Solar News Archiv Mai 2005

 


 

Greenpeace legt Gesetzentwurf gegen Energieverschwendung vor

Greenpeace legte am 31.05.2005 unter dem Namen "Top Runner" einen Entwurf für ein Gesetz vor, dass die Energieverschwendung durch minderwertige Elektrogeräte wirksam bekämpfen soll. Das berichtet die Umweltorganisation in einer Pressemitteilung. Der Zeitpunkt sei kein Zufall: In der vergangenen Woche habe der Europäische Rat die "Ökodesign-Richtlinie" verabschiedet. Diese Richtlinie ermögliche der EU, Vorgaben für die technische Gestaltung von Elektrogeräten zu machen.  Der Greenpeace-Vorschlag ergänze diesen Ansatz nun durch eine entscheidende neue Idee: Unter dem "Top Runner"-Konzept sollen die besten Geräte den Standard für die Entwicklung aller anderen setzen. Dadurch bekämen Hersteller von Qualitätsware ein Werkzeug in die Hand, mit dem sie ihre Konkurrenz unter Druck setzen und sich so einen Wettbewerbsvorteil sichern könnten.


"Klimaschutz ist keine Frage von politischer Couleur"

"Wenn Energieverschwendung im Wettbewerb benachteiligt wird, entsteht ganz schnell eine Dynamik zu Gunsten von effizienten Geräten", erklärt Jonas Mey, Energieexperte von Greenpeace. "Pfiffige Ingenieure können so klimaschädliche Energieverschwendung schnell bekämpfen. Wettbewerb könnte da effektiver wirken als ordnungsrechtliche Vorgaben. Es reicht, den rechtlichen Rahmen zu schaffen, in dem sich solche Innovationen lohnen", so Mey weiter. Im Zusammenhang mit den bevorstehenden Neuwahlen erklärte Mey: "Klimaschutz ist keine Frage von politischer Couleur. Wir appellieren deshalb an alle Parteien, gegen Energieverschwendung wirksam vorzugehen und gleichzeitig den massiven Ausbau sauberer Energietechnologien voran zu treiben. Der Klimawandel legt keine Pause ein, nur weil in Deutschland Wahlen abgehalten werden."


Bestnoten für niedrigsten Energieverbrauch

Das "Top Runner"-Konzept von Greenpeace sieht vor, dass zum Beispiel Hersteller von Toastern, Staubsaugern oder Heizkesseln jeweils untereinander in Wettbewerb um den geringsten Energieverbrauch treten. Unter den besten wird ein Standard als Richtwert ermittelt (so genannter "Benchmark"). Geräte, deren Energieverbrauch den Richtwert unterschreiten, bekommen die Bestnote 1. Geräte mit höherem Energieverbrauch die Noten 2 bis 5, wobei die schlechtesten Klassen 4 und 5 nach dem Vorschlag von Greenpeace zusätzlich mit einem Warnhinweis versehen werden sollen.

Wolle ein Hersteller seine Mitbewerber unter Druck setzen, könne er neue effizientere Geräte in diesem Wettbewerb platzieren und so den Leistungsschnitt heben, so Greenpeace. Weniger effiziente Geräte rutschten dadurch automatisch in eine schlechtere Kategorie, würden als Energieverschwender gekennzeichnet und so nach und nach vom Markt verdrängt. Der Richtwert soll jedes Jahr angepasst werden und orientiere sich dabei an den aktuell besten Geräten, so dass der Anreiz zu fortwährender Energieoptimierung bestehen bleibe. Japan habe bereits vor sieben Jahren ein "Top Runner"-Programm eingerichtet, erinnert Greenpeace. Seitdem nehme der Energieverbrauch japanischer Produkte kontinuierlich ab. Europäische Geräte drohten den Anschluss zu verlieren. "Damit sich für deutsche Hersteller die Entwicklung sparsamer Geräte lohnt, brauchen sie auch zu Hause einen Markt, in dem sie diese verkaufen können", sagte Mey.

31.05.2005   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Bürstadt: Leistung der weltgrößten Solarstrom-Aufdachanlage soll durch Solarwärme übertroffen werden

Solarkraftwerk im Industriegebiet von Bürstadt (Hessen)
Solarkraftwerk im Industriegebiet von Bürstadt (Hessen)

Erhard Renz, Initiator der größten Photovoltaik-Aufdachanlage der Welt, will es wissen. Schafft es Landrat Matthias Wilkes, die Leistung der 5-Megawatt-Solarstromanlage im hessischen Bürstadt durch die Leistung von Solarwärmeanlagen im Landkreis zu überbieten, oder schafft er es nicht? Das ist Gegenstand der "Solar-Wette von Bürstadt".   Ein Jahr hat der CDU-Politiker Zeit, die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Bergstraße (Ried/Odenwald) zu motivieren, mehr Solarwärme in ihren Haushalten zu nutzen. Dabei unterstützen ihn "Solardetektive" der Schulen sowie die "SOKO Bergstraße", ein regionales Solarkompetenzteam, das sich für die bundesweite Aktion "Wärme von der Sonne" zusammengeschlossen hat, berichtet die Aktion "Wärme von der Sonne" in einer Pressemitteilung. Für Landrat Wilkes sei die Wette "Ehrensache", da er sich seit langem für die Nutzung der Solarenergie im Landkreis einsetze. "In einem Jahr treffen wir uns wieder, um zu sehen, ob es geklappt hat", erklärte er auf der "Fiesta del Sol" am 22. Mai in Bürstadt. Falls nicht, werde er zum Spiegeleierbraten für die Schüler antreten. Basis des Vergleichs von Solarstrom- und Solarwärmeleistung ist eine Definition der Internationalen Energieagentur. Demnach werden einem Quadratmeter Kollektorfläche 0,7 Kilowatt Wärmeleistung zugeordnet.


Strom und Wärme von der Sonne

Weit über 2.000 Gäste waren der Einladung von Erhard Renz gefolgt, mit ihm gemeinsam am 21./22. Mai die 5-Megawatt-Solarstromanlage einzuweihen. 29.000 Photovoltaikmodule auf den Dächern der Spedition Teege, Tietje und Sohn (tts) sollen hier ab sofort 4,5 Millionen Kilowattstunden (kWh) umweltfreundlichen Strom pro Jahr produzieren. Der jährliche Stromverbrauch von Gewerbetreibenden und Privatleuten in der Stadt mit 15.000 Einwohnern liege bei rund 50 Millionen kWh. "Mit den 5 Megawatt soll es ja nicht zu Ende sein", betonte Renz, der das Projekt ehrenamtlich angestoßen und vorangetrieben hat. Jetzt hat er sich die Solarwärme auf die Fahnen geschrieben. Ähnlich wie bei dem Solarstromkraftwerk habe er auch hier wieder zahlreiche Akteure an einen Tisch gebracht, um ein regionales Programm für die Kampagne "Wärme von der Sonne" auszuarbeiten. Das Fest mit Fachausstellung war zugleich offizieller Auftakt der Solarwärme-Aktionen im Kreis Bergstraße.
Bei der Aktion "Wärme von der Sonne" handelt es sich um ein Projekt des Bundesverbandes Solarindustrie (BSi) und des Bundesumweltministeriums (BMU). Ziel ist, bestehende Solarinitiativen zu stärken und neue anzuregen. Zu den 30 Initiativen bundesweit, welche die Projektträger in diesem Jahr unterstützen, gehört auch das Solar- und Energieberatungszentrum Bergstraße (SEBZ) in Heppenheim. Unter Federführung von Claudia Felske, Energieberaterin am SEBZ, hat das SEBZ das "SOKO-Team" gegründet. Hier arbeiten sie zusammen mit dem Solaranlagenverein Bensheim, kommunalen Energiebeauftragten, dem Naturschutzzentrum und der NABU-Jugendgruppe Bürstadt. Verstärkt werden sie durch die Kreishandwerkerschaft (KHB), die Sanitär-, Heizungs- und Klempnerinnung sowie mehrere Solarfirmen.


"Solare Schnitzeljagd" zur Kartierung von Solarwärmeanlagen

Eine besondere Rolle in dem Aktionsbündnis sollen die Schüler und Lehrer der Schul-Energieagenturen Heppenheim, Rimbach und Viernheim speilen. Als "Solardetektive" werden sie vor den Sommerferien nach Sonnenkollektoren Ausschau halten. Einen ersten Anhaltspunkt sollen ihnen Luftaufnahmen geben, die sie von den Kommunen erhalten. Straße für Straße wollen sie durchkämmen – auf der "Jagd nach den Anlagen". Schülerinnen und Schüler von 73 weiteren Schulen im Kreis Bergstraße sollen ihrem Beispiel folgen und im Rahmen der "solaren Schnitzeljagd" eine vollständige Kartierung der Solarwärmeanlagen im Landkreis erstellen. Ziel ist auch, den Erfolg der Aktion "Wärme von der Sonne" in der Region zu dokumentieren.
"Wir wollen der sonnenfreundlichste Landkreis sein", erklärt Landrat Wilkes, der auf einer Versammlung im Juli 22 Bürgermeister aus der Region für sein Anliegen gewinnen will. Während er sich um die Bewusstseinsbildung in der Politik kümmert, informiert das SOKO-Team Privathaushalte, Schüler, Lehrer und Handwerk über die Bedeutung der Solarwärmenutzung. Claudia Felske freut sich über das große Interesse aus dem Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk. "35 Heizungsinstallateure waren auf unserem Infoabend. Sie begreifen die Solarwärme als moderne Heiztechnik und sind dem Thema sehr zugetan", sagt sie. "Die, die auf Solarwärme umgesattelt haben, maulen nicht. Die haben volle Auftragsbücher", berichtet Felske.
Noch bis Ende August finden im Rahmen der Aktion "Wärme von der Sonne" (www.waerme-von-der-sonne.de ) im Kreis Bergstraße in Südhessen zahlreiche Infoveranstaltungen, Vorträge und Ausstellungen statt. Dazu gehören auch ein Tag der offenen Tür in einer Passivhausfabrik, ein Tag der Architektur und solare Erlebnistage für Kinder. Informationsmaterial und Beratung zur Nutzung von Solarwärmeanlagen zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung gibt es telefonisch unter der Rufnummer 0 62 52 / 91 34 60 oder unter www.sebz-bergstrasse.de.

Die 5 MW-Solarstromanlage in Bürstadt ist Anlage des Monats Mai 2005 auf dem Solarserver: anlage.html

31.05.2005   Quelle: RegioSolar; BSi   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Tauber Solar
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SolarWorld: Hauptversammlung beschließt doppelte Dividende

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) beteiligt ihre Aktionäre im fünften Jahr in Folge an der erfolgreichen Geschäftsentwicklung und unterstreicht damit ihre Politik der Dividendenkontinuität. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Hauptversammlung des solaren Technologieunternehmens habe am 25. Mai 2005 die Ausschüttung einer Dividende von 0,36 Euro je Stückaktie beschlossen.   Grundlage für die im Vergleich zum Vorjahr verdoppelte Dividende sei der sehr gute Verlauf des letzten Geschäftsjahres. 2004 hatte der Konzern nach eigenen Angaben bei einem Umsatz von 199,9 Millionen Euro einen Gewinn nach Steuern von 18,1 Millionen Euro erwirtschaftet.


Grundkapital durch Ausgabe von Gratisaktien verdoppelt
Die Hauptversammlung der SolarWorld AG habe ferner die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis eins zu eins beschlossen. Damit werde das Grundkapital durch Umwandlung eines Teiles der Kapitalrücklage der SolarWorld AG von 6.350.000 Euro auf 12.700.000 Euro verdoppelt. Die Kapitalrücklage der Gesellschaft habe sich zum 31. Dezember 2004 auf 101,2 Millionen Euro summiert. Die Zahl der Aktien verdopple sich entsprechend auf 12,7 Millionen Stück.


Kapitalmaßnahmen 2005 abgeschlossen
Die Hauptversammlung habe außerdem der Schaffung eines genehmigten Kapitals von 2,1 Millionen Euro bis zum 31. Dezember 2009 zugestimmt, so das Unternehmen. Die Billigung des genehmigten Kapitals diene als Vorratsbeschluss, um bis 2009 bei entsprechender Sachlage zügig eine Kapitalmaßnahme durchführen zu können. Im laufenden Jahr plane der Vorstand keine Kapitalerhöhung mehr, heißt es in der Pressemitteilung.

31.05.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Töpfer: Klimawandel ist kein Randproblem

Klaus Töpfer
Klaus Töpfer

Klimaschutz in Städten und seine Bedeutung für die weltweite Klimapolitik war zentrales Thema der 13. Internationalen Jahreskonferenz des Klima-Bündnis europäischer Städte, die am 24. und 25. Mai 2005 in Luxemburg stattfand. Über 1300 Kommunen haben sich laut Klima-Bündnis dem europaweiten Städtenetzwerk seit seiner Gründung im Jahr 1990 angeschlossen, mit dem Ziel, Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. Zum Auftakt der Konferenz sprach Ehrengast Klaus Töpfer, der frühere Umweltminister Deutschlands und jetziger Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms (UNEP). "Klimaschutz ist für Städte kein Randproblem, sondern ein sehr zentrales mit wachsender Bedeutung", betonte Töpfer in seiner Ansprache.   Schon jetzt würden 50 Prozent aller Menschen in Städten leben, die Zuwachsraten seien dramatisch. Ökologie und Klimaschutz seien neben sozialen Aspekten und Ökonomie eine der drei Säulen, die Nachhaltigkeit und Stabilität der Städte gewährleiste. Um so wichtiger sei es, sich in Netzwerken wie dem Klima-Bündnis auszutauschen und effektive kommunale Klimaschutzstrategien zu entwickeln.

Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien konsequent weiterentwickeln

Töpfer betonte auch die Verantwortung der Industrienationen gegenüber den Entwicklungsländern: "Diejenigen, die am meisten unter dem Klimawandel leiden sind die, die am wenigsten zu seiner Verursachung beitragen." Auch deswegen sei es wichtig, dass die Industrienationen Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien oder zur Anpassung an die Folgen konsequent weiter entwickeln. "Gerade in Entwicklungsländern, wo die Folgen des Klimawandels drastische Auswirkungen haben, müssen wir mit technischen Ressourcen behilflich sein."


CO2-Emissionen aus dem Verkehr machen Erfolge der Privathaushalte zunichte

Was den Klimaschutz in Städten betrifft, spielt vor allem der Verkehr eine wichtige Rolle, heißt es in der Presseerklärung des Klima-Bündnisses. CO2-Emissionen aus dem Verkehr zählten zu den größten Problemen der Kommunen, die am schwersten in den Griff zu bekommen seien. Während in Industrie und privaten Haushalten Reduzierungen der Emissionen erreicht worden seien, seien verkehrsbedingte CO2-Emissionen in vielen Städten gestiegen, was die Erfolge teilweise wieder zunichte mache.

Klimaschutz und Mobilität standen auch im Mittelpunkt der politischen Runde. Maria Krautzberger, Staatssekretärin für Umwelt und Verkehr der Stadt Berlin, bestätigte das Problem der verkehrsbedingten CO2-Emissionen und verwies auf ein Bündel von sechzig Maßnahmen im Stadtentwicklungsplan um den Verkehr umweltverträglicher abzuwickeln. Auch Joachim Lorenz, Umweltdezernent der Stadt München, Christiana Dolezal, Vizebürgermeisterin der Stadt Linz, und Ries Smits, Stadtrat für nachhaltige Entwicklung in Den Haag berichteten von der Entwicklung gezielter Maßnahmen zur Verringerung des CO2-Ausstoßes. Hierzu gehören der Ausbau der Radwegenetze, eine Entwicklung hin zur Stadt der kurzen Wege, ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr, die Beschränkung des Autoverkehrs in den Innenstädten sowie die Steuerung des Individualverkehrs durch Parkraummanagement.

Mit den EU-Richtlinien zur Luftreinhaltung wachse der Handlungsdruck auf die Städte, was letztlich mit einem Finanzierungsproblem einhergehe, so das Klima-Bündnis. Bei der Umsetzung von der EU verordneter Richtlinien und Maßnahmen fühlten sich die Kommunen oft im Stich gelassen und forderten daher, stärker an ihrer Entwicklung im Vorfeld beteiligt zu werden. Insgesamt sei die derzeitige Diskussion über die EU-Feinstaubrichtlinie aber von allen Teilnehmenden sehr positiv beurteilt worden. Sie rücke die verkehrsbedingten Probleme wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wecke bei den Bürgern neues Bewussteins für das Problem."

31.05.2005   Quelle: Klima-Bündnis e.V., openPR.de   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Klima-Bündnis, openPR.de
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Trittin: Windenergie und Naturschutz passen zusammen

Die Nutzung der Windenergie und die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes schließen sich nicht aus, sondern können in Einklang gebracht werden. Das betonte Bundesumweltminister Jürgen Trittin zum Auftakt der DNR-Kampagne "Umwelt- und naturverträgliche Nutzung der Windenergie an Land" am 27.05.2005 in Hannover.  Trittin begrüßte die Kampagne des Deutschen Naturschutzrings (DNR) als wichtigen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen gegen die Windkraft.

"Klimaschutz, eine zukunftsfähige Energieversorgung und der Erhalt der biologischen Vielfalt gehören zu den großen umweltpolitischen Herausforderungen. Um den Ausbau der Windenergie naturverträglich zu gestalten, müssen die auf kommunaler Ebene vorhandenen Steuerungsinstrumente genutzt werden. Dazu gehört die Ausweisung von Vorranggebieten für Windparks", so Trittin. In den Planungs- und Genehmigungsverfahren würden standortspezifische Naturschutzbelange und Aspekte des Landschaftsbildes geprüft und bewertet sowie Auflagen formuliert.

Als gelungenes Beispiel für den Ausbau der Windkraft im Einklang mit der Natur nannte Trittin den Wybelsumer Polder. "Der Windpark hat die natürliche Entwicklung dieses Gebietes als bedeutsames Rast- und Brutgebiet für Vögel nicht behindert. Im Gegenteil, die Bedeutung ist gestiegen", so Trittin. Zum Zeitpunkt der Errichtung der 44 Anlagen sei ein Teil des Polders als Gebiet mit nationaler Bedeutung für den Vogelschutz eingestuft worden. In einem Monitoring nach Inbetriebnahme des Windparks sei festgestellt worden, dass der Bestand bei einigen Vogelarten nicht nur gleich geblieben sei, sondern bei einigen sogar zugenommen habe, so dass dem Gebiet heute internationale Bedeutung zukomme.

Weitere Informationen zum Thema Windenergie und zur DNR-Kampagne sind im Internet abrufbar unter www.bmu.de und www.dnr.de.

30.05.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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FDP will Ausschreibungsverfahren und Technologieexport

"Die FDP befürwortet den Einsatz Erneuerbaren Energien als einen wichtigen Beitrag zum internationalen Klimaschutz und im Energiemix zur Sicherung der nationalen Stromversorgung." Das erklärte die Sprecherin für Erneuerbare Energien der FDP-Bundestagsfraktion, Angelika Brunkhorst zur Informationskampagne des Deutschen Naturschutzrings (DNR) "Umwelt- und naturverträgliche Windenergieerzeugung an Land". Panikmache sei in der Branche nicht angebracht, so Brunkhorst. "Wir wollen jedoch die verschiedenen Energiearten in einen Wettbewerb um den günstigsten Klimaschutz stellen. Welche Anwendungen und Energiearten das Rennen machen, muss sich im Rahmen von Ausschreibungsverfahren erweisen".   Parallel soll es laut Brunkhorst eine Forschungs- und Technikförderung geben.

Die noch amtierende Bundesregierung versuche die Windkraftbranche und die Naturschutzverbände massiv gegen die Energiepolitik der FDP-Bundestagsfraktion und der Unionsfraktion einzuschwören, kritisiert die FDP-Sprecherin. Gleichzeitig prognostiziere Umweltminister Jürgen Trittin der Branche weiterhin eine rosige Zukunft im Falle von Rot-Grün, trotz offensichtlich zurückgehender Neuinstallationen an Land, Problemen beim Repowering und einer verhaltenen Stimmung bezüglich des Offshore-Ausbaus. Dabei ließen sich Insider wie Enercon-Chef Aloys Wobben bereits damit zitieren, dass sie Zweifel an der grundsätzlichen Wirtschaftlichkeit der Offshore-Technologie hätten. Ob zudem der erforderliche Stromnetzausbau mit dem politisch gewollten Ausbau der Windkraft Schritt halten könne, sei unklar, so Brunkhorst. Zunehmende Bedenken in der Bevölkerung sowie Mehrkosten in Milliardenhöhe dürften nicht unberücksichtigt bleiben.

"Die neue Informationskampagne des DNR dient hoffentlich auch als Plattform für diese Bedenken und ist nicht nur einseitig ausgerichtet", heißt es in der FDP-Pressemitteilung. Deutschland müsse davon Abstand nehmen, Klimaschutz nur national zu betrachten. Die Weichen müssten für internationale Klimaprojekte gestellt werden und die Techniken dort zum Einsatz kommen, wo Windleistungen und Sonnenerträge höher seien.

30.05.2005   Quelle: FDP-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Union will nicht auf erneuerbare Energien verzichten

"Die erneuerbaren Energien werden in Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle im Energiemix einnehmen. Deshalb gilt es deren Markteinführung weiter voranzutreiben". Das erklärte der umweltpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Peter Paziorek MdB, anlässlich der aktuellen Diskussion zur Förderung erneuerbarer Energien.  Dies müsse allerdings in einem sinnvollen Rahmen erfolgen, so dass die Förderung der erneuerbaren Energien auf deren Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen sei, heißt es in der Pressemitteilung des Unionssprechers. Eine Überprüfung der Förderung bedeute keine Abkehr von den erneuerbaren Energien oder gar den Versuch, diese in ein Schattendasein zu verbannen, betonte Paziorek.


Ressourcenschonung, Technologieentwicklung und Klimaschutz

Besonders Biomasse und Solarenergie eröffneten große Chancen und Potenziale, so Paziorek. Bei der Windenergie müssten viel stärker als bisher Aspekte des Umwelt- und Landschaftsschutzes mit einbezogen werden. Einen weiteren Ausbau an windungünstigen Standorten im Binnenland dürfe es nicht geben. Allerdings seien die Chancen der Windenergie im Export und im Offshore-Bereich zu erhalten. Im Offshore-Bereich seien jedoch zunächst die noch offenen Fragen zu klären. Mit Blick auf Ressourcenschonung, Technologieentwicklung und Klimaschutz könne auf die erneuerbaren Energien nicht verzichtet werden, unterstrich Paziorek.

30.05.2005   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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KfW: Förderung der Erneuerbaren Energien wächst deutlich

Über 230 Darlehen mit einem Volumen von rund 120 Millionen Euro hat die KfW Förderbank für die Nutzung Erneuerbarer Energien nach eigenen Angaben im Jahr 2005 bisher bewilligt. "Das Programm verzeichnet deutliche Wachstumsraten gegenüber 2004", erklärt Detlef Leinberger, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe in einer Pressemitteilung. 
Versorgungssicherheit nimmt durch Erneuerbare zu

Durch die verstärkte Nutzung von Biomasse, Geothermie und Wasserkraft steige die Versorgungssicherheit für Deutschland. Jede Kilowattstunde Strom oder Wärme, die diese Anlagen erzeugten, trage zur Schonung von Umwelt und Klima bei und vermindere den Verbrauch fossiler Energieträger. Nicht zuletzt wirkten sich die dezentralen Energieanlagen positiv auf eine gesicherte Energieversorgung aus.

Auch auf betriebswirtschaftlicher Ebene nehme die Bedeutung der Versorgungssicherheit zu, so die KfW. Immer mehr kleine und mittlere Betriebe in Deutschland machten sich unabhängig von steigenden Erdöl- und Erdgaspreisen und investierten in Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse. Viele neue Unternehmen träten erstmalig als Energieversorger auf und produzieren Strom und/oder Wärme aus Biogas, Biomasse, mit Hilfe der Geothermie oder der Wasserkraft.

"Darüber hinaus werden durch Investitionen in innovative Technologien zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen, Deutschlands Vorreiterrolle auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien international ausgebaut und die Exportchancen erneuerbarer Energien verbessert", betont Leinberger.

Interessenten können sich über Förderprogramme beim Infocenter der KfW-Förderbank telefonisch unter der Servicenummer 01801/33 55 77 zum Ortstarif informieren oder im Internet unter: http://www.kfw-foerderbank.de

30.05.2005   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Studie: Rund ums Mittelmeer enorme Potenziale für Solarkraftwerke

In den südlichen Mittelmeerländern könnten erneuerbare Energien bis Mitte des Jahrhunderts die fossilen Energieträger weitgehend verdrängen. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Bundesumweltministerium geförderte Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Sonnenenergie habe dabei das mit Abstand größte Stromerzeugungspotenzial aller erneuerbaren Energiequellen der Region, so das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung.  Laut Studie werde sich der Strombedarf in den 26 untersuchten Ländern rund um das Mittelmeer und in der Nahost-Region bis 2050 beinahe verdreifachen. Deckte man diesen Bedarf weiterhin mit fossilen Energieträgern, so würden die klimaschädlichen CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 von 770 auf 2.000 Millionen Tonnen im Jahr (Mio. t/a) ansteigen. Der Einsatz erneuerbarer Energien könnte die Emissionen dagegen auf 475 Mio. t/a senken.

Von Energiepartnerschaften zwischen Europa und Nordafrika würden beide Seiten profitieren, so das Bundesumweltministerium. Die deutsche Industrie könnte mit ihrem Know-how dazu beitragen, südlich des Mittelmeeres eine nachhaltige Stromversorgung aufzubauen. Hierbei könnten solarthermische Kraftwerke eine Schlüsselrolle spielen, bei denen Deutschland durch konsequente Forschungsförderung weltweit führend sei. Im Gegenzug könnte Deutschland mittel- bis langfristig von dem enormen solaren Potenzial der Region profitieren, indem es Solarstrom importiert.

Die 300-seitige englischsprachige Studie „Solarthermische Kraftwerke für
den Mittelmeerraum“ (MED--CSP) und eine deutsche Zusammenfassung sind im Internet unter http://www.dlr.de/tt/MED-CSP kostenlos abrufbar.

30.05.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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REpower errichtet 22 Windenergieanlagen in East Anglia/Großbritannien

Die REpower Systems AG hat mit der Gesellschaft Fenland Wind Farms Ltd. Verträge abgeschlossen über die Lieferung von insgesamt 22 Windenergieanlagen des Typs MM82 mit einer Leistung von zwei Megawatt (Rotordurchmesser: 82 Meter; Nabenhöhe: 59 Meter) nach East Anglia/Großbritannien. Die drei Windparks sollen bis Frühjahr 2006 in Betrieb genommen werden. Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich für REpower auf über 32 Millionen EUR. Dies berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Fenland Wind Farms Ltd. wurde vom französischen Energieversorger EDF Energies Nouvelles speziell für das Projekt gegründet.  

„Fenland Wind Farms“ an drei Standorten

Die „Fenland Wind Farms“ sollen in Cambridgeshire und Lincolnshire, im östlichen Distrikt East Anglia, an drei Standorten errichtet werden. Zwei Windparks sollen aus je acht Anlagen bestehen, ein weiterer aus sechs Anlagen. Entwickelt wurden die Windparks von der unabhängigen britischen Projektentwicklungsgruppe Wind Prospect in Zusammenarbeit mit EDF Energies Nouvelles. Für den Aufbau der Anlagen zeichnet REpower UK Ltd., ein Joint Venture der REpower Systems AG und des spezialisierten Maschinenbauers Peter Brotherhood Ltd., verantwortlich. Für den ersten Bauabschnitt sind zirka vier Monate angesetzt, die Aufstellung der Anlagen soll im Oktober 2005 beginnen, während der Wintermonate ist eine Testphase geplant. Die Elektrifizierungsarbeiten werden durch das britische Unternehmen McNicholas Construction Services ausgeführt. Im Frühjahr 2006 ist mit dem Betriebsbeginn aller drei Windparks zu rechnen, so die Repower Systems AG.

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender der REpower Systems AG, erklärt: „Wir freuen uns, dass wir durch diesen Auftrag für EDF Energies Nouvelles zu einem Fortschritt der Windenergie in Großbritannien beitragen und gleichzeitig unsere Position in diesem Markt ausbauen können. REpower wird durch eine Steigerung der Exportquote von 30 auf über 50 Prozent mehr Unabhängigkeit von den zukünftigen Unsicherheiten des deutschen Marktes gewinnen.“

Der Geschäftsführer von REpower UK, Henning von Barsewisch erläutert, das Gebiet der Fenlands habe aufgrund seiner windstarken Lage eine lange Tradition in der Nutzung von Windkraft. Die drei Fenland Windparks lägen außerdem weniger als eine Autostunde von dem Service Center in Peterborough entfernt, was eine durchgehende, optimale Betreuung der Windparks sichere. Für private Interessenten bestehe die Möglichkeit, in das Fenlands-Projekt zu investieren.

Die REpower Systems AG mit Hauptsitz in Hamburg entwickelt, produziert und vertreibt Windenergieanlagen. Mit über 560 Mitarbeitern kann das Unternehmen nach eigenen Angaben auf die Erfahrungen aus der Fertigung und Installation von weltweit mehr als 1.000 Windenergieanlagen zurückgreifen. Die REpower Systems AG ist mit Tochtergesellschaften und Joint Ventures in Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien und Spanien sowie Kanada und Australien vertreten.

30.05.2005   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Biogasanlagen bringen 2,5 Millionen Tonnen CO2-Ersparnis im Jahr 2005

Der Anbau von Pflanzen für die Produktion von Biogas wird nach Angaben des Fachverbandes Biogas e.V. (FVB) 2005 zu einer Senkung der klimaschädigenden Kohlendioxidemissionen in der Größenordnung von 2,5 Millionen Tonnen führen. Der FVB begrüßte in einer Pressemitteilung das von der Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, in Auftrag gegebene Forschungsprogramm zur Optimierung des Anbaus alternativer Energiepflanzen. Gleichzeitig betonte der FVB die steigende Bedeutung des Energiepflanzenanbaus für den Natur- und Landschaftsschutz. 

FVB erwartet keine umweltschädigenden Monokulturen

Nachdem dieses Jahr bereits 2,5 Millionen Tonnen CO2 durch Biogasanlagen eingespart werden, steige dieser Klimaschutzeffekt im Jahr 2020 auf jährlich knapp 60 Millionen Tonnen, prognostiziert der FVB. Die in letzter Zeit aufkommenden Bedenken von Naturschützern, dieses Branchenwachstum könne zu umweltschädigenden Monokulturen und einer Intensivierung der Landwirtschaft führen, nehme der Verband ernst, könne aber für den von ihm vertretenen Bereich Biogas Entwarnung geben. "Biogasanlagen sind weniger anspruchsvoll, was die eingesetzte Biomasse betrifft, als etwa der Nahrungs- und Futtermittelbereich. Sortenreinheit, bestimmte Detailqualitäten stehen da nicht so sehr im Vordergrund. Es muss zum Beispiel kein bestimmter Gesamt-Stärkegehalt, kein bestimmtes Gewichtsverhältnis Maiskolben zu Restpflanze erreicht werden. Dem Biogas-Betreiber kommt es vor allem auf einen hohen Gesamtertrag Biomasse vom Acker an. Das bedeutet, dass andere Sorten, andere Pflanzenarten in neuen Fruchtfolgen angebaut werden können", so FVB-Präsident Josef Pellmeyer.


Positive Umwelteffekte der Biogas-Technologie sollen gesteigert werden

Die Erforschung und Optimierung von geeigneten Energiepflanzen, Fruchtfolgen und Anbaumethoden sieht der Fachverband dennoch als wichtigen Baustein zu einem gesunden Branchenwachstum. "Das Landwirtschaftsministerium hat den Forschungsbedarf genau richtig erkannt. Genauso wie zahlreiche Naturschutzverbände begrüßen wir die Untersuchungen, wie z.B. durch Mischfruchtanbau die positiven Umwelteffekte der Biogas-Technologie nochmals gesteigert werden können", erklärte Pellmeyer. So soll unter anderem untersucht werden, wie auf einem Feld gemeinsam Sommergerste mit Lupinen oder Erbsen mit Leindotter angebaut und welche Energieerträge diese Mischungen liefern können. Übereilte zusätzliche Naturschutzauflagen für den Energiepflanzenanbau für Biogas hält der Verband für wirtschaftlich schädlich. Es gebe keine Rechtfertigung, Biogas-Pflanzenbauer schärfer zu reglementieren als konventionelle, heißt es in der Pressemitteilung. "Das angeregte Forschungsprojekt wird vielmehr zeigen, dass Biogas-Pflanzenbau von sich aus die genannten zusätzlichen ökologischen Vorteile bringt", ist Pellmeyer überzeugt.

29.05.2005   Quelle: Fachverband Biogas e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Hessen Solar Cup 2005 findet am 7. Juli statt

Hessen SolarCup
Hessen Solar Cup

Der Hessen Solar Cup, ein Bildungswettbewerb zur Förderung rationeller Energienutzung am Beispiel der Solarenergie, wird am 7. Juli zum 4. Mal auf dem Kasseler Königsplatz ausgetragen.   Die eintägige Veranstaltung wendet sich an Schülerinnen und Schüler von Grundschulen, Gymnasien und Berufsschulen. Sie können antreten in Wettbewerbsdisziplinen wie "solar betriebene Boote" (Grundschulkinder), "ferngesteuerte Solarmobile" (Sekundarstufe 2 und Auszubildende) oder "solar betriebene Ultraleichtmobile" (Sekundarstufe 1 und 2 und Auszubildende).

Die Veranstaltung hat das Ziel, Technik am Beispiel von Solarenergie zu präsentieren. So soll verdeutlicht werden, dass die erneuerbare Energien künftig neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze bieten werden, denen sich die nachwachsende Generation widmen kann und soll, so die Universität Kassel in einer Pressemitteilung. Die drei bisherigen Hessen Solar Cup-Wettbewerbe hätten gezeigt, dass das Interesse an technischen Bildungsgängen geweckt werde, was dem vorhandenen Mangel an qualifizierten Fachkräften im Bereich der neuen Technologien entgegenwirke.
Der HSC wird veranstaltet von der Universität Kassel, der Stadt Kassel und dem Kompetenznetzwerk Erneuerbare Energien (deENet). Organisiert und durchgeführt wird die Veranstaltung vom Fachgebiet Berufs- und Fachdidaktik im Fachbereich 16, Elektrotechnik, der Universität Kassel und vom Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel. Der Hessen Solar Cup wird gefördert von der SMA Technologie AG, der Stadt Kassel, der Wagner & Co Solartechnik GmbH, der Wintershall AG, der Städtische Werke AG, der Kasseler Sparkasse, vom Kasseler Hochschulbund e.V., der Hübner GmbH, dem VDE/VDI und weiteren Unternehmen und Institutionen.

Das aktuelle Programm wird laut Universität Kassel noch erarbeitet. Es soll ab Mitte Juni abrufbar sein unter http://www.solarcup.de.

29.05.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Universität Kassel

 

ICF Consulting prognostiziert moderate CO2-Preisschwankungen für 2008-2012

Die Einschränkungen der Treibhausgasemissionen für die europäischen Energieerzeuger werden deutliche wirtschaftliche Auswirkungen für die Energieversorgungs- und Brennstofflieferanten in der ersten Kyoto-Periode hervorrufen. Das berichtete das Management-, Technologie- und Politikberatungsunternehmen ICF Consulting auf der in Köln stattfindenden Carbon Expo 2005 anlässlich der Präsentation seines Reports "The Price of Carbon in 2008-2012: Scenarios for Investment Appraisal".   Damit will das Unternehmen seinen Kunden eine verlässliche Einschätzung des Kohlendioxidpreises geben und die Finanzierungsanforderungen für Kraftwerksplanung unterstützen.
Zu Beginn des EU-Emissionshandels haben die Preise für EU-Allowances (EUA) laut ICF beachtlich geschwankt. Die Preise hätten zwischen 6 Euro und 18 Euro pro Tonne CO2 gelegen. Eine der größten Herausforderungen für Branchenanalysten beim Risikomanagement bestehe in der Bewertung des Einflusses der Marktfaktoren auf den CO2-Preis innerhalb der ersten Kyoto-Periode 2008-2012 und darin, Preisannahmen für Wirtschaftlichkeitsrechnungen anzustellen. Um verlässliche Prognosen für geplante Kraftwerksinvestitionen für diesen Zeitraum zu machen, sei die Kenntnis dieser extrem einflussreichen Größen von entscheidender Bedeutung, so ICF.


Prognosen: 20 - 25 Euro pro Tonne CO2

"Es gibt Kommentatoren, die den EUA-Preis für die erste Kyoto-Periode schon jenseits der 25 Euro pro Tonne CO2 sehen. Unsere Analyse der Situation fällt moderater aus. Wir glauben, dass es sich hierbei lediglich um ein Krisenszenario handelt", meint Abyd Karmali, ICF Consulting Senior Vice President, der die Klimaschutz-Dienstleistungen des Unternehmens in Europa leitet. "Wir haben verschiedene Szenarien unter die Lupe genommen, die alternativen Sichtweisen auf Brennstoffpreise, die implizierten Emissionsrabatte im europäischen Energieerzeugersektor, die Einführung in die CO2-Märkte mit überzähligen AAUs (Assigned Amount Units) aus Osteuropa, der Ukraine und Russland, sowie einen Zeitplan zur Lieferung eines projektbasierten CDM (Clean Development Mechanism) und von Joint Implementation (JI) CO2-Krediten wiedergeben. In keinem der Szenarien überschreitet der Preis die 20 Euro/Tonne CO2-Marke. Unser Basisszenario lässt einen deutlich geringeren Gleichgewichtspreis bei schmalerer Bandbreite bei der Preisvolatilität erwarten, als das, was wir bisher erlebt haben", so Karmali.

CO2-Preis in Europa ist Anreiz zur Entwicklung neuer Gasturbinen

"In ihrer Analyse ermittelte ICF Consulting verschiedene länderspezifische Geschäftsmöglichkeiten für europäische Energieerzeugungsunternehmen. Die Energiepreise werden in hohem Maße vom CO2-Preis beeinflusst. Die wesentliche Erkenntnis hierbei ist, dass der CO2-Preis-Anreiz zur Entwicklung neuen CCGT-Anlagen (Gasturbinen-Dampfturbinen, combined cycle gas turbine) höher als in anderen Ländern ist", sagte Kim Keats Martinez, Managing Consultant im Londoner Büro von ICF Consulting. "Wir glauben, dass diese Nischengeschäfte für Energieerzeuger deutliche Wertschöpfung nach sich ziehen werden und sich mehr und mehr in ganz Europa durchsetzen werden. Das entspricht der Tatsache, dass sich die Energieerzeugermärkte in den verschiedenen Ländern deutlich voneinander unterscheiden. Auch ist der Einfluss der CO2-Preise stark unterschiedlich, sodass die Maßnahmen eines Energieerzeuger in dem einen Land in den Nachbarländern zu Preisschwankungen führen könnten. Dan ist es auf jeden Fall von Vorteil, der erste zu sein."

29.05.2005   Quelle: ICF Consulting   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BMU: Newsletter zur Forschung im Bereich erneuerbarer Energien

Das Bundesumweltministerium (BMU) wird künftig mit einem kostenlosen Newsletter über aktuelle Forschungsaktivitäten im Bereich erneuerbarer Energien berichten. Der Newsletter enthält Informationen über abgeschlossene und neu bewilligte Forschungsvorhaben sowie Hinweise auf Veranstaltungen des BMU zu diesem Thema.  Jahresbericht "Forschung und Entwicklung" veröffentlicht

Im Jahr 2004 hat das BMU nach eigenen Angaben 95 neue Forschungsprojekte mit insgesamt rund 60 Millionen Euro bewilligt. Zwischen 2001 und 2004 sei fast die Hälfte der Forschungsgelder in die Fotovoltaik und gut ein Fünftel in die Windenergie geflossen. Auf die Geothermie entfielen 13,4 %, auf solarthermische Kraftwerke 7,2 % und auf die Niedertemperatur-Solarthermie 5,5 %. Der 20-seitige Bericht stellt die Ziele und Schwerpunkte der Forschungsförderung vor dem Hintergrund der Markt- und Technologieentwicklung dar, hebt wichtige Projekte hervor und enthält statistische Angaben. Er wurde als Beilage zu der vom BMU herausgegebenen Zeitschrift "Umwelt" (Ausgabe 4/2005) veröffentlicht unter http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/35300


Offshore-Windkraft, Dünnschicht-Solarzellen und solarthermische Kraftwerken

Weitere Themen des BMU-Newsletters sind die Offshore-Windenergie (Neue Forschungsplattform in der Ostsee; Ökologische Begleitforschung zu Offshore-Windparks sowie Verbesserung von Windleistungsprognosen). Der Newsletter berichtet zudem über die Entwicklung effizienter Dünnschicht-Solarzellen (Projekt "Kristalline Silizium-Legierungen für Dünnschicht-Solarzellen") und die neue Studie "Solarthermische Kraftwerke für den Mittelmeerraum" (MED-CSP) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erstellt hat. Die 300-seitige englischsprachige Studie und eine deutsche Zusammenfassung sind kostenlos abrufbar unter http://www.dlr.de/tt/MED-CSP . In der laufenden Folgestudie "TRANS-CSP" wird laut BMU derzeit untersucht, welchen Beitrag Strom aus solarthermischen Kraftwerken in der Mittelmeerregion langfristig zur Stromversorgung in Europa leisten kann.

Der BMU-Newsletter kann abonniert werden per E-Mail an: mailto:News-Forschung-EE@bmu.bund.de

28.05.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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"Tag der Energie" am 05. Juni 2005 in Karlsbad

Gemeinsam mit der Paradigma - Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH u. Co. KG. informiert die Gemeinde Karlsbad mit einem "Tag der Energie" am 05. Juni 2005 über Nutzungs- und Fördermöglichkeiten regenerativer Energiequellen. Unter dem Motto "Der Sonne eine Chance" sind alle Interessierte in das Schulzentrum Karlsbad-Langensteinbach eingeladen. An den Vorträgen und Ausstellungen beteiligen sich verschiedene regionale Unternehmen, berichtet die Gemeinde Karlsbad in einer Pressemitteilung.   "Wir wollen mit dem `Tag der Energie` die Bürger über alternative Energien informieren und für einen bewussten Umgang mit unseren Energiequellen werben", erklärt Bürgermeister Rudi Knodel die Initiative.


Solares Engagement der Gemeinde Karlsbad

Bürgermeister Rudi Knodel und Alfred T. Ritter, Hauptgesellschafter von Paradigma stellen die solaren Projekte der Gemeinde Karlsbad vor. Die Gemeinde will je 200 Euro für die ersten 25 Solarwärmeanlagen spendieren, die ab dem 05. Juni von einem regionalen Handwerker für den Karlsbader Gebäudebestand in Auftrag gegeben werden. Die KWA - Kraft-Wärme-Anlagen Bietigheim-Bissingen halten einen Vortrag zum Thema "Heizen mit Hackschnitzeln" und präsentieren parallel die im Schulzentrum eingebaute Hackschnitzelheizung. Darüber hinaus wird eine Führung zur Photovoltaik-Anlage des Schulzentrums angeboten.


Die Vorteile der Sonnenenergie und praktische Tipps zum Energiesparen im Haushalt zeigt Fernsehmoderator Jean Pütz in seinem Vortrag "Der Sonne eine Chance" auf. Die Stadtwerke Pforzheim informieren in einer Ausstellung über die Nutzung von Gas und verlosen eine Fahrt mit einem Heißluftballon. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG gibt Auskunft über das Heizen mit Wärmepumpen und Erdsonden.


Regionale Unternehmen informieren vor Ort

Die Paradigma GmbH zeigt die Möglichkeiten alternativen Heizens mit Sonnenwärme und Holzpellets. Das neue "AquaSystem" könne direkt an die bestehende Heizung angeschlossen werden. Der Hauseigentümer spare dadurch den Speicheraustausch und könne Sonnenwärme kostengünstig in den eigenen vier Wänden nutzen. In Verbindung mit einem Holzpellets-Kessel könnten Eigenheimbesitzer das ganze Jahr über klimafreundlich heizen. Paradigma will die ersten 25 Solarwärmeanlagen mit je 200 Euro bezuschussen, die bis zum 19.06.2005 über einen vor Ort beratenden Paradigma SystemPartner geordert werden. Die Paradigma GmbH biete ausserdem eine Solarwärmeanlage zur Verlosung an.


Wer sich für finanzielle Beteiligungsprojekte im Bereich Erneuerbare Energien interessiert, kann sich bei der Energo GmbH über das aktuelle Solarstromprojekt in Ittersbach informieren. Fragen rund um die Photovoltaik beantwortet die Firma L. Reiser & M. Vogel Energietechnik, mit Stromgewinnung aus Sonne und Wind beschäftigt sich die Firma SMART Powersystems und bietet Insellösungen für die Gartenanlage. Das Unternehmen Reiner Welker Energieberatung & Finanzierung informiert über Blockheizkraftwerke. Für eine inhaltliche Beratung können Blockheizkraft-Interessierte ihre Gebäudedaten mitbringen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Vorträge zum Thema Wärmedämmung und Innenraumgestaltung. Die Veranstaltungen werden von einem umfangreichen Kinderprogramm umrahmt.

Weitere Informationen bei der Gemeinde Karlsbad - Stabsstelle Wirtschaftsförderung - Bauverwaltung, Frau Elke Wildenmann, Tel.: 07202/9305-19 sowie Garten- und Umweltamt, Herrn Dr. Klaus Rösch, Tel.: 07248/9204-13

28.05.2005   Quelle: Gemeinde Karlsbad - Stabsstelle Wirtschaftsförderung - Bauverwaltung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Intersolar: SMA zeigt Produkte ihrer Innovationsoffensive 2005

Neues Großdisplay von SMA
Neues Großdisplay von SMA

Unter dem Motto "12 Monate - 12 Innovationen" präsentiert die SMA Technologie AG auf der im Juni in Freiburg stattfindenden Intersolar 2005 eine Vielzahl neuer Produkte, mit denen die Position als Trendsetter der Branche weiter gefestigt werden soll. Dabei liege der Schwerpunkt traditionsgemäß bei den Solarwechselrichtern, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   In keinem Jahr zuvor habe es eine solche Fülle an neuen Modellen gegeben, die sich vor allem durch eine weitere Optimierung des Wirkungsgrades und des Preis-/ Leistungsverhältnisses auszeichneten. Aber auch bei der Anlagenüberwachung gebe es Neuentwicklungen und in Sachen Anlagensicherheit zeige sich SMA einmal mehr als Technologieführer der Branche.

Neuer DC-Lasttrenner

Als erster Hersteller präsentiert SMA einen integrierten Lasttrenner, der allen künftigen Anforderungen hinsichtlich Funktion und Sicherheit entspreche und rechtzeitig zum In-Kraft-Treten der überarbeiteten Errichtungsnorm für PV-Anlagen (VDE 0100-7-712) im Jahr 2006 zur Verfügung stehen werde. Mit dem bereits patentierten ESS (Electronic Solar Switch) entfalle der zusätzliche Installationsaufwand im Vergleich zu konventionellen mechanischen DC-Lasttrennern, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führe.

Sunny Boy Wechselrichter

Mit einem maximalen Wirkungsgrad von 95,6 % beim neuen SB 3800 erreicht SMA eine neue Bestmarke unter den Transformatorgeräten. Darüber hinaus werde ein vollkommen neues Gehäusekonzept präsentiert, das neben einer veränderten Form vor allem durch die unter ergonomischen Gesichtspunkten entworfenen Bedienelemente und die in einer Aussparung am Gehäuseboden sicher untergebrachten Geräteanschlüsse auffällt, heißt es in der Pressemitteilung.
Zusätzlich komme jetzt erstmals auch in den "kleineren" Sunny Boys das aktive Kühlsystem OptiCool zum Einsatz, bei dem eine temperaturabhängige Drehzahlregelung gewährleiste, dass die Lüfter nur dann in Betrieb gehen, wenn es die thermischen Bedingungen erfordern.

Auch die Sunny Boys mit der von SMA entwickelten Multi-String Technologie haben ein neues Top-Modell erhalten: den SB 5000TL HC. Das Kürzel HC steht für "High Current" und weist darauf hin, dass dieser Wechselrichter mit einem erweiterten Eingangsstrombereich von 11 Ampere pro Eingang hervorragend für den Einsatz mit allen aktuellen Zelltechnologien geeignet ist. Der hohe Wirkungsgrad von mehr als 96 % und eine gesteigerte Eingangsempfindlichkeit, die schon bei geringster Sonneneinstrahlung die Einspeisung in das Netz erlaubt, sichern laut SMA einen maximalen Energieertrag der gesamten PV-Anlage.


Großdisplay zur publikumswirksamen Darstellung der PV-Anlage

Während die Sunny WebBox zusammen mit dem Sunny Portal als modernste und zugleich kostengünstigste Art der Anlagenüberwachung gelte, verfolgt SMA mit dem neuen Großdisplay Sunny Matrix ein anderes Ziel, nämlich eine äußerst publikumswirksame Darstellung der PV-Anlagendaten. Sunny Matrix sei ein echter Blickfang, der in seinen Standardgrößen 800mm x 800mm und 800mm x 400mm sowohl im Innen- als auch im Außenbereich für Aufmerksamkeit sorge. Denn mit einer Zifferngröße von bis zu 15 cm und einer in der Dynamik steuerbaren Ziffernfolge gebe es klare Informationen über die Ertragsdaten der dargestellten Solarstromanlage.

27.05.2005   Quelle: SMA Tehnologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG

 

Kassel: Drei neue Solarstromanlagen an und auf Schulen des Landkreises

Die Zahl der Photovoltaikanlagen von Schulen im Landkreis Kassel verdoppelt sich: Zu den drei existierenden Anlagen auf den Dächern der Hermann-Schafft-Schule in Fuldabrück, der Herwig-Blankertz-Schule in Hofgeismar und der Langenbergschule in Baunatal sollen im Laufe dieses Jahres drei weitere hinzukommen. Das berichtet der Landkreis Kassel in einer Pressemitteilung.   "An der Herwig-Blankertz-Schule in Hofgeismar wird die bestehende Dach-Photovoltaikanlage durch eine Fassadenanlage erweitert," informiert Kreispressesprecher Harald Kühlborn. Damit könne die bisher bereits beispielhaft ablaufende Einbindung nachhaltiger Energietechniken in den Berufsschulunterricht noch weiter ausgebaut werden. Kühlborn: "Die Schule kann so eine branchenübergreifende Ausbildung für Elektroniker, Metallbauer, Glaser und Dachdecker verwirklichen." Die geplante Fassadenanlage besteht aus 23 Modulen und soll bei starker Sonneneinstrahlung auch als Schutzvorrichtung für die Fenster der Unterrichtsräume dienen. Planung und Bau der Anlage übernehme die kreiseigene Planungs- und Betriebs GmbH in Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung neuer Technik im Handwerk e.V. An der Finanzierung beteiligte sich die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, so der Landkreis Kassel.


Gestattungsverträge mit privaten Betreibern

Auch an der Hermann-Schafft-Schule in Fuldabrück soll die bestehende Anlage erweitert werden. Neben der vom Förderverein der Schule betriebenen Photovoltaikanlage soll eine private GbR eine 159 Quadratmeter große Photovoltaik-Fläche auf dem Schuldach betreiben. Für die Nutzung der Dachfläche werde mit dem privatern Betreiber ein so genannter Gestattungsvertrag abgeschlossen; die Einnahmen aus der Verpachtung sollen laut Kreistagsbeschluss den Schulen im Kreis zufließen. Ebenfalls privat betrieben werden die neuen Solarbäume an der Wilhelm-Leuschner-Schule in Niestetal. Dabei handle es sich um eine Neuentwicklung, die durch eine automatische Anpassung an den Sonnenstand einen höheren Ertrag erwarten lasse. In einem ersten Bauabschnitt sollen drei Solarbäume installiert werden. Insgesamt stehe Platz für zwölf Anlagen zur Verfügung. Auch würden die Einnahmen aus dem Gestattungsvertrag zweckgebunden den Schulen im Kreis zukommen. Die Höhe der Einnahmen stehe noch nicht fest, da erst noch abgewartet werden müsse, wie viel Fläche die Betreiber wirklich nutzen, so der Landkreis. "Als Anhaltspunkt kann von zirka einem Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche ausgegangen werden", so Kühlborn abschließend.

27.05.2005   Quelle: Landkreis Kassel   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Dokumentation zum "BMBF-Forum für Nachhaltigkeit" erschienen

Auf dem "Forum für Nachhaltigkeit" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) diskutierten rund 300 Gäste aus Wissenschaft und Forschung gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über die Bedeutung von Bildung und Forschung für die nachhaltige Entwicklung. Die soeben erschienene Dokumentation der Veranstaltung am 30. November 2004 im Umweltforum Berlin gibt einen Überblick über die Referate, Statements und Diskussionen sowie die Projekte und Innovationen der begleitenden Ausstellung. 

Die Dokumentation enthält Vorträge von Bundesministerin Edelgard Bulmahn und Prof. Claus Weyrich (Siemens AG). Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren Prof. Dr. Egon Becker (Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) GmbH), Ulla Burchardt (stellv. Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung), Prof. Dieter Jahn (Vorsitzender des Koordinierungsausschusses Forschung und Entwicklung des VCI), Prof. Eberhard Jochem (Fraunhofer Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (FHG-ISI), Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung) und Dr. Angelika Zahrnt (Vorsitzende BUND, Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung).

Das "2. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit" mit dem Themenschwerpunkt "Globale Verantwortung" findet statt vom 04. - 05. Oktober 2005 im Haus der Wirtschaft in Berlin.

Weitere Informationen unter http://www.fona.de/forum-2004 (BMBF-Forum für Nachhaltigkeit 2004). Die Dokumentation kann heruntergeladen werden unter http://www.fona.de/download_publikation/BMBF-Forum_fuer_Nachhaltigkeit_2004.pdf (Dokumentation, pdf, 1,0 MB)

27.05.2005   Quelle: VDI Technologiezentrum GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Geothermie-Projekt Pullach: Thermalwasser heißer als erwartet

In der Gemeinde Pullach bei München entsteht derzeit ein Geothermisches Heizwerk. Nachdem Ende April die zweite Bohrung erfolgreich abgeschlossen werden konnte, ergaben erste Tests, dass das Pullacher Thermalwasser mit 120 °C heißer ist als erwartet.   Das berichtet die Geothermische Vereinigung e.V. in einer Pressemitteilung. Ende Februar 2005 seien die Arbeiten für die zweite Bohrung der geothermischen Dublette (Förder- und Injektionsbohrung) aufgenommen worden. Anfang Februar seien nach Erreichen der so genannten Endteufe von rund 3300 Metern, die Arbeiten an der ersten Bohrung abgeschlossen worden. Schon damals war das Ergebnis heißer ausgefallen: Erwartet wurden Temperaturen von 90 °C, die Tests ergaben dann mit 111 °C deutlich mehr. Das Loch Nummer zwei wurde in nur wenigen Metern Entfernung niedergebracht und im Untergrund abgelenkt, so dass in der Tiefe die Punkte für Wasserentnahme und Rückspeisung ca. 1.8 Kilometer auseinanderliegen. Am 24.04.05 wurde bei 4.120 m auch die Endteufe der Bohrung Pullach-Thermal 2 erreicht. Diese Bohrung geht in den gleichen geologischen Horizont, ist wegen ihrer Ablenkung aber länger als die erste. Der erste Pumptest erbrachten mit einer Thermalwassertemperatur von 120 °C erneut überraschend positive Ergebnisse. Bei einer Schüttung von 50 l/s ergebe sich eine nutzbare geothermische Wärmeleistung von 10.5 Megawatt (MW), so die Geothermische Vereinigung. Das sei weitaus mehr als die für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung angesetzten 6.3 MW. Das unerwartet heiße Wasser beschert den Pullachern weitere Ausbaumöglichkeiten des Fernwärmenetzes. Zudem können sie auf den Einbau einer Spitzenlastanlage für besonders kalte Tage verzichten.

Für den nächsten Schritt habe der Gemeinderat bereits einstimmig grünes Licht gegeben: den Bau der Energiezentrale. Der Spatenstich soll Ende Mai erfolgen. Das Gebäude werde aus Gründen der Ortsplanung im wesentlichen unter der Erde gebaut. Oben ist nur ein kleines, 70 Quadratmeter großes Geschoss vorgesehen. Auf dem Bohrplatz soll wieder eine Grünfläche entstehen. Das Fernwärmenetz soll kommunale Einrichtungen, Liegenschaften und Gebäude von Wohnungsgesellschaften versorgen. Die zu diesem Zweck gegründete "Innovative Energie Pullach GmbH" hat laut Geothermischer Vereinigung Investitionen in Höhe von 14 Millionen Euro Investitionsmittel eingeplant. Vorgesehen ist, das Netz bereits in der kommenden Heizperiode im Winter 2005/06 in Betrieb zu nehmen.

26.05.2005   Quelle: Geothermische Vereinigung e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarpark Gut Erlasee: SOLON feiert Abschluss des ersten Bauabschnitts

Auf dem Gelände des ehemaligen Weinbauversuchsgutes Erlasee bei Arnstein soll das größte Solarkraftwerk der Welt entstehen. Ende Mai sei der erste Bauabschnitt abgeschlossen, berichtet die Berliner SOLON AG in einer Pressemitteilung. Rund 250 von 1.500 vorgesehenen "SOLON-Movern" seien dann bereits installiert. Aus diesem Anlass findet am 28. Mai im Solarpark ein großes Open-Air-Fest statt, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger der Region eingeladen sind. Der Eintritt ist frei.  Dank an die Bürger der Region – Solarstromproduktion live

Das Fest wird unterstützt von der SOLON AG und der S.A.G. Solarstrom AG. "Wir möchten uns mit diesem Familienfest bei den Bürgern der Region für Ihre Gastfreundlichkeit und Offenheit bedanken. Ohne die hervorragende Kooperation mit den Menschen vor Ort hätten wir das Projekt nicht so unkompliziert und schnell in Angriff nehmen können" sagte Alexander Voigt, Vorstandsvorsitzender der SOLON AG. Das Fest soll den Gästen Gelegenheit geben, den Solarpark kennenzulernen und live zu erleben, wie Energie aus Sonnenkraft entsteht.

Ab 14:00 Uhr wird unter dem Motto "Let's move it!" ein buntes Unterhaltungsprogramm für Groß und Klein geboten. Auf die kleinen Gäste warten ein Kinderzirkus, Riesenrutschen, Bullriding, eine Wunderwasserwelt und vieles mehr. Auch das musikalische Unterhaltungsprogramm des Festivals hat für jeden etwas zu bieten: Den Anfang machen ab 14:00 Uhr die Bands "Push" und "Confect", ab 18:30 Uhr werden "Tommy and the Moondogs" für Partystimmung sorgen. Anschließend wird der Party-DJ Flat Revo den Besuchern noch einmal richtig einheizen. Damit sich die großen und kleinen Gäste bei dem Fest so richtig wohl fühlen, sei mit einem vielseitigen Angebot an Speisen und Getränken zu familienfreundlichen Preisen auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung unter http://www.lets-move-it.de

26.05.2005   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Neuwahlen: DGS beurteilt Perspektiven der Solarenergie gelassen

Die Turbulenzen am Aktienmarkt nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wertet die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) in einer Presseerklärung als "psychologisch bedingte Überreaktion die keine technische Ursache besitzt". Am 23.05.2004 hätten Solaraktien Kursverluste von über 20% hinnehmen müssen. Die Nutzung der Sonnenenergie habe längst den Stand eines ideolologischen oder wissenschaftlichen Konzepts verlassen und sich zu einer anerkannten Technologie entwickelt, mit der hunderttausende Menschen zuverlässig Wärme und Strom erzeugen, so der Solar-Verband.   Dazu zählten die Photovoltaik, die Solarthermie und die Biomasse. Neben großen Ölgesellschaften hätte die Solartechnik auch viele klassische Heizungsbauer als Erzeuger, Distributoren und Installateure überzeugt.


Solarenergie-Nutzung kein deutscher Sonderweg

Spätestens seit der internationalen Konferenz für erneuerbare Energien in Bonn 2004 (www.renewables2004.de), auf der 154 Staaten erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu den wichtigsten Energiequellen der Menschheit gekürt hätten, sei klar, dass die Nutzung der Sonne keinem isolierten parteipolitischen Konzept folge oder gar ein deutscher Sonderweg sei, betont die DGS. Auch die strategischen Konzepte der Europäischen Union zur Reduktion teurer Energieimporte und die Entwicklungen in anderen Staaten zeigten, dass die technische Nutzung der Sonnenenergie nicht nur hierzulande vor allem als wirtschaftliche Chance für Handwerk und Mittelstand begriffen werde. Sicher sei, dass die rot-grüne Bundesregierung mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie der Solarwärme- und Biomasse-Förderung viel für die Verbreitung der Solartechnik getan habe. Aber auch wenn dies an der Börse kurzfristig anders bewertet worden sei, bestehe kein Grund zur Panik bei einem etwaigen Regierungswechsel: Die Technologie überzeuge bereits seit langem nicht nur Privatleute, sondern auch Großunternehmen klassischer Branchen wie dem Heizungsbau, heißt es in der DGS-Erklärung.


Mehrheit der Bürger für Solarenergie

Die guten Argumente für solare Technologien (Arbeitsplätzen in Handwerk und Mittelstand, Verringerung der Abhängigkeit von Energieimporten und kalkulierbar stabile private Heizkosten) hätten laut einer aktuellen Europressedienst-Studie bereits 85,7 % der Bürger überzeugt, betont die DGS. Daran kämen auch etwaige "ideologisch bedingte Skeptiker" nicht vorbei, wenn Sie eine Mehrheit der Bevölkerung für ihre Energiepolitik wollen. "Die Sonne wird auch weiterhin für das bessere Konzept in der Energietechnik scheinen!" betont DGS-Präsident Jan Kai Dobelmann.

25.05.2005   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BUND befürchtet "ökologisches Rollback" nach Regierungswechsel

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnt vor Rückschritten in der Umweltpolitik, wenn CDU, CSU und FDP ihre bisherigen Vorstellungen in diesem Bereich umsetzen. Eine Reihe von positiven Entwicklungen im Umwelt- und Naturschutz sowie in der Energie- und Agrarpolitik drohten entsprechend den Äußerungen von Spitzenpolitikern dieser Parteien im Falle eines Wahlsieg zurückgenommen zu werden, heißt es in der BUND-Pressemitteilung.   Beispielsweise hätten die CDU-Vorsitzende Angela Merkel und CSU-Chef Edmund Stoiber eine Verlängerung der Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke und der FDP-Bundesvorsitzende Guido Westerwelle Einschränkungen bei der Förderung erneuerbarer Energien angekündigt. Außerdem drohten die Forcierung des Einsatzes der Gentechnik in der Landwirtschaft und ein Zurückstellen von Naturschutzbelangen gegenüber Bauprojekten.


Arbeit und Umwelt nicht gegeneinander ausspielen

Der BUND forderte, den Zusammenhang von Arbeit und Umwelt in den Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzung der nächsten Monate zu stellen. Das eine dürfe nicht gegen das andere ausgespielt werden. In wenigen Jahren könnten in Deutschland über zwei Millionen Menschen in Umwelt- und Naturschutzbranchen arbeiten. Dies sei bei einer konsequent ökologischen Ausrichtung der Wirtschafts- und Energiepolitik erreichbar, betont der BUND. Möglich seien dreistellige Zuwachsraten in den Bereichen erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und Bio-Landwirtschaft. Zweistellige prozentuale Zuwächse hält der BUND im Öko-Tourismus und im Naturschutz für erreichbar.


Beträchtliche Arbeitsplatzpotenziale

"Schon heute gibt Umwelt- und Naturschutz eineinhalb Millionen Menschen Arbeit. Über eine halbe Million könnten hinzu kommen, wenn die Bundesregierung - in welcher politischen Konstellation auch immer - sich dazu durchringt, die Themen Arbeit und Umwelt stärker zu verknüpfen, sagte die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt. Die größten Potenziale macht der BUND im Energiesektor und im Verkehr aus. Auch im Ökolandbau arbeiteten immer mehr Menschen. Tausende neue Jobs könnten außerdem im Naturschutz und im naturnahen Tourismus entstehen.

Die politischen Parteien, vor allem aber die CDU/CSU und die FDP hätten hier längst nicht alle Möglichkeiten erkannt, betont der BUND. Es sei erwiesen, dass Umweltschutz weder die Arbeitslosigkeit erhöhe noch zu Produktionsverlagerungen ins Ausland führe. Für Handwerker gebe es in Deutschland viel Arbeit bei der wärmetechnischen Gebäudesanierung, Landwirte könnten zunehmend Biogasstrom erzeugen und naturnahen
Urlaub anbieten. Aufgabe jeder Bundesregierung sei es, optimale Rahmenbedingungen für mehr Arbeit im Umwelt- und Naturschutz zu schaffen. Dazu gehöre eine entsprechende Gesetzgebung im Energie-, Verkehrs- und Agrarbereich. Wichtig sei außerdem die Fortführung ökologischer Finanzreformen und der Abbau umweltschädlicher Subventionen.


Die 28-seitige BUND-Broschüre "Umwelt und Beschäftigung - Arbeitsplatzpotenziale im Umwelt- und Naturschutz, Ökolandbau und nachhaltigen Tourismus" kann heruntergeladen werden unter http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/umwelt_beschaeftigung.pdf

25.05.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Höchste fassadenintegrierte CIS-Photovoltaikanlage der Welt steht in Ulm

CIS-Photovoltaikanlage in Ulm
CIS-Photovoltaikanlage in Ulm

Neben dem weltbekannten Münster hat die Stadt Ulm ein neues Wahrzeichen aufzuweisen: Ob aus der Luft oder vom Boden ist das neue Getreidesilo der Schapfenmühle Ulm mit einer eindrucksvollen, fassadenintegrierten CIS-Photovoltaikanlage bereits von weitem auszumachen. Die auf bis zu 102 Meter Höhe reichende Solarstromanlage besteht aus über 1.300 CIS-Modulen aus dem Haus Würth Solar und weist eine Gesamt-Nennleistung von 98 kWp auf, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Jedes Jahr werden damit voraussichtlich rund 70.000 kWh Strom erzeugt und durch die umweltfreundliche Technologie gleichzeitig etwa 50.000 kg CO2-Ausstoß vermieden. Die exponierte Lage des Gebäudes am Stadteingang war Ausgangspunkt für Bauherren und Planer, besonderes Augenmerk auf gestalterische Aspekte bei der Realisierung des extrem schlanken und hohen Siloturms zu richten. In die Hülle des rund 30 Silozellen umfassenden Gebäudes sollte eine Photovoltaikanlage integriert werden, die diesem Anspruch ebenfalls gerecht wird. Die Wahl fiel auf die bei Würth Solar in Marbach produzierten CIS Module, die sich durch ihre einheitlich mattschwarze Oberfläche nicht nur funktional, sondern auch optisch hervorragend in die Fassade integrieren und sogar Fassadenfunktion übernehmen. CIS Photovoltaikmodule werden hergestellt durch die Beschichtung eines Trägermaterials (z.B. Glas) mit einer wenige Mikrometer dicken aktiven Schicht aus Kupfer, Indium und Selenid (CIS). Das besonders ressourcenschonende Produktionsverfahren zeichne diese Art von Photovoltaikmodulen neben hervorragenden Energieerträgen und attraktivem Erscheinungsbild besonders aus, betont Würth Solar. Mit dem neuen Gebäude habe die Schapfenmühle, Ulms ältestes noch produzierendes Unternehmen, unter Beweis gestellt, dass Tradition, Handwerk und Zukunftstechnologien hervorragend unter einem Dach zu vereinen sind.

25.05.2005   Quelle: Würth Solar GmbH & CO. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Würth Solar GmbH & CO. KG
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Reinecke + Pohl Sun Energy AG übernimmt Nastro Umwelttechnik GmbH

Die Reinecke + Pohl Sun Energy AG, (ISIN DE0005250708) hat 100% der Gesellschaftsanteile der Nastro Umwelttechnik GmbH erworben. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Wegen des Kaufs der Nastro Umwelttechnik GmbH, die ab dem zweiten Halbjahr 2005 zu Umsatz und Ergebnis beitragen soll, erhöhe die Reinecke + Pohl Sun Energy AG ihre Prognosen für das laufende Geschäftsjahr, heißt es in der Pressemitteilung. Dabei plane das Unternehmen, einen Umsatz von 46 Millionen Euro bei einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 3,7 Millionen Euro zu erzielen.

Die Nastro Umwelttechnik GmbH plant und realisiert Photovoltaikanlagen, die schlüsselfertig veräußert werden. "Der profitable Bereich mittelgroßer Photovoltaik-Anlagen, den die Nastro abdeckt, ergänzt unser Leistungsspektrum in idealer Weise und eröffnet uns darüber hinaus neue Vertriebswege", so Martin Schulz-Colmant, Vorstandssprecher der Reinecke + Pohl Sun Energy AG. "Durch das Zusammengehen mit der Reinecke + Pohl Sun Energy AG können wir nunmehr das ganze Spektrum im Bereich der Solarenergie von mittleren bis großen Megawattanlagen anbieten und unsere Expansionsziele erheblich ausbauen“, ergänzt der Unternehmensgründer der Nastro Umwelttechnik GmbH Hermann Müller.

Der vereinbarte Kaufpreis für den Erwerb der Nastro Umwelttechnik GmbH betrage voraussichtlich 8,6 Millionen Euro und werde zu einem Teil gegen Ausgabe von 460.000 Aktien aus dem genehmigten Kapital durchgeführt, so die Reinecke + Pohl Sun Energy AG. Die Höhe des Restkaufpreises bemesse sich am Erfolg der Gesellschaft in den Geschäftsjahren 2005 und 2006 und werde gemäß dem Grad der Zielerreichung ausbezahlt. Die neu auszugebenden Aktien entsprächen einem Anteil von 13 % des nach dieser Akquisition auf 3,6 Millionen Euro erhöhten Grundkapitals und seien durch Haltevereinbarungen längerfristig gebunden. Der Unternehmensgründer, Hermann Müller, sei durch einen fünfjährigen Geschäftsführervertrag in den Konzern eingebunden.

25.05.2005   Quelle: Reinecke + Pohl Sun Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

3. Internationales Symposium diskutierte „Zukunftsenergien für den Süden“

Kaum noch politische Absichtserklärungen, sondern konkrete Vorhaben standen im Mittelpunkt des zweitägigen internationalen Symposiums „Zukunftsenergien für den Süden“, am 12. und 13. Mai 2005 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. In der „Solarstadt“ Gelsenkirchen zeigte Li Junfeng, Generalsekretär des Verbandes für erneuerbare Energien in China, Kooperationsmöglichkeiten für China und Deutschland auf.   Sein Land sei besonders interessiert an Instrumenten zur Förderung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen sowie an Technologien und Bildungsmaßnahmen rund um Windkraft, kleine Biomassekraftwerke und Fragen des Netzbetriebs. Rund 150 Teilnehmer, darunter hochrangige Delegationen aus China und Nigeria, waren der Einladung in den Wissenschaftspark gefolgt, berichtet die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW. Das zum dritten Mal durchgeführte Symposium habe sich als kleine, aber feine Kontaktbörse etabliert, und wolle nicht nur deutschen Unternehmen neue Exportmärkte erschließen helfen, sondern auch zur Errichtung von Klimaschutzzielen, Linderung von Armut und Förderung von Fortschritt in den Ländern des Südens beitragen.

Bereits am 11.05. hatte Prof. Dr. Josef Kim, Präsident der Korea Business Service Ltd., und Dr. Heinz-Peter Schmitz-Borchert, Geschäftsführer des Wissenschaftsparks, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet zur Intensivierung der technologischen Zusammenarbeit, wobei es konkret um den Bau einer ein Megawatt großen Photovoltaik-Demonstrationsanlage in der süd-koreanischen Solar-Stadt Daegu ging, die wie Gelsenkirchen dem weltweiten Verbund der Solar Cities angehört. Auch in der nigerianischen Delegation unter Leitung des Staatsministers Prof. A.B. Borishade hatte im Vorfeld des Symposiums Verhandlungstermine mit Unternehmen aus der Region vereinbart.


Milliardeninvestitionen durch Internationales Aktionsprogramm

„Die Umsetzung des in Bonn beschlossenen Internationaln Aktionsprogramm für Erneuerbare Energien bedeutet Investitionen von 326 Milliarden US-Dollar bis 2015, davon werden allein 138 Mrd. auf China entfallen“, erklärte Rainer Hinrichs-Rahlwes, Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium und betonte: “Insgesamt wird ein Großteil der Investitionen in den Entwicklungsländern getätigt werden, da viele Aktionen und Verpflichtungen zwar in Industrieländern initiiert werden, aber auf Projekte in Entwicklungsländern abzielen.“ Ähnliches gelte für die Ankündigungen internationaler Organisationen und Finanzinstitutionen (Weltbank, Global Environment Facility GEF, regional Entwicklungsbanken für Afrika, Asien Zentral- und Südamerika). Als Konsequenz dieses Ressourcentransfers erwartet Hinrichs-Rahlwes, dass bis zu 300 Millionen Menschen erstmals mit Strom versorgt werden können und – bei Schaffung der geeigneten Rahmenbedingungen – Märkte für erneuerbare Energien in wichtigen Schlüsselländern wie Brasilien, China und Indien entstehen. Mit Spannung erwartet worden war vor diesem Hintergrund der Vortrag von Li Junfeng über die Grundzüge des neuen chinesischen Erneuerbare-Energien-Gesetz, das im Januar 2006 in Kraft treten soll.


Landesförderung soll Engagement in Drittweltländern unterstützen

„In Nordrhein-Westfalen als Energieland Nr. 1 finden Unternehmen besonders gute Voraussetzungen, in diesen gigantischen Exportmarkt frühzeitig einzusteigen und die hier entwickelten Technologien weltweit zu vermarkten“, sagte Dr. Volkhard Riechmann vom Ministerium für Verkehr, Energie und Landesplanung des Landes Nordrhein-Westfalen. Riechmann sprach in seiner Eröffnungsrede an, dass neben den bundesweiten KfW-Programmen demnächst auch die NRW-Bank eine Rolle bei der Förderung des Exports und Einsatzes von Zukunftsenergien spielen könnte, zum Beispiel im Rahmen der Nutzung der Klimaschutz-Instrumente des Kyoto-Protokolls. Damit würde das gegenwärtige Instrumentarium der Landesförderung eines Engagements in Drittweltländern (z.B. für den Aufbau von Solarsiedlungen im ländlichen Vietnam) erweitert werden. Darüber hinaus böten die vom Land angebotenen Unternehmerreisen nicht nur für die traditionell exportorientierte Bergbau-Zulieferindustrie, sondern auch Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien und Energieeffizienztechnologien einen erstklassigen Zugang zu den oftmals staatlichen oder halbstaatlichen Entscheidungsträgern in den Schwellen- oder Entwicklungsländern.

Fast alle Vorträge der Konferenz können in englische Sprache im Internet eingesehen werden unter http://www.solartransfer.de/english

25.05.2005   Quelle: Wissenschaftspark Gelsenkirchen GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Spekulationen um Regierungswechsel: Energieversorger an der DAX-Spitze

Der Deutsche Aktienindex (DAX) hat nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen kräftig zugelegt, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in einer Pressemitteilung. An der Börse hätten die großen Energieversorger im Vorfeld der angekündigten Neuwahlen auf Bundesebene Kursgewinne verbuchen können. Aktien aus dem Bereich der regenerativen Energien hingegen hätten deutliche Kursverluste verzeichnet. Im frühen Handel hätten E.ON (+ 2,25 %) und RWE (+ 2,01 %) am 23.05.2005 zugelegt und damit die DAX-Spitze angeführt.   Die Anleger setzten auf einen Kurswechsel bei der Laufzeit von Atomkraftwerken und der Nutzung erneuerbarer Energien, so das IWR. Aktien aus dem Bereich der erneuerbaren Energien hätten zunächst kräftige Kursverluste hinnehmen müssen, sich aber teilweise wieder erholen können, heißt es in der IWR-Pressemitteilung. So sei die SolarWorld-Aktie zunächst auf 101,4 Euro eingebrochen (-10,66 %), danach bis 10 Uhr aber wieder auf 106,40 Euro gestiegen..


IWR sieht die Zukunft der erneuerbaren Energien optimistisch

Die Stimmung in den Unternehmen der Regenerativen Energiewirtschaft hat laut IWR sich bereits seit Januar 2005 merklich abgekühlt. So sei der Geschäftsklimaindex von 105,3 (Januar 2005) auf zuletzt 97,6 (April 2005) gefallen. Das IWR bleibe für die Zukunft der regenerativen Energien dennoch optimistisch. "Angesichts des enormen Energiebedarfs weltweit kommt man an den erneuerbaren Energien nicht vorbei", sagte IWR-Leiter Dr. Norbert Allnoch. "Der Markt für regenerative Anlagentechniken hat sich bereits zu einem globalen Wachstumsmarkt mit entsprechenden Chancen für deutsche Industrieunternehmen entwickelt. Diese industrielle Führungsposition gilt es unter jeder Bundesregierung konsequent auszubauen", so Allnoch.


Weitere Informationen:

- Aktien der Regenerativen Energiewirtschaft: http://www.iwr.de/boerse
- Zum IWR-Geschäftsklima-Index: http://www.iwr.de/geschaeftsklima

24.05.2005   Quelle: IWR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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dena-Report: Gute Wachstumschancen für Solarbranche in Italien

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) rechnet in den kommenden Monaten mit einem Wachstumsschub auf dem italienischen Photovoltaikmarkt. Auch im Bereich Solarthermie gebe es positive Ansätze, so die dena. Dies gehe aus dem neuen "Praxisreport Solarmarkt Italien" hervor.  Deutsche Unternehmen, die sich für den italienischen Solarmarkt interessieren, erhalten darin einen Überblick über aktuelle Marktentwicklungen und gesetzliche Rahmenbedingungen sowie praxisnahe Tipps zu Projektorganisation und Vertrieb. "Der italienische Solarmarkt hat sich bisher auf Grund von ungünstigen Förderbedingungen nur langsam entwickelt. Dies könnte sich bald ändern, vor allem für die Photovoltaik", so dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. In den nächsten Monaten soll laut Kohler die Umsetzung des neuen Einspeisegesetzes vorangetrieben werden, das nach deutschem Vorbild feste Abnahmepreise für Strom aus regenerativen Energien garantieren soll. Damit werde der italienische Markt für deutsche Solarunternehmen deutlich attraktiver.


Neue Chancen für Solarstrom und Solarwärme

Weder mit einem "10.000-Solardächer-Programm" noch mit Festmengen für die Abnahme von Strom aus regenerativen Energien sei es der italienischen Regierung bisher gelungen, den geplanten Ausbau der Solarenergie entscheidend voranzubringen, stellt die dena fest. Der neue dena-Praxisreport schildere die zurzeit gültigen Förder- und Finanzierungsbedingungen für Photovoltaikanlagen sowie die Perspektiven des neuen Einspeisegesetzes. Auch für den Bereich Solarthermie liefere der Praxisreport die wichtigsten Informationen, so die dena. Die Initiativen zur Förderung der Solarthermie seien bisher in Italien vor allem gescheitert an unzureichender Ausstattung, Durchsetzung und Kontinuität. Mittlerweile wachse jedoch das Bewusstsein für die Chancen dieser Technologie. Die größten Impulse gingen von einigen Kommunen und Regionen aus, die seit kurzem die Verwendung von Solaranlagen bei Neubauten und Gebäudesanierungen vorschreiben.

"Wer einen Exportmarkt erschließen will, braucht verlässliche Informationen, um die Chancen und Hindernisse richtig einschätzen zu können. Für kleine und mittelständische Unternehmen ist das ein großer Aufwand. Mit unserem Praxisreport erleichtern wir deutschen Solarunternehmen den Einstieg in den Zukunftsmarkt Italien", so Markus Kurdziel, dena-Bereichsleiter für regenerative Energien.

Der Praxisreport Solarmarkt Italien erscheint in der dena-Schriftenreihe "Exportinitiative Erneuerbare Energien" und kann für 100 Euro bestellt werden unter: http://www.exportinitiative.de

24.05.2005   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solararchitekt Dasch erhält Dankurkunde des Bayerischen Umweltministeriums

Georg Dasch (links) und Reinhold Perlak (OB Straubing)
Georg Dasch (links) und Reinhold Perlak (OB Straubing)

Für seine "vorbildlichen Leistungen im Dienste des aktiven Schutzes von Umwelt, Gesundheit und Verbrauchern" wurde der Straubinger Sonnenhaus-Architekt Georg Dasch vom Bayerischen Umweltministerium ausgezeichnet. Das berichtet das Sonnenhaus-Institut e.V. in einer Pressemitteilung. Im Auftrag des bayerischen Umweltministers Werner Schnappauf überreichte der Straubinger Oberbürgermeister Reinhold Perlak am 4. Mai die Dankurkunde an Georg Dasch.  In seiner Ansprache betonte Perlak, dass Dasch seine berufliche Tätigkeit als Architekt bereits vor vielen Jahren ganz nach den Grundsätzen des sparsamen Umgangs mit den natürlichen Ressourcen ausgerichtet habe. Dabei habe er nicht nur kräftig beim Agenda-Prozess mitgewirkt und seine fortschrittlichen Ideen hier eingebracht, sondern diese auch als Architekt praktisch umgesetzt. Oberbürgermeister Perlak bezeichnete den 44-jährigen Dasch als "drängenden Fachmann", der in den vergangenen Jahren immer wieder auf die Notwendigkeit eines Bewusstseinswandels beim Energieverbrauch hingewiesen habe. Gleichzeitig habe er aber auch in der Praxis den Beweis erbracht, dass seine Ideen tatsächlich realisierbar seien und sich im täglichen Alltag bewährten. Georg Dasch hat sich bereits Mitte der neunziger Jahre auf überwiegend solar beheizte Häuser spezialisiert, so genannte Sonnenhäuser. Mit den von ihm realisierten Häusern tritt er den Beweis an, dass Sonnenkollektoren nicht nur das Brauchwasser erwärmen, sondern auch große Teile des Energiebedarfs für die Beheizung von Gebäuden decken können.


"Luxus, der den Geldbeutel schont"

In Sonnenhäusern werden mindestens 50 bis hin zu 100 Prozent des Heizenergiebedarfs für Warmwasser und Heizung solar gedeckt. Für den Restbedarf sorgt eine Pellet-, Stückholz- oder Hackschnitzelfeuerung. In den von Dasch realisierten Häusern liegt der solare Deckungsgrad nach eigenen Angeben im Schnitt bei 70 bis 80 Prozent. Für die Zuheizung seien etwa zwei bis drei Raummeter (Ster) Holz pro einer Heizperiode erforderlich. "Sonnenhäuser sind Luxus, der den Geldbeutel schont", sagt Dasch. "Die Bewohner können verschwenderisch mit der Energie umgehen, da genügend Wärme vorhanden ist. Gleichzeitig kommen sie mit rund 150 Euro Heizenergiekosten im Jahr über die Runden". Rund 30 Gebäude wurden in den vergangenen Jahren nach diesem Konzept in Süddeutschland errichtet. Neben zahlreichen Ein- und Zweifamilienhäusern zählt dazu auch das Naturpark-Informationshaus in Zwiesel im Bayerischen Wald, das erste öffentliche rein solar beheizte Gebäude Europas.

Neben dem hohen Wohnkomfort zeichnten sich Sonnenhäuser durch einen extrem niedrigen Primärenergiebedarf nach der Energieeinsparverordnung aus. Dieser liege bei 10 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²/a) und damit bei einem Zehntel des vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Maximums. Um das solare Architekturkonzept, das auch in Altbauten integriert werden kann, weiter zu verbreiten, hat Georg Dasch im September vergangenen Jahres das Sonnenhaus-Institut e.V. mit Sitz in Straubing gegründet.

24.05.2005   Quelle: Sonnenhaus-Institut e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sonnenhaus-Institut e.V.

 

Konferenz: "Klima-Bündnis-Perspektiven mit Kyoto" in Luxemburg

Das Klima-Bündnis der europäischen Städte lädt ein zu seiner 13. Internationalen Jahreskonferenz am 24. und 25. Mai 2005 in Luxemburg. Vertreterinnen und Vertreter von Städten, Gemeinden, Regionen und Verbänden sowie Fachleute aus den Bereichen Klimaschutz, Energie, Verkehr und Nord-Süd-Zusammenarbeit haben dort Gelegenheit, Praxiserfahrungen auszutauschen und Perspektiven im kommunalen Klimaschutz zu diskutieren, so das Klima-Bündnis in einer Pressemitteilung. Als besonderer Gast wird am ersten Konferenztag Prof. Klaus Töpfer erwartet, Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms (UNEP).  "Energie für eine gerechtere globale Entwicklung - Die Rolle der Kommunen" lautet der Titel seiner Rede. Zu der vorausgehenden politischen Runde ist EU-Umweltkommissar Stavros Dimas eingeladen, um mit Politikern der Städte Luxemburg, Linz, Berlin, München und Den Haag über die Strategien für eine nachhaltige urbane Mobilität zu diskutieren. Am Abend lädt die gastgebende Klima-Bündnis-Stadt Luxemburg zu einem Empfang. Ehrengast ist Tom Koenigs, Menschenrechtsbeauftragter der deutschen Bundesregierung und ehemaliger Vorstand des Klima-Bündnis e.V.


Kommunaler Klimaschutz in der Praxis

Der zweite Konferenztag steht im Zeichen der intensiveren Auseinandersetzung mit dem kommunalen Klimaschutz im Rahmen von "Praxisrunden". Die Palette reicht von der Nutzung erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern, über Erfolgsmodelle im Bereich Verkehr bis hin zur fairen und ökologischen Beschaffung. Konsequenzen von geplanten energie- und verkehrspolitischen Regelungen der EU-Kommission werden ebenso diskutiert wie Strategien zur Anpassung an den Klimawandel. Kreative Methoden für die Sensibilisierung zu Nord-Süd-Themen und Klimaschutz in Kommunen werden anhand eines afrikanischen Dorfes, einer Öl-Kunstaktion und der Erlebnisausstellung "Klima, Kanu, Quetschekraut" vorgestellt. Das "Kaleidoskop" präsentiert herausragende kommunale Klimaschutzprojekte aus ganz Europa, die teilweise mit dem "Climate Star 2004" ausgezeichnet wurden, und bietet die Möglichkeit, sich im Gespräch direkt zu informieren.
Vertreter von Städten, Gemeinden, Regionen und Verbänden sowie Interessierte, die an der internationalen Konferenz in Luxemburg teilnehmen möchten, erhalten Informationen bei: Klima-Bündnis / Alianza del Clima e.V.; Silvia Guth:
Tel.: +49-69-717139-0; E-Mail: europe@klimabuendnis.org

Programm und Anmeldung unter http://www.klimabuendnis.org/aktuell/mv2005-uebersicht-overview.htm

24.05.2005   Quelle: Klima-Bündnis / Alianza del Clima e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Würth Solar will 55 Millionen Euro in Fabrik für CIS-PV-Module investieren

Produktion von CIS-Modulen bei Würth Solar
Produktion von CIS-Modulen bei Würth Solar

Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz hat der Vorsitzende des Beirats der Würth Gruppe, Prof. Dr. h.c. Reinhold Würth, den Bau einer neuen Produktionsstätte für CIS-Photovoltaikmodule mit einer Investitionssumme von rund 55 Millionen Euro angekündigt. Eine endgültige Standortentscheidung sei noch nicht getroffen, jedoch liege das der Würth Firmenzentrale benachbarte Schwäbisch Hall im Rennen weit vorn, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Mit dem Baubeginn sei noch im Laufe diesen Jahres zu rechnen. Die Produktionskapazität der neuen Würth Solar Fabrik wird mit 15 Megawatt (MW) beziffert. Die Unternehmensleitung gehe davon aus, dass die geplante Jahreskapazität ab 2007 zur Verfügung stehen werde. Insgesamt sollen in der 15 Megawatt-CIS-Fabrik 120 Personen Beschäftigung finden.


Besonders ressourcenschonender Herstellungsprozess

Die zur Würth Elektronik Gruppe gehörende Würth Solar GmbH & CO. KG wurde 1999 mit dem Ziel gegründet, eine bis dahin lediglich im Labormaßstab existierende, innovative Technologie zur Herstellung von CIS Photovoltaikmodulen im Rahmen einer Pilotfabrik in industrielle Größenordnungen zu überführen. Durch die Forschungsergebnisse des Gesellschafters ZSW (Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg) habe sich Würth Solar in den letzten Jahren einen großen Vorsprung in Sachen Fertigungstechnologie erarbeitet, der in der Großserie nun umgesetzt werden soll. CIS Module stellen eine Alternative zu herkömmlichen kristallinen Siliziummodulen dar und entstehen durch die Bedampfung eines Trägermaterials mit einer wenige Mikrometer dicken, photoaktiven Schicht aus den Elementen Kupfer, Indium und Selenid. "Neben hervorragenden Energieerträgen zeichnen sich CIS Module besonders durch einen ressourcenschonenden Herstellungsprozess in der Großserie aus", heißt es in der Pressemitteilung.

Aktuell verfügt Würth Solar am Standort Marbach/Neckar über eine Produktionskapazität von 1,3 Megawatt, die einem Fertigungsvolumen von rund 20.000 Modulen im Jahr 2004 entsprechen. 67 Mitarbeiter erwirtschafteten 2004 nach Angeben des Unternehmens einen Umsatz von 3,9 Millionen Euro. Die Produktionsanlagen der Pilotfabrik Marbach werden laut Würth Solar in die neue CIS-Fabrik überführt. Eindrucksvolle Referenzprojekte, wie beispielsweise eine fassadenintegrierte Photovoltaikanlage am über 100 Meter hohen Turm der Schapfenmühle Ulm, zeugen von der großen Akzeptanz der mattschwarzen CIS-Module am Markt.

23.05.2005   Quelle: Würth Solar GmbH & CO. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Würth Solar GmbH & CO. KG
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WWEA: Tschechisches Erneuerbare-Energien-Gesetz ist ein großer Fortschritt

Das Tschechische Parlament hat Ende März 2005 ein neues Einspeisegesetz für Strom aus erneuerbaren Energien beschlossen, das Ende Mai veröffentlicht wurde. Das berichtet der Welt-Windenergieverband (World Wind Energy Association (WWEA) in einer Pressemitteilung. Das neue Gesetz sehe ein Einspeisevergütungssystem vor, welches der wesentliche Antrieb für die international führenden Windenergiemärkte gewesen sei. Die WWEA, die European Renewable Energies Federation (EREF), das European Forum for Renewable Energy Sources (Eufores), Eurosolar und die tschechische Nová energie beglückwünschten die tschechische Regierung in einem Brief an Ministerpräsident Jiří Paroubek zu der neuen Gesetzgebung.  Die fünf Verbände betonten aber, dass weitere Anstrengungen nötig seien, um eine erfolgreiche Industrie im Bereich der erneuerbaren Energien in der Tschechischen Republik zu etablieren und Vorteile für die Bevölkerung zu schaffen.


Konkrete Einspeisevergütungen gefordert

Das neue tschechische Erneuerbare-Energien-Gesetz enthält Einspeisetarife beziehungsweise Zuschläge für Strom aus regenerativen Energiequellen. Mit dieser Entscheidung sei die Tschechische Republik dem Beispiel der bei der Nutzung der Windkraft weltweit führenden Länder Spanien, Deutschland und Dänemark gefolgt, so die Verbände. Das Gesetz sehe vor, dass die Vergütungen jährlich von einer Regulierungsbehörde festgelegt werden. Weil die Einspeisevergütung im Gesetz jedoch nicht exakt definiert worden sei, werde es schwierig, Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien zu planen und zu finanzieren. Die Verbände aus dem Bereich der Erneuerbaren begrüßten, dass die Vergütung für Strom aus neuen Anlagen 15 Jahre lang garantiert werden soll und fordern als nächsten Schritt eine ausreichende Höhe der Entgelte. Beispiele dafür böten die Regelungen in Spanien, Frankreich, Deutschland oder Brasilien.


Netzzugang für Erneuerbare muss verbessert werden

Die Verbände unterstrichen, dass weitere legislative Änderungen nötig seien, um unabhängigen Energieproduzenten den Zugang zum Ökostrommarkt zu ermöglichen. Voraussetzung sei der gesetzlich gesicherte Zugang zum Stromnetz. Die aktuelle Gesetzgebung würde zwar den Netzzugang für Ökostrom im Allgemeinen erlauben. Missbrauch sei aber möglich, da die Einspeisung im Falle möglicher Instabilitäten des Netzes verweigert werden könnte. Deshalb fordern WWEA, EREF, Eufores, Eurosolar und Nová energie, dass die Netzbetreiber verpflichtet werden, die Netze auszubauen und der Einspeisung am nächstgelegen Punkt des Netzes erfolgen kann. Weiter führten die Verbände aus, dass es unter den gegebenen Umständen für unabhängige und lokale Energieproduzenten noch schwierig sei, in Projekte zur Nutzung der Erneuerbaren in der Tschechischen Republik zu investieren. "Die Verbände hoffen, dass die tschechische Regierung und auch das Parlament die erforderlichen Gesetzesänderungen vornehmen, damit sowohl kleine und mittlere Unternehmen als auch die Menschen vor und das ganze Land von den neuen und sauberen Technologien profitieren", heißt es in der Pressemitteilung.

Der vollständige Brief an den Tschechischen Ministerpräsidenten Jiří Paroubek kann in englischer Sprache heruntergeladen werden unter http://www.wwindea.org.

23.05.2005   Quelle: WWEA; EREF; Eufores; Eurosolar; Nová energie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Trittin lobt Expansionspläne von Würth Solar

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat die Ankündigung des in Marbach ansässigen Unternehmens Würth Solar begrüßt, 55 Millionen Euro in den Bau einer neuen Produktionsstätte für Solarmodule zu investieren. "Das bedeutet für die innovative Dünnschicht-Technologie einen großen Schritt nach vorn", sagte der Minister.   Die Jahreskapazität der neuen Anlage soll bei 15 Megawatt (MW) liegen und voraussichtlich ab 2007 zur Verfügung stehen. Sie wird etwa 120, zum Teil hoch qualifizierte Arbeitsplätze bieten.


Forschungsförderung trägt Früchte

Der Photovoltaikmarkt wird derzeit weitgehend von der kristallinen Silizium-Technologie beherrscht. Dünnschicht-Technologien, die wesentlich sparsamer mit knappen Ressourcen umgehen, hätten bisher nur geringe Marktanteile gewinnen können, so das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Dazu zähle auch die so genannte CIS-Technologie, deren aktive Schicht aus Kupfer, Indium und Selenid besteht. Sie wurde vom Zentrum für Sonnenenergie-- und Wasserstoffforschung (ZSW) und der 1999 gegründeten Würth Solar GmbH & Co. KG entwickelt. Das Bundesumweltministerium habe diese Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit erheblichen Forschungsgeldern unterstützt. "Die konsequente Forschungsförderung trägt nun Früchte", so Trittin. Die Investitionsentscheidung von Würth Solar für CIS-Module unterstreiche einmal mehr die technologisch führende Rolle der deutschen Photovoltaik-Forschung und -branche. "Ich bin sicher, dass Dünnschicht-Technologien eine viel versprechende Zukunft haben", betont Trittin.

23.05.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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juwi GmbH plant 8 MW-Solarprojekte mit Dünnschichtmodulen von First Solar

Die First Solar GmbH (Erfurt) und die Juwi GmbH (Mainz) haben einen Rahmenvertrag über die Lieferung und den Vertrieb von First-Solar-Dünnschichtmodulen mit einer Leistung von 8 Megawatt (MW) in den Jahren 2005 und 2006 geschlossen. Das berichten die Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Module von First Solar sollen in verschiedenen großen Solarprojekten installiert werden, die juwi entwickelt.  "Wir freuen uns sehr, dass juwi sich für Module von First Solar entschieden hat und damit ihr Vertrauen in uns setzt", sagte Stephan Hansen, Geschäftsführer der First Solar GmbH. „Juwi verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung von erfolgreichen Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien. Juwis Entscheidung für Module aus unserem Haus spricht für unsere Fähigkeit zur Lieferung von hochwertigen Dünnschichtmodulen, die sich durch Zuverlässigkeit und Berechenbarkeit
auszeichnen“, fügte Herr Hansen hinzu.

“Für juwi ist dieses Lieferabkommen ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung zuverlässiger Solarenergieanlagen. Außerdem sind wir dadurch in der Lage, attraktive Investitionsmöglichkeiten für die Solarenergieprojekte von juwi anzubieten. Wir sind über den Abschluss dieses Rahmenvertrags mit First Solar sehr erfreut, da wir Photovoltaikprojekte somit langfristig und mit der erforderlichen Liefersicherheit planen und entwickeln können“, so Matthias Willenbacher, Geschäftsführer der juwi-Gruppe.

First Solar fertigt nach eigenen Angaben alle Module in Einrichtungen, die nach den Normen ISO 9001 für das Qualitätsmanagement sowie ISO 14001 für das Umweltmanagement zertifiziert worden sind. Kürzlich hat das Unternehmen eine umfangreiche Erweiterung der Modulproduktion auf 40 MW für 2006 sowie auf 75 MW für 2007 angekündigt, wodurch First Solar zum schnellsten wachsenden Herstellern von Dünnschicht-Solarmodulen der Welt werde.

22.05.2005   Quelle: First Solar GmbH; juwi GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Österreich: Solar-Hersteller GASOKOL startet Qualitätsoffensive

GASOKOL auf dem Weg zum Solar Keymark
GASOKOL auf dem Weg zum Solar Keymark

Der oberösterreichische Solarproduzent GASOKOL GmbH ist seit 8. April 2005 nach ISO 9001:2004 zertiflziert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Damit sei die Grundvoraussetzung für den nächsten Schritt im Qualitätsmanagement geschaffen: Für den Kollektor "sunnySol" wird das europäische Qualitätslabel Solar Keymark angestrebt.  "Die Qualitätsoffensive bringt sowohl im Vertrieb als auch innerbetrieblich zahlreiche positive Effekte mit sich", so Geschäftsführer Ing. Robert Buchinger. Bei GASOKOL hätten die Zertifizierung und die dafür notwendigen Vorarbeiten viel dazu beigetragen, Abläufe im Unternehmen noch effizienter zu gestalten, so das Unternehmen. Insgesamt habe der Prozess etwa ein halbes Jahr gedauert. Alle wesentlichen Anforderungen seien von einem unternehmensinternen Projektteam gelöst worden. Die Zertifizierung habe der TÜV Österreich vorgenommen.

Exportchancen steigen

"Qualitätsmerkmale wie die ISO-Normen schaffen bei Planern und Verbrauchern zusätzliches Vertrauen. Für GASOKOL bedeutet die Zertifizierung eine wichtige Unterstützung aller Marktaktivitäten, besonders in Südeuropa. Unsere Exportchancen steigen", freut sich Buchinger. Der GASOKOL-Geschäftsführer ist auch überzeugt, dass die Qualitätsoffensive im Unternehmen positive Nebeneffekte hat: "Das Thema wird von allen Mitarbeitern getragen und hat einen zusätzlichen Motivationsschub ausgelöst", so Buchinger. Das nächste Qualitätsziel von GASOKOL heiße Solar Keymark. Im Rahmen eines EU-Projektes wurde 2002 eine Richtlinie erstellt, die sich als Qualitätslabel für den EU-Raum etabliert hat. Solar Keymark signalisiert dem Konsumenten, dass ein Produkt mit allen dafür anwendbaren europäischen Normen konform ist. Eine 150-Zertifizierung sei deshalb Grundvoraussetzung, so GASOKOL. Das Unternehmen strebt die Solar Keymark für den Kollektor "sunnySol" an, der besonders auf dem südeuropäischen Markt gefragt sei.

Die GASOKOL GmbH zählt zu den führenden Solarunternehmen Österreichs. Das Unternehmen produziert Sonnenkollektoren und -zubehör. In Dimbach angesiedelt beschäftigt GASOKOL 20 Mitarbeiter. GASOKOL wendet sich hauptsächlich an den Großhandel in Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien, Spanien, Portugal, Bulgarien und der Schweiz.

22.05.2005   Quelle: GASOKOL GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: GASOKOL GmbH

 

Neues Konzept: Solarstromanlage auch ohne eigenes Dach

"Wer mit der Sonne Geld verdienen will, jedoch kein eigenes Dach für sein Solarkraftwerk hat, dem bieten wir jetzt das neuartige 'Pacht-Dach-Unternehmenskonzept' an", so Markus Hollemann, Projektverantwortlicher der ajuvo Ltd. - Solar. Bisher hätten Privatleute oder Firmen nur vom Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) profitieren können, wenn sie eine Photovoltaikanlage auf das eigene Dach bauten oder Anteile an Gemeinschaftsanlagen erwarben, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Der recht hohe Vertriebs- und Verwaltungsaufwand von Beteiligungsmodellen drücke jedoch die Rendite, so die ajuvo Ltd.

Mit der eigenen Solarstromanlage auf einem gemieteten Dach könne nun jeder die vom Gesetzgeber für 20 Jahre festgeschriebene, gleichbleibend hohe Vergütung für eingespeisten, regenerativ erzeugten Strom kassieren (Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG, Paragraph 12 Abs. 3). Bereits mit einer 5-kWp-Anlage für 27.000 Euro netto lasse sich ein durchschnittlicher Return on Investment (ROI) von 8,8 Prozent realisieren, so das Unternehmen mit Sitz in München. Der Kauf einer Solarstromanlage - aus Eigenmitteln oder per Kredit - lohne sich. Hinzu kämen steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten wie Sonderabschreibungen oder Rücklagen. Die ajuvo Ltd. vermittle alles aus einer Hand: die Dachfläche, die Finanzierungsmöglichkeiten, eine Solarstromanlage inklusive Aufbau, den Wartungsvertrag und umfangreichen Versicherungsschutz. "Mit jedem 'persönlichen Solarkraftwerk' wird ökologisch saubere Energie erzeugt und der CO2-Ausstoß pro Jahr um bis zu 4 Tonnen reduziert", heißt es in der Pressemitteilung.

22.05.2005   Quelle: ajuvo Ltd. - Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BEE: Erneuerbare Energien weltweit vor Kernenergie

Etwa 20 Prozent der weltweit genutzten Energie stammt aus erneuerbaren Energiequellen und nur 3,3 Prozent stammen aus den weltweit 440 Kernreaktoren. Diese Zahlen der Internationalen Energieagentur (IEA). zitiert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer Pressemitteilung.  77 Prozent der weltweit genutzten Energie stammen aus Öl, Gas und Kohle, so der BEE. "Der Anteil Erneuerbarer Energien wächst weiter. In Deutschland setzen wir mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien auf die weltweit bedeutendste Schlüsseltechnologie der Zukunft. Das Loch, dass durch knapper werdende Öl-, Gas- und auch Uranreserven gerissen wird, kann nur durch Erneuerbare Energien geschlossen werden", erklärte BEE Geschäftsführer Milan Nitzschke.


Vorsprung der Erneuerbaren auch in der EU

In Europa haben erneuerbare Energien laut BBE ebenfalls die Nase vorn. In der Europäischen Union würden sie 9 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs decken und hätten die Kernenergie mit 7,4 Prozent überholt. In Deutschland seien Sonne, Wasser, Wind, Bioenergie und Erdwärme auf dem besten Wege dorthin. In dem traditionellen Kohleland hätten erneuerbare Energien ihren Anteil am Gesamtenergieverbrauch auf aktuell 5 Prozent steigern können. Kernenergie decke zur Zeit noch 6,5 Prozent des Energiebedarfes ab.


Handlungsbedarf bei Wärme und Kraftstoffen

"Mit Hilfe des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist es gelungen, den Anteil der Erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung in nur fünf Jahren auf 10 Prozent zu verdoppeln", so Nitzschke. Im Wärme- und Kraftstoffbereich müsse jetzt ein vergleichbares Wachstum erreicht werden. Nur mit erneuerbaren Energien könne die Importabhängigkeit Deutschlands reduziert werden und könnten fossile Energieträger durch saubere und sichere Energie ersetzt werden.

21.05.2005   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Emissionshandel: Ecofys präsentiert "CO2-Komplett-Service"

Seit Januar diesen Jahres ist das EU-weite Emissionshandelsgesetz (TEHG) in Kraft und bringt zahlreiche Veränderungen sowie Verpflichtungen mit sich, die Industrie und Regierungen möglichst kosteneffizient zu erfüllen versuchen. Doch auch die Möglichkeiten dieses wachsenden Marktes seien vielfältig und lukrativ, betont die Ecofys GmbH in einer Pressemitteilung.   Mit der Umsetzung kosteneffizienter Maßnahmen zur Emissionsreduktion im eigenen Unternehmen sowie der Generierung zusätzlicher Erträge über CDM/JI-Projekte zum Beispiel biete Ecofys eine ganze Palette effizienter Lösungen und Dienstleistungen.

Ganz neu auf dem Markt ist der CO2-Komplett-Service – eine Outsourcing-Lösung aus dem Hause Ecofys, die speziell kleine und mittlere Emittenten bei der Einhaltung ihrer Verpflichtungen aus dem TEHG unterstützt: "Wir übernehmen sämtliche Aufgaben eines Unternehmens rund um den Emissionshandel und können garantieren, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden", erläutert Matthias Scharte, Senior Consultant bei Ecofys. "Damit haben Unternehmen die Möglichkeit, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren, ohne beispielsweise Zeit in die Erstellung von Monitoring-Konzepten, Emissionsberichte oder Zuteilungsanträgen für die zweite Handelsperiode investieren zu müssen. Und das Beste ist, dass wir den Service auf internationaler Ebene anbieten. Da wir das Ecofys Netzwerk, das sich über 7 europäische Länder erstreckt, nutzen können, sind wir in der Lage, für unsere Klienten die internationalen Möglichkeiten voll auszuschöpfen", so Scharte weiter.

Weitere Informationen unter:
www.ecofys.de

21.05.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Fachhochschulforschung für Nutzung erneuerbarer Energien

Vor kurzem hat sich an der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der FH Osnabrück die Arbeitsgruppe "Geoinformatik" gegründet. Sie will mit dem technischen Werkzeug GIS (Geographisches Informationssystem) raumbezogene Analysen durchführen, die Erkenntnisse visualisieren und die Ergebnisse in Karten und Datenbanken präsentieren.  Diese sollen unter anderem für die Planung und den Bau effizienter Solarstromanlagen genutzt werden. Prof. Dr. Martina Klärle stellt eine der Forschungsideen vor: "Für das gesamte Bundesgebiet wird in den kommenden zwei bis drei Jahren ein hochauflösendes 'Digitales Geländemodell' mit einem Laserscanner erstellt. Zudem liegen jetzt schon flächendeckend alle Grundrissinformationen wie Kirche, Rathaus, Industriegebäude, Straße, Acker in digitalen Karten und Datenbanken vor. Unser Forschungsteam will nun computergestützte mathematische Analysemethoden entwickeln und zugleich 3D-Daten Grundrissdaten verschneiden. Unser Ziel ist dabei, alle Flächen und Räume im gesamten Bundesgebiet zu selektieren, die sich für die effiziente Nutzung erneuerbarer Energien, insbesondere Photovoltaik- und Solaranlagen eignen. So tragen wir mit modernster Technik und dem wissenschaftlichen Know-how zum Umweltschutz bei".

Weitere Informationen sind erhältlich unter http://www.al.fh-osnabrueck.de/GIS.html oder per E-Mail: m.klaerle@fh-osnabrueck.de

21.05.2005   Quelle: Fachhochschule Osnabrück   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SunTechnics und Stadtwerke Karlsruhe starten Solar-Initiative "PV-PRIVAT"

Ab sofort ist die SunTechnics Solartechnik GmbH exklusiver Installationspartner der Stadtwerke Karlsruhe bei der Solar-Initiative „PV-PRIVAT“. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Karlsruhe gaben die Kooperationspartner heute den offiziellen Start der Aktion bekannt. "Die Stadtwerke verbinden vorbildlich ein mögliches Engagement von Umweltfreunden mit dem wirtschaftlichen Grundgedanken", sagte Siegfried König, Erster Bürgermeister von Karlsruhe, bei der Vorstellung des Programms.  Durch die Initiative wollen die Stadtwerke die klimafreundliche Stromerzeugung aus Sonnenenergie in Karlsruhe voranbringen: Schlüsselfertig und zum Festpreis bieten sie Hausbesitzern zusammen mit einem Partnerunternehmen und Banken Solarstromanlagen im Komplettpaket an.

"Für die Realisierung von PV-PRIVAT ist es uns gelungen, mit SunTechnics den europaweit führenden solaren Systemanbieter mit ins Boot zu holen. Und unsere Kunden können sich bei dem TÜV-zertifizierten Unternehmen auf höchste Qualität verlassen", freut sich Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe, auf die Kooperation. "Solarstrom ist eine Investition in die Zukunft. Das Engagement der Stadtwerke Karlsruhe als regionaler Energieversorger hat Beispielcharakter und ist bisher in Deutschland einmalig", berichtet Jörg Schreiber, Vertriebsleiter von SunTechnics. Nach einer Vorprüfung durch die Energieberater der Stadtwerke übernimmt SunTechnics die weiteren Vertragsmodalitäten mit dem Kunden. Sie prüfen die Machbarkeit der Anlage, planen und errichten als Generalunternehmer die schlüsselfertige Anlage zu einem Festpreis. Für die Finanzierung stehen mit der Spar- und Kreditbank (SKB) und der BBBank zwei regionale Bankhäuser bereit.

SunTechnics bietet Solarstromanlagen für den individuellen Bedarf in höchster Qualität: Als erstes Unternehmen weltweit wurde SunTechnics vom TÜV Rheinland ausgezeichnet mit dem TÜVdotCOM-Siegel 6711005400 "Geprüfte Qualität von netzgekoppelten Solarstromanlagen". "Bauherrn haben so nicht nur die Sicherheit zertifizierter Bauteile, sondern können auf einen optimalen Service rund um ihr Solarsystem vertrauen, von der Beratung zu Fördermitteln und Finanzierung über Planung und Montage bis hin zur Betreuung der installierten Anlage", heißt es in der Pressemitteilung. Seit 1996 aktiv, bietet SunTechnics mit einem dichten Netz regionaler Partner bundesweit kundennahen Service direkt vor Ort – von Dachanlagen für Privathäuser oder Firmengebäude über architektonische Sonderlösungen bis hin zu solaren Großprojekten.

20.05.2005   Quelle: SunTechnics Solartechnik GmbH; StadtwerkeKarlsruhe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solar-Bauausstellung Hamburg 2005: Sharp zeigt Photovoltaik-Eigenheimlösungen

Vom 20. Mai bis zum 19. Juni 2005 findet in Hamburg die Solar-Bauausstellung 2005 statt, bei der auf Baugebieten in den Hamburger Stadtteilen Heimfeld und Wilhelmsburg neu entstandene Solar- und Niedrigenergiehäuser besichtigt werden können. Das berichtet die Sharp Electronics (Europe) GmbH in einer Pressemitteilung. Die energieoptimierten Wohnhäuser verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Energie zum Heizen und zur Warmwasserbereitung als herkömmliche Neubauten und setzen dabei auf den Einsatz erneuerbarer Energieträger.   Die Besucher der Solar-Bauausstellung Hamburg 2005 können alle Bauphasen der Solar- und Niedrigenergiehäuser besichtigen und sich in 20 Musterhäusern sowie bei zahlreichen Veranstaltungen über energieoptimiertes Bauen informieren.
Initiator der Ausstellung ist die Freie und Hansestadt Hamburg, gefördert durch das ALTENER-Programm der Europäischen Kommission. Der Hamburger Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Dr. Michael Freytag, wird die Ausstellung am 19. Mai 2005 gemeinsam eröffnen mit der parlamentarischen Staatsekretärin beim Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Angelika Mertens. Sharp zeigt auf der Ausstellung klassische Solarstrom-Eigenheimlösungen und wirbt mit dem "Solar-Obelisken", einer solar betriebenen Multimediaskulptur, für den stärkeren Einsatz der Sonnenenergie beim Bauen.
Solare Eigenheimlösungen mit Sharp

Gemeinsam mit der SUN ENERGY GmbH und deren Partner microsol Solarsysteme GmbH aus Hamburg installiert Sharp auf Ausstellungsgebäuden Photovoltaikanlagen, die deren Energieversorgung mit Sonnenstrom unterstützen. Rechtzeitig zur Bauausstellung sei in Hamburg-Heimfeld auf dem Baugebiet "An der Rennkoppel" ein Komplex von Eigentumswohnungen der Sparda Immobilien GmbH fertig geworden, so Sharp. Die auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage besteht aus 56 Sharp-Photovoltaikmodulen mit je 160 Watt, die eine Gesamtleistung von 8,96 Kilowatt bringen. Das decke den Jahresstrombedarf von zwei Vier-Personen-Haushalten.
In Hamburg-Wilhelmsburg entsteht im Baugebiet "Bei der Windmühle" derzeit eine Reihenhauszeile der Bauträgergesellschaft r+v bauplan GmbH in Kooperation mit den Architekten Voß, Lang + Hausschild. Auch hier ist in Zusammenarbeit mit der SUN ENERGY GmbH die Errichtung einer 9,28 kW-Photovoltaikanlage auf dem Dach geplant. Zusätzlich ist eine 3,52 kW-Photovoltaik-Anlage als Sonnenschutz-Vordach der Reihenhauszeile in vorgesehen.


Ein Obelisk für die Sonne

Der Sharp "Solar-Obelisk" (www.solarobelisk.de) ist eine fünf Meter hohe, solar betriebene Multimediaskulptur aus Edelstahl und Glas. Vier semitransparente Sharp-Solarmodule gewährleisten die Energieversorgung des Obelisken. "Mit dem Solar-Obelisken will Sharp auf der Solar-Bauausstellung für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten und für den stärkeren Einsatz der Sonnenenergie werben. Unterstützt wird dieses Anliegen durch die integrierte Licht- und Soundinstallation, die die erneuerbaren Energien für den Besucher sinnlich erfahrbar macht", erklärt Peter Thiele, General Manager der Sharp Solar Business Group Germany/Austria.
Sharp kann als Solarpionier der ersten Stunde nach eigenen Angaben auf über 40 Jahre Sonnenenergie-Erfahrung zurückblicken. Ob bei Satelliten, an Leuchttürmen, auf öffentlichen Gebäuden oder Wohnhäusern - mehr als jedes vierte weltweit verbaute Solarmodul stamme heute aus der Fertigung von Sharp. Mit einer Gesamtproduktion von 324 Megawatt im Jahr 2004 sei Sharp seit nunmehr fünf Jahren Weltmarktführer bei der Produktion von Solarzellen und -modulen.

Informationen zur Bauausstellung im Internet unter www.solar-bauausstellung.de.

20.05.2005   Quelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarpraxis AG verdoppelt Betriebsergebnis im Jahr 2004

Mit einem Betriebsergebnis-Zuwachs von 120 Prozent auf 155.000 Euro nach Abschreibungen und einer Umsatzsteigerung von 59 Prozent auf nun 1,95 Millionen Euro hat die Berliner Solarpraxis AG in 2004 ihr bisher bestes Geschäftsjahr verbucht. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Mit den Überschüssen seien die Bankverbindlichkeiten der Gründungsphase deutlich abgebaut worden.

Die Unternehmenssparten Kongresse, Verlag, Fachinformationen und Kommunikation trugen laut Solarpraxis AG gleichermaßen zum Erfolg bei. Im Ingenieur- und Grafikbereich seien erneut verschiedene Großprojekte umgesetzt worden mit Partnern wie der Vaillant GmbH, der Nordwest Handel AG, der Deutschen Energie Agentur (dena) und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Unter anderem sei eine europaweite Ausschreibung der deutschen Exportinitiative Erneuerbare Energien gewonnen worden. Für das European Copper Institute habe die Solarpraxis Informationsmaterialien über Solartechnik und die Kupferanwendung in vier Sprachen erstellt. Im Rahmen von Gutachten für Photovoltaikanlagen betreute die Agentur zwei Banken und eine Reihe von Projektentwicklern.

Der Solarpraxis Verlag habe 2004 seine Internationalisierung ausgebaut: Mit "Solar Thermal Systems" erschien ein Wegweiser für das Planen und Bauen von Solarwärmeanlagen auf Spanisch, Türkisch, Französisch und Italienisch. Im Geschäftsbereich Kongresse hätten das 5. Forum Solarpraxis und das 2. Forum Wärmepumpe erneut Besucherzuwächse verbuchen sowie die Beteiligung von Sponsoren und Verbänden deutlich ausbauen können. 2005 werden beide Kongresse erneut stattfinden, mit dem 1. Forum Bioenergie ist die dritte Fachtagung in Vorbereitung.

Die Solarpraxis AG wurde 1998 gegründet. Der dreiköpfige Vorstand hält 68 Prozent der Aktien, 13 Prozent verteilen sich auf den Aufsichtsrat, Mitarbeiter und institutionelle Anleger, 18 Prozent befinden sich im Streubesitz von 49 Aktionären.

20.05.2005   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Sunways AG: Umsatz im ersten Quartal steigt um rund 50 Prozent

Mit einem Umsatzanstieg von nahezu 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist die Konstanzer Sunways AG (ISIN DE0007332207, ISIN DE000A0BNPN0) erfolgreich in das Jahr 2005 gestartet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt nach Angaben des Unternehmens plus 0,3 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr strebt Sunways eine Umsatzsteigerung um einen zweistelligen Prozentsatz und ein deutlich positives Ergebnis an.   Vom Januar bis zum März 2005 habe die Sunways AG einen Umsatz von 15,4 Millionen Euro erwirtschaftet (Vorjahr: 10,5 Millionen Euro). Dies entspreche einem Anstieg von nahezu 50 Prozent. Zirka 31 Prozent des Umsatzes stammen aus dem Geschäftsfeld Solarzellen (Vorjahr: 41 Prozent), 69 Prozent aus dem Geschäftsbereich Solarsysteme und -projekte (Vorjahr: 59 Prozent).

Obwohl das erste Quartal in der Solarbranche erfahrungsgemäß das schwächste sei habe sich für Sunways erstmals bereits nach drei Monaten ein positives EBIT ergeben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag laut Sunways bei plus 0,7 Millionen Euro (Vorjahr: plus 0,2 Millionen Euro). Dies habe zu einem ausgeglichenen Konzernergebnis geführt. (Vorjahr: Fehlbetrag minus 0,2 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 0,0 Euro (Vorjahr: minus 0,02 Euro).


Neue Solarzellenfabrik soll ab zweiter Jahreshälfte produzieren

Sunways Vorstand Roland Burkhardt nennt als Grund für die erfreuliche Entwicklung den Umsatzzuwachs im Systemgeschäft und die positive Entwicklung des Wechselrichtergeschäftes an. Die Solarzellenproduktion sei bis Ende 2005 ausverkauft, die Aufträge reichten bis ins Jahr 2006 hinein. "Alleine die inländischen Nachfrage ist so groß, dass wir unsere Partner aus dem Ausland zur Zeit nicht in vollem Maße bedienen können", so Burkhardt. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich zum 31. März 2005 auf 128 (Vorjahr: 103). Burkhardt bestätigte das Ziel des Unternehmens, den Umsatz im Geschäftsjahr 2005 um einen zweistelligen Prozentbetrag zu steigern. Zudem werde der Vertrieb in Spanien ausgebaut. Der Bau der neuen Produktionsstätte in Arnstadt / Thüringen mit einer Produktionskapazität von 30 Megawatt schreite planmäßig voran. Hier sollen ab der zweiten Jahreshälfte 2005 mono- und multikristalline Solarzellen produziert werden. Am Standort Konstanz will sich die Sunways AG verstärkt als Hersteller von Spezialzellen positionieren. An beiden Standorten können laut Sunways Solarzellen im Format 156 x 156 mm produziert werden und so technologisch anspruchsvolle Kundenwünsche realisiert werden.


Kooperationsvertrag für den Einstieg in die Dünnschichttechnologie

Mit der Unaxis Balzers AG (Liechtenstein) hat Sunways einen Kooperationsvertrag geschlossen mit dem Ziel, gemeinsam innerhalb von zwei Jahren eine Produktionsanlage für die Herstellung von Solarzellen auf Basis der Dünnschichttechnologie aufzubauen. Das berichtet die Sunways AG in einer Ad-hoc-Mitteilung. Mit dem Einstieg in die Dünnschichttechnologie will die Sunways AG ihre Produktpalette erweitern. Die Unaxis Balzers AG ist laut Sunways Technologieführer im Bereich der Vakuumbeschichtung und der Herstellung von Produktionsmaschinen für die Vakuumbeschichtung. Unaxis beschäftige mehr als 6.800 Mitarbeiter weltweit und habe 2004 einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro erzielt.

Bei der Produktion herkömmlicher Zellen werden einviertel Millimeter dicke Siliziumscheiben aus Siliziumkristallen geschnitten und zu Solarzellen weiterverarbeitet. Bei der Dünnschicht-Technologie hingegen wird gasförmiges Silizium direkt auf die Glasscheibe aufgedampft, die das spätere Modul darstellt. Daher wird bei der Herstellung von Solarmodulen auf Dünnschichtbasis wesentlich weniger Silizium benötigt als bei der Produktion mono- und multikristalliner Solarzellen. Zusätzlich wird die Zahl der Prozessschritte deutlich verringert.

20.05.2005   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Zweiter Bauabschnitt der größten Solarwärmeanlage Deutschlands fertiggestellt

Solarwärmespeicher in Crailsheim
Solarwärmespeicher in Crailsheim

Die Experten des Impulskreises "Energie", eine Fachgruppe der Initiative "Partner für Innovation", können mit dem Bau der solarthermischen Großanlage in Crailsheim einen weiteren Meilenstein vorweisen. Die Stadtwerke Crailsheim als Projektträger haben jetzt den zweiten Bauabschnitt der größten zusammenhängenden Solarwärmeanlage Deutschlands abgeschlossen, berichtet die Initiative in einer Pressemitteilung.  Mit dem neuen Pufferspeicher, dem Herzstück des bereits mehrfach ausgezeichneten Projekts, können auf 10.000 Quadratmetern und mit modernsten Sonnenkollektoren Wärme- und Heizenergie für rund 2.000 Einwohner gewonnen werden.



Rund 1.000 Tonnen Kohlendioxid-Einsparung

Der Tagesspeicher der solarthermischen Anlage ermögliche nicht nur das Wohnen mit der Wärme der Sonne, sondern reduziere außerdem die Emission von Treibhausgasen: rund 1.000 Tonnen Kohlendioxid könnten jährlich im Vergleich zu anderen Anlagen eingespart werden. "Damit leisten wir einen aktiven Beitrag, um das Kyoto-Protokoll von 1997 umzusetzen", erklärt Jürgen Hogrefe, Leiter des Impulskreises "Energie" und Generalbevollmächtigter der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Möglich sind die enormen CO2-Einsparungen durch die Erhöhung der nutzbaren Wärmeenergie. Normalerweise betragen die Temperaturen in Kurzzeitwärmespeichern nur 95 Grad Celsius. In dem fast zehn Meter hohen Speicherturm in Crailsheim werden hingegen 100.000 Liter Wasser mit einer Temperatur von bis zu 108 Grad Celsius gespeichert. Durch die Spitzentemperaturen der Anlage können die Stadtwerke deutlich länger solare Nahwärme liefern. Experten gehen von einem Energie-Einsparpotenzial von bis zu 15 Prozent aus.
Nachdem im Dezember letzten Jahres die Solarzentrale und nun der Pufferspeicher in Betrieb genommen wurde, stehen weitere Bauschritte an. "Im Juni werden wir weitere 400 Quadratmeter Kollektorflächen anbringen, so dass wir dann eine Gesamtfläche von 1.500 Quadratmetern haben werden", berichtet Josef Wagner, Geschäftsführer der Stadtwerke Crailsheim. Bis zum Endausbau im Jahr 2009 soll die Fläche um weitere 7.500 Quadratmeter anwachsen und Crailsheim laut Wagner zur "thermischen Solarhauptstadt Deutschlands" avancieren.


Ideen erfolgreich machen

Die Solarwärmeanlage der Stadtwerke Crailsheim ist ein Modellprojekt der Initiative "Partner für Innovation". Die Initiative ist ein Zusammenschluss aus Unternehmen, Verbänden, Institutionen und Politik. Gemeinsam wollen die Partner ein neues Klima für Innovationen in Deutschland schaffen. In 15 Fachgruppen erarbeiten mehr als 300 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik konkrete Projekte, die Deutschland nach vorn bringen. Der Impulskreis "Energie" hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Entwicklung innovativer Techniken für die Energiegewinnung zu fördern und modernste Wärmespeichertechnik zu entwickeln.

19.05.2005   Quelle: Initiative "Partner für Innovation"   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Initiative "Partner für Innovation"

 

UVS veröffentlicht Geschäftsklimaindex der Solarbranche

Die deutsche Solarbranche verfügt ab sofort über ein eigenes Stimmungsbarometer. Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) gab am 18.05.2005 die ersten Ergebnisse des neuen Geschäftsklimaindizes bekannt. Danach rechnet die Mehrheit der befragten Solarunternehmen mit einer Verbesserung ihrer Geschäftsbedingungen und einem weiteren Marktwachstum.  Für dieses Jahr erwartet die UVS einen Branchenumsatz von 2,6 Milliarden Euro. Gegenwärtig zählen über 3.000 deutsche Solarunternehmen rund 30.000 Beschäftigte am Standort Deutschland.


Deutliche Unterschiede zwischen Photovoltaik und Solarthermie

Der Solarindex wird laut UVS künftig vierteljährlich vom Marktforschungsinstitut Europressedienst erhoben. Ziel ist, aktuelle und repräsentative Erkenntnisse zur aktuellen unternehmerischen Stimmungslage und zu den Erwartungen für die Geschäftsentwicklung der Solarbranche zu gewinnen, so die UVS in einer Pressemitteilung. Zweihundert Unternehmen der Solarwirtschaft aus den Bereichen Produktion, Großhandel und Handwerk liefern Daten für den neu geschaffenen Solarindex. Bei näherer Betrachtung weisen die ersten Ergebnisse des Branchenbarometers laut UVS auf deutliche Unterschiede zwischen den beiden Branchensparten Solarstrom (Photovoltaik) und Solarwärme (Solarthermie) hin: Siebzig Prozent der an der Erhebung teilnehmenden Unternehmen der deutschen Photovoltaikbranche betrachten ihre Geschäftslage aktuell als "sehr gut" beziehungsweise "eher gut". Nur dreizehn Prozent der Unternehmer beurteilen ihre Situation als "eher schlecht" beziehungsweise "sehr schlecht". Die übrigen 17 Prozent geben als Einstufung "befriedigend" an.

In der Solarwärmebranche sei das Stimmungsbild hingegen weit weniger positiv, so die UVS: Lediglich ein Drittel der befragten Unternehmer beurteilten ihre Geschäftslage als gut. Immerhin jedes vierte Unternehmen bewerte seine Geschäftslage als schlecht. Im Ausblick für die nächsten sechs Monate liegt die Solarstromtechnik laut UVS ebenfalls vor der Solarwärme: 61 der befragten einhundert Unternehmen der Photovoltaikbranche erwarten eine weitere Verbesserung der Geschäftsbedingungen. Bei der Solarwärme rechnen lediglich 50 Prozent der Unternehmer mit einem Marktaufschwung.


Solarwärmegesetz überfällig

Nach Interpretation von UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig sind die Ergebnisse der Branchenbefragung zu großen Teilen Ergebnis und Spiegel bestehender politischer Rahmenbedingungen. Während im Stromsektor mit dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) Investitionssicherheit und gute Wachstumsbedingungen geschaffen worden seien, fehle im Wärmebereich nach wie vor ein vergleichbar wirksamer "Marktöffner". "Um die Explosion der Heiz- und Klimafolgekosten zu stoppen und Versorgungssicherheit mit bezahlbarer Wärme zu garantieren, muss endlich ein solares Wärmegesetz her", so Körnigs Appell an die Politik.

Bei der Zusammenstellung der 200 Umfrageteilnehmer sei nicht nur auf die Größe der Unternehmen geachtet worden, sondern auch auf eine ausgewogene regionale Verteilung, so die UVS. Für den Bereich Solarthermie nähmen 25 Hersteller, 15 Großhändler und 60 Installationsbetriebe an der Erhebung teil. Bei der Photovoltaik seien es 20 Hersteller, 25 Großhändler und 55 Installateure. Die Daten sollen künftig von der UVS zum Ende eines jeden Quartals veröffentlicht werden. Erste Indexwerte würden nach dem zweiten Quartal getrennt für die Bereiche Solarthermie und Solarstrom ermittelt. Die Analyse der Daten und die Errechnung der Indizes erfolg in methodischer Anlehnung an den Ifo-Geschäftsklimaindex.

19.05.2005   Quelle: UVS e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Aktion WÄRME VON DER SONNE: Infotour Solarwärme gestartet

Noch bis Ende Juli informiert das Infomobil der Aktion WÄRME VON DER SONNE über Solarwärmeanlagen zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung. Auf seiner Tour macht es in 30 Städten Deutschlands halt.  In einer mobilen Ausstellung erhalten Interessenten erste Informationen über Planung und Funktion von thermischen Solaranlagen. Für detaillierte Fragen stehen Fachleute der beteiligten Solarfirmen und Handwerksbetriebe zur Verfügung, zum Beispiel zur Finanzierung oder Integration der Technik in Alt- und Neubauten. Als Höhepunkt jeder Veranstaltung wird eine Solarwärmeanlage im Wert von rund Euro 4.000 verlost, berichten die Veranstalter. Die Anlagen werden von den beteiligten Solarfirmen gesponsert. Von Oederan nach Fürth

Start der Infotour war der Tag der Erneuerbaren Energien am 30. April im sächsischen Oederan. Hier war das Infomobil Teil eines Umweltmarktes am jährlich stattfindenden Tschernobyl-Gedenktag. Stolzer Gewinner der ersten verlosten Solarwärmeanlage war eine mehrköpfige Familie aus der Region. Von Oederan ging es weiter nach Fürth in Bayern. Hier hatten am 10. Mai die Solarstadt Fürth und das gemeinnützige Solarenergieinformationszentrum Solid eingeladen zur Auftaktveranstaltung "Sonnige Wärme für Franken". Solid ist eine von 30 Solarinitiativen, die an der bundesweiten Solarwärmekampagne "Wärme von der Sonne" teilnehmen. Vom 23. April bis 18. Juni finden in der "Metropolregion" Nürnberg, Fürth und Erlangen zahlreiche Veranstaltungen statt, welche die Bürger zur verstärkten Solarwärmenutzung motivieren sollen.

Sonnige Wärme für Franken

Nürnbergs Umweltbürgermeister Klemens Gsell nutzte die Gelegenheit für eine Bestandsaufnahme der installierten Solarstrom- und Solarwärmeanlagen: "Rund 1.000 Hektar oder 1.500 Fußballfelder Sonnenkollektoren und Solarstrommodule sind in der Region installiert. Dies sind allerdings maximal 4 Prozent der Gesamtfläche auf Ein- und Zweifamilienhäusern". Da die meisten Anlagen von der heimischen Industrie gebaut würden und somit ein großes Potenzial für die regionale Wirtschaft darstellten, müsse der Wissensstand in der Bevölkerung dringend verbessert werden, appellierte der Umweltbürgermeister. Außerdem gäbe es in Mittelfranken rund 50.000 Heizkessel, die in den nächsten Jahren erneuert werden müssten und die durch regenerative Energietechniken ersetzt werden könnten. Johann Gerdenitsch, Solarbeauftragter der Stadt Fürth, zeigte sich mit der derzeitigen Situation nicht unzufrieden. In der Kategorie "Orte über 100.000 Einwohner" der Solarbundesliga befindet sich Fürth hinter Freiburg und Ulm auf Platz 3. Gerdenitsch stellte Beispiele von Neubaugebieten vor, in denen bereits jedes vierte Haus eine Solaranlage besitzt. Dennoch gebe es noch ein großes Potenzial: Von 22.000 Dächern seien 8.000 für eine Solarstromanlage und damit auch für eine Kombianlage geeignet, zitierte er das Ergebnis einer Untersuchung.


Mittelfränkisches Solarwärme-Bündnis

Zum mittelfränkischen Solarwärme-Bündnis haben sich die Städte Fürth, Nürnberg, Erlangen und Schwabach, die Handwerkskammer, die SHK-Innungen, die Dachdecker-Innungen und das Solid-Informationszentrum zusammengeschlossen. Mit dabei sind auch das Netzwerk Bau und Energie, der Verein Energieregion Nürnberg, die Sparkasse Fürth sowie zahlreiche Hersteller und Anbieter. In Fürth wurden am Infomobil gleich zwei Solarwärmeanlagen verlost. Die glücklichen Gewinner waren ein Architekt und eine Hausbesitzerin. Informationen über weitere Veranstaltungen in der Energieregion Mittelfranken gibt es im Internet unter www.solid.de.


Hanau, Heppenheim und Wittenberge

Nächste Stationen des Infomobils sind am 20. Mai Hanau, die "Fiesta del Sol" am 21./22. Mai in Heppenheim und am 25. Mai Wittenberge. Vom 26. bis 28. Mai informiert das Solarwärme-Team in Neubrandenburg über umweltschonende und Kosten sparende Wärmeerzeugung durch die Sonne. Weitere Stationen, Einzelheiten zu den Veranstaltungen vor Ort sowie der bundesweiten Aktion Wärme von der Sonne sind im Internet zu finden unter www.waerme-von-der-sonne.de

19.05.2005   Quelle: Wärme von der Sonne / RegioSolar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

dena baut internationales Engagement weiter aus

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) arbeitet zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau von regenerativen Energien künftig mit Partnern in Südkorea, der russischen Region Swerdlowsk und der nichtkommerziellen Partnerschaft "Russische Wärmeversorgung" zusammen. "Steigende Energiepreise und Klimawandel sind globale Herausforderungen. Mit starken internationalen Partner wollen wir deshalb Energieeffizienz und regenerative Energien weltweit fördern", sagte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler.  Gemeinsam mit der staatseigenen südkoreanischen Korea Energy Management Corporation (KEMCO) will die dena vor allem Projekte durchführen zur Energieeffizienz im Gebäude- und Verkehrsbereich sowie zur Förderung der erneuerbaren Energien und der Brennstoffzellentechnologie.
Die Region Swerdlowsk, das zweitwichtigste Industriegebiet Russlands, will mit Hilfe der dena ihren CO2-Ausstoß senken und ihre großen Ressourcen an Restholz und Holzabfällen stärker zur Energiegewinnung nutzen. Darauf habe sich die dena in Gesprächen mit dem Minister für Industrie, Energie und Wissenschaft der Region Swerdlowsk, Moltschanow Wladimir Antonowitsch, verständigt. Zusammen mit deutschen Hochschulen und der Technischen Universität des Urals habe die dena vereinbart, einen Wissenstransfer zum Thema Erneuerbare Energien ins Leben zu rufen.


Energieeffizienzmaßnahmen für den Wärmesektor

Eine weitere Kooperationsvereinbarung mit russischen Partnern habe die dena kürzlich mit der nichtkommerziellen Partnerschaft "Russische Wärmeversorgung" (ein Zusammenschluss maßgeblicher Unternehmen und Institute im Bereich der Wärmeversorgung) geschlossen. Gemeinsam sollen Energieeffizienzmaßnahmen für den Wärmesektor entwickelt werden, die genau auf die russischen Gegebenheiten abgestimmt sind. Vorgesehen sind unter anderem ein wissenschaftlicher Erfahrungsaustausch zur Entwicklung wirksamer Rahmenbedingungen für eine effiziente Wärmeversorgung sowie die Initiierung und Durchführung konkreter Investitionsprojekte.


Exportförderung und neue technologische Konzepte

International aktiv ist die dena auch, was die Exportförderung der Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien betrifft. Mit der Exportinitiative für Erneuerbare Energien war die dena dieses Jahr wieder auf der Hannover Messe Energy vertreten. Besonders gut besucht gewesen sei das Branchen- und Exportforum, das neue technologische Konzepte und die Entwicklung der jeweiligen Branche und Beispielprojekte vorstellte, berichtet die dena. Auf großes Interesse gestoßen sei auch das so genannte "Geschäftsreiseprogramm Erneuerbare Energien", das deutsche Unternehmen bei der Erschließung von Auslandsmärkten unterstützt. Im Rahmen ihrer Exportinitiative sammelt die dena Informationen über die wichtigsten Exportländer, erstellt Handbücher und Marktstudien, organisiert Geschäftsreisen und Messeauftritte im Ausland.

19.05.2005   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SOLON AG: Umsatz im 1. Quartal 2005 verdoppelt, Ergebnis verdreifacht

Der Berliner SOLON AG, Hersteller von Solarmodulen, hat in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2005 einen Umsatz von 29,1 Millionen Euro erzielt (Vorjahr: 14,3 Millionen Euro). Das bedeute eine Steigerung um über 100% gegenüber dem Vorjahr, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Bilanzergebnis erreichte 1,3 Millionen Euro (Vorjahr: 0,4 Millionen. Euro) und habe sich damit um 225% verbessert.  Die Gesamtleistung der von SOLON im 1. Quartal 2005 produzierten Solarmodule lag nach eigenen Angaben bei 9,0 Megawatt (MW). Dies entspreche einer Steigerung der Produktionsmenge um 80% (Vorjahr: 5,0 Megawatt).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich laut SOLON AG um 100% auf 1,2 Millionen Euro (Vorjahr: 0,6 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte 1,8 Millionen Euro (Vorjahr: 0,8 Millionen Euro), ein Plus von 125%. Der Zugang an flüssigen Mitteln (Cash-Earnings bzw. Cash-Flow im engeren Sinne) im 1. Quartal 2005 betrug 1,9 Millionen Euro, eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um 217% (Vorjahr: 0,6 Millionen Euro).


Produktion und den Verkauf von 12 MW Solarmodulen im II. Quartal geplant

Auf Basis des durch die im Januar 2005 durchgeführte Kapitalerhöhung auf 8.091.220 Aktien erhöhten Grundkapitals habe sich zum 31. März 2005 ein Ergebnis je Aktie von 0,16 Euro (Vorjahr: 0,11 Euro) ergeben, so die SOLON AG. Das Ergebnis je Aktie habe sich damit um 45% verbessert. Für das II. Quartal 2005 plant SOLON die Produktion und den Verkauf von 12 Megawatt Solarmodulen. Es werde wieder ein entsprechend positives Ergebnis erwartet, heißt es in der Pressemitteilung. Der vollständige Bericht zum I. Quartal 2005 kann heruntergeladen werden auf der Homepage der SOLON AG unter www.solonag.com, "Investor Relations", "Unternehmensberichte".

18.05.2005   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Erstes Solardorf in Äthiopien fertiggestellt

Installation von Solarmodulen in Äthiopien
Installation von Solarmodulen in Äthiopien

Kechemober heißt das erste Solardorf in Äthiopien. Die Stiftung Solarenergie e.V. installierte in einer der ärmsten Regionen Äthiopiens 28 Solarsysteme für Tukuls (Wohnhütten) und zwei Solarsysteme in Schulen. Damit handle es sich um das größte vernetzte Solarprojekt in diesem Land, so die Stiftung. "Die Tage in Äthiopien sind kurz. Gegen 18.00 Uhr wird es dunkel. Ohne Licht ist Hausarbeit kaum möglich, geschweige denn Lesen und Schreiben", verweist Dr. Harald Schützeichel, Vorstand der Stiftung Solarenergie, auf die Chance, "mit Licht die Voraussetzung für Bildung zu schaffen". 
Sonnenenergie für Bildung, Kommunikation und Arbeit

Die Stiftung Solarenergie e.V. stellte die Solarsysteme als Starthilfe zunächst kostenlos zur Verfügung. Die Menschen nutzen das System und zahlen , ähnlich wie beim Mobiltelefon, mittels eines Prepayment-Systems nun für den Solarstrom statt für Petroleum. Das Geld werde genutzt für Wartung und Betrieb der Solaranlagen, so die Stiftung. Die Wartung übernehme ein örtlicher Elektroinstallateur. Die Projekte dienten daher zugleich als Starthilfe für das lokale Handwerk. Die Möglichkeit, abends Licht durch Solarstrom zu erhalten werde die Entwicklungsmöglichkeiten von Bildung, Kommunikation und Arbeit verbessern. In den Schulen könne nun Abendunterricht angeboten werden, so dass auch Kinder eine Schulbildung erhalten können, die tagsüber auf den Feldern arbeiten müssen. "Die Menschen sind von den Solarsystemen begeistert. Noch während unserer Anwesenheit kamen Bewohner anderer Dörfer und übergaben uns Listen mit Familien, die bei den nächsten Solarsystemen dabei sein wollen", berichtet Schützeichel. Das Pilotprojekt "Licht für Bildung" soll in einem ersten Schritt die Notwendigen Informationen liefern, um ab 2006 rund 1.000 weitere Hütten und Schulen auszurüsten.

Im September 2005 wollen die Projektleiter der Stiftung Solarenergie erneut nach Äthiopien fahren, um die ersten Ergebnisse auszuwerten. "Wir wollen in erster Linie die technische Zuverlässigkeit der Systeme, das Nutzungsverhalten der Menschen, und das Bezahlsystem auswerten. Wichtig hierfür sind v.a. die Erfahrungsberichte der Nutzer", so Schützeichel. Außerdem könnten aus den Solarsystemen die exakten Verbrauchsdaten ausgelesen werden. So stünden verlässliche Daten für den weiteren Ausbau zur Verfügung.


Spenden für Solarprojekte

Das Projekt "Licht für Bildung" wird finanziert von Spendern der Stiftung Solarenergie e.V.. Die Stiftung Menschen für Menschen (München / Addis Abeba) stellte professionelle logistische Unterstützung zur Verfügung. Die technische Konzeption erstellte die AS Engineering AG in Bern in ehrenamtlicher Arbeit. Um weitere Hütten und Schulen mit Licht ausstatten zu können, bittet die Stiftung Solarenergie um Spenden: Spendenkonto: Stiftung Solarenergie e.V., Stichwort Äthiopien, Konto 411097300, Dresdner Bank Freiburg BLZ 680 800 30.

Die Stiftung Solarenergie ist nach eigenen Abgaben ein Instrument langfristigen Handelns. Ihre Ziele sind die Förderung der Entwicklungshilfe, des Umweltschutzes (besonders durch die Verbreitung der Solarenergie) sowie Erziehung und Bildung. Vorstände und Stiftungsräte sind laut Stiftung ehrenamtlich tätig. Die Stiftung Solarenergie e.V. ist ein Förderverein mit dem Ziel, die Stiftung Solarenergie zu gründen. Diese solle die erste und bisher einzige deutsche Stiftung werden, welche die Förderung der regenerativen Energien auch als Entwicklungspolitik versteht. Die Stiftung Solarenergie strebt an, breite Bevölkerungsschichten zu Stiftern zu machen und in einem Netzwerk mit Unternehmen, Institutionen, Privatpersonen und Nichtregierungsorganisationen im Sinne des Stiftungszweckes zusammenzuarbeiten. Sitz der Stiftung Solarenergie ist Merzhausen bei Freiburg i. Br.

18.05.2005   Quelle: Stiftung Solarenergie e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stiftung Solarenergie e.V.

 

First Solar schließt mehrjährigen Rahmenvertrag mit Conergy

Die First Solar GmbH und die Conergy AG haben bekanntgegeben, dass beide Unternehmen einen Rahmenvertrag über die Lieferung von First-Solar-Dünnschichtmodulen mit einer Leistung von 8 MW in den Jahren 2005 und 2006 abgeschlossen haben.  Die Module von First Solar sollen in großen Solarprojekten installiert und mit der Marke "Conergy CP Serie" gekennzeichnet werden. Das berichten die Unternehmen in einer Pressemitteilung.

"Conergy gehört weltweit zu den führenden Anbietern kompletter Solar-Systemlösungen und die Wahl von First-Solar-Modulen stellt eine weitere Anerkennung für die von uns erreichten Ergebnisse in der Entwicklung, Produktion und Leistungsfähigkeit der Dünnschichtmodule dar", erklärte Stephan Hansen, Geschäftsführer der First Solar GmbH. "Conergy schließt sich der wachsenden Zahl erfahrener Projektentwickler an, die Module von First Solar wählen und somit unsere Fähigkeit zur Lieferung von Dünnschichtmodulen mit zuverlässigen und vorhersehbaren Leistungen widerspiegeln", fügte Hansen hinzu.

"Die Kunden von Conergy erwarten von uns Systemkomponenten, die den höchsten Qualitätsansprüchen genügen. First Solar bietet Hochleistungs-Dünnschichtmodule, die unser Portfolio an Solarprodukten ausgezeichnet ergänzen", so Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender der Conergy AG.

First Solar gehört nach eigenen Angeben zu den am schnellsten wachsenden Herstellern von Dünnschicht-Solarmodulen auf der Welt. Das Unternehmen habe seine Produktion ausgebaut, um mehr als 20 Megawatt (MW) Solarmodule pro Jahr 2005 mit einer durchschnittlichen Modul-Effizienz von 9 % herzustellen. Das Unternehmen fertige alle Module in Einrichtungen, die nach den Normen ISO 9001 für das Qualitätsmanagement sowie ISO 14001 für das Umweltmanagement zertifiziert worden sind. Kürzlich gab das Unternehmen eine umfangreiche Erweiterung der Modulproduktion auf 40 MW für 2006 sowie auf 75 MW für 2007 bekannt.

18.05.2005   Quelle: First Solar GmbH; Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Umweltbundesamt zuständig für Umsetzung der flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls

Am 04. Mai 2005 hat das Bundeskabinett das Projekt-Mechanismen-Gesetz (ProMechG) beschlossen. Als zuständige nationale Behörde für die Einführung der so genannten flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls ist das Umweltbundesamt (UBA) benannt worden, so das UBA in einer Pressemitteilung. "Damit baut das Umweltbundesamt seine Kompetenz im internationalen Klimaschutz weiter aus", sagte Professor Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes. 
Das Kyoto-Protokoll sieht neben dem Emissionshandel zwei weitere Instrumente zum Schutz des Klimas vor, die den Vertragsstaaten Flexibilität bei der Umsetzung ihrer Emissionsminderungsziele erlauben sollen. Mit den so genannten projektbezogenen Mechanismen können Emissionsgutschriften erzeugt und diese im Emissionshandel genutzt werden: Clean Development Mechanism (CDM; Mechanismen für umweltgerechte Entwicklung in weniger entwickelten Ländern) ab 2006 und Joint Implementation (JI; Gemeinschaftsprojekte zwischen Industrieländern) ab 2008.

Das ProMechG enthält die deutschen Rechtsgrundlagen für die Durchführung von CDM- und JI-Projekten und setzt damit die "Linking Directive" der EU um. Die zuständige nationale Behörde prüft zum Beispiel, ob die Projekte den klimaschutzpolitischen Anforderungen entsprechen.

18.05.2005   Quelle: UBA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Windkraft: Plambeck schließt Verkauf der Anteile von Ventura S.A. ab

Der Windpark-Projektierer Plambeck Neue Energien AG hat seinen 80prozentigen Anteil an dem französischen Windpark-Projektierer Ventura SA an das börsennotierte französische Umwelt- und Energieunternehmen Theolia SA verkauft. Das berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung.  Die entsprechenden Vereinbarungen zwischen Plambeck Neue Energien und Theolia seien am 17.05.2005 in Aix-en-Provence unterzeichnet worden. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Die Plambeck Neue Energien AG will sich künftig in ihrem Kerngeschäft, der Projektierung von Windparks onshore und offshore, auf den deutschen Markt konzentrieren. Mit dem Verkauf der Anteile könne die Plambeck Neue Energien AG die im französischen Markt erreichte Wertschöpfung für sich realisieren, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung.

17.05.2005   Quelle: Plambeck Neue Energien AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BUND: Ausweitung des Kyoto-Protokolls erforderlich

Eine Erweiterung der internationalen Klimaschutzverträge hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gefordert. Die Mitgliedsstaaten der UN-Klimakonvention (UNFCCC) müssten bei ihrer am 16. und 17.05.2005 in Bonn stattfindenden Konferenz die ambitionierte Fortführung des Kyoto-Protokolls nach dem Jahr 2012 anvisieren, heißt es in einer Pressemitteilung des BUND. "Um den Klimawandel zu stoppen, müssen die Staaten der Welt das bisher Beschlossene umsetzen und künftig weit mehr tun. Die Hauptverantwortung liegt hier bei den Industrieländern. Sie müssen bis 2050 eine Reduzierung ihrer Treibhausgase um etwa achtzig Prozent erreichen", sagte BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm.   Zugleich müssten sie jenen ärmeren Ländern helfen, die besonders hart vom Klimawandel betroffen seien. Und auch Schwellenländer wie China oder Indien müssten beim Schutz des Weltklimas mitmachen, so Timm.

Damit dies geschehe, dürften die Industriestaaten ihre CO2-Minderungsziele aus dem Kyoto-Protokoll auf keinen Fall aufgeben, fordert der BUND. Die meisten Staaten würden diese jedoch verfehlen, wenn sie ihre Anstrengungen nicht verstärkten. Darunter seien auch große Industrieländer wie Japan, Frankreich oder Kanada. Die Glaubwürdigkeit der gesamten Klimapolitik stehe auf dem Spiel. "Wenn Ende dieses Jahres in Kanada die erste Nachfolgekonferenz seit Inkrafttreten des globalen Klimaschutzabkommens stattfindet, muss Substanzielles auf den Tisch. Dafür müssen in Bonn die Weichen gestellt werden", fordert Timm. Deutschland müsse seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz verteidigen, indem es seine Hausaufgaben mache und ein ehrgeiziges nationales Klimaschutzprogramm auflege. Dazu gehörten die umfassende wärmetechnische Sanierung von Altbauten, der entschlossene Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und die Steigerung der Stromeffizienz.

Vier zwei Meter große Pinguine vom BUND demonstrierten am 16.05.2005 in Bonn vor dem Tagungsgebäude. "Klimaopfer - heute wir, morgen ihr? "und "Klima schützen - Kyoto ist nur der Anfang!!" war auf ihren Transparenten zu lesen. Den Konferenzteilnehmern und Bundesumweltminister Jürgen Trittin sollte deutlich gemacht werden, dass mehr Klimaschutz dringend nötig ist. Die globale Erwärmung bedrohe auch die Heimat der Pinguine – die Antarktis, so der BUND. Immer häufiger brächen große Teile des Eises ab. In der westlichen Antarktis sei bereits eine Eisfläche größer als das Saarland abgeschmolzen. Wissenschaftler befürchten laut BUND einen Anstieg des Meeresspiegels um mehr als fünf Meter, wenn das Eisschild der westlichen Antarktis bis zum Ende dieses Jahrhunderts verschwindet.

Zu den Bonner Klimaverhandlungen ist im Internet ein BUND-Hintergrundpapier erhältlich unter:
http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/postkyoto1.pdf

17.05.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Jürgen Trittin eröffnete Regierungsgespräche zur Zukunft des Klimaschutzes

Regierungsexperten aus aller Welt debattieren am 16. und 17.05.2005 in Bonn über die Umsetzung des Klimaschutzes in ihren Ländern und über künftige Klimaschutzmaßnahmen. Das berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Bundesumweltminister Jürgen Trittin eröffnete das so genannte "Bonner Seminar" gemeinsam mit seinem argentinischen Amtskollegen Ginés González García und der Exekutivsekretärin des Klimasekretariats Joke Waller-Hunter. 

Industrieländer müssen bis 2020 zwischen 15 und 30 % ihrer Treibhausgasemissionen einsparen

Das Kyoto-Protokoll regelt bisher die Klimaschutz-Verpflichtungen bis Ende 2012. Verpflichtungen darüber hinaus müssten noch ausgehandelt werden, so das BMU. Das Bonner Seminar sei die erste offizielle Veranstaltung im Klimaprozess, die sich der Zukunft des Klimaschutzes nach 2012 widme. "Der Klimaschutz darf im Jahre 2012 nicht enden oder auch nur eine Pause einlegen. Bei ungebremster Erwärmung droht uns eine Welt ohne Regenwald am Amazonas, ohne Eisdecke auf Grönland und ohne Golfstrom", sagte Trittin. "An solche Veränderungen kann man sich nicht anpassen, man muss sie verhindern. Dafür bleibt nicht mehr viel Zeit", warnt Trittin. Deshalb fordere die EU eine Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 2 ° C gegenüber dem vorindustriellen Niveau, so das BMU. Ihre Staats- und Regierungschefs hätten unterstrichen, dass die Industrieländer dafür bis 2020 zwischen 15 und 30 % ihrer Treibhausgasemissionen einsparen müssten. Die durchschnittliche Erwärmung der Erdoberfläche, verglichen mit dem Durchschnittswert vor der Industrialisierung, betrage heute bereits 0,7 ° C.


Klare internationale Rahmenbedingungen erforderlich

Trittin forderte den raschen Beginn von Verhandlungen über eine weitere Verpflichtungsperiode: "Die bisherigen Verpflichtungen des Kyoto-Protokolls zeigen bereits Wirkung: Investitionen, Forschung und Entwicklung werden in klimafreundliche Technologien, z.B. der Erneuerbaren oder in Energieeffizienz gelenkt. Das zeigt: Klimaschutz ist nicht nur machbar und bezahlbar, er lohnt sich sogar wirtschaftlich. Unternehmen und Investoren wollen aber weit über 2012 hinaus planen. Dafür brauchen sie klare internationale Rahmenbedingungen, so schnell wie möglich. Die nächste Klimakonferenz im Dezember in Montreal muss den Beginn konkreter Verhandlungen beschließen", so Trittin. Das Bonner Seminar wurde laut BMU als Gedankenaustausch über die Umsetzung der bisherigen und über künftige Klimaschutzverpflichtungen von der 10. Konferenz der Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention im Dezember in Buenos Aires beschlossen. An das Seminar schließen sich zweiwöchige internationale Verhandlungen zu technischen, wissenschaftlichen und Umsetzungsfragen des Klimaschutzes an.

17.05.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Intersolar 2005 mit umfangreichem Kongress- und Rahmenprogramm

1.000 Solarexperten und Wissenschaftler nahmen am Kongress- und Rahmenprogramm der Intersolar 2004 sowie an den Veranstaltungen der EuroSun teil.
1.000 Solarexperten und Wissenschaftler nahmen am Kongress- und Rahmenprogramm der Intersolar 2004 sowie an den Veranstaltungen der EuroSun teil.

Vom 23. bis 25. Juni 2005 bietet die Intersolar 2005 in Freiburg Fachbesuchern aus aller Welt ein anspruchvolles Kongress- und Rahmenprogramm. In zahlreichen Veranstaltungen zu Planung, Installation, Technik und Marketing können sich die Entscheider und Multiplikatoren der internationalen Solarbranche austauschen. Höhepunkt des diesjährigen Kongressprogramms ist die europäische Solarthermiekonferenz estec2005.
 
Das erstmalig stattfindende "PV-Industry Forum 2005", ein Workshop zu thermischen Solaranlagen, und das Fraunhofer ISE-Kompaktseminar "Photovoltaik-Technologie" ergänzen das umfangreiche Angebot. "Das kompakte Kongress- und Rahmenprogramm bietet gemeinsam mit den Produktpräsentationen der rund 330 Aussteller einen umfassenden Überblick über die internationale Solarbranche", erklären die Veranstalter Markus Elsässer (Solar Promotion) und Klaus W. Seilnacht (FWTM Messe Freiburg). Die Intersolar mit den Schwerpunkten Photovoltaik, Solarthermie und Solares Bauen sei Europas größte Fachmesse für Solartechnik.


Größte internationale Veranstaltung der Solarthermiebranche

Die Solarwärmekonferenz estec2005 findet zum zweiten Mal in Freiburg statt. Über 60 Referenten aus 15 Ländern geben im Vorfeld der Intersolar einen Einblick in die weltweiten Solarwärmemärkte. Themen sind unter anderem internationale Entwicklungen, gesetzliche Richtlinien sowie der neueste Stand der Technik. Veranstaltet wird die estec2005 von der European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF), die auch Träger der Intersolar ist. Thermische Solaranlagen können den Energieverbrauch und die Energiekosten senken und tragen zur Schonung der Ressourcen bei. Einen praxisnahen und grundlegenden Überblick über diese Technik gibt der zweiteilige Workshop "Thermische Solaranlagen" Fachhandwerkern, Energieberatern, Bauherren, Investoren, Planern und Architekten. Organisiert wird der Workshop vom Institut für Thermodynamik und Wärmetechnik (ITW) der Universität Stuttgart und der Solar Promotion GmbH.


Solarstrom-Perspektiven

Wie sich der internationale Solarstrommarkt bis zum Jahr 2020 entwickelt, ist Thema des von der PSE GmbH und der Solar Promotion GmbH erstmalig veranstalteten "PV-Industry Forum 2005". Das Forum widmet sich auch den aktuellen Trends in der Zell-, Modul- und Systemtechnik sowie der Finanzierung und Planung von Photovoltaik-Großanlagen. Die zweitägige Konferenz richtet sich an Experten und Entscheider aus Industrie, Forschung und Politik. Die Veranstaltung findet parallel zur estec2005 am 21. und 22. Juni im Solar Info Center statt. Neue Entwicklungen und Konzepte in der Solarzellentechnologie präsentiert das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in seinem Kompaktseminar "Photovoltaik-Technologie".



Sprungbrett in den französischen Solarmarkt

Während der Intersolar informieren die Region Elsass, die französische Agentur für Umwelt und Energiemanagement (ADEME) sowie die Wirtschaftsförderung des Elsass (ADA) in der Veranstaltung "Das Elsass als Sprungbrett für den französischen Solarmarkt" über die Solarbranche in Frankreich, die aktuellen Fördermöglichkeiten und Qualitätskonzepte. Das Rahmenprogramm mit einer Neuheitenbörse, Exkursionen in die Solarregion Freiburg und der 3. Freiburger Solarnacht des Fraunhofer ISE rundet das Veranstaltungskonzept ab.


Weitere Informationen zur Intersolar 2005 und zur estec2005 im Internet unter http://www.intersolar.de und http://www.estec2005.org.

17.05.2005   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH

 

Erster deutsch-marokkanischer Fachkongress „Erneuerbare Energien“ im September 2005

Die wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Umwelttechnologien sind Gegenstand des 1. deutsch-marokkanischen Fachkongresses „Erneuerbare Energien“. Die Tagung vom 26.-28. September 2005 in der marokkanischen Stadt Fez wird veranstaltet von der Botschaft des Königreichs Marokko in Berlin, dem staatlichen Elektrizitätskonzern ONE (Casablanca), der SMA Technologie AG, den Universitäten Fez und Kassel und weiteren Einrichtungen.  Behandelt werden sollen die aktuelle Lage und Aussichten der erneuerbaren Energien in Marokko sowie die Finanzierung von Kooperations- und Investitionsprojekten.

Die Tagung wendet sich an Hersteller von Technologien und Nutzung erneuerbarer Energien, Investoren, Vertreter aus Wissenschaft, Forschung und Tourismus sowie an interessierte Studenten und Existenzgründer. Sie soll den Austausch von Know-how fördern, und Partnerschaften vermitteln. Ziel ist ein regelmäßiger Informationsaustausch bis hin zur Durchführung gemeinsamer Projekte und weitergehender Kooperation. Die Veranstaltung wird durch ein Kooperationsbörse zur Vermittlung von Kontakten zwischen Unternehmen (Gründung von Niederlassungen, Tochtergesellschaften oder Joint-Ventures) sowie von Partnerschaften zwischen Forschungsinstitutionen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien begleitet.

Investitionsmöglichkeiten in der Energie- und Wasserversorgung sowie im Bereich erneuerbarer Energien

Das Königreich Marokko zählt nach Auskunft der Veranstalter zu den vielversprechenden Märkten auf dem afrikanischen Kontinent und überzeuge durch die stabile wirtschaftliche und politische Entwicklung. Der Umweltsektor Marokkos biete deutschen Unternehmen lukrative Investitionsmöglichkeiten in den Bereichen Energie- und Wasserversorgung, erneuerbare Energien, Abfallbeseitigung, und Abwasserreinigung. Das Land habe durch den Beitritt zu GATT/WTO die Weichen für die Öffnung der Wirtschaft gestellt. Mehrere Feihandelsabkommen seien unterzeichnet worden, unter anderem mit der EU und den USA. Der Vertrag mit der EU sehe die Schaffung einer großen euro-mediterranen Freihandelszone bis zum Jahr 2010 vor, und bestätige den zoll- und gebührenfreien Zugang ohne Quotenbeschränkung für industrielle Produkte sowie den Zugang zu Vorzugsbedingungen für Agrarprodukte.

20% Erneuerbare bis 2020 und vollständige Elektrifizierung geplant

Marokko besitze ein hohes Potenzial für den Einsatz erneuerbarer Energien und biete sich als Kooperationspartner für die deutsche Wissenschaft und Wirtschaft an, so der Veranstalter. Die Stromerzeugung basiere im Wesentlichen auf der Verbrennung von Importkohle und Erdöl. Wasserkraft sei zu 5% und Windkraft zu 1% an der Stromerzeugung beteiligt. Die marokkanische Regierung beabsichtige, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion bis 2010 auf 10% und bis 2020 auf 20% zu steigern, die ländlichen Gebiete vollständig zu elektrifizieren, Arbeitsplätze zu schaffen und die CO2-Emissionen des Landes zu senken. Schon jetzt seien deutliche Anzeichen zu erkennen, dass sich ausländische Unternehmen zunehmend für den marokkanischen Markt interessieren, vor allem in den Bereichen Windenergie und Photovoltaik. Nach Ansicht europäischer Wissenschaftler und Klimaexperten könnte sich Marokko dank der günstigen Voraussetzungen für solar- und windbasierte Energieerzeugungssysteme künftig vom Energieimporteur zum Exporteur entwickeln.

Anmeldung bis zum 27.05.2005

Die Tagung richtet sich besonders an Projektentwickler, Hersteller, Lieferanten, Architekten, Ingenieur- und Planungsbüros, Investoren, Betreiber, durchführende Bauunternehmen, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, Existenzgründer, Versicherer, Mitarbeiter öffentlicher Verwaltungen und Behörden, sowie an Lehrkräfte und Studenten aus dem Bereich erneuerbare Energien. Der Tagungsbeitrag beträgt 40 € für Studierende; 250 € für Vertreter von Unternehmen und 100 € für Teilnehmer aus anderen Bereichen. Die Einladung und das Anmeldeformular können heruntergeladen werden auf der Internetseite des Deutsch-Marokkanisches Forum e.V. (DMF) unter http://www.d-m-f.org/congress . Die Anmeldung zum Fachkongress ist möglich per E-Mail an congress@d-m-f.org oder im Internet und wird bis zum 27.05.2005 erbeten.

17.05.2005   Quelle: Deutsch-Marokkanisches Forum e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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FVS veröffentlicht Forschungsergebnisse zu Brennstoffzellen und Wasserstofftechnologie

Brennstoffzelle.
Brennstoffzelle.

Unter dem Titel „Wasserstoff und Brennstoffzellen – Energieforschung im Verbund“ präsentieren die Mitgliedsinstitute des ForschungsVerbunds Sonnenenergie (FVS) die neuesten Forschungserfolge. Der aktuelle Tagungsband ist reich illustriert und gut verständlich. Die Broschüre beschreibt, wie Brennstoffzellen und Wasserstofftechnologien schon heute Strom, Wärme und Kraftstoffe erzeugen.
 
Die Wissenschaftler des FVS und ihrer Kooperationspartner aus der Wirtschaft zeigen, wie die Wasserstofferzeugung aus erneuerbaren Energien im großen Stil möglich ist und dass Brennstoffzellen bereits einsatzfähig sind. Dies seien Bausteine eines sich wandelnden Energiesystems hin zu einer nachhaltigen und solaren Energiewirtschaft, heißt es in einer FVS-Pressemitteilung.

Die technischen Potenziale von Wasserstoff und Brennstoffzellen müssten durch Forschung nun auch wirtschaftlich erschlossen werden, wobei sich die Entwicklungen beider Technologien gegenseitig bedingen und stimulieren würden, so der FVS. "Das Interesse an erneuerbaren Energien und Brennstoffzellen ist in den letzten Jahren ständig gestiegen", betont der wissenschaftliche Leiter der Tagung, Dr. Gerd Eisenbeiß. Um die daran geknüpften Erwartungen an schadstoffarme Mobilität, Strom- und Wärmeerzeugung und effiziente Energiespeicherung zu erfüllen, sei es nötig, Brennstoffzellen und auch Wasserstoffsysteme in den nächsten Jahren verstärkt zu erforschen und zu entwickeln. Themen des Tagungsbands sind der aktuelle Entwicklungsstand bei Wasserstoff und Brennstoffzellen; die Methoden der Wasserstofferzeugung, Hochtemperatur- und Niedertemperatur-Brennstoffzellen, Brennstoffzellen und Energieversorgung, Brennstoffzellen und Verkehr sowie Umwelt, Markt und Logistik.

Das Heft kann kostenfrei im Internet heruntergeladen in der Rubrik "Publikationen" unter http://www.fv-sonnenenergie.de/Publikationen/index.html. Es kann auch kostenfrei bestellt werden bei der Geschäftsstelle des FVS, Kekuléstraße 5, 12489 Berlin.

16.05.2005   Quelle: ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FZJ.

 

Wähler in Nordrhein-Westfalen wünschen neuen Energiemix

Der Wahlkampf für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 22. Mai geht in die heiße Phase. Neben der Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik werde vor allem die Energiepolitik immer mehr zum entscheidenden Wahlkampfthema, berichtet der Europressedienst (Bonn) in einer Pressemitteilung. Die Bürger in NRW seien sich einig, dass Elektrizität künftig stärker aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden soll.  Neben dem nachhaltigen Umweltschutz erhofften sie sich davon spürbare Kosteneinsparungen sowie größere Unabhängigkeit von steigenden Ölpreisen.

Die derzeitigen Strompreise sorgen vielerorts für große Unzufriedenheit, lautet eines der zentralen Ergebnisse der aktuellen Umfrage "Akzeptanz Erneuerbarer Energien in Deutschland im Rahmen der Energiepolitik der Zukunft", bei der zwischen dem 5. und 25. April insgesamt 1.266 Bundesbürger befragt wurden; die Antworten der 285 NRW-Bürger wurden gesondert ausgewertet. Die Mehrheit der NRW-Bürger (64,1 Prozent) mache das Profitstreben der Energieversorger und die steigenden Rohölpreise verantwortlich, so der Europressedienst. Geht es nach ihrem Willen, soll beim Energiemix in Zukunft neben Gas (39,7 Prozent) und Atomenergie (23,7 Prozent) der Schwerpunkt auf Erneuerbare Energien (85,7 Prozent) gelegt werden (Mehrfachnennungen waren möglich). 26,5 Prozent erhoffen sich davon eine größere Unabhängigkeit von konventionellen, endlichen Energiequellen und dadurch eine spürbare Entlastung ihrer Ausgaben. Mehr als 80 Prozent der Bürger hätten sich deshalb schon mit dem Thema Erneuerbare Energien beschäftigt oder seien damit sogar vertraut.


Hohe Förderbereitschaft

Die Sensibilisierung für Erneuerbare Energien in NRW geht laut der Studie einher mit einer hohen Förderbereitschaft. Die meisten NRW-Bürger (88,5 Prozent) halten den derzeitigen Förderbetrag von 50 Cent pro Monat (3 Prozent des durchschnittlichen Strompreises pro Person) für angemessen oder gar zu gering. Über die genauen Preisvorstellungen gibt es höchst unterschiedliche Vorstellungen. Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Strompreis sollte nach Meinung der bundesweiten Mehrheit (77,7 Prozent) auf dem derzeitigen Stand von 3 Prozent bleiben oder steigen. "Nordrhein-Westfalen braucht auch in Zukunft einen regenerativen Energiemix. Wir müssen alle Techniken nutzen, die die Natur uns bietet, wenn wir eine umweltverträgliche Energiepolitik in die Praxis umsetzen wollen", kommentiert NRW-Städtebauminister Dr. Michael Vesper die Befragung. Dazu gehören laut Vesper Photovoltaik (Solarstrom) und thermische Solaranlagen, aber auch Biogasanlagen und die Windenergie.


Großes Interesse an Solaranlagen

Besonders groß ist in Nordrhein-Westfalen das Interesse am Solarstrom. Die meisten Wohneigentümer in diesem Bundesland (74,2 Prozent) können sich vorstellen, entweder eine Solarthermie- oder eine Photovoltaikanlage auf ihrem Dach einbauen zu lassen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Mietern: 69,5 Prozent von ihnen würden sich bei ihrem Vermieter für die Installation einer Solaranlage stark machen. Für die Förderung von Sonnenstrom hält der Großteil (23 Prozent) einen monatlichen Betrag zwischen 2 Euro und 2,50 Euro für angemessen. Jeder Zehnte (11,1 Prozent) würde sogar fünf Euro bezahlen.


Wegweiser Landtagswahl

Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gilt laut Europressedienst als richtungsweisend für die Zukunft der bundesweiten Energiepolitik. Die Ausrichtungen der einzelnen Parteien seien höchst unterschiedlich: Während SPD und Grüne am Ausstieg aus der Atomenergie festhalten würden, lege die Union den Fokus wieder verstärkt auf diesen Bereich. Hierfür fordere die Union auch ein Ende des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes und der Ökosteuer. Auch in Sachen Kohle-Subvention gebe es unterschiedliche Auffassungen: Die SPD wolle am Kohle-Kompromiss bis 2012 und darüber hinaus festhalten, während die Union und die FDP für eine Reduzierung der Steinkohleförderung bis 2010 stünden.

16.05.2005   Quelle: Europressedienst   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solar-Fabrik AG präsentiert Wechselrichter-Weltneuheit

Die Freiburger Solar-Fabrik AG (ISIN: DE0006614712) wird auf der diesjährigen Intersolar mit ihrem neuen Wechselrichter "convert 6T" ein völlig neuartiges Gerätekonzept vorstellen, das den Wechselrichtermarkt im Bereich der kleinen und mittleren Anlagengrößen revolutionieren soll. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Der "convert 6T" sei in Zusammenarbeit mit dem deutschen Zulieferer für Automobil- und Industrieelektronik KOSTAL entwickelt worden und biete als weltweit erster Wechselrichter eine dreiphasige Netzeinspeisung in Verbindung mit trafoloser Wechselrichtertopologie. Damit vereine das neue Gerät die Vorteile der großen Zentralwechselrichter mit der Flexibilität und dem hohen Wirkungsgrad von trafolosen Stringwechselrichtern.

"Wir sind stolz auf dieses völlig neuartige Produkt, das bestens zum
Image der Solar-Fabrik AG passt: Höchste Qualität in Verbindung mit
Innovationen, die auf dem Weltmarkt ihresgleichen suchen", so der Vorstandsvorsitzende Georg Salvamoser. Die Solar-Fabrik sei überzeugt, dass der neue Wechselrichter "convert 6T" binnen drei Jahren einen Marktanteil von mehr als 10 % im Bereich der Solarstromanlagen in der Größenordung von fünf bis 30 Kilowatt peak (kWp) Anlagen erreichen werde. Der "convert 6T" wird auf der Intersolar 2005 der Öffentlichkeit vorgestellt (23.-25. Juni) und ist nach Angaben des Herstellers ab August 2005 lieferbar.


Zuversichtlicher Blick auf das 2. Halbjahr 2005

Die Solar-Fabrik AG habe das 1. Quartal 2005 planmäßig beendet, berichtet das Unternehmen Das Ergebnis nach Steuern von minus 1.988.000 Euro werde maßgeblich durch die außerordentlichen Aufwendungen der erfolgreich platzierten Kapitalerhöhung vom März dieses Jahres in Höhe von 1.225.000 Euro beeinflusst. Die Kapitalerhöhung habe der Gesellschaft einen Nettoemissionserlös von über 30 Millionen Euro beschert.

Dem Management der Solar-Fabrik sei es gelungen die Engpässe in der Verfügbarkeit von Solarzellen für das Jahr 2005 zu beseitigen. So habe Ende April der Kauf von Rohmaterial bekannt gegeben werden können, der die Versorgung des Unternehmens für das Jahr 2005 sichere. Die eingekauften Solar-Wafer lasse die Solar-Fabrik AG von ihren Lieferanten zu Solarzellen verarbeiten. Die Gesellschaft stelle damit sicher, den Umsatz im Jahr 2005 gegenüber dem Rekordwert des Vorjahres weiter steigern zu können. Darüber hinaus arbeite der Vorstand der Solar-Fabrik AG intensiv am Ausbau der verfügbaren Rohstoffmengen für 2006 und die Folgejahre. Er wolle Anfang Juli die weitere strategische Ausrichtung verkünden können. "Wir sind uns sicher, dass durch die oben angesprochenen Maßnahmen im Verlauf des Jahres eine kontinuierliche Ergebnisverbesserung eintreten wird", heißt es in einer Ad hoc-Mitteilung des Unternehmens.

16.05.2005   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Österreich: TAG DER SONNE am 20. Mai 2005

Wohnanlage Tilläcker (Burgenland), Kollektorfläche: 124 m²; Solarer Deckungsgrad für Warmwasser: 55%.
Wohnanlage Tilläcker (Burgenland), Kollektorfläche: 124 m²; Solarer Deckungsgrad für Warmwasser: 55%.

Was Solarenergie kann, wie viel sie bringt und was sie kostet, erfahren Interessierte Österreicher am bundesweiten klima:aktiv Solar-Aktionstag. An über 40 Standorten in ganz Österreich informieren Gemeinden, Schulen, Energieberatungsstellen, Installateure und Hersteller über Solaranlagen.
 
Solarenergie ist umweltfreundlich, sauber und frei von Preisschwankungen. Über 180.000 Haushalte setzen nach Angaben des Verbandes Austria Solar bereits auf die Sonne, wenn es um warmes Wasser und Energie für die Raumheizung geht. Die Solartechnik sei ausgereift und wirtschaftlich. Für ein Einfamilienhaus genügen laut Austria Solar bereits vier bis sechs Quadratmeter Kollektoren, um zwei Drittel des Warmwassers zu erzeugen. Mit 15 bis 20 Quadratmetern kann die Sonne einen wesentlichen Beitrag zur Warmwasserbereitung und Heizung leisten. Den Rest erledigt der Heizkessel.


Solar-Aktionstag mit breiter Unterstützung

Organisiert wird der Aktionstag vom klima:aktiv Programm Solarwärme gemeinsam mit dem Klimabündnis, der Umweltberatung, dem Jugendnetzwerk Agenda X und vielen lokalen Partnern. Hersteller, Anbieter und Installateure laden ein zu einem "Tag der offenen Tür" mit Betriebsführungen und Solar-Unterhaltung. Bei Infoständen, Anlagenbesichtigungen und Solar-Festen werden Interessierte unabhängig über Solarenergie informiert und beraten. In Aktionen und Projekten können Schüler und Studierende die konkreten Möglichkeiten zur Nutzung der Sonne erkunden. Alle Veranstaltungen zum Tag der Sonne werden im Internet präsentiert unter www.solarwaerme.at/aktionstag.htm Am 20. Mai findet auch in der Schweiz ein Tag der Sonne statt, nach österreichischem Vorbild und bereits zum zweiten Mal (www.swissolar.ch).


Solarenergie günstiger als viele denken

Mit Solarenergie sparen Hausbesitzer laut Austria Solar doppelt: bei der Anschaffung und im Betrieb. Solaranlagen werden in allen österreichischen Bundesländern von der öffentlichen Hand gefördert. Im Durchschnitt beträgt die Landesförderung rund 25 Prozent der Investitionskosten. Hinzu kommen noch Gemeindeförderungen, die im Schnitt bei etwa 10 Prozent der Investitionskosten liegen. Rund 300 Euro können zudem von der Steuer abgesetzt werden. Die aktuelle Solarförderung aller Bundesländer findet sich im Internet unter

Anlaufstelle für Unternehmen und Forschungseinrichtungen

Wesentlich zu der Erfolgsgeschichte beigetragen habe das Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW. Das Netzwerk biete seinen mittlerweile rund 300 Mitgliedern vielfältige Dienstleistungen. Dazu zählen Informationsveranstaltungen, Hilfestellung bei der Initiierung von Projekten und Tipps bei der Partnersuche in Kooperationsprojekten. Zudem dient es einerseits als Anlaufstelle für die Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Netzwerk. Andererseits profitieren auch die Akteure, die in ganz anderen Branchen zu Hause sein können, aber ihr Know-how dennoch für die Weiterentwicklung der Brennstoffzellentechnik einbringen.

Seit der Gründung im April 2000 habe das Netzwerk intensive internationale Kontakte aufgebaut, die schon mehrfach zu Ansiedlungen ausländischer Brennstoffzellenunternehmen in NRW geführt hätten wie beispielsweise Idatech (USA) in Herten oder Dynetek (Kanada) in Ratingen. Ein weiteres Beispiel gelungener Kooperation stelle die Initiative "HyChain" dar, die NRW mit Partnern aus Frankreich, Spanien und Italien auf europäischer Ebene vorantreibe.


Internationale Zusammenarbeit

Das diesjährige Treffen des Netzwerks in der Messe Düsseldorf stand laut MVEL ganz im Zeichen der internationalen Zusammenarbeit. Vor rund 150 Besuchern stellten hochrangige Regierungsvertreter aus China, den USA und Frankreich ihre jeweiligen Forschungsprogramme für die Brennstoffzellentechnik vor. Shi Dinghuan, Berater des Chinesischen Staatrates, führte unter anderem aus, dass die Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff in der Energiepolitik Chinas eine sehr bedeutende Rolle spiele. Bei der Erzeugung und Speicherung des Wasserstoffs und seiner Anwendung in Brennstoffzellen setze das Land verstärkt auf die gute Zusammenarbeit mit deutschen Partnern.

"Die Energietechnik ist eine der Kernkompetenzen in Nordrhein-Westfalen sowohl hinsichtlich der Techniken zur Nutzung fossiler Energieträger wie auch für die Techniken zur Nutzung der regenerativen Energien. Unsere Kompetenzen auf dem Gebiet der Brennstoffzellen- und Wasserstoffenergietechnik wollen wir zu neuen Kernkompetenzen des Landes ausbauen. Unser Ziel ist es, auf allen wesentlichen Gebieten der Energietechnik eine Spitzenstellung einzunehmen", unterstrich Dr. Horstmann. Der Ausbau der Brennstoffzellentechnik sei hier eine viel versprechende Option, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen.

01.05.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Fonds für High-Tech-Gründer soll aufgelegt werden

Trotz der "Blockade der unionsregierten Länder" im Bundesrat (Stichwort: Eigenheimzulage) wollen Bundesregierung und Parlament einen Hightech-Gründerfonds auflegen. Das berichtet der forschungs- und technologiepolitische Sprecher von BÜNDNIS90 / DIE GRÜNEN, Hans-Josef Fell, in einer Pressemitteilung. Zunächst stelle der Bund 120 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 22 Millionen Euro sollen je zur Hälfte von der KfW und Industriepartnern zur Verfügung gestellt werden (BASF, Siemens und Deutsche Telekom).  Weitere Unternehmen haben laut Fell bereits Interesse bekundet. Durch die Teilnahme großer Unternehmen werde jungen Unternehmen, ähnlich wie in den USA, von Anfang an ein Netzwerk zur Verfügung gestellt.


Hochtechnologie zur Nutzung erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe

Der Fonds helfe Unternehmen in allen Bereichen und biete damit auch jungen Unternehmen in den Wachstumsbranchen erneuerbaren Energien und Chemie aus nachwachsenden Rohstoffen besondere Chancen, Innovationen zu entwickeln, betont Fell. Der Fonds finanziere neu gegründete Technologieunternehmen mit Sitz in Deutschland, deren Tätigkeitskern ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ist. Das Unternehmen soll mit den Mitteln das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in der Regel bis zur Bereitstellung eines Prototyps beziehungsweise einen "proof of concept" weiterführen können und den Unternehmensaufbau finanzieren. Der Finanzierungszeitraum liege zwischen einem und zwei Jahren. Ein regionaler Coach soll das Unternehmen vor Ort betreuen. Die Mittel werden laut Fell in Form von Beteiligungskapital in Höhe von durchschnittlich 500.000 Euro zur Verfügung gestellt, maximal aber 1 Million Euro gestellt. Das Beteiligungskapital soll in Form einer Kombination aus offener Beteiligung und Nachrangdarlehen mit Wandlungsoption ausgereicht werden.

Für die Fonds-Verwaltung soll eine Management-Gesellschaft in Form einer GmbH & Co. KG aufgelegt werden, die vollkommen eigenständig handeln kann. Die Fondsmanger sollen mit externen Sachverständigen zusammen arbeiten, um den technischen Gehalt und die Marktperspektiven der Geschäftsideen zu prüfen. Die Entscheidung werde von einem Investment-Committee getroffen, in dem auch die Industrie einen Sitz habe, so Fell. Nach dem ERP-EIF-Dachfonds und dem Startfonds sei dies der dritte Fonds, der von rot-grün aufgelegt werde, um Gründungen im High-Tech-Bereich anzustoßen und zu unterstützen. Der High-Tech-Gründerfonds beziehe sich dabei explizit auf die eigentliche Gründungsphase der Unternehmen. Der Startfonds unterstütze dann vor allem die nächste Entwicklungsphasen der jungen Unternehmen. Der Dachfonds investiert laut Fell wiederum in Venture-Capital-Fonds, die sich an jungen Unternehmen beteiligen.

01.05.2005   Quelle: Hans Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

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