Solar News Archiv April 2005

 


 

Tag der Erneuerbaren Energien: Klima-Bündnis bietet Broschüre an

Zum zehnten Mal findet heute der Tag der Erneuerbaren Energien statt. In ganz Deutschland können Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen, Holz- oder Pflanzenölheizungen, Wärmepumpen oder energieeffiziente Gebäude besichtigt werden. Eine Auswahl von Projekten, die erneuerbare Energien auf vielfältige Weise nutzen, hat das Klima-Bündnis in einer kostenlosen Broschüre zusammengestellt.   Je ein Projektbeispiel pro Bundesland stehe stellvertretend für viele ähnliche Initiativen in ganz Deutschland, so das Klima-Bündnis in einer Pressemitteilung. Die Beispiele reichen vom schleswig-holsteinischen Geflügelzüchter, der seine Stallungen mit heimischem Stroh heizt, über die Großfamilie aus Thüringen, die in einer historischen Mühle Strom aus Wasserkraft erzeugt bis hin zu 24 Berliner Bürgerinnen und Bürgern, die sich Kosten und Nutzen eines gemeinschaftlichen Solarkraftwerkes teilen. Auch das Holzkraftwerk in Bayern, das durch die klimaschonende Produktion von Wärme, Strom und Kälte alljährlich 24 Millionen Liter Heizöl einspart, oder die rheinland-pfälzische Gemeinde, die den Energiebedarf der 19. 000 Einwohner künftig komplett durch erneuerbare Energien decken will, leisteten einen wichtigen Beitrag zum "Energiemix der Zukunft", so die Verfasser. Ergänzt werde die Broschüre durch einen allgemeinen Überblick über die verschiedenen Formen und Nutzungsmöglichkeiten von Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie.

Die Broschüre ist erhältlich gegen einen mit 1,44 Euro frankierten und adressierten Rückumschlag (DIN A4) bei:

Klima-Bündnis e.V.
Stichwort: "Erneuerbare Energien"
Galvanistr. 28
60486 Frankfurt am Main

30.04.2005   Quelle: Klima-Bündnis e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Parabolrinnenkollektoren der Solitem GmbH mit Energy Globe ausgezeichnet

Mit dem Energy Globe 2004 in der Kategorie
Mit dem Energy Globe 2004 in der Kategorie "Feuer" ausgezeichnet: Parabolrinnenkollektoranlage der Firma Solitem GmbH in Dalaman/Türkei.

Für die von ihm und der SOLITEM GmbH entwickelten Systemtechnik zur Solaren Kühlung hat Dr. Ahmet Lokurlu den international renommierten "Energy Globe Award 2004" in der Kategorie "Feuer" (Energie) erhalten. Die Siegerehrung fand vor 4000 Besuchern am 27. April im Österreich-Pavillon auf der Weltausstellung "EXPO 2005" in Aichi/Japan statt. Dies berichtet die SOLITEM GmbH in einer Pressemitteilung.


 

Mit speziellen Parabolrinnenkollektoren erzeuge das SOLITEM-System Temperaturen von bis zu 200 °C und gewinne daraus wiederum Kälte für Klimaanlagen. Umgesetzt werde diese Idee bereits in der Hotelanlage "Iberotel Sarigerme Park" an der türkischen Ägäisküste. In diesem Pilot-Projekt versorgten die Parabolrinnenkollektoren die Wäscherei der Hotelanlage mit Wasserdampf und die Küche mit heißem Wasser. Gleichzeitig sorge das System für angenehm klimatisierte Räume im Hotel, arbeite emissionsfrei und mit weitaus geringerem Energieaufwand als herkömmliche Kältesysteme. Die SOLITEM GmbH entwickelt Energieversorgungssysteme zur Klimatisierung von Gebäuden.

Über 600 Projekte aus aller Welt hatten sich um den Umweltpreis Energy Globe beworben. Sie wurden von einer internationalen Expertenjury mit Vertretern aus allen Kontinenten bewertet. Der "Weltpreis für Nachhaltigkeit" wird jährlich in den Kategorien Erde, Feuer (Energie), Wasser, Luft und in der Sonderkategorie Jugend vergeben.

30.04.2005   Quelle: Solitem GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solitem GmbH

 

Wettbewerb: Effektivste Solarstromanlage Deutschlands gesucht

Die Grüne Liga Berlin und die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) suchen die effektivste Solaranlage Deutschlands. Besitzer von Photovoltaikanlagen können sich bis zum 10. Mai 2005 bewerben.  "Wir wollen mit unserem Wettbewerb die Nutzer erfolgreicher Solarstromanlagen auszeichnen und so Bauherren motivieren, die Sonnenenergie zu nutzen", sagt Uwe Hartmann, Geschäftsführer des DGS-Landesverbandes Berlin.


Sonderpreise für nachgeführte Anlagen und Solarstromfassaden

Der im vergangenen Jahr erstmals durchgeführte Wettbewerb "Sonnenkönigin" wird um Sonderpreise für das jeweils effektivste nachgeführte Photovoltaiksystem und die effektivste Fassadenanlage erweitert. Teilnehmer müssen eine Kopie des Einspeisevertrages mit Angaben zur Leistung der Anlage einsenden. Aus einer Abrechnung mit dem Energieversorgungsunternehmen sollte der Zählerstand am 1. Januar und 31. Dezember 2004 hervorgehen (muss nicht datumsgenau sein). Die Daten werden vertraulich behandelt, so die DGS.

Der Sieger wird auf dem Berliner Umweltfestival am 5. Juni 2005 am Brandenburger Tor ausgezeichnet. Die Grüne Liga Berlin veranstaltet unter dem Motto „Prima Klima – Klimaforum 2005“ eine Open Air-Messe für Klimaschutz und erneuerbare Energien sowie Europas größten Ökomarkt. Die Besucher können sich über die Möglichkeiten von Solar-, Windkraft- und Biomasseanlagen informieren.

Bewerbungen für den Wettbewerb an: Gordon Schade; GRÜNE LIGA Berlin
Prenzlauer Allee 230; 10405 Berlin; Tel: 030/443391-65 ; gordon.schade@grueneliga.de

29.04.2005   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Greenpeace-Studie: Keine Steinkohle, sondern Klimaschutz finanzieren

Schon mit der Hälfte der Subventionen für die Steinkohleförderung in Deutschland ließen sich durch Innovationen zwölf Prozent des deutschen Stromverbrauchs einsparen. Das ist das Ergebnis einer neuen von Greenpeace in Auftrag gegebenen Studie des Öko-Instituts Freiburg. Die Studie zeige, wie sich Einsparpotenziale mit den Steuergeldern kostengünstig erschließen lassen, erklärte Greenpeace in einer Pressemitteilung.  Allein in den Haushalten würde der Austausch alter Geräte den Energieverbrauch um 40 bis 50 Prozent verringern, beispielsweise von Kühlschränken und Elektroherden. Ein umfassendes Sparprogramm würde laut Greenpeace auch den Klimaschutz voranbringen: Deutschland würde 35 Millionen Tonnen weniger Kohlendioxid erzeugen. Um das Kyoto-Ziel zu erreichen, müssten dann nur noch 17 Millionen Tonnen vermieden werden.


15,9 Milliarden Euro Steinkohle-Subventionen von 2006 bis 2012

"Die Studie zeigt, wie sinnlos und verfehlt Steinkohlesubventionen sind", sagt Gabriela von Görne, Klima-Expertin von Greenpeace. "Energieträger, die das Klima zerstören und unwirtschaftlich sind, dürfen nicht länger gefördert werden. Hier werden Milliarden an Steuergeldern verschwendet, um eine Industrie künstlich am Leben zu erhalten, die der Gesellschaft keinen entsprechenden Nutzen bringt. Deutschland braucht eine Effizienzoffensive", so von Görne. Der Abbau einer Tonne Steinkohle kostet laut Greenpeace in Deutschland etwa 150 Euro. Um mit Importkohle zu konkurrieren , werde die Differenz zwischen den Förderkosten und dem Weltmarktpreis über Subventionen ausgeglichen. Für die Jahre 2006 bis 2012 habe die Bundesregierung 15,9 Milliarden Euro zugesagt, so Greenpeace. "Offensichtlich sind die jedoch gar nicht notwendig", heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung. Am 21. 04. 2005 habe RAG-Chef Werner Müller angekündigt, eine neue Zeche "ohne einen Cent öffentliche Mittel" realisieren zu wollen. Die Bundesregierung sollte diese Ankündigung zum Anlass nehmen, ihre Kohlesubventionspolitik zu überdenken", so Greenpeace.


Enorme Potenziale der Energieeffizienz

"Neue technische Lösungen, um Energie effizient zu nutzen, werden in Zukunft weltweit nachgefragt. Wer neue Arbeitsplätze schaffen will, darf diese Chancen nicht verpassen. Für China, wo der Energieverbrauch rasant steigt, sind solche Programme zum Beispiel höchst interessant", so von Goerne. Die Europäische Union habe die enormen Potenziale der Energieeffizienz erkannt. Das EU-Parlament habe bereits eine Richtlinie verabschiedet, nach der Haushaltsgeräte wie Computer und Klimaanlagen weniger Energie verbrauchen sollen. Derzeit werde auch über eine Richtlinie zur Steigerung der Endenergieeffizienz für den Zeitraum 2006 bis 2012 verhandelt. "Deutschland wird diese Richtlinie umsetzen müssen, betont Greenpeace. Die Greenpeace-Studie zeige, wie dies erreicht werden könne.

29.04.2005   Quelle: Greenpeace e. V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Lloyd Fonds platziert neuen Windenergiefond

Die Hamburger Lloyd Fonds AG engagiert sich mit dem Windpark Breberen erneut im Sektor Windenergie. Der Windpark liege in Nordrhein-Westfalen, nahe der deutsch-niederländischen Grenze, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "Wir sehen in der regenerativen Energieerzeugung, besonders in der Nutzung der Windenergie, weiterhin den Markt der Zukunft, so Silke Iggesen, Leiterin des Vertriebes bei Lloyd Fonds.   "Mit diesem Windpark, der über ein umfangreiches Sicherheitskonzept verfügt, bieten wir dem Anleger eine in dieser Form außergewöhnliche und äußerst nachhaltige Investitionsmöglichkeit, die zukunftsweisend für die gesamte Windkraftbranche ist", sagt Iggesen.


Neun Windenergieanlagen vom Typ Vestas V80

Der Park besteht laut Lloyd Fonds aus neun Windkraftanlagen des Typs Vestas V80 - einer Serie von der bereits seit ihrer Einführung im Jahr 1999 über 1.200 Stück aufgestellt worden seien. Der Windpark werde schlüsselfertig von der BMR Neue Energien GmbH & Co. KG errichtet. Ein weiterer Clou des Angebotes sei, dass ein unabhängiges Serviceunternehmen die technische Betriebsführung des Parks übernehmen werde, die psm Nature Power Service & Management GmbH. "Die psm GmbH hat ihren Sitz nur ca. 30 km vom Standort entfernt. Dies hat den Vorteil, dass Überwachungs- und Kontrollarbeiten in Breberen schnell erledigt werden können und damit lange Anfahrtswege der Techniker entfallen", so Iggesen.

Das Sicherheitskonzept des Windparks enthalte einen Vollwartungsvertrag für 10 Jahre mit dem Anlagenhersteller, so die Lloyd Fonds AG. Außerdem würden mit einem reinen Sicherheitsabschlag von 10 Prozent für sonstige Unsicherheiten (nach technischen Abschlägen für Leitungsverluste und Stillstandszeiten) höhere als in den beiden Windgutachten empfohlene Sicherheitsabschläge berücksichtigt. Im ersten Betriebsjahr des Parks werde sogar ein reiner Sicherheitsabschlag von 20 Prozent kalkuliert. Bereits vor Ort installierte Referenzanlagen bestätigen laut Lloyd Fonds AG den guten Windstandort und schränken Unsicherheiten von Windgutachten ein.

Durch eine erfolgsabhängige Vergütung von Lloyd Fonds, dem Projektentwickler und dem technischen Dienstleister profitiere der Anleger weiter. "Die sogenannte Profit-Loss-Regelung bedeutet, dass die Projektpartner bei einer guten Performance des Fonds einen Bonus erhalten, der umgekehrt bei einer schlechten Performance des Windparks zu einer Kürzung der Vergütung führt", erläutert Iggesen das Konzept. "Neben der Einnahmesicherheit, die durch die entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen gewährleistet wird, erhalten Investoren auf diese Weise eine optimale Sicherheit für den Betrieb der Anlagen", so Iggesen weiter.

29.04.2005   Quelle: Lloyd Fonds AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Windkraft: BMU und Wirtschaftsministerium MV fördern Forschungsplattform vor Kap Arkona

Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Land Mecklenburg-Vorpommern haben am 22.04.2005 in Warnemünde grünes Licht gegeben für den Bau einer Forschungsplattform zur Windenergienutzung in der Ostsee. Das berichtet das BMU in einer Pressemitteilung. Das BMU fördere die Plattform und die in einer ersten Phase vorgesehenen Forschungsprojekte mit rund 3,24 Millionen Euro. Weitere 1,26 Millionen Euro steuere Mecklenburg-Vorpommern bei.   "FINO II ist eine Vorbotin der künftigen Windparks in der Ostsee. Diese Windparks sind nicht nur von umwelt- und energiepolitischer Bedeutung. Sie geben zugleich wichtige Impulse für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt in der Region", sagte BMU-Abteilungsleiter Rainer Hinrichs-Rahlwes bei der Übergabe des Förderbescheides an das Schifffahrtsinstitut Warnemünde.


FINO II soll Daten liefern über Energieerträge und Auswirkungen auf die Umwelt

Die Forschungsplattform ist die zweite ihrer Art. Ihre Schwester FINO I ist seit Ende 2003 in der Nordsee in Betrieb. Die von FINO II erwarteten Forschungsergebnisse sollen den Offshore-Parks in der Ostsee unmittelbar zugute kommen. So werde FINO II mit einem 100 Meter hohen Messmast ausgestattet, der die Windverhältnisse bis in Nabenhöhe künftiger Windenergieanlagen bestimmen kann. Aus diesen Daten sollen mögliche Energieerträge errechnet und Rückschlüsse auf die optimale technische Auslegung der Anlagen gezogen werden. Bei weiteren Untersuchungen gehe es um mögliche Auswirkungen von Offshore-Windparks auf die Umwelt. Beispielsweise werde der Vogelzug mit Radarsystemen erfasst. In einem anderen Vorhaben soll beobachtet werden, wie sich die Stahlkonstruktion im Wasser, die mit einem künstlichen Riff vergleichbar sei, auf die Artenzusammensetzung und damit auf die Nahrungskette von Fischen und anderen Meerestieren auswirke.


Schwedische Wissenschaftler wollen kooperieren

Die Plattform wird sich zirka 40 Kilometer nordwestlich von Kap Arkona befinden, der Nordspitze der Insel Rügen. Sie grenzt an den künftigen Windpark Kriegers Flak, der diesen Monat vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie genehmigt wurde. Das Schifffahrtsinstitut Warnemünde e.V. an der Hochschule Wismar koordiniert das Projekt, an dem verschiedene Forschungseinrichtungen Mecklenburg-Vorpommerns beteiligt sind. Schwedische Wissenschaftler hätten bereits Interesse an einer Kooperation auf der Plattform bekundet, die nah an schwedischen Planungsgebieten für Offshore-Windparks liege, berichtet das BMU.

28.04.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BMU: Atomkraftwerk Obrigheim wird in Kürze stillgelegt

In Kürze soll das älteste noch betriebene Atomkraftwerk Deutschlands vom Netz gehen, berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Mit dem AKW Obrigheim werde nach dem im Jahr 2002 gesetzlich beschlossenen Atomausstieg bereits der dritte Atommeiler stillgelegt. Schon 2003 seien Mülheim-Kärlich und Stade abgeschaltet worden.  Ein Drittel des Atomausstiegs sei bereits geschafft: Von der im Atomkonsens vereinbarten Gesamtstrommenge von rund 2.623 Milliarden Kilowattstunden bleibe noch eine Reststrommenge von rund 1.800 Milliarden Kilowattstunden, so das BMU.


"Gewaltiges Katastrophenpotenzial und strahlender Müll"

Trotz milliardenschwerer staatlicher Subventionen habe sich die Atomkraft ökonomisch nie richtig durchsetzen können, heißt es in einer BMU-Pressemitteilung. Atomenergie finde in Deutschland keine Akzeptanz. Sie berge ein "gewaltiges Katastrophenpotenzial" und produziere strahlenden Müll für die Ewigkeit. Sie kann laut BMU weder das Klima retten, noch sei sie ein Arbeitsplatzmotor. Aber sie könne zu militärischen Zwecken für den Bau von Atombomben missbraucht werden, warnt das Bundesumweltministerium. Und für die weltweite Energieversorgung sei die Kernenergie mit einem Anteil von sechs Prozent der Primärenergie von untergeordneter, zu vernachlässigender Bedeutung. Nur 31 von 191 Staaten besäßen überhaupt Atomkraftwerke.


Deutschland Weltmeister bei Wind- und Sonnenenergie

Die Bundesregierung habe 1998 mit einer weit zukunftsfähigeren Energiepolitik die Energiewende eingeleitet, betont das BMU. Heute sei Deutschland Vorreiter beim weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien sowie Weltmeister bei Wind- und Sonnenenergie. Längst sei die Stromproduktion von Mülheim-Kärlich, Stade und Obrigheim ersetzt worden durch moderne, klima- und menschenfreundliche Energien aus Sonne, Wind, Biomasse, Erdwärme und Wasser. Das schaffe auch viele Arbeitsplätze: Rund 130.000 Arbeitsplätze gebe es bereits in diesem Bereich.


BMU veröffentlicht "Magazin zum Abschalten"

Das Bundesumweltministerium hat aus Anlass der Abschaltung des württembergischen Atomkraftwerks eine Broschüre veröffentlicht mit dem Titel "Obrigheim - Magazin zum Abschalten". Es informiere über den Ausstieg aus der Atomkraft und die Energiewende - von Tschernobyl über Obrigheim bis hin zum weltweiten Boom der erneuerbaren Energien.

"Obrigheim - Magazin zum Abschalten" ist erhältlich im Internet unter der Adresse: http://www.bmu.de/35362

28.04.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Berliner Energietage mit Veranstaltung "Kraft-Wärme-Kopplung konkret"

Aktuelle Fragen rund um die Kraft-Wärme-Kopplung beantwortet der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) am 2. Mai 2005 im Rahmen der Berliner Energietage. Gemeinsam mit dem Verein Energieagenturen Deutschland (eaD) will der B.KWK mit den Teilnehmern diskutieren, inwieweit die Ziele des KWK-Gesetzes bisher erreicht worden wurden und welche strategischen und politischen Ausrichtungen notwendig sind, um die KWK weiter voran zu bringen.   In diesem Zusammenhang soll auch das Zusammenspiel beim Ausbau der KWK und der erneuerbaren Energien betrachtet werden.

Im Mittelpunkt des zweiten Teils der Veranstaltung steht die Umsetzung, beispielsweise die Frage, ob KWK-Strom im energiewirtschaftlichen Sinne vollwertig ist. In diesem Zusammenhang soll ein Modell zur Bündelung von Überschuss-Strom aus vielen KWK-Anlagen vorgestellt werden. Darüber befasst sich die Veranstaltung mit der industriellen KWK sowie den KWK-bezogenen Zuschlägen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Veranstaltung am 02.05.2005 von 13:00 bis 17:30 Uhr, Ludwig-Erhard-Haus, Fasanenstraße 85, 10623 Berlin. Tagungskosten: 75 € inkl. Getränke und Tagungsband.

Weitere Informationen unter http://www.bkwk.de/bkwk/aktuelles/veranstaltungen/BET.pdf

28.04.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Aktion „Sonnenwärme vom Watzmann bis zum Wendelstein“ erfolgreich gestartet

Solarwärmetechnik zur Beheizung von Gebäuden in der Region vorantreiben, das möchten die Initiatoren des Aktionsbündnisses „Sonnenwärme vom Watzmann bis zum Wendelstein“. Sieben ehrenamtliche Solarinitiativen, 25 Handwerksbetriebe und vier Großhändler haben sich zu diesem Zweck im Chiemgau zusammengeschlossen. Ziel ist, die Kollektorfläche in den Landkreisen Traunstein, Rosenheim und Berchtesgadener Land zu verzehnfachen, erklären die Initiatoren in einer Pressemitteilung.  Zu der Auftaktveranstaltung in Traunstein waren über 200 Mitglieder der Solar- und Umweltvereine, Handwerker und private Interessenten gekommen.

Im Rahmen der bundesweiten Aktion „Wärme von der Sonne“ unterstützt der Bundesverband Solarindustrie (BSi) e.V. gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium (BMU) das Chiemgauer Aktionsbündnis. „Es ist nicht die Frage, ob, sondern wann wir beginnen, die erneuerbaren Energien zu nutzen“, betonte Gerhard Stryi-Hipp Geschäftsführer des Bundesverbands Solarindustrie (BSi) e.V. bei der Auftaktveranstaltung am 20. April. Etwa fünf Prozent der Ein- und Zweifamilienhäuser nutzen die Solarwärme, es gebe also noch viele Dächer, die für eine umwelt- und klimafreundliche Energieerzeugung genutzt werden könnten, so Stryi-Hipp.


"CO2- und Öl-Barometer"

Das Chiemgauer Aktionsbündnis lehnt sich an die mehrfach ausgezeichnete Photovoltaik-Kampagne „Sonnenstrom vom Watzmann bis zum Wendelstein“ an. In ihrem Rahmen seien in den vergangenen fünf Jahren 21 Megawatt Solarstrom-Leistung in den Landkreisen Traunstein, Rosenheim und Berchtesgadener Land realisiert worden. „Ebenso wie die Photovoltaik besitzt auch die Solarthermie eine große Bedeutung für Klima- und Ressourcenschutz sowie die regionale Wertschöpfung“, betonte Peter Rubeck vom Forum Ökologie Traunstein e.V. Die Handwerksbetriebe, die an der Solarthermie-Kampagne teilnehmen, hätten allein 2004 Sonnenkollektoren mit einer Fläche von 4.900 Quadratmetern installiert. Dadurch könnten jährlich 1.220 Tonnen CO2 und 245.000 Liter Öl eingespart werden. Mit einem "CO2- und Öl-Barometer" wollen die Partner die Ergebnisse genau dokumentieren.

Bis zum Herbst bieten die Partner des neuen Aktionsbündnisses gemeinsam mit den Handwerksbetrieben und Großhändlern ein buntes Programm rund um die Solarwärme an. Am bundesweiten Tag der Erneuerbaren Energien, dem 30. April, laden Bewohner von Energiesparhäusern ein, sich vor Ort über die Funktionsweise von Solaranlagen und Biomasseheizungen zu informieren. Zu den zahlreichen Veranstaltungen gehört auch die Aktion „KuS – Künstler unterstützen Solarenergie“. Am 30. April erwartet Kulturfreunde ein Konzert mit Zither Manä, am 24. September Musikkabarett mit Fredl Fesl.

Weitere Informationen unter www.forum-oekologie.org oder telefonisch unter der Rufnummer 0861 / 75 71.

27.04.2005   Quelle: Bundesverband Solarindustrie (BSi) e.V., Aktionsbündnis „Sonnenwärme vom Watzmann bis zum Wendelstein"   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Verein zur Gütesicherung von Solarenergieanlagen e.V. gegründet

Auf Betreiben der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) hat sich am 19. April in Fürth der Verein zur Gütesicherung von Solarenergieanlagen gegründet. Das berichtet die DGS in ihrem Newsletter. Der Verein sei Träger des RAL-Gütezeichens Solarenergieanlagen (RAL-GZ-1004) und bestimme den Inhalt der technischen Lieferbedingungen für Komponenten, Konzeption, Montage, Service und Betrieb bei solarthermischen und photovoltaischen Anlagen.
 
Ziel: mehr Sicherheit für Privat- und Fachkunden

"Die technischen Bestimmungen des RAL-GZ-1004 schreiben bei Anwendung als Vertragsbestandteil eine rechtsverbindliche und ausschreibungsfähige Definition einer Basisqualität nach der guten fachlichen Praxis vor. Damit bekommen Laien und Fachkunden mehr Sicherheit bei Kauf und Ausführung einer Solaranlage und ihr Aufwand hinsichtlich der Formulierung einer rechssicheren Ausschreibung reduziert sich gewaltig", ist die Auffassung des Vorstandes und des Güteausschusses. In seinem Regelwerk integriere der Verein bestehende Normen und Richtlinien von nationalen und internationalen Normenorganisationen wie dem DIN, dem VDE, dem VDI oder des IEC sowie weitere Forderungen an Qualität oder Umweltschutz.


Zum Vorsitzenden des Vereins wählten die Gründungsmitglieder den Berliner Solarenergieexperten Bernd-Rainer Kasper. Kasper ist einer der Autoren des DGS-Leitfadens "Solarthermische Anlagen" und stellvertretender Vorsitzender des DGS-Landesverbandes Berlin Brandenburg. Dem Vereinspräsidium gehören unter anderem Jan Kai Dobelmann, Jörg Sutter von der DGS an sowie Dr. Mingyi Wang vom Gesamtverband der Deutschen Versicherer. Zum Obmann des Güteausschusses und damit zum Vorsitzenden der technischen Regelwerkskommission wurde der Solar-Sachverständige Christian Keilholz gewählt. Mit Tobias Henne (SMA), Wolfram Löser (Dr.Sol), Ralf Haselhuhn und Bernhard Weyres-Borchert (DGS), Björn Hemmann, Oskar Wolf und Matthias Hüttman (Solid) seien ausgewiesene Fachleute aus der Praxis zu den im Güteausschuss vertretenen Auschussvorsitzenden gewählt worden, berichtet die DGS.

Zu den ersten Unternehmen, die der Gütegemeinschaft bereits im Vorfeld der Gründung beigetreten seien, gehören der Wechselrichter-Hersteller SMA, der Montagesystem-Anbieter Schletter, Dr.Sol Solarsysteme, Miles Wärmetechnik, energo, solarklima e.k. sowie weitere Anbieter. Unternehmen, die bis zum 24. Juni Gründungsmitglied des Vereins werden, könnten von einem vergünstigten Mitgliedsbeitrag von 250 Euro pro Jahr profitieren, so die DGS.

Mehr zur Struktur des Vereins, seinen Gremien und den Beschlossenen Regelwerken auf der Internetseite www.gueteschutz-solar.de Diese soll ab dem 1. Mai 2005 alle Informationen bereit halten über Verfahren zur Antragstellung, Nutzung in Verträgen und Fragen zum Güteschutz sowie der Vereinsmitgliedschaft.

27.04.2005   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BUND: EU soll Förderung der Atomenergie beenden

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat zum 19. Tschernobyl-Jahrestag ein Auslaufen des Euratom-Vertrages verlangt. Da der Vertrag zum Anhang der neuen EU-Verfassung gehöre, solle die Bevölkerung der Europäischen Union darüber entscheiden, ob sie den Atom-Privilegien aus diesem Vertrag zustimme oder nicht, heißt es in einer BUND-Pressemitteilung.  Dafür wolle die Umweltorganisation gemeinsam mit anderen Anti-Atom-Initiativen europaweit bis zum 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe im kommenden Jahr eine Million Unterschriften sammeln. Die neue Verfassung verpflichte die EU-Kommission, aktiv zu werden, wenn eine Million Bürger dies forderten.


Lehren aus Tschernobyl ziehen

"Wir wollen, dass die Bürger ihre Verfassungsrechte auf europäischer Ebene wahrnehmen. Europa kann die Lehren aus Tschernobyl ziehen und die meisten Europäer wollen dies auch", sagte Renate Backhaus, Atomexpertin im BUND-Bundesvorstand. Die Produktion von immer mehr Atommüll müsse gestoppt, die Atomkraftwerke müssten stillgelegt werden. Geeignete Endlager für deren strahlende Hinterlassenschaften sind laut BUND nicht in Sicht. "Die rot-grüne Bundesregierung kann ihre Hilflosigkeit bei diesem Thema nur schlecht kaschieren, indem sie die Vorlage des Endlagersuchgesetzes vor sich herschiebt. Das Problem lässt sich aber nicht aussitzen, es stellt sich jeden Tag mit immer größer werdenden Schärfe", so Backhaus.


Absage an Fusionstechnik

Zwar fördere die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten die Atomenergie nicht aktiv, dennoch leiste sich die EU mit Euratom eine Organisation, deren erklärtes Ziel die aktive Förderung der europäischen Nuklearindustrie sei, heißt es in der BUND-Pressemitteilung. Dies erfolge durch die "überdimensionierte" Atomforschungsförderung aus Steuergeldern und mit Hilfe vergünstigter Kredite für AKW-Neubauten. Ein völlig falsches Signal sei, wenn die EU-Kommission vorschlage, die Euratom-Forschungsgelder für den Zeitraum 2007 bis 2011 um 230 Prozent zu erhöhen. Allein für die Atomfusionstechnologie und den dazugehörigen Forschungsreaktor ITER sollen in diesem Zeitraum mehr als zwei Milliarden Euro ausgegeben werden, obwohl völlig unklar sei, ob die Fusionstechnik je einen Nutzen habe, betont der BUND. Die EU-Forschungsgelder sollten stattdessen für erneuerbare Energien und mehr Energieeffizienz ausgegeben werden, fordert die Umweltorganisation.

27.04.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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"Klima-Bündnis-Schule 2005": Bewerbungsfrist endet am 30.04.

25.000 Euro Fördergelder für innovative Schulprojekte zum Thema erneuerbare Energien stellen das Klima-Bündnis e.V. und die Deutsche Post World Net bereit. Mit der Ausschreibung wollen sie Schüler und Schülerinnen für erneuerbare Energien als "saubere" Alternative zu Kohle, Erdöl und Erdgas begeistern.  Bis zum 30. April können sich alle Schulen in Deutschland bewerben. Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist ein schlüssiges Konzept, das den Einsatz erneuerbarer Energien mit der Unterstützung der Menschen in Entwicklungsländern verbindet. Denkbar wäre beispielsweise eine "Solar-Partnerschaft" mit Schulen in Amazonien, die mit Sonnenergie Computer und Lampen betreiben könnten. Auch könnten die Schulen mit der Vergütung, die sie für die Einspeisung von erneuerbaren Energien in das öffentliche Stromnetz erhalten, Hilfsprojekte finanzieren. Die Förderhöchstsumme beträgt maximal 7.500 Euro pro ausgezeichnetem Projekt.


Potenzial von Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme und Biomasse praktisch erfahren

"Unter den bisherigen Anfragen waren bereits mehrere interessante Projekte, die bisher viel zu wenig bekannt sind", berichtet Edmund Flößer, zuständiger Mitarbeiter des Klima-Bündnis e.V. Die Ausschreibung solle auch dazu dienen, gerade solchen Projekten zu mehr Unterstützung und öffentlicher Aufmerksamkeit zu verhelfen. Die Jugendlichen sollten praktisch erfahren, welches Potenzial die Energiequellen Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme und Biomasse für den weltweiten Klimaschutz haben - durch die Planung und Realisierung einer Anlage, aber auch durch die Zusammenarbeit mit Menschen im Süden der Erde, gleich ob auf den Philippinen in Ruanda oder in Bolivien, beschreibt Flößer die Projektziele.

Der Projektvorschlag mit Maßnahmen, Zeit- und Kostenplan sollte bis 30. April 2005 schriftlich oder auf CD-ROM beim Klima-Bündnis eingereicht werden. Anfang Juni werden die von einer Jury ausgewählten Siegerprojekte im Bonner "Post Tower" offiziell ausgezeichnet.

Die vollständige Ausschreibung des Projektes finden Sie unter
www.klimabuendnis.org/download/kb_schule2005.pdf


Weitere Fragen beantwortet: Klima-Bündnis / Alianza del Clima e.V.;Edmund Flößer; Tel.: 069-717139-23; Fax: 069-717139-93; e.floesser@klimabuendnis.org

27.04.2005   Quelle: Klima-Bündnis   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarworld-Konzern schließt Rahmenvertrag für langfristige Siliziumversorgung

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) habe einen wegweisenden Vertrag für ihre zukünftige Rohstoffversorgung abgeschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Konzerntochter Deutsche Solar AG, einer der weltweit größten Hersteller von Solarsilizium-Wafern, habe mit dem Siliziumhersteller Wacker GmbH einen 10-jährigen Kontrakt über die Lieferung von Solarsilizium geschlossen.   Beginnend ab 2007 werde der langfristige Vertrag bis 2017 gelten und damit einen wichtigen Baustein der Grundversorgung des Konzerns sichern.

Silizium voraussichtlich bis 2006 knapp

„Infolge des starken Wachstums der internationalen Photovoltaikbranche stellt die Solarindustrie flächenbezogen bereits mehr Siliziumwafer her als die Elektroindustrie“. Erläutert Prof. Dr. Peter Woditsch, Vorstandssprecher der Deutsche Solar AG. „In wenigen Jahren wird für die Herstellung von Solarwafern auch mengenmäßig mehr Silizium notwendig sein als für Elektronikanwendungen“, so Woditsch. Neben anderen Beschaffungsoptionen sei der Abschluss von Langfristverträgen mit etablierten Herstellern und langjährigen Partnern der Deutschen Solar daher eine wichtige strategische Weichenstellung für die Zukunft. „Die tendenzielle Knappheit des Rohstoffs wird 2005 und 2006 das internationale Wachstum der Photovoltaikindustrie begrenzen“, erwartet Prof. Woditsch. „Die Deutsche Solar AG wird aber wie geplant ihre Expansionsvorhaben konsequent durchführen“, kündigt Woditsch an. Bis Ende 2006 sollen die Waferkapazitäten von 120 Megawatt (MW; Ende 2004) auf 220 MW ausgebaut werden.

26.04.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Anwenderforum für Bioenergienutzung vom 27. bis 28. April in Aachen

"Regionale Strukturen stärken - auf Bioenergie setzen", unter diesem Motto lädt EUROSOLAR zusammen mit den Stadtwerken Aachen (STAWAG) vom 27. bis 28. April 2005 ein zum 2. Aachener Anwenderforum für Bioenergie in Stadt und Region. Vertreter von Städten und Gemeinden, aus Forschung und Entwicklung, Land- und Forstwirtschaft werden im Aachener "forum M" zum Erfahrungsaustausch erwartet.   Bärbel Höhn, Umweltministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, wird die Veranstaltung am 27. April 2005 eröffnen mit dem Vortrag "Bioenergienutzung als Zukunftsstrategie für Landwirte und Regionalwirtschaft". EUROSOLAR-Präsident Dr. Hermann Scheer (MdB), Träger des Alternativen Nobelpreises und des Weltpreises für Bio-Energie, will in seinem Abendvortrag "Unabhängigkeit vom Erdöl durch Bioenergie" die Perspektiven für die notwendige Umstrukturierung der Energieversorgung aufzeigen. Eine anschließende Podiumsdiskussion soll seine Thesen vertiefen.


Bioenergiepotenziale noch unzureichend genutzt

Mit dem 2. Anwenderforum wollen EUROSOLAR und STAWAG eine Plattform für alle Akteure bieten, die die Bioenergienutzung voranbringen wollen. Neben der Bereitstellung soll vor allem die dezentrale Erzeugung von Biomasse im Mittelpunkt stehen. Die politischen Rahmenbedingungen für die Bioenergienutzung seien heute besser denn je, betont EUROSOLAR. Kommunen, Landwirte, Wohnungsbau und Energieversorger würden zunehmendes Interesse an der Nutzung von Bioenergie zeigen. Gemessen an den Potenzialen, den technisch-wirtschaftlichen Möglichkeiten und dem notwendigen Handlungsbedarf seien die bislang verfolgten Ansätze jedoch noch immer unzureichend. Das Anwenderforum soll den Dialog der Teilnehmer am Holzmarkt vertiefen, so die Veranstalter in einer Pressemitteilung. Praktiker werden erfolgreiche Kooperationsmodelle in den Regionen vorstellen und Probleme bei der Integration in bestehende Versorgungsstrukturen erörtern.

Die Teilnahmegebühr beträgt für Eurosolar-Mitglieder 180 Euro, für Nichtmitglieder 260,00 Euro. Das detaillierte Programm kann als PDF-Dokument herunter geladen werden unter

26.04.2005   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Phönix SonnenStrom AG erhöht Grundkapital

Die Phönix SonnenStrom AG (ISIN DE000A0BVU93), ein führendes Systemhaus der deutschen und europäischen Photovoltaikbranche, hat eine Kapitalerhöhung um 500.000 Euro beschlossen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Die Mittel sollen bevorzugt für den Ausbau des internationalen Geschäfts eingesetzt werden.

Der Vorstand habe mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2002, das Grundkapital der Gesellschaft um 500.000 Euro zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung werde gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre durchgeführt. Das Grundkapital der Gesellschaft steige damit von 5.025.000 Euro auf 5.525.000 Euro, eingeteilt in ebenso viele nennwertlose Inhaberstückaktien. Der Ausgabekurs berechne sich laut Vorstandsbeschluss aus dem Durchschnitt der Tagesschlusskurse der letzten fünf Handelstage an der Deutschen Börse Frankfurt. Die Übernahme der neuen Aktien sei durch die Baader Wertpapierhandelsbank AG erfolgt, die diese bei institutionellen Investoren platziert habe. Das hinzu gewonnene Eigenkapital von 6,31 Millionen Euro soll für das weitere Wachstum des Unternehmens verwendet werden, besonders für den Ausbau des internationalen Geschäfts in Europa.

26.04.2005   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solar-Fabrik AG meldet Rekordumsatz für 2004

Die Freiburger Solar-Fabrik AG ((ISIN: DE0006614712), Hersteller von Solarstrommodulen, hat im Geschäftsjahr 2004 mit einem Konzerngewinn nach Steuern von 579.000 Euro (Vorjahr: minus 3,75 Millionen Euro) ein Rekordergebnis erzielt.  Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei auf 1,0 Millionen Euro gestiegen (Vorjahr: minus 4,3 Millionen Euro) und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 2,4 Millionen Euro. (Vorjahr: minus 3,0 Millionen Euro). Der Umsatz konnte nach Angaben des Unternehmens im Jahr 2004 um über 75% gesteigert werden auf 52,1 Millionen Euro (Vorjahr: 29,7 Millionen Euro). Damit seien die Prognosen der Gesellschaft um mehr als 3 Millionen Euro übertroffen worden. Der vollständige Geschäftsbericht 2004 steht zum Herunterladen im Investor Relations-Bereich zur Verfügung unter www.solarwaerme.at.

22.04.2005   Quelle: AEE INTEC – Institut für nachhaltige Technologien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLution

 

Conergy AG beruft Albert Edelmann in den Vorstand

Albert Edelmann, Gründer der AET GmbH, rückt zum 1. Mai 2005 in den Vorstand der Conergy AG auf und leitet künftig Internationalisierung und Vertrieb des nach eigenen Angaben umsatzstärksten deutschen Solarunternehmens. Der Diplom-Kaufmann Edelmann werde Nachfolger von Angiolo Laviziano, der Conergy nach langjähriger Tätigkeit zum 30. April auf eigenen Wunsch und im Einvernehmen mit Aufsichtsrat und Vorstand verlasse, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   "Wir freuen uns mit Albert Edelmann einen weiteren unternehmerisch geprägten Vorstand für die konsequente Fortsetzung unserer internationalen Wachstumsstrategie zu gewinnen, der bestens mit Conergy und der Solarbranche vertraut ist“, so die Conergy AG.


Conergy-Tochter AET GmbH entwickelt sich unter Edelmann zum führenden Handelsunternehmen

Bereits mit 20 Jahren gründete Edelmann 1991 die AET GmbH in Sulzbach bei Saarbrücken. Seit der Übernahme in 1999 habe sich die 100prozentige Tochtergesellschaft der Conergy AG zum europaweit führenden solaren Handelsunternehmen entwickelt. Entscheidenden Anteil hätten dabei die Übernahmen führender solarer Großhändler in Spanien, Griechenland und Frankreich, die unter Edelmanns Leitung erfolgreich in das Unternehmen integriert worden seien. Seit 1999 habe Edelmann den Umsatz der AET von 0,6 Millionen Euro auf 108 Millionen Euro ausgebaut, bei stetig steigenden Gewinnen.

22.04.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Konferenz diskutiert Perspektiven der Energieversorgung in Deutschland

Wie eine zukunftsfähiger Mischung der Energieträger aussehen kann und wie das optimale Zusammenspiel zwischen Energieeffizienz, fossilen Energieträgern und regenerativen Energiequellen organisiert werden soll, diskutierte die Konferenz "Energiemix der Zukunft" am 21.04.2005. Eingeladen hatten die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena). 
Energiestrategie hat Einfluss auf Investitionsentscheidungen und Arbeitsplätze

Eine sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche und umweltverträgliche Bereitstellung von Energiedienstleistungen sei wichtig für die nachhaltige Entwicklung Deutschlands, betont die dena in einer Pressemitteilung. Die energiepolitische Gesamtstrategie für Deutschland müsse sich deshalb an Kriterien wie Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz orientieren. "Vom Erfolg der Energiestrategie der Bundesregierung hängen die Investitionsentscheidungen vieler Unternehmen ab und damit eine Vielzahl von Arbeitsplätzen", sagte Bundeswirtschaftsminister Clement auf der Konferenz. Ziel der Regierung sei, Investitionen in eine zukunftsfähige Energieversorgung anzuregen, die bei der Gebäudesanierung beginnen und bis zum Bau von hocheffizienten Kraftwerken auf regenerativer und fossiler Basis reichen. Aber auch ein glaubwürdiger Beitrag Deutschlands zum Klimaschutz sei damit eng verknüpft.


Klimaschutzziele ohne Energieeffizienz auf der Verbraucherseite und erneuerbare Energien nicht zu erreichen

Neben den internationalen Aspekten der Verfügbarkeit von Energiequellen stand die künftige Stromversorgung im Vordergrund der Diskussionen. Auf dem Weg zu einer wirtschaftlichen und sicheren Energieversorgung sehen Energiebranche und Politik große Herausforderungen: Die Erneuerung des deutschen Kraftwerksparks in einer Größenordnung von 40.000 Megawatt innerhalb der nächsten zwanzig Jahre, das Erreichen des CO2-Reduktionsziels sowie die Steigerung des Anteils regenerativer Energien an der deutschen Stromversorgung auf 20 Prozent bis 2020. "Ein Industriestaat wie die Bundesrepublik Deutschland benötigt fossile Energieträger noch für einen langen Zeitraum. Ohne Energieeffizienz auf der Verbraucherseite und den regenerativen Energien aber werden wir unsere Klimaschutzziele nicht erreichen können", sagte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Für eine nachhaltige und wirtschaftliche Energieversorgung müssten die Effizienzpotentiale weltweit umgesetzt und die regenerativen Energien effizient eingesetzt werden.
Ausgewählte Redebeiträge der Konferenz stehen im Internet zur Verfügung unter www.dena.de/energiemix.

22.04.2005   Quelle: dena   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarstrommarkt in der Europäischen Union um fast 70 % gewachsen

Im Laufe des Jahres 2004 wurde in der EU eine Photovoltaik-Kapazität von 410,5 Megawatt peak (MWp) installiert. Damit beträgt die europäische Solarstrom-Gesamtleistung über ein Gigawatt peak (GWp). Das berichtet das von der EU-Kommission geförderte Projekt "EurObserv’ER" in einer Pressemitteilung. Laut EurObserv’ER wuchs die PV-Leistung 2004 um
69,2 % bezogen auf das Vorjahr.
  EurObserv’ER legt die Entwicklung des Photvoltaiksektors in seinem in der französischen Fachzeitschrift Systèmes Solaires (Augabe Nr. 166) erscheinenden "Photovoltaik-Barometer" dar. Dem Bundesverband Solarindustrie (BSi) zufolge sind 2004 in Deutschland rund 363 MWp installiert worden, was Deutschland weltweit zum Marktführer macht, noch vor Japan (mit einer Kapazität von 280 MWp) und den USA (90 MWp). Dank dieses Impulses habe Europa mit der 2004 installierten Leistung einen neuen Rekord erzielt mit 410,5 MWp Zuwachs und einer Gesamtleistung von über 1.000 MWp, berichtet EurObserv’ER.


Deutschland Spitzenreiter in Europa

88,4 % der neuen Solarstromanlagen wurden in Deutschland gebaut. Unter den übrigen Ländern der europäischen Union folgen Luxemburg mit 13 MWp (3,2 %) installierter PV-Leistung und Spanien mit 12 MWp (2,9 %). Die übrigen EU-Länder haben einen Anteil von 5,5 %. Dank eines besonders geeigneten Anlagensystems seien in Luxemburg im vergangenen Jahr insgesamt 13 MW neu installiert worden. Allerdings sei anzunehmen, dass 2005 auf Grund der eingestellten Subventionen weniger positiv ausfalle, so EurObserv’ER.


Weltweit produzierte PV-Leistung: 1,194 MWp

Die weltweite Produktion von Solarzellen hat laut EurObserv’ER 2004 um 60,5 % zugenommen und bewegte sich um 1,194 MWp. Dies entspreche 400.000 Solarstromanlagen mit einer durchschnittlichen Leistung von 3 kWp. Dieses Wachstum weise erneut auf das Problem der unzureichenden Siliziumversorgung hin: Im vergangenen Jahr sei die Nachfrage größer gewesen als das Angebot, und so könnte der Sektor auf Grund der Siliziumknappheit Mühe haben seine Expansionspläne zu erfüllen, erwartet EurObserv’ER.


Positive Wachstumsaussichten, speziell in Deutschland und Spanien

Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) dürfte dazu beitragen, den deutschen Photovoltaikmarkt weiterhin auf einem hohen Niveau zu halten, zumindest was die kommenden zwei Jahre betrifft, so EurObserv’ER. Die Situation in Spanien sehe ebenfalls gut aus. Auch wenn die spanische Regierung noch über das Subventionsprogramm der IDAE entscheiden müsse, seien die Aussichten für die kommenden drei Jahre im Allgemeinen sehr positiv. Unter Berücksichtigung der aktuellen Tendenzen werde für das Jahr 2010 in Europa mit einem Photovoltaikenergie-Park von 4.500 MWp gerechnet (gegenüber den ursprünglich erwarteten 3.000 MWp). Diese Prognose rechne für 2005 und 2006 mit einem Wachstum des deutschen Marktes von 20 % und einer anschließenden Stabilisierung des Marktes bis zum Jahr 2010, vorausgesetzt, dass die Siliziumproduzenten in der Lage seien, eine ausreichende Versorgung der Photovoltaik-Industrie mit dem Rohstoff zu garantieren.


"Barometer" von EurObserv’ER zeigen Entwicklung der erneuerbaren Energien

Die Barometer von EurObserv’ER werden regelmäßig veröffentlicht und dokumentieren den aktuellen Stand auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien weltweit und für Europa (Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Geothermie und Biomasse). Das Barometer von EurObserv’ER ist ein Projekt, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms »Intelligente Energie-Europa« von der DG Tren gefördert wird. Das Projekt wird außerdem unterstützt von der französischen Agentur für Umwelt und Energie Ademe (Agence de l’environnement et de la maîtrise de l’énergie).

EurObserv’ER ist ein Zusammenschluss sechs europäischer Organisationen zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien in der Europäischen Union. Diese sechs Organisationen sind:

· Observ’ER, Observatorium für erneuerbare Energien (Paris, Frankreich)
· Eurec Agency, Europäischer Verein der Forschungsinstitute auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien (Brüssel, Belgien)
· Eufores, Europäisches Forum für erneuerbare Energiequellen (Brüssel, Belgien)
· Erec, Europäischer Rat für erneuerbare Energien (Brüssel, Belgien)
· Institut Jozef Stefan, Forschungszentrum für erneuerbare Energien und Energiepolitiken (Ljubljana, Slowenien)
· Systèmes Solaires, französische Fachzeitschrift für erneuerbare Energien (Paris, Frankreich).


Weitere Informationen im Internet

Die verschiedenen Barometer von EurObserv’ER können in französischer Sprache als PDF-Dokument heruntergeladen werden unter der Adresse http://www.eufores.org/, zum Beispiel das
Solarwärme-Barometer und das

Name für die Regulierungsbehörde "inakzeptabel"

Völlig inakzeptabel sei auch die rot-grüne Namenskreation für die bisherige Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP): "Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahn". Diese Bandwurmbezeichnung sei nicht nur unverständlich, sie sei auch unsinnig, so die Union, denn Der Bund verfüge über keine Strom- und Gasnetze. "Die Netzte gehören den Energieversorgungsunternehmen. Sie stellen natürliche Monopole dar. Deshalb ist eine Wettbewerbsförderung notwendig", so die Union. Überbürokratisierung und mangelnde Wettbewerbsförderung seien Gründe, warum die Union den Gesetzentwurf abgelehnt habe. Ein Vermittlungsverfahren werde jetzt unausweichlich. Die Union wolle dafür sorgen, dass es über die EU-Vorgaben hinaus nicht zu einer Belastung der Energiewirtschaft und der Verbraucher komme, dass das Gesetz möglichst unbürokratisch gestaltet werde und dass es die notwendigen Impulse für mehr Wettbewerb auslöse. "Nur dann werden die Netznutzungskosten und damit die Energiekosten sinken", so die Unionssprecher.

18.04.2005   Quelle: CDU/CSU-FRAKTION im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Energierechtsnovelle: EnBW fordert schnelle Einführung der Anreizregulierung

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG begrüßte in einer Pressemitteilung die am 15.04.2005 im Deutschen Bundestag verabschiedete Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) als "grundsätzlichen Schritt in die richtige Richtung", so der Generalbevollmächtigte der EnBW, Jürgen Hogrefe in einer ersten Stellungnahme.  Natürlich gebe es noch Nach- und Verbesserungsbedarf. Aber das sei für ein zustimmungspflichtiges Gesetz normal. "Die Bundesländer sind jetzt gefordert, die Einführung der Anreizregulierung und damit den Wettbewerb zu ermöglichen. Ein von einigen Seiten geforderter legislativer Zwischenschritt würde den Wettbewerb weiter verschleppen und den unbefriedigenden Status Quo erhalten", heißt es in der EnBW-Pressemitteilung.

Eine Regulierung der Energienetze, die Wettbewerb sicherstelle und auf die Gegebenheit des deutschen Energiemarktes Rücksicht nehme, stimuliere Investitionen im Energiesektor und schaffe Arbeitsplätze, so die EnBW. "Aber nur, wenn jetzt schnell gehandelt wird und Anreize zur Effizienzsteigerung in den Stromnetzen binnen Jahresfrist gesetzt werden", so Hogrefe weiter.

18.04.2005   Quelle: Energie Baden-Württemberg AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Neues BINE-Info: Solare Nahwärme in neuen Wohnsiedlungen

Der Wohnungs- und Immobilienmarkt ist anspruchsvoller geworden. Neue Siedlungen müssen Kunden durch eine hochwertige Bauausführung, überschaubare Investitionskosten und zukunftssichere Betriebskosten überzeugen, so der BINE-Informationsdienst in einer Pressemitteilung. Ein wichtiger Aspekt sei die Wärmeversorgung der Siedlung. Hier bieten solarunterstützte Nahwärmenetze eine umweltfreundliche Option.  Das neue, kostenfrei erhältliche BINE-Projekt-Info "Solare Nahwärme in neuen Wohnsiedlungen" stellt zwei geförderte Projekte aus Stuttgart und Heilbronn vor.


Konzept und Auslegung stimmig, Solar-Ertrag noch zu gering

Die Neubausiedlungen Stuttgart Burgholzhof und Heilbronn Badener Hof erfüllen den Niedrigenergiehaus-Standard. In jeder Siedlung versorgt ein solarunterstütztes Nahwärmenetz mit Kurzzeitspeicher die Wohnungen mit Wärme zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung. Die grundlegende Konzeption und Auslegung der Anlagen haben sich laut BINE-Informationsdienst als richtig erwiesen. Beide Projekte hätten aber auch mit Schwierigkeiten zu kämpfen, beispielsweise beim garantierten Solar-Ertag und bei der Belegung der Baugebiete. Das BINE-Projekt-Info diskutiert die Ursachen des geringeren Solar-Ertrags und die Optimierungspotenziale im Detail.

Die Erfahrungen aus Stuttgart und Heilbronn könnten dazu beitragen, andernorts in solarunterstützten Nahwärmenetzen mit Kurzzeitspeicherung einen höheren solaren Deckungsanteil zu erzielen, so der BINE-Informationsdienst. Das neue Förderkonzept "Solarthermie2000plus" biete auch in Zukunft Fördermöglichkeiten für innovative Projekte von Wohnungswirtschaft und Wärmedienstleistern. Ziel sind CO2-neutrale Versorgungskonzepte mit einem solaren Deckungsanteil von 10 bis 30 %.

Die Broschüre ist kostenfrei bei BINE Informationsdienst zu beziehen - im Internet unter http://www.bine.info oder telefonisch unter 0228/ 9 23 79-0.

Informationen zum Förderkonzept "Solarthermie2000plus" unter http://www.solarthermie2000plus.de

18.04.2005   Quelle: BINE Informationsdienst   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Praxistest belegt: Solarheizkessel besonders effizient

Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) liegt der Primärenergiebedarf eines Solar-Gas-Brennwertsystems (solare Warmwasserbereitung, Heizungsunterstützung) rund 20 Prozent unter dem Wert eines herkömmlichen Brennwertkessels. Jetzt sei in einem Einzelversuch nachgewiesen worden, dass der Solarheizkessel "SolvisMax" diesen Wert sogar noch um weitere 10 Prozent unterbieten kann, berichtet die Solvis Energiesysteme GmbH & Co. KG in einer Pressemitteilung.  Das Institut für Heizungs- und Klimatechnik der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel überprpüfte in einer breit angelegten Feldstudie das Betriebsverhalten und den Energieverbrauch von Brennwert-Heizkesseln mit Wassererwärmern.


Die „Felduntersuchung: Betriebsverhalten von Heizungsanlagen mit Gas-Brennwertkesseln“, gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), untersuchte bei insgesamt 69 Gebäuden die Wärmeerzeuger auf ihre Effizienz. "In einem der untersuchten Gebäude, einem Einfamilienhaus (vier Personen), wurde ein herkömmliches neues Gas-Brennwertgerät gegen den Solarheizkessel SolvisMax ausgetauscht. Der witterungsbereinigte Praxistest ergab 30 Prozent bzw. 3.400 kWh/a weniger Gasverbrauch", so Prof. Dr. Dieter Wolff von der FH Braunschweig/Wolfenbüttel


Integration des Brenners in den Heizkessel reduziert Wärmeverluste

"Diese höhere Einsparung ist vor allem durch die Integration des Brenners direkt in den Heizkessel möglich – das reduziert Wärmeverluste auf ein Minimum", erklärt Solvis-Geschäftsführer Helmut Jäger. Ein selbstregelnder Schichtenspeicher optimiere den Nutzungsgrad zusätzlich. Das Wasser fließe ohne Mischverluste in den Warmwasserpuffer zur Erwärmung des Wassers im Durchlaufverfahren, den witterungsgeführten Heizungspuffer und in das Puffervolumen zur Erwärmung durch die Solaranlage. Das von der Sonne erwärmte Wasser steige dann durch den natürlichen Auftrieb nach oben und schichte sich seiner Temperatur entsprechend ein. Die Brauchwassererwärmung erfolge im Direktdurchlauf über einen separaten Wärmetauscher mit Gegenstromprinzip. Der Abgaswärmetauscher kühle das durchströmende Abgas bis unter den Taupunkt, so dass auch die Kondensationswärme genutzt werde.

18.04.2005   Quelle: Solvis Energiesysteme GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

WindWelt AG verkauft Standorte für Windkraftprojekte über 24 MW

Die WindWelt AG (ISIN: DE0006352537) hat Standorte für den Bau von 24 MW Windkraftkapazität an die Umwelt-Global-Management GmbH & Co Zülpich Weilerswist KG verkauft. Die Projekte in der Eifel seien von der WindWelt AG bis zur Baureife geplant und entwickelt worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Nach der Veräußerung der Standorte verfüge die Gesellschaft noch über eine "Pipeline" von 10 MW für 2005/2006 und weitere 40 MW ab 2006, welche die WindWelt AG teilweise selbst realisieren und teilweise veräußern will. Alle Standorte sollen mit Maschinen des deutschen Windkraftanlagenbauers Enercon GmbH ausgerüstet werden.


Stärkere Konzentration auf Solarparks, Umbenennung in Solarparc AG

"Parallel zur Veräußerung eines Teils unserer Windkraftpipeline fokussieren wir uns stärker auf die Realisierung von renditeorientierten Solarparks", kündigt Susanne Muffler an, Vorstand Finanzen (CFO) der WindWelt AG. Dabei werde sich die Gesellschaft künftig auch um die Platzierung der eigenentwickelten Solarstromkraftwerke kümmern.
Für diese Erweiterung der Geschäftstätigkeit will der Vorstand der WindWelt AG die Hauptversammlung am 24. Mai 2005 um Zustimmung bitten. Die Aktionärsversammlung soll dann auch über die Umbenennung der Gesellschaft in Solarparc AG entscheiden. "Der neue Name wird die neue Ausrichtung der Gesellschaft adäquat widerspiegeln", erläutert Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der Windwelt AG, die Namensgebung.

18.04.2005   Quelle: WindWelt AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Broschüre "Neue Energie-Region Rhein-Neckar" zeigt beispielhafte Projekte

Ausflugsführer zu Projekten mit erneuerbaren Energien
Ausflugsführer zu Projekten mit erneuerbaren Energien

Den Rhein-Neckar-Raum auf dem besten Weg zu einem "Platz an der Sonne" beschreibt das Heft "Neue Energie-Region Rhein-Neckar". Die Region zwischen Pfälzer Wald, Odenwald und Kraichgau mit ihren Zentren Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg belege im Hinblick auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien längst einen Spitzenplatz in Deutschland, so die Herausgeber.  Als "Anleitung zum Handeln" konzipiert, schlägt die Veröffentlichung "Neue Energie-Region Rhein-Neckar" mit leicht verständlichen, knappen Texten und vielen Bildern eine Brücke zu vorbildlichen Energie-Projekten und Akteuren im Rhein-Neckar-Raum. Durchgehend farbig gestaltet bietet die Broschüre auf 80 Seiten (DIN A4) anschauliche Information zur Energieeffizienz und zu erneuerbare Energien. "Wer handeln will und Vorbilder sucht: hier sind sie!", betont Daniel Bannasch, der den Führer zusammengestellt hat. Die Veröffentlichung wurde von der VRD Energie Stiftung mit Sitz in Mannheim gefördert.



Informieren und Überzeugen

Durch die Art der Darstellung und die Auswahl der Projekte sei die Veröffentlichung gleichermaßen für Profis und Einsteiger geeignet. Mit der "Neuen Energie-Region Rhein-Neckar" könne man sich sowohl selbst informieren als auch andere überzeugen: Bürger in Agenda-Gruppen, Gemeinderäte und Bürgermeister, Sportvereine, oder Unternehmen. Mit einer Übersichtskarte, Anfahrtsbeschreibungen und Kontaktadressen ist die Broschüre auch als Ausflugsführer verwendbar - auch für Interessierte aus anderen Regionen. Die sorgfältige Auswahl der vorgestellten Beispiele aus Hunderten von Projekten, die im Rhein-Neckar-Raum recherchiert wurden, garantiere dem Leser einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten der Energieeffizienz und erneuerbarer Energien. Vorgestellt werden unter anderem das weltgrößte Solardach in Bürstadt, die Heidelberger Solarfähre oder das "Nullemissionsdorf" Weilerbach, die Umrüstung eines ganz normaler Altbaus auf 100% erneuerbare Energien oder ein Pfälzer Biowinzer, bei dem nicht nur der Wein von der Sonne verwöhnt wird..

"Auch die zwingende Notwendigkeit und die großen Chancen einer vollständigen Ablösung der heutigen atomar-fossilen Energieversorgung durch 100 % erneuerbare Energien werden in äußerst kompakter Form dargestellt", heißt es in der Ankündigung der Broschüre. Bestellt werden kann die "Neue Energie-Region Rhein-Neckar" zum Einzelpreis von 5 EUR (Mengenrabatt bei größeren Bestellungen) bei: ecorema - Daniel Bannasch; Naumannstraße 13; 68199 Mannheim; Tel: 06 21/85 57 93; Mail: daniel.bannasch@gmx.de.

17.04.2005   Quelle: ecorema   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ecorema

 

Biomasse-Verstromungsanlage in Hagen-Kabel eingeweiht

"Die Biomassenutzung ist in Verbindung mit Kraft-Wärme-Kopplung unter Klima- und Umweltgesichtspunkten unschlagbar. Dies gilt insbesondere, wenn der Brennstoff zur Erzeugung von Strom und Prozesswärme aus der Produktion kommt, wie hier in Hagen", sagte NRW-Infrastrukturminister Dr. Axel Horstmann am 14.04.2005 bei der offiziellen Einweihung der Biomasse-Verstromungsanlage (BVA) Hagen-Kabel in Hagen.  Auch sei die zwischen der Mark-E Aktiengesellschaft und dem Unternehmen Stora Enso Kabel geschlossene Energiepartnerschaft zukunftsweisend, so der Minister weiter. "Die von beiden Unternehmen gemeinsam geplante und gebaute holzbasierte Biomasse-Verstromungsanlage sorgt für eine effiziente und effektive Energieerzeugung, die sowohl den spezifischen Anforderungen vor Ort gerecht wird als auch die spezifischen Vorteile vor Ort optimal nutzt", sagte Horstmann.


160 Millionen Kilowattstunden Strom aus Holz

Die BVA hat eine elektrische Leistung von 20 Megawatt. Bei einer erwarteten jährlichen Stromproduktion von rund 160 Millionen Kilowattstunden können damit rein rechnerisch über 40.000 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden. Zusätzlich werden der Turbine nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung stündlich rund 25 Tonnen Prozessdampf für die Papierproduktion der Stora Enso entnommen. Von den jährlich etwa 214.000 Tonnen Festbrennstoffen auf Holzbasis (Rinde, Kappholz, Sägemehl und -späne sowie Altholz), die in dem Kraftwerk zur Strom- und Dampferzeugung zum Einsatz kommen, können allein rund 70.000 Tonnen Brennmaterial direkt von Stora Enso zur Verfügung gestellt werden. "Umweltfreundlicher und effizienter kann die Energiebereitstellung hier nicht erfolgen. Und genauso stellt sich Nordrhein-Westfalen eine effiziente Energieversorgung der Zukunft vor: Eine auf den jeweiligen Standort und die jeweilige Nutzung individuell angepasste Versorgungsstruktur", so der Minister.
Nordrhein-Westfalen ist laut Infrastrukturministerium bundesweiter Spitzenreiter bei der Stromerzeugung aus Biomasse. Etwa 90 Prozent der Biomasse entfallen auf das Holz. Die Verbrennung speziell dieses Rohstoffs hat einen ganz besonderen Klima schonenden Vorteil: Sie ist CO2-neutral. Bei der Verbrennung von Holz wird nur die während des Wachstums aufgenommene Menge CO2 wieder freigesetzt. Für die in der BVA vorgesehene Betriebszeit von 8.000 Stunden ergibt sich nach Berechnungen des Ministeriums eine jährliche CO2-Minderung von etwa 160.000 Tonnen gegenüber einem modernen Kohlekraftwerk. "Stora Enso leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Selbstverpflichtung der deutschen Papierindustrie, die bis 2012 eine CO2-Reduktion von 35 Prozent gegenüber den Werten des Jahres 1990 anstrebt", betonte der NRW-Infrastrukturminister.


Investition von 50 Millionen Euro schafft 25 Arbeitsplätze

Nicht zuletzt biete der Betrieb der Biomasse-Verstromungsanlage mit einem Investitionsvolumen von rund 50 Millionen Euro 25 Mitarbeitern einen dauerhaften und qualifizierten Arbeitsplatz, so der Minister weiter. Insgesamt arbeiten in Nordrhein-Westfalen mittlerweile etwa 15.000 Beschäftigte in über 2.100 Firmen im Bereich der erneuerbaren Energien. "Die regenerativen Energien sind ein fester und zunehmender Bestandteil unseres Energiemixes, sagte Dr. Horstmann. Ziel sei , die Stromerzeugung auf der Basis erneuerbarer Energien technologisch voranzubringen und ihre Wirtschaftlichkeit und Konkurrenzfähigkeit zu erreichen, damit sie ihren Beitrag zu Wachstum und Beschäftigung in Nordrhein-Westfalen leiste. "Ich messe dabei der Biomasse die größten Entwicklungschancen zu, weil NRW hier - anders als beim Wind - sehr günstige Standortbedingungen bietet und Strom aus Biomasse stetig in die Netze eingespeist werden kann", so Horstmann.

17.04.2005   Quelle: Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung des Landes Nordrhein-Westfalen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Bayerische Proton Motor Fuel Cell GmbH eröffnet Standort in Herten

Als einen "weiteren Schritt auf dem Weg des Landes NRW zu einem international führenden Standort der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie" hat NRW-Infrastrukturminister Dr. Axel Horstmann die Ansiedlung des bayerischen Brennstoffzellen-Herstellers Proton Motor Fuel Cell GmbH im nordrhein-westfälischen Herten bezeichnet.  "Proton Motor besetzt mit seiner Konzentration auf Hybridantriebskonzepte für Nutzfahrzeuge im kleineren Leistungsbereich exakt eines der frühen Marktsegmente, die wir aktuell etablieren werden. Die Ansiedlung von Proton Motor in NRW belohnt unsere Bemühungen in diesemBereich", betonte der Minister.


Günstige Rahmenbedingungen für High-Tech-Unternehmen

"Vor kaum zwei Monaten konnten wir die Ansiedlung des US-amerikanischen Brennstoffzellenherstellers IdaTech Fuel Cells GmbH feiern und wir sind zuversichtlich, dass die heutige Nachricht nicht die letzte gute Meldung aus der nordrhein-westfälischen Brennstoffzellenindustrie sein wird", ist sich der NRW-Infrastrukturminister sicher. "In NRW hat sich ein sehr beachtliches Netzwerk im Bereich Brennstoffzelle und Wasserstoff etabliert. Hier sehen wir als High-Tech-Unternehmen die richtigen Rahmenbedingungen durch die Politik gegeben, um die weitere Produktentwicklung für die Brennstoffzellen-Hybrid-Technologie mit unseren Partnern voranzutreiben", sagte Felix Heidelberg, Geschäftsführer von Proton Motor. "Die enge Bindung auch an andere Partner in NRW, die gute Infrastruktur sowie eben diese klaren politischen Rahmenbedingungen haben das Unternehmen bewogen, in einen neuen NRW-Standort zu investieren und hier Arbeitsplätze zu schaffen. Dabei handelt es sich nicht um eine Verlagerung von bereits bestehenden Arbeitsplätzen, sondern um die Erweiterung der Unternehmensaktivitäten", ergänzte Benedikt Eska, Leiter Business Development bei Proton Motor.

Die Proton Motor Fuel Cell GmbH mit Sitz in Starnberg entwickelt und fertigt seit mehr als zehn Jahren Brennstoffzellensysteme. Das Unternehmen liefert Lösungen für emissionsfreien Strom, insbesondere Brennstoffzellen-Hybrid-Technologien für Nutzfahrzeuge. Der Brennstoffzellenantrieb für Gabelstapler, den Proton Motor gemeinsam mit der Still GmbH und der Linde AG entwickelt hat, habe bereits für
weltweite Aufmerksamkeit gesorgt.


Land NRW fördert Brennstoffzellen- und Wasserstoffenergietechnik

Die Landesregierung NRW fördert die Entwicklung und den Ausbau der Brennstoffzellen- und Wasserstoffenergietechnik in Nordrhein-Westfalen mit starkem finanziellen Engagement. Motor ist dabei das "Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW", dessen Gründung das Land vor genau fünf Jahren angestoßen hat. Ziel des Netzwerks, in dem rund 300 Mitglieder aktiv sind, ist der zügige Auf- und Ausbau der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik in NRW, entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Herstellung über die Speicherung und den Transport des Wasserstoffs bis hin zur vielfältigen Anwendung in Brennstoffzellen. Bis heute hat das Land NRW 54 Projekte mit über 50 Mio. € bei Gesamtinvestitionen von rund 100 Mio. € unterstützt.

17.04.2005   Quelle: Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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European Energy Award 2005 für Bochum, Oberhausen und Bocholt

Drei Städte in Nordrhein-Westfalen wurden für ihre beispielhaften Anstrengungen zur Reduzierung des kommunalen Energieverbrauchs mit dem European Energy Award 2005 (eea) ausgezeichnet. Staatssekretär Jörg Hennerkes vom nordrhein-westfälischen Energieministerium überreichte die Auszeichnung am 14.04.2005 in Bochum gemeinsam mit Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, dem Leiter der Energieagentur NRW.  Der eea wird an europäische Kommunen verliehen, die sich erfolgreich an einem Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren beteiligt haben, welches das Engagement der Stadt oder Gemeinde für ein nachhaltiges Energiemanagement aufzeigt. Deutschlandweit werden in diesem Jahr insgesamt sechs Städte ausgezeichnet. Die Energieagentur NRW ist im Auftrag des Energieministeriums regionaler Träger des European Energy Award in NRW.

"Die Städte leisten mit dieser Auszeichnung nicht nur einen wichtigen Beitrag für den Klima- und Umweltschutz, sondern entlasten gleichzeitig ihre kommunalen Haushalte", gratulierte Staatssekretär Hennerkes den Kommunen. "Das Land NRW hat bei der Entwicklung des eea im Rahmen des 5. Forschungsrahmenprogramms der EU intensiv mitgewirkt. Drei Punkte sind für den langfristigen Erfolg beim städtischen Energiemanagement entscheidend: ein gut durchdachtes Energiekonzept, eine stringente Umsetzung im kommunalen Alltag und - last not least - eine externe Bewertung durch unabhängige Experten", so Hennerkes. Indirekt stelle der eea auch die wirtschaftliche
Innovationsfähigkeit der Region unter Beweis. "Die eea-Teilnehmer müssen sich die Auszeichnung regelmäßig neu verdienen.
Wer nachlässt, kann den Award auch verlieren", warnt der Staatssekretär.


Bochum: Umweltfreundliche Mobilität und Ökostrom

Ausgangsbasis in Bochum war das Klimaschutzkonzept, das unter Federführung des städtischen Umweltamtes umgesetzt wird. Schwerpunkte liegen bei den Themen Mobilität und Ökostrom. So konnte Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz auf ein optimiertes Busliniennetz verweisen, das den Öffentlichen Personen Nahverkehr (ÖPNV) attraktiver und wirtschaftlicher machen soll. Knapp 2.000 Privathaushalte beziehen in Bochum ausschließlich Ökostrom aus Wasserkraft. Hinzu kommen Gewerbekunden sowie die über 60 Grundschulen innerhalb der Stadtgrenzen, die Laudator Prof. Hermann-Josef Wagner von der Ruhr-Universität Bochum besonders beeindruckten.


Oberhausen: Kraft-Wärme-Kopplung und industrielle Abwärme

Oberhausen hat bereits frühzeitig und weit reichend auf den Aufbau der Kraft-Wärme-Kopplung gesetzt. Die kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung aus zwei Gas-Heizkraftwerken leistet einen Beitrag zur kommunalen Energieeffizienz. Zusätzlich nutzt die Stadt industrielle Abwärme eines großen Chemieunternehmens für das Fernwärmenetz. Laudator Hans-Peter Hübner, Leiter des Hans-Sachs-Berufskolleg in Oberhausen, lobte, dass diese optimierte Energieversorgung auch beim innerstädtische Flächenrecycling zur Anwendung kam. So wurden frühere Industriestandorte sowohl an das Fernwärmenetz angeschlossen als auch mit guten ÖPNV-Anbindungen ausgestattet. Den Preis in Empfang nahm Oberbürgermeister Klaus Wehling.


Bocholt: energieeffizienter Gebäudebestand, Förderprogramm zur Wärmedämmung

Bocholt kann auf die besten Ergebnisse des externen Audits verweisen. Einen Namen hatte sich die Stadt bereits als eine der fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands gemacht (33 Prozent Radverkehr). Den Schwerpunkt für den eea legte Bocholt allerdings auf einen energieeffizienten Gebäudebestand. Beim Passivhaus-Projekt Biemenhorst erhielten bevorzugt solche Baufamilien den Zuschlag für ein geeignetes Grundstück, die sich einer zukunftsorientierten, energieeffizienten Bauweise verschrieben haben. Der Laudator für Bocholt, Pfarrer Dr. Klaus Winterkamp, sprach Biemenhorst in seiner Rede Pilotfunktion für die gesamte Region Münsterland zu. Energieeffizienz auch für die lokale Wirtschaft: Die "Kampagne Altbau optimal" umfasse neben einem städtischen Förderprogramm zur Wärmedämmung älterer Gebäude auch Thermografieaktionen und Blower-Door-Tests. Stadtbaurat Ulrich Plaßlick, Dezernent für Planung, Umwelt und Bau nahm den Preis entgegen.

Kommunen in NRW, die beim EEA teilnehmen wollen, wenden sich an die Geschäftsstelle des European Energy Award NRW, c/o B.&S.U. Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH, Maren Kornmann, Stadtwaldgürtel 4, 50931 Köln, Tel.: 0221/3777685, Fax.: 0221/3777687, mailto:mkornmann@bsu-koeln.de

16.04.2005   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Saarland: Brennholz als Alternative zu Öl und Gas

Immer mehr Saarländer schlagen offenbar den hohen Öl- und Gaspreisen ein Schnippchen und heizen ganz oder teilweise mit Holz aus heimischen Wäldern. Beim SaarForst Landesbetrieb wachse das Marktsegment Brennholz stetig, berichtet das saarländische Umweltministerium in einer Pressemitteilung.  So habe SaarForst im vergangenen Jahr 48.000 Raummeter Brennholz verkauft. Das bedeute eine Absatzsteigerung um 60 Prozent gegenüber 1999 (30 000 Raummeter).


Mit Holzheizung 500 Euro jährlich sparen

Entsprechend seien die Erlöse gestiegen: 2004 habe der Verkauf von Buchen-, Eichen- und Nadelholz als Brennholz 706.000 Euro in die Kassen der Förster gebracht. "Brennholz ist für SaarForst inzwischen ein sehr interessantes Produkt. Damit hat unser Programm 'Brennholz Marketing Saar' reiche Früchte getragen", zieht Umwelt-Staatssekretär Rainer Grün eine positive Bilanz. "Wer mit Holz heizt, nutzt nicht nur einen umweltfreundlichen und nachwachsenden Energieträger und tut etwas für seine körperliche Fitness, sondern spart auch bares Geld", so Grün weiter. Eine Familie mit einem jährlichen Ölverbrauch von bisher 3.000 Litern (oder 3.000 Kubikmetern Gas) könne mit einem leistungsfähigen Holzkaminofen die Hälfte ihres Wärmebedarfs mit Holz decken. Entsprechend würden 1 500 Liter Öl durch Holz ersetzt, was neun Raummetern Laubholz entspreche. Für diese Holzmenge zahle die Familie beim Förster etwa 180 Euro, wenn sie das Holz selbst aufarbeitet. Für die vergleichbare Menge Öl müsste sie dagegen 750 Euro aufwenden. "Unterm Strich spart das Zuheizen mit Holz also rund 500 Euro im Jahr!", betont Grün.

Der Wald verkrafte die steigende Nachfrage nach Brennholz ökologisch gut, so das Umweltministerium in einer Pressemitteilung. Allein auf den 40.000 Hektar Staatswald im Saarland würden jedes Jahr mindestens 300.000 Kubikmeter Holz nachwachsen. Nur etwa 50 Prozent dieses Zuwachses würden derzeit genutzt,"'Wer mit Holz heizen will, kann dies mit gutem Gewissen tun", betonte Umwelt-Staatssekretär Grün abschließend.

16.04.2005   Quelle: MINISTERIUM FÜR UMWELT DES SAARLANDES   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Öko-Institut: Längere Laufzeit der Kernkraftwerke ist keine Lösung

Die baden-württembergische Landesregierung sollte das Land als attraktiven Innovationsstandort vermarkten, statt Investoren und Innovatoren damit abzuschrecken, dass sie eine längere Laufzeit der Kernkraftwerke fordert. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer neuen Studie des Öko-Instituts e.V., die im Auftrag der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Grüne erstellt und Anfang April in Stuttgart der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Energiewirtschaft in Baden-Württemberg sei nicht von der Kernenergie abhängig, betont das Öko-Institut. Der Atomausstieg sei vielmehr eine Chance, zu einem Vorreiter einer innovativen und nachhaltigen Energieversorgung zu werden.  Thema der Studie ist die Zukunft der Energiewirtschaft in Baden-Württemberg ohne Kernkraft. Die Landesregierung wolle zwar verhindern, dass Baden-Württemberg von Stromimporten abhängig werde, entwerfe jedoch gleichzeitig ein pessimistisches Bild des Erzeugungsstandorts Baden-Württemberg, in dem nur die Kernkraftwerke auf der Habenseite stünden, kritisiert das Öko-Institut. Die Freiburger Wissenschaftler plädieren für eine Strategie, die anerkenne, dass in einem europäischen Wettbewerbsmarkt der Stromhandel zunimmt und "Unabhängigkeit von Stromimporten" kein Ziel sein kann, schon gar nicht auf der Ebene eines Bundeslandes.


Innovative Potenziale der Stromerzeugung im Land stärken

"Gerade in diesem Wettbewerbsmarkt geht es darum, die Chancen in Baden-Württemberg zu nutzen und die innovativen Potenziale der Stromerzeugung im Land zu stärken, anstatt lediglich zu fordern, die Laufzeit der Kernkraftwerke zu verlängern", sagt Dierk Bauknecht, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Öko-Institut im Forschungsbereich Energie & Klimaschutz. Kernkraftwerke könnten einerseits durch hoch-effiziente Erdgas-Kraftwerke ersetzt werden. Daneben hätten auch die erneuerbaren Energien große Potenziale, besonders die Biomasse. Nötig sei auch die Erhöhung der Energieeffizienz auf der Seite der Verbraucher. "Und wer neue Technologien wie Stirling-Motoren international vermarkten will, sollte sie auch zu Hause einsetzen", so das Öko-Institut.


Hoher Kernenergieanteil hat zu niedrigen Strompreisen geführt

Die Studie beschäftigt sich auch mit der Frage, ob die Strompreise durch den Kernenergieausstieg in Baden-Württemberg steigen werden. Sie mache deutlich, dass der hohe Kernenergieanteil im Land beziehungsweise der EnBW nicht zu niedrigen Strompreisen für die Verbraucher geführt habe. Die Strompreise in Baden-Württemberg gehören laut Öko-Institut zu den höchsten in ganz Deutschland und EnBW zähle zu den teuersten Anbietern in Baden-Württemberg. Als wesentliche "Stellschraube" für niedrigere Strompreise nennt die Studie die hohen Netzkosten. Außerdem sei Wettbewerb zwischen verschiedenen Kraftwerksbetreibern Voraussetzung für eine effiziente Stromversorgung. Ein neues Erdgas-Kraftwerk am Standort Obrigheim, zum Beispiel gemeinsam betrieben von Stadtwerken, wäre daher das richtige Signal, so das Öko-Institut.

Die Studie kann als PDF-Dokument (842 kByte) kostenlos heruntergeladen werden http://www.oeko.de/dokum.php?id=244

16.04.2005   Quelle: Öko-Institut e.V., Büro Freiburg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Bundestag verabschiedet neues Energiewirtschaftsgesetz

Der Deutsche Bundestag hat am 15.04.2005 das Zweite Gesetz zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts beschlossen. Zusammen mit den Verordnungen für den Netzzugang und die Netzentgelte bei Strom und Gas, die das Kabinett in dieser Woche beschlossen hat und die jetzt dem Bundesrat zugeleitet werden, liege das Regelungswerk komplett auf dem Tisch, berichtet das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) in einer Pressemitteilung.  Die Aufsicht über die Energieversorgungsnetze soll der bisherigen Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post als selbstständige neue Aufgabe zugewiesen werden, die nun in "Bundesnetzagentur" für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen umbenannt werden soll.

"Damit ist eine wichtige Voraussetzung geschaffen, dass die Energieversorgungsunternehmen ihren Investitionsstau auflösen und ihre geplanten Investitionen auf den Weg bringen", kommentierte Wolfgang Clement, Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit. Das neue Energiewirtschaftsgesetz sieht unter anderem eine gesellschaftsrechtliche Entflechtung des Netzbetriebs von den übrigen Geschäftsfeldern der Energieversorgungsunternehmen vor. Die Entflechtungsbestimmungen sollen die Neutralität des Geschäftsbetriebs gewährleisten und Quersubventionen zwischen den Geschäftsbereichen verhindern.


Regulierung der Energieversorgungsnetze

Ein weiteres Kernelement ist die Regulierung der Energieversorgungsnetze. Im Gasbereich biete das Gesetz die Grundlage für das neue "entry/exit-Netzzugangsmodell", das in der Gasnetzzugangsverordnung näher ausgestaltet wird. Das derzeitige Niveau der Netzentgelte wird nach Inkrafttreten des Gesetzes im Rahmen einer neu gestalteten Mißbrauchsaufsicht überprüft. Beabsichtigte Erhöhungen der Netzentgelte im Strombereich unterliegen bis zum Start der geplanten Anreizregulierung einer Vorabprüfung.


Beschwerde- und Klagemöglichkeiten auch für Verbraucherverbände

Die Rechte der industriellen, gewerblichen und privaten Verbraucher werden laut BMWA durch jederzeitige Beschwerde- und Klagemöglichkeiten maßgeblich gestärkt, die auch für Verbraucherverbände gälten. "Dies sichert einen diskriminierungsfreien und effizienten Netzzugang für alle Kunden und stellt die Weichen für sinkende Netzentgelte", so Clement.
Der heutige Gesetzesbeschluss sei ein wichtiger Schritt, um die neue Energieregulierung Mitte dieses Jahres starten zu können. Der Bundesrat werde sich voraussichtlich am 29. April 2005 mit dem Gesetz befassen, heißt es in der BMWA-Pressemitteilung.

15.04.2005   Quelle: BMWA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SPD: Neues Energierecht im Zeichen von Wettbewerb und Effizienz

"Heute ist ein guter Tag für den Wettbewerb auf dem deutschen Gas- und Strommarkt. Mit der Verabschiedung dieser Novelle können wir selbstbewusst und zuversichtlich in die energiewirtschaftliche Zukunft blicken." Das erklärte der energiepolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Hempelmann zur abschließenden Lesung der Neufassung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) am 15.04.2005 im Bundestag. Die Bundesregierung habe das deutsche Energierecht grundlegend reformiert und auf das Zielviereck Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit, Umweltfreundlichkeit und Verbraucherschutz ausgerichtet, so Hempelmann.  Im Zentrum stünden die Verbesserung der Markttransparenz und Kosteneffizienz in den Gas- und Stromnetzen.

"Mit dieser Novelle bekräftigen wir unsere Position in der Spitzengruppe des europäischen Elektrizitäts- und Gasmarktes. Mit Blick auf seine Vorreiterrolle bei der Marktöffnung kann Deutschland auch gegenüber seinen Partnern in Europa nachdrücklich auf weitere Fortschritte bei deren Marktöffnung hinwirken", so Hempelmann.


Unabhängige Regulierung statt Selbstregulierung der Gas- und Strommärkte

Das Gesetz markiert laut Hempelmann einen ordnungspolitischen Paradigmenwechsel: Deutschland verlasse das System der Selbstregulierung und schließe sich dem europäischen Standard einer unabhängigen Regulierung für die natürlichen Monopole der Gas- und Stromnetze an. Hierfür sei eine bundeseinheitliche Regelung unabdingbar, erklärte der SPD-Sprecher mit Blick auf die Forderungen nach mehr Kompetenzen der Länder.


Bundesnetzagentur wird Marktaufsicht übernehmen

"Mit der Einrichtung einer Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen schaffen wir einen neuen institutionellen und organisatorischen Rahmen für den Wettbewerb in den netzgebundenen Infrastrukturen. Die Marktaufsicht wird durch eine Fülle von Einzelmaßnahmen gestärkt, darunter insbesondere eine Vorab-Kontrolle (ex ante)
bei geplanten Netzentgelterhöhungen. Wir erwarten hiervon eine Stärkung der Marktkräfte, die Aktivierung von Kostensenkungspotenzialen und damit auch positive Preissignale für alle Kundengruppen.


Präzise Anforderungen für das System der Anreizregulierung

Klare Qualitätskriterien sowie Anreize für Innovationen und Investitionen in die Netze sollen laut Hempelmann das hohe Niveau der Versorgungssicherheit weiterhin sicherstellen. Eine Regulierung nach dem Prinzip "Versuch-und-Irrtum", die in einigen Nachbarstaaten bereits zu erheblichen Problemen geführt habe, sei kein Vorbild. Deshalb habe Die Bundesregierung präzise Anforderungen für das neue System der Anreizregulierung definiert, von dem eine starke Effizienzwirkung auf die Netzbetreiber ausgehen werde. Erlös- und Preisvorgaben der Netzagentur sollen Kostensenkungschancen eröffnen, ohne die Unternehmen zu überfordern.


Rasches Ergebnis im Bundesrat gefordert

"Nun liegt der Ball im Feld des Bundesrates. Wir erwarten eine konstruktive und sachliche Beratung und ein rasches Ergebnis. Jede Verschleppung dieses neuen Grundgesetzes für die Energiewirtschaft verunsichert Investoren, verzögert Investitionen und schadet den Menschen in unserem Land", betont der SPD-Sprecher.

15.04.2005   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Energiewirtschaftsgesetz im Bundestag: VKU sieht Belastung durch Bürokratie

Drohende Kostensteigerungen durch "übermäßige Bürokratie und mangelnde Renditeanreize" für Netzinvestitionen befürchtet der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) als Folge des neuen Energiewirtschaftsgesetzes. Die Novelle des EnWG wird am 15.04.2005 in zweiter und dritter Lesung im Bundestag beraten.  Durch eine Aushöhlung des betriebswirtschaftlich anerkannten Grundsatzes der Nettosubstanzerhaltung - besonders durch die jüngst im Bundeskabinett beschlossene Verschlechterung der Abschreibungsbedingungen - könnten die finanziellen Mittel zum Erhalt und zum notwendigen Ausbau der Strom- und Gasnetze in der Zukunft nicht mehr ausreichend vorhanden sein, befürchtet der VKU.


Anreizregulierung soll durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates festgelegt werden

Eine rein politisch und nicht marktkonform begründete Senkung der Netzentgelte lasse ein "Investment Netze" nach externen Bewertungen nicht mehr als lukrativ erscheinen, so der VKU. "Es darf keinen politisch stimulierten Investitionsattentismus geben", sagte der stellvertretende VKU-Hauptgeschäftsführer Michael Wübbels am 14.04.2005 in Berlin und warnte davor, dass sich Investoren und Kreditgeber zurückhalten könnten. Die mangelnde Sicherheit für Netzinvestitionen werde verstärkt durch die Freiheiten, die der EnWG-Entwurf der Regulierungsbehörde bei den Festlegungen für eine Anreizregulierung einräume, die der künftigen Wettbewerbsbehörde ermöglicht, den Strom- und Gasnetzbetreibern Preisobergrenzen vorzugeben. Daher müsse besonders die Ausgestaltung einer Anreizregulierung nicht allein durch die Regulierungsbehörde festgelegt werden, sondern durch eine Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates erfolgen.


Bürokratie belastet kleine und mittlere Stadtwerke

Zusätzliche Belastungen würden den Unternehmen durch einen übermäßigen Bürokratismus auferlegt, so der VKU: Besonders deutlich zeige sich dies an der unübersehbaren Vielzahl von Veröffentlichungs-, Mitteilungs- und Dokumentationspflichten. Diese gingen weit über das Notwendige hinaus und verursachten bei den Netzbetreibern hohe Kosten, ohne dass diesem Aufwand ein erkennbarer Nutzen für einen diskriminierungsfreien Netzzugang gegenüberstehen würde. Gerade die kleinen und mittleren Stadtwerke würden hierdurch besonders belastet.

Für das weitere parlamentarische Verfahren fordert der VKU eine besondere Regelung für örtliche Verteilnetze in der Netzzugangsverordnung Gas, da diese für die Betreiber lokaler Verteilnetze in vielen Teilen nicht umsetzbar sei. Daneben müsse die Benachteiligung kleinerer Unternehmen durch die Aufstellung eines Gleichbehandlungsprogramms beim so genannten Unbundling entfallen. Außerdem soll nach den Vorstellungen des VKU das Prinzip der Kostenwälzung im Strombereich zur Vermeidung des Inkassorisikos für Stadtwerke eingeführt und das "Rosinenpicken" durch den Aufbau so genannter Arealnetze in finanziell besonders attraktiven Gebieten und der dadurch entstehenden Benachteiligung anderer Wohngebiete verhindert werden.

15.04.2005   Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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NRW präsentiert marktnahe Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik auf der Hannover Messe

"Die Entwicklung der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik in NRW hat stark an Dynamik zugenommen. Sieben Brennstoffzellenentwicklungen feiern hier in Hannover ihre Weltpremiere. Dazu gehören die Prototypen eines mit Brennstoffzellen angetriebenen Shuttlebusses und eines dreirädrigen Lastenfahrrades. Dies ist ein großer Erfolg unserer Forschungs- und Energiepolitik", sagte NRW-Infrastrukturminister Dr. Axel Horstmann am 12.04.2005 anlässlich seines Besuches auf der Hannover Messe.  Diese Transportfahrzeuge könnten bereits heute für Spezialanwendungen eingesetzt werden und stellten als "lokale Zero-Emission-Fahrzeuge" auch vor dem Hintergrund der aktuellen Feinstaubpartikel-Diskussion eine interessante Option dar, so der Minister. Denn die Brennstoffzellentechnologie führe zu abgasfreien Antrieben und erfülle höchste Ansprüche des Klima- und Umweltschutzes. So könne der Bus im Werksverkehr, im Messebetrieb oder im innerstädtischen Bereich genutzt werden. Besonders dort, wo Lärm- und Luftbelastungen vermieden werden müssen. Mit dem Lastenfahrrad ließen sich umweltfreundlich kleinere Lasten in der Innenstadt transportieren.


Brennstoffzellenbusse während der Fußball-WM im Einsatz

Der 30 Personen fassende Niederflur-Brennstoffzellenhybridbus wurde von der Hydrogenics Enkat GmbH aus Gelsenkirchen mit Unterstützung der Landesregierung entwickelt. Ziel ist es, Brennstoffzellenbusse zeitnah in die kommerzielle Nutzung einzubringen. Die WM 2006 stelle dabei eine hervorragende Möglichkeit dar, diese Technik einem breiten internationalen Publikum vorzustellen, indem die Busse an den drei NRW-Spielorten im Shuttledienst fahren. "Die gezielte Förderung zukunftsfähiger Technologien ist ein wichtiges Element unserer Energiepolitik, das wir auch in Zukunft weiter einsetzen werden", so Dr. Horstmann: Das sei ein erster und auch sehr wichtiger Schritt. Zusätzlich aber wolle das Land NRW seinen Unternehmen dabei helfen, die in Hannover gezeigten Produkte und Entwicklungen in einem neuen und schwierigen Markt einzuführen und schließlich breit durchzusetzen.


Stromversorgung auf Brennstoffzellenbasis und Brennstoffzellen-Fahrräder

Auch die weiteren auf der Messe vorgestellten neuartigen Anwendungen oder Komponenten passen laut Horstmann in die Strategie des Landes, da sie schon sehr kurzfristig kommerziell verfügbar sein würden. AEG SVS Power Supply Systems aus Warstein zeigt eine neu entwickelte unterbrechungsfreie Stromversorgung auf Brennstoffzellenbasis für den Einsatz in EDV-Anlagen. Die Masterflex AG aus Herten stellt neben dem Prototypen eines dreirädrigen Lastenfahrrads "Cargobike" mit Brennstoffzellenantrieb auch das Brennstoffzellen-Pedelec vor, ein Fahrrad mit pedal-elektrischem Antrieb. Die Lietec GmbH aus Marl hat ein portables, modular aufgebautes Brennstoffzellensystem entwickelt, mit einer Leistung von 300 bis 1.000 Watt. Eine Weltpremiere feiert auch die Firma Dynetek Europe GmbH aus Ratingen mit dem 700 bar H2- Drucktanksystem für den Einsatz in PkW sowie einer 2 Liter - 700 bar Wechselkartusche.

15.04.2005   Quelle: Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung des Landes Nordrhein-Westfalen (MVEL).   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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IWR startet EEG-Rechner für Biogasanlagen

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat zu einem Boom bei der Errichtung von Biogasanlagen geführt. Im Jahr 2005 könnten nach Schätzungen 1.000 bis 2.000 neue Biogas-Anlagen in Deutschland errichtet werden. Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR), Münster, bietet im Internet einen EEG-Vergütungsrechner für Biogasanlagen an.   Mit diesem Rechner kann ein Anleger die zu erwartenden Erlöse für eine geplante Biogasanlage in Abhängigkeit von der Anlagengröße und der Biogasproduktion oder der jährlichen Benutzungsstundenzahl ermitteln.

Der Biogas-Vergütungsrechner im Internet unter: http://www.iwr.de/biogas/eeg-rechner
Themeninfos Biogas, Förderung: http://www.iwr.de/biogas
- Checkliste, Planungsleitfaden Biogasanlage: http://www.iwr.de/bio/biogas/Checkliste-Biogas-Anlage.html


15.04.2005   Quelle: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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RWE-Hauptversammlung: Greenpeace und WWF kritisieren Braunkohle-Pläne

Anlässlich der Hauptversammlung der RWE AG am 14. 05. 2005 warnte Greenpeace vor "Fehlinvestitionen in klimaschädliche Braunkohlekraftwerke". Auch die Umweltstiftung WWF forderte die Aktionäre auf, Druck auf die Unternehmensführung auszuüben, um die Investitionspolitik des Energieversorgers klimaverträglicher zu gestalten.   Greenpeace will, dass die RWE AG auf erneuerbare Energien und klimafreundlichere Gas- und Dampfkraftwerke setzt. Die Umweltschutzorganisation hält den Ausbau der Braunkohle nicht nur aus Sicht des Klimaschutzes für falsch, sondern sieht auch die Gefahr von "Investitions-Ruinen", weil diese Kraftwerke nicht zukunftsfähig seien.


Greenpeace: Energiemix mit Erneuerbaren erfordert flexibel regulierbare konventionelle Kraftwerke

"Der Anteil an Erneuerbaren Energien im Strommix wird weiter wachsen. Dann braucht unser Energiesystem flexibel regulierbare Kraftwerke, die sich dem schwankenden Strom von Sonne und Wind anpassen können", erklärt Jonas Mey, Energie-Experte von Greenpeace. "Braunkohle-Kraftwerke sind Dinosaurier der Vergangenheit. Sie sind schwerfällig regulierbar. In einem Energiesystem mit viel Erneuerbaren Energien können sie nicht wirtschaftlich betrieben werden", so Mey.


WWF: Gas statt Kohle

Der WWF sieht die RWE AG in einer besonderen Verantwortung, dem Klimawandel mit einer nachhaltigen Unternehmenspolitik entgegenzutreten. "Die hohe Abhängigkeit von der Kohle führt nicht nur zu einer hohen Umweltbelastung, sondern birgt zugleich große unternehmerische Risiken", warnt Regine Günther, Leiterin des Referats Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland. Leider sei ein Umdenken bislang nicht erkennbar. Die bisher angekündigten Kraftwerksprojekte in Nordrhein-Westfalen, setzen laut WWF vornehmlich auf Braunkohle. Dies sei mit einer verantwortlichen Unternehmenspolitik und einer anspruchsvollen Klimapolitik unvereinbar. Allein das geplante Braunkohlekraftwerk Grevenbroich-Neurath mit einer Investitionssumme von 2,2 Milliarden Euro werde die Atmosphäre jährlich mit rund 14 Millionen Tonnen Kohlendioxid belasten. Ein Gaskraftwerk mit gleicher Leistung würde dagegen nur 5,4 Millionen Tonnen CO2 emittieren, heißt es in der WWF-Pressemitteilung.

15.04.2005   Quelle: Greenpeace e.V. WWF Deutschland   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Konferenz "Rheinklima" sucht regionale Antworten auf den Klimawandel

Konkrete Klimavorsorge und die Sicherung vor Klimafolgen sind Gegenstand der Konferenz "Rheinklima" am 15. April 2005 in Bonn. Veranstalter ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Mit der Fokussierung auf die Gebiete am Rhein beschäftigt sich die Tagung mit einem der zentralen Ballungs- und Wirtschaftsräume Europas. Dabei geht es vor allem um die "Zukunftsfähigkeit eines europäischen Wirtschaftsraumes im Wandel des Klimas".  Rund 200 Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik werden zu der Konferenz erwartet. Zu den Teilnehmern zählen Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn und NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück. Hintergrund der Veranstaltung ist das aktuelle Förderprogramm des BMBF "Forschung für den Klimaschutz und Schutz vor Klimawirkungen".


Die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft vorantreiben

Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung. Wie die Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft auf weltweite Veränderungen regional reagieren können, soll auf der Konferenz diskutiert werden. Konkrete Schritte zum Schutz des Klimas und zur Anpassung an den Klimawandel müssen vor Ort umgesetzt werden, betonen die Veranstalter. Neben praktische Lösungen zum Klimaschutz sollen auch wirtschaftliche Chancen infolge des Klimawandels erörtert werden. Auf der Konferenz vertreten sind die Branchen Bau, Versicherung, Transport, Energie, Chemie und Stahl. Auch zahlreiche Klima- und Umweltexperten nehmen an der Tagung teil.

Das BMBF-Förderprogramm "Forschung für den Klimaschutz und Schutz vor Klimawirkungen" soll zum Einen Möglichkeiten zur Senkung der Treibhausgasemissionen erkunden. Der zweite Schwerpunkt gilt der Anpassung an Klimatrends und Wetterextreme, beispielsweise der Minderung von Sturm- oder Hochwasserschäden. Bundesforschungsministerin Bulmahn wird vor dem Hintergrund der großen Resonanz auf das Förderprogramm auf die regionale Umsetzung eingehen. Den Schlusspunkt soll eine Gesprächsrunde setzen, moderiert von dem TV-Moderator Ranga Yogeshwar.

Die Tagung findet statt im Internationalen Kongresszentrum Bundeshaus, Bonn, Neuer Plenarsaal, Görresstraße 15. Die Teilnahme ist kostenlos. Programm und weitere Informationen:
http://www.fona.de/de/4_serviceangebote/termine/index.php?we_objectID=907

14.04.2005   Quelle: Regionalkonferenz Rheinklima   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Informationskampagne für Erneuerbare Energien: Auslandsgeschäft boomt

Erneuerbare Energien seien einer der Hauptschlager auf der diesjährigen HannoverMesse, berichtet die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung. Die ausstellenden Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien würden 2005 mit einem Exportvolumen von drei Milliarden Euro rechnen, mit stark steigender Tendenz.  "Deutschland hat bei den Erneuerbaren Energien heute technologisch die Nase vorn. Die Branche wird zur Schlüsselindustrie für den Export und den Aufbau einer zukunftsfähigen Energiewirtschaft", so Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE). Unternehmen wie der Börsenneulings Conergy AG erlebten in Hannover einen regelrechten Besucheransturm. "Die Messe zeigt, dass der Weltmarkt Lust auf deutsche Solartechnik hat. Mit unseren Produkten treffen wir offensichtlich genau ins Schwarze", so Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender des Herstellers von Solarwärme- und Solarstromtechnik.


Export gewinnt an Bedeutung

Die Branche der Erneuerbaren Energien in Deutschland erwartet laut Informationskampagne in diesem Jahr einen Gesamtumsatz von 15 Milliarden Euro. Wachstumsraten von 20 Prozent und mehr erklärten den Optimismus der Unternehmen in den Bereichen Sonne, Wind, Wasser, Bioenergie und Erdwärme. "Die Windenergie ist zu einer industriellen High-Tech-Branche herangereift. Hinsichtlich Marktposition und Innovationskraft nimmt Deutschland eine Spitzenposition ein", betont Hans-Dieter Kettwig, Geschäftsführer des größten deutschen Windkraftherstellers ENERCON GmbH. Der Export gewinne zunehmend an Bedeutung. Die Hannovermesse biete als größte und wichtigste Industriemesse das geeignete Forum für die Demonstration dieses industriellen Entwicklungspotenzials.


Investitionen bis zu 200 Milliarden Euro geplant

Die Branche rechnet mit einer weiteren positiven Entwicklung: Im Rahmen der Auftaktveranstaltung der Informationskampagne für Erneuerbare Energien „Deutschland hat unendlich viel Energie“ hatten die Unternehmen der Solar- und Windindustrie, sowie der Bereiche Biomasse, Wasserkraft und Geothermie vergangene Woche in Essen angekündigt, in den nächsten 15 Jahren in Deutschland bis zu 200 Milliarden Euro investieren zu wollen. Die Schlüsselindustrie erwarte bis 2020 ein jährliches Wachstum von deutlich über 10 Prozent.

14.04.2005   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Bundeskabinett verabschiedet Verordnungen zum Energiewirtschaftsrecht

Bundeskanzler Gerhard Schröder und die Bundesministerinnen und Bundesminister haben am 13.04.2005 die Entwürfe der Verordnungen zum Netzzugang und zu den Netzentgelten für Strom und Gas verabschiedet. Das berichtet das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) in einer Pressemitteilung. Die vom BMWA vorgelegten Verordnungen konkretisieren die Regelungen des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), das sich zurzeit im parlamentarischen Verfahren befindet.   Die Verordnungen sind im Bundesrat zustimmungspflichtig.


Regulierungsbehörde soll "Bundesnetzagentur" heißen

Mit dem Verordnungen werde die Grundlage für die Tätigkeit der Regulierungsbehörde geschaffen, mit den Namen "Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen", kurz "Bundesnetzagentur". Die Novelle des Energiewirtschaftsrechts schafft laut BMWA stabile Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für die Energieversorger, die bis 2010 bis zu 20 Milliarden Euro investieren wollen, so das BMWA.


Diskriminierungsfreier Zugang zu den Energienetzen

Die Verordnungen sollen für alle Energieversorgungsnetze in Deutschland gelten und die strukturellen und wirtschaftlichen Besonderheiten des deutschen Energiemarktes berücksichtigen, wie zum Beispiel die Vielzahl der Netzbetreiber. Die normativen Vorgaben stellen laut BMWA einen diskriminierungsfreien und fairen Zugang zu den Energienetzen auch für Dritte sicher und sollen die Grundlagen für einen flächendeckenden, umfassenden Wettbewerb auf den Energiemärkten schaffen.

Die Regulierungsbehörde werde zu einem starken Schiedsrichter für Streitigkeiten um den Netzzugang sowie die Netzentgelte, so das Bundeswirtschaftsministerium. Die Verordnungen gäben ihr umfassende Handlungsmöglichkeiten. So könne sie, soweit es für einen effizienten Netzzugang erforderlich sei, markteinheitliche Zugangsregelungen festlegen. Des Weiteren werde sie ermächtigt, Informationen, die sie für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben benötige, von den Netzbetreibern anzufordern.


Die Verordnungen im Einzelnen:

· Die Netzzugangsverordnung Strom greife das bereits erfolgreich praktizierte Netzzugangsmodell auf und entwickle dieses weiter, so das BMWA. Sie regele eine Vielzahl von Veröffentlichungspflichten für die Netzbetreiber. Zudem ermögliche sie durch detaillierte Vorschriften einen reibungslosen und zügigen Wechsel von Kunden zu einem anderen Lieferanten.

· Die Netzzugangsverordnung Gas enthalte ein flexibles "Entry-Exit-Modell". Bisher habe für jeden Transportvorgang ein bestimmter Pfad festgelegt werden müssen. Dafür seien ein konkreter Einspeisepunkt und ein konkreter Ausspeisepunkt zu benennen gewsen. Das neue Netzzugangsmodell sei hingegen flexibel. Soweit dies netztechnisch möglich sei, könne nun unabhängig vom Einspeisepunkt jeder Gasverbraucher in Deutschland wettbewerblich mit Gas versorgt werden. Die Angabe eines Transportpfades sei in der Regel nicht mehr erforderlich. Bei der Ausgestaltung des Entry-Exit-Modells im Einzelnen würden die Strukturen der deutschen Gaswirtschaft und die netztechnischen Restriktionen angemessen berücksichtigt. Das Zugangsmodell werde ergänzt durch vielfältige Kooperationspflichten der Netzbetreiber, die sicherstellen sollen, dass der Netzzugang für die Transportkunden effizient erfolgt.

· Die Netzentgeltverordnungen Strom und Gas enthalten umfangreiche Regelungen zur Bestimmung und Höhe der für den Netzzugang zu zahlenden Entgelte. Die Vorschriften sollen den Netzbetreibern die erforderliche Rechtssicherheit geben, aber auch der Regulierungsbehörde ermöglichen, weitere Vorgaben zu machen. Die Entgeltverordnungen gestalten laut BMWA auch das bereits im Energiewirtschaftsgesetz angelegte Vergleichsverfahren aus. Um zu gewährleisten, dass die Netzentgelte in Deutschland angemessen sind, würden auch andere europäische Netzbetreiber in den Vergleich einbezogen. Ein wesentlicher Bestandteil der Netzentgeltregelungen seien die Veröffentlichungspflichten für die Netzbetreiber, die eine hohe Transparenz gewährleisten sollen.

14.04.2005   Quelle: BMWA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Biogas-Boom in NRW: Tagung am 15. April im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse

Etwa 200 Biogasanlagen werden Ende 2005 in Nordrhein-Westfalen Strom und Wärme aus Biogas erzeugen. Innerhalb von zwei Jahren habe sich die Anzahl der Anlagen verdoppelt berichtet die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW in einer Pressemitteilung. Aktuelle technologische Entwicklungen sind Schwerpunktthemen der diesjährigen NRW-Biogastagung am Freitag, 15. April im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse (Kreis Soest).  Veranstalter der Tagung sind neben der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW die Landwirtschaftskammer NRW mit dem Zentrum für nachwachsende Rohstoffe, die Energieagentur NRW und der Fachverband Biogas e.V.


Neue Einkommensmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe

Ziel der Fachtagung sei, die Entwicklung vom Landwirt zum Energiewirt weiter zu unterstützen, so Karl Meise , Präsident der Landwirtschaftskammer NRW. Dadurch sollen vor allem neue Einkommensmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe in Nordrhein-Westfalen erschlossen werden. Neben der Landwirtschaft sind Planer, Hersteller und Genehmigungsbehörden Zielgruppen der Veranstaltung. NRW-Umweltstaatssekretär Dr. Thomas Griese hält den Eröffnungsvortrag über die politischen Perspektiven der Biogasnutzung in NRW. Besonders das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die Förderprogramme des Landes (REN-Förderung) und des Bundes (AFP) sowie preisgünstige Kreditprogramme hätten die Planungssicherheit für Investitionen in die Biogastechnik verbessert und bildeten die Grundlage für den starken Anlagenausbau, so die Energieagentur NRW.


Erfahrungen aus der Praxis

Mit der Vergütung für den Anbau nachwachsender Rohstoffe wie Grünroggen oder Mais werden laut Energieagentur NRW neue technische Anforderungen an Ernte-, Zerkleinerungs-, Misch- und Dosiertechnik gestellt. Neue technische Lösungen sollen im Rahmen der Veranstaltung ebenso vorgestellt werden wie die Erfahrungen über den
Energieverbrauch beim Betrieb von Biogasanlagen im Rahmen des Projektes Biogas-Rheinland. Den Abschluss bilden zwei praktische Erfahrungsberichte von Anlagenbetreibern. Dabei geht es zum einen um eine Anlage, die ausschließlich mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben wird und zum anderen um erste Erfahrungen mit der Trockenfermentation.

Weitere Informationen zur Anmeldung im Internet unter http://www.duesse.de

14.04.2005   Quelle: Landwirtschaftszentrum Haus Düsse, Energieagentur NRW; Landesinitiative Zukunftsenergien NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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European Energy Award geht erstmals in das Ruhrgebiet

Die Städte Bochum, Oberhausen und Bocholt erhalten am 14. April 2005 den "European Energy Award 2005" (eea). Damit werden sie ausgezeichnet für ihr Engagement für ein nachhaltiges kommunales Energiemanagement. Mit Bochum und Oberhausen erhalten erstmals Städte aus dem Ruhrgebiet das europäische Zertifikat, berichtet die Energieagentur NRW in einer Pressemitteilung.   Staatssekretär Jörg Hennerkes vom Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung NRW wird die Auszeichnung überreichen. Dr. Ottilie Scholz, Oberbürgermeisterin der Stadt Bochum, Klaus Wehling, Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen, und Ulrich Paßlick, Dezernent für Planung, Umwelt und Bau aus Bocholt, werden die Awards entgegennehmen. Eingebettet ist die Verleihung in die Fachtagung "European Energy Award - Der Weg zur energieeffizienten Kommune."

14.04.2005   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Irland übernimmt deutsches Ökostromgesetz

Irland wird das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als Vorbild für die eigene Ökostromförderung nehmen, berichtet der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer Pressemitteilung. Damit wechsle inzwischen das zwölfte europäische Land zu dem in Deutschland erfolgreichen System.   „Deutschland ist europäisches Vorbild bei der Förderung Erneuerbarer Energien. Kein anderes Land hat in so kurzer Zeit die Strommenge aus Erneuerbaren Energien derart gesteigert und dabei die Kosten so stark gesenkt wie Deutschland", kommentiert BEE- Geschäftsführer Milan Nitzschke. Länder, die vorher auf andere Förderinstrumente gesetzt hätten, würden nun das deutsche System wählen, um den Anschluss nicht zu verlieren.


Feste Einspeisevergütung statt staatlich organisierter Ausschreibungen

Irland lag laut BEE bei der Erreichung der EU-Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien bisher weit zurück und müsse seine Erzeugungskapazität noch bis zum Jahr 2010 verdoppeln. Das bisherige System von staatlich organisierten Ausschreibungen werde nun durch ein so genanntes Festpreissystem ersetzt, kündigte Energieminister Noel Dempsey an. Wie in Deutschland sollen dann festgelegte Vergütungen pro Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energien gezahlt werden, mit denen auch unabhängige kleine und mittelständische Erzeuger kalkulieren könnten. In Deutschland werden diese Vergütungen für Neuanlagen zudem jährlich gesenkt. "Damit schaffen wir hierzulande Innovations- und Kostensenkungsanreize. Alleine die Kosten für Windenergie konnten in nur fünf Jahren um 15 Prozent gesenkt werden. Inzwischen sind wir Technologieführer in den meisten Bereichen der Erneuerbaren Energien", so Nitzschke.


Exportschlager EEG

„Nicht nur die Erneuerbaren Energien sondern auch das Erneuerbare-Energien-Gesetz sind Exportschlager aus Deutschland", betont der BEE-Geschäftsführer. Zehn der fünfzehn alten EU-Mitgliedsstaaten wie Frankreich, Spanien und Österreich wenden laut Nitschke Vergütungssysteme an, die mit dem deutschen EEG vergleichbar sind. Als erste Erweiterungsländer hätten sich auch Zypern und Tschechien für vergleichbare Instrumente entschieden. Die anderen EU-Neumitglieder hätten noch kein Instrument eingeführt. Außerhalb der EU sei das deutsche EEG unter anderem von China und Brasilien übernommen worden. Auf der HannoverMesse sei berichtet worden, dass auch Russland ein ähnliches Vergütungssystem erwäge, speziell für die Windenergie.

Hintergrundmaterial sowie eine Rede des irischen Energieministers Dempsey im Internet unter http://www.bee-ec.de

13.04.2005   Quelle: BEE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Bundesamt für Strahlenschutz: Ein Drittel des Atomausstiegs ist geschafft

Der Ausstieg aus der Kernenergienutzung nimmt konkrete Formen an. Das geht hervor aus den vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am12.04.2005 veröffentlichten Daten über die 2004 in deutschen Kernkraftwerken erzeugten Strommengen. "Die deutschen Kernkraftwerke haben vom 1. Januar 2000 bis zum 31. Dezember 2004 knapp 31 Prozent der im Atomkonsens festgelegten Gesamtstrommenge produziert", sagte Florian Emrich, Sprecher des BfS, am 12.04.2005 in Salzgitter.   Damit könne die deutsche Energiewirtschaft noch über eine Reststrommenge von rund 1.829 Milliarden Kilowattstunden verfügen. Ursprünglich sei eine Reststrommenge von 2.623 Milliarden Kilowattstunden festgelegt worden. 2004 erzeugten die Kraftwerke laut BfS mit rund 158 Milliarden Kilowattstunden etwas mehr Elektrizität als 2003 (152 Milliarden Kilowattstunden).

Das BfS erfasst die in den deutschen Kernkraftwerken erzeugten Netto-Strommengen und dokumentiert die sich aus dem Atomgesetz ergebenen Reststrommengen. Diese werden einmal pro Jahr als Gesamtbilanz veröffentlicht. "Die jetzt veröffentlichten Daten vermitteln uns ein Bild über die abgelaufenen und die noch verbleibenden Betriebszeiten der deutschen Kernkraftwerke", so Emrich. In der Praxis könnten sich die Restlaufzeiten durch ungeplante Stillstände, Verfügbarkeitseinschränkungen oder Übertragungen der Strommmenge jedoch noch ändern. Exakte Prognosen, wann ein Kernkraftwerk tatsächlich außer Betrieb genommen wird, seien daher noch nicht möglich.


AKW Obrigheim geht vom Netz

Gleichzeitig mit der jetzt erfolgten Veröffentlichung der Jahresbilanz hat das BfS die Monatsmeldung zu den verbleibenden Reststrommengen des Kernkraftwerks Obrigheim veröffentlicht. Bereits im Februar hatte das BfS bekanntgegeben, dass Obrigheim vermutlich im Mai 2005 abgeschaltet werde. Seitdem veröffentlicht das BfS, seiner gesetzlichen Verpflichtung entsprechend, jeden Monat bis zur Abschaltung die verbleibende Reststrommenge von Obrigheim im Bundesanzeiger.
Obrigheim ist das derzeit älteste von insgesamt 18 noch betriebenen Kernkraftwerken in Deutschland, es ging 1968 in Betrieb. Nach Stade (Betriebsende im November 2003) ist es das zweite Kernkraftwerk, das im Rahmen des vereinbarten Atomausstiegs vom Netz gehen soll.


BfS erinnert: Kernkraftwerke nicht emissionsfrei

Die von der EnBW AG, Betreiber des Kernkraftwerks Obrigheim, in der vergangenen Woche getroffene Aussage, das Kraftwerk werde seit 36 Jahren emissionsfrei betrieben, trifft laut BfS nicht zu. Wie jedes Atomkraftwerk leite Obrigheim auch im Normalbetrieb radioaktive Stoffe über die Luft und das Wasser in die Umwelt ab. So habe das Kernkraftwerk Obrigheim laut Jahresbericht 2003 "Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung" des Bundesumweltministeriums (BMU) folgende radioaktive Stoffe mit dem Abwasser freigesetzt: Spalt- und Aktivierungsprodukte (6 x 107 Becquerel; Bq); Tritium (4,9 x 1012 Bq) und Alpha-Strahler (2,9 x 104 Bq). Mit der Abluft seien unter anderem 1,3 x 105 Bq Jod 131 und 1,5 x 1010 Bq radioaktives CO2 abgegeben worden. Die jährlichen Abgaben der Atomkraftwerke lägen im Allgemeinen aber innerhalb genehmigter Grenzwerte, betont das BfS.

Sowohl die Jahresbilanz der produzierten Strommengen 2004 als auch die verbleibenden Reststrommengen aller deutschen Kernkraftwerke können im Internet abgerufen werden unter www.bildungsportal-windenergie.de bietet Informationen zu Qualifikationsprofilen sowie über Studien und Initiativen zur Qualifizierung im Arbeitsfeld Windenergie. In die Internetseite eingegleidert ist die Bildungsdatenbank "who is who – wind".  Beschäftigte der Branche und Einsteiger können darin Aus- und Weiterbildungsangebote recherchieren. Die windspezifische Bildungsdatenbank ist im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit der Energieagentur Nordrhein-Westfalen entstanden.


Hoher Informationsbedarf zu Aus- und Weiterbildungsangeboten

Eine im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie der WAB hatte einen hohen Informationsbedarf der Unternehmen im Hinblick auf branchenspezifische Aus- und Weiterbildungsangebote gezeigt. Zudem hatten befragte Unternehmen einen Fachaustausch zwischen Wirtschaft und Bildungsanbietern angeregt. "Mit dem Bildungsportal Windenergie entsprechen wir diesem Wunsch der Unternehmen. Es ist eine Plattform zum Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der Qualifizierung. In der Datenbank finden Beschäftigte und Personalverantwortliche auf den Bedarf der Branche zugeschnittene Kurse und Seminare," erläutert Babette Dunker das Projekt der WAB.

Die Bildungsdatenbank "who is who – wind" ist eine auf die Anforderungen der Windenergiewirtschaft ausgerichtete Variante des 'who is who', einer Datenbank der Energieagentur Nordrhein-Westfalen. Tom Wallbaum, zuständig für das Projekt bei der Energieagentur NRW, freut sich über die gelungene Zusammenarbeit: "Mit unserer Datenbank 'who is who' bieten wir Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien und der rationellen Energieverwendung bereits seit einigen Jahren Informationen über passgenaue Bildungsangebote. Die WAB hat dieses erfolgreiche Modell nun für die Windbranche weiterentwickelt. Das zeigt uns, dass unsere auf der Internetseite www.wissensportal-energie.de angebotenen Lösungen hervorragend auf andere Branchen übertragbar sind."

In der Datenbank "who is who – wind" können unter anderem Themen wie beispielsweise Service und Wartung, Planung, Betriebsführung oder Qualitätsmanagement recherchiert werden. Für Bildungsanbieter ist der Eintrag von Kursen, Seminaren und Studiengängen in die Bildungsdatenbank kostenlos und eigenständig möglich über die Internetseite