Solar News Archiv September 2005

 


 

ErSol Aktien zum Stückpreis von 42 Euro platziert

Die ErSol Solar Energy AG, Erfurt (ErSol) hat am 29.09.2005 nach Beratung mit den abgebenden Aktionären und der Konsortialführerin Deutsche Bank den Emissionspreis für die bis zu 3.659.136 angebotenen Aktien auf 42 Euro pro Aktie festgelegt. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Dieser Kurs entspreche dem oberen Ende der Preisspanne von Euro 36 bis Euro 42 und reflektiere das außerordentlich rege Interesse der Anleger. Alle 3.659.136 angebotenen Aktien wurden laut ErSol platziert.  Davon stammen 2.955.790 Aktien aus einer Kapitalerhöhung und 703.346 aus dem Eigentum abgebender Aktionäre (einschließlich einer Mehrzuteilung von 439.096 Aktien).


Emission etwa 50-fach überzeichnet

Die Emission war nach Angaben des Unternehmens rund 50-fach überzeichnet und habe ein Volumen von insgesamt rund 154 Millionen Euro. Davon fließen der Gesellschaft (nach Abzug aller Kosten und des Emissionserlöses der abgebenden Aktionäre) rund 117,5 Millionen als Nettoemissionserlös zu.


Erlöse sollen in zusätzlichen Siliziumbezug und den Ausbau der Fertigungskapazitäten investiert werden

Die ErSol-Aktien werden ab dem 30.09.2005 unter dem Börsenkürzel „ES6" und der ISIN Nummer DE 0006627532 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. "Wir haben beim Börsengang alle unsere Ziele erreicht. Insbesondere freuen wir uns über die starke Nachfrage der Investoren. Das zeugt vom großen Vertrauen der Anleger in unser Geschäftsmodell", sagte Dr. Claus Beneking, Vorstandssprecher von ErSol. "Dank des Börsengangs können wir jetzt die Weichen für noch mehr Wachstum stellen", so Beneking weiter.
Die Erlöse aus dem Börsengang sollen vor allem dem internen Wachstum zu Gute kommen, denn sie sollen in zusätzlichen Siliziumbezug und den Ausbau der Fertigungskapazitäten investiert werden. Schon jetzt habe das Erfurter Unternehmen ein erhebliches Wachstum bis in das nächste Jahrzehnt abgesichert: ErSol habe sich durch langfristige Lieferverträge mit führenden Herstellern den wichtigen Rohstoff Silizium zu Festpreisen gesichert und zugleich entsprechende Abnahmevereinbarungen mit namhaften Modulherstellern geschlossen. "Unsere Aktionäre werden an der erwarteten Wertsteigerung und am überproportionalen Wachstum unseres Unternehmens in der Solarbranche teilhaben", sagte Beneking.


Streubesitz an der Solar-Aktie knapp 50 Prozent

ErSol wird bei ihrem Börsengang von der Deutschen Bank als Sole Global Coordinator und Bookrunner sowie der Bayerischen HypoVereinsbank, der Sparkasse Bremen AG und Sal. Oppenheim als Co-Manager unterstützt. Der Streubesitz beläuft sich unter Berücksichtigung aller Aktionäre, die nach dem Börsengang weniger als 5 Prozent besitzen, auf knapp 50 Prozent.

30.09.2005   Quelle: ErSol Solar Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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EU-Parlament will ein Viertel des Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien decken

Das Europäische Parlament hält es für realistisch, den Anteil regenerativer Energien an der Energieversorgung bis zum Jahr 2020 auf 25 Prozent zu erhöhen. Das sind 5 Prozentpunkte mehr als das bisherige Ziel des Parlaments vorgibt.  "Neue Studien kommen zu dem Ergebnis, dass eine Zielvorgabe von mindestens 25 Prozent realisierbar ist, wenn bessere Rahmenbedingungen für erneuerbare Energieträger und Energieeffizienz gegeben sind", heißt es in einer Entschließung, die das EU-Parlament am 29.09.2005 verabschiedet hat.


Biomasse - der schlafende Riese unter den erneuerbaren Energieträgern

Der Erfolg erneuerbarer Energien sei nicht nur notwendig, um die klimapolitischen Ziele der EU zu erreichen, sondern auch, um die Export- und Innovationsfähigkeit der europäischen Wirtschaft sicherzustellen sowie um Arbeitsplätze zu schaffen, stellt das Parlament fest. Mit Nachdruck weist es zudem darauf hin, dass erneuerbare Energien die Abhängigkeit Europas von Energieeinfuhren verringern und damit politische und wirtschaftliche Risiken eindämmen. Um den Erneuerbaren Energien weiter zum Erfolg zu verhelfen, setzt das Parlament auf die Förderung von 21 verschiedenen Technologien. Besondere Bedeutung könne neben der schon jetzt sehr erfolgreichen Windenergie die Bioenergie bekommen. Unter der Überschrift "Biomasse - der schlafende Riese unter den erneuerbaren Energieträgern" heißt es in der Entschließung, dass die Bioenergie ihrer zahlreichen Vorzüge wegen besonders unterstützt werden müsse. So solle beispielsweise die Europäische Kommission die Mineralölkonzerne verpflichten, dem Benzin Bioethanol beizumischen und dessen Anteil am Kraftstoff schrittweise zu erhöhen.

Verbessert werden soll nach dem Willen des Parlamentes auch die Entwicklung neuer Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien – beispielweise Kraftwerke, die von Wellen oder Meeresströmungen angetrieben werden. Die Parlamentarier drängen deshalb darauf, im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU 300 Millionen Euro jährlich für die Erneuerbare-Energien-Forschung bereitzustellen.


Gute Noten für Deutschland und Spanien

Das Parlament stellt namentlich Deutschland und Spanien gute Noten bei der Einführung erneuerbarer Energien aus. Diese Mitglieder hätten "einen geeigneten politischen Rahmen für die Erfüllung ihrer nationalen Zielvorgaben geschaffen", heißt es in der Entschließung. Damit beziehen sich die Parlamentarier auf Fördermodelle, die einen Mindestpreis für Strom aus Erneuerbaren Energien vorschreiben, etwa das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Auch bei einer europaweit harmonisierten Förderung der Erneuerbaren Energien könnten solche Einspeiseregelungen sinnvoll sein, um allen Technologien zum Erfolg zu verhelfen.

Das Papier kann im Internet heruntergeladen werden als Leseprobe im Internet

27.09.2005   Quelle: Deuticke im Paul Zsolnay Verlag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Deuticke im Paul Zsolnay Verlag
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Schüco startet Fenster- und Solarkampagne

Unter dem Motto "Die Adresse für Fenster und Solar" startet die Schüco International KG die nach eigenen Angaben größte Markenkampagne in der Unternehmensgeschichte. Ziel sei, auf den "Schüco-Energie-Doppelpass" aufmerksam zu machen, die Chance, durch den kombinierten Einsatz moderner Fenstersysteme und Solarkollektoren doppelt zu profitieren, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Dazu sollen ab dem 26.09.2005 allein mehr als 1.000 TV-Spots bis zum Jahresende geschaltet werden. Dirk U. Hindrichs, geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der Schüco International KG, skizziert die Grundidee: "Energie ist eines der Megathemen der Zukunft und Schüco leistet einen entscheidenden Beitrag dazu: Auf der einen Seite Öl einsparen durch dichte Fenster - und auf der anderen Seite die Möglichkeit, über das Dach, mit einem eigenen Kraftwerk, aus der Sonne Solarenergie zu gewinnen. Ein wunderbarer Energie-Doppelpass."

Das Thema Energie werde schon bald eine entscheidende Rolle spielen, betont das Unternehmen. Folgerichtig seien deshalb Kinder die "Botschafter" der neuen Schüco-Kampagne - sie stünden stellvertretend für die Zukunft. Fester Bestandteil der Kampagne sei die enge Zusammenarbeit mit den Schüco-Partnern überall in Deutschland. Zum Start würden mehr als 500 Vertriebspartner bundesweit ein umfangreiches Materialpaket erhalten, mit Hintergrundinformationen zur aktuellen Kampagne, um sich aktiv daran zu beteiligen. Als international tätiger Gebäudehüllenspezialist ist Schüco nach eigenen Angaben marktführender Anbieter im Neubau- und Modernisierungsmarkt: Mit 4.490 Mitarbeitern, einem Umsatz von 1,3 Milliarden Euro und rund 12.000 Partnerbetrieben in über 70 Ländern.

27.09.2005   Quelle: Schüco International KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solar-Rennwagen starten zum Wettrennen in Australien

Mit Sonnenkraft von Darwin nach Adelaide.
Mit Sonnenkraft von Darwin nach Adelaide.

Vom 25. bis 30. September nehmen rund 20 Solarmobile bei der 8. World Solar Challenge in Australien an einem Wettrennen der besonderen Art teil. Die Boliden verbrauchen kein Benzin – ihr Motor wird durch die Sonne angetrieben: High-Tech-Solarzellen wandeln das Licht der Sonne in Strom um.
 
An der Veranstaltung nehmen elf Nationen teil. Für Deutschland geht der Solarrennwagen "HansGo!" des Fachbereichs Elektrotechnik und Informatik der Fachhochschule Bochum ins Rennen. Seit Monaten haben Studenten und Professoren der Fachhochschule gemeinsam getüftelt, um eine optimale Straßenlage bei möglichst geringem Windwiderstand zu erreichen. Bis zu 105 km/h kann der Hightech-Flitzer erreichen. Damit will das Team aus Bochum die internationale Konkurrenz auf der über 3.000 Kilometer langen Strecke hinter sich lassen.


Solar-Forschung für den Alltag nutzbar machen

Die Route der World Solar Challenge führt von Darwin bis Adelaide einmal quer von Nord nach Süd durch den Kontinent. Die technische Ausstattung von "Hans Go!" basiert auf der gleichen Technologie, die auch auf vielen tausend Hausdächern für die umweltfreundliche Energiegewinnung genutzt wird. Unternehmen wie SunTechnics aus Hamburg fördern das Projekt deshalb auch finanziell. Für die Energieprofis liegt die Unterstützung doppelt nahe: Das Unternehmen ist mit einer Tochtergesellschaft auch im australischen Markt aktiv. "Mit dem Sponsoring möchten wir dazu beitragen, neueste Ergebnisse aus der Forschung in praktischen Anwendungen für den Alltag nutzbar zu machen – wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten sind, zeigt HansGo!", berichtet Daniel Priem, Geschäftsleiter der SunTechnics Solar Technology Pty. Ltd., der sich das Rennen live vor Ort anschauen wird. Wer aus der Ferne mitfiebern will, findet jederzeit den aktuellen Stand des Rennens unter http://www.wsc.org.au/2005/competition/ Die erste World Solar Challenge fand 1987 statt. Der Rennsieger erzielte damals eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 67 km/h. Bei der 7. World Solar Challenge in 2003 kam „HansGo!“ als fünfter von insgesamt 22 Teilnehmern ins Ziel.


Wachstumsmarkt "Down Under"

Australien bietet beste Voraussetzungen für die Energiegewinnung mit der Sonne. Bis 2010 will die australische Regierung über das MRET (Mandatory Renewable Energy Target) eine Leistung von insgesamt 9.500 Gigawattstunden mit erneuerbaren Energien abdecken. Mit einem Anstieg von rund 20 Prozent bei Photovoltaik-Anlagen und über 30 Prozent bei thermischen Systemen gilt "Down Under" bereits jetzt als Wachstumsmarkt für die Solarenergie. "Mit unseren praxisbewährten Systemen wollen wir wie in Europa auch zum Marktführer in Australien wachsen. Die ersten Projekte sind bereits in der Pipeline", berichtet Priem, der das Vertriebsnetz seit dem Markteintritt im Juli australienweit ausbaut. So sei SunTechnics beispielsweise auch im Zielort Adelaide mit einem regionalen Partner vor Ort vertreten.

26.09.2005   Quelle: SunTechnics Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: World Solar Challenge.

 

Grünen-Sprecher Fell fordert Vorrang für Klima- und Ressourcenschutz

"Der Klimawandel ist bereits Realität. Die Stürme verwüsten ganze Küstenregionen und zerstören auch große Erdölförderanlagen – und das in einer Zeit, in der die globale Erdölförderung sowieso ihr Maximum erreicht und nicht mehr mit der steigenden Nachfrage mithalten kann. Es ist dies eine Zeit, in der parteiübergreifend gehandelt werden muss", fordert Hans-Josef Fell, Sprecher für Forschung und Technologie der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen.  "Wir fordern Union, SPD und FDP auf, Klima- und Ressourcenschutz als vordringlich zu erachten. Ökonomisches Denken der Zukunft muss Klima- und Ressourcenschutz mitdenken, sonst müssen wir alle die Rechnung zahlen", warnt Fell.


"Teufelskreis": Klimawandel verteuert das Öl, Ölverbrauch beschleunigt den Klimawandel

Jeder Euro mehr auf der Ölrechnung belaste die angespannten Staatshaushalte und die Brieftaschen der Bürger, so Fell. Der Klimawandel entpuppe sich zunehmend als Verstärker für die Ölpreissteigerungen. Dabei sei gerade auch der Erdölverbrauch Ursache des Klimawandels. Diesen Teufelskreis gelte es mit erneuerbaren Energien zu durchbrechen, so Fell. Dazu müssten die Investitionskreisläufe in Zukunft zu den erneuerbaren Energien sowie Energiespartechnologien umgeleitet werden. Gemeinsame Aufgabe der Politik sei, die Rahmenbedingungen dafür zu setzen. "Wir haben bereits Wege aus der Klima- und der Erdölkrise aufgezeigt. Wir wollen unsere Vorschläge weiterentwickeln und laden die anderen Parteien dazu ein, gemeinsam die großen Problemfelder anzupacken. Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die auch gemeinsam gelöst werden muss, so der forschungspolitische Sprecher der Grünen.

26.09.2005   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Vorstände des Solarzellenherstellers Q-Cells sind Unternehmer des Jahres

Thomas Schmidt, Anton Milner (zweiter von links), Dr. Hartmut Schüning, Reiner Lemoine (rechts).
Thomas Schmidt, Anton Milner (zweiter von links), Dr. Hartmut Schüning, Reiner Lemoine (rechts).

Der Vorstandsvorsitzende und der Technologievorstand der Q-Cells AG wurden am 23. September in der Alten Oper in Frankfurt mit dem Unternehmerpreis "Entrepreneur des Jahres 2005" in der Kategorie "Start-Up" ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young die Leistung der beiden Firmengründer Anton Milner und Reiner Lemoine beim Aufbau des Solarzellenherstellers aus Thalheim bei Wolfen (Sachsen-Anhalt).
 
Das im Jahre 1999 von vier Personen gegründete Unternehmen, das im Juli 2001 die erste Solarzelle produzierte, ist außerordentlich schnell gewachsen und mittlerweile zum weltweit größten konzernunabhängigen Produzenten von Solarzellen aufgestiegen. Q-Cells beschäftigt heute mehr als 700 Mitarbeiter am Standort Thalheim. Für dieses starke Wachstum und die Schaffung vieler sicherer Arbeitsplätze wurde das Unternehmen im Juni dieses Jahres bereits mit dem Deutschen Gründerpreis ausgezeichnet. Der nächste Meilenstein wird voraussichtlich am 5. Oktober gesetzt: Ab dann möchte das Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sein.


Q-Cells im Juni 2006 für Deutschland am Start bei der Wahl zum "World Entrepreneur"

"Wir sehen diese Auszeichnung als weitere Anerkennung für unsere Arbeit und als Bestätigung, unseren Kurs fortzusetzen. Q-cells wirkt am Aufbau einer weltweiten Zukunftsindustrie mit und trägt dazu bei, dass in Sachsen-Anhalt eines der Zentren der Solarbranche entsteht und so weitere sichere Arbeitsplätze entstehen", so Anton Milner anlässlich der Preisverleihung. Reiner Lemoine ergänzte: "Wir sehen diesen Preis aber nicht nur als Auszeichnung für uns beide, sondern auch für unsere Mitgründer Holger Feist und Paul Grunow sowie alle Mitarbeiter von Q-Cells. Denn ohne deren Einsatz wären wir nie zu Entrepreneuren des Jahres geworden!" Das Unternehmen erfuhr noch eine besondere Würdigung: Q-Cells wird auf Beschluss der Jury bei der Wahl zum "World Entrepreneur" im Juni 2006 in Monte Carlo für Deutschland an den Start gehen.


Auszeichnung für unternehmerische Spitzenleistungen

Der Wettbewerb "Entrepreneur des Jahres" wird weltweit in knapp 40 Ländern ausgetragen. In Deutschland findet er dieses Jahr bereits zum neunten Mal statt. Als Partner unterstützen mit der Deutschen Bank, SAP, BMW, dem manager magazin, der Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie Capgemini namhafte Unternehmen und Medien den Wettbewerb. Mit dem Preis werden unternehmerische Spitzenleistungen in den Kategorien Industrie, Handel, Dienstleistung, Informationstechnologie und Start-up gewürdigt. Die Jury beurteilt die Finalisten nach den Kriterien unternehmerische Leistung, Geschäftsentwicklung, Innovation, Mitarbeiterorientierung und Zukunftspotenzial. In diesem Jahr gingen 350 Nominierungen für den Wettbewerb ein. Davon wurden 80 Unternehmen nach eingehender Befragung und Auswertung für die Finalrunde nominiert. Eine unabhängige Experten-Jury bestimmte in jeder der fünf Kategorien Industrie, Handel, Dienstleistung, Informationstechnologie und Start-up den Preisträger.

26.09.2005   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Q-Cells AG.

 

Aktie des Solarzellenherstellers ErSol soll 36 bis 42 Euro kosten

Die ErSol Solar Energy AG, Erfurt (ErSol), bietet ihre Aktien in der Preisspanne von 36 Euro bis 42 Euro zur Zeichnung an. Zu diesem Ergebnis seien das ErSol Management und die Deutsche Bank als "Sole Global Koordinator" und "Bookrunner" nach intensiven Gesprächen mit mehr als 80 potenziellen Investoren im In- und Ausland gekommen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   ErSol wird neben der Deutschen Bank von der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank, der Sparkasse Bremen AG und Sal. Oppenheim als Co-Manager unterstützt. Die Anleger können vom 26. September bis zum 29. September Kaufangebote für die ErSol Aktien abgeben. Die ErSol-Aktien sollen voraussichtlich erstmals am 30. September unter dem Börsenkürzel "ES6" und der ISIN Nummer DE 0006627532 im Segment Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden.

"ErSol erfüllt alle Voraussetzungen für eine positive Unternehmensentwicklung, dazu zähle ich vor allem die vertraglich abgesicherte Siliziumversorgung bis in das nächste Jahrzehnt und unsere hohe Produktqualität", sagte Dr. Claus Beneking, Vorstandssprecher von ErSol. "Es ist unser erklärtes Ziel, überproportional vom starken Wachstum der Solarbranche zu profitieren", so Beneking weiter. Die Aktien der ErSol werden in Deutschland öffentlich zur Zeichnung angeboten. Außerdem gebe es eine internationale Privatplatzierung bei institutionellen Anlegern außerhalb Deutschlands und der Vereinigten Staaten von Amerika, so das Unternehmen.


Bewährtes Bookbuilding-Verfahren modifiziert

"Wir sind überzeugt, dass wir eine marktnahe Preisspanne festgesetzt haben. Wir haben das Feedback der Investoren ebenso berücksichtigt wie die Einschätzungen der Analysten und der uns beratenden Banken", sagte Beneking. ErSol habe mit der Deutschen Bank das bislang übliche Vermarktungsverfahren leicht abgewandelt: Während bei der traditionellen Methode Beginn der Roadshow und Bookbuilding zusammenfallen, seien bei ErSol die Bekanntgabe der Preisspanne sowie der Angebotszeitraum nach hinten verschoben. Somit könne bei der Festsetzung der Preisspanne das Investoren-Feedback aus den ersten Tagen der Roadshow berücksichtigt werden. Private und institutionelle Anleger hätten mit Beginn des Angebotszeitraums am 26. September genügend Zeit, Aktien der ErSol bei allen genannten Konsortialbanken zu zeichnen. "Private Aktionäre sind für uns eine wichtige Anlegergruppe, die wir als zukünftige Aktionäre gewinnen wollen", sagte Beneking.

26.09.2005   Quelle: ErSol Solar Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Forschungserfolge beim Heizen und Kühlen mit Energie aus Sonne und Erde

Solarluftkollektorfeld zur Solarthermischen Kühlung.
Solarluftkollektorfeld zur Solarthermischen Kühlung.

Der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) präsentierte am 22. und 23. September in Köln neue Forschungsergebnisse zur Erzeugung von Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien. Forschung und Entwicklung machen Technologien zur Wärme- und Kälteerzeugung aus Sonnenenergie, Biomasse und Erdwärme effizienter, kostengünstiger und anwendungsfreundlicher, so der FVS.
 
Neue Techniken optimierten den Wirkungsgrad der Kraft-Wärme-Kopplung, bei der gleichzeitig Strom, Wärme und Kälte erzeugt werden. Fortschritte in der Systemtechnik von Nahwärmesystemen im Verbund mit Energiespeichern erhöhen den solaren Anteil an Heizungsenergie und Warmwasser deutlich. Neue Sanierungstechniken gestatten, auch Altbauten zu "solarisieren", so dass sich die Wohnqualität des derzeitigen Baubestands verbessere und die Betriebskosten sinken. Neue Klimatisierungstechnologien, die mit Sonnenwärme Büro- und Wohngebäude preiswert heizen oder kühlen, seien unabhängig von Strom aus dem Netz.


Führende Position erhalten und ausbauen

Um den Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärme- und Kälteerzeugung zu steigern, wollen der FVS und die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW (LZE) auch in Zukunft gemeinsam die Entwicklung, Demonstration und Markteinführung erneuerbarer Energiequellen offensiv vorantreiben. Der wissenschaftliche Tagungsleiter Prof. Dr. Hans Müller-Steinhagen vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) verweist auf die erreichten Forschungserfolge: "Die in Deutschland entwickelten Technologien im solaren, bioenergetischen und geothermischen Wärme- und Kältebereich haben bereits einen sehr hohen und international führenden Stand erreicht. Diese Position sollte auch in Zukunft durch verstärkte Forschungsförderung und durch Integration der erneuerbaren Energien in den Wärmemarkt gehalten und ausgebaut werden."


Den Bürgern die sofort nutzbaren Vorteile der Sonnenenergie und Erdwärme vermitteln

Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, betonte wie wichtig es sei, den Bürgern im Lande die sofort nutzbaren Vorteile der Energien aus Sonne und Erde zu vermitteln: "In NRW konnten bislang 13 Solarsiedlungen mit über 1.400 Wohnungen fertig gestellt werden, weitere 13 sind im Bau. Mit dem erfolgreichen Wärmepumpen-Marktplatz NRW haben wir die Nutzung der Erdwärme in Neubauvorhaben in unserem Bundesland erheblich verstärkt. Mehr als 15.000 Wärmepumpen sind mittlerweile in NRW installiert, rund 90.000 sind es bundesweit. Mit Unterstützung der Forschungsergebnisse werden wir diese vorteilhafte Nutzung der natürlichen Energieressourcen in NRW weiter verstärken."


Klimaziele mit Erneuerbaren Energien erreichbar

Mit fast 60 Prozent stellen Wärme- und Kälteerzeugung den Löwenanteil am Gesamtenergieverbrauch in Deutschland dar. Die Versorgung dieses Bereichs mit erneuerbaren Energien wird nach Auffassung des FVS der Entwicklung zu einer nachhaltigen Energieversorgung neuen Schub verleihen. Der Verbrauch von Erdöl, Kohle und Erdgas könne durch erneuerbare Energien gesenkt und die für den Klimaschutz notwendigen CO2-Einsparziele könnten schneller erreicht werden.


Stärkere Forschungsförderung erforderlich

Der FVS begrüßte, dass das Bundesumweltministerium zusätzlich fünf Millionen Euro bereitstellt für Forschung und Entwicklung im Bereich erneuerbare Energien, die auch für Projekte im Wärme- und Kältebereich zur Verfügung stehen. Die Bereitstellung und kontinuierliche Erhöhung von Fördermitteln sei notwendig, um das technologische Potenzial zur Nutzung der Solarthermie, der Biomasse und der Geothermie stärker zu entwickeln. Der FVS empfiehlt daher eine weitere deutliche Verstärkung der Forschungsförderung für den Wärme- und Kältebereich: Ziel der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sei, die Technologien noch effektiver und anwendungsfreundlicher zu gestalten. Vor allem bestehe ein erheblicher Innovations- und Forschungsbedarf, um Kosten zu senken, Effizienz zu steigern und letztlich den Spitzenplatz Deutschlands in diesem Technologiesektor zu halten.

"Die gegenwärtig hohen Energiepreise zeigen, dass erneuerbare Energien eine ressourcensichere, wirtschaftlich leistungsfähige und bezahlbare Alternative darstellen. Gemeinsam mit Herstellerfirmen und Energieversorgungsunternehmen haben Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte des FVS bedeutende Innovationsschübe erbracht", heißt es in der Pressemitteilung des FVS.

Eine ausführliche Beschreibung der aktuellen Forschungsergebnisse bietet das Hintergrundpapier www.ersol.de.

21.09.2005   Quelle: ErSol Solar Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Pelletsheizungen haben Hochkonjunktur

Im MAP bewilligte Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse bis 50 kW 2004 (rot) und 2005 (grün).
Im MAP bewilligte Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse bis 50 kW 2004 (rot) und 2005 (grün).

Der Pellets-Boom hält an, die Anzahl der Förderanträge steigt weiter. Nach 1.067 Anlagen im Mai, 1.397 im Juni und 1.609 im Juli bewilligten die Sachbearbeiter beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im August 2.092 Förderanträge, berichtet die Solar Promotion GmbH, Veranstalter der Fachmesse Pellets 2005, in ihrem Newsletter.
 
Die BAFA-Sachbearbeiter hätten die doppelte oder dreifache Menge an Förderanträgen für kleine Biomasseheizanlagen auf ihren Schreibtischen liegen als in den Vergleichsmonaten des Vorjahres. Experten gehen davon aus, dass es sich bei 90 Prozent der Förderanträge um einen Zuschuss für Pelletsanlagen handelt. Die Bundesregierung bezuschusst Pelletsheizungen im Marktanreizprogramm zur Nutzung erneuerbarer Energien (MAP) bis Ende 2006 mit 60 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung, Pelletsanlagen mit einem Wirkungsgrad über 90 Prozent sogar mit mindestens 1.700 Euro. Für Pelletsöfen, die als Zentralheizungsanlage dienen und ebenfalls einen Wirkungsgrad von mindestens 90 Prozent aufweisen, erhält der Besitzer mindestens 1.000 Euro. In den Genuss der Bundesförderung kommen Privatpersonen sowie kleine und mittlere Unternehmen. Außerdem können Kommunen, Kirchen und Verbände einen Zuschuss für ihre Pelletsheizungen beantragen. Auf der Pellets 2005 präsentieren am 13. und 14. Oktober in der Messe Stuttgart Hersteller, Zulieferer, Großhändler und Dienstleister der Branche ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen: http://www.pellets2005.de/

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Der Holzweg als Königsweg: Pelletskessel und Solarwärmeanlage als Öl-Alternative

21.09.2005   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH
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IWR zur Börse nach der Bundestagswahl: Versorger schwach - Solaraktien fest

Nach der Wahl zum Deutschen Bundestag haben die Aktien der großen Stromversorger im DAX Verluste hinnehmen müssen, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR): RWE und E.ON verloren am heutigen Montag (Stand: 15 Uhr) über 2 Prozent. Aktien der Regenerativen Energiewirtschaft legten dagegen kräftig zu.  Besonders Solarwerte wie Solarparc (+ 6,6 %), SolarWorld (+ 6,4 %), Phönix Sonnenstrom (+ 6,3 %) oder die Aktien der Solar-Fabrik (+6,2 %) verteuerten sich deutlich und führten die Gewinner-Liste an.

"Wir sehen nach der Bundestagswahl an den Börsen jetzt das umgekehrte Bild wie nach der Ankündigung der Neuwahlen im Mai," sagte Dr. Norbert Allnoch, Leiter des IWR. Die Aktienkurse der Stromversorger waren nach den Wahlen in Nordrhein-Westfalen deutlich gestiegen, die Kurse von Wind- und Solaraktien gaben nach. Hintergrund war das Szenario über mögliche längere Laufzeiten der Atomkraftwerke und höhere Gewinne der Stromversorger sowie eine Senkung der Vergütungssätze im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) unter einer schwarz-gelben Bundesregierung.

Aktienkurse online Regenerative Energiewirtschaft:
http://www.iwr.de/erneuerbare-energien/aktien.html

20.09.2005   Quelle: IWR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SunTechnics gründet Tochtergesellschaft in den USA

Die SunTechnics Solartechnik GmbH (Hamburg) hat eine Tochtergesellschaft in den USA gegründet, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die SunTechnics Energy Systems Inc. hat ihren Sitz in Sacramento, der Hauptstadt des Sonnenstaates Kalifornien. Damit ist der europaweit führende Systemanbieter für Erneuerbare-Energie-Lösungen aktuell bereits in vier Kontinenten mit eigenen Gesellschaften kundennah vertreten.   "Der Energiebedarf in den USA ist vor allem wegen der strombetriebenen Klimaanlagen enorm. Deshalb konzentrieren wir uns im ersten Schritt auf netzgekoppelte Photovoltaik-Systeme", berichtet Karl-Heinz Tönges, Geschäftsleiter der SunTechnics Energy Systems Inc.


Kalifornien unterstützt Solarstromanlagen mit 30 – 50 %

Die USA gelten derzeit weltweit als drittgrößter Markt für Photovoltaik. 2004 stieg die neu installierte Gesamtleistung laut SunTechnics auf 84 Megawatt, was einem Wachstum von 27 Prozent entspreche. Rund 80 Prozent der Anlagen seien dabei in Kalifornien installiert worden. Aktuell gewähre Kalifornien Käufern einer Solarstromanlage Rabatte und steuerliche Anreize, die den Installationspreis um 30 bis 50 Prozent senken können. Gouverneur Arnold Schwarzenegger plane, die Förderung der Solarenergie künftig über das sich anbahnende eine Millionen Dächer-Programm noch weiter auszubauen. "Dank der guten Förderbedingungen gehen wir davon aus, dass die Nachfrage nach Photovoltaik künftig noch mehr anziehen wird. Unser Ziel ist dabei, stärker als der Markt zu wachsen", so Tönges weiter. Das erste Projekt sei bereits in Vorbereitung: Im Rahmen der Initiative "Solardächer auf deutschen Schulen und Einrichtungen im Ausland" der dena (Deutsche Energieagentur) stattet die SunTechnics Energy Systems Inc. die deutsche Schule im Silicon Valley mit Photovoltaik aus. Noch im Oktober soll das Projekt starten.

Mit Karl-Heinz Tönges stehe ein Solarprofi mit über 15 Jahren Photovoltaik-Erfahrung an der Spitze des amerikanischen SunTechnics Teams, so das Unternehmen. Bereits während seines Studiums beschäftigte sich der Diplom-Ingenieur mit Photovoltaik. Tönges kenne sowohl die technische Seite des Geschäfts durch seine Tätigkeit als Projektingenieur bei Flagsol, fast 7 Jahre habe er zudem seine Vertriebserfahrungen bei SMA auch im internationalen Geschäft entwickelt. Karl-Heinz Tönges wechselte von der Phönix SonnenStrom AG, bei der er Vertriebs- und Marketingleiter war, zu SunTechnics, um als Geschäftsleiter das USA-Geschäft aufzubauen.


Solares Kühlen wird zusätzlicher Schwerpunkt in Kalifornien

SunTechnics ist nach eigenen Angaben mit einer für 2005 erwarteten installierten Leistung von über 60 MWp Europas führende Planungs- und Vertriebsgesellschaft für Erneuerbare-Energie-Systeme. Das Unternehmen treibe aktuell sein internationales Wachstum dynamisch voran. So habe SunTechnics in diesem Jahr bereits Tochtergesellschaften in Portugal, Australien und Indien gegründet. SunTechnics installiert maßgeschneiderte Komplettlösungen für Strom, Warmwasser und Heizenergie aus der Sonne. Für Kalifornien werde zusätzlich der Bereich des Solaren Kühlens an Bedeutung gewinnen. Mit der Übernahme eines der renommiertesten Ingenieurbüros im Bereich Bioenergie im Frühjahr 2005 hat SunTechnics ihr Leistungsspektrum kundengruppenorientiert im Bereich Bioenergie erweitert. Mit diesen produktspezifischen und internationalen Erweiterungen gelinge es SunTechnics mit ihren inzwischen über 200 Mitarbeitern weiter schneller als der dynamische Markt zu wachsen.

20.09.2005   Quelle: SunTechnics Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarindustrie erwartet keinen "Fadenriss" bei der Solarförderung

Der Ausbau der deutschen Solarindustrie setzt sich unvermindert fort. Ursache dafür seien eine kontinuierlich steigende Nachfrage und ein gutes Fachkräfteangebot, so die Branchenverbände BSi und UVS. Entscheidender Standortfaktor sei aber auch der immer breiter werdende politische Konsens für den weiteren Ausbau der Solarenergie, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Branchenverbände des Bundesverbandes Solarindustrie (BSi) und der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS).  "Die Zeichen stehen weiter auf Wachstum. Auch bei einer neuen Regierungskonstellation erwarten wir keinen Fadenriss bei der Solarförderung", sagte Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS). Er appelliert an alle Parteien, den eingeschlagenen Weg im Bereich Solarstromtechnologie fortzusetzen.


Solarwärme muss zum Standard werden; Wärmegesetz soll in die Koalitionsverhandlungen eingehen

Ein verstärktes politisches Engagement sei im Bereich Solarwärme notwendig, so der UVS-Geschäftsführer. Als unbefriedigend bezeichnete es Körnig, dass vor dem Hintergrund explodierender Öl- und Gaspreise derzeit lediglich jede zehnte neue Heizung mit Solarkollektoren ausgerüstet werde. Solarwärme stünde bereits an der Schwelle zur Wettbewerbsfähigkeit und müsse deshalb jetzt zum Standard werden. Überfällig sei die Initiierung eines Wärmegesetzes nach dem Vorbild der Wärmeschutzpflichten im Bausektor. Körnig: "Ein Wärmegesetz für die Nutzung von Solar-, Bio- und Erdwärme muss zu einem zentralen Bestandteil der Koalitionsverhandlungen und zu einer der ersten Gesetzesinitiativen der neuen Legislaturperiode werden!"


15 Milliarden Euro sollen in neue Solarfabriken und Solarkraftwerke investiert werden

Die deutsche Solarindustrie ist nach Auskunft der Verbände auf dem besten Wege, ihren weltweiten Technologievorsprung weiter auszubauen und sich zu einem bedeutenden Wirtschafts- und Exportmotor zu entwickeln. Bis zum Jahr 2010 rechne die Branche allein am Standort Deutschland mit Investitionen in Höhe von 15 Milliarden Euro in die Errichtung neuer Solarfabriken und Solarkraftwerke. Bereits heute arbeiten hier zu Lande über 30.000 Beschäftigte in der Solarbranche.


Solare Erfolge an der Börse: Neues Kapital für Wachstum, Forschung und Entwicklung

Längst zählen Solarunternehmen auch zu den Lieblingen an den Börsen. Die Kurse der deutschen Aktiengesellschaften SolarWorld, Solon, Sunways, Conergy, Solar-Fabrik, Phoenix Sonnenstrom und SAG haben in den letzten Monaten deutlich angezogen. Auch nach den Bundestagswahlen hält dieser Trend laut UVS unvermindert an. Weitere Anbieter wie die Solarzellenhersteller Q-Cells und Ersol wagen in den nächsten Wochen deshalb den Sprung aufs Börsenparkett. Damit fließe der Branche das notwendige Kapital zu, um das Wachstum und ehrgeizige Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu finanzieren. Dies wiederum ist die Voraussetzung, um Solarenergie in den nächsten Jahren wettbewerbsfähig zu machen und im harten internationalen Wettbewerb um einen der größten Zukunftsmärkte zu bestehen.


Photovoltaikmarkt: Jährliches Wachstum von 30% erwartet

Die Deutsche Bank Research hält für die nächsten 25 Jahre ein jährliches durchschnittliches Wachstum des weltweiten Photovoltaikmarktes in Höhe von 30% für möglich. Wichtigster Marktöffner für den Photovoltaikmarkt sei das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), betonen die Verbände. Seit Anfang 2004 verpflichtet es Stromnetzbetreiber zur Abnahme und kostengerechten Vergütung von Solarstrom zum Erzeugerpreis. Eine entsprechende Gesetzesnovelle wurde mit den Stimmen von SPD, Union und Grünen im Bundestag verabschiedet. BSi und UVS vertreten gemeinsam die Interessen von über 600 Solarunternehmen und wollen zum Jahreswechsel 2006 fusionieren.

20.09.2005   Quelle: Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Deutsche Umwelthilfe: Umweltpolitik wurde nicht abgewählt

"Der Wähler hat sich gegen Atompolitik und für eine größere Unabhängigkeit vom Öl entschieden", kommentiert der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH) das Wahlergebnis vom vergangenen Sonntag. Die DUH wertet es als "schallende Ohrfeige für BDI und DIHK".  "In Deutschland haben Umweltschutz und ökologische Modernisierung auch in Zeiten wirtschaftlicher Depression hohes Gewicht. Allen Versuchen von Industrieverbänden wie dem BDI, DIHK, manchen Medien und manchen Parteien, die ökologischen Überlebensfragen aus der politischen Auseinandersetzung zu verbannen, haben die Wählerinnen und Wähler am Sonntag eine klare Absage erteilt" heißt es in der DUH-Pressemitteilung. "Der Wähler hat sich gegen Atompolitik und für eine größere Unabhängigkeit vom Öl entschieden. Ökologie ist in diesem Land kein Schönwetterthema, dass man je nach Wirtschaftslage nach Belieben aufrufen und wieder wegschalten kann. Das ist eines der erfreulichsten Ergebnisse dieser aufregenden Bundestagswahl“, sagte Resch.


Überraschend gutes Abschneiden der SPD; Grüne erzielen eines ihrer besten Ergebnisse

Das am Ende überraschend gute Abschneiden der SPD ist laut DUH ebenso ein Indiz dafür, dass die Deutschen der Umweltpolitik weiter einen wichtigen Stellenwert geben wollen, wie das Wahlergebnis der Grünen. Bundeskanzler Gerhard Schröder hätte in der Schlussphase des Wahlkampfs ökologische Themen so massiv wie nie zuvor in den Vordergrund gestellt. Die Grünen hätten dies ohnehin und vor allem mit ihrer Kampagne "Weg vom Öl" getan und eines ihrer besten Ergebnisse bei einer Bundestagswahl erzielt, obwohl sie an die Linkspartei Stimmen abgeben mussten und es für sie weder in einer schwarz-gelben noch in einer großen Koalition eine Machtperspektive gegeben habe.


Merkel hat Umweltthema unterschätzt; "ideologiegetriebener" Widerstand von Union und FDP gegen die Erneuerbaren ohne Erfolg

Dagegen habe Angela Merkel trotz der Erfahrungen mit der Elbeflut im Wahlkampf 2002 wiederum auf eine prominente Besetzung des Umweltthemas in ihrem Wahlkampfteam verzichtet und die "überforderte" Gerda Hasselfeldt nominiert. Außerdem hätte Merkel offenbar unterschätzt, dass der von ihr offensiv angekündigte Wiedereinstieg in die Kernenergie die Atomkraftgegner bei SPD und Grünen und teilweise auch im eigenen Lager noch einmal massiv mobilisieren könnte. Auch der "ideologiegetriebene" Widerstand von Union und FDP gegen die bei der großen Mehrheit der Deutschen beliebten erneuerbaren Energien habe Teile der Wählerschaft offensichtlich ins rot-grüne Lager zurückgetrieben.


Deutsche wollten keine Atomenergie, sondern eine Energiewende

"Wer auch immer in den kommenden vier Jahren Deutschland regiert, er wird dem in der Bevölkerung fest verankerten Umweltbewusstsein Rechnung tragen müssen“, so Resch. Die Deutschen wollten mehrheitlich keine Atomenergie, sondern eine beschleunigte Energiewende hin zu erneuerbaren Energien und mehr Energieintelligenz. "Die Leute haben in den letzten Wochen verstanden, dass wir unabhängiger werden müssen von Ölimporten und anderen fossilen Brennstoff, weil das das Klima und das eigene Portemonnaie entlastet", sagte Resch.

20.09.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Statistisches Bundesamt: Öl und Gas kosten Privathaushalte dieses Jahr 6,8 Milliarden Euro mehr

Die stark gestiegenen Preise für Benzin, Diesel, Erdgas und leichtes Heizöl dürften die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2005 mit etwa 6,8 Milliarden Euro zusätzlich belasten, schätzt das Statistische Bundesamt im Rahmen seiner Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.  Das bedeute rechnerisch, dass jeder Privathaushalt dieses Jahr 176 Euro mehr zu zahlen hätte als im Vorjahr, heißt es in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes.


3,8 Milliarden mehr für Öl und Gas

Die Mehrkosten entfallen laut Statistischem Bundesamt zu 2,5 Milliarden Euro auf das Heizöl, 1,3 Milliarden Euro auf Erdgas und zu etwa 3 Milliarden Euro auf Kraftstoffe. Mit insgesamt 6,8 Milliarden Euro falle die Mehrbelastung der privaten Haushalte sehr viel stärker aus als im Vorjahr, in dem die Haushalte für Gas und Öl bereits 1,9 Milliarden Euro mehr als 2003 zu zahlen hatten.


Leichtes Heizöl 34,1% teurer

Die Schätzung des Statistischen Bundesamtes unterstellt für die restlichen Monate dieses Jahres eine gegenüber den ersten acht Monaten vergleichbare Preisänderung. So ergäbe sich ein jahresdurchschnittlicher Preisanstieg von knapp 8 % für Benzin, 14,6% für Diesel, 9,1% für Erdgas und von 34,1% für leichtes Heizöl. Während im Vorjahr die Preise für Erdgas noch relativ stabil geblieben seien und die Heizölpreise aus jetziger Sicht mit 11% gegenüber 2003 nur moderat gestiegen wären, habe sich gerade bei diesen Brennstoffen im laufenden Jahr der Preisanstieg erheblich beschleunigt, so das Statistische Bundesamt.


Mögliche Einsparungen und verringerte Nachfrage bereits berücksichtigt

Die Schätzung der Ausgaben berücksichtige bereits mögliche Einsparungen und eine verringerte Nachfrage der Haushalte in Folge der gestiegenen Preise. Für die Kraftstoffe und das Heizöl unterstellt das Statistische Bundesamt für 2005 Einsparungen entsprechend der Verbrauchsentwicklung zwischen 1999 und 2004. In diesem Zeitraum sei im jährlichen Durchschnitt der Verbrauch von Kraftstoffen um etwa 1,7% zurückgegangen, der von Heizöl um 2,7% gesunken. Bei Erdgas, dessen Konsum stark vom Wetter abhänge, werde ein Verbrauch wie im Vorjahr unterstellt.


Detaillierte Ergebnisse zu diesem Thema im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
www.destatis.de/allg/d/veroe/proser4fvgr_d.htm

20.09.2005   Quelle: Statistisches Bundesamt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Internationale Energieagentur verstärkt Förderung der erneuerbaren Energien

Auf Initiative von Bundesminister Jürgen Trittin will die Internationale Energieagentur (IEA) ihre Bemühungen zur Förderung der erneuerbaren Energien intensivieren. Künftig wolle die Agentur nicht nur Forschungskooperationen, sondern auch die internationale Marktentwicklung der Erneuerbaren fördern, berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung.  Dies sehe eine Vereinbarung zwischen mehreren Mitgliedsländern der IEA vor, die anlässlich der Internationalen Konferenz für erneuerbare Energien 2004 in Bonn geschlossen und am 15.09.2005 rechtskräftig geworden sei.


Projekte zur internationalen Marktentwicklung erneuerbarer Energien

Ziel der neuen Durchführungsvereinbarung im Rahmen der IEA, die laut BMU rechtskräftig wurde nach der Unterzeichnung durch Deutschland und drei weitere Staaten (Niederlande, Frankreich und Dänemark), sei, Projekte zur internationalen Marktentwicklung erneuerbarer Energien auf den Weg zu bringen. Zuvor habe der Verwaltungsrat der IEA der Vereinbarung zugestimmt, die in Kürze auch von Kanada, Irland, Norwegen und Italien unterzeichnet werden soll. Weitere Mitgliedsstaaten der IEA haben laut BMU ihr Interesse bereits bekundet.

Die Märkte für erneuerbare Energien seien international sehr unterschiedlich ausgeprägt, so das BMU. Dank einer konsequenten Politik zähle Deutschland zu den stärksten Märkten für Technologien auf diesem Gebiet. In anderen Ländern werde der Ausbau der erneuerbare Energien zur Zeit noch gebremst, sei es durch unzureichende Rahmenbedingungen, Bürokratie, Finanzierungsschwierigkeiten oder Informationsdefizite. Zugleich werde auch das Potenzial für einen grenzüberschreitenden Ausbau nicht ansatzweise erschlossen, betont das BMU.
Diesen Hemmnissen soll sich die neue Kooperation widmen und konkrete Projekte erarbeiten, die eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Regierungen und der Wirtschaft zum Ziel haben. "Es reicht nicht, die erneuerbare Energien in Deutschland auszubauen. Globale Herausforderungen der Energiepolitik, wie die steigenden Ölpreise und der Klimawandel, erfordern einen internationalen Boom der erneuerbare Energien. Ich bin besonders erfreut, dass wir daran zusammen mit der Internationalen Energieagentur arbeiten, die längst auch ein starkes Augenmerk auf erneuerbare Energien legt", sagte Jürgen Trittin.

20.09.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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EU-Kommission will Neuorientierung der Energiepolitik und Nachfrage senken

Das hohe Ölpreisniveau und der rapide Anstieg der Benzinpreise in Europa haben die EU-Kommission alarmiert. EU-Energiekommissar Andris Piebalgs stellte einen Fünf-Punkte-Plan vor und forderte "verstärkte Anstrengungen" zur Senkung der Energienachfrage und stärkeren Nutzung anderer Energieformen, berichten die EU-Nachrichten der Kommission.   Während Erdöl 2002 pro Barrel 25 US-Dollar gekostet habe kostete, stieg sei der Preis auf 45 US-Dollar im Januar 2005 gestiegen und liege nun bei 68 US-Dollar. "Genau in diesen Hochpreisphasen wird die externe Abhängigkeit unserer Ölversorgung besonders augenfällig. Es ist unverzichtbar, dass die EU und die Kommission Maßnahmen ergreifen", so Piebalgs auf der Energiekonferenz des FAZ-Instituts in Köln. Auch gegen die Preisspekulation müsse die Transparenz der Ölmärkte verbessert werden. Kurzfristig würden höhere Öl- und Gasliefermengen ebenso benötigt wie mehr Raffineriekapazitäten. Dazu müssen auch die USA beitragen, forderte der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Wilhelm Adamowitsch.


Überprüfung des Energiebinnenmarktes

Die Verwirklichung eines wettbewerbsorientierten Energiebinnenmarktes kann laut EU-Nachrichten zu günstigeren Preisen für Unternehmen und Verbraucher beitragen. Doch hier lägen die Probleme. Gegen fünf Mitgliedstaaten gehe die EU-Kommission wegen Nichtumsetzung der Gas- und Elektrizitätsrichtlinien vor. Gegen Deutschland sei das Verfahren nach Verabschiedung des Energiewirtschaftsgesetzes am 13. Juli 2005 eingestellt worden. Andris Piebalgs habe in Köln deutlich gemacht, dass er der Gemeinschaft vorerst keine weiteren Rechtsvorschriften vorschlagen werde, sondern auf die Marktkräfte und eine konsequente Anwendung der Regulierungsvorschriften setze. Ende 2005 will die EU-Kommission einen Bericht über die fünfjährige Erfahrung bei der Verwirklichung des Energiebinnenmarktes vorlegen. Kritisch werde zu prüfen sein, "wie es sich mit der Ausgewogenheit zwischen nationalen und europäischen Maßnahmen verhält", so Piebalgs. An der Neuorientierung der EU-Energiepolitik indes führe kein Weg vorbei.

20.09.2005   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Wirtschaftsverband Windkraftwerke: Windenergie-Ausbau bleibt notwendig

Unabhängig vom Ausgang der Bundestagswahl und der künftigen Regierungsbildung bleibe der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland eine absolute Notwendigkeit, so der Wirtschaftsverband Windkraftwerke (WVW) in einer Pressemitteilung.   "Die zunehmenden Naturkatastrophen und die Begrenztheit der fossilen Energieträger sowie die damit einher gehenden langfristigen Preissteigerungen machen sehr deutlich, wie dringend notwendig der Ausbau der umweltfreundlichen, unendlich verfügbaren Erneuerbaren Energien ist. Am wirtschaftlichsten ist bereits heute die Windenergie", erklärt der Vorsitzende des WVW, Dr. Wolfgang von Geldern.


Kontinuität der Rahmenbedingungen muss gewährleistet bleiben

"Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird fortgesetzt, wie auch immer eine künftige Bundesregierung zusammengesetzt ist", so von Geldern weiter. Daher sei erfreulich dass keine der künftig im Bundestag vertretenen Parteien den Ausbau der Erneuerbaren Energien grundsätzlich in Frage stelle. Die Kontinuität der Rahmenbedingungen müsse auch künftig gewährleistet bleiben, denn sie sei die Basis der weiteren Entwicklung. Aus guten Gründen hätten sich bereits 15 Staaten der Europäischen Union an den deutschen Regelungen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien orientiert. Der Ausbau der erneuerbaren Energien sei schon immer von einer breiten politischen Mehrheit getragen worden, betont der WVW-Vorsitzende. Der Ursprung sei das Stromeinspeisungsgesetz von 1990 gewesen, das von der CDU/CSU/FDP-Koalition konzipiert wurde und heute als Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), von Rot-Grün modifiziert aber im Kern unverändert weiter bestehe.

19.09.2005   Quelle: Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. (WVW)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Conergy AG übernimmt australischen Solargroßhändler Quirk}s Victoria

Mit der Übernahme des Solargroßhändlers Quirk's Victory Light Co. Pty. Ltd. in Sydney erschließe die Conergy AG den Kundenzugang zu weiteren 120 australischen Solarinstallateuren und baue ihre Präsenz auf dem fünften Kontinent weiter konsequent aus, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Nach Gründung einer australischen Conergy-Tochtergesellschaft im Januar 2005, der Niederlassungseröffnung von SunTechnics und der Übernahme der Taurus Energy Pty Ltd durch die voltwerk habe Deutschlands größtes Solarunternehmen Conergy seine bewährten Markenwelten auch "Down Under" etabliert. Quirk}s Victoria sei einer der größten Solarhändler mit einem Umsatz von über 2 Millionen Australischer Dollar. "Australien ist ein attraktiver und schnell wachsender Markt mit hohem Exportpotenzial nach Südostasien. Conergy hat die richtigen Produkte sowie die Einkaufsmacht, um die australischen Kunden nachhaltig zufrieden zu stellen. Quirk}s ist bereits heute Kernlieferant der wichtigsten Multiplikatoren. Daher freuen wir uns sehr, dass wir diese Stärken zur Erreichung der Marktführerschaft auf dem fünften Kontinent in der Conergy zusammenführen konnten," erklärt Hans-Martin Rüter, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Conergy AG.


Wachstumsmarkt Australien

Die vielseitigen solaren Produktlinien der Conergy für Strom, Wärme oder Kühlung aus der Sonne treffen nach Angaben des Unternehmens auf einen kontinuierlich steigenden Energiebedarf in Australien. Mit einem jährlichen Anstieg von rund 20 Prozent bei Photovoltaik-Anlagen und über 30 Prozent bei thermischen Systemen gelte Australien als Wachstumsmarkt für die Solarenergie. Bis 2010 wolle die australische Regierung über das MRET (Mandatory Renewable Energy Target) eine Leistung von insgesamt 9.500 Gigawattstunden mit erneuerbaren Energien abdecken, was einer Steigerung von 60% entspreche. Die Integration der profitablen Quirk}s werde Conergy dazu verhelfen, überdurchschnittlich von dem Marktwachstum zu profitieren.

19.09.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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NaturPur Energie AG investiert in innovatives Pilotprojekt mit Solartechnik

Sunflower-Modul.
Sunflower-Modul.

Der Darmstädter Ökostromversorger NaturPur Energie AG führt in Gewächshäusern der Stadtgärtnerei im Orangeriegarten in Darmstadt ein innovatives solares Pilotprojekt durch. Das neuartige Kraft-Wärme-Kopplungssystem "SunFlower" verbinde in effizienter Weise die regenerative Erzeugung von Wärme und Strom mit Hilfe eines in zwei Achsen nachführbaren Linsensystems, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. 
Projektpartner von NaturPur bei diesem rund 97.000 Euro teuren Pilotprojekt sind die Heppenheimer Sunvention GmbH, die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die FH Darmstadt. Über Fresnellinsen werde das Sonnenlicht gebündelt und treffe in 20-facher Konzentration auf eine dahinter liegende, mit Wasser gefüllte Glas-Absorberröhre, in der sich die Solarzellen befinden, beschreibt die NaturPur Energie AG das Projekt. Das Wasser diene zum einen als Kühlflüssigkeit, um den Wirkungsgrad der Solarzellen möglichst hoch zu halten, und zum anderen als Wärmeträgermedium.

Module zur gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung sollen ab Herbst getestet werden

Mit dieser innovativen Technologie sei es möglich, Silizium einzusparen, weil durch die gebündelte Strahlungsenergie nur geringere Mengen an Solarzellen erforderlich sind. Hinsichtlich der Lieferengpässe und der relativ hohen Kosten für Solarzellen würden Material sparende Lösungen an Bedeutung gewinnen. Im ersten Schritt sei im September 2005 ein Sunflower-Modul zur Wärmeerzeugung installiert worden. In den nächsten Wochen sollen zwei Module zur gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung eingebaut werden, um die Praxistauglichkeit der Anlage zu testen. Der offizielle Startschuss soll voraussichtlich Ende dieses Jahres erfolgen. Bei Erfolg versprechenden Ergebnissen der dreimonatigen Praxistests soll im zweiten Schritt Anfang nächsten Jahres eine leistungsfähige Anlage mit einer Leistung von insgesamt knapp 15 Kilowatt (kWp) in einem neu zu errichtenden Gewächshaus entstehen.


Finanzielle Unterstützung durch das Land Hessen; Vergütung nach dem EEG

Die Sunvention GmbH liefert und errichtet das Energy Greenhouse einschließlich der SunFlower-Module und sorgt für die elektrische Anbindung an des Netz der NaturPur-Muttergesellschaft HEAG Südhessische Energie AG (HSE) sowie die wärmetechnische Anbindung an die Heizungsanlage der Orangeriegärtnerei. Prof. Dr. Lothar Petry von der Fachhochschule Darmstadt begleitet das Pilotprojekt wissenschaftlich und führt gemeinsam mit Studenten Messungen über die thermische und photovoltaische Energieerzeugung durch.

Auf Veranlassung von Stadtrat Klaus Feuchtinger stellt das Grünflächen- und Umweltamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt die Gewächshausfläche zur Verfügung, nimmt die erzeugte Wärme ab und führt pflanzenphysiologische Untersuchungen durch. Es wird untersucht, welche Auswirkungen die Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage auf das Mikroklima und auf das Pflanzenwachstum hat. Die NaturPur Energie AG führt die Projektsteuerung durch und finanziert das Forschungsprojekt, das rund 97.000 Euro kostet, wobei das Land Hessen bereits eine finanzielle Unterstützung von knapp 50 Prozent zugesagt habe. Der Rest soll gedeckt werden durch die Netzeinspeisung der erzeugten Energie, die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet wird.

19.09.2005   Quelle: NaturPur Energie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: NaturPur Energie AG

 

Wagner & Co nimmt 250 kW-Solarstromanlage in Betrieb

2000 Quadratmeter-Solardach von Wagner & Co.
2000 Quadratmeter-Solardach von Wagner & Co

Eine Solarstromanlage mit 250 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) auf dem Dach des Produktions- und Logistikzentrums in Kirchhain hat die Wagner & Co Solartechnik GmbH in Betrieb genommen. Mit einem gemeinsamen Druck dreier Politiker von CDU, SPD und GRÜNEN auf den roten Einschaltknopf wurde eine "parteiübergreifende" Inbetriebnahme vollzogen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
An der Einweihung nahmen unter anderem teil: Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner, Staatssekretär Matthias Berninger (Bündnis 90/ Die Grünen), Hessens Justizminister Christean Wagner, die Landtagsabgeordneten Jürgen Frömmrich und Ursula Hammann (Grüne), Silke Tesch Landtagsabgeordnete der SPD sowie Kommunalpolitiker aus Stadt und Landkreis.


Unternehmenswachstum: 2005 erstmals über 100 Millionen Euro Umsatz

Geschäftsführer Klaus Schweitzer betonte, dass der Solarpionier Wagner & Co in den letzten 25 Jahren ein durchschnittliches jährliches Wachstum von etwa 40% verzeichnet habe und 2005 erstmals mit dem Vertrieb von Solarsystemen für Wärme und Strom sowie mit Pelletheizungen die Umsatzgrenze von 100 Millionen Euro überschreiten werde. Fast 200 Mitarbeiter beschäftige das wachstumsorientierte Unternehmen. Auch im Export von Solaranlagen habe Wagner & Co die Weichen gestellt und in Spanien eine Tochterfirma gegründet. Weitere Vertriebsländer seien Frankreich, Italien, die Benelux-Länder und Ungarn.


1.330 Solarmodulen produzieren jährlich als 210.000 Kilowattstunden Strom

Projektleiter Karsten Tent stellte die neue 250 kW-Anlage vor: Die Solarstromanlage auf dem Dach des Produktions- und Logistikzentrums gehört zu den Großen in Hessen: Auf dem sanierungsbedürftigen Flachdach sei ein Dachstuhl mit einer optimal nach Süden gerichteten Fläche von rund 2.000 Quadratmetern errichtet und mit 1.330 Solarmodulen vom Typ "BP 7175 S" bestückt worden. Das entspreche der Fläche von etwa zehn Tennisplätzen. Die Module seien von BP Solar als Sonderkontingent bereit gestellt worden und verfügten über die hochwertige "Real-Power-Technolgie" mit höchsten Ernteerträgen.


Investition von 1,2 Millionen Euro erwirtschaftet gute Rendite

Insgesamt 125 Wechselrichter sorgen für eine Umwandlung des Solarstroms und speisen ihn in das öffentliche Stromnetz ein. Der solar erzeugte Strom, laut Wagner & Co. mehr als 210.000 Kilowattstunden pro Jahr, wird nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet. "Rechnerisch können wir jetzt etwa 70 Haushalte oder unser gesamtes Unternehmen an den Standorten Cölbe und Kirchhain mit Strom versorgen - sauber und ökologisch“, so Karsten Tent. Das Solarkraftwerk auf dem Dach des Cölber Unternehmens werde seine Investitionskosten von 1,2 Millionen Euro amortisieren und im Laufe seiner Betriebszeit, dank der Solarstromvergütung, eine gute Rendite erwirtschaften. Das ehemals sanierungsbedürftige Flachdach werde damit sogar zur Einnahmequelle.

19.09.2005   Quelle: Wagner & Co Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wagner & Co Solartechnik GmbH
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FVS-Jahrestagung 2005 zu Wärme und Kälte aus Sonne und Erde

Pilotanlage zur Solaren Klimatisierung.
Pilotanlage zur Solaren Klimatisierung.

Neue Forschungs- und Entwicklungsergebnisse zu Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien präsentiert der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) auf seiner Jahrestagung am 22. und 23. September in Köln. Zusammen mit der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW und weiteren Kooperationspartnern verfolgt der FVS das Ziel, Wärme- und Kältetechniken zur Nutzung aller erneuerbaren Energiequellen zu entwickeln: von Sonnenenergie über Biomasse bis hin zu Erdwärme.
 
Die Wirkungsgrade sollen gesteigert und die gewonnene Wärme möglichst verlustfrei gespeichert werden. Außerdem haben die Forscher im FVS untersucht, wie der neue Wärmeenergiemix effizient in Versorgungssysteme integriert werden kann. Die Vorträge richten nicht nur an Wissenschaftler, sondern an Entscheider in Politik und Wirtschaft sowie an die interessierte Öffentlichkeit. Über die technischen Aspekte hinaus geht es auch um politische Förderinstrumente, Marktanalysen, Systemanalysen und Ökobilanzen.

Für die Erzeugung von Wärme und Kälte müssen die erneuerbaren Energien künftig wichtiger werden, betont der FVS: Mit fast 60 Prozent habe Wärme den Löwenanteil am Gesamtenergieverbrauch in Deutschland. Doch während beim Strom schon etwa 10 Prozent aus erneuerbaren Energien kommen, sind es bei der Wärmeerzeugung erst 4 Prozent.

JAHRESTAGUNG des ForschungsVerbunds Sonnenenergie in Kooperation mit der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW: "Wärme und Kälte – Energie aus Sonne und Erde" 22. - 23. September 2005 in Köln, Maternushaus, Kardinal-Frings-Straße 1-3.


Weitere Informationen und Programm im Internet unter: http://www.fv-sonnenenergie.de/. Abmeldung per E-Mail, Fax oder Online-Formular.

19.09.2005   Quelle: FVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FVS
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Tag der Holzpellets am 1. Oktober: Privatleute in NRW öffnen ihre Heizungskeller

"Die Ölpreise gehen derzeit steil nach oben. Wer sich da nach Alternativen zur Ölheizung umsieht, muss sich in die Gegenrichtung aufmachen: nach unten, in die Heizungskeller des Landes", so die Landesinitiative Zukunftsenergien Nordrhein-Westfalen in der Ankündigung des dritten "Tages der Holzpellets" am 1. Oktober. An diesem Samstag öffnen wieder zahlreiche Privatleute in ganz NRW ihre Kellertüren und laden zur Besichtigung ihrer Holzpelletsheizung ein.  Im letzten Jahr standen laut Landesinitiative Zukunftsenergien über 450 Kellertüren offen. Wo eine solche Anlage besichtigt werden kann, erfahren Interessierte unter der Telefonnummer 01803 100 119 oder im Internet unter www.aktion-holzpellets.de.


1.000 neue Pelletskessel im ersten Halbjahr 2005 in NRW

"Das Heizen mit Holz hat in den letzten Jahren einen großen Boom erlebt, nun wird es durch die steigenden Ölpreise noch attraktiver", so Umweltminister Eckhard Uhlenberg. "In NRW haben sich allein im ersten Halbjahr dieses Jahres über 1.000 Hausbesitzer entschieden, ihre alte Heizung gegen einen modernen Kessel zur Holzpelletsverbrennung auszutauschen. Durch den Aktionstag wollen wir Interessenten die Möglichkeit geben, sich diese innovative und komfortable Technik im täglichen Einsatz anzusehen und sich mit Heizungsbesitzern und Installateuren auszutauschen", so Uhlenberg weiter. Pelletsheizungsbesitzer können sich noch bis zum 22. September zur Teilnahme am Tag der offenen Tür anmelden. Mitmachen lohne sich, so die Landesinitiative Zukunftsenergien. Denn unter allen Teilnehmern verlost sie fünf Mal drei Tonnen Holzpellets.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.aktion-holzpellets.de

18.09.2005   Quelle: Landesinitiative Zukunftsenergien Nordrhein-Westfalen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

UFOP: Biodieselnachfrage stark gestiegen

Der Ruf nach Alternativen zum Erdöl wird in Deutschland immer lauter. Aufgeschreckt durch den aktuellen Preisanstieg von Benzin und Diesel an den Tankstellen, suchen Autofahrer verstärkt nach preisgünstigeren Kraftstoffalternativen, berichtet die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) in einer Pressemitteilung.   Eine Möglichkeit böten Biokraftstoffe, allen voran Biodiesel, der von allen alternativen Kraftstoffen bereits am besten verfügbar sei. Sogar die Automobilbranche fordere jetzt eine verstärkte Nutzung von biogenen Treibstoffen, betont die UFOP. So habe der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Professor Bernd Gottschalk, vor wenigen Tagen in Frankfurt verkündet, dass "die deutsche Automobilindustrie schon heute für einen höheren Einsatz biogener Kraftstoffe gerüstet ist". Eine Verdoppelung der Beimischung von Biodiesel sei heute technisch machbar – allerdings müsse die Qualität stimmen.


Autofahrer sollten auf die Qualität des Kraftstoffs achten

Die UFOP weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Autofahrer, die Biodiesel in "purer" Form an einer der mittlerweile 1.900 Tankstellen tanken möchten, ebenfalls auf die Qualität des Kraftstoffs achten sollten. Dabei sei besonders das Kontrollzeichen der Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e. V. (AGQM) behilflich, das bereits an 1.400 Tankstellen in Deutschland zu finden sei. Die Qualitätsanforderungen für Biodiesel sind laut UFOP seit 2003 in der europäischen Norm DIN EN 14214 festgelegt. Die AGQM habe ein Qualitätsmanagementsystem (QM) etabliert, dass durch strengere Anforderungen an den Kraftstoff, seine Herstellung, und Lagerung sowie seinen Transport, die Einhaltung der Norm sicherstelle. Da sich schon 1.400 Tankstellen dem AGQM-System angeschlossen haben, werde ein Großteil des Biodieselbedarfs mit einer hohen und dauerhaft gleich bleibenden Kraftstoffqualität gedeckt.


Biodiesel-Qualitätsmanagement-System über die gesamte Produktionskette

Die Tankstellen, die sich dem QM-System angeschlossen haben, sind am Kontrollzeichen der AGQM erkennbar, einem grünen „Q“ auf blauem Grund. "Wer beim Kauf von Biodiesel auf das Zeichen der AGQM achtet, kann sicher sein, dass der Kraftstoff die an ihn gestellten Anforderungen erfüllt", betont der Geschäftsführer der AGQM, Dieter Bockey. Das Qualitätsmanagement-System erstrecke sich über die gesamte Produktionskette von Biodiesel: Die Rohstoffauswahl, die Produktionsprozesse, die Lagerung und Verladung sowie der Transport erfolgten nach strengen Kriterien und würden regelmäßig überprüft. Die AGQM wurde 1999 auf Initiative der UFOP gegründet und stellt heute einen Zusammenschluss der wichtigsten Hersteller und Vermarkter von Biodiesel dar.

18.09.2005   Quelle: UFOP   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Everest-Expedition kommuniziert mit Solarstrom

Solarmodule versorgen Expeditionsteilnehmer mit Strom.
Solarmodule versorgen Expeditionsteilnehmer mit Strom.

Vom Dach der Welt berichtete der "Blog-Reporter" der Deutschen Welle, Stefan Nestler, über eine Besteigung des Höchsten Bergs der Erde. Den Strom für die Kommunikation mit dem Rest der Welt lieferten zwei Solarstrom-Inselanlagen. Handys, Computer, Digitalkamera-Ladegeräte und auch die Glühleuchte im Mannschaftszelt wurden versorgt von Solarmodulen, die vor dem Zelt in der Sonne lagen.
 
Solarstromanlage mit Zigarettenanzünder

"Sie sind etwa so groß wie Teppichläufer im Flur", beschreibt Nestler die Module. "Die Kabel laufen aus ins Zelt zu Verteiler-Buchsen, in die wir die Geräte einfach einstöpseln - mit Adaptern, die man auch für Zigarettenanzünder im Auto verwendet", so der Reporte. Der japanische Bergsteiger Hirotaka Takeuchi kommentiert: "Wir haben zwar keine Fixseile fürs Bergsteigen im Gepäck, aber jede Menge Kabel."


Leise und umweltfreundliche Alternative für Expeditionen

Im Zeitalter des Internets gehört auch der Mount Everest zum globalen Dorf. Berichte über freche Schneehühner inklusive Foto gelangen innerhalb von etwa 15 Minuten vom Laptop per Datenkabel und Satelliten-Handy nach Deutschland. E-Mails können abgerufen und zu annehmbaren Preisen telefoniert werden. "Engpässe in der Stromversorgung hatten wir bisher nicht. Aber wir schimpfen über andere Expeditionen, die ständig ihre lauten Generatoren laufen lassen und dabei auch noch Unmengen Kerosin verbrennen", berichtet Nestler.

18.09.2005   Quelle: Stefan Nestler, Deutsche Welle   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Deutsche Welle.
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Vorfahrt für erneuerbare Energien in Schweden und Spanien

Schweden und Spanien setzen voll auf Erneuerbare Energien, berichtet die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung. So habe der schwedische Ministerpräsident Göran Persson in dieser Woche angekündigt, sein Land mit erneuerbaren Energien innerhalb von 15 Jahren unabhängig von Öl, Gas und Kohle zu machen. In Spanien habe das Kabinett Ende August beschlossen, den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch innerhalb der nächsten fünf Jahre zu verdoppeln.  Um diese Ziele zu erreichen, wollen beide Länder vor allem den Ausbau von Wind- und Bioenergie vorantreiben.


Spanien will Anteil der Erneuerbaren auf über 30 % im Jahr 2010 steigern

Bis 2010 plant die Regierung in Madrid so den Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung von derzeit 19,8 Prozent auf 30,3 Prozent steigern. "Damit würde sie ihr EU-Ziel sogar um fast einen Prozentpunkt übertreffen", kommentiert Dr. Simone Peter, Leiterin der Informationskampagne für Erneuerbare Energien in Berlin. Der Beitrag von Biosprit am gesamten Kraftstoffverbrauch in Spanien wird sich laut Plan in den nächsten fünf Jahren gegenüber heute sogar versechsfachen: 5,8 Prozent der Kraftstoffe sollen im Jahr 2010 aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Das gesamte Programm zur Förderung der erneuerbaren Energien kostet dem von der spanischen Regierung vorgestellten "Energieplan 2005-2010" zufolge 23,6 Milliarden Euro. Den größten Teil soll die Industrie finanzieren.


Schweden will bis 2020 aus fossiler Stromproduktion aussteigen

Noch ehrgeiziger sind laut Informationskampagne die Pläne der Regierung in Stockholm: Bis 2020 soll Schweden komplett aus der Stromerzeugung mit fossilen Rohstoffen aussteigen. Dazu sollen der Regierungserklärung von Ministerpräsident Persson zufolge in den kommenden Jahren Erneuerbare-Energien-Kraftwerke gebaut werden, die zehn Prozent mehr Strom herstellen, als sämtliche mit Öl, Gas und Kohle betriebenen Kraftwerke des Landes derzeit produzieren (2003: 13,5 Terawattstunden). "Schweden könnte daher nicht nur selber auf zukunftsfähige Energien umsteigen, sondern auch den Export von Strom aus Erneuerbaren Energien forcieren", fasst Peter zusammen. Auch im Wärmebereich setze die Regierung in Stockholm zur Offensive an: Mit Steuererleichterungen wolle sie in mehr als 250.000 der 3,8 Millionen schwedischen Haushalte den Umstieg von Heizöl auf erneuerbare Energien fördern. Mit einer ähnlichen Initiative solle ebenfalls der Umstieg von Elektroheizungen auf umweltfreundlichere Formen des Heizens unterstützt werden, heißt es in der Regierungserklärung. Stockholm kündigte zudem Programme an, um die Forschung im Bereich Erneuerbare Energien zu fördern sowie den Export von entsprechenden Anlagen zu verstärken.


Deutsche Technologieführerschaft in Gefahr

"Die Pläne in Schweden und Spanien zeigen, dass sich Deutschland mit seiner Politik zur Förderung erneuerbarer Energien in guter Gesellschaft befindet. Sie mahnen aber auch dazu, keinen Fadenriss bei der Einführung dieser Technologien hier zu Lande zu riskieren. Andernfalls könnten wir unsere heutige Technologieführerschaft bei den Erneuerbaren Energien schnell verlieren", warnt Peter.

17.09.2005   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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3sat-Magazin "hitec" berichtet über "Sprit, der niemals ausgeht"

Anlage zur Herstellung eines Kraftstoffes aus Biomasse in Freiberg Sachsen.
Anlage zur Herstellung eines Kraftstoffes aus Biomasse in Freiberg Sachsen.

Zur Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt/M. (15.-25.9.) hat „hitec“-Autor Jörg Moll zu einem neuen pflanzlichen Kraftstoff und einem Motor recherchiert, der die Vorteile von Benzin- und Dieselmotor in sich vereint. BTL („Biomass to liquid”) wird - noch - in Fachkreisen ein neuer pflanzlicher Kraftstoff genannt, der für die Umwelt besser als Bio-Diesel und gleichzeitig für den so genannten Diesotto-Moto geeignet ist.
 
Die Möglichkeit, pflanzlichen Treibstoff zu tanken, besteht in Deutschland und in Europa schon seit geraumer Zeit. Das aus der Rapspflanze gewonnene Öl wird verarbeitet und unter dem Namen Bio-Diesel vermarktet. Die Sache habe nur einen Haken, so "hitec" denn die Umweltbilanz von Biodiesel sei negativ. Wissenschaftler, Mineralöl- und Autokonzerne setzten daher auf eine völlig neue Technologie, bei der nicht nur die Frucht eines speziellen Gewächses, sondern die gesamte Pflanze verwertet wird.


BTL: Kraftstoff aus der ganzen Pflanze

Der Name für diesen Kraftstoff: BTL. Mehrere Institute erforschen momentan, welche Pflanzen für welche technischen Verfahren am besten geeignet sind, wobei wichtig sei, dass diese Herstellungsverfahren mit einem geringen Energieeinsatz auskommen. Denn es sei sinnlos Sinn, mehr Energie für die Produktion aufzuwenden, als anschließend im Treibstoff stecke.


Renaissance des Verbrennungsmotors mit Designersprit" für den Diesotto?

Inspiriert von den Forschungen auf dem Gebiet der BTL-Kraftstoffe suchen Mercedes und VW momentan Verbrennungsmotoren, welche die Vorteile des Benzin- und des Dieselmotors vereinen, die also sehr sparsam sind, aber dennoch sauber verbrennen. Diese als Diesottos bezeichneten Motoren verlangen nach "Designersprit", der sich mit dem BTL-Verfahren sehr gut herstellen ließe. Zu den vielen Ideen, wie der Mensch in Zukunft mobil bleiben kann, komme nun möglicherweise mit dem neuen Kraftstoff und einem neuen Motorenkonzept ein wichtiger Ansatz aus deutschen Forschungslabors. Der vielfach totgesagte Verbrennungsmotor könnte möglicherweise mit regenerativem Treibstoff, von dem man in Deutschland bis zu 20 bis 25 Prozent des Kraftstoffbedarfs herstellen könnte, eine zweite Chance bekommen. „hitec“-Autor Jörg Moll durfte als erster Reporter in ein Diesotto-Forschungslabor. Der Beitrag wird ausgestrahlt am Sonntag, 18. September 2005, um 16.00 Uhr auf 3sat

17.09.2005   Quelle: ZDF/3sat   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ZD; Matthias Rudloff

 

Umweltbundesamt: Spürbarer Klimawandel auch in Deutschland

Längere Trockenperioden, stärkere Regenfälle und zerstörerische Stürme sprechen nach Ansicht der meisten Klimaforscher eine klare Sprache: Der Klimawandel findet bereits statt – auch in Deutschland. Wie spürbar der Klimawandel in Deutschland bereits ist und welche Folgen dieser mit sich bringen wird, zeigen zwei aktuelle Studien, die im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) unter der Leitung von Prof. Christian D. Schönwiese vom Meteorologischen Institut der Universität Frankfurt und von Prof. Wolfgang Cramer vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung entstanden sind.   Prof. Dr. Andreas Troge: Ausmaß des Klimawandels wirkungsvoll begrenzen

"Der Blick für bestehende und künftige Risiken der regionalen Klimaentwicklung ist zu schärfen", sagt Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des UBA, zu den Studien. "Wir müssen nicht nur versuchen, das Ausmaß des Klimawandels wirkungsvoll zu begrenzen. Wir müssen uns auch schneller als bisher dem Klimawandel anpassen – etwa im Deichbau und dem Hochwasserschutz – um zukünftige volkswirtschaftliche Schäden so gering wie möglich zu halten. Nach Aussage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) könnten allein die volkswirtschaftlichen Schäden ab 2050 weltweit die Größenordnung von mehreren Billionen Euro pro Jahr erreichen, davon weit mehr als 100 Milliarden Euro allein in Deutschland", so Troge.


Temperatur in Deutschland in den vergangenen 100 Jahren um etwa 0,8 Grad Celsius gestiegen

Die Stürme und Überschwemmungen haben sich laut UBA weltweit im letzten Jahrzehnt gegenüber den 60er Jahren verdoppelt bis verdreifacht, die volkswirtschaftlichen Schäden versechsfacht. Eine wesentliche Ursache sei der Klimawandel. Häufigere und heftigere Starkniederschläge, Hochwässer und Hitzewellen sowie ihre Auswirkungen seien auch in Deutschland spürbar. Kurzzeitige, extrem hohe Niederschläge und besonders warme Tage – speziell im Winter – träten viel häufiger auf, als noch vor 100 Jahren. Die Temperatur in Deutschland sein in den vergangenen 100 Jahren um etwa 0,8° Celsius gestiegen. Dieser stetige Wandel sei von häufiger und heftiger werdenden Wetterextremereignissen begleitet worden. Trotz anspruchsvoller Klimaschutzmaßnahmen, dürfte bis 2080 in Deutschland eine deutliche Erwärmung von etwa 1,8 - 3,6°C eintreten, erwartet das UBA. Es werde mit zunehmend wärmeren, feuchteren Wintern und heißeren, trockeneren Sommern gerechnet. Die Wahrscheinlichkeit für extreme Hitzewellen, erhöhte sich in den vergangenen 100 Jahren bereits um mehr als das 20-fache. Eine weitere Zunahme von Hitzewellen und überwiegend winterlichen Starkniederschlägen sei wahrscheinlich.


Studien im Internet

Die Studien "Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für das Eintreten von Extremereignissen durch Klimaänderungen – Schwerpunkt Deutschland" und "Klimawandel in Deutschland – Vulnerabilität und Anpassungsstrategien klimasensitiver Systeme" sowie ein Hintergrundpapier zu Klimafolgen und Anpassung sind abrufbar unter der Adresse www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/index.htm Weiterführende Informationen zu Fragen der Klimaänderungen und des Klimaschutzes sind zu finden unter www.klimaschuetzen.de.

17.09.2005   Quelle: UBA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SolarWorld AG recycelt ältestes Solarkraftwerk Deutschlands

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) übernimmt das Recycling von Deutschlands ältestem solaren Großkraftwerk. Die 1983 auf der Nordseeinsel Pellworm gebaute und 1993 erweiterte Solarstromanlage mit einer Leistung von 600 Kilowatt (kW) sei bis zuletzt von dem norddeutschen Energieversorger E.ON Hanse betrieben worden und werde derzeit modernisiert, berichtet SolarWorld in einer Pressemitteilung.  Nach der Demontage der ersten 300 kW des historischen Solarkraftwerks sollen die über zwanzig Jahre alten Solarmodule aus dem Hause AEG-Telefunken in einem vom SolarWorld-Konzern entwickelten Recyclingprozess zu neuwertigen Solar-Siliziumwafern zurückverwandelt werden. "Am Ende stehen hochwertige Ausgangsprodukte für neue Solarsiliziumzellen und –module", beschreibt Dr. Karsten Wambach die Ergebnisse des technologisch einzigartigen Verfahrens. Er ist verantwortlich für die Recyclingaktivität im Geschäftsbereich "Solar Material" der SolarWorld-Tochter Deutsche Solar AG. "Die aus dem Recycling entspringenden Siliziumwafer unterscheiden sich in Nichts von unserer hochqualitativen Neuware", so Wambach.


Recycling demonstriert Nachhaltigkeit und Langlebigkeit der Solartechnik

"Die Wiederverwertung des Solarkraftwerks auf Pellworm ist eine Demonstration der Nachhaltigkeit der Solarenergie", sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG. "Mit einer Arbeitszeit von über 20 Jahren haben schon die historischen Solarmodule die Langlebigkeit der Solartechnik unter Beweis gestellt, die wir heute mit einer Garantiezeit von 25 Jahren noch gesteigert haben. Das Recycling der alten Solarmodule zeigt, dass die Rohstoffe der solaren Stromerzeugung stets aufs Neue verwendet werden können, um immer weitere Produktionszyklen zu durchlaufen. Damit unterscheiden sie sich ganz erheblich von den fossilen Energien, die sich nur ein Mal nutzen lassen und dann verbraucht und entwertet sind", so Asbeck. Der SolarWorld-Konzern biete als bisher einziges Unternehmen solares Recycling an und arbeite am Aufbau eines freiwilligen Sammel- und Rücknahmesystems für gebrauchte oder schadhafte Solarmodule und -zellen. Gebrauchte Module würden dabei zunächst aufgeschmolzen, so dass die alten Solarzellen und die einzelnen Verbundstoffe sortenrein vorliegen. Die Zellen durchlaufen danach verschiedene Reinigungsbäder, bis aus ihnen reine Siliziumwafer geworden seien, aus denen neue Solarzellen hergestellt werden können, heißt es in der SolarWorld-Pressemitteilung.

16.09.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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"f-cell Award" für Brennstoffzellen-System "Galileo" von Sulzer Hexis

Brennstoffzellen-System Galileo.
Brennstoffzellen-System Galileo.

Der mit 12.500 Euro verbundene "f-cell award 2005" in Gold geht an die Sulzer Hexis AG aus Winterthur in der Schweiz für ein Brennstoffzellen-Heizgerät. Silber und Bronze erhalten die Pemeas GmbH in Frankfurt am Main und das Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration in Berlin. Dies hat die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) am Mittwoch mitgeteilt.
 
Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Preis wird von der regionalen Wirtschaftsförderung und dem Umweltministerium Baden-Württemberg für praxisnahe Innovationen in der Brennstoffzellentechnologie ausgelobt. "Sulzer Hexis ist vor allem deshalb ein verdienter Preisträger, weil sich das prämierte Brennstoffzellen-Heizgerät bereits im praktischen Einsatz in der Kleinserie bewährt hat", sagte Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS). Das mit Erdgas betriebene Gerät mit dem Namen Galileo werde bereits in 110 Wohnhäusern und gewerblichen Objekten eingesetzt. Dabei seien bis heute mehr als eine Million Betriebsstunden Erfahrung gesammelt worden. Mit Hilfe einer Hochtemperatur-Brennstoffzelle vom Typ SOFC decke es den gesamten Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser sowie einen Teil des elektrischen Stroms für ein typisches Einfamilienhaus.


f-cell award 2005 in Silber für Membran-Elektroden-Einheit

Die PEMEAS GmbH aus Frankfurt am Main hat die derzeit einzige kommerziell erhältliche Hochtemperatur-Membran-Elektroden-Einheit (MEA) entwickelt und produziert, die bei Temperaturen bis zu 200 Grad betrieben werden kann. Von zahlreichen Experten wird dies als Durchbruch bei der Entwicklung der PEM-Brennstoffzelle angesehen. Die Jury belohnte diese Leistung mit dem "f-cell Award" Silber und 7.500 Euro.


Bronze für Fraunhofer IZM

Bei der Entwicklung von Mikroelektronik und mobiler Kommunikation stoßen Batterien und Akkus zunehmend an ihre Grenzen. Weltweit wird deshalb an der Entwicklung kleinster Brennstoffzellen gearbeitet. Dem Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration in Berlin ist es erstmals gelungen, eine Mikrobrennstoffzelle mit einem Volumen von nur wenigen Kubikzentimetern zu entwickeln, die eine deutlich höhere Energiedichte als Batterien besitzt. Mit dem "f-cell Award" Bronze erhält das Institut 5.000 Euro.


Sonderpreise für ein Weltrekord-Auto und Boot

Neben dem regulären Innovationspreis haben die Juroren auch zwei Sonderpreise zu je 2.500 Euro für besonders öffentlichkeitswirksame Projekte verliehen. "Wichtig für die rasche Akzeptanz der Brennstoffzellentechnologie ist, dass sie einer breiteren Bevölkerungsschicht bekannter wird als bisher", betonte WRS-Geschäftsbereichsleiter Holger Haas. Der ExtraEnergy e.V. aus Kirchheim/Teck hat im vergangenen Jahr das Brennstoffzellenfahrzeugs HYSUN 3000 auf eine spektakuläre Weltrekordfahrt geschickt. Mit nur 3,3 kg Wasserstoff, das entspricht zwölf Litern Benzin, wurde die Strecke von Berlin nach Barcelona zurück gelegt. Das Projekt HYSUN 3000 wurde von rund 30 Personen, überwiegend Ingenieure aus den unterschiedlichsten Fachbereichen, in der Freizeit realisiert. Über 30 Sponsoren und Partner waren daran beteiligt.

Das Ingenieurbüro für innovative Antriebssysteme aus Hamburg hat nachgewiesen, dass die Brennstoffzellen-Technologie bereits heute so weit fortgeschritten ist, dass sie ohne großen Aufwand und in kürzester Zeit in marktreife Anwendungen integriert werden kann. Für ein "Tuckerboot" wurden ausschließlich am Markt verfügbare Teile und Zubehör verwendet. Dies bedeutet, das Produkt ist marktreif und wartet auf Kunden. Kernstück des Antriebs ist eine Nexa Brennstoffzelle der Firma Ballard aus Kirchheim/Teck, die wie alle Brennstoffzellen im übrigen selbstverständlich nicht tuckert.


"f-cell"-Kongress vom 26. bis 28. September in Stuttgart

Der "f-cell Award" ist Bestandteil des internationalen "f-cell Forum" vom 26. bis 28. September und wird bei einer Abendveranstaltung am 26. September im Neuen Schloss in Stuttgart verliehen. Das preisgekrönte Weltrekordfahrzeug bildet außerdem ein Highlight der begleitenden "f-cell"-Messe, die auch für Interessenten, die den Kongress nicht besuchen kostenfrei zugänglich ist. Sie findet, wie der Kongress auch, im Stuttgarter Haus der Wirtschaft statt. Dort berichten mehr als 60 Referenten aus Wissenschaft und Wirtschaft über die neuesten Entwicklungen im Bereich der stationären, mobilen und portablen Nutzung der Brennstoffzelle.

Für Praktiker - wie zum Beispiel Ingenieure oder Handwerker, die sich mit der Technologie vertraut machen wollen, gibt es ein eigenes Praxisseminar, das Brennstoffzellensysteme zur gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme für die Hausenergieversorgung vorstellt. Ein gesondertes Seminar, das sich an Lehrer richtet, führt in die Funktionsweise unterschiedlicher Brennstoffzellen ein. Weiterhin auf dem Programm stehen eine Exkursion zu verschiedenen Zielen mit ganz unterschiedlicher Nutzung von Brennstoffzellen und der Workshop "Canada meets Germany", auf dem sich kanadische Unternehmen aus der Brennstoffzellen-Branche präsentieren, die ihre Kontakte zu deutschen Firmen verstärken und Kooperationen auf- oder ausbauen wollen.

Das ausführliche "f-cell"-Programm sowie Information zu den Einzelveranstaltungen sind im Internet erhältlich unter http://www.f-cell.de. Das schriftliche Programm kann bei der Peter Sauber Agentur unter Telefon 07156-43624-28 (Kirsten Laasner) bestellt werden.

16.09.2005   Quelle: Peter Sauber Agentur   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sulzer Hexis AG

 

Baden-württembergisches Unternehmen baut 100% solar beheiztes Haus

Entwurf des 100%-Solarhauses.
Entwurf des 100%-Solarhauses.

100 Prozent Sonne, keine Holzheizung, keine Wärmepumpe, kein Elektrostab zur Nachheizung - von Öl, Gas oder strombetriebener Nachheizung ganz zu schweigen: Das ist das Heizkonzept des 100%-Solarhauses, das derzeit in Kappelrodeck im badischen Landkreis Ortenau entsteht. "In einer beispielhaften Weise soll das Solarhaus zeigen, was mit Sonnenenergie alles möglich ist“, sagt Gerold Weber vom Heizungs- und Solarfachbetrieb Gerold Weber Solartechnik GmbH in Achern-Mösbach.
 
Weber hat das Konzept entwickelt, umgesetzt wird es mit örtlichen Kooperationspartnern. Weder Gerold Weber, noch dem Fraunhofer Institut in Freiburg seien andere solar beheizte Gebäude in Deutschland bekannt, die keinerlei zusätzliche Heizmöglichkeit haben, und sei es auch nur für den Fall, dass die Solarheizung doch einmal nicht ausreichen sollte, so die Gerold Weber Solartechnik GmbH in einer Pressemitteilung.


Die Heizung: Sonne und sonst gar nichts

Im Mittelpunkt des solaren Heizsystems stehen 104 Quadratmeter Sonnenkollektoren, die auf dem Süddach und am Terrassengeländer angebracht werden. Bei der Dachneigung haben Planer und Bauherren das im Bebauungsplan Mögliche ausgenutzt: 70° waren gewünscht, 35° erlaubt. Zur Speicherung der Solarwärme wird ein Jenni-Großspeicher installiert. Der Schweizer Solarpionier Josef Jenni stand seinen deutschen Partnern bei der Planung des 100%-Solarhauses beratend zur Seite, ebenso wie das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg. 42.000 Liter fasst der Stahltank, der voraussichtlich im Oktober eingesetzt wird. In ihm finden auch zwei Boiler für das Trink- und das Regenwasser Platz. Der gedämmte Speicher ist acht Meter hoch und hat einen Durchmesser von 3,30 Metern. Er reicht vom Kellerboden bis zum Dach. Für die passive Sonnenenergienutzung hat das Solarhaus auf der Westseite eine 30 Quadratmeter große Fensterfront.


Dachbegrünung und Solarstromerzeugung

Das Norddach des "Extremhauses", wie Weber es auch gern nennt, wird begrünt. Auf 135 qm Fläche werden hier Flachwurzler sprießen, die nur sehr wenig Pflege benötigen und auch extremen Wettereinflüssen standhalten. An den Dachüberständen zu beiden Giebelseiten des Nord- und Süddachs wird eine Solarstromanlage mit 3,9 Kilowattpeak (kWp) Spitzenleistung installiert. Durch die teilweise Nordausrichtung nehmen die Bewohner Leistungseinbußen von ungefähr einem Drittel in Kauf. Mit einem geschätzten Ertrag von 2.800 Kilowattstunden Strom im Jahr werden sie aber immer noch weit mehr umweltfreundlichen Strom produzieren, als im Haus verbraucht wird.

"Das Solarhaus sollte konsequent ökologisch und optisch ansprechend sein und einen hohen Wohnkomfort bieten“, fassen Weber und Schelske die Ziele der Planung zusammen. Was im Großen mit der 100%-Solarheizung und der Holztafelbauweise beginnt, setzt sich im Kleinen fort. Die Wände sind mit Lehm verputzt, wodurch das Raumklima verbessert wird. Die Kellertreppe, die sich im Außenbereich befinden wird, die Kellerdecke und die Terrasse sind aus Holz. Der Fußbodenaufbau ist aus Kalksplit und nicht aus Estrich. Der Holzfußboden ist geölt. Eine Regenwassernutzungsanlage wird die sanitären Anlagen, die Waschmaschine und den Garten versorgen.

Baubeginn für das 100%-Solarhaus ist September, der Einzug ist für April kommenden Jahres geplant. Nähere Informationen gibt es im Internet unter

Endlagerung ungelöst, Störfallrisiko steigt

Renate Backhaus, Atomexpertin im BUND-Vorstand sagte: "Unter dem Deckmäntelchen Klimaschutz bastelt die Atomlobby an ihrer Auferstehung. Sie wird die Öffentlichkeit jedoch nicht täuschen. Die sichere Endlagerung der radioaktiven Abfälle bleibt weiter ungelöst und das Störfallrisiko der Atomkraftwerke steigt mit jedem weiteren Betriebsjahr. Auch mit Blick auf die Uranvorkommen, die schon bei heutigem Verbrauch nur noch für etwa 60 Jahre reichen, ist Atomkraft kein Zaubermittel gegen die Klimaerwärmung."


Neue Dynamik der Anti-Atom-Bewegung

Jochen Stay, Sprecher von 'X-tausendmal quer' sieht eine neue Dynamik in die Anti-Atom-Bewegung kommen: "Die scheinbare Ruhe der letzten Jahre ist vorbei. Viele merken jetzt, wie nötig es ist, den Ausstieg aus der riskanten Atomtechnologie selbst in die Hand zu nehmen. Die kommenden Koalitionsverhandlungen, unsere Großdemonstration gegen die Atomenergie im November in Lüneburg und der zwanzigste Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind wichtige Termine, um aktiv zu werden."

15.09.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Hans Eichel über Solar-Kompetenz in Nordhessen: "Stärkste Region der Welt"

Hans Eichel und Rainer Baake auf Solar-Tour in Hessen.
Hans Eichel und Rainer Baake auf Solar-Tour in Hessen.

"In Nordhessen ist die größte Kompetenz bei den dezentralen erneuerbaren Energietechnologien weltweit zu Hause. Kassel ist das Freiburg der Energiesystemtechnologie“, erklärte Bundesfinanzminister Hans Eichel zum Abschluss einer Solar-Tour durch die hessischen Kommunen Vellmar, Lohfelden, Niestetal und Kassel.
 
Eichel besuchte unter anderem die SMA Technologie AG, Technologieführer im Bereich systemtechnischer Komponenten für Solarstromanlagen (Wechselrichter und Anlagenüberwachung), und die erste Bürger-Solarstromanlage auf dem Dach des neuen Justizgebäudes in Kassel, berichtet der Organisator der Solar-Tour, Fabio Longo, nordhessisches Vorstandsmitglied von EUROSOLAR Deutschland e.V. und SPD-Stadtverordneter in Vellmar. Als Oberbürgermeister von Kassel habe Hans Eichel schon früh das Potenzial der neuen Zukunftstechnologien erkannt und gefördert, sagte der Dozent an der Umwelt-Uni Kassel Heino Kirchhof vom Arbeitskreis Solartechnik Kassel beim Besuch der Solargemeinde Lohfelden. Ohne die kostenlose Überlassung einer Wirkungsstätte für die Kasseler Solartechnikpioniere in den 80er Jahren durch die Stadt hätte die Region den erfolgreichen Weg nicht einschlagen können, sagte Kirchhof.

Als Hessischer Ministerpräsident habe Hans Eichel einen maßgeblichen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung des führenden Forschungsinstituts in der Energiesystemtechnik geleistet, des Instituts für Solare Energieversorgungstechnik (ISET), erklärte Prof. Dr. Werner Kleinkauf, Vorsitzender des Kompetenznetzwerks deENet e.V. und ehemaliger Vorstandsvorsitzender des ISET. Als Bundesfinanzminister habe Hans Eichel mit dem Marktanreizprogramm für Solarwärme und Bioenergien und mit der Steuerbefreiung für Biokraftstoffe wesentlich zum Boom der erneuerbaren Energien in Deutschland und Nordhessen beigetragen, so Fabio Longo, beim Besuch Eichels in der der Solarsiedlung auf dem Osterberg in Vellmar.


Rot-Grünes Spitzengespräch in Kassel

Zum Abschluss der Solartour wiesen Hans Eichel (SPD) und Umwelt-Staatssekretär Rainer Baake (Grüne) in Kassel auf die Bedeutung der neuen Energiepolitik für den Industriestandort Deutschland hin. "Wir haben das Land zum Besseren verändert, eine neue Gründerzeit ausgelöst und 130.000 neue Industriearbeitsplätze geschaffen", erklärten Eichel und Baake während der Besichtigung der Bürgersolaranlage in Kassel. "Diese Politik muss weiter gehen, sonst droht dem neuen Markt ein schwerwiegender Einbruch. Rot-Grün ist der Garant für den starken Zukunftsmarkt der neuen Energien", so Eichel und Baake. Hans Eichel hat als Kasseler OB im Jahr 1981 die erste rot-grüne Koalition ins Leben gerufen. Rainer Baake war im Jahr 1985 als Vize-Landrat von Marburg-Biedenkopf der erste hauptamtliche Politiker der Grünen, noch vor Joschka Fischer.

15.09.2005   Quelle: Fabio Longo   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fabio Longo.

 

Größte Solarstromanlage Hamburgs auf ehemaliger Mülldeponie

PV-Anlage auf Hamburger Mülldeponie
PV-Anlage auf Hamburger Mülldeponie

An einer Stelle, an der in Hamburg vor Jahren noch Müll gelagert wurde, wird heute sauberer Strom erzeugt. Auf dem Gelände der Altdeponie Neu Wulmstorf im Süden der Hansestadt ist die bislang größte Solarstromanlage der Hansestadt entstanden. Die von der Stadtreinigung Hamburg gemeinsam mit dem Sharp-Partner SunEnergy GmbH errichtete Anlage hat 500 Kilowatt Sonnenstromleistung.  Das entspreche dem jährlichen Strombedarf von über 100 Haushalten, so die Sharp Electronics (Europe) GmbH in einer Pressemitteilung. Auf einer Fläche von 4.100 Quadratmetern kommen dabei 3.132 polykristalline 160 Watt-Solarmodule des Weltmarktführers Sharp zum Einsatz. In Betrieb seit Ende Juli, kann die Anlage nun am 16. September ausführlich besichtigt werden. Die SunEnergy GmbH lädt ein zu einer Informationsveranstaltung über die Anlage und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Photovoltaik. Neben der Photovoltaikanlage erzeugen in Neu Wulmstorf drei Windräder und ein Deponiegas-Blockheizkraftwerk Strom für Hamburg.


Strom von der Sonne immer günstiger zu haben

"Eine gute Wahl für die Stadtreinigung Hamburg und die CDU-regierte Hansestadt, angesichts steigender Strompreise in Solarstrom zu investieren. Die Kosten für konventionell erzeugten Strom steigen kontinuierlich, während Strom aus der Sonne immer günstiger zu haben ist", sagt Peter Thiele, General Manager der in Hamburg ansässigen Sharp Solar Business Group Germany/Austria. "Unterstützt wird diese Entwicklung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Es beschleunigt die Markteinführung und Kostensenkung von Solarstromanlagen und ist das kostengünstigste Instrument, um die Photovoltaik als Ergänzung für eine nachhaltige und unabhängige Energieversorgung zu etablieren", so Thiele weiter. Derzeit würde der Anteil der Solarstrom-Förderung an den Stromkosten pro Kopf und Jahr nur 40 Cent ausmachen.


Kommunen und Deponiebetreiber setzten auf Solarstrom

"Immer mehr Kommunen und Deponiebetreiber in Deutschland setzen auf den Strom aus der Sonne. Die Vorteile liegen auf der Hand: Zum einen ist dies ein wichtiger Schritt in eine zukunftssichere dezentrale Energieversorgung. Zum anderen gibt die garantierte Einspeisevergütung durch das EEG die notwendige finanzielle Planungssicherheit.", so Dr. Hartwig Westphalen, Geschäftsführer der Hamburger SunEnergy GmbH.


98 Prozent der Deutschen für intensivere Nutzung der Sonnenenergie

Deutschland ist laut Sharp der größte Nutzer und Förderer von Solarstrom in Europa. Die Photovoltaik sei der Wachstumsmotor der erneuerbaren Energien und genieße in der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz. Laut aktuellen Umfragen von Emnid und Allensbach sprechen sich 98 Prozent der Deutschen für eine stärkere Nutzung der Solarenergie aus. Mehr als die Hälfte der Befragten ist überzeugt, dass sich die Sonnenenergie in Zukunft zu einem der wichtigsten Energieträger entwickeln wird. Zudem schaffe die Nutzung der Solarenergie Arbeitsplätze: Die deutsche Solarbranche bietet inzwischen 30.000 Menschen Arbeit. Davon seien allein in der Solarstrombranche im letzten Jahr 5.000 neue Arbeitsplätze entstanden, betont Sharp.

Die Photovoltaik habe sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Unternehmenszweig der Sharp Corporation entwickelt, so das Unternehmen. Neben intelligenten und hochwertigen Solarprodukten werde die Forschung und Weiterentwicklung der Photovoltaiktechnologie ständig vorangetrieben. Zudem sei Sharp mit 324 Megawatt in 2004 und einem Marktanteil von 27,1 Prozent seit fünf Jahren Weltmarktführer bei der Herstellung von Solarmodulen.

15.09.2005   Quelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunEnergy GmbH
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Sputnik bringt neuen Wechselrichter SolarMax 4200 C auf den Markt

SolarMax-Stringwechselrichter der C-Serie.
SolarMax-Stringwechselrichter der C-Serie.

Im Oktober bringt die Sputnik Engineering AG (Biel, Schweiz) ihren neuen Wechselrichter SolarMax 4200 C heraus. Das Gerät habe eine Nennleistung von 3,8 Kilowatt und einen MPP-Bereich von 90 bis 560 Volt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Seinen Namen erhielt der SolarMax 4200 C auf Grund seiner maximalen Ausgangsleistung von 4,18 Kilowatt.
 
Zur Steigerung des Wirkungsgrads im Teillastbereich setze Sputnik auf das MaxShare-Konzept: der Wechselrichter verfüge über zwei Einheiten, die sich je nach Eingangsleistung an- und abschalten können. Bei kleinen Eingangsleistungen werde die gesamte Generatorleistung von einer Wechselrichtereinheit übernommen. Erst wenn diese ausgelastet ist, schalte sich das zweite Leistungsteil zu. Dank dieses Konzepts erreiche der SolarMax 4200 C bereits bei 10 Prozent seiner Nennleistung einen Wirkungsgrad von 94,5 Prozent. Der Europäische Wirkungsgrad beträgt 95,8 Prozent. Das Gerät verkraftet nach Angaben des Herstellers einen Eingangsstrom von bis zu 22 Ampere und eigne sich somit auch für Solarmodule aus 8-Inch-Zellen.


Die voreingestellten Abschaltwerte des SolarMax 4200 C genügen laut Sputnik den neuen Anforderungen des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), die als Hinweise zur VDEW-Richtlinie „Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz“ veröffentlicht wurden und seit dem 1. September 2005 gelten. Hier sei beispielsweise festgelegt, dass Wechselrichter künftig bei einem Impedanzsprung von 1 Ohm abschalten müssen – zuvor habe dieser Wert 0,5 Ohm betragen. Bei den übrigen Stringwechselrichtern der SolarMax-C-Serie würden die neuen Abschaltwerte künftig ebenfalls ab Werk voreingestellt. Um den flexiblen, internationalen Einsatz der Geräte zu gewährleisten, sei es jedoch weiterhin bei allen Geräten der SolarMax-C-Serie möglich, die Abschaltwerte nach Eingabe eines Passworts an die lokalen Richtlinien der Energieversorger anzupassen.

15.09.2005   Quelle: Sputnik Engineering AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sputnik Engineering AG

 

TRITEC Energie GmbH fördert Solarenergie-Nutzung in Afrika

Solarstrom-Projekt der Stiftung in Äthiopien.
Solarstrom-Projekt der Stiftung in Äthiopien.

Mit dem Angebot der "Solarpartnerschaft" an die deutschen Solarunternehmen will die Stiftung Solarenergie e.V. die Nutzung der Solarenergie im sonnenreichen Afrika voranbringen. "Die Solarbranche erlebt einen wirtschaftlichen Höhenflug wie noch nie. Wir suchen Solarunternehmen, die bereit sind ihre Sonnenernte mit benachteiligten Regionen zu teilen", so Dr. Harald Schützeichel, Vorstand der Stiftung Solarenergie e.V. Mit der TRITEC Energie GmbH aus Freiburg i. Br. sei nun das zweite Solarunternehmen für eine Solarpartnerschaft gefunden worden.
 
Unternehmen, die mit der Stiftung Solarenergie e.V. eine Solarpartnerschaft eingehen, verpflichten sich, einen einmaligen Beitrag in Höhe von 0,5 Cent je Watt installierter Solarleistung an die Stiftung Solarenergie zu zahlen. Für eine Solaranlage auf einem Privathaus mit 3 kW Leistung sind das 15 Euro. Bei einem Solarkraftwerk mit 100 kW Leistung sind es 500 Euro. Die Solarpartnerschaft gilt für mindestens zwei Jahre und berechtigt das Unternehmen, als Partner der Stiftung Solarenergie - Energie ohne Grenzen öffentlich aufzutreten. Erster Solarpartner der Stiftung Solarenergie e.V. war das Installationsunternehmen hb Energietechnik GmbH aus Gütersloh.


Mit der TRITEC Energie GmbH sei nun erstmals ein großes Handelsunternehmen für eine Solarpartnerschaft gewonnen worden, heißt es in der Pressemitteilung der Stiftung. "Wir wollen unseren wirtschaftlichen Erfolg mit einem Engagement für eine nachhaltige Entwicklungspolitik verbinden. Die Solarpartnerschaft bietet dies auf überzeugende Weise", begründet Giorgio Hefti von der TRITEC Energie GmbH den Abschluss der Solarpartnerschaft.

"Durch das Engagement der Solarpartnerschaft erkennt der Verbraucher auf einen Blick, dass sich das Solarunternehmen über das eigene Geschäft hinaus für eine gute Sache engagiert. Das zusätzliche Engagement erzeugt Sympathie beim Käufer", weiß Schützeichel zu berichten. "Die Spenden aus der Aktion "Solarpartnerschaft" werden ausschließlich verwendet für Solarprojekte der Stiftung Solarenergie in Entwicklungsländern." Das Engagement des Solarunternehmens ist darüber hinaus auch steuerlich attraktiv, da es Spenden an die als gemeinnützig anerkannte Stiftung Solarenergie sind.

Die Stiftung Solarenergie engagiert sich bereits mit einem Solarprojekt in Äthiopien, einem der ärmsten Länder der Erde. Dort wurden in einem Pilotprojekt Hütten und Gesundheitsstationen mit Solaranlagen bestückt. "Wir wollen die gute Zusammenarbeit mit den Einrichtungen vor Ort nutzen, noch mehr Sonne in die Dörfer zu bringen und weitere Gesundheitsstationen mit Solarenergie zu versorgen.", begründet Schützeichel die Aktion "Solarpartnerschaft".

Weitere Informationen: http://www.stiftung-solarenergie.de

15.09.2005   Quelle: Stiftung Solarenergie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stiftung Solarenergie

 

SolarWorld AG gründet Tochtergesellschaften in Spanien und den USA

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) hat in Madrid die Tochtergesellschaft SolarWorld Iberica s.l. gegründet und will damit verstärkt im zweitgrößten europäischen Solarmarkt aktiv werden. Spanien verfüge neben hohen Einstrahlungswerten über eine attraktive Einspeiseregelung für Strom aus Sonnenenergie, die Basis eines starken Marktwachstums sei, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Geschäftsführer der SolarWorld Iberica sind Dipl.-Wirtschafts-Ingenieur Frank Henn, Vorstand Vertrieb der SolarWorld AG, und Dipl.-Ing. Faried Muscati, verantwortlich für das Exportgeschäft der SolarWorld AG. "Spanien ist einer der wachstumsstärksten Märkte in Europa. Schon im laufenden Jahr haben wir hier Geschäftsabschlüsse tätigen können, die uns zu einem der führenden ausländischen Solaranbieter gemacht haben. Diese Position werden wir mit unserer neuen Tochter in Madrid weiter stärken“, sagt Faried Muscati. Der Ministerrat der Regierung in Madrid habe vor wenigen Tagen neue Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien beschlossen. Demnach sollen die solaren Gesamtkapazitäten in den kommenden Jahren von 40 Megawatt (MW) Ende 2004 auf 400 MW verzehnfacht werden.


Kräftiges Marktwachstum auch in den USA erwartet

Zeitgleich steigt die SolarWorld AG mit der neuen Tochter SolarWorld California Inc. in San Diego in das US-amerikanische Solargeschäft ein. Bundesweit stehe die Solarenergie vor einem Aufschwung, nachdem der US-Amerikanische Kongress nach jahrelangen Debatten im August das neue Energiegesetz (Energy Bill) verabschiedet hat, das Steuervorteile von 30 Prozent für den Kauf von Solarstromanlagen festschreibt. "Insbesondere im sonnenreichen Kalifornien ist mit einem kräftigen Schub für den Solarmarkt zu rechnen", erwartet Export Manager Muscati. Hintergrund des starken Interesses an Solarstrom im südlichen US-Bundesstaat sei der hohe Stromverbrauch vor allem im Sommer, wenn die Klimaanlagen im vollen Einsatz sind. Diesen Bedarf könne die Solarenergie in idealer Weise bedienen, da sie gerade zu den Spitzenzeiten des Verbrauchs viel Strom erzeugt. Wichtigster politischer Befürworter der Solarenergie in Kalifornien, das in den letzen Jahren wiederkehrend mit Versorgungsengpässen beim Strom zu kämpfen hatte, ist Gouverneur Arnold Schwarzenegger.

15.09.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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IWR: Schweden will Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern bis 2020

Schwedens Ministerpräsident Göran Persson hat in einer Rede vor dem Parlament einen verstärkten Ausbau der regenerativen Energien angekündigt, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in einer Pressemitteilung. Bis 2020 soll Schweden von fossilen Brennstoffen unabhängig werden.  Es sei geplant, den Anteil der Stromgewinnung aus regenerativen Energien bereits in den nächsten zehn Jahren um 15 Milliarden Kilowattstunden zu steigern.


Steuervergünstigungen für das Heizen mit Erneuerbaren

Persson kündigte laut IWR den Ausbau der Windenergie und der Energiegewinnung aus Biomasse an. Im Wärmebereich sollen die Besitzer von Ölheizungen über Steuervergünstigungen angeregt werden, auf alternative Heizsysteme umzustellen. Es bestehe zudem die Absicht, zusätzliche Mittel für die Forschung bereitzustellen und ein nationales Programm zur Erhöhung der Energieeffizienz zu präsentieren.


Sorge um steigende Abhängigkeit von endlichen Energieträgern stärkt regenerative Energieerzeugung

"Der internationale Ausbau der regenerativen Energieerzeugung auf den Sektoren Strom, Wärme und Treibstoffe steigt unter dem Druck der zunehmend erkennbaren Klimarisiken und der Sorge um die steigende Abhängigkeit von endlichen Energieträgern", sagte Dr. Norbert Allnoch, Leiter des IWR in Münster. Alle führenden Industrienationen würden früher oder später aber auch die industriepolitische Bedeutung für ihr Land entdecken und eine weltweite Innovationsspirale bei regenerativen Energietechniken in Gang setzen, so Allnoch.

14.09.2005   Quelle: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Greenpeace-Protest an Berliner CDU-Parteizentrale gegen Atompläne der Union

35 Greenpeace-Aktivisten protestieren am 14.09.2005 an der CDU-Parteizentrale in Berlin gegen die Pläne der Union, die Atomenergie auszubauen. Drei Umweltschützer klebten Buchstaben neben ein großes Foto von Kanzlerkandidatin Angela Merkel, dass während des Wahlkampfes an der Parteizentrale zu sehen ist berichtet Greenpeace in einer Pressemitteilung. Dort sei jetzt zu lesen: "Kein neuer Anfang für Atomkraft". Außerdem will Greenpeace ein 400 Meter langes Banner mit 30.000 Unterschriften von Menschen übergeben, die einen "Rückfall ins Atomzeitalter" ablehnen.   Das Banner hätten die Umweltschützer im Moment um die Laternenpfähle gewunden. Greenpeace habe die Unterschriften in den letzten sechs Wochen in Deutschland gesammelt.


Das Beste für die Menschen ?

"Was unser Land als Letztes braucht, ist Atomkraft", so Thomas Breuer, Atomexperte von Greenpeace. "Denn sie ist schädlich für die Volkswirtschaft, gefährlich für die Bevölkerung und die Menschen in Deutschland wollen sie nicht. Wie kann Angela Merkel dauernd davon reden, das Beste für die Menschen zu wollen und diese offensichtlichen Fakten so penetrant ignorieren?", fragt Breuer. Ein Weiterbetrieb der Atomkraftwerke mache den Strom nicht billiger, wie einst von der CDU gehofft, betont die Umweltorganisation. Das hätten die Energiekonzerne mehrfach öffentlich ausgeschlossen. Ein Festhalten an der Atomkraft bedeute faktisch auch weniger Arbeitsplätze: Mit jedem Tag, den die Atommeiler länger laufen, würden Milliardeninvestitionen in einen innovativen, modernen Energiepark hinausgeschoben. In der Atomkraft arbeiteten lediglich 35.000 Menschen. Bei den erneuerbaren Energien seien in den letzten Jahren 130.000 Arbeitsplätze entstanden.


30.000 Unterschriften gegen Atomkraft

Bei einer Informationstour zu den Risiken der Atomkraft mit einem Dinosaurier aus Schrott als Symbol für die Uralt-Technologie hat Greenpeace nach eigenen Angaben in 19 Städten Unterschriften gegen Atomkraft gesammelt. Das Ergebnis - 30.000 Unterschriften - soll der CDU präsentiert werden. "Vielleicht fällt es Angela Merkel so etwas schwerer, Volkes Stimme zu überhören" so Breuer. Schon im Juli habe eine Emnid-Umfrage im Auftrag von Greenpeace ergeben, dass 60 Prozent der Deutschen wie geplant oder schneller aus der Atomkraft aussteigen wollen. Trotzdem setze die CDU auf diese Technik, die mit dem endlichen Rohstoff Uran betrieben wird und jeden Tag hochradioaktiven Müll produziere, für den es bis heute kein sicheres Endlager gebe.


CDU schließt Neubau von Atomkraftwerken nicht aus

Die CDU mache sich in vielen Punkten für Atomkraft stark, kritisiert Greenpeace. Sie wolle die Laufzeiten, also die Betriebsdauer der Atomkraftwerke verlängern, was die Sicherheitsrisiken gerade der älteren Reaktoren steigere. Sie wolle den Export von Atomtechnologie nach Indien und China zulassen, was eine Gefahr wegen der möglichen Produktion von Atomwaffen darstelle. Außerdem schließe die CDU den Neubau von Atomkraftwerken nicht aus. "Sie will das ganze Horrorkabinett nuklearer Schreckgespenster wieder aus der Mottenkiste zerren. Damit werden keine Chancen Deutschlands genutzt, wie Angela Merkel so gerne wirbt", sagt Breuer.

14.09.2005   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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FDP-Sprecherin Brunkhorst: Arbeitsplatzzahlen dürfen nicht als Begründung für das EEG herhalten

"Klimaschutz ist kein Beschäftigungsprogramm. Das vorrangige Ziel ist die größtmögliche Einsparung von Treibhausgasen", erklärte die Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion für erneuerbare Energien, Angelika Brunkhorst (MdB) anlässlich der Pressekonferenz des "Aktionsbündnisses Erneuerbare Energien" zu den in der Branche der erneuerbaren Energien geschaffenen Arbeitsplätzen.  Die FDP verpflichte sich in ihrem Wahlprogramm sehr deutlich zum internationalen Klimaschutz. Die Erneuerbaren Energien seien Bestandteil dieser Strategie und eine Zukunftstechnologie für Deutschland, so Brunkhorst. "Wir befürworten aber ein Fördermodell, das den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Gegensatz zum EEG effizienter und kostengünstiger gestaltet. Dies wäre weder ein Rückschritt im Umweltschutz, noch würde es langfristig wettbewerbsfähige Arbeitsplätze gefährden", sagt die FDP-Sprecherin. Der forschungspolitische Sprecher von Bündnis 90 / Die Grünen, Hans-Josef Fell (MdB) kritisierte, dass die FDP erneut von einem effizienteren Fördermodell spreche, ohne dass auch nur versucht werde, einen Beleg für höhere Effizienz zu liefern.



Branche soll sich auf "Veränderungen und Verhandlungsbereitschaft" einstellen

Die Diversifizierung unserer Energieversorgung und die Schonung der weltweiten Ressourcen seien übergeordnete Aufgaben, denen die FDP sich stelle. Die Steigerung der Energieeffizienz bleibe dabei das Non-Plus-Ultra. Ein durchschlagender Erfolg der Erneuerbaren sei sogar unmittelbar davon abhängig. Hier gebe es noch viel zu tun und auch ebenso viel Potenzial wie bei der Modernisierung von Kohlekraftwerken oder der Senkung des Energieverbrauchs. In der EU laufe das Verfahren zur Bewertung einer europaweit einheitlichen Förderung der Erneuerbaren Energien, so Brunkhorst. Dazu solle bereits im Oktober 2005 ein erster Bericht der Kommission vorgelegt werden. "Die Erneuerbare Energien Branche in Deutschland stellt sich besser schon einmal auf Veränderungen und auf Verhandlungsbereitschaft ein", so Brunkhorst.

14.09.2005   Quelle: Angelika Brunkhorst (MdB); Hans-Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Erneuerbare Energien haben Kernenergie in Deutschland überholt

"Während die Kernkraft seit Jahren konstant weniger als 6 Prozent des deutschen Gesamtenergieverbrauchs liefert, konnte die Produktion aus Wind, Wasserkraft, Sonne, Bioenergie und Erdwärme im ersten Halbjahr 2005 auf 6,4 Prozent des Bedarfs an Strom, Wärme und Kraftstoffen gesteigert werden", so Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE). Gleichzeitig habe sich nach aktuellen Erhebungen des BEE die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche der Erneuerbaren Energien von 130.000 in 2004 auf 150.000 im ersten Halbjahr 2005 erhöht.  
Aktionsbündnis fordert: Parteien sollen auf Erneuerbare setzen

"Die Zukunft der deutschen Energieversorgung liegt bei den Erneuerbaren Energien" erklärt daher das Aktionsbündnis Erneuerbare Energien – eine Allianz aus Gewerkschaften, Unternehmerverbänden, Verbraucherschützern und Umweltverbänden. Angesichts der Bundestagswahl fordert das Bündnis eine eindeutige Erklärung aller Parteien, alte Ideologien abzuwerfen und auf die Wachstumsbranche erneuerbare Energien zu setzen. Nur mit den neuen Technologien könnten auch neue Arbeitsplätze im Energiesektor geschaffen werden.


Mittelständische Wirtschaft: EEG darf nach der Wahl nicht in Frage gestellt werden

Gerd Behnke, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), betont: "Erneuerbare Energien sind die Energie des Mittelstandes. Über 5.000 kleine und mittelständische Unternehmen sind im Bereich Erneuerbare Energien tätig. Sie sorgen für Innovation, Export und mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt." Behnke fordert die Politik auf, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. "Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat sich bewährt und darf nach der Wahl nicht in Frage gestellt werden. Die Firmen brauchen Investitionssicherheit, um den Anteil sauberer Energien ausbauen und weiter in den bislang von den großen Konzernen abgeschotteten Energiemarkt vordringen zu können."


IG Metall: Boom an zukunftsfähigen Arbeitsplätzen

"Die langfristige Strategie der Energiewende darf nicht zum Spielball parteipolitischer Blockierungen werden", fordert Wolfgang Rohde, geschäftsführender IG Metall-Vorstand. Nirgendwo sonst verzeichne Deutschland einen solchen Boom an zukunftsfähigen Arbeitsplätzen wie bei den erneuerbaren Energien. Deutschland habe im internationalen Wettbewerb bei den erneuerbaren Energien die Nase vorn. "Diesen Prozess jetzt zu verlangsamen würde keinen Sinn machen, im Gegenteil", so Rohde.


BUND: Keine weiteren Umweltrisiken mehr eingehen

Dr. Gerhard Timm, Geschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) erklärte: "Wir müssen begreifen, dass wir keine weiteren Umweltrisiken mehr eingehen können. Zerstörungen durch Klimakatastrophe und Raubbau fordern heute schon zu viele Opfer von Mensch und Natur. Die volkswirtschaftlichen Kosten eines Festhaftens an den alten Energien übersteigen die Kosten für ein Umsteuern in der Energiewirtschaft hin zu den erneuerbaren Engergien um ein Vielfaches."


Verbraucherzentralen: Weg vom Öl heißt weg von steigenden Preisen

Holger Krawinkel vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) fordert stärkere Initiativen für den Ersatz von Öl und Gas durch Erneuerbare Energien: "Weg vom Öl heißt für die Verbraucher weg von ständig steigenden Preisen und Umweltschäden, die letztlich wieder alle Steuerzahler und Verbraucher tragen müssen."

14.09.2005   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Weltrat lädt ein zur Weltversammlung für Erneuerbare Energien

"Die globale Mobilisierung Erneuerbarer Energien: Keine Zeit mehr zu vergeuden" lautet das Motto der Weltversammlung für Erneuerbare Energien (World Renewable Energy Assembly, WREA) vom 26. bis 30. November 2005 in Bonn (Hotel Kanzler). Zu der Konferenz lädt ein der Weltrat für Erneuerbare Energien (World Council for Renewable Energy, WCRE. "Ziel der Weltversammlung für Erneuerbare Energien ist die Bildung eines kraftvollen Bündnisses für Erneuerbare Energien für den Durchbruch zum Solarzeitalter. Es darf keine Zeit mehr vergeudet werden!", heißt es in der Einladung der Vorsitzenden des Weltrats.  Die Eröffnungssitzung sei der deutschen Politik für erneuerbare Energien gewidmet. Auf deren Grundlage habe sich Deutschland zum international bedeutendsten Markt für Erneuerbare-Energien-Technologien entwickelt. In der Sitzung soll erläutert werden, wie und warum diese Politik Erfolg hatte und die Frage ihrer Fortsetzung nach der Bundestagswahl erörtert werden.


Gemeinsame Plattform für parlamentarische und außerparlamentarische Akteure

Die bevorstehende Weltversammlung für Erneuerbare Energien (World Renewable Energy Assembly, WREA) kombiniert laut WCRE die Folgeveranstaltungen des Internationalen Parlamentarier-Forums und des Weltforums für Erneuerbare Energien. Sie ist die gemeinsame Plattform für parlamentarische und außerparlamentarische Akteure der Bereiche Erneuerbare Energien, Umweltschutz, Entwicklung und für Soziale Bewegungen sowie für Vertreter aus Wissenschaft, Industrie und Landwirtschaft, die auf Erneuerbare Energien setzen. Die Weltversammlung für Erneuerbare Energien zeige die zentrale und einzigartige Bedeutung der Erneuerbaren Energien zur Überwindung und Vermeidung von Klimagefahren über das Kyoto-Protokoll hinaus, zur Armutsbekämpfung, zur Friedenswahrung und zur Förderung industrieller und landwirtschaftlicher Entwicklung.


"Energiedebatte frei von diplomatischer Zurückhaltung und Konsenssucht"

Die Weltversammlung will die grundsätzlichen Möglichkeiten des vollständigen Ersatzes herkömmlicher durch erneuerbare Energien zeigen sowie den daraus folgenden ökonomischen, ökologischen und sozialen Nutzen. Die Konferenz präsentiert Leitlinien für eine Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien, wertet politische Strategien aus und markiert die besten Politiken für erneuerbare Energien. Die Veranstalter wollen die offenen und verborgenen Gegensätze benennen und die Interessen- und Zielkonflikte in der Energiedebatte diskutieren, "frei von diplomatischer Zurückhaltung und Konsenssucht", kündigt der WCRE an.


Jährlich weniger als fünf Prozent der weltweiten Investitionen im Energiebereich für Erneuerbare Energien

Weltweit befürworte die Mehrheit der Menschen erneuerbare Energien. Dennoch steige bis heute der Verbrauch fossiler Energieträger stärker als der Einsatz erneuerbarer Energien, so der WCRE. Trotz zahlreicher von atomar-fossilen Energieträgern hervorgerufenen Krisen würden weltweit jährlich weniger als fünf Prozent der Investitionen im Energiebereich für Erneuerbare Energien getätigt. Es gebe zwar viele Erklärungen und Aktionsprogramme für erneuerbare Energien, doch stelle sich die Frage nach deren praktischer Umsetzung. Sie soll in Bonn beantwortet werden.


Vorschläge für zusätzliche Stellungnahmen in den Sitzungen erwünscht

Die Weltversammlung umfasst das 2. Internationale Parlamentarier-Forum Erneuerbare Energien und das 3. Weltforum für Erneuerbare Energien. Veranstalter ist EUROSOLAR, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien. Die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, die Energieagentur NRW, ISES (International Solar Energy Society), EUFORES, The International Initiative for the Human Right for Energy (Lega Ambiente, ARCI und attac Italy) unterstützen die Weltversammlung. Teilnehmer sind eingeladen, beim Veranstalter Vorschläge einzureichen für zusätzliche Stellungnahmen in den vorgesehenen Sitzungen. Konferenzsprachen sind Englisch und Deutsch, eine Simultanübersetzung findet statt.


Weitere Informationen: http://www.wrea2005.org/

14.09.2005   Quelle: World Council for Renewable Energy (WCRE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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CentroSolar Kapitalerhöhung erfolgreich platziert

Die CentroSolar AG, Tochtergesellschaft der CENTROTEC Sustainable AG, hat durch eine Kapitalerhöhung ihr Eigenkapital um 2,7 Millionen Aktien à 9,50 Euro, also insgesamt um 25,65 Millionen Euro erhöht. Das berichtet die CENTROTEC Sustainable AG in einer Ad-hoc-Mitteilung.  Unter Berücksichtigung ihrer Sacheinlage betrage der Anteil der CENTROTEC Sustainable AG an der CentroSolar AG 43,8 %. Die neuen Aktionäre halten laut CENTROTEC 26,5 %. Die restlichen Anteile werden von dem CENTROTEC Aufsichtsratsmitglied und Firmengründer Guido Krass gehalten. Die rechnerische Marktkapitalisierung der CentroSolar AG beträgt laut CENTROTEC 96,9 Millionen Euro. Die eingenommenen Mittel sollen für weitere Unternehmensübernahmen eingesetzt werden.


Einbeziehung in den Freiverkehr soll voraussichtlich im Oktober erfolgen

Für die CENTROTEC AG errechne sich für den Anteil von 43,8 % ein Marktwert ihrer CentroSolar Beteiligung von 42,5 Millionen Euro beziehungsweise zirka 5,30 Euro je CENTROTEC-Aktie. CENTROTEC will die Tochtergesellschaft voll konsolidieren, da auch nach der Verwässerung die Kriterien für die Vollkonsolidierung gemäß IFRS gegeben seien. Als neue Aktionäre seien sowohl Unternehmerfamilien als auch börsenorientierte Institutionelle Investoren gewonnen worden. Die Einbeziehung in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse soll voraussichtlich noch im Oktober erfolgen. Sie werde von der Commerzbank AG begleitet. Im Rahmen der Einbeziehung in den Freiverkehr findet laut CENTROTEC keine weitere Kapitalerhöhung statt. Im Frühjahr 2006 sei das Listing im Prime Standard der Deutschen Börse geplant. Weitere Informationen sollen nach der Einbeziehung in den Freiverkehr bekannt gegeben werden. Für 2006 rechne die CentroSolar – inklusive der geplanten Akquisitionen – mit einem Umsatzvolumen von deutlich über 100 Millionen Euro. Bereits im ersten Börsenjahr 2006 würden positive Ergebniszahlen mit einer EBIT-Marge von 5 - 10 % erwartet.

14.09.2005   Quelle: CENTROTEC Sustainable AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

DUH legt "Kirchhof-Umwelt-Streichliste" vor

Fördermaßnahmen in den Sektoren Kraftstoffe, Gebäudesanierung und erneuerbare Energien würden dem "Vereinfachungswahn" des designierten Finanzministers einer schwarz-gelben Bundesregierung zum Opfer fallen, so die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) in einer Pressemitteilung. DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch warnte die Union vor "ökologischem Kahlschlag".   Die Umsetzung der von Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel unter Verschluss gehaltenen Streichliste des designierten Finanzministers Paul Kirchhof hätte verheerende Auswirkungen auf die deutsche Umweltpolitik, so die DUH: "Praktisch alle gegenwärtigen Maßnahmen des Staates, umweltschonendes Verhalten über Ökosteuern, Steuererleichterungen, Marktanreizprogramme für Umwelttechnologien oder ökologisch motivierte Subventionen zu befördern, stünden zur Disposition", heißt es in der Pressemitteilung. Das gehe aus der Umwelt-Streichliste hervor, welche die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) auf der Basis der Kirchhof`schen Vorstellungen für ein radikal vereinfachtes Steuerrecht erstellt hat.


Kirchhofs Zweifel an der Steuerförderung von Windkraft- oder Solaranlagen

"Wenn das Denken von Paul Kirchhof Einfluss auf die künftige Regierungsarbeit gewinnt, verabschiedet sich der Staat fast zwangsläufig aus seiner Verantwortung für die Umwelt und die Lebensgrundlagen unserer Kinder“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Der frühere Verfassungsrichter und Steuerjurist Kirchhof, der in dieser Funktion eine Reihe von Steuerurteilen des höchsten deutschen Gerichts zu verantworten habe, halte lenkende Steuern und noch viel mehr Ökosteuern für grundsätzlich illegitim. Sein auch in seinem jüngsten Buch ausdrücklich wiederholtes Credo laute: "Steuern sollen finanzieren, nicht steuern." Dort sei auch zu lesen, nicht einmal das im Grundgesetz verankerte Verfassungsziel des Umweltschutzes rechtfertige die Steuerförderung von Wind- oder Sonnenenergieanlagen. Denn deren ökologische Ziele würden "kaum messbar genannt". In Wirklichkeit, so die DUH, minderten die regenerativen Energien den nationalen Treibhausgasausstoß im Jahr 2004 um 70 Millionen Tonnen Kohlendioxid, im Jahr 2005 würden es bereits 80 Millionen Tonnen sein. Sie leisteten damit den mit Abstand größten Beitrag zur CO2-Minderung der vergangenen Jahre.


Resch: Bürger müssen vorher wissen, dass die Ökosteuer oder die Förderung erneuerbarer Energien betroffen sind

"Bei Kirchhof mischt sich Unwissenheit über ökologische Zusammenhänge mit missionarischem Eifer bei dem, was er für steuergerecht hält", sagt Resch. Der frühere Verfassungsrichter betrachte Steuergleichheit als das Fundament der bürgerlichen Freiheit, wobei diese Freiheit im Konfliktfall auch auf Kosten der Umwelt bewahrt werden solle. In die Freiheit zur Zerstörung der Lebensgrundlagen dürfe der Staat nach diesem hermetischen Weltbild weder mit Steuerprivilegien noch mit Steuersanktionen eingreifen, nicht mit Ökosteuern, Abschreibungsmöglichkeiten, Subventionen oder sonst wie. "Wie Merkels designierter Finanzminister so das Staatsziel Umweltschutz angemessen verfolgen will, bleibt schleierhaft“, sagte Resch. "Dabei gebe es über die Notwendigkeit, das deutsche Steuerrecht zu entrümpeln, das Umweltrecht zu vereinheitlichen und ungerechtfertigte Steuerschlupflöcher zu stopfen, in der Gesellschaft im Prinzip einen breiten Konsens“, so Resch.

Aber die Bürger müssten vorher wissen, dass Kirchhofs "Vereinfachungswahn" nicht nur die Ökosteuer oder die Förderung Erneuerbarer Energien zum Opfer fallen würden, sondern auch viele andere Instrumente, mit denen der Staat aus guten Gründen versuche, lokale und globale Umweltprobleme in den Griff zu kriegen. Und mit denen er gleichzeitig Millionen Menschen dabei helfe, zum Beispiel ihre Energierechnung auf erträglicher Höhe zu halten. Das gelte für Modernisierungsmaßnahmen an Häusern und Wohnungen, wenn damit auch Fenster und Dächer besser gedämmt oder ein effizienter Heizkessel installiert werde. Das gelte für die vielfältige Förderung des öffentlichen Personenverkehrs oder die Mineralölsteuerbefreiung für Biokraftstoffe oder Erd- und Flüssiggas in Fahrzeugen. Und es reiche bis zur Abschaffung eines der wichtigsten Umwelt-Förderprogramme: dem Klimaschutz in der Altbausanierung. In einem Gespräch der Umweltverbände mit Angela Merkel und Klaus Lippolt am vergangenen Montag in Berlin habe Lippolt erklärt, diese werde natürlich auch gestrichen.

Unter Verweis auf die von der DUH vorgelegten Liste sagte Resch, sie erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ganze Bereiche, wie etwa umweltbasierte Abschreibungsmöglichkeiten seien dort nicht aufgeführt. "Im Prinzip steht all das auf der Abschussliste von Herrn Kirchhof. Es geht bei den Vorstellungen von Herrn Kirchhof um Freiheit, es geht um soziale Gerechtigkeit, aber es geht mindestens ebenso sehr um die Frage der ökologischen Modernisierung und ob der Staat sich daraus zurückziehen darf. Das wäre die Konsequenz, wenn sich das von Union und FDP im Prinzip bejubelte Denken von Herrn Kirchhof durchsetzt", so Resch.

Der früheren Umweltministerin Angela Merkel warf Resch vor, einen "Umwelt-Desperado" in ihr Kompetenz-Team geholt zu haben, ohne über die Konsequenzen seiner Vorschläge für die einst von ihr selbst mitentwickelte Klimapolitik nachzudenken. Dies belege einmal mehr den untergeordneten Stellenwert, den die Kanzlerkandidatin dem Umweltthema heute noch zubillige. Kirchhof sei auch unter Steuerrechtlern weitgehend isoliert, wie zuletzt das Ökosteuer-Urteil des Bundesverfassungsgerichts im vergangenen Jahr gezeigt habe, das die Ökosteuer in vollem Umfang bestätigt habe. Gerd Rosenkranz, der Leiter Politik der DUH, sagte, Kirchhof wolle den Einzelnen, den Gewerbetreibenden und den Unternehmen mit seinen Vorschlägen einer radikalen Steuerreform und eines ebenso rücksichtslosen Subventionsabbaus ihre Freiheit zurückgeben. Dagegen habe die DUH keinerlei Einwände. Unter Hinweis auf Kirchhofs Steuerbuch mit dem Titel "Der sanfte Verlust der Freiheit" sagte Rosenkranz: "Der Staat ist gleichzeitig verpflichtet dieser Freiheit – besser sanft als rabiat – Grenzen zu setzen, wo sie anderen oder anderen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen entziehen. Auch einen sanften Verlust der Umwelt darf es nicht geben."


DUH gegen undifferenzierten Abbau von Subventionen nach der Rasenmähermethode

Vehement sprach sich Rosenkranz gegen einen undifferenzierten Abbau von Subventionen nach der Rasenmähermethode aus, wie sie in Kirchhofs Konzept angelegt sei. Das sei so populär wie falsch. Nirgends sonst trete derart klar zutage wie im Umweltbereich, dass es derzeit ökologisch segensreiche und ökologisch schädliche Subventionen gebe. Als Negativ-Beispiele nannte Rosenkranz die Entfernungspauschale, die Eigenheimzulage, die Steinkohlesubventionen und die steuerfreien Entsorgungsrückstellungen für Atomkraftwerke, als Positiv-Beispiele die Förderung von Energieeffizienz im Gebäudebereich und Solarwärme-Kollektoren zur Warmwasserversorgung und Heizungsunterstützung. Mit der Rasenmäher-Methode und noch viel mehr mit der von Kirchhof und seinen Anhängern propagierten "Weg-Mit-allen-Subventionen-Methode" verzichte die Politik letztlich auf ihren Gestaltungsanspruch. Rosenkranz: "Kirchhoff will die Umweltpolitik zugunsten einer blutleeren Steuergleichheit opfern. Darauf darf sich die Politik nicht einlassen. Es gibt gute und schlechte Subventionen, gute und schlechte Steueranreize – ganz besonders im Umweltschutz. Welche gut sind und welche schlecht, darüber kann und muss gestritten werden. Diesen Streit nennt man Politik", so Rosenkranz.

"Die Kirchhof-Umwelt-Streichliste" ist veröffentlicht auf den Internetseiten der DUH, am Ende der Pressemitteilung.

13.09.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Größte Produktionsstätte für Solarmodule nimmt Betrieb auf

S.M.D.-Standort Prenzlau: 160 Arbeitsplätze; 90 MW-Produktionskapazität
S.M.D.-Standort Prenzlau: 160 Arbeitsplätze; 90 MW-Produktionskapazität

Mit dem symbolischen Zerschneiden einer Schleife nahm Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck am 09.09.2005 offiziell Deutschlands größte Produktionsstätte für Solarmodule in Betrieb. Auf dem 45.000 Quadratmeter großen Firmenareal im brandenburgischen Prenzlau errichteten die S.M.D. Solar-Manufaktur Deutschland und Vertriebstochter aleo solar in den letzten Monaten ein hochmodernes Logistikzentrum und eine zweite Produktionshalle, berichten die Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit dem neuen Werk, das direkt neben den bereits seit 2002 existierenden Produktionshallen errichtet wurde, erhöhen aleo / S.M.D. die jährliche Produktionskapazität auf 90 Megawatt (MW).
 
Diese Produktionsmenge reiche rein rechnerisch aus, um den kompletten Strombedarf von 45.000 Menschen zu decken. In Modulen ausgedrückt, bedeute es, dass jährlich etwa 550.000 Solarmodule das Prenzlauer Werk verlassen könnten. S.M.D. Solar-Manufaktur / aleo solar mit Vertrieb in Oldenburg (Niedersachsen) und Fertigung in Prenzlau (Brandenburg) entwickelt und produziert Solarmodule für den deutschen und internationalen Markt. Gegründet im September 2001, hat sich das Unternehmen inzwischen zu einem der größten Solarmodulhersteller in Deutschland gewandelt.


160 Mitarbeiter fertigen Solarmodule im Drei-Schicht-Betrieb

"Mit dem Bau der neuen Produktionsstätte und der Verdreifachung der Kapazität auf 90 MW reagieren wir auf die starke Nachfrages des deutschen PV-Marktes", so Jakobus Smit, Geschäftsführer der S.M.D. und aleo solar. "Wir erwarten zudem, dass auch der europäische Markt stark wachsen wird. Zahlreiche Länder bereiten ähnliche Gesetze wie das deutsche EEG vor oder haben diese bereits umgesetzt. Mit der neuen Modulfabrik sehen wir uns gut gerüstet für den nationalen und internationalen Markt der Zukunft", sagte Smit.
S.M.D. beschäftige zurzeit im Drei-Schicht-Betrieb 160 Mitarbeiter und zähle damit zu den größten Arbeitgebern in der Uckermark. Zum Produktionsstart werde die S.M.D. weitere neue Mitarbeiter einstellen, die bereits Schulungsmaßnahmen durchlaufen. Um dem wachsenden Mitarbeiterstamm Rechnung zu tragen, verfüge Werk II neben der Produktionshalle auch über einen neuen Verwaltungskomplex, der aus acht Büroräumen und einem großen Besprechungsraum besteht.


Maschinenpark setzt neue technologische Standards

Auch technologisch setze die S.M.D. mit dem zweiten Werk neue Maßstäbe. Ein moderner Maschinenpark erfülle bestehende und künftige Technologieansprüche. Als eines der ersten Unternehmen sei die S.M.D. in der Lage, die neue 8-Inch-solarzelle maschinell zu verarbeiten. So stünden zum Beispiel die weltweit größten Laminatoren mit über 23 Quadratmetern Laminierfläche in Prenzlau. Eine "Innovation made in Germany" stellen auch die beiden neuen LayUp-Maschinen dar, die automatisches Querlöten ermöglichen. Weiterhin seien zahlreiche Hebeeinrichtungen installiert worden, die den Mitarbeitern ein leichteres Handling der Module bieten.


Modernes Logistikzentrum als Drehscheibe für den Versand

Eine Ergänzung zu dem neu errichteten zweiten Produktionsgebäude stellt laut aleo solar das hochmoderne Logistikzentrum dar, das neue Maßstäbe für die bedarfsgerechte und schnelle Belieferung der aleo-Partner setzen soll. Die stetigen Wachstumsraten der aleo solar GmbH hätten eine weit reichende Strukturierung des Logistiksystems notwendig gemacht. Künftig werden von dem neuen Zentrum aus Kunden in ganz Europa Solarmodule aus Prenzlau erhalten. Das Projekt mit dem Namen S.M.D. III umfasst Kommissionierungsflächen und einen neuen Verladebereich mit drei Andockstationen. Ein automatisiertes Lagerverwaltungssystem unterstützt die optimale Steuerung der Warenströme. "Die neue Anlage wird allen Anforderung gerecht, die sich aus dem Ausbau des Geschäfts der letzten Jahre ergeben", ergänzt aleo-Prokurist Detmar Dettmann. Die Gesamtinvestitionen, die für die zweite Produktionshalle und das neue Logistikzentrum getätigt wurden, betragen 8,5 Millionen Euro. Das Land Brandenburg fördert dieses Projekt mit fast 2 Millionen Euro.

13.09.2005   Quelle: aleo solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: aleo solar GmbH
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FDP will EEG durch "marktwirtschaftliches Fördermodell" ersetzen

"Die undifferenzierten Vorwürfe des BUND sind völlig unangemessen. Der BUND kritisiert das FDP-Wahlprogramm pauschal, ohne sich sachlich-inhaltlich mit den liberalen Vorstellungen auseinanderzusetzen." Mit diesen Worten kommentierte das für Umweltpolitik zuständige FDP-Präsidiumsmitglied Birgit HOMBURGER, die Kritik des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Vorfeld des FDP-Wahlparteitags am 11.09.2005. Auch die FDP setze auf Erneuerbare Energien, weil es sich um Zukunftstechnologien für den Klimaschutz handle, so Homburger. Dem rot-grünen Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) wollen die Liberalen allerdings ein "marktwirtschaftliches Fördermodell" entgegen setzen.  Die FDP habe als einzige Partei im Deutschen Bundestag bereits in der 14. Wahlperiode und erneut in der 15. Wahlperiode einen entsprechenden Alternativvorschlag zum EEG in den Deutschen Bundestag eingebracht.


Anteil erneuerbarer Energien im Wärmemarkt soll steigen

Die im EEG geregelte selektive Beschränkung der Förderung Erneuerbarer Energien auf den Strombereich ignoriere vollständig das Potenzial des Wärmemarkts, betont Homburger. Der Anteil erneuerbarer Energien im Wärmemarkt sei deshalb sehr gering. Auch das wolle die FDP ändern. Auch hierzu hätten die Liberalen einen Antrag in den Deutschen Bundestag eingebracht. Die FDP will die Förderung der Erneuerbaren Energien weiterhin über eine Verknüpfung mit der internationalen Klimapolitik voranbringen. Über den Emissionshandel und die weiteren flexiblen Instrumente des Kyoto-Protokolls könnten große Potenziale zur Senkung von Treibhausgasemissionen bei gleichzeitiger Kostenreduktion erschlossen werden, heißt es in der Pressemitteilung. Gleichzeitig würden Chancen beispielsweise für den Export von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien aus Deutschland eröffnet und so Arbeitsplätze gesichert.

Zu diesen ökologischen und ökonomischen Chancen verliere der BUND kein Wort, kritisiert Homburger. Bis heute sei Rot-Grün ein energie- und klimapolitisches Gesamtkonzept schuldig geblieben, das gewährleiste, dass die Klimaschutzziele auch ohne Kernenergie erreicht werden. Zum Ersatz für die Energieversorgung infolge der Abschaltung des Kernkraftwerks Obrigheim seien zwei alte Kraftwerksblöcke (Heizöl- und Steinkohlefeuerung) wieder ans Netz gebracht worden. Das sei klimapolitischer Unsinn, den die Grünen zu verantworten hätten. Das sollte auch der BUND nicht ignorieren. "Wenn sich der BUND die eigene Reputation als überparteilicher Umweltverband nicht kaputt machen will, täte er gut daran, die rot-grüne Brille wieder abzusetzen und zu einer sachlichen Auseinandersetzung zurückzukehren", rät Homburger.

13.09.2005   Quelle: FDP Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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US-Unternehmen Barnabus Energy will Suncone-Solarkollektoren bauen

Modellskizze eines Suncone-Kollektors.
Modellskizze eines Suncone-Kollektors.

Barnabus Energy Inc. (BBSE ) hat am 07.09.2005 bekannt gegeben, dass sich das Unternehmen die Dienste von HYTEC Engineering Inc. sichern konnte, um den ersten kommerziellen Prototyp des Suncone-Sonnenkollektorsystems zu entwickeln und bauen. Das berichtet Barnabus Energy mit Sitz in Carlsbad, Kalifornien, in einer Pressemitteilung.

 
Der Erfinder von Suncone, Dr. Melvin Prueitt, erklärte dazu: "HYTEC verfügt über umfassende Expertise bei der Bereitstellung von innovativen Lösungen für komplexe technische Herausforderungen. Ich freue mich auf die Arbeit mit ihrem Team, um einen leistungsfähigen, stabilen und gut designten Sonnenenergiegenerator zu entwickeln." Das "Suncone"-System soll mit kegelförmigen Absorbern aus Kunststoff-Folien kostengünstig Hochtemperatur-Solarwärme erzeugen. Wie eine Parabolschüssel muss Suncone zur Sonne ausgerichtet werden, allerdings weniger exakt als eine Parbabolschüssel oder ein Parabolrinnenkollektor, betont BBSE.

Die Kunststoff-Kegel werden laut Barnabus Energy durch den Luftdruck im Inneren stabilisiert. Der in den USA patentierte, aufblasbare Sonnenkonzentrator besteht aus flexiblem Material mit transparenten Enden. Der Dampf, der im Suncone-Kollektor erzeugt wird, soll eine Turbine antreiben. Das Problem mit diesem Kollektor-Design ist laut BBSE, dass der gesamte Kegel durch sein schmales Ende gestützt wird. So könnte der Wind den Kegel zur Seite drücken. Wenn Spanndrähte benutzt werden, neigten sie dazu, den schmalen Teil des Kegels zu zerknittern.


Erste Entwicklungsstufe eingeleitet

David Saltman, Mitglied des Vorstands von Barnabus, erläuterte: "Wir sind überglücklich, diesen Partner für Engineering zu haben. Ihre Aufgabe wird es sein, einen Generator für Solarenergie zu entwickeln, der leistungsstark, kostengünstig, leicht und weltweit einsetzbar ist. HYTEC hat die Fachkräfte und Expertise, unseren Anforderungen vollauf gerecht zu werden." Die erste Entwicklungsstufe sei bereits in der Anlage von Los Alamos eingeleitet worden. Schätzungen zufolge sollen bis zum Abschluss der Arbeiten noch sechs Monate vergehen. Weitere Angaben zur genauen Zeitplanung will Barnabus Energy später bekannt geben.

HYTEC ist ein Engineering-Unternehmen mit Sitz in Los Alamos und Niederlassungen in Washington D.C. und Boulder (Colorado). Das Unternehmen hat 25 Mitarbeiter und zu seinen Kunden zählen laut BBSE unter anderem das Naval Research Laboratory, die NASA, CalTech und das MIT. HYTEC verfüge über besondere Erfahrung bei neuen Verbundstoffen, elektromechanischen und thermomechanischen Systemen sowie bei der Entwicklung von Prototypen und dem Testen der Produktgüter.

Weitere Informationen unter http://www.barnabusenergy.com/en/projects/suncone.asp

13.09.2005   Quelle: Barnabus Energy, Inc. (BBSE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Barnabus Energy
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Erster WKN/reconcept Energiefonds "Windpark Roter Berg" von der BaFin genehmigt

Windpark-Fonds als Kapitalanlage.
Windpark-Fonds als Kapitalanlage.

Der Beteiligungsprospekt für den Windpark Roter Berg erhielt Ende August die offizielle Gestattung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und sei damit einer der wenigen von der BaFin genehmigten Windfonds überhaupt, berichtet die WKN Windkraft Nord AG in einer Pressemitteilung. Die WKN Windkraft Nord AG und die reconcept GmbH starten mit dem Windpark Roter Berg eine kleine Serie von Windfonds und wollen damit dem für das Jahresende prognostizierten "Run" auf steueroptimierte Kapitalanlagen begegnen. Der Windpark Roter Berg besteht aus vier Windenergieanlagen des Typs Vestas V82 mit einer Nennleistung von je 1,5 Megawatt. Zwei Anlagen wurden mit einer Nabenhöhe von 93,6 Metern errichtet; zwei weitere mit einer Nabenhöhe von 108,6 Metern.
 
Der Windpark speist den Strom in die von der EAM Energie AG, RegioNiederlassung Bebra, betriebene 20-kv-Freileitung "Sontra-Imshausen" ein. Hierfür habe die Gesellschaft eine eigene Übergabestation errichtet. Die Inbetriebnahme sei wie geplant bereits im Juli 2005 erfolgt, so WKN In der Kuppenlage am Standort Roter Berg im hessischen Landkreis Werra Meissner sei eine Windgeschwindigkeit von circa 6,5 Metern in Nabenhöhe ermittelt worden.

13.09.2005   Quelle: WKN Windkraft Nord AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: WKN

 

Lehrgang ,,Gebäudeenergieberater im Handwerk"

Künftig wird von der EU der Gebäudeenergiepass für alle neu gebauten und bestehenden Häuser gefordert. Steht ein Haus zum Verkauf oder wird ein neuer Mieter gesucht, muss der Eigentümer mit dem Energiepass nachweisen können, wie viel Energie seine Immobilie verbraucht. Diese neue Ausweispflicht eröffne dem Handwerk große Chancen, verstärkt bei der Modernisierung und Sanierung tätig zu werden, so die Energieagentur NRW in einer Pressemitteilung.   Mit der Ausbildung zum Gebäudeenergieberater bestehe die Möglichkeit, zusätzlich zur Bestands- und Sanierungsberatung notwendige Maßnahmen selbst mit anzubieten und zu koordinieren. Die notwendigen Qualifizierungsbausteine liefert der umfassende Lehrgang "Gebäudeenergieberater im Handwerk", den der Fachverband des Tischlerhandwerks NRW ab Herbst in Zusammenarbeit mit der Energieagentur NRW anbietet.


Von der Gebäudebestandanalyse zum Energieberatungsbericht

Im Rahmen der zwei Seminarmodule werden die Teilnehmer zunächst in die Lage versetzt, Gebäudebestandanalysen durchzuführen und Energiepässe auszustellen (vorrangig Modul 1) und anschließend Sanierungsplanungs-Varianten zu entwickeln und zu bewerten und somit Energieberatungsberichte zu erstellen (Modul 2). Der Lehrgang läuft insgesamt über acht Monate und beginnt erstmals im Oktober 2005. Neben der Steigerung der fachlichen Kompetenz im Umgang mit Sanierungsmaßnahmen werden den Teilnehmern somit auch zusätzliche Marktbereiche eröffnet.

Interessenten können sich im Rahmen einer kostenlosen Informationsveranstaltung ausführlich informieren am 15. September und am 27. September 2005 jeweils um 18.00 beim Fachverband des Tischlerhandwerks, Kreuzstraße 108-110, in 44137 Dortmund



Weitere Informationen zu Terminen, Kosten und Inhalten:
F. J. Wiegers; Fachverband des Tischlerhandwerks NRW; www.tischler-nrw.de

13.09.2005   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BMU: Windkraftanlagen mit 0,3 Prozent am Flächenverbrauch beteiligt

In Deutschland errichtete Windkraftanlagen nehmen nur eine sehr geringe Fläche in Anspruch, berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Der Anteil der Windenergie an der Flächenversiegelung betrage lediglich 0,3 bis 0,6 Prozent, antwortete das Bundesumweltministerium auf eine schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Volker Wissing (FDP).  Von 1999 bis 2004 wurden laut BMU an Land insgesamt rund 10.200 Windenergieanlagen errichtet, das heißt pro Jahr im Durchschnitt rund 1.700 Windenergieanlagen. Dies ergebe je nach Fundamentgröße eine Flächenversiegelung von 68 bis 127 Hektar für die Windenergienutzung an Land pro Jahr, errechnete das BMU. Die erste und bislang einzige Windenergieanlage, die in Deutschland auf dem Meer errichtet wurde, weist laut Hersteller eine Flächenversiegelung von zirka 600 Quadratmetern (0,06 ha) auf.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden von 1999 bis 2003 in Deutschland durchschnittlich etwa 42.120 Hektar für Siedlungs- und Verkehrsflächen pro Jahr in Anspruch genommen. Hiervon wurden etwa 50 Prozent, also durchschnittlich 21.060 ha pro Jahr, versiegelt. Der Anteil der Windenergienutzung an der Flächenversiegelung in Deutschland (von 68 bis 127 Hektar pro Jahr) betrage demnach rund 0,3 bis 0,6 %, so das BMU.

12.09.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Deutschland und Dänemark verstärken Forschungskooperation zur Offshore-Windkraft

Deutschland und Dänemark wollen ihre Forschungszusammenarbeit für die Nutzung der Windenergie auf See intensivieren. Die dänische Umweltministerin Connie Hedegaard und Umweltstaatssekretär Rainer Baake unterzeichneten am 12. September 2005 am Rande des informellen Umweltministertreffens in London eine gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit beider Länder bei der begleitenden Umweltforschung zur Windenergienutzung in der Nord- und Ostsee. Das berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Presseerklärung. 
Offshore-Windparks nicht auf Kosten der Natur

Die gemeinsame Erklärung ermögliche einen besseren Informationsaustausch zu den Umweltauswirkungen von Offshore-Windparks, so das BMU. Insbesondere werde es deutschen Forschern möglich, Forschungsvorhaben an bestehenden dänischen Windparks durchzuführen und damit bestehende Wissenslücken zu schließen. "Dänemark und Deutschland sind sich einig in der hohen Bedeutung und Notwendigkeit des Windenergieausbaus auf hoher See und seiner positiven Auswirkungen auf den Klimaschutz“, sagte Rainer Baake: „Wir wollen aber auch eine nachhaltige Nutzung der Offshore-Windenergie und sorgen mit dieser gemeinsamen Erklärung dafür, dass dies nicht auf Kosten der Natur vor unseren Küsten geschieht“, so der Umweltstaatssekretär weiter.


Bis 2025/2030 rund 25.000 MW Offshore-Windkraftleistung möglich

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung wird laut BMU mit den Windparks auf See deutlich steigen: Bis 2025/2030 seien bis zu 25.000 Megawatt (MW) installierter Leistung möglich. Sowohl in Dänemark als auch in Deutschland laufen seit einigen Jahren umfassende Forschungsprojekte, um technische Fragen zu klären und zu erforschen, welche Auswirkungen die Offshore-Windenergieanlagen auf die Meeresumwelt haben. Zwei Forschungsvorhaben untersuchen laut BMU derzeit bereits im Rahmen der Vereinbarung mögliche Auswirkungen der dänischen Offshore-Windparks Nysted in der Ostsee und Horns Rev in der Nordsee auf Meeresbodenbewohner, Schweinswale und den Vogelzug. Die gemeinsame Forschung soll zudem die Grundlage für gezielte Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung negativer Auswirkungen auf die Natur schaffen.

12.09.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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FU Berlin befragt energiepolitische Akteure zu Fördersystemen für erneuerbare Energien

Welches Fördersystem für erneuerbare Energien sich in Deutschland und Europa durchsetzen wird, ist Thema einer Befragung, die von der Forschungsstelle für Umweltpolitik der Freien Universität (FFU) gestartet wurde. An ihr können sich unter anderem Behörden, Unternehmen, Verbände und Forschungseinrichtungen beteiligen.
 
Untersucht werden auch die Fragen, wie das Fördersystem im Einzelnen
ausgestaltet sein so, ob jedes Land für sich entscheiden soll, wie die Förderung erfolgt oder ob eine EU-weite Harmonisierung angestrebt wird. Die Umfrage ist Teil des von der Europäischen Union geförderten Projektes REALISE-Forum (Renewable Energy and Liberalisation in Selected Electricity markets–Forum), das in mehreren europäischen Ländern eine Plattform für "Stakeholder" bildet, die sich unter anderem mit dem Pro und Kontra der verschiedenen Fördersysteme auseinandersetzt. Das Projekt wird von der FFU koordiniert.

Der Fragebogen kann heruntergeladen werden unter http://www.realise-forum.net/pdf_files/Questionnaire.pdf


Präsentation der Ergebnisse auf einer Konferenz am 19.10.2005

Im Rahmen der Aktivität des deutschen „National Desk“ des REALISE-Forums findet am 19. Oktober in Berlin eine Veranstaltung statt, die sich mit der Zukunft der Fördersysteme für erneuerbare Energien in Deutschland und Europa befasst. Bei der Konferenz sollen auch die Ergebnisse der Befragung von ausgewählten energiepolitischen Akteuren in Deutschland vorgestellt werden

Die Veranstaltung (die Teilnahme ist kostenlos), eine Art informelles Hearing, ist in drei Themenblöcke unterteilt: Zunächst soll es um die Frage gehen, ob aus Sicht der relevanten energiepolitischen Akteure eine Harmonisierung der unterschiedlichen Fördermodelle auf EU-Ebene angestrebt wird oder die bestehenden nationalen Unterschiede beibehalten werden sollen. Der zweite inhaltliche Schwerpunkt ist die Frage, wie die Förderung erneuerbarer Energien in den liberalisierten Binnenmarkt einzupassen ist. Der letzte Themenblock trägt die Überschrift "Die Europäische Perspektive" und soll unter anderem einen Überblick über die Verbreitung von Einspeisevergütungs- und Quotenmodellen in den Mitgliedsstaaten der erweiterten Union geben.

Zu den Referenten am 19. Oktober zählen unter anderem: Stefan Zisler, HEW und Vorsitzender des Renewable Energy Certificate System (RECS) in Deutschland, Hans-Joachim Ziesing, DIW sowie Heidi Bergmann, Professorin an der Hochschule Mannheim.

Weitere Informationen sind abrufbar auf der Internetseite des REALISE-Forums: http://www.realise-forum.net

12.09.2005   Quelle: Forschungsstelle für Umweltpolitik / Freie Universität Berlin   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solartagung Rheinland-Pfalz 2005 "Intelligenz lässt die Sonne arbeiten"

Die Sonne liefert in Rheinland-Pfalz jährlich zwischen 900 und 1.100 Kilowattstunden (kWh) Energie pro Quadratmeter – und das völlig kostenlos. Vor dem Hintergrund steigender Ölpreise gelte es, dieses Potenzial zu nutzen, so die Fachhochschule Trier in der Ankündigung der Solartagung Rheinland-Pfalz am 20./21. Oktober 2005 am Umwelt-Campus in Birkenfeld.  Kommunen hätten dabei gegenüber vielen Privathaushalten den Vorteil, über größere Dachflächen zu verfügen (z.B. Verwaltungsgebäude, Sporthallen, Schulen) und somit mehr Sonnenenergie nutzen zu können. Das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) am Umwelt-Campus in Birkenfeld veranstaltet daher in Zusammenarbeit mit dem Gemeinde- und Städtebund Rheinland Pfalz sowie der Handwerkskammer Rheinhessen die Solartagung unter dem Motto "Intelligenz lässt die Sonne arbeiten". Die Konferenz will Verbandsgemeinden und Landkreisen in Rheinland-Pfalz die Möglichkeiten der Solarenergienutzung zeigen, als Konsequenz sollen vorhandene Flächen für eine solarthermische und photovoltaische Nutzung aktiviert werden.


Solarstrom und Sonne-Holz-Kopplung als Schwerpunkte

Neben den typischen Anwendungsgebieten der technischen Anlagen werden die Umsetzungsmöglichkeiten und wirtschaftlichen Fragen präsentiert und diskutiert. Am ersten Tag der Veranstaltung wird in erster Linie das Themengebiet der Photovoltaik behandelt. Schwerpunkt des zweiten Tages werden solarthermische Anlagen und unter anderem deren Vorteile im Bereich der Holz-Sonne Kopplung sein. Ferner besteht die Möglichkeit, sich auf einer Fachausstellung hinsichtlich der technischen und wirtschaftlichen Aspekte individuell beraten zu lassen. Die Solartagung wird im Zentralen Neubau (ZN) des Umwelt-Campus stattfinden.

12.09.2005   Quelle: Umwelt-Campus Birkenfeld der Fachhochschule Trier   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Vier REpower 5M für Offshore-Windpark Borkum West

Zukunft Offshore: REpower 5 M (Fotomontage).
Zukunft Offshore: REpower 5 M (Fotomontage).

Als einer von drei deutschen Herstellern beteiligt sich die REpower Systems AG an der neu gegründeten "Stiftung Offshore- Windenergie". In einem Testfeld vor Borkum werde REpower voraussichtlich 2007 vier Anlagen vom Typ REpower 5M aufstellen und damit erstmals auch in deutschen Gewässern zu einem Offshore-Windpark beitragen, der insgesamt 12 Anlagen umfassen wird, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Bundesumweltminister Jürgen Trittin überreichte der Stiftung am 07.09.2005 im Rahmen einer Feierstunde in Berlin den Förderbescheid zum Erwerb der Standortrechte für das Testfeld. Die Stiftung wurde gegründet, um die Interessen möglichst vieler an der Offshore- Windenergieindustrie Beteiligten zu bündeln. Das Stiftungskuratorium setzt sich zusammen aus Herstellern wie REpower, Verbänden und großen Energieversorgern, aber auch Institutionen wie dem Bundesumweltministerium und Vertretern der deutschen Küsten-Bundesländer


Der Prototyp der REpower 5M, einer besonders für den Offshore-Einsatz entwickelten 5-Megawatt-Anlage, laufe seit Aufnahme des automatischen Betriebs im Februar zuverlässig mit bisher über sechs Millionen Kilowattstunden erzeugter Leistung in Brunsbüttel an der Elbe, so RePower. "In Offshore liegt die Zukunft der Windenergie. Mit unserer 5M sind wir dafür bestens gerüstet", erklärt der Vorstandsvorsitzende von REpower, Prof. Dr. Fritz Vahrenholt. "Wir engagieren uns auch deshalb in der Stiftung, weil wir dazu beitragen wollen und müssen, dass es in Deutschland mit der zukunftsfähigen Windenergieerzeugung auf See vorangeht. Wir dürfen unsere Wettbewerbsfähigkeit nicht weiter durch langwierige Genehmigungsverfahren gefährden; daher ist der Erwerb der Standortrechte an dem bereits genehmigten Testfeld ein erster wichtiger Schritt", so Vahrenholt. Die Planungen sollen möglichst schnell abgeschlossen werden, so dass bereits im nächsten Jahr mit der Errichtung des Windparks begonnen werden kann. 2007 sollen die ersten Anlagen an das Netz gehen.

12.09.2005   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REpower Systems AG

 

Mit Brennwert und Solar die Heizkosten drosseln

Solarwärme hilft Heizkosten sparen

Wer ein Haus baut, kann seit der Energieeinsparverordnung (EnEV) frei entscheiden, wie er den gesetzlich geforderten Primärenergieverbrauch einhält. Dabei bietet auch die Wahl der Heizungsanlage viele Möglichkeiten. Die Initiative Solarwärme Plus informiert, wie Hauseigentümer im Neubau mit Brennwerttechnik und Solarwärmeanlage den Energieverbrauch senken können. In Neubauten gehören Brennwertheizungen, die zum Beispiel mit Erdgas betrieben werden, zu den Standardlösungen.  Die Brennwerttechnik nutzt die eingesetzte Energie besonders effizient, da sie auch dem Abgas Wärme entziehen kann. In Kombination mit einer Solarwärmeanlage bieten sich zusätzliche Einsparmöglichkeiten.




Solarwärmeanlage kann rund ein Fünftel der Heizenergiekosten sparen

So liefert laut Initiative Solarwärme Plus schon eine kleine Solarwärmeanlage zur Trinkwassererwärmung durchschnittlich 60 Prozent der hierfür benötigten Energie. Dies entspreche in einem Neubau einer Einsparung von etwa 16 Prozent der gesamten Heizkosten. Eine größere Anlage, die zusätzlich die Raumheizung unterstützt, senke den Heizenergiebedarf um insgesamt etwa 22 Prozent. In energieeffizienten Neubauten könne eine Solarwärmeanlage also mehr als ein Fünftel der Heizenergiekosten sparen, was angesichts des hohen Ölpreises sehr attraktiv sei, betont die Initiative Solarwärme Plus. Solarwärme sei daher in Neubauten ein selbstverständlicher Bestandteil der Heizungsanlage.


Staatliche Zuschüsse für Solarwärmeanlagen

Zudem werde die Solarwärme vom Staat durch einen Zuschuss zu den Installationskosten gefördert: Wer sich für eine kleine Anlage zur Trinkwassererwärmung entscheidet, erhält 105 Euro pro Quadratmeter installierter Kollektorfläche. Für eine große Anlage zur zusätzlichen Heizungsunterstützung bekommen Hausbesitzer sogar einen Zuschuss von 135 Euro pro Quadratmeter. Informationen zur Energieeinsparung mit Solarwärme und zur Förderung sowie Kontakt zu Installationsbetrieben vor Ort gibt es bei der Initiative Solarwärme Plus im Internet unter www.solarwaerme-plus.info oder unter der Telefon-Nr. 0 18 02/00 08 70 (6 Cent pro Gespräch). Informationen zur Solar-Förderung finden Sie auch unter http://www.solarserver.de/geld.html.

Die Initiative Solarwärme Plus ist eine Informationskampagne der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik, der E.ON Ruhrgas AG, der VNG – Verbundnetz Gas AG und des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK).

11.09.2005   Quelle: Deutsche Energie-Agentur   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSi

 

Zeitbild Verlag veröffentlicht neues Magazin zum Klimaschutz

Die Medienberichte über den Hurrikan "Katrina" und seine Folgen lösen eine starke Nachfrage nach aktuellen Bildungsmaterialien zum Klimawandel und zum Klimaschutz aus, so der Zeitbild Verlag in einer Pressemitteilung. Viele Menschen interessierten sich für verständliche, attraktiv aufbereitete Informationen über die Ursachen von Klimaveränderungen und Strategien des Klimaschutzes. Die erste Ausgabe des neuen Magazins "Zeitbild Wissen" vom Zeitbild Verlag sei deshalb dem Klimaschutz, der Energieeffizienz und den erneuerbare Energien gewidmet. 

Populär und pädagogisch, mit praktischen Tipps für die Schule

Das neue Magazin "Zeitbild Wissen" verbindet laut Verlag populärwissenschaftliche Artikel mit praktischen Tipps für den schulischen Alltag und Kopiervorlagen für den direkten Einsatz im Unterricht. Inhalte der aktuellen Ausgabe zum Klimaschutz sind unter anderem: ein Vorwort des Klimaexperten Mojib Latif, Ursachen und wirtschaftliche Folgen des Klimawandels, Klimaszenarien, Tipps für Klimaschutzprojekte an Schulen, Wege zum Energiesparen im Haushalt und Erneuerbare Energien.


Kampagne "Jugend mit unendlicher Energie"

Das Magazin entstand unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltministerium, der Münchener Rück Stiftung, der Q-Cells AG und Voith Siemens Hydro Power Generations. Es ist Teil der zusammen mit dem Kyoto-Pprotokoll zu Anfang des Jahres gestarteten Kampagne "Jugend mit unendlicher Energie". Zeitbild Verlag können das "Zeitbild Wissen" kosten- und spesenfrei beim Zeitbild Verlag beziehen. Der Zeitbild Verlag gibt seit 1959 Bildungsmaterialien zu Themen der Zeit aus Politik, Wirtschaft, Umwelt, Technik und Gesundheit heraus. Zu seinen wichtigsten Publikationen gehören "Das Zeitbild" und "RERUM", die bundesweit an rund 33.000 Schulen eingesetzt werden.

11.09.2005   Quelle: Zeitbild Verlag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Online-Quiz der Energieagentur NRW: Herausforderung für Denksportler und Ratefüchse

Die Energieagentur NRW lädt in diesem Jahr zum zweiten Mal alle Denksportler zu einem kurzweiligen Quiz ein. Den Siegern winken bei einer Verlosung viele kleine, aber feine Preise.  Das Spiel auf der Internetseite der Energieagentur NRW befasst sich mit Fragen aus dem Bereich der Energieeffizienz, also mit dem etwas anderen Umgang mit Energie. Mitmachen kann jeder. Voraussetzungen oder Altersbeschränkungen gibt es keine. Auch wem Photovoltaik noch kein Begriff ist, sollte sich mal versuchen.

Wer die Herausforderung von zehn Schwierigkeitsstufen gemeistert hat, kann an der Verlosung attraktiver Preise teilnehmen. In diesem Jahr sind die Preise erstmalig zur Verfügung gestellt worden von der LBS Westdeutsche Landesbausparkasse, der Kaufhof Warenhaus AG, der Wuppertaler Stadtwerke AG und der Energie und Wasser für Remscheid GmbH.

Das Energiequiz NRW endet am 31. Oktober 2005. es ist zu finden unter http://www.ea-nrw.de

11.09.2005   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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DLR-Infrarotsensor auf der Zugspitze soll helfen, Klimaveränderungen frühzeitig anzuzeigen

Schneefernerhaus: Klimaforschung an Deutschlands höchster Umweltforschungsstation.
Schneefernerhaus: Klimaforschung an Deutschlands höchster Umweltforschungsstation.

Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat gemeinsam mit der Universität Wuppertal ein neues Spektrometer entwickelt, das helfen soll, frühzeitig Aufschluss über Klimaveränderungen zu bekommen. An der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus auf der Zugspitze werden mit dem so genannten Infrarot-Spektrometer GRIPS 3 (GRound-based Infrared P-branch Spectrometer) punktuelle Temperatur-Messungen in der so genannten Mesopause vorgenommen, einer Region in 87 Kilometer Höhe.  Die Ergebnisse werden mit entsprechenden Satellitendaten verglichen, berichtet das DLR in einer Pressemitteilung. Ziel ist, die Satellitendaten so zu bewerten, dass Temperaturveränderungen in der Mesopause künftig global und frühzeitig erkannt werden können. Finanziert wird das Vorhaben vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.


Frühwarnsystem für Klimasignale

Die Mesopause kann wegen der dort herrschenden geringen Luftdichte als Frühwarnsystem für Klimasignale dienen. Die Luftdichte beträgt in diesem Bereich nur noch etwa ein Millionstel derjenigen am Erdboden. Trends in der Temperatur fallen daher in der Mesopause viel deutlicher aus und sind damit früher nachweisbar als in den unteren "Stockwerken" der Atmosphäre. Die Mesopause ist für Messungen jedoch sehr schwer zugänglich; herkömmliche Wetterballone oder Flugzeuge erreichen diese Höhe nicht. Zunehmend untersuchen daher Satelliten die Mesopause. Die Auswertung der Satellitendaten ist jedoch wegen zu großer Ungenauigkeiten mit Problemen behaftet. Punktgenaue Messungen vom Boden aus, deren Ergebnisse mit den gewonnenen Satellitendaten verglichen werden, sind daher unabdingbar.


Temperaturschwankungen von bis zu 60 Grad

In der Mesopause gibt es eine Häufung so genannter Hydroxyl-Moleküle (OH). Diese Moleküle senden im Bereich des nahen infraroten Teils des Lichtspektrums (um 1,5 Mikrometer) elektromagnetische Wellen aus, die mit GRIPS 3 gemessen werden können. Über eine geeignete Verhältnisbildung der Strahlungsintensitäten bestimmter Schwingungs- und Rotationsübergänge kann auf die Temperatur in diesem Höhenbereich geschlossen werden. Mit Erfolg liefert jetzt das seit April 2005 im Schneefernerhaus installierte Infrarot-Spektrometer GRIPS 3 Temperaturmessungen in der Mesopausenregion. Auffallend ist laut DLR der Umstand, dass es dort im Gegensatz zum Erdboden im Sommer kalt und im Winter warm ist. Die Differenz sei enorm und könne bis zu 60 Grad betragen. Doch auch große Schwankungen von Tag zu Tag, ja sogar innerhalb weniger Minuten würden festgestellt.


Wissen um den Einfluss der Sonne auf die Erdatmosphäre noch gering

GRIPS 3 ist Bestandteil des "Ground Truthing Centers Schneefernerhaus". Es dient der Gewichtung und Bewertung (Validierung) satellitengestützter Messungen, aber auch der langfristigen Beobachtung der Mesopausentemperatur. Zu untersuchen sind Veränderungen, die durch terrestrische und solare Einflüsse bedingt sind, denn noch immer ist unser Wissen um den Einfluss der Sonne auf die Erdatmosphäre sehr gering.


Einfluss von Schwerewellen auf Luftströme nachweisbar

Nachweisbar sind dank GRIPS 3 auch so genannte Schwerewellen, deren Einfluss auf die globalen Luftströme bislang unterschätzt worden ist. Die Schwerewellen entstehen, wenn eine Luftmasse auf ein Hindernis trifft - beispielsweise auf eine Bergkette. Die Wellen können sich bis in die Mesopause ausbreiten, in der sie sich brechen und dabei die globale Zirkulation abbremsen oder beschleunigen können. Somit können sich die Wissenschaftler nun auch die plötzlichen Temperaturschwankungen in der Mesopause erklären. Dies Phänomen wird bislang in Klimamodellen nur unzureichend berücksichtigt, wodurch diese ungenau werden.

11.09.2005   Quelle: DLR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DLR

 

DUH kritisiert Einsatz führender Liberaler gegen das EEG

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die FDP im Vorfeld ihres Wahlparteitags wegen ihrer Parteinahme gegen erfolgreiche Instrumente zur Einführung erneuerbarer Energien scharf kritisiert. "Mit ihrer ideologisch hoch aufgeladenen Energiepolitik verabschiedet sich die FDP in diesem Wahlkampf aus einem breiten gesellschaftlichen und politischen Konsens", so DUH- Bundesgeschäftsführer Jörg Dürr-Pucher, in einer Pressemitteilung.  Es sei rational schwer nachzuvollziehen, dass sich die Liberalen auch noch nach der Kaskade verheerender Wetterkatastrophen dieses Sommers gegen die beeindruckenden Erfolge beim Ausbau klimaneutraler erneuerbarer Energien in Deutschland stellten.


Dürr-Pucher: Ausbau der Windernergie-Nutzung ist keine "Windrädchenpolitik"

Dürr-Pucher kritisiert die Forderung führender FDP- Politiker nach Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Sie werde schon im Wahlprogramm der Liberalen erhoben. Darüber hinaus sei die neue Düsseldorfer CDU/FDP-Landesregierung auf Drängen der FDP mit einer massiven Kampfansage gegen die Windenergie in die Legislaturperiode gestartet. Der FDP-Politiker Rainer Brüderle, der als Favorit für den Posten des Wirtschaftsministers in einem möglichen Kabinett Merkel gelte, bezeichnet die "Windrädchenpolitik" bei seinen Wahlkampfauftritten regelmäßig als "Firlefanz", so Dürr-Pucher. Ein modernes Windrad der 5-Megawatt-Klasse könne immerhin 15.000 Menschen mit Strom versorgen, betont der DUH- Bundesgeschäftsführer.


Einstige Stichwortgeber einer ökologisch ausgerichteten Marktwirtschaft profilieren sich heute als "anti-ökologische Splitterpartei"

Dürr-Pucher: "Eine junge Branche, die im letzten Jahr 11,5 Milliarden Euro umgesetzt hat, ist kein Firlefanz, sondern eine der größten Zukunftschancen dieses Landes. Das sollte gerade ein potenzieller Wirtschaftsminister zur Kenntnis nehmen." Auch die baden-württembergische FDP-Vorsitzende Birgit Homburger, als Umweltministerin in einer Regierung unter FDP- Beteiligung gehandelt, profiliere sich als eingefleischte Gegnerin des Gesetzes, das Deutschland binnen weniger Jahre zum Weltmarktführer bei Windenergie und Photovoltaik gemacht und vielen von Einkommensverlusten gebeutelten Landwirten mit der Biomassenutzung eine echte Zukunftsperspektive eröffnet habe. Spätestens nach den Wetterkatastrophen dieses Sommers und angesichts der nachfolgenden Energiepreiskrise hätten alle anderen Parteien im Prinzip erkannt, dass klimaneutrale Energien "eher mehr als weniger gefördert werden müssen", sagte der DUH-Bundesgeschäftsführer. In den Medien werde viel zu wenig gewürdigt, dass "die Liberalen, die einst als Stichwortgeber einer ökologisch ausgerichteten Marktwirtschaft in der Bundesrepublik galten, sich heute als anti-ökologische Splitterpartei profilieren", so Dürr-Pucher.


2004 erstmals mehr Menschen im Bereich der erneuerbaren Energien beschäftigt als in der konventionellen Energieversorgung

Dürr-Pucher forderte die FDP auf, Ihren Wahlparteitag als "letzte Chance zur Rückkehr zu einer konstruktiven Energie- und Klimapolitik zu nutzen". Eine sichere, umwelt- und ressourcenschonende und bezahlbare Energieversorgung entwickele sich nicht nur in Deutschland, sondern weltweit immer mehr zur zentralen Herausforderung der Zukunft. Während die gesellschaftlichen und politischen Eliten in Deutschland, Europa, in den USA und den wichtigsten Schwellenländern Asiens und Lateinamerikas sich angesichts der Klimakapriolen auf einen neuen Energiekonsens hin bewegten, glaube die FDP ausgerechnet Exportweltmeister Deutschland von dieser Entwicklung abkoppeln zu müssen: Dürr-Pucher: "Würden sich die gegenwärtigen Vorstellungen der FDP durchsetzen wäre das verheerend, nicht nur für die Umwelt, sondern auch für Handwerk, Industrie und Arbeitsplätze". Das EEG habe die Basis dafür geschaffen, dass sich hierzulande die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien innerhalb weniger Jahre von ca. 60.000 auf 130.000 mehr als verdoppelt habe. Im Jahr 2004 seien erstmals mehr Menschen im Bereich der erneuerbaren Energien beschäftigt gewesen als in der konventionellen Energieversorgung aus Atomkraft, Stein- und Braunkohle. Auch das Handwerk profitiere massiv von der Entwicklung; tausende Landwirte erhielten als Energiewirte ein zweites Einkommen. Außerdem investierten hunderttausende Menschen in Deutschland in zukunftsfähige Technologien und machten sich mit Holzpelletsheizungen, Biotreibstoffen und Solarwärme und Solarstrom schrittweise unabhängig von Öl- und Erdgasimporten, so Dürr-Pucher.


"Konzerne verlieren Jahr für Jahr ein Prozent des Stromkuchens an die erneuerbaren Energien"

Deutsche Universitäten und Fachhochschulen bewegten sich bei der Erforschung der erneuerbaren Energien unbestritten an der Weltspitze, junge, mittelständische Unternehmen wie ENERCON, SolarWorld und Conergy etablierten sich als Weltmarktführer, betont Dürr-Pucher. Inzwischen hätten auch Weltkonzerne wie General Electric oder Siemens die Zeichen der Zeit erkannt, investierten in deutsche Arbeitsplätze und Forschungsschwerpunkte und setzten Zeichen mit Investitionen in Schwellenländern wie Indien und China. Die FDP glaube offensichtlich mit anti-ökologischen Parolen punkten zu können. Sie übernehme dabei eins zu eins die Vorstellungen der dominierenden Stromversorger, die das EEG und die von den Liberalen mit beschlossene Vorläuferregelung (Stromeinspeisegesetz, StreG) von Anfang an bekämpft hätten. Während die Aktivitäten der Konzerne nachvollziehbar seien, weil sie "Jahr für Jahr ein Prozent des Stromkuchens an die erneuerbaren Energien
verlieren, bleibt die Motivlage der FDP schleierhaft", sagte
Dürr-Pucher.

10.09.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e. V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Wasserstoff aus Algen als Energieträger der Zukunft

Energie für die Zukunft: Wasserstoff produzierende Alge "Chlamydomonas_reinhardtii".

Der Arbeitsgruppe des Privatdozenten Dr. Olaf Kruse an der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld ist es gelungen, eine genetisch veränderte Grünalge "Chlamydomonas reinhardtii" mit einer deutlich verbesserten Fähigkeit zur Wasserstoffproduktion herzustellen. Das zusammen mit Dr. Ben Hankamer am Institute of Molecular Bioscience der University of Brisbane in Australien entwickelte Verfahren welches kürzlich erfolgreich patentiert wurde (Patent-Nr. W0 2005003024), ermögliche es, je nach gewählter Bedingung bis zu 13fach höhere Raten an Wasserstoff zu produzieren als dies bisher beschrieben war.
 
Das berichtet die Universität Bielefeld in einer Pressemitteilung.Auf Grund der gesteigerten Wasserstoff-Produktionsraten bietet "Stm6" - so der Name der mutierten Grünalge - hervorragende Voraussetzungen, um eine künftige biotechnologische Nutzung von Bio-Wasserstoff aus Sonnenlicht mit Hilfe von Mikroorganismen zu realisieren. Derzeit würden in den Laboratorien in Brisbane und Bielefeld Anstrengungen unternommen, durch gezielte molekulargenetische Eingriffe die Produktionsraten weiter zu erhöhen. Der Bau erster Prototypen von Bioreaktoren in Zusammenarbeit mit Biotechnologen sei noch in diesem Jahr geplant.


Steigende Ölpreise, Feinstaub-Rußpartikel, steigende CO2-Konzentration in der Atmosphäre und weltweite Umweltkatastrophen lassen alternative CO2-emmissionsfreie Energiegewinnungsmethoden als attraktive Alternative zu den klassischen Energieträgern Erdöl, Kohle und Erdgas erscheinen, betont die Bielefelder Universität. Besonderes Interesse gelte der Umwandlung von Sonnenenergie in den Energieträger Wasserstoff, eine Energieform, bei deren Verbrennung lediglich Wasser entsteht. Unter den verschiedenen Möglichkeiten der Wasserstoffproduktion werde weltweit auch die biotechnologische Gewinnung von Wasserstoff mit Hilfe einzelliger photosynthetisch aktiver Mikroorganismen weiterentwickelt.

10.09.2005   Quelle: Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Universität Bielefeld

 

Teure Energie: Verbraucher unterschätzen Ersparnis beim Stromanbieterwechsel

Wer sich von den Launen der regionalen Energieversorger unabhängig machen will, sollte bis Jahresende den Stromanbieter wechseln, rät die Strommarkt-Expertin Annika Krisp vom unabhängigen Energieportal strom-magazin.de.  "An der deutschen Strombörse wird der Strom für nächstes Jahr derzeit zu Rekordpreisen gehandelt. Auch die Preise für Emissionszertifikate sind in den letzten Monaten stark gestiegen. Das alles deutet darauf hin, dass viele Stromversorger ihre Preise Anfang nächsten Jahres erhöhen werden", erläuterte Krisp die aktuelle Entwicklung.


Tarifrechner hilft bei der Suche nach einem neuen Stromanbieter

Einen pauschalen Anbieter-Tipp kann sie jedoch wegen der zunehmenden Regionalisierung der Stromangebote nicht geben: "Bundesweite Stromanbieter wie Yello oder FlexStrom bieten unterschiedliche Preise für verschiedene Regionen". Daher sei die Nutzung eines Tarifrechners, wie er auf den Seiten des strom magazins angeboten wird, bei der Suche nach einem neuen Stromanbieter unerlässlich. Der interessierte Verbraucher brauche dort nur seinen jährlichen Verbrauch (findet sich auf der letzten Stromrechnung) und die Postleitzahl des Wohnortes anzugeben und bekomme dann die für ihn günstigsten Stromanbieter übersichtlich und mit allen Detail- und Tarifinformationen aufgelistet.


50 bis 200 Euro im Jahr sparen

Die Redaktion von www.strom-magazin.de habe alle bundesweiten Stromangebote nach verschiedenen Kriterien bewertet, etwa Seriosität und Kundenservice.
So erfahre der Verbraucher genau, auf welches Unternehmen er sich einlasse. "Viele Verbraucher unterschätzen die Ersparnis, die der Wechsel des Stromanbieters bringen kann", ist Krisp überzeugt. Newcomer wie der Berliner Anbieter FlexStrom z.B. unterböten den Preis der örtlichen Versorger in einigen Regionen je nach Verbrauch um 50 bis 200 Euro im Jahr. Mit einer einjährigen Preisgarantie mache auch Yello derzeit ein attraktives Angebot. "Dann hat man ein Jahr Ruhe", so Krisp.

Der Tarifrechner des strom-magazins findet sich unter: http://anbieterwechsel.strom-magazin.de/tarifrechner/komfortrechner/. Dort kann auch gezielt nach Ökostrom gesucht werden.

10.09.2005   Quelle: i12 AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SFC etabliert europaweite Treibstoffinfrastruktur für ihre mobilen Brennstoffzellen

Brennstoffzelle SFC A50.
Brennstoffzelle SFC A50.

Die Smart Fuel Cell AG (SFC), nach eigenen Angaben weltweit führender Anbieter von mobilen Brennstoffzellen, meldet den Aufbau eines europaweiten Methanol- Verteilungsnetzwerks. Ab September 2005 seien die Methanoltankpatronen der SFC an über 200 Verkaufsstellen von Portugal bis Polen und von Italien bis Norwegen erhältlich, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
Damit ermögliche SFC den Besitzern von Wohnmobilen mit SFC-Brennstoffzellen auch auf monatelangen Reisen durch Europa den ununterbrochenen Genuss absoluter Unabhängigkeit, den die SFC Brennstoffzellen bieten. Die Patronen sollen zunächst in den internationalen Hymer-Niederlassungen erhältlich sein. In einem zweiten Schritt sollen die SFC Tankpatronen auch an weiteren Verkaufsstellen angeboten, beispielsweise auf ausgewählten Campingplätzen und an Tankstellen.


Brennstoffzellen-Nachfrage für Reisemobile steigt

"Unsere Brennstoffzellen gewinnen immer mehr Bedeutung als netzferne Stromversorgung für Reisemobile, und die Nachfrage steigt ständig", sagt Pieter Bots, Vorstand Vertrieb und Marketing bei SFC. "Uns ist es wichtig, unserer stetig wachsenden Zahl von Kunden weltweit nicht nur den vollen Komfort einer sauberen, leisen und zuverlässigen Energiequelle zur Verfügung zu stellen. Wir werden darüber hinaus auch eine globale Brennstoffinfrastruktur auf allen Kontinenten etablieren, damit sie diese Vorteile überall genießen können. Daher wird uns der nächste Schritt in die USA, die asiatischen und australischen Märkte führen", so Bots.


Hymermobil S-Klasse: Brennstoffzelle als Serienausstattung

Alle SFC Brennstoffzellen werden mit Methanol betrieben, das der Endverbraucher in 5 Liter-Tankpatronen bezieht. Eine Patrone biete, je nach individuellem Energieverbrauch, zwischen vier und vierzehn Tagen vollständige Netzunabhängigkeit. Der Verkaufspreis beträgt laut SFC 19,90 Euro pro Patrone. Dies entspreche Brennstoffkosten in Höhe von zwei bis fünf Euro pro Tag. Jüngster Erfolg von SFC sei die vor kurzem von der Hymer AG gemeldete Aufnahme der Brennstoffzelle SFC A50 in die Serienausstattung der Hymermobil S-Klasse. Für seine B Klasse und B-StarLine bietet der europäische Marktführer Hymer die SFC A50 Brennstoffzelle als Sonderausstattung an. Diese Weltpremiere zeige die stetig wachsende wirtschaftliche Bedeutung von Methanol-Brennstoffzellen, so SFC.

10.09.2005   Quelle: SFC Smart Fuel Cell AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Smart Fuel Cell AG

 

BUND: FDP gefährdet Arbeitsplätze bei erneuerbaren Energien

Entschiedene Korrekturen an den Wahlzielen der FDP hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gefordert. Die Delegierten des am Sonntag in Berlin stattfindenden FDP-Parteitages müssten sich die umwelt- und energiepolitischen Konsequenzen des liberalen Wahlprogramms dringend vor Augen führen, heißt es in einer BUND-Pressemitteilung.   Rückschritte in der Umweltpolitik gefährdeten rund 150.000 mittelständische Arbeitsplätze bei erneuerbaren Energien und insgesamt bis zu einer halben Million neuer Arbeitsplätze in Bereichen wie der ökologischen Landwirtschaft oder dem Naturtourismus. Die CDU/CSU habe das inzwischen eingesehen und deshalb die Fortführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes angekündigt. Die FDP wolle es jedoch immer noch abschaffen, kritisiert der BUND.


FDP riskiert Wettbewerbsfähigkeit auf globalen Zukunftsmärkten

"Keine der todbringenden und milliardenteuren Klimakapriolen hat es bisher vermocht, die FDP aus ihrem umweltpolitischen Dornröschenschlaf zu wecken", sagt BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. Stattdessen wolle sie die kostentreibenden Energie-Oligopole erhalten und den Gentechnik-Konzernen Tür und Tor öffnen. "Mit dieser Politik riskiert die FDP unsere Wettbewerbsfähigkeit auf globalen Zukunftsmärkten. Es ist höchste Zeit, dass sich die Liberalen wieder ein ökologisches Gewissen zulegen und ihr früheres 18-Prozent-Ziel aus der Schublade holen. Mindestens 18 Prozent erneuerbare Energien in der kommenden Legislaturperiode. Das ist gut für mehr Klimaschutz, gut für den
Mittelstand und gut für kommende Generationen", so Timm.


Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke bremst Investitionen für erneuerbare Energien

Eine Investitionsbremse für erneuerbare Energien und Energieeffizienztechnologien sei auch die von der FDP gewollte Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke, so der BUND.Dies würde die veraltete Struktur zentraler Großkraftwerke zementieren und den Aufbau einer mittelständischen dezentralen Energieerzeugung wie mit Biogas- oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen behindern. Außerdem wachse das atomare Gefahrenpotential. Den drohenden wirtschaftlichen Schäden durch gentechnische Verunreinigungen von Agrarprodukten habe die FDP ebenfalls nichts entgegen zu setzen. Eine weitere eklatante Lücke im FDP-Wahlprogramm sei das Fehlen eines Klimaschutzzieles. Schäden in Höhe von Zweihundert Milliarden Dollar durch den Wirbelsturm "Katrina" und 170 Millionen Euro nach den Überschwemmungen in Süddeutschland sollten auch den Liberalen deutlich gemacht haben, dass sich Investitionen in mehr Klimaschutz rechnen.

"Wer populistisch wie Herr Westerwelle von Zeit zu Zeit den angeblich investitionshemmenden Feldhamster aus dem Hut zaubert, um mehr Umwelt- und Naturschutz zu blockieren, muss dann auch für die Folgen gerade stehen", so Timm. Westerwelle müsse den vielen in Umweltbranchen tätigen mittelständischen Unternehmern sagen, dass er ihre auf Zukunftsfähigkeit ausgerichteten Aktivitäten zurück stutzen will. "Und an der Wahlurne muss er dafür die entsprechende Quittung entgegen nehmen", so der BUND-Bundesgeschäftsführer.

Die BUND-Analyse des FDP-Wahlprogramms finden Sie im Internet
unter: http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/wahlprogramm_fdp.pdf



09.09.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Sunways AG weiht neue Solarzellenfabrik ein

Sunways-Vorstand Roland Burkhardt, Hans-Josef Fell (MdB) auf der INTERSOLAR 2005
Sunways-Vorstand Roland Burkhardt, Hans-Josef Fell (MdB) auf der INTERSOLAR 2005

Nach nur zehn Monaten Bauzeit eröffnet die Sunways AG (Konstanz) ihre neue Produktionsstätte für Solarzellen in Arnstadt / Thüringen. Die Sunways Production GmbH werde qualitativ hochwertige mono- und multikristalline Solarzellen produzieren, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die 3.500 Quadratmeter große Produktionshalle sei für eine Produktionskapazität von 80 Megawatt peak (Mwp) oder einen Ausbau für die Produktion hocheffizienter Solarzellen mit mehr als 18 Prozent Wirkungsgrad ausgelegt.  In der ersten Realisierungsphase habe das Werk eine Produktionskapazität von 30 Megawatt und fertige unter dem Einsatz modernster Umwelttechnologien. Die Planungen für einen Ausbau laufen laut Sunways bereits. Sunways habe in Arnstadt 60 qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen. Das Investitionsvolumen lag nach Angaben des Unternehmens bei 22 Millionen Euro.



Sunways-Vorstand Burkhardt: Politiker sollen sich für europaweiten Einsatz des EEG einsetzen

In seiner Eröffnungsrede dankte Sunways-Vorstand Roland Burkhardt den anwesenden Partnern und den Lokalpolitikern für die sehr gute Zusammenarbeit. Die Bildung eines "Solar-Clusters" rund um Erfurt und die Verbindungen zu Firmen in der Region sprachen laut Burkhardt ebenso für den Standort Arnstadt wie die politische Haltung des Landes Thüringen, das sich öffentlich zur Solarenergie als zukunftsweisenden Energieträger ausspreche. Die Politiker forderte Burkhardt auf, sich für die weitere positive Entwicklung der Branche und den europaweiten Einsatz des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) einzusetzen. "Damit zeigen Sie Verantwortung, Weitblick und schaffen Arbeitsplätze in einer zukunftsweisenden Branche", so Burkhardt.



09.09.2005   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG
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Grüne legen Sofortprogramm vor: "Weg vom Öl - Rein in die neuen Energien"

Am 06.09.2005 hat Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ein "10-Punkte-Sofortprogramm: Weg vom Öl - Rein in die neuen Energien" verabschiedet. Das Programm sei eine erste wichtige Antwort auf die Ölkrise, so die Grünen.   Unter anderem will die Fraktion ein Gesetz zur Installation von Heiz- und Wärmeanlagen auf Basis erneuerbarer Energien nach dem Vorbild des EEG einbringen. Kurzfristig soll nach Auffassung der Grünen die Förderung für den Umstieg auf Heizungsanlagen auf regenerativer Basis im Rahmen des Marktanreizprogramms Erneuerbare Energien (MAP) verdoppelt werden.


Öl-Abhängigkeit wird systematisch verdrängt

"Die weltweite Nachfrage nach Erdöl nimmt dramatisch zu, während die verfügbaren Ölressourcen sinken - die Erdölförderung erreicht weltweit ihr Maximum, die Verfügbarkeit nimmt ab. Billiges Öl wird es nicht mehr geben. Die Abhängigkeit unserer Volkswirtschaft vom Erdöl ist besorgniserregend, insbesondere im Verkehrsbereich: über 90 Prozent aller Transporte in der EU hängen am Öltropf!", heißt es in dem Sofortprogramm. In der Gesellschaft, der Wirtschaft und bei allen anderen Parteien werde die Dimension der Herausforderung systematisch verdrängt. Die dauerhaft hohen und weiter steigenden Energiepreise bedeuteten auch weit reichende soziale Belastungen. Schon heute seien die Heizkosten um 40% höher als im Vorjahr.


Konzertierte Aktion von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verbrauchern erforderlich

"Wir wollen teure Ölimporte ersetzen durch Bioenergien aus der Landwirtschaft, Ingenieursverstand, Handwerksleistungen und moderne Technologien. Mit verbrauchsärmeren Autos, neuen Treib- und Brennstoffen, besserer Wärmedämmung und der Installation moderner Heizungsanlagen sorgen wir für Arbeit vor Ort und regionale Wertschöpfung", so die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Dazu bedürfe es einer konzertierten Aktion von Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verbrauchern. "Die Energiekonzerne warnen wir davor, im Windschatten der explodierenden Rohölpreise zusätzliche Monopolgewinne abzuschöpfen", so die Grünen.

"Statt populistischer Placebos und Wahlkampf-Strohfeuer brauchen wir eine konsequente Strategie 'Weg vom Öl'", betonen die Grünen. Die richtigen Antworten auf den hohen Ölpreis seien besser gedämmte Häuser, moderne Heizungstechnik, verbrauchsärmere Autos, alternative Antriebe und Kraftstoffe, ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der erneuerbaren Energien. So könnten beispielsweise heute schon Holzpellets zum Heizen für den halben Heizölpreis eingesetzt werden.

Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Spritpreise und der Steigerungen der Heizkosten für diesen Winter schlage die Grünen wir ein "10-Punkte-Sofortprogramm Weg vom Öl" vor:

1. Neue Kraftstoffe vom Acker: Wir wollen, dass EU-weit die Beimischung von Ethanol (zum Benzin) und Biodiesel (zum Diesel) von 5% auf 10% verdoppelt wird. Kurzfristig muss die Mineralölwirtschaft die erlaubten Maximalwerte der Beimischung von Ethanol zum Benzin voll ausschöpfen bzw. überhaupt damit beginnen, anderenfalls ist eine gesetzliche Verwendungsquote einzuführen.

2. CO2-Steuer statt KFZ-Steuer: Verbrauchsarme Fahrzeuge sollen in Zukunft weniger Kfz-Steuern zahlen, Spritschlucker dagegen mehr. Grüne und ADAC schlagen das seit langem vor.

3. Spritpass für Autos: Mit einer verständlichen Kennzeichnung analog zur Regelung bei Kühlschränken (Effizienzklassen A bis G) soll der Spritverbrauch eines Autos klar erkennbar sein und schon beim Kauf des Autos eine entscheidende Rolle spielen.

4. 5 l müssen bald zur Regel werden: Wir setzen uns für EU-weite ambitionierte Verbrauchsgrenzwerte für Autos ein. Wenn die Automobilindustrie nicht selbst zu drastischen Reduktionen der Flottenverbräuche auf unter 5 l (entsprechend 120 g CO2 pro km) bis 2012 kommt, muss sie für die CO2-Vermeidungskosten an anderer Stelle aufkommen. China, Japan und Kalifornien sind bereits auf diesem Weg.

5. Zukunftsfähige Autos: Mit einem groß angelegten Forschungs- und Markteinführungsprogramm wollen wir die Forschung und Entwicklung des Hybrid-Antriebs (Kombination aus Elektro- und Benzinmotors), des FlexFuel-Antriebs (Fahren mit 85% Ethanol), Pflanzenölmotoren, BTL-Kraftstoffe (synthetische Biokraftstoffe) und der Elektromobilität (z.B. Brennstoffzellentechnik) vorantreiben. Ihre Einführung soll verstärkt steuerlich gefördert werden.

6. Verbrauchsarme Nutzfahrzeuge fördern: Über eine stärkere Differenzierung der Mautsätze müssen verbrauchsarme LKW gefördert werden. Für den Lieferverkehr in den Städten wollen wir die Anschaffung moderner verbrauchsarmer und sauberer Fahrzeuge, z.B. Gasfahrzeuge, deutlich ausweiten. Die Möglichkeiten des öffentlichen Beschaffungswesens müssen besser ausgenutzt werden. In ökologisch sensiblen Gebieten sollen Treib- und Schmierstoffe auf pflanzlicher Basis eingesetzt werden.

7. Altbausanierung und Wärmedämmung aufstocken: Die Mittel für die CO2-Gebäudesanierung sollen von heute 360 Mio. Euro auf 720 Mio. verdoppelt werden.

8. Regeneratives Wärmegesetz: Wir werden ein Gesetz zur Installation von Heiz- und Wärmeanlagen auf Basis Erneuerbarer Energien nach dem Vorbild des EEG einbringen. Kurzfristig wollen wir die Förderung für den Umstieg auf Heizungsanlagen auf regenerativer Basis im Rahmen des Marktanreizprogramms Erneuerbare Energien verdoppeln.

9. Energiepass für Immobilien: Wir wollen den bedarfs-orientierten Energiepass für Häuser und Wohnungen schnellstmöglich einführen, damit Mieter und Vermieter über den Energiebedarf jeder Immobilie Bescheid wissen und entsprechend handeln können.

10. Gaspreise runter: Die Bindung des Gaspreises an den Ölpreis ist ungerecht und verteuert unabhängig vom Gaseinkaufspreis das Gas für die Endverbraucher. Die Gaspreisbindung ist nicht mehr zeitgemäß. Gegen Gasmonopole hilft nur Wettbewerb, die Wettbewerbsbedingungen auf dem Gasmarkt müssen deshalb jetzt durch die von uns geschaffene Bundesnetzagentur grundlegend verbessert werden.

09.09.2005   Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Union will "Aktionsplan Energieeffizienz für Deutschland"

"Deutschland braucht einen Aktionsplan für mehr Energieeffizienz. Von der Energieerzeugung über die Energieverwendung in der Industrie, bei den privaten Haushalten und im Verkehrssektor müssen in allen Bereichen Anstrengungen unternommen werden, Energie klimafreundlicher und Ressourcen sparend zu erzeugen und zu verwenden." Das erklärten die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gerda Hasselfeldt MdB, und der umweltpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Peter Paziorek MdB in einer Pressemitteilung.  Der Kraftwerkspark in Deutschland müsse schnell und umfassend modernisiert werden. Durch moderne und effiziente fossile Kraftwerke und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien könne auf der Energieerzeugungsseite der Rohstoffeinsatz deutlich verringert werden. Gleichzeitig werde hierdurch der Ausstoß von CO2 deutlich reduziert, so Hasselfeldt und Paziorek.


Impulse für die Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmebereich

Besonders bei den privaten Haushalten gebe es im Zuge der Altbausanierung große Energieeinsparpotenziale. Rund zwei Drittel der bestehenden Gebäude in Deutschland seien wärmetechnisch sanierungsbedürftig, so die Unionspolitiker. "Um diese wichtigen Potenziale heben zu können, wollen CDU und CSU beispielsweise bestehende Anreize marktwirtschaftlich weiterentwickeln und in ein unbürokratisches und technologieoffenes Marktanreizprogramm 'energetische Sanierung im Gebäudebereich' überführen. Hierdurch sollen auch Impulse für die Nutzung moderner Heizungssysteme und erneuerbarer Energien im Wärmebereich gesetzt werden", heißt es in der Pressemitteilung.


Anteil von Biokraftstoffen weiter erhöhen

Darüber hinaus könne durch ein solches Programm ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und damit zum Klimaschutz geleistet werden. Zudem schaffe es Beschäftigung vor Ort in einem zentralen Bereich des Mittelstandes und sei darüber hinaus ein Beitrag zur Bekämpfung der Schwarzarbeit. Im Verkehr müsse der Anteil von Biokraftstoffen weiter erhöht sowie die Entwicklung und der Einsatz effizienter und alternativer Antriebssysteme vorangetrieben werden. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch soll in den kommenden Jahren weiter deutlich reduziert werden, fordert die Union. Hierfür seien schnell Gespräche mit der Automobilindustrie aufzunehmen, um geeignete Maßnahmen einzuleiten.

"Mit einem Aktionsplan für mehr Energieeffizienz können gleichzeitig ökologische und ökonomische Zielsetzungen erreicht werden. Gemeinsam mit der Wirtschaft ist er schnell auf den Weg zu bringen, um die vorhandenen Einsparpotenziale schnell erschließen zu können", erklärten Hasselfeldt und Paziorek.

09.09.2005   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Freiburger SolarMarkt schließt Rahmenvertrag mit Isofotón

Freiburger Solarstromanlage mit 20 Isofotón-Modulen I-159
Freiburger Solarstromanlage mit 20 Isofotón-Modulen I-159

Bei der Freiburger SolarMarkt GmbH können Handwerker auch in den kommenden Jahren garantiert einkaufen – und das trotz der Silizium-Engpässe auf dem PV-Markt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Vereinbarungen mit dem spanischen Modul-Hersteller Isofotón über ein Volumen von über 60 Millionen Euro stellten die Versorgung der Kunden zu gewohnter Qualität sicher. Für viele Handwerksbetriebe sei das existentiell, da sie einen Großteil ihres Umsatzes mit der Installation von PV-Anlagen machten, betont das Unternehmen.  Auch in größeren Kontingenten könne der Freiburger PV-Großhändler das monokristalline Modul I-150 S/12 ab Lager liefern. Isofotón-Module übertreffen laut SolarMarkt international festgelegte Normen. Die Produktgarantie von 10 Jahren sei ebenfalls überdurchschnittlich. Die Leistungsgarantie betrage 20 Jahre.


Spätestens ab 2006 seien die auf der Intersolar als Prototyp vorgestellten Module IS-200 und IS-150 lieferbar. Bei beiden Modulen sind Glas und Zellen texturiert. Das sorge für eine höhere Lichtdurchlässigkeit und weniger Reflexion, so dass die Erträge steigen. 96 Zellen im Fünf-Zoll-Format liefern 200 Wp, 72 Zellen ebenfalls im Fünf-Zoll-Format 150 Wp.


Solarwafer und –zellen aus Andalusien

"Mit Isofotón verfügen wir über einen zuverlässigen Partner, der seit Jahren eine hohe Qualität liefert", freut sich Walter Leithold, Geschäftsführer der SolarMarkt GmbH, über den Rahmenvertrag. "Über die Dauer von 10 Jahren haben wir eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung aufgebaut, die solch langfristige Vereinbarungen erst möglich macht", so Leithold weiter. Der spanische Modul-Hersteller Isofotón entstand 1981 als Ausgründung aus der polytechnischen Universität Madrid. In seinen Produktionsstätten in Malaga, Andalusien werden Solarwafer und Solarzellen produziert und zu Modulen verschaltet. Mit einer Produktionskapazität von 90 MW gehört das Unternehmen zu den größten der Branche. Der wichtigste Abnehmer ist Deutschland. Über 7,5 Millionen Euro hat Isofotón laut SolarMarkt vergangenes Jahr in Forschung und Entwicklung investiert.


Referenzanlage am Kaiserstuhl erzielt Spitzenerträge

Ein Beispiel für die hohe Qualität der Isofotón-Module sei eine 2,5 kWp Anlage in Eichstetten am Kaiserstuhl. Im Jahr 2004 habe die Anlage 1012 Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt Spitzenleistung (kWp) produziert. Das seien rund 6 Prozent mehr als 449 Vergleichsanlagen in Süddeutschland durchschnittlich erzielt hätten, so der SolarMarkt. Für diese Vergleichsanlagen habe der Aachener Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. einen durchschnittlichen Ertrag von 950 kWh/kWp als Benchmark errechnet. Wer garantiert hohe Erträge wünscht, sollte beim Einkauf darauf achten, dass die Module zertifiziert sind, empfiehlt der SolarMarkt. Dubiose Händler nutzten den knappen PV-Markt und böten Module geringer Qualität und unklarer Herkunft an. Im Schadensfall könnten Garantien nur bei zertifizierten Modulen in Anspruch genommen werden, die von autorisierten Händlern verkauft wurden.

09.09.2005   Quelle: SolarMarkt GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarMarkt GmbH.

 

Trittin nennt DIHK-Strategiepapier "Kirchhof-Liste zur Abwicklung der Umweltpolitik"

"Dass man in den Verbänden von Wirtschaft und Industrie den Zeitpunkt für gekommen hält, endlich zum großen Revirement in der Umweltpolitik zu blasen, ist spätestens seit den rückständigen Thesen des BDI zum Klimaschutz unverkennbar. Aber so ungeschminkt wie der DIHK hat bisher noch keiner die vollständige Unterordnung der Umweltpolitik unter privatwirtschaftliche Interessen verlangt". Mit diesen Worten kommentiert Bundesumweltminister Jürgen Trittin das Positionspapier des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) mit dem Titel "Für einen Strategiewechsel in der Umweltpolitik."  Was der DIHK präsentiere, sei nichts anderes als die "Kirchhof-Liste" zur Abwicklung der Umweltpolitik, so der Bundesumweltminister.


DIHK: Zuständigkeit für erneuerbare Energien und andere Fragen der Energieversorgung verbinden

Der DIHK hatte in seinem Positionspapier gefordert, die Neugewichtung der Aufgaben der Bundesregierung müsse sich auch im Ressortzuschnitt widerspiegeln. "Die Aufgaben des Bundes betreffend erneuerbare Energien und Reaktorsicherheit sollten mit allen anderen Fragen der Energieversorgung verbunden werden", verlangt der DIHK unter Punkt 7. Weiter fordert der DIHK eine Analyse der ökonomischen Tragfähigkeit klimaschutzpolitischer Maßnahmen. Deutschland könne nicht einseitig und dauerhaft Vorreiter sein; das klimapolitische Ziel Deutschlands, innerhalb der EU seine Treibhausgase bis 2020 um 40 % zu reduzieren, müsse entfallen. Stattdessen soll laut DIHK weltweit eine verbindlichere Klimaschutzpolitik vereinbart werden.


Minister warnt vor "Zerschlagung des Bundesumweltministeriums"

"Der DIHK sollte seinem Papier ehrlicherweise den Titel "Für eine Beendigung der Umweltpolitik" geben, so Trittin. Konsequenterweise solle der DIHK dann aber auch seine Forderung nach einer Verlagerung der Umweltkompetenzen innerhalb der Bundesregierung präzisieren als Forderung nach der Zerschlagung des Bundesumweltministeriums, heißt es in der BMU-Pressemitteilung. Denn darauf laufe hinaus, was der DIHK verlange. Ein Rumpfministerium ohne Zuständigkeiten für Naturschutz, Reaktorsicherheit und erneuerbare Energien hätte im Gegensatz zum jetzigen, schlagkräftigen Bundesumweltministerium kaum Existenzberechtigung, warnt Trittin Und es könnte anders als heute nicht mehr die EU-Umweltpolitik im Sinne Deutschlands entscheidend mitgestalten. Genau dies entspreche dem erklärten Ziel des DIHK, so Trittin.


Trittin: Potenziale für Wachstum und Beschäftigung für Unternehmen, die das Thema Umwelt offensiv und kreativ angehen

Wer das deutsche und das globale Umweltkapital derart leichtsinnig zu verspielen bereit sei wie der DIHK, tauge nicht als Ratgeber für eine verantwortungsvolle, zukunftsorientierte Bundesregierung. "Und wer allen Ernstes immer noch glaubt, Umweltschutz behindere Investitionen, der verschließt die Augen vor der Wirklichkeit", stellt Trittin fest. Richtig sei, dass Potenziale für Wachstum und Beschäftigung sich nur für jene Unternehmen erschließen, die das Thema Umwelt offensiv und kreativ angingen, die rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkennen würden und nach innovativen Lösungen suchen. Angesichts begrenzter Rohstoffvorräte und steigender Energiekosten könnten nur solche Volkswirtschaften wettbewerbsfähig bleiben, die sich konsequent in Richtung Effizienz bewegen und ökologisch modernisieren. "Dazu bedarf es eines starken Umweltministeriums", betont Trittin.

08.09.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Union will EEG Ende 2007 überprüfen, weiterentwickeln und effizienter gestalten

CDU und CSU setzen weiter auf erneuerbare Energien, so der umweltpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Peter Paziorek MdB, in einer Pressemitteilung anlässlich der Regierungserklärung von Bundeskanzler Gerhard Schröder und dessen Aussagen zur Förderung erneuerbarer Energien am 07.09.2005. Der Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Stromverbrauch soll laut Paziorek auf mindestens 12,5 Prozent erhöht werden.  Auch darüber hinaus gelte es deren Anteil weiter zu steigern. Ziel müsse sein, die erneuerbaren Energien möglichst schnell an ihre Wettbewerbsfähigkeit heranzuführen.


Paziorek: "Einen Bruch bei der Förderung wird es nicht geben"

"Nicht außer Acht gelassen werden darf, dass die Förderung erneuerbarer Energien auch mit Kosten verbunden ist. Im Jahr 2004 wurden die Stromkunden durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit 2,3 Mrd. Euro belastet", heißt es in der Pressemitteilung. Besonders strom- und energieintensive Unternehmen seien davon betroffen und dadurch in ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit gefährdet. Deshalb müsse die Förderung der erneuerbaren Energien in regelmäßigen Abständen auf ihre Effizienz hin überprüft werden. Dies sei schon allein deshalb notwendig, weil sich die erneuerbaren Energien ständig technisch weiterentwickeln und kostengünstiger werden. Sonst komme es zu Überförderungen und Mitnahmeeffekten, so Paziorek. "Die Union wird deshalb, das EEG, wie es im Gesetz vorgesehen ist, Ende 2007 überprüfen, weiterentwickeln und effizienter gestalten. Einen Bruch bei der Förderung wird es nicht geben. Kurzfristig ist zu prüfen, ob eine Entlastung der strom- und energieintensiven Unternehmen über eine neue Härtefallregelung möglich ist, erklärte Paziorek.


Große Potenziale bei der Nutzung der Biomasse, der Solarenergie und der Geothermie

Große Potenziale sieht der umweltpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion besonders bei der Nutzung der Biomasse, der Solarenergie und der Geothermie. Diese Potenziale gelte es weiter zu erschließen. Die Nutzung der Windenergie sei auf windgünstige Standorte im Binnenland zu begrenzen, die Chancen im Offshore-Bereich seien zu erhalten. Neben der Stromerzeugung muss laut Paziorek auch die Wärmegewinnung aus erneuerbaren Energien weiter vorangebracht werden. Angesichts der hohen Heizölpreise bestehe hier großer Handlungsbedarf. Mit einem unbürokratischen und technologieoffenen Marktanreizprogramm "energetische Sanierung im Gebäudebereich" will die Union auch in diesem Bereich neue Impulse setzen. Hiervon sollen besonders der Mittelstand und das Handwerk profitieren.


Chancen deutscher Anbieter im Export wahren

"Langfristig ist die Förderung erneuerbarer Energien gut investiert und bietet neue Chancen und Arbeitsplätze", betont Paziorek. Wer die erneuerbaren Energien in ein Schattendasein verbannen wolle, zeuge von einer sehr kurzfristigen Sichtweise, die langfristig weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll sei. Angesichts eines steigenden Energieverbrauchs weltweit und steigender Rohstoffpreise würden die erneuerbaren Energien mit Blick auf Ressourcenschonung, Klimavorsorge und Technologieentwicklung weltweit eine immer wichtigere Rolle spielen. Hier gelte es, mittel- bis langfristig die Chancen deutscher Anbieter im Export zu wahren.

08.09.2005   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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ErSol Solar Energy AG: Kauf der ASi Industries GmbH (ASi) soll Börsengang unterstützen

Der Solarzellenhersteller ErSol Solar Energy AG, Erfurt (ErSol), will noch in diesem Jahr an die Börse. Die Aktien der Gesellschaft sollen bereits im September Investoren angeboten werden. Nun habe die ErSol Solar Energy AG die ASi Industries GmbH (ASi) gekauft, so ErSol in einer Pressemitteilung.   Das Kerngeschäft der ErSol ist bislang die Produktion mono- und multikristalliner Silizium-Solarzellen. Zudem vertreibe ErSol Solarmodule und weitere Komponenten für Solaranlagen. "Mit Asi integrieren wir nun auch die der Solarzellenproduktion vorgelagerten Prozesse der Ingot- und Waferherstellung. Das hat für uns erhebliche Vorteile. Insbesondere, da die Ingots und Wafer als Vorprodukte maßgeblich für die Qualität der daraus produzierten Solarzellen sind", so Dr. Claus Beneking, Vorstandssprecher der ErSol. ASi zähle im Bereich der Fertigung monokristalliner Ingots und Wafer für die Photovoltaikindustrie zu den qualitativ führenden Unternehmen.


Anteil an der Wertschöpfungskette für die Produktion von Solarstromanlagen erhöht

Die Kauf der ASi gilt laut ErSol rückwirkend zum 1. Juli 2005. Somit erhöhe die ErSol Solar Energy AG ihren Anteil an der gesamten Wertschöpfungskette für die Produktion von Solaranlagen erheblich. Durch die Integration von zwei technologisch anspruchsvollen und margenstarken Bereichen der photovoltaischen Wertschöpfungskette unterscheide sich das Unternehmen von seinen direkten Wettbewerbern. Anfang September 2005 habe ErSol zudem langfristige Kundenverträge zur Lieferung von Solarzellen mit drei führenden unabhängigen Modulherstellern abgeschlossen: der japanischen MSK Corporation sowie den deutschen Unternehmen Solon und Solarwatt. Das Unternehmen setze damit seine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit diesen führenden Unternehmen der Photovoltaik-Branche fort und verstärke gleichzeitig seinen internationalen Fokus. Die Verträge mit Laufzeiten von bis zu 10 Jahren repräsentieren laut ErSol einen Gesamtumfang von über einer Milliarde Euro. Den Bezug des derzeit weltweit knappen Rohstoffs Silizium zur Produktion von Solarzellen aus den von der Asi gefertigten Vorprodukten Ingots und Wafer habe ErSol durch Verträge mit namhaften Silizium-Herstellern über einen gleich langen Zeitraum gesichert. Nach Einschätzung der Gesellschaft sind dadurch die Produktionskapazitäten von ErSol und ihrer neuen Tochtergesellschaft ASi für die Herstellung von Ingots, Wafern und Solarzellen für die kommenden Jahre nahezu vollständig ausgelastet.


Solarzellen-Produktionskapazität soll noch 2005 von 25 auf bis zu 60 Megawatt (MW) steigen

"Wir haben ErSol innerhalb kurzer Zeit zu einem gut positionierten und profitablen Anbieter der Solarindustrie entwickelt und strategische Schwerpunkte für die Zukunft gesetzt", sagte Dr. Beneking. "Mit dem Erwerb der ASi sind nun besonders gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Börsengang gegeben. Wir freuen uns über den Vertrauensbeweis, dass der bisherige Hauptgesellschafter der ASi auch dem neuen Unternehmen als Aktionär erhalten bleibt." Auf Pro-forma Basis hat das neue Unternehmen nach eigenen Angaben für das Geschäftsjahr 2004 einen Konzern-Umsatz von rund 50 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis von rund 1,5 Millionen Euro erzielt. Für das erste Halbjahr 2005 belaufe sich der konsolidierte Umsatz auf rund Euro 33 Millionen Euro mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 3,5 Millionen Euro. Die neue Gruppe beschäftige insgesamt 225 Mitarbeiter. ErSol beabsichtige, noch in diesem Jahr die Produktionskapazität in Erfurt zur Herstellung von Solarzellen von derzeit 25 auf bis zu 60 Megawatt (MW) zu erweitern; in den kommenden Jahren soll weiter in den Standort Erfurt investiert und die Produktionskapazität für Solarzellen ausgebaut werden. Die Kapazität der ASi Produktionsstätte zur Herstellung von monokristallinen Solar-Wafern in Arnstadt/Thüringen beträgt nach Angaben des Unternehmens derzeit rund 25 MW und soll in Zukunft ebenfalls erheblich erweitert werden.


Börsengang soll in erster Linie weiteres Wachstum finanzieren

ErSol sei auf das geplante Wachstum gut vorbereitet, so das Unternehmen. Bereits heute erziele es rund 50 Prozent der Außenumsätze mit Solarzellen außerhalb Deutschlands. Zudem sei in diesem Jahr das Joint Venture Shanghai Electric Solar Energy Co., Ltd. (SESE) mit zwei chinesischen Partnern gegründet worden, das voraussichtlich Anfang 2006 die Produktion von Solarmodulen für den chinesischen Markt aufnehmen soll. Damit verfüge ErSol über eine hervorragende Plattform für die weitere geografische Expansion, besonders im stark wachsenden asiatischen Markt. "Der geplante Börsengang dient primär der Finanzierung des weiteren Wachstums. Das Unternehmen strebt eine Notierung im Amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) an. Der geplante Börsengang wird von der Deutschen Bank als Sole Global Coordinator und Sole Bookrunner begleitet. Weitere Einzelheiten zum geplanten Börsengang wird das Unternehmen zu einem geeigneten Zeitpunkt bekannt geben", heißt es in der Pressemitteilung.

08.09.2005   Quelle: ErSol Solar Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Italien: Neue Solarstrom-Einspeisetarife gelten ab 1. Oktober 2005

Die lange erwartete Verordnung der italienischen Regierung zur Festlegung der Photovoltaik-Einspeisetarife (Conto Energia) vom 28. Juli 2005 ist am 5. August im Gesetzblatt (Gazetta Ufficiale) veröffentlicht worden. Die Verordnung gilt für Solarstromanlagen mit einer Leistung von einem Kilowatt bis 1.000 kW.   Die Vergütung wird auf Antrag 20 Jahre lang bezahlt für Anlagen, die von natürlichen und juristischen Personen erreichtet werden. Das Conto Energia gilt sowohl für Solarstromanlagen an und auf Gebäuden als auch für Freiflächenanlagen.

Die Einspeisetarife für Solarstrom betragen in den Jahren 2005-2006:

· Für Anlagen mit einer Leistung von 1 kWp bis 20 kWp: 0,445 €/kWh
· Für Anlagen mit einer Leistung von 20 kWp bis 50 kWp: 0,46 €/kWh
· Für Anlagen mit einer Leistung von 50 kWp bis 1.000 kWp: 0,49 €/kWh


Ausschreibungsverfahren für Solarstrom-Kraftwerke ab 50 kWp

Für Anlagen mit einer installierten Spitzenleistung über 50 kWp wurde ein Ausschreibungsverfahren eingeführt, das diejenigen Vorhaben begünstigen soll, die im Vergleich der Anbieter den geringsten Vergütungssatz zugrunde legen. Die Tarife gelten für alle netzgekoppelten PV-Anlagen, die ab dem 30. September 2005 an das italienische Stromnetz angeschlossen werden. Ab 2007 sollen die Vergütungssätze jährlich um 2 % sinken. Für PV-Anlagen unter 20 kWp kann der erzeugte Strom zusätzlich über das so genannte Net-Metering abgerechnet werden (ca. 0,15 Euro/kWh), so dass die Gesamtvergütung bei rund 0,60 Euro/kWh liegt.
Im Zuge des "Net Metering" verkaufen Betreiber den Überschuss-Strom und die Versorger verrechnen den vom Anlagenbetreiber verbrauchten Netzstrom mit dem von ihm erzeugten Ökostrom.


Zielvorgabe: 300 MW bis 2015

Die Anträge für die Solarstrom-Vergütung müssen jeweils zum 31 März, 30 Juni, 30 September und 21 Dezember gestellt werden. Die Einspeisevergütung laut Conto Energie soll zunächst gelten bis in Italien 100 MW zusätzliche PV-Leistung installiert ist. Davon entfallen 60 MW auf Solarstromanlagen bis 50 kWp und 40 MW auf Anlagen von 50 kWp bis 1 MWp. Die Verordnung sieht vor, dass bis 2015 insgesamt 300 MW installiert werden.

Der Text in italienischer Sprache (Gazzetta Ufficiale N. 181 del 5 Agosto 2005) ist zugänglich unter http://www.gazzette.comune.jesi.an.it/2005/181/5.htm

08.09.2005   Quelle: Exportinitiative Erneuerbare Energien; Ministro dell' Ambiente e della Tutela del Territorio   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Windenergie: Bundesumweltministerium fördert Offshore-Stiftung mit 5 Millionen Euro

Um den Ausbau von Windkraftanlagen in der deutschen Nord- und Ostsee voranzubringen, haben alle wesentlichen Akteure der Wirtschaft eine Offshore-Stiftung gegründet, berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Ein Ziel der Stiftung sei, die Errichtung eines Testfeldes für den Ausbau der Windkraft auf hoher See zu ermöglichen.  Auf Antrag der Stiftung fördert das Bundesumweltministerium das Vorhaben mit 5 Millionen Euro, um Technik- und Begleitforschung möglich zu machen. Die Mittel kommen aus dem Forschungsetat für erneuerbare Energien des BMU. "Seegestützte Windparks bergen ein erhebliches Potenzial für eine zukunftssichere und klimafreundliche Energieversorgung. Sie können einen beachtlichen Beitrag dazu leisten, uns unabhängiger vom Öl zu machen", sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Deshalb müsse dieses Potenzial möglichst schnell erschlossen werden. Mit der Stiftung werde ein wichtiger Schritt dazu getan, so Trittin


25.000 MW Windkraftleistung bis 2030 geplant

Ziel der Bundesregierung ist, 2000 bis 3000 Megawatt (MW) Windkraftleistung bis 2010 auf hoher See zu installieren. Bis 2025/2030 sollen es 20.000 bis 25.000 MW sein. Damit könnten laut BMU 15 Prozent des Stromverbrauchs – bezogen auf 1998 – gedeckt werden. In dem Testfeld in der Nordsee soll die Technik von Windenergieanlagen der 5 MW-Klasse getestet und weiterentwickelt werden. Außerdem ist geplant, die ökologische Begleitforschung unter realen Bedingungen durchzuführen. Zu diesem Zweck will die Stiftung die Rechte an einem bereits genehmigten Offshore-Windpark erwerben, in dem das Testfeld errichtet werden soll. Bundesumweltminister Jürgen Trittin überreichte am 6. September dem Präsidenten der Stiftung, dem Bremer Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, Jens Eckhoff, den Förderbescheid. "Allein die breite Beteiligung aus verschiedenen Bereichen der deutschen Wirtschaft zeigt, welcher Stellenwert der Stiftung zukommt. Die Wirtschaft wird rund 150 Millionen Euro in dieses Testfeld investieren, die beteiligten Unternehmen tragen damit auch das finanzielle Risiko", so Trittin.


Wirtschaft beteiligt sich an der Erforschung der Windenergie auf See

An der Gründung der "Stiftung der deutschen Wirtschaft für die verbesserte Nutzung und Erforschung der Windenergie auf See" (Offshore-Stiftung) sind unter anderem die Windenergieanlagenhersteller Enercon, Multibrid und REpower, die Energieversorger E.ON, EWE und Vattenfall beteiligt. Unternehmen der maritimen Wirtschaft, die Verbände der Windenergiebranche sowie Banken, Versicherungen und Bauunternehmen, zählen ebenfalls zu den Gründern. Im Kuratorium der Stiftung sind auch das Bundesumweltministerium, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sowie die Küstenbundesländer vertreten.


Ersten deutsche Offshore-Windenergieanlagen sollen ab 2007 Strom liefern

Die Stiftung will die Standorte im Testfeld an Betreibergesellschaften verpachten. Die Unternehmen eon-energy-Projects und EWE haben laut BMU bereits ihre Bereitschaft zur Gründung einer solchen Betreibergesellschaft bekundet. Aus der Verpachtung der Anlagenstandorte, der Rendite des Stiftungskapitals, Aufträgen und Spenden sollen die Ziele der Stiftung finanziert werden. Zur Unterstützung dieser Forschungstätigkeiten will die Stiftung einen Wissenschaftlichen Beirat einsetzen, dem neben privaten Forschungseinrichtungen auch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Umweltbundesamt (UBA) angehören werden. Im nächsten Jahr soll mit den ersten Arbeiten im Testfeld begonnen werden, so dass sich 2007 die ersten Windenergieanlagen in der deutschen Nord- und Ostsee drehen könnten.

08.09.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarmarketing: Mit zukunftsfähigen Energien Kunden gewinnen

Da Gas- und Ölpreise auf immer neue Höchststände klettern, entscheiden sich immer mehr Menschen für Solaranlagen und energieeffiziente Bauprodukte. Die Industrie mache damit inzwischen einen Umsatz in Milliardenhöhe, so der Solartrainer Dr. Klaus Heidler. Wie auch Handwerker von der wachsenden Nachfrage profitieren können, zeigt Heidler am 14./15. November im Solar Info Center Freiburg.  Die Teilnehmer üben, wie man Kunden gegenüber erfolgreich argumentiert und mit gezieltem Marketing neue Käufer gewinnt. Das Praxisseminar aus der Reihe MARKT-EN wird finanziell gefördert aus dem Klimaschutzfonds der badenova AG.

Ob Photovoltaik, Geothermie oder energieeinsparende Techniken – sie alle bieten Handwerksbetrieben laut Heidler neue Umsatzchancen. Jedoch sei aktives Marketing nötig, denn die Produkte seien frisch, die Menschen wollten gewonnen werden. "Für den Kundenkontakt waren die Verkaufssituationen im Rollenspiel sehr nützlich. Und dass ich mit meiner eigenen Marketingstrategie seit ein paar Wochen zielgerichtet neue Kundengruppen erschließe, verdanke ich letztlich den Seminar-Übungen.", zitiert der Trainer eine Teilnehmerin aus dem letzten Seminar in Schopfheim.

Das Seminar ist ein Teil des Marketing-Projekts MARKT-EN für Handwerker. MARKT-EN trainiert noch von Oktober 2005 bis April 2006 Solarmarketing, das zum Handwerker passt und im Arbeitsalltag auch umsetzbar ist. Der erste Seminartag zeigt Grundlagen der Kommunikation und die vier Phasen eines Verkaufsgesprächs. Am zweiten Tag erstellt jeder Teilnehmer ein Marketingkonzept für den eigenen Betrieb. Neben den Seminaren sind laut Heidler auch individuelle Marketingberatungen möglich.

08.09.2005   Quelle: Dr. Klaus Heidler, Solar Consulting   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarzellen-Hersteller Q-Cells steigert Umsatz um 145 Prozent

Die Q-Cells AG, Thalheim (Landkreis Bitterfeld), konnte ihr Wachstum auch im ersten Halbjahr 2005 fortsetzen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Umsatz des größten konzernunabhängigen Solarzellenherstellers der Welt sei im Halbjahresvergleich um 145 Prozent gestiegen, auf 116,7 Millionen Euro (1. Halbjahr 2004: 47,6 Mio. Euro).  Damit habe das zu den Technologie- und Innovationsführern der Branche zählende Unternehmen bereits 91 Prozent des gesamten Vorjahresumsatzes von 128,7 Millionen Euro erreicht.


Börsengang im Oktober geplant

Noch stärker als der Umsatz wuchs der Jahresüberschuss, der um 219 Prozent auf 15,3 Millionen Euro zunahm (1. Halbjahr 2004: 4,8 Mio. Euro). Die Q-Cells AG hatte vor wenigen Tagen angekündigt, noch im Oktober an die Börse gehen zu wollen. Die ungebrochen starke Nachfrage im weiter wachsenden Markt für Photovoltaik sorgte für eine Vollauslastung der Produktionskapazitäten. Im ersten Halbjahr 2005 wurden Solarzellen mit einer Gesamtleistung von 66,6 Megawatt (MWp) produziert (Vorjahreszeitraum: 26,1 MWp), eine Steigerung um 155 Prozent.


Produktion für das Jahr 2005 bereits verkauft

Im ersten Halbjahr 2005 hat Q-Cells nach eigenen Angaben in den weiteren Ausbau der Produktionskapazitäten investiert: Im April 2005 startete planmäßig die Produktion der ersten Solarzellen in der neuen Produktionslinie 4, deren geplante Nominalkapazität nach Endausbau rund 180 MWp betragen wird. Das Investitionsvolumen liege bei knapp 50 Millionen Euro. Das gesamte geplante Produktionsvolumen für das Jahr 2005 sei bereits verkauft, sagte Vorstandsvorsitzender Anton Milner. "Die Q-Cells AG beabsichtigt, ihre Position im Weltmarkt weiter auszubauen", kündigte Milner an. Noch in diesem Jahr soll eine Vertriebsniederlassung in Hongkong eröffnet werden, zusätzlich zu dem bereits bestehenden Büro in China.


Beteiligung an der neuen EverQ GmbH

Gleichzeitig habe Q-Cells den Ausbau und die Entwicklung weiterer neuer Technologien vorangetrieben. Als Ergänzung zur eigenen Technologie seien die so genannte String-Ribbon-Technologie und die Dünnschichttechnik "Crystalline Silicon on Glass" (CSG ) aussichtsreiche Produktionsverfahren der Zukunft. Die String-Ribbon-Technologie komme mit deutlich weniger Silizium als die herkömmliche Technologie aus: Anfang 2005 habe die Q-Cells AG daher gemeinsam mit dem US-amerikanischen Unternehmen Evergreen Solar, Inc. ein Joint Venture gegründet. An dem neuen Unternehmen EverQ GmbH, Thalheim, habe sich die Q-Cells AG zunächst mit 24,9 Prozent beteiligt und verfüge unter bestimmten Voraussetzungen über eine Option auf weitere 25,1 Prozent. Für 61 Mio. Euro Investitionsvolumen soll in Thalheim eine Fabrik mit einer Produktionskapazität von 30 MWp entstehen, deren Produktion voraussichtlich im ersten Halbjahr 2006 starten werde. Der erste Spatenstich für den Bau der Fabrik erfolgte am 12. Juli 2005.


CSG-Verfahren verbindet Silizium-Technologie mit Dünnschichttechnik

Seit 2004 hat sich Q-Cells nach eigenen Angaben in einem weiteren Silizium sparenden Produktionsverfahren engagiert: Das CSG-Dünnschichtverfahren, durch die australische Firma Pacific Solar Pty Ltd entwickelt, verbindet die Vorteile der bewährten Silizium-Technologie mit den Vorteilen der Dünnschichttechnik. Bei diesem Verfahren werde weniger als 1 Prozent des Siliziums herkömmlicher Zellen pro Watt Leistung verbraucht. Q-Cells habe sich daher mit 22,32 Prozent an der CSG Solar AG, Thalheim, beteiligt. Diese Gesellschaft habe im vergangenen Jahr die exklusive Lizenz für die CSG-Technologie übernommen und sei zurzeit dabei, diese Technologie auf Basis der bisherigen positiven Entwicklungsergebnisse zu kommerzialisieren. In der ersten Fabrik sollen zwei Produktionslinien mit insgesamt 25 MWp Kapazität entstehen. Der Bau der ersten Produktionslinie (12 MWp Kapazität) in Thalheim mit einer Investitionssumme von zirka 35 Millionen Euro wurde im Januar 2005 begonnen. Die ersten Produkte sollen im 1. Halbjahr 2006 ausgeliefert werden.

07.09.2005   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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"Solar-Wirtschaftswunder": US-Unternehmen will Modulfabrik in Hoyerswerda bauen

Laut der Lausitzer Rundschau will ein großes Solar-Unternehmen aus dem US-amerikanischen Detroit rund 150 Millionen Euro in ein neues Werk für Solarmodule in Hoyerswerda investieren. Das habe die Stadtverwaltung von Hoyerswerda am 05.09.2005 unter Berufung auf eine Mitteilung des Aufsichtsrates des Unternehmens mitgeteilt. 
Mit der neuen Fabrik sollen rund 475 Arbeitsplätze entstehen, so die Lausitzer Rundschau. Bei dem Investor soll es sich um die Energy Conversion Devices, Inc. (ECD Ovonics) handeln, die in der Lausitz Dünnfilmtechnik produzieren wolle, eine Technologie die nicht vom knappen Rohstoff Silizium abhängig ist.


Solar-Wirtschaftswunder in Sachsen

Hans Josef-Fell, forschungspolitischer Sprecher von Bündnis 90 / Die Grünen, bezeichnete das Vorhaben der ECD Ovonics als "Solar-Wirtschaftswunder in Sachsen". 475 Beschäftigte sollen in Hoyerswerda laut Fell künftig Dünnschicht-Photovoltaikmodule mit einer Kapazität von 60 Megawatt (MW) jährlich produzieren. Von der Dünnschichttechnologie würden in den nächsten Jahren deutliche Kostensenkungen für den Solarstrom erwartet, so Fell. "Sachsen entwickelt sich zu einem Silicon-Valley mit mehr und mehr Solarfirmen. Das grüne Wirtschafswunder wurde angestoßen und wird vorangetrieben mit dem rot-grünen Erneuerbaren-Energien-Gesetz, das von der Opposition in Frage gestellt wird", kommentiert Fell die Standortentscheidung des US-Unternehmens.


Milliardeninvestitionen in Solar-Technologie

Weitere milliardenschwere Investitionsentscheidungen in- und ausländischer Investoren würden nun davon abhängen, wie es mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz nach der Wahl weitergehe, erklärt Fell. Allein in Deutschland würden jährlich zwischen 200 und 300 Millionen Euro pro Jahr in neue Fabriken investiert; bislang über eine Milliarde Euro. In den Jahren 2003 und 2004 habe sich die Produktionskapazität jeweils verdoppelt. Dies werde sie auch 2005 wieder tun. "Zu den 20.000 in den letzten Jahren hierzulande geschaffenen Arbeitsplätzen werden in den nächsten Jahren 10.000 weitere hinzukommen", erwartet Fell.


Impulse für Bio- und Windenergie

Doch nicht nur bei der Solarenergie sei von Rot-Grün eine Menge angestoßen worden, betont Fell. Auch bei der Bioenergie habe sich eine Menge entwickelt. Aus gutem Grund habe Renate Künast Leipzig als Standort für ein neues Bioenergieinstitut gewählt. "Hätte die sächsische Landesregierung die Windenergie nicht kräftig ausgebremst, hätte sich auch bei dieser Ökoenergie in Sachsen eine Menge bewegen können. Andere östliche Bundesländer waren hier klüger. In Brandenburg und Sachsen-Anhalt beispielsweise sind in dieser Branche tausende Arbeitsplätze entstanden", so Fell.

07.09.2005   Quelle: Lausitzer Rundschau; Hans-Josef-Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

USA: Solar- und Windenergiebranche begrüßen neues Energiegesetz

George Bush (rechts im Bild) besucht die Sandia National Laboratories.
George Bush (rechts im Bild) besucht die Sandia National Laboratories.

„Die Vereinigung der US-amerikanischen Solarindustrie SEIA beglückwünscht Präsident Bush und den Kongress zur seit zwei Jahrzehnten überzeugendsten nationalen Politik für Sonnenenergie“, freut sich SEIA-Präsident Rhone Resch über das im August unterzeichnete neue Energiegesetz.

 
Die "Energy Bill" gewähre Eigenheimbesitzern und Unternehmen beim Kauf einer Solaranlage in den nächsten beiden Jahren einen Steuernachlass von 30 Prozent – zum ersten Mal seit 1985, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) in einer Pressemitteilung. Die Höchstgrenze der Steuerermäßigung liegt bei 2.000 US-Dollar. Auch die Solarhersteller müssen künftig 30% weniger Gewerbe- und Umsatzsteuer für Solarwärme- und Solarstromanlagen zahlen. Präsident Bush betonte bei einem Besuch der Solarthermischen Versuchanlagen der Sandia National Laboratories, die Regierung in Washington wolle, dass die Solarenergie eine wichtige Rolle bei der künftigen Energieversorgung des Landes spiele.


1,9 US-Cent Steuererlass pro Kilowattstunde Windstrom

Betreiber von Windkraftanlagen können laut DGS weitere zwei Jahre mit einem Steuererlass von 1,9 US-Cent pro erzeugter Kilowattstunde rechnen. Ursprünglich sollte die Vergünstigung am 31. Dezember 2005 enden. "Das ist das erste Mal, dass eine Verlängerung des Steuernachlasses für Windenergie genehmigt wurde, bevor die Frist dafür abgelaufen ist", sagt Randall Swisher, Geschäftsführer der American Wind Energy Association (AWEA-). Er bedauert, dass das Energiegesetz nicht die vom Senat vorgeschlagene Vorschrift enthält, bis 2020 zehn Prozent des nationalen Stroms aus erneuerbaren Energien zu erzeugen.

In diesem Jahr sollen laut AWEA bei einem Investitionsvolumen von etwa 3 Milliarden US-Dollar bis zu 2.500 Megawatt neue Windkraft-Kapazität an das Netz gehen, die rechnerisch den Strombedarf von rund 700.000 Haushalten decken.

07.09.2005   Quelle: DGS, AWEA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SEIA

 

Nachwachsende Rohstoffe: Handreichung Biogas wieder erhältlich

Leitfaden zur Biogasnutzung.
Leitfaden zur Biogasnutzung.

Die in allen wesentlichen Passagen auf den neuesten Stand gebrachte "Handreichung Biogasgewinnung und -nutzung" steht interessierten Fachleuten bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) ab sofort wieder kostenlos zur Verfügung. Das berichtet die FNR in einer Pressemitteilung.

 
Der aktualisierte Leitfaden kann über das Internet bestellt oder heruntergeladen werden in vollständig überarbeiteter und zum Teil neuer Fassung. Das gelte besonders für die Kapitel zu den Baugenehmigungsverfahren oder zur EU-Hygieneverordnung. Die Neuauflage der Handreichung Biogas biete nicht nur potenziellen Anlagenbetreibern alle notwendigen Informationen detailliert und verständlich aus einer Quelle. Auch Investoren, Anlagenplanern und -errichtern, Verwertern von Reststoffen, Behörden, Verbänden und Beratungseinrichtungen werde sie künftig eine gute Hilfestellung sein.

Die Handreichung (ISBN 3-00-014333-5) ist kostenlos erhältlich und kann bestellt werden über http://www.infomaterial@fnr.de oder die Internetseite www.bio-energie.de. Autoren: Institut für Energetik und Umwelt gGmbH Leipzig in Kooperation mit der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) Braunschweig und dem KTBL, Darmstadt.

07.09.2005   Quelle: FNR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FNR

 

Bank Sarasin: "Möglicher Regierungswechsel lässt erneuerbare Energien kalt"

Seit die Bundesregierung im Mai Neuwahlen ankündigte, versuchen Regierung und Opposition sich mit Aussagen über die künftige Politik zu profilieren. Ein Streitpunkt auf der Agenda sind erneuerbare Energien. Dabei handle es sich aber um eine Scheindebatte, denn der Wahlausgang dürfte sich kurzfristig kaum negativ auf die Weiterentwicklung der Branche auswirken, bereichtet die Bank Sarasin in einer Pressemitteilung.  Aus Sicht der auf nachhaltige Geldanlagen spezialisierten Bank sind die langfristigen Wachstumsperspektiven intakt. Die tatsächliche Herausforderung der Solarenergiebranche bestehe derzeit im Siliziummangel, der das Wachstum bremse. Zudem boomten die Aktienkurse von Unternehmen, die vom steigenden Ölpreis profitieren – einer nachhaltigen Entwicklung jedoch entgegenstehen.


Suche nach Energie-Alternativen gewinnt an Bedeutung

Sowohl CDU/CSU als auch die FDP befürworten in ihren Wahlprogrammen zur Bundestagswahl eine Beibehaltung der Kernenergie zur Stromversorgung. Angesichts des explodierenden Ölpreises und begrenzter Ressourcen werde sie als Lösung der Energiekrise angepriesen, so die Bank Sarasin. Eine gleichzeitige Abkehr von den zukunftsweisenden Technologien der erneuerbaren Energien sei jedoch mehr als unwahrscheinlich. Denn in der gegenwärtigen Situation gewinne auch die Suche nach Alternativen an Bedeutung. Deutschland habe sich überdies im Rahmen einer EU-Verordnung verpflichtet, bis zum Ende dieses Jahrzehnts 12,5 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Der wirtschaftliche Erfolg der Erneuerbaren trage ein übriges dazu bei, die Branche gegen vorschnelle Gesetzesänderungen zu schützen.


Kritik am Erneuerbare-Energien-Gesetz unbegründet

Die Opposition aus Union und FDP kritisiere besonders die Einspeisevergütung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Diese habe aber maßgeblich dazu beigetragen, dass erneuerbare Energien in Deutschland in den vergangenen Jahren enorm gewachsen und zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden sind, so die Bank Sarasin. Die Branche beschäftige rund 130.000 Menschen, viele davon in Ostdeutschland. In den vergangenen zehn Jahren habe sich beipielsweise die installierte Photovoltaikleistung in Deutschland auf über 300 Megawatt verhundertfacht. Wie 2004 von der Bank Sarasin in ihrer jährlichen Studie zur Solarwirtschaft prognostiziert, überstieg im Juni dieses Jahres die installierte Solarstromleistung die Grenze von einem Gigawatt (GW). Mit einem Anteil von zurzeit 0,12 Prozent an der gesamten Stromerzeugung habe die Solarenergie weiterhin ein enormes Potenzial. Die Windkraft befinde sich mittlerweile bereits an der Rentabilitätsschwelle und trage sechs Prozent zur Stromversorgung bei.
Aufgrund dieser Erfolge werde das deutsche EEG-Modell mittlerweile in etlichen europäischen Ländern wie Spanien, Portugal und Österreich eingesetzt. Eine vorzeitige Änderung in Deutschland würde die EU-Zielsetzung gefährden, bis 2010 den Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen auf 12,5 Prozent zu erhöhen. In Deutschland betrug dieser Anteil laut Bank Sarasin im vergangenen Jahr mit rund 55 Terawattstunden bereits zehn Prozent. Die genannten positiven Entwicklungen seien bis zuletzt auch für Anleger gewinnbringend gewesen, die in die Branche investiert haben. Denn vom angespannten Energiemarkt profitierten neben den "klassischen" Energiewerten wie Ölkonzernen auch Werte aus dem Bereich alternative Energiequellen.


Siliziummangel größtes Problem

Die Bundestagswahl, seien sich Branchenvertreter und Analysten einig, werde nicht für das momentane Hauptrisiko der erneuerbaren Energien gehalten. Die Bank Sarasin habe bereits im vergangenen Herbst in ihrer Studie zur Solarwirtschaft festgestellt, dass vor allem die Lieferengpässe beim wichtigen Rohstoff Silizium für ein gebremstes Wachstum in den kommenden zwei bis drei Jahren sorgen würden. Kostete ein Kilogramm Solarsilizium 2003 noch rund 25 US-Dollar, geht die Bank für 2006 von bis zu 50 US-Dollar aus. Derzeit arbeite die Branche an neuen Technologien, um die benötigte Siliziummenge bei der Herstellung von Solarzellen zu reduzieren. Die Kapazitäten für solares Silizium würden zwar zügig ausgebaut, ein Ende des Engpasses sei aber frühestens 2008/2009 in Sicht. Positiv sei, dass diese Wachstumsbremse vor einer Überhitzung des Marktes schütze.


Weiterhin positive Entwicklung der erneuerbaren Energien am Kapitalmarkt

Die Branche selbst reagiert laut Bank Sarasin gelassen: Nach dem Ende Juli vorgelegtem Geschäftsklimaindex der Solarwirtschaft für das zweite Quartal beurteilten 67 Prozent der Unternehmen ihre Lage "sehr gut" oder "eher gut". Dieser Optimismus lasse sich auch mit einem Blick an die Börse belegen: So verbuchten die Aktien großer Solarunternehmen wie SolarWorld, Conergy und Solon auch nach Ankündigung der Neuwahlen bis zuletzt hohe Kursgewinne. Erfolgreiche Börsengänge wie jener der Solar Millennium AG würden dies zusätzlich unterstreichen. Die Bank Sarasin geht daher davon aus, dass sich Kapitalanlagen im Sektor erneuerbare Energien weiterhin positiv entwickeln werden. Unter den mittlerweile über 350 nachhaltigen Publikumsfonds in Europa hätten sich besonders solche gut entwickelt, die wie der Sarasin New Energy Fund speziell in erneuerbare Energien investieren. Der Fonds habe in den ersten sieben Monaten des Jahres um knapp 26 Prozent zugelegt.


Bewusstsein für die langfristige Bedeutung alternativer Energiequellen schärfen

"Die Herausforderung der kommenden Monate wird nun darin liegen, bei Privatanlegern das Bewusstsein für die langfristige Bedeutung alternativer Energiequellen zu schärfen", heißt es in der Pressemitteilung. Verknappte Ressourcen sowie ein gestiegener Ölpreis dürften nicht dazu führen, dass man einseitig auf sie setze – auch und vor allem nicht auf dem Kapitalmarkt. "Um einen nachhaltigen, das heißt dauerhaft tragfähigen Umgang mit der Umwelt und ihren Ressourcen zu erreichen, bleiben bis auf weiteres die erneuerbaren Energien die einzige Option", so die Bank Sarasin.

06.09.2005   Quelle: Bank Sarasin & Cie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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WVW: Windstrom wird zum Jahreswechsel wieder zwei Prozent günstiger

Windstrom wird zum Jahreswechsel wieder zwei Prozent günstiger

Während die Energiepreise kontinuierlich steigen, wird Strom aus Windenergieanlagen erneut günstiger. Daran erinnert der Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. (WVW) in einer Pressemitteilung. Die nächste Senkung der Vergütungssätze um zwei Prozent wird zum 1. Januar 2006 wirksam. Geregelt ist die Preissenkung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).  Die Basisvergütung für Windstrom sinkt Anfang 2006 für neue Windenergieanlagen von 5,39 Cent/kWh auf 5,28 Cent/kWh. Die erhöhte Anfangsvergütung für Windstrom aus neuen Anlagen vermindert sich von 8,53 Cent/kWh auf 8,36 Cent/kWh. Auch für die Folgejahre sind Senkungen der Vergütungssätze für Windstrom aus neuen Anlagen um jeweils zwei Prozent gesetzlich fixiert.


Technischer Fortschritt sichert steigende Effizienz und sinkende Kosten

"Damit leistet die Windenergie einen spürbaren Beitrag zur Sicherung günstiger Stromversorgung", so der Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke e.V. (WVW), Dr. Wolfgang von Geldern. Er betont weiter: "Umweltfreundliche Windenergie ist unabhängig von Importmärkten und steht quasi unbegrenzt zur Verfügung. Technischer Fortschritt bei den Windenergieanlagen sichert stetig steigende Effizienz und damit sinkende Kosten für Windstrom. Das ist gleichzeitig die Basis für den wachsenden internationalen Erfolg der Windenergie und damit den steigenden Export."

Der Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. (WVW) vertritt die Interessen von rund 100 Unternehmen, die in Deutschland Windparks projektieren, bauen und betreiben.

06.09.2005   Quelle: WVW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU; © H.-G. Oed
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Schwedens Regierungschef Persson besucht SolarWorld-Konzern

Der schwedische Staatsminister und Regierungschef Goeran Persson besucht am 06.09.2005 den SolarWorld-Konzern. Am Standort der Tochtergesellschaft Gaellivare PhotoVoltaic AB (GPV) im nordschwedischen Gaellivare will sich Persson bei einem Rundgang durch die Produktion von der hochmodernen Solarmodulfabrikation überzeugen.  GPV ist laut SolarWorld ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im dünn besiedelten Nordschweden. "Durch das Wachstum der GPV sind in den letzten Jahren Investitionen ausgelöst worden, die der gesamten Wirtschaft in dieser Region zugute kommen", sagt Andreas Hinzer, Geschäftsfuehrer der GPV, anlässlich des hochrangigen politischen Besuchs. "Die Staatsführung will sich von dieser Wachtums-Story, die mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze einhergeht, ein eigenes Bild machen." Die Mitarbeiterzahl bei der GPV direkt stieg laut SolarWorld zum 30. Juni 2005 auf 58 Frauen und Männer. Daneben finde Beschäftigungsaufbau bei Zulieferbetrieben statt.


Skandinaviengeschäft verdoppelt – Ausbau der Solarmodulfertigung

GPV baut laut SolarWorld ihre Solarmodul-Kapazitäten derzeit auf 32 Megawatt (MW) aus. In der weitgehend vollautomatischen Modulfertigung stelle das schwedische Unternehmen neben hochqualitativen Standardmodulen Nischenprodukte her. "Wir werden im laufenden Jahr unseren Absatz in Skandinavien verdoppeln", blickt Andreas Hinzer voraus. "Für 2006 rechnen wir mit einem weiteren dynamischen zweistelligen Wachstum." Die schwedische Regierung habe jüngst ein Förderprogramm aufgelegt, um die Nachfrage für Photovoltaik an Öffentlichen Gebäuden in Schweden anzureizen.

06.09.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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WPD startet Vertrieb für Solarpark Süddeutschland VI

Die Genehmigung des jüngsten WPD-Solarparks "Süddeutschland VI" seitens der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) liege nun vor, berichtet die WPD GmbH & CO. KG in einer Pressemitteilung. Ab sofort beginne die WPD Vertrieb GmbH & Co. KG mit dem Vertrieb für das Kommanditkapital in Höhe von 4,5 Millionen für das 3 Megawatt-Projekt an zwei Freiflächenstandorten in Bayern. Konzipiert wurde der Fonds von der WPD Solare Energien GmbH aus der WPD-Gruppe.   Mit dem Bau der beiden Solarparks sei bereits begonnen worden, die Inbetriebnahme sei sukzessive bis Dezember 2005 geplant.


Standort-Gutachten prognostizieren Solarstrom Ertrag von 3.385.000 Kilowattstunden pro Jahr

"Bei diesem Vorhaben setzen wir auf ein mehrfaches Sicherungssystem. Zum Einsatz kommen Solarmodule des Weltmarktführers Sharp sowie Wechselrichter der Siemens AG "; erklärt Martin Gromus, Geschäftsführer der WPD Solare Energien. Sicherheit bestehe darüber hinaus auch durch 20 Jahre für die garantierten Festpreise für Einspeiseerlöse sowie einen 15-jährigen Vollwartungsvertrag. "Da die Werthaltigkeit der Projekte zu einem Großteil an die Erträge gekoppelt ist, haben wir für den Solarpark Süddeutschland VI insgesamt drei Standort-Gutachten renommierter Gutachter, wie zum Beispiel dem Fraunhofer-Institut eingeholt, die unter Berücksichtigung eines Sicherheitsabschlages einen Energieertrag von rund 3.385.000 kWh p.a. prognostizieren“, so Gromus weiter.


11 % mehr Ertrag durch einachsige Nachführung

Die Besonderheit dieser € 14,3 Millionen-Investition liege in dem einachsigen Tracking-System der Powerlight Corp. aus den USA, einem System, welches die Module mittels computergesteuerten Stellmotoren automatisch im Ost-West-Verlauf dem aktuellen Sonnenstand nachführe. "Die damit gewährleistete optimierte Ausrichtung und Neigung bedeutet für das Projekt ein deutliches Plus von voraussichtlich rund 11 % auf der Ertragsseite im Vergleich zu festinstallierten Fotovoltaiksystemen. Die Powerlight Corp. verfügt über langjährige Erfahrungen mit diesem System und wird die beiden Solarparks schlüsselfertig errichten und im laufenden Betrieb technisch betreuen. Bereits in 2004 hat die Powerlight Corp. in Deutschland Solarparks mit einer Nennleistung von 10 MWp in Deutschland errichtet,“ sagt Gromus abschließend.

06.09.2005   Quelle: WPD AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Greenpeace: Klimaschutz ist mit Atomkraft nicht zu machen

"Wirkungsvoller Klimaschutz ist mit einem Wiedereinstieg in die Atomenergie nicht möglich", so die Umweltorganisation Greenpeace in einer Pressemitteilung. Um alle Kraftwerke, die klimaschädliches Kohlendioxid ausstoßen, durch Atomenergie zu ersetzen, müssten in Deutschland 60 neue Atomkraftwerke gebaut werden, rechnet Greenpeace vor. Das sei schon aus technischen Gründen unmöglich, lautet die Kernaussage eines am 04.09.2005 präsentierten Hintergrundpapiers von Greenpeace.   Die Atomenergie auszubauen, sei sogar schädlich für den Klimaschutz, weil das Geld, das in die Atomkraft fließt, bei erneuerbaren Energien fehle.


60 neue Atomkraftwerke bis 2050

"Atomkraft als Klimaretter zu verkaufen, ist bloß ein Vorwand, um diese Hochrisikotechnologie schön zu reden. Das ist wie den Belzebub ins Haus holen, ohne wenigstens den Teufel los zu werden", so Thomas Breuer, Atom-Experte von Greenpeace. Die Gefahren der Atomkraft lägen im weiterhin möglichen Super-GAU, dem hochgradig strahlenden Atommüll, für den es kein sicheres Endlager gibt, und der Bedrohung durch Terroristen. Auf Wunsch der CDU/CSU habe die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages 2002 durchrechnen lassen, wie Klimaschutz durch Atomkraft in Deutschland auszusehen hätte, erinnert Breuer, Die Kommission sei zu dem Ergebnis gekommen, dass dazu 60 neue Atomkraftwerke bis 2050 gebaut werden müssten. "Das hieße, jedes Jahr müssten ein bis zwei neue Atomkraftwerke fertig gestellt werden. Der Bau eines einzelnen Atomkraftwerks dauert ungefähr acht Jahre. Es müssten also bis zu 16 Atomkraftwerke parallel gebaut werden", heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung.


"67 Prozent der CDU-Wähler wollen kein Atomkraftwerk in ihrer Nähe"

"Das ist technisch nicht machbar", so Breuer. Die Kapazitäten zum Bau so vieler Atomkraftwerke seien überhaupt nicht vorhanden. Heute könne die europäische Reaktorindustrie nicht einmal einen einzigen Reaktor ohne fremde Hilfe fertig stellen. Die Fertigung des Reaktordruckbehälters für das finnische AKW Olkiluoto 3 habe Siemens/Framatome auf Grund von Engpässen im Unterauftrag an den japanischen Konkurrenten Mitsubishi vergeben müssen, so Breuer. "Aber auch politisch wäre das ein Kamikaze-Kommando", erwartet der Atom-Experte von Greenpeace. 75 Prozent der Deutschen wollten kein Atomkraftwerk in ihrer Nähe. Sogar 67 Prozent der CDU-Wähler würden das ablehnen.


Nur mit Sonne, Wind, Biomasse, Wasser und Erdwärme kann dauerhaft der Energiehunger der Menschen gestillt werden

"Klimaschutz ist mit Atomkraft auch deshalb unmöglich, weil die Uranressourcen schon beim heutigen Ausbaustand der AKWs weltweit nur noch circa 50 Jahre reichen", so Breuer. "Das weiß auch die CDU. Heute einen Wiedereinstieg in die Atomtechnologie mit Klimaschutz zu begründen, ist vorsätzliche Täuschung der Bevölkerung, um Klientelpolitik besser aussehen zu lassen." Jeder Euro, der in Atomkraft gesteckt werde, fehlt zudem beim Ausbau einer nachhaltigen Energiewirtschaft, die auf der Kraft aus Sonne, Wind, Biomasse, Wasser und Erdwärme beruht. "Nur damit kann dauerhaft der Energiehunger der Menschen gestillt werden, ohne diesen Planeten und sein Klima zu zerstören", sagt Breuer. Greenpeace fordert alle Parteien auf, Atomkraftwerke so schnell wie möglich abzuschalten und die Energiewende voran zu treiben.

06.09.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BEE: Spritkosten sparen mit Biokraftstoffen

"Biodiesel ist im Schnitt aktuell 20 Cent billiger als herkömmlicher Diesel. In Berlin können die Autofahrer mit Biodiesel zur Zeit sogar 25 Cent pro Liter sparen" so Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE).  "Wenn die Konzerne endlich ihre Blockade gegen die Beimischung von Bioethanol in Normal- und Superbenzin aufgeben, können auch dort die Kosten gesenkt werden", betont Lackmann. Wer heute sein Auto ganz auf Pflanzenöl umrüste, wie es schon zahlreiche LKW-Fuhrparks getan hätten, komme sogar mit dem halben Spritpreis aus, so der BEE-Präsident.


Öl- und Gasimporte durch erneuerbare Energien ersetzen

"Die aktuellen Benzinpreiserhöhungen kommen ja nicht unerwartet. Knapper werdende Ölvorkommen und eine rasant steigende weltweite Nachfrage lassen den Preis auf dem Weltmarkt steigen", erklärt Lackmann. China und Indien beispielsweise hätten ihren Rohölverbrauch innerhalb von nur 10 Jahren verdoppelt und würden ihn in den nächsten 10 Jahren noch einmal verdoppeln. Die aktuelle Diskussion über die Freigabe der geringen deutschen Notvorräte mute angesichts dessen absurd an, so Lackmann. "Die Energiekosten in Deutschland werden erst dann nicht mehr steigen, wenn wir massenhaft Öl- und Gasimporte durch heimische Erneuerbare Energien ersetzen. Heute schon ersetzen erneuerbare Energien in Deutschland 5 Millionen Tonnen Rohöl und 5,3 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr", betont Lackmann.


20 % weniger Heizkosten mit Sonne, Holz und Erdwärme

An die Politik appelliert Lackmann, die Rahmenbedingungen für den Ausbau Erneuerbarer Energien weiter zu verbessern. Dabei müsse neben dem Strom- und Kraftstoffbereich auch der Wärmemarkt einbezogen werden. Lackmann: "Hier leiden die Verbraucher am meisten unter den anziehenden Energiepreisen. Mit Holz- und Erdwärmeheizungen und mit Solaranlagen lassen sich die Heizkosten im Schnitt um 20 % im Vergleich zu einer modernen Gasheizung senken."

06.09.2005   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SPD wirft Union energiepolitische Orientierungslosigkeit vor

Das mittlerweile zurückgezogene "Schwarzbuch grün-roter Energiepolitik" habe mit "vordergründiger Aggression" und "einer kaum zu überbietenden Schlechtrede-Rhetorik" zum Standort Deutschland die wenigen Aussagen zur Programmatik der Union in Sachen Energiepolitik überdeckt, kommentiert der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Müller, die aktuellen Differenzen in der Union.  "Die von Angela Merkel in ihrem Kompetenzteam als Expertin für die Energie- und Umweltpolitik bestimmte Gerda Hasselfeldt hatte sich der Mitverantwortung ihrer Kollegen versichert, denn eine Expertin auf diesen Gebieten ist sie wahrlich nicht", so Müller zu der Veröffentlichung, für welche die Abgeordneten Gerda Hasselfeldt, Klaus W. Lippold, Dagmar G. Wöhrl und Kurt-Dieter Grill verantwortlich zeichneten.


"Im Schwarzbuch wird die Biomasse schlecht gemacht"

"Den Gipfel jedoch schießt der Streit um die Förderung der Biomasse ab. Immerhin hat Gerda Hasselfeldt in der Landwirtschaftspolitik eigentlich Erfahrungen vorzuweisen. Auf jeder Bauernversammlung stellt sie groß die Chancen der nachwachsenden Rohstoffe heraus. Doch im Schwarzbuch grün-roter Energiepolitik wird die Biomasse schlecht gemacht: In der Wirklichkeit würde die Biomassenutzung ihre Klimaneutralität einbüßen. Das ist nicht nur falsch, sondern es schmeckt der eigenen Klientel überhaupt nicht", stellt Müller fest. Angela Merkel habe beim TV-Duell mit Kanzler Gerhard Schroeder "energiepolitisch im Regen" gestanden, so der SPD-Fraktionsvize: "Sie wirkt in diesen Fragen nicht nur unsicher - sie ist unsicher, denn sie weiß in Energiefragen ihre Partei nicht hinter sich"; so Müller. Mit dem Zurückziehen des Schwarzbuchs zur Energiepolitik habe die Union einen "Offenbarungseid" geleistet. Im Energiebereich sei sie nicht politikfähig.

05.09.2005   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Der Tagesspiegel: Union streitet über Energiepolitik

In der Union ist ein Streit um den Kurs in der Energiepolitik entbrannt, berichtet der Berliner Tagesspiegel in einer Pressemitteilung. Das "Schwarzbuch grün-roter Energiepolitik", das die CDU erst am Dienstag vorgestellt hatte, sei plötzlich wieder von den Internetseiten der Partei verschwunden.  Die vier Autoren des Werks - die Bundestagsabgeordneten Kurt-Dieter Grill und Klaus Lippold (beide CDU) sowie Dagmar Wöhrl und Gerda Hasselfeldt (beide CSU) - hätten in weiten Teilen gegen die Förderung der erneuerbaren Energien gewettert. Auch die Bioenergie sei dabei hart angegangen worden, so der Tagesspiegel.


Peter Paziorek: Union muss klarstellen, dass sie positiv zu erneuerbaren Energien steht

"Angriffe gegen Trittin sind durchaus berechtigt, aber zur Bioenergie sind die Darstellungen mehr als missverständlich", sagte CDU-Umweltexperte Peter Paziorek dem "Tagesspiegel" (Ausgabe vom 03.09.2005). Gerade im Wahlkampf müsse die Union klarstellen, dass sie den erneuerbaren Energien und besonders der Bioenergie positiv gegenüber stehe, zitiert der Tagessspiegel den Umweltexperten der Union. Pazioreks Argumentation habe einen realwirtschaftlichen Hintergrund: Denn Biomasse, -gas und -treibstoffe würden zu immer wichtigeren Einnahmequellen zahlreicher Landwirte - und das sei eine klassische Unions-Klientel. Besonders pikant so der Tagesspiegel sei, das Gerda Hasselfeldt im Kompetenzteam von Angela Merkel für Umwelt und Landwirtschaft zuständig ist.

Ob das Schwarzbuch nun noch vor der Wahl am 18. September neu erscheine, sei nicht zu erfahren gewesen, so der Tagesspiegel.

05.09.2005   Quelle: Der Tagesspiegel   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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DUH: Ausstieg aus dem Atom-Ausstieg rechtlich nicht möglich

Der von der rot-grünen Bundesregierung im Einvernehmen mit den Kernkraftwerksbetreibern vereinbarte Ausstieg aus der Atomenergie ist laut Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH ) faktisch nicht mehr umkehrbar. Das belege eine von der Deutschen DUH in Auftrag gegebene gutachterliche Stellungnahme des Berliner Atomrechtsexperten Reiner Geulen. Danach würde eine Betriebsverlängerung an neuen, nicht erfüllbaren Genehmigungserfordernissen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 scheitern, berichtet die DUH in einer Pressemitteilung.   Kürzlich habe Siemens-Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer in seiner Funktion als Innovationsberater der Union vorgeschlagen, die laufenden Anlagen 60 Jahre, also die jüngsten unter ihnen, bis etwa 2050, weiter zu betreiben.


DUH will gegen Verlängerung der Restlaufzeiten klagen

DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch kündigte an, "jeden Versuch, den Betrieb von Atomkraftwerken über die im Ausstiegskonsens vereinbarten Restlaufzeiten hinaus zu verlängern, auf dem Klagewege zu bekämpfen". "DUH-Anwalt Geulen kommt in seiner Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die von der derzeitigen Opposition vehement eingeforderte "Verlängerung der Betriebszeiten der deutschen Atomkraftwerke aus rechtlichen Gründen ausgeschlossen ist", so Resch. Die AKW-Betreiber hätten in der Ausstiegsvereinbarung vom Juni 2000 auf die bis dahin unbefristeten Betriebsgenehmigungen ihrer Reaktoren verzichtet, betont Resch. Die Regierung habe im Gegenzug jedem Meiler eine "Reststrommenge" zugebilligt, die noch erzeugt werden dürfe. Danach erlösche die Genehmigung automatisch. Diese Vereinbarung habe Eingang in das heute geltende Atomausstiegsgesetz gefunden. Die Vorstellung von Union und FDP, der Gesetzgeber könne diesen Prozess per Federstrich rückgängig machen, nennt Geulen "rechtlich unhaltbar".


Schutz gegen Terrorangriffe "technisch ausgeschlossen oder wirtschaftlich nicht darstellbar"

Vielmehr könnten Anwohner oder Kommunen in der Umgebung der Meiler entweder gegen die geplanten Verlängerungen der Betriebsdauer oder schon gegen die zugrunde liegende Änderung des Atomgesetzes klagen, betont die DUH. Die Erfolgsaussichten seien entscheidend höher als in der Vergangenheit, weil die erforderliche Neugenehmigung nun an Schutzmaßnahmen gegen Terrorangriffe islamistischer Selbstmordattentäter gebunden wäre. Ein solcher Schutz sei aber – gerade bei den vier in der bevorstehenden Legislaturperiode zur Abschaltung anstehenden älteren Anlagen – entweder technisch ausgeschlossen oder wirtschaftlich nicht darstellbar. Bis zu den Terrorangriffen des 11. September 2001 in den USA seien mögliche zufällige Flugzeugabstürze dem so genannten Restrisiko zugerechnet worden. Dagegen mussten deutsche Atomkraftwerke wegen der extrem geringen Wahrscheinlichkeit solcher Ereignisse nicht geschützt sein. Diese Situation habe sich grundlegend geändert, so Geulen. Lege man die Risikoabschätzungen des Bundesinnenministeriums der atomrechtlichen Betrachtung zu Grunde, "lässt sich nicht mehr ernsthaft vertreten, dass das Risiko einer Kernschmelze dem Restrisiko zuzuordnen wäre", betont der Atomrechtsexperte. Vielmehr habe sich die Wahrscheinlichkeit eines Super-GAUs mit der realen Möglichkeit von Terrorangriffen nach dem Muster des 11. September um etwa einen Faktor tausend erhöht. Dies müsse bei jeder Laufzeitverlängerung berücksichtigt werden.


Scharfe Kritik an Kanzlerkandidatin Merkel

Geulen gab sich überrascht, dass die Debatte "offenbar vom Zaun gebrochen wird, ohne auch nur einen ernsthaften Gedanken an die rechtlichen Realisierungsmöglichkeiten zu verschwenden.“ DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch erklärte, er habe "keinen Zweifel, dass Union und FDP im Fall eines Wahlsiegs mit ihren Atomplänen Schiffbruch erleiden werden". Unter Hinweis auf eine bis heute amtlich geheim gehaltene Untersuchung der Kölner Gesellschaft- für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS), griff Resch Kanzlerkandidatin Angela Merkel scharf an: "Wer in einer solchen Zeit das Risiko bewusst verlängert, statt die Reaktoren so schnell wie möglich aus der Schusslinie zu nehmen, beweist, dass ihm die Zuneigung der Stromkonzerne mehr am Herzen liegt, als die Zukunft des Landes". Die GRS-Studie, für die Luftschläge mit Passagiermaschinen auf fünf exemplarische Atomkraftwerke in Deutschland hunderte Male simuliert worden seien, habe insbesondere ergeben, dass die vier nach gegenwärtiger Rechtslage in den kommenden Jahren stillzulegenden Reaktoren besonders verwundbar seien. Für alle erwarteten die Gutachter bei entsprechenden Angriffen aus der Luft die "großflächige Zerstörung des Reaktorgebäudes" und in der Folge eine "frühe Radioaktivitätsfreisetzung". Die von den Reaktorbetreibern seit Jahren propagierte Idee, die Reaktoren im Ernstfall kurzfristig mit Hilfe einer Kaskade von Nebelwerfern blitzartig unsichtbar zu machen, nannte Resch lächerlich. "So etwas in Zeiten satellitengestützter Navigationssysteme vorzuschlagen, grenzt an Volksverdummung“. Jeder Windstoß könne darüber hinaus dafür sorgen, dass dieser so genannte Schutz versage.


Geulen: drei Viertel der Bevölkerung wollen den Atomausstieg

Vor allem aber habe die erschütternde Tatsache, dass heute auch in Mitteleuropa Selbstmordattentäter operieren, die mit ihrem irdischen Leben abgeschlossen haben, die möglichen Anschlagszenarien enorm erweitert. Die Bedrohungslage könne sich in Deutschland zusätzlich verschärfen, wenn der Atomkonflikt mit dem Iran weiter eskaliere und am Ende von Amerikanern oder Israelis mit gezielten Luftangriffen gelöst werde, womöglich unter dem Beifall einer Regierung Merkel. Resch: "Ich glaube nicht daran, dass unsere Phantasie mit der zu allem entschlossener Attentäter Schritt halten kann“, so Geulen. Er frage sich, wie lange Angela Merkel in dieser Sache "gegen mehr als drei Viertel der Bevölkerung durchregieren will, die den Atomausstieg wollen". Der unter Rot-Grün tatsächlich eingetretene politisch ungestörte Betrieb deutscher Atomkraftwerke werde "an dem Tag zu Ende gehen, an dem eine Bundeskanzlerin Merkel den Ausstiegskonsens der Gesellschaft real aufkündigt".


"Wort- und Vertragsbruch" der Stromkonzerne

Der politische Leiter der Deutschen Umwelthilfe, Gerd Rosenkranz, warf den Stromkonzernen, deren führende Vertreter immer unverblümter die Rückkehr zum "Status quo ante" forderten, "Wort- und Vertragsbruch" vor. In der Atomkonsens-Vereinbarung hätten Bundesregierung und Kraftwerksbetreiber im Juni 2000 wörtlich erklärt: "Beide Seiten werden ihren Teil dazu beitragen, dass der Inhalt dieser Vereinbarung dauerhaft umgesetzt wird". Die Bundesregierung habe sich auch nach dem 11. September 2001 "bis nahe an die Selbstaufgabe an diese Verabredung gehalten". Der Dank der Konzerne bestehe nun darin, die erste Gelegenheit zur Aufkündigung des Konsenses zu nutzen. Rosenkranz hielt den Unternehmen vor, es gebe seit Jahren praktisch keine Presse- oder sonstige Erklärung, "in der die Konzernherren von der Politik nicht ultimativ Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen einfordern, um investieren zu können".“ Die gegenwärtige Regierung habe dies auf zwei zentralen Feldern umgesetzt. Mit dem Atomausstiegsgesetz auf der einen und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz auf der anderen Seite sei in den vergangenen Jahren auf zwei zentralen Feldern der Energiepolitik ein fester Rahmen über 2020 hinaus geschaffen worden: "Die Wirtschaft ergreift die erste Gelegenheit, um beides wieder einzureißen", so Rosenkranz. Der Gipfel dieser Entwicklung seien die Äußerungen des frischgebackenen Innovationsberaters der Unionskanzlerkandidatin, Heinrich von Pierer. Er habe vorgeschlagen, Atomkraftwerke wie die in Biblis – entwickelt in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts und gebaut Anfang der siebziger, als die Computer mit Lochkarten gesteuert wurden – noch bis 2035 am Netz zu halten. Natürlich verfolge der Siemens-Aufsichtsratsvorsitzende dabei keinerlei Eigeninteresse, so Rosenkranz: "Da offenbart sich eine fast biblische Innovationskraft. Glücklich das Land, das solche Berater vorzuweisen hat", stellt Rosenkranz fest.

05.09.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarzellenhersteller Q-Cells will im Oktober an die Börse

Solarmodule mit
Solarmodule mit "Q8"-Zellen der Q-Cells AG.

Die Q-Cells AG, Thalheim (Landkreis Bitterfeld, Sachsen-Anhalt), strebt noch im Oktober den Gang an die Börse an, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Als gemeinsame Konsortialführer seien die Banken Citigroup und Dresdner Kleinwort Wasserstein beauftragt worden. Darüber hinaus gehöre die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zum Konsortium. Mit den Mitteln aus dem Börsengang will das zu den weltweit fünf größten Solarzellenherstellern gehörende Unternehmen besonders das weitere Wachstum und die Entwicklung innovativer Solartechnologien vorantreiben.  "Unser Ziel ist es, unter die Top 3 vorzustoßen: Mit dem Börsengang wollen wir unseren Finanzierungsspielraum deutlich vergrößern und weiter wachsen", so Vorstandsvorsitzender Anton Milner.


Aufstieg zu einem der weltweit führenden Hersteller von Solarzellen

Bereits heute ist das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht nur europäischer Marktführer, sondern auch weltweit größter konzernunabhängiger Hersteller von Solarzellen. Mit dem Börsengang soll die Erfolgsgeschichte der erst Ende 1999 gegründeten Q-Cells fortgeschrieben werden: In nur sechs Monaten sei die erste Fabrik in Thalheim errichtet worden, die im ersten Halbjahr 2001 mit der Produktion der ersten Zellen begann. Mit einem erfahrenen Managementteam sei es dem Unternehmen gelungen, in kurzer Zeit zu einem der weltweit führenden Hersteller von Solarzellen aufzusteigen. Erst Ende Juni wurde Q-Cells von stern, McKinsey, den Sparkassen und dem ZDF der renommierte Deutsche Gründerpreis als Sieger in der Kategorie "Aufsteiger" verliehen. Die Altaktionäre, einschließlich der Apax Funds, werden im Rahmen des Börsengangs voraussichtlich nur einen geringen Teil ihrer Aktien veräußern, so die Q-Cells AG. Damit fließe der weitaus überwiegende Teil des Emissionserlöses dem Unternehmen für die weitere Expansion zu.

05.09.2005   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Biohaus PV Handels GmbH
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Stirling Energy Systems will weltgrößtes Solarkraftwerk mit 500 MW bauen

SES-Parabolspiegel mit Empfängereinheit
SES-Parabolspiegel mit Empfängereinheit

Stirling Energy Systems, Inc. (SES) hat im August 2005 angekündigt, für die Southern California Edison (SCE) ein 18 Quadratkilometer großes Solarkraftwerk in Südkalifornien zu bauen. Nach seiner Fertigstellung in vier Jahren soll das solarthermische Kraftwerk das größte der Welt sein und mehr Strom produzieren als alle anderen US-Solarprojekte zusammen.
 
Gemäß der Anforderungen aus dem Vertrag über die Abnahme des Stroms werde ein 500 Megawatt-Kraftwerk in der Mojave-Wüste errichtet, etwa 100 Kilometer nordöstlich von Los Angeles, heißt es in der Pressemitteilung der SES. Installiert werden soll die neuartige Stirling-Dish-Technik der SES. Eine Übereinkunft mit der Kalifornischen Kommission für öffentliche Versorgungsbetriebe (California Public Utilities Commission) enthalte die Option zum Ausbau des Vorhaben auf 850 MW. Zunächst will SES eine Testanlage mit einem Megawatt bauen, die 40 SES-Dish-Stirling-Schalen mit einem Durchmesser von jeweils rund 11 Metern umfasst. Nach und nach sollen insgesamt 20.000 Dish-Stirling-Anlagen gebaut werden.

Die bisher weltweit einzigen kommerziell betriebenen solarthermischen Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 345 Megawatt in Kramer Junction (Kalifornien) erzeugen seit mehr als 15 Jahren Strom zu konkurrenzfähigen Preisen. Die letzte der insgesamt neun Anlagen wurde 1991 errichtet. Das SES-Vorhaben ist das erste kommerzielle Nachfolgeprojekt.


Durchbruch für die Solarenergie: Energie für 278.000 Haushalte

"Wir freuen uns sehr, dass diese große Anlage der SES den Kunden der Southern California Edison saubere, erneuerbare Sonnenenergie liefern wird", sagte SES-Vorstand Bruce Osborn. "Wir sind überzeugt, dass dies ein echter Durchbruch für die Solarenergie ist und sind besonders stolz, für einen solchen ausgezeichneten und fortschrittlichen Kunden im Bereich der erneuerbaren Energien zu arbeiten wie die SCE", so Osborn weiter. "In einer Zeit, in der die Kosten für fossile Brennstoffe steigen und das Bewusstsein hinsichtlich der Treibhausgasemissionen wächst, wird das SES-Projekt genug Energie liefern um 278.000 Haushalte das ganze Jahr über zu versorgen", ergänzte der SCE-Aufsichtsratsvorsitzende John Bryson. "Wir freuen uns ganz besonders über die finanziellen Vorteile dieser Übereinkunft, für unsere Kunden und den Staat", sagte der SCE-Vorstandsvorsitzende Alan Fohrer. "Der Vertrag sieht keine staatlichen Zuschüsse vor und ermöglicht günstige Tarife für die Verbraucher, denn die Test haben gezeigt, dass die SES Dish-Technik Strom deutlich günstiger erzeugen kann als andere Solartechnik", ergänzt Fohrer.


Versuchsanlage in den Sandia National Laboratories

Obwohl die Dish-Sterling-Technik seit 20 Jahren erfolgreich gestestet worden sei, sei das SES-Vorhaben die erste wirklich große Anwendung zur industriellen Stromproduktion dar, heißt es in der Pressemitteilung. Prototypen hätten bereits 26.000 Stunden erfolgreich Solarstrom produziert, gegenwärtig arbeite eine Versuchsanlage mit sechs Dish-Stirling-Schalen in den Sandia National Laboratories in Albuquerque, New Mexico. "Dieses Dish-Sterling-Kraftwerk arbeitet mit der weltweit effizientesten Technik zur Umwandlung von Sonnenenergie in Strom", so SES General Manager Robert Liden.


Strom aus konzentriertem Sonnenlicht

Dish-Stirling-Anlagen konzentrieren die Solarstrahlung mit einem Parabolspiegel von einigen Metern Durchmesser und erzeugen Strom mittels Stirlingmotoren. Ein so genannter Receiver absorbiert die Strahlung und führt sie dem Stirlingmotor als Hochtemperaturwärme zu. Die Antriebsenergie wird von außen zugeführt - im Gegensatz zum Otto- oder Dieselmotor wo die Verbrennung im Kolben stattfindet. Die beiden miteinander gekoppelten Zylinder des Stirlingmotors sind gasdicht geschlossen und mit einer konstanten Menge Arbeitsgas (Wasserstoff) gefüllt. Ein Zylinder wird von außen erhitzt, der andere bleibt kühl. Die Druckdifferenz zwischen beiden Zylindern treibt zwei miteinander verbundene und phasenverschoben arbeitende Kolben an. So kann das gekühlte Gas wieder in den heißen Zylinder geschoben werden, sich dort ausdehnen, und den Stirling-Kreisprozess in Gang halten. Ein direkt an die Kurbelwelle gekoppelter Generator produziert den Strom.

05.09.2005   Quelle: Stirling Energy Systems   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stirling Energy Systems

 

Pellets-Verfügbarkeit gesichert: Neue Pelletierwerke erhöhen Produktionskapazität

Nachschub sicher, Preise stabil: Holzpellets für ökologisches Heizen.
Nachschub sicher, Preise stabil: Holzpellets für ökologisches Heizen.

Die Verknappung der fossilen Energieträger Öl und Gas hat innerhalb kurzer Zeit zu rasanten Preissteigerungen geführt. Der Preis für den Brennstoff Holzpellets sei dagegen stabil und werde sich auch bei steigender Nachfrage nicht erhöhen, berichtet die Solar Promotion GmbH, Veranstalter der Fachmesse Pellets 2005 in einer Pressemitteilung. Dafür sorge das wachsende Angebot an Pellets.
 
In Deutschland und im internationalen Umfeld seien neue Produktionsstätten für Pellets entstanden und weitere befänden sich im Bau. Auch beim Rohstoff Holz sei kein Engpass zu befürchten. Denn in den Wäldern falle wesentlich mehr Restholz an, als genutzt wird.

Jährliche Pellets-Produktion soll in den kommenden Jahren auf über eine Million Tonnen steigen

Verbraucher, die bereits auf die ökologische Alternative zu Öl und Gas umgestiegen sind, seien auf der sicheren Seite. Während die Preise von Öl und Gas weiter steigen, unterliege der Pelletspreis lediglich geringen jahreszeitlichen Schwankungen. Die Stabilität des Pelletspreises ist laut Solar Promotion auch in Zukunft gesichert, ebenso die Verfügbarkeit. Denn nicht nur die Nachfrage steige, sondern auch das Angebot. Derzeit produzieren in Deutschland laut Solar Promotion 28 Pelletswerke knapp 300.000 Tonnen Pellets. Für die nächsten drei Jahre seien weitere 14 Produktionsstätten geplant. Kapazitätserweiterungen bestehender Pelletierwerke einbezogen, werde das Angebot an Holzpellets in den kommenden Jahren auf über eine Million Tonnen pro Jahr steigen. Dem stehe ein deutlich geringerer Bedarf gegenüber. So werde der Jahresverbrauch für das Jahr 2005 voraussichtlich bei 200.000 Tonnen Pellets liegen. Dies zeige, dass noch ein enormes Potenzial für Pelletsheizungen vorhanden ist. Da schon heute mehr produziert als verbraucht werde, exportierten einige Werke ihre Pellets bereits in das europäische Ausland.


Holz- Nachschub gesichert

Der Nachschub an Holz und Restholz für die Pelletsproduktion ist ebenfalls gewährleistet, betont die Solar Promotion GmbH: jährlich wachsen in Deutschland etwa 60 Millionen Festmeter nach. Davon würden jedoch nur 40 Millionen genutzt. Große Mengen verrotteten bislang und könnten in Zukunft zur energetischen Verwertung eingesetzt werden. Mit einem landwirtschaftlichen Anbau von Energiehölzern könnten weitere Ressourcen für die Pelletsproduktion in Deutschland bereitgestellt werden. Schließlich sei die Versorgung auch durch den wachsenden internationalen Pelletsmarkt gesichert. Dort werden bereits Pellets aus Osteuropa, Skandinavien sowie Amerika gehandelt.


Fachmesse Pellets 2005 im Oktober in Stuttgart

Einen Überblick über den wachsenden Pelletsmarkt erhalten Besucher der Fachmesse Pellets 2005 am 13. und 14. Oktober in Stuttgart. Mit 65 Ausstellern ist die Pellets 2005 Deutschlands größte Fachmesse, die sich ausschließlich auf den Bereich Pellets konzentriert. Hersteller, Großhändler, Zulieferer und Dienstleister der Pelletsbranche präsentieren ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen. Weitere Informationen zur Pellets 2005 sowie Graphiken zur Entwicklung des deutschen Pelletsmarktes und den Standorten von Pelletierwerken finden Interessierte unter http://www.pellets2005.de.

05.09.2005   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energieagentur NRW.
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Seminar zur Simulation von Brennstoffzellen-Systemen am WBZU in Ulm

Brennstoffzellen-Blockheizkraftwerk.
Brennstoffzellen-Blockheizkraftwerk.

Einen Überblick über die auf dem Markt erhältliche Simulationssoftware und deren Einsatzmöglichkeiten zur Brennstoffzellen-Modellierung gibt das Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle Ulm e.V. (WBZU) am 08. September 2005.
 
Im zweiten Teil des Seminars 2 berichten Brennstoffzellen-Entwickler über ihre Erfahrungen in der simulationsunterstützten Stack- und Systementwicklung. Das Fachseminar richtet sich an Interessenten aus der Forschung, Entwicklung und Herstellung von Brennstoffzellensystemen und soll dem Teilnehmer Möglichkeiten zur Optimierung von Entwicklungsprozessen und damit verbundenen Kosteneinsparungen aufzeigen. Zusätzlich erhalten Neueinsteiger einen Überblick über das Themenfeld der Simulation.


Kosteneinsparung durch Simulation

Durch Modellierung strömungsmechanischer und thermodynamischer Vorgängen in Brennstoffzellen können bereits im Vorfeld Aussagen über ein optimales Stackdesign getroffen werden, so das WBZU. Dadurch verkürzten sich die Entwicklungszeiten und weniger Versuchsreihen in der Stackerprobung seien notwendig. Eine Modellierung auf der "Systemebene", d.h. eine Abbildung des kompletten Brennstoffzellensystems mit allen peripheren Bestandteilen gebe Aufschluss über das Zusammenspiel der einzelnen Baugruppen und optimalen Betriebsbedingungen.

Näheres zu dem Fachseminar auf den Internetseiten des WZBU

05.09.2005   Quelle: WBZU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE, WBZU

 

KfW vergibt über 700 Euro im Programm "Wohnraum Modernisieren"

Die KfW Förderbank hat seit dem 1. Januar 2005 Kredite in Höhe von über 700 Millionen Euro EUR im KfW-Programm "Wohnraum Modernisieren" ausgereicht. Knapp 20.000 Wohnraumsanierer profitierten bei ihren Modernisierungsmaßnahmen von den günstigen Konditionen des Kreditprogramms, so die Kfw in einer Pressemitteilung.   "Das zu Beginn des Jahres gestartete Förderprogramm ist gut angelaufen", sagte Ingrid Matthäus-Maier, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe. "Besonders erfreulich ist die hohe Nachfrage nach Krediten für die ÖKO-Plus-Maßnahmen Außenwanddämmung und energieeffiziente Heizungen. Hiermit werden große CO2-Einsparungen erzielt, dafür ist der Zins auch besonders günstig", so Matthäus-Maier.


Günstigerer Zins bei Nutzung erneuerbarer Energien

Aus dem KfW-Programm "Wohnraum Modernisieren" können Modernisierer zinsgünstige Finanzierungsmittel für alle Modernisierungsmaßnahmen für den Wohnungsbestand erhalten. Dazu zählen zum Beispiel Privatpersonen, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Gemeinden und Kreise. Die KfW Förderbank vergibt Darlehen zur Finanzierung von klimaschutzrelevanten Maßnahmen (ÖKO-PLUS) und allgemeinen Modernisierungsmaßnahmen (STANDARD) in allen bestehenden Wohngebäuden. Finanziert werden bis zu 100 % der förderfähigen Kosten. Der Zinssatz richtet sich nach dem Anteil für ÖKO-PLUS-Maßnahmen an dem Kredit aus diesem Programm. Je höher der Kreditanteil für ÖKO-PLUS-Maßnahmen, umso günstiger der Zins. Zu den STANDARD-Maßnahmen gehören u. a. Fenstererneuerung, Sanitärinstallation, Fußböden und Einbau von Standardheizungstechnik. ÖKO-PLUS-Maßnahmen sind die Dämmung der Außenwände, des Daches und der Kellerdecke sowie Erneuerung der Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Nah-/Fernwärme. Kombinationen der Maßnahmen sind möglich.

Anträge für die Förderkredite können bei Banken oder Sparkassen gestellt werden. Weitere Informationen gibt es bei der Hausbank, beim KfW-Informationszentrum zum Ortstarif unter der Telefonnummer: 01801 / 335577 oder unter www.kfw-foerderbank.de.

03.09.2005   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarstrom für Pinguine im Wiener Tiergarten Schönbrunn

Tiergarten Schönbrunn: Solare Kühlung für Pinguine.
Tiergarten Schönbrunn: Solare Kühlung für Pinguine.

Helmut Pechlaner, Direktor des Tiergartens Schönbrunn, hat am 30.8.2005 die "coolste" Solarstrom-Anlage Österreichs eröffnet, gemeinsam mit der Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima, dem Landesenergiebeauftragten Andreas Eigenbauer (MA 27) und oekostrom AG Vorstand Ulfert Höhne. Die Anlage auf dem Dach des Polariums wird künftig die Pinguine kühlen und zwar sauber, leise und klimafreundlich, berichtet die Stadt Wien in einer Pressemitteilung.
 
Der Tiergarten Schönbrunn hat zusammen mit dem alternativen Stromanbieter oekostrom AG eine 30 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Polariums errichtet, die das Gebäude beschattet und gleichzeitig klimafreundlichen Sonnenstrom produziert. Das Projekt wurde mit 8.000 Euro gefördert aus Mitteln des Ökostromfonds der Stadt Wien. Direktor Pechlaner setzt damit im ältesten Zoo der Welt ein Zeichen für die nachhaltigste Form der Energieerzeugung: "Klimaschutz heißt auch Artenschutz. Die globale Klimaerwärmung wirkt sich auf viele Tierarten in freier Wildbahn negativ aus. Auch Pinguine sind von der zunehmenden Klimaerwärmung bereits bedroht. Die neue Sonnenstromanlage hält unsere Pinguine kühl ohne dabei dem Weltklima zu schaden", so Pechlaner.


"Klimaschutz ist angesichts der globalen Entwicklung das Gebot der Stunde, ich freue mich, dass wir hier in Schönbrunn mit Mitteln des Ökostromfonds der Stadt Wien einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz leisten können", so Umweltstadträtin Ulli Sima. Wien setze im Rahmen des Klimaschutzprogramms "KliP" seit Jahren konsequent auf Maßnahmen für den Klimaschutz. So habe Wien beispielsweise die höchste Solarförderung österreichweit. Mit rund 2 Millionen Besuchern jährlich ist der Tiergarten Schönbrunn ein publikumswirksamer Standort für die Photovoltaik-Anlage. Eine Schautafel am Eingang des Polariums veranschaulicht den Zusammenhang zwischen Klimaschutz, Sonnenstrom und Pinguinen. Auf dem eingebauten Display können die BesucherInnen die aktuelle Leistung der Anlage und die bereits produzierte Menge an Sonnenstrom in Kilowattstunden kWh ablesen. Die Anlage wird pro Jahr rund 3.000 Kilowattstunden sauberen Strom erzeugen. Das entspreche dem Jahresverbrauch eines durchschnittlichen Haushaltes. "Unsere Sonnenstrom-Anlage zeigt die Alternative zu klimaschädlichem und atomarem Strom. Die Schönbrunner Pinguine machen vor, was jeder Haushalt in ganz Österreich rasch und unkompliziert nachmachen kann: auf Ökostrom umschalten und fortan nur noch Strom aus Erneuerbaren Energien beziehen", sagte Ulfert Höhne von der oekostrom AG.

03.09.2005   Quelle: Stadt Wien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stadt Wien
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Shell und CHOREN vereinbaren umfangreiche Zusammenarbeit zu SunFuel

Synthetische Biokraftstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen als Alternative zu herkömmlichem Diesel.
Synthetische Biokraftstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen als Alternative zu herkömmlichem Diesel.

Die Shell Deutschland Oil GmbH hat eine Minderheitsbeteiligung erworben an der CHOREN Industries GmbH, Freiberg/Sachsen. Das haben beide Unternehmen am 17/08/2005 in einer gemeinsamen Pressekonferenz in Hamburg bekannt gegeben. Mit diesem Engagement wollen Shell und CHOREN die Weichen stellen für den Bau der weltweit ersten kommerziellen Anlage für die Umwandlung von Biomasse in hochwertigen synthetischen Kraftstoff, den CHOREN bereits unter der Bezeichnung „SunFuel“ vermarktet.


  Vorgesehen ist eine Anlage, die jährlich 15.000 Tonnen Synthetikkraftstoff produziert, wie er von Automobilherstellern wie DaimlerChrysler und Volkswagen unterstützt wird. Der Kraftstoff kann laut Shell in jedem Dieselmotor eingesetzt werden. Er verringere deutlich den Schadstoffausstoß, ohne die Leistung zu senken. Die Beteiligung von Shell an CHOREN muss nach Angaben der Unternehmen noch vom Bundeskartellamt genehmigt werden.


Biokraftstoff aus Restholz oder Stroh

CHOREN Industries ist nach eigenen Angaben führend auf dem Gebiet der Umwandlung von Biomasse in Synthesegas. Mit dem von CHOREN patentierten Carbo-V-Verfahren werde Biomasse wie zum Beispiel Restholz oder Stroh zu einem hochreinen, teerfreien und methanarmen Synthesegas umgewandelt. Dieses Synthesegas werde mit dem von Shell weiterentwickelten Fischer-Tropsch-Verfahren (Shell Middle Distillate Synthesis) – einem katalytischen Verfahren zur Umwandlung von Erdgas in synthetische Ölprodukte – zu synthetischem Biokraftstoff weiterverarbeitet. Shell wiederum sei führend auf dem Gebiet der GTL-Technologie (GTL = Gas To Liquids) und verfüge durch die erste großindustriell genutzte GTL-Anlage im malaysischen Bintulu über ein einzigartiges Know how. Der synthetische GTL-Kraftstoff sei wichtiger Bestandteil des Premiumkraftstoffs Shell V Power Diesel, der ausschließlich an Shell-Tankstellen in ausgewählten Märkten, so auch in Deutschland, verkauft werde, heißt es in der Pressemitteilung.

„Die Zusammenführung der Technologien und Erfahrungen beider Unternehmen macht den Bau und Betrieb einer ersten ’Biomass To Liquids’-Anlage mittlerer Größenordnung möglich. Diese Anlage wird am Standort von CHOREN in Freiberg gebaut und den Weg zu wirtschaftlich attraktiveren Großanlagen bereiten“, erklärte Rob Routs, Executive Director der Royal Dutch Shell plc. Aus Biomasse hergestellte synthetische Kraftstoffe (BTL-Kraftstoffe) stimmen laut Shell in der Zusammensetzung mit den aus Erdgas gewonnenen synthetischen Produkten überein und haben den zusätzlichen Vorteil, dass sie nachhaltig und umweltfreundlich sind, da sie aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden. BTL-Kraftstoffe seien klar wie Wasser und praktisch frei von Schwefel und Aromaten. Sie seien aufgrund einer sehr hohen Cetanzahl besonders zündwillig, wodurch die Geräuschentwicklung reduziert wird. Die Verbrennung laufe im Vergleich zu herkömmlichem Diesel deutlich sauberer ab. Die Treibhausgas-Emissionen synthetischer Biokraftstoffe liegen laut Shell um bis zu 90 Prozent unter den Emissionen fossiler Kraftstoffe. Zudem könne BTL-Kraftstoff sowohl als reines Produkt wie auch als Mischung mit konventionellem Dieselkraftstoff verwendet werden. Allerdings werde er zunächst nur in begrenzten Mengen verfügbar sein, bis Erfahrungen mit der Technik gesammelt worden sind und größere Anlagen gebaut werden können.


Herstellung synthetischer Biokraftstoffe in industriellem Maßstab

"Wir sind sehr erfreut darüber, dass wir mit Shell einen Partner gewonnen haben, der große Erfahrung mit dem Fischer-Tropsch-Verfahren sowie in Herstellung und Einsatz extrem sauberer Kraftstoffe hat. Das bestätigt die Vision von CHOREN zur Herstellung synthetischer Biokraftstoffe in industriellem Maßstab, die den Anforderungen der mobilen Gesellschaft von heute und morgen entsprechen, ohne die Umwelt zusätzlich zu belasten", sagte Tom Blades, Geschäftsführer und Chief Executive Officer von CHOREN Industries. "In den nächsten zwanzig bis dreißig Jahren werden flüssige Kraftstoffe weiterhin den Markt prägen. Dabei wird der Anteil der Biokraftstoffe aus Klimaschutzgründen zunehmen. Wir möchten diesen Wandel aktiv mitgestalten, da wir das Konzept der nachhaltigen Mobilität voll unterstützen und unsere führende Rolle bei der Entwicklung neuer Kraftstoffe behaupten wollen", so Rob Routs.

03.09.2005   Quelle: Shell Deutschland Oil GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Shell Deutschland Oil GmbH

 

SolarWorld AG stärkt Versorgung mit Solar-Silizium

Silizium zur Waferproduktion
Silizium zur Waferproduktion

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) hat die langfristige Versorgung mit Rohstoffen für die solare Produktion weiter ausgebaut, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Konzerntochter Deutsche Solar AG, einer der weltweit größten Hersteller von Solarsiliziumwafern, habe einen langfristigen Vertrag zur Lieferung von Solarsilizium geschlossen mit dem US-amerikanischen Siliziumproduzenten Hemlock Semiconductor Corporation (HSC) aus Michigan.  Der Kontrakt gelte ab 2006 für zehn Jahre und werde einen wesentlichen Beitrag zur Siliziumversorgung des SolarWorld-Konzerns leisten. "Vor dem Hintergrund eines weltweit stark wachsenden Bedarfs an Solar-Silizium bauen wir unsere Versorgungsposition deutlich aus", sagte Prof. Dr. Peter Woditsch, Vorstandssprecher der Deutsche Solar AG anlässlich der Vertragsunterzeichnung. "Der neue Abschluss flankiert die Expansionspläne der Deutschen Solar und des gesamten SolarWorld-Konzerns“, so Woditsch weiter. Bis Ende 2006 sollen die Solarwafer-Kapazitäten des Technologiekonzerns am Standort in Freiberg/Sachsen von 160 Megawatt (MW) auf 220 MW ausgebaut werden.

02.09.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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City Solar expandiert mit eigenen Solarmodulen

Aluminium-Gestellsystem von City Solar.
Aluminium-Gestellsystem von City Solar.

Die City Solar AG (Bad Kreuznach ) baut derzeit den Umfang und die Bandbreite Ihrer Geschäftstätigkeit im In- und Ausland aus. Damit festige das Unternehmen seine Marktposition als einer der führenden europäischen Projektentwickler für große Photovoltaikkraftwerke, heißt es in der Presseerklärung der City Solar AG. Bis Herbst 2006 will City Solar Kraftwerke mit einer Gesamtnennleistung von mindestens 26 Megawatt Spitzenleistung (MWp) errichten. Die Solarmodule für 23 MWp dieser Kapazität habe das Unternehmen bei verschiedenen Modulherstellern in Deutschland nach eigenen technischen Vorgaben fertigen lassen.
  "City Solar PQ 200" lautet die Typenbezeichnung der Module, deren Leistung bei je 195 bis 225 Watt liegt. Mit einer hohen maximalen Systemspannung von 1.000 Volt erfüllen sie laut City Solar die Anforderungen für den Einsatz in Großkraftwerken. Die Solarmodule werden nach Angaben des Unternehmens vom TÜV geprüft, nach IEC 61215 zertifiziert und mit Schutzklasse II zugelassen. Ihre Produktgarantie laufe über zwei Jahre, die Leistungszusage auf 90 % Mindestleistung über zehn Jahre und auf 80 % Mindestleistung über 20 Jahre. Kern der Module seien polykristalline Solarzellen vom Typ "Q6L" von Q-Cells in Thalheim, einem international führenden Hersteller.


Vier Solarkraftwerke mit insgesamt 5,3 MW Nennleistung im Bau

Derzeit baut City Solar nach eigenen Angaben vier Solarstromkraftwerke mit einer Nennleistung von insgesamt 5,3 MWp. In Rheinland-Pfalz werden zwei Freiflächenanlagen im Auftrag regionaler Versorger erreichtet. Für die Stadtwerke Bad Kreuznach entsteht am Stadtrand von Bad Kreuznach ein 1 MW-Kraftwerk. Eine weitere 1 MW-Anlage wird für die Gemeindewerke Enkenbach-Alsenborn auf dem Gelände der ehemaligen USAirbase Sembach bei Kaiserslautern errichtet. Im Auftrag von Liebherr entsteht auf den Dächern des Liebherr-Produktionswerks im baden-württembergischen Biberach an der Riß ein Kraftwerk mit 1,5 MW Nennleistung. Auf dem Gelände des Flughafens Saarbrücken wird durch die unmittelbar bevorstehende Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts die Nennleistung des dortigen Solarkraftwerks um 1,8 MWp auf 3,2 MWp erhöht. Wie auch beim ersten Teilabschnitt erfolgt die Finanzierung über einen Fonds der Hamburger Voltwerk AG. Neben den Aktivitäten in Deutschland engagiert sich City Solar auch zunehmend im europäischen Ausland, besonders in Spanien.


City Solar Invest AG gegründet

Die bisher von City Solar schlüsselfertig errichteten Solarkraftwerke wurden über Beteiligungsfonds von Finanzdienstleistern veräußert oder im Auftrag von institutionellen Betreibern errichtet. Künftig sollen die Kraftwerke für die neu gegründete City Solar Invest AG gebaut werden, die innerhalb der Unternehmensgruppe City Solar den Betrieb von Solarkraftwerken im Eigenbestand übernimmt.

02.09.2005   Quelle: City Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: City Solar AG
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Freiberger Unternehmen zur Solarwafer-Analyse gegründet

Neue Technologie optimiert industrielle Solarwafer-Fertigung
Neue Technologie optimiert industrielle Solarwafer-Fertigung

Zu einem neuen High-Tech-Unternehmen hat ein Forschungsprojekt zur Defektanalyse bei Silizium-Wafern an der TU Bergakademie Freiberg geführt. Kay Dornich und Prof. Jürgen R. Niklas gründeten die Freiberg Instruments GbR, die maßgeschneiderte Analyseapparaturen für die industrielle Solarwafer-Fertigung liefert. Damit hätten in nur wenigen Monaten Ergebnisse der Grundlagenforschung einen schnellen und direkten Weg vom Labor in die Produktion gefunden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Der Auslöser für die Firmengründung kam aus der Industrie: Die Deutsche Solar AG war an die Forschergruppe an der TU Bergakademie Freiberg herangetreten. Zusammen gingen sie eine exklusive Kooperation ein, um die neuartige Methode unter Nutzung des beiderseitigen Know-hows in die Industrieproduktion zu überführen. Geplant ist der Einsatz des innovativen Verfahrens bereits im neuen Werk, dass 2006 in Freiberg seinen Betrieb aufnehmen soll.



Untersuchung der Wafer während der laufenden Produktion

Die weltweit einmalige Freiberger Technologie erlaube es, die Qualitätssicherung in der photovoltaischen Wertschöpfungskette erheblich zu verbessern, heißt es in der Pressemitteilung. Durch eine berührungslose Untersuchung der Wafer, dem Ausgangsprodukt der späteren Solarzelle, könnten schon zu einem frühen Zeitpunkt in der Fertigung wesentliche elektrische Merkmale des späteren Endprodukts ermittelt werden. Bisher sei dies nur am Ende der kostenintensiven Produktion möglich gewesen. Zudem könnten dank der Analyseapparatur die Produktionsabläufe so optimiert und aufeinander abgestimmt werden, dass sich der Wirkungsgrad der Solarzellen verbessere. Dornich und Niklas nennen einen weiteren Vorteil der Untersuchungs-Methode: Sie kann "inline", das heißt während der laufenden Produktion vorgenommen werden. Für das künftige Werk der Deutschen Solar bedeute dies, pro Sekunde und Produktionsstrecke einen Solarwafer zu prüfen.


Kooperation mit der Halbleiterindustrie

Die Freiberger Firmengründung sei ein einmaliges Beispiel für die Umsetzung universitärer Forschung in die Praxis. Vor vier Jahren gründete sich die Arbeitsgruppe um Prof. Niklas am Institut für experimentelle Physik der TU Bergakademie Freiberg. Ihr Ziel war, grundsätzliche Fragen zu bisher nicht messbaren Materialeigenschaften von Halbleitern zu beantworten. Erste Erfolge konnten in Zusammenarbeit mit Freiberg Compound Materials erzielt werden. Die Arbeitsgruppe entwickelte ein Verfahren, elektrisch wirksame Fehler von Halbleiter-Wafern mit Hilfe von Mikrowellen berührungs- und vor allem zerstörungsfrei zu entdecken. Auch in der folgenden Zeit sicherte die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen der sächsischen Halbleiterindustrie die Praxisnähe der Forschung, wie beispielsweise der Siltronic AG, der Deutschen Solar AG und ZMD Dresden. Dabei seien von Anfang an die notwendigen Analysegeräte in allen Details von den Wissenschaftlern selbst entwickelt worden. Diese Kompetenz könne das neue Unternehmen nun direkt nutzen.


Solarwafer-Analyse für die Deutsche Solar AG; Einsatz in der Chip-Herstellung möglich

In der Anfangsphase will "Freiberg Instruments" in Kooperationen mit Unternehmen einzelne Projekte realisieren. Dabei liefere die Zwei-Personen-"Garagenfirma" keine fertigen Produkte, sondern entwickle kundenspezifische Lösungen. Die für die Deutsche Solar entwickelte Analyseapparatur für Solarzellen stelle nur eine Anwendungsmöglichkeit des neuen Verfahrens dar. Auch der Einsatz der Technologie in der Chip-Herstellung sei möglich. Den besonderen Stellenwert des neuen Freiberger Unternehmens belege auch die Tatsache, dass es 2004 bundesweit nur 26 Firmenneugründungen im Hightech-Bereich gegeben habe.

02.09.2005   Quelle: Freiberg Instruments Dornich und Niklas GbR; idw   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Freiberg Instruments; idw
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SOLON AG: Umsatz und Ergebnis im 1. Halbjahr 2005 verdoppelt

Der Berliner SOLON-Konzern verdoppelte seinen Umsatz im 1. Halbjahr 2005 gegenüber dem 1. Halbjahr 2004 auf 73,7 Millionen Euro (30.06.2004: 36,4 Mio. Euro). Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Ergebnis vor Zins und Steuer (EBIT) stieg auf 3,3 Millionen Euro (30.06.2004: 1,7 Mio. Euro).  Das Konzernergebnis betrug laut SOLON AG 2,1 Millionen Euro (30.06.2004: 0,9 Mio. Euro). Die Gesamtleistung der von SOLON im 1. Halbjahr 2005 produzierten Solarmodule lag nach Angaben des Unternehmens bei 20 Megawatt, wobei sich die Produktionsmenge im II. Quartal 2005 auf 11 Megawatt belaufen habe. Dies entspreche der Produktionsmenge des gesamten 1. Halbjahres 2004. Für das III. Quartal 2005 plant SOLON die Produktion und den Verkauf von 20 Megawatt Solarmodulen.


Zwischenbericht nach IFRS-Standard

Die SOLON AG, 1997 gegründet war mit dem Börsengang von 1998 das erste börsennotierte Solarunternehmen in Deutschland. Die SOLON-Gruppe besteht heute aus den 100%igen Tochtergesellschaften SOLON PV GmbH, SOLON Nord GmbH und asp ag (Schweiz), sowie einer 70%igen Beteiligung an der Soline GmbH. SOLON zählt zu den führenden Herstellern von Photovolatikmodulen in Deutschland und ist Spezialist für die Integration von Photovoltaik in Gebäuden. Mit dem Zwischenbericht zum 30. Juni 2005 erstellte der SOLON-Konzern erstmalig einen Unternehmensbericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Die sich aus der Umstellung auf IFRS ergebenden Effekte werden im Halbjahresbericht in detaillierten Überleitungsrechnungen erläutert.
Der vollständige Bericht zum 30. Juni 2005 kann auf der Homepage der SOLON AG heruntergeladen werden unter www.solonag.com, "Investor Relations", "Unternehmensberichte".

02.09.2005   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Bundesfinanzminister Hans Eichel lobt Vellmarer Solarsiedlung

Hans Eichel besucht die Solarsiedlung auf dem Vellmarer Osterberg.
Hans Eichel besucht die Solarsiedlung auf dem Vellmarer Osterberg.

Zum Auftakt einer Solartour durch die Solarregion Nordhessen hat Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) den Vellmarer Osterberg besucht. Bei einem Rundgang durch das 12 Hektar große Neubaugebiet lobte er das Solar-Projekt: "Die hohen Ölpreise und die vom Klimawandel verstärkten Hochwasserkatastrophen machen deutlich, wie groß die Herausforderung an die Politik ist", so Eichel.
 
Vellmar habe mit dem Osterberg ein EU-weites Modellprojekt geschaffen und damit gezeigt, wie Städte und Gemeinden global Verantwortung übernehmen können, sagte der Minister in Vellmar. Die Bauherren der 350 Wohnungen auf dem Osterberg haben sich in einem städtebaulichen Solarvertrag dazu verpflichtet, Solarwärmeanlagen in ihr Haus einzubauen. Demnächst wird der 100. Kollektor in dem Neubaugebiet installiert.


Fördermittel für Wärme aus erneuerbaren Energien verzwölffacht

Der Vellmarer Stadtverordnete Fabio Longo, Initiator des Projekts, bedankte sich bei Bundesfinanzminister Hans Eichel für seine Anstrengungen, einer neuen Energiepolitik zum Durchbruch zu verhelfen. "Hans Eichel hat dafür gesorgt, dass die Fördermittel für Techniken zur Nutzung erneuerbarer Wärmequellen seit 1998 bis heute verzwölffacht worden sind. Von diesen Mitteln haben wir in Vellmar profitiert", so Longo über das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien. Zudem habe Eichel die Steuerbefreiung für Biokraftstoffe durchgesetzt und die Novelle des Baugesetzbuchs unterstützt, in der das Vellmarer Modell nun ausdrücklich erwähnt werde.

Nach dem Rundgang betonte Hans Eichel auf einer Veranstaltung von attac und anderen Globalisierungskritikern in Kassel, dass die Bundestagswahl am 18. September auch in der Energiepolitik eine Richtungswahl sei. "Mit rot-grün kann man für das Erneuerbare-Energien-Gesetz und für den Atomausstieg abstimmen", so der Bundesfinanzminister. CDU-Politiker hatten diese Veranstaltung laut Longo gemieden und gleich mehrfach abgesagt. So hätten sich lediglich Hans Eichel (SPD) und Matthias Berninger (Bündnis 90 / Die Grünen), Staatssekretär im Verbraucherschutzministerium, den Globalisierungskritikern gestellt. Eichel und Berninger machten sich gemeinsam für die wirtschaftlichen Chancen der Solarregion Nordhessen stark. Seit dem Jahr 1998 seien in Nordhessen rund 2.000 Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien entstanden. Nach Vellmar und der Veranstaltung von attac stehen Mitte September die nächsten Stationen der Solartour von Hans Eichel auf dem Programm: ein Besuch der SMA Technologie AG und der Solargemeinde Lohfelden.

02.09.2005   Quelle: Fabio Longo   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Peter Hanke

 

BSH genehmigt neuntes Windpark-Projekt in der Nordsee

Grünes Licht für einen weiteren Offshore-Windpark in der Nordsee hat 19.08.2005 das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) gegeben. Das BSG genehmigte die Errichtung von zunächst 80 Windenergieanlagen (WEA), die von der GEO, Gesellschaft für Energie und Oekologie mbH aus Enge-Sande, rund 70 Kilometer westlich von Sylt geplant sind. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, der das BSH in Hamburg besuchte, gratulierte dem Unternehmen und hob die Bedeutung der Windenergie für das Land Schleswig-Holstein hervor. Das Vorhaben "DanTysk" in der Nordsee ist das neunte vom BSH genehmigte Projekt außerhalb der 12-Seemeilen-Grenze in der ausschließlichen Wirtschaftszone der Bundesrepublik Deutschland.   Beim BSH laufen derzeit Verfahren für insgesamt 32 Windpark-Projekte (27 Nordsee, 5 Ostsee).


Überschneidung der EU-Kommission gemeldeten Meeresschutzgebieten ausgeschlossen

Der Standort für "DanTysk" erfülle die notwendigen Voraussetzungen, dass weder die Sicherheit der Schifffahrt beeinträchtigt noch die Meeresumwelt gefährdet wird, erläuterte BSH-Justiziar Christian Dahlke in Hamburg. Die für die Sicherheit der Schifffahrt zuständige Fachbehörde, die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord, habe der Genehmigung zugestimmt. Zur Verringerung von möglichen ökologischen Konflikten hatte die GEO mbH im Laufe des Genehmigungsverfahrens das Vorhabensgebiet weiter nach Westen verschoben, um eine Überschneidung mit den der EU-Kommission gemeldeten Meeresschutzgebieten auszuschließen.


Zahlreiche Auflagen und Bedingungen

Nach den im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung untersuchten möglichen Auswirkungen des Vorhabens sind laut BSH keine erheblichen Auswirkungen auf die Meeresumwelt zu erwarten. Dabei seien für eine Gesamtschau auch die in diesem Seeraum bereits genehmigten Windpark-Projekte "Butendiek" und "Sandbank24" einbezogen. Wie schon bei den vorherigen Genehmigungen habe das BSH auch dieses Projekt an zahlreiche Auflagen und Bedingungen geknüpft, um die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten und die Meeresumwelt zu schützen. So sei vor der endgültigen Baufreigabe unter anderem ein mit den zuständigen Behörden abgestimmtes Schutz- und Sicherheitskonzept vorzulegen.
Eine Übersicht zu den bisher vom BSH genehmigten WEA in der AWZ von Nord- und Ostsee findet sich unter www.bsh.de

02.09.2005   Quelle: BSH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Union zur rot-grünen Energiepolitik: negative Folgen für den Standort Deutschland

"Anspruch und Wirklichkeit grün-roter Energie- und Klimaschutzpolitik sind ein Dokument des Scheiterns sowohl für die Zukunftsfähigkeit des Standortes Deutschland, als auch für den Energieproduktionsstandort." Das erklärten die stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gerda Hasselfeldt (MdB) und Dr. Klaus W. Lippold (MdB), die wirtschaftspolitische Sprecherin, Dagmar G. Wöhrl (MdB), und der Berichterstatter für Europäische Energiepolitik, Kurt-Dieter Grill (MdB) CDU/CSU zur Veröffentlichung des "Schwarzbuches grün-roter Energiepolitik - 7 Jahre zwischen Anspruch und Wirklichkeit zu Lasten des Wirtschaftsstandortes und der Klimavorsorge".  Die jüngsten Angriffe von Künast, Trittin und Clement gegen die Energieversorger seien ein Ablenkungsmanöver vom eigenen Versagen, heißt es in der Pressemitteilung der Unionspolitiker. Die "bewusste Verteuerung der Energie" (plus 40 Prozent bei der Strombesteuerung) wie auch die "endlose" Verzögerung bei der Wettbewerbsgestaltung hätten negative Folgen für den Standort Deutschland. In der Energiepolitik als Standortpolitik habe der Wirtschaftsminister Clement dem Umweltminister kein Paroli bieten können, so die Union.


Konzept für den Ersatz der Kernenergie durch CO2-freie Technologien angemahnt

Die staatlich verursachten Belastungen seien seit 1998 von 2,3 auf fast 12 Milliarden Euro pro Jahr gestiegen. "Die Gewinne aus der Liberalisierung der Strommärkte sind verfrühstückt", so die Unionspolitiker. Das von der CDU/CSU vorgelegte Schwarzbuch dokumentiere die Fehlentwicklungen der letzten 7 Jahre. Unter anderem habe Grün-Rot es trotz mehrfacher Ankündigungen bis heute nicht geschafft, ein Energieprogramm vorzulegen. Auch fehle ein Konzept für den Ersatz der Kernenergie durch CO2-freie Technologien. Weiter wirft die Union der Bundesregierung vor, die Energieforschung als strategische Variante der Energiepolitik vernachlässigt zu haben. Nach 7 Jahren seit Mitte 2005 das erste Energieforschungsprogramm vorgelegt worden.


Keine Einbindung der Energie- und Rohstoffpolitik in die Außen- und Sicherheitspolitik

Rot-Grün habe die Klimaziele verfehlt, heißt es in der Unions-Pressemitteilung zum Schwarzbuch. Bei einem gewünschten Wirtschaftswachstum von 2-3 Prozent hätte Deutschland den CO2-Ausstoß eher erhöht. Der Anspruch in der Entwicklungspolitik, den Schwellen- und Entwicklungsländern den Zugang zur Energie zu eröffnen sei verfehlt. Die Ankündigung der internationalen Konferenz von Bonn sei nicht in die Tat umgesetzt worden. "Die Lösung der Endlagerfrage radioaktiver Abfälle wurde 7 Jahre verschleppt. Stattdessen: Sinnlose Gutachterbeschäftigung", so die Union. Auch fehle die Einbindung der Energie- und Rohstoffpolitik in die Außen- und Sicherheitspolitik bei erkennbar wachsender Importabhängigkeit Deutschlands und Europas.


"Ablasshandel des 21. Jahrhunderts"

"Technologien werden dogmatisch in 'gut' und 'böse' unterteilt" wirft die Opposition der Regierung vor. Dabei könne jede Energieform bei effizienten politischen Rahmenbedingungen einen Beitrag zu einem nachhaltigen Energiemix leisten. Das von CDU/CSU vorgelegte Schwarzbuch grün-roter Energiepolitik behandle das "System des Ablasshandels des 21. Jahrhunderts", wonach Grün-Rot Energiepolitik mit "verantwortungsloser Panikmache und einem absoluten Wahrheitsanspruch zu Lasten des Wirtschaftsstandortes und der Klimavorsorge" betreibe.

Die Union werde nach der Bundestagswahl diesen "ideologiegesteuerten" Kurs beenden und zurückkehren zu der gleichrangigen Verfolgung der energiewirtschaftlichen Zieltrias: Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit", kündigen die CDU/CSU-Energiepolitiker an.

01.09.2005   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Grüne: Merkel ist Gefahr für Klimaschutz

"Mit Schrecken verfolgen wir das Schicksal der Menschen in den vom Hurrikan Katrina betroffenen Gebieten. Wie viele solcher Katastrophen werden wir noch erleben, bis die Verantwortlichen beim Klimaschutz aufwachen?" fragt der Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Reinhard Bütikofer, zur Energiepolitik der Union. Angela Merkel als Kanzlerin sei eine Gefahr für den internationalen Klimaschutz, so der Grünen-Chef.   Wie unwichtig ihr das Thema sei, habe sie schon damit gezeigt, dass sie keinen Umwelt-Experten in ihr Schattenkabinett berufen habe.


Aufwand für Atomkraft verbaut Weg für Investitionen in die Energietechniken der Zukunft

"Mit der Energiepolitik der Union würde Deutschland seine Vorreiterrolle bei den erneuerbaren Energien aufgeben. Die CDU will mit großem finanziellen Aufwand für die nötige zusätzliche Sicherheitstechnik die Atomkraft länger nutzen und verbaut so den Weg für Investitionen in die Energietechniken der Zukunft", so Bütikofer. Heinrich von Pierer, der am 31.08.2005 die Forderung von George W. Bush übernommen habe, Atomkraftwerke 60 Jahre laufen zu lassen, kopiere die Energiepolitik der USA zu dem Zeitpunkt, an dem sie endgültig gescheitert sei, betont der Bundesvorsitzende der Grünen. Deutschland und die EU müssten jetzt alle Anstrengungen unternehmen, um den Kyoto-Klimaschutzprozess mit weitergehenden Zielen zu forcieren und die USA, Indien und China einzubeziehen.

01.09.2005   Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bundesvorstand   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Trittin startet Architekturwettbewerb zur Photovoltaik

Text: Solarstromfassade der US-Botschaft in Genf
Text: Solarstromfassade der US-Botschaft in Genf

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat am 01.09.2005 den bundesweiten Architekturwettbewerb "Photovoltaik im Gebäudeentwurf" ausgelobt. Bis zum 28. Februar 2006 sind Architekten, Ingenieure und Bauherren aufgerufen, Entwürfe einzureichen, welche die gestalterischen Möglichkeiten der Photovoltaik kreativ ausschöpfen und neue Potenziale für die Nutzung der Solarenergie erschließen.  Die fünf besten Vorschläge werden mit einem Preisgeld von insgesamt 100.000 Euro prämiert. Ausgewählte Vorhaben können darüber hinaus gefördert werden als Demonstrationsprojekte im Rahmen des "Investitionsprogramms zur Verminderung von Umweltbelastungen" des Bundesumweltministeriums. "Photovoltaik ist ein Multitalent", so Trittin. Sie könne nicht nur Strom erzeugen, sondern auch als Sonnen-, Schall- und Sichtschutz dienen. Sie biete ideale Voraussetzungen für den Einsatz als Gestaltungselement an Gebäuden. "'Quadratisch, praktisch, langweilig', das sollte der Vergangenheit angehören", so Trittin. Zudem seien die Potenziale für die Nutzung der Solarenergie in Deutschland bei weitem noch nicht ausgeschöpft. "Jeder mit einem Photovoltaik-Modul genutzte Quadratmeter Fläche bringt uns im Klimaschutz ein Stück voran", so der Minister.



Unterstützung durch BDA, Bundesarchitektenkammer und KfW

Der Bund Deutscher Architekten (BDA), die Bundesarchitektenkammer und die KfW-Bankengruppe unterstützen den Wettbewerb. Gesucht werden Entwürfe, die gestalterisch, funktional und energietechnisch überzeugen. Die Wettbewerbsbeiträge sollen sich auf Planungen, auf "Projekte im Werden" und nicht auf bereits fertig gestellte Projekte beziehen. Neubauten werden dabei ebenso berücksichtigt wie Umbaumaßnahmen im Gebäudebestand. Neben großen Projekten, wie Bürogebäuden, Museen oder Krankenhäusern, sind auch kleine Bauvorhaben willkommen. Voraussetzung ist, dass es sich um Projekte in Deutschland handelt. Eine unabhängige Jury wird die besten Entwürfe auswählen.

Nähere Informationen zum Wettbewerb gibt es im Internet unter http://www.pv-im-bau.de

01.09.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics Solartechnik GmbH
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Solarparc AG platziert Solarfonds "Donau I" mit 4,1 MW

Die Solarparc AG (ISIN: DE0006352537) hat den Vertrieb für ihren ersten solaren Qualitätsfonds „Donau I“ aufgenommen. Das renditeorientierte Anlageprojekt bestehe aus zwei Solarkraftwerken mit insgesamt 4,1 Megawatt (MW) Spitzenleistung, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Standorte befinden sich im Umland von Passau, und damit in einer Region mit den besten solaren Einstrahlungswerten in Deutschland.  Das Investitionsvolumen beträgt laut Solarparc AG 18,4 Millionen Euro. Der neue Fonds biete Anlegern eine attraktive Vorsteuerrendite von 6,1 Prozent und sei mit einem umfangreichen Sicherheits-Paket konzipiert, so das Unternehmen. Die Solarparc AG habe die Ertragserwartungen durch zwei namhafte Gutachter ermitteln lassen (Fraunhofer Institut und meteocontrol) und davon einen Sicherheitsabschlag von 4,25 Prozent vorgenommen. Außerdem seien die Vergütungen für die technische und kaufmännische Führung des Fonds konsequent erfolgsabhängig gestaltet worden.


Qualität und Technologie im Vordergrund

Neben dem Sicherheitsaspekt stehe bei den Solarparc-Fonds das Thema Qualität im Vordergrund, beton das Unternehmen: "Wir wollen mit unseren Fonds technologische Maßstäbe setzen", sagt Susanne Muffler, Vorstand Finanzen (CFO) der Solarparc AG. Die Technologie und das solare Equipment stammen vollständig aus dem Hause des solaren Technologiekonzerns SolarWorld AG. Die Kraftwerke würden somit solide, präzise und unter höchsten Qualitätsanforderungen realisiert. Der Fonds verfüge über eine Laufzeit von 20 Jahren. Danach will die Solarparc AG die Kraftwerke übernehmen und weiter betreiben.


Zweiter Solarfonds kommt im 4. Quartal

Im 4. Quartal will die Solarparc AG mit dem Vertrieb des zweiten Solarfonds "Donau II" beginnen, der über nahezu identische Konditionen verfügen soll und Solarkraftwerke mit insgesamt 5 MW enthalten werde. "Wir garantieren, beide Fonds im laufenden Jahr vollständig zu platzieren", so Susanne Muffler. "Wegen der noch für 2005 bestehenden Rechtssicherheit für die steuerlichen Vergünstigungen geschlossener Fonds rechnen wir mit einer lebhaften Nachfrage nach unseren solaren Qualitätsprodukten."

01.09.2005   Quelle: Solarparc AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Europäisches Parlament: Zuspruch für Heizen und Kühlen mit erneuerbaren Energien

EU-Berichterstatterin Rothe: EE-Wärme und Kälte legislativ stärken!
EU-Berichterstatterin Rothe: EE-Wärme und Kälte legislativ stärken!

Vielleicht waren es die täglich steigenden Ölpreise, vielleicht aber auch der Hurrikan Katarina oder die Alpen-Flut, die am 29.08.2005 im Industrie-Ausschuss des Europäischen Parlaments für den großen parteiübergreifenden Zuspruch für die Initiative für eine Europäische Richtlinie im Bereich Heizen und Kühlen aus Erneuerbaren Energien der Europaabgeordneten Mechtild Rothe (SPD) sorgte.
 
"Mit den täglichen Schauernachrichten über Ölpreise und die Anzeichen eines Klimawandels wächst endlich bei vielen die Einsicht, dass die große Abhängigkeit vom Öl und Gas ökonomisch und ökologisch nicht mehr zu verantworten ist. Zudem würde eine europaweite Förderung eine innovative Wachstumsbranche stärkern und auch für sinkende Preise bei den Technologien sorgen - die benötigte Sonne und Erdwärme kommen dann umsonst und auch Holzpellets sind billiger als Öl", so die Berichterstatterin Rothe.


"Diese Chancen werden z. Zeit aber nur sehr unzureichend genutzt. Allenfalls haushaltsabhängige Förderprogramme werden in den Mitgliedsländern zur Unterstützung der Wärme- und Kältetechnologien eingesetzt. So ist die geringe Marktdurchdringung der Technologien für den Wärme- und Kältesektor der Hauptgrund, dass das Ziel der Verdoppelung des erneuerbaren Energieanteil am Gesamtverbrauch bis 2010 von 12% in Europa derzeit nur schwer erreichbar scheint", so die Energieexpertin der Sozialdemokratischen Fraktion.


Haushalte brauchen 57 % der Energie für Heizen und Kühlen

Für Wärme und Kälte wird laut Rothe in Europa deutlich mehr Energie verbraucht als in der Stromerzeugung oder im Transportsektor. Rund 40% der gesamten Endenergienachfrage seien auf das Heizen und Kühlen zurückzuführen, in einem typischen deutschen Haushalt seien es sogar 57 %. Solarwärme, Biomasse und Geothermie sind in der Lage, große Mengen an fossilen Brennstoffen zu ersetzen und somit den Ausstoß an Schadstoffen, wie CO2 und Stickoxiden zu reduzieren und die Versorgungssicherheit zu erhöhen.


Erster Schritt zu einer Richtlinie

Mechtild Rothe hat deshalb im Europäischen Parlament vorgeschlagen, mit einem Initiativbericht die EU-Kommission zur Vorlage eines europäischen Gesetzes für die Förderung der erneuerbaren Energien für Wärme- und Kälte aufzufordern. "Mit dieser Initiative ist ein erster Schritt getan, nach Richtlinien für EE-Elektrizität und Biotreibstoffe auch den Bereich EE-Wärme und Kälte legislativ zu stärken", so Rothe abschließend.

Weitere Informationen: Büro Mechtild Rothe, Tilman Schwencke, Tel.: 0032 494 83 57 37 (mob.) oder 0032 2 284 7414 (Büro), Email: mrothe@europarl.eu.int

01.09.2005   Quelle: Mechtild Rothe (MdEP)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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US-Botschaft in Genf: Vorzeigeobjekt für solare Architektur eingeweiht

Solarstromfassade des US-Botschaft in Genf.
Solarstromfassade des US-Botschaft in Genf.

Die neu gestaltete Solarfassade der U.S. Mission Geneva ist am 31.08.2005 eingeweiht geworden. Das berichtet die SunTechnics Solartechnik GmbH in einer Pressemitteilung. Die Sanierung sei genutzt worden, um die Botschaft mit der größten gebäudeintegrierten Photovoltaik-Anlage des Kantons Genf auzustatten. Das Projekt zeige beispielhaft, wie sich bereits vorgegebene Flächen optimal für die umweltfreundliche Energiegewinnung nutzen lassen.
 
"Insgesamt vier verschiedene Befestigungstechniken demonstrieren die Bandbreite photovoltaischer Einsatzmöglichkeiten, von fassadenintegrierten Lösungen bis hin zu Aufdach-Systemen", berichtet Sylvère Leu, Geschäftsführer von SunTechnics. Kevin Moley, UN-Botschafter der USA in Genf, Pamela Pitzer Willeford, U.S. –Botschafterin in der Schweiz und sowie General Charles E. Williams, Leiter der Overseas Buildings Operations (OBO) des State Department nahmen die Solarstromanlagen im Beisein zahlreicher Gäste offiziell in Betrieb.


Öffentliches Zeichen für umweltfreundliche Energiegewinnung

Neuartig ist laut SunTechnics, dass mit Standardmodulen selbst bei einem bestehenden Gebäude eine überzeugende architektonische Integration realisiert wurde und das Gebäude aufgewertet wird. Künftig liefern die Anlagen an Conference Centre und am Hauptgebäude mit einer Spitzenleistung von insgesamt rund 118 Kilowatt Strom in das öffentliche Netz. Genug, um damit den jährlichen Energiebedarf von über 20 Privathaushalten zu decken. Alle Konstruktionen seien nach den strengen Vorgaben von US-Normen durchgeführt worden, beispielsweise dem National Electric Code NEC, die hohe Sicherheitsstandards und die Qualitätssicherung von Arbeitsabläufen vorschreiben. Sämtliche Materialien wurden in Amerika beschafft. Ein großes Display im Eingangsfoyer wird künftig Besuchern die aktuellen Anlagedaten anzeigen. "Mit der neu gestalteten US-Botschaft wollen wir ein öffentliches Zeichen setzen für die umweltfreundliche Energiegewinnung. Zugleich ist die Sanierung ein herausragendes Beispiel für eine erfolgreiche internationale Kooperation", erklärt General Williams.


Millimetergenaue Installation für perfekte Integration

Die vier verschiedenen Anlagentypen sind auf dem Hauptgebäude und dem an der Südwestfront angrenzenden Conference Center und Stair Tower installiert. Die Süd-West-Fassade des Hauptgebäudes ist mit "SunShades" ausgestattet, die mit einem Neigungswinkel von 65 Grad in die Brüstung oberhalb der Fensterreihen eingepasst sind. 350 Module sind über geschweißte Aluminiumkonsolen wie eine Markise installiert. "Die millimetergenaue Installation der Module exakt im vorgesehenen Winkel sorgt für eine perfekte Integration. Die Modulreihen übernehmen als Zusatzfunktion die Verschattung und helfen so, eine optimale Raumklimatisierung zu erreichen", erklärt Sylvère Leu. Seitlich eingefügte gerahmte "blank panels" sorgen für die passgenaue Montage und fangen etwaige Verschattungen durch die säulengegliederte Fassade auf. Die seitlich an der Fassadengliederung verlaufenden Kabelkanäle werden ausgespart und maßgeschneidert umfasst. Von unten schützt ein vormontiertes Lochblech die Konstruktion. So wird das Einnisten von Vögeln verhindert, die Module werden hinterlüftet und gleichzeitig wird der integrierende Charakter der gesamten Konstruktion betont. Zusammen mit zwei Modulreihen, die zusätzlich an der Süd-Ost-Fassade angebracht sind, wird über die SunShades insgesamt eine Spitzenleistung von rund 58 kW erzielt.


25 Kilowatt PV-Leistung in der Senkrechten

An der Süd-Ost- und Süd-West-Seite des Conference Centers sowie an der Süd-West-Fassade des 20 Meter hohen Treppenhauses am Hauptgebäude ist die Solartechnik vertikal vorgehängt. Ein spezielles Profilsystem aus Edelstahl-Kantteilen ermöglichte eine plane und einfache Montage der Solarfläche. Die Module wurden in die Kantteile eingehängt und mit Schrauben gesichert. Die Fassaden-Anlagen produzieren Solarstrom mit einer Gesamtspitzenleistung von rund 25 Kilowatt.


"Power-Light-Technik": Rahmenlose Module in der Horizontalen

Mit einem speziellen Installationssystem werden auch die Flachdächer von Conference Center und Hauptgebäude für die Energiegewinnung genutzt: Die Module sind horizontal installiert, so dass die Anlagen mit einem Neigungswinkel von Null Grad wie eine glatte Fläche auf der Hausoberseite liegen. Bei dieser "Power-Light-Technik" werden rahmenlose Laminatmodule in quadratische, genutete Leichtbetonsockel mit Wärmedämmung eingefügt. Auch diese Anlage besitzt eine Multifunktionalität: Stromerzeugung und gleichzeitige Wärmedämmung. Die Flächenlast ist minimal. Der Unterbau ist luftdurchlässig konstruiert und hält auch großen Windkräften stand. Die Spitzenleistung der Dachanlagen beträgt insgesamt rund 25 Kilowatt. Am Hauptgebäude ist zudem ein Sonnensegel mit einer Spitzenleistung von rund 10 Kilowatt seitlich in Süd-Ost-Ausrichtung angebracht. 36 großflächige Doppelglas-Module sind auf einer speziellen Stahlkonstruktion kantenbündig mit einem Neigungswinkel von 35 Grad auf der Fassade abgestützt. Das Segel ist aufgrund der Höhe von über 20 Metern und der geografischen Lage hohen Windkräften ausgesetzt. Für die nötige Stabilität sorgt eine zusätzliche Abstützung der Fassade. Darunter konnte als Zusatznutzen zur Stromerzeugung ein neuer benutzbarer Raum gewonnen werden.

01.09.2005   Quelle: SunTechnics Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics Solartechnik GmbH

 

Zukunftsenergien auf der "RegEn Köln 2005": Strategien gegen hohe Energiekosten

Am 03. und 04. September findet in der Industrie- und Handelskammer zu Köln die Ausstellung „RegEn Köln 2005“ statt. Über Einsatz, Anwendung, Kosten und Förderung regenerativer Energien, Energieeffizienz- und Energiespartechniken informiert ein umfangreiches Vortragsprogramm. Um auch die Bürgerinnen und Bürger des Landes für innovative Energietechnologien zu begeistern, präsentiert die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW dort zwei besonders publikumswirksame Aktivitäten – das Heizen mit Holz und mit Erdwärme.  Die Energieagentur NRW berät vor dem Hintergrund hoher Energiepreise zum Thema „Altes Haus wird wieder jung – der energiesparende Altbau“.


Gebäudeenergiepass sorgt für Transparenz beim Energieverbrauch

Der EU-Gebäudeenergiepass wird 2006 den Energieverbrauch eines Gebäudes durchsichtig machen, so die Energieagentur NRW. Ein Grund mehr für Vermieter und Immobilienbesitzer, sich mit energetischer Sanierung ihres Gebäudes auseinander zu setzen. Die Energieagentur NRW informiert in Köln rund um die Möglichkeiten, ein Gebäude energetisch „fit“ zu machen.


Pellets und Wärmepumpen

Des weiteren gibt es interessante Infos rund um innovative, energie-sparende Haustechnik: Die Aktion Holzpellets bringt den klassischen Brennstoff Holz zurück in die Gebäudebeheizung. Der Wärmepumpen Marktplatz NRW soll mit seinen Aktivitäten für ständig steigendes Interesse der Verbraucher an der
Nutzung der kostenlosen Erdwärme sorgen. Unter dem Motto: „Geizen beim Heizen“ runden Vorträge das Informationsangebot ab. Die Veranstaltung in der IHK Köln (Unter Sachsenhausen 10 - 26 am Börsenplatz) ist geöffnet am Samstag, den 03.09. von 10 – 18 Uhr und am Sonntag, den 04.09. von 10 - 17 Uhr.

Veranstalter ist die Kölner GAP Gesellschaft für Alternativ-Energie Projekte e.V. Gefördert wird die Veranstaltung durch die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, die Energieagentur NRW und die IHK Köln.

Weitere Informationen:
http://www.RegEn-Energieportal.de
http://www.waermepumpen-marktplatz-nrw.de
http://www.aktion-holzpellets.de

01.09.2005   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

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