Solar News Archiv März 2005

 


 

Sunways AG meldet bestes Jahresergebnis in der Unternehmensgeschichte

Blick durch transparente Sunways-Solarzellen
Blick durch transparente Sunways-Solarzellen

Die Sunways AG, Konstanz, (ISIN DE0007332207, ISIN DE000A0BNPN0) hat im Geschäftsjahr 2004 das beste Jahresergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt. Der Umsatz stieg nach Angaben des Unternehmens um nahezu 73 Prozent. Im laufenden Jahr soll der Umsatz erneut um einen zweistelligen Prozentsatz wachsen, so die Sunways AG in einer Pressemitteilung.  Im Geschäftsjahr 2004 erzielte die Sunways AG einen Umsatz von 66,9 Millionen Euro (Vorjahr: 38,7 Mio. EUR) und ein Ergebnis vor Zins und Steuer (EBIT) von 3,1 Millionen Euro (Vorjahr: minus 2,1 Mio. EUR). Der Konzernjahresüberschuss betrug 1,6 Millionen Euro (Vorjahr: minus 1,6 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie liegt bei 0,16 Euro (Vorjahr: minus 0,17 Euro).


Solarbranche profitiert von der EEG-Novelle

Zum 31. Dezember 2004 beschäftigte Sunways 117 Mitarbeiter (Vorjahr: 108). 32 Prozent des Umsatzes stammen aus dem Geschäftsfeld Solarzellen (Vorjahr: 39 Prozent), 68 Prozent aus dem Systemgeschäft (Vorjahr: 61 Prozent). Laut Sunways-Vorstand Roland Burkhardt profitierte die gesamte Solarbranche im Jahr 2004 von der Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und der Auflösung des Investitionsstaus, der sich nach dem Auslaufen des 100.000 Dächer-Programms im Sommer 2003 aufgebaut hatte. Aufgrund der großen Nachfrage seien die Produkte des Unternehmen bereits bis zum Jahresende 2005 ausverkauft.


Tochterfirma MHH steigert Umsatz um 80 %

Sunways hat seine Kapazität im Werk Konstanz im Jahr 2004 von 12 auf 16 Megawatt (MW) ausgebaut. Wichtiger Umsatzträger war unter anderem der Wechselrichter „Sunways Solar Inverter“, von dem 4.800 Geräte im Jahr 2004 verkauft wurden. Die Tochterfirma MHH Solartechnik GmbH mit Sitz in Tübingen gehört laut Sunways AG weiterhin zu den zehn größten Systemhäusern für Solartechnik in Deutschland. Das Unternehmen habe im Berichtsjahr einen Umsatzzuwachs von 80 Prozent gegenüber 2003 erzielt und einen Marktanteil von zirka fünf Prozent verzeichnet. Ein neues Vertriebsbüro in München stellt seit April 2004 die Kundenbetreuung in Bayern, Österreich und der Schweiz sicher.


Neue Solarzellenfabrik in Thüringen

Der Bau der neuen Solarzellen-Produktionsstätte in Arnstadt / Thüringen mit einer Kapazität von 30 Megawatt schreitet nach Angaben des Unternehmens planmäßig voran. Die Sunways Production GmbH werde die Produktion in der zweiten Jahreshälfte 2005 aufnehmen. Sunways hat sich zum Ziel gesetzt, den Umsatz im Jahr 2005 erneut um einen zweistelligen Prozentsatz zu steigern, den Vertrieb in Spanien auszubauen und sich verstärkt als Spezialist für die Produktion von Sonderzellen zu positionieren.

31.03.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG

 

Neue Branchenfibel der Windindustrie in Deutschland

Die neue Veröffentlichung "Die Windindustrie in Deutschland" stellt Hintergründe zur Windenergie sowie Daten, Potenziale und Unternehmen vor. Die Broschüre und die dazugehörige Website www.deutsche-windindustrie.de entstanden auf Initiative der Fachverbände "VDMA Power Systems" und Bundesverband Windenergie e.V.  Die Branchenfibel zeigt unter anderem, wo Arbeitsplätze entstehen, über welche Exportpotenziale Anlagenhersteller verfügen und wie auch traditionsreiche mittelständische Unternehmen von der Windenergie profitieren. Infografiken und Fotos aus der industriellen Produktion, der Montage und dem Betrieb von Windenergieanlagen vermitteln ein Bild vom Entwicklungsstand der Branche.

Die Broschüre hat zwei Teile. Der erste Teil liefert Zahlen und stellt Zusammenhänge dar. Dazu gehören Marktentwicklung, Wirtschaftlichkeit und Technologie. Im zweiten Teil präsentieren sich Hersteller kompletter Anlagen, Zulieferer wie Gießereien und Maschinenbau-Unternehmen sowie Dienstleister mit ihren wirtschaftlichen Rahmendaten. Entwickelt, produziert und herausgegeben wurde die Publikation von der Sunbeam GmbH und der Solarpraxis AG in Berlin.

Die Broschüre kann zum Preis von 10 Euro inklusive Versandkosten bestellt werden unter http://www.deutsche-windindustrie.de.

31.03.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Experte: Demokratie lässt Ölpreis steigen

Mehr Demokratie in den Ölländern des Nahen Ostens wird den Ölpreis steigen lassen. Diese Ansicht vertritt der Osnabrücker Professor für Politik und Wirtschaft, Mohssen Massarrat, in der ZEIT. Obwohl die Ölressourcen knapper geworden seien, sei der reale Ölpreis heute niedriger als vor 20 Jahren, heißt es in der ZEIT-Pressemitteilung.  Der wichtigste Grund dafür sei das Demokratie-Defizit in den Golfstaaten, der Region mit den größten Ölvorräten.


Marktgesetze gelten nur in souveränen Staaten

Die Marktgesetze könnten sich nur entfalten, wenn alle Marktteilnehmer in der Lage seien, souverän zu handeln, schreibt Massarrat. Diese Souveränität sei untrennbar mit der Demokratie verbunden. Tatsächlich hätten aber die Öleigentümerstaaten ihre Souveränität als Marktteilnehmer bis Anfang der 1970er Jahre an eine Hand voll multinationaler Ölkonzerne übertragen. Auch danach habe eine Demokratisierung mit offenem Parteienwettbewerb um den besten Weg zur Nutzenoptimierung aus dem Ölgeschäft nicht stattgefunden.


Ausbau von alternativen Energietechnologien geboten

Wirklich unabhängige Parteien in demokratisierten Ölstaaten würden sowohl neue Ölmengen- und Ölpreisstrategien als auch die Verringerung der eigenen Abhängigkeit von Öleinnahmen zu zentralen Wahlkampfthemen machen, prognostiziert Massarrat. Dies bewirke "am Ende Ölverknappung statt Überproduktion". Der zu erwartenden Ölpreissteigerung könne nur der Ausbau von alternativen Energietechnologien Grenzen setzen. Aller Wahrscheinlichkeit nach werde der Ölpreis "langfristig deutlich über 50 US-Dollar pro Fass"
liegen.

Der komplette Beitrag erscheint in der ZEIT Nr. 14 vom 31. März 2005.

31.03.2005   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarthemen: Solarstrom kommt überwiegend vom Dach

Von acht Kilowattstunden Solarstrom werden sieben auf Dächern geerntet, berichtet der Informationsdienst Solarthemen in einer Pressemitteilung. Im Solarboom des vergangenen Jahres seien nur 12 bis 15 Prozent der in Deutschland neu installierten Photovoltaikleistung in Freiflächenanlagen errichtet worden.  Diese Zahl nennen die Solarthemen in ihrer neuesten Ausgabe unter Berufung auf ein Monitoring-Projekt des Bundesumweltministeriums.


Kleinere Verdienstspannen für Freilandanlagen

Nach Einschätzung des Branchenblattes dürfte der Anteil der Freilandanlagen, der im vergangenen Jahr aufgrund der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) leicht gestiegen war, schon im laufenden Jahr wieder merklich sinken. Hintergrund sei zum Einen die im EEG verankerte fünfprozentige Degression der Vergütungssätze für Strom aus Freilandanlagen. So sei der Preis für Kilowattstunden aus neuen Dachanlagen am 1. Januar auf 51,3 bis 54,53 Cent je Kilowattstunde (kWh) gesunken, für Freilandanlagen beträgt er nun nur noch 43,42 je kWh. Die Verdienstspannen seien somit angesichts leicht gestiegener Solarmodulpreise gerade in diesem Segment stark geschrumpft.


Verfügbarkeit von Solarmodulen steigt

Zum Anderen sei am Markt zu beobachten, dass Hersteller auf Grund des derzeitigen Nachfrageüberhangs ihre knappen Solarmodule lieber zu höheren Preisen und aus Interesse am Aufbau stabiler Lieferbeziehungen an Handwerker verkauften als sie zum Bau großer Solarparks an knapp kalkulierende Fondsgesellschaften abzugeben, so die Solarthemen. Insgesamt erwarten die Solarthemen, dass sich die Verfügbarkeit von Solarmodulen für Handwerksbetriebe und damit für private Kunden trotz der Siliziumknappheit schon im laufenden Jahr leicht verbessern wird.

In Deutschland können Solarstromanlagen nach dem EEG im Freiland nur auf Flächen gebaut werden, für die Kommunen entsprechende Bebauungspläne aufgestellt haben. Ein Großteil dieser bis zu fünf Megawatt (MW) starken Solarkraftwerke ist auf Konversionsflächen wie ehemaligen Deponien, Dämmen und Industriebrachen errichtet worden.

30.03.2005   Quelle: Solarthemen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Trittin über Windkraftanlagen: Gruselmärchen von den "Vogelschredderanlagen" ist widerlegt

Windräder als angebliche "Vogelschredderanlagen" gehören in das Reich der Gruselmärchen, erklärte Bundesumweltminister Jürgen Trittin in einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. "Die öffentliche Diskussion um die Windenergie wird oft mit haarsträubenden Argumenten geführt. Da wird eine angebliche Gefährdung der Vogelwelt ins Feld geführt, um den Ausbau der Windenergie in Misskredit zu bringen", heißt es in einer Presseerklärung des Bundesumweltministeriums (BMU).  "Ich begrüße es sehr, dass sich die deutschen Naturschutzverbände nicht auf dieses Spiel einlassen, sondern mit fundierten Untersuchungen zur Versachlichung der Diskussion beitragen“, betonte der Minister. So hätten sich Vogelbestände oft gerade dort gut entwickelt, wo viele Windräder stehen.


Beeinträchtigungen der Vogelwelt halten sich in Grenzen

Eine Studie des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) kommt laut BMU zu dem Ergebnis, dass die von Windenergieanlagen ausgehenden Beeinträchtigungen der Vogelwelt nicht in dem Maße einträten, wie dies in der Vergangenheit vermutet worden sei. Im Gegenteil gebe es bei den Brutvogelbeständen keinen statistisch bedeutsamen Nachweis, dass Windräder negative Auswirkungen hätten. Gefährdet sind nach der Studie jedoch Greifvögel wie Seeadler und Rotmilane sowie einige Fledermausarten. Die Zahl der bisher gefundenen getöteten Rotmilane und Seeadler sei – verglichen mit der Häufigkeit beider Arten in Deutschland – hoch. Obwohl auch sie relativ höher als die Opferzahlen anderer Greifvögel liege, sei festzustellen, dass die Bestandszahlen des Seeadlers stetig zugenommen hätten, besonders in Mecklenburg-Vorpommern und in Schleswig-Holstein. In Regionen also, die über einen hohen Anteil an Windenergieanlagen verfügen. Beim Rotmilan ließen sich aufgrund aktueller Daten keine Bestandsveränderungen feststellen.


Naturschutzbelange im Genehmigungsverfahren prüfen

"Auch der Deutsche Naturschutzring bestätigt, dass sich der Ausbau der Windenergie mit den Belangen des Natur- und Landschaftsschutzes vereinbaren lässt. Sowohl für den Naturschutz als auch für das Landschaftsbild müssen die auf kommunaler Ebene vorhandenen Steuerungsinstrumente genutzt werden", kommentiert Trittin die Studie. So würden im konkreten Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen standortspezifische Naturschutzbelange und Aspekte des Landschaftsbildes geprüft, bewertet und auch Auflagen formuliert", betont der Minister.

30.03.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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NaturPur Energie AG bietet Biogas-Beratung für Landwirte

Landwirte, die sich mit dem Gedanken tragen, eine Biogasanlage zu errichten, erhalten kompetente und herstellerneutrale Unterstützung: Mit dem Angebot "NaturPur-Biogaspartner" bietet die NaturPur Energie AG ein Beratungsspektrum, das von der Projektierung mit Wirtschaftlichkeitsbetrachtung über die Ausschreibung bis hin zur Anlagenbetreuung reicht.  Das berichtet die NaturPur Energie AG in einer Pressemitteilung. Die meist fachfremden Interessenten könnten dabei von dem Know-how des erfahrenen Darmstädter Ökostromanbieters profitieren und dadurch Zeit und Kosten sparen.


Zweites Standbein für Landwirte

Die seit August 2004 gültige Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mache die energetische Nutzung von landwirt-schaftlichen Reststoffen und nachwachsenden Rohstoffen zu einer lukrativen Sache, so die NaturPur Energie AG. Damit könnten sich Landwirte ein zweites Standbein als Energiewirt aufbauen, das ihnen eine zusätzliche Einkommensquelle sichere und unabhängiger von schwankenden Marktpreisen für landwirtschaftliche Produkte mache. Für die in einer Biogasanlage entstehende elektrische Energie gibt es für 20 Jahre eine gesetzlich gesicherte Vergütung. Zusätzliche Vorteile stellen laut NaturPur Energie AG die umweltgerechte Entsorgung landwirtschaftlicher Reststoffe und die Entstehung eines hochwertigen und fast geruchsneutralen Düngers dar. Das mache Biogasanlagen auch für Kommunen interessant. Im ländlichen Raum gingen auf den Rathäusern jedes Jahr zahlreiche Beschwerden über Geruchsbelästigung durch Düngemittelausbringung ein.

Die NaturPur Energie AG betreibt mit ihrer eigens hierfür gegründeten Tochtergesellschaft NaturPur-Biogasgesellschaft Almenhof mbH bereits seit 2002 eine Biogasanlage auf dem Almenhof in Erbach-Erbuch im Odenwald. Das dabei erworbene Fachwissen bietet NaturPur nun extern an, um die Nutzung regenerativer Energien voranzubringen. Interessenten können sich je nach Bedarf aus umfangreichen Beratungskomponenten ein individuelles Beratungspaket schnüren lassen. Sei es die Erstellung eines abgestimmten Anlagenkonzeptes mit Wirtschaftlichkeits-betrachtung, die Vorbereitung und Beratung bei Finanzierungs-gesprächen, die Ausschreibung der gewünschten Anlagentechnik, Beratung bei der Vertragsgestaltung mit Anlagenhersteller, Rohstofflieferanten und Energieabnehmer, die Betreuung des Genehmigungsverfahrens oder diverse Dienstleistungen im Rahmen der Anlagenbetreuung. Anprechpartner ist Dipl.-Ing. Mathias Hermann, Telefon 0 61 51 / 7 09 – 34 05.


Vortrag zum Biogas-Consulting auf der "Umwelt 2005" in Darmstadt.

Das Angebot "NaturPur-Biogaspartner" wird auf der vom 15. bis 17. April stattfindenden Darmstädter Bau- und Energiemesse "Umwelt 2005" erstmals öffentlich vorgestellt. Dort ist NaturPur mit einem Infostand präsent und bietet am Sonntag, 17. April 2005, um 15 Uhr einen Vortrag an mit dem Titel "Biogas-Consulting: Voraussetzungen, Möglichkeiten und Wirtschaftlichkeit der energetischen Nutzung von landwirtschaftlichen Reststoffen bzw. nachwachsenden Rohstoffen". Der Eintritt zu Messe und Vortrag in der Darmstädter Eissporthalle ist frei.

30.03.2005   Quelle: NaturPur Energie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

DGS-Symposium zum RAL-Güteschutz Solar in Nürnberg

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) veranstaltet am 19. April 2004 von 11.00 bis 17.00 Uhr eine Konferenz zum Thema Güteschutz für Solarenergieanlagen (RAL). Das Symposium findet statt in den Räumen der Innung für Elektro- und Informationstechnik, Nürnberg. Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmen, Gutachter, Privatleute, Dienstleister und Investoren sowie an alle, die sich für Qualität in der Solartechnik interessieren.  Die DGS, Sektion Mittelfranken, will an diesem Tag öffentlich über die Möglichkeiten diskutieren, die der RAL-Güteschutz Solar bietet.



Detailliertes Regelwerk für Solarwärme- und Solarstromanlagen

Die Tagung informiert über die Funktion von RAL, die Beteiligungsmöglichkeiten von Unternehmen sowie über den aktuellen Stand des Solar-Güteschutzes. Das RAL-Gütezeichen Solar enthält eine umfassende Qualitätssicherung für Solarwärmeanlagen (Solarthermie) und Solarstromanlagen (Photovoltaik). Dies werde durch ein detailliertes, auf den anerkannten Regeln der Technik und der guten fachlichen Praxis basierendes Regelwerk erreicht, so die DGS. Würden der Güteschutz Solar oder seine inhaltlichen Kriterien bei Investitionen von Bauherren, Geldgebern oder Fachleuten gefordert, sei sicher gestellt, dass die einschlägigen Normen, Umwelt- und Sicherheitsbestimmungen sowie erweiterte Qualitätsanforderungen rechtlich verbindliche Vertragsbestandteile werden. "Mit dem RAL Güteschutz-Solar wird der Laie zum Fachmann für Solartechnik und erhält eine Solarenergieanlage nach den anerkannten Regeln der Technik hergestellt und geplant sowie nach der guten fachlichen Praxis errichtet", heißt es in der DGS-Ankündigung. Der Güteschutz Solar ist Teil des RAL-Güteschutzsystems für das Bauwesen.


Güteschutz für Solaranlagen in der Praxis

Auf der Konferenz erläutert Jan Kai Dobelmann, Vize-Präsident der DGS, wie es zu der Zusammenarbeit zwischen DGS und RAL kam. Zum Thema "Qualität als Schlüssel zur Finanzierung" referiert ein Vertreter des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV). Tobias Henne von der SMA Technologie AG und Dr. Wolfgang Löser (Firma Dr. Solar) behandeln das Thema "Qualität als Schlüssel zum Kunden". Beispiele aus der Praxis liefern der Gutachter Dr. Michael Schmitt (Energent AG) und die Berater Oskar Wolf und Björn Hemmann vom Solarenergie Informations- und Demonstrationszentrum (solid) in Fürth. Eine moderierte Diskussion mit den Referenten schließt das Symposium ab.


Qualität heißt, Vereinbarungen einzuhalten

Nur mit gutem Material, geschultem Personal und hochwertigen Produkten könne ein hochwertiges Endprodukt entstehen, betont die DGS. Für die Solartechnik bedeute dies, dass Solaranlagen dann funktionieren und wirtschaftlich optimal seien, wenn sie von qualifiziertem Personal, nach der guten fachlichen Praxis geplant und ausgeschrieben sowie aus hochwertigen Komponenten errichtet werden. Dies ist laut DGS die Basis für den RAL-Güteschutz Solarenergieanlagen. Unternehmen, welche die technischen Güte- und Prüfbestimmungen als Basis für ihr Handeln anerkennen und sich einer Eigen- und Fremdüberwachung unterziehen wollen, können sich am RAL-Güteschutz Solar beteiligen. Die Besucher des RAL-Workshops sollen Ihr Know-how einbringen und können sich über die aktuellen Neuigkeiten bei der Entwicklung des RAL Güteschutzes Solarenergieanlagen informieren. Der Kostenbeitrag beträgt 30 €, Getränke und Speisen inklusive. Für DGS-Mitglieder ist der Eintritt frei. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung erforderlich bei solid unter www.solid.de/anmeldung.

29.03.2005   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DGS

 

Kyocera arbeitet am "Solarwunder von Bern"

Solarstromanlage auf Stadiondach in Bern.
Solarstromanlage auf Stadiondach in Bern.

Erst im Juni 2004 auf den Markt gekommen, ist Kyoceras neuestes Solarmodul bereits treibende Kraft der weltgrößten stadionintegrierten Solarstromanlage. Module vom Typ "KC167GH-2" mit 1.000 Volt Systemspannung werden installiert auf dem Dach des "Stade de Suisse" in Bern (Schweiz).
 
Kyocera und Geschäftspartner Tritec (Basel) hätten mit professionellem Service und einem extrem günstigen Preis-/Leistungsverhältnis die Ausschreibung der ersten Ausbaustufe für sich entscheiden können, berichtet die Kyocera Fineceramics GmbH in einer Pressemitteilung. Wenn das Sonnenkraftwerk auf dem Dach des Stadions im Mai 2005 planmäßig mit der ersten Ausbaustufe in Betrieb geht, seien ausschließlich Hochleistungsmodule von Kyocera im Einsatz. Das für die Produktion angewandte Know-how komme nicht von ungefähr: Der japanische Technologie-Konzern feiert dieses Jahr sein 30jähriges Jubiläum auf dem Gebiet der Nutzung der Sonnenenergie und habe sich in diesem Zeitraum mit zahlreichen Forschungsergebnissen und Innovationen einen hervorragenden Namen in der Fachwelt verschafft.


Erste Ausbaustufe mit 850 Kilowatt Spitzenleistung

Verantwortlich für Vertrieb und Service zeichnet in Europa die Kyocera Fineceramics GmbH mit Sitz in Esslingen (Deutschland). Geschäftspartner in der Schweiz und ausführender Installateur des Projekts "Stade de Suisse" ist die Tritec AG mit Sitz in Basel. Nach der Fertigstellung wird in Bern das weltgrößte stadionintegrierte Sonnenkraftwerk und gleichzeitig die größte Kyocera-Solarstromanlage in Europa an das Netz gehen. Das größte Sonnenkraftwerk der Schweiz hat in der ersten Ausbaustufe bereits eine Nennleistung von 850 Kilowatt (kWp) Leistung, womit jährlich rund 700.000 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom erzeugt werden können, der dann an Haushalte, Unternehmen und Gemeinden kostendeckend vermarktet werden soll.

Bereits im August 2004 wurde das erste Solardach mit rund 1.500 Kyocera-Modulen bestückt. Zum Jahresende konnten zwei weitere der riesigen Dächer mit Modulen bestückt werden. Damit sind auf dem Schweizer Nationalstadion gegenwärtig 5.122 Solarmodule von Kyocera im Einsatz, die eine Fläche von 6541 Quadratmetern einnehmen. Die BKW FMB Energie AG baut auf dem Dachfirst des Stade de Suisse ein futuristisches Infocenter, in dem Besucher das Sonnenkraftwerk hautnah besichtigen und sich mit verschiedenen Energietechnologien auseinandersetzen können.


Publikumswirksam: Fußball und Solarstrom

Kyocera ist in der Welt des Fußballs kein Neuling. Seit Januar 2005 ist der Konzern Hauptsponsor des deutschen Erstligisten Borussia Mönchengladbach. Wie Studien zeigten, würden sich Sonnenkraftanhänger sehr stark auch für Fußball interessieren, so Kyocera. Ein Grund mehr für Kyocera, sich hier zu engagieren. "Fußball ist ein wirksamer Multiplikator nicht nur in unserer Zielgruppe, sondern auch produktübergreifend", erklärt Rafael Schroeer, Geschäftsführer von Kyocera
Fineceramics. Auch das Sankt-Jakob-Stadion in Basel (150 kWp), das Sportstadion Kreuzeiche in Reutlingen (80 kWp) und das Almstadion in Bielefeld (108 kWp) sind bereits mit Kyocera-Solarmodulen ausgerüstet.


Hohe Leistung, lange Garantie

Der Modultyp KC167GH-2 erlaube eine 1000 Volt-Systemspannung, was
Großprojekten eine ganz neue Anlagenkonzeption ermögliche, betont Kyocera.Die Nennleistung pro Modul beträgt 167 Watt peak (+10/-5%) bei 25° Celsius Zelltemperatur bzw. Standardtestbedingungen. Der maximale Strom liegt bei 8,0 A. Der Zellwirkungsgrad beträgt laut Hersteller 15%. Die gegenüber Vorgängermodulen optimierte Anschlussdose mit konfektionierten Multikontakt-PV3-Steckverbindern sei niedriger als die Rahmenhöhe von 36 mm, so dass die Montage und Verkettung erleichtert werde. Die von Kyocera eingesetzte Zelltechnologie ergebe in Verbindung mit automatisierten Produktionsmethoden hoch wirksame polykristalline Photovoltaikmodule mit vergleichsweise kurzer Amortisationszeit. Die kompromisslose Qualität erlaube eine ungewöhnlich lange Garantiezeit von 25 Jahren. Hohen Anteil an der beispielhaften Wetterbeständigkeit hätten die innovative Verkapselung der Zellen und der eloxierte Aluminiumrahmen, der für die strukturelle Festigkeit sorge.


Kyocera bleibt am Ball

Die BKW FMB Energie AG plant einschließlich der zweiten Ausbaustufe eine Spitzenleistung von 1,3 Megawatt für die Solarstromanlage des Stade de Suisse. Kyocera habe mit seinen neuesten Entwicklungen - unter anderem Module mit noch höherer Leistung - gute Trümpfe auf seiner Seite, zusammen mit Tritec erneut den Zuschlag zu bekommen. Unterstützend werde sich die Ausweitung der Produktionskapazität für Kyocera-Photovoltaikmodule auswirken. 2005 erfolge eine Verdoppelung auf 240 Megawatt (MW) an. Alle Zwischenprodukte auf dem Weg zum fertigen Modul werden laut Kyocera selbst produziert, einschließlich Rohsilizium und Solar-Wafer. So könne die Qualität auch weiterhin auf höchstem Niveau gehalten werden.

29.03.2005   Quelle: Kyocera Fineceramics GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Kyocera Fineceramics GmbH.

 

Wechselrichter: Philips erweitert Produktpalette

Wechselrichter EVO 2000 Master.
Wechselrichter EVO 2000 Master.

Philips Lighting, Businessline Solar, präsentiert zwei neue Solar-Wechselrichter, den EVO 1600 Master und den EVO 1500 Slave. Die EVO MasterSlave-Wechselrichter-Reihe umfasst so genannte Master und Slaves. Der "Master" ist eine Kombination aus Kontrolleinheit und Wechselrichter. Er lässt sich um ein oder zwei zusätzliche Wechselrichter erweitern. Diese separaten Wechselrichter sind die "Slaves". 
Mit den EVO MasterSlave-Wechselrichtern lassen sich laut Philips Gesamtleistungen von bis zu 6.000 Watt Wechselstrom (Wac) realisieren. Die Reihe besteht aus vier Modellen: dem neuen EVO 1600 und dem EVO 2000 Master (1.600 Wac bzw. 2.000Wac) sowie dem EVO 1500 und dem EVO 2000 Slave (1.500Wac bzw. 2.000Wac). EVO MasterSlave Wechselrichterkombinationen haben laut Hersteller Wirkungsgrade von bis zu 95%.


Jeder EVO-Wechselrichter in der MasterSlave-Reihe hat zwei separate Eingänge, von denen jeder über einen eigenen MPP-Tracker verfügt. An jeden Wechselrichter können zwei Modulstränge angeschlossen werden (Multi-String). Dadurch garantieren die EVO MasterSlave-Wechselrichter laut Philips eine maximale Leistung und eine kurze Amortisationszeit. Selbst, wenn nur ein Eingang benutzt werde und die Solarmodule parallel verschaltet an ein EVO MasterSlave-System von 4.000W oder mehr angeschlossen würden, arbeite der Wechselrichter nach dem Multi-String-Prinzip. Dank der Schutzart IP 65 seien die EVO MasterSlave-Wechselrichter zudem uneingeschränkt für die Außenanwendung geeignet. Das bedeute, dass die Wechselrichter unabhängig von ihrer Umgebungstemperatur jeweils 1.500, 1.600 oder 2.000W Leistung liefern. Dies werde unterstützt durch eine wartungsfreie Konvektion (Kühlrippen), die den Wechselrichter geräuschlos kühlt. EVO MasterSlave-Wechselrichter seien ideal für größere Solaranlagen, betont Philips.

29.03.2005   Quelle: Royal Philips Electronics   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Philips

 

Wettbewerb: 15.000 Euro für Energie-Ideen für morgen

Ideen sind der wichtigste Rohstoff. Wettbewerbe sind ein Mittel, sie Wirklichkeit werden zu lassen. Das gilt auch für den Wuppertaler Energie- und Umweltpreis. Ingenieurkunst "Made in Germany" werden in aller Welt wegen ihrer Innovationskraft und Zuverlässigkeit geschätzt, so die Energieagentur Nordrhein-Westfalen in einer Pressemitteilung. "Das gilt gerade für den Bereich der Energie- und Umwelttechnik. Aber nicht nur technische Produkte und Verfahren, sondern auch kreative soziale Lösungen weisen den Weg für eine zukunftsfähige Wirtschaft", erläutert Prof. Dr. Peter Hennicke, Präsident des Wuppertal Instituts.  Das Wuppertal Institut und die Energieagentur NRW suchen die Pioniere und Erfinder aus Deutschland mit den innovativsten Ideen, Konzepten, Dienstleistungen oder Projekten im Energie- und Umweltbereich. Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW, unterstreicht den praxisbezogenen Hintergrund des Preises: "Gefragt sind Konzepte, die richtungweisend und praxisnah sind. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Er soll dazu beitragen, dass durch Produkte im Dreiklang von Ökonomie, Ökologie und Sozialverträglichkeit zukunftsfähige Arbeitsplätze entstehen."


Bewerbungsfrist bis zum 31. Mai 2005

Die fachliche Bewertung der eingegangenen Arbeiten wird durch eine hochrangige Jury vorgenommen. Ein Innovationsbeirat, dem erfahrene Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Technik angehören, will den kreativsten Bewerberinnen und Bewerbern helfen, den Weg für die Umsetzung ihrer Ideen zu ebnen. Der Wuppertaler Energie- und Umweltpreis wird gefördert vom Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Wuppertal und Unternehmen aus NRW. Peter Jung, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, hat die Schirmherrschaft übernommen. Die Preisverleihung durch NRW-Städtebauminister Dr. Michael Vesper findet im November 2005 in der Historischen Stadthalle in Wuppertal statt. Die Bewerbungsfrist läuft vom 7. März bis zum 31. Mai 2005. Der Wuppertaler Energie- und Umweltpreis wird damit bereits zum vierten Mal ausgeschrieben. Besonders junge Forscherinnen und Forscher, Entwickler, Initiatoren und Anwender aus ganz Deutschland sind aufgefordert, sich mit ihren zukunftsweisenden Arbeiten am Wuppertaler Energie- und Umweltpreis zu beteiligen.

Die Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen gibt es im Internet unter www.wupperinst.org/umweltpreis oder unter
www.ea-nrw.de.


28.03.2005   Quelle: Energieagentur NR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Kyoto-Protokoll: EU-Kommission legt Durchführungsbestimmungen für Überwachungssystem fest

Die Umsetzung des Kyoto-Protokolls bei den EU-Mitgliedstaaten könnte unterschiedlicher kaum sein, berichtet die EU-Kommission in den EU-Nachrichten. Während Deutschland dem Reduktionsziel immer näher komme, steige der Kohlendioxidausstoß in Spanien kontinuierlich an. Um die Bemühungen der Mitgliedstaaten zu kontrollieren, hat die EU-Kommission Durchführungsbestimmungen für ein Überwachungssystem festgelegt.  Demnach sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, die EU-Kommission regelmäßig zu informieren, damit diese den tatsächlichen Fortschritt bei der Erfüllung der Verpflichtungen bewerten kann. Ferner sehen die Durchführungsbestimmungen vor, dass ein Inventarsystems errichtet wird. Es enthält die Beschreibung der verwendeten Methoden, Datenquellen und Emissionsfaktoren, eine allgemeine Unsicherheitsbewertung sowie die Beschreibung und Interpretation von Emissionstrends der Vergangenheit. Die ersten Berichtsentwürfe müssen bis zum 15. Januar 2006 übermittelt werden.

Die Entscheidung der Kommission über Durchführungsbestimmungen des Systems zur Überwachung der Treibhausgasemissionen in der Gemeinschaft und zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls ist im Internet zugänglich unter
www.europa.eu.int

28.03.2005   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Mecklenburg-Vorpommern: 26,2 Prozent Ökostrom

Erneuerbare Energien hatten im Jahr 2003 einen Anteil von 26,2 Prozent an der Nettostromerzeugung in Mecklenburg-Vorpommern. Im Jahr 2002 waren es noch 23,7. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch konnte von 3,6 Prozent im Jahr 1997 auf 20,7 Prozent im Jahr 2002 gesteigert worden, berichtet das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern in einer Pressemitteilung. 

4,5 Millionen Euro für aktive Untersetzung der Klimaschutzpolitik

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling hat am 21.03.2005 mit einem Grußwort ein "Plus-Energie-Haus" in Mirow (Landkreis Mecklenburg-Strelitz) eingeweiht. Er würdigte das Vorhaben als ein bedeutendes Projekt mit enormer Multiplikatorwirkung, "das hoffentlich über die Grenzen des Landes hinweg Beachtung finden wird". Das Prinzip "Energie sparen – Sonnenenergie nutzen", um einen möglichst hohen energetischen Eigenversorgungsgrad zu erreichen, unterstütze seine Klimaschutzpolitik in vollem Maße, so der Minister. Er verwies auf die beachtlichen Ergebnisse des 1997 verabschiedeten Klimaschutzkonzeptes. Das Umweltministerium fördert auf der Basis der Klimaschutzrichtlinie hauptsächlich öffentliche Projekte, welche die Energieeinsparung, Erhöhung der Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien zum Ziel haben. Zuwendungsempfänger sind Kommunen, Vereine, Verbände und Unternehmen der Wohnungswirtschaft. Im Jahr 2005 stehen für die aktive Umsetzung der Klimaschutzpolitik auf lokaler und regionaler Ebene Fördermittel in Höhe von 4,5 Millionen Euro zur Verfügung.


Aktionsplan Klimaschutz; Änderung der Landesbauordnung

"Die Weiterentwicklung des Klimaschutzkonzeptes zu einem Aktionsplan Klimaschutz wird gerade durch solche Aktivitäten untersetzt, die von der Wirtschaft selbst als Chance und Notwendigkeit erkannt werden", sagte der Umweltminister. "Aber auch durch eine gute Wärmedämmung und eine abgestimmte Energietechnik wird dieses Ziel erreicht. Ich werde mich dafür einsetzen, dass in die nächste Änderung der Landesbauordnung ein Prüfauftrag zum Einsatz erneuerbarer Energien aufgenommen wird. Diese Anforderung soll nicht zum Einsatz erneuerbarer Energien verpflichten, sondern Planer in die Lage versetzen, dem Bauherrn bei der Beratung in der Planungsphase des Vorhabens wirtschaftliche Lösungen vorzustellen", so Methling.

28.03.2005   Quelle: Umweltministerium MV   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Neues Kinderbuch zur Solarenergie: Ein altes Gebäude wird zum Sonnenhaus

Eine ungewöhnliche Lesung erlebten die Kinder der Kindertagesstätte "Die Wasser und Sonnenkinder" im Dortmunder Stadtteil Scharnhorst: Städtebauminister Dr. Michael Vesper und der Leiter der Energieagentur NRW, Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher stellten am 22.03.2005 das erste "Pixi-Buch" zum Thema Solarenergie vor.  Das Buch handelt vom behutsamen Umgang mit Ressourcen und erklärt die Nutzung der Sonnenenergie.


Sonnenenergie statt Heizöl oder Gas

"Ein Sonnenhaus für Mia und Jacob" heißt die Neuerscheinung aus der Reihe der im Hamburger Carlsen-Verlag erschienen Kinderbuch-Klassiker für Zwei- bis Siebenjährige. Getextet wurde das 24-seitige Buch nach einer Idee der Energieagentur NRW von Hanna Sörensen, illustriert von Gerhard Schröder. Ein verfallenes Haus wird zu einem gut gedämmten "Sonnenhaus" mit großen Fenstern nach Süden umgebaut. In diesem Zusammenhang erfahren Kinder, wie man eine Solarwärmeanlage nutzt. "Zusammen lernen Jakob und Mia, dass wir dank Sonnenkraft weniger heizen müssen und weniger Heizöl oder Gas verbrauchen", so Vesper. "Schon Kinder könnten lernen, wie man mit Sonne und Wind Ressourcen sparen kann."Aus Drei- bis Sechsjährigen werden die Baufamilien von Übermorgen und die Energieverbraucher von Morgen - je eher sie ein Energie- und Umweltbewusstsein entwickeln, umso besser", so der Minister.


Solarstrom von Kita-Dach

Hüttenhölscher betonte die besondere Funktion der Dortmunder Kindertagesstätte: "Sie ist energetisch 'vorbelastet'- und für andere Einrichtungen ein Vorbild: Hier haben engagierte Eltern beispielsweise die Installation eine Photovoltaikanlage ermöglicht. Die Kinder lernen schon früh, dass man die Sonne auch zur Produktion umweltfreundlichen Stroms nutzen kann." Das Land NRW unterstützte die Tagesstätte im Rahmen der Förderung "Neuer Umgang mit Regenwasser". Der Kindergarten fängt Regenwasser auf und lagert es als Brauchwasser in großen unterirdischen Zisternen. Das Regenwasser dient ebenfalls der Bewässerung eines Biotops. Künftig sind weitere Energiesparaktivitäten mit der Energieagentur geplant. Außerdem soll ein Energie-Weiterbildungsseminar für Erzieherinnen
stattfinden.


Kostenlose Exemplare für Erzieherinnen und Erzieher in NRW

Bei ihrem Besuch überreichten Vesper und Hüttenhölscher den rund 90 Kindern der Dortmunder Tagesstätte die ersten Exemplare des neuen Buches, gedruckt in einer Auflage von zunächst 30.000 Exemplaren. "Wir möchten allen Kindergärten und Kindertagesstätten in NRW einen Satz zur Verfügung stellen - interessierte Erzieherinnen und Erzieher können sich bei der Energieagentur NRW melden", so der Minister. "Ein Sonnenhaus für Mia und Jakob" kann kostenlos bestellt werden bei der Energieagentur NRW unter 0202 / 245 52 0 oder 0202/24552-99 oder
mailto:info@ea-nrw.de.

27.03.2005   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Strompreisvergleich lohnt: Grünstrombezieher können deutlich sparen

Solarstromanlage der EWE an einer Lärmschutzwand an der A-31 nahe Emden. Länge: 492 Meter. Leistung: 53,5 kWp.
Solarstromanlage der EWE an einer Lärmschutzwand an der A-31 nahe Emden. Länge: 492 Meter. Leistung: 53,5 kWp.

Fast alle Stromanbieter haben in diesem Jahr ihre Preise erhöht. Dazu gehört auch die EWE NaturWatt GmbH aus Oldenburg. Trotzdem bleiben die Oldenburger günstigster Ökostromanbieter im Nordwesten, wie bereits im Vorjahr. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
"Erneuerbare Energien haben nur ein Chance, wenn sie sich langfristig am Markt behaupten können − deshalb bieten wir unseren Strom zu einem besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnis an", begründet der Geschäftsführer des Oldenburger Grünstromanbieters, Dr. Martin Baumert, diese Preispolitik. Schließlich sei Strom aus erneuerbaren Energien immer noch etwas teurer als herkömmlich erzeugter - wenn auch erstaunlich wenig. Wer zum Beispiel in Oldenburg vom allgemeinen Tarif auf das Grünstromprodukt "NaturWatt Strom" umsteige, müsse gerade mal zwei Euro mehr im Monat bezahlen. Laut eines Strompreisvergleichs der EWE NaturWatt GmbH kann ein Ökostrom-Kunde pro Jahr rund 200 Euro jährlich sparen.

Wer sicher gehen möchte, keine "Mogelpackung" in der Leitung zu haben, solle den vom jeweiligen Versorger eingestellten Strom-Mix im Auge behalten. Der Strom sollte als "zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie" gekennzeichnet sein. Wichtig sei auch, was die Grünstromanbieter mit dem Geld der Kunden machen. So habe die EWE NaturWatt GmbH bereits in ihrem Gesellschaftervertrag festgelegt, dass Gewinne ausschließlich in den Ausbau und die Förderung regenerativer Energien investiert werden. "Jeder Verbraucher, der auf NaturWatt-Strom umsteigt, leistet daher einen doppelt wertvollen Beitrag für die Umwelt", betont Baumert.

27.03.2005   Quelle: EWE NaturWatt GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EWE NaturWatt GmbH.
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Neue Methode zur Speicherung von Wasserstoff - Das Benzin der Zukunft?

Ein neues Verfahren zur Speicherung von Wasserstoff könnte einen großen Fortschritt in der Verwendung des Gases als alternativen und umweltfreundlichen Treibstoff bedeuten. Associate Professor Arne Dahle und Dr Kazuhiro Nogita von der Division of Materials Engineering an der University of Queensland haben eine Reihe von Magnesiumlegierungen geschaffen, mit deren Hilfe bisherige Probleme der Wasserstoffspeicherung überwunden werden können.   Das berichten der Australisch-Neuseeländische Hochschulverbund und das Institut Ranke-Heinemann in einer Pressemitteilung.


Legierungen, die Wasserstoff wie ein Schwamm aufnehmen

Laut Professor Dahle sind gegenwärtige Wasserstoffspeichermethoden sehr teuer und weisen eine Reihe von Leistungsdefiziten auf. "Unter Verwendung regulärer Abstichvorrichtungen sind wir in der Lage, Legierungen herzustellen, die Wasserstoff wie ein Schwamm aufnehmen, ihn sicher über lange Zeiträume speichern und ihn bei Bedarf abgeben, wenn entweder Druck oder Temperatur verändert werden", so Professor Dahle. "Die Veränderungen, die wir an der Nano-Struktur der Legierung vornehmen, könnten es uns ermöglichen, einen realisierbaren Lösungsvorschlag für die sichere und ökonomische Verwendung von Wasserstoff als Treibstoffquelle zu erarbeiten", so Dahle weiter. Unter Laborbedingungen hätten die Magnesiumlegierungen bereits gezeigt, dass sie genug Wasserstoff speichern können, um die Fahrt eines Autos (mit einhundert Kilogramm Last) über fünfhundert Kilometer zu ermöglichen.

In einem nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler nun beweisen, dass die genannte Speicherkapazität auch in einem Fahrzeug-Prototypen unter annehmbaren Abgabetemperaturen des Wasserstoffs erreicht werden kann. Sofern die Weiterentwicklungen der Technologie erfolgreich verlaufen, hoffen die Forscher, die Wasserstoffspeichermethode serienmäßig anbieten zu können.

27.03.2005   Quelle: Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Wasserstoff-Fahrzeuge und kostenlose Vorträge auf US-Wasserstoff-Messe

Wasserstoff-Fahrzeug, -Tankstelle.
Wasserstoff-Fahrzeug, -Tankstelle.

Ein schnittiger Wasserstoff- Rennwagen, 15 H2-betriebene Fahrzeuge, neueste Wasserstoff-Infrastrukturtechnologie und Brennstoffzellensysteme präsentiert die diesjährige Hydrogen Expo USA. Die Messe findet statt zusammen mit der 16. Jahreskonferenz der National Hydrogen Association (NHA) vom 29. März bis 1. April in der US-Hauptstadt Washington. Messe und Kongress zeigten eindrucksvoll, dass die Zukunft bereits begonnen habe, so die Veranstalter.
 
Saubere, sichere und effiziente Energietechnik, welche die Abhängigkeit von Erdölimporten mindert und ein Mittel gegen die Luftverschmutzung in den Städten bietet, ist im Marriott Wardman Park Hotel zu sehen. Mehr als 60 internationale Anbieter aus 9 Ländern zeigen Ihre Entwicklungen auf über 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Die Besucher haben nicht nur die Möglichkeit, Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologien ganz aus der Nähe zu betrachten, sondern können sich auch in kostenlosen Vorträgen informieren.


Gemeinsam für die globale Wasserstoff-Zukunft

Das Motto der Hydrogen Expo USA und NHA Annual Conference lautet "Gemeinsam für die globale Wasserstoff-Zukunft". Eine Maxime, welche die Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Interessensgruppen auf der ganzen Welt fordert. "Die Technologie ist da, sie wird in zahlreichen Projekten in Nordamerika, Europa und Asien getestet, ihre Funktionalität und Verlässlichkeit wird unter Alltagsbedingungen demonstriert." sagt dazu Ines Freesen von Hydrogen Expo USA-Veranstalter Freesen & Partner GmbH. "Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir die Produkte, die auf der Hydrogen Expo gezeigt werden, kaufen können." Die Hydrogen Expo USA bietet Gelegenheit, diese Produkte zu sehen und auszuprobieren. Zu den Ausstellern gehören Air Products, BMW, BOC, BP, das California Air Resources Board, ChevronTexaco, DaimlerChrysler, Honda, Praxair, Shell, das U.S. Department of Energy, UTC Fuel Cells und viele andere. Aus Europa präsentieren sich außerdem Unternehmen wie Burton Corblin (F), Heatric (UK), Hoerbiger (A), Linde (D), MST Technology (D), SMA Technologie (D), UST Umweltsensortechnik (D) und WEH (D). Den Besuchern wird das Neueste aus Wasserstoffproduktion und Speicherung geboten, sowie Infrastrukturkonzepte, innovatives Brennstoffzellendesign und komplette Systeme. Zusätzlich gibt das Ausstellerforum in der Messehalle den Teilnehmern Gelegenheit, kostenlos Erfahrungsberichte von Branchenexperten zu hören.

Anzahl und Vielfalt der Fahrzeuge, die sich am Hydrogen Expo USA Testparcour beteiligen, suchen ihresgleichen. "Diese beeindruckende Beteiligung der Autohersteller und anderer Anbieter ist wie ein Ausrufezeichen", kommentiert dies NHA-Präsident Jeffrey A. Serfass. "Es unterstreicht, mit welch großen Investitionen die Industrie sich für Wasserstofftechnologien und Produkte für sauberen Straßenverkehr engagiert. Im Fahrzeug-Testparcour und in der Ausstellung ist eine breites Spektrum von Fahrzeugen zu sehen, von PKWs bis hin zu Bussen."

Öffnungszeiten Hydrogen Expo USA: 29.-31. März, für das Publikum geöffnet am 30.+31. März von 10-17 Uhr. Veranstaltungsort: Washington, DC, Marriott Wardman Park Hotel, Exhibit Hall A. Komplette Ausstellerliste und Vortragsprogramm unter: www.hydrogenexpo.com

26.03.2005   Quelle: Ines Freesen, Freesen & Partner GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: National Hydrogen Association (USA).
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Universität Karlsruhe und EIfER testen Brennstoffzellen im Labor

Bevor Brennstoffzellensysteme in Serie produziert und eingesetzt werden können, müssen die Brennstoffzellen noch viele Testreihen durchlaufen. Die Universität Karlsruhe hat zu diesem Zweck eigens ein Brennstoffzellen-Testlabor (FC-TestLab) eingerichtet.  Seit über einem Jahr betreibt das Institut für Werkstoffe der Elektrotechnik (IWE) das Labor in Zusammenarbeit mit dem European Institute for Energy Research (EIfER), einem durch die Electricité de France (EdF) getragenen Institut an der Universität Karlsruhe. "Hier testen wir komplette Brennstoffzellensysteme", erklärt André Weber, Akademischer Rat am IWE.


Wärme und Elektrizität aus dem Keller

Brennstoffzellen gelten als aussichtsreiche Kandidaten, wenn es um die dezentrale Energieversorgung geht, das heißt, um die verbrauchernahe Erzeugung von Strom und Wärme in vielen kleinen Anlagen. Der größte Vorteil der Brennstoffzelle ist ihr hoher Wirkungsgrad: "Je nach Technologie erreicht man einen Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent", erklärt Weber. Zum Vergleich: Der Wirkungsgrad eines Otto-Motors liegt lediglich zwischen 15 und 20 Prozent. Ein weiterer Vorteil: Überschüssiger Strom kann von der Brennstoffzelle in das elektrische Netz eingespeist werden, im Idealfall versorgt sie den Nutzer also sowohl mit Wärme als auch mit Elektrizität. Außerdem hat die zukunftsträchtige Technologie ökologische Vorzüge: Sie ist leise und stößt kaum Schadstoffe aus. Doch den Vorteilen stünden derzeit noch Probleme gegenüber. So seien die Kosten noch zu hoch, die Lebenszeit zu schwankend, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität Karlsruhe.


Leistungsfähigkeit, Effizienz und Stabilität

Im FC-TestLab testen die Karlsruher Wissenschaftler im Rahmen von nationalen und internationalen Forschungsprojekten Brennstoffzellen-Systeme für den stationären Einsatz, zum Beispiel als Brennstoffzellen-Heizgeräte. Ziel der Untersuchungen ist, die Eigenschaften der unterschiedlichen Zellen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit, Effizienz und Stabilität herauszufinden. Im Auftrag der Stadtwerke Karlsruhe testet das IWE beispielsweise eine Zelle, die für den Betrieb in einem Einfamilienhaus ausgelegt ist: Bringt das System die gewünschte Leistung? Läuft es stabil? Was passiert bei einer plötzlichen Steigerung der Belastung? All diese Fragen beleuchten die Wissenschaftler während der Tests. Auch die EdF selbst nutzt das FC-TestLab: Bevor Brennstoffzellen beim Kunden installiert werden, prüft die EdF sie im Karlsruher Labor auf Herz und Nieren, das heißt, ihr Betriebsverhalten und ihre Zuverlässigkeit werden im Detail untersucht.

26.03.2005   Quelle: Universität Karlsruhe (TH)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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73 Prozent der Energieversorger in NRW fördern Sonne & Co.

Fast drei Viertel der nordrhein-westfälischen Energieversorgungsunternehmen (EVU) unterstützen die Nutzung erneuerbarer Energiequellen oder Energieeffizienztechniken mit eigenen Förderprogrammen. Das ergab eine Umfrage der Energieagentur NRW.   Danach sei der Anteil der fördernden Energieversorger landesweit zwar von 75 Prozent im Vorjahr auf 73 Prozent im Jahr 2005 gesunken. "Trotzdem ist das noch ein erfreuliches Ergebnis", erklärt Dipl. Ing. Helwig Falk von der Energieagentur NRW. Die Förderprogramme hätten sich in der Vergangenheit oft als lohnenswerte Ergänzung zu Landes- oder Bundesmitteln erwiesen, betont die Energieagentur NRW. "Der Haken an der Sache ist nur, dass die meisten Bürger wenig von den Angeboten ihres Energieversorgers wissen", so Falk. Insgesamt wurden 156 Energieversorger von der Energieagentur NRW befragt. Eine Übersicht aller Förderprogramme der EVU aus NRW hat die Energieagentur NRW auf Ihrer Internetseite zusammengestellt: www.ea-nrw.de (Service/Förderprogramme).


Zuschüsse für Erdgasautos, Wärmedämmung oder Niedrigstenergiehäuser

Während die Umstellung der Heizung von Öl auf Gas nur noch von 81 Energieversorgern gefördert wird (2004: 104), nimmt die Förderung von Erdgasfahrzeugen zu. So unterstützen beispielsweise die Technischen Werke Osning und die Stadtwerke in Halle, den Kauf eines Erdgasfahrzeuges mit bis zu 2.400 Euro. Eine Heizungsumstellung auf Erdgas ist vielen Energieversorgern einen Zuschuss zwischen 300 und 1.500 Euro wert. Besonders umfangreiche Förderprogramme haben die Stadtwerke Aachen und Bielefeld. Hier werden nicht nur Maßnahmen zur Absatzsteigerung von Erdgas gefördert, sondern auch die Wärmedämmung im Alt- und Neubau oder Wohnungslüftungsanlagen. Dass auch kleinere Energieversorger große Förderprogramme auflegen können, zeigen die Stadtwerke Erkrath, die Niedrigstenergiehäuser bezuschussen, oder die Niederrheinwerke Viersen, die zum Kauf eines Erdgasautos 1.000 Euro beisteuern.

Ein Ausdruck der Übersicht kann angefordert werden bei der Energieagentur NRW, Kasinostraße 19-21, 42103 Wuppertal, Tel: 0202 / 24552 - 0, Fax: 0202 / 24552 -30.

26.03.2005   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Feuer und Flamme für das Heizen mit Holz: Neue DVD informiert und macht Laune

Mit einer DVD zeigt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), dass Heizen mit Holz nicht nur elegant, sondern auch effektiv ist. Moderne Kessel wandeln den kostengünstigen heimischen Brennstoff umweltfreundlich in Wärme um und bieten ökonomische Perspektiven für private und gewerbliche Nutzer.  Die DVD mit fünf Einzelfilmen zu Brennstoffen und Technik, aber auch Fördermöglichkeiten ist jetzt kostenlos bei der FNR erhältlich.


Holz für private Haushalte und große Heizwerke

Holz sei nicht gleich Holz und je nach Bedarf seien unterschiedliche Heizungen sinnvoll, so die FNR. Wer die Mühen des Holzerwerbs nicht scheue, sei mit einem Scheitholzvergaserkessel gut beraten. Wer es bequemer möchte, finde in Holzpellets den geeigneten Brennstoff. Rund, bleistiftdick, ein bis zwei Zentimeter lang und aus Sägespänen gepresst, können eigens dafür konstruierte Kessel ganz automatisch betrieben werden. Für Kommunen und holzverarbeitende Betriebe mit höherem Wärmebedarf bieten sich dagegen Hackschnitzel an. Überall in Deutschland gibt es mittlerweile Hackschnitzelheizwerke zwischen 100 Kilowatt (kW) und 30 Megawatt (MW), die Mehrfamilienhäuser, Schulen, Schwimmbäder und kleinere Betriebe versorgen oder an ein Nahwärmenetz angekoppelt sind.


Heimisches Holz kann den Bedarf decken

Die DVD macht auch die ökonomischen Vorteile des Heizens mit Holz deutlich: moderne Holzheizungen sind laut FNR im Betrieb billiger als Öl- und Gasheizungen. Fördermittel und Darlehen des Bundes für die etwas teureren Kessel machten auch die Anschaffung bezahlbar. Darüber hinaus profitierten auch Forstwirtschaft und Industrie. Arbeitsplätze entstünden bei der Ernte, der Verarbeitung und der Lieferung und eröffneten neue Perspektiven für den ländlichen Raum. Dass das heimische Holz nicht ausreiche, sei vorerst nicht zu erwarten, so die FNR: von den 60 Millionen Festmetern Holz, die jährlich in deutschen Wäldern nachwachsen, würden nur zwei Drittel entnommen. Dazu komme noch das oftmals ungenutzte Restholz aus der verarbeitenden Industrie.


DVD stellt Systeme und Techniken vor. Nutzer kommen zu Wort

Heizen mit Holz sei also eine echte Alternative, über die es sich lohne nachzudenken, betont die Fachagentur. Die DVD stellt die verschiedenen Systeme vor und informiert über die Techniken. Nutzer kommen mit ihren Erfahrungen zu Wort und geben Tipps, wo man sich am besten über die geeignete Kesselvariante aber auch die Fördermöglichkeiten informiert. Die DVD "Feuer und Flamme fürs Heizen mit Holz" kann kostenfrei bestellt werden unter http://www.fnr.de/; Rubrik "Literatur", Kategorie "Feste Bioenergieträger".

25.03.2005   Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Emissionshandel: auch kleine Unternehmen können mit anpacken

Seit Anfang des Jahres gibt es in Deutschland den Emissionshandel für Unternehmen. Wer viel Kohlendioxid produziert, kann anderen Betrieben, die umweltschonend arbeiten, so genannte Emissionszertifikate abkaufen. Gedacht ist der Emissionshandel vor allem für die rund 1.200 Großbetriebe der Energiewirtschaft und der energieintensiven Industrie. Der Dienstleistungsgesellschaft der Niedersächsischen Wirtschaft (DNW, Hannover) war das nicht genug: Sie koordinierte ein Projekt der Unternehmerverbände Niedersachsens, bei dem vor allem kleine und mittelständische Unternehmen bei der Vorbereitung auf den Emissionshandel unterstützt wurden.  Die Ergebnisse des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 600.000 Euro geförderten Projekts "co2ncept" wurden am 16.03.2004 im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU vorgestellt. Die erarbeiteten Empfehlungen helfen kleinen und mittelständischen Unternehmen zu entscheiden, ob der Kauf von Emissionszertifikaten oder Schadstoffreduzierungen für das Unternehmen vorteilhafter sind.
Ansprechpartner für weitere Informationen: Kai Tesmer, Dienstleistungsgesellschaft der Niedersächsischen Wirtschaft, Tel.: (0511) 8505342, kai.tesmer@dnw-online.de, www.co2ncept.net

25.03.2005   Quelle: DNW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Postbank erwartet sinkenden Ölpreis

Der Ölpreis werde voraussichtlich bald wieder sinken, berichtet die Postbank in einer Pressemitteilung. Die Volkswirte der Postbank sehen im neuen Rekordhoch von über 55 Dollar pro Barrel eine "Übertreibungsphase", die zuletzt durch die Kältewelle in Europa und Amerika sowie durch eine Aufwärtskorrektur bei den weltweiten Nachfrageprognosen bedingt worden sei.  "Noch im Frühjahr rechnen wir mit einem spürbaren Preisrückgang auf etwa 42 Dollar je Fass. Ein Preis unter 40 Dollar ist auf Dauer jedoch wenig wahrscheinlich", schätzt Fabienne Riefer von Postbank Research.


"Ölpreisanstieg großenteils nachfragegetrieben"

Die negativen Auswirkungen der jüngsten Ölpreisentwicklung auf die Konjunktur und Inflation halten die Bonner Volkswirte für begrenzt. Zwar könne ein plötzlicher Anstieg des Ölpreises um 10 Dollar im Euroraum im Folgejahr ein um bis zu 0,6% höheres Verbraucherpreisniveau hervorrufen, und das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts könne um bis zu 0,2 Prozentpunkte gebremst werden. Da der jüngste Ölpreisanstieg aber großenteils nachfragegetrieben sei und sich darüber hinaus nicht schockartig vollzogen habe, sollte die Wirkung im aktuellen Umfeld gemäßigter ausfallen. In der Europäischen Währungsunion (EWU) mindere darüber hinaus der starke Euro den Effekt steigender Ölpreise.
Die Heizperiode gehe in Europa zu Ende, so dass zumindest kurzfristig von dieser Seite keine Belastungen auftreten sollten, erwartet die Postbank. Zudem wirke in Deutschland auch die Zunahme der Nettolöhne und -gehälter um etwa 6,5 Milliarden Euro im Rahmen der Steuerreform dem Kaufkraftentzug durch höhere Kraftstoffpreise entgegen. Die negativen Auswirkungen durch den Ölpreisanstieg auf den Konsum sollten daher begrenzt sein.


Ölpreisanstieg in den USA könnte Inflation verstärken

In den USA dagegen, wo sich der Konjunkturaufschwung inzwischen weitgehend selbst trage, wäre ein weiterer Ölpreisanstieg vor allem ein "Aufwärtsrisiko" für die Inflation, weniger ein Konjunkturrisiko, so die Volkswirte der Postbank. Die inflationstreibenden Effekte des Ölpreisanstiegs in den USA würden durch die Schwäche des US-Dollars noch verstärkt.

Die vollständigen "Postbank Perspektiven" für den April und zurückliegende Monate finden Sie auch im Internet unter www.postbank.de/research.

25.03.2005   Quelle: Deutsche Postbank AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SolarWorld-Konzern baut Waferfertigung auf 220 MW aus

Silizium zur Waferproduktion
Silizium zur Waferproduktion

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) hat mit der Sachsen LB als Konsortialführer die Finanzierung zum weiteren Ausbau der Waferfertigung am Standort Freiberg/Sachsen vereinbart. Die Konzerntochter Deutsche Solar AG und die Sachsen LB hätten am 22.03.2005 die Verträge über rund 80 Millionen Euro unterzeichnet, berichtet die SolarWorld AG in einer Pressemitteilung.  Die Erweiterungsfinanzierung soll dem Ausbau der Kapazität zur Herstellung von Solar-Siliziumwafern dienen, von derzeit 120 Megawatt (MW) auf 220 MW. Damit werde Freiberg als Zentrum der Solarindustrie in Deutschland weiter gestärkt.



Produktionsausbau bis Ende 2006

Der SolarWorld-Konzern zählt mit einem Weltmarktanteil von 15 Prozent schon heute zu den weltweit führenden Anbietern von mono- und multikristallinen Silizium-Scheiben (Wafern) für die Solarstromtechnik (Photovoltaik). Mit den nun sicher gestellten Investitionen werde der Ausbau der Produktionskapazität von 120 MW auf 220 MW bis Ende 2006 am Standort Freiberg ermöglicht. Die Investitionen sollen in moderne Produktionsgebäude und in den Ausbau der Infrastruktur fließen. Darüber hinaus sollen die eigenentwickelten TCVP- Schmelzöfen für die Kristallisation eingesetzt werden. Durch die Investitionen würden direkt und in den Zulieferbetrieben mehrere hundert neue Arbeitsplätze entstehen, kündigt die SolarWorld AG an.


Freiberg als das Solarzentrum Europas

"Die Finanzierung sichert die Ausweitung unserer Solarwaferproduktion am Standort Freiberg und ermöglicht es uns, unseren Expansionskurs der Vergangenheit weiter fortzusetzen", sagte Ekhard von Dewitz, Finanzvorstand der Deutsche Solar AG, am Rande der Vertragsunterzeichnung. "Mit der Erweiterung etabliert sich Sachsen und Freiberg als das Solar-Zentrum Europas", so von Dewitz. Vor wenigen Wochen hatte der SolarWorld-Konzern mit der IKB als Konsortialführer die Finanzierung vereinbart für den Ausbau der Solarzellenproduktion von 30 auf 120 MW und der Solarmodulproduktion von 30 auf 80 MW.

Der kontinuierliche Ausbau der Solarfabriken werde im laufenden Jahr erneut für höhere Produktions- und Umsatzziffern sorgen, so die SolarWorld AG. "Wir rechnen 2005 mit einem Produktionsplus in der Waferfertigung auf mindestens 150 MW. Damit werden wir erneut stärker wachsen als die Gesamtbranche", sagte Prof. Dr. Peter Woditsch, Vorstand der Deutsche Solar AG.

24.03.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG

 

Europäische Umweltverbände fordern Energiewende

Anlässlich des EU-Frühjahrsgipfels in Brüssel am 22. und 23.03.2005 haben acht Umweltorganisationen in einem offenen Brief an den luxemburgischen EU-Ratspräsidenten Jean-Claude Juncker eine Neugestaltung der Energiepolitik hin zu einer umweltfreundlichen Wirtschaft mit niedrigen CO2-Emissionen gefordert. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Greenpeace, der WWF und der Europäische Rat für Erneuerbare Energien (EREC).  Der Klimawandel sei eines der zentralen Probleme Europas, heißt es in dem Brief. Ihn zu stoppen sei nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern auch unerlässlich für eine nachhaltige Gesellschaft.


Erneuerbare Energien für Arbeitsplätze und Wachstum

Gleichzeitig seien die Ausschöpfung der Energieeffizienzpotenziale, die Kraft-Wärme-Kopplung und die Nutzung erneuerbarer Energien eine große Chance, Europas Wirtschaft fit für die Zukunft zu machen. Eine Reorganisation der europäischen Energieversorgung und -wirtschaft hin zu einer sauberen, kohlendioxidarmen Ökonomie verbessere die Wettebewerbsfähigkeit der EU, könne Tausende neue High Tech-Arbeitsplätze schaffen und die europäische Technologieführerschaft ausbauen.


Höchste Zeit zu handeln

Es sei offensichtlich, dass eine entschiedene Politik zur Verlangsamung des Klimawandels und die so genannte Lissabon-Strategie in Einklang zu bringen seien. Die Verbände fordern von der EU verbindliche, eindeutige und ehrgeizige Ziele, die über die Verpflichtungen des Kyoto-Protokolls bis zum Jahr 2012 hinausgehen. Als ersten Schritt verlangen die Verbände von der Kommission, die langfristigen Obergrenzen zur Senkung der Treibhausgasemissionen in den Industrienationen zu bekräftigen, auf die sich der EU-Umweltrat am 10.03.2005 verständigt habe. Es sei höchste Zeit, die nächsten Schritte zu unternehmen, damit die Europäische Gemeinschaft ihr Ziel erreiche, die globale Erwärmung unter 2 Grad Celsius zu halten, appellieren die Verbände an Juncker.

24.03.2005   Quelle: European Renewable Energy Council (EREC)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Weltweit 7,2% Strom aus dezentraler Energieerzeugung

Der Marktanteil von Strom aus dezentraler Energieerzeugung (DE) ist seit 2002 weltweit von 7,0 % auf 7,2 % angestiegen. Das geht hervor aus dem Jahresbericht 2005 der World Alliance for decentralized Energy (WADE). Nach der Definition von WADE zählen zur dezentralen Energieerzeugung (decentralized cogeneration) die Kraft-Wärme-Kopplung, die Photovoltaik und die Wasserkraft.  Laut WADE ist die installierte DE-Kapazität um 32,2 Gigawatt elektrische Leistung seit 2002 gestiegen. Dabei handle es sich hauptsächlich um neue, hocheffiziente KWK-Anlagen, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK). Die Entwicklungen verlaufen laut B.KWK regional unterschiedlich. Nordamerika weise nach wie vor Zuwächse auf, die allerdings nach kräftigen Anstiegen in den letzten Jahren etwas geringer ausfallen würden. In Europa gebe es Anzeichen einer Belebung. In den Entwicklungsländern verzeichneten einige Märkte erhebliche Zuwächse, zum Beispiel Brasilien. Der Bericht "World Survey of Decentralized Energy" enthält neben den globalen Zahlen übersichtlich zusammengefasste Länderberichte (Argentinien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Indonesien, Japan, Kanada, Mexiko, Nigeria, Polen, Russland, UK und USA). Er kann heruntergeladen werden unter http://www.localpower.org/pdf/report_worldsurvey05.pdf.



24.03.2005   Quelle: World Alliance for Decentralized Energy; B.KWK   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Reinecke + Pohl Sun Energy AG geht an die Börse

Die Hauptversammlung der BK Grundbesitz & Beteiligungs AG hat am 18.03.2004 mit Zustimmung von 100% des auf der Versammlung vertretenen Grundkapitals die Fortsetzung der Gesellschaft gemäß § 274 Aktiengesetz beschlossen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Weiterhin hätten die Aktionäre der Gesellschaft der Umfirmierung in Reinecke + Pohl Sun Energy AG und der Verlegung des Unternehmenssitzes nach Hamburg zugestimmt.  Nach Eintragung dieser Beschlüsse in das Handelsregister werde die Einlage der Reinecke + Pohl Solare Energien GmbH in die neue Gesellschaft wirksam werden.

"Mit der Wirksamkeit dieser Beschlüsse ist die strategische Neuausrichtung und der Börsengang der Reinecke + Pohl Sun Energy AG perfekt", so Martin Schulz-Colmant, designierter Vorstand der Gesellschaft. "Zu Beginn der kommenden Woche wird mit der Realisierung der ersten Projekte unter dem Dach der neuen Holding begonnen werden“, so Schulz-Colmant weiter. Die Reinecke + Pohl Sun Energy AG konzipiert und realisiert Solarstrom-Projekte. Die Gesellschaft plant, im Geschäftsjahr 2005 ein Projektvolumen von zirka 6 Megawatt zu realisieren.

Darüber hinaus werde der Vorstand der Reinecke + Pohl Sun Energy AG künftig durch Sebastian Bovensiepen verstärkt. Bovensiepen war zuletzt in der Geschäftsleitung der EBV Management Holding AG tätig, einer Tochter des spanischen Energieversorgungsunternehmens Gamesa Energia. Er werde als technischer Vorstand der Reinecke + Pohl Sun Energy AG seine Erfahrungen in der Projektentwicklung und aus dem Verkauf von Großprojekten zur Nutzung erneuerbarer Energien an institutionelle Investoren in das Unternehmen mit einbringen. Neu im Vorstand sind Martin Schulz-Colmant, der als Unternehmenssprecher für die strategische Unternehmensentwicklung, sowie die Bereiche Investor Relations und Public Relations, zuständig ist, und Patrick Arndt, der die Position des Finanzvorstandes übernehmen wird.

23.03.2005   Quelle: BK Grundbesitz & Beteiligungs AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BMU-Staatssekretär Baake: Wettbewerb am Strommarkt nur mit diskriminierungsfreiem Netzzugang

Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesumweltministerium.
Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesumweltministerium.

Rainer Baake (Bündnis 90 / Die Grünen), Staatssekretär im Bundesumweltministerium (BMU), nimmt in einem Gespräch mit dem Solarserver Stellung zum Energiekonzept der Bundesregierung. Rot-Grün habe in den vergangenen Jahren ein abgestimmtes Gesamtkonzept erarbeitet, das durch den Koalitionsentwurf zum Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) abgerundet werde.  
"Nur Wettbewerb führt zu guten und effizienten Lösungen. Und fairen Wettbewerb am Strommarkt gibt es nur mit einem diskriminierungsfreien Netzzugang für alle Marktteilnehmer. So schaffen wir Arbeitsplätze im Mittelstand. Wir brauchen eine Energieversorgung, die auf erneuerbaren Energien und effizienten Kraftwerken in einer dezentralen wettbewerbsorientierten Netz- und Unternehmenslandschaft aufbaut“, umreißt Rainer Baake das Ziel des neuen "Grundgesetzes für den Energiemarkt". Die übrigen energiepolitischen Ziele von Rot-Grün seien bereits im Gesetzblatt verankert: Durch den Emissionshandel beispielsweise werde es einen riesigen Modernisierungsschub bei den Kohlekraftwerken geben: "Alte werden abgeschaltet, neue energieeffiziente Kraftwerke gebaut", so Baake.


"2020 wird das letzte Atomkraftwerk vom Netz gehen"

Genauso klar seien der Atomausstieg und der Einstieg in das Solarzeitalter geregelt: "Das Schlüsseljahr ist 2020", sagt Baake. "Auf diesen Zeitpunkt arbeiten wir hin, denn dann wird das letzte Atomkraftwerk vom Netz gehen und dann werden wir 20 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren gewinnen." Dieses Konzept mache deutlich, dass Atomausstieg und Klimaschutz kein Widerspruch seien. "An die Stelle der Atomkraft treten erneuerbare Energien und effiziente Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, erklärt der Umwelt-Staatssekretär.
Ein Drittel des Atomausstiegs sei bereits geschafft, da sich seine Geschwindigkeit nach der erzeugten Menge atomaren Stroms bemesse. "Und weil die Atomkraftwerke zur Zeit auf Hochtouren laufen, muss nach dem AKW Stade auch das AKW Obrigheim in zwei Monaten geschlossen werden", betont Baake. Ein weiteres wichtiges Etappenziel des rot-grünen Atomausstiegs rücke immer näher: Ab dem 1. Juli 2005 dürfe kein Brennstab mehr zur Wiederaufbereitung nach La Hague oder Sellafield gebracht werden. "Wir entziehen dem Plutoniumkreislauf dadurch seine Nahrung und beenden einen Weg der Zwischenlagerung von Atommüll im Ausland", sagt Baake und ergänzt: "Wenn Sie aus der Kernenergie aussteigen wollen, müssen Sie zuerst den Plutoniumkreislauf stoppen. Das haben wir gemacht." Vorwürfe der Opposition, Rot-Grün mache keine abgestimmte Energiepolitik, entbehren laut Baake jeglicher Grundlage: "Das berührt mich nicht. Unser Energiekonzept steht bereits im Bundesgesetzblatt und mit dem Gesetzentwurf zur Novelle des EnWG liegen unsere Vorstellungen auf dem Tisch." Bei der Neufassung des Energiewirtschaftsgesetzes setzt Baake auf eine konstruktive Zusammenarbeit der Opposition.

Lesen Sie auch das aktuelle Portrait: Rainer Baake: Manager der Energiewende unter akteure.html#akt

23.03.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU.

 

REpower gewinnt portugiesische Martifer-Gruppe als strategischen Großinvestor

Die REpower Systems AG (WKN 617703), eines der führenden Unternehmen der Windenergiebranche, hat im Geschäftsjahr 2004 eine Gesamtleistung von 301,4 Millionen Euro erzielt (Vorjahr 299,3 Mio. EUR). Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Das Betriebsergebnis vor Zins und Steuer (EBIT) beträgt minus 3,4 Millionen Euro, gegenüber einem Plus von 12,9 Millionen Euro im Vorjahr. Nach Berücksichtigung von Einmaleffekten aus der erstmaligen Konsolidierung von Projektgesellschaften, Steuern, Zinsen und Minderheitenanteilen ergebe sich ein Jahresfehlbetrag von 9,3 Millionen Euro.


Neuer Großinvestor und Restrukturierungskonzept

Darüber hinaus meldet die REpower Systems AG den Einstieg eines strategischen Großinvestors. Das Stahl- und Metallbauunternehmen Martifer Construções Metalomecânis, Portugal, habe seinen Anteil von bislang 5,05 Prozent durch den Erwerb eines Aktienpakets der ELBE Betreuungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, vertreten durch das ehemalige REpower-Vorstandsmitglied Hugo Denker, auf einen Anteil in Höhe von 19,5 Prozent erhöht. Auf der Sitzung vom 16. März 2005 genehmigte der Aufsichtsrat zudem das von einer Unternehmensberatung erarbeitete Restrukturierungskonzept, das neben einer Optimierung der operativen Prozesse auch eine Straffung der Organisation auf der Managementebene vorsieht.


Steigender Auslandsanteil

REpower hat im Geschäftjahr 2004 insgesamt 161 Windenergieanlagen errichtet, im Vorjahreszeitraum waren es 188. Das Produktionsvolumen sei trotz der rückläufigen Binnenmarktnachfrage mit 187 Neuanlagen auf Vorjahresniveau (188 Anlagen) gehalten worden. Dadurch ergebe sich für den Berichtszeitraum ein Umsatzvolumen in Höhe von 320,7 Millionen Euro. Mit 49 außerhalb Deutschlands installierten Windenergieanlagen erhöhte sich der Auslandsanteil auf mehr als 30 Prozent (Vorjahr 5 Anlagen). Die installierte Leistung verringerte sich nach Angaben des Unternehmens geringfügig von 291,3 Megawatt (MW) um 5,8 Prozent auf 274,5 MW).


Internationale Expansion

Die internationale Ausrichtung der REpower Systems AG spiegelt sich künftig auch in der Aktionärsstruktur des Unternehmens wider. Das portugiesische Stahl- und Metallbauunternehmen Martifer hat seinen Anteil an der REpower Systemns AG deutlich ausgebaut. Mit einem Anteil von nun 19,5 Prozent wird Martifer zum größten Einzelaktionär der Gesellschaft. Martifer gehört zum größten Bauunternehmen Portugals, der Mota-Engil Gruppe, die an der Lissaboner Börse notiert ist. "Der Einstieg der Martifer-Gruppe zeigt, dass die Erfolge unserer internationalen Expansion auch im Ausland positiv wahrgenommen werden. REpower ist auch über die Grenzen Deutschlands hinaus zu einem bedeutenden und anerkannten Player in der Windenergiebranche avanciert", kommentiert Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender der REpower Systems AG.

23.03.2005   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Der Tagesspiegel: Nach Conergy drängen weitere Solar-Unternehmen an die Börse

Nach dem glänzenden Börsenstart der Conergy AG stehen weitere Unternehmen der Branche in den Startlöchern, berichtet der Berliner "Tagesspiegel" in einer Pressemitteilung. "Wir erwarten in den nächsten zwölf Monaten zehn Börsengänge von Solarunternehmen", sagte Christian Schindler, Analyst bei der Landesbank Rheinland-Pfalz, dem Tagesspiegel (Ausgabe vom Montag, 21.03.2005).   Vor allem der hohe Ölpreis mache Solar-Unternehmen momentan für Anleger interessant.


Kandidaten: PV Crystalox, Antec Solar Energy und Q-Cells

"Ein Börsengang bietet interessante Perspektiven für mehr Wachstum", sagte Hubert Aulich, Vorstand der deutsch-britischen PV Crystalox. Zwar prüfe man noch andere Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung; ein Gang auf das Parkett im zweiten Halbjahr sei aber die wahrscheinlichste Variante. Bei der thüringischen Antec Solar Energy hat man sich laut Tagesspiegel bereits entschieden: "Wir machen das in diesem Jahr", sagte Vorstand Udo Bockemühl der Zeitung. Ein weiterer Börsengang könnte bei der sachsen-anhaltinischen Q-Cells anstehen, die in der Branche als heißer Kandidat gilt, so der Tagessspiegel. Da die Bundestagswahl 2006 ein hohes Risiko für Solarunternehmen darstelle, müssten geplante Börsengänge Experten zufolge noch in diesem Jahr über die Bühne gehen: "Wer jetzt lange wartet, verpasst seine Chance", erklärte Arthur Hoffmann, Portfolio Manager der Bank Sarasin.

22.03.2005   Quelle: Der Tagesspiegel; ots   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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2004 neun Prozent Strom aus erneuerbaren Energien

Der Beitrag aller erneuerbaren Energien zu Stromproduktion stieg 2004 um 1,5 Prozentpunkte auf insgesamt neun Prozent. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, nach ersten Erhebungen.  Die Stromerzeugung aus Windkraft wuchs von drei auf vier Prozent. Der Anteil regenerativer Wasserkraft nahm 2004 ebenso zu: auf vier Prozent gegenüber drei Prozent im Vorjahr. Die so genannten "Sonstigen erneuerbare Energien" (Biomasse, Müll, Photovoltaik) trugen laut VDEW mit gut einem Prozent zur Stromproduktion bei.

Mehr als drei Viertel des gesamten Stroms in Deutschland wurden 2004 aus Kohle und Kernenergie erzeugt, so der VDEW. Allein auf Kohle sei knapp die Hälfte der Erzeugung entfallen. Während der Anteil der Braunkohle 2004 mit 26 Prozent nahezu unverändert geblieben sei, sei der Beitrag der Steinkohle leicht zurückgegangen, auf 22 Prozent (2003: 24). Der Anteil der Kernenergie blieb laut VDEW mit knapp 28 Prozent nahezu stabil.


22.03.2005   Quelle: VDEW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Statistisches Bundesamt: 27 Terawattstunden Strom aus Wasserkraft im Jahr 2004

Wasserkraftwerk Laufenburg.

Nach vorläufigen Berechungen des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im Jahr 2004 aus Wasserkraft 27,0 Terawattstunden (TWh) Strom erzeugt, das sind 27,0 Milliarden Kilowattstunden. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft stieg damit von 19,2 TWh im Jahr 1991 um 40,6% oder um 12% gegenüber 2003. Diese Entwicklung sei jedoch nicht stetig verlaufen, da sie auch von den natürlichen Gegebenheiten abhänge.
  So sei der höchste Wert auf Grund eines sehr günstigen Wasserangebots im Jahr 2000 mit 29,4 TWh erreicht worden, heißt es in einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes.


Wasserkraft nicht durchweg erneuerbare Energie

Wasserkraft sei nicht in jedem Fall regenerative Energie, erläutert das Statistische Bundesamt. Bei Lauf- und Speicherkraftwerken werde die gesamte Stromerzeugung als regenerativ gezählt; bei Pumpspeicherkraftwerken hingegen müsse in Umsetzung der europäischen Richtlinie 2001/77/EG unterschieden werden zwischen einem natürlichen Zulauf im Oberbecken und einem künstlichen, also gepumpten Zulauf. Nur der Strom, der in Pumpspeicherkraftwerken mit natürlichem Zufluss erzeugt wird, sei als erneuerbar anzusehen. Deshalb weiche die gesamte Stromerzeugung von der regenerativen ab. Die Stromerzeugung aus dem regenerativen Teil der Wasserkraft erhöhte sich von 15,9 TWh im Jahr 1991 auf 19,8 im Jahr 2003 und 21,1 TWh im Jahr 2004, so das Statistische Bundesamt. Das sei ein Plus von fast 33% gegenüber 1991 oder 6,6% gegenüber 2003.


4,5% der Bruttostromproduktion 2004 aus Wasserkraft

Der Anteil der Stromerzeugung aus Wasserkraft an der gesamten Bruttostromerzeugung (einschließlich Einspeisungen) betrug im Jahr 2004 4,5%. 1991 hatte er 3,6% betragen. Der regenerative Anteil der Stromerzeugung aus Wasserkraft lag 2004 bei 3,5% und 1991 bei 2,9%. Die Angaben beziehen sich laut Statistischem Bundesamt auf alle wesentlichen Wasserkraftwerke; das sind die Kraftwerke der allgemeinen Versorgung, die Industriekraftwerke und die Anlagen Dritter, welche Strom aus Wasserkraft ins Netz der allgemeinen Versorgung einspeisen.

22.03.2005   Quelle: Statistisches Bundesamt, Arbeitsgemeinschaft Stromerzeugung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: NaturEnergie AG

 

WVW: Windenergie wird günstiger als konventionelle Stromerzeugung

Windstrom seit 1990 rund 55 Prozent pro billiger.
Windstrom seit 1990 rund 55 Prozent pro billiger.

"Strom aus Windenergie wird schon in absehbarer Zukunft günstiger sein als Strom aus konventionellen Kraftwerken." Das erklärte Dr. Wolfgang von Geldern, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke e.V. (WVW), während der Mitgliederversammlung des Verbandes in Hamburg.
 
Für diese Prognose gebe es gute Gründe, so der WVW in einer Pressemitteilung. Begrenzte Vorkommen von Öl, Kohle, Gas sowie der weltweit steigende Verbrauch bewirkten einen bereits spürbaren Preisanstieg für herkömmliche Energieträger. Außerdem würden die in Deutschland notwendigen Milliarden-Investitionen für die Modernisierung des Kraftwerksparks und den Ersatz überalterter Kraftwerke zu steigenden Strom-Erzeugungskosten führen. Dem stünden kontinuierlich sinkende Erzeugungskosten für Strom aus Windenergieanlagen gegenüber, so der WVW. Seit 1990 seien die Kosten für Windstrom bereits um rund 55 Prozent pro Kilowattstunde gesenkt worden.

"Die im Februar veröffentlichte dena-Studie belegt außerdem, dass auch ein weiter wachsender Anteil des Windstroms mit einer moderaten Anpassung der Stromnetze kostengünstig integriert werden kann", so Dr. von Geldern weiter. Bis zum Jahr 2015 sei der Ausbau der Netze um nur etwa 3 Prozent erforderlich. Dann könnten bis zu 20 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Um dies zu erreichen, sei der kontinuierliche weitere Ausbau der Windenergie an Land und auf hoher See (offshore) notwendig. "Die positiven Effekte einer solchen Entwicklung liegen auf der Hand. Deutschland wird unabhängiger von Energie-Importen, Sicherheitsrisiken werden reduziert, die begrenzten fossilen Energievorräte werden geschont und zusätzlich ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet", heißt es in der WVW-Pressemitteilung.


Wirtschaftsverband Windkraftwerke erweitert Vorstand

Der von der Mitgliederversammlung neu gewählte Vorstand des WVW will diese Entwicklung aktiv mitgestalten. Zum Vorstand gehören wie bisher Dr. Wolfgang von Geldern (Vorsitzender), Uwe Thomas Carstensen (stellv. Vorsitzender), Martin Lawrenz (Schatzmeister), Karl Detlef, Curtis Briggs und Fritz Laabs. Zusätzlich in den Vorstand gewählt wurde Lothar Schulze-Damitz. Der Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. (WVW) vertritt bundesweit die Interessen von rund 100 Unternehmen, die in Deutschland Windparks projektieren und betreiben.

22.03.2005   Quelle: WVW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU; Fotograf: H.-G. Oed
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Frankreich: Steuererleichterungen für erneuerbare Energien und Energieeinsparung

Die steuerlichen Maßnahmen zugunsten der erneuerbaren Energien und der Energieeinsparung, die im Juli 2004 im so genannten Klimaplan angekündigt wurden, sind jetzt fester Bestandteil des französischen Finanzgesetzes 2005.  Das berichtet das Bulletin Wissenschaft-Frankreich der französischen Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Steuerkredit für Ausgaben bei der Ausstattung des Hauptwohnsitzes sei nun auf effiziente Geräte ausgerichtet (15% bis 25%) und unterstütze besonders die solare Warmwasseraufbereitung (40%) sowie andere Vorrichtungen, die erneuerbare Energien nutzen. Jeder könne von diesem Steuerkredit profitieren, sei er nun steuerbefreit oder nicht, heißt es in einer Mitteilung der französischen Organisation für Umwelt- und Energiewirtschaft (ADEME). Diese fiskalischen Anreize seien von großer Bedeutung, denn auf das Konto des Energieverbrauchs in Wohnungen gingen 25% der Treibhausgasemissionen.

22.03.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Trittin begrüßt chinesisches Gesetz zum Ausbau der erneuerbaren Energien

Nach Spanien, Dänemark, Brasilien und einigen neuen EU-Ländern hat China jetzt ebenfalls einen gesetzlichen Rahmen für den Ausbau der Erneuerbaren geschaffen. Bundesumweltminister Jürgen Trittin zeigt sich erfreut über diesen Schritt.  "Ich freue mich, dass die Chinesen Ernst machen, ihre ambitionierten Zusagen auf der Bonner Konferenz 'renewables2004' auch umzusetzen. Es kommt nun darauf an, z. B. durch Festsetzung angemessener Vergütungssätze, voran zu kommen", sagte Trittin. China hatte auf der Internationalen Bonner Konferenz das Ziel formuliert, den Anteil der erneuerbaren Energien an der installierten Gesamtenergieleistung bis 2010 auf 10 Prozent zu steigern. Die Chinesen seien bei der Erarbeitung des Gesetzes von deutscher Seite intensiv beraten worden, angespornt durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums. Das chinesische Gesetz soll zu Beginn des nächsten Jahres in Kraft treten. Details sollen noch in Verordnungen geregelt werden.

21.03.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

NRW: Solarstrom-Fassadenanlage an neuer Produktionshalle

28 kWp-Solarstromfassade in Neuenrade.
28 kWp-Solarstromfassade in Neuenrade.

Der Elektrohersteller Schniewindt GmbH & Co. KG in Neuenrade im Märkischen Kreis nahm eine der größten Photovoltaik-Anlagen in Nordrhein-Westfalen in Betrieb. Zugleich setzt das Traditionsunternehmen architektonisch wegweisende Zeichen: die rund 210 Quadratmeter große Anlage vollständig in die Fassade einer neuen Produktionshalle integriert.
 
Die als Vorhangfassade an der Südseite ausgeführte Anlage besteht aus 160 Hochleistungsmodulen mit 28 Kilowatt installierter Leistung (kWp) auf einer Fläche von 25,50 m Breite und 8,30 m Höhe. Das neue Gebäude produziert Strom aus Sonnenlicht, der in das öffentliche Netz eingespeist wird. "Solares Bauen ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Wir in Nordrhein-Westfalen setzen auf die Nutzung regenerativer Energien und effiziente Technologie; gerade die fassadenintegrierten Solaranlagen beinhalten großes Potenzial. Dieses Projekt trägt dazu bei, dass unser Land bei der Solarenergie in Europa weit vorne liegt.", sagte NRW-Städtebauminister Dr. Michael Vesper. Die Anlage wurde vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des REN-Programms gefördert.


Imagegewinn mit Solarstrom

Für die Unternehmer Wolfgang und Dr. Sarah Schniewindt war die Entscheidung für die Installation einer so großen Solaranlage fast eine Selbstverständlichkeit. "Wir wollten die große Südfassade einfach sinnvoll nutzen. Da wir Lieferant für die Energieindustrie, insbesondere der Energieverteilung sind, entsprach es aber auch unserer Firmenphilosophie, die freie Fläche möglichst vollständig für die Erzeugung elektrischer Energie zu nutzen - also für die Montage einer Photovoltaikanlage", erläutert Geschäftsführerin Dr. Sarah Schniewindt das Projekt. Das Unternehmen verspricht sich mit der weithin sichtbaren Anlage auch einen Imagegewinn, mit dem der eigene innovative Anspruch unterstrichen werden soll.


"Strom statt Marmor"

Umgesetzt hat das Projekt das Architektur- und Ingenieurbüro schnabel krach. "Der Besucher erhält durch die Solarfassade auf den ersten Blick einen positiven Eindruck. Wir wollten mit architektonischen Mitteln 'Kultiviertheit' und 'Verantwortungsbewusstsein' transportieren. Die Solar-Fassade war für uns das ideale gestalterische Element", so Architekt Karl Michael Krach von schnabel krach. Unter der Regie des Neuenrader Architekturbüros waren ausschließlich Unternehmen aus der näheren Umgebung an der Umsetzung beteiligt. "Hier sieht man, wie gut die Region wirtschaftlich in Punkto Zukunftsenergien aufgestellt ist", kommentiert Solar-Experte Dipl.-Ing. Gerald Orlik von der Energieagentur NRW in Wuppertal. "Dieses Beispiel zeigt anschaulich, dass Photovoltaik nicht nur einfach zur Stromerzeugung eingesetzt werden kann. In die Architektur integriert wertet sie gemäß dem Motto 'Strom statt Marmor' die eher unspektakuläre Fassade auf, spart somit Kosten und produziert gleichzeitig Strom", lobte Orlik.


21.03.2005   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energieagentur NRW.

 

Offshore-Konferenz: Windkraft auf dem Meer stärker nutzen

Seit mehr als 15 Jahren nutzt Deutschland erfolgreich den Wind als Energielieferanten, bisher ausschließlich an Land. Zunächst erschien es visionär, Windkraftanlagen in das Meer zu stellen, um die dort herrschenden höheren Windgeschwindigkeiten nutzen zu können. Doch inzwischen haben Dänemark, Großbritannien und Schweden die ersten Offshore-Anlagen erfolgreich in Betrieb genommen. Die Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB) wird auf ihrem ersten Offshore-Kongress "Windstärke05" den derzeitigen internationalen Entwicklungsstand der Branche vorstellen.
  Bis zum Jahr 2030 ist das Ziel der Bundesregierung, 15% des Stromverbrauchs durch Offshore-Windkraftanlagen bereitzustellen.


Windstärke05 – Kurs Offshore

Der Kongress wird vom 26.-27. Mai 2005 internationale Experten, Zulieferer und Investoren zum Thema Offshore-Windparks im Schiffahrtsmuseum Bremerhaven versammeln. Zwei Tage lang bietet die WAB den Teilnehmern Zeit und Raum, sich unter anderem über erfolgreiche Projekte zu informieren, Kenntnis über die neueste Anlagentechnik zu erhalten oder über politische Rahmenbedingungen zu diskutieren. Zu den Rednern gehören neben Andreas Nauen von Siemens Wind Power auch Christoph Hessel von GE Wind und Ingo de Buhr von Multibrid. Alle drei Unternehmen entwickeln Windkraftanlagentechnik für den Offshore-Einsatz. Außerdem sprechen Experten aus Dänemark, Großbritannien und Norwegen, die bereits an vielen großen Offshore-Projekten beteiligt waren. Bundesumweltminister Jürgen Trittin konnte als Schirmherr gewonnen werden.


Impulse für die Offshore-Windkraft

"Wir bilden Netzwerke, die sich aus Forschungsinstituten, Unternehmen der Region und Investoren zusammensetzen, mit dem Ziel die ersten Offshore-Windparks in Deutschland schneller zu realisieren", so Jan Rispens, Geschäftsführer der WAB. "Darüber hinaus bieten wir Interessierten eine Plattform für den Informations- und Erfahrungsaustausch. Wir freuen uns, mit dem Kongress 'Windstärke05 – Kurs Offshore' eine hochkarätige Expertenrunde in Deutschland zu haben und erhoffen uns für die Realisierung von Offshore-Windkraft maßgebliche Impulse.“ Feierlicher Abschluss des Kongresses wird die Einweihung der Windkraftanlage "Multibrid M5000" am Freitag, 27. Mai 2005, in Bremerhaven-Speckenbüttel sein.


21.03.2005   Quelle: Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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MVV Energie betreibt ersten hochtourigen Schwungmassenspeicher in Europa

60.000 Umdrehungen pro Minute sichern unterbrechungsfreie Stromversorgung.
60.000 Umdrehungen pro Minute sichern unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Das Mannheimer Energieverteilungs- und Dienstleistungsunternehmen MVV Energie AG hat am 17.03.2005 den erstmals in Europa eingesetzten hochtourigen Schwungmassenspeicher seines amerikanischen Tochterunternehmens Pentadyne Power Corporation (Los Angeles) offiziell in Betrieb genommen. Der mit bis zu 60.000 Umdrehungen pro Minute drehende Schwungmassenspeicher übernimmt in der Mannheimer MVV-Konzernzentrale als Energiespeicher Aufgaben in einer unterbrechungsfreien Stromversorgung.
 
Bei einer Last von 120 Kilowatt (kW) kann die gespeicherte Bewegungsenergie Stromausfälle bis zu 20 Sekunden lang überbrücken. Bei dem Schwungmassenspeicher handelt es sich um ein rotierendes Rad, das elektrische Energie in eine Drehbewegung umsetzt und wieder abgibt. Solche Systems sind in der Lage, sehr kurzfristig hohe Energiemengen bereitzustellen. Im Rahmen des Projektes sollen nun die Wirtschaftlichkeit und die Praxistauglichkeit des Speichers im realen Betrieb sichergestellt werden. Vorangegangen war ein dreimonatiger Laborbetrieb der Anlage, den das Dortmunder Ingenieurdienstleistungsunternehmen EUS GmbH durchgeführt hat. Die EUS GmbH ist ebenfalls eine Tochter der MVV Energie. Der Laborbetrieb erfolgte im Rahmen vom Land Nordrhein-Westfalen und von der Europäischen Union geförderten Pilotprojektes.

Die Anlage dient der Sicherstellung einer absolut unterbrechungsfreien Stromversorgung. Für Dr. Werner Dub, Mitglied des Vorstands der MVV Energie, "ist das Projekt, in dem das in unterschiedlichen Bereichen unseres Konzerns vorhandene Know-how gebündelt wurde, zugleich ein Beweis für die erfolgreiche Zusammenarbeit innerhalb unserer Unternehmensgruppe".


Vorteile im Vergleich zur herkömmlichen Stromspeicherung in Batterien

Für Industrie und Gewerbe ist eine zuverlässige und sichere Stromversorgung, ein wesentlicher Produktionsfaktor, besondere im computergestützten Bereich. Schon kurzfristigste Spannungsunterbrechungen oder Spannungsschwankungen können bei den Verbrauchern zu großen betriebswirtschaftlichen Schäden führen. Zunehmend werde daher nach einer 100%igen Versorgungssicherheit und damit nach einer unterbrechungsfreien Stromversorgung gefragt. Inzwischen werde weltweit mit Hochdruck an neuen Technologien geforscht und gearbeitet. MVV Energie zeigt sich sehr zuversichtlich, mit dem jetzt installierten Schwungmassenspeicher auf dem richtigen Weg zu sein. "Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Geräte im Vergleich zu konventionellen Batterien ausgesprochen wartungsarm, kompakt, hoch verfügbar und platzsparend sind", sagt Dr. Dub.

21.03.2005   Quelle: MVV Energie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: MVV Energie

 

"European Energy Award" für Städte und Gemeinden in NRW

Kommunen aus Nordrhein-Westfalen werden am 14. 04 2005 mit dem "European Energy-Award" ausgezeichnet. Der European Energy Award ist ein europäisches Zertifikat für Städte und Gemeinden, die überdurchschnittliche Erfolge bei der Reduzierung ihres Energieverbrauchs verbuchen konnten. Dr. Axel Horstmann, Energieminister in Nordrhein-Westfalen, wird die Auszeichnungen im Bochumer Rathaus überreichen.   Mit dem European Energy Award wird nicht nur jede eingesparte Kilowattstunde Strom belohnt, gleichzeitig bewertet er auch den Modellcharakter der in den Kommunen durchgeführten Projekte zur Energieeinsparung. "Wichtig ist nämlich, dass die Kommunen auch Vorbilder für andere Städte und Gemeinden sein sollen", erklärt Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW, die als regionaler Träger im Auftrag des Energieministeriums NRW zu der Veranstaltung einlädt.


Zertifikate für langfristiges Energiesparen

Regelmäßige interne und externe Kontrollen sorgen dafür, dass eine langfristige Optimierung des Energiebereichs auch über den Zeitpunkt der Zertifizierung mit dem European Energy Award hinaus in der ausgezeichneten Kommune gewährleistet und europäische Standards gesichert werden. Bislang wurden landesweit erst sieben Kommunen ausgezeichnet: Bielefeld, Solingen, Wuppertal, Remscheid, Ostbevern, Bonn und Senden. Das Land Nordrhein-Westfalen war an der Entwicklung des European Energy Award innerhalb des europäischen Forschungsprojektes "Communal Labels" maßgeblich beteiligt und fördert die Teilnahme im Rahmen seines "Aktionsprogramms 2000plus".


Fachtagung "Der Weg zur energieeffizienten Kommune"

Eingebettet ist die Preisverleihung in eine Fachtagung mit dem Titel "Der Weg zur energieeffizienten Kommune" auf der Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Kommunen in fünf parallelen Themenforen diskutieren. Auf dem Programm stehen die Themen "Kommunale Raumordnung und Entwicklungsplanung unter energetischen Gesichtspunkten", "Energiemanagement für kommunale Gebäude und Anlagen", "Umweltgerechte Ver- und Entsorgung in der Kommune", "Nachhaltige Mobilität in der Kommune" und "Verwaltungsinterne Organisation; Kommunikation und Kooperation mit Wirtschaft und Bürgern."

Die Tagung beginnt um 10 Uhr, die Preisverleihung findet gegen 14.00 Uhr
statt. Weitere Informationen gibt es bei der Energieagentur NRW, Tel. 0202 / 245 52 - 0, das Programm findet sich im Internet unter www.eea.nrw.de. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich per Fax an die Nummer 0221/3777687.

20.03.2005   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

fechnerMEDIA zeigt "VorBilder" zu nachhaltigem Handeln

Erneuerbare Energien auf DVDs von fechnerMedia.
Erneuerbare Energien auf DVDs von fechnerMedia.

Kofi Annan, Generalsekretär der UN, brachte es auf den Punkt: es sei die größte Herausforderung unserer Zeit, "die Idee einer nachhaltigen Entwicklung zur Realität für alle Menschen dieser Erde zu machen". fechnerMEDIA hat sich ganz dieser Herausforderung gewidmet. Der süddeutsche Verlag bietet Medien zu den Perspektiven einer zukunftsfähigen Entwicklung für alle Menschen dieser Erde - sozial, ökologisch und ökonomisch. 
Das jetzt erschienene, komplett überarbeitete Verlagsprogramm „VorBilder zu nachhaltigem Handeln“ präsentiert eine handverlesene Auswahl von 145 preisgekrönten Medien, deutschsprachige Filme zum Thema erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit. Der Verlag bietet DVDs, Bücher und vieles mehr für das berufliche oder private Engagement - und zum Genießen.


Breite Themenpalette

Der Themenkatalog ist breit gefächert. Er reicht von der hautnahen Beobachtung des Widerstands gegen den letzten US-Krieg im Irak ("Bombenstimmung") über den Grundlagenfilm "Vom Landwirt zum Energiewirt" (ausgezeichnet mit dem Preis des slowakischen Umweltministers) bis hin zur weltweit gedrehten, sechsteiligen Wasser-Serie "Der durstige Planet", die international Beachtung findet und 2004 für den Grimme-Preis nominiert war.


Schwerpunkt erneuerbare Energien

Eine Vielzahl von Filmen widmet sich dem zentralen Thema erneuerbare Energien. So etwa der hoch aktuelle Überblicksfilm "Die Neue Power – Erneuerbare Energien in Europa" oder auch die "Edition Erneuerbare Energien": Vier Filme, die jeweils eine Energieform intensiv und mit atemberaubenden Bildern vorstellen (Solarwärme, Solarstrom, Biomasse, Wasserstoff). Das komplette Verlagsprogramm kann kostenlos bestellt werden bei: fechnerMEDIA GmbH; Schwarzwaldstr. 45
78194 Immendingen; Tel: 0 74 62 - 92 39 20; info@fechnermedia.de

20.03.2005   Quelle: fechnerMEDIA GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FechnerMedia GmbH.

 

Klimabotschaft 2005: "Lass die Sonne in dein Haus"

Am zehnten Tag der Erneuerbaren Energien (30. 4. 2005) zeigen engagierte Anlagenbetreiber deutschlandweit, wie weit das Spektrum der Nutzung, Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe mittlerweile geworden ist. Mit der Klimabotschaftsaktion 2005 "Lass die Sonne in dein Haus" wollen die Initiatoren am 27. April 2005 zum "1. Schulenergietag" und am "10. Tag der Erneuerbaren Energien" gemeinsam Luftballons mit einer Klimabotschaft in den Himmel steigen lassen.   Das Kyoto Protokoll sei ratifiziert, das novellierte EEG- sichere langfristige Netzeinspeisevergütungen und doch zeigten Umfragen, dass Umweltthemen im Bewusstsein vieler Menschen in den Hintergrund gerückt seien, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Oederan. Die Stadt hatte den Tag der Erneuerbaren Energien 1996 ins Leben gerufen, ein Jahrzehnt nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl.


Symblische Aktion und individuelle Botschaften

Umweltengagement und Umwelttechnologien schaffen Arbeitsplätze, betonen die Veranstalter des Aktionstages: "Deshalb wollen wir die Idee des Tages der Erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren in die Schulen tragen. Wir hoffen, dass so ein Netzwerk engagierter Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Unternehmen, Schulträgern, Stiftungen und Bürgern entsteht." Dabei gehe es umd drei Themenbereiche: Die erneuerbaren Energien, Energieeinsparung an Schulen und energieeffizientes Handeln sowie die Umweltbildung.
"Manch einer mag an die Wirksamkeit von symbolischen Aktionen, wie sie eine Klimabotschaft darstellt, nicht glauben. Für die Aktion spricht unseres Erachtens aber der offene Charakter dieser Aktion. Es geht um individuelle Klimabotschaften!", heißt es in der Pressemitteilung. Jeder, der sich beteilige, könne seine Klimabotschaft formulieren, mit Wünschen, eigenen Projekten und Forderungen.

Die Stadt Oederan stellt 1.000 Ballons kostenlos mit dem Logo des Tages der Erneuerbaren Energien zur Verfügung. Wer sich beteiligen möchte, schickt eine E-Mail an tee-info@oederan.de in der kurz der eigene Beitrag zum Tag der Erneuerbaren Energien oder zum Schulenergietag dargestellt ist. Bestellungen werden ab 10 Ballons entgegengenommen.

20.03.2005   Quelle: Stadtverwaltung Oederan   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Regensburger Unternehmen plant Biodieselproduktion und –kraftwerk

Die Campa Biodiesel GmbH & Co. KG will im Regensburger Hafen eine Biodieselanlage, eine Ölmühle und ein Biomassekraftwerk bauen. Das Investitionsvolumen beträgt nach Angaben des Unternehmens bis zu 50 Millionen Euro.  Vorgespräche zum Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz seien mit der Stadtverwaltung aufgenommen worden, berichtet Campa Biodiesel in einer Pressemitteilung. Baubeginn soll im Herbst 2005 sein. Alle drei Anlagenteile werden laut Plan etwa ein Jahr nach dem Baubeginn mit etwa 40-50 qualifizierten Mitarbeitern in Betrieb gehen. Campa erweitere damit ihre Kapazitäten und passe sich dem wachsenden europäischen Biodieselmarkt an.


20 MW grüner Strom plus Prozesswärme in KWK

Die Biodieselanlage und die Ölmühle werden eine Kapazität von jeweils 200.000 Tonnen im Jahr haben. Das Biomassekraftwerk, in dem Rapsschrot aus der eigenen Produktion und naturbelassene Hackschnitzel verarbeitet werden, soll mit einer Leistung von bis zu 20 Megawatt (MW) "grünen Strom" und in Kraft-Wärme-Kopplung Prozessdampf für die Biodieselanlage und Ölmühle liefern. Der Standort Regensburg sei mit Hafen-, Bahn- und Autobahnanbindung inmitten einer ertragsstarken Rapsanbauregion ideal. Bisher gebe es keine großtechnische Ölmühle für Rapssaaten in Bayern. Campa betreibt in Ochsenfurt bei Würzburg seit fünf Jahren eine Biodieselanlage mit einer Kapazität von 75 000 Tonnen im Jahr. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben im süddeutschen Raum führend bei Herstellung und Verkauf von Qualitätsbiodiesel nach Norm EN 14214.

19.03.2005   Quelle: Campa-Biodiesel GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Spatenstich für Sonnen-Zentrum

Spatenstich für ein Sonnen-Zentrum.
Spatenstich für ein Sonnen-Zentrum.

Im schwäbischen Rottenburg-Oberndorf, 40 km südlich von Stuttgart, entsteht ein Modellprojekt für ökologisches Bauen: das "Sonnen-Zentrum". Der erste Spatenstich für den Gewerbepark mit 1.700 Quadratmetern Fläche erfolgte am 11. März durch Holger Keppel, Baubürgermeister der Kreisstadt Rottenburg.
 
Thomas Hartmann, Inhaber und Geschäftsführer des Oberndorfer Solarfachbetriebes Hartmann Energietechnik, wies darauf hin, dass er mit dem Sonnen-Zentrum eine "gestalterisch herausragende Lösung zur Integration von Solartechnik in die Architektur" schaffen wolle. Zugleich soll die Anlage ein Musterbeispiel für umweltbewusstes und energiesparendes Arbeiten und Wohnen sein. Das Sonnen-Zentrum soll zu knapp 90 Prozent solar beheizt werden. Für den Restbedarf kommt eine Stückholzfeuerung zum Einsatz. Architekt ist Klaus Osterried aus Rottenburg-Oberndorf, die dynamische Gebäudesimulation hat die Firma Econsult aus Rottenburg-Seebronn durchgeführt.

Gläserne Kollektorproduktion

Das Oberndorfer Modellprojekt ist als Gewerbepark mit Gebäude und Außenanlage konzipiert. In dem Gebäude finden eine gläserne Kollektorproduktion, Büros, Tagungs- und Ausstellungsräume, Bistro und eine Privatwohnung Platz. Auf dem Außengelände ist ein "Erlebnispfad Erneuerbare Energien" geplant. Auf spielerische und künstlerische Weise wollen Hartmann und sein Team hier einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeiten der erneuerbaren Energien vermitteln. Der hohe solare Deckungsgrad soll durch eine Solarfassade an der Südseite des Gebäudes erzielt werden. Hierfür sind Sonnenkollektoren mit einer Gesamtfläche von 144 Quadratmetern vorgesehen. Ein Teich vor der Südfassade steigert durch die Reflexion der Sonnenstrahlung den Solarertrag. Außerdem werden Solarstrommodule zur Belichtung und Verschattung der Büros in die Fassade integriert. Auf dem Dach ist eine Solarstromanlage mit einer Spitzenleistung von 50 Kilowatt (kWp) geplant.


Minimaler Heizenergiebedarf

Zu dem niedrigen Energiebedarf trägt auch eine sehr gute Wärmedämmung bei. Die Solarwärme wird in einem Großspeicher mit 20.000 Litern Fassungsvermögen gespeichert. Die Restenergie wird CO2-neutral durch einen 50 kW-Stückholzvergaserkessel erzeugt. Wandflächen- und Fußbodenheizungen verteilen die Wärme im Gebäude, das in Holzständerbauweise errichtet wird. Die Lüftungsanlage wird mit einem Erdwärmetauscher und Wärmerückgewinnung kombiniert.

Auch das Dach ist nach ökologischen Kriterien geplant. Das Grasdach verhindert zusammen mit dem Teich den Abfluss von Oberflächenwasser. Darüber hinaus gleicht es Temperaturunterschiede aus und bietet Platz für Pflanzen und Tiere. Ein Teil des Regenwassers wird in einer Zisterne gespeichert und im Haus genutzt.


Rundum-Erlebnis für Groß und Klein

Das Sonnen-Zentrum im Gewerbegebiet Rottenburg-Oberndorfs wird nicht nur neuer Firmenstandort der Hartmann Energietechnik GmbH sein, sondern soll auch ein Anziehungspunkt in der gesamten Region werden. "Wir wollen damit eine intensive Öffentlichkeitsarbeit für die erneuerbaren Energien betreiben", sagt Thomas Hartmann, der selbst seit zehn Jahren für die Energiewende aktiv ist. Geplant sind unter anderem Fachvorträge, Schulungen, Kollektorbaukurse und Bauherrenseminare. Im Foyer wird eine Ausstellung über die erneuerbaren Energien informieren. Der "Oberndorfer Solarspaziergang", der seit vier Jahren an jedem dritten Samstag im Monat stattfindet, wird in das Konzept integriert (www.solardorf.org). Auf dem "Erlebnispfad Erneuerbare Energien" findet der Solar-Schneemann, der derzeit noch im Oberndorfer Rathaus beherbergt ist, ein neues Zuhause. "Das Sonnen-Zentrum wird ein Rundum-Erlebnis für Groß und Klein", freut sich Thomas Hartmann schon jetzt. Im Juni 2006 soll es eröffnet werden.

19.03.2005   Quelle: Hartmann Energietechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Hartmann Energietechnik GmbH.

 

EECH AG baut auf sächsisches Solarstromprojekt

Die European Energy Consult Holding AG (EECH), ein Emissionshaus im Bereich der erneuerbaren Energien, steht nach eigenen Angaben erneut unmittelbar vor der Umsetzung eines viel versprechenden Solar-Projekts. In der Nähe von Dresden werde ein Photovoltaik-Projekt mit einer Gesamtnennleistung von 5 MW (Megawatt) entstehen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
  Erst kürzlich habe die EECH AG in zwei aussichtsreiche Solar-Projekte in Andalusien investiert. Zum einen in ein 1,3-MW-Photovoltaik-Projekt in Los Cabezos, zum anderen in ein Solarthermie-Vorhaben mit 50 Megawatt (MW) Leistung in Palma del Rio. Dass die Unternehmenslenker der EECH AG nicht nur auf spanischem Terrain die Augen offen halten, beweise ihr neuester strategischer Zug: Das Hamburger Unternehmen mit Niederlassungen in Frankreich, Italien und Spanien stehe unmittelbar vor Investitionsbeginn in ein Solarstromprojekt in der Nähe von Dresden. Die für die Realisierung notwendigen Grundstücke seien bereits gesichert, die Baugenehmigungen lägen vor. Das Gesamtinvestitionsvolumen des 5-MW-Projekts, für dessen Entwicklung und Bau 2 bis 3 Jahre veranschlagt werden, betrage voraussichtlich zirka 23 Millionen Euro.


Aus einer Vision wurde Realität

"Noch vor wenigen Jahren wurde das Thema Erneuerbare Energien immer in Verbindung mit "Visionen" diskutiert. Diese Zeiten sind längst vorbei. Aus der Vision wurde Realität", sagt Michael Bode, Vorstand der EECH AG. Allein im Bereich der Solarenergie würden in Deutschland 2005 mehr als 13.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Deutschland gelte international als Solar-Weltmeister. Und Spanien, wo die EECH AG ebenfalls erste Projekte in Angriff genommen habe, hätte unlängst angekündigt, Neubauten und Sanierungen mit dem verpflichtenden Einsatz von Solarwärmeanlagen zu koppeln. Langfristig gesehen erstrecke sich das weltweite Potenzial der Solarstromtechnologie auf über 100 Milliarden Euro. "Die Kraft der Sonne ist unsere Zukunft, und die wollen wir gemeinsam mit unseren Anlegern mitgestalten", so Bode.

19.03.2005   Quelle: EECH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

CO2-Gebäudesanierungsprogramm wird bis 2007 verlängert

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat in seiner Regierungserklärung vom 17.03.2005 angekündigt, dass CO2-Gebäudesanierungsprogramm werde in vollem Umfang weitergeführt. Das von der KfW Förderbank betreute Programm fördert besonders umfangreiche Modernisierungsarbeiten an Altbauten bis zum Baujahr 1978.  Es umfasst Heizungsmodernisierung (Solarwärmeanlagen), Wärmedämmung und Fenstererneuerung. Durch die kombinierten Maßnahmen soll der Kohlendioxid-Ausstoß im Gebäudebestand um jährlich mindestens 40 kg pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche reduziert werden. Diese hohe CO2-Reduktion, die nur durch die Verpflichtung auf eine "Sanierung im Paket" erreicht werden kann, wird durch besonders günstige Konditionen für Bauherren belohnt.


720 Millionen Euro für CO2-Einsparung und neue Investitionen

"Wir werden im Übrigen - weil ich beim Thema Investitionen bin - dafür sorgen, dass das CO2-Gebäudesanierungsprogramm bis 2007 auf dem jetzigen Niveau - das sind insgesamt 720 Millionen Euro, die nach bisherigen Erfahrungen Investitionen in Höhe von etwa 5 Milliarden Euro auslösen - weitergeführt werden kann. Das ist durchfinanziert und das kann hier geschehen", sagte Schröder.

Weitere Informationen zum CO2-Gebäudesanierungsprogramm unter http://www.solarserver.de/kfw_programm.html#co2 sowie Informationen über die aktuellen Zinssätze finden Sie unter http://www.kfw-formularsammlung.de/Konditionen/Ausgabe_Programmgruppe_6.html

18.03.2005   Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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RWE SCHOTT Solar GmbH: Neue Vertragshändler in Australien

Der deutsche Hersteller für Solarstromprodukte RWE SCHOTT Solar GmbH mit Sitz im bayerischen Alzenau baut seine internationale Aktivität weiter aus. Zum Januar 2005 seien in einem ersten Schritt zwei neue Händler in Australien unter Vertrag genommen worden, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Die neuen Partner sind die Unternehmen Going Solar und Sustainable Energy Enterprises.

Die 1978 gegründete Going Solar mit Sitz in Melbourne, ist laut RWE SCHOTT Solar ein führender Anbieter für regenerative Energien im Bundesstaat Victoria. Das Unternehmen bietet Managementleistungen, Energieberatung und den Vertrieb von energieeffizienten Lösungen an. Mit ihrem hohen Qualitätsbewusstsein und der Installationserfahrung bei kleinen und großen PV-Systemen, sei Going Solar der optimale RWE SCHOTT Solar Vertragshändler für die Regionen Victoria und Tasmanien. Die Sustainable Energy Enterprises Pty Ltd. verfüge bereits über 25 Jahre Erfahrung in der Auslegung, Fertigung und Installation von Systemen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Das Unternehmen mit Sitz in Adelaide sei zertifiziert nach ISO 9001 und soll als RWE SCHOTT Solar-Vertragshändler die Regionen South Australia und Northern Territory bedienen.


Australischer Solarstrommarkt 2005 bei rund sieben Megawatt

Der PV Markt in Australien wird laut RWE SCHOTT Solar 2005 etwa sieben Megawatt (MW) betragen. Der bisher überwiegende Teil davon seien netzferne Anwendungen, sowohl für die industrielle, als auch für die private Nutzung von Solarstrom fernab jeglicher Stromversorgung. Der Anteil der netzgekoppelten Solarstromanlagen nehme jedoch in Australien stetig zu. "Auch hier wächst das Bewusstsein für Solarstrom. Wir planen in 2005 mit einem Absatz von bis zu 1,5 MW in Australien und können damit einen Marktanteil von etwa 20 % erreichen", sagt Andreas Hahn, im Vertrieb von RWE SCHOTT Solar für diese Region verantwortlich. Michael Harre, Geschäftsführer der RWE SCHOTT Solar GmbH hebt hervor: "Australien hat gute Voraussetzungen ein Markt mit enormem Potenzial zu werden, deswegen haben wir uns entschieden in diesem Markt von Anfang an präsent zu sein. Wir werden das Händlernetz in Australien weiter ausbauen, sobald die Modulverfügbarkeit diesen Schritt zulässt.

18.03.2005   Quelle: RWE SCHOTT Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SolarWorld erwartet Umsatzzuwachs von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) hat ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2005 nach oben korrigiert. Der Vorstand erwarte gegenüber dem Geschäftsjahr 2004 eine konzernweite Steigerung bei Umsatz und Ertrag von jeweils 40 Prozent statt bisher 25 Prozent. Das berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung.  Der Konzernumsatz werde auf mehr als 280 Millionen Euro steigen, das Ergebnis nach Steuern auf über 25 Millionen Euro. Der Konzern werde damit voraussichtlich stärker wachsen als der Markt, heißt es in der Ad-hoc-Meldung. Der Vorstand der SolarWorld AG habe beschlossen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2004 die Ausschüttung einer Dividende von 0,36 Euro je Aktie vorzuschlagen (Vorjahr 0,18 €). Die Hauptversammlung soll außerdem über die Ausgabe einer Gratisaktie entscheiden, berichtet das Unternehmen.

18.03.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Bundesweite Job- und Bildungsmesse Erneuerbare Energien

Die Zahl der Beschäftigten im Bereich der erneuerbaren Energien wird sich in Deutschland in den nächsten 15 Jahren mindestens verdreifachen. Sie wird von derzeit 120.000 auf dann rund 400.000 wachsen, prognostizieren aktuelle Studien. "Schon in den nächsten Jahren können einzelne Branchen große Probleme haben, entsprechend gut qualifizierte Arbeitskräfte zu finden", sagt Theo Bühler, Arbeitsmarktexperte des Wissenschaftsladen Bonn. Bisher, so Bühler, passten Ausbildung und Berufsprofile in Deutschland häufig nicht richtig zusammen. Auf der Messe am 28. und 29. April im Wissenschaftspark Gelsenkirchen werden sich mehr als fünfzig Aussteller aus den Bereichen Sonnen- und Windenergie, Biomasse und Erdwärme präsentieren. 
Bundesumweltministerium fördert Messe

Die Job- und Bildungsmesse Erneuerbare Energien wird bereits zum zweiten Mal veranstaltet vom Wissenschaftsladen Bonn. Gefördert vom Bundesumweltministerium (BMU) soll ein wichtiger Schritt getan werden, um Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Bildungseinrichtungen jetzt, aber auch für die Zukunft zusammenzubringen. "Die bundesweite Job- und Bildungsmesse Erneuerbare Energien soll nicht nur ein Treffpunkt für Arbeitgeber und Arbeitssuchende sein, sondern ein bundesweites Forum für den Austausch über Jobchancen, Qualifikationsanforderungen sowie Bildungs- und Ausbildungsangebote im Bereich Erneuerbare Energien bieten", so Bundesumweltminister Jürgen Trittin.



Breite Palette an Job- und Bildungsangeboten

Das Spektrum der Arbeitgeber, die auf der Messe vertreten sein werden, reicht vom größten deutschen Windanlagen-Hersteller bis hin zu mittelständischen Unternehmen der Erdwärme- und Solartechnik. Unter den Bildungsträgern sind namhafte Forschungseinrichtungen wie das Zentrum für Geothermie in Bochum oder das Institut für solare Energiesysteme aus Gelsenkirchen sowie zahlreiche Fachhochschulen und Universitäten mit neuen Master-Studiengängen beteiligt. Aber auch das Handwerk ist mit zahlreichen attraktiven Aus- und Weiterbildungsangeboten stark vertreten. Zur Job- und Kontaktbörse werden mehr als 2.000 Besucher erwartet. Über die eigentliche Jobmesse hinaus werden Experten in Branchenworkshops und Bildungsforen über Ausbildungsgänge und Berufsanforderungen informieren sowie daran arbeiten, diese besser aufeinander abzustimmen.


Stellensuchende und Unternehmen: Jetzt anmelden!

Besucher der Messe haben die Möglichkeit, ihre Bewerbungsunterlagen von Experten prüfen lassen oder auch ein Kurztraining zu ausgewählten Schlüsselqualifikationen belegen. Besucher, aber auch Unternehmen, die sich präsentieren wollen, können sich unter www.jobmesse-ee.de anmelden. Auf der Website finden Arbeitssuchende im Vorfeld Stellenangebote der teilnehmenden Unternehmen.


Unternehmen der Branche versprechen sich viel

Die Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien versprechen sich einiges von einer solchen Job- und Bildungsmesse. Sjouke Zijlstra, Geschäftsführer bei Shell Solar Deutschland, Standort Gelsenkirchen: „Wir wollen in den nächsten Jahren weiterhin wachsen. Gegenwärtig suchen wir erfahrene Techniker für die Instandhaltung und Facharbeiter für die Produktion. Auch für Katrina Heuer, Finanzvorstand der Winergy AG, ist daher eine zielgerichtetere Ausbildung des Nachwuchses zentral. Die hohe Service- und Exportorientierung der Branche und die Entwicklung beim Bau von Offshore-Windkraftanlagen vor der Küste schaffen neue Berufsbilder und verlangen Zusatzqualifikationen der Mitarbeiter. Um auf den internationalen Märkten bestehen zu können, müssen heute die Weichen entsprechend gestellt werden“ so Heuer.


Messe passt zur Solarstadt Gelsenkirchen

Die Stadt habe sich dafür engagiert, dass die bundesweite Messe gerade in Gelsenkirchen stattfinden werde, sagt Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt. Baranowski: „Die Messe unterstreicht das Profil Gelsenkirchens als Solarstadt.“ Gelsenkirchen habe schon in den letzten Jahren erfolgreich auf die Erneuerbaren Energien gesetzt. Inzwischen sei es gelungen, für eine ganze Reihe von Unternehmen aus der Branche ein attraktiver Standort zu werden und damit Arbeitsplätze in einem besonders dynamischen Wirtschaftsbereich zu schaffen.


Infos rund um die Messe

Die Messe wird am 28. und 29. April im Wissenschaftspark Gelsenkirchen stattfinden. Infos über Firmen und Bildungseinrichtungen, die zur Messe kommen, werden ständig aktualisiert unter: http://www.jobmesse-ee.de

18.03.2005   Quelle: Wissenschaftsladen Bonn e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Greenpeace: Schröder macht Rückzieher beim Klimaschutz

Deutschland will sich nach Informationen von Greenpeace auf dem EU-Gipfel vom 22. bis 23. März 2005 gegen konkrete Klimaschutzziele für Europa nach 2012 aussprechen. Dies sei gestern Nacht bei einem Vorbereitungstreffen der Unterhändler der EU-Länder bekannt geworden, berichtet Greenpeace in einer Pressemitteilung.   Damit verabschiede sich Deutschland von seiner bisherigen Position, dass die EU ihren Treibhausgasausstoß bis 2020 um 30 Prozent senken soll, kritisiert die Umweltschutzorganisation. Die auf dem Treffen erarbeitete Vorlage liege Greenpeace vor.

"Schroeder kann nicht bei jedem wichtigen Umweltproblem einknicken" sagt Greenpeace-Klima-Expertin Gabriela von Görne. "Beim Besuch von Präsident Bush letzten Monat hat er sich noch als Klimaretter dargestellt. Heute will er von seinen eigenen Klimaschutzforderungen nichts mehr wissen." Greenpeace fordert Bundeskanzler Schroeder auf, sich in der EU für das 30-Prozent-Ziel einzusetzen.

Auf dem EU-Gipfel der Regierungschefs im März 2005 entscheidet die Gemeinschaft darüber, wie es nach Ablauf der ersten Runde des Kyoto-Protokolls ab dem Jahr 2012 weitergehen soll. Dabei soll geklärt werden, wie sehr der Ausstoß von Treibhausgasen verringert werden soll. "Deutschland darf seine Führungsrolle in Sachen Klimaschutz nicht aufgeben", fordert von Görne. Noch vor einer Woche habe Umweltminister Jürgen Trittin sich für das Ziel eingesetzt, in der EU den Ausstoß an Treibhausgasen um 30 Prozent zu verringern. Deutschland habe angekündigt, seinen Ausstoß dann um 40 Prozent zu senken. Mit der Aufgabe des EU-Ziels wäre auch das deutsche Ziel hinfällig, heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung.

"Sowohl Schroeder als auch Trittin wissen, dass diese Senkungen dringend nötig sind, um uns vor den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu bewahren. Von diesen Zielen darf nicht wegen kurzfristiger wirtschaftlicher Interessen abgerückt werden", fordert von Görne."

17.03.2005   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Trittin: Globale Energiewende nutzt dem Klima und der Wirtschaft

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat auf die Notwendigkeit und die Chancen einer globalen Energiewende hingewiesen. "Angesichts des wachsenden Energiehungers auf der Welt und des fortschreitenden Klimawandels müssen wir in der Energiepolitik global umsteuern. Weg vom Öl und Atom, hin zu mehr Energieeffizienz in Umwandlung und Verbrauch von Energie und ein massiver Ausbau der erneuerbaren Energien sind das Gebot der Stunde", betonte Trittin am 16.03.2005 in London vor Energie- und Umweltministern aus 20 Staaten.  Ausbau der Erneuerbaren hat den deutschen Unternehmen eine internationale Spitzenposition eingebracht

Mit Blick auf die von der Bundesregierung eingeleitete Energiewende unterstrich der Bundesumweltminister, dass ein Umsteuern nicht nur machbar, sondern auch wirtschaftlich von Vorteil sei. "Der massive Ausbau der erneuerbaren Energien hat den deutschen Unternehmen, allen voran der Windbranche, eine internationale Spitzenposition eingebracht. Klimafreundliche Technologien sind ein Wettbewerbsvorteil im harten Konkurrenzkampf auf dem Weltmarkt. Erneuerbare Energien helfen, die globale Armut zu überwinden und schaffen neue Arbeitsplätze - allein in Deutschland gut 120.000", so Trittin.


Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis 2020 auf 20 Prozent erhöhen

Vor dem Hintergrund des vereinbarten Atomausstiegs betonte Trittin, dass in Deutschland der Anteil der Atomenergie bis 2020 auf Null zurückgehen werde. Gleichzeitig stehe eine Erneuerung des deutschen Kraftwerkparks in den nächsten 20 Jahren in einer Größenordnung von rund 40.000 Megawatt an. Trittin: "Wir sind dabei, unseren Energiemix neu zu komponieren. Wir wollen den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis 2020 auf 20 Prozent erhöhen, das heißt im Vergleich zu heute verdoppeln. Fossile Energieträger wie Gas und Kohle werden auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, aber in sehr viel effizienteren Kraftwerken als heute." Weltweit stehen in den kommenden Jahren beträchtliche Investitionen in die Energieinfrastruktur an. Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur betragen sie in den nächsten 25 Jahren etwa 16 Billionen US-Dollar.


Auf Einladung Großbritanniens haben die Energie- und Umweltminister aus 20 Staaten zwei Tage lang am "runden Tisch" über die Herausforderungen und Chancen einer klimafreundlichen Energieversorgung beraten. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Instrumente und geeignete Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Energiepolitik, zudem die Entwicklung klimafreundlicher Energietechnologien wie Effizienztechnologien, die erneuerbaren Energien und deren Markteinführung. Neben den G8-Staaten nahmen auch weitere Industrie- sowie Schwellen- und Entwicklungsländer teil, darunter Brasilien, China und Südafrika. Das Treffen war am 15.03.2005 vom britischen Schatzkanzler Gordon Brown eröffnet worden.


Klimaschutzpolitik muss über Kyoto hinausgehen

Trittin betonte, dass die internationale Klimaschutzpolitik über die erste Phase des Kyoto-Protokolls hinaus fortgeschrieben werden müsse: "Wir dürfen nicht stehen bleiben. Bis Mitte des Jahrhunderts müssen wir die weltweiten Emissionen um bis zu 50 Prozent senken. Damit die Länder des Südens ein Recht auf Entwicklung entfalten können, müssen die Industrieländer deutlich reduzieren. Das Kyoto-Protokoll liefert die Instrumente, Klimaschutz kosteneffizient zu erreichen. So wird der Emissionshandel, der gerade in Europa startet, einen Investitionsschub in hocheffiziente Kraftwerke auslösen.“

17.03.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Erstnotiz der Conergy-Aktie: Emissionspreis 54,00 Euro

Am 16.03.2004 hat die Conergy AG die vollständige Platzierung der 4,5 Millionen Aktien bekannt gegeben, die vom 14. März bis zum 16. März gezeichnet werden konnten (davon 550.000 Aktien aus der Mehrzuteilung). Das Angebot sei insgesamt 29fach überzeichnet worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Der Ausgabepreis beträgt laut Conergy AG 54,00 Euro und liege damit am oberen Ende der vorgesehenen Preisspanne von 48 bis 54 Euro. Das Emissionsvolumen belaufe sich auf insgesamt etwa 243 Millionen Euro (inklusive Mehrzuteilung). Ab dem 17.03.2005 wird die Conergy-Aktie im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt unter dem Kürzel „CGY“ und der ISIN DE 0006040025, bzw. WKN 604002.

"Der erfolgreiche Börsengang ist ein wichtiger Meilenstein für Conergy. Mit der zusätzlichen Kapitalkraft werden wir unsere Position in den weltweit lukrativsten Solarmärkten zügig ausbauen. Wir heißen unsere neuen Aktionäre herzlich willkommen und danken für das große Vertrauen. Die überwältigende Nachfrage zeigt uns, dass wir mit unserem Geschäftsmodell am Kapitalmarkt überzeugen", erklärte Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender, Gründer und größter Einzelaktionär der Conergy AG.

Da Conergy netto schuldenfrei sei, sollen die dem Unternehmen zufließenden Erlöse von rund 100 Millionen Euro direkt in das externe und interne Wachstum investiert werden. "Wir sind hoch motiviert, unsere Wachstumsstrategie konsequent weiter zu verfolgen und damit den Mehrwert für unsere Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter zu steigern", so Rüter weiter. "Das erfolgreiche Geschäftsmodell der Conergy werden wir in attraktiven Auslandsmärkten, beispielsweise USA, Australien und Asien, und in komplementären solaren Technologien ausweiten."

17.03.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Saarland: Umweltminister Mörsdorf bedauert Aus für Solarkraftwerk in Bliesransbach

Der saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf hat die Entscheidung des Gemeinderates von Kleinblittersdorfer (nahe Saarbrücken) gegen ein geplantes Solarkraftwerk bedauert. "Wenn selbst solche Projekte nicht mehr realisierbar sind, muss einem angst und bange um den Standort Deutschland werden", kommentierte der Minister das Votum der Kommune gegen die geplante Solarstromanlage mit einer Soitzenleistung von 8,5 Megawatt (MWp) auf einer landwirtschaftlichen Fläche im südlichen Bliesgau.  Im Vorfeld der Gemeinderatsentscheidung über das von Shell Solar geplante, weltgrößte Solarstromkraftwerk hatte die Naturschutzorganisation NABU das Projekt befürwortet, die Grünen und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatten sich gegen das Vorhaben ausgesprochen.


Kritik an SPD und Grünen

Mörsdorf will nun dem Investor anbieten, bei der Suche nach einer Alternativfläche für die geplante Investition in der Größenordnung von über 40 Millionen Euro zu helfen. "Ich hoffe, dass es gelingt, diese Investition an anderer Stelle im Saarland zu verwirklichen. Das liegt sowohl im Interesse unseres Landes als auch im Interesse der Umwelt", betont der Minister. Massive Vorwürfe erhebt Mörsdorf in diesem Zusammenhang gegen die Haltung des Umweltverbandes BUND, vor allem aber richtet sich die Kritik des parteilosen Umweltministers an SPD und Grüne: "Diese Parteien haben Stimmung gemacht gegen ein Projekt, für das sie selbst die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen haben, nämlich durch die Verabschiedung des Gesetzes zur Förderung der Erneuerbaren Energien." Damit seien Investoren ausdrücklich aufgefordert worden, in Solarkraftwerke zu investieren, und zwar auch in solche auf Ackerflächen, so Mörsdorf. "Wenn dann Investoren dieser Aufforderung folgen und Geld für Photovoltaik in die Hand nehmen, sagen die gleichen Leute "Ätsch, ätsch, so war das nicht gemeint'', kontert Mörsdorf.


In Sachen Erneuerbare "klotzen und nicht kleckern"

"Wer sich so verhält, ist ein politischer Schiffschaukelbremser: erst eine Sache anstoßen und dann aber, wenn’s ernst wird, kräftig auf die Bremse treten", erklärte Mörsdorf. Das Argument, man könne Photovoltaik ja auf Dächern statt auf landwirtschaftlichen Nutzflächen installieren, zieht für Mörsdorf nicht: "Wenn es so einfach wäre, dann wären längst auf allen Hausdächern Solarzellen." In zehn Jahren intensivster Förderung durch das Land seien im ganzen Saarland lediglich Photovoltaikanlagen mit rund vier Megawatt Spitzenleistung (MWp) auf Dächern installiert worden. Diese Module decken laut Mörsdorf nur Promille-Bruchteile Promille des Strombedarfes. Allein die geplante Anlage in Bliesransbach hätte das Doppelte an Stromertrag geliefert, betont der Minister. Das gelte auch für die Anlage in Göttelborn. Mörsdorf: "Wenn wir mit erneuerbaren Energien tatsächlich einen substanziellen Beitrag zu einer umweltverträglicheren Energieversorgung leisten wollen, dann müssen wir klotzen und nicht kleckern.

17.03.2005   Quelle: MINISTERIUM FÜR UMWELT DES SAARLANDES   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Sunways AG meldet bestes Jahresergebnis der Unternehmensgeschichte

Durchsichtige "Sunways Solar Cells": Die Wafer werden künftig mit einem lasergesteuerten Verfahren bearbeitet.

Die Konstanzer Sunways AG (ISIN DE0007332207, ISIN DE000A0BNPN0) hat im Geschäftsjahr 2004 das beste Ergebnis in der Geschichte des seit 2001 an der Börse notierten Unternehmens erzielt. Der mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der Sunways AG weist einen Umsatz von 66,9 Millionen Euro aus (Vorjahr: 38,7 Millionen Euro).
 
Dies bedeute eine Steigerung um mehr als 70 Prozent, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Ergebnis vor Zins und Steuer (EBIT) beträgt 3,1 Millionen Euro (Vorjahr: 2,1 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss beläuft sich mach Angaben des Unternehmens auf 1,6 Millionen Euro (Vorjahr:1,6 Millionen Euro).

Produktionsausbau in Konstanz, neue Fabrik in Thüringen

Der Bau der neuen Produktionsstätte in Arnstadt / Thüringen mit einer Produktionskapazität von 30 Megawatt schreite planmäßig voran, berichtet Sunways. Die Produktion soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2005 anlaufen. In Konstanz wurde die Produktionskapazität von 12 auf 16 Megawatt ausgebaut. Der vollständige Jahresabschluss wird am 30. März 2005 veröffentlicht. Zu diesem Termin ist der Geschäftsbericht 2004 auf der Homepage des Unternehmens (www.sunways.de)
abrufbar.

17.03.2005   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG.

 

Fronius Service-Koffer beschleunigt Vor-Ort-Service für PV-Anlagen

Fronius Service-Koffer.
Fronius Service-Koffer.

Ab sofort bietet Fronius Solarstrom-Installateuren ein Werkzeug für den Service von Photovoltaikanlagen vor Ort: Den neuen Fronius Service Koffer. Dieser enthält Austauschplatinen für den Wechselrichter, abgestimmt auf die speziellen Anforderungen des Installateurs.
 
Der wesentliche Vorteil des Servicekoffers liege darin, dass der Installateur als geschulter Fronius- Servicepartner im Fehlerfall unverzüglich reagieren und einen eventuell anfallenden Platinentausch am Wechselrichter vornehmen könne. Dieser dauere nur einige Minuten, im Gegensatz zu der sonst üblichen Praxis das ganze Gerät zu tauschen. Die Zeit, in der die Anlage still steht werde dadurch auf ein Minimum begrenzt, auch der Ertragsausfall bleibe minimal – dies sei gerade bei größeren Anlagen von Bedeutung.


Bislang habe ein Installateur, der zu einer fehlerhaften Anlage gerufen wurde, in den meisten Fällen nicht sofort handeln können, da ihm die nötigen Ersatzteile (Austauschplatinen) nicht zur Verfügung standen. Dies habe meist einen langwierigen Austausch des defekten Wechselrichters zur Folge gehabt: Der Inverter musste demontiert und an den Hersteller zurückgesandt werden, während dieser seinerseits ein Austauschgerät an den Installateur schickte. Diese Prozedur habe im günstigsten Fall 48 Stunden gedauert– häufig aber auch bis zu einer Woche, so Fronius. Während dieser Zeit stand die Anlage still – was vor allem bei Schönwetter empfindliche und beträchtliche Ertragsverluste bedeutete. Mit dem neuen Fronius Service-Koffer gehöre dieser langwierige Prozess nun der Vergangenheit an.

Mit Hilfe des Fronius Service-Koffers reduziere sich sowohl der Reparatur-, der Zeit- als auch der Kostenaufwand für den Installateur und den Kunden enorm. Gleichzeitig könne der Installateur die Kundenbindung und -zufriedenheit steigern, da der Service Koffer für ihn ein wesentliches Hilfsmittel sei, um Fachkompetenz zu beweisen. Durch den möglichen Sofort-Service würden Besitzer bestehender Anlagen noch bessere und schnellere Hilfestellung bekommen. Installateure, die noch kein zertifizierter Fronius Service-Partner sind, können sich durch den Besuch eines kostenlosen Fronius Service-Seminars qualifizieren.

17.03.2005   Quelle: Fronius International, Sparte Solarelektronik   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fronius International.

 

Trittin berät auf G8-Treffen über Klimaschutz, Energie und Armutsbekämpfung

Bundesumweltminister Jürgen Trittin nimmt in Kalenderwoche 11/2005 an mehreren Ministertreffen in Großbritannien teil, die im G8-Kontext stehen. Die Regierung Blair hat für die britische G8-Präsidentschaft die Themen Klimaschutz und Afrika in den Mittelpunkt gestellt. Die Ministertreffen bereiten den Gipfel im schottischen Gleneagles im Juli vor. 
Erneuerbare Energien und Effizienz im Mittelpunkt

Auf Einladung der Briten beraten die für die Energieversorgung und den Klimaschutz verantwortlichen Energie- und Umweltminister aus 20 Staaten am 16.und 17. 03.2005 über die Herausforderungen und Chancen einer klimafreundlichen Energieversorgung. Neben den G8-Staaten sind weitere Industrie- sowie Schwellen- und Entwicklungsländer vertreten, darunter Brasilien, China und Südafrika. Im Mittelpunkt der Beratungen sollen erfolgreiche Instrumente und geeignete Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Energiepolitik stehen, zudem die Entwicklung klimafreundlicher Energietechnologien wie Effizienztechnologien und erneuerbare Energien sowie deren Markteinführung. Einen weiteren Schwerpunkt wird die internationale Kooperation im Klimaschutz bilden.


Fortschreibung der internationalen Klimapolitik

In seiner für den 16.03.2005 geplanten Rede will Bundesumweltminister Trittin auf die Energiewende eingehen, welche die Bundesregierung mit dem Atomausstieg eingeleitet habe, und die zentralen Säulen einer modernen Energieversorgung hervorheben: Ausbau der erneuerbaren Energien, Steigerung der Energieeffizienz und sparsamer Einsatz von Energie. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Fortschreibung der internationalen Klimapolitik sein. Wenn sich die EU zu einer Emissionsreduktion von 30 Prozent bis 2020 verpflichtet, sei Deutschland bereit, seine Treibhausgasemissionen um 40 Prozent in diesem Zeitraum zu senken, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums. Der EU-Umweltrat hat jüngst beschlossen, dass die entwickelten Länder in einer zweiten Phase ihre Emissionen bis 2020 um 15 bis 30 Prozent reduzieren sollen, und bis 2050 sogar um 60 bis 80 Prozent.


Armutsbekämpfung und Klimaschutz zwei Seiten einer Medaille

Am 17.03.2005 treffen sich die G8-Umweltminister in Derbyshire und beraten über den gerade veröffentlichten Bericht der von Tony Blair eingesetzten Afrika-Kommission. Bundesumweltminister Trittin will dabei deutlich machen, dass die zentralen Herausforderungen Armutsbekämpfung und Klimaschutz nicht gegeneinander stehen, sondern zwei Seiten einer Medaille sind. Viele der vom Klimawandel am stärksten betroffenen Länder liegen in Afrika. Gerade diese Länder könnten von den erneuerbaren Energien profitieren. Deren Ausbau komme nicht nur dem Klima zugute, sondern gebe Impulse für wirtschaftliche Entwicklung, schaffe Arbeitsplätze und bilde somit eine Grundlage zur Armutsbekämpfung.



16.03.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BSi: Gute Perspektiven für die Solarstrom-Branche

Der Markt für Solarstromanlagen (Photovoltaik) hat im Jahr 2004 einen Sprung um 140 Prozent auf 360 Megawatt (MW) gemacht. Dies hat der Bundesverband Solarindustrie (BSi) ermittelt. Damit wurde die ursprüngliche Prognose von 300 MW nochmals deutlich nach oben korrigiert.  Für 2005 und 2006 erwartet der BSi, der die Solarproduzenten in Deutschland vertritt, eine Verstetigung des Wachstums auf niedrigerem Niveau mit einem Plus von 20 Prozent pro Jahr. Die Nachfrage könne nicht in vollem Umfang befriedigt werden, weil sich die Produktionskapazitäten für den Grundstoff Silizium erst im Aufbau befänden, so der BSi. Die Photovoltaikbranche hat nach Angaben des Verbandes im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro erwirtschaftet und über 20.000 Arbeitnehmer beschäftigt.


Kostensenkung mittelfristig erreichbar

"Die zum 1. Januar 2004 verbesserte Vergütungsregelung hat sich in vollem Umfang bewährt und der Industrie und dem Markt einen starken Impuls gegeben}", so Dr. Winfried Hoffmann, PV-Vorstand des BSi und Präsident des europäischen PV-Industrieverbandes EPIA. "Die Hersteller bauen ihre Kapazitäten deutlich aus und schaffen derzeit monatlich neue Arbeitsplätze", so Hoffmann weiter. Nach einem kurzfristigen Preisanstieg im vergangenen und in diesem Jahr wird nach Einschätzung des BSi die vorgesehenen Kostensenkung von 5 Prozent pro Jahr mittelfristig durch die Produktionsausweitung problemlos erreicht werden.


56 Prozent mehr Arbeitsplätze in der Produktion von Solarzellen, -modulen und Wechselrichtern

Alle Hersteller von Komponenten für Solarstromanlagen investieren laut BSi derzeit in großem Umfang in neue Produktionsanlagen. So sei die Produktionskapazität für Solarstrommodule in Deutschland im vergangenen Jahr um 85 Prozent gestiegen und werde in diesem Jahr nochmals um 125 Prozent steigen. Die Produktion von Solarzellen wird um 100 Prozent anwachsen, so der Verband. Die deutschen Modulhersteller konnten ihren Marktanteil mit 47 Prozent im Jahr 2004 nach 50 Prozent im Vorjahr knapp behaupten. Das langsamere Wachstum in diesem Jahr wird als Chance gesehen, den Marktanteil zu steigern. Die Marktanteile liegen bei anderen Komponenten deutlich höher, wie beispielsweise den Wechselrichtern. Die gesamte Wertschöpfung für Solarstromanlagen liege in Deutschland bei über 70 Prozent, so der BSi. Die Zahl der zukunftsfähigen Arbeitsplätze habe allein in der Produktion von Solarzellen, Solarmodulen und Wechselrichtern um 56 Prozent auf 3.259 zugenommen. In der gesamten Solarstrombranche seien 20.000 Arbeitsplätze bereitgestellt worden.

"Auch die Silizium-Produzenten haben erkannt, dass die Solarstromindustrie weltweit ein konstant wachsender Abnehmer ist und investieren derzeit in die Ausweitung der Produktion", so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des BSi. "Spätestens 2007 wird der Engpass an Silizium endgültig beseitigt sein und sich der Markt dann wieder frei entfalten können", so Stryi-Hipp. In der Zwischenzeit hätten die Unternehmen die Chance, das langsamere Wachstum zur Festigung ihrer Marktposition zu nutzen.

16.03.2005   Quelle: BSi   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Paradigma zeigt Innovationen für Solarwärme, Holzpellets und Gasbrennwertkessel

AquaPaket CPC Allstar.
AquaPaket CPC Allstar.

Paradigma Energie- und Umwelttechnik präsentiert vom 15. bis 19. März 2005 auf der ISH Neuheiten in den Produktbereichen Solarwärme-, Holzpellets- und Gasbrennwert-Systeme (Halle 9, Nr. B 87). "Mit unserer erweiterten Produktpalette im Bereich AquaSysteme wollen wir als einer der Marktführer im Bereich Vakuum-Röhrenkollektoren in Deutschland diese Position weiter ausbauen", erklärt Matthias Reitzenstein, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb.

 
Kein Glykol, sondern Wasser als Wärmetransportmittel

Im neuen Gewand stellt der Heizungsspezialist Paradigma aus Karlsbad bei Karlsruhe auf der ISH seine Produkte vor. Im Mittelpunkt des neuen Außenauftritts stehen künftig die Themen Mensch, Natur und Wärme. Auf dem entsprechend überarbeiteten Messestand präsentiert Paradigma unter anderem zwei neue Varianten des "AquaSystems". Im Gegensatz zu herkömmlichen Solaranlagen verwendet Paradigma bei diesem System für den Wärmetransport kein Glykol, sondern Wasser. Das erstmals verfügbare AquaPaket CPC/OPTIMA eigne sich für anspruchsvolle Eigenheimbesitzer bei anstehenden Heizungsmodernisierungen, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit dem neuen Paket wird das Trinkwasser solar erwärmt und auch die Heizung kann mit Wärme von der Sonne bedient werden. Der im Angebot enthaltene Frischwasserspeicher OPTIMA Aqua erziele durch seine ausgefeilte Wärmedämmung eine besonders hohe Energieeffizienz.


Solare Heizungsunterstützung mit dem "Tuning-Set"

Das AquaPaket "CPC Star azzurro" soll künftig auch Zwei- bis Acht-Personen-Haushalte mit warmem Wasser versorgen. Die Solaranlage wird direkt an den vorhandenen Warmwasserspeicher angeschlossen. Der bisher übliche Speichertausch entfällt laut Paradigma. Eine weitere Besonderheit sei die Flexibilität des Pakets: Durch ein "Tuning-Set" und einen zusätzlichen Kollektor kann der Hausbesitzer seine Anlage jederzeit erweitern und die Heizung solar unterstützen.


Holzpelletskessel für Niedrigenergie- und Passivhäuser

Auf der ISH stellt Paradigma auch den neuen Holzpelletskessel "Pelletti Mini" und den optimierten "Pelletti II" vor. Der neue Pelletti Mini versorgt mit einem Leistungsbereich von 2,4 bis 8 kW vor allem Niedrigenergie- und Passivhäuser und lässt sich ideal mit dem neuen Pelletsgewebesilo Pelleton Mini kombinieren. Außerdem hat Paradigma seinen bewährten Pelletti weiter entwickelt: Ein neuer Feuerungsautomat sorgt künftig für noch bessere Einbaumöglichkeiten im Altbau und für einen flexibleren Einsatz mit weiteren Wärmeerzeugern.


Gasbrennwert-Kessel kombiniert mit Schichtenspeicher

Der neue "ModuVario" von Paradigma vereint Gasbrennwert-Kessel und Schichtenspeicher in einem. Er bietet durch seine Kombination mit einem Schichtenspeicher die optimale Nutzung des Brennwerteffekts auch bei der Warmwasserbereitung. Der Schichtenspeicher erziele trotz kleinem Speichervolumen einen hohen Warmwasserkomfort. Der Hausbesitzer spare Energie und damit bares Geld. Mit seiner handlichen Größe passe das Gerät in jeden Keller und sogar in die kleinste Dachnische. Der ModuVario ist komplett vormontiert und somit besonders montagefreundlich.

Ob Solarwärme-, Holzpellets- oder Gasbrennwert-Systeme - bei allen Paradigma-Komponenten kommt die neue Systemregelung "Systa" zum Einsatz. Sie sei dank eines übersichtlichen Klartextmenüs und dem abgesetzten Bedienteil mit großer beleuchteter Anzeige besonders benutzerfreundlich. Die intelligente Regelung ermögliche durch die integrierte Drehzahlregelung der Heizkreispumpen einen besonders geringen Stromverbrauch der Heizungsanlage.

16.03.2005   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG
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Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung vor dem Einzug in deutsche Heizkeller

Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) in der Größe von Waschmaschinen oder Wandschränken können nach Auffassung des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) den Brennwertkesseln in den nächsten Jahren den Rang als effizienteste Heiztechnik ablaufen. Mit dem Technologiesprung zur "Strom erzeugenden Heizung" würden nochmals erhebliche Einsparungen an Energie und klimaschädlichen CO2-Emissionen ermöglicht, so der B.KWK in einer Pressemitteilung.  Kraft-Wärme-Kopplung nutze die Brennstoffenergie doppelt, einmal für den Antrieb eines Generators, der Strom erzeugt, und dann noch die verbleibende Abwärme für Heizung und Warmwasser.

Auf der weltweit größten Messe für Heiztechnik, der ISH 2005 vom 15. bis 19.3.2005 in Frankfurt/Main, präsentiert der B.KWK auf einem Gemeinschaftsstand erstmals Mikro-KWK-Anlagen verschiedener Hersteller aus Deutschland, Großbritannien und Neuseeland. Die vorgestellten Anlagen werden bereits auf dem Markt angeboten oder stehen vor der Einführung. Der B.KWK zeigt sich zuversichtlich, dass die Mikro-KWK in den kommenden Jahren zunehmend Haus- und Wohnungsbesitzer sowie Inhaber von kleinen Gewerbebetrieben ansprechen wird.


Sanierung ist der richtige Zeitpunkt für einen Heizungswechsel

B.KWK-Geschäftsführer Adi Golbach verweist darauf, dass das Interesse an Energiespartechnologien stetig wachse: "Bei den steigenden Energiepreisen schauen sich immer mehr Verbraucher nach Alternativen um." Zudem stehe die Novellierung der Energieeinspar-Verordnung bevor, und schließlich werde mit Beginn des kommenden Jahres der Gebäudeenergiepass eingeführt. "Für immer mehr Hausbesitzer steht die energetische Sanierung ihrer Gebäude an, was auch der richtige Zeitpunkt für einen Heizungswechsel ist. Derzeit werden jährlich 750.000 Heizkessel ausgetauscht, mit steigender Tendenz", so Golbach.


Konjunkturprogramm für das Handwerk

In seinem Optimismus bestärkt sieht sich der B.KWK-Geschäftsführer durch den Schlussbericht der letzten Klima-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages: "Enorme Potenziale für den aus Klimaschutzgründen so wichtigen Ausbau der gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme haben die Energiewissenschaftler in Wohngebäuden und Gewerbebetrieben ausgemacht." Seine Prognose: "In vielen deutschen Heizkellern wird es in einigen Jahren ganz anders aussehen. Mit den Mikro-KWK-Anlagen gewinnt zunehmend eine Technik an Bedeutung, die sowohl die Energiekosten drückt als auch die Umwelt schont. Zugleich ist das für das Handwerk ein Konjunkturprogramm, das wie gerufen kommt."

16.03.2005   Quelle: Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solland Solar Energy BV errichtet Solarzellenfabrik im deutsch-niederländischen Gewerbegebiet

Als "herausragendes Beispiel für die nordrhein-westfälisch - niederländische Zusammenarbeit" hat Staatssekretär Jörg Hennerkes vom nordrhein-westfälischen Energieministerium den Bau der Produktionsstätte für Solarzellen der Firma Solland Solar Energy BV gelobt.  Anlässlich der Grundsteinlegung im grenzüberschreitenden Gewerbegebiet AVANTIS zwischen Aachen und Heerlen (Niederlande) sagte er: "Vor einer Woche erst haben die nordrhein-westfälische und die niederländische Regierung eine Absichtserklärung über die intensivere Zusammenarbeit bei Technologie und Innovation unterzeichnet. Heute können wir dieses Vorhaben mit diesem ersten zukunftsweisenden Projekt bereits mit Leben füllen."


Produktionsbeginn im September 2005 mit 50 Mitarbeitern

Die Jahreskapazität der neuen Fertigungsstätte von 20 Megawatt reicht aus, um rund 4.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Der Produktionsbeginn ist für September 2005 geplant. Zu Beginn werden in der Produktion 50 Mitarbeiter beschäftigt sein, berichtet das Forschungszentrum Jülich in einer Pressemitteilung. Innerhalb der nächsten drei Jahre soll sich die Zahl auf rund 200 erhöhen. Für parallel laufende Entwicklungsarbeiten ist eine Zusammenarbeit unter anderem mit der RWTH Aachen, dem niederländischen Energieforschungszentrum ECN sowie nordrhein-westfälischen und niederländischen Unternehmen vorgesehen.

Zurzeit boomt der Solarmarkt mit zweistelligen Zuwachsraten. Von diesem Boom will Solland profitieren. Dazu Firmengründer Dr. Gosse Boxhoorn: "Solarzellen sind ein fantastisches Produkt mit vielen Vorteilen. Für die weltweite Energieversorgung der Zukunft ist Solarstrom unverzichtbar. Mit dieser Investition zeigen wir, dass High-Tech-Produktion in Europa immer noch wirtschaftlich möglich ist."


Förderung durch Provinz, Kommune und Land NRW

Die Gesamtausgaben für das Projekt betragen rund 20 Millionen Euro. Von öffentlicher Seite wird das Projekt unter anderem unterstützt von der Provinz Limburg und der Stadt Heerlen. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen fördert das Vorhaben im Rahmen der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW aus dem REN-Programm mit einem Zuschuss in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Insgesamt hat das Land NRW aus dem REN-Programm und aus Mitteln der AG Solar mehr als 86 Mio. Euro für Photovoltaik-Projekte bereitgestellt. Damit wurden bisher über 10.000 Solarstrom-Anlagen mit einer installierten Leistung von über 53 Megawatt gefördert.

15.03.2005   Quelle: Projektträger ETN, Forschungszentrum Jülich   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Deutsches Emissionshandelsregister startet

Die EU-Kommission hat der deutschen Verteilung der Emissionsberechtigungen laut Nationaler Zuteilungstabelle 2005 - 2007 am 10. März 2005 zugestimmt. Das berichtet das Umweltbundesamt (UBA) in einer Pressemitteilung.  Damit habe die Kommission auch die technische Verbindung des deutschen Registers mit dem europäischen Zentralregister CITL (Community Independent Transaction Log) ermöglicht, so das UBA. Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt kann dadurch mit den Kontoeröffnungen im Register beginnen und die erste Tranche der Emissionsberechtigungen für 2005 (ein Drittel der Zuteilung für die Handelsperiode 2005 - 2007) ausgeben.


Emissionsberechtigungen für 1.485 Millionen Tonnen CO2 in den kommenden drei Jahren geplant

Zu der am 21. Februar 2005 an die EU-Kommission übermittelten Nationalen Zuteilungstabelle habe es keinerlei Beanstandungen gegeben, berichtet das UBA. Somit könnten in Deutschland wie geplant 1.485 Millionen Emissionsberechtigungen in den kommenden drei Jahren an bestehende Anlagen ausgegeben werden. Für die nationale Reserve sind insgesamt 11.779.278 Emissionsberechtigungen vorgesehen (1 Emissionsberechtigung = 1 Million Tonnen CO2). Anlagenbetreiber, welche die rechtlichen Voraussetzungen zur Kontoeröffnung erfüllt haben, erhalten ihre Zugangsdaten in den nächsten Tagen von der DEHSt. Auch interessierte Privatpersonen und Organisationen, beispielsweise Börsenmakler und Umweltverbände, können die Eröffnung eines Personenkontos im Emissionshandelsregister beantragen.

Von den 25 am europäischen Emissionshandel teilnehmenden Staaten ist Deutschland eines der ersten Länder, das aktiv in den Handel mit Emissionsberechtigungen eintritt. Rechtliche Grundlage für den Start des Emissionshandels war die Zuteilung der Emissionsberechtigungen an die 1.849 deutschen Anlagen im Dezember 2004.
Weitere Informationen im Internet unter www.umweltbundesamt.de/emissionshandel

15.03.2005   Quelle: UBA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SMA präsentiert den Sunny Boy 3800: bester Wirkungsgrad seiner Klasse

Transformator-Wechselrichter Sunny Boy SB 3800.
Transformator-Wechselrichter Sunny Boy SB 3800.

"Jeden Monat eine Innovation", unter diesem Motto kündigt die SMA Technologie AG für April die Markteinführung des neuen Wechselrichters Sunny Boy SB 3800 an, dessen maximaler Wirkungsgrad von bis zu 95,6% bei Transformatorgeräten dieser Leistungsklasse bisher unerreicht sei, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

  Mit einem erweiterten Eingangsstrombereich für den Einsatz mit den neuen 6“- und 6“+- Solarzellen ist er außerdem der erste Sunny Boy, in dem "OptiCool" eingesetzt wird. Dieses von SMA entwickelte, aktive Kühlsystem ermöglicht den Betrieb bei 3800 Watt Nennleistung bis zu einer Umgebungstemperatur von 40 Grad Celsius.

Bestmarke unter den Transformatorwechselrichtern

"Gerade bei Transformatorwechselrichtern erfordert der Trend zu höheren Ausgangsleistungen bei gleichzeitig kompakter Bauform ein durchdachtes Temperaturmanagement", erklärt Heiko Stieber, Produktmanager für Wechselrichter. "Deshalb haben wir tatsächlich alle wärmeintensiven Bauteile im Luftstrom eines temperaturgeregelten, geräuscharmen Ventilators untergebracht". Die hochempfindliche Elektronik dagegen sei in einem der Schutzart 1P65 entsprechenden Bereich angeordnet und somit sicher vor äußeren Einflüssen geschützt. Gemäß dem bereits bekannten SMA-Standard ist damit auch der neueste Sunny Boy serienmäßig für die Außenmontage geeignet. Der Wirkungsgrad des SB 3800 markiere nicht nur im Teillastbereich, sondern auch bei Volllast jeweils eine neue Bestmarke unter den Transformatorwechselrichtern. Wobei die geringe Differenz zwischen 95,6% Maximalwirkungsgrad und 94,7% Euro-ETA ein guter Beleg für den außergewöhnlich guten Teillastwirkungsgrad sei.


Neues Gerätekonzept

Das neue Aluminium-Druckgussgehäuse mit integriertem Kühlkörper hat laut SMA neben dem positiven Einfluss auf den Wärmehaushalt eine gegenüber den bereits bekannten Sunny Boys überarbeitete Form bekommen. Dabei habe das Unternehmen zahlreiche Anregungen seiner Kunden aufgegriffen und ein unter ergonomischen Gesichtspunkten vollkommen neues Gerätekonzept entwickelt. Auffällig seien die an der Ober- und Unterseite befindlichen großvolumigen, der Handwölbung angepassten Griffmulden, die so angeordnet sind, dass der Transport schon aufgrund des optimalen Schwerpunktes und der abgerundeten Ecken und Kanten wesentlich erleichtert werde. Nicht nur ästhetisch schön, sondern auch in Hinblick auf die Funktionssicherheit gut gelöst, seien alle Geräteanschlüsse von außen kaum sichtbar in einer Aussparung am Geräteboden untergebracht. Zusätzlich seien die in den seitlich angebrachten Griffmulden einsetzbaren Abdeckungen ein wirkungsvoller Schutz für die darunter befindlichen Zu- bzw. Abluftöffnungen des aktiven Kühlsystems OptiCool®. Darüber hinaus sei der SB 3800 ein neuerlicher Fortschritt hin zu einem günstigerem spezifischen Wechselrichterpreis. Mit einer Preissenkung um mehr als 15% verfolge SMA konsequent den Weg, durch Innovationen weitere Kostensenkung zu erreichen und damit den Erfolg der Photovoltaik voranzubringen.

15.03.2005   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG.
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Preisspanne für Conergy-Aktie auf 48 bis 54 Euro festgesetzt

Nach einer Woche intensiver Gespräche mit potenziellen Investoren im In- und Ausland hat der Vorstand der Conergy AG gemeinsam mit den betreuenden Banken die Preisspanne zur Zeichnung der Conergy-Aktie auf Euro 48 bis Euro 54 festgelegt.
  Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Auf Grundlage dieser Preisspanne können institutionelle und private Anleger die Conergy-Aktie vom 14. bis zum 16. März bei den Konsortialbanken zeichnen. Conergy wird bei ihrem Börsengang von der Deutschen Bank als Sole Global Coordinator unterstützt. Das Institut ist gemeinsam mit der Commerzbank auch Joint Lead Manager und Joint Bookrunner. HSBC Trinkaus & Burkhardt ist Senior Co-Manager, die Berenberg Bank Co-Manager.


Emissionsvolumen von 216 bis 243 Millionen Euro

Die Conergy AG soll voraussichtlich vom 17. März an unter dem Kürzel „CGY“ und der ISIN DE 0006040025 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden. Angeboten werden bis zu 4,5 Millionen auf den Inhaber lautende Stammaktien. Angesichts der Preisspanne entspreche dies einem Emissionsvolumen von 216 bis 243 Millionen Euro (inklusive der Mehrzuteilungsoption). Bei einer vollen Platzierung würden bis zu 58 Prozent des Grundkapitals im Streubesitz sein, wenn jene Alt-Aktionäre einbezogen werden, die nach dem Börsengang weniger als 5 Prozent besitzen.


Vorstandschef Rüter wird voraussichtlich größter Einzelaktionär sein

Bis zu 1,3 Millionen Aktien stammen aus einer Kapitalerhöhung, bis zu 700.000 Aktien aus dem Eigentum der Gesellschaft und bis zu 1,95 Millionen Aktien von bestehenden Aktionären, berichtet das Unternehmen.Darüber hinaus stehe den Konsortialbanken eine Mehrzuteilung von weiteren 550.000 Aktien aus dem Bestand der Altaktionäre zur Verfügung. Die veräußernden Aktionäre, sowie alle Aktionäre, die mit mehr als einem Prozent vor dem Börsengang beteiligt sind, haben sich laut Conergy AG gegenüber den Konsortialbanken verpflichtet, ihre Aktien für einen Zeitraum von 12 Monaten zu halten (Lock-up). Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder werden auch nach dem Börsengang wesentliche Anteile an Conergy halten. Vorstandschef Rüter ist nach dem Börsengang voraussichtlich größter Einzelaktionär mit mehr als 16 Prozent.

"Das erfolgreiche Geschäftsmodell der Conergy werden wir in attraktiven Auslandsmärkten, beispielsweise USA, Australien und Asien, und in komplementären solaren Technologien ausweiten. Da Conergy netto schuldenfrei ist, werden wir die dem Unternehmen zufließenden Erlöse direkt in das externe und interne Wachstum investieren können. Unsere Aktionäre werden damit unmittelbar an der Expansion unseres Unternehmens teilhaben können", erklärt Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Conergy. Das Unternehmen ist nach eigener Einschätzung das umsatzstärkste deutsche Solarunternehmen und hat seit Gründung 1998 einen durchschnittlichen jährlichen Umsatzzuwachs von mehr als 100% erzielt. Das Unternehmen legte 2004 ein Umsatzplus von mehr als 130% auf rund Euro 285 Millionen vor und erzielte ein Betriebsergebnis (EBIT) von 19 Millionen Euro (Vorjahr: 1 Mio.EUR). Der Konzernjahresüberschuss betrug 2004 11 Millionen Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR).


Modifizierte Bookbuilding-Methode bewährt

"Wir haben eine Vielzahl von Gesprächen mit potenziellen Investoren geführt und dabei eine hervorragende Resonanz erlebt“, sagte Hans-Martin Rüter. "Die jetzt gefundene Preisspanne ist ein Ergebnis aus dem Investoren-Feedback der ersten Roadshow-Woche, den Analystenstudien sowie der Einschätzung der beratenden Banken und uns als Vorstand. Damit haben wir das Ziel eines marktnäheren Prozesses erreicht“, so Rüter weiter. Das Unternehmen habe gemeinsam mit den betreuenden Banken die bisherige Methode des Vermarktungsverfahrens leicht modifiziert. Während das traditionelle Verfahren den gleichzeitigen Start von "Roadshow" und "Bookbuilding" vorsehe, habe Conergy den Zeitpunkt der Bekanntgabe der Preisspanne sowie die Möglichkeit, Aktien zu zeichnen, nach hinten verschoben. "Wir legen großen Wert darauf, private Investoren als zukünftige Aktionäre zu gewinnen. Wir sind davon überzeugt, dass gerade auch Kleinaktionäre sich jetzt eine marktnahe Einschätzung zur Preisfindung bilden können", betont Rüter. Wie die institutionellen Anleger hätten auch die Privatanleger genügend Zeit zur Abgabe von Zeichnungen bei allen vier Konsortialbanken. Conergy wird bei ihrem Börsengang von der Deutschen Bank als Sole Global Coordinator unterstützt. Der unvollständige Verkaufsprospekt ist seit Samstag, 5. März 2005 erhältlich bei der Frankfurter Wertpapierbörse, Zulassungsstelle , bei der Gesellschaft, Anckelmannsplatz 1, 20537 Hamburg, bei der Deutschen Bank, Commerzbank, bei HSBC Trinkaus & Burkhardt und bei der Berenberg Bank sowie im Internet unter www.conergy.de. Bei diesen Stellen werde auch der Nachtrag Nr. 1 zum unvollständigen Verkaufsprospekt ab dem 14. März verfügbar sein.

14.03.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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IKB regelt Finanzierung für Kapazitätserweiterung der SolarWorld-Gruppe

Die IKB Deutsche Industriebank (IKB) arrangiert die Finanzierung für den Ausbau der Solarzellen- und Modulproduktion der SolarWorld AG in Freiberg/ Sachsen. Die Fremdmittel von insgesamt 55 Millionen Euro sollen von einem Konsortium bereit gestellt werden bestehend aus IKB (Lead Arranger), Deutscher Bank, Dresdner Bank und Commerzbank.  Das berichtet die SolarWorld AG in einer Pressemitteilung. Die Projektfinanzierung für zwei Tochterunternehmen der SolarWorld AG werde durch eine Bürgschaft des Landes Sachsen und des Bundes unterlegt.


120 MW Solarzellenkapazität und 80 MW Modulproduktion bis Ende 2006

Die SolarWorld AG stärke damit vor dem Hintergrund des international dynamisch wachsenden Solarstrommarktes die Finanzierungsstruktur ihrer konzernweiten Expansionsaktivität. Der Konzern will am integrierten Produktionsstandort in Freiberg die Kapazitäten für die Solarzellenfertigung bis Ende 2006 planmäßig von derzeit 30 Megawatt (MW) auf 120 MW vervierfachen. Das Produktionspotenzial für Solarmodule soll im gleichen Zeitraum von 30 MW auf 80 MW ausgeweitet werden. Die Expansion in Freiberg sei vollständig durchfinanziert, so das Unternehmen.


Kapazität für die Herstellung von 220 MW Solar-Wafern

Die Zellfertigung habe die Verdoppelung der Kapazität auf 60 MW im Jahr 2005 bereits in Angriff genommen und weitgehend realisiert, so die SolarWorld AG. Der weitere Ausbau auf 90 MW und schließlich 120 MW werde sich nahtlos anschließen. Die Expansion der Solarmodulfertigung werde ebenfalls im laufenden Jahr angeschoben werden. Insgesamt sollen dem Konzern an seinen Produktionsstandorten in Freiberg und Schweden bis Ende 2006 Kapazitäten von je 120 MW Zellen und Modulen sowie 220 MW Wafer zur Versorgung des internationalen Solarmarktes zur Verfügung stehen. "Mit dem Ausbau unserer technologisch führenden Solarzellen- und Solarmodulfabriken werden wir unsere Position im internationalen Solarstrommarkt weiter ausbauen. Die IKB hat die Finanzierungslösung dafür exakt auf unsere Anforderungen zugeschnitten und unseren Wachstumskurs schnell, professionell und hoch kompetent begleitet", so Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG.

"Mit der Strukturierung der Finanzierungslösung konnten wir den dynamischen Expansionskurs der SolarWorld AG langfristig unterlegen", erläutert Frank Schönherr, Vorstand der IKB. "Die herausragende Stellung der SolarWorld AG auf den internationalen Märkten und die hervorragenden Wachstumsperspektiven waren die Grundlage für die gewählte Form der Cash flow-orientierten Projektfinanzierung. In Verbindung mit den Bürgschaften des Landes Sachsen und des Bundes konnte zudem eine weitere Stärkung des Produktionsstandorts Sachsen durch ein wachstumsstarkes und innovatives Tech-Unternehmen erreicht werden", so Schönherr weiter.

14.03.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Neue Broschüre und Internetseite zur solaren Umweltwand

Broschüre zur solaren Umweltwand.
Broschüre zur solaren Umweltwand.

Mit einer Broschüre und der neu gestalteten Internetseite www.umweltwand.de startet die Informations-Offensive des Fachverbands Transparente Wärmedämmung (FVTWD e. V.). "Schon auf der "Bau" informierten sich mehr als 1.000 Besucher über die neuen Solarsysteme", berichtet Geschäftsführer Dr. Werner Platzer.
  Der Verband aus Unternehmen, Instituten und Fachleuten wachse: Jetzt seien die GlassX AG (Solararchitektur, Glasfassadenbau / Zürich) und das Unternehmen Isoflex AB (Isoliersysteme, Verglasungstechnik / Erzhausen) beigetreten.

"Dritter Weg" in der Solartechnik

Der Begriff "Solare Umweltwand" steht für eine neue, "dritte" Solartechnik neben Photovoltaik und Solarthermie. Die Systeme sind laut FVTWD inzwischen marktreif und nutzen die Wärme und/oder das Licht der Sonne, um Heizenergie oder Strom für Kunstlicht zu sparen - allerdings ohne zusätzliche Installationen. Zur Messe Bau in München begann der Fachverband Transparente Wärmedämmung seine bundesweite Informations-Offensive "Mehr als 1.000 Standbesucher - dieser Andrang zeigt, dass solares Bauen immer mehr Anhänger findet", freut sich Platzer über die Messe-Resonanz.


Auf dem Weg zum energieautarken Gebäude

"Der Einsatz von Solarthermie, Photovoltaik zusammen mit der Solaren Umweltwand bringt uns dem energieautarken Gebäude immer näher", sagt Platzer. An der modern gestalteten Internet-Präsenz umweltwand.de werde kontinuierlich gearbeitet, sie biete schon jetzt umfassende Informationen. Die neue Broschüre stellt alle Systeme der Solaren Umweltwand anschaulich vor. Sie kann telefonisch (05 31 / 70 10 10) oder per E-Mail (info@umweltwand.de) angefordert werden.

14.03.2005   Quelle: FVTWD   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FVTWD.

 

bsm-Seminar zur Elektromobilität: Sauberer Antrieb für Umwelt und Klima

Solar- und Elektromobile auf der "renewables 2004".

Weltweit spitze sich die Auseinandersetzung um die künftige Antriebstechnologie zu, stellt der Bundesverband Solare Mobilität (bsm) in einer Pressemitteilung fest. Der Hybridantrieb sei auf dem Vormarsch, doch die deutsche Autoindustrie habe ihn verschlafen. Die Brennstoffzelle werde als Königsweg gepriesen, in Wirklichkeit aber auf die lange Bank geschoben, kritisiert der bsm.
  Mit einer Erklärung, die bei dem Treffen des Bundesverbandes Solare Mobilität am 23. März 2005 in Kaiserslautern beraten und verabschiedet werden soll, will der bsm die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für die Elektromobilität als Zukunftsantrieb wecken.


Elektromobilität als Zukunftsantrieb

In Kalifornien werde der "Clean Air Act" ab 2008 in Kraft treten und Nullemissionsfahrzeuge (Zero Emission Vehicles) vorschreiben. China fördere den Elektroantrieb schon jetzt massiv bei Zweirädern. Die deutsche und europäische Autoindustrie hingegen wolle anscheinend den Verbrennungsmotor bis zum letzten Tropfen Benzin optimieren. Sie gefährde damit nicht nur das Weltklima und die Gesundheit der Bürger, sondern auch ihre eigene Existenz, so der bsm. "Wir sollten uns zunächst auf eine gemeinsame Position verständigen: Elektromobilität als Zukunftsantrieb, um sie gegenüber der Öffentlichkeit und den Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik geltend zu machen" heißt es in der Ankündigung der bsm-Veranstaltung. Damit könnten viele Unterstützer gewonnen werden, besonders in der Umweltbewegung, in der noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten sei. Die Elektromobilität müsse als grundlegendes ökologisches Erfordernis in den Köpfen und Herzen verankert werden, so der bsm.

Auf der bsm-Tagung referiert unter anderem Hans-Josef Fell (MdB) über Elektromobilität als Kernstück einer nachhaltigen Verkehrspolitik. Karl Nestmeier (CityEl) wird als Produzent von Elektromobilen über seine Erfahrungen und Erwartungen sprechen. Roland Reichel vom Bundesverband Solare Mobilität leitet die Diskussion über die Chancen der Solaren Mobilität ein, die in eine gemeinsame Erklärung münden soll.

Tagung am Mittwoch, 23.3.2005, im Tagungszentrum Betzenberg-Stadion; 67653 Kaiserslautern; 10.30- 16.00 Uhr. Veranstalter sind der Bundesverband Solare Mobilität (bsm), das Netzwerk für Innovation von Technik und Industrie (NITI), Hans-Josef Fell MdB und der DGB, Region Westpfalz.

Anmeldung schriftlich, telefonisch oder per e-mail bei: Georg Werckmeister bsm; Karlstrasse 6; 63571 Gelnhausen; Tel. 06051/68 250; mobil 0170 3333 537; E-Mail: gw@solarmobil.net. Tagungsbeitrag: Euro 80,--, bitte vorab überweisen auf Konto-Nummer (NITI Kaiserslautern) 34487553 bei Sparkasse Südwestpfalz BLZ 54250010 (kann im Härtefall ermässigt oder erlassen werden).



14.03.2005   Quelle: Bundesverband Solare Mobilität (bsm)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: bsm.

 

Praxis-Seminar zur Kraft-Wärme-Kopplung mit Brennstoffzellen in Ulm

Die Vorbereitung des Handwerks und der Industrie auf den zunehmenden Einsatz dezentraler Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen wie zum Beispiel motorbetriebener Block-Heiz-Kraftwerke (BHKW) und brennstoffzellengestützter BHKW (kurz Bz-BHKW) ist das Ziel des Praxisseminars PS2 am 21. und 22. März in Ulm.
  Veranstalter ist das am Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle (WBZU), das im Herbst 2004 einen Neubau mit Schulungsräumen und einem Technikum in Betrieb genommen hat. Motorisch betriebene Mini-BHKWs sind zwischenzeitlich auf dem freien Markt erhältlich, erste Bz-BHKWs haben im Rahmen von Feldversuchen Einzug in die Heizungskeller ausgewählter Pilotkunden gefunden. Praxisberichte von Betreibern und Herstellern geben Auskunft über bisherige Betriebserfahrungen und Marktchancen der BHKW-Technik.


Grundlagen und Praxis der Kraft-Wärme-Kopplung mit Brennstoffzellen

Der erste Seminartag vermittelt das notwendige Grundwissen der Kraft-Wärme-Kopplung und beschäftigt sich unter anderem mit der Planung und Auslegung von BHKWs. Am zweiten Tages liegt der Schwerpunkt auf den Brennstoffzellen-BHKWs. Das WBZU betreibt verschiedene Brennstoffzellen Versuchs- und Demonstrationsanlagen, darunter eine Demonstrationsanlage eines mit Erdgas betriebenen Bz-BHKW. Die Inhalte des ersten Tages seien hilfreich für die weitere Beschäftigung mit Bz-BHKWs am zweiten Tag, aber nicht zwingend notwendig. Die Buchung einzelner Seminartage ist laut Veranstalter möglich. Zielgruppen sind das Handwerk, Ausbilder aus beruflichen Bildungseinrichtungen, Architekten und Planer sowie Ingenieure und Techniker aus der Industrie.

Anmeldung und weitere Informationen unter http://www.wbzu.de

14.03.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Sharp zeigt neueste Photovoltaik-Technologien auf der CeBIT

Sharp ist nicht nur Weltmarktführer bei LCD-TVs, sondern auch bei der Produktion von Solarmodulen. So präsentiert das Unternehmen auf der CeBIT in Hannover neben dem neuen 65-Zoll LCD-Fernseher erstmals auch seine neuesten Photovoltaik-Entwicklungen.  Die Kombination Sharp und Photovoltaik sei bislang nur wenigen bekannt, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Im Schatten des überaus erfolgreichen LCD-TV-Geschäfts habe sich die Photovoltaik zu einem wichtigen Unternehmensbereich entwickelt. Ob bei Satelliten, an Leuchttürmen, auf öffentlichen Gebäuden oder Wohnhäusern - mehr als jedes vierte weltweit verbaute Solarmodul stamme heute aus der Fertigung von Sharp. Grund genug für das Unternehmen, diese solare Kompetenz und Technologie als ein Highlight auf der diesjährigen CeBIT zu präsentieren.

Im Zentrum des rund 2.000 Quadratmeter großen Sharp-Messestandes stehen in diesem Jahr die neuesten Sharp-Solarprodukte, wie die Lumiwall oder semitransparente Dünnschicht-Solarzellen, als Zeichen für die wachsende Bedeutung der Photovoltaik. Ursprünglich war das Photovoltaikgeschäft integrativer Bestandteil der Unternehmenssparte Sharp Microelectronics Europe (SME). Aufgrund der zunehmenden Bedeutung im Sharp-Konzern wurde 2003 beschlossen, den Solarbereich aus der SME-Sparte auszugliedern. Seit Herbst 2003 gibt es daher die eigenständige Sharp Solar Business Group innerhalb der deutsch-österreichischen Niederlassung Sharp Electronics Eu rope/Austria (SEGA).

Bei der Photovoltaik wird durch Solarzellen Strom aus Sonnenlicht erzeugt, basierend auf dem so genannten photovoltaischen Effekt, für dessen Entdeckung Albert Einstein 1921 den Nobel-Preis bekam. Dabei werden in Solarzellen durch Lichteinwirkung positive und negative Ladungen freigesetzt und dadurch Gleichstrom erzeugt. Der wiederum kann in Wechselstrom umgewandelt werden. Sharp setzt seit über 40 Jahren auf Sonnenenergie und ist seit fünf Jahren Weltmarktführer bei der Produktion von Solarmodulen. Die jährliche Gesamtproduktionskapazität erreichte im Januar 2005 enorme 400 Megawatt.


Module für alle Fälle

Entsprechend der unterschiedlichen Anforderungen in Bezug auf Einsatzgebiete und Gestaltungswünsche, bietet Sharp monokristalline und polykristalline Solarmodule an. Die monokristallinen Module sind aufgrund ihrer besonders großen Solarzellen außergewöhnlich leistungsfähig und für räumlich-optimierte Anwendungen die effektivste Lösung. Auf der CeBIT zeigt Sharp das monokristalline Hochleistungsmodul NTR5E3E (175 Watt) mit einem Wirkungsgrad, also dem Verhältnis der nutzbaren zur eingesetzten Energie, von 13,5 Prozent. Damit ist es für Einsatzbereiche mit hohem Leistungsbedarf ausgelegt und hält selbst härtesten Einsatzbedingungen stand.

Auch polykristalline Module liefern kostengünstig Energie und zeichnen sich durch hohe Zuverlässigkeit aus. Mit dem NDQOE3E (160 Watt) stellt Sharp ein polykristallines Hochleistungsmodul mit einer Solarzellengröße von 155,5 Millimetern bei einem Wirkungsgrad von 12,2 Prozent vor. Alle Sharp Photovoltaikmodule sind äußeren Einflüssen wie hoher Schnee- oder Windbelastung gewachsen und verfügen zudem über Bypass-Dioden für die Minimierung des Leistungsabfalls bei Abschattung.


"LED the sun shine"

Die Sharp Lumiwall ist eine weltweit einzigartige Verbindung von transparenten Solarzellen und Hochleistungs-LEDs in einem Panel. Möglich wird diese intelligente Lösung durch die Thin-Film Solarzellen von Sharp. Dabei werden amorphe und kristalline Siliziumzellen gemischt und kommen dabei mit einer Solarzellenstärke von nur zwei Mikrometern aus. Die dadurch erreichte Transparenz gewährleistet, dass tagsüber das natürliche Sonnenlicht durchscheinen kann, während die Solarzellen gleichzeitig Strom erzeugen. Uber eine anschließbare Batterie wird diese Energie nachts an die integrierten LEDs abgegeben, die mit 40.000 Stunden eine deutlich höhere Lebensdauer als herkömmliche Lampen (1.000 bis 12.000 Stunden) haben. Die Sharp Lumiwall ist überall da einsetzbar, wo transparente Decken oder Wände gebraucht werden und bei Dunkelheit Beleuchtung notwendig ist.


Transparente Hochleistung

Neben diesen Produkten präsentiert Sharp auch lichtdurchlässige Module in Glas-Glas-Technologie, mit einer Transmissivität von 50 Prozent. Die Module erreichen bei einer Stärke von nur 14 Millimetern und einem Gewicht von 16 Kilogramm maximal 43 Watt Leistung. Die Produktion erfolgt nach Bedarf.



13.03.2005   Quelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

10. Tag der Erneuerbaren Energien: Sächsischer Umweltminister ist Schirmherr

Der sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Stanislaw Tillich, hat die Schirmherrschaft über den 10. Tag der Erneuerbaren Energien am 30. April übernommen. Damit würdigte der Minister das Engagement der vielen Hundert Anlagenbesitzer, die alljährlich ihre Solaranlagen der Öffentlichkeit präsentieren, heißt es in einer Pressemitteilung des Veranstalters.  Mit ihrem Engagement würden diese Energiepioniere eine wichtige Informations- und Bildungsaufgabe erfüllen für eine umweltgerechte Energieversorgung und für den Klimaschutz. Durchgeführt wird der Tag der Erneuerbaren Energien vor allem durch engagierte Privatpersonen, Vereine, Handwerksbetriebe und Kommunen als Aktion "von unten". Das diesjährige Motto lautet „10 Jahre Tag der Erneuerbaren Energien – lass die Sonne in Dein Haus“.


Schulenergietag für Erneuerbare Energien am 27. April

Erstmalig stattfinden wird in diesem Jahr der "Schulenergietag für Erneuerbare Energien". Dazu sind alle Schultypen in ganz Deutschland aufgerufen, eigene Projekttage oder andere Aktivitäten am Mittwoch,
27. April 2005, durchzuführen. Das Programm kann genauso vielfältig sein wie die erneuerbaren Energien selbst. Dies könne reichen von der Vorstellung der eigenen Solaranlage der Schule über Exkursionen zu Wind- und Wasserkraftanlagen, Diskussionen über den Sinn oder Unsinn der Atomkraft, über Klimakollaps und über die Vision der zukünftigen Energieversorgung bis hin zum Solarbasteln oder zur Durchführung von Solarfahrzeugrennen.

Die Energieeinsparung in der eigenen Schule sollte nicht fehlen, denn es gehe auch um Geld. Auch ein Wissensquiz, ein Mal- oder Fotowettbewerb, eine Buchlesung oder Filmaufführung seien geeignet, die künftige Generation an das Thema der Energieversorgung der Zukunft heranzuführen. Der "Leitfaden für den Schulenergietag" hilft mit seiner Ideenbörse und weiteren Anregungen für die eigenen Aktionen der Schulen. Zu finden ist er im Internet unter www.schulenergietag.de

"Wir erhoffen mit der Einführung des Schulenergietages für Erneuerbare Energien mehr Resonanz für die regenerativen Energien an den Schulen zu erreichen. Partner könnten neben Energie- und Umweltverbänden vor allem Handwerksbetriebe und die Solarwirtschaft sein, die durch die Sensibilisierung der Schüler motivierten Nachwuchs für ihre Unternehmen erhalten können" so Gernot Krasselt, Bürgermeister von Oederan/Sachsen, dem Geburtsort des Tages der Erneuerbaren Energien. "Der Schulenergietag kann sich als eigene Plattform und Netzwerk der Schulen in Sachen Erneuerbare entwickeln", so Krasselt.


13.03.2005   Quelle: Stadtverwaltung Oederan   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Diplomandin erhält Preis für Biomasseforschung

Liane Herbst mit Prof. Dr. Jürgen Krahl (FH Coburg) am Motorversuchsstand der FAL.
Liane Herbst mit Prof. Dr. Jürgen Krahl (FH Coburg) am Motorversuchsstand der FAL.

Die 29-jährige Absolventin der Fachhochschule Coburg, Liane Herbst, erhielt am 06.03.2005 den Georg-Simon-Ohm-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Der mit 1500 Euro dotierte Preis wurde vergeben für die bundesweit beste Diplomarbeit im Fach Physikalische Technik und verwandten Fachhochschulstudiengängen.

 
Die Auszeichnung erhält Liane Herbst für ihre Abschlussarbeit, die sie in der Arbeitsgruppe "Biokraftstoffe und Motorversuche" am Institut für Technologie und Biosystemtechnik der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) angefertigt hat. In der FAL arbeitete Liane Herbst an einem modernen Motorprüfstand mit umfangreicher Messtechnik, die auf die physikalische und chemische Charakterisierung von Dieselmotoremissionen spezialisiert ist. Ihre Aufgabe bestand in der Entwicklung eines Schnellverfahrens zur Bestimmung polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) aus Dieselmotorabgasen und der Durchführung von Versuchsreihen mit biogenen und fossilen Kraftstoffen. PAK sind als krebserregende Stoffe eingestuft. Angelagert an Rußpartikeln gelangen sie mit dem Abgas in die Umwelt und über Atemwege in den menschlichen Körper. Die präzise Bestimmung der PAK-Konzentration im Abgas ist ein wichtiger Beitrag zur toxikologischen Bewertung biogener Kraftstoffe wie beispielsweise Biodiesel.

Systematische Forschung zu neuen Kraftstoffen aus Biomasse

Aktuell wird das von Liane Herbst entwickelte Verfahren dazu eingesetzt, neben mineralischen Dieselkraftstoffen und Biodiesel auch neue Kraftstoffe aus Biomasse zu untersuchen, die zukünftig auf den Markt drängen. Die systematische Kraftstoffforschung ist ein wissenschaftlicher Schwerpunkt der FAL, der zusammen mit der Automobilindustrie bearbeitet wird. Darüber hinaus liegen Anfragen von zwei Nutzfahrzeugherstellern vor, die ihre Motoren von unabhängiger Seite auf die krebserregenden PAK-Emissionen untersuchen lassen wollen. Auch für ein projektiertes gemeinsames Forschungsvorhaben der FAL mit den Fachhochschulen Coburg, Jena und Merseburg sowie einem Motorenhersteller ist das von Liane Herbst entwickelte Verfahren von grundlegender Bedeutung.

Liane Herbst, die seit Abschluss ihres Studiums im Rahmen eines Stipendiums bei der FAL tätig ist, hat inzwischen an der TU Braunschweig mit einer Doktorarbeit zum Themenkreis der Kraftstoffsystemtechnik begonnen.

13.03.2005   Quelle: FAL, Institut für Technologie und Biosystemtechnik; idw   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FAL-TB

 

Hubert Weinzierl neuer Vorsitzender des Kuratoriums der DBU

Hubert Weinzierl; Alfred Ritter.
Hubert Weinzierl; Alfred Ritter.

Hubert Weinzierl (69), Präsident des Deutschen Naturschutzringes (DNR), ist neuer Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück). Der 14-köpfige Vorstand wählte ihn am 09.03.2005 zum dritten Kuratoriumsvorsitzenden in der Geschichte der größten Umweltstiftung Europas, nach Prof. Dr. Hans Tietmeyer und Ernst Welteke.
  Als Nachfolger Weinzierls, der bisher stellvertretender Vorsitzender war, wurde der mittelständische Unternehmer Alfred Ritter (51) gewählt.

Über 5.900 Projekte mit über einer Milliarde Euro unterstützt


Die DBU war Ende der 80er Jahre von Ex-Finanzminister Dr. Theo Waigel und seinem damaligen Staatssekretär, dem späteren Bundesbankpräsidenten Tietmeyer initiiert und 1990 durch Beschluss des Deutschen Bundestages ins Leben gerufen worden. Ausgestattet worden war sie mit einem Kapital von damals 1,28 Milliarden Euro, das aus der Privatisierung der ehemals bundeseigenen Salzgitter AG stammte. Durch kontinuierliche Rücklagenbildung betrug das Stiftungskapital zum 31. Dezember 2004 exakt 1,634 Milliarden Euro. Seit der Gründung wurden über 5.900 Projekte mit einer Fördersumme von über einer Milliarde Euro bewilligt, davon rund 40 Prozent in den ostdeutschen Bundesländern.


Breites Förderspektrum

Die DBU fördert umweltentlastende Innovationen vor allem in Kooperation zwischen kleinen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Neben Umweltforschung und -technik werden auch Naturschutz und Umweltbildung unterstützt.

12.03.2005   Quelle: DBU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU.

 

Brennstoffzellen-Hersteller IdaTech eröffnet europäisches Büro

IdaTech, ein globaler Entwickler und Hersteller von Brennstoffzelllösungen, gab bekannt, dass das Unternehmen seine erste europäische Niederlassung in Herten (Nordrhein-Westfalen) unter dem Namen IDATECH Fuel Cells GmbH eröffnet hat. Claude Duss, Präsident und CEO bei IdaTech, werde auch als Geschäftsführer der IDATECH Fuel Cells GmbH fungieren, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   "Die Eröffnung eines Büros im europäischen Markt war für uns der nächste logische Schritt", so Duss. "Eine Präsenz in Deutschland stärkt unsere Verpflichtung unseren europäischen Kunden gegenüber sowie unsere Verpflichtung, ihnen unsere Technologien und Dienste näher zu bringen. Wir freuen uns auf den Ausbau unserer existierenden Beziehungen und den Aufbau neuer Partnerschaften in der Gemeinschaft", sagte Duss.


Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen

Das Büro in Herten soll eine Vielzahl von Aktivitäten unterstützen und ein Zentrum für technische Dienstleistungen und Entwicklung bilden. Die Entscheidung für Herten sei gefallen aufgrund des bedeutenden Engagements der Region für die Entwicklung von Brennstoffzellen, Wasserstofftechnologien und -produkte. "IdaTech kann sich glücklich schätzen, die Förderung und Unterstützung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen zu haben", meinte Duss. "Darüber hinaus hat die kontinuierliche Unterstützung durch IdaTechs strategische Partner RWE Fuel Cells und Bosch Buderus Technik in der Standortwahl eine entscheidende Rolle gespielt. Wir erwarten, dass unsere Beziehungen mit diesen Partnern im Wachstum und Erfolg des Büros eine große Rolle spielen werden."
IdaTechs Brennstoffzelllösungen basieren auf einem flexiblen, modularen Design, das die Entwicklung von Systemen mit einer Vielzahl an Ausgabeleistungen von bis zu 50 Kilowatt (kW) unterstützt. Mit der Unterstützung strategischer Partner werden die Lösungen des Unternehmens für stationäre und tragbare Anwendungen weltweit implementiert. IdaTech ist eine Tochtergesellschaft der in Boise, Idaho (USA), niedergelassenen Energie und Technologie-Holding IDACORP, Inc.

12.03.2005   Quelle: IdaTech   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Rot-Grün einig über die Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes

Die rot-grüne Koalition hat am 09.03.2005 die Verhandlungen zum Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) abgeschlossen. Darunter fallen auch vier Verordnungen über den Zugang zum Gas- beziehungsweise Stromnetz sowie die Nutzungsentgelte. Das berichtet die Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen in einer Pressemitteilung. "Dieses Gesetz ist eines der bedeutendsten Reformvorhaben dieser Legislaturperiode", sagte die energiepolitische Sprecherin der Grünen, Michaele Hustedt.  Der von der früheren schwarz-gelben Regierung gewählte Weg zum Wettbewerb, der verhandelte Netzzugang, sei gescheitert. Jetzt komme der Paradigmenwechsel. Eine Wettbewerbsbehörde werde als starker Schiedsrichter die Preise und Netzzugangsregeln überwachen und Druck auf die Kosteneffizienz machen. Mit einer Preisregulierung im Voraus (ex ante ) und der so genannten Anreizregulierung, die der künftigen Wettbewerbsbehörde ermöglicht, den Strom- und Gasnetzbetreibern Preisobergrenzen vorzugeben, werde ein modernes und schlankes Regulierungssystem installiert. "Durch die weitgehende Trennung von Netzbetrieb und Stromerzeugung beziehungsweise Handel (Unbundling) reduzieren wir die Gefahr der Quersubventionierung. Mehr Verbraucherschutz stärkt die Rechte der Bürgerinnen und Bürger. Insgesamt stärkt diese Novelle den Standort Deutschland", kommentiert Hustedt das Verhandlungsergebnis.


Preiserhöhungen genehmigungsbedürftig, Vorrang für Biogas

Zu den wichtigsten Neuerungen im Gesetzesentwurf und in den Verordnungen zählen, dass alle Preiserhöhungen ab sofort genehmigt werden sollen und die Wettbewerbsbehörde innerhalb eines Jahres die Anreizregulierung vorgeben soll. Weiter soll die Kennzeichnung der Stromherkunft deutlich ausgebaut werden. Die Netzbetreiber würden regelmäßig kontrolliert, ob sie ausreichend investieren, um Versorgungsqualität und Modernisierung sicherzustellen, so die Grünen. Die Energieeffizienz werde als zentrales Ziel gestärkt, dezentrale Stromerzeugung würden unterstützt und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) von Berichtspflichten entlastet. Biogas soll nach dem Gesetzesentwurf bei Engpässen vorrangig in das Netz eingespeist werden..


SPD: Regulierungsbehörde bis zur Jahresmitte – wenn der Bundesrat zustimmt

Nach intensiven Verhandlungen hätten sich die Koalitionsfraktionen über umfangreiche Änderungen zum EnWG-Kabinettsentwurf zugunsten einer umfassenden Modernisierung des ordnungspolitischen Rahmens verständigt, erklärten die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Müller und Ludwig Stiegler, sowie der zuständige Berichterstatter und energiepolitische Sprecher, Rolf Hempelmann. "Damit stärken wir die Ziele der Energiegesetzesnovelle: Verbesserung des Wettbewerbs und der Effizienz, Gewährleistung von Preisgünstigkeit, Versorgungssicherheit sowie Umweltverträglichkeit der Versorgung mit Gas und Strom", heißt es in der SPD-Pressemitteilung. Wenn nun auch der Bundesrat seiner Verantwortung gerecht werde und im Interesse der Sache kooperiere, könne bis zur Jahresmitte eine unabhängige und mit gestärkten Kompetenzen ausgestattete Regulierungsbehörde die Aufsicht über die Strom- und Gasnetze aufnehmen, so die SPD-Sprecher.


Überhöhte Stromnetzentgelte in der Übergangszeit vermeiden

Bereits innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten des EnWG werde die Regulierungsbehörde die so genannte Anreizregulierung entwickeln, so die SPD-Sprecher. Ziel sei, den Netzbetreibern Anreize für Effizienzverbesserungen zu geben, die zur Ausschöpfung bestehender Preissenkungsspielräume und damit zu sinkenden Netzentgelten zu Gunsten aller Kunden führen würden. Um bis dahin überhöhte Stromnetzentgelte zu vermeiden, müssten der Regulierungsbehörde alle Entgelterhöhungen vorab zur Überprüfung vorgelegt werden. "Für Gas führen wir ein völlig neues Marktmodell (Entry-Exit) zur Belebung des Wettbewerbs ein. Auf der Grundlage verbesserter Transparenzvorschriften und Berichtspflichten wird die Regulierungsbehörde eine starke Missbrauchsaufsicht ausüben können", heißt es in der Pressemitteilung der SPD-Bundestagsfraktion. Außerdem würden auch die Rahmenbedingungen für die Einspeisung von Biogas, die Stellung der dezentralen Stromerzeugung sowie die Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher verbessert. Nun seien die Opposition im Bundestag und der Bundesrat am Zuge, damit die Wirtschaft Ihre Zusagen über Investitionen in Netze und Kraftwerke einlösen könne.


Union: Energiewirtschaftsgesetz noch nicht zustimmungsfähig

Schon jetzt sei klar, dass CDU/CSU die Einführung eines Regulierungsbeitrages und eine Einspeisungspflicht für Biogas ablehnen, erklärte die wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dagmar G. Wöhrl (MdB). Das gelte auch für "ausufernde Berichtspflichten, Verbandsklagen oder gesetzliche Regelungen zu Kalkulationsmethoden", so Wöhrl. "Zustimmen werden wir nur einer Energierechtsnovelle, die für mehr Wettbewerb bei Strom und Gas bei Erhaltung der Versorgungssicherheit sorgt", betonte die Unionssprecherin. Erfreulich sei jedoch, dass Rot-Grün die Forderungen der Union nach einer Ex-ante-Genehmigungspflicht der Netznutzungsentgelte, der Einführung einer Anreizregulierung und die Einführung eines Entry-Exit Modells für den Gasmarkt aufgreifen wolle.

Es zeuge von schlechtem parlamentarischem Stil, jetzt die Opposition für die verzögerte Beschlussfassung verantwortlich machen zu wollen, kritisiert Wöhrl: "Die Novelle hätte zum 1. Juli 2004 beschlossen sein müssen. Zu diesem Zeitpunkt lag noch nicht einmal ein Gesetzentwurf vor. Seit fast einem halben Jahr berät nun die Koalition über Änderungsvorschläge. Durch die ewigen Beratungen und verspätete Vorlage hat Rot/Grün viel Verunsicherung geschaffen und Investitionen verhindert". Die Vorschläge der Union zur Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes lägen seit langem auf dem Tisch. "Wir werden die Änderungen der Koalitionsfraktionen jetzt im Einzelnen gründlich und schnell prüfen", kündigte Wöhrl an.

Eine Bewertung der Energiewirtschaftsnovelle nach der dritten Lesung im Bundestag bietet Michaele Hustedt an auf ihrer Internetseite http://www.michaele-hustedt.de.

11.03.2005   Quelle: Bundestagsfraktionen Bündnis 90/Die Grünen, SPD, CDU/CSU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Hilfe für Sri Lanka: Über 100.000 Euro für Solarkocher und Kollektoren

Hilfe konkret: Essenszubereitung in Sri Lanka mit dem Solarkocher.
Hilfe konkret: Essenszubereitung in Sri Lanka mit dem Solarkocher.

Die nachhaltigen solaren Hilfsmaßnahmen für das von der Flutkatastrophe betroffene Sri Lanka nehmen Gestalt an: Der Verein EG Solar (Altötting) und der Solarverein Berlin berichten, dass bis Ende Februar 2005 mehr als 100.000 Euro in Form von Geld- und Sachspenden eingegangen sind.
 
Für ihre Solarkocher-Aktion konnte die EG Solar rund 75.000 Euro als Spendeneingang verbuchen. Der Aluminiumhersteller Alcan Singen GmbH, unterstützt den bayerischen Entwicklungshilfe-Verein mit einer Materialspende im Wert von 25.000 Euro, bei der Herstellung von Solarkochern. Schon am 5 Januar konnte die EG Solar die ersten 50 Solarkocher an die in Sri Lanka tätige Hilfsorganisation EMACE senden. Ingesamt 400 Solarkocher sollen nun folgen. In Zusammenarbeit mit der Bundesregierung und der Deutschen Botschaft in Sri Lanka werden derzeit Konzepte für die Verteilung der Hilfsgüter erarbeitet. Langfristig plant die EG Solar Werkstätten und Schulungszentren in Sri Lanka aufzubauen, um dort durch die Produktion weiterer Solarkocher Arbeitsplätze zu schaffen.

Know-how-Transfer zur Selbsthilfe

Die Finanzierung von zehn ersten Destillationskollektoreinheiten für Sri Lanka ist durch die eingegangenen Spenden und zugesagten Zuwendungen komplett finanziert, berichtet der Solarverein Berlin e.V. Aufgrund von Verhandlungen mit dem Hersteller und einer Änderung der Konfiguration der Systemtechnik könne der Verein die vorerst geplanten zehn Destillationskollektoreinheiten schon für rund 10.000 Euro einkaufen und in Sri Lanka zur Verfügung stellen. Mitte März 2005 sollen diese zehn Einheiten nach Sri Lanka gebracht werden. Für den Transport, der durch die Exportinitiative "re-next" finanziert wird, habe der Verein den günstigen Seeweg gewählt. Das Transportgut werde Lieferungen der Deutschen Welthungerhilfe beigepackt, wovon sich der Solarverein ein schnelleres Passieren des Zolls in Sri Lanka verspricht, das in den letzten Wochen immer mehr zu einem Nadelöhr für Hilfslieferungen geworden sei.

Durch die aktive Unterstützung einer Deutschen vor Ort sei Kontakt zu einer Schule in Beruwela aufgenommen worden. Um möglichst vielen Menschen einen konfliktfreien Zugang zu den Destillationskollektoreinheiten zu ermöglichen, sei dieser Standort eine optimale Wahl, so der Verein. Die nachfolgenden Anlagen sollen im Land selbst produziert werden. Fachleute aus Deutschland sollen den Einheimischen ihr Wissen zur Verfügung stellen und den Aufbau einer Produktion vor Ort unterstützen. So werde eine schnelle und sinnvolle Soforthilfe mit dem sukzessiven Aufbau eines neuen Wirtschaftszweiges kombiniert, was der Bevölkerung doppelt zugute komme: Erstens bleibe das Know-how im Land, was zur Sicherung von Arbeitsplätzen führe. Zweitens könnten durch die niedrigeren Produktionskosten für die gleiche Investition mehr Anlagen produziert werden.


Aktuelle Informationen zu den Projekten im Internet unter www.solare-trinkwasserhilfe.de sowie unter http://www.eg-solar.de/


11.03.2005   Quelle: EG Solar e.V.; Solarverein Berlin e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EG Solar.

 

Aktienfonds ÖkoVision: Plus mit Solarzellen und Wasserkraft

Während des vierten Quartals 2004 konnte der ökologische Aktienfonds ÖkoVision einen Wertzuwachs von 4.7% erzielen, womit die Weltaktienmärkte (MSCI World in EUR; +2.3%) um 2.4%-Punkte übertroffen wurden. Das berichtet die versiko AG in einer Pressemitteilung.  ÖkoVision habe während des gesamten Kalenderjahres 2004 um 16.2% an Wert zugelegt.

Im vierten Quartal haben die Aktienmärkte laut versiko AG bis Ende Oktober unter dem starken Ölpreisanstieg, hohen Rohstoffpreisen und Zweifeln am amerikanischen Beschäftigungswachstum gelitten. Parallel mit der Entspannung bei den Ölpreisen gegen Ende des Jahres seien dann aber die Notierungen deutlich auf neue Jahreshöchststände angezogen. Getrübt wurde das positivere Stimmungsbild im vierten Quartal vom anhaltenden Verfall der US-Währung gegenüber dem Euro. ÖkoVision habe durch die starke Übergewichtung im Euro und Untergewichtung im US-Dollar von der Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar profitieren können.


Starkes Wachstum mit Photovoltaik und Wasserkraft

Im vierten Quartal leistete die Titelselektion des Fonds vor allem im Bereich der "Small" und "Mid Caps" einen positiven Beitrag zur Performance von Ökovision. Besonders gut schnitten unter anderem ab die Unternehmen Solarworld (+78%; Solarzellen - DE), BWT (+40%; Wasseraufbereitung - AT), Railpower (+33%; Lokomotivenbau - CA) und Pacific Hydro (+22%; Erzeugung von Elektrizität aus Wasserkraft – AU). Per Ende Dezember war der Fonds insgesamt in 57 Werte investiert. Auch 2005 werde die gezielte Titelselektion von zentraler Bedeutung sein, heißt es in der Pressemitteilung. ÖkoVision ist neben den ÖkoTrend-Fonds (Ökotrend Bonds und ÖkoTrend Stocks Europe) ein Klassiker der Kapitalanlagegesellschaft Ökoworld Lux S. A. Die Ökoworld Lux. S.A. ist eine 100%-ige Tochter der versiko AG.

11.03.2005   Quelle: Versiko AG, Fonds, ÖkoVision,   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Nürnberger Anbieter von Windfonds legt kräftig zu

Trotz rückläufiger Zahlen in Deutschland hat die UmweltDirektInvest - Beratungsgesellschaft mbH (UDI), einer der führenden deutschen Anbieter von Windenergiefonds, im abgelaufenen Jahr deutlich zugelegt.  Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahr um 17,5 % auf 23 Millionen Euro gewachsen. Damit habe sich UDI im Jahr 2004 deutlich besser positionieren können als die meisten anderen Anbieter dieser Spezialfonds. Für UDI-Geschäftsführer Georg Hetz gibt es mehrere Gründe für dieses Wachstum gegen den Trend: "Viele unserer Kunden sind nach wie vor mit den Ergebnissen ihrer Windparkbeteiligungen zufrieden. Dies konnte in erster Linie durch höhere Sicherheitsstandards sowie die gewachsene Erfahrung im Umgang mit Windgutachten erreicht werden. Zudem beinhalten heute die meisten Angebote langfristige und umfassende Wartungsverträge, die das Risiko unvorhersehbarer Reparaturkosten deutlich reduzieren. Solche Sicherheiten schätzen Anleger", betont Hetz.


Vom Boom der Solarbranche profitiert

UDI habe auch vom Boom der Solarbranche profitiert und mit den 2004 vermittelten Solarfonds deutlich das Volumen des Vorjahres übertroffen. Für 2005 erwartet das Unternehmen eine weitere Steigerung seiner Umsätze in diesem Bereich. Doch Lieferengpässe bei den Modulherstellern würden den Initiatoren unerwartete Grenzen setzen und einen rasanten Ausbau der Solarparks vorerst ausbremsen. So sei nach Branchenangaben trotz gestiegener Fertigungskapazitäten bereits die komplette Jahresproduktion an Solarmodulen vergeben. Wer derzeit noch keine Module habe, werde das Nachsehen haben und vermutlich erst im nächsten Jahr neue Beteiligungsangebote auflegen können, heißt es in der UDI-Pressemitteilung.



11.03.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Trittin: Mittelstand ist Partner für ökologische Modernisierung

Auf die Bedeutung des Mittelstandes für die ökologische Modernisierung Deutschlands hat Bundesumweltminister Jürgen Trittin aufmerksam gemacht. "Der Mittelstand ist nicht nur das Rückgrat unserer Wirtschaft, er ist auch ein einflussreicher Partner moderner Umweltpolitik“, sagte der Bundesumweltminister am 9. März 2005 auf der Jahresversammlung des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Berlin.  
Erneuerbare Energien punkten auf dem Strommarkt

Häufig seien vermeintliche Konflikte zwischen Wirtschaft und Umweltschutz in Wahrheit auch Verteilungskämpfe innerhalb der Wirtschaft, sagte Trittin. Bestes Beispiel für Auseinandersetzungen zwischen strukturkonservativen Grossunternehmen und innovativen, beweglichen Unternehmen des Mittelstandes sei der Abwehrkampf der großen Stromkonzerne gegen die erneuerbaren Energien, betonte der Minister. "E-On, RWE, EnBW und Vattenfall haben den Boom der Erneuerbaren Energien verschlafen. Heute nehmen ihnen die Erneuerbaren jedes Jahr einen Prozentpunkt vom Strommarkt ab", sagte Trittin. Die Branche der Erneuerbaren sei durchgehend mittelständisch. Das gelte sowohl für den Bereich der Investoren als auch für die Hersteller mit heute über 120 000 Beschäftigten.


10.03.2005   Quelle: BMU.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Fraunhofer ISE stellt neueste Weiterentwicklung zu transparentem Sonnenschutz vor

Photochromes Fensterelement vor und nach Einfärben unter Beleuchtung mit Sonnenlicht.
Photochromes Fensterelement vor und nach Einfärben unter Beleuchtung mit Sonnenlicht.

Im Sommer ist es in Büros oft unerträglich heiß und Lichtreflexe erschweren das Arbeiten am Bildschirm. Transparenter Sonnenschutz kann hier Abhilfe schaffen, ohne den Blick aus dem Fenster zu verhindern. Beschichtete Scheiben bieten Schutz vor Überhitzung und Blendung. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat jetzt seine bisherigen Arbeiten an so genannten photoelektrochromen Fenstersystemen um einen neuen Ansatz bereichert.
 
Das neue System ist laut ISE wesentlich einfacher in der Herstellung und damit prinzipiell sehr viel kostengünstiger. Die Energie zur Einfärbung liefert das Sonnenlicht.


Sonnenlicht liefert Energie für das Einfärben

"Bisher wurden photochrome Effekte nur für Anwendungen wie Brillen genutzt", erläutert die Physikerin Anneke Georg. "Mit unserer neuen Entwicklung ist nun erstmals der Einsatz als Sonnenschutz für Glasfassaden denkbar. Auch in der Automobilindustrie sehe ich für dieses System große Chancen", so Georg. Das neuartige photochrome System reagiert auf die Beleuchtungsverhältnisse. Die Glasscheiben färben sich bei Bestrahlung automatisch ein und entfärben im Dunkeln. Der besondere Vorteil der Neuentwicklung im Vergleich zu herkömmlichen photochromen Materialien liegt in einem hohen Färbekontrast auch bei erhöhten Temperaturen. Im Gegensatz zu elektrochromen Systemen erfordern photochrome Systeme keine externe Spannungsversorgung und -regelung, da das Sonnenlicht die Energie für das Einfärben liefert. Damit entfallen die transparenten Elektroden und die Kosten für ihre Herstellung. Zudem fällt das für große Flächen technologisch aufwändige Trennen zweier Elektroden zur Vermeidung von Kurzschlüssen weg.

Die Basis für das System bilden ein Schichtsystem aus elektrochromem Wolframoxid und eine Farbstoffsolarzelle mit niedriger Farbstoffkonzentration. Unter Beleuchtung werden in der Solarzellenschicht Elektronen angeregt und in das Wolframoxid injiziert. Gleichzeitig werden Kationen aus dem Elektrolyten in die Schicht eingelagert. Dadurch färbt sich das Wolframoxid blau ein. Im Dunkeln führen Rekombinationsreaktionen, die durch den Einsatz von Katalysatoren beschleunigt werden können, zur Entfärbung. Einfärbetiefe und Entfärbegeschwindigkeit hängen von der katalytischen Aktivität ab und können auf die jeweilige Anwendung abgestimmt werden. Erste Muster verringern ihre visuelle (solare) Transmission unter Beleuchtung mit Sonnenlicht von 1000 W/m2 in 15 min von 60% (40%) auf 4% (1%). Nach 30 min im Dunkeln sind diese Muster nahezu entfärbt. Bei niedrigen Lichtintensitäten sinkt die Einfärbung, unterhalb von 100 W/m2 ist sie nur noch sehr schwach. Die Verwendung angepasster Ionenleiter bietet ein großes Potenzial, um die Schaltzeiten zu verkürzen. Im Prinzip kann das System auch als photochrome Folie hergestellt werden, wodurch sich weitere Vorteile für die Anwendung ergeben.



10.03.2005   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ISE.

 

Transparente Sunways-Solarzellen in neuem Design

Neue Sunways Solar Cell.
Neue Sunways Solar Cell.

Ein neuer Herstellungsprozess ist Grundlage für die Weiterentwicklung der bekannten durchsichtigen "Sunways Solar Cells". Die Bearbeitung der Wafer (Siliziumscheiben) erfolge künftig mit einem lasergesteuerten Verfahren, berichtet die Konstanzer Sunways AG in einer Pressemitteilung. Neben optischen Effekten biete die Zelle Möglichkeiten zur individuellen Anwendung in der Architektur.
 
Ergebnisse des innovativen Produktionsverfahrens sind ein neues Design, ein gesteigerter Wirkungsgrad und individuelle Anwendungsmöglichkeiten. Bei der Bearbeitung der Wafer mittels Laser erzeugt dieser eine Lochstruktur, die den Kundenwünschen angepasst werden kann: Die Löcher können eine quadratische, runde oder jede andere beliebige Form annehmen – der Architekt kann auf individuelle Wünsche der Bauherrn und Gebäudenutzer eingehen. Die Lochstruktur ist laut Sunways im Modul gleichmäßig verteilt. Die texturierte Oberfläche der Solarzelle hat im Modul ein homogenes schwarzes Erscheinungsbild. Es entsteht unter anderem durch die Abdeckung der Modulzwischenräume per Siebdruckverfahren.

Im Vergleich zu mit anderen Technologien hergestellten durchsichtigen Solarzellen haben die neuen transparenten Sunways Solar Cells einen deutlich höheren Wirkungsgrad: Er liegt nach Angaben des Unternehmens bei 13,8 Prozent. Besonders interessant sei das Produkt für Kunden, die einerseits Ansprüche an eine ästhetische Architektur stellen und andererseits auf den ökologischen und wirtschaftlichen Nutzen einer Solarzelle setzen. Das im Herstellungsprozess eingesetzte Laserverfahren beruhe auf dem Einsatz einer Laserquelle, die kurze Laserpulse mit hoher Energie liefert und eigne sich sehr gut für die Massenproduktion, so die Sunways AG.

10.03.2005   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG.
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Austria Solar verleiht Solar-Gütesiegel an drei Unternehmen

Zertifizierte Qualität für Solarwärmeanlagen.
Zertifizierte Qualität für Solarwärmeanlagen.

Der Verband Austria Solar startete 2003 ein Gütesiegel, das an die besten Anbieter von Solarwärmeanlagen vergeben wird. In einem Festakt auf der Energiesparmesse Wels am 3. März 2005 wurde den Solaranbietern SIKO SOLAR, SONNENKRAFT und VAILLANT offiziell das Austria Solar Gütesiegel verliehen.
 
Landesrat Rudi Anschober, Bundesinnungsmeister Peter Aigner und Landesinnungsmeister Alfred Laban überreichten die Urkunden und betonten die Wichtigkeit qualitativ hochwertiger Solartechnik am Markt.

Um das Gütesiegel zu erlangen mussten die Betriebe strenge Qualitätskriterien erfüllen, für Kollektoren, Regelung, Speicher, Pumpen, für das Gesamtsystem, in punkto Umweltfreundlichkeit sowie bei den Garantiebestimmungen und dem Kundendienst. Geprüft und überwacht wird das Gütesiegel von einer unabhängigen Kommission. "Das Gütesiegel soll Kunden und Handwerkern das Vertrauen geben, sich für die beste Qualität am Markt entschieden zu haben. International hilft es, Österreichs Vormachtstellung bei der Solartechnik in der europäischen Union zu sichern", meint Roger Hackstock, Geschäftsführer des Verbandes.

Nähere Infos zum Austria Solar Gütesiegel im Internet unter
http://www.austriasolar.at/guetesiegel.htm




10.03.2005   Quelle: Verband Austria Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Austria Solar.

 

Plambeck verkauft erstes Windpark-Projekt im Jahr 2005

Die Plambeck Neue Energien AG hat den Windpark Kemberg (Sachsen-Anhalt) an einen international tätigen Investor verkauft. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In Kemberg werden 10 Windenergieanlagen vom Typ "Nordex S 70" mit einer Nennleistung von insgesamt 15 Megawatt (MW) errichtet.  Die Anlagen werden mit Rotorblättern von SSP Technology A/S ausgestattet. Die Fertigstellung des Windparks ist im Sommer 2005 vorgesehen. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, heißt es in der Pressemitteilung.

"Es ist erfreulich, dass der Verkauf bereits im ersten Quartal realisiert wurde und damit die Errichtung schon im ersten Halbjahr zu einem für die Windbranche recht frühen Zeitpunkt erfolgen kann", erläutert Dr. Wolfgang von Geldern, Vorstandsvorsitzender der Plambeck Neue Energien AG. Die Windenergieanlagen in Kemberg werden eine Nabenhöhe von 85 Metern haben. Bei einer Länge der Rotorblätter von 34 Metern ergibt sich eine Gesamthöhe von 119 Metern. Mit dem im Windpark Kemberg umweltfreundlich aus Windenergie erzeugten Strom kann der Jahresverbrauch von etwa 10.000 durchschnittlichen Haushalten gedeckt werden.

09.03.2005   Quelle: Plambeck Neue Energien AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Fachkongress "Kraftstoffe für die Zukunft" am 16. März in Essen

Mit welchem Kraftstoff fahren Autos im Jahr 2020? Dieser Frage gehen Experten aus Forschung, Politik und Wirtschaft nach auf dem Kongress "Kraftstoffe für die Zukunft" am 16. März in Essen. Die Tagung findet statt im Rahmen der Messe "E-world energy & water" und wird durchgeführt von der Energieagentur NRW und der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW in Kooperation mit dem ADAC. Ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung der Versorgung und Mobilität sei von einer weiteren Diversifizierung des Kraftstoffangebotes zu erwarten, so die Veranstalter.  Bio-Kraftstoffe und Erdgas an Stelle herkömmlicher Treibstoffe?

Wesentliche Rahmenbedingungen für die Einführung neuer Kraftstoffe bilden die Entwicklung und der Einsatz modernster Motorentechnik, die Entwicklung der erforderlichen Infrastruktur sowie die Ölpreisentwicklung. Die EU-Kommission hat das Ziel vorgegeben, 20% der konventionellen Kraftstoffe bis zum Jahr 2020 durch Alternativen zu ersetzen. Aber wie sehen die Alternativen aus? Welche Rolle spielen biogene Kraftstoffe oder Erdgas? Wird irgendwann das Wasserstoffauto serienreif?

Nordrhein-Westfalen bemüht sich, die Erschließung eines erweiterten Kraftstoffspektrums voranzutreiben. Dazu sollen auf Landesebene Kompetenzen für die Herstellung von Anlagen, die Organisation und Logistik der Stoffströme gebündelt werden. "Dafür ist es hilfreich, möglichst viele Akteure ins Boot zu bekommen", erklären Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW, und Dr. Frank Michael Baumann, Geschäftsführer der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW. "Wenn es um die Zukunft der Kraftstoffe geht, geht es um die Zukunft des Autofahrens."

Die Tagung beginnt um 9.30 Uhr mit einer Einführung durch Jörg Hennerkes, Staatssekretär im NRW-Infrastrukturministerium. Am Vormittag gibt es danach u.a. folgende Beiträge: Kraftstoffe der Zukunft aus der Sicht der Mineralölwirtschaft (Dr. Klaus Picard, Mineralölwirtschaftsverband e.V. (MWV), Hamburg), Kraftstoffe der Zukunft aus der Sicht der Erdgaswirtschaft (Manfred Scheibe, Initiative Erdgas als Kraftstoff, Leipzig), Biokraftstoffe - laufende Aktivitäten des Landes NRW (Staatssekretär Dr. Thomas Griese, NRW-Umweltministerium, Düsseldorf), Kraftstoffe der Zukunft - Potenziale, Einsatzbereiche, Wirtschaftlichkeit, Markteinführung (Jörg Schindler, Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH, Ottobrunn), Zukünftige Antriebstechniken/Anforderungen an zukünftige Motoren (Prof. Dr. Wallentowitz, Institut für Kraftfahrwesen (ika), Aachen). Am Nachmittag finden ab 13:45 Uhr zwei Symposien zu den Themen "Erdgasfahrzeuge" und "Biogene Kraftstoffe" statt.

Weitere Informationen im Internet unter http://www.ea-nrw.de


09.03.2005   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Spatenstich für erste Solarsiedlung in Düsseldorf

Solarsiedlung Düsseldorf-Medienhafen (Modell).
Solarsiedlung Düsseldorf-Medienhafen (Modell).

NRW-Städtebauminister Dr. Michael Vesper nahm am 08.03.2005 in Düsseldorf den Spatenstich für die erste Solarsiedlung der Landeshauptstadt vor. Am Medienhafen, einer der begehrtesten Wohnlagen der Stadt, baut die Rheinwohnungsbau GmbH über 100 neue Wohnungen und ein Geschäftshaus. "Solares Bauen ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Es trägt zur deutlichen Verbesserung der Wohnqualität in den Städten bei.
 
Das Land Nordrhein-Westfalen ist dabei europäischer Spitzenreiter", erklärte Vesper. Das Bauvorhaben ist eines von bisher 37 konkreten Projekten des Landesprogrammes "50 Solarsiedlungen in NRW". Dabei sei es gelungen, das solare Bauen in kompletten Siedlungen zu etablieren, so das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport (MSWKS) in einer Pressemitteilung. Über 1.400 Wohnungen seien in NRW bereits entsprechend realisiert.

"Nachdem der bisherige Gebäudekomplex aus dem Jahre 1938 abgerissen wurde, entstehen im Dreieck Gladbacher-, Gilbach und Hammer Straße großzügige Zwei- bis Vier-Zimmer Wohnungen", so Thomas Hummelsbeck, Geschäftsführer des Düsseldorfer Bauträgers. "Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen liegen bei rund 21 Millionen Euro. Das ist gut angelegtes Geld, denn mit großen Wohnküchen, guten Innen-Ausstattungen, Balkonen und Tiefgaragenplätzen ist an alle Bedürfnisse der Mieter gedacht. Wir wollen vor allem bezahlbaren Wohnraum für junge Familien schaffen. Das ist bei einem geplanten Quadratmeter-Preis von durchschnittlich 8,50 Euro auch realistisch“, so Hummelsbeck weiter.


Vesper: "Im Medienhafen wohnen bald 100 Familien auf der Sonnenseite Düsseldorfs"

Minister Vesper ergänzte: "Die Kombination des energiesparenden Bauens im 3-Liter-Haus Standard mit der Nutzung erneuerbarer Energien für den Wohnbereich und das Bürohaus ist besonders beeindruckend. Der hervorragende Wärmedämmstandard und die Solaranlagen, die die Hälfte des benötigten Warmwassers produzieren, reduzieren die Nebenkosten für die Mieter erheblich." Er appellierte: "Dies ist ein Beispiel, das Schule machen sollte. Dann können bald immer mehr Menschen in vielen weiteren Kommunen des Landes auf der Sonnenseite ihrer Stadt leben und arbeiten."

Das Projekt "50 Solarsiedlungen in NRW" koordiniert die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW im Auftrag der Düsseldorfer Ministerien für Städtebau und Wohnen, des Energie- und des Wissenschaftsministeriums. Zwölf Solarsiedlungen sind fertig und bereits bezogen, weitere elf Projekte sind im Bau und 14 befinden sich in der konkreten Planung.




09.03.2005   Quelle: Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW

 

SCHOTT AG: Solarthermische Kraftwerke wichtiger Bestandteil des Energie-Mixes der Zukunft

SCHOTT Receiver für solarthermische Kraftwerke.
SCHOTT Receiver für solarthermische Kraftwerke.

Solarthermische Kraftwerke seien heute die kostengünstigste Form der Stromerzeugung aus Sonnenenergie, berichtet der Technologiekonzern SCHOTT (Mainz) in einer Pressemitteilung. Durch Massenproduktion der Kraftwerkskomponenten und weiteren technischen Fortschritt könne schon im nächsten Jahrzehnt die Konkurrenzfähigkeit zu fossilen Mittellast-Kraftwerken erreicht werden.
 
Zu diesem Ergebnis komme das „SCHOTT Memorandum zur solarthermischen Kraftwerkstechnologie“, das in der Kalenderwoche 10/2005 erschienen ist.

Sicher, planbar und netzstabil

In Parabolspiegelfeldern solarthermischer Kraftwerke wird Hitze erzeugt, die dann in einem konventionellen Kraftwerksblock in Strom umgewandelt wird. Der Unterschied zur Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen: Statt Kohle, Öl oder Gas treibt saubere Sonnenenergie die Turbinen an. Durch thermische Speicherung können solarthermische Kraftwerke rund um die Uhr Strom produzieren. Solarthermische Kraftwerke können ihre Leistung sicher, planbar und netzstabil bereitstellen, betont die SCHOTT AG. Parabolrinnen-Kraftwerke eignen sich für den großtechnischen Einsatz im Bereich von 50 bis 200 MW elektrischer Leistung. Sie können ohne aufwendige Änderungen der Netzstruktur konventionelle, fossile Kraftwerke ersetzen. "Solarthermische Kraftwerke verbinden in idealer Weise die Ziele von Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit. Sie sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer CO2-freien Stromerzeugung", so Dr. Udo Ungeheuer, der Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG.


Markteinführung solarthermischer Kraftwerke als europäische Aufgabe

Weil solarthermische Kraftwerke eine hohe Intensität der Sonneneinstrahlung benötigen, befinden sich die möglichen Standorte im so genannten Sonnengürtel der Erde. Allein im Mittelmeerraum ließe sich ein Vielfaches des europäischen Strombedarfs decken, heißt es in der Pressemitteilung der SCHOTT AG. Die Markteinführung solarthermischer Kraftwerke sei deshalb eine europäische Aufgabe. Einen energischen Befürworter habe die solarthermische Kraftwerkstechnologie in Bundesumweltminister Trittin gefunden. Die spanische Regierung unterstütze den Bau solarthermischer Kraftwerke durch entsprechende Einspeisegesetze. Dort werde noch in diesem Jahr mit dem Bau des ersten Parabolrinnen-Kraftwerks in Europa begonnen. In Kalifornien werden laut SCHOTT AG schon heute 200.000 Haushalte mit preisgünstigem Strom aus solarthermischen Kraftwerken versorgt.

Die Europäische Kommission sollte den Anschluss an diese Zukunftstechnologie nicht verpassen, fordert SCHOTT. Die solarthermischen Kraftwerke würden jedoch in der Mitteilung der Kommission zur nachhaltigen Bekämpfung der globalen Klimaerwärmung bisher nicht erwähnt. Das nötige Umdenken könnte schon beim Umweltministerrat am 10. März in Brüssel eingeleitet werden, so das Unternehmen. Die solarthermische Kraftwerkstechnologie sollte dort in die Liste der wichtigen Optionen für eine klimafreundliche Energiepolitik der Zukunft aufgenommen werden.


Memorandum zur solarthermischen Kraftwerkstechnologie im Internet

SCHOTT stellt mit dem Receiver die Schlüsselkomponente der Parabolrinnen-Kraftwerke her. Auch bei der Herstellung der anderen Kraftwerkskomponenten seien europäische Unternehmen weltweit Technologie- und Marktführer. Mit der Parabolrinnentechnologie verfüge Europa über das Potenzial für einen außergewöhnlichen Erfolg auf dem Weltmarkt. Jetzt komme es darauf an, diese Chance zu nutzen, so die SCHOTT AG. Das „SCHOTT Memorandum zur solarthermischen Kraftwerkstechnologie“ kann heruntergeladen werden unter
http://www.schott.com/solar/german/memorandum.html

SCHOTT AG


09.03.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SCHOTT AG
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Smart Fuel Cell AG meldet Durchbruch bei der Kostensenkung von Brennstoffzellen

Brennstoffzelle für mobile, stationäre und portable Anwendungen (rechts).
Brennstoffzelle für mobile, stationäre und portable Anwendungen (rechts).

Die SFC Smart Fuel Cell AG (SFC) berichtet von einem wichtigen Erfolg: Mit einer neuen Membran könne der teure Katalysator Platin in Brennstoffzellen mindesten zu 50 Prozent ersetzt werden. Damit sei ein bedeutender Schritt zur Kostensenkung getan.
  Ein Jahr nach der Vorstellung des revolutionären "PowerBoy" könne SFC erneut seine weltweite Technologieführung ausbauen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. SFC bietet bereits seit 2 Jahren kommerzielle Brennstoffzellen an und hat wichtige Technologie- und Vermarktungspartner in Asien, USA und Europa gewonnen. Mit diesen Partnern laufen derzeit Projekte zur Markteinführung von Brennstoffzellen-Produkten in der Consumer Electronics Industrie. SFC habe sich damit einen einzigartigen Vorsprung in der Brennstoffzellenindustrie erarbeitet, so das Unternehmen.


Einfaches Systemkonzept

SFC's Direkt-Methanol-Brennstoffzelle folgt einem einfachen Prinzip: "Flüssigkeit rein - Strom raus". Die SFC Technologie vermeide die hohe Komplexität von Reformern sowie die Schwierigkeiten und Sicherheitsmängel, die bei der Wasserstoffspeicherung unumgänglich sind. Der aktive Systemansatz sei dabei Grundlage für höhere Leistung und eine längere Lebensdauer. SFC-Produkte zeigten zuverlässig bis zu 5.000 Stunden Lebensdauer und hätten kumuliert etwa 500.000 Betriebsstunden absolviert - eine Leistung, die mit allen anderen Konzepten, beispielsweise mit passiven Systemen nicht, erreichbar sei.


Deutliche Kostensenkung erreicht

"SFC hat als erste Firma kommerzielle Produkte auf den Markt gebracht und ein schlüssiges Konzept entwickelt um den Massenmarkt für elektronische Geräte zu erschließen", so Dr. Manfred Stefener, Vorstand und Gründer von SFC. Bislang seien die Herstellungskosten und die Baugröße die größten Herausforderungen bei der Vermarktung der Brennstoffzelle. Um den Elektronenfluss bei der chemischen Reaktion in Gang zu setzten, wurde bisher ein teurer Platinkatalysator benötigt. Je größer die Brennstoffzelle, desto höher der Bedarf an Platin. Die SFC AG habe beides gelöst. "Unsere neue Membrantechnik erlaubt es uns, den Katalysator Platin teilweise zu ersetzen. Mit der signifikanten Kostenreduktion können nicht nur wettbewerbsfähige Kostenstrukturen im Vergleich zu Batterien erreicht werden. Auch alle anderen Anwendungsbereiche der Brennstoffzelle werden dadurch wirtschaftlich attraktiv", erklärt Stefener.


Brennstoffzellen so groß wie ein DVD-Laufwerk

Ein weiterer Faktor Herstellungskosten einzusparen ist die neue Bauweise. Bei herkömmlichen Brenstoffzellenstaplen (Stacks) ist eine bipolare Bauweise üblich, SFC wende jedoch ein monopolares Stack-Design an. Das Resultat sei eine miniaturisierte Brennstoffzelle, erzielt durch eine 70-prozentige Reduzierung der Stackteile. In einer klassischen Brennstoffzelle machen diese Teile etwa 90 Prozent des Volumens aus. Durch den monopolaren Stack erreiche SFC sowohl die starke Verkleinerung des Brennstoffzellen-Systems, als auch eine weitere Kostenreduzierung. "Unsere Innovationen ermöglichen zuverlässige Brennstoffzellen in der Größe eines DVD-Laufwerkes zu wettbewerbsfähigen Preisen", berichtet Stefener.

09.03.2005   Quelle: SFC Smart Fuel Cell AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Smart Fuel Cell AG
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Bundesumweltministerium: VDE-Studie unterstellt unrealistische Szenarien

"Die VDE-Studie geht von unrealistisch niedrigen Annahmen über künftige Kosten von Öl, Gas und Kohle aus. Gleichzeitig unterstellt sie eine irreal hohe Geschwindigkeit beim Ausbau erneuerbarer Energien." Das erklärte der Sprecher des BMU, Michael Schroeren, zu der am 07.03.2005 vorgestellten Studie des VDE über die Perspektiven der Energieversorgung.  "Beide Rechentricks führen zu einem Ergebnis, das mit dieser Studie politisch offenbar gewollt ist: Der begonnene Ausbau der erneuerbaren Energien soll als nicht finanzierbar dargestellt und der notwendige Umbau der Energieversorgung hin zu mehr Effizienz und Nachhaltigkeit als unrealistisch denunziert werden, so Schroeren.


Ziel der Bundesregierung ist 20 Prozent Anteil der erneuerbaren Energien

Auf diese Weise sollen laut Schroeren längere Laufzeiten für Atomkraftwerke und unterbleibende Investitionen in neue Kraftwerkstechnik legitimiert werden. Diese Strategie führe jedoch in eine Sackgasse, an deren Ende die deutsche Industrie Gefahr liefe, ihre heutige Technologieführerschaft verloren und damit Zehntausende von Arbeitsplätzen verspielt zu haben, warnt der BMU-Sprecher. Schon heute werde Spitzenlaststrom an der Börse zu Niedrigstpreisen gehandelt, weil er im Überfluss produziert werde und anders nicht absetzbar sei, stellt Schroeren fest. Das Ziel der Bundesregierung laute, den Anteil der erneuerbaren Energien am heutigen Strombedarf bis 2020 auf 20 Prozent auszubauen. Die VDE-Studie unterstelle demgegenüber als Ziel der Regierungspolitik einen Anteil der Erneuerbaren von 27 Prozent, dem obendrein noch ein irreal hoher Bedarf an "Schattenkraftwerken" rechnerisch zugeordnet werde.

Statt vor einer angeblich drohenden "Energiekrise" zu warnen und eine angebliche "Investitionsunsicherheit" zu beklagen, täte die deutsche Energiewirtschaft gut daran, den politischen und rechtlichen Rahmen für langfristige Investitionssicherheit zu nutzen, den die Bundesregierung mit dem vereinbarten Atomausstieg, mit der Förderung erneuerbarer Energien und mit dem jetzt einsetzenden Emissionshandel geschaffen hat, erklärte Schroeren.


VDE sieht deutliche Senkung der CO2-Emissionen nur durch Beibehaltung der Kernenergie

Eine massive Reduktion der CO2-Emissionen ist laut VDE-Studie nur möglich bei der Aufrechterhaltung der Kernkraft und gleichzeitigem Ausbau der erneuerbaren Energien (Szenario 3). Die Investitionskosten lägen ungefähr in der Mitte zwischen den Szenarien 1 ("Variante Wind") und 2 (nach dem die jüngeren Kernkraftwerke länger betrieben werden und 2020 noch die Hälfte der heutigen Strommenge liefern sollen). Die Importabhängigkeit bei den Primärbrennstoffen sei in diesem Fall am geringsten, die Anteile am Energiemix am gleichmäßigsten auf die beiden heimischen Säulen Braunkohle und erneuerbare Energien sowie die „Importenergien“ (Gas und Uran) verteilt.

Im Szenario 1 1 ("Variante Wind") steigt laut VDE die installierte Leistung von derzeit knapp 120 Gigawatt (GW) auf rund 165 GW, wobei der Anteil an Gas- und Windkraftwerken besonders deutlich zunimmt. Die gasgefeuerten Anlagen würden demnach statt mit 18,5 mit 50 GW zum Energiemix in Deutschland beitragen, der Ausbau der Windenergie von 14,4 auf 48 GW weitergehen. Die notwendigen Investitionen für den Kraftwerkszubau und die -erneuerung lägen bei nahezu 123 Milliarden Euro, wovon laut VDE rund 8 Milliarden auf Back-up-Kraftwerke für die Windenergie entfallen. In diesem Fall sei das Investitionsvolumen am größten.

08.03.2005   Quelle: BMU, VDE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BEE kritisiert "unmoralisches Angebot" der Kohlewirtschaft

"Damit dürfen Werner Müller, e.on und RWE nicht durchkommen", kommentiert Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), den Plan der Ruhrkohle-AG (RAG), sich mit einer Zahlung von 5 Milliarden Euro aller Folgelasten des Bergbaus zu entledigen.   RAG-Chef Werner Müller hatte vorgeschlagen, für diese Summe einen Altlastenfonds des Bundes zu gründen. Der Bund solle anschließend für alle Zeit die Folgekosten des Steinkohlebergbaus tragen. "Es ist ja schön, wenn auf diese Weise endlich die Diskussion um die wahren Kosten der Steinkohle beginnt. Bisher fehlt aber jede Bilanzierung dieser Kosten von unabhängiger Seite. Diese Kosten müssen erst auf den Tisch, bevor die Energiewirtschaft sich hier freikaufen kann", fodert Lackmann.


"Fadenscheinige Argumente" im Konkurrenzkampf mit den erneuerbaren Energien

"Die Ruhrkohle-AG weiß sehr genau, dass die Folgekosten des Steinkohlebergbaus mit einem Fünfmilliarden-Fonds nicht zu decken sind. Daher war die Haftungsfrage auch immer der wirtschaftliche Hemmschuh des Unternehmens. Die tatsächlichen Folgekosten erreichen locker mehr ein Vielfaches", so Lackmann. Das Ansinnen Müllers und der RAG-Eigentümer e.on und RWE sei durchsichtig. "Bevor die Schadenskosten überhaupt bekannt sind, wird der Politik ein unmoralisches Angebot gemacht. Mit einer Einmalzahlung wollen sich die Energiekonzerne gegenüber der Politik und den Steuerzahlern aus der Verantwortung stehlen", sagte Lackmann. Gleichzeitig sei erkennbar, wie fadenscheinig die Argumente der Energiekonzerne im Konkurrenzkampf mit den erneuerbaren Energien seien. Lackmann: "Fünf Milliarden Euro sind bei weitem nur der Anfang. Schon heute fließen jährlich neben den bekannten knapp drei Milliarden Subventionen beispielsweise etwa fünf Milliarden Euro Beihilfen in die Bergbaupensionskasse. Zur Kostenwahrheit in der Energiewirtschaft gehören auch die Schäden aus Tagebau und Kraftwerksemissionen. Da gehört schon eine gehörige Portion Dreistigkeit dazu, wenn die Energiekonzerne regelmäßig gerade die erneuerbaren Energieträger wegen vermeintlich hoher Kosten angreifen", betont der BEE-Präsident.


08.03.2005   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energien e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

UVS: Engpass bei Solar-Silizium ist kein Ressourcenproblem

Gefragter Rohstoff: Silizium
Gefragter Rohstoff: Silizium

Der Photovoltaik-Boom stellt für Unternehmen der gesamten solartechnischen Wertschöpfungskette eine enorme Herausforderung dar. Während die in Deutschland ansässigen Solarzellen- und Modulproduzenten binnen eines Jahres ihre Fertigungskapazitäten verdoppeln konnten, kam es bei der Herstellung des Ausgangsmaterials Solarsilizium zu einem vorübergehenden Engpass.  Das berichtet die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) in einem Hintergrundpapier, das sie auf dem diesjährigen Photovoltaik-Symposium vom 09. März bis 11. März 2005 im Kloster Banz (Staffelstein) vorstellen wird.

Mit rund 90 Prozent basiert der Großteil der derzeit hergestellten Solarmodule auf Silizium. Die in den letzten Monaten sprunghaft gestiegene Photovoltaik-Nachfrage in Deutschland, Japan und anderen Ländern hat erhebliche Investitionen in den Auf- und Ausbau von Solarfabriken ausgelöst. Die Solarbranche zählt national wie international zu den innovativsten und wachstumsstärksten Branchen. Aus einer Nischenproduktion entsteht derzeit eine bedeutende weltweit expandierende Schlüsselindustrie.


Siliziumengpass nur vorübergehend und kein Ressourcenproblem

Die Ursache des gegenwärtigen Siliziumengpasses sind laut UVS längere Vorlaufzeiten für Kapazitätserweiterungen. Eine spürbare Ausweitung der Produktionsmengen nehme eineinhalb bis zwei Jahre in Anspruch, was unter anderem dem komplexen und kostenintensiven Herstellungsverfahren geschuldet sei. Neben der Photovoltaikindustrie beziehe zudem die in der Nachfrage schwankende Halbleiterindustrie den begehrten Rohstoff. Das erschwere Punktlandungen bei den Expansionsplänen. Der vorübergehende Siliziumengpass sei jedoch kein Ressourcenproblem, betont die UVS. Silizium gebe es mehr als ausreichend auf der Welt, schließlich sei es mit einem Anteil von rund 28 Prozent nach Sauerstoff das zweithäufigste Element der Erde. Bis jedoch aus dem Metall hochreines polykristallines Silizium für die Halbleiter- und Solarindustrie hergestellt sei, das auch den hochtechnologischen Anforderungen genügt, durchlaufe es einen aufwendigen Veredelungsprozess.


Siliziumhersteller bauen Produktion kräftig aus

Fast alle Siliziumhersteller hätten den stetig steigenden Bedarf der Solarbranche bereits erkannt und investierten kräftig in den Ausbau der Siliziumfertigung, betont die UVS: Zum einen würden neue Fertigungsstätten errichtet und zum anderen werde die Produktion optimiert. Schon in den vergangenen Jahren haben laut UVS die sieben großen Siliziumproduzenten rund eine Milliarde Euro in den Ausbau der Kapazitäten investiert, von 14.000 Tonnen auf heute rund 27.000 Tonnen. Darunter sind Wacker (Deutschland), Hemlock (USA) und Tokuyama (Japan). Nach Einschätzung der UVS wird der Solarindustrie im Jahr 2004 eine Gesamtmenge von rund 11.000 Tonnen zur Verfügung stehen. Ende 2006/Anfang 2007 dürfte der Siliziumengpass vollständig beseitigt sein, erwartet die UVS. In der Folge werde der Preis für Solarstrom wieder deutlich sinken.


2005 trotz Rohstoffengpass zweistelliges Marktwachstum möglich

Für die Fertigung von Solarzellen mit einer Gesamtleistung von einem Megawatt benötigt die Photovoltaikindustrie derzeit ungefähr 10 bis 12 Tonnen Silizium. Sie werde folglich 2005 mit ungefähr der gleichen Menge Silizium auskommen müssen, wie im vergangenen Jahr, erwartet die UVS. Eine Steigerung des verfügbaren Solarvolumens werde 2005 aber dennoch möglich sein: Durch Weiterentwicklung der Siliziumfertigung und Ressourceneinsparungen innerhalb nachgelagerter Produktionsstufen sei 2005 trotz des Engpasses beim Ausgangsmaterial Solarsilizium ein weltweites Photovoltaik-Marktwachstum von 10 - 20 % auf insgesamt über ein Gigawatt möglich. Denn die Silizium-Produzenten würden derzeit an effizienteren Herstellungstechnologien arbeiten: Wacker Chemie zum Beispiel an der Produktion von Siliziumgranulat im Wirbelschichtverfahren. Hinzu kämen verbesserte Wirkungsgrade, reduzierte Zelldicken und sinkende Bruchraten bei der Zellfertigung, um mit weniger Ausgangsmaterial höhere Leistungen zu erzielen. Schließlich trage auch das Recycling von Produktionsabfällen, wie es erfolgreich bei SolarWorld in Sachsen praktiziert wird, zur Dämpfung des vorübergehenden Ressourcenengpasses bei.


Chance für alternative Solarzelltechnologien

Darüber hinaus werden alternative, nicht auf kristallinem Silizium beruhende Solarzelltechnologien, langfristig von dem Mangel und den damit verbundenen Preissteigerungen beim Solarsilizium profitieren. Das sind zum Beispiel photovoltaische Konzentratorzellen oder Dünnschichtsolarmodule, wie der auf Kupfer-Indium-Sulfid als Absorbermaterial beruhenden neue CIS-Zellen-Typ. Durch den wachsenden Kostenvorteil würden die Nachteile aus den gegenüber Siliziumzellen niedrigeren Wirkungsgraden von Dünnschichtzellen zunehmend kompensiert, so die UVS. Dies dürfte sich in steigenden Marktanteilen niederschlagen. Unter dem Strich werde damit die Hersteller- und Typenvielfalt im Bereich der Photovoltaik zunehmen.


Spürbare Kostenentlastung spätestens 2007

Alle Produkt- und Fertigungsinnovationen haben gemein, dass sie die Kosten mittelfristig senken werden, heißt es in dem UVS-Hintergrundpapier. Bis dahin werde der Nachfrageüberhang allerdings erst einmal zu steigenden Preisen auf dem Weltmarkt führen, was Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette habe. Erklärtes Ziel der Solarbranche sei, Preiserhöhungen so moderat wie möglich zu gestalten und Kosten, soweit möglich, innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette zu optimieren.

Eine spürbare Kostenentlastung wird sich nach Prognosen der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft spätestens 2007 einstellen. Nach Überwindung des Silizium-Engpasses würden die Preise für Solarstromanlagen wieder kontinuierlich fallen. Auch die Prozess- und Produktoptimierung werde zu schnell sinkenden Kosten führen, was auch unmittelbar dem Endverbraucher zugute komme. Nicht zuletzt die degressiv gestaltete Vergütung im deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werde diese Kostensenkung absichern (durchschnittlich rund 5 % pro Jahr). Wann immer sich das Produktionsvolumen der Solarindustrie verdoppelt habe, seien die Kosten um zirca 20% gesunken, unterstreicht die UVS. Die Gesetze der "economy of scales" würden auch in Zukunft gelten und die Photovoltaik innerhalb des nächsten Jahrzehnts zur natürlichen Wettbewerbsfähigkeit führen.

08.03.2005   Quelle: Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG
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Consolar präsentiert "drain-back"-Solarwärmekombisystem und neuen Kollektor

Solarwärmesystem "SOLAR PUR".

Mit dem Solarsystem SOLAR PUR stellt die Consolar Energiespeicher- und Regelungssysteme GmbH auf der ISH 2005 eine neue Generation von hoch effizienten Solarsystemen zur hygienischen Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung vor. Das innovative System sei durch eine selbstständige Befüllung und Entlüftung besonders einfach zu montieren, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
Da Regler und Pumpstation im Speicher integriert seien und kein Frostschutzmittel benötigt werde, spare der Installateur etwa 1,5 Tage Montagezeit. Das drain-back-System arbeitet nach Angaben des Herstellers mit Wasser im Solarkreis. Es bringe durch den Wegfall des Solar-Wärmetauschers und das Rücklaufen des warmen Kollektorwassers in den Speicher über 10 % mehr Energieeinsparung als ein vergleichbares System.


Der 500 Liter Speicher aus Kunststoff wiegt 42 Kg und sei damit mit Abstand der leichteste auf dem Markt. Aufgrund des geringen Gewichts rechnet der Hersteller mit einer sehr kurzen energetischen Amortisationszeit. Auch das Problem des Anlagenstillstands sei mit SOLAR PUR gelöst, da kein Frostschutzmittel eingesetzt wird, das sich im Laufe der Zeit zersetzen kann. Solarwärmeanlagen könnten also mit größeren Kollektorflächen ausgestattet werden, ohne dass es im Sommer zum Verdampfen der Kollektorflüssigkeit komme. Das System laufe einfach leer, wenn der Speicher geladen ist.


Neuer Wannenkollektor mit stillstandsfreundlicher Verrohrung

Consolar stellt auf der ISH auch einen neuen Sonnenkollektor vor. Der PLANO 26 ist nach Recherchen des Unternehmens der erste Wannenkollektor mit einer besonders stagnationsfreundlichen Harfenverrohrung. Vorteil dieser Verrohrung sei die besonders ruhige Ausdampfung der Solarflüssigkeit beim Übergang in den Kollektorstillstand. Dies schone die anderen Komponenten der Solaranlage und das Frostschutzmittel, eine längere Lebensdauer sei die Folge. Die rückwandige Isolierung des Sonnenkollektors beträgt 60 mm, was sich besonders bei der Heizungsunterstützung und tiefen Außentemperaturen durch einen höheren Kollektorertrag bemerkbar mache.

Die Kollektorwanne zeichne sich durch eine besonders gute Witterungsbeständigkeit und damit eine dauerhaft gute Kollektorleistung aus, da sie an den Ecken oder der Rückwand im Laufe der Zeit nicht undicht werden könne. Weitere Vorteile biete das Montagesystem: die Kollektoranschlüsse lassen sich laut Consolar zum Anschluss einfach einige Zentimeter herausziehen, bis die Dichtungen montiert und die Verschraubungen angezogen sind.


08.03.2005   Quelle: Consolar Energiespeicher- und Regelungssysteme GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Consolar Energiespeicher- und Regelungssysteme GmbH

 

Kalifornien plant groß angelegte Solarförderung

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat es sich zum erklärten politischen Ziel gemacht, die Mobilisierung erneuerbarer Energien massiv voranzutreiben. Bis zum Jahr 2020 sollen die erneuerbaren Energien bereits 33 % der gesamten kalifornischen Energieversorgung ausmachen.  Eine der dafür ergriffenen Maßnahmen sei der Gesetzentwurf eines "Eine-Million-Dächer-Programms" für Solaranlagen, berichtet EUROSOLAR in einer Pressemitteilung. Im Zusammenhang mit dieser Gesetzesinitiative war der Bundestagsabgeordnete und EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer von der Organisation "Environment California" eingeladen zu einer Rede im Capitol, dem Gouverneurs- und Parlamentssitz der kalifornischen Hauptstadt Sacramento. Außerdem traf er Gouverneur Arnold Schwarzenegger zu einem Gespräch.

Mit seinem Programm knüpfe Kalifornien an die deutsche und die japanische Initiative zur Mobilisierung der Solartechnik an, mit denen die Breitenförderung und industrielle Serienfertigung in diesen Ländern gestartet wurde. Heute befinden sich in Deutschland und Japan 70 % aller weltweit installierten Solarstromanlagen, und diese beiden Länder teilen sich die internationale Technologie- und Produktionsführerschaft.


"Olympischer Einführungswettbewerb" für Erneuerbare

Hermann Scheer erklärte in Sacramento, das Programm von Gouverneur Schwarzenegger sei nicht nur ein Signal für Amerika, sondern auch weltweit. Es führe zu einem "olympischen Einführungswettbewerb" mit Deutschland und Japan, welcher der weltweiten Durchsetzung der Solartechniken einen großen Impuls gebe. Scheer empfiehlt den deutschen Photovoltaik-Produzenten, sich auch in Kalifornien unternehmerisch zu engagieren.


08.03.2005   Quelle: EUROSOLAR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Conergy AG beginnt mit der Vermarktung ihrer Aktien

Die Conergy AG starte am 7. März 2005 die Vermarktung ihrer Aktien. "Wir laden Investoren ein, an unserem Expansionskurs teilzunehmen, der uns seit Unternehmensgründung 1998 überdurchschnittliche Wachstumsraten gebracht hat", sagte Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender von Conergy.  "Die gute Entwicklung der Conergy spiegelt sich wider in dem großen öffentlichen Interesse. Conergy ist aus unserer Sicht ein Wachstumswert mit Potenzial", so Rüter weiter. Voraussichtlich in der Woche vom 14. März wird das Unternehmen die Preisspanne sowie die Zeichnungsfrist veröffentlichen, in der die Anleger Kaufangebote abgeben können. In der selben Woche soll auch der Platzierungspreis festgesetzt werden. Das Unternehmen wird unter dem Börsenkürzel „CGY“ und der ISIN DE 0006040025 im Frankfurter Prime Standard gehandelt werden.


Gründer und Vorstandschef Rüter wird größter Einzelaktionär bleiben

"Die Erlöse aus dem Börsengang werden wir direkt in das interne und externe Wachstum von Conergy investieren, kündigte Rüter an. Der Gründer und Vorstandschef besitzt zurzeit rund 21 Prozent des Grundkapitals und wird als größter Einzelaktionär mehr als 16 Prozent des Unternehmens halten. Als klares Bekenntnis zur Conergy bleibe auch das weitere Management nach dem Börsengang wesentlich an der Gesellschaft beteiligt, heißt es in der Pressemitteilung der Conergy AG.


Bis zu 4,5 Millionen auf Inhaber lautende Stammaktien

Zum Verkauf kommen sollen bis zu 4,5 Millionen auf Inhaber lautende Stammaktien (von insgesamt 10 Millionen Aktien), so dass der Streubesitz bis zu 58 Prozent beträgt (bei Berücksichtigung aller Aktionäre, die nach dem Börsengang weniger als 5 Prozent besitzen). Von dem öffentlichen Angebot stammen bis zu 1,3 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung, bis zu 700.000 Aktien aus dem Eigentum der Gesellschaft und bis zu 1,95 Millionen Aktien von bestehenden Aktionären. Darüber hinaus sei den Konsortialbanken eine Mehrzuteilungsoption über weitere 550.000 Aktien eingeräumt worden. Das Angebot besteht aus einem öffentlichen Angebot in Deutschland sowie einer internationalen Privatplatzierung an institutionelle Anleger außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika.

Der Unvollständige Verkaufsprospekt ist seit dem 5. März 2005 erhältlich bei der Frankfurter Wertpapierbörse, Zulassungsstelle; bei der Conergy AG, Anckelmannsplatz 1, 20537 Hamburg; bei der Deutschen Bank; bei der Commerzbank; bei HSBC Trinkaus & Burkhardt; bei der Berenberg Bank und im Internet unter www.conergy.de.

08.03.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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stern.de: 75.000 Arbeitsplätze in Deutschland durch steigende Rohstoffpreise vernichtet

Weil sich die Preise von Eisenerz, Erdöl, Kohle
und anderen Rohstoffen im vergangenen Jahr verdoppelt haben, musste die deutsche Wirtschaft 2004 außerplanmäßig 35 Milliarden Euro mehr ausgeben. Das berichtete das Magazin "stern" am 04. März 2005 auf seinen Internetseiten.
  Diese Mehrausgaben hätten bislang 75.000 Arbeitsplätze gekostet, wie aus einer bisher unveröffentlichten Studie der Berliner Branchenagentur EEFA Consulting hervorgehe, über die stern.de berichtet. Demnach sollen auch weitere Stellen akut gefährdet sein. Die Studie habe der Gesamtverband des deutschen Steinkohlenbergbaus in Auftrag gegeben.
Den stern-Beitrag finden Sie unter:
stern.de


07.03.2005   Quelle: stern.de   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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EECH AG investiert in spanisches Solarthermie-Projekt

Die European Energy Consult Holding AG (EECH), Emissionshaus im Bereich der erneuerbaren Energien, steht nach eigenen Angaben unmittelbar vor der Realisierung eines weiteren vielversprechenden Solarprojekts in Andalusien.
  Darüber hinaus habe das Hamburger Unternehmen das Emissionsvolumen des festverzinslichen Wertpapiers "Euro Anleihe Solar" um 10 Millionen Euro auf 30 Millionen Euro erhöht, berichtet die EECH AG. In einer Pressemitteilung.


Nachdem die EECH AG kürzlich ihr erstes spanisches Photovoltaik-Projekt bekanntgab ("Los Cabezos"), folge nun die Investition in ein Solarthermie-Projekt in Palma del Rio. Die Gesamtnennleistung soll 50 Megawatt (MW) betragen. Das Emissionshaus übernehme die Rechte an einem im fortgeschrittenen Stadium befindlichen Projekt und werde dieses mit seiner spanischen Niederlassung in den nächsten zwei bis drei Jahren fertig entwickeln, heißt es in der Pressemitteilung. Im Anschluss folge die Realisation mit einem großen spanischen Energieversorger. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt nach heutiger Kalkulation bei 145 Millionen Euro.

07.03.2005   Quelle: EECH AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: European Energy Consult Holding AG.
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China verabschiedet Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien

Am 28. Februar 2005 hat der Nationale Volkskongress in Peking einem Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien zugestimmt. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH (GTZ) in einer Pressemitteilung.  Damit sei ein wichtiger Meilenstein zur Erfüllung der ehrgeizigen Ziele für erneuerbare Energien in China erreicht, so die GTZ.


GTZ maßgeblich an der Ausarbeitung beteiligt

Die GTZ hat die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bei der Formulierung des Gesetzes beraten. Dabei hätten die Erfahrungen mit dem deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) maßgeblich einfließen können. Detailregelungen sollen laut GTZ noch in diesem Jahr über Verordnungen festgelegt werden. "Für den Erfolg des Gesetzes, das am 1. Januar 2006 in Kraft treten soll, ist eine ausgewogene Festsetzung der Einspeisungstarife entscheidend", sagt Jens Drillisch, GTZ-Experte für Energiepolitik. Die Einspeisetarife sowie ein nationaler Ausgleichsmechanismus sollen in Verordnungen geregelt werden, bei deren Formulierung die GTZ weiterhin die chinesische Regierung unterstützt.


Ambitioniertes Ziel: 20.000 MW bis 2020 aus erneuerbaren Energien

Mit der Schaffung verlässlicher Rahmenbedingungen werde China für die internationale Windenergiebranche interessant, erläutert Paul H. Suding, GTZ-Programmleiter in Peking. Zur Erreichung der Ziele für erneuerbare Energien in China (20.000 Megawatt bis zum Jahr 2020) sei qualifiziertes Personal notwendig, besonders bei den Produzenten von Windkraftanlagen sowie den Windparkentwicklern und -betreibern, erklärt Energieexperte Rolf Posorski von der GTZ. Zusammen mit chinesischen Partnern errichte die GTZ daher zur Zeit ein Forschungs- und Ausbildungszentrum für Windenergie in China.


GTZ: Internationale Zusammenarbeit in einer globalisierten Welt

Die GTZ ist ein weltweit tätiges Unternehmen der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung. Seit 30 Jahren bietet sie Lösungen für politische, wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklungen in einer globalisierten Welt. Die GTZ unterstützt komplexe Reformen und Veränderungsprozesse, auch unter schwierigen Bedingungen. Ihr Ziel ist es, die Lebensbedingungen von Menschen nachhaltig zu verbessern. Hauptauftraggeber der GTZ ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

07.03.2005   Quelle: GTZ   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

S.A.G. Solarstrom AG und Solon AG bieten Solarstromanlage "von der Stange"

Die S.A.G. Solarstrom AG (Freiburg) und die Solon AG (Berlin) haben gemeinsam die erste "Standard-Photovoltaik-Anlage" der Welt entwickelt. Das berichten die Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Solarstromanlage soll ab dem 1. Mai 2005 vertrieben werden. Zum Angebot für den Kunden zählen neben der technischen Anlage auch das passende Grundstück, die Versicherung und die Finanzierung der Anlage, heißt es in der Pressemitteilung.
 
Verbraucher, die bisher nur in Solarenergie investieren konnten, wenn ihnen eine geeignete Fläche zur Verfügung stand oder sie sich als Anteilseigner in einen geschlossenen Fonds einkauften, würden für die neue Photovoltaikanlage der beiden Partner weder ein Dach noch ein Grundstück benötigen. Jeder Kunde, der die Anlage kaufen wolle, bekomme Fläche und Finanzierung gleich mitgeliefert. Das mache die Anlage für einen möglichen Wiederverkauf attraktiver und einfacher als beispielsweise einen Fondsanteil, so die S.A.G. Solarstrom AG und die Solon AG.


Zweiachsige Nachführung soll 30 bis 35 Prozent mehr Ertrag bringen

Auch technisch ist das Produkt laut Hersteller eine Neuheit. Das zweiachsig nachgeführte System erwirtschafte zwischen 30 und 35 Prozent mehr Ertrag als eine vergleichbare feststehende Anlage. Es werde in hoch industrialisiertem Standard quasi am Band gefertigt und am Aufstellort betriebsfertig angeliefert. Die Anlagen sollen auf einem Grundstück in Süddeutschland montiert und ab Mai an Einzelkunden verkauft werden. Auf diese Weise könnte dort bis Ende 2005 das derzeit größte Solarkraftwerk der Welt mit einer Gesamtleistung von über 12 Megawatt entstehen, so die Unternehmen.

Für die S.A.G. Solarstrom AG bedeute dies ein zusätzliches Umsatzpotential von zusätzlich rund 70 Millionen Euro und eine weitere Verbesserung des Planergebnisses von 2005. Der Solon AG erwachse aus dieser Zusammenarbeit ein starker Vertriebskanal für die Erzielung ihrer ambitionierten Geschäftsziele. Die beiden Unternehmen wollen mit diesem Schritt ihren Marktvorsprung weiter ausbauen. Während die Solon AG mit der technischen Entwicklung einen Quantensprung erzielt habe, stelle die S.A.G. Solarstrom AG mit diesem Konzept ihre Führungsrolle als kundenorientierter Produktentwickler der Photovoltaik erneut unter Beweis.




07.03.2005   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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RWE SCHOTT Solar ist Mitglied in der Japanischen PV Organisation JPEA

Über SCHOTT Nippon in Tokyo ist die RWE SCHOTT Solar GmbH im Februar 2005 dem Japanischen Photovoltaik Industrie Verband beigetreten, der Japanese Photovoltaik Energy Association (JPEA). Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Kernthemen für RWE SCHOTT Solar seien dabei der internationale Austausch und die Marktbeobachtung. Schon seit 2001 habe RWE SCHOTT Solar über ihren japanischen Kooperationspartner Kobe Steel, Ltd. einen Vertreter in der JPEA.  
"Mit diesem Schritt können wir nun auch aktiv an Entscheidungen mitwirken", sagt Dr. Winfried Hoffmann, Sprecher der Geschäftsführung von RWE SCHOTT Solar und derzeitiger Präsident der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) in Brüssel. Die EPIA ist der europäische Photovoltaikindustrie-Verband und somit die europäische Schwesterorganisation der JPEA. Die RWE SCHOTT Solar Gruppe ist durch ihre US Tochterfirma RWE SCHOTT Solar Inc. mit zwei Standorten bereits Mitglied im amerikanischen PV Industrieverband, der US Solar Energy Industry Association (SEIA). "Dadurch sind wir in den Industrieverbänden der drei größten Märkte weltweit vertreten", so Hoffmann weiter. Neben den nationalen und regionalen Themen zu Forschung und Marktentwicklung werden immer häufiger gemeinsame internationale Themen auf dieser Verbandsebene diskutiert.

2004 haben die drei Verbände auf der European PV Conference in Paris eine globale PV Industrie Plattform gegründet. Auf dieser Plattform wird über die Einführung einheitlicher Standards und Statistiken diskutiert, werden gemeinsame Lobbying-Aktivitäten koordiniert und über Ziele in der Forschung und Entwicklung gesprochen. "Die großen Themen wie Globalisierung und Klimaschutz lassen internationale Kooperationen auch für die PV Solarstrom Branche immer wichtiger werden", ist Hoffmann überzeugt.

07.03.2005   Quelle: RWE SCHOTT Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solares Heizen: Naturpark-Informationshaus reduziert Energieverbrauch auf ein Minimum

Heizen mit Sonne: Naturparkhaus in Zwiesel.
Heizen mit Sonne: Naturparkhaus in Zwiesel.

Gemeinsam mit dem Straubinger Architekten Georg Dasch hat Hartwig Löfflmann, Bildungsreferent und Geschäftsführer des Naturpark-Informationshauses in Zwiesel, 2002 das erste öffentliche ganzjährig solar beheizte Gebäude Europas realisiert. Die Ergebnisse nach drei Jahren bestätigen ihr Konzept.
 

Durch ein ausgefeiltes solares Bau- und Heizsystem beträgt der Energieverbrauch nur rund 12 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Dies ist ein Zehntel des derzeit vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Maximalverbrauchs von 100 bis 120 kWh/qm und Jahr bei Neubauten. Die benötigte Energie für Heizung und Warmwasser wird ausschließlich durch emissionsfreie Solarenergie bereitgestellt.


Heizen ohne Öl und Erdgas

"Hier im Bayerischen Wald können wir hautnah mitverfolgen, wie die Luftverschmutzung Flora und Fauna zerstört", berichtet Löfflmann. "Wegen des sauren Regens leben in vielen Bächen keine Fischnährtiere mehr. Dadurch sterben die Fische aus, das wiederum hat Folgen für Fischotter, Flussperlmuscheln und zahlreiche andere Arten. Die Liste der vernetzten Probleme ist lang", betont der Umweltschützer aus Überzeugung und nennt weitere Gründe für das energiesparende Baukonzept. "Öl und Erdgas sind viel zu kostbar, um verheizt zu werden. Da wollten wir beweisen, dass es auch in einer Region mit sehr rauem Klima möglich ist, rund ums Jahr nur mit der Sonne zu heizen. Außerdem dient es der Wertschöpfung in der Region". Das Holzhaus mit 763 Quadratmeter Nutzfläche auf zwei Etagen wurde überwiegend mit nachwachsenden Rohstoffen aus der Region errichtet. Als einer der waldreichsten Landkreise Deutschlands bot der Bayerische Wald hierfür optimale Voraussetzungen. Auch die Sonnenkollektoren seien regional gefertigt worden. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Handwerksbetrieben habe die heimische Wirtschaft gestärkt werden können, heißt es in der Pressemitteilung des Naturparks Bayerischer Wald e.V.


110 Quadratmeter Sonnenkollektoren

Um einen möglichst hohen Anteil der Heizenergie solar zu decken, mussten zwei Voraussetzungen gegeben sein: eine konsequente Ausrichtung des Gebäudes nach Süden und eine sehr gute Wärmedämmung. Auf der freien Fläche direkt an der Landstraße war die Orientierung nach Süden kein Problem, beim Wandaufbau wurde strikt auf eine gründliche Wärmedämmung geachtet. Hierzu trug auch die Holzständerbauweise bei, die nicht nur sehr gute Dämmwerte bietet, sondern den Bau auch beschleunigt. Bei Fensterflächen und Türen reduzierte Architekt Dasch die Energieverluste auf ein Minimum. "Nur rund 9.400 Kilowattstunden beträgt der Wärmeenergiebedarf pro Jahr in dem Gebäude", weiß Geschäftsführer Löfflmann heute aus Erfahrung. "Würden wir mit Öl heizen, bräuchten wir nur rund 1.200 Liter im Jahr", so Löfflmann. Auch wenn dies bereits wenig sei, im Naturparkhaus erfolge die Wärmeversorgung noch Ressourcen schonender. 110 Quadratmeter Sonnenkollektoren an einer 80 Grad steil geneigten Fassade sorgen auch im tiefsten Winter für Wärme. Diese wird in einem Pufferspeicher mit 21.000 Litern Fassungsvermögen vorgehalten. Der leuchtend rote Solartank erfüllt nicht nur eine praktische Funktion, sondern dient auch als "Hingucker". Als Herzstück des Infozentrums thront er hier genau in der Mitte, um ihn herum schlängelt sich die Treppe in das erste Obergeschoss.


Solarstromanlage deckt 50 Prozent des Strombedarfs

Von der umsichtigen Planung zeugen auch weitere Details in dem Gebäude. Die Beleuchtung ist sensorgesteuert, die Urinale auf den Herrentoiletten funktionieren auch ohne Wasser. Das Lüftungsgerät wird durch einen Kohlendioxidsensor bedarfsgerecht gesteuert. Eine Besonderheit ist auch der Erdkollektor, der vor dem Gebäude im Erdboden installiert wurde. Das Lüftungsgerät im Keller kann dadurch im Winter die bereits auf Erdtemperatur vorgewärmte Außenluft ansaugen und benötigt so weniger Strom. Im Sommer kühlen die fünf Kunststoffrohre, die zwei Meter tief im Erdboden liegen, die Außenluft ab. Mit 17.000 kWh pro Jahr liegt der Stromverbrauch des Gebäudes vergleichsweise niedrig. Etwa 50 Prozent davon werden mit einer Solarstromanlage mit 10 kWp Spitzenleistung gedeckt.


Bayerischer Energiepreis 2002

Das Naturpark-Informationshaus wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mitfinanziert und 2002 mit dem Bayerischen Energiepreis ausgezeichnet. Als Musterbeispiel für Klima schonendes Bauen hat es Gäste aus aller Welt angezogen. Auch in der Region ist sein Einfluss nicht zu übersehen: Zahlreiche Ein- und Zweifamilienhäuser mit hohen solaren Deckungsgraden, so genannte Sonnenhäuser, sind in den vergangenen Jahren nach seinem Beispiel entstanden.

06.03.2005   Quelle: Naturpark Bayerischer Wald e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Naturpark Bayerischer Wald e.V.
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SenerTec stiftet Mini-BHKW "Jubiläumsdachs" für das Deutsche Museum

Mini-BHKW "Dachs".

Die SenerTec GmbH stiftet das 10.000ste Mini-Blockheizkraftwerk (BHKW) vom Typ Dachs dem Deutschen Museum. Das Jubiläumsmodell wird zunächst für einige Monate als Exponat zu sehen sein und danach dem Museum für weitere Ausstellungen zur Verfügung stehen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
"Der Dachs ist ein Musterbeispiel für erfolgreiche innovative Technologien Made in Germany und fußt auf der grundsoliden Tradition deutschen Maschinenbaus", so SenerTec-Geschäftsführer Karl P. Kiessling. "Mit unserer Stiftung wollen wir das öffentliche Bewusstsein für den rationalen und effizienten Energieeinsatz weiter stärken. Denn ein Dachs erspart der Umwelt im Vergleich zur herkömmlichen Energieerzeugung 47 Prozent CO2 und ist mit jährlichen Wachstumsraten von über 30 Prozent mittlerweile der erfolgreichste deutsche Heizkessel", erläutert Kiessling.


Wirtschaftlich und umweltschonend

Der Dachs ist ein Mini-BHKW, das nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig Strom und Wärme produziert. Dank effizienter Technik benötigt die Anlage im Vergleich zu herkömmlicher Energieerzeugung rund ein Drittel weniger Brennstoff und setzt aufgrund des rationellen Energieeinsatzes fast die Hälfte weniger CO2 frei als bei getrennter Erzeugung von Wärme und Strom. So schone der Dachs nicht nur die Umwelt, sondern fülle zusätzlich die Kasse seines Besitzers, betont der Hersteller. Überschüssig produzierter Strom wird gegen eine Vergütung ins öffentliche Netz eingespeist. Der Einsatz des Dachs, der wahlweise mit Gas, Flüssiggas, Heizöl oder Biodiesel betrieben werden kann, eignet sich insbesondere zur dezentralen Energieversorgung in Ein- und Mehrfamilienhäusern und in kleineren Gewerbebetrieben wie Hotels, Bäckereien oder Tankstellen.

06.03.2005   Quelle: SenerTec GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SenerTec GmbH.

 

Phönix SonnenStrom AG baut 20 kW-Solarstromanlage in Mittelamerika

Die Phönix SonnenStrom AG (ISIN DE000A0BVU93) installiert in El Salvador die größte Photovoltaikanlage Mittelamerikas. Die Anlage mit einer Spitzenleistung von 20 Kilowatt (kWp) auf dem Dach der Deutschen Schule in Antiguo Cuscatlán, einem Vorort der Hauptstadt San Salvador, sei die erste netzgekoppelte PV-Anlage Mittelamerikas, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Die Solarstromanlage soll als "Leuchtturm" die Verbreitung der Solartechnik in Mittelamerika voranbringen. Sie entsteht als eines von vier ausgewählten Projekten im Rahmen des Programms "Solardächer auf Deutschen Schulen und Einrichtungen im Ausland", einer Aktion der Exportinitiative Erneuerbare Energien der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Die SonnenStrom Anlage soll am 7. April in San Salvador im Beisein prominenter Gäste eingeweiht werden. Der salvadorianische Präsident Antonio Saca habe sein Kommen angekündigt.


Finanzierung durch das BMWA und private Geldgeber

Die Projekte umfassen den Bau einer Demonstrations- und Referenzanlage sowie Aktivitäten für die Markterschließung, beispielsweise Pressearbeit, Marketing und Schulung. Das Solardachprojekt auf der Deutschen Schule San Salvador wird als "Public-Private-Partnership" vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (finanziert. Die privaten Projektkosten werden getragen von der Phönix SonnenStrom AG, der SMA Technologie AG und der Rosendahl Energietechnik GmbH sowie über zahlreiche Einzelspenden, die die Deutsche Schule in San Salvador mit großem Engagement bei Eltern und lokalen Unternehmen gesammelt hat. Baubeginn war laut Phönix SonnenStrom AG am 21. Februar. Die Solarstromanlage wird auf dem Dach des zur Deutschen Schule gehörenden Kindergartens installiert. Der erzeugte Strom soll bevorzugt in Schule und Kindergarten verbraucht werden, ein Stromüberschuss wird an Wochenenden und in den Ferien in das Stromnetz des örtlichen Energieversorgers Del Sur eingespeist und von diesem vergütet.


Die Phönix SonnenStrom AG übernimmt die Projektleitung. Dies umfasst die Planung, Entwicklung und Lieferung der Komponenten bis hin zum Bau der Anlage. Die Rosendahl Energietechnik GmbH plante die Installation der Wechselrichter. Phönix-Projektleiter Gerson Castillo, geboren in El Salvador, habe in seinem Heimatland schnell gute Kontakte mit den örtlichen Partnern aufbauen können. Die deutsche Botschaft, die deutsch-salvadorianische Handelskammer, die Deutsche Schule, die Zentralamerikanische Universität (UCA) sowie der Energieversorger Del Sur unterstützen das Prestigeprojekt von salvadorianischer Seite aus.

06.03.2005   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Sputnik nimmt 1000. Zentralwechselrichter in Betrieb

Solarstromanlage in Balexert nahe Genf.
Solarstromanlage in Balexert nahe Genf.

Anfang März 2005 wird der Schweizer Wechselrichterhersteller Sputnik Engineering AG seinen 1000. Zentralwechselrichter in Betrieb nehmen. "Diese Installation ist für uns ein ganz besonderer Meilenstein", erklärt Sputnik-Geschäftsleiter Philipp Müller.
 
"Schließlich hat die erfolgreiche Geschichte der Sputnik Engineering AG mit Zentralwechselrichtern begonnen", so Müller. Der erste Prototyp sei bereits 1990 in Betrieb gegangen.


Das 1000. Gerät wird den Gleichstrom einer 40-Kilowatt-Solarstromanlage in Balexert bei Genf in netzkonformen Wechselstrom umwandeln. Die Anlagenerweiterung kostet insgesamt 320.000 Schweizer Franken, die vom Betreiber, der Firma Sunseed, aufgebracht werden. Das Unternehmen erhält vom lokalen Energieversorger 20 Jahre lang eine Einspeisevergütung von 85 Rappen pro Kilowattstunde. Eine 25-Kilowatt-Anlage am selben Standort ging bereits Anfang 2003 in Betrieb. Auch hier kommt ein Sputnik-Wechselrichter zum Einsatz. "Wegen der exzellenten Erträge, der hohen Zuverlässigkeit und der ausgezeichneten Serviceleistungen haben wir uns bei der Anlagenerweiterung für einen weiteren Wechselrichter der Firma Sputnik Engineering entschieden", erklärt Jacques Bonvin, Geschäftsführer der Schweizer Installationsfirma Solstis Sàrl. Die 25-Kilowatt-Anlage lieferte laut Sputnik 2004 einen Ertrag von 1.000 Kilowattstunden pro Kilowatt installierter Photovoltaikleistung.




05.03.2005   Quelle: Sputnik Engineering AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sputnik Engineering AG

 

Erstes Solarstrom-Projekt der EECH AG in Spanien

Die EECH - European Energy Consult Holding AG, eines der führenden Emissionshäuser im Bereich der erneuerbaren Energien, will in diesem Jahr in Spanien ("Los Cabezos") ihr erstes Photovoltaik-Projekt (1,3 MW) realisieren.   Ihr festverzinsliches Wertpapier "Euro Anleihe Solar" mit einem Emissionsvolumen von 20 Millionen Euro stehe kurz vor der Platzierung, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.


Investitionsvolumen für ersten Bauabschnitt: 6 Millionen Euro

Die für die Errichtung einer Gesamtnennleistung von 1,3 Megawatt (MW) erforderlichen Grundstücke des Photovoltaik-Projekts "Los Cabezos" seien bereits per Kaufvertrag gesichert worden. Aufgrund des fortgeschrittenen Planungsstandes könnten die Baumaßnahmen in Andalusien noch im 2. Quartal 2005 beginnen. Das Investitionsvolumen des Projekts beträgt laut EECH zirka 6 Millionen Euro für den ersten Projektabschnitt.


Über 10 Megawatt bis Ende 2006 geplant

"Wir rechnen mit dem Abschluss aller notwendigen Arbeiten in weniger als einem Jahr. Zwar ist der weitere Ausbau der Photovoltaik-Aktivitäten der EECH AG im sonnenreichen Spanien derzeit geprägt von der eingeschränkten Verfügbarkeit der Photovoltaik-Module. Jedoch sind wir vor dem Hintergrund unserer guten Verbindungen zur Herstellerindustrie zuversichtlich, bis Ende 2006 Solarprojekte mit insgesamt über 10 Megawatt installierter Leistung und einem Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 50 Millionen Euro zu realisieren", beschreibt Michael Bode, Vorstand der EECH AG, die Aussichten im europäischen Solarmarkt.
Euro Anleihe Solar: 8,25% Zinsen pro Jahr
Privatinvestoren, die ökologisches Verantwortungsbewusstsein und ökonomisches Wachstum in Einklang bringen wollen, haben laut EECH noch für kurze Zeit die Gelegenheit vom europaweiten Wachstum der Solarenergie zu profitieren: Das festverzinsliche Wertpapier "Euro Anleihe Solar" der EECH AG biete Käufern einen Festzinssatz in Höhe von 8,25% pro Jahr und stehe kurz vor der vollständigen Platzierung. Zeichner des Wertpapiers (ISIN: DE000A0DLY65) profitierten über die 6-jährige Laufzeit sowohl vom Fehlen börslicher Kursschwankungen als auch von der halbjährlichen Zinsauszahlung. Am Ende der Laufzeit erhalte der Anleger den Nennbetrag zurück, also das komplett einbezahlte Kapital. Das ökologisch-ökonomische Wertpapier kann ab 5.000 Euro erworben werden - ohne Ausgabeaufschläge (Agio).



05.03.2005   Quelle: EECH European Energy Consult Holding AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarenergie-Förderverein: Keine Einspeiseverträge für Solarstrom notwendig

Einige Netzbetreiber haben die Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zum Anlass genommen, den in ihrem Gebiet einspeisenden Betreibern von Solarstromanlagen einen neuen Vertragsentwurf zuzusenden, berichtet der Solarenergieförderverein Deutschland e.V. (SFV).   Gerade die Neufassung des EEG vom 21. Juli 2004 besage jedoch in Paragraph 12 Absatz 1, dass Netzbetreiber die Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus den Paragraphen 4 und 5 (Abnahme und Vergütung von Solarstrom) nicht vom Abschluss eines Vertrages abhängig machen dürfen. Nach wie vor bestehe keine Notwendigkeit, einen Vertrag zu unterschreiben, so der SFV.


Einspeiseverträge in Ruhe prüfen

Der Betreiber könne somit Vorteile und Nachteile des vorgelegten Vertrages in aller Ruhe gegeneinander abwägen, betont der SFV. In Stromeinspeiseverträgen könnten jedoch andere Bedingungen vereinbart werden als im Gesetz enthalten sind. Im Streitfall würden dann die vertraglichen Vereinbarungen ungültig, warnt der SFV. In der Regel überwiegen laut SFV die Nachteile eines von den Netzbetreibern vorgelegten Vertrages. Der SFV rät deshalb grundsätzlich vom Abschluss eines Einspeisevertrages ab.


Positive Ausnahmen melden

Eine Ausnahme bilden laut SFV Einspeiseverträge, die dem Solarstromproduzenten eine höhere Einspeisevergütung oder eine Haftungsbegrenzung anbieten (z. B. Stadtwerke Wallendorf). Solche Einspeiseverträge zugunsten des Anlagenbetreibers seien allerdings äußerst selten. Der Verein bittet Anlagenbetreiber, die einen Vertrag mit einer positiven Regelung vorgelegt bekommen haben, ihm diese Bestimmungen wörtlich mitzuteilen und die betreffende Passage per E-Mail zu senden. Falls die Passage neu und interessant sei, will der Verein, der die Interessen der dezentralen Stromerzeuger vertritt, um den gesamten Vertrag bitten und das positive Beispiel in seine Lobbyarbeit aufnahmen.

05.03.2005   Quelle: SFV   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarstrom aus thermischen Kraftwerken soll konkurrenzfähig werden

Solarthermische Kraftwerke in der kalifornischen Mojawe-Wüste.
Solarthermische Kraftwerke in der kalifornischen Mojawe-Wüste.

Strom aus solarthermischen Großkraftwerken ist umweltfreundlich, schont das Klima und hilft wertvolle fossile Ressourcen zu schonen, so das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) in einer Pressemitteilung. In solarthermischen Kraftwerken produzierter Solarstrom könne bei Verwendung thermischen Energiespeichern auch dann zur Verfügung gestellt werden, wenn die Sonne nicht scheint und sei zudem preiswerter als Strom aus den in Deutschland weit verbreiteten photovoltaischen Zellen.
 
Dennoch kann er laut DLR auch heute noch nicht mit den Erzeugungskosten von konventionellen Kraftwerken konkurrieren. Dass dies nicht so bleiben muss, zeigt eine durch die Europäische Union geförderte Studie, die unter dem Namen ECOSTAR (European Concentrating Solar Thermal Roadmapping) und unter der Federführung des DLR zusammen mit renommierten Forschungspartnern aus Frankreich, Israel, Russland, der Schweiz und Spanien durchgeführt wurde. Teil des Projekts war auch eine unabhängige Begutachtung der Ergebnisse durch Experten des Verbands der Großkraftwerksbetreiber (VGB PowerTech).


5 bis 7 Cent pro Kilowattstunde - in sonnenreichen Gegenden

Wesentliches Ergebnis der Untersuchungen ist, dass die Kosten für den Strom aus solarthermischen Kraftwerken in den nächsten 15 bis 20 Jahren von heute 15 bis 20 Cent pro Kilowattstunde auf ein konkurrenzfähiges Niveau von etwa 5 bis 7 Cent pro Kilowattstunde für Mittellaststrom in sonnenreichen Gegenden gesenkt werden können. Neben Kostensenkungen durch den Bau von solarthermischen Kraftwerken im großen Stil und durch Massenfertigungseffekte von Bauteilen kann laut Studie eine umfassende Kostensenkung (rund 50 Prozent Einsparungspotenzial) vor allem durch technische Innovationen erzielt werden. Diesem Aspekt widmete die Studie ihre besondere Aufmerksamkeit.


Forschungsanstrengungen erhöhen, Kompetenzen mobilisieren

Für unterschiedliche Systeme wurde herausgearbeitet, welche Innovationen besonders wirksam zur Kostensenkung beitragen können. Daraus wurden Prioritäten für zukünftige Forschungs- und Entwicklungsarbeiten abgeleitet: Die beteiligten Einrichtungen müssen ihre Forschungsanstrengungen auf dem Gebiet der solarthermischen Kraftwerke im Vergleich zum gegenwärtigen Stand erhöhen, um die Wettbewerbsfähigkeit im avisierten Zeitraum erreichen zu können. Wesentliche Kompetenzen auf den Gebieten des Leichtbaus, der Glasindustrie, bei der Fertigungslogistik, im Bereich Anlagen- und Kraftwerksbau und bei der chemischen Industrie müssen mobilisiert und zielgerichtet konzentriert werden, um die gestiegenen Anforderungen erfüllen zu können.


Vorarbeiten für eine europäische Technologieplattform

Für die Partner aus Industrie und Forschung sei wichtig, dass die Forschung auf dem Gebiet der solarthermischen Kraftwerke eine hohe Priorität bei dem zur Zeit verhandelten siebten Europäischen Forschungsrahmenprogramm erhalte, so das DLR. Vertreter der EU Kommission hätten bei der Präsentation der Studie in der nordrhein-westfälischen Landesvertretung in Brüssel anerkannt, dass das ECOSTAR-Konsortium wesentliche Vorarbeiten für die Schaffung einer europäischen Technologieplattform für solarthermische Kraftwerke erarbeitet habe.

Studie im Internet

Die ECOSTAR-Studie ist in englischer Spreche als PDF-Dokument (144 S.) erhältlich auf den Internetseiten des DLR unter ftp://ftp.dlr.de/ecostar/. Dort kann auch eine Zusammenfassung heruntergeladen werden (PDF, 23 S.)




04.03.2005   Quelle: DLR-Institut für Technische Thermodynamik   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DLR.
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Solarhaus ohne Öl und Gas: Sächsische Unternehmen präsentieren "Energetikhaus100"

Modell des Energetikhauses100.
Modell des Energetikhauses100.

Ein Haus ohne Öl- oder Gasheizung, das fast die gesamte Energie für Heizung und Warmwasser aus Sonnenenergie gewinnt, wird in dieser Woche auf der Dresdner Messe "Haus 2005" vorgestellt. Drei sächsische Unternehmen haben das „Energetikhaus100“ gemeinsam entwickelt, an der Optimierung ist die Technische Universität Bergakademie Freiberg unter Leitung von Prof. Gerd Walter mit einer Diplom- und einer Doktorarbeit beteiligt. Mindestens 95 Prozent der Energie für Heizung und warmes Wasser soll für dieses Haus die Sonne liefern, selbst im Winter.
 
Dies werde erreicht, indem die Sonnenenergie des Sommerhalbjahres in einem Langzeitwärmepuffer bis in den Winter hinein gespeichert wird, so die Soli fer Solardach GmbH in einer Pressemitteilung. Doch im Gegensatz zu so genannten Passiv-Häusern werde hier mit reinen Naturstoffen gebaut und gedämmt, so dass das Haus "atme" und problemlos belüftet werden kann.


Das Gesamtkonzept stammt von der FASA AG Chemnitz, die langjährige Erfahrungen sowohl beim Bau von Solarhäusern als auch bei der denkmalgerechten Altbausanierung aufzuweisen habe und einen Bundespreis im Denkmalschutz erhielt. Ihr erklärtes Ziel: Das "Energetikhaus 100" soll Komfort bieten, gut aussehen und erschwinglich bleiben. Dazu würden alle derzeit verfügbaren Möglichkeiten kombiniert, Sonnenwärme zu nutzen. So seien beispielsweise Dachform, Ausrichtung und Platzierung der Fenster genau berechnet worden. Mit der modernen und kompakten Architektur will die FASA AG mit dem "Energetikhauses 100" an den Bauhausstil anknüpfen. Das Solardach und den dazugehörigen Langzeitwärmespeicher plant und installiert die Freiberger Soli fer Solardach GmbH, die für ihr innovatives Konzept mehrfach ausgezeichnet wurde, bei dem das Solardach die Dachziegel ersetzt. Gedämmt wird mit Flachs, der in einer Tochterfirma der FASA AG nach einem selbst entwickelten neuen Verfahren verarbeitet wird. Das "Energetikhaus 100" wird mit oder ohne Kellergeschoss angeboten und bietet in seiner Grundversion rund 130 Quadratmeter Wohnfläche auf zwei Etagen.

Der Messestand des "Energetikhauses100" (Nummer V17) befindet sich auf der "Haus 2005" in Dresden am Meeting-Point gegenüber Vortragsraum 1. Ullrich Hintzen, Vorstand der FASA AG, referiert auf der Messe am Samstag, den 5.3.2005, um 13.00 über das Thema "Energetikhaus 100 das erste Ganzjahressolarhaus, Traum oder Realität?"

04.03.2005   Quelle: Soli fer Solardach GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Soli fer Solardach GmbH.

 

DIW: CO2-Emissionen praktisch unverändert - Kyoto-Ziel in Gefahr

Die energieverbrauchsbedingten CO2-Emissionen in Deutschland sind im Jahre 2004 praktisch unverändert geblieben, berichtet das Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer Pressemitteilung. Damit habe sich die schon seit einigen Jahren erkennbare Tendenz einer nur noch sehr verhaltenen Emissionsminderung fortgesetzt, so der aktuelle Wochenbericht des DIW Berlin 9/2005.  In Anbetracht der bisherigen Reduktion der CO2-Emissionen um lediglich 16 % gegenüber 1990 sei inzwischen das frühere nationale Reduktionsziel der Bundesregierung aufgegeben worden, die CO2-Emissionen bis 2005 gegenüber 1990 um ein Viertel zu senken.


Private Haushalte und Verkehr leisten noch zu geringen Beitrag zur Emissionsminderung

Dagegen sei Deutschland mit einem Minus von 18,5 % (temperaturbereinigt sogar von 19 % ) dem inzwischen auch international nach dem Kyoto-Protokoll verbindlich festgelegten Ziel zwar schon vergleichsweise nahe gekommen, die Treibhausgasemissionen in der Periode 2008 bis 2012 insgesamt um 21 % gegenüber 1990 zu senken. Gleichwohl bestehe ohne eine konsequente Fortführung der klimaschutzpolitischen Maßnahmen die Gefahr, dass auch die Ziele für 2008/2012 verfehlt werden könnten, warnt das DIW. Der inzwischen eingeführte Handel mit Emissionszertifikaten wäre grundsätzlich ein geeignetes Instrument, um diese Ziele zu erreichen. Betrachte man den Rückgang der CO2-Emissionen seit 1990 nach Sektoren, so hätten die privaten Haushalte und der Verkehr bisher gegenüber allen anderen Sektoren einen vergleichsweise geringen Beitrag zur Emissionsminderung geleistet. Gerade in diesen beiden am Emissionshandel nicht teilnehmenden Sektoren bestünden noch erhebliche Emissionsminderungspotenziale, die es auszuschöpfen gelte. Da die geeigneten Maßnahmen dafür noch ausstehen würden, komme es hier in besonderem Maße auf die konkrete Ausgestaltung des bis Juni 2006 vorzulegenden nationalen Allokationsplanes für die Periode 2008/2012 an, so das DIW.

04.03.2005   Quelle: DIW Berlin Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Conergy AG erweitert Aufsichtsrat vor Börsengang

Die Hamburger Conergy AG erweitert ihren Aufsichtsrat von drei auf sechs Mitglieder. Neu in diesem Gremium sind Eckhard Spörr, Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender der freenet.de AG, Dr. Dr. h.c. Andreas J. Büchting, Vorstandssprecher der KWS SAAT AG, und Oswald Metzger, freier Publizist und Politikberater.   Sie sind seit dem 18. Februar 2005 Mitglieder des Aufsichtsrats, der in der erweiterten Form zu seiner Konstituierung zusammengetreten sei, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Die Erweiterung erfolge im Sinne der "Corporate Governance" im Zuge des profitablen Wachstums sowie des für März angestrebten Börsengangs. Die drei bisherigen Aufsichtsräte, die dem Gremium seit Umwandlung der Conergy in eine AG im August 2000 angehören, wurden auf der letzten Jahreshauptversammlung wieder gewählt und werden sich weiterhin bei Conergy engagieren. Vorsitzender des Gremiums bleibt Dieter Ammer, Vorstandsvorsitzender der Tchibo Holding AG. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist wie bisher Alec Rauschenbusch, Geschäftsführer der Grazia Equity GmbH und der 5r Private Equity KG. Gemeinsam mit Andreas Rüter, Geschäftsführer und Partner der Managementberatung Booz Allen Hamilton arbeiten sie eng mit dem Vorstand zusammen.


Drei neue Aufsichträte aus Politik und Wirtschaft

Eckhard Spörr, Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender der börsennotierten freenet.de AG, des schnellstwachsenden - und dabei hochprofitablen - Technologieunternehmens Deutschlands der letzten fünf Jahre (Deloitte Technology Fast 50 Award). Spoerr wurde bei einer Spiegel-Online-Umfrage 2003 zum Manager des Jahres gewählt.
Oswald Metzger war in den Jahren 1994 - 2002 haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag. Seine wirtschaftspolitische Kompetenz ist weit über die Parteigrenzen hinweg anerkannt.

Dr. Dr. h.c. Andreas J. Büchting, ist seit 1978 Sprecher des Vorstands der international breit aufgestellten KWS SAAT AG, die weltweit zu den Top Five der Branche gehört.

"Wir freuen uns über die Zusage der neuen Aufsichtsratsmitglieder, die Conergy engagiert zu begleiten. Gemeinsam können wir die Herausforderungen durch unsere internationale Wachstumsstrategie weiter professionell bewältigen", sagte Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Conergy AG.

03.03.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Forschung und Entwicklung: Industrie und Institute fordern deutlich höhere EU-Mittel für Erneuerbare

Hochrangige Vertreter der europäischen Industrie im Bereich erneuerbare Energien präsentierten am 01.03.2005 in Brüssel ihre Forderungen für das 7. Forschungs- und Technologie-Rahmenprogramm (FP7). Die Branche drückte ihre Besorgnis aus über das Sinken der staatlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien. Branchenvertreter fordern von der EU, den jährlichen Forschungsetat für die Erneuerbaren im FP 7 im Rahmen einer gesonderten Haushaltslinie auf 250 Millionen Euro zu erhöhen.  Über 100 Politiker nahmen an der Veranstaltung teil, berichten die European Renewable Energy Agency (EUREC) und der europäische Rat für erneuerbare Energien (EREC) in einer Pressemitteilung.


Verlässliche Rahmenbedingungen und öffentliche Investitionen erforderlich

Die EE-Branche geht davon aus, dass Forschungsmittel in Höhe von 250 Millionen Euro nötig sind, um weiterhin zweistellige Wachstumsraten und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu sichern. In den vergangenen 15 Jahren habe sich der Umsatz der Industrie im Bereich der Erneuerbaren verzehnfacht: von 1,5 Milliarden Euro (1990) auf 15 Milliarden Euro im Jahr 2004, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung der EUREC Agency und des EREC. Gleichzeitig hätten die erneuerbaren Energien sowohl einen bedeutenden Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen als auch zur Sicherheit der Energieversorgung in der EU geleistet. Das betonte Erec-Präsident Prof. Arthouros Zervos: "Wir können bereits sehen, dass die erneuerbaren Energien die Erwartungen erfüllen, die an sie gestellt werden. Doch diese vorteilhafte Entwicklung muss anhalten. Die Erneuerbaren brauchen verlässliche politische Rahmenbedingungen in Verbindung mit beständigen öffentlichen und privaten Investitionen in die Forschung und Entwicklung. Zervos erinnerte daran, dass die Atomindustrie in Europa seit Jahrzehnten mehr Forschungsförderung erhalten habe - und erhalte - als die erneuerbaren Energien. "Wenn man die externen Kosten der Energieproduktion aus fossilen Quellen als Förderung zählt, welche die ganze Gesellschaft bezahlt, dann wurde die fossile Energieproduktion ganz klar und zu Unrecht bevorzugt", ergänzt Zervos.


Technologie, Markt und Politik

Matjaž Malgaj, der den EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung, Janez Potocnik vertrat, berichtete, der Kommissar wolle den Trend sinkender Fördermittel für komplementäre Energie umkehren, besonders bei den erneuerbaren Energien. Der ehemalige polnische Premierminister Prof. Buzek (MdEP) forderte einfachere Verfahren und flexiblere Instrumente um den Wissenstransfer aus der Forschung in die Industrie zu verbessern. Er betonte zudem die Bedeutung der Ausbildung und weiterer sozio-ökonomischer Forschung in diesem Bereich. Anhand erfolgreicher Projekte erläuterte EUREC-Präsident Prof. Didier Mayer, wie die Forschung zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung bei den Erneuerbaren beitrug. Die Windenergie liefere die deutlichsten Belege mit dem Wachsen der Turbinengröße von durchschnittlich 50 Kilowatt (kW) in den 80er Jahren auf die jüngst erreichten 5 Megawatt. "Ein Technologieschub aus der Forschung, verbunden mit einem Markt, der anzieht, und günstige politischen Rahmenbedingungen sind eine Kombination, die allen erneuerbaren Energien hilft", sagte Prof Mayer. Wenn Europa weiter vorne sein wolle in dem Bereich, der am meisten zu den Zielen der Agenda von Lissabon beitragen könne, müsse die EU ihre Anstrengungen steigern, so Mayer.


Sinkende Mittel beunruhigen Industrie und Forschungseinrichtungen

Sowohl die Industrie als auch die Forschung zeigte sich alarmiert durch das ständige Sinken der F&E-Mittel in der EU von 100 Millionen Euro jährlich, wie vor zehn Jahren, auf ungefähr 90 bis 100 Millionen Euro in der Gegenwart (FP6). Zahlen der Internationalen Energieagentur (IEA) belegen laut EREC, dass die Förderung für Forschung zu erneuerbaren Energien in der EU-15 seit den 80er Jahren um ein Drittel abgenommen habe.

Eine Zusammenfassung der EREC- und EUREC-Forderungen (“FP7 priorities for the renewable energy sector”) in englischer Sprache ist im Internet zugänglich unter http://www.eurec.be und http://www.erec-renewables.org.




03.03.2005   Quelle: EREC, EUREC Agency   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Conergy AG beim Sustainability Congress mit Innovationspreis ausgezeichnet

Auf dem Sustainability Congress in Bonn nahm Hans-Martin Rüter, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Conergy AG, den Preis für das innovativste Unternehmen von Schirmherrin Bärbel Höhn, Umweltministerin in Nordrhein-Westfalen, entgegen.  "Conergy ist bestes Beispiel, dass Investitionen in Zukunftstechnologien zu nachhaltigen Arbeitsplätzen und einer hohen Innovationskraft führen. Die deutsche Solarindustrie ist auf dem besten Weg, die weltweit beispielhaften Rahmenbedingungen konsequent zu nutzen, um Solartechnik Made in Germany zum weltweiten Exportschlager zu machen", begründet Walter Kahlenborn, Geschäftsführer des Forums Nachhaltige Geldanlagen, die Entscheidung der Jury.


Kongress als Diskussionsforum zur Nachhaltigkeit

Der jährlich stattfindende Sustainability-Congress will einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Nachhaltigkeits-Gedankens und nachhaltigen Investments leisten. Als Forum für eine öffentliche Diskussion dient er der jährlichen Standortbestimmung hinsichtlich der Akzeptanz des Nachhaltigkeits-Gedankens in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Zudem will er zur Stärkung der Ansätze nachhaltigen Investments mit einer verbesserten Marktpräsenz und -transparenz beitragen. Einrichtungen wie der Dow Jones Sustainability Index oder der Environmental Sustainability Index verfolgen stetig die Bedeutung von Nachhaltigkeit für den Unternehmenserfolg. Von nachhaltigem Wirtschaften sollen nicht nur die entsprechend engagierten Unternehmen und deren Umfeld profitieren, sondern auch ihre Investoren.


Solare Systemlösungen für die ganze Welt

Conergy ist bereits weltweit in zehn Ländern kundennah vertreten sieht sich in einer Pole-Position, um weiter überdurchschnittlich vom weltweiten Wachstum zu profitieren. "Unser Ziel ist, allen Energieverbrauchern weltweit die bestgeeignete solare Systemlösung zur Deckung der Bedürfnisse von Strom, Wärme und Kühlung zu bieten", so Rüter. "Der Preis ist ein schöner Ansporn für meine Mitarbeiter und mich, sich jeden Tag aufs Neue mit hoher Leidenschaft für dieses Ziel einzusetzen", kommentiert Rüter die Auszeichnung. Der Vorstandsvorsitzende der Conergy AG ist gleichzeitig Präsident des mit rund 500 Mitgliedern stärksten Solarindustrie-Verband Europas, der UVS (Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V.).

Die Conergy AG zählt zu den führenden Solarunternehmen. 2004 steigerte Conergy ihren Umsatz nach eigenen Angaben gegenüber dem Vorjahr um über 130 Prozent auf rund Euro 285 Millionen und weist für das vergangene Jahr einen Konzernjahresüberschuss von elf Millionen Euro aus. Die Mitarbeiterzahl stieg auf aktuell über 420. Mit der Markteinführung neuer Produkte, beispielsweise innovativer Systeme zur solaren Kühlung, will Conergy auch in Zukunft schnell wachsen.

03.03.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Österreichischer Solartag auf der Energiesparmesse 2005

Die Energiesparmesse im oberösterreichischen Wels setzt dieses Jahr verstärkt auf das Thema "Bio-Solar". Ein Highlight ist der "Österreichische Solartag" am Fachbesuchertag, dem 3. März 2005.  Auf der ORF-Radio OÖ-Bühne in der Boschhalle (Halle 19) werden aktuelle Entwicklungen im Bereich Solarwärme präsentiert. Am "Österreichischen Solartag" wird auch das Austria Solar-Gütesiegel an die besten Solarfirmen verliehen. An der Verleihung nehmen OÖ-Umweltlandesrat Rudi Anschober, Bundesinnungsmeister Peter Aigner und OÖ Landesinnungsmeister Alfred Laban teil.


Gütesiegel für Solarwärme-Hersteller

Auf dem Programm des "Österreichischen Solartages" stehen unter anderem Vorträge über das neue Solarforschungslabor in Wels, die Forschung & Entwicklung an der Fachhochschule Wels auf dem Gebiet der Solartechnik und eine Präsentation des Programms "klima:aktiv solarwärme", eine Initiative zur Marktstimulierung und Qualitätssteigerung. Von 16.30 - 17.00 Uhr verleiht der Verband Austria Solar sein Gütesiegel für Anbieter von thermischen Solaranlagen. Um dieses zu erlangen, müssen die Solarunternehmen umfassende Qualitätskriterien für Kollektoren, Regelung, Speicher und Pumpen erfüllen. Außerdem muss der Hersteller, dem Installateur oder Dachdecker leicht verständliche Montageanleitungen und technische Unterlagen zur Verfügung stellen. Die ersten Betriebe, die alle Auflagen erfüllt haben, sind die Solaranbieter Austria Email, Bramac, Gasokol, GREENoneTEC, Solarfocus, SOLution und Teufel & Schwarz.

Nähere Infos zum Austria Solar Gütesiegel unter http://www.austriasolar.at/guetesiegel.htm





03.03.2005   Quelle: Verband Austria Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Kapitalerhöhung der Solar-Fabrik AG mehrfach überzeichnet

Die Solar-Fabrik AG gab am 01.03.2005 bekannt, dass der Platzierungspreis der im Rahmen der Privatplatzierung zur Verfügung stehenden Aktien gemeinsam mit der Consors Capital Bank AG auf € 12,-- pro Neuer Aktie (ISIN: DE000A0DRX11) festgelegt wurde.   Das Orderbuch im Rahmen der Privatplatzierung habe eine mehrfache Überzeichnung ergeben, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Die Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital umfasste ein mittelbares Bezugsangebot an die bestehenden Aktionäre. Nicht bezogene Aktien seien im Rahmen einer internationalen Privatplatzierung verwertet worden. Insgesamt wurden im Rahmen der Kapitalerhöhung 2.700.000 Neue Aktien angeboten. Davon hätten bestehende Aktionäre im Rahmen des Bezugsangebots 555.455 Neue Aktien zu einem Bezugspreis von € 11,-- pro Aktie gezeichnet. Die nicht bezogenen 2.144.545 Neuen Aktien seien im Rahmen der Privatplatzierung zu einem Preis von € 12,-- verwertet worden. Der Netto-Emissionserlös für die Gesellschaft aus der Kapitalerhöhung beträgt laut Solar-Fabrik AG über 30 Millionen Euro.

Gründung 1996, Börsengang im Jahr 2002

Die Solar-Fabrik AG in Freiburg wurde 1996 gegründet und zählt zu den europaweit führenden Unternehmen der Solartechnik. Ihr Produktspektrum umfasst Solarstrommodule, Wechselrichter, Befestigungssysteme und weitere Komponenten sowie komplette Solarstromanlagen für netzferne Anwendungen. Kunden sind Installationsbetriebe, Betreibergesellschaften, OEM-Kunden und der Großhandel. 2002 ging das Unternehmen an die Börse. Im selben Jahr wurde in Freiburg ein zweites Werk in Betrieb genommen. Im Jahr 2003 erfolgte die Zertifizierung des Unternehmens nach DIN ISO 9001 und 14001.

02.03.2005   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarunternehmen fördern Solarenergienutzung in Afrika

Mit einer "Solarpartnerschaft" deutscher Unternehmen will die Stiftung Solarenergie e.V. die Nutzung der Sonnenenergie in Afrika voranbringen. "Die Solarbranche erlebt einen wirtschaftlichen Höhenflug wie noch nie. Wir suchen Solarunternehmen, die bereit sind ihre Sonnenernte mit benachteiligten Regionen zu teilen", so Dr. Harald Schützeichel, Vorstand der Stiftung Solarenergie e.V.  Mit der hb Energietechnik Handels GmbH aus Gütersloh sei das erste Solarunternehmen für eine Solarpartnerschaft gefunden, so die Stiftung in einer Pressemitteilung.


Sanfte Energie plus ethischer Anspruch

"Solarenergie ist nicht nur eine wirtschaftliche Größe. Viele Solarunternehmer verbinden mit dieser sanften Energieform auch einen ethischen Anspruch. Genau diese Unternehmer sprechen wir mit der Aktion Solarpartnerschaft an", erklärt Schützeichel. "Ich habe nach einer sinnvollen Verknüpfung meines wirtschaftlichen Erfolges mit einem Engagement für eine nachhaltige Entwicklungspolitik gesucht. Die Solarpartnerschaft bietet dies auf unkomplizierte und erschwingliche Weise", begründet Klaus-Dieter Höft, Geschäftsführer der hb Energietechnik Handels GmbH, seine Teilnahme.


Engagement soll Sympathie beim Käufer wecken

Unternehmen, die eine Solarpartnerschaft eingehen wollen, verpflichten sich, einen einmaligen Beitrag in Höhe von 0,5 Cent je Watt installierter Solarleistung an die Stiftung Solarenergie zu zahlen. Für eine Solaranlage auf einem Privathaus mit 3 kW Leistung wären das 15 Euro. Bei einem Solarkraftwerk mit 100 kW Leistung wären es 500 Euro. Die Solarpartnerschaft gilt für mindestens zwei Jahre und berechtigt das Unternehmen, als Partner der Stiftung Solarenergie - Energie ohne Grenzen öffentlich aufzutreten. "Für den Endkunden wird auf einen Blick ersichtlich, dass sich das jeweilige Solarunternehmen über das eigene Geschäft hinaus für eine gute Sache engagiert. Der geringe Abgabepreis an die Stiftung Solarenergie schlägt sich nicht auf den Verkaufspreis der Solaranlage nieder. Es ist wahrscheinlicher, dass das zusätzliche Engagement Sympathie beim Käufer erzeugt", unterstreicht Schützeichel. "Die Spenden aus der Aktion "Solarpartnerschaft" würden ausschließlich verwendet für Solarprojekte der Stiftung Solarenergie in Entwicklungsländern." Das Engagement des Solarunternehmens ist darüber hinaus auch steuerlich attraktiv, da es Spenden an die als gemeinnützig anerkannte Stiftung Solarenergie sind.


Solarenergie für Gesundheitsstationen in Äthiopien

Die Stiftung Solarenergie engagiert sich nach eigenen Angaben bereits mit einem Solarprojekt in Äthiopien, einem der ärmsten Länder der Erde. Dort würden derzeit in einem Pilotprojekt Hütten und Gesundheitsstationen mit Solaranlagen bestückt. "Wir wollen die gute Zusammenarbeit mit den Einrichtungen vor Ort nutzen, noch mehr Sonne in die Dörfer zu bringen und weitere Gesundheitsstationen mit Solarenergie zu versorgen.", begründet Schützeichel die Aktion "Solarpartnerschaft". Die Solarsysteme sollen nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" installiert werden. So würden äthiopische Elektromonteure die Solarsysteme montieren und mit ihren kleinen Handwerksbetrieben die technische Wartung dauerhaft übernehmen.

Weitere Informationen: www.stiftung-solarenergie.de

02.03.2005   Quelle: Stiftung Solarenergie e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Klimawandel: erste Modellrechnungen für neuen IPCC-Bericht fertiggestellt

Die ersten Modellrechnungen für den vierten Bericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimawandel der Vereinten Nationen (IPPC) sind von Wissenschaftlern des Max-Planck-Institutes für Meteorologie (MPI-M) und der Gruppe "Modelle und Daten" am Deutschen Klimarechenzentrum (DKRZ) erfolgreich abgeschlossen worden.  Der für Anfang 2007 geplante Bericht des "Intergovernmental Panel on Climate Change" fasst den aktuellen Wissensstand der Klimaforscher über den Zustand und zu erwartende Änderungen des Klimas zusammen.


Simulationen und Experimente

Die Simulationen, die mit einem neu entwickelten Klimamodell des MPI-M realisiert wurden, dienten der Rekonstruktion eines "ungestörten" vorindustriellen Klimazustandes und der Klimaentwicklung seit Mitte des 19. Jahrhunderts unter Vorgabe beobachteter atmosphärischer Spurenstoffkonzentrationen (Treibhausgase und Aerosole). Weiter führten die Wissenschaftler Szenarienexperimente zum Klimawandel durch, basierend auf unterschiedlichen Annahmen über die zukünftigen Konzentrationen atmosphärischer Spurenstoffe. Außerdem arbeiten die Forscher an Sensitivitätsexperimenten, in denen eine jährliche Zuwachsrate der CO2-Konzentration von 1% angenommen wird


Daten und Forschungsergebnisse im Internet

Sämtliche Rechnungen wurden Höchstleistungsrechnersystem für die Erdsystemforschung (HLRE) des Deutschen Klimarechenzentrums durchgeführ. Etwa ein Viertel der gesamten Ressourcen des Systems war im vergangenen Jahr notwendig, um die Rechnungen fertig zu stellen. Die Modellergebnisse wurden in einer relationalen Datenbank gespeichert und stehen deutschen Forschern zur weiteren Auswertung zur Verfügung. Die Daten werden vom World Data Center for Climate (WDCC) bereitgestellt. Die im WDCC verfügbaren Daten finden sich im Internet unter http://ipcc.wdc-climate.de. Erste Ergebnisse der Simulationen können als Filme im Deutschen Klimarechenzentrum eingesehen werden: http://www.dkrz.de/dkrz/science/IPCC_AR4. Sie zeigen die simulierte Änderung der bodennahen Lufttemperatur sowie die zeitliche Entwicklung der Meereis- und Schneebedeckung.


Arktis könnte gegen Ende des Jahrhunderts im Spätsommer eisfrei sein

Nach den neuen Berechnungen liegt die globale Erwärmung gegen Ende dieses Jahrhunderts (relativ zum Mittelwert der Jahre 1961-1990) zwischen 2.5°C und 4.1°C - je nachdem, wie viele Treibhausgase bis dahin in die Atmosphäre abgegeben werden. Die Abnahme der Eisbedeckung liegt zwischen 30% und 50%. Als Folge der globalen Erwärmung könnte die Arktis gegen Ende dieses Jahrhunderts im Spätsommer eisfrei sein.

02.03.2005   Quelle: Max-Planck-Institut für Meteorologie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Deutscher Pelletsmarkt wächst weiter

Ungebrochenes Wachstum: Pellets auf dem Vormarsch.
Ungebrochenes Wachstum: Pellets auf dem Vormarsch.

Der Pelletsmarkt in Deutschland konnte auch im vergangen Jahr sein stetiges Wachstum fortsetzen. Rund 7.000 Heizungen wurden 2004 neu installiert, so dass Ende letzten Jahres insgesamt rund 26.000 Feuerungsanlagen in Deutschland mit dem neuen Brennstoff beheizt wurden.
 
Und auch für das Jahr 2005 erwarte die Branche weiter steigende Absatzzahlen, berichtet die Solar Promotion GmbH in einer Pressemitteilung.


Branche erwartet 15 % Wachstum

Nach Angaben des Bundesumweltministeriums wurden im Jahr 2004 rund 7.000 Pelletsheizungen im Rahmen des Marktanreizprogramms vom Bund bezuschusst. Damit stieg die Anzahl der geförderten Anlagen im vergangen Jahr um fast 25 %. Der Wachstumstrend in der Pelletsbranche ist somit ungebrochen. Und auch in diesem Jahr wird mit einem weiteren Anstieg der Verkaufszahlen gerechnet. Nach einem von der Solar Promotion GmbH in Kooperation mit dem Deutschen Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV) durchgeführten Branchenreport erwarten die Händler und Hersteller von Pelletskesseln für 2005 einen Anstieg der Absatzzahlen von durchschnittlich 15 Prozent. Die Anzahl der installierten Kessel würde demnach in diesem Jahr auf rund 34.000 Heizungsanlagen ansteigen.


Jährlicher Branchentreff im Oktober in Stuttgart

Eine hervorragende Möglichkeit, die Akteure dieser Wachstumsbranche sowie deren Angebotspalette näher kennen zu lernen, bietet die Fachmesse Pellets 2005. Vom 13. bis 14. Oktober präsentieren rund 65 Aussteller der Pelletsbranche in der Messe Stuttgart ihre neuen Produkte und Dienstleistungen. Im Vorfeld dazu findet vom 12. bis 13. Oktober das 5. Industrieforum Holzenergie - Zukunftsmarkt Pelletsheizungen statt. Dort treffen sich über 250 Experten der Branche, um sich in Fachvorträgen und Workshops über aktuelle Trends, Märkte, Forschungsergebnisse, Innovationen, neue Dienstleistungen und Erfahrungen aus der Praxis auszutauschen.

Nähere Informationen zur Pellets 2005 und zum 5. Industrieforum Holzenergie gibt es im Internet unter http://www.pellets2005.de.



02.03.2005   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH
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SPD kritisiert Ex-Wirtschaftsminister Müllers Aussagen zur Kernenergie

"Die These von einer Renaissance der Atomkraft, an der Lobbyisten seit Jahren fleißig stricken, ist pures Wunschdenken und in der Sache nicht begründet". Das erklärte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Müller, anlässlich eines Beitrags im Handelsblatt vom 28.02.2005. Darin hatte der frühere Bundeswirtschaftsminister und heutige Ruhrkohle-Chef, Werner Mueller, die These vertreten, dass Sonnenenergie nicht ausreiche, um das Klima zu schützen.  Der SPD-Sprecher wendet sich gegen Werner Müllers Aussage "Wenn wir die Vermeidung von Kohlendioxid ernst nehmen, werden wir irgendwann auch wieder bei der Kernenergie landen – und die Grünen werden dann an der Spitze der Bewegung stehen". Das sei Unsinn, entgegnet Michael Müller. Das Zitat des Ex-Ministers belege das "eindimensionale Denken einer überholten Energiephilosophie", die in der zusammenwachsenden Welt des 21. Jahrhunderts gefährlich und falsch sei, so der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Vor kurzer Zeit habe auch Werner Mueller die Atomkraft als "erledigt" bezeichnet.


Eine Brücke in das Solarzeitalter schlagen

Ein Blick in alle seriösen Szenarien zum Klimaschutz zeige, dass es nicht um einen Austausch von Energieträgern gehe, zum Beispiel von Kohle durch Atomkraft, sondern um ein Energiesystem, dass den Energieumsatz deutlich verringere und zugleich die Brücke in das Solarzeitalter schlage, betont der SPD-Sprecher. Die Atomkraft sei hingegen nicht nur aus Sicherheitsgründen und wegen der ungelösten Lagerung des nuklearen Mülls problematisch, sie sei auch verschwenderisch, ressourcenintensiv und schon mittelfristig wegen der begrenzten Uranreserven nur mit der hoch riskanten Brütertechnologie machbar. "Das kann nicht der Weg einer nachhaltigen und verantwortungsbewussten Energiepolitik sein", so Michael Müller.


Verschwendungswirtschaft führt zu Verteilungskonflikten

"Wir stehen heute an einer fundamentalen Weichenstellung: Entweder wir schaffen die Wende hin zu einer effizienten und solaren Versorgung, oder die Verlängerung der heutigen Verschwendungswirtschaft führt in eine unfriedliche Zukunft mit harten Verteilungskonflikten. Die Zukunft gehört den ökologischen Produkten und Märkten. Wer hier die Nase vorn hat, liegt auch ökonomisch richtig. Deshalb muss dem Dinosaurierdenken, das eine Rückkehr in die Atomkraft fordert und damit die Energiewende verhindert, die rote Karte gezeigt werden", erklärte Michael Müller. Der Klimaschutz brauche die Effizienzrevolution und erneuerbare Energien, "nicht die Ideologie des letzten Jahrhunderts", so der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion.

01.03.2005   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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EU-Projekt NEGST arbeitet an Solarwärmeanlagen der nächsten Generation

Solarwärmespeicher (Detail). Neue Konzepte rücken in den Mittelpunkt des Interesses.
Solarwärmespeicher (Detail). Neue Konzepte rücken in den Mittelpunkt des Interesses.

Obwohl thermische Solaranlagen bereits heute technisch ausgereift sind, ist für eine noch weitere Verbreitung dieser Technologie eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Optimierung erforderlich. Um diese Herausforderungen auf europäischer Ebene gemeinsam zu bewältigen, wurde im Herbst 2004 das Projekt NEGST ins Leben gerufen. Das Vorhaben „New Generation of Solar Thermal Systems“ (NEGST) wird koordiniert vom Institut für Thermodynamik und Wärmetechnik (ITW) der Universität Stuttgart, initiiert wurde das Projekt vom ITW und dem Steinbeis-Transferzentrum Solar- und Wärmetechnik in Stuttgart.
  Erste Ergebnisse präsentieren die Projektteilnehmer auf der der internationalen Solarwärmekonferenz estec2005 vom 21. bis 22. Juni 2005 in Freiburg.


Europaweite Forschung für verbesserte Systemtechnik und Kostensenkung

Insgesamt 18 Forschungsinstitute aus 14 Ländern beteiligen sich an dem Vorhaben NEGST, das von der Europäischen Kommission unterstützt wird und ein Projektvolumen von 1,3 Millionen Euro hat.. Mit dem Projekt wollen die Solarprüfer der Solar- und Wärmetechnik Stuttgart (SWT) europaweit die Entwicklung kosteneffizienter Solarwärmeanlagen vorantreiben. "Mit NEGST initiieren wir einen Informationsaustausch zwischen den europäischen Ländern, um so zu einer Standardisierung von Systemkonzepten zu kommen", erläutert Projektleiter Harald Drück. Ziel des NEGST-Projektes ist es, die Leistung heutiger Systemtechnik solarthermischer Anwendungen weiter zu verbessern und die Anlagenkosten zu senken. Dazu haben die Projektpartner bisher alle wesentlichen technologischen Anlagenkonzepte aus den verschiedenen Ländern zusammengestellt. Auch eine Übersicht über die Regelwerke, die bei der Installation von Solarwärmeanlagen in den beteiligten Staaten berücksichtigt werden müssen, existiert bereits. "Außerdem machen wir Vorschläge für Normen, die die Industrie besonders benötigt", berichtet Drück. So würden unter anderem noch genormte Prüfverfahren für Parabolrinnen-Kollektoren, Latentwärmespeicher und innovative Reglerkonzepte fehlen.


Sechs Arbeitsgruppen

Die Projektpartner haben ihre Aufgaben in sechs Arbeitspakete aufgeteilt. Außer Arbeitsgruppen zur Entwicklung innovativer Solarwärmesysteme und neuer Normen bestehen Arbeitskreise, die sich mit der Integration von Solarwärmesystemen in Gebäude befassen sowie mit standardisierten Systemkonzepten für große Solarwärmeanlagen. Eine weitere Arbeitsgruppe konzentriert sich auf fortschrittliche Anwendungen wie die solare Meerwasserentsalzung oder solare Kühlsysteme.

Informationen über das Programm der Solarwämekonfernez estec 2005 unter http://www.estec2005.org.

Weitere Informationen über Inhalte und -partner des Projekts NEGST sowie Kontaktmöglichkeiten im Internet unter http://www.swt-technologie.de/html/negst.html.

01.03.2005   Quelle: Estec 2005   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH.

 

Trittin fordert mehr Klimaschutz am Bau

Auf die Bedeutung verstärkter Anstrengungen zum Klimaschutz im Baubereich hat Bundesumweltminister Jürgen Trittin hingewiesen. "In kaum einem anderen Sektor des Klimaschutzes gehen Arbeit und Umwelt so offensichtlich Hand in Hand", sagte der Bundesumweltminister zur Eröffnung einer Tagung der Grünen Bundestagsfraktion zum Klimaschutz am Bau. 
Gerade im Gebäudebereich mit seinen sehr langfristigen Investitionszyklen sei rasches Handeln besonders wichtig. "Heutiges Handeln oder Unterlassen hinterlässt auf Jahrzehnte seine Spuren in den Treibhausgasbilanzen", betonte Trittin.


Solarkollektoranlagen senken CO2-Ausstoß

Die Bundesregierung habe bereits eine Reihe von klimapolitischen Instrumenten eingeführt, um die Kohlendioxid-Emissionen im Gebäudebereich zu senken, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums (BMU). Allein die Energieeinsparverordnung werde bis zum Jahr 2012 zu einer Minderung des CO2-Ausstoßes um 9 bis 12 Millionen Tonnen jährlich beitragen. Auf die energetische Modernisierung bestehender Gebäude ziele das KfW-Gebäudesanierungsprogramm, für das die Bundesregierung von 2001 bis 2005 rund 1,5 Milliarden Euro zum Teil aus Mitteln der ökologischen Steuerreform bereit gestellt habe. Über das Marktanreizprogramm werde der Einsatz von erneuerbaren Energien vornehmlich zur Erzeugung von Raumwärme gefördert, beispielsweise mit Solarkollektoranlagen. Seit 1998 hat sich die Kollektorfläche in Deutschland laut BMU von damals zwei auf über sechs Millionen Quadratmeter vergrößert.


KfW-Gebäudesanierungsprogramm über 2005 hinaus fortsetzen und aufzustocken

Dennoch sei der Umfang der heute üblichen Energiesparmassnahmen im Neu- wie im Altbau bei weitem noch nicht ausreichend, um die langfristigen Klimaschutzziele zu erreichen, unterstreicht Trittin. Derzeit würde weniger als der Hälfte der Gebäude bei der Sanierung nachträglich wärmegedämmt. "In den nächsten 20 Jahren steht rund die Hälfte des Gebäudebestandes zur Sanierung an. Jede geeignete Instandhaltungsmaßnahme sollte gleichzeitig zur energetischen Modernisierung genutzt werden", sagte Trittin. Deshalb sei es beispielsweise unverzichtbar, das KfW-Gebäudesanierungsprogramm über das Jahr 2005 hinaus fortzusetzen und nach Möglichkeit noch aufzustocken, so der Minister. "Klimaschutz heißt Energie sparsam, effizient und erneuerbar zu nutzen. Klimaschutz am Bau schafft Arbeit für Zehntausende. Jeder staatlich bereit gestellt Euro erzeugt mehr als das Siebenfache an privaten Investitionen“, rechnet Trittin vor.




01.03.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Neuer Oberbürgermeister will Kassel zum Zentrum erneuerbarer Energien machen

Am Sonntag, den 27.02.2005, haben die Bürger der documenta-Stadt Kassel überraschend einen neuen Oberbürgermeister gewählt. Bertram Hilgen (SPD) schlug den bisherigen Amtsinhaber Georg Lewandowski (CDU) in einer Stichwahl mit 53,5 % der Stimmen. Diese Wahlentscheidung könnte für die Entwicklung der Solarenergie in Nordhessen von großer Bedeutung sein, so erste Stimmen aus der nordhessischen SPD.   Kassel sei bereits heute eine Hochburg für Solarenergie, was auf das Engagement von Universität, engagierten Bürgern und Unternehmen zurückzuführen sei. Der neue OB Bertram Hilgen will den erneuerbaren Energien auch aus dem Rathaus Rückenwind geben. "Kassel hat Sonne und ist führend in der Solartechnik", so Hilgen. "Diesen Standortvorteil gilt es auszubauen. In allen öffentlichen Gebäuden der Stadt werden künftig regenerative Energiequellen genutzt", kündigte Hilgen an.

Nun könnte es bald schon nicht mehr heißen "Sonne im Schatten" - wie Kassel noch im Januar-Heft von der Zeitschrift "neue energie" charakterisiert wurde. Bertram Hilgen bekräftigt, dass er Kassel zu einem Zentrum für erneuerbare Energien ausbauen wird. "In unserer Region gibt es viele Unternehmen, die in großem Maßstab erneuerbare Energien nutzen wollen." In seinem Wahlprogramm machte Hilgen deutlich, dass es durch den Strukturwandel in Kassel eine Reihe ungenutzter Industrie- und Gewerbeflächen gebe, die sich für Sonnenkraftwerke oder für die Wärmeerzeugung aus Holz eignen.

Durch die Wahl Hilgens zum neuen Oberbürgermeister könnte die Solarregion Nordhessen zusätzlich Konturen gewinnen. Vor wenigen Wochen hatte Hilgen eine Solarpatenschaft zwischen Nordhessen und Sri Lanka angeregt, die nun vom Kasseler Landrat Dr. Udo Schlitzberger und von SMA-Chef Günther Cramer umgesetzt wird. Siehe Nachricht vom 02.02.2005:
Nordhessische Solar-Patenschaft: Landkreis Kassel und SMA Technologie AG kooperieren.

01.03.2005   Quelle: www.bertram-hilgen.de   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

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