Solar News Archiv Januar 2006

 


 

SunTechnics ist Exklusiv-Sponsor der Don Cato UmWeltmeisterschaft

Solarwärmeanlage von SunTechnics.
Solarwärmeanlage von SunTechnics.

SunTechnics ist Exklusiv-Sponsor der diesjährigen "Don Cato UmWeltmeisterschaft". Im Zeichen des "Green Goal" der Fußballweltmeisterschaft 2006 richtet sich der bundesweite Wettbewerb, der vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit veranstaltet wird, an die Kinder- und Jugendfußballmannschaften in über 26.000 Vereinen.
 
Als Partner unterstützen der DFB (Deutscher Fußballbund) und die Jugendabteilung des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) die Aktion. Wie beim Fußball geht es darum, möglichst viele Treffer zu landen. Dabei lernt der Nachwuchs auf spielerische Weise, wie einfach sich Umweltschutz und Ressourcenschonung im Alltag umsetzen lassen. Richtige Antworten auf Fragen zum Arten- und Naturschutz oder zum Wasser- und Energiesparen bringen die entscheidenden Punkte. Besonders gewertet werden aktive Beiträge zum Umweltschutz wie Wasser- und Stromsparaktionen im Vereinsheim.


Attraktiver Preis: SunTechnics-Solarwärmeanlage für das Vereinsheim

Die Siegermannschaft gewinnt eine Solarthermie-Anlage von SunTechnics im Wert von über 6.000 Euro für das heimische Vereinshaus und kann künftig nach dem Training mit sonnenerwärmtem Wasser duschen. "Ressourcenschonung und die Nutzung Erneuerbarer Energien sind zukunftsweisende Themen, die Kinder und Jugendliche über die Don Cato UmWeltmeisterschaft spielerisch verinnerlichen. Gleichzeitig lernen sie frühzeitig, wie sich eine nachhaltige Energieversorgung sichern und gleichzeitig auch noch Geld sparen lässt", begrüßt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel das Engagement von SunTechnics. Mit dem Solarsystem spart der Verein pro Jahr rund 700 Liter Heizöl pro Jahr und kann damit seine durchschnittlichen Betriebskosten um rund 430 Euro im Jahr senken. "Wir wollen dazu beitragen, bei Kindern das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt zu stärken", erklärt Jörg Schreiber, Vertriebsleiter der SunTechnics GmbH. "Solarthermische Systeme zeigen beispielhaft, wie sich erneuerbare Energien sinnvoll im Alltag nutzen lassen", so Schreiber weiter.


Start am 1. Februar, Einsendeschluss 2. Mai 2006

Der Wettbewerb um den Don Cato UmWeltmeister-Titel startet offiziell am 1. Februar. Einsendeschluss ist der 2. Mai. Im Jahr 2002 fand die Don Caton UmWeltmeisterschaft zum ersten Mal statt. Seitdem konnten über 25.000 Kinder in Sportvereinen angesprochen werden. Im Mittelpunkt des diesjährigen Wettbewerbs steht das Umweltkonzept der FIFA zur WM 2006 - das "Green Goal". Attraktive Preise wie die Solaranlage regen zum Mitmachen an. Die drei besten Mannschaften fahren zudem zu einem Trainingswochenende mit Marco Bode und Nationalspielerin Kerstin Stegemann. Wer unter die besten 50 Teams kommt, kann sich auf ein WM-Fan-Paket freuen. Weitere Informationen zur UmWeltmeisterschaft sind im Internet zu finden unter   Falsch sei, dass für die Antragstellung bei der KfW der Beratungsbericht aus der sogenannten Vor-Ort-Beratung benötigt werde. Tatsache sei stattdessen, dass der Beratungsempfänger, der hohe Investitionsausgaben plane, zum Beispiel für Dämmmaßnahmen, sich durch einen Energieberater eine Bescheinigung für das KfW-Programm kostengünstig ausstellen lassen könne - unabhängig von einer Vor-Ort-Beratung.


Keine neuen Förderzusagen als Folge der vorläufigen Haushaltsführung des Bundes

"Richtig ist, dass das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle als Folge der vorläufigen Haushaltsführung des Bundes zurzeit noch keine neuen Förderzusagen für die Erstellung von Beratungsberichten im Rahmen des Vor-Ort-Beratungsprogramms vornehmen darf. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist wie alle Ressorts und ihre nachgeordneten Behörden an die entsprechende Vorgabe des Bundesministers der Finanzen gebunden", heißt es in der Gegendarstellung des BAFA.

Allgemeine Hinweise zum Vor-Ort Programm bietet das BAFA an unter www.bafa.de

27.01.2006   Quelle: Pressestelle Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Energieausschuss des EU-Parlaments nimmt Initiativbericht für Richtlinie zum Heizen und Kühlen mit Erneuerbaren an

Am 26.01.2006 hat der Energieausschuss des Europäischen Parlaments einen Initiativbericht der Abgeordneten Mechtild Rote (SPD) angenommen. Der Bericht fordert die EU-Kommission auf, eine Richtlinie für die Heizung und Kühlung mit Solarenergie, Biomasse und Erdwärme vorzulegen. Mit der Richtlinie soll die Energieversorgung in Europa sicherer gemacht und besonders die Abhängigkeit von Öl und Gas verringert werden.  Der Initiativbericht wurde mit 39 Stimmen angenommen, bei 3 Stimmenthaltungen und ohne Gegenstimmen, berichtet der Europäische Solarwärme-Industrieverband (ESTIF) in einer Pressemitteilung.


Verdoppelung des Anteils der Erneuerbaren an der Wärme- und Kälteproduktion

Zentraler Bestandteil des Initiativberichts ist die Forderung verbindlicher nationaler Ziele, die dazu beitragen sollen, ehrgeizige und gleichzeitig realistische Vorgaben zu erreichen, mindestens aber eine Verdoppelung des Anteils der Erneuerbaren an der Wärme- und Kälteproduktion. Die Nationalen Zielvorgaben sollen sowohl den aktuellen Anteil als auch die Potenziale der Mitgliedsstaaten berücksichtigen. Während der Diskussion im Parlament ist laut ESTIF unter anderem um den Begriff "verbindlich" gerungen worden. Die Verfechter dieser ursprünglich im Bericht vorgesehenen Formulierung hätten sich jedoch mit 21 zu 15 Stimmen durchgesetzt.


Administrative Hindernisse für die Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien abbauen

Der Bericht fordert keine Angleichung der Fördersysteme für die Erneuerbaren, sondern schlägt Prinzipien vor, die von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden sollen. Er plädiert für den Einsatz verschiedener Instrumente, beispielsweise Steuerermäßigungen, Zuschüsse oder rechtliche Vorgaben. Weiter regt der Bericht an, administrative Hindernisse für die Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien abzubauen.


EU-Kommission soll rasch einen Richtlinienvorschlag präsentieren

ESTIF-Sprecher Raffaele Piria zeigte sich mit dem Ergebnis der Abstimmung zufrieden, erinnerte aber daran, dass der Originaltext von Mechtild Rothe in einigen Punkten deutlich abgeschwächt worden sei. "Der angenommene Bericht zeigt die starke Bereitschaft der Abgeordneten, unter anderem auch die Solarwärme und die solare Kühlung zu fördern. Wir erwarten, dass Frau Rothes Bericht auch im Plenum des Parlaments eine vergleichbare Zustimmung findet und hoffen, dass die EU-Kommission rasch einen Richtlinienvorschlag vorlegt", sagte Piria.


27.01.2006   Quelle: ESTIF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Paradigma verdoppelt Umsatz von Holzpellets-Systemen

Paradigma-Pelletskessel "Pelleti".

Die Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG aus Karlsbad bei Karlsruhe blickt auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2005 zurück, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Umsatz mit Holzpellets-Systemen sei um mehr als 100 % gestiegen. Bei Solarwärme-Systemen sei ein Umsatzplus von rund 40 % erreicht worden.
  Der Gesamtkonzern Paradigma, zu dem neben der Zentrale in Karlsbad noch zwei deutsche und ein italienisches Tochterunternehmen sowie ein chinesisches Joint Venture gehören, verzeichnete 2005 eine Umsatzsteigerung von rund 35 %. Für das Jahr 2006 sei eine deutliche Erweiterung der Produktionskapazitäten in Deutschland geplant.

Auf Unternehmensebene ist der Umsatz von Paradigma Deutschland im Jahr 2005 um rund 36 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. "Durch den Boom im Bereich Holzpellets und durch unser im Markt einzigartiges AquaSystem im Bereich Solarwärme, konnten wir den Absatz unserer ökologischen Heizsysteme im vergangenen Geschäftsjahr erheblich steigern", freut sich Klaus Taafel, Technischer Geschäftsführer und Vorsitzender der Geschäftsführung von Paradigma. "Paradigma Energie- und Umwelttechnik ist heute einer der Marktführer im Bereich Vakuum-Röhrenkollektoren und eines der führenden Unternehmen im Bereich Holzpellets-Systeme in Deutschland", ergänzt Matthias Reitzenstein, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb.


Verkaufsschlager: Solarwärme-"AquaSystem"

Im Jahr 2004 führte das Unternehmen das AquaSystem ein, bei dem erstmals eine Solarwärmeanlage ohne weitergehende Umbauten an die bestehende Heizungsanlage angeschlossen werden kann. 2005 sei das AquaSystem der Verkaufsschlager im Solarbereich bei Paradigma gewesen und habe 80 % zum Umsatz im Geschäftsfeld Solarwärme beigetragen. Produziert werden die Vakuum-Röhrenkollektoren für den deutschen Markt von der Tochtergesellschaft Ritter Solar in Dettenhausen, Großraum Stuttgart. Ritter Solar ist laut Paradigma zudem der führende Vakuum-Röhrenhersteller in Europa. Für 2006 habe man dort bereits eine Erweiterung der Produktionskapazität um 50 % geplant.


Tochterunternehmen Ritter Solar und RNO Kesselfabrik wachsen ebenfalls

Noch erfreulicher sei im Jahr 2005 die Entwicklung bei den Holzpellets-Systemen verlaufen, so Paradigma. Der rasante Anstieg der Ölpreise begünstigte das Wachstum der Pelletsbranche, so dass ein regelrechter Pelletsboom entstanden sei. Paradigma setzt man ausschließlich auf firmeneigene Produktion: Die Holzpellets-Kessel werden von der Dettenhausener RNO Kesselfabrik hergestellt. Die Kapazitäten in der Kesselproduktion sollen 2006 um das Dreifache erweitert werden. Wie Ritter Solar ist auch die RNO Kesselfabrik eine 100 %-Tochter von Paradigma. Beide Firmen wurden 2005 erneut nach ISO 9001 zertifiziert. Durch das Marktwachstum in 2005 stieg bei beiden Unternehmen die Mitarbeiterzahl um rund 43 %. Für 2006 stehen weitere Einstellungen an.

Neben der Erweiterung der Kapazitäten bei den Tochtergesellschaften Ritter Solar und RNO steht für Paradigma Deutschland im Jahr 2006 der Ausbau der Marktposition im Vordergrund. Dazu gehört auch die Gewinnung neuer Heizungs-Fachbetriebe zur Stärkung des flächendeckenden Partnernetzes. Darüber hinaus soll die Erschließung von Auslandsmärkten in Europa und Nordamerika forciert werden. Bereits 2005 haben eigenständige Vertriebsgesellschaften in Frankreich und Kanada ihren Betrieb aufgenommen.

27.01.2006   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG

 

Grüne Aktien: Natur-Aktien-Index (NAI) setzt Höhenflug fort

Der internationale Natur-Aktien-Index (NAI) als Maßstab für ökologische Geldanlagen setzt seinen Höhenflug fort. Jetzt habe der Index erstmals die Höchstmarke von 3.800 Punkten übersprungen, berichtet der NAI in einer Pressemitteilung. Das entspreche einem Wertzuwachs von mehr als 160 % in den letzten drei Jahren.  Seit der Gründung im Jahr 1997 sei der NAI um mehr als 380 % gestiegen. Damit übertreffe der Natur-Aktien-Index NAI die konventionellen Vergleichsmaßstäbe bei weitem. Diese seien trotz ihrer relativ guten Entwicklung in der letzten Zeit immer noch weit von ihren früheren Höchstständen entfernt. Der DAX zum Beispiel (zur Zeit knapp 5.400) müsste erst noch einmal um weitere 50 % steigen, um den Höchststand von über 8.000 Punkten wieder zu erreichen, so der Hamburger Finanzdienstleister SECURVITA, der den NAI betreut.

"Es sind erfolgreiche Zeiten für grüne Aktien", betont SECURVITA-Sprecher Norbert Schnorbach, "Ökologische Investments verbinden gute Renditen und gutes Gewissen. Kein Wunder, dass sie für private Geldanleger und für institutionelle Investoren immer interessanter werden", so Schnorbach weiter. Aktien und Fonds, die nach konsequenten ökologisch-sozialen Maßstäben ausgesucht werden, haben laut SECURVITA ein höheres Potential. Das beweise der NAI seit nunmehr fast neun Jahren kontinuierlich.

Der NAI wird durch vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste minutengenau berechnet und im Internet veröffentlicht unter www.nai-index.de. Er umfasst 25 Unternehmen, nach Branchen und Ländern gestreut. Darunter befinden sich die der deutsche Solarstrom-Konzern SolarWorld und der Windturbinenhersteller Vestas. Die Unternehmen werden vom unabhängigen NAI-Ausschuss nach strengen ethisch-ökologischen Kriterien überprüft und ausgewählt. Im NAI-Ausschuss sind Experten vom Wuppertal-Institut, Südwind, Germanwatch, Katalyse-Institut und natur media vertreten.

27.01.2006   Quelle: NAI   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarstrom-Laderegler: Sunline und Prozeda arbeiten seit über zehn Jahren zusammen

Einzeln getestet: Sunline-Laderegler.
Einzeln getestet: Sunline-Laderegler.

Seit mehr als zehn Jahren werden Sunline-Solarladeregler exklusiv von Prozeda entwickelt und gefertigt, berichtet die Sunline AG (Fürth) in einer Pressemitteilung. Das Solar-Systemhaus in Fürth benötigt professionelleLaderegler für "Solar Home Systems", in Deutschland auch als Insel-Solarstromversorgungen bekannt.
 
Die Fertigung von Solarstrom-Ladereglern hoher Qualität habe sich inzwischen bei Prozeda zu einem wichtigen Geschäftsfeld entwickelt. Sie seien eines von drei wichtigen Prozeda-Standbeinen, erläutert Geschäftsführer Hans Mohnkorn. Für die Sunline-Solarstrom-Laderegler bedeute der hohe Qualitätsanspruch beispielsweise eine "100%-Prüfung": Jedes Gerät werde einzeln getestet, bevor es ausgeliefert wird, erklärt Mohnkorn.


Sicherheit und ansprechendes Design

Hoher Wert werde zudem auf Sicherheit sowie auf ein ansprechendes Design gelegt. "Die Laderegler sind so konstruiert, dass nichts passieren kann, auch ohne Lesen der Bedienungsanleitung. Sunline-Solarladeregler können selbst von absoluten Technik-Laien problemlos eingesetzt werden", erläutert der Prozeda-Geschäftsführer. Beispielsweise sei ausgeschlossen, dass es Konflikte mit der Caravaneigenen Elektronik gebe, wenn Solarstrom die Bordversorgung von Wohnwagen sicherstellen soll, heißt es bei Sunline. "Bei Photovoltaik-Ladereglern haben wir uns aufeinander eingelassen" sagen Prozeda-Chef Hans Mohnkorn und Sunline-Vorstand Wolfgang Wismeth. Die beiden Chefs sind sich darüber einig, dass die seit über einem Jahrzehnt erfolgreiche Solarstrom-Laderegler-Kooperation der beiden fränkischen Unternehmen noch lange Bestand haben werde.

27.01.2006   Quelle: Sunline AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunline AG.

 

CSG Solar AG liefert Dünnschicht-Solarmodule an IBC SOLAR und Blitzstrom

CSG-Unternehmenssitz in Thalheim
CSG-Unternehmenssitz in Thalheim

Die CSG Solar AG aus Thalheim bei Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) hat den Abschluss langfristiger Verträge über die Lieferung von CSG-Solarmodulen bekannt gegeben. Vertragspartner sind die Blitzstrom GmbH, Spezialist im Vertrieb innovativer Photovoltaik-Systeme, und IBC SOLAR AG, ein führendes PV-Systemhaus. Die Verträge sehen vor, dass CSG Solar 1,4 Quadratmeter große Dünnschicht-PV-Module an IBC SOLAR und Blitzstrom liefern wird, die mit ihrer patentierten Crystalline Silicon on Glass-Technologie (CSG – Kristallines Silizium auf Glas) produziert wurden.  Die geplanten jährlichen Liefermengen an beide Unternehmen sollen bis auf 10 MW im Jahr 2010 steigen. Erste Module sollen ab der zweiten Jahreshälfte 2006 verfügbar sein. David Hogg, Vorstandsvorsitzender der CSG Solar AG, wies darauf hin, dass die Verträge weit über die eigentliche Lieferung der Module hinaus gehen: "Wir haben langfristige Partner gesucht, mit denen wir Informationen, Erfahrungen und Know-how austauschen können und die bereit und imstande sind, mit uns eng zusammenzuarbeiten, um gemeinsam optimierte Solarsysteme für Endkunden zu entwickeln, in welchen CSG Module zur Anwendung kommen. IBC SOLAR und Blitzstrom sind die richtigen Partner für CSG Solar".

26.01.2006   Quelle: CSG Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: CSG Solar AG

 

Magazin GEO: Klimaerwärmung verstärkt Allergien

aktuelle GEO-Ausgabe.
aktuelle GEO-Ausgabe.

Der Treibhauseffekt kann bei Menschen Allergien und Atemnot verschärfen. Das hat eine Studie an der Harvard University nachgewiesen. Wie das Magazin GEO in seiner Februar-Ausgabe berichtet, regt die erhöhte Kohlendioxid-Konzentration in der Luft das Wachstum bestimmter Pflanzen und zugleich deren Produktion von Pollen an.

 
Die Biologin Christine Rogers habe diesen Zusammenhang am Beispiel des "Beifußblättrigen Traubenkrauts" (Ambrosia arte-misiifolia) untersucht, dessen Pollen besonders starke Allergien hervorrufen. Das Ergebnis: Wenn sich die CO2-Konzentration von gegenwärtig 350 ppm (parts per million) verdoppeln würde, nähme die Produktion der Allergene um 61 Prozent zu.

Da mit steigender Kohlendioxid-Konzentration auch eine Temperaturerhöhung einhergehe, drohe ein zweiter Effekt: Die Vegetationsperiode dehne sich aus, was eine zusätzliche Belastung für Allergiker zur Folge hätte. Besonders alarmierend sei diese Nachricht für Menschen mit Heuschnupfen und allergischem Asthma. Das aktuelle GEO ist seit dem 23. Januar im Zeitschriftenhandel erhältlich und kostet 6,- Euro.

26.01.2006   Quelle: Gruner+Jahr, GEO   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Gruner+Jahr

 

SunTechnics realisiert Bioenergie-Großprojekt in Sachsen-Anhalt

SunTechnics: Solarstrom-, Solarwärme- und Biogasanlagen aus einer Hand.
SunTechnics: Solarstrom-, Solarwärme- und Biogasanlagen aus einer Hand.

Nach zehn Wochen Bauzeit hat SunTechnics eine 625 Kilowatt-Biogasanlage in Gollensdorf/Sachsen-Anhalt fertig gestellt. Im Januar 2006 geht das Großprojekt an das Netz. Die Anlage produziert laut SunTechnics jährlich rund 4,7 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom – genug um den Bedarf von mehr als 300 Privathaushalten zu decken.

 

Sie wird von einem ortsansässigen Landwirt mit Maissilage und Gülle beliefert. Durch die Vollwartung der Anlage und Serviceleistungen wie beispielsweise die regelmäßige Laborkontrolle der Gärsubstrate gewährleistet SunTechnics den optimalen Betrieb sowie die maximale Gasausbeute. Die kohlenstoffdioxidneutrale Energieerzeugung rechne sich auch finanziell, betont SunTechnics: Pro Kilowattstunde Strom, die im angeschlossenen Blockheizkraftwerk produziert und in das öffentliche Netz eingespeist wird, erhalten Betreiber einer Biogasanlage bis zu 11,16 Cent Grundvergütung - durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) staatlich garantiert für 20 Jahre. Hinzu kommen Zusatzvergütungen von bis zu 6 Cent für die Verwertung nachwachsender Rohstoffe sowie für externe Wärmenutzung.


Erwarteter Auftragsbestand im Bereich Bioenergie: über 60 Millionen Euro

Die lukrative Vergütung und ihre hohe Leistung machen Bioenergie-Anlagen zu einer interessanten Geldanlage. So ist das Gollensdorfer Projekt Teil des von der voltwerk AG aufgelegten Energie-Fonds "Bio Generation Fund I". "SunTechnics hat bereits zahlreiche unserer Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien erfolgreich umgesetzt. Wir können uns auf die jahrelange Erfahrung und das gewachsene Engineering-Know-how der SunTechnics verlassen", begründet Nikolaus Krane, Vorstand der voltwerk AG, die Zusammenarbeit mit dem Fachunternehmen. Die zweite zum Fond gehörende Anlage wird ebenfalls von SunTechnics im bei Halberstadt gelegenen Schwanebeck gebaut. Beide Anlagen kommen zusammen auf eine Leistung von 1,25 Megawatt. Die Investitionssumme beträgt laut SunTechnics 5,6 Millionen Euro. Insgesamt belaufe sich der erwartete Auftragsbestand der SunTechnics im Bereich Bioenergie auf über 60 Millionen Euro, die 2006 umgesetzt werden sollen.


Verlässliche Energieproduktion rund um die Uhr

"Die Nachfrage nach Bioenergie steigt", erklärt Jörg Calefice, Geschäftsführer der SunTechnics Bioenergy. "Die verlässliche Energieproduktion rund um die Uhr und die damit verbundenen sicheren Einnahmen sind überzeugende Argumente für diese Form der umweltfreundlichen Energiegewinnung", so Calefice weiter. SunTechnics bietet als einziges Unternehmen sowohl Photovoltaik-, Solarthermie- und Biogasanlagen aus einer Hand. Als europaweit führender Anbieter schlüsselfertige Komplett-Systeme zur Nutzung Erneuerbarer Energien verbinde SunTechnics dabei technisches Know-how mit einem breiten Dienstleistungsspektrum rund um maßgeschneiderte Energielösungen. So bietet das seit zehn Jahren bestehende Fachunternehmen seinen Kunden aus Industrie und Landwirtschaft mit einer hauseigenen Leasinggesellschaft individuelle Finanzierungskonzepte. Als erstes Unternehmen weltweit wurde SunTechnics mit dem TÜV-Qualitätssiegel für netzgekoppelte Solarstromanlagen vom TÜV Rheinland ausgezeichnet. Bundesweit kundennahen Service direkt vor Ort garantiert ein dichtes Netz regionaler Partner.

26.01.2006   Quelle: SunTechnics Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics Solartechnik GmbH.
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SMA grid guard 2: aktive Netzüberwachung für maximale Sicherheit

Die ersten Sunny Boys mit SMA grid guard laufen vom Band.
Die ersten Sunny Boys mit SMA grid guard laufen vom Band.

Die SMA Technologie AG, führender Wechselrichterhersteller für Solarstromanlagen, präsentiert mit der Netzfreischaltstelle "SMA grid guard" Version 2 ein neuartiges Sicherheitskonzept und erfüllt zusammen mit der jetzt vorliegenden Unbedenklichkeitserklärung als erste Firma die neuen Normanforderungen vollständig. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das SMA grid guard 2 biete eine Reihe von technischen Neuerungen, die den Personenschutz bei Arbeiten am Netz und die Verfügbarkeit der gesamten PV-Anlage deutlich erhöhen.
 
"Durch die permanente Überwachung von Netzimpedanz, -spannung und -frequenz werden Fehler wie beispielsweise die Inselnetzbildung zuverlässig erkannt und die Solarstromanlage sofort vom Netz genommen. Dabei ist diese aktive Netzüberwachung jeder passiven dreiphasigen Überwachung herkömmlicher Bauart überlegen", heißt es in der Pressemitteilung.


Selbst lernendes Verfahren zur Anpassung an schwierigste Netzverhältnisse

"Mit der Entwicklung der SMA grid guard Version 2 ging es uns vor allem darum, den hohen Sicherheitsstandard unserer Wechselrichter noch einmal zu optimieren und schon jetzt die zukünftig geltende Richtlinie zu erfüllen", erklärt Dipl.-Ing. Frank Greizer, Abteilungsleiter Entwicklung Sunny Boy. "Darüber hinaus beinhaltet die neue Software ein selbst lernendes Verfahren zur Anpassung an schwierigste Netzverhältnisse, das höchste Zuverlässigkeit der Solaranlage garantiert. So werden immer wiederkehrende Netzereignisse zweifelsfrei als solche identifiziert und führen nicht zu unnötigen Sicherheitsabschaltungen."

Die in enger Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft für Feinmechanik und Elektrotechnik entwickelte Version erfüllt laut Hersteller alle sicherheitsrelevanten Aspekte. Das Design sei "Einfehler-sicher", dass heißt die wichtige Trennfunktion bleibe durch eine zweite Schalteinheit auch dann erhalten, wenn eine Sicherheitsschaltung versage. Bei den transformatorlosen Wechselrichtern biete SMA mit dem allstrom-sensitiven Fehlerstromschutzschalter einen Sicherheitsstandard, der im Gegensatz zu den bisher üblichen externen Fehlstromschaltern schon immer die nun geltenden, verschärften Bestimmungen erfüllt habe.

Die SMA grid guard Version 2 wird laut AMA Technologie AG ab Anfang 2006 schrittweise in den verschiedenen Sunny Boy und Sunny Mini Central-Wechselrichtertypen zur Verfügung stehen. Sie biete sowohl den besten verfügbaren Schutz bei allen Arbeiten am Netz und verhindere vorzeitiges Abschalten sicher. Sie sei die modernste Art einer selbsttätigen Freischaltstelle und könne problemlos an alle Netzgegebenheiten weltweit angepasst werden.

26.01.2006   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG

 

Solarzellen-Hersteller DayStar liefert erstmals nach Deutschland und China

DayStar Technologies, Inc. (Halfmoon, N.Y.) berichtet, das Unternehmen habe noch im Dezember 2005 die ersten Kontingente seiner TerraFoil-SP-Solarzellen an deutsche und chinesische Kunden ausgeliefert. Rund 500 TerraFoil-Solarzellen (10cm x 10cm) wurden an das Unternehmen Titan Energy in Indien geliefert, das für DayStars deutschen Kunden Blitzstrom GmbH Module fertigt. Eine zweite Lieferung mit etwa 300 Zellen, darunter auch kleinere Ausführungen, ging an die Micro Energy Group (MEG) in Zuhai, China.   Mit den gelieferten Zellen sollen Protoypen von Modulen für eine spätere MEG-Produktion hergestellt werden.

Neben der Lieferung der Zellen habe DayStar zum Jahresende zwei von der New York State Energy Research and Development Authority (NYSERDA) vorgegebene Ziele erreicht, zum einen beim Wirkungsgrad, zum anderen hinsichtlich des Produktionsvolumens. Damit könne das Unternehmen zusätzliche Fördermittel in Höhe von 200.000 US-Dollar erhalten. DayStar Vizepräsident Terry Schuyler sagte, die ersten Lieferungen an Kunden und die Auszeichnung mit dem NYSERDA production award seien Meilensteine für das Unternehmen. "Das ist ein wichtiger erster Schritt zur Verbesserung und zum Ausbau unserer Fertigungskapazität", so Schuyler.

26.01.2006   Quelle: DayStar Technologies, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

DIE ZEIT: Widerstand gegen Anti-Atom-Kurs in der SPD

In den Reihen der SPD wächst nach Informationen der ZEIT der Widerstand gegen den Anti-Atom-Kurs von Parteiführung und Bundestagsfraktion. Das belege ein dreiseitiges "Diskussionspapier" einiger Sozialdemokraten, darunter die beiden Europa-Abgeordneten Norbert Glante und Bernhard Rapkay, heißt es in der ZEIT-Pressemitteilung.  Die Unterzeichner des Schriftstücks schreiben, dass "die Wirklichkeit unseren Vorstellungen davonläuft" - und dass die Energiepolitik "viel zu lange von den Themen früherer Jahrzehnte beherrscht war", zitiert die ZEIT. Wer meine, zwischen den erneuerbaren Energiequellen und der Kernenergie wählen zu können, "verkennt die ökologischen und ökonomischen Realitäten."

Aus Sicht der SPD-Parteispitze sei die Wortmeldung ärgerlich, weil sich die Sozialdemokraten derzeit darum bemühten, gegenüber den Kernkraftbefürwortern aus der Union einen möglichst geschlossenen Eindruck zu vermitteln, so die ZEIT.


SPD-Chef Platzeck: Es bleibt beim Atomausstieg

Zu Äußerungen des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger, die SPD solle ihre Haltung zum Atomausstieg noch einmal überdenken, hatte der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck, in einer Pressemitteilung am 24.01.2006 erklärt: "Die Position der SPD ist klar: Es bleibt beim Atomausstieg. An dieser Haltung der SPD wird sich nichts ändern".

25.01.2006   Quelle: DIE ZEIT, SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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DGS: "Amtsschimmel" im BAFA blockiert CO2-Gebäudesanierungsprogramm

Die im Koalitionsvertrag angekündigte, massive Aufstockung der Bundesmittel für die energetische Modernisierung des Altbaubestandes werde offenbar vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bereits im Vorfeld blockiert, kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) in einer Pressemitteilung. Nach den Plänen der Bundesregierung soll das seit 2001 laufende, sehr erfolgreiche CO2-Gebäudesanierungsprogramm auf jährlich 1,5 Milliarden Euro aufgestockt werden und damit 5% des Gebäudebestandes energetisch saniert werden. Gehandelt werde in der Behörde des Bundeswirtschaftsministeriums derzeit jedoch völlig anders, so die DGS.
  Seit Januar verschicke das BAFA Bescheide an zugelassene Energieberater, die im Auftrag von Kunden eine Förderung im Programm "Energiesparberatung Vor-Ort" beantragt haben. Mit diesem Programm werden eingehende energietechnische Diagnosen gefördert, in deren Rahmen die Nachweise für das KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm erstellt werden. Mit den aktuellen Bescheiden erlaube das BAFA dem Energieberater zwar, Beratungsberichte anzufertigen, verbiete Ihm aber, seinen Kunden die Maßnahmen für Gebäudesanierungs-Investitionen mitzuteilen, bevor der BAFA-Zuwendungsbescheid vorliegt. Wie viel Zeit dies in Anspruch nehme, sei nicht absehbar, so die DGS.


Wirtschaftsminister Glos soll einschreiten

"Durch diese Bescheide blockiert das BAFA Privatinvestitionen für umfassende energetische Gebäudesanierungen, die mit der Energiesparberatung angeschoben werden. Das dem Wirtschaftsministerium unterstellte BAFA konterkariert damit sämtliche Intentionen, den Umwelt- und Wirtschaftseffekt eines bisher schon höchst erfolgreichen Förderprogramms für Handwerk und Mittelstand", stellt die DGS in ihrer Pressemitteilung fest. Bisher seien pro CO2-Kredit Investitionen in Sanierungen im Umfang von durchschnittlich 55.000 Euro eingeleitet worden. "Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. und das Forum Umwelt & Entwicklung fordern deshalb den zuständigen Wirtschaftsminister Michael Glos auf, einzuschreiten, damit das CO2-Gebäudesanierungprogramm ein Investitionsmotor wird und der versprochene Arbeitsmarkteffekt eintritt", heißt es in der DGS-Pressemitteilung.


Gegendarstellung zur Pressemeldung der DGS
"Amtsschimmel" im BAFA blockiert CO2-Gebäudesanierungsprogramm“ gemäß § 14 MDStV


In ihrem Artikel „Amtsschimmel verfügt Investitionsstop: groß angekündigtes CO2-Gebäudesanierungsprogramm durch Bundesamt für Wirtschaft blockiert“ gibt die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) die Situation falsch wieder.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) blockiert keineswegs das CO2- Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung.

Falsch ist, dass für die Antragstellung bei der KfW der Beratungsbericht aus der sogenannten Vor-Ort-Beratung benötigt wird. Tatsache ist stattdessen, dass der Beratungsempfänger, der hohe Investitionsausgaben z.B. für Dämmmaßnahmen plant, sich durch einen Energieberater eine Bescheinigung für das KfW-Programm kostengünstig ausstellen lassen kann - unabhängig von einer Vor-Ort-Beratung.

Richtig ist, dass das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle als Folge der vorläufigen Haushaltsführung des Bundes zurzeit noch keine neuen Förderzusagen für die Erstellung von Beratungsberichten im Rahmen des Vor-Ort-Beratungsprogramms vornehmen darf. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist wie alle Ressorts und ihre nachgeordneten Behörden an die entsprechende Vorgabe des Bundesministers der Finanzen gebunden.

Kontakt: Pressestelle Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle 06196-908-712

25.01.2006   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Mehrzahl der EU-Bürger will europäische Energiepolitik - und erneuerbare Energien

EU-Kommisar Piebalgs: Bürger wollen Nachhaltigkeit.
EU-Kommisar Piebalgs: Bürger wollen Nachhaltigkeit.

Die Mehrzahl der EU-Bürger will, dass wichtige Fragen der Energiepolitik auf EU-Ebene gelöst werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein fachspezifisches "Eurobarometer", das EU-Energie-Kommissar Andris Piebalgs am 24.01.2006 vorgestellt hat. Die meisten Befragten sprachen sich für erneuerbare Energien sowie stärkere Investitionen in Forschung und Entwicklung aus, um Probleme der sicheren Energieversorgung, des wachsenden Verbrauchs oder des Klimawandels anzugehen.
 
"Die Botschaft der Bürger ist eindeutig: Energie geht alle Europäer an, und die Menschen erwarten konkrete Aktionen auf jeder politischen Ebene", sagte Andris Piebalgs. Europa brauche eine Energiepolitik, die sich auf Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit konzentriere.


48 % wollen mehr Sonnenenergie, nur 12 % für Weiterentwicklung der Atomenergie

Die Umfrage wurde zwischen dem Mitte Oktober und Mitte November vergangenen Jahres in den 25 Mitgliedstaaten und den Kandidatenländern durchgeführt. 48 Prozent der Bürger glauben demnach, dass ihre Regierung verstärkte Anstrengungen zur Nutzung von Solarenergie unternehmen sollte. Lediglich zwölf Prozent der Befragten befürworten eine Weiterentwicklung der Atomenergie. Der Studie zufolge steht das Energiesparen auch in privaten Haushalten auf dem Programm. 43 Prozent der EU-Bürger wünschen sich mehr Informationen zum Thema. Schon bei acht von zehn Käufern spielt der Energieverbrauch technischer Geräte eine entscheidende Rolle bei der Kaufentscheidung.

Das vollständige Eurobarometer (englisch) ist veröffentlicht auf den Internetseiten der EU-Kommission unter http://europa.eu.int/comm/public_opinion/archives/ebs/ebs_247_en.pdf


25.01.2006   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: CE Brussels - EC/Berlaymont

 

BP Solar-Module nach PV GAP zertifiziert

Qualitätslabel PV GAP.
Qualitätslabel PV GAP.

BP Solar erfüllt die Anforderungen des Zertifizierungsverfahrens PV GAP (Global Approval Program for Photovoltaics) mit 10 Solarmodulen auf der Basis von kristallinem Silizium, die jeweils eine Leistung von über 150 Watt haben. Der Modulhersteller kann seine Produkte nun weltweit mit dem Qualitätslabel kennzeichnen.
 
Um das PV GAP Zertifikat zu erhalten muss der Hersteller ein IECEE-Zertifikat halten (IEC System for Conformity Testing and Certification of Electrical Equipment). Dieses wiederum basiert auf der Norm ISO 9001 beziehungsweise einem vergleichbaren Zertifikat für das Qualitätsmanagement, das BP Solar von den Underwriters Laboratories Inc, (Northbrook, USA) erhalten hat. PV GAP berücksichtigt auch, dass die BP-Module erfolgreich nach dem internationalen Standard (IEC 61215) getestet wurden vom Testlabor der Arizona State University.


"Das PV GAP-Label ist sehr wichtig in Entwicklungsländern mit ausgedehnten Landstrichen, die noch nicht elektrifiziert sind und mit neuen Zulieferern der PV-Industrie, besonders beim jetzigen Geschäftsklima in der Photovolatik", sagte Ed LaCroix, bei BP Solar für das strategische Marketing zuständig. Mit PV GAP habe BP Solar gezeigt, dass seine Produkte die höchsten Qualitätsanforderungen erfüllen und sich von Modulen ohne das Qualitätslabel anheben. Das Markenzeichen erleichtere dem Kunden die Auswahl. Für BP Solar sei wichtig, dass die Käufer sicher sein können, Produkte zu erhalten, welche internationale Qualitätsanforderungen erfüllen; und als Produzent sei BP Solar verpflichtet dafür zu sorgen, dass dies so einfach und verständlich wie möglich zu erkennen sei, ergänzt LaCroix.

PV GAP ist eine weltweite Organisation, die ins Leben gerufen wurde von der Photovoltaikindustrie, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, der Weltbank und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP). PV GAP soll internationale Standards für die Photovoltaik setzen und deren Akzeptanz fördern. Die Non-Profit Organisation arbeitet für ein nachhaltiges globales Wachstum der PV-Märkte.

25.01.2006   Quelle: BP Solar, PV GAP   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: PV GAP

 

RheinEnergie unterstützt Photovoltaikanlage für Missionare

Solarstromanlage der Steyler Mission.
Solarstromanlage der Steyler Mission.

Auf dem Dach der Steyler Mission in St. Augustin nahe Bonn wurde eine Solarstromanlage mit einer Modulfläche von 91 Quadratmetern errichtet, berichtet die Kölner RheinEnergie AG in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen unterstützte das 84.000-Euro-Projekt mit 25.000 Euro. Das Geld stamme aus den Zuschlägen, welche die Ökostromkunden der RheinEnergie über das Produkt energreen bezahlen.
 
Die neue Anlage sei für den Energieversorger ein weiterer Baustein beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Die neue Photovoltaikanlage wird voraussichtlich jährlich 12.240 Kilowattstunden Solarstrom erzeugen.


Wissen um erneuerbare Energien praktisch vermitteln

Die Steyler Mission in St. Augustin fungiert als "Servicestelle" für katholische Missionare und ist zudem Planungs- und Finanzierungsbüro für weltweite Projekte. Mit Hilfe der neuen Solarstromanlage auf dem Dach des Gebäudes können sich die Missionare auf ihren Heimaturlauben mit der Nutzung von Sonnenenergie vertraut machen. Das so erworbene Wissen helfe ihnen bei der Arbeit an ihrem Einsatzort, heißt es in der Pressemitteilung. Die RheinEnergie engagiert sich beim Thema erneuerbare Energie auf den Feldern Bioenergie und Photovoltaik. Die geförderten Photovoltaikanlagen dienen vornehmlich als Demonstrationsobjekte und sollen dazu beitragen, Wissen rund um die erneuerbare Energie praktisch zu vermitteln. "Solarstrom eignet sich hervorragend, um die Menschen in unserer Region für das Thema Energie zu interessieren und auszubilden", so Bernhard Witschen, Vertriebsvorstand der RheinEnergie.


100.000 Euro jährlich für Solar-Projekte

Die treuhänderisch eingenommenen Ökostrombeträge fließen bei RheinEnergie in vielfältige Projekte. Seit 1999 biete die RheinEnergie AG den Ökostrom energreen an. Sie verpflichte sich damit, einen vom Kunden freiwillig gezahlten Mehrpreis in den Ausbau erneuerbarer Energie zu investieren. Die Zuschläge stocke die RheinEnergie so weit auf, dass jährlich eine Investitionssumme von bis zu 100.000 Euro zur Verfügung stehe. Damit lassen sich bis zu fünf Anlagen pro Jahr realisieren. Weitere Photovoltaikanlagen des Unternehmens befinden sich auf den Dächern der berufsbildenden Schule BBS in Köln-Deutz und der Europaschule in Köln-Raderthal.

25.01.2006   Quelle: RheinEnergie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: RheinEnergie AG.

 

Windenergie-Boom in den USA: Deutsche Unternehmen werden umworben

Am 29. Juli 2005 hatte die US-Regierung das Steuervergünstigungs-Programm für Windprojekte (Production Tax Credit; PTC) um zwei Jahre bis 31. Dezember 2007 verlängert. Der PTC garantiert den Windenergie-Produzenten eine Steuervergünstigung von 1,9 US-Cent pro Kilowattstunde für Windprojekte - während der ersten zehn Jahre Laufzeit. "Dies ist eine sehr gute Nachricht für die Industrie, sagte Randall Swisher, Direktor der US-Winenergievereinigung (AWEA) nach der Verlängerung des PTC. Das gelte auch für die deutsche Industrie, so die Unternehmensberatung windConsultant in einer Pressemitteilung.  "Allein auf dem explodierenden Markt der USA wurden in 2005 schätzungsweise 2.500 MW neu installiert", zitiert windconsultant Thorsten Herdan, den Geschäftsführer VDMA Power Systems, im Januar 2006.


Milliarde US-Dollar für Windkraft-Projekte in Pennsylvania

Doch nicht nur der PTC beflügle die Branche. Einzelne US-Bundesstaaten fördern zusätzlich die Windenergie durch Renewable Portfolio Standards. So auch der Bundesstaat Pennsylvania: Bis 2020 sollen 18 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Gouverneur Edward G. Rendell habe die Förderung entsprechender Technologien zu den wichtigsten Zielen seiner Regierung erklärt. Ein Förderprogramm in Höhe von einer Milliarde US-Dollar stehe bereit. Einzelheiten dazu wird Kathleen McGinty, Leiterin des Umweltschutzministeriums von Pennsylvania, in Hamburg bei einer Veranstaltung von windConsultant direkt vorstellen.


Seminar am 6. und 7. März in Hamburg

"Erfolgreich in den USA" ist der Titel des Seminars, das am 6. und 7. März amerikanische und deutsche Experten vereint. Eingeladen sind Hersteller, Zulieferer, Planer und Beteiligungsgesellschaften. Die Eröffnung übernehmen am 6. März Stephen Miner und Britt Theismann vom Amerikanischen Windenergieverband (AWEA). Die aktuelle politische Situation in den USA und die Politik der AWEA werden dargestellt. Der amerikanische Windenergiemarkt aus der Sicht eines deutschen Projektentwicklers wird beleuchtet von Ralf M. Krüger, juwi GmbH. Dazu zählen laut windconsultant Fragen zur Mentalität, aber auch zum Strommarkt, Netzzugang, zur Finanzierung und zum Bau. Nord-Amerika als Verkaufsmarkt für europäische Firmen sei ein Thema, das die Zulieferer anspricht, so windconsultant. In diesem Zusammenhang sollen auch Lieferbedingungen, Garantiebestimmungen und technische Standards geklärt werden. Über Erfahrungen des Herstellers Gamesa Wind US berichtet Business Director Jose Luis Blanco.

Weitere Informationen unter http://www.windConsultant.de.

25.01.2006   Quelle: windConsultant   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Medienpreise der Deutschen Umwelthilfe verliehen

DUH-Umwelt-Medienpreis für Peter Lustig.
DUH-Umwelt-Medienpreis für Peter Lustig.

Zum zehnten Mal hat die Deutsche Umwelthilfe e. V. am 17.01.2006 den DUH-Umwelt-Medienpreis "für herausragende Leistungen bei der journalistischen und schriftstellerischen Auseinandersetzung mit der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen" verliehen. Träger des DUH-Umwelt-Medienpreises 2005 sind die Ressortleiterin Umwelt der Wochenzeitung BILD am SONNTAG Eva Goris (Printmedien), der Journalist Dieter Nürnberger, der vorrangig für den Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur das gesamte umweltpolitische Themenspektrum auf den Punkt bringt (Hörfunk), sowie der Filmemacher und Fernsehjournalist Prof. Dr. Ernst Waldemar Bauer, Autor und Moderator der ARD-Fernsehreihe "Wunder der Erde" (Fernsehen/Film). Für sein Lebenswerk geehrt wurde mit Peter Lustig eine TV-Institution, die über ein Viertel Jahrhundert nicht nur Kinder und Jugendliche mit der ZDF-Serie "Löwenzahn" für Umwelt und Natur zu begeistern verstand.
 
Im Beisein der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug, übergab der DUH-Bundesvorsitzende Prof. Dr. Harald Kächele die Auszeichnungen.


Umweltschonend dicke Bretter bohren

Kächele würdigte die Jubiläumspreisträger als "Persönlichkeiten, die es als Publizisten vor einem oft ernsten Hintergrund immer wieder verstehen, ihr Publikum fesselnd zu unterhalten". Alle Träger des DUH-Umwelt-Medienpreises 2005 hätten eindrucksvoll das Vorurteil widerlegt, wonach Natur- und Umweltberichterstattung stets mit erhobenem Zeigefinger oder gar griesgrämig daherkommen müsse. "Zur Freude, zum Genuss und manchmal auch zur Erheiterung ihres Publikums bohren Sie alle umweltschonend dicke Bretter", so Kächele. Komplizierte ökologische Zusammenhänge so darzustellen, dass sich die Adressaten nicht nur bestens informiert, sondern auch unterhalten fühlen, sei "wahrlich eine Kunst, die nicht vielen gegeben ist. Das kann ich aus langjähriger Erfahrung in den Gremien unserer Umweltverbände beurteilen", fügte der DUH-Vorsitzende hinzu.


Ermutigung für Journalisten, die beharrlich für einen angemessenen Platz der Natur- und Umweltberichterstattung kämpfen

Der DUH-Vorsitzende betonte, der Umwelt-Medienpreis der Deutschen Umwelthilfe verstehe sich auch als Ermutigung für "Journalisten und Publizisten, die in einem nicht immer einfachen redaktionellen Umfeld beharrlich für einen angemessenen Platz der Natur- und Umweltberichterstattung kämpfen." Gerade das letzte Jahr habe auf dramatische Weise angedeutet, was der Menschheit droht, wenn sie die globalen Gleichgewichte stört und gegenüber diesen Veränderungen keine angemessene, langfristig angelegte Strategie entwickele. Auf den Untergang von New Orleans müsse eben nicht nur in New Orleans reagiert werden, sondern "rund um den Globus, in der Politik, in der Wirtschaft und natürlich in den Medien." Ermutigend nannte Kächele die Aussage des neuen Bundesumweltministers Sigmar Gabriel, Umweltpoltik sei heute in aller Regel Wirtschaftspolitik und das Umweltministerium auch ein Wirtschaftsministerium. Wenn sich diese wahre Erkenntnis nicht nur in der Regierung, sondern auch in den Medien durchsetze, werde das der "Umweltberichterstattung insgesamt einen enormen Schub verleihen", schloss Kächele.

24.01.2006   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Peter Lustig

 

New Jersey startet größtes Solarstromprojekt an der US-Ostküste

Solarstromanlagen in New Jersey.
Solarstromanlagen in New Jersey.

Das New Jersey Board of Public Utilities (NJBPU) hat am 18.01.2006 den Bau der größten Solarstromanlagen an der US-Ostküste angekündigt. Die Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Bayonne High School und von acht Grundschulen sollen eine Leistung von rund zwei Megawatt (MW) haben und jährlich Stromkosten von über 500.000 US-Dollar einsparen.
  Das 13,2 Millionen US-Dollar-Solarstromprojekt sei ermöglich worden, weil dafür 5,4 Millionen US-Dollar aus dem Clean Energy Programm des Bundesstaates New Jersey zur Verfügung gestellt wurden. Bereits am 12.01.2006 hatte Kalifornien angekündigt für die so genannte California Solar Initiative insgesamt Fördermittel in Höhe von umgerechnet 2,3 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen.


Solarstrom deckt Bedarf von 200 Haushalten

Fast 10.000 Solarmodule sollen auf neun Schuldächern installiert werden. Nach der Fertigstellung der Anlagen würden sie so viel Solarstrom liefern, wie 200 kleine Eigenheime verbrauchen, und das 30 Jahre lang, so die NJBPU. Darüber hinaus verringere die Photovoltaik die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, reduziere die Umweltverschmutzung und entlaste das Stromnetz in den Spitzenbedarfszeiten während des Sommers. "Dieses Vorhaben eröffnete den Weg für ein ganze Reihe von Solar-Projekte in New Jersey", sagte NJBPU-Präsidentin Jeanne M. Fox. "Viele Kommunen folgen Bayonnes Beispiel und untersuchen Vorhaben zur Nutzung erneuerbarer Energien, mit denen nicht nur die Umwelt geschützt wird, sondern auch die Energiekosten sinken", so Fox weiter.

Der Schulbezirk Bayonne sei ein vorbildliches Beispiel für die zukunftweisende Politik des Bundesstaates. Im Rahmen des Clean Energy-Programms hätten über 1.000 Hausbesitzer, Geschäfte, Schulen und Gemeinden in New Jersey Systeme zur Nutzung erneuerbarer Energien installiert, einschließlich Solarstromanlagen. "Der Nutzen dieses Projekts wird in den kommenden Jahren sowohl in Bayonne als auch für den Rest von New Jersey zu erkennen sein", sagte der Bürgermeister von Bayonne und Senator des Staates New Jersey, Joseph V. Doria, Jr." Mit Solaranlagen helfen wir, gleichzeitig die Luftverschmutzung und Kosten zu senken sowie die Nachhaltigkeit unserer Schulen auszubauen", so Doria weiter. Laut NJBPU sind Verbesserungen des Förderprogramms und zusätzliche Mittel geplant um noch mehr Teilnehmer zu gewinnen.

24.01.2006   Quelle: NJBPU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: NJBPU
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Windenergie: Nordex liefert 17 Großturbinen nach Schottland

Nordex-Windturbine N80/2500 kW.
Nordex-Windturbine N80/2500 kW.

Die Nordex AG hat nach Abschluss ihrer Rekapitalisierung wieder Aufträge aus Großbritannien gewonnen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Für seinen Kunden Falck Renewables wird das Unternehmen den Windpark Earlsburn realisieren, der insgesamt aus 15 Großturbinen der Baureihe N80/2500 kW bestehen soll. Inklusive Straßenbau, Fundamente und Verkabelung beläuft sich das Auftragsvolumen nach Angaben des Unternehmens auf rund 38 Millionen Euro.
 
Zudem werde Nordex einen kleineren Windpark im Auftragswert von rund 6 Millionen Euro für den britischen Energieversorger npower renewables errichten, eine Tochtergesellschaft der deutschen RWE. Auch im Windpark "Burger Hill" installiert das Unternehmen Turbinen der Baureihe N80/2500 kW.


Sauberer Strom für 21.000 Haushalte in Stirling County

Das Projekt Earlsburn wird in einem offenen Hochmoor bei Stirling, nördlich von Glasgow, errichtet. Am Standort herrschen laut Nordex gute Windverhältnisse, was ausschlaggebend gewesen sei für die Auswahl der nach GL1 (Starkwind) zertifizierten Nordex N80. Die Turbinen sollen mehr als 21.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen können. Das entspreche etwa 50 Prozent der im Stirling County lebenden Bevölkerung. Zudem soll der Windpark pro Jahr rund 85.000 Tonnen CO2-Emissionen vermeiden. Ein weiterer Vorteil für die Region sei die Vergabe von Unteraufträgen im Umfang von rund 10 Millionen Euro an lokale Unternehmen. Zudem gelte das Projekt als ein weiterer Meilenstein, die Energiewende in Schottland zu erreichen. Bis zum Jahr 2010 soll der Anteil des regenerativen Stroms im schottischen Netz auf 18 Prozent steigen, bis zum Jahr 2020 sollen es sogar 40 Prozent sein.


Raues Klima verlangt besonders robuste Maschinen

Der Windpark Burger Hill entsteht bei Kirkwall auf den Orkney Islands. Dieser Standort zeichnet sich laut Nordex durch eine mittlere Windgeschwindigkeiten von über 10 Metern pro Sekunde aus. Der erwartete Jahresenergieertrag der beiden Windenergieanlagen soll etwa 20 Millionen Kilowattstunden betragen. "Bereits mit unserer ersten Installation auf der Insel haben wir deutlich höhere Erträge erzielt als an den meisten Standorten auf dem Festland. Das raue Klima verlangt aber auch besonders robuste Maschinen, wie unsere N80“, so Thomas Richterich, Vorstandsvorsitzender der Nordex AG. Schottland ist einer der Hauptmärkte von Falck Renewables Ltd. Das in London ansässige Tochterunternehmen der italienischen Falck Gruppe baut derzeit mit Partnern ein Portfolio von Windparks in Europa auf. Allein in Schottland befinden sich laut Nordex Projekte im Volumen von 300 MW in Planung. "Für Nordex sind diese Aufträge eine wichtige Bestätigung unserer guten Technik, insbesondere für anspruchsvolle Standorte, die wir mit der N80/2500 in mehreren Großprojekten in Schottland bereits unter Beweis gestellt haben. Nach Abschluss unserer Rekapitalisierung sind wir jetzt wieder bei den Kunden gesetzt, die eine ausgereifte und erprobte Großanlage suchen", so Richterich.


24.01.2006   Quelle: Nordex AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nordex AG

 

Rheinland-Pfalz beginnt Erdwärme-Initiative

Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage startete am 20.01.2006 die Initiative "Erdwärme aus Rheinland-Pfalz". "Angesichts der Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen und mit Blick auf die Synergieeffekte sei es sinnvoll und notwendig, privatwirtschaftliche Expertise und Know-how von Geologischen Diensten und Forschungseinrichtungen in einer Service-Initiative zu bündeln, sagte Bauckhage.   Beratungs-, Informations- und Genehmigungsaufgaben im Ressortbereich des Ministeriums für Wirtschaft würden nun zusammengelegt und zu einer Geothermie-Strategie für das Land Rheinland-Pfalz verdichtet.

Zentraler Dienstleister auf dem Gebiet der Geothermie für Rheinland-Pfalz sei wegen seiner wissenschaftlichen und bergbehördlichen Kompetenzen das Landesamt für Geologie und Bergbau. Dem Landesamt obliege daher die Koordination einer zielgerichteten interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Staat, Wissenschaft, Kommunen und Wirtschaft. Die Behörde wurde als Projektträger beauftragt, Netzwerke aufzubauen und Informationsveranstaltungen durchzuführen. Dazu werde das Landesamt Initiativen bündeln, Projekte koordinieren und betreuen, Informationen sammeln und auswerten, Unternehmen und Privatpersonen beraten. "Damit werden ein rascher Fortschritt in Forschung und Entwicklung, ein effizienter Mitteleinsatz und das Erschließen neuer Anwendungen für die geothermische Energiebereitstellung angestrebt", so Bauckhage.


Interesse an der Tiefengeothermie erheblich gestiegen

Dies komme auch der aktuellen Entwicklung der Tiefengeothermie zugute. "Nachdem die Pilotbohrung in Landau erfolgreich verlaufen ist, werden derzeit zwei weitere Bohrungen in Landau und bei Bellheim niedergebracht", teilte der Minister mit. Auf Grund dieser positiven Entwicklung sei das Interesse an der Tiefengeothermie erheblich gestiegen. Zuletzt seien in der Südpfalz praktisch flächendeckend Aufsuchungserlaubnisse an unterschiedliche Konsortien und Projektentwicklungsgesellschaften erteilt worden. Eine Vielzahl von Aktivitäten dieser Unternehmen sei in Vorbereitung.


Oberflächennahe Geothermie für die Gebäudeheizung

"Daneben besitzt Rheinland-Pfalz ein ausgezeichnetes Potenzial zur Nutzung der Erwärme im Bereich der Gebäudeheizung. Angesichts der Vielzahl von neuen Anlagen soll diese Initiative zu Investitionen in die oberflächennahe Geothermie anregen und letztlich zur Energieeinsparung sowie zur Schaffung beziehungsweise zum Erhalt von Arbeitsplätzen beitragen," betonte Bauckhage. Die Zugriffsmöglichkeit auf Daten des Geologischen Landesdienstes werde dafür systematisch verbessert. "Mit Blick auf energiewirtschaftliche Alternativen zur konventionellen Gebäudeheizung wird eine Planungshilfe für Bauherren und Architekten in der zweiten Jahreshälfte 2006 veröffentlicht werden", teilte der Minister mit. Mit der jetzt erfolgten Bündelung der Aktivitäten auf dem Gebiet der Tiefengeothermie und der oberflächennahen Geothermie durch das Landesamt werde diesen Zukunftstechnologien noch einmal "ein kräftiger Schub" versetzt, so das Fazit des Ministers.

Interessierte Hausbesitzer und Bauherren können sich bereits jetzt an das Landesamt für Geologie und Bergbau wenden unter Telefon 06131/9254-0 oder im Internet unter http://www.lgb-rlp.de.

24.01.2006   Quelle: Geothermische-Vereinigung e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Neues 27,5 MW-Biomasse-Heizkraftwerk in Mecklenburg Vorpommern

MV-Umweltminister Methling.
MV-Umweltminister Methling.

"Die von den Stadtwerken Neustrelitz betriebene Anlage ist aus ökologischer Sicht annähernd die Idealvariante einer Fernwärmeversorgung. Mit dem Einsatz von angebautem Energieholz aus der Region wäre das Konzept perfekt", sagte Mecklenburg Vorpommerns Umweltminister Prof. Dr. Wolfgang Methling am 21. Januar anlässlich der Inbetriebnahme des Biomasse-Heizkraftwerkes Neustrelitz (Landkreis Mecklenburg-Strelitz).
 
"Wenn die Anlage im Dauerbetrieb die angestrebten Parameter erreicht, wird das Vorhaben beispielgebend über Mecklenburg-Vorpommern hinaus sein", so Methling weiter. Herzstück der mit zwei Millionen Euro vom Umweltministerium geförderten Anlage ist ein Biomassedampfkessel mit einer Feuerungswärmeleistung von 27,5 Megawatt (MW). Zusätzlich zur Wärmeenergie (17 MW Leistung) wird durch Kraft-Wärme-Kopplung Strom erzeugt (7,5 MW Leistung).


Einsatz einheimischer nachwachsender Rohstoffe schafft Unabhängigkeit

Zahlreiche Haushalte und Betriebe werden mit umweltfreundlicher Wärme versorgt, der Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. "Die Kenndaten der Anlage sprechen für sich: Durch den Einsatz von 85.000 Tonnen Holz pro Jahr werden eine Erdgaseinsparung in Höhe von 2,1 Millionen Kubikmeter erzielt und 56.000 Tonnen Kohlendioxid jährlich vermieden", so Minister Methling in seinem Grußwort. Die Hälfte des Brennstoffbedarfs wird laut Ministerium aus Mecklenburg-Vorpommern gedeckt. Weitere 20 Prozent kommen aus dem Land Brandenburg. "Dies bedeutet zugleich eine Stärkung der regionalen Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze durch die Produktion und den Transport des Holzes", sagte der Umweltminister. "Der Ausbau des Einsatzes ressourcenschonender und erneuerbarer Energiequellen ist und bleibt für mich vorrangiges Ziel meiner Klimaschutzpolitik. Gelingt es, diesen Einsatz mit einer Folgeentwicklung der heimischen Forst- oder Agrarwirtschaft zu koppeln, ist das um so besser. Ich bin davon überzeugt, dass sich der Anteil einheimischen Holzes durch den Anbau von Energiepflanzen auf den für die Nahrungsmittelproduktion nicht mehr benötigten Flächen noch weiter erhöhen wird" so Methling.

Die kurzen Transportwege seien ein weiterer Schritt voran im Klimaschutz und in der Ressourcenschonung, betont der Minister. Hierzu seien die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen und er werde sich nachdrücklich dafür einsetzen. Nicht zuletzt schaffe der Einsatz einheimischer nachwachsender Rohstoffe mehr Unabhängigkeit von den aktuellen und künftigen Unwägbarkeiten des Öl- und Erdgasmarktes. "Wir sind dem Ziel, fossile durch regenerative Energieträger zu ersetzen, wieder ein Stück näher gekommen. Das Biomasse-Heizkraftwerk Neustrelitz ist ein wahrhaft nachhaltiges Werk: ökologisch, ökonomisch und sozial. Darauf können wir mit Fug und Recht stolz sein", so Umweltminister Methling.

23.01.2006   Quelle: Umweltministerium Mecklenburg Vorpommern   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Umweltministerium Mecklenburg Vorpommern

 

Plambeck Neue Energien AG stellt Windparks Freudenberg und Brieske fertig

Die Windparks Freudenberg und Brieske in Brandenburg sind von der Plambeck Neue Energien AG fertig gestellt, an das Netz gebracht und an die Käufer (international tätige Investoren) übergeben worden. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In diesen Windparks seien 17 Windenergieanlagen vom Typ Vestas V80 mit einer Nennleistung von insgesamt 34 Megawatt (MW) errichtet worden.  Sie sollen künftig ausreichend umweltfreundlichen Strom erzeugen, um damit den Jahresbedarf von rund 18.000 Haushalten decken.

Im Windpark Freudenberg wurden 14 Windenergieanlagen vom Typ Vestas V80 mit einer Nennleistung von jeweils 2 MW gebaut. Diese Anlagen erreichen Gesamthöhen zwischen 115 und 140 Metern. Für den Anschluss dieses Windparks an das überregionale Stromnetz musste ein eigenes Umspannwerk errichtet werden. Im Windpark Brieske entstanden drei Windenergieanlagen. Auch hier handelt es sich um Anlagen des Typs Vestas V80 mit einer Gesamthöhe von 140 Metern. Die Nennleistung jeder Anlage beträgt laut Plambeck ebenfalls 2 MW.

23.01.2006   Quelle: Plambeck Neue Energien AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SPD: Förderung erneuerbarer Energien ist Erfolgsmodell Made in Germany"

Solarpark
Solarpark

"Die neueste Untersuchung im Auftrag des Bundesumweltministeriums zum künftigen Beitrag der erneuerbaren Energien zeigt, warum weltweit das deutsche Fördermodell gelobt und kopiert wird, und widerlegt gleichzeitig glänzend manchen Skeptiker inner- und außerhalb der Bundesregierung". Das erklärte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber, zur Diskussion um den Beitrag der erneuerbaren Energien zur Stromversorgung. Bereits 2020 werden die erneuerbaren Energien der größte Energieträger in Deutschland sein, so der SPD-Vize.  Das ursprünglich für 2010 anvisierte Ziel von 12,5 Prozent Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung erreiche Deutschland vermutlich schon im kommenden Jahr.


Energiewende "weg vom Öl" und "weg von den Monopolen"

Das Ziel von 20 Prozent im Jahr 2020 kann laut Kelber ebenfalls weit übertroffen werden. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel habe Recht: 25 oder sogar 30 Prozent Anteil bis 2020 seien machbar. Die Energiewende "weg vom Öl" und "weg von den Monopolen" gewinne an Fahrt - und das kann nur in aller Sinne sein, betont Kelber. Die jüngsten Zahlen zeigten, welche wirtschaftliche Dynamik in der Branche liegt. Und diese Entwicklung bestätige ein zweites Ziel der SPD-Politik: Die heimischen Hersteller von Windkraftanlagen seien auf Basis des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) innerhalb weniger Jahre zum Weltmarktführer geworden. Inzwischen gingen schon rund 50 Prozent der Produktion in den Export - die Technik der Erneuerbare Energien werde zum Exportschlager.


Deutschland profitiert mehrfach von der Förderung der Erneuerbaren

"Mit vertretbarem Aufwand haben wir Deutschland in diesem Bereich zur führenden Technologie- und Exportnation gemacht. Photovoltaik- und Biomasse-Technologie sind auf dem gleichen Weg wie die Windindustrie zuvor. Mehr als 250.000 Arbeitsplätze können bis 2020 entstehen, ein Mehrfaches der Arbeitsplätze in der Atomindustrie übrigens", so Kelber.
Deutschland profitiere mehrfach von der Förderung der erneuerbaren Energien: "Wir verdienen Geld mit dem Export von High-Tech-Produkten, wir schaffen eine große Zahl neuer Arbeitsplätze, wir verringern die Importabhängigkeit bei Energie, wir reduzieren die preistreibende Macht der Energiemonopole und wir sind vorbildlich beim Klima- und Umweltschutz", so der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Die Förderung der erneuerbaren Energien sei ein Erfolgsmodell "made in Germany", unterstreicht Kelber. "Und dieses Erfolgsmodell werden wir fortsetzen", kündigt der SPD-Vize an.

23.01.2006   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU. Foto: Bernd Müller.
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DGS bietet Weiterbildung für Solar-Spezialisten

Solarschule.
Solarschule.

Die SolarSchule Berlin des DGS Landesverbandes Berlin Brandenburg e.V. veranstaltet im Februar und März 2006 mehrere Seminare zu Solarstrom und Solarwärme sowie eine Weiterbildung zum Marketing. Inhalte sind unter anderem Grundlagen, Planung und Dimensionierung sowie Förderung und Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen.
 
Schulungsunterlagen sind die Leitfäden Photovoltaik und Solarthermie der DGS. Das DGS-Team vermittelt in dem Seminar "DGS-Solar(fach)berater PV" die notwendigen Kenntnisse um Kunden zu beraten und eigenständig netzgekoppelte Photovoltaikanlagen auszulegen, zu installieren und zu warten. Aktuelle Solarzellen, Modul- und Systemtechnik zum Anfassen und zwei hauseigene PV-Anlagen erleichtern das Verständnis für die solare Stromerzeugung. Das Seminar "BdE-DGS-Solar(fach)berater" Solarthermie versetzt die Teilnehmer in die Lage, eigenständig solarthermische Anlagen zu dimensionieren, zu installieren und zu warten. Aktuelle Kollektoren und Systemtechnik zum Anfassen machen die solare Wärmeerzeugung anschaulich.

Seit 1996 führt der Landesverband in der SolarSchule Berlin Kurse und Seminare zur Photovoltaik und Solarthermie, aber auch zu anderen Technologien zur Nutzung regenerativer Energien sowie zur rationellen Energienutzung durch. Die Professionalisierung der Branche erfordere eine zunehmende Qualität der Anlagen, so dass Solarfachleute fundierte Kenntnisse und Fertigkeiten besitzen sollten, betont die DGS. Die DGS begleitet die technische Entwicklung der Solartechnik durch unternehmensunabhängige Schulung von mittlerweile über 1.500 Handwerkern, Meistern, Technikern, Ingenieuren und Architekten.

Termine:

Basisseminar Photovoltaik 6.02. - 9.02.06
Simulation von PV-Anlagen 10.02.06
Planung von Inselsystemen 13.02.06
BdE/DGS-Solar(fach)beraterIn PV 24./25.03. + 31.03./01.04.06
BdE/DGS-Solar(fach)beraterIn ST 15.03. + 18.03.06
Marketingseminar 22.03.06

23.01.2006   Quelle: SolarSchule Berlin; DGS LV Berlin Brandenburg e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DGS
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Neue Studie zeigt erhebliches Windenergiepotenzial in Mittelhessen

Stromerzeugung durch Windkraftwerke kann die Abhängigkeit von fossilen und atomaren Energieträgern verringern. Eine neue Studie der Justus-Liebig-Universität (Gießen) zeigt, dass auch Mittelhessen ein erhebliches Windenergiepotenzial aufweist. Besonders windgünstig sind demnach die Landkreise Vogelsberg, Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill.  Die Windkraft habe ein hohes Energiepotenzial, die Stromerzeugung mit Windenergieanlagen sei eine nur mäßig komplexe Technologie und daher relativ einfach zu verwirklichen, heißt es in der Pressemitteilung der Universität. Windkraftstrom werde zudem dezentral erzeugt und sei vergleichsweise umweltfreundlich. Schließlich nutze Windkraft die dritte Dimension, den Luftraum, und erlaube dadurch sogar eine Mehrfachnutzung derselben Flächen.

Für die Untersuchung wurde laut Universität Gießen weitgehend mit öffentlich zugänglichen Daten gearbeitet, speziell mit Windmessdaten aus 10, 50 und 100 Metern Höhe über Grund sowie mit dreidimensionalen Geländedaten (digitales Höhenmodell). Durch Weiterverarbeitung dieser Daten in entsprechenden Modellen unter Einsatz geographischer Informationssysteme sei nachgewiesen worden, dass bereits ab einer Nabenhöhe von 50 Metern der größte Teil Mittelhessens in Bereichen mit mehr als 4 m/sec mittlerer Jahresgeschwindigkeit (entsprechend 40 Watt/m²) liegt.

Besonders windgünstig sind die Landkreise Vogelsberg, Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill. Aus den Windkarten wurden Leistungskarten für die Höhen 50 und 100 Meter über Grund entwickelt. Dabei habe sich gezeigt, dass die windtechnisch günstigsten Standorte Mittelhessens in Gebieten liegen, wo selbst Landwirtschaft unökonomisch werde. Interessant sei auch ein Vergleich dieser günstigen Standorte mit denjenigen Flächen, die in Mittelhessen bereits für Windkraftnutzung ausgewiesen wurden. Längst nicht alle dieser Flächen lägen in Gebieten, die hierfür das notwendige Windpotenzial aufweisen.

Der Autor der Studie, Privatdozent Dr. Paul Braun, hat vor seinem Geographiestudium bereits im Fach Agrarwissenschaften promoviert und sich habilitiert. In seiner Diplomarbeit untersuchte Dr. Braun nun die räumliche Verteilung und Differenzierung des Windkraftpotenzials in Mittelhessen.

23.01.2006   Quelle: Justus-Liebig-Universität (Gießen), Institut für Geographie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Nachwachsende Rohstoffe: Fachagentur veröffentlicht Geschäftsbericht

93 Seiten Infos zu nachwachsenden Rohstoffen.
93 Seiten Infos zu nachwachsenden Rohstoffen.

Im Geschäftsjahr 2004/2005 war die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) aktiver denn je. Der neue Jahresbericht zeigt aktuelle Entwicklungen auf und berichtet über die aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) geförderten Forschungsprojekte. Die Fachagentur ist als Projektträger des Bundeslandwirtschaftsministeriums nicht nur für Forschungsprojekte zu land- und forstwirtschaftlichen Rohstoffen zuständig. Auch die Bioenergieberatung und die Markteinführung von Biokraft- und -schmierstoffen und Naturdämmstoffen zählen zu ihren Aufgaben.
  So hat die FNR im Berichtszeitraum 128 Forschungsprojekte zur industriellen und energetischen Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen bewilligt. Die Markteinführung von Naturdämmstoffen, Bioschmierstoffen und Biokraftstoffen wurde laut FNR mit mehr als 5.700 Vorhaben begleitet.


Wer wissen will, was konkret läuft in Sachen nachwachsende Rohstoffe, wie die FNR die Weichen stellt für Biokraftstoffe oder Naturfaserverbundwerkstoffe, kann sich mit dem Jahresbericht einen guten Überblick verschaffen. Die Veröffentlichung kann kostenlos bestellt werden unter der Adresse http://www.fnr.de. (Stichwort Literatur; Informationen zur Fachagentur). Der Bericht kann auch als PDF-Datei heruntergeladen werden (4,2 MB) unter http://www.fnr-server.de/pdf/literatur/pdf_221jb2005.pdf

23.01.2006   Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FNR.

 

Strom aus Biomasse: TU Dresden leistet Entwicklungshilfe in Vietnam

Im Rahmen eines europäisch-asiatischen Projekts zeigen Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden der Bevölkerung der Insel Phu Quoc jetzt eine "Insellösung" zur Stromversorgung. Im Rahmen des BIWARE-Projekts wird den Bewohnern der Insel vor der Südküste Vietnams vorgeführt, wie aus Biomasse eine dezentrale Energieversorgung aufgebaut werden kann, mit der die Insel vom Festland unabhängig bleibt. Das für Touristen noch wenig erschlossene Urlaubsparadies ist bislang noch nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. 
Dezentrale Energieversorgung mit Elektrizität aus Biomasse

BIWARE und das Nachfolge-Projekt RENEW sind Teile des ASEAN-EU University Network Programme (AUNP), welches die Zusammenarbeit zwischen der EU und den südostasiatischen Staaten im Bereich der Hochschulbildung fördert. Besonders der Technologietransfer auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien aus organischen Substanzen (Biomasse) sowie deren Anwendung in Südostasien soll vorangetrieben werden. Im Rahmen von BIWARE wurde als erster Schritt ein Handbuch zur Nutzung von Biomasse erstellt, mit dessen Hilfe vietnamesische Behörden, Entsorger, Kommunen oder Privatpersonen selbst aus Biomasse Strom produzieren können. Dazu hat das TU-Institut für Abfallwirtschaft und Altlasten (IAA) den Teil zur Biomasseverbrennung beigetragen. Im Folgeprojekt RENEW wurde anschließend eine Machbarkeitsstudie zur dezentralen Energieversorgung von Phu Quoc mittels Biomasse durchgeführt.


Energetische Nutzung des Biogases in Blockheizkraftwerken

Aufgrund der klimatischen Bedingungen und der Wirtschaftsstruktur Vietnams stellt die Biomassenutzung eine effektive Möglichkeit der Energieversorgung dar, betont das IAA. In der südostasiatischen Region falle durch Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Haushaltsabfälle reichlich Biomasse an. Die energetische Nutzung des Biogases erfolge in Blockheizkraftwerken, wo das Biogas verbrannt wird. Mit der dabei entstehenden Wärme wird Wasser verdampft. Der energiereiche Wasserdampf setzt die Schaufeln einer Turbine in Bewegung, die wiederum einen Generator antreibt, der Strom erzeugt. Zu den Vorteilen der dezentralen Stromerzeugung aus Biomasse erläutert Dipl.-Ing. Alexander Janz vom IAA, dass die Übertragungsverluste der Energie aufgrund der Nähe der Biogasanlagen zum Verbraucher sehr gering seien. Auch sei das bei der Verbrennung freigesetzte CO2 klimaneutral, da beim Aufbau von Biomasse CO2 aus der Atmosphäre entzogen wird. Zudem werde der Einsatz von klimaschädigenden fossilen Energieträgern vermindert.


Technologietransfer als Hilfe zur Selbsthilfe

Für Alexander Janz ist das Biogas-Projekt auf Phu Quoc vor allem eine "Hilfe zur Selbsthilfe" für die betreffende Region. Bisher seien die Nutzung erneuerbarer Energien aus Biomasse sowie die Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet in den ASEAN-Staaten noch begrenzt. Der jetzt stattfindende Technologietransfer soll aber nicht nur auf die Insel Phu Quoc beschränkt bleiben, sondern auch auf andere Regionen Vietnams und Thailands übertragen werden. Damit das Know-how vor Ort gesichert und weiterentwickelt werden kann, wurde der an der TU Dresden angebotene Studiengang "Abfallwirtschaft und Altlasten" jetzt auch an der National University Vietnam in Hanoi eingeführt. Die Kooperation wird vom DAAD gefördert und soll bis Ende 2007 andauern.

22.01.2006   Quelle: Technische Universität Dresden   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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New Energy Fund wächst 2005 von 9 auf 45 Millionen Euro

Der New Energy Fund (ISIN: LU0121747215) hat im Jahr 2005 um 38,0 Prozent an Wert zugelegt, berichtet die Versiko AG in einer Pressemitteilung. Seit Anfang 2003 habe der Energie-Fonds insgesamt einen Wertzuwachs von 102,7 Prozent erzielen können. Auch das Wachstum des Fondsvolumens sei beachtlich: 2005 habe es sich verfünffacht (Stand 31.12.2005: 45,4 Millionen Euro).  Vertriebstelle für Finanzvermittler und institutionelle Anleger ist die ÖkoRenta AG mit Sitz in Hilden. Zu den Titeln mit der besten Wertentwicklung zählten auch zuletzt wieder Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien wie beispielsweise Ormat Technologies (Geothermie), Canadian Hydro Developers (Strom aus Wasserkraft), aber auch Unternehmen mit Effizienz-Technologien wie Rational (Kochautomaten für Großküchen), Schulthess (Waschmaschinen) oder Railpower Technologies (Lokomotivbau). Alle diese Unternehmen seien angesichts weltweit hoher Energiepreise auf Wachstum "programmiert", heißt es in der Pressemitteilung der Versiko AG. Auch die Nachfrage nach erneuerbaren Energien nehme weiter deutlich zu.


58.000 MW weltweite Windkraft-Kapazität

Im Jahr 2005 seien laut ersten Schätzungen weltweit Windenergieanlagen mit einer Leistung von 10.000 Megawatt (MW) neu errichtet worden. Insgesamt seien damit 58.000 MW Windkraft-Kapazität in aller Welt installiert. Die meisten neuen Anlagen seien 2005 in den USA aufgebaut worden. Ein weiterer wichtiger Exportmarkt sei China. Dort sollen bis zum Jahr 2020 mindestens 30.000 MW Windkraft-Kapazität installiert werden.


1.100 MW zusätzliche Photovoltaik-Leistung im Jahr 2005

2005 seien nach ersten vorliegenden Daten rund 1.100 MW Photovoltaik-Leistung neu installiert worden, so die Versiko AG. Bis 2010 rechneten Experten mit einer weltweit neu installierten Leistung von rund 3.000 MW. Dies entspreche einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 2004 bis 2010 von jährlich 24 Prozent. In den kommenden Jahren würden in Europa besonders Spanien und in Asien die großen Märkte China und Indien stark an Bedeutung gewinnen.


EU will Förderung erneuerbarer Energien verstärken

Auch die Europäische Kommission will die Förderung erneuerbarer Energien weiter verstärken. Laut Aktionsplan müssen die Mitgliedstaaten ihre Anstrengungen zur Optimierung ihrer Förderregelungen und zum Abbau von Hemmnissen für Ökostrom intensivieren. Wegen der zunehmenden Abhängigkeit Europas von Öl- und Erdgaseinfuhren, steigenden Ölpreisen und der Verpflichtungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen steht der Einsatz erneuerbarer Energieträger weiterhin ganz oben auf der energiepolitischen Tagesordnung.

Die seit dem 14.12.1999 börsennotierte versiko AG mit Stammsitz in Hilden/Düsseldorf blickt nach eigenen Angaben auf eine über 30-jährige Erfahrung in Entwicklung und Vertrieb ökologischer Kapitalanlageprodukte zurück. Mit ihrem Konzept der nachhaltigen Vermögensberatung betreue das Unternehmen AG heute bundesweit mehr als 50.000 Kundinnen und Kunden.

22.01.2006   Quelle: Versiko AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Doku-Spielfilm zur Nachhaltigkeit ist offizielles Unesco-Projekt

DVD: "Ins Herz der Zukunft"

Wegen seiner innovativen und breitenwirksamen Darstellung der "Nachhaltigen Entwicklung" wurde die DVD "Ins Herz der Zukunft" kürzlich durch die UNESCO ausgezeichnet: der Film von fechnerMEDIA ist eines der ersten offiziellen Projekte der "Dekade der Vereinten Nationen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung". Die Bedeutung der Nachhaltigkeit sei in der breiten Bevölkerung bisher wenig bekannt, heißt es in der Pressemitteilung von fechnerMedia. Der Doku-Spielfilm sei das hierzulande erste Projekt, das mit ausgefeilten Mitteln Grundlagen zu diesem Thema vermittle.
 
Der abgeklärte Journalist Bene Schneider erhält den Auftrag, zu diesem Thema eine Titelgeschichte zu schreiben. Als Cadillac-Fahrer und Fast-Food-Fan ist er nicht überzeugt, dass sich die Leser für diese Story interessieren: "Nachhaltigkeit ist ein langweiliges Gutmensch-Thema!" Doch Schneider wird schnell eines Besseren belehrt.


Zu Besuch beim Solarzellen-Hersteller und beim Bahn-Chef

Bei seiner Recherche trifft der Journalist auf faszinierende Menschen, die ihn auf überraschende Zusammenhänge zwischen Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft stoßen. Die ironisch erzählte Rahmenhandlung verbindet elegant fünf kreative Kurzfilme, die in einen Wettbewerb des Rates für Nachhaltige Entwicklung entstanden sind. Zum Beispiel "(Un-) Rentabel", ein satirischer Blick auf die Alterssicherung der Zukunft. "Von nachhaltiger Bildung" handelt von Wissen und Verantwortung, und der Kurzkrimi "Berlin – Helsinki" beweist: die U-Bahn ist schneller als ein Fluchtwagen. Gedreht wurden die sehr kurzen Beiträge von Amateur-Teams verschiedener Generationen, die durch Profis von fechnerMEDIA trainiert und unterstützt wurden. Der Spielfilm verknüpft diese Beiträge miteinander. Bene Schneider beobachtet die Filmteams bei der Auseinandersetzung mit den komplexen Themen Energie, Ernährung, Mobilität und Bildung. Dabei begegnet er dem größten Solaranlagen-Hersteller Europas, dem Chef der Bahn – und einer ganz besonderen Schuldirektorin.

Der Film Ins Herz der Zukunft ist sowohl für ein breites Fernsehpublikum konzipiert, als auch für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende. Darüber hinaus werden sich zahlreiche Multiplikatoren wie Agenda- und Umweltgruppen, aber auch politische Organisationen und soziale Institutionen dafür interessieren, wie Nachhaltigkeit im Alltag umgesetzt werden kann.

"Ins Herz der Zukunft" (Regie: Carl A. Fechner und Andreas P. Bechtold) ist erhältlich auf DVD (27,- EUR) und als VHS-Cassette (25,- EUR). Die DVD umfasst neben dem Hauptfilm (52 Minuten Länge) auch ein Interview mit Bahnchef Hartmut Mehdorn und die fünf Kurzfilme der Amateur-Teams in voller Länge. Zu bestellen auch im Internetseiten des Auswärtigen Amtes.

20.01.2006   Quelle: EU-Nachrichten   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Grünen-Sprecher Fell: Gabriel rechnet erneuerbare Energien kleiner und teurer

"Zwar ist es erfreulich, dass nun auch in der sehr konservativ gerechneten Studie des Bundesumweltministeriums das grüne Ziel von 25 Prozent erneuerbarer Energie im Strombereich als realistisch bestätigt wurde. Leider hat Herr Gabriel dieses Ziel sich nicht zu eigen gemacht, sondern versucht, wie früher schon sein Parteigenosse Clement, die erneuerbaren Energien kleiner und teurer zu reden als sie sind."  Mit diesen Worten kommentiert Hans-Josef Fell, Sprecher für Energie und Technologie, der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen, die aktuelle BMU-Studie zur Entwicklung der Erneuerbaren. Diese zeige keineswegs das ganze Potenzial der erneuerbaren Energien auf, sondern sei der Versuch, dieses Potenzial konsequent klein und die Kosten groß zu rechnen, kritisiert Fell.


Differenzkosten zwischen Erneuerbaren und herkömmlichen Energien sinken

Wer für 2015 das Maximum der Kosten für die Förderung von erneuerbaren Energien mit vier Milliarden beziffere, habe die Entwicklung der Kosten der konventionellen Energien nicht berücksichtigt, so Fell. "Die Differenzkosten nehmen Jahr für Jahr ab, nicht nur durch die Degression bei der Vergütung für erneuerbare Energien, sondern auch durch die stark gestiegenen konventionellen Energiepreise. Es ist nicht besonders glaubwürdig, wenn die Preisentwicklung der konventionellen Energieträger der letzten Jahre nicht berücksichtigt wird", so Fell in einer Pressemitteilung.


Regelenergiekosten zu hoch angesetzt, CO2-Zertifikate zu niedrig

Die in der Studie mit 0,7 Cent pro Kilowattstunde (KWh) angesetzten Regelenergiekosten beziehen sich laut Fell auf einen veralteten und interessengeleiteten Bericht von E.on aus dem Jahr 2002. Sie seien doppelt so hoch wie in der neuen DENA-Studie von 2005, die bisher als einzige die Kosten für die Regelenergie berechnet habe. "Übrigens berichtet der dänische Netzbetreiber ELTA, dass für Windenergie in Dänemark keine zusätzlichen Regelenergiekosten anfallen", so Fell. Auch werde in der BMU Studie von einem der Zertifikatspreis für Kohlenstoffdioxid in Höhe von 12 Euro pro Tonne im Jahr 2020 ausgegangen, so Fell. Ein Blick auf den aktuellen Preis zeige mit über 25 Euro pro Tonnen eine andere Realität.


"Studie schon bei ihrer Veröffentlichung hoffnungslos veraltet"

"Diese und andere Fehler im Strombereich deuten darauf hin, dass auch im Wärmebereich und im Kraftstoffbereich die Potenziale der erneuerbaren Energien unterschätzt und die Kosten überschätzt werden", sagt Fell. Die Studie sei schon bei ihrer Veröffentlichung hoffnungslos veraltet. Die Möglichkeiten der Erneuerbaren Energien würden ein weiteres Mal viel zu gering eingeschätzt.

20.01.2006   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BEE begrüßt Studie des Bundesumweltministeriums zur Entwicklung der Erneuerbaren

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in Berlin zeigt sich erfreut über eine neue Studie des Bundesumweltministeriums zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland bis 2020. Demnach kann Strom aus erneuerbaren Energien bis dahin einen Anteil von 25 Prozent am Elektrizitätsmarkt erreichen. Die Studie wurde am 19.01.2005 von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) in Berlin vorgestellt.  "Die erneuerbaren Energien werden im Jahr 2020 in der Lage sein, eine zentrale Rolle in der künftigen Energieversorgung einzunehmen", zitiert BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke die Studie. Im nächsten Jahrzehnt werden die erneuerbaren Energien dem Gutachten zufolge vielfach die Schwelle zur Wirtschaftlichkeit erreichen. So werde beispielsweise Windstrom zunehmend billiger sein als der Marktpreis für Strom aus Kohle, Gas und Kernenergie.


Annahmen der Studie nach Ansicht des BEE bewusst konservativ gehalten

Die Studie prognostiziert zudem, dass erneuerbare Energien im Jahr 2020 mehr als 110 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid vermeiden werden "Das sind voraussichtlich 80 Prozent der Kohlendioxid-Reduktionen insgesamt. Die erneuerbaren Energien werden damit zum wichtigsten Klimaschutzinstrument", sagt Nitzschke. Die Annahmen der Studie sind nach Ansicht des BEE bewusst konservativ gehalten. "Hätten die Gutachter auch die Entwicklung an den Energiemärkten in den vergangenen zwei Jahren berücksichtigt, wäre das Ergebnis noch deutlich positiver ausgefallen", so Nitzschke. So rechne das Gutachten beispielsweise mit einem Preis von weniger als 5 Cent pro Kilowattstunde konventionellem Kraftwerksstrom in 2020. "Schon heute liegt der Preis jedoch fast bei 7 Cent", so Nitzschke.


Berücksichtigung neuer Entwicklungen der Energiemärkte würde Kostenprognose für Strom aus Erneuerbaren nochmals senken

Der BEE regt daher an, im nächsten Gutachten solche Entwicklungen zu berücksichtigen. "Das Ergebnis wäre, dass die Kostenprognose für Strom aus Erneuerbaren Energien nochmals um 20 bis 60 Prozent sinken würde. Das belegen unsere aktuellen Berechnungen", sagt Nitzschke. "Die Haushalte werden dann deutlich entlastet, die Förderung der erneuerbaren Energien wird noch mehr Dividende bringen als heute schon", so Nitzschke. So wirkten die Erneuerbaren Energien einer aktuellen Studie der Universität Flensburg zufolge preisdämpfend auf den Strommarkt und auf den Markt für CO2-Zertifikate. Damit verbilligten die Erneuerbaren Energien den gesamten Strompreis bereits jetzt um etwa 0,3 Cent pro Kilowattstunde, so der BEE.

20.01.2006   Quelle: BEE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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VDEW kritisiert BMU-Studie zum Ausbau erneuerbarer Energien

"Die ehrgeizigen Ausbauziele für erneuerbare Energien erfordern einen deutlichen Kurswechsel bei den Förderinstrumenten und machen den Ausbau der Stromnetze nötig." Das erklärte Roger Kohlmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW, Berlin) in einer ersten Stellungnahme zur Studie "Ausbau erneuerbarer Energien im Stromsektor bis 2020", die Bundesumweltminister Gabriel am 19.01.2006 vorgestellt hat.  Die Politik dürfe nicht länger einseitig nur auf den Mengenzuwachs bei den Erneuerbaren zielen, heißt es in der VDEW-Pressemitteilung. "Auch die Effizienz der Förderung muss deutlich gesteigert werden", betonte Kohlmann. Allein die Mehrkosten durch die staatlich vorgegebenen Vergütungen für Öko-Strom seien seit 1998 auf das Zehnfache gewachsen. "2006 steigt diese Belastung der Stromkunden auf rund drei Milliarden Euro", so Kohlmann.


Stark wachsende Windstrommengen machen neue Leitungen notwendig

Zusätzlich verursache vor allem der starke Ausbau der Windenergie Kosten für Reservekapazitäten und Regelenergie, um die stark schwankenden Stromlieferungen auszugleichen, kritisieren die Stromversorger im VDEW. "Für den Ausbau der Stromnetze müssen außerdem die Planungs- und Genehmigungszeiten verkürzt werden, die derzeit bis zu zehn Jahre ausmachen", fordert Kohlmann. Neue Leitungen seien nötig, um die stark wachsenden Windstrommengen von den Küstenstandorten zu den Verbrauchszentren zu transportieren. "Die erneuerbaren Energien sind fester Bestandteil im Energiemix der deutschen Stromwirtschaft", erklärte Kohlmann. Der Beitrag der CO2-freien Energieträger solle weiter gesteigert werden. "Die Effizienz der Förderung ist dabei ebenso wichtig wie die Versorgungssicherheit", so der VDEW-Geschäfstführer.

20.01.2006   Quelle: VDEW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarzellen-Fertigung der Sunways Production GmbH gut angelaufen

Sunways-Solarzellenproduktion.
Sunways-Solarzellenproduktion.

Die Anlaufphase der neuen Sunways-Produktionsstätte in Arnstadt/Thüringen wurde mit Auslaufen des Jahres 2005 erfolgreich abgeschlossen, berichtet die Konstanzer Sunways AG in einer Pressemitteilung. Anfang 2006 habe das Arnstädter Werk seine volle Produktionskapazität von 30 Megawatt peak erreicht. Dies werde sich in Zahlen erstmals im Quartalsbericht I/2006 positiv auswirken, der Mitte Mai veröffentlicht wird, so die Sunways AG.
 
Das Unternehmen verfüge damit im Jahr 2006 über eine Produktionskapazität von insgesamt 46 Megawatt peak (16 MWp in Konstanz, 30 MWp in Arnstadt). In Arnstadt werde "High-tech in Serie" (mono- und multikristalline Solarzellen) produziert, in Konstanz konzentriere sich Sunways wir "High-tech nach Maß" (farbige und transparente Solarzellen).


Tochterunternehmen MHH eröffnet Vertriebsbüro in Nürnberg

Die MHH Solartechnik GmbH, hundertprozentige Tochter der Sunways AG mit Sitz in Tübingen, baut ihre Präsenz in Bayern aus und eröffnet zum 01. Februar 2006 ein Vertriebsbüro in Nürnberg. Damit ist MHH mit einer Niederlassung in München und dem neuen Büro in Nürnberg zweimal in Bayern vertreten. "Wir können unsere Kunden in Nordbayern jetzt noch intensiver betreuen und sind für unser Partner in Süddeutschland noch besser erreichbar", meinte MHH-Geschäftsführer Günter Haug.

20.01.2006   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG

 

Geothermie-Kraftwerk Groß-Schönebeck: GFZ startet Seismik-Experiment

Setzen des Standrohres am Bohrplatz.
Setzen des Standrohres am Bohrplatz.

Am 17.01.2005 begann nordöstlich von Berlin ein seismisches Experiment zur Erkundung des geothermischen Potenzials von Sedimentgesteinen. Unter der Federführung des GFZ Potsdam werden in diesem Projekt neueste geophysikalische Methoden entwickelt und angewandt, mit denen in Zukunft Erdwärmelagerstätten ohne kostenintensive Bohrungen aufgefunden und quantitativ bestimmt werden sollen.
 
Mit der Geothermiebohrung Groß Schönebeck des GeoForschungsZentrums Potsdam im Zentrum wird entlang eines 40 km langen Nord-Süd-Profils und einer Sternauslage mit 6 km Durchmesser um die Bohrung ein Netz von seismischen Geophonen ausgelegt. Insgesamt werden 200 Geophone in einem Abstand von jeweils 200 Metern vernetzt. Nachdem diese Messgeräte ausgebracht sind, wird entlang des Nord-Süd-Profils alle 800 Meter ein etwa 25 Meter tiefes Loch gebohrt und darin eine kleine Sprengladung gezündet. Die ungefährlichen Detonationen im Untergrund erzeugen Schallwellen, mit denen der Aufbau der oberen Erdkruste analysiert werden kann.


Schlüsselexperiment der europäischen Erdwärme-Forschung

Die jetzt anlaufende seismische Erkundung ist laut GFZ ein Schlüsselexperiment in der europäischen Forschung zur Nutzung der Erdwärme. Das Experiment in Brandenburg sei das größte europäische Erdwärme-Erkundungsexperiment im Rahmen von "I-GET" (Integrated Geophysical Exploration Technologies for Deep Fractured Geothermal Systems), an dem sieben Nationen beteiligt sind. Die Bedeutung des Experiments liegt besonders in der Übertragbarkeit der Ergebnisse auf weitere Gebiete mit sedimentären geothermischen Lagerstätten.


Nutzung von Erdwärme zur Stromgewinnung

Das GFZ Potsdam zielt mit seiner Geothermie-Bohrung in Groß Schönebeck, nordöstlich von Berlin, auf die Nutzung von Erdwärme zur Stromgewinnung. Neben dem 4.300 Meter tiefen Bohrloch wird Ende Februar eine zweite, ebenso tiefe Bohrung durchgeführt, mit der ein geschlossener geothermaler Kreislauf hergestellt werden soll. Ein willkommener Nebeneffekt dieser Bohrung sei, dass die Bohrlochdaten auch zur vollständigen Interpretation der I-GET-Daten dienen können. Das GeoForschungsZentrum Potsdam stellt seinen europaweit größten geophysikalischen Gerätepool für dieses große Experiment zur Verfügung. Spezielle Dreikomponenten-Geophone erlauben die richtungsabhängige Bestimmung der Gesteinseigenschaften. Damit lässt sich die Lage und Geometrie der geothermischen Speicher in der Tiefe abschätzen.

Mit diesem Pionierprojekt ist das GFZ Potsdam maßgeblich am europäischen Netzwerk für Geothermieforschung beteiligt. Aufgaben dieses Netzwerkes sind vor allem die Förderung der Entwicklung innovativer Technologien mit dem Ziel, das nutzbare Potenzial geothermischer Energie zu erweitern, die Zusammenführung und Vernetzung europäischer Forschungsaktivitäten sowie das Aufzeigen von Hemmnissen und Risiken, die einer breiten Nutzung noch entgegenstehen.

20.01.2006   Quelle: Geothermische-Vereinigung e. V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: GFZ.

 

Besteuerung von Biokraftstoffen wird heiß diskutiert

Die Diskussion um die Besteuerung von Biokraftstoffen und die Einführung einer Beimischungspflicht versachlichen sich stetig, berichtet die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) in einer Pressemitteilung. Laut UFOP zeichnen sich Lösungen ab, die den Fortbestand der Vermarktung von reinem Biodiesel sowie die Förderung des gesamten Sektors durch verpflichtende Beimischungen sichern werden. Nach Informationen der UFOP ist bereits im Sommer 2006 mit einer moderaten Teilbesteuerung für reinen Biokraftstoff sowie für Mischungskraftstoff zu rechnen.  Mit einer Teilbesteuerung sei auch für reines Pflanzenöl zu rechnen, das motorisch verwendet wird. Die diskutierten Steuersätze bewegen sich nach Angaben der UFOP für alle drei Teilbereiche zum jetzigen Zeitpunkt zwischen 10 bis 15 Cent, wobei beim reinen Biodiesel eher von dem niedrigeren Satz ausgegangen werde.


Beimischungspflicht kommt

An den ab 2007 geltenden Regelungen für reine Biokraftstoffe und Mischungen werde in den verantwortlichen Ministerien bereits gearbeitet, so die UFOP. Im Laufe des Jahres soll das entsprechende Gesetzgebungsverfahren auf den Weg gebracht werden. Es könne sicher davon ausgegangen werden, dass es zu der intensiv diskutierten Beimischungspflicht kommen wird. Laut Ulrich Kelber, dem Vizevorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, sei Biodiesel in Mischungen mit herkömmlichem Diesel voraussichtlich voll zu versteuern. Für reine Biokraftstoffe dürfte es eine differenzierte Lösung geben, die beispielsweise den Einsatz von Biodiesel und Pflanzenöl in der Land- und Forstwirtschaft besonders berücksichtige. Um den Absatz von Biokraftstoffen an öffentlichen Tankstellen und beim Einsatz in Nutzfahrzeugen weiterhin zu fördern, sei zudem von einer moderaten Besteuerung auszugehen, die den energie- und umweltpolitischen Zielen Deutschlands Rechnung trage.

20.01.2006   Quelle: UFOP e. V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Gabriel: Erneuerbare können 2020 bereits zu 25 % der Stromversorgung beitragen

Strom aus erneuerbaren Energien kann im Jahr 2020 bereits zu einem Viertel der deutschen Stromversorgung beitragen und 110 Millionen Tonnen an klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) einsparen - doppelt so viel wie heute. Das berichtet das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. Die Kosten blieben vertretbar, so das BMU. Dies zeige eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt und Energie sowie des Zentrums für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Wuerttemberg (ZSW), die Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 19.01.2005 der Öffentlichkeit vorgestellt hat.  "Erneuerbare Energien sind ein stark wachsender Bestandteil der deutschen Stromversorgung. Sie werden ihre Position weiter ausbauen - mit positiven Auswirkungen für die Unabhängigkeit der deutschen Energieversorgung, für Umwelt- und Klimaschutz und nicht zuletzt als Innovationsträger der deutschen Wirtschaft", so der Bundesumweltminister.


Mehr Ökostrom schafft mehr Arbeitsplätze

Die erneuerbaren Energien werden laut BMU unter den Rahmenbedingungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu einer tragenden Säule im deutschen Strommarkt und damit den sinkenden Anteil der Atomenergie auffangen. Gleichzeitig werde sich das mit dem Ausbau der Stromerzeugung aus Biomasse, Geothermie, Photovoltaik, Wasser und Wind verbundene Investitionsvolumen in den nächsten fünfzehn Jahren auf etwa 75 Milliarden Euro summieren. Hieraus würden kräftige wirtschafts- und beschäftigungspolitische Impulse für die deutsche Volkswirtschaft resultieren.


Monatliche EEG-Kosten eines Durchschnittshaushalts steigen bis Mitte des kommenden Jahrzehnts um lediglich 1,30 Euro

"Der kräftige Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wird dabei zu vertretbaren Kosten realisierbar sein", sagt Gabriel. So zeige die Studie, dass die monatlichen EEG-Kosten eines Durchschnittshaushalts von heute rund 1,50 Euro bis Mitte des kommenden Jahrzehnts auf lediglich 2,80 Euro ansteigen und ab 2016 dauerhaft sinken werden. Das sei sicher ein akzeptabler Betrag, angesichts der großen Herausforderung, den Klimawandel zu bekämpfen und Deutschlands Energieversorgung zu sichern und umweltgerecht zu gestalten. "Keineswegs kommt es, wie oft fälschlicherweise suggeriert, zu einem ungebremsten Kostenanstieg", so der Minister.


Uranimporte schaffen keine Versorgungssicherheit

Die Kosten für erneuerbare Energien werden sinken, weil die konventionelle Stromerzeugung anhaltend teurer werde, die Vergütungen nach dem EEG dagegen degressiv angelegt sind, also von Jahr zu Jahr abnehmen. Einzelne Sparten der erneuerbaren Energien - vor allem ein Teil der Windkraft - dürften Ende des nächsten Jahrzehnts bereits selbst bei betriebswirtschaftlicher Betrachtung die Wirtschaftlichkeit erreicht haben, so das BMU. Einem Festhalten an der Nutzung von Atomenergie erteilte Gabriel eine klare Absage. "Rohstoffhopping, der Wechsel von Öl- auf Gas- auf Uranimporte, schafft keine Versorgungssicherheit", so der Minister. Diese sei vielmehr durch den Ausbau erneuerbarer Energien, durch mehr Energieeffizienz und Energieeinsparung zu erreichen.


Komplette Studie im Internet zugänglich

Die Studie "Ausbau erneuerbarer Energien im Stromsektor bis zum Jahr 2020" (PDF, 88 S.) ist im Internet verfügbar unter http://www.erneuerbare-energien.de/files/presse/aktuell/application/pdf/ausbau_ee.pdf

19.01.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Conergy will Umsatz im US-Solar-Markt kräftig steigern

Die Hamburger Conergy AG sieht sich bestens vorbereitet für den Ausbau ihrer US-Umsätze, auch dank des neuen Solar-Förderprogramms in Kalifornien (California Solar Initiative). Bereits 2005 habe der US-Umsatz bei einer EBIT-Marge von über 10 % auf über 25 Millionen US-Dollar vervielfacht werden können, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Mit einem Marktanteil von etwa fünf Prozent in dem stark fragmentierten solaren Anlagenbau zähle Conergy bereits heute zu den führenden Anbietern schlüsselfertiger Solarsysteme und als das größte deutsche Unternehmen im US-Geschäft.  "Unsere Kundennähe und das Engineering-Know-how unserer erfahrenen US-Mitarbeiter, die seit den 80er Jahren zu den Solarpionieren in Nordamerika zählen und vor Ort bestens vernetzt sind, sichern uns eine hervorragende Ausgangsposition in dem schnellen Wachstum des US-Marktes", erklärt Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Conergy AG. Der aktuelle Wettbewerbsvorsprung der Conergy Gruppe im US-Markt basiere auf der Übernahme eines führenden US-Solarunternehmens im Januar 2005 und der kundennahen Präsenz in Sacramento/Kalifornien.


Solares Marktanreizprogramm in Kalifornien

Mit einer neu installierten Gesamtspitzenleistung von etwa 95 Megawatt sind die USA hinter Deutschland und Japan der weltweit drittgrößte Solarmarkt. Nicht zuletzt dank des am 12. Januar 2006 beschlossenen, neuen solaren Marktanreizprogramms stehen jetzt zusätzliche Fördermittel in Höhe von 2,9 Milliarden US-Dollar zur Verfügung, um die installierte Photovoltaik-Leistung auf kalifornischen Dächern bis zum Jahr 2017 auf 3 Gigawatt auszubauen. "Dank unseres einzigartigen Engineering- und Vertriebs-Know-hows sind wir der weltweit führende Anbieter schlüsselfertiger Solaranlagen und werden auch in den USA weiter überproportional wachsen. Dafür werden wir unser Vertriebsnetz auch für komplementäre regenerative Energiesysteme konsequent ausbauen. Die für den Ausbau unserer Marktanteile notwendigen Modulkontingente konnten wir uns bereits fest sichern", so Rüter weiter. Das neue Marktanreizprogramm soll laut PUC (California Public Utilities Commission) die Kosten von Solarstrom für den Verbraucher deutlich senken. Dies soll zum Teil durch einen Aufschlag auf die monatliche Gas- und Stromrechnung der Kalifornier finanziert werden.

Weitere Informationen zur California Solar Initiative: news.html#news4824

19.01.2006   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Erneuerbare Energien fangen Atomausstieg spielend auf

"Erneuerbare Energien können die Lücke in der Energieversorgung locker füllen, die durch den Ausstieg aus der Atomkraft entsteht", heißt es in einer Pressemitteilung der Informationskampagne für Erneuerbare Energien. "Bis zum Jahr 2010 werden Wind- und Wasserkraftwerke, Solar- und Biogasanlagen jährlich über 50 Milliarden Kilowattstunden Strom mehr als im Jahr 2000 liefern", zitiert die Informationskampagne Dr. Harry Lehmann, den Leiter des Fachbereichs Umweltplanung und Nachhaltigkeitsstrategien des Umweltbundesamtes.
  Die sechs Atomkraftwerke, die bis dahin stillgelegt werden sollen, hätten jedoch jährlich zusammen nur 33 Milliarden Kilowattstunden geliefert. "Das zeigt deutlich, dass Erneuerbare Energien mehr leisten als gefordert wird", sagt Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) in Berlin.


Nationales Energiekonzept muss bei erneuerbaren Energien ansetzen

"Das Potenzial der Erneuerbaren Energien ist gewaltig", sagt Lackmann. "Sie können die Energieversorgung sichern und gleichzeitig die Energiekosten stabil halten. Das von Angela Merkel geforderte Energiekonzept muss bei Erneuerbaren Energien anfangen, denn nur mit diesen lässt sich die Versorgung dauerhaft und kostengünstig sicherstellen. Die konventionelle Energie muss sich daran ausrichten und darf nur den Anteil an der Energieversorgung übernehmen, den Erneuerbare Energien noch nicht decken können", so Lackmann weiter.


Erneuerbare senken den Strompreis schon heute

Der Umstieg belastet die Verbraucher nicht, betont die Informationskampagne. Im Gegenteil: Weil es das Erneuerbare–Energien-Gesetz gibt, falle die Stromrechnung eines Durchschnittshaushaltes mit einem Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden Strom heute schon jährlich um fast acht Euro geringer aus. Das habe der auf Energie- und Klimapolitik spezialisierte Wirtschaftsingenieur Max Rathmann von der Universität Flensburg ermittelt. Seine Studie werde demnächst im renommierten Wissenschaftsblatt Energy Policy veröffentlicht. "Die klimaschonenden Erneuerbaren Energien ersetzen Strom, der ansonsten klimaschädlich in Kohle- oder Gaskraftwerken erzeugt werden müsste. Deshalb sparen die Energiekonzerne den Kauf von CO2-Zertifikaten", sagt Rathmann. "Ohne Erneuerbare Energien würde die Nachfrage nach Zertifikaten so sehr wachsen, dass ihr Preis um 30 Prozent steigen würde. Diese Mehrkosten würden die Energiekonzerne auf die Verbraucher umlegen und dieser Betrag wäre deutlich höher als die Kosten für die Förderung Erneuerbarer Energien", so Rathmann.


Hohes Risiko durch Abhängigkeit von Energieimporten

Angesichts der immer knapper werdenden Ressourcen Öl und Gas helfen erneuerbare Energien auch, die Nachfrage nach diesen Importrohstoffen zu senken und wirken so Preiserhöhungen entgegen. "Je knapper Ressourcen werden, desto teurer werden sie. Das ist eine ökonomische Selbstverständlichkeit", sagt Prof. Dr. Mohssen Massarrat von der Universität Osnabrück. "Genauso selbstverständlich ist: Nur Erneuerbare Energien sind unendlich verfügbar, im Prinzip hängt es nur von den Fähigkeiten eines Landes ab, ob es seine Energieversorgung damit deckt", sagt der Osnabrücker Professor.

Beim jetzigen Energiesystem würden die Staaten der Welt immer mehr in Konkurrenz zueinander treten, um an die wichtigen Energieträger zu gelangen, so Massarrat. "Die vielfältigen Abhängigkeiten von Energieimporten beinhalten deshalb ein sehr hohes Risiko internationaler Konflikte. Das sieht man heute schon an den Ölpreisdrohungen des Iran und an der Gaszange, in die die Ukraine genommen wurde", sagt der Friedens- und Konfliktforscher. "Aus diesen Gründen müssen wir das Energiesystem unbedingt auf Erneuerbare Energien umstellen", fordert Massarrat.


Russisches Erdgas lässt sich zur Hälfte durch heimisches Biogas ersetzen

Eine Umstellung sei auch bei der Gasversorgung möglich, betont die Informationskampagne. Das belegten aktuelle Berechnungen des Fachverbandes Biogas. In der Zukunft könnten Biogasanlagen in Deutschland jährlich Gas mit einem Heizwert von rund 750.000 Terajoule erzeugen. Das sei mehr als die Hälfte der Gasimporte aus Russland, deren Heizwert bei etwa 1,4 Millionen Terajoule liege.

19.01.2006   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Fotograf: H.-G. Oed
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DBU fördert Studie zu Umweltstandards für Ökostrom aus Wasserkraft

Erneuerbare und klimaschonende Stromerzeugung aus Wasserkraft.
Erneuerbare und klimaschonende Stromerzeugung aus Wasserkraft.

In Deutschland wird immer mehr umweltfreundlicher Strom produziert. Dieser "grüne Strom" kann auch aus Wasserkraft gewonnen werden. Bisher gibt es jedoch kein Bewertungsverfahren, das einen hohen ökologischen Standard bei der Wasserkraftnutzung dokumentiert. Das soll sich jetzt ändern: Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) überprüfen die Universität Stuttgart und das Wasserforschungsinstitut "Eawag" zusammen mit der EnBW Energie Baden-Württemberg AG die Anwendbarkeit eines Kriterienkatalogs aus der Schweiz.
 
Er soll in Deutschland dazu dienen, Wasserkraftwerke auf bestimmte Umweltaspekte hin umfassend zu untersuchen und sie anschließend auszuzeichnen. Der "greenhydro-Standard" kann dann als Zertifizierungsgrundlage für Gütesiegel wie "ok-power" oder "Grüner Strom Label" genutzt werden.


Freiwilliges Gütesiegel soll Umweltqualität der Stromproduktion sicher stellen

Wasserkraft ist eine erneuerbare und klimaschonende Energiequelle. Trotzdem bringe sie auch unerwünschte ökologische Folgen mit sich, heißt es in der DBU-Pressemitteilung. So könnten Wasserkraftwerke etwa die Wanderung von Fischen behindern. Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen Situation seien oft sehr kostspielig. Der Bau einer "Fischtreppe" kann laut DBU über 100.000 Euro kosten. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von 2004 sichere dem Produzenten von Strom aus Wasserkraft zwar den Unterhalt der Anlage, schaffe aber nur bedingt Anreize, den Öko-Standard in der Produktion weiter auszubauen, sagt DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde: "Gerade für die Vermarktung von grünem Strom ist es aber wichtig, dass eine möglichst hohe Umweltqualität auf allen Ebenen sichergestellt und - etwa im Rahmen eines freiwilligen Gütesiegels - auch nachgewiesen werden kann", so Brickwedde.


Präsentation der Projektergebnisse am 26. Juni 2006 in Osnabrück

In der Schweiz wird nicht nur ein großer Anteil des Stroms aus Wasserkraft gewonnen. Dort wird bereits seit 2001 im Rahmen eines Gütesiegels für "grünen Strom" auch mit dem "greenhydro-Standard" gearbeitet. Das Verfahren stelle sicher, dass der Kraftwerksbetreiber sich an einen Umweltstandard hält, der die gesetzlichen Mindestanforderungen übersteigt, so die DBU. Als Gegenleistung kann das Kraftwerk als besonders umweltfreundlich ausgezeichnet werden. Mit diesem Siegel hebe sich der Betreiber dann von seinen Konkurrenten ab und kann seinen "grünen Strom" auf dem Markt an umweltbewusste Kunden verkaufen. Mit einem Teil der zusätzlichen Einnahmen verpflichtet sich der Produzent, weitere umweltfreundliche Verbesserungsmaßnahmen zu finanzieren. Die Projektergebnisse werden der interessierten Fachöffentlichkeit am 26. Juni 2006 vorgestellt im Zentrum für Umweltkommunikation der DBU (Osnabrück).

19.01.2006   Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU
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Bundeswirtschaftsministerium will Holzstandort Deutschland stärken

"Wir werden den Holzstandort Deutschland stärken", sagte Hartmut Schauerte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie (BMWi), am 13.01.2006 im Rahmen der Gemeinsamen Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) und der Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände (Arge Grundbesitzer) in Berlin. Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums soll Invest in Germany im April eine Marketingbroschüre zum Holzstandort Deutschland vorlegen, die zu Investitionen im ländlichen Raum anregen und so letztlich zur Schaffung neuer und zum Erhalt bestehender Arbeitsplätze beitragen soll, so Staatssekretär Schauerte.   Die Broschüre werde die aktuelle Situation und das Potenzial darstellen, aber auch Forschung und Innovation, Holzwerkstoffe und Ausbildung einbeziehen. Schauerte sagte zu, die Bildung eines Clusters "Forst und Holz" zu unterstützen und forderte die Teilnehmer auf, die Förderprogramme der EU stärker für ihre Branchen zu nutzen.

In diesem Zusammenhang verwies der Staatssekretär besonders auf die forest-based-sector technology platform für Wald-Holz-Papier, mit der die anwendungsorientierte Forschung und damit die enge Zusammenarbeit besonders der mittelständischen Wirtschaft mit Forschungseinrichtungen gefördert werden soll. Schauerte ermunterte die mittelständischen Unternehmen, sich zusammenzuschließen, um die nötigen Eigenmittel aufbringen und rechtzeitig mit der Erarbeitung von Projektanträgen beginnen zu können. "Das Motto muss lauten: Nur gemeinsam sind wir stark. Das heißt: Alle Beteiligten müssen enger zusammen arbeiten, um den globalen Herausforderungen unserer Zeit erfolgreich begegnen zu können", so Schauerte.


Ein Drittel des jährlichen Holzzuwachses noch ungenutzt

Die Forst- und Holzwirtschaft ist mit rund 2 Waldbesitzern, zirka 185.000 Betrieben mit über 1,3 Millionen Beschäftigten und rund 181 Milliarden Umsatz (Studie des Waldzentrums, Uni Münster) ein volkswirtschaftlich und beschäftigungspolitisch wichtiger Faktor. Allerdings würden nur rund zwei Drittel des jährlichen Holzzuwachses von etwa 95 Millionen Kubikmeter genutzt. Das ungenutzte Potential müsse erschlossen werden, so der Staatssekretär. Schauerte betont: "Hier ist Raum für Investitionen. Sie dienen dem Erhalt der Unternehmen und bilden die Voraussetzung für mehr Beschäftigung in der Branche.".

Weiterführende Informationen http://www.forestplatform.org

19.01.2006   Quelle: BMWI   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Energiepreise: SPD setzt SPD Kartellrecht statt Atomdebatte

"Bundeskartellamt und Bundesnetzagentur benötigen alle politische Unterstützung in ihrem Bemühen, in den deutschen Energiemarkt endlich wettbewerbliche Strukturen einzuführen." Das erklärte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber, zur aktuellen Diskussion um die Hintergründe für steigende Energiepreise. "Denn es sind die Energie-Monopolisten, die bisher ungestraft mit immer überzogeneren Gewinnspannen Wirtschaft und Privatverbraucher belasten", so Kelber.  Die Untersagung langfristiger Lieferverträge im Gasmarkt durch das Bundeskartellamt sei eine richtige und wichtige Entscheidung, sagt Kelber. Als nächster Schritt müsse eine Reduzierung der überzogenen Netzgebühren im Stromsektor durch die Bundesnetzagentur erfolgen, damit Wettbewerber in den Markt einsteigen können. "Hier erwarten wir tatkräftige Unterstützung des zuständigen Bundeswirtschaftsministers", appelliert der SPD-Politiker an den Koalitionspartner.


"Platzhirsche" verhindern echten Wettbewerb auf dem Energiemarkt

Eine solche Politik diene dem Wettbewerb und damit der Preisdämpfung, betont Kelber. Die Debatte um die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke hingegen folge anderen, durchsichtigen Motiven. Diese Diskussion spiele vor allem den großen vier Energie-Monopolisten in die Hände. Dabei seien es die "Platzhirsche", die einen echten Wettbewerb und damit Bewegung bei den Preisen nicht zuließen. "Das gilt im Übrigen für Strom ebenso wie für den Gasmarkt", so Kelber.


"Goldenes Ende" führt nur zur Verbesserung der Unternehmensgewinne

"Vollends lächerlich machen sich zudem alle, die glauben, dass mit verlängerten Reaktorlaufzeiten Strom billiger würde. Alle Erfahrung lehrt uns, dass die Betreiber die geringeren Betriebskosten durch ein nochmals verlängertes 'goldenes Ende' nur zur Verbesserung der Unternehmensgewinne verwenden, sagt Kelber. "Oder sie veranstalten damit erneut eine kurze Periode mit Dumpingpreisen, damit mögliche Wettbewerber aus dem Markt gedrängt werden. Das Nachsehen haben die Verbraucher in Industrie und Gesellschaft. Konkret sieht man das in Baden-Württemberg: Dieses Bundesland hat den größten Atomstromanteil aller Bundesländer und gleichzeitig die höchsten Strompreise", so der SPD-Vize.

18.01.2006   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Aktion WÄRME VON DER SONNE: Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Broschüre zur Aktion.
Broschüre zur Aktion.

Rund 70 Vertreter von 50 Solarinitiativen, die sich in diesem Jahr an der Aktion WÄRME VON DER SONNE bundesweit beteiligen, haben sich am 14. Januar in Frankfurt getroffen, um sich über ihre geplanten Aktivitäten auszutauschen. Die regionalen Aktionsgemeinschaften sind in diesem Jahr bundesweit flächendeckend vertreten. Mit Unterstützung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) und des Bundesumweltministeriums werden sie im Frühjahr und Sommer zahlreiche Veranstaltungen rund um die Solarwärmenutzung durchführen.
 
Während im vergangenen Jahr die meisten Initiativen aus Bayern und Baden-Württemberg kamen, sind nun auch die Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit jeweils neun Solarinitiativen gut dabei, dicht gefolgt von Hessen und Rheinland-Pfalz. Bis auf Sachsen-Anhalt und das Saarland gibt es in jedem Bundesland mindestens eine Aktionsgemeinschaft aus Handwerk, Kommunen, Solar- und Umweltvereinen und weiteren Partnern, die sich an der Solarwärme-Kampagne beteiligen.


Insgesamt engagieren sich bundesweit 60 Aktionsbündnisse mit Hunderten von Gruppen, Vereinen, Organisationen und Behörden und über Tausend haupt- und ehrenamtlich tätige Privatpersonen, Verwaltungsvertreter, Handwerker und Unternehmen im Rahmen der Aktion WÄRME VON DER SONNE für eine stärkere Nutzung von Solarwärmeanlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung.


Kommunen und Handwerk stärker vertreten

Das Treffen der Solarinitiativen in Frankfurt zeigte die Vielfalt der Gruppierungen: So sind in vielen Initiativen Kommunalvertreter engagiert, oft im Rahmen der Agenda 21-Arbeit, da die Solarenergie auch als Chance zur Belebung der regionalen Wirtschaft gesehen wird. Andere Solarinitiativen arbeiten eng mit Handwerksbetrieben und –innungen zusammen. So sind zum Beispiel in der Solarkampagne Schwalm-Eder, die auch vom Hessischen Umweltministerium unterstützt wird, mehrere Obermeister von Sanitär-Heizungs-Innungen in der Aktion WÄRME VON DER SONNE aktiv. 20 der beteiligten Initiativen waren bereits im vergangenen Jahr bei der Aktion dabei. Diese betonten den Imagegewinn ihrer Arbeit durch die Kooperation mit dem BSW und dem Bundesumweltministerium. Die Erfahrungen hätten gezeigt, dass die Akzeptanz ihrer lokalen Aktivitäten dadurch deutlich gestiegen sei.


Schau-Montage, Solarhütte und Checkliste zum Denkmalschutz

Um Bürgerinnen und Bürger vor Ort anzusprechen, haben die Aktiven sich auch dieses Jahr wieder einiges für ihre individuellen Aktionen einfallen lassen: Neben Klassikern wie Vortragsveranstaltungen, Tagen der offenen Tür, Solarschulungen, Solarfesten und solarem Basteln gibt es neue Veranstaltungsideen wie einen Sponsorenlauf, eine "Zeittafel Sonnenenergie" und die Aktion "Warmduschen". Die "Zeittafel Sonnenenergie" ist ein Projekt der Westerwälder Solarinitiative "Frischer Wind für Wärme von der Sonne" in Rheinland-Pfalz. Im Rahmen eines Jugendprojektes soll hier die Nutzung von Solarenergie von 3.000 v.Chr. bis heute aufgezeigt werden. Die Aktion "Warmduschen" aus dem oberbayerischen Landkreis Freising richtet sich an Einsteiger, Profis und Schulen. Unter anderem wollen die Freisinger ihren Landrat und die Bürgermeisterin auf einer Open-Air-Pool-Party unter die solar beheizte Dusche holen. Auch die geplante Schau-Montage, der Bau einer "Solarhütte", ein ökumenischer Pfingstgottesdienst zum Thema "Die Erde, die Gott uns nur geliehen hat" sowie die Checkliste Denkmalschutz waren interessante Anregungen für die anderen Initiativen.


Aktionszeitung als wichtigstes Instrument

Bei ihren Veranstaltungen erfahren die Solarinitiativen auch dieses Jahr wieder vielfältige Unterstützung durch das Projektbüro der Aktion. Im Mittelpunkt steht die Aktionszeitung. Mit verständlichen und anschaulichen Berichten und einer professionellen Gestaltung sollen die Menschen vor Ort für die Solarwärme interessiert und zum Handeln motiviert werden. Die Zeitung schlägt einen Bogen vom Klima- und Ressourcenschutz über Möglichkeiten der Energiewende bis zu den konkreten Fragen rund um die Nutzung der Solarwärme. Sie informiert über die Solarförderung und die Solaranbieter. Jede Initiative erhält eine lokalspezifische Ausgabe der Zeitung und kann sich selbst, ihre Partner und Aktionen vorstellen. Die gesamte Auflage der Aktionszeitung liegt in diesem Jahr bei über 150.000 Exemplaren. Weiter erhalten die Initiativen Plakate, Solar-Werbegeschenke, eine Infotheke und eine Solarwärme-Ausstellung für ihre Arbeit. Für die Veranstaltungsvorbereitung gibt es Checklisten, für Vorträge werden Foliensätze bereitgestellt. Das Internet-Portal www.waerme-von-der-sonne.de informiert laufend über aktuelle Veranstaltungen und kann für die eigene Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden.


Der Auftakt ist gemacht

"Nach nur sechs Wochen Werbung hatten wir Ende November 80 Bewerbungen für die Teilnahme in diesem Jahr auf dem Tisch", freut sich BSW-Geschäftsführer Gerhard Stryi-Hipp über die gute Resonanz auf die in dieser Form neuartige Solarwärme-Kampagne. "Das Treffen der ausgewählten 60 Initiativen hat gezeigt, wie engagiert und kreativ die verschiedenen Aktionsbündnisse ans Werk gehen, wir gehen deshalb von einem noch größeren Erfolg der Aktion in diesem Jahr aus", so Stryi-Hipp weiter. Die Solarinitiativen hätten in kurzer Zeit bereits Aktionsbündnisse geschmiedet, umfangreiche Aktionspläne erstellt und vereinzelt sogar schon losgelegt. In Marburg fand Anfang Januar die erste Solarwärme-Ausstellung in diesem Jahr statt. Zahlreiche andere Solarinitiativen folgen mit Auftaktveranstaltungen im Februar und im März.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich über Aktivitäten in ihrer Nähe zu informieren telefonisch unter 030 / 29 777 88 – 22 oder im Internet unter   An der Notwendigkeit einer effizienten Klimaschutzpolitik könne es keinen Zweifel mehr geben.


Wettbewerb um den kostengünstigsten Weg zur CO2-Reduzierung

"Das Kyoto-Protokoll und der Emissionshandel geben der Wirtschaft konkrete Ziele zur Reduzierung von CO2 vor. Wie diese erreicht werden, bleibt dabei der Wirtschaft überlassen. Dadurch gibt es einen Wettbewerb um den besten und kostengünstigsten Weg zur CO2-Reduzierung und damit einen Anreiz zu Innovationen", so Reiche". Darin liege der große Vorteil des Kyoto-Protokolls. Denn nur durch die Entwicklung und den Einsatz neuer Technologien und die effizientere Nutzung von Ressourcen und Energie werde es möglich, die Klimaschutzziele zu erreichen. Mit den flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls (CDM und JI) werde im Rahmen des Emissionshandels auch ein Anreiz gegeben, Klimaschutzmaßnahmen in Schwellen- und Entwicklungsländern vorzunehmen, beispielsweise durch Technologietransfer. Hierdurch würden die Schwellen- und Entwicklungsländer an den Emissionshandel angebunden. Die flexiblen Mechanismen könnten damit auch als Brücke dienen, die Schwellen- und Entwicklungsländer an den Emissionshandel heranzuführen und einen weltweiten Emissionshandel voranzutreiben.


Vorteile von Klima-Partnerschaft und Kyoto-Protokoll verbinden

Mit der Klimaschutzkonferenz in Montreal sei der Startschuss für die Weiterentwicklung des Kyoto-Protokolls für die Zeit nach 2012 gegeben worden, betont die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Auch die USA wollten sich an diesem Dialog beteiligen. Diese Gespräche seien eine große Chance, die Teilnehmer der Klima-Partnerschaft und die des Kyoto-Protokolls zusammenzuführen und die Vorteile von beiden zu verbinden.

16.01.2006   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Kalifornien: 2,9 Milliarden US-Dollar für Solar-Förderung

Die California Public Utilities Commission (PUC) hat am 12.01.2006 beschlossen, für die so genannte California Solar Initiative insgesamt Fördermittel in Höhe von umgerechnet 2,3 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Das Programm hat eine Laufzeit von elf Jahren und umfasst sowohl Ausführungsbestimmungen als auch konkrete Fördersätze für Solaranlagen. Ziel der California Solar Initiative ist, die installierte Photovoltaik-Leistung in Kalifornien bis zum Jahr 2017 auf 3.000 Megawatt auszubauen.  Die Initiative ist laut PUC das umfangreichste Förderprogramm, das es in den Vereinigten Staaten bislang gab und soll die Kosten von Solarstrom für den Verbraucher deutlich senken. Ein Teil der Kosten soll durch einen Aufschlag auf die monatliche Gas- und Stromrechnung der Kalifornier finanziert werden.


Start mit Photovoltaik, Unterstützung auch für Solarthermie

Kalifornien bemühe sich seit langem um eine umweltfreundliche Energieversorgung, sagte PUC-Präsident Michael R. Peevey. "Wir haben bereits Regelungen für erneuerbare Energien und Energie-Effizienz in unseren Energie-Aktionsplan aufgenommen und die Solar Initiative führt diese Tradition fort mit einem dynamischen Programm zur Förderung der Solarenergie", so Peevey. Die Förderung für Solarstrom und Solarwärme soll bis zum Ende des Programms kontinuierlich sinken, vergleichbar der deutschen Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetzt (EEG). Nach dem Start des Solarstromprogramms ist staatliche Unterstützung auch für Solarwärmeanlagen zur Brauchwassererwärmung und für solar unterstützte Heizung und Klimatisierung vorgesehen. Im Vorfeld sollen im Laufe des Jahres Workshops zu diesen Technologien stattfinden. Die Förderung hebt nicht nur auf die installierte Leistung ab, sondern belohnt den Energie-Ertrag. Damit soll sicher gestellt werden, dass die Investitionen in Solartechnik sich lohnen, so die PC.


Solarenergie soll künftig den größten Teil des Energieverbrauchs decken

"Wir sind auf dem besten Weg, in den kommenden 10 Jahren den Rahmen für eine nachhaltige Solarindustrie zu schaffen", sagt PUC-Chef Peevey. Die Solarenergie solle künftig den größten Teil des kalifornischen Energiebedarfs von Millionen Bürgern sauber und preisgünstig decken. "Wir wollen mit der Förderung die Entwicklung dieses wichtigen Teils der Energieversorgung langfristig unterstützen", so Peevey. Die bahnbrechende Initiative sei sowohl das Ergebnis von mehr als zehnjähriger Arbeit der PUC und der California Energy Commission (CEC) als auch der kalifornischen Gesetzgebung und des Gouverneurs Arnold Schwarzenegger.

16.01.2006   Quelle: California Public Utilities Commission (PUC)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarbundesliga: Ulm und Rettenbach ganz vorn

Während sich die Fußballstars ihre Winterpause gönnen, haben die Kommunen in der Solarbundesliga zum Jahreswechsel ihre Herbstmeister ermittelt. Erstmals seit einigen Jahren ging Ulm im Lokalderby mit Freiburg in Führung. Mit 32 Punkten liegt die Kommune bei den Großstädten vorn. Freiburg bringt es auf 30 Punkte. Der Newcomer Ingolstadt folgt mit nur einem Punkt Abstand.  Veranstalter des Wettbewerbs sind die Fachzeitschrift Solarthemen und die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH). Die Solarbundesliga wird vom Bundesumweltministerium gefördert. Ausgezeichnet werden die Kommunen mit der höchsten Dichte von Solarwärme- und Solarstromanlagen pro Kopf der Bevölkerung.


Gesamtsieger: Rettenbach am Auerberg

In der Gesamtwertung führt auch zum Jahreswechsel Rettenbach am Auerberg. Die kleine Kommune baute die Führung in der Liga auf stolze 114 Punkte aus. Souverän gewann der Vorjahressieger die Herbstmeisterschaft mit nunmehr 604 Punkten vor Halsbach (490 Punkte) und Heckhuscheid aus Rheinland-Pfalz (468 Punkte). Es folgen Ex-Meister Schalkham (437 Punkte), Kastl (428 Punkte) und Engelsberg (423 Punkte).


Bonuspunkte für gleichmäßige Entwicklung von Solarwärme und Solarstrom

Neckarsulm sicherte sich den Herbstmeister-Titel bei den Städten ab 10.000 Einwohnern. 100 Punkte reichten, um Trostberg (94 Punkte) und Vilsbiburg (85 Punkte) auf die Plätze zu verweisen. Vierter ist Vorjahresmeister Bürstadt, das nun auf 83 Punkte kommt. "Dies ist auch ein Ergebnis einer Regeländerung, die in der laufenden 6. Saison der Solarbundesliga gilt" erklärt Solarthemen-Herausgeber Andreas Witt. Wie bisher gibt es einen Punkt jeweils für drei Watt installierte Solarstromleistung pro Einwohner und für eine Fläche von 10 cm x 10 cm (Bierdeckelgröße) an Solarwärmekollektoren pro Einwohner. "Zusätzlich können sich Kommunen jetzt Bonuspunkte verdienen, indem sie sich für eine gleichmäßig starke Entwicklung von Solarwärme und Photovoltaik engagieren", erläutert Witt.

Bei den Kleinstädten sind die Top-3 der Vorsaison auch bei der Herbstmeisterschaft wieder an der Spitze. Kastl (428 Punkte) liegt knapp vor Engelsberg (423 Punkte) und Wildsteig (385 Punkte). Ein Kopf-an-Kopf-Rennen gibt es in der Ortsteilliga. 1.365 Punkte bringen Brünst (Lehrberg) den Herbstmeistertitel vor Berolzheim (Bad Windsheim) mit 1.360 Punkten. Als dritter Ortsteil über der 1.000-Punkte-Grenze liegt Vorjahresmeister Lehenbuch (Schopfloch) mit 1.124 Punkten.


Sonderwertung für Solarthermie und Photovoltaik

In der Sonderwertung Solarthermie ist immer noch die bayerische Kommune Schalkham mit 1,25 Quadratmetern thermischer Solarfläche pro Einwohner das Maß aller Dinge. Bei der Photovoltaik ist das kleine Heckhuscheid von Null an die Spitze gestürmt und kommt auf 395 Photovoltaik-Punkte.

"An der Solarbundesliga können sich alle Kommunen beteiligen", sagt der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jörg Dürr-Pucher: "Sie können jederzeit einsteigen und melden kann jeder vom Solarverein bis zum Bürgermeister, der die Daten seiner Kommune glaubhaft machen kann." Die Daten werden im zweiwöchentlichen Turnus im Internet aktualisiert unter http://www.solarbundesliga.de. Meldeschluss für die Meisterschaft der Saison 2005/2006 ist der 1. Juni 2006.

16.01.2006   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Sonnenenergie aus dem Erdboden: Kostenlose Wärmetauscher-Software im Internet

Luft-Erdwärmetauscher (L-EWT)
Luft-Erdwärmetauscher (L-EWT)

Luft-Erdwärmetauscher (L-EWT) nutzen das Erdreich als kostenlosen saisonalen Energiespeicher. Sie werden beispielsweise zur Zuluft-Vorerwärmung oder -kühlung eingesetzt. Die Planung, die Auslegung und der Bau von L-EWT erfordern Wissen, Informationen und geeignete Hilfsmittel. Im Rahmen eines Projektes der AG Solar NRW wurden einfach handhabbare Auslegungsverfahren für L-EWT entwickelt, die jetzt kostenlos auf der Internetseite der AG Solar NRW zur Verfügung gestellt werden.
 
Diese Verfahren berücksichtigen weltweit erstmals alle Aspekte der Luft-Erdwärmetauscher von der Planung über die Auslegung, die Wirtschaftlichkeit bis hin zur Praxiserfahrung und gewährleisten somit größtmögliche Planungssicherheit.

Für die Auslegung wird unterschieden zwischen kleinen L-EWT für Wohngebäude und großen L-EWT für Bürogebäude. Es gibt viele Beispiele, wo auf intelligente Weise im Wohnungsbau die Vorteile von Erdwärmetauschern genutzt werden. Für die Energieeinsparungen großer L-EWT ist die Anlage der Lufthansa in Frankfurt bestes Beispiel.


Planungswerkzeuge aus dem Internet herunterzuladen

Die Planungs- und Auslegungshilfe besteht aus insgesamt 10 Tools (Auslegungssoftware, Tabellen, Praxisbeispiele usw.), zwei für Wohngebäude und acht für Bürogebäude. Mit dem in den Tools zur Verfügung gestellten Wissen sei der Bau eines energiesparenden L-EWT’s nicht mehr nur Experten vorbehalten, so die AG Solar NRW. Die 10 Tools, auf denen der neuste Stand von Luft-Erdwärmetauschern zusammengefasst ist, können heruntergeladen werden auf der Internetseite der AG Solar NRW unter dem Punkt Service:
"Ziel der Maßnahme ist es, unseren in den letzten Jahren erworbenen Erfahrungsvorsprung nicht nur zu halten, sondern noch auszuweiten", heißt es in der Verlautbarung weiter. Die Conergy AG sei das umsatzstärkste deutsche Solarunternehmen und leistungsfähige Muttergesellschaft einer aktiven Unternehmensgruppe im Bereich der erneuerbaren Energien. Durch die Synergien mit dem Betriebsführungsmanagement für Solar- und Bioenergie wachse Conergy Renewable Services zu einem weltweit führenden Servicepartner in der regenerativen Energiegewinnung.

"All das macht uns zuversichtlich, die richtige Wahl für die erfolgreiche Weiterentwicklung und den internationalen Ausbau der Betriebsführung getroffen zu haben", erklärten Gisela Wendling-Lenz und Ulrich Lenz abschließend.

13.01.2006   Quelle: OSTWIND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SMA: Neuer Solar-Wechselrichter ermöglicht Multi-String-Technologie für große Solarzellen-Typen

Multi-String-Technologie für alle aktuellen Solarzellen-Technologien.
Multi-String-Technologie für alle aktuellen Solarzellen-Technologien.

Mit dem neuen Sunny Boy SB 4200TL HC erfüllt die SMA Technologie AG den von vielen Installateuren geäußerten Wunsch nach einem kompakten und flexibel einsetzbaren Wechselrichter mit einer AC-Leistung von 4,2 kW berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Durch zwei getrennte Eingänge mit einem erweiterten Eingangsstrombereich von je 11 Ampere Nennstrom seien nun vielfältige Kombinationsmöglichkeiten mit allen aktuellen Zelltechnologien realisierbar.
 
Dabei sorge ein eigener MPP-Tracker (Maximum Power Point) pro Eingang für den maximalen Ertrag der gesamten Solarstromanlage, auch bei Strings mit ungleicher Modulzahl, verschiedenen Modultypen und jeweils anderer Himmelsausrichtung. Die Markteinführung ist laut SMA für Mitte Februar vorgesehen. "Mit dem SB 4200TL HC haben wir die von uns entwickelte Multi-String-Technologie noch einmal verbessern können," erklärt Marko Werner, Bereichsleiter Solartechnik der SMA Technologie AG. "Denn jetzt ermöglicht der verbesserte Wirkungsgrad von mehr als 96 % und die gesteigerte Eingangsempfindlichkeit einen noch höheren Energieertrag als mit dem in vielen Anlagen bereits äußerst erfolgreich eingesetzten SB 4200TL", so Werner weiter.


Netzeinspeisung ab einer Startleistung von 35 W

Aufgrund eines geänderten Taktverfahrens beginne dieser neue Multi-String-Wechselrichter bereits bei einer Startleistung von 35 Watt, und damit bei geringer Sonneneinstrahlung, mit der Einspeisung in das Netz. Ausgestattet mit der neuen Netzüberwachungseinheit "SMA grid guard 2.0" erfülle er bereits jetzt in vollem Umfang die Anforderungen der zukünftig geltenden Norm VDE 0126-1-1. "Eine gelungene Ergänzung also zu den bereits bestehenden Multi-String-Wechselrichtern, die mit bis zu drei Eingängen und jeweils einem separaten MPP-Tracker ausgestattet sind", so die SMA Technologie AG.

Außer einem Display und den bekannten Schnittstellen wie RS 232 und RS 485 sind laut Hersteller auf Wunsch auch ein Netzleitungsmodem und die Datenübertragung per Funk möglich. Damit ergeben sich vielfältige Anlagenüberwachungs- und Visualisierungsmöglichkeiten - via Internet sogar weltweit. Mit den von SMA bekannten Standards wie Schutzklasse IP65, fünf Jahren Garantie sowie 24-Std.-Austauschservice, sei der Sunny Boy SB 4200TL HC ein weiteres Highlight innerhalb der schon jetzt umfangreichsten Produktpalette an Solarwechselrichtern weltweit.

13.01.2006   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG

 

Deutsch-Chinesisches Umweltforum startet Initiative für strategische Partnerschaft

Mit rund 300 Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ist am 12.01.2006 in Qingdao das 2. Deutsch-Chinesische Umweltforum eröffnet worden. Staatssekretär Matthias Machnig hob in seiner Eröffnungsansprache den gemeinsamen Ansatz der Umweltpolitik beider Länder hervor. "Die chinesische und die deutsche Regierung betreiben Umweltpolitik auch als Modernisierung der Wirtschaftspolitik."   Der stellvertretende chinesische Umweltminister Zhu Guangyao betonte, Deutschland sei "der beste Partner Chinas beim Umweltschutz". China werde die Projekte deutscher Unternehmen "mit erster Priorität" behandeln. In einer als "Qingdao-Initiative" bezeichneten Erklärung betonen die Umweltministerien beider Länder ihre Absicht, ihre bilaterale Umweltzusammenarbeit zu einer "strategischen Partnerschaft" auszubauen. Beide Seiten seien sich bewusst, "dass eine nachhaltige Energieentwicklung und der effektive Einsatz von Ressourcen einen direkten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung aller Länder haben." Machnig sagte, nur die Volkswirtschaften, die sich rechtzeitig auf die Herausforderungen des Klimawandels und die Notwendigkeit von Energie- und Ressourceneffizienz einstellen, könnten dauerhaft prosperieren. "China und Deutschland werden diesen Weg gemeinsam gehen. Beide können durch diese strategische Partnertschaft viel gewinnen", so Machnig.


60 % der weltweiten Solarwärme-Kapazität sind in China installiert

Im Mittelpunkt des Forums steht die Zusammenarbeit bei einer nachhaltigen Energieversorgung, besonders beim Ausbau der erneuerbaren Energien. China habe den Ausbau erneuerbarer Energien beispielhaft vorangetrieben, vor allem durch das Einspeisegesetz und ambitionierte Ausbauziele, so das Bundesumweltministerium. Das Land will den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 auf 15 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs steigern. Die Windenergie soll in den nächsten 15 Jahren auf 30 Gigawatt ausgebaut werden. Das sei das Dreißigfache der heutigen Kapazitäten. Bei der Solarwärme sei China mit 60 Prozent der global installierten Kapazität bereits Marktführer. Mit erneuerbaren Energien habe China innerhalb von nur drei Jahren für eine Million Menschen in entlegenen Regionen Zugang zu Strom geschaffen - eine wichtige Voraussetzung zur Überwindung von Armut.

Weitere Themen der Konferenz sind Ressourceneffizienz, Stoffkreislaufwirtschaft und die Entwicklung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster. Auf chinesischer Seite besteht laut BMU ein großes Interesse an neuester Umwelttechnik, wie sie von deutschen Unternehmen auf diesem Gebiet entwickelt und angeboten wird.


Aufträge für Biogas- und Windenergieanlagen sowie Solarprodukte aus Deutschland

Die Umweltkonferenz in Qingdao fungiert auch als Kontaktbörse für deutsche Unternehmen und chinesische Auftraggeber, um gemeinsame Umweltschutzprojekte anzubahnen und zu verabreden. Am Rande der Konferenz seien mehrere Übereinkommen zur Verwirklichung von Projekten unterzeichnet worden, darunter zwei Biogas-Anlagen der Firma RUHL aus Rheinland-Pfalz, ein Windpark der REpower Systems AG aus Hamburg sowie eine Produktionsanlage für Solarenergieprodukte des deutsch-chinesischen Gemeinschaftsunternehmens Phocos AG.

Das 1. Deutsch-Chinesische Umweltforum fand im November 2000 in Peking statt. Die Folge-Konferenz in Qingdao wurde auf deutscher Seite vorbereitet vom Bundesumweltministerium, dem Asien-Pazifik-Ausschuss der deutschen Wirtschaft und der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) in Kooperation mit dem Bundeswirtschaftsministerium und dem Bundesentwicklungsministerium. Auf chinesischer Seite waren das Umweltministerium (SE-PA) in Kooperation mit der Staatlichen Reform- und Entwicklungskommission (NDRC) und der Stadt Qingdao beteiligt.

13.01.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Dr. Thomas Schott ist neuer Sprecher 2006 des ForschungsVerbunds Sonnenenergie

FVS-Sprecher 2006, Dr. Thomas Schott.
FVS-Sprecher 2006, Dr. Thomas Schott.

Das Direktorium des ForschungsVerbunds Sonnenenergie (FVS) wählte für das Jahr 2006 Dr. Thomas Schott vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) zum Sprecher. Bernhard Milow vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist stellvertretender Sprecher. Der FVS repräsentiert ungefähr 80% der Forschungskapazität in Deutschland auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien.
 
Die im FVS zusammengeschlossenen Forschungseinrichtungen des Bundes und der Länder stimmen ihre Forschungsschwerpunkte zu den erneuerbaren Energien ab und vertreten diese durch ihren Sprecher im laufenden Dialog mit der Forschungspolitik.

"Für das Jahr 2006 hat sich der FVS eine intensive Strategiedebatte vorgenommen, wie die Forschung den in Politik und Gesellschaft wachsenden Erwartungen an die Erschließung und Nutzung erneuerbarer Energien in den kommenden Jahren gerecht werden kann" beschreibt Dr. Schott die forschungspolitischen Ziele des FVS.


Kapazitäten der Energie- und Grundlagenforschung müssen ausgebaut werden

Für eine langfristig gesicherte, umweltfreundliche und wirtschaftliche Energieversorgung seien unausweichlich auch die öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung in diesem Sektor deutlich anzuheben - so wie erst jüngst im neuen Energieforschungsprogramm des Bundes vorgesehen. Der FVS suche vor allem einen vertieften Dialog mit den zuständigen Ressorts der neuen Regierungskoalition in Berlin erreichen. Deutschland verfügt laut FVS in der Energieforschung über eine hervorragende Grundlagenforschung und eine Reihe international anerkannter anwendungsorientierter Institute, deren Kapazitäten deutlich ausgebaut werden müssten. "Im Wettbewerb um eine industrielle Führungsposition auf dem Gebiet der erneuerbaren Energietechnologien, an dem global längst alle Industriestaaten und aufstrebenden Schwellenländer teilnehmen, kann die noch hervorragend aufgestellte Industrie jedoch am Standort Deutschland nur bestehen, wenn unsere Forschungsergebnisse beschleunigt aus dem Labor in die Industrie transferiert und im heimischen Energiemarkt zur Reife gebracht werden", so Dr. Schott.

Thomas Schott ist seit 1999 geschäftsführender Vorstand am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Zuvor forschte der promovierte Physiker von 1976 bis 1988 am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart im Bereich Energieforschung. Besondere Arbeitsgebiete waren solarthermische Kraftwerke, Systemtechnik für dezentrale Stromversorgung mit regenerativen Energien, Windenergie, Photovoltaik, Brennstoffzellen sowie Wasserstoff und regenerative Kraftstoffe. Von 1989 bis 1998 war Schott leitender Mitarbeiter am Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) in Kassel und ab 1992 Mitglied des Vorstands.

Zum stellvertretenden FVS-Sprecher 2006 wurde Bernhard Milow gewählt. Als Programmbeauftragter für Energie des DLR in Köln ist er zuständig für die programmatische Planung und Steuerung sämtlicher Energieforschungsaktivitäten des DLR. Außerdem vertritt er das DLR im Forschungsbereich Energie der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF).

13.01.2006   Quelle: FVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FVS

 

Energiepolitik: Sharp-Geschäftsführer Deutschland warnt vor neuen Abhängigkeiten

Mit dem "Gas-Krieg" habe Deutschland einen ersten Vorgeschmack auf eine Energie-Zukunft bekommen, bei der ausschließlich auf fossile Energieträger gesetzt wird, warnt Sharp, der Weltmarktführer bei der Herstellung von Solarmodulen. Während allerorten über das "Problem der Abhängigkeit" und die Verlängerung von Atomkraftwerkslaufzeiten debattiert werde, liege die Lösung näher als man denkt – in Form der erneuerbaren Energien.  Konflikte, wie der um die Erdgasversorgung der Ukraine, verursachten hohe wirtschaftliche Schäden und zeigten, wie eine Zukunft aussehen könnte, deren Energieversorgung auf endlichen Rohstoffen basiert. Neben einer zunehmenden Versorgungsunsicherheit sorge diese Entwicklung aber auch für weiter steigende Energiepreise, betont Sharp in einer Pressemitteilung.


Über die Energieversorgung der Zukunft muss heute entschieden werden

"Der hohe Energiebedarf und die immer stärkeren wirtschaftlichen Schäden des Klimawandels machen ein weltweites Umdenken in der Energiepolitik notwendig. Erneuerbare Energien, darunter besonders die Photovoltaik, bieten hier eine vernünftige Alternative mit hohem Entwicklungspotenzial und netzunabhängigen Einsatzmöglichkeiten", sagt Frank Bolten, Geschäftsführer von Sharp Electronics Germany/Austria. "Ob Gas, Öl oder Uran – wer bei der zukünftigen Energieversorgung noch ernsthaft auf diese endlichen Energieträger setzt, denkt zu kurzfristig und begibt sich wieder in neue Abhängigkeiten und Konflikte. Über die Energieversorgung der Zukunft – und damit meine ich nicht die nächsten vier, sondern mindestens die nächsten 40 Jahre – muss bereits heute entschieden werden", fordert Bolten.


Erneuerbare haben Kernenergie überholt - 1.000 Terawattstunden Solarstrom im Jahr 2030

Nach Einschätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) könnten im Jahr 2030 erneuerbare Energien mit 7.000 Terawattstunden - davon 1.000 Terawattstunden Solarstrom - mehr als 20 Prozent des weltweiten Energiebedarfs decken, zitiert Sharp. Ein Terawatt entspricht einer Million Megawatt (MW), einer Energiemenge, für deren Produktion etwa 500 Atomkraftwerke (mit einer jeweiligen Leistung von 2.000 MW) benötigt würden. Schon heute sind die heimischen erneuerbaren Energiequellen ein wichtiger Bestandteil der deutschen Energieversorgung. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) verzeichnete im vergangenen Jahr bereits einen Anteil der Erneuerbaren von rund 6,4 Prozent am Endenergieverbrauch, der damit erstmals über dem der Kernenergie (5,7 Prozent) lag. Erneuerbare Energien haben laut BEE in Deutschland Energieimporte im Wert von über 3 Milliarden Euro vermieden. Prognosen der Informationskampagne für Erneuerbare Energien gehen davon aus, dass erneuerbare Energien die Versorgung in Deutschland vollständig und dauerhaft sicherstellen können. 2050 könnten mehr als 50 Prozent des Bedarfs an Strom, Wärme und Kraftstoffen durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Bei der Stromerzeugung wird hierzulande bereits heute ein Anteil von über 10 Prozent erreicht.


Solarstrom-Vorbild Deutschland

"Allein die Sonne liefert mit jährlich 219.000 Billionen Kilowattstunden Energie 2.500 mal mehr, als die gesamte Weltbevölkerung heute verbraucht", heiß es in der Sharp-Pressemitteilung. In Europa ist Deutschland der größte und erfolgreichste Förderer der Photovoltaik. Gesetzlich garantierte Einspeisevergütungen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und vergünstigte Kreditrahmenbedingungen fördern die Nachfrage. "Nur die konsequente Markteinführung und Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien sichert eine nachhaltige und unabhängige Energieversorgung der Zukunft. Das EEG ist und bleibt dafür das kostengünstigste Instrument", so Bolten.

12.01.2006   Quelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solar-Silizium: Chemiekonzern WACKER baut Produktion aus

Seit drei Jahren fertigt WACKER am Standort Burghausen Solarsilicium für die Photovoltaikbranche.
Seit drei Jahren fertigt WACKER am Standort Burghausen Solarsilicium für die Photovoltaikbranche.

Der Münchner Chemiekonzern WACKER will bis Ende 2007 seine Fertigungskapazität für Polysilicium weiter ausbauen. Am Standort Burghausen wurde am 12.01.2006 der Grundstein für eine neue Fertigungsanlage zur Herstellung von polykristallinem Reinstsilizium für die Solarindustrie gelegt. Die Nennkapazität der neuen Anlage sei auf 2.500 Tonnen pro Jahr ausgelegt, berichtet die Wacker Chemie AG in einer Pressemitteilung. Zusammen mit den bereits laufenden Erweiterungsmaßnahmen wachse damit voraussichtlich ab 2008 die Produktionskapazität von WACKER von heute 5.500 Tonnen Polysilizium jährlich auf bis zu 9.000 Tonnen pro Jahr. Mit dieser Erweiterung trage WACKER dem weltweit stark steigenden Bedarf an polykristallinem Reinstsilizium Rechnung.
 
Ausgelöst wurde der Nachfrageschub vor allem von der Photovoltaik-Industrie, die das Silizium für die Herstellung von Solarzellen benötigt. WACKER investiert nach eigenen Angaben rund 200 Millionen Euro in die neue Anlage. Dadurch sollen am Standort Burghausen voraussichtlich etwa 100 neue Arbeitsplätze entstehen.


Silizium-Bedarf der Solarindustrie um mehr als 70 Prozent gewachsen

"Der stark wachsende Solarmarkt führt bei Photovoltaik- und Elektronikherstellern zu spürbaren Engpässen. Der Polysilizium-Bedarf der Solarindustrie ist nach den Zahlen von Marktexperten der Investment-Banken CLSA und Piper Jaffray in den vergangenen beiden Jahren um mehr als 70 Prozent gewachsen", so Konzernchef Dr. Peter-Alexander Wacker. Für die kommenden vier bis fünf Jahre erwarteten die Branchenbeobachter, dass der weltweite Polysiliziumbedarf jährlich weiter im niedrigen zweistelligen Bereich steigen wird. "Dank unserer Ausbaumaßnahmen sehen wir uns für den zu erwartenden anhaltenden Run auf Solarsilizium auch künftig gut gerüstet", sagte Wacker.


Neues Verfahren für granulares Polysilizium

"Wir sehen uns bereits heute als den volumenmäßig zweitgrößten Anbieter von Polysilizium für die Halbleiter- und Photovoltaikindustrie weltweit und als Marktführer im Segment Solarpoly", ergänzt Ewald Schindlbeck, Leiter des Geschäftsbereichs WACKER POLYSILICON. "Die Erweiterung unserer Produktion ist eine wesentliche Voraussetzung, um unsere starke Marktposition in diesem hochattraktiven Wachstumssegment weiter ausbauen zu können", so Schindlbeck. Um neue Prozessmöglichkeiten zur Herstellung von Siliziumkristallen für die Photovoltaik zu erschließen, habe WACKER POLYSILICON außerdem ein neuartiges Verfahren für granulares Polysilizium entwickelt. Das Verfahren, das gegenwärtig mit zwei Pilotreaktoren im großtechnischen Maßstab getestet werde, arbeite nach dem so genannten Wirbelschichtprinzip mit Trichlorsilan als Einsatzstoff. Granulares Silizium eignet sich besonders gut für kontinuierliche Kristallisationsprozesse.

Seit über 50 Jahren produziert WACKER im oberbayerischen Burghausen hochreines polykristallines Silizium für die Halbleiterindustrie. Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Solarsilizium hat WACKER POLYSILICON seine Produktion Schritt für Schritt ausgebaut und beliefert seit sechs Jahren verstärkt auch die Photovoltaikindustrie.

12.01.2006   Quelle: Wacker-Chemie GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wacker Chemie AG
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Union: Programm zur CO2-Gebäudesanierung nutzt Bürgern und Bauwirtschaft

Mit der angekündigten Aufwertung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms setze die neue Bundesregierung einen wichtigen Pfeiler für mehr Wachstum und Beschäftigung und gehe einen wichtigen Schritt zur Energieeinsparung im Gebäudebereich, erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Verkehr, Bau und Stadtentwicklung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dirk Fischer (MdB). Die stetig steigenden Wohnnebenkosten seien für viele Bürger eine starke finanzielle Belastung, die sie nur noch begrenzt durch individuelles Verhalten reduzieren könnten.  Für eine wirkungsvolle Eindämmung der Energiekosten im Gebäudebereich würden Investitionen in die Energieeffizienz der Häuser immer bedeutsamer.


Jährlich 1,4 Milliarden Euro für energetische Sanierung

"Zusammen mit den geplanten Steuerermäßigungen für Modernisierung und Instandhaltung in privaten Haushalten und der Bereitstellung von 120 Millionen Euro pro Jahr für die energetische Sanierung von Bundesbauten werden für die energetische Gebäudesanierung von 2006 bis 2009 jährlich 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung stehen" so Fischer. Die Investitionsanreize für die Hauseigentümer würden erheblich verbessert. "Wir erwarten, dass dies zu deutlich mehr Investitionen im Gebäudebereich führt", sagt der Unionspolitiker.


Beschäftigungsprogramm für kleine und mittlere Baunternehmen

Auch für die mittelständische Bauwirtschaft sei das aufgewertete Programm von besonderer Bedeutung. "Bestandsmaßnahmen im Gebäudebereich sind sehr beschäftigungsintensiv, deren Förderung ist daher ein wahres Beschäftigungsprogramm für die kleinen und mittleren Unternehmen der Bauwirtschaft und des Bauhandwerks", so Fischer. Nach Jahren des Beschäftigungsabbaus sei ein Ende der Talfahrt am Bau mehr als wünschenswert. Die Steigerung der Investitionen in die Gebäudesanierung werde dazu einen starken Beitrag leisten

12.01.2006   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Studie zum Emissionshandel: Deutsche Unternehmen kritisieren Klimaschutzinstrument

Neue Studie zeigt Schwächen des Emissionshandels.
Neue Studie zeigt Schwächen des Emissionshandels.

Der Handel mit den vor einem Jahr eingeführten Emissionszertifikaten ist in Deutschland bislang wenig erfolgreich. Die Kosten, die das internationale Klimaschutzinstrument verursacht sind zu hoch, die positiven Effekte für den Umweltschutz zu gering. Auch der erhoffte Handel zwischen den Unternehmen findet nur in geringem Umfang statt. Das sind zentrale Ergebnisse der aktuellen Studie "Emissionshandel – Eine Bilanz. Erste Erfahrungen deutscher Unternehmen mit dem europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS) 2005/06" von EuPD Research. 
In der Studie geben Betroffene Auskunft über ihre Erfahrungen mit dem System sowie ihre Vorgehensweise beim Handeln. "Die Wirkung des Instruments ist unter Experten umstritten. Während sich Stimmen aus der Politik teilweise kritisch äußern, fällt das Urteil von Emissionshändlern eher positiv aus", sagt Daniela Schreiber, Projektleiterin bei EuPD Research.

Durch den Emissionshandel soll im Rahmen der Umsetzung des Kyoto-Protokolls der Kohlendioxidausstoß gesenkt werden. Die Europäische Union setzt das Verfahren im Rahmen des EU ETS um. Unternehmen, die dem EU ETS unterliegen, erhalten für ihre CO2 produzierenden Anlagen ein kostenloses Emissionsbudget, das ein Minderungsziel für den CO2-Ausstoß enthält. Sie haben sowohl die Möglichkeit, ihre Zertifikate weiterzuverkaufen als auch neue von anderen Firmen dazuzukaufen.


Unternehmen kritisieren geringe Effizienz und hohe Umsetzungskosten

In seiner jetzigen Form ist das Klimaschutzverfahren nach Auffassung der befragten Unternehmen wenig effizient. Neben den administrativen Hürden und hohen Umsetzungskosten bemängeln die betroffenen Firmen vor allem die unzureichende Umsetzung durch die Teilnehmer. So handelten erst rund ein Viertel der befragten Unternehmen aktiv mit den CO2-Zertifikaten, darunter fast die Hälfte der Energieversorger. "Gründe dafür sind neben der Komplexität des Systems auch fehlende Erfahrungen mit dem Instrument. Zudem können viele Unternehmen ihren Bedarf an Zertifikaten noch schlecht einschätzen", sagt Schreiber.


Erneuerbare Energieträger als Alternative

Weitere Angebote zur Verbesserung ihres Emissionsbudgets, so die Studie, nehmen die Firmen bisher ebenfalls nur selten wahr. Als Hauptgründe für die Zurückhaltung bei der Teilnahme an internationalen und zwischenstaatlichen Klimaschutzprojekten nennen die Befragten die hohen Kosten sowie die Unsicherheit darüber, ob damit neue Emissionszertifikate gewonnen werden können. Zudem sei der Bedarf an zusätzlichen Zertifikaten in der ersten Handelsperiode noch gering, Klimaschutzmaßnahmen würden von den Betroffenen erst langfristig umgesetzt. Außerdem würden die Unternehmen zur Senkung des CO2-Ausstoßes nicht nur auf den Zertifikatehandel zurückgreifen. 68 Prozent der Unternehmen denken über die Durchführung genereller Modernisierungsmaßnahmen an ihren Anlagen nach, jeder Dritte könnte sich vorstellen, bei der Produktion verstärkt erneuerbare Energieträger einzusetzen.

Neben den Aussagen zur Umsetzung des Systems in den Betrieben sowie zu deren Handlungsweise gibt die Studie einen Überblick über die Bewertung des Systems in den unterschiedlichen Unternehmenssektoren. Dabei deckt sie nicht nur Defizite und Probleme des Emissionshandels auf, sondern stellt auch die Vorteile und Chancen dar, die ein solches System bietet.

Insgesamt wurden alle 1070 in Deutschland tätigen Firmen aus dem Bereich der Energiewirtschaft sowie der energieintensiven Industrie angesprochen, deren 1849 Anlagen dem EU ETS unterliegen. In der Analyse sind 151 Unternehmen, die 357 Anlagen repräsentieren, berücksichtigt. Bewertet und ergänzt wurden die Ergebnisse in Tiefeninterviews mit Marktexperten von betroffenen Branchen, Verbänden und Universitäten sowie mit Emissionshändlern und Unternehmensberatern.

Weitere Informationen über die aktuelle EuPD Research-Studie "Emissionshandel - Eine Bilanz. Erste Erfahrungen deutscher Unternehmen mit dem EU ETS 2005/06" unter: Europressedienst Bonn, Caroline Rosin, Fon +49 (0)228 - 42 966 – 42

12.01.2006   Quelle: Europressedienst   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Europressedienst.
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Geschäftsklima-Index erneuerbare Energien auch im Dezember auf niedrigem Niveau

Die Stimmung in der Branche der erneuerbaren Energien verharrte zum Ausklang des Jahres 2005 auf niedrigem Niveau, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in einer Pressemitteilung. Der Geschäftsklima-Index des Internationalen IWR stagnierte im Dezember 2005 mit 94,4 Punkten nahe dem Wert für November (94,5)."  Die im November eingetretene deutliche Eintrübung des Geschäftsklimas in der Regenerativen Energiewirtschaft hält auch im Dezember an," sagte IWR-Leiter Dr. Norbert Allnoch.

Während die aktuelle Geschäftssituation weiterhin stabil sei, beurteilen die Unternehmen die Aussichten mit Blick auf ein halbes Jahr pessimistischer, so Allnoch. Viele Unternehmen gehen für die erste Jahreshälfte 2006 überwiegend von einer gleichbleibenden Entwicklung auf dem jetzigen Niveau aus und sehen derzeit in Deutschland keine zusätzlichen Markt- und Wachstumsimpulse. Das drücke auf die Stimmung und damit auf den Index. Allenfalls die exportorientierten Unternehmen profitierten von den Zuwächsen auf den internationalen Märkten.

Verlauf des Geschäftsklima-Index: http://www.iwr.de/geschaeftsklima

12.01.2006   Quelle: IWR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Photovoltaik: DayStar ernennt Jack McCaffrey zum Vizepräsidenten der Produktion

Siliziumfreie DayStar-Dünnfilmzelle.
Siliziumfreie DayStar-Dünnfilmzelle.

Der US-Solarzellenhersteller DayStar Technologies, Inc. (Halfmoon, N.Y.) hat Jack McCaffrey zum Vizepräsidenten der Herstellung ernannt. McCaffrey bringe DayStar umfangreiche Erfahrungen in der Technik und in der Herstellung der von Dünnfilm-Solarzellen und –modulen, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. DayStar entwickelt und produziert siliziumfreie Solarzellen aus Kupfer, Indium und Galliumdiselenid (CIGS).
 
Die TerraFoil™-Solarzellen werden in einem aus der Computerkomponentenfertigung abgewandelten Verfahren auf flexible Metallfolien aufgetragen. Vor seinem Wechsel zu DayStar war McCaffrey als Vizepräsident für die Produktion und Technik bei Evergreen Solar verantwortlich für die Einführung neuer Photovoltaik-Herstellungstechnologien und führte 250 Mitarbeiter. McCaffrey habe Evergreen Solar auf dem Weg vom Börsengang bis hin zum an der Börse gehandelten Solarunternehmen unterstützt und dazu beigetragen, dass die Produktionskapazität von 250 Kilowatt auf 13 Megawatt gestiegen sei. Der Umsatz sei in McCaffrey Amtszeit von 400.000 US-Dollar auf 40 Millionen Dollar gestiegen. Kürzlich habe der Manager sich um die Gründung einer Solarzellenfabrik mit 30 MW Produktionskapazität gekümmert, ein Joint Venture zwischen Evergreen Solar und dem deutschen Solarzellenhersteller Q-Cells AG.

" Jack`s eindrucksvoller Erfahrungshorizont passt vorzüglich zum aktuellen Stand des Markteintritts von Day Star", sagte DayStar Chef Dr. John Tuttle. McCaffreys Fähigkeiten und seine Erfahrung würden den Fortschritt von DayStar und den Ausbau der Fertigungskapazität wesentlich unterstützen. Mit der Einstellung von McCaffrey sei die Zahl der Beschäftigen bei DayStar innerhalb von nur einem Jahr von sieben auf 43 gestiegen.

12.01.2006   Quelle: DayStar Technologies, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DayStar Technologies, Inc.

 

4,8 Milliarden Euro mehr für Gebäudesanierung

Zu den wichtigen Ergebnissen der Kabinettsklausur gehört der Zuwachs um insgesamt 4,8 Milliarden Euro beim CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber. In den nächsten vier Jahren stünden dafür insgesamt 5,6 Milliarden Euro statt der bisher vorgesehenen 720 Millionen Euro für zwei Jahre zur Verfügung.  "Dabei begrüßen wir ausdrücklich, dass es nun neben der Zinsverbilligung auch Steuernachlässe beziehungsweise Direktzuschüsse geben wird", so Kelber weiter. Das einsetzbare Instrumentarium werde so ergänzt und an die Bedürfnisse der Investoren angepasst.

Nach dem Beschluss entsprächen nun allein die Fördermittel dem seit Beginn des Programms im Jahr 2001 angeschobenen Kreditvolumen. Das von der Bundesregierung erwartete Investitionsvolumen von etwa 28 Milliarden Euro sei ein Signal für den gebeutelten Bausektor und das Handwerk. Zugleich stehe dieses Programm für die ernste Absicht der Regierung, Deutschlands Energiebedarf zu senken.


Solarwärmepotenzial für die Heizung erschließen

"Angesichts mancher Äußerungen zur Energiepolitik und Versorgungssicherheit beim Import fossiler Energie stellen wir damit die Debatte vom Kopf auf die Füße: Es macht keinen Sinn, Äpfel mit Birnen zu vergleichen und mit fadenscheinigen Absichten die Laufzeit von Atomkraftwerken mit dem Import von Erdgas zu verbinden", so Kelber. Wichtig sei unseren Energiebedarf zu verringern. Jede Gebäudesanierung im Inland sei ein Beitrag zum Abbau unserer Importabhängigkeit von fossiler Energie - das gelte für Erdgas und Mineralöl gleichermaßen. Umso mehr komme es darauf an, die Strategie zur Energiewende fortzusetzen. Der Koalitionsvertrag sehe dazu nicht nur die Fortsetzung des Ausbaus der Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien vor. "Wir wollen das Potenzial der erneuerbaren Energien auch für den Bedarf an Raumwärme und Warmwasserbereitung erschließen.

11.01.2006   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SPD: Koalitionsvertrag schreibt Atomausstieg fest

"Frau Merkel hat ein klares Bekenntnis zum Koalitionsvertrag abgegeben. Danach kann es eine Änderung der Regelungen zum Atomausstieg nicht geben." Das erklärte der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Marco Buelow, zu der Diskussion über die Verlängerung der Restlaufzeiten von Atomkraftwerken.  "Es ist absurd, dass aus den Reihen der CDU/CSU trotzdem jeder noch so fadenscheiniger Vorwand genutzt wird, um erneut über eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten zu diskutieren. Um weiterhin eine hohe Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten, müssen wir nicht die Restlaufzeiten von Atomkraftwerken verlängern, sondern uns verstärkt auf den Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz konzentrieren", so Buelow.


Uran wird in etwa 30-40 Jahren ausgehen

Den Atomausstieg rückgängig zu machen führe in eine energiepolitische Sackgasse und sei mittelfristig sowohl ökologisch als auch ökonomisch fatal, sagt der SPD-Sprecher. "Weder die Versorgungssicherheit noch eine hohe Importsicherheit wären mit der Verlängerung der Restlaufzeiten gesichert. Bei keinem anderen Energieträger ist Deutschland so abhängig vom Import wie beim Uran. Der Brennstoff Uran ist begrenzt, in etwa 30-40 Jahren wird er Prognosen zufolge ausgehen. Wie kann man ernsthaft vorschlagen, in einen Energieträger zu investieren, der in absehbarer Zeit nicht mehr verfügbar ist?", fragt Buelow.


Strompreise nicht von Verlängerung der AKW-Laufzeiten abhängig

Auch das Argument, die Strompreise würden bei einer Verlängerung der AKW-Laufzeiten sinken, ist laut Buelow nicht tragbar. Die Energieversorgungsunternehmen (EVU) hätten schriftlich versichert, dass sie nicht beabsichtigten, ihre Strompreise von einer Verlängerung der AKW-Laufzeiten abhängig zu machen. Zu befürchten sei auch, dass notwendige Investitionen in neue moderne Kraftwerke nicht getätigt würden. "Bei der momentanen Diskussion geht es anscheinend um rein wirtschaftliche Interessen. Die großen EVUs wollen ihre bestehenden Kraftwerke so lange wie möglich am Netz halten, um möglichst viel Geld zu verdienen", so Buelow. Die Schonung der Umwelt spiele dabei kaum eine Rolle, genauso wenig wie die Frage der Sicherheit. Ältere Kraftwerke würden das größte Gefahrenpotential bergen. Und nach wie vor stellten Atomkraftwerke potenzielle Ziele für Terroranschläge dar. "Wir sollten uns jetzt vor allem auch auf die Entsorgung der gefährlichen, radioaktiven Abfälle konzentrieren", fordert Buelow.

11.01.2006   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Verbände fordern bedarfsorientierten Energieausweis

Die Bundesregierung soll die Voraussetzungen schaffen für die Einführung eines einheitlichen, objektiven und verständlichen Ausweises zur Kennzeichnung des Energiebedarfs von Immobilien, forderten am 11.01.2006 der Deutsche Mieterbund (DMB), der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) sowie die Bundesarchitektenkammer und Bundesingenieurkammer. "Wir brauchen einen bedarfsorientierten, das heißt an objektiven Kriterien angelegten Energieausweis. Nur hierdurch wird die Energieeffizienz eines Gebäudes vergleichbar", heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung.   Angesichts explodierender Energiepreise und des Klimawandels sei der Energieausweis als Transparenzinstrument eine riesige Chance für mehr Wettbewerb und Innovation, er könne Investitionen auslösen und damit Arbeitsplätze in Deutschland schaffen.


Keine Angst vor Transparenz und Vergleichbarkeit

DMB, vzbv, DUH, Bundesarchitektenkammer und Bundesingenieurkammer lehnen Pläne für einen "verbrauchsorientierten Energieausweis" ab. Der Energieausweis dürfe nicht zu einer "standardisierten Heizkostenabrechnung mit einer Sammlung allgemeiner Energiespartipps" verkommen, der lediglich Auskunft über den subjektiven Energieverbrauch früherer Nutzer gebe. "Die anbietende Wohnungswirtschaft will Transparenz und Vergleichbarkeit auf dem Wohnungsmarkt offensichtlich um jeden Preis verhindern. Hierdurch werden letztlich der schlechte energetische Zustand einzelner Immobilien und die damit verbundenen hohen Energiekosten verschleiert", erklärte Mieterbund-Direktor Dr. Franz-Georg Rips. "Das Gegenteil wäre richtig. Es ist jetzt endlich an der Zeit, die Energiedaten von Immobilien für Verbraucher offen zu legen. Die Intransparenz im Gebäude- und Wohnungsmarkt ist ein Hindernis für sinnvolle Investitionen und Modernisierungen und verhindert Kostensenkungen." Rips forderte die Wohnungswirtschaft auf, ihre Bedenken gegen bedarfsorientierte Energieausweise zurückzustellen: "Keine Angst vor Transparenz und Vergleichbarkeit. Nutzen Sie statt dessen die Energieausweise als Vermarktungsinstrument. Niedrige Energiekosten werden künftig für Sie ein unverzichtbares Verkaufs- und Vermietungsargument sein."


Energieeffizienz von Gebäuden vergleichbar machen

vzbv-Vorstand Prof. Dr. Edda Müller verwies auf ein von vzbv und DMB vorgelegtes Gutachten mit einem konkreten Vorschlag für einen bedarfsorientierten Energieausweis nach dem "Kühlschrankmodell". "Dieser Ausweis macht die Energieeffizienz eines Gebäudes wirklich vergleichbar und damit zum Auswahlkriterium für die Anmietung oder den Kauf einer Immobilie." Ein solcher Bedarfsausweis sei das notwendige klare Signal, um das angekündigte Förderprogramm mit Leben zu füllen und die Ziele des Koalitionsvertrages zu erreichen, pro Jahr fünf Prozent des Altbaubestandes vor 1978 energetisch zu modernisieren. Vor der Investition kommt die Information", so Müller. Der Energieausweis sei ein Paradebeispiel für die enormen wirtschaftlichen Chancen durch eine verbesserte Verbraucherinformation. "Wir haben eine absolute Win-Win-Situation: Kosten werden gesenkt, die Umwelt geschützt, Wettbewerb belebt, Innovationen angestoßen, Abhängigkeiten reduziert und Mittel für den privaten Konsum in Milliardenhöhe freigesetzt", so Müller weiter.


Vergleichbarkeit der Energieausweise für Verbraucher unerlässlich

"Der Energieausweis kann maßgeblich zur Reduktion der CO2-Emissionen der privaten Haushalte und damit zum Klimaschutz beitragen. Rund ein Drittel des Primärenergieverbrauchs der privaten Haushalte in Deutschland ist auf Raumheizung und Warmwasseraufbereitung zurückzuführen, die hier bestehenden Energie- und CO2-Einsparpotenziale sind enorm", so Dr. Cornelia Ziehm, Leiterin Verbraucherschutz und Recht bei der Deutschen Umwelthilfe (DUH). "Allerdings wird nur eine objektive, bedarfsorientierte Ausgestaltung des Energieausweises tatsächlich zu einer Steigerung der Sanierungseffizienz führen und die notwendige Grundlage für eine effektive CO2-Minderung im Gebäudebestand schaffen. Die Vergleichbarkeit der Energieausweise ist zudem aus Verbraucherschutzsicht unerlässlich", sagte Dr. Cornelia Ziehm.

11.01.2006   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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C.L.E.-Vorstand wird "Global Manager Rural Development" bei SunTechnics

Der Vorstand des Clubs zur ländlichen Elektrifizierung e.V. (C.L.E.) verstärkt seine Anbindung an die Solarindustrie. Zum Jahreswechsel habe der C.L.E.-Schatzmeister Felix Holz die Position des "Global Manager Rural Development" bei dem Hamburger Systemanbieter SunTechnics GmbH übernommen, berichtet der C.L.E in einer Pressemitteilung.  Den für die Conergy Tochter strategisch wichtigen internationalen Geschäftsbereich "ländliche Elektrifizierung und Wasserversorgung" hatte Holz bisher als Gruppenleiter am Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE vertreten. Durch diesen Schritt werde der C.L.E. seine Verbandsarbeit noch enger an den Interessen der Solarindustrie ausrichten können.


Enge Zusammenarbeit mit der Solarwirtschaft und Forschungsinstituten

Der Club zur ländlichen Elektrifizierung e.V. ist ein Zusammenschluss deutscher Hersteller, Systemanbieter und Beratungsfirmen, die im internationalen Markt "rural electrification" tätig sind. Der Verband stärkt über Informationen und Lobbyarbeit die Wettbewerbschancen seiner Mitglieder. Mit dem Bundesverband Solarwirtschaft arbeit C.L.E. eng zusammen. Die bisherige ehrenamtliche Tätigkeit im C.L.E. Vorstand werde Holz auch weiterhin ausüben, da SunTechnics neues C.L.E.-Mitglied geworden ist. "Die SunTechnics will das Networking im Bereich ländliche Elektrifizierung verbessern", so Holz "der C.L.E. ist dafür die geeignete Plattform“. Gleichzeitig werde das ISE auch künftig innerhalb des C.L.E. für die wissenschaftliche Unterstützung der Verbandsarbeit sorgen.

11.01.2006   Quelle: C.L.E. e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: C.L.E.

 

VW, Shell und Iogen wollen Biokraftstoff Zellulose-Ethanol produzieren

Volkswagen, Shell und die Iogen Corporation kündigten am 08.01.2006 an, gemeinsam die wirtschaftliche Machbarkeit der Produktion von Zellulose-Ethanol in Deutschland zu prüfen. Dieser von Iogen hergestellte Biokraftstoff könne in den Automobilen von heute eingesetzt werden und die CO2-Emissionen um 90% gegenüber herkömmlichen Kraftstoffen reduzieren, heißt es in der Pressemitteilung.  Das ZelluIose-Ethanol von Iogen sei ein erneuerbarer, fortschrittlicher Biokraftstoff, der aus nicht für die Lebensmittelproduktion verwendbaren landwirtschaftlichen Abfallprodukten wie Getreide- und Maisstroh hergestellt wird und so auf ausgesprochen kostengünstige Weise den Ausstoß von Treibhausgasen im Straßenverkehr reduziere. Das Herstellungsverfahren von Iogen für Zellulose-Ethanol sei das Ergebnis einer über 25-jährigen Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Das Unternehmen betreibe die weltweit einzige Demonstrationsanlage für die Herstellung von Zellulose-Ethanol und habe diesen Kraftstoff erstmals im April 2004 kommerziell vertrieben.


Innovative Biokraftstoffe sollen fossile Brennstoffe ersetzen

"Wir verfolgen konsequent das Ziel, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und suchen nach den wirkungsvollsten Lösungen, um diese Brennstoffe durch innovative Biokraftstoffe zu ersetzen. Nur so können wir langfristig die individuellen Mobilitätsbedürfnisse der Menschen kostengünstig befriedigen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Dr. Bernd Pischetsrieder anlässlich der Unterzeichnung der Absichtserklärung auf der North American International Auto Show (NAIAS) 2006 in Detroit. "Wir sind stolz darauf, dass VW sich uns und unserem langjährigen Partner Iogen angeschlossen hat, um die Machbarkeit der Errichtung einer Produktionsanlage für Zellulose-Ethanol in Deutschland zu untersuchen", erklärte Rob Routs, Executive Director Downstream (Oil Products and Chemicals) der Royal Dutch Shell. "Wir konzentrieren uns jetzt als Unternehmen auf solche erneuerbaren Kraftstoffe und Technologien, die unser Kraftstoffgeschäft ergänzen, indem wir unsere vorhandenen Anlagen, die Infrastruktur und unsere Erfahrungen bei der Entwicklung der weltweit innovativsten und fortschrittlichsten Kraftstoffe einbringen. Diese Partnerschaft baut auf unserer beträchtlichen Investition in die Arbeiten bei Iogen auf und ist ein weiterer Schritt auf unserem Weg, der führende Hersteller von Kraftstofflösungen der nächsten Generation zu werden", so Routs.


EU und USA wollen Anteil der Biokraftstoffe kräftig ausbauen

Alle Automobilhersteller garantieren laut VW den Einsatz von Zellulose-Ethanol-Gemischen: 10 % (E10) in Nordamerika und 5 % (E5) in Europa. Im Jahr 2003 gab die Europäische Union eine Biokraftstoffrichtlinie heraus und reagierte damit auf die absehbare Verknappung und die weiter steigenden Preise für fossile Brennstoffe. Laut dieser Richtlinie soll der Anteil der Biokraftstoffe bis 2010 bei 5,75 % liegen. Im Rahmen des US Energy Policy Act von 2005 wurde ein landesweiter Standard für erneuerbare Energien (RFS) eingeführt, durch den der Einsatz von Ethanol und Biodiesel bis zum Jahr 2012 verdoppelt werden soll.

11.01.2006   Quelle: VW Volkswagen AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Stiftungen für den Ausbau erneuerbarer Energien treffen sich in Berlin

Über 10.000 Stiftungen gibt es derzeit in Deutschland - von der lokalen Bürgerstiftung über Landesstiftungen und Unternehmerstiftungen bis zur Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Auch bei der Förderung von Projekten für den Klimaschutz und der erneuerbare Energien spielen Stiftungen eine immer wichtigere Rolle, berichtet die erneuerbare energien Kommunikations- und Informationsservice GmbH in einer Pressemitteilung. Ein Forum für die in diesen Bereichen tätigen Stiftungen gibt es mit dem "1. Stiftungsforum Erneuerbare Energien" erstmals in Deutschland am 18. Januar 2006 im Berliner ICC.  Den Rahmen des Forums bildet die "CLEAN ENERGY POWER® 2006" (CEP), internationaler Kongress und Ausstellung für erneuerbare Energien sowie energieeffizientes Bauen und Sanieren.


Rechtsformen, Förderrichtlinien und Praxisbeispiele

Das 1. Stiftungsforum will die Bedeutung von Stiftungen bei der Förderung der erneuerbaren Energien und des Klimaschutzes sowie die verschiedenen Rechtsformen sowie Förderrichtlinien am Beispiel der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und anderer Stiftungen zeigen. Darüber sollen praktische Beispiele von Stiftungen und geförderten Projekten von Kiel bis Ulm sowie Stiftungsgründungen vorgestellt werden. Stiftungsvertreter und Experten informieren auf dem Forum, darunter Peter Wilde von der Allianz Umweltstiftung, Dirk Schötz von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Thomas Jorberg von der GLS Treuhandstelle/Stiftung Neue Energie und Rupert Graf Strachwitz vom Berliner Maecenata Institut.
Das "1. Stiftungsforum Erneuerbare Energien" spricht Kommunen, Verbände, Unternehmen und Banken sowie alle Interessierten am Thema erneuerbare Energien an. Fördermittel Suchende können sich über Angebote einzelner Stiftungen informieren, Stiftungen bekommen Anregungen für interessante Projekte und mögliche Partner, Stifter und Stiftungsgründer können Wege zur eigenen Stiftung erfragen oder sich als passende Projekte suchen. "Wir wollen den Erfahrungsaustausch unter den Stiftungen fördern, aber auch zeigen, dass es neben dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) noch andere Möglichkeiten gibt, die grünen Energien ganz gezielt zu fördern", beschreibt Koordinatorin Miriam Hegner das Ziel. Die "CLEAN ENERGY POWER® 2006" (CEP) bietet am 18. und 19. Januar 2006 im ICC der Messe Berlin mit insgesamt 14 Fachveranstaltungen einen umfassenden Überblick über regenerative Energien und energieeffizientes Bauen. Parallel stellt eine Ausstellung Produkte und Dienstleistungen vor.

11.01.2006   Quelle: erneuerbare energien Kommunikations- und Informationsservice GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Unions-Fraktionsvize Reiche nennt weitere Nutzung der Kernkraft "klug"

Ungeachtet der ablehnenden Haltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe sich Unions-Fraktionsvizechefin Katherina Reiche (CDU) erneut für eine längere Nutzung der Atomkraft ausgesprochen, berichtet der TV-Sender N24 in einer Pressemitteilung.  Merkel müsse als Regierungschefin der großen Koalition dafür Sorge tragen, dass der mühsam verhandelte Koalitionsvertrag eingehalten werde, "wir müssen als Partei weiterdenken", sagte Reiche am Montag in der N24-Sendung "Was erlauben Strunz".

"Es ist klug, darüber nachzudenken, die Kernkraft als Brücke zu verstehen", betonte Reiche. Solange die erneuerbaren Energien noch nicht wettbewerbsfähig seien, könne es "nicht richtig" sein, "sichere Kernkraftwerke abzuschalten", zitiert N24 aus der Sendung. Diese Technologie sei beherrschbar. Solarstrom sei derzeit noch "15mal teurer als normaler Strom, der Strom aus Windrädern ist dreimal so teuer".


SPD-Vize Ute Vogt: Am Atomausstieg ändert sich in den nächsten vier Jahren nichts

Reiche habe sich allerdings gegen die Option des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) gestellt, neue Atomkraftwerke zu bauen. "Es ist nicht realistisch, über die Errichtung neuer Kernkraftwerke zu sprechen", sagte die CDU-Politikerin. SPD-Vize Ute Vogt verwies in der N24-Sendung auf den Koalitionsvertrag, der einen Ausstieg aus dem Atomausstieg nicht vorsehe. "Da ändert sich in den nächsten vier Jahren nichts", sagte Vogt. Im Bundestag werde es dafür keine Mehrheit geben.

10.01.2006   Quelle: N24   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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NaturFreunde lehnen Atomkurs der Unionsministerpräsidenten ab

Die NaturFreunde Deutschlands fordern von der Bundesregierung und den Bundesministern Glos und Gabriel, die energiepolitischen Festlegungen des Koalitionsvertrages konsequent umzusetzen. "Eine verlängerte Restlaufzeit von Atomkraftwerken bliebe einer Tonnenideologie des letzten Jahrhunderts verhaftet. Energieeffizienz und Energieeinsparung dagegen kämen gleichermaßen Umwelt, Arbeitsplätzen und Verbrauchern zu Gute", heißt es in der Pressemitteilung der NaturFreunde.  "Statt Atomdebatten von Gestern zu führen, sollten sich Politik und Energiewirtschaft darauf konzentrieren, die Energieproduktion effizienter zu machen. Wer industrielles Wachstum will, muss auf energiesparende Techniken und Einsparung von Energie- und Materialverbrauch in der Produktion setzen", sagt Hans-Gerd Marian, Bundesgeschäftsführer der NaturFreunde Deutschlands. Stoiber, Oettinger und Koch hätten anscheinend das Debakel von Wackersdorf und die Katastrophe von Tschernobyl vor zwanzig Jahren wieder ausgeblendet, wenn sie auf den vermeintlich billigen Jakob der Kernkraft setzten.

Programme zur Förderung von Energieeffizienz sind dagegen nach Auffassung der NaturFreunde volkswirtschaftlich intelligent. "Die Technik ist vorhanden und ihre weitere Entwicklung verspricht hohe Wachstumsraten. Kommende Entscheidungen müssen auf Energieeinsparung, erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung setzen. Das ist ein zukunftweisender Weg: Ausbau von Beschäftigung und der Spitzenposition im Technologiewettbewerb, steigende Unabhängigkeit von Rohstoffmärkten und Klimaschutz", so Marian.

Wichtig sei, neben der effizienten Energieproduktion, den Energieverbrauch zu senken. Zum Beispiel müssten Einsparmöglichkeiten im Gebäudebestand besser genutzt und die Altbausanierung noch stärker gefördert werden. Ebenso sollten die nächste Stufe des Emissionshandels über verstärkte Anreize und ein Wegfall von Ausnahmegenehmigungen bei der Ökosteuer die Anstrengungen für mehr Energieeffizienz unterstützen.

10.01.2006   Quelle: NaturFreunde Deutschlands e.V., Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Zufall hilft bei der Entwicklung neuer Solarzellen

Bei Zimmertemperatur führt die chemische Bindung von Wasserstoffatomen an Zinkoxid-Oberflächen zur Ausbildung elektronischer Bänder, welche die Oberfläche dieses Isolators elektrisch leitfähig machen.
Bei Zimmertemperatur führt die chemische Bindung von Wasserstoffatomen an Zinkoxid-Oberflächen zur Ausbildung elektronischer Bänder, welche die Oberfläche dieses Isolators elektrisch leitfähig machen.

Wie sich die Oberfläche von Zinkoxid auf einfache Art leitfähig machen lässt, entdeckten Bochumer Chemiker per Zufall: Bei Experimenten an Zinkoxid-Oberflächen stellten die Forscher um Prof. Dr. Christof Wöll (Physikalische Chemie I) fest, dass Wasserstoffatome bei Raumtemperatur ausschließlich mit den Sauerstoff-Atomen an der Zinkoxid-Oberfläche reagieren, während die Zink-Atome frei bleiben. Den Zink-Atomen fehlt somit ein "Nachbar", mit dem sie eine weitere Bindung eingehen können – es bleiben ungepaarte Elektronen übrig, die elektrischen Strom leiten. Aus dem Isolator Zinkoxid wird ein guter elektrischer Leiter. Dieser Fund gibt zum Beispiel Anstöße für die Herstellung von Solarzellen und Wasserstoffsensoren. Über ihre Funde berichten die RUB-Forscher in der aktuellen Ausgabe von Physical Review Letters.
 
Für Anwendungen wie Solarzellen werden durchsichtige, leitfähige Materialien gebraucht. Metalle, die klassischen Leiter, sind aber undurchsichtig und kommen daher nicht in Frage. Deswegen interessiert sich die Forschung seit langem für die entsprechenden Metall-Oxide. Allerdings sind Oxide normalerweise gute Isolatoren. So sind oxidierte Kontakte im Zündverteiler der Alptraum eines jeden Autofahrers. Es gibt jedoch Ausnahmen: Das durchsichtige Indium-Zinn-Oxid (ITO) ist leitfähig und wird bereits vielfältig eingesetzt. Als leitende Schicht in Solarzellen muss es allerdings in einem extra Arbeitsschritt auf Oberflächen aufgedampft werden – etwa auf die des häufig eingesetzten Zinkoxids.


Zufallsfund im Sonderforschungsbereich

Die Forscher am Lehrstuhl für Physikalische Chemie I der Ruhr-Universität fanden nun heraus, dass die Leitfähigkeit an der Oberfläche von Zinkoxid-Oberflächen auch einfacher zu haben ist: Geringe Mengen Wasserstoff reichen aus, um die Oberfläche metallisch zu machen. "Eigentlich handelt es sich dabei um einen `Zufallsfund`", erklärt Prof. Wöll, "das Hauptinteresse der Untersuchungen gilt den chemischen Eigenschaften von Zinkoxidoberflächen, insbesondere in Zusammenhang mit der Synthese von Methanol im Sonderforschungsbereich 558." Die Wissenschaftler entdeckten bei Experimenten mit atomarem Wasserstoff in einer Ultrahochvakuum-Kammer, dass bei Zimmertemperatur die Wasserstoff-Atome nur mit den Sauerstoff-Atomen an der Zinkoxid-Oberfläche reagieren, während die Zink-Atome an der Oberfläche frei bleiben. Die H-Atome in den sich an der Oberfläche bildenden OH-Gruppen haben also keine Partner an den benachbarten Metallatomen.


Teilgefüllte Bänder leiten den Strom

Wie theoretische Berechnungen von Dr. Bernd Meyer (Theoretische Chemie) zeigen, führt das zur Bildung von "ungepaarten" Elektronen. Festkörperphysiker sprechen von so genannten teilgefüllten Bändern. "Wichtiges Resultat ist, dass die Elektronen dann frei beweglich sind; aus dem Isolator Zinkoxid wird ein elektrischer Leiter", so Prof. Wöll. Da Zinkoxid für die Herstellung von Solarzellen von erheblichem Interesse sei, erwarten die Forscher von diesem Ergebnis Anstöße für die Entwicklung neuer Solarzellen. Außerdem erlaubten die Daten erstmals tiefere Einsichten in die Funktionsweise von Wasserstoffsensoren, die ebenfalls auf dem Material Zinkoxid basieren.

10.01.2006   Quelle: Ruhr-Universität Bochum   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: RUB

 

Atomausstieg: Greenpeace beklagt politische Gespensterdebatte

Als Reaktion auf die Diskussion über die künftige Energieversorgung Deutschlands fordert die Umweltorganisation Greenpeace eine Versachlichung der Debatte. Fakt sei, dass die Preise für endliche Rohstoffe, wie Uran zur Atomstromgewinnung, Öl, Kohle und Gas sich aufgrund ihrer Verknappung immer weiter verteuern werden, so Greenpeace in einer Pressemitteilung. Im Gegensatz dazu hätten die "Rohstoffe" für erneuerbare Energien wie Wind, Wasser, Sonne und Erdwärme keinen Preis. Zu einer Verknappung könne es durch die unendliche Verfügbarkeit nicht kommen.  "Die Kosten gründen nur im Betrieb der Kraftwerke und deren Herstellung. Das bedeutet, dass langfristige Preisstabilität mit verlässlichen Kalkulationsgrundlagen für Unternehmen und Verbraucher nur durch Erneuerbare Energien leistbar sind", heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung.

Besonders ärgern sich die Umweltschützer über die verzerrte Darstellung des Nutzens der Atomkraft. "Was Bundeswirtschaftsminister Glos und die Energieversorger da um den Weiterbetrieb deutscher Uralt-Atommeiler losgetreten haben, ist eine Gespenster-Debatte", sagt Thomas Breuer, Atomexperte von Greenpeace. Die Probleme der Atomkraft seien seit ihrer Einführung vor über 50 Jahren nicht gelöst: Es gebe weltweit keine sichere Endlagermöglichkeit für hochradioaktiven Atommüll. "Das Risiko eines Super-GAUs kann nicht ausgeschlossen werden. Die Verbreitung so genannter ziviler Atomtechnologie versetzt immer mehr Länder in die Lage, Atombomben bauen zu können", so Greenpeace. Zudem wollten die Menschen in Deutschland keine Atomenergie, wie eine Emnid-Umfrage vom Juli 2005 im Auftrag von Greenpeace nachgewiesen habe.

Auch zu Versorgungssicherheit falle Wirtschaftsminister Glos durch Unwissenheit auf, sagt Breuer. Der Rohstoff für Atomkraftwerke komme zu knapp 90 Prozent neben Kanada und Australien als Hauptproduzenten aus Kasachstan, Russland, Niger, Namibia und Usbekistan. Die Lieferländer seien demnach Staaten, auf die Deutschland kaum Einfluss besitze. Zudem stehe Deutschland bei der Uran-Versorgung in scharfer Konkurrenz mit den Uran-Grossabnehmern USA, Frankreich, Japan und Russland, die ebenfalls Brennstäbe für ihre Atomreaktoren brauchten.


Verbraucher haben die Wahl zwischen Atomstrom und Erneuerbaren

"Letzten Endes haben die Verbraucher das Wort und die Wahl", sagt Thomas Breuer. Seit der Liberalisierung des Strommarktes vor acht Jahren könne sich jeder seinen Stromversorger und damit die Art seiner Stromversorgung aussuchen. Seit dem 15. Dezember 2005 sind die Versorger verpflichtet, ihren Strom zu kennzeichnen. "Das heißt, jeder Verbraucher kann sehen, wie groß der Anteil an Atomstrom, Kohlestrom oder an erneuerbaren Energien ist", betont Greenpeace. Die entsprechenden Umweltauswirkungen müssen ebenfalls angegeben werden. Mit ihrer Entscheidung könnten die Verbraucher ein Signal zu mehr Strom aus sauberen Energiequellen setzen und die Unternehmen zwingen, ihren Energiemix zu ändern. "Auf diesem Weg lässt sich die Debatte um die Atomenergie schneller beenden als es manch einem Politiker in diesem Land lieb ist", kommentiert Breuer.

10.01.2006   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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EU-Kommission: Abhängigkeit von Erdgas-Importen könnte auf über 70 % steigen

Die russischen Erdgaslieferungen nach Europa haben sich wieder normalisiert. Dennoch werfe der "Gasstreit" zwischen Russland und der Ukraine grundlegende Fragen auf, berichtet die Europäische Kommission in ihren EU-Nachrichten. Von entscheidender Bedeutung sei die Frage, wie sicher die Versorgung der EU mit Erdgas ist. Mehr als 50 Prozent des in der EU verbrauchten Gases werde importiert. Diese Abhängigkeit könnte sich bis 2020 auf über 70 Prozent erhöhen, prognostizierte die EU-Kommission bereits 2000 in einem Grünbuch.
 
Um einseitige Abhängigkeiten von einzelnen Importeuren zu vermeiden, soll die Versorgung daher nicht einzelnen Martkakteuren überlassen werden. Ein funktionierender EU-Binnenmarkt müsse sich auf Lieferungen von unterschiedlichen Partnern stützen, vor allem Russland, Norwegen, Algerien und aus dem Nahen Osten. Dies sicherzustellen, sei Anliegen der neuen EU-Erdgasrichtlinie (2003/55/EG), die bis Mai 2006 umgesetzt sein muss. Mit der Richtlinie schaffe die EU einen gemeinsamen Rahmen, in dem die Mitgliedstaaten in einem liberalisierten Erdgasmarkt im Sinne der Erdgasversorgungssicherheit verstärkt zusammenarbeiten.


Ostseepipeline entspricht nicht unbedingt der EU-Erdgasrichtlinie

Die Staaten müssen "transparent, solidarisch und diskriminierungsfrei" vorgehen, fordere der Rechtstext. Dies werfe zumindest die Frage auf, ob eine Ostseepipeline von Russland nach Deutschland noch dem Geist und Buchstaben der Richtlinie entspreche, heißt es in den EU-Nachrichten. Zudem müssten Hindernisse wie hohe Netzzugangsentgelte oder die Beherrschung der Gasgewinnung und -einfuhr durch wenige Unternehmen überwunden werden. Die Aufgabe der EU-Kommission werde sein, Verträge zur Gaseinfuhr mit Drittländern zu prüfen und die Vernetzung der Erdgasnetze innerhalb der Union voranzubringen.


Steigender Erdgas-Verbrauch

Welche Energiequellen in welchem Maße genutzt werden ("Energiemix"), fällt laut EU-Kommission allerdings weiterhin in den Kompetenzbereich der Mitgliedstaaten. Erdgas nehme im EU-Maßstab eine immer wichtigere Rolle ein. Der Bruttoverbrauch sei in den vergangenen zehn Jahren konstant gestiegen (siehe Grafik), jedoch mit erheblichen Unterschieden zwischen den Mitgliedstaaten. Gegenüber 2003 erhöhte sich der Verbrauch 2004 in Portugal (+25,4%), Spanien (+16,8%), Luxemburg (+12,7%) und Frankreich (+12,3%). Am stärksten zurückgegangen ist die Nutzung in der Slowakei (-4,1%), Belgien (-3,3%) und Finnland (-3,2%). Nahezu konstant blieb sie in Deutschland (-0,1%).


Wachsende Importabhängigkeit vom Erdgas, in Deutschland 82,4 Prozent

Zwar verfüge die EU über bedeutende Eigenreserven, doch könne der Energiehunger durch innereuropäische Quellen nicht gestillt werden, betont die Kommission. Die Erdgasproduktion habe sich in Europa kontinuierlich erhöht und erreichte 2004 einen Wert von 211 Millionen Tonnen Rohöleinheiten (tRÖE). Die Erdgasimporte stiegen stärker an und betrugen im gleichen Jahr 319 Millionen tRÖE. Die Energieabhängigkeit lag 2004 damit bei 54,7 Prozent (2003: 53,1 %). Deutschland sei zu 82,4 Prozent auf Erdgasimporte angewiesen. Russland verfüge etwa über ein Drittel der weltweiten Gasreserven und sei mit rund 30 Prozent Anteil wichtigster Lieferant für Europa. Ob dies angesichts des Lieferstopps gegen die Ukraine so bleiben könne, sei für die EU eine zentrale Frage.

10.01.2006   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EU-Nachrichten; Eurostat

 

Wegweisendes Urteil zum EEG: Erzeugungsmanagement unterliegt Prioritätsprinzip

In einem einstweilige Verfügungsverfahren habe das Landgericht Itzehoe mit einem Urteil vom 23.12.2005 (Az. 2 O 254/05; nicht rechtskräftig) eine in der Erneuerbare-Energien-Branche lang erwartete Entscheidung getroffen, berichtet das auf das Umwelt-, Planungs- und Energierecht spezialisierte Berliner Anwaltsbüro Gaßner, Groth, Siederer & Coll. Gegenstand war die bislang hoch umstrittene Frage, nach welchen Maßgaben der jeweils zuständige Netzbetreiber das so genannte Erzeugungsmanagement bei Netzüberlastungen gemäß § 4 Abs. 3 EEG durchzuführen hat.  In dem Verfahren habe ein Betreiber von Windenergieanlagen gegen den Netzbetreiber geklagt, unter anderem auf die vollständige Abnahme des von seinen Windenergieanlagen erzeugten Stroms, die ihm vom Netzbetreiber unter Hinweis auf vermeintliche Netzengpässe im vorgelagerten Übertragungsnetz verweigert wurde.


Stufenweise Abschaltungen bei Netzüberlastung nicht mit dem EEG zu vereinbaren

Das Landgericht Itzehoe verurteilte den Netzbetreiber zur vollständigen Abnahme des angebotenen Stroms am nächstgelegenen Umspannwerk und habe umfangreich zu den Modalitäten des Erzeugungsmanagements Stellung genommen, so die Berliner Anwälte. Die Durchführung des Erzeugungsmanagements unterlag laut Gaßner, Groth, Siederer & Coll bislang erheblichen Rechtsunsicherheiten. In der Praxis würden die Netzbetreiber regelmäßig stufenweise Abschaltungen vornehmen, wonach in einer Netzüberlastungssituation sämtliche dem Erzeugungsmanagement unterliegende Anlagen unabhängig vom Zeitpunkt ihres Anschlusses an das Netz teilweise oder vollständig abgeschaltet werden (60 %, 30 %, 0 %, Not-Aus). Diese Vorgehensweise führe regelmäßig zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Finanzierung neuer Projekte. Das Landgericht Itzehoe habe nunmehr klargestellt, dass stufenweise Abschaltungen nicht mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetzt (EEG) zu vereinbaren seien und aus § 4 Abs. 3 EEG ein Prioritätsprinzip folge.


Früher angeschlossene Anlagen haben bei der Ausnutzung der Netzkapazitäten Vorrang

Dem EEG sei der Gedanke zu entnehmen, dass die früher angeschlossenen Anlagen hinsichtlich der Ausnutzung der Netzkapazitäten bevorrechtigt sind, zitiert das Anwaltsbüro das Gericht. Nichts anderes könne für die Behandlung der Anlagen untereinander gelten, die dem Erzeugungsmanagement unterliegen. Der Gesetzgeber habe bewusst die zeitlich früher angeschlossenen Anlagen privilegiert. Gaßner, Groth, Siederer & Coll. raten Einspeisewilligen, bei der Aushandlung von Einspeiseverträgen mit Klauseln zum Erzeugungsmanagement auf die Bedeutung des Prioritätsprinzips hinzuweisen und dabei das Urteil des Landgerichts Itzehoe zu zitieren.

Die Entscheidung soll auch auf dem nächsten Arbeitstreffen zum Thema "Branchenvereinbarung zum Windenergieerzeugungsmanagement" im Januar 2006 eine maßgebliche Rolle spielen, bei dem auf Initiative des Bundesumweltministeriums die Ecofys GmbH, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, das IAEW der RWTH Aachen sowie das Anwaltsbüro Gaßner, Groth, Siederer & Coll. gemeinsam mit Vertretern der Netzbetreiber und der Windenergiebranche über Möglichkeiten einer einvernehmlichen Regelung der Einzelheiten des Erzeugungsmanagements verhandeln.

09.01.2006   Quelle: Anwaltsbüro Gaßner, Groth, Siederer & Coll   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Neue Studie zur Netzintegration der Windenergie

Ein von der europäischen Windenergievereinigung (European Wind Energy Association, EWEA) herausgegebener Bericht analysiert technische, wirtschaftliche und zulassungsrelevante Aspekte der umfassenden Integration von Windenergie in die europäischen Energiemärkte. "Die Fähigkeit europäischer Energiesysteme, beträchtliche Mengen von Windenergie aufzunehmen ist mehr ein wirtschaftliches und aufsichtsrechtliches Problem als ein technisches oder praktisches. Schon heute ist die Einspeisung von 20 % Windenergie ohne ernsthafte technische oder praktische Probleme machbar", sagt Corin Millais, Chef der EWEA.  Zur genaueren Einschätzung dieser Fragen haben die EWEA und die Spanische Windenergievereinigung (AEE) mit Unterstützung der ETSO (European Transmission System Operators = europäische Netzbetreiber) am 24.3 und 25. Januar 2006 in Madrid eine Konferenz organisiert. An ihr werden Hersteller, Organisatoren, Dienstleistungsunternehmen und eine Reihe internationaler Netzbetreiber teilnehmen, so die EWEA in einer Pressemitteilung.


Institutionelle und strukturelle Hindernisse


Die europäische Kommission sei zu dem Schluss gekommen, dass die aktuellen Elektrizitätsmärkte aus vier Hauptgründen nicht wettbewerbsfähig sind: Mangel an grenzüberschreitenden Übertragungsverbindungen, die Existenz dominierender, integrierter Energieversorgungsunternehmen, parteiische Netzbetreiber und geringe Liquidität auf den Großhandels-Elektrizitätsmärkten , heißt es in der EWEA-Pressemitteilung. Dies vier Hürden stellten die wichtigsten institutionellen und strukturellen Mängel dar, die neue Technologien, wie eben jene zur Nutzung der Windenergie, daran hinderten, auf den Markt zu kommen.

"Windenergie trifft in der Tat auf Hindernisse, allerdings nicht wegen ihrer Veränderlichkeit, sondern wegen einer Reihe von Verzerrungen und institutioneller Mängel der europäischen Elektrizitätsmärkte, die weder umsonst noch gerecht sind", so Millais. "Dass Windenergie in ganz Europa nicht stärker zum Einsatz kommt liegt an strukturellen und marktpolitischen Mängeln und nicht an technischen Problemen". Es sei dringend notwendig, die Ineffizienzen, Verzerrungen und historisch bedingte institutionellen und gesetzlichen Probleme im Zusammenhang mit der Gesamtstruktur, dem Funktionieren und der Entwicklung der erweiterten europäischen Elektrizitätsmärkte und Energieversorgungsinfrastrukturen in Angriff zu nehmen.


Wirkungsvolle Wettbewerbspolitik und fairer Netzzugang

Folgende Maßnahmen könnten laut EWEA zur Lösung dieser Probleme beitragen: Die Reduzierung marktbeherrschender Positionen und ihres Missbrauchs, eine wirkungsvolle Wettbewerbspolitik auf dem Energieversorgungssektor, die vollständige rechtliche und eigentumsrechtliche Entflechtung der Übertragungs-, Verteilungs-, Produktions- und Handelstätigkeiten sowie eine Verbesserung und der Ausbau der grenzüberschreitenden Verbindungen zwischen den Mitgliedsstaaten. Weiter fordert die EWEA den unverzerrten Netzzugang für Dritte zu fairen Tarifbedingungen, die Beseitigung diskriminierender Praktiken und angemessene Netzkodizes, die dem Ursprung der Technologie gerecht werden.

Die EWEA hat ein Informationsblatt zum Thema "Tackling the Intermittency myth" herausgegeben, in dem die Windunregelmäßigkeit behandelt wird. "Da das gesamte Elektrizitätssystem veränderlich ist, macht es kaum einen Unterschied, wenn eine veränderliche Energiequelle wie die Windenergie eingebunden wird. Bei einer Einspeisung von bis zu 20 % sind nur geringe technische Veränderungen notwendig", sagte Millais.


Bericht im Internet, Konferenz in Madrid

Der 172 Seiten starke Bericht "Large scale integration of wind energy in the European power supply: analysis, issues and recommendations" kann heruntergeladen werden unter auf den Internetseiten der

Geburtstagssendung am Sonntag, 8. Januar 2006

Dieses Konzept spiegeln auch die Themen der Geburtstagssendung am Sonntag, 8. Januar 2006, um 13.15 Uhr wider: "ZDF.umwelt" gibt einen Ausblick: Was ändert sich im Jahr 2006 in der Umwelt-, Agrar- und Verbraucherschutzpolitik? Auf einen positiven Trend in Sachen gesunde Ernährung in den Kantinen vieler Unternehmen verweist der Beitrag "Biomenüs in Großküchen". Um "Lichtverschmutzung" geht es in einem weiteren Thema: Nicht nur während der Weihnachtszeit, das ganze Jahr über verschmutzen wir die Umwelt durch ein Lichtermeer. Doch die Illumination belastet nicht nur Umwelt und Geldbeutel, sondern kann sich auch negativ auf die Psyche von Mensch und Tier auswirken.


Erdwärme und Iglu-Hotel

Um eine alternative Energiequelle, die in der Zukunft gerade vor dem Hintergrund der Russlandgas-Diskussion eine große Rolle spielen wird, geht es in dem Beitrag "Geothermie – Energie aus der Erde". Der kostenlose und immer verfügbare Energieträger wird in einigen Regionen sogar schon für die Energieversorgung privater Haushalte genutzt. Und schließlich stellt "ZDF.umwelt" den Zuschauern Deutschlands erstes und einziges Iglu-Hotel vor: Es steht auf der Zugspitze, hatte am 31. Dezember 2005 geöffnet und bot dem Touristen Natur pur. Die Sendung moderiert Claudia Krüger.


Nachhaltigkeit im ZDF

Auch über den Bildschirm hinaus setze das ZDF in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit immer wieder Akzente, heißt es in der Pressemitteilung. Neben der Deutschen Welle habe das ZDF als einziger Sender auf Anregung des Rates für nachhaltige Entwicklung im Jahr 2004 einen "Nachhaltigkeitsbericht" vorgelegt, in dem die unternehmerische und programmatische Aktivität des Senders im Hinblick auf Aspekte der nachhaltigen Entwicklung zusammengefasst sind. Darüber hinaus veranstaltet "ZDF.umwelt" seit 2002 jährlich zwei Veranstaltungen zum Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung im ZDF-Sendezentrum: Auf den bisher acht ganztägigen Symposien diskutierten Politiker und Experten etwa über Artenvielfalt, Chancen einer natürlichen Bildungsreform nach dem PISA-Schock, die Zerstörung des Tropenwaldes, regenerative Energien, Katastrophenschutz oder zuletzt Klimaschutz als Wirtschaftsmotor.


"Energiesparmeister"-Wettbewerb für Familien

Auch die Zuschauer werden durch Wettbewürerbe und Preise zu eigenen Aktivitäten animiert. So lobt "ZDF.umwelt" seit 2001 in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt jährlich einen Preis für ehrenamtliches Naturschutz-Engagement aus. Derzeit läuft noch bis zum 28. Februar 2006 der "Energiesparmeister"-Wettbewerb: "ZDF.umwelt" und die vom Bundesumweltministerium geförderte Klimaschutzkampagne suchen zehn Familien, die nachweislich Energie und Kohlendioxid in den Bereichen Gebäude, Strom, Verkehr und Alltag einsparen.

07.01.2006   Quelle: ZDF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ZDF

 

Energieeffiziente Bürogeräte: Energiesparen per Mausklick:

Seit Jahresbeginn bietet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) im Rahmen der Initiative EnergieEffizienz unter der Internetadresse www.office-topten.de eine Online-Auswahlhilfe für besonders energieeffiziente Bürogeräte. Erfasst sind sowohl Rechner und Monitore als auch bilderzeugende Geräte wie Kopierer oder Drucker.  Die Steigerung der Energieeffizienz im Dienstleistungssektor ist ein zentrales Ziel der dena.

"Energieeffiziente Bürogeräte senken durch ihren geringeren Stromverbrauch die Betriebskosten. Sie rechnen sich aufgrund der niedrigeren Lebenszykluskosten schon nach kurzer Zeit - trotz der höheren Anschaffungskosten", sagt dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Mit der Online-Auswahlhilfe zeige und vergleiche die dena die energieeffizientesten Bürogeräte, die aktuell auf dem Markt erhältlich sind. "Damit möchten wir in erster Linie professionelle Beschaffungsstellen bei der Auswahl neuer Geräte unterstützen", Kohler.

Die Bürogeräte-Auswahlhilfe www.office-topten.de ist ein wesentlicher Baustein innerhalb der dena-Kampagne "Effiziente Stromnutzung im Dienstleistungssektor. Sie umfasst die Bürogerätekategorien Rechner (Desktop und Notebook), Rechnermonitore, Kopierer, Drucker, Scanner, Faxgeräte und Multifunktionsgeräte. Für jede Kategorie biete das Portal als Basisinformation eine umfangreiche Datenbank mit den energieeffizientesten Geräten, die der Nutzer nach seinen individuellen technischen Anforderungen filtern kann. Das Ergebnis seien die "Top Ten", die zehn Geräte mit den geringsten Betriebskosten. Darüber hinaus stehen laut dena praktische Ausschreibungshilfen zur Verfügung, die speziell auf die Bedürfnisse der professionellen Beschaffungsstellen des öffentlichen und auch privaten Dienstleistungssektors zugeschnitten sind. So gebe es zum Beispiel vorformulierte Ausschreibungstexte mit Stromverbrauchsgrenzwerten sowie einen speziellen Angebotsvergleichsrechner. Ein Ratgeber-Teil informiere ausführlich über die Energieeffizienz der verschiedenen Kategorien und den energieeffizienten Umgang mit den jeweiligen Geräten. In der "FAQ-Liste" würden zudem die wichtigsten Fragen - auch mit rechtlicher Relevanz - beantwortet.

"Effiziente Stromnutzung im Dienstleistungssektor" ist eine Kampagne der dena im Rahmen der bundesweiten Initiative EnergieEffizienz. Die Initiative EnergieEffizienz wird getragen von der dena und den Unternehmen der Elektrizitätswirtschaft - E.ON Energie AG, EnBW AG, RWE Energy AG sowie Vattenfall Europe AG - und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.

07.01.2006   Quelle: dena   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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NABU begrüßt Gabriels Vorstellungen zur Energiepolitik und kritisiert Atom-Pläne der Union

NABU-Präsident Olaf Tschimpke
NABU-Präsident Olaf Tschimpke

Der Naturschutzbund NABU hat die Vorstellungen von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zur zukünftigen Energiepolitik begrüßt. Gabriel habe am 05.01.2006 klargestellt, am Atomausstieg festhalten zu wollen und neben dem Ausbau erneuerbarer Energien das Thema Effizienz in den Mittelpunkt der Energiepolitik zu stellen, heißt es in der NABU-Pressemitteilung. "Das, was Gabriel heute skizziert hat, können wir in wesentlichen Teilen nur unterstützen", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.  So seien der sparsamere Umgang mit Energie und die Erhöhung der Energieeffizienz mit einem typischen "Win-Win-Effekt" verbunden, weil gleichzeitig Kosten sowie Ressourcen und CO2-Emissionen eingespart werden könnten.


Kraft-Wärme-Kopplung statt neuer Großkraftwerke

Kritisch sehe der NABU jedoch Bestrebungen, die Kohlepolitik dadurch zu zementieren, dass alte Großkraftwerke einfach durch neue ersetzt werden sollen. Es gelte vielmehr, gleichzeitig eine Dezentralisierung der Stromerzeugung mit umfangreicher Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) einzuleiten. "Welchen Wert hat eine Wirkungsgradsteigerung von 38 auf 45 Prozent, wenn man mit KWK 75 Prozent erreichen kann?", so Tschimpke.


Diskussion über den Atomausstieg unverzüglich beenden

In Richtung der CSU und an Teile der CDU appellierte Tschimpke, den Streit über den Atomausstieg unverzüglich zu beenden. "Die Diskussion führt nur zur Verunsicherung auf allen Seiten und bewirkt damit, dass die Energiekonzerne die von Gabriel geforderte Erneuerung der Energiepolitik aus profitorientiertem Kalkül blockieren", so Tschimpke. Auch die jüngsten Relativierungen des bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber, der die Laufzeiten in dieser Legislaturperiode zur Abschaltung stehender Reaktoren verlängern wolle, weil sie zu den sichersten zählten, wies der NABU-Präsident zurück: "Als nächstes werden mit Biblis A und Brunsbüttel zwei Reaktoren abgeschaltet, die aus sicherheitstechnischen Gründen längst stillgelegt sein müssten", so Tschimpke.

06.01.2006   Quelle: NABU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: NABU
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Gabriel will neue Energiepolitik - ohne Atomenergie

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat als Konsequenz aus dem Gaskonflikt zwischen Russland und der Ukraine eine "ökonomisch und ökologisch nachhaltige Energiestrategie" gefordert. "Im Kern stehen wir vor einer Änderung unserer Energiepolitik", sagte Gabriel am 05.01.2006 vor Journalisten in Berlin. Als gleichrangige Ziele nannte er, Versorgungssicherheit, Stabilität bei den Strompreisen und Erfolge im Klimaschutz zu erreichen.  Der Atomenergie erteilte er diesem Zusammenhang eine klare Absage: "Uran ist von allen Energieressourcen die einzige, bei der Deutschland zu 100 Prozent von Importen abhängig ist. Gleichzeitig ist Uran von allen Energieressourcen diejenige, die wir weltweit als erste erschöpft haben werden. Die Menschen, die das erleben werden, sind heute schon geboren", so Gabriel.



Gas wird in Deutschland zur Wärmeerzeugung genutzt, nicht zur Stromproduktion

Der Bundesumweltminister mahnte, die notwendige Diskussion sachlich statt abstrakt und ideologisch motiviert führen. Keinerlei sachliche Beziehung bestehe zum Beispiel zwischen den Gasimporten und der Atomenergie. Denn Gas werde in Deutschland nur zu etwa 10 Prozent zur Stromerzeugung verwendet, und zwar überwiegend in der Spitzen- und Mittellast. Ansonsten diene Gas in Deutschland der Wärmeerzeugung. Atomkraftwerke dienten hingegen ausschließlich der Stromerzeugung, und zwar in der Grundlast. "Wir haben es hier mit völlig verschiedenen Marktsegmenten zu tun", betont der Minister.


Energieeffizienz steigern

Die vordringlichste Aufgabe sei die Steigerung der Energieeffizienz. "Die umweltfreundlichste und sicherste Kilowattstunde ist die, die nicht verbraucht wird", sagte Gabriel. Die intelligentere und effizientere Nutzung von Energie erfordere eine gemeinsame Anstrengung von Wirtschaft, Politik und der ganzen Gesellschaft. Als zentraler Indikator - nicht nur für die Energieeinsparung, sondern auch für die Modernität und Wettbewerbsfähigkeit einer industriellen Volkswirtschaft insgesamt - erweise sich immer deutlicher die Energieproduktivität.


Drehzahlgesteuerte Heizungspumpen könnten zwei Kernkraftwerke überflüssig machen

"Entscheidend wird sein: Wie viel Euro Bruttosozialprodukt erzeugen wir pro Energieeinheit? Wir müssen hier in einen neuen Wettbewerb eintreten. Deutschland ist heute bereits Weltmeister in der Nutzung erneuerbarer Energien. Unser Ziel muss es sein, auch Weltmeister in der Disziplin Energieeffizienz zu werden", so Gabriel. Die Technik hierfür sei bereits vorhanden, sie müsse nur zur Anwendung kommen. "Es geht nicht um eine große, es geht um viele kleine Lösungen, wo man sich häufig eigentlich fragt, wieso das nicht schon langst Standard ist. Würde man beispielsweise die Pumpen der Heizungsanlagen in den privaten Haushalten drehzahlsteuern, könnte bei einer Abdeckung von 60 Prozent des Bestandes die Kapazität von ein bis zwei Kernkraftwerken eingespart werden", so der Bundesumweltminister.


Netzgebühren in Deutschland viel zu hoch

Zur Steigerung der Energieeffizienz sei auch nötig, mehr Wettbewerb im Energiemarkt durchzusetzen. "Denn der Schlüssel zu vernünftigen Strompreisen liegt im Wettbewerb und vor allem in den Netzentgelten", betonte Gabriel. Es sei wenig bekannt, dass alleine die Netzgebühren rund ein Drittel des Strompreises für private Haushalte ausmachen. "Und diese Netzgebühren liegen hierzulande im Schnitt um 70 Prozent über dem europäischen Durchschnitt. Die neue Bundesnetzagentur sollte also möglichst schnell die Möglichkeit bekommen, sich damit zu befassen", sagte der Bundesumweltminister.


"Energischer Ausbau der Erneuerbaren"- mit dem EEG

Zur Verringerung der Abhängigkeit von importierten Energieressourcen sieht Bundesumweltminister Gabriel im weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien eine zentrale Aufgabe. "Diese sind als einzige unabhängig von Brennstoffimporten und als einzige zeitlich unbegrenzt als heimische Energiequelle verfügbar. Wir werden da energisch weiter vorangehen", betonte Gabriel. Das Erneuerbere-Energien-Gesetz (EEG) gibt als Ziel vor, mindestens 20 Prozent des Stroms bis zum Jahr 2020 aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. "Nach unseren Studien werden wir dieses Ziel erreichen, es sogar wahrscheinlich übertreffen. 25 Prozent des Stroms sind für 2020 realistisch, wenn wir Kurs halten und unsere Hausaufgaben machen", sagte Gabriel. Erneuerbare Energien seien ein entscheidender Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Unabhängigkeit von den Rohstoffmärkten zu werden, zum Klimaschutz und vor allem zur Innovation. "Denn erneuerbare Energien sind moderne, weltweit im Durchbruch befindliche Technik! Hier schaffen und sichern wir Arbeitsplätze für heute und morgen", so Gabriel weiter.

06.01.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: www.sigmargabriel.de
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Windenergieanlagen-Hersteller REpower erhöht Umsatzprognose auf 450 Millionen Euro

Montage einer REpower WEA
Montage einer REpower WEA "MM82" in Portugal

Die REpower Systems AG (WKN 617703) erwartet im Geschäftsjahr 2006 die Aufstellung von mindestens 250 Windenergieanlagen (WEA) und erhöht ihre Umsatzprognose von zuvor 400 Millionen Euro auf rund 450 Millionen Euro. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Ergebnis vor Zins und Steuer (EBIT) werde voraussichtlich etwa 13 Millionen Euro betragen.  Das Aufstellungsziel für das Jahr 2005 von 200 Windenergieanlagen sei mit insgesamt 201 Anlagen nur knapp überschritten worden. Die Errichtung weiterer Windenergieanlagen habe sich aufgrund von Lieferengpässen und Wetterwidrigkeiten in das Geschäftsjahr 2006 verschoben. Die Umsatz- und Ergebnisziele für 2006 enthalten laut REpower Systems AG keine wirtschaftlichen Effekte aus den vorgenannten Aufstellungsverzögerungen, die daher zu einer weiteren Ergebnisverbesserung führen könnten.


Installierte Leistung 2005: 366 Megawatt

Die REpower Systems AG hat nach eigenen Angaben im Jahr 2005 insgesamt 201 Windenergieanlagen errichtet, nach 166 Windenergieanlagen im Vorjahr. Die installierte Leistung erhöhte sich aufgrund des steigenden Umsatzanteils der 2 Megawatt MM-Baureihe überproportional um 33,3 Prozent von 274,5 auf 366 Megawatt (MW). Im Ausland seien 142 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 265 MW errichtet worden. Damit wuchs der Auslandsanteil laut Repower bezogen auf die installierte Leistung von 31,9 Prozent im Jahr 2004 auf nun 72,4 Prozent. Den höchsten Absatz erzielte REpower im Geschäftsjahr 2005 mit einer installierten Leistung von 129,5 MW in Frankreich, gefolgt von Deutschland (101 MW), UK (34 MW), Italien (30 MW) und Portugal (20 MW). Die übrigen Windenergieanlagen verteilen sich auf Japan, China, Australien, Belgien
und Tschechien.

Lieferengpässe bei Schlüsselkomponenten wie Getriebe und Rotorwellen sowie anhaltende Wetterwidrigkeiten führten nach Angaben des Unternehmens im Dezember zur Verschiebung einiger Aufstellungen und Inbetriebnahmen in das Jahr 2006. So werde beispielsweise die Fertigstellung des Projekts Ffynnon Oer in UK seit mehreren Wochen durch anhaltenden Sturm verzögert. In Deutschland hätten starke Regenfälle in der ersten Dezemberhälfte die Zuwege eines Windparkprojektes verschlammt, so dass die Baustelle für Schwertransporter unbefahrbar geworden sei. Aufgrund des Wintereinbruchs zum Jahresende seien sämtliche Transporte in Deutschland und Frankreich gestoppt worden.
Insgesamt sei daher die Errichtung von weiteren 25 Windenergieanlagen in das Folgejahr verschoben worden. Für das Geschäftsjahr 2006 plant die REpower Systems AG ohne Berücksichtigung der oben genannten 25 Anlagen, die zu Beginn des Geschäftsjahres 2006 aufgestellt werden sollen, die Installation von mindestens 250 Windenergieanlagen.

06.01.2006   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REpower Systems AG. Fotograf: Jan Oelker

 

BUND verlangt Effizienz und Erneuerbare statt Comeback der Atomkraft

Gerhard Timm, Bundesgeschäftsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), sieht im Atomstreit innerhalb der schwarz-roten Koalition den Vorboten kommender Kämpfe um die Energieressourcen. Öl, Gas, Kohle und Uran würden als endliche Energieträger zunehmend knapp, die Ausbeutung ihrer Vorkommen schwieriger und teurer, heißt es in der BUND-Pressemitteilung. Es sei absehbar, dass die "Profiteure herkömmlicher Energiestrukturen" versuchen würden, ihren Einfluss auf die Politik zu erweitern.  Teile der Union würden ihren Ton gegenüber dem Koalitionspartner SPD dann vermutlich noch verschärfen, erwartet der BUND. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel müsse diese Attacken zurückweisen und sein Gewicht weiter für eine moderne Energiepolitik in die Waagschale werfen, fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz.


Streit um Energie ist Streit um Pfründe und Einfluss

"Erneuerbare Energien, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und dezentrale Stromerzeugung bedrohen die bisherige, auf Großstrukturen und Zentralismus ausgelegte Energiewirtschaft", stellt Timm fest. "Mit allen Tricks und einem immensen - vom Energieverbraucher bezahlten - Lobbyaufwand drehen die Energieriesen am politischen Rad. Der Streit um Energiefragen ist immer auch ein Streit um Pfründe und Einfluss. Wenn wir von fossilen Energieträgern unabhängiger sein wollen, dann sind Energiesparen, mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien das Gebot der Stunde", so der BUND- Bundesgeschäftsführer.


Längere AKW-Laufzeiten verzögern Neuausrichtung der Energiepolitik

Die von einigen CSU-Politikern geforderte Verlängerung der AKW-Laufzeiten sei kein geeignetes Mittel zur Reduzierung der Gasimporte, so der BUND. Längere Laufzeiten verzögerten sogar eine Neuausrichtung der Energiepolitik und erhöhten die Risiken der Atomkraft. Bundeskanzlerin Angela Merkel scheine dies verstanden zu haben, indem sie am Ausstieg aus der Atomtechnologie festhalte. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, CSU-Chef Edmund Stoiber und CDU-Ministerpräsident Günther Oettiger seien hingegen dem Irrglauben verfallen, Atomenergie könne Gaslieferungen ersetzen, kritisieren die Naturschützer. Aber auch Uran müsse importiert werden und sei zudem nur noch für rund 40 Jahre vorhanden. Bei dem von Merkel für Anfang März angekündigten Energiegipfel müssten alle an einer zukunftsfähigen Energiepolitik interessierten Akteure einbezogen und die rückwärtsgewandten CSU-Granden in ihre Schranken verwiesen werden.


Gesetz soll Einsatz regenerativer Energien zur Wärmeerzeugung regeln

Mittelfristig entscheidend ist nach Auffassung des BUND, die Energieerzeugung deutlich effizienter zu machen. Die nächste Stufe des Emissionshandels müsse hier verstärkt Anreize geben. Der Einsatz regenerativer Energien zur Wärmeerzeugung solle per Gesetz geregelt und die Mittel zur Altbausanierung aufgestockt werden. Dringend notwendig sei auch die Verdoppelung der Kraft-Wärme-gekoppelten Stromerzeugung bis 2010. Flankiert werden soll dies mit einem Anreizprogramm für mehr Stromeffizienz.

06.01.2006   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Sascha Gajewski ist neuer Technischer Geschäftsführer von Ecostream

Sascha Gajewski (37), bislang Sales-Manager bei Ecostream, ist seit dem 02.01.2006 neuer Technischer Geschäftsführer für Ecostream Deutschland. Gemeinsam mit Frank Wouters (40), seit 1997 als Geschäftsführer für die Unternehmensgruppe Econcern und in dieser Funktion von Beginn an auch für Ecostream Deutschland tätig, bilde Gajewski die Spitze der deutschen Niederlassungen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.  Ecostream liefert schlüsselfertige Systemlösungen in fünf europäischen Ländern. Das Unternehmen stehe für Kompetenz und Erfahrung in der Entwicklung und Realisierung von Konzepten für die Nutzung erneuerbarer Energien. Das Unternehmen baue auf die Erfahrung aus mittlerweile mehr als 4.000 realisierten Solarsystemen in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Spanien und Italien. In Deutschland ist Ecostream mit der Handelsmarke MySolar vertreten. Ecostream ist Teil der Econcern-Gruppe.



Entwicklung des Vertriebs von Solarenergiesystemen vorantreiben

"Wir haben die Position eines Technischen Geschäftsführers besetzt, um dem nachhaltigen Wachstum des Unternehmens gerecht zu werden. Die Aufgaben von Herrn Gajewski liegen vor allem darin, die Entwicklung des schnell wachsenden Vertriebs von Solarenergiesystemen in Deutschland zu begleiten und voranzutreiben" so Frank Wouters, Managing Director. Für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen zeichnet Gajewski ebenso verantwortlich wie für die Qualitätssicherung. Darüber hinaus übernimmt er in seiner zusätzlichen Funktion als International Engineering & Fullfillment-Manger auch die Verantwortung für den internationalen Markt: "Es gilt, die Qualitätsmaßstäbe, die wir am deutschen Markt setzen, erfolgreich auf unsere internationalen Nierderlassungen zu übertragen“, so Gajewski. Bereits seit 2001 ist Gajewski für die Econcern-Tochter Ecostream aktiv.

06.01.2006   Quelle: Ecostream GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

DNR nennt Stoiber "Atombüttel"

Der Deutsche Naturschutzring (DNR) bezeichnete den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber am 05.01.2006 in Berlin als "Atombüttel". DNR-Präsident Hubert Weinzierl sieht in der Forderung Stoibers nach längeren Laufzeiten der Atomkraftwerke eine "ewig gestrige Position". Stoiber habe die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt, so Weinzierl. Statt einer reaktionären Atompolitik gehe es um eine Effizienzrevolution bei der Energieerzeugung und -verwendung, so der DNR-Präsident.  Die Position Stoibers ist nach Auffassung des DNR rein ideologisch begründet, da in dieser Legislaturperiode nur die Abschaffung des Atomkraftwerkes Biblis A anstehe und damit lediglich ein Prozent der deutschen Stromerzeugung wegfalle. In diesem Zeitraum von vier Jahren bis zur Abschaffung von Biblis A könne dessen Beitrag durch den Zuwachs der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen und vor allem durch energieeffiziente Technologien wie Kraft-Wärme-Koppelung sowie Energieeinsparungen mehrfach ersetzt werden, heißt es in der DNR-Pressemitteilung.


Kein wirksamer Schutz gegen Bedrohung von Atomkraftwerken durch Terrorismus

"Die Lösung für eine sichere Energieversorgung heißt nicht Atomenergie, die letztlich unbeherrschbar ist und deren begrenzte Uranvorkommen ebenfalls im Ausland liegen, sondern Verminderung des Energieverbrauches und Ausbau der heimischen, vor allem erneuerbaren Energiequellen", so der DNR. Der Deutsche Naturschutzring erinnert daran, dass vor fast genau 20 Jahren in Tschernobyl die größte zivile technische Katastrophe stattgefunden habe. Es habe zehntausende von Langzeitopfern gegeben. Mehrere tausend Quadratkilometer Land seien auf Dauer unbewohnbar geworden. Eine neue Bedrohung von Atomkraftwerken sei durch den Terrorismus entstanden. "Dagegen gibt es bisher keinen wirksamen Schutz", warnt der DNR.

05.01.2006   Quelle: Deutscher Naturschutzring   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Kalifornische Wissenschaftler raten zum Ausbau erneuerbarer Energien

Auch wenn der Streit um die Erdgaslieferungen zwischen Russland und der Ukraine beigelegt ist, zeige der Vorfall, dass unsere derzeitige Energieversorgung auf tönernen Füßen steht, so die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung. Dem wachsenden Druck auf die Erdgaspreise könne jedoch durch den Ausbau erneuerbarer Energien wirksam begegnet werden. Zu diesem Ergebnis komme auch eine aktuelle volkswirtschaftliche Studie der Universität Berkeley (USA).  Danach kann der Ausbau erneuerbarer Energien die Nachfrage nach Erdgas und damit auch die Preise senken. Zehn Prozent Stromerzeugung zusätzlich aus Erneuerbaren Energien (ohne Wasserkraft) könnten den Gaspreis in den USA ab Förderstelle um zehn Prozent reduzieren. Dabei wirkten sich zwei Effekte aus: Kurzfristig sei vor allem von Bedeutung, dass ein Energieträger mit variablen Preisen durch Energiequellen mit stabilem Preis ersetzt würde. Dies senke die Risiken direkt. Längerfristig senke die geringere Nachfrage nach Erdgas die Preise auf der Angebotsseite.


Erneuerbare senken Erdgasnachfrage auch in Deutschland

Dass der Ausbau erneuerbarer Energien die Erdgasnachfrage auch in Deutschland senken kann, zeigen laut Informationskampagne die Szenarien der dena-Netzstudie. Der Ausbau der Windenergie bis 2015 führt demnach zu einem um 20 bis 80 Prozent geringeren Gasverbrauch als ohne Windenergie. Schon heute stellen erneuerbare Energien eine tragende Säule der Energieversorgung in Deutschland dar. Die heimischen Energiequellen Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme und Biomasse deckten nach Angaben des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) im vergangenen Jahr bereits einen Anteil von rund 6,4 Prozent am Endenergieverbrauch; er lag damit erstmals über dem der Kernenergie (5,7 Prozent). Zudem haben erneuerbare Energien laut BEE Energieimporte im Wert von über 3 Milliarden Euro vermieden.


Erneuerbare können bis Jahrhundertmitte mehr als die Hälfte unserer Energie liefern

Erneuerbare Energien haben ein beachtliches Potenzial, um Kohle, Öl, Gas und Uran zu ersetzen, so die Informationskampagne. Das sei längst durch Studien belegt. So habe die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags bereits 2002 festgestellt, dass bis zur Mitte dieses Jahrhunderts mehr als die Hälfte unserer Energie aus Erneuerbaren Energieträgern stammen kann. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine Gemeinschaftsstudie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Wuppertal-Institut und ifeu-Institut aus dem Jahr 2004. Untersuchungen, die geringere Anteile erneuerbarer Energien prognostizieren, gingen teilweise von sehr niedrigen Preisen für konventionelle Energien aus, heißt es in der Pressemitteilung. So nehme die EWI/Prognos-Studie "Die Entwicklung der Energiemärkte bis zum Jahr 2030" an, dass der Ölpreis bis 2030 auf real 37 Dollar steige. "Eine angesichts der derzeitigen Preisentwicklung eher unrealistische Annahme", betont die Informationskampagne für Erneuerbare Energien.

"Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und Energie auf Dauer bezahlbar zu halten, müssen wir unsere Energieversorgung zwingend auf heimische erneuerbare Energien umstellen“, resümiert Dr. Simone Peter, Leiterin der Informationskampagne für Erneuerbare Energien in Berlin.


Berkeley-Studie in Internet; Jahreskonferenz Erneuerbare Energien 2006 am 15. und 16. Februar

Der Original-Artikel zur Berkeley-Studie in Englisch sowie die deutsche Übersetzung der Schlussfolgerungen können heruntergeladen werden unter http://www.unendlich-viel-energie.de. Das Thema „Erneuerbare Energien und Versorgungssicherheit“ steht zudem im Zentrum der Jahreskonferenz Erneuerbare Energien 2006 (ee06) am 15. und 16. Februar. Mehr Informationen hierzu unter http://www.jahreskonferenz.de.

05.01.2006   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

LichtBlick baut Biomasse-Heizkraftwerk in Sulzbach-Rosenberg

LichtBlick - die Zukunft der Energie GmbH will in der nahe Nürnberg gelegenen Stadt Sulzbach-Rosenberg ein Biomasse-Heizkraftwerk errichten. Das Kraftwerk soll auf der Basis von naturbelassenem Holz Wärme und Strom erzeugen. Die Wärme wird in das örtliche, neun Kilometer lange Fernwärmenetz eingespeist und Privat-, Gewerbe- und Industriekunden versorgen. Der erzeugte Strom wird nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) in das öffentliche Stromnetz eingespeist.  Bei dem eingesetzten Brennstoff handelt es sich nach Angaben des Unternehmens ausschließlich um frisches Restholz aus der Bewirtschaftung der umliegenden Wälder. Langfristige Lieferverträge sicherten die Biomasseversorgung ab. Das Kraftwerk soll Ende 2006 in Betrieb gehen.

Investitionsvolumen: 14 Millionen Euro

Das Biomasse-Kraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 4,5 Megawatt wird laut LichtBlick jährlich rund 33 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspreche dem Jahresstromverbrauch von rund 12.000 Haushalten. Die Wärmeleistung soll 22 Megawatt betragen. Das neue Heizkraftwerk werde die Energieversorgung der Stadt ersetzen, die in der Vergangenheit über ein Kraftwerk der insolvent gegangenen Maxhütte erfolgte, und sie dabei vollständig auf regenerative Brennstoffe umstellen.

LichtBlick hat zur Realisierung des Projektes bereits im Jahr 2004 zusammen mit der Stadt Sulzbach-Rosenberg die ESR Energie Sulzbach-Rosenberg GmbH & Co. KG gegründet. LichtBlick hält an dieser Gesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung von 60 Prozent. Die restlichen 40 Prozent liegen bei der Stadt. Bereits im März 2005 sei die Fernwärmeversorgung der Stadt Sulzbach-Rosenberg auf einen mit Holz befeuerten Kessel mit einer Leistung von 5 Megawatt (thermisch) umgestellt worden Dieser Kessel soll künftig im neu zu errichtenden Heizkraftwerk zur Abdeckung von Wärmebedarfsspitzen im Winter dienen. Die Baugenehmigung für die neue Kraft-Wärme-gekoppelte Anlage liegt laut LichtBlick seit Oktober 2005 vor.


Größte Einzelinvestition eines Ökostromanbieters in Deutschland

Biomasse-Heizkraftwerke auf Basis von Frischholz gelten laut LichtBlick als die umweltfreundlichsten Kraftwerke der Zukunft. Sie sind im Gegensatz zu anderen regenerativen Kraftwerken voll steuerbar und erzeugen das ganze Jahr Strom mit konstanter Leistung. Die gleichzeitige Nutzung der bei der Stromerzeugung anfallenden Wärme verdränge zudem die bisher auf Basis von Öl erfolgte Wärmeerzeugung, betont LichtBlick. LichtBlick ist nach eigenen Angaben der größte unabhängige Stromanbieter in Deutschland. LichtBlick versorgt seine Kunden ausschließlich mit zertifiziertem, umweltfreundlich erzeugtem Strom. LichtBlick hat sich gegenüber den Kunden in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zu Investitionen in die Energiewende verpflichtet. Die Investition in Sulzbach-Rosenberg sei das größte Einzelinvestment, das je von einem Ökostromanbietern in Deutschland getätigt wurde.

05.01.2006   Quelle: LichtBlick - die Zukunft d. Energie GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Verwaltungsgericht: Keine Photovoltaikanlage auf denkmalgeschützter Scheune

Die Eigentümerin einer denkmalgeschützten Scheune darf auf dem Scheunendach keine Solarstromanlage errichten. Ihre Klage auf Erteilung der Genehmigung hat das Verwaltungsgericht Neustadt (Rheinland-Pfalz ) Ende November 2005 abgewiesen. Die Klägerin beabsichtigte, auf dem Dach der Scheune eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 34 Quadratmetern zu errichten und den gewonnenen Strom gegen Entgelt in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Die Kreisverwaltung hatte die nach dem Denkmalschutz- und pflegegesetz erforderliche Genehmigung abgelehnt. Die Ablehnung der Baugenehmigung erfolgte zu Recht, entschied das Verwaltungsgericht nach einer Ortsbesichtigung.  Aus Gründen des Denkmalschutzes sei die Genehmigung abzulehnen, denn die Solarstromanlage würde eine erhebliche Störung des Erscheinungsbildes bewirken, heißt es in der Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts. Von der Weinstraße aus stelle sie sich sowohl von der Form als auch von der Farbe her als "ins Auge springender Fremdkörper" dar. Diesen erheblichen Belangen des Denkmalschutzes stünden keine gleichgewichtigen Eigentümerinteressen gegenüber, so das Gericht.


Kein grundsätzlicher Vorrang regenerativer Energien vor dem Denkmalschutz

Die Klägerin habe nicht dargelegt, dass sie bei Verzicht auf den Erlös aus der Stromgewinnung nicht mehr in der Lage sei, ihr Anwesen wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen, zumal der finanzielle Vorteil nicht konkret beziffert werden könne, so das Gericht. Auch dem Interesse eines Eigentümers, selbst einen Beitrag zur Förderung regenerativer Energien leisten zu können, komme kein grundsätzlicher Vorrang vor dem öffentlichen Interesse an dem Schutz eines förmlich unter Denkmalschutz gestellten Gebäudes zu.

Die Scheune ist laut Verwaltungsgericht Neustadt Teil eines aus Wohn- und Nebengebäude bestehenden Anwesens, welches 1981 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Es handle sich um eine an der Weinstraße gelegene Hofanlage, bestehend aus einem Fachwerkhaus mit Walmdach, welches im Kern ein Renaissancebau von 1551 sei , der im 18. Jahrhundert barock überformt wurde sowie um eine zugehöriger Scheune mit Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert.

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05.01.2006   Quelle: Verwaltungsgericht Neustadt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Nordex erhält Auftrag für 30 MW-Windkraftwerk

N90 / 2300 kW Windkraftanlage.
N90 / 2300 kW Windkraftanlage.

Für rund 34 Millionen Euro wird die Nordex AG den Windpark "Uelitz" bei Schwerin errichten, berichtet das Unternehmen in einerPressemitteilung. Das Windkraftwerk wird aus insgesamt 17 Turbinen der Baureihen Nordex N90/2300 kW und Nordex S77/1500 kW mit Nabenhöhen von bis zu 100 Meter bestehen.  Diese speziell für das Binnenland ausgelegten Maschinen sollen nach Sicherheitsabschlägen auf Basis von drei Windgutachten am Standort einen Energieertrag von rund 55.000 Megawattstunden (MWh) pro Jahr erzielen. Das entspreche etwa dem Energiebedarf von 15.000 Haushalten. Auftraggeber ist die dänische Investorengruppe Scan Energy, die in Deutschland und Europa zahlreiche Windparks betreibt. Neben dem Bau der Windturbinen kümmert sich Nordex um die elektrische Infrastruktur des Parks bis hin zur erforderlichen Erweiterung des Umspannwerks. Das Unternehmen sei bereits an der Entwicklung des Projektes beteiligt gewesen und habe gemeinsam mit Partnern für die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen zum Bau der Anlagen gesorgt. Die ersten Baugenehmigungen lagen laut Nordex schon im Jahr 2003 vor. Durch ein Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts habe Nordex jedoch ein ergänzendes immissionsrechtliches Genehmigungsverfahren durchlaufen müssen, das im Sommer 2005 erfolgreich abgeschlossen worden sei.


Lokale Wertschöpfung

Anfang September 2005 hätten die Arbeiten im Park begonnen, so Nordex. "Für uns ist es bei diesem Projekt wichtig, dass lokale Firmen beteiligt sind und die Region von dem Bau profitiert", erläutert Thomas Richterich, Vorstandsvorsitzender der Nordex AG. Die Fundamente kommen aus dem nahe gelegenen Sülte, Kabel und Türme aus Schwerin, die Turbinen und Rotorblätter aus den Rostocker Werken der Nordex. Wenn der Park in Betrieb gehe, profitierten die Gemeinden und Grundstückseigentümer langfristig über Gewerbesteuer- beziehungsweise Pachteinnahmen von dem Windkraftwerk. Zudem sichere der Park die Auslastung der lokalen Servicestation der Nordex in "Hohen Pritz" bei Schwerin.

05.01.2006   Quelle: Nordex AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nordex AG

 

Bundeswirtschaftsminister Glos begrüßt Einigung im Gasstreit

"Ich begrüße die zwischen Russland und der Ukraine erfolgte Einigung über die Bedingungen der künftigen Gaslieferungen", erklärte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos. "Nicht zuletzt die intensiven Bemühungen Deutschlands und seiner EU-Partnerländer um die Sicherstellung der Gasversorgung für Deutschland und Westeuropa mit russischem Gas dürften hierzu beigetragen haben", so Glos in einer Pressemitteilung.  Gleichzeitig sei aber bedauerlich, dass es in diesem Jahr - wie bereits in der Vergangenheit - erneut zu einem Konflikt zwischen beiden Ländern über die Höhe des Gaspreises habe kommen müssen, der sich auf die Gasversorgung in Deutschland und anderen EU-Staaten ausgewirkt habe. "Die russischen Gaslieferungen erfolgten in der Vergangenheit weitgehend zuverlässig und ich hoffe sehr, dass der Konflikt jetzt endgültig beigelegt ist. Er sollte aber Anlass geben, grundsätzlich darüber nachzudenken, wie wir unsere Energieversorgung längerfristig stärker mit in Deutschland verfügbaren Energiequellen sicherstellen können", so der Bundeswirtschaftsminister weiter. Der Energiegipfel bei Bundeskanzlerin Merkel gebe Gelegenheit, all diese Fragen sachlich und vorbehaltlos zu erörtern.

"Danken möchte ich schließlich den deutschen Gasversorgungsunternehmen, die alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet haben, um angemessen auf die Situation reagieren zu können. Sie haben gezeigt, dass sie ihren Versorgungsauftrag verantwortungsvoll wahrnehmen", lobt Glos.

Deutschland bezieht laut Bundeswirtschaftsministerium zirka 36 % (rund 40 Milliarden Kubikmeter) seines jährlichen Gasbedarfs aus Russland. Davon werden knapp 30 % über die Ukraine-Leitung nach Deutschland transportiert. Gas spiele im Energiemix Deutschlands auch unter CO2-Gesichtspunkten eine wichtige Rolle (22 %-Anteil am Primärenergieverbrauch mit zunehmender Tendenz, neben Öl 36 %, Kohle 25 % und Kernenergie 13 %).

04.01.2006   Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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dena zum Gaskonflikt: Energieeffizienz verstärkt Unabhängigkeit von Energieimporten

Der Gaskonflikt zwischen Russland und der Ukraine werfe auch in Deutschland die Frage nach der Versorgungssicherheit auf und habe die Debatte um den Atomausstieg neu entfacht, so die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung. "Deutschland braucht noch mehr Energieeffizienz, eine effiziente Nutzung von regenerativen Energiequellen und die schnelle Entwicklung von CO2-neutralen Kohletechnologien", sagt dena-Geschäftsführer Stephan Kohler.  Die Bundesregierung habe mit den Koalitionsvereinbarungen den richtigen Weg eingeschlagen, um Deutschland unabhängiger von Energieimporten aus dem Ausland zu machen und setze deshalb verstärkt auf Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz und den Ausbau erneuerbarer Energien.

"Wir müssen konsequent Energieeffizienz stärker als 'Energiequelle' nutzen und nicht immer wieder ein 'Energieträgerhopping' betreiben, das, abhängig von tagespolitischen Ereignissen, mal die eine mal die andere Energiequelle politisch favorisiert", betont Kohler. Wer weniger Energie verbrauche, mache sich unabhängiger von den weltweiten Entwicklungen auf dem Energiemarkt. Das gelte sowohl für die privaten Verbraucher als auch für die Industrie, die sich damit vor steigenden Energiepreisen schützen könnten. Es gelte aber auch auf nationaler Ebene, wenn ein Staat wie Deutschland dadurch weniger Energie aus dem Ausland importieren müsse, so Kohler weiter.


Weltweite Nachfrage nach russischem Erdgas wächst

Die Effizienzpotenziale in Deutschland sind laut dena noch erheblich. Allein im Wärmemarkt, einem Hauptanwendungsgebiet von Erdgas, könnten rund 40 Prozent des heutigen Energieverbrauchs zu wirtschaftlichen Bedingungen eingespart werden. Unabhängig vom aktuellen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland müsse mit einer verstärkten Konkurrenz bei der Nachfrage nach russischem Erdgas gerechnet werden, da auch China, die USA und Japan verstärkt auf diese Ressourcen zurückgreifen würden. "Eine langfristig abgesicherte Energiepolitik mit Russland, wie sie seit über 30 Jahren erfolgreich betrieben und mit dem Bau der Ostseepipeline erneut unter Beweis gestellt wird, ist sehr sinnvoll. Russland hat sich als sehr verlässlicher Energielieferant bewährt", unterstreicht Kohler.

"Es wäre zu diskutieren, ob das Modell einer internationalen Pipeline-Gesellschaft, so wie für den Bau und den Betrieb der Ostseepipeline gegründet, auch für die anderen Pipelines sinnvoll wäre, um die Transportwege besser abzusichern. Dieses Thema sollte bei den nächsten Gesprächen mit Russland im Rahmen des europäisch-russischen Energiedialogs aufgegriffen werden", fordert der dena-Geschäftsführer. "Eine konsequente Strategie für Energieeffizienz, verbunden mit einer langfristigen und breiten Absicherung der Energieimporte, schafft die größtmögliche Versorgungssicherheit. Die aktuellen Entwicklungen zeigen: Wer auf Energieeinsparung setzt, stärkt nicht nur die Anstrengungen für den Klimaschutz, sondern trägt auch zur sicheren Energieversorgung bei."

04.01.2006   Quelle: dena   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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NABU kritisiert erneuten Vorstoß von Unionspolitikern zum Stopp des Atomausstiegs

Der Naturschutzbund NABU hat die erneuten Versuche von Unionspolitikern angesichts der Gaskrise zwischen Russland und der Ukraine, die Debatte um den Atomausstieg erneut zu entfachen, scharf verurteilt. "Die Abhängigkeit von fossilen Energiequellen als Argument für längere Laufzeiten für Atomkraftwerke zu nennen, ist kurzsichtig, populistisch und verantwortungslos", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Der jüngste Vorstoß von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos für eine längere Laufzeit der deutschen Atommeiler nutze nur den Kraftwerksbetreibern, die ihre Altanlagen länger profitabel laufen lassen könnten.  Den Menschen im Land hingegen sei nicht geholfen, wenn weiter auf gesundheitsschädliche und risikoreiche Energieformen gesetzt werde. Auch werde man die gesetzten Klimaziele nicht mit Atomkraftwerken erreichen, da die ebenfalls beschränkten Uranvorkommen in 40 bis 60 Jahren weitgehend versiegt sein werden, heißt es in der NABU-Pressemitteilung.

"In Deutschland ist in den vergangenen Jahren eine Richtungsentscheidung getroffen worden: Weg von der Atomkraft und fossilen Energieträgern, hin zu Effizienz und Erneuerbaren Energien", betonte Tschimpke. Die Politiker der Union sollten anstatt den "Einflüsterungen" der Atomlobby nachzugeben und in regelmäßigen Abständen die Debatte um die Renaissance der Atomenergie wiederzubeleben lieber realistische Wege für eine nachhaltige Energiepolitik suchen. Das bedeute neben dem Festhalten am Atomausstieg der weitere und zügige Ausbau erneuerbarer Energien wie auch verstärkte Maßnahmen zur Energieeffizienz.


Tschernobyl mahnt

"Am 26. April jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 20. Mal. Die Politiker der Union sollten eigentlich wissen, dass der Schutz von Mensch und Natur die vordringlichste Aufgabe sein sollte", so der NABU-Präsident. Wer für eine schon längst nicht mehr gesellschaftlich akzeptierte Energieform eintrete, der hemme Innovation im eigenen Land und handele verantwortungslos für nachfolgende Generationen.

04.01.2006   Quelle: NABU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Baden-Württemberg: Wirtschaftsminister plädiert für Erneuerbare - und Kernkraftwerke

Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) hat anlässlich der Diskussion um die russischen Erdgaslieferungen private Bauherren, Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften im Südwesten dazu aufgerufen, bei Neubauten und Heizungserneuerungen verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen: "Wir müssen die Abhängigkeit von fossilen Energien kontinuierlich verringern. Die technischen Möglichkeiten sind vorhanden. Die Angebotspalette reicht von der Wärmepumpe über Solaranlagen bis hin zur Holzpelletsheizung", so Pfister.  Den größten Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs und damit zur Kostensenkung könne schließlich das Einsparen von Energie liefern, so der baden-württembergische Wirtschaftsminister. Potenziale eröffneten besondere die älteren Gebäude, die sehr häufig noch ungedämmte, dünne Mauern mit hoher Wärmedurchlässigkeit besitzen. Das Aufbringen eines Wärmedämmverbundsystems, das Einsetzen neuer Fenster und andere Maßnahmen zur Verringerung der Wärmeverluste könnten eine Reduktion des Heizenergieverbrauchs um mehr als 50 Prozent bewirken.


Kernkraft-Gewinne in die Förderung erneuerbarer Energien investieren

Gleichzeitig plädierte Pfister erneut für eine längere Laufzeit der deutschen Kernkraftwerke. "Wir brauchen die Kernkraft noch über Jahrzehnte als unverzichtbaren Bestandteil eines modernen und klimafreundlichen Energiemixes. Dabei ist es mein Ziel, dass der Anteil fossiler Energieträger und der Kernkraft tendenziell abnimmt und der Anteil der erneuerbaren Energieträger zunimmt", heißt es in der Pressemitteilung. Dies könne am besten dadurch erreicht werden, dass ein Teil des wirtschaftlichen Gewinns, der durch eine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke entsteht, in die Förderung erneuerbarer Energien investiert werde.

04.01.2006   Quelle: www.fdp-bw.de/portal/Ernst_Pfister/   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Erdwärme: Green Energy kooperiert mit GEA-Tochter Lentjes GmbH

Erdwärme als zukunftssichere Energiequelle
Erdwärme als zukunftssichere Energiequelle

Die Green Energy Servicegesellschaft, Projektdienstleister des Emissionshauses Green Energy in Hannover, und die Lentjes GmbH in Düsseldorf, eine 100prozentige Tochter der GEA Group Aktiengesellschaft, haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Das berichtet Green Energy in einer Pressemitteilung. Ziel der Partnerschaft seien Entwicklung und Bau von geothermischen Kraftwerken auf Basis des so genannten Organic Rankine Cycle (ORC) sowie das Programm- und Projektmanagement zur Realisierung von Erdwärme-Kraftwerken.  Zudem vereinbarten die Vertragspartner eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit im Zuge dieser strategischen Zusammenarbeit.


Erdwärme noch intensiver zur Stromgewinnung einsetzen

"Das Know-how der Lentjes GmbH passt perfekt zur Strategie von Green Energy", betont Dr. Matthias Michael, Geschäftsführer des Emissionshauses Green Energy. "Wir als europaweit einziger Emittent von Geothermie-Fonds sind stolz auf die Partnerschaft mit diesem weltweit führenden Produzenten von Energie- und Umweltanlagen", so Michael weiter. "Diese Kooperation wird dazu beitragen, dass Geothermie als Energieträger jetzt auch in Deutschland noch intensiver zur Stromgewinnung eingesetzt wird", betont Theo Risse, Geschäftsführer der Lentjes GmbH.


Neue Arbeitsplätze durch emissionsfreie Energiegewinnung

Beide Unternehmen seien sehr zuversichtlich, dass die Kooperation zum erfolgreichen breiten Markteintritt von Fonds-finanzierten Erdwärmekraftwerken beitragen werde. Von einem Investment in diese Fonds profitiere nicht nur der Anleger, sondern auch der Standort Deutschland, denn dieses Modell trage einerseits zum Erhalt und zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei, andererseits werde auch die Umwelt durch diese gänzlich emissionsfreie Energiegewinnung vom Treibhausgas CO2 entlastet, heißt es in der Pressemitteilung.


Erdwärme aus dem Oberrheingraben

Die Green Energy Emissionshaus GmbH mit Sitz in Hannover verwirklicht mit dem europaweit ersten Geothermie-Fonds (Green Energy Geotherm Power Fonds GmbH & Co. KG) ein Erdwärme-Kraftwerk im Oberrheingraben, dem sichersten Revier für diese Energiegewinnung in Deutschland. Energie aus Erdwärme ist laut Green Energy der Energieträger der Zukunft. Sie kann rund um die Uhr vollkommen emissionsfrei Strom und Wärme liefern, ohne natürliche Ressourcen zu verbrauchen.

04.01.2006   Quelle: Green Energy Emissionshaus GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Green Energy Emissionshaus GmbH

 

BEE: Mit erneuerbaren Energien aus der Erdgasfalle

Die Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland hat im Jahr 2005 Erdgas im Wert von 1,2 Milliarden Euro eingespart, berichtet der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer Pressemitteilung. Nach Angaben des BEE haben Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme und Bioenergie im vergangenen Jahr insgesamt Energieimporte (Öl, Gas, Kohle, Uran) im Wert von über 3 Milliarden Euro vermieden.  "Der Ausbau heimischer erneuerbarer Energien ist der einzige Weg aus der Gas- und Ölpreisfalle", sagt BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke.


Importabhängigkeit erweist sich als sehr teuer

Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine zeige, dass mit der Abhängigkeit von Energieimporten schon heute ganze Volkswirtschaften unter Druck gesetzt werden könnten. "Es darf nicht wieder der Fehler gemacht werden, einen knappen Energieträger durch einen anderen knappen Energieträger zu ersetzen", warnt Nitzschke. So habe Deutschland bisher zu stark auf Erdgas als Ersatz für Erdöl gesetzt. Die Importabhängigkeit Deutschlands sei damit nicht gemindert worden, sondern insgesamt auf 80 Prozent gestiegen. Die Spannbreite reiche von 60 Prozent Importabhängigkeit bei Steinkohle über 83 Prozent bei Gas bis zu 100 Prozent Abhängigkeit bei Uran. Für die Verbraucher stelle sich diese Strategie jetzt als sehr teuer heraus. Die Marktmacht der Lieferländer und Energiekonzerne und die Koppelung von Öl- und Gaspreis seien verantwortlich für die höchsten Energiepreise seit der Ölkrise.


Wärme aus erneuerbaren Energien; Biokraftstoffe statt Erdgasautos

Die Bundesregierung fordert der BEE auf, schnellstmöglich das im Koalitionsvertrag angekündigte Gesetz für Wärme aus erneuerbaren Energien auf den Weg zu bringen. Verbraucher, die von Öl und Gas auf Bioenergieheizungen, Erdwärme und Solarenergie umsteigen, könnten schon heute zwischen 15 und 35 Prozent ihrer Heizkosten einsparen. Zudem müsse der Anteil von Biokraftstoffen weiter gesteigert werden, anstatt Erdgasautos und andere teure Technologien zu fördern.


Strategie: Energieeffizienz und Ausbau erneuerbarer Energien

Eine nationale Strategie für Versorgungssicherheit müsse auf Energieeffizienz und den Ausbau erneuerbarer Energien setzen, betont der BEE. Unterstützung hierfWärme aus Erneuerbaren energienür komme aus den USA. Laut einer aktuellen Studie der Universität Berkeley sollten die Gaspreise vor allem durch den Ersatz von Erdgas durch erneuerbare Energien gesenkt werden. Ein Anteil von 10 Prozent erneuerbarer Energien an der US-Amerikanischen Stromversorgung würde dort zu einer Gaspreissenkung um 10 Prozentpunkte führen.

03.01.2006   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Gaskonflikt: Solarindustrie fordert, solare Heizungsmodernisierung zu beschleunigen

Solar-Kollektor
Solar-Kollektor

Vor dem Hintergrund der aktuellen Konflikte um russische Gaslieferungen fordert der Bundesverband Solarwirtschaft die Bundesregierung auf, die Abhängigkeit von ausländischen Gas- und Öllieferungen durch die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien zu drosseln. Eine mit diesem Ziel bereits im Koalitionsvertrag vereinbarte Gesetzesinitiative müsse schnell auf den Weg gebracht werden und zu den ersten politischen Maßnahmen des Jahres 2006 zählen.  Gleichzeitig müsse der Fördertopf für Solaranlagen deutlich vergrößert werden, um die Heizungsmodernisierung mit Hilfe innovativer Solartechnik zu beschleunigen.


Vollversorgung mit Erneuerbaren langfristig möglich

Nach Angaben der Informationskampagne für Erneuerbare Energien könnten in Deutschland bis zum Jahr 2020 über 20 Prozent des Wärmebedarfs aus Solar- und Bioenergie sowie Erdwärme gedeckt werden. Langfristig sei gar eine Vollversorgung aus natürlichen Energiequellen möglich. Erneuerbare Energien seien hier zu Lande im Überfluss verfügbar, ihre Nutzbarkeit habe sich in rund einer Million Anlagen bewährt. Trotz der gewaltigen Potenziale betrage der Anteil von Solar-, Bio- und Erdenergie an der Wärmeversorgung derzeit jedoch erst vier Prozent.


Solar-, Bio- und Erdwärme unverzichtbar für Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland

Nach Auffassung der Solarindustrie zählt der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien zu den wichtigsten Aufgaben nationaler Daseinsvorsorge. "Der aktuelle Gaskonflikt und die Explosion der Heizkosten erlauben nur einen Schluss: Für die Sicherung mit langfristig bezahlbarer Energie und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes sind Solar-, Bio- und Erdwärme unverzichtbar", so Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Die politischen Anstrengungen zu ihrer Erschließung müssten sofort erheblich gesteigert werden. Zumindest bei neuen Heizungen müsse der Einsatz erneuerbarer Energien endlich gesetzlicher Standard werden, fordert Körnig. "Der Ausbau Erneuerbarer Energien darf zudem nicht an zu kleinen Fördertöpfen scheitern", so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.


Verknappung von Öl und Gas belastet Wirtschaft und Verbraucher

Die Verknappung von Öl und Gas wird laut Bundesverband Solarwirtschaft zunehmend zur Belastung für Wirtschaft und Verbraucher. 2005 hätten deutsche Haushalte nach Auskunft des Deutschen Mieterbundes bereits über acht Milliarden Euro mehr für Heizung und warmes Wasser zahlen müssen als noch vor zwei Jahren. Das Potenzial der erneuerbaren Energien zum Heizen sei enorm: Allein die Sonnenenergie könne ein Drittel des Wärmebedarfs in Deutschland decken, sagt Körnig. Ähnlich groß sei das Potenzial der Erdwärme und der Bioenergie.

Der Bundesverband Solarwirtschaft befindet sich derzeit in Gründung und geht aus einer Fusion des Bundesverbandes Solarindustrie (BSi) und der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) hervor. Er vertritt die Interessen von 650 Solarunternehmen in Deutschland.

03.01.2006   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: UVS/Viessmann
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Solar-Kraftwerk Mont-Soleil: 550.000 Kilowattstunden Solarstrom und ein neuer Besucherrekord

Solar-Kraftwerk Mont-Soleil am 02.01.2006
Solar-Kraftwerk Mont-Soleil am 02.01.2006

In dem von der BKW FMB Energie AG geführten Sonnenkraftwerk auf dem Mont-Soleil im Berner Jura wurden im vergangenen Jahr rund 550.000 Kilowattstunden Solarstrom produziert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die zahlreichen Attraktionen in dem und um das Solar-Kraftwerk hätten im Jahr 2005 die Rekordzahl von über 50.000 Besuchern angezogen.  Die erzielte Jahresproduktion 2005 liegt laut BKW FMB Energie AG im langjährigen Mittel dieser Anlage und entspricht dem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von etwa 180 Schweizer Haushalten. Angesichts des bereits vierzehnjährigen Betriebs des der Forschung und Entwicklung dienenden Sonnenkraftwerks auf dem Mont-Soleil sei die erzielte Produktionsmenge im Jahr 2005 bemerkenswert. Die konstant hohe Leistungsfähigkeit sei einerseits zurückzuführen auf die Qualität der eingesetzten Solarmodule und andererseits auf deren sorgfältige technische Betreuung.

Den Mont-Soleil mit seinem internationalen Photovoltaik-Testzentrum, dem Sonnenobservatorium und dem benachbarten größten schweizerischen Windkraftwerk der JUVENT SA besuchten 2005 über 50.000 Interessierte, so die BKW FMB Energie AG. Stark dazu beigetragen hätten die von dem Unternehmen durchgeführten Kundenreisen. Diese Tagesausflüge führten vom weltgrößten stadionintegrierten Sonnenkraftwerk der BKW auf dem STADE DE SUISSE Wankdorf Bern über den auf den Juraseen verkehrenden Solarkatamaran "MobiCat" auf den Mont-Soleil zum Sonnenkraftwerk.

03.01.2006   Quelle: BKW FMB Energie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BKW FMB Energie AG

 

Jahreskonferenz Erneuerbare Energie 2006: "Zukunft braucht Sicherheit"

Jahreskonferenz Erneuerbare Energie 2006
Konferenz ee06

Knapper werdende Ressourcen und eine veränderte Bedrohungslage verbinden die Energiepolitik zunehmend mit sicherheitspolitischen Fragen. Die Konferenz am 15. und 16. Februar 2006 in Berlin bietet eine Plattform für den Erfahrungsaustausch zwischen Politik, Energiewirtschaft, Medien und Wissenschaft.  Veranstalter sind die Verbände der Erneuerbaren Energien sowie der Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V. (BVMW); als Wissenschaftspartner engagieren sich das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das Wuppertal Institut sowie adelphi consult. Zudem kooperiert die Jahreskonferenz ee06 mit der NATO-Konferenz "Energy Security".


Energiepolitik als Grundlage einer nachhaltigen Sicherheits- und Wirtschaftspolitik

Die Jahreskonferenz "Erneuerbare Energie 2006" (ee06) am 15. und 16. Februar 2006 will dem enormen Informationsbedürfnis zu Themen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien gerecht werden und neben aktuellen Informationen auch dem Aufbau, der Pflege und Vermittlung von Kontakten zwischen den Dialoggruppen dienen. Energiepolitik sei längst eine Querschnittsaufgabe von Sicherheits-, Außen-, Wirtschafts- und Umweltpolitik, so die Veranstalter. Die Verknappung und Verteuerung der Rohstoffe konfrontiere die Politik schon heute mit wirtschaftlichen wie auch geostrategischen Problemen. Die Abhängigkeit von Energieimporten und knapper werdenden Rohstoffen bei weltweit steigender Nachfrage habe längst Einfluss auf die Versorgungssicherheit und betreffe daher grundlegende Sicherheitsinteressen. Die Konferenz will klären, wie sich die nationale und internationale Sicherheitslage unserer Energieversorgung darstellt.


Erneuerbare Energien und Versorgungssicherheit

Sowohl die Energiekosten für die Wirtschaft als auch die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung seien wichtige Faktoren im politischen Entscheidungsprozess, betonen die Veranstalter. Untersucht werden soll, wie sich Klimawandel und Ressourcenknappheit auf die Energiepreise für Unternehmen und Verbraucher auswirken und wie sich diese Kosten in den nächsten Jahren entwickeln. Der Ausbau der erneuerbaren Energien habe in wenigen Jahren eine High-tech-Branche hervorgebracht. Innovative Unternehmen treiben den technischen Fortschritt an, erhöhen stetig die Produktivität und senken so die Produktionskosten. "Wohin geht die Entwicklung? Welche Antworten können die erneuerbare Energien in punkto Versorgungssicherheit geben? Welche Chancen bieten sich?" Das sind Fragen, welche die ee06 beantworten will. Im Plenum und in Fachforen sollen diese und weitere Fragen zu aktuellen Branchenthemen diskutiert werden.

Anmeldung sowie weitere Informationen unter http://www.jahreskonferenz.de

03.01.2006   Quelle: Wuppertal Institut   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ee06
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DEPV: Pelletfeuerung vermeidet Feinstaubemissionen

Holzpellets
Holzpellets

In den vergangenen Wochen seien zunehmend kritische Töne hinsichtlich des Beitrags von Holzfeuerungen zu den Feinstaubemissionen laut geworden, so der Deutsche Energie-Pellet-Verband (DEPV) in einer Pressemitteilung. Im Zuge dieser Diskussion sei auch die generelle Umweltfreundlichkeit dieser Heizsysteme in Frage gestellt worden. Aus Sicht der Pelletbranche seien dabei jedoch Tatsachen überzeichnet, pauschaliert oder missverständlich dargestellt worden.  Daher halte es der DEPV für notwendig, zu einer auf Fakten beruhenden Diskussion über Feinstaub und Holzfeuerungen beziehungsweise Pelletfeuerungen zurückzukommen, heißt Pressemitteilung des Verbandes.


Pelletfeuerungen haben besonders niedrige Emissionswerte

Richtig sei, dass Pelletfeuerungen Feinstaub emittieren - genauso wie alle anderen Feststofffeuerungen - aber auch wie die Ölheizung, so der DEPV. Denn bei der Verbrennung eines festen Brennstoffs - egal ob es sich um Kohle, Scheitholz oder eben Pellets handle - falle Asche an. Und Asche sei nichts anderes als Staub. Wie viel Staub über das Rauchgas in die Atmosphäre emittiert wird, sei zunächst eine Frage der Qualität des Brennstoffs und der Verbrennungstechnik. Nun habe sich gerade bei den Holzfeuerungen in den vergangenen 15 Jahren eine sprunghafte technische Weiterentwicklung vollzogen: moderne Holzheizungen setzten heute nur noch rund ein Zehntel der Staubmengen frei, die vor 15 Jahren allgemein üblich gewesen seien. "Und im Vergleich aller Holzfeuerungen weisen Pelletfeuerungen mit heute fast nicht mehr nachweisbaren Staubmengen von durchschnittlich 20 Milligramm pro Kubikmeter (mg/m3) besonders niedrige Emissionswerte auf, wie Untersuchungen unabhängiger Prüfeinrichtungen und Forschungsinstitutionen beweisen", heißt es in der DEPV-Pressemitteilung.


Pelletsheizungen tragen in Deutschland weniger als 0,1% zu den gesamten Feinstaubemissionen bei

So hätten die rund 45.000 Pelletsheizungen nach Berechnungen des DEPV in Deutschland zu weniger als 0,1% der gesamten Feinstaubemissionen in Deutschland beigetragen. "Selbst wenn sich der Anlagenbestand in den nächsten Jahren verzehnfacht, besitzen Pelletfeuerungen hinsichtlich der Feinstaubproblematik in Deutschland nur eine marginale Bedeutung", sagt Dr.-Ing. Joachim Fischer, Geschäftsführer des Deutschen Energie-Pellet Verbands e.V. "Aus Sicht der Branche ist es bedauerlich, dass trotz neuer Forschungsergebnisse in Veröffentlichungen immer noch alte Untersuchungen von Holzheizungen zitiert werden, die mit dem Betrieb einer modernen Pelletsheizung nichts mehr gemein haben", so Fischer weiter. Auch zum Thema Feinstaub gebe es einige neuere Erkenntnisse: So zeigten erste Ergebnisse aktueller Forschungsprojekte, dass bezüglich einer potenziellen Gesundheitsgefährdung Feinstaub nicht gleich Feinstaub sei: Organische Stäube (zum Beispiel Ruß von Diesel oder Öl sowie aus der Industrie) verhielten sich eventuell anders als anorganische Stäube aus Holz- oder Pelletsheizungen, betont der DEPV.


Umweltbundesamt befürwortet Pelletsheizung

Um umfassendere Kenntnisse über Feinstaubemissionen aus Pelletfeuerungen, Holzfeuerungen und Ölheizungen sowie deren Wirkungen zu erhalten und daraus effiziente Wege zu deren Minderung aufzuzeigen, werde zur Zeit ein umfangreiches Untersuchungs- und Messprogramm am Austrian Bioenergy Centre in Graz durchgeführt, an dem sich alle führenden Pelletkesselhersteller aus Deutschland und Österreich beteiligen. Erste Ergebnisse sollen Anfang 2006 vorliegen. Doch schon jetzt gelte: wer sich heute für eine Pelletheizung entscheide, wähle nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein fortschrittliches, effizientes und umweltschonendes Heizsystem. Das sei sicher auch ein Grund, weshalb selbst das kritische Umweltbundesamt den Einsatz von Pelletheizungen im Kleinfeuerungsanlagenbereich ausdrücklich befürworte. "Die Pelletsheizung ist damit nicht das Problem, sondern die Lösung des Problems!“, betont der Pellets-Verband.

03.01.2006   Quelle: Deutscher Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DEPV

 

Bundeswirtschaftsminister Glos: "Gasversorgung in jedem Fall gewährleistet"

"Es besteht kein Anlass zur Sorge. Ich stehe in engem Kontakt mit der deutschen Gaswirtschaft. Diese hat mir versichert, dass eine aktuelle Gefährdung der Gasversorgungssicherheit derzeit nicht zu befürchten ist. Und was insbesondere wichtig ist: Die Versorgung bleibt in diesem Winter in jedem Fall gewährleistet." Das erklärte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos in einer Pressemitteilung zum russisch-ukrainischen Gaskonflikt.  Wegen der bestehenden Speicherkapazitäten sei eine dramatische Gasverknappung auch dann nicht zu erwarten, wenn sich die Situation kurzfristig nicht entspannen sollte, so der Minister weiter. "Ich gehe davon aus, dass längerfristig auftretende Lieferausfälle auch durch Steigerung der Bezugsmengen sowie durch Umleitung russischen Gases aufgefangen werden können", erklärte Glos.

"Die betroffenen deutschen Gasversorgungsunternehmen haben alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet, um auf Lieferengpässe adäquat reagieren zu können. Parallel gibt es auf politischer Ebene intensive Bemühungen, um keine Versorgungskrise entstehen zu lassen. Ich habe schon im Vorfeld dieser Entwicklung mit Präsident Putin gesprochen, um auf eine Lösung des russisch-ukrainischen Konfliktes hinzuwirken", so Glos. Er habe gemeinsam mit seinen Kollegen aus Österreich, Italien und Frankreich einen Brief an die Konfliktparteien geschickt. Glos begrüßte in diesem Zusammenhang auch die Aktivität der Europäischen Kommission. Die Mitgliedstaaten würden sich mit der Kommission bereits in einer Sitzung am 04. Januar 2006 gemeinsam ein Bild über die Situation verschaffen und gegebenenfalls notwendige Konsequenzen erörtern.

"Diese aktuellen Ereignisse zeigen, wie wichtig es ist, über einen ausgewogenen breiten Energiemix zu verfügen. Es steht für mich außer Zweifel, dass dieses Thema bei dem von der Bundeskanzlerin angekündigten Energiegipfel ganz oben auf der Agenda stehen wird", so der Bundeswirtschaftsminister.

02.01.2006   Quelle: BMWi   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Hans-Josef Fell warnt vor Abhängigkeit vom russischen Erdgas

"Die Drosselung der russischen Erdgaslieferungen an die Ukraine kann als Beginn europäischer Ressourcenkonflikte angesehen werden", so Hans-Josef Fell, Sprecher für Energie und Technologie der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, in einem Rundschreiben. Gazprom habe mit Billigung des russischen Präsidenten Putin der Ukraine keine Chance gelassen, in akzeptabler Zeit einen auch für die ukrainische Wirtschaft annehmbaren Erdgaspreis auszuhandeln. Stattdessen demonstriere Gazprom unerbittliche Härte und benutze Erdgas als politisches Druckmittel.  Auch in Europa und Deutschland müsse jetzt das Bewusstsein wachsen, welche Gefahren eine zunehmende Abhängigkeit von russischen Energielieferungen berge, so Fell. Deutschland sei bereits sehr stark von Erdöl- und Erdgaslieferungen aus Russland abhängig.


Biogasproduktion ausbauen

"Stattdessen muss Deutschland, wie auch die anderen europäischen Länder, die eigene Erzeugung von Energie wesentlich stärker ausbauen", fordert Fell. Dies bedeute für die Gasversorgung den großflächigen Ausbau der Biogaserzeugung, statt des Baus einer Ostseepipeline für klimaschädliches und politisch gefährliches "Russenerdgas". Auch alle anderen europäischen Länder könnten mit Eigenerzeugung aus erneuerbaren Energien und Energieeinsparung allmählich nationale Energieautonomien aufbauen. Gleichzeitig wäre dies der beste und erfolgreichste Klimaschutz, so der Grünen-Sprecher.


Beginnende Erdgasverknappung als Hintergrund der russisch-ukrainischen Machtdemonstration?

"Die bereits erschlossenen russischen Erdgasfelder werden schon ab 2010 in rückläufige Förderung kommen", prognostiziert Fell. Gleichzeitig nehme die Nachfrage nach russischem Gas aus ganz Europa und bald sogar China deutlich zu, während in anderen europäischen Förderregionen, wie Holland oder Großbritannien die Erdgasförderung deutlich abnehmen werde. Gazprom habe bis heute keinen nachvollziehbaren Investitionsplan aufgelegt, wie die steigende Nachfrage nach Russenerdgas nach 2010 zeitgleich gestillt werden soll, betont Fell. Möglicherweise sei eine beginnende Erdgasverknappung der eigentliche Hintergrund der russisch-ukrainischen Machtdemonstration. Es scheine, als wolle Gazprom die politische Durchsetzbarkeit testen, zahlungsschwache Länder zu Gunsten reicher Nationen vom knapper werdenden Erdgas abzukoppeln. "Der Ausbau erneuerbarer Energien wird damit zur nationalen Aufgabe für die Sicherung der Energieversorgung. Erneuerbare Energien sind unerschöpflich und besitzen ein wesentlich höheres Energiepotenzial als die endlichen fossilen Ressourcen", sagt Fell.

02.01.2006   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Photovoltaik: Industrie und Politik entwickeln Strategie zur Forschungsförderung

Fassadenintegrierte Dünnschicht-Photovoltaikanlage von Würth Solar
Fassadenintegrierte Dünnschicht-Photovoltaikanlage von Würth Solar

Beim 9. Strategiegespräch zur Zukunft der Photovoltaikforschung diskutierten im November 2005 in Glottertal Führungspersönlichkeiten aus Forschung, Politik und Industrie über die strategische Ausrichtung der Forschungsförderung. Die Schwerpunkte der Forschungsförderung werden künftig bei der Silizium-Wafertechnologie und zunehmend bei Dünnschichttechnologien liegen, berichtet das BMU in seinem Forschungsnewsletter.  Auch in Systemtechniken solle investiert werden, zum Beispiel zur Netzeinbindung. Deutschland müsse die Markteinführung und die Forschungsförderung auf hohem Niveau fortsetzen, darüber seien sich die Teilnehmer einig gewesen, betont das BMU. Nur so könnten deutsche Unternehmen ihre Technologieführerschaft neben Japan sichern und ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen. Um die erheblichen wirtschaftlichen und technischen Entwicklungspotenziale der Photovoltaik deutlich zu machen, entwickelten die Teilnehmer eine "Roadmap", welche die erwartete Entwicklung bis 2020 skizziert.



Perspektive: Solarstromanlagen sollen bis 2020 zwei Drittel billiger werden

Demnach soll die in Deutschland produzierte Leistung von gegenwärtig 350 Megawatt Spitzenleistung pro Jahr (MWp/a) auf 1.000 MWp/a im Jahr 2010 und bis 2020 sogar auf 12.000 MWp/a steigen. Gleichzeitig sollen statt der aktuell rund 20.000 Arbeitsplätze bis 2010 etwa 50.000 Stellen geschaffen worden sein. 2020 sollen dann 200.000 Menschen in der PV-Branche arbeiten.
Die Teilnehmer der Tagung erwarten, dass der Systempreis von Solarstromanlagen (aktuell 4,5 – 5,5 Euro pro Watt) bis 2010 auf 3,6 €/W und bis 2020 auf 1,5 €/W sinkt. Die Kosten für eine Kilowattstunde Solarstrom sollen von gegenwärtig 45 – 50 Cent auf 30 Cent (2010) beziehungsweise 10 Cent (2020 sinken). Die Roadmap gibt zudem eine Verlängerung der Modullebensdauer von aktuell 20 bis 25 Jahren auf 35 Jahre vor. Auch die Wechselrichter sollen billiger werden: statt 0,4 €/Wp im Jahr 2005 werden zum Ende des Jahrzents 0,2 €/Wp erwartet, bis 2020 soll der Preis bei 0,15 €/Wp liegen.

02.01.2006   Quelle:
BMU
  Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Würth Solar GmbH & Co.KG

 

Emissionshandel: Umweltbundesamt zieht positive Bilanz für 2005

Die Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt (DEHSt) zieht ein Jahr nach Einführung des europäischen Emissionshandels eine positive Bilanz des neuen Klimaschutzinstrumentes: Im Nationalen Emissionshandelsregister zeige sich, dass Kontoinhaber seit dem Start im März 2005 über 90 Millionen Emissionsberechtigungen übertragen hätten, so das Umweltbundesamt (UBA) in einer Pressemitteilung. Das seien etwa 18 Prozent der in Deutschland 2005 ausgegebenen Emissionsberechtigungen.  Das tatsächliche Handelsvolumen sei noch höher, da sich nicht jeder privatwirtschaftliche Handel sofort im Register abbilde. "Die Belastung der Umwelt, der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid ist jetzt Thema für die Finanzvorstände", sagte Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des UBA.


Deutsches Emissionshandelsregister ist das durch Private am häufigsten genutzte Register in Europa

Das Emissionshandelsregister der DEHSt im UBA ist mit einem Online-Banking-System vergleichbar. Es bildet den Besitz der Emissionsberechtigungen ab, über die jede der über 1.800 am Emissionshandel teilnehmenden Anlagen der Energiewirtschaft und der emissionsintensiven Industrie verfügen muss. Das Konto ist unter anderem erforderlich, um die Emissionsberechtigungen jährlich abrechnen zu können. Alle Anlagenbetreiber führen bei der DEHSt ein Konto. Bürgerinnen und Bürger sowie Organisationen können ebenfalls ein eigenes Konto eröffnen und so Emissionsberechtigungen erwerben. 2005 taten dies laut UBA 130 Personen und Organisationen. Damit sei das Deutsche Emissionshandelsregister das durch Private am häufigsten genutzte Register in Europa. Die Kontoführung kostet einmalig 200 Euro für die gesamte Handelsperiode 2005-2007 und deckt alle Kontokosten und Serviceleistungen ab.

"Besonders positiv bewerten wir die europaweite Zusammenarbeit", erläutert Dr. Hans-Jürgen Nantke, Leiter der DEHSt. Die Transaktionen koordiniert – elektronisch vernetzt – ein europäisches Zentralregister: Das so genannte Community Independent Transaction Log (CITL) verbindet derzeit 17 nationale Emissionshandelsregister und ist bereits für den Handel mit Emissionszertifikaten aus den projektbasierten Mechanismen des Kyoto-Protokolls – Joint Implementation und Clean Development Mechanism – vorbereitet.

Das Deutsche Emissionshandelsregister und das CITL garantieren laut UBA Nutzerinnen und Nutzern anspruchsvolle Sicherheitsstandards und hohe Verfügbarkeit. Die über 1.000 nationalen und europaweiten Transaktionen, die deutsche Konten betrafen, liefen sicher und reibungslos. Insgesamt wurden rund 21 Millionen Emissionsberechtigungen von Deutschland in das europäische Ausland transferiert, rund 19 Millionen Emissionsberechtigungen kamen aus dem Ausland nach Deutschland. Zahl und Volumen der Transaktionen haben zum Jahresende wegen zahlreicher Termingeschäfte stark zugenommen.

Weitere Informationen zum Emissionshandel unter http://www.dehst.de/

02.01.2006   Quelle: UBA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU, Foto: H.-G. Oed
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Kandidatensuche für Deutschen Umweltpreis 2006 hat begonnen

Die Suche nach Kandidaten für den mit 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis 2006 hat begonnen, berichtet die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) in einer Pressemitteilung. Bis zum 15. März haben Vertreter von rund 130 Institutionen - darunter Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft, Naturschutz-, Arbeitgeber- und Branchenverbände, Gewerkschaften, Kirchen und Medien - Gelegenheit, ihren Favoriten für die Auszeichnung zu nominieren. Mit dem höchstdotierten Umweltpreis Europas würdigt die DBU Leistungen, die in vorbildhafter Weise zum Schutz der Umwelt beitragen.  Bundespräsident Horst Köhler wird den 14. Deutschen Umweltpreis am 29. Oktober 2006 in Dresden überreichen.

Jedes Jahr erreichen die Geschäftsstelle der DBU in Osnabrück viele Empfehlungen zur Kandidatenkür. Die Vorschläge werden einer hochkarätigen 15-köpfigen Experten-Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vorgelegt. "Gemeinsam diskutieren die Fachleute darüber, welche Persönlichkeiten besonders preiswürdig sind", erläutert DBU-Experte Felix Gruber. Anschließend trifft das Kuratorium der DBU die endgültige Wahl und benennt den oder die Umweltpreisträger 2006.


Umweltprobleme rechtzeitig erkennen und im Vorfeld entschärfen

"Die Auszeichnung richtet sich an Personen, Forscher, vor allem aber Unternehmer", sagt Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU. Die DBU hat seit ihrer Gründung 1991 über 6.100 innovative, umweltentlastende Modellprojekte im Schwerpunkt in Kooperation mit kleinen und mittleren Unternehmen mit 1,1 Milliarden Euro gefördert. "Bemerkenswerte Forschungsergebnisse werden genauso berücksichtigt wie innovative Produkte, umweltfreundliche technische Prozesse oder die Lebensleistung einer Person". Die Auszeichnung solle Personen, Unternehmen und Organisationen dazu "anstiften", Umweltprobleme rechtzeitig zu erkennen und mit Hilfe geeigneter Strategien schon im Vorfeld zu entschärfen.


Ehrung für Pioniere des Umweltschutzes

Seit 1993 ehrt der Deutsche Umweltpreis herausragende Pioniere des Umweltschutzes. Unter anderem wurden der Ozonforscher und spätere Nobelpreisträger für Chemie, Professor Dr. Paul J. Crutzen (1994), und der Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Prof. Dr. Klaus Töpfer (2002), mit ihm ausgezeichnet. 2005 ging der Preis an den Wissenschaftler, Ökologen und Umweltbildungsexperten Prof. Dr. Berndt Heydemann (Nieklitz, Mecklenburg-Vorpommern) und den Physiker, Forscher und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg, Prof. Dr. Joachim Luther. Mit dem zum zweitenmal verliehenen Ehrenpreis Lebensleistung wurde Prof. Heinz Sielmann (Duderstadt) gewürdigt.

02.01.2006   Quelle: DBU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Fachverband: 2005 war das Jahr der Biogas-Branche

Deutscher Solarpreis 2005 für das Bioenergiedorf Jühnde
Deutscher Solarpreis 2005 für das Bioenergiedorf Jühnde

Für die Biogas-Branche geht ein sehr erfolgreiches Jahr zu Ende, berichtet der Fachverband Biogas e.V. in einer Pressemitteilung. Die elektrische Leistung der in Deutschland installierten Anlagen habe um 200 Megawatt auf nun 450 MW elektrischer Leistung nahezu verdoppelt werden können. Zirka 8.000 Menschen sind heute nach Angeben des Verbandes mit dem Bau und Betrieb der Kraftwerke beschäftigt und erwirtschafteten einen Umsatz von gut 490 Millionen Euro.  Den großen Durchbruch habe die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im August letzten Jahres gebracht. Darin wird den Anlagenbetreibern eine garantierte Vergütung von 11,5 bis 8,4 Cent pro Kilowattstunde je nach Anlagengröße zugesichert. Zusätzlich erhalten die Betreiber seitdem sechs Cent pro Kilowattstunde, wenn sie in ihren Anlagen nachwachsende Rohstoffe wie Mais, Rüben oder Sonnenblumen vergären. "Diese Weichenstellung hat Biogas erst wirklich landwirtschaftstauglich gemacht", betont der Präsident des Fachverbandes Biogas, Josef Pellmeyer.

Vor diesem Hintergrund seien die Erwartungen an das jährliche Branchentreffen im Januar 2006 hoch. Zum 15. Mal lädt der Fachverband Biogas seine Mitglieder und alle interessierten Personen zur Jahrestagung ein. Für die Veranstaltung vom 25. bis 27. Januar 2006 in Hannover rechnet der Verband mit rund 1.000 Teilnehmern. Begleitend zu den über 30 Vorträgen stellen auf der Fachausstellung über 80 Firmen ihre neuesten Produkte aus. "Der Fachverband wird dann Veranstalter der vermutlich weltweit größten Biogasmesse sein", freut sich Geschäftsführer Claudius da Costa Gomez. Ausruhen könne und wolle sich die Branche auf diesen Erfolgen nicht, betont der Verband. Beispielsweise könne die Nutzung der bei der Stromproduktion anfallenden Wärme optimiert werden. Auch beim Einsatz nachwachsender Rohstoffe bestehe weiterhin Forschungsbedarf. Über diese und viele andere Themen informieren die Referenten auf der 15. Jahrestagung des Fachverbandes Biogas unter dem Motto "Wirtschaftsmotor Biogas".

01.01.2006   Quelle: Fachverband Biogas e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Bioenergiedorf Jühnde
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Europäische Umweltagentur: Es wird heiß in Europa

Die Europäische Umweltagentur sieht in ihrem jüngsten Bericht die Veränderung des Klimas als eine der größten umweltpolitischen Herausforderungen. Die Durchschnittstemperatur in Europa sei während des 20. Jahrhunderts um 0,95 Grad gestiegen und liege somit 35 % über der durchschnittlichen weltweiten Zunahme von 0,7 Grad.
  Auch eine zunehmende Urbanisierung sowie intensive Landnutzung, der Verlust der Artenvielfalt, der Schutz der Meeresökosysteme, die Luftverschmutzung und die dadurch verbundene Beeinträchtigung der Gesundheit werden als weitere Handlungsfelder der europäischen Umweltpolitik aufgeführt.

Zwar habe es in den vergangenen Jahren auch Erfolge gegeben, etwa beim Recycling, bei der Luftreinhaltung und im Gewässerschutz. Diese umweltpolitischen Erfolgsgeschichten würden jedoch durch individuelle Konsummuster zunichte gemacht. Der Bericht "Die Umwelt Europas: Zustand und Perspektiven 2005" ist eine über fünf Jahre angelegte Bestandsaufnahme in 31 Ländern und enthält eine nach Ländern aufgeschlüsselte Analyse. Diese basiert auf Informationen, die von den Ländern selbst erbracht worden sind. Fachleute des Umweltbundesamtes (UBA) haben für Deutschland Hintergrundinformationen zur Länderanalyse zur Verfügung gestellt und an dem Bericht mitgewirkt.

Der Bericht in englischer Sprache, eine Kurzfassung und die Länderanalyse für Deutschland in deutscher Sprache sind im Internet zu finden unter:
http://org.de.eea.eu.int/documents/newsreleases/soer2005_pp-de

01.01.2006   Quelle: UBA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Europäische Umweltagentur
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Österreich: Solarwärmebranche sieht Wachstumsperspektive durch EU-Richtlinie

Austria Solar-Vertreter in Brüssel
Austria Solar-Vertreter in Brüssel

Führende Vertreter der österreichischen Solarwirtschaft diskutierten im Dezember 2005 in Brüssel mit Abgeordneten des Europaparlaments über die geplante EU-Richtlinie für das Heizen und Kühlen mit erneuerbaren Energien. Die Repräsentanten der Unternehmen und Verbände waren sich mit den Parlamentariern einig, dass nur die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien eine langfristig stabile und kostengünstige Energieversorgung sichere. Für Österreich als Exportland Nr. 1 bei Solartechnik in Europa eröffne diese Perspektive ungeahnte Wachstumschancen.  Bereits heute stamme jeder vierte in der EU montierte Kollektor aus österreichischer Produktion, betont der Verband Austria Solar in einer Pressemitteilung. "Die Ökowärmerichtlinie ist ein wesentlicher Baustein zur Erreichung des Zieles, 12 Prozent der gesamten Energieversorgung in der EU bis 2010 mit erneuerbaren Energien zu decken", betonte Mechthild Rothe, EU-Abgeordnete und Initiatorin des Richtlinienvorschlags.



Solarwärme bald unter den 20 wichtigsten Industriezweigen Österreichs ?

Der Richtlinienvorschlag sieht vor, dass im Jahr 2020 bereits ein Viertel des Energiebedarfes für das Heizen und Kühlen in der EU aus Sonne, Biomasse und Erdwärme gedeckt wird. Die Energieausgaben würden dabei nach heutigen Preisen um umgerechnet rund 100 Milliarden Euro sinken, so der Verband Austria Solar. Zugleich würden tausende neue Arbeitsplätze geschaffen. Die erneuerbaren Energien zählen bereits heute zu den neuen Wachstumsmotoren in Europa, mit jährlich zweistelligem Zuwachs an Arbeitsplätzen in einzelnen Ländern. "Dabei stehen wir erst am Anfang der kommenden Energiewende," sagte Gerhard Rabensteiner, Vizepräsident des europäischen Solarindustrieverbandes ESTIF. Gelinge es Österreich, seinen Marktanteil zu halten, könnten bis 2010 mehr als 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der Solarthermie-Branche geschaffen werden. "Damit würde die Solarwärmebranche zu den 20 wichtigsten Industriezweigen unseres Landes zählen", meint Roger Hackstock, Geschäftsführer des Verbandes Austria Solar.

01.01.2006   Quelle: Austria Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Austria Solar
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