Solar News Archiv April 2006

 


 

DWV-Innovationspreis: Miniatur-Brennstoffzellen und Flugzeuge von morgen ausgezeichnet

Innovationspreisträger Schmitz (links); Bleil.
Innovationspreisträger Schmitz (links); Bleil.

Der Innovationspreis des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes wurde dieses Jahr erstmals getrennt für Diplomarbeiten und Dissertationen vergeben. Preisträger mit seiner Dissertation ist Dr. Andreas Schmitz aus Bad Kreuznach, zur Zeit Löwen (Belgien), die Auszeichnung für ihre Diplomarbeit erhält Julika Bleil aus Hamburg.

 
Dr. Schmitz hat seine Arbeit unter dem Titel "System Development of Miniaturised Planar Selfbreathing PEMFC: Simulation, Characterisation and Construction" an der TU Berlin angefertigt. Dahinter verbirgt sich ein neuartiges Konzept einer miniaturisierten, mit Wasserstoff betriebenen PEM-Brennstoffzelle. Seine besonderen Merkmale sind seine ebene Bauweise, der "selbstatmende" Betrieb der Kathodenseite und die Serienverschaltung in der Ebene. Seriennahe Prototypen dieses Konzepts wurden in Leiterplattentechnologie hergestellt und charakterisiert. Besonders die Fertigung dieses Zelltyps mittels eines gängigen Massenproduktionsverfahrens wie der Leiterplattentechnologie eröffnet in Zukunft die Möglichkeit, miniaturisierte, ebene Brennstoffzellen kostengünstig herzustellen.


Auf dem Weg zur tragbaren Elektronik mit Brennstoffzellenenergie

Wichtige Aspekte des entstandenen Know-How konnten durch Patente für Industriekooperationen gesichert werden. Neben den technologischen Aspekten wurde in der Promotionsarbeit ein Simulationsmodell entwickelt, um mittels umfangreicher experimenteller Charakterisierungen den Gültigkeitsbereich verifizieren können. Das entwickelte Modell eignet sich besonders als Optimierungswerkzeug für die Konstruktion von selbstatmenden PEM-Brennstoffzellen. Die Entwicklungs- und Forschungsarbeiten für diese Dissertation wurden durchgeführt am Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE, Freiburg) und am Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM, Berlin).


Wasserstoff und Brennstoffzelle im Flugzeug

Julika Bleil hat ihre Arbeit "Neue Energiesysteme für zukünftige Flugzeuge" bei Airbus in Hamburg angefertigt und wurde an der TU Hamburg-Harburg wissenschaftlich betreut. Gegenstand ist die Integration einer Brennstoffzelle in das Energiesystem eines Passagierflugzeugs. Heutige Flugzeuge verfügen über elektrische, hydraulische und pneumatische Energienetze zur Versorgung der Flugzeugsysteme. Neue Konzepte ersetzen zunehmend hydraulische und pneumatische Verbraucher durch elektrische. Bei Airbus sind im Laufe der Zeit verschiedene Ideen entwickelt worden, um auch nachhaltige und zukunftssichere Technologien wie Wasserstoff und Brennstoffzellen in Passagierflugzeuge zu integrieren. Um eine Brennstoffzelle wirklich sinnvoll einzusetzen, muss man aber nicht nur einen Generator durch einen anderen ersetzen, sondern auch die Gesamtheit der Energie- und Massenströme (Wasser, stickstoffhaltige Luft, Abwärme) betrachten. Kraft-Wärme-Kopplung in der Luft, von der Kaffeemaschine bis zur Flügelenteisung, ist wirklich etwas Neues.


Preisverleihung am 18. Mai 2006

Die öffentliche Verleihung der Preise, bei der die Ausgezeichneten ihre Arbeit vorstellen, findet statt am Nachmittag des 18. Mai 2006 in Hamburg. Sie steht im Zusammenhang mit der jährlichen Mitgliederversammlung des DWV, die im Gebäude der Vattenfall AG am Überseering abgehalten wird. Ab 13:30 gibt es ein Vortragsprogramm, zu dem auch die Öffentlichkeit eingeladen ist. Außer der Preisverleihung stehen ein Referat über "Die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Strategie der Bundesregierung" von einer Vertreterin des Bundesverkehrsministeriums, ein Bericht über die Entwicklung eines Studienganges "Wasserstofftechnik" in Dresden sowie ein Rückblick auf zehn Jahre DWV und ein Ausblick auf dem Programm.

30.04.2006   Quelle: Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DWV

 

NRW: Landesregierung will Biogas stärken, Leitfaden soll Investitionen erleichtern

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die energetische Nutzung von Biogas deutlich intensivieren. Auf der Hannover Messe hat NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben am 24.04.2006 einen neuen Leitfaden vorgestellt, der den Entscheidern in Banken und Sparkassen die notwendigen Informationen liefert, um einen Antrag auf Finanzierung einer Biogas-Anlage bearbeiten zu können.  Das berichtet das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW in einer Pressemitteilung. Auf dem Energiegipfel bei Kanzlerin Angela Merkel hatten Wirtschaftsvertreter Anfang April angekündigt, in den nächsten Jahren 40 Milliarden Euro in Deutschland in erneuerbare Energien zu investieren. Ein großer Teil soll in die Strom- und Wärmeerzeugung aus Biogas fließen. "Die Biogas-Technologie wird in mittelständischen Unternehmen entwickelt und sehr erfolgreich am Markt umgesetzt. NRW ist führend in diesem Bereich und will seinen Vorsprung weiter ausbauen", sagte Ministerin Thoben auf dem Landesgemeinschaftsstand Landesinitiative Zukunftsenergien NRW".


Lob von UNEP-Chef Töpfer

Der umfassende Leitfaden wurde im Auftrag des Wirtschaftsministeriums des Landes NRW von der Energieagentur NRW in Kooperation mit BASE Deutschland erarbeitet, einer Partnerorganisation der Umweltorganisation der Vereinten Nationen zu Finanzierungsfragen im Bereich der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Anerkennung erhielt das innovative Projekt aus berufenem Munde. Prof. Klaus Töpfer, ehemaliger Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und Ideengeber zur Gründung der Stiftung BASE, lobt das Vorhaben: "Für die Banken ist es sehr hilfreich, wenn sie beim Aufbau von Know-how marktneutrale Informationen bekommen. Die Landesregierung in NRW hat hier mit dem Biogas-Leitfaden der Energieagentur NRW und BASE Deutschland Pionierarbeit geleistet."


Schwelle zur Beschäftigung mit erneuerbaren Energien im Mittelstand noch zu hoch

Nach Erfahrung der Energieagentur NRW und BASE Deutschland sei besonders in kleinen und mittleren Banken die Schwelle zur Beschäftigung mit erneuerbaren Energien hoch, aus Zeitmangel für eigene Recherchen oder aus Mangel an Finanzmitteln für externe Gutachten. Mit dem Biogas-Leitfaden sowie Seminaren, die direkt auf die Finanzbranche zugeschnitten sind, sollen diese Hürden abgebaut werden. "Die Biogas-Technik ist wesentlich komplizierter als etwa die Solarenergie oder Effizienztechnologien. Viele Kreditinstitute fangen gerade erst an, in diesem Bereich Wissen aufzubauen. Wir wollen diesen Prozess beschleunigen", sagte Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW.


Biogas-Branche wächst rasch

Die Biogas-Branche verzeichnet laut NRW-Wirtschaftsministerium starke Zuwächse: Die mehr als 2.700 Biogasanlagen in Deutschland erzeugen gemeinsam eine Leistung von rund 665 Megawatt (im Jahr 2000 lag diese noch unter 100 Megawatt). Über 30.000 Beschäftigte arbeiten in diesem Bereich. Der Jahresumsatz der Branche lag 2005 bei geschätzten 650 Millionen Euro. Allein 10 Milliarden Euro sollen bis 2012 in den Ausbau der Bioenergie-Nutzung und damit auch in die Biogas-Nutzung investiert werden. NRW spiele in dem Markt eine bedeutende Rolle, so das Ministerium. Rund zehn Prozent aller Biogas-Anlagen in Deutschland stünden in NRW, nur in drei Bundesländern werde mehr elektrische Leistung aus Biogas gewonnen. In Nordrhein-Westfalen haben führende Biogas-Unternehmen ihren Firmensitz.


Kostenloser Leitfaden bei der Energieagentur NRW erhältlich

Experten des Biogas-Fachverbands schätzen, dass Biogas bis 2020 mindestens 10 Milliarden Kubikmeter Erdgas direkt ersetzen könnte, wenn auf zehn Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Energiepflanzen für Biogas angebaut werden. Auf diese Weise könnten so jährlich etwa sieben Milliarden Euro in der regionalen Wirtschaft verbleiben, statt in andere Regionen abzufließen. Der Biogas-Leitfaden ist unentgeltlich erhältlich bei der Energieagentur NRW,
Tel.: 0202-24552 0, Fax: 0202-24552 50, mailto:info@ea-nrw.de.
Er kann heruntergeladen werden unter http://www.ea-nrw.de.

30.04.2006   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Europäischer Wasserstoff-Verband ernennt neue Geschäftsführerin

Der Vorstand des Europäischen Wasserstoff-Verbandes (European Hydrogen Association - EHA) hat Marieke Reijalt zur neuen Geschäftsführerin ernannt. Marieke Reijalt ist Geschäftsführerin der Italian Hydrogen and Fuel Cell Association, H2IT, seit deren Gründung im Jahre 2003. H2IT sei es gelungen, die wichtigsten auf dem Gebiet tätigen italienischen Industrieunternehmen sowie auch kleine und mittelständische Firmen sowie Regionen als Mitglieder zu gewinnen, so der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV) in einer Pressemitteilung. Die neue Geschäftsführerin wird das Büro der EHA in Brüssel leiten, das mit Wirkung vom 18. April 2006 in größere Räume verlegt worden ist.  Die Geschäftsführerin hat unter anderem die Aufgabe, Politiker über den Beitrag des Energieträgers Wasserstoff zur Schaffung eines sicheren, nachhaltigen und innovativen europäischen Energie- und Verkehrssystems auf dem Laufenden zu halten.

Die EHA sorgt regelmäßig für aktuelle Informationen über die Entwicklung industrieller Aktivitäten und der lokalen Infrastruktur in Europa und arbeitet eng mit den nationalen Mitgliedsverbänden in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Schweden, Norwegen und den Niederlanden zusammen, um den nationalen Fortschritt zu stimulieren und darüber zu berichten und auch um Bildungsarbeit zu organisieren.


Wasserstoff-Konferenz in Lyon, Messestand in Hannover

Mit Blick auf die Bildungsarbeit organisiert die EHA zusammen mit dem Französischen Wasserstoff-Verband (AFH2) und dem Italienischen Wasserstoff-und Brennstoffzellen-Verband (H2IT) einen entsprechenden Stand auf der World Hydrogen Energy Conference in Lyon vom 13. bis zum 16. Juni 2006. Der Stand wird eine ganze Reihe von Bildungsaktivitäten mit Bezug auf Wasserstoff und Brennstoffzellen aus aller Welt präsentieren (mehr Informationen unter www.whec2006.org). Die EHA hat außerdem über den Ort der nächsten European Hydrogen Energy Conference EHEC entschieden. Sie wird vom 18. bis zum 22. Juni 2007 im niederländischen Maastricht stattfinden und vom Niederländischen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband zusammen mit der EHA organisiert. Gemeinsam mit dem deutschen und dem spanischen Wasserstoff-Verband wird die EHA vom 24. bis zum 28. April 2006 auf der Hannover Messe am Gemeinschaftsstand Wasserstoff und Brennstoffzellen vertreten sein (Stand E90/4).

Die aktiven Mitglieder der EHA sind sieben nationale Verbände (Association Française de l'Hydrogène, Associazione Italiana Idrogeno e Celle a Combustibile, Norwegian Hydrogen Forum, Swedish H2 Forum, German Hydrogen and Fuel Cell Association, Dutch Hydrogen and Fuel Cell Association and Spanish Hydrogen Association) sowie sechs Unternehmen (Air Liquide, Air Products, BOC, Hydro, EHN, and Shell Hydrogen).

29.04.2006   Quelle: Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Energieeffiziente Kühlgeräte ausgezeichnet

Kühlgeräte für den Getränke- und Lebensmittelhandel brauchen immer weniger Strom und können auf klimaschädliche Kältemittel und Isoliermaterialien ganz verzichten. Das zeigen die Geräte, die im Rahmen des europäischen Wettbewerbs ProCool auf der Hannover Messe ausgezeichnet wurden. Angetreten waren insgesamt acht Hersteller aus sechs Ländern Europas. Neben Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit zählten auch Komfort, Funktionalität und Kosten zu den Wettbewerbskriterien.
  Zwei Tiefkühltruhen und ein Gewerbekühlschrank des Herstellers Liebherr erhielten drei der insgesamt fünf ProCool-Preise Ein weiterer Preisträger ist das Unternehmen AHT Cooling Systems, das mit der großen Kühltruhe "Paris 210 (-) VS" am Wettbewerb teilnahm. Mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde das offene Kühlregal "EasyReach - CO2" mit CO2-Kältetechnik des Herstellers Frigoglass.


Niedriger Stromverbrauch – Ersparnis bis zu 400 Euro pro Jahr

Beeindruckend ist der extrem geringe Stromverbrauch der prämierten Geräte. Im Vergleich zum Marktdurchschnitt fallen die jährlichen Stromkosten der Wettbewerbssieger laut Hersteller um bis zu 70 Prozent niedriger aus. Entsprechend kann je nach Stromtarif eine Einsparung von jährlich bis zu 400 Euro im Vergleich zu einem marktüblichen Gerät erzielt werden. In der Anschaffung sind die ausgezeichneten Geräte nicht teurer als andere hochwertige Kühlmöbel. Alle Preisträger verzichten auf den Einsatz von extrem klimaschädlichen FKW beziehungsweise HFKW als Kältemittel.

Der Wettbewerb ist Teil des im Rahmen des EU-Umweltprogramms LIFE geförderten ProCool-Projekts zur Weiterentwicklung und Markteinführung energieeffizienter und umweltfreundlicher Kühl- und Tiefkühlgeräte für den Getränke- und Lebensmittelhandel. Das Deutsch-Österreichische Projektteam, bestehend aus Österreichische Energieagentur (Projektleitung), Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Wuppertal Institut und Verein für Konsumenteninformation (VKI), will mit ProCool eine ähnliche Entwicklung zu mehr Energieeffizienz in der gewerblichen Kühlung anstoßen, wie sie bei Haushaltskühlgeräten durch die Einführung der europäischen Energieverbrauchskennzeichnung erreicht wurde.

Weitere Informationen unter: http://www.procool.info

29.04.2006   Quelle: Deutsche Energie-Agentur (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Bundesamt für Strahlenschutz stellt Broschüre über Tschernobyl vor

Am 26. April jährte sich der bisher schwerste Unfall in der Geschichte der Nutzung der Atomenergie zum zwanzigsten Mal. In der Nacht vom 25. auf den 26. April 1986 explodierte Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine. In den darauf folgenden zehn Tagen wurden große Mengen Radioaktivität in die Atmosphäre freigesetzt und auch über Deutschland verteilt. "Auf schmerzliche Weise wurde deutlich, dass eine Kernschmelze kein hypothetisches Risiko darstellt, sondern ein sehr reales", so Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Die BfS-Broschüre "Tschernobyl - 20 Jahre danach" beleuchtet die Katastrophe aus unterschiedlichen Blickwinkeln.  Neben den Gesundheits- und Umweltfolgen berichtet sie über Erfahrungen und Erinnerungen im damals noch geteilten Deutschland. Darüber hinaus werden die in Deutschland gezogenen Konsequenzen ausführlich dargestellt.


Konkrete Folgen werden sehr unterschiedlich eingeschätzt

Die konkreten Folgen der Tschernobyl-Katastrophe werden heute von Wissenschaftlern sehr unterschiedlich eingeschätzt, so das BfS. Die Abgaben der durch radioaktive Strahlung verursachten Todesfälle differierten sehr stark, weil eine Beziehung von Ursache und Wirkung nicht unmittelbar herstellbar sei und die Latenzzeit zwischen der Strahlenbelastung und einer Krebserkrankung relativ lang sein könne. Die Höhe der Erkrankungsfälle werde deshalb statistisch berechnet. Im derzeitigen Disput um die Anzahl der Opfer gelte es, verlässliche Informationen aus dem wissenschaftlichen Raum zu erhalten. "Das BfS wird deshalb in Kürze die Autoren der unterschiedlichen Studien zu einem Fachgespräch einladen. Es ist mein Ziel, als unabhängige Institution den gemeinsamen Kenntnisstand, offene Fachfragen und kontroverse Interpretationen herauszuarbeiten und zu bewerten", so König.
Auch in Deutschland habe der Unfall weit reichende gesellschaftliche Folgen gehabt, so das BfS. Er sei zum Wendepunkt in der Entwicklung der Nutzung der Kernenergie geworden. Selbst Kernenergiebefürworter hätten damals nur noch von einer "Übergangsenergie" gesprochen. Politische Konsequenzen des Tschernobyl-Unfalls waren die Gründung des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Strahlenschutz, das Strahlenschutzvorsorgegesetz und die Neukonzeption des inzwischen massiv ausgebauten Messnetzes zur Feststellung der Umweltradioaktivität (IMIS). Deutsche Kernkraftwerke wurden einer Überprüfung ihrer Sicherheitsstandards unterzogen und mussten ihren Notfallschutz weiter verbessern.

Die Broschüre 'Tschernobyl - 20 Jahre danach' kann bestellt werden beim Bundesamt für Strahlenschutz; Postfach 10 01 49; 38226 Salzgitter; Telefon: 01 888 - 333 11 30; Telefax: 01 888 - 333 11 50; E-Mail: info@bfs.de

29.04.2006   Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Vorbild Brüssel: Europäisches Parlament installiert Solarwärmeanlage

Solarwärmeanlage von Teufel & Schwarz auf dem EU-Parlamentsgebäude.
Solarwärmeanlage von Teufel & Schwarz auf dem EU-Parlamentsgebäude.

Nachdem sich die EU zur Förderung der erneuerbaren Energien zur Heizung und Kühlung bekannt hat, geht sie nun mit gutem Beispiel voran: Am Standort des Europaparlaments in Brüssel wird eine thermische Solaranlage zur Brauchwassererwärmung errichtet. Die Solarwärmeanlage kommt vom österreichischen Hersteller Teufel & Schwarz und trägt den Markennamen TiSUN®. Auf dem Dach des Parlamentsgebäudes "D-4" in der Rue de Trèves werden Sonnenkollektoren mit einer Fläche von 28,8 Quadratmetern montiert.
 
In Zukunft werden sie warmes Wasser für die 54 Duschkabinen im Gebäude liefern. "Die Leistung reicht aus, um 79 Duschkabinen zu versorgen, falls die EU erweitert wird und neue Länder beitreten" erklärt TiSUN-Manager Robin Welling.


Zweite Solaranlage soll 2007 folgen

Die Kollektoren liefern rund 63 % der für das Duschen nötigen Wärme und senken damit die CO2-Emissionen des Parlamentsgebäudes um nahezu 4,5 Tonnen pro Jahr, außerdem sparen sie etwa 22.300 Kilowattstunden Strom. Europa habe die Zeichen der Zeit erkannt und sei auf dem Weg, die konfliktträchtigen, unsicheren und teuren fossilen Brennstoffe wie Erdöl und Ergas zum Teil zu ersetzen, sagt der österreichische EU-Abgeordnete Dr. Richard Seeber. Die Solaranlage soll bereits in den nächsten Wochen in Betrieb genommen werden. 2007 soll das EU-Parlament eine weitere Solaranlage bekommen. "Sie wird das Parlamentsrestaurant mit heißem Wasser versorgen. Dort essen Tag für Tag 1.500 Menschen", berichtet Wim Persoons von dem Unternehmen Sanutal, das TiSUN® in Belgien exklusiv vertreibt.


Solare Heizung wird Standard in Europa

"Auf dem Dach des Europäischen Parlaments wird Technik auf dem neuesten Stand eingesetzt", betont Robin Welling. Die Kollektoren liefern Energie an drei ProClean®-Schichtspeicher, die 500 Liter fassen. Die kugelförmigen Wärmetauscher ermöglichten die geschichtete Speicherung in kürzester Zeit. Ein Wellrohr aus Edelstahl liefere hygienisches und bakterienfreies Brauchwasser. "Ein einzigartig kompaktes Solarwärmesystem mit 100 % solarem Wirkungsgrad", charakterisiert Welling die Anlage. Für ihn ist klar, dass die solare Heizung bald zum Standard in Europa werden wird. "In 20 Jahren werden rund 20 % aller Heizungen solar unterstützt", so Welling.


ESTIF: Die EU geht mit gutem Beispiel voran

Für die europäische Solarwärmeindustrievereinigung (ESTIF) zeigt die Solarwärmeanlage, was in jeden Neubau und in jedes renovierte Gebäude gehört. Der Wechsel von den fossilen und atomaren Energien zu den Erneuerbaren vollziehe sich immer rascher, so die ESTIF. Generalsekretär Uwe Brechlin eräutert: "Heizung und Kühlung mit erneuerbaren Energien sind überall in Europa möglich, sogar in Brüssel, wo es so oft regnet. Europa erkennt die Vorzüge der solaren Heizung und profitiert davon, zum Beispiel von der Umweltfreundlichkeit und Verlässlichkeit". Zusätzlich schaffe die Solarindustrie Arbeit: Sie bringe Beschäftigung in den Regionen und sorge dafür, dass die Wertschöpfung dort bleibt.


Prognose für 2006: Zwei Millionen Quadratmeter neue Kollektorfläche

Europas Solarwärmehersteller beschäftigen laut ESTIF derzeit rund 20.000 Mitarbeiter und setzen netto etwa eine Milliarde Euro um. Über eine Million Familien besitzen bereits eine Solarwärmeanlage für die Heizungsunterstützung und Brauchwassererwärmung. 2006 wird ein Zuwachs an Kollektorfläche in einer Größenordnung von zwei Millionen Quadratmetern erwartet, mit einer Gesamtleistung von 1.400 Megawatt. Drei Viertel der Sonnenkollektoren arbeiten in drei Ländern: Österreich (12 %) Griechenland (14 %) und Deutschland (47 %). Wenn die pro Einwohner installierte Leistung in der gesamten EU so schnell wachse wie in Österreich, kämen jährlich 7.000 Megawatt Wärmeleistung hinzu, betont die ESTIF.


Politik will Rahmen für Ersatz von Öl und Gas schaffen

Für ein andauerndes Wachstum der Solarthermie sowie der Heizung mit Bioenergie und Erdwärme sind laut Brechlin ehrgeizige politische Vorgaben und verlässliche Förderbedingungen nötig. Ende 2006 will EU-Energiekommissar Piebalgs einen Richtlinienvorschlag zur Unterstützung der Heizung und Kühlung mit erneuerbaren präsentieren. "Die Richtlinie wird sicher stellen, dass sich alle EU-Staaten im gleichen Umfang an dieser Zukunftsstrategie beteiligen, um fossile Brennstoffe und Atomenergie in der Wärme- und Kälteversorgung so schnell wie möglich durch die unendlich zur Verfügung stehenden erneuerbaren Energien zu ersetzen", fasst Brechlin zusammen.

28.04.2006   Quelle: ESTIF - European Solar Thermal Industry Federation   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TiSUN
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BIOHAUS-Pilotprojekt mit Großflächenmodul BIOSOL PV Plate am Netz

Hallendach mit Großflächenmodul BIOSOL PV Plate.
Hallendach mit Großflächenmodul BIOSOL PV Plate.

Die erste Solarstromanlage mit dem neuen Großflächenmodul "BIOSOL PV Plate" der BIOHAUS PV Handels GmbH wurde auf der Halle eines landwirtschaftlichen Betriebs installiert. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Gesamtleistung der Dünnschichtmodule beträgt 21,76 kWp.
 
Seit der Entwicklung des Großflächensystems BIOSOL PV Plate Anfang des Jahres sei die Nachfrage beim BIOHAUS ungebremst, so das Unternehmen. Nun gingen die ersten Anlagen ans Netz. Das erste Vorhaben unter der Leitung des Solarteurs Franz Alsters – Umwelttechnik in Zusammenarbeit mit dem Maschinenring Paderborn ist in der letzten Märzwoche in Blomberg–Herrentrup realisiert worden. Auf einer Getreide- und Maschinenhalle wurden die Dünnschichtmodule per Kran installiert. Innerhalb von nur 2 Tagen seien Montage und Netzanschluss der Anlage abgeschlossen worden. Insgesamt 80 Module wurden in Ost-West-Ausrichtung und 10 Grad Neigung montiert.


Photovoltaik als Bodenabdeckung für Deponien und Freiflächen

BIOSOL PV Plate ergänzt das Portfolio der BIOHAUS-Eigenmarke BIOSOL in der Dünnschicht-Technik. PV Plate ist ein Großflächensystem in einer Größenordnung von fünf Quadratmetern, für Freiflächen, Deponien und Industriedächer. Es basiert auf Folienlaminaten des Herstellers UniSolar, die auf einer beschichteten Blechtafel verklebt werden. Diese können auf Trapezblech oder anderen Materialien befestigt werden, auch eine Verklebung auf Bitumenbahnen ist möglich. Die Leistung pro Einheit liegt bei 272 Wp. Wird BIOSOL PV Plate in Längsrichtung auf ein entsprechendes Trapezprofil montiert, können die Längskammern zwischen Trapezprofil und Blechtafel mit Kies zur statisch sicheren Auflastung gefüllt werden. Das System sei so als Bodenabdeckung für Deponien, Freiflächen oder ähnliche Einsatzzwecke verwendbar, betont BIOHAUS. Aufgrund der verwendeten Triple-Junction-Technologie könnten auch bei ungünstiger Dachausrichtung gute Erträge erzielt werden. "Das System ist prädestiniert für große Dachflächen in Industrie und Landwirtschaft, die oft nicht die optimalen Ausrichtungskriterien aufweisen", sagt BIOHAUS-Geschäftsführer Willi Ernst. Weitere Anlagen würden noch diesen Monat installiert.

28.04.2006   Quelle: Biohaus PV Handels GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BIOHAUS PV Handels GmbH

 

Neuer Imagefilm wirbt im Ausland für erneuerbare Energien aus Deutschland

Wer Auslandsmärkte erschließen und Investoren gewinnen will, braucht die richtigen Argumente. Genau die liefere ihr neuer Imagefilm, berichtet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung. In dem Film unterstreichen Bilder das, was Statistiken schon lange sagen: Erneuerbare Energien-Technologien aus Deutschland gehören zur Weltspitze. Unter dem Motto "renewables made in Germany" zeigt der Film die Möglichkeiten Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen, gibt Einblicke in die neuesten Technologietrends und stellt das umfassende Leistungsspektrum und Know-how deutscher Unternehmen vor.   Der Film wurde erstmals im April auf der Hannover Messe präsentiert. Im Anschluss daran steht er deutschen Botschaften und Auslandshandelskammern kostenfrei zur Verfügung.


Bioenergie, Geothermie, Solarenergie, Wasserkraft und Windenergie

"Der Film soll im Ausland Interesse wecken an den Erneuerbare Energien-Technologien 'made in Germany'. Im Mittelpunkt stehen vor allem konkrete Einsatzmöglichkeiten und die Übertragbarkeit verschiedener Technologien auf die regionalen Besonderheiten im Ausland", so Michael Böl, dena-Bereichsleiter für regenerative Energien. Inhaltlich gliedert sich der Film in die Module Bioenergie, Geothermie, Solarenergie, Wasserkraft und Windenergie. Der neue Film ergänzt die schon existierende Technologie-Wanderausstellung, die in drei Sprachen um die Welt tourt und einen anschaulichen Überblick über die Erneuerbare Energien-Technologien aus Deutschland gibt.


Marketing-Unterstützung per Katalog, auf CD und im Internet

Der Imagefilm ist ein Teil der vielfältigen Angebote der dena-Exportinitiative Erneuerbare Energien. Für einen gemeinsamen Auslandsauftritt der deutschen Erneuerbare Energien-Branche sorgt das Marketingpaket: In Katalogen, auf einer CD und einer speziell dafür eingerichteten Internetseite können sich deutsche Firmen mit ihren Leistungen und Produkten präsentieren. Die Kataloge erscheinen in drei Sprachen und werden auf Fachveranstaltungen im Ausland und über deutsche Auslandsvertretungen vertrieben. Damit können die Unternehmen gezielt potenzielle Käufer, Institutionen und Multiplikatoren aus Politik und Wirtschaft in den Zielländern ansprechen.


Online-Forum zur Geschäftsanbahnung

Seit Ende letzten Jahres bietet die Exportinitiative Interessenten aus dem In- und Ausland für die Geschäftsanbahnung im Internet zusätzlich unter www.exportinitiative.de.

28.04.2006   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Größtes Solarkraftwerk der Welt wird am 27. April in Bayern eingeweiht

Shell Solar, Martin Bucher Projektentwicklungen sowie CommerzLeasing und Immobilien haben das weltweit größte zusammenhängende Solarstrom-Kraftwerk mit einer Leistung von 10 Megawatt (MWp) errichtet. Das Werk auf einem ehemaligen Militärgelände nahe der bayerischen Stadt Pocking bestehe aus etwa 62.500 Modulen und werde Strom für fast 3.300 Haushalte in das Stromnetz einspeisen, berichtet der Projektentwickler Martin Bucher in einer Pressemitteilung.
 
Die Entwicklung wurde von Martin Bucher Projektentwicklungen angestoßen und koordiniert. Mit tatkräftiger Unterstützung der Stadt Pocking, des Landkreises Passau, der Landesregierung und der angrenzenden Gemeinden sei das Vorhaben in Rekordzeit bis zur Genehmigungsreife gebracht worden. Shell Solar ist Generalunternehmer und verantwortlich für die schlüsselfertige Installation der gesamten Anlage. Die Realisierung des rund 40 Millionen Euro teuren Projektes erfolgt über Objektgesellschaften der CommerzLeasing und Immobilien AG.

Das Solarkraftwerk besteht aus sechs Einheiten mit einer Spitzenleistung von jeweils 1,67 MWp, die parallel an ein 20.000Volt-Netz des Energieunternehmens E.on Bayern angeschlossen werden. Die Solarmodule werden auf Aluminiumgestelle montiert, die eine Gesamtlänge von zirka 16 km haben. Das System sei auf höchstmögliche Energieausbeute ausgelegt und basiere auf dem erfolgreichen "Master-Slave"-Konzept, das Shell Solar entwickelt hat. Baubeginn war August 2005.


Meilenstein in der Entwicklung von Solarkraftwerken

"Damit ist ein neuer Meilenstein in der Entwicklung der Photovoltaik und besonders bei der Errichtung von Solarkraftwerken erreicht", sagt Wolfgang Lange, Geschäftsführer der Shell Solar GmbH. "Nachdem wir beim bislang größten Solarkraftwerk in der Nähe von Leipzig eine Leistung von 5 MW realisieren konnten, werden wir jetzt mit dem 10 MW-Kraftwerk erneut unsere Kompetenz- und Technologieführerschaft im Großanlagenbau unter Beweis stellen. Dies ist auch ein wichtiger Schritt, um durch entsprechende Skaleneffekte die Kosten von Photovoltaik-Anlagen zukünftig zu senken", so Lange weiter. Martin Bucher ergänzt "Der Solarpark erspart gegenüber dem konventionellen Strommix der Umwelt rund 10.000 Tonnen CO2 jährlich. Das entspricht einer CO2 Leistung von über 1.000 Hektar Waldfläche!"

27.04.2006   Quelle: Martin Bucher Projektentwicklungen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Forschungszentrum Jülich mit Brennstoffzellen-Scooter auf Hannover Messe

Brennstoffzellen-Mobil "Scooter".

Gleich an mehreren Stellen bietet sich Besuchern der Hannover Messe 2006 vom 24. bis zum 28. April die Gelegenheit, Neuheiten des Forschungszentrums Jülich zu sehen und mit Experten ins Gespräch zu kommen. Mit dabei ist der neue vierrädrige Scooter "JuMOVe2". Wenn er vorbeiflitzt, zieht sein Äußeres die Blicke auf sich. Wenn er einmal stehen bleibt, gilt die Aufmerksamkeit seinem Innenleben: Die Brennstoffstoffzelle wandelt Methanol effizient und schadstoffarm in Strom für den Antrieb um.
 
"Dieser verbesserte Prototyp stellt einen Meilenstein auf dem Weg zur geplanten Kommerzialisierung in etwa fünf Jahren dar", erklärt Prof. Detlef Stolten vom Jülicher Institut für Werkstoffe und Verfahren der Energietechnik. Mit einer Tankfüllung von etwa 6 Litern erreicht JuMOVe2 eine Reichweite von über 100 Kilometern. Live erleben und selbst ausprobieren können die Besucher der Hannover-Messe den Scooter ab dem 24. April auf dem Außengelände.


Reformer-Modul für Brennstoffzellen in Flugzeugen

Aber auch in den Hallen (Halle 13, Stand E87/4) zeigt das Institut innovative Entwicklungen. "Unser breiter Ansatz, von der Entwicklung der Kernkomponenten bis zur Verifizierung des Systems, erlaubt es uns, sehr industrienah zu arbeiten", sagt Stolten. Beispielhaft dafür steht einerseits ein Jülicher Reformer-Modul, das in Kooperation mit einem Flugzeughersteller entstand und in zukünftigen Flugzeugen als Teil der Brennstoffzellenanlage für den Bordstrom sorgen könnte. Andererseits wird auch das Modell einer SOFC-Brennstoffzellen-Anlage vorgeführt, die bald als Prototyp in Betrieb gehen wird. Mit einer Leistung von 20 kW könnte sie die Energieversorgung eines kleinen Wohnblocks gewährleisten.

Zweite Station des Forschungszentrums Jülich in Hannover ist die Forschungshalle (Halle 2). Hier werden im Rahmen des Gemeinschaftsauftritts "Innovationsland NRW" (C 36) neue Entwicklungen des Forschungszentrums auf dem Gebiet der mobilen und kostengünstigen Kernspintomographie sowie verwandter Systeme gezeigt. Die dritte Möglichkeit, die Arbeiten des Forschungszentrums näher kennen zu lernen, eröffnet ein Exponat auf dem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, BMBF, (Halle 2, C 30). Hier erwartet die Besucher die Präsentation des vom BMBF geförderten Verbundprojekts „Safe-Pipe“. Dabei geht es um die Verbesserung der Sicherheit von Rohrleitungen und Hausanschlüssen, beispielsweise in der Gasversorgung.

27.04.2006   Quelle: Forschungszentrum Jülich   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Forschungszentrum Jülich
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Informationskampagne: Doppelt soviel Wind-, Sonnenstrom und Co. wie für Atomausstieg nötig

Bis 2023 kann mehr Strom aus Erneuerbaren erzeugt werden als durch den Atomausstieg wegfällt.
Bis 2023 kann mehr Strom aus Erneuerbaren erzeugt werden als durch den Atomausstieg wegfällt.

Beim gegenwärtigen Ausbautempo könnten Erneuerbare Energien in Deutschland in zehn Jahren soviel Strom produzieren wie derzeit alle Atomkraftwerke zusammen. Das berichtet die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung. Im Jahr 2023 - wenn gemäß Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung alle Atomkraftwerke abgeschaltet sein werden - könnten mit erneuerbaren Energien betriebene Kraftwerke Prognosen der Branche zufolge jährlich mehr als 200 Terawattstunden (Twh) Strom aus Sonne, Wind, Wasserkraft, Bioenergie und Erdwärme liefern.
 
Das entspreche mehr als einem Drittel des deutschen Stromverbrauchs heute.


BEE-Präsident Lackmann: Erneuerbare Energien können großen Teil der fossilen Stromerzeugung ersetzen

"Erneuerbare Energien sind die Alternative zu Atomstrom, der aus immer älteren und damit immer unsichereren Kraftwerken stammt", sagt Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie, mit Blick auf den 20. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe. "Erneuerbare Energien sind dabei so leistungsfähig, dass sie nicht nur den Atomausstieg kompensieren, sondern auch einen großen Teil der fossilen Stromerzeugung ersetzen können. Damit kann Deutschland sich Unabhängigkeit von unsicheren und immer teureren Energieimporten verschaffen", so Lackmann. Erst in der vergangenen Woche hätte der russische Gaskonzern Gazprom der Europäischen Union indirekt mit Einschränkungen bei der Gasversorgung gedroht, falls dessen Interessen in Westeuropa nicht genügend berücksichtigt würden.

27.04.2006   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien
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sozioland präsentiert Ergebnisse der "Tschernobyl"-Umfrage

Was sich seit dem Reaktorunglück in Tschernobyl 1986 geändert hat untersuchte die unabhängige Informations- und Umfrageplattform "sozioland". sozioland ist ein Projekt des Kölner Marktforschungsunternehmens Respondi AG. Nutzer konnten sich ohne Angabe persönlicher Daten anmelden und an der Umfrage teilnehmen. Laut sozioland haben bereits über 2.000 Personen teilgenommen. Gegen Atomkraftwerke sprachen sich 60 % der Teilnehmer aus, 36 % waren für die Atomkraft.
 
4% der Befragten machten keine Angaben oder entschieden sich für die Antwort "Weiß nicht" (Stand: 26.04.2006; 8:30 Uhr)

Knapp zwei Drittel der Befragten gegen Atomkraft

25 % der Befragten sprachen sich prinzipiell gegen den Erhalt von Atomkraftwerken aus; 18 % sind laut sozioland-Umfrage gegen Atomkraftwerke, auch wenn sie diese prinzipiell für sicher halten. 17 % sind dagegen, "weil AKW sehr unsicher sind". 8 % sind prinzipiell für AKW. 14 % sind dafür, "auch wenn AKW nicht hundertprozentig sicher sind", und 14 % sind "dafür, da AKW ansonsten sehr sicher sind".

Die Umfrage und aktuelle Zwischenergebnisse im Internet: http://www.sozioland.de/ac_4490_chernobyl.php

26.04.2006   Quelle: Respondi AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: sozioland
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Tschernobyl-Jahrestag: Kontroverse Standpunkte zum Atomausstieg

Zum 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind die Auseinandersetzungen um die Atomreaktoren in Deutschland schärfer geworden: Die Union will "bis auf weiteres" an der Nutzung der Kernenergie festhalten, der FDP-Umweltminister von Niedersachsen, Hans-Heinrich Sander, spricht sich gegen den Atomausstieg aus. Bundesumweltminister Gabriel (SPD) betont, eine zukunftsweisende Energiepolitik verzichte auf Atomkraft, denn die Atomenergie sei mit prinzipiellen Sicherheitsrisiken verbunden und deshalb "nur noch für begrenzte Zeit verantwortbar". Der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, vergleicht die Option Atomkraft und fossile Energieträger mit "Wahl zwischen Pest und Cholera" und setzt auf Effizienzsteigerung.  Die Umweltschutzorganisation Greenpeace demonstriert in Berlin und weiteren deutschen Städten unter dem Motto "Atomkraft ist todsicher" für die weltweite Abschaltung der Atomkraftwerke. EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer, erinnert daran, dass der Anteil erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung an der deutschen Stromerzeugung bis 2020 schon bei über 50% liegen kann und unterstreicht, dass mit dem Atomausstieg und einer auf erneuerbare Energien und die Steigerung der Energieeffizienz ausgerichteten Strategie umfassende wirtschaftliche, ökologische und kommunale Zukunftschancen eröffnet werden.


CDU will "bis auf weiteres" an der Nutzung der Kernenergie festhalten – und erwägt Zukunftsfonds für neue Energien

Die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Katherina Reiche, hat ein neues Förderprogramm für regenerative Energien ins Gespräch gebracht. "Ich denke schon darüber nach, dass man einen Zukunftsfonds einrichten kann, aus dem dann gespeist wiederum in alternative Quellen und Forschung investiert werden kann", sagte Reiche in der Sendung "Unter den Linden" des Fernsehsenders PHOENIX. Gleichzeitig betonte Reiche aber auch, dass man bis auf weiteres an der Nutzung der Kernenergie festhalten wolle.


Bundesumweltminister Gabriel (SPD): Zukunftsweisende Energiepolitik verzichtet auf Atomkraft

Mit einer Absage an die Nutzung der Atomenergie hatte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 24.04.2006 die zweitägige Tagung "Tschernobyl 1986-2006: Erfahrung für die Zukunft" eröffnet. "Für die Zukunft unseres Energiesystems kommt, gemeinsam mit einer besseren Energieeffizienz, den erneuerbaren Energien eine zentrale Rolle zu. Atomkraft sei ein "Auslaufmodell" und keine Zukunftstechnologie, denn sie verhindere Innovation. Die Atomenergie sei mit prinzipiellen Sicherheitsrisiken verbunden und deshalb "nur noch für begrenzte Zeit verantwortbar", so Gabriel.


Niedersächsischer Umweltminister Sander (FDP): "Atomausstieg wäre falsch"

20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl hat sich der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP ) gegen den Atomausstieg ausgesprochen. "Das Anlagenkonzept deutscher Kernkraftwerke ist mit dem vom Typ Tschernobyl überhaupt nicht vergleichbar", sagte Sander dem Radiosender NDR Info. Er halte es für falsch, dass man jetzt dieses tragische Ereignis heranziehe, um damit Ängste zu schüren, so der FDP-Politiker weiter. Auch unter Versorgungsgesichtspunkten ist die Nutzung von Kernenergie aus Sicht von Hans-Heinrich Sander weiter notwendig: "Wir werden die nächsten zwanzig bis dreißig Jahre nicht auf die Kernenergie verzichten können, erst dann sind wir in der Lage, die erneuerbaren Energien unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten anzuwenden."


Grüne zu Atomkraft und fossilen Energien: Wahl zwischen Pest und Cholera

Der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Fritz Kuhn, übte in der PHOENIX-Sendung scharfe Kritik an der Haltung der Union: "Wenn ich die Wahl habe zwischen Pest und Cholera - Pest die Unsicherheit der Atomkraft, Cholera die Klimaschutzfrage bei der Verbrennung fossiler Energiestoffe - dass die CDU dann kommt und sagt, jetzt machen wir mal als Übergangstechnik die Pest. Es gibt einen Weg ohne Pest und Cholera und der heißt Effizienzsteigerung!", so Kuhn. Es sei nicht richtig "unverantwortbaren Mist" zuzulassen, wenn es gleichzeitig Alternativen gebe, betonte der Grünen-Chef.


Greenpeace: Atomkraft ist todsicher

Mit einem Glockenschlag 23 Minuten nach jeder vollen Stunde erinnert Greenpeace seit dem 25.04.2006 vor dem Brandenburger Tor in Berlin an den schlimmsten Unfall in der Nutzung der Atomenergie. Um 1.23 Uhr explodierte in der Nacht zum 26. April 1986 in Tschernobyl der Atomreaktor und verstrahlte in der Folge riesige Gebiete der nördlichen Erdhalbkugel. Die Umweltschützer haben in Berlin Kerzen in Form eines Radioaktivitätszeichens angezündet und halten ein Banner mit der Aufschrift: "Tschernobyl zeigt: Atomkraft ist todsicher. Abschalten!". Insgesamt finden rund um den Jahrestag in 70 Städten Deutschlands Mahnveranstaltungen und lokale Protestaktionen von Greenpeace-Gruppen statt. "Tschernobyl hat der Welt vor Augen geführt, dass Atomkraft nicht beherrschbar ist. Heute, nach 20 Jahren, muss endlich die Lehre daraus gezogen werden. Weltweit müssen die Atomkraftwerke abgeschaltet werden", fordert Jörg Feddern, Energieexperte von Greenpeace.


EUROSOLAR: Erneuerbare Energien statt Atomenergie

"Der Anteil erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung an der deutschen Stromerzeugung kann bis 2020 schon bei über 50% liegen", betont EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer. "Mit der Realisierung des Atomausstiegs und einer auf erneuerbare Energien und die Steigerung der Energieeffizienz ausgerichteten landespolitischen Schwerpunktstrategie werden umfassende wirtschaftliche, ökologische und kommunale Zukunftschancen eröffnet", so Scheer weiter. Der Atomstromersatz sei schnell, vielseitig und dezentral realisierbar, so Scheer.

26.04.2006   Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk (NDR Info); PHOENIX, BMU, EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarstrom: Beck Energy baut weltgrößtes Kraftwerk mit Dünnschicht-Technologie

Beck Energy-Solarpark mit Modulen von First Solar.
Beck Energy-Solarpark mit Modulen von First Solar.

Die Beck Energy GmbH (Dimbach) als Projektentwickler und Errichter von Solar-Großkraftwerken und Ihr Kooperationspartner, die Bos.ten AG aus Regensburg haben in Markt Bibart (Landkreis Neustadt Aisch) mit dem Bau des Solarparks "Markt Bibart I" begonnen. Im Endausbau soll die Gesamtanlage über eine Spitzenleistung von 3.160 kWp verfügen.

 
Mit dem ersten Spatenstich durch Beck Energy-Geschäftsführer Bernhard Beck und Bos.ten-Geschäftsführer Michal Drysch wurde die Realisierung dieses weltweit größten Solar-Kraftwerks mit kristalliner Dünnschichttechnologie eingeleitet. Der Solarstrom wird komplett in das Netz der N-Ergie Aktiengesellschaft eingespeist.


Dünnschichtmodule von First Solar, Wechselrichter der SMA Technologie AG

Das Kraftwerk wird mit Blitzstrom CTS-Modulen des Herstellers First Solar bestückt, welche sich durch gute Wirkungsgrade und ein umfassendes Rücknahme- und Recyclingkonzept auszeichnen. Die CTS-Technologie ermöglicht eine kosteneffektive und besonders umweltfreundliche Produktion von Solarstrom. Seit Juni 2005 bietet First Solar Projektpartnern an, sämtliche Module nach Ablauf ihrer Lebenszeit zurückzunehmen. Die Module werden anschließend aufbereitet und bei der Fertigung neuer Produkte wieder verwendet. Dank des kompletten Produktlebenszyklus-Managements ist First Solar in der Photovoltaikindustrie Vorreiter bei der Maximierung der Umweltvorteile der Solar-Technologie. Die Beck Energy GmbH arbeitet bei ihren Projekten eng mit First Solar zusammen und integriert die CTS-Module in ihre Solar-Großkraftwerke. Die Wechselrichter für den Solarpark Markt Bibart I werden vom Technologiepartner SMA Technologie AG geliefert. Die hohe Gleichspannung von bis zu 800V ermöglicht niedrigere Leitungsverluste als bisher. Die Fertigstellung des Solarparks ist bis 2007 vorgesehen.


Langjährige Erfahrung mit Dünnschicht-Photovoltaik

Die Beck Energy GmbH ist ein führender Projektentwickler und Errichter solarer Großkraftwerke. Die Gesellschaft mit Sitz in Dimbach baut ihre innovativen Kraftwerke schlüsselfertig für Investoren und entwickelt sie hinsichtlich Systemwirkungsgrad und Stromertrag ständig weiter. Das Unternehmen kann auf langjährige Erfahrung aus 20 verwirklichten Freiflächen-Projekten zurückgreifen. Die von Beck Energy eingesetzten Module sind mit kristalliner Dünnschicht-Technologie produziert und werden vom Vorlieferanten Blitzstrom bezogen. Beck Energy Solarkraftwerke seien dank ausgereifter Systemtechnik hoch effizient und besonders langlebig, betont das Unternehmen.

26.04.2006   Quelle: Beck Energy GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: First Solar
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Solarpionier Jenni am 27. April zu Gast im Solardorf Oberndorf

205.000 Liter-Solarspeicher der Jenni AG.
205.000 Liter-Solarspeicher der Jenni AG.

Mit der Heizung der Zukunft und den Möglichkeiten der Sonne beschäftigt sich der Schweizer Solarpionier Josef Jenni seit langem. Am Donnerstag, den 27. April, berichtet er in einem Vortrag bei Hartmann Energietechnik in Rottenburg-Oberndorf nahe Stuttgart über seine Projekte. Josef Jenni lebt seit 1989 in einem rein solar beheizten Einfamilienhaus. Mit Aktionen wie "Oil of Emmental" hat er europaweit für Aufsehen gesorgt. In diesem Jahr baut der solare Vorreiter ein 8-Familienhaus, das nur mit der Sonne beheizt wird.
 
Über 300 Quadratmeter Sonnenkollektor fangen die Wärme ein, die gebraucht wird, um auf jede Zusatzheizung verzichten zu können. Die Hochleistungs-Flächenkollektoren für das Projekt werden von dem Rottenburger Solarunternehmen Hartmann Energietechnik gefertigt. In seinem Vortrag wird Jenni die vielfältigen Möglichkeiten des Heizens mit Sonne und Holz präsentieren. Dabei sollen auch Anekdoten aus über 25 Jahren Solarengagement nicht zu kurz kommen.

Jenni ist der erste Referent der Vortragsreihe "Sonne erleben". Ihm folgen weitere Vorträge zu Solarwärme, Solarstrom, Wandheizung, zum Sonnenhaus und zum Heizen mit Holz. Alle Veranstaltungen finden im Oberndorfer "Sonnen-Zentrum" statt. Dieser Gebäudekomplex ist zum Teil schon bezogen. Im Herbst ist die Eröffnung geplant. Thomas Hartmann führt durch das Gebäude und stellt dabei das Konzept "Heizen mit Sonne & Holz" dar, das durch den 150 m² großen Fassadenkollektor und den 20.000 Liter Solarspeicher deutlich erkennbar ist. Nähere Informationen gibt es telefonisch unter der Rufnummer 07073 – 300580 oder per E-Mail unter info@hartmann-energietechnik.de.

26.04.2006   Quelle: Hartmann Energietechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Jenni AG.

 

Hessentag 2006: Kommunen präsentieren die Solarregion Nordhessen

Vier Gemeinden aus dem Landkreis Kassel wollen ihr solares Engagement beim diesjährigen Hessentag vom 26. Mai bis 04. Juni demonstrieren. Für den Umzug zum größten hessischen Volksfest am 04. Juni 2006 in Hessisch Lichtenau ist ein gemeinsamer Wagen der vier "Solar-Kommunen" geplant. Die Gemeinden verbindet ihr Engagement für Solarstrom und Solarwärme.
 
Die Stadt Vellmar wurde wegen des deutschlandweit einmaligen Konzepts der Solarsiedlung auf dem Osterberg mit dem Deutschen Solarpreis 2004 ausgezeichnet. Die Stadt Baunatal treibt unter anderem innovative Konzepte für die solare Inselversorgung voran. Die Gemeinde Lohfelden kann pro Einwohner die größte Fläche von Solarwärmekollektoren in Nordhessen verzeichnen. Und die Gemeinde Niestetal ist vor allem als Standort des Wechselrichterherstellers SMA Technolgie AG bekannt.


Interkommunale Zusammenarbeit für regenerative Energien

"Baunatal wird gemeinsam mit Lohfelden, Niestetal und Vellmar einen Beitrag gestalten, der deutlich machen soll, wie sehr diese Städte und Gemeinden auf die Nutzung regenerativer Energien setzen", sagt Bürgermeister Manfred Schaub. "Der Hessentag ist das größte Volksfest in unserem Land. Genau hierher - in die Mitte der Gesellschaft - gehört die Solarenergie. Denn ohne die Kraft der Sonne wird es auch in Nordhessen keine Energiezukunft geben", erklärt Fabio Longo, langjähriger Stadtverordneter in Vellmar und Initiator der Vellmarer Solarsiedlung. "Wir wollen nicht nur von interkommunaler Zusammenarbeit reden, sondern ganz praktisch handeln", betont Lohfeldens Bürgermeister Michael Reuter. "Die konsequente Anwendung der in unserer Region vorhandenen Möglichkeiten setzt klare Zeichen für eine moderne Energiepolitik", so Vellmars Verwaltungschef Dirk Stochla.

Der Festumzug zum Hessentag 2006 findet statt am 04. Juni 2006 um 13:30 in Hessisch Lichtenau.

26.04.2006   Quelle: Fabio Longo   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Hessentag 2006

 

BUND demonstriert bei Stromkonzernen: Atomkraftwerke abschalten!

Aktivisten des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) demonstrierten am 24.04.2006 in Berlin, Essen, Karlsruhe und München bei den Stromkonzernen Vattenfall, RWE, EnBW und e.on für eine Energieversorgung ohne Atomkraft. Anlass für die Proteste ist der unmittelbar bevorstehende 20. Jahrestag des Super-GAU im AKW Tschernobyl. In Berlin platzierten die Umweltschützer vor das Gebäude der Vattenfall-Europe ein drei Meter großes Atomkraftwerk und forderten auf einem Transparent "Nie wieder Tschernobyl - Vattenfall raus aus der Atomkraft!".   Vattenfall hält laut BUND Beteiligungen an den Atomkraftwerken Brunsbüttel, Brokdorf und Krümmel. Gemeinsam mit den anderen Energieversorgern habe das Unternehmen in den letzten Monaten mehrfach längere Laufzeiten für seine Atomkraftwerke gefordert, so der BUND.


62 Prozent der Deutschen für möglichst schnellen Atomausstieg

20 Jahre nach der Tschernobyl-Katastrophe habe die Bevölkerung die Gefahren der Atomkraft jedoch nicht vergessen, teilte der BUND mit. Eine von der Umweltorganisation in Auftrag gegebene aktuelle Umfrage habe ergeben, dass 62 Prozent der Deutschen einen möglichst schnellen Ausstieg aus der Atomkraft wünschten. Nur etwa 20 Prozent seien für eine Verlängerung der Laufzeiten. "Die Mehrheit der Deutschen erteilte erneut allen Vorstößen der Stromkonzerne nach Laufzeitverlängerungen eine klare Absage", so Renate Backhaus, Atomexpertin im Bundesvorstand des BUND. Der Unfall von Tschernobyl habe den Menschen die unkontrollierbaren Risiken der Atomkraft schmerzhaft vor Augen geführt. Damit sich eine solche Katastrophe nicht wiederhole, müsse sich die Bundesregierung gegen die Interessen der Stromkonzerne durchsetzen und Rahmenbedingungen für den sofortigen Atomausstieg schaffen, so die BUND-Sprecherin. "Alles andere ist nicht verantwortbar", sagt Renate Backhaus.


AKW-Laufzeitverlängerung verhindert verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien

Bis heute seien an den Folgen von Tschernobyl zehntausende Menschen gestorben und Hunderttausende schwer erkrankt. Es sei davon auszugehen, dass in den nächsten Jahrzehnten noch viele Tausende Opfer hinzukämen. Eine Fläche von rund 40.000 Quadratkilometer um den Reaktor sei 1986 so stark verseucht worden, dass sie auf Dauer unbewohnbar bleibe. Im dicht besiedelten Deutschland könne ein Reaktorunfall oder ein terroristischer Anschlag auf ein Atomkraftwerk noch weit schlimmere Folgen haben, warnt der BUND. Eine Lösung zur sicheren Aufbewahrung des Atommülls aus dem Betrieb der AKW für mindestens eine Million Jahre sei ebenfalls nicht in Sicht. Jede Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken verhindert nach Auffassung des BUND zudem den dringend notwendigen Umbau der Energiewirtschaft, den verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien und eine Steigerung der
Energieeffizienz.


KWK statt AKW

"Wir fordern die großen Stromkonzerne auf, sich aus der Atomkraft zurückzuziehen. In den nächsten vier Jahren müssen mindestens vier AKW vom Netz genommen werden. Längere Laufzeiten wären ein Bruch des mit der Bundesregierung vereinbarten Atomkonsenses. Für eine sichere und klimaschonende Energieversorgung müssen die Energiekonzerne in erneuerbare Energien und in effiziente Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen investieren", so Backhaus.

25.04.2006   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Deutsche Heizungsindustrie: Neue Ziele für Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Aufwändig installierter thermischer Solarkollektor (Vakuumröhren) an einer Fassade. Hersteller: Viessmann.
Aufwändig installierter thermischer Solarkollektor (Vakuumröhren) an einer Fassade. Hersteller: Viessmann.

Die deutsche Heizungsindustrie will künftig stärker dazu beitragen, die Energieeffizienz in Gebäuden zu erhöhen und die Nutzung erneuerbarer Energien auszubauen. Das berichtet der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) in einer Pressemitteilung. Im Jahr 2005 nutzten laut BDH lediglich acht Prozent der neuen Heizungsanlagen in Deutschland erneuerbare Energien wie Sonnenwärme, Erdwärme oder Holzpellets.
 
Die im BDH organisierten Unternehmen wollen diesen Anteil bis 2015 auf 80 Prozent erhöhen. Damit werde es 2015 in Deutschland über 600.000 neue Anlagen geben, die mit erneuerbaren Energien arbeiten. Der BDH engagiert sich außerdem für eine verstärkte Nutzung von Bioölen und Biogas. Durch eine verbesserte Energieeffizienz und den intensiveren Einsatz erneuerbarer Energien soll die Abhängigkeit Deutschlands von Energieimporten gesenkt werden. Außerdem will der BDH die internationale Wettbewerbsposition der Heizungsindustrie ausbauen.


Deutschland Weltmarktführer bei der Brennwerttechnik

Europaweit verfügen deutsche Heiztechnik-Hersteller laut BDH über einen Marktanteil von 60 Prozent. Bei der Brennwerttechnik seien sie Weltmarktführer. "Die deutsche Heizungsindustrie kann ihre bereits hohe Exportquote nochmals steigern, wenn sie schneller als ausländische Mitbewerber auf den massiven Ausbau moderner Brennwerttechnik und erneuerbarer Energien im Wärmemarkt setzt", so BDH-Präsident Dr. Heinrich-H. Schulte.


Energieverbrauch senken mit Brennwertkessel und Solarwärme

Gut ein Drittel der in Deutschland eingesetzten Energie entfällt auf Gebäude. Laut Grünbuch der EU können dort rund 50 Prozent der Energie für Heizung und Warmwasserbereitung eingespart werden. Die bei den derzeitigen Energiepreisen wirtschaftlich erschließbaren Potenziale liegen laut BDH bei rund 30 Prozent. Besonders in bestehenden Gebäuden ist nach Erhebungen des BDH oft veraltete Heiztechnik zu finden. Der Energieverbrauch lässt sich reduzieren durch hoch effiziente Ölbrennwert- oder Gasbrennwertkessel in Kombination mit Solarwärme sowie durch Wärmepumpen oder Holzfeuerungen, die ebenfalls mit Solarthermie-Anlagen gekoppelt werden können. Auch Heizkörpermodernisierung und eine verbesserte Wärmeverteilung bieten zusätzliche Einsparpotenziale.

Wer bestehende Heizungsanlagen auf den Stand der Technik bringt, kann bis zu 40 Prozent Energie einsparen, betont der BDH. "Wer heute seine Heizung modernisiert, trifft die beste Entscheidung, sich vor steigenden Energiepreisen zu schützen. Gleichzeitig leistet er einen entscheidenden Beitrag zur Entlastung der Umwelt und zur Schonung knapper werdender Ressourcen wie Gas und Öl", so Dr. Schulte.

Die BDH-Mitgliedsunternehmen erwirtschaften nach Angaben des Verbandes jährlich einen Umsatz von rund acht Milliarden Euro. Damit deckten sie über 95 Prozent des Marktes im Bereich der gas-, öl- oder stromgeführten Systeme sowie über 60 Prozent im Bereich der Technik zur Nutzung erneuerbarer Energien ab. Die deutschen Heiztechnik Hersteller beschäftigen rund 50.000 Mitarbeiter.

25.04.2006   Quelle: Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: UVS/Viessmann
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Windenergie-Workshop der IEA an der Fachhochschule Kiel

Windkanalversuch mit Windturbine.
Windkanalversuch mit Windturbine.

20 führende Experten auf dem Gebiet der Windturbinenaerodynamik aus Europa und den USA diskutieren am 26. und 27. April an der Fachhochschule Kiel aktuelle Fragen. Der seit 1986 jährlich durchgeführte Workshop der Internationalen Energiebehörde (IEA) findet erstmals seit über 15 Jahren wieder in Deutschland statt. Schwerpunkt der Tagung sind der Informationsaustausch über Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie Ausbau und Erweiterung der aerodynamischen Modelle auf Basis der Ergebnisse eines in den USA durchgeführten Windkanalversuchs.
 
Fachgebiet der FH erforscht Aerodynamik der Windenergie

Die IEA wurde unter anderem unter Mitwirkung des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt während der 1973/74er Ölkrise gegründet. Sie fungiert seitdem für die 26 Mitgliedsländer als Berater in energiepolitischen Fragen. Die Fachhochschule Kiel ist bundesweit die einzige Hochschule, an der das spezielle Fachgebiet "Aerodynamik der Windenergie" betrieben wird: im von Prof. Dr. Alois Schaffarczyk geleiteten Labor für Numerische Mechanik des Fachbereichs Maschinenwesen.

Weitere Informationen: http://www.fh-kiel.de

25.04.2006   Quelle: Fachhochschule Kiel - University of Applied Sciences   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fachhochschule Kiel

 

Hannover Messe: NRW zeigt Energietechnik von der Brennstoffzelle bis zur Geothermie

Biohaus-SolarDachZiegel auf Pultdach.
Biohaus-SolarDachZiegel auf Pultdach.

Mit der bislang größten Standfläche präsentiert sich das Nordrhein-Westfalen auf der Hannover Messe 2006 (Stand Nr. C 50). Auf rund 640 Quadratmetern zeigt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen mit der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, der Energieagentur NRW und dem Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff NRW sowie 22 weiteren Ausstellern neueste Produkte und Dienstleistungen. In diesem Jahr sind neben der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik auch die Windenergie, Solarenergie, Kraftstoffe der Zukunft, Geothermie und Energieeffizienz vertreten.
 
Ein besonderer Höhepunkt ist die Sonderausstellungsfläche zum europäischen Projekt "HYCHAIN MINI-TRANS".


Groß-Solardachziegel von Biohaus

Die Biohaus PV Handels GmbH aus Paderborn zeigt ein begehbares solares Bedachungssystem, basierend auf dem Großsolardachziegel Biosol XXL. Die Bionet GmbH aus Unna informiert über Bioenergie Netzwerke, speziell unter dem Gesichtspunkt der Erzeugung so genannter Biokraftstoffe. Das Geothermie Zentrum Bochum stellt ein Modell zur Visualisierung der Funktionsweise unterschiedlicher Varianten der Erdwämenutzung vor. Die Betreiber des Windtestfelds Grevenbroich informieren über Dienstleistungen im Bereich der Windenergie. Möglichkeiten zur Energieeffizienzsteigerung sind schließlich das Thema der Energieagentur NRW aus Wuppertal.


Schwerpunkt: Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik

Den größten Themenblock bildet die Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik. Ein Blickfang ist bereits der Ford Focus C-Max mit Wasserstoffverbrennungsmotor. Die Gebrüder Becker GmbH aus Wuppertal hat neue Luftgebläse mit geringer Leistungsaufnahme für Brennstoffzellen entwickelt. Ebenfalls Komponenten für Brennstoffzellensysteme liefern die Firmen GSR Ventiltechnik GmbH & Co. KG aus Vlotho, sowie die IMI Norgren Buschjost GmbH & Co. KG aus Bad Oeynhausen. Die Innecken-Elektrotechnik GmbH aus Euskirchen stellt in diesem Jahr neben einem Cell-Management-System für Brennstoffzellen aus. Das Öl-Wärme-Institut aus Herzogenrath entwickelt Reformersysteme für die Gewinnung von Wasserstoff aus Diesel, die für den Einsatz in Lastkraftwagen und Schiffen vorgesehen sind und stellt hierzu eine Konstruktionsstudie aus.

Die Rittal GmbH & Co. KG aus Herborn präsentiert ein autarkes Energiemodul, welches auf einer PEM-Brennstoffzelle mit Methanolreformer basiert. Die Hoppecke Batterien GmbH aus Hoppecke bei Brilon arbeitet an der Entwicklung eines Gabelstaplers mit Brennstoffzellen-Batterie-Hybridantrieb. Die Masterflex AG Brennstoffzellentechnik aus Herten wird der Öffentlichkeit erstmalig das soeben fertig gestellte "Cargobike" vorstellen, ein innovatives Lastenfahrrad für vielfältige innerstädtische Transportdienstleistungen. Das Zentrum für Brennstoffzellentechnik gGmbH in Duisburg betreibt auf dem NRW-Stand eine Hochtemperatur PEM-Brennstoffzelle und zeigt einen brennstoffzellenbetriebenen Kleintransporter sowie einen Reformer für die Hausenergieversorgung.


HYCHAIN MINI-TRANS: 158 Brennstoffzellenfahrzeuge in vier europäischen Regionen

Auf dem Stand der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW werden außerdem Busse, Kleintransporter, Scooter und Rollstühle aus dem europäischen Verbundprojekt HYCHAIN MINI-TRANS gezeigt. Das Projekt will eine Fahrzeugflotte von bis zu 158 innovativen Brennstoffzellenfahrzeugen in vier europäischen Regionen aufstellen (Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien), die mit Wasserstoff betrieben werden. Es wird begleitet durch eine umfassende Wasserstoffinfrastruktur in den jeweiligen Regionen.

25.04.2006   Quelle: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Biohaus PV Handels GmbH
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Gabriel: zukunftsweisende Energiepolitik verzichtet auf Atomkraft

Kostenlose Broschüre des BMU.
Kostenlose Broschüre des BMU.

Mit einer Absage an die Nutzung der Atomenergie hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 24.04.2005 die zweitägige Tagung "Tschernobyl 1986-2006: Erfahrung für die Zukunft" eröffnet. "Für die Zukunft unseres Energiesystems kommt, gemeinsam mit einer besseren Energieeffizienz, den erneuerbaren Energien eine zentrale Rolle zu. Atomkraft ist ein Auslaufmodell und keine Zukunftstechnologie, denn sie verhindert Innovation. Die Atomenergie ist mit prinzipiellen Sicherheitsrisiken verbunden und deshalb nur noch für begrenzte Zeit verantwortbar", so Gabriel.

 
Auf der gemeinsamen Tagung des Bundesumweltministeriums und der Forschungsstelle für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin will Gabriel mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über sichere, das Klima schützende und zukunftsfähige Energien debattieren.


10,2 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien

Erneuerbare Energien werden immer mehr zu einer tragenden Säule unserer Energiewirtschaft, betont das Bundesumweltministerium in einer Pressemitteilung. Ihr Beitrag zur Stromversorgung in Deutschland habe innerhalb von fünf Jahren von 6,7 Prozent (2000) auf 10,2 Prozent gesteigert werden können. Im Jahr 2020 könnte bereits ein Viertel des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden. Im Jahr 2005 haben die erneuerbaren Energien laut BMU die deutschen Treibhausgasemissionen um über 80 Millionen Tonnen reduziert, die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten gemildert und 170.000 Arbeitsplätze gesichert – besonders in strukturschwachen Regionen.


Kostenlose Broschüre: "Erneuerbare Energien – Innovation für die Zukunft"

Zur Tagung erscheint die BMU-Broschüre "Erneuerbare Energien – Innovation für die Zukunft". Sie gibt einen Überblick über den Stand der Technik, die Einsatzmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven. Die Bilanz der bisherigen Entwicklung und der Ausblick, abgeleitet aus mehreren für das Bundesumweltministerium erarbeiteten Studien, zeigen, was die gemeinsame Innovationskraft von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik beispielhaft leisten könne. Das Heft entstand mit fachlicher Unterstützung des Instituts für Energie- und Umweltforschung, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Sie ist im Internet abrufbar unter der Adresse www.erneuerbare-energien.de und kann kostenlos beim Bundesumweltministerium bestellt werden: Postfach 30 03 61, 53183 Bonn, Telefon 01888/305-3355, Fax 01888/305-3356 oder per e-Mail unter: bmu@broschuerenversand.de

24.04.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU
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Österreich: 30 Prozent Solaranlagen-Förderung im Tourismus

Romantikresort Bergergut mit 84 m² INSOL Kollektoren

Dass Solarwärmeanlagen nicht nur in der Bevölkerung hohen Zuspruch genießen, zeigt die Verlängerung der Förderaktion im Rahmen der betrieblichen Umweltförderung in Österreich. Da Solaranlagen zu den wichtigsten Maßnahmen zur Vermeidung von klimarelevanten Treibhausgasen wie CO2 zählen, wird für ihre Errichtung ein nicht rückzahlbarer Zuschuss von bis zu 30 Prozent der Investitionskosten gewährt. Das berichtet der Verband Austria Solar in einer Pressemitteilung.
 
In den Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol können zusätzliche Landesförderungen beantragt werden.

Seit vielen Jahren werden thermische Solaranlagen erfolgreich im Hotel- und Gastgewerbe eingesetzt. Jährlich werden durch die zuständige Kommunalkredit Public Consulting GmbH über 100 Anträge zur Förderung von Solarwärmeanlagen im Hotel- und Gastgewerbe bearbeitet. Die Tendenz ist vor allem in den letzen beiden Jahren stark steigend. Ausführliche Informationen zu Solaranlagen für Hotel- und Gastgewerbebetriebe bietet die solarwärme Info-Hotline unter ++43 (0) 3112 588612 (Montag bis Freitag von 8:30 bis 12 Uhr) oder die Internetseite http://www.solarwaerme.at/Hotels-Pensionen

24.04.2006   Quelle: Verband Austria Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Austria Solar; SOLution Solartechnik GmbH

 

Tag der Erneuerbaren: Oederaner Energietage vom 24. bis 29. April

Im Vorfeld des Tags der Erneuerbaren Energien (29. April) finden vom 24. - 29. April die Oederaner Energietage statt. Aus Anlass des 20. Jahrestages der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl wollen die Veranstalter daran erinnern, dass heute vor allem in Weißrussland über eine Million Menschen mit der Strahlung in ihrem Alltag leben müssen.  Während der Oederaner Energietage werden Kinder aus der weißrussischen Stadt Masyr zu Gast sein, die 100 Kilometer von Tschernobyl entfernt liegt. Auch Bilder aus Masyr sind in Oederan im Rahmen einer Ausstellung zu sehen, die den Alltag in der verstrahlten Region zeigen. Die Gäste der Musikschule Masyr geben in Oederan und Freiberg Konzerte.


Prominente Gastredner: Franz Alt und Hermann Scheer

Die Oederaner Energietage bieten ein vielfältiges kulturelles Programm: Der Publizist Franz Alt wird einen Vortrag zu den Perspektiven der Solarenergienutzung halten. Hermann Scheer, Träger des Alternativen Nobelpreises liest aus seinem kontrovers diskutierten Buch Energieautonomie (2005) und die Autorin Gudrun Pausewang stellt in der Mittelschule Oederan ihren gerade verfilmten Roman "Die Wolke" vor.

Höhepunkt der Oederaner Energietage ist am 29. April der 11. Tag der Erneuerbaren Energien mit der Regionalmesse "Erneuerbare Energien und Nachwachsende Rohstoffe" auf dem Markt in Oederan. Für die erfolgreiche 10-jährige Arbeit für den bundesweiten Aktionstag erhielt die Stadt Oederan den Deutschen Solarpreis 2005. Die Schirmherrschaft für den 11. Tag der Erneuerbaren Energien Übernimmt Franz Alt.

Das Programm im Internet unter http://www.oederan.de/data/tee_programm.pdf

24.04.2006   Quelle: Stadtverwaltung Oederan   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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TU Clausthal federführend beim "Forschungsverbund Energie Niedersachsen"

Forschungsverbund löst Probleme der Energiegewinnung und –verteilung

Die Technische Universität (TU) Clausthal ist federführend beteiligt am neuen "Forschungsverbund Energie Niedersachsen (FEN) - Dezentrale Energiesysteme". Insgesamt sieben Projektpartner forschen seit dem 1. April 2006 bis zum Jahr 2009 zu Fragen der Energieversorgungstechnik und des Energiemanagements. Aufgelegt vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) des Landes Niedersachsen, umfasst der Verbund ein Gesamtfördervolumen von fünf Millionen Euro.
 
Die Industrie habe bereits Interesse an den Forschungsergebnissen angemeldet, heißt es in der Pressemitteilung der TU.


Kernenergie ist keine befriedigende Antwort

Das Klima verändert sich und die Preise für Erdöl und Erdgas steigen. Kernenergie sei darauf derzeit keine befriedigende Antwort, so die TU Clausthal. Zu groß seien noch die Probleme, die sie hinterlässt. Es sei also höchste Zeit, die erneuerbaren Energien stärker in den Blick zu nehmen. Niedersachsen verfüge derzeit, dank der Wasserkraft im Harz, der Biomasse auf den landwirtschaftlichen Flächen und des frischen Windes im ganzen Land, über einen vergleichsweise hohen Anteil an regenerativen Energiequellen.


Die Mischung macht's: Sonne, Biomasse, Erd- und Umgebungswärme

Doch nicht in weithin sichtbaren Windmühlen oder tourismustauglichen Talsperren allein liege die Zukunft dieser nachhaltigen Art, Energie zu gewinnen. Nur die Mischung vieler unterschiedlicher Energiequellen verspreche eine weitgehende Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen: Sonnenergie, Biomasse, Erd- und Umgebungswärme und in der Zukunft auch Brennstoffzellen. Auch konventionelle Erdgas-Blockheizkraftwerke, von denen allein in der Harzregion bereits über 1.000 Anlagen zu einem "virtuellen Kraftwerk" vernetzt werden sollen, können mit Biogas befeuert und zu CO2-neutralen Energielieferanten werden, die neben Wärme auch Strom durch sogenannte Kraft-Wärme-Kopplungen produzieren.


Wie kommt regenerativer Strom sicher und konstant zum Verbraucher?

Die wesentlichen Fragen der dezentralen Energiegewinnung und -verteilung sind laut TU Clausthal: Wie kommt der Strom zum Verbraucher, ohne dass die Versorgungsnetze überbelastet werden und der Strom ausfällt, oder dass die Spannung zu stark schwankt und daheim das Licht flackert? Wie lässt sich die Effizienz von Mini-Blockheizkraftwerken verbessern und wie können kleine Stromproduzenten technisch und wirtschaftlich effektiv mit den großen Energieversorgern zusammenarbeiten? Der "Forschungsverbund Energie Niedersachsen- Dezentrale Energiesysteme" will diesen Fragen in elf Einzelprojekten auf den Grund gehen, unter der Federführung von Professor Dr. Hans-Peter Beck vom Institut für Elektrische Energietechnik der TU Clausthal. Dazu werden die Disziplinen Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik zusammengeführt.

Dass zu diesem Thema Wissenschaftler von vier Universitäten, einer Fachhochschule und zwei außeruniversitären Landeseinrichtungen zusammenarbeiten, sei in Niedersachsen einzigartig und laut Wissenschaftsminister Lutz Stratmann ein Zukunftsmodell: "Der Forschungsverbund Energie Niedersachsen ein wichtiger Schritt in Richtung einer synergetischen Zusammenarbeit der niedersächsischen Hochschulen in der Energieforschung", so der Minister.


Industrie ist aufmerksam

Die Arbeit des FEN soll die von der niedersächsischen Energiepolitik geforderte "unverzerrte Technologiekonkurrenz" zwischen regenerativer und konventioneller Energieversorgung ihrer Verwirklichung einen großen Schritt näher bringen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse des Forschungsverbunds sind an ihrer späteren Anwendung orientiert. Sie können im "Energiepark Clausthal" des beteiligten Clausthaler Umwelttechnik Instituts (CUTEC) auf ihre Machbarkeit hin direkt überprüft werden. Dadurch sei es leicht, das wissenschaftliche Know-how später in die Industrie zu transferieren. Zehn namhafte Firmen aus ganz Deutschland hätten bereits Interesse an den Ergebnissen der niedersächsischen Forscher bekundet, darunter die Stadtwerke Hannover, die Regionalversorger EWE AG und Avacon AG und die Siemens AG als Vertreter der Elektroindustrie.

24.04.2006   Quelle: TU Clausthal; Institut für Elektrische Energietechnik   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TU Clausthal

 

"power:perspektiven 2006": regenerative Energien im Brennpunkt

"Regenerative Energien im Spannungsfeld zwischen Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit" lautet der Titel der zweiten Ausgabe der "power:perspektiven 2006", die jetzt erschienen sind. Mit dieser 92 Seiten starken Publikation unterstreicht RWE Power die Rolle der Erneuerbaren im Energiemix des Unternehmens. Die "power:perspektiven" bieten eine Plattform für anerkannte Experten der Branche wie Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender der REpower Systems AG oder Dr. Thomas Kraßnitzer, Geschäftsführer der Biogaspark Alpe-Adria GmbH/Österreich.
 
Fachleute der RWE Power erläutern die Strategie des Unternehmens in Sachen der regenerativen Energien.


650 Millionen Euro für den Ausbau der erneuerbaren Energien

Zentrales Ziel sei, den Anteil der erneuerbaren Energien um rund 700 Megawatt zu erhöhen, heißt es in der Pressemitteilung der RWE Power AG. Dieses Vorhaben sei einer der drei Bausteine des Klimaschutzpakets von RWE. Dazu zählten außerdem die Weiterentwicklung umweltschonender Technologien für fossil gefeuerte Anlagen bis hin zu einem CO2-freien Kohlenkraftwerk mit angeschlossener CO2-Speicherung sowie die Nutzung der Kyoto-Instrumente Joint Implementation und Clean Development Mechanism. Für die Umsetzung dieses Pakets stelle RWE zwei Milliarden Euro bereit, davon 650 Millionen Euro für den Ausbau der erneuerbaren Energien.


Daten zum europäischen und deutschen Strommarkt

Ein weiterer Themenschwerpunkt der "power:perspektiven 2006" sind Daten, Zahlen und Fakten zum europäischen und deutschen Strommarkt. Das Heft (96. S.) kann als PDF-Datei heruntergeladen werden unter http://www.rwe.com/generator.aspx/property=Data/id=324162/power_3Aperspektiven.pdf

23.04.2006   Quelle: RWE Power AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: RWE Power AG

 

Bundesumweltministerium legt Entwurf für Zuteilung von CO2-Zertifikaten vor

Die Energieversorger und Industrieunternehmen müssen in den nächsten Jahren den Ausstoß von Kohlendioxid weiter reduzieren und dürfen insgesamt maximal 495,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr emittieren – zirka 3% weniger als in den Jahren 2000 bis 2002. Das sieht der Entwurf für die Zuteilung von CO2-Zertifikaten an die beteiligten Unternehmen für die Jahre 2008 bis 2012 vor, den das Bundesumweltministerium am 13.04.2006 veröffentlicht hat.
  "Damit wird Deutschland auch künftig seiner Vorreiterrolle beim Klimaschutz gerecht. Wir verstärken die Anreize für Investitionen in hocheffiziente und klimafreundliche Kraftwerke. Das kommt nicht nur dem Klima zugute, sondern gibt auch der Wirtschaft Impulse und schafft zukunftssichere Arbeitsplätze. Der Emissionshandel ist ein marktwirtschaftliches Instrument und ermöglicht es den Unternehmen, CO2-Minderungen dort vorzunehmen, wo es am kostengünstigsten ist", so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Mit dem Nationalen Allokationsplan (Zuteilungsplan) werden die CO2-Emissionsziele für die zweite Handelsperiode des europäischen Emissionshandelssystems festgelegt. Der Plan enthält Emissionsobergrenzen für alle Sektoren (Energie, Industrie, Verkehr, Haushalte, Gewerbe/ Handel/ Dienstleistungen) und auch die Regeln für die Zuteilung der Emissionszertifikate an die teilnehmenden Unternehmen. Ein beteiligtes Unternehmen kann CO2 nur ausstoßen, wenn es die Zertifikate dafür besitzt. Emittiert eine Anlage mehr CO2, müssen Zertifikate dazu gekauft werden, wird weniger Kohlendioxid ausgestoßen, können diese verkauft werden.

Insgesamt werden in den Jahren 2008 bis 2012 jährlich 495,5 Mio. t CO2 an die vom Emissionshandel erfassten Anlagen zugeteilt. Darin enthalten sind auch die Zuteilungen für Anlagen, die in dieser Zeit zusätzlich am Emissionshandel teilnehmen werden (z. B. Cracker-Anlagen der chemischen Industrie). Die Energieversorgung und die Industrie erbringen damit laut BMU eine Minderungsleistung von insgesamt 15 Mio. t CO2 pro Jahr (3 % verglichen mit dem Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2002). Gabriel: "Mit diesen Emissionsobergrenzen sind wir auf gutem Wege, unser anspruchsvolles Klimaschutzziel zu erreichen." Deutschland hat sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls verpflichtet, seine Treibhausgasemissionen bis 2012 um 21% gegenüber 1990 zu reduzieren.


Marktwert der Zertifikate bringt Energiekonzernen Zusatzgewinne in Milliardenhöhe – kein Grund für Strompreiserhöhungen

Mit dem Zuteilungsplan für 2008-2012 werde eine differenzierte Behandlung von Industrie- und Energieanlagen eingeführt, heißt es in der BMU-Pressemitteilung. Die Energieversorger erhalten gegenüber ihren bisherigen CO2-Emissionen um 15% weniger kostenlose Zertifikate. Gabriel: "Die Stromversorger kalkulieren den Marktwert der Zertifikate, die wir ihnen kostenlos zugeteilt haben, jetzt schon in die Strompreise ein. Dadurch erzielen die Energiekonzerne Zusatzgewinne in Milliardenhöhe. Eine geringere Ausstattung mit Zertifikaten führt lediglich zu einer teilweisen Abschöpfung solcher Zusatzgewinne. Für weitere Strompreiserhöhungen gibt es überhaupt keinen Grund, zumal die Zertifikate weiterhin kostenlos zugeteilt werden."

Die in den Emissionshandel einbezogene Industrie muss ihre CO2-Emissionen um lediglich 1,25 % mindern. Damit wird laut BMU der Tatsache Rechnung getragen, dass viele dieser Unternehmen im internationalen Wettbewerb stehen und somit durch eventuellen Zukauf von Zertifikaten entstehende Zusatzkosten nur schwer in ihre Produktpreise überwälzen können.


Investitionsanreize für die Modernisierung des Kraftwerkparks

Für die Jahre 2008 bis 2012 werden mit dem Emissionshandel wirksame und effiziente Investitionsanreize und damit geeignete Rahmenbedingungen für die Modernisierung des Kraftwerkparks in Deutschland geschaffen. Ein starker Anreiz zur Stilllegung bzw. zum Ersatz wird bei besonders ineffizienten Braun- und Steinkohlekraftwerken geschaffen. Die Zuteilungen dieser Anlagen werden durch Anwendung der so genannten Malusregel zusätzlich um 15% gekürzt. Diese Regel wird erstmals 2008 angewandt. Für Neuanlagen erfolgt hingegen eine 100%tige, kostenlose Zuteilung, bei der aber ein anspruchsvoller Benchmark auf Basis der besten verfügbaren Technik angewandt wird.


Annähernde Vollausstattung mit kostenlosen Zertifikaten für KWK-Anlagen

Besonders günstig gestellt wird die Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen (KWK). Für diese Anlagen wird - anders als sonst im Energiesektor - die gleiche moderate Kürzung wie für Industrieanlagen (1,25%) angewandt. Es wird also eine annähernde Vollausstattung mit kostenlosen Zertifikaten hergestellt. Damit werden die Nutzung und der weitere Ausbau der klimafreundlichen KWK-Anlagen in Deutschland wirksam unterstützt. Alle kleinen Anlagen in Industrie und Energieerzeugung (CO2-Emissionen unter 25.000 t im Jahr) bekommen sogar eine komplette Vollausstattung, orientiert an den durchschnittlichen Emissionen der Jahre 2000 bis 2005.

Mit der gestrigen Veröffentlichung des Entwurfs des Allokationsplans begann die gesetzlich vorgeschriebene Öffentlichkeitsbeteiligung. Bis Ende Mai 2006 können Äußerungen zum Entwurf vorgebracht werden. Anschließend wird der Entwurf unter Berücksichtigung dieser Ergebnisse abschließend beraten und vom Kabinett verabschiedet.

Der Entwurf des Allokationsplans und ein Hintergrundpapier dazu können im Internet abgerufen werden unter http://www.bmu.de

23.04.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BEE: Wärmegesetz für erneuerbare Energien dringend notwendig

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) fordert die Bundesregierung auf, die Abhängigkeit von Erdgas und Öl zu reduzieren. Konkret fordert der BEE den Ausbau der Biokraftstoffe und der Nutzung erneuerbarer Energien zu der Wärmeerzeugung. Der Versuch des russischen Erdgaskonzerns Gasprom, die Europäische Union zu erpressen, zwinge zum Handeln, heißt es in der BEE-Pressemitteilung.  Deutschland könne es sich nicht leisten, bei der Energieversorgung weiterhin zu 70 Prozent von Importen abhängig zu bleiben. Importiertes Gas und Öl müssten durch heimische erneuerbare Energien ersetzt werden. Alleine die Verdoppelung der Heizungsanlagen in Deutschland, in denen Erneuerbare Energien eingesetzt werden, würde Energieimporte im Wert von 50 Milliarden Euro einsparen.


Holzheizungen, Erdwärmepumpen und Solaranlagen rechnen sich in wenigen Jahren durch den Verzicht auf teure Brennstoffe

"Nirgendwo sonst ist der Umstieg von alten auf neue Energieträger so einfach wie bei der Wärmeversorgung", so BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke. Der Einsatz von Holzheizungen, Erdwärmepumpen und Solaranlagen sei für die Verbraucher heute schon wirtschaftlich. Die Anlagen seien zwar in der Investition etwas teurer als herkömmliche Heizungen, rechneten sich aber innerhalb weniger Jahre durch den Verzicht auf teure Brennstoffe. Damit der Ausbau der erneuerbaren Energien zur Wärmeproduktion schnell vorankommt, fordert die Ökoenergiebranche einen gesetzlichen Rahmen.


Wärmegesetz soll Investitionssicherheit für Haushalte und Vermieter schaffen

"Wir brauchen Investitionssicherheit für Haushalte und Vermieter, die in neue Heizungssysteme investieren wollen. Dann schaffen wir bis 2012 die Verdoppelung des Anteiles Erneuerbarer Energien im Wärmebereich", so Nitzschke. Insgesamt erwartet der BEE bis zu diesem Zeitpunkt Investitionen in Heizungsanlagen betrieben mit erneuerbaren Energien in Höhe von 30 Milliarden Euro. Mit diesen Investitionen würden Importe von Öl und Gas in Höhe von 50 Milliarden Euro vermieden werden können. Wenn die Gas- und Ölpreise während der Laufzeit dieser Anlagen noch weiter steigen, könne sich diese Einsparung noch weiter erhöhen.

22.04.2006   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Zeitschrift "natur+kosmos" neu positioniert

Aktuelles Heft

Das Monatsmagazin natur+kosmos hat sich im Zuge einer Überarbeitung neu ausgerichtet. Ab der Mai-Ausgabe (Erscheinungstag 22. April) präsentiert sich natur+kosmos in eleganterem Layout und mit neuen Ressorts. "Die Zeitschrift erhält ein exakteres Profil durch den Fokus auf die Themen Nachhaltigkeit und Zukunftssicherung vor dem Hintergrund zunehmender Globalisierung", erläutert Chefredakteurin Ilona Jerger. Mit dem neu eingeführten "Projekt Zukunft" stellt die Redaktion jeden Monat ein herausragendes Projekt von übergeordneter Bedeutung vor, das exemplarisch verdeutlicht, wie ökologische, ökonomische und soziale Kriterien gleichermaßen erfüllt werden können.
 
Nationale wie internationale Projekte werden in Zusammenarbeit mit namhaften Organisationen und Institutionen ausgewählt und ausgezeichnet.


Nachhaltige Unternehmen Sieger auf den Märkten von morgen

"Echte Zukunftssicherung ist nur möglich, wenn wir uns des Themas Corporate Social Responsibility konsequent annehmen. Mit dem 'Projekt Zukunft' wollen wir zeigen, wie eine positive Globalisierung aussehen kann. Wir sind mit vielen Wirtschaftswissenschaftlern der Meinung, dass nachhaltig aufgestellte Unternehmen die Sieger auf den Märkten von morgen sein werden", so Chefredakteurin Jerger. Die Kooperationspartner beim Projekt Zukunft sind unter anderen der Deutsche Naturschutzring, der BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Euronatur/Stiftung Europäisches Naturerbe, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, der WWF und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.

"Nachhaltig faszinierend" ist nach Meinung des Verlagsleiters, Joachim Bettinger, das neue Konzept von natur+kosmos. Bewährte Elemente der Zeitschrift wie die langen Bildstrecken, die Wissensgeschichten über Natur, die Hintergründe zu Umweltthemen sowie der beliebte "Hammer des Monats" bleiben ebenso erhalten wie Berichte zu Gesundheit und Ernährung, die Portraits exponierter Persönlichkeiten, Essays und Kunststrecken.

Die Zeitschrift erscheint in der Konradin-Verlagsgruppe in Leinfelden-Echterdingen. Die verkaufte Auflage liegt laut Verlag bei über 85.000 Exemplaren und wird jeden Monat von 221.000 Menschen gelesen (Reichweite; LpA, Quelle: AWA 2005).

22.04.2006   Quelle: natur+kosmos   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Konradin-Verlagsgruppe

 

Hannover Messe: Brennstoffzellen-Heizung zum Anfassen

Brennstoffzellenheizgerät der European Fuel Cell

Auf der Hannover Messe Industrie, die vom 24.-28. April stattfindet, werden erstmals Brennstoffzellenheizsysteme verschiedener Hersteller unter dem Dach der Initiative Brennstoffzelle (IBZ) vorgestellt. An die Brennstoffzellentechnologie werden hohe Erwartungen geknüpft, wenn von zukunftsfähigen Energieanwendungen die Rede ist, so die IBZ in einer Pressemitteilung. Bislang einmalig sei die herstellerübergreifende Präsentation von Brennstoffzellenheizgeräten an einem Messestand.
 
Die Initiative Brennstoffzelle zeigt gleich drei Geräte führender Hersteller. Neben European Fuel Cell und Vaillant ist auch Viessmann dabei. Zudem bietet die IBZ ein umfangreiches Informationsangebot, das Multimediafilme, Broschüren und kompetente Beratung umfasst.


Brennstoffzellen auf der Messe – Film im Internet

Die Hannovermesse Industrie ist von 9 bis 18 Uhr geöffnet, die IBZ Initiative Brennstoffzelle ist in Halle 13, Stand E68-1 zu finden. Weitere Informationen gibt es unter http://www.ibz-info.de oder http://www.hannovermesse.de.

Einen anschaulichen und sehenswerten Kurzfilm zum Funktionsprinzip der Brennstoffzelle bietet die IBZ im Internet an unter der Adresse: http://www.initiative-brennstoffzelle.de/ibz/live//show.php3?id=86

22.04.2006   Quelle: IBZ - Initiative Brennstoffzelle   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: European Fuel Cell
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Solarwärme: Conergy steigt in Speicherkollektor-Technologie ein

Thermosyphon-Sytem

Die Hamburger Conergy AG erweitert durch die Übernahme der europäisch-australischen Cap-Aus Pty Limited ihre solarthermische Produktlinie um Thermosyphon-Systeme. Bei der kostengünstigen Kombination von Absorber/Kollektor und Speicher in einem Thermosyphon-System kann auf eine Umwälzpumpe verzichtet werden, denn das Wasser im Solarkreis zirkuliert durch die Schwerkraft.
 
Das Team um die erfahrenen Solarthermiemanager Rodger Meads, Mal Hayes und Hans Brekelmans ist laut Conergy mit einem starken Vertriebsnetz in Australien, Asien und im Mittelmeerraum spezialisiert auf die Entwicklung und den Vertrieb von maßgeschneiderten solaren Wärmepumpen und Thermosyphon-Systemen.


Speicherkollektoren zur Warmwasserbereitung haben einen weltweiten Marktanteil von über 80%

"Diese kostengünstige Technologie hat bereits heute einen weltweiten Marktanteil von über 80% bei der solaren Warmwasserbereitung und ergänzt das Sortiment solarthermischer High-tech Komponenten und Hochleistungs-Flachkollektoren von Conergy ideal", erklärt Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Conergy AG. "Mit den hochwertigen Thermosyphon-Systemen von Cap-Aus können wir insbesondere unseren asiatischen und südeuropäischen Kunden bedarfsgerechte Lösungen zur solaren Erwärmung von Brauchwasser bieten und zusätzliche Umsatz- und Profitpotenziale erschließen", so Rüter weiter. Dank der vergleichsweise einfachen Produktion von Thermosyphon-Systemen ergeben sich zunehmend Kostenvorteile gegenüber Heiz- bzw. Kühlsystemen auf fossiler Basis. Deshalb sind diese Systeme speziell in den sonnenreichen Regionen Südostasiens und dem Mittelmeerraum stark nachgefragt und bereits millionenfach im Einsatz.
"Als Teil der leistungsstarken Conergy Gruppe wollen wir mit unserem Know-how weitere Kundenpotentiale in Südeuropa und Asien erschließen. Wir freuen uns darauf in diesem dynamischen Team unsere Möglichkeiten auch ausschöpfen zu können“, erklärt Rodger Meads, Managing Director von Cap-Aus Pty Ltd. Mit dieser Verstärkung will Conergy ihre Präsenz und ihre Wettbewerbsfähigkeit im asiatischen Raum deutlich ausbauen.

21.04.2006   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Cap-Aus Pty Limited
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Photovoltaik: Sharp zeigt neue Produkte auf der Energy 2006

Lichtkonzentrator von Sharp (im Vordergrund rechts)

Vom 24. bis zum 28. April 2006 findet im Rahmen der Hannover Messe die "Energy 2006" statt. Bei dieser internationalen Leitmesse für regenerative sowie konventionelle Energiegewinnung und -versorgung präsentiert das Technologieunternehmen Sharp in Halle 13, Stand B 44/6 seine neuen Photovoltaik-Produkte und -Technologien.
 
Neben dem neuen 85 Watt-Standard-Dünnschichtmodul zeigt der Weltmarktführer bei der Produktion von Solarzellen auch den Prototypen eines Licht-Konzentrators. Zudem nutzt Sharp seinen Messeauftritt, um für eine starke Nutzung der Sonnenenergie im zukünftigen Energiemix zu werben und Fachbesucher aber auch die interessierte Öffentlichkeit über das hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche Potenzial der Sonnenenergie zu informieren.


Konzentriertes Sonnenlicht für höhere Energieausbeute

Mit dem Licht-Konzentrator präsentiert Sharp auf der Energiesparmesse eine nicht auf Silizium basierende Lösung um Solarstrom zu erzeugen. Über eine Fresnel-Linse wird das Sonnenlicht mit einer bis zu 500-fachen Konzentration auf eine sieben mal sieben Millimeter große Gallium-Arsenid-Zelle gelenkt. Dabei wird laut Sharp ein Zellwirkungsgrad von bis zu 40 Prozent erreicht. Die aus insgesamt 90 Zellen bestehende Konzentratoranlage verfügt über ein zweiachsiges Nachführsystem, das für einen optimalen Winkel zur Sonne sorgt. Gerade für sehr sonnenreiche Gegenden sei der Licht-Konzentrator eine interessante Alternative zu kristallinen Modulen, betont das Unternehmen,


Hochleistung durch neue Technologie

Angesichts des weltweiten Siliziummangels hat Sharp zudem weitere Technologien entwickelt, die Silizium sparen oder auf neue Materialen zur Erzeugung von solarem Strom setzen. Neben der Weiterentwicklung der Dünnschicht-Technologie wurde ein neues Ätzverfahren bei der Herstellung der Solarzellen entwickelt, um eine gleichmäßigere Oberflächenstruktur der Zellen zu gewährleisten. Die dadurch verringerte Reflexion des einfallenden Lichtes erhöht die Lichtausbeute der Zelle. Als ein Ergebnis dieses neuen Verfahrens zeigt Sharp das polykristalline Modul ND-Q2E3E mit einer Leistung von 162 Watt und einem Wirkungsgrad von 12,4 Prozent.


Neues Dünnschicht-Standardmodul

Auf der Energy 2006 präsentiert Sharp mit dem NA-851WP ein neues Dünnschicht-Standardmodul. Es hat eine maximale Ausgangsleistung von 85 Watt und wiegt 18 Kilogramm bei einer Größe von 1.134 mal 934 mal 46 Millimeter. Die Dünnschicht-Technologie von Sharp basiert auf so genannten Thin-Film-Tandem-Solarzellen. Dabei werden amorphe und mikrokristalline Siliziumzellen gemischt und kommen mit einer Zellstärke von nur zwei Mikrometern aus. Die mikromorphen Dünnschichtzellen brauchen weniger Silizium als herkömmliche kristalline Solarzellen, verfügen allerdings über einen geringeren Wirkungsgrad. Steht aber genügend Fläche zur Verfügung, sind Dünnschichtmodule auch angesichts der derzeitigen Siliziumknappheit eine gute Alternative. Sharp gehört mit einer Produktionskapazität von 15 Megawatt zu den derzeit größten Herstellern von Dünnschichtmodulen in der Welt.

Sharp produziert Solarzellen im japanischen Werk Katsuragi, in der Präfektur Nara. Aus diesen Zellen werden in weltweit fünf Fabriken Solarmodule hergestellt. Neben drei Modulfertigungsstätten in Japan und einer in Tennessee/USA, werden seit 2004 im walisischen Wrexham/Großbritannien Solarstrommodule für den europäischen Markt gefertigt.

21.04.2006   Quelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH

 

ZSW präsentiert Hausenergieversorgung mit Brennstoffzelle

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hat ein Brennstoffzellen-Blockheizkraftwerk (BHKW) für Ein- und Mehrfamilienhäuser entwickelt. Es gewinnt Wasserstoff aus Erdgas und produziert damit hocheffizient Strom und Wärme. Zu sehen ist "bw-cell" auf der Hannover Messe in Halle 13 am Stand "Baden-Württemberg" (A63). Die Entwicklung wurde vom Umweltministerium Baden-Württemberg gefördert.
 
"Geräte wie 'bw-cell' sollen einmal die herkömmlichen Heizkessel ersetzen. Gebäude werden damit gleichzeitig zu dezentralen Kraftwerken", erläutert Dr. Michael Specht, Fachgebietsleiter am ZSW. Das Brennstoffzellen-BHKW ist kleiner, leichter und effizienter als bisher bekannte. Mit 75x75x180 cm ist es so groß wie ein Kühlschrank und wiegt 200 kg.
Zwei Prototypen laufen laut ZSW seit längerem erfolgreich. "Unser Hauptziel, stabil hohe elektrische Systemwirkungsgrade mit minimalen Emissionswerten zu verbinden, haben wir bereits geschafft", bestätigt Michael Specht. "In Bezug auf die Betriebserfahrung in den nächsten zwei Jahren sind wir deshalb sehr zuversichtlich", so Specht.


Strom und Wärme aus dem Keller

Das Brennstoffzellen-BHKW der Stuttgarter Forscher enthält einen Erdgas-Reformer der WS Reformer GmbH und eine am ZSW entwickelte und hergestellte PEM (Polymerelektrolytmembran)-Brennstoffzelle. Die Gesamtanlage liefert 3,6 kW elektrischen Strom und 6,5 kW thermische Leistung für Heizung und Warmwasser. Bei Temperaturen von rund 800 ° C setzt der Reformer Erdgas in Reformatgas um, das aus 80 % Wasserstoff besteht. Der erzeugte Wasserstoff wird dann von einer Brennstoffzelle in Strom umgewandelt. Das im Reformer entstehende Katalysatorgift CO entfernen mehrere Gasreinigungsstufen und erreichen damit eine dauerhaft unter 20 ppm liegende CO-Konzentration im Reformatgas.


Aufbereitetes Biogas oder Ethanol als erneuerbare Brennstoffe

Für eine umweltfreundliche Hausenergieversorgung seien Brennstoffzellen unverzichtbar, betont das ZSW. Sie bedeuteten Effizienz, da sie mit höherem Wirkungsgrad als herkömmliche Systeme Strom und Wärme erzeugen. Sie seien ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung.
Und sie seien zukunftssicher: Regenerative Brennstoffe wie aufbereitetes Biogas oder Ethanol können das Erdgas ersetzen.


ZSW Forschungsschwerpunkte: Brennstoffzellen, regenerative Kraftstoffe und Photovoltaik

Das ZSW gehört zu den führenden industrienahen Forschungsinstituten auf den Gebieten Brennstoffzellenentwicklung, regenerative Kraftstoffe und Photovoltaikentwicklung (Dünnschichttechnologie) in Deutschland. Es erwirtschaftet nach eigenen Angaben mit 120 Beschäftigten einen Umsatz von rund 15 Millionen Euro – der Großteil stammt aus Industrieforschung und öffentlichen Auftraggebern. Das ZSW ist eine gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts und wurde 1988 durch das Land Baden-Württemberg sowie Universitäten, Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen des Landes gegründet.

Das ZSW ist auf der Hannover Messe vom 24.-28. April 2006 an zwei Ständen vertreten: Stand Baden-Württemberg: A63 in Halle 13 (Brennstoffzellen-System "bw-cell" zur Hausenergieversorgung) und Stand ZSW: F84/3 in Halle 13 (angewandte Forschung für Brennstoffzellen/Wasserstoff, elektrochemische Batteriespeicher).

21.04.2006   Quelle: ZSW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ZSW
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REpower beteiligt sich an ersten Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee

REpower 5M

Die REpower Systems AG (WKN 617703) wird sich voraussichtlich mit zwei Offshore-Windenergieanlagen des Typs REpower 5M an dem geplanten Offshore-Windpark "Baltic I" beteiligen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die gerade erfolgte Teilgenehmigung des ersten deutschen Offshore-Windparks in der Ostsee durch das Umweltministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern umfasse die Aufstellung und den Betrieb von insgesamt 21 Offshore-Anlagen in einer Entfernung von 15 bis 16 Kilometern vor der Küste des Darß und in Wassertiefen zwischen 16 und 19 Metern.
 
Darin enthalten sei die Option, zwei Anlagen des Typs REpower 5M zu errichten - mit je fünf Megawatt Nennleistung, einer Nabenhöhe von 100 Metern und einem Rotordurchmesser von 126 Metern.


Windpark 'Baltic I: Strom für 6.000 Drei-Personen-Haushalte

"Die Genehmigung von 'Baltic I' nach dem Bundes-Imissionsschutzgesetz ist ein wichtiger Meilenstein für die Erschließung des für die Wettbewerbsfähigkeit so wichtigen Offshoremarkts in Deutschland. Durch die Möglichkeit, sich an 'Baltic I' mit zwei 5M zu beteiligen, wäre REpower bei den ersten deutschen Offshore-Vorhaben in der 'Pole Position'“, kommentiert Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender der REpower Systems AG und fügt hinzu: "Die Leistung von 'Baltic I' wird ausreichen, um jährlich zirka 57.000 Haushalte mit Windstrom zu versorgen. Allein unsere speziell für den Offshore-Einsatz ausgelegte 5M kann auf dem Meer für zirka 6.000 Drei-Personen-Haushalte Strom liefern."

REpower betreibt schon seit Februar 2005 einen Prototyp der 5M im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel; vier weitere Anlagen sollen noch in diesem Jahr an Land (im DEWI-OCC-Testfeld in Cuxhaven) sowie offshore errichtet werden. ("Beatrice"-Demonstrationsprojekt 25 Kilometer vor der schottischen Küste)

Im September 2005 hatte die Stiftung Offshore-Windenergie bereits die Standortrechte für den Test-Windpark "Borkum West" mit insgesamt 12 Anlagen erhalten. REpower ist Mitglied im Stiftungskuratorium und wird vor Borkum vier 5M-Anlagen aufstellen. Mit "Borkum West" und "Baltic I" wäre REpower dann mit insgesamt sechs 5M an den ersten deutschen Offshore-Windparks sowohl in der Nord- als auch in der Ostsee beteiligt. Der Offshore-Windpark "Baltic I" wird von der Offshore Ostsee Wind AG betrieben und soll voraussichtlich 2007 in Betrieb gehen.

21.04.2006   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REpower Systems AG; Fotograf: Jan Oelker

 

Börse: Reinecke + Pohl Sun Energy AG im Prime Standard gelistet

Die Frankfurter Wertpapierbörse wird die Reinecke + Pohl Sun Energy AG (ISIN: DE0005250708/WKN: 525070) am Freitag, 21. April 2006, in den Prime Standard aufnehmen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Voraussetzung für die Zulassung in dieses Qualitätssegment ist die Erfüllung hoher Transparenzanforderungen, die deutlich über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen.  Das Segment ist vor allem auf Unternehmen zugeschnitten, die sich auch gegenüber internationalen Investoren positionieren wollen.


Höhere Transparenz für Aktionäre

"Wir freuen uns, dass unsere Aktie durch die Aufnahme in den Prime Standard weiter an Aufmerksamkeit und Attraktivität gewinnt. Vor dem Hintergrund unseres stark wachsenden operativen Geschäfts und der Internationalisierungsaktivitäten ist dies ein weiterer konsequenter Schritt", erklärt Martin Schulz-Colmant, Vorstandssprecher der Reinecke + Pohl Sun Energy AG. "Auch ist es uns wichtig, unseren Aktionären im In- und Ausland eine noch höhere Transparenz und Informationsdichte zu bieten", fährt Schulz-Colmant fort.


Angebot zum Bezug einer Wandelschuldverschreibung veröffentlicht

Die Zulassung zum Prime Standard verbessert aus Sicht des Vorstands auch die Aussichten des Unternehmens, künftig in weitere wichtige Börsenindices aufgenommen zu werden. Darüber hinaus wird am 20.04.2006 das Angebot zum Bezug der angekündigten Wandelschuldverschreibung der Reinecke + Pohl Sun Energy veröffentlicht. Alle Details sind auf der Unternehmenswebsite unter Investor Relations/Publikationen abrufbar.

20.04.2006   Quelle: Reinecke + Pohl Sun Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

3sat Filme: "Der Supergau – 20 Jahre nach Tschernobyl"

Verbotsschild inTschernobyl

Seit dem 26. April 1986 ist Tschernobyl das Synonym für eine globale Umweltkatastrophe, die nach 20 Jahren noch nicht überwunden ist. Nachdem ein Kernreaktor außer Kontrolle geriet und explodierte, wurde eine riesige Region um das Kraftwerk in der Ukraine verstrahlt, eine radioaktive Wolke verseuchte Europa und weitere Teile der Welt. 3sat erinnert ab Donnerstag, 20. April 2006 an diesen Tag und seine Folgen, mit einem "nano spezial" sowie drei Dokumentationen.
 
Total verstrahlt – 20 Jahre Tschernobyl

Die "spezial"-Ausgabe des 3sat-Zukunftsmagazins "nano" unter dem Titel "Total verstrahlt – 20 Jahre Tschernobyl" am Donnerstag, 20. April 2006, 18.30 Uhr (Erstausstrahlung), schildert chronologisch den Hergang der Katastrophe und beleuchtet dabei die Ursachen, die zu dem Super-Gau führten. Außerdem fragt "nano spezial", warum der zweite Sarkophag, die zweite Schutzummantelung des Reaktors, in Tschernobyl noch nicht gebaut ist.


Tschernobyl, all inclusive

Die Dokumentation "Tschernobyl und die Schweiz" von Helen Stehli Pfister zeigt am Montag, 24. April 2006, 22.55 Uhr, wie die Schweizer Bevölkerung und Behörden nach der Katastrophe reagierten und wie sich die Schweizer Energiepolitik in den Folgejahren entwickelte. In "Tschernobyl, all inclusive" begleitet Christian Klemke am Mittwoch, 26. April 2006, 21.00 Uhr, Tschernobyl-Touristen und fragt nach den Motiven der Besucher und ihrem Umgang mit der radioaktiven Gefahr. Die Dokumentation beschreibt einen Tag und eine Nacht in der Sperrzone, einem Gebiet, in dem überall die unsichtbare tödliche Gefahr der Radioaktivität lauert.


Porträt eines vergessenen Helden

"Vergessene Helden: Der Liquidator aus Tschernobyl", eine Dokumentation von Florian Gebauer am Mittwoch, 26. April, 21.30 Uhr, porträtiert einen von 800.000 Männern, die nach der Katastrophe in das Strahleninferno geschickt wurden, um die Folgen zu beseitigen.Valentin Fjodorowits [Podrjadtschikow] war Ingenieur im Kraftwerk Tschernobyl. Er und seine Familie wurden zwei Tage nach dem Unfall evakuiert, sie mussten alles zurücklassen. Nur wenige Wochen später fuhr er als Liquidator wieder zurück nach Tschernobyl – das Kraftwerk musste so schnell wie möglich wieder an das Netz, Moskau wollte es so.

20.04.2006   Quelle: 3sat; Presse und Öffentlichkeitsarbeit   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ZDF und RBB/Michael Lösche
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Umweltinstitut München informiert zum Tschernobyl-Jahrestag

Am 26. April 1986 sei das passiert, was eigentlich erst in Millionen Jahren hätte geschehen dürfen: ein Atomkraftwerk ist explodiert. Das so genannte Restrisiko habe zugeschlagen, erinnert das Umweltinstitut München e.V. Heute, 20 Jahre nach dem GAU, seien die Atommeiler nicht ungefährlicher geworden, denn sie seien in die Jahre gekommen. Trotzdem werde über Laufzeitverlängerungen gesprochen, und auch der Neubau von Atomkraftwerken sei wieder in der Diskussion. Dies sei der falsche Weg, denn zu den Risiken einer nicht beherrschbaren Technik komme die nicht lösbare Frage der Lagerung des Atommülls.
 
Zusätzliche Sorge bereite der weltweite Handel mit waffenfähigem Brennstoff.


Sonderheft der "Münchner Stadtgespräche" zeigt Weg zur verantwortbaren Energiepolitik

"Allerhöchste Zeit, dass wir uns von der Nutzung der Atomenergie endgültig und unwiderrufbar verabschieden. Wir müssen bei der Energiewende hin zu den Erneuerbaren aufs Tempo drücken. Einen Ausstieg aus dem „Atomausstieg“ darf es nicht geben!", fordert das Umweltinstitut München. Mit einem Sonderheft der "Münchner Stadtgespräche" zu 20 Jahren Tschernobyl informiert das Institut über den GAU im russischen Atomkraftwerk. Die Broschüre beschreibt, was damals genau passiert ist und die Folgen der Katastrophe. Sie zeigt aber auch, wie eine Gemeinde oder auch der Einzelne dazu beitragen kann, eine verantwortbare Energiepolitik zu etablieren. Die 32-seitige Sonderausgabe im PDF-Format (1,5 MB) kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden unter http://www.umweltinstitut.org/frames/all/m423.htm

20.04.2006   Quelle: Umweltinstitut München e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarzellen-Hersteller Q-Cells AG wächst auch im 1. Quartal 2006

Die Q-Cells AG aus Thalheim bei Wolfen (Sachsen-Anhalt) hat am 19. April 2006 ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2005 vorgelegt und im Rahmen ihrer Bilanzpressekonferenz die ersten vorläufigen Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2006 veröffentlicht. Mit einer gegenüber dem Vorjahreszeitraum erneut um rund 80 Prozent gesteigerten Produktion von 53,7 MWp (Vorjahr: 29,9 MWp) hat das Unternehmen seinen Wachstumskurs im bisherigen Verlauf des Jahres 2006 fortgesetzt.  Der Umsatz stieg nach Angaben des Unternehmens um 116 Prozent auf 114 Millionen Euro (Vorjahr 52,8 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich auf 24 Millionen Euro (Vorjahr: 10,5 Mio. Euro). Das entspricht einer Steigerung von 129 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.


In fünf Jahren an die Weltspitze der Solarzellenhersteller

Ebenfalls überproportional wuchs der Periodenüberschuss um 138 Prozent auf 15,5 Millionen Euro (Vorjahr: 6,5 Mio. Euro). "Wir setzen unseren Wachstumskurs nahtlos fort, der uns in nur fünf Jahren in die absolute Weltspitze der Solarzellenhersteller gebracht hat", so Anton Milner, Vorstandsvorsitzender der Q-Cells AG, anlässlich der Veröffentlichung der Quartalszahlen. "Eine gesicherte Siliziumversorgung, die weiterhin stark wachsende Nachfrage auf den Weltmärkten und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Technologie und der Produktionsprozesse sind die Basis für eine sehr gute Geschäftsentwicklung im Jahr 2006", so Milner weiter.


Ausblick auf das Geschäftsjahr 2006 zeigt kontinuierliches Wachstum

Auf der Basis der guten Geschäftsentwicklung im 1. Quartal 2006 sowie der weitgehend gesicherten Rohstoffversorgung hat die Q-Cells AG einen aktualisierten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gegeben. Das Unternehmen rechnet derzeit damit, die Produktion auf zirka 255 MWp steigern zu können. Dementsprechend erwartet Q-Cells einen Umsatz von rund 480 Millionen Euro, ein EBIT von zirka 100 Millionen Euro sowie einen Jahresüberschuss von etwa 65
Millionen Euro. Der zweitgrößte Solarzellenhersteller der Welt will seine Produktionskapazität im laufenden Jahr weiter ausbauen. Über den Endausbau der Produktionslinie IV hinaus will die Q-Cells AG durch die Erweiterung und Optimierung der bestehenden Linien I-IV weitere Produktionskapazitäten schaffen. Zum Jahresende 2006 soll so eine Produktionskapazität von 336 MWp aufgebaut werden. Das entspricht einer Nominalkapazität von 420 MWp. Für das Jahr 2007 rechnet das Unternehmen mit einer weiteren Steigerung der Produktion.

Exportquote soll bis 2008 auf über 50 Prozent steigen

Die Erweiterung der Produktionskapazitäten wird laut Q-Cells ermöglicht durch die vertraglich gesicherte Versorgung mit Silizium und Siliziumwafern als Ausgangsmaterial für die Solarzellenproduktion. Das Unternehmen will auch im Jahr 2006 die Internationalisierung und Diversifizierung der Kundenbasis vorantreiben, mit dem Ziel, die Exportquote bis zum Jahr 2008 auf über 50 Prozent zu steigern. Dabei setzt das Unternehmen in erster Linie auf die strategischen Zukunftsmärkte Südeuropa, Nordamerika und Ostasien.


Module von EverQ und CSG Solar

Im Jahr 2006 werden die CSG Solar AG und die EverQ GmbH, beide Thalheim, planmäßig die Produktion aufnehmen. An den Unternehmen ist die Q-Cells AG mit 23 bzw. 21 Prozent beteiligt. Die EverQ GmbH hat Ende Februar 2006 das erste Modul produziert und wird laut Q-Cells bis zum Ende des ersten Halbjahres planmäßig die volle Produktionskapazität erreicht haben. Spätestens im dritten Quartal werden die Gesellschafter über den Bau der zweiten Produktionslinie entscheiden. Bei der CSG Solar AG werden das erste Modul und das Anlaufen der Produktion für das zweite Quartal erwartet. Auch hier entscheiden die entsprechenden Gremien voraussichtlich bis zum Ende des dritten Quartals über den Bau der nächsten Fabrik.


Forschung zu Hochleistungs-Solarzellen und Dünnschicht-Technologien

Die Q-Cells AG will im Geschäftsjahr 2006 über den Ausbau der Produktionskapazitäten im Kerngeschäft sowie bei den beiden Beteiligungsunternehmen hinaus in vier zentrale Entwicklungsprojekte investieren. Dabei geht es sowohl um die Entwicklung einer neuen Generation von siliziumwafer-basierten Hochleistungs-Solarzellen als auch um die Kommerzialisierung verschiedener Dünnschicht-Technologien.
Das Unternehmen forsche aber nicht nur an neuen Projekten, sondern verstärke auch seine Forschungsaktivität im Kerngeschäft. Bis Ende des Jahres 2006 soll die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Unternehmens von jetzt 57 auf fast 100 Wissenschaftler ausgebaut werden.

Der Geschäftsbericht 2005 und eine aktuelle Unternehmenspräsentation stehen auf den Internetseiten der Q-Cells AG im Investor Relations-Bereich zum Download bereit: http://www.q-cells.com

19.04.2006   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SFC Smart Fuel Cell AG schließt Kapitalerhöhung ab

Die SFC Smart Fuel Cell AG, Technologie- und Marktführer für Brennstoffzellen zur mobilen, netzfernen Energieversorgung, hat erfolgreich eine Kapitalerhöhung abgeschlossen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Namhafte europäische institutionelle Anleger investieren insgesamt 15 Millionen Euro in das weitere Wachstum des Unternehmens, so SFC.  Dieses Engagement stehe in engem Zusammenhang mit der rasanten positiven Entwicklung und dem kommerziellen Erfolg der SFC-Produkte als mobile Stromversorgung in einer Vielzahl von Industrie- und Endverbraucheranwendungen.

Die 2000 gegründete SFC AG verfolgt das Ziel der Entwicklung und Kommerzialisierung innovativer netzferner Stromversorgungslösungen mit Brennstoffzellen auf Methanolbasis (DMFC, Direct Methanol Fuel Cell-Technologie). Mit der jetzigen Kapitalerhöhung schreibe das vielfach ausgezeichnete Unternehmen seine Erfolgsgeschichte nahtlos fort. "Die Tatsache, dass sich jetzt namhafte institutionelle Investoren an SFC beteiligen, belegt die Attraktivität und das Potenzial unseres Unternehmens als herausragend positionierter Akteur in unserem spannenden Wachstumsmarkt.
Unsere Produkte stellen bereits heute zuverlässigen Strom für unzählige Anwendungen fernab der Steckdose zur Verfügung. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren neuen Investoren unseren Markterfolg fortzusetzen", so SFC-Vorstand Dr. Jens Müller.


SFC produziert mobile Brennstoffzellen zur netzunabhängigen Energieversorgung. Seit August 2005 liefert SFC auch die erste serienmäßig in einem Fahrzeug eingesetzte Brennstoffzelle der Welt: in den Wohnmobilen der Hymer-"S Klasse" deckt die SFC A50 den Bordstrombedarf.

19.04.2006   Quelle: SFC Smart Fuel Cell AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarwärme-Boom in Frankreich: Markt 2005 um 130 Prozent gewachsen

Richard Loyen vom französischen Solarverband Enerplan blickt optimistisch in die Zukunft: "In diesem Jahr sollten wir der zweitgrößte Solarwärme-Markt in Europa sein.". Frankreichs Kollektorabsatz habe in den vergangenen Jahren einen erstaunlichen Aufschwung erlebt. Hatten 1999 noch keine 100 Anlagen ihren Weg zum Kunden gefunden, konnten die Anbieter 2005 bereits knapp 19.000 Systeme verkaufen. Im vergangenen Jahr ist der Markt laut Enerplan um 130 Prozent auf 121.500 Quadratmeter installierte Kollektorfläche gewachsen – und hat damit Loyens Erwartungen weit übertroffen.  Grund für den Solarboom: 40 Prozent der Materialkosten eines Solarsystems können Käufer einer Solarwärmeanlage seit Januar 2005 von der Einkommenssteuer abziehen.



Solar-Unternehmen und Institutionen präsentieren sich auf der Intersolar 2006

Gemeinsam mit Partnern wird Enerplan die neue Solarkraft Frankreichs bei der internationalen Fachmesse Intersolar 2006 präsentieren. Mit dabei in dem Solarpavillon sind DERBI und Cap Energie, zwei Industrie- und Forschungszusammenschlüsse der Regionen Languedoc Roussillon und Alpes Cote d'Azur, die Region Elsass, das Testinstitut CSTB sowie französische Solarhersteller wie beispielsweise Clipsol, Giordano oder Tecsol. "Für uns ist es wichtig, in Freiburg präsent zu sein, um den französischen Erfolg vorstellen zu können", sagt Loyen. "Der Gemeinschaftsstand bietet die Möglichkeit, Partnerschaften zwischen französischen und deutschen Universitäten, Unternehmen und Planungsbüros zu entwickeln", so Loyen weiter.

Ehrgeiziges Ziel: Eine Million Quadratmeter Kollektorfläche in Frankreich

Französische Unternehmen sollen somit ihren Weg auch in den deutschen Markt finden, selbst wenn sie im eigenen Land so viel zu tun haben wie nie. Denn Paris hat ein ehrgeiziges Ziel: Im Jahr 2010 soll die Zahl der installierten Sonnenkollektoren in Frankreich die Eine-Million-Quadratmeter-Grenze erreicht haben, lautet die Vorgabe aus dem vor sieben Jahren gestarteten Förderprogramm Plan Soleil. Das Land ist laut Loyen auf dem besten Wege dieses Ziel zu erreichen. Ende 2005 hätten Solarwärmeanlagen mit insgesamt knapp über 380.000 Quadratmetern Kollektorfläche umweltfreundliche Wärme geliefert.

19.04.2006   Quelle: Enerplan, Intersolar 2006   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Beteiligungsportal greenValue seit vier Jahren am Markt

Vor vier Jahren startete "greenValue" als Informationsportal für Beteiligungen an Projekten zur Nutzung erneuerbarer Energien. Zu Beginn der Geschäftstätigkeit seien vornehmlich Solar-, Windkraft und Bioenergiebeteiligungen auf www.greenvalue.de vorgestellt worden, doch der Wandel des grünen Beteiligungsmarkts hätte auch das Informationsangebot verändert, berichtet greenValue in einer Pressemitteilung.  "Das Interesse an Einzel-Investitionsobjekten wie beispielsweise Solaranlagen, hat uns veranlasst, die gleichnamige Rubrik zusätzlich in das kostenfreie Informationsangebot aufzunehmen" so Daniel Kellermann, Inhaber und Betreiber der Webseite.

Auch die steuerpolitischen Unsicherheiten des letzten Jahres spiegeln sich laut Kellermann auf der Homepage wieder. Seit 2005 böten Initiatoren vermehrt festverzinsliche Wertpapiere an. Interessierte Investoren würden auch zu dieser Beteiligungsgattung neben den etablierten KG-Beteiligungen bei greenValue fündig. Das B to B Geschäft von greenValue sei im abgelaufenen Geschäftsjahr von beratenden Aufgaben geprägt worden. Schwerpunkt sei die Erstellung und Umsetzung individueller Marketingkonzepte für ökologische Beteiligungsprojekte gewesen.

Für den Herbst ist die Neuauflage des Ratgebers "Erneuerbare Energie Beteiligungen" geplant. Neben der Aktualisierung, soll der Ratgeber um Beteiligungen an Geothermie- und Biodieselprojekten ergänzt werden.

19.04.2006   Quelle: greenValue   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Mikrobrennstoffzellen: ISE präsentiert Miniatur-Elektrolyseur für die Befüllung von Metallhydridspeichern

Druckelektrolysesystem zur Befüllung von Metallhydridspeichern
Druckelektrolysesystem zur
Befüllung von Metallhydridspeichern

Mikro-Brennstoffzellen werden zunehmend interessant als Ergänzung zu konventionellen Akkus oder Batterien für die Stromversorgung mobiler Kommunikations- und Freizeitgeräte wie Handys, Laptops, Camcorder und PDAs. Doch woher kommt der Wasserstoff für die Brennstoffzelle? Und wie kann er gespeichert werden? Gegenwärtig geschieht dies in den meisten portablen Brennstoffzellen-Anwendungen mit Hilfe von Metallhydridspeichern, in denen der Wasserstoff an Metallpulver angelagert ist. Für die dezentrale und schnelle Befüllung solcher Metallhydridspeicher mit hochreinem Wasserstoff hat das Freiburger Fraunhofer ISE ein Miniatur-Elektrolysesystem entwickelt. In nur zwölf Minuten erzeugt es aus Wasser genügend Wasserstoff, um beispielsweise einen Camcorder für zwei Stunden mit Energie zu versorgen.  Ein Prototyp des Mini-Elektrolyseurs wird vom 24.-28. April 2006 auf der Hannover Messe gezeigt.

Um die kurze Beladungszeit für den Metallhydridspeicher zu realisieren, fassten die Wasserstofftechnologen des Fraunhofer ISE 15 Elektrolysezellen zu einem Stapel zusammen. Die einzelnen Zellen sind aus einem speziellen Kunststoff in einem serientauglichen Spritzgussverfahren gefertigt. Dadurch reduzieren sich die Kosten für die bipolaren Platten um zirca 90 Prozent und das Gewicht des Elektrolysestapels wird halbiert. Für die Beladung der Metallhydridspeicher wird der Wasserstoff bei einem Druck von 10 bar bereitgestellt und in einem Membranmodul wartungsfrei getrocknet. Eine nachgeschaltete zweite Trocknungsstufe erlaubt die achtfache Verlängerung der Gebrauchsdauer.

Ein ebenfalls am Fraunhofer ISE entwickeltes, auf einen Micro-Controller basiertes Regelungskonzept gewährleistet einen zuverlässigen Betrieb des Systems auf Knopfdruck. Eine umfassende Sicherheitsanalyse ist Grundlage für die auf Hardware-Komponenten aufgebaute Sicherheitsstrategie des Systems.


Energieversorgung netzferner und portabler elektronischer Geräte

"Mikrobrennstoffzellen-Systeme sind für die Energieversorgung von netzfernen und portablen elektronischen Geräten eine Zukunftstechnologie mit hohem Potenzial", sagt Dr. Christopher Hebling, Leiter der Abteilung Energietechnik am Fraunhofer ISE. In diesem Zusammenhang zeigt das Institut gleichzeitig mit dem Mini-Elektrolyseur auch seine neuesten Arbeiten auf dem Gebiet der Brennstoffzellenentwicklung. "Derzeit weiten wir den Einsatzbereich unserer Mikrobrennstoffzellen auf extreme Temperaturbereiche und damit für den Einsatz im Außenbereich aus", so Christopher Hebling. Ob bei eisigen Temperaturen von -20° C oder bei extremer Sommerhitze mit +40° C, das Mikro-Brennstoffzellensystem startet immer. Die Miniaturisierung des Elektrolysesystems und das Mikro-Brennstoffzellensystem für die Außenanwendung wurden vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert und in Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Forschung durchgeführt, Projektträger ist der VDI/VDE-IT.

Präsentation des Mini-Elektrolyseurs auf der Hannover Messe, 24.-28. April 2006, Fraunhofer ISE; Halle 13 »Hydrogen + Fuel Cells«, Stand E90/2

19.04.2006   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE
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KACO-Gleichstromschalter für Wechselrichter erfüllt neue VDE-Installationsnorm

Powador DCswitch unten am Wechselrichter angeflanscht.
Powador DCswitch unten am Wechselrichter angeflanscht.

Die VDE-Norm 0100-712 ist kaum beschlossen, schon hat der Neckarsulmer Wechselrichterhersteller KACO eine Lösung. Als einer der ersten der Branche bietet die KACO Gerätetechnik GmbH einen separaten Gleichstromschalter an: Den "Powador Dcswitch". Für die maximale Sicherheit setzt das Unternehmen auf eine mechanische Lösung. Ein Drehschalter trennt den Photovoltaik-Generator auch unter Last zuverlässig vom Wechselrichter.
 
Bei einem PV-Generator kann das Kabel zum Wechselrichter unter Last nicht einfach abgezogen werden, weil bei Gleichstrom ein gefährlicher Lichtbogen entsteht. Besser als im Anschlusskasten auf dem Dach integriert, seien separate Schalter in unmittelbarer Nähe zum Wechselrichter, so KACO. So sei bei Wartungsarbeiten ausgeschlossen, dass eine andere Person versehentlich die Gleichstromleitung zu- oder wegschaltet.

Ob trafolos oder galvanisch getrennt – für jeden Wechselrichter habe KACO die passende Lösung, heißt es in der Pressemitteilung. "Die beste Lösung ist ein mechanischer Schalter", sagt KACO Geschäftsführer Ralf Hofmann mit Blick auf die VDE-Norm 0100-712, die auch elektronische Lastschalteinrichtungen erlaubt. "Nur mechanisch können die Kontakte so voneinander getrennt werden, dass mit Sicherheit kein Lichtbogen entsteht", steht für Hofmann fest. Die verwendeten Schalter mit einem Sprungfederwerk der Firma Santon seien von TÜV und KEMA zertifiziert.

Für alle trafolosen KACO-Wechselrichter bis 5,5 kW und den kleinsten der galvanisch getrennten Wechselrichter gibt es den Powador DCswitch 00xi. Sein maximaler Eingangsstrom für insgesamt drei Stränge beträgt 25 A, die maximale Spannung 1.000 V. Für die galvanisch getrennten Wechselrichter von KACO wurde der Typ 01xi entwickelt. Der Eingangsstrom für bis zu fünf Stränge beträgt 40 A, die maximale Spannung 500 V. Anders als bei Lastschaltern fremder Anbieter müssten Installateure bei KACO nur darauf achten, dass die PV-Anlage zum jeweiligen Powador-Wechselrichter passt. Sei das der Fall, stimmten auch Eingangsstrom und -spannung des entsprechenden Lastschalters.


Federsprungmechanismus sorgt für hohe Schaltgeschwindigkeit

Den DCswitch hat die KACO Gerätetechnik GmbH zusammen mit Santon entwickelt. Der Paketschalter trennt die Solarstromanlage auf der Gleichstromseite des Wechselrichters, indem die Kontaktflächen in einen Winkel von 90° gedreht werden. Ein von Hand zu bedienendes Federsprungwerk bringt die beiden Kontaktflächen in diese Position. Anders als bei den sonst angebotenen Nockenschaltern sorge der Federsprungmechanismus für eine hohe Schaltgeschwindigkeit – egal, wie schnell der Schaltknopf gedreht wird. Nur so könne ein Lichtbogen mit Sicherheit vermieden werden, betont KACO.

Der neue Lastschalter lässt sich an die Wand oder direkt an einen KACOWechselrichter montieren. Im Design passt der DCswitch zu den Wechselrichtern aus Neckarsulm. Mit dem Powador DCswitch würden künftig die Kosten für Stecker entfallen. Bislang seien Anlagen mit Multi-Contact- oder Tycosteckern vom Wechselrichter getrennt worden.

18.04.2006   Quelle: KACO Gerätetechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: KACO Gerätetechnik.
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BINE Informationsdienst präsentiert den Förderkompass Energie

Wer in Flensburg den Einbau von Solaranlagen fördert und wie die Gemeinde Holzkirchen beim Einbau eines Biomasseheizwerks unterstützt wird, beantwortet der "Förderkompass Energie" des BINE-Informationsdienstes. Er bietet umfassende Förderinformationen zu Investitionen in Energie sparende Maßnahmen und erneuerbare Energien – schnell im Zugriff, jederzeit verfügbar und tagesaktuell, berichtet der BINE Informationsdienst in einer Pressemitteilung.
 
Alle relevanten Förderprogramme von EU, Bund, Ländern, Kommunen und Energieversorgern können nach Art, Standort und Zielgruppe des Vorhabens recherchiert werden. Die Datenbank ist ein hoch effizientes Informationssystem für die individuelle Kundenberatung, für private Bauherren wie für Industrie, Gewerbe, Kommunen, Vereine oder Selbständige. Sie ist eine Weiterentwicklung der bewährten Datenbank FISKUS.


Förder-Datenbank inklusive 24 Stunden-Internet-Aktualisierung

Besonders die Aktualisierung der Daten über das Internet sei deutlich verbessert worden berichtet BINE. Nur wenige Mausklicks bringen die Datenbank auf den neuesten Stand. Neben einer ausführlichen Beschreibung des jeweiligen Förderprogramms bietet die Datenbank Antragsformulare, Merkblätter und Originaltexte der Richtlinien im pdf-Format. Die Adressen der Fördergeber und Antragsstellen sowie weiterführende Links ergänzen das Angebot. Die Datenbank inklusive des 24h-Internet-Aktualisierungsservice kostet 49 Euro pro Jahr (zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer und einmaliger Versandkosten in Höhe von 2,50 Euro). Bestellungen online unter www.bine.info/foerderung.php oder per Fax unter 0228-92379-29 sowie im

11.04.2006   Quelle: SunPower Corporation   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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EUROSOLAR-Konferenz "Stadtwerke mit erneuerbaren Energien" im Juni

EUROSOLAR lädt vom 08. bis 09. Juni 2006 zur Konferenz Stadtwerke mit erneuerbaren Energien" nach Schwäbisch-Hall ein. Anknüpfend an zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen von EUROSOLAR im Bereich der kommunalen Energieversorgung soll die neue Konferenzserie in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Schwäbisch-Hall jährlich Erfolge kommunaler Versorger fördern und dokumentieren.  "Wer auf erneuerbare Energien setzt, kann sich von den Preissteigerungen fossiler Energieträger befreien und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung steigern", erklärt Irm Pontenagel, Geschäftsführerin von EUROSOLAR. Durch Investitionen in die Eigenproduktion beispielsweise von Strom und Wärme aus Biomasse hätten sich zahlreiche Stadtwerke erfolgreich als starke kommunale Unternehmen behaupten können.

Im Mittelpunkt der Konferenz steht die Modernisierung der kommunalen Versorgungsstrukturen durch erneuerbare Energien. Neben Praxisbeispielen werden auch aktuelle Fragen des Energierechts diskutiert. Mehr als zwanzig Referenten, überwiegend aus Führungspositionen von Stadtwerken, Verbänden und Politik, stehen zum Erfahrungsaustausch bereit.


Stadtwerke prädestiniert für die lokale Erschließung erneuerbarer Energien

Infolge der Liberalisierung der europäischen Energiemärkte seien viele deutsche Stadtwerke seit Ende der 90er Jahre unter Druck geraten, betont EUROSOLAR. Teilweise verloren sie ihre Unabhängigkeit und wurden zu bloßen Verteilerunternehmen der dominierenden Energiekonzerne. Stadtwerke seien aber als bürger- und problemnahe Unternehmen prädestiniert für die Erschließung lokaler Potenziale erneuerbarer Energien. Auf diesem Wege könnten Kommunen gleichzeitig eine verlässliche, transparente Daseinsfürsorge sichern.

Detailliertes Programm und weitere Informationen im Internet unter

11.04.2006   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Berliner Energietage: Projekte für nachhaltige Gebäudekühlung werden ausgezeichnet

EU-Projekt
EU-Projekt "Keep Cool"

Das europäische Projekt "Keep Cool" will so genannte passive und nachhaltige Kühltechnologien stärker verbreiten, die es erlauben, den sommerlichen Kühlbedarf von Büro- und Verwaltungsgebäuden zu reduzieren beziehungsweise mit alternativen Methoden zu decken. Zu diesem Zweck wurde ein Architektenwettbewerb ausgelobt, zu dem zahlreiche bereits realisierte Projekte eingereicht wurden. Sie werden derzeit von einer Jury bewertet. Die besten Vorhaben werden auf den Berliner Energietagen prämiert, im Anschluss an die Fachveranstaltung "Umweltschonende Gebäudekühlung" am 03. Mai ab 12.Uhr.  In einer begleitenden Ausstellung stellen die Preisträger ihre Projekte vor.

Zu den Keep Cool-Projekten zählt unter anderem die Strahlungskühlung, dabei fungieren Gebäude in der Nacht als Wärmequelle und die Umgebung (Nachthimmel) als Wärmesenke. Auch an freien und mechanischen Nachtlüftungskonzepten wird gearbeitet. Das Projekt Keep Cool wird vom europäischen Programm "Intelligent Energy for Europe" mitfinanziert. Mehr Information unter www.berliner-energietage.de und www.keep-cool.net.

Unter den Bewerbern befinden sich renommierte Ingenieurbüros, Universitäten, aber auch Newcomer. Die eingereichten Arbeiten zeichneten sich durch ihr hohes Niveau und ihre erwiesene Praxistauglichkeit aus, so die Energiesystemtechnik IZES gGmbH in einer Pressemitteilung. Es handele sich um Büro- und Verwaltungsgebäude, Neubauten und sanierte Gebäude.

Mitglieder der Jury sind Prof. Dr. Volker Hartkopf von der Carnegy Mellon University (Pittsburgh USA); Prof. Dr. Karsten Voss (Universität Wuppertal); Prof. Dr. Hermann Heinrich, (Universität Kaiserslautern) und Prof. Dr. Horst Altgeld (wissenschaftlicher Leiter der IZES gGmbH, Saarbrücken).

Weitere Auskünfte: Ralf Cavelius, Tel.: 0681 – 9762 845; cavelius@izes.de

11.04.2006   Quelle: Energiesystemtechnik IZES gGmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Reinecke + Pohl Sun Energy AG schließt Rahmenliefervertrag mit First Solar bis 2011

Die Reinecke + Pohl Sun Energy AG (Hamburg) hat mit dem amerikanischen Solarmodulhersteller First Solar einen weiteren Rahmenvertrag über die langfristige Lieferung von Dünnschichtmodulen abgeschlossen. Das berichtet die Reinecke + Pohl Sun Energy AG in einer Pressemitteilung. Auf Grundlage der bestehenden Vertragsbeziehungen sei die Lieferung sehr umfangreicher Modulkontingente bis 2011 vereinbart worden.  Bereits im letzten Jahr hätten beide Unternehmen einen Rahmenvertrag über die Lieferung von insgesamt 20,2 MW für den Zeitraum von 2005 bis 2007 unterzeichnet.

Die Reinecke + Pohl Sun Energy AG sei damit einer der bedeutendsten Abnehmer von Solarmodulen des amerikanischen Herstellers in Europa. Mit Abschluss dieses Rahmenvertrages baue die Reinecke + Pohl Sun Energy AG ihre führende Position als europäischer Systemintegrator im Bereich der innovativen Dünnschichttechnologie konsequent aus.

10.04.2006   Quelle: Reinecke + Pohl Sun Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SPD: Besteuerung von Biokraftstoffen unvermeidlich

Die grundsätzliche Entscheidung der Koalition, Primärenergie zur Stromerzeugung aber auch den Energieeinsatz bei Stoffumwandlungsprozessen grundsätzlich steuerfrei zu stellen sei ein wichtiger Schritt zur Harmonisierung von Steuersätzen auf Energieprodukte innerhalb der gesamten EU, erklärte der Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion, Reinhard Schultz, anlässlich der ersten Lesung des Gesetzentwurfs zur Neuregelung der Besteuerung von Energieerzeugnissen und zur Änderung des Stromsteuergesetzes.  Die Novelle diene unter anderem der Umsetzung der Energiesteuerrichtlinie der EU in nationales Recht. Mit der Steuerfreiheit für Primärenergie habe die Bundesregierung Preissteigerungen bei Stromkunden und Industrie vermieden und eine industriepolitisch wichtige Weichenstellung vollzogen. Der Einstieg in die Besteuerung von Biokraftstoffen ist laut Schultz unvermeidlich.


Steuer: 10 Cent pro Liter reiner Biodiesel, 15 Cent für beigemischten Biodiesel und 15 Cent für reines Pflanzenöl

"Wir dürfen nicht die Einkommen der Biokraftstoffhersteller oder des -vertriebs individuell subventionieren; wir können nur für einen Preisabstand sorgen, der die Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet", so der SPD-Sprecher. Ein Bericht des Finanzministers für die Jahre 2004 und 2005 stelle eindeutig fest, dass eine Überförderung gegeben sei. Die vorgeschlagenen Steuersätze von zehn Cent je Liter für reinen Biodiesel, 15 Cent für beigemischten Biodiesel und 15 Cent für reines Pflanzenöl seien aus einer Berechnung abgeleitet, die eine Überförderung ergeben habe. Beweise, dass es sich anders verhalte, seien nicht erbracht worden.


Vertrauensschutz bis 2009 gewährleistet

Ziel der Koalition sei jedoch eine Abkehr von der steuerlichen Förderung von Biokraftstoffen und der Einsatz durch ein Ordnungsinstrument: das Beimischungsgebot. "Hier denken wir an die Einführung einer unternehmensbezogenen Quote für die Mineralölunternehmen. Im Verhältnis zum Mineralölumsatz müssen dann die Unternehmen einen bestimmten, anspruchsvollen Prozentsatz an Biokraftstoffen in den Verkehr bringen, ob nun als Beimischung oder in Reinstoffform", so Schultz. In der Übergangszeit bis zum Jahr 2009 soll zudem ein Modell gefunden werden, das ohne steuerliche Förderung auskommt, aber eine "Als-ob-Situation" schaffe. Das Modell soll gewährleisten, dass die Hersteller von Biokraftstoffen und die gesamte daran hängende Produktionskette einen Mindestpreis in der Höhe erzielt, als ob die Steuervergünstigung bis 2009 noch gegeben wäre. Damit sei zunächst einmal die Verpflichtung des Gesetzgebers erfüllt, Vertrauensschutz zu gewährleisten.


Marktsegment für reine Bio-Kraftstoffe soll erhalten bleiben

Über 2009 hinaus geht es laut Schultz darum, einen großen Biokraftstoffmarkt zu schaffen. "Wir wollen, dass die Quoten in diesem Bereich höher sind als die der Beimischungen, damit auch ein großes Marktsegment für reine Kraftstoffe erhalten bleibt. Dies kann gegebenenfalls auch durch Aufspaltung der Quote in eine für Dieselkraftstoffersatz und eine für Ottokraftstoffersatz erfolgen, wenn sich das als notwendig erweisen sollte", so der SPD-Sprecher. Zugleich wolle die Bundesregierung die mittelständischen Hersteller mitnehmen, besonders die landwirtschaftlichen Produzenten, und die Wertschöpfung so weit wie möglich im Lande lassen.

10.04.2006   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Biokraftstoff-Besteuerung: Bundesrat greift Forderungen des Bauernverbands auf

Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt, dass der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum Energiesteuergesetz den Forderungen des DBV nach einer Senkung der Teilsteuersätze für Biokraftstoffe gefolgt ist. "Mit seiner Stellungnahme fordert der Bundesrat die Bundesregierung auf, die Teilsteuer für Biodiesel auf 5 Cent pro Liter und für Pflanzenöl auf 0 Cent zu senken. Damit hat die Länderkammer unsere Anliegen für den Erhalt der regionalen Wirtschaftsstrukturen bekräftigt", kommentierte Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), die Ausführungen des Bundesrates.  Darüber hinaus wertet Sonnleitner positiv, dass auch der Bundesrat erkannt habe, dass die Regelungen zur Beimischungspflicht noch vor Inkrafttreten des Energiesteuergesetzes erarbeitet werden müssten.


Sonnleitener: Hoffnung auf gut austarierte Gesamtlösung

Der DBV habe von Anfang an eine Komplettlösung sowohl für die Beimischungspflicht als auch für den Bioreinkraftstoffmarkt in einem Gesamtpaket gefordert. Bereits vor 2 Wochen hatte die Arbeitsgruppe für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion verlauten lassen, dass sie dem Energiesteuergesetz nicht zustimmen werde, solange nicht klar sei, wie die Beimischungspflicht ab dem 1.1.2007 gestaltet werde. "Nun hat auch die SPD-Bundestagsfraktion verlauten lassen, dass sie das Energiesteuergesetz erst verabschieden werde, wenn auch die Regelungen für das Beimischungsgebot entscheidungsreif seien. Wenn dies die beiden Regierungsparteien so bewerten, habe ich doch noch Hoffnung auf eine gut austarierte Gesamtlösung", kommentierte Sonnleitner die Äußerungen der Koalitionäre.
Der DBV bedauere jedoch, dass der Bundesrat kein Signal in Richtung Korrektur der übermäßigen Belastungen der Landwirtschaft durch die Ökosteuer gesetzt habe. Die Landwirtschaft könne nicht wie andere Wirtschaftszweige von ermäßigten Steuersätzen oder niedrigeren Lohnnebenkosten profitieren, so dass im Endeffekt eine erhebliche Nettobelastung von rund 700 Millionen Euro pro Jahr verbleibe. Insgesamt zahlten deutsche Landwirte jährlich rund 1,3 Millionen Euro Energiesteuern, so der DBV.

10.04.2006   Quelle: Deutscher Bauernverband   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Intersolar: Kapazitätsgrenzen am Standort Freiburg erreicht

Europas Leitmesse für Solartechnik spiegelt den Boom der Solarbranche wider. Das starke Wachstum der letzten zwei Jahre mache eine Standortverlagerung der Intersolar wahrscheinlich, berichtet die Solar Promotion GmbH in einer Pressemitteilung. Neben anderen Optionen prüfen die beiden Veranstalter der internationalen Fachmesse, die Pforzheimer Solar Promotion GmbH und die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, eine gemeinsame Durchführung an einem anderen Standort.  Auf der Intersolar 2006 präsentieren vom 22. bis 24. Juni in Freiburg über 400 Aussteller neue Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Solarenergie.


Enormes Wachstum der Solartechnik

Die Solarbranche hat allen Grund zum Jubeln. Vor allem die Photovoltaik konnte in den vergangenen Jahren ein außergewöhnliches Wachstum verzeichnen. Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) e.V. stieg der Umsatz im Solarstrombereich von 100 Millionen Euro im Jahr 2000 auf rund 3 Milliarden Euro im Jahr 2005.


Europas größte Solarfachmesse um 46 % gewachsen

Die positive Marktentwicklung bescherte auch der Intersolar einen enormen Wachstumsschub. 2004 lagen die Zuwachsraten bei der vermieteten Ausstellungsfläche bei 18 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2005 lag das Wachstum bereits bei 31 %. Für die Intersolar 2006 verzeichnen die Veranstalter sogar ein Wachstum von 46 %. Die Ausstellungsfläche hat sich seit der ersten Intersolar am Standort Freiburg im Jahr 2000 von 8.900 Quadratmeter um den Faktor drei auf über 26.000 Quadratmeter vergrößert. Die Zahl der Aussteller hat sich im gleichen Zeitraum von 185 auf über 400 mehr als verdoppelt.


Höhere Kapazitäten für weitere Internationalisierung

Entgegen den vor wenigen Jahren vorgenommenen Planungen reichen die Kapazitäten in der Messe Freiburg angesichts dieser rasanten Entwicklung nicht mehr aus. "Ein neuer Standort sollte sowohl dem Kapazitätsbedarf als auch der weiteren Internationalisierung der Intersolar gerecht werden“, führt Markus Elsässer aus, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH.

1991 noch als eintägige Veranstaltung mit fünf Ausstellern in Pforzheim gestartet, hat sich die Intersolar inzwischen zur größten europäischen Fachmesse für Solartechnik entwickelt. In diesem Jahr stellen vom 22. bis 24. Juni in Freiburg über 400 Unternehmen aus aller Welt den neuesten Stand der Technik in den Bereichen Photovoltaik, Solarthermie und Solares Bauen vor.

10.04.2006   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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PV Industry Forum 2006: Treffpunkt für Entscheider aus der Solarwirtschaft

Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr findet im Vorfeld der Intersolar, Europas größter Fachmesse für Solartechnik (Freiburg, 22.-24. Juni 2006), auch in diesem Jahr mit dem 2. PV Industry Forum wieder ein englischsprachiger Fachkongress für die Entscheider der internationalen Photovoltaikbranche statt. Das Themenspektrum reicht von neuen Entwicklungen bei der Herstellung von Solarzellen über die wachsenden internationalen Märkte bis zur ländlichen Elektrifizierung in Asien, Afrika und Südamerika.  Enorme Dynamik im Markt für solare Stromerzeugung

Die Photovoltaikbranche erwirtschaftet weltweit einen Umsatz von 5,8 Milliarden Euro. Wachstumsraten von durchschnittlich 40 % pro Jahr zeigen die enorme Dynamik im Markt für solare Stromerzeugung. Prognosen der internationalen Branchenverbände gehen davon aus, dass die weltweit installierte Photovoltaik-Leistung von derzeit 1.800 Megawatt bis zum Jahr 2010 auf insgesamt 5.400 Megawatt steigen wird.


Ausbau der Produktionskapazitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Die Nachfrage ist im Jahr 2005 so stark angestiegen, dass ein Engpass bei dem Rohstoff Silizium, der auch in der Halbleiter- Industrie benötigt wird, zur Wachstumsbremse geworden ist. "Derzeit wird weltweit massiv in den Ausbau der Produktionskapazitäten von Silizium, Solarzellen und Solarmodulen investiert und damit die Grundlage für den Ausbau des Photovoltaikmarktes geschaffen," so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW). "Als Technologieführer haben die deutschen Unternehmen gute Chancen, vom Aufbau der internationalen Märkte zu profitieren", so Stryi-Hipp weiter.


Reduktion des Siliziumsbedarfs bei der Solarzellenfertigung

Zugleich habe die Branche eine ganze Reihe von Konzepten und Verfahren entwickelt, um den Materialbedarf bei der Fertigung von Solarzellen zu reduzieren und Kosten einzusparen. In einem eigenen Vortragsblock berichten Experten aus Industrie und Forschung über innovative Verfahren wie das "String Ribbon"-Verfahren und die neuesten Entwicklungen bei der Herstellung von Dünnschichtmodulen.


Entwicklung auf dem US-Markt im Mittelpunkt des Interesses

In einem zweiten Vortragsblock geht es um die Entwicklungen auf dem Weltmarkt. Im Mittelpunkt des Interesses der Branche steht die aktuelle Marktentwicklung in den USA. Zwar gibt es dort keine landesweit einheitliche Förderung, dafür jedoch eine Vielzahl regionaler Förderprogramme. Eines davon hat der Bundesstaat Kalifornien unlängst verabschiedet. Auf drei Gigawatt will man dort bis zum Jahr 2017 die installierte Photovoltaik-Leistung ausbauen. Den Bau der Solarkraftwerke will der US-Bundesstaat mit insgesamt 2,9 Milliarden US-Dollar fördern.


Technische und organisatorische Anforderungen der ländlichen Elektrifizierung

In eine gänzlich andere Richtung zielt der parallel stattfindende Vortragsblock über die ländliche Elektrifizierung in den Ländern Asiens, Afrikas und Südamerikas. Auch heute noch sind große Regionen nicht an das konventionelle Elektrizitätsnetz angeschlossen, da eine solche Anbindung nicht wirtschaftlich ist. Vielmehr wird zunehmend eine dezentrale Stromversorgung mittels Photovoltaik aufgebaut. "Die technischen und organisatorischen Anforderungen unterscheiden sich bei Projekten im Rahmen der ländlichen Elektrifizierung grundlegend von Photovoltaik-Projekten, wie sie derzeit in Deutschland realisiert werden", erläutert Rafael Wiese vom Club ländliche Elektrifizierung (C.L.E.). "Im Rahmen des PV-Industry Forums berichten internationale Solarexperten über ihre Elektrifizierungs-Projekte und zeigen die Erfolgsfaktoren auf", so Wiese.


Informationen zur Veranstaltung

Das PV Industry Forum wird veranstaltet von der Solar Promotion GmbH, Pforzheim, und der PSE GmbH, Freiburg. Träger sind der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) e.V., die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und der Club zur ländlichen Elektrifizierung (C.L.E.). Die Veranstalter rechnen in diesem Jahr mit 120 Teilnehmern und Referenten aus aller Welt. Datum: Mittwoch, 21. Juni 2006; 10:00 bis 17:00 Uhr. Ort: Konzerthaus, Freiburg i.Br. Zielgruppe: Entscheider der Photovoltaikindustrie (Hersteller, Zulieferer, Händler, Verbände).
Konferenzsprache: englisch. Veranstalter: Solar Promotion GmbH, Pforzheim
PSE GmbH, Freiburg. Teilnahmegebühr: € 220; € 180 bei Anmeldung bis zum 14.05.2006

Weitere Informationen, Programm und Anmeldung:
http://www.pvindustry.de

10.04.2006   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Österreich: "klima:aktiv"-Solarwärmeprogramm zeigt Wirkung

Hotel in Kärnten, 144 Quadratmeter Sonnenkollektoren
Hotel in Kärnten, 144 Quadratmeter Sonnenkollektoren

Mit 28 Prozent Marktzuwachs allein im Vorjahr hat die österreichische Solarwärmebranche deutlich an Dynamik zugelegt. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Marktsteigerung habe das "klima:aktiv Programm solarwärme" geleistet, berichtet der Verband Austria Solar in einer Pressemitteilung.
 
"Mit diesem klima:aktiv Programm werden Investitionen in der Höhe von 100 Millionen Euro bis 2008 ausgelöst, wovon mindestens ein Drittel dem lokalen Handwerk zugute kommt", so der österreichische Minister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Josef Pröll, zu den positiven Marktauswirkungen des Programms. Die Umsetzung des Programms erfolgt durch ein Konsortium aus Austria Solar, AEE INTEC und arsenal research, die Programmleitung liegt bei der AEE INTEC.


Tausende interessierte Bürger zu Solarenergie informiert und beraten

In den eineinhalb Jahren seit Programmbeginn wurden laut Austria Solar rund 70.000 Broschüren und Faltblätter zu thermischen Solaranlagen für Eigenheime, Mehrfamilienhäuser, Hotels und Pensionen verteilt. Fast 10.000 interessierte Bürger wurden bei Messen, Infoabenden, beim alljährlichen "Tag der Sonne" und per Solarwärme-Info-Hotline persönlich und unabhängig zur Solarenergie beraten. Mit bisher rund 250.000 Zugriffen sei auch die informative Homepage des klima:aktiv solarwärme-Programms intensiv für die Suche nach Informationen zu Solaranlagen genutzt worden. Neben tausenden Bürgern wurden in 30 Veranstaltungen auch rund 1.800 Fachbesucher wie Wohnbauträger, Hotelbesitzer oder Planer erreicht.

Darüber hinaus konnten in vier Bundesländern Solarkampagnen angestoßen oder vom klima:aktiv Programm solarwärme wesentlich unterstützt werden: "Spar mit Solar" in der Steiermark, "Ja zu Solar" in Tirol, "Lach dir die Sonne an" in Niederösterreich und "Sonne für Wien". "Die intensive Öffentlichkeitsarbeit des Programms trage zu einer verstärkten Aufmerksamkeit für Solarenergie in Österreich bei", ist Programmleiter Christian Fink von der AEE INTEC überzeugt.


Schulung für mehr als 500 Profis

Auch die im Solarwärme-Programm angebotenen Fachkurse wurden äußerst positiv angenommen, berichtet Austria Solar. Seit Programmbeginn nahmen über 500 Installateure, Planer, Monteure und Energieberater die angebotenen Weiterbildungsmöglichkeiten in Anspruch. Die Kurse vermitteln aktuelles und praktisches Wissen zur Anlagentechnik, Dimensionierung, Ausführung und zum Kundenkontakt bei thermischen Solaranlagen vom Einfamilienhaus bis hin zu Dienstleistungs- und Tourismusgebäuden. Mit dem klima:aktiv Programm solarwärme sollen bis 2008 rund 30 Prozent der Installationsbetriebe durch ausgewählte Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen erreicht werden.

Nähere Informationen zum klima:aktiv solarwärme Programm sowie Antworten auf alle Fragen rund um Solarenergie gibt es bei der solarwärme Info-Hotline unter der Telefonnummer 03112 588612 (Montag bis Freitag von 8:30 bis 12 Uhr) oder im Internet unter www.solarwaerme.at.

10.04.2006   Quelle: Austria Solar; AEE INTEC   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Austria Solar; Sonnenkraft VertriebsgmbH
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Xantrex will Solar-Geschäft in Deutschland ausweiten

Die Xantrex Technology Inc. (TSX:XTX) in Vancouver (Kanada), ist in eine umfassende Partnerschaft mit der in Balingen (Baden-Württemberg) ansässigen relatio MD eingetreten. Die Zusammenarbeit umfasse Dienstleistungen im Photovoltaik-Umfeld für Projektentwickler, Ingenieure und Installateure wie den Vertrieb von Xantrex-Wechselrichtern, die Projektauslegung und Konfiguration der Komponenten, die Lieferung schlüsselfertiger Komplettlösungen sowie die Beratung zu Rentabilität, Kapitalbeschaffung und steuerlichen Aspekten.  Das berichtet Xantrex in einer Pressemitteilung. Xantrex und relatio haben nach eigenen Angaben mehrjährige Erfahrungen in der gemeinsamen Aufbereitung des Xantrex-Vertriebs an Endkunden sammeln können und wollen nun das Geschäft auf dreiphasige Wechselrichter ausweiten. Die relatio Beratergruppe mit Stammhaus in Balingen versteht sich als Begleiter von Unternehmen in sich ständig wandelnden Märkten. relatio konzentriert sich nach eigenen Angaben bereits seit 6 Jahren auf die Beratung des Mittelstands zu Vertrieb, Betriebswirtschaft und Steuern. Der Bereich Projektentwicklung fokussiere sich hierbei überwiegend auf Unternehmen im Umfeld erneuerbarer Energien.


Entwicklung und Fertigung dreiphasiger Solarwechselrichter in Deutschland

"Deutschland ist derzeit der bedeutendste Solarmarkt der Welt", so Bernd Kohlstruck, Vice President von Xantrex Technology. Ein Großteil der dreiphasigen Solarwechselrichter werde schon heute am Standort Deutschland entwickelt und gefertigt. Xantrex arbeitee aktiv am Ausbau eines 24 Stunden-Services und erweitere kontinuierlich sein Produktportfolio. relatio steuere umfassende Erfahrungen, Marktkenntnisse und die Nähe zum Kunden bei. Durch die relatio-Dienstleistungen werde Xantrex zu einem führenden Wechselrichterhersteller im industriellen Photovoltaikgeschäft in Deutschland, heißt es in der Pressemitteilung.

"Die strategische Partnerschaft mit der relatio MD wird unsere Leistungsstärke im Geschäft mit dreiphasigen Wechselrichtern erheblich verbessern", so Bernd Kohlstruck. "Wir werden nunmehr in der Lage sein, kundenspezifische Lösungen für Projektentwickler, Investoren und Installateure vor Ort anbieten zu können, was einen erheblichen Mehrwert für diesen sich so rasant entwickelnden Markt bedeutet", so Kohlstruck weiter. relatio profitiere vom Erfahrungsschatz des US-Marktführers und dem vielfältigen Produktangebot, das auch in Deutschland stetig ausgeweitet werde. Die erfolgreiche Markteinführung der einphasigen Solarwechselrichter vom Typ GT 2.5DE (2.5KW) und GT 3.8DE (3.8 KW) seien Beispiele dafür.

"Wir haben zwei erfolgreiche Jahre mit Xantrex im Retailgeschäft hinter uns und wir freuen uns, das Vertrauen eines so erfolgreichen Unternehmens gewonnen zu haben", so Bernd Bodmer, Inhaber der relatio MD. "Wir sind ein Unternehmen, das ganzheitlich denkt und arbeitet. Auch Xantrex verfolgt in Europa ein ganzheitliches Konzept. Kaum jemand verfügt über soviel Erfahrung und hoch effiziente, qualitativ hochwertige Produkte wie Xantrex. Diese verbunden mit unserer Beratungskompetenz ermöglicht echte Komplettlösungen mit Mehrwert. Wir sind sicher, dass wir mit diesem ganzheitlichen Ansatz eine führende Position für Xantrex in Deutschland erreichen können", so Bodmer

10.04.2006   Quelle: Xantrex Technology, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Magazin "Forschen in Jülich" zum Thema nachhaltige Energieversorgung

Forschungsmagazin zur Energieversorgung
Forschungsmagazin zur Energieversorgung

Der Energiehunger der Menschheit wächst stetig. Und bislang wird dieser Hunger zu 80 Prozent aus Erdöl, Kohle und Co. gestillt. Mit den bekannten Konsequenzen für Umwelt und Volkswirtschaft. Das Forschungszentrum Jülich erforscht seit 50 Jahren die modernsten Energietechniken mit einem breiten Ansatz. Das neueste, kostenlos erhältliche Heft aus der Reihe "Forschen in Jülich" zeigt nun einen Querschnitt des aktuellen Forschungsstands.
 
"Es gibt keine Patentlösungen in der Energiefrage, deshalb ist man auch nur mit einer breit angelegten Energieforschung für die Zukunft gerüstet", sagt Prof. Joachim Treusch, der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums. In Jülich wird zu allen Energieformen und -techniken geforscht, von der Solarenergie bis hin zur Kernfusion, zur Brennstoffzelle und zur Kraftwerkstechnik.


Photovoltaik als Option der nahen Zukunft

Die Themen des neuen Heftes "Forschen in Jülich - Energie" spiegeln den breiten Forschungsansatz des Forschungszentrums wider. Strategien sollen realisiert werden, um den Energiebedarf nachhaltig, sicher und umweltfreundlich zu decken. Photovoltaik und Kernfusion werden als Optionen der nahen und fernen Zukunft wissenschaftlich vorangetrieben. Daneben werden bewährte, konventionelle Kraftwerkstechniken weiter entwickelt, um den Wirkungsgrad zu steigern und den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern. Auch die sichere Entsorgung von nuklearen Abfällen ist Forschungsobjekt. Schließlich zeigen moderne Brennstoffzellen bereits heute ihr Potenzial für die Wasserstoffwirtschaft von morgen, egal ob als Stromproduzent im Keller oder im Auto.


Kostenlose Broschüre - Zukunftsforum Energie am 23. Mai in Jülich

Nicht nur mit dem Heft "Forschen in Jülich- Energie" möchte das Forschungszentrum Jülich die gesellschaftliche Diskussion über nachhaltige Energieversorgung unterstützen. Das Jülicher Zukunftsforum Energie lädt am 23. Mai die Vertreter aus Politik und Wirtschaft zum Ideen- und Meinungsaustausch ein. Das bewährte Konzept aus populären Vorträgen und Podiumsdiskussion wird dafür den passenden Rahmen bieten. Forschen in Jülich "Energie" kann kostenlos bestellt werden unter folgender Adresse: Forschungszentrum Jülich, Öffentlichkeitsarbeit; 52425 Jülich; E-Mail: a.winkens@fz-juelich.de

09.04.2006   Quelle: Forschungszentrum Jülich   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Forschungszentrum Jülich
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Windkraftanlagen-Hersteller Gamesa: "Aktie des Jahres 2005"

Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien in Münster (IWR) hat unter den weltweit rund 60 börsennotierten Unternehmen der Regenerativen Energiewirtschaft erstmals die Aktie des Jahres ermittelt. Für das Jahr 2005 führt der spanische Windkraftanlagen-Hersteller Gamesa die internationale Rangliste an, vor dem dänischen Konkurrenten Vestas sowie dem deutschen Solarkonzern SolarWorld. Grundlage der IWR-Untersuchung ist ein Ranking-Punktesystem auf der Basis der Börsenkapitalisierung je Handelstag.  Drei deutsche Unternehmen in den internationalen TOP 10

"Das Management von Gamesa hat es in einem starken internationalen Konkurrenzumfeld über das gesamte Jahr 2005 hinweg geschafft, den Marktwert des Unternehmens im Vergleich zu den Wettbewerbern nicht nur kurzzeitig, sondern kontinuierlich auf den vorderen Spitzenplätzen zu halten" sagte IWR-Leiter Dr. Norbert Allnoch. Aufsteiger des Jahres im Vergleich zum Jahr 2004 und erstmals unter den internationalen TOP 10 notiert sind die beiden deutschen Solarunternehmen Conergy AG und Q-Cells AG. "Der direkte Einstieg von Q-Cells auf Platz neun der internationalen Rankingliste ist sehr bemerkenswert, denn das Unternehmen ist erst seit Anfang Oktober an der Börse notiert", so Allnoch.


SolarWorld auf Platz 3, Conergy Nr. 5 und Q-Cells Nr. 9

Das IWR plant, die Aktie des Jahres der Regenerativen Energiewirtschaft nach dem vorgestellten Verfahren jährlich zu veröffentlichen. Allnoch: "Im Jahr 2005 sind hauptsächlich Unternehmen aus der Solarbranche an die Börse gegangen. Wir gehen davon aus, dass sich der internationale Markt für regenerative Energietechniken auch 2006 weiter positiv entwickeln wird und in einem positiven Börsenumfeld die weltweite Zahl börsennotierter Unternehmen der Regenerativen Energiewirtschaft auch in diesem Jahr deutlich ansteigt."


Die TOP 10 Unternehmen der Regenerativen Energiewirtschaft im Jahr 2005
(weltweit)

1. Gamesa Corp. Tecnologica S.A. [Windenergie, Spanien]
2. Vestas Wind Systems A/S [Windenergie, Dänemark]
3. SolarWorld AG [Solarenergie, Deutschland]
4. Energy Conversion Devices Inc. [Solarenergie, USA]
5. Conergy AG [Solarenergie, Deutschland]
6. Ballard Power Systems Inc. [Brennstoffzelle, Kanada]
7. Ormat Technologies Inc. [Geoenergie, USA]
8. PLUG Power Inc. [Brennstoffzelle, USA]
9. Q-Cells AG [Solarenergie, Deutschland]
10. FuelCell Energy Inc. [Brennstoffzelle, USA]

09.04.2006   Quelle: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Brennstoffzellen im Heizungskeller der Zukunft

Die Brennstoffzelle wird erst ab dem kommenden Jahrzehnt die Serienreife erreichen und Einzug in den Heizungskeller halten. Aber bereits heute werden die künftigen Heizsysteme in zahlreichen Feldtests erprobt. Wie die Initiative Brennstoffzelle (IBZ) betont, werden sich Brennstoffzellen hervorragend in bestehende Anlagen einfügen. Ideale Voraussetzungen böten Haushalte, die über einen Erdgasanschluss verfügen.  Denn laut IBZ wird die Brennstoffzelle vorrangig das wasserstoffreiche Erdgas nutzen. Brennstoffzellen-Heizanlagen brauchen nicht mehr als einen Wasser-, einen Strom- und einen Erdgasanschluss. Wasser und Strom sind überall verfügbar. An das Erdgasnetz ist heute bereits etwa die Hälfte aller bundesdeutschen Haushalte angeschlossen, im Neubau beträgt der Erdgasanteil sogar 75 Prozent.


Weshalb brauchen Brennstoffzellen-Heizanlagen Erdgas?

Brennstoffzellen benötigen Wasserstoff, der jedoch in der Natur nicht in reiner Form vorkommt. Erdgas ist sehr wasserstoffreich: Es besteht überwiegend aus Methan, dessen Moleküle aus einem Kohlenstoff- und vier Wasserstoff-Atomen aufgebaut sind. Kein anderer fossiler Brennstoff weist ein derart günstiges Kohlenstoff-Wasserstoff-Verhältnis auf. Die Gewinnung von Wasserstoff aus Erdgas geschieht in einem Reformer. Würde der benötigte Wasserstoff mit erneuerbaren Energien gewonnen (Solar- oder Windstrom, Biomasse) könnte dieser Sekundärenergieträger eine wichtige Alternative für die Energieversorgung der Zukunft werden: Klimaneutral und schadstofffrei.


Wärme plus Strom aus dem eigenen Keller

Brennstoffzellen decken den Grundbedarf an Wärme und Strom im Haus. Wird jedoch eine größere Wärmemenge benötigt, beispielsweise in der kalten Jahreszeit, schaltet sich automatisch das Zusatzheizgerät zu, um den restlichen Wärmebedarf abzudecken. Dieses ist entweder im Brennstoffzellenheizgerät integriert oder ein bestehendes Gasbrennwertgerät übernimmt diese Funktion. So unterscheiden sich die zukünftigen Brennstoffzellen-Heizzentralen gar nicht so sehr von heutigen Erdgas-Zentralheizungen. Gas-Brennwertgerät, Warmwasserspeicher und Installationstechnik müssen nicht neu erfunden werden. Der entscheidende Unterschied: Brennstoffzellen gewinnen nicht nur Wärme, sondern auch Strom umwelt- und ressourcenschonend. Dieser kann im Haus verbraucht oder ins Stromnetz eingespeist werden.

Die Initiative Brennstoffzelle informiert mit Broschüren oder einer DVD über die Zukunftstechnologie. Kontaktdaten für Bestellungen und weitere Fragen: IBZ-Hotline 0 18 02/53 47 94 (6 Cent pro Gespräch), info@ibz-info.de,www.ibz-info.de.

09.04.2006   Quelle: IBZ - Initiative Brennstoffzelle   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Knapp 100 Vorschläge für Deutschen Umweltpreis 2006

Der mit 500.000 Euro dotierte Deutsche Umweltpreis soll Personen, Unternehmen und Organisationen "anstiften", Umweltprobleme rechtzeitig zu erkennen und im Vorfeld zu entschärfen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) vergibt die Auszeichnung zum 14. Mal; Bundespräsident Horst Köhler überreicht sie am 29. Oktober 2006 in Dresden an die Preisträger.  Seit Dezember 2005 gingen fast 100 Vorschläge für mögliche Umweltpreisträger bei der DBU in Osnabrück ein. Gelegenheit, ihre Favoriten zu benennen hatten wissenschaftliche Einrichtungen wie die Fraunhofer- oder Max-Planck-Gesellschaft, der Sachverständigenrat für Umweltfragen, der Deutsche Naturschutzring und andere anerkannten Umweltverbände, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften und Medien. "Uns haben wieder viele qualifizierte Vorschläge aus mittelständischen Unternehmen erreicht. Doch auch die Kandidaten aus Wissenschaft, Forschung und Naturschutz stehen dem in nichts nach", fasst DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers das Ergebnis zusammen.


Neue Jury-Mitglieder, darunter Prof. Klaus Töpfer

Nach der Begutachtung durch die Geschäftsstelle der DBU prüft eine unabhängige Fachjury im Sommer alle eingegangenen Vorschläge, bevor das Kuratorium der Stiftung im Herbst endgültig entscheidet. Da die Mitgliedschaft in der Jury auf vier Jahre begrenzt ist, waren Neubesetzungen notwendig: In die 15-köpfige Jury für Europas höchstdotierten Umweltpreis berief das Stiftungskuratorium kürzlich vier neue Mitglieder, darunter Prof. Dr. Klaus Töpfer, der bis Ende März 2006 das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Nairobi leitete und im Jahr 2002 selbst mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet wurde.

Neue Jury-Mitglieder sind außerdem Hartmut Scholz, Mittelständler aus der Metall verarbeitenden Branche, die Architektin Ursula Tischner, die international zum umweltverträglichen Produktdesign arbeitet und Michael Schmidt, Inhaber des Lehrstuhls Umweltplanung an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus. Jury-Mitglied Karoline Beck ist Geschäftsführende Gesellschafterin der IWG Isolier Wendt (Berlin) und Vorsitzende des Bundesverbandes Junger Unternehmer (BJU).


Vorbildlicher Einsatz zum Schutz und zur Erhaltung der Umwelt

Mit der Vergabe des Preises zeichnet die DBU Einsatz und Leistungen aus, die entscheidend und in vorbildlicher Weise zum Schutz und zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Umwelt beigetragen haben oder in Zukunft zu einer deutlichen Umweltentlastung beitragen werden. In den fünfzehn Jahren ihres Bestehens hat die DBU über 6.200 Projekte zum Umweltschutz mit über 1,2 Milliarden Euro gefördert.


Solarexperte Prof. Luther und Solarunternehmer Georg Salvamoser unter den bisherigen Preisträgern

Im vergangenen Jahr überreichte zum zweiten Mal Bundespräsident Horst Köhler den Deutschen Umweltpreis: Er ging an den Ökologen Prof. Dr. Berndt Heydemann und an den Physiker und Solarexperten Prof. Dr. Joachim Luther. Der mit 10.000 Euro dotierte Ehrenpreis ging an den Tierfilmer, Autor und Regisseur Prof. Heinz Sielmann. Weitere Träger des Umweltpreises sind unter anderem die Unternehmer Dr. Michael Otto (1997), Klaus Steilmann (1999), Aloys Wobben (2000) und Georg Salvamoser von der Freiburger Solar-Fabrik AG (1998), die Ökologie-Professoren Dr. Wolfgang Haber (1993) und Dr. Bernhard Ulrich (1997) sowie der spätere Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Paul J. Crutzen (1994).

08.04.2006   Quelle: DBU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Grüne: Karlsruhe soll Hauptstadt der Geothermie werden

Im Februar 2006 hat die Fraktion der Grünen mit einem Antrag im Karlsruher Gemeinderat ein stärkeres Engagement für die Geothermie angemahnt. Sprecher Andreas Ruthardt: "Karlsruhe hat Glück, dass der Oberrheingraben sehr günstige Bedingungen für die Geothermie bietet." Die Stadt, so die Grünen, solle sich zudem für die Durchführung von Modellprojekten bei Büro- oder Industrieneubauten einsetzen. Die Grünen forderten zudem eine stärkere Unterstützung der in Karlsruhe ansässigen Geothermie-Unternehmen.  In der Sitzung des Stadtparlaments Ende März sei die Initiative gut angekommen berichtet der Bundesverband Geothermie in einer Pressemitteilung.

SPD-Stadtrat Thomas Müllerschön bezeichnet die grüne Initiative als den "genau richtigen Antrag." Auch bei den anderen Fraktionen (Karlsruher Liste, FDP/A und CDU) seien positive Reaktionen zu hören gewesen. CDU-Ratsmitglied Dr. Hans-Jürgen Vogt betonte besonders die "unabhängige" Seite der Geothermie: die Möglichkeit, sie rund um die Uhr einzusetzen. Der Grüne Ruthardt ging in der Sitzung noch einen Schritt weiter und schlug vor, Karlsruhe solle sich "als Hauptstadt der Geothermie" einen Namen machen.

Positiv vermerkt hätten die Gemeinderäte zudem die Bereitschaft von Unternehmen aus der Branche, sich in Karlsruhe niederzulassen. Mit dem Steinbeis-Transferzentrum für Geothermie, dem Forschungszentrum Karlsruhe und der Universität sei auch die Wissenschaft präsent. Tagungen und Kongresse sowie die Zusammenarbeit mit dem Bundesverband sollen die Position Karlsruhes festigen und ausbauen helfen. Auf dem Gelände des Forschungszentrums Karlsruhe im Hardtwald wird derzeit ein geothermisches Kraftwerk geplant.

08.04.2006   Quelle: Geothermische Vereinigung - Bundesverband Geothermie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Bio-Kraftwerk liefert Strom und Wärme aus Pflanzenöl

Pflanzenöl-Kraftwerk der Feistritzwerke
Pflanzenöl-Kraftwerk der Feistritzwerke

Ein Pflanzenöl-Blockheizkraftwerk (BHKW) haben die Feistritzwerke-STEWEAG (Stadtgemeinde Gleisdorf, Oberösterreich) kürzlich in Betrieb genommen. Es erzeugt umweltfreundlich Strom und Wärme, denn es ist CO2-neutral. Die Anlage steht im Pflanzenöl-Schauraum auf dem Betriebsgelände des Unternehmens. Der Strom wird in das Stromnetz eingespeist, mit der Abwärme des Motors wird ein Teil des Betriebsgebäudes beheizt.
 
Das Aggregat besteht aus einem 3-zylindrigen 4-Takt-Dieselmotor (Hubraum 1,65 Liter; Drehzahl 1.500 Umdrehungen/Minute; Nennleistung 14 Kilowatt bei 1.500 Umdrehungen/Minute). Mit dem Verbrennungsmotor ist ein wassergekühlter Asynchrongenerator mit einer elektrischen Leistung von 9,6 Kilowatt, Spannung 400 Volt starr verbunden.

Die Wärmeleistung des BHKW beträgt zirka 18 Kilowatt, elektrisch können acht Kilowatt Leistung abgegeben werden. Als Kraftstoff kommt kalt gepresstes Pflanzenöl zum Einsatz, davon verbraucht der Motor 3 Liter in der Stunde. Die Maschinen befinden sich in einer hoch wirksamen Schalldämmkabine, der Schalldruckpegel beträgt rund 53 dB/A in einem Meter Entfernung, sie sind demnach sehr geräuscharm und können deshalb auch in Keller von Wohnhäusern eingebaut werden. Elektronische Steuerungen ermöglichen einen vollautomatischen Betrieb. Regelmäßige Wartungsarbeiten sind lediglich beim Dieselmotor durchzuführen.
Mit dem Einsatz des Pflanzenöl-Blockheizkraftwerkes zur Produktion von Strom und Wärme, haben sich die Feistritzwerke-STEWEAG für eine weitere ökonomische und ökologische Energienutzung entschieden, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Die Anlage und deren Funktion können auf den Internetseiten der Feistritzwerke angesehen werden unter den Menüpunkten "LIVE-CAMS" beziehungsweise "BHKW Online": http://www.feistritzwerke.at/

08.04.2006   Quelle: Feistritzwerke-STEWEAG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Feistritzwerke-STEWEAG
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Solarbundesliga wird im Internet noch spannender


In der Solarbundesliga, in der inzwischen mehr als 830 deutsche Städte und Gemeinden um die größte Fläche von Solaranlagen pro Einwohner kämpfen, wird der Schlussspurt bis zur Deutschen Meisterschaft im Juni jetzt noch spannender, berichtet die Fachzeitschrift Solarthemen in einer Pressemitteilung. Im Internet, wo das Rennen ausgetragen wird, werde jetzt viel mehr geboten unter www.solarbundesliga.de.
  Den Organisatoren der Liga, der Fachzeitschrift Solarthemen und der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) ging es zunächst darum, das in den vergangenen Jahren laufend gewachsene Teilnehmerfeld übersichtlicher zu präsentieren. Im Zuge der umfassenden Neugestaltung der Internetseiten seien nun die bisherigen starren Tabellen durch eine dynamische Datenbank ersetzt worden. Neue Such- und Sortierfunktionen würden dadurch möglich und regten zum Spielen an. Wer möchte, könne die Solarbundesliga zum Beispiel nach Solarwärme und Solarstrom durchsuchen, nach Größe der Kommune, nach Bundesländern und sogar nach Landkreisen.


Regionale Akzente und neue Sortierkriterien

"Wir erfüllen damit den Wunsch vieler Teilnehmer, für die das jeweilige Lokalderby mit der Nachbarstadt oft noch wichtiger ist als ihre Position im nationalen Vergleich", sagt Solarthemen-Herausgeber Guido Bröer. Regionale Solarinitiativen könnten die Internetseite jetzt noch besser nutzen, um zum Beispiel in ihrer Region Kreismeisterschaften zu veranstalten, wie es mancherorts bereits geschehe. In der Rubrik "Sonnenflecken" finden sich jetzt lokale Beispiele, die zur Nachahmung anregen. "Mit der neuen Homepage bringen wir nun auch im Internet ein bisschen von dem Geist rüber, der die lokalen Solarinitiativen inspiriert, Solartechnik als Sportart zu begreifen", sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jörg-Dürr Pucher. Fans und Akteure der Liga kämen nun auf den Seiten zu Wort, und auch die Unterstützer sowie Sponsoren, die helfen, den gestiegenen Aufwand des Erfolgsprojektes Solarbundesliga zu finanzieren, fänden neue Darstellungsformen. Die Neugestaltung des Webauftrittes wurde vom Bundesumweltministerium unterstützt.

Die Solarbundesliga im Internet unter http://www.solarbundesliga.de

07.04.2006   Quelle: Solarthemen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Photovoltaik: SMA-Produkte jetzt mit RAL-Gütesiegel

Qualitätszeichen für SMA-Produkte
Qualitätszeichen für SMA-Produkte

Die SMA Technologie AG hat am 06.04.2006 als erster Hersteller von Solar-Wechselrichtern und Komponenten zur Anlagenüberwachung das Zertifikat zur Verwendung des RAL-Gütesiegels erhalten, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Qualitätslabel der Gütegemeinschaft Solarenergieanlagen e.V. kann SMA bei der Vermarktung ihrer Produkte nutzen. Das gebe Fachhandwerkern und Anlagenbetreibern zusätzliche Entscheidungssicherheit bei der Wahl eines geeigneten Wechselrichters.
 
Bei diesem Gütesiegel handle es sich nicht um eine eigene, branchenspezifische Entwicklung von Qualitätsrichtlinien, sondern es umfasse vielmehr eine Vielzahl bereits vorhandener internationaler, nationaler und regionaler Regelungen aus dem Baurecht, der Unfallverhütung, der Elektrotechnik, der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie aus dem Umweltschutz.

"Es ist uns besonders wichtig, in die Güte- und Prüfbestimmungen dieser noch relativ jungen Technologie die langjährigen Erfahrungen aus bereits bestehenden Bereichen einfließen zu lassen. Nur so kann ein für jeden nachvollziehbarer Qualitätsanspruch gewährleistet werden,“ erklärt Dipl.-Ing. Jan Kai Dobelmann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Gütegemeinschaft Solarenergieanlagen e.V. "Selbstverständlich werden diese Prüfkriterien gemäß dem enormen technologischen Fortschritt in der Photovoltaik ständig überarbeitet und den neuen Bedingungen angepasst", so Dobelmann weiter.

Gegenstand des Zertifizierungsverfahrens waren alle qualitätsrelevanten Aspekte, die mit der Herstellung, Installation und Betrieb eines Wechselrichters zu tun haben: Von der Fertigung über die Gerätesicherheit bis hin zur korrekten Angabe von Leistungsdaten. Danach wurde SMA ein "ausgeprägtes kollektives Qualitätsbewusstsein bescheinigt", das sich vor allem dadurch auszeichne, dass alle Prozesse darauf ausgerichtet seien, "eine maximale Entdeckbarkeit von Fehlern zu erreichen und strukturell darauf zu reagieren."

Die Tatsache, dass die SMA Technologie AG als erster Hersteller von systemtechnischen Komponenten für Solarstromanlagen das RAL-Gütesiegel verwenden darf, bestätige einmal mehr ihre Position als Branchenführer, so das Unternehmen.

07.04.2006   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG
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Solarwärme: Consolar steigt in die Fertigung von Röhrenkollektoren ein

Extrem flacher Röhrenkollektor von Consolar
Extrem flacher Röhrenkollektor von Consolar

Die Consolar GmbH (Frankfurt) stellt auf der IFH 2006 in Nürnberg ihren neuen Vakuum-Röhrenkollektor vor, der seit wenigen Monaten in Serie produziert wird. Der Kollektor TUBO 12 CPC zeichne sich durch ein besonderes Design aus und sei mit 55 Millimetern der flachste Hochleistungskollektor auf dem europäischen Markt, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
Neben der flachen Bauweise sei die Lage der Anschlüsse am unteren Ende sowie die Möglichkeit der horizontalen Montage eine weitere Neuerung des für seine effizienten Systemlösungen bekannten Herstellers. Für die Stillstandsphasen im Sommer brächten die Anschlüsse unten deutliche Vorteile, da das Ausdampfungsverhalten rascher und schonender ablaufe, erklärt Dr. Ulrich Leibfried, Entwicklungsleiter von Consolar.


Montage ohne Kran möglich

Die Bedürfnisse der Installationsfirmen seien bei der Entwicklung von Anfang an mit einbezogen worden. Das sehr geringe Gewicht von 18 kg und die kompakten Abmessungen mit 62,5 x 186 cm pro Kollektor machten bei der Montage einen Kran überflüssig und die Installation auch bei kleinen Dachfenstern einfach. Der Kollektor wird über das Consolar Vertriebsnetz europaweit vertrieben. Über eine OEM-Version für Großkunden werde ebenfalls nachgedacht; so das Unternehmen.


Umsatz 2005 um 70 % gewachsen

Consolar erlebte nach eigenen Angaben 2005 sein bestes Jahr seit der Firmengründung. Das Wachstum im eigenen Vertriebsnetz habe knapp 70% betragen. Dabei sei die Entwicklung sowohl im Inland als im Ausland gleichermaßen erfreulich. Consolar ist in neun europäischen Ländern vertreten. Die Premium-Produktlinie reicht vom kleinen Warmwasser-System bis zur großen Kombianlage, die mit entsprechenden Schulungen angeboten werden. Beim letzten Vergleich der Stiftung Warentest sei die Kombianlage von Consolar das System mit der besten Anlageneffizienz und der geringsten energetischen Amortisationszeit gewesen.

Wie bei ihrem Produkt-Portfolio gehe die Consolar GmbH auch bei der Unternehmensleitung neue Wege. Ein hoher Mitbestimmungsanteil der Mitarbeiter sorgten für hohe Motivation, beispielsweise ein gemeinsam beschlossenes Gehaltsmodell mit Gewinnbeteiligung. Für ihr ethisches Engagement wurde der Consolar GmbH Ende 2005 die Auszeichnung "Ethics in Business" verliehen.

07.04.2006   Quelle: Consolar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Consolar GmbH
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Solarzellenhersteller ErSol beschleunigt Wachstum

Die ErSol Gruppe antwortet auf die weiterhin hohe Nachfrage des Marktes mit vorgezogenen und verstärkten Investitionen in den Ausbau der Produktionskapazität für Solar-Wafer und Solarzellen. Das berichtet die ErSol Solar Energy AG in einer Pressemitteilung. Grundlage für diese Entscheidung seien die Siliziummengen, die durch die SRS-Akquisition und die vertraglich gesicherten Liefervereinbarungen dem Unternehmen zusätzlich zur Verfügung stünden.  Am Standort Arnstadt werde bereits in einer ersten Erweiterungsstufe bis Mitte 2006 durch Investitionen von circa 16 Millionen Euro eine Wafer-Gesamtkapazität von rund 45 MWp aufgebaut, dies entspreche einer Erhöhung um 25 MWp. Bis Ende 2007 soll dann erneut auf rund 100 MWp verdoppelt werden. Für diesen Kapazitätsausbau wende ErSol zusätzlich knapp 50 Millionen Euro auf, wodurch rund 100 neue Arbeitsplätze entstehen sollen. Zeitgleich werde für die Weiterverarbeitung dieser Wafer die Solarzellenkapazität an den Standorten Erfurt und Arnstadt erhöht. Dazu investiere die ErSol Gruppe zusätzlich zu den bisher geplanten 19 Millionen Euro weitere 36 Millionen Euro in den Kapazitätsausbau. Damit könne sie die bislang für Ende 2007 prognostizierten 110 MWp Solarzellenproduktion auf 180 MWp erhöhen.


Verdoppelung des Kapazitätsziels durch Dünnschichttechnologie

Zusätzlich zum Kapazitätsausbau der kristallinen Siliziumtechnologie erweitert das Unternehmen seine technologische Kompetenz um die Silizium sparende Dünnschichttechnologie. Für den Zeitraum bis 2008 plant die ErSol Gruppe den Aufbau einer Fertigungskapazität von 40 MWp pro Jahr. Dafür sollen in die Dünnschichtmodul-Fertigung über 80 Millionen Euro investiert werden, jeweils zirka 40 Millionen Euro in den Jahren 2006 und 2007. Die neue Produktionsstätte am Standort Erfurt wird laut ErSol rund 100 neuen Mitarbeitern einen Arbeitsplatz bieten. Damit werde ErSol bis 2008 seine geplante Gesamtkapazität verdoppeln und real mehr als verdreifachen: Statt der ursprünglich angedachten 110 MWp würden nun 220 MWp Gesamtproduktionsleistung angepeilt. Das Unternehmen will dafür insgesamt mehr als 190 Millionen Euro bis 2007 investieren.

"Mit diesem Wachstum verbessern wir unsere Marktposition in der Photovoltaik-Industrie deutlich und können uns so nach bisherigen Branchenprognosen schneller als der Markt entwickeln. In 2008 rechnen verschiedene Studien mit einer globalen Produktionsmenge von mehr als 2 GWp, von der ErSol einen mindestens 5-prozentigen Marktanteil erreichen will", so Dr. Claus Beneking, Vorstandsvorsitzender der ErSol Gruppe. "Wir haben die Signale des Marktes erkannt und stellen nun die entsprechenden Weichen. Wir bleiben unserer bisherigen Strategie treu, wir setzen sie nur wesentlich schneller um", ergänzt Beneking.


Durchbruch bei der Kostensenkung im Jahr 2008

Auch der technologische Fortschritt stehe weiterhin im Fokus der ErSol Gruppe. So würden durch die ständige Reduktion der Waferdicke, zurzeit liegt sie bei 200 µm, und die stetige Erhöhung der Zelleffizienz, aktuell bei 17 Prozent, bessere Erträge und höhere Margen erwirtschaftet. 2006 sei zudem der Anteil an monokristallinen Wafern in der ErSol-Zellfertigung gestiegen. Er soll dieses Jahr bereits 50 Prozent der Produktionsmenge erreichen, da von der Tochtergesellschaft ASi Industries mehr monokristalline Wafer geliefert werden - im Jahr zuvor waren es erst 10 Prozent. Durch die zunehmende Integration der Wafer- und Zellfertigungsstufen bei gleichzeitigem Technologiefortschritt und Kapazitätswachstum erwartet die ErSol bis 2008 einen Durchbruch bei der Kostenreduktion.

07.04.2006   Quelle: ErSol Solar Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Zentralverband SHK macht sich in Brüssel stark für Förderung erneuerbarer Energien

Bei einem Gespräch mit Günter Verheugen, dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, haben Vertreter des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima/Gebäude- und Energietechnik Deutschland (ZVSHK/GED) in der letzten Märzwoche den neuen EU-Richtlinienvorschlag für einen verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien im Wärmemarkt nachdrücklich begrüßt. Die Interessenvertretung der deutschen Heizungs-, Ofen- und Luftheizungsbauer sieht in der vom EU-Parlament angestoßenen Initiative zur der Förderung erneuerbarer Energien einen wegweisenden ordnungspolitischen Ansatz zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland.  "Über vier Millionen Heizungsanlagen sind gegenwärtig in Deutschland energetisch veraltet. Sie müssten dringend saniert werden. Das SHK-Handwerk kann aus dem Stand heraus den Anteil erneuerbarer Energien in diesem Markt durch den Einsatz von Solarthermie, Wärmepumpen und Pellets-Heizungssystemen von derzeit 5,4 Prozent auf annähernd 20 Prozent steigern", sagt Michael von Bock und Polach, der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes.


Verbraucher wollen in kostengünstigere und autonome Energieversorgung investieren

Voraussetzung hierfür seien verlässliche Förderprogramme, welche die gefürchteten "Stop and Go"-Effekte in der Bauwirtschaft erst gar nicht aufkommen ließen. "Wir wissen uns mit EU Vizepräsident Verheugen einig, dass kurzfristige Haushaltslösungen für eine nachhaltige Förderung erneuerbarer Energien kontraproduktiv wären", erklärt von Bock und Polach. Der Zentralverband SHK informierte den für Industrie- und Unternehmenspolitik zuständigen EU-Kommissar über den in mehreren Konjunkturerhebungen der Branche dokumentierten Nachfragetrend der deutschen Energieverbraucher nach Techniken zur Nutzung der Erneuerbaren. Vor dem Hintergrund der kontinuierlichen Preissteigerungen bei den Energieträgern Öl und Gas sei bei den Verbrauchern die Investitionsbereitschaft in eine kostengünstigere und dazu noch autonome Energieversorgung groß.


Nachhaltige Förderanreize erforderlich

"Um dieses ökonomische und ökologische Potenzial für mehr Energieeffizienz in Deutschland zu mobilisieren, brauchen wir in den nächsten 10 bis 15 Jahren nachhaltige Förderanreize", betont Hauptgeschäftsführer von Bock und Polach. Der Zentralverband SHK sprach sich gegenüber der EU-Kommission für einen fairen Wettbewerb zwischen den einzelnen Formen erneuerbarer Energien aus: "Das ehrgeizige Ziel, den Anteil von erneuerbaren Energien in der Europäischen Union von derzeit 10 Prozent für Heizen und Kühlen bis zum Jahr 2020 mindestens zu verdoppeln, gelingt nur bei einem gleichermaßen starken Einsatz von Solarthermie, Geothermie und Biomasse", so von Bock und Polach.


Förderung erneuerbarer Energien kann zukunftsorientierte Geschäftsfelder im Handwerk sichern

Gesprächsthema zwischen ZVSHK und EU-Kommission war in Brüssel auch die beschäftigungspolitische Komponente der geplanten EU-Richtlinie. Michael von Bock und Polach unterstrich nachdrücklich die Bedeutung des Fachhandwerks bei der Verbreitung neuer Umwelt- und Energietechnologien: "Unsere Handwerksbetriebe sind die eigentlichen Kompetenzträger in Sachen Energieeffizienz. Als installierendes Gewerbe bilden sie im Markt die entscheidende Schnittstelle zwischen Angebot und Nachfrage." Eine verstärkte Förderung erneuerbarer Energien würde im deutschen SHK-Handwerk zukunftsorientierte Geschäftsfelder sichern und zu einer deutlich erhöhten Beschäftigung führen. "Dies stärkt den Standort Deutschland und macht das Handwerk zudem attraktiv für eine moderne Berufsausbildung." Günter Verheugen bestärkte den ZVSHK in dieser Sichtweise: "Die erfolgreiche EU-weite Verwirklichung von mehr Energieeffizienz hängt nicht zuletzt entscheidend davon ab, dass wir Mittelstand und Fachhandwerk mit dem dort vorhandenen technologischen Know-how und hohen Qualifikationsstandard eng in unsere Planungen einbinden."

06.04.2006   Quelle: Zentralverband SHK   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Windenergieanlagenhersteller Nordex AG hebt Erwartungen für Geschäftsjahr 2006 an

Mit der Vorlage seines endgültigen Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2005 hebt der Nordex-Konzern (ISIN: DE000A0D6554) seine Erwartungen für das laufende Fiskaljahr deutlich an. Auftragseingang und Umsatz sollen jeweils um 50 % steigen, auf 600 Millionen Euro beziehungsweise 460 Millionen Euro (2005: 395 Mio. EUR bzw. 309 Mio. EUR), so das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung.   Das bisherige Ziel lag bei 450 Millionen Euro für das Neugeschäft und bei 400 Millionen Euro für den Umsatz. Die EBIT-Marge soll jetzt statt auf 2,5 % auf 3,0 % steigen (2005: minus 1,6%), so die Nordex AG.


Verbesserte Auftragslage im ersten Quartal 2006

Wesentlicher Grund für die höheren Jahresziele sei die nochmals verbesserte Auftragslage nach Abschluss des ersten Quartals. Zwischen Januar und März 2006 habe Nordex neue Aufträge im Umfang von rund 263 Millionen Euro erhalten, mehr als jemals zuvor in einem einzigen Quartal. Das Ergebnis verbessere sich vor allem durch die erwartete höhere Auslastung und eine steigende Preisqualität der neuen Projekte. Vor dem gleichen Hintergrund soll in den nächsten Wochen auch die mittelfristige Umsatz- und Ergebnisplanung überarbeitet werden.


Umsatz im Geschäftsjahr 2005 um 44 % gesteigert

Der am 6. März 2006 veröffentlichte, vorläufige Jahresabschluss wurde inzwischen vom Wirtschaftsprüfer uneingeschränkt bestätigt und vom Aufsichtsrat festgestellt, berichtet das Unternehmen. Hiernach erhöhte Nordex seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2005 um 44 % auf rund 309 Millionen Euro (2004: 214 Mio. EUR).
Dabei habe der Konzern von seinem um insgesamt rund 67% gestiegenen Auftragseingang profitiert und von einem verbesserten Beschaffungsmanagement, das die für das Jahr 2005 typischen Lieferengpässe der Industrie weitgehend lösen
konnte.


Positives EBIT

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr erzielte Nordex erstmals wieder ein positives operatives Ergebnis (EBIT vor Sonderbelastungen). Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Sonderbelastungen betrug rund 0,3 Millionen Euro (2004: minus 21,7 Mio. EUR). Der Jahresfehlbetrag ging um 74 % auf 8,2 Mio. Euro zurück (2004: -32,1 Mio. EUR).

Den testierten Jahresabschluss sowie einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr stellt der Vorstand auf der Analysten- und Bilanzpressekonferenz am 5. April 2006 in Frankfurt vor.

06.04.2006   Quelle: Nordex AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Fachverband: Biogas kann die Hälfte der Gasimporte aus Russland ersetzen

Der Fachverband Biogas e.V. wertet den Energiegipfel vom 03.04.2006 als Starschuss für eine energiepolitische Gesamtdiskussion. Das klare Bekenntnis zu erneuerbaren Energien sei ein Auftrag an die gesamte Branche, ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen, so der Verband in einer Pressemitteilung. Allein 10 Milliarden Euro sollen bis 2012 in den Ausbau der Bioenergie-Nutzung investiert werden.   In den nächsten Monaten komme es darauf an, die Gespräche konstruktiv und - aus Sicht der Biogas-Branche - auch offensiv weiter zu führen. Zwei Aspekte und ihre Konsequenzen seien besonders wichtig, betont der Fachverband Biogas.


Biogas als "sicheres Erdgas" kann die Hälfte der Importe aus Russland ersetzen

Biogas kann bis 2020 mindestens 10 Milliarden Kubikmeter Erdgas direkt ersetzen, so der Verband. Das sei das Ergebnis einer Studie, welche die Gaswirtschaft kürzlich veröffentlicht hat. Sie gehe davon aus, dass auf 10 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Energiepflanzen für Biogas angebaut werden. Berücksichtige man zusätzlich die aktuellen Ergebnisse der Saatgut- und Pflanzenbauoptimierung für Energiepflanzen, dann seien sogar 16 Milliarden Kubikmeter möglich. Dabei gehe es nicht um Monokulturen auf Ackerflächen. Biogas mit seiner hohen Flächeneffizienz könne ebenso gut Mischkulturen, Fruchtfolgen, Grünland und Brachflächen nutzen.


Biogas als "wirtschaftliches Erdgas" lenkt Wertschöpfung in das Inland um

Auf der Basis des heutigen Werts deutscher Erdgasimporte könnten jährlich fast 7 Milliarden Euro direkt im Inland investiert statt in das Ausland überwiesen werden. In Deutschland sorge das Geld für Arbeitsplätze, komme als Gewerbesteuer den kommunalen Kassen zugute, stärke die Kaufkraft im ländlichen Raum und stabilisiere die Landwirtschaft. Lege man eine mäßige Erdgas-Wertsteigerung zugrunde, dann betrage diese Summe im Jahr 2020 ohne weiteres das Doppelte, also 14 Milliarden Euro. Die Erdgas-Steigerung der letzten beiden Jahre liege bereits über diesem Szenario, so der Fachverband Biogas.

06.04.2006   Quelle: Fachverband Biogas e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

B.KWK: Investitionen der Stromwirtschaft könnten besser angelegt werden

Insgesamt positiv bewertet der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) das Ergebnis des Energiegipfels im Bundeskanzleramt. Optimistisch stimmt Verbandspräsident Johannes van Bergen, dass eine spezielle Arbeitsgruppe Energieeffizienz und -innovation unter Federführung des Umweltministeriums und des Forschungsministeriums eingerichtet werden soll.   Dies könne hilfreich sein, um der Kraft-Wärme-Kopplung als wichtigster Effizienztechnologie zur Energieerzeugung im Rahmen der künftigen Energiestrategie den notwendigen Stellenwert zusammen mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien zu geben, heißt es in der Pressemitteilung.


KWK statt herkömmlicher Kraftwerke

Nicht blenden lassen dürfe sich die Politik allerdings von den Investitionszusagen der großen Stromversorger, so der B.KWK. Die versprochenen 30 Milliarden Euro für neue herkömmliche Kraftwerke und Netzausbau könnten sowohl volkswirtschaftlich als auch umweltpolitisch viel effektiver angelegt werden, nämlich für einen konsequenten Ausbau der dezentralen Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung, die ein riesiges ungenutztes Potenzial habe. Zudem seien die dafür erforderlichen Investitionen sogar noch deutlich höher als für den Bau herkömmlicher Kraftwerke, wobei der Energieverbrauch massiv gesenkt und durch inländische Arbeitsplätze und Wertschöpfung ersetzt werde.

05.04.2006   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Farbstoff-Solarzellen des Fraunhofer ISE bieten neue Gestaltungsmöglichkeiten

Transparentes Farbstoffsolarmodul, im Siebdruckverfahren und in Glaslottechnik hergestellt.
Transparentes Farbstoffsolarmodul, im Siebdruckverfahren und in Glaslottechnik hergestellt.

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE stellt auf der Hannover-Messe Solarmodule mit Farbstoffsolarzellen aus. Anders als bei herkömmlichen Solarzellen wandelt ein organischer Farbstoff Licht in Strom um. Die Solarzellen werden per Siebdruck hergestellt und bieten ungewöhnliche Gestaltungsmöglichkeiten. "In Verbundprojekten mit der Industrie haben wir Materialien und Herstellung optimiert", so Dr. Andreas Hinsch, Projektleiter am Fraunhofer ISE.
  "Jetzt geht es um die Erkundung eines Marktes, der auf die speziellen Vorteile von Farbstoffsolarzellen zugeschnitten ist. Dazu suchen wir Partner, die in erste Testanlagen und Demonstrationsprojekte investieren wollen", so Dr. Hinsch.


Neue Gestaltungsmöglichkeiten für Solar-Fassaden

Mit einer neuen Glaslottechnik haben Hinsch und sein Team die entscheidende Hürde für die praktische Erprobung genommen: Einfache Herstellung und Stabilität. Alle Materialien für die Zellenbildung werden als Paste im Siebdruck strukturiert auf zwei Glasplatten aufgebracht. Die beiden Platten werden so miteinander verbunden, dass sich mäander- oder streifenförmige Kanäle bilden. In diese Kanäle werden der Farbstoff und ein gelierbarer Elektrolyt eingefüllt – fertig ist die Solarzelle. Faszinierend wie die Technik sind die Gestaltungsmöglichkeiten: Die Module sind ockerfarben transparent. Diese Farbe kann durch Filter variiert werden. Farbige Pasten heben das Muster hervor oder lassen die Oberfläche einheitlich erscheinen. Durch Bedrucken mit streuenden Schichten können innerhalb der Module Bilder und Schriftzüge ohne nennenswerten Leistungsverlust kreiert werden. "Besonders für Fassaden und Werbezwecke ergeben sich ganz neue Möglichkeiten", sagt Hinsch.


Aktueller Wirkungsgrad: 2,5 % - Rekord in Japan: 10,4 %

Für die Hannover-Messe hat das Fraunhofer ISE mehrere 30 x 30 Quadratzentimeter große Module grafisch unterschiedlich gestaltet. In Ihnen sind jeweils sechs Solarzellen hintereinander geschaltet. Das ergibt etwa 4,2 V Spannung, 0,8 A Strom bei 2,5 % Wirkungsgrad. In zwei Jahren erwartet Hinsch durch Verbesserung der Drucktechnik bis 5 % Wirkungsgrad auf 60 x100 cm2 großen Flächen. Auf 1 cm2 wurde aus Japan bereits ein Wirkungsgrad von 10,4 % berichtet. Seit 15 Jahren wird an der Farbstoffsolarzelle geforscht, die Licht in elektrische Energie umwandelt.

Das Herz der Zelle besteht aus einem organischen Farbstoff sowie aus Titandioxid. Letzteres macht als Massenprodukt die Wandfarbe weiß, in der Farbstoffsolarzelle tritt es als hoch technologische nanokristalline Paste auf. Das große Problem bislang: Die Farbstoffsolarzelle braucht eine kleine Menge flüssigen Elektrolyts. Wie gewährleistet man die Dichtheit der Zellen? Die Fraunhofer-Forscher haben mit dem siebgedruckten Glaslot jetzt einen entscheidenden Schritt vorwärts geschafft. Es versiegelt die Glasplatten hermetisch nach außen und schützt innen empfindliche Materialien vor Degradation. Mehrere 1.000 Stunden beschleunigter Alterungstest unter unterschiedlichsten Bedingungen zeigen die bereits gute Langzeitstabilität der Zellen.

Die Arbeiten wurden durchgeführt im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung & Forschung BMBF sowie der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen geförderten Projekts.


Exponate und Vortrag auf der Hannover-Messe

Die Farbstoffsolarzelle wird auf der Hannover Messe gezeigt, auf dem Fraunhofer ISE Stand Nr. B44 in Halle 13. Er befindet sich unter dem Dach des CLEAN ENERGY Themenparks. Am 27. April wird Dr. Andreas Hinsch im Rahmen des Branchen- und Exportforums "Erneuerbare Energien" auf der Hannover Messe einen Vortrag über die Gestaltungsmöglichkeiten mit Farbstoff-Solarzellen in englischer Sprache halten: "Dye Solar Cells: PV for creative application"

05.04.2006   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE
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Maßgeschneiderte Komplettlösungen für Solarwafer-Fertigung

Produktionslinie einer Solarzellenfabrik.
Produktionslinie einer Solarzellenfabrik.

Die Technologieunternehmen M+W Zander, Meyer Burger, PVA TePla und Gebr. Schmid haben eine Allianz für die Photovoltaikbranche gegründet. Durch Bündelung der jeweiligen Kompetenzen könnten Komplettlösungen für Planung und Bau schlüsselfertiger Fabriken sowie die zugehörige Prozesstechnologie angeboten werden, heißt es in der Pressemitteilung der M+W Zander-Gruppe. Mit effizienten Abläufen und nahtloser Integration aller Systeme biete die Allianz den Solarwafer-Herstellern ein schnellstmögliches Hochfahren der Serienproduktion aus einer Hand.
 
Jede der vier Partnerfirmen habe langjährige, sich ergänzende Erfahrungen im Anlagen- und Maschinenbau für die internationale Photovoltaikindustrie und präsentiere sich auf der Semicon Europa in München (4. bis 6. April 2006) mit einem eigenen Messestand.


M+W Zander: Spezialist für schlüsselfertigen Bau von Fabriken

Der Stuttgarter Anlagenbauer M+W Zander FE GmbH, ein Unternehmen der M+W Zander Gruppe, hat sich in der Solarwirtschaft als Generalübernehmer für Planung und schlüsselfertigen Bau von Fabriken in Europa sowie Asien einen Namen gemacht. M+W Zander übernimmt die Planung und Steuerung aller Schnittstellen im Projekt und hat jahrelange Erfahrung mit der termingerechten Übergabe komplexer Fabrikanlagen. Semicon-Messestand: Halle A1/Stand 252


Meyer Burger: Anlagen zum Trennen von Silizium-Blöcken und Sägen von Wafern

Weltweit werden für das Trennen und Bearbeiten von harten und spröden Werkstoffen Maschinen und Anlagen von Meyer Burger eingesetzt. Meyer Burger entwickelt und produziert die Qualitätsmaschinen im eigenen Werk. Erhöhter Ertrag und tiefer Verschnitt in Kombination mit hoher Produktivität gehören zu den grundlegenden Merkmalen aller Anlagen. Diese sind spezifisch zugeschnitten für die Solarindustrie und werden eingesetzt zum Trennen von Silizium-Blöcken und -Kristallen, sowie zum Sägen von Wafern für Solarzellen. Semicon-Messestand: Halle A2, Stand 451


PVA TePla AG: Technik zur Produktion von multikristallinen Silizium-Blöcken

Die Aßlarer PVA TePla AG ist ein weltweit etablierter Anbieter für Vakuum-Systeme zur Erzeugung und Bearbeitung hochwertiger Werkstoffe. Der Bau von Anlagen für die Herstellung multikristalliner Silizium-Blöcke sowie hochreiner Si-Einkristalle mit Verfahren wie CZ, VGF, EFG und FZ - für Photovoltaik, Micro- und Leistungselektronik - gehört seit Jahrzehnten zu den Kernkompetenzen. Plasma-Systeme zur Reinigung beziehungsweise Ätzen von Solarzellen gehören ebenso zum Produktspektrum. Semicon-Messetand: CGS Crystal Growing System GmbH, Halle A3, Stand 639; PVA TePla AG, Halle 2, Stand 400 und Halle 3 Stand 443-12


Gebr. Schmid: schlüsselfertige Lösungen für Wafer- und Zellproduktion sowie Modulmontage

Gebr. Schmid ist weltweit mit mehr als 800 Mitarbeitern in der Leiterplatten-, Flat Panel Display- und Photovoltaik-Industrie tätig. Für die Photovoltaik bietet Schmid Prozess- und Automationsequipment, sowie schlüsselfertige Lösungen für die Waferproduktion, Zellproduktion und Modulmontage an. Kooperationen mit kompetenten Partnern ermöglichen spezielle Lösungen für jeden Kunden, verschiedenste Prozesse und die ständige Weiterentwicklung höchster Technologien. Semicon Messestand: Halle A3, Stand 443.8

05.04.2006   Quelle: M+W Zander   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: M+W Zander.
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Neues Solar-Logistikzentrum in Ravensburg eröffnet

Solar-Logistikzentrum der GSS GmbH.
Solar-Logistikzentrum der GSS GmbH.

Am 24. März 2006 wurde im oberschwäbischen Ravensburg Europas größtes und modernstes Logistikzentrum für den Vertrieb thermischer Solaranlagen offiziell eingeweiht. Das berichtet die General Solar Systems GmbH (GSS) in einer Pressemitteilung. Auf einer Fläche von 3.300 Quadratmetern biete das Logistikzentrum für die Solarwärmesysteme von Pro Solar, Sonnenkraft und ISISun eine Kapazität für die Auslieferung von täglich bis zu 200 Solaranlagen. Der Bauherr GSS bündelt für diese drei Solarmarken Warenwirtschaft, Logistik und Produktmanagement unter einem Dach.
 
Einer der Hauptzwecke des Logistikzentrums sei die Zusammenstellung von Solarthermie-Komponenten zu vorkonfektionierten Komplettanlagen. Auch sollen Lieferzeiten verkürzt und gleichzeitig die Lieferzuverlässigkeit gesteigert werden. Moderne Hochregal-Lagertechnik und effiziente EDV-Organisation unterstützen die Lagerung und Kommissionierung von Solarkollektoren und –speichern sowie vorkommissionierten Komplettsystemen. Nach Angaben der GSS wird mit dem Solar-Logistikzentrum insgesamt eine neue Stufe der Lieferqualität erreicht, die zum Ziel habe, innerhalb von zwei Werktagen jeden Fachhandwerks- und Großhandelskunden zu beliefern.


Staatliche Förderung bringt kräftigen Schub für die Solarwärme-Branche

Mit der Bündelung von Ressourcen in Einkauf, Logistik, Produktmanagement, Qualitätssicherung und Service verfolge General Solar Systems außerdem das Ziel, neue Maßstäbe für Qualitätsstandards von Solarwärmesystemen zu setzen. Damit verbunden sei auch die Schaffung von 50 neuen Arbeitsplätzen. Nach Einschätzung von GSS könnte der Solarmarkt die Kapazitäten dieses Logistikzentrums bereits in Kürze weitgehend auslasten. Für die gesamte Solarwärme-Branche sei wieder ein kräftiger Schub zu erwarten, nachdem durch den Bundesumweltminister Sigmar Gabriel im Bundestag erreicht werden konnte, dass die Förderung von Solaranlagen seit 22. März 2006 wieder fortgesetzt wird. In den vergangenen Monaten hatten sich beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) rund 50 000 Förderanträge gestapelt. Mit einem vorläufig freigegebenen Fördervolumen von 81 Millionen Euro konnte nach einer Mitteilung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) dieser Investitionsstau nahezu vollständig abgebaut werden.

05.04.2006   Quelle: General Solar Systems GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: General Solar Systems GmbH.

 

Rheinische Post: CDU setzt weiter auf Atomenergie

Auch nach dem Energiegipfel lasse die CDU-Spitze in ihrem Einsatz für die Atomenergie nicht nach, berichtet die Rheinische Post in einer Pressemitteilung. "Koalitionsverträge können keine Denkverbote sein", sagte CDU-Präsidiumsmitglied Peter Müller der Zeitung (Dienstagsausgabe). Der saarländische Ministerpräsident plädierte dafür, dass "die friedliche Nutzung der Kernenergie in einem geschlossenen Energiekonzept eine Rolle spielt".  Müller betonte, der Berliner Koalitionsvertrag sei "nicht das Ende der Debatte", denn darin sei nur festgehalten, dass beide Seiten unterschiedlicher Meinung seien.

Die CDU setze offenbar auf veränderte Rahmenbedingungen in der Zukunft, so die Rheinische Post. "Koalitionsverträge ersetzen nicht die Notwendigkeit, Politik an Gegebenheiten permanent neu anzupassen", betonte Müller gegenüber der Zeitung.. Die deutsche Politik müsse "zur Kenntnis nehmen, dass die skandinavischen Länder, in denen der Atomausstieg einmal begonnen hat, mittlerweile umdenken". In Finnland werde sogar ein neues Kernkraftwerk gebaut. Schon aus ökologischen Gründen sei kaum auf die Kernergie zu verzichten, wenn man die CO2-Minderungsziele erreichen wolle.

04.04.2006   Quelle: Rheinische Post   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Bundesregierung zum Energiegipfel: Startschuss für ein energiepolitisches Gesamtkonzept

Bundeskanzlerin Merkel, DaimlerChrysler-Chef Zetsche und Klaus Töpfer.
Bundeskanzlerin Merkel, DaimlerChrysler-Chef Zetsche und Klaus Töpfer.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am 03.04.2006 mit einem Spitzengespräch in Berlin den Startschuss für ein nationales energiepolitisches Gesamtkonzept bis zum Jahr 2020 gegeben. Das berichtet die Bundesregierung in einer Pressemitteilung. An dem Gespräch nahmen neben den Bundesministern Glos, Gabriel und Schavan Vertreter der Energiewirtschaft, der industriellen und privaten Stromverbraucher, der erneuerbaren Energien, der Gewerkschaften, der Energieforschung und des Umweltschutzes teil.
 
Zentrale Themen waren Sicherheit der Energieversorgung, Investitionen in eine zukunftsfähige Stromversorgung, wettbewerbsfähige Energiepreise, Forschung und Energieeffizienz.


Energiekonzept der Regierung soll in der zweiten Jahreshälfte vorliegen

Die Bundesregierung will ihr Energiekonzept in der zweiten Hälfte des Jahres 2007 vorlegen. Wichtige Bausteine sollen in den nächsten Monaten von der Bundesregierung gemeinsam mit den Teilnehmern des Energiegipfels und weiteren Experten gemeinsam erarbeitet werden. Vereinbart wurde ein weiteres Treffen im Herbst. Bis dahin sollen in drei Arbeitsgruppen zu internationalen Aspekten, nationalen Aspekten sowie zu Forschung und Energieeffizienz zentrale Fragen der Energiepolitik vorangebracht werden.


33 bis 40 Milliarden Euro für Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Bei dem Gespräch seien bereits erste konkrete Ergebnisse erzielt worden, heißt es in der Presseerklärung. Vertreter der Stromwirtschaft kündigten für ihre Unternehmen bis zum Jahr 2012 Investitionen in neue Kraftwerke und Netze von über 30 Milliarden Euro an. Für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sollen im gleichen Zeitraum Investitionen in der Größenordnung von 33 bis 40 Milliarden Euro getätigt werden. Die Bundesregierung werde wichtige Voraussetzungen dafür durch die Beschleunigung von Planungsverfahren schaffen.


Mehr Geld für Energieforschung und Innovation

Mit einer Innovationsoffensive und einem Aktionsprogramm zur Energieeffizienz wollen Bundesregierung und Wirtschaft neue Energietechnologien voranbringen. Die Bundesregierung werde die Gebäudesanierung mit einem jährlichen Finanzvolumen von 1,4 Milliarden Euro fördern. Zudem will sie die Mittel des Bundes für Energieforschung und Innovation bis 2009 um mehr als 30 Prozent aufstocken. Im Zeitraum 2006 bis 2009 werde sie so insgesamt 2 Milliarden Euro in neue Energietechnologien investieren.


EEG-Novelle soll Belastung der stromintensiven Wirtschaft begrenzen

Durch die kurzfristig geplante Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) soll die Belastung der stromintensiven Wirtschaft auf 0,05 Cent pro Kilowattstunde begrenzt und mehr Transparenz geschaffen werden. Im nächsten Jahr werde eine Überprüfung der Vergütungssätze des EEG erfolgen, kündigt die Bundesregierung an.


Keine Einigung über Atomkraftwerke

Unterschiedliche Positionen seien zur künftigen Bedeutung der Kernenergie im deutschen Energiemix vertreten worden, heißt es in der Pressemitteilung. Im Rahmen des energiepolitischen Gesamtkonzepts wolle die Bundesregierung eine Aussage dazu treffen, in welchem Umfang geeignete Ersatzkapazitäten für nach dem Atomgesetz stillzulegende Kernkraftwerke verfügbar sind. Die Bundesregierung strebe eine Lösung zur sicheren Endlagerung radioaktiver Abfälle in dieser Legislaturperiode an.


Bundeskanzlerin Merkel: Weg frei für Investitionen und neue Technologien

"Mit dem Energiegipfel haben wir einen Diskussionsprozess in Gang gesetzt, der wichtige Impulse für eine innovative Energiepolitik aus einem Guss geben wird. Wir wollen Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit in ein vernünftiges Gleichgewicht bringen", kommentiert Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Wir haben den Weg frei gemacht für Investitionen und neue Technologien, die zugleich einen bedeutenden Impuls für mehr Wachstum und Beschäftigung in Deutschland geben. Es freut mich besonders, dass Bundesregierung und Wirtschaft in diesem wichtigen Feld gemeinsam vorangehen wollen", so Merkel weiter.

04.04.2006   Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REGIERUNGonline / Bergmann.
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Energiegipfel stärkt erneuerbare Energien

Die Erneuerbare-Energien-Branche geht gestärkt aus dem Energiegipfel bei Bundeskanzlerin Angela Merkel hervor, so der Bundesverband Erneuerbare Energien e.V. (BEE) in einer Pressemitteilung.
"Es ist klar geworden, dass erneuerbare Energien die Zukunft der deutschen Energieversorgung sind. Die Investitionen in erneuerbare Energien übersteigen die Zusagen der deutschen Stromwirtschaft um ein mehrfaches. Der Wegfall atomarer und fossiler Energien kann vollständig durch den Ausbau Erneuerbarer Energien ersetzt werden", sagte Frank Asbeck, Chef der SolarWorld AG und Teilnehmer des Energiegipfels.
  Konkret kündigen die Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche 70 Milliarden Euro Investitionen bis 2012 und insgesamt 200 Milliarden Euro bis 2020 an.


Wärme- und Kraftstoffversorgung zu sehr ausgeblendet

Der Energiegipfel selbst wird von den Vertretern der erneuerbaren Energien positiv bewertet. Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE): "Mit dem Gipfel wurde der längst fällige Auftakt für ein nationales Energiekonzept gemacht." Kritik erntet allerdings die Schwerpunktsetzung. Nitzschke: "Die Bereiche Wärme- und Kraftstoffversorgung wurden zu sehr ausgeblendet. Dabei lässt sich durch Erneuerbare Energien gerade der Import von teurem Öl und Gas vermeiden." Hier müsse im Laufe der nächsten Wochen dringend nachgearbeitet werden. "Es heißt schließlich Energiegipfel und nicht Stromgipfel", sagte Nitzschke. Zwei Drittel des deutschen Energiebedarfs entfallen auf Wärme und Kraftstoffe, nur ein Drittel auf die Elektrizitätserzeugung.

04.04.2006   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energien e.V. (BBE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarzellenindustrie: Japan mit großem Abstand Weltmarktführer

Die japanischen Solarzellen-Hersteller haben ihre weltweite Führungsposition im Jahr 2005 verteidigt, berichtet das Solarstrom-Fachmagazin PHOTON in seiner aktuellen Ausgabe. Wie aus einer internationalen Markterhebung hervorgehe, seien im vergangenen Jahr 45 Prozent aller Solarzellen von japanischen Unternehmen produziert worden, 19 Prozent von deutschen, heißt es in der Photon-Pressemitteilung.  2005 seien weltweit Solarzellen mit einer maximalen Leistung von 1.818 Megawatt (MW) hergestellt worden. Davon stammten 824 MW aus Japan, deutsche Hersteller kamen mit 332 MW auf Platz zwei. Die nächstplatzierten sind die amerikanischen Hersteller mit 156 MW sowie die chinesischen mit 150 MW. "Chinesische Hersteller von Solarzellen haben ihre Produktion 2005 verdreifacht. 60 Prozent aller weltweit nachgefragten Solarzellen kommen mittlerweile aus Asien", so Chefredakteur Michael Schmela von PHOTON International.


Asiaten sind Weltmarktführer bei der Produktion, Deutschland ist Nr. 1 bei der Installation

Der weltweit größte Hersteller ist seit dem Jahr 2000 unangefochten Sharp. Das japanische Unternehmen produzierte laut PHOTON im vergangenen Jahr mit 428 MW mehr als alle deutschen Hersteller zusammen. Der deutsche Hersteller Q-Cells konnte sich mit 166 MW auf Platz zwei vorschieben (2004: 76 MW). Die nächstplatzierten deutschen Unternehmen sind Schott Solar auf Platz sechs (95 MW) und die Deutsche Cell (38 MW auf Platz zwölf). Während die Asiaten Weltmarktführer bei der Produktion von Solarzellen sind, wird Deutschland voraussichtlich auch 2005 die Weltrangliste der Länder anführen, in denen die meisten Solaranlagen installiert worden sind. Erhebungen der Zeitschrift PHOTON zufolge landeten knapp die Hälfte aller weltweit produzierten Solarzellen im vergangenen Jahr auf deutschen Dächern und Freiflächen.


Weltmarktführer Sharp exportiert 52 Prozent Prozent der Produktion; chinesische Hersteller 80 bis 100

Wie das englischsprachige Magazin PHOTON International kürzlich berichtete, wiesen die großen deutschen Hersteller von Solarmodulen 2005 Exportraten von zwei bis sechs Prozent auf. Demgegenüber exportierte der Weltmarktführer Sharp 52 Prozent seiner Produktion, chinesische Hersteller bringen es auf Exportraten von 80 bis 100 Prozent. Die Autoren der Marktübersicht gehen davon aus, dass das für 2006 prognostizierte Wachstum der internationalen Solarbranche wieder durch die Siliziumknappheit begrenzt sein wird. Rund 93 Prozent aller 2005 weltweit produzierten Solarzellen wurden aus kristallinem Silizium gefertigt.

Weitere Ergebnisse der Marktübersicht sind zu finden in der aktuellen Ausgabe des Magazins PHOTON 4-2006, die ab 10. April im Zeitschriftenhandel erhältlich ist.

04.04.2006   Quelle: Solar Verlag, PHOTON   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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WWF-Umfrage: Drei von vier Deutschen wollen Sonne, Wind und Wasserkraft

Mehr als 70 Prozent der Deutschen fordern von der Bundesregierung ein stärkeres Engagement beim Klimaschutz. Zu diesem Ergebnis kommt eine FORSA Umfrage, die der WWF am 03.04.2006 zum Energiegipfel im Kanzleramt vorgestellt hat. Die Naturschutzorganisation wertet die Umfrageergebnisse als Signal, den Klimaschutz stärker in die energiepolitische Diskussion zu integrieren.  "Wenn man sich mit den Betreibern der größten CO2-Schleudern an einen Tisch setzt, um über Energiepolitik zu diskutieren, muss man den Klimaschutz in den Vordergrund rücken", fordert Matthias Kopp, Energiereferent beim WWF Deutschland.


81 Prozent der unter 30-jährigen für erneuerbare Energien

In der Bevölkerung ist die Kohle der WWF-Umfrage zufolge nur wenig angesagt. Auf die Frage, welchen Energieträger sie bevorzugen würden, entschieden sich nur neun Prozent der Befragten für den fossilen Energieträger. Die Ablehnung ist tendenziell bei den Jüngeren größer und besonders Familien halten die Anstrengungen der Bundesregierung zum Klimaschutz und damit zur Generationengerechtigkeit für ungenügend. 74 Prozent der Befragten wünschen sich hingegen Energie aus erneuerbaren Quellen. Bei den unter 30-jährigen ist dieser Wunsch sogar noch weiter verbreitet: hier favorisieren 81 Prozent Energie aus Sonne, Wind und Wasserkraft.

WWF-Referent Kopp kritisiert besonders, dass die Stromversorger bei den anstehenden Investitionen erneut stark auf Kohlekraftwerke setzen wollen. Der Sektor sei in Deutschland für rund 40 Prozent des Kohlendioxidausstoßes verantwortlich. Baue man neue Braun- und Steinkohlekraftwerke werde es nicht gelingen, den Ausstoß an Treibhausgasen auf ein Klima verträgliches Niveau zurückzufahren.

04.04.2006   Quelle: WWF World Wide Fund For Nature   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Strom aus Windenergie: Kosten seit 1990 halbiert

Mehr Strom aus Windenergie, Kosten sinken um die Hälfte.
Mehr Strom aus Windenergie, Kosten sinken um die Hälfte.

"Seit 1990 konnte die Windenergie ihre Effizienz enorm steigern und damit ihre Kosten mehr als halbieren". Das stellte Ralf Bischof, Geschäftsführer des Bundesverbands WindEnergie (BWE), bei der Präsentation des aktuellen Windenergie-Reports am 28.März 2006 fest. Nach Angaben des Windenergie-Reports, den das Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) an der Uni Kassel für die Bundesregierung jedes Jahr erstellt, gingen die Kosten zur Stromerzeugung seit 1990 um 53 Prozent zurück.
 
Dieser Effizienz-Sprung forderte einen technologischen Kraftakt, so der BWE. Eine moderne Anlage der 5-Megawatt-Klasse bringe einen 70 Mal höheren Ertrag als ein Windrad aus den frühen 90ern. Doch Effizienzsteigerung und Kostensenkung bei Windkraftanlagen seien notwendig, da die staatlich festgesetzte Vergütung für Windstrom von Jahr zu Jahr zurückgeht.


Windenergie entwickelt sich zum Billigmacher auf dem Strommarkt

Die gesamten staatlichen Vergütungen und Zuschüsse für Windstrom nahmen laut BWE seit 1991 um 59 Prozent ab. Schon ab Mitte der 90er Jahre hätten Bund und Länder ihre Investitions- und Betriebskostenzuschüsse einstellen können. Zudem sinken die Vergütungen für Windstrom gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) jedes Jahr. "Die Windenergie wird daher auch in Zukunft jedes Jahr real um vier Prozent billiger. Spätestens 2015 ist Windstrom dann auf dem Strommarkt wettbewerbsfähig", so BWE-Geschäftsführer Bischof. Windenergie entwickle sich zum Billigmacher auf dem Strommarkt. Während die Preise für konventionellen Strom rasant ansteigen würden, wirke die stetig sinkende Vergütung für Windstrom für die Verbraucher mittlerweile preisdämpfend. Kostete im ersten Quartal 2006 die Kilowattstunde konventionellen Stroms auf der Leipziger Strombörse 6,60 Cent, können ältere Windkraftanlagen mit einer Vergütung von 6,17 Cent den Marktpreis bereits unterbieten.


BWE: Windstrom-Anteil kann bis 2020 von fünf auf 20 Prozent steigen

Vor dem Energiegipfel bei Bundeskanzlerin Angela Merkel erinnerte Bischof daran, dass das Windenergie-Potenzial schneller nutzbar sei als vom Bundesumweltministerium angenommen: "Bis 2020 können wir den Windstrom-Anteil von fünf auf 20 Prozent steigern. Das entspricht 110 Milliarden Kilowattstunden im Jahr. Dafür wird die Windenergie-Branche über 50 Milliarden Euro investieren", so Bischof. Die Investitionen in die Windparks in Nord- und Ostsee seien hierbei noch nicht eingerechnet. Damit sei und bleibe die Windenergie die wichtigste Stütze der regenerativen Stromversorgung Deutschlands. Bischof: "Die Energie-Politik muss die Strom-Konzerne auf einen schnellen Netzausbau und Investitionen in flexible Kraftwerke verpflichten. Hierzu bedarf es einer detaillierten Road-map der Regierung."


Einen Auszug aus dem Windenergiereport bietet der BWE zum Herunterladen als PDF-Dokument.

04.04.2006   Quelle: BWE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BWE
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NABU legt 5-Punkte-Plan für klimaschonende Energieversorgung vor

NABU: Atomausstieg ganz oben im 5-Punkte-Plan.
NABU: Atomausstieg ganz oben im 5-Punkte-Plan.

Der Naturschutzbund NABU hat die Bundesregierung anlässlich des am Abend des 03.04.2006 stattfindenden Energiegipfels davor gewarnt, der Energiewirtschaft Zusagen zu machen, die den Umbau zu einer klimaschonenden Energieversorgung blockieren. "Jede Entscheidung, die auf Besitzstandswahrung für die Energiekonzerne hinausläuft, wird die deutsche Klimapolitik früher oder später an die Wand fahren", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
 
Die Energiepolitik brauche vielmehr mutige Entscheidungen, die einem Paradigmenwechsel gleich kommen. "Zukünftig darf nicht mehr die Frage dominieren, welche Klimaschutzziele wir uns setzen dürfen, ohne unsere Energieversorgung zu gefährden, sondern wie wir die Energieversorgung umstellen müssen, um die notwendigen Klimaschutzziele zu erreichen", sagte Tschimpke.


Festhalten an der Atomenergienutzung blockiert Klimaschutz langfristig – erneuerbare Energien konsequent ausbauen

Der NABU legte in diesem Zusammenhang einen 5-Punkte-Plan vor, der die wichtigsten notwendigen Richtungsentscheidungen für die zukünftige Energiepolitik skizziert. "Ganz oben steht dabei der Atomausstieg, der ein entscheidendes Etappenziel beim Umbau unserer Energieversorgung darstellt", so Tschimpke. Laufzeitverlängerungen mit Klimaschutz zu begründen sei unzulässig, da ein Festhalten an der Atomenergienutzung in Wirklichkeit langfristigen Klimaschutz blockiere. Weiter fordert der NABU den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien, die Ausrichtung der Netze auf diese Form der Stromproduktion und die Steigerung der Energieeffizienz. Außerdem wendet sich der NABU gegen den Neubau von Kohlekraftwerken ohne Kraft-Wärme-Kopplung und Kohlendioxid-Abscheidung.


Das 5-Punkte-Papier ist im Internet zu finden unter http://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/energie/3.pdf

03.04.2006   Quelle: NABU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: NABU
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Energiegipfel: Greenpeace kritisiert jetzige Politik als "Mängelliste"

Die Umweltorganisation Greenpeace stellte am 31.03.2006 in Berlin das "Schwarzbuch Versorgungssicherheit" vor. Darin werden die Schwachstellen der Energiepolitik der Bundesregierung unter die Lupe genommen. Das Fazit laut Greenpeace: Deutschland hat kein zukunftsfähiges, energiepolitisches Gesamtkonzept.   "Die jetzige Politik ist eine einzige Mängelliste", kritisiert Karsten Smid, Energie-Experte bei Greenpeace. "Diese Schwachstellen können nur behoben werden, wenn auf dem Energiegipfel am Montag nicht die Einzelinteressen der Energiekonzerne vorherrschen. Langfristige Klimaschutzziele und ein schneller Atomausstieg müssen die Eckpfeiler einer zukünftigen Energiepolitik sein. Die Lösung aus der Energiekrise bringen auf Dauer nur Erneuerbare Energien", betont Smid.


Abhängigkeit von Öl, Gas und Uran ist Deutschlands Schwachstelle

Eine der im Schwarzbuch ausgemachten Schwachstellen sei beispielsweise die große Abhängigkeit Deutschlands von Rohstoffimporten wie Öl, Gas und Uran. "Die Antwort der deutschen Politiker darauf ist Kohlekraftwerke mit heimischer Kohle, aber diese Antwort ist falsch. Kohle zerstört das Klima, und das ist keine Lappalie. Auch hier ist die jetzige Politik mangelhaft. Der Klimawandel ist eine der größten Katastrophen, der sich die Menschheit in den nächsten Jahrzehnten stellen muss", so Smid.


Investitionen in Kohlekraftwerke im Gegenzug für geschenkte Verschmutzungsrechte?

Dass es beim Energiegipfel aber nicht um beste Lösungen aus der Krise sondern um Profitinteressen gehe, zeige ein "Deal", den die Stromkonzerne der Bundesregierung laut Greenpeace anbieten wollen: Milliardeninvestitionen in neue Kohlekraftwerke im Gegenzug für geschenkte Verschmutzungsrechte. "Das ist doppelt pervers", sagt Smid. "Denn sowohl der Bau neuer Kohlekraftwerke als auch die kostenlose Vergabe von Verschmutzungsrechten torpedieren jeglichen Klimaschutz", kritisiert der Greenpeace-Experte. Die kostenlose Zuteilung von Verschmutzungsrechten, so genannten CO2-Zertifikaten, verhindere, dass der marktwirtschaftliche Ansatz des Emissionshandels wirklich greife. Eigentlich sei der Hintergedanke, Kohlendioxid dort einzusparen, wo das am billigsten sei und somit finanzielle Anreize für den Klimaschutz zu schaffen. Das heute existierende System fördere aber vor allem den Bau neuer "Klimakiller" wie Braunkohlekraftwerke. "Diesem Irrwitz der heutigen Energiepolitik muss auf dem Energiegipfel eine Ende gemacht werden", fordert Smid.


Uranvorräte in absehbarer Zeit weltweit erschöpft

Auch die Idee, der Krise der Energieversorgung mit Atomkraft beizukommen, weise das Schwarzbuch klar als Schwachstelle aus. "Nicht nur, dass die wirtschaftlich abbaubaren Uranvorräte in absehbarer Zeit weltweit erschöpft sind. Auch die Gefahren und Probleme der Atomkraft sind weiterhin ungelöst. Weder die Frage, wohin mit dem hoch radioaktiven Müll als auch die Gefahr durch einen Unfall oder durch Terrorangriffe hat die Bundesregierung im Griff", so Smid.

03.04.2006   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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WWF zum Energiegipfel: Energiepolitik nicht den Stromkonzernen überlassen

Am 03. 04. 2006 treffen sich die Manager aus der Stromwirtschaft und anderen Industriebranchen mit fünf Ministern und der Bundeskanzlerin zum so genannten Energiegipfel. Der WWF befürchtet angesichts der Zusammensetzung der Runde, dass der Klimaschutz bei dem Treffen auf der Strecke bleibt. "Bei den Gesprächen im Kanzleramt darf die zukünftige Energiepolitik nicht jenen überlassen werden, die in der Vergangenheit gezeigt haben, dass sie die dringend benötigten Innovationen blockieren statt zu befördern", betont Regine Günther Leiterin des Bereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland.  Andernfalls mache man den Bock zum Gärtner, so Günther. Die Politik sei nun gefragt, möglichst schnell mittel- und langfristige Minderungsziele für die klimaschädlichen Treibhausgase zu formulieren, auch um den Unternehmen bei ihren Investitionsentscheidungen Planungssicherheit zu geben.


WWF: Grünes Licht für Kohlendioxidschleudern zementiert Treibhausgasausstoß auf viel zu hohem Niveau

Der WWF appelliert an Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich nicht erneut durch vermeintliche Investitionszusagen zu Zugeständnissen bei dem Nationalen Allokationsplan oder der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken bringen zu lassen. Die in Aussicht gestellten Investitionen der Energiewirtschaft seien größtenteils nicht neu. Die Investitionen in Höhe von rund 20 Milliarden Euro bis 2012 seien bei verschiedenen Gelegenheiten wie etwa der Genehmigung von Braunkohlentagebauen oder bei den Diskussionen um das Energiewirtschaftsgesetz angekündigt worden. Aus Sicht des WWF setzten die geplanten Kraftwerksneubauten viel zu stark auf Kohle. Neue Braun- und Steinkohlekraftwerke hätte eine Laufzeit von etwa 40 Jahren und eine extrem schlechte Klimabilanz. "Gibt man jetzt grünes Licht für diese Kohlendioxidschleudern, zementiert man den Treibhausgasausstoß für Jahrzehnte auf einem viel zu hohen Niveau", so Regine Günther.


Mitwirkung von Umweltverbänden und unabhängigen Experten dringend erforderlich

Während die Energiekonzerne weitere Milliardengewinne einstreichen würden, werde der Klimaschutz auf die kleinen Leute abgewälzt, die zum Beispiel mit höheren Spritpreisen rechnen müssten, kritisiert der WWF. Hier gelte es anzusetzen. Klimaschutz müsse künftig als zentrales Thema bei allen Entscheidungen in der Energiepolitik bedacht werden. Die Mitwirkung der Umweltverbände und unabhängiger Experten in den geplanten Arbeitskreisen sei dringend erforderlich. Es gehe jetzt darum, die Zukunft zu gestalten, statt sie mit massenhaften Kohlekraftwerken zu verbauen, so der WWF. Die großen Stromversorger dürften sich nicht aus ihrer Verantwortung stehlen. Schließlich ströme hierzulande rund 40 Prozent des Kohlendioxides aus den Schloten der Kraftwerke.

03.04.2006   Quelle: WWF World Wide Fund For Nature   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarzellenherstellung: Applied Films kooperiert mit PV-TEC

Joachim Nell( links) und Prof. Joachim Luther
Joachim Nell( links) und Prof. Joachim Luther

Applied Films, ein führender Anbieter von Dünnschicht-Produktionsanlagen, will künftig eng mit dem Photovoltaik-Technologie Evaluationscenter (PV-TEC) des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE, Freiburg) zusammenarbeiten. Das gab das Unternehmen mit Sitz in Alzenau anlässlich der Einweihung des PV-TEC am 21. März 2006 bekannt. Die Zusammenarbeit in der Prozessentwicklung und Bemusterung sei zunächst auf drei Jahre ausgelegt.
  Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten Joachim Nell, Executive Vice President Solar & Web und Geschäftsführer von Applied Films, und Professor Joachim Luther, Leiter des ISE, Betreiber des PV-TEC. Applied Films stellt in der Prozesskette des PV-TEC sein ATON-Produktionssystem, mit dem im so genannten Sputter-Verfahren (Kathodenzerstäubung) die Antireflektions- und Passivierungsschicht auf Solarzellen aus kristallinem Silizium aufgebracht wird.


Sputter-Beschichtungsverfahren wird im PV-TEC optimiert

Bereits seit einigen Jahren arbeiten Applied Films und das weltweit renommierte Fraunhofer ISE erfolgreich bei der Entwicklung von Anlagen und Prozessen für die industrielle Massenproduktion waferbasierter Solarzellen zusammen. Das PV-TEC ergänzt das Reinraumlabor und das PV-Technikum am Fraunhofer ISE um eine produktionsnahe Forschungseinrichtung, die den Technologietransfer in die Industrie beschleunigt. Solarzellen-, Wafer- und Modulhersteller können im PV-TEC Prozesse, Materialien und Anlagen für die Fertigung von Solarzellen aus kristallinem Silizium analysieren und weiterentwickeln. Aufgrund der vollständigen Prozesskette des PV-TEC kann das Potenzial neuer Technologien oder Prozesse quantifiziert werden. Applied Films nutzt die Möglichkeiten des Kooperationsabkommens, um das Sputter-Beschichtungsverfahren speziell hinsichtlich weiterer Kostensenkungen zu optimieren und um Muster waferbasierter Solarzellen für Kunden zu beschichten.


Industrieaufträge über 1,5 Millionen Euro für das PV-TEC

Joachim Luther sieht die Zusammenarbeit mit Applied Films als wichtige Partnerschaft, um die Photovoltaik-Industrie weltweit weiter zu stärken. Im Rahmen seiner Eröffnungsrede wies Luther darauf hin, dass das PV-TEC einzigartige Ressourcen biete. "Das PV-TEC hat bereits heute Aufträge im Wert von 1,5 Millionen Euro aus der Industrie erhalten. Für 2007 rechnen wir mit weiteren 2 Millionen Euro. Damit können wir das PV-TEC rein durch Industrieaufträge betreiben", so Luther. Technologisch konzentriere sich das Evaluationscenter auf die Silizium-Wafer-Technologien, die den Photovoltaik-Markt heute mit 95 Prozent dominierten und Wachstumsraten von über 30 Prozent pro Jahr aufwiesen.


ATON System zur Beschichtung wafer-basierter Solarzellen

"Wir sehen das Sputterverfahren als eine der zukünftigen Kerntechnologien zur Herstellung wafer-basierter Solarzellen an", so Dr. Ralf Preu, Leiter der Gruppe Solarzellenfertigungstechnologie des Fraunhofer ISE. "Welches Potenzial in diesem Produktionsprozess steckt, zeigte sich schon im Rahmen unserer gemeinsamen Entwicklungsarbeit für das Applied Films ATON System. Ein Großteil der weltweit namhaften Solarzellen-Hersteller hat den Weg zu Applied Films in Alzenau und zu uns gefunden, um sich von der Leistungsfähigkeit des Sputterverfahrens zu überzeugen. Es freut uns, diese Erfolge durch die Kooperation von Applied Films mit dem PV-TEC weiter ausbauen zu können", so Dr. Preu weiter.
Ziel der gemeinsamen Aktivität des PV-TEC, des ISE und der Industrie ist laut Preu die zügige und deutliche Kostenreduktion von Solarstrom. Erreichen ließe sich dies durch einen geringeren Materialverbrauch (dünnere Silizium-Wafer), höhere Zellwirkungsgrade und optimierte Produktionstechnologien. Preu geht davon aus, in der Silizium-Wafer-Technologie die Kosten um den Faktor 2 bis 3 senken zu können, auf Basis heute existierender Konzepte.

"Wir haben uns mit unserem erfolgreich am Markt eingeführten ATON-Produktionssystem für wafer-basierte Solarzellen und unseren vorbereitenden Entwicklungsarbeiten für den Eintritt in den Massenmarkt Dünnschicht-Solarzellen bereits einen guten Namen in der Solar-Welt erarbeitet“, ergänzt Joachim Nell aus Sicht von Applied Films. Ausgedrückt werde dieser Erfolg durch den Umfang von Applied Film’s ATON™-bezogenen Solar-Aufträgen. "Für uns ist die Kooperation mit dem PV-TEC eine wichtige Grundlage, um Applied Films zu einem führenden Anbieter von Beschichtungsanlagen für die Solarzellenproduktion zu machen. Mit dem Fraunhofer ISE und dem PV-TEC als weltweit größten Solar-Forschungseinrichtungen an unserer Seite sehen wir der Entwicklung hocheffizienter Solarzellen sehr positiv entgegen", so Nell weiter. Applied Films ist unter dem Kürzel AFCO an der US-amerikanischen Technologiebörse NASDAQ notiert.

03.04.2006   Quelle: Applied Films   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Applied Films
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Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle nimmt Mini-BHKW in Betrieb

Mini-BHKW mit Stirling-Motor von SOLO
Mini-BHKW mit Stirling-Motor von SOLO

Am 29.03.2006 hat das Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle Ulm e.V. (WBZU) zwei motorisch angetriebene Mini-Blockheizkraftwerke (BHKW) in Betrieb genommen. Damit erweitert der gemeinnützige Verein seine Bildungsangebote um einen weiteren Baustein. Im Jahr 2006 bietet das WBZU vier Praxisseminare zu diesem Thema an. Prof. Werner Tillmetz, Vorstandsvorsitzender des WBZU, betonte die große Bedeutung der Motor-Mini-BHKW als Brückentechnologie zu den Brennstoffzellen-BHKW.
 
Beiden Technologien liegt das Prinzip der "Kraft-Wärme-Kopplung" (kurz KWK) zugrunde, also der Stromerzeugung verbunden mit der gezielten Nutzung der Abwärme der Motoren für Heizzwecke.


Eigenen Strom produzieren und gleichzeitig die Abwärme nutzen

Dipl.-Ing. Peter Pioch, technischer Leiter am WBZU, erklärte den Gästen aus Industrie, Handwerk und Politik anschaulich das Prinzip der KWK: "Im Prinzip kommt der Verbrennungsmotor gekoppelt mit einem Stromgenerator aus Ihrem Pkw nun in den Keller. Allerdings pusten Sie die Abwärme nicht durch den Auspuff in die Umgebung, sondern verwenden sie gezielt für Heizzwecke". Bei den Motoren der Mini-BHKW am WBZU handelt es sich jeweils um Verbrennungsmotoren, welche mit Erdgas betrieben werden. Die gesamte Energieausbeute des Erdgases (Strom und Nutzwärme) liegt laut WBZU bei über 90% und sei damit um rund 30% höher als bei getrennter Erzeugung von Strom und Wärme.


Hubkolbenmotor von ecopower, Stirling-Motor von SOLO

Die beiden Geräte sind in einem der sieben Versuchslabore in dem im Sommer 2004 erstellten Neubau des Weiterbildungszentrums untergebracht. Besonderer Wert wurde beim Aufbau der Anlagen auf die didaktische Einbindung gelegt. Eines der beiden Geräte stammt von der Firma "ecopower" aus Jena und ist mit einem Einzylinder-4-Takt-Hubkolbenmotor mit einer modulierbaren elektrischen Leistungsabgabe bis maximal 4,6 kW ausgestattet. Die thermische Leistung liegt bei 12,5 kW. Hersteller des zweiten BHKW ist die Firma SOLO aus Sindelfingen. Herzstück ist ein Stirling-Motor mit einer elektrischen Leistung von 9,5 kW und einer Wärmeleistung bis maximal 26 kW. Beide Geräte eignen sich für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern und Geschossbauten sowie kleingewerblichen Einrichtungen.


Brennstoffzellen-BHKW: Höhere Effizienz bringt höheren elektrischen Wirkungsgrad als bei Motor-BHKW

Der Einsatz von Biogasen und Biomasse als Kraftstoff für Mini-BHKW wird derzeit erprobt. Diese Option hätte den Vorteil, dass global betrachtet keine Kohlendioxid –Emissionen entstehen. Im Vergleich zu Motor-BHKW zeichnen sich Brennstoffzellen-BHKW dadurch aus, dass durch die hohe Effizienz der Brennstoffzelle höhere elektrische Wirkungsgrade als in Motoren erreicht werden können. In Brennstoffzellen wird Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt. Bei den chemischen Reaktionen fällt Wärme an, so dass auch hier eine Kraft-Wärme-Kopplung möglich ist. Die Wasserstoffwandlung in Brennstoffzellen hat den Vorteil, dass keine Schadstoffe entstehen und bei "sauberer" Herstellung des Wasserstoffs auch kein Kohlendioxid entsteht. Solche Brennstoffzellen-BHKW befinden sich derzeit in der Felderprobung und sollen nach Angaben der Hersteller zwischen 2010 und 2012 auf dem Markt verfügbar sein.


Praxisseminare bis Sommer ausgebucht, freie Termine im Herbst

Neben den Bildungsangeboten zur Brennstoffzellentechnologie führt das WBZU in 2006 zunächst vier Praxisseminare zum Thema motorisch angetriebene "Mini-BHKWs" durch. Die Angebote richten sich vor allem an Handwerker, Architekten und Planer. Als Schulungstermine sind für 2006 der 30.03., 29.06., 28.09. und 29.11. vorgesehen. Thomas Aigle, stellvertretender Geschäftsführer am WBZU, freut sich über die positive Resonanz der neuen Seminarangebote, vor allem im Handwerk. "Die Geräte sind bereits auf dem Markt verfügbar und der Handwerker kann sie bereits seinen Kunden anbieten", so Aigle. Die beiden ersten Seminartermine sind bereits ausgebucht. Interessierte können sich noch zu den Terminen am 28.09. und 29.11. anmelden.

03.04.2006   Quelle: Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle Ulm e.V. (WBZU)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: WBZU
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DLR und Uni Stuttgart wollen neues Hybrid-Kraftwerk entwickeln

Mikrogasturbine am DLR-Institut für Verbrennungstechnik
Mikrogasturbine am DLR-Institut für Verbrennungstechnik

Als besonders aussichtsreiches Konzept für die Stromproduktion der Zukunft gilt unter Experten die Entwicklung eines Hybrid-Kraftwerks. Die Kombination aus Hochtemperatur-Brennstoffzelle (SOFC) und Gasturbine verspricht hohe Effizienz bei niedrigem Schadstoffausstoß. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Universität Stuttgart werden ihre Kompetenzen auf diesem Gebiet jetzt bündeln und wollen damit eine internationale Führungsrolle in dieser Kraftwerkstechnologie einnehmen.
 
Die dazu erfolgte Gründung eines virtuellen Instituts wird gefördert von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren mit 720.000 Euro. Als strategische Partner sind der Kraftwerkshersteller Siemens Westinghouse und der Stromlieferant EnBW beteiligt. Bis wird der Bau eines Demonstrationskraftwerks für spätere, kommerziell betriebene Hybrid-Kraftwerke angestrebt.


Virtuelles Institut "Hybrid-Kraftwerk" bündelt Kompetenzen

Angesichts der weltweit erwarteten Steigerung des Strombedarfs von etwa 70 Prozent in den kommenden zwei Jahrzehnten seien zusätzliche Kraftwerkskapazitäten erforderlich, so das DLR. Um eine nachhaltige Elektrizitätsversorgung zu erreichen, müssten jedoch die Wirkungsgrade verbessert, die Schadstoffe minimiert und alternative Technologien entwickelt werden. In dem virtuellen Institut "Hybrid-Kraftwerk" bündeln die Stuttgarter DLR-Institute für Verbrennungstechnik und für Technische Thermodynamik sowie das Institut für Luftfahrtantriebe der Universität Stuttgart ihre Kernkompetenzen mit Partnern aus der Wirtschaft. Das Arbeitsprogramm umfasst grundlegende wissenschaftliche Fragestellungen zu den Einzelkomponenten und deren Integration in die Gesamtanlage bis hin zur Realisierung eines kommerziellen Hybrid-Kraftwerks.


Fernziel: Demonstrationskraftwerk im Megawattbereich

In der ersten Projektphase, die zunächst auf drei Jahre festgelegt ist, wollen die Wissenschaftler unter anderem das Betriebskonzept erstellen sowie ein echtzeitfähiges Modell und die Regelung des Hybrid-Kraftwerks erzeugen. Als Ausstattung steht die im DLR-Institut für Verbrennungstechnik betriebene Mikrogasturbine samt Laboreinrichtung zur Verfügung. Siemens-Westinghouse liefert die SOFC-Brennstoffzelle mit einer Leistung von 5 Kilowatt, das DLR-Institut für Technische Thermodynamik betreibt die dafür notwendige Mess- und Prüftechnik in neu eingerichteten Labors. Die Partner der Universität Stuttgart bauen das Regelungssystem für die Gesamtanlage auf. Im weiteren Verlauf der Zusammenarbeit planen die Wissenschaftler die reale Kopplung des Kraftwerkaufbaus auf dem Areal des DLR in Stuttgart. Fernziel ist ein Demonstrationskraftwerk im Megawattbereich an einem geeigneten Standort unter der Betriebsleitung des Energieversorgers. Aufbauen können die Wissenschaftler für ihre Entwicklungsarbeiten auf ersten Erfahrungen von Siemens-Westinghouse im Betrieb eines Hybrid-Kraftwerks.


SOFC-Brennstoffzelle plus Mikrogasturbine

Das Prinzip des Hybrid-Kraftwerks sieht vor, die SOFC-Brennstoffzelle mit einer Gasturbine zu koppeln. Die hohe Abluft-Temperatur der SOFC-Brennstoffzelle sowie das Druckgefälle werden dabei in der nachgeschalteten Turbine nochmals zur Stromerzeugung genutzt. Dadurch lassen sich die Effizienz und der Wirkungsgrad der Gesamtanlage gegenüber den Einzelkomponenten weiter steigern. Sprecher des virtuellen Instituts ist Prof. Dr. Manfred Aigner vom DLR-Institut für Verbrennungstechnik in Stuttgart. Die Fördermittel der Helmholtz-Gemeinschaft von insgesamt 720.000 Euro für drei Jahre teilen sich zu einem Drittel die DLR-Institute und zu zwei Dritteln die Universität Stuttgart.

03.04.2006   Quelle: DLR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DLR
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DGS-Vortrag in München: Versorgungssicherheit mit Sonne und Holz

Sonnenhaus im Bayerischen Wald mit Solaranlage und Pellet-Zentralheizung
Sonnenhaus im Bayerischen Wald mit Solaranlage und Pellet-Zentralheizung

Die Entwicklungen auf dem weltweiten Rohstoffmarkt haben das Vertrauen der Verbraucher in die Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit von fossilen Brennstoffen erschüttert. Alternativen zu Öl, Gas, Kohle und Uran sind gefragt. Die Nutzung erneuerbarer Energien ist eine Möglichkeit, sich von den knapper werdenden Energieträgern unabhängig zu machen, so das Sonnenhaus-Institut e.V. in einer Pressemitteilung. Am Montag, 3. April, referiert um 19.00 Uhr der Straubinger Dipl.-Ingenieur und Architekt Georg Dasch auf Einladung der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) an der Fachhochschule München zum Thema "Versorgungssicherheit mit Sonne und Holz". Dabei geht Dasch, der auch 1. Vorsitzender des Sonnenhaus-Instituts e.V. ist, besonders auf die Energieversorgung im Wohnungswesen ein.
 
Rund 30 Prozent des gesamten Endenergiebedarfs in Deutschland entfallen auf Privathaushalte. Etwa 78 Prozent hiervon verbrauchen die Bundesbürger für die Raumheizung, weitere 14 Prozent für die Warmwasserbereitung. Wie diese Energien langfristig ohne Öl, Gas, Kohle und Atomstrom zur Verfügung gestellt werden erläutert Dasch am Beispiel des Sonnenhaus-Konzepts.


Sonne kombiniert mit Pellets, Scheitholz oder Hackgut

Dasch berichtet über ein Bau- und Heizkonzept, das ausschließlich auf Sonne und Holz basiert. Mindestens 50 Prozent des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser werden bei den so genannten Sonnenhäusern solar gedeckt, der Restbedarf CO2-neutral durch Pellets, Scheitholz oder Hackgut. Das Ziel ist eine größtmögliche Senkung des Primärenergiebedarfs verbunden mit einem hohen Wohnkomfort für die Bewohner. In der Energieeinsparverordnung (EnEV) hat der Gesetzgeber das Maximum bei 100 bis 120 Kilowattstunden je Quadratmeter im Jahr (kWh/m² a) festgelegt. Sonnenhäuser unterschreiten diese Grenze um den Faktor 10. Ihr Primärenergiebedarf liegt bei durchschnittlich 10 kWh/m² a.


Verzicht auf elektrische Wärmepumpe und Nachheizung mit Strom

Um diesen extrem niedrigen Wert zu erreichen, achten Dasch und seine Partner darauf, dass auch der Strombedarf in dem Haus so niedrig wie möglich ist. Hierfür verzichten sie zum Beispiel auf eine elektrisch betriebene Wärmepumpe, die beim Sonnenhaus nicht erforderlich ist, oder die Nachheizung mit einem Elektroheizstab. Neben der Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit beim Heizen profitieren die Bewohner von der hohen baubiologischen Qualität durch natürliche Materialien.

Der Vortrag richtet sich an interessierte Hausbesitzer und Bauherren sowie Fachleute wie Architekten und Planer. Der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort ist die Fachhochschule München, Lothstraße 64, Gebäude R, Raum R1.046. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.sonnenhaus-institut.de oder telefonisch unter 0700 / 70 10 90 10 (12 Cent/Min.).

02.04.2006   Quelle: Sonnenhaus-Institut e.V., (openPR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sonnenhaus-Institut e.V.
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Universität Kassel für Hessen SOLAR Cup ausgezeichnet

Für ihr Projekt "Hessen SOLAR Cup" wird die Universität Kassel am 4. April 2006 offiziell die Auszeichnung "Ausgewählter Ort 2006" erhalten. Das Kernprojekt "365 Orte im Land der Ideen" ist eines von fünf Vorhaben der Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen".

 
Die Initiative wird getragen von der Bundesregierung und der Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sowie führende Unternehmen, darunter die Deutsche Bank. Schirmherr ist Bundespräsident Horst Köhler, auf den die Formulierung "Land der Ideen" zurückgeht. Die Universität Kassel wurde im bundesweiten Wettbewerb von über 1.200 Bewerbern als Ort im Land der Ideen gewählt.

Universitätspräsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep und Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen werden die Ehrentafel und die Urkunde von Jürgen Grosch entgegennehmen, dem Leiter der Geschäftsstelle der Deutschen Bank in Kassel. An der Preisverleihung nehmen Teil Wolfgang Kirchhoff vom Institut für Berufsbildung und Peter Henniges, Projektkoordinator des Hessen SOLAR Cup sowie der Vorstandsvorsitzende der Städtischen Werke AG Kassel, Andreas Helbig als lokaler Sponsor.


Hessen Solar Cup: Solarenergie-Praxis in Schule und Berufsausbildung

Der Hessen Solar Cup ist ein Bildungswettbewerb zur Förderung rationeller Energienutzung am Beispiel der Solarenergie Er wird am Montag, 22.05.2006, auf dem Kasseler Königsplatz stattfinden. Die Veranstaltung wendet sich an Schülerinnen und Schüler von Grundschulen, Gymnasien und Berufsschulen. Sie können antreten in Wettbewerbsdisziplinen wie "solar betriebene Boote" (Grundschulkinder), "ferngesteuerte Solarmobile" (Sekundarstufe 2 und Auszubildende) oder "solar betriebene Ultraleichtmobile" (Sekundarstufe 1 und 2 und Auszubildende). Die Veranstaltung hat das Ziel, Technik am Beispiel von Solarenergie zu präsentieren. So soll verdeutlicht werden, dass die erneuerbaren Energien künftig neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze bieten werden, denen sich die nachwachsende Generation widmen kann und soll.

02.04.2006   Quelle: Universität Kassel   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Universität Kassel
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Kostenloses Magazin informiert über Chancen und Risiken der Strahlung - von Röntgen bis Tschernobyl

GSF-Magazin mit Tschernobyl-Bilanz
GSF-Magazin mit Tschernobyl-Bilanz

"Strahlung - von Röntgen bis Tschernobyl" lautet der Titel der neu erschienenen Ausgabe des GSF-Magazins mensch+umwelt spezial. Das GSF -Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit wendet sich mit dem 64-seitigen Heft an die interessierte Öffentlichkeit, die sich über grundlegende Fragen der Wirkungen und Risiken ionisierender Strahlung informieren will. 20 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl wird in dem Heft eine vorsichtige Bilanz der Ereignisse gezogen und die sich daraus ergebenden Erkenntnisse für den Strahlenschutz werden aufgezeigt.
 
In einzelnen Beiträgen wird erläutert, welchen Quellen ionisierender Strahlung wir ausgesetzt sind und worauf die Konzepte zur Dosis- und Risikoermittlung beruhen.


Tschernobyl-Bilanz: Radioaktivität in ganz Europa

Technisches Versagen und menschliches Fehlverhalten hatten am 26.4.1986 dazu geführt, dass in dem ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl riesige Mengen radioaktives Material in die Umwelt freigesetzt wurden und zahllose Menschen in ganz Europa mit Radionukliden aus dem Reaktor in Kontakt kamen. In der Folge wurde in großen Studien untersucht, wie sich die radioaktiven Kontaminationen auf die Gesundheit der betroffenen Menschen auswirken und welche Maßnahmen geeignet sind, einen effektiven vorsorglichen Strahlenschutz zu gewährleisten.

Auch neue Ergebnisse zur Radonepidemiologie sowie ein Überblick zur Strahlenanwendung in der medizinischen Diagnostik gehören zu den dargestellten Themen. Das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit hat auf dem Gebiet der Strahlenforschung seit Jahrzehnten eine hohe wissenschaftliche Reputation. Das Magazin mensch+umwelt spezial ist eines der zahlreichen Angebote der GSF, um die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu fördern.


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Die Ausgabe "Strahlung: Von Röntgen bis Tschernobyl" ist kostenlos erhältlich bei: Öffentlichkeitsarbeit, GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Ingolstädter Landstraße 1, 85764 Neuherberg, E-Mail: oea@gsf.de. Das Magazin und einzelne Beiträge können im Internet heruntergeladen werden unter http://www.gsf.de/neu/Aktuelles/Zeitschriften/index_radioaktivitaet.php

02.04.2006   Quelle: GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit

 

Vor dem Energiegipfel: Umweltverbände fordern neues Energiekonzept

Die deutschen Umweltverbände fordern von Bundeskanzlerin Merkel ein klares Bekenntnis zu Klimaschutz und Atomausstieg. Das angekündigte Energiekonzept der Bundesregierung müsse Energieeffizienz und den Ausbau der erneuerbaren Energien in den Mittelpunkt stellen, heißt es in der Pressemitteilung der Verbände. "Wir fordern, den Atomausstieg kompromisslos durchzusetzen", so Hubert Weinzierl, Präsident des Deutschen Naturschutzringes (DNR). Die aktuelle Debatte über einen Weiterbetrieb der Atomkraftwerke sei aberwitzig und stelle eher eine Ablenkungsstrategie der Energiekonzerne dar.  Offensichtlich sei die konventionelle Energiewirtschaft nicht im Stande, eine bessere Antwort auf die Abhängigkeit von Öl und Gas und den Treibhauseffekt zu liefern. Dabei sei der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch von Strom, Wärme und Kraftstoffen in Deutschland schon heute höher als der Anteil der Atomenergie.

Weinzierl plädiert als Vorsitzender des Dachverbandes der deutschen Umweltverbände für eine nachhaltige Energiepolitik und mehr Energieeffizienz: "Es wäre ein Irrweg zu versuchen, die derzeitige Energieverschwendung durch andere Energiequellen ersetzen zu wollen. Durch Energieeffizienz kann zirka die Hälfte des derzeitigen Energieverbrauchs vermieden werden. Es ist einfacher und billiger, Energie zu sparen als sie teuer und mit gigantischen Umweltrisiken zu erzeugen." Eine durchgreifende Senkung des Energieverbrauches sei die Basis für den Umbau der Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien und effizienter Kraft-Wärme-Kopplung.


Milliarden-Investitionen in erneuerbare Energien geplant

Die Branche der Erneuerbaren Energien hat angekündigt, bis zum Jahr 2020 mehr als 20 Prozent des gesamten deutschen Energieverbrauchs mit sauberer Energie aus Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme und Bioenergie zu decken. Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE): "Hierfür werden die Unternehmen der Erneuerbaren Energien insgesamt über 200 Milliarden Euro in Deutschland investieren." Allein im vergangenen Jahr seien bereits 9 Milliarden Euro in Anlagen zur sauberen Energiegewinnung investiert worden. Schlüssel für ein nachhaltiges Energiekonzept ist aus Sicht des BEE das Zusammenwirken von Effizienzmaßnahmen, erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung. Lackmann: "Nur so können wir gleichzeitig die Importabhängigkeit verringern, die Preise stabil halten und die Klimaschutzziele erreichen."


Prof. Klaus Traube: KWK zu restriktiv gefördert

Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) erinnert daran, dass schon die Klimaschutzprogramme der Bundesregierungen von 1997 und 2000 dem Ausbau der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) das mit Abstand höchste Potenzial zur mittelfristigen Minderung der CO2-Emissionen zuschrieben. Dennoch habe kein erheblicher Ausbau von KWK-Anlagen stattgefunden. Prof. Klaus Traube stellt fest, das im Jahr 2002 erlassene KWK-Gesetz habe den Ausbau der KWK nur sehr restriktiv gefördert. "Heute stagniert der KWK-Ausbau, die CO2-Minderung bleibt weit unter dem gesetzten Ziel. Wir begrüßen, dass der Koalitionsvertrag die Förderung des KWK-Ausbaus ankündigt und erwarten eine zügige Umsetzung", so Traube.

01.04.2006   Quelle: Deutscher Naturschutzring   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Öko-Institut: Argumente für Laufzeitverlängerung von AKW widerlegt

hbs-Publikation zu AKW-Laufzeitverlängerung
hbs-Publikation zu AKW-Laufzeitverlängerung

Die im Vorfeld des Energiegipfels der Bundesregierung von Atomkraftwerksbetreibern, industriellen Energieverbrauchern und Unionspolitikern verstärkt vorgebrachten Gründe für eine Verlängerung der Reaktorlaufzeiten seien vorgeschoben, so das Öko-Institut e. V. in einer Pressemitteilung. Weder würde die Strompreisentwicklung gedämpft, noch seien Entlastungseffekte beim Klimaschutz zu erwarten.
 
Für eine forcierte Energieforschung oder Entwicklung erneuerbarer Energien sei die Laufzeitverlängerung eher kontraproduktiv, kritisiert das Öko-Institut, das im Auftrag der Heinrich Böll Stiftung (hbs) eine wissenschaftliche Analyse aller in der Öffentlichkeit vorgebrachten Argumente für den Ausstieg aus dem Atomausstieg durchgeführt hat. Auch die verlängerten Reaktorlaufzeiten von mancher Seite zugeschriebene "Brückenfunktion" beim Übergang zu einem Energiesystem auf Basis erneuerbarer Energien erweise sich eher als Fiktion. Eine Laufzeitverlängerung um acht oder gar 15 Jahre würde den notwendigen klimagerechten Erneuerungsprozess des deutschen Kraftwerksparks behindern und letztlich den Bau neuer Atomkraftwerke vorbereiten, heißt es in der Pressemitteilung.


Öko-Institut-Analyse ergänze Studie "Mythos Atomkraft"

"Diese Untersuchung belegt im Detail, wie die Öffentlichkeit bei der Debatte um Laufzeitverlängerungen hinters Licht geführt wird. Man spielt mit den Sorgen der Bevölkerung wegen der steigenden Energiepreise und des Treibhauseffekts. Tatsächlich geht es darum, den seit dem Desaster von Tschernobyl von einer stabilen Bevölkerungsmehrheit gewollten Atomausstieg aufzuhalten und letztlich umzukehren", sagte Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich Böll Stiftung. Dabei sei der Ausstieg aus der zivilen Nutzung der Atomkraft angesichts des wachsenden Risikos eines atomaren Rüstungswettlaufs umso dringlicher geworden. Die auf die deutsche Debatte gerichtete Analyse des Öko-Instituts ergänze die von der Stiftung herausgegebene Studie "Mythos Atomkraft. Ein Wegweiser", die sich mit der internationalen Entwicklung befasst. In dieser Untersuchung unterziehen internationale Experten, die Autoren des Öko-Instituts und die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) die Argumente pro und contra Kernenergie einer umfassenden Neubewertung.


Betriebsverlängerung bringt Betreibern Zusatzgewinne von etwa 300 Millionen Euro pro Kraftwerksblock und Jahr

Felix Chr. Matthes, der Koordinator des Bereichs Energie & Klimaschutz des Öko-Instituts und Hauptautor der Analyse "Laufzeitverlängerungen für Kernkraftwerke" erklärte, als Ergebnis einer Betriebsverlängerung deutscher Atomkraftwerke würden die heute schon dominierenden Energiekonzerne E.on, RWE, Vattenfall Europe und Energie Baden-Württemberg (EnBW) mit Zusatzerträgen in zweistelliger Milliardenhöhe weiter gestärkt. Pro Kraftwerksblock und Jahr würden die AKW-Betreiber im Mittel Zusatzgewinne von etwa 300 Millionen Euro einfahren. "Die mit dem Ausstiegsfahrplan eröffnete Chance, den in den vergangenen Jahren vollzogenen Konzentrationsprozess bei der Stromerzeugung wenigstens in Teilen rückgängig zu machen, wird mit einer Laufzeitverlängerung leichtfertig vertan. Potenzielle neue Wettbewerber hätten ohne die Kraftwerkslücke, die mit der Abschaltung der Atomkraftwerke entsteht, wesentlich schlechtere Möglichkeiten, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen", erklärte Matthes.


Deutsche Umwelthilfe erinnert an Atomkonsensvereinbarung vom Juni 2000

Gerd Rosenkranz, Leiter Politik der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und Autor des einleitenden Beitrags der hbs-Publikation ("Über die Risiken und Aussichten der Atomenergie"), erinnerte an den Wortlaut der Atomkonsensvereinbarung vom 14. Juni 2000. Darin hatten sich die Konzerne verpflichtet, dazu beizutragen "dass der Inhalt dieser Vereinbarung dauerhaft umgesetzt wird". Es sei verwunderlich, dass "führende Unternehmen öffentlich und offensiv den eigenen Wort- und Vertragsbruch propagieren können, ohne dass ein Aufschrei der Empörung durch das Land geht". So habe die rot-grüne Regierung dem Essener RWE-Konzern im Rahmen des Atomkonsenses die Errichtung einer auch von unionsgeführten Regierungen in Hessen und Bonn seit 1989 verlangten verbunkerten Notwarte für das Atomkraftwerk Biblis A erlassen, weil der Altreaktor laut Ausstiegsfahrplan etwa zum Zeitpunkt der Fertigstellung einer solchen Warte im Jahr 2007 hätte abgeschaltet werden müssen. Rosenkranz: "Jetzt sagt RWE: April, April, wir beantragen den Weiterbetrieb - natürlich ohne Notwarte."


Flugzeugabsturz auf Kernkraftwerk kein "Restrisiko"

Rosenkranz plädierte für eine umfassende Neubewertung der Kernenergie. Seit die islamistischen Extremisten um Mohammed Atta im Vorfeld der Angriffe auf New York und Washington vom 11. September 2001 auch Atomkraftwerke als Ziele in Erwägung gezogen hätten, sei ein Flugzeugabsturz auf ein Kernkraftwerk nicht länger dem so genannten "Restrisiko" zuzurechnen. "Selbst ein fehlgeschlagener Luftangriff auf ein laufendes Atomkraftwerk irgendwo auf der Welt würde den Weiterbetrieb dutzender Meiler im selben Moment in Frage stellen – das ist das Gegenteil der von der Atomwirtschaft versprochenen Versorgungssicherheit."

Die vollständigen Analysen im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung und weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.oeko.de, Rubrik "Aktuelles"; "Mythos Atomkraft".

01.04.2006   Quelle: Öko-Institut e. V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Heinrich Böll Stiftung
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Niedersachsen will Kompetenzvorsprung bei der Windenergie ausbauen

"Niedersachsen ist das Bundesland mit der größten Kompetenz im Bereich der Windenergie. Und die Landesregierung ist entschlossen, diese Stellung nicht nur zu erhalten, sondern weiter auszubauen." Das erklärte der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, am 27.03.2006 in der Universität Oldenburg.  Dort eröffnete er ein Symposion, zu dem sich unter dem Motto "Forschung - Hart am Wind" 200 Experten aus Wissenschaft, Industrie und Verwaltung zusammenfanden, um über den weiteren Forschungs- und Beratungsbedarf zu diskutieren. Veranstalter des Symposions ist das Forschungszentrum ForWind der Universitäten Oldenburg und Hannover.

Stratmann betonte, die großen Probleme auf dem Energiemarkt erforderten ein immer intensiveres Nachdenken darüber, wie die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen gefördert und intensiviert werden könne. Windenergie spiele dabei eine große Rolle - nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Das zeige sich auch am Exportboom von Anlagen aus Deutschland. "Dieser Markt ist einer, der auch langfristig starkes Wachstum verspricht und deshalb von großer Bedeutung für die niedersächsische Wirtschaft ist", sagte der Minister wörtlich. Dem Forschungszentrum "ForWind" komme deshalb eine besondere Rolle als Forschungs-, Bildungs- und Beratungseinrichtung für die Industrie zu.


Kooperation von Universität und Wirtschaft

Universitätspräsident Prof. Dr. Uwe Schneidewind erklärte, die Forschung zu erneuerbaren Energiequellen habe an der Universität Oldenburg eine große Tradition und zeige ein Maß an Weitsichtigkeit, das nicht immer so wahrgenommen worden sei. Es sei Ziel der Universität, ihre Kompetenzen in diesem Bereich weiter auszubauen und dabei intensiv mit der Wirtschaft zusammenzuarbeiten. Der Forschungsbedarf sei groß, und die rasche Umsetzung neuester Forschungsergebnisse sei angesichts anstehender Herausforderungen im Bereich der Offshore-Anlagen absolut notwendig.


Einziges interdisziplinäres Forschungszentrum für Windenergie in Deutschland

Prof. Peter Schaumann, ForWind-Sprecher von der Universität Hannover, gab einen Überblick über den Stand der vielfältigen Aktivitäten von ForWind. Er sei froh, dass Niedersachsen rechtzeitig die Chance genutzt hätte, in Deutschland das erste und einzige interdisziplinäre Forschungszentrum für Windenergie zu etablieren. Damit bekennen sich die beiden Universitäten Oldenburg und Hannover dazu, die Windenergieforschung gemeinsam mit der Landesregierung fächerübergreifend zu unterstützen. Bei den Studierenden sei das Interesse für diesen Technologiezweig groß und die Leistungen der jungen Wissenschaftler seien beeindruckend.

Weitere Informationen unter http://www.forwind.de

01.04.2006   Quelle: Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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