die Konstanzer Sunways AG ist dem Spendenaufruf von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer gefolgt und hat 5.000 Euro an die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" überwiesen. Laut Vorstand Roland Burkhardt wird die Sunways AG das Jahr 2004 mit einem Rekordergebnis in der Firmengeschichte abschließen. Seine Mitarbeiter und er möchten auf diesem Wege etwas von dem Erfolg an diejenigen weitergeben, die alles verloren haben. "Wir haben selbst Mitarbeiter aus über 20 verschiedenen Ländern. Da ist es Pflicht, auch einmal über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken. Wir hoffen, dass möglichst viele nachziehen", so Burkhardt.



03.02.2005   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Union und SPD streiten über Atomausstieg

Die Forderung der deutschen Wirtschaft, die Restlaufzeiten von Kernkraftwerken in Deutschland zu verlängern, hat eine heftige Kontroverse zwischen der Bundesregierung und der Opposition ausgelöst. Atomausstieg und Klimaschutz seien nicht vereinbar, erklärte der umweltpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Peter Paziorek (MdB). Das Gerede vom Ausstieg aus dem Ausstieg sei verantwortungslos und kurzsichtig, konterte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Mueller.
 
Union: Verlängerung der Restlaufzeiten sinnvoll und notwendig

Ohne eine weitere Nutzung der Kernenergie werde Deutschland die langfristigen Klimaschutzziele nicht erreichen können, heißt es in der Pressemitteilung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Eine Verlängerung der Restlaufzeiten von Kernkraftwerken sei deshalb sowohl aus ökologischen als auch aus ökonomischen Gründen sinnvoll und notwendig. Die Nutzung der Kernenergie spiele in Deutschland immer noch eine wichtige Rolle. Rund 30 Prozent der Stromerzeugung stamme aus Kernkraftwerken. Die Kernenergie sei damit neben der Braun- und Steinkohle der wichtigste Stromlieferant. "Bisher hat Trittin keine Antwort auf die Frage, wie die Stromerzeugung aus Kernenergie ökologisch und ökonomisch sinnvoll ersetzt werden soll.", so Paziorek.

Ein Ersatz durch konventionelle Energieträger, wie Kohle und Gas, würde zu einer deutlichen Erhöhung des CO2-Ausstoßes führen und damit den international vereinbarten Klimaschutzzielen zuwiderlaufen, betont die Union. Gleichzeitig sei ein Ersatz durch Erneuerbare Energien, trotz eines schnell ansteigenden Anteils, auf absehbare Zeit nicht möglich. Dazu seien die Erneuerbare Energien technisch zu wenig ausgereift und zu weit von der Wettbewerbsfähigkeit entfernt.


SPD: Energieeffizienz und -einsparung plus Einstieg in die solare Wirtschaft

"Wer den Ausstieg aus dem Atomausstieg probt, wird sich wundern", kündigt SPD-Sprecher Müller an. Wer Vereinbarungen nach eigenem Belieben einseitig wieder aufhebe, falle als Verhandlungspartner künftig aus. Wer knapp fünf Jahre nach der Vereinbarung und ohne neue Fakten trotzdem auf einmal eine neue Geschäftsgrundlage erkenne, habe nie die Absicht gehabt, eine tragfähige Vereinbarung zu schließen.

Alle Beteiligten hätten gewusst, dass man die Atomkraftwerke wenigstens teilweise ersetzen müsse, erinnert Müller. Zudem würden sich die vereinbarten Laufzeiten am Rande der technischen Lebensdauer bewegen, wie die Erfahrungen mit Reaktorstilllegungen zeigten. Nominelle Laufzeitverlängerungen würden nichts nützen und im Zweifel nur zu erhöhtem Gefahrenpotenzial führen. Weiter hätten alle Beteiligten die klimapolitischen Verpflichtungen gekannt, die Deutschland zu verstärkter Energieeffizienz und -einsparung zwingen würden. Die entsprechende Strategie der Bundesregierung befinde sich derzeit in der Überarbeitung. "Die Wirtschaft wäre daher gut beraten, daran konstruktiv mitzuwirken", so Müller.

Die Atomenergie löse kein energiepolitisches Problem, unterstreicht Müller. Angesichts der Herausforderungen in den Bereichen Versorgungssicherheit, Preisgünstigkeit und Umweltschutz gehe es um Vermeidung und den Einstieg in die solare Wirtschaft. Atomkraft sei dagegen höchst ineffizient und könne das Klimaproblem nicht lösen.

02.02.2005   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag; SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Sunways AG verkauft 80 Prozent der Solarzellenproduktion an Solarwatt

Die Sunways AG (Konstanz, ISIN DE0007332207) hat mit der Solarwatt GmbH (Dresden) einen Liefervertrag für Solarzellen abgeschlossen. Das berichtet das Unternhemen in einer Ad-hoc-Meldung.   Der Vertrag umfasse die Lieferung von 16 Megawatt mono- und multikristallinen Sunways-Solarzellen im Jahr 2005. Dies entspreche zirka 80 Prozent der Solarzellenproduktion des Konstanzer Unternehmens.

Die Sunways AG entwickelt und produziert Solarzellen auf Siliziumbasis und trafolose Solar-Inverter. Zweites Geschäftsfeld ist die Planung und Realisierung von Solaranlagen für Projektträger, den Groß- und Elektrohandel sowie die Vermarktung von Solarmodulen durch ihr Tochterunternehmen MHH Solartechnik GmbH in Tübingen. In weltweiter Exklusiv-Lizenz fertigt und vertreibt die Sunways AG ihre transparente Sunways Solar Cell.

Die Solarwatt GmbH mit Sitz in Dresden fertigt seit 1993 Solarmodule aus kristallinen Siliziumzellen in Laminiertechnologie. Am 23.01.2004 hat die Solarwatt GmbH ihre vierte Produktionslinie eingeweiht und die Fertigungskapazität auf 23 Megawatt (MWp) ausgebaut. Das Unternehmen beschäftigt rund 200 Mitarbeiter.


02.02.2005   Quelle: Sunways AG, Solarwatt GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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3sat-Zukunftsmagazin "nano" fragt: Kyoto in Kraft – Klima kaputt?

Die japanische Stadt Kyoto ist zu einem Symbol geworden und seit acht Jahren in aller Munde: Das so genannte Kyoto-Protokoll, das 1997 verhandelt worden ist, um die "gefährliche Störung des Klimasystems" zu verhindern, tritt am 16. Februar 2005 in Kraft, das globale Klima werde es aber nicht verbessern. So kündigt das 3sat-Zukunftsmagazin "nano" einen Schwerpunktbericht an, der zeigen soll an welchen Stellen das Protokoll immer wieder entschärft worden ist. 
"nano" berichtet, welche Rollen die großen Staaten USA und Russland im Kyoto-Prozess spielen, blickt in die Zukunft, und fragt, was als nächstes geschehen müsste, damit das Weltklima nachhaltig entlastet werden könnte.

1997 sei die Welt zuversichtlich gewesen, mit dem Kyoto-Protokoll ein Instrument zu haben, das den Ausstoß von Klimagasen deutlich reduzieren könnte. Viel übrig geblieben sei nicht von den damaligen Ansprüchen und Selbstverpflichtungen, stellt "nano" fest. Noch bevor das Kyoto-Protokoll offiziell in Kraft tritt, werde sogar der Ruf nach einem "Kyoto-2" immer lauter, und die Frage, was nach 2012 passieren soll. Denn um die Unterschrift des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu erhalten, hätten große Zugeständnisse gemacht werden müssen, nachdem ohnehin schon zahlreiche Änderungen und Nachträge das Protokoll verwässerten. So soll künftig das wichtigste Ziel sein, die Unterstützung der USA ohne weitere Kompromisse zu erhalten, betont das 3sat-Zukunftsmagazin.

Anja Bergerhoff moderiert die Sendung, die ausgestrahlt wird am Mittwoch, 16. Februar 2005, 18.30 Uhr.



02.02.2005   Quelle: 3sat   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Hilfsaktion: 300 weitere Solarkocher für Sri Lanka

Aufbau eines Solarkochers der ersten Hilfslieferung.
Aufbau eines Solarkochers der ersten Hilfslieferung.

Die gemeinnützigen Entwicklungshilfe-Gruppe "EG Solar" e. V. hat bereits am 05. Januar 50 Solarkocher nach Sri Lanka verschickt. 300 zusätzliche Solarkocher sollen innerhalb der nächsten Wochen versendet werden, berichtet der Verein.
 
Rolf Gellweiler, ein langjähriges Mitglied der EG Solar, hat die ersten Kocher in Colombo in Empfang genommen und wird noch drei Monate in Sri Lanka bleiben, um sich der Einführung der Solarkocher zu widmen. Benötigt werden die Solarkocher zum Abkochen von verseuchtem Wasser zur Trinkwassergewinnung und für die Zubereitung von Mahlzeiten. "Wir wussten damals noch nicht genau, wie viel Geld wir zusammenbekommen. Es hat sich jedoch schnell herausgestellt, dass die Spendenbereitschaft groß war. Somit war die Finanzierung der ersten 50 Kocher gesichert", erläutert Christine Savage von der EG Solar.

Die Solarkocher werden vor Ort montiert und das Gestell mit einer speziellen Farbe gestrichen. Zwei Personen bauen einen Kocher pro Tag auf und streichen ihn, berichtet der Verein, der seine Aktion als nachhaltige Hilfe begreift. Diese Kocher würden auch in vielen Jahren noch Energie liefern. Die EG Solar arbeitet in Sri Lanka mit der Hilfsorganisation EMACE zusammen, welche gemeinsam mit Gellweiler die Verteilung der Solarkocher übernimmt. Es ist vorgesehen, dass die einheimischen Frauen im Umgang mit dem Solarkocher unterrichtet werden und auch mit dem Kochen von einheimischen Gerichten vertraut gemacht werden.


Benefizveranstaltung mit Sterne-Köchen soll weitere Mittel bringen

Am 13. Februar lädt die EG Solar zu einem Benefizmenü in den Räumen der Hypo Vereinsbank in München. Dort werden renommierte Sterne-Köche aktiv. Der Erlös der Veranstaltung wird für Hilfe in den von der Flutwelle betroffenen Gebieten verwendet. Das Menü kostet 98 Euro. Die Veranstaltung findet statt am 13.02.2005 in der Kantine der HypoVereinsbank am Tucherpark 16, in der bis zu 750 Münchner Platz finden.

Mit raffinierten Gerichten werden die Kochstile unterschiedlichster Köche in dieser einzigartigen Veranstaltung zusammentreffen. Die Gäste können sich ein individuelles 4-Gänge-Menü zusammenstellen und mit den Köchen fachsimpeln. Nicht zuletzt erfahren sie viel über die Arbeit des Vereins EG-Solar und der Tamils Rehabilitation Organisation ( TRO ). TRO wurde 1985 als Tamilische Selbsthilfegruppe gegründet, und ist als gemeinnütziger Verein eingetragen. Die TRO betreibt verschiedene Regionalniederlassungen in Sri Lanka, und engagiert sich neben der akuten Soforthilfe vor allem mit Kinder- und Ernährungsprogrammen.
Weitere Informationen unter http://www.kochschule-wirtschaftswunder.de/benefizmenue/



02.02.2005   Quelle: EG Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EG Solar
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Nordhessische Solar-Patenschaft: Landkreis Kassel und SMA Technologie AG kooperieren

Solarstrom für ländliche Gebiete.
Solarstrom für ländliche Gebiete.

Die "Solarpatenschaft Nordhessen – Sri Lanka" kommt mit großen Schritten voran. Neben der vereinbarten Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Kassel und der SMA Technologie AG werden auch die Berufsschulen Hofgeismar, Wolfhagen und Kassel-Oberzwehren in die Aktion eingebunden. Ziel der langfristig angelegten Hilfsaktion ist die Versorgung von der Flutkatastrophe betroffener Gebiete mit Solarstrom.
  Wie der Kasseler Landrat Dr. Udo Schlitzberger und SMA-Vorstand Günter Cramer gegenüber der Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) sagten, soll ein Dorf in einer Provinz in Sri Lanka mit dem Solarsystem "Sunny Island" mit Strom und Wasser versorgt werden. So könne bis zu 1.000 Menschen geholfen werden. Die SMA Technologie AG hat bereits etliche Projekte zur Elektrifizierung ländlicher Gebiete durchgeführt beispielsweise in China und Uganda.


Die von dem Kasseler Oberbürgermeisterkandidaten Bertram Hilgen und dem Landrat Dr. Udo Schlitzberger angestoßene Initiative plant auch, junge Menschen aus dem Katastrophengebiet nach Nordhessen einzuladen, damit diese an den regionalen Berufsschulen Qualifikationen in Sachen Sonnenenergie erwerben können. Der Landkreis Kassel hat ein Spendenkontonummer für die Solarpatenschaft eingerichtet bei der Kasseler Sparkasse; BLZ 520 503 53; Kontonummer: 21 388 73; Kennwort: Solar-Patenschaft/Fluthilfe.

Fabio Longo, Vellmarer Stadtverordneter und einer der Initiatoren der Solar-Patenschaft, freut sich über das wachsende regionale Engagement: "Die Initiative des ehemaligen nordhessischen Regierungspräsidenten Bertram Hilgen bleibt keine Vision. Der Landkreis Kassel und die SMA Technologie AG gehen mit einem hervorragenden Konzept voran. Auch die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Vellmar hat am 31. Januar 2005 beschlossen, sich an Initiativen des Landkreises und der regionalen Wirtschaft zu beteiligen. Es zeigt sich, dass die Solarregion Nordhessen bei der Wiederaufbauhilfe für Sri Lanka zusammensteht - Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Und es ist gut, dass auch die Stadt Kassel überlegt, sich an der Initiative zu beteiligen. Das würde dem Projekt einen deutlichen Schub geben".




02.02.2005   Quelle: Landkreis Kassel, HNA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA
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Trittin weiht weltgrößte Windenergieanlage ein

REpower 5M.
REpower 5M.

Die für Mittwoch, den 2. Februar 2005, geplante Einweihung der weltgrößten Windenergieanlage REpower 5M findet wie geplant ab 15.00 Uhr in Brunsbüttel statt. Wegen der kurzfristigen Absage von Bundeskanzler Gerhard Schröder, der Termine in Berlin wahrnehmen muss, wird Bundesumweltminister Trittin den automatischen Betrieb der Anlage starten.  
Der Bundesumweltminister weiht die Anlage gemeinsam ein mit dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftminister Dr. Bernd Rohwer sowie dem Vorsitzenden des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Bundesforschungsminister a. D. Dr. Volker Hauff. Das berichtet die Repower AG in einer Pressemitteilung.


Die größte Windenergieanlage "REpower 5M" hat bereits einige tausend Kilowattstunden in das Stromnetz eingespeist. Die Nennleistung der WEA beträgt 5.000 Kilowatt. Dabei dreht sich der Rotor mit einem Rekorddurchmesser von 126 Metern zirka sieben bis 12 mal pro Minute. Am Onshore-Teststandort Brunsbüttel soll die REpower 5M rund 17 Millionen Kilowattstunden produzieren. Damit kann sie Strom für rund 4.500 Drei-Personen-Haushalte erzeugen.

01.02.2005   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Repower AG.
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renewables2004: Auswertung des internationalen Aktionsprogramms vorgelegt

Durch den Ausbau erneuerbarer Energien werden sich im Jahr 2015 die globalen Kohlendioxid-Emissionen um 1,2 Milliarden Tonnen - mehr als der gesamte CO2-Ausstoss Deutschlands im Jahr 1990. Dies ist das Ergebnis der Auswertung des internationalen Aktionsprogramms, das im Juni letzten Jahres auf der Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien - renewables2004 – beschlossen wurde.   Im Rahmen des internationalen Aktionsprogramms haben Regierungen, internationale Organisationen, Finanzierungsinstitutionen, Unternehmen, Verbände und viele andere ihre Bereitschaft untermauert, erneuerbare Energien in den nächsten Jahren zu fördern und die dringend notwendige Energiewende voranzutreiben. Die unterschiedlichen Beiträge reichen von konkreten Ausbauzielen über die Gestaltung von Rahmenbedingungen bis hin zur Intensivierung von Forschung und Entwicklung.


Bis zum Jahr 2010 soll ein Zehntel des chinesischen Strombedarfs aus Sonnen-, Wind- und kleineren Wasserkraftwerken gedeckt werden.

In der nun vorliegenden Analyse, werden die knapp 200 Aktionen des Programms ausgewertet. Mehr als 100 der Beiträge sind durch einzelne Regierungen eingereicht worden. Fast 30 Staaten der Welt haben konkrete Ausbauziele benannt. Die im Hinblick auf die Senkung des CO2-Ausstosses wirksamste Einzelaktion sei die Ankündigung Chinas, bis zum Jahr 2010 ein Zehntel seines Strombedarfs mit Sonnen-, Wind- und kleineren Wasserkraftwerken zu erzeugen, so das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. Die dazu vorgesehenen neuen Kapazitäten entsprächen rund 200 Kohlekraftwerken. Zum weltgrößten Produzenten geothermischer Energie wollen die Philippinen avancieren: Bis zum Jahr 2013 werden sie ihre Stromproduktion aus Wasserkraft, Solarenergie und Geothermie verdoppeln.


EEG soll 42 Millionen Tonnen CO2 einsparen

Für Deutschland soll das im Erneuerbare-Energien-Gesetz fixierte Ausbauziel von 20 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien bis 2020 schon im Jahre 2015 dazu beitragen, 42 Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Die Bundesregierung setzte sich für eine Überprüfung des internationalen Aktionsprogramms im Rahmen der Nachhaltigkeitskommission der UN (Commission on Sustainable Development) ein. Dies soll bei einer Konferenz in China Ende 2005 vorbereitet werden, so das BMU.

Die Auswertung sowie das gesamte Aktionsprogramm sind abrufbar unter