Solar News Archiv August 2005

 


 

SPD: Nur erneuerbare Energien und Energieeffizienz helfen aus der Öl- und Klimafalle

"Die dramatischen Ölpreissteigerungen beweisen die zentrale Bedeutung unseres in sieben Jahren Regierung eingeschlagenen Kurses der industriellen Mobilisierung erneuerbarer Energien und der Förderung der Energieeffizienz", heißt es in einer Erklärung, die der SPD-Parteivorstand in seiner Sitzung vom 30. August 2005 beschlossen hat. Beides ziele auf die möglichst rasche Ablösung von atomarer und konventioneller Energienutzung und nicht zuletzt der Unabhängigkeit von Erdöl, so der SPD-Parteivorstand.  Die steigenden Ölpreise signalisierten die nahende Erschöpfung des Erdöls und die Gefahr internationaler Konflikte um die Restressourcen. Neben den sich häufenden und heftiger werdenden Sturm-, Flut- und Dürrekatastrophen gefährde die weltweite Energiekrise auch die Weltwirtschaft und die soziale Balance, heißt es in dem SPD-Papier.


"Ökosteuer und EEG haben Energieabhängigkeit um mehr als 10 % reduziert"

"Allein die Ökosteuer und das Erneuerbare-Energien-Gesetz haben unsere Energieabhängigkeit in kurzer Zeit um mehr als 10 Prozent reduziert", betont die SPD. 200.000 neue Arbeitsplätze seien dadurch entstanden. "Durch das Erneuerbare Energie-Gesetz haben wir bereits eine Minderung der klimaschädigenden Emissionen um 50 Millionen Tonnen erreicht", betont der SPD-Parteivorstand. Durch die Steuerbefreiung für Biokraftstoffe, die seit dem 1. Januar 2004 gilt, seien Biokraftstoffe für Kraftfahrer deutlich billiger als Benzin und Dieselkraftstoff. Kraftfahrern sei dadurch die Möglichkeit eröffnet, der Preisfalle zu entgehen. Dass viele davon noch keinen Gebrauch machen können, läge daran, dass die Automobilindustrie und die Mineralölgesellschaft die Chance dieses Gesetzes noch nicht ausreichend nutzten.


"Wir werden die Energiewende beschleunigt fortsetzen"

"CDU/CSU und FDP wollen die von uns zügig eingeleitete Energiewende wieder rückgängig machen. Dies ist ebenso gegenwarts- und zukunftsblind. Wir werden die Energiewende beschleunigt fortsetzen. Dafür sprechen massive wirtschaftliche, ökologische, soziale und friedenspolitische Gründe. Und wir kämpfen gegen alle Versuche, erneut in die Atomkraft einzusteigen", so der SPD-Vorstand.

31.08.2005   Quelle: SPD-Pressestelle   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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NABU warnt vor "Amerikanisierung deutscher Umweltpolitik"

Der Naturschutzbund NABU hat den Vorschlag des Unions-Wirtschaftsberaters Heinrich von Pierer scharf kritisiert, die Laufzeiten von Atomkraftwerken bis auf 60 Jahre zu verlängern. "Mit solchen Vorschlägen entwickelt sich Herr von Pierer zum Sicherheitsrisiko für unser Land“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Es sei ein offenes Geheimnis, dass die Sicherheit von Atomkraftwerken in der Regel schon bei deutlich weniger als 30 Jahren sehr zu Wünschen übrig lasse.   "Wenn Herr von Pierer jetzt mehr als doppelt so lange Laufzeiten vorschlägt, möchte er seine neue Funktion wohl dazu nutzen, noch jede Menge Siemens-Technik für Nachrüstungen zu verkaufen", so Tschimpke.


Auf Auseinandersetzungen wie in den 80-er Jahren einstellen

Nach Auffassung des NABU mehrten sich Anzeichen, dass mit einem Regierungswechsel in Deutschland eine "Amerikanisierung der Umweltpolitik" Einzug halten werde. "Erst verzichtet Frau Merkel auf einen Umweltexperten, dann wittert der Bundesverband der Deutschen Industrie Morgenluft und fordert den Ausstieg aus Kyoto und nun auch noch von Pierers hanebüchene Vorschläge – da ist eine gewisse Methode zu erkennen“, sagte Tschimpke. Wenn Union und Wirtschaft sich auf eine solche Linie verständigten, könne Deutschland umweltpolitisch schnell vom Paulus zum Saulus werden. "Dann müssen wir uns auf Auseinandersetzungen wie in den 80-er Jahren einstellen mit Konfrontationskurs zwischen Regierung und Verbänden und Anti-Atomkraft-Demos“, warnt der NABU-Präsident.

31.08.2005   Quelle: NABU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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CDU/CSU fordert "Konstruktive Klimapolitik statt plumper Anschuldigungen"

"Unerträglich plump sind die jüngsten Anschuldigungen Trittins an die Adresse des US-Präsidenten hinsichtlich der Hintergründe des verheerenden Hurrikans 'Katrina' ", so die stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende und zuständige Fachfrau für Umwelt im Kompetenzteam der CDU/CSU, Gerda Hasselfeldt (MdB) in einer Pressemitteilung. Trittin mache damit wieder einmal "Wahlkampf auf dem Rücken der betroffenen Menschen". "Wir brauchen eine konstruktive, grenzübergreifende Zusammenarbeit im Klimaschutz - keine bloße Schuldzuweisung", sagte Hasselfeldt.  
Trittin: Bush verschließt die Augen vor wirtschaftlichen und menschlichen Schäden

Bundesumweltminister Trittin hatte in einem Gastbeitrag in der 'Frankfurter Rundschau' im Zusammenhang mit dem Hurrikan 'Katrina' und den Zielen des internationalen Klimaschutzes gefordert, Treibhausgase müssten radikal reduziert werden, und zwar weltweit. Der amerikanische Präsident verschließe die Augen vor den wirtschaftlichen und menschlichen Schäden, die seinem Land und der Weltwirtschaft durch Naturkatastrophen wie "Katrina", also durch unterlassenen Klimaschutz zugefügt würden, schrieb Trittin in der FR.


Union: nationale Alleingänge und ignorante Ideologie führen nicht weiter

Die weltweiten Unwetter seien ein deutliches Zeichen dafür, dass nationale Alleingänge und ignorante Ideologie nicht weiter führten, so Hasselfeldt. "Wir brauchen eine funktionierende Umweltaußenpolitik, die alle bislang abseits stehenden Industrie- sowie Schwellen- und Entwicklungsländer aktiv integriert", fordert die Unionspolitikerin. Die Union stehe für einen partnerschaftlichen und konstruktiven Dialog mit den USA - auch im Umwelt- und Klimaschutz. "Wir werden mit unseren Partnern reden, statt sie pauschal zu beschimpfen. Den Rahmen dafür schafft die von CDU und CSU im Regierungsprogramm vorgeschlagene Fortschreibung der Klimaschutzziele in einem 'Kyoto plus'-Abkommen - und ich finde es mehr als bemerkenswert, dass der scheinbar programmatisch ausgebrannte grüne Umweltminister mit der Forderung nach einer Initiative 'Kyoto zwei' unverblümt unser Programm zitiert", heißt es in der Unions-Pressemitteilung.

"Gerade die rot-grüne Regierung habe es immer wieder verpasst, dem Klimaschutz durch Kompromissfähigkeit zum notwendigen internationalen Erfolg zu verhelfen", kommentiert Hasselfeldt Trittins Beitrag in der Frankfurter Rundschau. Auch die nationale Bilanz sei vernichtend: "Während Trittin laut Sprüche klopft, hat er selbst nachweislich das - von der Union in den 90er Jahren gesetzte - Reduktionsziel für CO2 verfehlt! Die rot-grüne Klimapolitik ist gescheitert", heißt es in der Presseerklärung der Union.

31.08.2005   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag; Frankfurter Rundschau   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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DUH: Ausstieg aus dem Atomausstieg fällt aus

Die von Union und FDP geplante Verlängerung der Betriebszeiten von Atomkraftwerken sei rechtlich nicht möglich, berichtet die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) in einer Pressemitteilung. Das belege eine von der DUH in Auftrag gegebene gutachterliche Stellungnahme des Berliner Atomrechtsexperten Reiner Geulen.  Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will auf einer Pressekonferenz am 02.09.2005 erläutern, warum die Vorstellung juristisch nicht zu halten sei, man könne mit einem Federstrich den Atomkonsens rückgängig machen. Richtig sei vielmehr, dass der von der rot-grünen Regierung im Einvernehmen mit den Kernkraftbetreibern herbeigeführte Atomausstieg faktisch nicht mehr umkehrbar sei. "Richtig ist auch: Der von den Betreibern ausgehandelte 'politisch ungestörte Betrieb' ihrer Meiler wird nach Jahren relativer Ruhe mit dem Tag zu Ende gehen, an dem eine mögliche Bundeskanzlerin Angela Merkel den Ausstiegskonsens real aufkündigt", heißt es in der DUH-Pressemitteilung.


Gutachten: Laufzeitverlängerungen scheitern an neuen Genehmigungserfordernissen

Anlässlich der Pressekonferenz will Reiner Geulen, einer der versiertesten Atomrechtsexperten der Republik, seine für die DUH erarbeitete gutachterliche Stellungnahme vorstellen. Darin werde im Einzelnen begründet, warum Laufzeitverlängerungen deutscher Reaktoren nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 an neuen Genehmigungserfordernissen scheitern würden. Die Deutsche Umwelthilfe will alle Versuche, Reaktorlaufzeiten über die im Ausstiegsgesetz fixierten Möglichkeiten hinaus zu verlängern, auf dem Klagewege stoppen.


"Massiv veränderte Bedrohungslage angesichts des islamistischen Terrorismus"

Die derzeitige Opposition beabsichtige – gestützt von ihrem Innovationsberater Heinrich von Pierer - die deutschen Kernkraftwerke im Fall eines Wahlsiegs über die im Atomkonsens vereinbarten Fristen hinaus am Netz halten. Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel habe damit klar gemacht, dass sie die massiv veränderte Bedrohungslage angesichts des islamistischen Terrorismus weniger ernst nehme als die Gewinninteressen der dominierenden deutschen Stromkonzerne, so die DUH.

31.08.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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RegioSolar-Konferenz 2005: Beiträge bis 09. September einreichen!

Beitragsvorschläge für die zweite Konferenz regionaler Solarinitiativen am 04./05. November können noch bis zum 09.09 eingereicht werden, berichtet der Bundesverband Solarindustrie e.V. (BSI) in einer Pressemitteilung.
 
Auf Einladung von ZIEL 21 (Zentrum Innovative Energien im Landkreis Fürstenfeldbruck) e.V. findet die Konferenz im Veranstaltungszentrum "Fürstenfeld" in Fürstenfeldbruck statt. Interessenten können noch Beitragsvorschläge senden, um über ihre Aktivitäten und Erfahrungen in Form eines Vortrags oder Posters zu berichten. Die zweite RegioSolar-Konferenz knüpft an eine erfolgreiche Auftaktveranstaltung. Im April letzten Jahres trafen sich über 50 Solarinitiativen und 280 Teilnehmer in Berlin. Solar-Akteure aus ganz Deutschland nutzten die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.


Vernetzung der Akteure verbessern

Ganz unter dem Aspekt der Vernetzung zwischen den Akteuren und des gegenseitigen Kennenlernens steht auch die Folgekonferenz: Durch den persönlichen Kontakt der Teilnehmer aus Solarvereinen, Unternehmen oder Agenda-Gruppen, kommunalen Stellen und anderen Institutionen soll der Austausch untereinander intensiviert werden.


"Call for Papers" im Internet

Mögliche Themen für Beiträge sind in der "Ersten Konferenzankündigung" (Call for Papers) aufgelistet. Anregungen, besonders für Workshops, sind erwünscht. Der Call for Papers steht auf der Konferenz-Webseite zum Download zur Verfügung: http://www.regiosolar.de/konferenz/themen.shtml
Hier gibt es auch alle Rahmendaten und organisatorische Hinweise zur RegioSolar-Konferenz 2005.

31.08.2005   Quelle: RegioSolar c/o Bundesverband Solarindustrie e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Sunline AG will an die Börse

Mit der Sunline AG (Fürth ) will im Oktober 2005 ein weiteres Solar-Unternehmen an die Börse. Die Notierung des Systemanbieters soll erfolgen im Freiverkehr der Börse München (Mittelstandssegment M:access) sowie der Börsen Frankfurt am Main und Berlin-Bremen. Das Nettoemissionsvolumen ohne Mehrzuteilungsoption werde etwa 7 Millionen Euro betragen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Im Rahmen einer Barkapitalerhöhung begebe die Sunline AG bis zu 1,5 Millionen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,0 Euro. Weitere 200.000 Aktien will die Familie des Unternehmensgründers Wolfgang Wismeth im Rahmen des öffentlichen Angebots bei entsprechender Marktlage einbringen. Insgesamt sollen durch den Börsengang bis zu 27,3 Prozent des Unternehmens platziert werden. Die Zeichnungsfrist beginne voraussichtlich bereits Ende September, heißt es in der Pressemitteilung. Einzelheiten zum Börsengang sollen nach Beginn der Zeichnungsfrist im Rahmen eines Pressegespräches bekannt gegeben werden.


Von der GWU Solar GmbH zur Sunline AG

Das Kerngeschäft der Gesellschaft ist nach eigenen Angaben die Planung, die Projektierung und der Vertrieb von Photovoltaikanlagen. Zudem biete das Unternehmen Photovoltaik-Systeme für verschiedenste Anwendungen im Freizeit-, Camping- und Gartenbereich an. Als einer der Pioniere der Solartechnik in Deutschland habe die Sunline AG im Geschäftsjahr 2004 nahezu 85% des Umsatzes mit netzgekoppelten Solarstromanlagen erwirtschaftet, zirka 5% im Projektgeschäft und rund 10% im so genannten Insel- und Consumergeschäft. Das Vorgängerunternehmen der Sunline AG, die GWU Solar GmbH existiere bereits seit 1986. Im Geschäftsjahr 2004 sei mit 25 Mitarbeitern (Vollzeitkräfte) ein Umsatz von 33,5 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Zins und Steuer (EBIT) von 709.000 Euro erzielt worden. "Im Jahr 2005 wurde die GWU Solar GmbH auf die neu gegründete Sunline AG verschmolzen. Der Unternehmensgründer Wolfgang Wismeth bleibt Hauptaktionär und Vorstand der Sunline AG", heißt es in der Pressemitteilung.

Der Börsengang diene besonders der Aufstockung des Eigenkapitals zur Finanzierung der weiteren nationalen und internationalen Expansion des Unternehmens sowie dem Ausbau des Geschäfts mit den Inselanlagen. Diese seien ein von staatlichen Förderungen unabhängiger Bereich mit globalen Wachstumschancen. Neben klassischen Hausversorgungs-Anlagen beabsichtigt die Sunline AG nach erfolgreicher Entwicklung hier unter anderem Infrastruktur-Anlagen zur Wasserversorgung und Straßenbeleuchtung anzubieten.

31.08.2005   Quelle: Sunline AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Grünen-Kandidat Winfried Hermann duscht auf Marktplatz solar

Solare Dusche für grünen Kandidaten in Tübingen.
Solare Dusche für grünen Kandidaten in Tübingen.

Da staunten die Tübinger nicht schlecht: Mitten auf dem Marktplatz entkleidete sich am vergangenen Sonntag, 28. August, Winfried Hermann, Tübinger Spitzenkandidat der Grünen, und sprang – nunmehr nur in Badehose - unter die warme Dusche. Mit ihm rund ein Dutzend Parteikollegen, die mit dem sportlichen 53-Jährigen eine Proberunde für den Tübinger Stadtlauf am 18. September gedreht hatten. Die Wärme für das erfrischende Nass lieferte das Solarwärmemobil der Firma Hartmann Energietechnik aus Rottenburg-Oberndorf.
 

"Das war eine wunderbare Aktion. Die Leute finden es faszinierend, wenn da warmes Wasser aus der Dusche kommt“, sagte Hermann. Auch Thomas Hartmann, Inhaber des Solarfachunternehmens und Entwickler der mobilen Solarwärmestation, war zufrieden: "Ich habe das Gefühl, das wird der Riesenrenner.“ Erst Ende August hatte die mobile Kombianlage mit 18 Quadratmetern Sonnenkollektoren aus eigener Fertigung, einem Pelletsofen und einem 1.000 Liter-Speicher bei einer Premiere auf den Rottenburger Gastrotagen das Wasser für die zentrale Spülmaschine erwärmt. "Danach hatten wir zahlreiche Anfragen", freut sich Hartmann. Winfried Hermann habe das Mobil bei einer Betriebsbesichtigung entdeckt und spontan für die Veranstaltung gebucht.

Das Solarwärmemobil, das für weitere Einsätze bereit steht, ist für jede Witterung gerüstet. "Denn wenn die Sonne nicht scheint, schalten wir halt den Pelletskessel ein", so der Fachmann pragmatisch. "Auf alle Fälle bringen wir damit die Solarwärme da hin, wo die Leute sind", so Hartmann. Daran hat auch "Winne" Hermann Gefallen gefunden. Der sportpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, kann sich vorstellen, die Aktion zu wiederholen: "Mit dem Happening haben wir vor Ort gezeigt, was man mit Solarenergie machen kann", so Hermann. Wer sich vor Ort über das Heizen mit Sonne und Holz oder über Solarstromanlagen informieren möchte, kann dies auf dem "Oberndorfer Solarspaziergang" tun. Dieser findet an jedem dritten Samstag im Monat statt. Treffpunkt ist 9.00 Uhr am Oberndorfer Sportheim. Einzelheiten unter www.solarspaziergang.de.

31.08.2005   Quelle: Hartmann Energietechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Hartmann Energietechnik GmbH

 

US-Ökologen und BUND: Bush muss Energiepolitik korrigieren

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und seine amerikanische Schwesterorganisation Friends of the Earth (FOE) haben US-Präsident George W. Bush aufgefordert, seine bisherige Energiepolitik zu korrigieren und dem Kyoto-Klimaschutzabkommen beizutreten. Das berichtet der BUND in einer Pressemitteilung.   Tödlichen Wirbelstürmen wie "Katrina", Überschwemmungen, Dürren und dem globalen Schmelzen der Eismassen könne nur mit entschiedenen Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase begegnet werden, so die Umweltschutzorganisationen. Auch die USA sollten sich dem von der EU vorgezeigten Weg zur Förderung erneuerbarer Energien und zur Energieeinsparung anschließen.

"Millionen von Menschen vor allem in ärmeren Ländern leiden seit langem unter den Folgen des Klimawandels. Präsident Bush aber vernachlässigt die Klimapolitik sträflichst", so Brent Blackwelder, Präsident von Friends of the Earth USA. Bush subventioniere die Kohle- und Ölindustrie in noch nie da gewesenem Maße und verweigere sich internationalen Klimaschutzabkommen. "Für diese Politik zahlen die Menschen auch in unserem Land einen hohen Preis. Will Bush nicht immer öfter Katastrophenalarm ausrufen, muss er die Klimavorsorge endlich ernst nehmen", so Blackwelder.


Klimaschutz billiger als Klimaschäden

Auch für die amerikanische Wirtschaft rechne es sich, mehr in den Klimaschutz zu investieren, so der BUND: Experten schätzten die kommenden Klimaschäden bis 2050 allein in den USA auf über 400 Milliarden US-Dollar, zwanzig Mal mehr als "Katrina" voraussichtlich kosten wird. Die Kosten zur Vermeidung der Klimaschäden mittels entschlossener Energieeinsparungen und der Förderung erneuerbarer Energien würden hingegen nur auf etwa 140 Milliarden Dollar taxiert.


Asien-Pazifik-Partnerschaft keine Alternative zu Kyoto

"Das so genannte Klimaabkommen, das Bush mit Australien, China und Indien abgeschlossen hat, ist keine Alternative zum internationalen Kyoto-Protokoll", sagt BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. "Wir brauchen verbindliche weltweite Reduktionsziele für die Treibhausgase. Präsident Bush muss die Ölförderung in Naturschutzgebieten stoppen und stattdessen alternative Energien fördern. In der europäischen Union und in Deutschland wurden zudem wichtige Schritte zur Steigerung der Energie-Effizienz und für Energieeinsparungen eingeleitet. Dieser Weg muss konsequent weiter verfolgt werden", fordert Timm.

30.08.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Erneuerbare erneut wichtigster Träger des Klimaschutzes

Während auf den meisten Gebieten der Klimaschutz kaum vorankommt, haben die erneuerbaren Energien einen neuen Rekord erreicht, berichtet der Bundesverbande Erneuerbare Energie (BEE) in einer Pressemitteilung. In diesem Jahr würden Windenergie, Wasserkraft, Solarenergie, Erdwärme und Bioenergie in Deutschland knapp 80 Millionen Tonnen CO2 einsparen.   "Das zweite Jahr in Folge steigern die erneuerbaren Energien ihren Beitrag zum Klimaschutz um 10 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr", so BEE- Präsident Johannes Lackmann. Das sei mehr als jedes andere Klimaschutzinstrument in Deutschland vorweisen könne. Der fortgesetzte Ersatz von klimaschädlichen Energieträgern durch erneuerbare Energien sei entscheidend dafür, dass Deutschland seine Klimaziele erreichen könne.


270 Millionen Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr bis 2020 als Ziel

Angesichts der gravierenden Schäden, beispielsweise durch das Hochwasser in Bayern und den Nachbarländern, müssen die Anstrengungen zum Klimaschutz aus Sicht des BEE aber noch deutlich gesteigert werden. "Die Branche der erneuerbaren Energien beabsichtigt, bis zum Jahr 2020 rund 20 Prozent des gesamten deutschen Energiebedarfes aus Erneuerbaren Energien zu decken", so Lackmann: Mit Strom, Wärme und Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien würden dann etwa 270 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Zusätzlich müsse dafür gesorgt werden, dass der Energieverbrauch in Deutschland gesenkt und der Anteil von effizienter Kraft-Wärme-Kopplung gesteigert werde. Lackmann: "Der beste Anreiz hierfür ist, wenn die Kosten für die Klimaschäden den eigentlichen Verursachern zugerechnet werden. Stattdessen tragen heute der Staat und die privaten Haushalte diese Kosten und subventionieren damit die Produktion klimaschädlicher Energie."

30.08.2005   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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WWF fordert von Stromversorgern stärkere Klimaschutzanstrengungen

"Dürre und Waldbrände im Mittelmeerraum, gewaltige Überflutungen von der Schweiz bis nach Rumänien. Europa wird in diesem Sommer von Naturkatastrophen schwer gebeutelt", so der WWF in einer Pressemitteilung. Um sich gegen künftige Fluten besser zu wappnen, fordert die Umweltstiftung WWF eine Doppelstrategie, die auf die Wiederbelebung natürlicher Überflutungsflächen und intensive Anstrengungen im Klimaschutz setzt.   "Man darf jetzt nicht den Fehler begehen, sich allein auf höhere Deiche und technische Schutzmaßnahmen zu verlassen", betont Georg Rast, Hochwasserexperte beim WWF Deutschland. Angesichts der Häufung von ungewöhnlich hohen Niederschlägen, extremen Abflüssen und Rekordpegelständen müssten alle Hochwasserkonzepte neu auf den Prüfstand. Unabhängig von der offenkundig durch den Klimawandel bedingten Häufung extremer Ereignisse müssten die durch Verbauung verursachten Verschlechterungen des Hochwasserschutzes bereinigt werden.


E-mail-Aktion gegen neue Kohlekraftwerke

Um die Folgen des Klimawandels in den Griff zu bekommen, fordert der WWF zugleich den Ausstoß an Treibhausgasen möglichst schnell zu reduzieren. Besonders im Stromsektor sei ein Umstieg auf emissionsarme Energien dringend geboten. In Deutschland werde mehr als 50 Prozent des Stroms in Stein- und Braunkohlekraftwerken produziert. Weltweit strömten rund 37 Prozent des Kohlendioxids aus den Schloten der Kraftwerke. Der WWF kritisiert, dass insbesondere RWE und EON zu wenig tun würden, um hieran etwas zu ändern. Im Gegenteil: sie planten neue Kohlekraftwerke. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat der WWF jetzt eine E-mail-Aktion gestartet. Die Umweltschützer fordern über ihre Internetseite www.wwf.de die Vorstandvorsitzenden der Energiekonzerne auf, beim den anstehenden Investitionsentscheidungen auf neue Kohlekraftwerke zu verzichten.


Emissionshandel plus erneuerbare Energien

"Es ist dringend erforderlich, in diesem Bereich den Hebel anzusetzen und auf saubere Energie umzuschalten", unterstreicht Regine Günther, Leiterin des Klimareferats beim WWF Deutschland. Das wichtigste Instrument sei das europäische Emissionshandelssystem. Mit diesem Handelssystem sei erstmals der Ausstoß von Klimagasen absolut begrenzt worden. Blasen die Unternehmen mehr CO2 in die Luft als ihnen im Rahmen dieses Systems zugebilligt wurde, müssen sie von anderen Unternehmen zusätzliche Verschmutzungszertifikate kaufen. Dadurch bekomme die Umweltverschmutzung einen Preis und Investitionen in Klimaschutz zahlten sich auch finanziell aus. Die Begrenzung der Gesamtemissionen durch den Emissionshandel müsse Hand in Hand gehen mit Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Derzeit starten die Verhandlungen über Vergabe der nächsten Emissionszertifikate. Regine Günther fordert: "Bei der Ausgestaltung der so genannten Nationalen Allokationspläne brauche man anspruchsvollere Reduktionen und ein möglichst großer Teil der Zertifikate muss versteigert und nicht verschenkt werden."

Weitere Informationen:
Zu den Auswirkungen des Klimawandels in Europa hat der WWF ein vierseitiges Hintergrundpapier in englischer Sprache zusammengestellt. Die Informationen können heruntergeladen werden über die WWF Homepage www.wwf.de.

30.08.2005   Quelle: WWF Deutschland   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Emissionshandel: EUROSOLAR kritisiert "Vergabe von Verschmutzungsrechten"

"Die kostenlose Vergabe von Verschmutzungsrechten im Rahmen des ‚Europäischen Emissionshandelssystems’ hat sich wie zu erwarten als Flop erwiesen", erklärte EUROSOLAR-Geschäftsführerin Irm Pontenagel. "Mit dem Instrument des Verschmutzungshandels wird nicht die Umwelt entlastet, sondern der Bürger belastet. Die Stromkonzerne missbrauchen die Emissionsrechte zu unbegründeten Preissteigerungen, so Pontenagel.  EUROSOLAR hatte bereits anlässlich des Bonner Weltklimagipfels im Juli 2001 mit der Informationskampagne "Erneuerbare Energien statt Emissionshandel" vor negativen Folgen dieser Art der Umsetzung des Kyoto-Protokolls gewarnt und betont, dass das Instrument des Handels mit Verschmutzungsrechten keinen adäquaten Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten könne.

Das "Emissionsrecht" mache aus einer bisher gesetzlich geduldeten Verschmutzung eine öffentlich beglaubigte, so EUROSOLAR. Der Minimalkompromiss werde zur absoluten Obergrenze der bis 2012 stattfindenden CO2-Reduktionen, es würden nicht mehr Emissionen reduziert, als es die geringfügigen Einschränkungen der Emissionsrechte verfügen, kritisiert EUROSOLAR. Seitens des Präsidenten des Bundeskartellamtes, Ulf Böge, seien den Konzernen bereits Bußgelder angedroht worden für die Umlegung angeblicher Kosten für die kostenlos zugeteilten Emissionsrechte, so EUROSOLAR.


Ausbau der erneuerbaren Energien übertrifft CO2-Einsparungen durch Emissionshandel

Der Handel mit Verschmutzungsrechten erweise sich gleichzeitig als völlig ineffizient, betont EUROSOLAR: Während der Zielwert der bis 2012 angestrebten Emissionsminderungen eine Reduktion um 10 Millionen Tonnen CO2 (von derzeit 505 auf 495 Mio. t) vorsehe, seien allein in den letzten fünf Jahren durch neue Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland rund 25 Millionen Tonnen CO2 eingespart worden. Werde der Ausbau der erneuerbaren Energien auf Basis des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mit gleichem Tempo fortgesetzt, würden allein zwischen 2005 und 2007 weitere 15 Millionen Tonnen CO2 vermieden - neben vielen weiteren ökologischen, wirtschaftlichen und politischen Effekten: Ohne Bürokratie, Zertifizierungs- und Händlerkosten.

Weitere Informationen zum Thema Emissionshandel im Internet unter www.eurosolar.org.

30.08.2005   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Conergy weiht neue Fertigungshalle für Solaranlagen-Montagesysteme ein

Conergy-Vorstand Rüter, K. Reiche, W. Krüger, K. Rocher, G. Genschorek (v.l.)
Conergy-Vorstand Rüter, K. Reiche, W. Krüger, K. Rocher, G. Genschorek (v.l.)

Die Conergy AG hat am 26.08.2005 eine neue Fertigungshalle für solare Gestellkomponenten feierlich eingeweiht. Vor zahlreichen Gästen aus Wirtschaft und Politik hat Staatssekretär Dr. Wolfgang Krüger (CDU) gemeinsam mit MdB Katherina Reiche (CDU) und Klaus Rocher (FDP), Bürgermeister der Gemeinde Rangsdorf, die neue Fertigungshalle offiziell in Betrieb genommen.  Das neue Gebäude beherberge die Produktion von Edelstahl und Aluminiumkomponenten der erfolgreichen "SunTop"-Gestellsysteme für die Aufdachmontage von Solaranlagen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit einem Absatz von mehr als 100 Megawatt zähle das SunTop-Gestellsystem schon jetzt zu den weltweit meistverkauften Photovoltaik-Befestigungssystemen.

Mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten in Rangsdorf setze die Conergy-Gruppe ihren Expansionskurs weiter konsequent fort und schaffe damit zusätzliche Arbeitsplätze in der Region Brandenburg. "Bereits heute zählt Conergy zu den größten Arbeitgebern in Rangsdorf und Umgebung. Durch die Erweiterung unserer Produktionskapazitäten für Montagesysteme werden wir bis zum Jahresende unser Produktionsvolumen auf mehr als 140 Megawatt solare Leistung steigern und damit unseren weltweiten Marktanteil in dieser Schlüsseltechnologie weiter ausbauen.", erklärt Gido Genschorek, Director Mechanical Production, und Standortleiter der Conergy AG in Rangsdorf.

29.08.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG

 

BUND protestiert beim CDU-Parteitag gegen längere Laufzeiten für Atomkraftwerke

"Länger Strahlentod riskieren, mehr Atommüll produzieren" riefen Aktivisten des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am 28.08.2005 vor der Dortmunder Westfalenhalle, als die Delegierten zum CDU-Wahlparteitag eintrafen. Auf einem verfremdeten Wahlplakat mit dem Porträt Angela Merkels stand unter dem Slogan "Deutschlands Chancen nutzen" die Bemerkung "Mehr Atommüll - weniger Klimaschutz", berichtet der BUND in einer Pressemitteilung.  Der Umweltverband wirft der CDU eine "rückwärtsgewandte Energiepolitik" und das Fehlen eines Konzeptes zum globalen Klimaschutz vor. Im Wahlprogramm der Union fehlten außerdem entsprechende nationale Maßnahmen. Außer der Altbausanierung gebe es keinerlei Ideen zur Verminderung der Treibhausgase, kritisiert der BUND. Stattdessen solle der Bau weiterer Autobahnen forciert und der in Deutschland bei weitem zu hohe Flächenverbrauch gefördert werden.


"Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke führt in eine Sackgasse"

Keine klare Aussage mache das Wahlprogramm außerdem zum erforderlichen Ausbau der erneuerbaren Energien, betont der BUND. Dies sei unverständlich, da durch die Nutzung von Wind, Sonne, Wasser und Biomasse bereits mehr als 130.000 Arbeitsplätze entstanden seien. "Will die Union diese Arbeitsplätze aufs Spiel setzen, weil eine mittelständisch geprägte Wind- und Solarbranche den großen Stromkonzernen nicht in den Kram passt?", fragt BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. "Klima- und energiepolitisch führt die von der CDU angekündigte Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke in eine Sackgasse. Das würde den nötigen Strukturwandel hin zu erneuerbaren Energien und zu einer effizienteren und dezentraleren Energieerzeugung um viele Jahre verschieben. Und global gesehen ist die Atomkraft schon aufgrund der begrenzten Uran-Vorkommen auf keine Fall in der Lage, eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung zu spielen", so Timm.


Zusatzgewinne, aber keine Strompreissenkungen

Längere Laufzeiten für Atomkraftwerke seien allein ein Geschenk an die großen Stromversorger E.on, RWE, EnBW und Vattenfall, stellt der BUND fest. Die daraus resultierenden Zusatzgewinne für die vier Unternehmen schätzen Experten laut BUND auf bis zu 25 Milliarden Euro. Längere Laufzeiten bedeuteten ein wachsendes atomares Unfallrisiko und die Produktion von noch mehr Strahlenmüll, von dem niemand wisse, wo er sicher gelagert werden könne. Den im Gegenzug von der CDU geforderten Strompreissenkungen hätten Vertreter der großen Stromkonzerne bereits eine Absage erteilt.

Auf der Internetseite www.bund-gegen-atomkraft.de analysiert der BUND die Argumente der Union pro Atomkraft. Ein Newsletter informiert über aktuelle Termine der Atom- und Energiepolitik. Der BUND bietet dort auch die Möglichkeit, mit einem Statement und einem Foto persönliche Meinungen zum Thema zu formulieren und dem eigenen Protest gegen eine rückwärtsgewandte Energiepolitik ein Gesicht zu geben.

29.08.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Union für "Klimaschutz-Allianz Deutschland"

"Es ist nicht auszuschließen, dass die schweren Hochwasser in Mitteleuropa und die Hitzeperiode in Südeuropa auch die Folgen von Klimaveränderungen sind. Es bedarf deshalb einer konsequenten Klimavorsorgepolitik", erklärte der umweltpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Peter Paziorek (MdB) anlässlich der aktuellen Diskussion zur Klimaschutzpolitik.   CDU und CSU setzen deshalb laut Paziorek auf eine Klimaschutz-Doppelstrategie: "International wollen wir das Kyoto-Protokoll zu einer Kyoto-PLUS-Initiative weiterentwickeln, national wollen wir eine 'Klima-Allianz Deutschland'", so Paziorek.


"Kyoto-PLUS" und "Klimaschutz-Allianz Deutschland"

Mit einer Kyoto-PLUS-Initiative will die Union laut Paziorek noch abseits stehende Industrieländer wie die USA und die Entwicklungs- und Schwellenländer in die internationale Klimaschutzpolitik einbinden. Gerade durch eine stärkere Nachfrage in diesen Ländern nach Umwelttechnik könne auch ein wichtiger Impuls für die deutsche Wirtschaft ausgelöst werden, die weltweit in diesem Bereich führend ist. "National wollen wir mit einer 'Klimaschutz-Allianz Deutschland' gemeinsam mit Wirtschaft, Umweltverbänden und gesellschaftlichen Gruppen die Anstrengungen im Klimaschutz bündeln und den generationenübergreifenden Klimaschutz stärken", heißt es in der Pressemitteilung der Union. Neben der Herbeiführung eines breiten gesellschaftlichen Konsenses in der Klimaschutzpolitik sollen wir Aufklärungsmaßnahmen verstärkt und lokale und regionale Aktionsbündnisse unterstützt werden. "Die Herausforderungen im Klimaschutz werden nur dann bewältigt werden können, wenn international der Klimaschutz deutlich gestärkt wird und auch national die Hausaufgaben gemacht werden", sagte Paziorek.

29.08.2005   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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RWE SCHOTT Solar erwartet schwarze Zahlen im Geschäftsjahr 04/05

Solarstrom-System InDaX®-100 von RWE SCHOTT Solar.
Solarstrom-System InDaX®-100 von RWE SCHOTT Solar.

Die RWE SCHOTT Solar GmbH, voll integrierter Hersteller von Solarstromprodukten, ist mit dem bisherigen Verlauf der Geschäftsentwicklung zufrieden. Im laufenden Geschäftsjahr 2004/2005, das zum 30. September endet, werde mit einem positiven Ergebnis gerechnet, so das Unternehmen.
 
RWE SCHOTT Solar mit Sitz in Alzenau habe seit 2001 Investitionen von gesamt 190 Millionen Euro getätigt. Mit rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Alzenau sei das Unternehmen einer der größten Arbeitgeber in der Region, weltweit biete das Unternehmen über 800 Arbeitsplätze in einer zukunftssicheren High-tech Industrie. Der Solarhersteller nahm im Jahr 1992 die erste Fertigungslinie für Solarzellen mit 10 Megawatt (MW) Produktionsoutput am Standort in Betrieb, heute laufen in Alzenau vier Linien und eine fünfte befinde sich derzeit in Aufbau.


100 MW Solarzellen-Kapazität bis Ende 2005

Zum Jahresende will RWE SCHOTT Solar seine Kapazität zur Herstellung von Solarzellen auf insgesamt etwa 100 MW erweitert haben. Das Unternehmen bilde am High-tech Standort Alzenau alle Wertschöpfungsstufen ab, vom Silizium über die Solarzelle bis hin zum fertigen Solarstrommodul. So werden beispielsweise Siliziumwafer aus Foliensilizium hergestellt. Für dieses Verfahren besitzt das Unternehmen ein weltweites Patent. Die so genannte Inline-Zellfertigung enthalte eigene Entwicklungen und setze weltweit Maßstäbe.

Am Standort in Putzbrunn bei München fertigt das Unternehmen Dünnschichtmodule aus amorphem Silizium für die Gebäudeintegration und für sogenannte OEM Produkte. Das Volumen des Marktes in Deutschland für neu installierte Solarstrommodule 2004 betrug 2004 laut RWE SCHOTT Solar 360 MW, mit einem weiteren Anstieg sei zu rechnen. Die deutsche Photovoltaikbranche wachse seit 1999 im Durchschnitt um etwa 80 %.

29.08.2005   Quelle: RWE SCHOTT Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: RWE SCHOTT Solar

 

BIOHAUS feiert 20-jähriges Firmenjubiläum

BIOHAUS feiert Firmenjubiläum.
BIOHAUS feiert Firmenjubiläum.

Am 16. und 17. September feiert die BIOHAUS PV Handels GmbH mit Sitz in Paderborn nicht nur 20-jähriges Firmenjubiläum, sondern auch ihre 10-jährigen Geschäftsbeziehungen mit dem spanischen Modulhersteller Isofoton. Angefangen habe alles im Jahr 1985, als das Biohaus als "Gesellschaft für Baubiologie, umweltfreundliche Produkte, Solar- und Energiespartechnik" gegründet wurde, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
Geschäftsführer Willi Ernst sei damals im Hintergrund mit von der Partie gewesen, aktiv sei er 1988 dazu gestoßen, nachdem er einige Jahre als Aufbauhelfer in Nicaragua verbracht habe. Die dabei erworbenen Spanischkenntnisse seien sicher ein großer Vorteil beim Beginn der Geschäftsbeziehungen mit dem spanischen Modulhersteller Isofoton im Jahr 1995 gewesen.


Eigene Modulfertigung – neues Solar-Passiv-Bürogebäude

Als Exklusivvertretung in Deutschland vertritt Biohaus den spanischen Produzenten Isofoton nunmehr schon 10 Jahre erfolgreich auf dem deutschen Markt. Diese Partnerschaft sowie die steigende Nachfrage nach Solarmodulen habe 1999 zur Umstrukturierung der einzelnen Geschäftsbereiche geführt: aus dem Bereich Solartechnik ging die Biohaus PV Handels GmbH hervor. Kurze Zeit später wurden auch die Vertriebsstrukturen geändert: Biohaus fungierte von nun an ausschließlich als Großhändler. 2001 wird der Handel mit Standardprodukten und eigenkonfektionierten Komplettsystemen erweitert um die Eigenentwicklung des Systems "Biosol InDach", dessen Fertigung seit 2003 am Standort Paderborn erfolgt. Durch das kontinuierliche Wachstum des Unternehmens seien bald neue Büroräume nötig geworden. Im Jahr 2004 entstand der ÖkoPark Dören, in dem sich das neue Bürogebäude des Unternehmens befindet: ein über die Grenzen Deutschlands hinaus bekanntes Solar-Passiv-Bürogebäude, welches 13 verschiedene Solarsysteme integriert und als lebendiges Demonstrationsobjekt gilt. Schlagzeilen machte Biohaus weiter mit dem 2005 eingeführten neuen Produkt der Linie Biosol: dem Groß-Solardachziegel Biosol XXL InDach.


Jubiläumsfeier im "Zirkus Solari"

Mittlerweile beschäftigt die Biohaus PV Handels GmbH nach eigenen Angaben gut 30 Mitarbeiter. Durch zahlreiche Beteiligungen und Partnerschaften in ganz Europa bleibe das Unternehmen auf dem Wachstumskurs. Als Kompetenzzentrum für Ökologie und Systemanbieter für Photovoltaiklösungen ist das Biohaus stolz auf sein nunmehr 20-jähriges Bestehen. Zusammen mit Geschäftspartnern, Kunden und allen Freunden des Biohauses findet am 16. und 17. September eine große Jubiläumsfeier im eigens dafür geschaffenen "Zirkus Solari" statt. Also dann: "Manege frei für’s Biohaus!"

29.08.2005   Quelle: BIOHAUS PV Handels GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BIOHAUS PV Handels GmbH

 

Niedrigenergiehaus im Bestand: Leuchttürme für energiesparendes Wohnen in Ahrensburg

Durchschnittlicher Primärenergiebedarf vor und nach der Sanierung im Vergleich zum EnEV-Neubau-Standard.
Durchschnittlicher Primärenergiebedarf vor und nach der Sanierung im Vergleich zum EnEV-Neubau-Standard.

Vier Ahrensburger Backsteinhäuser aus dem Jahr 1976 setzen neue Maßstäbe im Energiesparen. Die Gebäude der Allmende Wulfsdorf e.V. werden mit innovativer Technik saniert, so dass sie jährlich nur noch 17 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter benötigen - 90 Prozent weniger als vorher und 81 Prozent weniger als ein vergleichbarer Neubau. Die Sanierung ist eines von insgesamt 20 Pilotprojekten, welche die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) bundesweit begleitet.  
"Die erfolgreichen Pilotprojekte sollen Leuchttürme sein für die ganze Region", so Felicitas Kraus, Bereichsleiterin bei der dena. Denn energetisches Sanieren senke nicht nur die Heizkosten. Es erhöhe auch den Wohnkomfort, steigere den Wert einer Immobilie und leiste einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. In den nächsten 20 Jahren müssten in Deutschland voraussichtlich 50 Prozent des Wohnungsbestandes erneuert werden. Darin stecke ein enormes Potenzial.


Holzhackschnitzelheizwerk und Sonnenkollektoren sorgen für warmes Wasser

Ziel des dena-Modellvorhabens "Niedrigenergiehaus im Bestand" ist, den Einsatz Energie sparender und wirtschaftlicher Techniken bei der Gebäudesanierung zu erproben. Die Allmende Wulfsdorf setzt vor allem auf optimale Dämmung, sehr gute Wärmeschutzverglasung und modernste Haushaltstechnik wie eine Abluftanlagen mit Außenwandluftdurchlässen und ein Holzhackschnitzelheizwerk. Sonnenkollektoren sorgen zusätzlich für warmes Wasser. "Ökologie und Umweltschutz gehören fest zu unserem Konzept", sagt Volker Spiel von der Allmende Wulfsdorf. "Deshalb war es für uns selbstverständlich, auch bei der Sanierung unserer Gebäude natürliche Ressourcen zu schonen. Wir freuen uns, wenn wir damit ein zukunftsweisendes Beispiel für die Baupraxis liefern können", so Spiel

Auch Aussehen und Umfeld der Gebäude werden nach der Sanierung kaum wiederzuerkennen sein, so die dena. Sie erhalten neue Fassaden, neue Fensterzuschnitte und ein Staffelgeschoss. Auf dem 6,5 Hektar großen Gelände der Allmende Wulfsdorf mit Badeteich, Kindergarten und Sporthalle entstehen außerdem neun neue Häuser, ebenfalls in Niedrigenergiehaus-Bauweise, sowie ein Gesundheits-, ein Künstler- und ein Dienstleistungszentrum in fünf Bestandsgebäuden. In Zukunft sollen etwa 300 Menschen in der neuen Dorfgemeinschaft wohnen und arbeiten.


Zweite Phase des Modellvorhabens läuft

Um über 100 weitere vorbildliche Sanierungen auf den Weg zu bringen, startete die dena Anfang Mai eine zweite Phase ihres Modellvorhabens. Teilnehmen können alle Gebäudeeigentümer, von der Wohnungsbaugesellschaft bis zum Einfamilienhausbesitzer, deren Gebäude vor 1979 errichtet wurden. Sie erhalten von der KfW-Bankengruppe neben einer Basisförderung aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm zusätzliche zinsgünstige Darlehen als Modellförderung.

Weitere Informationen und Antragsunterlagen zum dena-Modellvorhaben sind im Internet erhältlich unter: http://www.neh-im-bestand.de

29.08.2005   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH

 

Solvis entwickelt 5-Punkte-Fahrplan zur neuen Solar-Heizung

Solarwärme und –strom vom eigenen Dach.
Solarwärme und –strom vom eigenen Dach.

Mehr als 2,5 Millionen Hauseigentümer wollen in den nächsten zwei Jahren ihre Heizungsanlage modernisieren heißt es in einer aktuellen Umfrage des Fachschriften-Verlags, Stuttgart (Der Private Baumarkt 2005). Damit die Sanierung zum Optimum an Wärmekomfort, Energieeinsparung und Umweltentlastung führt, skizzieren die Experten des Heizsystem-Herstellers SOLVIS GmbH & Co KG fünf Schritte zur neuen Solar-Heizung.  
Zunächst gelte es, den Wärmebedarf zu ermitteln: Ein Heizungsfachmann sollte den realen Wärmebedarf des Gebäudes feststellen. Dabei beachte er vor allem die passende Auslegung der Kesselleistung. Wenn diese zu groß sei, entstünden unnötige Verluste. Bei zu geringer Dimension drohe der "Kälteschock". Außerdem berücksichtigt ein Experte den Dämmstandard des Eigenheims.


Holzpellets-Heizungen als ökologische Alternative zu Gas oder Öl

Als zweiter Schritt wird das Heizsystem ausgewählt: Geräte mit der so genannten Brennwerttechnik erreichen den höchsten Nutzungsgrad. Diese Technik gewinne mehr Wärme aus dem Brennstoff als Niedertemperatur-Brenner, weil sie auch die Abgaswärme zum Heizen nutzt. Gegenüber einem alten Heizkessel spare ein neuer Brennwertkessel zirka 30 Prozent Energie. Anschließend wird der Brennstoff ausgewählt: Bis vor wenigen Jahren war die Brennwerttechnik nur bei Gaskesseln sinnvoll nutzbar. Inzwischen gibt es ebenso leistungsstarke wie wirtschaftliche Öl-Brennwertsysteme. Holzpellets-Heizungen sind eine neue ökologische Alternative zu Gas oder Öl.


Sparen mit der Sonne – Geld vom Staat

Das Sparen mit der Sonne folgt als vierter Schritt: Eine Solaranlage senkt den Energieverbrauch zusätzlich zum neuen Kessel um bis zu 30 Prozent. Reicht das Budget noch nicht für eine Solar-Kombianlage, ist die Nachrüstung eines "Sonnenfängers", etwa anlässlich einer Dachsanierung, problemlos möglich. Last not least gibt es Geld vom Staat: Neben regionalen und länderspezifischen Förderprogrammen unterstützt der Bund Energie sparende Modernisierungsmaßnahmen. Seit Juli 2005 gibt es 135 Euro Zuschuss pro Quadratmeter Kollektorfläche - wenn die Solaranlage warmes Wasser und Wärme für die Heizung liefert. Wer seine neue Heizung über das Programm "Wohnraum Modernisieren" der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziere, zahle weniger Zinsen, betont Solvis und weist darauf hin, dass Förderanträge vor Beginn der Modernisierungsarbeiten eingereicht werden müssen.

28.08.2005   Quelle: SOLVIS GmbH & Co KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLVIS GmbH & Co KG

 

Mittelständische Wirtschaft: Politik muss Stromoligopol zur Ordnung rufen

"Der starke Anstieg der Strompreise bedroht immer mehr mittelständische Betriebe in ihrer Existenz", erklärte der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, zur aktuellen Entwicklung der Strompreise. Netznutzungsentgelte, die bis zu 50 Prozent über dem EU-Durchschnitt lägen, minderten zugleich die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Wirtschaft in Europa.  Die Bundesregierung müsse die vier großen Energieversorger wettbewerbspolitisch zur Ordnung rufen, fordert der BVMW- Präsident

Trotz der Ölpreiserhöhung auf dem Weltmarkt gebe es Spielraum für Strompreissenkungen, beton der BVMW. Das zeige sich nicht zuletzt an Sonderrabatten, die das Energieoligopol Großkunden gewähre. So könne energieintensiven Großbetrieben die Hälfte der Netznutzungsentgelte erlassen werden. Unter Wettbewerbsgesichtspunkten sei zudem die Befreiung von rund 300 Unternehmen von der Umlage für Strom aus erneuerbaren Energien fragwürdig.

"Die Lage für den deutschen Mittelstand verschärft sich zusätzlich durch das französische Konsortialmodell, das dortigen Unternehmen auf Vermittlung des Staates über Jahre günstige Stromtarife bei den staatsnahen Energieversorgern und Kommunen sichert", so der BVMW. Zu dieser Form staatlicher Beihilfen erwarte der Mittelstand klare Worte der Bundesregierung in Brüssel und eine Entscheidung des europäischen Gerichtshofs (EuGH). Deshalb gehe auch der Vorschlag von Affinerie-Chef Werner Marnette in die völlig falsche Richtung.", das französische Modell auf Deutschland zu übertragen.

28.08.2005   Quelle: BVMW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

CDU-Bundestagsabgeordnete Conny Mayer diskutiert mit Hermann Scheer über Energiewende

Anlässlich der kommenden Bundestagswahl veranstaltet der fesa e.V. eine energiepolitische Podiumsdiskussion im Schlossbergsaal des SWR Studios Freiburg. Unterstützt wird die Veranstaltung am Montag, 12. September um 20:00 Uhr, in der Kartäuserstraße 45 vom Freiburger Photovoltaik-Großhändler SolarMarkt.  Es diskutieren Dr. Hermann Scheer, SPD-Bundestagesabgeordneter und Präsident von EUROSOLAR, Hans-Josef Fell, Energieexperte der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN und Initiator des EEG, Beate Fauser, energiepolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion und Dr. Conny Mayer, CDU-Bundestagsabgeordnete und Kandidatin für den Wahlkreis Freiburg. Die Moderation übernimmt Stefan Flaig, erster Vorstand des fesa eV. Der Eintritt ist frei.

28.08.2005   Quelle: SolarMarkt GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Biokraftstoffe auf der Landwirtschaftsmesse MeLa 2005

Auf der 15. MeLa informiert die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) vom 8. bis 11. September Landwirte und interessierte Besucher über Biokraftstoffe und stellt die Fördermaßnahmen des Bundesverbraucherschutzministeriums (BMVEL) vor. Die Änderung der Agrardieselregelung und steigende Kraftstoffpreise machen laut FNR den Einsatz von Biodiesel und Pflanzenöl für Großbetriebe und kleine Unternehmen in der Landwirtschaft interessant.   Den Umstieg auf Biokraftstoffe unterstützt das BMVEL in diesem und im nächsten Jahr mit jeweils zehn Millionen Euro.


Landwirte als Kraftstoff-Produzenten

Biokraftstoffe seien nicht nur eine umweltfreundliche Alternative zu fossilen Kraftstoffen, sie böten Landwirten auch eine große Chance, neue Absatzfelder zu erschließen, betont die FNR. Die Landwirte könnten selbst Produzenten der Rohstoffe und Erzeuger von Kraftstoffen wie Biodiesel und Pflanzenöl sein. Damit bleibe mehr Wertschöpfung in der Landwirtschaft. Zudem könne der Einsatz von Biokraftstoffen im eigenen Betrieb eine kostengünstige Alternative darstellen. Rahmenbedingungen wie die Mineralölsteuerbegünstigung von Biokraftstoffen, die Änderung der Agrardieselregelung und die steigenden Kraftstoffpreise forcierten zunehmend den Einsatz von Biodiesel und Pflanzenöl.


Information und praxisnahe Maßnahmen

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe fördert die Markteinführung von Biodiesel und Pflanzenöl als Kraftstoffe: Das Förderpaket umfasst besonders praxisnahe Maßnahmen. Dazu zählen einerseits die Umrüstung von Schleppern auf Biodiesel und die Investitionen in Eigenverbrauchstankstellen für Biodiesel und Pflanzenöl. Andererseits gehören Information und Beratung von Landwirten im Hinblick auf die Herstellung und den Einsatz von Biokraftstoffen dazu. Zur Information, Beratung und Schulung von Landwirten in Mecklenburg-Vorpommern bietet die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mit Förderung durch die Fachagentur vielfältige Maßnahmen an. Außerdem können Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie Qualitätssicherungsmaßnahmen für die Pflanzenölproduktion unterstützt werden.

Auf der Landwirtschaftsmesse MeLa erhalten Besucher am FNR-Stand 248 in Halle 2 Informationen zu diesen Fördermaßnahmen und zu Biokraftstoffen. Die jüngeren Besucher können dort bei einem Quiz ihr Wissen zu nachwachsenden Rohstoffen testen.

27.08.2005   Quelle: FNR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Bundesaktion "Bürger initiieren Nachhaltigkeit" wählt erste Projekte aus

Im Rahmen der Bundesaktion wurden 13 Projekte von der Jury ausgewählt, berichtet das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) in einer Pressemitteilung. Die Bekanntgabe erfolgt während des Jahreskongresses des Nachhaltigkeitsrates am 6. September in Berlin am 6. September 2005 im Berliner Congress Center.  Es sei vorgesehen, im Frühjahr 2006 eine weitere Wettbewerbsrunde auszuloben.

Unter dem Motto "Vorbildliche Beispiele nachhaltigen Bürgerengagements gesucht" hatte die Bundesregierung im Rahmen ihrer Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie am 20. Mai 2005 erstmals die Bundesaktion "Bürger initiieren Nachhaltigkeit" gestartet. Sie wendet sich an zivilgesellschaftliche Akteure, die in ihrer Stadt, Gemeinde oder in ihrer Region wegweisende, übertragbare Beiträge zur lokalen Nachhaltigkeit leisten. Im Vordergrund stehen Netzwerkarbeiten, das heißt gemeinschaftliche Aktivitäten von Personen oder Organisationen. Die Initiative geht zurück auf eine Anregung des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Das Deutsche Institut für Urbanistik wurde mit der Durchführung der Bundesaktion beauftragt.

Am 19. August 2005 tagte erstmals die Jury zur Bundesaktion. Nach eingehender Beratung seien 13 Projekte ausgewählt und eine Reihe weiterer Projekte zur Konkretisierung ihrer Vorhaben aufgefordert worden. Die einjährige finanzielle Unterstützung erfolge über das Rahmenprogramm "Forschung für Nachhaltigkeit" aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Insgesamt hatten sich 123 Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet beworben.

Detaillierte Informationen über Ziele, Bewerbungsfristen und Vergabekriterien sind darüber hinaus abrufbar unter www.bund-bin.de oder auf dem Postwege erhältlich beim Deutschen Institut für Urbanistik; Arbeitsbereich Umwelt und Verkehr;
Straße des 17. Juni 112; 10623 Berlin; http://www.difu.de

27.08.2005   Quelle: Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Konferenz: "Klimawandel als Herausforderung für die Armutsbekämpfung"

Eine Standortbestimmung der Armutsbekämpfung und des Klimawandels nach der UN-Sondergeneralversammlung zu den so genannten Millenniumszielen und dem G8-Gipfel mit den Schwerpunkten Afrika und Klimawandel ist Ziel einer Tagung am 18. November 2005 von 9:30 bis 16:30 Uhr im Gustav-Heinemann-Haus, Bonn.   Die Diskussion soll den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Ernährungssicherheit beleuchten sowie den Handlungsbedarf in Entwicklungsländern zeigen. Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Auf der Tagesordnung stehen der Erfahrungsaustausch von deutschen und europäischen Entwicklungsorganisationen hinsichtlich ihrer Aktivität zur Anpassung an den Klimawandel, ein Austausch über die politische Rolle der Entwicklungszusammenarbeit in der Klimadebatte (z.B. durch gemeinsame Aktivitäten mit Umweltorganisationen, wie sie sich in den Niederlanden oder Großbritannien entwickelt haben) und die Formulierung von Empfehlungen und Forderungen an die nationale und internationale Klima- und Entwicklungspolitik.


Versorgung mit Nahrungsmitteln oder Trinkwasser gefährdet

Laut Germanwatch e.V. zeichnet sich immer deutlicher ab, dass der globale Klimawandel großen Einfluss auf das Lebensumfeld vieler Menschen in den Entwicklungsländern haben wird. Die Auswirkungen der globalen Temperaturerhöhung könnten sich in verschiedenen Regionen massiv auf die Versorgung mit Nahrungsmitteln oder Trinkwasser auswirken, beispielsweise durch veränderte Niederschlagsverhältnisse, oder die Zunahme beziehungsweise Intensivierung extremer Wetterereignisse. Eine wachsende Anzahl wissenschaftlich fundierter Studien belege mögliche katastrophale Auswirkungen auf Gebiete wie die Sahelzone, Küstenstreifen oder tropische Regenwälder. Der Klimawandel drohe damit, das Erreichen der von der Weltgemeinschaft verfolgten so genannten "Millennium Development Goals (MDGs)" in Frage zu stellen, selbst wenn diese in ihren jeweiligen Teilbereichen ernsthaft verfolgt werden.


Weltweit mehr Umwelt- als Kriegsflüchtlinge

Deutsche und internationale Entwicklungsorganisationen sehen in der Armutsbekämpfung den Schwerpunkt ihrer Entwicklungszusammenarbeit (EZ), so Germanwatch. Genau die Hauptzielgruppe der EZ, die armen Menschen in Entwicklungsländern, sei am stärksten vom globalen Klimawandel betroffen. Armut erhöhe die Verletzlichkeit gegenüber einem sich ändernden Klima, Wetterextremen, Überflutungen usw. Auf der anderen Seite steigere der zunehmende Klimastress die Armut von immer mehr Menschen. So berichte zum Beispiel das Internationale Rote Kreuz, dass mittlerweile es mehr Umwelt- als Kriegsflüchtlinge gebe. Zunehmende extreme Wetterereignisse könnten aber auch dazu führen, dass die Ressourcen für eine langfristige Entwicklungsarbeit immer mehr von der dann notwendigen Katastrophenhilfe absorbiert würden.


Koalitionen von Katastrophen- und Umweltorganisationen

"Die Zusammenhänge zwischen Armutsbekämpfung und den Folgen des Klimawandels scheinen daher für die Entwicklungszusammenarbeit höchst relevant", heißt es in der Kongressankündigung. In Großbritannien und den Niederlanden hätten sich bereits Entwicklungsorganisationen zu Koalitionen mit Katastrophen- und Umweltorganisationen zusammengeschlossen, um sich gezielter diesem Problem zuzuwenden. Deren Erfahrungen sollen in diese Konferenz einfließen. Anhand von Satellitenfilmen sollen wir bereits sichtbare Veränderungen in Entwicklungsländern anschaulich dokumentiert weren.


Kontakt: Sven Anemüller; anemueller@germanwatch.org; Tel. +49(0)228-60492-22; Germanwatch; Dr. Werner-Schuster-Haus; Kaiserstr. 201; D-53113 Bonn

Mehr Informationen zur "Klima-AUSBADE-Kampagne" unter
http://www.klimaausbadekampagne.de

27.08.2005   Quelle: Gemanwatch e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solar-Institut Jülich feiert 20 Jahre "Summer School Renewable Energy"

Das 20-jährige Jubiläum der Summer School Renewable Energy wird gefeiert am Freitag, den 26.08.2005. Dazu hält das Solar-Institut Jülich (SIJ) der Fachhochschule (FH) Aachen ein ganz besonderes Programm bereit. Ehemalige Teilnehmer, Referenten und Beteiligte feiern den runden Geburtstag ab 16 Uhr im Gerling-Pavillon auf dem Solar-Campus in Jülich. Rund 90 Gäste werden erwartet zu der Veranstaltung unter dem Motto "Von Innovation zu Tradition". Den Festvortrag hält Dr. Harry Lehmann, ehemals Leiter des Forschungsbereiches des Präsidenten am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, jetzt Fachbereichsleiter Umweltplanung und Nachhaltigkeitsstrategien beim Umweltbundesamt in Dessau.  Darüber hinaus geben ehemalige Referenten und Teilnehmer sowie Mitwirkende der FH Aachen und des SIJ einen Rückblick über 20 Jahre Summer School in Jülich.

In diesem Jahr findet die Summer School Renewable Energy vom 24. August bis 9. September auf dem Solar-Campus der Abteilung Jülich statt. Der zweieinhalbwöchige Sommerkurs gibt einen umfassenden Überblick über Potenziale, Technologien und Nutzungsmöglichkeiten erneuerbarer Energien sowie die rationelle Energieverwendung. Fächerübergreifend richten sich die Fachvorträge, Übungen, Exkursionen und Projektarbeiten an Studierende aller Fachrichtungen ab dem vierten Semester. Vormittags stehen Fachvorträge aus Lehre, Forschung und Industrie auf dem Programm und zur praktischen Vertiefung des theoretischen Wissens werden beispielhaft Solaranlagen ausgelegt und aufgebaut. Verschiedene Exkursionen runden die Sommerschule ab und führen unter anderem zu einer Produktionsanlage für PV-Module, zur Fortbildungsakademie Mont-Cenis in Herne und zum Forschungszentrum Jülich.

Eine Besonderheit der "Summer School 2005" ist die "Zukunftswerkstatt Energie 3000". Visionen und Ideen der Teilnehmer werden dabei in Form von Gruppenarbeiten weiterentwickelt, die im Zusammenhang mit der künftigen Energie- und Umweltsituation auf der Erde stehen. Die Ergebnisse werden von namhaften Experten begutachtet und mit Buchpreisen ausgezeichnet.

26.08.2005   Quelle: FH Aachen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarstrom: Phönix SonnenStrom AG weiht ersten Bauabschnitt einer 5,3-MW-Anlage ein

Solarkraftwerk im bayerischen Miegerbach.
Solarkraftwerk im bayerischen Miegerbach

Die Phönix SonnenStrom AG hat am 19.08.2005 die ersten zwei Megawatt einer bodenmontierten SonnenStrom-Großanlage im bayerischen Miegersbach eingeweiht. Die Bundestagsabgeordnete Gerda Hasselfeldt, stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende und im Kompetenzteam von Angela Merkel zuständig für Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Umwelt, beglückwünschte das Unternehmen aus Sulzemoos bei München zu diesem Vorzeigeprojekt, berichtet die Phönix SonnenStrom AG in einer Pressemitteilung.
 
Auf einer Fläche von über 56.000 Quadratmetern hat das Unternehmen 11.616 Solarmodule montiert, die seit Ende Juni Strom erzeugen und diesen in das Stromnetz der E.ON einspeisen. Nach Fertigstellung der gesamten Anlage Ende diesen Jahres werde das Sonnenkraftwerk mit einer Spitzenleistung von 5,3 Megawatt zu den weltweit größten Anlagen zählen.


CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende betont Bedeutung der Planungssicherheit für die Solarbranche

Gerda Hasselfeldt habe in ihrer Rede erläutert, dass das starke Wachstum des deutschen Solarmarktes die Technologieführerschaft Deutschlands stärke und enorme Exportchancen für die Wirtschaft eröffne. Die Weichen für die Förderung der erneuerbaren Energien habe das Stromeinspeisegesetz der unionsgeführten Regierung Anfang der 90er Jahre gestellt. Das Publikum habe ihre Aussage "zu unserem Ziel der Förderung der erneuerbaren Energien stehen wir auch weiterhin" mit spontanem Applaus gewürdigt, so die Phönix SonnenStrom AG. Wichtig sei der Unionspolitikerin Planungssicherheit für alle Akteure. "Die Förderung der Erneuerbaren muss jedoch regelmäßig auf die Ziele einer nachhaltigen Energiepolitik - Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit - hin überprüft werden. Für bestehende Photovoltaikanlagen besteht selbstverständlich Bestandsschutz“, so die Unionspolitikerin.


Sonnenpark als geschlossener Solarfonds aufgelegt

Der Odelzhausener Bürgermeister Konrad Brandmair, auf dessen Gemeindegebiet die Miegersbacher SonnenStrom Anlage steht, erläuterte den Zuhörern die Genehmigungsschritte, die ein solches Projekt mit sich bringt. Er sprach von einer "rekordverdächtigen und sehr reibungslosen Abwicklung". Dr. Klaus Wolf, Mitglied der Geschäftsleitung der KG Allgemeine Leasing GmbH & Co. (KGAL), freute sich als Vertreter des Fondsinitiators besonders über die erste Investition seines Unternehmens in die Zukunftstechnologie Photovoltaik. Die KGAL zählt laut Phönix SonnenStrom AG europaweit zu den größten Finanzdienstleistern, und finanziere Projekte wie zum Beispiel die Allianz Arena, gewerbliche Immobilien, Flugzeuge und Containerschiffe. Der Sonnenpark Miegersbach sei als geschlossener Solarfonds aufgelegt und werde Anlegern als Beteiligung angeboten. Als großen Erfolg wertete Wolf die kurze Bauzeit von nur sieben Wochen für die ersten beiden Megawatt. "Ich freue mich auf weitere Solarprojekte und eine erfolgreiche langfristige Kooperation mit der Phönix SonnenStrom AG", so Wolf.


Bauernverband fordert Fortführung der bisherigen Energiepolitik

Der Vertreter des Bauernverbands, Anton Kreitmair, machte deutlich, dass die Landwirte allen erneuerbaren Energien aufgeschlossen gegenüber stünden. Er freue sich, dass mit der Photovoltaik die unerschöpfliche Energie der Sonne genutzt werde und die Solarenergie den Landwirten eine Einkommensalternative böte. Die Anlage in Miegersbach sei ein positives Beispiel für eine Freiflächen SonnenStrom Anlage, das sich sehr gut in die Landschaft einfüge. An die Adresse der anwesenden Politiker gewandt sagte er: "Ich erwarte von allen Parteien die Fortführung der bisherigen Energiepolitik".

Dr. Roderich Zauscher, Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz sagte: "Wir befinden uns am Ende des fossilen Zeitalters und es ist an der Zeit, sich auf den Ausbau der regenerativen Energien zu konzentrieren". Dabei sei die Solarenergie der effizienteste Weg alternativer Energiegewinnung. "Mit dem Anbau von Raps z.B. benötigt man die 50-fache Fläche, um denselben Energieertrag zu erreichen“, führte Zauscher aus.


Gesamtleistung der Miegersbacher Anlage entspricht dem PV-Markt von 1995

Der Vorstandsvorsitzende der Phönix SonnenStrom AG, Dr. Andreas Hänel, zitierte eine Studie der Landesbank Baden-Württemberg, welche die Photovoltaik auf dem Weg in eine etablierte Industrie sehe, mit einem weltweiten Umsatzvolumen von 6,3 Milliarden Euro, und deren Wirtschaftlichkeit in wenigen Jahren erreicht sei. Grundstein für die bisherige rasante Entwicklung der Photovoltaik sei das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gewesen. Dieses erfolgreiche deutsche Markteinführungsprogramm würde inzwischen als Exportschlager in mehr als 40 Ländern kopiert. Um das Wachstum des deutschen Marktes zu verdeutlichen, erklärte Hänel, dass die Miegersbacher Anlage Ende des Jahres mit einer Spitzenleistung von 5,3 Megawatt über genau dieselbe Leistung verfügen wird, wie der gesamte deutsche Photovoltaikmarkt im Jahr 1995.

26.08.2005   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phönix SonnenStrom AG
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Bundesaußenminister Fischer beeindruckt von der Entwicklung der SMA Technologie AG

Joschka Fischer besucht SMA.
Joschka Fischer besucht SMA.

Bundesaußenminister Joschka Fischer informierte sich am 22.08.05 bei der SMA Technologie AG (Niesetal), Technologieführer im Bereich systemtechnischer Komponenten für Solarstromanlagen (Wechselrichter und Anlagenüberwachung), über neue Techniken und zukunftsweisende Projekte. Der ehemalige Umweltminister Hessens habe sich beeindruckt gezeigt von der rasanten Entwicklung der SMA, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 

Die SMA Technologie AG sei "das beste Beispiel dafür, dass die erneuerbaren Energien nicht nur in der Umweltpolitik eine zentrale Rolle spielen, sondern darüber hinaus zahlreiche Arbeitsplätze schaffen", so Fischer.


Energie-Hunger und explodierende Preise für fossile Rohstoffe

Fischer betonte, dass - neben einer Verbesserung der Arbeitsmarktsituation in Nordhessen - der weitere Ausbau der Photovoltaik weltweit unter zwei Gesichtspunkten zu befürworten sei: Zum Einen sei der "Energie-Hunger" der Weltbevölkerung immens, besonders von China oder Indien. Zum Anderen sprächen die explodierenden Preise für fossile Rohstoffe wie Öl und Gas für ein weiteres Vorantreiben der Nutzung erneuerbarer Energien. Fischer nannte es vorbildlich, wie es der SMA im Geschäftsbereich "Innovative Energiesysteme" und in enger Kooperation mit dem Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) gelungen sei, beispielsweise zugeschnittene Leistungselektronik-Lösungen für innovative Brennstoffzellensysteme zu entwickeln.


Senkung der jährlichen EEG-Einspeisevergütung wichtig für den Erfolg der Photovoltaik

Diskutiert wurde auch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die Einführung des EEG hat laut SMA-Vorstand Günther Cramer den Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich vorangetrieben. Deutschland sei weltweit führend und habe im Bereiche der Photovoltaik inzwischen sogar Japan überflügelt. "Wir dürfen jetzt in unseren Bestrebungen nicht nachlassen, sonst verliert Deutschland seine herausragende Stellung," warnte Cramer. Einigkeit zwischen Außenminister Fischer und Vorstand Cramer habe auch darüber geherrscht, dass alle anderen Fördermodelle nicht den gewünschten Erfolg gehabt hätten. Laut Fischer ist die Degression der jährlichen Fördersätze ein wichtiger Punkt für den Erfolg der Photovoltaik, denn nur über Kostensenkungen in der Produktion sei deren Ausbau möglich - und eine weitere Förderung vertretbar. Die Regelung der Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien schaffe so einerseits Anreize zur Nutzung dieser finanziellen Rahmenbedingungen, andererseits setze die kontinuierliche Senkung der Vergütung ein wichtiges Signal zur weiteren Verringerung der Anlagenkosten, wie dies in den letzten Jahren bereits gelungen sei, heißt es in der SMA-Pressemitteilung. Als erster Anbieter eines Serienwechselrichters im deutschen Markt, habe die SMA Technologie AG schon in der Vergangenheit durch zahlreiche innovative Entwicklungen und eine zunehmende Produktionsmenge den spezifischen Preis für Wechselrichter senken können. Dabei sei innerhalb der letzten zehn Jahre, schrittweise mit jedem neuen Gerätetyp, eine Reduktion um mehr als 50 % erreicht worden.

26.08.2005   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Quelle: SMA Technologie AG
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München: Green City lobt erstes Solar-Megawatt der GEWOFAG

Münchner GEWOFAG realisierte 1. Solar-MW.
Münchner GEWOFAG realisierte 1. Solar-MW.

Auf insgesamt 19 Dächern hat der Verein Green City e.V. mit der Gemeinnützigen Wohnungsfürsorge AG (GEWOFAG) in München Solarstromprojekte mit einer Leistung von rund einem Megawatt (MW) realisiert. Das berichtet Green City in einer Pressemitteilung. Insgesamt können mit dieser installierten Leistung laut Green City 300-400 Haushalte über 25 Jahre lang mit ökologischem Strom versorgt werden.
 
Anlässlich des ersten "Solar-Megawatts" überreichte Green City den GEWOFAG Aufsichtsratsmitgliedern und Stadträten Christian Amlong (SPD) und Johann Altmann (CSU) sowie dem technischen Prokuristen Sigismund Mühlbauer ein Solarmodul. "Wir wollen damit vor allem die sehr konstruktive Zusammenarbeit der letzten Jahre hervorheben“, so Green City-Geschäftsführer Thomas Prudlo.


Solarpark 2005 bereits gezeichnet – Umwelt-Genuss-Schein für München kommt

Wie die Vorgängerprojekte, sei auch der Solarparks 2005 als solare Bürgerbeteiligungsanlage auf sehr großes Interesse gestoßen, berichtet Green City, alle Anteile seien bereits gezeichnet. Rund 40 Bürger hätten wiederum binnen 14 Tagen knapp eine halbe Million Euro Eigenkapital eingebracht. Derzeit werde auf allen Dächern gebaut: "Insbesondere auf die Anlagen am Schulmeierweg an der Lindauer Autobahn freuen wir uns, weil damit täglich zehntausende Autofahrer diese zu Gesicht bekommen“, meint Thomas Prudlo. "Und wir hoffen natürlich, dass wir mit der GEWOFAG im Herbst nochmals einen Solarpark realisieren können", so Prudlo weiter. Daneben werde die neu gegründete Green City Energy GmbH ihr Geschäftsfeld ausbauen und in Kürze einen Umwelt-Genuss-Schein auflegen, mit dem Projekte in anderen Bereichen und Dimensionen realisiert werden sollen.

26.08.2005   Quelle: Green City e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Green City e.V.

 

Flut in Bayern: Greenpeace kritisiert Schröders Klimapolitik

Die Umweltorganisation Greenpeace wirft Bundeskanzler Gerhard Schröder und der SPD anlässlich der Flut in Bayern Widersprüchlichkeit vor: Der Kanzler wolle zwar die "natürlichen Lebensgrundlagen schützen" und lasse Umweltminister Jürgen Trittin erneut mehr Klimaschutz einfordern. Doch gleichzeitig setze die SPD massiv auf Braun- und Steinkohle, deren Verbrennung durch den hohen Kohlendioxid-Ausstoß maßgeblich zum Klimawandel beitrage, heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung.  "Schröders Klimaschutzpolitik ist nicht aufrichtig", sagt Greenpeace- Klimaexperte Karsten Smid. "Der Kanzler steht für eine Politik, die den Interessen der Kohle dient, statt das Klima zu schützen", so Smid weiter.


"Kanzler und Wirtschaftsminister hofieren die deutsche Kohle"

Bei dem EU-Gipfel im März dieses Jahres sei auf Initiative von Schröder das langfristige Klimaschutzziel aus der Erklärung gestrichen worden, nach dem der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 um 80 Prozent verringert werden sollte, kritisiert Greenpeace. In der deutschen Klimaschutzpolitik habe der Kanzler wiederholt mit Wirtschaftsminister Wolfgang Clement und SPD-Chef Franz Müntefering die deutsche Kohle hofiert. "Schröder hat eine klimafeindliche Verkehrspolitik betrieben und die Autoindustrie nicht auf einen niedrigeren Verbrauch ihrer Autoflotte verpflichtet. Daneben hat er an einer ungerechten Bevorzugung vom Energiekonzern RWE bei der Zuteilung von Emissionsrechten mitgewirkt", so Greenpeace.


"Klimawandel ist schneller als die Politik"

Die wiederholte Forderung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), das Kyoto-Protokoll zum Schutz des Klimas aufzugeben und auf freiwillige Abkommen zu setzen, torpediert nach Ansicht von Greenpeace einen wirksamen Klimaschutz. "Das Kyoto-Protokoll ist der einzige Weg für eine Senkung von Treibhausgasen", betonen die Umweltschützer. "Der Klimawandel ist schneller als die Politik. Was Regierung und Industrie seit Jahrzehnten an Klimaschutzpolitik versäumt haben, müssen die Menschen jetzt ausbaden“, sagt Smid. Trauriges Beispiel seit der bayerische Ort Eschenlohe. Zwar sei nach der letzten Flut ein Hochwasserschutz gebaut worden, doch sei dieser nur auf die maximale Pegelhöhe des Hochwassers von 1999 ausgelegt worden. Der sei aber bei dem jetzigen Hochwasser wieder überschritten worden. "Dass wir in Europa mitten im Klimawandel sind, blieb bei der Auslegung der Deichhöhe unberücksichtigt. Die Millionen-Ausgaben für den Hochwasserschutz sind oft für die Katz, weil der notwendige Klimazuschlag nicht berücksichtigt wurde“, so Smid.


"Jeder Euro für erneuerbare Energien erspart uns ein Vielfaches an Kosten für Klimaschäden"

Greenpeace fordert ein Investitionsprogramm für Klima-Anpassungsmaßnahmen und für den Ausbau von Erneuerbaren Energien aus Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme und Biomasse. "Jeder Euro für klimafreundliche erneuerbare Energien erspart uns ein Vielfaches an Kosten für Klimaschäden. Und die Investitionen schaffen auch eine Menge Arbeitsplätze“, sagt Smid.

25.08.2005   Quelle: Greenpeace e. V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Hochwasser und Klimaschutz: Online-Ratgeber helfen, den CO2-Ausstoß zu senken

Klima-Experten sind sich einig: Kohlendioxid-Emissionen gelten als wesentlicher Mitverursacher für den Klimawandel, wie jüngst in Süddeutschland sichtbar: "Leider muss der Klimawandel erst deutlich spürbar werden, bevor der Einzelne aktiv wird und über die Einsparung von Kohlendioxid-Emissionen nachdenkt. Dabei kann der Leidensdruck nicht hoch genug sein", erklärt Prof. Dr. Wolfgang Seiler vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung in Garmisch-Partenkirchen.
 
Für den Klima-Experten steht fest: "Um die Klimaänderung und ihre heute schon deutlich sichtbaren Folgen noch einigermaßen in den Griff zu bekommen, müssen wir unsere Anstrengungen im Klimaschutz erheblich steigern", so Seiler.


Kampagne stellt kostenlosen Service für Energiesparen und Klimaschutz zur Verfügung

Die Kampagne "Klima sucht Schutz" berät kostenlos über vielfältige Aspekte des Energiesparens und des Klimaschutzes. Sie wendet sich mit ihrem Angebot an private Haushalte, Handel und Gewerbe. Ein erfolgreiches Instrument sind hierbei die sechs Online-Ratgeber der Kampagne. Unter www.klima-sucht-schutz.de kann jeder Benutzer innerhalb weniger Minuten und kostenlos in Erfahrung bringen, wie er mit energiesparenden Modernisierungsmaßnahmen an seinem Haus die CO2-Emissionen verringern kann.


Umfangreiche Einsparpotenziale privater Haushalte beim Heizen und Stromverbrauch

Das Angebot wird rege genutzt: "Wir haben in nur 13 Monaten bereits mehr als 300.000 Online-Beratungen abgeschlossen," erklärt Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer der gemeinnützigen co2online GmbH und Projektträger der BMU-geförderten Klimaschutzkampagne, und sieht weiteren Bedarf: "Private Haushalte tragen beim Heizen und Stromverbrauch mit jährlich 120 Millionen Tonnen CO2 erheblich zum Deutschen Gesamtausstoß in Höhe von 840 Millionen Tonnen bei. Hier gibt es umfangreiche Einsparpotenziale, die wir aufzeigen und erschließen wollen" so Hengstenberg. Unterstützt wird die Kampagne dabei von über 430 Portalpartnern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien, darunter ImmobilienScout24, GASAG, Grundfos, T-Online, ZDF WISO und der Solarserver.


Kostenlose Heizgutachten für Eigentümer und Mieter

Als weiteres Angebot erstellt co2online kostenlose Heizgutachten für Eigentümer und Mieter, die eine Einschätzung des eigenen Heizenergieverbrauchs und Kosten ermöglicht. Die schriftliche Auswertung enthält neben einer fachlichen Stellungnahme Empfehlungen für nächste Schritte und nennt Ansprechpartner vor Ort. Informationen über die Heizgutachten und zur Kampagne erhalten Interessierte kostenlos unter der Telefonnummer: 0800 - 3874669.
Die Klimaschutz-Ratgeber auf dem Solarserver: http://www.solarserver.de/service/Online-Ratgeber_CO2-Minderung.html

25.08.2005   Quelle: co2online GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Conergy: SunTop III verkürzt Montagezeiten für Solardächer um bis zu 40 Prozent

Quickstone-Technologie.
Quickstone-Technologie.

Die neue Generation des "SunTop III"-Gestellsystems von Conergy (ISIN DE 00060 40025) vereinfache die Montage von Solarstromanlagen erheblich, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die neuartige Quickstone-Verbinder-Technologie und ein flexibles Teleskop-Endstück sorgten dafür, dass die patentierten Aluminium-Grundschienen sekundenschnell und passgenau auf unterschiedlichsten Hausdächern justiert werden können.
 
Damit entfalle das milimetergenaue und zeitaufwändige Zuschneiden, was die Montagezeit von Solarsystemen erheblich verkürze und somit Kosten spare.

Mit einem Absatz von mehr als 100 Megawatt zählt das SunTop-Gestellsystem laut Conergy zu den weltweit meistverkauften Photovoltaik-Befestigungssystemen. Bei der Weiterentwicklung profitierten Installateure von den Erfahrungen der Conergy-Ingenieure, die sie seit 1993 bei der Befestigung von Solarsystemen auf vier Kontinenten sammeln. Mit Gestellsystemen von Conergy könnten nahezu alle gerahmten Photovoltaik-Module problemlos auf Schrägdächern von Alt- und Neubauten mit beliebiger Eindeckung installiert werden. Für den Ausbau der weltweiten Marktanteile seien die Produktionskapazitäten der Fertigungs- und Lagerhallen am Standort Rangsdorf bei Berlin weiter kräftig ausgebaut worden.


Produktionsausbau: Montagesysteme für Solarstromanlagen mit 140 Megawatt Leistung

"Dank unseres Know-how-Vorsprungs in der Solartechnik zählen wir bereits heute zu den am stärksten wachsenden Arbeitgebern in Brandenburg. Bis zum Jahresende werden wir unsere Produktion modernster Montagesysteme auf ein Volumen von mehr als 140 Megawatt solarer Leistung steigern. Damit bauen wir unsere weltweiten Marktanteile in dieser Schlüsseltechnologie für einen intelligenten Energiemix auf über 10 Prozent deutlich aus“, erklärt Gido Genschorek, Director Mechanical Production und Standortleiter der Conergy AG in Rangsdorf.


"SunTop III wird das Befestigen von Solarsystemen revolutionieren"

Die neue Generation modernster Befestigungstechnik von Conergy biete Installateuren entscheidende Vorteile für die Aufdachmontage von Solarmodulen auf Schrägdächern, so das Unternehmen. Der so genannte Quickstone ersetzt die bisherige Hammerkopfschraube und Hammerkopfgewindeplatte und senke den Montageaufwand auf dem Dach auf ein Minimum. Die Profilmutter sei ein wahres Multitalent und einsetzbar zur Befestigung von Dachhaken, Stockschrauben, Modul- und Modulendhaltern. Ein weiterer Vorteil des Quickstones: Zur Montage auf dem Dach werde nur noch eine Inbus-Sechskantschlüssel benötigt. Insgesamt zeichnee sich das SunTop III durch einen sehr hohen Grad an Vormontage aus und eine detaillierte Montageanleitung ermögliche eine reibungslose Installation. "Die am solaren Weltmarkt einzigartige Quickstone-Technologie in Verbindung mit der Teleskopschiene des SunTop III wird das Befestigen von Solarsystemen revolutionieren. Unsere Erfahrungen aus zahlreichen Testmontagen zeigen, dass sich die Montagezeiten mit dem neuen SunTop III um bis zu 40% reduzieren", erklärt Gido Genschorek.

Die neuartige Verbinder-Technologie ermöglicht laut Conergy ein problemloses flexibles Befestigen von Modulen auf der Gestellschiene. Uneingeschränkte Flexibilität werde auch gewährleistet durch den Einsatz von Teleskop-Gestellschienen. Teleskop-Endstücke werden am Ende einer Modulreihe mit der Gestellschiene verbunden und ermöglichen so einen optisch sauberen und millimetergenauen Abschluss einer Schienenreihe bei beliebiger Modulkonfiguration. Ein oft umständliches Hantieren und Zuschneiden von langen Gestellschienen falle damit weg. Zudem vereinfache die neue Teleskop-Technologie die Logistik enorm: Das spare Zeit bei der Planung und auf dem Dach. Die Auftragsabwicklung werde effizienter, und neben den Kosten reduziere sich auch die Liefer- und Montagezeit deutlich.


Vorkonfektionierte und anwenderspezifische Lösungen

Das Produktspektrum reicht von vorkonfektionierten und teilweise vormontierten Gestellen bis hin zu anwenderspezifischen Lösungen für Endkunden. SunTop III Grundschienen sind in verschiedenen Größen erhältlich und lieferbar in den Längen 0,6 m, 1,2 m, 1,8 m, 2,4 m, 3,0 m und 6,0 m. Das Gestellsystem von Conergy erfüllt laut Hersteller höchste Anforderungen in punkto Technik, Optik und Qualität. Alle Bestandteile werden aus Aluminium und Edelstahl gefertigt und garantieren damit lange Haltbarkeit, hohe Korrosionsbeständigkeit und vollständige Wiederverwertbarkeit. Auf die Haltbarkeit der verwendeten Materialien gibt Conergy eine Garantie von 10 Jahren. Auf Wunsch verfügt das SunTop III über eine prüffähige Statik und erfüllt so eine Anforderung zur Beantragung einer Baugenehmigung. Die Belastbarkeit des Systems entspreche der DIN 1055, so Conergy.

25.08.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG
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Evergreen Solar erzielt Rekordumsatz

Quickstone-Technologie.
Quickstone-Technologie.

Evergreen Solar, Inc. (Nasdaq: ESLR), Entwickler der kostengünstigen String Ribbon™ Wafer-Technologie, gab am 23.08.2005 die Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2005 bekannt, das am 2. Juli endete. "Während des zweiten Quartals verfuhr Evergreen Solar weiterhin nach Plan. Das Unternehmen erzielte solide finanzielle Ergebnisse und machte signifikante Fortschritte mit seinem EverQ-Projekt. In diesem Quartal erreichten wir Rekordumsätze – und haben dennoch kontinuierlich an der Weiterentwicklung unserer Technologien gearbeitet", sagte der Vorstandsvorsitzende und CEO Richard M. Feldt.
 
"Wir haben weiter eng mit Q-Cells zusammengearbeitet, und beträchtliche Fortschritte im Aufbau unserer hochmodernen 30-Megawatt-Produktionsanlage in Thalheim, Sachsen-Anhalt, gemacht" sagte Feldt. "Während des Quartals schloss EverQ die Planungsphase erfolgreich ab, und bekam den Bescheid, dass die Deutsche Regierung das Bauvorhaben mit 27,5 Millionen Euro bezuschusst. Im Juli erfolgte der erste Spatenstich. EverQ stellte seine ersten Test-Wafer in Deutschland her, und Evergreen und EverQ trafen ein Silikonabkommen, das den gemeinsamen Bedarf an Silikon für die kommenden 18 Monate sicherstellen sollte", so Feldt.


Umsatz wächst um 135%

Für das am 2. Juli 2005 endende Quartal beliefen sich die Produkterlöse laut Evergreen Solar auf 10,7 Millionen US-Dollar, eine Steigerung von 135% bezogen auf die Erlöse von 4,5 Millionen US-Dollar des Vorjahresvergleichszeitraumes. Die Ergebnisse des zweiten Quartals von Evergreen Solar weisen nach Unternehmensangeben eine positive Bruttomarge von 6,2 % aus. Im Vergleich dazu sei im zweiten Quartal des Vorjahres eine negative Bruttomarge von 102 % erzielt worden. Der den Aktionären zuzuschreibende Nettoverlust belaufe sich für den diesjährigen Zeitraum auf 4,5 Millionen US-Dollar oder 0,07 US-Dollar pro Aktie, gegenüber einem Nettoverlust von 9,2 Millionen US-Dollar oder 0,44 US-Dollar pro Aktie im zweiten Quartal 2004. Im zweiten Quartal 2005 wurden nach Angaben des Unternehmens zirka 61 Millionen Aktien (gewichteter Durchschnitt) in Umlauf gebracht. Die Ergebnisse je Aktie des zweiten Quartals 2004 basierten auf rund 20,8 Millionen Aktien (gewichteter Durchschnitt).

25.08.2005   Quelle: Evergreen Solar Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG

 

Erneuerbare Energien: NABU startet Kampagne "Kein Weg zurück!"

NABU-Motiv gegen Atomenergie
NABU-Motiv gegen Atomenergie.

Unter dem Motto "Kein Weg zurück!" beginnt der Naturschutzbund NABU am 25.08.2005 eine bundesweite Kampagne für erneuerbare Energien und gegen einen Richtungswechsel in der Energiepolitik. Zu diesem Zweck werden laut NABU in mehr als 3000 Kneipen in 15 deutschen Metropolen – von Hamburg über Leipzig bis München – kostenfreie Postkarten ausgelegt. "Motive, die so gar nichts mit dem Thema zu tun haben, machen deutlich, wie rückwärtsgewandt eine Abkehr von Erneuerbaren Energien wäre", heißt es in der NABU-Pressemitteilung.
 

Ob Elfmeter oder Einschulung – irgendwann werde klar, dass es keinen Weg zurück gebe.

Diejenigen erreichen, die sich bisher wenig mit den Erneuerbaren auseinandergesetzt haben.


"In Zeiten, in denen ökologisch wegweisende Entscheidungen wie die Energiewende in Frage gestellt werden, ist es wichtig Zeichen zu setzen", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Die Botschaft sei klar: Kein Cent weniger für erneuerbare Energien – kein Tag mehr für Atomkraftwerke. In der Kampagne gehe es aber nicht nur um die Frage, ob etwa Windenergie mehr oder weniger gefördert werden soll. Mit der Aktion sollen vor allem auch diejenigen erreicht werden, die sich bisher wenig mit diesem Thema auseinandergesetzt haben.


"Kürzungen bei den Erneuerbaren lassen Deutschland in die energiepolitische Steinzeit zurückfallen"

"Energiepolitisch ist in den vergangenen Jahren eine Richtungsentscheidung getroffen worden: Weg von der Atomkraft und fossilen Energieträgern, hin zu Effizienz und Erneuerbaren Energien. Das hat unserem Land auch einen Innovationsschub gegeben, von dem es keinen Weg zurück geben darf", so Tschimpke. Wer hingegen über Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke und Kürzungen bei den Erneuerbaren rede, lasse Deutschland in die energiepolitische Steinzeit zurückfallen.

Der NABU werde sich daher verstärkt in die aktuelle Debatte über die Richtung in der Energiepolitik einmischen. Dazu beitragen sollen auch die zahlreichen Orts- und Kreisgruppen des NABU, welche die Kampagne auf regionaler Ebene unterstützen.

25.08.2005   Quelle: NABU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: NABU
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Hans-Josef Fell zum Hochwasser in Bayern: "Hauptursache ist die Klimaveränderung"

"Wir brauchen endlich eine schnelle Umstellung auf Erneuerbare Energien", erklärte Grünen-MdB Hans-Josef Fell aus Hammelburg zum Hochwasser in Bayern. Der wirksamste langfristige Hochwasser- und Klimaschutz sei die möglichst schnelle und vollständige Umstellung auf Erneuerbare Energien, so Fell, Sprecher für Forschung und Technologie der grünen Bundestagsfraktion.   Die Hochwasserereignisse, Dürreperioden und Hitzewellen würden häufiger eintreten und heftiger ausfallen, warnen laut Fell die Klimaforscher schon seit über 20 Jahren. In den derzeitigen Wetterextremen sei bereits die Realität des Klimawandels zu erkennen. "Die aktuellen Hochwasser in Bayern, Österreich, Schweiz und Rumänien und die lang anhaltenden Dürre und Hitze in Spanien und Portugal sollten uns Menschen doch endlich zur Umkehr bringen", appelliert Fell.


Forderungen des BDI, die Kyoto-Ziele aufzugeben, sind "verantwortungslos"

Die Nutzung der fossilen Energieträger Kohle, Erdöl und Erdgas sei für über 80 Prozent aller schädlichen Klimagase in der Luft verantwortlich, betont Fell. Hingegen seien die erneuerbaren Energien Sonne, Wind, Wasser und Erdwärme weitgehend emissionsfrei oder als Bioenergien emissionsneutral. "Mich erschrecken die verantwortungslosen Forderungen des BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie), die internationalen Kyoto-Klimaschutz-Ziele aufzugeben", so Fell. Die angeblich für die Wirtschaft schädlichen Mehrkosten für den Klimaschutz seien "eine Winzigkeit" gegenüber den volkswirtschaftlichen Schäden. Dies führten die aktuellen Wetterextreme mit immensen Schäden in aller Deutlichkeit vor Augen. "Wir brauchen eine Beschleunigung der umfassenden rot-grünen Politik für erneuerbare Energien, statt einer unverantwortlichen Ausbremsung durch Union und FDP, die unter anderem die Abschaffung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) anstreben", fordert Fell.


Die Reduktion des Verbrauchs von Erdöl, Erdgas und Kohle reichten nicht mehr als Klimaschutzziele aus, da sie eine zwar verringerte, aber doch zu hohe zusätzliche neue Freisetzung von CO2 in die Atmosphäre bedeuteten, so Fell. Mit den heutigen 380 ppm CO2 in der Atmosphäre sei die Belastung bereits um 100 ppm höher, als vor der industriellen Entwicklung der Welt. "Dieser Entwicklung muss schnellstmöglich Einhalt geboten werden, zum Schutz vor weiterer Klimaveränderung und zunehmenden Wetterextremen", so Fell.

24.08.2005   Quelle: Hans Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Größte Solarstromanlagen der Schweiz installiert

1-MW-Solarstromanlage bei Genf
1-MW-Solarstromanlage bei Genf

Am Ufer der Rhône bei Genf wurde in diesem Sommer die größte Solarstromanlage der Schweiz gebaut. Die Freilandanlage hat eine Leistung von einem Megawatt (MW). Betreiber des größten Schweizer Solarkraftwerks sind die Genfer Stadtwerke SIG (Service Industriels de Genève).  Auf einer Fläche von 16.000 Quadratmetern installierte das Unternehmen insgesamt 6.000 monokristalline Solarmodule. Acht Wechselrichter vom Typ SolarMax 125 des Schweizer Herstellers Sputnik Engineering AG wandeln ihren Gleichstrom in Wechselstrom um. Die Geräte haben eine Nennleistung (AC) von je 100 Kilowatt.
Die Solarstromanlage solle jedes Jahr rund eine Gigawattstunde Energie produzieren (1 GWh = 1 Million Kilowattstunden).

Die Stadtwerke Genf verkaufen Strom aus Erdgas, Photovoltaikanlagen, Wasserkraft und der Abfallverwertung. Im Vergleich zum Erdgas werde für den Solarstrom ein Aufpreis von 8 Rappen (rund 5 Eurocent) pro Kilowattstunde erhoben, berichtet die Sputnik Engineering AG in einer Pressemitteilung. Durch den Verkauf des Ökostroms werde auch die Solarstromanlage bei Genf finanziert. Denn Fördermittel oder eine erhöhte Einspeisevergütung erhalte der Stromanbieter nicht. Insgesamt kostete das Solarkraftwerk 7,5 Millionen Schweizer Franken (rund 4,8 Millionen Euro). Am 21. September soll die Anlage eingeweiht werden.


Sonnenstrom für das Fußballstadion

Erst im Mai war die bis zu diesem Zeitpunkt größte Schweizer Solarstromanlage in Bern in Betrieb genommen worden. Das 850-Kilowatt-System wurde in das Dach des Fußballstadions "Stade de Suisse" integriert. Bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 will sich die Arena einem Millionenpublikum präsentieren. Auch bei dieser Solarstromanlage kommen Wechselrichter der Sputnik Engineering AG zum Einsatz – insgesamt sind es sieben Geräte vom Typ SolarMax 125. "Das Preis-Leistungsverhältnis der Sputnik-Wechselrichter hat uns einfach überzeugt", sagte Antonio Sommavilla, Unternehmenssprecher des Betreibers BKW FMB Energie AG, bei dem es sich ebenfalls um ein Energieversorgungsunternehmen handelt.

Für die Berner Anlage wurden insgesamt 5.000 polykristalline Solarmodule verbaut. Das System kostete 7 Millionen Schweizer Franken (rund 4,5 Millionen Euro). Auch hier werden die Kosten über den Verkauf von Ökostrom gedeckt. Der Aufpreis auf den normalen Strompreis beträgt laut Sputnik Engineering 80 Rappen (rund 51 Eurocent) pro Kilowattstunde. Wenn Energie der ersten Ausbaustufe verkauft ist, soll das Kraftwerk auf 1,3 Megawatt ausgebaut werden– ein weiterer Rekord kündigt sich an.

24.08.2005   Quelle: Sputnik Engineering AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Service Industriels de Genève (SIG)
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TAUBER-SOLAR 6 GmbH erhält Freigabe der BaFin

Solarkraftwerk der TS 1 GmbH mit 494 kWp
Solarkraftwerk der TS 1 GmbH mit 494 kWp

Der Businessplan der Bürgerbeteiligung TAUBER-SOLAR 6 GmbH entspricht den Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und wurde durch die Behörde genehmigt.  Das berichtet die Tauber-Solar Management GmbH in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen mit Sitz in Tauberbischofsheim zähle zu den ersten Bürgerbeteiligungsgesellschaften, welche die neuen Kriterien erfüllen und von der BaFin eine zügige Freigabe erhalten hätten. Am 23.08.2005 sei diese Freigabe in der Börsen-Zeitung veröffentlicht worden. Somit seien alle Bedingungen der BaFin erfüllt.



13 Millionen Euro für neue Solarkraftwerke

Die weitere Bearbeitung der Reservierungen für eine atypisch stille Beteiligung an der GmbH Nr. 6 durch die 26 Vertriebsbanken der Gesellschaft aus dem Volks- & Raiffeisenbankenverbund kann laut Tauber Solar nun erfolgen. Mit dem Kapital von über 13 Millionen Euro will die Gesellschaft in der GmbH Nr. 6 Solarkraftwerke mit einer Spitzenleistung von 3 Megawatt (MWp) bauen.
Nach Fertigstellung dieser Projekte habe das im Jahr 2001 gegründete Unternehmen Tauber-Solar damit in insgesamt 6 Projektgesellschaften 13 MWP- Solarkraftwerke gebaut. Damit werden laut Tauber Solar jährlich 11,7 Gigawattstunden (GWh) Solarstrom erzeugt (= 11.700.000 kWh), das entspreche rund 1,3 % der bundesdeutschen Solarstromproduktion


Weitere 3 MWp geplant

Bisher haben sich nach Angaben des Unternehmens rund 1.000 Mitunternehmer zu einer Beteiligung entschlossen und über 60 Millionen Euro bei Tauber-Solar investiert. Im September 2005 soll die Tauber-Solar 7 GmbH gegründet werden, die wiederum den Bau von Solarkraftwerken mit 3 MWp vorsieht. Dachflächen für diese neue Projektgesellschaft seien bereits erkundet und würden derzeit statisch überprüft.

24.08.2005   Quelle: Tauber-Solar Management GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Tauber-Solar Management GmbH

 

Greenpeace veröffentlicht "Wahlkompass Umwelt"

Nutzt Joschka Fischer Ökostrom? Was hält Franz Müntefering von Gentechnik? Was ist für Volker Kauder die größte Umweltgefahr? 18 konkrete und einige private Fragen zu drängenden Umweltproblemen hat Greenpeace den Spitzenpolitikern der fünf großen Parteien gestellt. Die Antworten finden Wählerinnen und Wähler im "Wahlkompass Umwelt", den die Umweltschutzorganisation am 19.08.2005 veröffentlicht hat.  Die 24seitige Broschüre biete eine schnelle Orientierung, wie sich die Parteien bei der aktuellen Diskussion um die Atomkraft und bei weiteren wichtigen Umweltthemen unterscheiden, heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung.


Greenpeace: "Viele Menschen erkennen die langfristige Bedeutung der Umweltprobleme"

SPD-Chef Franz Müntefering, Spitzenkandidat Joschka Fischer von Bündnis 90/Die Grünen, CDU-Generalsekretär Volker Kauder, FDP-Chef Guido Westerwelle und Linkspartei-Spitzenkandidat Gregor Gysi stellten sich den Fragen. "Der Wahlkompass soll den Umweltproblemen die notwendige Beachtung verschaffen. Die Parteien klammern sie weitgehend aus dem Wahlkampf aus. Oder sie versuchen wie in alten Zeiten, Umweltschutz als Hindernis für die Wirtschaft darzustellen", sagt Greenpeace-Sprecher Michael Hopf. "Doch trotz der Sorge über die wirtschaftliche Zukunft erkennen sehr viele Menschen die langfristige Bedeutung der Umweltprobleme. Sie wollen wissen, welche Lösungen die
Parteien zu bieten haben", betont Hopf.


Wahl-Alternativen schwer zu erkennen

Die Broschüre enthält laut Greenpeace teilweise überraschende Auskünfte. So esse Müntefering lieber kein Gen-Food. Joschka Fischer plädiere für ein europaweites Tempolimit auf Autobahnen. Volker Kauder zeige sich "aufgeschlossen" dafür, in Europa Autos nicht mehr nach Hubraum, sondern nach Spritverbrauch zu besteuern. "Die Wähler können einfach erkennen, vor welchen Alternativen sie bei dieser Wahl stehen. Die Antworten sind teils konkret, teils ausweichend - beides ist aufschlussreich", sagt Michael Hopf. Den Politikeraussagen stelle Greenpeace in der Broschüre die Fakten gegenüber, heißt es in der Pressemitteilung. So lägen für 96 Prozent der heute am Markt befindlichen Chemikalien nur unzureichende Informationen über ihre Gefährlichkeit für Mensch und Umwelt vor. Einige der Befragten würden diese Gefahr erkennen, andere sähen keinen Anlass zum Handeln.


Greenpeace: auch eigene Bundestagskandidaten befragen

Greenpeace stelle jedoch nicht nur Spitzenpolitiker zur Rede, sondern hake auch in den Wahlkreisen nach. Die Verbraucherorganisation von Greenpeace, das "EinkaufsNetz", ruft dazu auf, die eigenen Bundestagskandidaten zu befragen. So könnten Wählerinnen und Wähler erfahren, ob ihre Kandidaten Gen-Food essen wollen oder Ökostrom beziehen. Über 800 Kandidaten seien bereits befragt worden, die ersten 200 Antworten stünden schon unter www.einkaufsnetz.org im Internet. Mitmacher fänden hier auch ganz einfach ihre Wahlkreis-Kandidaten und könnten ihnen die Anfragen schicken.

Den "Wahlkompass Umwelt" veröffentlichte Greenpeace im Internet unter www.greenpeace.de, Er kann telefonisch bestellet werden unter der Nummer 040-30618-0 oder per E-Mail: mail@greenpeace.de.

24.08.2005   Quelle: Greenpeace e. V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Greenpeace: Überschwemmungen sind Folge des steigenden Kohlendioxid-Ausstoßes

Die Flutkatastrophe in Süddeutschland entspreche genau den Szenarien des Klimawandels, die Wissenschaftler voraussagen, berichtet Greenpeace in einer Pressemitteilung. Die Umweltschutzorganisation sieht darin einen weiteren Beleg dafür, dass der Klimawandel schon begonnen habe. Hitzewellen in Südeuropa und sintflutartige, tagelange Regenfälle im Alpenraum seien diejenigen Wetterextreme, die bei steigendem Ausstoß von Kohlendioxid drohten.  "Jetzt gilt es zuallererst, den Menschen vor Ort zu helfen", sagt Karsten Smid, Klimaexperte von Greenpeace. "Wir müssen aber auch die Verursacher des Klimawandels benennen. Es ist nicht einzusehen, dass der Staat die Kosten von Überschwemmungen nur aus Steuergeldern bezahlt. Vielmehr muss die Industrie als Verursacher des Klimawandels in die Pflicht genommen werden", fordert Smid. So lange Stromkonzerne auf klimaschädliche Kohle setzen, solle der Staat sie auch zur Kasse bitten, wenn Dämme brechen, heißt es in der Pressemitteilung.


Klimaschäden in zweistelliger Milliardenhöhe sind vermeidbar

Ursache für die starken Regenfälle im Alpenraum ist laut Greenpeace die so genannte 5b-Wetterlage: Die Wolken über dem warm-feuchten Mittelmeerraum saugten sich mit Wasser voll, zögen gegen den Uhrzeigersinn über Österreich, Ungarn und Polen und verursachten über Land Starkniederschläge. Es sei eindeutig dem Klimawandel zuzuschreiben, dass diese 5b-Wetterlagen in den letzten Jahren an Brisanz zugenommen hätten, so Greenpeace. Auch die Jahrhundertflut an der Elbe im August 2002 sei Folge einer solchen Wettersituation gewesen. Damals waren Österreich, die Schweiz und Deutschland von sintflutartigen Regenfällen betroffen. 2002 hat das Elbehochwasser laut Greenpeace einen Schaden in zweistelliger Milliardenhöhe verursacht. Laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) könne eine konsequente Klimaschutzpolitik in Deutschland jährlich Klimaschäden in zweistelliger Milliardenhöhe vermeiden. Für das Jahr 2050 bezifferte das DIW die vermeidbaren Kosten auf 27 Milliarden Euro.


Kritik an Stromkonzernen und BDI

"Stromkonzerne wie RWE und E.on haben ihre Verantwortung für den Klimawandel bislang nicht angenommen", kritisiert Greenpeace. Statt Klimaschutz zu betreiben, spekulierten sie mit den Zertifikaten zum Ausstoß von Kohlendioxid würden die Strompreise in die Höhe treiben. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) habe erst vergangene Woche gefordert, beim Klimaschutz auf freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie zu setzen statt auf das rechtliche verbindliche Kyoto-Protokoll und den Emissionshandel, so Greenpeace.

23.08.2005   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Aus Plambeck Energiekonzept AG wird "Solar² AG"

Mit dem neuen Namen "Solar² AG" will die bisherige "Plambeck Energiekonzept AG" künftig ihre Kernkompetenz im Bereich der Solarenergie unterstreichen. Das Cuxhavener Unternehmen projektiert, verkauft und montiert Anlagen zur Wärmeerzeugung (Solarthermie) sowie zur Stromerzeugung (Photovoltaik).  Außerdem habe das Unternehmen Solar-Kombianlagen entwickelt, welche die enormen Vorteile beider Systeme zusammen bringen, so die Solar² AG in einer Pressemitteilung. Maßgefertigte Kollektoren können nach Angaben des Unternehmens aus eigener Fertigung geliefert werden. Beschlossen wurde die Namensänderung von der Hauptversammlung am 12.08.2005 in Cuxhaven. Seit der Gründung des Unternehmens im Oktober 2000 sei die Kompetenz in Sachen Solarenergie kontinuierlich ausgebaut worden. Angesichts der ständig steigenden Energiepreise und der vom Bundesgesetzgeber forcierten Förderung der Stromerzeugung aus Solarenergie erweise sich diese Ausrichtung des Unternehmens als ausgesprochen zukunftsorientiert, heißt es in der Pressemitteilung. Schwerpunkte setze die "Solar² AG" dabei sowohl in Norddeutschland als auch im süddeutschen Raum.


Kapitalerhöhung: 2,34 Millionen neue Aktien

Um die künftige Unternehmensentwicklung zu stärken, habe die Hauptversammlung außerdem eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen beschlossen. Dazu sollen bis zu 2,34 Millionen neue Aktien ausgegeben werden, die zunächst den Aktionären angeboten werden sollen. Das Grundkapital erhöhe sich dadurch auf bis zu 6,09 Millionen Euro. Die Kapitalerhöhung soll bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Durch das Ausscheiden des bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Norbert Plambeck sei eine Ergänzungswahl notwendig geworden, in der die Hauptversammlung den Unternehmensberater Bernhard Schäfer aus Wedemark als neues Mitglied in den Aufsichtsrat wählte. Norbert Plambeck erklärte, dass er der Gesellschaft auf Aktionärsebene weiter eng verbunden bleibe.


Solartechnik und weitere ökologische Energiesysteme

Die von der Hauptversammlung vorgenommenen Weichenstellungen sind nach Einschätzung des Vorstandes Hans-Jürgen Brikey eine gute Basis für die weitere Entwicklung des Unternehmens im Zukunftsmarkt Solarenergie. "Mit der umfassenden Produktpalette von Photovoltaik-, Solarthermie- und Kombi-Anlagen sowie dem direkten Zugriff auf solarthermischen Anlagen und Komponenten hat die Solar² AG eine herausragende Positionierung in der solaren Wachstumsbranche erreicht. Darauf werden wir weiter aufbauen", sagt Brikey, der eine weiter steigende Nachfrage nach Solaranlagen erwartet. Abgerundet wird die Produktpalette des Unternehmens dadurch, dass neben der Solartechnik auch Blockheizkraftwerke und andere ökologische Energiesysteme wie Pelletsöfen und Brennwerttechnik im Direktvertrieb aus einer Hand angeboten und realisiert werden können. Das Unternehmen erreichte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr mit 32 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 4,4 Millionen Euro.

23.08.2005   Quelle: Solar² AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Paziorek fordert Klimaschutz-Allianz für Deutschland, Grüne wollen klare Ziele

Das Kyoto-Protokoll allein reiche nicht aus, um die Herausforderungen im Klimaschutz zu bewältigen, erklärte der umweltpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Peter Paziorek (MdB), anlässlich der aktuellen Diskussion um die deutsche Klimaschutzpolitik.  CDU und CSU wollen es deshalb zu einer Kyoto-PLUS-Initiative weiterentwickeln, so der Fraktionssprecher. Noch abseits stehende Industriestaaten, wie die USA, aber auch die Entwicklungs- und Schwellenländer, sollen laut Paziorek hierdurch eingebunden werden.


Nachfrage nach Umwelttechnik in Entwicklungs- und Schwellenländern als Impuls für deutsche Wirtschaft

"Eine Abkehr vom Kyoto-Protokoll wäre der falsche Weg in der Klimaschutzpolitik. Das Kyoto-Protokoll ist ein Erfolg", heißt es in der Pressemitteilung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. "Erstmals ist es damit gelungen, eine internationale Vereinbarung mit konkreten Zielvorstellungen zum Klimaschutz auf den Weg zu bringen", so Paziorek. Gerade durch eine stärkere Nachfrage nach Umwelttechnik in den Entwicklungs- und Schwellenländern könne auch ein wichtiger Impuls für die deutsche Wirtschaft ausgelöst werden, die weltweit in diesem Bereich führend sei. "National wollen wir mit einer 'Klimaschutz-Allianz Deutschland' gemeinsam mit Wirtschaft, Umweltverbänden und gesellschaftlichen Gruppen die Anstrengungen im Klimaschutz bündeln und den generationenübergreifenden Klimaschutz stärken", kündigt Paziorek an. Trittins Versuch, Wirtschaft und Klimaschutz gegeneinander auszuspielen, sei gescheitert und sollte auch von keiner anderen Seite aufgegriffen werden, so Paziorek.


Grüne: "Heiße Luft schadet dem Klima"

"Mit lauter heißer Luft kann man das Klima nicht schützen, Herr Paziorek", kommentierte Reinhard Bütikofer, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, den Vorschlag der Union. Die CDU solle klare Ziele und Maßnahmen zum Klimaschutz benennen. So lange sie stattdessen nur gegen Windenergie, Ökosteuer und fast jede klimapolitische Maßnahme polemisiere, könne sie sich auch die "Sonntagsreden" sparen, so der Grünen-Chef. An dieser Stelle sei Angela Merkels Wahlkampf ehrlicher, so Bütikofer in einer Pressemitteilung. In ihrem Kompetenzteam sei kein Umweltpolitiker. Da wüssten die Wähler wenigstens, dass auf diesem Gebiet von der Union nichts zu erwarten sei.

23.08.2005   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag; BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bundesvorstand   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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World Solar Challenge: 3.000 Kilometer mit der Energie der Sonne

HansGo! unterwegs bei der World Solar Challenge 2003
HansGo! unterwegs bei der World Solar Challenge 2003

Alle zwei Jahre treffen sich Teams aus aller Welt in Darwin (Australien) zu einem Rennen quer durch den Kontinent nach Adelaide. Über 20 Solar-Sprinter werden zum Härtetest für Mensch und Material "down under" erwartet, darunter Solarmobile aus Holland, Belgien, Frankreich, Kanada, USA, Japan, Taiwan, Puerto Rico, Iran und Deutschland.  "HansGo!", die rote "Rennflunder" der Ingenieur-Studenten aus Bochum ist zum zweiten Mal mit dabei, aber nur die äußere Hülle gleiche dem Fahrzeug, das im Jahr 2003 den fünften Platz der World Solar Challenge und den Preis für technische Innovation erreicht hat, berichtet die Fachhochschule Bochum in einer Pressemitteilung. Nahezu alle elektrischen und mechanischen Komponenten seien mit den Erfahrungen der letzten Rennen neu entwickelt worden.


Solarrennwagen "HansGo!" der FH Bochum startet wieder

Eine optimierte Gewichtsverteilung in Verbindung mit einem Fahrwerk, das modernen Rennsportstandards genüge, sorge dafür, dass mit dem ebenfalls neuen Motor Geschwindigkeiten über 120 km/h möglich werden, heißt es in der Pressemitteilung. Eine hydraulische Niveauregulierung mit einem entsprechenden Sensor an der Einarmschwinge des Hinterrads stelle jetzt das Profil des Rennwagens unabhängig von der Beschleunigung optimal in den Fahrtwind: Voraussetzung für den idealen cw-Wert und genügend Bodenhaftung. Die im Entwurf schon 2003 vorgestellte Telemetrie-Technologie mit CAN-Bus- und Bluetooth-Komponenten überwache in der nun weiterentwickelter Form alle wichtigen Parameter im Sonnenrenner und übertrage sie per Funk an die Begleitfahrzeuge.


Unterstützung aus Stralsund und aus Neuseeland

Das Team der 15 Studierenden aus Bochum wird bei der World Solar Challenge 2005 durch weitere Hochschulen unterstützt: Die FH Stralsund, international erfolgreich bei der Formula Student, einem Wettbewerb für Rennwagen mit fossilen Brennstoffen, will sich künftig auch beim Bau mit regenerativer Energie betriebener Flitzer engagieren. Sandra Hensel, Teamleiterin des Stralsunder Solarcar-Teams, soll vom "Know-how" der Bochumer Kommilitonen profitieren. Von der anderen Seite der Erdkugel kommen fünf Elektrotechnik-Studenten, die mit logistischer Unterstützung dafür sorgen wollen, dass HansGo! auch diesmal ganz vorne mitfährt: Die Waikato-Unversität aus Neuseeland, eine Partnerhochschule der FH Bochum, plant einen eigenen Solarboliden, und die Studierenden haben die Chance, während des Rennens erste Praxiserfahrungen mit der solaren Renntechnologie zu sammeln.
Die Fachhochschule Bochum wird auch in diesem Jahr wieder aktuell im Internet vom Rennen berichten, das am 25. September in Darwin beginnt.

Weitere Informationen: http://www.fh-bochum.de/solarcar - die Homepage von HansGo!

23.08.2005   Quelle: FH Bochum   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FH Bochum

 

Neue Greenpeace-Studie: Erhebliche Sicherheitsmängel bei alten Atomkraftwerken

Nach einer neuen Studie von Greenpeace zählen die vier Atomkraftwerke, die laut Ausstiegsplan in der nächsten Legislaturperiode vom Netz gehen sollen, zu Deutschlands störanfälligsten Reaktoren. Diese ältesten Atommeiler Deutschlands würden alle besondere bauartbedingte Mängel aufweisen, seien Spitzenreiter beim Unfallrisiko, schnitten bei mehreren Bewertungskriterien deutlich am schlechtesten ab und seien besonders verwundbar bei Terrorangriffen, heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung.  "Wenn CDU/CSU und FDP längere Laufzeiten ankündigen, meinen sie vor allem die Schrottreaktoren Biblis A und B, Brunsbüttel und Neckarwestheim 1", erklärt Thomas Breuer, Atom-Experte von Greenpeace. "Die Sicherheitsmängel kann keine Partei ignorieren, die gerne regieren möchte. Der Weiterbetrieb wäre verantwortungslos", so der Greenpeace-Sprecher. Greenpeace fordert, so schnell wie möglich aus der Atomenergie auszusteigen. "Atomkraft ist gefährlich, sie ist unbeherrschbar, zu teuer, und die Menschen in Deutschland wollen sie nicht. Das muss auch Frau Merkel einsehen", sagte Breuer.


Wichtige Investitionen in die Sicherheit alter Reaktoren unterblieben

Eine der Ursachen für die gestiegene Stör-Anfälligkeit der Reaktoren liegt laut Greenpeace im Atomkonsens: Nach der umstrittenen Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und Energiekonzernen seien wichtige Investitionen in die Sicherheit der alten Reaktoren unterblieben. Dies sei damit begründet worden, dass diese Investitionen sich angesichts der begrenzten Restlaufzeit nicht mehr lohnen würden. Öffentlich sei dies nur bei Biblis A geworden, so Greenpeace. Dort sei der Forderungskatalog zur Nachrüstung des Sicherheitssystems abgespeckt worden, nachdem die Laufzeit begrenzt worden war. Eine Sicherheitsdebatte sei angesichts der Zustände der Atommeiler überfällig, mahnt Greenpeace. "Bisher wird viel über Gewinne einer Laufzeitverlängerung geredet, die Kosten für mehr Sicherheit will noch niemand sehen. Das erklärt auch, warum die Energiekonzerne so auffällig wenig begeistert auf die CDU-Versprechungen reagieren", sagt Breuer.


Risiko in den letzten Jahren gewachsen

Die Studie belege, dass die vier Atommeiler Biblis A und B, Brunsbüttel und Neckarwestheim 1 in den untersuchten sicherheitsrelevanten Punkten besonders schlecht abschneiden würden, so Greenpeace. Sowohl das Unfallrisiko als auch die Störanfälligkeit fielen bei den Reaktoren besonders hoch aus. Auch in den Untersuchungsfeldern "Verwundbarkeit durch Terrorangriffe", "Gefährdung bei Erdbeben" und "gefährliche Störfälle in der Vergangenheit" würden die Meiler besonders schlecht abschneiden. "Wir dürfen die Gefahr nicht unterschätzen, nur weil es in Deutschland noch nicht zum Super-GAU kam. Jedes AKW birgt ein Risiko, und das Risiko ist in den letzten Jahren gewachsen", so Breuer.

Die Studie ist veröffentlicht im Internet unter http://www.greenpeace.de/restrisiko

22.08.2005   Quelle: Greenpeace e. V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Trittin: Erneuerbare Energien bringen Arbeitsplätze und Innovationen in Ostdeutschland

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat bei einem Besuch der Erfurter Unternehmen PV Crystalox Solar AG und ErSol Solar Energy AG sowie der im Bitterfelder Raum ansässigen Q-Cells AG die Bedeutung der Erneuerbaren Energien für den Arbeitsmarkt im Osten hervorgehoben. "Hier zeigt sich, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz mit seiner langfristigen Planungssicherheit den Mittelstand fördert und innerhalb von wenigen Jahren für Hunderte von Arbeitsplätzen in Ostdeutschland sorgt", so der Minister.  Dank der Risikobereitschaft der Unternehmer, dem Engagement vieler qualifizierter Mitarbeiter und der energiepolitischen Rahmenbedingungen der Bundesregierung habe sich eine nachhaltig wirksame Wachstumsdynamik entwickelt. "Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind in einem High-Tech-Industriezweig beschäftigt. Allein im Jahr 2004 sind 5.000 neue Arbeitsplätze in Produktion, Handel und Vertrieb von Photovoltaikanlagen neu entstanden", so Trittin.


Erfolgsgeschichte: Q-Cells AG schafft 700 Stellen

Eine Erfolgsgeschichte ist laut Trittin das Solarunternehmen Q-Cells AG in der ehemaligen Chemieregion Bitterfeld, die sich innerhalb von fünf Jahren zum europaweit größten Solarzellenproduzenten entwickelte und über 700 qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen hat. Das kürzlich mit dem Deutschen Gründerpreis ausgezeichnete Unternehmen ist mit einer Produktion von 76 Megawatt (MW) im Jahr 2004 zu einem der fünf größten Photovoltaik-Hersteller weltweit aufgestiegen.


Crystalox und ErSol bauen Produktion aus

Ein anderes Erfolgsbeispiel ist laut Trittin die PV Crystalox Solar AG, die sich mit 200 industriellen Arbeitsplätzen in Erfurt und in England zum weltweit führenden Hersteller von Solarsiliziumscheiben (Solarwafer) entwickelt habe. PV Crystalox Solar will ihre Kapazitäten in den kommenden Jahren von 220 Megawatt (MW) Siliziumblöcken und -scheiben auf mehr als 500 MW erweitern. Die ErSol Solar Energy AG plant, ihre Produktionskapazität für Solarzellen noch in diesem Jahr von 25 MW auf bis zu 60 MW steigern. Dazu würden über 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.


Wachstumsdynamik an das EEG gekoppelt

Die Solarbranche zeuge von einer Wachstumsdynamik, von der andere nur träumten, betonte Trittin. Auch andere ostdeutsche Vorzeige-Beispiele stünden für die Wachstumsdynamik der Solarindustrie: Die SolarWorld AG in Freiberg (Sachsen), die innerhalb der letzten vier Jahre die Zahl ihrer Arbeitsplätze auf mittlerweile über 600 am Standort Freiburg mehr als verdoppelt haben und in allen Bereichen, von der Wafer-, über die Solarzellen- bis zur Modulherstellung ihre Kapazitäten massiv ausbaue. Oder die SOLON AG mit Produktionsstandorten in Berlin und Greifswald mit mehr als 320 Beschäftigten. Trittin: "Die künftigen Marktperspektiven hängen sehr stark vom Erneuerbare-Energien-Gesetz ab. Die Opposition muss sich bewusst sein, dass mit einer geänderten Politik Hunderte von Arbeitsplätzen in Deutschland aufs Spiel gesetzt und anstehende Investitionsentscheidungen für High-Tech-Produktionsstandorte der innovativen Photovoltaik-Technologie verhindert werden", warnt Trittin.


Studien erwarten 20 bis 30 Prozent mehr Solarstrom-Kapazität pro Jahr

Insgesamt erhöht die Photovoltaik-Branche in Deutschland laut Bundesumweltministerium ihre Produktionskapazitäten bis zu den Jahren 2005/2006 gegenüber dem Jahr 2003 um 350 Prozent. Die Branche erwirtschaftete 2004 einen Umsatz von mehr als 2 Milliarden Euro und habe über 20.000 Arbeitsplätze gesichert. In 15 Jahren werde mit einem globalen Jahresumsatz in der PV-Branche von 100 Milliarden Euro gerechnet, vergleichbar dem heutigen Markt der Halbleiterindustrie. Marktanalysen, wie zum Beispiel die "Bank-Sarasin-Studie" vom Herbst 2004 oder der Report der Deutschen Bank vom April 2005, bescheinigten der Solarbranche künftig stabile hohe Wachstumsraten. Weltweit werde mit 20 bis 30 Prozent jährlichem Wachstum der installierten Leistung gerechnet. Für deutsche PV-Produzenten bedeutet das hohe Exportchancen, heißt es in der BMU-Pressemitteilung.

22.08.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SunTechnics erhält Architekturpreis für Solar-Fassade

Preisgekrönte Solarstrom-Fassade in Tübingen
Preisgekrönte Solarstrom-Fassade in Tübingen

Für die "TÜArena" im Baden-württembergischen Tübingen erhält das Fachunternehmen SunTechnics beim Wettbewerb "Gebäudeintegrierte Photovoltaik 2005" einen Anerkennungspreis. Die gute Rhythmisierung von farbigen Solarzellen und weißen Rahmen habe die Jury überzeugt, berichtet die SunTechnics Solartechnik GmbH in einer Pressemitteilung. "Besonders hervorzuheben ist der sehr bewusste Einsatz der farbigen Module und die Integration der Photovoltaik in das Gebäudekonzept", lobt Dr. Bruno Schiebelsberger das Projekt. Er ist Vorsitzender des Solarenergiefördervereins Bayern und Mitglied der Jury.  Der vom Solarenergieförderverein Bayern ausgeschriebene Wettbewerb wurde in diesem Jahr zum dritten Mal ausgeschrieben. Die aus Vertretern von Architekten, Energietechnikern und Journalisten bestehende Jury prämiert bautechnische Lösungen, die das gelungene Zusammenspiel von Architektur und solarer Energietechnik beispielhaft demonstrieren. Auftraggeber der TÜArena sind die Stadtwerke Tübingen. Der Gesamtentwurf des Gebäudes stammt vom Münchner Architekturbüro Allmann Sattler Wappner.



Professionelle Zusammenarbeit der verschiedenen Gewerke

"Die technische Umsetzung war bei der TÜArena eine besondere Herausforderung. Um die perfekte Symmetrie der Fassade zu erreichen, war interdisziplinäres und millimetergenaues Arbeiten entscheidend", erklärt Sylvère Leu, Geschäftsführer von SunTechnics. "Besonders positiv war die enge und professionelle Zusammenarbeit der verschiedenen Gewerke, die die erfolgreiche Realisierung des Projekts möglich gemacht hat", freut sich Leu über die Auszeichnung. Als funktionaler Baustein des Gebäudes produziert die Solarfassade mit einer Spitzenleistung von 43,7 Kilowatt künftig por Jahr mehr als 30.000 Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom. Vier unterschiedlich große Modultypen mit einer Spitzenleistung von jeweils 45 Watt ermöglichen eine maßgenaue Nachzeichnung der Fassadenkontur der Halle. Als vorgehängte, hinterlüftete Fassade werden die Module bündig eingepasst, integriert und durch filigran gearbeitete Punkthalterungen in Form von Clips in den zehn Millimeter breiten Fugen gehalten. Somit erhält die gesamte Fassade eine glatte Oberfläche, ohne von sichtbaren Halteelementen gestört zu werden.


20.000 Solarzellen bedecken die 520 Quadratmeter große Fassade

Die 970 Solarmodule, aus denen die 520 Quadratmeter große Süd-West-Fassade der Halle besteht, ließ SunTechnics eigens für dieses Projekt anfertigen. Insgesamt 20.000 grünlich schimmernde Solarzellen wurden rechteckig angeordnet zu Glas-Folien-Laminaten verarbeitet. Diese setzen sich aus einer Frontscheibe aus acht Millimeter Einscheibensicherheitsglas und einer rückseitigen weißen Kunststofffolie zusammen. Dazwischen sind die Solarzellen eingebettet. Die üblicherweise sichtbaren Lötbahnen im umlaufenden Randbereich wurden abgedeckt, so dass der äußere Laminatrand einheitlich weiß erscheint. Die grünliche Farbgebung der SunTechnics Module wird durch ein spezielles Beschichtungs-Verfahren erreicht: Beim so genannten Coating wird eine Antireflex-Beschichtung auf die Module aufgetragen, so dass ein grün schimmernder Oberflächen-Effekt entsteht.


Europäischer und Schweizer Solarpreis 2002 für SunTechnics-Projekt

SunTechnics entwickelt und installiert individuelle Solaranlagen - vom privaten Hausdach bis hin zu architektonisch herausragenden Projekten. Die Kompetenz der Solarprofis bei Spezialanwendungen hat sich bereits mehrfach bewährt wie beispielsweise bei den Solarfassaden am Piz Nair bei St. Moritz. Mit dem Minergie-Haus "Sunny Woods" bei Zürich wurde ein Projekt der SunTechnics mit dem Europäischen und dem Schweizer Solarpreis 2002 ausgezeichnet.

22.08.2005   Quelle: SunTechnics Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics Solartechnik GmbH

 

Online-Handelsplattform "pvXchange.de" begrüßt 200. Teilnehmer

Der Internet-Marktplatz pvXchange.de hat sich zu einem beliebten Werkzeug für zahlreiche Fachunternehmen der Photovoltaikbranche entwickelt. Mittlerweile decken dort 200 Unternehmen aus den Bereichen Herstellung, Handel oder Installation von Solarstrom-Komponenten ihren kurzfristigen Bedarf an momentan oft schwer verfügbaren Markenmodulen oder bieten eigene Kontingente auf dem Marktplatz im Internet an, berichtet die pvXchange GmbH in einer Pressemitteilung.  Als erste deutschsprachige Vermittlungsplattform für Photovoltaikmodule oder komplette Systeme startete die pvXchange GmbH ihren Online-Service im Dezember 2004. Dieser biete Fachbetrieben gegen ein geringes Entgelt die Möglichkeit, einfach und anschaulich eigene Angebote oder Gesuche im Internet zu veröffentlichen. Das pvXchange-Team unterstützt seine Kunden bei der Geschäftsanbahnung und -abwicklung und berät bei Bedarf auch zu technischen Fragen.


"Laufend aktuelle Modulangebote und -gesuche online verfügbar"

Dass dieses Geschäftsprinzip gut ankommt, beweise neben der täglich wachsenden Teilnehmerzahl auch das zunehmende Auftreten von Nachahmern im In- und Ausland, so die pvXchange GmbH. Um dem stark gestiegenen Vermittlungs- und Beratungsaufwand gerecht zu werden und immer optimalen Service bieten zu können, sei das Gründerduo aus Berlin kürzlich um 3 neue Vertriebsmitarbeiter verstärkt worden, weitere sollen unmittelbar folgen. Die bei Lieferschwierigkeiten vielfach beliebte Ausrede "Es gibt keine Module mehr" werde in Zukunft vor dem Kunden keinen Bestand mehr haben, betonen die Macher von pvXchange.
pvXchange beweise täglich, dass es noch reichlich Module gibt unter der Adresse http://pvxchange.de/index.php/marktplatz1.html


Business-to-Business-Plattform mit frei zugänglichen PV-Informationen

pvXchange stellt eine herstellerunabhängige Business-to-Business-Plattform zur Verfügung, mit deren Hilfe Anbieter und Kaufinteressenten zusammengebracht werden. pvXchange richtet sich in erster Linie an Fachunternehmen; Endverbraucher sind bei pvXchange nicht zum Handel zugelassen, können aber nach Angaben der Betreiber im Rahmen eigener Bauvorhaben Gesuche eintragen. Diese würden an regionale Unternehmen zur direkten Kontaktaufnahme weitergeleitet. Darüber hinaus gebe es bei pvXchange viele frei zugängliche Informationen. "Wir wollen das Informationsangebot rund um Solartechnik und Marktgeschehen in Zukunft deutlich ausbauen, um damit neben der Online-Geschäftsvermittlung weiteren Zusatznutzen für unsere Teilnehmer zu generieren", kündigen die Betreiber an. pvXchange finanziere sich in erster Linie über Vermittlungsprovisionen, die im Voraus mit dem Anbieter eines Warenkontingents vereinbart und im Erfolgsfalle in Rechnung gestellt werden. Darüber hinaus werde von allen Teilnehmern eine Nutzungsgebühr zur Deckung der Verwaltungskosten erhoben. Diese werde dem Anbieter jedoch beim ersten Geschäftsabschluss erstattet. Die Teilnahmegebühr von wahlweise 29,00 Euro für 6 Monate oder 48,00 Euro für 12 Monate wird laut pvXchange gmbh jeweils am Anfang des Nutzungszeitraums erhoben.

22.08.2005   Quelle: pvXchange GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Neues PV-Kennlinienmessgerät ermöglicht Labormessungen auf dem Dach

Messgerät zur Überprüfung von PV-Modulen
Messgerät zur Überprüfung von PV-Modulen

Spezifische Daten von Photovoltaik-Modulen werden gewöhnlich sehr aufwändig und kompliziert unter speziellen Bedingungen im Labor ermittelt. Ob die Solarstromanlage die Leistung liefert, die der Hersteller verspricht und die Anlage korrekt installiert wurde, konnten Betreiber nur mit hohem Aufwand feststellen. Auch die Frage, ob die Anlage auch nach einem Jahr immer noch einwandfrei läuft, blieb bislang meist unbeantwortet.  Der Bedarf für ein nutzerfreundliches und tragbares Gerät zur Messung von Solaranlagen lag daher auf der Hand. Aus diesem Grund stieß die Arbeitsgemeinschaft Solar NRW die Entwicklung eines solchen Messgeräts zur Überprüfung der Kennlinien von Photovoltaikmodulen an. So wurde in der Fachhochschule Dortmund ein Verfahren entwickelt und auch patentiert, das die Grundlagen für ein Gerät der PV-Engineering GmbH bildete. Endverbraucher und Installateure könnten jetzt vor Ort PV-Module überprüfen, so die AG Solar in einer Pressemitteilung. Dabei könnten einzelne Module oder auch ganze Anlagen gemessen werden. Die Daten werden direkt auf einem Display angezeigt, parallel aber auch für eine spätere Auswertung gespeichert.



Profi-Tests auch für private Nutzer

In Kombination mit einem Strahlungsmesser und einem Thermometer gebe das Messgerät dann unter anderem die Spitzenleistung (peak), den Serien-Innenwiderstand und die Strom-Spannungs-Kennlinie des gemessenen Moduls oder Anlage aus. Laut Hersteller seien die Ergebnisse auf fünf Prozent genau, Messungen im Labor hätten eine vergleichbare Toleranz. Die Geräte können laut AG Solar bei Bedarf auch ausgeliehen werden: auf diese Weise könne auch der private Nutzer seine Anlage fachmännisch testen, denn die Bedienung sei selbsterklärend und das Gerät erfordere nur eine minimale Einweisung.

Weitere Informationen im Internet unter http:// www.ag-solar.de

Der Projektbericht der Fachhochschule Dortmund kann als PDF-Datei heruntergeladen werden unter http://www.ag-solar.de/projekte/berichte/26112202.pdf

22.08.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: AG Solar

 

SOLARWATT-Module in Guyana

Montage der Solarmodule in Bina Hill
Montage der Solarmodule in Bina Hill

Die Aktivität der SOLARWATT Solar-Systeme GmbH erstreckt sich seit neuestem bis an den Amazonas. Die im Grenzgebiet zwischen Guyana und Brasilien lebenden Makushi-Indianer sind nun stolze Besitzer einer Photovoltaikanlage und eines solaren Pumpsystems von SOLARWATT, berichtet das Unternehmen.  Im Verwaltungszentrum Bina Hill, zuständig für 16 Indianer-Dörfer in der Umgebung, liefert die Solarstromanlage Energie für Computer und Strom für die Beleuchtung. Das Pumpsystem stellt eine zuverlässige Wasserversorgung sicher. Mit der Solaranlage entfallen nicht nur die hohen Benzinkosten für den Betrieb eines Generators und der Benzinpumpe, sondern auch die belastenden Abgase dieser Geräte. Initiiert wurde das Projekt als Gemeinschaftsarbeit der Lokalen Agenda A21 für Dresden, LOKALEN AGENDA21 für DRESDEN e.V., der AmazonaswaldKanada-Initiative e.V. und der SOLARWATT Solar-Systeme GmbH.


Der AmazonaswaldKanada-Initiative e.V. engagiert sich seit längerem bei den Makushi-Indianern mit Projekten für nachhaltigen Waldbau und Erhalt der Kultur der Indianer. Der Verein wurde von zwei Dresdner Studenten ins Leben gerufen und hat eine erfolgreiche Bilanz bei der Arbeit mit den Indianern vorzuweisen (www.amazonaskanada.de). Neben dem Bau der Solaranlage, umfasste das Projekt auch den Aufbau einer Solux-Werkstatt zur Montage von zunächst 100 Solux-Solar-Lampen (www.solux.org). Finanziert wurde das Projekt durch Gelder des "Grünen Strom Dresden" der DREWAG, dem "Regenwaldlauf" der Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums und weiterer Sponsoren.

Das komplette Material der Anlage wurde per Schiff nach Guyana transportiert. Drei Vereinsmitglieder des AmazonaswaldKanada-Initiative e.V, ein Senior Experte von Solux und der SOLARWATT Mitarbeiter Jürgen Dreßler reisten nach Guyana zur Installation der Solaranlage. Den Makushi-Indianern in Bina Hill steht nun täglich Solarstrom für den Betrieb eines Servers (ca. 10 Stunden), von zwei Computern (ca. 4 Sunden) und 8 Energiesparlampen (ca. 4 Stunden) zur Verfügung. Das Pumpensystem fördert während der Trockenzeit bei Sonneneinstrahlung ca. 400 Liter Wasser/Stunde. Während der Regenzeit seien es täglich immerhin noch ca. 6 Sonnenstunden welche die Pumpe arbeiten lassen. Die Einsparung an Benzin für die bisherige Pumpe sei so hoch, dass sich das System bereits nach 5 Jahren amortisiere, rechnet SOLARWATT vor.

21.08.2005   Quelle: SOLARWATT Solar-Systeme GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: AmazonaswaldKanada-Initiative e.V.

 

Sonnige Zeiten: Universal-Ladegerät e.GO! überzeugt im Test

Attraktiv und elegant: Ladegrät e.GO!
Attraktiv und elegant: Ladegrät e.GO!

Aus einem Vergleichstest im ARD Ratgeber Technik ist das von der Berliner SOLARC GmbH in Zusammenarbeit mit Panasonic und der Constin Berlin entwickelte Universal-(Solar-)Ladegerät e.GO! als Sieger hervorgegangen. Das berichtet SOLARC in einer Pressemitteilung. NDR-Redakteur Güven Purtul fasste die Ergebnisse in der Sendung am 14. August zusammen: "In unserer kleinen Auswahl hat uns der e.GO! überzeugt, da nur er über eine wirkungsvolle Elektronik verfügt."  Weiter berichtete Purtul: "Das knapp 130 Euro teure Gerät der Berliner Firma Solarc besitzt ein integriertes Akkufach und eine Ausgangsbuchse, an die sich die Endgeräte per mitgeliefertem Adapterkabel anschließen lassen. Die Elektronik des e.GO! führt selbständig Energie aus den internen Akkus zu, wenn die Kraft der Sonne nachlässt. Und zwar gerade so viel wie nötig ist, um das mangelnde Sonnenlicht auszugleichen. Per Wählschalter lässt sich zudem eine definierte Ausgangsleistung einstellen, die das Ladegerät auch bei schwankender Lichteinstrahlung hält."


Solarenergie für elektronische Kleingeräte

Bei diesem Test hatte e.GO! die Aufgabe, ein Standard-Handy einsatzbereit zu halten. Aber auch Navigationsgerät, PDA oder iPod gehören laut SOLARC längst zu den täglichen Wegbegleitern, bei denen die Nutzer sich nicht über einen leeren Akku ärgern wollen. "Wohl dem, der jetzt das 'Energiebündel' namens e.GO! griffbereit hat", so der Hersteller. Das Universal-Ladegerät sei eine ebenso praktische wie umweltfreundliche Lösung für fast alle Fälle. Mit den passenden Adaptern versorgte der kleine, aber starke Spezialist die gängigen Handy-Typen und andere mobile Geräte schnell mit der benötigten Energie – und zwar mit einer Betriebs-/Ladeleistung von bis zu vier Watt über Solarstrom oder die Steckdose. Außerdem kann das mikroprozessorgesteuerte Gerät auch zum Aufladen von Akkus eingesetzt werden.


Aufklappbare Solarmodule, ansprechendes Design

Ein bis vier aufklappbare Solarmodule, die einem Satelliten gleichen, fangen beim e.GO! das Tageslicht ein und laden die eingebauten Akkus auf. Die Energie wird dabei in zwei bis vier gängigen (AA-) Akkus bzw. in ein bis zwei Lithium-Ionen Akkus gespeichert. Alternativ oder ergänzend kann e.GO! mit einem Netzadapter auch über das normale Stromnetz geladen werden. Das robuste, speziell auch für Outdoor-Aktivitäten geeignete Universal-Ladegerät wiegt je nach Ausstattung zwischen 190 und 300 Gramm (ohne Akku). Es verfügt über eine Kapazitäts-, Lade- und Entladeanzeige und hat im geschlossenen Zustand die Maße 160 x 90 x 35 mm (Länge/Breite/Tiefe) - ist also kaum größer als ein Brillenetui! Adapter sind zum Teil im Lieferumfang enthalten oder als Zubehör erhältlich. Ab sofort kann e.GO! laut Hersteller in drei verschiedenen Ausführungen ab ca. 99,90 Euro über den Conrad-Katalog und den Outdoor-Fachhandel bezogen werden.

21.08.2005   Quelle: SOLARC GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLARC GmbH
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Gratis-Comic informiert über Arbeit des Umweltausschusses im Europaparlament

EU-Comic zur Umweltpolitik
EU-Comic zur Umweltpolitik

Was ein EU-Abgeordneter den ganzen Tag tut, beschreibt der Comic "Trübe Wasser" der Generaldirektion für Information und Öffentlichkeitsarbeit des Europäischen Parlaments. Das Europäische Parlament informiert mit der 40 Seiten starken Bildgeschichte über die Arbeit der fiktiven jungen Europaabgeordneten Irina Vega im Umweltausschuss des EU-Parlaments.  Das Europäische Parlament hat für die Bildgeschichte auf dem 30. Internationalen Comic-Festival von Angoulême (23.-26. Januar 2003) "Prix Alph-Art de la Communication" erhalten, der für die beste Kommunikationskampagne unter Verwendung von Comics als Informationsträger verliehen wird. Der Comic "Trübe Wasser" ist jetzt auch in einer deutschen Übersetzung erhältlich und kostenlos zu bestellen.

Zum Bestellformular

21.08.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Generaldirektion für Information und Öffentlichkeitsarbeit des Europäischen Parlaments

 

Informationskampagne: Erneuerbare haben keinen Anteil am Anstieg des Strompreises

Obwohl immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, bleiben die Kosten hierfür konstant, so die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung. "Die wahren Kosten der Erneuerbaren Energien sind deutlich geringer als die Stromwirtschaft der Bevölkerung glauben machen will", sagt Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) in Berlin.  Die Umlage für Strom aus Erneuerbaren Energien beträgt nach Verbandsangaben im Jahr 2005 einen halben Cent pro Kilowattstunde (0,54 ct). Das entspreche 2,8 Prozent des Strompreises für Verbraucher. "Dafür erhält jeder Haushalt heute 10 Prozent Strom aus Wind, Wasser, Sonne und Bioenergie aus seiner Steckdose", so Nitzschke.


Energiekonzerne kassieren eine Viertelmilliarde Euro zuviel

Unerträglich sei, dass gegenwärtig Stromversorger ihre Preise wieder mit Verweis auf erneuerbare Energien erhöhen würden. "Jahr für Jahr kassieren die Energiekonzerne auf diese Weise eine Viertelmilliarde Euro zuviel von ihren Kunden. RWE beispielsweise überschreitet seit Juli die zulässige Umlage für Erneuerbare Energien um 20 Prozent. In der Öffentlichkeit beklagen die Konzerne dann eine Überförderung der Erneuerbaren Energien", so Nitschke weiter.


Strompreise unabhängig von Stromsteuer und Abgaben ständig gestiegen

"Die steigenden Strom- und Gaspreise haben weniger mit Kostensteigerungen als mit dem Gewinnstreben der vier Energieriesen zu tun", betont Dr. Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der Energieverbraucher. Wehrlose Verbraucher würden geplündert, um die Gewinne steigern. Das sei verwerflich und schädlich für das ganze Land. Auch der Verweis auf gestiegene staatliche Abgaben sei keine Rechtfertigung, so Peters. Denn die Strompreise seien auch unter Ausschluss von Stromsteuer und Abgaben ständig gestiegen. Im Gegensatz dazu seien erneuerbare Energien keine Preistreiber. "Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hilft, die Abhängigkeit von Energieimporten und den teurer werdenden Altenergien zu senken", unterstreicht Peters.


Zukunft ohne höhere Anteile erneuerbarer Energien nicht vorstellbar

Aus Sicht von Prof. Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank Gruppe, werden erneuerbare Energien künftig unverzichtbar sein: "Spätestens wenn das Auffinden neuer Reserven nicht mehr Schritt hält mit der Energienachfrage - bei Erdöl möglicherweise bereits in wenigen Jahren und bei Erdgas etwas später -, wird dies die Energiepreise spürbar in die Höhe treiben. Verschärft wird die Versorgungssituation durch den wachsenden Energiehunger Chinas und Indiens. Eine Energiezukunft ohne höhere Anteile erneuerbarer Energien ist nicht vorstellbar, sie können dazu beitragen, die Energiepreise langfristig zu stabilisieren.

Was beim Strom gelte, treffe auch auf Wärme aus erneuerbaren Energien zu, betont die Informationskampagne. "Während die Öl- und Gaspreise weiter massiv steigen, sind die Kosten für Holzpellets, Solarwärme und Erdwärmeheizungen konstant geblieben", sagt Nitschke. Ein Durchschnittshaushalt, der heute auf Erneuerbare Energien umsattle, könne so über einen Zeitraum von zwanzig Jahren mehr als 10.000 Euro sparen.

20.08.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Bundestagswahl: DUH fordert Allianz für Klimaschutz

14 kWp-Solarstrom-Dachanlage auf landwirtschaftlichem Betrieb in Unterfranken
14 kWp-Solarstrom-Dachanlage auf landwirtschaftlichem Betrieb in Unterfranken

Die Deutsche Umwelthilfe fordert ein Bündnis für Klimaschutz und Arbeitsplätze. "Bei mehreren Wahlkampfveranstaltungen zu Erneuerbaren Energien ist deutlich geworden, dass aktuell die beste Möglichkeit, schnell Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen, dies der Klimaschutz ist", erklärt DUH- Bundesgeschäftsführer Jörg Dürr-Pucher. Besonders die Landwirte Deutschlands leisteten derzeit einen ganz wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wirtschaftskraft, lobt Dürr-Pucher.  Sie investierten viele Millionen Euro in die Erzeugung von Strom und Wärme durch Solar- und Biogasanlagen. Damit schafften sie dauerhaft Arbeitsplätze und sorgten so für eine ausgewogenere Wirtschaftsstruktur und größere Wertschöpfung, gerade in strukturschwächeren Regionen.



Kritik an der Ablehnung des EEG durch die FPD

Auch im Handwerk setze sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass mit Holzpellets-Heizungen, Solarwärme- und Solarstromanlagen sowie mit den ersten Geothermieprojekten Geld verdient werden kann. Rückläufig sei dagegen die Tendenz im klassischen konventionellen Bereich von Öl- und Kohleheizungen. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) gebe die nötige Investitionssicherheit für die häufig kapitalschwachen Betreiber von neuen Anlagen, betont der DUH-Bundesgeschäftsführer. "Auch im Falle eines Regierungswechsels gehen wir davon aus, dass das EEG bis zum 31.12.2007 unverändert fortbestehen wird" so Dürr-Pucher. Die FDP stehe mit ihrer "destruktiven Haltung" zur Abschaffung des Erfolgsmodells EEG auf weiter Flur alleine da. Die Bevölkerung und alle anderen Parteien stünden mit großer Mehrheit zum Klimaschutz durch erneuerbare Energien. Auch dort, wo die FDP Regierungsverantwortung trage, beispielsweise in Baden-Württemberg, sei sie mit Wirtschaftsminister Pfister ein Verfechter des EEG. Es erlaubt gerade mittelständischen Betrieben, in Energieerzeugungsanlagen zu investieren. Verlierer seien die großen Energieversorgungsunternehmen, welche die Erneuerbaren Energien heute behindern würden, wo sie können.


Bündnis für Fortbildung der Handwerksbetriebe gefordert

Ein Hemmnis beim Ausbau der erneuerbaren Energien ist laut DUH die Tatsache, dass bislang nur 50 % der Handwerksbetriebe Solaranlagen und Holzpellets-Heizungen installieren können. Die Deutsche Umwelthilfe fordert deshalb alle Verantwortlichen auf, in die Fortbildung der traditionsreichen Handwerksbetriebe zu investieren. Hier liege ein Schlüssel zur schnellen Einführung von Geothermie-Heizungen, Holzpellets-Heizungen und Solaranlagen. Die DUH will deshalb ein breites Bündnis aus Landwirtschaft, Handwerk und Umweltverbänden schmieden, um den Wirtschaftsaufschwung von unten zu fördern und gleichzeitig wichtige Fortschritte im Klimaschutz zu machen. Dazu veranstaltet die DUH derzeit fünf aktuelle Kampagnen: Solarbundesliga, SolarLokal, Solar-Kommune, Energie aus lebendigen Wäldern und Energiesparkommune. Diese Anstrengungen sollen in Zukunft noch deutlich verstärkt werden, kündigt die DUH an.

20.08.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Blitzstrom GmbH
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f-cell: Messe als Branchentreff zur Brennstoffzelle

Probesitzen im Brennstoffzellen-PKW
Probesitzen im Brennstoffzellen-PKW

Am 26. und 27. September treffen sich in Stuttgart auf der fünften "f-cell" Brennstoffzellen-Fachleute aus über 20 Nationen. Auf der Konferenz und der begleitenden Messe, diskutieren sie neueste Entwicklungen, tauschen Erfahrungen aus und knüpfen Geschäftskontakte. Besonders beliebt sei eine Probefahrt im Brennstoffzellen-Auto, berichten die Veranstalter in einer Pressemitteilung.  Das Forum für Produzenten und Anwender der Brennstoffzelle findet statt im Stuttgarter Haus der Wirtschaft. Zentrale Bühne für den Informationsaustausch in der Branche ist neben dem Symposium die begleitende Messe. Letztes Jahr stellten dort 32 Unternehmen aus Forschung & Entwicklung sowie Hersteller kompletter Systeme und einzelner Komponenten aus. Dieses Jahr sei der Andrang noch größer, so dass die Veranstalter, die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH sowie die Peter Sauber Agentur aus Gerlingen in Kooperation mit DaimlerChrysler AG und dem Umweltministerium Baden-Württemberg davon ausgehen, dass sich die Ausstellungsfläche nahezu verdoppeln wird.



Mobile, stationäre und portable Brennstoffzellen

Den Initiatoren ist wichtig, alle drei Hauptanwendungsbereiche der Zukunftstechnologie abzudecken: die mobile Nutzung in Fahrzeugen, stationäre Brennstoffzellen als Lieferant von Hausenergie oder tragbare Systeme, zum Beispiel in Laptops oder Handys. Auch den Dienstleistern rund um die Brennstoff-Zellen-Technologie, die Beratung, Weiterbildung, Software, Systemtests oder Vertriebsleistungen anbieten, bietet die Messe eine Plattform. Für 2005 meldeten sich neben der DaimlerChrysler AG folgende prominente Aussteller an: die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, RWE Fuel Cells GmbH sowie die Forschungseinrichtungen Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) und ZSW Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung.


Probefahrt mit Brennstoffzellen-Auto von DaimlerChrysler

"Ein besonderes Messe-Highlight ist die 'f-cell-mobil'", erklärt Mitveranstalter Peter Sauber. "Hier können die Gäste zum Beispiel den Hysun3000, der 2004 mit einer einzigen Wasserstoff-Tankfüllung von Berlin nach Barcelona fuhr, bewundern." Außerdem präsentiert das Institut für Fahrzeugkonzepte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) sein Brennstoffzellen-Hybridfahrzeug HyLite, das als Technologieträger in einer Zusammenarbeit mit mehreren Automobil-Zulieferbetrieben entwickelt wurde. Es diente in den vergangenen drei Jahren als Entwicklungsplattform für die Zulieferindustrie und zeichnet sich unter anderem durch sein energieoptimiertes Niederdruck-Brennstoffzellensystem aus. "Direct Water Injection"-Brennstoffzellen-stapel sorgen dafür, dass eine aufwändige externe Befeuchtung von Luft und Wasserstoff überflüssig wird. Auch das Forschungszentrum Jülich bietet Besonderes: einen Brennstoffzellen-Scooter. Die Wissenschaftler rüsteten dazu ein kommerzielles Elektrofahrzeug mit einem Brennstoffzellen-System aus. Das Gefährt tankt flüssiges Methanol und bringt es auf immerhin 25 Stundenkilometer. Wer ein richtiges Brennstoffzellen-Auto einmal probefahren möchte, findet bei DaimlerChrysler dazu Gelegenheit. Ein Erlebnis, das bereits letztes Jahr viele Teilnehmer beeindruckte.
Auch dort, wo die Messe nicht mit spektakulären Exponaten aufwarte, biete sie viel: die Möglichkeit, sich kompakt und umfassend über den neuesten Entwicklungsstand in der Branche zu informieren, wichtige Kontakte zu knüpfen, bei Bedarf Partner zu finden sowie Marktchancen und Produktideen zu diskutieren. 500 hochqualifizierte Fachleute aus 220 Unternehmen aus 20 Nationen waren 2004 auf der f-cell vertreten: Ein enormes Potenzial für wertvolle Geschäftsbeziehungen, das die Veranstalter dieses Jahr noch übertreffen wollen. Weitere Informationen und Anmeldeformulare gibt es im Internet unter www.f-cell.de. Die gedruckte f-cell-Broschüre kann ebenfalls über das Internet bestellt werden oder telefonisch bei der Peter Sauber Agentur, Telefon 07156-43624-50,.(www.f-cell.de).

20.08.2005   Quelle: Peter Sauber Agentur   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Peter Sauber Agentur

 

Strom aus Erdwärme: der nächste Schritt zum Grundlastkraftwerk

Geothermielabor Groß Schönebeck während des primären hydraulischen Tests am 5.1.2001
Geothermielabor Groß Schönebeck während des primären hydraulischen Tests am 5.1.2001

Am Standort der Geothermie-Forschungsbohrung Groß Schönebeck des GeoForschungsZentrums Potsdam (GFZ) soll eine zweite Bohrung mit rund 4.300 Metern Tiefe niedergebracht werden. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) stelle die dafür erforderlichen Mittel bereit, berichtet das GFZ in einer Pressemitteilung. Bei einer Pressekonferenz im GFZ Potsdam übergab der Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium, Rainer Hinrich-Rahlwes, stellvertretend für den Bundesumweltminister Jürgen Trittin, den Bewilligungsbescheid in Höhe von 10,1 Millionen Euro.  Das Ministerium für Wirtschaft des Landes Brandenburg beteiligt sich mit einer weiteren Million Euro ebenfalls an dem Vorhaben, wie der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Brandenburg, Dr. Wolfgang Krüger bei dieser Veranstaltung zusagte.



Nachhaltige Option für die künftige Energieversorgung

Bereits im Winter 2000 hatte das GFZ Potsdam mit einem ersten, ebenfalls 4.300 Meter tiefen Bohrloch die Arbeiten zur Technologieentwicklung für ein Geothermiekraftwerk begonnen. Ziel der zweiten Bohrung ist die Herstellung eines geschlossenen oberirdisch-untertägigen Wasserkreislaufs, aus dem die Wärmeenergie für ein geothermisches Kraftwerk bezogen werden kann. Das aus der Förderbohrung zur Oberfläche gepumte Tiefenwasser wird nach seiner thermischen Nutzung über eine so genannte Injektionsbohrung in die Lagerstätte zurückgeführt. Die Umweltverträglichkeit ist laut GFZ eines der schlagenden Argumente für die Nutzung der Geothermie. In Groß Schönebeck sei daher ohne Probleme die Erlaubnis erteilt worden, mitten im Biosphärenreservat erneut eine Bohrung durchzuführen. Prof. Rolf Emmermann, Vorstandsvorsitzender des GFZ Potsdam, sagte anlässlich der Übergabe: "Das GeoForschungsZentrum Potsdam untersucht das Potenzial der Geothermie bereits seit fast einem Jahrzehnt. Wissenschaftlich und ökonomisch gesehen ist die vorgesehene Stromerzeugung aus Geothermie unter hiesigen geologischen Bedingungen Neuland. Wir wissen aber: die im tieferen Untergrund vorhandene Erdwärme ist nicht nur umweltfreundlich, sondern bietet sich auch als nachhaltige Option für die zukünftige Energieversorgung an."


Erdwärme zur Grundlastversorgung

Experimente in der GFZ-Geothermie-Bohrung haben nachgewiesen, dass sich die in weiten Teilen des Norddeutschen Beckens verbreiteten Heißwasservorkommen zur Stromerzeugung eignen. Nach den Experimenten wurde ein untertägiger Wasserzufluss erreicht, der die Stromerzeugung aus Erdwärme energiewirtschaftlich interessant macht. "Anders als Sonne und Wind ist Erdwärme jederzeit verfügbar und kann daher auch zur Grundlastversorgung eingesetzt werden. Durch die Zusammenarbeit mit einem industriellen Partner, der Vattenfall Europe, wollen wir auch einen schnellen Übergang unserer Forschungsergebnisse in die wirtschaftliche Anwendung erreichen," ergänzt Emmermann.


Vattenfall Europe unterstützt das Projekt mit einer Million Euro

Vattenfall Europe beabsichtigt laut GFZ, den Nachweis der Nachhaltigkeit geothermischer Stromerzeugung in Groß Schönebeck ebenfalls mit einer Million Euro zu unterstützen. Wenn diese Nachhaltigkeit sich erweise, werde das Energie-Unternehmen auch den Kraftwerksbau finanziell sicherstellen. Bereits beim Niederbringen der neuen Bohrung soll der Wärmespeicher durch gezielt ausgerichtetes und besonders schonendes Bohren mittels verträglicher Kühl- und Spülverfahren für die spätere Langzeitnutzung optimal vorbereitet werden. Die Vergabe der Bohrarbeiten ist europaweit ausgeschrieben worden. Sie sollen noch im Herbst dieses Jahres beginnen.


Neues Verfahren soll Produktivität gezielt steigern

Zur wirtschaftlichen Nutzung der Erdwärme müssen in der Tiefe neben einer genügend hohen Temperatur auch ausreichende Mengen an Wasser vorhanden sein. Wenn das Gestein zu wenig Poren und Klüfte aufweist, in denen das heiße Tiefenwasser zirkulieren kann, kann man den Wasserfluss durch Stimulation erhöhen. Dazu wurden an der Forschungsbohrung Groß Schönebeck neue Verfahren entwickelt. Ernst Huenges, Sektionsleiter Geothermie am GFZ Potsdam, meint dazu: "Mit unserem neuen Stimulationsverfahren haben wir gezeigt, dass die Produktivität von Geothermielagerstätten gezielt gesteigert werden kann. Die hier erprobte Stimulationstechnologie ist weltweit auf Gebiete ähnlicher geologischer Struktur übertragbar. Das Projekt hat damit Pilotcharakter für die geothermische Stromerzeugung." Das sei ein wichtiges Argument für die Exportfähigkeit: allein das Norddeutsche Becken sei eine geologische Struktur, die sich von Polen bis in die Niederlande erstreckt.

19.08.2005   Quelle: GFZ GeoForschungsZentrum Potsdam   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: GFZ

 

KfW-Studie zum Klimawandel: Dringender Handlungsbedarf über Kyoto-Protokoll hinaus

Die Industrieländer müssen sich zu einer substanziellen, absoluten Reduktion ihrer Treibhausgase verpflichten - zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der KfW Bankengruppe. Sie befasst sich mit den Erfolgen des Kyoto-Protokolls zur Reduzierung von CO2-Emissionen sowie weiteren nötigen Schritten zur Abschwächung des Klimawandels.  Auch die Entwicklungs- und Schwellenländer müssen einen Beitrag leisten, erläutert die KfW in der Studie mit dem Titel " Ausgestaltungsmöglichkeiten eines Post-Kyoto Regimes", da in diesen Ländern die Treibhausgasemissionen in den vergangenen Jahren die stärksten Zuwachsraten verzeichneten. China sei mit 3,7 Milliarden Tonnen jährlich inzwischen der zweitgrößte CO2-Emittent nach den USA (5,7 Mrd. Tonnen). Russland, Japan und Indien kommen laut KfW auf die Plätze 3, 4 und 5.


Vereinbarungen ohne China, Indien und USA weitgehend wirkungslos

Ungeachtet der Erfolge des Kyoto-Protokolls steigen die globalen Treibhausgasemissionen weiter stark - allein zwischen 1990 und 2003 wuchs der weltweite jährliche Ausstoß von Kohlendioxid, dem mit Abstand wichtigsten Treibhausgas, um rund ein Fünftel. Diesen Trend zu brechen, sei die wichtigste Aufgabe eines künftigen "Klimaregimes". Die KfW-Studie kommt zum Schluss, dass sämtliche relevanten Treibhausgasemittenten hierbei an einem Strang ziehen müssen. Da rund 40% der weltweiten CO2-Emissionen allein auf China, Indien und die USA entfallen, dürften Vereinbarungen ohne diese drei Länder weitgehend wirkungslos bleiben. Bisher jedoch lehnten sowohl die USA als auch zahlreiche Entwicklungs- und Schwellenländer verbindliche Emissionsminderungsziele ab.

Angesichts der bevorstehenden dramatischen Klimaveränderungen bestehe allerdings dringender Handlungsbedarf, die internationale Staatengemeinschaft könne sich keinen langjährigen Verhandlungsprozess mehr leisten, betont die KfW. Nach ihrer Auffassung müsste ein "Post-Kyoto-Protokoll" zügig in Kraft treten und folgenden Kriterien Rechnung tragen:

- Die Industrieländer verpflichten sich zu einer verbindlichen, absoluten Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen. Die Entwicklung moderner, effizienterer Technologien kann diese Ziele ergänzen, jedoch nicht ersetzen.

- Auch nach 2012 müssen die Industrieländer auf die drei "flexiblen Mechanismen" des Kyoto-Protokolls zurückgreifen können, um ihren Emissionsverpflichtungen nachzukommen (1. Emissionshandel zwischen Industrienationen, 2. gemeinsam mit anderen Industriestaaten durchgeführte Klimaschutzprojekte sowie 3. Klimaschutzprojekte zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern.)


- Auch Entwicklungs- und Schwellenländern müssen sich auf die absolute Reduktion von Treibhausgasemissionen verpflichten. Verzichtet werden kann darauf nur, wenn diese Länder klar definierte Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung durchführen. Über eine teilweise Kompensation der in Entwicklungs- und Schwellenländern entstehenden Zusatzkosten durch die Industrienationen wird man ernsthaft nachdenken müssen.
- Das Ausmaß, in dem ein Entwicklungs- oder Schwellenland absolute Reduktionsverpflichtungen durch alternative Instrumente substituieren kann, sollte sowohl von den Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen als auch von dessen Anteil an den weltweiten Emissionen abhängen.

Ob sich die internationale Staatengemeinschaft auf diese Eckpunkte einigen kann, werde sich in den bevorstehenden Regierungsverhandlungen erst zeigen müssen, so die KfW. Mit ersten Ergebnissen sei frühestens im Rahmen der Konferenz der Vertragsparteien vom 28.11. bis 9.12.2005 in Montreal zu rechnen.

Interessierte können die Studie abrufen unter www.kfw.de in der Rubrik "Service/Online-Bibliothek/Research/MakroScope".

19.08.2005   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Pellets-Kongress: Experten diskutieren Marktentwicklungen

Pellets-Brenner
Pellets-Brenner

Das 5. Industrieforum Holzenergie findet in diesem Jahr vor dem Hintergrund drastisch gestiegener Ölpreise statt. Rund 250 Branchenexperten und Industrievertreter diskutieren auf dem Fachkongress über aktuelle Marktentwicklungen der wachsenden Pelletsbranche und informieren sich über innovative Produkte und Dienstleistungen.  Der Fachkongress vom 12. bis 13. Oktober beginnt in diesem Jahr bereits einen Tag vor der Fachmesse Pellets 2005. Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutsche Bank-Gruppe.




Ölpreis fördert den Umstieg auf Biomasse

Der Rohölpreis steigt kontinuierlich und hat kürzlich ein neues Rekordhoch von über 60 Dollar erreicht. Schon jetzt würden an der New Yorker Warenterminbörse "Nymex" Dezember-Kontrakte für Rohöl zu einem Preis von 80 Dollar je Barrel gehandelt, berichtet der Veranstalter, die Solar Promotion GmbH. Experten gehen davon aus, dass eine Hoffnung auf wieder sinkende Ölpreise mittelfristig unrealistisch ist. Der wahrscheinliche weitere Anstieg veranlasste renommierte Institute und Forschungsgruppen sowie die Industrie, Alternativen zu entwickeln. In der aktuellen Studie "Energie Spezial" der Deutsche Bank Research vom Juli 2005 ist bereits vom nahenden Ende des Erdölzeitalters die Rede – zum Vorteil der Bioenergie. Dass der hohe Ölpreis den Umstieg auf Biomasse fördert ist auch das Titelthema des Eröffnungsvortrags von Prof. Dr. Norbert Walter. Im Gegensatz zum stark steigenden Ölpreis zeigt sich der Pelletspreis seit Jahren stabil. "Die geringere Schwankungsanfälligkeit der Pelletspreise birgt für Investoren den Charme besserer Kalkulierbarkeit und überschaubarer Risiken", heißt es dazu in der Studie der DB Research. Im Betrieb seien Pelletsheizungen bereits heute deutlich günstiger als Ölheizungen und stünden ihnen dabei hinsichtlich Komfort und Bedienung in nichts nach.


Workshop zu Pellets-Großanlagen

Die Technik von Pellets-Heizsystemen ist mittlerweile so ausgereift, dass sie zunehmend auch für Großfeuerungsanlagen zum Einsatz kommen. Beim Workshop "Großanlagen" auf dem Holzenergieforum diskutieren Experten und Industrie unter anderem über Pellets-Anlagen im Leistungsbereich bis zu einem Megawatt (MW). Weitere Workshops werden angeboten zur Feuerungs- und Anlagentechnik, zu Aktivitäten verschiedener europäischer Länder sowie zu Produktion, Lagerung und Vertrieb von Pellets. Das Programm und weitere Informationen zum 5. Industrieforum Holzenergie gibt es im Internet unter http://www.holzenergieforum.com. Parallel zum 5. Industrieforum Holzenergie findet vom 13.-14. Oktober 2005 die Fachmesse Pellets 2005 statt. Mit rund 65 Ausstellern ist die Pellets 2005 Deutschlands größte Fachmesse, die sich ausschließlich auf den Bereich Pellets spezialisiert hat. Weitere Informationen zur Pellets 2005 gibt es im Internet unter http://www.pellets2005.de

19.08.2005   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ÖkoFEN Pelletsheizung, Lembach; Österreich
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BUND zum Schwarz-Gelben Kompetenzteam: "Ökologische Leichtmatrosen statt Schwergewichte"

Mangelnde Kompetenz bei Klimaschutz, Gentechnik und Nachhaltigkeit hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mehreren Anwärtern auf Spitzenpositionen in einer möglichen neuen Regierung bescheinigt. Im Kompetenzteam der CDU/CSU seien wie schon im Wahljahr 2002 wichtige Zukunftsthemen "unterbelichtet", heißt es in der BUND-Pressemitteilung.  Das könne sich erneut rächen. "Ökologische Leichtmatrosen" seien vor allem auch die Spitzenkandidaten der FDP, sagte BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. Besser sehe es bei Bündnis 90/Die Grünen, der Linkspartei PDS und der SPD aus. "Wenn man ökologische Vollmatrosen sucht, wird man derzeit nur hier fündig", so Timm. Der Umweltverband veröffentlichte am 17.08.2005 umweltpolitische Personenprofile von 13 Spitzenkandidaten der Parteien.


Rückkehr in das Atomzeitalter widerspricht dem Willen der Bürger

Selbst Kanzlerkandidatin Angela Merkel habe leider frühere Positionen aufgegeben und plädiere inzwischen für weniger Umwelt- und Naturschutz, kritisiert der BUND. Als Umweltministerin sei die Ökosteuer für sie ein "notwendiges Element der nationalen Klimaschutzpolitik" gewesen. Heute verlange sie deren Abschaffung. Habe sie damals den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien gefordert, distanziere sie sich nun davon. Die von ihr angekündigte Rückkehr ins Atomzeitalter und die Anwendung der Gentechnik in der Landwirtschaft widerspreche ebenfalls dem Willen einer Mehrheit in der Bevölkerung, betont der BUND. Die im Kompetenzteam für Agrar- und Umweltpolitik zuständige CSU-Politikerin Gerda Hasselfeldt sei ebenfalls Anhängerin der Gentechnik. Zudem befürworte sie die industrielle Tierhaltung und wolle den ökologischen Landbau wieder zurückdrängen.


Kritik an "wenig qualifizierten" Äußerungen von FDP-Chef Westerwelle

Bedauerlicherweise habe auch FDP-Spitzenkandidat Guido Westerwelle seit seiner Spaßmobil-Tour zur Elbeflutzeit im Sommer 2002 nicht dazugelernt, stellt der BUND fest. Die klimafreundliche Windenergie sei für ihn "unwirtschaftlich, unökologisch und unsozial". Den boomenden und arbeitsplatzschaffenden Ökolandbau wolle Westerwelle nicht weiter fördern. Wie Merkel und Hasselfeldt beabsichtige er, die Gentechnik bei der Lebensmittelproduktion zum Zuge kommen zu lassen. Gipfel seiner "wenig qualifizierten" Äußerungen zum Natur- und Tierschutz sei der Satz: "Ich misstraue einer Regierung, die die Hühner besser schützen will als die Verbraucher."

"Die Spitzenkandidaten der Parteien haben höchst unterschiedliche Vorstellungen in Sachen Umwelt- und Naturschutz. Zwar wollen alle Deutschland fit machen für die Zukunft. Viele ihrer Pläne und Äußerungen weisen jedoch in die Vergangenheit", so der BUND-Bundesgeschäftsführer. Wer mehr Wachstum auf Kosten von Natur und Umwelt erhoffe, werde die Rechnung bei der nächsten Jahrhundertflut präsentiert bekommen. Wer Raubbau an den Ressourcen betreibe, richtee auch die Wirtschaft zugrunde. "Weniger Natur- und Umweltschutz schafft nicht mehr Arbeitplätze, sondern bedroht uns alle und gefährdet die Lebensgrundlagen künftiger Generationen", so Timm.


"Umweltprofile" der Spitzenkandidaten im Internet

Der BUND forderte von den Unionsparteien und der FDP, den Umweltschutz im Wahlkampf nicht gegen die Wirtschaft auszuspielen und personell und inhaltlich nicht zu vernachlässigen. Beispielsweise seien bei erneuerbaren Energien und im Ökolandbau viele zukunftsfähige Arbeitsplätze entstanden. Wer hier das Erreichte gefährde, schade nicht nur der Umwelt sondern der Gesellschaft insgesamt. Die Personenporträts der Spitzenkandidaten von SPD, CDU/CSU, FDP, Grünen und der Linkspartei sind abrufbar unter http://www.bund.net/bundestagswahl/

18.08.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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NABU warnt vor Vernachlässigung der Umweltpolitik

Der Naturschutzbund NABU hat anlässlich der Vorstellung des so genannten Kompetenzteams für den Wahlkampf von Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel am heutigen Mittwoch vor einer Vernachlässigung des Umwelt und Naturschutzes gewarnt. "Umwelt ist bei der Union wieder mal nur Randthema", kritisierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Es sei mehr als enttäuschend, dass das Umweltressort im Wahlkampfteam von Frau Merkel nicht eigenständig besetzt sei.   Die Union habe aus der Wahlniederlage von 2002 anscheinend nichts gelernt und stelle Umweltbelange erneut hinten an. Der NABU fordert auch unter einer möglichen unionsgeführten Regierung ein eigenständiges Umweltministerium.


Umweltschutz soll zentrale Rolle in der Bundespolitik spielen

"Nach der Jahrhundertflut vor drei Jahren und fast zwanzig Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sollten die Christdemokraten eigentlich wissen, dass der Schutz von Mensch und Natur kein Randthema sein darf", so der NABU-Präsident weiter. Schließlich sei es die Union gewesen, die nach Tschernobyl überhaupt erst ein eigenständiges Umweltministerium ins Leben gerufen hatte. Allein vor dem Hintergrund zahlreicher internationaler Umweltabkommen, allen voran das Kyoto-Protokoll, sollte Frau Merkel als frühere Bundesumweltministerin wissen, dass Umweltschutz eine zentrale Rolle in der Bundespolitik spielen müsse, heißt es in der NABU-Pressemitteilung.

Der NABU warnte die politisch Verantwortlichen davor, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten den Umwelt- und Naturschutz zu vernachlässigen. Das sei nicht nur unverantwortlich gegenüber den nachfolgenden Generationen, sondern auch ignorant gegenüber den Interessen von Millionen Wahlberechtigten sowie 1,5 Millionen Menschen, die derzeit im Umweltbereich tätig seien. "Der Schutz von Natur und Umwelt ist kein Luxusproblem", betonte Tschimpke.

18.08.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Trittin: BDI verabschiedet sich aus dem Konsens im Klimaschutz

"Wenn die Abkehr vom Kyoto-Protokoll die neue Linie des BDI darstellt, dann verabschiedet sich der BDI aus dem Konsens im Klimaschutz, den es nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch parteiübergreifend im Deutschen Bundestag gibt." Mit diesen Worten kommentierte Bundesumweltminister Jürgen Trittin die am 17.08.2005 bekannt gewordenen Forderungen aus dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), die deutsche Politik solle sich vom Kyoto-Protokoll verabschieden.   In einem BDI-Strategiepapier hatte Carsten Kreklau, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, geschrieben, in der deutschen Politik müsse sich die Erkenntnis durchsetzen, dass absolute Emissionsminderungsverpflichtungen wie im Kyoto-Protokoll international nicht durchsetzbar seien. "Dieser Ansatz ist gescheitert", so Kreklau.


BDI setzt auf "technologiebasierte Umwelt- und Klimapartnerschaft"

"Die internationale Entwicklung geht längst in eine andere Richtung", so Kreklau. Ende Juli hätten die USA, China, Indien, Japan, Südkorea und Australien eine technologiebasierte Umwelt- und Klimapartnerschaft vereinbart. Die Partnerstaaten zeichneten für fast 50 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich – mehr als die 'Kyoto−Staaten'. Sie hätten sich verpflichtet, private Investitionen in Klima schützende Technologien zu fördern und sich gegenseitig bei der Entwicklung neuer Technologien zu unterstützen. Diesen Weg müsse auch die deutsche Politik einschlagen, heißt es in dem BDI-Papier. "Wenn wir an alten Zöpfen festhalten, gefährden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit – ohne irgendetwas für das Klima zu erreichen",


Trittin: Staats- und Regierungschefs der EU wollen Kyoto-Prozess über 2012 hinaus

Der BDI beziehe auch Stellung gegen den erklärten Konsens der Staats- und Regierungschefs der EU, die gerade erst auf ihrem Frühjahrsgipfel unterstrichen hätten, dass der Klimaschutzprozess auch nach 2012 weitergehen müsse, damit der Ausstoß von Treibhausgasen bis zur Mitte dieses Jahrhunderts global halbiert werden könne, entgegnet Trittin. Es sei die gemeinsame Überzeugung der EU-Staaten, dass die Industrieländer bis 2020 zwischen 15 und 30 % ihrer Treibhausgase einsparen müssen, sagte der Bundesumweltminister. Die Behauptung des BDI, Kyoto gefährde Arbeitsplätze und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, sei ein Griff in die Mottenkiste, so Trittin. Dieser Vorwurf sei völlig abwegig und durch die Realität längst widerlegt. Gerade der Emissionshandel, den die Bundesregierung eingeführt hat, sei Motor der Technologieförderung und der Arbeitsplatzsicherung - mit dem Ergebnis, dass wieder in moderne, effiziente Kraftwerkstechnik investiert werde. "Nach Jahren der Investitionsabstinenz werden zur Zeit von der deutschen Elektrizitätswirtschaft über 15.000 MW neue Kraftwerkskapazität geplant, die Hälfte davon auf der Basis effizienter Gas- und Dampfturbinen-Technik. So zeigt sich, wie man gerade durch das Klimaschutzinstrument 'Emissionshandel' Innovation und Wettbewerbsfähigkeit befördert", so Trittin. Wer wie im BDI-Papier den Emissionshandel begrüße, aber absolute Emissionsziele ablehne, widerspreche sich selbst.

"Die Führung des BDI ist der Öffentlichkeit eine Erklärung schuldig, ob es sich hier um einen Diskussionsbeitrag eines Geschäftsführers oder tatsächlich um eine Positionsbestimmung des BDI handelt", fordert Trittin.

18.08.2005   Quelle: BMU; BDI   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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CENTROTEC will mit CENTROSOLAR AG im Frühjahr 2006 an die Börse

Die CENTROTEC Sustainable AG, Anbieter von Abgas- und Lüftungssystemen für Niedrigenergiehäuser hat beschlossen, ihre Solaraktivität mit Partnern zu bündeln und als voll konsolidierte Tochtergesellschaft an die Börse zu bringen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Der Börsengang in den Prime Standard im Rahmen einer Kapitalerhöhung sei für das Frühjahr 2006 geplant. Bereits im Herbst 2005 soll die Einbeziehung in den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgen.


Konzentration auf Wachstumsmarkt Solarenergie

Die neue Tochtergesellschaft, an der CENTROTEC mit 60 % die Mehrheit halten werde, heißt "CENTROSOLAR AG" und soll sich ausschließlich auf den Wachstumsmarkt Solar konzentrieren. Kern der Unternehmensstrategie sei der Vertrieb anwendernah konzipierter, kompletter Solarsysteme, die schwerpunktmäßig über den Fach- und Großhandel vertrieben werden sollen. Kennzeichnend bleibe aber auch hier die bereits von der Muttergesellschaft verfolgte Nischenpolitik. CENTROTEC will dazu ihre patentierten Solarbefestigungssysteme und ihre 70 %-Beteiligung in dem vor kurzem geschaffenen Joint Venture zur Fertigung von Solarmodulen einbringen. Bereits jetzt sei ein auf Solarglas konzentriertes Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 20 Millionen Euro Bestandteil der CENTROSOLAR AG. Weitere Unternehmen sollen integriert werden. Aktuell laufen laut CENTROTEC bereits mit zwei Systemanbietern konkrete Übernahmeverhandlungen.

Für 2006 erwarte die CENTROSOLAR AG – inklusive der oben genannten Akquisitionen – ein Umsatzvolumen von über 100 Millionen Euro, heißt es in der Pressemitteilung. Da alle vorgesehenen Unternehmensteile bereits heute profitabel seien (die oben genannte Modulfertigung direkt nach Produktionsanlauf Anfang 2006), würden im ersten Börsenjahr 2006 von der CENTROSOLAR AG positive Ergebniszahlen mit einer EBIT-Marge von 5 - 10 % erwartet. Das Management der neuen Tochtergesellschaft werde sich aus erfahrenen Strategen, Integrationsmanagern und bewährten Solarfachleuten zusammensetzen, die zum Teil eigens für diese Aufgabe gewonnen werden konnten, berichtet CENTROTEC. Vorsitzender des Vorstandes der CENTROSOLAR AG werde das CENTROTEC Vorstandsmitglied, Dr. Alexander Kirsch. Ein weiteres Mitglied im Vorstand wird Dr. Axel Müller-Groeling, Physiker und ehemaliger Associated Principal bei McKinsey. Vorsitzender des Aufsichtsrates der CENTROSOLAR AG wird der CEO der CENTROTEC Sustainable AG, Dr. Gert-Jan Huisman. Als langfristig engagierter und größter Aktionär strebe CENTROTEC an, die neue AG auch strategisch zu gestalten und stelle ein erfahrenes Management sowie seine Vertriebskontakte in Europa für die CENTROSOLAR AG zur Verfügung.

Weitere Informationen zum geplanten Börsengang sollen zum Ende des Jahres veröffentlicht werden.

18.08.2005   Quelle: CENTROTEC Sustainable AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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HIT und Antec wollen neue Solaraktie an die Börse bringen

Durch das geplante Zusammengehen der börsennotierten HIT International Trading AG mit der Antec Solar Energy AG (Antec) soll demnächst eine neue Solaraktie am deutschen Aktienmarkt angeboten werden. Das berichtet die Antec Solar Energy AG in einer Pressemitteilung. Vorstand und Aufsichtsrat der HIT AG hätten am 11. August 2005 den Vorschlägen der Antec-Verwaltung zu einem Zusammengehen im Wesentlichen zugestimmt.  Die HIT AG, die ursprünglich auf den Papierhandel spezialisiert war, habe in den letzten Jahren aufgrund des Preisverfalls in diesem Bereich ihre Aktivität deutlich reduziert und wolle ihren Aktionären vorschlagen, künftig in dem aussichtsreichen Geschäftsfeld der Solarenergie tätig zu sein. Hierfür soll die Arnstädter Solarfabrik der Antec in die HIT eingebracht werden. Antec ist spezialisiert auf die Produktion und den Vertrieb von Dünnschicht-Solarmodulen. Das Unternehmen verfügt über eine moderne Produktionsanlage in Arnstadt/Thüringen, die derzeit eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 10 Megawatt besitze. Im Jahr 2006, dem ersten vollen Geschäftsjahr in der neuen Zusammensetzung, werde für den Solarbereich mit einem Umsatz von rund 13 Millionen Euro gerechnet sowie mit einem Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBIT) von rund 1,4 Millionen Euro.


Solarfabrik von Antec soll als Einlage in die neue Gesellschaft eingebracht werden

Um den Zusammenschluss zu verwirklichen, soll den Hauptversammlungen beider Gesellschaften folgende Vorgehensweise vorgeschlagen werden, das Grundkapital der HIT AG zunächst um rund die Hälfte zu senken und einen Aktien-Splitt durchzuführen. Danach sollen im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Bar- und Sacheinlage zum Einen 12 Millionen neue Aktien zu einem Betrag nahe am oder zum Mindestausgabebetrag von einem Euro mit Bezugsrechten für die HIT-Aktionäre ausgegeben werden. Zum Anderen soll die Solarfabrik von Antec zu einem Wert von 12 Millionen Euro als gemischte Bar- und Sacheinlage in die Gesellschaft eingebracht werden. Weiterhin soll ein Barausgleich für den höheren Wert der Solarfabrik in Höhe von 4 Millionen Euro erfolgen.


Produktionskapazität soll auf 25 Megawatt wachsen

Die Perspektiven für die Aktionäre der beiden Unternehmen seien durch den Zusammenschluss vielversprechend, heißt es in der Pressemitteilung. Der Photovoltaikmarkt befinde sich in einem deutlichen Aufwärtstrend und dürfte in den nächsten Jahren weiter überproportional wachsen. Experten rechneten mit Zuwachsraten der Solarzellen-Produktion von durchschnittlich rund 13 Prozent bis zum Jahr 2020. Udo Bockemühl, Vorstand von Antec, ist deshalb optimistisch: "Die Nachfrage nach Solarmodulen von Antec ist hervorragend. Der Auftragsbestand hat sich entsprechend positiv entwickelt und sorgt bereits jetzt für eine Vollauslastung unserer Produktionsanlagen bis Ende 2006", so Bockemühl.
Bockemühl setzt auf weiteres Wachstum: "Aufgrund der positiven Erfahrungen mit der Produktionsanlage in Arnstadt wollen wir einen Teil der Mittel aus der Kapitalerhöhung dazu nutzen, um unsere Produktionsanlagen in Arnstadt auszubauen. Wir hoffen, an diesem Standort künftig jährlich rund 25 Megawatt produzieren zu können."

Nach den erfolgreichen Börsengängen der Conergy AG im März 2005 und der Solar Millennium AG im Juli 2005 werde mit der HIT AG in der neuen Ausrichtung ein weiteres Solarunternehmen am Aktienmarkt vertreten sein, das sowohl für Privatanleger als auch für institutionelle Anleger eine interessante Anlagemöglichkeit biete, so Antec. "Dies ist uns wichtig, da sich inzwischen viele Analysten und Fondsmanager mit Solar-Aktien befassen. Wir sehen das Investment in die neue Solar-Aktie als ein nachhaltiges und erfolgversprechendes Engagement", sagt Udo Bockemühl.

18.08.2005   Quelle: Antec Solar Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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EUROSOLAR: "Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken macht Rückstellungen endgültig untragbar"

Seit Jahren sei die Praxis der steuerfreien Rückstellungen der Atomkraftwerksbetreiber für die atomare Entsorgung politisch wie rechtlich umstritten, erklärte der Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Scheer (SPD) auf der Pressekonferenz am 17.08.2005 zur Diskussion um die geforderte Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftkraftwerke. Dies gelte besonders für die beliebige Verwendbarkeit dieser Rückstellungen, die von den Atomkraftwerksbetreibern eingesetzt würden für den Aufkauf anderer Stromunternehmen und den Einkauf von Unternehmen auch außerhalb des Energiesektors.  Scheer ist ehrenamtlicher Präsident von EUROSOLAR, der gemeinnützigen Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien.


1998: Gesetzentwurf zu Rücklagen-Fonds für Folgekosten der Kernenergienutzung


"Im November 1998 legte ich der SPD-Fraktion einen Gesetzentwurf 'Zur Bildung eines öffentlichen Rücklagen-Fonds für die Folgekosten der Kernenergienutzung' vor, der als Gruppenantrag von 32 weiteren SPD-Abgeordneten unterzeichnet worden war. Er sah vor, dass die steuerfreien Rückstellungen der Atomkraftwerksbetreiber in einen öffentlich-rechtlichen Fonds eingezahlt werden", erinnert Scheer. Dieser Fonds hätte laut Gesetzentwurf die zurückgestellten Geldbeträge so anlegen müssen, dass ihre Verfügbarkeit sowie eine angemessene Verzinsung und kurzfristige Zahlungsbereitschaft gesichert seien. Die Atomkraftwerksbetreiber hätten gegenüber dem Fonds Anspruch auf Auszahlung der geleisteten Beiträge, sobald die zurückgestellten Gelder für die Folgekosten der Atomenergienutzung (Rückbau von Anlagen, Endlagerung) benötigt werden. Sie sollen nicht veräußert, verpfändet, gepfändet oder zur Konkursmasse eines Stromkonzerns gezogen werden.


Fortsetzung der Rückstellungspraxis als "politischer Preis" für den Atomausstieg

"Dieser Gesetzentwurf kam seinerzeit auch nicht in der rot-grünen Koalition zum Zuge, weil diese den angestrebten Erfolg der seinerzeit begonnenen Konsensgespräche mit den Atomkraftwerksbetreibern über einen Ausstieg aus der Atomenergie nicht gefährden wollte", erläutert Scheer. Der "politische Preis" des später erreichten Konsenses sei gewesen, dass die Rückstellungspraxis seitens der Bundesregierung unbeanstandet blieb.


Stadtwerke klagten gegen die Rückstellungspraxis beim EuGH

Im Gegensatz zur Politik der rot-grünen Bundesregierung haben die Stadtwerke Schwäbisch Hall laut Scheer zusammen mit weiteren deutschen Stadtwerken zunächst eine Beschwerde wegen der damit gegebenen Wettbewerbsverzerrung beim seinerzeitigen EU-Wettbewerbskommissar Monti eingelegt. Dem habe die Erfahrung zugrunde gelegen, dass die deutschen Atomkraftwerksbetreiber – die heutigen vier Stromkonzerne E.ON, RWE, Energie Baden-Württemberg (EnBW) und Vattenfall Europe – durch die steuerfreien Rückstellungen, die laut Scheer steuerfreie Gewinne im aktuellen Wettbewerb darstellen, einen einzigartigen Wettbewerbsvorteil hätten, und dass sie überdies mit diesen den Aufkauf von kommunalen Versorgungsunternehmen praktizierten.


Keine Mehrheit für den Fonds in der EU-Kommission

Der frühere EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti habe sich nach anfänglichem Zögern dieser Auffassung angeschlossen, ohne dafür eine Mehrheit in der EU-Kommission zu bekommen. Die seinerzeitige Energiekommissarin Loyola de Palacio habe jedoch Ende 2002 einen Vorstoß unternommen, demzufolge sie allen EU-Ländern mit Atomkraftwerken auferlegen wollte, statt steuerfreier Rückstellungen einen Rücklagen-Fonds zu bilden. Dieser Vorstoß sei bisher nicht zum Zuge gekommen, weil unter anderem auch die deutsche Bundesregierung aufgrund des „Ausstiegskonsenses“ die Rückstellungspraxis verteidigt habe, so Scheer. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) über die Klage der Stadtwerke Schwäbisch Hall stehe in den nächsten Monaten an.


"Einseitige Beihilfe für die Atomkraftwerksbetreiber"

Klage der Stadtwerke Schwäbisch Hall sei berechtigt, sagte Scheer: Die gegenwärtigen Rückstellungen lägen bei etwa 30 Milliarden Euro. Da sie beliebig verwendet werden dürften, bedeute das, dass die Geldbeträge in anderen Investitionsprojekten gebunden würden und 'durch Fehlinvestitionen' verloren gehen könnten. Hinzu komme, dass mit der Liberalisierung des Strommarktes in der EU auch die Atomkraftwerksbetreiber selbst dem Konkursrisiko ausgesetzt seien – und somit die jeweiligen Rückstellungen insgesamt verloren gehen könnten. Wegen ihrer beliebigen Verwendbarkeit sind sie laut Scheer eine einseitige Beihilfe für die Atomkraftwerksbetreiber und erleichtern den Konzentrationsprozess in der Stromwirtschaft. "Ich verweise in diesem Zusammenhang auf das schriftlich vorliegende Plädoyer der Rechtsanwältin Dr. Fouquet in der mündlichen Verhandlung vor dem Europäischen Gerichtshof am 10. März 2005", so Scheer.


Laufzeitverlängerung entzieht Rückstellungspraxis die politische Geschäftsgrundlage

"Die einzige politische Rechtfertigung, diese Rückstellungspraxis unangetastet zu lassen, ist die nahtlose Umsetzung des eingeleiteten Atomausstiegs", betont Scheer. Wenn dieser künftig durch eine Laufzeitverlängerung auch nur ansatzweise in Frage gestellt werde, sei diese Rechtfertigung hinfällig – wenn sie nicht schon zuvor vom EuGH untersagt werde. Die Verlängerung der AKW-Laufzeiten müsste gesetzlich beschlossen werden. Dies entspreche den erklärten Zielen der Union und der FDP. Sie werde von den Atomkraftwerksbetreibern erhofft und gelte als eine Art Eröffnungszug für eine langfristig angelegte Renaissance der Atomenergienutzung. Spätestens, wenn eine künftige Regierung diesen Schritt tun sollte, sei die bisherige politische Geschäftsgrundlage aufgekündigt, an der Rückstellungspraxis nicht zu rühren. "Die zwingende Konsequenz daraus wäre, diese nicht nur beim EuGH, sondern auch beim Bundesgerichtshof, Bundesfinanzhof oder beim Bundesverfassungsgericht zu beklagen – je nachdem, ob es sich um einen Privatkläger oder einen öffentlichen Kläger (eine Landesregierung oder die Bundestagsfraktion der SPD und/oder der Grünen) handelt. Die nahe liegende und in jedem Fall einzig schlüssige Alternative ist ein Rückstellungs-Fonds", unterstreicht Scheer.


Atomare Entsorgung kostet die Stromkunden mehr als erneuerbare Energien

"Ich denke – vor dem Hintergrund der einschlägigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zu Rückstellungen –, dass die Atomkraftwerksbetreiber dann keine Chance zur Fortführung ihrer Rückstellungspraxis mit ihren gigantischen Rückstellungssummen haben. Ihre Hoffnung, eine Laufzeitverlängerung ohne diese Konsequenz realisiert zu bekommen, dürfte sich als naiv und trügerisch erweisen", sagte Scheer. Es sollte auch nicht übersehen werden, dass die Rückstellungen für die atomare Entsorgung die Stromkunden in höherem Maße finanziell belasteten als es die Mehrkosten für erneuerbare Energien gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) tun würden. Auch hier sei zu vermuten, dass die die anhaltende Versuche der Stromkonzerne, gegen das EEG politisch und gerichtlich zu intervenieren und stattdessen wieder die Atomenergie in den Vordergrund zu spielen, spätestens im Erfolgsfall zur Beklagung der höchst fragwürdigen Atomrückstellungspraxis führen werden, erwartet Scheer.

18.08.2005   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SONNENENERGIE: Schwarz-Gelb als Gefahr für erneuerbare Energien

Die energiepolitischen Sprecher der Bundestagsparteien haben der Zeitschrift SONNENENERGIE ausführlich ihre Absichten zu erneuerbaren Energien, Kernenergie, Kernfusion und Energieeinsparung erläutert. Dabei sei deutlich geworden, dass die Bundestagswahl nicht nur zu einer Richtungsentscheidung in Sachen Kernenergie werde, sondern auch für die Solar- und Windenergie.
So fordere die FDP die komplette Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), dem laut einer Studie des renommierten MIT erfolgreichsten Instrument zur Einführung der erneuerbaren Energien, heißt es in der Vorabmeldung zur am 18. August 2005 erscheinenden Ausgabe der Zeitschrift.
  Die Union möchte die "zum Teil exorbitante Subventionierung" der Ökoenergien reduzieren, zitiert die Zeitschrift das Regierungsprogramm der CDU. Schwarz-Gelb würde statt dessen verstärkt auf staatliche Gelder für die Kernfusion setzen.


Angela Merkel: "Subventionen für Solarenergie überdenken"

Die Zeitschrift SONNENENERGIE veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe die kompletten Ergebnisse der Befragungen der energiepolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen von SPD, Union, Grüne, FDP und PDS. Am 7. Juni 2005 habe der energiepolitische Sprecher der Union, Peter Paziorek, in der FAZ angekündigt, dass die Einspeisevergütungen für Solarstrom im Falle eines Wahlsieges gesenkt werden könnten, so die SONNENENERGIE. Zudem solle das gesamte EEG auf den Prüfstand gestellt werden. Angela Merkel sagte laut SONNENENERGIE auf n-tv, sie wolle die "Subventionen für Solarenergie überdenken".


FDP: EEG abschaffen

Der Baden-Württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) habe das EEG als erfolgreiches Instrument gelobt– jedoch nicht ohne zu ergänzen, dass das EEG nicht dazu führen dürfe, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands einzuschränken. Angelika Brunkhorst, energiepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, beharre hingegen darauf, das EEG abzuschaffen. Im Interview mit der Zeitschrift SONNENENERGIE kritisiere sie dabei besonders die derzeitige Solarförderung.


"Branche muss sich wohl auf weit reichende Einschnitte gefasst machen"

Da auch die in der Vergangenheit von Rot-Grün betriebenen Änderungen am EEG im Bundesrat nicht zustimmungspflichtig gewesen seien, beispielsweise die Anhebung der Solarstromvergütungen, würden auch im Falle eines Regierungswechsels im Endeffekt die Bundespolitiker entscheiden, so die SONNENENERGIE. Von den Nicht-Regierungsparteien im Bundestag habe sich gegenüber der SONNENENERGIE einzig die PDS voll zum aktuellen EEG bekannt. Alle anderen Parteien hätten zwar die alternativen Energien gelobt, es sei aber klar geworden, dass das jetzige EEG mit seinen garantierten Vergütungen für saubere Energie unter einer Regierung mit Union und/oder FDP so nicht weiter bestehen werde. "Die Branche muss sich wohl auf weit reichende Einschnitte gefasst machen", heißt es in der Pressemitteilung der SONNENENERGIE.


Massive Gegensätze in Sachen Kernenergie

Ähnlich massive Gegensätze zeigten sich im Bereich der Kernenergie, so die Zeitschrift. Dass die Union die Laufzeiten der Kernkraftwerke verlängern möchte, sei bekannt. Dass die FDP es den Betreibern allerdings komplett selbst überlassen wolle, wie lange sie ihre Kraftwerke bei Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen betreiben möchten, überrasche. In der bisher noch nicht marktreifen Kernfusion sehe Rolf Hempelmann von der SPD keinen Schwerpunkt sozialdemokratischer Energiepolitik. Die FDP hingegen erkenne in der Kernfusion die Chance, den globalen Energiehunger CO2-frei zu stillen.


Konsens beim Energiesparen

Erstaunlich seien die Aussagen von Union und FDP bei der Energieeinsparung, so die SONNENENERGIE. So habe Angelika Brunkhorst gegenüber der Zeitschrift angekündigt, im Falle einer Regierungsbeteiligung ein Zertifikatesystem für private Hausbesitzer einzuführen. Wer zum Beispiel durch einen neuen Heizkessel Emissionen mindere, solle dafür ein Zertifikat erhalten, welches in den Emissionshandel eingeführt werde. Die Union möchte laut SONNENENERGIE ein unbürokratisches System "energetische Sanierung im Gebäudebereich" einführen. Die Antworten der Bundespolitiker aller Parteien legen laut SONNENENEGIE nahe, dass hier keine großen Unterschiede zwischen Opposition und Regierung bestünden. Wenn es Instrumente gebe, mit denen Energie gespart werden kann, werde niemand nein sagen, so die Zeitschrift.

17.08.2005   Quelle: SONNENENERGIE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Weltjugendtag: Solarkirche wirbt für erneuerbare Energien

Montage der Solarmodule
Montage der Solarmodule

Als Mittelpunkt des Energiedorfs "global village" auf dem Weltjugendtag in Köln werben auf dem Dach einer 13 Meter hohen Holzkirche 102 Solarmodule für umweltfreundlichen Strom aus der Sonne. Die 120 Quadratmeter große Photovoltaikanlage mit polykristallinen Sharp-Modulen wurde von der SunEnergy GmbH aus Hamburg gemeinsam mit der Firma Wennemuth Elektrotechnik erstellt.  Mit der Solarkirche und dem Energiedorf soll für die Bewahrung der Schöpfung durch erneuerbare Energien geworben und über Klimaschutz und Energieeffizienz informiert werden. Die Preise für konventionell erzeugte Energie steigen, betont Sharp in der Pressemitteilung zum Weltjugendtag. Mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit seien ohne Energieversorgung und Kriege um die letzten Vorkommen fossiler Energieträger kosteten immer mehr Menschenleben. Erneuerbare Energien, darunter besonders die Photovoltaik, böten hier eine friedliche Alternative mit hohem Entwicklungspotenzial und netzunabhängigen Einsatzmöglichkeiten.

Allein die Sonne liefert mit jährlich 219.000 Billionen Kilowattstunden Energie 2.500 mal mehr, als die gesamte Weltbevölkerung heute verbraucht. Nach einer Prognose der Bundesregierung kann allein der Solarstrom langfristig zu über 50 Prozent zur weltweiten Energieproduktion beitragen.", so Peter Thiele, General Manager der in Hamburg ansässigen Sharp Solar Business Group Germany/Austria.


Markteinführung der Photovoltaik wichtige Aufgabe der künftigen Bundesregierung

"Die Energieversorgung der Zukunft wird bereits heute entschieden. Solarenergie kann dabei einen großen Teil zur zukünftigen Versorgungssicherheit leisten. Dafür ist aber die konsequente Markteinführung und Weiterentwicklung der Photovoltaik unverzichtbar", ergänzt Dr. Hartwig Westphalen, Geschäftsführer der SunEnergy GmbH. Angesichts des weltweit steigenden Energiebedarfs und des Klimawandels sei dies eine wichtige Aufgabe, auch der künftigen Bundesregierung, so Westphalen.


98 Prozent der Deutschen für stärkere Nutzung der Solarenergie

Deutschland ist in Europa der größte Nutzer und Förderer von Solarstrom. Die Photovoltaik sei ein Wachstumsmotor der erneuerbaren Energien und genieße in der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz, betont Sharp. Laut aktuellen Umfragen von Emnid und Allensbach sprächen sich 98 Prozent der Deutschen für eine stärkere Nutzung der Solarenergie aus. Mehr als die Hälfte der Befragten sei überzeugt, dass sich die Sonnenenergie in Zukunft zu einem der wichtigsten Energieträger entwickeln wird.


Sharp seit fünf Jahren Solarstrom-Weltmarktführer

Sharp kann auf über 40 Jahre Sonnenenergie-Erfahrung zurückblicken und ist eine weltweit treibende Kraft für die verstärkte Nutzung der Photovoltaik. Ob bei Satelliten, an Leuchttürmen, auf öffentlichen Gebäuden oder Wohnhäusern - mehr als jedes vierte weltweit verbaute Solarmodul stamme heute aus der Fertigung von Sharp, betont das Unternehmen. In den letzten Jahren habe sich die Photovoltaik zu einem bedeutenden Unternehmenszweig der Sharp Corporation entwickelt. Neben intelligenten und hochwertigen Solarprodukten werde die Forschung und Weiterentwicklung der Photovoltaiktechnologie ständig vorangetrieben. Mit einer Produktionskapazität von derzeit 400 Megawatt und einem Marktanteil von 27,1 Prozent ist Sharp seit nunmehr fünf Jahren Weltmarktführer bei der Herstellung von Solarmodulen.

17.08.2005   Quelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunEnergy GmbH
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Frankreich: Intervent SAS hat Windparks mit 100 Megawatt Leistung beantragt

Der französische Windparkentwickler Intervent SAS, Tochterunternehmen des Freiburger Fondsinitiators Das Grüne Emissionshaus, hat in diesen Tagen die Bauanträge für einen 20 MW-Windpark in Nordfrankreich eingereicht und damit seit Ende 2004 Windparkprojekte mit einer Gesamtleistung von 100 MW in Frankreich beantragt. Erste Baugenehmigungen werden für Anfang des kommenden Jahres erwartet, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Neben dem aktuell beantragten 20 MW-Projekt seien in den vergangenen Monaten Bauanträge für zwei weitere Projekte in Nordfrankreich und ein Projekt in Südfrankreich eingereicht worden.


Projekte in der Picardie, der Normandie und in der Region Ardèche

Das größte Projekt ist ein Windfeld mit insgesamt 48 MW in der Picardie in der Nähe der Stadt Abbeville. Geplant sind 24 Turbinen des Typs "E-70" mit einer Nabenhöhe von 100 Metern und einer Leistung von 2 MW. Die weiteren bislang geplanten und beantragten Projekte umfassen 24 MW in der Normandie bei Caen beziehungsweise 8 MW in der Region Ardèche. Auch diese Windparks sollen mit 2 MW-Anlagen bestückt werden. Geschäftsführer Jörn Schinzler ist davon überzeugt, dass alle vier Projekte gute Realisierungschancen haben. "Die Bauanträge sind sehr sorgfältig vorbereitet und eng mit Behörden und Gemeinden abgestimmt worden", so Schinzler. "In der Ardèche-Region gibt es sogar eine Bürgerinitiative für den geplanten Windpark, auf deren Unterschriftenliste sich bereits über die Hälfte der Einwohner eingetragen haben", erzählt er. Die ersten Baugenehmigungen erwartet Intervent für Anfang des kommenden Jahres. Der Bau der Windparks soll dann im Laufe des Jahres 2006 erfolgen.


Vergütung für Windstrom in Frankreich an das deutsche EEG angelehnt

Derzeit sind in Frankreich rund 430 MW Windenergieleistung installiert. Die Einspeisevergütung für Windstrom ist wie in vielen anderen europäischen Ländern an das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) angelehnt und sieht eine Festpreisregelung vor. Danach bekommen die Betreiber von Windenergieanlagen in den ersten fünf Jahren rund 8,4 Cents pro Kilowattstunde. Anschließend wird geprüft, wie windstark der Standort in den ersten Jahren war. Je stärker der Wind geblasen hat, desto niedriger ist später die Vergütung. Bei mehr als 2.000 Voll-Last-Stunden im Jahr, sinkt die Vergütung sukzessive auf bis zu 3,05 Cents pro Kilowattstunde (dies bei 3.600 h/a). Um die EU-Vorgaben für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu erreichen, will Frankreich bis 2010 etwa 6.000-10.000 MW Windenergieleistung installiert haben.

Intervent SAS ist eine 100-prozentige Tochter des Freiburger Fondsinitiators Das Grüne Emissionshaus GmbH und entwickelt Windparkprojekte in Frankreich. Bis Ende des Jahres sollen Genehmigungsanträge für weitere 90 MW eingereicht werden, im kommenden Jahr seien Anträge für nochmals rund 100 MW geplant. Das Grüne Emissionshaus gehört nach eigenen Angaben zu den großen Anbietern von Erneuerbare-Energien-Fonds in Deutschland. Bis dato habe das Unternehmen 16 große Windenergieprojekte und ein Solarprojekt mit insgesamt 317 MW Leistung und einem Investitionsvolumen von rund 450 Millionen Euro realisiert.

17.08.2005   Quelle: Das Grüne Emissionshaus GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BUND startet Aktionstour für Klimaschutz und fordert Kyoto-Folgeabkommen

BUND Klimaschutz-Aktaion in Berlin
BUND Klimaschutz-Aktaion in Berlin

"Wir wollen nicht im Treibhaus leben - Ihre Stimme für den Klimaschutz!" ist die Botschaft der am 16.08.2005 am Potsdamer Platz in Berlin gestarteten Städtetour des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Von Bayern bis Mecklenburg-Vorpommern wirbt der Umweltverband in den kommenden Wochen an 27 Orten mit einem mobilen Treibhaus für mehr Entschlossenheit beim globalen Klimaschutz.  Auf einer Weltkarte im Innern des begehbaren Treibhauses hat der Umweltverband den Wissensstand zu den dramatischen Folgen des Klimawandels in verschiedenen Regionen der Erde dargestellt. Die Besucher des Treibhauses können eigene Porträtfotos zusammen mit einer Klimaschutz-Botschaft an die im Dezember im kanadischen Montreal stattfindende Weltklimakonferenz schicken. Der BUND fordert von den Teilnehmerstaaten der Konferenz, das Kyoto-Protokoll weiter zu entwickeln und über das Jahr 2012 hinaus zu verlängern.


150 Millionen Klima-Flüchtlinge bis Mitte des Jahrhunderts erwartet

"Das Treibhaus steht für das, was auf uns zukommt, wenn der CO2-Ausstoß nicht drastisch sinkt", warnt BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. Erwärme sich die Atmosphäre nur um wenige Grad, gerate das Klima völlig aus dem Gleichgewicht. Durch die Klimaerwärmung breiteten sich heute schon in Deutschland durch Zecken übertragene Krankheiten wie die Borreliose aus. Erschreckend seien auch die Meldungen über das Auftauen der sibirischen Böden und die Freisetzung des klimaschädlichen Methans. Das könnte die globalen Temperaturen weit schneller steigen lassen als bisher angenommen. "Und bis Mitte des Jahrhunderts droht eine Zunahme der weltweiten Klima-Flüchtlinge auf 150 Millionen. Wenn die Industriestaaten die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas nicht entscheidend reduzieren, werden die Folgen nicht mehr zu beherrschen sein", so Timm.


Kohle und Atom durch regenerative Energien ersetzen

Deutschland habe bisher bei internationalen Klimaverhandlungen eine positive Rolle gespielt. Davon dürfe es keine Abstriche geben, betont der BUND. Auch auf nationaler Ebene gebe es noch große Reserven beim Klimaschutz. Der Umweltverband fordert, die Energieträger Kohle und Atom bei der Erneuerung des deutschen Kraftwerksparks durch regenerative Energien und dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen zu ersetzen. Außerdem könnten mehrere hunderttausend neue Arbeitsplätze bei der Wärmedämmung von Gebäuden und der Anwendung neuer Techniken zur Stromeinsparung geschaffen werden.

Die Klimaschutz-Botschaften sind im Internet zu finden unter http://www.bund.net/klimatour

16.08.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BUND

 

"Globales Dorf" beim Weltjugendtag eröffnet - DBU unterstützt Initiative mit 106.000 Euro

"Besonders wichtig ist uns das Engagement junger Menschen, denn es geht um ihre Zukunft. Wenn wir auch zukünftigen Generationen ermöglichen wollen, unter guten Umweltbedingungen zu leben, müssen wir neue Wege in der Energieversorgung gehen. Das haben die Jugendlichen in Deutschland besser erkannt als manche Erwachsene." Mit diesen Worten würdigte anlässlich der Eröffnung des "globalen Dorfes" beim XX. Weltjugendtag in Bonn Franz-Georg Elpers, Pressesprecher der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück), das Engagement der Katholischen Landjugend-Bewegung (KLJB).  Unter dem Motto "Erneuerbare Energien für eine gerechte und zukunftsfähige Welt" setzt sich der 70.000 Mitglieder zählende Verband für die konsequente Nutzung erneuerbarer Energien ein. Die DBU unterstützt die Errichtung des "globalen Dorfes" mit 106.000 Euro.


Ökologisch tragfähige Zukunft auch existenzielle Frage für die Kirche

Elpers wies darauf hin, dass die DBU die Kirchen in Deutschland massiv unterstützt habe, im Umweltschutz unter dem Aspekt der Bewahrung der Schöpfung aktiv werden zu können. Über 1.000 Projekte mit fast 72 Millionen Euro habe die größte Umweltstiftung der Welt seit Aufnahme ihrer Fördertätigkeit 1991 hier gefördert. Hätten doch auch die deutschen Bischöfe betont, das Handeln für eine ökologisch tragfähige Zukunft, das auch den künftigen Generationen menschenwürdige Lebensbedingungen zu sichern suche, "ist für die Kirche kein Randthema, sondern im Sinne einer umfassenden ökologisch orientierten Pastoral ein integraler Bestandteil ihrer Heilssendung. Es geht um existenzielle Fragen für den Menschen und damit auch für die Kirche."


Zügiger Ausbau der Erneuerbaren volkswirtschaftliches Gebot ersten Ranges

Von Anfang an hätten die erneuerbaren Energien im Blickpunkt der Stiftungsarbeit gestanden, so Elpers weiter. Die DBU habe bisher in fast 1.300 Projekte knapp 83 Millionen Euro investiert. Der zügige Ausbau erneuerbarer Energien sei angesichts der weltweiten Verknappung fossiler Energiereserven und der wachsenden deutschen Energieimportabhängigkeit ein volkswirtschaftliches Erfordernis ersten Ranges. Deutschland habe sich zu einem internationalen Technologieführer bei den erneuerbaren Energien entwickelt. Über 100.000 industrielle Arbeitsplätze seien seit 2000 mit jährlichen Zuwachsraten von 30 Prozent entstanden - gegen alle sonstigen Trends in anderen Wirtschaftsfeldern.


Klimaschutz und Erneuerbare Energien im "global village"

Diese Tatsachen, diese Zeichen der Zeit habe die KLJB erkannt und aus ihrem christlichen Selbstverständnis für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt in originelle Projekte vorbildlich umgesetzt. Das "globale Dorf" biete angesichts des Weltjugendtages die einmalige Gelegenheit, diese wichtigen umweltpädagogischen Vorstellungen hunderttausenden jungen Menschen näher zu bringen. Das "global village" ist das Begegnungszentrum der KLJB beim Weltjugendtag. Im Mittelpunkt stehen die Themen Bewahrung der Schöpfung, Klimaschutz und Erneuerbare Energien. Im Zentrum des globalen Ökodorfes steht eine mit Solaranlagen bestückte große Holzkirche. Bühnenprogramm, Zelte für Arbeitsgruppen, Biergarten, Podiumsdiskussionen und Gottesdienste laden zum Mitmachen ein.

16.08.2005   Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Weltjugendtag: Katholische Landjugend bekennt sich zu erneuerbaren Energien

Die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) fordert den Ausbau erneuerbarer Energien. In einem Positionspapier anlässlich des Weltjugendtages vom 15. bis 21. August in Köln erklärt die 70.000 Mitglieder starke Jugendorganisation: "Erneuerbare Energien aus Sonne, Wasser, Wind und Biomasse sind ein notwendiger Beitrag zum Schutz des Klimas. Erneuerbare Energien sind der Schlüssel für eine zukunftsfähige Energieversorgung weltweit."   Eine Absage erteilt die KLJB dem herkömmlichen Energiesystem. "(Damit) befinden wir uns in einer Sackgasse, die unsere ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Perspektiven gefährdet“, heißt es in dem Positionspapier, das die KLJB auf dem Global Village in Bonn vorstellt. Dieser Teil des Weltjugendtages informiert über die Nutzung erneuerbarer Energien – unter anderem mit einer Kirche, die Strom mit Hilfe von Solarzellen auf dem Dach erzeugt.


KLJB für Festhalten am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Besondere Chancen für die umweltfreundlichen Energiesysteme sieht die KLJB auf dem Land: "Erneuerbare Energien aus Wasser, Wind, Sonne und Biomasse bieten besonders den ländlichen Regionen Entwicklungspotenziale und bieten Jobs für die jungen Menschen“, schreiben die Mitglieder des KLJB-Bundesvorstandes, Christiane Fuchs-Pellmann, Monica Kleiser, Elmar Schäfer und Christian Schärtl, im Vorwort des Papiers. Zu den zwölf Forderungen der katholischen Organisation zählen die Förderung der Energie aus Biomasse, die verstärkte Forschung an erneuerbaren Energien sowie die Förderung regenerativer Energien zum Heizen. Zudem spricht sich die KLJB dafür aus, am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit seinen Mindestpreisen für Strom aus Erneuerbaren Energien festzuhalten.


Kritik an Quotenmodellen zur Ökostrom-Förderung

"Verlässliche und rentable Einspeisevergütungen für Erneuerbare Energien sind das erfolgreichste Konzept zur Förderung Erneuerbarer Energien. Die bisherigen Regelungen des EEG müssen fortgesetzt und ausgebaut werden", zitiert die Informationskampagne für Erneuerbare Energien das KLJB-Positionspapier. Planungssicherheit sei sowohl für Hersteller als auch für Betreiber und Investoren erforderlich. So genannte Quotenmodelle hätten sich als nicht effektiv erwiesen und seien abzulehnen, denn diese Modelle könnten die durch das EEG ausgelöste wirtschaftliche Dynamik und die Arbeitsplatzerfolge in der Erneuerbare-Energien-Branche gefährden. Dr. Simone Peter, Leiterin der Informationskampagne für Erneuerbare Energien in Berlin, begrüßt die Stellungsnahme der Landjugend-Organisation: "Das Papier zeigt einmal mehr, dass Erneuerbare Energien heute von einer breiten gesellschaftlichen Mehrheit unterstützt werden", so Peter.

Das Positionspapier kann heruntergeladen werden unter http://www.kljb-global-village.de/fileadmin/globalvillage/1-Downloads/KLJB-Position-Erneuerbare_Energien-2005-Dialogpapier.pdf

16.08.2005   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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voltwerk Solarfonds von BaFin freigegeben

Der Beteiligungsprospekt des aktuellen Solarfonds der voltwerk AG hat die Freigabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erhalten. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Damit entspreche der Fonds den Vorschriften der neuen Verkaufsprospektordnung vom 01. Juli 2005 und werde ab Mitte August zu zeichnen sein.  Der "Solar Generation Fund I" sei damit einer der ersten Solarfonds, der die neuen Kriterien erfüllt. "Wir freuen uns über die zügige Freigabe des Prospektes. Die Prüfung der BaFin bestätigt damit die umfassende Transparenz und Anlegerinformation in unseren Prospekten", so Nikolaus Krane, Vorstandsvorsitzender der voltwerk AG.


6,3 Megawatt solare Gesamtleistung

An vier sonnenreichen Standorten in Bayern und im Saarland sollen rund 35.000 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 6,3 Megawatt installiert werden. Die Arbeiten hierzu haben laut voltwerk AG bereits begonnen. Finanziert werden die rund 28 Millionen Euro teuren Projekte über einen geschlossenen Solarfonds. Private Investoren können sich ab 5.000 Euro beteiligen und so über die Laufzeit von 20 Jahren einen prognostizierten Kapitalrückfluss von 240 % erzielen, heißt es in der Pressemitteilung. Die Fertigstellung der Solarparks ist für Oktober dieses Jahres geplant. Dann sollen die Solarstromanlagen des Fonds jährlich über sechs Millionen Kilowattstunden emissionsfreien Strom in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Genug, um rund 1.800 Familien mit Strom zu versorgen.


voltwerk nominiert als "Bester Fondsinitiator im Bereich der Erneuerbaren Energien"

Bereits seit 1998 plant, finanziert und betreibt die voltwerk AG Photovoltaik-Großprojekte. Mit dem aktuellen Prospekt bringt das Unternehmen bereits seinen 17. Solarfonds auf den Markt. Seit Unternehmensgründung wurden nach Angaben des Unternehmens bislang Solarparks mit einem Investitionsvolumen von über 100 Millionen Euro und einer Gesamtleistung von 26 Megawatt peak (MWp) installiert. Damit sei die voltwerk AG der erfahrenste Fondsinitiator im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Scope Group, eine der führenden deutschen Rating-Agenturen, hat die voltwerk AG in diesem Jahr für Ihre Leistungen gewürdigt: Das Unternehmen ist für den Preis als "Bester Fondsinitiator im Bereich der Erneuerbaren Energien" nominiert. Die Verleihung findet statt am 13. September in Köln im Rahmen der Messe "Funds & Finance".
Der Beteiligungsprospekt kann ab sofort unter www.voltwerk.de oder telefonisch unter 040 / 23 71 02 – 317 bestellt werden.

16.08.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Mehr Förderanträge für Pelletsheizungen als je zuvor

Im MAP 2005 bewilligte Anlagen (grüner Balken); Pellets-Anteil: 90 %.
Im MAP 2005 bewilligte Anlagen (grüner Balken); Pellets-Anteil: 90 %.

Das Geschäft mit Pelletsheizungen erlebt einen enormen Aufschwung. Die Sachbearbeiter beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) haben die doppelte bis dreifache Menge an Förderanträgen für kleine Biomasseheizanlagen auf ihren Schreibtischen liegen als in den Vergleichsmonaten des Vorjahres: 1.054 im März, 1.205 im April, 1.067 im Mai. Im Juni waren es schließlich 1.397.  Das berichtet die Solar Promotion GmbH, Veranstalter der Messe "Pellets 2005, in einer Pressemitteilung. "Jetzt ist der Massenmarkt für Holzpelletsanlagen eröffnet", freut sich Helmut Gastl, Vorstand des Deutschen Energie-Pellet-Verband s (DEPV), über die aktuellen BAFA-Zahlen. "Das geht nimmer zurück, davon bin ich überzeugt", sagt Gastl.



Verbraucher entschieden sich für Pelletsheizungen

Die Entwicklung der bewilligten Holzpelletsanlagen sei sehr erfreulich, assistiert ihm sein Vorstandskollege Dirk Flühe. "Sie zeigt uns sehr deutlich, dass das Kundenvertrauen in eine gesicherte und stabile Wärmeversorgung für die Zukunft in der einheimischen Pelletsproduktion und Versorgung gesehen wird", so Flühe. Experten gehen davon aus, dass es bei 90 Prozent der Förderanträge um einen Zuschuss für Pelletsanlagen geht. Bei den restlichen zehn Prozent wünschen sich die Antragsteller Fördergelder für eine Holzhackschnitzelfeuerung. Die Bundesregierung hat von 1999 bis 2004 rund 32.000 kleine Biomasseanlagen mit Leistungen bis 100 Kilowatt mit insgesamt 55 Millionen Euro gefördert.


Bessere Förderung seit 2004

Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung die Förderbedingungen für Pelletsheizungen im Marktanreizprogramm verbessert. Pelletsheizungen bezuschusst sie bis Ende 2006 mit 60 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung, Pelletsanlagen mit einem Wirkungsgrad über 90 Prozent sogar mit mindestens 1.700 Euro. Für Pelletsöfen, die als Zentralheizungsanlage dienen und ebenfalls einen Wirkungsgrad von mindestens 90 Prozent aufweisen, erhält der Besitzer mindestens 1.000 Euro. Kamen bislang nur Privatpersonen sowie kleine und mittlere Unternehmen in den Genuss der Bundesförderung, können nun ebenfalls Kommunen, Kirchen und Verbände einen Zuschuss für ihre Pelletsheizungen beantragen.

Weitere Informationen unter: http://www.pellets2005.de

16.08.2005   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH

 

Wohnungswirtschaft unterstützt Nutzung der Solarenergie

Das von der Bundesregierung Mitte Juli 2005 verabschiedete Klimaschutzprogramm sieht unter anderem vor, die wirtschaftlichen Anreize zur Nutzung erneuerbarer Energien im Gebäudebestand zu verstärken, etwa durch das "Marktanreizprogramm" des Bundesumweltministeriums oder das Programm "Solarthermie2000" der KfW. "Bereits jetzt erzeugen rund 5 Millionen Quadratmeter Solarkollektorfläche umweltfreundlich Solarwärme und Warmwasser, davon über 200.000 m² in größeren Anlagen mit mindestens 20 Quadratmetern pro Anlage, wie sie auf Mehrfamilienhäusern eingesetzt werden", sagte Lutz Freitag, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen.  Wohnungsunternehmen, die bereits thermische Solaranlagen installiert haben, berichten laut einer Umfrage der Berliner Energieagentur von überwiegend positiven Erfahrungen. "Diese Erfahrungen sollen genutzt werden, damit Solarenergie überall dort, wo es wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist, zu einem Baustein der Sanierungsstrategie wird", erklärte der GdW-Präsident.


Kostenlose Arbeitshilfe im Internet

Der GdW hat vor diesem Hintergrund mit Unterstützung des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) die Arbeitshilfe "Nutzung von Solarenergie bei der nachhaltigen Modernisierung von Wohnungsbeständen" erstellt. Sie fasst die konkreten Erfahrungen der Wohnungsunternehmen bei der Nutzung von Solarenergie im Rahmen von Modernisierungsvorhaben zusammen und hilft mit Checklisten und Informationen bei der Entscheidungsfindung. Andreas Lücke, Geschäftsführer des BDH, verweist auf den von den BDH-Mitgliedsunternehmen verfolgten Ansatz moderner Versorgungstechnik, der in der Kombination hoch effizienter Wärmeerzeuger vor allem mit Solarwärmeanlagen besteht. Gemeinsam verfolgen die BDH-Mitgliedsunternehmen nach eigenen Angaben das Ziel, in 10 Jahren 80 % aller neu installierten Heizungen mit Systemen zur Nutzung erneuerbarer Energien zu koppeln.

Die Arbeitshilfe steht kostenfrei

Umstieg auf Erneuerbare als Ausweg

Die Risiken der heutigen Energieversorgung sind allgegenwärtig, betonen die Veranstalter: Klimawandel, Krieg um Öl im Mittleren Osten, verheerende Stromausfälle in den USA und in Europa, wachsende Abhängigkeit von russischem Erdgas. Was fehle, sei eine Perspektive, wie Energie langfristig sicher und zugleich ökologisch nachhaltig erzeugt werden soll. Einen Ausweg biete ein beschleunigter Umstieg auf solare, ressourcen- und klimaschonende Energieträger, so die Kernthese von Olaf Preuß.


Kontakt Gabler Verlag /Anmeldung: Sonja Vollmer, Abraham-Lincoln-Straße 46, 65189 Wiesbaden, Tel. 0611/78 78-394, Fax 0611/78 78-451, E-Mail
sonja.vollmer@gwv-fachverlage.de, www.gabler.de

15.08.2005   Quelle: Gabler Verlag, FTD, Heinrich-Böll-Stiftung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Latentwärmespeicher: Energie sparen bei der Klimatisierung

In Mikrokapseln eingeschlossene PCM erhöhen die Wärmekapazität von Baustoffen
In Mikrokapseln eingeschlossene PCM erhöhen die Wärmekapazität von Baustoffen

Seit Jahren unterstützt die Nürnberger Staedtler-Stiftung die Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule am Ort. So auch bei einem Projekt, in dem sich das hochschuleigene Institut für Energie und Gebäude (ieg) der Untersuchung von Latentwärmespeicher-Materialien und deren Verwendung widmen wird. Durch einen Förderbetrag in Höhe von 34.000 Euro werde es nun möglich, Simulationen für die Klimatisierung von Gebäuden vorzunehmen und damit bereits im Vorfeld von Bauvorhaben den optimalen Einsatz intelligenter Materialien zu planen., berichtet die Fachhochschule in einer Pressemitteilung.  Bei diesen Materialien handelt es sich Baustoffe, wie zum Beispiel Dämmplatten, in deren Inneren sogenannte "PCM" (Phase Change Materials) verarbeitet sind, die in der Lage sind, Wärme zu speichern. Die PCM - Plastikkügelchen, die Parafinwachs enthalten – schmelzen bei Hitzeeinwirkung, binden die Wärme und geben sie nicht weiter. Werden sie in modernen verglasten Gebäuden verbaut, heizen diese sich im Sommer nicht so stark auf, im Winter wiederum halten sie umgekehrt die Heizwärme in den Räumen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Durch intelligente Verwendung der innovativen Produkte ist es möglich, den Energieverbrauch für Klimatisierung oder Heizung deutlich zu senken. Anfang August 2005, übergab Stiftungs-Vorstand Dr. Werner Grandi den Scheck über die Fördersumme für das Forschungsprojekt mit dem offiziellen Titel "Latentwärmespeicher- Materialien - Modellbildung und Entwicklung eines Berechnungsverfahrens für innovative Bauprodukte".



Labortests und Simulationen – Verzicht auf aktive Klimatisierung

Im Forschungsprojekt des ieg werden PCM-Baustoffe zunächst Labortests in der hochschuleigenen Klimakammer unterzogen, um die genauen Eigenschaften zu messen. "Im Anschluss werden wir dann entsprechende Software-Module entwerfen, um Szenarien für alle beliebigen Bau-Objekte zu simulieren", erklärt Projekt-Leiter Dipl.-Ing. (FH) Arno Dentel, "Damit ist es uns möglich, ein geeignetes Beurteilungs- und Berechnungsverfahren für Produkte mit Latentwärmespeicher-Materialien zu entwickeln." Architekten und Bauherren könnten künftig schon im Vorfeld untersuchen lassen, wo und wie der Einsatz sinnvoll ist, um Spareffekte zu erzielen. "Diese Simulationen können auch bereits in der Planungsphase die späteren Raumtemperaturen im Gebäude genau vorausberechnen", weiß ieg-Leiter Prof. Dr. Wolfram Stephan, "Auf eine aktive Klimatisierung mit den damit verbundenen Kosten und Umweltbelastungen kann somit also verzichtet werden."

Weitere Informationen im Internet unter http://www.ieg.fh-nuernberg.

15.08.2005   Quelle: Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BINE Informationsdienst

 

Neue Energien: Bundespräsident besucht das "global village" beim Weltjugendtag

Platz für Solarmodule: Kirchendach des global village
Platz für Solarmodule: Kirchendach des global village

Bundespräsident Horst Köhler wird am 17. August 2005 so genannte global village der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) vor der Bonner Beethovenhalle besuchen. Im Gespräch mit Jugendlichen will der Bundespräsident hier Eindrücke und Erfahrungen der Gäste beim Weltjugendtag sammeln. Mit dem global village präsentiert die KLJB vom 15. bis 21. August eines der großen Begegnungszentren im Rahmen des Weltjugendtagsprogramms. In Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Energieagentur NRW, den Stadtwerken Bonn und weiteren Partnern entsteht ein Energiedorf, mit dem
die Landjugendlichen auf den Zusammenhang von christlicher Schöpfungsverantwortung und aktivem Handeln aufmerksam machen.
  So stehen neben spirituellen Angeboten die Themen Klimaschutz, Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Mittelpunkt der Präsentationen.

Damit wollen die KLJB und ihre Partner hin zu mehr Energieeffizienz, nicht nur vor dem Hintergrund der hohen Energiepreise. "Wir müssen langfristig zu veränderten Energiestrukturen. Erneuerbare Energien bieten heute wirtschaftliche Chancen für eine nachhaltige Energieversorgung. Sie sind klimaneutral, unendlich verfügbar und bieten durch kleinere und dezentrale Strukturen größere Versorgungssicherheit." betont der KLJB-Bundesvorsitzende Elmar Schäfer. Besonders für die ländlichen Räume seien die Erneuerbaren Energien weltweit eine der zentralen Zukunftsfragen.


Kirche mit Solardach als Symbol der Verantwortung für die Schöpfung

Im Zentrum des Welt-Energiedorfs steht während des Weltjugendtages eine 13 Meter hohe Holzkirche mit einem 120 Quadratmeter großen Solardach. Mit Photovoltaikmodulen wird hier durch Licht umweltschonend Strom erzeugt. "Diese Solarkirche ist ein Symbol - wer Verantwortung für die Schöpfung übernehmen will, kann dies durch den Einsatz von erneuerbaren Energiequellen oder energiesparenden, klimaschützenden Techniken tun", sagt Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW. In einem von der Energieagentur NRW organisierten NRW-Solarzelt werden energetische Lösungen der Gegenwart vorgestellt, die einerseits zum Klimaschutz beitragen, andererseits den neuesten Stand der Energie- bzw. Haustechnik darstellen. Vortragsangebote und Workshops vertiefen die Information rund um den neuen Umgang mit den Ressourcen.


Landesinitiative zeigt Zukunftsenergien

Die Landesinitiative Zukunftsenergien setzt im globale village drei Schwerpunkte: Brennstoffzellen, Heizen mit Holz und Wasserkraft. Im NRW-Solarzelt stehen der "Brennstoffzellentunnel" des Zentrums für BrennstoffzellenTechnik in Duisburg, der Wasserkraft-Infostand der Universität Siegen sowie ein aktives Brennstoffzellen-Modell. Im Energie-Bauernhof vor der Beethovenhalle steht außerdem der Informationsstand der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW mit "Peter Pellet", dem Maskottchen der Aktion Holzpellets und mit Tipps zur Biomassenutzung. NRW präsentiert sich zudem in Bonn mit einem zwölf Meter langen Energieberatungsbus voller Information zum Thema Energieeffizienz im Alltag.


Positionspapier zu Erneuerbaren Energien

Aktionen rund um Klimaschutz und Erneuerbare Energien sind für die KLJB nichts Neues. Seit langem engagieren sich hier junge Menschen für eine nachhaltige Gestaltung ländlicher Räume weltweit. Im Juni 2005 hat der Bundesausschuss der KLJB ein Positionspapier zu erneuerbare Energien verabschiedet, das konkrete Forderungen zu Klimaschutz, Risikovermeidung und Dezentralisierung der Energieversorgung enthält (zum Download unter
www.kljb-global-village.de).

Die KLJB ist ein Jugendverband mit bundesweit 70.000 Mitgliedern. Sie
vertritt die Interessen Jugendlicher im ländlichen Raum und gestaltet als
katholischer Verband aktiv Kirche mit. Einen Video-Trailer zum "global village" gibt es im Internet unter www.kljb.-global-village.de

14.08.2005   Quelle: KLJB-Bundesstelle; Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: KLJB

 

3sat-Magazin "hitec" berichtet über "Sprit, der niemals ausgeht"

Zur Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt/M. (15.-25.9.) hat „hitec“-Autor Jörg Moll zu einem neuen pflanzlichen Kraftstoff und einem Motor recherchiert, der die Vorteile von Benzin- und Dieselmotor in sich vereint. BTL („Biomass to liquid”) wird - noch - in Fachkreisen ein neuer pflanzlicher Kraftstoff genannt, der für die Umwelt besser als Bio-Diesel und gleichzeitig für den so genannten Diesotto-Motor geeignet ist. 

BTL: Kraftstoff aus der ganzen Pflanze

Die Möglichkeit, pflanzlichen Treibstoff zu tanken, besteht in Deutschland und in Europa schon seit geraumer Zeit. Das aus der Rapspflanze gewonnene Öl wird verarbeitet und unter dem Namen Bio-Diesel vermarktet. Die Sache habe nur einen Haken, so "hitec", denn die Umweltbilanz von Biodiesel sei negativ. Wissenschaftler, Mineralöl- und Autokonzerne setzten daher auf eine völlig neue Technologie, bei der nicht nur die Frucht eines speziellen Gewächses, sondern die gesamte Pflanze verwertet wird. Der Name für diesen Kraftstoff: BTL. Mehrere Institute erforschen momentan, welche Pflanzen für welche technische Verfahren am besten geeignet sind, wobei wichtig sei, dass diese Herstellungsverfahren mit einem geringen Energieeinsatz auskommen. Denn es sei sinnlos, mehr Energie für die Produktion aufzuwenden, als anschließend im Treibstoff stecke.


Renaissance des Verbrennungsmotors mit "Designersprit"?

Inspiriert von den Forschungen auf dem Gebiet der BTL-Kraftstoffe suchen Mercedes und VW momentan Verbrennungsmotoren, welche die Vorteile des Benzin- und des Dieselmotors vereinen, die also sehr sparsam sind, aber dennoch sauber verbrennen. Diese als Diesottos bezeichneten Motoren verlangen nach "Designersprit", der sich mit dem BTL-Verfahren sehr gut herstellen ließe. Zu den vielen Ideen, wie der Mensch in Zukunft mobil bleiben kann, komme nun möglicherweise mit dem neuen Kraftstoff und einem neuen Motorenkonzept ein wichtiger Ansatz aus deutschen Forschungslabors. Der vielfach totgesagte Verbrennungsmotor könnte möglicherweise mit regenerativem Treibstoff - von dem man in Deutschland bis zu 20 bis 25 Prozent des Kraftstoffbedarfs herstellen könnte - eine zweite Chance bekommen. „hitec“-Autor Jörg Moll durfte als erster Reporter in ein Diesotto-Forschungslabor. Der Beitrag wird ausgestrahlt am Sonntag, 18. September 2005, um 16.00 Uhr auf 3sat.

14.08.2005   Quelle: ZDF/3sat   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Kasseler Symposium zur Zukunft der elektrischen Verteilnetze

Das 10. Kasseler Symposium Energie-Systemtechnik beschäftigt sich am 10. und 11. November 2005 mit der Zukunft der elektrischen Verteilnetze. Zur Einbindung dezentraler Stromerzeuger wurden in den vergangenen Jahren nationale und international Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchgeführt, deren Ergebnisse nun vorliegen.  Der erste Tag des Symposiums konzentriert sich auf das europäische Projekt DISPOWER1, in dem 38 Partner aus 11 Ländern zusammenarbeiten, koordiniert vom Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) an der Universität Kassel und dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE). Weiterhin wird das neue "Network of Excellence - DER-Lab" vorgestellt, ein Netzwerk führender Testlabore für die verteilte Energieerzeugung. Am Abend des ersten Tages wird eine neue Betriebsführungstechnik für Verteilnetze aus dem Projekt "Vernetzung Modularer Systeme" im Labor präsentiert.


Projekte zur Integration dezentraler Stromerzeugern auf der Niederspannungsebene

Am zweiten Tag werden weitere Ergebnisse deutscher Projekte vorgestellt: EDISON, SIDENA und DINAR, die sich alle mit der Integration von dezentralen Stromerzeugern auf der Niederspannungsebene beschäftigen. Auch das Netzwerk "Energie und Kommunikation" will neue Ansätze zur Diskussion stellen. Ein weiterer Vortrag soll das neue Energiewirtschaftsgesetz analysieren und bewerten. Berichte zu Erfahrungen innovativer Ansätze aus der Praxis runden das Bild auf die Zukunft der elektrischen Verteilnetze ab. Die Vorträge werden simultan in deutsche bzw. englische Sprache übersetzt und sind nach folgenden Themen gruppiert: Windenergie und Markt, Spannungsqualität und Sicherheit, Pilotanlagen und Feldtest, Erfahrungen und FuE Projekte, Rahmenbedingungen und Standardisierung.

Weitere Informationen und Programm unter http://www.iset.uni-kassel.de/aktuell/Programm_KasselerSymposium_2005.pdf

14.08.2005   Quelle: ISET e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Brennstoffzelle sichert Einsatzbereitschaft von Kameras zur Früherkennung von Waldbränden

Autarke Stromversorgung mit Brennstoffzellen
Autarke Stromversorgung mit Brennstoffzellen

Seit Juni dieses Jahres kommen die Brennstoffzellen der SFC Smart Fuel Cell AG auf Feuerwachtürmen in Brandenburg zum Einsatz, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die SFC A50 Brennstoffzelle ist in eine Solarstromanlage (220 Wp) integriert, und soll sicherstellen, dass die bei Sonnenschein von den Solarzellen betriebenen Kameras zur Waldbeobachtung auch bei schlechtem Wetter und im Winter sicher funktionieren.  Das Waldbrand-Früherkennungssystem "Firewatch" wurde von der Firma IQ wireless GmbH, Berlin, entwickelt. Eine auf einem Feuerwachturm installierte Kamera dreht sich alle acht Minuten einmal um ihre eigene Achse und nimmt so kontinuierlich ein 360°-Panorama des umgebenden Waldes auf.

Erkennt die spezielle Bildverarbeitungssoftware - eine Entwicklung des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) - eine Rauchfahne, wird umgehend die Waldbrandzentrale über Peilung und Entfernung informiert, die dann eine visuelle Beurteilung der Situation vornehmen kann. Durch den Einsatz von "Firewatch" können erhebliche Kosteneinsparungen realisiert werden, da das System die bislang von Forstarbeitern durchgeführte Überwachungsarbeit übernimmt, und die Forstarbeiter so für ihre eigentlichen Aufgaben in der forstlichen Produktion frei werden. "Brandenburg gehört zu den am stärksten waldbrandgefährdeten Gebieten Europas. Seit Einsatz unseres Früherkennungssystems brennt es zwar nicht weniger, aber die Schäden konnten drastisch vermindert werden", sagt Holger Vogel, Prokurist der IQ wireless GmbH.

Da etliche der Türme aufgrund ihrer Lage keinen Anschluss an das öffentliche Stromnetz haben, verwendet IQ wireless zur Stromversorgung eine Photovoltaik-Inselanlage, kombiniert mit Brennstoffzellen zur Sicherung der ständigen Verfügbarkeit des Früherkennungssystems auch bei schlechtem Wetter. "Ein Turm arbeitet bereits zuverlässig mit dem Brennstoffzellen-/Photovoltaik-System, drei weitere werden im Herbst dazu kommen", berichtet Vogel. "Dieses Projekt mit IQ wireless zeige deutlich das Potenzial von SFC A50 Brennstoffzellen in photovoltaikbetriebenen Projekten, in denen eine 100-prozentige Stromverfügbarkeit unbedingt sichergestellt sein muss, so SFC. Die Brennstoffzelle kenne kein schlechtes Wetter und springe zuverlässig immer dann ein, wenn die Solarstromanlage aufgrund zu geringer Sonneneinstrahlung nicht mehr genügend Strom liefere, sagt Michael Gruber, Bereichsleiter Industrieapplikationen bei SFC.

13.08.2005   Quelle: SFC   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SFC
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"BioRegio" entwickelt Strategien zur nachhaltigen energetischen Nutzung von Biomasse

Biomasse: hübsch anzusehen und zudem sinnvoll nutzbar
Biomasse: hübsch anzusehen und zudem sinnvoll nutzbar

In dem Projekt "Stoffstromanalyse zur nachhaltigen energetischen Nutzung von Biomasse" unter Federführung des Öko-Instituts wurden von Oktober 2001 bis März 2004 Potenziale und Möglichkeiten der Nutzung von Biomasse in Deutschland ermittelt. BioRegio "Strategien zur nachhaltigen energetischen Nutzung von Biomasse in ausgewählten Modellregionen" ist das über zwei Jahre laufende Folgeprojekt. Die Gesamtplanung obliegt dem Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES).  Von Dezember 2004 bis November 2006 untersuchen die regionalen Forschungspartner des Projekts (Fraunhofer UMSICHT, Öko-Institut, Institut für Energetik und Umwelt, Institut für angewandtes Stoffstrommanagement) anhand fünf ausgesuchter Modellregionen in Deutschland innovative Bioenergietechnologien und Biomassepotenziale auf regionaler Ebene. Darüber hinaus werden regionale Synergien, potenzielle Beschäftigungseffekte und der regionale Mehrwert, die durch eine verstärkte Biomassenutzung in diesen Modellregionen entstehen, evaluiert. Ein wesentliches Ziel ist die Sicherstellung der Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Regionen in Deutschland.

Nachwachsende Rohstoffe können Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum schaffen, so das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) in einer Pressemitteilung. Ihre Erzeugung und Nutzung trage bei zu Klima- und Umweltschutz, sicherer Energieversorgung und Verbraucherschutz. Die Bundesregierung will in rund fünfzehn Jahren 20 % des Stroms und 10% der Primärenergie aus erneuerbaren Energien wie Windkraft, Sonnenenergie, Biomasse und Co. decken. Wie viel Biomasse zur Befriedigung der Bedürfnisse heutiger Generationen zur Verfügung steht, ohne dass die Möglichkeiten künftiger Generationen gefährdet werden, sollen die beiden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten Projekte beantworten.

Weitere Informationen zum BioRegio-Projekt, unter http://www.bioregio.info

13.08.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer UMSICHT

 

Portal Windmesse auf der HUSUMwind 2005

Vom 20. - 24.09.05 präsentiert das Portal www.Windmesse.de auch in diesem Jahr auf 140 Quadratmetern Ausstellungsfläche einen Gemeinschaftsstand auf der Messe HUSUMwind (Halle 4, Stand 4A03). Dort werden internationale Entscheider und Fachbesucher ohne lange Wege kompetente Berater finden aus wichtigen Unternehmen der Branche, der Fördergesellschaft Windenergie (FGW) und der Invest in France Agency.  Ein Schwerpunkt der HUSUMwind 2005 ist das Thema "Instandhaltung". Dazu wie zur Verbesserung und Modifikation von Windkraftanlagen biete die Erwin Peters GmbH/SAG Gruppe aktuelle Lösungen und Konzepte.


Neue technische Richtlinie zur Instandhaltung

Ergänzend zu den Konzepten und Produkten der Unternehmen präsentiert die Fördergesellschaft Windenergie (FGW) neben vielen Beratungsleistungen eine neue technische Richtlinie zur Instandhaltung von Windkraftanlagen. Vertieft wird das Zukunftsthema "Instandhaltung" durch einen Symposiumsbeitrag der FGW zur neuen Richtlinie. Weiterer Schwerpunkt bei www.Windmesse.de ist die Erschließung und Entwicklung internationaler Märkte. Informationen über Frankreich bietet auch in diesem Jahr die Invest in France Agency. Peter Schwer von der New Energy Scout GmbH berät Investoren und Planer weltweit.


Informationen und Beratung durch Experten

Die momac Ges. f. Maschinenbau GmbH & Co. KG stellt neben Möglichkeiten zur Instandsetzung und Wartung von Getrieben und Generatoren ihr neustes Produkt "MetalSCAN 3000" vor. Gutachten über Schäden von Wälzlagern an Rotoren, Getrieben, Generatoren und allen Nebenaggregaten übernehme das Ingenieurbüro waelzlagerschaeden.de, das sich mit der Präsentation neuer Lagerungskonzepte ebenfalls an dem Messestand präsentiere. Neuheiten zum "Condition Monitoring" stellt die FAG Industrial Services GmbH vor. Die Electrical Markets Division der 3M Deutschland GmbH zeigt Lösungen für Turminnenverkabelungen, Mittelspannungsprodukte für die Windparkverkabelung und Komponenten für die Datenübertragung. Fachleute in Sachen Wellenring-Dichtungen und Verschraubungen für Ersteinsatz oder Nachrüstung finden sich bei der James Walker Deutschland GmbH. Software, Sicherheitslösungen und Consulting für die erneuerbaren Energien präsentiert die softEnergy GmbH. Die Ambau GmbH zeigt ihre Kompetenz in der Fertigung von Stahltürmen und Stahlfundamenten.

13.08.2005   Quelle: smart dolphin GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Oberösterreich: Solarkampagne will eine Million Quadratmeter Kollektorfläche bis 2010

Zweifamilienhaus in Hitzendorf mit 92m² Kollektorfläche, zur Heizungsunterstützung und 0,5m³ Brauchwasserspeicher
Zweifamilienhaus in Hitzendorf mit 92m² Kollektorfläche, zur Heizungsunterstützung und 0,5m³ Brauchwasserspeicher

Mit mehr als 700.000 Quadratmetern Sonnenkollektoren zählt Oberösterreich zu den weltweit führenden Solarregionen und ist das Sonnenland Nummer 1 in Österreich. Bis zum Jahr 2010 will die Oberösterreichische Solarkampagne eine Million Quadratmeter erreichen, berichtet der Oberösterreichische Energiesparverband.  115 Betriebe sind Partner der "OÖ Solarkampagne 2005". Die Sonnenenergie stehe in Mitteleuropa sowohl für die Warmwasserbereitung als auch zur Unterstützung der Raumheizung in Wohnhäusern wie auch für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in überreichem Maß zu Verfügung. Eine richtig dimensionierte Solaranlage könne im Jahresverlauf durchschnittlich 70 % des Warmwasserbedarfes eines Eigenheims decken. Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Einsatz zur Raumheizung sei ein sehr gut gedämmtes Gebäude. Die Solaranlage unterstützt im Winter das Hauptheizsystem. Solarabsorber für Schwimmbäder sichern im Sommer umweltfreundlich warmes Badewasser. Solaranlagen in Unternehmen und öffentlichen Gebäuden erzeugen kostengünstige Energie für die verschiedensten Anwendungen (zum Beispiel in Hotels, für Sportanlagen, Sozialeinrichtungen oder Prozesswärme für die Industrie.)


Sonnenkollektoren für jeden Gebäudetyp

Die Nutzung von Sonnenenergie ist möglich im Altbau, im Neubau, in Ein- und Mehrfamilienhäusern, in öffentlichen Gebäuden sowie in Gewerbe- und Industriebetrieben. Bei Altbauten bietet sich eine Dachsanierung oder eine Heizungserneuerung als günstige Gelegenheit an. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 4 Personen sind für die Warmwasserbereitung etwa 8 m² Kollektorfläche und etwa 400 Liter Warmwasserspeicher zu veranschlagen, zur Heizungsunterstützung empfiehlt es sich, Kollektorflächen ab 16 m² vorzusehen.


Unabhängige Energieberatung

Der O.Ö. Energiesparverband bietet eine produkt- und herstellerunabhängige Erstberatung für Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen zu allen Fragen rund um die Planung von Solaranlagen. Als Spezialist für Energiesparmaßnahmen berät der Verband zu allen Fragen der Gebäudesanierung sowie neuer Heizungstechniken, beispielsweise per Solar-Hotline unter der telefonnummer 0800/205206.

12.08.2005   Quelle: O.Ö. Energiesparverband   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: AEE INTEC

 

Brennstoffzellen-Entwicklung: Experten brüteten über "Henne-Ei-Dilemma"

Brennstoffzellen sollen billiger werden
Brennstoffzellen sollen billiger werden

Im Rahmen eines zweitägigen Workshops am 14. und 15. Juli 2005 suchten 30 Experten im Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle (WBZU) in Ulm Wege, die Kosten für Niedertempertur-Brennstoffzellen zu senken und diese damit marktfähig zu machen. "Ohne Hennen keine Eier und ohne Eier keine neuen Hennen", lautete das Motto des Workshops. Übertragen auf die Brennstoffzellentechnik heiße dies: Ohne Stückzahlen keine Kostenreduktion und ohne Kostenreduktion kein Markt.  Die Brennstoffzellen-Experten aus Industrie und Forschung betrachteten das Dilemma am ersten Workshoptag aus drei Blickrichtungen: Aus Sicht der Produktentwickler, der Stack- und Komponentenhersteller sowie der Forschungszentren. Am zweiten Tag suchten die Experten Strategien und Lösungsansätze. Am Ende des Tage waren sich die Teilnehmer einig: Das Kücken sei zwar noch nicht geschlüpft, aber das gemeinsame aussitzen der Brutzeit sei fruchtbar und konstruktiv gewesen.



Großserienfertigung soll Kosten senken

Die Brennstoffzellenentwicklung ist in den meisten Anwendungsfeldern im Bereich der Felderprobung von Prototypen angelangt. Die letzte und größte Hürde für eine erfolgreiche Markteinführung ist laut WBZU das Erreichen eines Kostenlevels, vergleichbar mit Markt etablierten konventionellen Produkten. Vor dem Hintergrund, dass Brennstoffzellen bisher nur in kleinen Stückzahlen und oft manuell gefertigt werden sind die Hersteller davon überzeugt, dass in einer Großserienfertigung die Herstellkosten mit heutigen Materialien auf die Zielwerte gesenkt werden können. Die Experten-Runde erarbeitete ein strategisches Konzept um das Henne-Ei-Problem in Griff zu bekommen. Die wichtigsten Lösungsansätze der Experten sind:

1. Die Bündelung aller Kräfte vor dem Markteintritt ("gemeinsamer Hau-Ruck"). Erst nach der Markteinführung belebe Konkurrenz das Geschäft.
2. Erarbeitung und Kommunikation einer "Marschrichtung" mit einer klaren Darstellung von Entwicklungslinien, Kostenzielen und Stückzahlen (Roadmap). Die Gesamtkoordination und Strategieerarbeitung soll über das Brennstoffzellen-Bündnis Deutschland (BZB, Kontakt: axthammer@brennstoffzelle-nds.de) erfolgen. die Zulieferindustrie will sich sich über den VDMA koordinieren (Kontakt: johannes.schiel@vdma.org), welcher wiederum Mitglied im BZB ist.
3. Aufruf an die Förderpolitik: Vermehrte Förderung von Markteinführungsmaßnahmen, beispielsweise Demonstrationsvorhaben, sowie eine Schaffung finanzieller Anreize, Brennstoffzellenprodukte auf den Markt zu bringen, z.B. durch Vergütungsmodelle (ähnlich dem EEG) oder Unterstützung von Start-Ups und KMU.
4. Sensibilisierung der Öffentlichkeit für energiepolitische Gesamtsituation: Darstellung der Notwendigkeit und Dringlichkeit eines konkreten Handlungsbedarf vor dem Hintergrund begrenzter fossiler Energieträger durch Verbände (BZB und WBZU)
5. Fokus auf Marktanforderungen: produktorientierte Entwicklung (Market-Pull) über Konsortien (vgl. Punkt 6), bessere Analyse von Kundenbedürfnisse, Nutzten der Technologie, Akzeptanz der Technik, Nischenmärkte.
6. Entwicklungskonsortien: Bildung produktorientierter Entwicklungskonsortien über die gesamte Wertschöpfungskette mit der Zielsetzung einer besseren Harmonisierung von Komponenten und Baugruppen der Hersteller sowie besser abgestimmten Entwicklungslinien der F&E – Institute.


Abgestimmtes Vorgehen zur Steigerung der Produktionskapazitäten

Die Expertenrunde wies darauf hin, dass nur ein abgestimmtes und gemeinsames Vorgehen zu einer Steigerung der Produktionskapazitäten und damit aus dem Dilemma führen könne. Einzelne Lösungsansätze würden beim Verbraucher, den Medien und der Politik für Verwirrung sorgen und seien eher kontraproduktiv. Ziel der Experten-Workshops des Ulmer Weiterbildungszentrums sei, Synergieeffekte herauszuarbeiten und den Erfahrungsaustausch der beteiligten Interessensgruppen anzuregen und voranzutreiben. "Es ist an der Zeit mit der Brennstoffzelle offensiv, aber abgestimmt auf dem Markt zu gehen. Die Brennstoffzelle hat sich erfolgreich im Alltagseinsatz bewährt, auch wenn Verbesserungs- und Optimierungsprozesse niemals abgeschlossen sind. Am Verbrennungsmotor wird beispielsweise schon seit über 100 Jahren weiterentwickelt. Wir vom Weiterbildungszentrum wollen alle Beteiligten an einen Tisch bekommen und dazu beitragen die Technologie auf den Markt zu bringen", so der neue Vorstandsvorsitzende des WBZU Prof. Dr. Werner Tillmetz.

12.08.2005   Quelle: Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle Ulm e.V. (WBZU)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: WBZU
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Grüne: Hessen darf Chancen bei den "Ölquellen von morgen" nicht verschlafen

Nachwachsende Rohstoffe spielen bei der Erzeugung von Energie eine immer wichtigere Rolle in Deutschland. Die Förderung dieser Energieträger ist in den vergangenen Jahren von der Bundesregierung stark ausgeweitet worden. Im Gegensatz dazu habe die Hessische Landesregierung diese Förderung bisher nur unzureichend angepackt, so die hessischen Grünen in einer Pressemitteilung.  Um die Chancen für Hessen auf ökologischem und wirtschaftlichem Gebiet deutlich zu machen, legte der agrarpolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Martin Häusling, Ende Juli 2005 ein Positionspapier der grünen Landtagsfraktion vor, in dem die Möglichkeiten von nachwachsenden Rohstoffen für Hessen vorgestellt werden. Bündnis 90/Die Grünen wollen die Abhängigkeit vom Öl vermindern und zwar mit einer Doppelstrategie: Erstens: Energie sparen und umfassende Effizienzsteigerung, also weniger Verbrauch und modernste Technik, damit die eingesetzte Energie die höchsten Wirkungsgrade erzielt. Zweitens: Den größtmöglichen Ersatz von Erdöl durch erneuerbare Energiequellen und nachwachsende Rohstoffe", heißt es in der Pressemitteilung.


Bio-Energien als "Ölquellen von morgen"

Ziel von Bündnis 90/Die Grünen sei, die Energie- und Rohstoffbasis umzustellen auf eine nachhaltige, dezentrale, markt- und umweltgerechte Versorgung mit regenerativen Energien und nachwachsenden Rohstoffen. Bis 2020 sollen 25% der stofflichen Nutzung (Chemikalien, Kunststoffe, Baumaterialien), 25% der Stromversorgung, 25% der Wärmenutzung und 25% der Kraftstoffproduktion auf Basis erneuerbarer Energien mit einem hohen Beitrag nachwachsender Rohstoffe erfolgen. Diese ambitionierten Ziele erforderten eine langfristig angelegte Strategie, auch in Hessen. Eine Renaissance von einheimischer Kohle oder Atomkraft, wie es CDU und FDP sowie die deutschen Energiekonzerne und ihre Lobby in Verbänden und Politik propagierten, führe nicht aus der Sackgasse der Abhängigkeit von Öl und Uran heraus, warnen die Grünen. Vielmehr diene dies nur den kurzfristigen Gewinnerwartungen der Energieerzeuger. Man könne mit Recht davon sprechen, dass die Bio-Energien die Ölquellen von morgen seien, die jedoch heute erschlossen werden müssen, beschreibt Häusling die Anforderungen an eine nachhaltige Energiepolitik aus grüner Sicht. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen sollen bis zum Jahr 2030 bei einem von den Grünen vorgeschlagenen offensiven Ausbau der Biomassenutzung mindestens weitere 200.000 Arbeitsplätze allein im Bereich der Bioenergie hinzukommen. Diese Arbeitsplätze entstünden vor allem im ländlichen Raum, also dort, wo in den vergangenen Jahren viele Einkommensmöglichkeiten für Menschen verloren gegangen seien.


Fördermittel aus dem Landesprogramm für Biogasanlagen bereits ausgeschöpft

"Auch Hessen kann von dieser positiven Entwicklung profitieren. Schätzungen gehen davon aus, dass bei konsequenter Nutzung der Erneuerbaren Energien in Hessen zirka 6.500 Arbeitsplätze entstehen könnten, davon allein im Bereich Biomasse 2.500. Bis im Jahr 2030 könnten allein beim Ausbau der Biomasseenergie weitere 10.000 Arbeitsplätze in Hessen entstehen. Diese Arbeitsplätze kämen insbesondere den Beschäftigungsmöglichkeiten in Land- und Forstwirtschaft zugute. Aufgrund der hiesigen CDU-Politik ist das Land jedoch dabei, seine Chancen zu verschlafen", mahnt Häusling. Seit dem 1. April gebe es vom Land für dieses Jahr keine Unterstützung mehr für den Bau von Biogasanlagen und Holzheizungen, weil die Mittel aus dem Landesprogramm aufgrund der gestiegenen Nachfrage bereits vollständig ausgeschöpft seien. Stattdessen verweise die Regierung Koch jetzt auf Mittel des Bundes, die das Ministerium von Renate Künast bereitstellt.


Biomassenutzung hat in Bayern einen höheren Stellenwert als in Hessen

Dass es auch in CDU-regierten Ländern besser gemacht werden könne, zeigen laut Häusling Beispiele aus den benachbarten Bundesländern. Bisher würden in Hessen nur drei bis vier Prozent Energie aus regenerativen Quellen erzeugt. Die Bioenergie habe daran einen Anteil von knapp eineinhalb Prozent. In Bayern dagegen würden bereits jetzt vier Prozent der alternativen Energien aus Biomasse gewonnen. Hessen habe 2004 nur 35 geförderte Biogasanlagen vorzuweisen, in Bayern liefen im Jahr 2004 bereits über 650 Anlagen. Auch bei den Holzfeuerungsanlagen sehe es nicht viel besser aus. 2004 habe es in Hessen 54 geförderte Biomasseheizanlagen gegeben, in Bayern dagegen 236. "Das zeigt deutlich, dass in Bayern der Biomassenutzung einen höheren Stellenwert beigemessen wird als in Hessen", so Martin Häusling.


Landesaktionsprogramm gefordert

Um den Rückstand wieder aufzuholen, fordern die Grünen ein Landesaktionsprogramm Biorohstoffe mit den Schwerpunkten Forschung, Beratung, Ausbildung und Einrichtung von Pilotbetrieben. Wichtig sei auch, ausreichende Fördermittel bereitzustellen, um Anreize für Investitionen zu geben. Das unterfinanzierte Kompetenzzentrum HessenRohstoffe in Witzenhausen müsse finanziell und personell besser ausgestattet werden, so die Grünen. Nur so könne der Vorsprung Deutschlands im Bereich regenativer Energien gehalten und ausgebaut werden, der durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erzielt worden sei, und nur auf diese Weise könne Hessen wieder Anschluss finden, untereicht Martin Häusling.

12.08.2005   Quelle: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Hessischen Landtag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Informationskampagne für Erneuerbare Energien lobt Journalistenpreis aus

Informationskampagne für Erneuerbare Energien
Informationskampagne für Erneuerbare Energien

Die Entwicklung der Wind- und Wasserkraft, Sonnen- und Bioenergie sowie Erdwärme bietet Stoff für spannende Geschichten: Reportagen, Porträts, Analysen und Berichte. Die besten Beiträge, die zeigen, welche Rolle erneuerbare Energien in und für Deutschland spielen, sollen künftig jährlich ausgezeichnet werden mit dem Journalistenpreis "unendlich viel energie".  Er wird ausgelobt von der Informationskampagne für Erneuerbare Energien und der Deutschen Kreditbank AG. Die Auszeichnung soll den Preisträgern Ende April 2006 zum Tag der Erneuerbaren Energien in festlichem Rahmen übergeben werden.


3000 Euro Preisgeld, Sonderpreise für Lokal- und Nachwuchsjournalisten

Prämiert werden Beiträge der drei Kategorien Print/Online, Hörfunk/Fernsehen und Pressefotografie. Daraus wird zusätzlich ein Sonderpreis für Lokaljournalisten sowie ein Nachwuchspreis für Journalisten bis 30 Jahre ausgewählt. Die Preise sind jeweils mit 3.000 Euro dotiert (Nachwuchspreis 1.500 Euro). Über die Vergabe der Preise entscheidet eine hochkarätige Jury aus Fachjournalisten und Energieexperten. Die Beiträge müssen zwischen dem 1. Februar 2005 und dem 31. Januar 2006 in deutschen Publikumsmedien – Zeitungen, Zeitschriften, Onlinediensten, Fernsehen, Hörfunk – veröffentlicht worden sein.


Bewerbungsschluss 15. Februar 2006

Jeder Teilnehmer darf bis zu drei Beiträge einreichen. Einsendeschluss der Bewerbung ist der 15. Februar 2006. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bewerbungsunterlagen online unter www.unendlich-viel-energie.de; (Journalistenpreis anklicken) oder anfordern bei der Informationskampagne für Erneuerbare Energien, Stralauer Platz 34, 10243 Berlin; Tel.: 030-200535-3; Fax: 030-200535-51; journalistenpreis@unendlich-viel-energie.de

11.08.2005   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien
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Hamburg: dritter Bebauungsplan mit Solar-Festsetzung

Modell
Modell "Altstadt / Hafen-City 1"

Nach den Bauflächen der HafenCity (dort sollen Sonnenkollektoren mit einer Fläche von mindestens 1.800 Quadratmetern errichtet werden) und dem Quartier auf dem ehemaligen Bavaria-Brauereigelände mit rund 800 Quadratmetern Kollektorfläche ist nun Hamburgs dritter Bebauungsplan mit einer Solar-Festsetzung beschlossen worden.  Das berichtet die Hamburger Initiative "Arbeit und Klimaschutz" in ihrer Veröffentlichung KLIMA-EXPRESS, Nr. 4 / 2005. Die verbindliche Vorgabe der Solarenergienutzung soll gelten für Neubauten im Bebauungsplan Marienthal / Bezirk Wandsbek. Unweit der A 24 sollen auf der Fläche einer früheren Husarenkaserne rund 340 neue Wohnungen errichtet werden.


"Sonneninsel Neuwerk" produziert Solarstrom

Die Sonneninsel Neuwerk ist an das Netz gegangen. Neben zwei bereits bestehenden größeren Solarthermie-Anlagen zur Wassererwärmung auf Gastronomiebetrieben wurden auf der zur Freien und Hansestadt Hamburg gehörenden Insel Neuwerk nun auch zwei insgesamt 150 Quadratmeter große Solarstromanlagen errichtet. Beide Anlagen erzeugen rund 13.000 Kilowattstunden (KWh) umweltfreundlichen Strom. Für das "Hus achtern Diek", "Das alte Fischerhaus" und das Nationalparkhaus Neuwerk sind weitere Photovoltaik-Anlagen geplant. Sollten diese Anlagen noch dieses Jahr an das Netz gehen, könnte Neuwerk der Sprung von der Kreisliga in die solare Bundesliga gelingen, so die Initiative "Arbeit und Klimaschutz".

11.08.2005   Quelle: Initiative "Arbeit und Klimaschutz", Hamburg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BUG Hamburg

 

Sunny Portal: SMA Technologie AG präsentiert neue Funktionen des kostenfreien Internet-Portals

Sunny Portal ist ein kostenloses Angebot der SMA Technologie AG an Betreiber von Solarstromanlagen, die "Sunny Boy"-, "Sunny Mini Central"- oder "Sunny Island"-Wechselrichter nutzen.  Die Daten der Photovoltaikanlage können per E-Mail oder Internet an das Portal übermittelt und dort visualisiert, analysiert sowie archiviert werden. Je nach Ausstattung der Anlage kann die Datenübertragung automatisch erfolgen, so SMA.


Umfangreiche Präsentation von Solarstromanlagen

Auf www.SunnyPortal.com können sich SMA-Kunden registrieren und eigene Websites zur Visualisierung ihrer Solaranlage konfigurieren, berichtet das Unternehmen. Sunny Portal visualisiere nicht nur Leistungsdaten einer Photovoltaikanlage, sondern errechne automatisch die Höhe der Einspeisevergütung sowie die Menge des eingesparten Kohlendioxids in dem vorgegebenen Zeitraum. Darüber hinaus seien neue Eigenschaften hinzugekommen: Anlagenbetreiber können nun bis zu vier Seiten zu ihrem Solarkraftwerk veröffentlichen, so dass jeder Internet-Nutzer die Daten einsehen kann. Bislang nutzten bereits 60 Anlagen diese neue Funktion, darunter auch Solarkraftwerke in China und Brasilien. Seit August können Betreiber ihre Seiten auch mit Fotos und Texten präsentieren. Damit werde das Sunny Portal zu einer echten Fundgrube für Photovoltaik-Interessierte und Anlagenplaner, so SMA.


Diagramme für die eigene Website verfügbar

Neu sei auch, dass ein Nutzer einzelne Diagramme aus seiner Anlagen-Übersichtsseite exportieren und via URL in eigene Websites außerhalb des Sunny Portals einbauen kann. So könnten öffentliche Einrichtungen und Unternehmen die Daten ihres Solarkraftwerks in ihre Homepage einbauen. Auch für Privatleute mit eigener Website sei dies eine nützliche Funktion. Mit derzeit 500 Anlagen weltweit verfügt Sunny Portal laut SMA etwa ein Jahr nach dem Start über einen respektablen Kundenkreis.


Preisgekrönte Technologie

Die hinter dem Portal stehende Technologie zum Datentransfer zwischen Photovoltaikanlage und Portal ist preisgekrönt: SMA erhielt im vergangenen Jahr den ".NET Solutions Award 2004" von Microsoft. Sunny Portal ist mehrsprachig: Nach Deutsch und Englisch soll bis zum Ende des Jahres auch die Sprachauswahl für Italienisch, Spanisch und Französisch verfügbar sein.

11.08.2005   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Sunways AG: Positives EBIT trotz Anlaufkosten für neue Solarzellen-Fabrik

Mit einem Umsatzanstieg von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr setzt die Sunways AG (ISIN DE0007332207, ISIN DE000A0BNPN0) ihr Wachstum im Jahr 2005 fort. Das Ergebnis vor Zins und Steuer (EBIT) beträgt nach Angaben des Unternehmens plus 0,4 Millionen Euro für das zweite Quartal 2005. Für das Gesamtjahr strebe Sunways eine Umsatzsteigerung um einen zweistelligen Prozentsatz sowie ein positives Ergebnis an, heißt es in der Pressemitteilung.  Im Zeitraum April bis Juni 2005 erwirtschaftete die Sunways AG einen Umsatz von 21,4 Millionen Euro (Vorjahr: 16,3 Millionen Euro). Dies entspricht einem Anstieg von 31 Prozent. Zirka 31 Prozent des Umsatzes stammen aus dem Geschäftsfeld Solarzellen (Vorjahr: 38 Prozent), 69 Prozent aus dem Geschäftsbereich Solarsysteme und -projekte (Vorjahr: 62 Prozent).

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei plus 0,9 Millionen Euro (Vorjahr: plus 1,7 Millionen Euro). Dies habe zu einem ausgeglichenen Konzernergebnis geführt (Vorjahr: Überschuss plus 0,8 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie beträgt 0,00 Euro (Vorjahr: 0,08 Euro). Nach dem ersten Halbjahr 2005 hat Sunways nach eigenen Angaben einen Umsatz von 36,8 Millionen Euro erzielt (Vorjahr: 26,8 Millionen Euro) und dabei ein positives EBIT von 0,6 Millionen Euro (Vorjahr: 1,0 Millionen Euro) erwirtschaftet.


Positive Entwicklung trotz Anlaufkosten für Solarzellenproduktion in Thüringen

Laut Sunways Vorstand Roland Burkhardt liegt das Unternehmen mit diesem Ergebnis im Rahmen seiner Planungen: "Trotz der planmäßigen Anlaufkosten für den Aufbau unserer neuen Produktionsstätte, der Sunways Production GmbH in Arnstadt / Thüringen, ist die weitere positive Entwicklung der Gesellschaft gewährleistet." Die Produktionskapazität sei voll ausgelastet. Eingehende Aufträge würden die aktuelle Kapazität übersteigen. Die inländische Nachfrage sei laut Burkhardt weiterhin so groß, dass die Kapazitäten von Sunways nicht ausreichten, den Auslandsanteil am Umsatz zu erhöhen. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich zum 30. Juni 2005 auf 164 (Vorjahr: 104), was auf den Aufbau der neuen Produktionsstätte in Arnstadt/Thüringen und die Verstärkung der Vertriebsaktivitäten im Wechselrichter- und Systembereich zurückzuführen sei.


Produktionsausweitung auf Dünnschichtzellen; Kooperation mit Schweizer Wafer-Hersteller

Im Mai 2005 gab die Sunways AG den Abschluss eines Kooperationsvertrages mit der Unaxis AG, Liechtenstein, bekannt. Ziel ist der gemeinsame Aufbau einer Produktionsstätte für Dünnschicht-Solarzellen und damit die Ausweitung der Produktpalette in den kommenden zwei Jahren. Eine im Juni 2005 mit dem Wafer-Produzenten Swiss Wafers AG, Weinfelden / Schweiz, abgeschlossene Kooperationsvereinbarung dient laut Sunways-Vorstand Roland Burkhardt der Versorgung mit dem Rohstoff Silizium. Im Berichtszeitraum ergänzte die Sunways AG ihre Produktpalette um den Wechselrichter Sunways Solar Inverter NT 10000 und erweiterte den Spannungsbereich der Geräte. Seit Juli 2005 ist der Sunways Communicator auf dem Markt, mit dem Photovoltaikanlagen per Ferndiagnose überwacht werden können.


Kristalline Solarzellen aus Arnstadt; Spezialzellen aus Konstanz

Vorstand Roland Burkhardt bekräftigte das Ziel des Unternehmens, den Umsatz im Geschäftsjahr 2005 um einen zweistelligen Prozentbetrag zu steigern und ein positives Ergebnis zu erzielen. Die Höhe des EBIT werde laut Burkhardt teilweise vom Niveau der Beschaffungspreise auf dem Wafer-Markt beeinflusst. Der Vertrieb in Spanien werde seit Anfang August durch die Eröffnung des geplanten Vertriebsbüros in Barcelona gestärkt. Der Bau der neuen Produktionsstätte in Arnstadt / Thüringen mit einer Produktionskapazität von 30 Megawatt schreite planmäßig voran. Hier sollen ab Ende des dritten Quartals 2005 mono- und multikristalline Solarzellen produziert werden. Am Standort Konstanz will sich die Sunways AG auf die Produktion von Spezialzellen konzentrieren. An beiden Standorten können Zellen im Format 156 x 156 mm produziert werden und so technologisch anspruchsvolle Kundenwünsche realisiert werden.

10.08.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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International Solar Energy Society ehrt Prof. Joachim Luther

Prof. Joachim Luther
Prof. Joachim Luther

In Anerkennung seiner herausragenden Verdienste um die Solarenergie verleiht die International Solar Energy Society (ISES) den "ISES Special Service Award" an Prof. Joachim Luther. Der Preis wird dem Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) am 10. August 2005 in Orlando, Florida überreicht.  Dort hält der vor 50 Jahren gegründete Weltdachverband der Solarenergie seine diesjährige Konferenz ab, den ISES Solar World Congress. Das ISES-Preiskomitee hebt vor allem drei Aspekte für die Wahl Joachim Luthers als diesjährigen Preisträger hervor: Sein herausragendes Engagement für das ISES-Fachjournal "Solar Energy", dessen Qualität und Image er als Chefredakteur von 1999 bis 2002 entscheidend optimierte, seine nachhaltige Unterstützung und Beratung der International Solar Energy Society sowie sein Engagement als Mitglied des ISES Board of Directors in den Jahren 1992 bis 2001.

Mit Mitgliedern in mehr als 100 Ländern versteht sich die International Solar Energy Society als weltweit agierender Informationsvermittler sowohl zur Solarenergieforschung als auch zu deren Anwendung. Mit Publikationen und Fachveranstaltungen stellt ISES ein aktives weltweites Austauschforum zur Solarenergie dar.

Der 1941 geborene Joachim Luther leitet seit 1993 das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg, wo er gleichzeitig eine Professur für Festkörperphysik und Physikalische Grundlagen der Nutzung von Solarenergie an der Universität innehat. Das Fraunhofer ISE hat sich unter seiner Führung auf heute 410 Mitarbeiter mehr als verdoppelt und verfügt über einen jährlichen Betriebshaushalt von rund 25 Millionen Euro (ohne Investitionen). 35% dieses Budgets resultieren aus Projekten direkt mit der Industrie.

Der ISES Special Service Award ist der dritte Preis, mit dem Joachim Luther in diesem Jahr geehrt wird. Anfang Juni zeichnete ihn die EU-Kommission anlässlich der 20. European Photovoltaic Solar Energy Conference in Barcelona für seine Verdienste um die enge Kooperation von Solarforschung und Industrie mit dem Becquerel-Preis aus. Im Juli verlieh ihm die TÜV Rheinland Group im Rathaus zu Köln den 16. Internationalen Rheinlandpreis für Umweltschutz.

10.08.2005   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE.

 

Klimaschutz: Wuppertal Institut stellt Protokolle zu "KyotoPlus" ins Internet

Das KyotoPlus-Projekt der Heinrich-Böll-Stiftung und des European Climate Forum will in der Debatte um die Zukunft der internationalen Klimapolitik neue Ansätze identifizieren und befördern. Im Rahmen dieses Vorhabens veranstalten das Berliner Büro des Wuppertal Instituts und die Heinrich-Böll-Stiftung in unregelmäßigen Abständen Diskussionen zu "KyotoPlus". Die Protokolle des bisherigen Veranstaltungen sind jetzt als PDF-Dateien im Internet verfügbar; weitere sollen folgen. 
In einem informellen Ambiente bringen die "KyotoPlus-Dinner" einen wechselnden Kreis von rund 20 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und NGO zu Gesprächen zusammen. Die Aufzeichnungen der Veranstaltungen können auf den Internetseiten des Wuppertal Instituts heruntergeladen werden. Vertreten sind John Ashton "China: Europas Partner in der Energie- und Klimapolitik?", Roda Verheyen "Klimaschutz auf dem Rechtsweg?" und Sivan Kartha "Gerechtigkeit und Solidarität im Treibhaus".

Download unter http://www.wupperinst.org/Projekte/buero-berlin/kyoto-plus.html

10.08.2005   Quelle: Wuppertal Institut   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Conergy AG wächst im 2. Quartal um 88%

Die Hamburger Conergy AG baut ihre Position als umsatzstärkstes europäisches Solarunternehmen aus: Der Umsatz sei im 2. Quartal 2005 um 88 % auf 105 Millionen Euro gestiegen (Vorjahreszeitraum: 56,2 Mio. EUR) und habe im 1. Halbjahr insgesamt EUR 150,8 Millionen Euro betragen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Der Umsatz lag damit 80 % über dem Vorjahreswert (83,6 Mio. EUR). Gleichzeitig erhöhte sich das Ergebnis vor Steuern und Kosten des Börsengangs im zweiten Quartal auf 6,3 Millionen Euro und damit im ersten Halbjahr auf 9,1 Millionen Euro, was einer Steigerung von 122 % entspricht (Vorjahreszeitraum 4,1 Mio. EUR). Durch das traditionell wesentlich stärkere 2. Halbjahr sieht Conergy sich auf gutem Weg, das Ziel von 500 Millionen Euro Umsatz und 27 Millionen Euro Gewinn zu erreichen.


Auslandsumsatz im ersten Halbjahr vervierfacht

Neben der planmäßigen Ergebnisentwicklung habe Conergy wichtige Meilensteine in der strategischen Positionierung umgesetzt, heißt es in der Pressemitteilung. Durch erfolgreiche Markteintritte in den USA, Australien, Mexiko und Portugal sei das Unternehmen mittlerweile auf vier Kontinenten kundennah präsent. Der Auslandsumsatz vervierfachte sich im ersten Halbjahr auf 20,5 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum 4,9 Mio. EUR) bei einem positiven Halbjahresergebnis (EBT) von 0,9 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum minus 0,1 Mio. EUR) im internationalen Geschäft. Im zurückliegenden Quartal konnte auch der erfolgreiche Eintritt in das lukrative Produktsegment Bioenergie mit der Übernahme der MAT-tec GmbH vollzogen werden. Landwirte sind eine Kernzielgruppe für die solaren Vertriebe der Conergy. Die bestehenden Kundenkontakte sollen jetzt genutzt werden, um auch bei dieser Zukunftstechnologie schnell zum Marktführer in Deutschland zu wachsen.


Neue Produktsegmente für den Fondsvertrieb im Bereich erneuerbarer Energien

Mit der Übernahme des australischen Windparkprojektentwicklers Taurus Ltd., dem Zukauf europäischer Onshore-Windparks sowie der Gewinnung von branchenerfahrenen Spezialisten zur Realisierung solarthermischer Großkraftwerke habe Conergy darüber hinaus weitere Produktsegmente für den Fondsvertrieb im Bereich erneuerbarer Energien erschlossen. Damit mache sich Conergy unabhängiger von temporären Nachfrageschwankungen in regionalen Märkten und schaffe zusätzliche Umsatz- und Ertragspotenziale in lukrativen und komplementären Geschäftssegmenten. "Unser Ziel ist, bereits ab 2008 über 50% unseres Gesamtumsatzes m Ausland sowie über 50% mit Produkten außerhalb der Photovoltaik zu erzielen", erklärt der Vorstandsvorsitzende und Gründer Hans-Martin Rüter. "Darüber hinaus werden wir unser Innovationstempo auch bei der Produktentwicklung in unserem solaren Kerngeschäft weiter erhöhen", so Rüter weiter.


Markteinführung eigener Insel- und Zentralwechselrichter

Im ersten Halbjahr wurden eigenentwicktelte Insel- und Zentralwechselrichter sowie weiterentwickelte Schrägdachbefestigungssysteme im Markt eingeführt. "Diese großteils patentgeschützten Produkte bieten den Kunden noch höheren Nutzen, weshalb die Absätze überdurchschnittlich angestiegen sind", so Rüter weiter. Um der stark steigenden Nachfrage auch in Zukunft gerecht zu werden werde aktuell der Standort der Conergy in Rangsdorf bei Berlin zur Verdopplung der Produktionsfläche ausgebaut. Insgesamt beschäftigte Conergy nach eigenen Angaben zum Ende des 1. Halbjahrs 554 Mitarbeiter, was gegenüber dem Jahresende 2004 einer Steigerung von 171 Mitarbeitern entspricht. Diese Anzahl werde sich durch weitere Einstellungen im Inland sowie durch Markteintritte in weitere Länder, wie beispielsweise Indien und Italien, kontinuierlich erhöhen.

09.08.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Startschuss für SolarLokal in Mecklenburg-Vorpommern

Fünf Gemeinden der EU-registrierten "100%-Region" Lübow-Krassow starten mit SolarLokal, der Imagekampagne für mehr Strom aus Sonne. Das Dorf Mecklenburg, Lübow, Bad Kleinen, Groß Stieten, Metelsdorf werden dabei unterstützt von der Deutschen Umwelthilfe e.V. und der SolarWorld AG.  Der Auftakt wurde im Rahmen der 8. Internationalen Solarkonferenz Mecklenburg-Vorpommerns gefeiert, berichtet die DUH in einer Pressemitteilung. "Wir müssen vor Ort Verantwortung dafür übernehmen, künftigen Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen. Solarstrom dient nicht nur der Umwelt und dem Klimaschutz, sondern lohnt sich auch finanziell. Ich wünsche mir, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger für diese moderne, umweltfreundliche Technologie begeistern und eine Solarstromanlage zur Stromproduktion nutzen", so Bürgermeister Wolfgang Lüdtke. Außerdem fördere die Solarstromkampagne die Wirtschaft in der Region, denn die Anlagen würden in der Regel von örtlichen Handwerksbetrieben installiert.


Beratung und Informationen per Infotelefon

"Der Zugang zur umwelt- und klimafreundlichen Photovoltaik soll den Bürgerinnen und Bürgern so leicht wie möglich gemacht werden.", sagt SolarLokal Projektleiterin Christiane Becker. Hier sei das kommunale Engagement entscheidend. "Ich freue mich, Lübow, Dorf Mecklenburg, Groß Stieten, Bad Kleinen und Metelsdorf als erste Kommunen Mecklenburg-Vorpommerns bei SolarLokal begrüßen zu können", so Becker. Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden von der Kampagne über die Möglichkeiten einer privaten Solarstromanlage informiert. Am SolarLokal-Infotelefon gebe es kompetente Beratung und Informationen von lokalen, fachkundigen Handwerksbetrieben.


Lohnendes Geschäftsfeld für das Handwerk

Die örtliche Wirtschaft, die eng in die Kampagne eingebunden sei, sieht im Bau von Solarstromanlagen ein lohnendes Geschäftsfeld. "Wir begrüßen diese Aktion, die unseren Handwerkern neue Perspektiven bietet“, so Antje Lange, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Wismar. Handwerksbetriebe mit Sitz im Landkreis Nordwestmecklenburg können sich als SolarLokal-Handwerker registrieren lassen. Voraussetzung für die Registrierung ist der Nachweis, dass der Betrieb bereits drei Photovoltaikanlagen installiert hat. An Solarstrom interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich dann an die SolarLokal-Handwerker des Kreises wenden.

09.08.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Windenergie: WPD AG durchbricht Milliarde-Schallmauer

Fundament für eine Windenergieanlage
Fundament für eine Windenergieanlage "Enercon E-70" mit 113,5m Nabenhöhe

Die positive Unternehmensentwicklung der WPD AG hat einen weiteren Meilenstein erreicht, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit dem aktuellen Beteiligungsangebot, dem Windpark Köthen, habe die Bremer WPD AG bislang Projekte mit Gesamtinvestitionen in Höhe von einer Milliarde Euro begleitet.  Das Unternehmen realisiert seit 1996 Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien und hat nach eigenen Angaben mehr als 80 Windparks mit einer Gesamtleistung von über 800 Megawatt gebaut. "Mit dem 51 Millionen-Euro-Enercon-Projekt in Köthen haben wir in nunmehr neun Jahren eine Schallmauer im Markt der erneuerbaren Energien durchbrochen. Über diesen Erfolg freuen wir uns insbesondere deshalb, weil wir in diesem Zeitraum gleichzeitig die Unternehmensstruktur deutlich professionalisieren konnten, den Mitarbeiterstab deutlich ausbauen konnten und die Tätigkeitsschwerpunkte unseres Unternehmens weiter ausbreiten konnten“, erklärt Dr. Klaus Meier, Vorstand der WPD AG.

Mit dieser Strategie habe die WPD-Gruppe ihre Position als Marktführer gefestigt und setze diese Prozesse fort, um neue Ziele zu erreichen. Dies gelte gleichermaßen für die Windkraftnutzung an Land (Onshore), wie zum Beispiel mit der aktuellen Errichtung des bislang größten deutschen Windfeldes westlich von Berlin, aber auch für die Offshore-Technologie, für die eine erste Baugenehmigung in der Ostsee bereits vorliege. Neben den ersten Auslandsprojekten in Taiwan sind laut WPD AG weitere Technologien in den Fokus gerückt und bereits in diversen Projekten umgesetzt worden, beispielsweise Solarstrom- und Biogasanlagen.

09.08.2005   Quelle: WPD AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: WPD AG
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Grüne wollen Windenergienutzung in Hessen voranbringen

Der Anteil der Windenergie in Hessen steige seit dem Jahr 2000, obwohl die CDU-Landesregierung nichts zu ihrer Förderung unternehme, berichtet die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag in einer Pressemitteilung. Ende 2004 seien in Hessen nach Angaben des Deutschen Windenergieinstituts 504 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 401 Megawatt (MW) installiert gewesen. Allein im Jahr 2004 seien 33 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von 54 MW in Betrieb genommen worden.  Nach Einschätzung des hessischen Wirtschaftsministeriums liege das Potenzial bis zum Jahr 2010 bei bis zu 750 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 750 MW. Die hessische Windstromerzeugung könnte dann in der Größenordnung von 1.125 Gigawattstunden pro Jahr liegen, rechnen die Grünen vor. Rund um die Entwicklung, Bau und Betrieb von Windenergieanlagen gebe es in Hessen über 1.000 Arbeitsplätze.


Verdoppelung der Gesamtleistung möglich

"Diese Zahlen zeigen, welche Potenziale die Windenergie selbst bei der sehr zurückhaltenden Abschätzung des Wirtschaftsministeriums in Hessen hat. Gegenüber dem Stand von Ende 2004 bedeutet dieses Potenzial etwa eine Verdoppelung der Gesamtleistung und eine um 50 Prozent erhöhte Anlagenzahl in den nächsten fünf Jahren", so die umweltpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Ursula Hammann, und der Vorsitzende des Bundesverbandes WindEnergie e.V. in Hessen, Joachim Wierlemann. Dies lasse sich vor allem durch den Einsatz von größeren leistungsstärkeren Anlagen an Stelle von Kleineren erklären.


Landesregierung soll schlüssiges Konzept für den Ausbau der Windenergie vorlegen

"Wir fordern die Landesregierung auf, diese Fakten zum Anlass zu nehmen und ihre unbegründeten Vorbehalte gegen die Windenergie aufzugeben und ein für Hessen schlüssiges Konzept für den Ausbau der Windenergie vorzulegen", fordern Hammann und Wierlemann. Ein solches Konzept soll nach den Vorstellungen der Grünen drei Schwerpunkte abdecken: Zum einen müsse es eine offensive Ausweisung von Eignungsgebieten für die Windenergienutzung geben. Darüber hinaus sollten Investoren bei der Standortfindung und den notwendigen Genehmigungsverfahren unterstützt werden. Dies gelte sowohl für neue Standorte als auch für den Ersatz bestehender durch leistungsfähigere Anlagen. Außerdem fordern die Grünen die Erfassung und Bereitstellung von geeigneten landeseigenen Flächen und Infrastruktur wie Zufahrtswegen.

09.08.2005   Quelle: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarparc AG will modernste nachgeführte Solarstromanlage bauen

Die Solarparc AG (ISIN: DE0006352537) lässt die nach eigenen Angaben modernste der Sonne nachgeführte Photovoltaikanlage Deutschlands in Freiberg/Sachsen bauen. Die Oberbürgermeisterin der Stadt Freiberg, Dr. Uta Rensch, setzt dafür am Montag, den 8. August 2005, den Spatenstich. Die "technologisch einzigartige", zweiachsige "Tracking"-Anlage folge mit Unterstützung von Sensoren dem Stand der Sonne und erhöhe dadurch den Stromertrag im Vergleich zu herkömmlichen, fest stehenden Solarstromanlagen um rund 30 Prozent, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.  Ab Herbst soll das solartechnische Vorzeigeprojekt, das zudem eine der größten nachgeführten Photovoltaik-Anlagen in Deutschland sei, mit der Stromerzeugung beginnen. Die Solarparc AG übernehme die Betriebsführung des Solarkraftwerks.


Solarstromprojekt zu Mitarbeiterbeteiligung

Die technische Ausstattung der Tracking-Anlage stammt von der SolarWorld AG. Geplant wurde die Anlage von der Freiberger EAB Projektentwicklung GmbH. Mit der weiteren Planung und Installation im Freiberger Gewerbegebiet Rotvorwerk hat die Solarparc AG die SunStrom GmbH aus Dresden beauftragt. Die Solarparc AG habe das Solarstromprojekt als Anlagemöglichkeit für die Beschäftigten der SolarWorld AG in Freiberg konzipiert. "Mit wollen damit den Mitarbeitern der SolarWorld AG eine zusätzliche finanzielle Beteiligung bieten, mit der sie von den Erträgen eines der modernsten Solarkraftwerke Deutschlands aus eigener
Produktion profitieren können," erläutert Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der Solarparc AG.

Großteil des Jahresgewinns im 2. Halbjahr erwartet

Die Solarparc AG hat nach eigenen Angaben auch im 1. Halbjahr 2005 ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Der Konzerngewinn nach Steuern erreichte 0,55 Millionen Euro (Vorjahr: 0,67 Mio. EUR). Der Konzernumsatz lag mit 3,7 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Das 1. Halbjahr sei geprägt gewesen von der Neuakzentuierung der Konzernaktivitäten, die um die Konzipierung und den Vertrieb kapitalmarktfähiger regenerativer Kraftwerke erweitert worden seien. Im Vordergrund hätten die Vorbereitungen für die Platzierung geschlossener Solarfonds von mehr als 8 Megawatt (MW) im weiteren Verlauf des Jahres gestanden. "Der Großteil des Jahresgewinns und des Umsatzes ist deshalb für das 2. Halbjahr 2005 zu erwarten", erläutert Susanne Muffler, Vorstand Finanzen (CFO) der Solarparc AG. Das Unternehmen könne für sein weiteres Wachstum wie bisher auf eine solide Bilanz bauen. Die Eigenkapital-Quote des Unternehmens zum 30. Juni 2005 betrug nach eigenen Angaben 39,3 Prozent (31. Dezember 2004: 37,3 Prozent). Die liquiden Mittel seien auf 11,8 Millionen Euro gestiegen (Jahresende 2004: 11,5 Mio. EUR).

08.08.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Plambeck verkauft Rechte an drei Windpark-Projekten in Brandenburg

Die Plambeck Neue Energien AG hat die Rechte an drei Windpark-Projekten in Brandenburg an zwei international tätige Projektentwicklungsgesellschaften verkauft. Das bereichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Der Verkaufspreis betrage 3,08 Millionen Euro. In den drei Projekten können laut Plambeck Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 47,6 Megawatt (MW) errichtet werden. Die Plambeck Neue Energien AG will bei der Realisierung der Windparks in den kommenden Jahren unterstützend tätig sein.

08.08.2005   Quelle: Plambeck Neue Energien AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Europäisches Solarwärmebarometer: Weißbuch-Ziele außer Reichweite

Weißbuch-Vorgabe zur Solarwärme außer Reichweite
Weißbuch-Vorgabe zur Solarwärme außer Reichweite

Der europäische Solarwärmemarkt entwickelte sich im Jahr 2004 weiterhin positiv. Er wuchs um 10,1% gegenüber 2003, doch verglichen mit den Zielen der Europäischen Kommission werden dennoch zu wenige Neuinstallationen vorgenommen. Das betont das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt "EurObserv’ER" in seinem Solarwärme-Barometer Nummer 168, veröffentlicht in der Zeitschrift "Systèmes Solaires".  Die Kommission hat bis 2010 Neuinstallationen mit einer Gesamtfläche von 100 Millionen Quadratmetern Kollektorfläche geplant (70.000 Megawatt Wärmeleistung; MWth), 2004 waren knapp 1.7 Millionen m2 installiert (1.185 MWth). Die Erweiterung der EU von 15 auf 25 Mitglieder am 1. Mai 2004 habe einiges dazu beigetragen, einen neuen europäischen Produktionsrekord zu erzielen und die installierte Leistung von 2001 zu überschreiten (1,693.004 m2 im Jahr 2004 gegenüber 1,537.070 m2 im Jahr 2003). Doch diese Zahlen machten, auch wenn sie sehr eindrucksvoll erscheinen mögen, nur einen sehr bescheidenen Weltmartkanteil aus (ungefähr 10%); allein auf China entfalle eine jährlich installierte Leistung in Höhe von über 10.000.000 m2 (mehr als 7.000 MWth).


Deutscher Markt wächst langsamer, Frankreich legt fast 20 % zu

Trotz eines schwachen Wachstums im Jahr 2004 (+ 4% bezogen auf das Vorjahr), hat Deutschland laut EurObserv’ER dank einer installierten Solarkollektorfläche von 78.0000 m2 einen Marktanteil von 46,1% und führt somit den europäischen Markt an. Griechenland befindet sich seit 2004 mit einer neu installierten Leistung 215.000 m2 wieder an zweiter Position, Österreich mit einer neu installierten Leistung von 191.494 m2 an dritter Stelle. In Frankreich wurden 2004 deutlich mehr Solarwärmeanlagen installiert (+19,8% gegenüber 2003): insgesamt hat Frankreich im vergangenen Jahr eine Fläche von 116.915 m2 Sonnenkollektoren hinzugewonnen; 55.375 m2 davon entfallen auf die Übersee-Gebiete.


Europäischer Kollektor-Park hat 15 Millionen Quadratmeter

Ein Jahr später als von der Kommission geplant, sei doch noch das Ziel der Startkampagne erreicht worden so EurObserv’ER: Das Europa der 25 verfüge über einen installierte Kapazität von 15.361.824 m2. Zu diesem Erfolg hätten wesentlich die 10 neuen Mitgliedsländer beigetragen, in denen insgesamt zusätzliche 820.267 m2 installiert wurden. Was die einzelnen Länder betreffe, verfüge Deutschland mit einer installierten Leistung von 6.199.000 m2 in Europa über den größten Solarkollektorpark; Griechenland bleibe mit 2.826.700 m2 an zweiter Position vor Österreich mit einer installierten Gesamtfläche von 2.399.791 m2.


Fast 19.000 neue Arbeitsplätze

Der Europäische Solarwärmemarkt entsprach laut EurObserv’ER im Jahr 2004 insgesamt einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro, der zu drei Vierteln in Deutschland, Griechenland und Österreich erzielt wurde. Die Zahl der durch diesen Markt entstandenen Arbeitsplätze wird für das Jahr 2004 auf 18.700 geschätzt, 17% mehr als im Vorjahr.


Weißbuch-Vorgabe außer Reichweite

Obwohl der Solarwärmesektor im dritten Folgejahr ein Wachstum verzeichnen konnte, werde er nicht in der Lage sein, die Ziele der Europäischen Kommission zu erreichen, betont EurObserv’ER. Ursache hierfür sei die Tatsache, dass der europäische Markt fast ausschließlich auf Deutschland, Österreich, Griechenland und dem sehr aktiven Zypern beruhe. Diese wenigen Länder machten allein 77,3% des Solarwärmarktes aus (bei einem Bevölkerungsanteil von nur 22,5%). Sie würden jedoch auf Dauer nicht allein für ein Wachstum des europäischen Marktes sorgen können. "Die unterschiedlichen Tendenzen haben uns zu der Schätzung veranlasst, dass der Park der europäischen Union im Jahr 2010 wohl 33 Millionen m2, also einem Drittel der im Weißbuch geplanten Kapazität entsprechen werde", so EurObserv’ER


EurObserv’ER ist ein Zusammenschluss sechs europäischer Organisationen zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien in der Europäischen Union. Diese sechs Organisationen sind:

- Observ’ER, Observatorium für erneuerbare Energien (Paris, Frankreich)
- Eurec Agency, Europäischer Verein der Forschungsinstitute auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien (Brüssel, Belgien)
- Eufores, Europäisches Forum für erneuerbare Energiequellen (Brüssel, Belgien)
- Erec, Europäischer Rat für erneuerbare Energien (Brüssel, Belgien)
- Institut Jozef Stefan, Forschungszentrum für erneuerbare Energien und Energiepolitiken (Ljubljana, Slowenien)
- Systèmes Solaires, französische Fachzeitschrift für erneuerbare Energien (Paris, Frankreich).


Weitere Informationen im Internet

Die verschiedenen Barometer von EurObserv’ER können in französischer Sprache als PDF-Dokument heruntergeladen werden unter der Adresse http://www.eufores.org/, zum Beispiel das Solarwärme-Barometer
und das Photovoltaik-Barometer

08.08.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EurObserv’ER

 

Wirtschaftsforscher erwarten Preisanstieg bei Öl und Erdgas

Die Preise für Öl und Erdgas in Deutschland werden im nächsten halben Jahr voraussichtlich steigen. Dagegen werde besonders bei der Kohle ein stabiles Preisniveau erwartet. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Energiemarktbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.   Dabei handelt es sich um eine halbjährliche Umfrage unter mehr als 200 Experten aus Wissenschaft, Energieversorgungs-, Energiehandels- und Energiedienstleistungsunternehmen zu ihren Erwartungen bezüglich der kurz- und mittelfristigen Entwicklung an den nationalen und internationalen Energiemärkten. Bei Strom und Rohöl halten sich für die nächsten sechs Monate jeweils die Erwartungen steigender und stagnierender Preise die Waage. Auf Sicht von fünf Jahren sei allerdings bei allen Energieträgern mit einer weiteren Verteuerung zu rechnen, heißt es in der ZEW-Pressemitteilung.


Weiter steigender Ölpreis

Trotz des derzeit hohen Ölpreises erwarten 42 Prozent der befragten Experten in den kommenden sechs Monaten einen steigenden Preis für Rohöl. 47 Prozent rechnen mit stagnierenden und 11 Prozent mit sinkenden Preisen. Auf Sicht von fünf Jahren gehen die Experten von weiter steigenden Preisen aus: 72 Prozent erwarten steigende, 19 Prozent stagnierende und 9 Prozent sinkende Rohölpreise. Gründe für die hohen Ölpreise könnte eine "Spekulationsblase", aber auch die begrenzten Produktionskapazitäten bei gleichzeitig steigender Nachfrage sein. Die Reservekapazitäten befinden sich laut ZEW derzeit mit rund einer Million Barrel pro Tag auf dem niedrigsten Stand der vergangenen 20 Jahre.


Erdgas: steigende Preise bedingt durch Ölpreisbindung

Beim Erdgas gehen 65 Prozent der befragten Experten von steigenden Preisen in den kommenden sechs Monaten aus, 33 Prozent erwarten stagnierende Preise, und lediglich 2 Prozent meinen, dass die Preise sinken werden. Die deutliche Mehrheit, mit der die Teilnehmer für die kommenden sechs Monate steigende Preise erwarten, sei vermutlich auf die Ölpreisbindung des Erdgases zurückzuführen, so das ZEW. In den kommenden fünf Jahren erwarten 74 Prozent der Befragten steigende, 20 Prozent stagnierende und 6 Prozent sinkende Gaspreise.


Steigende Strompreise auch in den kommenden fünf Jahren

Beim Strom rechnen 50 Prozent der befragten Experten im kommenden halben Jahr mit steigenden Preisen, etwa 47 Prozent gehen von stagnierenden Strompreisen aus, und nur 3 Prozent rechnen mit sinkenden Preisen. Auf Sicht der nächsten fünf Jahre geht die deutliche Mehrheit von 77 Prozent von steigenden Strompreisen aus. 18 Prozent erwarten stagnierende und lediglich 5 Prozent sinkende Strompreise.

Weitere Informationen zur Preisentwicklung bei Energieträgern sowie zu energiepolitischen Fragestellungen enthält die aktuelle Energiemarkt-Beilage der ZEWnews Juli/August 2005 unter ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/zn/Energiemarkt0705.pdf

08.08.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Erneuerbare Energien: Geschäftsklima im Juli unverändert

Die Stimmung in der Branche der Erneuerbaren Energien blieb im Juli 2005 nahezu unverändert, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR). Der Geschäftsklima-Index des IWR gab um 0,3 Punkte auf 100,2 nach (Juni: 100,5).  Die Unternehmen bewerteten die aktuelle Geschäftslage im Juli zwar besser als im Vormonat, die Aussichten auf Sicht eines halben Jahres wurden dagegen etwas schlechter beurteilt. "In den Unternehmen scheint mit der näher rückenden Bundestagswahl die Anspannung und Nervosität wieder etwas zuzunehmen," sagte IWR-Leiter Dr. Norbert Allnoch. Besser als im Vormonat Juni laufe der Export beziehungsweise das internationale Geschäft mit Techniken zur Nutzung der regenerativen Energien

Zum Geschäftsklima-Index: http://www.iwr.de/geschaeftsklima

08.08.2005   Quelle: IWR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Energietechnische Sanierung: "Gläserne Baustelle" bei Freiburg eröffnet

Energieoptimierung für Wohngebäude aus den 60er Jahren.
Energieoptimierung für Wohngebäude aus den 60er Jahren.

Die Energieagentur Regio Freiburg und die Freiburger Agentur triolog realisieren derzeit eine neuartige Medienkampagne mit dem Titel "Gläserne Baustelle". Über einen Zeitraum von fünf Monaten wird die energietechnische Sanierung eines Wohngebäudes der Gemeinde Teningen (Landkreis Emmendingen) filmisch dokumentiert und im Internet einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mit der Medienoffensive wollen Energieagentur und triolog private und kommunale Gebäudeeigentümer über die Möglichkeiten der Energieeinsparung im Altbau informieren - und zur Nachahmung animieren.  Das Vorhaben wird gefördert mit Mitteln des Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz des Energieversorgers badenova.


Dämmung, neue Fenster und Solarstromanlage

Bei der "Gläsernen Baustelle" in Teningen handelt es sich laut triolog um ein Sechs-Familien-Wohngebäude aus den 60er Jahren. "Dessen Zustand ist typisch für seine Baualtersklasse", erklärt Rainer Schüle, Geschäftsführer der Energieagentur Regio Freiburg. "Die Sanierungsmaßnahmen, die dort in den kommenden Wochen umgesetzt werden, lassen sich vergleichsweise einfach auf andere Gebäude übertragen." Die bis Ende November dauernde energietechnische Sanierung umfasst die Dämmung von Außenwand, Dach und Keller sowie den Austausch der alten Fenster durch moderne Energiesparfenster. Der Energieverbrauch des Gebäudes wird dabei um über 70 Prozent sinken. Gleichzeitig steigt der Gebäude- und Wohnwert erheblich. Auf dem Dach des Wohnhauses entsteht eine 20 kW-Solarstromanlage, die als Bürgerbeteiligungsanlage finanziert wird.


Dokumentation im Internet und auf DVD

Mit dem Medienprojekt "Gläserne Baustelle" sollen wichtige Etappen der Sanierung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. So würden die Dämm-Maßnahmen, der Austausch der Fenster und die Installation der Solarstromanlage filmisch dokumentiert und zeitnah im Internet unter www.renovieren-mit-energie.de veröffentlicht. Interessenten können auf der Projektseite auch einen Newsletter abonnieren und sich über Fortschritte an der Baustelle, Veranstaltungen, Seminare und sogar Förderprogramme informieren. Nach Abschluss der Arbeiten wollen triolog und die Energieagentur eine Filmdokumentation auf DVD herausbringen.
"Mit dem Medienprojekt möchten wir die Einfachheit der Energiesanierung von Altbauten zeigen und damit die Hemmschwelle bei Gebäudeeigentümern reduzieren, dem Teninger Beispiel zu folgen", unterstreicht Jürgen Leuchtner, Leiter der Freiburger Agentur triolog. Folgeprojekte in der Region würden positive Impulse für Klima, Umwelt und das regionale Handwerk auslösen.

Die Gläserne Baustelle im Internet unter http://www.renovieren-mit-energie.de

07.08.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energieagentur Regio Freiburg GmbH

 

Nordex N90: Offshore-Turbine übertrifft Erwartungen um 9 Prozent

Offshore-Turbine Nordex N90
Offshore-Turbine Nordex N90

Die im Sommer 2003 vor der dänischen Hafenstadt Frederikshavn im Kattegatt errichtete erste Offshore-Turbine eines deutschen Herstellers hat im zweiten Betriebsjahr rund 8.000 Megawattstunden (MWh) Windstrom produziert. Damit habe die Windenergieanlage die Erwartungen des Kunden, des Energieversorgers Elsam A/S, übertroffen, berichtet die Nordex AG in einer Pressemittelung.  "Für ein durchschnittliches Windjahr mit einer mittleren Jahreswindgeschwindigkeit von 7,8 m/s haben wir den Jahresenergieertrag der Nordex N90 Offshore auf 7.800 MWh veranschlagt. Bedingt durch den geringeren Energiegehalt des Windes in der Zeit vom 1. Juni 2004 bis 31. Mai 2005 entsprechen die 8.000 MWh jedoch einer hochgerechneten Jahresproduktion von 8.500 MWh, also 9 Prozent mehr, als ursprünglich erwartet", sagt Axel A. Petersen, Project Development Manager Wind bei Elsam A/S. Derzeit übertreffe die Anlage sogar leistungsstärkere Turbinen im selben Testfeld.


Verfügbarkeit durchgängig über 95%.

Seit dem Netzanschluss der 2,3 MW-Turbine im Juni 2003 habe Nordex alle in der Anlage eingesetzten Komponenten sowie das Gesamtverhalten der Turbine unter realistischen, maritimen Witterungsbedingungen getestet und kontinuierlich optimiert. So seien in den zurückliegenden Monaten in der Pilotanlage unter anderem der "Pitch" und das Getriebe modifiziert worden, um die Verfügbarkeit der Anlage ständig zu erhöhen. "Die Verfügbarkeit der N90 Offshore lag im letzten Jahr durchgängig über 95%. Wir sind mit dem Konzept, der Qualität und der Funktion der Turbine sehr zufrieden. Auch der Einsatz eines Backup-Generators für den schnellen Neustart der Anlage bei Stromausfällen hat sich bewährt“, resümiert Axel A. Petersen von Elsam.


Noch effizientere Windkraftanlagen der Multi-Megawatt-Klasse

Die Erfahrungen und Ergebnisse der Offshore-Pilot-Turbine habe Nordex seitdem sowohl in die Optimierung der Onshore-Anlagen vom Typ N80/2500 kW und N90/2300 kW sowie in die Entwicklung der meerestauglichen Varianten dieser Produktfamilie einfließen lassen. Nordex-Entwicklungschef Dr. Eberhard Voss zeigt sich mit dem Betrieb der N90 in Dänemark zufrieden: "Mit den in Frederikshavn erzielten Fortschritten in der Produktfamilie N90 können wir unseren Kunden noch effizientere Windkraftanlagen der Multi-Megawatt-Klasse anbieten. Eine neue Generation der N90 mit einer höheren installierten Leistung werden wir auf der Messe Husumwind im September 2005 der breiten Öffentlichkeit vorstellen", so Voss.

07.08.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nordex AG

 

Wasserkraft: Forschungszentrum Jülich verstärkt Zusammenarbeit mit China

FZ Jülich arbeitet am Projekt Yangtze-Staudamm
FZ Jülich arbeitet am Projekt Yangtze-Staudamm

Das Forschungszentrum Jülich hat Mitte Juli 2005 einen Kooperationsvertrag mit dem für den Yangtze-Staudamm zuständigen chinesischen Ministerium unterzeichnet. In diesem Vertrag sichere das Ministerium seine Unterstützung für die kommenden Jülicher Arbeiten zu, berichtet das Forschungszentrum in einer Pressemitteilung. Weiter seien Verabredungen getroffen worden zum Austausch von Wissenschaftlern, zu gemeinsamen Forschungsprojekten und über Ausbildungsaktivitäten.  Das Forschungszentrum erhofft sich durch die Unterstützung dieser staatlichen Stelle eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit und schnellere wissenschaftliche Ergebnisse.

Weltgößtes Wasserkraftwerk mit 18.200 Megawatt elektrischer Leistung

Energie zu gewinnen, dicht besiedelte Gebiete vor Hochwasser zu schützen und die Schifffahrt auf dem Yangtze zu erleichtern sind die Ziele, die mit dem Drei-Schluchten-Staudamm auf dem längsten Fluss Asiens erreicht werden sollen. Der Damm wurde 2003 geschlossen und wird nach seiner endgültigen Fertigstellung im Jahr 2009 den Yangtze auf einer Länge von 600 Kilometern aufstauen. Mit 18.200 Megawatt soll das Wasserkraftwerk mehr elektrische Leistung liefern als jedes andere der Welt.

Aus der Größenordnung dieses Vorhabens leiten sich laut Forschungszentrum Jülich technologische, ökologische und sozialwissenschaftliche Aufgabenstellungen in einem zum Teil bislang kaum bekannten Ausmaß ab. Ausgehend von einer Vereinbarung mit der Tongji Universität in Shanghai hat das Forschungszentrum Jülich einen Verbund von mittlerweile mehr als 30 deutschen und chinesischen Forschungszentren, Universitäten und Behörden organisiert, die gemeinsame Forschungsarbeiten zu den Auswirkungen des Staudamms auf die gesamte Umwelt sowohl im unmittelbaren Bereich des neuen Wasserreservoirs als auch in weiter entfernt gelegenen Gebieten durchführen wollen. Der für den Staudamm verantwortliche Minister Pu habe die bisher erzielten Ergebnisse gewürdigt und sich bei einer anschließenden Besichtigung des Forschungszentrums sehr beeindruckt von der Jülicher Umweltforschung gezeigt. Modernste Jülicher Umwelttechniken sollen im Gebiet des Staudamms zum Einsatz kommen.

07.08.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Forschungszentrum Jülich

 

Bundestagswahl: NABU fordert von den Parteien zügigen Ausbau erneuerbarer Energien

Der Naturschutzbund NABU hat die wichtigsten Aufgaben für eine nachhaltige Umweltpolitik nach der möglichen Bundestagswahl in 16 Kernforderungen an die Parteien zusammengefasst. "Wer die zentralen ökologischen Fragen vernachlässigt, wird der Republik keine wirkliche politische Perspektive bieten", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.  In dem 16-Punkte-Katalog nennt der NABU neben der Sicherung des nationalen Naturerbes einen zügigen Ausbau erneuerbarer Energien, die gezielte Förderung nachwachsender Rohstoffe, die Reduktion des Einsatzes chemischer Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft sowie das Recht der Verbraucher auf gentechnikfreie Produkte.


CO2-Emissionen senken; mit erneuerbaren Energien Arbeitsplätze schaffen

Darüber hinaus seien die Reduzierung der CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent, die Einführung einer Steuer auf Flugkerosin sowie umfassende Lärmschutzmaßnahmen wie die Verabschiedung eines Fluglärmgesetzes notwendig. Der NABU werde aber keine Wahlempfehlung für eine Partei abgeben, betonte Tschimpke. "Unsere Ziele heißen Naturschutz und nachhaltige Umweltpolitik. Wir werden alle Parteien immer wieder daran messen, wie sie sich um den Schutz von Mensch und Natur verdient machen", so der NABU-Präsident. Dazu zählten auch der Erhalt der globalen Artenvielfalt, die konsequente Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie sowie die Schaffung von weiteren Arbeitsplätzen bei den erneuerbaren Energien, der Umweltbildung und der ökologischen Landwirtschaft. Die Vereinbarung von Ökologie und Ökonomie zum Wohle der zukünftigen Generationen betrachte der NABU als zentrale gesellschaftliche Herausforderung. Kritik übte Tschimpke vor allem an Bestrebungen der CDU, das Verbandsklagerecht abzuschaffen. Wenn Verbände Prozesse gewinnen würden, zeige dies nur, dass die zugrundeliegenden Planungen nicht rechtsmäßig waren. Wer dasVerbandsklagerecht streiche, der legalisiere rechtswidrige Planungen, so der NABU-Präsident.

06.08.2005   Quelle: NABU,   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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UmweltBank AG: Solides Wachstum geht weiter

Mit der Vorlage ihrer Halbjahreszahlen beweise die UmweltBank AG, dass ihr solides Wachstum weiter geht, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Bilanzsumme sei mittlerweile auf über 625 Millionen Euro gewachsen (plus 17,7 Prozent gegenüber den Halbjahreszahlen 2004).  Die Kundeneinlagen sind laut UmweltBank AG innerhalb eines Jahres um 21,8 Prozent auf 420,7 Millionen Euro gestiegen. Das Kreditzusagevolumen belief sich auf 481,5 Millionen Euro (plus 27,3 Prozent). Der größte Teil davon sei wie auch im letzten Jahr auf Solarkredite entfallen. Insgesamt seien bisher über 4.000 ökologische Projekte gefördert worden, so die Bank.


Markt für ökologische Geldanlagen wird weiterhin stark wachsen

"Die inzwischen mehr als 42.000 Kunden der UmweltBank zeigen, dass das Thema Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien in breiten Schichten unserer Bevölkerung angekommen ist. Die Menschen haben erkannt, dass wir selbst für die Zukunft unserer Kinder verantwortlich sind. Deswegen wird der Markt für ökologische Geldanlagen unabhängig von politischen Stimmungen auch weiterhin stark wachsen", meint der Vorstandsvorsitzende Horst P. Popp.


UmweltBank unter den TOP 20 der weltweit besten Nachhaltigkeitsaktien

Ende Juli wurde die UmweltBank (ISIN DE0005570808) von einem Gremium führender internationaler Analysten ausgezeichnet. Die Aktie wurde bei sustainablebusiness.com in die TOP 20 der weltweit besten Nachhaltigkeitsaktien aufgenommen. Die gelisteten Unternehmen nehmen eine Vorreiterrolle im Bereich sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit ein und sind darüber hinaus wirtschaftlich solide und erfolgreich. Ihre Produkte und Dienstleistungen tragen auf vorbildliche Weise direkt zur Lösung von Umweltproblemen bei. "Mit der Aufnahme in die TOP 20 der weltweit besten Nachhaltigkeitsaktien hat die UmweltBank erstmals auch internationale Beachtung bekommen", so der Vorstandsvorsitzende Horst P. Popp.

06.08.2005   Quelle: UmweltBank AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Nachhaltige Aktienindizes: Gute Performance bei höherem Risiko

Die Geldanlage in Aktien, die sich an sozialen, ethischen und Umwelt-Kriterien orientieren, kann mit Investments in herkömmliche, primär an der Rendite orientierten Anlagen durchaus mithalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, welche die 29 weltweit bekanntesten nachhaltigen Aktienindizes untersucht hat.  Darunter befinden sich die Dow Jones Sustainability Indizes, die FTSE4Good-Indizes sowie weitere bekannte Indizes wie der Naturaktienindex und der Domini 400 Social-Index.
Die Studie zeige, dass die durchschnittliche Wertentwicklung nachhaltiger Aktienindizes oft besser sei als die der ihnen als Vergleichsmaßstab zugeordneten herkömmlichen Indizes. Verbunden sei dies allerdings mit einem höheren Anlagerisiko, heißt es in der ZEW-Pressemitteilung. So falle bei einem Wertverlust der herkömmlichen Indizes von einem Prozent der Ausschlag nach unten bei vielen der nachhaltigen Indizes deutlich stärker aus. Doch auch wenn das Risikoniveau beider Index-Gruppen einander angeglichen werde, könnten nachhaltige Aktienindizes mithalten: Ihre durchschnittliche Wertentwicklung unterscheidet sich laut ZEW unter diesen Bedingungen von der herkömmlicher Aktienindizes in der Regel nicht.
Im Vergleich mit Studien, welche die Entwicklung von nachhaltigen Investmentfonds untersuchen, führe die Analyse der Indizes zu einer direkteren und klareren Messung des Einflusses von Nachhaltigkeit auf die Indexentwicklung, so das ZEW. Dies liege vor allem daran, dass bei der Indexbetrachtung die Kosten der Fonds sowie die Fähigkeiten des Fondsmanagements nicht berücksichtigt werden müssten.

Die Studie kann als ZEW-Discussion Paper von der Website des ZEW herunter geladen werden:
"Is there a Difference? The Performance Characteristics of SRI Equity Indexes "

06.08.2005   Quelle: ZEW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Greenpeace-Aktion: Klimaschutz statt "Gletscherpflaster"

Greenpeace-Aktivisten aus Österreich und Deutschland protestierten am 04.08.2005 am Pitztaler Gletscher gegen das Versagen der Klimapolitik. In 3000 Meter Höhe entrollten sie auf dem Gletscher ein 45 mal 14 Meter großes Transparent mit der Aufschrift "Klimaschutz statt Gletscherpflaster", berichtet die Umweltorganisation in einer Pressemitteilung. Das Transparent befestigten sie auf einer riesigen Abdeckfolie, dem so genannten Gletscherpflaster, mit dem das Land Österreich das klimabedingte Abschmelzen des Gletschers verhindern wolle.  Greenpeace fordert statt dessen, den Ausstoß von Kohlendioxid drastisch zu reduzieren, um die Klimaerwärmung aufzuhalten. "Pflaster können den Klimawandel nicht stoppen", sagte Greenpeace-Klimaexpertin Gabriela von Görne. "Um die Gletscher zu retten, müssen wir endlich den Ausstoß der Treibhausgase runterschrauben. Gletscher mit Folien vor der Klimaerwärmung zu schützen, kann dagegen nicht einmal als Erste-Hilfe-Maßnahme ernst gemeint sein", so Görne


Trinkwasserversorgung in Zentraleuropa massiv bedroht

Die alpinen Gletscher haben laut Greenpeace zwischen 1850 und 1980 im Schnitt ein Drittel ihrer Fläche sowie die Hälfte ihrer Eismasse verloren. Seit 1980 seien weitere zwanzig bis dreißig Prozent des Eises geschmolzen. Bei fortschreitender Erhöhung der weltweiten Treibhausgas-Emissionen könnten die Gletscher bereits zwischen 2050 und 2080 komplett verschwunden sein, warnt Greenpeace. Parallel dazu tauten die so genannten Permafrost-Gebiete in den Alpen weiter auf. Diese auftauenden Boeden gefährdeten die Standsicherheit von Gebäuden, und Schlamm- und Geröll-Lawinen würden tiefer gelegene Alpendörfer bedrohen, so Greenpeace. Gletscher seien zudem wichtige Speicher von Süßwasser. "Wenn sie abschmelzen, ist auch die Trinkwasserversorgung in Zentraleuropa massiv bedroht", heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung.


Erneuerbare Energien sollen bis 2020 ein Fünftel und bis 2050 die Hälfte des Gesamtenergiebedarfs decken

UN-Klimawissenschafter betonen, dass der Mensch mit seinen Treibhausgas-Emissionen für mehr als die Hälfte der beobachteten Erwärmung seit Beginn der industriellen Revolution um 1850 verantwortlich ist. "Das dramatische Abschmelzen der Gletscher in den Alpen zeigt überdeutlich, dass der Klimawandel bereits in vollem Gang ist. Die Politiker müssen den CO2-Hahn zudrehen statt Pflaster kleben", so Gabriela von Görne. Greenpeace fordert Deutschland und Österreich auf, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 um 80 Prozent zu verringern. Erneuerbare Energien wie Sonne, Wind, Wasser oder Erdwärme-Nutzung müssten dazu bis 2020 auf ein Fünftel und bis 2050 auf die Hälfte der Gesamtenergie ausgebaut werden. Kraftwerke, in denen Braunkohle und Steinkohle verfeuert wird, müssten ersetzt werden durch dezentrale Kraftwerke, die auf der Basis von Erdwärme und Biomasse sowohl Strom als auch Wärme produzieren. Atomenergie sei unsicher und deshalb keine Alternative zu fossilen Brennstoffen, betont Greenpeace.


"Regierungschefs von Deutschland und Österreich torpedierten Europäische Klimaschutzstrategie"

Auf dem EU-Frühjahrsgipfel 2005 hätten sich die Regierungschefs von Deutschland und Österreich jedoch gemeinsam gegen die Festlegung von Reduktionszielen bis 2050 ausgesprochen und damit die Europäische Klimaschutzstrategie torpediert. Damit drohe Deutschland, seine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz zu verlieren.

05.08.2005   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Kampagne "SolarLokal" startet bundesweite Solardach-Börse

Vom Solarboom in Deutschland profitieren das Handwerk, die Landwirtschaft und der Klimaschutz, so die Kampagne SolarLokal in einer Pressemitteilung. Doch nicht alle Solarstromprojekte könnten realisiert werden. Häufig fehle es an geeigneten Dachflächen. Gerade für größere Projekte sei es oft schwierig, tragfähige Dächer zu finden. Die Solarstromkampagne, initiiert von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und die SolarWorld AG bieten jetzt eine internetbasierte, kostenlose Dachbörse an.  Schon nach wenigen Tagen seien dort mehr als zehn Angebote aus dem gesamten Bundesgebiet zu finden, heißt es in der Pressemitteilung der DUH. Da sich fast 100 Kommunen an der Initiative SolarLokal beteiligen, gebe es eine rege Nachfrage nach geeigneten Dachflächen für Solarstromanlagen. Viele Besucher der Homepage von SolarLokal kämen jedoch auch aus anderen Städten und Gemeinden in ganz Deutschland. Die Suche nach geeigneten Dächern sei vor allem deshalb so intensiv, weil für Solarstrom von Dachanlagen eine höhere Einspeisevergütung bezahlt wird als für Freilandanlagen.

Ziel der SolarLokal Dachbörse ist es laut DUH, möglichst viele in Frage kommende Dächer für die Produktion von Solarstrom zu nutzen. Landkreise, Städte und Gemeinden, aber auch Unternehmen, Landwirte und andere Besitzer größerer Dachflächen können ihre Dächer für eine Photovoltaikanlage zur Verfügung stellen. In manchen Regionen würden attraktive Dachmieten bezahlt. Geeignet seien alle größeren Dächer, besonders dann, wenn sie nach Süden geneigt sind. Häufig seien es Dächer von Schulen, Kindergärten, Turn- und Mehrzweckhallen, Schwimmbädern, Scheunen, Feuerwehrhäusern, Rathäusern oder Firmengebäuden.

Weitere Informationen unter http://www.solarlokal.de/

05.08.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Phönix SonnenStrom AG wählt neuen Aufsichtsrat

Die erste ordentliche Hauptversammlung der Phönix SonnenStrom AG (ISIN
DE000A0BVU93) seit dem Beginn des Handels der Aktie an der Börse hat am 29. Juli 2005 einen neuen Aufsichtsrat gewählt. Neues Mitglied des sechsköpfigen Gremiums ist der Steuerberater Prof. Dr. Thomas Zinser, ausgeschieden ist Dr. Aribert Peters, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
  Zinser ist Partner einer Unternehmensberatung in München. Der bisherige Vorsitzende Dipl.-Kfm. J. Michael Fischl und sein Stellvertreter Energieberater Ulrich Fröhner wurden in ihren Ämtern bestätigt. Dem Aufsichtsrat gehören weiterhin Rechtsanwalt und Steuerberater Ulrich Th. Hirsch, Rechtsanwalt Dr. Patrick Schweisthal sowie Wirtschaftspädagoge Prof. Dr. Klaus Höfle an. Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2005 wählte die Hauptversammlung die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AWT Horwath GmbH, München.


Der Vorstand gab der Hauptversammlung einen Rückblick auf das Geschäftsjahr 2004 sowie einen Ausblick für 2005 und kommentierte die am 28.07 veröffentlichten Halbjahreszahlen. Das Unternehmen erzielte nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2005 ein Ergebnis von 2,089 Millionen Euro und habe die Anlaufverluste der Jahre 1999 bis 2003 vollständig abgebaut. Vorstand und Aufsichtsrat wurden je mit 100 Prozent der Stimmen entlastet. 23,41 Prozent des Grundkapitals waren vertreten. Mit einer feierlichen Laudatio würdigte und dankte der Vorstand Dr. Peters für seine Amtszeit. Peters war Anfang der 90er Jahre einer der Gründer der erfolgreichen Phönix Solarinitiative, dem Ursprung der Phönix SonnenStrom AG.

05.08.2005   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

EU-Kommission will städtische Umwelt in Europa verbessern

Die Europäische Kommission fordert die Öffentlichkeit und die betreffenden Behörden auf, sich über das Internet zu einer neuen europäischen Strategie zur Verbesserung der städtischen Umwelt in Europa zu äußern. Weiterhin werden Stellungnahmen zur Verringerung der Auswirkungen von Städten auf die Umwelt im weiteren Sinne ersucht.  Die Strategie soll von der Europäischen Kommission im Dezember 2005 als Vorschlag vorgelegt werden. Die Konsultation wird bis zum 21. September 2005 laufen, berichtet die Kommission in einer Pressemitteilung.


Meinung der Bürger und Experten gefragt

Der für Umwelt zuständige EU-Kommissar Stavros Dimas erklärte: "Die meisten von uns leben in Städten – die Qualität unserer städtischen Umwelt ist daher etwas, was uns täglich betrifft. Die europäischen Umweltrechtsvorschriften sorgen bereits für sauberere Luft, eine bessere Behandlung von Abwasser und viele andere Vorteile. Nun wollen wir uns damit befassen, wie wir die positiven Zusammenhänge zwischen diesen Gesetzen am besten nutzbar machen können. Des Weiteren wollen wir uns damit auseinandersetzen, wie wir die örtlichen Behörden bei ihren Bemühungen um die Verbesserung der städtischen Umwelt am besten unterstützen können. Hierzu wollen wir die Meinung der Bürger wie auch der Experten einholen." Die am 28.07.2005 gestartete Internet-Konsultation biete vielen Menschen die Möglichkeit, sich zur Qualität der städtischen Umwelt, in der sie leben und arbeiten, zu äußern.


Integrierte Ansätze sollen Probleme besser lösen

In der Konsultation werden Fragen zum Stellenwert gestellt, den die Menschen dem Leben in einer hochwertigen Umwelt beimessen. Ebenso werden sie zu Maßnahmen befragt, die sie selbst ergreifen würden, um die Qualität und die Leistungsfähigkeit ihrer eigenen Stadt zu verbessern. Die Probleme der städtischen Umwelt wie Lärm, schlechte Luftqualität, starker Verkehr und schlechtes Umweltmanagement werden laut EU-Kommission häufig getrennt angegangen. Allerdings lasse sich durch die Förderung integrierter Ansätze mehr erreichen. Derartige Probleme fänden sich heute in den meisten europäischen Städten. Auf europäischer Ebene gebe es eindeutig Möglichkeiten, zweckmäßige Lösungen zu konzipieren, auszutauschen und ihre Umsetzung zu erleichtern. Dabei müsse zugleich beachtet werden, dass diese den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden.

Die bevorstehende EU-Strategie für die städtische Umwelt gehört zu einer Reihe von "thematischen Strategien", wie im 6. Umweltaktionsprogramm dargelegt, welche die Europäische Kommission in diesem Jahr verabschieden will. Der Fragebogen kann im Internet abgerufen werden unter http://www.europa.eu.int/comm/environment/urban/public_consultation_2005.htm

05.08.2005   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SunTechnics eröffnet Niederlassung in Indien

Die Hamburger SunTechnics Solartechnik GmbH hat eine Niederlassung im indischen Bangalore eröffnet, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Damit ist der nach eigenen Angaben weltweit führende solare Systemanbieter bereits auf vier Kontinenten mit eigenen Niederlassungen vertreten. Mit dem weltweit praxisbewährten solaren Engineering-Know-how und im indischen Energiemarkt erfahrenen Vertriebs- und Ingenieurteams plane SunTechnics, ihre Marktanteile auch in Indien schnell auszubauen.   Ziel sei, an der bis 2010 von der indischen Regierung geplanten Vervierfachung der installierten solaren Leistung überproportional zu profitieren.


Erneuerbare Energien für 18.000 Dörfer ohne Netzanschluss

Aktuell sind laut SunTechnics nach wie vor etwa 45% der indischen Haushalte nicht an das öffentlichen Stromnetz angeschlossen. Das indische Energieministerium habe sich das Ziel gesetzt, dies bis 2012 zu ändern. Bereits heute versorgen solare Niederlassung in Indien Straßenbeleuchtungen, Wasserpumpen und Gebäude mit Strom fernab des öffentlichen Netzes. Von den noch immer etwa 80.000 nicht elektrifizierten Dörfern sei ein Netzanschluss von rund 18.000 Siedlungen wegen geographischer Hemmnisse nicht möglich. Systeme zur Nutzung erneuerbarer Energien werden laut einer Studie der dena (deutsche Energie Agentur) diese Versorgungslücke schließen.


Solare Inselsysteme und Biogasanlagen

"SunTechnics-Solarsysteme sind bestens für einen intelligenten Energiemix ausgelegt, um den stark ansteigenden Strombedarf auf dem sonnenreichen indischen Subkontinent zu decken. Fernab des öffentlichen Netzes ist es heute bereits in weiten Teilen Indiens kostengünstiger, den wachsenden Energiebedarf über solare Inselsysteme auch in Kombination mit unseren Biogasanlagen zu decken", berichtet Stefan Müller, Geschäftsleiter der SunTechnics für die asiatisch-pazifische Region. Die neue Niederlassung in Bangalore starte mit vier Mitarbeitern und diene als zentraler Standort, um von dort aus den gesamten Vertrieb für Indien und die angrenzenden Länder zu organisieren.

04.08.2005   Quelle: SunTechnics Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

FDP-Chef Westerwelle besucht SolarWorld-Konzern

Der Vorsitzende der Freien Demokratischen Partei Deutschlands (FDP), Dr. Guido Westerwelle, besucht am Montag, den 8. August 2005, die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401). Der führende Oppositionspolitiker wolle sich am Standort der Konzernproduktion der SolarWorld AG in Freiberg/Sachsen über Technologie und Potenziale moderner Solartechnologie informieren, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Im Mittelpunkt des Interesses stünde die Expansionsaktivität des unabhängigen und vollintegrierten Solarkonzerns sowie seine hochtechnologischen und modernen HighTech-Fertigungen. SolarWorld-Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck will dem FDP-Chef vor Ort die Ausbaupläne, die technologischen Qualitäten und die damit verbundenen Kosten- und Arbeitsplatzeffekte erläutern.

Neue Modulfabrik soll für weiteren Beschäftigungsaufbau sorgen


Der im Wahlkreis von Westerwelle beheimatete SolarWorld-Konzern aus Bonn setze sein konsequentes Expansionsprogramm mit dem zügigen Aufbau einer zweiten Fabrik zur Fertigung von Solarstrommodulen in Freiberg fort, die weitere 130 Arbeitsplätze in der sächsischen Kreisstadt schaffen werde, heißt es in der Pressemitteilung. Insgesamt soll die Mitarbeiterzahl des Konzerns von derzeit rund 700 auf über 1.000 Frauen und Männer wachsen. Die neue Modulfabrik sei von neuesten technologischen Standards zur vollautomatischen Produktion von Modulen aus Solarzellen gekennzeichnet und eine Weiterentwicklung der erfolgreichen ersten Linie. Bis Ende 2006 soll die Fabrik eine Produktionskapazität von 50 Megawatt (MW) erreichen, wodurch das gesamte Produktionspotenzial für Module in Freiberg auf 80 MW steige.


Spatenstich für größte nachgeführte Solarstromanlage Deutschlands

Mit dem Besuch des FDP-Vorsitzenden in Freiberg erfolgt zeitgleich der Spatenstich für die bundesweit größte nachgeführte Solarstromanlage, welche die SolarWorld AG in Form eines Mitarbeiter-Beteiligungsprogramms ausrüsten will. Mit der "Tracking“-Technologie" wird die Solaranlage dem Stand der Sonne nachgeführt und erhöhe den Stromertrag im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen um rund 30 Prozent. Die Leistungsstärke dieser Anlage liegt laut SolarWorld AG bei rund 600 Kilowatt (kW).

04.08.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Stiftung Warentest gibt gute Noten für Holzpellets-Zentralheizungen

Gute Testnote: Holzpellets-Kessel Pelletti von Paradigma
Gute Testnote: Holzpellets-Kessel Pelletti von Paradigma

In der Augustausgabe der Zeitschrift "test" veröffentlicht die Stiftung Warentest die Ergebnisse der Prüfung von Holzpellets-Zentralheizungen. In den vergangenen Monaten wurden mit finanzieller Unterstützung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) 10 Pelletszentralheizungen mit einer Nennleistung von rund 15 Kilowatt (kW) untersucht.  Im Mittelpunkt der Prüfung standen die Energieausnutzung, die Sicherheit und Verarbeitung der Heizkessel sowie die Handhabung und die Umwelteigenschaften, berichtet die FNR in einer Pressemitteilung. Als Ergebnis der Prüfung bewerte die Stiftung Warentest drei Pelletsheizungen mit dem test-Qualitätsurteil "gut", sechs mit "befriedigend" und eine mit "ausreichend".



Pelletstechnologie besteht Feuertaufe

Für die Verbraucher zeigen die Prüfergebnisse laut FNR, dass Pelletsheizungen eine gute und umweltfreundliche Alternative zu Öl- und Gasheizungen darstellen. Für die im Vergleich zu herkömmlichen Heizungen noch sehr junge Pelletstechnologie wird das Prüfungsergebnis als erfolgreich bestandene Feuertaufe gewertet. Die guten Testergebnisse dürften der Pelletsbranche und dem Absatz von Holzpelletsheizungen weiteren Auftrieb geben, erwartet die FNR. Allerdings seien die Tests auch eine Ermahnung an die Hersteller von Pelletsheizungen, die Produkte noch weiter zu verbessern und sich mehr Mühe bei der Erstellung von Betriebs- und Montageanleitungen zu geben.

Die Durchführung des Warentests wurde durch eine anteilige finanzielle Förderung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) ermöglicht. Die FNR, die in diesem Jahr die Marktübersicht Pellet-Zentralheizungen bereits in 3. aktualisierter Auflage herausgibt, sieht sich mit den Ergebnissen des Warentests in Ihrer Forschungs- und Enetwicklungs-Projektförderung sowie Informations- und Beratungsarbeit zum Schwerpunkt Heizen mit Holz bestärkt.

Die Prüfergebnisse sowie weitere Informationen zu Holzpellets und Pelletsheizungen stehen zum Faxabruf (Preis 2 Euro) auf der Internetseite der Stiftung Warentest zur Verfügung unter http://www.stiftung-warentest.de/online/haus_garten/test/1276882/1276882/1277438.html

04.08.2005   Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG

 

Bau des Windparks Prignitz geht in die letzte Phase

Neuer Windpark entsteht in Brandenburg.
Neuer Windpark entsteht in Brandenburg.

Auch das 30. Projekt der OSTWIND-Gruppe, der Windpark Prignitz (Brandenburg), habe es in sich, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Dort, wo die Landschaft noch immer geprägt ist von eiszeitlichen Urgewalten, die vor rund 20.000 Jahren wirkten, soll in Zukunft eine andere, positive Naturkraft zum Zug kommen: die Windenergie.  "18 Anlagen, die in den nächsten Wochen zwischen Kuhbier und Kuhsdorf aufgestellt werden, versorgen ab Herbst rund 17.500 Haushalte mit klimafreundlichem Windstrom", kündigte OSTWIND-Unternehmensleiterin Gisela Wendling-Lenz heute an. Die Einspeisung des im Windpark Prignitz produzierten Stroms erfolgt über ein ebenfalls neues Umspannwerk in Kuhsdorf. Mit dem Bau des Gesamtprojekts habe die zur OSTWIND-Gruppe gehörende Lenz-Öko-Gewerbe-Bau GmbH (LÖG) Ende 2004 begonnen und dazu von Beginn an auch mehrere Firmen der Region einbezogen, darunter das Bauunternehmen Günter Lange aus Wittmoor oder WJO Tiefbau aus Langensalzwedel. "Ab September startet dann die Phase der Inbetriebnahme - und damit der eigentliche Countdown für den Windpark", erklärte die Unternehmensleiterin den weiteren Ablauf.

An dem Standort mit guten Windgeschwindigkeiten im Außenbereich der Straßendörfer Kuhbier und Kuhsdorf werden laut OSTWIND in den nächsten Wochen 18 Anlagen in den Himmel über der Prignitz wachsen, 17 vom Typ Vestas NM72c/1500 mit jeweils 1,5 MW Leistung und einer Nabenhöhe von 64 m, eine Anlage vom Typ Enercon E-48 (0,8 MW; 76 m Nabenhöhe). Das Projekt bilde insgesamt eine räumliche Einheit und liege auf überwiegend agrarisch genutzten Flächen. Zwischen den Äckern gebe es noch verschiedene Kleingewässer, Staudenfluren und Feldgehölze.

Den für die Baumaßnahmen festgelegten Zeitplan habe sich das OSTWIND-Projektmanagement nicht von den eingangs erwähnten glazialen "Gegenkräften" durcheinander bringen lassen, die tatsächlich bis heute Wirkung zeigten. Die schwierigen Bodenverhältnisse der sandig-lehmigen Grundmoränen habe OSTWIND mit Hilfe aufwändiger Gründungsmaßnahmen schnell in den Griff bekommen. "Einer Fertigstellung 'just in time' steht nichts im Weg", zeigte sich Gisela Wendling-Lenz optimistisch.

04.08.2005   Quelle: OSTWIND-Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: OSTWIND-Gruppe
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Klimabündnis: Technologieabkommen verbindet "Koalition der Unwilligen"

Alle Industrienationen hätten im Februar 2005 verbindliche Grenzen zum Ausstoß von Treibhausgasen akzeptiert - mit Ausnahme der USA und Australien, die das Kyoto-Protokoll als "ineffizient" bezeichneten, so das Klima-Bündnis der europäischen Städte in einer Pressemitteilung. Statt jedoch die internationale Einigung durch den eigenen Beitritt effizienter zu machen, würden die USA als weltweit größte Treibhausgasproduzenten ihren eigenen Klimapakt starten mit den fünf wichtigsten Wirtschaftsmächten im Asien-Pazifik-Raum: Australien, China, Indien, Japan und Südkorea. Auf diese Weise schütz die "Koalition der Unwilligen" höchstens die eigene Rohstoffindustrie, so das Klima-Bündnis. 

"USA gründen selektiven Sechs-Staaten-Bund, ohne zuvor die internationalen Vereinbarungen anzuerkennen"

Das unverbindliche Ziel der "Asien-Pazifik-Partnerschaft für saubere Entwicklung und Klima" klinge angesichts eines mit Verpflichtungen gespickten Kyoto-Protokolls verlockend: der Einsatz neuer Technologien solle Treibhausgase reduzieren, ohne das wirtschaftliche Wachstum zu begrenzen. Dabei handele es sich keineswegs um eine Alternative zum Kyoto-Protokoll, sondern vielmehr um eine "Ergänzung", hätten Bündnispartner laut Presseberichten betont. "Hat George Bush nach jahrelangem Kampf gegen internationale Vereinbarungen den Ernst der Lage nun doch erkannt und sich dem Klimaschutz verschrieben?", fragt das Klima-Bündnis der europäischen Städte. Verfolge man die Medienberichte, sei ein solcher Sinneswandel für Politiker und Klimaschützer offenbar schwer vorstellbar. "Die USA kritisieren das Kyoto-Protokoll als ineffizient und haben es durch ihre Blockadehaltung selbst jahrelang verwässert. Nun gründen sie mit viel Geheimnistuerei einen selektiven Sechs-Staaten-Bund, ohne zuvor die internationalen Vereinbarungen anzuerkennen. Ich halte das für alles andere als konstruktiv", sagt Gotelind Alber, die als Geschäftsführerin beim Europäischen Städtenetzwerk Klima-Bündnis e.V. die im Klimaschutz engagierten Kommunen seit 1995 bei den internationalen Verhandlungen vertritt.


Unverbindliche Bündnisse nichts als heiße Luft

An der "Asien-Pazifik-Partnerschaft" kritisiert Alber vor allem das völlige Fehlen von verbindlichen Zielen. Auch das Klima-Bündnis beruhe als europäisches Städtenetzwerk auf einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Mitglieder zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. "Die Probleme entstehen dann, wenn es darum geht, freiwillige Selbstverpflichtungen in Richtung verbindlicher Vereinbarungen fortzuentwickeln und die Fortschritte bei der Umsetzung der Ziele zu kontrollieren", schildert Alber ihre eigenen Erfahrungen. Für im Klimaschutz engagierte Kommunen seien freiwillige Vereinbarungen vorerst der einzig gangbare Weg. "Was die internationale Staatengemeinschaft betrifft, sind zusätzliche unverbindliche Bündnisse angesichts einer bereits vorhandenen internationalen Einigung aber nichts als heiße Luft."


US-Alleingang als Versuch, internationale Vereinbarungen zu zerschlagen

Immerhin zeige der Vorstoß, dass die USA und Australien, sich dem Druck der Weltöffentlichkeit nicht mehr völlig entziehen können, der durch das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls im Februar diesen Jahres noch verstärkt wurde, so Alber weiter. Verbunden mit einem vorherigen Beitritt zum Kyoto-Protokoll würde sie die Initiative auch durchaus als sinnvolle Ergänzung betrachten. "So allerdings ist der Alleingang der weltweit größten Treibhausgas- und Kohleproduzenten nur der plumpe und wiederholte Versuch, mühsam erarbeitete internationale Vereinbarungen zu zerschlagen und der eigenen Rohstoffindustrie den Rücken zu stärken. Nichts Neues also von der anderen Seite des Atlantiks", bedauert Alber.

04.08.2005   Quelle: Klima-Bündnis/Alianza del Clima e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Plambeck fließen 7 Millionen Euro aus Ventura-Verkauf zu

Die Plambeck Neue Energien AG hat am 03.05.2005 den Verkauf der Theolia-Aktien abgeschlossen, die sie als Teil der Gegenleistung für die Veräußerung der Ventura S.A. erhalten hat. Durch den Verkauf der Aktien seien der Gesellschaft liquide Mittel in Höhe von sieben Millionen Euro zugeflossen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Die Plambeck Neue Energien AG mit Sitz in Cuxhaven plant und realisiert Windpark-Projekte an Land (onshore) sowie auf hoher See (offshore). Bisher wurden nach Angaben des Unternehmens bereits 71 Windparks mit einer Gesamtnennleistung von 493 MW errichtet.

Im Mai hatte Plambeck ihre 80%ige Beteiligung an der französischen Ventura S.A. an die börsennotierte Theolia S.A. veräußert. Der Kaufpreis sei zum Teil in bar und zum Teil in Theolia-Aktien vereinbart worden. Der Baranteil wurde laut Plambeck bereits bei Vertragsschluss beglichen. Die realisierten Kursgewinne fließen der Plambeck Neue Energien in vollem Umfang zu. Über den insgesamt gewährten Kaufpreis für die Ventura-Veräußerung sei mit Theolia Stillschweigen vereinbart worden, so die Plambeck Neue Energien AG.

03.08.2005   Quelle: Plambeck Neue Energien AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarthermie: Neuer Wärmeträger soll wirksamere und kleinere Solaranlagen ermöglichen

Man nehme Sonne, Technik und eine gute Prise Salz - heraus kommen kompakte, günstige Solaranlagen, die umweltschonend mehr Wärme erzeugen als herkömmliche. Das jedenfalls ist die Hoffnung der mittelständischen Firma Ionic Liquid Technologies (IoLiTec) aus Denzlingen bei Freiburg.  Das Unternehmen nutzt kein Speisesalz, sondern so genannte flüssige Salze, in der Fachsprache "ionische Flüssigkeiten". Sie sind bei Raumtemperatur flüssig und leiten und speichern Wärme sehr gut. Diese Eigenschaft will sich das IoLiTec-Team zunutze machen, um Sonnenenergie besser zu nutzen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Pilotprojekt mit rund 120.000 Euro.


Flüssiges Salz statt Alkohol-Wasser-Gemisch als Wärmeträger

Statt Alkohol-Wasser-Mischungen, die momentan als Wärmeträger in solarthermischen Anlagen verwendet werden, testet IoLiTec hierfür erstmals den Einsatz flüssiger Salze. "Viele sind überrascht, wenn sie hören, dass Salze flüssig sein können", sagt Dr. Thomas Schubert von IoLiTec. "Dabei unterscheiden sich ionische Flüssigkeiten in diesem Punkt gar nicht so sehr von normalem Kochsalz. Auch das wird ab einer bestimmten Temperatur flüssig - allerdings erst bei 800 Grad Celsius", erklärt Schubert. Welche flüssigen Salze als umweltverträgliche Wärmeträger und -speicher eingesetzt werden können, untersucht IoLiTec gemeinsam mit der Firma Tyforop Chemie (Hamburg), dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (Freiburg) und dem Zentrum für Umweltforschung und Umwelttechnologie (UFT) der Universität Bremen. "Wir erhoffen uns nicht nur eine höhere Energieausbeute, sondern auch langlebigere, kleinere und insgesamt günstigere Solaranlagen", begründet DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers die Förderung.


Keine umwelt- und gesundheitsschädlichen Emissionen

"Die Potenziale flüssiger Salze sind enorm", urteilt Dr. Maximilian Hempel, Experte bei der DBU. "Sie sind langlebig und verdampfen nicht, erzeugen also keine umwelt- und gesundheitsschädlichen Emissionen. Deshalb gelten sie als grüne Lösungsmittel und echte Alternative zu risikoreichen Stoffen wie Azeton oder Benzin", so Hempel. Als synthetische Flüssigkeit könnten sie außerdem im Labor für einen bestimmten Zweck maßgeschneidert werden - ein Grund, weshalb die flüssigen Salze unter Fachleuten weltweit als Technologie-Plattform der Zukunft gehandelt werden.

03.08.2005   Quelle: DBU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BUND kritisiert Wahlprogramme von CDU/CSU und SPD

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat in Briefen an die Parteivorsitzenden von CDU/CSU und SPD die Wahlprogramme ihrer Parteien scharf kritisiert. Vor allem das "Regierungsprogramm 2005 – 2009" der Union sei ein Plädoyer für weniger Natur- und Umweltschutz.   Von einer Rückkehr ins Atomzeitalter bis hin zu freier Fahrt für die Gentechnik in der Landwirtschaft plane die CDU/CSU in den nächsten Jahren Umweltstandards drastisch zu senken und den Schutz der Verbraucher wirtschaftlichen Interessen unterzuordnen, heißt es in der BUND-Pressemitteilung.


"Vorschläge der Union weisen in die Vergangenheit

"Die Union spricht in ihrem Programm viel von Zukunft. Doch ihre Vorschläge weisen in die Vergangenheit. Sie will weniger Natur- und Umweltschutz und erhofft sich dadurch mehr Wachstum. Doch weniger Natur- und Umweltschutz schafft nicht mehr Arbeitplätze, sondern bedroht unsere Gesundheit und die Lebensgrundlage künftiger Generationen", sagte die BUND- Vorsitzende Dr. Angelika Zahrnt.


Verkehrspolitik der SPD "ökologisch völlig ambitionsfrei"

Im Wahlmanifest der SPD seien zwar viele Formulierungen zu finden, die darauf hindeuteten, dass die SPD Umwelt- und Naturschutz als wichtig erachte, so der BUND. Allerdings verzichte die SPD durchweg darauf, konkrete Ziele und Maßnahmen zu benennen. So fehle ein klares Bekenntnis, ob die Partei dafür eintrete, dass sich Verbraucherinnen und Verbraucher auch künftig garantiert gentechnikfrei ernähren können. Stattdessen würde die Bio- und Gentechnologie als (angeblicher) Wachstumsmotor hofiert. In der Verkehrspolitik sei die SPD ökologisch völlig ambitionsfrei. Sie schreibe lediglich die verfehlte Politik von Manfred Stolpe fort, kritisiert der Bund für Umwelt und Naturschutz. "Die SPD ist offenkundig an einer ökologischen Modernisierung der Industriegesellschaft, anders als in den Programmen der Vergangenheit, nicht mehr interessiert. Auch bei der SPD wird Umweltschutz der Wettbewerbsfähigkeit untergeordnet. Noch in den Koalitionsvereinbarungen von 2002 hatte die SPD den Umwelt- und Naturschutz zu ihrer Sache gemacht. In ihrem Wahlmanifest ist davon kaum noch etwas übrig", so Zahrndt.


Umwelt und Beschäftigung nicht gegeneinander ausspielen

Der BUND forderte die beiden Parteien auf, Umwelt und Beschäftigung nicht gegeneinander auszuspielen. Vielmehr müssten die Arbeitsmarktpotenziale im Umwelt- und Naturschutz ausgeschöpft und umweltschädliche Subventionen abgebaut werden. Dort, wo in den letzten Jahren viele zukunftsfähige Arbeitsplätze entstanden seien - zum Beispiel bei den erneuerbaren Energien und im Ökolandbau - dürfe die Entwicklung nicht rückgängig gemacht, sondern müsse verstärkt werden.

03.08.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Halbjahresergebnis 2005: KfW Bankengruppe erreicht Fördervolumen von 22,9 Milliarden Euro

Die KfW Bankengruppe hat nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2005 mit 22,9 Milliarden Euro ein zufrieden stellendes Gesamtfördervolumen erzielt. Das Ergebnis habe vor allem aufgrund von ausgelaufenen Programmen der KfW Förderbank erwartungsgemäß unter dem des Vorjahres gelegen (26,4 Mrd. EUR), heißt es in der KFW-Pressemitteilung.  Die Förderung in den verschiedenen KfW-Marken hätten sich dementsprechend unterschiedlich entwickelt: Während die Finanzierungen der KfW Förderbank für Wohnungsbau, Sanierung, Umweltschutz, Infrastruktur und Bildung von 15,9 Milliarden Euro auf 11,4 Milliarden Euro zurückgegangen seien, sei das Fördervolumen der KfW Mittelstandsbank um ein Viertel gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen, auf 6,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,8 Mrd. EUR).


209 Millionen Euro für das Programm "Solarstrom Erzeugen"

Der Rückgang des Fördervolumens in der KfW Förderbank um 29 % auf 11,4 Milliarden Euro liegt laut KfW im erwarteten Bereich. Grund hierfür sei das planmäßige Auslaufen des "Sonderfonds Wachstumsimpulse" für kommunale Infrastrukturmaßnahmen sowie des "Wohnraummodernisierungsprogramms 2003". Die zu Jahresbeginn neu strukturierten Programme im Bereich "Bauen, Wohnen und Energie sparen" - "Ökologisch Bauen" (141 Mio. EUR), "Wohnraum Modernisieren" (450 Mio. EUR) und "Solarstrom Erzeugen" (209 Mio. EUR) - sind laut KfW gut gestartet. In der Wohneigentumsförderung HABE die KfW Förderbank im ersten Halbjahr 2005 mehr als 42.000 Familien unterstützt und mit 2,4 Mrd. EUR (2,5 Mrd. EUR) nahezu das Zusagevolumen des Vorjahrszeitraums erreicht.

03.08.2005   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

GE Energy liefert Gasmotoren für eine der größten Biogasanlagen Deutschlands

Drei Blockheizkraftwerke des Typs JMS 420 GS-B.LC von Jenbacher, der Gasmotorensparte von GE Energy, sorgen für den Antrieb einer neuen Biogasanlage, die aus Mais und Roggen Strom und Wärme erzeugt. Die Anlage nahe der Stadt Soltau, etwa 100 km südlich von Hamburg, wurde im Juni 2005 fertiggestellt.   Zusätzlich lieferte Jenbacher die Abgasbehandlungssysteme, Steuerungssysteme, Absorptions-Kältemaschinen und eine Aktivkohle-Gasreinigung. Am 1. Juli nimmt die Anlage offiziell mit den ersten beiden Motoren ihren Betrieb auf, während der dritte Motor zum Jahresende nachgerüstet werden soll. Sie zähle mit einer elektrischen Gesamtleistung von 4,2 MWel und 4,3 MW Wärmeleistung zu den größten Biogasanlagen Deutschlands, so GE Energy in einer Pressemitteilung.


Eigentümer der Anlage ist die im Bereich der energetischen Nutzung von Biogas tätige Protein & Energie Soltau GmbH (ProEn). Um die Transportwege für Mais und Roggen möglichst kurz zu halten, sei der Betrieb in unmittelbarer Nähe zu den entsprechenden landwirtschaftlichen Flächen angesiedelt worden. Die produzierte Elektrizität wird in das regionale Stromnetz eingespeist, und nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu garantierten Einspeisungstarife vergütet. Die Wärmeenergie hingegen wird zur Produktion von Hefe verwendet, die in der Futter- und Nahrungsmittelindustrie ihren Einsatz findet.


Biogas-Nutzung nimmt deutlich zu

"Wir freuen uns, ProEn beim Aufbau dieser Biogasanlage mit unseren bewährten Lösungen und unserem umfassenden Know-how unterstützen zu können. Die Anlage von ProEn ist der jüngste Beleg dafür, dass in Deutschland die Nutzung dieser Art von erneuerbarer Energie enorm zunimmt," so Barry Glickman, General Manager der Jenbacher Gasmotorensparte von GE Energy.


300 mit Biogas betriebene Jenbacher-Motoren weltweit im Einsatz

Die Gasmotorensparte von GE Energy mit Sitz in Jenbach, Österreich, zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Gasmotoren, Gen-Sets und Blockheizkraftwerken. Neben Biogas können die Jenbacher Motoren auch mit Erdgas und diversen "Sondergasen" aus Deponien, Kohlegruben, Abwässern und industriellen Abfällen betrieben werden. Derzeit sind nach Angaben des Untermnehmens weltweit mehr als 300 mit Biogas betriebene Jenbacher-Motoren im Einsatz. Gemeinsam erzeugen sie rund 200 MW elektrischer Energie. Die Leistung der in Jenbach erzeugten Motoren von GE liegt im Bereich von 0,25 bis 3 MW. Dank patentierter Verbrennungssysteme sowie eines ausgereiften Motor- und Anlagenmanagements erfüllten die Motoren aus Jenbach alle relevanten internationalen Emissionsstandards und böten zugleich ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit.

03.08.2005   Quelle: GE Energy   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

USA: Gouverneure fordern von Bush den Ausbau erneuerbarer Energien

Die Gouverneure von sieben amerikanischen Bundesstaaten fordern US-Präsident George W. Bush auf, die USA innerhalb von zehn Jahren unabhängig von Erdölimporten zu machen. Stattdessen solle die amerikanische Energieversorgung unter anderem durch Erneuerbare Energien gesichert werden, schreiben die Gouverneure in einem offenen Brief an Bush.   "Die Absicht, Amerikas Energieversorgung im Rahmen einer großangelegten Initiative unabhängig vom Erdöl zu machen, schließt zahlreiche Herausforderungen der Nation ein", zitiert die Informationskampagne für Erneuerbare Energien aus dem Brief. Die Unabhängigkeit von Erdöl stärke unter anderem die nationale Sicherheit, den Kampf gegen den Terrorismus, sowie die Industrie. Außerdem könne im Rahmen der nationalen Energieinitiative das Problem der globalen Erwärmung angegangen werden, heißt es in dem Schreiben, das unterzeichnet wurde von den Gouverneuren Jim Doyle (Wisconsin), Rod Blagojevich (Illinois), Bill Richardson (New Mexico), Christine Gregoire (Washington), Ted Kulongoski (Oregon), Janet Napolitano (Arizona) sowie Brian Schweitzer (Montana).


Steuererleichterungen für erneuerbare Energien gefordert

Besonderen Stellenwert räumen die Gouverneure, die sich zur " Apollo Alliance" zusammengeschlossen haben, laut Informationskampagne den Erneuerbaren Energien ein. "Ihr Ausbau würde nicht nur gut bezahlte Jobs schaffen, sondern auch Billionen Dollar privater Einnahmen und Investitionen im Inland hervorrufen", schreiben sie an Bush. Um die erneuerbaren Energien zu fördern, schlagen die Gouverneure unter anderem Steuererleichterungen vor. Als Vorbild verweisen die Gouverneure dabei auf ihre eigenen Bundesstaaten, in denen sich der Ausbau Erneuerbarer Energien schon heute positiv auf die Wirtschaft auswirke. "Im Mittleren Westen bauen wir gegenwärtig die Industrie um, damit wir die steigende Nachfrage aus dem Bereich der Erneuerbarer Energien bedienen können. Wir investieren außerdem stark in Biokraftstoffe, um neue Absatzmärkte für unsere Bauern zu schaffen", berichten die Politiker.

Die Forderung der Gouverneure decke sich mit dem Ziel der USA, ihre Energieversorgung aus Gründen der nationalen Sicherheit umzubauen, betont die Informationskampagne für Erneuerbare Energien. Der Brief der "Apollo Alliance" ist im Originaltext im Internet zugänglich.

02.08.2005   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Greenpeace-Umfrage: Deutsche lehnen Atomkraft ab

Atomkraft ist in Deutschland weiterhin unbeliebt. Das belegt eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Emnid-Umfrage, welche die Umweltschutzorganisation am 01.08.2005 veröffentlicht hat. Laut Greenpeace sprechen sich 70 Prozent aller Befragten für einen Ausstieg aus der Atomkraft aus. Davon plädierten 34 Prozent dafür, die deutschen Atomkraftwerke nach dem jetzigen Ausstiegsfahrplan abzuschalten, 26 Prozent fordern sogar einen schnelleren Ausstieg, heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung.  Lediglich 13 Prozent der Befragten seien für einen unbegrenzten Weiterbetrieb der Atomkraftwerke, nur 11 Prozent würden darüber hinaus den Bau neuer Atomkraftwerke akzeptieren. Am größten ist die Ablehnung mit 75 Prozent, wenn es um den Neubau eines Atomkraftwerkes in der eigenen Nachbarschaft geht. Den lehnen sogar 67 Prozent der CDU/CSU-Wähler ab, zitiert Greenpeace die Umfragezahlen.


Bis heute keine Lösung für hochradioaktiven Müll

"Wenn Angela Merkel denkt, sie hätte für ihren Atomkurs die Akzeptanz der Wähler, dann liegt sie falsch", sagt Christian Bussau, Atom-Experte von Greenpeace. "Die Menschen in Deutschland wollen keinen Rückfall ins Atomzeitalter, und das aus gutem Grund: Sie ist gefährlich, sie ist nicht beherrschbar, sie ist anfällig für Terrorangriffe und sie produziert hochradioaktiven Müll, der noch Hunderttausende von Jahren strahlt. Für dieses Problem gibt es bis heute keine Lösung."


50 Prozent der CDU/CSU-Wähler gegen ein Endlager in Gorleben

Auch ein Endlager für Atommüll in Gorleben stößt auf die Ablehnung der Befragten: 58 Prozent sprechen sich dagegen aus. Sogar 50 Prozent der CDU/CSU-Wähler sind laut Greenpeace gegen ein Endlager in Gorleben. In der Altersgruppe der 14-29-Jährigen seien es 73 Prozent. Bei ihnen sei die Ablehnung allgemein besonders hoch: 76 Prozent fordern ein Ende der Atomkraft. Speziell nach Laufzeitverlängerung gefragt, sagen 52 Prozent, dass sie diese für falsch halten. Während in anderen Altersgruppen die Ablehnung der Atomkraft im Vergleich zum Vorjahr gleich blieb oder leicht sank, hat sie bei den 14-29-Jährigen zum Teil stark zugenommen. So sprachen sich dieses Jahr 34 Prozent von ihnen für einen schnelleren Atomausstieg aus, 2004 waren es nur 26 Prozent. Besonders stark ist dieser Trend bei Schülern. Forderten 2004 noch 18 Prozent von ihnen ein schnelleres Abschalten der Atomkraftwerke, sind es dieses Jahr mit 39 Prozent mehr als doppelt so viele.

In der anstehenden Legislaturperiode sollen laut rot-grünem Ausstiegsfahrplan Biblis A, Neckarwestheim 1, Biblis B und Brunsbüttel vom Netz gehen. "Das sind Reaktoren mit endlosen Mängellisten, die häufig wegen Sicherheitsproblemen vom Netz genommen werden mussten", so Bussau. "Diese Reaktoren müssen abgeschaltet werden, um die Bevölkerung zu schützen. Das muss auch die CDU einsehen. Sie darf den Willen der deutschen Bevölkerung nicht einfach ignorieren", fordert Bussau. Greenpeace verlangt von allen Parteien, aus der Atomkraft auszusteigen. Atomtechnik dürfe zudem nicht exportiert werden, Gorleben nicht zum Endlager gemacht werden.

02.08.2005   Quelle: Greenpeace e. V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Windenergieanlagen: EnerSys steigert erneut Aufstellungszahlen

Wie im vergangenen Jahr werde der international agierende Windpark-Planer EnerSys GmbH seine Aufstellungszahlen in Deutschland auch 2005 steigern können, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit insgesamt 49,7 Megawatt (MW) werde das zweitbeste Ergebnis der elfjährigen Firmengeschichte erzielt.   Die Baugenehmigungen an sechs Standorten lägen vor, die Projekte würden bis zum Jahresende sukzessive umgesetzt.


Zwei neue Windparks in Brandenburg

Begonnen haben die Bauarbeiten laut EnerSys bereits in zwei Windparks mit zusammen 28 MW in Brandenburg. Am Standort Jüterbog im Landkreis Teltow-Fläming werden acht Anlagen des Typs Enercon E-70 errichtet, am Standort Heckelberg im Landkreis Märkisch-Oderland sind es acht Anlagen vom Typ
REpower MD 77. Somit werde EnerSys das laufende Geschäftsjahr bilanziell noch erfolgreicher abschließen als das vergangene, in dem wie in den Vorjahren ein Gewinn im siebenstelligen Bereich erwirtschaftet worden sei.


Auch an Land großes Flächenpotenzial mit guten Windverhältnissen

"Die Entwicklung unserer Aufstellungszahlen ist ein deutliches Indiz dafür, dass es in Deutschland auch onshore noch ein ausreichend großes Flächenpotenzial mit guten Windverhältnissen für einen nennenswerten Zubau in den kommenden Jahren gibt", unterstreicht EnerSys-Geschäftsführer Dr. Hartmut Brösamle. Dieses Potenzial müsse konsequent genutzt werden, um einerseits die beeindruckenden Arbeitsmarkteffekte der vergangenen Jahre zu bestätigen, andererseits, um die Technologieführerschaft der deutschen Windindustrie auf dem Weltmarkt und die damit verbundenen Exportchancen nicht zu gefährden, so Brösamle. "Dessen muss sich jeder bewusst sein, der im Wahlkampf über die Zukunft des EEG und der Windenergie inDeutschland spricht", warnt Brösamle.

02.08.2005   Quelle: EnerSys GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Jürgen Trittin: Mehr Möglichkeiten für Unternehmen im Klimaschutz

Mit dem neuen Projektmechanismen-Gesetz und dem bereits wirksamen Emissionshandel sieht Bundesumweltminister Jürgen Trittin die Unternehmen in einer guten Position. "Die Bundesregierung hat die zentralen rechtlichen Grundlagen für mehr Marktwirtschaft im Klimaschutz geschaffen", so Trittin.  Es liege nun in der freien Entscheidung jedes Unternehmens, wie es seine klimaschutzpolitischen Beiträge erbringe: durch mehr Energieeffizienz im eigenen Bereich, durch den Kauf von Emissionszertifikaten am dynamisch wachsenden CO2-Markt oder dadurch, dass es diese für Projekte außerhalb Deutschlands oder Europas selbst Emissionsgutschriften erwerbe, so Trittin. Der Bundesrat hatte das Gesetz am 08.07.2005 verabschiedet.


Gutschriften für Klimaschutzprojekte im Ausland

Das Gesetz schafft laut Trittin die erforderlichen nationalen Grundlagen zur Erzeugung von Gutschriften für Emissionsminderungen, die durch Projekte im Rahmen von "Joint Implementation" und "Clean Development Mechanism" erzielt werden. Damit könnten Unternehmen Klimaschutzprojekte in anderen Ländern durchführen und im Umfang der erzielten Minderungen von Treibhausgasen Emissionsgutschriften erwerben, zum Beispiel in den mittel- und osteuropäischen Staaten oder in Entwicklungsländern. Außerdem können diese Emissionsgutschriften im EU-Emissionshandel genutzt werden. Das Gesetz sieht in Änderung des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes vor, dass Betreiber einer dem Emissionshandel unterliegenden Anlage ihre Verpflichtung zur Abgabe von Berechtigungen auch durch Abgabe von Emissionsgutschriften aus derartigen Projekten erfüllen können. Damit seien zugleich die Vorgaben einer EU-Richtlinie umgesetzt worden, welche die Verknüpfung der projektbasierten Mechanismen des Kyoto-Protokolls mit dem Emissionshandel vorsieht.


Förderung kleiner Anlagen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen um drei Jahre verlängert

Das Artikelgesetz enthält laut BMU zudem eine Laufzeitverlängerung für die Förderung kleiner Anlagen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) bis 50 Kilowatt installierter Leistung. Da eine Novelle des KWKG bis zum voraussichtlichen Ende der Legislaturperiode nicht mehr möglich sei, soll diese Frist um drei Jahre verlängert werden, um den Ausbau auch der kleinen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen nicht zu gefährden, so Trittin.

02.08.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SolarWorld AG: Gewinn im ersten Halbjahr entspricht Jahresergebnis von 2004

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) hat die erfolgreiche Entwicklung der Vorquartale im 2. Quartal 2005 klar fortgesetzt. Von April bis Juni 2005 sei der Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 200 Prozent auf 11,1 Millionen Euro gestiegen (2. Quartal 2004: 3,6 Millionen Euro), berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung.   Im 1. Halbjahr summierte sich der Nettogewinn laut SolarWorld AG auf 18,5 Millionen Euro (1. Halbjahr 2004: 5,0 Millionen Euro). Auch der Konzernumsatz kletterte nach Angaben des Unternehmens auf Rekordniveau: Im 2. Quartal erreichte er 78,7 Millionen Euro (2. Quartal 2004: 55,4 Mio. EUR) – ein Plus von 42 Prozent. Von Januar bis Juni stieg das Umsatzvolumen des Konzerns auf 136,6 Millionen Euro (1. Halbjahr 2004: 90,8 Mio. EUR).


125 neue Arbeitsplätze in 12 Monaten

Das Wachstum des nationalen wie internationalen Solartechnologiegeschäftes sorgte auch für eine weitere Zunahme der Beschäftigtenzahl. Ende Juni seien insgesamt 684 Frauen und Männer für den SolarWorld-Konzern tätig gewesen. In den vergangenen 12 Monaten habe die Gesellschaft damit 125 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die konzernweite Expansion des Geschäftsvolumens habe im Einklang mit einem konsequenten Kostenmanagement im 2. Quartal für einen Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 22,6 Millionen Euro gesorgt (2. Quartal 2004: 11,3 Mio. EUR); im Halbjahr auf 40,3 Millionen Euro (1. Halbjahr 2004: 18,2 Mio. EUR).


EBIT wächst in den ersten zwei Quartalen um 200 %

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte laut SolarWorld AG von April bis Juni auf 18,0 Millionen Euro (2. Quartal 2004: 7,0 Mio. EUR) und im Halbjahr auf 31,4 Millionen Euro (1. Halbjahr 2004: 10,0 Mio. EUR). Das Ergebnis des SolarWorld-Konzerns vor Steuern (EBT) stieg im 2. Quartal 2005 auf 16,9 Millionen Euro (2. Quartal 2004: 5,7 Mio. EUR) und im Halbjahr auf 28,9 Millionen Euro ((1. Halbjahr 2004: 7,5 Mio. EUR). Auch bilanzseitig habe sich der Konzern weiter sehr solide präsentiert. Als eine der wesentlichen Stabilitäts-Kennziffern erreichte die Eigenkapital-Quote zum 30.06.2005 laut SolarWorld AG 52 Prozent. Die Eigenkapital-Rendite für die ersten sechs Monate 2005 habe sich im Vergleich zum 1. Halbjahr 2004 auf 10 Prozent mehr als verdoppelt.
Mit Schreiben vom 22. Juli 2005 habe die Fidelity Management & Research Company mit Sitz in Boston (USA) mitgeteilt, dass ihr Stimmrecht an der SolarWorld AG seit dem 21. Juli 2005 die Schwelle von 10 Prozent überschritten habe.

01.08.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Größte Solarwärmeanlage Österreichs entsteht in Graz

S.O.L.I.D.-Großkollektor in Graz.
S.O.L.I.D.-Großkollektor in Graz.

Johann Seitinger, Landesrat der Steiermark, hat am 26.07.2005 in der Zentrale der Abfall-Entsorgungs- und Verwertungs-GmbH Graz (AEVG) den Vertrag für die größte Solaranlage Österreichs und zugleich eine der größten Anlagen Mitteleuropas unterzeichnet. Die Kollektorfläche der Solaranlage, die Wärme in das Fernwärmenetz einspeisen wird, beträgt 5.900 Quadratmeter. Im Endausbau soll die Solarwärmeanlageanlage jährlich rund 2.500 Megawattstunden (MWh) Wärme für zirka 3.000 Haushalte liefern und dadurch eine CO2–Einsparung von rund 400 Tonnen pro Jahr erzielen.
  Die in Graz produzierten Sonnenkollektoren werden von ortsansässigen Firmen auf den Dächern der AEVG montiert. Durch die im Projekt erzielte Wertschöpfung würden 13 Vollarbeitskräfte in der Solarbranche geschaffen, heißt es in der Pressemitteilung des österreichischen Bundeslandes Steiermark. Mit den Solarwärmeanlagen am Arnold Schwarzenegger-Stadion, am Berliner Ring und auf dem neuen Fernheizwerk, werde Graz über eine Kollektorfläche von mehr 10.000 Quadratmetern verfügen.


2,5 Millionen Kilowattstunden solare Fernwärme pro Jahr

Die 5.900 m² Großflächenkollektoren der Grazer S.O.L.I.D. GmbH vom Typ "gluatmugl" (alter steirischen Ausdruck für die Sonne) sind hochselektiv beschichtet. Bei der Fertigung und Montage der Kollektoren werde ein Minimum an "grauer Energie" verbraucht, die binnen weniger Monate durch den Kollektor wieder eingespart werde. Ein mikroprozessorgesteuertes Regelgerät sende alle Daten der Anlage über eine Spezialschnittstelle an einen externen Optimierungsrechner. Pro Jahr wird die Anlage nach Angaben der Betreiber rund 2,5 Millionen Kilowattstunden (2.500 MWh) Energie in das Fernwärmenetz einspeisen. Rund 75 % der Wertschöpfung verbleiben direkt in Graz.


Auf dem Weg zum Klimaschutzland Nummer eins

Nach einer kürzlich eröffneten Biomasse-KWK-Anlage in Leoben sei dieses Projekt ein weiterer wesentlicher Schritt hin zur Steiermark als Klimaschutzland Nummer eins, betont Landesrat Seitinger. Für die im Kyoto-Protokoll eingegangenen Verpflichtungen zur Senkung der CO2-Emissionen sei der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energie von besonderer Bedeutung. Mit der Förderung der Solaranlage im Umfang von 300.000 Euro setzte das Land einen deutlichen Akzent in die richtige Richtung. "Der Anteil der Erneuerbaren Energie in der Steiermark liegt bei 30%. Knapp ein Drittel der eingesetzten Energie ist somit umweltneutral und trägt dem Kyoto-Ziel Rechnung. Bis zum Jahr 2010 wird ein Anteil von 50% angestrebt", so Seitinger.


Mindesteinspeiseleistung 2,5 Megawatt

Im Bereich des Geländes der AEVG sollen im Wesentlichen drei Dachflächen genutzt werden, jene der Müllsortierhalle, die eines neu errichteten Privatanlieferplatzes sowie der Fahrzeughalle. Auf diesen Dachflächen werden zirka 4700 m² Kollektorfläche montiert. Direkt im Anschluss an das Gelände der AEVG befinde sich das Fernheizkraftwerk Graz Süd der steirischen Gas & Wärme. Dort stehen mehrere Dachflächen zwischen 200 – 800 m² zur Verfügung und sollen insgesamt rund 1200 m² Kollektorfläche entstehen. Das gesamte Konzept sieht vor, Teile dieser Dachflächen für die Aufstellung von Sonnenkollektoren zu nutzen, die Solarwärme zum Fernheizkraftwerk bzw. zur Technikzentrale zu leiten und dort in das Fernwärmenetz einzuspeisen. Vom Fernheizwerk aus wird ganzjährig das Fernwärmenetz der Energie Graz beliefert, wobei die Mindesteinspeiseleistung an diesem Punkt immer über 2,5 Megawatt liege. Die Kollektoren liefern laut Betreiber bis zu 3,3 MW. Die Rücklauftemperaturen des Netzes liegen hier bei etwa 50°C. Die Einspeisung der Solarwärme kann sowohl in den Rücklauf als auch in den Vorlauf (Sommerbetrieb) erfolgen.

01.08.2005   Quelle: Land Steiermark, Büro Landesrat Seitinger   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: S.O.L.I.D. GmbH.

 

Öl- und Gaspreis bringt Wachstumsschub im Markt für Pelletsheizungen

Der Pelletsmarkt in Deutschland wächst seit Jahren dynamisch.
Der Pelletsmarkt in Deutschland wächst seit Jahren dynamisch.

Die aktuelle Entwicklung der Preise von Öl und Gas hat dem Markt für Pelletsheizungen in Deutschland nochmals einen enormen Schub gegeben. Die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen für Heizung und Warmwasserbereitstellung im Haushalt liege voll im Trend, berichtet die Solar Promotion GmbH, Veranstalter der Fachmesse Pellets 2005 vom 13.-14. Oktober 2005 in der Messe Stuttgart.
  Im ersten Halbjahr 2005 habe das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bereits 7.000 Anträge auf finanzielle Förderung im Rahmen des Marktanreizprogramms bewilligt. Dies entspreche der Zahl der Holzpelletsheizungen, die im gesamten vergangenen Jahr in Deutschland neu installiert wurden.


Experten rechnen mit Marktwachstum von über 80 Prozent

Die Preise von Öl und Gas steigen, und nichts deute derzeit auf einen Umschwung hin. Die Preise für den heimischen Energieträger Holzpellets seien demgegenüber seit Jahren nahezu konstant, so die Solar Promotion GmbH. Eigenheimbesitzer und Bauherren, Unternehmen und Kommunen würden sich vor diesem Hintergrund immer öfter für den umweltfreundlichen Brennstoff Pellets entscheiden. Das breite Angebot an Heizsystemen für alle Leistungsklassen, ein Bedienungskomfort, der mit dem von Öl- und Gasheizungen vergleichbar ist, gestiegene Wirkungsgrade und eine flächendeckende Versorgung mit dem Brennstoff Holzpellets leisteten dieser Entwicklung weiter Vorschub. Branchenexperten erwarten ein weiteres starkes Wachstum: Die Zahl der neu installierten Pelletsheizungen soll in diesem Jahr voraussichtlich auf rund 13.000 steigen. Dies entspricht einem Wachstum von mehr als 80 Prozent.


Fachmesse und Industrieforum im Oktober in Stuttgart

Die Fachmesse Pellets 2005, die vom 13.-14. Oktober 2005 in der Messe Stuttgart stattfindet, bietet Herstellern, Händlern, Installationsbetrieben, aber auch Architekten, Planern und Energieberatern wieder eine hervorragende Möglichkeit, sich einen Überblick über diesen Wachstumsmarkt zu verschaffen beziehungsweise ihr Angebot einem interessierten Fachpublikum zu präsentieren. Rund 65 Hersteller, Großhändler und Zulieferer präsentieren dort ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen. Im Vorfeld zur Pellets 2005 findet vom 12.-13. Oktober das 5. Industrieforum Holzenergie - Zukunftsmarkt Pelletsheizungen statt. Dort treffen sich über 250 Experten, um sich in Fachvorträgen und Workshops über aktuelle Trends, Innovationen und Forschungsergebnisse sowie neue Dienstleistungen in der Pelletsbranche zu informieren. Die Fachmesse Pellets 2005 und das 5. Industrieforum Holzenergie werden veranstaltet von der Solar Promotion GmbH, Pforzheim. Träger der Veranstaltung sind der Deutsche Energie-Pellet-Verband e.V. DEPV (www.depv.de) und die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. DGS (www.dgs.de).

01.08.2005   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH
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Deutsche Umwelthilfe e.V. vergibt zum zehnten Mal den DUH-Umwelt-Medienpreis

Herausragende Leistungen bei der journalistischen und schriftstellerischen Auseinandersetzung mit der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, würdigt der Medienpreis der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH). Die Auszeichnung soll all jenen Ansporn und Förderung sein, die mit ihrem Wissen um die Chancen und Gefahren für die Zukunft der Erde das Interesse vieler Menschen wecken und sie für die Bewahrung der Natur begeistern.  Der Preis wird verliehen an Journalisten, Filmer, Redakteure, Umweltgruppen, Autoren und Verleger in den Kategorien "Printmedien", "Hörfunk" und "Fernsehen", die in beispielhafter Weise das Bewusstsein für Umweltgefahren schärfen, umweltbezogene Fragestellungen lösungsorientiert darstellen, mit ihrer publikumswirksamen Aufbereitung von Sachverhalten Handlungsanreize für den Umwelt-, Natur- und Artenschutz schaffen und mit dem Bekanntmachen von Pionierleistungen zur Nachahmung anregen.

Teilnehmer an der Preisauswahl müssen vorgeschlagen werden. Die Vorschläge können von Einzelpersonen, Gruppen oder Institutionen eingereicht werden. Eine Eigenbewerbung ist nicht zulässig. Preisvorschläge sollen die auszuzeichnende Person oder Organisation und ihre Leistung nach genannten Kriterien kurz würdigen. Über die Vergabe des Preises entscheidet der Bundesvorstand der DUH. Der Preis wird in einer öffentlichen Veranstaltung verliehen und bundesweit bekannt gemacht. Die DHU dankt T-Mobile und NaturEnergie-EnBW für deren Unterstützung.

Alle Nominierungen, die bis 31. August 2005 in der Bundesgeschäftsstelle der DUH formlos eingegangen sind, werden bei der Vergabe des DUH-Umwelt-Medienpreises berücksichtigt. Deutsche Umwelthilfe e.V. Fritz-Reichle-Ring 4, 78315 Radolfzell.

01.08.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

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