Solar News Archiv November 2005

 


 

BP gründet Unternehmenszweig "Alternative Energy"

BP hat am 28 November 2005 angekündigt, seine Investitionen in alternative und erneuerbare Energien zu verdoppeln und will im neuen Geschäftsbereich "BP Alternative Energy" - der Energieversorgung mit niedrigen CO2-Emissionen - im kommenden Jahrzehnt sechs Milliarden US-Dollar Umsatz machen. BP Alternative Energy mit Sitz in Sunbury (Middlesex) soll anfangs 2.500 Mitarbeiter rund um den Globus beschäftigen. Auf der Grundlage des Erfolgs von BP Solar, die im Jahr 2008 eine Milliarde US-Dollar Umsatz plane, will BP in den kommenden zehn Jahren bis zu acht Milliarden US-Dollar in die Solar-, Wind-, Wasserstoff- und Gasturbinentechnik investieren.  "Gemäß unserer Strategie werden wir eine alternative Energieversorgung für eine Welt anbieten, die sich um die Umwelt sorgt, und wir glauben, dass wir damit stabile Einnahmen erreichen", sagte BP-Chef Lord Browne.


Solarenergie, Windkraft, Wasserstofftechnologie und Gasturbinen

BPs Erfahrung, besonders mit der Solarenergie, habe dem Unternehmen das Wissen und das Vertrauen gebracht, neue Produkte neben dem traditionellen Geschäft zu entwickeln, betont Lord Browne. "Jetzt sind wir an einem Punkt, an dem wir wirksame Technologien haben, die bei der Nutzung alternativer und erneuerbarer Energiequellen kommerziellen Erfolg versprechen", fügt Lord Browne hinzu. Browne kündigte an, BP werde insgesamt 1,8 Milliarden US-Dollar in den nächsten drei Jahren investieren, die auf die Solarenergie, Windkraft, Wasserstofftechnologie und Gasturbinen verteilt würden. "Wir konzentrieren uns auf die alternativen und erneuerbaren Energien, weil die Energieversorgung 40 % der Treibhausgase verursacht, das ist die größte Emissionsquelle und zugleich der Bereich, in dem kostengünstige und wirksame Technik eingesetzt werden kann, um Emissionen zu senken", führt Lord Browne aus.


Photovoltaik-Kapazität von über 100 Megawatt (MW) soll verdoppelt werden

Die Investitionen sollen BPs führende Position als Hersteller und Lieferant von Solarstromanlagen ausbauen. BP haben derzeit einen Anteil von rund 10 % an dem jährlich um 30 % wachsenden Photovoltaik-Weltmarkt. Die PV-Kapazität des Unternehmens mit Produktionsstätten in den USA, in Spanien, Indien und Australien betrage über 100 Megawatt (MW) und soll bis Ende 2006 verdoppelt werden. BP habe kürzlich ein strategisches Joint-Venture unterzeichnet, um in den wachsenden chinesischen Solarmarkt einzusteigen und Produktionskapazitäten vor Ort zu schaffen.

30.11.2005   Quelle: BP p.l.c.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SMA-Wechselrichter siegen beim diesjährigen Solar Decathlon

Solarstrom als Wechselspannungsnetz mit Sunny Island (gelb), Sunny Boy (rot, links) und Batterien (unten).
Solarstrom als Wechselspannungsnetz mit Sunny Island (gelb), Sunny Boy (rot, links) und Batterien (unten).

Die SMA Technologie AG hat bei dem alljährlich in den USA stattfindenden Wettbewerb "Solar Decathlon" mit Wechselrichtern vom Typ Sunny Boy und Sunny Island die ersten drei Plätze für die beste Energiebilanz belegt. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Bei diesem Solar-Zehnkampf können sich Teams bewerben, die mit einem von ihnen selbst konfigurierten, autarken Solarenergiesystem den höchsten Ertrag erzielen.
 
Darüber hinaus gilt es, in neun weiteren Wettbewerbskategorien von der Architektur über die Netzintegration bis hin zum Bedienungskomfort zu punkten. Die Kategorie Energiebilanz, die laut SMA den direktesten Bezug zum Energieversorgungsnetz hat, misst, wie effizient jedes Energiesystem die Solarenergie zur Versorgung der Hausgeräte während des drei Wochen andauernden Wettbewerbs nutzt. Dabei belegten die drei von SMA unterstützten Teams mit Sunny Island 4248U-Batterie-Wechselrichtern und Sunny Boy-Wechselrichtern die Plätze 1, 2 und 3.


AC-Kopplung sorgt für maximale Flexibilität bei der Stromversorgung aus erneuerbaren Energien

"Dies ist eine großartige Auszeichnung für die von SMA entwickelte AC-Kopplung und ein hervorragender Beweis für ihre universelle Einsetzbarkeit," erklärt Sam Vanderhoof, Leiter Vertrieb und Marketing von SMA America. "Nachdem wir bereits mit dieser Technologie in vielen Teilen der Welt ganze Regionen mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen, zeigt dieses Ergebnis, wie gut ein solches System auch für kleine Einheiten funktioniert." Die AC-Kopplung ist ein neues Konzept für den Aufbau einer Inselstromversorgung, bei der sowohl alle Energieerzeuger (zum Beispiel Solar-, Windkraft- und Wasserkraft-Anlagen sowie Brennstoffzellen) als auch Energieverbraucher auf der Wechselspannungsseite (AC-Seite) gekoppelt werden. Das ermögliche nicht nur den Einsatz handelsüblicher Wechselstromgeräte, sondern auch maximale Flexibilität für die Anpassung an einen steigenden Energiebedarf, so SMA.


Strom aus Erneuerbaren für eine Milliarde Menschen in netzfernen Gebieten

Die SMA Technologie AG sieht in der Energieversorgung entlegener netzferner Gebiete eine ihrer wichtigsten Zukunftsaufgaben: Noch immer haben über zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu Strom und Wasser, das bedeutet Armut und fehlende Entwicklungsmöglichkeiten. Mit dieser Technologie sind erstmals die technischen Voraussetzungen geschaffen, um innerhalb der nächsten zehn Jahre eine Milliarde Menschen zusätzlich mit Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen.

30.11.2005   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG
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Solarparc AG: Solarfonds Donau I und II vollständig platziert

Die Solarparc AG (ISIN: DE0006352537) hat ihre beiden Solarfonds Donau I und Donau II bereits vor Inkrafttreten der neuen steuerlichen Regelungen für geschlossene Fonds erfolgreich und vollständig platziert. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Anteile an den beiden Solarfonds seien noch vor dem 11. November vollständig gezeichnet worden und damit vor dem Datum, an dem nach dem Willen des neuen Bundeskabinetts die Beschränkung von Verlustverrechnungsoptionen rückwirkend gelten soll.  Die beiden nachhaltigen Investmentprojekte bestehen aus Solarkraftwerken im einstrahlungsreichen Süden Deutschlands mit insgesamt 9,2 Megawatt (MW) Spitzenleistung. Verantwortlich für die Technologie und den Bau ist die SolarWorld AG, die sämtliche Qualitätsanlagen fristgerecht im Jahr 2005 errichte. Nach der Platzierung übernimmt die Solarparc AG den Betrieb der Kraftwerke. Das Investitionsvolumen der beiden Fonds beträgt zusammen 40,9 Millionen Euro, das platzierte Eigenkapital 10,25 Millionen Euro. Die beiden Fonds bieten Anlegern laut Solarparc AG eine attraktive Vorsteuerrendite von über sechs Prozent und seien mit einem umfangreichen Sicherheiten-Paket konzipiert worden.


10 MW-Solarstromleistung im Jahr 2005

Die Solarparc AG habe mit den beiden Fonds im Geschäftsjahr 2005 wie geplant ihre ersten Anlageprojekte erfolgreich am Markt platziert und ihre Kompetenzen für die Konzipierung von rendite- und qualitätsorientierten Clean-Energy-Parks unterstrichen, heißt es in der Pressemitteilung. Mit der Erstellung des Fondskonzepts und dem Fondsvertrieb ergänzt das Unternehmen seine Kernkompetenzen in der Planung, dem Bau und dem Betrieb von sauberen Kraftwerken. Insgesamt hat die Solarparc AG nach eigenen Angaben 2005 Solarkraftwerke mit rund 10 MW realisiert. Neben den beiden Solarfonds zählt dazu die modernste dem Gang der Sonne nachgeführte Solaranlage in Deutschland, die im Sommer in Freiberg in Sachsen gebaut wurde.


Neue Clean-Energy-Fonds aus dem Bestand und mit nachgeführter Technik

"Auch nach dem erwarteten Auslaufen der steuerlichen Verrechnungsmöglichkeiten von Verlusten für Fondsmodelle werden wir nachhaltig orientierten Anlegern attraktive Investmentmöglichkeiten anbieten", kündigt Susanne Muffler an, Vorstand Finanzen der Solarparc AG. Für das Geschäftsjahr 2006 seien Renditefonds aus dem solaren Bestand der Gesellschaft in Vorbereitung. Anlegern werde dann ein neuer Solarfonds in Bayern (Donau III) zur Auswahl stehen, der über hohe Einstrahlungswerte und eine attraktive Einspeisevergütung verfüge. Außerdem konzipiere die Gesellschaft derzeit Fonds mit nachgeführten Solaranlagen, deren Erträge um 30 Prozent über denen herkömmlicher feststehender Solarkraftwerke lägen. Mit diesen Konzepten will die Solarparc AG respektable Renditen für regenerative Kraftwerke auch jenseits von Verlustzuweisungen möglich machen.

30.11.2005   Quelle: Solarparc AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Stromkennzeichnung: Deutsche Umwelthilfe kritisiert VDEW wegen "wundersamer Vermehrung des Ökostroms"

Stromversorger müssen ihre Kunden künftig über die Herkunft ihres Stroms informieren. Doch der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) setze auf Verschleierung statt Transparenz, kritisiert die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH). Sie präsentiert einen eigenen Vorschlag und fordert eine verbindliche Regelung. Die bevorstehende Kennzeichnungspflicht für Strom drohe zu einem Flop zu werden, wenn sich Vorschläge der Elektrizitätswirtschaft zur Ausgestaltung der gesetzlichen Vorgaben durchsetzen, warnt die DUH.  "Die großen Stromkonzerne haben sich jahrelang dagegen gesperrt, ihren Kunden über die Zusammensetzung ihres Stroms Auskunft zu geben. Nun versuchen sie, die Regelung mit durchsichtigen Tricks ins Leere laufen zu lassen", erklärt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. "Besonders verwerflich ist, dass die Umsetzung ihrer Vorschläge zu einer systematischen Vermehrung des in Deutschland beliebten Stroms aus erneuerbaren Energien führen würde - allerdings nur auf dem Papier. Im Gegenzug würde der in Atom- oder Kohlekraftwerken erzeugte Stromanteil auf wundersame Weise schrumpfen", so Resch.


DUH: Elektrizitätswirtschaft nutzt Regelungslücke zur Verschleierung

Nach der im vergangenen Sommer verabschiedeten Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) müssen die Energieversorger ihre Kunden ab dem 15. Dezember 2005 auf Stromrechnungen und in Werbematerialien über die Herkunft des gelieferten Stroms informieren. Allerdings fehlten aufgrund der massiven Einflussnahme der Unternehmen während des Gesetzgebungsprozesses klare, einheitliche und verbindliche Vorgaben für die konkrete Darstellung des Strommixes und der mit den jeweiligen Brennstoffen - Steinkohle, Braunkohle, Erdgas, Uran - verbundenen Umweltbelastungen, so die DUH. Diese Regelungslücke mache sich der von den großen Energiekonzernen dominierte Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) zunutze, der in einem "Leitfaden Stromkennzeichnung" seinen Mitgliedern Mitte Oktober eine Umsetzung der Kennzeichnungspflicht empfehle. Die Umsetzung des Leitfadens würde die Verbraucher jedoch eher in die Irre führen, als sie aufzuklären, so die DUH.


VDEW-Label ungenau und irreführend

"Das vom VDEW vorgeschlagene Stromlabel unterscheidet nicht zwischen Strom aus Braunkohle, Steinkohle und Erdgas, obwohl diese Brennstoffe sehr unterschiedlich zum globalen Klimawandel beitragen", kritisiert die DUH. Es unterscheide auch nicht zwischen Strom aus erneuerbaren Energien, zu dessen Weitergabe an ihre Kunden die Energieversorger aufgrund des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verpflichtet sind (auch wenn sie selbst keine Kilowattstunde erzeugen) und solchem Ökostrom, den sie selbst aufgrund einer strategischen Zukunftsentscheidung erzeugen oder am Markt einkaufen.

Der Vorschlag öffne der Verbrauchertäuschung Tür und Tor, indem er den wachsenden Stromanteil, den die Versorger an der Strombörse oder im Ausland beziehen, pauschal dem so genannten europäischen UCTE-Mix zuschreibe. Dieser Strommix enthält derzeit etwa 13 Prozent Strom aus Wasserkraft. Beziehe ein Stromversorger zum Beispiel 30 Prozent seines Stroms über die Strombörse, würden allein 13 Prozent davon als Ökostrom im Label auftauchen - selbst wenn das Unternehmen in der realen Welt kein einziges Wasserkraftwerk oder sonstige regenerative Energietechnologien einsetzt.

Auch andere Tricks seien nach den Vorstellungen des VDEW programmiert, warnt die DUH. So könnte ein Stromversorger den von ihm produzierten Atomstrom an der Börse verkaufen und dort im Gegenzug ebenso viele Kilowattstunden ordern. Ergebnis: hundert Prozent Atomstrom wären im Handumdrehen "veredelt" zu einem ausgewogenen Mix aus nuklear, fossil und 13 % Wasserkraft.


Verbraucher benötigen einheitliche und vollständige Informationen über die Herkunft des Stroms

"Wir müssen aufpassen, dass das Transparenzmittel Stromkennzeichnung nicht von ihren Gegnern in ihr Gegenteil verkehrt wird und am Ende ein Instrument zur Verschleierung der Stromzusammensetzung dabei herauskommt", so Cornelia Ziehm, Leiterin Verbraucherschutz und Recht bei der DUH. Sinn der Stromkennzeichnung sei es, Verbrauchern, Verbraucherinnen und Unternehmen, auf der Basis klarer, einheitlicher und vollständiger Informationen über die Herkunft des Stroms eine freie Entscheidung über ihren Stromlieferanten zu ermöglichen. "Die Stromverbraucher müssen auf verlässlicher Basis entscheiden können, ob sie Kunde eines Stromversorgers bleiben wollen, der weiter auf das Klima belastenden Kohlestrom setzt oder auf die Risiken der Atomenergie oder ob sie lieber zu einem Unternehmen wechseln, das die Umstellung auf umweltfreundlichen Strom schon eingeleitet oder bereits vollzogen hat. Eine systematische Falschbezifferung der erneuerbaren Energien, wie sie der VDEW seinen Mitgliedern empfiehlt, konterkariert dieses Ziel offensichtlich", so Ziehm.


DUH-Vorschlag unterscheidet zwischen EEG-Strom und "eigenem" Strom aus erneuerbaren Energien

Die DUH präsentierte einen eigenen Kennzeichnungsvorschlag mit einer der heute üblichen farbigen "Kuchengrafiken" als Kernelement. Darin enthalten sind die jeweiligen Stromanteile aus den fossilen Energieträgern Braunkohle, Steinkohle und Erdgas, aus Atomenergie und aus erneuerbaren Energien - letztere aufgeschlüsselt nach EEG-Strom und "eigenem" Strom aus erneuerbaren Energien. Außerdem gibt es eine Kategorie für den "grauen Börsenstrom" (Strom unbekannter Herkunft), der so nicht zur Verschleierung des wirklichen Strommixes missbraucht werden könne. In einer dem Diagramm angefügten Tabelle können die Kunden das Stromportfolio ihres Versorgers auf einen Blick mit dem durchschnittlichen deutschen Strommix vergleichen und werden außerdem über die CO2-Emissionen (in g/kWh), die radioaktiven Abfälle und Emissionen (jeweils in Becquerel/kWh) unterrichtet.


Bundesregierung soll einheitliche Regelung verbindlich vorschreiben

"Als anerkannter Verbraucherschutzverband werden wir in den nächsten Wochen und Monaten sehr genau beobachten, inwieweit die Stromwirtschaft ihrer Kennzeichnungspflicht sachgerecht nachkommt oder sich im Werfen von Nebelkerzen übt", so Jürgen Resch. "Notfalls werden wir auch gerichtlich gegen den Missbrauch der Regelung vorgehen". Die Bundesregierung forderte der DUH-Geschäftsführer auf, eine am DUH-Vorschlag orientierte einheitliche Regelung verbindlich vorzuschreiben. Es sei überhaupt nicht einzusehen, "warum der Energieverbrauch von Autos oder Kühlschränken nach klaren Regeln zu erfolgen hat, die Kennzeichnung von Strom aber nicht."

Das DUH-Stromlabel und ein DUH-Hintergrundpapier zum Thema "Stromtransparenz ist kein Selbstläufer" können im Internet abgerufen werden unter www.duh.de.

29.11.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Größte Solarstrom-Dachanlage Bayerns in Betrieb genommen

3,7 MW-Solarkraftwerk in Dingolfing
3,7 MW-Solarkraftwerk in Dingolfing

In Anwesenheit des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen BP AG, Dr. Uwe Franke, nahm Ende November 2005 die größte Photovoltaik-Dachanlage Bayerns in Kronwieden bei Dingolfing ihren Betrieb auf. BP Solar als Generalunternehmer hat die schlüsselfertige Solarstromanlage auf einer Fläche von zirka 82.000 Quadratmetern auf vier Lagerhallendächern des Privatunternehmers Franz Fischer errichtet. Als Partner von BP Solar und "Turn-Key-Anbieter" übernahm die SAG Netz- und Energietechnik GmbH (Ergolding) die gesamte Elektromontage.  Neben der Errichtung des 60 Kilometer langen Gleichstrom-Niederspannungsnetzes für die 23.000 polykristallinen Solarmodule auf den Hallendächern gehörten zum Auftragsumfang auch die Errichtung aller Schaltschränke, die elektrische Anbindung der Wechselrichter und die Kabeltrassen bis zum nächsten Mittelspannungsanbindungspunkt des regionalen Netzbetreibers E.ON Netz, berichtet SAG Netz- und Energietechnik in einer Pressemitteilung.


29.000 Quadratmeter Modulfläche liefern rund 3,6 Millionen Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr

Sowohl technisch, als auch organisatorisch stellte die 3,7 Megawatt-Anlage mit ihren 29.000 Quadratmetern Modulfläche eine besondere Herausforderung dar, betont die SAG Netz- und Energietechnik GmbH. Zeitweise seien bis zu 40 Mitarbeiter der SAG auf der Baustelle gewesen: Monteure für die Module, Elektriker, welche die Module anschließen und die Verschaltung bis zur Mittelspannungsebene vornehmen, Vermesser und Tiefbauer für die Trassierung der Kabelwege und Erdarbeiten sowie Planungsingenieure. Die Anlage, die jährlich etwa 3,6 Millionen Kilowattstunden Strom aus der Kraft der Sonne erzeugen soll, sei in nur 16 Wochen Bauzeit fertiggestellt worden.

Grund für die Auftragsvergabe an die SAG sei gewesen, dass der technische Dienstleister alle Arbeiten aus einer Hand bieten konnte und über jahrelange Erfahrung bei der Realisation anspruchsvoller Großprojekte verfüge: von der Planung und Trassierung, über die Logistik und Bauausführung bis zur Inbetriebnahme und Instandhaltung. Das bundesweit tätige Unternehmen sorgte darüber hinaus für die herstellerneutrale Beschaffung der Komponenten, des hochwertigen Kabels sowie der speziellen Technik für die Übergabestation der rund 16 Millionen Euro teuren Anlage sowie für die umfangreichen Abstimmungen mit Grundstückseigentümern und Behörden.

29.11.2005   Quelle: SAG NE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SAG Netz- und Energietechnik GmbH

 

Schneekatastrophe im Münsterland zeigt Schwachstellen zentraler Energieversorgung

"Die Schneefälle im Münsterland haben erneut deutlich gemacht, wie anfällig unsere zentrale Energieversorgung gegenüber Unwetterkatastrophen ist", erklärte Hans-Josef Fell, energiepolitischer Sprecher von Bündnis 90 / Die Grünen. Auch der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) betont in einem Rundschreiben, dass der Netzzusammenbruch vorhersehbar und vermeidbar gewesen sei. 

Virtuelle Kraftwerke für die Grund- und Spitzenlast

"Es ist erschreckend, wenn etwa 40 Zentimeter Neuschnee eine Katastrophe auslösen und mehrere Hunderttausend Menschen über Tage keine Stromversorgung haben", so Hans-Josef Fell. Wenn wir die Folgen des Klimawandels Ernst nehmen, dann sollten wir schleunigst dafür sorgen, dass die Energieversorgung der Zukunft dezentral wird. Eine dezentrale Energieversorgung kennt vergleichbare Probleme nicht", so der Grünen-Sprecher. Dezentrale Kraftwerke, wie zum Beispiel Biogas- oder Solarwärmeanlagen, aber auch kleine Blockheizkraftwerke, Mikroturbinen könnten über das Internet als "intelligente Netze" zu "virtuellen Kraftwerken" zusammengeschaltet werden und garantierten damit in vollem Umfang die Versorgungssicherheit bei Grund- und Spitzenlast, so Fell.


Erdkabel als Alternative

"Den dritten Tag in Folge sind über sechzigtausend Haushalte und mittelständische Betriebe im Münsterland ohne Strom. Schnee- und Eislast haben die Strommasten abgeknickt", so der SFV. Dieses Ereignis sei vorhersehbar gewesen, denn seit Jahren warnten Klimaforscher vor der Zunahme von Extremereignissen und besonders vor niederschlagsreichen Winterhalbjahren. Mit Erdkabeln sei der Blackout mitten in Deutschland vermeidbar, denn diese seien zwar teurer als Freileitungen aber witterungsunabhängig und deshalb sicherer.


Schadenersatzpflicht der Netzbetreiber eingeschränkt, mangelnde Qualitätskontrolle durch den Staat

Die Netzbetreiber hätten allerdings kein wirtschaftliches Interesse an teuren Erdkabeln, stellt der SFV fest. In ihrem Netzgebiet seien sie Monopolisten. Ein Wettbewerb um mehr Netzsicherheit finde deshalb nicht statt. Die Schadenersatzpflicht bei großen Vermögensschäden, die der Wirtschaft einer Region durch Netzausfall zugefügt werden, sei sogar gesetzlich zugunsten der Netzbetreiber eingeschränkt. Die staatliche Aufsicht beschränke sich zudem auf Verstöße gegen aktuelle Sicherheitsbestimmungen, stelle aber keine Forderungen an eine Verbesserung der Netze entsprechend dem fortschreitenden Stand der Technik. "Gesetzliche Einschränkung der Haftung und mangelnde Qualitätskontrolle durch eine staatliche Aufsicht; diese unglückliche Kombination führt zwangsläufig zu einem Niedergang der Netzsicherheit. Hier liegt ein gravierender Mangel im System vor", so der Solarenergie-Förderverein Deutschland.

Eine Abwägung zwischen Erdkabel und Freileitungen findet sich unter http://www.wind-energie.de/index.php?id=317

29.11.2005   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB); Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Berlin: Umweltpolitiker fordern Solaranlagen-Pflicht

Holger Rogall.
Holger Rogall.

Die Fraktionen der SPD und der PDS im Berliner Abgeordnetenhaus fordern solare Baupflichten für die Bundeshauptstadt. In dem Papier fordern SPD und PDS den Senat auf, mit dem Programm "Weg von fossilen Energieträgern - Umweltschutz schafft Arbeit" über die bisherigen Maßnahmen zur Nutzung von erneuerbaren Energien und zur Steigerung der Energieeffizienz hinauszugehen.  
Damit soll ein deutlicher Impuls für die regionale Bauwirtschaft und das Handwerk gegeben werden. Die Initiative für eine überarbeitete Solaranlagenverordnung (SolVo) geht aus von den SPD-Umweltpolitikern Holger Rogall und Daniel Buchholz. Delia Hinz (PDS) gehört mit zu den Initiatoren des Antrags.


Baupflicht für Solarwärmeanlagen auf neuen Gebäuden

Neben der Wärmeschutzsanierung öffentlicher Gebäude sowie des Berliner Gebäudebestandes soll solares Bauen zum Standard werden, fordern SPD und PDS. Der Senat soll in Absprache mit den Bezirken energiesparende, insbesondere solare Baupflichten nach dem Hamburger Vorbild in die Bebauungspläne aufnehmen. Darüber hinaus soll der Senat einen Entwurf für ein novelliertes Landesenergieeinspargesetz in das Abgeordnetenhaus einbringen, das beispielsweise eine Baupflicht für Solarwärmeanlagen auf neuen Gebäuden mit Warmwasserbedarf vorsieht. Das Gleiche soll für Wohnhäuser gelten, die umfassend instand gesetzt oder modernisiert werden. Hiermit soll künftig mindestens ein Drittel des Warmwasserbedarfs über thermische Solaranlagen gedeckt werden. Im Mietwohnungsbestand seien die Modernisierungsanteile mietwirksam umzulegen mit dem Ziel, die erwarteten Warmmiete-Steigerungen auf ein sozial verträgliches Maß zu begrenzen.

"Die zu erwartende weitere Steigerung der Energiepreise und die Auswirkungen der Klimaveränderung lassen Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz und des verstärkten Einsatzes erneuerbarer Energieträger dringend geboten erscheinen", heißt es in der Begründung des Antrags. Gleichzeitig könne hierdurch ein Impuls für selektives Wachstum und Beschäftigung in der Region gegeben werden. Das in diese Bereiche investierte Geld fließe nicht in die erdöl- oder gasfördernden Länder, sondern in die regionale Bauwirtschaft und erhöhe somit die lokale Wertschöpfung. Hiermit würden zukunftsfähige Arbeitsplatze geschaffen und gleichzeitig beispielgebende Beiträge zur Verminderung der Treibhausgasemissionen geleistet. "Die Investitionen finanzieren sich durch die eingesparten Energiekosten", so die Initiatoren des Antrags.

29.11.2005   Quelle: SPD Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus; Holger Rogall   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SMA präsentiert Großdisplay zur Darstellung der PV-Anlagendaten

SMA-Display "Sunny Matrix".

Mit Sunny Matrix stellt die SMA Technologie AG im Rahmen ihrer Innovationskampagne 2005 die letzte von insgesamt 12 Produktneuheiten vor. Dieses wetterfeste Großdisplay dient vor allem zur publikumswirksamen Darstellung von Leistung, Ertrag und Menge der CO2-Einsparung einer Solarstromanlage.
 
Per Ethernet-Schnittstelle mit dem Datenlogger Sunny WebBox verbunden, erhält die Sunny Matrix kontinuierlich alle erforderlichen Daten, um durch einen integrierten Rechner die genannten Werte zu ermitteln. "Wie eine Photovoltaik-Anlage arbeitet, sieht man nicht. Und wie viel Strom sie gerade erzeugt, bleibt dem Betrachter ebenso verborgen. Um die Leistungsfähigkeit einer Solarstromanlage sichtbar zu machen, bedarf es technischer Hilfsmittel," erklärt Wolfgang Weber, Abteilungsleiter Solare Datentechnik bei SMA. "Mit der Sunny Matrix geben wir die Möglichkeit, die Eigenwerbung mit einem äußerst positiven Image zu verknüpfen, nämlich mit einem erfolgreichen Engagement für die Umwelt", so Weber weiter.


Mit einer Grundfläche von bis zu 800 x 1.000 Zentimetern (Sonderformate sind realisierbar) und bis zu vier Displays (Höhe 51 mm) biete die Großanzeige hervorragende Möglichkeiten für frei editierbare Texte in beinahe jeder Landessprache, so SMA. Somit sei die Sunny Matrix nicht nur ein technisches Anzeigegerät, sondern ein attraktiver Werbeträger für vielfältige Einsatzzwecke - sei es für öffentliche Einrichtungen, Firmengebäude, Sportstätten oder Photovoltaik-Großanlagen. Eine Tag- / Nachtautomatik sorgt dafür, dass auch bei Dunkelheit interessante Informationen übermittelt werden können. Zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich durch den Einsatz einer Dia-Show als abwechselungsreichen Präsentationshintergrund, die sekundengenaue Uhrzeit per Funk oder die Außentemperatur-Anzeige mittels eines externen Sensors.

Sunny Matrix hat laut Hersteller ein robustes Metallgehäuse, ist langlebig, wartungsfrei und einfach zu handhaben: Die Anzeige kann durch einen integrierten Webserver per Internet von jedem Ort der Welt mit einem PC konfiguriert werden. Damit sei die Sunny Matrix eine ideale Ergänzung in einer ganzen Reihe von innovativen Geräten zur Anlagenüberwachung und bestätigte einmal mehr die führende Rolle der SMA Technologie AG in der Entwicklung und Herstellung systemtechnischer Komponenten für Solarstromanlagen.

29.11.2005   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG
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Sunways AG vertreibt künftig auch Solarmodule

Durchsichtige Sunways-Solarzelle.
Durchsichtige Sunways-Solarzelle.

Die Sunways AG (Konstanz), Hersteller von Solarzellen und Wechselrichtern, ergänzt ihre Produktpalette um Solarmodule und baut einen Vertrieb für Photovoltaiksysteme auf. Als erster Schritt sollen ab 01. Januar 2006 Solarmodule das Sunways-Produktportfolio ergänzen, das zur Zeit aus Solarzellen (Sunways Solar Cells) und Wechselrichtern (Sunways Solar Inverter) besteht.
 
Die Kunden sollen ab dem kommenden Jahr von optimal aufeinander abgestimmten Systemen profitieren. Solarmodule mit Sunways-Solarzellen wurden bisher unter dem Namen "MHH plus" von der hundertprozentigen Sunways-Tochter MHH Solartechnik GmbH vertrieben. In das Modul "MHH plus" wurden seit 2002 von Sunways produzierte Solarzellen nach den Vorstellungen des Tochterunternehmens in Module eingebettet. Die Produkteigenschaften, enge Leistungstoleranzen und hohe Energieerträge hätten innerhalb kurzer Zeit für breites Interesse und den großen Erfolg des Moduls gesorgt, berichtet Sunways in einer Pressemitteilung.


Komplette Solarstromanlagen mit Sunways-Produkten

Während MHH sich künftig verstärkt auf den Vertrieb von Modulen und Komponenten anderer Hersteller konzentriere und weiterhin den Sunways Solar Inverter anbiete, vertreibe die Sunways AG ab Januar 2006 die mit Sunways Solar Cells ausgestatteten Module in eigener Regie. Von dieser Umstrukturierung im Vertrieb erwartet das Unternehmen eine Stärkung der Kunden- und Lieferantenbeziehungen von Sunways und MHH sowie den Ausbau der eigenen Marktposition: "Unser Ziel ist es, die Marke 'Sunways' stärker beim Kunden zu platzieren, auch im Bereich Systemtechnik", erläuterte Roland Burkhardt, Vorstand der Sunways AG, die Entscheidung.


Höchstmögliche Leistung mit Sunways-Modul und Solar Inverter NT

Der Kunde könne ein komplettes Photovoltaiksystem mit optimal aufeinander abgestimmten Sunways-Produkten kaufen. "Die Kombination aus unserem Wechselrichter 'Sunways Solar Inverter NT' und unserem Modul zahlt sich für den Anlagenbetreiber in barer Münze aus – er erzielt die höchstmögliche Leistung mit seiner Anlage", so Burkhardt weiter. Für den neuen, in Konstanz angesiedelten Modulvertrieb stehen bei Sunways ab Januar 2006 mehrere erfahrene Mitarbeiter unter der Leitung des ehemaligen MHH-Vertriebsmitarbeiters Knud Clausen als Ansprechpartner für die Kunden zur Verfügung. Eine technische Hotline ergänzt laut Sunways das Servicekonzept.

29.11.2005   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG. Fotograf: Ferit Kuyas, Zürich

 

WWF zum Klimagipfel in Montreal: Der Weg ist das Ziel

Der internationale Klimaschutz nach dem Jahr 2012 wird das Thema auf dem Klimagipfel vom 28.11.-9.12.05 im kanadischen Montreal, so der World Wide Fund For Nature (WWF) in einer Pressemitteilung. Das Kyoto-Protokoll sieht vor, dass die Beratungen über die so genannte 2. Verpflichtungsperiode, also über die Zeit nach 2012, noch in diesem Jahr beginnen. "Angesichts des zunehmenden Klimachaos dürfen wir keine Zeit verlieren, die Verhandlungen zügig voranzutreiben", betont Regine Günther, Leiterin des Klimareferats beim WWF Deutschland.   In Montreal müsse der formale Beschluss fallen, die offiziellen Verhandlungen aufzunehmen. Wichtig sei eine feste "Deadline". Bis 2008 müsse der Nachfolgevertrag des Kyoto-Protokolls in "trockenen Tüchern" sein, so der WWF. Ein konkreter Zeitplan sei besonders für den Wirtschafts- und Finanzsektor wichtig. "Die Unternehmen brauchen klare Signale, um Planungssicherheit für Investitionsentscheidungen zu bekommen", heißt es in der Pressemitteilung. Nur so könne der viel versprechende Emissionshandel mittelfristig Erfolg haben.


Marrakesh-Beschlüsse müssen offiziell bestätigt werden

Da der Klimawandel ein globales Problem ist, werde es bei den Verhandlungen darum gehen, einen möglichst gerechten Beitrag der verschiedenen Länder festzulegen. Der WWF fordert von den Industrieländern ein eindeutiges Bekenntnis, die CO2 Emissionen nach 2012 absolut deutlich schärfer zu reduzieren. Der Beitrag von Entwicklungsländern zum Klimaschutz könne in der zweiten Verpflichtungsperiode nach 2012 unterschiedlich gestaltet sein. Die Spanne reiche vom verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien bis zur deutlichen Reduktion des Abholzens ihrer Wälder. In Montreal werde es zudem um die praktische Umsetzung des Kyoto-Protokolls gehen. Die Einzelheiten seien bereits in Marrakesh 2001 ausgehandelt worden. Die Beschlüsse von damals müssen jetzt in Kanada noch einmal offiziell von den Kyoto-Vertragsparteien bestätigt werden, damit sie in Kraft treten können. Aus Sicht des WWF besteht hier kein Änderungsbedarf.


Zusagen für Unterstützung armer Länder jetzt einlösen

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung betrifft laut WWF besonders arme Ländern und ihre Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Das Spektrum reiche vom Deichbau über Sturm-Frühwarnsysteme bis hin zum Aufbau effizienter Bewässerung. "Gerade Länder, die besonders unter dem Klimawandel leiden, benötigen finanzielle Unterstützung, um sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen. Eine Reihe von Zusagen liegen auf dem Tisch. Jetzt ist es an der Zeit sie einzulösen", so Regine Günther.

Die ersten verbindlichen Ziele zur Reduktion der Treibhausgase wurden auf der dritten Vertragsstaatenkonferenz 1997 in Kyoto beschlossen. Im Kyoto-Protokoll verpflichten sich die Industrieländer zu einer durchschnittlichen Reduzierung der Emissionen aller sechs Treibhausgase um 5,2 Prozent im Zeitraum von 2008 bis 2012 im Vergleich zur Emissionsmenge von 1990. Das Kyoto-Protokoll ist im Februar 2005 völkerrechtlich verbindlich in Kraft getreten.

28.11.2005   Quelle: WWF World Wide Fund For Nature   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarsilizium-Produzent REC neuer strategischer Partner bei EverQ

Q-Cells-Fertigung in Thalheim.
Q-Cells-Fertigung in Thalheim.

Der Solarzellen-Hersteller Q-Cells AG (Thalheim) und die Evergreen Solar, Inc. (Marlboro, Massachusets, USA) haben Anfang 2005 die EverQ GmbH gegründet, ein Joint Venture zur Produktion von Solarmodulen auf Basis des String-Ribbon-Verfahrens mit Sitz in Thalheim.


Am 25. November hat sich die norwegische Renewable Energy Corporation ASA (REC) mit Sitz in Høvik, der weltweit größte unabhängige Produzent von Solarsilizium und von multikristallinen Siliziumwafern, als dritter Partner an diesem Joint Venture beteiligt. Das berichtet Q-Cells in einer Pressemitteilung.
  In diesem Zusammenhang sei ein Liefervertrag mit einer Laufzeit von sieben Jahren geschlossen worden, der vorsieht, dass REC anfänglich 250 Tonnen Solarsilizium pro Jahr an EverQ liefert.


250 Tonnen Solarsilizium für EverQ-Produktion

Diese Menge deckt laut Q-Cells die Produktionskapazität der ersten Fabrik von EverQ. Darüber hinaus habe sich REC verpflichtet, EverQ erhebliche weitere Mengen an Solarsilizium für den Zeitraum 2007 bis 2014 anzubieten, sobald der Ausbau der Produktionskapazitäten von REC dies erlaube. Hierdurch hätten die Beteiligten den Grundstein für ein starkes und nachhaltiges Wachstum von EverQ gelegt. REC übernimmt laut Q-Cells vorerst einen Anteil von 15 Prozent an der EverQ GmbH. Q-Cells werde dann 21 Prozent an EverQ halten (bislang 24,9 Prozent), und der Anteil von Evergreen Solar verringere sich von 75,1 auf 64 Prozent. Das Abkommen sieht darüber hinaus die Möglichkeit vor, dass sowohl Q-Cells als auch REC ihren Anteil an EverQ bis auf 33,3 Prozent aufstocken.

Durch den Einstieg von REC als strategischem Partner bei EverQ werde langfristig die Versorgung mit dem Ausgangsmaterial Silizium in einer speziellen Granulatform und damit ein schnelles und nachhaltiges Wachstum des Unternehmens EverQ GmbH abgesichert. Ein schnelles Wachstum sei wie in der gesamten Solarbranche eine wichtige Voraussetzung für kontinuierliche Kostensenkungen. Darüber hinaus werde REC sein umfangreiches Waferproduktions-Know-how in das Gemeinschaftsunternehmen einbringen.


Produktionsstätte in Thalheim als Prototyp für weitere Märkte

Die EverQ GmbH errichtet zurzeit in Thalheim eine Produktionsstätte für Solarzellen und –module mit einer jährlichen Produktionskapazität von 30 MWp. Dort wird das von Evergreen Solar entwickelte String Ribbon™-Verfahren zur Anwendung kommen. Dieses Verfahren zeichnet sich durch ein großes Kostensenkungspotenzial aus, da bis zu 30 Prozent weniger Silizium verbraucht wird als beim herkömmlichen Verfahren. EverQ wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2006 die Produktion aufnehmen. Dadurch werden zwischen 350 und 400 Arbeitsplätze im Landkreis Bitterfeld in Sachsen-Anhalt geschaffen. "Die Entscheidung von REC, sich an EverQ zu beteiligen, stärkt die einzigartigen Vorteile, die durch die Kombination der von Evergreen Solar entwickelten Technologie mit dem Know-how von Q-Cells in der Produktion von Hochleistungs-Solarzellen entstanden sind", sagte Anton Milner, Vorstandsvorsitzender der Q-Cells AG. Die Partnerschaft mit REC, einem der führenden Siliziumproduzenten weltweit, werde helfen, EverQ noch schneller und effektiver zu einem führenden Lieferanten für den Solarenergie-Weltmarkt zu entwickeln. "Wir glauben, dass die Produktionsstätte von EverQ in Thalheim einen Prototyp für die Etablierung von EverQ auch in anderen, sich entwickelnden Märkten weltweit darstellen wird", so Milner weiter.

28.11.2005   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Q-Cells AG.

 

Conergy AG: zusätzlicher Wachstumsschub durch Bioenergie

Die Hamburger Conergy AG erhielt über ihre Tochtergesellschaft SunTechnics Aufträge für die schlüsselfertige Realisierung von zwei Bioenergie-Großanlagen mit einem Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das 2,5 Megawatt-Biogas-Projekt in Jüterbog, sowie das Biodiesel Projekt in Rodleben zeigten, wie erfolgreich die Integration der erst im Juli übernommenen MAT-tec Engineering GmbH voranschreite.   Damit steige der Auftragsbestand im Bereich Bioenergie auf über 60 Millionen Euro, die 2006 umgesetzt werden. SunTechnics biete als einziges Unternehmen sowohl Photovoltaik-, Solarthermie- und Biogasanlagen aus einer Hand. Bereits auf der Agritechnica, der wichtigsten landwirtschaftlichen Fachmesse in Hannover, habe die Kernzielgruppe der SunTechnics ein sprunghaft wachsendes Interesse für Bioenergiesysteme gezeigt. "Landwirten bieten wir die passende Systemtechnik zum Energiewirt", erklärt Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Conergy AG.


Jahresumsatzziel von 500 Millionen Euro soll übertroffen werden

Im vierten Quartal 2005 wurden Bioenergieumsätze in Höhe von 6 Millionen Euro erzielt, berichtet die Conergy AG. Auch damit sehe sich das Unternehmen auf bestem Weg, das Umsatzziel in Höhe von 500 Millionen Euro (Vorjahr 285 Millionen Euro) zu übertreffen und auch das Nachsteuer-Ergebnis auf 27 Millionen Euro (Vorjahr EUR 11 Mio.) überproportional zu steigern. Auch für das kommende Jahr erwartet die Conergy AG , ihre Umsätze erneut sehr deutlich über dem Marktwachstum von prognostizierten 25 % zu steigern.

28.11.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Sigmar Gabriel: Ausbau der erneuerbaren Energien weltweit forcieren

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel will den Ausbau der erneuerbaren Energien national und global voranbringen. "Um eine zukunftsfähige Energieversorgung aufzubauen und dem Klimawandel wirksam begegnen zu können, brauchen wir den forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien. Mit einer Doppelstrategie von Energie- und Rohstoffeffizienz einerseits und Ausbau der Erneuerbaren andererseits sorgen wir zugleich für wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsplätze", erklärte Gabriel am 27.11.2005 auf der Weltkonferenz für Erneuerbare Energien in Bonn.   Eine entschiedene Absage erteilte der Bundesumweltminister der Atomkraft: "Wirtschaftswachstum und Klimaschutz können nicht auf Atomkraftwerke aufgebaut werden", so der neue Bundesumweltminister.

Gabriel will die erneuerbaren Energien hoch auf der internationalen Tagesordnung halten: "Dazu leistet auch diese Versammlung hier einen wichtigen Beitrag. Der Fortschritt beim weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien gibt uns Rückenwind für die anstehende Klimakonferenz in Montreal. In den nächsten zwei Jahren wird sich die UN-Kommission für nachhaltige Entwicklung mit der Überprüfung des weltweiten Ausbaus der erneuerbaren Energien befassen. Unser Ziel ist es, dass die Staatengemeinschaft einen Mechanismus für eine regelmäßige und kontinuierliche Überprüfung vereinbart."


Positive Impulse aus Peking und Bonn

Der Bundesumweltminister hob die Impulse und Signale hervor, die von der internationalen Bonner Konferenz 2004 und der Nachfolgekonferenz in Peking in diesem Monat für den weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien ausgegangen sind. Gabriel: "Die Konferenz in Bonn war der globale Aufbruch in ein neues, solares Energiezeitalter. Allein das in Bonn vereinbarte Aktionsprogramm führt zu Investitionen von rund 320 Milliarden US-Dollar. Bis zu 300 Millionen Menschen erhalten erstmals Zugang zu Strom. Das ist ein großer Schritt zu mehr globaler Gerechtigkeit." Gabriel wies darauf hin, dass ein Schwellenland wie China, wo aufgrund einer rasanten wirtschaftlichen Entwicklung ein enormer Energiebedarf bestehe, auf erneuerbare Energien setze. "China hat mit erneuerbaren Energien in nur drei Jahren für eine Million Menschen in entlegenen Regionen Zugang zu Strom geschaffen und damit die Entwicklungschancen dieser Gebiete bedeutend verbessert", betonte der Bundesumweltminister.


China will Bioenergie um 20 GW und Solarenergie um 4 GW ausbauen

Auf der Bonner renewables2004 war ein Internationales Aktionsprogramm zum Ausbau der erneuerbaren Energien mit knapp 200 Einzelmaßnahmen und Verpflichtungen verabschiedet worden. Einen herausragenden Beitrag hatte China geleistet. In Peking, wo vor drei Wochen der Stand des Ausbaus der Erneuerbaren bilanziert wurde, hatte China seine ambitionierten Ausbaupläne noch gesteigert. China will nun bis 2020 seinen Anteil erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch auf 15 Prozent verdoppeln. Dabei soll allein die Windkraftkapazität bis 2020 auf 30 Gigawatt (GW) ausgebaut werden, das wäre fast das Doppelte der derzeit in Deutschland installierten Kapazität. 20 GW sollen aus Bioenergie und 4 GW aus Solarenergie hinzukommen. Zusammen mit den großen Wasserkraftanlagen will China bis 2020 insgesamt mehr als 30 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Quellen erzeugen.


EEG-Überprüfung wird Vorteile des Gesetzes zeigen

Bundesumweltminister Gabriel betonte, dass der Motor des Ausbaus der erneuerbaren Energien in Deutschland das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist, nach dem die Einspeiung von Strom aus Erneuerbaren nach festen Sätzen vergütet wird. Er verwies darauf, dass inzwischen weltweit mehr als 30 Staaten ähnliche Einspeiseregelungen eingeführt haben. Die für 2007 im Koalitionsvertrag vereinbarte Überprüfung des EEG sehe er als Chance, die Vorteile des Gesetzes zu zeigen. "Deutschland wäre ohne das EEG heute ganz sicher nicht Technologieführer bei der Windkraft", so Gabriel. Der Bundesumweltminister forderte die Industrie auf, ihre Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen noch weiter zu verstärken. "Effizienzgewinne sind für die Marktdurchdringung genauso wichtig wie eine sichere Einspeisevergütung."

28.11.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Minister Gabriel und Thoben unterstützen Internationale Agentur für Erneuerbare Energien

"Der Ruf nach internationaler Unterstützung zur Lösung der weltweiten Energiekrisen wird immer lauter. Parlamentarier aus 50 Ländern waren sich im Rahmen des 2. Internationalen Parlamentarier-Forums einig, dass nur über eine eigene internationale Institution die globale Verbreitung und Anwendung Erneuerbarer Energien erreicht werden kann". Das erklärte Dr. Hermann Scheer, Vorsitzender des Forums und deutscher Bundestagsabgeordneter anlässlich des 2. Internationalen Parlamentarier-Forums über erneuerbare Energien in Bonn am 26. und 27. 11. 2005. Bereits am Samstag hätten sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sowie die Ministerin für Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Christa Thoben (CDU), für die Gründung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) ausgesprochen, heißt es in der Pressemitteilung des Weltrats für Erneuerbare Energien (WCRE).  In der Eröffnungssitzung der Weltversammlung für Erneuerbare Energien habe sich Gabriel in seiner ersten Rede als Umweltminister für die notwendige Gründung einer IRENA ausgesprochen

"Mit diesem eindeutigen Signal aus Bonn wird den Regierungen der Welt die zwingende Notwendigkeit zur Gründung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien vor Augen geführt", so Hermann Scheer. "Die hier in Bonn zusammengekommenen Parlamentarier werden die Regierungen in ihren Heimatländern überzeugen und dazu drängen, sich der Initiative zur Gründung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien anzuschließen", kündigte Scheer an.


Schweizer Parlamentarier legt Manipulationen von Energiedaten durch die Internationale Energieagentur (IEA) offen


Der Schweizer Nationalrat Rudolf Rechsteiner zeigte laut WCRE in seiner vielbeachteten Rede auf, wie die Internationale Energieagentur (IEA) in ihren Publikationen den Stellenwert erneuerbarer Energien über Jahre hinweg systematisch unterbewertet habe und Regierungen und Öffentlichkeit mit falschen Preis- und Reservedaten irreführe. Rechsteiner erklärte: "Die IEA arbeitet so als sei sie eine Interessenorganisation der fossilen und nuklearen Energiewirtschaft und würde von dieser statt von den Steuerzahlern der Mitgliedsländer bezahlt." Mit der manipulativen Bewertung würden Regierungen und Investoren weltweit in die falsche Richtung geführt. "Wie in der kommunistischen Planwirtschaft der untergegangenen Sowjetunion sehen die Zahlen und Prognosen der IEA immer gut aus – aber sie haben mit der Realität nichts mehr zu tun, so Rechsteiner.


"Den Ausbau und den Technologietransfer über die fossilen Strukturen der IEA voranzubringen, erweist sich als gefährlicher Irrweg“, schlussfolgert Scheer. "Nur über die Einrichtung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien als einer eigenen Institution kann den Erneuerbaren zum globalen Durchbruch verholfen werden. Rechsteiners Analyse belegt dies auf eindrückliche Art und Weise", so Scheer.

28.11.2005   Quelle: World Council for Renewable Energy (WCRE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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205.000 Liter-Solarspeicher versorgt erstes rein solar beheiztes Mehrfamilienhaus Europas

Solarspeichertransport per Muskelkraft.
Solarspeichertransport per Muskelkraft.

Nach dem Vorbild der alten Ägypter wurde einer der größten bislang hergestellten Solarspeicher nur mit Muskelkraft transportiert und aufgestellt, berichtet die Jenni Energietechnik AG (Oberburg, Schweiz) in einer Pressemitteilung. Am Unternehmenssitz baut das Solarunternehmen derzeit das erste zu 100 % solar beheizte Mehrfamilienhaus Europas. Der 17 Meter hohe Zylinder, der künftig die Wärme für den Winter speichern wird, hat einen Durchmesser von 4 Metern, fasst 205.000 Liter und wiegt 15 Tonnen.
 
Er wurde am 21.11.2005 nur mit menschlicher Muskelkraft von der nahe gelegenen Produktionshalle auf die Baustelle gezogen und dort aufgestellt. Um dieses Spektakel möglich zu machen packten über 100 Personen mit an. Nach 6 Stunden stand der Speicher an seinem definitiven Standort und ist nun von weitem sichtbar.


Solare Wärme für 8 Familien

In den nächsten Monaten werden um den Speicher herum acht Mietwohnungen entstehen. Neben dem Speicher besteht die Solaranlage aus 276 Quadratmetern Sonnenkollektoren. Diese werden auf dem nach Süden gerichteten Dach installiert. Das Gebäude wird laut Jenni AG ohne jegliche Zusatzheizung auskommen. Die Solaranlage wird während des ganzen Jahres sowohl für angenehme Raumtemperaturen als auch für genügend Warmwasser sorgen. Josef Jenni, der das Vorhaben angeregt hat, will mit dem Pionierprojekt zeigen, dass weitgehend solar beheizte Häuser laufend wirtschaftlicher werden. Auch komme er damit seiner Vision eines ölfrei beheizten Emmentals einen Schritt näher, heißt es in der Pressemitteilung.

28.11.2005   Quelle: Jenni Energietechnik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Jenni Energietechnik AG

 

Forschungszentrum Karlsruhe: Broschüre informiert über den Energieträger Wasserstoff

Die aktuelle Ausgabe der "Nachrichten" des Forschungszentrums Karlsruhe berichtet auf 45 Seiten über die Wasserstofftechnologie. Mehrere Institute und Arbeitsgruppen des Forschungszentrums haben sich unter dem Namen "HyTecGroup" zusammengeschlossen, um ihre Arbeit zu bündeln und zu koordinieren. Die "HyTecGroup" widmet sich einer große Bandbreite technologischer und übergreifender Gesichtspunkte einer künftigen Wasserstoffwirtschaft. Die Forschungsergebnisse sind im vorliegenden Heft 3/2005 der wissenschaftlichen Zeitschrift des Forschungszentrums enthalten.
 
Das Heft über den "Energieträger Wasserstoff" wird abgerundet durch einen Gastbeitrag aus dem Forschungszentrum Jülich - wie Karlsruhe ein Helmholtz-Zentrum -, der sich mit der nuklearen Wasserstoffproduktion beschäftigt.


Weltweit werden derzeit viele Anstrengungen unternommen, um einen Einstieg in die so genannte "Wasserstoffwirtschaft" vorzubereiten. Dabei seien allerdings noch eine Reihe technologischer Probleme zu lösen, so das Forschungszentrum Karlsruhe. Diese reichen von der Wasserstofferzeugung über den Transport und die Speicherung des Wasserstoffs bis hin zu Sicherheitsaspekten. Im Einzelnen beschäftigen sich die "Nachrichten" unter anderem mit der Wasserstofferzeugung aus Biomasse, Wasserstoffspeichermaterialien für Brennstoffzellenanwendungen, Sicherheitsaspekten künftiger Wasserstoff-Technologien sowie dem Energieträger Wasserstoff im Spannungsfeld zwischen Technik, Wirtschaft und Politik


Broschüre im Internet oder per Post

Die neueste Ausgabe der "Nachrichten" kann angefordert werden bei der Stabsabteilung Öffentlichkeitsarbeit des Forschungszentrums Karlsruhe (Tel. 07247 82-2861, Fax: 07247 82-5080, E-Mail: info@oea.fzk.de)
oder im Internet heruntergeladen werden unter http://www.fzk.de/nachrichten

28.11.2005   Quelle: Forschungszentrum Karlsruhe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Forschungszentrum Karlsruhe
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B.KWK: Koalitionsvereinbarung zu Kraft-Wärme-Kopplung zügig umsetzen

"In der Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden, Geräten, Fahrzeugen, Kraftwerken und Industrieanlagen steckt ein riesiges Potenzial zur wirtschaftlichen Einsparung von Energie", zitiert der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) einen energiepolitischen Kernsatz im Koalitionsvertrag. Dieser wecke große Erwartungen, so der Verbandspräsident Johannes van Bergen. Anlässlich des Jahreskongresses in Berlin wies van Bergen darauf hin, dass die erklärte Zielsetzung der Koalition, eine Verdopplung der Energieproduktivität gegenüber 1990 zu erreichen, nur durch eine Förderung des massiven Ausbaus von dezentralen Kraftwerken und hocheffizienten Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erreicht werden könne.   Van Bergen begrüßte, dass diese Förderung im Rahmen der Modernisierung des Kraftwerksparks ausdrücklich angekündigt worden sei und dass die Fördersystematik des KWK-Gesetzes auf der Grundlage des kurzfristig vorzulegenden Monitoringberichtes zum KWK-Gesetz überprüft werden soll.

Allerdings stehe schon seit mehr als einem Jahr fest, dass das KWK-Gesetz sein Ziel um die Hälfte verfehlen werde. "Nach allen vorliegenden Analysen ist deutlich absehbar, dass das Gesetz und die zusätzlich von der Industrie versprochenen freiwilligen Maßnahmen die geplanten 23 Millionen Tonnen jährlicher CO2-Einsparung bei weitem nicht erreichen", beschreibt van Bergen die Situation. Die offizielle Überprüfung der Effekte des Gesetzes (Monitoring), die laut Gesetz schon Ende 2004 hätte durchgeführt werden müssen, sei nur noch eine Formalie, die nicht zu einer weiteren Verschleppung notwendiger Anpassungsschritte führen dürfe, so der B.KWK.


KWK-Ausbau verstärken, Bonusregelung für neue Anlagen fortschreiben

Um den KWK-Ausbau wieder zu forcieren, schlägt der B.KWK vor, die Förderung der KWK-Bestandsanlagen und der bis Ende 2005 modernisierten oder neu installierten Anlagen wie im KWKG vorgesehen auslaufen zu lassen. Neue KWK-Anlagen oder modernisierte Anlagen, die ab dem 1. Januar 2007 bis zum 31. Dezember 2010 in Betrieb gehen, sollen in Fortschreibung der Bonusregelung aus dem KWKG für 6 Jahre oder alternativ 30.000 Vollbenutzungsstunden ab Inbetriebnahme einen Bonus erhalten in Höhe von 1,5 Cent je Kilowattstunde erzeugten KWK-Strom. Für kleine KWK-Anlagen mit elektrischer Leistung bis 2 MW sollte es in diesem Zeitraum einen Bonus von 1,9 ct/kWh geben, fordert der B.KWK. Die Förderung der Brennstoffzellen bleibe wie im KWKG vorgesehen: bei Inbetriebnahme bis 31.12.2010 sollen sie einen Bonus erhalten von 5,11 ct/kWh für 10 Jahre ab Inbetriebnahme. Diese Regelung soll laut B.KWK künftig auch für andere KWK- Kleinstanlagen bis 50 kW elektrischer Leistung gelten. Die jährliche Fördersumme für KWK soll auf ein Maximum unterhalb der 2003 ausgezahlten rund 800 Millionen Euro beschränkt werden.


Zuschlagsregelung als pragmatische Alternative

Von dieser finanziellen Förderung erhofft sich der B.KWK zusätzliche Impulse für den KWK-Ausbau: "Wir halten das kurzfristig für den gangbarsten Weg, um Signale an Betreiber und Investoren zu geben", sagt van Bergen. Als eigentlich effektivstes Instrument zum KWK-Ausbau komme zwar prinzipiell auch die ursprünglich vorgesehene und vom B.KWK unterstützte zertifikatsgesteuerte Mengenregelung in Betracht. Allerdings wäre die Umsetzung voraussichtlich politisch schwierig und langwierig, so dass die nun vorgeschlagene modifizierte Zuschlagsregelung als schnell umsetzbare pragmatische Alternative unverzüglich angepackt werden solle.
Weitere Hintergrundinformationen stehen unter zum Herunterladen bereit unter www.bkwk.de/download/politik/modvorschkwkg.pdf

28.11.2005   Quelle: B.KWK   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Kalifornien baut Wasserstoffwirtschaft aus

Brennstoffzellenbus in den USA.
Brennstoffzellenbus in den USA.

Die Wasserstoff- und Brennstoffzelleninitiativen in Kalifornien haben schon vielfach neidische Blicke aus der ganzen Welt auf sich gezogen, berichtet die Freesen & Partner GmbH, Veranstalter der Hydrogen Expo US. Neuen Schwung habe im Sommer die Unterzeichnung einer Gesetzesvorlage durch Gouverneur Arnold Schwarzenegger gebracht, mit der die ersten Gelder für die Umsetzung des kalifornischen Hydrogen Highway Networks (CA H2 Net) freigegeben wurden.
 
Der Westküsten-Bundesstaat war schon häufig Nährboden für Projekte mit dem Energieträger Wasserstoff (H2) für den Transportsektor, die stationäre Energieversorgung und tragbare Brennstoffzellenaggregate. Die nächste Hydrogen Expo US, die vom 12. bis 14. März 2006 zusammen mit der Jahreskonferenz der National Hydrogen Association (NHA) in Long Beach stattfindet, bringt internationale Hersteller und Auftraggeber in diesem Wachstumsmarkt zusammen.


Wasserstoff-Tankstellen und Brennstoffzellen-Busse

Das neue Gesetz stellt Fördergelder in Höhe von 6,5 Million US-Dollar für H2-Demonstrationsprojekte in Kalifornien bereit. Mit dem Geld soll der Bau von drei neuen Wasserstoff-Tankstellen ermöglicht werden, sowie der Kauf oder das Leasing von mehr als 12 Fahrzeugen, darunter zwei Busse. Informationen des California Fuel Cell Partnership (CaFCP) zufolge befinden sich derzeit 16 H2-Versorgungsstationen auf kalifornischem Boden in Betrieb, 18 weitere sind geplant, darunter Stationen in Oakland, Emeryville, Burbank, Camp Pendleton, Ontario, San Carlos, Santa Ana, Santa Monica, und anderen. Mehr als 100 Fahrzeuge wurden bisher durch CaFCP-Programme auf die Straße gebracht, viele weitere sollen folgen.


Brennstoffzellensysteme für die Strom-, Wärme- und Kälteproduktion

Für die stationäre Energieversorgung engagiert sich die California Stationary Fuel Cell Collaborative, ein Zusammenschluss von Bundes-, Landesstellen und privaten Organisationen, der die Markteinführung von Brennstoffzellensystem für die Strom-, Wärme- und Kälteproduktion vorantreiben will. Die Initiative informiert unter anderem über Fördermöglichkeiten und arbeitet eng mit Industrie, Regierung, Umweltorganisationen und anderen Akteuren zusammen, um mögliche Einsatzgebiete für stationäre Systeme zu sondieren. Laut dem California Air Resources Board sind in dem Bundesstaat derzeit 27 solcher Brennstoffzellen-Anlagen an 17 unterschiedlichen Standorten im Einsatz.


Hydrogen Expo US erwartet über 1.500 Teilnehmer

Die Hydrogen Expo US wird von der Freesen & Partner GmbH mit Sitz in Düsseldorf und Alpen (Niederrhein) organisiert. Die 17. Jahrestagung der National Hydrogen Association steht unter der Regie des Verbandes, der weltweit eine Vorreiterrolle in einem der wichtigsten Märke für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien einnimmt. Für die Veranstaltung 2006 erwarten die Organisatoren mehr als 80 Aussteller und über 1.500 Teilnehmer. Zu den bereits angemeldeten Ausstellern gehören: Air Products, Ballard, BOC, BMW, Cabot Energy Materials, California Fuel Cell Partnership, Chevron, DaimlerChrysler, Honda, Hydrogenics, Linde, UTC Fuel Cells, Swagelok, Toyota, und viele andere.

Ausstellerliste und weitere Informationen zur Hydrogen Expo US: http://www.hydrogenexpo.com

27.11.2005   Quelle: Freesen & Partner GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: www.hydrogenconference.org.

 

Erdwärme: Ruhr-Universität, rubitec und RWE vereinbaren Kooperation

Mit dem Projekt PROMETHEUS will die Ruhr-Universität Bochum (RUB) geothermische Wärme aus 4000 Metern Tiefe am Standort Bochum fördern und nutzen. Das Projekt soll zeigen, dass es sich lohnt, geothermische Energie nach dem so genannten Hot-Dry-Rock Verfahren zu gewinnen und in das Fernwärmenetz der Ruhr-Uni und angrenzender Verbraucher einzuspeisen.   Zu diesem Zweck unterzeichneten die rubitec GmbH, die RUB und die RWE AG eine Kooperationsvereinbarung. Die Partner wollen bei der Nutzung geothermischer Energie eng zusammenarbeiten und auch untersuchen, ob sich mit geeigneter Niedertemperatur-Kraftwerkstechnik Strom aus Geothermie erzeugen lässt.


Geothermie als Schwerpunkt der RUB

RUB-Rektor Prof. Dr.-Ing. Gerhard Wagner unterstrich, dass Forschungsarbeiten zur Gewinnung geothermischer Wärme ein wichtiger Schwerpunkt der Ruhr-Uni sei. Ihre Geowissenschaftler hätten bereits seit vielen Jahren in internationalen Projekten Erfahrungen gesammelt, die nun in Verbindung mit dem Know-how der Ruhr-Uni in der Energieforschung zu einem weltweit einzigartigen Projekt führe. Mit der Realisierung des PROMETHEUS-Projektes erfolge der Brückenschlag aus der Forschung in die Praxis.

Erste Explorationsbohrung

Die rubitec GmbH, als Technologieverwertungsgesellschaft der Ruhr-Universität hat das PROMETHEUS-Projekt in den letzten Jahren unterstützt und bis zum derzeitigen Projektstand entwickelt. Der Geschäftsführer der rubitec GmbH, Dr. Karl Grosse, begrüßte das RWE-Engagement und zeigte sich zuversichtlich, dass kurzfristig die Realisierung des Projektes mit der Niederbringung einer ersten Explorationsbohrung starten kann.

27.11.2005   Quelle: RUB, rubitec GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Professionell und netzunabhängig pumpen mit Solarstrom

Sunline-Solarpumpe "Widder".

Mit Solarstrom-versorgte Pumpsysteme der Sunline AG arbeiten immer ohne Stromkabel: sie sind auch dort einsetzbar, wo es keinen Netzanschluss gibt, betont das Unternehmen mit Sitz in Fürth in einer Pressemitteilung.
 
Das Fürther Solartechnik-Systemhaus Sunline AG (entstanden aus der GWU-Solar GmbH) entwickelt, produziert, liefert und installiert mit über 40 Mitarbeitern seit knapp 20 Jahren Systeme und Produkte für zur Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom. Solarpumpen von Sunline gibt es für die verschiedensten Einsatzzwecke: "Wenn bewässert werden soll, Wasser umgewälzt oder abgepumpt, dann sind Sunline-Profi-Solarpumpen die richtige Lösung", erläutert Wolfgang Wismeth, Vorstand der Sunline AG. Mit einer entsprechenden Solar-Speicherbatterie arbeiten Sunline-Profi-Solarpumpsysteme auch dann, wenn die Sonne nicht scheint und Pumpleistung gefragt ist, tags oder nachts. Bei Wetterkatastrophen zeige sich immer wieder, dass bei Überflutungen auch oft das Stromnetz ausfällt, und netzbetriebene Wasserpumpen nicht mehr funktionieren. "Das diesjährige Sommer-Hochwasser in Südbayern ist das 'beste' Beispiel", so das Unternehmen.


Die passende Solarpumpe für jeden Zweck

"Ob bei Brunnen in der Viehwirtwirtschaft, für die Be- und Entwässerung oder im Ziergartenbereich, in der Land- oder Abwasserwirtschaft: Für fast jeden professionellen Einsatzfall hat Sunline die optimale Solarpumpe“, bekräftigt Wolfgang Wismeth. Alle Sunline-Solarpumpen zeichne ein sehr geringer Strombedarf auf. "Das heißt: Hohe Fördermenge schon bei kleiner Solarfläche", so Wismeth weiter. Die guten Anlaufwerte zählten ebenfalls zu den Vorzügen: "Sunline Solarpumpen arbeiten bereits bei niedriger Solarstrahlung und auch bei bewölktem Himmel", unterstreicht der Sunline-Chef.

Die meisten Sunline-Solarpumpen seien von hauseigenen, erfahrenen Entwicklern konzipiert worden: "Wir haben für fast jede Anwendung die passende Sunline-Solarpumpe“ erläutert Wismeth und ergänzt: "Die meisten unserer Pumpen stammen aus deutscher Produktion und sind im gut sortierten Solar-Fachhandel erhältlich." Dabei weist Wismeth auf fast 20 Jahre Erfahrung mit den Sunline-Solarpumpsystemen hin: „Hand-Tauchpumpen, Saugpumpen, der einzigartige 'Solarwidder': Mit dem professionellen Solarpumpen-Programm der Sunline AG und seinen unterschiedlichen Baureihen können wir fast jede Pumpaufgabe lösen."

27.11.2005   Quelle: Sunline AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunline AG

 

Sharp startet Seminare zur Photovoltaik

Die Solarstromtechnik ist ein Wachstumsmotor der erneuerbaren Energien, immer mehr Menschen setzen auf den Sonnenstrom. Was es mit der Photovoltaik auf sich hat, wie eine Solarstromanlage aussieht, was bei der Installation beachtet werden muss und welche Fördermöglichkeiten es gibt, erklären nun die Photovoltaik-Seminare von Sharp, dem Weltmarktführer bei der Produktion von Solarzellen. Die kostenlosen Seminare richten sich vor allem an Architekten, Handwerker und Installateure, berichtet die Sharp Electronics Europe GmbH in einer Pressemitteilung.  Unter dem Motto "Solarstrom - Ja Bitte!" informiert das Technologieunternehmen ab sofort über Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten der Photovoltaik, Bestandteile einer Solarstromanlage, Ertragsanalyse, Fördermöglichkeiten und über das hohe Potenzial der Photovoltaik. Die Seminarinhalte werden laut Sharp auf individuelle Vorkenntnisse und Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten und sollen so beim Start in das Geschäft mit der Sonne helfen.


Wissen und Begeisterung für den Strom aus der Sonne

"Photovoltaik ist nicht nur seit vielen Jahren unser tägliches Geschäft, sondern auch unsere große Leidenschaft. Mit den Seminaren wollen wir unser Wissen und unsere Begeisterung für den Strom aus der Sonne an alle Interessierten weitergeben und so auch für die Photovoltaik werben.", erklärt Peter Thiele, General Manager der Sharp Solar Business Group Germany/Austria. "Den Teilnehmer erwartet ein lebendiges Seminar, in dem er aktiv mit eingebunden wird. Wir wollen keinen Monolog, sondern einen Dialog führen und so über die vielen Vorteile und das hohe Potenzial der Sonnenenergie aufklären.", so Thiele weiter.

In den letzten Jahren hat sich die Photovoltaik zu einem bedeutenden Unternehmenszweig der Sharp Corporation entwickelt. Ob bei Satelliten, an Leuchttürmen, auf öffentlichen Gebäuden oder Wohnhäusern - mehr als jedes vierte weltweit verbaute Solarmodul stammt heute aus der Fertigung von Sharp. Neben intelligenten und hochwertigen Solarprodukten werde ständig die Forschung und Weiterentwicklung der Photovoltaiktechnologie vorangetrieben. Mit einer Produktionskapazität von derzeit 400 Megawatt und einem Marktanteil von 27,1 Prozent ist Sharp seit nunmehr fünf Jahren Weltmarktführer bei der Herstellung von Solarmodulen.


Anmeldung im Internet; PV-Seminare auch in der Schule

Seminar-Interessenten können sich im Internet anmelden unter www.sharp-solar.de. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf jeweils 16 Personen begrenzt. Die Seminare finden statt in der Münchener Niederlassung von Sharp-Solar. Für Schulklassen bietet Sharp einen besonderen Service: Das Seminar wird in der Schule veranstaltet und beschäftigt sich mit den Themen Mensch und Umwelt, Energieversorgung der Zukunft und mit der Sonne, als der wichtigsten Quelle erneuerbarer Energie.

Neben den Seminaren bietet Sharp weitere Informations- und Serviceangebote zum Sonnenstrom: Auf der Internetseite www.sharp-solar.de gibt es ein Solar- Beratungsmodul, eine Übersicht aller Sharp-Solar Fachhändler, die aktuellen Informationsbroschüren und Produktinformationen zum Herunterladen sowie weitere Tipps und Links rund um die Photovoltaik. Zudem werden seit Mitte des Jahres alle technischen Fragen zu Sharp-Solar-Produkten beantwortet unter der Nummer 01805-01 52 22.

26.11.2005   Quelle: Sharp Electronics Europe GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarenergie-Förderverein: Höhere Steuer auf Energie kann Arbeitslosigkeit bekämpfen

Nicht zu hohe, sondern zu geringe Energiebesteuerung ist nach Auffassung des Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) Hauptursache der Arbeitslosigkeit. Als deutscher Teilnehmer des am 26.11.05 in Bonn beginnenden Weltkongresses für Erneuerbare Energien fordert der SFV eine "gerechte" Belastung mit Steuern und Abgaben, die sich an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Produktionsfaktoren Arbeit (Personal) und Energie orientiert.  Die Behauptung, dass eine Verteuerung der Energie die Arbeitslosigkeit erhöhen würde, hat sich laut SFV zu einem "Totschlagargument" gegen die erneuerbaren Energien entwickelt.


Erneuerbare auf dem Vormarsch - Strom, Öl, Gas und Treibstoff zu billig

"Bei der Nutzung erneuerbarer Energien im Strombereich ist Deutschland mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) der Durchbruch gelungen", betont der SFV. Die Nutzung von Sonne, Wind, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie lohne sich für private Betreiber endlich finanziell. Der Anteil von Strom aus dezentralen Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien an der Stromversorgung betrage jetzt 11 %. Bei der Wärmeversorgung hingegen sowie im Verkehr kämen die Nutzung Erneuerbarer Energien und die Erhöhung der Energieeffizienz nur langsam voran. "Wenn hier immer noch Elektro-Durchlauferhitzer sowie Öl- und Gasheizungen sowie 10-Liter-Autos gekauft werden, dann liegt das daran, dass Strom, Öl, Gas und Treibstoff zu billig sind", so der SFV. Doch Appelle zur höheren Besteuerung würden regelmäßig zurückgewiesen.


Billige Grundstoffe verführen zum materialverschwendenden Wirtschaften

"Es ist eine Tatsache, dass in Deutschland die Steuer- und Abgabenlast auf Personal mehr als 10 mal so hoch ist, wie die auf Energie (513 Milliarden Euro zu 48 Milliarden Euro), obwohl der Mehreinsatz des Produktionsfaktors Energie nach ausführlichen ökonometrischen Untersuchungen einen deutlich höheren Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt liefert", heißt es in der SFV-Pressemitteilung. Personalintensive Unternehmen würden durch die Steuer- und Abgabenlast auf Personal - besonders durch die Lohnnebenkosten – unverhältnismäßig stark belastet. Deshalb würden personalintensive Unternehmen schließen und energieintensive Betriebe eröffnen. "Eine besonders verhängnisvolle Rolle spielen dabei die Betriebe, in denen unter hohem Energieeinsatz Bodenschätze in Grundstoffe umgewandelt werden, z.B. Bauxit in Aluminium. Die dort erzeugten Grundstoffe sind wegen des geringen Energiepreises extrem billig. Billige Grundstoffe aber verführen zum materialverschwendenden Wirtschaften. Man verzichtet auf Reparaturen und setzt stattdessen auf vollautomatische Herstellung neuer Produkte. Automatisierung aber schafft keine Arbeitsplätze, im Gegenteil!" so der SFV.


Höhere Steuern auf Energie zur Finanzierung des Arbeitgeberanteils entlasten Handwerk und Dienstleistungsunternehmen

Besonders die Handwerksbetriebe sowie die meist staatlichen und kommunalen Dienstleistungsunternehmen leiden laut SFV unter den hohen Personalkosten. Auch die Unternehmen, die sich mit der Lösung sozialer Probleme beschäftigen, mit der Sicherheit und mit kulturellen Angeboten befassen, würden immer weiter zurückgedrängt. "So wird mit der Bildung und dem sozialen Frieden die Zukunftsfähigkeit unseres Landes gefährdet", warnt der Solarenergie-Förderverein. "Durch eine Verlagerung der Abgabenlast vom Produktionsfaktor Arbeit auf die Energie könnte die Ursache der Arbeitslosigkeit beseitigt werden und der Schwerpunkt unseres Wirtschaftslebens wieder zu solchen Unternehmen verschoben werden, die für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft arbeiten.

Vertiefende Information bietet der SFV unter http://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/arbeitun.htm

26.11.2005   Quelle: Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

IWR stellt Studie "Zur Lage der Regenerativen Energiewirtschaft in NRW"

Am 22.11.2005 haben die NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben und IWR-Leiter Dr. Norbert Allnoch die Studie "Zur Lage der Regenerativen Energiewirtschaft in NRW" vorgestellt. In der 100 Seiten umfassenden Studie wird laut IWR ein ganzheitliches Bild der "Regenerativen Energiewirtschaft" für das Bundesland Nordrhein-Westfalen gezeichnet. Die Untersuchung, die in ihrer Art einzigartig sei, zeige nicht nur, welchen Beitrag die erneuerbaren Energien in den drei Kernbereichen Strom, Wärme und Treibstoffe lieferten, sondern gebe auch Auskunft darüber, welche Umsätze die Unternehmen der Branche tätigen und wie viele Arbeitsplätze entstanden sind.   "Erneuerbare Energien werden oft in der öffentlichen Diskussion auf den Stromsektor und den Klimaschutz reduziert. Wir haben mit dieser Untersuchung auch zeigen können, welche industriellen Chancen mit der Herstellung regenerativer Energieanlagentechniken verbunden sind," sagte Dr. Norbert Allnoch.

Das IWR will aufbauend auf dieser Studie für Nordrhein-Westfalen eine Evaluierung des Standortes hinsichtlich der Herstellung und Produktion von Techniken zur Nutzung regenerativer Energien sowie der landesweiten Forschungsaktivitäten im internationalen Vergleich durchführen. Damit sollen die industriewirtschaftlichen Chancen für Techniken aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen systematisch ausgelotet werden.

Die NRW-Studie (104 Seiten) kann heruntergeladen werden unter http://www.iwr.de/studien

26.11.2005   Quelle: IWR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SolarWorld verleiht "Einstein-Award" an Klaus Töpfer und Hermann Scheer

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) ehrt mit dem SolarWorld Einstein-Award für herausragendes Engagement rund um die Solarenergie und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen Dr. Hermann Scheer und Prof. Dr. Klaus Töpfer. Scheer, Vorsitzender des Weltrates für Erneuerbare Energien und Träger des Alternativen Nobelpreises, und Töpfer, Generaldirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen und früherer Bundesumweltminister, erhalten die Auszeichnung ihr Lebenswerk.   "Beide Persönlichkeiten engagieren sich seit vielen Jahren für den weltweiten Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung, die die natürlichen Lebensgrundlagen schützt und allen Menschen dieser Erde offen stehen soll", sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. "Dass die Solarenergie und alle anderen erneuerbaren Energien heute bereits zu den Pfeilern einer zukunftsfähigen Energiewirtschaft etwa in Deutschland zählen, ist untrennbar mit dem Einsatz von Hermann Scheer und Klaus Töpfer verbunden", so Asbeck weiter. Der SolarWorld Einstein-Award wird den beiden Preisträgern am Samstag, den 26. November, anlässlich der Weltversammlung für Erneuerbare Energien in Bonn in einem feierlichen Festakt überreicht.


Einstein symbolisiert Einheit von wissenschaftlichem und sozialem Engagement

"Leben und Werk Albert Einsteins sind ein Symbol für die Einheit von wissenschaftlichem und sozialem Engagement", sagt Asbeck. "Einstein prägte die Zeit nicht nur wegen seiner genialen wissenschaftlichen Erkenntnisse etwa der Relativitätstheorie und des photoelektrischen Effekts sondern auch wegen seines starken gesellschaftlichen Engagements etwa für die Ächtung der militärischen Nutzung der Atomenergie. Diese vorbildliche Einheit von Wissenschaft und Ethik wollen wir mit dem SolarWorld Einstein-Award ehren", so der SolarWorld-Chef. Albert Einstein gilt aufgrund seiner wissenschaftlichen Leistungen auch als einer der geistigen Väter der Solarenergie. Mit der Entdeckung des photoelektrischen Effektes, für die er den Nobelpreis erhielt, zeigte er die Wechselwirkung von Photonen mit Festkörpern auf und legte dabei nicht nur eine entscheidende Grundlage für die Quantentheorie. Er schuf damit auch die Wurzel der theoretischen Modelle für die Photovoltaik-Materialforschung.


Auftakt für jährliche Preisverleihung

Die Laudatio auf die Preisträger halten der renommierte Publizist Dr. Franz Alt sowie der US-amerikanische Buchautor und Unternehmer Neville Williams. Mit dem SolarWorld Einstein-Award sollen auch künftig jährlich vorbildliche Leistungen und ethisches Engagement für die Solarenergie gewürdigt werden.

25.11.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Conergy AG erhält Hamburger Solarpreis 2005

Die Zentrale von Deutschlands umsatzstärkstem Solarunternehmen, der Conergy AG, hat ihren Sitz im Bürohaus "Berliner Bogen" am Hamburger Anckelmannsplatz. Dort arbeiten 300 Mitarbeiter an der solaren Zukunft des Planeten, denn Conergy hat 750 Mitarbeiter in 15 Ländern und auf vier Kontinenten.  100 Millionen Euro Umsatz hat Conergy im letzten Quartal zum größten Teil mit weltweit rund 30.000 Solarsystemen gemacht. Ein Schwerpunkt des Unternehmens ist die Photovoltaik, Conergy bietet aber auch solare Wärme- und Kühltechnik an. "Dieses vorbildliche und äußerst erfolgreiche Engagement auf dem Zukunftsmarkt Solartechnik ehren wir mit dem Hamburger Solarpreis 2005", begründet Senator Dr. Michael Freytag die Preisvergabe. Genauso wie für Logistik, Hafen, Medien und Dienstleistungen solle Hamburg auch eine Metropole für innovative Umwelt- und Energietechnik werden. "Conergy leistet dafür einen herausragenden Beitrag“, lobt Senator Dr. Freytag.


Auszeichnung für besonderes Engagement zur Solarenergie-Nutzung

Den Hamburger Solarpreis verleiht die Solarinitiative Nord (unter anderem die Hamburgische Architektenkammer, der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmer, die Innung Sanitär Heizung Klempner Hamburg sowie die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt) seit 1999 an Personen, Unternehmen oder Projekte, die sich in besonderer Weise für die Nutzung der Solarenergie in Hamburg engagieren. Im letzten Jahr wurde die Mietergenossenschaft Gartenstadt Farmsen e.G. für die solare Sanierung ihres Wohnungsbestandes ausgezeichnet, 2003 die Firma Arnold Rüter aus Wilhelmsburg, die sich unter anderem auf Solaranlagen für Sportplätze spezialisiert hat.

Überreicht haben Hans-Martin Rüter, dem Vorstandsvorsitzenden von Conergy, den Hamburger Solarpreis 2005 Dr. Herlind Gundelach, Staatsrätin der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, und Wilfried Sander, Obermeister der Hamburger Innung Sanitär Heizung Klempner am 24.11.2005 im Rahmen der Fachmesse "Sanitär Heizung Klempner Klima" in den Hamburger Messehallen.

25.11.2005   Quelle: Freie und Hansestadt Hamburg; Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Heizen und Kühlen mit erneuerbaren Energien: Bericht an EU-Kommission veröffentlicht

Der Bericht der SPD-Politikerin Mechtild Rothe an die EU-Kommission zur Heizung und Kühlung aus erneuerbaren Energien ist in der 47. Kalenderwoche 2005 veröffentlicht worden. Rothe, Mitglied des Europäischen Parlaments, hatte den Bericht selbst angeregt und unterstützt damit eine Initiative für eine Europäische Richtlinie für das Heizen und Kühlen mit Sonnenenergie, Erdwärme und Biomasse. Am 29. November soll eine erste Aussprache im Energieausschuss des europäischen Parlaments stattfinden.  Voraussichtlich Anfang Januar 2006 ist eine Abstimmung im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) des Europaparlaments geplant; die Abstimmung im Plenum des Europaparlaments wird im Februar 2006 erwartet. Nach dem Beschluss des Textes durch das Parlament ist die Kommission politisch und formell gefordert, einen Richtlinienentwurf vorzuschlagen.

Der europäische Solarwärme-Industrieverband (ESTIF) begrüßte den Bericht. "Wieder einmal unterstreicht das Europarlament seine führende Rolle beim Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien", sagte ESTIF-Generalsekretär Uwe Brechlin. "Wir zollen Frau Rothe Beifall für den ausgezeichneten Bericht und erwarten, dass er von einer breiten Mehrheit im Parlament unterstützt wird", so Brechlin weiter. Mit diesem Dokument liege der EU-Kommission sozusagen der Entwurf für eine Richtlinie zur Heizung und Kühlung mit Erneuerbaren vor.


Ziel: 25% Erneuerbare im Jahr 2020

Ziel des Berichts ist die Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien im Wärme und Kältebereich in der EU von derzeit etwa 10% auf 25% im Jahr 2020. Damit soll ein erheblicher Beitrag zur europäischen Energieversorgungssicherheit geleistet werden, sowie die signifikante Reduktion der Abhängigkeit Europas vor allem von Öl und Gas erreicht werden.

Eine künftige Richtlinie soll die Rahmenbedingungen für nationale Förderinstrumente unter Beachtung des Subsidiaritätsprinzips setzen. Das bisher nur gering genutzte Potenzial erneuerbarer Energien zur Produktion von Wärme und Kälte soll substantiell ausgeschöpft werden. Mit der Richtlinie soll eine EU-weite hohe Marktdurchdringung und Marktentwicklung aller infrage kommenden Technologien in sämtlichen Mitgliedsstaaten ermöglicht werden. Die Wirtschaftlichkeit entsprechender Technologien und Verfahren soll durch Massenproduktion und Massenvertrieb beschleunigt werden.


Nationale Zielvorgaben für Erdwärme, Solarenergie und Biomasse

Der Bericht sieht für eine Richtlinie national verbindliche Ziele für das Jahr 2020 vor, welche die derzeitigen unterschiedlichen Anteile von erneuerbarer Wärme und Kälte in den Mitgliedstaaten sowie das jeweilige Potenzial jeder Wärme- und Kältetechnologie mit Erneuerbaren berücksichtigen. Eine klar abzugrenzende Definition der infrage kommenden Energieträger Geothermie, Solarthermie und Biomasse soll zugrunde gelegt werden. Spätestens ein Jahr nach Inkrafttreten der Richtlinie, sollen die Mitgliedsstaaten einen Aktionsplan zur Erreichung der Ziele festlegen und darin auch Vorgaben für die in Frage kommenden Energieträger angeben. Der Aktionsplan der Mitgliedsstaaten soll alle drei Jahre erneuert und der Kommission vorgelegt werden.

Für die Einschätzung des europäischen Energiebedarfs im Wärme und Kältebereich und zum Monitoring der Entwicklung des erneuerbaren Anteils soll ein europaweites, in allen Mitgliedsstaaten gültiges System zum Monitoring entwickelt werden, um eine verlässliche und vergleichbare Datengrundlage zu schaffen.

Rothe drängte bereits vor der Europawahl im Mai 2004 auf eine europäische Richtlinie zur Heizung und Kühlung mit Solarwärme, Biomasse und Erdwärme. Der europäische Solarwärme-Industrieverband ESTIF und der Europäische Rat für Erneuerbare Energien (EREC) haben im April 2005 eine gemeinsame Erklärung mit der Forderung nach einer Richtlinie veröffentlicht, um die Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien zu fördern.

Der Bericht mit den Empfehlungen an die EU-Kommission zum Heizen und Kühlen aus erneuerbaren Energiequellen (2005/2122[INI]) kann in deutscher Sprache heruntergeladen werden unter http://www.europarl.eu.int/meetdocs/2004_2009/documents/pr/586/586126/586126de.pdf

25.11.2005   Quelle: ESTIF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Neuer Solarstromfonds der S.A.G. Solarstrom AG in Rekordzeit überzeichnet

PV-Anlage im Solarstrompark
PV-Anlage im Solarstrompark "BUND BaWü" der S.A.G.

Der Solarstrompark Ortenau ist das fünfte Großprojekt, das die Freiburger S.A.G. Solarstrom AG über einen geschlossenen Fonds realisiert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Seit dem 22. Oktober konnten Fondsanteile gezeichnet werden, bereits nach zehn seien sie verkauft gewesen. Der Fonds, über den das 4,7 Millionen-Euro-Projekt finanziert wird, sei deutlich überzeichnet worden.
 
Sicherheit und Rendite seien die Leitlinien des bereits 1998 gegründeten Solarstrompioniers S.A.G. Auch beim Solarstrompark Ortenau sei das Unternehmen dieser Maxime treu geblieben. Der Solarstrompark bestehe ausschließlich aus Aufdachanlagen an verschiedenen Standorten am Oberrheingraben, einer der sonnenreichsten Gegenden in Deutschland. Die Solarerträge seien auf der Basis eines von der Augsburger Meteocontrol GmbH erstellten Solargutachtens prognostiziert worden, das sich wiederum auf langjährige Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes stütze.

Von den Herstellern der Solarmodule seien umfangreiche Garantien von bis zu 25 Jahren eingeholt worden. Und schließlich würden sämtliche Anlagen des Solarstromparks noch in diesem Jahr an das Netz gehen, wodurch Kapitalanleger von der vollen, durch das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) garantierten Einspeisevergütung profitierten. Die vorhergesagte Rendite beträgt laut S.A.G. Solarstrom AG 6,1% bei einer Ausschüttung von 240% bezogen auf das eingesetzte Eigenkapital.

Für Kapitalanleger habe die S.A.G. Solarstrom mit dem Solarfeld Erlasee und dem Finanzprodukt SolarOptimal eine hochinteressante Alternative im Portfolio, bei der Anleger ihre eigene Solarstromanlage erwerben und noch in diesem Jahr Steuervorteile aus einer PV-Investition realisieren könnten. SolarOptimal umfasst eine industriell gefertigte, 2-achsig nachgeführte Solarstromanlage, die Pacht einer Grundstücksparzelle, umfassenden Versicherungsschutz sowie die gesamte Betriebsführung. Auf Wunsch wird auch gleich eine Finanzierung über die Nürnberger Umweltbank mitgeliefert. "Anleger erwerben hier also, anders als bei einem Fonds, ihr eigenes Solarkraftwerk", heißt es in der Pressemitteilung. Standort ist ein ehemaliges staatliches Weinversuchsgebiet nahe Würzburg Das Finanzprodukt SolarOptimal sei wie die Solarstromparks der S.A.G. ein durchschlagender Erfolg. Mitte November waren nach Angaben des Unternehmens bereits 75 % der für den Einzelverkauf vorgesehenen Anlagen verkauft.

25.11.2005   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: S.A.G. Solarstrom AG

 

1. Forum zur Bioenergie vom 08. bis 09. Dezember 2005 in Berlin

Die Entwicklung des Marktes, die politischen Rahmenbedingungen, der Umgang mit der Presse, Marketing und Verkauf, aber auch Exportmöglichkeiten von Bioenergieanlagen sind zentrale Themen in dem Wachstumsmarkt Bioenergie. Mit dem 1. Forum Bioenergie werde erstmals ein Kongress veranstaltet, der diese aktuellen Themen der praxisnah behandelt, berichtet der Veranstalter, die Solarpraxis AG, in einer Pressemitteilung.   Bioenergien hätten besonders vor dem Hintergrund steigender Ölpreise ein riesiges nationales und internationales Potenzial. Sie böten der mittelständischen Wirtschaft aber auch Landwirten neue Umsatz- und Wachstumschancen. Bei Pelletsheizungen und der Biogasanlagen seien die Wachstumsraten bereits zweistellig.


Bioenergie-Experten und Finanzfachleute informieren

Das 1. Forum Bioenergie bündelt erstmals alle Themen rund um Strom und Wärme aus Bioenergie. Die Vorträge und Workshops behandeln nationale und internationale Märkte sowie politische Rahmenbedingungen. Mit einem weiteren Schwerpunkt auf Vertrieb und Finanzen will der Kongress nicht nur Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Energieunternehmen ansprechen, sondern auch Händler und Installateure, Investoren, Politiker und Unternehmensberater. Neben Bioenergie-Experten referieren Finanzfachleute wie Josef Auer von der Deutsche Bank Research und Vertreter der Deutschen Kreditbank. Kongress-Partner wie der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie und Umwelttechnik (BDH), der Verband Beratender Ingenieure (VBI), die Deutsche Energieagentur und der Deutsche Energie-Pellet-Verband sorgen für ein praxisnahes Tagungsprogramm. Der Kongress wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Veranstaltungsdatum und –ort: 08. bis 09. Dezember 2005; NH Hotel Berlin Alexanderplatz; Landsberger Allee 26-32; 10249 Berlin-Friedrichshain.

Das Kongressprogramm kann im Internet abgerufen werden unter http://www.solarpraxis.de/fileadmin/dokumente/Foren/1.ForumBE/1FBE_Programm.pdf
Weitere Infos und Anmeldeunterlagen zu dem von der Solarpraxis AG veranstalteten Kongress finden sich auf http://www.solarpraxis.de/index.php?id=502

25.11.2005   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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KfW ehrt Gewinner des Energieeffizienzpreises 2005

Die KfW Förderbank hat am 23.11.2005 in Berlin die Gewinner des KfW-Energieeffizienzpreises 2005 ausgezeichnet. Der von der KfW Förderbank zum zweiten Mal ausgeschriebene Wettbewerb stand erneut unter dem Motto "Strom effizient nutzen". Insgesamt 15.000 EUR Preisgeld erhielten die drei Unternehmen für ihre vorbildlichen Lösungen bei der Umsetzung betrieblicher Stromsparmaßnahmen.   Diese mindern den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid wesentlich und bringen zugleich erhebliche Kosteneinsparungen. "Die ausgezeichneten Leistungen zeigen exemplarisch, dass im gewerblichen Bereich noch erhebliche Stromeinsparpotenziale bestehen, die man durch geeignete Maßnahmen realisieren kann. Gleichzeitig senken die Unternehmen ihre Energiekosten und stärken damit ihre Wettbewerbsfähigkeit," betonte Detlef Leinberger, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Den mit 10.000 EUR dotierten ersten Preis erhielt die Giesecke & Devrient GmbH aus München, die durch Optimierung der Kälteversorgung ihrer Druckerei den Stromverbrauch um 50 Prozent senken konnte. Dieses Einsparpotenzial ließ sich durch die Vernetzung der einzelnen Kältemaschinen und mittels eines Zentral-Kaltwasserspeichers realisieren.

Mit dem zweiten Preis in Höhe von 3.000 EUR würdigte die Jury die Berger Lahr GmbH & Co. KG in Lahr. Durch die Behebung von Leckagen im Druckluftsystem , die bedarfsgerechte Steuerung der Lüftungs- und Klimaanlagen, den Einsatz von energiesparender Software in PC-Systemen und Monitoren sowie durch eine umfangreiche Beleuchtungssanierung senkte sich der jährliche Stromverbrauch bei der Produktion von Modulen für die Antriebs- und Steuerungstechnik um 23 Prozent.

Der dritte Preis mit einer Summe von 2.000 EUR ging an die Südbayerische Fleischwaren GmbH in Ingolstadt, die durch die nutzungsgerechte Lüftungssteuerung der Produktions- und Lagerräume eine erhebliche energetische Optimierung erreichen konnte. Durch die verbesserte Steuerung konnte der Stromverbrauch um 64 % gesenkt werden.

Die Auswahl der Preisträger erfolgte durch eine hochrangig besetzte Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Gründungspräsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Zu den weiteren Jurymitgliedern zählten Prof. Dr. Eberhard Jochem von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, Stephan Kohler von der Deutschen Energie-Agentur, Dr. Dieter Kreikenbaum vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag, Prof. Dr. Gunter Schaumann von der VDI-Gesellschaft Energietechnik, Christoph Singrün von dem VDMA Fachverband Pumpen + Systeme sowie Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.


Stromeinsparpotenziale nutzen, Kohlendioxid-Emissionen senken

Der Idee und Zielsetzung des Wettbewerbs liegt die Tatsache zugrunde, dass der Anteil des Stromverbrauchs am gesamten deutschen Endenergieverbrauch (Brennstoffe, Kraftstoffe, Strom) derzeit knapp 20 Prozent beträgt. Mit fast 40 Prozent steuert die Stromerzeugung jedoch überproportional zu den gesamten treibhauswirksamen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland bei. "Dies macht deutlich, wie wichtig es ist, bestehende Stromeinsparpotenziale auf der Nachfrageseite auszuschöpfen", sagte Leinberger. Zur Finanzierung von betrieblichen Energieeinsparmaßnahmen stellt die KfW langfristige, zinsverbilligte Darlehen aus dem ERP-Umwelt-und Energiesparprogramm sowie als Ergänzungsfinanzierung aus dem KfW-Umweltprogramm zur Verfügung. Informationen zu diesen Förderprogrammen unter www.kfw-foerderbank.de.

24.11.2005   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Saarbrücken und Kiel erste Landeshauptstädte der Kampagne SolarLokal

Saarbrücken und die schleswig-holsteinische Stadt Kiel sind die ersten Landeshauptstädte, die sich an der Solarstrom-Kampagne SolarLokal beteiligen. Das sei ein weiterer Erfolgsbaustein der Initiative der Deutschen Umwelthilfe e.V. und des Solarstromunternehmens SolarWorld AG. In den nächsten Monaten sollen die anderen 15 Landeshauptstädte in Deutschland zum Mitmachen motiviert werden, heißt es in der DUH-Pressemitteilung.  Gemeinsam mit Städten und Gemeinden wollen die Initiatoren mit der seit Anfang 2005 bundesweiten Kampagne den Anteil des Solarstroms an der Energieerzeugung ausbauen.


Alle Landeshauptstädte sollen Vorbildfunktion übernehmen

Bis zum 30. Juni des Jahres 2006 wollen DUH und SolarWorld den Schwerpunkt der Kampagne auf die Landeshauptstädte der 16 Bundesländer legen. Sie hätten in ihren Ländern eine wichtige Vorbildfunktion. "Gerade in den ostdeutschen Bundesländern und im Norden der Republik, wo der Solarboom noch nicht auf so breiten Füßen steht wie südlich der Mainlinie, wollen wir besonders intensiv werben", erklärt Jörg Dürr-Pucher, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe.


Neue und sichere Arbeitsplätze im Handwerk

Mit der Teilnahme an SolarLokal würden die Oberbürgermeister der Landeshauptstädte ein sehr positives Signal, so die Initiatoren "Mit dieser Kampagne fördern sie den Solarstrom und tragen damit zum Klimaschutz bei", heißt es in der Pressemitteilung." Solaranlagen eröffnen auch dem lokalen Handwerk neue Beschäftigungsfelder, sichern und schaffen Arbeitsplätze. "Mit der Teilnahme an SolarLokal nehmen die Oberbürgermeister eine wichtige Vorbildfunktion wahr. Wenn die Menschen dies sehen, werden sich mehr und mehr Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Landwirte für den Bau der durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz lukrativen Solarstromanlagen entscheiden. Die Entscheidung in Kiel gibt uns den nötigen Rückenwind, um in etwas mehr als einem halben Jahr Zeit die anderen 15 Landeshauptstädte erfolgreich überzeugen zu können", erklärt Projektleiterin ChristianeBecker.

24.11.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Phönix SonnenStrom AG gehört zu "Europe’s Best 500"-Unternehmen

Phönix-SonnenDach (Messe München).
Phönix-SonnenDach (Messe München).

Die Phönix SonnenStrom AG wurde am 19.11.2005 in Barcelona als eines der 500 wachstumsstärksten Unternehmen in Europa ausgezeichnet. Zu den Gästen der Preisverleihung zählten der österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser sowie Vertreter von KPMG und Microsoft, welche die Veranstaltung unterstützen. Die Auszeichnung nahm der Vorstandsvorsitzende der Phönix SonnenStrom AG entgegen, Dr. Andreas Hänel.
 
Die Auswahl der am schnellsten gewachsenen Unternehmen aus 25 europäischen Staaten wird jährlich von "Europe’s 500 Entrepreneurs for Growth" veröffentlicht. Die 500 ausgezeichneten Unternehmen sind seit 2001 rasant gewachsen und können im Durchschnitt auf jährliche Wachstumsraten von 14% zurückblicken. Trotz der schwierigen Wirtschaftslage hätten die 500 Unternehmen in den letzten drei Jahren 130.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Phönix SonnenStrom AG mit Hauptsitz in Sulzemoos im Landkreis Dachau ist als Fachgroßhändler für SonnenStrom Systeme tätig und nach eigenen Angaben führend bei der Errichtung von Photovoltaik-Großkraftwerken. Das Unternehmen wurde 1999 gegründet und habe im Geschäftsjahr 2004 mit rund 70 Mitarbeitern einen Umsatz von 67,2 Millionen Euro erwirtschaftet, gegenüber 2003 eine Steigerung von 186 Prozent.

"Nachdem wir bereits im Juni diesen Jahres mit 'Bayerns Best 50' als eines der wachstumsstärksten Unternehmen Bayerns ausgezeichnet wurden, freut uns diese internationale Auszeichnung besonders. Wir werden auch in Zukunft alles daran setzen, die Solarenergie voran zu bringen und damit die Energieversorgung von heute und morgen zu gestalten. Als expandierendes Unternehmen können wir so weitere Arbeitsplätze schaffen“, so Hänel.

24.11.2005   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phönix SonnenStrom AG

 

Deutsche Umwelthilfe verklagt DIHK wegen "Propaganda gegen die Umwelt"

Erstmals zieht eine Umweltschutzorganisation gegen die "anti-ökologische Politik" des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) vor Gericht. Mit ihrer am 23.11.2005 beim Verwaltungsgericht Berlin eingereichten Unterlassungsklage will die mit der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) verbundene DUH Umweltschutz-Service GmbH die Verbreitung des DIHK-Positionspapiers "Für einen Strategiewechsel in der Umweltpolitik" stoppen.  Die DUH Umweltschutz-Service GmbH ist Zwangsmitglied in der IHK Hochrhein-Bodensee. "Wir werden nicht länger tatenlos hinnehmen, dass der DIHK mit Pamphleten aus der umweltpolitischen Steinzeit Propaganda gegen jeden Fortschritt in der Umweltpolitik betreibt und das auch noch mit den Kammerbeiträgen der im Umweltschutz tätigen Unternehmen und Verbände finanziert", begründet DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch die Klage. Das erstmals in der heißen Wahlkampfphase veröffentlichte DIHK-Papier nannte Resch "eindeutig rechtswidrig."

Auf sieben eng bedruckten Seiten mit dem Untertitel "Erwartungen der Wirtschaft an die künftige Bundesregierung" habe der DIHK vor der Bundestagswahl eine radikale Kehrtwende in der Umweltpolitik gefordert und damit einen empörten Aufschrei bei der zunehmenden Zahl von Unternehmen ausgelöst, die von einer deutschen Vorreiterrolle im Umweltschutz profitieren, heißt es in der DUH-Pressemitteilung. Gleichzeitig sei wegen des einseitigen Strategiepapiers die Diskussion über die Zwangsbeiträge aller Gewerbetreibenden an die Industrie- und Handelskammern und den DIHK so heftig wie selten zuvor aufgeflammt.


"Einseitige Parteinahme zu Lasten der im Umweltschutz tätigen Unternehmen"

Die DUH Umweltschutz-Service GmbH sieht sich von dem DIHK-Papier in besonderer Weise betroffen, weil sie gleich auf mehreren Feldern tätig ist, die in dem Forderungskatalog angesprochen sind. Nach Überzeugung des Berliner DUH-Anwalts Remo Klinger verstößt das Strategiepapier sowohl gegen den Wortlaut der DIHK-Satzung, wonach der Verband ausdrücklich das "Gesamtinteresse der gewerblichen Wirtschaft" zur Geltung bringen muss, als auch gegen den dem DIHK gesetzlich übertragenen Auftrag. Als Dachorganisation der 81 deutschen Industrie- und Handelskammern sei der DIHK an die im IHK-Gesetz festgeschriebene Abwägungs- und Ausgleichspflicht gebunden, so die DUH. Nach Paragraph 1 dieses Gesetzes haben die Industrie- und Handelskammern "das Gesamtinteresse der ihnen zugehörigen Gewerbetreibenden ... wahrzunehmen ... und dabei die wirtschaftlichen Interessen einzelner Gewerbezweige oder -betriebe abwägend und ausgleichend zu berücksichtigen", zitiert die DUH. Einseitige politische Stellungnahmen seien dem DIHK untersagt. Klinger: "Das Positionspapier des DIHK zur Umweltpolitik läuft diesen Grundsätzen diametral zuwider. Die einseitige Parteinahme zu Lasten der im Umweltschutz tätigen Unternehmen ist völlig inakzeptabel. Das Papier stellt einen offensichtlichen Verstoß gegen die Pflicht zur ausgleichenden und abwägenden Berücksichtigung der Interessen aller Kammermitglieder dar. Es ist richtig und notwendig, dass sich die Betroffenen zur Wehr setzen."


Völlig einseitige Darstellung lässt Chancen ökologischer Zukunftstechnologien konsequent außer Acht

In dem Papier mit insgesamt 20 Forderungskomplexen habe der DIHK praktisch alle Fortschritte in der Umweltpolitik der vergangenen Jahrzehnte in Frage gestellt, jede Vorreiterrolle des Technologiestandortes Deutschland im Umweltschutz als schädlich abgelehnt, den Verzicht auf die geltenden nationalen Klimaschutzziele gepredigt und die Aufhebung der Tagesgrenzwerte beim Feinstaub verlangt, rügt die DUH. Der künftigen Regierung sei ein neuer Ressortzuschnitt empfohlen worden, der die Zerschlagung des Bundesumweltministeriums bedeutet hätte. Die Möglichkeiten von Verbandsklagen im Umweltschutz sollten gegen Null zurückgedrängt werden. Insgesamt, heißt es in der DUH-Klageschrift "erschöpft sich das Papier in einer völlig einseitigen Darstellung", die die mit der Ausbreitung ökologischer Zukunftstechnologien verbundenen Chancen konsequent außer Acht lasse. Rechtswidrig ist nach Überzeugung der DUH auch die Tatsache, dass die Unternehmen und Verbände der betroffenen Umweltbranche in keiner Weise an der Vorbereitung des Strategiepapiers beteiligt worden war.

Ziel der Klage sei es, den DIHK zur Rücknahme des Papiers zu veranlassen und für die Zukunft "eine aktive Ausgrenzungspolitik dieser öffentlich-rechtlichen Körperschaft gegenüber der dynamischen Umweltbranche und zugunsten der DIHK-Traditionsmitglieder zu verhindern", sagte Resch. Die DUH rief alle Unternehmen und Verbände der Umweltbranche auf zu überprüfen, ob sie von den Vorstellungen desDIHK-Positionspapiers tangiert sind und gegebenenfalls entsprechende Schritte einzuleiten. Zahlreiche Unternehmen hätten bereits ihre Bereitschaft signalisiert, die DUH-Klage zu unterstützen.

24.11.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Bundesumweltminister Gabriel will Innovationsminister sein

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD).
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD).

Der neue Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) will sein Ressort zu einem Innovationsministerium ausbauen. "Ich bin ein Minister für Innovation", sagt Gabriel der Wochenzeitung DIE ZEIT. Die Umweltpolitik der Zukunft sei Technologiepolitik, sie mache die Volkswirtschaft wettbewerbsfähiger und sorge für mehr Jobs, so Gabriel weiter. Natur- und Artenschutz seien zwar weiter "unerlässlich"; aber mit einer "reinen Defensivstrategie" habe man "bei den großen Fragen der Klimapolitik keine Chance".
 
Deshalb seien "neue Technologien und eine neue ökonomische Logik" gefragt. Man könne zwar "aus der Atomenergie aussteigen, nicht aber aus der Industriegesellschaft oder den ökonomischen Regeln der globalisierten Wirtschaft", so Gabriel.


Skepsis gegenüber Anträgen zur Übertragung von Strommengen von neuen auf alte Kernkraftwerke

Gorleben als nukleares Endlager wird nach den Worten des Ministers auch in Zukunft nicht weiter erkundet. Es bleibe beim Erkundungsmoratorium, "solange nicht die offenen Fragen zu Gorleben geklärt sind und andere Standorte auf ihre Eignung als Endlager untersucht und mit Gorleben verglichen werden". Die Qualität der Atomaufsicht und des Sicherheitsmanagements in Kernkraftwerken wolle er von einer "unabhängigen Behörde prüfen lassen", kündigt Gabriel an. Skeptisch äußert er sich zur Ankündigung von Stromkonzernen, in der neuen Legislaturperiode Anträge zur Übertragung von Strommengen von neuen auf alte Kernkraftwerke zu stellen. Ihm sei "kein Argument bekannt, das dafür sprechen würde", so der Sozialdemokrat. Klar sei, dass nach geltenden Verträgen ein solcher Antrag die Ausnahme bleiben müsse.


Emissionshandel verbessern, nicht abschaffen

Forderungen der Industrie nach einer Lockerung des Klimaschutzes lehnt Gabriel ab. Auch nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls im Jahr 2012 müsse es "bei fest vereinbarten Minderungszielen" für den Treibhausgasausstoß bleiben. Den Emissionshandel wolle er "verbessern, nicht abschaffen". Zu reden sei allerdings über die Frage, "ob die Reduktionsverpflichtungen innerhalb der Industrie gerecht verteilt sind".


Das komplette Interview wird veröffentlicht in der ZEIT Nr. 48 am 24. November 2005.

23.11.2005   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU

 

Solar-Hersteller SOLON baut Spaniengeschäft aus

SOLON-Mover.
SOLON-Mover.

Die Berliner SOLON AG hat mit der spanischen Firma Ecotècnia, S.Coop., einen Vertrag über die Lieferung von SOLON-Movern mit einem Gesamtvolumen von 32 Millionen Euro abgeschlossen. Das bereichtet SOLON in einer Pressemitteilung. Die Lieferungen sollen über das Jahr 2006 verteilt erfolgen, beginnend im Januar 2006.
 
Die Vereinbarung sehe weiter vor, dass die Endfertigung der SOLON-Mover durch Ecotècnia vorgenommen wird. Nach der kürzlich veröffentlichten Vereinbarung mit GEOSOL Ibérica sei dies der zweite große Vertrag über die Lieferung von SOLON-Movern für den spanischen Markt.

Der SOLON-Mover ist ein industriell hergestelltes, anschlussfertiges Photovoltaiksystem, bei dem die Solarmodule dem Sonnenstand nachgeführt werden. Auf diese Weise lassen sich laut SOLON deutliche Mehrerträge gegenüber fest installierten Solaranlagen erzielen. Die 1981 gegründete Ecotècnia gehört zur Unternehmensgruppe Mondragón und zählt laut SOLON AG zu den größten Anbietern von Technik zur Nutzung erneuerbarer Energien in Spanien.

23.11.2005   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLON AG.

 

EU: 440 Millionen Euro für erneuerbare Energien

EU-Kommissar Potočnik will weg von fossilen Brennstoffen.
EU-Kommissar Potočnik will weg von fossilen Brennstoffen.

Bis zum Jahr 2010 sollen nach Plänen der EU-Kommission mindestens 12% des gesamten Energieverbrauchs der Europäischen Union aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden. Die Nutzung der natürlichen Wärme der Erde, von Wasser, Sonne, Wind und aus Biomasse zur Erzeugung von Energie und Kraftstoffen steht im Mittelpunkt der Forschungsförderung der Europäischen Kommission.
 
Von 2002 bis 2006 werde die EU 440 Millionen Euro in die Weiterentwicklung der Nutzung erneuerbarer Energiequellen investieren, heißt es in einer Pressemitteilung der EU-Kommission. Dabei sei die Forschung ein entscheidender Faktor. Auf der am 21.11.2005 in Brüssel begonnenen Konferenz zu erneuerbaren Energiequellen erörtern Forschungsorganisationen die Möglichkeiten einer besseren Zusammenarbeit.


Wissen für die Energiepolitik von morgen

"Die Wissenschaftspolitik von heute schafft die Wissensgrundlagen für die Energiepolitik von morgen. Unser langfristiges Ziel ist die Umwandlung der gegenwärtigen, auf fossilen Brennstoffen beruhenden Energiewirtschaft in eine stärker nachhaltig ausgerichtete, sicherere und energieeffizientere Energiewirtschaft", sagte Janez Potočnik, EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung. "Die Erweiterung unseres Wissens über erneuerbare Energiequellen mithilfe der Forschung ist ein wichtiger Schritt, um dieses Ziel und den angestrebten nachhaltigen Energieträgermix zu erreichen", so Potočnik weiter.


Technologieplattformen für Sonne, Wind und Bioenergie

Die EU nimmt eine weltweit führende Stellung bei den Technologien zur Nutzung erneuerbare Energiequellen ein. Dies sei das Ergebnis großer Anstrengungen in den Mitgliedstaaten und auf EU-Ebene in den letzten 20 Jahren, betont die Kommission. Europa investiere wesentlich mehr in die entsprechende Forschung als die USA und Japan. Die EU-Zuschüsse belaufen laut Kommission auf etwa ein Viertel der öffentlichen Forschungsmittel auf diesem Gebiet. Die Kommission habe dabei stets auf branchen- und bereichsübergreifende Zusammenarbeit gesetzt. Sie unterstützte beispielsweise die Schaffung einer Technologieplattform für die Solarindustrie (Umwandlung von Sonnenenergie in Strom). Durch dieses Konzept seien erfolgreich Interessenten aus der Industrie und Forschungseinrichtungen sowie von Verbraucher- und Nichtregierungsorganisationen zusammengeführt worden. Die Gründung von Technologieplattformen in anderen Bereichen, zum Beispiel für Biokraftstoffe, Windkraft und Solarthermie, werde gegenwärtig vorbereitet. Durch eine derartige Zusammenarbeit könne die EU den effizientesten Mitteleinsatz gewährleisten und mehr Privatinvestitionen fördern.


Kommission fordert mehr Mittel für das Forschungsrahmenprogramm

Die Forschung im Bereich der erneuerbaren Energiequellen macht laut EU-Kommission derzeit etwa 50 % des Energieforschungsprogramms aus. Die Kommission hat vorgeschlagen, dieses Investitionsniveau im kommenden Forschungsrahmenprogramm für 2007-2013 beizubehalten. Würden die Forschungsmittel aufgestockt, wie von der Kommission gefordert, bedeute dies umfangreiche neue Investitionen.

23.11.2005   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EU-Kommission.
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SolarWorld-Konzern: Neue Gesellschaft arbeitet an Silizium sparender Wafertechnologie

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) verstärkt ihre Aktivität für den effizienten Einsatz des Rohstoffs Silizium in der Solarproduktion. Die Freiberger Konzerntochter Deutsche Solar AG werde zusammen mit zwei niederländischen Partnern eine eigenentwickelte, innovative und materialsparende Technologie zur Gewinnung von Solarwafern aus Silizium umsetzen, berichtet die SolarWorld AG in einer Pressemitteilung.  Solarwafer sind das Vorprodukt zur Herstellung von Solarzellen. Dazu habe die Deutsche Solar AG, einer der international größten Hersteller von Solarsiliziumwafern, mit dem niederländischen Forschungsinstitut ECN (Energy Research Center of the Netherlands) und der Investmentgesellschaft Sunergy Investco die RGS Development BV mit Sitz in den Niederlanden gegründet. Das Joint-Venture will bis Anfang 2007 eine Pilotanlage zur Produktion der innovativen und ressourcensparenden Siliziumwafer aufbauen.


Neues Verfahren soll Siliziumbedarf um 40 % senken

"Bei dem von uns entwickelten Ribbon-Growth-on-Substrate (RGS)-Verfahren geht es darum, die Solarwafer als Folien durch das Aufbringen von Silizium auf ein Trägermaterial zu gewinnen und damit das heute gängige aufwändige Sägen von Siliziumblöcken zu vermeiden", erläutert Prof. Dr. Peter Woditsch, Vorstandssprecher der Deutsche Solar AG. "Wir erwarten, dass sich durch den industriellen Einsatz der RGS-Technologie der Siliziumbedarf auf 60 Prozent reduzieren lässt. Das kann zusammen mit dem Abbau weiterer Produktionskosten zu nennenswerten Kosteneinsparungen in der Waferproduktion führen", so Woditsch weiter. Mit dem RGS-Prozess könnten Wafer außerdem schneller produziert werden als bisher. "In die Entwicklung dieses neuen Verfahrens sind mehrere Jahre der intensiven Forschung geflossen", erläutert Woditsch. Die Patente für diese zukunftsweisende Technologie seien durch die Deutsche Solar AG exklusiv in die RGS Development BV eingebracht worden.


Ausweitung der Rohstoffaktivitäten

Das Investment in das neue Unternehmen ist laut SolarWorld Teil der Konzernstrategie, die Rohstoffversorgung und -verwendung nachhaltig und rational zu organisieren. Neben dem externen Einkauf sorge das interne Recycling für einen wichtigen Beitrag zum konzerneigenen Rohstoffbedarf. Eine Vielzahl von Maßnahmen entlang der gesamten solaren Produktionskette dienten ferner dem sparsamen Rohstoffeinsatz und der Erhöhung der Ausbeute.

23.11.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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REpower: Deutliche Umsatzsteigerung, 136 Windenergieanlagen gebaut

REpower-Windenergieanlage 5M.
REpower-Windenergieanlage 5M.

Die REpower Systems AG (WKN 617703) hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres insgesamt 136 Windenergieanlagen installiert, von denen 96 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 170,0 Megawatt voll umsatzwirksam realisiert worden seien, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspreche dies einer Steigerung der installierten Leistung um 37,7 Prozent (Vorjahreszeitraum: 75 Anlagen und 123,5 MW).
 
Die Gesamtleistung stieg nach Angaben des Unternehmens im Berichtszeitraum von 152,2 Millionen Euro auf 194,8 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich im Jahresvergleich von 130,6 Millionen Euro auf nun 195,1 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) für den Zeitraum von Januar bis September betrug minus 12,4 Millionen Euro im Vergleich zu minus 7,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.


250 Windenergieanlagen für 2006 geplant

Aufgrund der wahrscheinlichen Übererfüllung des Aufstellungsziels von 200 Anlagen rechne die REpower für das Geschäftsjahr 2005 mit einem Umsatzanstieg von 5 bis 10 Prozent, heißt es in der Pressemitteilung. Weiter erwartet die Gesellschaft aus heutiger Sicht ein Ergebnis auf EBIT-Basis, das etwa dem Vorjahresniveau entspricht. Mit der geplanten Aufstellung von mindestens 250 Windenergieanlagen, die bereits heute weitestgehend durch den Auftragsbestand gedeckt seien, werde das Umsatzvolumen im Geschäftsjahr 2006 voraussichtlich erstmals die Marke von 400 Millionen Euro überschreiten.


67,9 Prozent der Anlagen werden exportiert

Der Auftragsbestand umfasste nach Angaben des Unternehmens zum Ende des Berichtszeitraums 377 Windenergieanlagen (Vorjahr 243), entsprechend einem Auftragsvolumen von rund 561,2 Millionen Euro (im Vorjahr 353,8 Millionen Euro). Die im Auftragsbestand befindlichen Windenergieanlagen verteilen sich auf das Inland mit 32,1 Prozent und auf das Ausland mit 67,9 Prozent. "Die positive Entwicklung des weltweiten Windenergiemarktes führte zu einer deutlichen Verknappung zentraler Komponenten für Windenergieanlagen auf der Beschaffungsseite. Dies hat zur Folge, dass die im Teilbereich Einkauf geplanten Einsparpotenziale des Restrukturierungsprogramms 'RE-Act' durch Nachverhandlung mit der Zulieferindustrie voraussichtlich nur zum Teil realisiert werden. Insofern erwartet REpower in diesem Teilbereich eine Zielverfehlung in Höhe von bis zu 4 Millionen Euro", heißt es in der Pressemitteilung. Diese Zielverfehlung könne jedoch andererseits ebenfalls aufgrund der guten Marktsituation durch ein Übertreffen des Aufstellungsziels von ursprünglich 200 Anlagen teilweise kompensiert werden. Es bestehe allerdings in Bezug auf die Aufstellungszahlen insbesondere im vierten Quartal grundsätzlich eine hohe Abhängigkeit von Wetterverhältnissen.

23.11.2005   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REpower Systems AG, Foto: Jan Oelker.
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Conergy übernimmt Produktion von Kleinwindkraftanlagen der Inventus GmbH

Inventus-Kleinwindkraftanlagen.
Inventus-Kleinwindkraftanlagen.

Die Hamburger Conergy AG erweitert ihre Produktion zur autarken regenerativen Energieversorgung fernab des öffentlichen Netzes. Künftig werden neben solaren High-Tech-Komponenten auch Kleinwindkraftanlagen in Rangsdorf vor den Toren Berlins produziert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Dafür nutzt Conergy das Engineering-Know-how der Inventus GmbH aus Bergheim. Deren Gründer, Peter Frieden, bringt als Maschinenbauingenieur seine 15jährige Praxiserfahrung aus der Entwicklung von Kleinwindkraftanlagen und der Realisierung autarker Systeme zur ländlichen Energieversorgung in Indien, Korea und der Mongolei mit ein.
  "Dank des Asset-Deals mit der Inventus bieten wir unseren Kunden optimal aufeinander abgestimmte regenerative Off-Grid-Systemtechnologien. Allein bei Kleinwindkraftanlagen erwarten wir eine Verfünffachung der global installierten Gesamtleistung von heute rund 70 auf mindestens 350 Megawatt in 2010. Darüber hinaus stärkt die Kombination von Solar- und Windtechnologie den Wettbewerbsvorsprung unserer weltweit kundennahen Vertriebskanäle in lukrativen Energiemärkten fernab des öffentlichen Stromnetzes", erklärt Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Conergy AG.


Regenerative Hybridsysteme versorgen ländliche Regionen wirtschaftlich mit Strom

Ambitionierte Elektrifizierungsprogramme in Entwicklungs- und Schwellenländern wie Indien oder Thailand bieten enormes Wachstumspotenzial für netzunabhängige Hybridsysteme zur ländlichen Stromversorgung. Dies ist oft kostengünstiger, als öffentliche Stromnetze in entlegenen Regionen auszubauen. Bis 2010 plane beispielsweise die chinesische Regierung 10.000 Dörfer dezentral und autark durch regenerative Energiesysteme zu versorgen, so die Conergy AG. Die neuen Kleinwindkraftanlagen der Conergy seien mit besonders leistungsfähigen und robusten 8kW-Generatoren ausgestattet, die auch bei niedrigen Windgeschwindigkeiten effizient Strom produzieren. Sie versorgen beispielsweise in China bereits seit 1991 ganze Dörfer zuverlässig mit Strom auch unter extremen Umweltbedingungen wie Sandstürmen und Temperaturen bis zu -40 Celsius.

Die vom Germanischen Lloyd und der deutschen Typenprüfung zertifizierten Kleinwindkraftanlagen erzeugen 3-phasigen Drehstrom zum Antrieb leistungsstarker Geräte direkt aus dem Generator. Nicht verbrauchte Überschussenergie kann in nutzbare Wärme umgewandelt werden. In Kombination mit Solarsystemen von Conergy und Batteriespeichern werde eine kontinuierliche Stromversorgung sichergestellt. Dank der Leichtbauweise und eines nur 13 oder 19 Meter hohen Turms seien Kleinwindkraftanlagen der Conergy problemlos auch auf Dächern mit einer Seilwinde installierbar. Stand-Alone-Kleinwindkraftanlagen sind speziell in der Landwirtschaft eine wirtschaftliche und leicht zu handhabende Alternative zur Stromerzeugung aus Dieselaggregaten.

22.11.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Inventus GmbH
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BUND fordert von künftiger Regierung mehr Anstrengungen beim Klimaschutz

Angelika Zahrnt, Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), erwartet in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz harte Auseinandersetzungen mit der künftigen Bundesregierung. Die zwischen Union und SPD verabredete Politik sei vor allem im Agrar- und Verkehrssektor völlig unzureichend. So widerspreche die im Koalitionsvertrag getroffene Festlegung auf mehr Verkehrswachstum den nationalen Klimaschutzzielen. Die designierte Bundeskanzlerin Angela Merkel habe außerdem die Durchsetzung der Gentechnik in der Landwirtschaft zu ihrem persönlichen Anliegen erklärt.   Damit setze sie sich über 80 Prozent der Verbraucher hinweg, die keine gentechnisch veränderten Lebensmittel wollten. Auch in der Chemiepolitik missachte die große Koalition den Verbraucherschutz, wenn sie die weitere Vermarktung von rund 90.000 nur unzureichend auf ihre Risiken getesteten Chemikalien ermögliche.


Neuer BUND-Schwerpunkt: Einsatz gegen veraltete Kohlekraftwerke und die Atomenergie

Auf seiner Bundesdelegiertenversammlung im hessischen Bad Hersfeld beschloss der BUND am Wochenende, neben der Agrarpolitik den Klimaschutz zum Schwerpunkt seiner Arbeit zu machen. Dazu gehöre der Einsatz gegen veraltete Kohlekraftwerke und die Atomenergie. Erneuerbare Energien und die umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplung müssten weiter ausgebaut werden. Klimaschädliche Spritfresser und stromvergeudende Elektrogeräte müssten vom Markt verschwinden. Dringend erforderlich sei auch die Erhöhung des prozentualen Anteils der öffentlichen Verkehrsmittel an der Verkehrsleistung.


Koalitionsvertrag setzt falsches Signal in Sachen Klimaschutz

Der BUND fordert die künftige Bundesregierung auf, das deutsche Klimaschutzziel von minus 40 Prozent Kohlendioxid bis 2020 auf keinen Fall aufzugeben. Der Koalitionsvertrag habe hier das falsche Signal gesetzt, indem er nur noch von einer Reduzierung um 30 Prozent spreche, wenn die übrigen EU-Staaten mitzögen. Damit begebe sich die Bundesregierung in die Gefolgschaft der europäischen Klimasünder. Die SPD und ihr designierter Umweltminister Sigmar Gabriel müssten sich energisch für die bisherigen deutschen Klimaschutzziele einsetzen.

22.11.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Vertrag für KALINA-Anlage zur Stromerzeugung aus Erdwärme unterzeichnet

Nächtlicher Leistungstest der Tiefbohrung.
Nächtlicher Leistungstest der Tiefbohrung.

Die Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG und die Siemens AG schlossen am 18.11.2005 einen Vertrag über den Bau der größten KALINA-Anlage zur Stromerzeugung aus Geothermie in Deutschland. Das Siemens Kraftwerk soll ab 2007 rund 2.000 Haushalte mit Strom versorgen. Die Vertragsunterzeichnung sei ein Meilenstein für die Entwicklung der Geothermie in Deutschland, betonen Geothermie Unterhaching und Siemens in ihrer Pressemitteilung.
  Nach Feststellung der Fündigkeit im September 2004 begannen die konkreten Verhandlungen über die Errichtung einer Stromerzeugungsanlage. Der Pumptest in Unterhaching hatte ergeben, dass in zirka 3.500 Metern Tiefe Thermalwasser mit einer Temperatur von 122° C bei einer Schüttung von 150 Litern pro Sekunde zur Verfügung steht.


Weltweit modernstes und ergiebigstes Erdwärmekraftwerk wird bis zu 3,4 Megawatt Strom liefern

"Es war ein langer und manchmal steiniger Weg in den Verhandlungen. Letztendlich haben Siemens und Unterhaching ein wie ich meine sehr gutes und faires Vertragsergebnis erzielt", so der Bürgermeister von Unterhaching, Dr. Erwin Knapek. Der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) erhält von der Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG den Auftrag, ein schlüsselfertiges Erdwärme-Kraftwerk in Unterhaching bei München zu errichten. In Unterhaching soll das weltweit modernste und ergiebigste Erdwärmekraftwerk entstehen, das im so genannten Niedertemperaturbereich (bis 200° C) arbeitet und wesentlich wirtschaftlicher als bisher das vorhandene Heiß- oder Thermalwasser vor Ort in Energie umwandelt. Im Unterschied zu herkömmlichen Geothermie-Anlagen wird das aus über 3.000 Metern Tiefe stammende, rund 120° C heiße Wasser, nicht nur für das örtliche Fernwärmenetz genutzt, sondern dient je nach Bedarf auch der Stromerzeugung. Im Sommer, wenn nur wenig Fernwärme gebraucht wird, können laut Siemens bis zu 3,4 Megawatt elektrische Energie erzeugt und in das Stromnetz eingespeist werden. Diese Strommenge reiche für die Versorgung von rund 2.000 Haushalten.


Auftragsvolumen rund 16 Millionen Euro

Nach der Vertragsunterzeichnung und dem Vorliegen aller notwendigen Genehmigungen soll im Frühjahr 2006 mit dem Bau der KALINA-Anlage begonnen werden. Als Bauzeit werden 16-18 Monate veranschlagt. Die Anlage wird voraussichtlich im Sommer 2007 ans Netz gehen. Für das jetzt entstehende Kraftwerk liefert Siemens die gesamte oberirdische Anlage. Herzstück ist ein neuartiger, hochwirksamer Wärmetauscher mit Kalinatechnik, die einen sehr wirtschaftlichen Betrieb der Anlage erlaube. Einschließlich der Wartung für die ersten zehn Betriebsjahre beläuft sich das Auftragsvolumen laut Siemens auf rund 16 Millionen Euro. Der Lieferumfang richte sich nach dem Turn-Key-Konzept (schlüsselfertig) und umfasse alle Aggregate und Maschinenbauteile inklusive der Errichtung des Gebäudes sowie Schallschutzmaßnahmen und Netzeinspeisung durch Siemens am Grünwalder Weg in Unterhaching.


Ökologisch und ökonomisch richtungsweisendes Kraftwerk

Das Besondere an der KALINA-Technologie ist laut Siemens das Ammoniak-Wasser-Gemisch, welches bereits bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen Dampf produziert und mittels einer Turbine elektrische Energie erzeugt. Die KALINA-Technologie sei weltweit bei Geothermie- und Industrieanlagen einsetzbar und könne aufgrund ihrer Umweltfreundlichkeit einen großen Beitrag zur Energieversorgung der Zukunft leisten. Das Kraftwerk in Unterhaching gelte als ökologisch wie ökonomisch richtungsweisend für weitere Projekte dieser Art. Das deutschlandweit größte Geothermieprojekt wird mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss sowie einem Sonderdarlehen vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Höhe von bisher 4,8 Millionen Euro unterstützt.

"Unseren eingehenden Recherchen zufolge besteht derzeit deutschlandweit auf der Basis bestehender Aufsuchungserlaubnisse ein Investitionsvolumen für geothermische Energieerzeugung von ca. 3 - 3,5 Milliarden Euro", erklärt Martin Wambach, Geschäftsführender Partner von Rödl & Partner. Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft leitet das gesamte Geothermieprojekt in Unterhaching. "Von der heutigen Vertragsunterzeichnung geht eine Signalwirkung aus. Denn das Geothermieprojekt hier in Unterhaching ist das Musterbeispiel für die weltweite Entwicklung der Stromversorgung aus Geothermie im Niedertemperaturbereich", betont Wambach.

22.11.2005   Quelle: Rödl & Partner; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Rödl & Partner
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Solarverbände: Photovoltaikmarkt wächst schneller als erwartet

Die Solarverbände BSi und UVS haben ihre Einschätzung des deutschen Photovoltaikmarktes für das Jahr 2004 angehoben. Sie gehen jetzt davon aus, dass 2004 Solarstrommodule mit einer Leistung von rund 450 Megawatt peak (MWp) in Deutschland installiert wurden. Anlass für die Neueinschätzung des Marktes sind jüngst veröffentlichte Daten des Verbandes der Netzbetreiber (VDN). Bislang gingen die Branchenverbände von einem Marktwachstum von rund 360 MWp aus.  Der Bundesverband Solarindustrie (Bsi) und die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) widersprechen zugleich erneut einer Veröffentlichung des Fachmagazins Photon, die für das Jahr 2004 eine Marktgröße von 770 MWp ausweist. Die Photon-Erhebung sei fehlerhaft und deutlich überhöht, kritisieren BSi und UVS.


Fehler der Photon-Erhebung in Baden-Württemberg

Einen wesentlichen Fehler der Photon-Erhebung machten BSi und UVS in Baden-Württemberg aus. Nach veröffentlichten Werten des Übertragungsnetzbetreibers EnBW Transportnetze AG habe dieser im Jahr 2004 eine Solarstrommenge von 141 Gigawattstunden (GWh) in die Regelzone eingespeist, was nach Photon-Rechnung einer Leistung von 201 MWp entspreche. Die EnBW Regional AG dagegen habe veröffentlicht, dass nur 75 GWh eingespeist wurden. Da die EnBW Transportnetze AG ganz Baden-Württemberg abdecke, enthalte diese Zahl praktisch alle in Baden-Württemberg installierten Photovoltaik-Anlagen. Die gesamt installierte Photovoltaik-Leistung Ende 2004 würde nach dieser Rechnung nicht 249,3 MWp, sondern nur 201 MWp betragen, so die Verbände.


Statistische Daten aus den Bundesländern noch nicht belastbar

Eine weitere Fehlerquelle der Photon-Erhebung ist nach Ansicht der Solarverbände die Bezugsgröße. Photon rechne die erhobenen Daten auf die gehandelte Strommenge hoch, die mit 606,5 Terawattstunden (TWh) wesentlich größer sei als die von den Letztverbrauchern tatsächlich abgenommene Strommenge von 487,6 TWh, die vom Verband der Netzbetreiber als Bezugsgröße für die EEG-Strommengen herangezogen wird. Allein dadurch reduziere sich das Ergebnis um 20 Prozent. Wie problematisch die Datenerhebung bei den Netzbetreibern sei, wisse auch das Statistische Bundesamt. Es ist nach dem Energiestatistikgesetz dazu verpflichtet, die installierte Photovoltaikleistung zu erfassen. Zwar seien von den statistischen Landesämtern Daten bei den Netzbetreibern über die Ende 2003 und Ende 2004 angeschlossenen Photovoltaikanlagen erhoben worden, diese seien bislang allerdings nicht veröffentlicht, da sie nach Ansicht des Bundesamtes noch nicht belastbar sind.

"Da offensichtlich die Angaben der Netzbetreiber bislang zu keinen belastbaren Ergebnissen führen, muss die Marktgröße weiterhin auf Basis anderer Datenquellen ermittelt werden", heißt es in der Pressemitteilung der Solarverbände. Die Marktabschätzung von BSi und UVS aus dem Frühjahr 2005 basierte unter anderem auf den Angaben des Verbands der Netzbetreiber (VDN). Dieser nimmt die Umwälzung der im EEG vergüteten Strommengen vor und veröffentlicht die Werte. Im März sei der VDN noch von 423 GWh Solarstrom im Jahr 2004 ausgegangen. Nach Diskussion mit der ARGE Statistik des Bundesumweltministeriums kamen BSi und UVS auf dieser Basis zum Ergebnis, dass 360 MWp neu installiert worden waren. Nachdem der VDN nun vor kurzem die eingespeiste Solarstrommenge auf 556 GWh erhöht hat, haben auch die Solarverbände ihre Markteinschätzung nach oben korrigiert.


Register für Solarstromanlegen unerlässlich

Die Solarverbände weisen darauf hin, dass ihre Statistik der produzierten Photovoltaikleistung in den Bereichen Solarzellen, Solarmodule und Wechselrichter eine sehr hohe Zuverlässigkeit aufweise. Die erfassten Marktanteile lägen zwischen 90 und 100 Prozent. Allerdings seien daraus die installierten Mengen nicht ableitbar, da nicht genau bekannt sei, wie viele Module aus dem Ausland importiert werden. Um künftig die notwendige statistische Datensicherheit bezüglich der installierten Leistung zu erhalten, fordern BSi und UVS die Bundesregierung auf, nun unverzüglich das geplante Register für Anlagen zu realisieren, die Strom mit erneuerbaren Energien erzeugen. Dieses wurde bereits Mitte 2004 im Rahmen einer Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) angekündigt.

22.11.2005   Quelle: BSi; UVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

EHA unterstützt zweite Europäische Wasserstoffenergie-Konferenz in Saragossa

Der Europäische Wasserstoff-Verband (European Hydrogen Association - EHA) unterstützt die Europäische Wasserstoffenergie-Konferenz (EHEC 2005), die vom 22. bis zum 25. November in Saragossa (Spanien) stattfinden wird. Die EHEC 2005 wird organisiert vom Spanischen Wasserstoff-Verband gemeinsam mit dem Institut für Diversifikation und Energieeinsparung des spanischen Ministeriums für Industrie, Tourismus und Handel (IDEA), dem spanischen Erziehungs- und Wissenschaftsministerium und der Regierung von Aragonien.
 
Die Konferenz finde statt in einem bedeutenden Moment für den Wasserstoffsektor, so der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV): Gegenwärtig gelte es, Produkte unter Alltagsbedingungen zu prüfen. Europa müsse dabei Können und Wissen beweisen und auf europäischer und lokaler Ebene das erforderliche Engagement zeigen, um zum Aufbau der Wasserstoff-Infrastruktur beizutragen.

Die Konferenz bietet Forschern und Ingenieuren eine Möglichkeit, die neuesten Erfindungen auf dem Gebiet Wasserstoff und Brennstoffzellen vorzustellen; Unternehmen können ihre Arbeiten, Produkte, Dienste und Strategien zeigen. Eine Handelsmesse, eine Demonstration von Wasserstoff- und/oder Brennstoffzellen-Fahrzeugen und eine Ideenmesse stehen auf dem Programm.


Wasserstoff eröffnet völlig neue Perspektive der Energieverwendung

Die Mission der EHA bestehe darin, die Entwicklung der Wasserstofftechnologien und ihren Einsatz in Industrie, Gewerbe und beim Verbraucher in Europa zu unterstützen und die Rolle des Wasserstoffs im europäischen Energiesektor zu stärken. Die auf privater Industrie und nationalen Verbänden aufgebaute Mitgliederstruktur des Verbandes erleichtere umfassend Informations- und Unterstützungsaktivitäten. "Die EHA ist der Überzeugung, dass Wasserstoff eine völlig neue Perspektive gegenüber der heutigen Art der Energieverwendung eröffnen kann", heißt es in der DWV-Pressemitteilung.

"Die Europäische Wasserstoffenergie-Konferenz ist ein Großereignis, das die wichtigsten Experten zusammenbringt, um die Kernfragen des Gebiets zu diskutieren", erklärt Lars Sjunnesson, Vorsitzender der EHA. "Die Zusammenarbeit mit den nationalen Mitgliedsverbänden ist entscheidend, um die Wasserstofftechnologie zu fördern und die Wahrnehmung des Wasserstoffs im Alltag zu erhöhen. Die EHA hat die erste Europäische Wasserstoffenergie-Konferenz unterstützt, die vom Französischen Wasserstoff-Verband 2003 in Grenoble organisiert wurde, und unterstützt auch gerne die zweite Europäische Wasserstoffenergie-Konferenz dieses Jahr in Saragossa".

Weitere Informationen über die EHEC 2005 unter: http://www.ehec.info.

22.11.2005   Quelle: DWV   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EHA

 

Erneuerbare Energien: IWR erwartet Umsatzsprung der börsennotierten Unternehmen

Die börsennotierten deutschen Unternehmen, die sich für die Nutzung der erneuerbaren Energien engagieren, können 2005 ihre Umsätze nach einer Prognose des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) in Münster kräftig steigern. Die insgesamt knapp 20 gelisteten Unternehmen aus den Bereichen Windenergie, Solarenergie und Bioenergie erzielten laut IWR 2004 einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro mit der industriellen Herstellung von Technik zur Nutzung regenerativer Energien, der Planung und Errichtung von Anlagen sowie der Energieversorgung.  "Für 2005 erwarten wir eine kräftige Steigerung der Umsätze aller börsennotierten deutschen Unternehmen der regenerativen Branche um über 50 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro", sagte IWR-Leiter Dr. Norbert Allnoch in Münster. Die Windbranche könne in diesem Jahr von der aktuell weltweit steigenden Nachfrage nach Windkraftanlagen profitieren. Der stärkste Umsatzschub komme im Jahr 2005 allerdings von der Solarbranche, so Allnoch.

Die TOP 5-Rangliste börsennotierter Unternehmen 2004 nach Umsätzen

1. REpower Systems AG, Windenergie (321 Mio. Euro)
2. Conergy AG, Solarenergie (285 Mio. Euro)
3. Nordex AG , Windenergie (214 Mio. Euro)
4. SolarWorld AG , Solarenergie (200 Mio. Euro)
5. Q-Cells AG, Solarenergie (129 Mio. Euro)

21.11.2005   Quelle: IWR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Q-Cells AG: Solarzellen-Produktion wächst um 131,6 %

Q-Cells-Produktion in Thalheim.
Q-Cells-Produktion in Thalheim.

Die Q-Cells AG aus Thalheim bei Wolfen (Sachsen-Anhalt) hat auch im dritten Quartal des Jahres 2005 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Dies geht aus den Geschäftszahlen für die ersten neun Monate des Jahres hervor, die das Unternehmen am 21.11.2005 veröffentlicht hat. Die Produktion des weltweit größten konzernunabhängigen Solarzellenherstellers stieg auf 110,7 Megawatt peak (MWp) (Vorjahreszeitraum: 47,8 MWp).   Das entspricht einer Steigerung um 131,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Entsprechend erhöhte sich laut Q-Cells AG der Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres 2005 um 133 % auf 196,9 Mio. Euro (Vorjahr: 84,6 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss des im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Unternehmens wuchs überproportional und stieg um 227 % auf 25,6 Mio. Euro (Vorjahr: 7,8 Mio.). Der operative Cash Flow erhöhte sich in den ersten neun Monaten des Jahres von 2,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 13,2 Mio. Euro.

Jahresumsatz von annähernd 290 Millionen Euro erwartet

Die positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung setze sich auch im 4. Quartal des Jahres fort, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Für das Gesamtjahr 2005 erwartet Q-Cells einen Umsatz von annähernd 290 Millionen Euro bei einem Jahresüberschuss von zirka 37 Millionen Euro. Das Wachstum des Unternehmens habe im dritten Quartal zur Schaffung weiterer 42 Arbeitsplätze am Standort Thalheim geführt. Zum 30. September 2005 beschäftigte die Q-Cells AG somit 731 Mitarbeiter. "Der schnelle Ausbau der Produktionskapazitäten ist eines unserer wichtigsten Ziele", sagte der Vorstandsvorsitzende Anton Milner anlässlich der Bekanntgabe der Zahlen. "Und das abgelaufene Quartal hat uns in dieser Hinsicht wieder ein gutes Stück vorangebracht. Der weitere Ausbau unserer vierten Produktionslinie verläuft planmäßig, so dass wir bis zum Ende des ersten Halbjahres 2006 eine Nominalkapazität von 350 MWp aufbauen wollen“, so Milner weiter. Zum 30. September 2005 lag die Nominalkapazität bei 271 MWp.


Lieferverträge mit Modulproduzenten in Südeuropa

Die Internationalisierung der Kundenbasis schritt laut Q-Cells weiter voran: Die Exportquote in den ersten neun Monaten des Jahres 2005 habe bei 35,8 % gegenüber 28,3 % im Vorjahreszeitraum gelegen. Q-Cells sei es im dritten Quartal gelungen, neue Lieferverträge mit unabhängigen Modulproduzenten in den strategisch wichtigen Zukunftsmärkten Südeuropa – vor allem Spanien – und Ostasien zu schließen. In Ländern wie der Türkei, in Zypern oder Mexiko habe Q-Cells erstmals Kunden gewonnen.


Neue Solarfabriken der CSG Solar AG und EverQ GmbH

Der Bau der Produktionsstätten der CSG Solar AG und der EverQ GmbH in Thalheim – an diesen Unternehmen ist Q-Cells zu 22,32 bzw. 24,9 % beteiligt – laufe nach Plan. Die CSG Solar AG habe den Bau der Fabrikhalle abgeschlossen und werde im zweiten Quartal 2006 die Produktion von Dünnschicht-Modulen nach dem "Crystalline Silicon on Glass"-Verfahren hochfahren, bei dem eine dünne Siliziumschicht auf einen Glasträger aufgedampft wird. Auf der Baustelle der EverQ GmbH, einem Joint Venture von Q-Cells mit der US-amerikanischen Evergreen Solar, Inc., feierten die am Bau beteiligten Unternehmen am 11. Oktober Richtfest. Auch hier soll mit der Produktion im zweiten Quartal 2006 begonnen werden. Die dort zur Anwendung kommende "String Ribbon-Technologie" verfüge ebenso wie die CSG-Technologie über erhebliche Potenziale zur Kostensenkung.


Mehrere Auszeichnungen und Preise für Q-Cells

Das schnelle Wachstum der Q-Cells AG werde in der Öffentlichkeit zunehmend als Erfolgsgeschichte wahrgenommen, heißt es in der Pressemitteilung. In den vergangenen Wochen hat die Q-Cells AG mehrere Preise und Auszeichnungen bekommen. Dem Unternehmen wurde die Auszeichnung "Entrepreneur des Jahres 2005" in der Kategorie Start-Up ebenso verliehen wie der "Deutsche Arbeitsplatzinvestorpreis 2005" für das Unternehmen, das prozentual die meisten Arbeitsplätze geschaffen hat. Darüber hinaus erhielt die Q-Cells AG die Auszeichnung "Ethics in Business", die für ethisch verantwortliches Wirtschaften vergeben wird. Schließlich belegte Q-Cells in der Rangliste "Europe?s 500" der am schnellsten wachsenden Unternehmen als bestplatziertes Produktionsunternehmen den neunten Platz.

21.11.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Q-Cells AG

 

Weltrekord bei Investitionen in erneuerbare Energien

Die weltweiten Investitionen in Techniken zur Nutzung erneuerbarer Energien haben 2004 die Rekordmarke von 30 Milliarden US-Dollar erreicht. Das geht hervor aus einem Bericht des Politiknetzwerks für erneuerbare Energien für das 21. Jahrhundert (Renewable Energy Policy Network for the 21st Century, REN21). Laut "Renewables 2005: Global Status Report" beträgt die global installierte elektrische Kapazität von Wind- und Solarenergie, Biomasse, Erdwärme und Kleiner Wasserkraft rund 160 Gigawatt, das sind etwa 4 % der weltweit vorhandenen Kapazitäten zur Stromerzeugung.
 
"Die Erneuerbaren sind nun Teil des Big Business" sagt Eric Martinot einer der Autoren des Reports.


40 Millionen Haushalte erwärmen ihr Wasser mit Sonnenkollektoren

Martinot ist leitender Wissenschaftler am Worldwatch-Institut und Dozent an der Universität von Peking. Erneuerbare Energien würden immer interessanter für die großen Unternehmen der Welt, darunter General Electric, Siemens, Sharp, and Royal Dutch Shell. Der Status-Report geht davon aus, dass fast 40 Millionen Haushalte weltweit ihr Wasser mit Sonnenkollektoren erwärmen, die größtenteils in den letzten fünf Jahren installiert wurden. Insgesamt seien in der Branche der Erneuerbaren rund 1,7 Millionen Menschen tätig, überwiegend gut bezahlte Fachkräfte.


Mindestens 48 Staaten fördern erneuerbare Energien

Der Status-Report wurde zusammengestellt von Martinot und über 100 weiteren Wissenschaftlern aus mehr als 20 Ländern. Er belege die Verfügbarkeit mehrerer Techniken zur Nutzung erneuerbarer Energien, welche mit herkömmlichen Brennstoffen im Wettbewerb stehen in den Märkten der Strom- und Wärmeerzeugung, der Treibstoffe für den Verkehr und der netzfernen Energieversorgung. Laut Status-Report wächst die politische Unterstützung für die Erneuerbaren rasch. Mindestens 48 Staaten würden bereits die regenerativen Energien politisch fördern, darunter 14 Entwicklungsländer. Die Vorgaben beziehen sich laut Worldwatch-Institut überwiegend auf den geplanten Anteil der Erneuerbaren an der Stromproduktion (5 – 30 % im Zeitraum von 2010-2012). Verordnungen über die Beimischung von Biokraftstoffen seien in mindestens 20 Staaten oder Provinzen in Kraft. An der Spitze lägen Brasilien, China und Indien. Laut Martinot ist die staatliche Führungsrolle der Schlüssel zum Erfolg auf den Märkten. Marktführer im Jahr 2004 waren Brasilien bei den Biokraftstoffen, China bei der Solarwärme, Deutschland beim Solarstrom und Spanien bei der Nutzung der Windenergie.


Solarstrom wächst am schnellsten

Die weltweit am schnellsten wachsende Energietechnologie ist laut Worldwatch die netzgekoppelte Photovoltaik. Deren installierte Kapazität wuchs in den Jahren 2000-2004 um 60 Prozent jährlich. Auf über 400.000 Dächern in Japan, Deutschland und den USA arbeiten Solarstromanlagen. Am zweitschnellsten wuchs die Windenergieleistung, die 2003 um 28 % zulegte und 2004 bei rund 17 Gigawatt lag. Die Produktion von Biokraftstoffen (Ethanol und Diesel) überschritt 2004 die 33 Milliarden-Liter-Marke: Ethanol ersetzte im vergangenen Jahr rund 3 % der 1.200 Milliarden Liter herkömmlicher Kraftstoffe.


Der "Renewables 2005: Global Status Report" kann heruntergeladen werden als PDF-Dokument (117 Seiten; 905 kB) ) unter http://www.worldwatch.org/brain/media/pdf/pubs/ren21/ren21-2.pdf

21.11.2005   Quelle: Worldwatch Institute   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REN 21
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Erneuerbare in Entwicklungsländern: Neues Instrument für Planer und Investoren

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Environment Program; UNEP) informiert mit seinem Solar and Wind Energy Resource Assessment Project (SWERA) über die Nutzung erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern. SWERA arbeitet an neuen Informationsmaterialien, um die Entwicklung der Erneuerbaren zu fördern. Kern des Projekts sind interaktive Karten, welche die örtlichen Wind- und Solarpotenziale darstellen.
 
Die Daten beruhen auf Satelliten- und Bodenmessungen. Sie seien mit verschiedenen Skalen abrufbar und extrem präzise, so der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell in einer Pressemitteilung. SWERA wird mitfinanziert vom Global Environment Facility (GEF) und arbeitet mit Forschungsinstitutionen in der ganzen Welt zusammen, darunter auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ).


Planung von Projekten in dreizehn Entwicklungsländern vereinfacht

Mithilfe des "Geospatial-Toolkit" des SWERA können mögliche Standorte in Verbindung mit anderen relevanten Daten dargestellt werden, beispielsweise Übertragungsnetzen in der Nähe, Besiedlungsdichte oder Schutzzonen, Ansiedlung von Industrie oder auch die Einkommensverteilung in der Region. So werde die Planung von profitablen Projekten deutlich vereinfacht. Die Analyse ist laut Fell in einer Pilotphase für dreizehn Entwicklungsländer in Lateinamerika, Afrika und Asien ausgeführt worden, und soll auf weitere Länder ausgeweitet werden, wenn eine Anschlussfinanzierung gesichert wird. Dabei plant SWERA auch die Geothermie mit einzubeziehen. Eine Verlängerung der Finanzierung hänge nicht zuletzt davon ab, dass SWERA bekannt wird und viele neue Nutzer gewinnt, so Fell.


Daten im Internet

Das Projekt zielt in erster Linie darauf ab, Entwicklungsländern den dringend benötigten Zugang zu Energie zu verschaffen und ihre Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern. SWERA liefere durch seine Datenbasis eine wertvolle technische Hilfestellung sowohl für Politiker als auch konkret für Planer und Investoren, betont Fell. SWERA könne aber gleichfalls für ausländische Investoren von großem Nutzen sein. Die Daten sind im Internet frei verfügbar unter der Adresse: http://swera.unep.net/swera/index.php

21.11.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: UNEP

 

dena-Praxisreport: Gute Aussichten für Photovoltaik in den USA

National Renewable Energy Laboratory (NREL); Siemens Solar.
Solarstromanlage in Sacramento (Kalifornien).

Die Entwicklung des US-Solarstrommarktes könnte sich in den nächsten Jahren deutlich beschleunigen, berichtet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung. Schätzungen zufolge sei ein Wachstum von 85 Megawatt installierter Leistung (MWp) im Jahr 2004 auf rund 700 Megawatt im Jahr 2010 möglich.
  Dies gehe aus dem neuen "Praxisreport Solarmarkt USA" hervor. Die Impulse beruhten vor allem auf Initiativen einzelner Bundesstaaten und Regionen - allen voran Kalifornien. "Nach den Energieengpässen und Wetterextremen der letzten Jahre und Monate nimmt der drittgrößte Photovoltaikmarkt der Welt Fahrt auf. Gerade für deutsche Solarunternehmen eröffnen sich dadurch gute Exportchancen", sagt dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Der Praxisreport soll ihnen den Einstieg in diesen vielseitigen, aber auch komplexen Markt erleichtern. Im Jahr 2003 habe der Anteil deutscher Produkte am US-Photovoltaikmarkt bei nur vier Prozent gelegen.


Kalifornien will Führungsrolle behaupten, Arizona und New Jersey geben Quoten vor

Die größten Hoffnungen ruhen laut dena auf Kalifornien, wo sich bereits jetzt aufgrund gezielter Förderprogramme rund 80 Prozent des US-Photovoltaikmarkts konzentrieren. Eine richtungsweisende 1-Millionen-Dächer-Initiative von Gouverneur Arnold Schwarzenegger sei zwar gescheitert, neue Gesetzesinitiativen würden aber erwartet. Unabhängig davon wolle Kalifornien seine Führungsrolle in den nächsten Jahren weiter behaupten. Einige Bundesstaaten im Südwesten und Nordwesten der USA hätten in den letzten Jahren Quoten für die Förderung der Photovoltaik durch Energieversorgungsunternehmen eingeführt, zum Beispiel Arizona und New Jersey. Deshalb werde dort voraussichtlich auch eine stärkere Wachstumsdynamik entstehen.


Energiegesetz bringt Steuervergünstigungen für Solaranlagen

Anders als in vielen europäischen Staaten gebe es in den USA kein übergreifendes Gesetz, das den Ausbau erneuerbarer Energien auf nationaler Ebene entscheidend vorantreibt, so die dena. Positiv werde sich aber das kürzlich verabschiedete Energiegesetz (Energy Bill) auswirken, das für die Jahre 2006 und 2007 Steuervergünstigungen für Solaranlagen von 30 Prozent vorsieht.

Mit ihrem Praxisreport informiert die dena über die aktuellen energiepolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Photovoltaik in den USA. Dabei werde ausführlich und praxisnah auf die unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Bundesstaaten eingegangen. Weitere Kapitel behandeln die Märkte für Solarthermie und für solarthermische Kraftwerke. Der Praxisreport Solarmarkt USA wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Solarindustrie e.V. (BSi) erstellt. Das Kapitel über solarthermische Kraftwerke entstand mit Unterstützung von VDI/VDE-Information + Technik GmbH. Der Praxisreport erscheint in der dena-Schriftenreihe "Exportinitiative Erneuerbare Energien". Er kann für 200 Euro bestellt werden unter: www.solarwaerme-plus.info.

20.11.2005   Quelle: Initiative Solarwärme Plus   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Initiative Solarwärme Plus

 

Solarlampen für Mali: DBU fördert mit 90.000 Euro

Eberhard Mohr vom Solarprojekt Freilassing in Mali.
Eberhard Mohr vom Solarprojekt Freilassing in Mali.

Elektrische Energie ist für mehr als zwei Milliarden Menschen vor allem in ländlichen Regionen immer noch unerreichbar. "Allein in Afrika sind mehr als 50 Millionen umweltbelastende Petroleumlampen in Gebrauch", schätzt Eberhard Mohr vom solarprojekt freilassing. Doch der Einstieg in den Ausstieg könnte jetzt geschafft sein: 200 Solarlampen für Familien und öffentliche Einrichtungen in Mali fertigten die engagierten Mitglieder eines bayrischen Solarprojektes seit Anfang 2004 - und die Lampen hätten in Afrika reißenden Absatz gefunden.
 
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützte die Initiative mit rund 25.000 Euro. "Die Nachfrage nach dem Solarlicht für Mali ist weiterhin so groß, dass wir nun auch die Entwicklung einer neuen Solarlampen-Technik für weitere 1000 Leuchten mit rund 66.000 Euro fördern", betont DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde.


Netzunabhängige Lichtquelle schont die Umwelt

Die innovative Lichtquelle des solarprojektes freilassing hat laut DBU Vorteile. Zum einen ist sie unabhängig vom öffentlichen Stromnetz. Zum anderen schont sie die Umwelt: Die Öllampen in Afrika belasten die Erdatmosphäre mit jährlich 16 Tonnen Kohlendioxid und sonderen gesundheitsschädlichen Ruß ab, betont das solarprojekt freilassing. "Durch den Einsatz von Solarlampen mit ihrem gesunden, hellen und gefahrlosen Licht können Schadstoffe vermieden und wertvolle Kosten für Petroleum eingespart werden", fasst Eberhard Mohr die Vorteile zusammen.


Solarstrom statt Petroleum

Die Idee entstand 1996 in einer Schüler-Lehrer-Gruppe der Staatlichen Berufsschule Berchtesgadener Land in Freilassing: Sie wollten ein Solarprojekt auf die Beine stellen. Anfangs bauten die angehenden Industriemechaniker und Werkzeugmacher nur Solarkocher. Im Jahr 2000 entwickelten sie dann gemeinsam mit ihren Ausbildungsbetrieben eine Solarlampe, die in Bausätzen in Entwicklungsländer gesandt und dort montiert werden kann. Damit aber nicht genug: Die ehrenamtlichen Tüftler in Freilassing entwickelten auch Konzepte und Hilfsmittel, um die Lampen gerade an arme Bevölkerungsschichten verteilen zu können, bildeten vor Ort Werkstattpersonal und Projektleiter aus. Eine Hilfe zur Selbsthilfe: Mittlerweile organisieren vier Werkstätten nicht nur im afrikanischen Mali die Solarlampenvermietung. Ein cleveres System, bei dem Dorfbewohner die Lampen ohne große Anfangsinvestitionen erhalten. Nur zum Aufladen des Akkus müssen sie einen kleinen Beitrag leisten. Dieser ist aber niedriger als die Kosten für Petroleum. Mit dem eingenommenen Geld decken sich die Werkstattkosten. Das Personal kann weitere Lampen aus Bayern ordern oder gemeinnützige Anlagen wie Brunnen finanzieren.


Feldversuch mit 1000 Lampen in Mali

Mit dem Folgeprojekt unterstützt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt nun die Weiterentwicklung der Solarlampen. Statt Leuchtstoffröhren, die Spuren von Quecksilber enthalten, kommen Leuchtdioden (LEDs) zum Einsatz. Die umweltbelastenden Nickel-Kadmium-Akkus werden durch moderne Energiespeicher auf der Basis von Metall und Wasserstoff ersetzt. "Die Lampen halten dadurch praktisch ewig, sind leichter, kurzschlusssicher, einfacher zu montieren und die Akkus können problemlos entsorgt werden", erläutert DBU-Projektleiter Dr. Roland Digel. Mit Hilfe der DBU-Förderung kann das solarprojekt freilassing das Solarlicht entwickeln und in einem breit angelegten Feldversuch mit 1000 Lampen in Mali testen.


Solarprojekt mehrfach ausgezeichnet

"Die Idee der Nachhaltigkeit im Sinne einer ökologischen, ökonomischen und sozialen Verantwortung findet in diesem Projekt ein gelungenes Beispiel. Es ist schön zu sehen, wie viel durch ehrenamtliches Engagement geleistet werden kann", betont Brickwedde. Eine Einschätzung, die auch amtlich bestätigt wurde: Das solarprojekt freilassing wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. 2003 erhielten die Mitglieder außerdem den Deutschen Solarpreis und die Bayerische Umweltmedaille.

20.11.2005   Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU

 

Vierte Bürger-Solaranlage in Teltow eingeweiht

Bürger-Solaranlage in Teltow.
Bürger-Solaranlage in Teltow.

Am 14. November 2005 wurde die vierte Bürger-Solaranlage des Solarverein Berlin e.V. in Betrieb genommen. Die Anlage befindet sich auf dem Dach der Bruno H. Bürgel Oberschule in Teltow und ist ein Beispiel für die erfolgreiche Kooperation des Solarverein Berlin e. V. mit der Lokalen Agenda 21 Teltow.
 
Das bürgerschaftliche Engagement sei unbürokratisch unterstützt worden durch die Stadtverwaltung Teltow, die der Betreibergesellschaft das Dach der Schule mietfrei zur Verfügung stellt. Die Einweihung fand statt im Rahmen einer Feierstunde zur umfassenden Sanierung der Schule. Nach der Sanierung sei das Schulgebäude ein Beispiel, wie moderne Gebäude sinnvoll für den Umweltschutz genutzt werden können, so der Solarverein in einer Pressemitteilung.


Im Treppenhaus des Schulgebäudes können sich Interessierte künftig ein Bild von der Arbeit der Bürger-Solaranlage machen. Der Solarverein Berlin e. V. hatte dafür eine elektronische Anzeigentafel gespendet. Integriert in eine Infotafel wird diese laufend die eingespeiste Strommenge anzeigen Neben den Feierlichkeiten haben die Veranstalter auch eine Fülle von Informationen zum Klima- und Artenschutz angeboten. Claudia Pirch-Masloch, Vorsitzende des Solarverein Berlin e. V., informierte über das Konzept der Bürger-Solar-Anlagen. Dr. Susanne Nawrath vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erläuterte die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge der Klimaentwicklung besonders im Land Brandenburg.

Der Solarverein Berlin e. V. sucht derzeit Anteilszeichner für die fünfte Bürger-Solaranlage, die 2006 in Berlin Weißensee gebaut werden soll. Wer Interesse hat, sich aktiv am Ausbau der Sonnenenergie zu beteiligen und nicht auf eine Rendite verzichten will, kann sich an den Verein wenden oder direkt auf der Website Anteilscheine an der Bürger-Solar-Anlage reservieren.

20.11.2005   Quelle: Solarverein Berlin e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarverein Berlin e.V.

 

Deutsches Solardach macht Schule in Namibia

Montage der Module in Windhoek.
Montage der Module in Windhoek.

Die größte netzgekoppelte Solarstromanlage Namibias wurde am 10.11.2005 heute auf der Waldorf-Schule von Windhoek eingeweiht. Das Projekt soll als Vorbild für den Einsatz innovativer Solartechnik dienen und entstand im Rahmen des Solardachprogramms zur Auslandsmarkterschließung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).
 
Die SUNSET Energietechnik GmbH errichtete das Solardach zusammen mit namibischen Partnerunternehmen. An der Einweihung nahmen unter anderen die stellvertretende Premierministerin Namibias, Dr. Libertine Amathila, und der deutsche Botschafter Dr. Wolfgang Massing teil.


Praxisbeispiel soll Zugang zum namibischen Markt erleichtern

"Das Solardach soll Schule machen und die Nutzung von Solarenergie in Namibia voranbringen", sagte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. "Gerade deutsche Firmen können mit ihren Produkten viel dazu beisteuern. Das Praxisbeispiel wird ihnen den Zugang zum namibischen Markt erleichtern. Und Interessenten in Namibia sehen, was mit moderner Solarstromerzeugung made in Germany möglich ist - sowohl bei netzgekoppelten als auch bei netzfernen Systemen", so Kohler weiter. Finanziert wird das Solardachprojekt in Windhoek als Public-Private-Partnership vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und von SUNSET Energietechnik.


25.000 Kilowattstunden umweltfreundlicher Strom pro Jahr

Mit 200 Quadratmetern Fläche und einer Spitzenleistung von 14,28 Kilowatt wird die Solarstromanlage auf dem Dach der Waldorf-Schule voraussichtlich 25.000 Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom im Jahr produzieren. Dieser wird entweder von der Schule direkt genutzt oder in das Netz des örtlichen Energieversorgers eingespeist. Um die Potenziale der Solartechnik in Namibia und seinen Nachbarländern bekannt zu machen, sind in den nächsten Monaten verschiedene Informationsveranstaltungen geplant, für Landwirte, Hotelbesitzer, Ingenieure und Politiker wie auch für Schüler, Lehrer und Auszubildende.

"SUNSET hat bereits gute Erfahrungen auf dem namibischen Markt gemacht. Wir sehen ein großes Wachstumspotenzial in dieser Region", sagte Olaf Fleck, Geschäftsführer von SUNSET Energietechnik. "Mit dem Solardach auf der Waldorf-Schule von Windhoek setzt SUNSET neue Maßstäbe für den Einsatz von Solartechnik im südlichen Afrika und stellt damit entscheidende Weichen für den Export deutscher Technologie", so Fleck weiter.


Im dena-Solardachprogramm wurden bereits vergleichbare Projekte in Athen und San Salvador realisiert; zehn weitere sollen im nächsten Jahr folgen. Das Programm erleichtert deutschen Firmen aus der Solarbranche den Eintritt in attraktive Auslandsmärkte und demonstriert die Qualität deutscher Produkte aus dem Bereich regenerative Energien. Jedes Projekt umfasst die Installation einer Demonstrations- und Referenz-Solaranlage auf einer deutschen Einrichtung im Ausland sowie die Durchführung von Informations- und Schulungsmaßnahmen zum Thema Solarenergie.

Weitere Informationen unter: www.exportinitiative.de

19.11.2005   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH

 

Offshore-Windenergie: Erste Forschungsergebnisse der Messplattform FINO 1 veröffentlicht

Seit September 2003 sammelt die Offshore-Forschungsplattform FINO 1 Daten zur Windenergie. Die ersten Ergebnisse der Forschungsplattform bestätigen für die Windenergienutzung auf See große Potenziale. Dort installierte Windenergieanlagen könnten mehr als 90 % des Jahres Strom erzeugen und kämen auf ca. 4.500 Volllaststunden.  Diese Werte entsprechen etwa dem Doppelten des an Land Üblichen, so der BINE Informationsdienst in einer Pressemitteilung. FINO 1 erforscht unter anderem über die Windverhältnisse und das Zusammenspiel von Wind und Wellen in der Deutschen Bucht. Darüber hinaus wertet sie auch ozeanographische Einflussgrößen aus.


BINE-Projekt-Info präsentiert zentrale Forschungsergebnisse

Der Standort der Messplattform liegt etwa 45 km nördlich der Insel Borkum. Die dort gewonnenen Langzeitdaten werden benötigt, um die Aufstellung von Windenergieanlagen in der offenen See vorzubereiten und durch eine umsichtige Planung etwaige negative Auswirkungen auf das Ökosystem Nordsee zu vermeiden oder zu minimieren. Das neue BINE-Projekt-Info "Offshore – Forschungsplattform FINO 1" (9/2005) stellt zentrale Ergebnisse der bisherigen Messperiode im Überblick vor.

Repräsentative Langzeitdaten der natürlichen Gegebenheiten in der offenen See werden für die Statik und Konstruktion von Offshore-Windenergie-Anlagen benötigt. Die Ergebnisse sind für die weiteren Arbeiten von Planern, Anlagenherstellern, Finanzdienstleistern und Genehmigungsbehörden von hoher Bedeutung. Auch die Germanische Lloyd Windenergie GmbH will die FINO Daten verwenden, um die vorliegende "Richtlinie für die Zertifizierung von Offshore-Windenergieanlagen" zu verifizieren und zu erweitern.


Erstes Offhore-Testfeld wird vorbereitet

In unmittelbarer Nachbarschaft zur FINO 1 ist das erste Testfeld für Offshore-Windenergie-Anlagen in Vorbereitung. Träger ist die deutsche Offshore-Stiftung, zu der sich 2005 unter anderem die Hersteller von Windenergie-Anlagen der 5 Megawatt- Klasse, Stromkonzerne, Banken, Planer und die maritime Wirtschaft zusammengeschlossen haben.

Die Broschüre "Offshore - Forschungsplattform FINO 1" ist kostenfrei erhältlich beim BINE Informationsdienst des FIZ Karlsruhe: telefonisch unter 0228/9 23 79-0 und im Internet unter http://www.bine.info.

19.11.2005   Quelle: BINE Informationsdienst   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solar-Kirche vom Weltjugendtag steht mit neuer Dämmung in Oesede

Solarkirche auf dem Weltjugendtag.
Solarkirche auf dem Weltjugendtag.

Der Weltjugendtag vom Sommer 2005 werfe lange Schatten, so die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Warm bleibe es in der ehemaligen Holzkirche aus dem "global village" mithilfe DBU aber auch in der kalten Jahreszeit. Mit dem "globalen Dorf" präsentierte die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) eines der großen Begegnungszentren des Kirchentages in Köln. Als Dorfzentrum entstand dort eine Holzkirche - deren Bau die DBU gefördert hatte.
 
Nun hat das innovative Gebäude nicht nur einen neuen Standort, sondern auch eine weitere Funktion: Die Katholische Landvolkhochschule (KLVHS) Oesede wird die Solar-Kirche auf einem eigenen Grundstück für den wöchentlichen Gottesdienst nutzen. Das Holzgebäude soll zudem demonstrieren, wie nachwachsende Rohstoffe als Dämmstoffe eingesetzt werden können. Die Isolierung des Gebäudes fördert die weltweit größte Umweltstiftung aus Osnabrück mit weiteren 44.000 Euro.


"Wissen um Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verbreiten"

"Uns geht es vor allem darum, das Wissen um Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zu verbreiten. Die Kirche eignet sich hierfür besonders, da wir von einer weiten Informationsverbreitung ausgehen", betont DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwidde. Ihr Einsatz sei umweltschonender als konventionelle Methoden der Dämmung. Um Handwerkern, Architekten, Bauherren, Schülern oder andern Interessierten den Blick auf den Dämmstoff freizulegen, werden in die Wände quadratische Schaufenster eingelassen. Neben Flachs, Hanf und Wolle werden noch weitere nachwachsende Rohstoffe präsentiert und mithilfe von Informationstafeln vorgestellt.

19.11.2005   Quelle: DBU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: KLJB

 

Dieter Althaus erhält Deutschen Solarindustriepreis

Ministerpräsident Dieter Althaus.
Ministerpräsident Dieter Althaus.

Am 18.11.2005 wurde dem Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen, Dieter Althaus, in Berlin der Deutsche Solarindustriepreis verliehen. Althaus erhielt diese höchste Auszeichnung der deutschen Solarbranche für die weitsichtige Wirtschafts- und Umweltpolitik seiner Landesregierung. Dadurch hat sich Thüringen in den vergangenen Jahren zu einem weltweit bedeutenden Standort der Solarindustrie entwickelt. Die ideelle Auszeichnung wird jährlich von der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) an Personen und Institutionen vergeben, die sich in besonderem Maße für den Ausbau der Solarenergie am Standort Deutschland einsetzen.
 
1.000 Arbeitsplätze in der Thüringer Solarindustrie

"Ohne die innovative und nachhaltige Politik des Freistaates Thüringen und insbesondere dem Engagement des Ministerpräsidenten Dieter Althaus gäbe es in Thüringen heute nicht über 1.000 Arbeitsplätze in der Solarindustrie", sagte Carsten Körnig, Geschäftsführer der UVS. Bereits im Jahr 2000 habe die Landesregierung des Freistaats Thüringen – damals noch unter Ministerpräsident Bernhard Vogel – im Bundesrat dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zugestimmt und damit den Weg für den Ausbau der deutschen Solarbranche frei gemacht.


Bekenntnis zum erfolgreichen Marktöffner EEG

Als Nachfolger von Ministerpräsident Vogel setzte Dieter Althaus diesen Innovationskurs konsequent fort und förderte den Parteien übergreifenden Konsens über den weiteren Ausbau der Solarenergie. "Das Bekenntnis von Herrn Ministerpräsident Dieter Althaus zum erfolgreichen Marktöffner EEG trug in einer wichtigen Wachstumsphase der deutschen Solarindustrie zu Verlässlichkeit und Investitionssicherheit bei", so Körnig. Dies seien die wichtigsten Grundlagen und Standortfaktoren für die junge Zukunftsbranche und den Ausbau der Technologieführerschaft Deutschlands.

Dieter Althaus erhält die Auszeichnung laut UVS auch, weil er sich seit seinem Amtsantritt konsequent und weitsichtig für den Solarstandort Thüringen einsetzt. Die Ansiedlung der Sunways AG und der Ausbau der Produktionsstandorte der Ersol AG und der PV Crystalox Solar AG seien wesentlich auf die zukunftsweisenden Entscheidungen und das Engagement der Thüringer Regierung unter Dieter Althaus zurückzuführen. Thüringen sei so zu einem der weltweit wichtigsten Solarindustriestandorte geworden.

Die deutsche Solarbranche bietet nach UVS-Angaben mittlerweile rund 30.000 Menschen Arbeit – in Industrie, Mittelstand und lokalen Installationsunternehmen.

18.11.2005   Quelle: UVS e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: www.thueringen.de; Thüringer Staatskanzlei
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Deutschlands erste Geothermie-Siedlung wird in Weinheim gebaut

In Weinheim an der Bergstraße entsteht das erste deutsche Neubaugebiet, das seine Grundlast ausschließlich über Erdwärme deckt. Bei großer Kälte soll zusätzlich eine Holzhackschnitzelanlage zum Einsatz kommen. Das deutschlandweit einmalige Wärmeversorgungskonzept für das fast 20 Hektar große Wohn- und Mischgebiet stammt vom Mannheimer Energieversorgungs- und Dienstleistungsunternehmen MVV Energie AG.   Der Gemeinderat von Weinheim habe am 16. November entschieden, das MVV Energie mit der Erschließung des Wohngebiets "Lützelsachsen-Ebene" zu beauftragen, berichten das Unternehmen und die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. "Mit ihrem modernen bundesweit einmaligem Wärmeversorgungskonzept über Geothermie hat MVV Energie den Gemeinderat überzeugt", begründete Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard die Entscheidung des Gemeinderats.

Das neue Baugebiet umfasst inklusive großzügiger Grün- und Spielflächen sowie Straßen und Wege rund 19,7 Hektar. Davon sind 10,6 Hektar Wohn- und 1,8 Hektar Mischgebiet. Der städtebauliche Vorentwurf sieht 600 Wohneinheiten vor. Eine Kindertagesstätte im Zentrum von "Lützelsachsen-Ebene" ist ebenfalls geplant. Das Projektvolumen beträgt laut MVV Energie netto insgesamt rund 5,6 Millionen Euro.


Wärme aus 1.150 Metern Tiefe für das Freizeitzentrum miramar

Das Weinheimer Freizeitzentrum miramar heizt bereits heute im Probebetrieb mit Wärme aus 1.150 Metern Tiefe über eine Geothermie-Anlage von MVV Energie. Da das Bad nachts geschlossen ist, will der Mannheimer Energieversorger die überschüssige Wärme zwischenspeichern und sie nach Bedarf in das Nahwärmenetz des neuen Wohn- und Mischgebiets einspeisen. "Wir sind stolz auf dieses zukunftsweisende Projekt in Weinheim", sagte Dr. Werner Dub, Technikvorstand von MVV Energie. Die Verbindung von Ökonomie und Ökologie bezeichnete er als beispielhaft: "Die geologischen Voraussetzungen der oberrheinischen Tiefebene sind hervorragend dafür geeignet, Erdwärme zu nutzen, da bereits in vergleichsweise geringen Tiefen relativ hohe Temperaturen herrschen."

In Zeiten steigender Rohstoffpreise bedeutet die Nutzung der Wärme unter der Erdoberfläche ein Stück Unabhängigkeit von den Weltmarktpreisen. Außerdem setzt die Nutzung dieser Energieform deutlich weniger Luftschadstoffe und Kohlendioxid frei als alle fossile Energieformen, wie zum Beispiel Heizöl oder Erdgas.

18.11.2005   Quelle: MVV Energie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SPD-Bundestagsfraktion: Klimaschutz wichtiger denn je

"Die weltweit immer noch drastisch steigenden Emissionen der so genannten Treibhausgase sind erschreckend. Trotz ambitionierter Ziele in der EU und anderen Staaten steigen die Emissionen weiter an, wenn gleich nicht mehr so schnell wie vor 1990." Das erklärte der Berichterstatter für Klimaschutz der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber zur Veröffentlichung der umfassenden Sammlung der weltweiten Emissionsdaten durch das UN-Klimasekretariat in Bonn.   Das geringere Ansteigen sei aber in erster Linie der Umstrukturierung der Schwerindustrie im ehemaligen Ostblock zu verdanken, erinnert Kelber. Laut UN-Klimasekretariat sanken zwar die Treibhausgasemissionen in den entwickelten Ländern verglichen mit 1990 bis 2003 um 5 9 %, sie stiegen aber weltweit weiter an wegen des wachsenden Energieverbrauchs in den Entwicklungs- und Schwellenländern.


Klimaziel ist Teil des Koalitionsvertrags

Die Ergebnisse der aktuellen UN-Datensammlung bekräftigen laut Kelber das auch im Koalitionsvertrag zwischen SPD, CDU und CSU festgeschriebene Ziel, die weltweite Temperatursteigerung auf ein klimaverträgliches Niveau von zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Stand zu begrenzen. Die EU müsse dieses Ziel mit mehr Maßnahmen unterlegen und forcieren. Auch der Klimagipfel in Montreal, der Ende diesen Monats beginnt, müsse den Weg öffnen zu neuen ehrgeizigen Zielen, die von möglichst vielen Ländern mitgetragen werden.


Förderung erneuerbarer Energien als Schwerpunkt der Außenwirtschaftspolitik

Allianzen, wie jene zur Förderung erneuerbarer Energien, sollen laut Kelber künftig multilaterale Verträge ergänzen. "Sonst haben wir keine Chance, das '2-Grad-Ziel' zu erreichen warnt Kelber. Die Förderung der erneuerbaren Energien müsse ein neuer Schwerpunkt der Außenwirtschaftspolitik werden, so wie dies in der Entwicklungszusammenarbeit bereits geschehe. "Deutschland ist auf dem richtigen Weg. Klimaschutz bedeutet Energie- und Ressourceneffizienz, bedeutet Forschung und die Entwicklung neuer Produkte und Industrieschwerpunkte. Dies alles bringt wichtige Wettbewerbsvorteile, wie die Weltmarktführerschaft der deutschen Windindustrie zeigt", heißt es in der SPD-Pressemitteilung.

18.11.2005   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion; UN Klimasekretariat   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Evergreen Solar schließt Vertriebsabkommen mit PowerLight Corporation

70 kW-PV-Dach in Yachiyo Ciy (Japan).
70 kW-PV-Dach in Yachiyo Ciy (Japan).

Evergreen Solar, Inc., Photovoltaikhersteller mit Sitz in Marlboro (Massachusetts), meldete am 17. November 2005 den Abschluss seines bislang größten Vertriebsabkommens: Demnach wird Evergreen Solar in einem Zeitraum von vier Jahren Solar-Module im Wert von mindestens 70 Millionen US-Dollar an die PowerLight Corporation liefern.
 
Weiter enthalte der Vertrag zusätzliche Lieferoptionen, die das Gesamtvolumen auf 170 Millionen Dollar erhöhen könnten, heißt es in der Pressemitteilung. Der Lieferbeginn sei für das erste Halbjahr 2006 vorgesehen. Die PowerLight Corporation zählt laut Evergreen Solar zu den Marktführern bei der Entwicklung innovativer Solartechnologien und riesiger netzgekoppelter Photovoltaikprojekte für Kunden rund um den Globus. Das Unternehmen plane den Einsatz der Evergreen Solar-Produkte im Rahmen seiner eigenen Solarenergieprojekte auf der ganzen Welt.


Module aus Massachusetts und Sachsen-Anhalt

Evergreen Solar will die benötigten Materialien in Massachusetts sowie im derzeit noch im Bau befindlichen 30-Megawatt-Werk von EverQ in Thalheim (Sachsen-Anhalt) produzieren. EverQ ist eine strategische Partnerschaft zwischen Evergreen Solar und der Q-Cells AG, dem weltweit größten unabhängigen Hersteller kristalliner Silizium-Solarzellen. "Diese neue Vereinbarung mit PowerLight ist ein bedeutender Meilenstein für Evergreen Solar. Sie bestätigt die Werthaltigkeit unserer String RibbonTM Technologie und unserer Expansionsstrategie", sagte Richard M. Feldt, Präsident und CEO von Evergreen Solar. "Mit ihrer wegweisenden String RibbonTM Technologie und ihrer schnell wachsenden Produktionskapazität, setzt Evergreen Solar einen neuen Standard in der Branche. Das Unternehmen ist dabei, sich als Key Player im Solarenergiemarkt zu etablieren. Wir erwarten, dass Evergreen eine wichtige Rolle im Wachstum von PowerLight spielen wird und freuen uns mit dem Ausbau dieser Beziehung, die weltweiten Bedürfnisse unserer Geschäfts-, Regierungs- und Privatkunden zu befriedigen“, ergänzte Daniel Shugar, Präsident von PowerLight.

18.11.2005   Quelle: Evergreen Solar, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Evergreen Solar, Inc.
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Europaweit einmalig: Brennstoffzelle versorgt Wohngebiet mit Strom und Wärme

Mit einem Großversuch wird in Krefeld die Versorgung eines ganzen Wohngebietes mit Strom und Wärme durch eine Hochtemperatur- Brennstoffzellen-Anlage getestet. Seit rund 10 Monaten versorge die Brennstoffzelle Ein- und Mehrfamilienhäuser, Kindergärten und Einzelhandelsgeschäfte im Krefelder Stadtteil Fischeln mit Heizenergie und Warmwasser, berichtet das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW in einer Pressemitteilung.  "Mit diesem außergewöhnlichen Brennstoffzellen-Konzept belegt NRW einmal mehr seinen internationalen Spitzenplatz bei der Anwendung innovativer Energietechnik", erklärte NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben anlässlich der öffentlichen Vorstellung der Hochtemperatur-Brennstoffzelle durch die Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH am 11. November 2005 in Krefeld.


Heizung und warmes Wasser für 40 Wohneinheiten

Die Krefelder Brennstoffzelle hat laut Wirtschaftsministerium eine Nennleistung von 225 Kilowatt (elektrisch) und 160 Kilowatt (thermisch). Die erzeugte Wärme reiche aus, um im Winter 40 Wohneinheiten zu heizen und mit Warmwasser zu beliefern. Im Sommer werde die Wärme zur Versorgung von 300 Wohneinheiten mit Warmwasser verwendet. Der gleichzeitig von der Brennstoffzelle produzierte Strom wird in das Netz der Stadtwerke Krefeld eingespeist. Das NRW-Wirtschaftsministerium hat das rund 3,2 Millionen Euro teure Projekt der Fernwärmeversorgung Niederrhein und der RWE Fuel Cells mit rund 900.000 Euro unterstützt.


Neue Märkte für den Einsatz von Brennstoffzellen

Mit diesem Großversuch würden erstmals praktische Erfahrungen beim Einsatz einer Hochtemperatur-Brennstoffzelle in einem Wohngebiet gesammelt. Damit sollen neue Märkte für den Einsatz von Brennstoffzellen erschlossen werden, so Wirtschaftsministerin Christa Thoben: "Wir unterstützen die Entwicklung solcher Zukunftstechnologien nicht nur, um sie in der Bundesrepublik zu vermarkten, auch international zeichnen sich mit Blick auf die weltweiten Klimaschutzbemühungen beste Absatzchancen für die Brennstoffzellentechnik ab", sagt die Ministerin. NRW habe mittlerweile bei Forschung und Entwicklung, bei der Fertigung und der Anwendung von Brennstoffzellenkomponenten und -systemen international einen Spitzenplatz erreicht. Dazu zählten unter anderem der Einsatz von Brennstoffzellen in Laptops, Lastenfahrrädern oder Rollstühlen bis hin zur Hausenergieversorgung. Weiter sei der Einsatz der Zellen für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung von Infotafeln oder Mobilfunkmasten geplant.


Rund 56 Millionen Euro Förderung

Das Brennstoffzellenprojekt in Krefeld ist eines von bisher 56 im Rahmen der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW geförderten Brennstoffzellen- und Wasserstoffprojekten in Nordrhein-Westfalen. Zielsetzung aller Vorhaben ist, die spezifischen Kosten zu senken, die Lebensdauer der Brennstoffzellenkomponenten und -Systeme zu erhöhen und eine entsprechende Wasserstoffinfrastruktur aufzubauen. Dazu wurden aus dem REN-Programm und von der Europäischen Union (Europäischer Fond für regionale Entwicklung - EFRE) bisher rund 56 Millionen Euro zur Verfügung gestellt bei über 105 Millionen Euro Gesamtinvestitionen. Im "Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW" haben sich rund 320 zum großen Teil mittelständische Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen.
Weitere Informationen unter www.brennstoffzelle-nrw.de

18.11.2005   Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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IFE: Baubeginn für Solarkraftwerk Lyra - Startschuss für SolarWindPark Vega

Der sechste reine Solarfonds des Wind- und Solarprojektierers IFE Projekt- und Beteiligungsmanagement GmbH & Co. KG ist platziert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Bauarbeiten des "SolarKraftWerks Lyra" mit einer Gesamtleistung von 320 Kilowatt (kWp) haben laut IFE Anfang November 2005 begonnen.  Das SolarKraftWerk ist verteilt auf zwei Standorte.


1.830 Solarstrom-Module auf zwei Dächern

Auf dem Dach der Landespolizeischule Rheinland-Pfalz in Hahn wird in diesen Tagen eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 120 kWp installiert. Die 700 Solarmodule werden zukünftig etwa 108.000 kWh sauberen Strom pro Jahr produzieren. Die zweite Solarstromanlage wird auf dem Dach eines Stalls in Großenkneten errichtet. Die Anlage besteht aus 1.130 Modulen und erzeugt mit deren Nennleistung von 200 kWp jährlich 178.000 kWh. Das SolarKraftWerk trage mit rund 200.000 Kilogramm jährlicher Ersparnis des schädlichen Treibhausgases CO2 pro Jahr aktiv zur Schonung der Umwelt bei. Die Inbetriebnahme der Solarstromanlagen ist bis Mitte Dezember geplant, gab die IFE bekannt. "Auch die ortansässige Wirtschaft ist in den Bau des SolarKraftWerk Lyra eingebunden“, erläutert Diplom-Ingenieur Jens Rodenhäuser, der zuständige Projektentwickler bei der IFE.


BaFin-Genehmigung für SolarWindPark "Vega" liegt vor

IFE hat die Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Herausgabe ihres ersten Genussscheinprospektes erahlten. Damit sei der Startschuss für die Emission der Genussscheine des Solar-Wind-Parks "Vega" gefallen, die seit Freitag, dem 4. November 2005 bei der UmweltBank AG erhältlich sind, berichtet IFE in einer Pressemitteilung.


Solarstromanlagen in Süddeutschland, Windkraftanlagen in Brandenburg

Der SolarWindpark Vega besteht laut IFE aus drei Solarstandorten mit einer Gesamtleistung von 965 Kilowatt (kWp) sowie drei Windkraftanlagen des Herstellers ENERCON mit einer Gesamtleistung von 6 Megawatt (MW). Das Solarkraftwerk mit Modulen von Sharp und Kyocera entsteht laut UmweltBank AG auf Dachflächen an drei sonnenreichen Standorten in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Thüringen. In der Nähe der Stadt Prenzlau in Brandenburg werden die drei Windkraftanlagen des Typs Enercon E70/E4 betrieben. Der SolarWindPark bleibe im Eigentum der Initiatoren, werde also nicht als Kommanditbeteiligung angeboten. "Wir freuen uns, unseren ersten Genussschein in Zusammenarbeit mit der renommierten UmweltBank AG herauszubringen. Mit ihrer Erfahrung im Wertpapierhandel und unserem Know-how im Projektmanagement haben sich zwei starke Partner im Bereich der Erneuerbaren Energien gefunden", so Jakobus Smit, Geschäftsführer der IFE.

5.000 Inhaber-Genussscheine mit einem Gesamtnennbetrag von 2,5 Millionen Euro werden bis Ende November zur Zeichnung angeboten. Das Wertpapier hat eine Laufzeit von rund 10 Jahren. Genussschein-Inhaber erhalten laut IFE eine jährliche Festverzinsung von 6,05 %.

18.11.2005   Quelle: IFE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Reinecke + Pohl Sun Energy AG baut 3,4 MW-Solarstromanlage in Zwickau

Die Nastro Umwelttechnik GmbH (Meppen), 100-prozentige Tochter der Reinecke + Pohl Sun Energy AG, Hamburg, hat den Auftrag zum Bau einer 3,4 Megawatt großen Photovoltaik-Anlage erhalten. Das berichtet die Reinecke + Pohl Sun Energy AG in einer Pressemitteilung. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt nach Angaben des Unternehmens 14,9 Millionen.  Auftraggeber ist die KSP Klünemann Solar-Projekt GmbH & Co. KG. Der Investor habe bereits erfolgreich mehrere renditeorientierte Photovoltaik-Fonds angestoßen. "Mit diesem Projekt unterstreicht die Reinecke + Pohl Sun Energy AG ihre Stellung als eines der führenden Unternehmen in der Projektierung und dem Bau von Photovoltaik-Großanlagen in Deutschland und Europa", heißt es in der Pressemitteilung.

Darüber hinaus verdeutliche dieser Auftrag, dass die Reinecke + Pohl Sun Energy AG nicht auf die so genannten geschlossenen "Verlustzuweisungsfonds" angewiesen sei, wie bei Großprojekten vielfach üblich. Das Unternehmen konzentriere sich vielmehr darauf, neben privaten und kommunalen Auftraggebern langfristig mit renditeorientierten institutionellen Investoren aus dem In- und Ausland zusammenzuarbeiten.


34.560 Solarmodule sollen 3 Millionen Kilowattstunden pro Jahr liefern

Mit dem Bau der Aufdachanlage soll im Dezember diesen Jahres begonnen werden. Es sei geplant, das solare Großprojekt im ersten Quartal des nächsten Jahres fertig zu stellen. Die Photovoltaik-Anlage entsteht laut Reinecke + Pohl Sun Energy AG in Zwickau auf einer Dachfläche von zirka 42.000 Quadratmetern. Sie soll mit 34.560 Solarmodulen eine Spitzenleistung von 3,4 Megawatt haben. Bei dem Projekt würden sowohl kristalline Module als auch Dünnschichtmodule eingesetzt. Der erwartete Solarstromertrag beläuft sich auf rund 3 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Damit kann der jährliche Stromverbrauch von rund 1.000 Haushalten gedeckt werden. Diese Energiemenge entspricht laut Reinecke + Pohl einer Öleinsparung von rund einer Million Litern im Jahr. "Wir haben uns für die Reinecke + Pohl Sun Energy AG entschieden, da das Unternehmen über die notwendige Erfahrung und Kompetenz im solaren Großanlagenbau verfügt. Dieses Projekt soll den Grundstein für eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit bilden", so Paul Klünemann, Geschäftsführer der KSP GmbH.

17.11.2005   Quelle: Reinecke + Pohl Sun Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarzellen-Hersteller ErSol steigert Umsatz um 65 Prozent

Der Börsenneuling ErSol Solar Energy AG, Erfurt (ErSol) konnte im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres den Umsatz um 65 % auf rund 43 Millionen Euro steigern. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Grund sei hauptsächlich die 2004 vollzogene Kapazitätserweiterung auf bis zu 25 Megawatt (MWp), die in den ersten drei Quartalen des Berichtsjahres 2005 fast komplett genutzt werden konnte, so ErSol. Die volle Kapazitätsauslastung habe zu einem überproportionalen Ergebnisanstieg geführt.
 
So habe ErSol in den ersten neun Monaten das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) um mehr als 253 Prozent auf rund 6 Millionen Euro erhöht. Der Konzerngewinn sei nach 1.084.000 Euro im Vorjahr auf 4.720.000 Euro erheblich gewachsen. Dementsprechend sei das Ergebnis pro Aktie jeweils bezogen auf die Aktienanzahl zum Stichtag 30. September mehr als verdoppelt worden, von 0,21 Euro im Jahr 2004 auf 0,48 Euro je Aktie 2005. Im dritten Quartal habe sich der Konzerngewinn im Vergleich zum dritten Quartal 2004 mehr als verdreifacht. Hierzu habe erstmals die über ASi integrierte Wafer-Stufe beigetragen.


Integriertes Geschäftsmodell soll weltweite Marktposition verbessern

"Wir haben durch den Erwerb der ASi den Materialeinkauf vor dem Hintergrund des Engpasses bei Silizium, Ingots und Wafern für die weitere geschäftliche Entwicklung der ErSol gesichert. Unser integriertes Geschäftsmodell wird uns schon in wenigen Jahren eine erhebliche Verbesserung unserer weltweiten Marktposition ermöglichen", so Vorstandsvorsitzender Dr. Claus Beneking. Die Produktionskapazitäten sollen im Verlauf des Jahres 2005 vergrößert werden durch die geplante Inbetriebnahme der Erweiterungen des Ingotbereichs auf rund 16 MWp, des Waferbereichs auf rund 25 MWp und der Zellproduktionskapazität auf bis zu 60 MWp. Die notwendigen Produktionsanlagen seien bis auf die Ziehkapazitätserweiterung bereits aufgebaut und liefen im Testbetrieb.


Finanzvorstand erwartet 6 Millionen Euro Gewinn im Jahr 2005

"Unser operatives Geschäft entwickelt sich insgesamt erfreulich, und wir sind sehr zuversichtlich, dass dieser Trend auch für den weiteren Verlauf des Jahres anhalten wird", sagt Finanzvorstand Frank Müllejans. Er erwartet einen Konzerngewinn für das Gesamtjahr von mehr als 6 Millionen Euro. Im vierten Quartal plant das Unternehmen zudem, seine F&E-Tätigkeit zu intensivieren. Dabei sollen vor allem Projekte im Bereich hocheffizienter Silizium-Solarzellen verstärkt, aber auch Aktivitäten im Bereich neuer Technologien wie z.B. auf dem Gebiet der Dünnschichttechnologie begonnen werden.

Der vollständige Zwischenbericht zum 3. Quartal 2005 ist im Internet erhältlich unter www.ersol.de

17.11.2005   Quelle: ErSol Solar Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ErSol Solar Energy AG
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SOLON erhält Auftrag für mehrere Solarkraftwerke in Spanien

Nachgeführte Solarstromanlage "SOLON Mover".

Die Berliner SOLON AG wurde von GEOSOL Ibérica S.L. (Granada) mit dem Bau mehrerer Solarkraftwerke in Spanien beauftragt. Die Projekte haben eine Gesamtleistung von über 8 Megawatt und entstehen in Andalusien, berichtet die SOLON AG in einer Pressemitteilung.
 
Neben den Solarparks in Erlasee und Borna, die SOLON in diesem Jahr errichte, seien dies weitere größere Kraftwerksprojekte, bei denen die SOLON-Mover zum Einsatz kommen. Der SOLON-Mover ist ein industriell hergestelltes, anschlussfertiges Photovoltaiksystem, bei dem die Solarmodule dem Sonnenstand nachgeführt werden. Auf diese Weise lassen sich laut SOLON deutliche Mehrerträge gegenüber fest installierten Solaranlagen erzielen. Der spanische Markt sei für SOLON von Bedeutung, da die Vorteile des SOLON-Movers in sonnenreichen Regionen besonders zum Tragen kämen.

Weitere Kraftwerksprojekte in Spanien seien derzeit in Verhandlung, so die SOLON AG. Seit der Einführung neuer Vergütungsregelungen für Solarstrom in Spanien im März 2004 habe sich der spanische Markt für Solaranlagen sehr dynamisch entwickelt. Im Jahr 2004 seien in Spanien Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 11 Megawatt installiert worden. Für dieses Jahr erwartete die holländische Unternehmensberatung Solarplaza ein Wachstum des spanischen Photovoltaikmarktes von 40 %.

17.11.2005   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLON AG.

 

Shell Solar meldet Effizienzrekord bei Dünnschicht-Solartechnik

Shell Solar hat kürzlich mit seiner Dünnschicht-Photovoltaiktechnologie einen Wirkungsgrad von 13,5 % bei der Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom erzielt.  Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das belege, dass die CIS-Technik (Copper-Indium-Diselenide) mindestens so effektiv sei wie herkömmliche Solarzellen und -module auf der Basis von kristallinem Silizium, wie sie gegenwärtig auf dem Markt seien, heißt es in der Pressemitteilung.

Der Rekord sei mit der Pilotfertigungslinie von Shell Solar in München erzielt und vom TÜV Rheinland als unabhängigem Institut bestätigt worden. Die getesteten Module haben laut Shell Solar das Format 30 x 30 Zentimeter. Das Ergebnis unterstreiche auch Shells Bemühungen um die Führungsposition bei der Entwicklung und der Markteinführung der Dünnschichttechnik, welche für eine langfristige Kostensenkung der Solarstromtechnik am meisten verspreche.

17.11.2005   Quelle: Shell Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

4. Brennstoffzellenforum Rheinland-Pfalz an der FH Bingen

Erdgasbetriebene Brennstoffzellen, die Technik, Entwicklungsziele und Betriebserfahrungen sowie neue Anwendungen in der Brennstoffzellentechnologie stehen im Mittelpunkt des 4. Brennstoffzellenforums Rheinland-Pfalz am 18. November an der FH Bingen. Der Themenkomplex neue Anwendungen widmet sich der Solid-Oxid-Brennstoffzellen (SOFC) der zweiten Generation, dem Einsatz von Grubengas, dem virtuellen Kraftwerk Rheinland-Pfalz, der Stromspeicherung und dem Brennstoffzellenantrieb in Fahrzeugen.  Die Fachhochschule Bingen veranstaltet das Brennstoffzellenforum am 18. November von 8.30 - 17.30 Uhr. Zur Eröffnung spricht die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad. Vorträge rund um das Thema Brennstoffzelle schließen sich an. Das Forum gibt Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, Kooperationen zu vertiefen und neue Entwicklungsprojekte anzustoßen.


Konzepte für Stromspeicherung und virtuelle Kraftwerke

Nach dem Prognos Energie Report IV wird Deutschland im Jahr 2030 einen Anteil von etwa 30 Prozent erneuerbare Energien an der Stromerzeugung erreichen. Hierbei überwiegen Wind- und Solarstrom. Für diese fluktuierenden Energiequellen müssen Konzepte und Technologien entwickelt werden, die einen möglichst hohen Anteil an Direktstromverbrauch ermöglichen, so die FH Bingen in der Ankündigung der Veranstaltung. Überschussstrom müsse zwischengespeichert werden. Insoweit würden Lastmanagement, Stromspeicherung und virtuelle Kraftwerke entscheidende Zukunftstechnologien, um Fossil- und Importenergien in möglichst hohem Umfang durch heimische regenerative Energieträger ersetzen zu können. Direkte Stromspeicherung und der Sekundärenergieträger Wasserstoff in Verbindung mit Brennstoffzellen werden laut FH Bingen eine hohe Relevanz haben.

Mit dem Kompetenznetzwerk Brennstoffzelle Rheinland-Pfalz sollen diese neuen Technologien auf den Weg gebracht und die damit verbundenen Chancen für die Wirtschaft genutzt werden. Die Veranstaltung richtet sich an Akteure in Kommunen, Industrie, Energiebranche und im Handwerk sowie an Ingenieure, Architekten und Vertreter der Hochschulen. Teilnahmegebühr: 25 Euro. Weitere Informationen unter: www.tsb-energie.de. Veranstaltungsort: FH-Campus, Berlinstraße 109, 55411 Bingen-Büdesheim.

17.11.2005   Quelle: Transferstelle für rationelle und regenerative Energienutzung Bingen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Rapserzeuger: Koalitionsvertrag bremst Biokraftstoffe aus

Anlässlich der 3. BBE/UFOP-Biokraftstoffkonferenz begrüßte der Vorsitzende der UFOP, Dr. Klaus Kliem, am 14.11.2005 in Berlin die grundsätzliche Berücksichtigung der Biokraftstoffe im Koalitionsvertrag. Gleichzeitig kritisierte er jedoch den im Vertrag formulierten Ersatz der zurzeit gültigen Mineralölsteuerbegünstigung für Biokraftstoffe durch eine Beimischungspflicht.  Sollte es tatsächlich zu dieser im Koalitionsvertrag mit nur einem Satz festgehaltenen Neuregelung kommen, hätte dies erhebliche negative Konsequenzen für den Wachstumsmarkt der Biokraftstoffe, warnt der Vorsitzende der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. Für den Fall des Ersatzes der bisher überaus wirksamen Steuerbegünstigung durch eine verpflichtende Beimischung formulierte Kliem als Mindestforderung eine ausreichende Berücksichtigung des Einsatzes von Biodiesel und reinem Pflanzenöl in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Öffentlichen Pernsonennahverkehr.


Marktentwicklung für Biodiesel in Frage gestellt

Die eins-zu-eins Umsetzung eines Beimischungszwangs würde die über 15 Jahre vor allem durch die UFOP als Interessenvertretung der Rapserzeuger aufgebaute Marktentwicklung in Frage stellen, heißt es in der Pressemitteilung. Über 1.900 öffentliche Tankstellen sowie viele Mineralölhändler müssten Biodiesel aus ihrem Angebot nehmen. Das soeben gestartete Markteinführungsprogramm der früheren Bundesregierung für die Verwendung von Biokraftstoffen in der Land- und Forstwirtschaft zur Kompensation der gekürzten Gasölrückvergütung in Höhe von 240 Millionen Euro würde hinfällig. Die Landwirtschaft habe bereits einen erheblichen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung geleistet, betonte Kliem. Zudem sei dieser Wirtschaftssektor im Hinblick auf den Umfang der Steuerermäßigung mit etwa 1,5 Millionen Tonnen Dieselkraftstoffverbrauch im Sinne eines Mengenkontingents überschaubar zu kalkulieren.


Erhebliche Investitionen zur dezentralen Erzeugung von Rapsölkraftstoff

Die Landwirtschaft müsse ihre Antriebsenergie selbst produzieren und verbrauchen können, so die UFOP. Über 260 Unternehmen zur dezentralen Gewinnung von Rapsölkraftstoff sowie die Biodieselindustrie hätten sich bereits mit erheblichen Investitionen auf diese Absatzperspektive eingestellt. Die Wertschöpfung fände damit erzeugernah im ländlichen Raum statt, betonte Kliem. Er hoffe, dass die Konsequenzen einer solchen Neuregelung im Sinne des Agrar- aber auch des Umwelt- und Verkehrssektors in den weiteren Planungen der neuen
Bundesregierung ausreichend berücksichtigt würden.

16.11.2005   Quelle: UFOP e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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6. Forum Solarpraxis vom 17. bis 18.11.2005 in Berlin

Die Solarbranche konnte sich 2005 bei relativ stabilen politischen Rahmenbedingungen weiter etablieren, so die Solarpraxis AG, Veranstalter des Forums Solarpraxis, in einer Pressemitteilung. Das enorme Wachstum im Bereich der Photovoltaik habe den schnellen Ausbau der Fertigungskapazitäten ermöglicht. Die Solarthermie habe mit härteren Marktbedingungen zu kämpfen. Kurz nach der Bundestagswahl stellten sich die Fragen, wie gefestigt die Branche ist und wie möglichen Änderungen der politischen Rahmenbedingungen begegnet werden kann.   Auf dem 6. Forum Solarpraxis in Berlin sollen Strategien zur Stabilisierung und zum Ausbau des Marktwachstums vorgestellt und diskutiert werden.


Märkte und Visionen

Das Forum richtet sich an die Marktteilnehmer, Energieversorgungsunternehmen, Vertreter von Politik, die Presse, die Finanzbranche, an Behörden, Verbände und Forschungseinrichtungen. Auch in diesem Jahr wird die Solarpraxis AG den jeweils mehreren hundert Besuchern wieder interessante Referenten aus Politik und Wirtschaft anbieten. In den Plenumsvorträgen spricht unter anderem Klaus Jesse, Vizepräsident Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) e. V. (Köln), über die Solarthermie als selbstverständlichen Bestandteil moderner Heizungstechnik. Dem Thema Solarindustrie und Kapitalmarkt widmet sich Dr. Lars Slomka von der Deutschen Bank AG, Frankfurt. Visionen für den Solarmarkt beschreibt Hans-Martin Rüter von der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS). Die einzelnen Foren beschäftigen sich beispielsweise mit der Finanzierung deutscher Solarunternehmen, der Solarbranche im globalen Kontext, der Exportförderung und den Instrumenten zur Solarförderung in Photovoltaik und Solarthermie.

Weitere Informationen unter http://www.solarpraxis.de

16.11.2005   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Plastik-Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von 5 Prozent hergestellt

Plastiksolarzelle des Linzer Instituts für Organische Solarzellen.
Plastiksolarzelle des Linzer Instituts für Organische Solarzellen.

Einem Forschungsteam der Technischen Universität Ilmenau ist es gelungen, Solarzellen aus Plastik mit einer Energieumwandlungseffizienz von fünf Prozent herzustellen. Noch zur Jahrtausendwende habe der Wirkungsgrad von Plastiksolarzellen unter Sonnenlichteinstrahlung maximal ein Prozent betragen, der typische Wirkungsgrad für Laborzellen liege derzeit bei zirka 3-4 Prozent, so die TU Ilmenau in einer Pressemitteilung.
 
Der in Ilmenau erzielte Entwicklungsstand bewege sich damit weltweit auf Spitzenniveau. Die Plastiksolarzellen auf Folienbasis stellen für zahlreiche Anwendungen eine preiswerte Alternative zu herkömmlichen Siliziumzellen dar, betont die TU Ilmenau. Es werde erwartet, dass Plastiksolarzellen dank ihrer äußerst kostengünstigen Herstellung und spezifischen Eigenschaften wie geringes Gewicht und hohe Flexibilität künftig in weiteren neuen Anwendungsfeldern eingesetzt werden. Dies sei sowohl die elektrische Aufladung von mobilen Kleingeräten (Handy, Notebook, etc.) als auch die lokale Stromversorgung, zum Beispiel in Entwicklungsländern.

Die Solarzellen wurden am Lehrstuhl Experimentalphysik von Dr. Harald Hoppe und einer Nachwuchsforschergruppe entwickelt und hergestellt. Der Wirkungsgrad sei mit Hilfe eines AM1,5-Sonnensimulators bestimmt worden. Bei der Herstellung der Zellen habe auf die präparativen und analytischen Möglichkeiten des Zentrums für Mikro- und Nanotechnologien (ZMN) der TU Ilmenau zurückgegriffen werden können. Die sehr gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Arbeitsgebieten der TU Ilmenau habe die Forschung unterstützt, beispielsweise die Nanotechnologie (Prof. Oliver Ambacher), die Festkörperelektronik (Frau Dr. Susanne Scheinert), die Mikrosystemtechnik (Dr. Arne Albrecht) und die Chemie (Prof. Peter Scharff).

Dr. Hoppe konnte besonders auf seine während der Promotion gewonnene langjährige Erfahrung zurückgreifen, die er am Linzer Institut für Organische Solarzellen (LIOS) unter der Leitung von Professor N. Serdar Sariciftci erwerben konnte. Professor Sariciftci war einer der Begründer der Plastiksolarzelle während seiner Zeit bei Prof. Alan J. Heeger in Santa Barbara/Californien in den 90er Jahren. Prof. Heeger hat im Jahr 2000 den Nobelpreis für Chemie für die Entwicklung der leitenden Polymere erhalten. An der TU Ilmenau besteht bereits eine langjährige intensive Forschungskooperation zur Polymerelektronik sowohl innerhalb Thüringens mit dem TITK Rudolstadt, einem An-Institut der TU Ilmenau, und der FSU Jena als auch mit weiteren deutschen und internationalen Kooperationspartnern. Die Forschungsarbeiten werden im Rahmen des Projektes NANORG1 vom Thüringer Kultusministeriums gefördert.

16.11.2005   Quelle: Technische Universität Ilmenau; Institut für Physik, Fachgebiet Experimentalphysik I   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Johannes Kepler Universität Linz.

 

SolarWorld AG meldet bestes Quartal der Unternehmensgeschichte

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) hat von Januar bis September 2005 ein Konzernergebnis nach Steuern von 33,6 Millionen Euro erzielt (Vorjahr: 10,3 Mio. EUR) und damit den Vorjahresgewinn mehr als verdreifacht. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Umsatzvolumen von 247,1 Millionen Euro sei um mehr als 100 Millionen Euro höher als im Vorjahreszeitraum (144,2 Mio. EUR).   Die Umsatzrendite beträgt nach Angaben des Unternehmens 13,6 Prozent zum 30.09.2005 (Vorjahr: 7,2 Prozent). Das Ergebnis vor Ertragsteuern belaufe sich auf 53,2 Millionen Euro (Vorjahr: 16,0 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg in den ersten 9 Monaten um über 193 Prozent auf 57,4 (Vorjahr: 19,5) Millionen Euro.


Wachstum deutlich über dem Marktniveau; 57 neue Mitarbeiter von Juli bis September

"Das Nettoergebnis im 3. Quartal 2005 verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresquartal von 5,3 um 185 Prozent auf 15,1 Millionen Euro und ist somit das beste Quartal der Firmengeschichte", kommentiert Finanzvorstand Philipp Koecke das 3. Quartal 2005. "Im Umsatzvolumen konnten wir zum ersten Mal die magische 100 Millionen Euro-Grenze knacken. Alle Konzernbereiche haben vor dem Hintergrund eines konsequenten Kostenmanagements zum Konzerngewinn beigetragen", so Koecke weiter. Der Konzernumsatz legte im Quartalsvergleich um 107 Prozent auf 110,5 Millionen Euro zu (Vorjahr 53,4Mio. EUR). Vor Steuern betrug der Quartalsgewinn 24,3 Millionen Euro (Vorjahr: 8,5 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im 3. Quartal auf 26,0 Millionen Euro ((Vorjahr: 9,6 Mio. EUR). "Das Wachstum des Konzerns lag damit deutlich über Marktniveau und sorgte für einen weiteren Zuwachs von Arbeitsplätzen. Von Juli bis September hat der Konzern 57 neue Mitarbeiter eingestellt. Seit Anfang des Jahres stieg die Beschäftigtenzahl um 125 Personen auf 741 Frauen und Männer", so Koecke weiter:


Bis einschließlich September 36,8 Millionen Euro investiert

Ein Blick in die Bilanz offenbare die stabile Finanzverfassung des SolarWorld-Konzerns, heißt es in der Pressemitteilung. So seien die liquiden Mittel inklusive Wertpapiere zum Stichtag 30. September im Vergleich zum Ende des 2. Quartals 2005 um 11,6 Millionen Euro auf 73,8 Millionen Euro gestiegen. Das Eigenkapital erhöhte sich laut SolarWorld AG auf 198,7 Millionen Euro (Ende 2. Quartal: 183,5 Mio. EUR). Die EK-Quote betrug 51 Prozent. Die Eigenkapitalrendite habe sich in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 16,9 Prozent mehr als verdreifacht. Im laufenden Geschäftsjahr hat die SolarWorld AG nach eigenen Angaben konzernweit bis Ende des 3. Quartals bereits 36,8 Millionen Euro investiert. Die Pläne zur Expansion der solaren Produktionskapazitäten würden weiter konsequent fortgesetzt. "Mit der Waferfabrik II bauen wir unsere Produktionskapazitäten bis Ende 2006 auf zunächst 220 Megawatt (MW) aus", so Prof. Dr. Peter Woditsch, Vorstandssprecher der Deutsche Solar AG (Waferproduktionstochter der SolarWorld AG mit Sitz in Freiberg, Sachsen). "Das Gebäude und die Infrastruktur werden darauf ausgerichtet, die Kapazitäten später auf mindestens 270 MW anzuheben", so Woditsch weiter.


Vorstand hebt Prognose für 2005 deutlich an

Als Reaktion auf den positiven Geschäftsverlauf im 3. Quartal 2005 hebt die SolarWorld AG die Prognose für das Gesamtjahr deutlich an. "Wir erwarten nunmehr für das Geschäftsjahr 2005 einen Konzernumsatz von über 300 (bisher: mehr als 280) Millionen Euro sowie ein Nettoergebnis von über 40 (bisher: über 25) Millionen Euro. Damit wird sich das Konzernergebnis der SolarWorld AG 2005 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln bei einem um mehr als 50 Prozent steigenden Konzernumsatz", sagt Frank H. Asbeck Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. Der Zuwachs werde damit deutlich über Marktniveau liegen.

16.11.2005   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Weltversammlung für Erneuerbare: NRW präsentiert Energietechniken zum Anfassen

Mit einem interessanten Rahmenprogramm wird das Land Nordrhein-Westfalen die Weltversammlung für Erneuerbare Energien (WREA) vom 26. bis 30. November 2005 in Bonn begleiten. Dort treffen sich mehrere hundert Teilnehmer und Delegierte aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft sowie Entwicklungs- und Umweltorganisationen in Workshops und Podiumsdiskussionen.  Es geht darum, den im Juni 2004 in Bonn auf der Internationalen Regierungskonferenz für Erneuerbare Energien ("Renewables") begonnenen Aufbruch fortzusetzen. Die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW und die Energieagentur NRW werden im Auftrag der Landesregierung die Konferenzteilnehmer, aber auch Bürgerinnen und Bürger über die Themen regenerative Energien und Energieeffizienz informieren.

Am Samstag, den 26. November präsentieren sich die Stadt Bonn und das Energieland NRW im Alten Rathaus in Bonn (Markt 1) mit einer Ausstellung zum Thema "Licht und Wärme: Neue Energien, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien". Von 11 bis 17 Uhr können sich Interessierte über das Leistungsspektrum moderner Technologien aus NRW informieren. Die Themenschwerpunkte: Heizen mit Erdwärme oder mit Holzpellets, Autofahren mit Erdgas, Beleuchtung mit Leuchtdioden und Modernisieren von Altbauten. Zudem steht das Energieberatungsmobil NRW vor dem Alten Rathaus.

Für die Konferenzteilnehmer werden eine begleitende Ausstellung, ein Abendempfang sowie Exkursionen zu den Highlights zukunftsfähiger Energietechniken in NRW angeboten. Im Rahmen von insgesamt sechs halbtägigen Exkursionen können sich am Dienstag, den 29. November auch Fachjournalisten informieren über "50 Solarsiedlungen in NRW", das Zusammenspiel von "Zukunftsenergien und Wissenschaft", den "Energieträger Holz", den Entwicklungsstand der "Brennstoffzellen in NRW", "Erneuerbare Energien in der Schule" oder die "Energetische Nutzung von Klärgas und die passive Nutzung von Solarenergie".

Weitere Informationen im Internet: www.wrea2005.org und www.renewables-nrw.de

16.11.2005   Quelle: LZE NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Koalitionsvertrag sichert politische Kontinuität für Windkraft

Der Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. (WVW) begrüßt die Vereinbarung zur Bildung einer großen Koalition ausdrücklich. "Die darin getroffenen Vereinbarungen zur Energiepolitik bringen der Windenergiebranche die notwendige politische Kontinuität in den kommenden Jahren", so WVW-Vorsitzender Dr. Wolfgang von Geldern.  Der Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. (WVW) vertritt die Interessen von rund 100 Unternehmen, die in Deutschland Windparks projektieren, bauen und betreiben.


Kosten der Stromerzeugung aus Windenergie können weiter sinken

Positiv sei, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in seiner bewährten Struktur erhalten bleibe, betont der WVW. Das Gesetz soll wie vorgesehen im Jahr 2007 überprüft werden, um seine Regelungen an die Entwicklung der erneuerbaren Energien anzupassen. "Damit eröffnet sich dann die Möglichkeit, die gesetzlichen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Deutschland seine weltweite Spitzenposition behält und Technologieführer bei der Windkraft bleibt", so von Geldern weiter. Sichergestellt sei somit auch, dass die Kosten der Stromerzeugung aus Windenergie weiterhin kontinuierlich sinken können.

15.11.2005   Quelle: Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Bundesumweltministerium: Deutschland erfüllt EU-Vorgaben bei erneuerbaren Energien

Deutschland wird das von der EU für das Jahr 2010 vorgegebene Ziel für den Ausbau der erneuerbaren Energien erreichen, berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Voraussetzung sei, dass die Maßnahmen zum Ausbau fortgeführt würden. Das gehe aus einem Bericht hervor, den die Bundesregierung der EU-Kommission vorgelegt hat.   Die EU-Richtlinie zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen legt für die Mitgliedstaaten jeweils nationale Richtziele des Anteils erneuerbarer Energien an der Stromproduktion bis zum Jahr 2010 fest. Für Deutschland gilt ein Ziel von mindestens 12,5 Prozent. Ziel der Bundesregierung sei, bis zum Jahr 2020 mindestens 20 Prozent des elektrischen Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Bis zur Mitte des Jahrhunderts soll rund die Hälfte des gesamten Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden.


Exportschlager EEG

Wichtigstes Instrument zur Erreichung des Ziels ist laut BMU das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Aufgrund der gesetzlich garantierten, nach Technologien gestaffelten und degressiv ausgestalteten Vergütungssätze habe sich das EEG als überaus effektiv und volkswirtschaftlich effizient erwiesen: Deutsche Windturbinen seien mittlerweile hoch effizient und erzeugten den Strom derzeit für rund 8 Eurocent pro Kilowattstunde. Das sei der niedrigste Tarif für Windstrom unter den G8-Staaten. In Ländern mit anderen Fördersystemen koste Windstrom bis zu 15 Eurocent pro Kilowattstunde. Deshalb seien nicht nur deutsche Windturbinen sondern auch das EEG selbst zum Exportschlager geworden: Heute nutzten mehr als die Hälfte der EU-Mitgliedstaaten das Instrument der Einspeisevergütungen, um die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu fördern, so das BMU.


Bericht der Bundesregierung im Internet

Die EU-Kommission beabsichtigt, auf Grundlage der nationalen Berichte so genannte "Best-Practice-Fälle" zu identifizieren und ihre Koordinierung in der gesamten Union zu fördern. Ein erster Kommissionsbericht soll noch vor Ende des Jahres 2005 vorliegen. Der Bericht der Bundesregierung sowie eine Kurzfassung des Berichts können abgerufen werden unter www.ren21.net

09.11.2005   Quelle: GTZ   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REN 21
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BUND fordert sorgfältige Suche nach Atomendlager

Gerhard Timm, Bundesgeschäftsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), zieht aus den jetzt vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffentlichten Ergebnissen zur Atomendlagersuche den Schluss, dass der Salzstock in Gorleben als Endlagerstandort ungeeignet sei.  Weder könne das Gorlebener Salz als bestes Grubenmaterial für ein Atommülllager angesehen werden, noch habe bei der Auswahl dieses Standortes ein qualifizierter Vergleich mit anderen potentiell geeigneten Orten in Deutschland stattgefunden, heißt es in einer Pressemitteilung des BUND. Dies müsse nun nachgeholt werden.


Neue Bundesregierung darf sich im Koalitionsvertrag auf keinen Fall auf Gorleben festlegen

"Die schnelle und sorgfältige Suche nach einem Endlager duldet keinen weiteren Aufschub. Der radioaktive Abfall einer fehlgeleiteten Energiepolitik muss möglichst sicher gelagert werden", so Timm. Dabei sei unter mehreren Standorten der beste zu finden. Für diese Auswahl sei das vor der Bundestagswahl vom Umweltministerium vorgestellte Endlagersuchgesetz eine gute Grundlage. Die neue Regierung müsse diesen Ball aufnehmen. "Auf keinen Fall darf sie sich im Koalitionsvertrag auf Gorleben festlegen", so der BUND-Bundesgeschäftsführer.


Produktion von Atommüll sofort stoppen

Vor allem komme es darauf an, die weitere Produktion von Atommüll sofort zu stoppen. Dazu müssten alle Reaktoren abgeschaltet werden. Eine wie auch immer gestaltete Laufzeitverlängerung für die Atommeiler wäre kontraproduktiv. Das müsse den künftigen Regierungsparteien klar sein, so der BUND. Die BfS-Gutachten machten laut BUND außerdem deutlich, wie schwierig die Endlagersuche sei. Trotzdem dürfe die neue Regierung diese Aufgabe nicht auf die lange Bank schieben.

09.11.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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ver.di-Chef gegen Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken

Der Vorsitzende der Gewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, und der Präsident von EUROSOLAR, der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien, Hermann Scheer, haben sich zu einem Gedankenaustausch über energiewirtschaftliche Zukunftsfragen getroffen. Frank Bsirske habe im Gespräch mit Hermann Scheer bekräftigt, dass ver.di am Atomausstieg festhalten werde und sich auch weiter gegen die Verlängerung der gesetzlich vereinbarten Restlaufzeiten stelle, berichtet EUROSOLAR in einer Pressemitteilung. 

Hermann Scheer bleibt ver.di-Mitglied

Ebenso stelle Bsirske sich mit seiner Gewerkschaft inhaltlich voll hinter das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), den weiteren zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien sowie das Festhalten an den Klimaschutzzielen des Kyoto-Protokolls und die darauf bezogenen und ergriffenen gesetzlichen Initiativen in Deutschland. Hermann Scheer machte deutlich, dass er ver.di-Mitglied sei und bleiben werde.

Anlass des Gesprächs war laut EUROSOLAR die Erklärung der vier deutschen Stromkonzerne EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall, die neben der IG Bergbau, Chemie und Energie auch von ver.di mit unterzeichnet worden war. Diese habe den Eindruck erweckt, dass die Gewerkschaft ver.di nicht weiter am Atomenergieausstieg festhalte und sich anstelle der international vorbildhaften deutschen Förderung erneuerbarer Energien für ein verwässertes europaweites Fördersystem einsetze. Daraufhin hatte Hermann Scheer angekündigt, seine ver.di-Mitgliedschaft zu beenden und Mitglied einer anderen Gewerkschaft zu werden.

08.11.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Pekinger Konferenz setzt Signal für weltweiten Ausbau der Erneuerbaren

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat die Ergebnisse der Internationalen Konferenz für erneuerbare Energien in Peking als "Meilenstein" für den weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien und für den globalen Klimaschutz gewertet. "Die Schlusserklärung von Peking unterstreicht die Verpflichtung der internationalen Gemeinschaft zu verstärkten Anstrengungen beim Ausbau erneuerbarer Energien“, sagte Trittin am Ende der zweitägigen Konferenz in der chinesischen Hauptstadt.  Von Peking gehe zudem ein wichtiges Signal nach Montreal, wo Ende November der nächste Klimaschutzgipfel stattfindet. "Peking hat gezeigt, dass erneuerbare Energien eine unmittelbar verfügbare Technologie zur Verringerung der Treibhausgasemissionen sind. Deshalb wird der Fortschritt beim weltweiten Ausbau der Erneuerbaren in Montreal ein wichtiges Thema sein“, so Trittin.


Lob für chinesische Vorreiterrolle

Trittin hob die positive Rolle Chinas in diesem Prozess hervor: "China hat den politischen Willen, die weltweite Nutzung erneuerbarer Energien voranzubringen und gleichzeitig eine internationale Vorreiterrolle dabei zu übernehmen“, sagte Trittin. Dies zeige sich nicht nur daran, dass China die Ausrichtung der Folgeveranstaltung zur "Renewables 2004" in Bonn übernommen habe, sondern auch an den ehrgeizigen Ausbauzielen, die sich das Land gesetzt habe. Auf der "Beijing International Renewable Energy Conference" (BIREC) erhöhte der chinesische Vize-Energieminister nochmals die chinesischen Ausbauziele, die er im letzten Jahr bei der "Renewables"-Konferenz in Bonn verkündet hatte: Nunmehr plant China, bis zum Jahr 2020 seinen Anteil erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch auf 15 Prozent zu steigern.


China will bis 2020 mehr als 30 Prozent seines Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen decken

Allein die Windkraftkapazität soll in China bis 2020 auf 30 Gigawatt (GW) ausgebaut werden. Das wäre fast das Doppelte der derzeit in Deutschland installierten Kapazität. Hinzukommen sollen weitere 20 GW aus Bioenergie und 4 GW aus Solarenergie. Zusammen mit großen Wasserkraftanlagen will China bis 2020 insgesamt mehr 30 Prozent seines Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen decken. Dies zeige die enormen Wirtschaftspotenziale und Chancen gerade für die deutschen Unternehmen, die in diesem Markt weltweit führend seien, heißt es in der BMU-Pressemitteilung.


Preisniveau europäischer Anlagen zu hoch?

In einem "Business-Forum" parallel zur BIREC forderte der Vizeminister der Nationalen Development and Reform Commission (NDRC), Zhang Guobao, die anwesenden ausländischen Windenergieanlagenbauer auf, beim Ausbau der Windenergie in China mitzuhelfen. Er wies jedoch gleichzeitig darauf hin, dass das aktuelle Preisniveau ihrer Anlagentechnik zu hoch sei. Die europäischen Hersteller müssten sich vielmehr an den Energiepreisen des chinesischen Marktes orientieren. Guobao verwies auf einen Beschluss der chinesischen Regierung, die Steuern für Strom aus erneuerbaren Energien zu halbieren. Die in Peking vertretenen Anlagenhersteller warnten indes davor, mit nicht ausgereifter Technik den Aufbau der chinesischen Windenergie zu gefährden statt auf bewährte und erprobte Anlagen zurückzugreifen. Sie verwiesen darauf, dass sich die Stromgestehungskosten in der Windenergiebranche in den letzten 15 Jahren mehr als halbiert hätten. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit sei aus Sicht der Betreiber nicht die Höhe der unmittelbaren Investitionen, sondern die Summe der über die gesamte Betriebsdauer der Anlage anfallenden Kosten.

Weitere Informationen im Internet unter http://www.birec2005.cn

08.11.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Erneuerbare Energien: Deutsche Technologie und Know-how in China gefragt

Vertreter der deutschen Erneuerbare-Energien-Branche sind die gefragtesten Gesprächspartner auf der Weltkonferenz für Erneuerbare Energien BIREC2005 in Peking. Das bestätigte Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), der derzeit in China weilt.  "Man bewundert nicht nur die Erfolge der Branche, sondern die gesamte Entwicklung der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Der Respekt gegenüber deutschem Know-how ist groß und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in aller Munde", so Lackmann.


Erneuerbare-Energien-Gesetz als Modell in vielen Ländern

Auf der Konferenz sei man sich einig, dass ein schneller Ausbau erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz wichtiger denn je sind. Für die Teilnehmer stehe zudem fest: Die Energiemärkte brauchen wirksame gesetzliche Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Wie viele andere Länder weltweit habe sich auch China das deutsche Modell zum Vorbild genommen, um seine CO2-Emissionen zu reduzieren und künftige Versorgungssicherheit zu garantieren.


Lokale Initiativen und Technologietransfer in Entwicklungsländer

Im Vorfeld der zweitägigen Konferenz in Peking haben sich 52 nichtstaatliche Organisationen aus 12 Ländern zusammengeschlossen und fordern die Weltgemeinschaft auf, die Ziele der Bonner Konferenz "Renewables 2004" zu übertreffen. In einer gemeinsamen Erklärung appellieren sie an die Regierungen weltweit, den Ausbau erneuerbarer Energien in Stadt und Land mit Hilfe ambitionierter Maßnahmen sicherzustellen. Außerdem soll der Ausbau erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern mit lokalen Initiativen und Technologietransfers verstärkt werden. Internationale Finanzeinrichtungen, wie die Weltbank und regionale Entwicklungsbanken werden aufgefordert, mehr in erneuerbaren Energien und Energieeffizienz zu investieren. Die Grundlage für ein tragfähiges Energiesystem in den kommenden Dekaden könne nur durch gemeinsame Bemühungen aller Sektoren der Gesellschaft realisiert werden.
Die "Joint Declaration from Civil Society at BIREC2005" ist im Internet zu finden unter: www.unendlich-viel-energie.de

08.11.2005   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Conergy verdoppelt Umsatz im dritten Quartal auf 100 Millionen Euro

Die Hamburger Conergy AG (ISIN DE 00060 40025) verdoppelte ihren Umsatz im dritten Quartal auf EUR 100 Mio, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Conergy AG sieht sich auf bestem Weg den Gesamtjahresumsatz auf über 500 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (285 Mio. EUR) deutlich zu steigern.  Damit baue Conergy ihre Position als umsatzstärkstes deutsches Solarunternehmen weiter aus. Für das im Anlagenbau traditionell mit Abstand umsatzstärkste vierte Quartal würden von Conergy bereits Projekte zur Nutzung regenerativer Energien mit einem Volumen von etwa 180 Millionen Euro umgesetzt. Für die termingerechte Projektumsetzung und zum substantiellen Ausbau des Auslandsgeschäfts seien die kundennahen Vertriebskanäle und Ingenieurteams bereits in den ersten drei Quartalen personell kräftig verstärkt worden, heißt es in der Pressemitteilung.


27 Millionen Euro Jahresgewinn erwartet

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Kosten des Börsengangs (EBIT) stieg nach Angaben des Unternehmens in den ersten drei Quartalen plangemäß auf 13,1 Millionen Euro (Vorjahreszeitrum: 7,6 Mio. EUR). Durch die im vierten Quartal zur Realisierung anstehende Projektpipeline erwartet Conergy, ihren Jahresgewinn weit überproportional auf etwa 27 Millionen Euro zu steigern.


Auslandsexpansion schreitet zügig voran

Das profitable solare Auslandsgeschäft konnte in den ersten neun Monaten auf 34 Millionen Euro fast vervierfacht werden, berichtet die Conergy AG (Vorjahreszeitrum 9 Mio.EUR). "Mit vier erfolgreichen Übernahmen und acht Neugründungen weiterer internationaler Niederlassungen haben wir in den ersten neun Monaten 2005 bereits ein ordentliches Tempo vorgelegt. Neben dem konsequenten Ausbau unseres operativen Geschäfts sind weitere Übernahmen und Neugründungen bereits in Vorbereitung. Sie werden unsere internationale Schlagkraft in weiteren lukrativen regenerativen Märkten entscheidend stärken", erklärt Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Conergy AG.


Auf dem Weg zum weltweit führenden Anbieter solarer Wechselrichter

In den Auslandsmärkten ist der Energiebedarf für Strom, Wärme oder Kühlung laut Conergy sehr unterschiedlich. Dafür biete das Unternehmen eine breite solare Produktpalette und habe auch das Management-Team noch internationaler ausgerichtet. Die zügige Internationalisierung der Vertriebsnetze diene auch als nachhaltiger Absatzkanal für die innovativen solaren Produkte, die Conergy selbst entwickelt und auf den Weltmarkt bringt. Bei der Entwicklung und Produktion profitiere Conergy von dem Erfahrungsvorsprung ihrer mehr als 300 Ingenieure. Ihr Know-how aus der Planung und Installation unterschiedlichster Solaranlagen jeder Größe aus der Leistungsoptimierung von mehr als 30.000 Solarsystemen sei weltweit einzigartig. "Dank sprunghaft steigender Verkaufszahlen sehen wir uns auf bestem Weg, neben der Technologieführerschaft bei kompletten Solarsystemen auch zum weltweit führenden Anbieter solarer Wechselrichter zu wachsen. Stück für Stück vervollständigen wir unsere Produktlinien eigenentwickelter Inverter und setzen neue Maßstäbe in Punkto Sicherheit, Design und Komfort", so Hans-Martin Rüter. Die Produktentwicklung folge bei Conergy den international unterschiedlichen Kundenbedürfnissen nach Strom, Wärme oder Kühlung aus Sonnenlicht. Um dabei optimale Synergien zu schaffen, konzentriere Conergy ihre Produktion für modernste solare Systembausteine in Rangsdorf vor den Toren Berlins und baue sie weiter kräftig aus.

Conergy beabsichtigt, das Wachstum zum führenden Systemanbieter für erneuerbare Energien auf weiteren Ebenen zu verankern. Dafür soll bereits ab 2008 über 50 Prozent des Gesamtumsatzes im Ausland sowie über 50 Prozent mit komplementären regenerativen Produkten, wie beispielsweise solares Kühlen, Solarthermie, Wind- oder auch Bioenergie, außerhalb der Photovoltaik erzielt werden. Diese Strategie schaffe zusätzliche Umsatz- und Ertragspotenziale in lukrativen und komplementären Geschäftssegmenten. Gleichzeitig mache sich die Conergy Gruppe damit flexibler, um temporäre Nachfrageschwankungen in regionalen Märkten durch Agieren in anderen Segmenten und Geschäftsfeldern zu kompensieren.

08.11.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Konferenz der Solar-Initiativen fordert Ausbau des Marktanreizprogramms

Seit Mitte Oktober 2005 ist die Förderung von Solarwärme- und Biomasseanlagen im Marktanreizprogramm zu Gunsten erneuerbarer Energien gestoppt. In einer Resolution zum Abschluss der RegioSolar-Konferenz 2005 fordern Solar-Akteure aus ganz Deutschland die künftige Bundesregierung auf, ausreichend Finanzmittel für das Förderprogramm bereit zu stellen und es weiter auszubauen, um damit einen Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaft zu leisten.   Das Marktanreizprogramm sei ein unverzichtbares Instrument zur Förderung der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien, heißt es in dem Beschluss.


"Für 100% erneuerbare Energien in Deutschland"

Die deutschen Solarinitiativen fordern in ihrer Resolution entschieden die ökologische Energiewende. Die fossil-atomare Energiewirtschaft soll vollständig abgelöst werden durch Energieeinsparung, Energieeffizienz und einen Mix aus erneuerbaren Energien. "Der Umstieg auf Erneuerbare Energien erlaubt keinen Aufschub, da der Klimawandel zu immer größeren Schäden führt und die Entwicklung von Mensch, Wirtschaft und Natur weltweit gefährdet", heißt es in der Resolution. Die einzige Lösung sei der schnelle und konsequente Umbau der Energieversorgung in den Bereichen Wärme, Strom und Verkehr und ein rasch und kontinuierlich steigender Anteil erneuerbarer Energien. Erneuerbare Energien bringen viele Vorteile, betonen die Solar-Initiativen. Sie schafften Arbeitsplätze, seien ein dynamischer Wachstumsmarkt, sie unterstützten die Wirtschaft im eigenen Land und seien ein wichtiges Innovationsfeld, in dem deutsche Unternehmen weltweit führend seien.

"Die Solarinitiativen fordern deshalb die neue Bundesregierung und alle politisch Handelnden auf, den Weg des kontinuierlichen Ausbaus erneuerbarer Energien künftig noch entschiedener weiter zu gehen und die erfolgreichen Markteinführungsinstrumente fortzuführen und auszubauen. Die Handlungsdefizite im Wärmebereich sollen durch ein Wärmegesetz beseitigt werden", appellieren die Solar-Akteure.


Text der Resolution zur Unterzeichnung im Internet

Die Resolution wurde einstimmig von den 200 Teilnehmern der RegioSolar-Konferenz am 5.11.2005 in Fürstenfeldbruck verabschiedet. Weitere Unterstützer können sie unterzeichnen unter http://www.regiosolar.de/konferenz/index.shtml

08.11.2005   Quelle: RegioSolar 2005   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarunternehmen als Vorreiter ethischen Handelns ausgezeichnet

ETHICS IN BUSINESS-Schirmherr Ulrich Wickert.
ETHICS IN BUSINESS-Schirmherr Ulrich Wickert

Die Consolar GmbH, die Q-Cells AG, das Solarenergiezentrum Blochberger, die SunEnergy GmbH sowie die Wagner & Co. Solartechnik GmbH erhielten für ihr herausragendes Engagement in den Bereichen Umwelt und Soziales das Gütesiegel ETHICS IN BUSINESS. Das Siegel und der Deutsche Preis für Wirtschaftsethik wurden in diesem Jahr erstmals im Rahmen einer bundesweiten Vergleichsstudie verliehen. Die oekom research AG untersuchte darin, inwieweit mittelständische Unternehmen über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus ehrlich und nachhaltig agieren und inwieweit das systematisiert ist.
 
Wer hier Standards setzt darf sich mit dem Qualitätssiegel ETHICS IN BUSINESS 2005 schmücken. Ziel ist laut oekom research AG, das Vertrauen in die Wirtschaft zu stärken sowie systematisches Wertemanagement auch im Mittelstand voranzutreiben. Bei der Preisverleihung in Berlin überreichte Schirmherr Ulrich Wickert am 2. November die Auszeichnung.


Um das nachhaltige Handeln zu messen, hat die Ratingagentur oekom research AG ein auf den Mittelstand zugeschnittenes Benchmarkingverfahren entwickelt. Geprüft wird der Umgang der Firmen mit den Menschen und der Umwelt, auch "Corporate Social Responsibility" (CSR) genannt. So fragt der Kriterienkatalog etwa nach umweltverträglichen Produktionsprozessen und dem effizienten Nutzen der Ressourcen, nach Mitspracherechten und Chancengleichheit am Arbeitsplatz oder sozialen Standards der Zulieferer sowie nach Korruption. Nur wer sowohl sozial als auch ökologisch nachhaltig wirtschaftet, darf das Gütesiegel „Ethics in Business 2005“ tragen.


Consolar GmbH: Solarsystem ohne Frostschutzchemikalien

Die Consolar GmbH ist laut oekom research einer der führenden Anbieter solarer Warmwasser- und Heizungssysteme. Ihr jüngst konzipiertes Solarsystem verzichte auf Frostschutzchemikalien, ein möglichst regionaler Einkauf soll weite Transportwege vermeiden. Zudem sei der Mittelständler Mitbegründer von "REnet South-North", einer Initiative, die den Austausch zwischen Nord und Süd im Bereich Erneuerbare Energien fördert. Vertrauen bewiesen die Unternehmenslenker dadurch, dass Mitarbeiter und Geschäftsleitung gemeinsam über die Gehaltsverteilung abstimmen.


Q-Cells AG: Investitionen in neue Photovoltaik-Technologien und Fortbildung

Die Q-Cells AG stellt Solarzellen her, aus denen bei den Kunden in der Photovoltaikbranche letztlich Solarmodule für Endverbraucher gefertigt werden. Um Produkte und Prozesse laufend zu verbessern, investiere das Thalheimer Unternehmen in neueste Technologien und setze auf eine schlanke und flexible Organisation, so oekom research. Für die nötige Transparenz sorgten beispielsweise Großbildschirme, auf denen die jeweils aktuellen Produktionsdaten einsehbar sind. In der hauseigenen Akademie kümmere man sich um die erforderliche Fortbildung. Für die Betriebssicherheit und den Arbeitsschutz seien mehrere Mitarbeiter abgestellt.


Jens Blochberger: Solarpionier in der DDR

Die Familie von Jens Blochberger ging laut oekom research 1990 als erste in der damals noch existierenden DDR mit einer eigenen Solarstromanlage an das Netz und gelte damit als Solarpionier. Nun biete Blochbergers Solarenergiezentrum den kompletten Service rund um die alternative Stromversorgung an. Das Betriebsgebäude sei ein Niedrigenergiehaus und werde aufgrund innovativer Technologien zu Vorführzwecken genutzt. Durch das Umrüsten auf den Treibstoff Pflanzenöl sei Blochberger wieder einmal seiner Zeit voraus.


SunEnergy: Wissenstransfer zur Solartechnik

Teil der Unternehmensphilosophie von SunEnergy sei auch das gesellschaftliche Engagement, lobt oekom research. Durch den Wissenstransfer aus dem Partnernetzwerk im norddeutschen Raum zum Thema "Sonne" will SunEnergy strukturschwächere Länder unterstützen. Bewusst fördere der Mittelständler auch junge Menschen, biete Ausbildungs- sowie Praktikumsplätze an und betreue regelmäßig Diplom- und Masterarbeiten. Mitspracherecht für alle Mitarbeiter werde groß geschrieben.


Wagner & Co: Bauteile von Zulieferern mit hohen Sozialstandards

Die Wagner & Co Solartechnik GmbH brachte bereits 1979 ihr erstes Produkt zur Warmwasseraufbereitung auf den Markt. Besonderes Augenmerk lege das Unternehmen darauf, dass fast alle Bauteile von europäischen Zulieferern mit hohen Sozialstandards bezogen werden, so oekom research. Am Erfolg des Unternehmens arbeiteten die Mitarbeiter, denen das Unternehmen zu 100 Prozent gehört. Somit würden die Gesellschafter eine Aufspaltung in Kapital und Arbeit vermeiden, gleichzeitig sorgte sie für einen hohen Betriebsgewinn, sichere Arbeitsplätze und gute Arbeitsbedingungen. Die Gesellschafter wählen ihr Management selbst.


41 Unternehmen als Vorreiter ethischen Handelns

"Das Projekt möchte ethisches Handeln der Unternehmen sichtbar machen und das Vertrauen in die mittelständische Wirtschaft stärken", erklärt Dr. Jürgen Heraeus, Aufsichtsratsvorsitzender der Heraeus Holding und Unterstützer der Initiative. Der Weg dahin führe über die öffentlichkeitswirksame Präsentation von Unternehmen, die bereits heute beispielhaft handeln. Der Bewerbungsbogen – als Einstiegshürde konzipiert –habe die Interessenten veranlasst, die eigenen Strukturen kritisch auf ethische Belange abzuklopfen. Etwa 500 Betriebe setzten sich intensiv mit dem Fragebogen auseinander, 67 Bewerber hätten nach einem eingehenden Selbst-Check die Herausforderung angenommen, 41 Unternehmen hielten der Überprüfung stand. Wer den Sprung geschafft hat, zeigen die Internetpräsentation www.ethics.de sowie das zum Projekt gehörige Buch "ETHICS IN BUSINESS – Vorreiter ethischen Handelns".

Das Projekt startet 2006 erneut. Ein Info-Paket gibt es unter: info@compamedia.de.

08.11.2005   Quelle: compamedia GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: compamedia GmbH

 

UVS und KfW veröffentlichen neue Qualitätskriterien für Solarfonds

Fonds finanzieren MW-Solarstromprojekte.
Fonds finanzieren MW-Solarstromprojekte.

Anleger, Banken und Projektfinanzierer können die Qualität von Solarfonds ab sofort aufgrund einheitlicher Kriterien beurteilen. Die von der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) mit Unterstützung der KfW Bankengruppe und zahlreicher Fachleute erarbeiteten Maßstäbe werden ergänzt durch eine Selbstverpflichtung für Ertragsgutachter. Die Kriterien sind ab sofort kostenfrei einsehbar unter www.solarfonds-ratgeber.de.

 
Solarfonds leisten laut UVS einen wichtigen Finanzierungsbeitrag zum Aufbau der Solartechnologie zu einer tragenden Säule zukünftiger Energieversorgung. Gleichzeitig handle es sich bei Fonds grundsätzlich um Risikoanlagen und der Markt erneuerbarer Energien sei noch relativ jung. Somit seien Hintergrundwissen und unabhängige Informationen für eine erfolgreiche Beteiligung an einem Solarfonds unverzichtbar.


Schwarze Schafe vom Markt fernhalten

"Die Qualitätskriterien sollen mehr Transparenz in den Markt von Solarfonds bringen und deren Bewertung hinsichtlich Ertragsaussichten und individueller Risikosituation erleichtern", sagt UVS-Geschäftsführer und Initiator Carsten Körnig zu den Hintergründen des Projektes. "Wir wollen so zur Risikominderung beitragen und schwarze Schafe auch in Zukunft vom Markt fern halten", betont Körnig.


Renditeprognosen müssen mindestens zwei unabhängig erstellte Ertragsgutachten zu Grunde liegen

Detlef Leinberger, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe, unter anderem zuständig für Fragen des Umweltschutzes, weist auf die Bedeutung von Qualitätskriterien für die Solarwirtschaft hin: "Das Vertrauen aller Marktakteure in die Qualität der angebotenen Solarfonds ist ein wesentlicher Baustein für die langfristige, stetige Entwicklung dieses wichtigen Marktsegments erneuerbarer Energien. Auch die Risikoeinschätzung der Banken, angebotene Projekte mitzufinanzieren, wird durch die Maßstäbe der UVS erleichtert." Die Finanzexpertin und Sprecherin des UVS-Projektes, Ulla Meixner, nennt Beispiele der Arbeitsergebnisse: "Die Kriterien enthalten beispielsweise den Hinweis, dass die Verwaltungskosten eines Fonds maximal fünf Prozent betragen sollten. Für die so genannten 'weichen Kosten', welche die Ausgaben für die Kapitaleinwerbung einschließen, empfehlen wir eine Höchstgrenze von zehn Prozent. Solarfonds erfüllen zudem nur dann die UVS-Kriterien, wenn den Renditeprognosen mindestens zwei voneinander unabhängig erstellte Ertragsgutachten zu Grunde liegen. Weichen diese mehr als fünf Prozent voneinander ab, ist ein drittes Gutachten einzuholen. Ertragsgutachter können sich zudem einer Selbstverpflichtung unterwerfen, welche klare Maßstäbe für die Qualität ihrer Expertisen festlegen", so Meixner.


Kriterien ersetzen keine ausführliche Fachberatung

Die Kriterien sollen laut UVS sowohl Anlegern, als auch Banken und Projektfinanzierern dienen. Anleger erhalten Hinweise, auf welche Kriterien bei der Bewertung von Fonds-Angeboten zu achten ist. Anbieter können für ihre Fonds ausgefüllte Kriterienlisten veröffentlichen und gegebenenfalls attestiert durch unabhängige Prüfer nachweisen, dass sie wichtige Qualitätskriterien erfüllen. Banken haben die Möglichkeit, die anerkannten Kriterien als zusätzliche Basis für ihre interne Fondsbewertung zu verwenden und verbessern durch die Verbreitung der Qualitätskriterien ihre Kundenberatung. Die Autoren verweisen darauf, dass die Kriterien eine ausführliche Fachberatung nicht ersetzen können und die UVS keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Selbsteinschätzung von Solarfonds-Anbietern übernehmen kann. Die umfassende Kriterienliste werde von Verbraucherschützern trotzdem als hilfreich eingestuft. An der Erarbeitung der Qualitätskriterien haben neben der UVS und der KfW Bankengruppe folgende Institutionen und Unternehmen mitgewirkt: Berliner Energieagentur (Moderation Qualitätsboard), BP Solar, Bremer Landesbank, Das Grüne Emissionshaus, Murphy & Spitz, Scope Group, Shell Solar, Solarpraxis, Solar Engeneering Decker & Mack, Solarparc, Umweltbank, Reconcept sowie das Anwaltsbüro Dr. Röver und Partner und die voltwerk AG.


Naturschutzkriterien für Photovoltaik-Freiflächenanlagen bereits veröffentlicht

Erst vor wenigen Tagen hatte die UVS gemeinsam mit dem Deutschen Naturschutzbund (NABU) Naturschutzkriterien für die Standortwahl von Photovoltaik-Freiflächenanlagen veröffentlicht. Diese finden ebenfalls Eingang in den heute gestarteten Solarfonds-Ratgeber.

Die Kriterien für Solarfonds sind ab sofort kostenfrei einsehbar unter http://www.solarfonds-ratgeber.de.

08.11.2005   Quelle: Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Powerlight Corporation
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BEE: Erneuerbare sparen 3 Milliarden Euro für Energieimporte

Die Nutzung erneuerbarer Energien erspart Deutschland nach Angaben des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) in diesem Jahr Energieimporte in der Höhe von 3 Milliarden Euro. "Erneuerbare Energien sind der einzige Weg, um dauerhaft aus der Falle steigender Energiepreise herauszukommen", so BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke in einer Pressemitteilung.  Durch eine effiziente Förderpolitik in Deutschland steige der Anteil erneuerbarer Energien am Strom-, Wärme- und Kraftstoffverbrauch gegenwärtig jedes Jahr um mindestens einen Prozentpunkt, betont Nitschke. Damit sinke jedes Jahr die Abhängigkeit von teuren und klimaschädlichen Energieträgern. Im Strombereich hätten Erneuerbare Energien bereits einen Anteil von über 10 Prozent erreicht.


EEG ist Eckpfeiler für ambitionierten Ausbau der Erneuerbaren

Die Abhängigkeit von Öl-, Gas-, Kohle- und Uranimporten und die Monopolstrukturen auf dem Energiemarkt sind laut BEE derzeit die größten Hemmschuhe der deutschen Wirtschaft. Nach dem Herbstgutachten der deutschen Wirtschaftsinstitute belasteten allein die Energiepreissteigerungen dieses Jahres die Volkswirtschaft mit 20 Milliarden Euro. Aktuellen Angaben der University of Sussex zufolge hätten die Ölpreisschwankungen der letzten fünf Jahre in der EU insgesamt zu Mehrkosten von 400 bis 700 Milliarden Euro geführt, so der BEE. "Dieser Entwicklung muss mit einem ambitionierten Ausbau der erneuerbaren Energien gegengesteuert werden“, fordert Nitschke. Wesentlicher Eckpfeiler sei dafür in Deutschland das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), über dessen Fortbestand gerade in den Koalitionsgesprächen zwischen CDU/CSU und SPD verhandelt werde. Nitzschke: "Bei der Debatte um Energiekosten hat das EEG nur Pluspunkte. Dauerhaft kommen wir mit Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme und Bioenergie weg von den ständig teurer werdenden konventionellen Energien. Gleichzeitig führt das Gesetz zu einer massiven Kostensenkung bei den Erneuerbaren Energien.“


BEE erwartet ab 2007 stetigen Rückgang der EEG-Kosten

Schon heute zahlten die Verbraucher weniger für erneuerbare Energien, als für das Ablesen ihres Stromzählers im Keller, heißt es in der BEE-Pressemitteilung. Der Erfolg der EEG-Förderung zeige sich darin, dass in diesem Jahr die durchschnittlichen Mehrkosten einer Kilowattstunde Strom aus Erneuerbaren Energien gegenüber konventionellem Strom um 10 Prozent gesunken seien. Wer heute über zu hohe Energiepreise klage, könne daher nicht auf Erneuerbare Energien verweisen. Die gesamte Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) betrage 2005 2,3 Milliarden Euro. Dieser Wert entspreche dem des Vorjahres und werde auch im nächsten Jahr nicht überschritten. Danach rechnet der BEE mit einem stetigen Rückgang der Kosten trotz des Zieles, bis 2020 mindestens eine Verdoppelung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien zu erreichen.

Bei einzelnen Energieträgern sei die Förderung bereits heute deutlich zurückgegangen. Nitzschke: "Für Windstrom geben die Verbraucher in diesem Jahr 300 Millionen Euro weniger aus als im letzten Jahr, obwohl die Windstromerzeugung um etwa 2 Milliarden Kilowattstunden gestiegen ist."

08.11.2005   Quelle: BEE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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China und die Welt setzen auf erneuerbare Energien

"Erneuerbare Energien sind als bedeutsame Energiequellen in den Regierungsprogrammen der Welt angekommen", kommentiert der Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell die Eröffnung der Beijing International Renewables Energy Conference (BIREC) am 07.11.2005. Das Interesse an diesen Energien befinde sich weltweit auf einem noch nie da gewesenen Niveau.  So seien auf der zweiten Regierungsweltkonferenz für erneuerbare Energien in Peking etwa 100 Regierungsdelegationen vertreten, berichtet Fell.

Der Gastgeber China hat laut Fell sehr ehrgeizige Ausbauziele formuliert. So habe der chinesische Vizepremier Zeng Peiyang in seiner Eröffnungsrede angekündigt, dass China bis zum Jahr 2020 rund 15 Prozent des gesamten Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien decken wolle. Die gesetzlichen Grundlagen habe China bereits im Februar 2005 mit der Verabschiedung eines an das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) angelehnten Gesetzes gelegt, welches zum 01.01.2006 in Kraft treten soll.


China plant 30 Gigawatt Windenergie-Kapazität bis 2020

Die Windkraft werde dabei eine besondere Rolle spielen, betont Fell: Die heute installierte Windenergieleistung von knapp einem Gigawatt sollen auf 30 Gigawatt im Jahr 2020 gesteigert werden. Damit würde China in wenigen Jahren zur führenden Windnation Deutschland aufschließen, wo Ende 2004 bereits etwa 16 Gigawatt Leistung installiert waren. Aber auch für die Solarenergie, für Biogas und Biotreibstoffe, Geothermie, Wasserkraft und Meeresenergien habe China ehrgeizige Ausbaupläne. Mit diesen Ausbauplänen dokumentiere China, dass erneuerbare Energien nicht mehr nur eine Technikentwicklung in industrialisierten Nationen seien, sondern gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern eine ernsthafte Energiequelle darstellen.


Wichtiges Signal für nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz

Die Pekinger Konferenz liefert laut Fell ein wichtiges Signal für eine nachhaltige Entwicklung und den Klimaschutz, betonte auch der deutsche Umweltminister Jürgen Trittin. Es sei sinnvoller, in erneuerbare Energien zu investieren, statt unentwegt steigende Ölpreise zu bezahlen, so Trittin in seinem Eröffnungsbeitrag. Auch Stavros Dimas, Umweltkommissar der EU, betonte die Bedeutung der Ereneuerbaren. Die hohe Bedeutung, die China der Konferenz beimesse, werde auch mit dem Konferenzort deutlich, sagt Fell. Die über 1.000 Teilnehmer tagen in der großen Halle des Volkes im Nationalen Volkskongress, dem chinesischen Parlament, direkt am Platz des Himmlischen Friedens.

07.11.2005   Quelle: Hans Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Fördermittel im Marktanreizprogramm für Erneuerbare bereits vergeben

Im Jahr 2005 sind bereits 150.000 Förderanträge für Solar- und Biomasseanlagen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen - doppelt so viele wie zum 1. November 2004. Das berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Presseerklärung. Das für 2005 mögliche Bewilligungsvolumen sei damit schon jetzt ausgeschöpft.   Die Gründe für den Boom liegen laut BMU zum einen in den zum 1. Juli 2005 durch das Bundesumweltministerium angepassten Fördersätzen und zum anderen in den aktuell sehr stark gestiegenen Öl- und Gaspreisen.


Förderanträge können weiterhin gestellt werden

Das BAFA habe in diesem Jahr Anträge im Umfang von 181 Millionen Euro bewilligt, so das BMU. Das sei ein Zuwachs von nahezu 30 Prozent gegenüber dem Jahr 2004. Die Auftragsbücher in der Solarwärme- und Biomassebranche sowie bei den Installateuren seien voll. Anträge können laut BMU aber weiterhin gestellt werden. Diese würden gegebenenfalls im Jahr 2006 innerhalb des neuen Haushaltsplans und nach den dann gültigen Richtlinien bewilligt werden. Die Antragsteller erhalten laut BMU einen Zwischenbescheid vom BAFA. Das aus der Ökologischen Steuerreform finanzierte Marktanreizprogramm liefere einen erheblichen und stetig steigenden Beitrag, um den Anteil erneuerbarer Energien im Wärmemarkt zu erhöhen, betont das BMU.

07.11.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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DGS auf der Renewables 2005 in Peking

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) ist auf der internationalen Folgekonferenz zur Bonner Konferenz für erneuerbare Energien 2004 mit zwei Mitgliedern vertreten. Das berichtet die DGS in ihrem Newsletter. Dieses Jahr findet die Konferenz am 07. und 08. November in Peking statt. DGS-Präsident Jan Kai Dobelmann und DGS-Vizepräsident Dr. Uwe Hartmann werden auf der Beijing International Renewable Energy Conference 2005 (BIREC 2005) die Interessen von Wissenschaft und Technik sowie Nutzern solarer Energien vertreten.
 
Für Bundesumweltminister Jürgen Trittin ist bereits der Standort China ein bedeutendes Signal:"Erneuerbare Energien sind bei weitem nicht nur etwas für Industriestaaten, die sich diesen Luxus quasi als Zugabe leisten können. Gerade die Entwicklungs- und Schwellenländer können bereits heute von einem Massiven Ausbau auch wirtschaftlich profitieren", sagt Trittin. Der Konferenzstandort China symbolisiere diese Erkenntnis vieler Nationen, betonte Trittin auf der Lagebesprechung der deutschen Delegation im Grand Beijing Hotel.

Der Entwurf einer Erklärung der Regierungen zu der in der Großen Halle des Volkes am Tienanmen-Platz stattfindenden Konferenz kann in englischer Sprache heruntergeladen werden unter www.birec2005.cn. Sie stellen Informationen über die Konferenz und den Hintergrund bereit. Die DGS berichtet über den Konferenzverlauf unter In der zweiten Runde des dena-Modellvorhabens, die seit Mai 2005 läuft, werden über 100 weitere energiesparende Sanierungsvorhaben mit zinsgünstigen Krediten der KfW Förderbank unterstützt. Teilnehmen können alle Gebäudeeigentümer von der Wohnungsbaugesellschaft bis zum Einfamilienhausbesitzer, deren Gebäude vor 1979 errichtet wurden. Weitere Informationen, Ansprechpartner und Antragsunterlagen zum dena-Modellvorhaben sind erhältlich unter www.neh-im-bestand.de.

06.11.2005   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: LUWOGE

 

FNR zeichnet besonders gute Biogasanlagen aus

Auf der Messe Agritechnica in Hannover werden am 7. November 2005 fünf Betriebe für die besten Konzepte von Biogasanlagen ausgezeichnet. Sie erhalten ein von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) zur Verfügung gestelltes Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro.  . Landwirtschaftliche Biogasanlagen in Deutschland mit herausragenden Gesamtkonzepten sollten mit Hilfe eines Modellvorhabens identifiziert, bekannt gemacht und ausgezeichnet werden, so die FNR in einer Pressemitteilung. Im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft startete das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) deshalb im vergangenen Jahr eine bundesweite Ausschreibung, an der sich 41 Betreiber und Planer von Biogasanlagen beteiligten.

Die Fachjury hatte zunächst elf Betriebe in die engere Auswahl genommen und besichtigt. Die dortigen Anlagen seien nach strengen Kriterien bewertet worden, aus den Bereichen Arbeitswirtschaft und Ökonomie, bauliche und technische Ausstattung und Prozessstabilität sowie Gesundheitsvorsorge und Landschaftsschutz. Als Preisträger aus dem Modellvorhaben gingen schließlich fünf Anlagenkonzepte hervor, die in den unterschiedlichsten Agrarstrukturen Deutschlands angesiedelt sind. Sie zeigen laut FNR vorteilhafte Lösungen aus den verschiedenen Bereichen der Biogaserzeugung, von denen Betreiber, aber auch Behördenvertreter, Planer und Hersteller lernen können.

Die Vorstellung der Ergebnisse und die Prämierung der Preisträger erfolgt im Rahmen der Agritechnica in Hannover. Hier werden auch die von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) zur Verfügung gestellten Preisgelder in Höhe von jeweils 2.000 Euro überreicht. Die Ergebnisse werden am 7.11.2005 ab 15.00 Uhr präsentiert im Forum 3 "Bioenergie, Nachwachsende Rohstoffe, Forsttechnik" in Halle 17, Stand 17-C 43. Die Auszeichnung der prämierten Betriebe ist für 16.30 Uhr vorgesehen.

06.11.2005   Quelle: FNR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

EnergyCabin gewinnt den Energy Globe STYRIA AWARD 2005

Wärme von der Sonne und aus Biomasse
Wärme von der Sonne und aus Biomasse

Der steirische Energy Globe geht an die EnergyCabin, eine vorgefertigte Heizzentrale mit Pelletskessel und Solarwärmeanlage von Conness, KWB, und S.O.L.I.D. Die EnergyCabin finde vor allem in Irland und in den USA reißenden Absatz, berichten die Hersteller. Zu den weiteren Siegern zählen die Kampagne "OPTISOL" der AEE Intec, welche die Zahl der Solaranlagen auf Mehrfamilienhäusern in der Steiermark mehr als verdoppelt habe und der Solarregler „Cordless Control“ von S.O.L.I.D., der Solaranlagen noch billiger mache.  Der LEV LandesEnergieVerein und das NOEST Netzwerk Öko-Energie Steiermark vergaben den Energy Globe STYRIA AWARD 2005, den wichtigsten regionalen Energy Globe. Dabei seien die innovativsten Energie-Projekte in den Bereichen „Forschung“, „Kampagne“ und „Produkt“ sowie ein Gesamtsieger gesucht worden. Mit 28 Einreichungen sei auch im 5. Jahr des STYRIA AWARD wieder ein neuer Teilnehmerrekord erzielt worden.


Der Gesamtsieger, die EnergyCabin, vereine die steirischen Stärkefelder Engineering, Biomasse und Sonnenenergie auf wunderbare Weise in einer einzigartigen, vorgefertigten Heizzentrale, so die Begründung der Preisrichter. Die kombinierte Solar- und Pelletsanlage werde besonders in jenen Ländern geschätzt, die wenig Know-how mit erneuerbaren Energien und auch keinen Keller für Heizzentralen hätten

05.11.2005   Quelle: NOEST Netzwerk Öko-Energie Steiermark   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: energycabin.com

 

EECH: Solar-Anleihe ausverkauft

Die Hamburger European Energy Consult Holding AG (EECH) hat die Euro-Anleihe Solar vollständig am Markt platziert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit einem Emissionsvolumen von zuletzt 50 Millionen Euro habe die EECH auf die hohe Dynamik des europäischen Solarmarktes reagiert, der sich rasanter entwickelte als prognostiziert, heißt es in der Pressemitteilung.  Das Volumen für das mit 8,25 Prozent verzinste Wertpapier sei in zwei Schritten aufgestockt worden, von zunächst 20 Millionen Euro (16. November 2004) auf 30 Millionen Euro (07. März 2005) und schließlich auf 50 Millionen Euro (30. Mai 2005).


Investitionen in Andalusien und Italien

Nach einer Zukunftsstudie des deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) komme solartechnischen Kraftwerken vor allem im Mittelmeerraum eine Schlüsselrolle bei der Energieversorgung zu. Mit Investitionen an den andalusischen Standorten Palma del Rio und Los Cabezos sei EECH in der Region vertreten. EECH-Vorstand Michael Bode erklärte, sein Unternehmen wolle das europaweite Engagement weiter forcieren. Für diesen Zweck seien weitere Wertpapier-Emissionen innerhalb der EECH-Gruppe geplant. Jüngstes Beispiel sei die Euro-Anleihe Windkraft Italien der EECH Windkraft Italien Projektentwicklung GmbH & Co. KG. Das Papier habe eine Laufzeit von vier Jahren bei einer Verzinsung von 7,25 Prozent.

05.11.2005   Quelle: EECH European Energy Consult Holding AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Peter Maffay Stiftung setzt sich mit SunTechnics für Solarenergie ein

Die Peter Maffay Stiftung engagiert sich ab sofort für Solarenergie, berichtet die SunTechnics Solartechnik GmbH in einer Pressemitteilung. Als professioneller Kooperationspartner aus der Solarbranche stehe SunTechnics der Stiftung zur Seite. Sun Technics begleitet im Rahmen der Kooperation mit der Peter Maffay Stiftung die Deutschlandtournee des Rockstars.  Bundesweit hätten die Fans so die Möglichkeit, sich direkt beim Konzert über die Vorteile der Photovoltaik zu informieren, heißt es in der Pressemitteilung.


Maffay: "höchste Zeit für Investitionen in die Zukunft unserer Kinder"

"Es ist höchste Zeit, dass wir die Energiequellen von morgen nutzen. Solaranlagen sind eine Investition in die Zukunft unserer Kinder. Jeder, der über eine geeignete Dachfläche verfügt, kann einen Beitrag leisten und selbst zum Energieproduzenten werden. Das möchte ich vorantreiben und freue mich, mit SunTechnics dafür den optimalen Partner an meiner Seite zu haben", so Peter Maffay, Vorsitzender der Stiftung, zu seinem Engagement für die Zukunftstechnologie. "Zusammen mit der Peter Maffay Stiftung als prominentem Fürsprecher wollen wir das Thema Solarenergie noch populärer machen. Unser Ziel ist, dass Solartechnik ein selbstverständlicher Bestandteil des Lebensumfeldes wird", sagt Michael Ix, Geschäftsführer von SunTechnics. Neben der Kooperation zur Tour ist für das kommende Jahr auch ein gemeinsames Solarprojekt zugunsten der Peter-Maffay-Stiftung geplant.

05.11.2005   Quelle: SunTechnics Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarstrom: Phönix SonnenStrom AG baut Freiflächenanlage mit einem Megawatt

Nachdem bereits Mitte Oktober ein Vertrag zum Bau einer Freiflächen-Solarstromanlage mit Dünnschichtmodulen von First Solar geschlossen wurde, erhielt die Phönix SonnenStrom AG in der vergangenen Woche einen weiteren Auftrag für eine Großanlage mit diesem Modultyp. Auftraggeber ist die mfs mainfrankenSolar 4 GmbH & Co. KG mit Sitz in Veitshöchheim.  Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Phönix SonnenStrom AG (ISIN DE000A0BVU93) unterstreiche damit ihre führende Position bei Planung und Bau von großen, aufgeständerten Freiflächen-Photovoltaikanlagen mit Dünnschichttechnik, so das Unternehmen.


4,5 Millionen Euro Investitionsvolumen, rund 17.000 Solarmodule,

Auf Grund des knappen Zeitrahmens hätten die Bauarbeiten bereits begonnen, so die Phönix SonnenStrom AG. Die Anlage soll bis Ende des Jahres fertiggestellt und an das Netz angeschlossen sein. Sie entsteht in Burgbernheim bei Würzburg auf einem Grundstück mit zirka 40.000 Quadratmetern. Das Solarkraftwerk wird mit 16.968 Solarmodulen eine Spitzenleistung von 1,02 Megawatt (MWp) haben. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt laut Phönix SonnenStrom AG rund 4,5 Millionen Euro.


Höhere Erträge mit kostengünstigen Dünnschicht-Solarmodulen

Die Vorteile von Dünnschichtmodulen seien ihre Ressourcen schonende und kostengünstige Herstellung, betont die Phönix SonnenStrom AG. Bei guter Einstrahlung und damit verbundenen hohen Temperaturen lieferten sie höhere Erträge als kristalline Module. Dies steigere die jährlichen Energieerträge deutlich. Die Freiflächenanlage Buchheim entspreche den vom Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) aufgestellten Kriterien für naturverträgliche Freiflächenanlagen in allen Punkten.

04.11.2005   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solland Solar eröffnet grenzüberschreitende Solarzellenfabrik

Neue Solland-Solarzellenfabrik bei Aachen
Neue Solland-Solarzellenfabrik bei Aachen

Am 2. November 2005 eröffnete die Solland Solar Energy Holding BV auf der Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden eine der modernsten Solarzellenfabriken Europas. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die deutsch-niederländische Solland Solar starte mit 50 Mitarbeitern und einer anfänglichen Jahresproduktion von Solarzellen mit einer Gesamtleistung von 20 Megawatt (MW).  Das neue Gebäude habe insgesamt eine Kapazität für eine Produktion von 60 MW. Derzeit würden bereits Verhandlungen über eine zweite Fertigungsstraße laufen. Damit könnten weitere Arbeitsplätze im Raum Aachen/Heerlen entstehen. Solland Solar produziert nach eigenen Angaben multikristalline Solarzellen mit einer der modernsten Fertigungsstraßen der Welt. Das Unternehmen beschränke sich auf die unabhängige Produktion von Solarzellen und strebe keinen Wettbewerb mit Rohstofflieferanten und Solarmodulherstellern an. Die Investitionen belaufen sich nach Unternehmensangaben auf insgesamt 20 Millionen Euro.



Produktionsanlagen in neun Monaten errichtet

Die neue Solarzellenfabrik sei genau nach Plan im Budget- und Zeitrahmen entstanden, berichtet das Unternehmen: "Wir haben mit unserer kleinen Gruppe von Spezialisten eine außergewöhnliche Leistung erbracht. Innerhalb von neun Monaten seit der Grundsteinlegung kann Solland Solar schon jetzt mit der Produktion von Solarzellen beginnen. Solland Solar hat die vielen bürokratischen Hürden, die der ersten grenzüberschreitenden Fabrik der Welt gegenüberstanden, erfolgreich bewältigt. Wir verstehen uns daher als Pioniere des europäischen Gedankens", erklärt Dr. Gosse Boxhoorn, CEO von Solland Solar.


Strategischer Schwerpunkt: Entwicklung neuer Technologien

Ein dauerhaftes Wachstum in der ersten grenzüberschreitenden Fabrik der Welt sei auch unter den zurzeit viel diskutierten Rohstoffengpässen gesichert. Dies liege zum Teil an den guten Geschäftsverbindungen in Deutschland und den Niederlanden: "Solland Solar hat langfristige Lieferverträge über die gesamte Wertschöpfungskette – von Waferproduzenten bis zu Modulherstellern – geschlossen", sagt Boxhoorn. "Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt von Solland Solar auf der Entwicklung neuer Technologien sowie effizienterer Produkte und Fertigungsmethoden." Das Unternehmen habe vom niederländischen ECN (Energy Research Centre of the Netherlands) eine Lizenz zur Herstellung hoch effizienter Rückseitenkontaktzellen erworben. Im Vergleich zu herkömmlichen Solarzellen sei der Platzbedarf der elektronischen Kontakte auf der Vorderseite solcher Zellen weitaus geringer und die Zelle damit effizienter. Aufgrund des derzeitigen Siliziummangels gehe Solland Solar davon aus, dass die Entwicklung effizienterer Technologien ein langfristiger Wettbewerbsvorteil sein werde.


Solland Solar wurde 2003 von Dr. Gosse Boxhoorn, Hubert Thijs und Jan-Willem Hendriks gegründet. Zuvor war Boxhoorn CEO von Shell Solar Energy und OTB Engineering, Thijs war Direktor eines auf erneuerbare Energien spezialisierten Venture Capital-Unternehmens und Hendriks arbeitete ebenfalls im Management von Shell Solar Energy. Zur Investorengruppe gehören nach Angaben des Unternehmens die europäische Econcern-Holding, die niederländische Industriebank LIOF, die deutsche SOLON AG, Mithril, De Garst sowie Management und Mitarbeiter. Das Unternehmen wird gefördert von der niederländischen Regierung, der Provinz Limburg, der Gemeinde Heerlen und dem Land Nordrhein-Westfalen und es unterhält Kooperationen mit dem niederländischen ECN (Energy Research Centre of the Netherlands), dem deutschen Fraunhofer-Institut und der deutschen Universität Konstanz.

04.11.2005   Quelle: Solland Solar Energy Holding BV   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solland Solar

 

Zwei Solarpreise für Wagner & Co

2000 Quadratmeter-Solardach von Wagner & Co.
2000 Quadratmeter-Solardach von Wagner & Co.

Gleich mit zwei Solarpreisen wurde die Wagner & Co Solartechnik GmbH ausgezeichnet. Die renommierten Auszeichnungen der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und der Europäischen Vereinigung für erneuerbare Energien (EUROSOLAR) gehen 2005, in der Rubrik Unternehmen, an das Unternehmen mit Sitz in Cölbe.  Im Rahmen der Jubiläums-Preisverleihung der DGS im Alten Rathaus in München würdigte ihr Präsident, Jan-Kai Dobelmann, die "langjährigen Engagements von Wagner & Co, die als einer der Solarpioniere in
Deutschland den Markt bereitet hat und auch heute noch mit Innovationen als konzernunabhängiger Anbieter im Wettbewerb besteht“.


Die Europäische Vereinigung für erneuerbare Energien (EUROSOLAR) feierte in der Staatskanzlei in Mainz die Übergabe des Deutschen Solarpreises 2005 an die Preisträger. In der Rubrik Unternehmen wurde Wagner & Co mit dem Solarpreis ausgezeichnet. In seiner Laudatio würdigte Volker Angres, Leiter der Redaktion "Umwelt" des ZDF die "gelebte Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Unternehmens". Trotz Marktorientierung habe der betriebliche Umweltschutz eine herausragende Stellung, was sich anhand zahlreicher Projekte belegen lasse, wie beispielsweise dem Passivhaus des Unternehmens.


Bürogebäude in Passivhausbauweise, eigene 250 kW-Solarstromanlage

"Für Wagner & Co sind die beiden Solarpreise 2005 in Deutschland eine tolle Anerkennung des Teamgedankens im Unternehmen. Getragen von der Motivation und Innovationskraft der Mitarbeiter, sich für den Umwelt- und Klimaschutz einzusetzen, sind in den mehr als 26 Jahren Unternehmenstätigkeit, zahlreiche Solarsysteme- und -produkte entwickelt und erfolgreich vertrieben worden", heißt es in der Presseerklärung des Unternehmens. Der betriebliche Umweltschutz mit dem ersten Bürogebäude in Passivhausbauweise in Europa und vor wenigen Wochen die Einweihung einer 250 kW Solarstromanlage auf dem betriebseigenen Dach seien nur zwei Beispiele für gelebten Umweltschutz in dem Solarunternehmen. Wagner & Co zeige, das ökonomischer Erfolg und nachhaltiges Wirtschaften bestens zusammenpassen.

04.11.2005   Quelle: Wagner & Co Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wagner & Co.
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EU-Kommission unterstützt Ausbau der erneuerbaren Energien

Die EU-Kommission hat die aktive Rolle Deutschlands beim Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Erreichung der Millenium-Entwicklungsziele hervorgehoben und zugleich bekräftigt, dass sie sich weiter für die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am EU-Energiemix einsetzen werde. Das berichtet das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung.  "Die Förderung erneuerbarer Energien stellt eine hervorragende Möglichkeit zur Diversifizierung der Energieversorgung in der Union dar", schreibt der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, in einem Brief an Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Barroso habe damit auf einen Bericht der Bundesregierung über die Fortschritte geantwortet, die seit der internationalen "Renewables-Konferenz" im Juni 2004 in Bonn erzielt werden konnten.


Politische und finanzielle Unterstützung auf allen Ebenen erforderlich

"Erneuerbare Energien sind lokal verfügbar, haben positive Umweltauswirkungen, tragen zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei und verbessern die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft“, führt Barroso zur Begründung aus. Der Ausbau erneuerbarer Energien erfordere jedoch politische und finanzielle Unterstützung auf allen Ebenen. "Vor diesem Hintergrund schätze ich Ihre fortwährende konstruktive Unterstützung sowohl auf politischer Ebene als auch bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen, die zu den Erfolgen im Bereich erneuerbare Energien beigetragen hat“, so Barroso an Trittin und Wieczorek-Zeul.


Bericht der Kommission zur Förderung soll bis Jahresende vorliegen

Nach Mitteilung des Kommissionspräsidenten untersucht die EU derzeit die unterschiedlichen Maßnahmen der Mitgliedsstaaten zur Förderung der erneuerbaren Energien. Ziel sei, "Best-Practice"-Fälle zu identifizieren und ihre Koordinierung in der gesamten Union zu fördern“. Barroso kündigte an, ein erster Bericht dazu werde "noch vor Ende des Jahres 2005" vorliegen. Im Zusammenhang mit dem Folgeprozess nach der Bonner Renewables-Konferenz findet vom 7. bis 8. November in Peking die "Beijing International Renewable Energy Conference" (BIREC) statt. Im Mittelpunkt des Treffens, an dem Bundesumweltminister Jürgen Trittin teilnimmt, stehen Möglichkeiten einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit beim Ausbau der erneuerbaren Energien mit besonderem Blick auf die Entwicklungsländer.

04.11.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Atomkraftgegner senden Wahlwerbung an SPD zurück

Anti-Atom-E-Card.
Anti-Atom-E-Card.

Mit einer an die SPD gerichteten E-Card-Aktion mischen sich Atomkraftgegner in das Ringen um die Zukunft der Atomenergie ein. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), das Online-Bürgernetzwerk Campact und die Anti-Atom-Kampagne X-tausendmal quer rufen die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die SPD-Wahlwerbung zur Atompolitik per E-Mail an den Parteivorstand zurückzuschicken.   Im Wahlkampf hatte die SPD den Slogan "Für den Atomausstieg" plakatiert. Auf der elektronischen Grußkarte haben die Atomkraftgegner die Aufforderung hinzugefügt "Jetzt nicht wackeln! Ausstieg heißt Abschalten!". Bürgerinnen und Bürger sollen die Erinnerung an die Wahlwerbung unter der Adresse www.ausgestrahlt.de versenden.

"Atomausstieg heißt Abschalten"

"BUND, Campact und X-tausendmal quer wenden sich entschieden gegen Überlegungen, Reststrommengen von neuen Reaktoren auf die "Schrottmeiler" Biblis A und B, Neckarwestheim 1 und Brunsbüttel zu verlagern", heißt es in der Pressemitteilung der Kampagne. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung habe in ihrer Ausgabe vom 02.11.2005 berichtet, dass eine solche Nebenabsprache zum Koalitionsvertrag diskutiert werde. Damit würde in dieser Legislaturperiode kein weiteres Atomkraftwerk vom Netz genommen, so die Atomkraftgegner. "Atomausstieg heißt Abschalten. Mit unserer Aktion machen wir der SPD klar, dass sich die Bürgerinnen und Bürger keinen Sand in die Augen streuen lassen", sagt Christoph Bautz, Pressesprecher von Campact.


"Es darf nicht sein, dass die großen Stromkonzerne die Energiepolitik bestimmen"

"Wenn die Atomkraftwerke nicht abgeschaltet werden, bricht die SPD ihr Wahlversprechen", so Thorben Becker, Energieexperte beim BUND. Es müsse einen raschen Ausstieg geben. "Es darf nicht sein, dass die großen Stromkonzerne die Energiepolitik bestimmen", so Jochen Stay von X-tausendmal quer. Jedes weitere Jahr Atomkraft bedeute 450 Tonnen mehr hoch strahlenden Atommüll, für den es kein sicheres Endlager gebe. "Die Planungen für den offensichtlich als Endlager ungeeigneten Salzstock Gorleben müssen eingestellt werden", fordert Stay

03.11.2005   Quelle: BUND, Campact, X-tausendmal quer   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: http://www.ausgestrahlt.de

 

Bewilligungsstopp im Marktanreizprogramm: Solarförderung ausgesetzt

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bewilligt für Solar- oder Biomasseanlagen seit Mitte Oktober keine Förderanträge mehr. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) in ihrem Newsletter.   Die Fördermittel im Marktanreizprogramm seien wegen der großen Nachfrage für dieses Jahr ausgeschöpft, zitiert die DGS das Bundesumweltministerium. Das BAFA nehme zwar weiterhin Anträge an, könne sie aber frühestens im nächsten Jahr bewilligen. Ob es 2006 mit der Förderung weitergehe und in welcher Höhe hänge von den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD ab.

03.11.2005   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BSi und UVS zweifeln an Photovoltaik-Markterhebung der Zeitschrift Photon

In der Novemberausgabe des Branchenmagazins "Photon"
wird eine Markterhebung veröffentlicht, nach der im vergangenen Jahr in Deutschland Solarstromanlagen mit einer Leistung von 770 Megawatt (MWp) installiert worden sind. Der Bundesverband Solarindustrie (BSi) und die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) seien hingegen bislang von einer installierten Leistung von 360 MWp für das Jahr 2004 ausgegangen, so die Branchenverbände in einer Pressemitteilung. Nach Ansicht von BSi und UVS liefert die Photon-Erhebung neue Indizien für ein stärkeres Wachstum des deutschen Solarmarktes als bislang angenommen.
  Bsi und UVS beabsichtigen, auf dieser Basis die eigene, eher konservative Abschätzung des Marktes zu überprüfen und gegebenenfalls nach oben zu korrigieren.


Im EEG vorgesehenes Anlagenregister soll zuverlässige Daten zum Marktwachstum

Ein Marktvolumen von 770 MWp halten die Verbände jedoch für unrealistisch. Dieses sei mit den Erfahrungen der Marktteilnehmer keinesfalls in Deckung zu bringen. Die Photon-Erhebung sei zum Teil in sich widersprüchlich, so die Branchenverbände. Photon habe in den letzten Monaten 912 Netzbetreiber nach der in ihrem Versorgungsgebiet installierten Solarstromleistung gefragt. Die hohe Wachstumsdynamik und der zunehmende Wettbewerbsdruck aus dem Ausland erschwere nach Branchenangaben die Erhebung belastbarer Marktdaten zunehmend. Vor diesem Hintergrund appellieren die Solarverbände an die Bundesregierung, das im EEG vorgesehene Anlagenregister nun möglichst schnell zu realisieren. Nur dieses könne zuverlässige Daten zum tatsächlichen Umfang des Marktwachstums liefern.


187,4 MWp Solarzellen, 173,6 MWp Module und 457,8 MWp Wechselrichter

Bisherige Datenbasis von Bsi und UVS ist nach Angaben der Verbände eine Produktionsstatistik, die der BSi für in Deutschland hergestellte Solarzellen, Solarmodule und Wechselrichter erstellt. Die Produktionsdaten würden monatlich erhoben und seien bei einem erfassten Marktanteil von über 90% sehr vertrauenswürdig. Demnach seien im Jahr 2004 in Deutschland 187,4 MWp Solarzellen, 173,6 MWp Solarmodule und 457,8 MWp Wechselrichter produziert worden. In einer zweiten Befragung werden laut BSi und UVS Großhändler zu den von ihnen vertriebenen Solarmodulen befragt. Dabei seien 2004 aber nur zirka 180 MWp erfasst worden, so dass die Daten zwar wichtige Hinweise zur Marktstruktur geben, aber die Gesamtgröße des Marktes daraus nicht ableitbar sei.


Solarverbände schließen stärkeres Marktwachstum nicht aus

BSi/UVS haben ihre Marktabschätzung nach eigenen Angaben auf Basis der Photovoltaik-Produktion in Deutschland vorgenommen und auf Grundlage der Menge des in das Stromnetz eingespeisten Solarstroms - soweit im Frühjahr bekannt - sowie nach Rücksprache mit diversen Marktexperten. Sie gelangten zum Ergebnis, dass 2004 bei konservativer Annahme etwa 360 MWp Solarstromleistung neu installiert wurden. Die Solarverbände schließen ein stärkeres Marktwachstum im Jahr 2004 vor dem Hintergrund der Photon-Erhebung nicht mehr aus, warnen jedoch vor einer übereilten Neubewertung des Marktes auf der Grundlage der jüngsten Photon-Veröffentlichung, solange diese Daten nicht gesichert seien. Zwar sei der Umfang der Erhebung des Branchenmagazins Photon beeindruckend und erwecke den Eindruck einer hohen Datensicherheit. Eine Bewertung der EVU-Daten sei jedoch kaum möglich, solange weder die Fragestellung bekannt sei, noch Anhaltspunkte vorlägen, von welcher Güte die Antworten sind.


Ungereimtheiten in der Photon-Umfrage

Bei kritischer Wertung der Ergebnisse zeigten sich zudem Ungereimtheiten, betonen die Verbände. So sei nicht nachvollziehbar, dass Photon für das Jahr 2002 ein Wachstum von 33 Prozent ausweise, gleichzeitig aber alle Photovoltaik-Unternehmen von einem schwierigen Jahr berichtet hätten. Richtig sei der Photon-Hinweis, dass Solarstromanlagen auch außerhalb des 100.000 Dächer-Programms finanziert worden seien. Dass im Jahr 2002 nach Photon-Daten 54 Prozent und im Jahr 2003 für rund 30 Prozent der gesamt installierten Photovoltaik-Anlagen nicht die Kredite aus dem 100.000 Dächer-Programm in Anspruch genommen worden seien, sei jedoch unwahrscheinlich.

Unrealistisch erscheint beiden Solarverbänden auch die Photon-Aufstellung der durchschnittlichen Anlagenerträge, die von 831 kWh/kWp 2000 auf 436 kWh/kWp im Jahr 2002 zurückgefallen und 2003 wieder auf 712 kWh/kWp gestiegen sei. Richtig sei vielmehr, dass die neu installierten Anlagen den durchschnittlichen Ertrag "drücken" und zwar umso stärker, je größer der Zuwachs sei. Dann dürfte allerdings der Ertrag im Jahr 2003 nicht wesentlich höher sein als 2002, betonen BSi und UVS. Inzwischen habe der Verband der Netzbetreiber (VDN) die im Jahr 2004 tatsächlich eingespeiste Menge Solarstrom veröffentlicht und mit 556,5 Gigawattstunden (GWh) beziffert. Berechne man nun mit den Photon-Daten den Solarstromertrag unter Annahme eines durchschnittlichen Anlagenertrags von 850 kWh/kWp für die bis Ende 2003 installierte PV-Leistung und 50% davon für die im Jahr 2004 installierten Anlagen, müssten 832 GWh Solarstrom eingespeist worden sein - 50% mehr Solarstrom als nach den Zahlen der Netzbetreiber. Selbst wenn man annehme, dass die Mehrzahl der Anlagen erst in der zweiten Hälfte des Jahres in Betrieb genommen wurde, komme man noch auf einen Ertrag, der 30% bis 40% über dem tatsächlichen Ertrag liege, so Bsi und UVS. Die Solarverbände sehen dies als klaren Beleg dafür, dass die Photon-Erhebung zu hohe Werte ausweise.


Mögliche Fehlerquellen: falsche Angaben und doppelte Erfassung

Aus Erfahrung von BSi/UVS mit vergleichbaren Erhebungen dieser Art ließen sich in der Photon-Erhebung im Wesentlichen zwei Fehlerquellen vermuten: Erstens sei bei der Vielzahl von Teilnehmern nicht unwahrscheinlich, dass einige Werte falsch angegeben wurden. Dabei lägen offensichtlich Effekte vor, die tendenziell zu Mehrangaben führten, so die Verbände. Beispielsweise könnten Werte von lediglich projektierten Anlagen angegeben worden sein, die dann doch nicht oder erst später realisiert wurden. Gravierender dürfte jedoch das Problem der Doppelnennungen sein. Da nicht wenige Netzbetreiber sowohl Endkunden als auch andere Netzbetreiber als Stromabnehmer hätten, sei nicht ausgeschlossen, dass Photovoltaik-Anlagen zum Teil doppelt erfasst worden seien. Ob dieser Fehler durch die Fragestellung ausgeschlossen sei und ob die Netzbetreiber diese Daten tatsächlich klar trennten, sei nicht bekannt. Unter Berücksichtigung der genannten Aspekte halten BSi und UVS es für wahrscheinlich, dass die installierte Photovoltaik-Leistung in Deutschland in den letzten Jahren höher lag als bislang angenommen. Das von Photon genannte Marktniveau wird jedoch als unrealistisch hoch bewertet. Die baldige Einführung des mit der letzten EEG-Novelle beschlossenen Anlagenregisters dürfte Aufschluss über den tatsächlichen Anlagenbestand geben, erwarten UVS und BSI.

03.11.2005   Quelle: Bundesverband Solarindustrie (BSi), Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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DGS-Solarpreis 2005 auf 30-Jahr-Feier verliehen

DGS-Präsident Jan-Kai Dobelmann (links), mit den Preisträgern.
DGS-Präsident Jan-Kai Dobelmann (links), mit den Preisträgern.

Mit über 300 Gästen aus ganz Deutschland und einem Symposium zum Thema "Wertschöpfung durch Nachhaltigkeit" hat die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) e.V. am 28./29. Oktober in München ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. In dem traditionsreichen Rahmen im Alten Rathaus und dem Deutschen Museum verlieh DGS-Präsident Jan-Kai Dobelmann den "DGS-Solarpreis 2005" in den Kategorien Politik, Forschung, Bildung, Messe, Unternehmen und Ausland.
 
Der Schirmherr der Veranstaltung, Hepp Monatzeder, Bürgermeister der Stadt München, betonte: "Die Zeiten, in den Befürworter der Solarenergie belächelt wurden, sind längst vorbei. Dazu hat auch die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie beigetragen."


Preisträger symbolisieren Erfolgsgeschichte der Solartechnik

Bei der Auswahl der Preisträger stand die Idee im Mittelpunkt, 30 Jahre DGS mit Personen zu verknüpfen, welche die Erfolgsgeschichte der Solartechnik symbolisieren. "Aus einer Bastelidee und einer Vision ist ein Wirtschaftszweig geworden. Dies spiegeln unsere Preisträger in allen Kategorien wieder", erläuterte DGS-Präsident Dobelmann.


Politik und Forschung

In der Kategorie Politik wurde Dr. Wolfhart Dürrschmidt, Ministerialrat und Leiter des Grundsatzreferates für Erneuerbare Energien im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) für seine langjährigen Leistungen im Zusammenhang mit der Einführung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) und anderer Maßnahmen zur Markteinführung der erneuerbaren Energien geehrt. In der Kategorie Forschung überreichte die DGS den Solarpreis an Dr. Joachim Nitsch vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart. Als Systemanalytiker hat dieser über viele Jahre Referenzszenarien für die Ausbreitung der erneuerbaren Energien in Deutschland entwickelt. Diese wurden vielfach für politische Entscheidungen verwendet und haben so erheblich zur Festigung des Anspruchs erneuerbarer Energien auf eine tragende Rolle in der Energieversorgung Deutschlands beigetragen.


Solarunternehmen und Messen

Als Unternehmen wurde Wagner & Co. Solartechnik aus dem hessischen Cölbe ausgezeichnet. "Als einer der Solarpioniere in Deutschland haben sie den Markt bereitet und bestehen auch heute noch mit Innovation als konzernunabhängiger Anbieter im Wettbewerb", betonte Dobelmann. In der Kategorie Messe fiel die Entscheidung auf Markus Elsässer von der Solar Promotion GmbH in Pforzheim. Der 36-Jährige wurde für sein konstantes und hochwertiges Engagement für die Solartechnik geehrt, das die Intersolar von einer kleinen regionalen Warenschau zu der bedeutendsten internationalen Fachmesse für Solartechnik gemacht hat.


Bildung und ländliche Elektrifizierung

Für ihre Errungenschaften im Bereich Bildung für die erneuerbaren Energien wurde die Gruppe "Postgraduate Programme Renewable Energy" der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg mit dem DGS-Solarpreis 2005 gewürdigt. Der englischsprachige Studiengang für Teilnehmer der Dritten Welt wurde 1987 ins Leben gerufen und ist heute weltweit anerkannt. Die DGS würdigte den "innovativen, vorausschauenden und einmaligen" Charakter dieses Bildungsangebotes. Stellvertretend für sein Team nahm Dr. Michael Golba die Auszeichnung entgegen. Extra aus Laos angereist war Andy Schroeter von der Sunlabob Rural Energy Systems Co., einem privaten Stromversorger, der die autarke Dorfstromversorgung in Laos vorantreibt. Schroeter nahm den DGS-Preis entgegen, der an ihn sowie an Professor Khampone von der National University of Laos, und Dr. Maydom von Resdalao ging. Das Team wurde für ihre Erfolge bei der ländlichen Elektrifizierung in einem der unterentwickeltesten Länder der Welt ausgezeichnet.


Ehrenpräsidentin Prof. Sigrid Jannsen

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde Professorin Sigrid Jannsen, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) von 1999 bis 2005, zur Ehrenpräsidentin ernannt. Hartmut Will, 1. Vorsitzender der DGS-Sektion München-Südbayern, erhielt die Ehrennadel für sein Engagement in der DGS-Geschäftsstelle mit Sitz in München.


"Klimawandel kann nur noch gebremst, nicht gestoppt werden“

Zu den Referenten auf der Tagung im Ehrensaal des Deutschen Museums zählten unter anderem Professor Dr. Peter Höppe und Prof. Joachim Luther. Höppe, Leiter des Bereichs "GeoRisikoForschung" der Münchner Rückversicherungsgesellschaft, wies darauf hin, dass die in Studien belegten Klimaveränderungen einen starken Einfluss auf die Häufigkeit und Intensität wetterbedingter Extremereignisse haben. "Der Klimawandel findet bereits statt und kann nur noch gebremst, aber nicht mehr gestoppt werden", sagte Höppe. Ein wichtiger Schlüssel hierzu seien die erneuerbaren Energien.

Prof. Luther, Leiter des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg und Träger des Deutschen Umweltpreises, betonte, dass die Nutzung erneuerbarer Energiequellen vom Technischen her bereits realisierbar sei. "Neben einer dezidierten und sicher machbaren Kostenreduktion wird es in Zukunft ganz wesentlich darauf ankommen, Technologieentwicklung auf der Grundlage einer Analyse der hoch komplexen, zukünftigen integrierten Energieversorgungsstrukturen voranzutreiben", so Luther.

Zu den künftigen Tätigkeiten des ältesten bundesweit und international tätigen Solarvereins Deutschlands sagte Dobelmann, Präsident seit Mai 2005: "Wir wollen auch in den nächsten 30 Jahren weiterhin so erfolgreich sein wie in der Vergangenheit. Die Schwerpunkte unserer Arbeit werden auch in Zukunft auf den Gebieten Verbraucherschutz, Qualitätssicherung und Aufbereitung von Forschungsergebnissen in Perspektiven für die Öffentlichkeit liegen."

Die Tagungsunterlagen stehen in Kürze zum Download zur Verfügung unter www.dgs.de/30-Jahre. Außerdem können sie auf CD-ROM angefordert werden bei der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) unter 089 / 52 40 71 oder per E-Mail unter info@dgs.de

03.11.2005   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) e.V.
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BEE kontra VDEW: Kosten für erneuerbare Energien steigen nicht

"Der VDEW veröffentlicht falsche Zahlen. Die Umlage für Strom aus erneuerbaren Energien ist in diesem Jahr nicht gestiegen und wird auch im nächsten Jahr nicht steigen", so der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer Pressemitteilung. Für Haushaltskunden mache die so genannte EEG-Umlage gerade einmal einen halben Cent pro Kilowattstunde aus. Das seien weniger als drei Prozent des durchschnittlichen Strompreises. Dafür stammen laut BEE in Deutschland bereits zehn Prozent des Stromes aus erneuerbaren Energien.  Der BEE weist eine aktuelle Veröffentlichung des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) zurück, laut der die Kosten für erneuerbare Energien in diesem Jahr und im Jahr 2006 steigen würden. In den kommenden Jahren würden die Kosten nach Angaben des BEE vielmehr sinken, da die Absenkung der Vergütungen für Strom aus erneuerbaren Energien per Gesetz vorgegeben seien, während die Kosten für Strom aus Kohle, Gas und Kernenergie stetig stiegen.


Stromkonzerne verlangen bis zu 20 Prozent mehr als zulässig

Der BEE wirft der Stromlobby "falsches Spiel" bei ihren Berechnungen vor: Der VDEW missachte wissentlich die Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), so der Bundesverband Erneuerbare Energie. "Das Gesetz schreibt explizit vor, wie die Kosten für Strom aus Erneuerbaren Energien berechnet werden sollen, die den Kunden in Rechnung gestellt werden. Die Stromkonzerne halten sich nicht daran und verlangen von ihren Kunden bis zu 20 Prozent mehr als zulässig", sagt BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke. In diesem Jahr würden bundesweit so bis zu 500 Millionen Euro zu viel von den Kunden kassiert werden. "Die Stromkonzerne bereichern sich auf Kosten der Erneuerbaren Energien. Gleichzeitig versuchen sie so, den Ruf der sauberen Energien zu schädigen", kritisiert Nitschke.


Differenzkosten oder Mehrkosten?

Aus einem internen Schreiben des VDEW an seine Mitglieder gehe hervor, wie der Lobbyverband der Stromwirtschaft seinen Unternehmen rate, die Regelungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz zu umgehen, und damit höhere Kosten zu berechnen. So werde an Stelle des im Gesetz vorgegebenen Begriffs "Differenzkosten" einfach der neue Begriff "Mehrkosten" eingeführt. An die Berechnungsregelungen im Gesetz fühle sich die Energiewirtschaft nach diesem Winkelzug fortan nicht mehr gebunden und führe ihre eigene Formel ein. Als Beleg zitiert der BEE den VDEW: "Vor diesem Hintergrund können grundsätzlich bilaterale Regelungen (...) eingeführt werden. Diese könnten als 'Mehrkostenmethode' spezifiziert werden.". Gegen diese Umgehung des Gesetzes wehrt sich der BEE und fordert Kunden auf, gegen Versogungsunternehmen zu klagen, die diese Berechnung anwenden. Nitzschke: "Erneuerbare Energien sind die Zukunft der Energieversorgung und werden dafür sorgen, dass Strom auch bei weltweit steigendem Energieverbrauch dauerhaft günstiger werden kann. Es kann nicht sein, dass die Energiekonzerne sich jetzt eines Tricks bedienen, um mit dem Vorwand Erneuerbare Energien die Verbraucher abzocken zu können."

03.11.2005   Quelle: BEE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Umweltverbände: Umwelt-, Natur- und Klimaschutz zu Kernthemen des Koalitionsvertrages machen

Die Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Naturschutzbund Deutschland (NABU), Greenpeace und World Wide Fund for Nature (WWF) haben Union und SPD aufgefordert, in ihren Koalitionsvertrag keine auf Kosten des Umwelt- und Naturschutzes gehenden Kompromisse aufzunehmen. Die Verbände begrüßten in einer Pressemitteilung, dass am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgehalten werden solle.  Bei der Diskussion um mögliche Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken dürfe die SPD keinesfalls den Einflüsterungen der Industrielobby erliegen, so die Umweltverbände.


Unsichere Atomkraftwerke in dieser Legislaturperiode abschalten.

"Die SPD darf ihr Wahlversprechen, die Laufzeiten der Atomkraftwerke nicht zu verlängern, auf keinen Fall brechen. Vor allem dürfen ältere Meiler nicht mit üblen Tricks wie der Übertragung von Strommengen länger am Netz bleiben", sagte Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von Greenpeace. Unsichere Atomkraftwerke wie Biblis, Neckarwestheim 1 und Brunsbüttel seien in dieser Legislaturperiode abzuschalten. Die SPD habe auch zugesagt, dass die Gentechnik nicht durch die Hintertür Einzug in die Landwirtschaft halte.



Erste Bewährungsprobe für Umweltminister Sigmar Gabriel

Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: "Umweltschädliche Subventionen dürfen im Haushalt der neuen Regierung nicht mehr vorkommen. Der designierte Finanzminister Steinbrück kann die Umwelt schützen und Geld sparen, indem er die Kerosinsteuer einführt und die Pendlerpauschale halbiert. Wolfgang Tiefensee als künftiger Verkehrsminister muss eine Kfz-Steuer auf CO2-Basis einführen. Nicht zuletzt müssen Union und SPD der Chemieindustrie Paroli bieten und sich auf eine EU-Chemikalienreform im Sinne des Umwelt- und Verbraucherschutzes einigen. Für den künftigen Umweltminister Sigmar Gabriel wird dies die erste Bewährungsprobe.“


Klimaschutz bleibt eine der wichtigsten Aufgaben

Der Klimaschutz bleibt eine der wichtigsten umweltpolitischen Aufgaben der neuen Bundesregierung. Deutschland muss sich hier im internationalen Wettbewerb an die Spitze setzen", fordert Peter Prokosch, Geschäftsführer des WWF Deutschland. Eine weitere Herausforderung sei, dem Schutz der Lebensvielfalt auf der Erde ressortübergreifend die notwendige Bedeutung beizumessen. Besonders die Entwicklungszusammenarbeit mit anderen Ländern bedarf dringend der Verbindung mit Naturschutz und Nachhaltigkeit, wenn die mit den Vereinten Nationen vereinbarten Milleniums-Ziele zur Beseitigung der Armut erreicht werden sollen. Deutschland als Spitzen-Exportland müsse sich hier seiner weltweiten Verantwortung bewusst werden und entsprechend handeln.

02.11.2005   Quelle: BUND, NABU, Greenpeace, WWF Deutschland   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SOLON errichtet Megawatt-Solarkraftwerk für GEOSOL

SOLON-Mover
SOLON-Mover

Die Berliner SOLON AG errichtet im Auftrag der GEOSOL Gesellschaft für Solarenergie mbH (Berlin) ein Solarkraftwerk mit einer Gesamtleistung von 3,4 Megawatt mit so genannten SOLON-Movern, Das berichtet das die SOLON AG in einer Pressemitteilung.  SOLON-Mover sind zweiachsig nachgeführte, anschlussfertige Photovoltaikanlagen. Das Kraftwerk soll in Borna bei Leipzig auf dem Gelände einer ehemaligen Brikettfabrik gebaut werden. Insgesamt sollen dort 438 SOLON-Mover mit einer Leistung zwischen 7 und 9,5 kW je Anlage installiert werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2005 geplant.


Neben dem Solarpark "Gut Erlasee" im fränkischen Arnstein mit einer geplanten Gesamtleistung von 12 Megawatt sei dies das zweite große Solarkraftwerk in Deutschland in diesem Jahr, in dem der SOLON-Mover zum Einsatz kommt. Darüber hinaus planen SOLON und GEOSOL weitere gemeinsame Projekte in Spanien. Der Bau der ersten Anlage mit einer Leistung von einem Megawatt ist für den Jahresbeginn 2006 vorgesehen.

02.11.2005   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLON AG.

 

Demonstration am 5.11. in Lüneburg "Erneuerbare statt Atom!"

Während die Energiekonzerne Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke verlangten und ihre Angriffe auf die Erneuerbaren Energien fortsetzten, sei nun ein deutlicher Schulterschluss der Erneuerbaren mit der Anti-Atom-Bewegung nötig, fordert die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien (EUROSOLAR) in ihrem Aufruf zu der bundesweiten Demonstration.  Schließlich machten erneuerbare Energien den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken in Deutschland überflüssig, betont EUROSOLAR. Längst arbeiteten rund fünf mal mehr Menschen in den Unternehmen der Erneuerbaren als in der Atomindustrie.


Bündnis von mehr als 30 Verbänden

„Kernenergie gehört ins Technikmuseum“, fordert Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR und Träger des Alternativen Nobelpreises. EUROSOLAR habe vor diesem Hintergrund ein breites Bündnis von mehr als 30 Verbänden aus Umwelt-, Friedens- und globalisierungskritischer Bewegung mit angestoßen. Die Initiatoren rufen gemeinsam auf zur bundesweiten Demonstration unter dem Motto "Atomkraft Nein Danke - Erneuerbare Energien jetzt!“ am Samstag, den 05. November, in Lüneburg.


Massiver Ausbau der Erneuerbaren

"Wer einen Atomausstieg will, der seinen Namen verdient, wer die gesellschaftlichen Vorteile eines Ausbaus Erneuerbarer Energien stärken will, muss jetzt öffentlich Druck machen: Kommen Sie am nächsten Samstag mit nach Lüneburg!", heißt es in dem EUROSOLAR-Aufruf. Die Kundgebung, zu der mehrere tausend Menschen erwartet werden, beginnt ab 13 Uhr auf dem Platz "Am Sande" in der Lüneburger Innenstadt. Für EUROSOLAR und die Förderer erneuerbarer Energien spricht Fabio Longo, Vorstandsmitglied der deutschen Sektion von EUROSOLAR.

Weitere Informationen zur Demonstration "Atomkraft Nein Danke – Erneuerbare Energien jetzt!“ unter und http://www.erneuerbare-statt-atom.de

02.11.2005   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Innovatives Gebäude heizt und kühlt mit Solarenergie und Erdwärme

Gebäude der Felbermeier-Gruppe: Solarenergie und Erdwärme ersetzen das Heizöl.
Gebäude der Felbermeier-Gruppe: Solarenergie und Erdwärme ersetzen das Heizöl.

Die Reduzierung des Einsatzes von Kohle und Erdöl dient nicht nur dem Klimaschutz. Wie effiziente Energienutzung Unternehmen und Verbraucher auch finanziell entlasten kann, zeigt ein innovatives, österreichisches Unternehmen. In Zeiten hoher Energiekosten sei der neue Firmensitz der Felbermeier-Gruppe im Norden von Salzburg ein Musterbeispiel an Sparsamkeit, berichtet die SUN-SYSTEMS GmbH (Wörgl) in einer Pressemitteilung. Eine einzigartige Kombination aus Solarenergie und Erdwärme helfe das Haus im Winter auf sparsamste Art und Weise zu heizen und im Sommer ein angenehm kühles Raumklima zu erzeugen.
  Das patentierte Energie Management System (EMS) von SUN-SYSTEMS verteile die Energie aus den erneuerbaren Quellen bedarfsgerecht und führe zu einer erheblichen Steigerung des Kollektorertrages. Während eine herkömmliche Anlage ca. 35 % der von der Sonne zur Verfügung gestellten Energie nutze, verwerte das EMS bis zu 70% des einfallenden Sonnenlichtes.


Lob vom Energie-Landesrat

Neben dem positiven Umwelteffekt, wirke sich die neue Technologie auch wohltuend auf die Gewinn- und Verlustrechnung der Felbermeier-Gruppe aus. "Etwa 5.000 Liter Öl und 12.500 kg CO2-Emissionen werden jährlich gegenüber einer herkömmlichen Ölheizung eingespart", lobte der Salzburger Energie-Landesrat Sepp Eisl die Vorzüge des Energiesystems bei der Eröffnungsfeier. Joachim Ehart von SUN-SYSTEMS fügte hinzu: "Die hier eingesetzte Technik amortisiert sich dank attraktiver Fördermodelle bereits nach weniger als zehn Jahren". O-Ton des Geschäftsführers DI Horst Felbermayr jr. in einem ORF Radiointerview: "Wir sind wirklich begeistert von diesem neuen System. Das ist das erste Bürogebäude, das nach diesem System arbeitet. Wir sind sehr zufrieden."


Wärme und Kälte aus dem Erdboden

Die Kombination von Solarenergie und Erdwärme ermöglicht es, überschüssige Sonnenenergie im Sommer von den Kollektoren in das Erdreich zu lenken. So genannte Energiesonden, die im Boden versenkt sind, speichern die Wärme und geben sie bei Bedarf später wieder ab. Die Wärme wird im Winter in die Fußbodenheizung und die Geschossdecken geleitet, und sorgt so für ein wohltuendes Raumklima. Während der Sommermonate nutzt das Energie Management System in Form der "Sun-Box" die gespeicherte Energie zur Kühlung. Für dieses ausgeklügelte System wurde am Dach des viergeschossigen Gebäudes, das vom Architekten-Team Kleboth-Lindinger nach der Form eines Bergkristalles konzipiert wurde, eine 80 Quadratmeter große Solarkollektorfläche installiert. Unter dem Parkplatz des Zukunftshauses dienen rund 800 Laufmeter Tiefensonden als Erdspeicher.


02.11.2005   Quelle: SUN-SYSTEMS GmbH; pts   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SUN-SYSTEMS GmbH
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Forschung: Neuer Auftrieb für Wasserstoffspeicher

Wasserstoffkreislauf.
Wasserstoffkreislauf.

Abgasfreie Autos, betrieben mit Wasserstoff - ein Wunsch, dessen marktreife Verwirklichung aufgrund von Ölknappheit und Erderwärmung sehnlich erwartet wird. Dass es der Wasserstoffantrieb bisher nicht vom Prototyp bis zur Serienreife geschafft hat, habe vor allem einen Grund: die geeignete Speicherung des Wasserstoffs, so die so die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren in einer Pressemitteilung. Um hierfür eine Lösung zu finden, fördert die Helmholtz-Gemeinschaft die Entwicklung neuartiger Materialien zur Wasserstoffspeicherung bis Ende 2008 aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds des Präsidenten mit 1,2 Millionen Euro.
 
Europäische Forschungskooperation für mobile Wasserstoffspeicher

"Die Erzeugung von Wasserstoff mit Hilfe regenerativer Energie wird unsere Abhängigkeit vom Erdöl verringern. Gleichzeitig ist Wasserstoff als Energielieferant eine umweltfreundliche Alternative, da bei seiner Verbrennung keine Treibhausgase sondern nur Wasser und Sauerstoff entstehen", so Professor Rüdiger Bormann, Leiter am Institut für Werkstoffforschung des GKSS-Forschungszentrum Geesthacht in der Helmholtz-Gemeinschaft und Sprecher der Helmholtz-Initiative "Funktionale Materialen für mobile Wasserstoffspeicher". In der Initiative wollen die auf dem Gebiet kompetenten europäischen Forschungsseinrichtungen dieses Problem jetzt gemeinsam lösen. Die Helmholtz-Zentren GKSS-Forschungszentrum Geesthacht und Forschungszentrum Karlsruhe kooperieren dabei mit dem Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung in Dresden, der Schweizer Universität Fribourg und der Vrije Universiteit in Amsterdam sowie dreizehn weiteren nationalen und internationalen Partnern aus den Bereichen Industrie und Forschung.


Konzentration auf Leichtmetall-Hydride

Die Wissenschaftler konzentrieren sich auf komplexe Leichtmetall-Hydride. Dies sind neuartige feste Materialien, die Wasserstoff-Atome chemisch binden und bei Erwärmung wieder abgeben können. "Im Vergleich zu gasförmigem Wasserstoff haben diese Metallhydride eine höhere Speicherdichte für Wasserstoff und die Form des Tanks ist frei wählbar - interessant auch für Energiespeicher in Laptops", erläutert Bormann. Die Industrie erhofft sich von den Forschern für den Einsatz in Fahrzeugen einen Wasserstofftank mit einem Volumen unterhalb von 120 Litern und einer Speicherkapazität von mindestens fünf Kilogramm Wasserstoff.


Europäisches Kompetenznetzwerk geplant

Aufgrund der großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung hatte der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft die Förderung einer übergreifenden Initiative empfohlen. Um die vielseitigen Aktivitäten der Wasserstoffforscher effektiv zu bündeln, soll diese Helmholtz-Initiative mittelfristig Kern eines europäischen Kompetenznetzwerkes werden, in dem die Arbeiten zur Wasserstoffspeicherung mit den Aktivitäten zur Herstellung und Reinigung von Wasserstoff, zur Entwicklung effektiver Brennstoffzellen und zur Systemnutzung in mobilen Anwendungen konzeptionell abgestimmt werden.

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit ihren 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,2 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Die 24 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft erbringen wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft identifiziert und bearbeitet große und drängende Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft, insbesondere durch die Erforschung von Systemen hoher Komplexität.

02.11.2005   Quelle: GKSS-Forschungszentrum Geesthacht GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Helmholtz-Gemeinschaft

 

FNR veröffentlicht Studie zur Biogaseinspeisung in das Erdgasnetz

Ob Biogas direkt ins Ergasnetz eingeleitet werden sollte oder nicht, sei keine Frage, die mit Ja oder Nein beantwortete werden kann, so die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) in einer Pressemitteilung. Sie sollte vielmehr immer im Einzelfall betrachtet werden, denn diese neue Biogasverwertung könnte für manchen Betreiber eine durchaus sinnvolle Alternative sein. Dies zeige die durch die FNR geförderte Studie "Evaluierung der Möglichkeiten zur Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz".   In Zusammenarbeit mit der Gaswirtschaft prüfte das Institut für Energetik und Umwelt gGmbH diesbezüglich die technischen, ökonomischen und rechtlichen Gesichtspunkte gleichermaßen. Im Zuge einer rasanten Entwicklung im Biogasbereich wird die Biogaseinspeisung von potenziellen Anlagenbetreibern heiß diskutiert. Um so erfreulicher sei, dass nun eine Studie vorliege, die einer breiten Interessensgruppe eine fundierte Grundlage für zukünftige Planungen biete, so die FNR.


Strom- und Wärmeproduktion plus Gaseinspeisung

Als Ausgangspunkt liegen der Studie laut FNR sieben Modellanlagen zugrunde, für die eine Gaseinspeisung als mögliche Biogasverwertung angenommen wurde. Es gehe also nicht mehr länger nur um die Strom- und Wärmeproduktion an der Anlage direkt, sondern um die Nutzung des Gases anderenorts. Damit könnte es zu einem besseren Gesamtwirkungsgrad und somit zu einer verbesserten Primärenergieausnutzung kommen. Schließlich würde die Verstromung des Gases dort stattfinden, wo die dabei entstehende Wärme benötigt wird. Um Biogas in das Erdgasnetz einzuspeisen, muss es zuvor auf Erdgasqualität des jeweiligen Ortsnetzes aufbereitet werden. Hier stehe den verschiedenen Technologien wie z. B. der Druckwasserwäsche oder dem Druckwechsel-Adsorptions-Verfahren nichts mehr im Weg. Die Kosten der Aufbereitung seien dabei sehr stark von dem Leistungsdurchsatz der Anlage abhängig, betont die FNR. Je größer die Anlage desto geringer seien die spezifischen Kosten. Im Fall der Einspeisung und Durchleitung bedingten der Gasdurchsatz und die Trassenlänge die Kosten.


Energiewirtschaftsgesetz hat rechtliche Voraussetzungen geschaffen

Auch was die rechtliche Seite betrifft, seien mit dem Energiewirtschafts-Gesetz und der Netzzugangs-Verordnung die Rahmenbedingungen für die Einspeisung geschaffen worden. Allerdings sei es um die Wirtschaftlichkeit noch nicht so positiv bestellt: Unter Berücksichtigung der aktuellen Erdgaspreise habe das Institut nur in wenigen Fällen einen Vorteil der Einspeisung gegenüber der herkömmlichen dezentralen Verstromung mittels BHKW und der damit verbunden Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) feststellen können.

"Die Einspeisung kann also bereits heute eine wirtschaftliche Alternative für den Betreiber von Biogasanlagen sein. Dass dies zukünftig keine Einzelfälle mehr sein werden, zeigt die derzeitige Preisentwicklung am Markt der fossilen Energieträger", heißt es in der FNr-Pressemitteilung

Die gesamte Studie kann im Internet heruntergeladen werden unter http://www.fnr-server.de/pdf/literatur/pdf_211endbericht_einspeisung_biogas_fnr.pdf

02.11.2005   Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Berliner Umweltpreis des BUND für Solarverein

Der Solarverein Berlin e.V. hat für sein Umweltengagement den Berliner Umweltpreis des BUND Berlin erhalten. Das berichtet der Verein in einer Pressemitteilung. Seit seiner Gründung im Jahr 2003 habe der Solarverein Berlin e. V. den Bau von vier Bürgersolaranlagen realisiert. Die vierte Anlage sei vor wenigen Tagen auf dem Dach der Bruno H. Bürgel Realschule in Teltow fertiggestellt worden.  Am 14.11.2005, dem Geburtstag des Namensgebers der Schule, finde die feierliche Einweihung der Bürgersolaranlage statt. Der Solarverein Berlin e. V. bietet Bürgern und Bürgerinnen die Möglichkeit, über den Erwerb von Anteilscheinen Miteigentümer einer Solaranlage zu werden.

Der erzeugte Strom wird direkt in das Stromnetz eingespeist und der Gewinn aus der Einspeisevergütung jährlich an die Anteilseigner ausbezahlt. Die Einspeisevergütung ist gesetzlich festgelegt und die Höhe über 20 Jahre garantiert. Nach zirka10 Jahren sei der eingezahlte Betrag zurückbezahlt und die Anteilseigner würden jährlich ihren Gewinn aus der Stromeinspeisung erhalten, so der Verein. Durch die staatlich garantierte Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) könnten die Anteilseigner nach 20 Jahren mit einer Rendite von 4-5% rechnen. Nach Ablauf dieses Zeitraums werde der eingespeiste Strom für die verbleibende Laufzeit der Anlage zu marktüblichen Preisen vergütet. Insgesamt sei eine Betriebsdauer von ca. 30 Jahren realistisch.
Der Solarverein übernimmt nach eigenen Angaben die gesamte administrative Arbeit für die Betreibergesellschaften in ehrenamtlicher Tätigkeit, von der Gründung einer Betreibergesellschaft über den Aufbau der Anlage bis zur Steuererklärung. Vor allem dieses Engagement der Vereinsmitglieder sei mit dem diesjährigen Berliner Umweltpreis gewürdigt worden.

01.11.2005   Quelle: Solarverein Berlin e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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International Energy Academy in Nigeria geplant

Ein deutsch/US-amerikanisches Solar-Weiterbildungsprojekt wird derzeit an der Küste Nigerias realisiert. Es handelt sich um eine Kooperation verschiedener Solarunternehmen und Nichtregierungsorganisationen (NRO), die gemeinsam eine "International Energy Academy" aufbauen wollen. Diese Akademie soll Studierenden aus aller Welt einen praxisnahen, Aufbaustudiengang (postgradual) anbieten, der zwar kostenpflichtig ist, jedoch von zahlreichen NRO unterstützt werden soll, damit die Ausbildung vor allem Einheimischen zugute kommen kann.   Das berichtet der Verein "Intelli Help" in einer Pressemitteilung.


12-monatige Solar-Ausbildung in Nigeria

Dr Alex Olorunfemi aus Maryland (USA), Gründer der Energie-Akademie, sieht in diesem Projekt die Möglichkeit, einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung in seinem Heimatland Nigeria zu leisten und habe den Grundstein zur Umsetzung der Idee bereits mit Genehmigungen der örtlichen Ämtern und dem Baubeginn gelegt. Unterstützt werde der Unternehmer von verschiedenen US-Unternehmen sowie dem im Aufbau befindlichen Intelli Help e.V. unter der Leitung von Florian Meyer-Delpho. "Intelli Help e.V soll im hoch entwickelten Solarland Deutschland wichtige Lobbyarbeit und das wichtige Fundraising übernehmen", so Meyer-Delpho. Damit soll ermöglicht werden, dass die bereits angemeldeten zahlreichen Studenten bereits im Frühjahr 2007 die 12-monatige Ausbildung zu Solaranwendungen, Technologietransfer und "Solar Business Development in Africa" absolvieren können.


Kooperationspartner und finanzielle Unterstützung gesucht

Derzeit würden Gelder und Kooperationspartner für das Projekt ebenso dringend gesucht, wie Dozenten, die in praxistechnischen Fachbereichen der ländlichen Elektrifizierung sowie solaren Insellösungen bereit sind, Wissen zu vermitteln, betont Meyer-Delpho. Viele Unternehmen verfolgten mit der Unterstützung dieses Vorhabens neben dem sozialen Engagement auch eine handfeste betriebswirtschaftliche Absicht: Afrika sei ein mittel- bis langfristig durchaus interessanter Markt, auf dem es sich lohne, Pionierarbeit zu leisten, um sich gut zu positionieren.

01.11.2005   Quelle: Intelli Help e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Öko-Institut zur Energiewende: Es bleibt viel zu tun!

Die gemeinsam vom Öko-Institut und von der Heinrich-Böll-Stiftung veranstaltete Tagung "Halbzeit: 25 Jahre Energiewende" am 26. Oktober 2005 in Berlin brachte namhafte Vertreter von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Sie zogen 25 Jahre nach der Veröffentlichung der ersten und 20 Jahre nach der zweiten Energiewende-Studie des Öko-Instituts Bilanz über das bislang Erreichte und richteten den Blick nach vorne auf die nächsten 25 Jahre.  Mit der Tagung "Halbzeit" sei gezeigt worden, dass die wissenschaftlichen Grundlagen zur Energiewende sowohl national wie auch international vorliegen.


Energieeffizienz ist bis zum Jahr 2030 die größte Energiequelle

Die bisherigen Studien zur Energiewende belegen laut Öko-Institut, dass nach wie vor die Energieeffizienz bei der Bereitstellung und Nutzung von Energie bis zum Jahr 2030 die größte Energiequelle darstellt und bislang zu wenig genutzt
wird - vom Strom über Raumwärme bis hin zu Fahrzeugen. Der "Einstieg" in die erneuerbaren Energien sei in Deutschland vor allem im Stromsektor gelungen, für die Wärme seien hingegen weitere Anstrengungen zur Markteinführung nötig.


Konsequenter Atomausstieg kann Impulse geben für Beschäftigung, Innovation und Klimaschutz

Der Ausstieg aus der Atomenergienutzung müsse konsequent fortgeführt werden, um den Umbau in Richtung nachhaltiger Energienutzung zu verstetigen, heißt es in der Presseerklärung des Öko-Instituts. In den nächsten Jahren stellten sich damit Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft und Politik: Die Umsetzung der Energiewende könne dabei wichtige Impulse für heimische Beschäftigung, Innovation und globalen Klimaschutz geben.


Einsparziele konkretisieren und Potenziale aktiv erschließen

Die Potenziale zur besseren Energieeffizienz seien mittlerweile gut bekannt, betont das Öko-Institut: Wärmeschutz für Gebäude, Strom sparende Geräte, Kraft-Wärme-Kopplung und innovative Verfahren in der Industrie. Ihre Mobilisierung erfordere, das in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung formulierte Ziel "Verdopplung der Energieproduktivität bis 2020" durch Teilziele für Wärme, Strom und Kraftstoffe bis 2010 zu konkretisieren und Maßnahmen zur Erfüllung dieser Ziele umzusetzen. Die kurz- und mittelfristig möglichen Effizienzgewinne müssten über den Anreiz hoher Energiepreise hinaus gezielt erschlossen werden, um die Energiewende voranzubringen. Über die bisherigen Kampagnen und Fördermaßnahmen hinaus sei hier ein Schwerpunkt in den nächsten Jahren zu sehen, wovon insbesondere mittelständische Unternehmen, die Umwelt und die Privathaushalte profitierten.



Erneuerbare Energien: Den Umbau weiter vorantreiben

Die weltweit führende Rolle Deutschlands bei der Markteinführung erneuerbarer Energien ist laut Öko-Institut auch in den nächsten Jahren der Schlüssel zum globalen Einstieg. Über EU-Länder wie Großbritannien und Spanien hinaus seien Schwellenländer wie Brasilien, China, Indien und Südafrika bereit, verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen, wie die renewables2004-Konferenz in Bonn zeigte. Daher sollte Deutschland beim Nachfolgetreffen in Peking vom 7. bis 8. November 2005 klare Signale zum weiteren Ausbau der heimischen Nutzung und Kooperationsbereitschaft in Richtung Export und Entwicklungszusammenarbeit geben.

Mit Blick auf die Europäische Union sei Deutschland gefordert, sich für eine konsequente Fortschreibung der EU-Ziele für erneuerbare Energien bis 2020 einzusetzen, um die EU-Vorreiterrolle beim globalen Klimaschutz zu festigen. Für die weitere Entwicklung des heimischen Markts sei die Einführung eines Förderkonzepts auch für erneuerbare Wärme notwendig - und könne sinnvoll mit der Förderung des Ausbaus von
(Nah-)Wärmenetzen kombiniert werden.

Energiepolitik soll Verbraucher, Unternehmen und Forschung beteiligen

"Die Energiewende bedarf nicht allein des Handelns von Regierungen, sondern auch aktives Mitgestalten durch Unternehmen und Zivilgesellschaft sowie der Wissenschaft als Partner", so das Öko-Institut. Daher sei die Beteiligung und Konzertierung dieser Akteursgruppen wichtig. Die Liberalisierung der Energieversorgung sei ordnungspolitisch vorangeschritten, bei Akteuren in der Energiewirtschaft jedoch teilweise noch nicht "angekommen". Die Energiewirtschaft profitiere längerfristig davon, wenn sie sich zu Transparenz, Wettbewerb und Teilhabe am zivilrechtlichen Rahmen bekennt und Sonderrechte aus vergangenen Monopolzeiten abstreife.

01.11.2005   Quelle: Öko-Institut   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

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