Solar News Archiv Februar 2006

 


 

Phönix SonnenStrom AG steigert Konzernumsatz auf 111 Millionen Euro

Die Phönix SonnenStrom AG (ISIN DE000A0BVU93) legt die vorläufigen Eckdaten des Konzern-Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2005 vor. Erstmals seien die Zahlen unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelt worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Umsatz der Phönix-Gruppe stieg demnach im Jahr 2005 auf 111,1 Millionen Euro und wuchs damit um 65 Prozent, nach 67,3 Millionen Euro im Vorjahr.   34 Prozent der Umsätze im Berichtsjahr seien mit der Umsetzung von Solarstrom-Projekten erzielt worden, 66 Prozent über den Vertrieb von Photovoltaik-Produkten, davon über 6 Millionen Euro im Ausland. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg nach Angaben des Unternehmens um 204 Prozent auf 7,6 Millionen Euro (2004: 2,5 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss belaufe sich auf 5 Millionen Euro (2004: 1,7 Millionen Euro) und habe sich mit einem Anstieg um 195 Prozent fast verdreifacht. Dabei hätten sich sich latente Steuern nach IFRS ergebnismindernd niedergeschlagen, so die Phönix SonnenStrom AG.


Beste EBIT-Marge in der Unternehmensgeschichte

Der Jahresüberschuss entspricht nach Angaben des Unternehmens einem Ergebnis pro Aktie (EPS) von 0,92 Euro; 5.525.000 Aktien seien im Umlauf. Im Vorjahr betrug das Ergebnis je Aktie 0,34 Euro bei 5.025.000 Aktien. Die EBIT-Marge – das Verhältnis von EBIT zu Umsatz – verbesserte sich im Geschäftsjahr 2005 auf 6,9 Prozent, den besten Wert der Unternehmensgeschichte (2004: 3,7 Prozent). Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern stieg von 14 Prozent im Jahr 2004 auf
nunmehr 21 Prozent im Jahr 2005. Die genannten Zahlen seien vorläufig, betont das Unternehmen. Die Rechnungslegung sei auf IFRS umgestellt wo0rden. Zudem sei erstmals ein konsolidierter Konzernabschluss aufgestellt worden. Den vollständigen und testierten Jahresabschluss sowie den Geschäftsbericht 2005 will die Phönix SonnenStrom AG Mitte Mai veröffentlichen. Die Hauptversammlung findet statt am 7. Juli 2006 in Fürstenfeldbruck.

28.02.2006   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Q-Cells verdoppelt Solarzellen-Produktion und setzt Wachstumskurs fort

Solarzellen-Fertigung bei Q-Cells.
Solarzellen-Fertigung bei Q-Cells.

Die Q-Cells AG aus Thalheim bei Wolfen (Sachsen-Anhalt) hat ihren Wachstumskurs im Jahr 2005 fortgesetzt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das gehe aus den vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2005 hervor, die das Unternehmen am 28.02.2006 veröffentlicht hat – erstmals als Konzern nach IFRS. Mit einer gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelten Produktion von 165,7 MWp (Vorjahr: 75,9 MWp) zähle das Unternehmen zu den drei größten Herstellern von Solarzellen weltweit.
 
Der Umsatz sei entsprechend um 133 Prozent gestiegen, auf 299,4 Millionen Euro (Vorjahr: 128,7 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe das Unternehmen mit 63,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht (Vorjahr : 19,6 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss wuchs nach Angaben des Unternehmens trotz der anteiligen Einbeziehung der Anlaufverluste aus dem Aufbau der ersten Produktionslinien der Beteiligungsgesellschaften CSG Solar AG und EverQ GmbH überproportional um 233 Prozent auf 39,9 Millionen Euro (Vorjahr: 12 Mio. Euro).


Wachstum soll Kostensenkung in der Photovoltaik bringen

Der weltweit größte konzernunabhängige Solarzellenhersteller hat seine Produktionskapazität planmäßig weiter ausgebaut und verfügt nun am Standort in Thalheim über eine jährliche Produktionskapazität von 234 MWp bei einer Nominalkapazität von 292 MWp. "In einem Jahr, das wie kein anderes von der Knappheit unseres Rohstoffes Silizium geprägt war, haben wir es geschafft, unser starkes Wachstum fortzusetzen", sagte Anton Milner, Vorstandvorsitzender der Q-Cells AG, anlässlich der Bekanntgabe der Zahlen. "Dieses Wachstum brauchen wir, um unser großes Ziel der Kostensenkung in der Photovoltaik zu erreichen. Diesen Kurs werden wir auch 2006 mit dem Endausbau unserer Linie IV fortsetzen", so Milner weiter.


767 Mitarbeiter am Standort Thalheim

Das Wachstum sei verbunden mit einer deutlichen Steigerung der Mitarbeiterzahl. Im Jahr 2005 habe Q-Cells insgesamt 283 neue, qualifizierte und zukunftsfähige Arbeitsplätze in der Region Bitterfeld/Wolfen geschaffen. Zum Jahresende seien damit 767 Mitarbeiter am Standort Thalheim beschäftigt gewesen. Auch die Internationalisierung des Geschäfts sei 2005 deutlich vorangeschritten. Dem Unternehmen sei gelungen, die Exportquote deutlich auf 36,8 Prozent zu steigern (Vorjahr: 25,8 Prozent). Das kurzfristige Ziel sei, diesen Anteil bis 2008 auf über 50 Prozent zu erhöhen, wobei besonders die Position des Unternehmens auf den strategisch wichtigen Märkten in Südeuropa, Ostasien und Nordamerika gesteigert werden soll. Dabei helfen soll die im Jahr 2005 gegründete Tochtergesellschaft Q-Cells Asia Limited in Hongkong. Das Vertriebsbüro mit vorerst zwei Mitarbeitern hat Anfang dieses Jahres die Arbeit aufgenommen und betreut den gesamten ost- und südostasiatischen Raum.


Ausbau der Produktionskapazitäten in den Beteiligungsgesellschaften nach Plan

Ebenfalls nach Plan verlaufe die Entwicklung der CSG Solar AG und EverQ GmbH. Die beiden Unternehmen, an denen die Q-Cells AG mit 23 beziehungsweise 21 Prozent beteiligt ist, sollen im ersten Halbjahr die Produktion in ihren ersten Linien am Standort Thalheim aufnehmen. Beide Technologien, sowohl das Dünnschichtverfahren der CSG Solar als auch die String Ribbon-Technologie zur Waferherstellung der EverQ böten große Potenziale zur Kosteneinsparung.

28.02.2006   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Q-Cells AG.
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Windenergie-Konferenz in Athen: Erneuerbare als "Treibstoff des Zeitalters"

Europäische Windenergie-Konferenz 2006.
Europäische Windenergie-Konferenz 2006.

Anlässlich der Europäischen Windenergie-Konferenz EWEC 2006 in Athen hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Mueller, auf die herausragende Bedeutung der Windkraft für die Energietechnik hingewiesen. "Europa steht vor der Herausforderung, seine Energieversorgung dauerhaft umweltverträglich zu gestalten. Im Zeitalter der Energieinnovation spielen Energieeffizienz, Energieeinsparung und die Nutzung der erneuerbaren Energien eine zentrale Rolle. Die Erneuerbaren sind der Treibstoff dieses Zeitalters -- allen voran die Windenergie", sagte Mueller in einem Grußwort zu der Athener Konferenz.
 
Mehr als zwei Drittel der weltweit installierten Leistung an Windenergie steht in Europa. Vergangenes Jahr wurden hier 6.183 Megawatt an neuer Windenergieleistung installiert - ein Rekord. Rund 75.000 Menschen haben laut Bundesumweltministerium Arbeit in der europäischen Windenergieindustrie gefunden. Deutschland habe daran einen großen Anteil: Hier sind etwa 45 % der europäischen Windenergieleistung installiert.


Windenergieanlagenhersteller aus Vorreiter in der 5 Megawatt-Klasse

In den vergangenen Jahren haben deutsche Ingenieurinnen und Ingenieure stetig die Effizienz der Anlagen gesteigert, beispielsweise durch verbesserte Flügelprofile und optimierte Kontrollmechanismen. Leistungssteigerungen wurden durch neue Generatorkonzepte möglich, robustere Komponenten verringerten den Wartungsaufwand. Drei Windenergieanlagenhersteller aus Deutschland sind heute weltweit die Vorreiter in der Entwicklung und Produktion von Windenergieanlagen der 5-Megawatt-Klasse. Neun dieser Anlagen wurden bereits an Land installiert. "Ihre Zukunft liegt aber auf dem Meer", so der Parlamentarische Staatssekretär. In Athen zeigen vom 27. Februar bis 2. März rund 2.000 Teilnehmer und 150 Aussteller, welche Bedeutung die europäische Windindustrie heute bereits hat.

28.02.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EWEC 2006
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IEA betont wichtige Rolle von Technologien zur Nutzung der Erneuerbaren

Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien sind von zentraler Bedeutung für die ausgeglichene Energieversorgung der Zukunft; die Erneuerbaren können einen wesentlichen Beitrag zur Vielfalt und Sicherheit der Energieversorgung sowie zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten." Das sagte Claude Mandil, Chef der Internationalen Energie Agentur (IEA), bei der Präsentation einer Veröffentlichung zu den Prioritäten der Forschung und Entwicklung für regenerative Energien im Februar in Paris. Sie trägt den Titel "Renewable Energy: RD&D Priorities -- Insights from IEA Technology Programmes".
 
Darüber hinaus sollte auch dem Potenzial der Erneuerbaren zur Einschränkung des Klimawandels besondere Beachtung geschenkt werden, fügte Mandil hinzu. Er eräuterte, dass die IEA-Minister 2005 eine saubere, intelligente und wettbewebsfähige Energie-Zukunft gefordert hätten und betonte, dass die Technologien zur Nutzung der Erneuerbaren als Bestandteil eines ausgewogenen Energie-Mixes deshalb einen Schlüsselrolle spielen müssten.


Markteinführung verbessern, Forschung und Entwicklung gezielt steigern

"Wir brauchen so effektive öffentliche Mittel wie möglich, um dies zu erreichen", sagte Mandil. " Die Staaten müssen ihre Markteinführungsstrategien für Technologien zur Nutzung der Erneuerbaren verbessern und vor allem die Forschung und Entwicklung gezielt steigern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit sichern", ergänzte der IEA-Chef. Der Report setzt Prioritäten, basierend auf Studien, Analysen und Technologie-Programmen des IEA-Technologienetzwerks. Er beschreibt zudem Trends der Entwicklung staatlicher Forschungsausgaben für Forschung und Entwicklung und die Politik der IEA-Mitgliedsstaaten.

Die weltweite Förderung der Forschung zur Biomasse, Photovoltaik und Windenergie ist laut IEA gestiegen, während die Ausgaben für Meeresenergie, Geothermie und solarthermische Kraftwerke gesunken seien. Insgesamt würden die USA, Japan und Deutschland am meisten hierfür ausgeben, die höchsten Forschungsausgaben pro Kopf leisten sich die Schweiz, Dänemark und die Niederlande. Eine Zusammenfassung des Reports in englischer Sprache kann auf den Internetseiten der IEA heruntergeladen werden unter http://www.iea.org/Textbase/Papers/2006/renewable_factsheet.pdf

28.02.2006   Quelle: IEA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: IEA

 

Mit Pflanzenöl betriebenes Blockheizkraftwerk in Stuttgart eingeweiht

Pflanzenöl-BHKW.
Pflanzenöl-BHKW.

Ein Perpetuum Mobile ist die innovative Energieversorgung noch nicht, aber schon ganz schön dicht dran, berichtet der findige Schwabe Martin Bucher in einer Pressemitteilung. Öl, Gas oder Strompreise interessieren ihn seit der Installation seines eigenen Mini-Blockheizkraftwerks nicht mehr. Die Autos der Familie und den Motor des BHKW betreibt er mit kaltgepresstem Rapsöl von Bauern aus der Region. Die beim Betrieb des Motors entstehende Abwärme nutzt er zusammen mit einer Solaranlage zur Wärmeversorgung seines Einfamilienhauses mit Schwimmbad.
 
Der Motor treibt einen Generator mit 11kW an, der umweltfreundlichen Strom erzeugt, mit dem 6 Haushalte vollständig versorgt werden können. Er wird in das Netz der EnBW eingespeist und nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 20 Jahre lang mit 19,3 Cent je Kilowattstunde vergütet. Diese zusätzlichen Einnahmen reduzieren die Betriebskosten laut Bucher um zirka 80% gegenüber der alten Öl-Heizung.


26 Tonnen weniger CO2

Dipl.-Ing. Martin Bucher gehört zu den erfahrensten Projektentwicklern der Solarbranche. Als "Vater" der Freiflächen-Solarprojekte ist Martin Bucher maßgeblich an der Entwicklung und am Erfolg der größten Solarparks beteiligt. Sein Mini-Kraftwerk ist nicht größer als ein gewöhnlicher Heizkessel und passt somit in jeden Keller. Der oft lästige Heizölgeruch sei verschwunden, so Bucher. Durch den Einsatz von reinem Pflanzenöl als nachwachsendem Rohstoff würden der Umwelt pro Jahr etwa 26 Tonnen CO2 und andere Umweltgifte wie Schwefelverbindungen erspart. Selbstverständlich seien dem vollständig eingekapselten Motor nicht nur Schalldämpfer sondern auch Rußfilter und ein Oxi-Kat nachgeschaltet. "Die Vorteile dieses Mini-Kraftwerks sind aber nicht nur wirtschaftliche Faktoren, sondern insbesondere das unbezahlbar gute Gefühl, sich ein Schwimmbad im eigenen Haus nun auch moralisch leisten zu können. Wir hatten immer ein schlechtes Gewissen, wenn der große Tankzug mit dem Heizöl vorgefahren ist, um den 16.000l Erdtank zu befüllen", so der Diplom-Ingenieur.


Solarwärmeanlage eingebunden

Auch die Einbindung, die Regelungs- und Schichtspeichertechnik in Verbindung mit der 30 Quadratmeter großen Solarwärmeanlage seien richtungsweisend, betont Bucher. Einige Ertragsdaten und Hintergrundinformationen sollen als Grafik in Kürze im Internet präsentiert werden unter www.martin-bucher.de. Zur feierlichen Einweihung am Mittwoch haben sich laut Bucher über 100 geladene Gäste angemeldet. Festreden werden unter anderem gehalten von Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Schuster sowie dem Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jörg Dürr-Pucher.

28.02.2006   Quelle: Dipl.-Ing. Martin Bucher   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Martin Bucher
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Solar Decathlon 2007: TU Darmstadt im Wettbewerb mit weltweit 20 Universitäten

Solar Decathlon in Washington.
Solar Decathlon in Washington.

Etwa 150.000 Besucher werden erwartet, wenn im Sommer 2007 zwanzig von konkurrierenden Universitäten gebaute energieautarke Sonnenenergie-Häuser auf der National Mall in Washington DC, direkt am Weißen Haus und gegenüber dem Kapitol, aufgebaut und im Wettbewerb "Solar Decathlon 2007" bewertet werden. Die TU Darmstadt hat mit der Bewerbung des Fachgebiets Entwerfen und Energieeffizientes Bauen im Fachbereich Architektur unter Leitung von Prof. Manfred Hegger als zweite europäische Hochschule den Sprung in diesen "solaren Zehnkampf" geschafft, nach der Universidad Politécnica de Madrid. 
Im Rahmen des vom US-Energieministerium ausgeschriebenen Wettbewerbs geht es um den Bau von visionären, energieautarken Wohnhäusern, die von den zwanzig Universitäten weltweit geplant, vorgefertigt und im Sommer 2007 auf der Mall in Washington D.C. errichtet werden. Im dann stattfindenden solaren Wettstreit muss sich jedes Haus in insgesamt zehn Disziplinen der Energieeffizienz und der Nachhaltigkeit praktisch beweisen.


Gebäudetechnik für Sonnenenergie pur

Das zu erstellende Haus wird 80 Quadratmeter Nutzfläche haben - nach deutschen wie amerikanischen Maßstäben nicht besonders viel, ein kleines Zwei- Personen-Haus. Aber die Anforderungen an das Gebäude sind hoch: Die Gebäudetechnik des "Year 2015 prototype home" muss komplett auf der Sonnenenergie-Nutzung basieren. Containermaße müssen eingehalten werden. Das Haus muss in Einzelteilen zweimal den Transport über den Atlantik überstehen, denn das Projekt soll auch nach dem Wettbewerb von der TU Darmstadt weiter genutzt werden. Dazu komme noch der Zeitdruck, betont die TU Darmstadt.


Schwerpunkt: Gebäudeintegrierte Photovoltaik

Der nach 2002 und 2005 zum dritten Mal stattfindende Wettbewerb wird einen Schwerpunkt auf die Nutzung von Photovoltaik legen, die in die Gebäudehülle integriert ist. Energieautarkie allein reicht jedoch nicht: Das Haus soll auch hohe Architekturqualität beweisen, behaglich sein und sich durch innovative Wohnqualitäten auszeichnen. Bisher beteiligt sind Prof. Architekt Manfred Hegger (Fachgebiet Entwerfen und Energieeffizientes Bauen), Prof. Ariel Auslender (Fachgebiet Plastisches Gestalten) und Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner (Fachgebiet Statik der Hochbaukonstruktionen).

Zu den Teilnehmern gehören neben der TU Darmstadt auch die Carnegie Mellon University, die Cornell University, das MIT und die University of Colorado in Boulder, die den Wettbewerb sowohl 2005 als auch 2002 gewinnen konnte.

28.02.2006   Quelle: TU Darmstadt, Fachgebiet Entwerfen und Energieeffizientes Bauen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TU Darmstadt.
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Germanwatch präsentiert internationalen Klimaschutz-Index

Neuer Klimaschutzindex.
Neuer Klimaschutzindex.

Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch stellte der Öffentlichkeit Ende Februar 2006 die Ergebnisse eines neuen, internationalen Klimaschutz-Indizes vor. Er vergleicht die Klimaschutz-Leistungen von 53 Industrie- und Schwellenländern, die zusammen für 90 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich sind.
 
"Der Klimaschutz-Index soll helfen, den politischen und zivilgesellschaftlichen Druck auf diejenigen Länder zu erhöhen, die ihre Klimaschutz-Hausaufgaben bisher vernachlässigt haben," sagt Klimaexperte Jan Burck, der den Index gemeinsam mit Geschäftsführer Christoph Bals und Klimaexperte Manfred Treber von Germanwatch entwickelt hat.


Deutschland auf Platz 5, USA ganz hinten

Deutschland belegt in der Rangliste Platz 5, die USA sind Vorletzter, nur Saudi-Arabien schneidet noch schlechter ab. Auf den ersten drei Plätzen landen Island, Lettland und Großbritannien. Der Index ermöglicht laut Germanwatch erstmals einen fundierten Ländervergleich, weil er nicht nur die absolute Höhe, sondern auch den Trend der klimaschädigenden CO2-Emissionen berücksichtigt. Der Trend wird in den volkswirtschaftlichen Sektoren Energie, Industrie, Verkehr und Gebäude erfasst. Als dritter Faktor fließt die Klimapolitik der Länder in die Bewertung ein. Der Index basiert auf Daten der International Energy Agency (IEA); die Klimapolitik wurde von 30 internationalen Klimaschutz-Experten bewertet. "Wir werden durch den Index regelmäßig offen legen, welche Staaten ihrer Verantwortung mehr nachkommen und welche weniger", so Germanwatch-Geschäftsführer Christoph Bals.

Die Länderrangliste zeige deutlich, dass viele der Länder, die am meisten zum Klimawandel beitragen, ihrer Verantwortung bisher nur unzureichend nachkommen. Gleich sechs der zehn größten CO2-Emittenten, die allein fast 60 Prozent der weltweiten Emissionen in die Luft blasen, sind im Index im hinteren Drittel zu finden. So ist Japan 34., Italien 38., Kanada 45., Russland 48. und die USA 52. und damit Vorletzter.


Deutscher Nachholbedarf bei Gebäudeheizung und Stromerzeugung

Der Index zeigt auch, dass Deutschland beim Klimaschutz nicht in allen Sektoren mit vorne liegt. So ist Deutschland zwar Spitzenreiter in der internationalen Klimapolitik und konnte als einziges Industrieland seine Verkehrsemissionen leicht senken (Rang 4). Doch im Gebäudesektor, der den Heizbedarf erfasst, liegt es nur auf Platz 31. Und während der überdurchschnittliche Zuwachs an erneuerbaren Energien seit 1998 zu einem guten zehnten Rang führt, reicht es bei der gesamten Stromerzeugung nur zu einem 23. Rang. Germanwatch folgert aus diesen Ergebnissen, dass die Ökosteuer im Verkehrssektor und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus klimapolitischer Sicht ihre Wirkung nicht verfehlt haben. Im Gebäudesektor werde sich zeigen, wie viel die kürzlich beschlossenen Förder-Maßnahmen für Gebäudedämmung und -sanierung bringen.


Kohle, Braunkohle und Atomkraft kein Weg aus der Misere

Wichtig für das zukünftige Abschneiden Deutschlands seien jedoch vor allem die anstehenden Entscheidungen bei den Kraftwerksneubauten. "Eine Tendenz in Richtung Kohle und Braunkohle würde Deutschlands gesamte Klimapolitik konterkarieren," warnt Bals. Auch ein Ausbau der Atomkraft könne aufgrund des Risikopotenzials, der Kosten und der Marktverdrängung von erneuerbaren Energien kein Weg aus der Klimamisere sein. Nach Bals Einschätzung kann Deutschland seine CO2-Emissionen im Energiesektor nur dann massiv und nachhaltig senken, wenn sowohl auf der Angebots-, als auch auf der Nachfrage-Seite etwas geschieht. "Wir brauchen Investitionssicherheit für Energieeffizienz-Maßnahmen. Zudem müssen Wind-, Solar- und Biomasse-Anlagen weiter massiv ausgebaut werden", sagt Bals.


Rangliste und Begleitheft im Internet

Die Länderrangliste und die 16-seitige Publikation: "Der Klimaschutzindex - Vergleich der 53 Staaten mit dem größten CO2-Ausstoß" ist abrufbar unter http://www.germanwatch.org/ksi.htm oder zu bestellen unter 0228-60492-0, versand@germanwatch.org

27.02.2006   Quelle: Germanwatch e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Germanwatch e.V.
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Sonnenhaus-Broschüre informiert über Heizen mit Sonne und Holz

Info-Heft zur Solarheizung.
Info-Heft zur Solarheizung.

In seiner neuen Broschüre stellt das Sonnenhaus-Institut e.V. ausgewählte Beispiele weitestgehend solar beheizter "Sonnenhäuser" vor. Die Ein- und Zweifamilienhäuser werden mindestens zur Hälfte solar beheizt, den Restenergiebedarf für Heizung und Warmwasser decken eine moderne Stückholz- oder Pelletsheizung, ein Kachel- oder Kaminofen.
 
Ein Beispiel dafür ist das Naturpark-Informationshaus im Bayerischen Wald: Das erste ausschließlich solar beheizte öffentliche Gebäude Europas zeigt seit nunmehr vier Jahren, wie auch Unternehmen, Kommunen und andere Organisationen mit hohem Flächenbedarf Kosten sparend und Klima schonend solar heizen können. Auch an die Besitzer von älteren Gebäuden ist gedacht. Unter dem Motto "Altbausolarisierung" hat Sonnenhaus-Architekt Georg Dasch seinen eigenen Altbau "fit gemacht" für die Sonne.


Gute Wärmedämmung plus Solarkollektoren

Die Sonnenhaus-Broschüre lässt Bilder wirken und Bewohner sprechen. Die Wohnbeispiele werden abgerundet durch Hintergrundinformationen zur Energiesituation sowie den Komponenten des solaren Bau- und Heizkonzeptes. Im Sinne der aktiven Nutzung der Sonnenenergie sind dies großflächige Solarkollektoren auf einem Süddach oder an einer Südfassade und ein Wärmespeicher mit entsprechendem Volumen. Ein gut gedämmtes Gebäude ist die Voraussetzung für das Funktionieren des Konzeptes, das bereits über 30 Mal vorwiegend in Süddeutschland umgesetzt wurde.


Kostenfreie PDF-Broschüre im Internet

Die 40-seitige Broschüre ist erhältlich für 6,00 Euro inklusive Versandgebühren beim Sonnenhaus-Institut e.V. in Straubing unter der Service-Nummer 0700 / 70 10 90 10 (12 Cent/min.) oder per E-Mail an info@sonnenhaus-institut.de. Die Broschüre (42 S.) kann auch als PDF-Datei heruntergeladen werden auf den Internetseiten des Sonnenhaus-Instituts. Dort gibt es auch aktuelle Projektbeispiele und Wohnreportagen: www.sonnenhaus-institut.de.

27.02.2006   Quelle: Sonnenhaus-Institut e.V.; (openPR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sonnenhaus-Institut e.V.
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Hersteller KACO eröffnet Wechselrichter-Akademie

Photovoltaik-Seminar in Erlenbach.
Photovoltaik-Seminar in Erlenbach.

Wohin sich die schnell voranschreitende Wechselrichter-Technik entwickelt, erfahren Planer, Installateure und der Elektrogroßhandel in der neuen "Wechselrichter-Akademie" der KACO Gerätetechnik GmbH. Dort seien sie an der Quelle, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit seinen trafolosen Wechselrichtern und der frühzeitigen Einführung der 3-Phasen-Überwachung nach VDE-Norm 0126-1-1 gehöre das Neckarsulmer Unternehmen zu den technologischen Schrittmachern.
 
Technische Innovationen, Anlagenüberwachung, Normen, Sicht der Energieversorger, Wechselrichter-Auslegung und Verkaufstrainings – KACO-Experten wie Entwicklungsleiter Michael Viotto bereiten ihr Wissen exklusiv für die Seminarteilnehmer auf. Die Seminare sind kostenfrei.


Die eintägigen Veranstaltungen beschäftigen sich sowohl mit den technischen Grundlagen am Beispiel der KACO Netzeinspeise-Wechselrichter "Powador xi-Serie" als auch mit der Anlagenüberwachung und dem Zubehör. Veranstaltungsorte sind das KACO Entwicklungs- und Logistik-Zentrum in Erlenbach (bei Neckarsulm) und das KACO Entwicklungszentrum in Kassel. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt. Bei zu großer Teilnehmerzahl werden Ausweichtermine angeboten; bei zu geringer können Seminare abgesagt werden. Anmeldeschluss ist 10 Tage vor der Veranstaltung. Das komplette Programm und das Anmeldeformular können heruntergeladen werden unter www.kaco-geraetetechnik.de.

27.02.2006   Quelle: KACO Gerätetechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: KACO Gerätetechnik GmbH

 

Welt-Windenergiekapazität erreicht knapp 58 GW

Windkapazität in der EU über den Zielvorgaben.
Windkapazität in der EU über den Zielvorgaben.

Weltweit ist 2005 eine Windkraft-Leistung von mehr als 10.000 Megawatt (MW) installiert worden, womit die Windenergie-Gesamtleistung nunmehr 57.837 MW beträgt. Das berichtet das von der EU-Kommission geförderte Projekt "EurObserv’ER" in einer Pressemitteilung. Auch wenn der europäische Markt weiter wachse, verzeichneten die nordamerikanischen und asiatischen Märkte die höchste Zuwachsrate.
  In seinem in der französischen Zeitschrift "Systèmes Solaires" (Nummer 171) erschienen "Windenergiebarometer" stellt EurObserv’ER die aktuelle Entwicklung dieser Branche dar.

Der Globalisierungsprozess des Windenergiemarktes werde immer deutlicher, betont EurObserv’ER. Der europäische Markt mache heute nur noch 60,3% des Weltmarktes aus, gegenüber 71,4 % im Jahr 2004. Dies erklärt sich durch ein bedeutendes Wachstum des asiatischen Marktes (besonders Indien), aber gleichzeitig auch durch einen Anstieg der Installationen in den USA. Dank der Weiterführung des amerikanischen Production Tax Credit (PTC) bis in das Jahr 2007 fassten amerikanische Investoren wieder Vertrauen und 2004 wurden mehr als 2.400 MW installiert.


Europäische Union überschreitet 40 000 MW-Schwelle

In Europa sind Deutschland und Spanien künftig nicht mehr die alleinigen Garanten für das Wachstum des Marktes. Der Rückgang beider Märkte konnte laut EurObserv’ER durch den starken Anstieg anderer Märkte wie Großbritannien, Portugal, Italien und sogar Frankreich ausgeglichen werden. So wurden in der Europäischen Union 2005 insgesamt 6.165,7 MW installiert, was die Gesamtleistung seines Windenergieparks auf 40.455 MW anhebt. Das Ziel der Europäischen Kommission einer Kapazität von 40 000 MW konnte also bereits fünf Jahre früher als erwartet erreicht werden.


Zunehmende Auslagerung der Produktion

Die Windenergieindustrie konnte im Zuge der Globalisierung eine positive Dynamik beibehalten. Deutsche und spanische Industrielle werden zunehmend unabhängiger vom Wachstum ihres nationalen Marktes - eine Unabhängigkeit, die in Dänemark bereits erreicht ist. Dänemark konnte die Zahl in der Windenergiebranche bestehenden Arbeitsplätze (20.000) laut EurObserv’ER trotz der Auslagerung der beinahe gesamten Produktion aufrechterhalten. Die durch die zunehmende Zulieferung aus Niedriglohnländern verlorenen Arbeitsplätze seien durch eine Zunahme qualifizierter Arbeitsplätze ausgeglichen worden (R&D, Projekt- und Arbeitsentwicklung). Gleiches könne für die deutsche Windenergieindustrie festgestellt werden. 63.800 Arbeitsplätze insgesamt entsprächen heute einer Externalisierung von 3. 300 Arbeitsplätzen in Niedriglohnländer.


Tendenz weiterhin positiv

Die Bestätigung des starken Anstiegs neuer Windenergiemärkte innerhalb der Europäischen Union wirkt sich sehr positiv auf die Entwicklung der Branche aus, betont EurObserv’ER. Zudem dürfte Spanien dank eines neuen Förderprogramms, welches für 2011 eine Gesamtleistung von 20 Gigawatt (GW) plane, bereits ab diesem Jahr wieder den europäischen Markt anführen. Allerdings müssten aufgrund des kontinuierlichen Rückgangs des deutschen Marktes sowie seines Verzuges in der Entwicklung von Offshore-Anlagen die Prognosen von 70.000 MW für 2010 leicht nach unten korrigiert werden. Diese Schätzungen näherten sich den Zielen der Kamapagne "Nachhaltige Energie für Europa" der Europäischen Kommission, die zwischen 2005 und 2008 mit 15.000 zusätzlich installierten MW rechnet.

EurObserv’ER ist ein Zusammenschluss sechs europäischer Organisationen zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien in der Europäischen Union. Diese sechs Organisationen sind. Die verschiedenen Barometer von EurObserv’ER können in französischer Sprache als PDF-Dokument heruntergeladen werden unter der Adresse http://www.eufores.org.

26.02.2006   Quelle: EurObserv’ER   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EurObserv’ER
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Energie zum Überleben: Nachhaltige Hilfe durch Solarkocher

Statt zur Schule zu gehen, müssen Kinder Brennholz sammeln.
Statt zur Schule zu gehen, müssen Kinder Brennholz sammeln.

70 Millionen Menschen leben in Äthiopien, einem der ärmsten Länder der Erde. Von ursprünglich 40 % Waldfläche sind heute weniger als 3 % übrig. 95 % der Haushalte sind jedoch vom Brennholz zum Kochen abhängig. Hier setzt ein Projekt des gemeinnützigen Vereins EG-Solar an, das Solarkocher für äthiopische Familien subventioniert.
 
Am Tag seien Kinder und Frauen 6 - 7 Stunden unterwegs, um Brennholz zu sammeln, berichtet Bereket Dessie, Leiter der Solarkocher-Werkstatt in der Hauptstadt Addis Abeba. Die von seiner Werkstatt seit der Gründung im Jahr 2001 produzierten Solarkocher wurden bisher zum großen Teil von Nichtregierungsorganisationen (NGO, 82 %) und staatlichen Institutionen (14 %) gekauft. Nur 4% der Kunden sind Privatleute. Das Interesse sei bei dieser Personengruppe sehr groß, jedoch ist der Solarkocher für die meisten Familien unbezahlbar.


53 Euro für einen Reflektorblechsatz zum Bau eines Solarkochers

Solarkocher helfen Wasser abzukochen und Nahrungsmittel zuzubereiten (Kochen, Backen, Braten, Frittieren). Solarkocher tragen über viele Jahre nachhaltig dazu bei, von anderen Energiequellen unabhängig zu werden und sorgen für Einkommen im Kleingewerbe (z.B. Konservierung von Lebensmitteln, Betreiben von Garküchen, Färbereien). Damit mehr Solarkocher von den Ärmsten genutzt werden können, muss der Preis der Solarkocher subventioniert werden. Deshalb bittet EG-Solar zusammen mit Bereket Dessie um finanzielle Unterstützung. Spenden unter dem Kennwort „Hilfe für Äthiopien“ werden wird für den Kauf von Reflektormaterial verwendet. Ein Reflektorblechsatz für den Bau eines Solarkochers kostet 53 Euro. Das Gestell wird in Äthiopien gebaut. Den Transport übernimmt eine Schweizer Hilfsorganisation.

Die Spende ist steuerlich abzugsfähig; der Spender erhält eine Spendenquittung.
Spendenkonto: Kreissparkasse Altötting * Kto. 49338 *; BLZ 710 510 10; IBAN 47 7105 1010 0000 049 338; SWIFT-BIC: BYLADEM1AOE
Betreff: Hilfe für Äthiopien

Auf ihrer Internetseite www.eg-solar.de wird der Verein über den Fortschritt und Erfolg der Spendenaktion informieren.

26.02.2006   Quelle: EG-Solar e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EG-Solar e.V.
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Kostenlose Broschüre zeigt Naturdämmstoffe im Überblick

Marktübersicht Naturdämmstoffe.
Marktübersicht Naturdämmstoffe.

"Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen" heißt die neueste Veröffentlichung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. Die Produktübersicht zeigt nicht nur auf, welche Dämmstoffe es gibt, sondern geht auch auf technische Details ein. So wird für Bauherren und Handwerker richtige Auswahl im konkreten Fall möglich. In nur jedem zwanzigsten Haus in Deutschland sorgen Naturdämmstoffe für Wärme und Wohlbefinden, so die FNR.
 
Dabei seien sie nicht nur umweltfreundlich, sondern hätten teilweise auch konkrete Vorteile gegenüber mineralischen oder erdölbasierten Produkten. Aber Verbraucher seien Neuem gegenüber skeptisch und auch Handwerker müssten sich oft erst weiterbilden.

"Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen" bietet hier wichtige Grundlagen. Die 70seitige Broschüre zeigt die ganze Palette der Naturdämmstoffe auf. Während Platten aus Holzfasern oder Holzwolle seit Jahren Verwendung finden, setzen sich Flachs und Hanf für die Dämmung erst langsam durch. Auch Schafwolle wird noch wenig verbaut, dabei speichert sie Feuchtigkeit nicht nur besonders gut, sondern ist auch in der Lage, in Altbauten Schadstoffe aufzunehmen. Dämmstoffe aus Schilf, Seegras und Wiesengras sowie Schüttdämmstoffe aus Getreide runden das Angebot ab.

Alle Produkte sind in ihrer Herstellung und ihren Eigenschaften detailliert beschrieben. Der Nutzer erfährt, wo er welchen Dämmstoff sinnvoll einbaut und kann sich anhand von Anwendungsbeispielen ein Bild machen. Eine Herstellerliste schließlich zeigt, welcher Dämmstoff in welcher Form wo erhältlich ist. Wer Interesse hat, kann die Broschüre kostenlos bestellen bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe unter http://www.fnr.de Stichwort Literatur. Dort gibt es übrigens bis Ende des Jahres über ein spezielles Markteinführungsprogramm auch Fördermittel für die Verwendung von Dämmstoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Welche Naturdämmstoffe wie bezuschusst werden, ist nachzulesen unter http://www.naturdaemmstoffe.info

26.02.2006   Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FNR
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NaturWatt ist günstigster Grünstromanbieter in Norddeutschland

In den vergangen Monaten wurde in Sachen Energiekosten an beinahe allen Fronten kräftig an der Preisschraube gedreht. Nicht so bei EWE AG und deren Tochter EWE NaturWatt GmbH. Damit habe NaturWatt im Vergleich zu anderen Grünstromanbietern die Nase vorn, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Produkt "NaturWatt Strom", welches komplett aus erneuerbaren Energien gewonnen werde, sei das günstigste Grünstromangebot Norddeutschlands.   Auch das zweite Angebot, "NaturWatt Strom Plus", mit einem fest definierten Mix aus Wind- und Wasserkraft sowie Sonnenenergie, schafft es nach Berechnungen des Unternehmens in das obere Mittelfeld des Rankings.


Monatlich nur zwei Euro mehr für Strom aus Wasser, Wind und Sonne

Auch die Preise für Strom aus regenerativen Quellen orientieren sich letztlich an der Leipziger Energiebörse, denn dort entsteht aus Angebot und Nachfrage der marktübliche Preis für Strom. Dennoch könne NaturWatt seine Produkte günstig anbieten. "Wir haben die Preisentwicklungen am Strommarkt vorausgeahnt und uns bereits Anfang des letzten Jahres Grünstrom zu noch erträglichen Konditionen gesichert", erklärt Dr. Martin Baumert die Preisstabilität. Er ist Geschäftsführer der EWE NaturWatt GmbH. Mit dieser Einkaufspolitik schaffe es der Grünstromlieferant, Tarife anzubieten, die nur unwesentlich teurer seien als herkömmlicher Strom: "Für nur zwei Euro mehr im Monat bekommen Verbraucher Energie, die aus Wasser, Wind und Sonnenlicht gewonnen wird", so die EWE NaturWatt GmbH in ihrer Pressemitteilung.


Gewinne für den Ausbau und die Förderung regenerativer Energien

Damit Grünstrom auch langfristig eine Alternative zu herkömmlichem Strom sein kann, seien verstärkte Investitionen in die Erforschung erneuerbarer Energien notwendig, betont das Unternehmen. Nur so sei es möglich, neue und bessere Technologien marktreif zu machen. Auch hier engagiere sich die EWE NaturWatt GmbH nachhaltig: "In unserem Gesellschaftervertrag haben wir festgelegt, dass Gewinne ausschließlich für den Ausbau und die Förderung von regenerativer Energie verwendet werden", erläutert Oliver Heitmann das Geschäftskonzept, der im Marketing des Stromlieferanten tätig ist. "Jeder Verbraucher, der auf NaturWatt-Strom umsteigt, leistet daher einen wertvollen Beitrag für eine zukunftsfähige Energieversorgung", so Heitmann. Seinem Motto "NaturWatt Strom kostet nicht die Welt" werde das Energieunternehmen damit in doppeltem Sinne gerecht.

25.02.2006   Quelle: EWE NaturWatt GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Konferenz: Bremst der CO2-Zertifikatehandel das Wachstum?

Gut ein Jahr nach dem Start des CO2-Emissionshandels spitzt sich der Streit zwischen Industrie, Energieversorgern und Politik um die CO2 -Zertifikate wieder zu, berichtet die EUROFORUM Deutschland GmbH in einer Pressemitteilung. Für die Industrie sei eine weitere Senkung der Emissionen ohne Wachstumsverluste nicht mehr machbar und die Energieversorger stünden wegen so genannten Windfall-Profits zunehmend in der Kritik. Die EUROFORUM-Konferenz "CO2-Emissionshandel" in Berlin greift am 2. und 3. März die aktuellen Diskussionen über die Zusammenhänge zwischen Brennstoffpreisen, Strompreisen und Zertifikatepreisen aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Betroffenen auf.  Bis Anfang Mai muss das Bundeskabinett im zweiten Nationalen Allokationsplan (NAP II) der EU die geplanten Zuteilungen mitgeteilt haben. Während für die erste Handelsperiode von 2005 bis 2007 deutschen Anlagen kostenlos Berechtigungsscheine für den Ausstoß von 503 Millionen Tonnen CO2 zugeteilt wurden, sollen für die Handelsperiode von 2008 bis 2012 nur noch 495 Millionen Zertifikate ausgegeben werden. Über den aktuellen Stand der Ausarbeitung des NAP II sowie über die Umsetzung des Projekt-Mechanismen-Gesetzes (ProMechG) spricht Ministerialrat Franzjosef Schafhausen (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit). Die Vorschläge der EU zur Harmonisierung der Nationalen Allokationspläne sowie den Stand der Diskussion über die Einbeziehung weiterer Sektoren und Treibhausgase stellt Schafhausen ebenso vor.

Die Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt (DEHSt) zieht ein Jahr nach der Einführung des Zertifikate-Handels eine positive Bilanz. Im Nationalen Emissionshandelsregister zeige sich, dass bereits über 90 Millionen Emissionsberechtigungen durch die Kontoinhaber übertragen worden seien. Wie das vom Bundesumweltamt geführte Register effizient genutzt werden kann und welche Schnittstellen es mit anderen europäischen Registern gibt, erläutert Dr. Jürgen Landgrebe (Deutsche Emissionshandelsstelle - DEHSt). Die Auswirkungen des CO2-Zertifikatepreises auf die Strompreise beschreibt Dr. Thomas Niedrig (RWE Trading GmbH). Aus Sicht der Industrie antwortet darauf Dr. Christof Bauer (Degussa AG).


Das vollständige Programm im Internet: http://www.euroforum.de/pr-co2

25.02.2006   Quelle: EUROFORUM Deutschland GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Architektur: Riesenerfolg für Tri-Symposium "Energieeffiziente Althaussanierung"

Eröffnungsredner Hermann Scheer.
Eröffnungsredner Hermann Scheer.

Mit dem Thema „Energieeffiziente Althaussanierung“ feierte Österreichs größte internationaler Tagung für energieeffiziente Architektur in Bregenz ihr zehnjähriges Jubiläum. Die Tri 2006 bot 300 Teilnehmern einen Mix aus neuesten Forschungserkenntnissen, besten Beispielen aus der Baupraxis und Trends. "Durch die weiter steigenden Preise für fossile Energieträger wird die Sanierung zu einem echten ökonomischen Faktor und zu einem wichtigem Auftragspotential für Architekten", erklärt Mitveranstalter Reinhard Weiss von Drexel und Weiss energieeffiziente Haustechniksysteme GmbH.
 
Die Energieeffizienz eines bestehenden Gebäudes zu verbessern sei ungleich herausfordernder als die energieeffiziente Gestaltung von Neubauten, sagt der Wolfurter Haustechnikspezialist und gerade deshalb „ungemein spannend für die Planenden“. Das Symposium präsentierte an zweieinhalb Tagen Erfahrungen, Tipps und Infos von Architekten und Experten zu Wohn-, Gewerbebau- und Schulsanierungen. Nach jedem Vortrag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, das Thema in Diskussionen zu vertiefen. Ein besonderes Highlight war die integrierte Halbtagsexkursion zu besten Sanierungsbeispielen in Vorarlberg, an der alle Besucher teilnahmen.


Tri-Stipendium: Ermäßigung für jüngere Besucher

Um auch jungen Architekten und Architektinnen die Möglichkeit zur Teilnahme an der Tri zu geben, wurde in diesem Jahr erstmals ein Kontingent an ermäßigten Karten für Teilnehmende der Jahrgänge 1970 und jünger angeboten. "Das große Echo, das wir bei Vertretern der jüngeren Architektengeneration hatten, unterstreicht die Aktualität energieeffizienter Althaussanierungen", so die Tri-Veranstalter Rosi Gmeiner, Christof Drexel und Reinhard Weiss.

25.02.2006   Quelle: Tri 2006   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Christian Grass; Tri

 

Conergy präsentiert neue Generation leistungsfähiger Stringwechselrichter

Ab April wird die neue Generation trafoloser Stringwechselrichter von Conergy über den Fachhandel erhältlich sein. Die Geräte der Conergy IPG-Serie setzen nach Angaben des Herstellers neue Maßstäbe in Punkto Systemsicherheit, Ertragsstärke und Anwendungskomfort. In verschiedenen Leistungsklassen von bis zu 5.000 Watt DC-Nennleistung wandeln die Conergy-IPG-Stringwechselrichter den Gleichstrom der Solarmodule effizient in haushaltsüblichen Wechselstrom um.   Kern der neuen Conergy-Stringwechselrichter bildet die Conergy-"Balanced Mode Technology" (BMT). Mit diesem patentierten Schaltprinzip würden nicht nur die hohen Personenschutzanforderungen für Hausinstallationen erfüllt, es könnten auch spezielle Solarmodule angeschlossen werden, zum Beispiel mit Dünnschichtsolarzellen, berichtet die Conergy AG in einer Pressemitteilung.


Intuitive Bedienung, ständige Effizienzkontrolle

Bei einem Wirkungsgrad der Spitzenklasse von bis zu 96,7% würden Jahr für Jahr höchste Solarerträge ermöglicht. Die leichte Bedienbarkeit des Conergy IPG Wechselrichters stehe im Vordergrund: Eine strukturierte Anordnung und Gestaltung aller Bedienelemente gewährleiste eine intuitive Anwendung. Das große und beleuchtete Touch-Display gebe Aufschluss über den Betriebszustand und die Effizienz der Solaranlage. Tagesaktuelle Daten sowie Erträge der letzten sieben Tage werden direkt über das Wechselrichter-Display angezeigt. Der Anlagenbetreiber habe so eine ständige Kontrolle über die eingespeiste Energie.


Conergy-Wechselrichter in mehr als 30.000 Solarprojekten

Die Conergy AG bietet mit ihrem erweiterten Angebot an Wechselrichtern ein breites Produktportfolio, in das die langjährigen Praxiserfahrungen der Conergy-Ingenieure eingeflossen sind. Aktuell kommen Conergy-Wechselrichter nach Angaben des Unternehmens bereits in mehr als 30.000 Solarprojekten auf fünf Kontinenten zum Einsatz. "Dank unseres einzigartigen anwendungsorientierten Know-hows haben wir einen Stringwechselrichter entwickelt, der optimal auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten ist", erklärt Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Conergy AG. "Unser Auftragsvolumen für Conergy-Wechselrichter von mehr als 100 Megawatt zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so Rüter weiter. Die neuen Conergy IPG-Stringwechselrichter ergänzen das praxisbewährte Angebot solarer Zentralwechselrichter und Inselwechselrichter der Serie ISA hybrid, mobile und back-up.

24.02.2006   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Windenergie: "Kraftstofffreie Lösung" für Europas Energiekrise

No Fuel-Kampagne der EWEA.
No Fuel-Kampagne der EWEA.

"Wind. Power without Fuel" (Wind. Energie ohne Kraftstoff) lautet der Slogan und Kernsatz des Reports, den der europäische Windenergieverband (European Wind Energy Association; EWEA) am 23.02.2006 veröffentlicht hat unter dem Titel "Europe's energy crisis: the No Fuel Solution". Der Bericht ist Teil einer größeren Werbekampagne für diese umweltfreundliche Energieerzeugungsform. Er zeigt auf, wie über ein Fünftel des europäischen Energiebedarfs mit Wind gedeckt werden kann.
 
Er stellt auch heraus, wie die ökonomischen Risiken schwankender und unsicherer Kraftstoffpreise beseitigt werden können und liefert eine regionale und praxistaugliche Lösung für die aktuelle europäische Energiekrise. Die EWEA präsentierte auch ganzseitige Anzeigen in den Zeitschriften "The Economist" und "European Voice" vor, die zwei Tage dem Treffen der globalen Windenergiewirtschaft zu ihrer Jahreskonferenz in Athen erschienen, zu dem 2.000 Teilnehmer erwartet werden.


Kraftwerke bauen, die keinen Brennstoff brauchen

"Europa begibt sich zunehmend in die Abhängigkeit von importiertem Öl und Erdgas. Die Reserven werden knapper und die Preise steigen, die Energiequellen werden brisanter und die Nachfrage steigt", meint Arthouros Zervos, Präsident der EWEA. "Windenergie eliminiert praktisch all diese mit herkömmlichen Kraftstoffen verbundenen Risiken, da sie die Energie ganz ohne Kraftstoffe bereitstellt – das heißt doch, keine geopolitischen Risiken, keine Energieimporte und -abhängigkeiten, keine Kosten- und Preisrisiken. Europa hat ein größer werdendes Problem mit der Kraftstoffversorgung, da ist es doch vollkommen sinnvoll, Kraftwerke zu bauen, die überhaupt keinen Brennstoff brauchen", so Zervos weiter.


2030 könnten 90.000 Turbinen in Europa 23 % des Energiebedarfs decken

Die Anzeigen und der Report beschreiben ausführlich die Hauptmerkmale der "Power without Fuel". In dem Schriftstück werde gezeigt, dass die 11-fache Elektrizitätsmenge erreichen könnte, ohne die Zahl der in Europa vorhandenen Windturbinen zu verdoppeln - und so ein Fünftel des für 2030 vorhergesagten Energiebedarfs decken könnte, wobei sogar von einem Anstieg des Bedarfs um 50 % ausgegangen werde. In ganz Europa decken laut EWEA 47.000 bis zum Ende des Jahres 2005 aufgestellte Windturbinen 2,8 % des Energiebedarfs. Bis 2030 könnten 90.000 Turbinen 23 % des Energiebedarfs befriedigen, so der Verband. "In der aktuellen Energiekrise wird oft übersehen, dass Europa bereits heute Windenergieweltmeister ist und dass wir reichlich Wind haben - Wir haben genug Wind, um den ganzen Kontinent mit Elektrizität zu versorgen, der Wind wird uns nie ausgehen", erläuterte Zervos.


Windenergieproduktion in der Größenordnung von Kohle, Erdgas und Atomenergie möglich

Anders als herkömmliche Brennstoffe, sei die Windenergie eine massive, regionale und permanent verfügbare Energiequelle, betont die EWEA. Windkraftwerke könnten schneller gebaut werden und schneller Elektrizität
liefern als herkömmliche Elektrizitätsquellen. Die Technologie habe bis zum heutigen Tag enorme Fortschritte gemacht: Eine einzelne Turbine erzeugt laut EWEA heute pro Jahr 180 Mal mehr Energie als die vor 20 Jahren gebauten Modelle. "Windtechnologie ist heute keine Nischenlösung mehr. Damit ist ein Beitrag zur europäischen Energiegewinnung möglich, der durchaus in der Größenordnung von Kohle, Erdgas und Atomenergie liegt", so Zervos.

Einen Überblick des Reports bietet die EWEA auf den Internetseiten http://no-fuel.org.

24.02.2006   Quelle: EWEA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EWEA
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Solarkocher aus Deutschland vermeiden Treibhausgase in Indonesien

Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung gehen jetzt noch besser Hand in Hand: In Kürze reduzieren 1.000 solar betriebene Kocher des Klimaschutz e.V. aus Bonn den Brennholzbedarf auf den indonesischen Sabang-Inseln. Das schütze den Wald vor Ort, sorge für reinere Luft und spare binnen sieben Jahren 24.500 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2), berichtet das Umweltbundesamt (UBA) in einer Pressemitteilung.
 
Auch Deutschland profitiere von dem Projekt: Denn die in Indonesien vermiedenen CO2-Emissionen lassen sich auf die deutsche CO2-Minderungspflicht nach dem Kyoto-Protokoll anrechnen. Möglich macht diese für alle Seiten vorteilhafte Entwicklung der "Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung" – englisch "Clean Development Mechanism" (CDM). Er steht allen Zeichnerstaaten des Kyoto-Protokolls offen und hilft Staaten und einzelnen Unternehmen, ihre Klimaschutzverpflichtungen auch in weniger entwickelten Staaten sowie Schwellenländern zu erfüllen. Das schütze das globale Klima und beschleunige den Transfer klimaschonender Techniken in ärmere Regionen der Welt, so das UBA.


Erstes rein deutsches CDM-Projekt

Mit dem "Solar Cooker Project Aceh 1, Indonesia" des Klimaschutz e.V. aus Bonn, registrierte das Klimasekretariat der Vereinten Nationen erstmals ein rein deutsches CDM-Projekt. Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA) – national für die Genehmigung zuständig – stimmte dem Projekt bereits im Dezember 2005 zu. Mit der Registrierung durch das Klimasekretariat ist die Maßnahme nun offiziell nach dem Kyoto-Protokoll anerkannt. Bisher gab es lediglich ein CDM-Projekt mit deutscher Beteiligung: eine britisch-deutsche Gemeinschaftsaktion in Rajahsthan/Indien, die mit verbesserter Technik Treibhausgase in der Kältemittelproduktion reduziert.

Neben CDM-Projekten in Schwellenländern und weniger entwickelten Staaten ermöglicht das Kyoto-Protokoll zudem Emissionsminderungsprojekte in anderen Industrieländern – die so genannte "Gemeinsame Umsetzung", englisch "Joint Implementation" (JI). Im Rahmen des Emissionshandels in der Europäischen Union seien JI und CDM viel versprechende Ansätze, um dem globalen Klimawandel zu begegnen, betont das UBA.


Erhöhte Nutzung der Kernenergie zur CO2-Emissionsminderung bei JI und CDM nicht zulässig

Die Umsetzung der projektbasierten Mechanismen CDM und JI des Kyoto-Protokolls regelt in Deutschland das Projekt-Mechanismen-Gesetz (ProMechG). Die DEHSt im UBA ist dafür zuständig, die Projekte nach internationalen klimaschutzpolitischen Anforderungen zu prüfen und zu genehmigen. Anträge für CDM-Projekte müssen das Vorhaben detailliert beschreiben und angeben, wie viel Treibhausgase es reduzieren wird. Die DEHSt prüft zudem, ob die Berechnung der so genannten Referenzfall-Emissionen – also die Menge an Treibhausgasen, die ausgestoßen würden, falls die Maßnahme unterbliebe – realistisch ist. Für CDM- und JI-Projekte ist die erhöhte Verwendung der Kernenergie zur CO2-Emissionsminderung nicht zulässig. Potenziell umweltschädliche Klimaschutzprojekte – wie große Staudammprojekte – unterliegen besonderen Anforderungen an den Umweltschutz.

24.02.2006   Quelle: UBA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Klimaschutz e.V.
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Hohe Schneelast kein Problem für PV-Montagesystem AluTec

Bei Solarstromanlagen denken alle an die Sonne und nicht unbedingt an Schnee. Die Freiburger SolarMarkt GmbH habe jedoch schon immer mit außergewöhnlichen Schneelasten gerechnet, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das hat sich während der extremen Schneelage in Niederbayern bewährt. "Unser Montagesystem AluTec hält auch meterhohe Schneemassen aus", sagt SolarMarkt-Geschäftsführer Walter Leithold.
 
"Unabhängige Gutachter unterziehen alle unsere Dachhaken einem Belastungstest", erläutert Leithold. So auch der neue Aluguss-Dachhaken an der Fachhochschule Südwestfalen: Herkömmliche Edelstahlhaken hätten bereits bei einer Belastung von 170 Kilogramm um 10 Millimeter nachgegeben, der preiswerte Alugusshaken erst bei 310 kg.

"Wir setzten auf AluTec, weil wir auf das Außergewöhnliche vorbereitet sein wollen", sagt Klaus Westermann von der EPS GmbH im niederbayerischen Moos. Für hohe Tragkraft und Stabilität sorge das Kreuzschienensystem. Die Lasten würden so gleichmäßig auf den gesamten Montageverbund verteilt. Das sei besonders im Winter von Bedeutung, wenn der Schnee nach unten rutscht und sich am unteren Rand sammelt. Auch die Module würden im Einlegesystem extremen Lasten standhalten: Mit bis zu 540 kg pro Quadratmter habe der TÜV Rheinland die beim SolarMarkt gängigen Module belastet – ohne Beeinträchtigungen.

24.02.2006   Quelle: SolarMarkt GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarMarkt GmbH

 

BMU präsentiert neuen Forschungsschwerpunkt "Querschnittsthemen Erneuerbare Energien"

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat am 23.02.2006 den neuen Forschungsschwerpunkt "Querschnittsthemen Erneuerbare Energien" vorgestellt. Mehr als 40 Institute berichten im Rahmen einer Fachtagung am 23. und 24. Februar 2006 über den aktuellen Stand von insgesamt mehr als zwei Dutzend Vorhaben. "Eine moderne Energieversorgung steht unter dem Leitziel der Nachhaltigkeit. Wir müssen daher im Rahmen der begleitenden Forschung sicherstellen, dass wir durch das Zusammenspiel von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz diesem Ziel näher kommen", sagte Michael Mueller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, zur Eröffnung der Tagung.  
Neues Gesetz soll Durchbruch der Erneuerbaren in der Wärmeversorgung bringen

Neben der Bewertung wichtiger Instrumente wie dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sei die Entwicklung innovativer Förderinstrumente Ziel des Querschnitts-Forschungsprogramms, beispielsweise für ein "regeneratives Wärmegesetz", um den erneuerbaren Energien auch in der Wärmeversorgung zum Durchbruch zu verhelfen. Auch der optimierte Ausbau der Biogas-Erzeugung, Wege zu einer nachhaltigen Mobilität und sicherheits- und arbeitsmarktpolitische Aspekte gehören zu den Fragen, die das Bundesumweltministerium untersuchen lässt.


Akzeptanzstudie soll bestehende Sympathien stärken

Wenngleich der Ausbau der erneuerbaren Energien von einer großen Mehrheit der Bevölkerung befürwortet und unterstützt werde, habe das Bundesumweltministerium erstmals eine sozialwissenschaftliche Akzeptanzstudie in Auftrag gegeben. Ziel sei, Vorbehalte gegenüber erneuerbaren Energien in der Bevölkerung zu ermitteln und sie zu überwinden. "Andere Energieformen können von der breiten gesellschaftlichen Zustimmung für die erneuerbaren Energien nur träumen. Es ist aber ein wichtiges Ziel, diese Sympathie zu erhalten und zu stärken", betonte Mueller. Zwischenergebnisse der Studie sollen auf der Fachtagung vorgestellt werden. Die vorgestellten Forschungsprojekte sollen in einer BMU-Broschüre dokumentiert werden.

23.02.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Hans-Josef Fell: Endesa-Übernahme durch E.ON bedroht erneuerbare Energien

"E.ON nutzt seine Gewinne nicht, um Klimaschutz und Energieversorgungssicherheit weiter voranzutreiben, sondern setzt stattdessen auf Ankauf europäischer Wettbewerber", kommentierte Hans-Josef Fell MdB, Sprecher für Energie und Technologie der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, das Übernahmeangebot von E.ON für den spanischen Energieversorger Endesa. " E.ON sollte die in Deutschland, infolge überhöhter Strom- und Gaspreise, erwirtschaftenden Gewinne auch in Deutschland investieren, um Arbeit und Klimaschutz zu schaffen", so Fell.  Die "überzogenen Gewinne" zeigten sich auch in den nahezu rekordverdächtigen Dividenden an die Aktieninhaber, stellt der Günen-Sprecher fest. Möglich werde diese Unternehmenspolitik gegen die Umwelt und gegen den Stromverbraucher durch den fehlenden Wettbewerb in Deutschland. E.ON setze weiterhin auf den umweltzerstörenden Mix aus Kohle, Atom und Erdgas. Gleichzeitig seien die Aktivitäten von E.ON, die Klimaproblematik und die Problematik der steigenden Rohstoffpreise an der Wurzel zu packen, eher ein "Feigenblättchen", so Fell. "Warum auch? Der Kunde ist ja gezwungen jeden Preis zu bezahlen!", heißt es in der Pressemitteilung.

"Es ist bezeichnend für diese Unternehmenspolitik, dass E.On angeblich aktiv in die Offshore-Windkraft investieren will, wir hier jedoch seit Jahren einen Stillstand beobachten können. Bis heute gibt es keine Entscheidung von E.ON für einen Offshore-Windpark, obwohl E.ON an einigen Offshore-Unternehmen sogar beteiligt ist", kritisiert Fell. Es sei zu befürchten, dass ähnliches bei einer erfolgreichen Übernahme in Spanien geschehe. Endesa habe in Spanien viele Erneuerbare erfolgreich auf den Weg gebracht. Statt in Wind, Biomasse, Geothermie und Sonne zu investieren, wie der "Erneuerbare Energienfreund" Endesa dies bisher erfolgreich getan habe, wäre ein Rückgang dieses Engagements auch in Spanien wahrscheinlich, warnt Fell. "Darüber hinaus ist zu befürchten, dass E.ON zukünftig auch von Spanien aus versuchen wird, den Ausbau Erneuerbarer Energien in Europa politisch auszubremsen", so Fell.

23.02.2006   Quelle: Hans Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Evergreen Solar liefert Module für 100 Millionen US-Dollar an S.A.G. Solarstrom AG

Module von Evergreen Solar (3 kWp ) auf Garage in Kalifornien.
Module von Evergreen Solar (3 kWp ) auf Garage in Kalifornien.

Evergreen Solar, Inc. (Nasdaq: ESLR), Hersteller von Photovoltaikprodukten mit Ressourcen schonender "String RibbonTM"-Wafer-Technologie, gab am 23.02.2006 den Abschluss eines vierjährigen Liefervertrags mit der in Freiburg ansässigen S.A.G. Solarstrom AG bekannt. Das Abkommen sieht vor, dass Evergreen Solar in den kommenden vier Jahren Photovoltaikmodule im Wert von rund 100 Millionen US-Dollar an die S.A.G. liefern wird, berichtet Evergreen Solar in einer Pressemitteilung.
 
S.A.G. baut und betreibt Solarkraftwerke und verkauft den erzeugten Strom an Unternehmen und Versorger. Die Produkte von Evergreen Solar sollen eingesetzt werden, um die wachsende Nachfrage seitens dieser Kunden zu befriedigen. Die Produkte sollen im Evergreen Solar-Werk in Massachusetts (USA) und in der neuen 30-Megawatt-Fabrik EverQ im deutschen Thalheim gefertigt werden. EverQ ist eine strategische Partnerschaft zwischen Evergreen Solar, der deutschen Q-Cells AG und dem norwegischen Unternehmen Renewable Energy Corporation ASA (REC).

"Dieses Abkommen mit S.A.G. entspricht dem Plan von Evergreen Solar, Beziehungen zu führenden Unternehmen im Bereich Solarenenergie aufzubauen", sagte Richard M. Feldt, Präsident und CEO von Evergreen Solar. "Wie unsere EverQ-Partner hat sich auch S.A.G. einen hervorragenden Ruf auf dem Markt erworben – und dies ganz besonders in Deutschland. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Solarenergieprodukten sind wir überzeugt, dass der Vertragsabschluss die Grundlage für eine starke Geschäftsbeziehung zum Vorteil beider Unternehmen sein wird. Der Vertrag gibt uns zudem die Möglichkeit,
gemeinsam zu überlegen, wie wir die Gesamtsystemkosten für den Endanwender weiter reduzieren können", so Feldt.

"Evergreen Solar ist dabei, sich als wichtiger Innovator und Hersteller auf dem Solarenergiemarkt zu etablieren. Wir sind überzeugt, dass das Unternehmen für uns ein wertvoller und langfristiger Partner sein wird", ergänzt Uwe Ilgemann, Geschäftsführer der S.A.G. Solarstrom AG. "Wir freuen uns darauf, in den vor uns liegenden Jahren gemeinsam den Anteil der Solarenergie am Energiemarkt auszuweiten", so Ilgemann weiter.

23.02.2006   Quelle: Evergreen Solar, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Evergreen Solar, Inc.

 

EUROSOLAR startet Anzeigenkampagne "Erneuerbare Energien statt Atomenergie"

Internationale Anti-Atom-Kampagne.
Internationale Anti-Atom-Kampagne.

"Ob Gasstreit oder Klimaschutz - wenn es um die Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke geht, sind den AKW-Betreibern viele Mittel recht, um 20 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl von den Risiken und volkswirtschaftlichen Belastungen der Atomenergie abzulenken." So kündigt die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien (EUROSOLAR) ihre neue Anzeigenkampagne an. Unter dem Motto „Erneuerbare Energien statt Atomkraft“ will EUROSOLAR in führenden Tageszeitungen erneut deutlich machen, dass erneuerbare Energien die weitere Nutzung der Atomenergie überflüssig machen.
 
Die Anzeigenserie beginnt in der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 23.02.2006

"Die Erschöpfung der flüssigen Erdöl- und der Erdgasreserven naht, die Preise steigen und internationale Konflikte um die Restreserven nehmen zu. Die Klimaveränderungen wegen fossiler Energieemissionen nehmen dramatische Ausmaße an. Die umfassende Umstellung auf Erneuerbare Energien ist überfällig, verbunden mit einer konsequenten Minderung der Verbrauchsmengen durch konsequente Effizienzsteigerungen in der Energieumwandlung und -nutzung", heißt es in dem EUROSOLAR- Aufruf.


Gegen ein "come-back" der Atomenergie

Dennoch mehrten sich die Rufe nach einem "come-back" der Atomenergie trotz der Schreckenserfahrung der Atomreaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26.04.1986, an deren Folgen bis heute 70000 Menschen starben. Deutsche Stromkonzerne und zahlreiche Politiker forderten die "Laufzeitverlängerung" der deutschen Atomkraftwerke. Diese Forderung klinge auf den ersten Blick harmlos. Doch dahinter stehe die Absicht, die 2001 gesetzlich beschlossene und phasenweise zu vollziehende Beendigung der Atomenergienutzung aufzukündigen. Die neue weltweite Pro-Atomkampagne lenke von den vielfältigen atomaren Risiken ab und versuche, wirtschaftliche Existenzängste zu wecken, kritisiert EUROSOLAR. "Heute wird die Laufzeitverlängerung erwartet, morgen neue Atomkraftwerke", heißt es in den Anzeigen.


Politik zur breiten Nutzung erneuerbarer Energien konsequent fortsetzen

EUROSOLAR und die Unterzeichner des Aufrufs fordern den Bundestag und die Bundesregierung unter anderem auf, die eingeleitete Politik zur breiten Nutzung erneuerbarer Energien konsequent fortzusetzen und weiter auszubauen, besonders durch die Förderung und den Einsatz von Stromspeichertechnologien und den Abbau von administrativen Hindernissen,– konsequenter Initiativen für den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und für die Nutzung stromsparender Geräte. Die immer noch vorhandenen steuerlichen und rechtlichen Privilegien der Atomenergie sollen aufgekündigt und auf europäischer und internationaler Ebene allen Ansätzen eines "come-Back" der Atomenergie entgegengetreten werden.


Konsequente Politik für die Erneuerbaren

Als Schritte in diese Richtung nennt EUROSOLAR die Gründung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien – als Gegengewicht zur Internationalen Atomenergie-Agentur - deren Umsetzung Teil des Koalitionsvertrags sei. Weiter soll die durch den EURATOM-Vertrag privilegierte Sonderstellung der Atomenergie in der EU beendet werden und die Atomkraftwerksbetreiber sollen gesetzlich verpflichtet werden, ihre steuerfreien Rückstellungen festverzinslich anzulegen und ausschließlich für die atomare Entsorgung aktivieren zu dürfen. Die Haushaltsmittel für die atomare Entsorgung und die Kernfusion seien auf die Forschung und Entwicklung erneuerbarer Energien umzuwidmen, besonders für die Entwicklung der Energiespeichertechniken. "Nur Erneuerbare Energien können eine unabhängige und dauerhafte, emissionsfreie und sichere Energieversorgung gewährleisten. Erneuerbare Energien statt Atomenergie: Das ist die Perspektive für das postfossile Zeitalter", endet der Aufruf.

23.02.2006   Quelle: EUROSOLAR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EUROSOLAR

 

Solvis wächst europaweit und baut Solarabsorber-Produktion auf

Mit eigener Absorberproduktion will Solvis den Markt noch effizienter beliefern.
Mit eigener Absorberproduktion will Solvis den Markt noch effizienter beliefern.

Die SOLVIS GmbH & Co KG erzielte 2005 mit 27,8 Millionen Euro einen Umsatzzuwachs von circa 67 Prozent. Diesen Erfolg, der deutlich über dem Branchendurchschnitt liegt, führt das Unternehmen unter anderem auf die Flexibilität seines Solarheizkessels zurück, der Solar-Schichtspeicher und Brennwertkessel in einem Gerät vereint. Für 2006 verstärke Solvis das europäische Vertriebsnetz, um dem Trend zu Systemen mit wechselbaren Energieträgern in Kombination mit Solarenergie gerecht zu werden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
Solvis erwartet im laufenden Jahr, um 20 Prozent zu wachsen. Ein weiteres Projekt ist der Aufbau einer eigenen Absorberproduktion. "Mit der gesamten Kollektorherstellung unter einem Dach können wir den Markt wesentlich effizienter beliefern", erläutert Geschäftsführer Helmut Jäger.


Start der eigenen Absorberfertigung im April 2006

"Eine Studie unseres Unternehmens zeigt, dass das System SolvisMax durch seine Variationsmöglichkeiten im Markt vorn liegt, das wird durch die Umsatzsteigerung bestätigt", so Jäger auf dem Solvis-Forum 2006 in Braunschweig. Langfristig will der Heiztechnik-Hersteller weitere Energiequellen wie Erdwärme und Holzpellets einbinden. Zusätzlich setzt das Unternehmen auf den Ausbau der Absorberherstellung. "Aktuell bauen wir eine Absorberfertigung mit modernster Laserschweißtechnologie auf, die wir von der Sunlaser AG aus der Schweiz gekauft haben", berichtet Jäger. Ab April soll die Serienproduktion starten. Im letzten Jahr hatte Solvis bereits mit der Herstellung von Rohrregistern im Werk in Braunschweig begonnen.


Europa-Vertrieb erweitert

Zurzeit arbeitet Solvis mit 27 Gebietsvertretungen in Deutschland zusammen und kooperiert mit Partnern in Österreich, Frankreich, Portugal, Italien, Spanien und den Niederlanden. 2006 soll das gesamte Vertriebsnetz weiter ausgebaut werden.

23.02.2006   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLVIS GmbH & Co KG.
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Hessische SPD stellt energiepolitisches Kommunalprogramm für Erneuerbare vor

Die Städte und Gemeinden sollen nach Auffassung der hessischen SPD-Landesvorsitzenden Andrea Ypsilanti eine zentrale Rolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien spielen. "Die Kommunen sind prädestiniert, Weiterentwicklung und Einführung dieser schonenden Technologie voranzutreiben. Sie tragen die Verantwortung für die örtliche Daseinsvorsorge, sie verfügen über Liegenschaften und haben ein ureigenstes Interesse an ökologisch verträglicher und ökonomisch sinnvoller Energieerzeugung", sagte Ypsilanti am Freitag in Frankfurt bei der Vorstellung eines Entwurfs für ein energiepolitisches Kommunalprogramm der Hessen-SPD.
  Unterstützung für diese Forderung fand Ypsilanti beim Träger des Alternativen Nobelpreises und Vorsitzenden des Weltrats für Erneuerbare Energien, Hermann Scheer (MdB). Auch der Oberbürgermeisterkandidat der Frankfurter SPD, Franz Frey, EUROSOLAR-Vorstand Fabio Longo und der südhessische SPD-Bezirksvorsitzende Gernot Grumbach betonten die Notwendigkeit, die Nutzung erneuerbarer Energien in kommunaler Verantwortung zu forcieren.


"Absurde Atomdebatte von Roland Koch"

"Die von der Union angezettelte Debatte über neue Atomkraftwerke und die Verlängerung der Restlaufzeiten trägt absurde Züge", sagte Ypsilanti. Heute müssten die Weichen richtig gestellt werden, um auf das Versiegen der fossil-atomaren Energiequellen in wenigen Jahrzehnten vorbereitet zu sein. "Unsere Gesellschaft wird schon in diesem Jahrhundert zu weit über 50 Prozent auf erneuerbare Energien angewiesen sein", ergänzte der Co-Autor des Programms Fabio Longo, Vorstandsmitglied von EUROSOLAR Deutschland e.V. "Deshalb müssen wir alles tun, um schneller unabhängig zu werden von Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran". Das sei bis Mitte dieses Jahrhunderts machbar, so Longo weiter.


Kosten für Solarstrom seit 1990 um 68 Prozent gesunken

Der schrittweise Atomausstieg bis zum Jahr 2020 habe zusammen mit der konsequenten Politik für Erneuerbare Energien eine rasante Innovationsdynamik in Gang gesetzt. So seien die Kosten für Erneuerbare Energien seit dem Jahr 1990 halbiert worden; für Solarstrom seien sie sogar um 68 Prozent gefallen. Inzwischen trügen erneuerbare Energien mit einem Anteil von 6,4 Prozent mehr zur gesamten Energieversorgung in Deutschland bei als Atomkraftwerke mit 6 Prozent.

Städte und Gemeinden als Träger der Energieversorgung

Ypsilanti und Longo betonten, dass die Kommunen mit ihren Stadt- und Gemeindewerken Träger der neuen Energieversorgung sein sollten. Zusammen mit immer mehr Bürgerinnen und Bürgern, die beispielsweise Solarenergie auf ihren Dächern nutzten, und Landwirten, die sich als Energiewirte verstehen, könnten die Kommunen schrittweise die gesamte Wertschöpfungskette der Energieproduktion und -verteilung verantworten. "Sonnenlicht, Fließkraft und Wind werden lokal nutzbar gemacht, die vor Ort gewonnene Energie wird auch vor Ort verbraucht", so Ypsilanti und Longo in einer Pressemitteilung.

Mit dem Entwurf für ein energiepolitisches Kommunalprogramm wolle die Hessen-SPD die Städte, Gemeinden und Landkreise ermutigen, den Strukturwandel konsequent einzuleiten. In zehn Handlungsfeldern werde beschrieben, wie die Kommunen den Umbau in Angriff nehmen könnten. Viele sozialdemokratisch regierte Kommunen hätten hier bereits eine Vorreiterrolle eingenommen. So seien im Landkreis Kassel, im Schwalm-Eder-Kreis und in Marburg zahlreiche Projekte für den Einsatz Erneuerbarer Energien entstanden, die Vorbildcharakter hätten und zur Nachahmung und Weiterentwicklung anregten.


Vorbild: Stadtwerke Marburg, Chancen der Solarregion Nordhessen

Sinnvoll sei es, die Strom- und Gasnetze in kommunaler Verantwortung zu halten oder wieder zu übernehmen, um Gewinne für das Gemeinwohl einzusetzen. Die zu 100 Prozent kommunaleigenen Stadtwerke Marburg investierten zum Beispiel ihre Gewinne aus der Verteilung von Strom und Gas in den Öffentlichen Personennahverkehr und schafften neue Arbeitsplätze, sagte Fabio Longo.

Der Umstieg auf neue Energien eröffne zudem der regionalen Wirtschaft neue Chancen, belebe den Arbeitsmarkt und leiste einen Beitrag zum Klimaschutz. Hessen habe gute Startbedingungen: Mit der SMA Technologie AG in Niestetal bei Kassel und der Wagner & Co. Solartechnik GmbH in Cölbe bei Marburg hätten zwei der erfolgreichsten Solarunternehmen Deutschlands ihren Sitz in der Region. Mit der "Solar-Universität" Kassel, dem Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) in Kassel und Hanau sowie mit dem Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien e.V. (deENet) in Kassel sei Hessen der Technologie-, Kompetenz- und Forschungsstandort Nr. 1 in Deutschland.

"Trotz der Vernachlässigung durch die CDU-Landesregierung hat sich dieser Bereich hervorragend entwickelt, dank mutiger Entscheidungen von Unternehmern, Wissenschaftlern und sozialdemokratischen Lokalpolitikern mit rot-grünem Rückenwind aus Berlin", sagte Ypsilanti.

23.02.2006   Quelle: SPD-Landesverband Hessen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SPD-Landesverband Hessen.
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Bayerische Solarinitiativen fordern Beteiligung am Energiegipfel

In einem offenen Brief an den Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Dr. Peter Ramsauer, fordert die Arbeitsgemeinschaft bayerischer Solarinitiativen, zu dem "Energiegipfel", der Bundeskanzlerin im April auch Vertreter von Solarinitiativen einzuladen.  Im Rahmen des Jahrestreffens der bayerischen Initiativen habe Dr. Ramsauer deutlich gemacht, dass ihm die erneuerbaren Energien am Herzen liegen und auch den Ministerpräsidenten Edmund Stoiber zitiert, der sich bei der Koalitionsklausur in Genshagen ebenfalls deutlich für die Erneuerbaren ausgesprochen habe ("so schnell und so viel wie möglich ausbauen"). "Wir sehen jedoch mit Sorge, dass die politische Räson und die von Ihnen angesprochene 'Kraft des Faktischen' dazu führen könnten, unnötige 'Kröten zu schlucken'", heißt es in dem offenen Brief.


Marktanreizprogramm sofort wieder in Kraft setzen

Die bayerischen Solarinitiativen fragen in dem Brief, ob Dr. Ramsauer dem Ziel einer mittelfristigen Energiewende zustimme und charakterisieren deren wesentliche Elemente: eine effektive Senkung des Energiebedarfs und die gleichzeitige Umstellung des Restbedarfs auf 100 % erneuerbare Energien. Entschieden sprechen sie die Solarinitiativen gegen Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke und die Mineralölsteuer auf reine Biotreibstoffe aus. Außerdem fordern sie, das zur Zeit ausgesetzte Marktanreizprogramm zur Förderung erneuerbarer Energien (MAP) sofort wieder in Kraft zu setzen und aufzustocken. Ein Nachfrage-Einbruch bei den über das MAP bezuschussten Solarwärmeanlagen und Holzpelletsheizungen gefährde eine große Zahl von Arbeitsplätzen bei Herstellern und Handwerkern, warnen die Initiativen.


Verbraucher am Energiegipfel der Bundeskanzlerin beteiligen

Angesichts der erkennbaren Verknappung bei Erdgas und Erdöl, steigenden Energiepreise sollen Bürger und Solarinitiativen am Energiegipfel der Bundeskanzlerin beteiligt werden. "Energie betrifft alle Teile der Gesellschaft, nicht nur die Großkonzerne wie Strom-Multis, Erdgas-, Mineralöl- und Kohlewirtschaft sowie die Groß-Industrie, sondern auch die kleinen und mittleren Unternehmen sowie die Bürger als Energieverbraucher und die Solar-Initiativen, die die zukunftsfähigen Neuen Energien voranbringen", so die Initiativen in dem offenen Brief, der im Namen von mehr als 100 bayerischen Solarinitiativen unterzeichnet wurde.

Der komplette Brief ist veröffentlicht als Solarserver-Standpunkt unter
standpunkt.html#punkt

22.02.2006   Quelle: ARBEITSGEMEINSCHAFT BAYERISCHER SOLAR-INITIATIVEN   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

ACCIONA Solar nimmt größtes spanisches Solar-Kraftwerk in Betrieb

ACCIONA Solarkraftwerk in Tudele (Navarra).
ACCIONA Solarkraftwerk in Tudele (Navarra).

ACCIONA Solar, eine Tochtergesellschaft der ACCIONA Energía, hat ein Photovoltaikkraftwerk in Castejón (Region Navarra) fertig gestellt. Das 19 Millionen Euro-Projekt wurde für 279 Eigentümer gebaut, die den Solarstrom getrennt in das Stromnetz einspeisen. Insgesamt soll das Solarstrom-Kraftwerk jährlich über 4,4 Millionen Kilowattstunden Solarstrom erzeugen und 4.307 Tonnen CO2-Emissionen vermeiden.
 
Die 400 der Sonne nachgeführten Solarstromanlagen (Tracker) auf einer Fläche von 110.000 Quadratmetern bestehen aus jeweils 36 Modulen mit monokristallinen Solarzellen (BP Saturn Technologie). Die Tracker sind so programmiert, dass sie dem Lauf der Sonne zweiachsig folgen und so den Solarstromertrag maximieren. Im Vergleich zu fixen Solarstromanlagen sei die solare Ernte rund 35 % höher, so ACCIONA Solar in einer Pressemitteilung.


30 neue Solarkraftwerke der Megawatt-Klasse

Das Solarkraftwerk in Castejón ist die sechste Photovoltaikanlage von ACCIONA Solar in der Region Navarra. Insgesamt haben die Anlagen eine Leistung von 12,2 Megawatt (MWp). Die 1.673 Tracker werden von über 1.000 Eigentümern betrieben an den Standorten Sesma (1,57 MWp), Arguedas I (0,98 MWp), Arguedas II (2,05 MWp), Rada (1,71 MWp) und Cintruénigo (1,46 MWp). Nach Angaben von ACCIONA Solar amortisieren sich die jeweils 47.000 Euro teuren Tracker mit Hilfe staatlicher Förderung und durch Steuervorteile in etwa zehn Jahren und machen so die Investition in Solartechnik für breite Bevölkerungsgruppen möglich. ACCIONA Solar arbeitet nach eigenen Angaben an 30 Projekten der Megawatt-Klasse, unter anderem in Navarra, Madrid, Kastilien, La Mancha und auf den Kanarischen Inseln.

22.02.2006   Quelle: ACCIONA Energía   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ACCIONA Energía

 

Solarverein Berlin plant "Nachbar-Solaranlagen"

Seit 2003 setzt sich der Solarverein Berlin e.V. für die Errichtung von Bürger-Solaranlagen in Berlin und Brandenburg ein. Beteiligungsmöglichkeiten an Solaranlagen sollen auch für Interessenten geschaffen werden, denen keine geeignete Dachfläche oder nicht ausreichend Kapital für eine komplette Anlage zur Verfügung stehen. Derzeit sei die 5. Photovoltaik-Anlage in Vorbereitung, womit eine installierte Gesamtleistung von 100 Kilowatt (kWp) erreicht werde. Zur Finanzierung sind zirka 40-50 Gesellschafter erforderlich. Als zusätzliches Projekt plant der Solarverein nun die Organisation so genannter Nachbar-Solaranlagen.  

Kleinere Solaranlagen für zwei oder mehrere Partner

Dabei geht es um kleinere Anlagen mit zwei bis mehreren Anteilseignern, die durch Vermittlung des Solarvereins errichtet werden sollen. Laut Solarverein eignen sich viele Dächer von Ein- oder Mehrfamilienhäusern für die solare Nutzung und viele Interessenten seien bereit, in die Solarenergie zu investieren. Doch nicht alle Interessenten könnten das gesamte Kapital für eine Anlage aufbringen, oder eine eigene beziehungsweise geeignete Dachfläche stehe nicht zur Verfügung. Beim Projekt Nachbar-Solaranlagen sollen zunächst Interessenten ermittelt werden, die eine Solaranlage mit anderen errichten wollen. Dann will der Verein mögliche Kooperationspartner zusammenführen und Angebote für gemeinsam zu errichtende Nachbar-Solaranlagen einholen. Der Solarverein unterstützt zudem den Abschluss von Kooperationsverträgen zwischen den Anteilseignern und begleitet Auftragserteilung und Anlageninstallation.

Für die Durchführung des Projekts Nachbar-Solaranlagen habe der Verein Fördermittel beantragt, über die in Kürze entschieden werde. Verschiedene Gremien hätten bereits ihre Unterstützung signalisiert. Vom 21. - 25.1.2006 informiert der Solarverein Berlin e.V. der Messe "Solar Energy" in Berlin in Halle 6a über seine Tätigkeit.

22.02.2006   Quelle: Solarverein Berlin e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Hessen: Gesetzesinitiative der GRÜNEN zum Heizen mit Holz

Durch eine Gesetzesinitiative will die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erreichen, dass Holz in Hessen stärker als bisher zur Energiegewinnung eingesetzt wird. Umweltminister Dietzel (CDU) werfen sie vor, nicht genügend zu tun, um durch den verstärkten Einsatz von Holz einer unabhängigen und sicheren Energiegewinnung näher zu kommen.
  DIE GRÜNEN fordern, dass der Landesbetrieb Hessen Forst als größter Waldbewirtschafter Hessens zusammen mit Kommunen und privaten Waldbesitzern ein Konzept entwickelt, um dem steigenden Bedarf an Energieholz nachkommen zu können. Der Gesetzesentwurf wird während der Plenarsitzung in der 8. Kalenderwoche debattiert.


60 Prozent des zur Verfügung stehenden Holzes noch nicht genutzt

"1,7 Millionen Kubikmeter Holz stehen pro Jahr bei nachhaltiger Nutzung als Energieholz aus hessischen Wäldern zur Verfügung und können ohne Kahlschläge genutzt werden. Zudem werden die Potenziale noch nicht ausgeschöpft", sagt der forstpolitische Sprecher der hessischen GRÜNEN, Martin Häusling. Ein größerer Teil der Äste und kleinen Bäume, die bisher im Wald liegen bleiben, könnten zusätzlich verwendet werden. Zwar sei der Absatz von 100.000 Festmetern im Jahr 2000 auf 350.000 Festmeter im Jahr 2005 gestiegen, aber 60 Prozent des zur Verfügung stehenden Holzes würden noch nicht genutzt. Experten erwarteten, dass der Trend zum Heizen mit Holz noch steigen werde, aber die Forstämter seien nicht darauf vorbereitet, diesen Bedarf zu erfüllen. "Die Bürgerinnen und Bürger suchen Alternativen zu Öl und Gas und könnten sie in den hessischen Wäldern finden. Anstatt diese Trendwende zu unterstützen, vernachlässigt Umweltminister Dietzel sie sträflich. Die Ausbildung der Hessen an der Motorsäge zum Selbstsägen von Brennholz kann keine Antwort sein", kristisiert Martin Häusling, einen Vorschlag von Minister Dietzel (CDU).


Energieholz für hessische Kommunen und Hausbesitzer

Nach den Vorstellungen der GRÜNEN sind de Forstämter gefordert, diesen neuen Markt als wichtigen zukunftsfähigen Wirtschaftsbereich zu erkennen. Dabei müsse die sichere Energieversorgung vor Ort Vorrang haben vor zum Beispiel einer Holzlieferung an die Zellstoffindustrie. "Wenn HessenForst Baumstämme nach China liefern kann, sollte und muss es auch möglich sein, hessischen Kommunen und Hausbesitzern verlässlich Energieholz zu liefern. In der Region `Bioregio Knüll&` gibt es bereits Erfolg versprechende Modellprojekte - diese müssen landesweit umgesetzt werden", so die GRÜNEN.

22.02.2006   Quelle: Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im hessischen Landtag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Reinecke + Pohl Sun Energy AG: Geschäftszahlen übertreffen Erwartungen deutlich

Die Reinecke + Pohl Sun Energy AG (ISIN: DE0005250708) setzt ihren Wachstumskurs fort, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Im Geschäftsjahr 2005 habe das im General Standard notierte Photovoltaik-Unternehmen nach vorläufigen Zahlen gemäß IFRS im Konzern einen Umsatz von zirka 53 Millionen Euro erzielt, bei einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von mehr als 4,2 Millionen Euro.   Dies ergebe eine EBIT-Marge von 8 Prozent. Damit übertreffe die Gesellschaft die bisher bekannt gegebenen Prognosen um rund 13 Prozent.


Vorstand will Umsatzprognose für 2006 übertreffen

Die operativen Tochtergesellschaften der Reinecke + Pohl Sun Energy AG trugen erst ab den unterjährigen Erwerbszeitpunkten zu diesem Ergebnis bei, betont das Unternehmen. Daher spiegelten die Zahlen den erfolgreichen Geschäftsverlauf der Gruppe nur unvollständig wider. In einem voll konsolidierten Geschäftsjahr ergäbe sich ein Pro-Forma-Umsatz von über 70,0 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund der positiven Auftragslage gehe der Vorstand davon aus, die bisher für dieses Jahr von Analysten aufgestellte Umsatzprognose in Höhe von 116,5 Millionen Euro zu übertreffen.


Neugründungen und Joint-Ventures in Spanien, China und den USA

"Die erfolgreiche Integration der neu hinzu gekommenen Tochtergesellschaften, eine hervorragende Auftragslage und attraktive Rahmenbedingungen im In- und Ausland lassen den Vorstand äußerst optimistisch in die Zukunft blicken", heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung. Für die Internationalisierung der Gesellschaft sei bereits im Geschäftsjahr 2005 die Basis gelegt worden: Die Reinecke + Pohl Sun Energy AG habe sich sowohl in Spanien als auch in China und den USA 2005 durch Neugründungen beziehungsweise Joint-Ventures strategisch gut positioniert. Im aktuellen Geschäftsjahr soll diese Position weiter ausgebaut werden.

Der Geschäftsbericht der Reinecke + Pohl Sun Energy soll nach Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses Ende März 2006 veröffentlicht werden. Alle weiteren Finanztermine für 2006 sind abrufbar auf der Unternehmenswebsite http://www.rpse.de unter "Investor Relations/Finanzkalender".

21.02.2006   Quelle: Reinecke + Pohl Sun Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Aufbruchsstimmung am österreichischen Solarmarkt

Fassadenkollektoren in St. Anton (Tirol).
Fassadenkollektoren in St. Anton (Tirol).

Der Solarmarkt in Österreich wächst rasant, mit zweistelligen Zuwachsraten. Auch in diesem Jahr seien die Aussichten sonnig, berichtet der Verband Austria Solar in einer Pressemitteilung. In sieben von neun Bundesländern würden bereits landesweite Solarkampagnen laufen, in drei Bundesländern sei die Solarförderung seit dem Vorjahr angehoben worden.
 
Das Solarjahr 2005 ist laut Austria Solar wesentlich besser gelaufen als von den Firmen erwartet. In einer Erhebung des Verbandes hatten die Solarwärmeanbieter für 2005 noch mit einem Marktwachstum von knapp 9 Prozent gerechnet. "Tatsächlich ist der Markt im letzten Jahr nach aktueller Einschätzung der Branche doppelt so stark gewachsen, nämlich um rund 15 bis 20 Prozent", betont Roger Hackstock, Geschäftsführer des Verbandes Austria Solar. Ein Auslöser dafür seien die Unsicherheiten am Öl- und Gasmarkt, die vor allem im Herbst bei vielen Anbietern zu einer zweiten Solarsaison geführt hätten. Auch 2006 werde das Marktwachstum von Branchenkennern auf etwa 15 Prozent geschätzt. "Beim ersten Bauherrenabend der steirischen Kampagne 'Spar mit Solar' kamen im Februar mehr als 300 Zuhörer, das Interesse an Solarenergie ist überwältigend", berichtet Christian Fink, Leiter des klima:aktiv Programms Solarwärme.


Solarkampagnen in sieben von neuen Bundesländern

Vor drei Jahren wurde in Kärnten die sehr erfolgreiche Kampagne "Sonnenland Kärnten" gestartet, die zu einer dauerhaften Verdopplung des Kärntner Solarmarkts geführt hat. Im Jahr 2005 folgten fünf weitere Bundesländer mit eigenen Solarkampagnen. Den Anfang machte "Sonne für Wien", gefolgt von "Ja zu Solar" in Tirol und der "Solarkampagne OÖ". Im Herbst starteten die Kampagnen "Spar mit Solar" in der Steiermark und die Energiesparkampagne "energie aktiv" in Salzburg. Die jüngste Kampagne "Lach dir die Sonne an" wurde in Niederösterreich begonnen. Damit liefen dieses Jahr in sieben von neun Bundesländern landesweite Kampagnen zur Verbreitung von Solaranlagen für Warmwasser und Raumheizung.


Solarförderung in drei Bundesländern verbessert

In drei österreichischen Bundesländern wurde die Solarförderung seit dem Vorjahr angehoben, um noch bessere wirtschaftliche Bedingungen für eine Solaranlageninstallation zu ermöglichen. Im Frühjahr 2005 wurde die Förderung in der Steiermark um 150 Prozent erhöht, für eine Solaranlage bekommt der Bauherr seither bis zu 2.000 Euro Zuschuss vom Land. Mit Jahreswechsel stockten zwei weitere Bundesländer ihre Förderungen auf. Die Landesregierung Tirol erhöhte die Solarförderung im Januar um satte 25 Prozent, für eine Solaranlage für Warmwasser und Heizungseinbindung mit 15 Quadratmeter Kollektorfläche erhält man nun bis zu 3.000 Euro Zuschuss. Ebenfalls im Januar 2006 wurden auf Beschluss der Vorarlberger Landesregierung alle Solarförderungsbeträge und Förderobergrenzen aufgerundet. Solaranlagen für Warmwasser und Heizungseinbindung werden dort mit bis zu 3.700 Euro gefördert. Im Durchschnitt erhält man in Österreich für eine Solaranlage 24 Prozent Förderung, einige Bundesländern liegen laut Austria Solar weit darüber. "Damit ist es auch ökonomisch sehr attraktiv geworden, sich eine Solaranlage zuzulegen", so Roger Hackstock.

21.02.2006   Quelle: Verband Austria Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Austria Solar / Teufel&Schwarz.
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Zehn Jahre BdE-Solarschulen: eine Erfolgsgeschichte geht weiter

DGS-Solarschule in Berlin.
DGS-Solarschule in Berlin.

Seit dem 1. Januar 2006 koordiniert der Landesverband Berlin Brandenburg der Deutschen Gesellschaft für Sonnenergie e.V. (DGS) die Solarschulen an Stelle des Bundes der Energieverbraucher (BdE). Die Solarschulkurse werden 2006 bundesweit mit einheitlichem Lehrplan und parallelen Prüfungsterminen an fünf Standorten angeboten: artefact Glücksburg, Energie- und Umweltzentrum Springe-Eldagsen, DGS Berlin, Berufsschule Unna/Werne und BFW Heidelberg.
 
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge kommentiert Aribert Peters, vor zehn Jahren einer der Solarschulväter: "Die verwendeten Solarschul-Ausbildungsmaterialien wie der DGS-Leitfaden und die Koordination sind bei der DGS Berlin, einer Solarschule der ersten Stunde, in besten Händen. Dadurch haben wir beim BdE etwas mehr Luft für andere Aufgaben."


Große Nachfrage nach Solar-Know-how

Als sich im Herbst 1995 ein kleiner Kreis von Aktiven im Bund der Energieverbraucher entschloss, bundesweit in die Ausbildung von Solarberatern einzusteigen, galt die Thematik noch als Spielwiese für Idealisten und Bastler. Seitdem wurden mehr als 5.000 Teilnehmer an zehn Solarschul-Standorten ausgebildet, berichtet die DGS in einer Pressemitteilung. Solarenergie gehöre mittlerweile zur Grundausbildung vieler technischer Berufe. Doch die Nachfrage nach dem Know-how der Solarschulen, gerade durch Quereinsteiger, bleibe groß.


Crash-Kurs zur Solarberaterin und zum Solarfachberater

Ziel der Solarschulen war unter anderem, die Ausbildung produktneutral und mit weiterentwickelten Materialien zu standardisieren und zu verbessern. Hauptgrund für die Ausbildungsoffensive sei jedoch das Informationsniveau der Öffentlichkeit gewesen: "99% der Bevölkerung kennen nicht einmal den Unterschied zwischen Sonnenwärme und Solarstrom" konstatierte Theo Graff, einer der Initiatoren. Aufklärungsbedarf habe in allen Berufen bestanden. Aus diesem Grund war und ist die Teilnahme für Jeden und Jede möglich: ob Physiklehrer oder Architekt, Elektromeister oder Schornsteinfeger: gewerkeübergreifend sollten sich möglichst viele Planer, Bauhandwerker, Energieberater oder Ausbilder qualifizieren und das erlangte Know-how weitergeben können. Zweiunddreißig intensive Unterrichtsstunden zu physikalischen und technischen Grundlagen, Anlagenauslegung, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Marketingwissen, dazu Praxis und Sicherheitsstandards hätten es jedoch in sich, so dass längst nicht jeder auch noch zur Prüfung antreten möge: erst nach bestandener Prüfung erhalte man den Titel SolarberaterIn oder SolarfachberaterIn, abhängig von der beruflichen Vorerfahrung, denn mehrjährige Praxis könne und solle der Crash-Kurs nicht ersetzen.


5.000 Solarfachberater für intensive weite Verbreitung der Solarenergie

Ergänzend zum Kurs Solarthermie gesellte sich ab 1997 die Ausbildung in Photovoltaik dazu. Früher skeptische Innungsmeister für Sanitar-Heizung-Klima ebenso wie für das Elektro Handwerk seien mittlerweile eifrig dabei, über Handwerkskammern und Berufsschulen die bestehenden Ausbildungsdefizite ihrer Gewerke aufzuholen und griffen dabei immer wieder auf geprüfte Solarschul-Absolventen zurück. "Fünftausend Solarfachberater tragen allenthalben dazu bei, dass die Solarenergie weiter verbreitet wird, bei ausführenden Betrieben ebenso wie in der Kommunalpolitik und der Bauwirtschaft. So planen frühere TeilnehmerInnen heute bei Stadtwerken 'Solar lokal“'-Aktivitäten, andere beraten Landwirte oder gründen Unternehmen“, berichtet Werner Kiwitt von Deutschlands nördlichster Solarschule in Glücksburg/Ostsee. "So wie das deutsche EEG über die große Akzeptanz in der Bevölkerung zum Erfolg führte und nun international kopiert wird, hatten wir in unseren Solarschul-Kursen bereits TeilnehmerInnen aus Spanien, Nicaragua und Sri Lanka. Das sind nachhaltige Initialzündungen, nicht zuletzt zurückgehend auf die Initiative des BdE", sagt Kiwitt.

Ein 32stündiger Kurs kostet € 395,- zuzüglich Unterrichtsordner. Alle Termine unter www.dgs-berlin.de "Solarschulen DGS Solar(fachberaterIn) PV/ST"

21.02.2006   Quelle: SolarSchule Berlin; DGS LV Berlin Brandenburg e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

CDU/CSU: Energiepolitik muss dem Wachstumsziel verpflichtet sein

"Die Menschen in Deutschland wollen keine Klientelpolitik mehr, sondern Energiepolitik mit Sinn für Realitäten. Deshalb halten wir die Forderungen der Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN für nicht zielführend, die gesamte deutsche Energieversorgung innerhalb weniger Jahrzehnte auf erneuerbare Energien umzustellen, und dafür auf sämtliche fossilen Energieträger zu verzichten". Das erklärten die umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marie-Luise Dött (MdB), und der zuständige Berichterstatter für Energiepolitik im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Philipp Missfelder (MdB) zur Debatte über die Energiepolitik im 21. Jahrhundert.  Die Umstellung auf erneuerbare Energien und der Verzicht auf sämtliche fossilen Energieträger innerhalb weniger Jahrzehnte schade den Verbrauchern und der Wirtschaft nachhaltig.


Natürliche und ökonomische Schranken einer weit gehenden Nutzung von erneuerbaren Energien ignoriert?

"Mit solchen Forderungen werden aus parteitaktischen Gründen die natürlichen und ökonomischen Schranken, die einer so weit gehenden Nutzung von erneuerbaren Energien gesetzt sind, ignoriert", so Dött und Missfelder. Das Bundesumweltministerium habe dazu Mitte Januar 2006 eine Studie vorgelegt, in der belegt sei, dass der Ausbau erneuerbarer Energien bei etwa 25 Prozent des Gesamtenergievolumens erschöpft sein werde. Gründe hierfür seien die natürlichen Gegebenheiten in Deutschland sowie die ökonomischen Begrenzungen, die beispielsweise der Errichtung riesiger Off-Shore-Windparks entgegenstehen, heißt es in der Pressemitteilung der Unionspolitiker.


Kohle- und Kernkraftwerke in den Niederlanden?

Außerdem seien gerade auf dem Gebiet der Energiepolitik nationale Alleingänge sinnlos, betonen die Unionspolitiker. Sie führten zu Wettbewerbsverzerrungen, unter denen die Verbraucher und die deutsche Wirtschaft zu leiden hätten. So habe beispielsweise der für Energiefragen zuständigen Staatssekretär in niederländischen Wirtschaftsministerium, Pieter van Geel, erst vor wenigen Tagen gesagt: "Wir haben festgestellt, dass wir in den nächsten zehn Jahren mindestens vier bis fünf neue Kraftwerke brauchen. Das können Kohle- und Kernkraftwerke sein. Am besten aber ein Mix aus beiden", zitieren Dött und Missfelder.


Keine energiepolitischen Alleingänge

"Die Energiepolitik der Bundesregierung ist zugleich dem Wachstumsziel und dem ökologischen Grundgedanken verpflichtet. Alles, was auf diesem Gebiet zukünftig geplant ist, muss deshalb technisch und finanziell realisierbar sein. Und es muss die Akzeptanz der Menschen finden", so Dött und Missfelder. "Wir verfolgen daher vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung einen konsequenten Kurs des Klimaschutzes und der Energieforschung. Ein ausgewogener Energiemix ist dabei die Vorraussetzung für Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit, und damit für niedrige Strompreise und die Bewahrung der Schöpfung. Dabei steht Deutschland im Wettbewerb mit seinen Partnern in Europa und der Welt und kann sich demzufolge keine energiepolitischen Alleingänge erlauben", so die Unionspolitiker.

21.02.2006   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Heizkosten-Explosion lässt Solarmarkt boomen: Solarwärme legt 25 Prozent zu

Einfamilienhaus mit Kollektoren zur Warmwasserbereitung
Einfamilienhaus mit Kollektoren zur Warmwasserbereitung

Immer mehr Hausbesitzer nutzen die Sonnenenergie als Wärmequelle. 2005 wurden in Deutschland 100.000 Solarwärmeanlagen und damit 25 Prozent mehr Anlagen als im Vorjahr installiert. Dies ergab eine Markterhebung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) und des BDH. Insgesamt fanden Sonnenkollektoren mit einer Fläche von 950.000 Quadratmetern und einer Wärmeleistung von 665 Megawattstunden neu auf die Dächer. Die Solarwärmebranche erlöste laut BSW im Jahr 2005 einen Umsatz von 750 Millionen Euro und bietet insgesamt 12.500 Arbeitsplätze.  Für das laufende Jahr erwartet die Solarbranche eine Fortsetzung des Marktwachstums um 30 Prozent und damit erstmals die Installation von mehr als einer Million Quadratmeter im Jahr. Angesichts der drastischen Preissteigerung bei Heizöl um 31 Prozent in den letzten zwölf Monaten und gar 63 Prozent in den letzten 24 Monaten suchen immer mehr Hausbesitzer nach Möglichkeiten, die Heizkostensteigerung einzudämmen.


45 Prozent der 2005 installierten Solarwärmeanlagen unterstützen die Raumheizung

Nach Angaben des BSW leben bereits über zwei Millionen Bundesbürger in Häusern mit Solaranlagen und nutzen die Wärme der Sonne zur Heizungsunterstützung oder Warmwasserbereitung. Mit sechs Quadratmetern Sonnenkollektoren kann ein Vier-Personen-Haushalt innerhalb der Lebensdauer der Anlage von 20 Jahren rund 5.000 Euro einsparen. Dabei sei konservativ nur eine geringe Preissteigerung von drei Prozent pro Jahr für Gas und Öl angesetzt worden. Im Sommerhalbjahr wird das Trinkwasser für Küche und Bad vollständig durch die Solaranlage erwärmt, im Winterhalbjahr heizt der konventionelle Heizkessel nach. Eine noch höhere Einsparung erzielen größere Solarwärmeanlagen, die zusätzlich auch die Raumheizung unterstützen. Ihr Anteil ist laut BSW im Vorjahr von 25 Prozent auf 45 Prozent gestiegen. Die Sonnenkollektoren haben eine Fläche von typischerweise 10 bis 15 Quadratmetern. Wird beispielsweise ein alter Heizkessel durch einen Gas-Brennwertkessel und eine 12 Quadratmeter große Solaranlage ersetzt, könne sich die Heizkostenersparnis innerhalb von 20 Jahren auf bis zu 24.500 Euro summieren.

Attraktive Förderprogramme erleichtern die Finanzierung solarer Heizsysteme. Die Bundesregierung fördert die Investitionen in eine Solarwärmeanlage mit Zuschüssen im Marktanreizprogramm sowie mit zinsgünstigen Darlehen im Programm "Wohnraum modernisieren" der KfW. Detaillierte Informationen zu Fördermitteln unter http://www.solarserver.de/geld.html, zur Technik unter: http://www.solarserver.de/wissen/solarthermie.html.

20.02.2006   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft i.Gr.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: UVS/Viessmann
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SolarWorld-Konzern baut zweite Produktionsstätte für Siliziumaufbereitung

Silizium zur Waferproduktion.
Silizium zur Waferproduktion.

Die Deutsche Solar AG, eine Tochter der SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401), errichtet in Freiberg eine zweite Produktionsstätte für die Aufbereitung von Silizium, das als Rohstoff in der Solarwaferproduktion eingesetzt wird. "Mit der neuen Investition werden wir unsere bisherigen Aufbereitungskapazitäten verdoppeln und damit den Ausbau der Kapazitäten in der Waferfertigung begleiten. Das Investitionsvolumen für die neue Produktionshalle beläuft sich auf rund fünf Millionen Euro“, erläutert Prof. Dr. Peter Woditsch, Vorstandssprecher der Deutsche Solar AG, in einer Pressemitteilung.
 
Siliziumaufbereitung auch für andere Unternehmen

Verantwortlich für die internen Rohstoffaktivitäten, zu denen auch das Recycling zählt, sei der Geschäftsbereich "Solar Material". "An unserem neuen Produktionsstandort werden wir neu entwickelte Technologien zum Einsatz bringen, mit denen auch Rohstoffqualitäten aufbereitet werden können, die bisher wirtschaftlich nicht nutzbar gewesen sind", kündigt Geschäftsbereichsleiter Dr. Karsten Wambach an. Bei den Rohstoffen, die Solar Material für die Deutsche Solar AG aufbereite, handle es sich sowohl um Siliziumabschnitte aus der Waferproduktion als auch um extern zugekaufte Ware. "Unsere Kompetenzen in der Siliziumaufbereitung werden wir künftig als Dienstleistung auch anderen Unternehmen zur Verfügung stellen", so Dr. Wambach weiter.


Asiengeschäft soll ausgebaut werden

Im Zuge der Übernahme der Solarsiliziumaktivität der Shell-Gruppe intensiviert die SolarWorld AG auch die Geschäftsaktivität in Asien. So habe die Gesellschaft in Süd-Korea mit einem heimischen Unternehmen einen Vorvertrag über die Lieferung von kompletten Solarstromanlagen für die Installation von Freiflächenanlagen mit einer Leistung von 2,5 Megawatt (MW) vereinbart. Derzeit begleitet SolarWorld-Vorstandssprecher Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck als Mitglied einer Wirtschaftsdelegation Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier auf eine Asienreise. "Wir werden unsere Kontakte nach Süd-Korea und Japan zielgerichtet stärken, um auch dort unser Solargeschäft voranzubringen", erläutert Frank Asbeck. "In ausgewählten Wachstumsmärkten rechnen wir mit zweistelligen Zuwachsraten", so der SolarWorld-Chef.

20.02.2006   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG

 

Conergy: Umsatzplus von 86%, Gewinnsteigerung 2005 um 153%

Die Conergy Gruppe (ISIN DE 00060 40025) steigerte nach vorläufigen Zahlen ihren Umsatz im Jahr 2005 um 86 % auf 530,2 Millionen Euro. (Vorjahr: 284,8 Mio. EUR) und übertrifft damit ihr Ziel von 500 Millionen Euro deutlich. Das berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Das Nachsteuerergebnis konnte nach Angaben des Unternehmens überproportional um 153 % auf EUR 27,8 Millionen Euro gesteigert werden (Vorjahr: 11 Mio. EUR).  Damit habe das Unternehmen seine Position als das größte europäische Solarunternehmen weiter ausbauen können. Detaillierte Zahlen soll voraussichtlich Ende März 2006 veröffentlicht werden. Für 2006 strebe das Unternehmen an, erneut deutlich schneller als der Weltmarkt zu wachsen und in die weitere Internationalisierung des Vertriebs sowie in die Erweiterung des Produktportfolios mit Fokus auf erneuerbare Energien zu investieren.

20.02.2006   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Europaweites Forschungsprojekt zur nächsten Generation von Solarzellen startet

Schichtstrukturen einer CIS-Solarzelle im Raster-Elektronen-Mikroskop.
Schichtstrukturen einer CIS-Solarzelle im Raster-Elektronen-Mikroskop.

Die Kostensenkung bei Solarzellen ist die zentrale Herausforderung der modernen Photovoltaik. In Berlin beginnt am 20. Februar das europaweit größte Forschungsprojekt, das sich dieser Herausforderung stellt. Universitäten, Forschungseinsrichtungen und Unternehmen aus 11 Ländern arbeiten zusammen, um den Übergang der zweiten Generation von Solarzellen - so genannten Dünnschichtzellen - aus den Laboratorien in den Markt zu beschleunigen.
 
Solarzellen der zweiten Generation benötigen bei der Herstellung sehr wenig Material und Energie. Sie sind ganz besonders dünn und werden durch neuartige Prozesstechnologien hergestellt. Die Europäische Union und nationale Partner werden in den nächsten vier Jahren im Rahmen des Forschungsprojektes "ATHLET" (Advanced Thin Film Technologies for Cost
Effective Photovoltaics) insgesamt rund 21 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung von Dünnschichtsolarzellen investieren.

Das Hahn-Meitner-Institut Berlin (HMI), koordiniert die Zusammenarbeit von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Die Partner wollen zwei aussichtsreiche Technologienpfade weiterentwickeln und entsprechende Produkte am Markt positionieren. An beiden Technologien ist das HMI unter den führenden Forschungsakteuren.


Solarzellen der "zweiten Generation": CIS- und Stapelzellen-Technologie unter einem Dach

Im Rahmen des Integrierten Projekts "ATHLET" werden erstmals zwei Technologien gemeinsam entwickelt, die jeweils auf unterschiedlichen Materialien beruhen. Da beide Materialsysteme auch Gemeinsamkeiten haben, sollen durch die Zusammenarbeit Ressourcen gebündelt und Synergien genutzt werden.


CIS-Zellen: Wenige Mikrometer genügen, um das Sonnenlicht zu absorbieren

Die so genannte CIS-Technologie wird unter anderem von Shell Solar vorangetrieben. Statt Silizium wird bei diesem Solarzellentyp eine Verbindung aus den Elementen Kupfer, Indium und Selen (CIS) zur Lichtabsorption verwendet. Dieses Material nimmt bei gleicher Schichtdicke wesentlich mehr Licht auf als Silizium. Daher genügen bereits wenige Mikrometer um das Sonnenlicht zu absorbieren, im Gegensatz zu 200-300 Mikrometern bei herkömmlichen Siliziumwafern. Die Materialkosten bei der Produktion sind laut HMI entsprechend niedriger.


Tandemzellen aus Silizium kombinieren unterschiedliche Absorptionsspektren

Die zweite Technologie verfolgt das Konzept der so genannten mikromorphen Dünnschichtsolarzelle. Diese Tandem- oder Stapelzellen aus Silizium kombinieren zwei Zellen mit unterschiedlichen Absorptionsspektren. Sie können so das Spektrum des Sonnenlichtes besser ausnutzen und haben daher einen höheren Wirkungsgrad als vergleichbare Einzelzellen. Dieser Zelltyp kann seit einiger Zeit erfolgreich im Labormaßstab hergestellt werden und soll nun mit Unterstützung von Schott Solar zur Marktreife gebracht werden.

Sichere Energie und Arbeitsplätze - auch in Zukunft

Die Photovoltaik gilt als Schlüsseltechnologie der Zukunft. Sie kann einen wesentlichen Beitrag leisten um die Abhängigkeit von Importen an Energieträgern wie Öl und Gas und den Ausstoß von CO2 zu reduzieren. Die Photovoltaikindustrie setzt schon heute Milliarden-Beträge um und schafft nebenbei tausende neue Industriearbeitsplätze. Daher ringen die globalen Kräfte aus den USA, Japan und Europa hart um die technologische Führerschaft. Mit dem "ATHLET" Projekt strebt Europa eine Spitzenposition in dieser Entwicklung an.


Kostensenkung auch nach dem Ende der Silizium-Knappheit zentrales Thema

Damit das rasante Wachstum der Branche auch in den kommenden Jahren weitergeht, müssen die Kosten für Solarstrom noch tiefer fallen. Der heutige Markt wird von Solarmodulen auf Basis von Siliziumwafern beherrscht. Der bereits erreichte Preisrückgang ist im Wesentlichen auf die Steigerung der Produktionsvolumina und verbesserte Herstellungstechnologien zurückzuführen. Derzeit bremst die Knappheit an Silizium den weiteren Preisrückgang. Auch wenn in naher Zukunft dieser Engpass durch den Aufbau neuer Produktionskapazitäten überwunden wird, bleibt die anhaltende Kostenreduktion das zentrale Thema für die Photovoltaik.

Welcher Entwicklungspfad in Zukunft die Nase vorn hat, wird sich laut HMI wahrscheinlich erst zeigen, wenn die Produkte in nennenswertem Umfang am Markt verfügbar sind. Möglich sei auch, dass die verschiedenen Solarmodule ihre jeweiligen Stärken in unterschiedlichen Anwendungsgebieten ausspielen.

20.02.2006   Quelle: Hahn-Meitner-Institut Berlin   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: HMI.
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USA: Energy Outlook des Energieministeriums zeigt Wachstumsperspektiven der Erneuerbaren

Das US-Energieministerium hat am 14.02.2006 seine Energieprognosen für 2006 veröffentlicht. Die Energy Information Administration (EIA) untersuchte für den "Annual Energy Outlook 2006" (AEO2006) Trends und Probleme der Energieversorgung der USA bis zum Jahr 2030.
 
Nach den EIA-Prognosen werden die erneuerbaren Energien in den USA kräftig wachsen. Die installierte PV-Kapazität (netzgekoppelte Anlagen) zur Solarstromerzeugung soll von 0,03 Gigawatt (GW; 30 Megawatt) im Jahr 2005 auf 0,39 GW (390 MW) im Jahr 2030 wachsen, eine Steigerung von 1.200 Prozent. Die elektrische Kapazität der solarthermischen Kraftwerke wächst laut der EIA-Prognose bis 2020 um 41 % von 0,39 GW (390 MW) im Jahr 2005 auf 0,55 GW (550 MW) im Jahr 2030. Die Windenergie-Kapazität steigt laut EIA von 9,65 GW im Jahr 2005 auf 20,10 GW im Jahr 2030, das ist ein Wachstum von 108 %.


Stromproduktion aus Sonne und Wind: PV soll um 1.300 Prozent wachsen

2030 sollen Photovoltaikanlagen 0,98 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh = 980 MWh) Solarstrom erzeugen, das sind 1.300 Prozent mehr als 2005 (0,07 Milliarden Kilowattstunden, 70 MWh). Solarthermische Kraftwerke sollen 2030 rund 1,11 Mrd. kWh (1.100 MWh) erzeugen, 86 % mehr als 2005 (0,59 Mrd. kWh, 590 MWh). Die Windstrom Produktion wird laut EIA bis 2020 von 23,22 Mrd. kWh auf 64,51 Mrd. kWh steigen, ein Plus von 178 %.

Der "AEO2006" Bericht enthält mehr als 30 alternative Szenarien, beispielsweise auf der Grundlage unterschiedlicher Entwicklungen der Energie-Technologien (darunter auch die Erneuerbaren). Diese Szenarien würden dem Leser des "AEO2006" eine bessere Annäherung an die ganze Bandbreite der Unwägbarkeiten solcher Langzeitprognosen erlauben, so die EIA. Der Tabellen-Anhang liefert unter anderem Zahlen zum Energieverbrauch und zur Energieproduktion auf nationaler und regionaler Ebene.

Der komplette "AEO2006" (englisch) kann heruntergeladen werden unter http://www.eia.doe.gov/oiaf/aeo/index.html. Eine Zusammenfassung soll in den nächsten Wochen erscheinen.

20.02.2006   Quelle: DOE / EIA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DOE / EIA

 

Solares Bauen für die Landwirtschaft: Eine Halle, die der Sonne folgt

Nachgeführte Solar-Halle aus Bayern.
Nachgeführte Solar-Halle aus Bayern.

Die Firma Eggert Stahlbau – Maschinenbau in der schwäbischen Gemeinde Oberstadion und die Solarbau Chiemgau GmbH (Feichten an der Alz) bauen eine landwirtschaftliche Mehrzweckhalle, die dem Lauf der Sonne nachgeführt wird. Die Solarmodule auf dem Dach der drehbaren Halle stünden so immer optimal in der Sonne und erzeugten 30 % mehr Strom als Solarmodule, die auf einem festen Dach montiert sind, berichten die Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das von Eggert Stahlbau entwickelte Konzept "Solarus" sei eine Weltneuheit und zum Patent angemeldet. Auf dem 210 Quadratmeter großen Dach können laut Solarbau Chiemgau Solarzellen mit einer Spitzenleistung von 30 Kilowatt (kWp) installiert werden.
 
Durch die stets optimale Ausrichtung zur Sonne soll die Solarstromanlage so viel Strom wie eine fest stehende 40 kWp-Anlage produzieren. Das für diese Solarzellen-Leistung gesparte Geld, decke auf jeden Fall die Mehrkosten für die Halle, betont das Unternehmen.


Einspeisevergütung für Gebäude; Solar-Gewinn durch Nachführung

Der Clou sei, dass die Halle im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) als Gebäude zähle und der Landwirt zusätzlich eine höhere Einspeisevergütung für Solarstrom erhalte, auch wenn die Halle auf einem Feld oder im Garten stehe. Die Halle finanziere sich durch den höheren Stromertrag und die höher Einspeisevergütung quasi von selbst, verspricht die Solarbau Chiemgau GmbH. Die Lager- oder Stallfläche von 70 bis 100 Quadratmetern sei ein "angenehmer Nebeneffekt".

Der Kern der Halle ist eine drehbare Stahlkonstruktion, die auf einem Laufring beweglich und doch fest auf dem Boden verankert sei. Auch bei Wind und Wetter funktioniere dies zuverlässig. Komme starker Wind auf, lasse sich die Anlage von ihm in die Richtung des geringsten Luftwiderstandes drehen. So werde verhindert, dass sie ausgehoben wird. Eine spezielle Vorrichtung an den acht Auflagepunkten sorge außerdem dafür, dass auch Schnee und Eis die Nachführung der Solarus-Halle nicht beeinträchtigen. Die Solar-Halle werde durch eine einfache Steuerung, die auf Jahre hinaus programmiert ist, von morgens bis abends optimal in die Sonne gedreht. Schwäbische Maschinenbaukunst bei der Entwicklung und dem Bau des Drehkranzes sowie die Fertigung der Solar-Halle in heimischen Zimmereien garantierten eine lange Lebensdauer, hohe Zuverlässigkeit und minimalen Wartungsaufwand. Damit die Halle effektiv genutzt werden kann, lasse sich das Tor bei Bedarf per Knopfdruck an die vorgesehene Einfahrt fahren. Danach fahre die Halle wieder in die ideale Position zur Sonne.

Laut Solarbau Chiemgau GmbH sind bereits mehrere dieser Hallen im Einsatz und können als zusätzliche Lagerfläche, Maschinenhalle, Güllegrubenabdeckung oder Freilandstall genutzt werden. Solarus biete dem Bauherren 25 % höhere Einspeisevergütung im Vergleich zu Freilandanlagen, 35 % höheren Solarertrag (im Vergleich zu feststehenden Anlagen) und 70 bis 100 m2 Nutzfläche. Die gesamte Anlage einschließlich des Nutzgebäudes werfe über den gesamten Zeitraum betrachtet 6 % bis 10 % Rendite ab, heißt es in der Pressemitteilung der Solarbau Chiemgau GmbH.

20.02.2006   Quelle: Solarbau Chiemgau GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarbau Chiemgau GmbH.

 

Neuer Solarstrom-Rekord auf dem Jungfraujoch (3454 m)

PV-Anlage auf dem Jungfraujoch.
PV-Anlage auf dem Jungfraujoch.

Die im November 1993 vom Photovoltaiklabor der Berner Hochschule für Technik und Informatik (HTI) auf dem Jungfraujoch installierte Photovoltaikanlage (effektive Spitzenleistung 1,13 kWp) hat im Jahr 2005 einen neuen Rekord für die spezifische Jahresenergieproduktion aufgestellt. Trotz eines eintägigen Stromausfalls am 23.8.2005 infolge von Überschwemmungen im Tal seien 2005 stattliche 1.537 Kilowattstunden pro installiertes Kilowatt Leistung (kWh/kWp) erzeugt worden.
 
Der Winterenergieanteil habe 48,5% betragen, so die HTI in einer Pressemitteilung. Der bisherige Rekordwert von 1.504 kWh/kW aus dem Jahre 1997 wurde damit deutlich übertroffen. Ohne den Stromausfall wären 2005 sogar 1.540 kWh/kWp produziert worden.


Hochalpine Solarstromanlage lückenlos dokumentiert

Die Anlage am Jungfraujoch ist seit dem 27.10.1993 in Betrieb, die Messdaten wurden seither lückenlos erfasst. Der Solargenerator der netzgekoppelten PV- befindet sich an der Fassade der hochalpinen Forschungsstation Jungfraujoch. Die Hochschule misst laufend die Sonneneinstrahlung in beiden Modulebenen (2 Pyranometer und 2 Referenzzellen), die Umgebungs- und Modultemperatur, die Gleichströme der beiden Arrays, die Gleichspannung und die eingespeiste Wechselstrom-Wirkleistung.


100 % Verfügbarkeit trotz Stürmen und Gewittern

Die Anlage Jungfraujoch arbeitet laut HTI seit ihrer Inbetriebnahme 1993 störungsfrei mit einer Verfügbarkeit von Energieproduktion und Messdaten von 100 %. Der vom Solargenerator erzeugte Gleichstrom wurde zunächst von einem Wechselrichter "Top Class 1800 Grid" in netzkonformen Wechselstrom umgewandelt. Im Juli 1996 wurde der Wechselrichter zur Steigerung des Energieertrags durch ein verbessertes Modell "Top Class 2500/4 Grid III" ersetzt. Aus dem gleichen Grund seien im Juli 1996 auch die Strangdioden überbrückt worden.

Die Anlage überstand laut HTI erfolgreich viele Stürme mit Windgeschwindigkeiten bis über 250 km/h und heftige Gewitter mit Naheinschlägen, die in anderen Experimenten in der Forschungsstation Schäden verursachten. Die hohen thermischen und mechanischen Beanspruchungen durch starke und schnelle Temperaturänderungen (z.B. totale Temperaturdifferenz Tag-Nacht bis zu 70 ºC) hätten ihr ebenfalls nichts anhaben können. Auch der Wechselrichter habe dank der relativ guten Netzverhältnisse (große Trafos in der Nähe) und des aufwendigen Überspannungsschutzes keine nennenswerten Probleme gehabt und außer ganz wenigen, durch Spannungsschwankungen verursachten Kurzabschaltungen, in den über 69 Monaten seit Inbetriebnahme der Anlage einwandfrei funktioniert. Als einziges betriebliches Problem der Anlage würden ab und zu Reif- und Schneebedeckungen des Solargenerators auftreten.

Die normierten Jahresstatistiken der Anlage können abgerufen werden unter http://labs.hti.bfh.ch/index.php?id=1527&L=0

19.02.2006   Quelle: Hochschule für Technik und Informatik (HTI), Bern   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: HTI

 

Kostenlose DVD lädt ein zur "Reise in eine Brennstoffzelle"

Kostenlose Information zur Brennstoffzelle auf DVD.
Kostenlose Information zur Brennstoffzelle auf DVD.

Wie eine Brennstoffzelle funktioniert zeigt ein knapp vierminütiger Animationsfilm der Initiative Brennstoffzelle (IBZ). Die lehrreiche und unterhaltsame Computersimulation spricht alle Altersklassen an und ist kostenlos auf DVD erhältlich. Mit Hilfe einer optisch ansprechenden, 3D-animierten Grafik wird die Energieerzeugung per Brennstoffzelle für alle verständlich in bewegte Bilder umgesetzt.
 
Die Reise führt vom Reformer, in dem aus Erdgas reiner Wasserstoff gewonnen wird, über die Stationen Anode, Elektrolyt und Membran bis zur Kathode. An allen diesen Stationen ist "Action" garantiert: Zunächst werden die Wasserstoff-Moleküle aufgespalten, wobei Strom fließt. Danach muss der Wasserstoff mit Sauerstoff zusammengeführt werden. Dabei entstehen Wasserdampf und nutzbare Wärme.

Der auf DVD erhältliche Brennstoffzellen-Clip ist für den Schulunterricht hervorragend geeignet, wird aber auch am junge und ältere Technik-Interessierte privaten PC begeistern. Die DVD "Die Reise in eine Brennstoffzelle" kann kostenfrei bestellt werden bei der Initiative Brennstoffzelle: telefonisch über die IBZ-Hotline 0 18 02/53 47 94 (6 Cent pro Gespräch), per E-Mail an info@ibz-info.de oder im Internet unter http://www.ibz-info.de . Die IBZ ist ein Zusammenschluss zur Förderung der stationären Brennstoffzelle für häusliche Anwendungen.

19.02.2006   Quelle: IBZ - Initiative Brennstoffzelle   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Initiative Brennstoffzelle.

 

Neue Studie zeigt: Biogas kann wichtige Rolle im künftigen Bio-Energiemix spielen

Studie zeigt Biogas-Potenzial.
Studie zeigt Biogas-Potenzial.

In einer gemeinsamen Studie haben Verbände und Ministerien die Potenziale von Biomasse für die Energieversorgung untersuchen lassen. "Mit der Studie haben wir zwei Ziele verfolgt: zum einen die Ermittlung ökologisch und ökonomisch sinnvoller Verwertungspfade von Biomasse und zum anderen die Darstellung der Biogas-Potenziale zur Einspeisung in das bestehende Erdgasnetz", sagte der Leiter des Wuppertal Instituts, Professor Hennicke, anlässlich der Übergabe des Dokumentes an die beteiligten Partner. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass durch eine gezielte und effiziente Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen unter günstigen Voraussetzungen bis zum Jahr 2030 ein Biogasanteil von 100 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr denkbar sei, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW, Berlin).
 
Diese Menge entspreche 10 Prozent des heutigen Erdgasabsatzes in Deutschland. "Damit kann die deutsche Landwirtschaft einen beachtlichen Beitrag zur Klima schonenden Energiebereitstellung aus Energiepflanzen leisten", so Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes. Die Untersuchung wurde vom Wuppertal-Institut geleitet. Weitere Fachgutachter waren das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik in Oberhausen, das Institut für Energetik Leipzig und das Gaswärme-Institut Essen.


Sinnvolle Nutzung des Biogases nur über das EEG möglich

Vor dem Hintergrund der verbesserten Konditionen für Biomasse im Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) eigne sich der Anbau so genannter Energiepflanzen wie zum Beispiel Mais oder Roggen (auch nachwachsende Rohstoffe genannt) für die Produktion von Biogas, so die Studie. Die Landwirte machten zunehmend von dieser Möglichkeit Gebrauch. Der Vergleich verschiedener Technologien zur Biogaserzeugung aus Energiepflanzen unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit habe ergeben, dass die Produktion einer Kilowattstunde Gas zirka 6 bis 8 Cent koste. Die Kosten lägen damit noch etwa dreimal so hoch wie die Importpreise für Erdgas. Eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Nutzung des Biogases sei daher heute nur über das EEG möglich.


Für Erdgas geltende Richtlinien werden erfüllt

Zur Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz muss das Biogas auf Erdgasqualität aufbereitet werden. Die dazu notwendigen technischen Kriterien der Einspeisung haben DVGW und Fachverband Biogas in der Vergangenheit bereits in einer technischen Regel festgelegt (DVGW-Arbeitsblatt G 262). Die Technik zur Aufbereitung des Rohbiogases zu Biomethan sei ausgereift und stehe bereits heute zur Verfügung. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich Biomasse am wirtschaftlichsten nutzen lässt, wenn das erzeugte Biogas in das Erdgasnetz eingespeist und zentral zur Strom- und Wärmeproduktion verwandt wird. Ökologischer und ökonomischer Vorteil der Biogaseinspeisung sei die zentrale und damit bessere Verwendungsmöglichkeit der erzeugten Wärme, zum Beispiel für eine öffentliche Einrichtung wie ein Schwimmbad. Dies sei meist am Standort der Biogasanlage nicht möglich. Der Erfolg des weiteren Ausbaus der Biogasanlagen auf Basis nachwachsender Rohstoffe werde dabei im wesentlichen - bei gleich bleibender Förderung durch das EEG - durch den zukünftigen landwirtschaftlichen Rohstoffpreis bestimmt werden. Die Studie kommt ebenso zu dem Ergebnis, dass die Biogaserzeugung durch Vergärung von Gülle aus rein ökologischen Gründen das größte Potenzial zur Treibhausgasminderung besitzt.


Biogas als Kraftstoff: eine ökologische und ökonomische Alternative

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist die Perspektive für Biogas als Kraftstoff. Im Vergleich zu anderen flüssigen Biokraftstoffen (insbesondere Biodiesel) weise Biogas den Vorteil auf, die landwirtschaftlichen Flächen deutlich besser auszunutzen. Auch aus ökonomischer Sicht biete Biogas in dieser Verwendung eine sinnvolle Alternative. Die Erzeugungskosten für aufbereitetes Biogas zur Verwendung in Erdgasfahrzeugen entsprechen laut Studie unter günstigen Bedingungen etwa dem Tankstellenpreis für Erdgas. Die Studie empfiehlt daher, diesem Verwendungspfad von Biomasse mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Die Studie "Analyse und Bewertung der Nutzungsmöglichkeiten von Biomasse" kann als PDF-Dokument (83 S.) heruntergeladen werden unter http://www.wupperinst.org/download/1110-report.pdf

19.02.2006   Quelle: Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wuppertal Institut.
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Komplettes Dorf in Israel soll mit Solarstrom versorgt werden

Solarmodule für das Wüstendorf Darijat.
Solarmodule für das Wüstendorf Darijat.

Ein Solarstromsystem soll künftig das gesamte israelische Dorf Darijat in der Negev-Wüste mit Energie versorgen. Der erste Bauabschnitt wurde bereits Ende 2005 von dem Unternehmen Interdan Ltd. realisiert und umfasst unter anderem 22 Xantrex-Wechselrichter und Laderegler. Die Laderegler speisen den Gleichstrom der Solarmodule in eine Reihe von Batterien ein, die Wechselrichter wandeln ihn in Wechselstrom um, der in den Haushalten verbraucht wird. Mit dieser Technik können mehrere elektrische Verbraucher und gleichzeitig die Beleuchtung betrieben werden – ohne den Lärm und die Emissionen eines mit fossilen Brennstoffen betriebenen Generators.
 
"Dieses Projekt unterstreicht das Bestreben von xantrex, die Lebensqualität von Menschen in aller Welt zu verbessern, indem sie an jedem Ort mit sauberer Energie versorgt werden", sagt Xantex-Chef John Wallace.


Ein Beispiel für netzunabhängige Solarstromversorgung, das Schule machen soll

Darijat ist nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen und musste bisher die Elektrizität mit herkömmlichen Generatoren erzeugen. Die Kosten für gerade mal vier Stunden Strom pro Tag beziffert Xantrex in seiner Pressemitteilung mit rund 350 US-Dollar. Im ersten Bauabschnitt wurden 20 Häuser, die Dorfschule, eine Moschee und die Straßenbeleuchtung mit Strom versorgt. Der erste Bauabschnitt der Solarstromanlage ist in das bestehende Generatornetz integriert, so dass die alten Generatoren als Notstromaggregate und zur Deckung von zusätzlichem Bedarf genutzt werden können. Die Behörden im Negev und das israelische Infrastrukturministerium wollen nun alle 95 Gebäude an das netzunabhängige Solarstromsystem anschließen. "Das ist erst der Anfang", sagt Gil Nezer, Marketingchef von Interdan. " Darijat ist nur ein Beispiel dafür, wie wir ganze entlegene Dörfer mit Solarstrom versorgen können. Dieses Dorf soll ein Modell sein, das von abgelegenen Ortschaften auf der ganzen Welt aufgegriffen werden kann", so Nezer weiter.

18.02.2006   Quelle: Interdan, Ltd; Xantrex Technology Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Xantrex Technology Inc

 

Erneuerbare Energien schaffen mehr Arbeitsplätze als erwartet

Die Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland hat den Arbeitsmarkt stärker stimuliert, als bislang angenommen. Allein im Jahr 2004 waren 157.000 Menschen im Bereich der erneuerbaren Energien beschäftigt. Das übertreffe die bisherigen Schätzungen für 2004 um zwanzig Prozent, berichtet die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung.  Die neuen Zahlen sind erste Ergebnisse einer Studie, die am 16.02.3006 auf der Jahreskonferenz Erneuerbare Energien gemeinsam mit dem Umweltstaatssekretär Michael Müller (SPD) vorgestellt wurde.

Die meisten Beschäftigten gab es der Studie zufolge in der Windindustrie. Hier arbeiteten im Jahr 2004 mehr als 64.300 Menschen (41 %). Es folgen die Bioenergie mit mehr als 56.500 Beschäftigten (36 %), die Solarenergie mit über 25.100 Arbeitnehmern (16 %) und die Wasserkraft mit mehr als 9.400 Beschäftigten (6 %). In der Geothermie gab es den vorgestellten Studienergebnissen zufolge etwa 1.600 Beschäftigte (1 %).


Kräftige Umsatzsteigerung bei Herstellern, Installateuren und Betreibern

Positiv entwickelt haben sich auch die inländischen Umsätze der Erneuerbare-Energien-Wirtschaft. So stiegen die Investitionen in neue Anlagen zur Nutzung von Wind, Sonne, Erdwärme, Bioenergie und Wasserkraft von 2004 auf 2005 um 24 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro. Die Umsätze aus dem Betrieb dieser Anlagen legten im gleichen Zeitraum sogar um 38 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro zu. Das teilte Frithjof Staiß mit, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Statistik Erneuerbare Energien, auf der Jahreskonferenz. Rechnet man Umsätze aus Investitionen und Betrieb der Anlagen zusammen, liege das Umsatzwachstum der Erneuerbare-Energien-Branche bei 30 Prozent. Experten gehen daher davon aus, dass die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche mittlerweile bei weit über 160.000 liegt.


Komplette Arbeitsplatz-Studie soll im Sommer vorliegen

Die übrigen Ergebnisse der Studie "Wirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien auf den deutschen Arbeitsmarkt unter besonderer Berücksichtigung des Außenhandels" sollen im Sommer vorgestellt werden. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (gws). Die Studie wird vom Bundesumweltministerium gefördert.

18.02.2006   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

NRW: Enquete-Kommission untersucht Auswirkungen von Öl- und Gasimporten

Eine Enquetekommission zu "den Auswirkungen längerfristig stark steigender Preise von Öl- und Gasimporten auf die Wirtschaft und die Verbraucherinnen und Verbraucher in Nordrhein-Westfalen" hat sich bereits im Januar 2006 konstituiert. Sie soll die aktuelle Situation analysieren, mögliche Zukunftsszenarien wissenschaftlich fundiert entwickeln und der Politik Handlungsoptionen vorlegen.   Zum Vorsitzenden wurde Reiner Priggen, (Bündnis 90/Die Grünen) als Stellvertreter Josef Hovenjürgen (CDU) gewählt. Neben Abgeordneten gehören der Kommission auch einige Sachverständige als externe Mitglieder an, darunter Manfred Fischedick vom Wuppertal Institut.

Landtagspräsidentin Regina van Dinther hob die hochaktuelle Bedeutung der Energieversorgung auf die unterschiedlichsten Bereiche der Wirtschaft sowie die Verbraucherinnen und Verbraucher in NRW hervor. Die Enquetekommission könne Sachverständige anhören und Forschungsaufträge erteilen oder Projektforschungen durchführen. Der Landtag stelle dafür Mittel in Höhe von bis zu 75.000 Euro zur Verfügung, so die Landtagspräsidentin.

Die Bestandsaufnahme und Analyse wird sich beschäftigen mit den Öl- und Gasimporten des Landes Nordrhein-Westfalen, der Preisentwicklung, den Lagerstätten und deren zeitlicher Reichweite sowie der betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Bedeutung der Öl- und Gaspreise. Darauf aufbauend sollen folgende Strategien zu Einsparung und Energieeffizienz untersucht und der Ersatz von Öl und Gas geprüft werden, besonders durch erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe.

18.02.2006   Quelle: Landtag NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

World Sustainable Energy Days: Anmeldeschluss: 20. Februar 2006

Vom 1.-3. März 2006 finden in Wels/Österreich WORLD SUSTAINABLE ENERGY DAYS 2006 statt. Bisher haben sich nach Angaben des Veranstalters bereits über 600 Teilnehmer aus 52 Ländern zu der größten jährlichen Konferenz in Europa zur nachhaltigen Energienutzung angemeldet.  Die WORLD SUSTAINABLE ENERGY DAYS 2006 umfassen die Konferenz "Wärme & Kälte aus Ökoenergie" (1.-2. März), ein europäisches Pelletsforum (1. März), die Europäische Energie-Effizienzkonferenz (2.-3. März) und die Konferenz "Ökostrom für die europäischen Regionen" (3. März). Darüber hinaus gibt es das Seminar "Ökoenergiewirtschaft - neue Kunden, neue Märkte" und eine Fach-Exkursion, unter anderem zu einem Biomasse-Heizkraftwerk einem Produzenten von Biomassekesseln und Solaranlagen (28. Februar).

Nähere Informationen sowie die Detailprogramme der einzelnen Veranstaltungen auf der Konferenz-Website Die Teilnahmegebühr für alle Konferenzen beträgt 200 Euro (zzgl. 10 % MwSt.), für die Fachexkursion 50 Euro (zzgl. 10 % MwSt.).

17.02.2006   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

voltwerk verkauft Windkraftprojekte mit 80 Megawatt Leistung

voltwerk-Windpark
voltwerk-Windpark

Die voltwerk AG (Hamburg) baut ihre Aktivität im Windbereich weiter aus. Das Unternehmen habe jetzt mit einem internationalen Investor einen Vertrag über die Entwicklung und Fertigstellung von insgesamt 44 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 80 Megawatt geschlossen, berichtet die voltwerk AG in einer Pressemitteilung. Bis Mitte 2006 sollen in Soltau nahe Bremen und in der Region um Würzburg Windturbinen mit einem Investitionsvolumen von rund 95 Millionen Euro installiert werden. Knapp die Hälfte davon sei bereits 2005 umgesetzt worden.   Mit einer jährlichen Produktion von rund 150 Millionen Kilowattstunden werden die Anlagen genug Energie erzeugen, um die Einwohner einer Großstadt mit Strom zu versorgen. "Die Projekte zeigen, welche steigende Bedeutung die Windenergie in Deutschland für internationale Investoren hat. Der Markt für Erneuerbare Energien wird für institutionelle Anleger zunehmend interessant", erklärt Nikolaus Krane, Vorstandsvorsitzender der voltwerk AG.

Windpark Soltau (24 MW) seit Ende Dezember 2005 am Netz

Für das auf die Finanzierung von Projekten im Bereich erneuerbarer Energien spezialisierte Unternehmen ist es die bislang größte Transaktion im Bereich Windenergie. Bereits seit Ende Dezember ist der Windpark Soltau am Netz. In 60-70 Metern Höhe drehen sich hier 16 Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 24 Megawatt. Mit Windgeschwindigkeiten von rund 5,7 Metern pro Sekunde gehört der Standort zu den windreichen Regionen. Die Anlagen in der Region um Würzburg sollen bis Mitte des Jahres folgen. Während in Soltau Windkraftanlagen des Herstellers AN Bonus aufgestellt sind, werden in Würzburg Vestas-Turbinen verwendet.

17.02.2006   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: voltwerk AG

 

Online-Marktplatz: Netzeinspeiser für Installateure im Internet

Der B2B-Online-Marktplatz spotHunter.com bietet ab sofort die Möglichkeit, Wechselrichter zur Netzeinspeisung von Solarstrom via Internet zu disponieren. Dank erfolgreicher Verhandlungen mit zahlreichen Herstellern und Großhändlern werde ein breites Sortiment der am häufigsten eingesetzten Wechselrichter angeboten, heißt es in der Pressemitteilung der spotHunter Online-Marktplatz GmbH.  "Durch das zusätzliche Angebot an Netzeinspeisern wird die Attraktivität des Handelsplatzes steigen. spotHunter.com wird als integraler Dienstleister der langfristigen Ausrichtung der Vermittlung von Warengeschäften in der Solarbranche nachkommen", kündigt General Manager Daniel Köpf an. Installateure aus der Elektro-, Heizungs- und Solarbranche hätten so die Möglichkeit, "Just-in-Time", 24 Stunden am Tag die Wechselrichter zu bestellen, die für anstehende Aufträge benötigt werden. Und das zu Konditionen, die bisher nur über Rahmenaufträge oder langfristige Bindung machbar gewesen seien. Zudem könne der Installateur aus einer großen Auswahl den Wechselrichter auswählen, der bei optimaler Solarmodulverschaltung den höchsten Energieertrag erwarten lasse.


Planungshilfen zur Auslegung von Solarstromanlagen zum Herunterladen

Die Artikel sind laut Köpf in Leistungsklassen unterteilt, so dass man sich im reichhaltigen Angebot leicht zurechtfinde. Der Installateur erhalte bei spotHunter.com neben der Artikelbeschreibung auch alle benötigten technischen Informationen. Biete ein Hersteller Planungshilfen zur Auslegung von Solarstromanlagen an, stünden diese zum Herunterladen bereit. Laufend würden einzelne Geräte angeboten und könnten per Sofort-Kauf bestellt werden. Den Versand der bestellten Ware übernehmen laut spothunter die einzelnen Hersteller und Großhändler. Diese seien auch Ansprechpartner im Falle einer Reklamation. Derzeit würden Produkte von SMA, Fronius, Sputnik, Kaco, Kyocera und Mastervolt angeboten, Verhandlungen mit weiteren Herstellern laufen laut spothunter.

17.02.2006   Quelle: spotHunter Online-Marktplatz GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Sunways AG beschließt Kapitalerhöhung mit Bezugsrechtsausschluss

Der Vorstand der Sunways AG (78467 Konstanz, ISIN DE0007332207, ISIN DE000A0BNPN0) hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf Basis der Ermächtigung gemäß § 5 der Satzung beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 9.627.070 unter Ausschluss des Bezugsrechts der bisherigen Aktionäre (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG) durch Ausgabe von Stück 951.406 auf den Inhaber lautenden Stammaktien, ausgestattet mit voller Gewinnanteilsberechtigung ab dem Geschäftsjahr 2005, auf EUR 10.578.476 zu erhöhen. Das berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung.   Die Großaktionäre Roland Burkhardt (CEO) und Otto Mayer (Aufsichtsratsmitglied) stellen nach Angaben des Unternehmens mittels einer Wertpapierleihe darüber hinaus bis zu Stück 150.000 Aktien als Mehrzuteilungsoption zur Verfügung. Weiter sei vorgesehen, bis zu Stück 20.000 Aktien aus dem Bestand von Herrn Mayer umzuplatzieren.


Erlös soll strategische Rohstoffversorgung mit Solar-Wafern sichern

Die Aktien werden im Rahmen einer internationalen Privatplatzierung mittels eines "Accelerated Bookbuildings" institutionellen Investoren angeboten. Die Platzierung wird von HVB Corporates & Markets, München, als Lead Manager und Sole Bookrunner durchgeführt. Der endgültige Platzierungspreis und das Platzierungsvolumen sollen in einer separaten Ad-hoc-Meldung nach Abschluss der Transaktion veröffentlicht werden. Der Erlös aus der Kapitalerhöhung soll zur strategischen Absicherung der Rohstoffversorgung mit Wafern als Ausgangsmaterial für die Produktion von Solarzellen dienen, um das weitere Wachstum von Sunways auf eine fundierte und gesicherte Basis zu stellen.

17.02.2006   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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200 Wasserstoffexperten beim www.h2congress.de in Essen

Mehr als 200 Experten diskutieren beim 3. Internationalen Deutschen Wasserstoff Energie Kongress am 15. und 16. Februar in Essen über Entwicklungen und Marktchancen der Wasserstofftechnik - einschließlich der Wasserstoffnutzung mit Brennstoffzellen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen über Erdöl- und Erdgasimporte sowie den Kohle- und Kernenergieeinsatz und eine verstärkte Nutzung regenerativer Energieträger in Europa werde der Wasserstofftechnik für die mittel- bis langfristige Energieversorgung eine besondere Bedeutung zugemessen, so die Veranstalter.   Der Kongresses wird ausgerichtet von der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, dem Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. und der E-world energy & water GmbH.


Investitionsbedarf für die Wasserstoff-Infrastruktur und Brennstoffzellentechnologie

"Wasserstoff wird ein wichtiger Baustein im Energiemarkt der Zukunft sein. Erste Versorgungscluster mit der erforderlichen Infrastrukturtechnik – Erzeugung, Verteilung, Tankstelle und/oder Abfüllstation – werden bald entstehen und diese lassen sich später vernetzen", so Tagungsleiter Prof. Bernd Höhlein von der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW. Die Einführung des Wasserstoffs in den Energiemarkt mit Brennstoffzellensystemen als Schlüsseltechnologie sei langfristig nur zu erreichen, wenn sich frühe Märkte finden. Erste kleine Brennstoffzellen-Pkw-Serien auf der Basis von Wasserstoff sind schon heute weltweit in der Erprobung durch Kunden; ein erster Markt könnte um 2010 entstehen. In der stationären und portablen Brennstoffzellenanwendung spiegeln zahlreiche Demonstrationsanlagen und Feldtests den Entwicklungsstand von Brennstoffzellensystemen wider. Investitionsbedarf besteht laut Prof. Höhlein für die Wasserstoff-Infrastruktur sowie für die Entwicklung und Fertigungstechnik der Brennstoffzellentechnologie, besonders hinsichtlich der Lebensdauer und der Kosten.


Wasserstoff aus erneuerbaren Primärenergien

"Elektrischer Strom ist der edelste Energieträger den wir nutzen, der sich aber leider nicht in dem Maße speichern lässt, wie wir uns das wünschen. Wasserstoff ist speicherbarer Strom", sagt Dr. Joachim Wolf, Executive Director "Hydrogen Solutions" bei der Linde AG in München. Wasserstoff sei der Energieträger der Zukunft, der uns insbesondere im automobilen Bereich unabhängiger machen werde von fossilen Brennstoffen, welche die Umwelt nachhaltig belasten. Wasserstoff als Kraftstoff einzusetzen, sei deshalb auch dann am sinnvollsten, wenn er zunehmend aus erneuerbaren Primärenergien beziehungsweise CO2-neutral hergestellt wird.


Brennstoffzellen-Heizgeräte in Feldtests erprobt

Alexander Dauensteiner, Leiter Produktmanagement Brennstoffzellen der Vaillant GmbH in Remscheid, zeigte die Bedeutung und den Stand der Entwicklung von Brennstoffzellen-Heizgeräten als Zukunft der Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung auf: "Die Hersteller und ihre Partner haben inzwischen weit mehr als 100 Brennstoffzellen-Heizgeräte in europäischen Feldtests erprobt. Dabei wurde viel erreicht und wichtige Fortschritte erzielt. Nach wie vor gibt es jedoch noch erheblichen Entwicklungsbedarf. Dies darf aber nicht dazu führen, die Brennstoffzellen-Technologie in der Hausenergienversorgung insgesamt in Frage zu stellen. Auch andere Technologien haben sich, trotz anfänglicher Schwierigkeiten und Rückschläge, letztlich erfolgreich im Markt durchgesetzt. Hersteller, Energieversorgungsunternehmen und das Fachhandwerk sind nach wie vor von der Zukunft dieser innovativen Technologie überzeugt." Letztlich sei für den Erfolg europäischer Unternehmen im globalen Wettbewerb ein Bekenntnis zu umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Technologie- und Produktentwicklungen erforderlich. „Nur billig“ können andere besser!", so Dauensteiner.

Begleitend zum Wasserstoff-Kongress zeigen in der Ausstellung auf der "E-world energy & water" 2006 in Halle 3 die Automobilindustrie neue Wasserstoff-betriebene Kraftfahrzeuge, die Wasserstoffindustrie verbesserte Elemente einer Wasserstoffbereitstellung und die Brennstoffzellenentwickler erste Entwicklungen.

Weitere Informationen im Internet unter: http://www.h2congress.de

17.02.2006   Quelle: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Erneuerbare-Energien-Konferenz: Ölabhängigkeit wird immer teurer

Die immer neuen Ölpreisrekorde in den Jahren 2000 bis 2004 haben die Volkswirtschaften der Europäischen Union 400 Milliarden Dollar gekostet. Das rechnete der Wirtschaftswissenschaftler Shimon Awerbuch von der britischen University of Sussex am 15. Februar 2006 den Teilnehmern der Jahreskonferenz Erneuerbare Energien in Berlin vor. Dieser Betrag sei höher als die Ausgaben, um das EU-Ziel für Erneuerbare Energien für das Jahr 2020 zu erreichen, betont die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung.  Es sieht vor, den Anteil von Wind-, Wasserkraft, Bio- und Solarenergie sowie Erdwärme am EU-Energiemix auf 20 Prozent zu erhöhen.

Bei einer dauerhaften Verdoppelung des Ölpreises rechnet Awerbuch zudem mit ernsthaften Schäden für die Volkswirtschaften der Industrieländer. Allein in Deutschland würde das Volkseinkommen bei einem Ölpreis jenseits von 100 Dollar je Barrel um mehr als acht Prozent sinken – das entspreche einem Betrag von jährlich etwa 200 Milliarden Euro.


Erneuerbare reduzieren Importabhängigkeit und verringern Konflikte um fossile Energierohstoffe

Um derartige Risiken und deren Kosten zu reduzieren, sollten die Industrieländer ihren Energiemix auf einen möglichst hohen Anteil erneuerbarer Energien umstellen, sagte Awerbuch auf der Konferenz, die am 16.02.2006 fortgesetzt wird. So könne etwa in Großbritannien der Strompreis dauerhaft auf heutigem Niveau gehalten werden, wenn die Windenergie künftig ein Drittel der Elektrizität des Landes liefern würde. Auch politisch bringe der Ausbau erneuerbarer Energien erhebliche Vorteile. Darauf wies Nikolaus Supersberger vom Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie hin. "Erneuerbare Energien eröffnen der Politik neue Handlungsspielräume. Auf nationaler Ebene reduzieren sie die Importabhängigkeit und deren Konsequenzen. International tragen sie dazu bei, dass Konflikte um fossile Energierohstoffe verringert werden", sagte der Wissenschaftler.


ÖL-Importquote der EU droht auf 92 Prozent im Jahr 2015 zu steigen

Diese Ansicht unterstützte Oberst Roland Kästner, Dozent für strategische Fragen an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Seinen Angaben zufolge wird sich bei gegenwärtiger Entwicklung die Importquote von Öl in der EU von derzeit 76 Prozent auf 92 Prozent im Jahr 2015 erhöhen. "Das bedeutet neue Abhängigkeiten, entweder von Russland oder vom Nahen Osten", sagte Kästner. Da das Erdöl zu 60 Prozent benötigt werde, um Benzin und Diesel für Autos herzustellen, könne man der Abhängigkeit mit neuen Antriebskonzepten für Fahrzeuge entgegenwirken. Kästner schlug damit in die gleiche Kerbe wie US-Präsident George W. Bush. Dieser hat vor kurzem angekündigt, dass Biokraftstoffe in den USA künftig 75 Prozent des Importöls aus dem Mittleren Osten ersetzen sollten.

16.02.2006   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Sunways AG: Geschäftsverlauf 2005 legt Basis für künftiges Wachstum

Sunways Solarzellenfabrik in Arnstadt.
Sunways Solarzellenfabrik in Arnstadt.

Die Sunways AG (ISIN DE000733 2207, ISIN DE000A0BNPN0) wird das Geschäftsjahr 2005 trotz hoher Investitionskosten für den Aufbau der neuen Solarzellenfabrik in Thüringen mit einem positiven Ergebnis abschließen. Für 2006 werde ein signifikanter Umsatz- und überproportionaler Ergebnisanstieg erwartet, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Sunways habe zudem einen Exklusivvertrag mit der Webasto AG über die Lieferung von Solarzellen für die Automobilindustrie abgeschlossen.
 
Nach dem vorläufigen und ungeprüften Jahresabschluss stieg der Konzernumsatz von 66,9 Millionen Euro 2004 auf 90,9 Millionen Euro 2005. Dies entspricht einem Wachstum von zirka 36 Prozent. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf +2,1 Millionen Euro (2004: 3,1 Millionen Euro), obwohl es stark durch die einmaligen Vorlaufkosten für den Aufbau der neuen Produktionskapazitäten in Thüringen belastet sei. Im Jahr 2005 erreichte Sunways einen Konzernjahresüberschuss von rund 0,3 Millionen Euro (2004: 1,6 Millionen Euro).


Die neue Produktionsstätte, die im September 2005 den Betrieb aufnahm, läuft nach einer dreimonatigen Anlaufphase seit Januar 2006 im Volllastbetrieb. Laut Sunways-Vorstand Roland Burkhardt liegt das Ergebnis voll im Rahmen der Planungen: "Trotz der Investitions- und Anlaufkosten haben wir - wie prognostiziert - ein positives Jahresergebnis geschafft und mit den neuen Produktionskapazitäten die Weichen für ein weiteres, signifikantes Wachstum gestellt", so Burkhardt.

Nach dem planmäßigen Anlauf der neuen Produktionsstätte hat die Sunways AG sich neu strukturiert: Im Konstanzer Werk fertigt Sunways nach individuellen Kundenwünschen "High-tech nach Maß": Hier werden hauptsächlich transparente und farbige Solarzellen in verschiedenen Formaten hergestellt. Zudem werden in Konstanz Solarzellen für die Automobilindustrie gefertigt. Das Solarzellenwerk in Arnstadt dagegen produziert "High-tech in Serie" - Standardsolarzellen von hoher Qualität und mit hohen Wirkungsgraden.


Produktionskapazität fast verdreifacht

Mit der Inbetriebnahme der Produktionsstätte in Arnstadt hat Sunways seine Produktionskapazität von 16 Megawatt auf 46 Megawatt beinahe verdreifacht. Die entsprechenden Skaleneffekte sollen sich bereits im Ergebnis des ersten Quartals 2006 zeigen. Für das Geschäftsjahr 2006 erwartet der Sunways-Vorstand vor dem Hintergrund des aktuellen Auftragsbestandes eine Umsatzsteigerung im oberen zweistelligen Prozentbereich, mindestens jedoch auf 150 Millionen Euro. Der Verkauf der gesamten Jahresproduktion sei bereits gesichert. Zusätzliches Wachstum könnte in den Jahren 2006 / 2007 aus der Kooperation mit der Unaxis AG durch einen Kapazitätsaufbau im Bereich der Dünnschichttechnologie erreicht werden.


Solarzellen zum Einbau in Autodächer

Mit der Kooperation mit der Webasto AG lege die Sunways AG den Grundstein für einen förderunabhängigen Markteinstieg. Der über zwei Jahre laufende Exklusivvertrag beginne am 16. Februar 2006 und enthalte die Lieferung von Solarzellen zum Einbau in Autodächer für die Automobilindustrie durch die Webasto AG. Im Jahr 2006 soll aus diesem Vertrag ein Umsatzvolumen von zirka 5 Millionen Euro generiert werden. Die Qualitätsanforderungen der Automobilbranche seien die höchsten, die an Solarzellen gestellt werden und betreffen die Maßhaltigkeit und die gleichbleibende Farb- und Verarbeitungsqualität. Die Sunways AG liefere derzeit als weltweit einziges Unternehmen Solarzellen für die Automobilbranche.


Ergebnis maßgeblich von der Preisentwicklung für Silizium abhängig

Das Ergebnis werde im Jahr 2006 prozentual stärker wachsen als der Umsatz im gleichen Zeitraum, betont das Unternehmen. Die Höhe der Ergebnissteigerung werde maßgeblich von der Preisentwicklung für den Rohstoff Silizium beeinflusst. Sunways habe sich bereits bis in die zweite Jahreshälfte 2006 durch eine Mischung aus Langzeitverträgen und Einkauf auf dem Spot-Markt mit Rohstofflieferungen abgesichert. Der vollständige Jahresbericht der Sunways AG wird am 20. März 2006 auf der Homepage des Unternehmens veröffentlicht. Die Hauptversammlung findet am 18. Mai 2006 in Konstanz statt.

16.02.2006   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG
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Gabriel zum Jahrestag des Kyoto-Protokolls: Klimaschutz ist Motor für Innovationen

Am 16. Februar 2005 jährt sich zum ersten Mal das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls. "Mit dem Kyoto-Protokoll wird den Treibhausgasemissionen der Industrieländer zum ersten Mal eine absolute und völkerrechtlich verbindliche Obergrenze gesetzt. Dies ist angesichts des rapide fortschreitenden Klimawandels dringend geboten", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel anlässlich des Jahrestages. Die extremen Wetterereignisse der letzten Jahre gäben einen Vorgeschmack darauf, was wir zu erwarten haben, wenn die globalen Temperaturen weiter steigen, so der Bundesumweltminister weiter.   Das Kyoto-Protokoll sei nicht nur ein grundlegendes Instrument für den Klimaschutz, sondern auch ein Motor für Innovationen. Die flexiblen Instrumente des Kyoto-Protokolls wie der Emissionshandel, der Transfer von Umwelttechnologie in Länder des Südens (Clean Development Mechanism, CDM) und die gemeinsame Umsetzung von Klimaschutzprojekten zwischen Industrieländern (Joint Implementation, JI) bildeten Anreize, um Klimaschutz weltweit kosteneffizient zu betreiben. Das Bundesumweltministerium sorge mit einer CDM-Initiative dafür, dass deutsche Unternehmen das Potenzial des Kohlenstoffmarktes voll nutzen können.


Wenn die EU ein Minderungsziel von 30 Prozent vereinbart, will Deutschland darüber noch weiter gehen

Das Kyoto-Protokoll ist laut Gabriel ein wichtiger erster Schritt. Die dort vereinbarten Emissionsminderungen reichten nicht aus, um den globalen Temperaturanstieg auf ein verträgliches Maß zu begrenzen. Hierfür müssten die weltweiten Treibhausgasemissionen bis zur Mitte dieses Jahrhunderts halbiert werden. Deutschland strebe an, dass die EU als Zwischenschritt ein Minderungsziel von 30 Prozent bis zum Jahr 2020 vereinbare. Dann sei Deutschland bereit, seine Treibhausgasemissionen darüber hinausgehend zu senken.


EU und Deutschland müssen Vorreiterrolle beweisen.

Auf dem Klimagipfel in Montreal im Dezember 2005 hat die Staatengemeinschaft vereinbart, Verhandlungen über weitergehende Minderungsverpflichtungen von Industriestaaten für die Zeit nach 2012 zu beginnen, dem Ende der ersten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls. Montreal hat laut Gabriel ein klares Signal für die Zukunft der Kohlenstoffmärkte gesetzt. In einem Dialog, an dem sich auch die USA, Australien und die Entwicklungs- und Schwellenländer beteiligen, soll entwickelt werden, wie deren Beiträge zum globalen Klimaschutz aussehen können. Im Mai beginnen in Bonn die Gespräche, die in Montreal vereinbart wurden. "Die EU und Deutschland müssen in den bald beginnenden Verhandlungen ihre Vorreiterrolle im internationalen Klimaschutz beweisen. Das ist angesichts ihrer historischen Verantwortung für den Klimawandel nur fair. Und es schafft das Vertrauen, das für den erfolgreichen Verlauf der Verhandlungen nötig ist", so Gabriel.

16.02.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Greenpeace: Kosten durch Wetterextreme drohen zu explodieren

In der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts könnten die Kosten für Wetterextreme aufgrund des weltweiten Klimawandels in Deutschland explodieren. Jeder Bürger müsste dann jährlich bis zu 1.500 Euro zusätzlich für die Folgen des Klimawandels zahlen, so eine Schätzung von Greenpeace in einer Pressemitteilung. Greenpeace stützt sich bei dieser Hochrechnung auf Zahlen des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung "Globale Umweltveränderungen" (WBGU), der bei einer um zwei Grad Celsius höheren globalen Temperatur Belastungen der Volkswirtschaft von drei bis fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) annimmt.   Aus Anlass des ersten Jahrestages des Klimaschutz-Abkommens von Kyoto haben die Umweltschützer errechnet, dass das nach heutigem Stand 870 bis 1.500 Euro pro Jahr für alle wären, vom Säugling bis zum Rentner.


Endlich Energie aus sauberen, erneuerbaren Energiequellen nutzen

"Wie viel Klimazerstörung wollen wir zulassen, bevor wir endlich auf die Bremse treten und das längst Überfällige tun: endlich Energie aus sauberen, erneuerbaren Energiequellen sinnvoll nutzen", sagt Greenpeace Klimaexpertin Gabriela von Görne. Seien in den Jahren 1990 bis 2000 "nur" sieben Euro Folgekosten auf jeden deutschen Bürger jährlich entfallen, stieg dieser Wert laut Greenpeace in den folgenden fünf Jahren bereits auf etwa 24 Euro pro Einwohner und Jahr.


Bedrohung durch extreme Sturmfluten in Folge des Klimawandels

Ob die Orkane "Anatol" und "Lothar" 1999, das Elbe-Hochwasser 2002 oder die Überschwemmungen in Bayern 2005 - Deutschland spüre bereits heute die Folgen des Klimawandels, betont Greenpeace. Während Süddeutschland immer häufiger mit Starkregen und Hochwassern kämpfe, könnten im Norden flach liegende Küstenregionen künftig im Wasser versinken. Die maximalen Sturmwasserstände sollen nach aktuellen Klimaprognosen bis 2100 um bis zu 70 Zentimeter ansteigen. Der Meeresspiegel steige schneller als ursprünglich angenommen, warnt die Umweltschutzorganisation. "Wir unterschätzen immer wieder die extremen Kräfte von Wind und Wellen und die verheerenden Folgen extremer Naturereignisse. Sturmfluten stellten zwar schon früher eine Bedrohung für unsere Küsten dar – in Zukunft kann diese Bedrohung durch extreme Sturmfluten in Folge des Klimawandels jedoch noch weitaus dramatischer ausfallen", sagt von Goerne.


Treibhausgasemissionen senken

Die Erhöhung der Deiche sei eine notwendige Antwort, so Greenpeace. Noch wichtiger aber sei die Bekämpfung der Ursachen, des maßlosen Verbrennens von Kohle, Öl und Gas. Dies habe bereits heute zur Aufheizung des Planeten um durchschnittlich 0,8 Grad Celsius im Vergleich zur Zeit vor der Industriellen Revolution geführt. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, endlich Verantwortung im Kampf gegen den Klimawandel zu übernehmen und den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase massiv zu reduzieren. "Die Industrieländer müssen ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 Prozent zurückschrauben. Für die Europäische Union heißt das: minus 30 Prozent
bis zum Jahr 2020", so Greenpeace.


1. Extremwetterkongress am 16. und 17.2.06 in Hamburg

An Laien, Hobbymeteorologen, Medien und Experten richtet sich der erste deutsche Extremwetterkongress. Die Veranstaltung bietet einen Überblick der Extremwetterereignisse, zeigt Prognosefähigkeiten, Erfahrungen mit deren Umgang und Zusammenhänge vor klimatologischem und globalem Hintergrund auf. Gastgeber ist das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. Das TuTech ASTRA-Projektteam informiert auf dem 1. Extremwetterkongress über Richtlinien und Strategien zur Anpassung an die Klimaveränderung im Ostseeraum.


Projekt ASTRA: Strategien zur Anpassung an den Klimawandel

Die aus der Klimaveränderung resultierenden Probleme werden von Jahr zu Jahr deutlicher, so die TuTech Innovation GmbH in einer Pressemitteilung. Zusätzlich zu den noch heißeren Sommern, den schneearmen Wintern und einer zunehmenden Anzahl von Überflutungen verändere sich das Wetter langfristig. Die eingebundenen Wissenschaftler sehen es als ihre dringende Aufgabe an, die Probleme gemeinsam zu erforschen und in der nationalen, regionalen und ortspezifischen Raumplanung anzugehen. Ziel des ASTRA-Projekts ist, die regionalen Auswirkungen des anhaltenden globalen Klimawandels festzustellen, sowie Strategien und Richtlinien zur Anpassung zu entwickeln.

Partner im Projekt sind Institutionen und Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen und Schweden. Nationale Politiker sowie Regional- und Raumplaner aus den jeweiligen Ländern sind von Beginn an mit eingebunden. Deutscher Projektpartner ist die Hamburger TuTech Innovation GmbH. ASTRA wird gefördert durch das EU-Ostseeprogramm ”Baltic Sea Region INTERREG III B“.

Weitere Informationen: 1. Extremwetterkongress am 16. und 17. Februar in Hamburg: http://w3.wetterspiegel.de/extremwetterkongress/index.html.

Projekt ASTRA: http://www.astra-project.org ; EU-Programm "Baltic Sea Region INTERREG III B": http://www.bsrinterreg.net

16.02.2006   Quelle: Greenpeace e.V., TuTech Innovation GmbH, openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solar- Systemanbieter Biohaus bezieht neues Logistikzentrum

Neues BIOHAUS-Logistikzentrum.
Neues BIOHAUS-Logistikzentrum.

Die Paderborner BIOHAUS PV Handels GmbH wächst weiter: Nachdem vor erst gut einem Jahr das neue SolarPassivBüroGebäude im Paderborner ÖkoParkDören bezogen und im Frühjahr letzten Jahres ein neues Produktionsgebäude erstellt worden war, sind jetzt räumliche Erweiterungen realisiert worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
So würden im Produktionsgebäude weitere Büros für Entwicklung, Technik und Produktionsleitung geschaffen sowie Schulungsräume eingerichtet, um Handwerker in den neuen solaren Bedachungssystemen BIOSOL XXL und PV Plate zu qualifizieren.

Seit Mitte Januar hat BIOHAUS eine ehemalige Druckerei in der Otto-Stadler-Strasse bezogen und dort sein neues Logistikzentrum eingerichtet. Wareneingang, Konfektionierung und Versand sind nun an einer Stelle zentriert und ermöglichen eine noch übersichtlichere Warenverwaltung, aber auch Kundenbetreuung. 1.500 qm des repräsentativen Holz-Binder-Baus sind zur Zeit belegt, BIOHAUS habe sich aber Optionen auf Erweiterungen und ein Vorkaufsrecht für das Gebäude gesichert.


Expansionspläne in Richtung Solarwärme

"Sowohl die beheizbare, lichtdurchflutete Halle als auch die Büroräume bieten eine hervorragende Plattform für unsere Pläne im Bereich Solarthermie", betont Geschäftsführer Willi Ernst. Ob diese als weitere Abteilung der BIOHAUS PV Handels GmbH oder als eigenständige Ausgründung organisiert werden, sei noch nicht entschieden. In Sichtweite des Stammhauses könnten hervorragend Entwicklungs- und Verwaltungsbüros, Produktion, Konfektionierung und Lager eingerichtet werden.

16.02.2006   Quelle: BIOHAUS PV Handels GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BIOHAUS PV Handels GmbH

 

Geothermische Vereinigung wird zum Bundesverband Geothermie

Die Nutzung der Erdwärme wird zu einem wachsenden Faktor unter den erneuerbaren Energien. Neue politische Rahmenbedingungen schufen ein günstiges Umfeld. Inzwischen konnten in Deutschland und Österreich die ersten geothermischen Kraftwerke in Betrieb genommen werden, weitere sind im Bau und in der Planung. Parallel dazu entstanden eine Reihe neuer Fernwärmenetze, die ihre Energie aus Thermalwasservorkommen im Untergrund beziehen. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch die 1991 gegründete Geothermische Vereinigung (GtV) beeinflusst und vorangetrieben.   Gestartet als Organisation mit wissenschaftlich-technischem Hintergrund genügten ihre Strukturen nicht mehr den Anforderungen, die sich aus dem rasch veränderndem Umfeld, den in den vergangenen Jahren immer stärker steigenden Mitgliederzahlen und einer wachsenden Branche ergaben. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 09.02.06 in Hannover gab sich die GtV eine neue Struktur, auf deren Basis man die künftigen Aufgaben bewältigen will. Dies drückt sich auch in dem neuen Namen aus: "Geothermische Vereinigung - Bundesverband Geothermie e. V.". Die Entscheidung für die neue Satzung sei einstimmig gefallen so die GtV in einer Pressemitteilung. Sitz des Verbandes wird Berlin. Neuer Vorsitzender ist Prof. Dr. Horst Rüter (Dortmund).


Boom bei oberflächennahen Geothermie-Systemen

Einig waren sich die Teilnehmer darin, mit dem Bundesverband allen Interessen und Fachbereichen, Forschung und Unternehmen, und allen Menschen, welche die Nutzung der Geothermie voranbringen wollen, eine Plattform anzubieten, auf der gemeinsam am Ausbau dieses unerschöpflichen Energieträgers gearbeitet werden kann. In der Branche seien in den vergangenen Jahren viele neue Unternehmen entstanden und in etablierten Firmen neue Arbeitsbereiche geschaffen worden, in denen vorhandene Kompetenzen auch für die Planung oder den Bau von Erdwärmesystemen oder deren Komponenten eingesetzt werden. In der Forschung wurden die Grundlagen für bessere Methoden zur Erkundung des Untergrunds geschaffen. Die Entwicklung auf den Öl- und Gasmärkten machten solche klimaschonenden Lösungen auch finanziell immer attraktiver. Ein regelrechter Boom habe bei den oberflächennahen Systemen eingesetzt: Mit Erdwärmesonden und ähnlichen Anlagen lassen sich Einzelgebäude bis zu ganzen Siedlungen zu ökologisch und wirtschaftlich interessanten Bedingungen komfortabel mit Heizenergie und Klimakälte versorgen.

16.02.2006   Quelle: Geothermische Vereinigung e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

DNR kritisiert "umweltpolitischen Kleinmut" der Großen Koalition

Nach drei Monaten intensiver "Politik-Begleitung" der neuen Bundesregierung hat der Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Hubert Weinzierl, die große Koalition einem ersten Öko-Check unterzogen. Dabei habe er nur "wenig Hoffnungsschimmer am düsteren Umwelthimmel" entdeckt, heißt es in der Pressemitteilung des DNR. In seiner Stellungnahme vom 15.02.2006 lobte der DNR Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Fortführung der Nachhaltigkeitsstrategie. Auch die Beibehaltung der Klimaziele und das Konjunkturprogramm zur Energie-Effizienz würden in die richtige Richtung weisen. 
Festhalten der Bundeskanzlerin am Atomausstieg "auf wackligen Beinen"

"Auf wackligen Beinen" sieht der DNR-Präsident aber das Festhalten der CDU-Vorsitzenden am Atomausstieg. Es bestehe die Gefahr, dass sie dem Druck einiger unbelehrbarer CDU/CSU-Ministerpräsidenten nicht standhält. Er habe darüber hinaus Angst vor Merkels Liebe zur Gentechnik. In beiden Bereichen würden nicht rückholbare Entscheidungen auf dem Rücken künftiger Generationen getroffen. "Wie passt dies in ein christliches Weltbild?", fragt Weinzierl.


Lob für Umweltminister Gabriel

Positiv bewertet Weinzierl den Start von Umweltminister Sigmar Gabriel in der internationalen Umwelt- und Klimapolitik, bei der Energie-Effizienz und mit seinem Bekenntnis zu den erneuerbaren Energien. Auch sein Einsatz für das nationale Naturerbe und die Aufnahme der Biodiversität in die nationale Nachhaltigkeitsstrategie verdiene Lob.

Bedenklich für den Naturschutz schätzt der DNR dagegen die Rolle von Agrar- und Verbraucherschutzminister Horst Seehofer ein. "Leider fördert er den Eindruck, dass die Agrarpolitik wieder vom Bauernverband bestimmt wird", kritisierte Weinzierl. Zeichen dafür seien die Forcierung der Gentechnik und die Vernachlässigung des ländlichen Raums. "Seehofer sollte erkennen, dass er 80 Millionen Verbraucher und nicht nur einige Tausend Großagrarier vertritt", so Weinzierl. Kritik gibt es auch an den Ressorts Justiz und Inneres in Sachen Föderalismusdebatte und am neuen Bau- und Verkehrsminister, der die überholte "Straßenbauorgie" fortsetze.

Als nächstes großes Ziel nannte Weinzierl, dass Deutschland während seines EU-Ratsvorsitzes Anfang 2007 die "Nachhaltigkeit als neuen Kulturentwurf in die Weltfamilie hineinträgt und damit zum Vorreiter zukunftsfähiger Politik wird". So müssten auf internationaler Ebene konkrete Minderungsziele für den Energie- und Ressourcenverbrauch vereinbart werden.

15.02.2006   Quelle: DNR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

EU- Energiekommissar kündigt Gesetz zum Heizen mit erneuerbaren Energien an

Noch in diesem Jahr will EU-Energiekommissar Andris Piebalgs einen Gesetzesvorschlag für Wärme aus Erneuerbaren Energien vorlegen. Das kündigte Piebalgs am 14.02.2006 vor dem Europäischen Parlament in Straßburg an. Zuvor hatten die Europaparlamentarier mit sehr großer Mehrheit einem Bericht der deutschen Abgeordneten Mechtild Rothe (SPD) zugestimmt, in dem die schnellstmögliche Vorlage eines solchen Gesetzes verlangt wird. Die Hauptforderung des Parlamentes: Der Anteil Erneuerbarer Energien beim Heizen und Kühlen in Europa soll bis 2020 mindestens verdoppelt werden und damit mehr als 20 Prozent betragen.  Wie die entsprechenden Förderinstrumente ausgestaltet werden, soll den Mitgliedsstaaten überlassen werden. Sie sollen nach dem Willen des Europaparlamentes jedoch verlässliche Regelungen beinhalten und Bauherren sowie Anlagenhersteller Investitionssicherheit bieten.


BEE fordert von der Bundesregierung ein "Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz"

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in Berlin fordert die deutsche Regierung auf, jetzt schnellstmöglich den angekündigten Entwurf für ein nationales "Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz" zu erstellen. Wichtig sei, dass hierbei alle Techniken von der Solarwärmenutzung über Bioenergieheizungen bis zur Erdwärmenutzung gleichermaßen berücksichtigt würden. "Erneuerbare Energien bieten gemeinsam mit Energieeffizienz das größte Potenzial zur Einsparung von teuren Öl- und Gasimporten", sagte BEE-Präsident Johannes Lackmann.


Parteiübergreifenden Zustimmung zum Ausbau der Erneuerbaren

Insgesamt gehen aus Sicht der Europaabgeordneten von der großen parteiübergreifenden Zustimmung und der Ankündigung des Energiekommissars gute Signale für den Ausbau erneuerbarer Energien in Europa aus. Berichterstatterin Rothe erwartet bereits für den EU-Frühjahrsgipfel ein weiteres Bekenntnis zum Ausbau erneuerbarer Energien und mehr Energieeffizienz: "Diejenigen Energieträger, die uns auch noch in der Zukunft unbegrenzt zur Verfügung stehen, müssen die Basis für die Energiestrategie der Europäischen Union sein", sagte die Europaparlamentarierin. Auch der Europaabgeordnete Peter Liese (CDU) begrüßte die Entscheidung und forderte Fördermaßnahmen für das Heizen mit Sonne, Holz und Erdwärme. Dadurch könnten Kosten für Öl und Gas eingespart und Arbeitsplätze etwa in der Forstwirtschaft oder beim Installationshandwerk geschaffen werden.

15.02.2006   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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EU-Parlament verabschiedet Initiativbericht zur Heizung und Kühlung mit Erneuerbaren

Am 14.02.2006 hat das Europäische Parlament mit großer Mehrheit einen Initiativbericht zur Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien angenommen. Der Bericht fordert die Europäische Kommission auf, einen Richtlinienvorschlag zur Förderung des Heizens und Kühlens mit erneuerbaren Energien vorzulegen, um wesentlich dazu beizutragen, dass "Europas Energieversorgung gesichert und vor allem Europas Abhängigkeit von Öl und Gas verringert wird."  EU-Kommission muss handeln

Der Europäische Rat für Erneuerbare Energien (EREC) begrüßte die Abstimmung über den Bericht. "Wir sind froh, dass das Parlament die Initiative in diesem wichtigen Bereich ergriffen hat", sagte der politische Sprecher von EREC, Oliver Schäfer. "Wir erwarten noch in diesem Jahr einen konkreten gesetzgeberischen Vorschlag, wie von Kommissar Piebalgs angekündigt", so Schäfer weiter.


Fast die Hälfte des europäischen Energieverbrauchs geht auf das Konto der Heizung

Europa beanspruche eine weltweit führende Rolle bei der Entwicklung der Erneuerbaren, doch tatsächlich gelte dies nur für die Strommärkte, betont der EREC-Sprecher. Das sei zwar ein guter und wichtiger Anfang, doch nicht genug. Um das volle Potenzial der Erneuerbaren auszuschöpfen, seien auch klare und stimmige gesetzgeberische Maßnahmen für die Heizung und Kühlung mit Erneuerbaren erforderlich. Fast die Hälfte des europäischen Energieverbrauchs gehe auf das Konto der Heizung, doch es gebe bislang auf europäischer Ebenen keinerlei gesetzliche Regelung, die darauf ziele, den Anteil der Erneuerbaren hier zu steigern.


Mindestens Verdoppelung des Anteils der Erneuerbaren an der Wärme-und Kälteproduktion

Zentraler Bestandteil des Initiativberichts ist die Forderung verbindlicher nationaler Ziele, die dazu beitragen sollen, ehrgeizige und gleichzeitig realistische Vorgaben zu erreichen, mindestens aber eine Verdoppelung des Anteils der Erneuerbaren an der Wärme- und Kälteproduktion. "Leider war das Parlament nicht mutig genug, diese Vorgaben klar zu benennen, doch der Bericht ist in der Tat eine großartige Neuerung. Der Bericht fordert keine Angleichung der Fördersysteme für die Erneuerbaren, sondern schlägt Prinzipien vor, die von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden sollen. Er plädiert für den Einsatz verschiedener Instrumente, beispielsweise Steuerermäßigungen, Zuschüsse oder rechtliche Vorgaben. Weiter regt der Bericht an, administrative Hindernisse für die Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien abzubauen.

Das Positionspapier "Joint Declaration for a European Directive to Promote Renewable Heating and Cooling" ist auf den Internetseiten von EREC veröffentlicht unter http://www.erec-renewables.org/documents/Position_Paper/Heating/Renewable_Heating_Joint_Declaration.pdf

15.02.2006   Quelle: EREC   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solar Millennium AG legt bei Umsatz und Ergebnis zu

Parabolrinnenkraftwerk.
Parabolrinnenkraftwerk.

Die Solar Millennium AG mit Sitz in Erlangen hat im Ende Oktober abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatz und Ergebnis kräftig gesteigert und damit die Prognosen erfüllt. Dies teilte das auf Solarthermie spezialisierte Technologie- und Dienstleistungsunternehmen am 13.02.2006 im Rahmen einer Pressekonferenz in München mit.

 
Der Umsatz stieg nach Angaben des Unternehmens auf 13,41 Millionen Euro gegenüber 3,13 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. "Wesentliche Impulse kamen dabei aus unseren Projekten in Spanien", so Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium AG. Der Jahresgewinn nach HGB kletterte überproportional von 0,47 auf 6,92 Millionen Euro. Der Gewinn je Aktie liegt bei rund 0,70 Euro.


Zwei Quadratkilometer große Solarkraftwerke

"Das gute Ergebnis ist hauptsächlich auf die Veräußerung von Kraftwerksbeteiligungen zurückzuführen“, erklärte Finanzvorstand Mathias Drummer. So seien je 75 Prozent der Anteile an den Projektgesellschaften Andasol 1 und Andasol 2 an den Projektpartner, den spanischen Anlagenbauer ACS/Cobra verkauft worden. Zudem beteiligte sich eine Investorengruppe an der Projektgesellschaft Andasol 1. Bei den Andasol-Projekten handelt es sich um die ersten solarthermischen Parabolrinnen-Kraftwerke Europas, deren Baubeginn in Südspanien in diesem Jahr erfolgen soll. Jedes Solarkraftwerk soll eine Größe von rund zwei Quadratkilometern haben und 200.000 Menschen mit Strom versorgen können.

Die Solar Millennium AG ist seit 27. Juli 2005 unter anderem im Freiverkehrssegment M:access der Börse München, an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie im automatischen Handelssystem Xetra gelistet. Die Erstnotiz lag bei 10,00 Euro. Die Aktie habe seitdem eine beeindruckende Wertsteigerung von rund 90 Prozent erlebt, betont das Unternehmen. Das Wertpapier ist zum 14.02.2006 mit rund 18 Euro notiert. Ein weiteres Kurspotenzial ergebe sich aus der kontinuierlichen Wachstumsstrategie, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Solar Millennium AG verfügt nach eigenen Angaben über ein nominales Grundkapital von 9.915.495 Euro, das in ebenso viele Namensaktien eingeteilt ist und von rund 4.000 Aktionären gehalten wird. Die Organe der Gesellschaft halten derzeit rund 40 Prozent der Aktien. Im laufenden Geschäftsjahr plant Solar Millennium Einnahmen in Höhe von 17,2 Mio. Euro und einen Gewinn von rund 10,2 Mio. Euro. Das Unternehmen baue derzeit die Geschäftsfelder weiter aus. Im Fokus stünden die Intensivierung der Projektentwicklung in Spanien und den USA sowie eine weitere Internationalisierung. Größere Investitionen sollen auch in die Fortentwicklung der Technologie fließen.

Die veröffentlichte Bilanz kann als PDF-Dokument heruntergeladen werden unter http://www.solarmillennium.de/pdf/BilanzSMAG2004_2005.pdf

15.02.2006   Quelle: Solar Millennium AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Millennium AG

 

EUROSOLAR schreibt Europäische und Deutsche Solarpreise 2006 aus

Seit 1994 verleiht EUROSOLAR die Europäischen und Deutschen Solarpreise an beispielhafte Initiativen zur Nutzung Erneuerbarer Energien. Bewerbungen und Vorschläge für auszeichnungswürdige Projekte und Personen können bis zum 31. Juli 2006 bei der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien eingereicht werden.  Im Mittelpunkt stehen herausragende innovative und kreative Leistungen zur Verbreitung der Nutzung erneuerbarer Energien. Um der Breitenwirkung der Erneuerbaren in der Vielfalt ihrer Anwendungsmöglichkeiten und –bereiche gerecht zu werden, erfolgt die Preisvergabe in insgesamt acht thematischen Kategorien. Ausgezeichnet werden

- Städte und Gemeinden oder Stadtwerke;
- Industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Betriebe /
Unternehmen;
- Lokale oder regionale Vereine als Förderer von Projekten für Erneuerbare
Energien;
- Solares Bauen;
- Medienpreis für Journalisten, Autoren oder ein Medium für Berichte zu
Erneuerbaren Energien;
- Transportsysteme mit Erneuerbaren Energien;
- Bildung und Ausbildung;
- Außereuropäisches Engagement;
sowie ein Sonderpreis für besonderes persönliches Engagement.


Solarpreis-Plaketten für Private Eigentümer oder Betreiber, Schulen und Bildungseinrichtungen

Die Preisvergabe erfolgt zweistufig: Die Europäischen Solarpreise werden von den jeweiligen nationalen EUROSOLAR-Sektionen einzeln ausgeschrieben. Aus den Vorschlägen, die auf nationaler Ebene eingereicht und prämiert werden, wählt dann eine europäische Jury die Preisträger der Europäischen Solarpreise aus. Private Eigentümer oder Betreiber von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien (z.B. Plusenergie- oder Nullemissionshäuser) können sich in Deutschland ganzjährig für eine Plakette im Rahmen des Deutschen Solarpreises bewerben. Auch Schulen und Bildungseinrichtungen können sich ganzjährig für eine Plakette bewerben.


260 Preisträger in elf Jahren ausgezeichnet

Die Deutschen Solarpreise werden im November 2006 vergeben, die Europäischen Solarpreise im Dezember 2006 bei der KfW Bankengruppe in Berlin überreicht. In den vergangenen zwölf Jahren wurden europaweit rund 260 Preisträger aus über 2.000 vorgeschlagenen Projekten ausgezeichnet. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren sowie Präsentationen der bisherigen Preisträger finden Sie unter .

15.02.2006   Quelle: EUROSOLAR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

WWF-Studie: Stromtrassen außerhalb der Wattenmeer-Nationalparks möglich

Die Wattenmeer-Nationalparks werden durch die Anbindung von Windanlagen vor der deutschen Küste an das nationale Stromnetz unnötig gefährdet. Zu diesem Ergebnis kommt eine am 03.02.2006 vorgestellte WWF-Studie. Der Report zeigt Alternativrouten für die Stromtrassen außerhalb der Nationalparke auf und fordert eine stärkere und effektivere Bündelung der geplanten Leitungen, um das Wattenmeer möglichst wenig zu belasten.  Drei der vier vorgesehen Leitungskorridore verstoßen laut WWF mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen nationales und europäisches Naturschutzrecht. Daher sei zweifelhaft, ob eine Genehmigung für die bisherigen Trassenführungen einer juristischen Prüfung standhalten würde, heißt es in der WWF-Pressemitteilung.

Der WWF kritisiert, dass Planungen für die Netzanbindung bislang unzureichend koordiniert worden seien und fordert ein gemeinsames Konzept der Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg unter weitest möglicher Umgehung der Nationalparks und der Natura-2000-Gebiete. "Es ist unsinnig, dass jeder Windparkbetreiber seine eigenen Hochspannungskabel planen muss", betont WWF-Expertin Beatrice Claus.

Bislang wurden zehn Windparks mit jeweils bis zu 400 Megawatt Leistung in der deutschen Nordsee genehmigt. Der Bau könnte in den nächsten Jahren beginnen. Weitere zehn Offshore-Windparks befinden sich in der Vorbereitung. Um die Anlagen an das Stromnetz anzuschließen, sind lange Seekabel notwendig. Nach bisheriger Planung sollen fast alle vorgesehenen Kabeltrassen die Wattenmeer-Nationalparke queren. Vorgesehen ist, die Leitungen bis 2010 auf mehr als 80 Kilometern Länge und bis zu 500 Meter Breite durch Schutzgebiete zwischen Norderney und Sylt zu verlegen. "Wir müssen alles tun, um die Kabel aus den Nationalparken herauszuhalten", so Beatrice Claus.

Der WWF unterstützt grundsätzlich die Ausbaupläne der Bundesregierung für die Offshore-Windkraft. Jedoch müssten die Netzanbindungen umweltverträglicher gestaltet werden. Die WWF-Studie zeige auf, dass außerhalb der Nationalparke eine Anbindung entlang schon vorbelasteter Strukturen durch die Flussmündungen von Elbe, Ems, Jade und Weser in Frage käme. Mögliche Konflikte mit dem Schiffsverkehr seien lösbar, so der WWF.

Die Zahl der Kabel könnte durch die Übertragung als Gleichstrom- statt als Wechselstrom und eine bessere Koordination der Netzanbindung erheblich reduziert werden. Durch eine engere Zusammenarbeit der zuständigen Stellen ließe sich auch die Dauer der Bautätigkeit verringern. Ein Beispiel sei die über die Insel Norderney geplante Anbindung von bis zu acht Windparks mit 14 Kabelsystemen durch den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Wenn mehrere Windparks ein gemeinsames Übertragungssystem nutzen würden, sei es technisch möglich, die Zahl auf drei zu reduzieren und so die Belastung des Schutzgebietes zu minimieren.

Die Studie im Internet unter http://www.wwf.de/imperia/md/content/pdf/klima/3.pdf

15.02.2006   Quelle: WWF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

VKU: Kraft-Wärme-Kopplung ist wesentlicher Baustein effizienzorientierter Energiepolitik

"Stadtwerke können und wollen auch in Zukunft in die Modernisierung und den Bau von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen investieren. Dazu ist es notwendig, das KWK-Gesetz (KWK-G) fortzuführen und das derzeitige Fördersystem weiter zu entwickeln", erklärte Michael Wübbels, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) am 14.02.2006 auf einer Pressekonferenz in Berlin.   "Die Stadtwerke haben ihre Zusage aus der Vereinbarung mit der Politik zum KWK-G eingelöst. Durch umfangreiche Modernisierungen ihrer Anlagen werden die CO2-Emissionen ab 2006 um 3,5 Mio. t pro Jahr reduziert", so Wübbels weiter.


Novelle des KWK-Gesetzes soll Potenzial zur Modernisierung mobilisieren

Allerdings zeichne sich auch ab, dass die mit dem Gesetz angestrebte Senkung der CO2-Emissionen von mindestens 20 Millionen Tonnen pro Jahr bis 2010 voraussichtlich nicht erreicht werde. Daher sei das vorhandene Potenzial zur Modernisierung bestehender kommunalwirtschaftlicher KWK-Anlagen in den nächsten Jahren durch eine Novelle des KWK-G zu mobilisieren. Die Stadtwerke unterstützen daher die von CDU/CSU und SPD im Koalitionsvertrag vereinbarte Forcierung des Ausbaus der KWK.


Weiterentwicklung der KWK ist kein Selbstläufer

Der VKU stützt sich mit seinen Forderungen auf erste Ergebnisse einer Studie "Zur Wirtschaftlichkeit von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen", die derzeit für den VKU erarbeitet wird von Dr. Hans-Joachim Ziesing vom DIW in Berlin, und Dr. Felix Christian Matthes vom Öko-Institut. Die bisherigen Analysen zeigten, dass sich die wirtschaftliche Situation für die KWK-Anlagen seit dem Jahr 2000 gebessert habe. Allerdings seien die spezifischen Investitionskosten für KWK-Anlagen im Vergleich zu Kondensationskraftwerken weiterhin deutlich höher. Zudem sei der wirtschaftliche Betrieb besonders abhängig von der auch künftig schwer prognostizierbaren Entwicklung der Brennstoff- und Strompreise. Die Weiterentwicklung der KWK ist nach Ansicht der beiden Experten kein Selbstläufer. Vielmehr bedürfe es eindeutiger politischer Entscheidungen, um den umwelt- und ressourcenschonenden Beitrag der KWK auszuweiten.


Nettostromerzeugung 13 TWh; Umweltbelastung spürbar reduziert

Seit dem Inkrafttreten des KWK-Modernisierungsgesetzes 2002 haben laut VKU 22 kommunale Unternehmen ihre Anlagen modernisiert beziehungsweise ersetzt. Das Investitionsvolumen belief sich auf 1,5 Milliarden Euro. Die installierte Leistung der modernisierten Anlagen beträgt 2.260 Megawatt (MW) elektrisch, die entsprechende Nettostromerzeugung 13 Terawattstunden (TWh). Davon sind 9 TWh Strom aus KWK-Anlagen. Mit diesen Modernisierungsmaßnahmen werde die Umweltbelastung spürbar reduziert, so der VKU. Die CO2-Emissionen würden künftig um 3,5 Mio. t pro Jahr sinken. "Diese Zahlen belegen das überdurchschnittliche Engagement der Stadtwerke bei Investitionen in diese umweltfreundliche Erzeugungstechnologie", heißt es in der Pressemitteilung.

14.02.2006   Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Medienanalyse zeigt: Windenergie und Solarstrom dominieren die Berichterstattung

Der Informationsdienst Pressetrend.de veröffentlichte die erste Medienanalyse zu erneuerbaren Energien. Die Auswertung für das Jahr 2005 kann auf seinen Internetseiten kostenfrei heruntergeladen werden. Die Berliner Sunbeam GmbH als Initiator und Betreiber von Pressetrend.de wertete von Februar bis Dezember 2005 über 2.600 Artikel aus 22 Tages- und Wochenzeitungen sowie Zeitschriften aus.
 
Von allen Artikeln, die sich mit erneuerbaren Energien beschäftigten, beschäftigten sich jeweils ein Viertel mit Windenergie und Photovoltaik. Damit beherrschten Windkraft und Solarstrom im Jahr 2005 die Medien.


Biogas, Solarwärme und Biokraftstoffe finden geringeres Presseecho

Die Berichterstattung wurde nach den Sparten erneuerbare Energie allgemein, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Biomasse, Biogas und Biokraftstoffe ausgewertet. Von den gesamten Beiträgen zu erneuerbaren Energien betrafen jeweils 25 Prozent die Sparten Windenergie und Photovoltaik. Über feste Biomasse wie etwa Holzpellets wurde nur in 6 Prozent aller Artikel berichtet. Noch geringer war die Berichterstattung über Biogas, Solarwärme und Biokraftstoffe. Diese drei Bereiche brachten es auf einen Anteil von zusammen 10 Prozent. In den übrigen 34 Prozent der erfassten Artikel wurde über erneuerbare Energien berichtet, ohne dass eine einzelne Sparte hervorgehoben wurde.


Artikel zur Wärme rund 40 Prozent seltener als Artikel zum Strom

Im letzten Quartal 2005 hat Pressetrend auch erstmals die zentralen Themen in Artikeln zu erneuerbaren Energien untersucht. Am häufigsten wurde dabei über Unternehmen berichtet. Danach folgen die Themen Strom und Klimaschutz, Börse und Energiepreise. Artikel zur Wärme waren um rund 40 Prozent seltener zu finden als Artikel zum Strom.


Analyse kostenlos im Internet

Die Medienanalyse kann kostenfrei als PDF-Dokument (11 S.) heruntergeladen werden unter http://www.pressetrend.de. Pressetrend.de wertet folgende Medien aus: Handelsblatt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Süddeutsche Zeitung, Die Welt, Berliner Morgenpost, Welt am Sonntag, Financial Times Deutschland, BILD, Berliner Zeitung, Tagesspiegel, Taz, Frankfurter Rundschau, Die Zeit, VDI-Nachrichten, Stern, Spiegel, Focus, Wirtschaftswoche, Capital, Manager Magazin und Focus Money.


Über Sunbeam

Die Sunbeam GmbH ist ein Dienstleister für Neue Medien sowie Public Relations. Sunbeam betreut überwiegend mittelständische Unternehmen sowie Verbände. Pressetrend analysiert ab sofort regelmäßig Entwicklungen in der Berichterstattung über erneuerbare Energien und identifiziert dabei häufig diskutierte Themen.

14.02.2006   Quelle: Sunbeam GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunbeam GmbH
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Wichtige Schnee-Tipps für Solaranlagen von der Gütegemeinschaft Solar

Die derzeitige Schneesituation in einigen Regionen mache nicht nur der Bevölkerung, sondern auch den Solaranlagen zu schaffen, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) in einem Sonder-Newsletter. In diesem Zusammenhang seien einige sehr wichtige Dinge zu beachten, so der Obmann des Güteausschusses der RAL Gütegemeinschaft Solar, Dipl.-Ing. (FH) Christian Keilholz. Entscheidend sei jetzt, dass die Schneehöhe auf den Solarelementen zusammen mit der Lufttemperatur gemessen wird. Sollte dies nicht möglich sein, seien Fotos vom Modul- oder Kollektorfeld zusammen mit einem Größenvergleich sehr zu empfehlen.  Diese Fotos seien in jedem Fall dienlich, um beispielsweise auch ungleichmäßige Schneehöhen darzustellen.


Vorsicht bei der Räumung von Solarfeldern

Für einen möglichen Reklamationsfall sei von entscheidender Bedeutung, ob die Schneelast die Normvorgabe überschritten hat. In den meisten Fällen werde derzeit die zulässige Schneelast noch deutlich unterschritten, entgegen des ersten Eindrucks, heißt es bei der DGS. Der Installationsbetrieb könne sich, wenn die Situation dokumentiert ist, bei Schäden nicht auf "die damals zu hohe Schneelast" beziehen. Große Vorsicht ist laut DGS auch bei der Räumung von Solarfeldern geboten: Die scharfen Kanten von Räumwerkzeugen könnten die Glasoberflächen beschädigen und zu Glasbrüchen führen, auch nach langer Zeit.

Weitere Informationen zur Gütegemeinschaft Solar unter http://www.gueteschutz-solar.de

14.02.2006   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

EU-Kommissar Piebalgs will Energiepolitik EU-weit koordinieren

Der für Energie zuständige EU-Kommissar Andris Piebalgs hat die Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert, Energiefragen ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen. "Hohe Energiepreise, Energieknappheit und die Frage der Versorgungssicherheit sind die drei wesentlichen Herausforderungen, denen wir uns in Europa stellen müssen", sagte Piebalgs am 10.02.2006 auf einer Pressekonferenz in der Vertretung der EU-Kommission in Berlin.
 
Die Energiekrise Anfang des Jahres habe gezeigt, wie empfindlich das System momentan sei. Am 8. März werde die Kommission ein so genanntes Grünbuch veröffentlichen, mit dem sie die Debatte über eine einheitliche europäische Energiepolitik stimulieren will. In einem Weißbuch sollen bis zum Jahresende konkrete Vorschläge für eine koordinierte Politik folgen.


Verstärkt auf erneuerbare Energien setzen

Andris Piebalgs sprach sich für eine mehrgliedrige Strategie zur Stabilisierung der Energieversorgung aus. So plädierte er für die Gründung einer europäischen Netzagentur, die grenzübergreifend arbeite, die regionalen Behörden jedoch nicht entmachte. Wichtig sei auch, beim Energiemix verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen. In diesem Zusammenhang betonte der Kommissar, die Vereinbarungen auf EU-Ebene zu einer stärkeren Nutzung von Biokraftstoffen seien verbindlich. Die Mitgliedstaaten hatten sich darauf geeinigt, den Anteil von Biokraftstoffen bis zum Jahr 2010 europaweit auf 5,75 Prozent zu erhöhen. "Ich denke, die beste Möglichkeit, diese Marke zu erreichen, wäre die Beimischung zu konventionellen Kraftstoffen", sagte Piebalgs.


Kommission will sich nicht in Streit um Atomausstieg einmischen

Die europäischen Länder beziehen zurzeit etwa ein Drittel ihrer Energie aus Atomkraftwerken. In den Streit um den deutschen Atomausstieg will sich die EU-Kommission aber dennoch nicht einmischen: "Deutschland muss selbst entscheiden und die Vor- und Nachteile der Kernkraft genau abwägen", sagte Piebalgs.

14.02.2006   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: CE Brussels - EC/Berlaymont

 

Internationaler Brennstoffzellen-Kurs in Ulm

20 kW-Prüfstand für PEFC-Brennstoffzellen der DLR.
20 kW-Prüfstand für PEFC-Brennstoffzellen der DLR.

2006 startet das Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle Ulm e.V. (WBZU) mit einem weiteren Baustein in der Aus- und Weiterbildung zur Brennstoffzellen-Technologie. In regelmäßigen Abständen sind internationale Kursangebote zur Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Technologie vorgesehen. Der erste Kurs findet statt vom 13. bis 17. März 2006 am WBZU in Ulm.
 
Er wird international ausgeschrieben unter dem Titel "Polymer Electrolyte Fuel Cell Introduction Course" und beschäftigt sich mit den vielseitig einsetzbaren Polymermembran-Brennstoffzellen (PEFC). Dabei werde das theoretische Wissen rund um Polymermembran-Brennstoffzellen im Rahmen von Vorlesungen fundiert und verständlich vermittelt, so das WBZU in der Ankündigung der Veranstaltung. Jeweils am Nachmittag können die Kursteilnehmer die Vorlesungsinhalte in Praktika vertiefen und selbständig experimentieren.


Die Vorlesungen des Kurses vermitteln die elektrochemischen, physikalischen sowie verfahrenstechnischen Grundlagen zum Verständnis der Vorgänge in den Komponenten einer PEFC. Weiter werden Herstellungsverfahren und Untersuchungsmethoden für die einzelnen Komponenten eines PEFC-Stacks behandelt. Die Praktika umfassen verschiedene Versuche an speziell für Aus- und Weiterbildungszwecke entwickelten Testständen und Versuchsaufbauten.

Als erstes Pilotprojekt fand vor kurzem ein 2-wöchiger Kurs in Zusammenarbeit mit der Universität Moskau am WBZU statt mit Prof. Khokhlov, der auch Gastprofessor an der Universität Ulm ist. Neben den neuen Kursangeboten umfasst das Bildungsprogramm des WBZU zielgruppenorientierte Angebote: Basisseminare für "Einsteiger", Praxisseminare für Handwerker, Fachseminare für die Industrie und Experten-Workshops für "Insider". Alle Bildungsangebote des gemeinnützigen Vereins sind zusammengefasst unter http://www.wbzu.de.

14.02.2006   Quelle: Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle Ulm e.V. (WBZU)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DLR.

 

WPD AG: Wachstum auf internationalen Märkten

In dem insgesamt rückläufigen Markt der Windenergie hat die Bremer WPD AG ihre geschäftlichen Aktivitäten weiter ausgebaut und mit 1.000 installierten Megawatt einen neuen Meilenstein erreicht. "In 2005 haben wir den Managementbereich stark ausgebaut, unser Engagement auf den internationalen Wind-Märkten mit Projekten in Taiwan, Belgien und Kroatien weiter vorangetrieben sowie die Bereiche Biogas und Solar weiter intensiviert. Insgesamt haben wir 191 Megawatt mit einem Gesamtinvest von rund € 280 Millionen begleitet", erklärte WPD-Vorstand Dr. Gernot Blanke.
 
Ebenfalls erfolgreich sei die Marktführerschaft bei der Eigenkapital-Platzierung weiter ausgebaut worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Parallel hierzu sei der Mitarbeiterstamm in Bremen, Egeln, Stockholm und London stetig auf nunmehr 100 gestiegen. "In 2006 werden wir unseren Fokus auf die internationalen Märkte vor allem in Europa und Asien legen. Neben bestehenden Kooperationen suchen wir in diesen Bereichen Partner, mit den wir erfolgreich Projekte am Markt umsetzen können", so Dr. Blanke.


Marktposition in Deutschland ausgebaut

Auf dem deutschen Markt hat die WPD durch Übernahmen von Projekten der EBV AG sowie einer wesentlichen Beteiligung an der psm nature power service management GmbH (vormals: Umweltkontor Services GmbH) das aktive Windparkmanagement erheblich erweitert. "Durch diese Beteiligungen steuern wir nunmehr unmittelbar und mittelbar rund 1.000 Windkraftanlagen mit 1.400 Megawatt in Deutschland und haben damit unsere Marktposition stark ausgebaut. Bestätigt wird diese Position durch die Rating Agentur Euler Hermes aus dem Allianz-Verbund die unser Unternehmen bereits zum dritten Mal in Folge mit einem A-Rating bewertet hat“, so WPD-Vorstand Dr. Klaus Meier.

14.02.2006   Quelle: WPD AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: WPD AG.
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CDU: AG Umwelt für Nutzung von Getreide als Energieträger

"In der Verbrennung von Energiegetreide zur Strom- und Wärmeerzeugung liegen Chancen der Energiegewinnung. Die CDU/CSU-Fraktion unterstützt entsprechende Bundesratsinitiativen einzelner Länder (z.B. Schleswig-Holstein, Hessen). Damit kann ein Beitrag zu einem breiten Energiemix geleistet werden". Das erklärten die umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marie-Luise Dött (MdB), und der zuständige Berichterstatter im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages für Biotechnologie, Ingbert Liebing (MdB), anlässlich der Diskussion um die energetische Verwertung von Getreide.  Ethische Bedenken gegen die Verbrennung von Energiegetreide seien nicht stichhaltig. Schon vor Jahrhunderten sei Hafer extra als Futter für Pferde angebaut worden, die damals als Verkehrsmittel dienten. Und während früher der Ochse, der den Pflug zog, mit Heu gefüttert worden sei, laufe heute der Traktor mit Biosprit. Pflanzen seien seit jeher Energieträger und würden so genutzt. Deshalb dürften einzelne neue Chancen nicht grundsätzlich abgelehnt werden, betonen Dött und Liebing.


Für eine effiziente Förderung nachwachsender Rohstoffe

Die Nutzung von Getreide zur Energiegewinnung sei sinnvoll, wenn die energetische Ausbeute den Anbau wirtschaftlich lohnenswert mache, betonen die CDU-Politiker. Hierfür sei unerlässlich, dass die Erforschung und Weiterentwicklung biotechnologischer Verfahren aktiv vorangetrieben werde, um den Energieertrag zu maximieren. Die Entwicklung innovativer Verfahren zur energetischen Biomassenutzung werde auch künftig Kernstück der von CDU und CSU unterstützten Umweltforschung sein. Die Fraktion habe sich bereits in der letzten Legislaturperiode ausdrücklich für die effiziente Förderung nachwachsender Rohstoffe ausgesprochen. "Mit der energetischen Nutzung von Getreide besteht die Möglichkeit, Chancen der Energieerzeugung mit der Notwendigkeit des Strukturwandels in der Landwirtschaft sinnvoll zu verknüpfen", heißt es in der Pressemitteilung der Union.

13.02.2006   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Nevada Solar One: Solarstrom für 40.000 Haushalte

Parabolrinnenkraftwerke in der Mojave-Wüste.
Parabolrinnenkraftwerke in der Mojave-Wüste.

Am 11. Februar 2006 erfolgte in Boulder City im US-Bundesstaat Nevada der erste Spatenstich für das Solarkraftwerk "Nevada Solar One". Es ist das erste solarthermische Kraftwerk, das seit 15 Jahren errichtet wird. Bauherrin ist die amerikanische Projektgesellschaft Solargenix Energy. 19.300 Solar-Receiver des Technologiekonzerns Schott werden das Herzstück des 64-Megawatt-Kraftwerkes bilden.
 
"Nevada Solar One" soll im Juni 2007 an das Netz gehen und dann 40.000 Haushalte mit Strom versorgen. Durch die Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung in "Nevada Solar One" anstelle von fossilen Energieträgern würden klimaschädliche Treibhausgase in einer Größenordnung vermieden, die dem Schadstoffausstoß von einer Million Autos entspricht, so die SCHOTT AG in einer Pressemitteilung.


Parabolisch gewölbte Spiegel bündeln das Sonnenlicht

"Mit dem Auftrag für das Kraftwerk in Nevada haben wir uns als weltweiter Technologie- und Marktführer bei Solar-Receivern etabliert. Wir freuen uns, dass wir eine Schlüsselkomponente für diese zukunftsweisende Technologie zur klimafreundlichen Stromerzeugung beisteuern können", sagte Dr. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstandes der Schott AG, anlässlich der Grundsteinlegung. Solarthermische Kraftwerke nutzen die Sonnenenergie zur Erzeugung von Wärme, die dann in Strom umgewandelt wird. Parabolrinnenkraftwerke wie "Nevada Solar One" bestehen aus einem riesigen Feld parabolisch gewölbter Spiegel, die das Sonnenlicht auf Absorberrohre (Receiver) bündeln, die sich in der Brennlinie befinden. In den speziell beschichteten Receivern wird die konzentrierte Sonnenstrahlung in Wärme umgesetzt und an ein zirkulierendes extrem hitzebeständiges Spezialöl abgegeben. Dieses Öl erhitzt sich dadurch auf bis zu 400 Grad Celsius, wird dann zum zentralen Kraftwerksblock gepumpt, durchfließt mehrere Wärmetauscher und erzeugt so – wie in konventionellen Kraftwerken – den nötigen Dampf für den Antrieb von Turbinen zur Stromerzeugung.


Erstes neues Parabolrinnenkraftwerk seit 15 Jahren

"Nevada Solar One" ist das erste neue Parabolrinnenkraftwerk seit 15 Jahren. Bisher produzieren neun solcher Kraftwerke in der Mojave-Wüste in Kalifornien Solarstrom mit einer Gesamtleistung von 354 Megawatt. Bereits für die Receiver dieser Kraftwerke lieferte Schott hochwertige Spezialglasröhren. 2004 entwickelte Schott dann einen eigenen Hochleistungs-Receiver mit deutlich verbesserter Qualität, der nun in Nevada zum Einsatz kommen wird. Derzeit baut Schott die industrielle Serienfertigung für Receiver am Standort Mitterteich in Bayern auf, wo es das Know-how als einer der weltweit führenden Hersteller von Spezialglasröhren nutzen kann.


Projekte im Südwesten der USA, in Spanien und anderen Sonnengürtelregionen geplant

Parabolrinnenkraftwerke bieten mit ihrem hohen Wirkungsgrad und den niedrigsten Stromentstehungskosten unter den Solartechnologien das Potenzial, in Regionen um den Sonnengürtel der Erde schon mittelfristig Strom zu Kosten zu produzieren, die mit denen fossiler Kraftwerke vergleichbar sind. Die Realisierung des Kraftwerks in Nevada gilt in Fachkreisen als Initialzündung für den weltweiten Durchbruch der solarthermischen Energieerzeugung. Weitere Projekte im Südwesten der USA, in Spanien und anderen Sonnengürtelregionen sind in Planung. In der Nähe von Granada am Fuß der Sierra Nevada in Andalusien soll demnächst das erste kommerziell betriebene solarthermische Kraftwerk Europas entstehen. Auch dort werden Receiver von Schott zum Einsatz kommen. "AndaSol I" soll mit einer Leistung von 50 MW den privaten Strombedarf von mehr als 50.000 Haushalten beziehungsweise mehr als 150.000 Menschen decken.

13.02.2006   Quelle: SCHOTT AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SCHOTT AG.

 

SolNet: Zehn Doktorandenstipendien im Forschungsbereich Solarthermie zu vergeben

Das bisher größte Doktorandennetzwerk zur Solarthermie wird ab Juni 2006 von der Europäischen Union gefördert. Zehn Doktoranden werden an Hochschulen in sieben europäischen Ländern jeweils ein dreijähriges Stipendium erhalten, berichtet die Universität Kassel in einer Pressemitteilung. Aus dem deutschsprachigen Raum sind neben der Universität Kassel, die das Netzwerk koordiniert, auch die Hochschule für Technik in Stuttgart und die TU Graz beteiligt, darüber hinaus auch Hochschulen aus Schweden, Dänemark, der Tschechischen Republik, Italien und Spanien.  Gemeinsames Ziel der Forschungsaktivitäten soll sein, die wissenschaftlichen Grundlagen für kosteneffiziente Solaranlagen für Heiz- und Kühlzwecke mit hohen solaren Deckungsraten zu legen. Dabei werden beispielsweise Solaranlagen für den nord- und mitteleuropäischen Raum betrachtet, sowie deren Zusammenspiel mit CO2-neutralen Nachheizsystemen wie Pellets- und Holzheizanlagen.


Forschung plus Kursprogramm mit Blockvorlesungen

Weitere Schwerpunkte werden auf der Untersuchung von Kühlungs- und Entfeuchtungs-anwendungen in Büro- und in Wohngebäuden unter den klimatische Bedingungen in Südeuropa liegen. Um die Forschungsaktivitäten aufeinander abzustimmen sowie Ergebnisse zusammenzutragen und zu diskutieren, werden jährliche Treffen aller beteiligten Doktoranden, Forschungsgruppenmitglieder und anderer Experten stattfinden. Begleitend zu den Forschungsarbeiten bieten die beteiligten Hochschulen ein Kursprogramm an, das aus einwöchigen Blockvorlesungen besteht. Die Kurse finden halbjährlich an wechselnden Orten statt, beginnend im Herbst 2006. Inhaltlich decken die Kurse sowohl die Komponenten solarthermischer Anlagen ab, als auch Solarsysteme, Systemintegration und neue Entwicklungen und Anwendungen wie zum Beispiel die solarthermische Kühlung und Phasenwechselmaterialien.

Neben den ingenieurwissenschaftlichen Themen wird Wert auf die Vermittlung so genannter "complementary skills" gelegt. So werden Themen wie Präsentationstechniken, soziale und politische Konsequenzen einer veränderten Energieversorgungsstruktur und Fremdsprachen jeweils in den Lehreinheiten mit behandelt.


Bewerbung bei der Universität Kassel

Interessierte Nachwuchswissenschaftler können sich auf zweierlei Weise einbringen: Hochschulabgänger können ab Sommer 2006 ein Stipendium an einer Hochschule außerhalb ihres Heimatlandes erhalten und direkt am Netzwerk mitwirken. Antragsberechtigt sind hier Absolventen technischer Studiengänge aus aller Welt, die in den letzten fünf Jahren ihren Hochschulabschluss erlangt haben. Darüber hinaus können Doktoranden, die bereits in der Solarthermie arbeiten, an den Kursen teilnehmen. In beiden Fällen ist eine Bewerbung erforderlich, nähere Informationen unter http://www.solar.uni-kassel.de/solnet.

13.02.2006   Quelle: Universität Kassel; Fachbereich Maschinenbau   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Biogasanlagen im Vergleich: FNR veröffentlicht Ergebnisse des Messprogramms

Mit "Ergebnisse des Biogas-Messprogramms" können Interessierte jetzt erstmals verschiedene Biogasanlagen untereinander vergleichen. Eine Broschüre und CD mit den Daten zu 59 ausgewählten Biogasanlagen sind jetzt bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. kostenlos erhältlich.
 
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) habe einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, den Betrieb von Biogasanlagen wirtschaftlich zu machen, so die FNR. Doch nicht nur die politischen Rahmenbedingungen stimmten. Auch der Fortschritt in der Technik sorge dafür, dass der Trend zur Stromgewinnung aus Biogas ungebrochen anhalte: allein 2005 seien über 600 neue Anlagen gebaut worden. Die Vielfalt an modernen Techologien mache die Anlagen zwar effektiver, stelle den bauwilligen Landwirt aber vor die Qual der Wahl. Mit der neuen Veröffentlichung der FNR habe er es jetzt leichter, sich für die in seinem Fall richtige Biogasanlage zu entscheiden.

Die Datengrundlage dafür haben Wissenschaftler der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Zusammenarbeit mit weiteren Forschungseinrichtungen geschaffen. Bundesweit haben sie 59 verschiedene Biogasanlagen analysiert und mindestens ein Jahr lang im Betrieb beobachtet. Im Buch und auf der CD wird die Anlagentechnik zur Gaserzeugung und -verwertung ebenso beschrieben wie die Kennwerte aus dem täglichen Betrieb. Im speziellen Fall gehe es um Substratumsatz und -charakteristik, aber auch um Gasproduktion, -qualität und -verwertung. Kalkulationen zur Wirtschaftlichkeit der Anlagen runden die Auswertung ab.

Während die CD alle Ergebnisse auflistet, werden sie im Buch ausgewertet. Neben den Detaildaten zu sieben ausgewählten Biogasanlagen ist darin außerdem die Erläuterung zur Vorgehensweise des Messprogramms zu finden. Die Veröffentlichung kann kostenlos bestellt werden unter http://www.fnr.de Stichwort "Literatur", Rubrik "Biogas". Sie steht dort auch zum Herunterladen bereit.

13.02.2006   Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FNR

 

Aktionsbündnis Wärme von der Sonne im Freisinger Land gegründet

Solarinitiativen für die Energiewende.
Solarinitiativen für die Energiewende.

Sieben Aktionsgemeinschaften in Bayern beteiligen sich in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion "Wärme von der Sonne". Mit Landrat Manfred Pointner als Schirmherren haben die Vereine Sonnenkraft Freising und Solarfreunde Moosburg am 31. Januar das Aktionsbündnis "Wärme von der Sonne im Freisinger Land" aus der Taufe gehoben. Rund 50 Vertreter von Gemeinden, Umwelt- und Agendagruppen, Unternehmen und anderen Organisationen waren der Einladung zur Gründungsveranstaltung gefolgt.
 
Mit der Aktion wolle man einen weiteren Schritt Richtung Energiewende machen und mehr Bürgerinnen und Bürger für die Nutzung von Solarwärmeanlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung gewinnen, betonte Schirmherr Pointner in seiner Ansprache. "Es gibt viele Vorteile und Gewinner", betonte der Landrat. Als solche nannte er die Umwelt und das Klima, die heimische Wirtschaft sowie die Bürger, die so von steigenden Öl- und Gaspreisen entlastet würden.


Aktionsbündnisse aus Kommunen, Handwerk und Vereinen

Die Freisinger Aktionsgemeinschaft ist eine von sieben Solarinitiativen in Bayern, die in diesem Jahr an der Aktion "Wärme von der Sonne" teilnehmen. Die bundesweite Solarwärme-Kampagne wurde 2005 ins Leben gerufen vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) mit finanzieller Unterstützung des Bundesumweltministeriums. Dabei arbeiten sie eng mit regionalen Solarinitiativen zusammen, die aus Solar- und Umweltvereinen, Kommunen, Handwerk und vielen anderen Beteiligten bestehen. 60 Netzwerke werden unter anderem mit einer Aktionszeitung mit lokalem Bezug, Workshops und Checklisten unterstützt.


Für die Energiewende in Südbayern

Wie die Aktionsgemeinschaft "Wärme von der Sonne im Freisinger Land" ist auch die Bürgerstiftung "Energiewende Oberland" in diesem Jahr erstmalig dabei. Die im Herbst gegründete Stiftung verfolgt das Ziel, die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach bis zum Jahr 2035 zur Energiewende zu führen. Damit schließt sie sich der benachbarten Initiative "Ziel 21" (Zentrum Innovative Energien im Landkreis Fürstenfeldbruck e.V.) an, die den Landkreis Fürstenfeldbruck bereits 2030 allein durch erneuerbare Energien versorgen will. "Ziel 21" hat bereits im vergangenen Jahr an der Aktion "Wärme von der Sonne" teilgenommen, ebenso das Aktionsbündnis "Sonnenwärme vom Watzmann bis zum Wendelstein". Letzteres, ein Zusammenschluss von sieben ehrenamtlich tätigen Solar- und Umweltvereinen, 25 Handwerksbetrieben und vier Großhändlern mit dem Traunsteiner Landrat Hermann Steinmaßl als Schirmherren, will die Kollektorfläche in den Landkreisen Traunstein, Rosenheim und Berchtesgadener Land verzehnfachen.


Initiativen auch in München und Franken

In München nimmt die Solarinitiative "Sonne über Hadern" bereits zum zweiten Mal teil, in Fürth das "Solarenergie Informations- und Demonstrationszentrum solid" mit seinen zahlreichen Partnern. Die siebte bayerische Solarinitiative ist "Sonnenwärme in Westmittelfranken", die eigens für die Teilnahme an der Solarwärme-Kampagne gegründet wurde.

Alle Aktionsgemeinschaften führen im Frühjahr und Sommer zahlreiche regionale Veranstaltungen rund um die Nutzung von Solarwärmeanlagen durch. Angesprochen sind zum Beispiel Endverbraucher wie Bauherren und Sanierer, Vertreter von Städten und Gemeinden, Lehrer und Schüler. Zu den Aktivitäten zählen Infotage, Fachvorträge, Schulungen, Solarfeste, Solar-Radtouren und -Kartierungen.

Einzelheiten über die Aktion „Wärme von der Sonne“ und alle teilnehmenden Solarinitiativen gibt es im Internet unter
Als Non-Profit Unternehmen werde greenjobs.de ausschließlich von den Betreibern finanziert. Sowohl Stellenanbieter als auch Stellensuchende können kostenlos ihre Angebote und Gesuche eintragen. Für die Zukunft erhoffen sich Brechlin und Strohschein, dass noch mehr Arbeitgeber die Leistungen und Vorzüge von greenjobs.de erkennen und ihre Angebote in die Datenbank eintragen. "Die Zeit, die wir in Handarbeit für die Auswertung der Tageszeitungen, Fachzeitschriften und Webseiten aufbringen, würden wir gern in die inhaltliche und technische Optimierung der Seite investieren", so Brechlin.

12.02.2006   Quelle: greenjobs.de, (openPR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

EU-Kommission will mehr Biokraftstoffe in Europa

Die Europäische Kommission hat am 08.02.2006 eine Strategie zur Förderung der Erzeugung von Kraftstoffen aus landwirtschaftlichen Rohstoffen vorgelegt. Ziele der Kommission sind die Förderung von Biokraftstoffen sowohl in der EU als auch in Entwicklungsländern, eine umfassende Nutzung von Biokraftstoffen durch Verbesserung ihrer Kostenwettbewerbsfähigkeit sowie Forschung auf dem Gebiet dieser Kraftstoffe.  Die verstärkte Nutzung von Biokraftstoffen bietet zahlreiche Vorteile, so die Kommission in einer Pressemitteilung. Dazu zählten eine geringere Abhängigkeit Europas von der Einfuhr fossiler Brennstoffe und eine Verringerung der Treibhausgasemissionen. Darüber hinaus würden neue Absatzmärkte für Landwirte und neue wirtschaftliche Möglichkeiten für verschiedene Entwicklungsländer geschaffen.


Europa soll seinen Energiebedarf verstärkt selbst decken

"Der Zeitpunkt für einen Vorstoß im Bereich der Biokraftstoffe war nie günstiger als jetzt", sagt Mariann Fischer Boel, das für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige Kommissionsmitglied. "Die Rohölpreise sind weiterhin hoch. Das Kyoto-Protokoll gibt uns strenge Ziele vor. Und die jüngste Kontroverse über Gaseinfuhren aus Russland hat gezeigt, wie wichtig es für Europa ist, seinen Energiebedarf in verstärktem Maße eigenständig decken zu können. Die Rohstoffe für die Erzeugung von Biokraftstoffen stellen zudem einen potenziellen Absatzmarkt für die europäischen Landwirte dar, denen die GAP-Reform ganz neue unternehmerische Freiheiten eröffnet", so Fischer Boel.


Wissenstransfer für Biokraftstofferzeugung in den Entwicklungsländern

Entwicklungskommissar Louis Michel hob die Möglichkeiten hervor, welche die Biokraftstofferzeugung den Entwicklungsländern und besonders den von der Zuckerreform betroffenen Ländern bieten könnte: "Viele Entwicklungsländer, und besonders jene, in denen die Zuckererzeugung traditionellerweise ein wichtiger Industriezweig ist, bringen von Natur aus gute Voraussetzungen für den Anbau der Kulturen mit, die zur Herstellung von Biokraftstoffen verwendet werden. Der expandierende EU-Markt für Biokraftstoffe wird neue Ausfuhrmöglichkeiten bieten. Die EU wird sie im Rahmen des Wissenstransfers und der Entwicklung ihres Marktpotenzials dabei unterstützen, diese Chancen optimal zu nutzen.“


Biokraftstoffe können problemlos in Kraftstoffversorgungssysteme integriert werden

In der EU wird laut Kommission fast ein Viertel der Treibhausgasemissionen durch den Verkehr verursacht. Es sei daher unerlässlich, Mittel und Wege zur Verringerung der verkehrsbedingten Emissionen zu finden. Nahezu die gesamte für den Verkehr genutzte Energie werde mit Öl erzeugt, für dessen Beschaffung die EU stark von Einfuhren abhängig ist. Da sie aus Biomasse – einer erneuerbaren Energiequelle – erzeugt werden, seien Biokraftstoffe im Verkehr ein vollwertiger Ersatz für fossile Brennstoffe und können problemlos in Kraftstoffversorgungssysteme integriert werden.

Die Förderung des Biokraftstoffsektors eröffne ländlichen Gebieten zudem neue Einkommensmöglichkeiten und trage durch die Entwicklung langfristiger Ersatzprodukte für fossile Brennstoffe zur Erreichung der Ziele der Lissabon-Agenda für Wachstum und Beschäftigung bei, betont die EU-Kommission. In zahlreichen Entwicklungsländern könnte die Erzeugung von Biokraftstoffen wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen bringen, zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen, die Kosten für Energieeinfuhren verringern und Exportmöglichkeiten eröffnen. Zum Beispiel wäre Bioethanol eine brauchbare Alternative für die von der jüngsten EU-Zuckerreform betroffenen Zucker erzeugenden Länder.

Das Strategiepapier in englischer Sprache ist im Internet veröffentlicht unter http://europa.eu.int/comm/agriculture/biomass/biofuel/index_en.htm

11.02.2006   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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5% höherer Durchschnittserlös für Strom im Jahr 2004

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes betrug im Jahr 2004 der Durchschnittserlös für Strom aus der Abgabe an Letztverbraucher 9,23 Cent je Kilowattstunde (kWh). Das seien 5,1 % mehr als 2003. Der niedrigste Durchschnittserlös seit Einführung der Erhebung in der amtlichen Statistik (1991) sei im Jahr 2000 mit 7,43 Cent/Kilowattstunde registriert worden.  Der Durchschnittserlös wird ohne Mehrwertsteuer und ohne rückwirkende Stromsteuerrückerstattungen ausgewiesen, enthält jedoch die Netznutzungsentgelte, die Stromsteuer, die Konzessionsabgaben sowie Ausgleichsabgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz ((KWKG) . Letztverbraucher sind Sondervertragskunden und Tarifabnehmer. Der Durchschnittserlös wird auch als Grenzpreis bezeichnet und dient den Versorgungsunternehmen als Basis für die Berechnung der Konzessionsabgaben nach der Konzessionsabgabenverordnung (KAV).


Durchschnittserlös bei Tarifkunden lag 2004 bei 14,01 Cent/kWh

Der Durchschnittserlös aus der Stromabgabe an Sondervertragskunden betrug 2004 laut Statistischem Bundesamt 6,72 Cent/Kilowattstunde, das seien 7% mehr als im Vorjahr. Auch hier sei der niedrigste Durchschnittserlös im Jahr 2000 ermittelt worden (5,11 Cent/Kilowattstunde). Bei den Tarifkunden erzielten die Versorger 2004 mit 14,01 Cent/Kilowattstunde im Schnitt einen wesentlich höheren Durchschnittserlös als bei den Sondervertragskunden. Der Erlös lag um 2,9% höher als 2003.


28,8 % Anteil der privaten Haushalte am Gesamtabsatz

Insgesamt gaben die Stromversorger laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2004 481,0 Milliarden Kilowattstunden an Letztverbraucher ab, rund 0,5% weniger als im Vorjahr. Die privaten Haushalte hatten mit 138,4 Milliarden Kilowattstunden einen Anteil von 28,8 % am Gesamtabsatz und stellten mit deutlich über 80% die größte Gruppe unter den Tarifkunden. Hauptabnehmer von Strom waren jedoch die Sondervertragskunden mit 315,2 Milliarden Kilowattstunden.

11.02.2006   Quelle: Statistisches Bundesamt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Wasserstoff-Magazin H2Tec heißt zukünftig HZwei

Aus
Aus "H2Tec" wird "HZwei".

Die kommende Ausgabe der Zeitschrift "H2Tec" wird in einem komplett neuen Design und unter neuem Namen erscheinen. Nach der Übernahme des Magazins für Wasserstoff und Brennstoffzellen durch den Hydrogeit Verlag hat sich Geschäftsführer Sven Geitmann für eine Neugestaltung mit gleichzeitiger Umbenennung ausgesprochen. Künftig wird die Fachzeitschrift unter dem Titel "HZwei" erscheinen, so der Verlag in einer Pressemitteilung.
 
Die Namensänderung des Magazins sei die logische Konsequenz aus einigen konzeptionellen Änderungen, die nach fünfjähriger Präsenz überfällig gewesen seien und jetzt mit dem Verlagswechsel vorgenommen wurden. Die Neuausrichtung betreffe vornehmlich das äußere Erscheinungsbild des Fachmagazins und umfasse auch den kompletten Neuentwurf einer eigenen Homepage für die Zeitschrift. Der inhaltliche Schwerpunkt werde weiterhin auf fachspezifischen Themen liegen, die durch aktuelle Meldungen aus dem Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technik ergänzt werden sollen.


Die nahende Markteinführung der Brennstoffzellen und Etablierung der Wasserstoffwirtschaft begleiten

Der neue Titel lege das Hauptaugenmerk bewusst auf den deutschsprachigen Wirtschaftsraum, wo nach Meinung des Herausgebers Sven Geitmann in den nächsten Monaten und Jahren auf energiepolitischer Ebene eine Menge geschehen werde. "Ich möchte die nahende Markteinführung der Brennstoffzellen und der Etablierung der Wasserstoffwirtschaft gerne mit dem Magazin begleiten und diese faszinierende Technik möglichst vielen Leserinnen und Lesern näher bringen", so Geitmann. Damit ein breites Lesepublikum an dieser spannenden Entwicklung teilhaben kann, beabsichtigt der Verleger, eine wissenschaftlich anspruchsvolle und dennoch gut lesbare Zeitschrift herauszugeben. Dazu erklärt Geitmann: "Mit verständlich geschriebenen, interessanten Inhalten und einem graphisch ansprechenden Outfit möchte ich die HZwei zur in Deutschland führenden Fachzeitschrift für Wasserstoff und Brennstoffzellen machen." Passend zur Titelumbenennung geht Anfang Februar auch die neue Website des Hydrogeit Verlages online, auf der die Zeitschrift dem Publikum umfassend vorgestellt wird. Zudem können künftig unter www.ea-nrw.de.

Unter der Adresse http://www.ea-nrw.de/modernisierung hat die Energieagentur NRW zudem eine Sonderthemenseite gestaltet. Hier finden sich auch Links zu den Beratungsinstrumenten "Gebäude-Check Energie" (Erstberatung durch Handwerksmeister für 25 Euro) bzw. "Startberatung Energie" (ausführliche Beratung durch Architekten/Ingenieure für 48 Euro). Die Checks werden von der Energieagentur NRW und den zugehörigen Kammern organisiert bzw. koordiniert.

10.02.2006   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarstrom vom Flughafen Saarbrücken jetzt für 2.000 Haushalte

Solarkraftwerk am Flughafen Saarbrücken.
Solarkraftwerk am Flughafen Saarbrücken.

Die Erfolgsgeschichte des Photovoltaik-Kraftwerks am Saarbrücker Flughafen geht weiter, berichtet die City Solar AG in einer Pressemitteilung. Als die erste Solarstromanlage vor zwei Jahren in Betrieb genommen wurde, rechnete das Unternehmen mit einer Stromproduktion von zirka 1,37 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Mittlerweile stehen Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 4 Megawatt (MWp) auf rund 9 Hektar Fläche des Flughafengeländes und erzeugen Solarstrom für rund 2.000 Haushalte.
 
2004 erzeugte das erste Solarkraftwerk laut City Solar AG bereits zwei Prozent mehr Strom, 2005 stellte City Solar sogar eine Steigerung von acht Prozent fest. Im vergangenen Jahr wurden demnach 1,48 Millionen Kilowattstunden Strom produziert, das entspricht 1.053 kWh pro Kilowatt installierter Leistung. Damit kann der Bedarf von rund 650 deutschen Durchschnittshaushalten gedeckt werden - 50 mehr als zum Start 2004 erwartet. "Zwar schien die Sonne auch etwas mehr als im Durchschnitt der letzten 20 Jahre, aber die Kunst ist es, daraus auch entsprechend mehr Stromerträge zu erzielen“, stellt Stefan Kasterka von City Solar heraus.

Nach Planung und Bau ist City Solar noch heute für die technische Betriebsführung und die Wartung der Anlage zuständig. Doch damit nicht genug. "2005 haben wir auf dem Gelände des Flughafens noch zwei weitere Photovoltaik-Kraftwerke gebaut", erklärt Kasterka. Bauabschnitt zwei mit einer Leistung von 1,8 Megawatt peak (MWp) wurde im September, der dritte und letzte Bauabschnitt mit 0,8 MWp im Dezember beendet. Nun stehen Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 4 MWp am Flughafen. 23.124 Module speisen Solarstrom für gut 2.000 Haushalte in das öffentliche Netz ein und sorgen parallel noch für eine jährliche Einsparung von 3.200 Tonnen Kohlendioxid (CO2). "Wir sind hoch zufrieden, dadurch bestätigt sich auch die Wahl des Standortes am Flughafen Saarbrücken", freut sich Kasterka. Und fügt hinzu, dass durch die Aktivität der City Solar AG bei einer Reihe mittelständischer Unternehmen aus der Region rund 40 bis 50 Arbeitsplätze gesichert werden konnten.

10.02.2006   Quelle: City Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: City Solar AG

 

SMA verkauft 20.000. Sunny Boy Control

Sunny Boy Control Plus.
Sunny Boy Control Plus.

Zu Beginn dieses Jahres hat die SMA Technologie AG den 20.000-sten Sunny Boy Control verkauft und damit einmal mehr ihre Position als führender Hersteller von systemtechnischen Komponenten für Solarstromanlagen (Solarwechselrichter, Anlagenüberwachung) unter Beweis gestellt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Sunny Boy Control werde in unterschiedlichen Ausführungen sowohl für die Darstellung von Anlagenwerten als auch für die Funktionskontrolle genutzt, die unverzichtbarer Bestandteil jeder Photovoltaik-Anlage sei.
 
"Der Sunny Boy Control ist der Klassiker unter den Datenloggern und das mit gutem Grund," erklärt Lothar Müller, Softwareentwickler im Bereich der Solaren Datentechnik. "Ständige Weiterentwicklungen haben ihn äußerst zuverlässig und universell einsetzbar gemacht. Er bietet alle Optionen für die aussagekräftige und exakte Anlagenüberwachung, sei es lokal, über Mobilfunk oder Internet."

Bereits im Jahre 1996 brachte SMA als erster Hersteller der Photovoltaik-Branche mit dem Sunny Boy Control ein Gerät auf den Markt, das genau auf die Bedürfnisse vieler Anlagenbetreiber, nach einer komfortablen wie umfangreichen Leistungskontrolle ihrer Solarstromanlage, zugeschnitten war. Auch im zehnten Jahr sei der Sunny Boy Control wegen seiner ausgereiften Technik noch immer außerordentlich beliebt. Mit zahlreichen Eigenschaften, vom eingebauten Display über die Fähigkeit einer langfristigen Datenspeicherung, E-Mail- und Fax-Benachrichtigung bis hin zur Anschlussmöglichkeit für externe Sensoren und Großdisplays, sei er gerade für die Anlagenüberwachung kleiner bis mittelgroßer PV-Anlagen hervorragend geeignet.

Dass der Sunny Boy Control auch noch nach 10 Jahren der am weitesten verbreitete solare Datenlogger sei, zeige den Kompetenzvorsprung, den sich SMA durch die lange und intensive Beschäftigung mit der solaren Datentechnik erarbeitet habe. Die vielen Kundenanlagen im Internetportal www.SunnyPortal.com belegten dies eindrucksvoll.

10.02.2006   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA TechnologieAG

 

LORENTZ liefert 60 Solar-Pumpsysteme für UNDP-Projekt in Panama

Präsident Torrijos überreicht den Auftrag.
Präsident Torrijos überreicht den Auftrag.

Die Bernt Lorentz GmbH & Co. KG mit Sitz in Henstedt-Ulzburg und ihr Partner PASS, S.A. haben den Zuschlag für eine Lieferung von 60 Solar-Pumpsystemen nach Panama erhalten. Die Installation soll innerhalb von 75 Tagen bis Ende April 2006 durchgeführt werden, berichtet die Lorentz GmbH in einer Pressemitteilung.

 
Der Präsident von Panama, Martín Torrijos, überreichte die Bestellung in der letzten Woche persönlich an Vicente Puga, Geschäftsführer von PASS.

Die PS200 HR-07-Systeme werden an sonnigen Tagen rund 12 Liter pro Minute aus 25 Metern Tiefe fördern. Die erforderliche Energie liefert ein Solargenerator mit einer Leistung von 150 Watt peak. Die Pumpen werden der Wasserversorgung von Viehtränken dienen. Das Programm ist ein Pilotprojekt des United Nations Development Programme (UNDP) in Zusammenarbeit mit dem panamaischen MIDA (Ministerio de Desarrollo Agropecuario, Ministerium für Landwirtschaft und Viehzucht). Die geförderten Bauern errichten in Eigenleistung 5 Meter hoch aufgeständerte Vorratstanks, aus denen die Wasserverteilung bedarfsgerecht und ohne weitere Pumpen erfolgen kann.

10.02.2006   Quelle: Bernt Lorentz GmbH & Co. KG.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Bernt Lorentz GmbH & Co. KG.

 

ROBIN WOOD zur Wintertagung des Atomforums: "Sicher ist nur das Risiko"

ROBIN WOOD protestiert gegen Atomforum.
ROBIN WOOD protestiert gegen Atomforum.

Die Umweltorganisation ROBIN WOOD hat am 09.02.2006 die Forderungen der Atomlobby nach Laufzeitverlängerungen für die Atommeiler in Deutschland scharf kritisiert und den sofortigen Atomausstieg gefordert. Eine sichere und umweltfreundliche Stromversorgung könne nicht mit Atomenergie, sondern nur durch den Ausbau Erneuerbarer Energien erfolgen, heißt es in der ROBIN WOOD-Pressemitteilung.
 
Das bekräftigt ROBIN WOOD anlässlich der Wintertagung des Deutschen Atomforums, die am 09.02.2006 in Berlin begann. "ROBIN WOOD ermuntert alle KundInnen der Atomstromkonzerne, ihnen die Quittung für ihre verantwortungslose Politik zu geben und zu einem Öko-Stromanbieter zu wechseln", so die Umweltorganisation.


Atom-Lobby findet Unterstützung aus der Politik

Seit sich im vergangenen Sommer abgezeichnet habe, dass die politischen Karten in Deutschland durch eine vorgezogene Bundestagswahl neu gemischt würden, sei die Atom-Lobby besonders rührig und mache Stimmung für Laufzeitverlängerungen und sogar Neubauten von Atomkraftwerken, kritisieren die Umweltschützer. Die Unterstützung aus der Politik habe nicht lange auf sich warten lassen. Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Günther Oettinger (CDU), habe vorgeschlagen, die Entscheidung über die Laufzeiten der Atomreaktoren zur Ländersache zu machen. "Dann könnte er nämlich verhindern, dass der Schrottreaktor Neckarwestheim in dieser Legislaturperiode vom Netz geht", so ROBIN WOOD. Und sein hessischer Kollege Roland Koch (CDU) begeisterte sich in Presseinterviews für den Bau neuer Reaktoren. Das Atomforum habe ihn nun prompt als Redner zu seiner diesjährigen Tagung eingeladen.


"Wer sich um die sichere Energieversorgung von morgen sorgt, sollte schnellstmöglich auf die unendlichen, heimischen Energiequellen Sonne, Wasser, Erdwärme und Wind setzen"

Koch argumentiere, Deutschland würde durch Atomenergie von Rohstoffimporten unabhängiger. Tatsächlich aber sei die europäische Atomindustrie auf Uran-Importe aus Ländern wie Kanada, Namibia, Niger, Russland, Kasachstan und Usbekistan angewiesen. Nach heutigen Schätzungen reichten die wirtschaftlich nutzbaren Vorräte noch zirka 40 Jahre. Der Preis für ein Pfund Uran-Erz habe sich seit 2001 bereits vervierfacht. "Uran ist ein Rohstoff, der in wenigen Jahrzehnten verbraucht sein wird und auch aus Krisenregionen dieser Welt stammt. Wer sich um die sichere Energieversorgung von morgen sorgt, sollte schnellstmöglich auf die unendlichen, heimischen Energiequellen Sonne, Wasser, Erdwärme und Wind setzen", sagt Bettina Dannheim, Energiereferentin von ROBIN WOOD.


Reaktorkatastrophe von Tschernobyl jährt sich zum 20. Mal

"Eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten würde den Atomkonzernen jedes Jahr Milliarden Gewinne in die Kassen spülen. Die Stromkunden aber haben dadurch nichts als Nachteile: hohe Strompreise, wachsende Atommüllberge und ein noch größeres Risiko atomarer Unfälle", so Dannheim weiter. "Welche immensen Gefahren von der Atomenergie ausgehen, hat die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gezeigt. 2006 jährt sich diese Katastrophe zum 20. Mal. Doch davon ist – wen wundert’s - im Programm der Wintertagung mit keinem Sterbenswörtchen die Rede", heißt es in der Pressemitteilung von ROBIN WOOD.

09.02.2006   Quelle: ROBIN WOOD e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ROBIN WOOD

 

Greenpeace-Report: Uran reicht maximal noch 65 Jahre

Die Atomkraft ist nach Auffassung der Umweltschutzorganisation Greenpeace gänzlich ungeeignet, um die energiepolitische Versorgungssicherheit Deutschlands zu garantieren. Grund dafür sei der Rohstoff Uran, der nach Greenpeace-Berechnungen in spätestens 65 Jahren weltweit erschöpft sein wird. Die Umweltorganisation lege am 09.02.2006 in Berlin einen umfassenden Report zu Uran vor. Auf Basis von Daten der Konferenz für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) weise die Studie nach, dass die Uranvorkommen weltweit auch bei reduziertem Bedarf spätestens 2070 ausgebeutet sein werden, heißt es in der Greenpeace-Pressemitteilung.   "Die CDU muss sich langsam mit der Tatsache befassen, dass Atomkraft unser Land nicht aus seiner energiepolitischen Abhängigkeit führen kann", sagt Thomas Breuer, Atomexperte von Greenpeace. "Im Gegenteil: Größter Uranlieferant der Europäischen Union ist Russland. Bundeswirtschaftsminister Glos will die Bevölkerung wohl hinters Licht führen, wenn er die Sorge vor einer Abhängigkeit von Russland am Gasmarkt dazu nutzt, die Atomenergie zu propagieren", so Breuer weiter. Etwa ein Viertel der Uranlieferungen an die Europäische Union sei aus Russland gekommen. Weitere große Lieferanten seien Australien, Kanada, Kasachstan, Usbekistan und Niger.


Konfliktbeladener Rohstoff

Zudem ist Uran laut Greenpeace ein äußerst konfliktbeladener Rohstoff. Neben Plutonium sei es einer der Grundstoffe für Atombomben. Länder, die eine zivile Atomwirtschaft besitzen, verfügten auch über das technische Wissen zum Bau von Atombomben. Hier liege auch die Ursache des Atomstreits mit dem Iran. Seinen Wunsch nach einer Urananreicherungsanlage begründe der Iran damit, eine eigene Brennstoffversorgung herstellen zu wollen. Doch mit der gleichen Technologie könne man ebenso Uran für Atombomben anreichern. "Die Bundesregierung besitzt hohe außenpolitische Glaubwürdigkeit, wenn sie im internationalen Atomstreit mit dem Iran diesen von seinen atompolitischen Plänen abbringen möchte", erklärt Breuer. "Nur ein Land, das selbst aus der Atomtechnologie aussteigt, kann anderen Ländern glaubwürdig vermitteln, diesen energiepolitischen Irrweg des zwanzigsten Jahrhunderts zu vermeiden."


Die einzige Antwort sind erneuerbare Energien und Effizienz

"Die deutlich begrenzten Uranvorkommen zeigen auch, dass Atomenergie nicht die Lösung für den Klimaschutz ist", betont Greenpeace. Die Atomkraft decke derzeit nur rund sieben Prozent des weltweiten Energiebedarfs. Würde dieser Anteil klimarelevant erhöht, wären die Uranressourcen in kurzer Zeit erschöpft. Völlig ausgeblendet werde in der Diskussion auch die massive Umweltzerstörung, die mit der Gewinnung von Uran einhergehe. Nur ein kleiner Teil der Uranvorräte liege in Lagerstätten mit hoher Konzentration. Beim Abbau von Uranvorräten mit geringerer Konzentration werde unverhältnismäßig viel Natur zerstört. Genau um diese Lagerstätten gehe es aber bei einer Ausweitung der Abbaukapazitäten von Uran. "Versorgungssicherheit und Umweltschutz lassen sich mit Atomkraft nicht realisieren. Die einzige Antwort auf die Energiefrage in Deutschland sind erneuerbare Energien und Effizienz - dazu gehört zum Beispiel Energiesparen und die Wärmedämmung von Gebäuden", so Thomas Breuer.

09.02.2006   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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EnBW Regional AG will Angemessenheit ihrer Netzentgelte nachweisen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 08.02.2006 in der Sache BMR-Service GmbH (LandEnergie) gegen EnBW Regional AG festgestellt, dass ein Netzbetreiber die Angemessenheit seiner Netznutzungsentgelte unter Anwendung von § 315 BGB darlegen muss. Das dabei gegen die EnBW Regional AG ergangene Urteil beziehe sich lediglich auf die Nachweispflicht und stelle keine Beurteilung der Höhe der Netzentgelte der EnBW Regional AG dar, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Unverändert zähle das Unternehmen im Strukturklassenvergleich in der Niederspannung zu den günstigsten Netzbetreibern in Deutschland, betont die EnBW Energie Baden Württemberg AG.


"Öffentliche Offenlegung der Kalkulationen ist das Ende und nicht der Anfang von Wettbewerb"

Die EnBW Regional AG werde die Angemessenheit ihrer Netzentgelte aus den Jahren 2002 bis 2004 nun gegenüber dem OLG Stuttgart nachweisen. Grundlage der Netzentgeltkalkulation sei die Verbändevereinbarung II plus gewesen. Für die Zukunft habe das gestrige BGH-Urteil keine Bedeutung, weil die Netzentgelte nun von der Bundesnetzagentur überprüft und genehmigt werden. Die EnBW habe in der Vergangenheit wiederholt betont, dass sie gegenüber der Bundesnetzagentur oder anderen zuständigen Behörden gerne Transparenz schaffen will, auch indem dort die Kalkulationen offen gelegt werden. Die öffentliche Offenlegung für jeden - und damit auch für jeden Wettbewerber - ist dagegen das Ende und nicht der Anfang von Wettbewerb. Dies gelte auch für den Netzbereich, wo gerade durch die von der EnBW propagierte Anreizregulierung wettbewerbliche Elemente zunehmend wichtiger würden.

Den Wettbewerb in der Energiewirtschaft gilt es nach Auffassung der EnBW zu fördern. Aus diesem Grund sei die EnBW von Anfang an ein engagierter Verfechter von mehr Wettbewerb in der Energiewirtschaft gewesen. Mit dem EnBW-Modell zur Anreizregulierung habe sie wesentliche Grundlagen in die Gesetzgebung einbringen können, die nun die Basis für das bevorstehende Wirken des Regulierers darstellten.

09.02.2006   Quelle: EnBW Energie Baden Württemberg AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Größte Freiland-Solarstromanlage Norddeutschlands entsteht in Rodenäs

Nur einen Steinwurf von der dänischen Grenze entfernt wird ab April diesen Jahres im nordfriesischen Rodenäs die größte Photovoltaik-Freiland-Anlage Norddeutschlands errichtet. Das Zwei-Megawatt-Projekt wird gemeinsam realisiert von der Solarpark Rodenäs GmbH und der SunEnergy GmbH aus Hamburg. Die Solarmodule werden mit Hilfe von eigens entworfenen und gebauten Drehtischen der Sonne nachgeführt.  "Norddeutschland wird von vielen in der Solarbranche immer noch als Stiefkind, was Sonneneinstrahlung und Ertragswerte angeht, angesehen", so Dr. Hartwig Westphalen, Geschäftsführer der SunEnergy GmbH in Hamburg, die Module und Wechselrichter liefert. "Dabei können wir hier im Norden dieselben Erträge aufweisen, wie in Süddeutschland. Die frische Brise an der Küste kühlt die Solarmodule, wenn diese bei Sonne auf Hochtouren arbeiten. Dies verbessert den Wirkungsgrad und führt so zu einem höheren Ertrag", erläutert Westphalen. Die nachgeführten Anlagen in Rodenäs erreichten eine weitere Ertragssteigerung durch die punktgenaue Ausrichtung zur Sonne.


16.080 Module erzeugen 2,5 Millionen kWh pro Jahr

Die 16.080 Module mit einer Leistung von jeweils 127 Watt des Weltmarktführers Sharp werden in Einheiten zu 3,048 Kilowatt peak auf den einachsigen Nachführ-Tischen gruppiert. Im Endausbau ist der Solar-Park auf 2,04 Megawatt Leistung (MWp) ausgelegt. Für die Netzeinspeisung sorgen insgesamt sieben Solarmax-Zentral-Wechselrichter der Sputnik Engineering AG. Der Solarpark Rodenäs ist als Bürgerbeteiligungsanlage geplant. Nach der Errichtung der gesamten Anlage soll die Fläche weiterhin landwirtschaftlich durch Schafsbeweidung genutzt werden. Das Solarkraftwerk wird jährlich voraussichtlich 2,3 bis 2,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen und in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Dieser wird nach den Vorgaben des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) vergütet. Der Solarstrom-Ertrag entspricht etwa dem Stromverbrauch von 600 Vier-Personen-Haushalten.


Einachsige Nachführung vor Ort entworfen, konstruiert und gebaut

Im ersten Bauabschnitt sollen ungefähr dreizehn Hektar des Geländes nahe eines Naturschutzgebietes verbaut werden. Bis zum Herbst 2006 sollen alle 670 Nachführeinheiten stehen. "Die einachsige Nachführung ist von uns vor Ort entworfen, konstruiert und gebaut worden", erläutert Frank Groneberg, Geschäftsführer der Solarpark Rodenäs GmbH. "Wir befinden uns hier in einem strukturschwachen Raum in Nordfriesland. Deshalb sind wir besonders stolz, dass wir durch erneuerbare Energien, insbesondere durch die Photovoltaik, Arbeitsplätze neu schaffen konnten", so Groneberg weiter. Allein für die Wartung und laufende Kontrolle der gesamten 2 MW-Anlage entstehe ein weiterer Arbeitsplatz. "Nicht die Größe des Solarparks hat uns fasziniert, sondern das innovative Konzept von Frank Groneberg und seinen Partnern und die großartige Eigenleistung“, ergänzt Oliver Korth, Vertriebsleiter der SunEnergy GmbH.

09.02.2006   Quelle: SunEnergy GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Günstigere Förderkredite für energetische Sanierung

Die Bundesregierung unterstützt energieeffiziente Sanierungs- und Bauvorhaben mit verschiedenen Förderkrediten - und hat nun die Konditionen dieser Programme drastisch verbessert. Hauseigentümer können seit dem ersten Februar die vollständige energetische Modernisierung ihrer Gebäude über einen Kredit der KfW Förderbank mit nur 1 Prozent effektivem Jahreszins finanzieren.   Auch für einzelne Maßnahmen, zum Beispiel eine Heizungsmodernisierung, bietet die KfW attraktive Kredite. "Die Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen über den günstigen KfW-Kredit ist wirtschaftlicher als die Verwendung von eigenem Kapital. Wir empfehlen daher Bauherren und Modernisierern, diese Kredite zur Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen zu nutzen", sagt Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).

Egal ob Altbaumodernisierung oder Neubau: Für die Finanzierung energieeffizienten Bauens stehen im Rahmen der neuen KfW Förderinitiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum" drei Kreditprogramme zur Verfügung, deren Konditionen nun stark verbessert worden sind.


CO2-Gebäudesanierungsprogramm

Wer größere Sanierungsmaßnahmen mit erheblicher Energieeinsparung und Reduktion des CO2-Ausstoßes durchführt, kann dafür einen Kredit aus dem "CO2-Gebäudesanierungsprogramm" in Anspruch nehmen. Dabei kann es sich um eine effiziente Heizungsmodernisierung ebenso wie um eine Komplett-Sanierung des Gebäudes handeln. Das Programm bietet eine Finanzierungssumme von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit zu einem effektiven Jahreszins von einem Prozent. Besonderer Anreiz: Wer durch die kreditfinanzierten Maßnahmen seinen Altbau mindestens auf das energetische Niveau eines Neubaus saniert, erhält einen Teilschulderlass von 15 Prozent der Kreditsumme.


Wohnraum modernisieren

Kommen nur einzelne energetische Sanierungsmaßnahmen in Betracht - z.B. die Dämmung der Kellerdecke - bietet das Programm "Wohnraum modernisieren" einen Kredit von ebenfalls maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit zu einem Zinssatz von 2.02 Prozent.


Ökologisch Bauen

Das Programm "Ökologisch Bauen" unterstützt die Errichtung besonders energiesparender Neubauten mit bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit. Der effektive Zinssatz für Passivhäuser und Energiesparhäuser mit einem Energiebedarf von 40 Kilowattstunden (kWh) pro m2 und Jahr liegt bei einem Prozent. Bei Energiesparhäusern mit einem Energiebedarf von 60 kWh pro m2 und Jahr fällt ein Zins von 2,54 Prozent an.


Anträge bei der Hausbank, Beratung durch den Fachmann

Mit diesen Kreditprogrammen lassen sich Investitionen in zukunftssichere Gebäude über eine Laufzeit von 10 bis 30 Jahren zinsgünstig finanzieren. Wer sie in Anspruch nehmen möchte, kann sie direkt bei der eigenen Hausbank beantragen. Die dena rät allen Hausbesitzern, eine geplante Modernisierung mit der umfassenden Bewertung des Gebäudes durch einen Fachmann, beispielsweise einen Gebäudeenergieberater, zu beginnen. Der Berater kann die Energieeinsparpotenziale identifizieren und dem Eigentümer mitteilen, welche Sanierungsmaßnahmen energetisch und wirtschaftlich sinnvoll sind. Diese so genannte "Vor-Ort-Beratung" wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit einem Zuschuss zu den anfallenden Kosten gefördert - bei Ein- und Zweifamilienhäusern mit immerhin 300 Euro.

Informationen zu sinnvollen Sanierungsmaßnahmen, Fördermöglichkeiten und energieeffizientem Bauen bietet die dena im Rahmen ihrer Informationskampagne "zukunft haus" unter:

Siliziumversorgung sicher

"Dieser lucky deal findet vor dem Hintergrund unserer strategischen Entscheidung statt, Kapazitäten und Präsenz in den am stärksten expandierenden Solarmärkten auszubauen. Die neuen Aktivitäten passen ideal in unser Portfolio und stärken unsere Position zur Versorgung der weltweit steigenden Nachfrage nach Solarenergie", Asbeck. "Wir erwarten, dass der - infolge der derzeitigen Rohstoffsituation - niedrige Siliziumdurchsatz an den neuen Standorten in naher Zukunft beendet wird. Parallel zu den uns durch die Vereinbarung neu zufließenden Rohstoffen werden wir einen Teil unserer Ressourcen der dortigen Produktion zur Verfügung stellen. Anfänglich erwarten wir an den neuen Standorten eine Auslastung von 50 Prozent. Wir gehen davon aus, die Kapazitäten bis 2007/2008 voll ausnutzen zu können. Die Ausbaupläne des SolarWorld-Konzerns in Freiberg werden durch die Übernahme der neuen Standorte nicht berührt", so der SolarWorld-Chef.


Shell-Mitarbeiter werden übernommen

Die SolarWorld AG will 575 Shell Solar-Mitarbeiter weiterbeschäftigen. Für alle Personen bestehe eine Beschäftigungsgarantie von einem Jahr. "Wir wollen auch darüber hinaus alle Mitarbeiter halten. Wir schätzen, dass die Auslastung in den neuen Fabriken kontinuierlich ansteigen wird und mit dem Ende der relativen Rohstoffverknappung 2008 der Großteil der Beschäftigungsverhältnisse gesichert werden kann. Seit unserer Gründung im Jahr 1998 haben wir nur Mitarbeiter neu eingestellt. Diesen Weg wollen wir weiter gehen", kündigt Asbeck an. Für die Kunden der Shell Solar ändere sich nichts. Sie würden fortan von der SolarWorld AG gewohnt zuverlässig betreut.


Frank Asbeck: Möglicherweise erster und letzter großer 'Merger' im internationalen Solarmarkt

"Der Übergang der Shell Solar auf die SolarWorld AG ist Ausdruck einer sich seit längerem abzeichnenden Konsolidierung in der Branche", bewertet Asbeck die Übernahme aus der Marktperspektive. Es könne aber sein, dass dies auf absehbare Zeit der erste und vielleicht letzte große Zusammenschluss im internationalen Solarmarkt sei. "Die anderen großen internationalen Player sind in fester Hand. Große kapitalkräftige Unternehmen stehen dahinter. Es ist aus heutiger Sicht nur schwer vorstellbar, dass einer dieser Akteure durch Übernahmen vom Markt verschwinden wird", so Asbeck. Konsolidierungen und Übernahmen im Bereich weniger kapital- und know-how-intensiver Solarstromsegmente wie der Solarzellen- und Solarmodulfertigung seien in der Branche dagegen ebenso wahrscheinlich wie die von Handels- und FuE-Unternehmen.

02.02.2006   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Deutsche Shell AG
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Strom aus Erdwärme: Produktion soll bis 2010 weltweit um 50% steigen

Derzeit sind weltweit Geothermieanlagen zur Stromerzeugung mit knapp 9.000 Megawatt (MW) elektrischer Leistung an den Netzen, so die Geothermische Vereinigung e.V. in einer Pressemitteilung. Während des Geothermischen Weltkongresses 2005 in Antalya (Türkei) prognostizierte die International Geothermal Association (IGA) einen Anstieg um 1.900 MW bis 2010. Die US-amerikanische Geothermal Energy Association (GEA) halte diesen Wert inzwischen für überholt. Sie verweise auf die derzeit auf den Weg gebrachten Vorhaben mit einer Größenordnung von 13.500 MW. Diese würden eine Steigerung von rund 50% gegenüber der 2005er Ausgangslage bedeuten.  
Starkes Geothermie-Wachstum in den USA

Rapide voran gehe es vor allem in den Vereinigten Staaten. Allein 2005 konnten Stromlieferverträge für 500 neu geplante MW abgeschlossen werden. Weitere stünden 2006 an. In elf westlichen Bundesstaaten seien auf Initiative der Gouverneursvereinigung neue Felder und Kraftwerksstandorte identifiziert worden. Auf den Philippinen würden in den nächsten vier Jahren 500 bis 700 MW neu in Betrieb genommen werden. Die Zielvorgabe liege bei 10.000 MW aus geothermischen Ressourcen, von denen bis 2010 rund 2000 MW Strom liefern sollen. Ähnlich sehe die Situation in Indonesien aus. Derzeit seien dort 800 MW am Netz. Bis 2009 sollen 1200 MW hinzukommen.


Der Iran baut erstes Erdwärmekraftwerk

In Island entstehen derzeit eine Reihe neuer Kraftwerke. Neue Anlagen seien in Neuseeland und Nicaragua auf den Weg gebracht worden. Als neue Spieler im "geothermischen Stromorchester" kämen in Kürze Kanada und Indien hinzu. Auf dem Subkontinent stünden geothermische Ressourcen mit mehr als 10.000 MW zur Verfügung. Auch der Iran baue gegenwärtig sein erstes Erdwärmekraftwerk. Für Ostafrika habe die Weltbank ein neues Förderprogramm zur weiteren Erschließung der etwa 7.000 MW Ressourcen aufgelegt. Vermerkt sei in den USA aber auch worden, dass in Deutschland neue Kraftwerke außerhalb klassischer geothermischer Regionen entstehen.

02.02.2006   Quelle: Geothermische Vereinigung e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Umfrage: Hohe Zustimmung von Jugendlichen zum Tempo des Atomausstiegs

Atom- und Energiepolitik stoßen auf großes Interesse bei Schülerinnen und Schülern. Das belegt eine Forsa-Umfrage unter Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren, die das Bundesumweltministerium drei Monate vor dem 20. Jahrestag des Reaktorunfalls von Tschernobyl in Auftrag gegeben hat. Die überwiegende Mehrheit der Jugendlichen steht der Atomenergie demnach kritisch gegenüber: 45 Prozent meinen, das Tempo des Atomausstiegs solle beibehalten werden, 36 Prozent möchten ihn sogar noch beschleunigen.  Gefragt wurde nach dem Kenntnisstand der Jugendlichen zu Tschernobyl und zu ihren Einstellungen zur Atomenergie (Erhebungszeitraum: 19.-25. Januar 2006). 72 Prozent der Jugendlichen wünschen, dass im Schulunterricht die Themen Atomkraft und Energieversorgung stärker berücksichtigt werden sollten. "Die Umfrage zeigt, wie groß das Interesse von Jugendlichen an Energiefragen ist. Gerade die verheerende Katastrophe von Tschernobyl bietet Lehrerinnen und Lehrern eine gute Möglichkeit, dieses Thema auch im Schulunterricht aufzugreifen", so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. "Das Bundesumweltministerium wird in Kürze Materialien für Lehrkräfte zur Verfügung stellen, die unterschiedliche Aspekte der Atompolitik technisch, energiepolitisch, aber auch im Hinblick auf die Fairness kommenden Generationen gegenüber thematisieren, so der Minister.


Deutliche Mehrheit hält Atomkraft für zu riskant

Laut Forsa-Umfrage halten drei Viertel der Jugendlichen das mit der Atomkraft verbundene Risiko für zu hoch. Rund zwei Drittel (65 Prozent) der Jugendlichen sind der Meinung, dass Atomkraftwerke heute zwar weltweit sicherer seien als vor 20 Jahren, die Unfallgefahr aber weiterhin zu hoch sei. 9 Prozent glauben sogar, dass die Unfallgefahr heute noch genauso groß sei wie vor 20 Jahren. 47 Prozent der Jugendlichen haben Angst, dass ihrer Generation durch die Atomenergie und durch den Atommüll Probleme hinterlassen werden, die sie später nicht mehr lösen können. 52 Prozent befürchten dies nicht.


Wissen um Tschernobyl-Katastrophe relativ gering

In der "Nach-Tschernobyl-Generation" ist das Wissen um die Reaktorkatastrophe vor zwanzig Jahren relativ gering. Nur ein Drittel der Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren kann sagen, um was es sich bei Tschernobyl handelt beziehungsweise was dort geschehen ist. Von den 12-Jährigen wissen dies nur 11 Prozent, von den 16-Jährigen immerhin 59 Prozent. Ostdeutsche Jugendliche zeigen sich über Tschernobyl etwas besser informiert als die westdeutschen Jugendlichen. Von den Gymnasiasten können 43 Prozent die richtige Antwort geben. Von den Hauptschülern wissen es 16 Prozent. Der Anteil derer, die Tschernobyl richtig zuordnen können, steigt dabei in den verschiedenen Schultypen mit der Höhe der Klassenstufe an.

Die ausführlichen Ergebnisse der Umfrage sind abrufbar unter http://www.bmu.de.

02.02.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Windenergie: Nordex steigt in den italienischen Markt ein

Der Nordex AG ist mit einem ersten Großauftrag der Eintritt in den Wachstumsmarkt Italien gelungen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Für den Entwickler Energia Verde Srl, eine Tochtergesellschaft der dänischen börsennotierten Greentech Energy Systems A/S, soll Nordex den Windpark Cadau I realisieren. Das Projekt werde 14 Turbinen der Baureihe Nordex S77/1.500 kW umfassen, die im Jahr 2006 bei Cagliari auf Sardinien errichtet werden sollen.  Den Auftragswert für den schlüsselfertigen Windpark beziffert die Nordex AG mit rund 25 Millionen Euro.


Windstrom für 11.000 Haushalte

Während einer dreijährigen Windmessung sei am Standort eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von 5,8 – 6,0 Metern pro Sekunde ermittelt worden. Für diesen "IEC 3"-Standort sei die Turbine S77 ausgelegt und ideal geeignet. Wegen der hohen örtlichen Temperaturen würden die 14 Anlagen in einer speziellen "Hot-Climate-Version" ausgeliefert. Pro Jahr soll der 21 MW-Windpark einen Energieertrag von 46.000.000 Kilowattstunden produzieren und damit rund 11.000 Haushalte mit Strom versorgen können.

Die Nordex AG hatte 2004 bei Florenz eine Tochtergesellschaft gegründet. Bis heute hätten aber nur zwei kleinere Projekte in Italien realisiert werden können. "In der Regel benötigt eine neue nationale Vertriebsgesellschaft einige Jahre bis sie ihre ersten Projekte einfährt. Deshalb ist der Auftrag Cadau I für Nordex Italia ein guter Erfolg", so Thomas Richterich, Vorstandsvorsitzender der Nordex AG.

Greentech Energy Systems A/S ist ein an der dänischen Börse notierter Energieversorger, der sich auf die Stromproduktion aus Windenergie spezialisiert hat. Die Gesellschaft ist in Italien und Polen aktiv und entwickelt laut Nordex AG derzeit Projekte mit einem Volumen von rund 500 MW.

02.02.2006   Quelle: Nordex AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Marktexperte warnt vor explodierenden Ölpreisen

Die anhaltenden Spannungen um die Atom-Politik des Iran und die Anschläge in Nigeria bergen ein großes Risikopotenzial für den Ölmarkt und im speziellen für den heimischen Kraftstoff- und Heizölmarkt. "Sollten Öllieferungen aus einem wichtigen Förderland wie Iran oder Nigeria für längere Zeit ausfallen, werden die Rohölpreise an den internationalen Rohstoffmärkten explodieren" so Josef Weichslberger, Geschäftsführer des Internet-Heizölportals fastenergy.de. Durch die permanent steigende Nachfrage nach Rohöl, vorrangig verursacht durch das starke Wirtschaftswachstum in China, seien die Märkte seit geraumer Zeit sehr angespannt. Die Ölförderung laufe auf Hochtouren, so der Marktexperte, und die Raffineriekapazitäten seien nach wie vor knapp.  Die Hurrikankatastrophe vom letzten Herbst habe gezeigt, wie sensibel die Märkte auf Versorgungsengpässe reagieren, so Weichslberger.

Trotzdem könnten sich Besitzer einer Ölheizung im Vergleich zu anderen Energieträgern noch glücklich schätzen. Hier könne Wärme auf Vorrat bezogen und die starke Schwankungsbreite geschickt zum eigenen Vorteil ausgenützt werden, was beispielsweise bei Erdgas nicht der Fall sei. Wer im letzten Jahr statt im August oder September bereits im Februar Heizöl gekauft habe, habe bei einer durchschnittlichen Partiegröße von 3.000 Litern rund 600 Euro sparen können. "Weder das Feilschen um die letzten Euro-Cent-Beträge, noch mühsam organisierte, zeit- und nervenraubende Sammelbestellungen bringen die Vorteile, sondern der Kauf zum richtigen Zeitpunkt" so Weichslberger weiter. Gerade das Internet eigne sich hier hervorragend, um sich unkompliziert und schnell einen objektiven Überblick zu verschaffen.

Aktuell rät FastEnergy Ihren Kunden, rechtzeitig auf Vorrat zu bestellen, da die Preise immer noch rund zehn Prozent unter den Rekordwerten vom letzten Jahr notieren und die Gefahr einer Eskalation in einem der eingangs genannten Ölförderländer allgegenwärtig sei. "Nur sehr risikoorientierte Kunden warten und hoffen auf fallende Preise" heißt es bei FastEnergy.

Die FastEnergy GmbH betreibt ein führendes Internetportal zum Thema Heizöl mit verschiedenen Serviceleistungen für Endverbraucher. Neben der Online-Preisberechnung für fast ganz Deutschland und das komplette Österreich, biete das Unternehmen seinen Kunden objektive Marktberichte, Heizöl-Charts und eine automatische Wunschpreisbenachrichtigung zur Wahl des optimalen Kaufzeitpunktes.

01.02.2006   Quelle: FastEnergy GmbH; (openPR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Hans-Josef Fell: OPEC-Ölförderung kann nicht weiter gesteigert werden

"Die OPEC steht kurz davor, die weiße Fahne zu hissen", erklärt Hans-Josef Fell, MdB und Sprecher für Energie- und Technologiepolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in seinem Newsletter zur Sonderkonferenz der OPEC. Die Erdölförderung in den OPEC-Ländern könne nicht weiter gesteigert werden, es seien sogar Stimmen laut geworden, die Förderung einzuschränken.  Auffallend sei, dass dies geschehe, nachdem vor wenigen Tagen in Kuwait darüber spekuliert worden sei, dass die Erdölreserven des Emirats um 100 Prozent überbewertet seien und auch bekannt geworden sei, dass die Förderung im größten Erdölfeld Kuwaits zurückgehe, so Fell


Förderrückgang auch in Saudi-Arabien

Die Hilflosigkeit der OPEC sei vor dem Hintergrund zu sehen, dass es mittlerweile deutliche Hinweise darauf gebe, dass auch Saudi-Arabien an die Grenzen seiner Fördermöglichkeiten gestoßen sei. "Auch das größte saudische Erdölfeld Ghwar soll nach Insiderinformationen bereits im Förderrückgang sein", so Fell. Über die Förderrückgänge in Indonesien werde hingegen schon gar nicht mehr spekuliert: Längst sei bestätigt, dass das OPEC-Land Indonesien sich mittlerweile zu einem erdölimportierenden Land entwickelt habe.


Warnung vor Weltwirtschaftsdepression durch explodierende Ölpreise

Zugleich steige die globale Nachfrage nach Erdöl unaufhörlich, erinnert Fell. Die Welt sei nicht auf begrenzte Erdölressourcen eingestellt. Entweder passe sich die Nachfrage durch Energiesparen und Umstieg auf erneuerbare Energien schnell an oder die Weltwirtschaft werde über explodierende Ölpreise und durch eine daraus folgende Depression zu einer schnellen Anpassung gezwungen, warnt der Grünen-Sprecher.


Strategien für sichere und bezahlbare Energieversorgung unerläßlich

"EU, Bundesregierung, Länder und Kommunen sind dazu aufgerufen, Notfallpläne und Strategien zu entwickeln, um eine sichere und bezahlbare Energieversorgung ihrer Bürger auch in Zukunft zu gewährleisten", heißt es in dem Rundschreiben. Die einzigen wirksamen Lösungen die auch das Klima schützen seien Energiesparen und erneuerbare Energien. "Die Kommunen sollten nicht darauf warten, bis die trägen staatlichen Ebenen über ihnen endlich mit der Arbeit beginnen", so Fell.

01.02.2006   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Vattenfall-Sprecherin: Erneuerbare Energien haben Anstieg der Strompreise gebremst

Ohne die erneuerbaren Energien wäre der Preisanstieg des Stromversorgers Vattenfall Europe noch deutlich höher ausgefallen. Das sagte eine Unternehmenssprecherin dem Berliner "Tagesspiegel" (Mittwochausgabe). "Die Beschaffungskosten für regenerativen Strom haben sich nicht so stark erhöht wie die für konventionellen Börsenstrom", erklärte die Sprecherin. Laut Tagesspiegel ist dies das erste Mal, dass ein großer Energiekonzern anerkennt, dass Strom aus Wind, Wasser und Sonne von den Preissprüngen an den internationalen Energiemärkten nicht betroffen war.  Vor allem die gestiegenen Gaspreise hätten den Strompreis an der Energiebörse EEX in die Höhe getrieben. Diese Teuerung müsse nun an die Kunden weiter gegeben werden. Der Preis für Strom aus Wind, Wasser und Sonne sei dagegen weniger stark gestiegen, heißt es in der Pressemitteilung des Tagesspiegels.


Ökostrom wird nur 2,8 % teurer, konventioneller Strom bis zu 8 %

In Berlin verteuert sich deshalb der Ökostrom-Tarif "Öko Pur" laut Tagesspiegel für einen durchschnittlichen Verbraucher lediglich um 2,8 Prozent. Der Standardtarif "Berlin Klassik" soll hingegen um 5,8 Prozent teurer werden. Noch höher falle der durchschnittliche Preisanstieg bei den Tarifen "Klassik Plus" mit 7,6 Prozent und "Multiconnect" mit 8,0 Prozent aus. Vattenfall Europe hatte angekündigt, seine Preise zum 1. Mai zu erhöhen.

Der komplette Bericht " Unter Spannung" ist veröffentlicht im Tagesspiegel vom 01.02.2006 unter der Adresse http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/01.02.2006/2324131.asp

01.02.2006   Quelle: Der Tagesspiegel, ots   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Baden-Wüttemberg: Wirtschaftsminister lobt Wechselrichter-Hersteller für Arbeitsplätze und Wertschöpfung

KACO-Wechselrichter "Powador".

"Das EEG kurbelt die Wirtschaft an und wird in vielen Ländern kopiert", lautet eines der Argumente, mit denen KACO-Geschäftsführer Ralf Hofmann für die Solarenergie wirbt. Was KACO betreffe, teile Baden-Württembergs Wirtschaftminister Ernst Pfister (FDP) diese Einschätzung. Bei seinem Besuch in Neckarsulm habe sich Pfister beeindruckt gezeigt vom rasanten Aufstieg des erst sieben Jahre alten Unternehmens auf Platz 2 der deutschen Wechselrichterhersteller, heißt es in der KACO-Pressemitteilung.
 
Mit Blick auf die Einspeisevergütung sagte Pfister: "Bei Wechselrichtern verbleiben 90 Prozent der Mittel in Deutschland. Bei Solarmodulen stammen zwei Drittel aus dem Ausland und kommen so der hiesigen Solarwirtschaft nicht zugute."


70 Prozent Umsatzwachstum, 40 neue Arbeitsplätze

Im vergangenen Jahr hat KACO nach eigenen Angaben rund 30.000 Wechselrichter verkauft. Das entspreche einem Wachstum von 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Etwa 40 Mitarbeiter seien 2005 eingestellt worden. Nicht nur Wechselrichter- oder Modulhersteller im In- und Ausland profitierten von der hohen Nachfrage nach PV-Anlagen. Auch Zulieferbetriebe, der Großhandel und vor allem das Handwerk, das die Anlagen installiert, gehörten zu den Gewinnern. Durch die dezentrale Energieerzeugung vor Ort entfallen außerdem Gas- und Ölimporte.


Zentralwechselrichter Powador 30000xi ab sofort lieferbar

Powador 30000xi heißt die erste Generation eines 30-kW-Wechselrichters, mit dem KACO in die Sparte der Zentralwechselrichter vorstößt. Typisch für KACO sei die trafolose Technik, die Betreibern eine hohe Energieausbeute garantiere. Mit drei MPP-Reglern sei der neue Zentralwechselrichter für Installateure flexibel einsetzbar. Die Elektronik ist laut Hersteller verkapselt, was das Gerät langlebig macht. Sicherheit für den Kunden schaffen die Garantie von sechs Jahren und der Vor-Ort-Service mit kurzen Reaktionszeiten, betont KACO.

"Unser 30-kW-Gerät ist sehr robust, hat einen exzellenten Wirkungsgrad und ist richtig preiswert", sagt sich Michael Viotto, Entwicklungsleiter bei einem der traditionsreichsten Stromrichter-Hersteller in Deutschland. "Im Powador 30000xi steckt das ganze Know-how und die langjährige Erfahrung mit trafolosen Wechselrichtern", so der Diplomingenieur zum neuen KACO-Produkt.

Besonders langlebig sei der Powador 30000xi durch seinen Gehäuseaufbau: Die getrennte Luftführung schütze die Elektronik vor Staub, den die Ventilatoren aufwirbeln. Die separate Elektronik-Kapsel wirke zudem als Kühlkammer. Die Lüftung schalte sich erst dazu, wenn die Außentemperaturen es erfordern. So würden die zwei Ventilatoren geschont. Für den Powador 30000xi bietet KACO einen 20-Jahre-Wartungsvertrag an: Per Datenlogger wird das Gerät von der Firmenzentrale in Neckarsulm aus überwacht. Im Störfall seien Techniker innerhalb garantierter Reaktionszeiten vor Ort und schafften Abhilfe.

01.02.2006   Quelle: KACO Gerätetechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: KACO Gerätetechnik GmbH

 

Börsenbrief empfiehlt Plambeck als "Turnaround-Aktie" für 2006

Der Windenergie-Projektierer Plambeck Neue Energien AG (WKN A0JBPG) ist für den Börsenbrief "Der Kursmacher" ein "Phönix aus der Asche". Dem Unternehmen gehe es besser denn je, die Auftragsbücher seien reichlich gefüllt. Der Kursmacher rät in seiner Pressemitteilung: "Kaufen Sie diesen außergewöhnlichen Turnaroundwert, damit er auch in Ihrem Depot entsprechend durchstarten kann".   Zwar habe Plambeck im ersten Halbjahr 2004 noch einen Verlust von 145,4 Millionen Euro ausweisen müssen, so habe aber 2005 bereits ein Plus von 0,1Millionen erwirtschaftet werden können. Auch wenn 2005 noch negativ abgeschlossen worden sei, erwarte das Management bereits 2006 ein positives Ergebnis vor Steuern (EBT) von bis zu 5 Millionen Euro, heißt es in der Kursmacher-Pressemitteilung.


Windenergie und Biomasse

Plambeck beschäftigt sich seit dem Jahre 1995 mit der Umsetzung und Realisierung von Windparkprojekten. Bislang konnte das Unternehmen laut Kursmacher in Deutschland auf dem Festland 72 Windparks mit insgesamt 407 Windenergieanlagen und einer Gesamtnennleistung von 507,75 MW realisieren. Plambeck sicherte sich schon frühzeitig eine große Anzahl von strategisch sehr guten Standorten zur Errichtung von Windparks. Das Unternehmen sei nicht nur in Deutschland aktiv sondern treibe auch im europäischen Ausland, vor allem in Frankreich, zukunftsweisende Ideen voran. Um nicht nur von einer Sparte abhängig zu sein, investierte Plambeck seit 2000 in die Nutzung von Bioenergie.


Richtungweisende Technik für Rotoren

Ein erstes Biomasse-Kraftwerk im thüringischen Silbitz nahm bereits Ende 2002 seinen Betrieb auf. Aber auch in Sachen Windparks gehe es stetig voran. Die Projekte Freudenberg und Brieske in Brandenburg, sind durch Plambeck fertig gestellt und an das Netz angeschlossen worden. Hierbei wurden insgesamt 17 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 34 MW errichtet. Nun können mehr als 18.000 Haushalte umweltfreundlich Ihren Jahresbedarf an Strom durch diese Anlage decken. Als technisch richtungweisend entpuppt sich nach Angaben des Börsenbriefs auch die Tochtergesellschaft SSP, die für den Bau von Rotoren zuständig ist. Diese entwickelte Rotoren, die im Gegensatz zur Konkurrenz um 20% leichter seien, mit 20 Jahren eine deutlich längere Lebensdauer hätten und noch dazu um eine 3 Dezibel geringere Lärmemission aufwiesen.

01.02.2006   Quelle: Der Kursmacher / Libera GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Neue juwi solar GmbH bündelt Know-how der juwi-Gruppe

Mit strukturellen Veränderungen sei die juwi-Gruppe in das voraussichtlich umfangreichste Solarjahr der Firmengeschichte gestartet, berichtet die juwi solar GmbH in einer Pressemitteilung. Am Standort Bolanden (Donnersbergkreis) bündeln die Solarenergie-Experten ihre Kräfte in der juwi solar GmbH. An der Spitze der neuen Solargesellschaft mit rund 30 Mitarbeitern stehen mit Bernd Schappert und Lars Falck zwei erfahrene Solarexperten.   "Vor dem Hintergrund des rasanten Wachstums sichert die Zusammenlegung von Planung und Projektierung sowie Montage und Betriebsführung unseren Kunden eine weiterhin hohe Qualität unserer Dienstleistungen", betonen die beiden Geschäftsführer.


12 Megawatt Solarstrom-Spitzenleistung für 2006 geplant

Allein im Jahr 2006 plant die juwi solar GmbH die Realisierung von Photovoltaik-Projekten in Deutschland mit einer Gesamtleistung von über 12 Megawatt Spitzenleistung (MW peak) sowie die Intensivierung des Exportgeschäftes. Auch in den Folgejahren erwarten die beiden Solarchefs ein rasantes Wachstum von jeweils rund 100 Prozent pro Jahr. "Die dazu nötigen Solarmodule haben wir uns bereits vertraglich gesichert", ergänzt Falck. "Deshalb werden wir in den nächsten Jahren kontinuierlich weitere Arbeitsplätze bei der juwi solar GmbH schaffen." Seit dem Beginn der Solaraktivität vor rund sieben Jahren hat die juwi-Gruppe nach eigenen Angaben bundesweit über 400 Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 17 MWp installiert.

Zu den Angeboten der juwi solar GmbH zählt neben dem Verkauf kompletter Solarsysteme die bundesweite Akquise von Dach- und Freiflächen jeder Größenordnung. "Bis in den Bereich von Multi-Megawatt-Anlagen", betont Falck. Investoren bietet juwi maßgeschneiderte Angebote zur finanziellen Beteiligung an Solarfonds oder zum "private placement". Die Montage sämtlicher Komponenten (Solarmodule, Unterkonstruktion, Wechselrichter etc.) aus einer Hand sowie die technische Betriebsführung (u.a. Fernüberwachung und Wartung) runden das Angebotsportfolio ab.

01.02.2006   Quelle: juwi solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

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