Solar News Archiv Dezember 2005

 


 

Verbraucher-Broschüre: Mit energiesparenden und klimafreundlichen Vorsätzen in das Neue Jahr

Klima schützen - Geld sparen.
Klima schützen - Geld sparen.

Die Heizkosten um 20 Prozent senken, mit neuen Haushaltsgeräten Strom sparen, aus einer Modernisierungsmaßnahme oder einem Neubauvorhaben das meiste rausholen – wie das und viele weitere energiesparende Maßnahmen funktionieren, zeigt die neue Broschüre der Verbraucher Initiative e.V. und der vom Bundesumweltministerium geförderten Klimaschutzkampagne "Klima sucht Schutz".
  Unter dem Titel "Klima schützen – Geld sparen" richtet sich das 24-seitige Heft an Endverbraucher, die praxisnahe Informationen suchen. Detailliert werden die Energiesparmöglichkeiten bei Wärme und Strom, beim Bauen und Sanieren aufgezeigt. Eine Service-Seite enthält weiterführende Adressen und informiert über die kostenlosen Beratungsangebote der Klimaschutzkampagne.

"Uns ist es wichtig, die Bandbreite des Energiesparens aufzuzeigen. Ob durch Veränderungen des eigenen Verhaltens oder mit kleinen bis hin zu großen investiven Maßnahmen – jeder kann Energie sparen und gleichzeitig das Klima schützen", erklärt Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer der gemeinnützigen co2online GmbH und Projektträger der Klimaschutzkampagne. Das Heft kann kostenlos im Internet abgerufen werden unter www.klima-sucht-schutz.de oder gedruckt für 2,00 Euro inklusive Versand bei der Verbraucher Initiative e.V. bestellt werden: www.verbraucher.org.

31.12.2005   Quelle: co2online gemeinnützige GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Umfrage: Teibhauseffekt größtes Problem für Jugendliche

Laut einer von Greenpeace in Auftrag gegebenen, repräsentativen Emnid-Umfrage empfinden deutsche Jugendliche die globale Erwärmung als das größte Umweltproblem. So seien 45 Prozent der Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren der Meinung, dass CO2-Emissionen und der daraus resultierende Treibhauseffekt die bedeutendsten Umweltprobleme sind.  Nur für knapp 5 Prozent der befragten Jugendlichen spiele der Umweltschutz keine Rolle. "Die Umfrage hat ergeben, dass Umweltschutz ein zentrales Thema für Jugendliche ist", sagt Dr. Dietmar Kress, Bildungsexperte bei Greenpeace. "Auch das Ergebnis der Klimakonferenz in Montreal zeigt, dass wir vor einer gewaltigen Aufgabe stehen, die nur gelöst werden kann, wenn alle mithelfen. Junge Menschen in Deutschland wollen an der Lösung des Problems der globalen Erwärmung beteiligt werden", betont Kress.


Kernprobleme: Klimaerwärmung und Atommüll

Emnid befragte für Greenpeace im September 2005 insgesamt 348 junge Menschen, 89 Prozent im Alter zwischen 14 und 19 Jahren und 11 Prozent zwischen 20 und 29 Jahren. Im Vergleich zu einer Umfrage im Jahr 2001 hätten sich bei den drei wichtigsten Umweltproblemen von Jugendlichen deutliche Verschiebungen ergeben. So sei die Bedeutung der globalen Erwärmung bei Jugendlichen in Deutschland stark gestiegen. Nach wie vor seien auch der Müll und seine Entsorgung ein Kernproblem. Auch das Problem des Atommülls sei für knapp 13 Prozent der Jugendlichen eines der zentralen Umweltprobleme in Deutschland. Nicht mehr so wichtig für Jugendliche sei das Thema Wasserverschmutzung.
Beim Vergleich der Schulbildung der befragten Jugendlichen nennen die jungen Menschen aus Gymnasien und Universitäten an erster Stelle die globale Erwärmung als wichtigstes Problem, für Jugendliche mit geringeren Bildungsabschlüssen hingegen zählen Abgase aller Art zu den größten Umweltproblemen. Knapp zwei Drittel aller befragten Jugendlichen würden laut Umfrage ihr Konsumverhalten gerne umweltfreundlicher gestalten und auf Öko-Produkte achten, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten.


Internet ist wichtigste Umwelt-Informationsquelle

Die meisten Jugendlichen motivieren sich selbst, etwas für den Umweltschutz zu tun und informieren sich dann überwiegend durch öffentliche Medien wie das Internet. 61 Prozent der Befragten finden, dass das Thema Umweltschutz im Unterricht nicht ausreichend behandelt wird. "Will Deutschland weiterhin Vorreiter im Bereich Umweltschutz bleiben, muss sich in Schulen der Unterricht viel stärker an den aktuellen Umweltproblemen ausrichten", fordert der Greenpeace- Bildungsexperte.

31.12.2005   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Grüner Strom: EWE NaturWatt GmbH hält ihre Preise

Die EWE NaturWatt GmbH wird den Preis für Ökostrom aus Oldenburg zum 1.1.2006 nicht erhöhen. "Ein Vorbild, dem nicht alle Mitbewerber folgen", heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.  So erhöhe beispielsweise der Hamburger Ökostromanbieter LichtBlick zum Jahreswechsel seine Strompreise. LichtBlick begründe die Preissteigerung mit den gestiegenen Großhandelspreisen. NaturWatt hält dagegen: "Erneuerbare Energien haben nur eine Chance, wenn sie sich langfristig am Markt behaupten können − deshalb bieten wir unseren Strom zu einem besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnis an", sagt Dr. Martin Baumert, Geschäftsführer des Oldenburger Grünstromanbieters.


Gewinne werden ausschließlich in Ausbau und Förderung regenerativer Energien investiert

Wind, Wasser und Sonne produzierten zwar immer noch etwas teureren Strom, aber die grüne Energie sei gar nicht mehr weit von herkömmlichen Stromtarifen entfernt. Wer zum Beispiel in Oldenburg vom allgemeinen Tarif auf das Ökostromprodukt NaturWatt-Strom umsteige, müsse gerade mal zwei Euro mehr im Monat bezahlen. "Ein kleiner aber feiner Unterschied für die Umwelt", so EWE NaturWatt. Nicht außer Acht gelassen dürfe auch, was die Grünstromanbieter mit dem Geld der Kunden machen. So habe die EWE NaturWatt GmbH bereits in ihrem Gesellschaftervertrag festgelegt, dass Gewinne ausschließlich in den Ausbau und die Förderung regenerativer Energien investiert werden. "Jeder Verbraucher, der auf NaturWatt-Strom umsteigt, leistet daher einen doppelt wertvollen Beitrag für die Umwelt", erläutert Baumert.

31.12.2005   Quelle: EWE NaturWatt GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BMU: Rund 330 Unternehmen bei Erneuerbare-Energien-Umlage entlastet

Rund 330 besonders stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes sowie 45 Eisen-, Strassen- und U-Bahnen in Deutschland können im kommenden Jahr erneut mit Entlastungen bei ihren Stromrechnungen rechnen. Das berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung.  Zum Jahreswechsel habe das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) deren Anträge nach der so genannten besonderen Ausgleichsregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gebilligt und pünktlich zum Jahreswechsel die Bescheide versandt. Stromintensive Unternehmen könnten Entlastungen von etwa 240 Millionen Euro erwarten. Gut 220 Millionen entfielen hiervon auf Produktionsunternehmen. Die Entlastung für 2006 entspreche damit in etwa der nach der besonderen Ausgleichsregelung im Jahr 2005 gewährten Begünstigung.


Sonderregelungen bei Ökosteuer, Konzessionsabgaben und Kraft-Wärme-Koppelung

Gesetzliche Sonderregelungen bei der Ökosteuer, den Konzessionsabgaben sowie im Kraft-Wärme-Koppelungsgesetz verbilligen laut BMU den Strombezug der jetzt begünstigten Unternehmen darüber hinaus in einer Größenordnung von etwa 1,5 bis 2 Milliarden Euro jährlich. Vor dem Hintergrund des diesjährigen Bescheidverfahrens und auf Grundlage der Koalitionsvereinbarung erarbeite das Bundesumweltministerium derzeit Vorschläge, wie sich die EEG-Kosten der besonders stromintensiven Unternehmen weiter begrenzen lassen und dadurch Kalkulationssicherheit erzielt werden kann. Hintergrundinformationen zur Funktionsweise des § 16 EEG sowie eine erste, vorläufige Auswertung des Bescheidverfahrens für 2006 gibt es im Internet unter www.erneuerbare-energien.de.

30.12.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Informationskampagne zieht positive Jahresbilanz für erneuerbare Energien

"Erneuerbare Energien waren in den vergangenen zwölf Monaten Innovationskraft und Wachstumsmotor für Deutschland". So fasst Dr. Simone Peter, Leiterin der Informationskampagne für Erneuerbare Energien in Berlin, das Jahr 2005 zusammen.  "Die Windenergie hat ihre Führerschaft auf dem Weltmarkt ausgebaut, nirgendwo werden so viele Solaranlagen installiert wie in Deutschland, die Bioenergie als Multitalent für die Strom-, Wärme- und Kraftstofferzeugung boomt, die Erdwärmenutzung spielt eine immer größere Rolle und bei der Wasserkraft sind einige wichtige Projekte angestoßen worden. Und das Beste: Wir haben allen Grund anzunehmen, dass diese Entwicklung sich in den nächsten Jahren noch beschleunigen wird", so Peter.


Investitionen in Höhe von 200 Milliarden Euro geplant

Mit der "Essener Deklaration" vom April 2005 habe sich die Branche der erneuerbaren Energien ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2020 sollen mindestens 20 Prozent des Energiebedarfs an Strom, Wärme und Kraftstoffen in Deutschland aus erneuerbaren Quellen stammen. 200 Milliarden Euro wollen die meist mittelständischen Unternehmen dafür investieren. Laut einer Unternehmens-Umfrage des Bielefelder SOKO-Instituts will jedes fünfte Unternehmen aus der Branche die Zahl seiner Mitarbeiter bis 2010 mindestens verdoppeln. Zum Jahresende habe zudem die Europäische Kommission positive Signale gesetzt: Sie hält das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für vorbildlich, da es zu einer schnellen und im europäischen Vergleich sehr kostengünstigen Einführung von Strom aus erneuerbaren Energien geführt habe.


Wachstum, Arbeitsplätze, Klimaschutz und Versorgungssicherheit

"In Deutschland wird über die wirtschaftliche Situation häufig nur lamentiert. Dagegen zeigen die Nutzer, die Investoren und die nach Branchenangaben rund 150.000 Beschäftigten, dass Investitionen in erneuerbare Energien in erheblichem Umfang für Wachstum, Arbeitsplätze, Klimaschutz und Versorgungssicherheit sorgen", betont Peter.

30.12.2005   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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dena: Der Energiepass kommt später, aber er kommt

Deutschland führt den Energiepass für Gebäude nicht bereits zum 4. Januar 2006 ein, aber voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres. Das berichtet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung. Der Pass soll für mehr Transparenz auf dem Immobilienmarkt sorgen und kräftige Impulse für Modernisierungsmaßnahmen und Investitionen in die energetische Gebäudesanierung geben, betont die dena.  Bevor der Energiepass in Deutschland zur Pflicht werden kann, muss die Bundesregierung die EU-Vorgaben in nationales Recht umsetzen. Ein erster Schritt war in diesem Jahr die Verabschiedung des neuen Energieeinsparungsgesetzes. Es fehle noch eine neue Energieeinsparverordnung (EnEV) 2006, in der die Details für den Energiepass festgelegt werden, so die dena. Erst nach Inkrafttreten der EnEV müssen Gebäudeeigentümer den Energiepass erstellen lassen, wenn sie ein Haus oder eine Wohnung bauen, verkaufen oder vermieten wollen. Das gilt sowohl für bestehende Wohnimmobilien als auch für Büro- und Dienstleistungsgebäude. Für Neubauten sind Energiepässe nichts Neues: Hier gilt die Pflicht schon seit 2002.

Aufgrund der EU-Vorgaben gilt grundsätzlich, dass der Energiepass die Gesamteffizienz eines Gebäudes anzeigen muss, Vergleichswerte liefern und Modernisierungstipps geben muss. Die Darstellung und die Inhalte werden abschließend erst mit der neuen Energieeinsparverordnung festgelegt. Klar sei jedoch, dass die Kerninformation des Energiepasses, die Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes, in einem allgemein verständlichen und bundesweit einheitlichen Label dargestellt werden soll.


Feldversuch zeigt: Energiepass für Einfamilienhäuser kostet weniger als 200 Euro

Um die Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie vorzubereiten, führte die dena in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Ministerien im Jahr 2004 einen bundesweiten Feldversuch zum Energiepass durch. Während dieses einjährigen Praxistests wurden über 4.000 bedarfsorientierte Pässe für unterschiedlichste Gebäude ausgestellt. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Energieeinsparverordnung 2006 (EnEV) ein. Im dena-Feldversuch kostete der Energiepass im Kurzverfahren weniger als 200 Euro bei Einfamilienhäusern und weniger als 300 Euro bei Mehrfamilienhäusern. Das Kurzverfahren reicht dabei vollkommen aus, um die EU-Gebäuderichtlinie zu erfüllen. Die im Feldversuch befragten Selbstnutzer und privaten Vermieter bewerteten den dena-Energiepass als einfach verständlich und 80 Prozent von ihnen würden den Pass sogar weiterempfehlen.

Damit sich ein Hauseigentümer auf den Energiepass verlassen kann, ist es nach Einschätzung der dena immer erforderlich, dass ein qualifizierter Aussteller ein Gebäude selbst begutachtet. So genannte "Schnelltests" oder Ferndiagnosen auf Grundlage allgemeiner Checklisten erlaubten keine qualifizierte Bewertung. Ausführliche Verfahren seien dann sinnvoll, wenn zum Beispiel das Gebäude ohnehin vor einer Modernisierung genauer analysiert wird oder auf sehr detaillierte Planungsunterlagen zurückgegriffen werden kann. Hauseigentümer, die sich bereits jetzt einen Energiepass ausstellen lassen wollen, finden bei der dena alle notwendigen Informationen, im Internet unter: www.gebaeudeenergiepass.de

30.12.2005   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BUND-Bilanz: 2005 viel Zeit verloren beim Umwelt- und Klimaschutz

"In der Umweltpolitik wurde 2005 viel Zeit verloren, fasst Angelika Zahrnt, Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), das zurückliegende Jahr zusammen: "Klimaerwärmung, Flächenversiegelung und Artensterben gingen ungebremst weiter. Zugleich gab es bis zu den Neuwahlen eine lange Pause des politischen Stillstands. Und seitdem signalisiert die neue Bundesregierung leider nichts Gutes: Bundeskanzlerin Merkel und Verkehrsminister Tiefensee weihen Autobahnen ein ohne das geringste Interesse an einer umweltgerechten Verkehrspolitik zu zeigen", erklärte Zahrnt.  Agrarminister Seehofer wolle die verstärkte ökologische Ausrichtung der Landwirtschaft umkehren und Wirtschaftsminister Glos die Handelsbarrieren für Entwicklungsländer beibehalten. Auf diese Weise würden die Weichen nicht in Richtung mehr Nachhaltigkeit gestellt.


800 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland

2005 gelte bereits jetzt als das heißeste, stürmischste und trockenste Jahr seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen, beton Zahrnt. In den zurückliegenden zwölf Monaten seien weltweit 13 Millionen Hektar Tropenwald vernichtet und rund 20000 seltene Tier- und Pflanzenarten ausgelöscht worden. Allein in Deutschland wurden 2005 etwa 30000 Hektar Fläche neu versiegelt und über 800 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre entlassen. In der Europäischen Union hätten im gleichen Zeitraum 400.000 Tonnen Feinstaub aus dem Verkehr und rund eine Million Tonnen gefährlicher Chemikalien die Gesundheit der Menschen zusätzlich belastet.


Bundesumweltminister Gabriel hat in Montreal eine erste Bewährungsprobe bestanden

Das für 2005 anvisierte Ziel, die Kohlendioxidemissionen im Vergleich zu 1990 um 25 Prozent zu reduzieren, habe Deutschland um fast zehn Prozent verfehlt, erinnert der BUND. Verantwortung dafür trage sowohl die Kohl- als auch die Schröder-Regierung. Hoffen lasse jedoch das stärkere globale Interesse am Klimaschutz - eine Folge der verheerenden Hurrikane wie "Katrina" und der schweren Überschwemmungen in Europa. Anfang Dezember habe Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf dem Weltklimagipfel in Montreal mit seinem Eintreten für zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen eine erste Bewährungsprobe bestanden.

Lichtblicke seien Anfang 2005 das Inkrafttreten des Kyoto-Klimaschutz-Abkommens und der Start der UN-Initiative zum Schutz des Wassers gewesen, so der BUND. Zu den wenigen Highlights des Jahres gehöre die Sicherung von 125000 Hektar ehemals militärisch oder von der Braunkohleindustrie genutzter Flächen für den Naturschutz. Pluspunkte seien auch neue Gesetze zur Hochwasservorsorge und zur Sicherung gentechnikfreier Lebensmittel.


20. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl im April 2006

Im kommenden Jahr will der BUND neben den Themen Gentechnik und Tierhaltung sein Hauptaugenmerk auf die Durchsetzung einer wirksamen Klimaschutzpolitik legen. Weitere Schwerpunkte für 2006 seien die Sicherung der Biotopkette "Grünes Band" entlang der früheren deutsch-deutschen Grenze und der 20. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl. Die Erinnerung an den bisher größten Reaktorunfall werde die Risiken der Atomtechnologie erneut deutlich machen und zeigen, wie unverantwortlich jene Politiker aus CDU/CSU und FDP handelten, die eine Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke fordern, so der BUND.

30.12.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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NABU zeichnet DIHK-Vorsitzenden Braun mit dem "Dinosaurier des Jahres 2005" aus

"Die unbeliebteste Umwelt-Trophäe Deutschlands"

Der Naturschutzbund NABU hat "Deutschlands peinlichstem Umweltpreis", den "Dinosaurier 2005" verliehen an Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Braun habe sich in seiner Funktion als oberster Repräsentant des Spitzenverbandes der deutschen Industrie- und Handelskammern in diesem Jahr beharrlich mit einer anti-ökologischen Haltung in der Öffentlichkeit hervorgetan und damit die Trophäe mehr als verdient, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.  In dem Positionspapier "Für einen Strategiewechsel in der Umweltpolitik" habe der DIHK im Vorfeld der Bundestagswahl gefordert, dass die "Fortsetzung einer Vorreiterrolle in der internationalen Umweltpolitik" nicht mehr Vorrang haben sollte und diese angesichts einer "tief greifenden Wachstums- und Innovationskrise" neu bewertet werden müsse, zitiert der NABU. "Ludwig Georg Braun preist als Spitzenfunktionär der Wirtschaft Umweltstandards von vorgestern", kritisiert Tschimpke.

Polemik gegen Naturschützer in Verbindung mit der europarechtlich vorgeschriebenen Ausweisung von Naturschutzflächen oder Forderungen zur Einschränkungen des Klagerechts für Umweltverbände - der DIHK lasse nichts aus, um einen künstlich stilisierten Widerspruch zwischen Naturschutz und Wirtschaftsinteressen bis über die Schmerzgrenze hinaus zu bemühen, heißt es in der NABU-Pressemitteilung.



Klimapolitischer Rückschritt in die 80er Jahre

"Unverständlich ist auch Herrn Brauns Eintreten für eine Wende in der Klimapolitik", betont Tschimpke. Vor dem Hintergrund der schon längst nicht mehr akzeptierten Atomenergie in Deutschland seien seine jüngsten Aussagen - dass sich Deutschland von einem Ausstieg aus der Kernenergie verabschieden müsse - als tiefer Rückschritt in die 80er Jahre zu werten. Auch die DIHK-Forderung nach einer Aufweichung der Klimaschutzziele zeuge von "grenzenloser Ignoranz". Angesichts der Jahrhundertflut 2002 und den Folgen des Hurrikans "Katrina" in den USA müsse auch der DIHK-Chef begreifen, dass es nicht mehr darum gehe, was Klimaschutz künftig koste, sondern was unterlassener Klimaschutz kosten werde, so Tschimpke.


Diskussion über Zwangsmitgliedschaft in den Kammern neu beleben


"Die Positionen der DIHK-Spitze sind besonders unerträglich, da alle Gewerbetreibenden in Deutschland automatisch Mitglied der Organisation werden und Beträge einzahlen müssen", erläuterte Tschimpke. Daher sei der DIHK schon qua Statut zur Neutralität und zur Vertretung der Interessen aller seiner Mitglieder verpflichtet. Dass die politische Führung des DIHK dieses Neutralitätsgebot in eklatanter Weise missachte und seit Jahren eine umweltfeindliche Klientelpolitik propagiere, sei nicht nur dem NABU inzwischen ein Dorn im Auge. "Es stellt sich die Frage, wen der DIHK mit Ludwig Georg Braun an der Spitze überhaupt noch vertritt", so Tschimpke. Sicher nicht die Unternmehmen, die mit innovativen Technologien und Dienstleistungen im Umweltbereich national und auf dem Weltmarkt erfolgreich und im DIHK gesetzlich zur Mitgliedschaft verpflichtet seien, stellt Tschimpke fest. Nach Ansicht des NABU sei es daher längst an der Zeit, die Diskussion über die Beendigung der Zwangsmitgliedschaften in den Kammern neu zu beleben. Tschimpke: "Damit könnte der DIHK-Chef in der Umweltbranche einmal für positive Schlagzeilen sorgen."

Mit dem "Dinosaurier des Jahres", der aus Zinn gegossenen und 2,6 Kilogramm schweren Nachbildung einer Riesenechse, zeichnet der NABU seit 1993 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die sich nach Auffassung des Naturschutzbundes sowohl durch herausragende Einzelleistungen als auch durch die Summe ihres Gesamtwerkes in Sachen Umweltschutz als besonders antiquiert erwiesen haben. Weitere prominente Dino-Preisträger sind unter anderem der frühere Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, der Ex-Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Erwin Teufel, und der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerhard Sonnleitner.

29.12.2005   Quelle: NABU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: NABU

 

BINE-Info stellt Grundlagen der Energiespeicherung vor

Energiespeicher sind Schlüsselkomponenten in einem effizienten Energieversorgungssystem. Weichen das Energieangebot der Sonne oder aus technischen Prozessen und die Nachfrage zeitlich voneinander ab, ermöglichen Speicher einen Ausgleich. Für eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energiequellen und der Kraft-Wärme-Kopplung sind Speichersysteme eine wichtige Voraussetzung, so der BINE Informationsdienst in einer Presseerklärung. Das neue BINE-basisEnergie-Info (Nr. 19) "Wärme und Strom speichern" stellt Grundlagen und Techniken der Wärmespeicherung vor und gibt auch einen knappen Überblick über Stromspeicher.
 
Wärmespeicher in Heizungsanlagen und Solar-Kombianlagen sind laut BINE Informationsdienst eine bewährte Technik. Die Energieforschung der letzten Jahre habe sich daher auf die Entwicklung von verschiedenen Großspeichern im Rahmen der solar unterstützen Nahwärme und von Materialien zur Nutzung der Latentwärme konzentriert. Neuartige Komponenten für den Hausbau (PCM-Materialien), die dieses Prinzip nutzen, sind bereits auf dem Markt. Auch Verfahren zur Hochtemperatur-Wärmespeicherung, beispielsweise für solarthermische Kraftwerken benötigt, sind Thema der Forschung. In der Reihe BINE-basisEnergie werden Grundlagen des Energiesparen und erneuerbare Energiequellen auf jeweils 4 Seiten präzise und leicht verständlich erklärt. Sie eignen sich besonders für Schulen, Weiterbildungseinrichtungen und als Einstiegsinformationen.

Das basisEnergie-Info "Wärme und Strom speichern" ist kostenfrei bei BINE Informationsdienst erhältlich – telefonisch unter 0228/9 23 79-0 oder im Internet unter
"Wenn im neuen Jahr rund 15.000 Haushalte aus dem Windpark Cottbus-Nord mit klimafreundlichen Strom versorgt werden, dann hat diese alte Energieregion ein Stück Zukunft zurückerobert", so sich Ulrich Lenz, der die OSTWIND-Gruppe gemeinsam mit seiner Frau Gisela Wendling-Lenz führt. Auf diese Weise sei OSTWIND in den Wandlungsprozess einer ganzen Region involviert: Schließlich soll die Lausitz als traditionelle Braunkohleregion irgendwann "eine der ungewöhnlichsten und attraktivsten Landschaften Europas" werden, wie Experten voraussagen. "Und die Windkraft", so hofft das Unternehmerehepaar, "wird dann vielleicht eines ihrer neuen Wahrzeichen sein."

27.12.2005   Quelle: OSTWIND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Universität Duisburg-Essen: Neues Graduiertenkolleg zu Photovoltaik und Optoelektronik

Die Universität Duisburg-Essen wird auf Beschluss der Deutschen Forschungsgemeinschaft eines von 26 neuen Graduiertenkollegs einrichten können, in denen besonders qualifizierte Doktoranden gefördert werden. Das Graduiertenkolleg "Nanotronics" wird sich mit Photovoltaik und Optoelektronik aus Nanopartikeln befassen, so die Universität Duisburg-Essen in einer Pressemitteilung.
  Sprecher des Graduiertenkollegs mit acht Teilprojekten aus der Physik, der Elektrotechnik und dem Maschinenbau ist Prof. Dr. Markus Winterer von der Fakultät für Ingenieurwissenschaften. In Graduiertenkollegs arbeiten Gruppen von höchstens 25 Teilnehmern in einem meist interdisziplinären Forschungs- und Studienprogramm unter der Anleitung von Professoren zusammen, die in Forschung und Lehre besonders ausgewiesen sind. Der zuständige DFG-Bewilligungsausschuss wählte die neuen Kollegs aus 52 positiv begutachteten Anträgen aus. Insgesamt lagen der DFG 205 Neuanträge vor.


Auf dem Weg zu Solarzellen "von der Rolle"

Die Forschungsaktivitäten im neuen Graduiertenkolleg seien fokussiert auf das zukunftsweisende Thema Nanotronics mit den Schwerpunkten "Umwandlung von elektrischer Energie in Licht" und "Umwandlung von Licht in elektrische Energie". Ziel sei, optoelektronische und photovoltaische Bauelemente nicht wie herkömmlich aus Halbleitereinkristallen aufzubauen, sondern zu Systemen aus Nanopartikeln überzugehen. Dies eröffne den Weg zu einer druckbaren Optoelektronik und Photovoltaik "von der Rolle". Als optisch aktive Materialien sollen nanoskalige Partikel und deren Derivate entwickelt und eingesetzt werden.

Die enge Zusammenarbeit von Theorie, Präparation, Charakterisierung, Analyse und Bauelemententwicklung an Hochschule und Industrie bilde eine neue Qualität der Graduierten-Ausbildung, betont die Universität. Sie stelle auch ein neuartiges Konzept für den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnis in neue Produkte dar. Innovativ am hier verfolgten Ansatz sei die enge Vernetzung von Wissenschaft und Industrie in Forschung und Ausbildung in einem Graduiertenkolleg unter Einbindung aller relevanten Disziplinen. Im Rahmen eines bis zu dreimonatigen Aufenthalts im Science-to-Business-Center der Degussa AG sollen die Promovierenden ihre Forschungsergebnisse in die Praxis umsetzen.


Weitere Informationen:
http://www.uni-duisburg-essen.de/ivg/nano/grk1240.shtml
http://www.dfg.de/aktuelles_presse/pressemitteilungen/2005/presse_2005_84.html

27.12.2005   Quelle: Universität Duisburg Essen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Universität Duisburg-Essen

 

Renate Uitz aus Graz gewinnt Shell She-Study Award für Biodiesel-Forschung

Siegerin des diesjährigen "She-Study Award" der Shell Deutschland Holding GmbH ist die Österreicherin Renate Uitz. Die 27-jährige Wissenschaftlerin der Karl-Franzens-Universität in Graz gewann den Förderpreis mit ihrer Dissertation zum Thema "Maiskolbengranulat zur Immobilisierung von Lipasen. Schlüsseltechnologie zur Biodiesel-Erzeugung".   In ihrer Arbeit beschäftigt sich die junge Forscherin mit der Verwendung von Maiskolbengranulat als neue Trägersubstanz für die Herstellung des Biokraftstoffs. Der Preis der Shell wurde zum neunten Mal vergeben. "Die jungen Wissenschaftlerinnen begeistern mich jedes Jahr von Neuem mit ihren exzellenten Arbeiten", freut sich Piet Koeleman, in der Geschäftsführung der Deutschen Shell Holding GmbH zuständig für den Bereich Finanzen. "Kreativität und fundierte Kenntnisse zeichnen die Arbeiten aus", lobt Koeleman. Mit ihren präzisen Analysen leisteten die Frauen einen wichtigen Beitrag für die Forschung in der Chemie, Physik und zum Mineralöl.

Die drei Erstplazierten des Wettbewerbs wurden von Professorin Dagmar Schipanski geehrt, der Präsidentin des Thüringer Landtags. Sie zeigte sich begeistert von den Forschungsergebnissen: "Frauen und Technik – das sind zwei Gebiete, die sich längst nicht mehr ausschließen. Deutschland präsentiert sich derzeit als Land der Ideen. Diese jungen Frauen haben nicht nur Ideen, sondern setzen sie auch um. Sie tragen erheblich dazu bei, dass Deutschland als Forschungsstandort gefragt bleibt. Ich danke der Shell ausdrücklich für diese Initiative. Sie zeigt einmal mehr, dass unsere Unternehmen nicht nur wirtschaftliche, sondern auch gesamtgesellschaftliche Verantwortung übernehmen", so Schipanski.

Auf dem zweiten Platz landete Dr. Sandra Engelskirchen von der Universität zu Köln mit ihrer Dissertation: "Die physiko-chemischen Grundlagen zur wässrigen Entfettung von Tierhäuten". Drittplatzierte ist Christina Mennemann (29) von der Technischen Universität Darmstadt. Thema ihrer Arbeit: "Entwicklung neuartiger Katalysatorstrukturen für die Partialoxidation von Methan unter Anwendung von High-Throughput-Techniken".

Dotiert ist der Shell She-Study Award mit einer Gesamtsumme von 8.500 Euro. "Viel wichtiger als das Preisgeld ist jedoch, dass wir den Finalistinnen durch die Auszeichnung eine Plattform bieten, um Kontakte mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft zu knüpfen und ihre Arbeiten vor einem größeren Publikum zu präsentieren", betont die Organisatorin des Shell She-Study Awards, Sabine Balser: "Die Auszeichnung ist für die Finalistinnen eine Chance, einen wichtigen Grundstein für ihre Karriere zu legen."

27.12.2005   Quelle: Shell Deutschland Oil GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarbundesliga: 31. Dezember 2005 Stichtag für die Zwischenwertung

Der Countdown läuft. In wenigen Wochen wird die Herbstmeisterschaft der sechsten Solarbundesliga-Saison entschieden. Bei dem von der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) und der Fachzeitschrift Solarthemen veranstalteten Wettbewerb für Kommunen geht es um die höchste Dichte von Solarwärme-und Solarstromanlagen pro Kopf der Bevölkerung.  Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium gefördert. Am 31. Dezember 2005 ist bundesweit Stichtag für den Nachweis der intensivsten Nutzung der Solarenergie. Melden kann sich jeder, der die Daten glaubhaft belegen kann. Dazu zählen neben den Kommunen auch Umweltverbände, Installationsunternehmen, Solaranlagenhersteller oder Einzelpersonen, die ihre Kommune melden.


Bonuspunkte Solarstrom plus Solarwärme

Noch liege der diesjährige Deutsche Meister, die kleine bayerische Gemeinde Rettenbach am Auerberg, in Führung, so die DUH. Doch die bayerische Gemeinde Halsbach sei bestrebt, diesen Vorsprung in den nächsten Wochen noch aufzuholen. "Wir erwarten, dass die Tabelle noch kräftig durchgewirbeltwird", sagt Solarthemen-Herausgeber Andreas Witt. Nach einer Regeländerung haben viele Kommunen die Chance, weiter nach oben zu kommen. Es gibt Bonuspunkte, wenn in einer Kommune sowohl Solarstrom als auch Solarwärme genutzt werden.


Titelverteidiger Freiburg rutscht auf Platz drei

Bei den Großstädten sei der langjährige Erste, die Stadt Freiburg, auf den dritten Platz zurückgefallen. Ganz oben sei nun Ulm, Zweiter sei inzwischen Ingolstadt. Die ersten Drei lägen allerdings dicht beieinander. "Bis Silvester kann noch viel passieren", sagt Carla Vollmer von der Deutschen Umwelthilfe. Sie empfiehlt auch Neueinsteigern, jetzt noch mitzumachen.

Weitere Informationen: http://www.solarbundesliga.de.

23.12.2005   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Klaus Vajen wird Vizepräsident des Solar-Weltfachverbandes

Prof. Dr. Klaus Vajen, Inhaber der Professur für Solarthermie an der Universität Kassel, wird zum 1. Januar das Amt des Vizepräsidenten im Weltfachverband für Solarenergie antreten. Die International Solar Energy Society (ISES) ist ein von Wissenschaftlern gegründeter Verband, der seit 1954 für die Verbreitung und Nutzung erneuerbarer Energien eintritt. ISES ist eine von der UN akkreditierte NGO (Nichtregierungsorganisation) und in mehr als 50 Ländern der Welt aktiv.
 
Die Gesellschaft unterstützt ihre Mitglieder weltweit bei der Forschung und Ausbildung zu erneuerbaren Energien, unter anderem durch die Organisation wissenschaftlicher Konferenzen. Aus ISES hervorgegangen ist zum Beispiel die internationale Solar Cities Initiative, die vom 3. bis 6. April in Oxford/England ihren zweiten weltweiten Kongress abhält. Die zweijährlich stattfindende EuroSun, bedeutendste europäische Konferenz zur Solarenergie, wird von ISES selbst veranstaltet.

Erneuerbare Energien sind Forschungsschwerpunkt der Universität Kassel

Für Vajen bedeutet die Vizepräsidentschaft bei ISES nicht nur "eine große Ehre". Er sieht damit auch den an der Kasseler Universität betriebenen Forschungsschwerpunkt zu erneuerbaren Energien bestätigt und will die Kompetenzen aus seinem und den zahlreichen anderen Kasseler Fachgebieten in seine Verbandsarbeit einbeziehen. Die Universität Kassel verfüge über die wahrscheinlich weltweit höchste Anzahl von Professoren im Bereich erneuerbarer Energien und biete mit dem Masterstudiengang "Regenerative Energien und Energieeffizienz" auch ein völlig neu konzipiertes Ausbildungsangebot, dass international auf großes Interesse stoße.

23.12.2005   Quelle: Universität Kassel   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

FRONIUS IG Interface: Neues Tool zur Photovoltaik-Datenübertragung

FRONIUS Interface-Box.
FRONIUS Interface-Box.

Mit der FRONIUS IG Interface Card (Box) können künftig die aktuellen Daten einer Solarstromanlage aus dem Wechselrichter ausgelesen und weiterverarbeitet werden, berichtet die FRONIUS International GmbH in einer Pressemitteilung. Die Anlagedaten könnten mit der Interface Card in andere IT-Systeme eingebunden werden, beispielsweise in die Gebäudeleittechnik oder Alarmsysteme.
 
Die Datenübertragung zum PC dient zur weiteren Visualisierung (zum Beispiel für die Integration der PV-Daten in Internetseiten. Der Anschlussbereich der Interface Card (Box) ist als serielle Schnittstelle ausgeführt, die den Anschluss eines PC oder anderer Geräte ermöglicht. Wie bei FRONIUS IG DatCom-Komponenten üblich erfolgt die Stromversorgung der FRONIUS IG Interface Card (Box) über den Wechselrichter oder alternativ über ein Steckernetzteil.

Die neue standardisierte Schnittstelle von Fronius ist mit allen FRONIUS IG Wechselrichtern einsetzbar. Einzige Vorraussetzung dafür sei die Einbindung eines Datenloggers. Für Neuinstallationen und für Anlagen, in denen Datenkommunikationskomponenten nachgerüstet werden, empfiehlt der Hersteller das Kombigerät FRONIUS IG Datalogger & Interface Box (Schutzart IP 20): Hier sei die Interface Card bereits in das Datenloggergehäuse eingebaut, wodurch Installationszeit und Kosten gespart würden.

23.12.2005   Quelle: FRONIUS International GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FRONIUS International GmbH

 

CDU/CSU: Emissionshandel hat sich als Klimaschutzinstrument bewährt

"Der Emissionshandel hat sich grundsätzlich als Klimaschutzinstrument bewährt. Durch die Festlegung konkreter Emissionsminderungsziele bietet er insbesondere Anreize für Investitionen in moderne klimafreundliche Technologien", erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Katherina Reiche (MdB), zur Diskussion um den Emissionshandel.   Auch in Zukunft müsse der Emissionshandel so ausgestaltet werden, dass Anreize zu mehr Effizienz und Innovation gegeben werden.


Mitnahmeeffekte vermeiden

Die bisherigen Erfahrungen mit dem Emissionshandel in der ersten Handelsperiode hätten aber auch einige Defizite erkennen lassen, betont Reiche. Diese gelte es bei der anstehenden Aufstellung des Gesetzes zur Zuteilung von Emissionszertifikaten zu beseitigen. "Mitnahmeeffekte müssen in Zukunft vermieden werden", fordert Reiche. Hierzu zählten auch so genannte windfall profits, bei denen kostenlos zugeteilte Emissionszertifikate zum aktuellen Marktpreis auf die Strompreise aufgeschlagen würden. Vor allem die Wettbewerbsfähigkeit der energieverbrauchenden Industrie gelte es künftig besonders zu berücksichtigen. Nicht zuletzt müsse das Zuteilungssystem transparenter und unbürokratischer gestaltet werden. Hier werde auch die Aufgabenverteilung zwischen der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) und den verschiedenen Landesbehörden zu überprüfen sein.


Klimaschutzprojekte sollen weitere Staaten an den Emissionshandel heranführen

Auch die Nutzung und Anrechung von Emissionsminderungen durch internationale Klimaschutzprojekte nach dem Kyoto-Protokoll (CDM und JI) muss nach Ansicht der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion erleichtert werden. Hierdurch würden sich durch den Export von Klimaschutztechnologien auch neue Absatzchancen für die deutsche Industrie im Ausland ergeben. Die internationalen Klimaschutzprojekte könnten darüber hinaus auch als Brücke dienen, andere Industriestaaten sowie die Schwellen- und Entwicklungsländer an den Emissionshandel heranzuführen und einen weltweiten Emissionshandel voranzutreiben. "Insgesamt kann der Emissionshandel durch diese Maßnahmen weiter verbessert und die Kostenbelastung der Wirtschaft verringert werden. Dadurch wird der Emissionshandel noch besser in der Lage sein, einen Beitrag zur notwendigen Reduzierung von Emissionen zu leisten", so Reiche.

22.12.2005   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Aktion WÄRME VON DER SONNE startet in die zweite Runde

60 Solar-Initiativen beteiligen sich im Jahr 2006 an der Aktion WÄRME VON DER SONNE. Sie waren aus 83 Bewerbungen ausgewählt worden. Die Initiativen werden bei der Durchführung von Aktionen für die Solarwärme aktiv unterstützt. Nach der sehr positiven Resonanz auf die neuartige Solarwärmekampagne im Jahr 2005 startet die Aktion ins neue Aktionsjahr mit der doppelten Anzahl von Initiativen. Sie stammen aus allen Regionen Deutschlands: Vom Schwarzwald bis zur Mecklenburgischen Seenplatte, vom Emsland bis in den Chiemgau. 
Eine Liste der Initiativen findet sich unter: www.waerme-von-der-sonne.de. Die Aktion WÄRME VON DER SONNE wird durchgeführt vom Bundesverband Solarindustrie e.V. (BSi) und gefördert vom Bundesumweltministerium.


Die beteiligten regionalen Solarinitiativen informieren die Bevölkerung vor Ort über die Vorteile der Solarwärme und werben für deren Nutzung. Sie veranstalten Informationsabende, Infostände, Solarfeste, Tage der offenen Tür, Wettbewerbe, solare Radtouren und vieles mehr. WÄRME VON DER SONNE stellt dafür professionelles und firmenneutrales Material zur Verfügung, das teilweise für jede beteiligte Initiative individuell erstellt wird.


Nachfrage nach Sonnenkollektoren 2005 um zirka 25 % gestiegen

"Wir freuen uns sehr über das große Interesse der Initiativen an einer Beteiligung an der Aktion", sagt Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des BSi, "dies bestätigt uns in dem Kampagnenkonzept, nicht selbst die Hausbesitzer anzusprechen, sondern die vielfach vorhandenen regionalen Akteure und deren Strukturen zu motivieren und zu stärken", so Stryi-Hipp weiter. Der BSi geht davon aus, dass auch die Aktion WÄRME VON DER SONNE einen Beitrag dazu geleistet hat, dass die Nachfrage nach Solarwärmekollektoren im Jahr 2005 um zirka 25 % angestiegen ist.


250 Veranstaltungen mit mehr als 12.000 Besuchern

Als Partner vor Ort sind zahlreiche Akteure mit im Boot, wie beispielsweise Solarvereine, Agenda-Gruppen, Umweltverbände, Kommunen, Handwerksbetriebe und Solarunternehmen. Sie erhalten von der Aktion Infomaterialien, Plakate, Werbegeschenke, Checklisten, können eine Wanderausstellung ausleihen und sich in Workshops weiterbilden. Zentrales Informationsmedium ist die Aktionszeitung, die für jede Initiative individuell erstellt wird und lokale Inhalte hat.

Das Konzept der Aktion hat sich laut BSi bewährt: Der Mix verschiedener Kommunikationskanäle, das einheitliche Design, die dezentrale Umsetzung und die Einbindung lokaler Multiplikatoren. Bei den 30 Initiativen waren im Jahr 2005 insgesamt 270 Organisationen beteiligt, die über 250 Veranstaltungen mit mehr als 12.000 Besuchern durchgeführt haben. Mehr als 100.000 Aktionszeitungen wurden verteilt und 4.600 Aktionsplakate aufgehängt.

Kontakt: sonnenwaerme@regiosolar.de

22.12.2005   Quelle: BSi   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Flüssige Salze sollen Kühlung mit Solar- und Erdwärme effektiver machen

Ionische Flüssigkeiten können als Wärmeträger in Solaranlagen genutzt werden.
Ionische Flüssigkeiten können als Wärmeträger in Solaranlagen genutzt werden.

Um einen Kühlschrank kalt zu halten, kann nicht nur Strom, sondern auch Wärme zur Kälteerzeugung genutzt werden. Dieses Verfahren ist seit über 100 Jahren bekannt und wird beispielsweise in Campingkühlschränken verwendet. Doch der breite Durchbruch dieser Technik blieb bisher aus. Jetzt will das Institut für Technische Thermodynamik und Kältetechnik (ITTK) der Universität Karlsruhe versuchen, mit flüssigen Salzen, in der Fachsprache ionische Flüssigkeiten genannt, eine technisch wirksamere, ungefährlichere, betriebssicherere und kostengünstigere Alternative zu schaffen, die auch mit Solarwärme arbeiten kann.
 
Bislang enthielten die Kältemaschinen umweltbelastende Arbeitsstoffe, die zudem auch mit anderen Nachteilen behaftet sind, so dass eine technisch optimale Lösung noch nicht gefunden wurde. Nun sollen flüssige Salze für Kälte sorgen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt das innovative Projekt mit rund 265.000 Euro.


Ionische Flüssigkeiten: wirtschaftlich und ökologisch wertvoll

Flüssige Salze unterscheiden sich nicht wesentlich vom normalen Kochsalz. Auch das wird ab einer bestimmten Temperatur flüssig - allerdings erst bei 800 Grad. Anders ionische Flüssigkeiten: Sie sind schon bei Raumtemperatur nicht mehr fest. Das ist aber nicht ihre einzige Besonderheit. Flüssige Salze leiten und speichern besonders gut Wärme. Und diese Eigenschaft macht sie für die Forschung so interessant. Die Verwendung flüssiger Salze sei vielfältig, so die Meinung der Experten. "Gerade in der Gebäudeklimatisierung mit Hilfe von Solar- und Erdwärme versprechen wir uns durch die neuen Arbeitsstoffe gute Fortschritte", betont Prof. Karlheinz Schaber vom ITTK. Die ökologischen Vorteile dieser Kühltechnik: Die Salze können problemlos entsorgt werden. Ionische Flüssigkeiten sind weder giftig noch explosiv. Und wirtschaftlicher soll das Verfahren auch sein. "Wenn die Technik mit flüssigen Salzen günstiger und effektiver ist, dann lohnt sich dieses Kühlverfahren auch vermehrt für Prozesse mithilfe von Solar- und Erdwärme", erwartet DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Auch das käme der Umwelt zugute.


"Grüne Chemie" als Lösungsmittel und effektiver Wärmeträger in Solaranlagen

Ionische Flüssigkeiten als umweltfreundliche Ersatzstoffe können maßgeschneidert in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden. "Als Umweltstiftung versuchen wir, das innovative Potential ionischer Flüssigkeiten in seiner Bandbreite weiter auszubauen", erläutert Brickwedde und verweist auf weitere Fördervorhaben der Stiftung. So wird diese "grüne Chemie" auch als umweltfreundliches und vor allem recycelfähiges Lösungsmittel verwendet. Flüssige Salze können aber auch als effektive Wärmeträger in Solaranlagen genutzt werden.


Partner unterstützen das Vorhaben

Bis allerdings "Salziges" nicht nur im Kühlschrank aufbewahrt wird, sondern für die Kälteproduktion wirksam eingesetzt werden kann, muss das ITTK noch einige Versuche fahren. Dafür hat sich das Institut Kooperationspartner mit ins Boot geholt: Die Firmen IoLiTec Ionic Liquids Technologies aus Freiburg und IPF Beteiligungsgesellschaft Berndt aus Reilingen unterstützen das Vorhaben tatkräftig.


22.12.2005   Quelle: DBU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU
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Offshore-Windkraft: Eignungsgebiete in Nord- und Ostsee festgelegt

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat erstmals besondere Eignungsgebiete für Windenergieanlagen in der Nord- und Ostsee festgelegt. Die am 19.12.2005 im Gemeinsamen Ministerialblatt veröffentlichten Gebiete befinden sich in der so genannten "ausschließlichen Wirtschaftszone" (AWZ), also im Bereich jenseits der 12-Seemeilen-Hoheitszone bis zu einer Entfernung von 200 Seemeilen von der Küste.
 
"Das ist ein wichtiger Schritt für eine geordnete Entwicklung der Windkraftnutzung auf dem Meer", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Festgelegt wurden laut Bundesumweltministerium in der Ostsee die Gebiete "Kriegers Flak" und "Westlich Adlergrund" mit einer Groesse von 35 beziehungsweise 109 Quadratkilometern sowie in der Nordsee das insgesamt 542 Quadratkilometer umfassende und aus drei Teilgebieten bestehende Gebiet "Nördlich Borkum". Die Auswahl der Gebiete und das Verfahren der Festlegung erfolgten in enger Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium.


Belange des Umwelt- und Naturschutzes umfassend berücksichtigt

Damit sei ein erster wichtiger Schritt hin zu einer marinen Raumordnung getan, betont das BMU. Erstmals seien Flächen auf dem Meer außerhalb des deutschen Hoheitsgebietes für eine bestimmte Nutzung unter Berücksichtigung der Interessen der Schifffahrt und der Meeresumwelt identifiziert und festgelegt worfden. "Hier hat der Bund Pionierarbeit geleistet. Ähnlich zielorientierte Lösungen wünsche ich mir kurzfristig auch von den zuständigen Bundesländern im Bereich der Netzanbindung für das Küstenmeer und den Landbereich", sagte Gabriel. Für die Unternehmen böten die festgelegten besonderen Eignungsgebiete ein hohes Maß an Planungs- und Investitionssicherheit, betont das Bundesumweltministerium. Die Belange des Umwelt- und Naturschutzes seien durch die vom BSH vorgenommene strategische Umweltprüfung sowie in einer FFH-Verträglichkeitsprüfung unter anderem mit Beteiligung des Bundesamts für Naturschutz (BfN) und zahlreicher Umwelt- und Naturschutzverbände erörtert und bei der Festlegung umfassend berücksichtigt worden.

22.12.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

strom magazin: Strompreiserhöhungen lassen sich nicht verhindern

Mehr als drei Viertel der deutschen Stromversorger wollen zum Jahresbeginn ihre Preise erhöhen. Und auch wenn sich Hessens Wirtschaftsminister Rhiel mit seiner pauschalen Ablehnung aller eingereichten Erhöhungen derzeit bei den Wählern beliebt mache, erwarteten Experten nicht, dass flächendeckende Strompreissteigerungen verhindert werden können, so das Onlineportal "strom-magazin" in einer Pressemitteilung. "Viele Länder haben die beantragten Preiserhöhungen bereits genehmigt, so dass sich die Haushalte auf durchschnittlich einen Cent mehr pro Kilowattstunde Strom einstellen sollten", beurteilt Annika Krisp vom strom-magazin (www.strom-magazin.de) die momentane Situation. 
Verbraucher unterschätzen ihre Marktmacht

Wer sich von den "Preiskapriolen" im Energiemarkt unabhängig machen wolle, dem bleibe nur eins: Den Wettbewerb auf dem Strommarkt zu nutzen und den Anbieter zu wechseln. "Die Verbraucher unterschätzen ihre Marktmacht und nehmen die Chance, ihrem angestammten Versorger durch einen Wechsel ihre Unzufriedenheit zu demonstrieren, kaum wahr", sagt die Energie-Expertin aus Wetzlar. "Wozu sollen die Regionalversorger attraktive Preise kalkulieren, wenn sowieso nur wenige Kunden abwandern?"


"Die Verbraucher werden sich wundern, wie viel sie bei einem Wechsel sparen könnten"

Krisp ist überzeugt, dass viele Verbraucher eine völlig falsche Vorstellung davon hätten, was bei einem Anbieterwechsel auf sie zukomme: "Viele denken, das sei mit großem Aufwand verbunden und berge zudem die Gefahr, irgendwann im Dunkeln zu sitzen. Das ist falsch", sagt Krisp, die im Selbstversuch bereits mehrfach den Stromanbieter gewechselt habe. Die im Internet zahlreich vorhandenen Tarifrechner böten alle nötigen Informationen und zeigten sowohl momentane Stromkosten als auch sämtliche Alternativen. "Die Verbraucher werden sich wundern, wie viel sie bei einem Wechsel sparen könnten", erklärt Krisp. Der Wechselprozess sei in den letzten Jahren optimiert worden. "Der oft gehörte Satz `Der Wettbewerb auf den Strommarkt funktioniert nicht` bedeutet nicht, dass wer wechseln will nicht problemlos wechseln kann", betont Krisp.

Informationen zum Stromanbieterwechsel, einen umfangreichen und einfach bedienbaren Tarifrechner und die Möglichkeit, Verträge online abzuschließen, bietet das strom magazin in seinem Verbraucherchannel unter
http://anbieterwechsel.strom-magazin.de/.

21.12.2005   Quelle: i12 AG; strom magazin   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Plambeck Neue Energien AG erhält Baugenehmigung für Offshore-Testanlage

Zukunft Offshore: REpower 5 M (Fotomontage).
Zukunft Offshore: REpower 5 M (Fotomontage).

Windenergieanlage der Multi-Megawattklasse im Offshore-Testfeld Cuxhaven erhalten. In diesem Testfeld sollen insgesamt vier Offshore-Testanlagen errichtet werden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
Die Plambeck Neue Energien AG hat die Genehmigung zum Bau einer Die Plambeck Neue Energien AG habe sich frühzeitig um einen dieser Teststandorte beworben, um eine für den Einsatz auf hoher See vorgesehene Windenergieanlage unter den Anforderungen eines Betreibers zu testen. Genehmigt wurde jetzt der Bau einer Windenergie-Anlage vom Typ REpower 5M. Die Plambeck Neue Energien AG befinde sich jedoch noch in Gesprächen auch mit anderen Anlagenherstellern.

"Die Offshore-Testanlage soll noch im Jahr 2006 fertig gestellt und in Betrieb genommen werden", erläutert Thorsten Fastenau, der den Offshore-Bereich der Plambeck Neue Energien AG leitet. "An dem Teststandort wollen wir einzelne Komponenten von Windenergieanlagen erproben und unterschiedliche Materialien testen." Dabei gehe es auch um eine Optimierung der Anlagentechnik. Außerdem soll die unmittelbar an der Küste stehende Anlage genutzt werden, um spezifische Checklisten zu erstellen, die Inbetriebnahme sowie Mechanik und Elektrik zu erproben, Notfallpläne und Sicherheitsausrüstung durchzuspielen und zu optimieren sowie Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten zu trainieren. Darüber hinaus können logistische Möglichkeiten erprobt werden, deren Ergebnisse dann beim Bau auf See zu nutzen sind.

Diese Erkenntnisse sollen einfließen in den Bau und Betrieb von Offshore-Windparks. Die Plambeck Neue Energien AG verfügt seit Februar 2004 über die Genehmigung zum Bau von zunächst 77 Windenergieanlagen im Offshore-Windpark "Borkum Riffgrund", der in einer zweiten Bauphase auf bis zu 180 Windenergieanlagen erweitert werden soll. Darüber hinaus bearbeitet des Unternehmen fünf weitere Offshore-Windparkprojekte.

21.12.2005   Quelle: Plambeck Neue Energien AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REpower Systems AG

 

Neue Prognose zu Pelletsheizungen: 8 % Marktanteil bis 2015 denkbar

Marktprognose der Solar Promotion GmbH.
Marktprognose der Solar Promotion GmbH.

Die Solar Promotion GmbH, Veranstalter der Fachmesse Pellets 2006 und des 6. Industrieforums Holzenergie, hat eine Marktprognose zum Pelletsmarkt erstellt. Das Ergebnis zeige, dass die Branche selbst bei einem konservativen Szenario mit 15 % jährlichem Wachstum bis 2015 deutliche Marktanteile gewinnen wird, so dass ein Anteil von bis zu 8 % am deutschen Heizungsmarkt erreicht werden kann, berichtet Solar Promotion in einer Pressemitteilung. 
"Wusste vor ein paar Jahren noch kaum einer, was es mit den kleinen Holzpresslingen auf sich hat, so werden dieses Jahr in Deutschland voraussichtlich rund 14.000 Pelletsheizungen neu installiert. Das entspricht einem Marktwachstum von 100 %", so Solar Promotion.


Konservatives Szenario entwickelt

Pelletsheizungen seien im Jahr 2005 gefragt wie nie. In Deutschland wachse der Bestand an Pelletsheizungen dieses Jahr auf rund 40.000. Der Anteil von Pelletsheizungen bei Neuinstallationen betrage damit 2 %. Dieser Boom habe sich auch auf der Fachmesse Pellets 2005 widergespiegelt, deren Besucherzahlen sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt hatten. Doch wie wird sich der Markt in den nächsten Jahren entwickeln? Die Solar Promotion GmbH aus Pforzheim habe dazu ein Szenario entwickelt, das mit durchschnittlich 15 % Wachstum eine eher konservative, daher aber um so wahrscheinlichere Prognose liefere.


Ölpreis zwischen 50 und 100 US-Dollar je Barrel macht wirtschaftlichen Betrieb von Pelletsheizungen möglich

Die Voraussetzung für die Entwicklung eines Szenarios sei die Annahme gewisser Randbedingungen, betont Solar Promotion. Für die Marktprognose werde eine stabile Gesetzeslage und ein Ölpreis zwischen 50 und 100 US-Dollar je Barrel vorausgesetzt, so dass ein wirtschaftlicher Betrieb von Pelletsheizungen möglich sei. Wachse nun der Pelletsmarkt entsprechend dem Szenario um 15 % pro Jahr, errechne sich der Gesamtbestand an Pelletsheizungen bis zum Jahr 2010 bereits auf rund 150.000. Mit 28.000 liege der Marktanteil der im Jahr 2010 neu installierten Pelletsheizungen damit bei 4 %. Verfolge man das Szenario bis in das Jahr 2015, ergebe sich ein Marktvolumen von 57.000 Neuinstallationen und ein Branchenumsatz von 1,35 Milliarden Euro. Mit 8 % Marktanteil am deutschen Heizungsmarkt hätte die Pelletsbranche dann endgültig ihren Nischenplatz verlassen, beton die Solar Promotion GmbH.

Für Unternehmen der Pelletsbranche bedeute dies, sich bereits heute in Produktion und Marketing auf den wachsenden Markt einzustellen, um sich langfristig Marktanteile sichern zu können. Einen Überblick über den wachsenden Pelletsmarkt erhalten Besucher der Fachmesse Pellets 2006 am 12. und 13. Oktober in der Messe Stuttgart. Mit über 100 Ausstellern ist die Pellets 2006 Deutschlands größte Fachmesse, die sich ausschließlich auf den Bereich Pellets konzentriert. Hersteller, Großhändler, Zulieferer und Dienstleister der Pelletsbranche präsentieren ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen.

Weitere Informationen unter http://www.pellets2006.de.

21.12.2005   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH

 

Thomas-Tim Sävecke in den Vorstand der voltwerk AG berufen

Die Hamburger voltwerk AG hat Thomas-Tim Sävecke (40) in den Vorstand berufen. In der neuen Position wird er ab sofort für die Entwicklung von Photovoltaik- und solarthermischen Großkraftwerken sowie für den Bau aller geplanten regenerativen Kraftwerke verantwortlich sein, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die voltwerk AG hat nach eigenen Angaben bislang Solarparks mit einem Investitionsvolumen von rund 185 Millionen Euro in Deutschland finanziert und realisiert.  Erste Projekte in Spanien und Australien werden in 2006 erwartet. Als langjähriger "Director Sourcing" der Conergy AG bringe der Diplom-Ingenieur und Unternehmensberater exzellente Erfahrung des internationalen Solarmarktes mit und werde so die Internationalisierung der voltwerk AG weiter aktiv vorantreiben, heißt es in der Pressemitteilung.

„Der Markt für Solar-Großkraftwerke wird international immer bedeutender. Für unsere Kunden ergeben sich daraus attraktive Investitionsmöglichkeiten bei gleichzeitig professioneller Projektentwicklung und überschaubarem Risiko", freut sich Thomas-Tim Sävecke auf seine Aufgabe. Schon seit 2000 ist Sävecke im Bereich der Erneuerbaren Energien aktiv. Nach zwei Jahren Geschäftsführertätigkeit bei Deutschlands größtem Solar-Großhändler AET, wechselte er 2003 zur Conergy AG nach Hamburg und leitete seitdem den internationalen Einkauf. Sein Nachfolger ist Andreas Balzer (40), der bislang bei BSN für den internationalen Einkauf verantwortlich war. Mit seinem langjährigen Know-how im internationalen Einkauf im medizinischen und Energiebereich, werde er als neuer "Director Corporate Purchasing" die strategische Internationalisierung des Einkaufs der Conergy AG weiter vorantreiben.

Im Einvernehmen mit Vorstand und Aufsichtsrat sei Frank Wolff aus dem Vorstand der voltwerk AG ausgeschieden, so das Unternehmen. Er werde voltwerk weiterhin mit seiner Expertise im Anlagenbau zur Verfügung stehen.

Die voltwerk AG finanziert, entwickelt und realisiert Solar- und Windparks, sowie solarthermische Kraftwerke und Bioenergieanlagen. Sie ist aktiv in Deutschland, Spanien, Frankreich und Australien, mit Niederlassungen und eigenen Tochtergesellschaften. voltwerk strebt 2005 einen Umsatz von rund 140 Milionen Euro an.

21.12.2005   Quelle: voltwerk AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Informationskampagne kritisiert Elektrizitätswirtschaft: Erneuerbare machen Strom nicht teurer

Der Anteil erneuerbarer Energien am Strompreis ist gering.
Der Anteil erneuerbarer Energien am Strompreis ist gering.

Entgegen anderer aktueller Verlautbarungen seitens der Elektrizitätswirtschaft seien höhere Strompreise zum Jahreswechsel nicht mit dem Ausbau erneuerbarer Energien zu rechtfertigen, erklärte die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung. Die Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien würden voraussichtlich in diesem Jahr sogar erstmals sinken – trotz steigender Strommengen aus erneuerbaren Quellen.
 
"Die falsche Darstellung des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) beruht auf Berechnungen, die offenbar von einem zu niedrigen Wert des nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergüteten Stroms ausgehen", sagt Dr. Simone Peter, Leiterin der Informationskampagne für Erneuerbare Energien.


Grundlaststrom fast 50 Prozent teurer als Ende 2004

Für die Berechnung der Differenzkosten sei der Preis für konventionell erzeugten Strom an der Leipziger Strombörse "eex" die Grundlage. "Dieser hat in den letzten zwölf Monaten einen solch massiven Sprung nach oben gemacht, dass die Differenzkosten zwischen konventionell erzeugtem Strom und der Vergütung für Erneuerbare Energien sinken", erläutert Peter. Nach eex-Angaben kostete die Kilowattstunde Grundlast-Strom für das Jahr 2006 Ende November 2005 exakt 4,785 Cent. Ende des Jahres 2004 sei Grundlaststrom für das Jahr 2005 noch für 3,282 Cent je Kilowattstunde gehandelt worden. "Das ist ein Plus von fast 50 Prozent!", so die Leiterin der Informationskampagne.

Bereits vor einigen Wochen hätten das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) vom VDEW veröffentlichte Zahlen zur Belastung der Stromverbraucher durch Erneuerbare Energien widerlegt, so die Informationskampagne. Nach Angaben des BEE falle die von einigen Energieversorgern berechnete EEG-Umlage sogar um bis zu 40 Prozent zu hoch aus.


Sinkende Vergütung für Strom aus Erneuerbaren gesetzlich verankert

"Die Belastung der Verbraucher durch erneuerbare Energien ist mit etwa einem halben Cent je Kilowattstunde oder 1,50 Euro im Monat für einen Drei-Personen-Haushalt gering. Dafür stammt bereits mehr als 10 Prozent unseres Stroms aus Wind, Sonne, Bioenergie, Wasserkraft und Erdwärme“, so Peter. In den kommenden Jahren sei mit weiter sinkenden Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien zu rechnen, da die Senkung der Vergütungen per Gesetz vorgegeben sei.

20.12.2005   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien

 

SOLON und Ecostream kooperieren beim Bau von Solarkraftwerken

SOLON-Mover.
SOLON-Mover.

Die Berliner SOLON AG und die Ecostream GmbH (Köln) haben einen Vertrag über die Realisierung mehrerer Projekte im europäischen Ausland unterzeichnet. Die Übereinkunft habe ein Gesamtvolumen von rund 37 Millionen Euro, berichtet die SOLON AG in einer Pressemitteilung. Ecostream, eine Tochtergesellschaft der niederländischen Econcern-Gruppe, werde für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren eigene Projekte unter Einsatz von solaren Komplettsystemen von SOLON, so genannten SOLON-Movern, realisieren.
 
Allein im Jahr 2006 wolle Ecostream 5 Megawatt im Rahmen mehrerer Kraftwerksprojekte implementieren.


Solarzellen werde von Solland Solar für Projekte in Belgien

Neben Großprojekten in Spanien sei die Realisierung kleinerer Wohnhaussysteme in Belgien vorgesehen, bei denen Standardmodule von SOLON zum Einsatz kommen sollen. Ein Teil der verwendeten Solarzellen werde von Solland Solar Energy bezogen, einem Solarzellenproduzenten mit Sitz in Heerlen/Aachen, an dem beide Unternehmen beteiligt sind. SOLON und Ecostream haben außerdem eine engere Zusammenarbeit auf dem belgischen, deutschen, italienischen sowie spanischen Markt vereinbart. Für SOLON bedeute die Kooperation mit der international tätigen Econcern-Gruppe einen weiteren Schritt in der Internationalisierung ihres solaren Kraftwerksgeschäftes, heißt es in der Pressemitteilung.

20.12.2005   Quelle: SOLON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLON AG

 

KfW-Programm zur Förderung erneuerbarer Energien: Antragsstopp zum 31.12.2005

Die KfW hat im September 1999 auf Wunsch des Bundes das Programm zur Förderung erneuerbarer Energien aufgelegt. Das dafür bereitgestellte Programmvolumen wird in Kürze erschöpft sein, berichtet die KfW in einer Pressemitteilung. Daher werde das Programm für Neuanträge zum 31.12.2005 zunächst geschlossen. Anträge im Programm zur Förderung erneuerbarer Energien (Programm-Nr. 128) können noch bei der KfW gestellt werden bis einschließlich 31.12.2005.  Eine Weiterführung des Programms in dieser Legislaturperiode sei durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vorgesehen.


Langfristige, zinsgünstige Darlehen mit Festzinssätzen und tilgungsfreien Anlaufjahren

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, welche die produzierte Energie ausschließlich selbst nutzen, freiberuflich Tätige, kleine und mittlere private Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Gesellschaften in privater Rechtsform, an denen mehrheitlich Kommunen beteiligt sind, sofern sie die KMU-Definition der EU einhalten, Kommunen, Kreise, und kommunale Eigenbetriebe, Zweckverbände, sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts, eingetragene Vereine und Land- und Forstwirte, sofern sie die Einkünfte aus dem Betrieb der geförderten Anlage gemäß § 15 EStG versteuern. Sie erhalten langfristige, zinsgünstige Darlehen mit Festzinssätzen und tilgungsfreien Anlaufjahren. Für bestimmte Investitionen kann zusätzlich zum zinsgünstigen Darlehen ein Teilschulderlass beantragt werden.


Biomasse, Tiefengeothermie und Biogas

Finanziert wird die Errichtung von automatisch beschickten Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse zur Wärmeerzeugung ab 100 kW Nennwärmeleistung, in denen überwiegend naturbelassenes Holz verfeuert wird. Gefördert wird auch der Bau von automatisch beschickten Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse zur kombinierten Wärme- und Stromerzeugung (Kraft-Wärme-Kopplung). Die im Merkblatt genannten Emissionsgrenzwerte müssen eingehalten werden. Weiter unterstützt die KfW die Errichtung von Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie für die thermische Nutzung (ab 400 m Bohrtiefe) ohne Übernahme des Bohrrisikos sowie Anlagen zur Gewinnung und Nutzung von Biogas aus Biomasse zur Stromerzeugung oder - zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung (Kraft-Wärme-Kopplung).


Infocenter berät zu Förderprodukten

Das Infocenter der KfW Mittelstandsbank ist unter der Servicenummer 01801 / 24 11 24 erreichbar und berät zu den Programmen, die von der KfW Mittelstandsbank angeboten werden. Darüber hinaus wird der Bereich gewerblicher Umweltschutz abgedeckt. Die Beraterinnen und Berater des Infocenters der KfW Förderbank sind erreichbar unter der Servicenummer 01801 / 33 55 77 und beraten zu den Förderprodukten im Bereich Wohnwirtschaft, private Umweltschutzinvestitionen, Infrastruktur und Soziales sowie Bildungsförderung. Die Infocenter sind montags bis freitags, jeweils von 07:30 Uhr bis 18:30 Uhr erreichbar. Die aktuelle Konditionenübersicht steht über Fax-Abruf zur Verfügung unter der Nummer 069 / 7431 – 4214.

20.12.2005   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Energieatlas Südlicher Oberrhein zeigt Marktpotenziale der Erneuerbaren

Energieatlas Südlicher Oberrhein
Energieatlas Südlicher Oberrhein

Seit Ende November 2005 ist der "Energieatlas Südlicher Oberrhein" erhältlich. Bearbeitet haben das Werk die Energieagentur Regio Freiburg und der Ortenauer Energieagentur. Bei dem regionalen Energieatlas handelt es sich um den ersten Teil des "Regionalen Entwicklungskonzeptes zur Nutzung regenerativer Energien und zur Reduktion der CO²-Emissionen", des Regionalverbandes Südlicher Oberrhein. Der Regionalverband ergänzt damit den gesetzlichen Auftrag zur regionalplanerischen Steuerung der Windenergienutzung um Aussagen zu allen erneuerbaren Energiequellen und zur Energieeinsparung.  Die Studie habe erstmals die vorhandenen Energie- und Einspar-Potenziale in der Region systematisch aufgearbeitet und das realisierbare Marktvolumen abgeschätzt. Deutlich werde, dass die Region ein großes Innovationspotenzial besitze.


Investitionspotenzial von 340 bis 440 Millionen Euro pro Jahr

Bei der Umsetzung des identifizierten Marktpotenzials in der Region von insgesamt rund 14 Milliarden Euro für die Nutzung erneuerbarer Energien und zur Senkung der CO2-Emissionen könnten Investitionen von 340 bis 440 Millionen Euro pro Jahr ausgelöst werden, so der Regionalverband in seiner Pressemitteilung. Im Vergleich zu heute würde dadurch das Marktvolumen beim Wärmeschutz in Gebäuden und der Heizkesselsanierung‚ der Kraft-Wärme-Kopplung und bei der Nutzung regenerativer Energien verdreifacht oder sogar vervierfacht.


Langfristige Klimaschutz-Strategie geplant

Damit die bedeutenden in der Region vorhandenen Möglichkeiten zur Nutzung von Sonnenenergie, Erwärme oder Biomasse ebenso wie Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs oder der Einsatz effizienter Energietechnik nicht unberücksichtigt bleiben, macht der Regionalverband Südlicher Oberrhein für die erneuerbare Energien von dem Instrument des Regionalen Entwicklungskonzeptes Gebrauch. Das Gesamtkonzept ist zweigeteilt: Neben dem Regionalen Energieatlas soll im 2. Teilprojekt eine "Langfristige Klimaschutz-Strategie für die Region Südlicher Oberrhein" erarbeitet werden. Im Energieatlas stand zunächst die Analyse des Ist-Zustandes im Vordergrund. Dazu wurde eine Umfrage bei 126 Kommunen und 40 Energieversorgern durchgeführt. Ergebnis ist eine detaillierte Energiebilanz für die Region.


80 % des Energieverbrauchs für Wärme, 20 % für Strom

Demnach wurden jährlich 24.000 Gigawattstunden (GWh) Energie werden verbraucht und dafür jährlich insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro bezahlt; knapp die Hälfte von den privaten Haushalten (45 %). Im Gesamtdurchschnitt werden rund 80% der Energie für die Wärmebereitstellung (56 % Raumwärme, 20 % Prozesswärme und 5 % Warmwasser) und nur knapp 20 % für die Stromversorgung verbraucht. Derzeit werden rund 95 % fossile Brennstoffe und nur etwa 5 % erneuerbare Energien genutzt. Eine Verdoppelung der regenerativen Energieproduktion aus Wasserkraft, Biomasse, Windenergie, Sonnenenergie (Solarstrom und Solarwäme) sowie der Erdwärme würde bis zum Jahr 2010 kumulierte Investitionen von rund einer Milliarde Euro in der Region erforderlich machen.

Der Regionale Energieatlas kann bestellt werden beim Regionalverband Südlicher Oberrhein für 19,50 Euro zuzüglich Versandkosten (3,00 €). Weitere Informationen unter: www.region-suedlicher-oberrhein.de (Topthema).

20.12.2005   Quelle: Regionalverband Südlicher Oberrhein   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Regionalverband Südlicher Oberrhein

 

Neuer Bioenergie-Fonds: Strom vom Bauernhof

Als einer der ersten Initiatoren bietet das Frankfurter Emissionshaus MTV Capital Invest AG mit der MTV III BioEnergie GmbH & Co. KG im Rahmen eines Geschlossenen Fonds die Beteiligung an einer langfristig gesicherten, umweltfreundlichen Energietechnologie. Dabei werde Strom aus Biomasse Gewonnen, berichtet die MTV Capital Invest AG in einer Pressemitteilung. Der neue MTV-III-BioEnergie-Fonds biete eine Rendite von mehr als 10 Prozent, verspricht die MTV Capital Invest AG.  Während der Laufzeit von 20 Jahren werde dem Anleger eine Ausschüttung von mehr als 300 Prozent zufließen. Eine Beteiligung sei bereits ab 5.000 Euro möglich.


Strom aus Mais, Gras oder Gülle

Derzeit entstünden im Auftrag der MTV in Niedersachsen, südlich von Bremen, in landwirtschaftlichen Betrieben neun Anlagen, in denen regenerative organische Stoffe wie Mais, Gras oder Gülle in Energie umgesetzt werden sollen. Dieses innovative Verfahren gewinne in der umweltfreundlichen Energiegewinnung eine schnell wachsende Bedeutung, betont MTV. Der aus Biomasse erzeugte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist und von den Stromversorgern bezahlt. Diese sind gesetzlich verpflichtet, den Strom aus erneuerbaren Energien für die nächsten 20 Jahre zu einem garantierten Preis abzunehmen. Damit sei jede Beteiligung für diesen Zeitraum gesichert, so MTV.


EEG weckt großes Interesse an Biomasse-Projekten

Bei ihrem neuen Bioenergie-Projekt arbeitet die MTV AG nach eigenen Angaben mit kompetenten Partnern zusammen. Die technische Betriebsführung lasse die MTV AG wahrnehmen von der auf Bioenergie-Anlagen spezialisierten Archea Biogas GmbH, Hessisch Oldendorf. Hersteller der Anlagen sei die renommierte Eisenmann Maschinenbau KG mit Sitz Böblingen. Den Vertrieb des MTV-Bio-Fonds habe unter anderem die in Umweltprojekten erfahrene Umwelt Direkt Investment (UDI, Nürnberg) übernommen. Mit dem MTV III BioEnergie-Fonds habe das Frankfurter Emissionshaus die Möglichkeiten genutzt, die sich aus der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ergeben. Die EEG-Neufassung habe ein überaus großes Interesse an Biomasse-Energieprodukten ausgelöst.

Bisher hat die MTV Capital Invest AG nach eigenen Angaben bereits zwei Fonds am Markt etabliert: MTV II British Life und MTV Leben Invest I mit britischen bzw. deutschen Kapital-Lebensversicherungen. Demnächst soll das Portfolio des Finanzdienstleisters erweitert werden.

20.12.2005   Quelle: MTV Capital Invest AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Hydrogeit Verlag erwirbt Wasserstoff-Magazin "H2-Tec" von SunMedia

H2-Tec, das Magazin für Wasserstoff und Brennstoffzellen wird ab 2006 vom Hydrogeit Verlag herausgegeben. Nach fünfjähriger Betreuung durch die SunMedia Verlags-GmbH erwirbt der Kremmener Fachverlag, der bereits diverse Bücher über Wasserstoff und Brennstoffzellen im Sortiment führt, H2-Tec mit Wirkung zum 1. Januar 2006, berichtet Hydrogeit in einer Pressemitteilung.  Sven Geitmann, Geschäftsführer des Hydrogeit Verlags, und Björn Johnsen, Geschäftsführer der SunMedia Verlags-GmbH, hätten sich darauf verständigt, dass der Erwerb des Magazins zum Jahreswechsel 2005/2006 vollzogen wird. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.


SunMedia-Verlag will Zeitschrift ERNEUERBARE ENERGIEN ausbauen

"In unserem Fachverlag für regenerative Energien spielte das halbjährlich publizierte Wasserstoff-Magazin eher eine Nebenrolle“, begründete SunMedia-Geschäftsführer Johnsen den Wechsel. Im SunMedia-Verlag erscheinen das Monatsmagazin ERNEUERBARE ENERGIEN, der 14-tägliche ERNEUERBARE ENERGIEN-Newsletter, das Wind- und das Solaradressbuch sowie der Sonderdruck WINDKRAFTANLAGENMARKT (Typen, Technik, Preise). Die Hannoveraner wollen nun ihr Monatsmagazin ERNEUERBARE ENERGIEN weiter ausbauen und ab nächstem Jahr auch Volontäre ausbilden. "Ich bin fest davon überzeugt, dass die H2-Tec beim Hydrogeit Verlag in besten Händen ist", sagte Johnsen. Sven Geitmann ist als diplomierter Maschinenbauer bereits seit mehreren Jahren in der Wasserstoffbranche zu Hause und hat neben seiner Tätigkeit als Fachjournalist schon mehrere Bücher zum Thema im eigens gegründeten Verlag veröffentlicht.


"H2-Tec" als Plattform für Forschung und Entwicklung

„Für mich ist dies eine einmalige Gelegenheit, das zu tun, was ich schon immer machen wollte: eine eigene Zeitschrift über Wasserstoff herauszubringen. Durch die jahrelange, professionelle Vorarbeit, die der SunMedia-Verlag geleistet hat, kann ich jetzt darauf aufbauen und gleichzeitig für viele neue Informationen sorgen", freut sich der künftige Herausgeber. Das neue Magazin für Wasserstoff und Brennstoffzellen soll nach Ankündigung von Geitmann zunächst einer kleinen "Verjüngungskur" unterzogen werden, indem der Inhalt auch für Nicht-Wissenschaftler verständlicher und das Layout weiter optimiert und übersichtlicher gestaltet werden sollen. Die thematische Ausrichtung werde jedoch beibehalten. Auch künftig soll renommierten Fachleuten der Wasserstoff-Technik eine Plattform geboten werden, um neueste Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung publik zu machen. Ferner plant Geitmann, gezielt die Hochschulen anzusprechen. Dadurch erhofft sich Geitmann neue Impulse für die Zeitschrift sowie eine Erweiterung des Leserkreises.

20.12.2005   Quelle: Hydrogeit Verlag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

EEG ist Vorbild für die meisten Europäer

Einspeiseregelungen wie das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder das vergleichbare Gesetz in Spanien sind effektiver und preiswerter als andere Regelungen, um die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen voranzubringen. Das betonten Vertreter aus 11 EU-Mitgliedsstaaten, der EU-Kommission und des Europaeischen Parlaments zum Abschluss eines zweitägigen internationalen Workshops in Berlin.  Die Teilnehmer bekräftigten das Ergebnis einer Untersuchung, welche die EU-Kommission kürzlich vorgestellt hatte. Die Kommission hatte dabei Deutschland sowie Dänemark, Finnland und Spanien im Hinblick auf die europäischen Zielvorgaben für den Ausbau der erneuerbaren Energien positiv hervorgehoben, so das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung.


BMU will weitere Länder bei der Einführung von Einspeiseregelungen unterstützen

Deutschland und Spanien hatten auf der Bonner Konferenz renewables2004 vereinbart, ihre Erfahrungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien auszutauschen und stärker zusammenzuarbeiten. Diese Zusammenarbeit sei im Oktober dieses Jahres auf eine rechtliche Grundlage gestellt worden. Neben dem Erfahrungsaustausch sollen auch andere Länder bei der Einführung von Einspeiseregelungen unterstützt werden, kündigte das BMU an. Diese Länder hätten die Möglichkeit, sich der Kooperation anzuschließen.
Der Berliner Workshop war der zweite im Rahmen der deutsch-spanischen Kooperation. Bei dem Treffen seien die jeweiligen Systeme der Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien vorgestellt und weitere Themen wie diskutiert worden wie beispielsweise angemessene Vergütungen, die Integration von erneuerbarem Strom in das Stromnetz, die Prognose für Windstrom sowie mögliche Kostenerleichterungen für die energieintensive Industrie.
Weitere Informationen zur deutsch-spanischen Kooperation sind im Internet abrufbar unter http://www.feed-in-cooperation.org, der Zwischenbericht der EU-Kommission in englischer Sprache ist zu finden unter http://www.erneuerbare-energien.de.

19.12.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

822,1 Megawatt Geothermie-Leistung in der EU

Gegen Ende des Jahres 2004 belief sich die elektrische Gesamtleistung der geothermischen Energie in der Europäischen Union auf 822,1 Megawatt (Mwel) und die Wärmeleistung auf 6 589,8 Megawatt (MWth). Davon entfielen 4.531 MWth auf die Leistung von Wärmepumpen. Das berichtet der Informationsdienst "EurObserv’ER" in seinem "Barometer", das in Nummer 170 des französischen Magazins Systèmes Solaires erschienen ist.   Geothermie kann auf zweierlei Weise genutzt werden kann, elektrisch oder in Form von Wärme. Jeder Nutzungstyp zeichnet sich durch unterschiedliche Technologien und Anwendungen aus.


Italien führt bei der Stromerzeugung aus Erdwärme

Italien verfügt laut EurObserv’ER über die größten Hochtemperatur-Geothermievorkommen Europas (790 MWel von 822,1 MWel). Portugal entwickelte die Geothermienutzung zur Stromerzeugung im Vulkaninselarchipel der Azoren (installierte Leistung 16 MWel). Frankreich hat im letzten Jahr sein zweites Geothermiekraftwerk in Bouillante in Betrieb genommen und verfügt somit über zusätzliche 10 MW (14,7 MWel insgesamt).


Wärme für Bäder, Heizung und Landwirtschaft

Die Wärmegewinnung aus Geothermie kann auf zwei Arten erfolgen: durch direkte Nutzung des Aquifers mit einer Temperatur von zwischen 30 und 150 °C (so genannte Nieder- und Mittelenthalpiefelder). Eine zweite Möglichkeit besteht im Einsatz von speziellen Wärmepumpen für Tiefenergiefelder. In Europa (25 Mitgliedsstaaten), entspricht die Gewinnung von Erdwärme aus Nieder- und Mittelenthalpiefeldern Ende des Jahres 2004 einer Kapazität von 2.058,9 MWth also 717,8 MWth mehr als im Jahr 2000. Geothermie wird vorwiegend zur Warmwasserproduktion für Bäder und Schwimmbäder genutzt (36,5 % der Gesamtproduktion, also 752 MWth) dicht gefolgt vom Einsatz zur Gebäudeheizung (35,7 % der Gesamtproduktion, also 734 MWth). Weiterhin wird die aus der Erde gewonnene Wärme in der Europäischen Union zur Heizung von Gewächshäusern in der Landwirtschaft eingesetzt. (18,7 % der Gesamtproduktion, also 386 MWth)
und für die Aquakultur (6,1 % Gesamtproduktion, also 126 MWth)


379.000 Wärmepumpen in Europa, davon 185.531 in Schweden

Die Europäische Union gehört zur den maßgeblichen Regionen der Welt, in denen die Wärmepumpentechnik entwickelt wurde. Die Gesamtkapazität des Wärmepumpenparks wird auf mehr als 379.000 Anlagen geschätzt, die einer Leistung von 4 531 MWth entsprechen. Schweden verfügt mit 185.531 Wärmepumpen über den größten Anlagenpark und produziert damit eine Gesamtleistung von 1.700 MWth. Allerdings sei zu bemerken, dass die Einzelleistung der in Deutschland und Österreich eingesetzten Wärmepumpen höher sei als in anderen Ländern, da die Zahlen auch Hochleistungs-Wärmepumpen mit einbeziehen würden, so "EurObserv’ER".


Wärmepumpenindustrie im Umbruch

Unter den drei großen Geothermiezweigen entwickelt sich die Wärmepumpenindustrie laut "EurObserv’ER" am schnellsten. In Europa gebe es ein paar Dutzend Hersteller, von denen die größten in Schweden, Deutschland, Frankreich und der Schweiz arbeiten, Länder, welche die wesentlichen Märkte ausmachen. Drei Hauptakteure könnten unterschieden werden: unabhängige Klein- und Mittelständische Betriebe mit Spezialisierung in der Wärmepumpenproduktion, die großen Unternehmen derselben Branche, die aber von großen Gruppen kontrolliert werden und wenige nicht spezifische Thermiker, die in der Vergangenheit eine Wärmepumenaktivität entwickelt hatten.


Italien, Portugal und Frankreich wollen elektrische Leistung um 152 MW steigern

Was die Stromerzeugung betreffe, habe jedes der Länder, die bereits Strom aus Geothermie gewinnen das Ziel, seine installierte Kapazität zu vergrößern, stellt "EurObserv’ER" fest. So plane Italien eine Leistungssteigerung von zusätzlich rund 100 Megawatt, Portugal 17 MW und Frankreich 35 MW (Soulz und Bouillante 3). Dank dieser Kraftwerke und Binäranlagen in Deutschland und Österreich werde die Gesamtleitung der Europäischen Union 988 MW betragen, das was nur knapp unter der von der Europäischen Kommission angestrebten Kapazität liege.


Geothermische Wärmeproduktion erfüllt Ziele des EU-Weißbuchs


Die Wärmeproduktion aus Nieder- und Mittelenthalpiefeldern kann laut "EurObserv’ER" bis 2010 um 50 MW jährlich gesteigert werden. Die Gesamtleistung dieser Energiequellen würde somit 2.360 MWth betragen. Die Situation auf dem Wärmepumpenmarkt sehe wesentlich positiver aus. Wenn jährlich ein gemitteltes Wachstum von 10 % eingehalten werde, könnte dieser Industriezweig im Jahr 2010 eine Leistung von 8.000 MWth erreichen. Das tatsächliche Ergebnis der EU der 15 liege im Jahr 2004 bereits über den angestrebten Zielsetzungen des Weißbuchs (insgesamt 5.000 MW, davon 2.500 MWth Wärmepumpen), was sich teilweise durch den Beitritt neuer Mitgliedstaaten erklären lasse, aber auch durch ein kräftiges Wachstum des Wärmepumpenmarktes.


"Barometer" von EurObserv’ER zeigen Entwicklung der erneuerbaren Energien

Die Barometer von EurObserv’ER werden regelmäßig veröffentlicht und dokumentieren den aktuellen Stand auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien weltweit und für Europa (Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Geothermie und Biomasse). Das Barometer von EurObserv’ER ist ein Projekt, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms »Intelligente Energie-Europa« von der DG Tren gefördert wird. Das Projekt wird außerdem unterstützt von der französischen Agentur für Umwelt und Energie Ademe (Agence de l’environnement et de la maîtrise de l’énergie).

EurObserv’ER ist ein Zusammenschluss sechs europäischer Organisationen zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien in der Europäischen Union. Diese sechs Organisationen sind:

· Observ’ER, Observatorium für erneuerbare Energien (Paris, Frankreich)
· Eurec Agency, Europäischer Verein der Forschungsinstitute auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien (Brüssel, Belgien)
· Eufores, Europäisches Forum für erneuerbare Energiequellen (Brüssel, Belgien)
· Erec, Europäischer Rat für erneuerbare Energien (Brüssel, Belgien)
· Institut Jozef Stefan, Forschungszentrum für erneuerbare Energien und Energiepolitiken (Ljubljana, Slowenien)
· Systèmes Solaires, französische Fachzeitschrift für erneuerbare Energien (Paris, Frankreich).

Weitere Informationen im Internet

Die verschiedenen Barometer von EurObserv’ER können in französischer Sprache als PDF-Dokument heruntergeladen werden unter der Adresse http://www.eufores.org/, zum Beispiel das Solarwärme-Barometer und das Photovoltaik-Barometer.

19.12.2005   Quelle: Eufores   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Ende der Ölzeit? World Watch-Magazin diskutiert "Peak Oil"

Obwohl niemand sicher weiß, wann die Ölförderung ihren Höhepunkt (Peak) erreicht, sind alle Autoren der kommenden Ausgabe des World Watch-Magazins sicher, dass das Ölzeitalter zu Ende geht – und es höchste Zeit für eine Energiewende ist. Das berichtet World Watch in einer Pressemitteilung. Industrievertreter wie beispielsweise Red Cavaney vom American Petroleum Institute, argumentieren, dass es falsch und teuer wäre, die potenziellen Öl- und Gasvorräte nicht zu erschließen, die weltweit übrig sind. Christopher Flavin vom Worldwatch Institut hält dagegen: Es sei waghalsig und verantwortungslos, den Ölverbrauch weiter zu steigern, in der Hoffnung, dass die Ressourcen schon reichen würden.
 
Marktpreise werden den Peak nicht vorwegnehmen

Laut World Watch ist die Berechnung der Ölressourcen aufgrund fehlender Transparenz eher ein Ratespiel, und die Zahlen in offiziellen Berichten basierten genauso häufig auf politischen Überlegungen wie auf geologischen Erkenntnissen: Fast zwei Drittel der weltweiten Ölvorräte würden von staatlichen Gesellschaften kontrolliert, deren Angaben über Reserven nie veröffentlicht würden. "Wir wissen, dass die Ölförderung den Peak zu unseren Lebzeiten erreichen wird. Und wir sind verdammt sicher, dass die Marktpreise den Peak nicht vorwegnehmen werden. Und wir wissen auch, dass es verheerende wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen haben wird, dann auf keine Alternativen zurückgreifen zu können", sagt der Wirtschaftswissenschaftler Robert K. Kaufmann von der Universität Boston. "Jetzt im Namen der Wirtschaftlichkeit zu wenig zu tun, wird nachträglich so aussehen, als ob wir nur die Stühle an Deck der Titanic neu arrangiert hätten", warnt Kaufmann.

Während einige Anhänger der Peak-Oil-Szenarien gerne den Weltuntergang beschrieben, würden die Teilnehmer des Peak Oil Forums betonen, dass der menschliche Einfallsreichtum eine Quelle sei, die nie versiegen werde, heißt es in der World Watch-Pressemitteilung. "Statt dem absurden Glauben anzuhängen, dass der Einfallsreichtum und die Anpassungsfähigkeit des Menschen in dem Jahr enden, in dem der Gipfel der herkömmlichen Ölförderung erreicht ist, sollten wir diesen Punkt eher als Herausforderung denn als Grund für irrationale Ängste begreifen, fordert Vaclav Smil, Professor an der Universität von Manitoba.

Die Schlagzeile "Der Welt geht das Öl aus" werde erst dann zu lesen sein, wenn die Förderung auf einen extrem niedrigen Stand gesunken sei, sagt hingegen Kaufmann. Der Peak werde einen Wendpunkt markieren, der jeden Aspekt des modernen Lebens betreffe. "Wenn das Öl teurer wird, werden wir es selektiver und effektiver verwenden - und eine Veränderung beschleunigen, die bereits begonnen hat, schreibt Smil. Flavin erinnert: "Ungefähr 30 Milliarden Dollar wurden 2004 investiert in Biokraftstoffe, riesige Windparks, Solarfabriken und weitere Technologien." Auch General Electric und Shell würden in diesem rasch wachsenden Mark aktiv.


Ölproduktion müsste verdoppelt werden, um Menschen in armen Ländern ein anständiges Leben zu ermöglichen

Kjell Aleklett, Präsident der amerikanischen Vereinigung zu Erforschung des Öl- und Gas-Peaks, erkennt die Zwickmühle in welche der Peak führt. Er merkt an, dass es notwendig sei, das weltweite Bruttosozialprodukt zu verdoppeln, um den Menschen in den armen Ländern ein anständiges Leben zu ermöglichen. Doch die Beispiele Schweden und China hätten im 20 Jahrhundert gezeigt, dass hierzu auch die Ölproduktion verdoppelt werden müsse – was bei wachsenden Konsumbedürfnissen und sinkendem Nachschub unwahrscheinlich sei. "Schaffen wir das? Und können wir zudem mit dem Anstieg der CO2-Emissionen leben?", fragt Aleklett.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit unter http://www.worldwatch.org/pubs/mag/2006/191

19.12.2005   Quelle: World Watch Institute   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: World Watch Institute

 

Drei Millionen Quadratmeter Solar-Kollektorfläche in Österreich

Umweltminister Pröll (rechts) gratuliert Arnold Teufel zum dreimillionsten Quadratmeter Kollektorfläche.
Umweltminister Pröll (rechts) gratuliert Arnold Teufel zum dreimillionsten Quadratmeter Kollektorfläche.

Auf dem Dach des Landes-Pensionistenheims in Stockerau (Niederösterreich) wurde der dreimillionste Quadratmeter Kollektorfläche montiert. Die Kollektoren stammen aus der Solarschmiede der Teufel & Schwarz GmbH mit Sitz in Going (Tirol). Im Rahmen einer großen Gala von "klima:aktiv solarwärme" in St. Pölten übergab Österreichs Umweltminister Josef Pröll symbolisch den drei millionsten Quadratmeter Kollektorfläche an den stolzen Besitzer. "Damit ist ein Meilenstein in der österreichischen Energieversorgung erreicht. Mit der installierten thermischen Leistung von 2.100 Megawatt wird eine Einsparung von 158.000 Tonnen Heizöläquivalent pro Jahr erzielt und die Emission von 496.000 Tonnen CO2 vermieden", sagte Minister Pröll.
  Als eine der führenden österreichischen Solarfirmen habe Teufel & Schwarz entscheidenden Anteil an dieser Entwicklung, heißt es in der Pressemitteilung des Solarthermie-Herstellers. So kämen bereits mehr als 100.000 Quadratmeter Kollektorfläche aus der Produktionsstätte in Going. Dies entspreche einem Energiegegenwert von rund als 32 Millionen Litern Öl.


Mit Solartechnologie auf dem Weg zu den `Scheichs` der Zukunft

"Wer heute noch ernsthaft fossile Brennstoffe als Energieträger der Zukunft betrachtet, ist entweder sehr dumm oder sehr reich", meinen Arnold Teufel und Gerhard Schwarz. "Solarenergie ist von einem Energieträger der Zukunft zur dringend benötigten umweltfreundlichen Technologie der Gegenwart geworden", ergänzen beide. "Wer weiß, wahrscheinlich werden wir Österreicher mit unserer Solartechnologie schon bald zu den `Scheichs` der Zukunft", ist ihre augenzwinkernde Prognose. Österreich zählt neben Griechenland und Israel weltweit zu den drei führenden Exportnationen für Solarwärmeanlagen. Das Tiroler Unternehmen Teufel & Schwarz 1989 gegründet. Mit technischem Know-how und einem Team von 70 qualifizierten Mitarbeitern sei Teufel & Schwarz eines der fünf größten österreichischen Unternehmen der Branche geworden. 2003 wurde Teufel & Schwarz als erster österreichischer Solarbetrieb mit dem Austria Solar-Gütesiegel ausgezeichnet. Rund 60 Prozent der produzierten Kollektoren und Schichtspeicher werden nach Angaben des Unternehmens in das europäische Ausland exportiert.

19.12.2005   Quelle: Teufel & Schwarz GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Teufel & Schwarz GmbH

 

Klimaschutzkampagne übertrifft eigene Ziele: 500.000 Energie-Beratungen im Internet

Plakat der Klimaschutzkampagne.
Plakat der Klimaschutzkampagne.

Drei Monate eher als erwartet begrüßte am 02.12.2005 die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne "Klima sucht Schutz" den 500.000. Nutzer ihrer Online-Energiesparratgeber seit dem Start im Juli 2004. Interaktiv und kostenlos kann jeder Bürger mit sechs Ratgebern seine Energiespar-Potenziale ermitteln und nützliche Hinweise zum sparsamen Umgang mit Heizenergie und Strom erhalten.
 
Mit den 500.000 Beratungen seien etwa 2 Millionen Wohnungen in Deutschland erreicht worden, da einige Ratgebernutzer den Heizenergieverbrauch von Mehrfamilienhäusern gestestet hätten, so die co2online gemeinnützige GmbH in einer Pressemitteilung.


Einsparpotenzial von 2 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgemacht

Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer der gemeinnützigen co2online GmbH und Projektträger der Klimaschutzkampagne, schätzt das von den Nutzern identifizierte Einsparpotenzial auf 2 Millionen Tonnen Kohlendioxid : "Jetzt kommt es darauf an, dass die Nutzer unserer Ratgeber die einmal erkannten Chancen zum Energie und Geld sparen auch nutzen. Eine Erste Befragung der Nutzer hat ergeben, dass Maßnahmen im Gesamtwert von 500 Millionen Euro angestoßen wurden. Das ist eindeutig zu wenig, wenn man bedenkt, dass die wärmetechnische Modernisierung aller getesteten und als modernisierungswürdig erkannten Gebäude einen Umsatz von etwa zehn Milliarden Euro auslösen würde. Das wäre Beschäftigung für 130.000 Personen im Bau- und Ausbauhandwerk für ein Jahr."


Öl- und Gaspreise sowie extreme Wetterereignisse verunsichern Bürger

Als Ursache für das deutlich gestiegene Interesse an den Online-Beratungsangeboten der Kampagne nennt Hengstenberg die extremen Sprünge der Öl- und Gaspreise in den letzten Monaten. "Viele Nutzer der Online-Ratgeber wurden aber auch durch die extremen Wetterereignisse des letzen Sommers wie den Wirbelsturm Katrina extrem verunsichert. Durch die Senkung ihres Heizenergieverbrauchs wollen sie ihren persönlichen Beitrag dazu leisten, dass die Prognosen unserer Klimaforscher nicht in Erfüllung gehen", so Hengstenberg.

Sascha Osmialowski, Student aus Neukölln, war der 500.000ste Nutzer des Internetportals www.Klima-sucht-Schutz.de. Der 30jährige ist Mieter einer Altbauwohnung mit Charme und zugigen Fenstern: "Die letzte Heizkostenabrechnung war ein Schock. Mit dem 'Online-Heizcheck' der Klimaschutzkampagne habe ich meinen persönlichen Verbrauch überprüft und festgestellt, dass ich weit über dem Durchschnitt liege", so Osmialowski. Er ist sich sicher, dass die Ursachen hierfür weniger bei ihm als beim Zustand des Gebäudes zu suchen seien. Ein Gespräch mit der Hausverwaltung und dem Mieterschutzbund habe er fest eingeplant und fühle sich mit den Ergebnissen des Ratgebers gut vorbereitet.


Über 550 Partner sichern Reichweite

Basis für den Erfolg der Kampagne sind laut Hengstenberg die Kooperationen mit über 550 Partnern aus Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Politik. Alle haben die Online-Ratgeber in ihr eigenes Internetangebot eingebunden und kommunizieren den Service an ihre Zielgruppen – mit Erfolg: Sie erzielen mehr als 70 Prozent der Beratungen. Das Netzwerk der Kampagnenpartner gewährleistet eine kosteneffiziente Verbreitung des Beratungsangebots: "Mit einer Millionen Euro, die wir in die Entwicklung und Pflege der Ratgeber investiert haben, konnten wir 500 Millionen Euro an Umsatz für Handwerk und Industrie anstoßen", erklärt Hengstenberg den Erfolg der Kampagne.


"Heizcheck" lockt die meisten

Am meisten genutzt: Der "Heizcheck". Er ermöglicht eine erste Einschätzung des persönlichen Heizenergieverbrauchs, gefolgt vom "Modernisierungsratgeber", der Informationen über die Wirtschaftlichkeit und CO2-Einsparungen geplanter Maßnahmen auflistet. Der "Förderratgeber" filtert geeignete Förderprogramme heraus und "Heizkosten im Neubau" vergleicht verschiedene Heizsysteme miteinander. Ein "Best Practice Archiv" mit erfolgreich modernisierten Gebäudebeispielen und der jüngste Ratgeber "Pumpencheck" ergänzen das Beratungsangebot. Der Heizcheck auf dem Solarserver unter http://www.solarserver.de/service/Online-Ratgeber_CO2-Minderung.html

18.12.2005   Quelle: co2online gGmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: co2online gGmbH

 

Der Energiepass kommt

Anders als bei vielen Haushaltsgeräten oder Autos, ist der Energieverbrauch von Gebäuden für deren Nutzer meist eine unbekannte Größe, so der Energieberater Dipl. –Ing. Uwe Mill. Und das obwohl in privaten Haushalten die Heizkosten den größten Anteil der Betriebskosten darstellten. Noch immer werde in Deutschland ein Drittel des gesamten Primärenergieverbrauchs für die Raumheizung und Warmwasserbereitung aufgewendet, stellt der Energieberater fest. Mit dem kommenden Energiepass für Gebäude könnten der Energiebedarf und die damit verbundenen Kosten einer Immobilie schon beim Kauf, Bau oder bei der Anmietung abgeschätzt werden.
 
Die Europäische Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden verpflichtet alle Mitgliedsstaaten zum 04.01.2006 einen Energiepass für Gebäude einzuführen. Mieter und Verbraucher können dann sehen, ob sie mit eher hohen oder niedrigen Energiekosten rechnen müssen. Dies sei eine Entscheidungshilfe bei der Wohnungs- oder Haussuche und ermögliche den Vergleich verschiedener Objekte untereinander, so Mill. Ein Energiepass ist künftig erforderlich, wenn ein Haus, ein Gebäude oder eine Wohnung verkauft werden soll, eine Neuvermietung ansteht, oder neu gebaut werden soll.


Vorteile für Vermieter und Verkäufer

Vermieter oder Verkäufer erhalten mit dem Energiepass für Gebäude ein zusätzliches Marketinginstrument. Mit steigenden Nebenkostenbelastungen werde Energieeffizienz in Zukunft zum eigenen Qualitätsmerkmal auf dem Immobilienmarkt, betont Mill. Eigentümer die schon in die Modernisierung investiert haben könnten dieses mit dem Energiepass dokumentieren. Wohnungsunternehmen können ihren Bestand energetisch "durchleuchten" und so wichtige Entscheidungskriterien erhalten für die Instandsetzungs- und Modernisierungsplanung sowie den Verkauf von Objekten. Der Energiepass ermöglicht es Eigentümern von Gebäuden, die energetische Qualität Ihrer Immobilie am Markt darzustellen. "Investitionen in die Gebäudehülle oder die Heizungsanlage werden dadurch erstmals für den Mieter oder Käufer vor Abschluss des Vertrages sichtbar und erhöhen dadurch die Attraktivität des Gebäudes", sagt Mill.

18.12.2005   Quelle: Energieberatung und Bautenschutz Uwe Mill; (openPR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: dena

 

Zebotec testet Brennstoffzellen-Boot auf dem Bodensee

Brennstoffzellen-Boot der zebotec Gmbh.
Brennstoffzellen-Boot der zebotec Gmbh.

Das Konstanzer Unternehmen Zebotec hat das erste Elektro-Mietboot mit einer Brennstoffzelle als Hauptantrieb erfolgreich getestet. Bei diesem Mietboot handle es sich um einen Prototypen, der sich mit einer Leistung von bis zu 800 Watt und mit vier Erwachsenen an Bord ganze zwei Stunden auf dem Bodensee bewege, abgasfrei und geräuschlos.
 
Im Gegensatz zu den Hilfsmotoren für Segelboote mit Brennstoffzellenantrieb, werde die Batterie durch ein PEM-Brennstoffzellensystem vollwertig ersetzt, heißt es in der Zebotec-Pressemitteilung. Lediglich zum Starten der Brennstoffzellen komme eine Batterie mit geringer Leistung zum Einsatz. Während der Fahrt wandeln die Brennstoffzellen Wasserstoff in Energie um, die für den Antrieb des knapp sechs Meter langen und 220 Kilogramm schweren Elektro-Mietboots sorgt.


Brennstoffzellensystem im Härtetest

2006 will das Zebotec zusammen mit einem Bootsmietverleiher ein weiteres Elektro-Mietboot mit einem leistungsstärkeren Brennstoffzellensystem ausstatten. Zusätzlich soll das Fassungsvermögen der Wasserstoffstanks erhöht werden. Ein Tank Wasserstoff reiche dann für einen oder mehrere Tage Fahrvergnügen, so Zebotec. Vorläufig werde das Boot direkt beim Bootsverleiher über Stahlflaschen betankt, die jeweils zehn Kubikmeter Wasserstoff fassen und zu Flaschenbündeln zusammengefasst werden. Langfristig sollen Besitzer von brennstoffzellen-betriebenen Booten die Möglichkeit haben, ihr Boot an strategisch günstig gelegenen Wasserstoff-Tankstellen zu betanken. Das Unternehmen Zebotec, das mit dem Schweizer Unternehmen AccaGen im Elektrolyseurbereich tätig ist, verfüge über das erforderliche Know-how und entwickle bereits Pläne für eine entsprechende Wasserstoff-Infrastruktur in der Bodenseeregion. Insgesamt soll das Elektroboot der Firma Fluck ein Jahr im Einsatz sein. Über einen integrierten Computer sollen Daten gesammelt werden, die Aufschluss darüber geben solllen, wie nah Zebotec mit seiner Entwicklung an einer serienmäßigen Produktion ist und wie die Akzeptanz des Kunden aussieht.


Energieerzeugung ohne Emissionen

Der Einsatz von Brennstoffzellen bringe aber nicht nur Vorteile für die Elektro-Boote, betont Zebotec. "Zero emission technology" laute die Philosophie des Unternehmens angesichts des Bodensees als Europas größtem Trinkwasserspeicher mit derzeit 36.000 zugelassenen Motorbooten und einer entsprechend streng gefassten Emissionsverordnung. Um dieses Ziel zu erreichen, sei für die unmittelbare Zukunft und auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse die Entwicklung eines 50 Kilowatt starken Motors mit Brennstoffzellenantrieb für Motorboote projektiert, die als echte Alternative zu den herkömmlichen Verbrennungsmotoren gewertet werden dürfe. Denn statt lärmender Dieselmotoren und Ölrückstände im Wasser, wandeln Brennstoffzellen regenerativ hergestellten Wasserstoff in Energie um, arbeiten leise und produzieren keine umweltschädlichen Emissionen.

18.12.2005   Quelle: zebotec GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: zebotec Gmbh

 

Bahn weiht erste Station mit Bahnsteigheizung durch Erdwärme ein

Am 11. Dezember wurde die neue Bahnstation Bad Lauterberg im Harz-Barbis in Betrieb genommen. Bundesweit erstmalig sei auf einem Bahnhof der Deutschen Bahn ein geothermisches System zur Beheizung der Bahnsteige installiert worden berichtet die Deutsche Bahn AG in einer Pressemitteilung. Um das Liegenbleiben von Schnee und die Bildung von Eis zu verhindern werde der Untergrund der Bahnsteige mittels Solar- und Erdwärme als Wärmespeicher genutzt.   Zur Nutzung der Erdwärme seien neun Sonden unterhalb der Bahnsteige eingebaut worden.

Joachim Werren, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Hans-Joachim Meyer, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für die Region Nord sowie Otto Matzenauer, Bürgermeister der Stadt Bad Lauterberg im Harz, weihen den neuen Bahnhof feierlich ein. "Ich bin stolz, dass wir hier den ersten mit Erdwärme beheizten Bahnhof in Deutschland haben. Der Neubau der Station Bad Lauterberg am Harz-Barbis setzt unsere landesweite Modernisierungsoffensive fort", sagte Staatssekretär Werren. Der neue Bahnhof hat zwei 90 Metern lange und 55 Zentimeter hohe Bahnsteige und liegt an der zweigleisigen Strecke Northeim – Nordhausen.

17.12.2005   Quelle: Deutsche Bahn AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Davos will erste Gemeinde mit vollständiger CO2-Bilanz werden

Herauszufinden, wie viel klimaschädigendes Kohlendioxid (CO2) in Davos freigesetzt und gebunden wird, ist das Ziel eines gemeinsamen Projekts der Landschaft Davos Gemeinde, des Eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) sowie dessen Mutterhaus, der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). Die Gemeinde will zudem Wege zur Verbesserung ihrer CO2-Bilanz aufdecken und so einen lokalen Beitrag zum Klimaschutz leisten.  Im Rahmen des Kyoto-Protokolls hat sich die Schweiz verpflichtet, bis zum Jahr 2010 den CO2-Ausstoß um 8 % gegenüber 1990 zu vermindern. Davos als "Energiestadt" hat sich vorgenommen, ihren Verbrauch fossiler Brennstoffe bis 2014 um 15 % zu reduzieren und damit die Erreichung der nationalen und globalen Ziele zu unterstützen. Dazu müsse bekannt sein, wie viel CO2 die Davoserinnen und Davoser und ihre Gäste freisetzen; und ebenso, wo wie viel CO2 gebunden wird, heißt es in der Pressemitteilung des SLF. "Das Projekt nimmt schweizweit eine Vorreiterrolle ein: Es liefert Grundlagen, Methoden und Werkzeuge für andere Gemeinden, welche ihre CO2-Bilanz erstellen und Sparmöglichkeiten aufdecken möchten", erklärt Projektleiterin Corinne Lundström vom SLF.


Szenarium für ein CO2-neutrales Davos

Bis heute gibt es laut SLF kein Instrumentarium, das eine vollständige CO2-Bilanzierung auf Gemeindeebene erlaubt. Die Landschaft Davos Gemeinde, die WSL und das zu ihr gehörende SLF wollen dies nun mit einer gemeinsamen Untersuchung ändern, die von der KTI finanziell unterstützt wird: Vorwiegend aus bestehenden Statistiken (z.B. Energieverbrauch der gemeindeeigenen Gebäude, Emissionskataster Graubünden, Abfallstatistik, Arealstatistik, etc.) und aus bestehenden Studien (Stoffflussbilanz Davos, CO2-Bilanz alpiner Böden, CO2-Senkenwälder etc.) werde die Bilanz für den heutigen Zustand wie auch für verschiedene Szenarien erarbeitet. Ein Szenarium könnte beispielsweise sein, ob und wie Davos CO2-neutral werden könnte. Darauf basierend könne die Gemeinde entscheiden, welche politischen Maßnahmen sie treffen will.


Energiestadt und Klimaschutz

Mit dem Label "Energiestadt" hat sich die Gemeinde Davos zu einer konsequenten und ergebnisorientierten Energiepolitik verpflichtet. Mit der Erarbeitung einer CO2-Bilanz werde es für die Gemeinde möglich, diesen Beitrag in Zukunft auch bezüglich der Klimarelevanz zu quantifizieren. Die Studie soll helfen, die Wirkung bereits beschlossener und auch künftiger Maßnahmen zu prüfen und miteinander zu vergleichen. Dadurch könnten zum Beispiel Maßnahmen, die sowohl energie- als auch klimarelevant sind, gezielt gefördert werden. Als einer der größten Kur-, Sport- und Kongressorte der Alpen wäre Davos von einer Klimaänderung besonders betroffen. Dessen sei sich die Gemeinde bewusst und möchte deshalb, auch in Zeiten in denen die Klimaschutzpolitik auf Bundesebene - trotz der Bekenntnisse zu Kyoto - nur "harzig" vorankomme, eine Vorbildfunktion übernehmen und die Treibhausgasemissionen nachhaltig reduzieren.


Wissenschaft praktisch nutzbar machen

Es gebe heute zwar viele wichtige lokale, kantonale und nationale Statistiken und unzählige wissenschaftliche Studien rund um das CO2, so das SLF. Es fehlt aber ein Instrument, welches die gesamte CO2-Bilanz einer Gemeinde erstellt. So würden in der Davoser Studie nicht nur die Emissionen berechnet, sondern auch den so genannten Senken im Naturraum besondere Beachtung geschenkt. Der Wald werde deshalb in der Bilanz eine wichtige Rolle spielen. Mit dieser Studie werde vorhandenes Wissen so gesammelt, gebündelt und zusammengeführt, dass es für Praxis und Politik nutzbar wird. Gerade dies mache die Untersuchung auch für ein Forschungsinstitut spannend: "Es geht uns darum, das bisher nicht verwertete Wissen den Umsetzern aus Gesellschaft und Politik und letztlich jeder einzelnen Person zu erschließen" erklärt Veronika Stöckli, die auch der Umweltkommission der Gemeinde angehört. "Die theoretische Arbeit der Forschung wird so in Wert gesetzt und die Wissenschaft nimmt ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr. Mit den entwickelten Methoden und Instrumenten können später auch andere Gemeinden arbeiten", begründet Stöckli das Engagement der Forschung für die Studie.


Weitere Informationen unter http://www.slf.ch

17.12.2005   Quelle: Eidgenössisches Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Kommunen fordern Gestaltungsspielraum für zukunftsfähige Energieversorgung

Die Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau erneuerbarer Energien standen im Mittelpunkt des kommunalen Forums "Zukunftsfähige Energieversorgung", das agenda-transfer/ Bundesweite Servicestelle Lokale Agenda 21 am 6. Dezember in Hannover veranstaltete. Bereits in der Eröffnungsrede forderte der Münchner Bürgermeister Hep Monatzeder einen größeren Gestaltungsspielraum für die Kommunen bei Entscheidungen zur örtlichen Energieversorgung und stellte fest: "Die Prozesse der Energieumwandlung und des Einsatzes von Endenergie finden in den Kommunen statt."   Rund 50 Teilnehmer diskutierten in Arbeitsgruppen über den Ausbau und die Förderung der Erneuerbaren und der Energieeffizienz, über Möglichkeiten der Kooperation und Integration, notwendige Rahmenbedingungen sowie innovative Ansätze für die Kommunikation sowie die Sensibilisierung der Bevölkerung. Im Anschluss wurden die Ergebnisse mit Mitgliedern des Bundestages diskutiert.


Handlungsempfehlungen für Bundestagsabgeordnete und Kommunen

Auch in den Arbeitsgruppen sei deutlich geworden, dass Kommunen für weitere Schritte in Richtung einer zukunftsfähigen Energieversorgung ein notwendiger und wichtiger Partner sind. Ihre Erfahrungen und Erfolge müssten deshalb verstärkt in die bundesweite Diskussion um die nationalen und internationalen Nachhaltigkeitsziele eingebunden werden, so die Teilenehmer des kommunalen Forums. "Die kommunale Ebene ist für die Umsetzung entscheidend", bekräftigte Hans-Josef Fell von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen. "Die Aufgabe von EU und Bund ist es nun, über die Gesetzgebung günstige Rahmenbedingungen zu schaffen", so Fell. Dr. Matthias Miersch (SPD-Bundestagsfraktion) betonte die Wichtigkeit des direkten Kontaktes zu den Kommunen: "Interessenskonflikte können nur vor Ort ausgetragen werden, gemeinsam mit den kommunalen Entscheidern." Die Bundestagsabgeordneten begrüßten laut agenda-transfer die Handlungsempfehlungen aus den Arbeitsgruppen, beispielsweise die Forderung nach einer besseren Vernetzung zwischen Bund, Ländern und Kommunen. agenda-transfer will die Ergebnisse zusammen fassen und allen Interessierten in Form von Handlungsempfehlungen zur Verfügung stellen.

Die agenda-transfer Agentur für Nachhaltigkeit GmbH berät seit zehn Jahren Kommunen zu ihrer nachhaltigen Entwicklung. Das neue Indikatorenportal www.bine.info und unter www.solarpraxis.de beim Verlag. Bestellungen bitte direkt an den Verlag richten: Solarpraxis AG, Tel: 030 – 72 62 96 300, bestellung@solarpraxis.de



15.12.2005   Quelle: BINE-Informationsdienst   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BINE-Informationsdienst

 

Union und Bundesumweltminister Gabriel beim Klimaschutz auf einer Linie

Die Union stimmt mit Minister Gabriel (SPD) darin überein, dass das Ergebnis der Klimakonferenz in Montreal ein Erfolg ist. Durch den Verhandlungserfolg der Bundesregierung werde gewährleistet, dass der globale Aspekt des Klimaschutzes im Blick bleibe, erklärte die umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marie-Luise Dött (MdB), anlässlich des Berichts von Bundesumweltminister Gabriel im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages zur Klimakonferenz in Montreal.  Das bedeute, dass alle wichtigen Emittenten von Treibhausgasen für den Zeitraum nach 2012 an den Verhandlungstisch geholt würden, aber auch, dass die Anwendung internationaler Instrumente wie Joint Implementation (JI) und Clean Development Mechanism (CDM) vereinfacht werden müsse.

Die Union setzte sich seit langem für einen Kyoto-Folgeprozess über das Jahr 2012 hinaus ein, betont Dött. Daher sei es besonders erfreulich, dass auf der Klimakonferenz vereinbart wurde, die Rahmenbedingungen für den CDM und JI zu verbessern. Die stärkere Nutzung dieser flexiblen Mechanismen soll dazu beitragen, dass Deutschland sein Treibhausgasminderungsziel erreicht. "Wenn das CDM Executive Board finanziell besser aufgestellt ist, habe ich die Hoffnung, dass sich an der bislang unbefriedigenden Situation etwas ändert", sagte Dött.

15.12.2005   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solar-Branchenverbände BSi und UVS fusionieren zum Jahreswechsel

Am 12.12.2005 haben die Vorstände der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) und des Bundesverbandes Solarindustrie e.V. (BSi) ihren Fusionsvertrag unterschrieben. Die Verschmelzung beider Unternehmensverbände zum Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW) könne damit wie geplant zum 1.1.2006 erfolgen, heißt es in einer Pressemitteilung der Verbände. Im März 2006 sollen die Mitgliederversammlungen beider Verbände ein letztes Mal zusammenkommen, um die Fusion rückwirkend zu legitimieren.  An einer Zustimmung der Mitglieder bestehe kein Zweifel, da der Fusionsbeschluss beider führenden deutschen Solarverbände bereits im Frühjahr und Sommer 2005 nach intensiven Sondierungen einstimmig beschlossen worden sei.

Ziel des Zusammenschlusses sei, die Kräfte beider Verbände zu bündeln und den weiter wachsenden gesellschaftlichen Anforderungen zu entsprechen. In einem schlagkräftigen Verband sollen alle deutschen Solarunternehmen vereint und deren Interessen gegenüber Politik und Öffentlichkeit zukünftig noch besser vertreten werden. Der Bundesverband Solarwirtschaft wird über 650 Solarunternehmen repräsentieren. Für dieses Jahr erwartet die Branche einen Umsatz von über drei Milliarden Euro und 35.000 Beschäftigten.


Neuer Vorstand: Doppelspitze mit Carsten Körnig und Gerhard Stryi-Hipp

In den letzten Wochen hätten sich die Verbandsführungen einvernehmlich auf alle relevanten Details der Fusion verständigt. Dabei sei es gelungen, die weitgehenden komplementären Stärken beider Verbände ideal miteinander zu kombinieren und durch die Fusion Synergien freizusetzen, heißt es in der Pressemitteilung. Die designierten Vorstände der im Fusionsprozess befindlichen Verbände BSi und UVS einigten sich auch auf die konkrete Aufgabenverteilung im zukünftigen Vorstand. Sie verständigten sich auf eine "kraftvolle Doppelspitze". Damit werde die Branche über die gesamte Wertschöpfungskette beim Solarstrom, bei der Solarwärme und bei solarthermischen Kraftwerke vertreten und Kontinuität gewährleistet.

Präsidenten des neuen Verbandes werden Hans-Martin Rüter (bislang UVS-Präsident) und Dr. Winfried Hoffmann (bislang BSi-Vorstand). Weitere Vorstandsmitglieder sind Matthijs Bruijnse, Claudio Fischer-Zernin-Schmitt, Helmut Jäger, Werner Koldehoff, Matthias Reitzenstein und Georg Salvamoser. Operativ soll der neue Verband durch die Geschäftsführer Carsten Körnig und Gerhard Stryi-Hipp geleitet werden. Auch der Geschäftsverteilungsplan für die Ressortverantwortungen beider Geschäftsführer wurde mit der neuen Geschäftsordnung beschlossen. BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig zeichnet zukünftig unter anderem verantwortlich für die nationale Lobbyarbeit, das Branchenmarketing, die Finanzierung und die Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland. Stryi-Hipp leitet die internationale Lobbyarbeit und ist unter anderem zuständig für die Export, Marktbeobachtung, Technik und Normung.

15.12.2005   Quelle: BSi, UVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Niedersachsen unterstützt Photovoltaik-Forschung mit 875.000 Euro

Solar-Forschung am ISFH.
Solar-Forschung am ISFH.

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und das Niedersächsische Umweltministerium fördern ein gemeinsames Forschungsprojekt des Institutes für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) und des Laser-Zentrums Hannover mit 475.000 beziehungsweise 400.000 Euro. Die beiden Institute wollen ihre jeweilige Kompetenz einbringen und so konkurrenzfähige Laserprozesse für die Photovoltaik entwickeln, die günstigeren Solarstrom ermöglichen, heißt es in der Pressemitteilung des Umweltministeriums.
 
"Unser Ziel ist es, dass Solarzellen mit höherem Wirkungsgrad sobald wie möglich günstiger angeboten werden können. Das ist wichtig sowohl für die heimische Wirtschaft als auch für den Klimaschutz", erklärte Umweltminister Hans-Heinrich Sander in Hannover.


Potenzial für den Lasereinsatz in der Photovoltaik

Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann hat am 13.12.2005 am ISFH in Emmerthal, einem An-Institut der Universität Hannover, persönlich zu diesem neuen Projekt gratuliert: "Die Zusammenarbeit der beiden renommierten Forschungsinstitute bündelt die in Niedersachsen vorhandene Kompetenz zu einem viel versprechenden, innovativen Projekt. Die niedersächsische Wirtschaft werde bei einer erfolgreichen Umsetzung der Projektziele ein erhebliches Potenzial für den Lasereinsatz in der Photovoltaik haben. Schon jetzt haben niedersächsische Unternehmen ihr Interesse bekundet, die Ergebnisse bei der Fertigung von Solarzellen umzusetzen", so der Wissenschaftsminister. Erstmals unterstützen die beiden Ministerien gemeinsam ein ressortübergreifendes Projekt. Das Niedersächsische Umweltministerium fördert im Rahmen des Innovationsförderprogramms bereits Vorhaben zur Erforschung und Entwicklung neuer Technologien bei der Energieerzeugung, zum Beispiel mit erneuerbaren Energien wie der Solarenergie.

Weltweit hat die Photovoltaikindustrie in den letzten Jahren hohe Zuwachsraten zu verzeichnen. Mit dem Wachstum der Herstellungskapazitäten wachsen auch die Prozesserfahrung und der Zellwirkungsgrad. Allerdings seien die heutigen Standarttechnologien an ihre Grenzen gestoßen, so die Ministerien. In den führenden Solarforschungsinstituten, zu denen auch das ISFH gehöre, könnten bereits heute höhere Wirkungsgrade erreicht werden. Es fehlten jedoch geeignete kostengünstige Prozesstechnologien, um diese Ergebnisse in die industrielle Produktion umzusetzen. Das ISFH habe in der Vergangenheit neue Solarzellenkonzepte in die Industrie überführt. Das Laserzentrum Hannover habe jahrelange Erfahrung mit der Entwicklung neuer Laserverarbeitungsprozesse und Anlagen für verschiedene industrielle Entwicklungen.

15.12.2005   Quelle: Umweltministerium Niedersachsen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ISFH.

 

EnerSys schließt Vertrag über 86 MW-Windparks in Spanien ab

Der international agierende Windpark-Planer EnerSys GmbH (Bietigheim-Bissingen) hat über seine spanische Tochtergesellschaft SERSA die Projektrechte für zwei andalusische Windparks mit einer installierten Gesamtleistung von 86,6 Megawatt (MW) verkauft. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Investor sei die spanische Enel Unión Fenosa Renovables (EUFER) mit Sitz in Madrid. Die beiden Windparks "Sierra de los Jarales" (41,6 MW, Provinz Almería) und "El Saúco" (45 MW, Provinz Granada) befinden sich laut EnerSys in einem fortgeschrittenen Planungsstadium und sollen nun gemeinsam von EUFER und SERSA zur Baureife gebracht werden. 
Einspeisevergütung für Strom aus Windenergieanlagen in Spanien gestiegen

"Der Vertragsabschluss ist ein großer Erfolg und ein wichtiger Schritt auf einem für deutsche Planungsunternehmen nicht einfachen Terrain“, erklärt EnerSys-Geschäftsführer Dr. Hartmut Brösamle. „Das frühe Engagement von EUFER unterstreicht zudem die Dynamik auf dem spanischen Windenergie-Markt", so Brösamle. Anders als in Deutschland seien die Kilowattstunden-Preise für Windstrom in Spanien an die Preise auf Hochspannungsebene gekoppelt. Aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise für Kohle, Gas und Uran sei daher in den vergangenen beiden Jahren auch die Einspeisevergütung für Strom aus Windenergieanlagen gestiegen – was bei den ohnehin hervorragenden Windverhältnissen zu einer gesteigerten Nachfrage nach Windpark-Projekten geführt habe.

Neben den beiden verkauften Windparks befinden sich laut EnerSys bei SERSA noch einige weitere Projekte in einem aussichtsreichen Planungsstadium. "Allein in unserer Schwerpunktregion Andalusien beläuft sich die Gesamtkapazität der am weitesten fortgeschrittenen Projekte auf über 200 MW", sagt SERSA-Vorstand Thomas Weyer.

15.12.2005   Quelle: Enersys Gesellschaft für regenerative Energien mbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Harpen AG: Französisches Ministerium erteilt Zuschlag für Windpark Mounès

Das französische Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und Industrie hat am 08.12.2005 das Ergebnis eines Ausschreibungsverfahrens für Onshore-Windenergiekapazitäten bekanntgegeben. Insgesamt wurden sieben Projekten mit einer Gesamtleistung von 278 Megawatt (MW) der Zuschlag erteilt. Darunter befinde sich unter anderem Eoliennes de Mounès, ein Joint Venture zwischen der Dortmunder Harpen AG und dem französischen Unternehmen Total S.A., Paris, berichtet die Harpen AG in einer Pressemitteilung.  Windstrom für 140.000 Menschen

Das im Département Aveyron im Süden Frankreichs gelegene 90 MW-Windkraftprojekt Mounès soll 30 Windturbinen mit einer Leistung von je zirka 3 MW umfassen und stelle eine Investition in Höhe von rund 100 Millionen Euro dar. Der Windpark werde nach Errichtung der größte Onshore-Windpark Frankreichs sein und leiste einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung der Ziele, die sich die Europäische Union mit für die erneuerbaren Energien gesetzt hat. Die Europäische Union beabsichtige, den Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2010 von gegenwärtig 14 % auf 21 % zu erhöhen. Mit dem "grünen Strom", den die Anlage erzeugen wird, können laut Harpen AG etwa 140.000 Menschen beziehungsweise 40.000 Haushalte versorgt werden. Zusätzlich werde durch den Windpark der Ausstoß von rund 100.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr verhindert.

Gemäß der Bedingungen der Ausschreibung ist die Umsetzung des Projekts noch abhängig von der ausstehenden Erteilung der Baugenehmigung. Unter der Vorraussetzung, dass diese zeitnah erteilt wird und der Anschluss an das öffentliche Stromnetz zügig erfolge, könne der Windpark 2008 fertig gestellt werden, so die Harpen AG. Das Projekt stelle erneut Harpens Engagement bei der Entwicklung erneuerbarer Energien unter Beweis und stoße vor Ort auf breite Unterstützung. Hauptzielmärkte der Harpen AG im Bereich der erneuerbaren Energien sind Spanien - hier verfüge das Unternehmen über eine installierte Leistung von zirka 200 MW -, Frankreich - wo es Wasserkraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 45 MW betreibe - und Deutschland. Die Harpen AG ist Teil des RWE-Konzerns und betreibt nach eigenen Angaben Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung mit einer Gesamtkapazität von rund 400 MW in Deutschland, Spanien, Frankreich, Portugal und Italien. Die Harpen-Aktivität auf dem Gebiet der erneuerbaren Energie soll in Kürze in die RWE Power AG eingebracht werden, Deutschlands größten Stromerzeuger.

14.12.2005   Quelle: Harpen AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Klimabündnis fordert wirksamere Klimaschutzpolitik in Freiburg

Symbolische Klimabausteine vor dem Freiburger Rathaus.
Symbolische Klimabausteine vor dem Freiburger Rathaus.

Um auf die dringende Umsetzung von Klimaschutzprojekten hinzuweisen hat das Klimabündnis Freiburg am 14.12.2005 einen Berg von (Bau-)Steinen vor dem Rathaus abgeladen. Damit sollen der Gemeinderat und die Verwaltung an die zu erledigenden Aufgaben für einen verstärkten Klimaschutz erinnert werden. Gleichzeitig schlägt das Bündnis 12 konkrete Projekte beziehungsweise Bausteine vor, welche die Stadt dem Klimaschutzziel näher bringen sollen.
 
Mit jedem durchgeführten Projekt könne der entsprechende Baustein entfernt werden. Das Klimabündnis fordert den Gemeinderat und die Verwaltung der Stadt Freiburg auf, mehr als bisher zu unternehmen, um das beschlossene Klimaschutzziel zu erreichen (Senkung der CO2-Emissionen um 25 Prozent bis 2010). Mit den Bausteinen liefere das Klimabündnis umsetzbare und finanzierbare Lösungsvorschläge, die zugleich die Regionalwirtschaft stärken, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Vorlage der aktuellen Klimabilanz der Stadt Freiburg bietet nach Ansicht des Klimabündnisses keinen Grund für die politisch Verantwortlichen und die Bürger, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Zwar sei in einem Gutachten im Auftrag der Stadt ein Rückgang der CO2-Emissionen im Stadtgebiet um etwa 5 Prozent errechnet worden, doch der Weg bis zum 25%-Ziel im Jahr 2010 sei noch weit. Die errechneten Emissionsminderungen gingen zum großen Teil auf technische Modernisierungen des Uni-Heizkraftwerkes und den Bau des Wärmeverbundkraftwerks der Firma Rhodia zurück. Weitere Projekte dieser Art seien in naher Zukunft nicht mehr zu erwarten.


Klimaschutz soll in den Mittelpunkt kommunaler Anstrengungen rücken

Bisher sei Klimaschutz auch in der vermeintlichen Ökohauptstadt vor allem schmückendes Beiwerk und nicht zentrales Ziel kommunaler Politik, kritisiert das Bündnis. Angesichts der immer offensichtlicher werdenden Klimaänderungen und der steigenden Energiepreise müsse die Klimaschutzpolitik endlich in den Mittelpunkt kommunaler Anstrengungen rücken. Werde die Notwendigkeit einer andere Politik nicht erkannt, könnten die Klimaschutzziele der Stadt nicht erreicht werden. Bereits jetzt sei erkennbar, dass die Stadt das selbst gesteckte Ziel nur sehr schwer erreichen wird. Hierzu müssten in 5 Jahren 20 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden. Das dürfe jedoch kein Grund sein, die Ziele aufzugeben. Das Klimabündnis-Freiburg schlägt vorerst 12 konkrete Projekte vor.


Energieeffizienz, Energiesparen und regenerative Stromerzeugung

Zur Energieeffizienz und zum Energiesparen werden sieben Projekte vorgestellt, darunter Einsparungen in öffentlichen Gebäuden durch investive Maßnahmen, Energiesparen durch Verhaltensänderung in kommunalen Einrichtungen, Strom sparendes Verhalten in Betrieben und Privathaushalten, Technische Optimierung von Heizungsanlagen, Energiemanagement und Controlling in städtischen Gebäuden, die Förderung energiesparender Haushaltsgeräte sowie eine Prüfung der Klimarelevanz von Gemeinderatsentscheidungen. Bei der Energieproduktion geht es zum Einen um den Ausbau der erneuerbaren Energien und zum Anderen um die bessere Ausnutzung der eingesetzten Energieträger bei der Stromerzeugung. Hier werden drei Projekte vorgelegt: Ein Grundsatzbeschluss für Nah-/Fernwärme & Solarthermie für Neubaugebiete, die Biomassenutzung zur Wärme- und Stromgewinnung und der Ausbau von Blockheizkraftwerken.

Das Erreichen der Klimaschutzziele sei in Freiburg bislang an der nicht konsequenten Umsetzung von bereits getroffenen Beschlüssen gescheitert, so das Bündnis. Darüber hinaus sei bisher zu wenig erkannt worden, welche positiven Folgen Investitionen in den Klimaschutz für die Wirtschaft in der Region mit sich bringen würden. Das Klimabündnis möchte mit seiner Aktion zu gemeinsamen Klimaschutzmaßnahmen aufrufen. "Wir brauchen viele entschlossene Bürger und Betriebe, sowie viele Projekte, Konzepte und konkrete Handlungen, um zu einer Wende in der Energie- und Klimapolitik zu kommen", heißt es in der Pressemitteilung.

Eine detaillierte Beschreibung der Klimabausteine gibt es unter www.klimabuendnis-freiburg.fesa.de

14.12.2005   Quelle: Klimabündnis-Freiburg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Klimabündnis Freiburg

 

Öko-Institut kritisiert: Stromkennzeichnung zu wenig transparent

Ab dem 15. Dezember müssen Stromversorger in Deutschland ihren Energiemix kennzeichnen und auf Rechnungen sowie in Werbematerialien über die Herkunft des gelieferten Stroms informieren. "Eine im Grundsatz gute Regelung, die jedoch in der Praxis aus Sicht des Öko-Instituts nicht funktionieren wird" heißt es in einer Pressemitteilung des Öko-Instituts e.V. Kritik übt der Energieexperte Christof Timpe vor allem an dem so genannten Leitfaden zur Stromkennzeichnung, den der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) entwickelt hat.  Falls die Versorger diesen Vorschlägen der Stromwirtschaft folgten, würden die Anteile der verschiedenen Energieträger systematisch falsch berechnet, so Timpe. Die Bilanz für erneuerbare Energien falle dann zu positiv aus, Anteile aus Atom- und Kohlekraftwerken würden unter den Tisch fallen. "So wird der umweltbewusste Verbraucher in die Irre geführt", warnt Timpe.


Versorger, können ungünstige Informationen im Kleingedruckten verstecken

Darüber hinaus kritisiert das Öko-Institut, nirgendwo sei verbindlich festgelegt, wie die Stromversorger die Daten zur Stromherkunft und deren Umweltbelastungen eigentlich darstellen sollen. "Von Grafiken über Diagramme bis hin zum einfachen Fließtext - geht es nach den Empfehlungen der Stromwirtschaft, ist fast jede Darstellung möglich. Da wird ein Vergleich zwischen unterschiedlichen Stromanbietern unnötig schwer", so das Öko-Institut. "Ein Versorger, der aus Sicht seiner Kunden ungünstige Informationen offen legen muss, darf diese im Kleingedruckten der Stromrechnung verstecken", kritisiert Timpe. Nach seiner Meinung sollten die Daten stattdessen kundenfreundlich in einem einheitlichen und leicht verständlichen Format präsentiert werden.


Kombination von Bilanzierungsverfahren führt zu falschem Energiemix

Der Grund für die falschen Berechnungen des Energiemixes liegt laut Öko-Institut darin, dass die Stromwirtschaft zwei Bilanzierungsverfahren kombinieren wolle. Um zu berechnen, wie viel Prozent die verschiedenen Energiequellen am Gesamtmix ausmachen, könnten Stromversorger Daten aus zwei verschiedenen Quellen nutzen. Entweder lassen sie sich direkt von ihren Lieferanten bescheinigen, aus welchen Kraftwerken der Strom stammt und wie viel Strom diese jeweils liefern. Oder aber sie verwenden statistische Durchschnittswerte der gesamten Stromerzeugung, zum Beispiel für an der Strombörse EEX gehandelten Strom. Nutzen die Stromversorger Daten aus beiden Quellen, müsse die Rechnung korrigiert werden, damit die Bilanz am Ende stimmt. Denn die bereits direkt bescheinigten Strommengen seien gleichzeitig auch in der Statistik enthalten, erklärt des Öko-Institut. würden diese direkt bescheinigten Anteile nicht wieder aus den statistischen Durchschnittswerten herausgerechnet, würden sie doppelt gezählt. Diese Korrektur sei bisher aber nicht vorgesehen.


Bis zu einem Drittel der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im europäischen Verbundnetz könnte doppelt gezählt werden

"Die Stromversorger werden sich vor allem Strom aus erneuerbaren Energien direkt bescheinigen lassen. Deshalb ist zu erwarten, dass nach dem Vorschlag der Stromwirtschaft vor allem umweltfreundliche Stromquellen doppelt gezählt und damit überbewertet werden", heißt es in der Pressemitteilung. Außerdem solle anstelle der nationalen Statistik ein europäischer Durchschnittswert verwendet werden, der einen deutlich höheren Anteil erneuerbarer Energien aufweist als die deutsche Statistik, bemängelt das Öko-Institut. "Die Stromwirtschaft muss hier unbedingt nachbessern", fordert Timpe. "Möglicherweise muss sogar das Energiewirtschaftsgesetz geändert werden." Bis zu einem Drittel der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im europäischen Verbundnetz könnte doppelt gezählt werden, ist die Einschätzung des Öko-Instituts. Deren Energieexperten arbeiten zur Zeit an einem Verfahren, mit dem diese Fehler deutlich reduziert werden können.


Ökostrom mit Gütesiegel

Umweltbewussten Stromkunden, die auf Nummer sicher gehen wollen, empfiehlt das Öko-Institut Stromangebote, die mit dem Gütesiegel "ok-power" oder dem "Grüner Strom Label in Gold" ausgezeichnet sind. Eine Übersicht empfehlenswerter Angebote biete die Verbraucherkampagne EcoTopTen. Weitere Informationen im Internet unter europa.eu.int/comm/energy/electricity/publications/index_en.htm

14.12.2005   Quelle: Öko-Institut   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

S.A.G. Solarstrom AG baut 1,1 MW-Solarkraftwerk auf Lidl-Zentrallager

Die Freiburger S.A.G. Solarstrom AG wird im kommenden Jahr eine Solarstromanlage mit einer Leistung von 1,1 Megawatt auf dem Dach des Lidl-Zentrallagers in Hartheim bei Freiburg errichten. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Damit entstehe die bisher größte dachmontierte Photovoltaikanlage in Baden-Württemberg. Der Auftrag hat laut S.A.G. Solarstrom AG ein Volumen von rund fünf Millionen Euro.   Der Baubeginn ist Anfang 2006 geplant. Zur Jahresmitte soll das solare Kraftwerk an das Netz gehen.


Kooperation mit der Solar-Fabrik AG

"Bei diesem Projekt haben wir uns gegen namhafte Wettbewerber durchgesetzt", freut sich Uwe Ilgemann, Vorstandssprecher der S.A.G. Solarstrom AG. "Ausschlaggebend für den Zuschlag waren neben unserer langjährigen Erfahrung die überzeugende Qualität unseres Angebots und unser Service. Wir freuen uns außerordentlich über diesen Auftrag", so Ilgemann weiter. Die Anlage wird in Zusammenarbeit mit der Freiburger Solar-Fabrik AG errichtet, welche die Module und Wechselrichter liefert. "Damit knüpfen wir an die frühere Zusammenarbeit unserer Unternehmen an und legen den Grundstein für weitere gemeinsame Projekte“, so Georg Salvamoser, Vorstandsvorsitzender der Solar-Fabrik AG.

14.12.2005   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Weiterbildung zum Solarteur vermittelt Know-how für Handwerker

Angesichts steigender Öl- und Gaspreise suchen viele Verbraucher/innen nach einem Ausweg aus der fossilen Energiekette. Diesen bieten erneuerbare Energien, so das Weiterbildungsinstitut Q.Punkt in einer Pressemitteilung. Parallel zur steigenden Nachfrage nach Wärmepumpen, solarthermischen und photovoltaischen Anlagen steige jedoch auch der Bedarf an qualifiziertem Personal, das diese Anlagen planen, montieren und warten kann.  Zudem stünden die Chancen auf dem Arbeitsmarkt nicht schlecht, verzeichnet der Solarmarkt doch hohe Wachstumsraten. Das Weiterbildungsinstitut Q.Punkt – seit Ende Juli 2005 Sitz der ersten Solarteurschule der Region Nürnberg - bietet ab dem 20. Januar 2006 eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Solarteur (Fachkraft für Solartechnik) an. Der Lehrgang umfasst 200 Unterrichtseinheiten und findet jeweils Freitagnachmittags und am Samstag in zwei- bis dreiwöchigem Turnus statt.


Experten DGS vermitteln Fachwissen

Wer bereits in baunahen Gewerken im Bereich Heizung, Sanitär, Klima, Hauselektrik oder als Dachdecker/in gearbeitet hat, kann die europaweit einheitliche Zusatzqualifikation bei Q.Punkt erwerben. Von Vorteil seien Interesse an erneuerbaren Energien und an der Kundenberatung sowie an ökologischem Marketing. Die Lehrgangsinhalte werden laut Q.Punkt von Experten der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und weiteren kompetenten Fachkräften vermittelt. Praxiserfahrung sollen die Teilnehmer auf Exkursionen zu Demoanlagen in der Region sammeln, wo sie auf Übungsdächern ausprobieren, wie Sonnenkollektoren befestigt und wie die Anlagen errichtet werden.


Technik, Beratung und Marketing

"Der Solarteurberuf ist sehr vielseitig. Solarteur/innen planen und installieren regenerative Energieanlangen für die Warmwasserbereitung und die Stromgewinnung, haben aber auch viel Kundenkontakt", so Jutta Deinbeck, Geschäftsführerin von Q.Punkt und der neu gegründeten Solarteurschule. So würden Kunden und Interessenten über Fördermittel und technische Möglichkeiten verschiedener Anlagetypen informiert. Bei der Montage achten die Solarteure auf einen fachgerechten Einbau der Mess- und Regeltechnik und auf die Einhaltung geltender Sicherheitsvorschriften. Nach Fertigstellung wird die Anlage geprüft und in Betrieb genommen. Auch danach bleiben die Solarteure häufig Ansprechpartner für Service und Wartungsarbeiten, so Q.Punkt.

14.12.2005   Quelle: Q.Punkt, openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Strompreis: NRW-Energieministerin will RWE-Erhöhung nicht genehmigen

Laut einer Meldung des Nachrichtenmagazins Focus will NRW-Energieministerin Christa Thoben die von RWE zum 1. Januar 2006 beantragte Strompreiserhöhung um sechs Prozent nicht genehmigen, so der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer Pressemitteilung. Der BEE begrüßt, dass die Landesregierung die geplante "Preistreiberei" verweigere. Der Energieriese habe bislang nicht schlüssig begründen können, weshalb er seinen 7,2 Millionen Privatkunden erneut eine höhere Stromrechnung zumuten will.  
Differenzkosten für Strom aus erneuerbaren Energien sinken

Immer wieder habe die Stromwirtschaft in der Vergangenheit ihre Preiserhöhungen auch mit der angeblich gestiegenen Umlage für Strom aus Erneuerbaren Energien gerechtfertigt, heißt es in der BEE-Pressemitteilung. Die Umlage für den nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergüteten Strom werde allerdings in diesem Jahr auf dem gleichen Niveau liegen, wie schon 2004. Mittlerweile bekämen die Verbraucher dafür bereits mehr als 10 Prozent sauberen Strom. Im letzten Jahr seien es erst 9 Prozent gewesen. "Die Differenzkosten für Strom aus erneuerbaren Energien sinken also sogar", erklärt BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke. "Derzeit machen sie gerade einmal 2,8 Prozent des Gesamtstrompreises für Tarifkunden aus. Damit lässt sich keine Erhöhung um 6 Prozent begründen", so Nitzschke.


Stromkonzerne berechnen ihren Kunden bis zu 500 Millionen Euro zusätzlich

Trotzdem verlangen die Stromkonzerne nach Berechnungen des BEE von ihren Kunden etwa 20 Prozent mehr Geld für erneuerbare Energien als sie tatsächlich dafür aufwenden: "Statt den Vorschriften des EEG entsprechend, die 'Differenzkosten' auszuweisen, erfinden die Stromkonzerne den neuen Begriff der 'Mehrkosten', fühlen sich nicht an das Gesetz gebunden und berechnen ihren Kunden bis zu 500 Millionen Euro zusätzlich", erläutert Nitzschke. "Als Faustformel gilt für 2005: Wer in diesem Jahr eine Umlage für Strom aus erneuerbaren Energien von mehr als 0,54 Cent pro Kilowattstunde (für einen Durchschnittshaushalt sind das etwa 1,80 Euro im Monat) bezahlt, wird abgezockt", so Nitschke. Für RWE-Kunden liege die Umlage bereits seit Juli um 20 Prozent über diesem Wert.


BEE: Strompreiserhöhung vor dem Hintergrund der Gewinnsituation von RWE nicht nachvollziehbar

Eine neuerliche Strompreiserhöhung ist nach Auffassung des BEE auch vor dem Hintergrund der Gewinnsituation von RWE nicht nachvollziehbar. In den ersten neun Monaten des Jahres habe RWE Energy das Betriebsergebnis um 8 Prozent gesteigert, die Sparte RWE Power legte laut BEE sogar um 24 Prozent zu. Zu diesen erheblichen Gewinnsteigerungen hätten bislang auch die im europäischen Vergleich sehr hohen Netznutzungsentgelte beigetragen. Nach einem vom Bundesverband Neuer Energieanbieter und dem Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft beauftragten Gutachten seien diese Entgelte seit 2001 ungerechtfertigt um 37 Prozent gestiegen. In Deutschland liegen die Entgelte für die Übertragungsnetze damit um mehr als 100 Prozent über dem Niveau anderer Netze in Europa. Zum 1. November 2005 – die Netzbetreiber mussten zu diesem Termin bei der Bundesnetzagentur Anträge auf Genehmigung ihrer Entgelte vorlegen – hätten E.ON und RWE eine Senkung um 50 Prozent angekündigt.

"Die NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben muss in der Frage der Strompreiserhöhungen hart bleiben. Die Stromkunden dürfen nicht zum Ausgleich der Senkung völlig überhöhter Netzentgelte zur Kasse gebeten werden", heißt es in der BEE-Pressemitteilung.

14.12.2005   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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EnBW will Große Wasserkraft konsequent ausbauen

Vom Aufsichtsrat der Rheinkraftwerk Iffezheim GmbH (RKI) seien jetzt die Mittel für die Detail- und Genehmigungsplanung für den Einbau einer fünften Maschine im Rheinkraftwerk Iffezheim freigegeben worden, berichtet die EnBW Energie Baden-Württemberg AG in einer Pressemitteilung. Die neue Maschine wäre mit einer Leistung von rund 38 Megawatt (MW) und einem Laufraddurchmesser von rund 7,40 m eine der größten Turbinen Europas.  Der freigegebene Planungsumfang umfasse die Erstellung aller für den Baubeschluss notwendigen Unterlagen einschließlich der Einholung der Genehmigung, Baubeginn könnte laut EnBW bereits in 24 Monaten sein.


Iffezheim soll zum größten Wasserkraftwerk am Rhein werden

Das Kraftwerk Iffezheim wurde 1978 in Betrieb genommen. Aktuell verfügt es über 4 Rohrturbinen mit einer Maximalleistung von 110 Megawatt. Durch den Ausbau würde die durchschnittliche Stromjahresproduktion von derzeit 740 Millionen Kilowattstunden um 130 Millionen Kilowattstunden auf rund 870 Millionen Kilowattstunden erhöht werden, so die EnBW. Mit der zusätzlichen Jahresproduktion von 130 Millionen Kilowattstunden könnten knapp 90.000 Menschen mit regenerativem Strom aus Wasserkraft versorgt werden. "Mit rund 10 Prozent Stromerzeugung aus regenerativer Wasserkraft nimmt die EnBW bereits heute in der deutschen Energiewirtschaft eine Spitzenstellung ein. Mit der Inbetriebnahme der 5. Maschine im Wasserkraftwerk Iffezheim wird dieses zum größten Wasserkraftwerk am Rhein. Nach dem im Juni 2005 gefassten Beschluss zum Neubau des Maschinenhauses im Laufwasserkraftwerk Rheinfelden ist die jetzige Entscheidung ein weiterer Baustein der strategischen und ökologischen Zukunftsausrichtung der EnBW", so Prof. Dr. Utz Claassen, der Vorsitzende des Vorstands der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, nach der Entscheidung.


Laufwasserkraftwerks in Rheinfelden derzeit bundesweit größtes Bauvorhaben im Bereich regenerativer Energien

Auf der Grundlage eines Vertrags von 1969 entstanden unter deutsch-französischer Regie die Staustufen Gambsheim und Iffezheim. Zu diesen Staustufen gehören jeweils ein Kraftwerk, ein Wehr und – in Iffezheim seit 2000, in Gambsheim ab 2006 - ein Fischpass. Die kompletten Anlagen werden von der Rheinkraftwerk Iffezheim GmbH (RKI) und der Centrale Electrique Rhénane de Gambsheim (CERGA) betrieben. Die Gesellschaften gehören je zur Hälfte der EnBW Kraftwerke AG und der Électricité de France (EDF). Bei der 5. Maschine für das RKI handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt zwischen EnBW und EDF. Mit dem im Juni 2005 beschlossenen Neubau des Laufwasserkraftwerks in Rheinfelden, der von der Kraftwerksbetreiberin Energiedienst AG durchgeführt wird, nehme die EnBW auch beim Ausbau der so genannten Großen Wasserkraft (Kraftwerke ab einer Leistung von 5 Megawatt) eine Vorreiterrolle ein. Der Neubau in Rheinfelden sei das derzeit bundesweit größte Bauprojekt im Bereich regenerativer Energien.

14.12.2005   Quelle: EnBW Energie Baden Württemberg AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Allianz investiert erstmals in Windpark

Fünf Monate, nachdem die Allianz-Gruppe ein stärkeres Engagement für erneuerbare Energien angekündigt hatte, tätigt sie ihr erstes Investment: Auf Sizilien soll einer der größten Windparks Italiens entstehen und im April 2007 den Betrieb aufnehmen, berichtet die Allianz in einer Pressemitteilung.  Die Allianz habe 100 Prozent der Anteile an "Aero-fonte S.r.l." erworben. Das Unternehmen will im Südosten Siziliens den auf 72 Megawatt ausgelegten Windpark Francofonte bauen. Geplant wurde das Projekt von der Aero-sol S.r.l. mit Sitz in Catania, einem Joint Venture von WKN Windkraft Nord AG mit Partnerunternehmen vor Ort. Thomas Pütter, einer der Verantwortlichen der künftigen Allianz Alternative Assets Holding, erklärt: "Solche Investments in erneuerbare Energien, insbesondere Windenergie, bieten hohe Renditen bei akzeptablem Risiko. Sie generieren pro Jahr ansehnliche Einnahmen."


Konkretes Projekt in einem attraktiven Wachstumsmarkt

Die Windenergie sei besonders wachstumsstark und eine der Chancen im notwendigen Kampf gegen den Klimawandel, betont die Allianz. "Im Juni haben wir angekündigt, dass wir in regenerative Energien investieren wollen, und es ist schön, dass wir jetzt ein konkretes Projekt in einem attraktiven Wachstumsmarkt als unser erstes Investment präsentieren können", sagt David Jones, Chief Executive von Allianz Specialised Investments. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit sowohl mit Vestas als auch mit WKN und hoffen, dass sich daraus später weitere Investitionen ergeben werden", so Jones weiter.


Windstrom Strom für 46.000 italienische Haushalte

Für den Windpark Francofonte sind 24 Windturbinen vom Typ Vestas V90 mit einer Nennleistung von jeweils drei Megawatt vorgesehen. Sie werden die ersten Anlagen dieses Typs in Italien sein. WKN wird den Bau begleiten und das operative Management übernehmen. Der Windpark soll im April 2007 an das Netz gehen. Francofonte wird laut Allianz zu den größten Windkraftanlagen Italiens gehören und rund 111 Millionen Kilowattstunden pro Jahr produzieren - genug Elektrizität, um 46.000 Familien zu versorgen.


Allianz-Gruppe will zwischen 300 und 500 Millionen Euro in Erneuerbare investieren

Im Juni 2005 hatte die Allianz-Gruppe den Bericht "Klimawandel und Finanzsektor - ein Aktionsplan" vorgelegt und angekündigt, ihre Investitionen in regenerative Energien in den nächsten fünf Jahren auf 300 bis 500 Millionen Euro zu steigern. Allianz Specialised Investments wird zur neu gegründeten Allianz Alternative Assets Holding (AAA-Holding) gehören, die Karl Ralf Jung und Thomas Pütter leiten werden.

13.12.2005   Quelle: Allianz-Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Mit Sonne, Holz und Erdwärme aus der Heizkostenfalle

Die Verbraucher in Deutschland müssen 2005 über acht Milliarden Euro mehr für Heizung und warmes Wasser zahlen als noch vor zwei Jahren. "Ursache dafür ist, dass Heizöl und Gas immer teurer werden", sagte der Direktor des Deutschen Mieterbundes, Dr. Franz-Georg Rips, auf einer Pressekonferenz der Informationskampagne für Erneuerbare Energien in Berlin. Jeder Haushalt werde durch die steigenden Brennstoffkosten im Durchschnitt mit jährlich etwa 270 Euro zusätzlich belastet. "Um die Heizkosten dauerhaft bezahlbar zu halten, müssen die Eigentümer von Häusern wesentlich stärker auf Erneuerbare Energien setzen", so Rips. 
Bund soll Zuschüsse für ölpreissichere Heizungen aufstocken und Wärme aus erneuerbaren Energien per Gesetz fördern

Dazu sei es nötig, die Nutzer von Solarthermie-, Erdwärme- und Holzheizungen besser zu unterstützen, sagte Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehensvereinigung Solarwirtschaft. "Wir fordern von der Bundesregierung, das Marktanreizprogramm im kommenden Jahr von 180 Millionen Euro auf 240 Millionen Euro aufzustocken. Es darf nicht dazu kommen, dass Verbraucher, die mit erneuerbaren Energien heizen wollen, an zu kleinen Fördertöpfen scheitern“, so Körnig. In diesem Jahr war das Geld aus dem Marktanreizprogramm des Bundes bereits im Oktober komplett vergeben. "Der Einsatz erneuerbarer Energien muss zudem endlich gesetzlicher Standard werden, vergleichbar mit dem baulichen Wärmeschutz", fordert Körnig. "Wir unterstützen die Bundesregierung daher bei ihrem Vorhaben, ein Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Wärme auf die Beine zu stellen.“ Körnig forderte, das Gesetz spätestens im Jahr 2007 in Kraft zu setzen.


Enorme Potenziale erneuerbarer Energien in Deutschland

Das Potenzial der Erneuerbaren Energien zum Heizen ist enorm: Alleine die Sonnenenergie kann ein Drittel des Wärmebedarfs in Deutschland decken, sagte Körnig. Ähnlich groß ist das Potenzial der Erdwärme. In etwa 40 Prozent der deutschen Häuser können Geothermieheizungen für Wärme und warmes Wasser sorgen. Die Erdwärme eignet sich auch für die Fernwärmeversorgung in größeren Städten. So baut die Siemens in München-Unterhaching gegenwärtig ein Geothermieheizkraftwerk, das im Jahr 2007 in Betrieb gehen soll. Es soll Strom für rund 10.000 Haushalte produzieren und Wärme für etwa 4.000 Haushalte in das Fernwärmenetz von Unterhaching einspeisen. "Diese geothermische Fernwärme wird günstiger sein als die konventionell hergestellte", sagte der Leiter des
Erdwärme-Großprojektes, Christian Schönwiesner-Bozkurt von der Nürnberger
Kanzlei Rödl und Partner.


Holzpellets günstiger als Öl und Gas

Kostenvorteile bietet auch das Heizen mit Holzpellets. "Dieser Brennstoff ist etwa 40 Prozent günstiger als Öl und 30 Prozent günstiger als Erdgas“, so Markus Mann, geschäftsführender Gesellschafter der Westerwälder Holzpellets GmbH in Langenbach/Westerwald. Trotz der derzeit steigenden Nachfrage sei damit zu rechnen, dass die Pellets-Preise stabil bleiben. "Gegenwärtig werden nur 3,9 Proent des deutschen Wärmebedarfs mit Holz gedeckt. Es wächst aber genug Holz im Wald nach, um jedes dritte Haus mit Pellets zu heizen", sagte Mann.

13.12.2005   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Gabriel: Klimakonferenz ist Ansporn und Verpflichtung für Deutschland

Nach dem Abschluss der Welt-Klimakonferenz in Montreal hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel eine konsequente Fortsetzung der deutschen Klimaschutzpolitik angekündigt. "Montreal hat das Signal für die Weiterentwicklung des Kyoto-Protokolls gegeben. Das ist für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich, unserer Vorreiterrolle im Klimaschutz auch in Zukunft gerecht zu werden", sagte Gabriel.  Er appellierte besonders an die deutschen Unternehmen, die Chancen aktiver Klimaschutzpolitik für die Modernisierung der Volkswirtschaft zu erkennen und offensiv zu nutzen. "Es lohnt sich, Energie effizient zu erzeugen und sparsam zu verbrauchen, denn Energieeffizienz ist Kosteneffizienz, und das steigert die Wettbewerbsfähigkeit", so der Minister.


Montreal als starkes und ermutigendes Signal für verbindliche Reduktionsziele

"Als eine der größten Industrienationen der Welt wollen und müssen wir weiterhin Vorbild im Klimaschutz sein, wenn wir wollen, dass uns andere folgen", so Gabriel. Deutschland verfüge wie kaum ein anderes Land über exzellente Voraussetzungen, um innovative Lösungen gegen den Klimawandel zu finden und anzuwenden. Er appellierte an Wissenschaft, Wirtschaft, Gewerkschaften, Kommunen und Bürger, sich dieser Herausforderung zu stellen und die damit verbundenen Chancen offensiver als bisher zu nutzen. Gabriel sagte, die internationale Staatengemeinschaft habe in Montreal "ein starkes und ermutigendes Signal" dafür gegeben, dass sie den Weg des Kyoto-Protokolls mit verbindlichen Reduktionszielen und Obergrenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen fortsetzen wolle. Dabei komme dem weltweiten Emissionshandel und dem Mechanismus für nachhaltige Entwicklung (CDM) eine überragende Bedeutung zu.


BMU will deutsche Unternehmen bei der Umsetzung von Klimaschutzprojekten in Entwicklungsländern unterstützen

"Es ist sichergestellt, dass die sich entwickelnden Kohlenstoffmärkte über 2012 hinaus funktionieren werden. Das schafft langfristige Planungssicherheit für Unternehmen, die sich mit Investitionen in klimafreundliche Anlagen und Projekte an diesem Handel beteiligen wollen, und es stärkt die Marktchancen der deutschen Industrie im Ausland", so Gabriel. Er kündigte an, das BMU werde im kommenden Jahr eine Initiative starten, um deutsche Unternehmen bei der Umsetzung von Klimaschutzprojekten in Entwicklungsländern zu unterstützen. Es herrsche eine "immense Nachfrage" nach solchen Projekten, vor allem in Indien, China und anderen Schwellenländern. Bereits am Rande der Klimakonferenz in Montreal hatte Gabriel mit seinem mexikanischen Kollegen Luege Tamargo ein bilaterales Abkommen zur Umsetzung von CDM-Projekten unterzeichnet.

Als wichtige klimapolitische Weichenstellung bezeichnete der Bundesumweltminister die für das kommende Jahr geplante Entscheidung über die Zuteilung von Emissionszertifikaten im Rahmen des europäischen Emissionshandels. Er wies darauf hin, dass die Koalition vereinbart habe, den Nationalen Allokationsplan für die zweite Handelsperiode von 2008 bis 2012 auf der Basis der im Zuteilungsgesetz 2005/2007 festgelegten CO2-Minderungsziele aufzustellen.

13.12.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Conergy optimiert Sicherheit von trafolosen Photovoltaik-Wechselrichtern

Mit der eigenentwickelten und patentierten "Balanced Mode Technology" (BMT) für transformatorlose Wechselrichter ist es der Conergy AG erstmals gelungen, die Ableitströme von Photovoltaik-Anlagen unabhängig vom verwendeten Modultyp unter kritische Werte zu senken, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
Auf Grund der Ableitströme könne gerade in Systemen mit Dünnschicht-Solarmodulen ein zuverlässiger Betrieb transformatorloser Wechselrichter nicht immer gewährleistet werden. Zudem könne bei Berührung der Solarmodule ein unangenehmes Kribbeln auftreten. Daher müssten in solchen Systemen oft Wechselrichter mit Transformator eingesetzt werden. Solche Geräte weisen jedoch laut Conergy einen geringeren Wirkungsgrad auf.

Ableitströme um bis zu 80% gesenkt

Renommierte Forschungsinstitute beschäftigten sich seit Jahren mit diesem Dilemma, auf das Conergy nun eine Antwort habe: die neu entwickelte Balanced Mode Technology reduziere die Ableitströme um bis zu 80%. Damit könnten transformatorlose Wechselrichter problemlos auch für Dünnschicht-Solarmodule eingesetzt werden. Eventuell auftretende elektromagnetische Störungen werden laut Conergy verringert und der Personenschutz weiter verbessert. Sogar die gemäß der Norm E DIN VDE 0126-1-1 geforderten Auslöseschwellen für Ableitströme könnten auf Werte gesenkt werden, die in anderen elektrotechnischen Anwendungen üblich sind. Mit der neuen Conergy-Entwicklung entfalle für Planer und Installateure die Frage der Ableitströme und die Überlegung welche Module zu welchem Wechselrichter passen. Damit sei die Balanced Mode Technology die ideale Anbindung für alle Photovoltaik-Systeme.

13.12.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG

 

dena: Kyoto-Protokoll macht CO2-Abbau weltweit attraktiv

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) begrüßt die Bemühungen auf der UN-Klimakonferenz in Montreal, internationale Kooperationen für den Abbau von Treibhausgasemissionen zu verstärken. Jetzt sei die Zeit des konkreten Handelns gekommen, so die dena in einer Pressemitteilung. Die Nachfrage nach geeigneten Klimaschutzprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie in den Industriestaaten Mittel- und Osteuropas nehme stark zu.  Zur Umsetzung von Projekten mit deutschen Unternehmen hat die dena kürzlich ein "Memorandum of Understanding" mit der südchinesischen Provinz Guizhou unterzeichnet. Auch in Russland, Rumänien und der Ukraine habe die dena begonnen, Klimaschutzprojekte nach den Regeln des Kyoto-Protokolls zu entwickeln und umzusetzen.


Deutsche Unternehmen können Zukunftsmärkte erschließen

"Der Markt für internationale Klimaschutzkooperationen zieht an. Der Ausstoß von Treibhausgasen hat jetzt einen Preis. Und je höher dieser Preis steigt, desto mehr suchen Unternehmen in den Industrieländern nach günstigen Möglichkeiten, Emissionszertifikate zu erwerben", sagt dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Deshalb würden die großen Energieeffizienzpotenziale in den Ländern Osteuropas und Asiens auch immer wichtiger für deutsche Unternehmen. Außerdem könnten sie auf diesem Weg wichtige Zukunftsmärkte erschließen. Die Partnerländer machten sich hingegen weniger abhängig von Energieimporten und gewännen Zugang zu innovativem Know-how, betont Kohler.


Biodiesel, Wasserkraft und Methangasnutzung in China

Gemeinsam mit dem Entwicklungs- und Reformausschuss der Provinz Guizhou will die dena in den nächsten zwei Jahren so genannte Clean Development Mechanism-Projekte (CDM) entwickeln und umsetzen. Mit ihnen können deutsche Unternehmen zusätzliche Emissionszertifikate erwerben, indem sie in die Reduktion von Treibhausgasen investieren. Der Schwerpunkt bei der Kooperation mit Guizhou liegt laut dena auf dem Biodiesel, der Wasserkraft und der Methangasnutzung im Kohlebergbau. Mit der kontrollierten Absaugung und energetischen Nutzung von Methangas aus den Kohlebergwerken werde auch ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit der Bergarbeiter geleistet. Auf Grund der hohen Methangaskonzentrationen in den chinesischen Bergwerken komme es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Zu den Aufgaben der dena gehöre, deutsche Investoren zu gewinnen sowie aussichtsreiche Projekte auszuwählen, sie entsprechend der Kriterien des Kyoto-Protokolls aufzubereiten und bis zum Vertragsabschluss zu begleiten.


Anträge für CDM-Projekte von rund 200 auf mehr als 700 gestiegen

Die Zahl der Anträge für CDM-Projekte ist nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in den letzten zwölf Monaten weltweit von rund 200 auf mehr als 700 gestiegen. Die Nachfrage übersteige das Angebot bei weitem. "Der CDM-Markt ist noch jung und der Umgang mit den Regeln wenig erprobt", sagt Kohler. "Umso wichtiger ist es jetzt, Praxiserfahrungen zu machen. Die dena leistet dazu einen wichtigen Beitrag", so Kohler weiter. Auch bei der Umsetzung von Joint Implementation (JI) sei die dena aktiv. Hier gehe es um Kooperationen mit Industriestaaten. Zur Vorbereitung von JI-Projekten arbeite die dena mit Partnern in Russland, Rumänien und der Ukraine zusammen.

13.12.2005   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Mittelständischer Solarthermie-Hersteller Solar Future Technik will expandieren

45 m² Solarwärmefassade von SFT.
45 m² Solarwärmefassade von SFT.

SFT® Solar Future Technik ist seit 2005 eine eingetragene Marke und kann mit Inhaber Rüdiger Kappei auf 20 Jahre Solarerfahrung zurückblicken. Vor dem Hintergrund steigender Preise für fossile Energieträger soll die ebenfalls 2005 gegründete SOLAR FUTURE TECHNIK Kappei GmbH kräftig wachsen, kündigt Geschäftsführer Kappei in einer Pressemitteilung an. Bis 2009 sollen bundesweit 16 Niederlassungen des Herstellers von individuellen Sonnenkollektoren und Solarspeichern entstehen.
  Um interessierte Bürger und Kunden an diesem Wachstum teilhaben zu lassen, bietet die Gesellschaft Unternehmensbeteiligungen in Form von Genussrechten an. "Eine einmalige Möglichkeit, in die Zukunft zu investieren", sagt Rüdiger Kappei. Die Mindestzeichnungssumme entspreche 10.000 Euro, wobei dieses spezielle Angebot jedoch auf 20 Anleger begrenzt sei. Die eingezahlten Genussrechte sollen jährlich mit einer Mindestausschüttung in Höhe von 8 % des jeweiligen Nennbetrags bedient werden (Grunddividende). Darüber hinaus seien die Genussrechte anteilig an 30 % des auszuschüttenden Jahresergebnisses der SOLAR FUTURE TECHNIK Kappei GmbH beteiligt (Übergewinnbeteiligung).


Individuelle Kollektoren, Schichtenleitspeicher KAPRO, auch aus eigener Produktion

SFT® produziert individuelle Großflächenkollektoren als Dachziegelersatz und Fassadenlösung in jeder Bauform, Größe und Farbe. Die SFT® Solarwärme-Fassade ist laut Kappei eine der wirtschaftlichsten Formen der Energienutzung. Der bei einer Gebäudesanierung anstehende notwendige Vollwärmeschutz könne durch den Einsatz einer SFT® Solarwärme-Fassade (aktiv und passiv) entfallen. Der SFT® Schichtenleitspeicher KAPRO und das Wärmeverteilsystem in Verbindung mit den erprobten und effizienten Systempaketen sind laut Hersteller so konzipiert, dass die Sonne immer zuerst zum Einsatz kommt, bevor auf Energie aus andern Quellen zurückgegriffen wird. Im Vordergrund stehe die zukunftsorientierte, unkomplizierte und baubiologisch einfache logische Anwendung bis hin zum "Heizen ohne Öl und Gas".

13.12.2005   Quelle: SOLAR FUTURE TECHNIK Kappei GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLAR FUTURE TECHNIK Kappei GmbH

 

Brennstoffzellensysteme aus NRW auf dem Weg in den Markt

Brennstoffzellen-Shuttle-Bus.
Brennstoffzellen-Shuttle-Bus.

"Mit der Entwicklung eines verkehrstauglichen Brennstoffzellen-Busses belegt NRW einmal mehr seinen internationalen Spitzenplatz bei der Anwendung innovativer Energietechnik", sagte NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben während der Fahrt im Prototyp eines Busses von Herten nach Recklinghausen. Der Shuttlebus ist für den Messe- beziehungsweise Werksverkehr oder den Einsatz in Kernbereichen von Städten konzipiert.
 
Das Fahrzeug könne bis zu 30 Fahrgäste befördern und habe in der aktuellen Version eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern, heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Antrieb ist als Hybrid-Konzept realisiert. Die Brennstoffzelle erzeugt Strom zum Antrieb des Elektromotors. Beim Anfahren oder starker Beschleunigung werden die integrierten Batterien zugeschaltet. Im normalen Fahrbetrieb reiche die Leistung der Brennstoffzelle aus, um sowohl den Motor anzutreiben als auch die Batterien wieder aufzuladen, so das Ministerium.


Energieverbrauch deutlich geringer als berechnet

Die Entwicklungsarbeiten für den Shuttlebus wurden im November 2004 aufgenommen und konnten innerhalb eines Jahres mit der erfolgreichen Straßenzulassung des Fahrzeugs Mitte November abgeschlossen werden. In den vergangenen Monaten hat der Shuttle bereits mehrere hundert Testkilometer zurückgelegt. "Das Fahrzeug hat alle technischen Erwartungen erfüllt und teilweise sogar übertroffen", so Dr. Bernd Pitschak, Geschäftsführer der Hydrogenics GmbH aus Gelsenkirchen. "Beispielsweise wird der Energieverbrauch deutlich geringer ausfallen, als wir vorausberechnet haben", so Pitschak.


Land fördert Brennstoffzellen- und Wasserstoffprojekte mit 55 Millionen Euro

NRW habe mittlerweile bei der Forschung und Entwicklung, der Fertigung und der Anwendung von Brennstoffzellenkomponenten und -systemen international einen Spitzenplatz erreicht, betont das Wirtschaftsministerium. Dazu beigetragen hätten unter anderem der Einsatz von Brennstoffzellen in Laptops, Lastenfahrrädern oder Rollstühlen bis hin zur Hausenergieversorgung. Weiter sei die Nutzung der Zellen für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung von Infotafeln oder Mobilfunkmasten geplant. Gleichzeitig laufen Arbeiten zum Aufbau der erforderlichen Wasserstoffversorgung. Die NRW-Landesregierung hat nach eigenen Angaben bis heute 58 Brennstoffzellen- und Wasserstoffenergieprojekte mit über 55 Millionen Euro gefördert, bei Gesamtinvestitionen von weit über 100 Millionen Euro. NRW sei damit deutschland- und wahrscheinlich sogar europaweit führend. Weitere Informationen gibt es unter www.brennstoffzelle-nrw.de

12.12.2005   Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Hydrogenics GmbH
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Vor 20 Jahren wurde Joschka Fischer weltweit erster grüner Umweltminister

"Überquellende Mülldeponien, Rhein und Main schadstoffbefrachtet und fast fischfrei, Block C des Atomkraftwerks Biblis in Planung, Sondermüllnotstand, Grundwassermangel, Waldsterben und Wintersmog waren die Probleme als Joschka Fischer weltweit als der erste grüne Umweltminister am 12. Dezember 1985 in Wiesbaden vereidigt wurde," erinnern die hessischen Grünen in einer Pressemitteilung.  "Wie viel sich im Umweltschutz nicht zuletzt durch den Einsatz der Grünen in den vergangenen 20 Jahren verbessert hat, zeigt sich, wenn man die Probleme Revue passieren lässt", so die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag. Statt Mülldeponien zu bauen, setzten die Grünen auf Müllvermeidung und Mülltrennung und viele Deponien seien überflüssig geworden. Die Grube Messel, "das Pompeji der Paläontologie", konnte gerettet werden und wurde in der zweiten rot-grünen Koalition zum Weltnaturerbe. Die Luftschadstoffe seien damals während des Winters so hoch gewesen, dass Fahrverbote für Autos ohne Katalysator verhängt werden mussten. "Der Katalysator war noch lange nicht serienmäßig in Autos eingebaut, sondern noch eine sehr große Ausnahme", erinnert sich der heutige Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Tarek Al-Wazir.


Tschernobyl und der Streit um die Hanauer Atomfabriken

In die erste Amtszeit Fischers als Umweltminister fielen 1986 auch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und der Chemieunfall von Sandoz. Das hessische Ministerium für Umwelt und Energie habe das erste Atom-Ausstiegsszenario der Republik vorgelegt. "Leider scheiterte die erste rot-grüne Koalition im April 1987 an dem damaligen Streit um die Hanauer Atomfabriken. Aber in dieser kurzen Zeitspanne wurde vieles in der hessischen Umweltpolitik angestoßen, was heute noch Gültigkeit hat", ist sich Al-Wazir sicher. Im Mittelpunkt der Umweltpolitik stehe heute stärker als damals der Einsatz gegen Klimaveränderungen, für mehr Energieeffizienz und die Nutzung der erneuerbaren Energien. Umwelt- und Wirtschaftspolitik würden heute nicht mehr als Gegensätze gesehen. Es sei schade, dass Hessen unter der Regierung Koch bundesweit keine Spitzenstellung mehr für eine beispielhafte Umweltpolitik belege, so Al-Wazir. Notwendig wäre es weiterhin.

12.12.2005   Quelle: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BUND: USA und Russland blockieren Kyoto-Protokoll vergeblich

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat das Ergebnis des Klimagipfels in Kanada als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung begrüßt. Regierungen von über 180 Staaten einigten sich Freitag Nacht auf eine Weiterentwicklung des Kyoto-Protokolls in den nächsten Jahren. Die Blockadeversuche der USA und Russlands seien gescheitert, heißt es in der BUND-Pressemitteilung.   "Die auf dem Klimagipfel in Montréal erzielten Ergebnisse zeigen, dass das Kyoto-Protokoll lebt und wir darauf aufbauen können", kommentierte Markus Steigenberger, Vertreter des BUND in Montréal. "Aber vor dem Hintergrund der immensen Bedrohung durch den Klimawandel gleiche das Tempo der Verhandlungen eher dem Gang einer lahmen Ente. Die progressiven Staaten, und allen voran die EU, müssen jetzt dringend einen Gang hoch schalten. Montréal hat nur die Tür aufgestoßen", so Steigenberger.


Kritik an Verzögerungstaktik der USA und Russlands

Bei den Verhandlungen sei besonders die widersprüchliche Rolle der USA im Klimaschutz deutlich geworden, betont der BUND. Während US-Bundesstaaten, Städtebündnisse und Industrieverbände in den USA mittlerweile ambitionierten Klimaschutz betrieben würden und engagierte Projekte vorweisen könnten, versuche die Bush-Regierung jeden Fortschritt nach Kräften zu verhindern. "Das Verhalten der US-Delegierten war ungeheuerlich: Beleidigungen, Verzögerungstaktiken und Türen schlagen kennt man sonst eher aus dem Studentenparlament", sagt Markus Steigenberger. Ähnlich destruktiv habe sich die russische Delegation verhalten, die noch in der letzten Nacht die Verhandlungen stundenlang ausgebremst habe. Dass die anderen Staaten sich davon nicht hätten beeindrucken lassen, sei ein wichtiges Zeichen. "Damit ist endgültig klar: Wenn wir die USA wieder ins Boot holen wollen, müssen wir die Bush-Regierung links liegen lassen und andere US-amerikanische Initiativen unterstützen", so Steigenberger.

Auf der Klimakonferenz in Montréal vom 28.11. bis 9.12. waren über 10.000 Teilnehmer aus 190 Staaten anwesend. Neben einem Fahrplan für die Weiterentwicklung des Kyoto-Protokolls wurden auch die letzten noch ausstehenden Beschlüsse für dessen Umsetzung gefasst. So wurden etwa der Clean Development Mechanism, die Joint Implementation und das Compliance Regime angenommen.

12.12.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Studie ermittelt hohe Akzeptanz von Windparks an der Nordseeküste

Die Hochschule Bremerhaven hat am 08.12.2005 die Ergebnisse einer umfangreichen empirischen Untersuchung zur Akzeptanz von Windparks in elf Gemeinden an der deutschen Nordseeküste veröffentlicht. Die Studie zeige, dass die Befragten im Durchschnitt Windparks nicht als störend und sogar als charakteristisch für die Küstenregion empfanden, heißt es in der Pressemitteilung der Hochschule.   Die Meinungen von Einheimischen und Touristen über Windparks wichen laut Studie nur wenig voneinander ab. Die Studie widerlege tendenziell das Argument, Windparks seien schlecht für den Tourismus.


Akzeptanz trotz der vieler Windparks in der Region überraschend gut

Windenergie ist laut Hochschule Bremerhaven auch in Deutschland, dem "Windenergie-Weltmeister", nicht unumstritten. Besonders dort, wo Windparks in hoher Dichte zu finden seien, herrsche die Befürchtung, sie schädigten den Tourismus. "Wir wollten wissen, ob es diesen Konflikt wirklich gibt. Dafür mussten wir mit den Menschen sprechen, die am dichtesten dran sind: Einwohner und Touristen im Schatten der Windräder. Insgesamt sind wir überrascht, dass die Akzeptanz trotz der vielen Windparks in der Region so gut ist", sagt Prof. Dr. Michael Vogel von der Hochschule Bremerhaven. Im Sommer 2005 führte er mit 40 Studenten des Studienganges Cruise Industry Management die Studie durch.

Die Untersuchung galt gezielt der Haltung von Menschen, die direkt mit dem Windenergie-Ausbau konfrontiert sind. Sie stützte sich auf eine persönliche, standardisierte Befragung vor Ort. Insgesamt 355 Einwohner und 485 Touristen in elf Gemeinden wurden befragt. Alle Gemeinden befinden sich in unmittelbarer Nähe von Windparks und weisen zugleich eine gewisse touristische Bedeutung auf. Die sonst häufig genutzte Methode einer repräsentativen Stichprobe der Gesamtbevölkerung sei bewusst nicht gewählt worden, da Diskussionen über Windparks ein lokales Phänomen seien und deshalb auch lokal untersucht werden müssten. Die Einbeziehung von Stadtbewohnern fernab von Windparks hätte das Ergebnis der Befragung vermutlich noch viel positiver ausfallen lassen, so die Hochschule Bremerhaven.


Je ein Drittel der Befragten befürworten oder lehnen Windparks ab

In den untersuchten Gemeinden sprachen sich 27 Prozent der Befragten Einwohner und Touristen positiv und weitere 38 Prozent neutral über die zahlreichen Windparks in der Region aus. Je jünger die Befragten waren und je weniger direkt sie durch räumliche Nähe von Windparks betroffen waren, desto positiver äußerten sie sich über sie. 35 Prozent der Befragten äußerten sich eher ablehnend. Hier war Lärmbelästigung noch vor optischen und anderen Beeinträchtigungen das Hauptargument.

Obwohl in der Region in den letzten Jahren einige neue Windparks gebaut worden seien, stimmten fast alle Befragten darin überein, dass sich ihre Einstellung zu Windparks über die letzten Jahre nicht verändert hatte. Das Repowering, also der Ersatz von Altanlagen durch eine geringere Anzahl größerer und moderner Anlagen, sei nur von einem Viertel der Befragten abgelehnt worden. Blinkende Nachtbefeuerung besonders großer Anlagen spielte beim Repowering für die Befragten keine Rolle. Windparks auf See (Offshore-Windparks) als zukünftige Alternative zu Anlagen an Land seien tendenziell begrüßt worden, und dies umso mehr, wenn die Windräder außer Sichtweite gebaut würden. Inselbewohner waren dabei nicht kritischer als die übrigen Befragten. Informationsangebote über Offshore-Windenergie, wie z.B. Ausstellungen und Bootsausflüge, würden nach eigenen Angaben von einem Drittel der Befragten vermutlich oder mit Sicherheit genutzt werden.


Studie im Internet zugänglich

Bei der Konzeption der Studie und bei der Entwicklung der Fragestellungen war die Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB) beratend tätig. Die WAB habe bei der Durchführung der Untersuchung sowie auf die Bewertung der Ergebnisse keinen Einfluss genommen, so die Hochschule.
Die Studie kann kostenlos heruntergeladen werden auf den Internestseiten des Studiengangs Industry Management der Hochschule Bremerhaven unter http://www.cim.hs-bremerhaven.de

12.12.2005   Quelle: Hochschule Bremerhaven   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Wechselrichter-Hersteller Steca erweitert Produktpalette

Wechselrichter StecaGrid 2000 Master.
Wechselrichter StecaGrid 2000 Master.

Unter dem Markennamen StecaGrid 2000 bietet Steca, der Memminger Systemanbieter für elektronische Baugruppen und Geräte, neue netzgekoppelte Wechselrichter an, die in Kürze auf dem Markt erhältlich sein werden. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, werden durch die Übernahme der Wechselrichtersparte von Philips Lighting B.V. am Firmenstandort in Memmingen 25 neue Arbeitsplätze geschaffen.
 
Die Produkterweiterung ermöglicht es nach Angaben von Michael Voigtsberger, Leiter des Geschäftsbereiches Solarelektronik bei Steca, den Kunden kurzfristig ein komplettes Produktspektrum an Wechselrichterreihen anzubieten. Der Bedarf hierfür sei nach Erfahrungen des Unternehmens, das sich als Marktführer im Bereich Solarladeregler bisher vor allem auf Inselsysteme konzentriert hatte, gestiegen, da viele Steca-Kunden auch im Netzeinspeisemarkt tätig seien.


Die von Philips Solar übernommenen Geräte zeichnen laut Steca durch ihre Zuverlässigkeit, ihre umfangreichen Anzeigemöglichkeiten und die hohe IP-Schutzklasse aus, die eine Anbringung auch im Außenbereich ermöglicht. Die Produkte seien von Philips nach höchsten Industrienormen und neuesten Anforderungen entwickelt worden. Während der letzten Monate seien in Zusammenarbeit mit Steca weitere Optimierungen eingeflossen. Durch das innovative Master-Slave-Prinzip lassen sich die Wechselrichter laut Hersteller auf bis zu sechs Kilowatt pro Geräteeinheit verschalten.

12.12.2005   Quelle: Steca GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Steca GmbH

 

Solar-Montagesystem AluTec mit extrem stabilem Dachhaken

Extrem belastbarer AluTec-Dachhaken.
Extrem belastbarer AluTec-Dachhaken.

Mit neuen Tragschienen und einem Dachhaken aus Aluminiumguss ist AluTec, das Montagesystem der Freiburger SolarMarkt GmbH, noch belastbarer und handwerkerfreundlicher, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Laut unabhängigem Gutachten halte der Aluguss-Haken extremen Schneelasten stand und schütze so Solarmodul und Dachziegel zuverlässig. Statt bisher von unten lässt sich der Dachhaken laut SolarMarkt mit neuen Vertikalschienen jetzt bequem seitlich verschrauben.
  Weil er zudem höhenverstellbar sei, genügten drei Ausführungen für alle Ziegeldächer.


Praxistest zeigt hohe Belastbarkeit

Die Fachhochschule Südwestfalen hat laut SolarMarkt den neuen Haken getestet, ein Ingenieurbüro für Bauwesen habe ihn statisch berechnet. Danach könne ein einzelner Aluguss-Haken mit über 130 Kilogramm mehr als das Doppelte an Last aufnehmen als vergleichbare Edelstahl-Haken. Weil die statische Belastbarkeit bekannt sei, lasse sich die benötigte Anzahl Haken - in Abhängigkeit von Schneelastzone und geographischer Höhe - leicht ausrechnen. Im Praxistest habe preisgünstige Dachhaken weit mehr ausgehalten: Edelstahlhaken hätten bereits bei einer Belastung von 170 kg um 10 Millimeter nachgegeben, der neue Alugusshaken erst bei 310 kg. Bei normalen Schneeverhältnissen rechne man lediglich mit einer maximalen Schneelast von etwa 75 kg pro Quadratmeter.


Montagefreundlichkeit spart Zeit und Geld

Der patentierte Dachhaken aus Aluminiumguss ist das Ergebnis einer zweijährigen Entwicklungsarbeit der Kieselbach Maschinenbauteile GmbH, die auch den Haken herstellt, so der SolarMarkt. An der Entwicklung beteiligt war auch der Freiburger PV-Großhändler SolarMarkt. Auch die Geometrie der neuen Vertikalschienen sei optimiert worden. Sie brächten nur höhere Festigkeit bei geringerem Gewicht und Materialeinsatz. Für verbesserten Komfort sorge ein Nutenstein, der die neuen vertikalen Tragschienen seitlich mit den Dachhaken verbindet: Mühsames Einführen der Schrauben und lästiges Bohren auf dem Dach entfalle. Das Besondere an AluTec sei seine Montagefreundlichkeit, betont der SolarMarkt. Das bedeute Zeitersparnis für den Handwerker und reduzierte Kosten für den Bauherrn. "Unsere Kunden sind Handwerker. Daher wissen wir ganz genau, welchen Anforderungen ein Montagesystem gerecht werden muss", sagt SolarMarkt-Geschäftsführer Walter Leithold. Dazu gehöre auch gleicher Preis trotz höherer Qualität.

Ein weiterer Vorteil von AluTec sei das Kreuzschienensystem, das die Lasten gleichmäßig auf den gesamten Montageverbund verteilt. Das sei besonders im Winter von Bedeutung, wenn der Schnee nach unten rutscht und sich am unteren Rand sammelt. Auch Unebenheiten des Daches würden durch Kreuzschienen einfach ausgeglichen. Weil die Module sich zudem nahtlos aneinanderfügten, entstehe eine gleichmäßige Moduloberfläche, die gut aussieht. AluTec gibt es laut Hersteller für alle bekannten Solarmodul-Fabrikate mit unterschiedlichen Rahmenstärken. Die Module werden nur eingelegt und nicht geklemmt. Das gleiche Montageprinzip wie für die Aufdachmontage bietet der SolarMarkt auch für Freiland- oder Flachdachanlagen an.

2005 wurde AluTec auf einer Länge von 200 Kilometern verbaut, berichtet der SolarMarkt. Damit seien mit dem Montagesystem Module mit einer Gesamtleistung von mindestens 15 MWp installiert worden. Zur sofortigen Lieferung oder Abholung für Anlagenbauer halte der SolarMarkt stets 10 km Schienen auf Vorrat bereit.

12.12.2005   Quelle: SolarMarkt GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarMarkt GmbH

 

Holzpellets und Solarwärme liegen im Trend

Der Pellet-Heizkessel SolvisLino ist wartungsarm und braucht wenig Platz.
Der Pellet-Heizkessel SolvisLino ist wartungsarm und braucht wenig Platz.

Der Preis für Heizöl ist seit Jahresbeginn um rund 34 Prozent gestiegen, auch die Kosten für Gas nehmen stetig zu - da besinnen sich viele Hausbesitzer auf Alternativen, zum Beispiel Holz. Einheimisch, nachwachsend, Kohlendioxid(CO2)-neutral in der Verbrennung und preisgünstig erfüllt Holz alle Anforderungen an einen modernen Brennstoff.

 
Und wer die Umwelt zusätzlich schonen will, nutzt daneben auch die Kraft der Sonne. Holz als Brennstoff sei in unserer modernen Gesellschaft fast in Vergessenheit geraten, so der Braunschweiger Heizsystem-Hersteller Solvis. Die Mehrzahl der Haushalte heize mit Gas oder Öl, doch steigende Energiepreise und knapp werdende Brennstoff-Vorräte zwängen zum Umdenken. Holz hat laut Solvis viele Vorteile: Es wachse ständig nach und sei in der nahen Umgebung verfügbar. Transporte über viele tausend Kilometer entfallen. Auch der Preis für Pellets sei in den letzten Jahren stabil geblieben oder sogar leicht rückläufig gewesen.


Moderne Systeme machen Heizen mit Holz-Pellets und Sonne einfach und komfortabel

Die zum Heizen verwendeten Presslinge ("Pellets") werden aus naturbelassenen Holzspänen hergestellt. Der Rohstoff fällt bei der Verarbeitung der Stämme an und wurde früher kaum genutzt. Hinzu kommt: Holz verbrennt CO2-neutral. Das heißt, es wird nur soviel Kohlendioxid freigesetzt, wie der Baum während des Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen hat. "Mit modernen Systemen ist das Heizen mit Holz-Pellets und der Sonne einfach und komfortabel", stellt Karsten Wohlfahrt vom Heizsystem-Hersteller Solvis (Braunschweig) fest. Die Pellets würden ohne weiteres Zutun aus dem Silo im Keller, Garten oder Erdtank in den Heizkessel transportiert. Auch die Reinigung vollziehe sich fast von selbst - nur drei- bis sechsmal im Jahr muss laut Wohlfahrt die Asche entsorgt werden. Aufgrund der kompakten Größe lässt sich ein Solar-Pellet-Heizsystem (z. B. SolvisLino) problemlos installieren. Die Holz-Presslinge werden vom Anlieferer direkt in den Pelletspeicher befördert - kraftraubendes Stapeln von Holz-Scheiten brauche niemand zu befürchten.

11.12.2005   Quelle: Solvis Energiesysteme GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solvis Energiesysteme GmbH & Co. KG

 

BUND: Stromfresser gefährden Klimaziele

Eine Welle bevorstehender Neuanschaffungen von elektronischen Geräten gefährdet die deutschen Klimaschutzziele, warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Wenn die Konsumenten auf Unterhaltungselektronik mit schlechter Energiebilanz zurückgriffen, würde das zu einem Strommehrverbrauch von jährlich etwa drei Terawattstunden führen. Dies entspreche rund zwei Millionen Tonnen zusätzlichen Kohlendioxidausstoßes pro Jahr.  Jährlich werden laut BUND hierzulande rund sechs Millionen neue Fernsehgeräte verkauft. Das bevorstehende Weihnachtsfest und die Fußballweltmeisterschaften im kommenden Jahr würden diese Zahl noch steigen lassen. Der Kauf neuer DVD-Recorder, digitaler Satelliten-Receiver und Surround-Systeme erhöhe die Gerätezahl zusätzlich.


Angebliche Schnäppchen treiben die Stromrechnung nach oben

Deutschland müsse bis 2012 mindestens 20 Millionen Tonnen des jährlichen Kohlendioxidausstoßes einsparen, um sein auf der Weltklimakonferenz von Kyoto zugesagtes Minderungsziel von minus 21 Prozent gegenüber 1990 tatsächlich zu erreichen, betont der BUND. In den letzten Jahren stagniere jedoch der Ausstoß klimawirksamer Treibhausgase auf hohem Niveau. "Viele elektronische Geräte verbrauchen zu viel Strom. Mit "Geiz-ist-geil-" und "Ich-bin-doch nicht-blöd-Sprüchen" werben die Elektrohandelsketten für angebliche Schnäppchen, die dann die Stromrechnung nach oben treiben", sagt BUND-Klimaexperte Matthias Seiche. Der Handel müsse dazu übergehen, den Energieverbrauch aller Geräte deutlicher zu kennzeichnen und offensiv die sparsamsten Geräte zu bewerben. "Wer den Leuten Stromfresser andreht ist verantwortlich für mehr Treibhausgase und zunehmende Klimakatastrophen", so Seiche.


Energiesparende Neugeräte schonen die Umwelt

Sowohl im Stand-by- als auch im Betriebszustand sei der Verbrauch vieler Anlagen zu hoch, betont der BUND-Experte. "Bei Tests der Stiftung Warentest verbrauchte ein Fernseher der Firma Daewoo im Stand-by-Betrieb 4,8 Watt, das beste getestete Gerät hingegen nur 0,1 Watt", heißt es in der BUND-Pressemitteilung. Ein Fernseher von Thomson benötige eingeschaltet mit 237 Watt mehr als doppelt so viel Strom als das sparsamste Gerät. Bei Receivern lag der Stand-by-Verbrauch zwischen einem und 13, bei DVD-Recordern zwischen einem und 16 Watt. Bei der jährlichen Stromrechnung könne allein der Unterschied im Stand-by-Betrieb rund 20 Euro ausmachen, rechnet der BUND vor. Bei weiter steigenden Strompreisen werde er noch größer. Technisch sei bei allen Geräten ein Verbrauch von unter einem Watt möglich.

11.12.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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VdZ-Broschüre wirbt für Elektro-Wärmepumpen im Neubau

Broschüre über Elektro-Wärmepumpen.
Broschüre über Elektro-Wärmepumpen.

Bei der Planung eines Neubaus zählt die Wahl der Heizung zu den wichtigsten Entscheidungen. Angesichts stetig steigender Energiepreise wird der Einsatz regenerativer Technologien zur Wärmeerzeugung immer attraktiver. Eine sowohl kostensparende als auch umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Heizungen seien Elektro-Wärmepumpen, so die Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft (VdZ ) in einer Pressemitteilung. Sie machen im Erdreich, im Grundwasser oder in der Luft gespeicherte Sonnenwärme zur Beheizung von Ein- und Mehrfamilienhäusern nutzbar.
 
Immer mehr Bauherren entscheiden sich laut VdZ für das Heizen mit der so genannten Umweltwärme, die zu jeder Tages- und Jahreszeit unbegrenzt und kostenlos zur Verfügung stehe. Moderne Elektro-Wärmepumpen gewinnen laut VdZ mehr als 75 Prozent des Energiebedarfs aus der Umwelt. Nur noch 25 Prozent müssten über das Stromnetz bezogen werden.

Die VdZ hat eine Informationsbroschüre veröffentlicht, welche die Einsatzmöglichkeiten von Elektro-Wärmepumpen im Neubau vorstellt. Die achtseitige Broschüre erläutert das Funktionsprinzip der Wärmepumpe, stellt die unterschiedlichen Systeme vor und gibt Auskunft, welche Kriterien bei der Wahl des richtigen Gerätes berücksichtigt werden sollten. Anschaulich und für jedermann verständlich dargestellt, richte sich die Publikation sowohl an Fachhandwerker als auch an interessierte Bauherren und Verbraucher. Ein kostenfreies Ansichtsexemplar kann bei der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e.V. (VdZ) unter info@vdzev.de angefordert werden.

11.12.2005   Quelle: Vereinigung der dt. Zentralheizungswirtschaft   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e.V.

 

Übersicht aller Wasserstofftankstellen im Internet

Wasserstoff-Tankstellen im Internet.
Wasserstoff-Tankstellen im Internet.

Nach mehreren Monaten Aufbauphase veröffentlichte das DWV-Mitgliedsunternehmen L-B-Systemtechnik GmbH (LBST) zum 1. Dezember 2005 eine weltweite Übersicht aller Wasserstofftankstellen. Mehr als 220 Wasserstofftankstellen sind darin bereits verzeichnet.  
Der Zugang zu diesen Informationen steht jedem offen und ist kostenfrei, betont der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV) in einer Pressemitteilung. Der überwiegende Teil aller Wasserstofftankstellen findet sich derzeit in Europa, Nordamerika und Asien. Vor allem Kalifornien, Westeuropa und Japan sind hier die Vorreiter. Die Zahl neuer Tankstellen hat laut DWV rapide zugenommen. Auch der Zubau an Wasserstofftankstellen erfolge vorwiegend im Rahmen umfangreicher, regionaler Strategiepläne zur Infrastrukturentwicklung. Das Informationssystem umfasst alle Kategorien von Wasserstofftankstellen: in Betrieb befindliche und geplante Wasserstofftankstellen sowie Tankstellen, die mittlerweile wieder außer Dienst gestellt sind.


Tankstellen-Steckbriefe und Fotos

Die Tankstellensuche erfolgt grafisch mittels Landkarten. Von der Weltkarte ausgehend, navigiert der Nutzer über die verschiedenen geographischen Ansichtsebenen bis hin zur einzelnen Tankstelle. Jede Wasserstofftankstelle ist durch einen Steckbrief repräsentiert. Dieser enthält organisatorische und technische Daten. Die Informationen umfassen beispielsweise das Eröffnungsjahr, die Geldgeber und Betreiber sowie verwendete Komponenten. Der Steckbrief beantwortet zudem die Frage, ob die Wasserstofftankstelle öffentlich zugänglich ist. Fotos der Tankstellen vervollständigen die in Ihrem Umfang weltweit einzigartige Übersicht unter http://www.H2Stations.org

10.12.2005   Quelle: Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: L-B-Systemtechnik.

 

Nachfrage nach Pelletheizungen verdoppelt sich

Im MAP bewilligte Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse bis 50 kW 2004 (rot) und 2005 (grün).
Im MAP bewilligte Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse bis 50 kW 2004 (rot) und 2005 (grün).

Die Nachfrage nach umweltfreundlichen Heizungen für Holzpellets wird sich 2005 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich verdoppeln. Dies teilte der Deutsche Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV) anlässlich des 1. Forums Bioenergie am 08.12.2005 in Berlin mit. Trotz der massiv zunehmenden Nachfrage nach dieser umweltfreundlichen Heiztechnik, seien die Preise für Holzpellets seit Jahren stabil und tendenziell sogar leicht gefallen.
 
Der Bund der Energieverbraucher e.V. empfiehlt den Einsatz dieser Technik, statt sich steigenden Öl- und Gaspreisen auszusetzen. Wurden im vergangenen Jahr rund 7.000 Pelletheizungen verkauft, werden es dieses Jahr rund 14.000 sein. "Öl und Gas wurden die letzten Jahre immer teurer. Demgegenüber ist der Holzpelletpreis trotz massiv steigender Nachfrage stabil geblieben und tendenziell sogar leicht gesunken. Dafür sorgt auch das steigende Angebot an Pellets", sagt Beate Schmidt, Vorsitzende des Deutschen Energie-Pellet-Verbandes e.V.


Im Jahr 2002 lagen die Preise für eine Tonne Holzpellets laut DEPV zwischen 175 und 185 Euro. Trotz massiv steigender Nachfrage pendelten sie 2005 zwischen 170 und 180 Euro. Grund ist nach Angaben des DEPV, dass in der inländischen holzverarbeitenden Industrie jährlich rund drei Millionen Tonnen Sägemehl und Späne anfielen. Daneben würde nur ein Teil des im Wald ohnehin anfallenden Holzes genutzt.


Rohstoffversorgung gesichert

Selbst wenn die Nachfrage nach Holzpellets rund 80mal so groß wäre wie heute, gäbe es keinerlei Engpässe bei der Rohstoffversorgung. Für Öl und Gas erwarteten zahlreiche Experten hingegen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter steigende Preise. "Für Holzpellets muss kein einziger Baum gefällt werden. Es werden lediglich Sekundärrohstoffe wie z.B. Sägespäne genutzt, die ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln zu Pellets gepresst werden", ergänzt Schmidt. Auch Dr. Aribert Peters, Vorstand des Bundes der Energieverbraucher, betonte die Notwendigkeit, sich über Alternativen beim Heizen zu informieren: "Angesichts steigender Öl- und Gaspreise ist die Nutzung von Holzpellets eine sehr sinnvolle Möglichkeit, über die jeder Verbraucher ernsthaft nachdenken muss - zum eigenen Vorteil."

10.12.2005   Quelle: 1. Forum Bioenergie, DEPV; Bund der Energieverbraucher   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH

 

Norwegischer Bürostuhlhersteller produziert mit 100% Windkraft

Der skandinavische HÅG-Konzern, Produzent hochwertiger Büro-Sitzlösungen, hat als einer der Ersten in der Branche, die komplette Energieversorgung seiner Produktionsanlagen, auf Windkraft umgestellt. Das berichtet das deutsche Tochterunternehmen HÅG GmbH in einer Pressemitteilung. Die Energie für die Produktion werde nach umfangreichen Investitionen in Herkunftszertifikate, ausschließlich von Windkraftanlagen erzeugt.  Die Garantien des Zertifikateanbieters "Cinclus Nordic" gewährleisteten, dass HÅG einer der umweltfreundlichsten Hersteller von ergonomischen Sitzlösungen sei. HÅG sei überzeugt, dass technologischer Fortschritt nur zukunftsgerichtet sein kann, wenn er mit dem Respekt vor der Umwelt Hand in Hand geht.

Bereits in der Vergangenheit habe sich das Unternehmen besonders engagiert, umweltgerechte Produkte herzustellen. Aus diesem Grund würden HÅG-Sitzlösungen bereits zu großen Teilen aus recycelten oder recyclebaren Materialien produziert. HÅG sei zudem einer der wenigen Hersteller auf dem Markt, der seine Produkte mit den Umweltprodukterklärungen EPD versieht. So könne exakt nachverfolgt werden, welche Materialien bei der Produktion eines Stuhls verwendet wurden und wie viel Energie der Produktionsprozess verbraucht hat.

Seit 1943 beschäftigt sich HÅG mit der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von innovativen Sitzlösungen. Das Hauptwerk liegt im norwegischen Røros. Niederlassungen befinden sich in Dänemark, Schweden, Deutschland und Holland.

10.12.2005   Quelle: HÅG GmbH; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

EECH Group: Emissionshaus für Erneuerbare richtet sich neu aus

Mit der Eintragung in das Handelsregister ging am 1. Dezember 2005 die EECH Group AG in Hamburg an den Start, berichtet die P&T Technology AG in einer Pressemitteilung. Die EECH Group AG entstand aus der Umfirmierung und strategischen Neuausrichtung der börsennotierten P&T Technology AG sowie aus dem Emissionshaus EECH European Energy Consult Holding AG, einem Initiator von Windparkbeteiligungen.   Die EECH Group AG will das bestehende Konzeptions-, Vertriebs- und Finanzierungswissen über den Bereich erneuerbare Energien hinaus für weitere Anlageklassen nutzen. "Die breitere strategische Aufstellung als Emissionshaus über die bisher aufgelegten Fonds im Bereich erneuerbare Energien hinaus, soll neben der verbesserten Wertschöpfung auch eine bessere Risikostreuung für das Unternehmen bieten", heißt es in der Pressemitteilung. Zu den neuen Anlageklassen des Emissionshauses zählen Immobilien und Kunst.

Der Vorstand der EECH Group AG besteht aus Tarik Ersin Yoleri, Michael Bode und Bernd Salomon. Die EECH Group AG hat nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2005 Umsatzerlöse in Höhe von 24,2 Millionen Euro erwirtschaftet und damit den Vergleichswert des Vorjahres vervierfacht. Die Gesellschaft ist im Geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (ISIN DE0006852809).

09.12.2005   Quelle: P&T Technology AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Union: EU-Bericht ist Ansporn zur Weiterentwicklung des EEG

"Die EU-Kommission lobt in ihrem Bericht Einspeiseregelungen, wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), als effektivste und preiswerteste Methode, um den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzubringen." Das erklärte die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Katherina Reiche (MdB) anlässlich des Berichts der Europäischen Kommission über die Förderung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen in Europa.  Die Kosten seien in Ländern, die Einspeiseregelungen eingeführt haben, geringer als in Ländern mit Quotensystemen und Zertifikaten, wie sie in Großbritannien oder Italien zu finden sind.


Grundstruktur des EEG im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD festgelegt

Grundlage des heutigen EEG sei das Stromeinspeisungsgesetz aus dem Jahr 1990, mit dem die damalige unionsgeführte Bundesregierung die Weichen für eine erfolgreiche Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien gestellt habe, erinnert Reiche. Die EU-Kommission bestätige mit ihrem Bericht die Beibehaltung der Grundstruktur des EEG, die im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD festgelegt worden sei. Gleichzeitig sei der Bericht aber auch Ansporn, das EEG weiterzuentwickeln und die wirtschaftliche Effizienz zu verbessern, so Reiche. Ziel sei, dass die erneuerbaren Energien möglichst schnell wettbewerbsfähig werden.

09.12.2005   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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dena zu Stromausfall durch Windkraft: Problem erkannt, Lösungen werden umgesetzt

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) warnt angesichts aktueller Presseberichte über einen drohenden Stromausfall durch Windkraftanlagen vor Panikmache. Das deutsche Stromnetz garantiere eine hohe Versorgungssicherheit, auch bei einem hohen Anteil von Windkraftanlagen. Die zur Integration der Windkraft nötigen Maßnahmen habe die dena im Februar 2005 in ihrer Netzstudie beschrieben.  Dabei seien auch Störfälle im Netz untersucht worden, die durch Windkraftanlagen mit Baujahr vor 2003/2004 verstärkt werden können. Durch Nachrüstung oder Ersatz der älteren Anlagen, durch Errichtung von Netzbetriebsmitteln sowie durch Verbesserung der Netzanschlussbedingungen lasse sich die Gefahr vermeiden. Energieunternehmen und Anlagenhersteller arbeiteten laut dena bereits an der Umsetzung der Vorschläge.


dena-Netzstudie zeigt Auswirkungen theoretisch möglicher Großstörungen

"Der Ausbau der Windkraft in Deutschland ist eine Herausforderung, die bei entschlossenem Vorgehen gut lösbar ist. Die dena-Netzstudie hat den Grundstein dafür gelegt. Politik und Energiewirtschaft haben den Ball bereits aufgenommen. Es gibt also keinen Grund, die Bevölkerung mit Schreckensszenarien zu beunruhigen", sagt Stephan Kohler, Geschäftsführer der dena. Die dena-Netzstudie untersuchte das Thema Sicherheit im Hoch- und Höchstspannungsnetz, besonders die Auswirkungen von theoretisch möglichen Großstörungen. Dazu zählen der Ausfall ganzer Kraftwerksblöcke oder Kurzschlüsse in Schaltanlagen. Diese Großstörungen können zu großflächigen Spannungseinbrüchen und kritischen Netzzuständen führen, so die dena.Windenergieanlagen, die vor dem Jahr 2003/2004 errichtet wurden, könnten solche Großstörungen im Netz verstärken.


Problem für neue Windenergieanlagen gelöst

Ursache sind laut dena die seinerzeit geltenden Netzanschlussbedingungen: Windenergieanlagen mussten sich vom Netz trennen, wenn die Spannung um mehr als 20 Prozent einbricht. Die im europäischen Stromverbund für diesen Fall vorgehaltenen Reserven würden dabei vollständig ausgeschöpft. Anlagenhersteller und Netzbetreiber hätten das Problem für neue Windenergieanlagen gelöst, betont die dena: Die Anlagen bleiben nun selbst bei Spannungseinbrüchen von 80 Prozent am Netz. Für alte Windenergieanlagen entwickelten die Netzbetreiber verbesserte Netzanschlussbedingungen.

Mehr zur dena-Netzstudie unter: www.dena.de/netzstudie

09.12.2005   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

ESTIF begrüßt Ankündigung der EU-Kommission zur Gesetzgebung zu Heizung und Kühlung mit Erneuerbaren

Die Europäische Kommission hat am 07.12.2005 angekündigt, im kommenden Jahr einen Vorschlag für Rechtsakte zum Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien für die Heizung und Kühlung zu erarbeiten, darunter die Biomasse. Die Ankündigung folgte auf eine zweijährige Kampagne, die von der Europäischen Solarwärmeindustrievereinigung (ESTIF) angestoßen worden war, Die European Solar Thermal Industry Federation fordert eine starke Politik aus einem Guss, um die Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien zu fördern, heißt es in der ESTIF-Pressemitteilung. ESTIF zeigte sich erfreut über diesen Schritt der Kommission und bot konstruktive Vorschläge für die Formulierung rechtlicher Rahmenbedingungen an.   Wichtiger Schritt weg von Öl und Gas

"Das ist ein guter Tag für die Europäer", sagte ESTIF-Präsident Ole Pilgaard. Die Ankündigung der Kommission kennzeichne einen weiteren wichtigen Schritt weg von herkömmlichen Brennstoffen wie Öl und Gas. Das trage nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern mache die Wirtschaft in der EU weniger anfällig für die Folgen schnell steigender Öl-, Gas- und Strompreise. Die Ankündigung der Kommission ist Teil eines Maßnahmenpakets mit Vorschlägen zum Ausbau der Bioenergie. In ihrem Biomasse-Aktionsplan erwägt die Kommission Rechtsakte zur Heizung mit Erneuerbaren, dem "fehlenden Puzzlestück neben den Richtlinien zum Strom und Transport.


Europaparlament diskutierten Initiativbericht zu einer Richtlinie

Das Europaparlament ist laut ESTIF schon einen Schritt weiter als die Kommission. Die Abgeordneten diskutierten derzeit einen Initiativbericht der deutschen Parlamentarierin Mechtild Rothe, der die wesentlichen Anforderungen an eine kommende Richtlinie enthält. Der Bericht fordert eine europäische Zielvorgabe von 25 % erneuerbarer Energie für Heizung und Kühlung bis 2020. "Einige Mitgliedsstaaten waren bereits sehr erfolgreich bei der Förderung der Erneuerbaren zum Heizen und Kühlen und wir können viel von Ihnen lernen", erklärt Raffaele Piria, politischer Sprecher der ESTIF. Wenn die Richtlinie greife, würde sie dazu beitragen die kritische Masse für ein Wachstum aus eigener Kraft zu erreichen.

09.12.2005   Quelle: ESTIF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Geschäftsklima-Index Erneuerbare Energien knickt im November ein

Die Stimmung in Solar- und Bioenergiebranche hat sich im November 2005 kräftig abgekühlt, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR. In einer Pressemitteilung. Der Geschäftsklima-Index des IWR habe von 101,2 Punkten im Oktober deutlich nachgegeben und liege im November nur noch bei 94,5.   Im November bewerteten die Solar- und Bioenergiebranche laut IRW ihre aktuelle Geschäftslage gegenüber dem Vormonat als unverändert, auch die Windbranche verzeichne nur einen leichten Rückgang.


Auslaufen der Steuersparfonds und Probleme bei der Genehmigung von Windkraftprojekten trüben die Stimmung

Allen Teilbranchen gemeinsam sei der mehr oder weniger starke Stimmungsumschwung mit Blick auf ein halbes Jahr, teilte das IWR mit. "Die deutliche Eintrübung im November-Ergebnis ist ein echtes Warnsignal," sagte IWR-Leiter Dr. Norbert Allnoch. Ursachen für die schlechte Stimmung seien vor allem das geplante schnelle Auslaufen der Steuersparfonds ohne Übergangsfristen sowie zunehmende Probleme bei der Genehmigung von Windkraftprojekten in einem ohnehin rückläufigen nationalen Markt.

Verlauf des Geschäftsklima-Index: http://www.iwr.de/geschaeftsklima

09.12.2005   Quelle: IWR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Phönix SonnenStrom AG: Sonnige Perspektiven für die kommenden Jahre

Die Phönix SonnenStrom AG (ISIN DE000A0BVU93) liege im laufenden Geschäftsjahr mit ihrer Leistung über dem Plan und werde ihre erst vor kurzem erhöhte Prognose über einen Umsatz von 94,1 Millionen Euro übertreffen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) werde rund 5,6 Millionen Euro betragen (2004: 2,8 Mio. Euro).   Die Unternehmensleitung gehe davon aus, dass die für dieses Jahr geplante Liefermenge von 25 Megawatt Solarmodulen noch überschritten wird, heißt es in der Pressemitteilung.

Besonders positiv hat sich nach Angaben des Unternehmens im laufenden Geschäftsjahr das internationale Geschäft entwickelt. Der Umsatz in diesem Geschäftsbereich werde sich zum 31.12.2005 gegenüber dem Vorjahr mindestens verdoppeln (2004: 2,65 Mio. Euro). Damit setze die Phönix SonnenStrom AG ihren Internationalisierungskurs erfolgreich fort.

Umsatzziel 2006: mindestens 140 Millionen Euro

Für das Jahr 2006 rechnet die Phönix SonnenStrom AG mit einem Wachstum des Photovoltaikweltmarktes von rund 25 Prozent. Das Unternehmen plane schneller als der Markt zu wachsen und die verfügbaren Solarmodulmengen um rund 40 Prozent auf 35 Megawatt zu steigern. Damit machten sich der Ausbau und die personelle Verstärkung der Beschaffung bereits deutlich bemerkbar. Als Ziel 2006 werde ein Umsatz von mindestens 140 Millionen Euro angestrebt, das EBIT soll 8 Millionen Euro überschreiten. Der Anteil des internationalen Geschäfts soll 2006 auf über 10 Prozent gesteigert werden. Ein deutlicher Umsatzsprung auf über 200 Millionen Euro werde für das Geschäftsjahr 2007 erwartet, so das Unternehmen.

09.12.2005   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Branche: Bericht der EU-Kommission zum EEG ist Durchbruch in der Förder-Diskussion

Laut EU-Kommission hat das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu einer schnellen und im europäischen Vergleich sehr kostengünstigen Einführung von Strom aus Erneuerbaren Energien geführt, heißt es in einem Bericht des EU-Energie-Kommissars Andris Piebalgs, der am 07.12.2005 in Brüssel veröffentlicht wurde. "Dieser Bericht ist ein Durchbruch in der europäischen Diskussion über die Förderung Erneuerbarer Energien", kommentiert Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BBE) in Berlin, das Papier.   "Damit können die irrationalen Anwürfe von e.on, RWE und anderen gegen das deutsche EEG endlich ad acta gelegt werden", so Nitzschke weiter. Jahrelang hätten die Konzerne in Brüssel dafür lobbyiert, das deutsche EEG als nicht EU-konform zu bewerten. Das Gegenteil sei jetzt im Kommissionsbericht herausgekommen, betont der BEE. "Deutschland ist nicht nur Vorreiter beim Ausbau der erneuerbaren Energien, sondern auch Vorbild bei der Schaffung von geeigneten Fördergesetzen", so Nitzschke.


Kommission erwägt europäische Harmonisierung auf Basis der EEG-Systematik

In allen Kategorien würden so genannte Einspeisesysteme – zu ihnen zählt auch das EEG - am besten abschneiden, betont die Informationskampagne für Erneuerbare Energien. Zertifikatemodelle, wie sie die deutschen Energiekonzerne immer wieder gefordert haben, seien deutlich teurer und weniger effektiv. Erstmals ziehe die EU-Kommission daher auch in Betracht, eine europäische Harmonisierung auf Basis der EEG-Systematik vorzunehmen. Der Bericht hebe zudem hervor, dass das EEG sämtliche Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien fördere, ihre Kosten senke und eine regionale Wertschöpfung begünstige.


Zertifikatesysteme bieten keine langfristige Investitionssicherheit

In Deutschland erhalten Betreiber von Windenergie- und Bioenergieanlagen sowie von Solar-, Erdwärme und teilweise von Wasserkraftwerken für jede Kilowattstunde Strom, die sie produzieren, einen gesetzlich festgelegten Betrag. So wird eine Kilowattstunde Windstrom hier zu Lande mit rund 8,5 Cent vergütet. In den meisten anderen Ländern ist der Windstrom laut Informationskampagne hingegen deutlich teurer - etwa in Großbritannien, wo er laut Bericht mit durchschnittlich 13 Cent je Kilowattstunde zu Buche schlage. Ursache dafür sei, dass man dort das weniger effektive Zertifikatesystem anwende. Obwohl dieses zum Beispiel den Betreibern der Windparks hohe Gewinne beschere, gebe es nur einen verhältnismäßig geringen Anreiz, in Windenergieanlagen zu investieren, da die Investition nicht langfristig gesichert sei und damit die Finanzierungskosten höher lägen. Die Mindestpreise nach dem EEG böten den Betreibern von Anlagen zwar geringere Renditen, diese seien jedoch über einen langen Zeitraum kalkulierbar, heißt es in dem Bericht. So würde das Risiko für die Betreiber verringert, wodurch die Finanzierung neuer Anlagen günstiger sei als beim Quotenmodell.

08.12.2005   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Europäische Kommission will Bioenergie deutlich stärker fördern

Die Europäische Kommission hat am 07.12.2005 einen umfassenden Aktionsplan zur Förderung der Energie aus Erzeugnissen und Abfällen der Land- und Forstwirtschaft angenommen. Gleichzeitig hatte die Kommission einen Bericht über die Förderung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen vorgelegt.   Der zuständige Kommissar für Energie, Andris Piebalgs, erklärte: "Durch diesen Aktionsplan werden die Treibhausgasemissionen gesenkt, Arbeitsplätze im ländlichen Raum gesichert und die Abhängigkeit Europas von fossilen Brennstoffen verringert. Insbesondere die Maßnahmen zur Förderung von Biokraftstoffen sind eine konkrete Reaktion auf das Problem hoher Ölpreise."


12 %-Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix der EU bis 2010 wird nicht erreicht

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Abhängigkeit Europas von Öl- und Erdgaseinfuhren, steigenden Ölpreisen und der Verpflichtungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen stehe die Entwicklung erneuerbarer Energieträger auf der energiepolitischen Tagesordnung weiterhin ganz oben, betont Piebalg. Allerdings verharre die Nutzung erneuerbarer Energieträger immer noch auf niedrigem Niveau: der Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix der EU werde 2010 statt der angestrebten 12 % wohl nur 9 bis 10 % betragen. Die Kommission habe daher beschlossen, den ehrgeizigen Aktionsplan zur Förderung der Nutzung von Energie aus Biomasse vorzulegen.


Einzelstaatliche Ziele für den Marktanteil von Biokraftstoffen sollen festgelegt werden

In dem Aktionsplan sind mehr als 20 Maßnahmen vorgesehen, die größtenteils ab 2006 umgesetzt werden sollen. Die Kommission will auch einen Bericht zur Überarbeitung der Biokraftstoff-Richtlinie 2006 vorlegen, wodurch einzelstaatliche Ziele für den Marktanteil von Biokraftstoffen festgelegt werden sollen. In der EU beträgt der Marktanteil derzeit 0,8%. Damit sei eher unwahrscheinlich, dass bis 2010 der 2003 festgelegte Zielwert von 5,75% für die EU insgesamt erreicht werden kann.


Rechtsakte sollen erneuerbare Energiequellen zu Heizzwecken fördern

Der Plan sieht eine Prüfung der Möglichkeiten zur Verbesserung von Kraftstoffnormen vor, um die Nutzung von Energie aus Biomasse im Verkehr sowie zur Strom- und Wärmeerzeugung zu fördern. Ferner sollen Forschungsinvestitionen, besonders zur Herstellung flüssiger Kraftstoffe aus Holz und Abfällen, sowie eine Kampagne zur Information von Landwirten und Forstbesitzern über Energiepflanzen gefördert werden. Außerdem will die Kommission Rechtsakte zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu Heizzwecken erarbeiten.

08.12.2005   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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EU-Kommissar Piebalgs fürchtet um Europas Energieversorgung

Andris Piebalgs.
Andris Piebalgs.

Der europäische Energiekommissar, Andris Piebalgs, warnt vor der schwindenden Sicherheit der europäischen Energieversorgung. "Wir werden immer verwundbarer", sagt Piebalgs in der ZEIT. Im Jahr 2030 werde Europa 90 Prozent seines Erdölbedarfs durch Importe decken und mehr als 80 des Erdgasbedarfs. Die Zeiten des billigen Öls seien vorbei, so Piebalgs. Wenn es nicht gelinge, "den Spekulanten das Handwerk zu legen", rechne er sogar mit einem weiter steigenden Ölpreis.
 
Er sei "entschlossen, den Klimawandel zu bekämpfen - und zwar heute und mit wirksamen Methoden", sagt der lettische Kommissar weiter. Wenn Europa sein Klimaschutzziel nicht exakt erreiche, wäre das aber "keine Katastrophe". Entscheidend sei "die Richtung der Emissionsentwicklung".

Ohne den Lebensstandard zu senken und ohne dafür einen Cent zu zahlen, könne Europa seinen Energiekonsum um mindestens 20 Prozent vermindern. Auch in der europäischen Außenpolitik müsse der Kampf gegen den Klimawandel höchste Priorität bekommen, fordert Piebalgs in der ZEIT. Eine Renaissance der Kernenergie sehe er nicht, erklärt der Kommissar weiter. Die Entscheidung der neuen deutschen Regierung, am Atomausstieg festzuhalten, strahle auf ganz Europa aus. Ein "billiger Weg für Europa" sei die Kernenergie ohnehin nicht.

Das komplette Interview ist veröffentlicht in der ZEIT Nr. 50 vom 8. Dezember 2005.

08.12.2005   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: CE | Brussels - EC/Berlaymont
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EU-Kommission: EEG-Einspeisetarife kostengünstiger und wirksamer als Quotensysteme

Die Europäische Kommission hat am 07.12.2005 einen Bericht über die Förderung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen vorgelegt, wonach die Mitgliedstaaten ihre Anstrengungen zur Optimierung ihrer Förderregelungen und zum Abbau von Hemmnissen für Ökostrom intensivieren müssen. In dem Bericht werden die verschiedenen Förderregelungen der Mitgliedstaaten analysiert. Es habe sich herausgestellt, dass Einspeisetarife, also feste Preise für Ökostrom, die in den meisten Mitgliedstaaten praktiziert werden, derzeit in der Regel kostengünstiger und wirksamer sind als so genannte Quotensysteme.  Quotensysteme kommen laut EU-Kommission vor allem im Bereich der Windenergie zur Anwendung. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass Ökostrom in mehr als der Hälfte der Mitgliedstaaten nicht ausreichend gefördert wird. Die Kommission ist der Auffassung, dass gezielte öffentliche Unterstützung künftig weiterhin notwendig sein wird. Sie fordert die Mitgliedstaaten auf, ihre Förderregelungen zu optimieren und Hindernisse für Ökostrom abzubauen.


Gabriel: Wir setzen den Ausbau erneuerbarer Energien fort

Die EU-Kommission bestätige, das Deutschland auf dem richtigen Weg sei, kommentiert Bundesumweltminister Sigmar Gabriel den Bericht. "Wir setzen den Ausbau erneuerbarer Energien fort", so der Minister Gabriel. Von den 25 EU-Mitgliedstaaten orientieren sich bereits 16 am Vorbild des deutschen EEG und fördern den Ausbau der Erneuerbaren durch eine entsprechende Vergütung des in die Stromnetze eingespeisten Stroms, so das Bundesumweltministerium. In den meisten Fällen erzielten Länder mit derartigen Einspeiseregelungen den höchsten Zuwachs. Dies gelte besonders für die Windenergie, aber auch für Biogas und die Photovoltaik.

Zugleich sind die Kosten für Förderung von Ökostrom laut BMU in diesen Ländern wesentlich geringer als in Ländern mit Quotensystemen und entsprechenden Zertifikaten. So werde beispielsweise Windstrom in Belgien, Italien und Großbritannien teilweise mit deutlich mehr als 10 Eurocent pro Kilowattstunde gefördert. In Deutschland hingegen werde Windstrom nach EU-Angaben mit rund 8 Cent pro Kilowattstunde gefördert. Dabei lägen die tatsächlichen Erzeugungskosten auch in den drei genannten Ländern nicht höher als in Deutschland. Bei den anderen Fördersysteme spiegele sich eine mangelnde Investitionssicherheit in deutlich höheren Förderraten wieder. Darüber hinaus sei in Deutschland und vergleichbaren Ländern die Dynamik des Ausbaus rund viermal größer als in Ländern mit Quoten-Systemen.


EEG Vorbild für europaweite Harmonisierung der Förderbedingungen

"Die deutschen gesetzlichen Regelungen mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) können Vorbild für eine europaweite Harmonisierung der Förderbedingungen werden", kommentiert Dr. Wolfgang von Geldern als Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke e.V. (WVW) das Papier der EU-Kommission zu einer möglichen Angleichung der Förderbedingungen. In Deutschland habe sich die Förderung durch das EEG bewährt und zu einem schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien geführt. Das gelte in erster Linie für die Stromerzeugung aus Windkraft. Dies sei gleichzeitig ein wesentlicher Grund dafür, dass bereits zahlreiche andere Staaten nicht nur in Europa Regelungen eingeführt haben, die sich am EEG orientieren, betont von Geldern.

Das EEG hat sich laut WVW in der Praxis bewährt und führe zu kontinuierlich sinkenden Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien, weil es degressive, jährlich deutlich sinkende Einspeisevergütungen für Strom aus erneuerbaren Energien vorsieht. Bestes Beispiel sei die Windkraft: Schon jetzt lägen die Grundvergütungen für Strom aus Windkraft häufig unter den Preisen, die an der Leipziger Strombörse für eine Kilowattstunde Strom bezahlt werden müssen, heißt es in der WVW-Pressemitteilung.

08.12.2005   Quelle: EU-Kommission; BMU, WVW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Europäische Solarpreise für Städte, Gemeinden und Stadtwerke verliehen

Europäischer Solarpreis für Bioenergiedorf Jühnde.
Europäischer Solarpreis für Bioenergiedorf Jühnde.

Mit dem Europäischen Solarpreis 2005 ehrt EUROSOLAR die spanische Gemeinde La Muela, die italienische Provinz Trentino und das Bioenergiedorf Jühnde in Deutschland. Der Europäische Solarpreis wird seit 1994 jährlich verliehen an Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen sowie Organisationen, die sich besonders um die Nutzung der Sonnenenergie in all ihren verfügbaren Formen verdient gemacht haben.
  Die Preisrede am 07.12.2005 hielt Dr. Hermann Scheer (MdB), Präsident von EUROSOLAR und Träger des Alternativen Nobelpreises.


Spanien: Wachstum mit Windkraft

La Muela erhält die Auszeichnung für den konsequenten Aufbau von Windparks. Zur Zeit drehen sich auf dem Hochplateau 23 Kilometer südwestlich von Saragossa rund 450 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 237 Megawatt (MW), das entspricht laut EUROSOLAR einem Fünftel der in Aragon installierten Anlagen und ist mehr als in Italien oder China installiert ist. Heute leben 3.500 Menschen in La Muela, gegenwärtig werden 4.000 neue Wohneinheiten für 12.000 weitere Einwohner errichtet. Der Gemeindeetat hat sich mit der Nutzung der Windkraft bis verachtzigfacht. "La Muela ist ein weiterer deutlicher Beweis dafür, dass eine an die örtlichen Potenziale angepasste dezentrale und nachhaltige Energieversorgung nicht nur realisierbar und ökologisch sinnvoll ist, sondern der breiten Masse der Bürger klare wirtschaftliche und soziale Vorteile beschert", heißt es in der Begründung der Jury.


Vorbildliche regionale Förderung erneuerbarer Energien im Trentino

Die Provinz Trentino (6.200 Quadratkilometer, 480.000 Einwohner) setzt sich seit mehr als 25 Jahren für erneuerbare Energien ein. Besonders der Energieplan von 2003 setzt präzise Ziele bei der CO2-Reduktion durch Energieeffizienz und die Nutzung der Erneuerbaren. Im Jahr 2012 sollen 300.000 Tonnen CO2 weniger als heute emittiert werden, vor allem durch die verstärkte Nutzung lokaler Biomassepotenziale. Die Provinz führt in Italien bei den installierten Solarstrom- und Solarwärmeanlagen: Mit 100 Quadratmetern Kollektorfläche pro 1.000 Einwohner liegt die Region weit vor dem Rest des Landes in Europas Spitzengruppe. Für die große Zahl von Photovoltaikanlagen ist das 10.000-Dächer-Photovoltaikprogramm des Umweltministeriums und der autonomen Provinzregierung verantwortlich, im Rahmen dessen zwischen 2000 und 2004 1.500 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) installiert wurden. Zusätzlich zur Förderung der erneuerbaren Energien wird seit mehr als 20 Jahren die Sensibilität in Energiefragen geschult. "Die Region Trentino ist somit ein vorbildliches Beispiel, wie auch auf regionaler Ebene die Förderung erneuerbarer Energien erfolgreich umgesetzt werden kann", so die Jury.


Norddeutschland: Vollversorgung mit Bioenergie

Das Bioenergiedorf Jühnde in Norddeutschland hat die Strom- und Wärmeversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt. Die Energieversorgung übernimmt eine Bioenergieanlage, die aus einer Biogasanlage mit 700 kW und einem Holzhackschnitzelheizwerk mit 550 kW besteht, die Verteilung der Wärme erfolgt über ein Nahwärmenetz mit einer Gesamtlänge von 5.500 m. Die Anlage wird ausschließlich mit lokalen Rohstoffen betrieben, was der Region zugute kommt: Biogas wird aus der Gülle von 800 Kühen und 1400 Schweinen, Gras, Grünschnitt und anderen Pflanzen produziert und befeuert ein Blockheizkraftwerk, das jährlich 4.000.000 Kilowattstunden Strom produziert. Im Sommer reicht die Verbrennungswärme für Heizung und Warmwasserbereitung, im Winter kommt unterstützend die Holzhackschnitzelanlage hinzu. Das Projekt, das von den Universitäten Göttingen und Kassel wissenschaftlich begleitet wird, ist inzwischen nicht nur bundesweit sondern in der ganzen Welt bekannt geworden. Es ziehe eine Vielzahl von Besuchern an, denen vermittelt wird, dass eine energetische Vollversorgung aus erneuerbaren Energien keine Utopie mehr ist, sondern eine nachhaltige Alternative mit ökologischen, wirtschaftlichen und regionalen Vorteilen gegenüber einer konventionellen Energieversorgung, loben die Juroren.

08.12.2005   Quelle: EUROSOLAR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Eckhard Fangmeier; Bioenergiedorf Jühnde.
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Solare Klimatisierung und große Solarstromanlagen mit Europäischen Solarpreisen ausgezeichnet

Solitem-Symposium in der Türkei.
Solitem-Symposium in der Türkei.

Den Europäischen Solarpreis 2005 in der Kategorie Industrielle und kommerzielle Unternehmen/Betriebe erhielt die Aachener Solitem GmbH für ihre Anlage zur Klimatisierung mit Sonnenwärme im Iberotel Sarigerme an der Türkischen Ägäisküste. Die Westfalenhallen Dortmund GmbH wurde als Betreiber ausgezeichnet für ihre 2.400 Quadratmeter große Solarstromanlage mit einer Spitzenleistung von 306 kWp. Ein weiterer Preis für Besitzer und Betreiber ging an das Wankdorf Nationalstadion bei Bern in der Schweiz: Dort realisierten die Berner Kraftwerke (BKW FMB Energie AG) die erste Etappe einer erweiterbaren Solarstrom-Netzverbundanlage mit einer Leistung von 855 kWp.
  Der Europäische Solarpreis wird von EUROSOLAR seit 1994 jährlich verliehen an Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen sowie Organisationen, die sich besonders um die Nutzung der Sonnenenergie in all ihren verfügbaren Formen verdient gemacht haben.


Parabolrinnenkollektoren senken Kosten für Kühlung und Emissionsbelastung

Die SOLITEM GmbH zeigt exemplarisch die vielfältigen Vorteile der Nutzung erneuerbarer Energien: Unter der Führung von Dr.-Ing. Ahmet Lokurlu wurde ein innovatives solares Klimatisierungssystem entwickelt und zur Marktreife gebracht. Grundlage des Systems ist ein weiterentwickelter Parabolrinnenkollektor, bei dem die nutzbare Austrittstemperatur von derzeit maximal 100-110 °C (Vakuumröhrenkollektoren) auf 200 °C angehoben wurde. Durch diese deutliche Leistungssteigerung ist es möglich, die Emissionsbelastung bis zu 100% und die Kühlkosten um bis zu 50% zu senken. Bedenke man, dass in den Mittelmeerstaaten bis zu 40% des Stromverbrauches auf die Klimatisierung zurückzuführen sind, bestehe hier sowohl ein großes Stromeinsparungs- als auch ein enormes Marktpotenzial, so die Jury. Im Iberotel Sarigerme an der Türkischen Ägäisküste kam die Entwicklung zum ersten Mal zum Einsatz und beweist ihre Tauglichkeit im Dauereinsatz: Jährlich werden hier 70-85 Tonnen CO2 vermieden. Weitere Vorhaben werden gegenwärtig in Hotels in der Türkei sowie in einer Klinik in Jordanien verwirklicht. "Die Tätigkeit der Solitem GmbH vereint Innovativität, Wirtschaftlichkeit und ökologische Nachhaltigkeit durch eine standortangepasste dezentrale Nutzung der Solarenergie und zeigt somit eindrucksvoll die Perspektiven der Solarenergienutzung", heißt es in der Begründung der Jury.


Solarstrom für Fußball-WM und weitere Großveranstaltungen

Die neue Westfallenhalle 3b besitzt eine 1.750 Module umfassende, 2.400 m2 große Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 306,25 kWp, die durch eine erste Installation von 2002 auf den Dächern des Eissportzentrums mit einer Leistung von 355.05 kWp unterstützt wird (insgesamt 661.30 kWp). Nach Berechnungen des Umweltamtes der Stadt Dortmund wird die durchschnittliche solare Stromproduktion beider PV-Anlagen von 550.000 kWh pro Jahr ausreichen, um den Strombedarf aller sechs WM-Spiele in Dortmund sowie des Medienzentrums in der Messehalle 3b vollständig zu decken. "Mit dem Projekt der Westfalenhalle GmbH wird somit ein signifikanter Beitrag zur Umsetzung der Ziele von "Green Goal", des offiziellen Umweltkonzeptes der FIFA zur WM 2006, geleistet. Unabhängig von der Fußball-WM 2006 werden beide PV-Anlagen für kulturelle und sportliche Großveranstaltungen Messen und Kongresse eingesetzt und auch noch lange nach der Weltmeisterschaft 2006 sauberen Strom produzieren. "Das Projekt der Westfallenhallen Dortmund GmbH ist somit ein vorzüglicher Werbeträger für die dezentrale regenerative Energieerzeugung mit weltweiter Ausstrahlung", lobt die Jury.


STADE DE SUISSE: weltgrößte in ein Stadiondach integrierte Solarstromanlage

Für große Photovoltaikinstallationen ist es nicht nötig, auf Freiflächen zurückzugreifen, betont EUROSOLAR. Zusätzlich zum Flächenverbrauch schmälern sie die Akzeptanz für erneuerbare Energien in der Bevölkerung. Anders sei es, wenn vorhandene große Dachflächen genutzt werden, die sich als idealer Standort für die Photovoltaiknutzung anbieten. Im Falle des STADE DE SUISSE Wankdorf Nationalstadions in Bern komme eine hohe positive Außenwirkung hinzu, wenn diese traditionsreiche Sportstätte für die umweltfreundliche Stromerzeugung genutzt wird. Auf den drei inneren Dachflächen bauten die Berner Kraftwerke die erste Ausbaustufe einer erweiterbaren Solarstrom-Netzverbundanlage mit einer Leistung von 855 kWp. Sie kann in Zukunft noch bis auf 1.300 kWp erweitert werden und ist schon jetzt die weltgrößte in ein Stadiondach integrierte Solarstromanlage. "Es handelt sich hier um eine in jeder Hinsicht vorbildlich integrierte PV-Anlage, die jährlich 0,7-1,3 Mio. kWh Solarstrom ohne Rückgriff auf Freiflächen erzeugt und somit 210-230 Tonnen CO2-Emissionen vermeidet", heißt es in der Begründung.

08.12.2005   Quelle: EUROSOLAR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solitem GmbH
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Persönliches Engagement mit Europäischem Solarpreis 2005 belohnt

Mechtild Rothe (MdEP).
Mechtild Rothe (MdEP).

Die Europa-Abgeordnete Mechtild Rothe und Dr. Neela Winkelmann-Heyrovká (Tschechien) erhielten am 07.12.2005 den Europäischen Solarpreis. EUROSOLAR würdigt mit der Auszeichnung den besonderen Einsatz der Preisträgerinnen für die Nutzung erneuerbarer Energien.
  Dr. Neela Winkelmann-Heyrovká setzt sich seit dem ersten offiziellen Entwurf des tschechischen Energiegesetzes im Frühjahr 2003 mit einer Vielzahl von Initiativen für eine Anlehnung an das in Deutschland geltende Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ein. Mechtild Rothe hat die europäische Politik für erneuerbare Energien seit 1984 wesentlich mitgestaltet. Der Europäische Solarpreis wird von EUROSOLAR seit 1994 jährlich verliehen an Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen sowie Organisationen, die sich besonders um die Nutzung der Sonnenenergie in all ihren verfügbaren Formen verdient gemacht haben.


Neela Winkelmann-Heyrovká: Überzeugungsarbeit für Einspeisevergütung

Die Popularität des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes in Europa sowie der steigende Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland belegen laut EUROSOLAR die Überlegenheit dieses Konzeptes gegenüber Quotenmodellen. Während einige Staaten dieses Gesetz deshalb bereitwillig übernommen haben, bestehe in anderen ein hoher Bedarf an Überzeugungsarbeit. Frau Dr. Neela Winkelmann hat sich seit dem ersten offiziellen Entwurf des tschechischen Energiegesetzes im Frühjahr 2003 mit großem Einsatz und einer Vielzahl von Initiativen für eine Anlehnung an das in Deutschland geltende EEG stark gemacht. So suchte sie unter anderem Rechtsbeistand in der EU und bei Anwälten in Prag für eine adäquate Formulierung und organisierte Arbeitstreffen von Unternehmern der Windkraftbranche. Sie ließ Gutachten von drei großen Banken erstellen und informierte immer wieder das tschechische Parlament. "Ihr hoher persönlicher Einsatz hat zu einer Veränderung des Gesetzes für Erneuerbare Energien in Tschechien zu Gunsten von neuen unabhängigen Ökostromanbietern geführt. Auch weiterhin hält Frau Winkelmann die tschechische Regierung an, notwendige Verbesserungen vorzunehmen. Die Verleihung des Europäischen Solarpreises soll die Bedeutung ihrer Arbeit unterstreichen", so die Jury.


Mechtild Rothe: Parlamentarische Aktivität für die Erneuerbaren

Mechtild Rothe gehört dem Europäischen Parlament seit 1984 an. Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Gruppe ist seit Jahren eine der Impulsgeberinnen für die Förderung der erneuerbaren Energien auf europäischer Ebene. Als Berichterstatterin zum Grün- und Weißbuch Erneuerbare Energien hat sie an den europäischen Pfeilern einer neuen energiepolitischen Strategie in Europa mitgearbeitet, aus denen sich der Aktionsplan und die Durchbruchkampagne für Erneuerbare Energien entwickelt haben.

Die erste "Richtlinie zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen im Elektrizitätsbinnenmarkt" entstand unter ihrer Federführung. Mechtild Rothe habe viele wichtige Verhandlungspunkte gegen den Rat durchsetzen können, betont EUROSOLAR. Nach dieser Richtlinie haben viele Mitgliedsstaaten ihre Fördersysteme für erneuerbare Energien verändert und/oder verbessert. Mechtild Rothe hat an vielen parlamentarischen Entschließungen mitgearbeitet. So war sie für die SPE-Fraktion "Co-Berichterstatterin" auf dem Gebiet der Biokraftstoffe. Zur Zeit ist Frau Rothe Berichterstatterin für eine Richtlinie zur Endenergieeffizienz und zu Energiedienstleistungen. Mechtild Rothe ist seit 2002 Präsidentin von EUFORES, dem European Forum for Renewable Energy Sources.

08.12.2005   Quelle: EUROSOLAR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EUFORES
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Europäische Solarpreise für katholische Landjugend und EU-Abgeordnete Rothe

Am 07. Dezember 2005 verleiht EUROSOLAR, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien, die Europäischen Solarpreise 2005. Ausgezeichnet werden unter anderem die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) und die Europaparlamentarierin Mechtild Rothe (SPD). Rothe erhält den Europäischen Solarpreis für besonderes persönliches Engagement, die KLJB wird ausgezeichnet für ihr "global village"-Projekt im Rahmen des Weltjugendtags 2005.
  Ein zweiter Preis für besonderes Engagement geht an Dr. Neela Winkelmann-Heyrovká (Tschechien). Weitere Preisträger sind die Gemeinde La Muela (Saragossa, Spanien), die italienische Provinz Trentino und das Bioenergiedorf Jühnde (Deutschland).

Für ihr solares Klimatisierungssystem wird die SOLITEM GmbH mit Sitz in Aachen ausgezeichnet. Die Europäischen Solarpreise für Eigentümer oder Betreiber von Anlagen gehen an die Westfalenhallen in Dortmund und das Wankdorf Nationalstadion in der Schweiz. Den Medienpreis erhält die österreichische Zeitschrift Ökoenergie.

Die Fundaciòn Celestina Pérez de Almada (Paraguay) wird mit dem Preis in der Kategorie Bildung und Ausbildung geehrt. Das FFV-Käuferkonsortium (Schweden) siegte in der Kategorie Transportsysteme mit Erneuerbaren Energien.

In der Kategorie Eine Welt-Zusammenarbeit wird die Maharana of Mewar Foundation (Indien) ausgezeichnet.

Der Europäische Solarpreis wird von EUROSOLAR seit 1994 jährlich verliehen an Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen sowie Organisationen vergeben, die sich besonders um die Nutzung der Sonnenenergie in all ihren verfügbaren Formen verdient gemacht haben. Zur Einführung der Preisverleihung spricht Sigmar Gabriel, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Die Preisrede hält Dr. Hermann Scheer (MdB), Präsident von EUROSOLAR und Träger des Alternativen Nobelpreises. Irm Pontenagel, Geschäftsführerin von EUROSOLAR, moderiert die Veranstaltung von 18 bis 21 Uhr in der Niederlassung Berlin der KfW Bankengruppe am Gendarmenmarkt.

07.12.2005   Quelle: EUROSOLAR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EUROSOLAR
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DBU-Umweltprojekt ausgezeichnet: Solarpreis 2005 für "globales Dorf"

Solarkirche im "global village".

Aus den Händen von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nahm der Bundesvorsitzend der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB), Elmar Schäfer, am 07.12.2005 den Europäischen Solarpreis 2005 von EUROSOLAR in Empfang. Die KLJB erhält die Auszeichnung für das "globale Dorf" beim Weltjugendtag 2005 in Bonn in der Kategorie "lokale oder regionale Vereine als Förderer von Projekten".
  Mit dem Bau dieses ökologischen Begegnungszentrums sei es gelungen, "die Zukunftsidee erneuerbarer Energien von Bonn aus in die ganze Welt zu tragen", betonte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Nicht von ungefähr fördere die DBU gerade das Engagement junger Menschen. "Wenn wir auch künftigen Generationen ermöglichen wollen, unter guten Umweltbedingungen zu leben, müssen wir neue Wege in der Energieversorgung gehen", so Brickwedde.


Projekt präsentiert erneuerbare Energien und Klimaschutz

Das Projekt der KLJB zeigte im Rahmen des Weltjugendtags 2005 beispielhaft die Beziehung zwischen der Verantwortung des Menschen gegenüber der Schöpfung und seinem Handeln. In diesem Zusammenhang wurden erneuerbare Energien und Klimaschutz den Besuchern "anschaulich präsentiert, die in großer Zahl und mit viel Interesse den Veranstaltungsort besuchten", heißt es in der Begründung von EUROSOLAR, der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien.


120 Quadratmeter Solarmodule auf Kirchendach

Über 4.000 Besucher des Weltjugendtags nahmen am 17. August 2005 am Richtfest der Solarkirche im "global village" teil, deren Dach mit 120 Quadratmetern Photovoltaikmodulen bedeckt war und die das Motto der Veranstaltung architektonisch verkörperte. Arbeitskreise, Demonstrationsobjekte und Vorträge halfen den Besuchern, sich mit dem Spektrum Erneuerbarer Energien vertraut zu machen. Das taten sie etwa im "Energie-Bauernhof" zur Biomassenutzung, aber auch zum Gebrauch von Holzpellets in Privathaushalten. EUROSOLAR: "Gleichzeitig stieß das Projekt auf ein überaus hohes mediales Interesse, so dass der Gedanke des ‚global village' eine noch viel größere Zahl von Menschen erreichen konnte."


Holzkirche an neuem Standort mit neuer Funktion

Mittlerweile hat die Holzkirche als zentrales Element des "globalen Dorfes" nicht nur einen neuen Standort gefunden, sie erfüllt auch eine neue Funktion: Auf einem Grundstück in Oesede bei Osnabrück nutzt sie die Katholische Landvolkhochschule (KLVHS) für den wöchentlichen Gottesdienst. Dabei demonstriert das Holzgebäude nun, wie nachwachsende Rohstoffe als Dämmstoffe eingesetzt werden können. Der DBU geht es vor allem darum, das Wissen um Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zu verbreiten. Ihr Einsatz sei umweltschonender als konventionelle Methoden der Dämmung, so DBU-Referatsleiter Dirk Schötz. Um Handwerkern, Architekten, Bauherren, Schülern oder andern Interessierten den Blick auf den Dämmstoff freizulegen, werden in die Wände quadratische Schaufenster eingelassen. Neben Flachs, Hanf und Wolle werden noch weitere nachwachsende Rohstoffe präsentiert und mithilfe von Informationstafeln vorgestellt. Die Isolierung des Gebäudes förderte die weltweit größte Umweltstiftung mit 44.000 Euro. Für das "globale Dorf" hatte sie 106.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Ansprechpartner zum Projekt (AZ 24101, 22559): Gabriele Woll, Katholische Landjugendbewegung (KLJB),
Telefon: 02224/946514, Fax: 02224/946544, g.woll@kljb.org, http://www.kljb.org

07.12.2005   Quelle: DBU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU
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Solar- und Windpark Vega: Genussschein platziert

Mit dem "SolarWindPark Vega" hat die Oldenburger IFE Projekt- und Beteiligungsmanagement GmbH & Co. KG ihren ersten Genussschein gemeinsam mit der Nürnberger UmweltBank AG als exklusiven Vertriebspartner innerhalb weniger Wochen platziert. Das berichtet IFE in einer Pressemitteilung.   5.000 Inhaber-Genussscheine mit einem Gesamtnennbetrag von 2,5 Millionen Euro seien bis Ende November zur Zeichnung angeboten worden. Das Wertpapier hat eine Laufzeit von rund 10 Jahren. Genussscheininhaber erhalten laut IFE eine jährliche Festverzinsung von 6,05 %.


Solarstromanlagen in Süddeutschland, Windkraftanlagen in Brandenburg

Der SolarWindpark Vega besteht laut IFE aus drei Solarstandorten mit einer Gesamtleistung von 965 Kilowatt (kWp) sowie drei Windkraftanlagen des Herstellers ENERCON mit einer Gesamtleistung von 6 Megawatt (MW). Das Solarkraftwerk mit Modulen von Sharp und Kyocera entsteht laut UmweltBank AG auf Dachflächen an drei sonnenreichen Standorten in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Thüringen. In der Nähe der Stadt Prenzlau in Brandenburg werden die drei Windkraftanlagen des Typs Enercon E70/E4 betrieben.


Kombination von Wind- und Solarenergie streut Risiko

"Der Erfolg unserer Genussscheinemission begründet sich auf mehrere Eckpunkte. So sieht unser Konzept eine Kombination zwischen Wind- und Solarenergie vor, die bedingt durch ihre Risikostreuung einen besonders sicheren Ertrag in Aussicht stellt. Unsere Zusammenarbeit mit der renommierten UmweltBank AG sichert durch ihre langjährige Erfahrung im Wertpapierhandel eine gute Betreuung der Anleger. Nicht zuletzt haben mit Sicherheit auch unsere konservative Ertragsberechnung und die umfangreichen Garantien die Investoren überzeugt", erläutert Dipl.-Oec. Detlev Klein, Vertriebsleiter der IFE.

07.12.2005   Quelle: IFE Projekt- und Beteiligungsmanagement GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Offshore-Windpark "Nördlicher Grund" in der Nordsee genehmigt

Nach vierjähriger Planungszeit hat die Nördlicher Grund GmbH einen bedeutenden Meilenstein für die Realisierung ihres 400 MW-Pilot-Windkraftwerks erreicht. Den beiden Gesellschaftern der Nördlicher Grund GmbH, GEO und renergys wurde am 1. Dezember 2005 vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie die Genehmigung für die Errichtung von 80 Windenergieanlagen 108 Kilometer nordwestlich von Helgoland übergeben.   Das Konsortium aus GEO Gesellschaft für Energie und Oekologie mbH und der renergys GmbH sieht in dieser ersten Genehmigung den Grundstein für die weitere Entwicklung des Projektes. Laufe alles nach Plan, werde der Windpark in 2008 sauberen Strom für 400.000 Haushalte liefern.

"Dieser Erfolg bringt uns einen wesentlichen Schritt näher zu dem Erreichen der kompletten Genehmigungsserie, die zu einer hervorragenden Marktpositionierung des Konsortiums in der Windbranche führen wird", berichtet Markus Lesser, Geschäftsführer der renergys. GEO-Geschäftsführer Marten Jensen stellt heraus, dass sich durch die nun erteilte Genehmigung die Chancen für beispielsweise projektübergreifende Sicherheits- und Betriebsführungskonzepte unter Einbeziehung bereits genehmigter Windparks in dem Seegebiet weiter verbessert hätten. GEO entwickelt neben dem Windpark "Nördlicher Grund" unter anderem das genehmigte 400 MW-Nordseeprojekt "DanTysk" und das 25 MW-Demonstrationsfeld "GEOFReE" in der Ostsee. renergys betreibt im Eigenbestand derzeit einen der größten deutschen Windparks (Dahme 76,5 MW).

07.12.2005   Quelle: renergys GmbH; GEO Gesellschaft für Energie und Oekologie mbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Sharp baut Solar-Denkmal in Berlin

Sharp Solar-Obelisk in Berlin
Sharp Solar-Obelisk in Berlin

Mit dem Solar-Obelisken, einer fünf Meter hohen, aus Edelstahl und Glas bestehenden solar betriebenen Multimedia-Skulptur, begrüßt das Technologieunternehmen Sharp die neue Bundesregierung und setzt ein aktives Zeichen für die Nutzung erneuerbarer Energien. Im Herzen der Hauptstadt, vor dem Kulturforum in Nähe der Nationalgalerie, wird der Sharp Solar-Obelisk am 7. Dezember 2005 aufgestellt.  Als Gäste werden bei der Einweihung erwartet Dr. Karin Freier, Referatsleiterin Erneuerbare Energien im Bundesumweltministerium, ARD-Meteorologe Sven Plöger und Frank Bolten, Geschäftsführer von Sharp Electronics Germany/Austria.


Licht- und Klang machen erneuerbare Energien sinnlich erfahrbar

Von Sharp unterstützt, wurde der Solar-Obelisk durch die Berliner Solar Lifestyle GmbH in Zusammenarbeit mit dem Architekten Ingo Schneider entwickelt. "Im alten Ägypten stand ein Obelisk für die freundschaftliche Verbindung der Menschen mit dem Sonnengott. Heute soll er als Monument für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten verstanden werden", sagt Sepp Fiedler, Geschäftsführer der Solar Lifestyle GmbH. "Vier semitransparente Sharp-Dünnschicht Solarmodule sorgen dafür, dass der Sonnengott seine Energie nicht umsonst den Menschen zur Verfügung stellt. Eine integrierte Licht- und Soundinstallation macht zudem die erneuerbaren Energien für den Besucher sinnlich erfahrbar", so Fiedler weiter. Der Solar-Obelisk ist innen beleuchtet, hat einen Granitboden und ist von einer Sitzbank umgeben. Auf der Rückseite zeigt eine Anzeigetafel die aktuelle Sonneneinstrahlung an und informiert über den Standort sowie über die Folgen des Klimawandels. Standort des Obelisken ist der Matthäi-Kirchplatz, Potsdamer Straße/Ecke Scharounstraße in 10785 Berlin.


Die Energieversorgung der Zukunft wird heute entschieden

Deutschland ist in Europa der größte Förderer von Solarstrom, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Angesichts steigender Preise für konventionell erzeugte Energie setzen immer mehr Menschen auf die Kraft der Sonne. "Mit dem Solarobelisken wollen wir einen energiepolitischen Willkommensgruß an die neue Bundesregierung senden. Der ständig steigende Energiebedarf und die immer stärkeren wirtschaftlichen Schäden des Klimawandels machen ein Umdenken in der Energiepolitik weltweit notwendig. Die Energieversorgung der Zukunft wird bereits heute entschieden und erneuerbare Energien, darunter besonders die Photovoltaik, bieten eine umweltfreundliche Alternative mit hohem Entwicklungspotenzial“, sagt Frank Bolten, Geschäftsführer von Sharp Electronics Germany/Austria. "Ich begrüße daher die Entscheidung der zukünftigen Bundesregierung, weiterhin am Erneuerbaren Energiengesetz (EEG) festzuhalten. Nur die konsequente Markteinführung und Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien sichert eine nachhaltige und unabhängige Energieversorgung der Zukunft. Das EEG ist und bleibt dafür das kostengünstigste Instrument", so Bolten weiter.

Weitere Informationen unter www.solarobelisk.de

07.12.2005   Quelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH

 

LichtBlick und Deutsche Umwelthilfe kritisieren VDEW-Leitfaden zur Stromkennzeichnung

Die Anwendung des so genannten Leitfadens Stromkennzeichnung des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) führe zu systematisch falschen Ergebnissen und damit die Verbraucher in die Irre, stellt der Ökostromanbieter LichtBlick – die Zukunft der Energie GmbH fest. Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) hatte den VDEW-Leitfaden bereits am 29. November kritisiert und einen eigenen Vorschlag zur Stromkennzeichnung präsentiert. "Die Anwendung des Leitfadens führt zur Ausweisung eines nicht vorhandenen und damit fehlerhaft zu hohen Anteil von Strom aus Wasserkraftwerken, zur Doppelzählung von regenerativ erzeugtem Strom und zur Verharmlosung der Gefahren radioaktiver Abfälle", heißt es in der Lichtblick-Pressemitteilung.  "Es grenzt schon an einen Skandal, was der VDEW da seinen Mitgliedsunternehmen empfiehlt.", so Gero Lücking, Prokurist und Bereichsleiter Energiewirtschaft von LichtBlick. "Wissentlich empfiehlt der Dachverband der etablierten Stromwirtschaft eine Systematik, die falsche Ergebnisse liefert. Der VDEW ruft dazu auf, die Verbraucher zu täuschen. Der Verband tritt mit dem Leitfaden an, um nach eigenen Aussagen eine gesetzliche Verordnung zur Stromkennzeichnung zu verhindern. Aufgrund der katastrophalen Mängel des Papiers provoziert er aber geradezu die Forderung nach einer gesetzlichen Detailregelung in Form einer Verordnung", so Lücking weiter.


DUH: VDEW strebt keine verbrauchergerechte und transparente Stromkennzeichnung an

Das im Sommer in Kraft getretene Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) schreibt die Stromkennzeichnung ab Mitte Dezember 2005 für alle Anbieter verbindlich vor. Ab dann müssen die Stromanbieter ihre Kunden auf Stromrechnungen und in Werbematerialien über die Herkunft des gelieferten Stroms informieren. Derzeit gibt es noch keine Ausführungsverordnung, das Gesetz sieht diese Möglichkeit aber ausdrücklich vor. Der VDEW habe am 06.12.2005 seinen fragwürdigen Leitfaden in Berlin ohne Änderungen vorgestellt und seinen Mitgliedern zur Umsetzung empfohlen, erneuert die Deutsche Umwelthilfe ihre Kritik. "Der VDEW zeigt damit, dass er in Wirklichkeit eine Imageverbesserung für große Teile der Energiewirtschaft, nicht aber eine verbrauchergerechte und transparente Stromkennzeichnung anstrebt," erklärt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. "Sinn und Zweck der Stromkennzeichnung, nämlich ein klare, einheitliche und vollständige Information der Stromkunden, drohen sich in ihr Gegenteil zu verkehren", so Resch weiter.

Die DUH hatte am 29. November 2005 insbesondere kritisiert, dass der VDEW-Leitfaden nicht zwischen Strom aus Braunkohle, Steinkohle und Erdgas unterscheide, obwohl diese Brennstoffe sehr unterschiedlich zum globalen Klimawandel beitragen. Ebenso wenig solle nach dem Willen des VDEW unterschieden werden zwischen Strom aus erneuerbaren Energien, zu dessen Weitergabe an ihre Kunden die Energieversorger aufgrund des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verpflichtet sind (auch wenn sie selbst keine Kilowattstunde erzeugen) und solchem Ökostrom, den sie selbst aufgrund einer strategischen Zukunftsentscheidung erzeugen oder am Markt einkaufen.


Bundesregierung soll am Verbraucherinteresse ausgerichtete Kriterien vorgeben

"Das führt zu einer systematischen Falschbezifferung von Elektrizität aus erneuerbaren Energien und zu einer wundersamen Vermehrung des Ökostroms", so Cornelia Ziehm, Leiterin Verbraucherschutz und Recht bei der DUH. "Nach der Vorstellung des VDEW könnte ein Stromversorger den von ihm produzierten Atomstrom an der Börse verkaufen und dort im Gegenzug ebenso viele Kilowattstunden ordern. Ergebnis: hundert Prozent Atomstrom würden plötzlich zu einem ausgewogenen Mix aus nuklear, fossil und 13 Prozent Wasserkraft." Die Bundesregierung müsse die ihr gesetzlich eingeräumte Verordnungsermächtigung wahrnehmen und den Stromanbietern einheitliche, verbindliche und am Verbraucherinteresse ausgerichtete Kriterien vorgeben, fordert Jürgen Resch. "Es kann nicht sein, dass maßgebliche Teile der Energiewirtschaft für sich die Auslegungshoheit für eine gesetzliche Regelung in Anspruch nehmen, die ausdrücklich und einzig dem Verbraucherschutz dient", so Resch weiter.

07.12.2005   Quelle: DUH, LichtBlick – die Zukunft der Energie GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SolarMarkt Freiburg: Photovoltaik-Seminare mit Experten aus allen Fachgebieten

Der Freiburger Photovoltaik-Großhändler SolarMarkt bietet im ersten Halbjahr 2006 Seminare mit Insider-Know-how an. Als Pionier der ersten Stunde und Hersteller eines handwerkerfreundlichen Montagesystems wisse der SolarMarkt, welche Neuheiten wirklich wichtig sind, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Experten aus Wirtschaft und Forschung vermitteln ihr Wissen in den Fachseminaren speziell an Handwerker.  150 Teilnehmer beim vergangenen Veranstaltungszyklus zeigten, dass die Konzeption stimmt, so der SolarMarkt. Auch diesmal decken die Seminare die ganze Themenpalette ab: Von den Grundlagen der Solarstromtechnik und aktuellen Entwicklungen bei Wechselrichtern über steuerliche und rechtliche Fragen bis hin zum Verkaufsgespräch und Marketing. Die Ganztagsseminare kosten einschließlich Mittagessen zwischen 50 und 150 Euro und sind einzeln zu buchen. Das vollständige Programm gibt es unter www.solarmarkt.com.


Informationen von der Technik über das Recht bis hin zur Versicherung

Im Januar führt Björn Hemmann vom Solarenergie Informations- und Demonstrationszentrum (Solid) in die Photovoltaik ein. Aktuelle Entwicklungen und Forschungsergebnisse zur Wechselrichtertechnik präsentiert Bruno Burger vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE, im Februar. Wechselrichtertechnik für Fortgeschrittene ist Thema der Veranstaltung mit Marc Clinkaert, SMA Technologie AG. Er berichtet über die Sunny Family der SMA Technologie AG und über Sunny Communication. Die Grundlagen von Recht, Steuern und Versicherung vermitteln Rechtsanwalt Dr. Thomas Binder und Steuerberater Andreas Strub, beide Solar Info Center, sowie Andreas Ponert von den Mannheimer Versicherungen im März. Eine kostenlose "PowerSchulung" mit Vorträgen zur Photovoltaik und Produktionsbesichtigung gibt es bei SCHOTT Solar am 18. Mai in Alzenau (max. 20 Teilnehmer, Anmeldung bis spätestens 2. Mai 2006).

Anmeldeschluss ist jeweils 5 Tage vor der Veranstaltung. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen und maximal 2-3 Teilnehmer pro Betrieb beschränkt. Anmeldung und Informationen bei Annette Goss, a.goss@solarmarkt.com, +49/761/120213-2. Ort: Solarzentrum Freiburg, SolarMarkt GmbH, Christaweg 42, 79114 Freiburg

07.12.2005   Quelle: SolarMarkt GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Erneuerbare Energien schützen das Klima wirkungsvoll

Erneuerbare Energien können den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) in Deutschland innerhalb von 15 Jahren um rund 25 Prozent verringern, berichtet die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung. "Das wäre ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz, dessen Zukunft gegenwärtig in Montreal verhandelt wird", sagte Dr. Simone Peter, Leiterin der Kampagne, in Berlin.  Grundlage für diese CO2-Verringerung sei das Ziel der Erneuerbare-Energien-Branche, den Anteil von Strom, Wärme und Kraftstoffen, die mit Hilfe Erneuerbarer Energien hergestellt werden, bis 2020 auf 20 Prozent zu steigern. Dann würden Wasser- und Windkraft, Erdwärme sowie Sonnen- und Bioenergie dazu beitragen, jährlich etwa 270 Millionen Tonnen Kohlendioxid zu vermeiden. Das entspreche in etwa einem Viertel des CO2-Ausstoßes von Industrie, Verkehr und Haushalten in Deutschland. Dieser werde im Jahr 2005 schätzungsweise bei 835 Millionen Tonnen liegen.

"Zudem kommen viele Studien zu dem Schluss, dass wir im Jahr 2020 Energie um 25 Prozent besser ausnutzen können als heute", sagt Simone Peter. Auch dadurch würde der Ausstoß von Treibhausgasen deutlich sinken. "Gemeinsam könnten erneuerbare Energien, energiesparende Produkte sowie energieeffiziente Herstellungsverfahren den Ausstoß von Kohlendioxid gegenüber heute beinahe um die Hälfte reduzieren“, so die Leiterin der Informationskampagne für Erneuerbare Energien.

06.12.2005   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Intersolar 2006: Veranstalter rechnen mit weit über 400 Ausstellern

Internationale Hersteller präsentierten auf der Intersolar 2005 Neuheiten der Branche
Internationale Hersteller präsentierten auf der Intersolar 2005 Neuheiten der Branche

Im Juni 2006 wird Freiburg wieder zum Zentrum der weltweiten Solarindustrie. Bereits zum sechsten Mal findet dort vom 22. bis 24. Juni 2006 die Fachmesse Intersolar statt. Auch im kommenden Jahr wird die Intersolar rund um die Photovoltaik, Solarthermie und das solare Bauen von den wichtigsten Industrieverbänden getragen. Begleitet wird die Fachmesse von zahlreichen Konferenzen für unterschiedliche Zielgruppen. Die Veranstalter rechnen mit über 20.000 Fachbesuchern aus mehr als 60 Ländern.  Für die Intersolar 2006 rechnen wir mit mehr als 400 Ausstellern, davon rund 30% aus dem Ausland", prognostizieren die Veranstalter Markus Elsässer (Solar Promotion) und Klaus W. Seilnacht (Messe Freiburg).



Europas führende Fachmesse für Solartechnik

Im Juni 2005 hatten 365 Aussteller aus 22 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen zur Solarstromerzeugung, Solarwärmeversorgung und zum solaren Bauen in Freiburg gezeigt. "Mit 19.500 Besuchern aus mehr als 60 Nationen hat die Intersolar im Jahr 2005 ihre Position als Europas führende Fachmesse für Solartechnik weiter ausgebaut", sagt Markus Elsässer, Geschäftsführer Solar Promotion GmbH.


Neue Halle, insgesamt 21.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche

Die Intersolar 2006 wird vom 22. bis 24. Juni 2006 in der Messe Freiburg stattfinden. "Die Intersolar 2006 wird die erste internationale Fachmesse sein, die nach der Fertigstellung der neuen Halle 4 in dem auf 21.000 Quadratmeter vergrößerten Areal statt findet", sagt Klaus W. Seilnacht, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG. Die Messe Freiburg und die Solar Promotion GmbH richten die Intersolar bereits seit dem Jahr 2000 gemeinsam aus. Träger der Intersolar 2006 sind der Bundesverband Solarindustrie (BSi) e.V., die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) e.V., die European Photovoltaic Industry Association (EPIA), die European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF), die International Solar Energy Society (ISES) sowie die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) e.V.

Weitere Informationen zur Intersolar 2006 im Internet unter
http://www.intersolar.de

06.12.2005   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH

 

SPD: Biosprit wird nicht voll besteuert

Die Koalitionsfraktionen beabsichtigen nicht, Biokraftstoffe - insbesondere Biodiesel - wie fossilen Diesel zu besteuern, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Joachim Poss, zur Diskussion um die Besteuerung von Biokraftstoffen. Im Koalitionsvertrag sei vielmehr eine Beimischungspflicht vorgesehen, betont der SPD-Sprecher. Damit sollten - was alle Parteien forderten – nicht mehr gerechtfertigte Steuervergünstigungen abgebaut werden.  "Die ökologisch wichtige Förderung von Biokraftstoffen lässt sich ohne staatlichen Einnahmeverzicht genauso gut durch eine Beimischungspflicht erreichen. Damit wird auch ein grundsätzlicher Wandel vom Steuerrecht zum Ordnungsrecht angestrebt", so Poss.


Beimischungspflicht und zehn Cent Steuer pro Liter Biokraftstoff

Auch reine Biokraftstoffe können laut Poss künftig weiterhin angeboten werden. Sie sollen auch nicht voll besteuert werden, wie Bild am Sonntag behaupte. Vorgesehen seien Steuersätze von rund zehn Cent je Liter, die wie die Beimischungspflicht dazu dienten, die nicht länger gerechtfertigten und letztlich alle Steuerzahler belastenden Steuervorteile abzubauen. "Die Kraftstoffpreise werden weder wegen der geplanten Beimischungspflicht noch wegen einer moderaten Besteuerung von reinen Biokraftstoffen steigen", verspricht Poss. Die Mineralölkonzerne könnten die Umstellung der Förderung von Biokraftstoffen von der Steuervergünstigung zum Ordnungsrecht nicht zum Anlass nehmen, die Kraftstoffpreise zu erhöhen.

06.12.2005   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarwärmeanlagen: Anträge trotz Förderstopp stellen

Förderanträge für Sonnenkollektoren jetzt stellen!
Förderanträge für Sonnenkollektoren jetzt stellen!

Für das Jahr 2005 sind die Bundesmittel zur Förderung von Solarwärmeanlagen ausgeschöpft. Die Initiative Solarwärme Plus weist jedoch in einer Pressemitteilung darauf hin, dass weiterhin Förderanträge beim Bundesamt für Wirtschaft (BAFA) gestellt werden können. Diese würden voraussichtlich im folgenden Jahr bewilligt.  Mit dem Bau einer Solarwärmeanlage könnten Antragsteller inzwischen schon beginnen, so die Initiative. Das Marktanreizprogramm des Bundes zur Förderung erneuerbarer Energien ist in diesem Jahr so gut angenommen worden, dass die für 2005 zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel schon Ende Oktober erschöpft waren und keine Förderzusagen mehr gegeben werden. Hausbesitzer, die den Bau einer Solarwärmeanlage planen, sollten sich trotz des derzeitigen Bewilligungsstopps nicht von einer Antragstellung abhalten lassen, betont die Initiative Solarwärme Plus.


Höhe der Zuschüsse richtet sich nach dem Zeitpunkt der Zusage

Wie die Initiative Solarwärme Plus mitteilt, können für neu gestellte Anträge ab 2006 wieder Förderzusagen erteilt werden. Voraussetzung hierfür sei allerdings, dass für das Förderprogramm neue Haushaltsmittel bereitgestellt werden. Die Höhe der Zuschüsse werde sich nach den zum Zeitpunkt der Zusage gültigen Förderkonditionen richten. Bislang wurden Solarwärmeanlagen zur Warmwasserbereitung mit 105 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche und Anlagen zur Heizungsunterstützung mit 135 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche bezuschusst. Fördermittel, die im Lauf des Jahres 2005 bereits bewilligt wurden, werden laut Initiative Solarwärme Plus auch in dieser Höhe ausbezahlt.


Zwischenbescheid garantiert noch keine Bewilligung von Fördermitteln

Wichtig für alle neuen Antragsteller: Sobald das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) den Eingang des Förderantrags bestätigt hat, kann mit dem Bau der Solarwärmeanlage begonnen werden. Dies geschehe dann allerdings auf eigenes finanzielles Risiko, denn aus dem Zwischenbescheid kann noch keine spätere Bewilligung von Fördermitteln abgeleitet werden. Bislang durfte der Startschuss erst nach der verbindlichen Förderzusage fallen. Weitere Informationen zu Technik, Planung und Installation von Solarwärmeanlagen bietet die Initiative Solarwärme Plus unter der Hotline 0 18 02/00 08 70 (6 Cent pro Gespräch) oder im Internet unter www.solarwaerme-plus.info.

Die Initiative Solarwärme Plus ist eine Informationskampagne der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik, der E.ON Ruhrgas AG, der VNG - Verbundnetz Gas AG und des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK).

06.12.2005   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sonnenkraft
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Europäische Kommission startet Technologieplattform "Nullemissionen"

Die Europäische Kommission hat am 01.12.2005 die Technologieplattform "Nullemissionen" für Kraftwerke gestartet. Ziel sei, all jene Stellen zu einem Austausch zusammenzubringen, die bewirken können, dass künftig weniger klimaschädliche Kraftwerke im Einsatz sind, heißt es in der Pressemitteilung.  Dazu zählen Elektrizitätsunternehmen, Ausrüstungshersteller, Nutzer, Verbraucher, Finanzinstitute, Regulierungsstellen, Behörden, Forscher und nicht zuletzt die Zivilgesellschaft. Im Rahmen der Forschungsplattform sollen technologische, finanzielle und regulatorische Hindernisse für die Entwicklung solcher umweltschonender Kraftwerke ermittelt und beseitigt werden.


Kommissar Potočnik: Emissionen aus fossilen Brennstoffen reduzieren

Bei der Eröffnungsveranstaltung sagte Janez Potočnik, Kommissar für Wissenschaft und Forschung: "Wenn wir jetzt handeln und Emissionen aus fossilen Brennstoffen reduzieren, und wenn wir dies gemeinsam tun, bestehen gute Aussichten, auf den scheinbar unausweichlichen Prozess des Klimawandels einzuwirken." Die Partner der Technologieplattform "Nullemissionen" hätten die Möglichkeit, einen bedeutenden Beitrag für die Zukunft zu leisten.


70 Millionen Euro für Technologien zur CO2-Abscheidung

Die Plattform soll die Entwicklung von Technologien unterstützen, mit deren Hilfe Kohlendioxidemissionen schon bei ihrer Entstehung in Kraftwerken abgeschieden und dann unterirdisch gelagert werden können. So gelangten sie nicht in die Atmosphäre und könnten nicht zum Treibhauseffekt beitragen. Im Rahmen des EU-Forschungsprogramms für den Zeitraum 2002-2006 sollen 70 Millionen Euro dafür ausgegeben werden. Durch die gestärkte Zusammenarbeit im Rahmen der Plattform soll die wegweisende Stellung Europas auf dem Gebiet des Klimaschutzes konsolidiert werden.

06.12.2005   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Wirtschaftsrat der CDU thematisiert Wende in der Energie- und Umweltpolitik

"Energie- und Umweltpolitik müssen stärker in den europäischen und internationalen Kontext gestellt werden", forderte der Präsident des CDU-Wirtschaftrates, Prof. Kurt J. Lauk, anlässlich einer Klausurtagung am 02. Dezember 2005. Die Energiewirtschaft in Deutschland befinde sich mitten in einer Zeitenwende, betont der CDU-Wirtschaftrat in einer Pressemitteilung.  Gemeinsam mit Vertretern der Bundesregierung und Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion haben die Mitglieder der Bundesfachkommissionen Energie und Umwelt Beratungsgespräche über einen Paradigmenwechsel in der Energie- und Umweltpolitik geführt. Neben Dagmar Wöhrl, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, nahm Claude Mandil, Chef der Internationalen Energieagentur in Paris an den Gesprächen teil. "Deutschland hat neben Italien die höchsten Strompreise in Europa. Neben den globalen Einflussfaktoren, die unsere Energiepreise ansteigen lassen, kommen in Deutschland der bisher unzureichende Wettbewerb auf den Energiemärkten und der Staat mit einem Anteil von 40 Prozent am Strompreis als Preistreiber hinzu. Kostspielige nationale Alleingänge sowie die Übererfüllung von EU-Regelungen können wir uns nicht länger leisten", erklärte Lauk vor den Energiepolitikern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Unternehmern aus der Industrie und Energiewirtschaft.


Auf einzelne Energieträger verzichten?

Bis zum Jahr 2030 werde die Energienachfrage, nach Einschätzung des "World Economic Outlook" der Internationalen Energieagentur, weltweit um 50 Prozent ansteigen; zwei Drittel davon allein in den Entwicklungsländern, so der CDU-Wirtschaftsrat. Hinzu komme die Veränderung der geostrategischen Situation - die meisten Vorräte fossiler Energieträger befänden sich in immer instabileren Regionen der Welt. Der Appetit auf Energie nehme in China und Indien rasant zu. Bereits heute zähle China zu den größten Ölimporteuren der Welt. 2020 könnte allein dieser Energiebedarf die gesamte Fördermenge von Saudi-Arabien aufbrauchen. Vor dem Wirtschaftsrat sagte Claude Mandil: "Nur durch einen breiten Energiemix ist die Energieversorgung nachhaltig zu sichern. Wir können es uns nicht leisten, auf einen einzelnen Energieträger zu verzichten, wenn wir langfristig eine nachhaltige Energieversorgung in Europa und Deutschland sicherstellen wollen."


Wahlergebnis bedingte Kompromisse in der Energie- und Umweltpolitik

Ein solcher Umdenkprozess finde in der deutschen Politik immer noch zu wenig Unterstützung, so der Wirtschaftsrat der CDU. So habe das im Koalitionsvertrag gerade in der Energie- und Umweltpolitik zahlreiche Kompromisse erzwungen. "Es besteht kein Zweifel daran, dass nachgebessert werden muss". Darin, so Lauk, seien sich die Energieunternehmen und die Industrieverbraucher mit dem Wirtschaftsrat einig.


Energiepolitik soll wieder Standortpolitik werden

"Wettbewerbsfähige Energiepreise am Standort Deutschland sind eine Grundvoraussetzung dafür, dass die wichtigen Schlüsselindustrien nicht an billigere Produktionsstandorte im Ausland abwandern", heißt es in der Pressemitteilung. Eine schlankere und effizientere Regulierung bei Strom und Gas sowie die Öffnung der Kuppelstellen im grenzüberschreitenden Energiehandel seien deshalb dringend notwendige Anknüpfungspunkte für die neue Bundesregierung.


Forschungsförderung im Energiesektor "technologieoffen" gestalten

Gerade vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und des zunehmenden Energiehungers in China und Indien gewinnen neue Strategien und innovative Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz und -einsparung immer stärker an Bedeutung, betont der Wirtschaftsrat. "Die staatliche Forschungsförderung im Energiesektor sollte technologieoffen gestaltet und spürbar aufgestockt werden. Alle Effizienzpotenziale, insbesondere im Verkehrssektor und in der
Altbausanierung, sind dabei auszuschöpfen", fordern die Unionspolitiker.


Effektiver Klimaschutz nur global erfolgreich

Die Vorreiterrolle Deutschlands im Klimaschutz sollte neu definiert werden, fordert der CDU-Wirtschaftsrat. Effektiver Klimaschutz könne nicht auf nationale Grenzen beschränkt sein, sondern müsse alle Industrienationen und die großen Schwellenländer miteinbeziehen. Besonders der Emissionshandel werde
für Deutschland zu teuer, solange die flexiblen Instrumente nicht stärker genutzt werden könnten. Auch alle weiteren energie- und umweltpolitischen Maßnahmen sollten verstärkt durch Kosten-Nutzen-Analysen überprüft werden, so der Wirtschaftsrat.


Hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Staat

Aus der deutschen Energiewirtschaft waren Prof. Dr. Utz Claassen, Vorsitzender des Vorstands, EnBW AG, Dr. Klaus Rauscher, Vorsitzender des Vorstands, Vattenfall Europe AG, und andere hochrangige Unternehmensvertreter als Referenten aktiv in die Klausurtagung eingebunden, berichtet der Wirtschaftsrat der CDU. Auch Dr. Ulf Böge, Präsident, Bundeskartellamt, und Martin Cronenberg, Vizepräsident der Bundesnetzagentur, hätten sich erneut an der Klausurtagung des Wirtschaftsrates beteiligt.

06.12.2005   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Nordex gründet Joint Venture in China: Großauftrag über 200 MW gesichert

Windpark mit 1,5 MW-Nordex-Turbinen
Windpark mit 1,5 MW-Nordex-Turbinen

Die Nordex-Gruppe hat am 05.12.2005 einen Joint Venture-Vertrag zur lokalen Produktion von Windenergieanlagen der Megawattklasse in China unterzeichnet, berichtet die Nordex AG in einer Pressemitteilung. Partner von Nordex seien der regionale Energieversorger Ningxia Electric Power Group (40%) und die Ningxia Tianjing Electric Energy Development Group (10%), die unter anderem Kraftwerke betreibt und im Baugeschäft tätig ist.  Beide Unternehmen sind am Windpark "Helanshan" beteiligt, der mit 110 Megawatt (MW) installierter Leistung das größte chinesische Projekt dieser Art ist und in den nächsten Jahren massiv ausgebaut werden soll. Unter der operativen Führung des Anlagenherstellers will die Nordex Wind Power Equipment Manufacturing Co. Ltd. künftig Windturbinen der Leistungsklasse 1,5 Megawatt in der Provinz Ningxia fertigen. Der erste Großauftrag für das Gemeinschaftsunternehmen sei bereits gesichert: Bis zum Jahr 2009 soll die Fertigung Projekte im Volumen von 200 MW bauen. Schon im kommenden Jahr produzieren die Partner nach Angaben der Nordex AG die ersten 26 Turbinen für China. Dabei sollen einige Anlagen noch in Deutschland gefertigt werden, um die Monteure aus China im Stammwerk zu trainieren.



Jahresproduktion von 200 Turbinen im Jahr geplant

Erst nachdem die Fertigungsqualität gesichert ist, werde die Lokalisierung schrittweise erhöht. Seit Ende 2005 müssen Lieferanten für chinesische Ausschreibungen eine lokale Wertschöpfung von mindestens 70 Prozent nachweisen. "Dieses Niveau wollen wir zügig erreichen", erklärt Thomas Richterich, Vorstandsvorsitzender der Nordex AG. Hintergrund hierfür seien auch weitere von den Partnern geplante Windparkprojekte im Umfang von bis zu 600 MW. Sollte dieses Geschäftsvolumen mittelfristig realisiert werden, könnte das Joint Venture sein Werk auf eine Jahresproduktion von 200 Turbinen im Jahr ausbauen. Nordex verfügt nach eigenen Angaben bereits seit Jahren über umfangreiche Erfahrungen im Betrieb einer Turbinenproduktion in China. Im Jahr 1998 gründete der Hersteller ein Joint Venture für den Bau von 600 kW-Turbinen mit der Xi?an Aero Engine. Seitdem im Reich der Mitte vermehrt Großanlagen nachgefragt werden habe Nordex seine lokale Fertigung neu ausgerichtet. Bereits im Frühjahr 2005 nahm die Gesellschaft eine neue Rotorblattfertigung in Baoding in Betrieb. Hier produziert Nordex Komponenten für Turbinen der Baureihe N60/1.300 kW.


Chinesisches Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien soll zum 1. Januar 2006 in Kraft treten

Die Nordex Wind Power Equipment Manufacturing will nicht nur von der Projektentwicklung der Partner profitieren. Der chinesische Markt verspreche allgemein hohe Wachstumsraten für Hersteller von Windturbinen. So habe der chinesische Staat seit dem Jahr 2003 Konzessionsprojekte im Umfang von etwa 3.000 MW ausgeschrieben. Erst rund ein Drittel dieser Projekte seien vergeben. Zudem habe der Volkskongress Ende Februar 2005 ein Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien beschlossen, dass zum 1. Januar 2006 in Kraft treten soll. Die Tarife für Strom aus Windenergie seien zwar noch nicht fixiert, aber der Vergütungszeitraum solle voraussichtlich 30.000 Volllaststunden betragen (etwa 15 Jahre). So wolle Peking die in China installierte Kapazität von derzeit etwa 1.000 MW bis zum Jahr 2020 auf 30.000 MW erhöhen.

05.12.2005   Quelle: Nordex AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nordex AG
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Plambeck Neue Energien AG: Kapitalerhöhung voll platziert

Die von der Plambeck Neue Energien AG im Rahmen einer Barkapitalerhöhung angebotenen 2.249.527 neuen Aktien seien vollständig platziert worden, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Die Wertpapiere wurden im Rahmen eines Bezugsangebotes vom 18. November bis zum 1. Dezember 2005 vorrangig den Aktionären angeboten.  Nicht von Aktionären bezogene Aktien seien von Investoren im Rahmen einer Privatplatzierung gezeichnet worden Die neuen Aktien wurden für jeweils 1,10 Euro ausgegeben und sind laut Plambeck ab dem 1. Januar 2005 gewinnberechtigt. Ziel der Barkapitalerhöhung sei die allgemeine Stärkung der Kapitalbasis des Unternehmens gewesen. Die Kapitalerhöhung wurde begleitet von der VEM Aktienbank AG, München.

05.12.2005   Quelle: Plambeck Neue Energien AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BUND: Deutschland muss sich für Kyoto-Ziel anstrengen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Bundesregierung aufgefordert, bei ihren Bemühungen zur Senkung der klimawirksamen Treibhausgase nicht nachzulassen. Deutschland müsse sich anstrengen, bis 2012 sein Kyoto-Minderungsziel von minus 21 Prozent gegenüber 1990 tatsächlich zu erreichen, heißt es in der BUND-Pressemitteilung.  Dazu müssten noch mindestens 20 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. In den letzten Jahren stagniere jedoch der Ausstoß von Treibhausgasen auf einem zu hohen Niveau.


"Deutschland, Du bist Klimaschutz!"

Bei einer Kundgebung vor dem Bundesumweltministerium stellte die Umweltorganisation mehr als 1.000 Großfotos von Bürgerinnen und Bürgern aus, die bei einer Klima-Informationstour durch 27 Städte aufgenommen worden waren. Die Fotografierten fordern verstärkte Anstrengungen zum Schutz des Klimas, mit Slogans wie "Fossile ins Museum", "Klimaschutz ist machbar Herr Nachbar" oder "Wir wollen nicht im Treibhaus leben" Die Fotosammlung soll Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am kommenden Mittwoch in Montreal in Kanada beim Weltklimagipfel übergeben werden. Unter dem Motto "Deutschland, Du bist Klimaschutz!" demonstrierten im Anschluss an die Kundgebung mehrere Dutzend BUND-Aktivisten mit einem "mobilen Treibhaus", das sie vom Bundesumweltministerium am Alexanderplatz zur Straße Unter den Linden in die Nähe der amerikanischen Botschaft transportierten.


Hauptverantwortliche sind die reicheren Staaten, auch die USA und Australien

"Um den Klimawandel zu stoppen, müssen die Staaten der Welt das in Kyoto gemeinsam Vereinbarte umsetzen und künftig noch mehr tun", kommentierte die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt. Dabei liege die Hauptverantwortung bei den reicheren Staaten, das müssten auch Länder wie die USA und Australien endlich begreifen. Bis 2050 müssten die Industriestaaten eine Reduzierung ihrer Treibhausgase um achtzig Prozent schaffen. Zugleich müssten sie jenen ärmeren Ländern helfen, die besonders hart vom Klimawandel betroffen sind. Und auch Schwellenländer wie China und Indien müssten beim Schutz des Weltklimas mitmachen, fordert Zahrnt. Auf der noch diese Woche stattfindenden Montrealer Klimaschutzkonferenz müsse eine ambitionierte Fortführung des Kyoto-Protokolls für die Zeit nach 2012 vereinbart werden. Deutschland müsse dabei weiterhin eine Vorreiterrolle übernehmen. Wenn diese aufgegeben werde, bestehe die Gefahr, dass auch andere Länder in ihren Bemühungen zur Senkung der Treibhausgase nachließen.

Ein BUND-Hintergrundpapier zu Montreal gibt es im Internet unter: http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/hintergrund_montreal.pdf

05.12.2005   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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WWF sieht beim Klimagipfel das "Ende der Aufwärmphase"

Der Klimagipfel in Montreal geht in die zweite Woche. Eine wichtige Entscheidung sei bereits in den ersten Tagen gefallen, berichtet der World Wide Fund For Nature (WWF) in einer Pressemitteilung. Am 02.12.2005 seien die so genannten "Marrakesh Accords" unter Dach und Fach gebracht worden. Damit ist das Regelwerk zum Kyoto-Protokoll nun völkerrechtlich bindend.  "Das ist ein schöner Anfangserfolg", kommentiert Regine Günther, Leiterin des WWF-Klimaprogramms Deutschland die Entscheidung. Leider habe man sich bislang nicht auf die Bestätigung der Regeln für die so genannte Erfüllungskontrolle (Compliance) einigen können. Damit müssten sich die in der 49. Kalenderwoche anreisenden Minister beschäftigen.


Mehr Engagement der Regierungen nötig, besonders in Europa

Wichtigster Punkt der Verhandlungen in der zweiten Woche ist laut WWF die Weiterführung des Kyoto-Protokolls über die Zeit nach 2012. "Der Startschuss hierfür muss noch in Montreal fallen", betont Regine Günther. Zentral hierbei seien die Minderungsziele für die Industriestaaten und welche Beiträge die Entwicklungsländer in einem künftigen System leisten wollen und können. Der WWF fordert von den Industrieländern ein eindeutiges Bekenntnis, die CO2-Emissionen nach 2012 deutlich stärker zu senken. Damit der Gipfel ein Erfolg werde, sei mehr Engagement von den Regierungen nötig, betont der WWF. Insbesondere die Europäer hätten sich bislang zu stark zurückgehalten. Die EU-Staaten müssten im Hinblick auf die Entwicklungsländer deutlich machen, dass sie den Klimaschutz auf der Basis des Kyoto-Protokolls zügig vorantreiben wollen. Ein konkreter Zeitplan sei besonders für die Wirtschaft und den Finanzsektor wichtig. Die Unternehmen bräuchten klare Signale, um Planungssicherheit für Investitionsentscheidungen zu bekommen. Nur so könne der Emissionshandelssektor mittelfristig Erfolg haben, heißt es in der WWF-Pressemitteilung.


Zunächst sind die Industrieländer in der Pflicht

Einige Entwicklungs- und Schwellenländer wie Südafrika oder Papua Neuguinea haben laut WWF in Montreal signalisiert, dass sie bereit sind, ihren Klimaschutzbeitrag zu übernehmen. Solange aber nicht klar sei, ob die Industrieländer ihre Verpflichtungen überhaupt erreichen, sähen sie allerdings für rechtlich verbindliche Zusagen erst einmal die Industrieländer in der Pflicht. Die Beiträge der Entwicklungsländer für die Zeit von 2013-2017 werden laut WWF keine absoluten Emissionsreduktionen sein, wie bei den Industriestaaten. Die Äußerungen des deutschen Umweltministers Sigmar Gabriel bewertet der WWF positiv. Es sei richtig, klar zu machen, dass man notfalls auch ohne die USA voranschreiten werde. Zugleich solle die Tür offen bleiben, damit sie zu einem späteren Zeitpunkt hinzukommen könnten.

05.12.2005   Quelle: WWF World Wide Fund For Nature   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Baden-Württemberg zeichnet Paradigma als innovatives Unternehmen aus

AquaSystem von Paradigma.
AquaSystem von Paradigma.

Paradigma Energie- und Umwelttechnik, Spezialist für ökologische Heiztechnik, erhält eine Anerkennungsurkunde des Landes Baden-Württemberg im Rahmen des "Dr.-Rudolf-Eberle-Preises". Um den Innovationspreises konnten sich kleine und mittelständische Unternehmen mit innovativem Charakter bewerben. Bewertet wurden technischer Fortschritt, besondere unternehmerische Leistungen und wirtschaftlicher Erfolg.
 
"Wir sind stolz auf diese Anerkennung. Das zeigt, dass wir mit unserer Firmenphilosophie, höchste technische Ansprüche mit Energiebewusstsein zu kombinieren, auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten auf dem richtigen Weg sind", freut sich Alfred T. Ritter, Hauptgesellschafter von Paradigma. Einen neuen Erfolg meldet auch die Paradigma-Tochter Ritter Solar: Der 10.000. Vakuum-Röhrenkollektor vom Typ CPC 21 azzurro sei kürzlich produziert worden.


Auszeichnung für besondere Leistungen bei der Entwicklung neuer Produkte

"Im Rahmen des Innovationspreises des Landes Baden-Württemberg Dr.-Rudolf-Eberle-Preis-2005 spreche ich dem Unternehmen Paradigma Energie-und Umwelttechnik aus Karlsbad für beispielhafte Leistungen meineAnerkennung aus." Mit diesen Worten überreichte Ernst Pfister, Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Paradigma die Anerkennungsurkunde. Der Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg wird seit 1985 für besondere Leistungen bei der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren oder die Anwendung moderner Technologien vergeben.


Solarwärmetransport mit Wasser statt Glykol

Paradigma hatte sich mit dem AquaSystem beworben, einem innovativen Solarwärme-System, dass für den Wärmetransport Wasser statt des sonst üblichen Wasser-Glykolgemischs verwendet. Die Idee stammt von Klaus Taafel, dem Technischen Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung. Eine ausgeklügelte Regelungseinheit verhindert beim AquaSystem das Einfrieren im Winter. Dadurch sei es Paradigma als erstem Unternehmen gelungen, eine Solarwärmeanlage mit dem Wärmeträger Wasser zur Marktreife zu bringen. Bereits im ersten halben Jahr nach der Einführung der AquaSysteme habe ihr Anteil am Gesamtumsatz 16 % betragen. Das AquaSystem habe sich zum Verkaufsschlager entwickelt und trage heute den größten Anteil zum Umsatz von Paradigma bei, noch vor den Holzpellets- und Gasbrennwert-Systemen. Die fürs AquaSystem benötigten Vakuum-Röhrenkollektoren werden von der 100 %-Tochter Ritter Solar GmbH & Co. KG in Dettenhausen hergestellt.

05.12.2005   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG
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Jahrbuch "Neue Energie 2006" liefert Zahlen und Praxiserfahrungen

Neues Jahrbuch aus dem Landwirtschaftsverlag Münster-Hiltrup.
Neues Jahrbuch aus dem Landwirtschaftsverlag Münster-Hiltrup.

Das Landwirtschaftsmagazin top agrar bietet mit dem Jahrbuch „Neue Energie 2006“ einen aktuellen Ratgeber rund um die erneuerbaren Energien. Das Buch sei nicht nur eine Entscheidungshilfe für Neueinsteiger, die noch nicht genau wissen, ob und wie sie mit Neuen Energien Geld verdienen können, so die Landwirtschaftsverlag GmbH in einer Pressemitteilung. Das Jahrbuch informiere auch den Anlagenbetreiber über den technischen Fortschritt, neue Forschungsergebnisse sowie Erfahrungen aus der Praxis.
 
Das 128 Seiten starke Buch befasst sich mit Biogas, Biobrennstoffen, Solarenergie, Windenergie und Biokraftstoffen. 22 Fachbeiträge zu gegenwärtigen Entwicklungen werden ergänzt durch 45 Kurzmeldungen sowie 18 Praxisreportagen.

Informationen über den aktuellen Stand und die Perspektiven bieten auch Interviews mit den Präsidenten der wichtigsten Organisationen: Bundesverband Erneuerbare Energien, Fachverband Biogas, Bundesverband Bioenergie, Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft und Bundesverband Windenergie.

Damit gebe das Buch Antworten auf wichtige Fragen, die sich Praktiker jetzt stellen:

- Was ist wirtschaftlicher: Strom und Wärme aus Biogas, Holzgas oder Pflanzenöl?
- Welche Technik ist derzeit auf dem Markt und in welche Richtung geht die Entwicklung?
- Welche Rohstoffe kommen für die Biogasanlage mit dem neuen EEG in Frage?
- Welche Parameter bestimmen die Wirtschaftlichkeit bei Biogas?
- Wann kommt die Genehmigung für Getreideheizungen?
- Lohnt sich die Verbrennung von Stroh?
- Wie teuer darf Pflanzenöl sein, um damit wirtschaftlich zu heizen?
- Wann werden Photovoltaik-Module günstiger, wann lohnt sich der Einstieg?
- Wie wirtschaftlich ist eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung?
- Wie kann man auch heute noch rentabel Windenergie erzeugen?
- Was bringt der Austausch alter Windmühlen gegen neue?
- Wo liegen Chancen und Risiken bei Pflanzenöl als Kraftstoff?
- Kann ich auf meinem Betrieb Biodiesel zu günstigen Preisen erzeugen?
- Warum tut sich der Bioethanolmarkt derzeit so schwer?
- Wie wehre ich mich, wenn der Stromabnehmer meine Anlage nicht anschließen will?

Das top agrar-Jahrbuch ist laut Verlag eine Ergänzung zu den bereits erschienenen Fachbüchern "Biogas – Strom und Wärme aus Biomasse" und "Neue Energie vom Bauernhof", die Basisinformationen zu den einzelnen Verfahren liefern. Jährlich aktualisiert soll das Jahrbuch künftig Wege aufzeigen, um erfolgreich Strom, Wärme und Biokraftstoffe zu erzeugen und zu vermarkten.


Jahrbuch "Neue Energie 2006". Landwirtschaftsverlag Münster-Hiltrup. Stand: November 2005. 128 Seiten mit über 130 farbigen Abbildungen und Zeichnungen, fester Einband, DIN A4, ISBN: 3-7843-3378-8. Preis: 15,00 Euro. Zielgruppen: Landwirte, Planer, Berater, Handwerker, Verbände.

05.12.2005   Quelle: Landwirtschaftsverlag GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Landwirtschaftsverlag GmbH

 

european fuel cell gmbh: Erstes Brennstoffzellen-Heizgerät im deutschen Feldtest

efc-Brennstoffzellen-Heizgerät.
efc-Brennstoffzellen-Heizgerät.

Nach abgeschlossenen Labortests geht das erste Brennstoffzellen-Heizgerät der european fuel cell gmbh (efc) für Deutschland in den Feldtest, die "BETA 1.5". Um das reibungslose Funktionieren zu gewährleisten, bindet efc das Fachhandwerk ein und führt im Vorfeld erste Schulungen durch. Das Brennstoffzellen-Heizgerät (BZH) des Hamburger Entwicklungsunternehmens wird laut efc noch in diesem Jahr in Schiltach/Baden-Württemberg installiert.
 
Die offizielle Inbetriebnahme soll im ersten Quartal 2006 erfolgen. Partner von efc ist der Energieversorger EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Die neue Technologie soll hauptsächlich in Einfamilienhäusern zur Anwendung kommen. Nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung gehen die BZ-Heizgeräte bei der Wärme- und Stromherstellung auf energiesparenden und emissionsarmen Kurs. Um beim Feldtest eine reibungslose Inbetriebnahme, Wartung und den Service zu gewährleisten, führte efc am 01. und 02. Dezember eine zweitägige Schulung für das mit der Wartung beauftrage Personal durch. Die Techniker kamen dafür eigens nach Hamburg, um im Testlabor die Funktion der Brennstoffzellen-Heizgeräte kennen zu lernen. Das Training umfasste ein 20-Punkte-Programm, an dem die künftige Betreuung der BETA 1.5 im Feldtest deutlich gemacht wurde.


Feldtest und Schulungen als Meilensteine auf dem Weg zur Marktreife

Mit dem Fachhandwerk strebt efc den Aufbau von Servicestrukturen an und stelle dessen Beteiligung und Schulung deswegen bereits in der Beta-Phase sicher. Zudem arbeite das Unternehmen mit dem Heinz-Piest-Institut und Gewerbeschulen zusammen, um die Funktion von Brennstoffzellen-Heizgeräten auch in die Ausbildung junger Installateure hineinzutragen. "Es ist äußerst wichtig, dass sich Fachhandwerker frühzeitig mit dieser neuen Technologie vertraut machen, denn Brennstoffzellen-Heizgeräte werden in naher Zukunft ihren Platz im Markt einnehmen", weiß Guido Gummert, Geschäftsführer der european fuel cell gmbh. Der Feldtest und die damit verbundenen Schulungen sind für efc wichtige Meilensteine bei der Weiterentwicklung des Brennstoffzellen-Heizgerätes zur Marktreife. Guido Gummert erläutert: "Unser erklärtes Ziel ist, dass das BZ-Heizgerät seine Aufgabe im Einfamilienhaus in einigen Jahren erfüllt und dann effizient Strom und Wärme erzeugt." Gummert ist überzeugt von der Zukunft des Marktes für brennstoffzellengetriebene KWK-Aggregate mit einer elektrischen Leistung von 1 bis 2 kW. Erfolgsfaktoren seien aber akzeptable Marktpreise und geringe Servicekosten.

05.12.2005   Quelle: european fuel cell GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: european fuel cell gmbh

 

Bioland und Green City Energy planen gemeinsames Pflanzenölunternehmen

Der "Ölwechsel" in München sei überfällig, so die beiden ökologisch ausgerichteten Unternehmen Bioland Markt und Green City Energy (GCE) in einer Pressemitteilung. Beide wollen künftig den Umstieg von Öl auf Pflanzenöl in einem gemeinsamen Unternehmen vorantreiben, der Organic Oil Company (OOC), massiv. Ziel ist, zunächst bis zum Jahre 2009 rund 10 Millionen Liter Pflanzenöl zu produzieren und in München anzubieten.  Damit könnten rund 10.000 Diesel-PKWs in München mit dem CO2-neutralen Treibstoff versorgt werden. Für die problemlose Nutzung des Pflanzenöls als Treibstoff sollten die Motoren umgerüstet werden, so die Untermehmen Vor allem für Vielfahrer und gewerblich genutzte Fahrzeuge rechneten sich die Zusatzkosten in sehr kurzer Zeit, besonders für die Speditionen. So würden sich Anfragen interessierter Speditionen häufen, die den Umstieg planen. "Wir werden in den kommenden Wochen mit einigen Speditionen Gespräche führen und können ein interessantes Angebot machen", so der technische Geschäftsführer der GCE, Dr. BernhardThiersch.


Zukunft der Pflanzenöle im Wärmemarkt

Neben der Nutzung des Pflanzenöls als Treibstoff würden Pflanzenöle aufgrund der gestiegenen Energiekosten für Blickheizkraftwerke (BHKW) immer interessanter, betonen Bioland und Green City Energy. Schon heute sei der "Break-Even-Point" erreicht und bei weiterhin steigenden Rohstoffpreisen werde es schon bald einen Ansturm auf diese Alternative geben. Für viele Bauträger werde sich das künftig rechnen. "Wir planen für 2006 eine BHKW-Kampagne", so Thiersch. Ökologisch machten Pflanzenöl-BHKW doppelt Sinn: Zum einen werde ein CO2-neutraler Energieträger verwendet und zum anderen werde durch die Kraft-Wärme-Kopplung ein hoher Wirkungsgrad erreicht.


Perspektiven für die Landwirtschaft

Prof. Dr. Schrimpff, Vorsitzender des Bundesverbands Pflanzenöle, weist vor allem auf die ökologische Dimension des Pflanzenöls hin. So sei die Verbrennung des Pflanzenöls CO2-neutral. "Mit jedem Liter Pflanzenöl könnten somit ca. 2,6 kg des klimaschädlichen Kohlendioxods eingespart werden." Besonders interessant sei aber die Perspektive in der Landwirtschaft: So zeichne sich ab, dass im Mischfruchtanbau Ölsaaten wie Leindotter eingesetzt werden können, die Unkräuter unterdrücken und neben der Ernte der Hauptfrucht wie Getreide zu einer zweiten Ernte und damit zu einer zusätzlichen Einkommensquelle für die Landwirte führen. Damit können Landwirte auch auf den Einsatz von Herbiziden verzichten und würden "von selbst" zum ökologischen Landbau geführt. Daran schließe sich auch die Ausrichtung der Bioland Markt an. "Wir können mit dem Anbau von Ölsaaten neue Einkommensquellen für den Biolandbau erschließen und langfristige Perspektiven bieten", so Dirk Vollertsen, Geschäftsführer der Bioland Markt.


Beteiligung am Unternehmen möglich

Noch bis zum 30.12.2005 läuft die Genussrechtsemission der Green City Energy, an der Anleger sich mit Anteilsscheinen ab 1.000,-- Euro beteiligen können und somit auch am Erfolg der OOC beteiligt seien. Derzeit sind laut Green City Energy schon über 80% der Anteile gezeichnet beziehungsweise reserviert worden. Nähere Informationen unter der Hotline 089-89066880.

04.12.2005   Quelle: Green City Energy GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Tag der Erneuerbaren Energien 2006 mit Energieskulpturenwettbewerb

Die Stadt Oederan veranstaltet als Initiator des 11. Tages der Erneuerbaren Energien am 26. April 2006 und des 2. Schulenergietages einen Energieskulpturenwettbewerb. Schülerinnen und Schüler sollen zum 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl Chancen und Perspektiven erneuerbarer Energien sowie nachwachsender Rohstoffe in einer Skulptur darzustellen, so die Stadt Oederan. Sie hat ein Preisgeld von insgesamt 400 Euro für drei Preisträger ausgelobt.  Der Energieskulpturenwettbewerb starte am 1.11. 2005. Die drei Preisträger werden durch eine Jury aus den eingesandten Projektdokumentationen ausgewählt und schriftlich benachrichtigt.


Radioaktive Strahlung "sichtbar" und erneuerbare Energien erlebbar machen

Die Skulptur soll einzelne oder mehrere der folgenden Aspekte und Gedanken aufnehmen und vertiefen zum 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, es soll die unsichtbaren radioaktive Strahlung "sichtbar" und die Perspektiven erneuerbarer Energien erlebbar machen. Die Schüler sind gefordert, Umwandlungsprozesse erneuerbarer Energien anschaulich zu machen und erneuerbare Energien sowie nachwachsende Rohstoffe als künstlerische Gestaltungsmaterialien zu verwenden. Das Kunstwerk kann folgende Leitgedanken ausdrücken: "Sonne bringt in Bewegung", "Wasserkraft wandelt sich" und "Wind wird gefangen". Die Energieskulpturen dürfen sowohl aus festen als auch aus beweglichen Teilen bestehen. Aussagekraft, technische Funktion und künstlerische Gestaltung der Energieskulpturen werden laut Veranstalter bei der Preisvergabe zu gleichen Teilen berücksichtigt.


Gedenken an über eine Million verstrahlte Menschen

Vor 20 Jahren, am 26. April 1986, explodierte um 1.23:58 Uhr russischer Zeit ein Reaktor des Kernkraftwerkes in Tschernobyl. Über eine Million Menschen wurden bei dieser Katastrophe verstrahlt. Große Teile Weißrussland und der Ukraine weisen auch heute noch sehr hohe radioaktive Belastungen auf. "Im Gedenken an diese technische und menschliche Katastrophe ruft die Stadt Oederan Schülerinnen und Schüler auf, im Rahmen eines Energieskulpturenwettbewerbes dieses Gedenken zu thematisieren und zugleich die Chancen und Perspektiven erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe in einer Energieskulptur darzustellen und zu gestalten", heißt es in der Ankündigung des Wettbewerbs.


Die Projektdokumentation muss folgende Angaben enthalten:

-Personen- und Kontaktdaten
-Projektbeschreibung mit Ideenskizze
-Fotodokumentation des Herstellungsprozesses und der fertigen Energieskulptur.

Die Teilnehmer des Wettbewerbes erklären sich bereit, ihre Energieskulpturen der Stadt Oederan im Rahmen einer Ausstellung leihweise zur Verfügung zu stellen, Dauerleihgaben werden gerne entgegen genommen. Die Energieskulpturen müssen aus diesem Grund transportabel sein und sollten eine Standfläche von maximal 1 Quadratmeter und einer maximalen Höhe von 2 Meter betragen. Die Projektdokumentationen können bis zum 3. April 2006 als Brief, CD-Rom oder DVD gesandt werden an die Stadt Oederan, Energieteam, Markt 5, 09569 Oederan, Tel. 037292 27 203, Fax 037292 27 270, E-Mail: tee-info@oederan.de

04.12.2005   Quelle: Energieteam Stadt Oederan   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

EU-Kommission berichtet über Erfolge in der Klimapolitik

Die Europäische Union wird ihre Kyoto-Ziele zur Verringerung der Treibhausgasemissionen voraussichtlich erreichen, so die EU-Kommission in einer Pressemitteilung. Zu diesem Schluss komme ein Bericht, in dem die Fortschritte der EU im Rahmen des Kyoto-Protokolls untersucht werden. So deuteten die letzten Prognosen an, dass die 15 alten Mitgliedstaaten ihre Emissionen bis 2010 um 9,3 Prozent unter den Stand von 1990 senken werden.  Damit würden sie das Reduktionsziel für den Zeitraum von 2008-2012 übertreffen. Laut Hochrechnungen sollen die Emissionen in der EU-25 sogar um mehr als 11 Prozent sinken


Emissionshandel und Energieeffizienznormen

"Nach den letzten Hochrechnungen hat die EU ihre Kyoto-Verpflichtungen erfolgreich in politische Strategien und Maßnahmen umgesetzt, durch die sie die Ziele zur Verringerung der Emissionen nach dem Kyoto-Protokoll erreichen wird", sagte Umweltkommissar Stavros Dimas. "Und wir haben unsere Emissionen trotz eines gesunden Wirtschaftswachstums bereits reduziert. Dies darf uns jedoch nicht zur Selbstgefälligkeit verleiten. Wir müssen die verschiedenen Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen vollständig durchführen", so Dimas weiter. Aufgrund des von der Kommission im Jahr 2000 verabschiedeten Europäischen Programms zur Klimaänderung (ECCP) seien auf EU-Ebene mehr als 30 Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen eingeleitet worden. Dazu gehören das Emissionshandelssystem der EU, die Richtlinie über Energieeffizienznormen für Gebäude und Rechtsvorschriften über fluorierte Industriegase. Das Emissionshandelssystem erlaube es den Mitgliedstaaten, umweltfreundliche Projekte in Drittländern durchzuführen und dafür Klimakredite zu bekommen. Die zweite Phase des ECCP wurde im Oktober 2005 gestartet und widmet sich vor allem der Überprüfung bereits eingeleiteter Maßnahmen.

Noch bis zum 9. Dezember findet in Montreal die 11. UN-Klimakonferenz statt, an der Kommissar Dimas zwischen dem 7. und 9. Dezember teilnehmen wird. Laut Kyoto-Protokoll sind die Vertragsparteien bis zum 31. Dezember 2005 dazu verpflichtet, nachweisbare Fortschritte im Hinblick auf die Erreichung ihrer Ziele zu machen.

04.12.2005   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Österreich: Jungunternehmerpreis 2005 für SOLution Solartechnik

SOLution-Solarwärmeanlage.
SOLution-Solarwärmeanlage.

Über 1.500 Unternehmen nahmen am diesjährigen Wettbewerb um den Jungunternehmerpreis des Wirtschaftsmagazins GEWINN teil. In der Kategorie Umwelt wurde die SOLution Solartechnik GmbH mit Sitz im oberösterreichischen Sattledt von der Jury zum Sieger gekürt. Gründe für die Auszeichnung seien sowohl die Innovationsfreudigkeit als auch die erfolgreiche Expansionsstrategie des Unternehmens seit seiner Gründung im Jahr 2000, heißt es in der Pressemitteilung der SOLution Solartechnik GmbH.
 
Die Preisvergabe fand statt am 14. November in Wien, Bürgermeister Dr. Martin Bartenstein und der österreichische Umweltminister Josef Pröll zeichneten die Gewinner aus.

Aktuell konzentriere sich das Unternehmen auf zwei wesentliche Projekte: Nächstes Jahr soll ein solares Kühlsystem auf den Markt gebracht werden, für das im Firmengebäude bereits eine Demonstrationsanlage läuft. Mit der Entwicklung des so genannten Modestore arbeite SOLution an einer Lösung für die zentrale Energiespeicherproblematik. Ziel dieser Entwicklung sei, solare Wärme über einen unbegrenzten Zeitraum hinweg speichern zu können. Seit 2002 sei das Unternehmen neben dem Heimatmarkt auch im benachbarten Deutschland aktiv. Im laufenden Jahr habe SOLution den Schritt nach Frankreich und Ungarn gewagt. Ab 2006 werde auch in Irland und Spanien ein Vertriebsnetz aufgebaut.

03.12.2005   Quelle: SOLution Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLution Solartechnik GmbH

 

LichtBlick setzt Maßstäbe bei der Umsetzung der Stromkennzeichnung

Als eines der ersten Stromunternehmen in Deutschland setzt LichtBlick - die Zukunft der Energie GmbH die gesetzlichen Anforderungen der Stromkennzeichnung um, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Zehn Prozent des LichtBlick-Stroms stammen nach Angaben des Unternehmens aus der für alle Anbieter vorgeschriebenen Aufnahme des nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) geförderten Stroms aus Wind-, Wasser-, Biomasse- und Fotovoltaikkraftwerken.   Die verbleibenden 90 Prozent, über die jedes Unternehmen durch seine unternehmenseigene Einkaufsstrategie die Zusammensetzung des Strommixes selbst beeinflussen kann, kommen bei LichtBlick aus Biomasse- und Wasserkraftwerken. Bei der somit vollständig regenerativ erfolgenden LichtBlick-Stromerzeugung entstehen weder klimarelevante Kohlendioxid-Emissionen noch Atommüll. "Mit unserer Einkaufsphilosophie und der heute online gestellten Darstellung der Stromkennzeichnung setzen wir Maßstäbe in der Branche", sagt Heiko von Tschischwitz, Geschäftsführer des größten unabhängigen Stromanbieters in Deutschland. "Von Beginn unserer Geschäftstätigkeit an gehören bei uns beim Einkauf einer jeden Kilowattstunde die Informationen über Herkunft, die Kraftwerke und die mit der Erzeugung verbundenen Umweltauswirkungen zwingend dazu. Nur so können wir seit 1999 unseren inzwischen 180.000 Kunden einen garantiert umweltfreundlich erzeugten Strommix glaubwürdig anbieten", so Tschischwitz weiter.


Zertifiziert von Öko-Institut, WWF Verbraucherzentrale

Freiwillig, und nicht durch die nun wirksam werdende gesetzliche Anforderung erfasst, lasse LichtBlick sein Produktangebot von unabhängigen Prüfern testieren. Dem TÜV und den drei Trägerorganisationen des ok-power-Labels (Öko-Institut, WWF und Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen) lege LichtBlick im Rahmen dieser freiwilligen Zertifizierung alle notwendigen Daten zu den Kraftwerken offen, in denen LichtBlick-Strom erzeugt wird. Dies und die strengen Kriterien des ok-power-Labels garantierten den hohen zusätzlichen Umweltnutzen des LichtBlick-Stroms. "Die Stromkennzeichnungspflicht und die damit verbundene Produktdifferenzierung wird zu einem Impuls für den Wettbewerb führen, sofern die gesetzlichen Vorgaben fristgerecht und wahrheitsgemäß von allen Anbietern umgesetzt werden", gibt sich von Tschischwitz optimistisch.
Das Mitte Juli in Kraft getretene Energiewirtschaftsgesetz schreibt die Stromkennzeichnung ab dem 15. Dezember 2005 für alle Anbieter verbindlich vor. Dabei ist der unternehmenseigene Mix den bundesdurchschnittlichen Vergleichswerten gegenüber zu stellen. Die umweltrelevanten Daten sind in Bezug auf Kohlendioxid und radioaktiven Abfall anzugeben.

03.12.2005   Quelle: LichtBlick - die Zukunft der Energie GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Innovationspreis wird wieder vergeben

Auch in diesem Jahr sind junge Wissenschaftler wieder eingeladen, ihre Arbeiten für den Innovationspreis des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellenverbandes (DWV) einzureichen. Der Preis ist bisher zweimal vergeben worden und ging jeweils an wegweisende Arbeiten über Wasserstoff und Brennstoffzellen. Neu ist dieses Mal, dass der Preis in zwei Klassen ausgelobt wird, für Diplom- und Doktorarbeiten.   Damit steigen die Chancen der Diplomarbeiten erheblich, so der Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV). Bewerbungsschluss für dieses Jahr ist das Jahresende 2005. Es können Arbeiten eingereicht werden, die sich mit der Wasserstoff- und/oder Brennstoffzellentechnologie selbst, ihren Anwendungen oder Konsequenzen beschäftigen. Dafür kommen sowohl naturwissenschaftliche und technische als auch geistes- oder sozialwissenschaftliche Arbeiten in Frage, etwa Akzeptanzstudien oder Technikfolgenabschätzungen. Den Innovationspreis Wasserstoff und Brennstoffzelle 2005 erhielt Dr.-Ing. Andreas Mai aus Köln. Seine am Forschungszentrum Jülich angefertigte Dissertation beschäftigte sich mit neuartigen Werkstoffen für die Kathoden von oxidkeramischen Brennstoffzellen.

Bewerben kann sich jeder, der an einer deutschen Hochschule oder Fachhochschule oder mit Unterstützung von deutschen Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Behörden eine entsprechende Diplomarbeit oder Dissertation in deutscher oder englischer Sprache vorgelegt hat, die angenommen und im Laufe des Jahres 2005 mit "Sehr gut" oder besser benotet worden ist. Bewerbungen sind vom Autor unter Beifügung der Arbeit, eines Lebenslaufs und einer Empfehlung des Erstgutachters bis Ende des Jahres 2005 an die Geschäftsstelle des DWV zu richten.

Über den Empfänger des Preises entscheidet der Vorstand des DWV auf der Grundlage des Urteils einer Jury aus Wissenschaftlern aus den Reihen des Verbandes. Die Verleihung erfolgt im Zusammenhang mit der Mitgliederversammlung 2006 des DWV. Der ausgezeichnete Wissenschaftler hat dabei Gelegenheit, seine Arbeit zu präsentieren.

Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV);
Post: Unter den Eichen 87, 12205 Berlin; E-Mail: h2@dwv-info.de ; Internet: http://www.dwv-info.de

03.12.2005   Quelle: Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Saarländischer Umweltminister Mörsdorf: Große Koalition hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt

Nach Auffassung des saarländischen Umweltministers Stefan Mörsdorf hat sich die Große Koalition beim Ausbau der erneuerbaren Energien ambitionierte Ziele gesetzt. "Im Gefolge der Diskussion um die dringend notwendige Sanierung der Staatsfinanzen und der Schaffung neuer Arbeitsplätze ist in der Öffentlichkeit bislang kaum registriert worden, wie zukunftsweisend die umweltpolitischen Aussagen im Koalitionsvertrag in diesem Bereich sind", sagte der Minister am 02.12.2005 bei einer Fachtagung zu erneuerbaren Energien in Göttelborn.  In dem Vertrag sei unter anderem vorgesehen, den Anteil erneuerbarer Energieträger an der Stromerzeugung bis 2020 mindestens auf dann 20 Prozent zu verdoppeln. "Was auf den Seiten 42 und 43 des Koalitionsvertrages steht, ist ein großer Wurf. Wenn all das umgesetzt wird, bringt uns das beim Klimaschutz sehr viel weiter", so Mörsdorf.


Jedes Jahr fünf Prozent der Altbauten energetisch fit machen

Der Minister begrüßt ausdrücklich, dass neben der Förderung erneuerbarer Energien künftig auch die energetische Sanierung von Altbauten in den Fokus rücken soll. "Jedes Jahr fünf Prozent der Altbauten energetisch fit zu machen, das ist ein äußerst ehrgeiziges, aber sehr sinnvolles und durchaus auch realistisches Ziel", so Mörsdorf. Dafür sei laut Koalitionsvertrag ein jährliches Fördervolumen von mindestens 1,5 Milliarden Euro vorgesehen. In punkto erneuerbare Energien sieht der Umweltminister das Saarland auf gutem Wege. "Bei der Windkraft haben wir inzwischen die 50-Megawatt-Grenze deutlich überschritten und liegen jetzt bei 55 Megawatt Ausbauleistung. Damit hat sich die Windkraftnutzung im Saarland seit dem Jahr 2000 praktisch verfünffacht", rechnet Mörsdorf vor.


Mörsdorf: Wärmeversorgung im Blick behalten

In Deutschland wurde im vergangenen Jahr erstmals mehr Strom mit Windturbinen erzeugt als mit Wasserkraftwerken. Damit ist die Windenergie aktuell der erneuerbare Energieträger Nummer eins im Land. Stürmisch entwickelt sich auch die Nutzung von Biogas: Das saarländische Umweltministerium schätzt, dass mit der Inbetriebnahme der Anlage in St. Wendel (Wendelinushof) demnächst im Saarland 1,5 Megawatt elektrische Leistung aus Biogas am Netz sein werden. "Wir dürfen unser Augenmerk allerdings nicht nur auf die Stromerzeugung lenken, sondern müssen auch den Wärmebereich im Blick behalten", erinnert Mörsdorf. Hier zeichne sich ebenfalls eine sehr gute Entwicklung ab. "Inzwischen dürfte die Wärmeleistung aller vom Land geförderten Heizkessel, die mit Holz in Form von Scheitholz, Pellets- oder Hackschnitzeln betrieben werden, bei über 10 Megawatt liegen", so der Minister.

02.12.2005   Quelle: Ministerium für Umwelt des Saarlandes   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

VDI mahnt: Energiepass muss auf den Bedarf bezogen werden

  Der Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) begrüßt die Pläne des Bauministeriums das CO2-Gebäudesanierungsprogramm umzusetzen und zu fördern. Allerdings warnt der Ingenieurverein, bei der Umsetzung des Energiepasses aus vordergründigen Kostengründen den so genannten Verbrauchspass einzuführen. "Auf den ersten Blick ist der Verbrauchspass sicherlich günstiger", sagt Professor Dr. Michael Schmidt, Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Technische Gebäudeausrüstung. "Aber bei einem verbrauchsorientierten Energiepass drohen Klagewellen, was ihn letztendlich teurer macht", so Schmidt. Die Europäische Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden verpflichtet alle Mitgliedsstaaten zum 04.01.2006 einen Energiepass für Gebäude einzuführen.


Energiebedarf muss Bezugsgröße sein, sonst drohen Klagen

Der Energiepass entfaltet laut VDI Rechtswirkungen: Die für eine Immobilie in den Verkaufspapieren ausgewiesene Energieeffizienz stelle eine zugesicherte, einklagbare Produkteigenschaft dar. Eine Immobilie, deren aktueller Verbrauch nicht dem Energiepass entspricht - etwa auf Grund abweichender Nutzung- könnte Klagen der Eigentümer hervorrufen, so der VDI-Experte. Deshalb müsse der Bedarfswert die Bezugsgröße für den Energiepass sein, die berechnete Größe für den Energieaufwand, den ein angenommener Norm-Nutzer haben würde. Außerdem unterstütze ein Verbrauchspass nicht das Ziel der Bundesregierung, die Energieproduktivität deutlich zu erhöhen. "Nur der Bedarfswert fördert Modernisierungen, da er energetische Schwachstellen aufdeckt", weiß Schmidt.

Mit einem Gebäudeenergiepass, der auf nachvollziehbar ermittelten Bedarfswerten aufbaut und durch ausgewiesene Experten ausgestellt wird, sollte Deutschland in Europa zum Trendsetter werden, so der VDI. "Sinnvoll ist es, europaweit eine vergleichbare Methodik bei der Erstellung von Energiepässen zu haben", schlägt Schmidt vor. Nur so erfülle die EU-Richtlinie ihren Zweck.

02.12.2005   Quelle: VDI   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarstrom Erzeugen: KfW vergibt 500 Millionen für Finanzierung von Photovoltaikanlagen

Die KfW Förderbank hat im Programm "Solarstrom Erzeugen" seit der Neuauflage Anfang des Jahres 2005 rund 16.000 Kredite mit einem Volumen von 500 Millionen Euro vergeben. Insgesamt seien Solarstromanlagen mit einer Nennleistung von rund 130 Megawatt gefördert worden, berichtet die KfW in einer Pressemitteilung. Damit könnten 24.000 Privathaushalte ihren jährlichen Strombedarf decken.  Während anfänglich Photovoltaik-Anlagen vorwiegend in den südlichen Bundesländern installiert worden seien, nähmen jetzt auch die Vorhaben in den nördlicheren Regionen zu, betont die KfW. "Jede einzelne über das Programm Solarstrom Erzeugen finanzierte Investition ist ein aktiver Beitrag zur Erreichung des im Kyoto-Protokoll festgeschriebenen C02-Reduktionsziels", sagte Detlef Leinberger, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.


3,95 % effektiver Jahreszins für PV-Anlagen bis 50.000 Euro

Für die Finanzierung von kleineren Solarstrom-Investitionen bietet die KfW Förderbank ein separates, einfach konzipiertes Programm an. Der Kredithöchstbetrag liegt bei 50.000 Euro. Das Programm steht mit Ausnahme von Kommunen allen Antragstellern offen. Der Zinssatz beträgt bei einer Laufzeit des Kredites von 20 Jahren, 3 tilgungsfreien Anlaufjahren und einer Zinsbindung von 10 Jahren nominal 3,35 % pro Jahr und effektiv 3,95 % pro Jahr (Stand 2. Dezember 2005). Anlagen mit einem Kreditbedarf von über 50.000 Euro, die gewerblich betrieben werden, können im ERP-Umwelt- und Energiesparprogramm und KfW-Umwelt-Programm mitfinanziert werden.

Interessierte erhalten weitere Beratung im Informationszentrum der KfW Förderbank zum Ortstarif unter der Telefonnummer. 01801 / 335577 oder unter www.kfw-foerderbank.de

02.12.2005   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Weltversammlung fordert Menschenrecht auf erneuerbare Energien

Mit der Abschlusserklärung "Das Menschenrecht auf Erneuerbare Energien" endete am 30. November 2005 in Bonn die Weltversammlung für Erneuerbare Energien (WREA) 2005. Der erste Satz der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren" artikuliere die grundlegendste humanitäre Verpflichtung. Allein deren Beachtung könne menschenwürdiges Leben in Frieden auf Dauer gewährleisten. Energie sei elementare Bedingung jedweden Lebens.  Die Verfügbarkeit von Energie sei demnach ein grundlegendes und unteilbares Menschenrecht, heißt es in der Abschlusserklärung. Aufgrund der nahenden Erschöpfung herkömmlicher Energiequellen und ihrer dramatischen Klima- und Umweltfolgen könne dieses Recht bei einer wachsenden Zahl von Menschen so nicht gewährleistet werden. "Das Menschenrecht auf Energie ist nur mit Erneuerbaren Energien erfüllbar", so die Weltversammlung für Erneuerbare Energien.


Kein Paradigmenwechsel durch UN-Organisationen und internationale Entwicklungsbanken

Die Erfahrung des 20. Jahrhunderts zeige, dass das etablierte System der Energieversorgung - vor allem gestützt auf fossile Energien und teilweise auf Atomenergie – nicht in der Lage sei, dieses Menschenrecht für alle zu gewährleisten. Es werde milliardenfach verletzt. Bei der Mobilisierung erneuerbarer Energien dürfe keine weitere Zeit mehr verloren werden. Die bisherigen internationalen Versuche seien weit hinter den zwingenden Erfordernissen und gegebenen Möglichkeiten zurückgeblieben. "Die vielen UN-Konferenzen versprechen mehr, als sie halten können, weil sie in ihrem Vorgehen dem Konsensprinzip verpflichtet sind", so die Weltversammlung. Die UN-Organisationen und die internationalen Entwicklungsbanken seien bisher zu einem klaren Prioritätenwechsel hin zu erneuerbaren Energien nicht willens gewesen, oder daran gehindert worden. Das Kyoto-Protokoll bleibe weiter hinter den Erfordernissen zurück: Sein Kernproblem bestehe darin, dass seine Instrumente auf Emissionsrechte und den Handel damit ausgerichtet seien, statt auf Emissionsvermeidung durch den Paradigmenwechsel zu erneuerbaren Energien.


Kritik an der Internationalen Energieagentur


Im internationalen Recht sei die Förderung der Atomenergie verankert, nicht aber die der Mobilisierung erneuerbarer Energien, betont die Erklärung. Das atomar-fossile Energiesystem werde nach wie vor weltweit mit jährlich etwa 500 Milliarden US-Dollar subventioniert, 50 Mal mehr als die Förderung erneuerbarer Energien ausmache. "Die Diskriminierung erneuerbarer Energien spiegelt sich im System internationaler Regierungsinstitutionen. Die Internationale Atomenergieagentur fördert die Weiterverbreitung der Atomtechnik, die Internationale Energieagentur wirkt als verlängerter Arm der fossilen Energiewirtschaft. Beide Agenturen täuschen seit Jahren die Regierungen und die Öffentlichkeit, indem sie die Gefahren der Atomenergie und der fossilen Energie herunterspielen und die Möglichkeiten erneuerbarer Energien verleugnen", heißt es in der Erklärung.


Lob für Unterstützung durch neue deutsche Bundesregierung

"Jeder weitere Aufschub ist unverantwortlich. Für erneuerbare Energien sprechen ökonomische, ökologische und friedenspolitische Gründe. Aus diesem zusammen ergibt sich eine ethische Grundentscheidung für erneuerbare Energien", so das Fazit der Weltversammlung. Sie begrüßt das offizielle Vorhaben der neuen deutschen Regierung, die Initiative für eine Internationale Agentur für erneuerbare Energien zu ergreifen. Diese Initiative werde dann erfolgreich sein, wenn ihre Gründung nicht von einem allseitigen Konsens abhängig gemacht werde, sondern durch eine Gruppe von "like-minded governments" erfolge – in Verbindung mit einer Einladung an alle Regierungen, dieser Agentur zu einem Zeitpunkt ihrer Wahl beizutreten.


Neue Welthandelsordnung soll Aufbau der Biokraftstoffwirtschaft fördern

Von höchster Dringlichkeit ist die Einleitung einer "Weg vom Öl"-Strategie durch die Mobilisierung von Biokraftstoffen, um der sich öffnenden Falle der Verknappung und Verteuerung der Öl- und Gasvorkommen zu entkommen. Dazu sei notwendig, die Welthandelsordnung so zu gestalten, dass deren Regeln dem Aufbau einer heimischen Biokraftstoffwirtschaft und einer darauf bezogenen Landwirtschaft nicht entgegenstehen.


Vorschläge des Weltforums Erneuerbare Energien bekräftig

Die Weltversammlung bekräftige darüber hinaus die Vorschläge des Weltforums Erneuerbare Energien von 2004, die in der "Weltagenda" festgeschrieben sind: - Die Ergänzung des Nuklearen Nichtverbreitungsvertrages um einen Verbreitungsvertrag für erneuerbare Energien; Priorität für die Finanzierung für Erneuerbare Energien in der Entwicklungspolitik und den Entwicklungsbanken, sowie die Mikrofinanzierung nach dem Vorbild der Grameen Shakti-Bank. Weiter unterstreicht die Weltversammlung die Notwendigkeit globaler industrieller Normen und Standards und fordert die Errichtung einer Internationalen Universität für erneuerbare Energien im Rahmen der UNESCO.

Text der Abschlusserklärung im Internet unter http://www.wrea2005.org/de/dokumente.php

02.12.2005   Quelle: Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Neuer Solar-Simulator am PSI: 10.000 künstliche Sonnen im Brennpunkt

Hochfluss-Sonnensimulator am PSI
Hochfluss-Sonnensimulator am PSI

Am Paul Scherrer-Institut (PSI, Villigen / Zürich) ist ein neuer Hochfluss-Sonnensimulator in Betrieb. Mit dieser weltweit leistungsstärksten Anlage lassen sich in Solarchemie-Reaktoren extrem hohe Temperaturen erzeugen. Wissenschaftler des PSI und der ETH Zürich können so unter kontrollierten Strahlungsbedingungen und vom Wetter unabhängig Prozesse erforschen, die eine effiziente Herstellung solarer Brennstoffe und neuartiger Werkstoffe ermöglichen, berichtet das PSI in einer Pressemitteilung.  Zehn starke Xenon-Lichtbogen-Lampen mit verspiegelten Reflektoren konzentrieren ihr Licht auf eine kleine Fläche. Im Brennpunkt der neu entwickelten Forschungsanlage erreichen die Leuchten eine Strahlungsintensität von mehr als 10.000 Sonnen (10.000 Kilowatt pro Quadratmeter) und eine maximale Wärmeleistung von 50 Kilowatt. Dabei werden Temperaturen von bis zu 2.500 Grad Celsius erzeugt. Genutzt wird die Energie in Prototypen von Solarchemie-Reaktoren, die experimentell getestet und mit numerischen Modellen weiter optimiert werden. Der Hochfluss-Solarsimulator gewähre dabei stets gleiche Strahlungsbedingungen und erlaube vom Wetter unabhängige Tests zur Untersuchung solarchemischer Prozesse.


Solarchemie zur Produktion speicher- und transportfähiger Brennstoffe

Für Experimente stehen am PSI nun zwei große Solarkonzentrator-Anlagen zur Verfügung. Der schon lange bewährte Solarofen wie auch der jüngst aufgebaute Solarsimulator sind laut PSI auf dem neusten Stand der Technik. Das Labor für Solartechnik am PSI und die Professur für Erneuerbare Energieträger der ETH Zürich erforschen hier gemeinsam chemische Hochtemperatur-Prozesse, mit denen konzentrierte Sonnenenergie effizient in speicher- und transportfähige chemische Brennstoffe wie beispielweise Wasserstoff umgewandelt werden kann. Dadurch lässt sich der Ausstoß von Treibhausgasen und andern Schadstoffen vermeiden, die bei der Wärme- und Stromproduktion durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehen. Solare Brenn- und Treibstoffe sollen künftig eine umweltfreundliche Energieversorgung ermöglichen und tragen so zur Lösung des Klimaproblems bei.

02.12.2005   Quelle: PSI   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paul Scherrer-Institut

 

PSE liefert erstes Nachführgerät für Solarkollektor-Teststände aus

Solartracker des ASIC
Solartracker des ASIC

Die PSE GmbH mit Sitz im Freiburger Solar Info Center hat ein Nachführgerät für Solarkollektor-Teststande entwickelt. Forschungs- und Prüfinstitute können damit den Wirkungsgrad und den Einstrahlwinkel-Korrekturfaktor (IAM) komfortabel ermitteln, berichtet PSE in einer Pressemitteilung. Das Austria Solar Innovation Center (ASIC) im oberösterreichischen Wels profitiere bereits von dem ,"Solar-Tracker".  Am 29. November habe PSE für den geplanten Outdoor-Prüfstand ein Exemplar geliefert. ,"Mit dem neuen Tracker können wir in Zukunft thermische Kollektoren nach europaweit gültigen Normen zertifizieren", sagt Diplom-Ingenieur Harald Dehner, Projektleiter am ASIC. ,"Eine eigene Konstruktion hätte uns mehr Zeit, Personal und Geld gekostet. Außerdem wissen wir, dass PSE damit jahrelange Erfahrung hat", betont Dehner.

Neben dem Fachwissen sei die gute Infrastruktur im Solar Info Center der Tracker-Entwicklung zugute gekommen, berichtet PSE. Kurzfristig habe das Unternehmen eine Werkstatt und eine Freifläche mieten können. Auch der fachliche Austausch mit Kollegen war laut PSE hilfreich - in dem Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien und Energieeffizienz arbeiten rund 40 Unternehmen, in der Nachbarschaft befinden sich Forschungsinstitute.



Einfache und robuste Tracker-Konstruktion

,,Das Besondere an unserem Tracker ist seine einfache und robuste Konstruktion. Das macht ihn besonders zuverlässig und wartungsarm“, erklärt PSEGeschäftsführer Andreas Häberle. Die Nachführgenauigkeit betrage ±1°. Der Tracker kann manuell beliebige Positionen anfahren oder automatische Programme absolvieren. Damit könne zum Beispiel der IAM-Korrekturfaktor bestimmt werden. Mit ihm lässt sich die Kollektorleistung für beliebige Orientierungen berechnen. Neben technischer Qualität legt PSE besonderen Wert auf Bedienungskomfort. Der Nutzer schließt den Tracker wie einen Drucker an das Netzwerk an. Eine anschauliche Oberfläche führt den Benutzer durch das Programm. Durch Anpassung der Software sei der Tracker für vielfältige Messaufgaben einsetzbar. Die maximale Zuladung auf der Prüffläche des Trackers beträgt nach Herstellerangabe 500 kg; die größte nutzbare Fläche 4 x 3 Meter. Die Drehung um die Azimutachse ist möglich von -180° bis 180°; um die Anstellachse von 0° bis 90°.



Produktentwicklung gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme



Universitäten und Institute haben ihre Nachführgeräte laut PSE in der Vergangenheit oft selbst konstruiert - so seien viele Prototypen entstanden. Dies und der mit dem Solarboom wachsende Bedarf für Prüfgeräte hätten für PSE den Ausschlag gegeben, ein Gerät für den professionellen Einsatz auf den Markt zu bringen. Basis war ein Tracker aus dem nach DIN CERTCO anerkannten Prüflaboratorium im Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. In Zusammenarbeit mit den Forschem entwickelte PSE das kommerzielle Produkt.

Die PSE GmbH entstand 1999 als Ausgründung des Fraunhofer ISE. Das
Unternehmen hat sich auf Anwendungen für Solarthermie spezialisiert. Zur
Produktpalette gehören Sonderanfertigungen für Solar-Prüfstände wie
Nachführgeräte oder Sonnensimulatoren. Ein weiteres Geschäftsfeld sind Mess- und Regeltechnik für solare Kühlungsanlagen und konzentrierende Kollektoren. PSE befindet sich seit 2004 im Solar Info Center Freiburg.

02.12.2005   Quelle: PSE GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: PSE GmbH

 

SFV will Register für gestohlene Solarmodule einrichten

Diebstähle von Solarmodulen nehmen laut Solarenergieförderverein Deutschland e.V. (SFV) zu. Sogar fertige Dachanlagen würden bei Nacht und Nebel oder während der Urlaubszeit abmontiert. Mit den gestohlenen Solarmodulen werde vermutlich ein schwunghafter Handel getrieben, denn sie sind derzeit nur schwer erhältlich, besonders vor dem Jahresende. Der ahnungslose Käufer eines gestohlenen Solarmoduls sei der Dumme, betont der SFV.  Auch wenn er zunächst nicht gewusst habe, dass es sich um eine gestohlene Sache handelte, müsse er das Solarmodul dem rechtmäßigen Eigentümer wieder herausgeben und kann dann nur versuchen, den Kaufpreis vom Verkäufer zurückzufordern.


Verzeichnis im Internet soll gestohlene Solarmodule auflisten

Damit Bauherren feststellen können, ob ihnen ein gestohlenes Solarmodul angeboten wird, will der SFV im Internet ein Register einrichten, in dem gestohlene Solarmodule mit Typbezeichnung, Fabrikationsnummer und Ort des Diebstahls aufgeführt werden können. Wer gestohlene Solarmodule in das Register eintragen lassen will, kann dem SFV die Daten der gestohlenen Solarmodule schriftlich zur Aufnahme in das Register mitteilen. Eine Kopie der Strafanzeige ist laut SFV beizulegen. Der SFV übernehme keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der im Register veröffentlichten Informationen.


SFV: Modul-Daten vor der Installation schriftlich festhalten

Der Verein empfiehlt allen Käufern von Solarstromanlagen, die Fabrikate, Typbezeichnung und Fabrikationsnummern aller Solarmodule mit den Verkaufspapieren zu vergleichen und im Diebstahlregister nachzuprüfen, ob sie eventuell als gestohlen gemeldet sind. Die Käufer sollen diese Daten darüber hinaus aufbewahren um die gestohlenen Module im Fall eines Diebstahls für das Diebstahlregister genau benennen zu können. Erst nach der Erfassung dieser Daten sollten die Solarmodule montiert werden, rät der SFV.

Das SFV-Diebstahlregister wird eingereichtet werden unter http://www.sfv.de/lokal/mails/pj/gestohle.htm

02.12.2005   Quelle: SFV   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Dr. Tim Meyer verstärkt das Conergy-Führungsteam

Mit Dr. Tim Meyer konnte die Conergy AG eine weitere renommierte Führungskraft für den Ausbau der Technologieführerschaft für Solarsysteme gewinnen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Meyer wird künftig die Entwicklung neuer Produkte im Bereich Electronics und Applications leiten. Der gebürtige Düsseldorfer war zuletzt Leiter der Systemtechnik des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) in Freiburg.  Darüber hinaus baute Meyer den Energieverbund der international renommierten Fraunhofer-Gesellschaft auf, der vor allem im Bereich Energieeffizienz und regenerativer Energien forscht. Im Jahr 2003 leitete er unter anderem auch das Otti-Symposium Photovoltaische Solarenergie in Bad Staffelstein, den traditionsreichen wissenschaftlichen Fachkongress zur Solarstromtechnik.

"Die Effizienz einer jeden Solaranlage hängt entscheidend vom optimalen Zusammenspiel aller elektronischen Komponenten ab. Der Erfahrungsvorsprung der Ingenieure von Conergy bildet die optimale Grundlage für Weiterentwicklung innovativer Solartechnologien", freut sich Meyer auf sein Engagement bei Conergy. Aktuell beschäftigt Conergy nach eigenen Angaben rund 300 Ingenieure, die ihr Praxiswissen aus der Systemoptimierung von mehr als 30.000 auf fünf Kontinenten installierten Solarsystemen unterschiedlichster Leistungsklassen in die Produktentwicklung einbringen.

01.12.2005   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

IPCC-Vorsitzender Pachauri rechnet nicht mit Comeback der Atomenergie

Der Vorsitzende des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), Rajendra K. Pachauri, rechnet nicht mit einer weltweiten Renaissance der Atomenergie. Sie werde, sagt er in der Wochenzeitung DIE ZEIT, für die globale Energiekrise "nicht die ganze Lösung sein, nur ein Teil".   Der Inder fordert, die Weltgemeinschaft müsse den armen Ländern auch finanziell helfen, ihre Wirtschaft an die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels wie Dürren und Wasserknappheit anzupassen.


Emissionsminderung: Zunächst sind die Industrieländer dran!

Beispielsweise müssten womöglich Bauern umgesiedelt und neue Arbeitsmöglichkeiten gefunden werden. Auch wenn das Wachstum in Indien den Energieverbrauch dort allmählich ansteigen lässt, liege die Hauptverantwortung bei der Emissionsminderung nach wie vor im Norden, sagt Pachauri: "Zunächst sind die Industrieländer dran. (...) Sie müssen Vorbild sein."


Das komplette Interview ist veröffentlicht in der ZEIT Nr. 49 vom 1. Dezember 2005

01.12.2005   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Regierungserklärung: WVW Kontinuität in der Politik für erneuerbare Energien

Der Wirtschaftsverband Windkraftwerke e. V. (WVW) zeigt sich erfreut über die Aussagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu den erneuerbaren Energien im Rahmen ihrer Regierungserklärung vom 29.11.2005. "Die von der neuen Bundesregierung angestrebte Politik sorgt für die notwendige Kontinuität in der deutschen Energiepolitik", heißt es in der Pressemitteilung des WVW.  Angela Merkel unterstütze damit die jüngsten Aussagen des neuen Bundesumweltministers Siegmar Gabriel. Die Politik der Großen Koalition bewege sich erfreulicherweise im Gleichtakt mit der Weltkonferenz für Erneuerbare Energien, vom 26. bis zum 30. November in Bonn.

"Der WVW erwartet aufgrund dieser politischen Rahmenbedingungen einen weiteren deutlichen Ausbau der schon heute wirtschaftlichen Windenergie onshore wie offshore, sowie ein verstärktes Repowering", sagt Dr. Wolfgang von Geldern, Vorsitzender des Wirtschaftsverbands Windkraftwerke. Der Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. (WVW) vertritt die Interessen von rund 100 Unternehmen, die in Deutschland Windparks projektieren, bauen und betreiben.

01.12.2005   Quelle: Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Wechselrichter-Hersteller KACO expandiert in die USA

KACO-Zentrale in Neckarsulm.
KACO-Zentrale in Neckarsulm.

Die Neckarsulmer KACO Gerätetechnik GmbH, Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern, ist jetzt auch in den Vereinigten Staaten präsent. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In Kalifornien gründete KACO die Tochter KACO Solar Inc.
 
Geschäftsführer der Niederlassung ist der Amerika-Kenner Peter Flachsmann. Langfristig sollen am Standort in San Francisco bis zu 15 Arbeitsplätze entstehen. Nordamerika gilt in der Photovoltaik-Branche als Markt mit großem Potenzial. "Für unsere Branche sind die USA ein schlafender Riese", so KACO-Geschäftsführer Ralf Hofmann zur Positionierung seines Unternehmens auf dem drittgrößten PV-Markt weltweit. "Wir möchten uns von dem Kuchen ein Stück abschneiden. Wenn der Markt weiter wächst, sind wir in der Pole Position", so Hofmann.


"Steigt die Förderung, könnte Nordamerika zum größten Markt heranwachsen"

Im Jahr 2004 stieg die in den USA neu installierte Solarstrom-Gesamtleistung auf 84 Megawatt (MW). In Japan waren es rund 270 Megawatt. Für Deutschland variieren die Zahlen je nach Quelle zwischen 360 und 770 Megawatt. Filialgeschäftsführer Peter Flachsmann hat laut KACO Erfahrung mit deutschen Firmengründungen in den USA: Bei Temic USA (Telefunken Mikroprozessoren) war er im strategischen Management beschäftigt. Für die Küppersbusch Hausgeräte AG baute der zweisprachig aufgewachsene Betriebswirt in leitender Position das US-Geschäft auf. "Die PV-Branche ist in den USA besonders interessant, weil die Entwicklung erst ganz am Anfang steht", meint der 31-Jährige. "Auch hier wird der Ruf nach Energie-Alternativen immer lauter. Steigt die Förderung, könnte Nordamerika zum größten Markt heranwachsen", erwartet Flachsmann.


Förderung der Solarenergie durch Steuernachlass und Programme der Bundesstaaten

Noch seien auf dem US-Markt nur galvanisch getrennte Wechselrichter vertreten, weil der Solargenerator bis vor kurzem geerdet werden musste. Für den galvanisch getrennten Wechselrichter 1501i von KACO liege die UL-Zulassung bereits vor, für die Geräte der Leistungsklasse 3,3 und 4,6 kW folge sie bald. Anders als in Europa werden die Wechselrichter in den Vereinigten Staaten nicht unter dem Namen Powador, sondern mit der Bezeichnung Blue Planet vertrieben. Über die Zulassung trafoloser Wechselrichter, einer Spezialität von KACO, werde derzeit in einem Ausschuss der Solar Electric Industry Association beraten, dem Flachsmann angehört. In den USA gibt es keine einheitlichen Einspeisetarife und Förderrichtlinien. Die im Juli 2005 verabschiedete "Energy Bill" sieht jedoch einen Steuernachlass von 30 Prozent vor. Zur Förderung der Solarenergie haben einzelne Bundesstaaten unterschiedliche Förderinstrumente etabliert. Besonders aktiv ist Kalifornien mit derzeit über 100 Megawatt installierter Leistung. Es folgen Arizona mit 9,4 Megawatt, New York mit 4,8 Megawatt und New Jersey mit 3,7 Megawatt.

Die KACO Gerätetechnik GmbH wurde 1999 gegründet. Ihre Geschäftsfelder sind Photovoltaik-Systemtechnik und Stromrichter für Schienenfahrzeuge. Hauptabnehmer sind nach Angaben des Unternehmens Solar- und Elektrogroßhändler aus dem gesamten deutschen Raum. Dieses Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Absatz von 30.000 Wechselrichtern und einem Umsatz von über 65 Millionen Euro. KACO beschäftigt derzeit 100 Mitarbeiter. Ende des Jahres sollen es 120 sein.

01.12.2005   Quelle: KACO Gerätetechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: KACO Gerätetechnik GmbH
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EnerSys baut 14 Windenergieanlagen in Kroatien

Der international tätige Windpark-Planer EnerSys GmbH (Bietigheim-Bissingen) hat Anfang November den Startschuss gegeben für die Bauarbeiten im Windpark Trtar-Krtolin (Kroatien). Nahe der dalmatinischen Stadt Sibenik errichtet EnerSys auf einer küstennahen Hügelkette 14 Windenergieanlagen (WEA) des Typs Enercon E48. Gemeinsam betrieben wird der Windpark nach der Fertigstellung im 2. Quartal 2006 von der WPD AG (Bremen) und der EnerSys GmbH.  Der Standort 70 km nördlich von Split verfügt laut EnerSys über hervorragende Windverhältnisse. Trotz der vergleichsweise niedrigen Nabenhöhe von 50 Metern werde bei einer installierten Gesamtleistung von 11,2 Megawatt eine Gesamtproduktion von deutlich über 30 Millionen Kilowattstunden vorhergesagt. Der Strom wird in das Verteilungsnetz des staatlichen Energieversorgers HEP eingespeist, mit dem EnerSys einen Vertrag über Abnahme und Vergütung des Stroms geschlossen hat.

Entwickelt wurde das Projekt von der kroatischen EnerSys-Tochtergesellschaft EnerSys d.o.o.. EnerSys-Geschäftsführer Dr. Hartmut Brösamle äußert sich nach der vierjährigen Vorlaufzeit zufrieden über den Abschluss der Planungsphase: "Natürlich hat uns unsere Erfahrung aus der Projektentwicklung in Deutschland sehr geholfen. Dennoch haben wir in punkto Genehmigungsverfahren in Kroatien zunächst Neuland betreten. In enger, konstruktiver Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden auf Lokal- und Landesebene ist uns jedoch eine nahezu reibungslose Projektplanung gelungen", so Brösamle.


Weiteres Projekt ähnlicher Größenordnung soll 2006 Baureife erlangen

"Nach dem erfolgreichen Abschluss der Planungsphase und dem im kroatischen Fernsehen übertragenen Baubeginn richtet sich unser Blick weiter nach vorne", so Dipl.-Ing. Andreas Chollet, EnerSys-Projektmanager Kroatien. "Wir möchten uns in Kroatien etablieren und kontinuierlich weitere Windpark-Projekte realisieren. Noch in 2006 wird bei gutem Planungsverlauf ein weiteres, nur wenige Kilometer vom jetzigen Standort entferntes Projekt ähnlicher Größenordnung Baureife erlangen", so Chollet weiter.

Mit dem Bau des Windparks Trtar-Krtolin intensiviere sich die Zusammenarbeit der WPD AG und der EnerSys GmbH. Nach drei in zusammen errichteten Windparks in Deutschland und der Gründung des gemeinsamen Unternehmens WE² GmbH (Schwerpunkt Projektentwicklung in Osteuropa), erfolge auch der Bau des Windparks in Kroatien in bewährter Arbeitsteilung: Während die WPD AG ihre ausgewiesene Expertise in der internationalen Projektfinanzierung und –Realisierung einbringe, habe sich EnerSys neben dem deutschen nun auch auf dem europäischen Markt als erfolgreicher Projektentwickler etabliert.


Ausbau der Windenergie in Kroatien geplant

Der EnerSys-Windpark am Standort Trtar-Krtolin ist nach sieben WEA auf der Insel Pag erst der zweite Windpark Kroatiens. Der Ausbau der Windenergie-Nutzung werde von staatlicher Seite begrüßt und gefördert. Einerseits wolle die Zagreber Regierung die Abhängigkeit von Energieimporten spürbar verringern, andererseits im Hinblick auf die Beitrittsverhandlungen die Ausbauziele der EU für erneuerbare Energien übernehmen. Eine Einspeiseregelung ähnlich dem deutschen Erneuerbare Energien Gesetz befindet sich laut EnerSys in Vorbereitung.

01.12.2005   Quelle: Enersys Gesellschaft für regenerative Energien mbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solar Millennium AG schließt Geschäftsjahr mit knapp 7 Millionen Euro Gewinn

Die Solar Millennium AG (Erlangen) hat das Ende Oktober abgelaufene Geschäftsjahr 2004/2005 mit einem nach Handelsgesetzbuch (HGB) ermittelten Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von annähernd 7 Millionen Euro abgeschlossen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Damit bewege sich das Ergebnis im Rahmen der prognostizierten Planzahlen, so die Solar Millennium AG.
 
Einnahmen aus Verkauf von Anteilen an den Projektgesellschaften Andasol 1 und 2

Mit diesem Gewinn habe das Unternehmen die Vorjahresergebnisse von rund 0,4 Millionen Euro (2004) beziehungsweise rund 0,2 Millionen Euro (2003) deutlich verbessert. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt nach eigenen Angaben zirka 9,9 Millionen Euro bei eben soviel ausgegebenen Aktien. Dies entspreche einem Gewinn pro Aktie von rund 0,70 Euro und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 17, bei einem Aktienkurs von 11,80 Euro (Stand 25.11.05). Grund für dieses Ergebnis seien besonders der Verkauf von Anteilen an den Projektgesellschaften Andasol 1 und 2 an den Projektpartner, den spanischen Anlagenbauer ACS/Cobra, sowie die Beteiligung einer Investorengruppe bei Andasol 1.


Parabolrinnen-Technologie plus Wärmespeicher

Bei den Andasol-Projekten handelt es sich um die ersten solarthermischen Parabolrinnen-Kraftwerke Europas, deren Baubeginn in Südspanien im nächsten Jahr erfolgen soll. Jedes Solarkraftwerk wird eine Größe von zirka zwei Quadratkilometern haben und 200.000 Menschen mit Strom versorgen können. Bei der Parabolrinnen-Technologie wird die mittels der Sonnenstrahlung erzeugte Wärme genutzt, um in einer Dampfturbine Strom zu erzeugen. Anders als Strom aus Wind oder Photovoltaik könne der Strom aus solarthermischen Kraftwerken mittels Wärmespeichern planbar bereitgestellt werden. So könne das Kraftwerk auch nach Sonnenuntergang noch bis zu 7,5 Stunden weiter betrieben werden.

01.12.2005   Quelle: Solar Millennium AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

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