Solar News Archiv Juni 2006

 


 

Fronius präsentiert neue Wechselrichter für Photovoltaik-Inselanlagen

Neuer Inselwechselrichter von Fronius.
Neuer Inselwechselrichter von Fronius.

Neue Perspektiven für alle, die Solarstrom-Inselsysteme planen, eröffnet der Wechselrichterhersteller Fronius International. Seine neue Geräteserie für netzunabhängige PV-Systeme stellte das Unternehmen erstmals auf der diesjährigen Intersolar in Freiburg vor. Der "FRONIUS IS", so der Name des nur 8kg leichten Inselwechselrichters, zeichnet sich laut Hersteller vor allem durch Parallelschaltbarkeit, einfachen Service vor Ort und absolute Flexibilität hinsichtlich der Konfiguration aus.
 
Eine informative Datenkommunikation mit Grafikdisplay zählt ebenfalls zu den herausragenden Merkmalen der neuen Inselwechselrichter.


Bis zu 5 Wechselrichter können parallel geschaltet werden

Bei erhöhtem Strombedarf können in maximal 3 Phasen bis zu 5 Wechselrichter (pro Phase) parallel geschaltet werden, also bis zu 15 FRONIUS IS Geräte in einer Anlage. Der ursprüngliche Aufbau lässt sich jederzeit durch die Installation zusätzlicher Wechselrichter erweitern, wodurch das System besonders flexibel und zukunftssicher wird, so die Fronius International GmbH in einer Pressemitteilung.


Grafisches und alphanumerisches Display

Ein weiteres Highlight ist die hinterleuchtete, selbsterklärende Anzeige. Auf dem Display kann das komplette System sowohl grafisch als auch alphanumerisch dargestellt werden. Die übersichtliche Anzeige bietet umfassende Information und aussagekräftige Werte, beispielsweise über den Batterieladezustand, die Verbraucherwerte und vieles mehr.

Aufgrund jahrzehntelanger Erfahrung in der HF-Technologie sind Fronius-Geräte extrem ausfallsicher – sollte jedoch trotzdem einmal ein Defekt auftreten, lässt sich die fehlerhafte Platine rasch und einfach vor Ort austauschen – das Gerät muss für die Servicearbeiten nicht abmontiert oder gar verschickt werden. Die Stillstandszeit der Anlage bleibt dadurch minimal – die Stromversorgung kann schnellst möglich wiederhergestellt werden.


Inselanlagen zur netzunabhängigen Solarstromversorgung

Inselanlagen speichern den produzierten Solarstrom in einer Batterie und machen ihn bei Bedarf als Wechselstrom verfügbar. Die Einsatzgebiete für diese Systeme sind auch in Ländern mit hoch entwickeltem Stromnetz vielfältig: Nicht nur Wochenendhäuser und Berghütten ohne Stromnetz, sondern auch Wohnmobile und Boote lassen sich mit Inselanlagen bequem autonom versorgen.

30.06.2006   Quelle: Fronius International GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fronius International GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Schwedischer 640 MW-Offshore-Windpark Kriegers Flak II genehmigt

Wie die schwedische Regierung am 29. Juni 2006 mitteilte, ist der Offshore Windpark Kriegers Flak II genehmigt worden. Das Projekt ist seit 2002 entwickelt worden von der Sweden Offshore Wind AB aus Stockholm, einem Tochterunternehmen der Bremer WPD Offshore GmbH, und der Wind-Projekt GmbH aus Börgerende. Im Mai letzten Jahres wurde Sweden Offshore Wind AB und das Projekt Kriegers Flak II an den Energieversorger Vattenfall veräußert, berichtet die WPD AG in einer Pressemitteilung. Seitdem ist die WPD Scandinavia AB als Berater für Vattenfall mit der weiteren Entwicklung des Projektes betraut. Nach den Plänen von Vattenfall ist der Baubeginn des Projektes frühestens 2009 vorgesehen. 
Das Projekt Kriegers Flak II besteht aus 128 Windenergie-Anlagen mit einer gemeinsamen Kapazität von 640 Megawatt (MW). Es liegt 35 Kilometer südlich von Trelleborg in der schwedischen Außenwirtschaftszone (AWZ) in unmittelbarer Nachbarschaft zum deutschen Projekt Kriegers Flak I. Das Projekt Kriegers Flak I wurde ebenfalls von WPD und Wind-Projekt entwickelt und erhielt die Baugenehmigung vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) bereits im April 2005.

30.06.2006   Quelle: WPD AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

25 Jahre Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme

25 Jahre Forschung für Erneuerbare am ISE.
25 Jahre Forschung für Erneuerbare am ISE.

Am 1.7.2006 wird Europas größtes Solarforschungsinstitut 25 Jahre alt: das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg. Gegründet von Prof. Adolf Goetzberger ist es unter der Leitung von Prof. Joachim Luther zu einer Einrichtung mit 440 Mitarbeitern und 30 Millionen Euro Umsatz gewachsen. Bezüglich der Erträge war es im vergangenen Jahr das zweitgrößte der 58 Institute der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Schwerpunkte des Instituts sind solare Stromversorgung, solares und energieeffizientes Bauen und Wasserstofftechnologie.
 
Solarindustrie eine der wichtigen Wachstumsbranchen in Deutschland

" `Forschen für eine nachhaltige Energieversorgung`– unser Ziel ist heute so aktuell wie 1981", meint Institutsleiter Joachim Luther. "Was unter dem Vorzeichen Umwelt gestartet wurde, liefert heute einen wesentlichen Beitrag zu Themen wie Arbeitsplätze, Zukunftstechnologie und Versorgungssicherheit. Die Solarindustrie ist zu einer wichtigen Wachstumsbranche Deutschlands geworden. Wir konnten dazu beitragen, weil unser Ziel stets die wirtschaftliche Anwendung im Hier und Heute war", so Prof. Luther.


Weltrekord-Wirkungsgrad bei multikristallinen Silizium-Solarzellen, und III-V-Solarzellen

Seit gut 20 Jahren arbeitet das Fraunhofer ISE an der Solarzellentechnologie. Weltrekord-Wirkungsgrade und die schnelle Umsetzung von innovativen Verfahren in die Industrie charakterisieren die Arbeit des Instituts. Beispiele sind der Weltrekordwirkungsgrad von 20,3 % bei multikristallinen Silizium-Solarzellen, 35,2 % Wirkungsgrad für III-V-Solarzellen unter hoher optischer Konzentration und die Entwicklung organischer Solarzellen. Im März wurde PV-TEC eingeweiht (Investitionen 14 Millionen Euro), ein weltweit einmaliges Dienstleistungszentrum für die Solarzellenproduktion im Industriemaßstab. Ziel ist die Beschleunigung des Technologietransfers vom Labor in die Industrie. Mit der Ausgründung der Concentrix Solar GmbH startete im vergangenen Jahr die Markteinführung von solarelektrischen Kraftwerken auf der Basis von Höchstleistungssolarzellen und optischen Konzentratorsystemen.


Erster mit Solarenergie versorgter Berggasthof; Energieautarkes Solarhaus

Der Rappenecker Hof am Schauinsland wurde 1986 Europas erster mit Solarenergie versorgter Berggasthof. Heute ist die PV-Hybridanlage um eine Brennstoffzelle ergänzt, mit dem Entwicklungsziel, konventionelle Zusatzgeneratoren zu ersetzen. Neben der netzfernen Stromversorgung ist die regenerative Stromerzeugung im Netzverbund zunehmend ein wichtiges Thema für das Institut. Besonders in der Leistungselektronik werden am ISE Spitzenleistungen erzielt. 1995 zeigt das Institut an der historischen Villa Tannheim, wie ein Altbau energieeffizient saniert werden kann. Zwei Jahre zuvor war mit dem Energieautarken Solarhaus die Möglichkeit der Energieautarkie nachgewiesen worden. Beide Gebäude nutzen Transparente Wärmedämmung – eine der ersten Entwicklungen des Instituts.


Solare Niedrigstenergiehäuser und solare Klimatisierung

Nanotechnologie liefert heute Licht lenkende Strukturen, die Bürogebäude kühl und hell machen. Die Fraunhofer Forscher haben sowohl Bankentürme als auch Kunstmuseen energieoptimiert – und nicht zuletzt den eigenen Neubau, der 2001 bezogen wurde. Lüftungs-Kompaktgeräte versorgen Solare Niedrigstenergiehäuser mit Wärme, Solare Klimatisierung macht aus Sonnenhitze umweltfreundliche Kühlung.

1999 wurde die Gruppe "Mikroenergietechnik" gegründet. Deren Fokus sind miniaturisierte Konzepte für die Energieversorgung elektronischer Systeme im Kleinleistungsbereich. Dabei stehen Mikrobrennstoffzellen im Mittelpunkt, ergänzt werden sie durch Mikroreformer. 14 Ausgründungen mit rund 100 Mitarbeitern gingen aus dem Institut hervor. Eine beträchtliche Zahl von Mitarbeitern erhielt einen Ruf an die Hochschule oder wechselte in die Industrie. Ehemalige Mitarbeiter sind heute bei Energieversorgern, Herstellern oder in Fachverbänden engagiert.


Weltweites Engagement für erneuerbare Energien

Das Fraunhofer-ISE ist weltweit über wissenschaftliche Netzwerke mit allen größeren Solarinstituten verbunden und arbeitet in internationalen Technologie-Gremien mit. Ob Beratung der Regierung oder Montage von Dorfstromversorgungen, ob Indonesien oder die Mongolei – die Wissenschaftler und Ingenieure engagieren sich weltweit, um erneuerbare Energien auch in Nicht-Industrieländern in die Anwendung zu bringen. Das Fraunhofer ISE hat wesentlichen Anteil daran, dass erneuerbare Energien als Wissenschafts- und Wirtschaftsthema ernst genommen wurde.


Prof. Eicke Weber löst Prof. Joachim Luther als ISE-Chef ab

1981 mussten erhebliche Widerstände überwunden werden, um ein solar-orientiertes Fraunhofer-Institut gründen zu können – damals mit 18 Mitarbeitern. Solarenergie wurde belächelt und galt als nicht industriefähig. Heute hat sich das Fraunhofer ISE zum Technologieführer einer neuen Industrie entwickelt. Das Institut feierte sein 25 jähriges Bestehen im Rahmen der Freiburger Solarnacht am 23. Juni 2006. Am 1. Juli wird Prof. Eicke Weber die Führung des Instituts übernehmen, Prof. Luther (Jahrgang 1941) scheidet aus Altersgründen aus der Institutsleitung aus.

30.06.2006   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Wachstum der Pelletsbranche ungebrochen: 8.000 Förderanträge im ersten Quartal

Im Marktanreizprogramm in Deutschland 2006 bewilligte automatisch beschickte Anlagen bis 50 kW (blau). 2005: Feste Biomasse (grün) – Anteil der Pelletskessel mind. 90%.
Im Marktanreizprogramm in Deutschland 2006 bewilligte automatisch beschickte Anlagen bis 50 kW (blau). 2005: Feste Biomasse (grün) – Anteil der Pelletskessel mind. 90%.

Das Wachstum in der Pelletsbranche hält weiter an. In den ersten drei Monaten dieses Jahres registrierte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) rund 8.000 Anträge für Pelletsfeuerungen. Das entspreche einem Marktwachstum von 230 % gegenüber dem Vorjahr, berichtet die Solar Promotion GmbH, Veranstalter der Messe Pellets 2006, in einer Pressemitteilung. Dieses schnelle Wachstum stelle eine große Herausforderung an die gesamte Wertschöpfungskette der Branche.
 

Die Akteure der Pelletsbranche treffen sich im Oktober 2006 in Stuttgart zum 6. Industrieforum Pellets am 10. und 11. Oktober und zu Deutschlands größter Fachmesse, der Pellets 2006, vom 11. bis 13. Oktober. Hohe Heizölpreise sorgen dafür, dass die Suche nach alternativen Brennstoffen und Heizsystemen ungebrochen ist. Holzpellets und Pelletsheizungen erlangen bei den Verbrauchern eine immer höhere Akzeptanz.


Ein spannendes Jahr für die Pelletsbranche

Im Jahr 2005 ist der Bestand an Pelletsheizungen in Deutschland von 26.000 auf rund 40.000 gestiegen. Für dieses Jahr verzeichnet das BAFA im Marktanreizprogramm eine Antragsflut wie nie zuvor. "Gemessen an den Anträgen für Pelletsfeuerungen im ersten Quartal dieses Jahres liegt das Marktwachstum bei sagenhaften 230 %“, erläutert Barbara Pilz, Projektleiterin des 6. Industrieforum Pellets, "dies verspricht ein spannendes Jahr für die Pelletsbranche zu werden", so Pilz.


Mehrwertsteuer, Marktanreizprogramm und Ölpreis erschweren Prognosen

Prognosen über die Entwicklungen der Pelletsbranche sind laut Solar Promotion für dieses Jahr jedoch nur schwer möglich. Zu viele Faktoren könnten die Kaufentscheidungen der Kunden beeinflussen: Welche Auswirkungen hat beispielsweise die für das Jahr 2007 vorgesehene Erhöhung der Mehrwertsteuer? Führt sie in diesem Jahr zu einem größerem Absatzvolumen bei Pelletsfeuerungen? Ende Oktober letzten Jahres waren die Mittel im Marktanreizprogramm aufgrund der großen Nachfrage ausgeschöpft, so dass es zu einem Bewilligungsstopp kam. Wie lange werden die Mittel im Jahr 2006 reichen und entscheiden sich die Kunden auch ohne staatliche Förderung für eine Pelletsheizung? Ein hoher Ölpreis hat sich in der Vergangenheit als positiver Faktor für den Pelletsmarkt erwiesen, doch wie sieht die künftige Entwicklung des Ölpreises tatsächlich aus?


Versorgung mit Holzpellets fordert alle Akteure

Auch muss die Verfügbarkeit des Brennstoffes Pellets langfristig sicher gestellt werden können. Im vergangenen Winter kam es in Deutschland erstmals zu kurzzeitigen Lieferengpässen. Grund war jedoch nicht eine Pelletsknappheit, sondern das nicht erwartete rasante Wachstum des Marktes. So waren zum Zeitpunkt der Brennstoffnachfrage bereits große Mengen an Pellets exportiert worden und nicht mehr für den heimischen Markt verfügbar. Eine große Herausforderung für alle Akteure der Branche wird es daher sein, Markttendenzen frühzeitig zu erkennen und die langfristige Versorgung mit Holzpellets sicherzustellen.


Branchenforum und Messe in Stuttgart

Das 6. Industrieforum Pellets, das am 10. und 11. Oktober 2006 in Stuttgart stattfindet, bietet der europäischen Pelletsbranche die ideale Plattform, über diese Themen sowie die neuesten technischen Entwicklungen und Forschungsergebnisse zu diskutieren. Vom 11. bis 13. Oktober 2006 schließt sich die Fachmesse Pellets an: Über 100 Hersteller, Großhändler, Zulieferer und Dienstleister präsentieren hier ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen einem internationalen Fachpublikum. Weitere Informationen zur Pellets 2006 und zum 6. Industrieforum Pellets unter http://www.pelletsmesse.de und unter http://www.pelletsforum.de.

30.06.2006   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH

 

DBU und Uni Kassel: Konferenz zur Bioenergie-Forschung am 3.7.

Energie aus Biomasse zu gewinnen, hat politische Priorität. Mit den sich daraus ergebenden Forschungsfragen befasst sich die Konferenz "Bioenergie" der Universität Kassel und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) am 3. Juli in der Universität Kassel. Führende Wissenschaftler stellen einem interessierten Fachpublikum auf der Tagung ihre neusten Ergebnisse und Überlegungen vor. Als Schwerpunkte sind die "Energiepflanzen und ihre Nutzung" sowie "Systemintegration und Technologieentwicklung für die Biomasseproduktion" vorgesehen. 
Ehrgeiziges Ziel: Bis 2030 sollen 25 % des Energiebedarfs mit Bioenergie gedeckt werden

Bioenergie zu erzeugen, hat große Vorteile für die Umwelt, betonen die Veranstalter. "Sie ist kohlendioxid-neutral, trägt zur Versorgungssicherheit bei, bietet alternative Einkommensquellen durch das Schaffen neuer Absatzmärkte und sichert Arbeitsplätze im ländlichen Raum," betont Prof. Dr. Werner Wahmhoff, Leiter der Abteilung Umweltforschung/Naturschutz der DBU. Im Jahr 2030 soll laut Bundesregierung etwa ein Viertel des gesamten deutschen Energiebedarfs mit Bioenergie abgedeckt werden. "Das Erreichen dieses Ziels und die bessere Nutzung des Potenzials an Biomasse in der Land-, Forst-, und Abfallwirtschaft werfen umfassenden Forschungsbedarf auf," so Dr. Peter Moser von der Universität Kassel.


Zielgruppen: Wissenschaftler und Akteure

Die Konferenz richtet sich zum einen an Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, weil sich sowohl Ingenieur- und Natur- als auch Gesellschaftswissenschaftler mit diesem Themengebiet befassen. Zum anderen sind forschungsinteressierte Akteure aus Fachfirmen, Politik und Verbänden angesprochen, welche die Chancen der Bioenergie als dezentraler Energieträger erkannt haben und sich ein Bild der zu erwartenden Entwicklungen der nächsten Jahre verschaffen möchten.


Konferenz "Bioenergie" am 3. Juli 2006 von 10.00 - 17.30 Uhr in der Universität Kassel, Gießhaus, Mönchebergstraße 5.

30.06.2006   Quelle: Universität Kassel   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

EUROSOLAR: Neues Gesetz zur Biokraftstoffbesteuerung wird keinen Bestand haben

"Das neue Gesetz ist Ergebnis eines monatelangen Tauziehens zwischen dem Bundesfinanzminister und den Regierungsfraktionen SPD und CDU/CSU. Bundesfinanzminister Steinbrück hatte vor, die gesamte Biokraftstoffförderung auf eine bloße Beimischungspflicht zu fossilen Kraftstoffen zu beschränken und ab dem Jahr 2009 die Biokraftstoffe zum Oligopol der Mineralölkonzerne zu machen. Damit wäre der Rein-Biokraftstoffmarkt zu Grabe getragen worden", erklärte Irm Pontenagel, Geschäftsführerin von EUROSOLAR, zu dem von den Fraktionen der Großen Koalition beschlossenen neuen Gesetz zur Biokraftstoffbesteuerung.   Gegen diesen beabsichtigten "Systemwechsel" habe sich breiter Widerstand auch aus beiden Regierungsfraktionen geregt, aber nur teilweise Erfolg gehabt, denn der steuerlich begünstigte Biokraftstoffmarkt für Biodiesel und für Pflanzenöl soll bis 2011 befristet sein.


Chancen für das Entstehen neuer Biokraftstoffproduzenten werden zunichte gemacht

Wenn bis dahin die Ölpreise auf den Weltmärkten nicht deutlich steigen, werde der Rein-Biokraftstoffmarkt für diese beiden Biokraftstoffe ab 2012 nicht weiter bestehen können, warnt EUROSOLAR. Deshalb sei dieses Konzept untragbar. Es mache die Chancen für das Entstehen neuer Biokraftstoffproduzenten und damit diese Perspektive der Land- und Regionalwirtschaft zunichte. "Dieses Gesetz wird keinen Bestand haben. EUROSOLAR wird auf eine Änderung dieses Gesetzes noch in dieser Legislaturperiode drängen und dafür konkrete Vorschläge vorlegen", kündigt die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energie an.

29.06.2006   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Union: Zeitalter der Biokraftstoffe hat begonnen

"Mit dem heutigen Beschluss der zuständigen Bundestagsauschüsse und der anstehenden Beimischungsverpflichtung wird eine neue Epoche der Nutzung von Biokraftstoffen eingeläutet", erklärten der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Bleser (MdB) und der zuständige Berichterstatter Johannes Röring (MdB). Mit dem Beschluss zum Energiesteuergesetz und den damit verbundenen Änderungen bei der Besteuerung von Biokraftstoffen bleibe reines Pflanzenöl 2006 und 2007 steuerfrei, reiner Biodiesel werde bis Ende 2007 mit 9 Cent/Liter besteuert.   Ab 2008 steige die steuerliche Belastung schrittweise bis auf 45 Cent/Liter zum 1.1.2012. Die Höhe der Steuersätze werde so gewählt, dass eine Überkompensation für die einzelnen Jahre nach Ansicht des Finanzministeriums aus heutiger Sicht ausscheidet, so die Unionssprecher. Die Steuerentlastung für Biodiesel-Beimischungen werde im Beimischungsgesetz geregelt, das voraussichtlich am 1.1.2007 in Kraft treten werde.


Klare und berechenbare Perspektive für Biokraftstoffbranche

Mit der Steuerfreistellung für reines Pflanzenöl und der geringen Besteuerung von Biodiesel in den Jahren 2006 und 2007, einer schrittweisen Anhebung der Steuerlast in fünf Schritten und der Einführung einer Beimischungsverpflichtung ab dem 1.1.2007 habe die Koalition der Biokraftstoffbranche eine klare und berechenbare Perspektive eröffnet, betonen Bleser und Röring. Investitionen blieben vor diesem Hintergrund werthaltig und könnten für die Zukunft klar kalkuliert werden. "Sicherlich hätte man sich einen noch längeren Übergangszeitraum wünschen können. Letztlich stellt die zwischen Agrar-, Umwelt- und Finanzpolitikern der Koalition insbesondere auf Druck der Union gefundene Einigung einen guten Kompromiss im Sinne der Branche dar", so Bleser und Röring. Die Union werde sich dafür einsetzen, nach der nächsten Bundestagswahl eine erneute Überkompensationsprüfung durchzuführen, um die Steuersätze gegebenenfalls in jeder Richtung anzupassen.

"Die Union steht klar zur Agrarwirtschaft im ländlichen Raum und hat sich im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens für eine - auch in der Biokraftstoffbranche - vertretbare Regelung eingesetzt", heißt es in der Pressemitteilung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag.

29.06.2006   Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Neue Studie zeigt herausragende Bedeutung der Offshore-Windenergie

Die Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB) stellt im Rahmen der Konferenz "windstärke06 – kurs offshore" die Studie "Offshore-Windenergie in der deutschen Energieversorgung - Eine Kurzexpertise über Potenziale, Chancen und Risiken" vor. Die im Auftrag der WAB durch die renommierte Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST) verfasste Studie belege das große Potenzial der Offshore-Windenergie für die deutsche Energieversorgung, so die WAB in einer Pressemitteilung. Vor dem Hintergrund der aktuellen Preisentwicklungen und -prognosen bei der konventionellen Energieerzeugung komme die Studie zu dem Ergebnis, dass von den erneuerbaren Energien nur die Offshore-Windenergie in der Lage sei bis 2020 einen wesentlichen Beitrag zu leisten.  Staatssekretär Matthias Machnig vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und Ronald-Mike Neumeyer, Senator für Bau, Umwelt und Verkehr des Landes Bremen eröffnen die Konferenz.


Ziel: 15 Prozent der deutschen Stromversorgung aus Offshore-Windenergie

"Offshore-Wind hat durch die besseren und stetigeren Windverhältnisse hohe Erträge und ein großes Erzeugungspotenzial. Dabei ist das Preisniveau volkswirtschaftlich sehr attraktiv. Wir müssen deshalb alles daran setzen, die Erschließung der Windenergie auf hoher See zügig vorzunehmen", fasst LBST-Geschäftsführer Jörg Schindler zusammen. Die Reden der Politiker thematisieren die Bedeutung der Offshore-Windenergie für die deutsche Energieversorgung und die regionale Wirtschaft. "Ziel sind 15 Prozent der deutschen Stromversorgung durch die Offshore-Windenergie abzudecken", betont Staatssekretär Machnig. Um dieses Potenzial zu erschließen prüfe das BMU die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, entsprechend dem Auftrag aus dem Koalitionsvertrag. Beim Energiegipfel im April vereinbarte die Bundesregierung gemeinsam mit der Offshore-Stiftung sowie der Energiewirtschaft die Errichtung eines Offshore-Testfeldes nördlich Borkum als Intitialzündung für die gesamte Offshore-Entwicklung. Der Bremer Umweltsenator Ronald-Mike Neumeyer hob die herausragende Stellung der Nordwest-Region hervor: "Die Windbranche tut in unserer Region alles dafür, die Offshore-Entwicklung zu beschleunigen. Das Know-how ist hier vorhanden, jetzt geht es an die Umsetzung."


BMU kündigt offenen Dialog mit der Branche an

An der Konferenz nehmen 160 Teilnehmer aus Politik, Industrie und Wissenschaft teil. 21 Referenten aus vier Ländern präsentieren aktuelle Entwicklungen der Offshore-Windenergie. Jan Rispens, Geschäftsführer der WAB, bewertet das große Interesse an der Konferenz als positives Signal: "Die Offshore-Entwicklung kommt und mit der Konferenz bieten wir der deutschen Windbranche eine Möglichkeit, sich auszutauschen und sich über internationale Projekte und Technologien zu informieren." Auf der Konferenz kündigte das BMU einen offenen Dialog mit der Branche an. Hierzu sollen alle relevanten Akteure im September nach Berlin eingeladen werden. Die WAB begrüßt diese Initiative und signalisiert, eine aktive Rolle in diesem Prozess übernehmen zu wollen. 2007 wird die WAB-Konferenz am 13. und 14. Juni stattfinden.

Die Konferenz wird unterstützt von der GE Wind Energy GmbH, der HOCHTIEF Construction AG, der WeserWind GmbH – Offshore Construction Georgsmarienhütte und der Ambau GmbH – Stahl- und Anlagenbau. Medienpartner ist Energie&Management. Die WAB wird gefördert durch das Land Bremen und die EU. Die Konferenz erhält weiterhin einen Zuschuss aus dem Veranstaltungsfond der Stadt Bremerhaven.

Das Konferenzprogramm und die Studie finden sich im Internet unter http://www.windenergie-agentur.de.

29.06.2006   Quelle: WAB – Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Q-Cells AG will Solarzellen-Kapazität ausbauen und Dünnschicht-Technologien entwickeln

Der Solarzellenhersteller Q-Cells AG (QCE; WKN 555866) gab im Vorfeld der am 28.06.2006 stattfindenden Hauptversammlung den weiteren Ausbau der Produktionskapazität und Investitionen in neue Geschäftsfelder im Bereich der Dünnschicht-Technologien bekannt. Auf Basis der mittelfristig gesicherten Versorgung mit Silizium und Siliziumwafern soll bereits im dritten Quartal des Jahres 2006 mit dem Bau einer neuen, fünften Produktionslinie am Standort Thalheim begonnen werden. Die Linie soll nach der Fertigstellung aller vier Baustufen über eine Nominalkapazität von 240 Megawatt peak (MWp) verfügen, was einer Produktionskapazität von zirka 192 MWp entspreche, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung.  Der erste von vier Teilabschnitten wird voraussichtlich im dritten Quartal des Jahres 2007 die Produktion aufnehmen.


Zweistelliger Millionenbetrag für Dünnschicht-Technologien

Darüber hinaus will die Q-Cells AG in den kommenden Jahren einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in die Entwicklung neuer Geschäftsfelder im Bereich der Dünnschicht-Technologien investieren. Dafür hat das Unternehmen bereits zwei Tochterfirmen gegründet und sich an der VHF-Technologies SA ("flexcell"), Schweiz, beteiligt. Das Unternehmen produziert flexible Solarmodule auf Siliziumdünnschichtbasis. Der Anteil der Q-Cells AG beträgt zunächst 15,5 % mit der Option der schrittweisen Erhöhung auf 51 %.


500 Millionen Euro Umsatz für 2006 geplant

Den Ausblick für das Geschäftsjahr 2006 hebt die Q-Cells AG leicht an: Das Unternehmen erwartet nun einen Umsatz von rund 500 Millionen Euro für das laufende Geschäftsjahr bei einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von zirka 105 Millionen Euro und einem Jahresüberschuss von etwa 68 Millionen Euro. Als Grund für die Ergebnissteigerung nennt die Q-Cells AG die deutlich überplanmäßige Steigerung der Produktivität sowie die ebenfalls über den Planvorgaben liegenden Erfolge bei der Reduzierung der Zelldicke.

Derzeit finden laut Q-Cells Umbau- und Kapazitätserweiterungsmaßnahmen in den bestehenden Linien statt, durch welche die Nominalkapazität von aktuell 350 MWp bis zum Jahresende auf 420 MWp (Produktionskapazität von ca. 336 MWp) steigen soll. Das Ergebnis für das zweite Quartal 2006 werde trotz dieser Maßnahmen sowohl beim Umsatz als auch beim Periodenüberschuss ungefähr auf dem Niveau des ersten Quartals liegen.

29.06.2006   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Aktuelle Studie: Italienischer Solarstrommarkt wächst trotz Hindernissen

Mit großen Erwartungen blickt die Photovoltaikbranche zurzeit nach Italien. Ein Grund dafür ist das Ende Juli 2005 in Kraft getretene "Conto Energia", eine Verordnung, die im europäischen Vergleich hohe Einspeisetarife für Solarstrom festlegt. Marktteilnehmer, die in Italien tätig werden wollen, müssten sich jedoch auf eine im Vergleich zu anderen Ländern wie zum Beispiel Deutschland neue Marktstruktur einstellen, berichtet der Europressedienst in einer Pressemitteilung. Was die Entwicklung des Marktes in diesem Jahr angeht, sind die Befragten zuversichtlich: Ende 2006 sollen durchschnittlich 52,5 Megawatt Leistung neu installiert sein.   Die ersten Ergebnisse der neuen EuPD Research-Studie "Der italienische Photovoltaikmarkt 2006 – Grundlagen, Potenziale, Risiken", wurden auf der Branchenmesse Intersolar in Freiburg vorgestellt. Im Rahmen der Studie sind erstmals Primärdaten über die Marktstrukturen in Italien erhoben worden.


Italienische Marktteilnehmer sind "Allrounder"

Die Analyse der Marktstrukturen in Italien zeigt, dass sich der dortige Photovoltaikmarkt noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase befindet. Marktteilnehmer sind – anders als beispielsweise im deutschen Solarstrommarkt – mit noch wenig entwickelten Vertriebsstrukturen konfrontiert. Das Spektrum reicht vom ein- bis zum vierstufigen Vertrieb. Zudem haben die befragten Distributoren, Großhändler und Systemintegratoren ein breites Leistungsspektrum und können deshalb als "Allrounder" bezeichnet werden. So installieren zwei Drittel der Unternehmen Solarstromanlagen; auch bietet jeder Dritte seinen Kunden Planungsleistungen an. Bei der Auswahl des Produkts liegt die Priorität der befragten Unternehmen nicht auf der Verfügbarkeit. Sehr wichtig sind nach Ansicht von 60 Prozent der Firmen Qualität der Ware, Leistungsgarantie und -grad (jeweils 50 Prozent) sowie die einfache Anwendung und Montage (40 Prozent). Ein Grund dafür sind unter anderem negative Erfahrungen der Unternehmen im Rahmen des 10.000-Dächer-Programms. Laut Aussagen der befragten Unternehmen habe es hier häufig Probleme mit der Leistungsfähigkeit installierter Anlagen gegeben. Das erklärt auch warum jedes dritte Unternehmen großen Wert auf Komplettsysteme legt. Durch die mangelnde Erfahrung mit der Installation von Photovoltaikanlagen fragen die Installationsbetriebe vertärkt nach solchen Paketlösungen.


Positive Wachstumsprognose trotz bürokratischer Hürden

Trotz der guten Ausgangslage aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen, der klimatischen Verhältnisse sowie der hohen Antragszahlen für neue Anlagen wird die Menge der tatsächlich umgesetzten Projekte und damit das Wachstum des italienischen Marktes durch mehrere Faktoren beeinträchtigt. Besonders bei der Realisierung der Photovoltaikprojekte ergeben sich nach Ansicht der Befragten Verzögerungen. Jedes zweite Unternehmen macht dafür bürokratische beziehungsweise administrative Hürden sowie die italienische Gesetzgebung (35 Prozent) verantwortlich. Dazu gehören beispielsweise das kompliziert ausgestaltete Fördersystem oder langwierige Verfahren bei der Erteilung von Baugenehmigungen für Solarstromanlagen. Auch die schlechte Verfügbarkeit von Solarmodulen spielt nach Ansicht von 50 Prozent der befragten Marktteilnehmer für das weitere Marktwachstum eine entscheidende Rolle.


2006 sollen in Italien 52,5 Megawatt Solarstromleistung installiert werden

Dennoch sind die Einschätzungen der Befragten bezüglich der weiteren Entwicklung des Photovoltaikmarktes in Italien optimistisch. Für 2006 gehen die Unternehmen von einer neu installierten Leistung von durchschnittlich 52,5 Megawatt aus. 2007 sollen es bereits durchschnittlich rund 110 MW, ein Jahr später etwa 181 Megawatt sein. Für die aktuelle Studie hat EuPD Research in Tiefeninterviews Marktteilnehmer zu ihrer Einschätzung der aktuellen und zukünftigen Entwicklung des italienischen Solarstrommarktes befragt. In der Analyse sind Unternehmen berücksichtigt, die zusammen 80 Prozent des Gesamtmarktes in 2005 repräsentieren.

Weitere Informationen über die aktuelle EuPD Research-Studie "Der italienische Photovoltaikmarkt 2006 – Grundlagen, Potenziale, Risiken" unter: Europressedienst Bonn; Caroline Rosin; Fon +49 (0)228 – 42 966 – 42; E-Mail c.rosin@europressedienst.com

29.06.2006   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Reinecke + Pohl Sun Energy AG bezieht 162 Megawatt Module von Yingli

Die Maaß Regenerative Energien GmbH, operative Tochter der Reinecke + Pohl Sun Energy AG, hat am 22.06.2006 auf der Intersolar in Freiburg einen Modulliefervertrag mit dem chinesischen Photovoltaik-Hersteller Baoding Tianwei Yingli über 162 Megawatt (MW) abgeschlossen. Das berichtet die Reinecke + Pohl Sun Energy AG in einer Pressemitteilung. Dieses Liefervolumen entspreche einem Umsatzpotenzial von rund 650 Millionen Euro. 
Spanischer Markt im Fokus

Damit sei die bereits bekannt gegebene Einverständniserklärung (Memorandum of Understanding; MOU) vom 7. März 2006 umgesetzt worden. Mit den umfangreichen Modullieferungen werde die bestehende Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen bis 2010 fortgeschrieben. "Dieser Vertrag erweitert die hervorragende Basis für unsere Geschäftsentwicklung und trägt dazu bei, dass wir unsere Expansionsgeschwindigkeit im europäischen Ausland deutlich erhöhen können. Insbesondere steht der spanische Markt im Fokus", erläutert Martin Schulz-Colmant, Vorstandssprecher der Reinecke + Pohl Sun Energy AG.


Yingli will Kapazität bis 2010 auf 500 MWp steigern

Baoding Tianwei Yingli New Energy Resources Co., Ltd. ist laut Reinecke + Pohl mit einer jährlichen Gesamtkapazität von 100 MWp einer der größten Modulhersteller Chinas, dessen Ausbaupläne bis 2010 Produktionskapazitäten von 500 MWp vorsähen. Die Module seien IEC- zertifiziert und würden von verschiedenen namhaften deutschen Solarmodulanbietern eingesetzt. Die Reinecke + Pohl Sun Energy AG plant und erstellt Photovoltaik-Anlagen und veräußert diese schlüsselfertig an institutionelle oder private Investoren. Das Unternehmen wurde im letzten Jahr gegründet und ist im Prime Standard an der Frankfurter Börse notiert.

29.06.2006   Quelle: Reinecke + Pohl Sun Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Forsa-Umfrage: Fast alle Bundesbürger für Strom aus erneuerbaren Energien

Windenergie, Wasserkraft, Bioenergie, Sonnenenergie und Erdwärme sind für die große Mehrheit der Bundesbürger die beliebteste Stromquellen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa. Demnach befürworten 85 Prozent der Befragten Wind- und Wasserkraft, Bioenergie und Sonnenenergie sowie Geothermie für die künftige Stromproduktion.   Erdgas erhält 39 Prozent Zustimmung. Kohle und Atomkraft werden jeweils von 19 Prozent der Bevölkerung für geeignete Energieträger zur Stromproduktion gehalten. Für Erdöl sprechen sich 17 Prozent aus (Mehrfachnennungen waren möglich).


94 Prozent der FDP-Anhänger für Ökostrom

Die meisten Befürworter der Erneuerbaren finden sich laut Forsa-Studie unter den Anhängern von FDP und Grünen: 94 Prozent der FDP-Anhänger unterstützen die Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien. Nur bei den Anhängern der Grünen liegt die Zustimmung mit 97 Prozent noch höher. Bei den Anhängern der Linkspartei liegt die Unterstützung bei 88 Prozent. Auch bei den Anhängern der beiden großen Volksparteien sind erneuerbare Energien äußerst beliebt: Die Unterstützer von CDU/CSU favorisieren die Erneuerbaren Energien zu 81 Prozent. Bei den SPD-Anhängern sind es 86 Prozent.

29.06.2006   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Greenpeace: "Kohleminister Gabriel verschenkt Geld an Energiekonzerne"

Mit einem als Kohleminister Sigmar Gabriel verkleideten Stelzenläufer vor dem Kanzleramt demonstriert die Umweltschutzorganisation Greenpeace ihren Unmut über den Nationalen Allokationsplan (NAP), der am 28.06.2006 in einer Kabinettssitzung abschließend verabschiedet werden soll. Der drei Meter große Minister verteilt einen Koffer voll Geld und Verschmutzungsrechte an RWE und Vattenfall. Auf einem Transparent steht: "Keine Milliardengeschenke für Energiekonzerne - Klimaschutz jetzt." Greenpeace kritisiert, dass durch die kostenlose Verteilung der Verschmutzungsrechte der Energieträger Kohle bevorzugt werde und kein effektiver Klimaschutz mehr möglich sei.  "Nicht nur, dass Umweltminister Sigmar Gabriel damit den Energieversorgern Milliarden schenkt, die dem Haushalt an anderer Stelle bitter fehlen. Er zementiert damit auch einen Weg, der geradewegs in die Klimakatastrophe führt", kommentiert Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. Neben Greenpeace haben jüngst auch das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung, der Sachverständigenrat für Umweltfragen sowie führende Umweltökonomen darauf hingewiesen, dass die notwendigen, langfristigen Klimaschutzziele mit dem jetzt vorliegenden nationalen Allokationsplan nicht erreicht werden könnten.


Kostenlose Zertifikate und Privilegien für die Kohle werden dem Klimaschutz nicht gerecht

Laut Greenpeace fördern die jetzigen Regelungen die falschen Energieformen, verfestigen die vorhandenen Energiestrukturen und schwächen den marktwirtschaftlichen Ansatz des Emissionshandels. Nach dem neuen Verteilungsplan sollen Gaskraftwerke nicht einmal halb soviel Emissionsrechte bekommen wie neue Kohlekraftwerke, bemängelt Greenpeace. Während Gaskraftwerke nur 365 Gramm CO2 pro erzeugter Kilowattstunde Strom ausstoßen dürften, solle der Wert für Kohlekraftwerke bei 750 Gramm liegen. Durch die kostenlose Verteilung und die Privilegien für die Kohle würden die Regelungen dem Klimaschutz nicht gerecht, so die Umweltschutzorganisation.


Umweltminister oder Kohleminister?

Obwohl die SPD-Landesverbände Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Saarland, Niedersachsen und Hessen sich für eine Versteigerung der Verschmutzungsrechte ausgesprochen hätten, habe sich innerhalb der SPD der Landesverband Nordrhein-Westfalen durchgesetzt. In NRW würden von RWE vier Braunkohlekraftwerke betrieben und der umstrittene Bau des Kraftwerkes Neurath forciert. Kraftwerke, die besonders von der jetzigen Regelung profitierten, so Greenpeace. "Von einem Umweltminister hätten wir nicht erwartet, dass er sich seine Energiepolitik aus Nordrhein-Westfalen diktieren lässt. Er sollte sich besser Kohleminister nennen lassen", kommentiert Greenpeace Klima-Experte Karsten Smid. So sei schon der frühere Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) genannt worden, als er 2004 dafür sorgte, dass der erste NAP zugunsten der Kohleverstromung ausgelegt wurde. "Heute sitzt er im Aufsichtsrat von RWE", kommentiert Greenpeace.

Wenn der NAP im Kabinett angenommen wird, gibt Deutschland ihn nach Brüssel an die EU weiter. Dort werden alle Verteilungspläne der Mitgliedstaaten geprüft und bewertet. Nach der Sommerpause berät das deutsche Parlament über den NAP.

28.06.2006   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

SPD: Kompromiss zur Biodiesel-Besteuerung und Beimischung gefunden

Die Beimischungspflicht im Rahmen einer unternehmensbezogenen Quote für Diesel und Otto-Kraftstoff werde zum Königsweg der Förderung von Biokraftstoffen, erklärten der finanzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Jörg-Otto Spiller und der zuständige Berichterstatter, Reinhard Schultz zum Kompromiss der Koalitionsfraktionen bei der Förderung von Biokraftstoffen. Die Koalitionsfraktionen hätten in der Auseinandersetzung um die künftige Förderung von reinem Pflanzenöl und Biodiesel einen Kompromiss gefunden.  In Abwägung aller Umstände solle allerdings die ursprünglich bis zum Jahr 2009 vorgesehene Vertrauensschutzregelung für Hersteller und Vertrieb von Pflanzenöl und reinem Biodiesel bis einschließlich des Jahres 2011 verlängert werden.


Mineralölsteuersatz für reines Pflanzenöl und Biodiesel soll bis 2012 auf 45 Cent/Liter steigen

Ab 2012 soll der Regelsteuersatz gelten. Bis dahin steige der Mineralölsteuersatz bei reinem Pflanzenöl in gesetzlich bereits jetzt festzulegenden Schritten von Null in den Jahren 2006/2007 bis zur Regelbesteuerung im Jahr 2012, so die SPD-Sprecher. Geplant ist eine Anhebung auf 10 Cent im Jahr 2008, 18 Cent in 2009, 26 Cent in 2010, 33 Cent in 2011 und schließlich 45 Cent in 2012. Für reinen Biodiesel steigt der Steuersatz von 9 Cent in den Jahren 2006/2007 bis zur Regelbesteuerung von 45 Cent/Liter im Jahr 2012 steil an. In den Jahren 2008 bis 2011 steigt der Satz um jeweils 6 Cent im Jahr. Durch diese sanfte Anpassung der steuerlichen an die ordnungsrechtliche Förderung seien andere Maßnahmen zur Begleitung des Strukturwandels in der Branche entbehrlich, betonen Spiller und Schultz.

Angesichts der Sorgen von Umwelt- und Landwirtschaftspolitikern in den Koalitionsfraktionen sei dies ein Kompromiss, der auch finanzpolitisch akzeptiert werden könne, so die SPD-Sprecher. Die Mineralölwirtschaft einerseits und die Hersteller und Vertreiber der für die Beimischung geeigneten Rohstoffe andererseits seien gefordert das befristete Nebeneinander von steuerlicher und ordnungsrechtlicher Förderung im Sinne einer optimalen Markterschließung für Biokraftstoffe zu nutzen.

28.06.2006   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Jan Hartzel neuer Director Corporate Marketing bei Conergy

Mit Jan Hartzel (35) konnte die Conergy AG eine weitere renommierte Führungskraft für die innovative und kundenbezogene Markenführung gewinnen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Als "Director Corporate Marketing" wird er künftig den globalen Markenaufbau bis hin zur zielgruppengerechten Kundenansprache am Point-of-Sale für die Marke Conergy verantworten.  Der gebürtige Hamburger gilt als Experte im internationalen Marketing, nicht zuletzt durch seine 10-jährige Tätigkeit bei der international anerkannten Werbeagentur Springer & Jacoby, wo er unter anderem als Managing Director in Amsterdam den Auf- und Ausbau der internationalen Niederlassung leitete. Zuvor hatte Hartzel die Londoner Niederlassung mit aufgebaut und war dort für die erfolgreiche Positionierung globaler "blueship brands" verantwortlich.

"Jan Hartzel versteht es durch sein unternehmerisches Denken unseren Kunden all die Vorteile unserer Produkte leicht verständlich zu machen und sie von unserer Markenwelt zu begeistern. Davon versprechen wir uns eine positive Aufladung der Marke Conergy, die zu nachhaltig steigender Nachfrage führen wird", erklärt Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Conergy AG. "Bei erneuerbaren Energien werden in den kommenden drei Jahren die Marken in ihrer Bekanntheit etabliert. Globale Marken mit klaren Botschaften wie die von Conergy besitzen dabei einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Der Schlüssel liegt in einem ganzheitlichen und konsistenten Auftreten, das beim Kunden ein hohes Maß an Vertrauen auslöst. Ich freue mich sehr darauf, Conergy als eine der spannendsten Zukunftsmarken mit zu entwickeln", so Hartzel über sein Engagement bei Conergy. Aktuell beschäftigt Conergy weltweit knapp 1.100 Mitarbeiter und ist mit eigenen Niederlassungen auf fünf Kontinenten kundennah vertreten.

28.06.2006   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

BEE: Emissionshandel bleibt "Mogelpackung"

Der Regierungsvorschlag zum Emissionshandel verschaffe den Energiekonzernen Vorteile und belaste die Verbraucher, kommentiert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer Pressemitteilung. Zwar habe die Große Koalition geringfügige Verbesserungen in den so genannten Nationalen Allokationsplan II eingebaut. Im Kern bleibe es aber dabei: "Der Emissionshandel führt zu minimalen CO2-Einsparungen aber zu maximalen Kosten für die Verbraucher", so BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke.
 
CO2-Einsparung durch Ausbau erneuerbarer Energien, nicht durch teuren Emissionshandel

Die eigentliche CO2-Einsparung in Deutschland werde durch den Ausbau erneuerbarer Energien erreicht, nicht durch den teuren Emissionshandel, betont der BEE. Bis zum Jahr 2012 rechne die Branche der erneuerbaren Energien mit zusätzlichen Einsparungen allein durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Höhe von 52 Millionen Tonnen CO2. Um diese Menge werde die deutsche Stromerzeugung mit Hilfe von Windkraft, Bioenergie und Co. bis 2012 sauberer. Trotzdem liege die Minderungsvorgabe der Regierung für Stromerzeugung und Industrie im Nationalen Allokationsplan bei nur 15 Millionen Tonnen. Ohne den Ausbau der erneuerbaren Energien und die daraus resultierenden CO2-Einsparungen lägen die Kosten des Emissionshandels noch deutlich höher, rechnet der BEE vor. Er beziffert die Kosteneinsparung durch das EEG für die Industrie auf 4,2 Milliarden Euro bis 2012.


Emissionsrechte versteigern, nicht verschenken

Für den in dieser Woche anstehenden Beschluss von Kabinett und Bundestag zum Nationalen Allokationsplan fordert der BEE deutliche Nachbesserungen. So dürften die Emissionsrechte nicht der Industrie geschenkt werden, sondern müssten im rechtlich zulässigen Rahmen versteigert werden. Zudem dürfe die Zuteilung der Emissionsrechte nicht einseitig die Kohlewirtschaft bevorteilen. Die internationalen Instrumente Joint Implemantation (JI) und Clean Development Mechanism (CDM) begrüßt der BEE, sie dürften allerdings nicht dazu führen, dass sich die Industrie mit Projekten im Ausland von ihren inländischen Verpflichtungen freikaufe. Daher müsse der Anteil dieser Projekte reduziert werden. Eine ausführliche Stellungnahme des BEE zum Nationalen Allokationsplan ist abrufbar unter www.bee-ev.de.

28.06.2006   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

BUND kritisiert Privilegierung von Kohlekraftwerken beim Emissionshandel

Einen Tag vor der geplanten Verabschiedung des Zuteilungsplans für Kohlendioxid-Emissionsrechte ("Nationaler Allokationsplan") am 28. 06.2006 kritisierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Bevorzugung klimaschädlicher Kohlekraftwerke. Wenn die Bundesregierung den Energieunternehmen EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall beim Bau neuer Kohlekraftwerke das Doppelte an Emissionsrechten zugestehe wie beim Bau von Gaskraftwerken mit gleich hoher Stromproduktion, schade dies dem Klimaschutz, heißt es in der BUND-Pressemitteilung.  Der Staat würde außerdem damit Investitionsentscheidungen der Kraftwerksbetreiber in die falsche Richtung lenken. Die Folge seien höhere Kohlendioxidemissionen und steigende Strompreise.


"Lizenzen zur dauerhaften Klimazerstörung"

Laut Zuteilungsplan dürften Kohlekraftwerke das Klima bis zu 18 Jahre unverändert hoch belasten, kritisiert der BUND. Beispielsweise bedeute dies für ein im Jahr 2012 in Betrieb gehendes Kraftwerk einen Freibrief für klimaschädliche Emissionen bis 2030. "Bundesumweltminister Gabriel missbraucht den Emissionshandel als Hilfsmotor für den Bau von Kohlekraftwerken. Er schenkt den Stromkonzernen neue Lizenzen zur dauerhaften Klimazerstörung", rügt die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt. Es sei inkonsequent, auf der einen Seite verstärkte Anstrengungen zum Klimaschutz zu fordern und im nächsten Moment gegenteilige Fakten zu schaffen. Künftige Generationen würden sich mit diesen Altlasten abplagen müssen.

Im ersten Jahr nach Einführung des Emissionshandels sei der Kohlendioxidausstoß der einbezogenen Industrieanlagen in Deutschland um 21 Millionen Tonnen zurückgegangen, so der BUND. Bis 2012 wolle die Bundesregierung die Emissionen dieser Anlagen aber lediglich um weitere drei Millionen Tonnen verringern. Der Emissionshandel verliere so an Wirksamkeit. Der BUND appellierte an die CDU- und SPD-Fraktionen im Bundestag, bei der bis zum Winter vorgesehenen parlamentarischen Beratung des Emissionshandels die Versteigerung von zehn Prozent der Verschmutzungsrechte zu beschließen. Die so erzielten Einnahmen müssten in einen Energieeffizienzfonds fließen. Damit ließen sich Stromsparmaßnahmen finanzieren, die dem Klimaschutz und den Bürgerinnen und Bürgern zugute kämen.


Protest gegen Gratis-Zertifikate per E-Mail

Der Umweltverband rief dazu auf, mit E-Mails an Umweltminister Gabriel gegen die kostenlose Vergabe von Emissionszertifikaten zu protestieren.

BUND-Klimaexperte, Tel. 030-27586-433, E-Mail: matthias.seiche@bund.net bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 030-27586-425, Fax: -449, E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net

28.06.2006   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Degussa und SolarWorld AG planen industrielle Produktion von Solar-Silizium

Silizium: Rohstoff für Solarzellen.
Silizium: Rohstoff für Solarzellen.

Die Degussa AG und die SolarWorld AG steigen in die industrielle Produktion von Solarsilizium ein. Beide Unternehmen haben dazu den Ausbau ihrer bisherigen Zusammenarbeit zur Gewinnung des solaren Rohstoffs beschlossen, berichtet die SolarWorld AG in einer Pressemitteilung. Das gemeinsame Joint Venture "Joint Solar Silicon GmbH & Co KG (JSSI)"mit Sitz in Freiberg, werde 2008 am Degussa-Standort in Rheinfelden die Produktion von Solarsilizium nach einem eigen entwickelten innovativen und kostengünstigen Verfahren aufnehmen.
  Das Investitionsvolumen erreiche einen zweistelligen Millionenbetrag. Beide Gesellschaften planen über einen Zeitraum von zehn Jahren die Produktion von zunächst jährlich 850 Tonnen Solarsilizium. Der SolarWorld-Konzern könne über diese Rohstoffquelle ab 2009 bis zu 20 % des eigenen Rohstoffbedarfs kostengünstig decken. "Mit dem Einstieg in die solare Siliziumproduktion stellen wir unsere Rohstoffversorgung auf eine eigene Basis. Indem wir unsere Aktivitäten in diesem zentralen Bereich der Solarindustrie deutlich ausbauen, stärken wir zugleich die solare Wertschöpfungskette in unserem integrierten Konzern", sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG.

Die Degussa AG wird das für die Herstellung des Solarsiliziums notwendige Silan bereitstellen. Zur Absicherung habe die SolarWorld AG mit der Degussa AG einen zehnjährigen Liefervertrag über die Versorgung mit dem siliziumhaltigen Gas geschlossen. "Wir freuen uns, dass unsere gemeinsamen intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu einer der wichtigsten Fragen der Solarindustrie nun Früchte tragen", sagt Dipl.-Ing. Boris Klebensberger, Vorstand Operatives Geschäft der SolarWorld AG. Die zuverlässige Versorgung mit Rohstoff zähle zu den wichtigsten Aufgaben der Solarindustrie in den kommenden Jahren. Beide Partner hatten vor diesem Hintergrund im Jahr 2002 das Joint Venture zur Abscheidung von Silizium aus Silan ins Leben gerufen. 2005 hat SolarWorld einen Pilotreaktor in Betrieb genommen, dessen Ergebnisse sehr positiv ausgefallen seien. Erste Mengen würden im Hause des SolarWorld-Konzerns bereits erfolgreich zu Solarsiliziumwafern verarbeitet.

28.06.2006   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Sputnik bietet externen Gleichstrom-Freischalter für Stringwechselrichter an

DC-Trennschalter für SolarMax-Wechselrichter.
DC-Trennschalter für SolarMax-Wechselrichter.

Ab September 2006 bietet die Sputnik Engineering AG für ihre Stringwechselrichter SolarMax 2000C, SolarMax 3000C, SolarMax 4000C, SolarMax 4200C und SolarMax 6000C einen externen DC-Freischalter an, mit dem der Solargenerator vom Wechselrichter getrennt werden kann. In der Schalterbox können bis zu drei Solarmodulstränge zusammengefasst werden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Am Ausgang werden die Solarmodulstränge auf je eine DC+ und eine DC- Hauptleitung verteilt.
 
Im Servicefall ermögliche der Freischalter, den Solargenerator auch unter Volllast spannungsfrei zu schalten. Gemäß der neuen Norm DIN-VDE 0100-712 ist dieser Trennschalter auf der Gleichspannungsseite vorgeschrieben. Bei den SolarMax-Zentralwechselrichtern ist er bereits in den Generatoranschlusskasten MaxConnect integriert.

Der mechanische DC-Schalter ist laut Hersteller ein bewährtes und langlebiges Produkt. Die Personensicherheit sei unter allen Umständen gewährleistet. Der maximale Schaltstrom beträgt nach Angaben der Sputnik Engineering AG je 25 Ampere pro Eingang; die maximale Eingangsspannung liegt bei 900 Volt. Das kompakte Kunststoffgehäuse ist für die Wandmontage bestimmt. Weil es der Schutzart IP 65 entspreche und sich für Umgebungstemperaturen von -20 bis +60° Celsius eigne, könne es sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden. Für eine einfache und sichere Installation der elektrischen Leitungen wird das Steckersystem MC4 von Multicontact verwendet.

28.06.2006   Quelle: Sputnik Engineering AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sputnik Engineering AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Freiburger PV-Großhändler SolarMarkt ist jetzt Aktiengesellschaft

Mit der Umwandlung in eine AG hat der Freiburger SolarMarkt den Boden für weiteres Wachstum bereitet, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Zur Strategie, europäische Märkte zu erobern, gehöre auch die Gründung eines Konzerns mit der Schweizer SolarMarkt GmbH aus Aarau. Zusammen verfügten die beiden Photovoltaik-Großhändler über noch bessere Beziehungen zu Modulherstellern. Außerdem stärkten sie in einem von Konzentration gekennzeichneten Markt ihre Position.   Der Markenname SolarMarkt und das Montagesystem AluTec wurden gemeinsam entwickelt. "Bei einem Wachstum von 60 Prozent und mehr ist die AG-Umwandlung nur ein logischer Schritt", erklärt Walter Leithold, der bisherige Freiburger Geschäftsführer und künftige Vorstandsvorsitzende sowie Mehrheitsaktionär der SolarMarkt AG. "Mit dieser Rechtsform halten wir uns für die Zukunft alle Optionen offen", so die Strategie von Leithold, der bereits seit über 20 Jahren als Unternehmer in der Photovoltaik-Branche tätig ist.


Auftrag für 550-Kilowatt-PV-Anlage der Solar-Universität Freiburg

Im Wege einer Sachkapitalerhöhung gehört die Schweizer SolarMarkt GmbH zur neuen Aktiengesellschaft, die damit zum Konzern wird. Der bisherige Gesellschafter Urs Kessler hat dafür Aktien erhalten und ist Vorstandsmitglied des deutlich vergrößerten PV-Großhändlers. Der Kommunikationswirt ist speziell für neue Märkte im Ausland zuständig. Außerdem leitet er weiterhin die Geschäfte in Aarau. "Aus befreundeten Firmen wird zum Vorteil aller ein gemeinsames Unternehmen. Mit den Freiburgern im Rücken stärken wir unsere Position beim Einkauf und auf dem Schweizer Markt. Gleichzeitig eröffnen sich der SolarMarkt AG große Absatzchancen", so Urs Kessler zur Konzerngründung. Derzeit laufe in der Schweiz das Gesetzgebungsverfahren zur Einführung einer Förderabgabe für erneuerbare Energien. Als dritter Aktionär gehört auch der bisherige Freiburger Mitgesellschafter Martin Siebert dem Vorstand an. Wie schon zuvor kümmert sich der Wirtschaftsingenieur um das Projektgeschäft. Mit der vereinbarten Lieferung von Modulen und Wechselrichtern für die 550-Kilowatt-Anlage der Solar-Universität Freiburg hat Siebert erst kürzlich den Zuschlag für das größte PV-Projekt der Stadt bekommen. Damit stelle die SolarMarkt AG ihre Bedeutung als Technologielieferant unter Beweis. Von der AG-Umwandlung bleiben die operativen Abläufe unberührt. Auch Logo und Corporate Design bleiben im Wesentlichen erhalten. Neuer Firmensitz ist der Christaweg 42 in Freiburg. Dort haben neben dem Marketing und den Seminarräumen jetzt auch die kaufmännische Leitung und die Geschäftsführung ihre Büroräume.


Pionierleistung: 80 kW-Schallschutzwand aus PV-Modulen

Seit 1996 arbeiten die Unternehmen aus der Schweiz und Deutschland zusammen. Eine gemeinsame Pionierleistung war unter anderem im Jahr 2000 die Errichtung einer Schallschutzwand aus PV-Modulen mit 80 Kilowatt Leistung entlang der Schweizer Autobahn A1 bei Safenwil. Die selbst entwickelte Modulbauweise eignet sich zur Vormontage und zur Nachrüstung bestehender Schallschutzwände. Mit einem Umsatz von 23,6 Millionen Euro und einem operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 1,91 Millionen Euro war der SolarMarkt Freiburg nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr das erfolgreichste Photovoltaik-Unternehmen in der Region. Der Solar-Markt Aarau hat nach Angaben des Unternehmens 2005 Waren im Wert von 2,58 Millionen Schweizer Franken CHF umgesetzt.

28.06.2006   Quelle: SolarMarkt AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Solarbundesliga: bayerische Gemeinde Gollhofen schlägt langjährigen Meister Rettenbach

Am 24. Juni 2006 wurden in Freiburg die Deutschen Meister in der von der Fachredaktion Solarthemen und der Deutschen Umwelthilfe veranstalteten Solarbundesliga geehrt. Spannend wie selten verlief in diesem Jahr der Endspurt im solaren Wettstreit, an dem sich in der Saison 2005/2006 mehr als 900 Kommunen beteiligten. Am Ende stand die Überraschung fest: Die bayerische Gemeinde Gollhofen ist der neue Deutsche Meister der Solarbundesliga.  Bis kurz vor dem Meldeschluss sah es so aus, als könnte Rettenbach seinen Meistertitel verteidigen. Doch die Gollhofener nahmen die Herausforderung an und wurden am Tag des Meldeschlusses aktiv. "Spontan haben wir noch alle Solarwärmeanlagen im Ort erfasst. Wir haben herumtelefoniert und sind in die Außenbereiche gefahren", sagt Harald Trabert vom Solarstammtisch Gollhofen. Die Mühe hat sich gelohnt. Die 825-Einwohner-Gemeinde südlich von Würzburg siegte schließlich mit 676 Ligapunkten vor Rettenbach am Auerberg (631 Punkte) und Halsbach (553 Punkte).


Freiburg wieder Sieger unter den Großstädten

Bei den Großstädten haben in dieser Saison wieder die Freiburger die Nase vorn vor Ulm und Ingolstadt, nachdem sie im Laufe der Saison auf den dritten Platz abgerutscht waren. Neckarsulm holte sich den Titel der Mittelstädte vor Trostberg und Bürstadt. Bei den Kleinstädten konnte sich Kastl vor Engelsberg und Wildsteig durchsetzen.


Solarwärme-Spitzenreiter Schwerbach, Solarstrom-Sieger Heckhuscheid

Auch in den beiden Einzeldisziplinen "Solarstrom" und "Solarwärme" wurden die Sieger ermittelt. Deutscher Meister in der Kategorie "Solarwärme" darf sich ab sofort das rheinland-pfälzische Schwerbach nennen. Es kommt auf 1,33 Quadratmeter Sonnenkollektorfläche pro Einwohner. Das Nachsehen hat der viermalige Sieger dieser Kategorie, Schalkham (1,28 Quadratmeter Kollektorfläche pro Einwohner). In der Kategorie "Solarstrom" ist Heckhuscheid aus Rheinland-Pfalz mit 1185 Watt pro Einwohner Deutscher Meister.


Siegerkommune duscht praktisch fast ausschließlich mit Sonnenwärme

Organisiert wird die Solarbundesliga seit 2001 von der Zeitschrift Solarthemen und der Deutschen Umwelthilfe. Gefördert wird das Projekt vom Bundesumweltministerium. "Wir freuen uns über die von Monat zu Monat wachsende Beteiligung. Es ist einfach begeisternd zu sehen, wie engagiert Solarenergie in vielen deutschen Kommunen bereits genutzt wird", erklärt Solarthemen-Herausgeber Andreas Witt. So seien in der Siegerkommune Gollhofen mit ihren 825 Einwohnern pro Kopf fast ein Kilowatt Solarstromleistung und 0,73 Quadratmeter Solarkollektorfläche installiert. "Der gesamte Ort duscht praktisch schon fast ausschließlich mit Sonnenwärme", so Witt. "Gäbe es eine Weltmeisterschaft für Sonnenenergie, wären die deutschen Kommunen hier noch klarere Favoriten als unsere Fußballer bei der laufenden WM", sagt Jörg Dürr-Pucher, der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe.


905 Städte und Gemeinden mit insgesamt 648.850 Quadratmetern Solarwärmekollektoren und 311.565 Kilowatt Solarstromleistung

Insgesamt spielen nun 905 Städte und Gemeinden in der Solarbundesliga mit. Ihre 23,6 Millionen Einwohner bringen es auf zusammen 648.850 Quadratmeter Solarwärmekollektoren und 311.565 Kilowatt Solarstromleistung. Hinzu kommen noch einmal 509 Ortsteile in der Ortsteilliga. Neue Städte, Gemeinden, Dörfer und Ortsteile können sich jederzeit anmelden. Alle Informationen dazu finden sich auf der Internetseite www.solarbundesliga.de. "Wir sind schon gespannt, welche Kommunen am Ende der nun startenden Saison vorne sind", so Dürr-Pucher.

27.06.2006   Quelle: Solarthemen; Deutsche Umwelthilfe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Solar-Aktien: Phönix SonnenStrom AG wechselt in den amtlichen Markt

Das Photovoltaik-Systemhaus Phönix SonnenStrom AG (ISINDE000A0BVU93) werde ihren hohen Publizitätsstandard gegenüber dem Kapitalmarkt nochmals verbessern, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Am 27.06.2007 sei das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 5.525.000 Aktien zum amtlichen Markt im Prime Standard Segment der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen worden. Damit erfülle das Unternehmen international übliche Zulassungsfolgepflichten wie beispielsweise die Quartalsberichterstattung auch in englischer Sprache und die Rechnungslegung gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS).  Aktienkurs seit November 2004 um fast 200 Prozent gestiegen

Den ersten Schritt an die Börse machte die Phönix SonnenStrom AG im November 2004 mit der Einführung der Aktien der Gesellschaft in den Freiverkehr. Seitdem stieg der Aktienkurs nach Angaben des Unternehmens um fast 200 Prozent und die Aktie weckte Interesse bei zahlreichen institutionellen Investoren. Von jeher habe die Gesellschaft ihren Anlegern einen hohen Standard an Transparenz und Information geboten. "Der Schritt an den amtlichen Markt und den Prime Standard ist für uns die logische Weiterentwicklung unserer Börsengeschichte" erläutert der Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Hänel den Segmentwechsel. "Wir wollen weitere Investorengruppen ansprechen und die Voraussetzungen schaffen, uns entsprechend unserem Unternehmenswachstum auch an der Börse weiter zu entwickeln," so Hänel weiter. Der für den Segmentwechsel erforderliche Wertpapierprospekt steht auf der Internetseite der Gesellschaft unter der Rubrik Investor Relations bereit.

27.06.2006   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Intersolar 2006: Besucherrekord und begeisterte Aussteller

Über 23.000 Besucher informierten sich auf der Intersolar 2006 über die Neuheiten der Branche
Über 23.000 Besucher informierten sich auf der Intersolar 2006 über die Neuheiten der Branche

Der Boom in der Solarbranche ist ungebrochen: Mehr als 23.000 Menschen haben die Intersolar 2006 besucht – so viele wie nie zuvor. Damit seien die Erwartungen weit übertroffen worden, berichten die Veranstalter in einer Pressemitteilung. Die Internationale Fachmesse für Solartechnik fand in der Messe Freiburg statt vom Donnerstag, 22. Juni, bis Samstag, 24. Juni, Auf einer Fläche von 26.000 Quadratmetern – rund 50 Prozent größer als im Vorjahr – zeigten 454 Aussteller aus 27 Nationen die Neuheiten der internationalen Solarbranche (2005: 372 Aussteller). "Im Vergleich zur Intersolar 2005 ist dies ein Plus von 22 Prozent. Dies zeigt, dass Jahr für Jahr neue Firmen auf der Intersolar ausstellen. Gleichzeitig sehen viele Aussteller Europas Leitmesse für Solartechnik als Meilenstein im Messejahr", erklärten Klaus W. Seilnacht (Geschäftsführer Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, FWTM) und Markus Elsässer (Geschäftsführer Solar Promotion GmbH).  "Die Aussteller waren mit der Kompetenz der Fachbesucher sehr zufrieden. Die Intersolar hat auch dieses Jahr die dynamische Entwicklung der Solarbranche widergespiegelt", so Seilnacht und Elsässer.


Intersolar als Spiegel der dynamischen Marktentwicklung

Das internationale Fachpublikum, das sich über die wichtigsten Neuheiten zur Photovoltaik, Solarthermie und zum solaren Bauen informierte, sieht die Intersolar als den Branchentreffpunkt in Europa. Die Intersolar zeigte auch dieses Jahr die aktuellen Trends der Solarbranche auf: Nach wie vor herrscht in der Photovoltaik Siliziumknappheit. Die Unternehmen reagieren darauf: Sie wenden rohstoffsparende Techniken an und werden in Deutschland rund 500 Millionen Euro in den Aufbau von über zehn neuen Fertigungslinien in der Dünnschichttechnologie investieren, so der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW). Dies sorgte auf der Intersolar für Gesprächsstoff. Auch in der Solarwärme zeigt sich ein Trend: Dieses Jahr wird ein Marktwachstum von über 30 Prozent erwartet. "Vor allem die solarthermischen Kombinationsanlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung werden stark nachgefragt – im vergangenen Jahr wiesen sie bereits ein Marktwachstum von 60 Prozent auf“, fügt Markus Elsässer hinzu.


Zufriedene Intersolar-Aussteller

Bei den Ausstellern zeigte sich eine positive Stimmung. Die einhellige Meinung lautete: Die Nachfrage war hervorragend. "Die Intersolar ist die wichtigste und professionellste Messe, die wir besuchen. Sie generiert die meisten Geschäftskontakte", unterstreicht Mark A. Farber, Vice President Strategic Planning, von Evergreen Solar. "Die Zahl an Fachbesuchern aus europäischen Ländern, in denen, wie in Deutschland, eine Einspeisevergütung vorhanden oder geplant ist, hat enorm zugenommen. Aber auch mit außereuropäischen Entscheidern der Solarbranche haben wir zahlreiche neue Kontakte geknüpft", resümiert Thorsten Vespermann, Leiter Unternehmenskommunikation der Conergy AG. "40 bis 50 Prozent unserer Kontakte auf der Intersolar sind international"“, sagt Rafael Schröer, General Manager der Kyocera Fineceramics GmbH. "Kein Unternehmen kann es sich leisten, nicht auf der Intersolar vertreten zu sein – die Teilnahme ist Pflicht", betont Irfan Bikmaz, Marketing Chief Engineer des türkischen Unternehmens Şişecam.

Rainer Höfer, Vertriebsleiter Deutschland der Sonnenkraft GmbH, versichert: "Die Intersolar ist für uns und unsere Partner die wichtigste Messe überhaupt, eine exzellente Plattform, um Kontakte zu knüpfen." "Es ist ein Muss für die Solarbranche, hier vertreten zu sein", fügt Frank Henn hinzu, Vorstand Vertrieb der SolarWorld AG. In zahlreichen hochwertigen Gesprächen haben wir wertvolle Kontakte geknüpft. Besonders hervorzuheben ist die Internationalität der Messebesucher", sagt Jochen Reitz, Leiter Vertrieb/Marketing regenerative Energien Deutschland von Junkers Deutschland BBT Thermotechnik GmbH.


Angeregte Diskussionen beim umfangreichen Kongressprogramm

Auch der Trend des internationalen Handels machte sich auf der Intersolar bemerkbar. Es wurde deutlich, dass sich viele Unternehmen international aufstellen. Bereits im Vorfeld der Intersolar haben Fachkongresse zahlreiche Zuhörer zu Vorträgen und angeregten Diskussionen versammelt. Aktuelle Themen wie Dünnschichttechnologie in der Photovoltaik oder solare Kühlung wurden behandelt. Das Wachstum der Solarbranche scheint noch lange nicht beendet zu sein: Experten rechnen für dieses Jahr mit einem Umsatz der Solarbranche in Deutschland von rund vier Milliarden Euro, Solarthermie und Photovoltaik zusammengerechnet. Grund genug für viele Aussteller und Besucher, bereits jetzt ihre Teilnahme an der Intersolar 2007 zu bestätigen.


Solarwärme-Konferenz "estec 2007" im Vorfeld der Intersolar 2007

Die Intersolar 2007 wird vom 21. bis 23. Juni 2007 wieder in Freiburg stattfinden. Im Vorfeld der Intersolar, vom 19. bis 20. Juni, macht die estec 2007 den Auftakt, Europas wichtigste internationale Solarthermie-Industriekonferenz.

27.06.2006   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Branchenfibel der Windindustrie in Deutschland neu aufgelegt

Die Broschüre "Die Windindustrie in Deutschland" ist ab sofort in einer neuen, aktualisierten Ausgabe erhältlich. Die zweite Auflage enthält in zehn Kapiteln Fakten und Infografiken zu Themen wie Marktentwicklung und Export von Windkrafttechnologie, Wirtschaftlichkeit und Arbeitsplätze in der Branche.  Im zweiten Teil der Broschüre stellen sich rund 40 Unternehmen vor, die direkt und indirekt am Bau und Betrieb von Windkraftanlagen beteiligt sind. Darunter Hersteller kompletter Anlagen, Zulieferer wie Getriebehersteller, Hersteller von Wälzlagern und weitere Maschinenbau-Unternehmen, sowie Dienstleister.
Die Broschüre und die dazugehörige Website www.deutsche-windindustrie.de entstanden auf Initiative des Bundesverbandes WindEnergie e.V. und VDMA Power Systems. Entwickelt, produziert und herausgegeben wurde die Publikation von der Sunbeam GmbH und der Solarpraxis AG in Berlin. Die Broschüre kostet 10 € netto zzgl. Versandkosten. Pressevertreter erhalten die Broschüre kostenfrei. Weitere Informationen; Bestellung und zahlreiche Infografiken unter http://www.deutsche-windindustrie.de



27.06.2006   Quelle: Sunbeam GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

KfW-Energieeffizienzpreis 2006 für Unternehmen: Bewerbungen noch bis 14. Juli möglich

Bis zum 14. Juli können Unternehmen Bewerbungen für den KfW-Energieeffizienzpreis einsenden. Unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat die KfW Förderbank den Preis zum dritten Mal ausgeschrieben. Insgesamt 15.000 EUR Preisgeld erwarten Unternehmen mit vorbildlichen Lösungen für die Umsetzung von energetischen Modernisierungsmaßnahmen an ihren Gebäuden.  Die betrieblichen Maßnahmen sollen den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid wesentlich mindern und zugleich erhebliche Kosteneinsparungen bringen.

"Durch die Prämierung erfolgreicher Praxisbeispiele sollen Unternehmen angeregt werden, betriebliche Energieeinsparpotenziale zu identifizieren und zu realisieren. Letztendlich kommt der rationelle Einsatz von Energie nicht nur dem Klimaschutz zugute, sondern unterstützt die Unternehmen auch dabei, ihre Energiekosten zu senken und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken", betonte Detlef Leinberger, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Am Wettbewerb teilnehmen können gewerbliche Unternehmen, die in den letzten drei Jahren erfolgreich energetische Sanierungsmaßnahmen am betrieblichen Gebäudebestand (z. B. Büro- oder Produktionsgebäude, Lagerhallen etc.) umgesetzt haben und dadurch ihren Energieverbrauch wesentlich mindern und zugleich erhebliche Kosteneinsparungen realisieren konnten. Berücksichtigt werden alle gebäuderelevanten Energieeinsparmaßnahmen, wie z. B. im Bereich der Wärmedämmung, Heizung, Warmwasserbereitung, Klimatisierung, Lüftung oder Beleuchtung. Die Bewerbungen können auch gemeinsam mit einem Kooperationspartner (z. B. Ingenieurbüro, Architekten und Contractor) eingereicht werden.

Detaillierte Informationen zum Wettbewerb und Auswahlverfahren in den Ausschreibungsunterlagen zum KfW-Energieeffizienzpreis 2006 unter http://www.kfw-foerderbank.de.

27.06.2006   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Worldwatch-Report: Biokraftstoffe können Öl ersetzen

Worldwatch-Biokraftstoff-Report
Worldwatch-Biokraftstoff-Report

Biokraftstoffe wie Ethanol und Biodiesel können die weltweite Abhängigkeit vom Öl deutlich senken. Das ist ein Ergebnis eines neuen Worldwatch-Berichts, der gemeinsam mit der deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) und der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) veröffentlicht wurde. Im vergangenen Jahr wurden weltweit täglich 670.000 Fass Biodiesel täglich produziert, das entspricht einem Prozent des globalen Marktes für Transport und Verkehr.
 
Obwohl Erdöl noch immer über 96 Prozent der Energie für Transport und Verkehr liefert, hat sich die Biokraftstoffproduktion seit 2001 verdoppelt und kann stärker wachsen, weil die Industrie auf gestiegene Brennstoffpreise und die staatliche Unterstützung für alternative Kraftstoffe reagiert, berichtet das Worldwatch-Institut in einer Pressemitteilung.


Länderstudien in Brasilien, China, Deutschland, Indien und Tansania.

"Abgestimmte Maßnahmen zum Ausbau der Biokraftstoffproduktion und neuer Technologien können den Preisdruck beim Öl senken und gleichzeitig die Landwirtschaft stärken und klimaschädliche Emissionen reduzieren", sagt Christopher Flavin, Präsident des Worldwatch-Instituts. Der neue Bericht "Biokraftstoffe für den Transportsektor: Weltweites Potenzial und Implikationen auf die nachhaltige Landwirtschaft und Energieversorgung im 21. Jahrhundert", der vom deutschen Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV), unterstützt wurde, untersucht die Chancen und Risiken des internationalen Ausbaus der Biokraftstoffe. Er enthält Informationen aus Länderstudien in Brasilien, China, Deutschland, Indien und Tansania.

Innerhalb der nächsten 25 Jahre könnten Biokraftstoffe in der EU 20 – 30 % des verbrauchten Öls ersetzen


Brasilien ist Weltmarktführer, seine Zuckerrohrernte deckt über 40 % des heimischen Kraftstoffverbrauchs, ausgenommen Diesel. In den USA, wo 15 % der Getreideernte etwa zwei Prozent des Kraftstoffverbrauchs (mit Ausnahme von Diesel) liefern, wächst die Ethanolproduktion noch schneller. So könnten die USA Brasilien noch in diesem Jahr als Weltmarktführer ablösen. In beiden Ländern wird Ethanol nach Einschätzung von Experten kostengünstiger als der Ölpreis erzeugt, schätzen Experten. Der Report zeigt auf, dass Biokraftstoffe in den USA innerhalb der nächsten 25 Jahre 37 % des Treibstoffbedarfs für Transport und Verkehr liefern könnten - und sogar bis zu 75 %, wenn sich die alternative Treibstoffwirtschaft verdoppelt. Im gleichen Zeitraum könnten Biokraftstoffe in der EU 20 – 30 % des Ölverbrauchs decken.


Warnungen vor landwirtschaftlichen und ökologischen Risiken

Erstmals warnt der Bericht vor landwirtschaftlichen und ökologischen Risiken der Biokraftstoffproduktion im großen Maßstab. "Es ist unumgänglich, dass Regierungsinitiativen den Wettbewerb zwischen der Nahrungsmittelproduktion und der Treibstofferzeugung minimieren und die Treibstoffproduktion auf ökologisch wertvollem Land verhindern", sagt Suzanne Hunt, Projektmanagerin für Biokraftstoffe beim Worldwatch-Institut. Der Bericht betont aber auch, dass Biokraftstoffe die Energieversorgung sichern können, neue wirtschaftliche Chancen in ländlichen Regionen eröffnen und Treibhausgasemissionen senken.

Kurzfassungen des Berichts können in englischer Sprache heruntergeladen werden unter http://www.worldwatch.org/taxonomy/term/445

26.06.2006   Quelle: Worldwatch-Institut   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Worldwatch-Institut
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

RAL-Gütezeichen setzt Maßstäbe für Energie sparendes Bauen

Einfamilienhaus mit RAL-Gütezeichen Niedrigenergie-Bauweise
Einfamilienhaus mit RAL-Gütezeichen Niedrigenergie-Bauweise

Wo die Preise für Strom und Heizung unaufhaltsam steigen, wächst auch das Interesse am besonders Energie sparenden Bauen. Einen einfachen und sicheren Weg zum energetisch vorbildlichen Eigenheim bietet das RAL-Gütezeichen Niedrigenergie-Bauweise (RAL-GZ 965) für Planung und Ausführung, berichtet die Gütegemeinschaft Niedrigenergie-Häuser e.V. in einer Pressemitteilung. Es garantiere, dass der Wärmeverlust eines Hauses um mindestens 30 Prozent niedriger liege als vom Gesetzgeber vorgeschrieben.
 
Wem auch das nicht genüge, der entscheide sich für das entsprechende Gütezeichen für Passivhäuser.
Klare Richtlinien von unabhängigen Fachleuten definiert

Überall werden so genannte Niedrigenergie- oder Energiespar-Häuser angeboten - aber nur selten wissen Baufamilien, was genau sich dahinter verbirgt, betont die Gütegemeinschaft. Beim RAL-Gütezeichen hingegen hätten unabhängige Fachleute klare Richtlinien definiert, an die Planer und Architekten von Anfang an gebunden seien. Sie reichten von Details der Wärmedämmung über die Heizungsanlage bis hin zur Lüftung. Oberstes Ziel sei ein besonders niedriger Energieverbrauch der fertigen Immobilie. Vor Bevormundung müssten Baufamilien dennoch keine Angst haben. Auch für individuelle Wünsche bleibe genügend Spielraum.


Unabhängige Sachverständige kontrollieren die Qualität der Bauausführung

Weil aber die sorgfältigste Planung nichts nütze, wenn sich im Bauablauf Fehler einschleichen, kontrollierten unabhängige Sachverständige zusätzlich die Qualität der Bauausführung. Diese so genannten Güteprüfer dürfen das Gebäude nicht selbst planen, bauen oder verkaufen und seien nur dem zentralen Güteausschuss verpflichtet. Das sichere größtmögliche Objektivität. Erst wenn auch diese Prüfungen positiv ausfallen, werde der Neubau mit dem RAL-Gütezeichen 965 ausgezeichnet. Die Baufamilie könne der ersten Heizkostenrechnung gelassen entgegen sehen.

Der erste Schritt auf dem Weg zum Niedrigenergie-Haus mit RAL-Kennzeichnung ist ein Antrag bei der Gütegemeinschaft Niedrigenergie-Häuser e.V. in Biberach, die das gesamte Verfahren betreut. Gleichzeitig beauftrage der Bauherr einen von der Gütegemeinschaft anerkannten Güteprüfer. Am einfachsten sei es für Baufamilien, wenn sie sich gleich bei Vertragsabschluss vom Planer oder der verantwortlichen Baufirma nicht nur ein RAL-geprüftes Niedrigenergie-Haus, sondern auch die gesamte Abwicklung zusichern lassen. Dann hätten sie mit dem Verfahren nichts mehr zu tun und könnten sich auf andere wichtige Entscheidungen und die Vorfreude auf die eigenen vier Wände konzentrieren.

Weitere Informationen zum Gütezeichen, seinen baulichen und technischen Anforderungen sowie zum Prüfverfahren gibt es im Internet unter http://www.guetezeichen-neh.de/ . Dort finden Interessenten auch die Adressen akkreditierter Güteprüfer.

26.06.2006   Quelle: Gütegemeinschaft Niedrigenergie-Häuser e.V. ; (openPR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Gütegemeinschaft Niedrigenergie-Häuser e.V.
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Frankreich: neue Projekte zur Solarthermie und Photovoltaik im Solarkraftwerk Thémis

Die französische Region Languedoc Roussillon hat kürzlich die Wiederinbetriebnahme des Solarkraftwerkes Thémis beschlossen. Das berichtet das Bulletin Wissenschaft-Frankreich der französischen Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz Nach 20 Jahren sollen im Solarkraftwerk Thémis nun wieder Forschungsarbeiten des Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) zur Solarthermie und zur Stromerzeugung mit Photovoltaik durchgeführt werden.  Von 1983 bis 1986 wurden drei Solarkraftwerke durch den Stromkonzern Électricité de France (EdF) in Mont-Louis, Odeillo und Thémis in den Ostpyrenäen betrieben. Das Kraftwerk von Thémis wurde anschließend geschlossen.

Das solarthermische Kraftwerk von Thémis ist mit 201 Spiegeln ausgestattet. Die Region will fast 2 Millionen Euro in ein Programm investieren, welches das Departement der Ostpyrenäen und das Unternehmen Tecsol verbindet. Tecsol wird 80 Spiegel nutzen, um ein photovoltaisches Kraftwerk zu entwickeln. Das thermische Projekt des CNRS soll 4 Millionen Euro kosten.

Des Weiteren verfügt das Kraftwerk Promes des CNRS in Odeillo über 63 Spiegel. Diese folgen dem Lauf der Sonne und reflektieren ein thermisches Megawatt, das heißt 10.000 Mal die Einstrahlung der Sonne auf den Boden. Die Temperatur kann auf 1.500° C in einer Minute steigen. Dort werden Wolfram bzw. Graphit getestet, die für das ITER-Kernkraftwerk genutzt werden könnten. Das Solarkraftwerk in Mont-Louis dient der industriellen und handwerklichen Fertigung und zieht jährlich mehr als 30.000 Besucher an.

26.06.2006   Quelle: Wissenschaft-Frankreich (Nr.101; 15.06.2006); Französische Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz; Midi Libre, 06.06.2006   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Bundesweit erster Weiterbildungsstudiengang Windenergie stark nachgefragt

Der neue, weiterbildende und berufsbegleitende Studiengang "Windenergietechnik und -management" an der Universität Oldenburg erfreut sich großer Nachfrage. Das berichten das ForWind - Zentrum für Windenergieforschung, Oldenburg, und die Windenergie- Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB) in einer Pressemitteilung. Die Plätze, die aufgrund der anwendungsorientierten Projektarbeit auf 24 begrenzt sind, seien schnell vergeben gewesen.  Viele Interessenten mussten auf den nächsten Kurs vertröstet werden. Start des Studiums ist am 30. August 2006.


Breite Themenpalette im Fernstudium

Das Angebot richtet sich an Beschäftigte der Windenergiebranche beziehungsweise an diejenigen, die den Einstieg in diese Branche suchen. Konzeption und Inhalte orientieren sich eng am Bedarf der Windindustrie: Die Teilnehmer lernen in rund zehn Monaten ein Windprojekt von der Planung bis zum Betrieb zu managen. Dazu gehören Naturwissenschaft, Technik, Informationstechnologie, Betriebswirtschaftslehre, Recht, Planung und Projektmanagement. Das Lehrangebot ist als Fernstudium organisiert, die Studierenden treffen sich alle vier bis sechs Wochen zu einer zweitägigen Präsenzphase.

Entwickelt wurde der Studiengang von ForWind, dem Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg und Hannover, der Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. und der Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg.

Weitere Informationen: http://www.wind-studium.de

25.06.2006   Quelle: ForWind - Zentrum für Windenergieforschung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

NRW prämiert energieeffiziente Altbauten

Das NRW-Wirtschaftsministerium zeichnet vorbildlich sanierte Altbauten aus: Wer in die Energieeffizienz seines Hauses investiert, Energie spart und vielleicht sogar regenerative Energiequellen anzapft, kann sein Haus mit der Plakette "Energiesparer NRW" schmücken. "Damit wollen wir die Hausbesitzer für den verbesserten Standard auszeichnen. Außerdem hoffen wir auf möglichst viele Nachahmer unter den Nachbarn und Besuchern des Gebäudes", erklärte NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben.  Die Plakette (9x9 cm) wird jetzt auch im Rahmen der Gemeinschaftsaktion "Gebäudesanierung NRW: Mein Haus spart" vergeben.


Ministerin Thoben: Mit Wärmepumpen können die Heizenergiekosten halbiert werden

Gerade im Gebäudebestand lässt sich mit den heute am Markt verfügbaren Techniken ein erstaunlich hohes Energiesparpotential mobilisieren. Werden diese Techniken konsequent eingesetzt, lässt sich der Heizenergiebedarf eines Hauses häufig auf nur noch 30 Prozent des derzeitigen Verbrauchs reduzieren. "Zum Beispiel ist die Wärmedämmung ein absolutes Muss. Nur die wenigsten wissen, dass nicht nur Außenwände, sondern auch Kellerdecken und Dächer, bzw. die oberste Geschossdecke gedämmt werden sollten", so die Ministerin. Aber auch in der Beheizung der Gebäude liegen große Kosten- und Effizienzpotenziale. Ministerin Thoben: "Mit Wärmepumpen, die kostenlose Wärme aus dem Erdreich für das Heizen nutzbar machen, können die Heizenergiekosten halbiert werden."


Selber Wärme oder Strom erzeugen, mit Solarthermie und Photovoltaik

Neben der "Pflicht" wird durch die Plakette "Energiesparer NRW" auch die Sanierungs-"Kür" ausgezeichnet. So zum Beispiel der Einsatz von Solarthermie und Photovoltaik als Technologien, mit denen praktisch jeder Hausbesitzer Wärme oder Strom aus regenerativen Energien selber erzeugen und nutzen oder ins Netz einspeisen kann.

Im Wohnungsbau liegen zudem hohe Klimaschutzpotenziale, wenn man sich für einen besseren Wärmeschutz oder für die Nutzung erneuerbarer Energien entscheidet. Hausbesitzer können viel dazu beitragen, den CO2 -Ausstoß zu senken. Ausgezeichnet werden Gebäude mit niedrigem Heizenergiebedarf oder Sonnenkollektoren, Photovoltaikmodulen, Wärmepumpen- und Biomasseanlagen. Zur Finanzierung der Umbauten stünden Hausbesitzern äußerst günstige KfW-Kredite deutlich unter dem üblichen Marktzins zur Verfügung, so die Ministerin.


Auszeichnungen für Solarstromanlagen oder Solarkollektoren

Sieben unterschiedliche Auszeichnungen werden für besonders niedrigen Heizenergiebedarf oder für den Einsatz erneuerbarer Energien, z.B. Photovoltaik (Solarstromanlagen) oder Solarkollektoren auf Antrag vergeben. Die Plakette zeigt die besondere Qualität des Gebäudes und soll an der Fassade des Gebäudes gut sichtbar angebracht werden.

Antragsunterlagen für die Plaketten können heruntergeladen werden unter www.mein-haus-spart.de oder bei Call NRW unter der Tel.: 01803 / 10 01 10 bestellt werden. Organisiert wird die Aktion Energiesparer NRW durch die Energieagentur NRW und durch die Bezirksregierung Arnsberg. Unterstützt wird die Aktion von der Architektenkammer NRW, der Ingenieurkammer Bau NRW und dem Westdeutschen Handwerkskammertag. Weitere Informationen zur Gebäudesanierung und zu günstigen Finanzierungsmöglichkeiten durch KfW-Kredite gibt es unter www.mein-haus-spart.de oder über die Hotline Gebäudesanierung der Energieagentur NRW unter 01805/ 335226.

25.06.2006   Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

FNR: Förderung für Naturdämmstoffe nutzen

Zum Ende des Jahres 2006 läuft das Förderprogramm "Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen" aus. Bis dahin aber biete es jedem Bauherren die Möglichkeit, sich die Entscheidung für einen Naturdämmstoff zu erleichtern, berichtet die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) in einer Pressemitteilung. Die FNR bezuschusst im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums den Kauf natürlicher Dämmstoffe mit bis zu 35 Euro pro Kubikmeter Dämmstoff.  Jeder Bauherr komme irgendwann an den Punkt, sich für die richtige Dämmung zu entscheiden, betont die FNR. Dass Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie Flachs, Hanf, Schafwolle, Getreide oder Gras hierfür Alternativen bieten, bestätigten im vergangenen Jahr unter anderem Ökotest und die Stiftung Warentest. Die natürlichen Dämmstoffe zeichnen sich nicht nur durch Umweltverträglichkeit aus, sondern auch durch eine positive Beeinflussung des Raumklimas, einen hervorragenden Wärmeschutz im Winter wie im Sommer und ein hohes Maß an Unbedenklichkeit für die Gesundheit.


Zuschuss von 25 oder 35 Euro pro Kubikmeter Naturdämmstoff

Um diese ökologischen Dämmstoffe zu etablieren, stellt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) noch bis zum Ende dieses Jahres Fördermittel für das Dämmen mit nachwachsenden Rohstoffen zur Verfügung. Jeder Bauherr kann je nach Förderkategorie einen Zuschuss von 25 oder 35 Euro pro Kubikmeter Naturdämmstoff erhalten. Voraussetzung ist, dass der Dämmstoff in der Förderliste der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), dem Projektträger für dieses Förderprogramm, aufgeführt ist. Die bisher über 20 gelisteten Materialien von 14 Herstellern entsprechen den bauphysikalischen und baurechtlichen Anforderungen und tragen zum Teil das begehrte Qualitätszeichen von natureplus. Weitere Informationen zur Förderrichtlinie, zur Förderliste und zu den natürlichen Dämmprodukten erhalten Sie unter www.naturdaemmstoffe.info. Dort sind auch die nötigen Antragsformulare zu finden.

25.06.2006   Quelle: FNR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarbundesliga: Meisterfeier und Kongress am 24. Juni 2006 in Freiburg

Solarbundesliga-Meisterfeier 2005
Solarbundesliga-Meisterfeier 2005

Wer die Deutschen Solarmeister in der 6. Saison der Solarbundesliga sind, wird sich am 24. Juni 2006 auf der Meisterfeier in Freiburg zeigen. Meldeschluss für die Meisterschaft der Saison 2005/2006 war der 1. Juni 2006. "Soviel können wir schon verraten: Es hat ein spannendes Finale gegeben. Vier von sechs Spitzenplätzen werden in diesem Jahr an neue Titelträger vergeben", sagt Solarthemen-Herausgeber Andreas Witt.
 
Die Teilnahme am Solarbundesliga-Kongress und der Meisterfeier am 24. Juni 2006 in Freiburg ist kostenlos. Die Veranstaltung ist jährlich Treffpunkt kommunaler Solarinitiativen. Auch Vertreter von noch nicht gemeldeten Kommunen und Unternehmen sind herzlich dazu eingeladen.


Hunsrück-Dorf Schwerbach ist 900. Kommune in der Solarbundesliga

Schwerbach ist die 900. Kommune in der Solarbundesliga. Auf den Dächern des Hunsrück-Dorfes mit 67 Einwohnern und einem Schulbauernhof sind Sonnenkollektoren mit einer Fläche von 133 Quadratmetern installiert. Somit stehen jedem Einwohner zwei Quadratmeter Solarkollektoren zur Verfügung, theoretisch ausreichend, um den gesamten Warmwasserbedarf der Bevölkerung und einen Teil der Heizenergie zu decken.

In der Solarbundesliga, wo die Städte und Gemeinden mit der höchsten Dichte von Solarwärme- und Solarstromanlagen pro Kopf der Bevölkerung brillieren, rückt Schwerbach damit auf Anhieb in die Spitzengruppe auf. Veranstalter der Solarbundesliga sind die Fachzeitschrift Solarthemen und die Deutsche Umwelthilfe e.V.; der Wettbewerb wird vom Bundesumweltministerium gefördert und von Fans aus der Solarwirtschaft finanziell unterstützt.

Weitere Information und Anmeldung im Internet unter http://www.solarbundesliga.de

24.06.2006   Quelle: Solarthemen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarthemen/Solarbundesliga
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Bayern: Erstes Gewerbe-Passivhaus mit Energieüberschuss

Bayern: Erstes Gewerbe-Passivhaus mit Energieüberschuss
Bayern: Erstes Gewerbe-Passivhaus mit Energieüberschuss

Die Solux GmbH in Kempten (Allgäu), ein Spezialist für Solarstrom, Luft- und Wärmetechnik sowie Naturbaustoffe, ist der erste Gewerbebetrieb in Bayern, dessen Passivhaus mehr Energie liefert, als es verbraucht. Das berichtet das Ingenieurbüro Herz & Lang in einer Pressemitteilung. Die Solarstromanlage auf dem Dach des neuen Betriebsgebäudes decke nicht nur den gesamten Energiebedarf für den Büro- und Ladenbetrieb, sondern erzeuge nochmals die gleiche Menge an Strom, die in das öffentliche Netz eingespeist wird.
 
Mehr als 2000 Besucher informierten sich bei der Einweihungsfeier des Neubaus mit einer Nutzfläche von 428 Quadratmetern über die Möglichkeiten des energieeffizienten Bauens.

Als sich die Solux-Chefs Gedanken über ihr neues Firmengebäude machten, sei von Anfang an klar gewesen, dass der Neubau zukunftsweisend sein sollte. "Wir bauen ja nicht für die nächsten fünf oder zehn Jahre. Das Gebäude muss auch noch in 30 oder 40 Jahren einem ökonomisch und ökologisch sinnvollen Gebäudekonzept entsprechen", erklärt Michael Stamm, einer der beiden Geschäftsführer.


Riesiges Potenzial für energieeffizientes Bauen

Um das zu realisieren, holten Stamm und sein Partner Josef Rist mit dem Ingenieurbüro Herz & Lang ein Expertenteam ins Boot, das bei der Planung und beim Bau von Passivhäusern über große Erfahrung verfügt. "Nicht nur im Wohnungs-, sondern auch im Gewerbebau ist das Potenzial für energieeffizientes Bauen riesengroß", meint Dieter Herz, der sich weit über das Allgäu hinaus einen Namen als Passivhaus-Fachmann gemacht hat. "Ein guter Unternehmer plant langfristig und versucht die Energiekosten zu senken", pflichtet ihm Josef Ambros von der ausführenden Anton Ambros GmbH bei. "Die explodierenden Ölpreise fressen sonst seine Gewinne auf." Josef Rist und Michael Stamm von der Solux GmbH sehen das genauso: "Die Gas- und Erdölpreise werden in den nächsten Jahren weiter extrem anziehen", sind sich die beiden einig.


Passivhaus in Holzbauständer-Bauweise - mit Holz aus Allgäuer Wäldern.

Aus diesem Grund kam für die Geschäftsführer der Solux GmbH nur ein Passivhaus als neues Firmengebäude in Frage. Aus ökologischen Überlegungen heraus fiel die Entscheidung zugunsten einer Holzbauständer-Bauweise mit Holz aus heimischen Allgäuer Wäldern. Die Dämmung der Bodenplatte besteht aus einem neuartigen Material. "Es handelt sich um Glasschaumgranulat, das mit Luft aufgeblasen wurde und höher druckbelastbar ist als die üblichen Polyurethanplatten. Zudem ist es baubiologisch einwandfrei", so Michael Stamm.
Angesichts der absolut luftdichten und hoch wärmegedämmten Gebäudehülle sorgt eine hochmoderne Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für stets gutes Raumklima im Gebäude. "Das ist natürlich vor allem in unseren Vortrags- und Seminarräumen enorm wichtig. Die müssen immer mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden", betont Josef Rist. Josef Ambros spricht von einem perfekten Gebäude, dessen "ganzheitliches Konzept vorbildlich ist". Und Dieter Herz plant schon das nächste Gewerbeobjekt in Passivhausbauweise. Diesmal ist eine Zimmerei der Auftraggeber.

24.06.2006   Quelle: Dipl.-Ing. (FH) Dieter Herz, Ingenieurbüro Herz & Lang   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Ingenieurbüro Herz und Lang

 

Wasserkraftwerk Rheinfelden: Baustart für Maschinenhaus im Oktober geplant

Geplantes Wasserkraftwerk Rheinfelden
Geplantes Wasserkraftwerk Rheinfelden

Bereits im Oktober dieses Jahres soll mit dem Bau des Maschinenhauses für das neue Wasserkraftwerk Rheinfelden auf der Schweizer Rheinseite begonnen werden. Die Energiedienst Holding AG als Bauherrin hat die Arbeiten für die Baugrube und den Aushub an eine regionale deutsch-schweizerische Arbeitsgemeinschaft (ARGE) vergeben. Das Auftragsvolumen liege im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, so die Energiedienst Holding AG in einer Pressemitteilung. In dem neuen Kraftwerk sollen im Jahr 2011 vier Rohr-Turbinen mehr als dreimal soviel Strom wie die alten Maschinen des bestehenden Kraftwerks erzeugen: jährlich rund 600 Millionen Kilowattstunden erneuerbare Energie.
 
An der ARGE sind die Züblin AG (Freiburg), die Schleith GmbH (Rheinfelden) sowie die im schweizerischen Aarau ansässigen Unternehmen Zschokke Bau AG und Rothpletz Lienhardt + Cie. AG beteiligt. Teilweise seien diese Firmen bereits beim Bau des neuen Stauwehres im Einsatz und hätten daher mit dem Gesamtprojekt und im Wasserbau allgemein große Erfahrung. Außerdem sei die regionale Nähe der Unternehmen von großem Vorteil, wie Energiedienst-Projektleiter Helmut Reif betont. "Wenn auf der Baustelle aufgrund von Hochwasser oder anderen Witterungseinflüssen Unvorhergesehenes eintritt, sind die Profis sofort vor Ort."


1,2 Millionen Kubikmeter Fels werden ausgehoben

Die Arbeiten für das erste Baulos umfassen laut Energiedienst die Zufahrt von Schweizer Seite aus, das Aufbrechen des Hanges, die Baugrubenumschließung sowie Injektionen und Aushub für das Maschinenhaus und die Unterwassereintiefung. Insgesamt werden rund 1,2 Millionen Kubikmeter Fels ausgehoben. Derzeit laufen die Ausschreibungen für den Rohbau (Betonarbeiten), den Stahlwasserbau und die Turbinen und Generatoren. Die Vergabe ist für November 2006 geplant. Die Leit- und Elektrotechnik sowie die restlichen Arbeiten werden 2007 ausgeschrieben.


Erste Turbine soll Mitte 2010 Strom erzeugen

Der Bau des neuen Maschinenhauses sei eine bedeutsame Investition für die Wirtschaftsregion Hochrhein, betont Energiedienst. Das Projekt bringe
wirtschaftliche Impulse für die regionale Bau- und Maschinenbaubranche und Gewerbebetriebe und sichere attraktive Arbeitsplätze am Hochrhein. Die zuständigen Aufsichtsratsgremien hatten im Juni 2005 den Beschluss für den unmittelbaren Weiterbau des Maschinenhauses, nach Fertigstellung von sechs Wehrfeldern des neuen Stauwehres, gefasst. Laufe alles nach Plan, könne mit den ersten Arbeiten für das Maschinenhaus im Oktober 2006 begonnen werden. Auch der Bau des neuen Stauwehres für das Wasserkraftwerk Rheinfelden komme zügig voran. Helmut Reif ist zuversichtlich, dass die erste Turbine bereits Mitte 2010 in Betrieb gehen wird.

24.06.2006   Quelle: Energiedienst Holding AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energiedienst
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

SONNENENERGIE: erste Solarzeitschrift Deutschlands erscheint seit 30 Jahren

SONNENENERGIE 03/2006.
SONNENENERGIE 03/2006.

Der Solarpraxis Verlag feiert am 23. Juni um 16 Uhr auf der Messe Intersolar in Freiburg den 30. Geburtstag der Zeitschrift SONNENENERGIE. Im Jahr 1976 gründete die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) mit der ersten Ausgabe das erste Printmedium für Solarenergie. Seitdem informiert das Fachorgan der DGS über die Anwendung von Technik zur Nutzung erneuerbarer Energien und hat damit seinen Anteil am heutigen Vorsprung Deutschlands bei der Entwicklung und Nutzung von Solartechnik.
  Seit 2001 wird die Zeitschrift vom Verlag der Berliner Solarpraxis AG produziert, dem führenden Branchendienstleister für die Kommunikation von Solartechnik – herausgegeben gemeinsam mit der DGS. SONNENENERGIE erscheint alle zwei Monate in einer Auflage von über 10.000 Exemplaren, die an Abonnenten, Kioskkäufer und andere Empfänger verteilt werden.


Branchen- und Publikumsmagazin zur Solarenergie

In den letzten Jahren hat sich die Zeitschrift vom Fachblatt für Solartechnik zu einem Branchen- und Publikumsmagazin weiterentwickelt. Nicht nur Handwerker, Planer und Ingenieure finden praxisrelevante Informationen, sondern auch Bauherren und interessierte Laien erfahren die neuesten Trends der Solarbranche. Inhaltlich erweitert die SONNENENERGIE ihr Spektrum um die Themen Energiesparen, Energieeffizienz, solares Bauen und Bioenergie. In Zukunft will Chefredakteur Henner Weithöner vor allem die gebäudeübergreifende Systemtechnik in den engeren Fokus nehmen: "Erneuerbare Energien lassen sich viel effizienter nutzen, wenn man sie mit intelligenter Energiespartechnik kombiniert und systematisch energieeffizient baut", so Weithöner.


"SOLARES BAUEN" - "Moderne Energie & Wohnen"

Neben der SONNENERGIE produziert der Solarpraxis Verlag zwei weitere Zeitschriften: einmal jährlich im Herbst erscheint das aufwändig gestaltete Sonderheft "SOLARES BAUEN"; jedes Frühjahr und jeden Herbst die Endverbraucherzeitschrift "Moderne Energie & Wohnen" Ergänzt wird das Informationsangebot mit den "Energieseiten", dem kostenlosen Branchenführer Erneuerbare Energien, der den Zeitschriften beiliegt. Darin finden Endverbraucher neben auf den Punkt gebrachten Grundlageninfos zahlreiche Adressen von Herstellern und Anbietern.

Kostenlose Ansichtsexemplare der SONNENENERGIE können bestellt werden bei Grit Heise, Telefon 030-726 296-320 oder per E-Mail an gh@solarpraxis.de.

23.06.2006   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarpraxis AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Roth & Rau AG erhält Großauftrag für schlüsselfertige Anlagen zur Solarzellenfertigung

Solarzellen-Beschichtungsanlagen SiNA_L von Roth & Rau.
Solarzellen-Beschichtungsanlagen SiNA_L von Roth & Rau.

Die Roth & Rau AG (Hohenstein-Ernstthal) hat einen Großauftrag über die Lieferung mehrerer schlüsselfertiger Produktionsanlagen für die Solarzellenfertigung in Höhe von 53 Millionen Euro erhalten. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Projekt sei bislang das größte Einzelprojekt dieser Art weltweit. "Dieser Großauftrag bedeutet für uns den Durchbruch in dem Geschäft mit schlüsselfertigen Produktionsanlagen für die Solarzellenproduktion. Nach langjährigen Entwicklungsarbeiten konnten wir nun unsere neue Produktionstechnologie erstmalig erfolgreich vermarkten“, zeigt sich Dr. Dietmar Roth, Vorstandvorsitzender der Gesellschaft zufrieden.
 
Dieser Auftrag, der bis Ende 2007 abgeschlossen werden soll, sei das derzeit größte Einzelprojekt der Roth & Rau AG und werde voraussichtlich schneller als geplant zu weiterem Wachstum der Gesellschaft führen. Mit einer signifikanten Umsatzwirkung des Projekts rechnet Roth & Rau ab dem ersten Quartal 2007.


Hoher Automatisierungsgrad bei der Fertigung der Solarzelle

Bei den so genannten ASCM-Anlagen (Advanced Solar Cell Manufacturing) handelt es sich um von Roth & Rau in Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Forschung entwickelte, schlüsselfertige Komplettlösungen für die moderne Massenproduktion von Solarzellen. Die Anlagen bieten nach Angaben des Herstellers eine konsequente In-Line Fertigung mit einem hohen Automatisierungsgrad des Fertigungsprozesses der Solarzelle. Dieses Verfahren ermögliche einen effizienteren Prozessablauf und in Folge dessen eine deutliche Senkung der Produktionskosten. Weiterhin böten die Roth & Rau-Produktionslinien eine erhebliche Reduktion der Wafer-Bruch-Rate: Der Wafer werde ausschließlich liegend und somit schonend transportiert. Diese zukunftsorientierte Technik stelle daher auch eine gute Voraussetzung für den Einsatz der neuen Generation ultradünner Wafer dar, die zur Zeit am Markt entwickelt werden und zur Minimierung des Rohstoffeinsatzes beitragen.

"Bei der Realisierung des ASCM-Konzeptes setzen wir gleichzeitig die neuesten Erkenntnisse in der Zelltechnologie zur Erhöhung des Wirkungsgrades um, die wir aus unserer kontinuierlichen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit und aus der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Solarforschungszentren im In- und Ausland gewinnen konnten", erläutert Dr. Roth. "Dieses Projekt hat uns unserem Ziel, Top-Anbieter von schlüsselfertigen Produktionslinien für die kostengünstige Massenproduktion von Solarzellen zu werden, einen großen Schritt näher gebracht", so Dr. Roth weiter.

Die seit dem 11. Mai 2006 im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Roth & Rau AG (ISIN DE000A0JCZ51) entwickelt und fertigt Anlagen und Prozesssysteme auf Basis der Plasma- und Ionenstrahltechnologie und liefert diese an einen weltweiten Kundenstamm aus den unterschiedlichsten Branchen. Im Geschäftsfeld Photovoltaik, bietet Roth & Rau vor allem Antireflexbeschichtungsanlagen für kristalline Silizium-Solarzellen an. Mit einem weltweiten Marktanteil von rund einem Drittel ist Roth & Rau in diesem Bereich nach eigenen Angaben Marktführer.

23.06.2006   Quelle: Roth & Rau AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Roth & Rau AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Biokraftstoff-Produktion in Europa wächst 2005 um 65,8 %

Der außerordentliche Anstieg der Biokraftstoffproduktion ist zurückzuführen auf die kontinuierlich steigenden Ölpreise, berichtet das berichtet das von der EU-Kommission geförderte Projekt "EurObserv’ER" in einer Pressemitteilung. Im Jahr 2005 sind in Europa laut EurObserv’ER 3,9 Millionen Tonnen Biokraftstoff erzeugt worden. Dies entspricht gegenüber 2004 einem Wachstum von 65,8 %.  In seinem Biokraftstoff- Barometer, erschienen in dem französischen Magazin "Systèmes Solaires" Nr. 173, legt EurObserv’ER die aktuelle Entwicklung dieser Branche dar.


2004 wurden über drei Millionen Tonnen Biodiesel in Europa produziert

Biodiesel bleibt weiterhin der begehrteste Biokraftstoff der Europäer (81,5% der Gesamtproduktion von Biokraftstoffen), ähnlich wie herkömmlicher Diesel. Insgesamt wurden in der Europäischen Union 3.184.000 Tonnen Biodiesel produziert, 1.250.l600 Tonnen mehr als noch im Vorjahr 2004 (+64,7 %). Auf Deutschland allein entfallen mit 1. 669.000 Tonnen 52,4% der Biodieselproduktion Europas, was einem Wachstum von 61,3% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Als weitere große Biodieselproduzenten in Europa sind Frankreich (492 000 Tonnen) und Italien (396 000Tonnen) zu nennen.


Bioethanol-Produktion wächst um 70,5 %

EurObserv’ER schätzt, dass die Bioethanolproduktion der EU für das Jahr 2006 bei 720.927 Tonnen liegen wird und somit gegenüber dem Vorjahr um 70,5 % wächst. Obwohl Spanien der größte Bioethanolproduzent ist, konnte Deutschland mit plus 500 % (120.000 Tonnen) das stärkste Wachstum verzeichnen. Die verstärkte Bioethanolproduktion in Schweden von plus 130 % (130.160 Tonnen) lässt sich durch die bei der Europäischen Kommission angekauften und zu Bioethanol weiterverarbeiten Weingeistvolumen erklären. Für Frankreich wird erst ab diesem Jahr mit einem verstärkten Wachstum der Bioethanolproduktion gerechnet.


Mitteldeutsche UmesterungsWerke (Bitterfeld) unter den großen Akteuren der Biodieselbranche

Marktführer der europäischen Biodieselproduktion ist das französische Unternehmen Diester Industrie. 1993 gegründet, hat sich diese Firma in den letzten sechs Jahren dank ihrer Produktionsstandorte in Grand-Couronne (mit einer Kapazität von 260.000 Tonnen), Compiègne (83.500Tonnen) und Sète (200.000Tonnen), zum europäischen Spitzenreiter auf dem Biodieselmarkt entwickelt. Bis Ende 2007 dürften hierzu auch die Standorte Le Mériot (mit einer Kapazität von 200.000) Montoir/Saint-Nazaire (250.000 Tonnen) gehören. Die weiteren großen Produzenten in Europa sind die amerikanische Gruppe ADM ( Archer Daniels Midland Compagny), die deutsche MUW (Mitteldeutsche UmesterungsWerke GmbH & Co KG) und die italienische Fox Petroli.


EurObserv’ER erwartet, dass Weißbuch-Vorgaben nicht erfüllt werden

Der außerordentliche Anstieg der Biokraftstofferzeugung in der Europäischen Union hat sich laut EurObserv’ER dank der Defiskalisierungspolitik, die besonders Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich unternommen haben, mehr als bestätigt. Jedoch sei wahrscheinlich, dass zahlreiche Länder den Anforderungen der europäischen Richtlinie über die Biokraftstofferzeugung die für 2010 einen 5,75 %-Anteil der Biokraftstoff für den Verkehr vorsieht, nicht erfüllen werden können. Denn die Kraftstoffbesteuerung sei ein wichtiges "Manna" im Budget der einzelnen Mitgliedstaaten, weshalb manche die erforderlichen Investitionen in den Sektor Biokraftstoff auf die lange Bank schieben würden. EurObserv’ER rechnet bei Fortsetzung der aktuellen Entwicklung dieser beiden Branchen für 2010 mit einer Biokraftstoffproduktion von 9,9 Millionen Tonnen-Öl-Gleichwert (MTÖGW), während das Weißbuch der EU-Kommission von 18 Millionen Tonnen Öl-Äquivalent ausgeht. Diese Zahl könnte nach oben hin korrigiert werden, wenn alle Mitgliedsländer der Europäischen Union für eine Defiskalisierung und schnellere Zulassung der Produktionsbetriebe sorgen würden, so EurObserv’ER. Diese Entscheidungen müssten allerdings sehr rasch getroffen werden, da für den Bau einer neuen Produktionseinheit mindestens eineinhalb Jahre erforderlich seien.


"Barometer" von EurObserv’ER zeigen Entwicklung der erneuerbaren Energien

Die Barometer von EurObserv’ER werden regelmäßig veröffentlicht und dokumentieren den aktuellen Stand auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien weltweit und für Europa (Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Geothermie und Biomasse). Das Barometer von EurObserv’ER ist ein Projekt, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms "Intelligente Energie-Europa" von der DG Tren gefördert wird. Das Projekt wird außerdem unterstützt von der französischen Agentur für Umwelt und Energie Ademe (Agence de l’environnement et de la maîtrise de l’énergie).

EurObserv’ER ist ein Zusammenschluss sechs europäischer Organisationen zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien in der Europäischen Union. Diese sechs Organisationen sind:

· Observ’ER, Observatorium für erneuerbare Energien (Paris, Frankreich)
· Eurec Agency, Europäischer Verein der Forschungsinstitute auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien (Brüssel, Belgien)
· Eufores, Europäisches Forum für erneuerbare Energiequellen (Brüssel, Belgien)
· Erec, Europäischer Rat für erneuerbare Energien (Brüssel, Belgien)
· Institut Jozef Stefan, Forschungszentrum für erneuerbare Energien und Energiepolitiken (Ljubljana, Slowenien)
· Systèmes Solaires, französische Fachzeitschrift für erneuerbare Energien (Paris, Frankreich).

Weitere Informationen im Internet

Die verschiedenen Barometer von EurObserv’ER können in französischer Sprache als PDF-Dokument heruntergeladen werden unter der Adresse http://www.eufores.org/, zum Beispiel das Solarwärme-Barometer und das
Zur systaic Gruppe gehören unter der Finanz- & Managementholding systaic AG, die deutschen Unternehmen systaic Deutschland GmbH (Marketing, Vertrieb, Service und F&E), die systaic technologies GmbH (Produktion), systaic connect gmbh (Netzanschluss) und die rentaic gmbh (Kraftwerke), alle mit Sitz in Büttelborn. Mit der Tochtergesellschaft systaic Iberica S.L., Barcelona, und Repräsentanzen in Rom, Athen, Paris, London und Prag ist systaic bereits europaweit aktiv.

21.06.2006   Quelle: systaic AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Deutsche Umwelthilfe beruft Rainer Baake zum Bundesgeschäftsführer

Der Vorstand der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) hat am 19.06.2006 den langjährigen beamteten Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Rainer Baake, zum neuen Bundesgeschäftsführer der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation berufen. Baake wird die DUH-Geschäfte ab Anfang September 2006 in einer Doppelspitze gemeinsam mit Jürgen Resch führen.   Der bisherige DUH-Bundesgeschäftsführer Jörg Dürr-Pucher setzt nach elf Jahren bei der Umweltorganisation einen lang gehegten persönlichen Wunsch um und gründet ein eigenes Unternehmen im Bereich Erneuerbare Energien. Dürr-Pucher bleibt der DUH in unterschiedlichen Funktionen verbunden unter anderem als freiberuflicher Berater.


Anerkannter und erfahrener Umweltexperte

"Der Vorstand und die bisherige Geschäftsführung freuen sich, einen ebenso anerkannten wie erfahrenen Umweltexperten bei der Deutschen Umwelthilfe willkommen heißen zu können", sagte der DUH-Bundesvorsitzende Prof. Dr. Harald Kächele im Anschluss an die Vorstandsentscheidung. "Rainer Baake wird unser professionelles hauptamtliches Team in Radolfzell, Berlin, Hannover und Köthen weiterverstärken. Unser besonderer Dank gilt Jörg Dürr-Pucher für seine langjährige Aufbauarbeit bei der DUH und seiner Bereitschaft, die DUH trotz der neuen Herausforderung weiter aktiv zu unterstützen", so Kächele weiter.


Organisator aller "umweltpolitischen Großbaustellen"

Der gelernte Diplom-Volkswirt Rainer Baake war zwischen 1998 und 2005 beamteter Staatsekretär im Berliner Umweltministerium unter Jürgen Trittin und als solcher verantwortlicher Organisator aller "umweltpolitischen Großbaustellen" der rotgrünen Regierungszeit – vom Atomausstieg über die Klimapolitik und das Kyoto-Protokoll, dem Ausbau der erneuerbaren Energien und die Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes bis hin zur Abfallpolitik. Bis 1998 war Baake in gleicher Funktion im hessischen Umweltministerium tätig, nachdem ihn Joschka Fischer mit seinem Amtsantritt als Umweltminister in Wiesbaden 1991 in dieses Amt berufen hatte.

21.06.2006   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Neue Studie: Handwerk profitiert von der Solarstromtechnik

Die Boom-Branche Photovoltaik spielt für das deutsche Handwerk eine immer wichtigere Rolle, berichtet der Europressedienst Bonn in einer Pressemitteilung. Seit 2004 seien durch dieses Geschäftsfeld über 10.000 Arbeitsplätze in mittelständischen Betrieben aus den Bereichen Elektro, Sanitär, Heizung und Klima sowie im Dachdeckerhandwerk entstanden. Im letzten Jahr wurde laut Europressedienst ein Umsatz von 3,75 Milliarden Euro erzielt.  "Für 2006 ist mit knapp 2.000 weiteren Arbeitsplätzen in bestehenden Betrieben zu rechnen", sagte Simon-Boris Estermann, Vorsitzender Bundesfachbereich Elektrotechnik des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) anlässlich der Vorstellung der neuen EuPD Research Studie "Der deutsche Photovoltaikmarkt 2006 – Vom Nachfrageüberhang zum Wettbewerb" in Köln. Zudem sichere das Geschäft mit dem Solarstrom Arbeitsplätze in den Kerngeschäftsfeldern der Unternehmen. Das gibt rund ein Drittel der befragten Firmen an, die im letzten Jahr keine neuen Mitarbeiter für diesen Bereich eingestellt haben.


Photovoltaik fördert Zusammenarbeit der Gewerke

Durch die große Nachfrage nach Solarstromanlagen wird nicht nur die Auftragslage in den Betrieben, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gewerken positiv beeinflusst. So arbeiten rund elf Prozent der Befragten bei Beratung, Anschluss und Wartung der Solarstromanlagen bereits mit anderen Firmen zusammen. Denn der Endkunde erwartet hohe Qualität beim Produkt und bei der Installation der Solarstromanlage, so die Auffassung der Mehrheit der Unternehmen (68,8 Prozent). "Die Betriebe des Sanitär Heizung Klima-Handwerks positionieren sich immer stärker als kompetente Ansprechpartner zu allen Bereichen der Gebäude- und Energietechnik – insbesondere auch zu den wesentlichen Fragen der Energieeinsparung und Energieeffizienz von Gebäuden", sagt Udo Wirges, Leiter der Informationsstelle Energie- und Umwelttechnologien des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK).


Branche fordert zuverlässige politische Rahmenbedingungen

Um die erfolgreiche Markteinführung der Solarenergie fortsetzen zu können, erwartet die Branche von der Politik verlässliche Rahmenbedingungen. "Die Solarstrombranche braucht Investitions- und Planungssicherheit, um weiter kontinuierlich wachsen zu können", sagt Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW). Auf dieser Grundlage seien weitere Entwickungsfortschritte und Kostensenkungen über die gesamte Produktionskette realisierbar. Detlef Strauch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) wünscht sich: "Dass die Industrie Produktivitätsfortschritte in Form von Preissenkungen weitergibt."

Für seine aktuelle Studie hat EuPD Research insgesamt 1.528 Betriebe zu ihrer Einschätzung der aktuellen und zukünftigen Entwicklung des deutschen Photovoltaikmarktes befragt. In der Analyse sind 408 Unternehmen berücksichtigt, die zusammen rund 100 Megawatt Solarstromleistung in Deutschland im letzten Jahr installiert haben. Ergänzend wurde eine weitere quantitative Befragung von 42 Unternehmen der Großhandelsebene durchgeführt. Zur Validierung und Interpretation der Ergebnisse wurden etwa 20 qualitative Interviews mit Herstellern und Branchenexperten geführt. Ergänzende Informationen bezüglich der Schaffung von Arbeitsplätzen durch den Solarstrom liefert eine Input-Output Analyse, bei der erstmalig für die Jahre 2002 bis 2007 die Beschäftigungseffekte der Photovoltaik bestimmt werden.


Weitere Informationen über die aktuelle EuPD Research Studie "Der deutsche Photovoltaikmarkt 2006 – Vom Nachfrageüberhang zum Wettbewerb" gibt Caroline Rosin, Europressedienst Bonn; Telefon ++49 (0)228 – 42 966 – 42; E-Mail: c.rosin@europressedienst.com

21.06.2006   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

dena und E.ON vereinbaren Zusammenarbeit für Gebäudeenergieausweis

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und die E.ON AG koordinieren ihre Aktivitäten für die Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden und den bedarfsbasierten Gebäudeenergieausweis. Im Vordergrund der Zusammenarbeit stünden die verstärkte Information von Gebäudeeigentümern und die Einführung von Qualitätsstandards für Energieausweise, so die dena in einer Pressemitteilung.  "Verbraucher wollen wissen, wie sie Energie besser und effizienter einsetzen können und welche Möglichkeiten sie zur Energieeinsparung haben. Gebäudeeigentümer und Mieter sind dabei auf fundierte Informationen über den Energiebedarf ihres Gebäudes und vor allem auf praxisgerechte und konkrete Modernisierungsempfehlungen angewiesen", so dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Der bedarfsorientierte Energieausweis sei dafür ein hervorragendes Instrument, das Gebäudeeigentümern helfe, ihr Gebäude zu optimieren. Die hohe Nachfrage nach qualifizierten Energieberatern in der dena-Datenbank zeige, dass der Energieausweis vom Markt hervorragend angenommen werde.


Transparenz schaffen, damit Hausbesitzer gezielt in energieeffiziente Technik investieren können

Gemeinsam mit E.ON engagiert sich die dena für die Einführung eines aussagekräftigen und preisgünstigen Energiepasses. Um Kunden eine garantierte Qualität des Energieausweises und der Energieberatung zu bieten, bereitet die dena derzeit die Einführung eines freiwilligen und von Marktpartnern getragenen Gütesiegels für Energieausweise vor. "Wir wollen, dass der Energieausweis ein Erfolg wird. Er soll die notwendige Transparenz schaffen, damit Hausbesitzer gezielt in energieeffiziente Technik investieren können", sagte E.ON-Vorstandsmitglied Burckhard Bergmann zur neuen Kooperation. E.ON unterstütze die dena in ihren Aktivitäten für den Gebäudeenergieausweis, weil das Unternehmen in der Erhöhung der Energieeffizienz eine der wichtigsten Aufgaben der Zukunft sehe.


Verlässliche Informationen über den energetischen Zustand des Gebäudes

In Zukunft können Interessenten, die eine Immobilie kaufen oder mieten möchten, einen Gebäude-Energieausweis vom Hausbesitzer verlangen. Der Energieausweis zeigt den Heizenergiebedarf eines Gebäudes auf und liefert so schon vor Abschluss eines Miet- oder Kaufvertrages verlässliche Informationen über den energetischen Zustand des Gebäudes. Aber der Energieausweis ist nicht nur interessant für Käufer und Mieter: Jedem an Energieeinsparung interessierten Gebäudeeigentümer bietet er eine fundierte Einschätzung des Ist-Zustandes und der Einsparmöglichkeit in seinem Gebäude.


Entwurf für novellierte Energieeinsparverordnung soll in den nächsten Wochen vorliegen

Nach einer EU-Richtlinie sind alle EU-Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet einen Energieausweis für Gebäude einzuführen. In Deutschland haben das Bundesbauministerium und das Bundeswirtschaftsministerium im Mai einen gemeinsamen Entwurf für eine novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgelegt. Dieser wird derzeit mit den anderen Ressorts abgestimmt. Mit einem gemeinsamen Entwurf aller Ministerien wird in den nächsten Wochen gerechnet. Dieser so genannte Referentenentwurf wird dann den Bundesländern und Verbänden zur Stellungnahme übergeben. Die Bundesregierung will die neue EnEV im Herbst 2006 verabschieden, damit sie zum 1. Januar 2007 in Kraft treten kann.

21.06.2006   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

GE Energy erweitert landwirtschaftliche Biogasanlage in Deutschland

Jenbacher Gasmotor
Jenbacher Gasmotor

GE Energy kündigte auf der Power-Gen Europe 2006, einer führenden Tagung für die Energieindustrie, verschiedene neue Kraftwerksprojekte in Europa an, darunter auch die Erweiterung einer landwirtschaftlichen Biogasanlage in Deutschland. In einer bereits in Betrieb befindlichen landwirtschaftlichen Biogasanlage auf dem Gut Wolfring im bayrischen Fensterbach nahm GE bereits im Mai dieses Jahres einen zweiten Jenbacher Gasmotor vom Typ JMC 312 GS-B.L in Betrieb. Der geschlossene Energiekreislauf der Anlage nutzt Biogas aus erneuerbaren Rohstoffen wie Gras, Korn und Hühnerdung zur Produktion von Strom für das öffentliche Energieversorgungsnetz, während die thermische Energie der Anlage für Heizprozesse vor Ort verwendet wird.
 
Musterlösung für umweltgerechte und wirtschaftliche Energieerzeugung

Der in diesem Projekt eingesetzte Jenbacher Gasmotor sei "ecomagination"-zertifiziert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "ecomagination" sei eine Umweltinitiative von GE, die es sich zum Ziel gesetzt habe, den dringlichsten globalen Herausforderungen wirksam zu begegnen, beispielsweise dem Bedarf an sauberen, effizienteren Energiequellen und niedrigeren Emissionen. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft habe die Biogasanlage Gut Wolfring als "Musterlösung für umweltgerechte und wirtschaftliche Energieerzeugung mit landwirtschaftlichen Biogasanlagen" ausgezeichnet.

21.06.2006   Quelle: GE Energy   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: GE Energy
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Q-Cells, Evergreen Solar und REC weihen neue Solar-Fabrik ein

Solar-Wafer, Solarzellen- und Modulproduktion bei EverQ
Solar-Wafer, Solarzellen- und Modulproduktion bei EverQ

Die EverQ GmbH, ein Joint Venture dreier global führender Solarunternehmen, feierte am 20.06.2006 die offizielle Eröffnung ihrer ersten Produktionsanlage in Thalheim bei Wolfen (Sachsen-Anhalt). An der feierlichen Zeremonie nahmen neben deutschen und US-amerikanischen Regierungsvertretern, Vertreter weiterer führender Unternehmen der Solarindustrie und die Mitarbeiter von EverQ teil.  EverQ ist eine strategische Partnerschaft der Q-Cells AG mit der US-amerikanischen Evergreen Solar, Inc. welche die bei EverQ zum Einsatz kommende String Ribbon™-Technologie zur Herstellung von Siliziumwafern entwickelt hat, und der Renewable Energy Corporation ASA aus Norwegen, einem der weltweit führenden Hersteller von solarem Silizium und multikristallinen Wafern.


260 Mitarbeiter; 16.400 Quadratmeter Produktionsanlage

In der Region um Bitterfeld hat sich die 70,5 Millionen Euro teure EverQ-Anlage bereits zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zurzeit sind 260 Mitarbeiter in der 16.400 Quadratmeter großen Produktionsanlage beschäftigt, die damit größer als zwei Fußballfelder ist. Die Partner erwarten, dass die Anzahl der Mitarbeiter auf über 300 ansteigen wird, sobald die volle Produktionskapazität von 30 Megawattpeak (MWp) erreicht ist. Die neue Anlage in der Thalheimer Sonnenallee wurde mit insgesamt 27,5 Millionen Euro bezuschusst.


String Ribbon-Technologie mit Potenzial zur Kostensenkung

EverQ produziert Solarwafer, -zellen und –module in einer integrierten Fertigung unter einem Dach. Dazu nutzt das Unternehmen die einzigartige Wafertechnologie "String Ribbon" von Evergreen Solar, die fast 50 Prozent weniger Silizium als herkömmliche siliziumwafer-basierte kristalline Technologien benötigt. Das so entstehende Potenzial zur Kostensenkung war der wesentliche Grund für die Q-Cells AG, sich an der Gründung von EverQ zu beteiligen.


Erweiterung bereits geplant - Produktionskapazität soll von 30 MWp auf ca. 300 MWp im Jahr 2020 steigen

EverQ plant schon jetzt eine umfangreiche Erweiterung in Thalheim aufgrund der kürzlich angekündigten Umsetzung einer bindenden Absichtserklärung mit REC. Die Grundsteinlegung für eine zweite integrierte Wafer-, Solarzellen- und Modulfabrik, mit einer Kapazität von 50 MWp, ist im Laufe des Jahres geplant. Der Vertrag sieht vor, dass REC ab 2008 über einen Zeitraum von sieben Jahren insgesamt 7.400 Tonnen Silizium liefert. Vor diesem Hintergrund plant EverQ, bis 2010 – möglicherweise bereits im zweiten Halbjahr 2009 – seine derzeitige Produktionskapazität von 30 MWp auf ca. 300 MWp hochzufahren. "Vision, Kooperation und Tempo – das waren die entscheidenden Faktoren für die Verwirklichung der neuen Anlage in Thalheim", sagte Rick Feldt, President und Chief Executive Officer von Evergreen Solar und Geschäftsführer von EverQ. "Trotz der Unterschiede in Bezug auf Kultur, Sprache und Standort haben die drei Partnerunternehmen eine gemeinsame Vision für EverQ. Dieser gemeinsame Antrieb zum Aufbau einer optimalen Organisationsstruktur hat zu einem wirklich beeindruckenden Vertrauen und zu einer bemerkenswerten Zusammenarbeit geführt. Das Tempo, mit der diese Anlage geplant und gebaut wurde, unterstreicht dies", so Feldt weiter.


Hoch qualifizierte Belegschaft und starke Unterstützung durch die bundesdeutsche Regierung

"Der Standort war ein wichtiger Faktor bei unserer Entscheidung für den Bau der EverQAnlage", sagte Anton Milner, Vorstandsvorsitzender der Q-Cells AG. "Wir stellen hochwertige Photovoltaikprodukte in dem Land her, das unumstritten das weltweit führende Land auf dem Gebiet der Solarenergie ist: Deutschland", ergänzt Milner weiter. Weitere wichtige Faktoren in der Standortentscheidung waren laut Milner zudem die hoch qualifizierte lokale Belegschaft und die starke Unterstützung der Solarenergie durch die bundesdeutsche Regierung. "Auf dem Solarmarkt wird ein jährliches Wachstum von mindestens 35 % erwartet, und EverQ wird dank der Zusammenlegung der Ressourcen und des Know-hows der Joint-Venture-Partner in der Lage sein, sich der weltweit steigenden Nachfrage nach hochwertigen Solarprodukten zu stellen", erklärte Erik Thorsen, President und Chief Executive Officer der Renewable Energy Corporation ASA. "Unser Einsatz für Effizienz und Qualität wird die Solartechnik weiter voranbringen und letztendlich den Gleichstand im Wettbewerb mit der herkömmlichen
Stromerzeugung erreichen helfen", betonte Thorsen.

20.06.2006   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Evergreen Solar Inc.
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Solarpraxis AG startet Börsengang

Wie Solarpraxis AG am 19.06.2006 in Berlin bekannt gab, soll die Zeichnungsfrist für die Aktien des wichtigsten Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen der Solarbranche bereits am Donnerstag, den 22. Juni, beginnen. Der Vorstand der Solarpraxis AG, Karl-Heinz Remmers, sagte, der Zugang zum Kapitalmarkt werde genutzt, um das "dynamische Wachstum" der Solarpraxis AG weiter zu fördern.  "Wir wollen unsere Potentiale optimal ausnutzen", so Remmers. Bereits in den ersten vier Monaten des Jahres konnte das Unternehmen laut Remmers seinen Umsatz um über 70 Prozent zum Vorjahr steigern.


Festpreis: 7 Euro je Aktie

Die Aktien des einzigen "wissensbasierten Dienstleisters" der Solarbranche werden über eine öffentliche Privatplatzierung mit anschließendem Börsengang ausgegeben. Sie sollen im so genannten First-Come-First-Serve Verfahren nach der Reihenfolge der Zeichnungen zugeteilt werden. "Wir wollen so eine breite Streuung der Aktien erreichen", betont Remmers. Insgesamt sollen bei einem Festpreis von 7 Euro je Aktie bis zu drei Millionen Euro erlöst werden. Nach dem Abschluss der Zeichnungsfrist am 14. Juli sollen die Papiere im Freiverkehr der Börsen in Berlin und Frankfurt gehandelt werden.

Die 1998 gegründete Solarpraxis AG arbeitet nach eigenen Angaben seit mehreren Jahren profitabel. Die Umsatzrendite liege seit 2004 bei zirka zehn Prozent, der Umsatz des Unternehmens selbst bei über zwei Millionen Euro, sagte Remmers. Die Solarpraxis AG berät Konzerne zu ihren Investitionsentscheidungen in der Solarbranche. Ingenieure des Unternehmens betreuen Industrie und Anlagenbauer. Daneben publiziert die Solarpraxis AG über einen hauseigenen Verlag Fachliteratur in sieben Sprachen und organisiert Kongresse. Zu den Kunden der Solarpraxis AG gehören nahezu alle namhaften Solarunternehmen in Deutschland.

"Wir werden mit unseren Kunden in ganz Europa wachsen. Dafür gibt uns der Börsengang die richtige Basis", kommentiert Remmers.
Hauptaktionäre der Solarpraxis AG sind die Vorstände Karl-Heinz Remmers und Holger Bedurke, der Aufsichtsrat Kay Neubert sowie die Umwelt Aktiendepots der Bonner Vermögensberatung Murphy&Spitz Umwelt Consult.

20.06.2006   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Sharp zeigt auf der Intersolar 2006 die Zukunft der Solar-Technologie

Montage von Sharp-Solarmodulen
Montage von Sharp-Solarmodulen

Vom 22. bis zum 24. Juni 2006 findet in Freiburg mit der Intersolar 2006 Europas größte Fachmesse für Photovoltaik, Solarthermie und solares Bauen statt. In Halle 4, Stand 4.3.31 zeigt Sharp auf 130 Quadratmetern Ausstellungsfläche seine neuesten Photovoltaikprodukte. Ein besonderes Highlight am Sharp-Stand ist das "Swarovski Crystal Aerospace", die Designstudie eines solar betriebenen Autos der Zukunft. Entwickelt wurde diese Studie vom britischen Designer Ross Lovegrove, der 1.000 Sharp-Solarzellen mit je einem Swarovski-Kristall in der Mitte kombiniert und in die Außenhülle des Concept Cars integriert hat.
 
Im Rahmen einer Welttournee wird das Swarovski Crystal Aerospace auf der Intersolar nun erstmals auch in Deutschland vorgestellt.


Dünnschichtmodule, Licht-Konzentrator und Fortschritte bei kristallinen Siliziumzellen

In diesem Jahr steht die Intersolar auch im Zeichen der anhaltend starken Nachfrage und des weltweiten Siliziumengpasses. Daher hat Sharp - außer der Steigerung der Produktionskapazität auf 500 Megawatt - Technologien und effektive Fertigungsprozesse entwickelt, die Silizium sparen oder auf neue Materialien zur Erzeugung von solarem Strom setzen. Mit den zwei neuen 80 und 85 Watt starken Dünnschichtmodulen NA-801WP und NA-851WP sowie dem Prototypen eines Licht-Konzentrators zeigt das Unternehmen wichtige Produkte dieser Entwicklung. Neben dem Ausbau der rohstoffschonenden Dünnschichttechnologie konnten auch bei den herkömmlichen kristallinen Siliziumzellen Fortschritte erzielt werden, berichtet das Unternehmen. So sei die Zellstärke von 200 Mikrometer auf unter 200 Mikrometer reduziert und ein neues Ätzverfahren bei der Herstellung der Solarzellen entwickelt worden, das eine gleichmäßigere Oberflächenstruktur der Zelle gewährleiste. Die dadurch verringerte Reflexion des einfallenden Lichtes erhöhe die Lichtausbeute der Zelle.

Mit dem Licht-Konzentrator präsentiert Sharp auf der Intersolar 2006 eine nicht auf Silizium basierende Lösung, um mit der Sonne Strom zu erzeugen. Über eine Fresnellinse wird das Sonnenlicht mit einer bis zu 500-fachen Konzentration auf eine sieben mal sieben Millimeter große Gallium-Arsenid-Zelle gelenkt. Dabei wird laut Sharp ein Zellwirkungsgrad von bis zu 40 Prozent erreicht. Die aus insgesamt 90 Zellen bestehende Konzentrator-Anlage verfügt über ein zweiachsiges Nachführsystem, das für einen optimalen Winkel zur Sonne sorgt. Gerade für sehr sonnenreiche Gegenden ist der Licht-Konzentrator eine interessante Alternative zu kristallinen Modulen bei der Sonnenstromerzeugung.

In den letzten Jahren hat sich die Photovoltaik zu einem bedeutenden Unternehmenszweig der Sharp Corporation entwickelt. Neben intelligenten und hochwertigen Solarprodukten wird die Forschung und Weiterentwicklung der Photovoltaiktechnologie ständig vorangetrieben.

20.06.2006   Quelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Conergy jetzt auch in Belgien, den Niederlanden und Großbritannien präsent

Die Hamburger Conergy AG ist jetzt durch die Übernahme der "IZEN nv" und "Zen International Production and Trade bvba" weltweit in 22 Ländern kundennah vertreten, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit rund 40 Mitarbeitern und einem starken Vertriebsnetz in Großbritannien, Niederlanden, Frankreich und Belgien seien die profitablen Tochtergesellschaften der Zen-Gruppe seit mehr als 10 Jahren auf die Herstellung und Distribution von solaren Systemkomponenten spezialisiert.  Die Erfahrung der neuen Mitarbeiter will Conergy nutzen, um ihre Produktlinien weiter zu entwickeln und in allen Solarmärkten Westeuropas zu vertreiben.


Einstieg in die solare Drain-back-Systemtechnologie

Dank der akquirierten Drain-back-Systemtechnologie wachse Conergy auch zu einem Technologieführer bei der Produktion bedarfsgerechter solarthermischer High-tech Komponenten für alle Klimazonen. Die Drain-back-Technologie sei speziell auf die wechselhaften Wetterbedingungen in Nordeuropa ausgerichtet und sorge durch eine automatische Entleerung des solaren Wasserkreislaufs bei Überhitzung oder Unterkühlung für eine besonders lange Lebensdauer der Solarkollektoren, was die Wirtschaftlichkeit entscheidend verbessere.

Nach der Integration der speziell in heißen südlichen Regionen nachgefragten Thermosyphon-Technologie verfügt Conergy mit der Drain-back Systemtechnologie über eine weitere solare Schlüsseltechnologie, um jedem Energieverbraucher weltweit neben leistungsfähigsten Solarstromsystemen auch bei der solaren Warmwasserbereitung auf den regionalen Bedarf optimal zugeschnittene Produktlinien anzubieten. "Die Übernahme ist ein weiterer Meilenstein für Conergy auf dem Weg zum solaren Technologieführer. Damit stärken wir das Angebot unserer weltweiten Vertriebe und erschließen zugleich zusätzliches Umsatz- und Profitpotenzial für unsere regenerativen Energiesysteme in Nordeuropa", so Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Conergy AG.

20.06.2006   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Indien und Deutschland wollen bei erneuerbaren Energien stärker zusammenarbeiten

Indien und Deutschland wollen ihre Kooperation in Sachen regenerative Energien vertiefen. "Für deutsche Unternehmen ist Indien ein interessanter Markt. Es gibt zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Zusammenarbeit, so bei der Wind- und Sonnenenergie, aber auch der Energieeffizienz", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bei einem Treffen mit dem indischen Minister für erneuerbare Energien, Vilas Muttemwar, am 16.06.2006 in Berlin.  Gabriel lud Indien zur Mitarbeit im Lenkungsausschuss des internationalen Politiknetzwerks REN 21 ein.


250.000 indische Dörfer sollen mit erneuerbarer Energie versorgt werden

Indien, der sechstgrößte Energiekonsument der Erde, hat sich ehrgeizige Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien gesetzt: Mittlerweile weltweit die Nummer Vier im Ausbau der Windenergie, setzt Indien sowohl in der Industrie aber auch in abgelegenen Regionen auf eine dezentrale Energieversorgung auf Basis von Wind, Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft. So plant Indien in den kommenden Jahren über 250.000 Dörfer mit erneuerbarer Energie zu versorgen.

Eine Chance, neue Impulse in der deutsch-indischen Zusammenarbeit im Bereich Energie zu setzen, bietet das im April von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Premierminister Manmohan Singh in Hannover ins Leben gerufene deutsch-indische Energieforum. Indien ist außerdem Gastgeberland der Weltwindenergiekonferenz, die im November in Neu Delhi stattfindet.

20.06.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

European Science Foundation gründet Projektgruppe für Solarenergie

Führende Wissenschaftler raten der Europäischen Union und ihren Mitgliedsstaaten nachdrücklich zu umfassenden Investitionen von mehreren Millionen Euro in die Erzeugung von umweltverträglicher, sauberer Energie mit Solaranlagen, Wasserstoff und anderen Brennstoffen. Nach Auffassung der Wissenschaftler ist dies langfristig die einzige nachhaltige Lösung für den globalen Energiebedarf. Die vielversprechendsten Ansätze für eine umfassende, direkte Solarenergie-Umwandlung in Brennstoffe wurden kürzlich auf einer internationalen Fachkonferenz in Regensburg vorgestellt. Dabei ging es um die Nachahmung natürlicher Photosynthese-Systeme und die Entwicklung des "künstlichen Blatts". Das Treffen wurde von der European Science Foundation (ESF) finanziell unterstützt.   Im Rahmen der Konferenz wurde zudem eine interdisziplinäre Projektgruppe gegründet. Diese soll Entscheidungsträgern der EU und nationaler Regierungen das Thema nahe bringen, damit umfassend in diese Technologien investiert wird.


Gesamtenergieverbrauch wird sich bis 2050 mindestens verdoppeln

Das grundlegende Problem ist laut ESF, dass sich der weltweite Gesamtenergieverbrauch pro Jahr von seinem derzeitigen Niveau von 14 Terawatt (TW) bis 2050 mindestens verdoppeln wird, während gleichzeitig fossile Brennstoffe knapp werden. Die Nutzung von fossilen Brennstoffen erzeuge zudem ein inakzeptables Kohlendioxid-Niveau, das zur globalen Erwärmung führt und katastrophale Folgen für viele Bereiche habe, zum Beispiel für die Nahrungsproduktion.


Durchbruch bei der Elektrizitätsspeicherung erforderlich

Abgesehen von der Solarenergie kann dieses Defizit nach Ansicht der Wissenschaftler nur mit anderen erneuerbaren Energiequellen wie der Windenergie, gemeinsam mit der Atomenergie als nicht fossile und nicht erneuerbare Energiequelle angegangen werden. Doch diese würden weder den vorausgesagten steigenden Energiebedarf decken, noch die Elektrizitätserzeugung mit fossilen Brennstoffen vollkommen ersetzen können, heißt es in der ESF-Pressemitteilung. Ein weiteres Problem sei, dass diese Energieformen nicht direkt als gespeicherte Brennstoffe verfügbar seien. Ohne einen unerwarteten Durchbruch bei der Elektrizitätsspeicherung werde der Brennstoffbedarf weiterhin bei etwa 70 % des weltweiten Gesamtenergiebedarfs liegen – besonders im Transportwesen, in der Fertigung und der Heizenergie für Privathaushalte. Elektrizität mache derzeit nur 30 % des globalen Energieverbrauchs aus.


Photosynthese als Vorbild für Brennstoffproduktion in kommerzieller Größenordnung

Da die Sonne die Erdoberfläche praktisch zu jeder Uhrzeit erreiche, sei Solarenergie dagegen reichlich vorhanden, um den jährlichen Energiebedarf der Welt zu decken, betont die ESF. Das Problem liege darin, diese Energieform nutzbar zu machen. Die Natur habe das bereits mit der Photosynthese perfektioniert, einem hoch effizienten und flexiblen Mittel in zahlreichen Größenordnungen - von isolierten Bakterienkolonien bis hin zu großen Wäldern. Erst kürzlich seien insbesondere in Europa erhebliche Fortschritte beim Verständnis und der Nachahmung dieser natürlichen Prozesse erzielt. Die Ergebnisse hätten Wissenschaftler überzeugt, dass auf diese Weise Brennstoff in kommerzieller Größenordnung hergestellt werden könnte. Forschungsschwerpunkt sollte deshalb sein, sich bei der Schaffung von natürlichen und künstlichen Solarenergie-Umwandlungssystemen, die langfristig eine zuverlässige, nachhaltige Energieversorgung ermöglichen, von biologischen Systemen inspirieren zu lassen. Zudem sollte der ökologische Einfluss des Menschen gemindert und dadurch die globale, ökologische Kapazität mit umweltverträglichen, sauberen Technologien gesteigert werden. Das könnte zum Beispiel durch einen Kreislauf erfolgen, bei dem Kohlendioxid wieder in Brennstoffe umgewandelt wird.

Die ESF-Projektgruppe empfiehlt Europa drei parallele Ansätze für die Solarenergieforschung zur Erzeugung von sauberen Brennstoffzyklen

- Erweiterung und Anpassung der heutigen Photovoltaik-Technologie zur Erzeugung von sauberen Brennstoffen direkt aus der Sonnenstrahlung.

- Entwicklung künstlicher, chemischer und biomimetischer Anlagen, welche die Photosynthese nachahmen und zur Sammlung, Lenkung und Nutzung der Sonnenstrahlung einsetzen, zum Beispiel um Wasser zu trennen, in der Atmosphäre vorhandenes Kohlendioxid umzuwandeln und auf diese Weise verschiedene Formen umweltverträglicher, sauberer Brennstoffe zu erzeugen.

- Anpassung natürlicher Systeme für die direkte Erzeugung von Brennstoffen wie Wasserstoff und Methanol anstelle der Umwandlung von Kohlehydraten zu Brennstoffen in einem indirekten, ineffizienten Prozess.


Solarbrennstoff-Projekt als Meilenstein für die Entwicklung des "künstlichen Blatts"

Diese drei Forschungsthemen werden sich laut ESF überschneiden und auf die Grundlagenforschung zurückgreifen, um die genauen molekularen Mechanismen der Wasserspaltung in Wasserstoff und Sauerstoff bei der Photosynthese von Pflanzen und sauerstoffhaltigen Bakterien zu erklären. Durch diesen Prozess, der sich vor 2,5 Milliarden Jahren entwickelte, entstanden die Bedingungen für tierisches Leben durch die Umwandlung von in der Atmosphäre enthaltenem Kohlendioxid in Sauerstoff und Kohlenhydrate. Daraus gehen auch alle fossilen Brennstoffe hervor, welche die Menschen nun in immer schnellerem Masse zurück in Kohlendioxid umwandeln und damit katastrophale Umweltfolgen heraufbeschwören. In dem gleichen Prozess liege nun die Rettung, betont die ESF. Die Herausforderungen sind laut ESF gewaltig: Zuerst müsse die Funktion von natürlichen Photosynthese-Systemen nachgeahmt werden. Auf diesem Gebiet seien kürzlich bedeutende Fortschritte gemacht worden. Die Teilnehmer der ESF Brainstorming Conference bezeichneten das Solarbrennstoff-Projekt als wichtigen Meilenstein für die Entwicklung des "künstlichen Blatts". In Europa wachse die Überzeugung, dass bis 2050 ein großer Teil unserer Brennstoffe von solchen "künstlichen Blättern" stammen werde und dass es keine Zeit zu verlieren gelte, um mit wichtigen Forschungen an Technologien zu beginnen, die dies ermöglichen.

20.06.2006   Quelle: European Science Foundation (ESF)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

SolarMarkt liefert Technik für Freiburgs größtes Solarstrom-Projekt

Sunways-Technologie für Freiburger Solar-Uni.
Sunways-Technologie für Freiburger Solar-Uni.

Die Technologie für die Freiburger "Solar-Universität" liefert die SolarMarkt GmbH. Auf Grund seiner guten Beziehungen zu Modulherstellern habe der Freiburger Photovoltaik-Großhändler den Zuschlag bekommen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Bei der 550Kilowatt-Solarstromanlage zur 550- Jahr-Feier der Universität komme ausschließlich Spitzentechnik aus Südbaden zum Einsatz. Module und Wechselrichter stammen von Sunways aus Konstanz, das Montagesystem AluTec ist eine Eigenentwicklung des SolarMarkts.
 
Die Solar-Uni ist ein Gemeinschaftsprojekt des regionalen Energieversorgers badenova, des SC Freiburg und der Albert-Ludwigs-Universität. Die Investitionskosten in Höhe von drei Millionen Euro sollen durch einen Solar-Fonds aufgebracht werden, der zunächst Studierenden, Uni-Mitarbeitern und früheren Absolventen angeboten wird. Die Idee dazu hatte Franz Daschner, Freiburger Professor für Umweltmedizin und im Jahr 2000 Träger des deutschen Umweltpreises.


Mit über 2.500 Modulen an die Spitze der Solarbundesliga

"Dank unserer langjährigen Beziehungen zu Herstellern konnten wir für die Solar-Uni hervorragende Komponenten sichern. Das Projekt hat technisch und politisch Vorbildcharakter", so Walter Leithold, Geschäftsführer des SolarMarkts. Mit der Solarstromanlage der Solar-Uni hole sich Freiburg den Titel der Solarhauptstadt zurück, so Leithold weiter. Derzeit liege Freiburg in der Solarbundesliga hinter Ulm und Ingolstadt auf Platz 3. Bis zum Jahr 2007 sollen auf knapp 5.000 Quadratmetern der 12 größten Uni-Gebäude über 2.500 Module und knapp 60 Wechselrichter installiert werden. Mit rund 100 Kilowatt ist die größte Anlage auf einer Halle des Instituts für Sportwissenschaft in der Schwarzwaldstraße geplant. Allein vier Anlagen entstehen am Flugplatz auf Gebäuden des Instituts für Mikrosystemtechnik. Weitere Anlagen wird es geben auf dem Rechenzentrum, dem Institut für Psychologie in der Engelbergerstraße, der Mensa Institutsviertel, der Strahlenklinik, dem Neurozentrum und dem Zentralen Sammellager in der Albertstraße.


Solarmodul-Testsieger und Wechselrichter von Sunways

"Von dem Projekt profitieren alle", freut sich Walter Leithold. "Die Solarregion Freiburg dokumentiert Ihre Vorreiterrolle bei der Sonnenenergienutzung; der SolarMarkt seine Führungsposition als PV-Technologielieferant. Uns gibt es schon so lange, dass viele nicht mehr wissen, dass ein großer Teil der Technologie für PV-Anlagen in der Region von uns kam", so Leithold. Als südbadisches Unternehmen steht Sunways für die Leistungsfähigkeit der Region. Die Konstanzer produzieren nicht nur Module, sondern auch das solare Herz, die Solarzellen. Die erst kürzlich von der Stiftung Warentest geprüften Module schnitten als Testsieger ab (Heft 05/2006). Die Wechselrichter von Sunways sind für ihre sehr guten Wirkungsgrade bekannt. Sie bringen 1-2 Prozentpunkte mehr als viele marktüblichen Produkte, betont Leithold. Die Sunways Solar Inverter basieren auf einer Entwicklung mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg. Mit der HERIC®-Topologie wird der Wirkungsgrad im unteren Teillastbereich angehoben: Eine präzise Regelung sorgt dafür, dass der Wechselrichter schnell auf Einstrahlungsschwankungen reagiert.


Solar-Handwerker aus der Region installieren, Fraunhofer ISE übernimmt das Monitoring

Das Fraunhofer ISE übernimmt auch das Monitoring der Solar-Uni-Anlagen und gewährleistet so, dass die versprochene Leistung tatsächlich erbracht wird. Für die Montage setzt der SolarMarkt das von ihm ständig weiterentwickelte Montagesystem AluTec ein, das vor Jahren das erste Einlegesystem überhaupt war. Die übereinander angeordneten Kreuzschienen gleichen Dachunebenheiten aus und verteilen die Lasten gleichmäßig auf den gesamten Montageverbund. Für die Anlagen-Installation gilt dasselbe wie für die Technik: "Wir suchen uns die besten Solar-Handwerker der Region für dieses Projekt", versichert Leithold.


Seit letztem Jahr ist der internationale PV-Markt von einem Rohstoff-Engpass gekennzeichnet. Viele Zellen- und Modulhersteller können wegen des Mangels an Solarsilizium ihre Kapazitäten nicht auslasten. Die hohe Nachfrage nach Modulen kann nicht befriedigt werden. Der SolarMarkt Freiburg sichert die Versorgung seiner Handwerkerkunden mit hochwertigen Modulen durch Rahmenverträge mit SCHOTT Solar, Sunways, Solon und Isofotón. Grundlage für das Zustandekommen dieser Verträge waren die langen Geschäftsbeziehungen.

20.06.2006   Quelle: SolarMarkt GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

SolarWorld AG will Wettbewerbsfähigkeit im Solarstrommarkt verbessern

Ab dem kommenden Jahr sollen Photovoltaik-Komplettsysteme der SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) zu einem Preis angeboten werden, der die Konkurrenzfähigkeit gegenüber konventionellem Strom weiter verbessert, kündigt das Unternehmen in einer Pressemitteilung an. "Wir bieten unseren Kunden aus dem Groß- und Fachhandel für 2007 Komplettsysteme zu Konditionen an, die es ihnen ermöglicht, an Endverbraucher zu einem Preis zu verkaufen, der sich deutlich unterhalb von derzeit im Markt zu beobachtenden Preisen befindet", erklärt Dipl.-Wirtschaftsingenieur Frank Henn, Vorstand Vertrieb der SolarWorld AG.  Die unverbindliche Endkundenpreisempfehlung betrage für eine mittelgroße Standardanlage mit einer Leistung von 4 kW netto 4.600 Euro je Kilowatt (kW) Spitzenleistung zuzüglich Montage. Im Markt seien aktuell deutlich höhere Preise zu beobachten.


Preise für Solarstrom sinken

"In den letzten Jahren sind die Strompreise in Deutschland zweistellig gestiegen. Mit der Verteuerung der Energierohstoffe wie Kohle, Öl und Gas wird diese Tendenz auch zukünftig anhalten", sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG. "Jahr für Jahr kommen wir der betriebswirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom gegenüber dem Steckdosenpreis vornehmlich aus Kohle- und Atomstrom näher. Ökologisch ist der saubere Solarstrom ohnehin schon überlegen. Mit unserer Offensive zur Preistransparenz im kommenden Jahr werden wir explizit dazu beitragen, Solarstrom günstiger zu machen. Unser Ziel ist, in absehbarer Zeit die volle Wettbewerbsfähigkeit des Solarstroms zu erreichen", so Asbeck.


Präsentation neuer monokristalliner Module auf der Intersolar

Mit der Präsentation ihrer neuesten Produkte auf der Intersolar will die SolarWorld AG ihrem Anspruch an Effizienz und Qualität Ausdruck verleihen. Ihre auf der weltgrößten Solarmesse präsentierten neuen monokristallinen Solarmodule verfügen mit einem Wirkungsgrad von 14,2 % über eine Leistung, die deutlich über dem durchschnittlichen Marktniveau liege, heißt es in der Pressemitteilung. Unter dem Motto "Willkommen in der Schwieriglosigkeit" stellt SolarWorld außerdem ihre neuen, individuell zu gestaltenden solaren Bausätze (Sunkits) vor.

20.06.2006   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Solarmodul-Spezialist aleo solar will an die Börse

Die aleo solar AG mit Vertrieb in Oldenburg (Niedersachsen) und Fertigung in Prenzlau (Brandenburg) plant für Sommer 2006 die Erstnotierung im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. aleo solar entwickelt, produziert und vertreibt Solarmodule und -systeme auf Basis von Siliziumzellen für den deutschen und internationalen Photovoltaikmarkt.   Im brandenburgischen Prenzlau unterhält das Unternehmen eine der größten und modernsten Produktionsstätten für Solarmodule in Europa mit einer Produktionskapazität von 90 Megawatt (MW). aleo solar hat 2005 nach eigenen Angaben einen Umsatz von 106,9 Millionen Euro (Vorjahr: 80,8 Millionen Euro) und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern EBIT in Höhe von 14,7 Millionen Euro (Vorjahr: 10,6 Millionen Euro) erzielt. Zum 31. Dezember 2005 beschäftigte das Unternehmen 227 Mitarbeiter.

Die aleo solar AG (früher S.M.D.) wurde im September 2001 gegründet Heute arbeiten rund 230 Mitarbeiter an den Standorten Oldenburg und Prenzlau. Das Unternehmen hat sich mit der Beteiligung an dem Brandenburger Technologieunternehmen Johanna Solar Technology GmbH den Zugang zur zukunftsträchtigen Dünnschicht-Technologie gesichert.

19.06.2006   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Online-Handelsplattform pvXchange mit Partnern auf der Intersolar 2006

Die vor rund eineinhalb Jahren gegründete pvXchange GmbH tritt bei der diesjährigen Intersolar mit einem eigenen Stand auf. Die Fachmesse in Freiburg gilt als die wichtigste Solarmesse Europas und zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland an. 7 der insgesamt 10 Mitarbeiter von pvXchange werden während der drei Messetage neue Interessenten wie Bestandskunden begrüßen und kompetent beraten.   Die pvXchange GmbH wird an ihrem Stand erstmals auch Produkte und Dienstleistungen ihrer Partner vorstellen: die Marzari Technik GmbH hat Metallunterlegplatten für die sichere Aufdachmontage von Solaranlagen entwickelt, die EFI Energy Farming International AG präsentiert Anlagemöglichkeiten bei Solar- und Windkraftprojekten, das Solaranlagen-Portal.de biete mit seinem Ausschreibungs-Service eine hervorragende Ergänzung zur Plattform pvXchange.de, berichtet die Handelsplattform in einer Pressemitteilung.

pvXchange orientiere sich mit seiner Online-Handelsplattform für zunehmend in Richtung Südeuropa und anderen aufstrebenden Solarregionen. Bereits bestehende internationale Kontakte sollen durch die Eröffnung von Büros und deren Besetzung mit sprachkundigen Mitarbeitern in den Zielländern intensiviert, neue Kunden hinzu gewonnen werden. Wer pvXchange kennenlernen möchte, hat noch kurzzeitig die Möglichkeit, kostenlose Eintrittsgutscheine anzufordern, um das Unternehmen auf der Intersolar 2006 in Freiburg am Stand A.3.85 zwischen dem 22. und 24.06.06 zu besuchen.

19.06.2006   Quelle: pvXchange GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Umfrage: Solarwärme beliebteste Heizenergiequelle der Deutschen

Solarwärme wird von Hauseigentümern favorisiert.
Solarwärme wird von Hauseigentümern favorisiert.

Die Akzeptanz von Solarwärmeanlagen ist in der deutschen Bevölkerung ausgesprochen hoch, so das Ergebnis einer jetzt in Berlin vorgestellten Studie des Bielefelder SOKO-Instituts. Demnach rangiert Solarwärme mit 27,9 Prozent ganz oben auf der Wunschliste von Hauseigentümern, gefolgt von Erdgas mit 23,1 Prozent und Stückholz mit 22,7 Prozent.
 
Hauptgründe für die hohe Akzeptanz der Sonnenenergie seien Umweltaspekte und die erwarteten Kosteneinsparungs-Effekte, berichtet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in einer Pressemitteilung. Die Studie belege außerdem eine hohe Investitionsbereitschaft der Deutschen in Heizungssysteme, die auf Basis erneuerbarer Energien betrieben werden. Davon dürften künftig besonders Solarwärmeanlagen profitieren. Der BSW rechnet für dieses Jahr mit einem Marktwachstum der solarthermischen Systeme von über 30 Prozent.


Großes Potential für erneuerbare Energien in Deutschland

Insgesamt plant laut Umfrage jeder achte deutsche Hauseigentümer innerhalb der nächsten 24 Monate konkrete Änderungen an seiner Heizung. Gut ein Viertel will auf Solarwärme-Systeme umrüsten. Neue Heizöl- und Erdgasheizungen planen hingegen nur noch 12,1 Prozent, beziehungsweise 9,1 Prozent. Auf dem zweiten Platz bei den geplanten Investitionsvorhaben landet Stückholz mit 22,7 Prozent. "In Deutschland besteht ein enormer Modernisierungsbedarf im Heizungsbereich und ein großes Potential für erneuerbare Energien", fasst Henry Puhe, Geschäftsführer des SOKO-Instituts, die Studienergebnisse zusammen. Die Mehrheit der Befragten geht davon aus, dass sich die Heizkosten bis 2010 weiter erhöhen werden und betrachtet die Investition in Solarwärme daher als rentabel. Schon heute hat jeder zehnte Hauseigentümer Sonnenkollektoren auf dem Dach und ist mit seiner Solarwärmeanlage in 86 Prozent der Fälle zufrieden.


Handwerk und Produktion bestens für einen Solarboom gewappnet

"Die Studie belegt das hohe Interesse der Deutschen an Solarenergie. Die Bundesbürger erkennen zunehmend, dass sich Heizkosten mit Hilfe Erneuerbarer Energien deutlich senken lassen. Handwerk und Produktion sind in Deutschland für den Solarboom bestens gewappnet", kommentiert Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Die SOKO-Studie bestätige für Deutschland einen Trend, der auch international ablesbar sei. Nach einer jüngsten Veröffentlichung der Internationalen Energie Agentur (IEA) sei der weltweite Markt für Solarwärmeanlagen in den letzten fünf Jahren zehnmal so stark gewachsen wie die Weltwirtschaft. Im Jahr 2004 konnten mittels Solarwärmeanlagen weltweit 9,3 Milliarden Liter Heizöl eingespart werden. Solarwärme-Anlagen für den Hausgebrauch werden ein Schwerpunkt auf der INTERSOLAR sein. Europas bedeutendste Fachmesse findet vom 22 bis 24. Juni in Freiburg statt.

Die Studie "Akzeptanz von Photovoltaik und Solarthermie in Deutschland" wurde als Telefonbefragung im Frühjahr 2006 bei 1003 Haushalten durchgeführt und ist laut BSW repräsentativ für alle deutschen Haushalte. Sie wird ab dem 1. Juli 2006 veröffentlicht unter www.soko-institut.de.

19.06.2006   Quelle: BSW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Conergy übernimmt innovative Schweizer Heiz- und Kühltechnologie

Solarstadt in Plan-Les-Ouates bei Genf
Solarstadt in Plan-Les-Ouates bei Genf

Die Hamburger SunTechnics, Tochter der Conergy AG, baut ihre Kompetenz in der regenerativen Wärmeversorgung weiter aus. Hierfür greife SunTechnics im Rahmen eines so genannten Asset-Deals (Firmenübernahme durch Erwerb der einzelnen Wirtschaftsgüter) auf das Engineering-Know-how der Aqua’quitus SA und der ERTE SA aus Genf zurück, berichtet die Conergy AG in einer Pressemitteilung. Georges Spoehrle, Gründer der Aqua’quitus SA und der ERTE SA, habe sich in der Schweiz vor allem mit der Entwicklung und Integration von innovativen Heiz- und Kühlsystemen einen Namen gemacht und bringe mehr als 20 Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet in die SunTechnics ein.  Unter anderem zählt die Solarstadt in Plan-Les-Ouates bei Genf zu seinen Referenzobjekten: Bei diesem Leuchtturm-Projekt hat Spoehrle die solar unterstützte Klimatisierung von insgesamt 250 Wohnungen in neun Gebäuden geplant und umgesetzt.


Entwicklungsvorsprung bei Heizung, Kühlung und Klimatisierung

"Mit dem bewährten Know-how für Haustechnologie gewinnen wir einen enormen Entwicklungsvorsprung, mit dem wir den steigenden Bedarf nach einer ganzheitliche Lösung für Heizung, Kühlung und Klimatisierung bestens bedienen", erklärt Christoph Koeppen, Geschäftsführer von SunTechnics. "Wir kommen damit dem Ziel, SunTechnics als Erneuerbarer Gesamtenergieanbieter zu positionieren, ein großes Stück näher", so Koeppen weiter. Die innovative Enerbus-Technologie ermögliche es, mit nur einem einzigen, intelligenten Verteilnetz die Warmwassererzeugung, Heizung und Kühlung von Gebäuden effizient einzubinden. Dieses geschehe durch ein 2-Leiter-Nahwärmenetz, welches das klassische und mittlerweile veraltete 4-Leiter-System (Heizungsvorlauf und -rücklauf, Warmwasser und Zirkulation) ablöst.

19.06.2006   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Aqua’quitus SA
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

TiSUN investiert 6,3 Millionen Euro in neue Solarthermie-Fabrik

Geplantes TiSUN-Werk in Söll
Geplantes TiSUN-Werk in Söll

In Söll am Wilden Kaiser errichtet das Tiroler Unternehmen Teufel & Schwarz (TiSUN) für 6,3 Millionen Euro die nach eigenen Angaben modernste Produktionsstätte für Solarwärmeanlagen in Europa. Die Tiroler wollen damit einen weiteren Meilenstein auf dem Weg in die Top-Five der europäischen Solarthermie-Branche setzen. "Wann, wenn nicht jetzt?", kommentiert Gerhard Schwarz die Frage nach dem Zeitpunkt für die größte Investition der Firmengeschichte.  Er bezieht sich damit auf die explodierenden Kosten von fossilen Energieträgern und die sich verschärfende Energiekrise. In den letzten Jahren sei TiSUN mit über 120.000 Quadratmetern produzierter Kollektorfläche zum bedeutendsten Hersteller Westösterreichs und österreichweit zur Nummer 2 geworden. Auf dem neuen, 25.000 m2 großen Gelände zwischen Wildem Kaiser und Pölven sollen im Laufe der nächsten Jahre bis zu 120 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz finden. Mit der neuen Produktionsstätte verfüge TiSUN über eine jährliche Produktionskapazität von rund 150.000 Quadratmetern Kollektorfläche. "Aufgrund der großen Nachfrage platzen wir in Going derzeit aus allen Nähten. Mit modernsten Produktionsanlagen, Forschungs- und Entwicklungszentrum, Schulungsräumen und ausreichenden Ausbaureserven sind wir in Söll bestens gerüstet für unsere Zukunftsvision: Einen Spitzenplatz in Europa zu erreichen", begründen die Firmengründer Arnold Teufel und Gerhard Schwarz die Entscheidung für den Bau des neuen Werks.


Wertschöpfung in Tirol

Mit hochwertigen Anlagen zur Wärmegewinnung aus Sonnenenergie baut TiSUN seit Jahrzehnten auf eigene Forschung und Entwicklung. "Gerade diese Tradition werden wir in Söll dynamisch fortsetzen. Wir sind stolz darauf, dass wir damit als heimisches Tiroler Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum Energiesparen und zum Umweltschutz leisten können", freut sich Vertriebschef Robin Welling. "Außerdem entstehen hier zusätzliche Arbeitsplätze und die Wertschöpfung bleibt im Land", so Welling weiter. Die Fertigstellung des Projektes ist geplant für November 2006 (Produktionshalle) und für Februar 2007 (Verwaltungs- und Bürogebäude). "Firmen wie TiSUN haben durch ihre Innovationskraft und ihre Dynamik entscheidend dazu beigetragen, dass Tirol heute mit zu den führenden Hochtechnologie-Standorten zählt. Mit ihrem Pioniergeist leisten sie viel für den Wohlstand unseres Landes", so Dr. Jürgen Bodenseer, Präsident der Wirtschaftskammer Tirol.


TiSUN® - Made in Tirol by Teufel & Schwarz

Das Unternehmen Teufel & Schwarz wurde 1989 in Going bei Kitzbühel von Arnold Teufel und Gerhard Schwarz gegründet. Es produziert hochwertige Sonnenkollektoren und Schichtspeicher. Mit Spitzentechnologie, höchster Qualität und einem ausgezeichnetem Vertriebsnetz verzeichne TiSUN seit Jahren beträchtliche Zuwachsraten. Das Team von aktuell 75 Mitarbeitern wachse jährlich um circa 25 %. Rund 60 Prozent der produzierten Kollektoren und Schichtspeicher werden laut Teufel & Schwarz in das Ausland geliefert. Der Großteil davon in die EU-Mitgliedsstaaten. Das Unternehmen will in den nächsten Jahren vor allem in Südwesteuropa verstärkt Marktanteile gewinnen.


Austria Solar Gütesiegel

2003 wurde TiSUN® - Made in Tirol by Teufel & Schwarz als erster österreichischer Solarbetrieb mit dem Austria Solar Gütesiegel ausgezeichnet. Die dynamische Innovationskultur, die Erfüllung strengster Qualitätskriterien (Kollektoren, Regelung, Speicher, Pumpen, Systemtechnologie) und die vorbildliche Umwelt-, Kunden- und Servicefreundlichkeit waren laut Jury dafür ausschlaggebend.

19.06.2006   Quelle: TiSUN Teufel & Schwarz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Teufel & Schwarz

 

Intersolar: Veranstalter erwarten Besucherrekord; Standortwechsel 2008

PV-Anlage der Messe Freiburg
PV-Anlage der Messe Freiburg

Von Donnerstag, 22.06. bis Samstag, 24.06.06 ist Freiburg erneut Drehscheibe der europäischen Solarwirtschaft. Auf der Messe Freiburg findet auf einer Ausstellungsfläche von 26.000 Quadratmetern die Intersolar 2006 statt, Europas führende Fachmesse für Solartechnik. 454 Aussteller aus 27 Nationen präsentieren die neuesten Trends und Produkte der internationalen Solarbranche. Ergänzt wird die Fachmesse durch ein attraktives Kongress- und Rahmenprogramm, das bereits im Vorfeld der Intersolar beginnt. Die Veranstalter rechnen in diesem Jahr mit 22.000 Besuchern aus über 70 Ländern.  In diesem Jahr erwartet die Besucher in sechs Hallen eine umfassende Produktschau zur Photovoltaik, zur Solarthermie und zum solaren Bauen.


Fachbesuchertage und Publikumstag

An den beiden ersten Tagen, dem 22. und 23. Juni, ist die Intersolar ausschließlich für Fachbesucher geöffnet. Von jeweils 9:00 bis 18:00 Uhr haben Experten und Entscheider der internationalen Solarbranche die Möglichkeit, sich über die neuesten Entwicklungen und Produkte zu informieren. Die Aussteller der Intersolar kommen aus 27 Nationen, darunter Unternehmen aus ganz Europa, den USA, China, Japan, Israel Ägypten und Brasilien. Am dritten und letzten Tag ist die Intersolar von 9:00 bis 17:00 Uhr für das Publikum geöffnet. Solarinteressierte, Hausbesitzer und private Investoren können sich vor Ort informieren und beraten lassen. "Die Intersolar verzeichnet wieder einen deutlichen Zuwachs der Ausstellerzahl. Wir erwarten in diesem Jahr erneut einen Besucherrekord", sagt Klaus W. Seilnacht, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG. "Aktuelle Prognosen des Bundesverbands Solarwirtschaft gehen für das Jahr 2006 von einem Wachstum von mindestens 30 % im Bereich Solarthermie und einem Wachstum im deutlich zweistelligen Prozentbereich im Bereich Photovoltaik aus. Die Intersolar spiegelt dieses dynamische Wachstum der Solarbranche wider", ergänzt Markus Elsässer, Geschäftsführer der Pforzheimer Solar Promotion GmbH.


Fachkongress mit Vorträgen, Seminaren und Workshops

Bereits im Vorfeld der Intersolar beginnt der Fachkongress. Den Auftakt macht am 20. Juni ein ganztägiges Seminar über Photovoltaik-Dünnschichtmodule. Am 21. Juni folgt das PV Industry Forum im Freiburger Konzerthaus, das in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindet. Experten aus 27 Ländern haben sich angemeldet. Parallel zur Messe finden dann ab dem 22. Juni Vorträge, Seminare und Workshops rund um die Forschung und Entwicklung, Produktion und Anwendung der Solartechnik statt. Die Themenbereiche korrespondieren mit den Schwerpunkten der Messe: dem derzeitigen Mangel des Rohstoffs Silizium in der Photovoltaik tragen Vorträge über neue Ressourcen sparende Produktionsverfahren und wieder entdeckte Technologien wie Dünnschicht-Photovoltaikmodule Rechnung. In der Solarthermie ist die solare Kühlung ein hoch aktuelles Thema, dem ein englischsprachiges Seminar gewidmet ist. Weitere Themen sind beispielsweise Finanzierung und Investitionsschutz, solare Kapitalanlagen, Chancen auf den Exportmärkten bis hin zu technischen Vorträgen. Aktuelle Informationen und Erfahrungen für Planung, Installation, Finanzierung und Marketing stehen hier im Vordergrund. Der Kongress richtet sich an Planer, Architekten und Installateure sowie Hersteller und Händler aus aller Welt. Zu dem Fachkongress und den begleitenden Workshops und Seminaren werden rund 1.000 Teilnehmer erwartet.


Rahmenprogramm: Neuheitenbörse und Solarexkursionen

Auch das Rahmenprogramm der Intersolar hat einiges zu bieten. Auf der Neuheitenbörse, die parallel zur Messe stattfindet, präsentieren Aussteller der Fachmesse in Kurzvorträgen ihre neuesten Produkte und Technologien. Darüber hinaus werden an allen drei Messetagen Solarexkursionen in deutscher, englischer und französischer Sprache angeboten. Die Besucher haben die Möglichkeit, die zum Teil international bekannten Solar-Highlights der Stadt Freiburg kennen zu lernen. Zu den Themen Photovoltaik, Solarthermie, Solare Klimatisierung, Solararchitektur, etc. werden entsprechend innovative Objekte angefahren und besichtigt. Dazu gehören gebäudeintegrierte Solaranlagen (Solarfassaden), die Solar-Fabrik und die Solarsiedlung mit Plusenergiehäusern des Architekten Rolf Disch.


Wachstum macht Wechsel an einen neuen Standort im Jahr 2008 erforderlich

Das anhaltende Wachstum der Messe Intersolar bringt räumliche und infrastrukturelle Herausforderungen mit sich. Die Veranstalter der Intersolar, die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH& Co. KG (FWTM) und die Pforzheimer Solar Promotion GmbH, haben daher die Notwendigkeit erkannt, die Intersolar ab 2008 an einem anderen Standort durchzuführen. Gespräche sind bereits aufgenommen.

Die Intersolar 2007 wird vom 21.-23. Juni 2007 wieder in Freiburg stattfinden. Über den möglichen Standort für das Jahr 2008 soll in den nächsten Monaten entschieden werden. Träger der Intersolar 2006 sind die führenden Industrieverbände der Solarbranche: der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) e.V., die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) e.V., die European Photovoltaic Industry Association (EPIA), die European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF) und die International Solar Energy Society (ISES).

Weitere Informationen und Programm: http://www.intersolar.de

18.06.2006   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: © York Ditfurth
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

City Solar AG hilft mit Stiftung "Sonne für Kinder"

"Nicht reden, sondern anpacken", lautet eine zentrale Devise der City Solar AG. So habe sich das Unternehmen aus Bad Kreuznach innerhalb von nur drei Jahren zu einem der führenden Hersteller von Solargroßkraftwerken in Europa entwickelt, berichtet die City Solar AG in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen gestalte aber auch sein soziales Engagement nach diesem Motto. Zehn Prozent der jährlichen Gewinne fließen laut City Solar in gemeinnützige Organisationen und Projekte. "Um nicht nur eigenen Profit herauszuschlagen, sondern auch schnell und ganz konkret zu helfen“, betont City-Solar-Vorstand Christian Merle.   Aktuell unterstützt City Solar unter anderem "klasse 2000", das bundesweit größte Programm zur Gesundheitsförderung und Suchtvorbeugung im Grundschulalter.


Erträge von Solarkraftwerken für Kinder- und Jugendhilfsprojekte

"Unsere Kinder und Jugendlichen neigen immer mehr zu Übergewicht, Alkohol- und Nikotinkonsum. Es ist höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen", erklärt Steffen Kammler von City Solar und ergänzt: "Bei der Auswahl unserer sozialen Initiativen ist es uns vor allem wichtig, dass sie nachhaltig wirken." Deshalb habe das Photovoltaik-Unternehmen Anfang des Jahres auch eine Stiftung ins Leben gerufen: "Sonne für Kinder". Die Idee ist schlicht, aber ergreifend: Für die Stiftung baut City Solar eigene Solarkraftwerke. Die jährlichen Erträge kommen speziellen Kinder- und Jugendhilfsprojekten zu Gute. Solarkraftwerke also als ethisches Investment. Wohin genau die Gelder fließen, entscheidet ein hochkarätiger Beirat, dem unter anderem namhafte Unternehmer wie Christiane Underberg oder Solarexperten wie der Fernsehjournalist und mehrfach prämierte Autor Franz Alt angehören.


"Gesundheit macht Grundschule" begleitet Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse und setzt dabei auf die Zusammenarbeit von Lehrkräften, externen Gesundheitsförderern und Eltern. City Solar hat die Patenschaft für fünf neue Erste Klassen an der Hofgarten-Grundschule in Bad Kreuznach übernommen. Startschuss ist nach den Sommerferien. Dann erhalten die Lehrkräfte an der Hofgartenschule ausgearbeitete Unterrichtsvorschläge, die sie entsprechend der jeweiligen Lehrpläne und Gegebenheiten vor Ort einsetzen können.

18.06.2006   Quelle: City Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Biomassekraftwerk Lünen liefert Strom für eine Kleinstadt

NRW-Wirtschafsministerin Christa Thoben vor dem neuen Biomassekraftwerk Lünen.
NRW-Wirtschafsministerin Christa Thoben vor dem neuen Biomassekraftwerk Lünen.

Die REMONDIS GmbH & Co. KG und die STEAG Saar Energie AG haben am 09. Juni, ihr Biomassekraftwerk in Lünen offiziell in Betrieb genommen. Das neue Kraftwerk wird mit Altholz betrieben und erzeugt pro Jahr mehr als 150 Millionen Kilowattstunden Strom, der auf Basis des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in das öffentliche Netz eingespeist wird. Die Strommenge entspricht dem Bedarf einer Kleinstadt und reicht für die Versorgung von knapp 40.000 Einfamilienhaushalten aus. Das Investitionsvolumen beträgt laut REMONDIS GmbH & Co. KG mehr als 54 Millionen Euro.
 
NRW-Wirtschaftsministerin Thoben lobte in ihrer Eröffnungsrede das Projekt als zukunftsweisend: "Das Biomassekraftwerk ist ein Gemeinschaftsprojekt zweier starker Partner und ist ein vorbildliches Beispiel dafür, dass wir in der Lage sind, technisch anspruchsvolle Standards von weltweiter Gültigkeit zu setzen."


150 Millionen Kilowattstunden Strom aus 135.000 Tonnen Altholz aus der Region

Zur Verwirklichung des Projektes haben die STEAG Saar Energie und REMONDIS die gemeinsame Gesellschaft Biomassekraftwerk Lünen (BMK) gegründet. Die Bauzeit für das Biomassekraftwerk betrug 18 Monate. Der Standort des Kraftwerks liegt strategisch günstig in direkter Nachbarschaft zum REMONDIS-Lippewerk und zum STEAG Kraftwerk Lünen. Das Lippewerk ist das größte Zentrum für Kreislaufwirtschaft in Europa. Auf dem 230 Hektar großen Areal befindet sich unter anderem eine Holzaufbereitungsanlage, über die das Biomassekraftwerk mit Altholz versorgt wird. Pro Jahr sollen in der Anlage künftig 135.000 Tonnen Altholz aus der Region verwertet werden. Zuvor wird das Holz – unter anderem Holzpaletten, Altmöbel und Fensterrahmen - zerkleinert und von Fremdstoffen, wie zum Beispiel Nägel und Scharnieren, befreit. Über ein 180 Meter langes Förderband gelangt das Material in die Rostfeuerungsanlage.


100.000 Tonnen Kohlendioxid-Einsparung

Mit dem Biomassekraftwerk leisten die beteiligten Unternehmen einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz. Bei der Verbrennung des Holzes wird laut REMONDIS nicht mehr Treibhausgas freigesetzt, als die Pflanze bei ihrem Wachstum aufgenommen und gespeichert hat. Die CO2-neutrale Verbrennung erspare der Umwelt im Vergleich zur herkömmlichen Energiegewinnung pro Jahr rund 100.000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2). Ludger Rethmann, Vorstandssprecher REMONDIS, sagte: "Ich freue mich, dass wir das Projekt BMK gemeinsam realisieren konnten. In Zeiten knapper werdender Ressourcen ist die Energiegewinnung auf der Basis nachwachsender Rohstoffe ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz." Dr. Alfred Tacke, Vorstandsvorsitzender der STEAG AG in Essen, betonte die Bedeutung des Projektes und des Geschäftsfeldes: "Der Bereich Dezentrale und Erneuerbare Energie ist zu einem wichtigen Bestandteil im STEAG-Konzern geworden."

Das Biomassekraftwerk in Lünen erfüllt laut Betreiber alle notwendigen Immissionsschutz-Standards und unterschreitet deutlich die Grenzwerte der 17. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (17. BImSchV). Der Schadstoffgehalt im Rauchgas wird kontinuierlich gemessen und dokumentiert. Da das Kraftwerk an die Emissionsdaten-Fernübertragung angeschlossen ist, werden die Daten in regelmäßigen Abständen automatisch dem zuständigen Staatlichen Umweltamt Lippstadt gemeldet.


Stromproduktion aus Altholz

In der Rostfeuerungsanlage wird das Altholz bei über 850 Grad Celsius verbrannt. Die heißen Rauchgase erhitzen Wasser in einem Wasserrohrkessel zu Dampf. Dieser gelangt in eine Kondensationsturbine zur Stromerzeugung. Der "abgearbeitete" Dampf wird durch Kühlwasser in einem Nasskühlturm kondensiert. Die Rauchgase, die bei der Holzverbrennung entstehen und in der Kesselanlage Wasser zu Dampf erhitzen, werden in der Rauchgasreinigungsanlage behandelt. Diese besteht im Wesentlichen aus einem Entstickungssystem mit Ammoniakwassereindüsung, einem speziellen Filter sowie einem Ad- und Absorptionsreaktor. Damit können zum Beispiel Chlor- und Schwefelverbindungen, Schwermetalle und kleinste Staubpartikel herausgefiltert werden. Als Reststoffe verbleiben Flugasche und Filterstaub, die aus dem Abgasstrom ausgefiltert werden, sowie Rostasche, die beim Verbrennungsvorgang als nicht brennbarer Rest im Nassentschlacker übrig bleibt. Die Aschen werden vor Ort sicher gelagert, später abtransportiert und schließlich entsorgt.

18.06.2006   Quelle: REMONDIS GmbH & Co. KG und die STEAG Saar Energie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: "obs/REMONDIS und STEAG"
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Uckermark setzt auf innovative Energietechnik

aleo-Modulfertigung in Prenzlau (Uckermark).
aleo-Modulfertigung in Prenzlau (Uckermark).

Mittelständische Unternehmen tragen mit ihren innovativen Produkten und Ideen zum notwendigen Energiestrukturwandel maßgeblich bei. Davon zeigte sich der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Michael Müller bei zwei Werksbesuchen in der brandenburgischen Uckermark überzeugt. "Rund um die Stadt Prenzlau werden zukunftsfähige Produkte für den heimischen und den internationalen Markt entwickelt, zur Serienreife gebracht und hergestellt. Brandenburg sichert sich damit einen Vorsprung in einem zukunftsfähigen, weil umweltfreundlichen Technologiebereich", so Müller.   Davon profitiere vor allem auch der Arbeitsmarkt, gerade in strukturschwächeren Regionen.


Enertrag: Strom aus Wind, Sonnenergie und Biomasse.


Bei seiner ersten Station in der Region hat Michael Müller das Unternehmen Enertrag in Dauerthal bei Prenzlau besucht, das als Energieunternehmen Strom aus erneuerbaren Energien produziert und diesen in einem eigenen regionalen Stromnetz verteilt. 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen bei Enertrag sicher, dass jährlich fast 300.000 Haushalte mit klimafreundlichem Strom versorgt werden können. Das geschieht durch die Nutzung vor allem von Wind-, aber auch Sonnenergie und Biomasse.


aleo Solar: Photovoltaik-Module unter den Siegern einer Testreihe der Stiftung Warentest

In Prenzlau besichtigte Müller die Produktionsstätte eines der größten und modernsten Hersteller von Solarmodulen. Das Unternehmen aleo Solar entwickelt und fertigt hier Solarmodule in Serie. aleo Solar zählt nach nur wenigen Jahren seit seiner Gründung heute zu den Hauptakteuren im deutschen Photovoltaik-Markt. Derzeit sind 260 Menschen hier beschäftigt. Die Module gehören zu den Siegern bei einer vom Bundesumweltministerium finanzierten Testreihe der Stiftung Warentest.

Michael Müller: "Geschätzte Investitionen von etwa 10 Milliarden Euro beim Ausbau der erneuerbaren Energien und 170.000 Arbeitsplätze in dieser Branche im Jahr 2005 in Deutschland sprechen für sich. Wer hier die Nase vorn hat, wird auch ökonomisch stark sein. Die erneuerbaren Energien sind Innovationsmotor und Arbeitsplatzgarant in einem nachhaltig wachsenden Markt am Technologiestandort Deutschland."

18.06.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: aleo solar GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Technologiekonzern 3M präsentiert erste begehbare Brennstoffzelle

Brennstoffzellen-Technologie anschaulich erklärt bei 3 M.
Brennstoffzellen-Technologie anschaulich erklärt bei 3 M.

"3M ist ein hervorragender Botschafter für innovative Zukunftstechnologien", sagte der nordrhein-westfälische Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart anlässlich seines Besuches bei dem Neusser Multi-Technologieunternehmen. Gemeinsam mit Generaldirektor Kurt-Henning Wiethoff eröffnete er im Vorfeld eines Brennstoffzellen-Symposiums die erste begehbare Brennstoffzelle der Welt.
  "Wir in Nordrhein-Westfalen wollen zum Innovationsland Nummer eins in Deutschland werden", so der Minister. "3M ist beispielhaft für das Engagement für Forschung und Entwicklung, das wir dazu brauchen."


High-tech zum Anfassen im begehbaren Brennstoffzellenstapel

Seit dem 09.06.2006 zeigt 3M in seiner Hauptverwaltung jetzt allen Besuchern High-tech zum Anfassen: mit einem begehbaren Stapel (Stack) aus 300-fach vergrößerten Brennstoffzellen. Als einer der führenden Hersteller der Membran-Elektroden-Einheit (MEA - Membrane Electrode Assembly) für die Brennstoffzelle stellt das Unternehmen alle Facetten des Themas vor, eingebettet in ebenfalls innovative Kommunikationstechniken. Wo kommt Energie her? Was ist Wasserstoff? Was ist eine Brennstoffzelle? Welche Anwendungen gibt es bereits? Welchen Beitrag leistet 3M zum weiteren Fortschritt der Technologie? Dies sind Fragen, auf die alle Besucher im insgesamt neun Meter langen Brennstoffzellen-Stack im Eingangsbereich des Neusser Forschungszentrums Antworten finden.

17.06.2006   Quelle: 3M Deutschland GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: 3M Deutschland GmbH

 

Bundesumweltministerium unterstützt Innovation bei Biogasanlagen

Mit Geldern aus dem Umweltinnovationsprogramm wird die Lehmann Maschinenbau GmbH aus Pöhl (Sachsen) eine besonders effiziente Biogasanlage errichten, berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Rund 680.000 Euro stelle das BMU für das Projekt bereit, das die Erzeugung von Biogas und Biobrennstoff kombiniert.  "Biomasse steht heute bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bereits an dritter Stelle. Um noch effizienter zu werden, bietet diese kombinierte Anlage den richtigen Ansatz", so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.


Biomasse-Briketts zur Wärmeerzeugung

Die neue Anlage optimiere viele Bearbeitungsschritte für pflanzliche Biomasse. So könne Landschaftspflegematerial verarbeitet werden, das üblicherweise kaum verwertbar gewesen wäre. Die im Gärrest der Biogasanlage verbleibenden Pflanzenteile sollen mit Holzspänen und Holzhackschnitzeln zu Biomasse-Briketts gepresst und zur Wärmeerzeugung genutzt werden. Der mit der Biogasanlage hergestellte Strom kann nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet werden und spare mit den hergestellten Biomassebriketts jährlich 3.800 Tonnen an klimaschädlichen CO2-Emissionen.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und zum Vorhaben im Internet unter

Weltumrundung ohne Tankstopp möglich

Der 8,66 Meter lange, 2,49 Meter breite und 2,60 Meter hohe Prototyp ermöglicht bis zu sechs Passagieren, energieautark zu reisen, so die DBU. Eine Weltumrundung ohne Tankstopp sei möglich, denn die Schiffsschraube der umweltfreundlichen Yacht wird von Solarzellen auf dem begehbaren Sonnendeck mit Energie versorgt. Überschüssigen Strom aus der leistungsstarken Photovoltaikanlage speichern zwei Blei-Gel-Akkus. Sie ermöglichen bei bedecktem Himmel für bis zu 15 Stunden die Weiterfahrt mit einer Reisegeschwindigkeit von knapp vier Knoten, das sind rund sieben Stundenkilometer.


Windgenerator auf dem Heck liefert Strom in der Liegezeit

Während der Liegezeit sorgt zusätzlich ein Windgenerator auf dem Heck für Strom. Weniger aerodynamisch, denn hydrodynamisch: Bei der Planung des Rumpfes achteten die Konstrukteure besonders darauf, dass sich das Wanderboot möglichst ohne großen Wasserwiderstand vorwärts bewegen kann. Energiesparend ist zudem auch die innovative Antriebstechnik mit zwei Gleichstrommotoren. Im vergangenen Jahr wurde die Ideenschmiede "Yacht Concept Solartechnology" daher für den Deutschen Zukunftspreis nominiert.


Solarenergie nicht nur ökologisch, sondern häufig auch technisch und wirtschaftlich sinnvoll

Das etwa zwei Tonnen leichte Hausboot mit Toilette, Dusche und Bordküche ist einfach auf einem Trailer zu transportieren und soll so als "Amphibien-Caravan" Campingfreunden auch an Land als Unterkunft dienen. Doch nicht nur für die zunehmend beliebten Freizeittouren auf Fließgewässern ist das Schiff geeignet. Ebenso ist es als Kleinfähre, als Laborschiff oder als schwimmende Bildungsstätte einsetzbar. Der Deckaufbau kann hierfür auf dem bis zu einer Länge von zwölf Metern und vier Metern Breite erweiterbaren Bug variabel gestaltet werden. "", erklärt Brickwedde. Diesen Gedanken durch elegantes Bootsdesign nach außen zu transportieren, sei das Ziel des Gemeinschaftsprojektes mit der DBU und dem Verein Ecocamping, der die Entwicklung intensiv begleitet hatte.

15.06.2006   Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: obs/DBU
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Deutschland und Ägypten vereinbaren Zusammenarbeit beim Klimaschutz

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat im Rahmen der MENAREC III-Konferenz für erneuerbare Energien in Kairo eine zweiseitige Vereinbarung mit Ägypten für gemeinsame Klimaschutzprojekte abgeschlossen. Ähnliche Vereinbarungen mit anderen Staaten der Region, unter anderem mit Israel, seien verhandelt worden und könnten in Kürze gezeichnet werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums (BMU). Unternehmen können auf der Grundlage solcher Vereinbarungen (Memorandum of Understanding) durch Investitionen in Projekte für saubere Entwicklung in Entwicklungsländern, mit denen zusätzliche Reduktionen von Treibhausgasen erzielt werden, relativ kostengünstig Emissionsrechte erwerben.  Diese können die Unternehmen dann im europäischen Emissionshandel nutzen. Der ökonomische Vorteil für die Unternehmen, durch eigene Investitionen oder durch direkten Kauf Emissionsrechte kostengünstiger als im Inland zu erhalten, komme somit dem Klima zugute.


Investitionen in erneuerbare Energien sind der Schlüssel für Ägyptens Energiezukunft

Eine der wichtigsten Herausforderungen für den globalen Klimaschutz ist laut BMU der enorm wachsende Energieverbrauch in den Entwicklungsländern. Nicht nur in den großen industriellen Schwellenländern wie China und Indien steige der Energieverbrauchs rasant, sondern auch im arabischen Raum. Der aktuelle Verbrauch von nur etwa 10 - 15 % der EU werde - wenn sich nichts ändert - bis Mitte des Jahrhunderts mit dem europäischen Verbrauch gleichziehen. Ägypten, das nicht wie andere arabische Länder über fossile Energieträger wie Öl und Gas verfügt, stehe hier vor besonderen Herausforderungen. Investitionen in erneuerbare Energien und ein effizienter Umgang mit allen Energieträgern sind laut BMU der Schlüssel für Ägyptens Energiezukunft. Solarenergie, Wind und Biomasse spielten eine wichtige Rolle. Projekte im Transport- und Verkehrssektor, in der Wasserversorgung und der Abfallwirtschaft, seien ebenfalls wichtige Bereiche für Investitionen in den Klimaschutz.


Windkraftprojekt mit 80 Megawatt Leistung in Zafarana

Neben der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding sei in Ägypten auch eine Vereinbarung der KfW Bankengruppe mit der ägyptischen Behörde für Erneuerbare Energien (New and Renewable Energy Authority, NREA) über den Erwerb von Emissionsgutschriften aus einem Windkraftprojekt mit 80 Megawatt installierter Leistung in Zafarana, abgeschlossen. Der Windpark, der in einer besonders windreichen Region am Golf von Suez liegt, wird voraussichtlich Ende 2007 in Betrieb gehen und soll jährlich etwa 168.000 Emissionsgutschriften erzeugen.

Das Bundesumweltministerium hat mit dem ägyptischen Umweltministerium verabredet, mit dem Memorandum of Understanding nicht nur den Rahmen für Initiativen von Unternehmen zu setzen, deutsche und ägyptische Partner sollen zur Entwicklung von Projekten an einen Tisch gebracht werden.

15.06.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

BGZ-Gruppe verstärkt Solaraktivität - NordStrom entwickelt Freiflächen-Photovoltaikanlagen

Solarpark Höslwang der BGZ-Gruppe.
Solarpark Höslwang der BGZ-Gruppe.

Die BGZ-Gruppe intensiviert ihre Aktivität auf dem Solarmarkt und setzt somit verstärkt auf eine weitere Säule der Erneuerbaren Energien. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Seit Jahresbeginn plane und entwickle die NordStrom Solar GmbH Photovoltaik-Großprojekte in Form von Freiflächenanlagen und Dachkonstruktionen.
 
Die Geschäftsführung der BGZ-Tochter im Husumer Haus der Zukunftsenergien wurde nun Doris Ipsen übertragen. Doris Ipsen, geboren 1975, ist bereits seit Sommer 2004 innerhalb der BGZ-Gruppe tätig. Bei der reconcept GmbH war Ipsen zuständig für die Investmentberatung der Individualkunden. Im Januar 2006 übernahm sie die Projektleitung der PV-Aktivitäten in der NordStrom Solar GmbH, zu deren Geschäftsführerin sie jetzt bestellt wurde. Vor ihrer Zeit im Haus der Zukunftsenergien hatte die gelernte Bankkauffrau zuletzt die Leitung einer Bankfiliale inne.

Das erste PV-Großprojekt der BGZ-Gruppe wurde Mitte 2004 im bayrischen Höslwang errichtet, ein Solarpark mit 1,84 MWp-Spitzenleistung. Aktuell projektiert die NordStrom Solar verschiedene Vorhaben im Inland und entwickelt hierzu individuelle Vermarktungskonzepte. "Die Herausforderung des PV-Marktes in Zeiten knapper Komponenten liegt in der Realisierung nachhaltiger Investments mit entsprechender Wirtschaftlichkeit," so die neue Geschäftsführerin. "Auch mögliche Chancen im Ausland werden wir nicht ungenutzt lassen", sagt Ipsen.

15.06.2006   Quelle: NordStrom Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: NordStrom Solar GmbH

 

Bundeskabinett beschließt Entlastungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das Bundeskabinett hat am 14. Juni 2006 auf Vorschlag von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschlossen. Der Gesetzentwurf entlastet die etwa 330 besonders stromintensiven Unternehmen und Bahnen noch stärker als bisher von den Kosten, die für Strom aus erneuerbaren Energien entstehen, berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Diese Ersparnis steige um 100 Millionen Euro auf einen Umfang von etwa 400 Millionen Euro jährlich.   Gleichzeitig sorge das geänderte EEG dafür, dass den Unternehmen und privaten Stromverbrauchern von ihren Stromlieferanten nicht höhere Kosten in Rechnung gestellt werden als tatsächlich entstehen.


Bundesnetzagentur soll künftig sicherstellen, dass Stromlieferanten ihren Kunden keine überhöhten Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien berechnen


"Die Stromkosten sind für stark stromintensive Unternehmen bedeutende Produktionsfaktoren. Dies gilt insbesondere für Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen und mögliche Strompreiserhöhungen nicht weitergeben können", sagte Gabriel. Die Entlastung der Unternehmen durch das EEG verbessere so die Situation des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Der Gesetzentwurf überträgt der Bundesnetzagentur zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher neue Zuständigkeiten. Sie soll künftig sicherstellen, dass die Stromlieferanten ihren Kunden keine überhöhten Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien berechnen.

14.06.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Plambeck Neue Energien AG auf Wachstumskurs

"Wir werden die Umsetzung von Windpark-Projekten im laufenden Jahr deutlich steigern und damit auch ein kräftiges Wachstum von Umsatz und Ergebnis erreichen". Diese erste Zwischenbilanz der Geschäftstätigkeit im Jahr 2006 zieht Dr. Wolfgang von Geldern, Vorstandsvorsitzender des Windpark-Projektierers Plambeck Neue Energien AG. Grund für diese positive Einschätzung sei die kontinuierliche Realisierung von Windpark-Projekten in Deutschland an Land, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.  Komplett errichtet sei jetzt der Windpark Groß Welle mit zehn Windenergieanlagen und einer Nennleistung von 20 Megawatt (MW) in Brandenburg, sodass derzeit die Inbetriebnahme erfolge. In wenigen Tagen werde dieser Windpark den umweltfreundlich aus Windenergie erzeugten Strom komplett in das Netz einspeisen.

Bereits im Januar seien die Arbeiten an zwei weiteren Windparks mit einer Nennleistung von insgesamt 34 MW abgeschlossen worden. In Bau befinden sich nach Angaben des Unternehmens derzeit zwei weitere Windpark-Projekte mit einer Nennleistung von zusammen 17 MW. Nach der Fertigstellung und Inbetriebnahme können die Plambeck-Windparks jeweils direkt an die künftigen Betreiber übergeben werden. Für die jetzt in Bau befindlichen Windpark-Projekte seien bereits im vergangenen Jahr Kaufverträge abgeschlossen worden.

14.06.2006   Quelle: Plambeck Neue Energien AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

BMU: Energiewirtschaft muss Zusagen für neue Kraftwerke einhalten

Das Ziel, die Energieversorgung sicher, effizient und umwelt- sowie klimafreundlich zu gestalten, hat oberste politische Priorität, so Umwelt-Staatssekretär Matthias Machnig auf der EWE-Konzerntagung in Oldenburg. Er kündigte an, die Energiepolitik "neu zu justieren". Dabei gelte es, Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit gemeinsam zu verwirklichen.   "Die Energiewirtschaft hat beim Energiegipfel angekündigt, bis 2012 neue Kraftwerke mit einer Gesamtkapazität von rund 20.000 Megawatt zu errichten. Dies ist ein ermutigender Schritt in die richtige Richtung. Jetzt muss aber auch investiert werden", fordert Machnig. Der Emissionshandel mit dem Zuteilungsplan für die Periode 2008 bis 2012 schaffe hierfür verlässliche Rahmenbedingungen.


Innovationsoffensive zur Wärmeversorgung von Gebäuden

Der Staatssekretär wies darauf hin, dass etwa ein Drittel des Energieverbrauches in Deutschland für die Heizung von Gebäuden eingesetzt werden. In Einzelfällen könnten bis zu 90 Prozent eingespart werden, im Durchschnitt immerhin 20 bis 30 Prozent. Wir brauchen eine Innovationsoffensive auf diesem Gebiet. Unser Ziel lautet: Verdopplung der Energieproduktivität im Jahr 2020 gegenüber 1990", so Machnig. Die Bundesregierung werde die Steigerung der Energieeffizienz mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen fördern. Zentrale Instrumente seien der weitere Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung sowie die von der Bundesregierung beschlossene Aufstockung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms auf 1,4 Milliarden Euro jährlich.


Emissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts weltweit halbieren

Die Aufgabe sei klar, betont der Umwelt-Staatssekretär: "Weltweit müssen die Emissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts halbiert werden. Die Emissionen der Industrieländer müssen in diesem Zeitraum um 60 bis 80 Prozent sinken. Die Entwicklungs- und Schwellenländer müssen einen technologischen Sprung machen - auf direktem Weg in das kohlenstofffreie Zeitalter". Damit entstehe ein großer Markt für innovative Technologien. "Wer auf diesem Markt technologisch vorne liegt, schafft Wertschöpfung und Beschäftigung. Deutschland hat das Potenzial, auf diesen Leitmärkten Weltmarktführer zu sein. Wir brauchen eine ökologische Industriepolitik, die uns dorthin führt", sagte Machnig.

14.06.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Solarzellenhersteller Q-Cells produziert 100-millionste Zelle

Q-Cells feiert 100-millionste Solarzelle.
Q-Cells feiert 100-millionste Solarzelle.

Die Q-Cells AG aus Thalheim bei Wolfen (Sachsen-Anhalt) konnte am 12. Juni 2006 eine stolze Zahl verkünden: Sie hat die 100-millionste Solarzelle hergestellt. Nicht einmal fünf Jahre, nachdem die erste Zelle die Produktion verließ, konnten die Mitarbeiter und Gäste des weltweit zweitgrößten Herstellers von Solarzellen das Jubiläumsprodukt feiern. Würde man alle diese Zellen nebeneinander legen, so könnte man damit ungefähr 375 WM-Fußballfelder bedecken, errechnete das Unternehmen.
 
Zurzeit kommen jeden Tag etwa 160.000 der blau schimmernden Zellen dazu, und mit jedem Ausbau der Produktionskapazität wächst diese Zahl. In den vergangenen Jahren hat sich der Ausstoß in jedem Jahr mehr als verdoppelt. Verließen 2002 noch 3,65 Millionen Zellen die Produktion, so waren es im vergangenen Jahr 2005 bereits über 46 Millionen.


Jahresproduktion von 255 Megawatt peak erwartet

"Wir freuen uns sehr über diese Zahl, und niemand von uns hat vor fünf Jahren damit gerechnet, dass wir Mitte 2006 bereits 100 Millionen Zellen produziert haben werden. Jede dieser Zellen ist ein Schritt hin zu einer nachhaltigen und verlässlichen Energieversorgung", so Anton Milner, CEO der Q-Cells AG. Trotz dieser beeindruckenden Zahl stünden Q-Cells und die gesamte Branche aber erst am Anfang der Entwicklung. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen seine Produktionskapazität in den vier Fabriken am Standort Thalheim von gegenwärtig 257 Megawatt peak (MWp) auf 336 MWp ausbauen. Für das laufende Jahr erwartet die Q-Cells AG eine Jahresproduktion von 255 MWp, 2007 sollen es bereits 316 MWp sein.


Wirkungsgrad steigern, Solarzellen dünner machen

Dabei gehe es aber nicht nur darum, die Zahl der produzierten Zellen zu steigern. Vielmehr arbeite die gegenwärtig etwa 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler umfassende Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Q-Cells AG daran, den Wirkungsgrad der einzelnen Zellen zu steigern und sie dünner zu machen. So könne die Leistung jeder einzelnen Zelle ebenso erhöht werden wie die Gesamtleistung, die aus der zur Verfügung stehenden Menge Silizium gewonnen wird. Beides diene dem vorrangigen Ziel des Unternehmens: die Kosten der Photovoltaik schnell und nachhaltig zu senken, um die Energieform auf dem Strommarkt wettbewerbsfähig zu machen.


Entwicklung neuer Dünnschicht-Technologien

Darüber hinaus arbeite Q-Cells an der Entwicklung und Kommerzialisierung neuer Generationen siliziumbasierter Hochleistungszellen sowie neuer Dünnschicht-Technologien als Ergänzung zur auch auf lange Sicht marktbeherrschenden Silizumwafer-Technologie. "Die ersten 100 Millionen Zellen aus Thalheim sind ein Anfang und ein Ansporn für die Q-Cells AG, das schnelle Wachstum der vergangenen fünf Jahre fortzusetzen", heißt es in der Pressemitteilung.

14.06.2006   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Q-Cells AG.
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

SolarWorld AG: Recycling soll tragende Säule der Rohstoffversorgung werden

Richtfest für neue Solarsilizium-Produktionsstätte.
Richtfest für neue Solarsilizium-Produktionsstätte.

Der SolarWorld-Konzern setzt in seiner Produktion verstärkt auf den Einsatz von intern recyceltem Silizium. Die Deutsche Solar AG, eine Tochter der SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401), habe in Freiberg den Bau einer neuen Produktionsstätte zur Gewinnung von Solarsilizium weitgehend abgeschlossen und feiere dies am 13. Juni 2006 mit einem Richtfest, berichtet die SolarWorld AG in einer Pressemitteilung. Insgesamt verfüge die Gesellschaft damit über zwei Fabriken, in denen die Rohstoffaufbereitung und das gesamte Recycling untergebracht sind. "Mit unserem Neubau können wir ab dem 4. Quartal 2006 mit jährlich 1.200 Tonnen doppelt so viel Silizium verarbeiten wie im letzten Jahr", erklärt Prof. Dr. Peter Woditsch, Vorstandssprecher der Deutsche Solar AG.  
Das Investitionsvolumen für den Expansionsschritt liege bei fünf Millionen Euro.


Aufbereitung sichert bis zu 40 Prozent des Rohstoffbedarfs

Mit dem Ausbau und dem Einsatz neuer Technologien werde der zuständige Geschäftsbereich "Solar Material" in der Lage sein, bisher nicht nutzbare Siliziumqualitäten für den solarindustriellen Einsatz aufzuwerten. "Dabei handelt es sich zum Beispiel um Nebenprodukte aus der Halbleiterindustrie, deren Aufbereitung bisher nicht wirtschaftlich war", erläutert Geschäftsbereichsleiter Dr. Karsten Wambach. Bis zu 20 Prozent seines gesamten Rohstoffeinsatzes könne der Konzern mit diesen Sekundärrohstoffen abdecken. Weitere 20 Prozent sollen aus dem internen Recycling von Siliziumabschnitten hinzukommen, die in der eigenen Waferproduktion anfallen. "Das gesamte Rohstoffrecycling ist damit zu einer tragenden Säule unserer Rohstoffsicherung geworden", sagt Deutsche Solar-Vorstandschef Prof. Woditsch. Das aufbereitete Silizium wird zusammen mit der Neuware in der so genannten Kristallisation aufgeschmolzen und zu Solarsiliziumblöcken weiterverarbeitet. Diese werden zu Säulen und danach zu dünnen Solarsiliziumscheiben geschnitten, den so genannten Wafern. Die Wafer wiederum sind das Ausgangsmaterial zur Fertigung von Solarzellen und Solarmodulen.


Recycling entlang der gesamten solaren Wertschöpfungskette

"Mit der Verdoppelung unserer Kapazitäten werden wir ab dem 4. Quartal unsere Kompetenzen in der Siliziumaufbereitung auch externen Kunden als Dienstleistung zur Verfügung stellen", kündigt Dr. Wambach an. Daneben biete Solar Material auf Basis eigen entwickelter Technologien auch das Recycling von Solarzellen und Solarmodulen an. Der Konzern sei damit parallel zur Neuproduktion auch im Recycling entlang der gesamten solaren Wertschöpfungskette präsent.

14.06.2006   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

BMU fördert innovative Holzvergasung in Bad Wünnenberg/NRW

Die Nutzung regional erzeugter nachwachsender Rohstoffe zur Energiegewinnung ist ein wichtiger Baustein zum Klimaschutz, so das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Ein Beispiel dafür liefere die Bürener Land Energie GmbH in Bad Wünnenberg/Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen plant die Errichtung einer Anlage zur Strom- und Wärmegewinnung aus Waldholz der Region. Dadurch können lange Transportwege und Treibhausgasemissionen in Höhe von rund 2.000 Tonnen pro Jahr vermieden werden.   Bundesumweltminister Sigmar Gabriel fördert das Pilotprojekt mit 46.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm.


Holzvergasung ohne Teeranfall

Kern der Holzvergasungsanlage ist ein Drehrohrofen, wie er aus der Klärschlamm- und Abfallbehandlung bekannt ist. Neuartig sei sein Einsatz bei der Verschwelung von Holzhackschnitzeln, betont das BMU. Mit dem neuen Verfahren könne ein teerarmes Gas erzeugt werden. Bei den bisher üblichen Anlagen stelle der Teeranfall ein ernstzunehmendes Problem dar, denn er schade bei der Verstromung den Motoren der Heizkraftwerke. Die anfallende Wärme soll zum einen für die Beheizung der Anlage und zum anderen für die Trocknung der Holzhackschnitzel verwendet werden. "Die Antwort auf die Abhängigkeit von Energieimporten heißt Ausbau von erneuerbaren Energien. Dafür sind innovative Techniken und Mut zu ihrer Umsetzung gefragt. Der Lohn ist Wettbewerbsfähigkeit", so Bundesumweltminister Gabriel

Weitere Informationen zum Förderprogramm unter:
www.bmu.de/foerderprogramme/pilotprojekte_inland/doc/2330.php

14.06.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Aktuelle Umfrage: Mehrheit der Deutschen rechnet mit Klimakatastrophe

69 Prozent der Deutschen sind laut einer aktuellen Umfrage von ZEIT Wissen fest davon überzeugt, dass der Welt eine Klimakatastrophe bevorsteht. Das ergab eine repräsentativen Umfrage (tns-emnid: 1009 Befragte, 17./18.06.2006). Nur 29,9 Prozent glauben, dass sich eine Naturkatastrophe noch vermeiden lässt. Die aktuelle Ausgabe von ZEIT Wissen berichtet in einer 16-seitigen Sonderstrecke über die Entwicklungen des Klimas und zu erwartende Naturkatastrophen.   Europa steht in den Szenarien der Klimaforscher besonders im Focus. "Hitzewellen wie die des Sommers 2003 werden im Jahr 2050 nicht mehr als Jahrhundertsommer gelten, sondern schlicht Normalität sein", sagt der amerikanische Klimaforscher Malte Meinshausen in ZEIT Wissen. Bis 2050, so seine Prognose, werden drei Viertel aller Schweizer Gletscher abgeschmolzen sein.


US-Forscher warnt: Hamburg könnte überflutet werden

Auch der amerikanische Chemiker und Mediziner James Lovelock, der unter anderem für die NASA arbeitete, warnt in einem Beitrag für ZEIT Wissen vor den drastischen Folgen des Klimawandels: "Es wird große Ströme von Klimaflüchtlingen geben", so Lovelock. "Bangladesch, ein Land mit 150 Millionen Menschen, wird womöglich unbewohnbar sein. Indien wird diese Flüchtlinge nicht aufnehmen wollen, und viele von ihnen werden nach Europa kommen.". Den Politikern wirft er vor, zu wenig gegen den drohenden Kollaps zu tun: Länder wie Deutschland und Großbritannien seien kaum vorbereitet. "Millionenstädte wie Hamburg und London könnten in einigen Jahrzehnten überflutet sein. Warum gibt es noch keine Umsiedlungspläne?", fragt Lovelock.

Die aktuelle Ausgabe von ZEIT Wissen ist ab dem 14. Juni am Kiosk erhältlich.

13.06.2006   Quelle: Die ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Q-Cells AG: Hauptaktionär Good Energies erhöht Aktienanteil auf 25,96 %

Der größte Aktionär des Solarzellen-Herstellers Q-Cells AG, die Good Energies Investments B.V. (Amsterdam; Good Energies) hat ihren Aktienanteil an der Q-Cells AG von 16,39 % auf 25,96 % erhöht. Das berichtet Q-Cells in einer Ad-hoc-Mitteilung. Good Energies bestätige damit ihr Vertrauen in die künftige positive Weiterentwicklung der Q-Cells AG. Good Energies habe darüber hinaus mitgeteilt, dass sie derzeit Zukäufe weder beabsichtige noch plane, die zum Erreichen der 30 %-Schwelle führen würden. 

Preis der Aktien sehr deutlich über dem derzeitigen Kursniveau

Verkauft hätten im Wesentlichen Altaktionäre der Q-Cells AG, die aus Gründen der Vermögensdiversifizierung einen Teil ihrer Aktien abgegeben hätten, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung. Der Preis der Aktien habe sehr deutlich über dem derzeitigen Kursniveau gelegen. Vorstandsmitglieder der Q-Cells AG haben nach Angaben des Unternehmens keine Aktien verkauft. Die Übertragung der Aktien steht laut Q-Cells AG unter dem Vorbehalt einer kartellrechtlichen Klärung, da Good Energies durch das Überschreiten der 25 %-Grenze die Sperrminorität erreiche und damit ihren Einfluss im Solarsektor weiter verstärke.

Zweitgrößter Aktionär nach Good Energies bleibt Fidelity Management & Research (FMR; Boston) mit einem Anteil von zirka 11 %. Weitere Aktionäre sind die Ströher Finanzholding AG (5,9 %), der Technologie-Vorstand Reiner Lemoine (4,5 %) sowie der Vorstandsvorsitzende Anton Milner über die Milner Solarbeteiligungen GmbH (3,7 %), die TVVG Solarbeteiligungen GmbH des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Thomas van Aubel (2,5 %) sowie die Pluto Solarbeteiligungen GmbH (1,2 %). Die APAX Europe-VA L.P. ist kein Aktionär der Q-Cells AG mehr, berichtet das Unternehmen.

13.06.2006   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Solargroßhändler AET übernimmt Solarspezialisten auf Zypern

Der führende europäische Solargroßhändler AET Alternative-Energie-Technik GmbH setzt seine internationale Expansion in zukunftsträchtige Solarmärkte fort und ist ab sofort auch in der Republik Zypern mit einer eigenen Tochtergesellschaft kundennah vertreten. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Durch Übernahme der AET Solar in Limassol, einer Abspaltung der Solarsparte des zypriotischen Elektronik-Großhandels- und Installationsunternehmens G.G.A.M Electrical Services Ltd., positioniere sich AET frühzeitig in diesem solaren Wachstumsmarkt.  Mit George Georgiou, dem bisherigen Inhaber der AET Solar, und Dieter Schmitt, Geschäftsführer der griechischen AET Solion, leiten zwei in der Region und der Solarbranche erfahrene Manager die neue Tochtergesellschaft.


Novellierung der zypriotischen Einspeisevergütung lässt Anstieg der Nachfrage erwarten

"Zypern bietet mit seinen über 300 Sonnentagen im Jahr und einer Globalstrahlung von rund 1.700 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter nicht nur beste geografische und klimatische Voraussetzungen für die Nutzung umweltfreundlicher Sonnenenergie", so Dieter Schmitt. "Die von der zypriotischen Regierung für dieses Jahr angekündigte Novellierung der bestehenden Einspeisevergütung lässt einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach regenerativen Systemlösungen erwarten", sagt Schmitt. Die Novellierung stelle nicht nur eine deutlich höhere Einspeisevergütung in Höhe von 39 Cent pro Kilowattstunde in Aussicht sondern auch eine deutliche Vereinfachung und Beschleunigung des Antragsverfahrens. Mit dem Beitritt zur Europäischen Union hatte sich Zypern verpflichtet, die europäische Ökostromdirektive umzusetzen und bis zum Jahr 2010 den Anteil der Regenerativen Energien an der Gesamtsromversorgung auf über sechs Prozent auszubauen. Derzeit wird dieser auf 0,02 Prozent geschätzt.


Photovoltaische Systemlösungen und Komponenten für die solare Wärmegewinnung

Die 1991 gegründete AET Alternative-Energie-Technik GmbH ist nach eigenen Angaben das europaweit führende Handelsunternehmen für Solartechnik-Komponenten. Als Distributor vertreibt AET leistungsfähige Produkte für die verschiedensten Einsatzbereiche solarer Energiegewinnung: Photovoltaische Systemlösungen passend für jedes Hausdach für die Einspeisung des umweltfreundlichen Stroms in das öffentliche Netz oder auch Insel-Lösungen, die eine autarke Stromversorgung sichern. Zudem hochwertige Komponenten für die solare Wärmegewinnung: Von hochwertigen Flachkollektoren über Regler in verschiedenen Leistungsklassen bis hin zur passenden Befestigungstechnik. Pumpengruppen, Speicher, Wärmeträgerflüssigkeit und weiteres Zubehör vervollständigen das Sortiment aufeinander abgestimmter Komponenten. Neben ihrem Firmenstandort in Sulzbach bei Saarbrücken ist die AET mit Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien Griechenland, der Schweiz und nun auch in Zypern europaweit vertreten.

13.06.2006   Quelle: AET Alternative-Energie-Technik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Deutschland und Israel verstärken Zusammenarbeit bei Klimaschutz und erneuerbaren Energien

Deutschland und Israel wollen ihre Zusammenarbeit beim Klimaschutz und den erneuerbaren Energien intensivieren. Nach Gesprächen mit israelischen Politikern kündigte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 09.06.2006 in Jerusalem an, das BMU werde vier deutsch-israelische Forschungsvorhaben aus dem Bereich der erneuerbaren Energien mit insgesamt 1,7 Millionen Euro über eine Laufzeit von drei Jahren fördern.  Außerdem seien beide Seiten übereingekommen, Investitionen deutscher Unternehmen in israelische Klimaschutzprojekte zu erleichtern. Ein entsprechendes "Memorandum of Understanding" sei ausgehandelt und werde in den nächsten Wochen unterzeichnet. Weiterhin sei vereinbart worden, mit Israel beim Aufbau eines Systems zur Erfassung und Berichterstattung von Treibhausgasen zusammenzuarbeiten, so Gabriel.


Solarthermische Stromerzeugung, Weiterentwicklung von Solarzellen, Steigerung des Wirkungsgrads von Windenergieanlagen

Unter den Forschungsprojekten ist auch ein dreiseitiges Vorhaben mit Jordanien. Ziel des Projekts zwischen deutschen, israelischen und jordanischen Forschungseinrichtungen ist die Kombination von solarthermischer Stromerzeugung mit der Entsalzung von Meerwasser. Die anderen Projekte beschäftigen sich mit der Weiterentwicklung von Photovoltaik-Zellen und mit der Steigerung von Wirkungsgraden bei Windenergieanlagen. "Der in den 50er Jahren begonnene Austausch zwischen deutschen und israelischen Wissenschaftlern hat einen wichtigen Beitrag zur Annäherung beider Völker geleistet. Mit der von uns im Energiebereich vorgenommenen Ausweitung der Kooperation auf die Nachbarstaaten Israels wollen wir auch einen Beitrag zur Völkerverständigung und zum Frieden in der Region leisten", betonte Gabriel.

Das Bundesumweltministerium ist seit 2003 für die Energieforschung im Rahmen der deutsch-israelischen Forschungskooperation zuständig. 2005 wurde gemeinsam mit dem israelischen Technologieministerium eine Ausschreibung veröffentlicht. Die daraufhin eingereichten Projekte wurden von einem deutsch-israelischen Komitee bewertet, vier Projekte wurden ausgewählt und werden vom Bundesumweltministerium gefördert. In jedem Projekt arbeiten Forscher aus beiden Ländern zusammen.

13.06.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Autarke Stadtwerke und Regionen durch erneuerbare Energien

Mit einem eindringlichen Appell für starke kommunale Energieversorger endete am 09.06.2006 die EUROSOLAR-Konferenz "Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien" in Schwäbisch Hall. Rund 150 Vertreter aus Stadtwerken, Kommunen und Unternehmen der Energiewirtschaft diskutierten die Modernisierung der lokalen Energieversorgung durch Erneuerbare Energien. Vor dem Hintergrund steigender Kosten für immer knapper werdende fossile Energieträger machte Dr. Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR, die zentrale Rolle der Stadtwerke deutlich: "Stadtwerke sind den Verbrauchern und den regionalen Energiequellen am nächsten. Darum sind sie die einzigen Energieversorger mit Zukunft."  Die unerschöpflichen Potenziale für Strom, Wärme und Treibstoffe auf der Basis erneuerbarer Energien können nur dezentral sinnvoll erschlossen werden, so das Ergebnis zahlreicher Beispielprojekte, die präsentiert wurden.


Unabhängige Energieversorger in Bürgerhand

Eindrucksvoll schilderte Johannes van Bergen, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Hall, die Erfolgsgeschichte eines kommunalen Energieversorgers, der sich als Motor für erneuerbare Energien und Energieeffizienz versteht. Voraussetzung auch für eine starke lokale Wertschöpfung seien unabhängige Stadtwerke. Es sei ein "großer historischer Fehler" vieler Städte, ihre Stadtwerke an die etablierten Stromkonzerne zu verkaufen. Der Ausbau eigenständiger Kraftwerkskapazitäten in Bürgerhand muss nach Ansicht von EUROSOLAR weiter forciert werden, um sich von den fossilen Energiemärkten unabhängiger zu machen und gleichzeitig regionale Wirtschaftskreisläufe zu schließen. Nach dem großen Erfolg der Veranstaltung werde diese Konferenzreihe jährlich fortgesetzt.
Weitere Informationen im Internet unter

13.06.2006   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Indisches Windenergie-Unternehmen SUZLON schafft über 100 neue Stellen in Deutschland

Das indische Windenergie-Unternehmen SUZLON Energy Ltd. will seine Forschung und Entwicklung in Europa verstärken und ausbauen. Derzeit laufe bei SUZLON eine Personalkampagne zur Besetzung von über 100 neu geschaffenen Stellen an mehreren Standorten in Norddeutschland, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Gesucht werden vor allem qualifizierte Ingenieure mit den Schwerpunkten Konstruktion und Entwicklung.   Bereits heute sei das Unternehmen mit Hauptsitz in der boomenden Wirtschafts- und Wissenschaftsmetropole Pune Marktführer im asiatischen Raum und Weltmarktführer im Turbinenbau für Windenergieanlagen. Aufgrund des extrem steigenden Energiebedarfs weltweit sowie des fortschreitenden ökologischen Bewusstseins wachse die Windenergie-Branche kontinuierlich, was SUZLON jährliche eine hohe zweistellige Umsatzsteigerung beschere.


"Deutsche Ingenieurskunst" erste Wahl in Sachen Windkraft

Bei SUZLON sieht man die Stärke des Unternehmens vor allem in der Innovationskraft. Thomas Streveld, Senior Berater beim internationalen Personaldienstleister Mercuri Urval charakterisiert die Philosophie des Unternehmens: "Egal für welchen Markt, für welches technische Problem oder in welcher Dimension - Das Team von SUZLON findet immer eine zukunftsweisende Lösung." Und Streveld prophezeit: "SUZLON wird die Konkurrenz in den nächsten Jahren ordentlich aufwirbeln." Die Entscheidung für Deutschland als Standort der Forschung und Entwicklung folge der pragmatischen Philosophie des Unternehmens, die jeweiligen Kompetenzen am optimalen Standort zu bündeln. Und in Sachen Windenergie gelte eben "deutsche Ingenieurskunst" als erste Wahl.


Über 100 Ingenieure und Techniker gesucht

In Zusammenarbeit mit Mercuri Urval werden nun für mehrere Standorte in Norddeutschland mehr als 100 Fachkräfte, vorwiegend Ingenieure und Techniker gesucht. Bei der Besetzung der neu geschaffenen Stellen strebe SUZLON eine gesunde Mischung aus erfahrenen Kräften und jungen Einsteigern an. Branchenkenntnis sei von Vorteil, aber keine zwingende Voraussetzung, so Streveld. Und auch sprachliche Barrieren gebe es praktisch nicht: Im Unternehmen werde auf internationaler Ebene englisch gesprochen, bei den nationalen Standorten lege SUZLON Wert auf Führungskräfte aus den jeweiligen Ländern.


2005 rund 980 Megawatt Windkraft-Leistung installiert

SUZLON Energy Ltd. India ist nach eigenen Angaben eines der weltweit führenden Unternehmen der Windenergie-Branche und Marktführer in Asien. SUZLON bietet das komplette Leistungsspektrum an, von der Beratung über die Entwicklung und Konstruktion von Turbinen und Windenergieanlagen bis hin zum Bau und Betrieb ganzer Windparks sowie Instandhaltung und Service. Weltweit beschäftige SUZLON fast 7.000 Menschen und expandiere stark. Im vergangenen Jahr installierte SUZLON ein Windenergie-Volumen von gut 980 Megawatt (MW), das entspreche rund 1.000 Anlagen durchschnittlicher Größe.

13.06.2006   Quelle: SUZLON Energy Ltd. India ; ASCCC; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Sonnenkollektoren und Biomasse-Heizkessel im Trend, Fördersätze gesenkt

Immer mehr Gebäudebesitzer setzen Sonne und Biomasse zur Gebäudeheizung und Warmwasserbereitung ein, berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Aus dem Marktanreizprogramm des Bundesumweltministeriums (MAP) werden Sonnenkollektoren, Pellet-Kessel und Scheitholz-Vergaserkessel mit Zuschüssen gefördert. Mittlerweile ist das Interesse an diesen umweltfreundlichen Technologien stark gestiegen: Im Jahr 2006 seien bereits 100.000 Anträge mit einem Investitionsvolumen von 1 Milliarde Euro gestellt worden, so das BMU.  Damit würden 2006 die mit Mitteln des Marktanreizprogramms auf den Weg gebrachten Investitionen das Vorjahresniveau von 140.000 bewilligten Anträgen mit einem Investitionsvolumen von knapp 900 Millionen Euro weit übertreffen.


Zwischen 20 und 50 Prozent weniger Zuschüsse für Anträge ab dem 1. Februar 2006

Das Bundesumweltministerium hat auf diese Entwicklung mit einer erneuten Anpassung der Förderung reagiert. Nach den neuen Förderkonditionen erhalten nunmehr Antragsteller, deren Anträge ab dem 1. Februar 2006 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen sind, Förderbescheide mit zwischen 20 und 50 Prozent reduzierten Förderbeträgen. Damit werde der großen Anzahl der Förderanträge und der gestiegenen Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen Rechnung getragen. Dabei sei die unterschiedliche Marktentwicklung der einzelnen Technologien berücksichtigt worden, heißt es in der BMU-Pressemitteilung.


Die neuen Fördersätze im Detail

· Die Zuschüsse für Solarkollektoren werden laut BMU um 35 % gesenkt: für Anlagen zur Warmwasseraufbereitung und zur Bereitstellung von Prozesswärme gibt es 54,60 € pro Quadratmeter Kollektorfläche; für Anlagen zur kombinierten Warmwasseraufbereitung und Raumheizung 70,20 € pro Quadratmeter Kollektorfläche. Keine Senkung der Zuschüsse erfolgt bei Solarkollektoren über 200 Quadratmetern (48 € pro Quadratmeter Solarkollektorfläche)
· Die Zuschüsse für automatisch beschickte Biomassekessel bis zu einer Nennwärmeleistung von 30 kW werden um 20 % gesenkt auf 38,40 € je kW, mindestens jedoch 1.088,00 € bei Anlagen mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 % .
· Für automatisch beschickte Biomassekessel mit einer Nennwärmeleistung von über 30 kW bis 100 kW werden die Zuschüsse um 50 % reduziert auf 24,00 € je kW.
· Die Zuschüsse für manuell beschickte Holz-Vergaserkessel bis zu einer Nennwärmeleistung von 30 kW sinken um 35 % auf 26,00 € je kW, mindestens jedoch 780,00 € bei Anlagen mit einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 90 %
· Für handbeschickte Biomassekessel über 30 kW werden keine Anträge mehr angenommen; bereits ab dem 1.2.2006 bis zum Inkrafttreten der neuen Richtlinie eingegangen Anträge werden aber noch mit 20,00 € je kW gebilligt.
Die vollständige Richtlinie soll in den nächsten Tagen im Bundesanzeiger veröffentlicht werden und tritt dann in Kraft. Das für die Bewilligung zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle könne nun alle ab dem 1.2.2006 eingegangen Anträge nach diesen neuen Fördersätzen bewilligen, so das BMU. Förderprogramm läuft auch über das Jahresende 2006 hinaus weiter.


Neue Förderrichtlinien gelten zunächst für das Jahr 2006

Das Marktanreizprogramm erweise sich als besonders effizientes Förderinstrument, da mit einem geringen Anteil öffentlicher Mittel ein hohes Marktwachstum Wärme erzeugender Techniken mit erneuerbaren Energien erreicht werden könne, betont das BMU. Jeder Euro der öffentlichen Mittel bewege mehr als 10 Euro an privaten Investitionen. Die neuen Förderrichtlinien gelten laut BMU zunächst für das Jahr 2006. Die Förderung werde ab dem Jahr 2007 fortgeführt, kündigt das BMU an.

12.06.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Applied Films erhält Großauftrag über Produktionsanlagen für mikromorphe Solarzellen

Mikrokristalliner Siliziumfilm unter dem Elektronenmikroskop
Mikrokristalliner Siliziumfilm unter dem Elektronenmikroskop

Applied Films gab am 6. Juni 2006 die Unterzeichnung eines Großauftrags über Produktionssysteme für mikromorphe Dünnschichtsolarzellen bekannt. Im Rahmen des Vertrags bestellt der Kunde drei integrierte Vakuumbeschichtungssysteme zur Produktion mikromorpher Solarzellen. Mit den Systemen werden die TCO-Frontkontaktschicht, das lichtabsorbierende Schichtsystem (a-Si/µc-Si) und der Rückseitenkontakt aufgebracht.
 
Dieser Auftrag sei ein großer Erfolg für die richtungweisende Solarzellenproduktionstechnologie von Applied Films, die das Potenzial für eine bedeutend höhere Leistungsfähigkeit von Solarzellen biete und die wirtschaftliche Produktion von großflächigen Dünnschichtzellen ermögliche, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.


Leistungsfähigkeit von Solarzellen maximieren durch Anpassung der Parameter der TCO-Beschichtung im Zusammenspiel mit den Eigenschaften der lichtabsorbierenden Schicht und der Rückseitenkontaktschicht.

Die mikromorphe Technologie wird als überlegene Technik für Dünnschichtsolarzellen angesehen. Mit dieser Technologie hergestellte Zellen weisen aufgrund ihrer verbesserten spektralen Empfindlichkeit einen höheren Wirkungsgrad als amorphe Solarzellen auf. Mit der Produktionstechnik für mikromorphe Solarzellen von Applied Films werden Module mit einer Substratfläche von 1,4 Quadratmetern (1,5 m x 0,9 m) hergestellt. Das rechteckige Substratformat erlaubt eine hohe Flexibilität im Design von Modulen, die entweder für hohe Spannungen/niedrige Ströme oder für niedrige Spannungen/hohe Ströme ausgelegt werden können. Darüber hinaus können Solarzellenhersteller mit dem Produktportfolio von Applied Films die Leistungsfähigkeit ihrer Solarzellen maximieren, indem sie die Parameter der TCO-Beschichtung im Zusammenspiel mit den Eigenschaften der lichtabsorbierenden Schicht und der Rückseitenkontaktschicht anpassen. Dieser Ansatz wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Photovoltaik am Forschungszentrum Jülich entwickelt.


Experten rechnen bis 2010 mit einem Marktanteil der Dünnschichtzellen von 20%.

Der Marktanteil der Dünnschichtsolarzellen, der derzeit bei etwa 5% liegt, wird aller Voraussicht nach stark wachsen. Experten rechnen bis 2010 mit einem Anteil an der jährlichen Solarzellenproduktion in Höhe von 20%. Gefördert wird dieses Wachstum durch den derzeitigen Versorgungsengpass bei großen Mengen an Solar-Silizium als Ausgangsmaterial für wafer-basierte Solarzellen. "Wir sind ein führender Zulieferer von Großflächenbeschichtungstechnik für die Flachbildschirm- und Architekturglasbranche. Unsere Erfahrung auf diesem Gebiet sowie der entscheidende Vorsprung der von uns gelieferten mikromorphen Technologie werden uns definitiv helfen, von dem schnell wachsenden Dünnschicht-PV-Markt zu profitieren und diesen sogar noch weiter auszubauen", so Joachim Nell, Executive Vice President Solar & Web, Applied Films.

12.06.2006   Quelle: Applied Films   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Applied Films
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Infomaterialien der Aktion WÄRME VON DER SONNE zum Selbstkostenpreis

Zeitung für Solarwärme
Zeitung für Solarwärme

60 Solarinitiativen engagieren sich in diesem Jahr mit der Aktion WÄRME VON DER SONNE für die Solarwärme. Die Materialien zur Aktion bietet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) jetzt auch allen interessierten Einzelpersonen, Institutionen, Handwerkern und Solarinitiativen zum Selbstkostenpreis an.
 
Steigende Energiepreise und spürbare Klimaextreme lassen das Interesse an Solarwärme zur Heizungsunterstützung und Trinkwassererwärmung deutlich steigen, betont der BSW. Oft fehle es jedoch an verständlichen und anschaulichen Informationen. Die Aktion WÄRME VON DER SONNE schaffe Abhilfe: Sie unterstützt 60 Solarinitiativen im Bundesgebiet mit professionellen Marketingunterlagen, die vor Ort bei Veranstaltungen und Beratungen eingesetzt werden können.


Zeitung und Posterausstellung zum Selbstkostenpreis erhältlich

Die Kampagne bietet jetzt die Zeitung für Solarwärme und eine Posterausstellung (12 Infotafeln) zum Selbstkostenpreis an. Bei Angabe des Verwendungszwecks können bis zu 200 Aktionszeitungen kostenlos bezogen werden und jede weitere Zeitung für 0,40 EUR; die Ausstellung ist erhältlich als kaschierte Version für 400 EUR inkl. MwSt. und Versand sowie als unkaschierte Version für bereits 100 EUR. Die Materialien können bestellt werden unter http://www.waerme-von-der-sonne.de sowie telefonisch und per Fax. Auf der Homepage stehen im Bereich Service zusätzlich noch zahlreiche Checklisten zum Herunterladen zur Verfügung.

12.06.2006   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW i.Gr.); Aktion WÄRME VON DER SONNE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Projekt Cogen Challenge: 100 Blockheizkraftwerke in zehn Ländern erfasst

BHKW in der Clinique des Bains, Grenoble
BHKW in der Clinique des Bains, Grenoble

Informationen über Technik und Finanzierung von Blockheizkraftwerken (BHKW), die hoch wirksam Strom und Wärme erzeugen, bietet Cogen Challenge, ein Projekt zur Förderung kleiner BHKW. 100 Beispiele aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal, Slowenien, Spanien und Ungarn hat das internationale Projekt erfasst und damit ein entscheidendes Zwischenziel erreicht, berichtet das Klima-Bündnis der Europäischen Städte in einer Pressemitteilung.
 
Kleine Anlagen mit einer elektrischen Leistung von nur 5,5 Kilowatt, die für Einfamilienhäuser ausgelegt sind, und große BHKW mit einer Leistung bis zu 1.250 Kilowatt sind in die Datenbank www.cogen-challenge.org aufgenommen worden. Einige der erfassten BHKW verringern die CO2-Emission nicht nur durch die gemeinsame Erzeugung von Strom und Wärme, sondern sind sogar CO2 neutral, da sie mit regenerativen Treibstoffen, wie Biomasse, Biodiesel oder Biogas, betrieben werden. So wird das Klima geschützt, Energie und Geld gespart sowie Innovationen gefördert.

Besitzer und Betreiber eines BHKW können sich auf der Internetseite www.cogen-challenge.org registrieren lassen und die Daten ihres BHKW präsentieren. "Vorbilder und gute Beispiele aus der Praxis helfen zukünftigen Investoren bei der Entscheidung für ein kleines, dezentrales Wärmekraftwerk", so das Klima-Bündnis.


BHKW in Grenoble und Frankfurt am Main

In der Clinique des Bains, einem Krankenhaus in Grenoble ist 1998 bei der anstehenden Erneuerung der Heizungsanlage ein BHKW mit einer elektrischen Leistung von 300 Kilowatt eingebaut worden. Der Strom der als Projekt des Monats ausgezeichneten Anlage (siehe Cogen Newsflash Mai 2006) wird in das Netz eingespeist. Die gleichzeitig produzierte Wärme deckt mehr als die Hälfte der benötigten Heizenergie. Das mit Erdgas betriebene BHKW wurde von der Gaz Electricité de Grenoble geplant und finanziert. Auch das 2006 in einem sanierten Hochhaus der städtischen Wohnungsgesellschaft Wohnheim (19 Stockwerke, 15.000 Quadratmeter) errichtete BHKW in Frankfurt am Main wird mit Erdgas betrieben. Zusätzlich zu dem BHKW mit 50 Kilowatt elektrischer Leistung werden die Hausbewohner durch eine thermische Solaranlage in der Hochhausfassade mit Wärme versorgt.


Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung in Europa, gefördert von der EU

Das Projekt Cogen Challenge wird von der EU-Generaldirektion Energie aus dem Intelligent Energy-Programm gefördert. Es zielt auf den Ausbau von Kraft-Wärme- und Kraft-Kälte-Kopplungsanlagen ab, mit dem Schwerpunkt kleine Anlagen bis zu einem Megawatt elektrische Leistung. Die Projektleitung liegt bei Cogen Europe, einer europäischen Vereinigung zur Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung. Weitere Beteiligte sind die europäischen Städtenetzwerke Klima-Bündnis und Energie-Cités sowie Jozef Stefan Institute (Slowenien), Institut de Conseil et d`Etudes en Développement Durable (Belgien), Rhônalpénergie-Environnement (Frankreich), Fundación Asturiana de la Energía (Spanien), Stadt Frankfurt am Main (Deutschland), Grazer Energieagentur (Österreich).

Weitere Informationen und die Projekt-Datenbank unter http://www.cogen-challenge.org

12.06.2006   Quelle: Klima-Bündnis der Europäischen Städte   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Cogen Challenge

 

Fachverband SHK Bayern: Mit Sonnenenergie Geldbeutel und Umwelt schonen

Solarkollektor mit klassischer Aufdach-Montagetechnik
Solarkollektor mit klassischer Aufdach-Montagetechnik

Seit 2001 sind die Kosten für Heizöl (+30,4%), Gas (+34,1%) und Fernwärme (+37,9%) beträchtlich gestiegen - da verwundere es kaum, dass mittlerweile mehr als 800.000 deutsche Haushalte auf Solarwärmeanlagen setzen, so der Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Bayern in einer Pressemitteilung. "Am günstigsten ist es, eine solche Anlage direkt beim Hausbau zu installieren", empfiehlt Landesinnungsmeister Werner Obermeier, "Das spart etwa 20 Prozent der Kosten", betont Obermeier.
 
Ist gerade ein Austausch des Heizkessels, die Modernisierung von Warmwasseraufbereitung oder Rohrleitungsnetz fällig, könne die Solaranlage gleich mit in Angriff genommen werden.


Planung: Lehrrohre für Nachrüstung einplanen und solartauglichen Warmwasserspeicher einbauen

Auch Eine Nachrüstung sei problemlos möglich, so Obermeier. Bei bestehenden Gebäuden könne für die Leitungen zum Beispiel ein ungenutzter Kamin verwendet werden. Wer beim Hausbau mit dem Gedanken an eine Solaranlage spielt, aber knapp bei Kasse ist, sollte für eine Nachrüstung von Anfang an Lehrrohre vom Heizungsraum zum Dach einplanen und sich für einen solartauglichen Warmwasserspeicher entscheiden, rät Obermeier. Das koste nur wenige hundert Euro zusätzlich und spare später viel Geld für Nach- und Umrüstung.


Süd-, Südost- oder Südwestdach ideal

Für eine optimale Solarunterstützung sollte das Dach nach Süden, Südwesten oder Südosten ausgerichtet und nicht beschattet sein, eine Dachneigung von 30 bis 50 Grad ist ideal. Der Warmwasserspeicher für einen Vier-Personen-Haushalt sollte etwa 300 bis 400 Liter fassen. Pro Person muss mit etwa 1,5 Quadratmetern Kollektorfläche gerechnet werden. Bauherren können zwischen günstigeren Flachkollektoren und teureren Vakuum-Röhrenkollektoren wählen, die dafür einen höheren Wirkungsgrad haben.


Sonne liefert bis zu 60 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs

"Komplett auf Solar zu setzen, ist in unseren Breiten aber nicht wirtschaftlich. Die Kollektorfläche müsste im Winter sehr groß sein, um den kompletten Wärmebedarf zu decken. Je nach vorhandener Erschließung kommen Öl, Gas oder Holz als ergänzender Energieträger in Frage", erläutert Obermeier. Das wichtigste sei ein auf den persönlichen Wasserbedarf abgestimmtes Gesamtkonzept, um Kosten und Nutzen der Anlage zu optimieren.

11.06.2006   Quelle: Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Bayern   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW/Viessmann
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Forschungsprojekt belegt: Energieberater zahlen sich aus

Bauherren sollten auf das Know-how von Energieberatern setzen, so das Fazit der Solarpraxis AG zum Abschluss des zweijährigen Projekts "Energieeffizient bauen". In dieser von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Untersuchung zur Überprüfung der EnEV in der Praxis wurden mehrere Bauprojekte - Neubauten und Sanierungen im Bestand - analysiert. Dabei stellten sich erhebliche Mängel bei der Umsetzung von Energiesparmaßnahmen heraus, die Bauherren viel Geld kosten.  Hauptursachen für nicht genutzte Einsparpotenziale seien die häufig fehlende Information und Kommunikation der am Bau Beteiligten. Es habe aber auch positive Beispiele gegeben, anhand derer Erfolgskriterien für energieeffizientes Bauen formuliert wurden, heißt es in der Pressemitteilung der Solarpraxis AG.


Kosten des Energieberaters übernimmt größtenteils das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (Bafa).

Wer heute in alte oder neue Immobilien investiert, sollte sich bei der Finanzierung nicht nur auf seinen Steuerberater verlassen, betont die Solarpraxis AG. Ein Energieberater sei über spezielle Förderungen von Investitionen in erneuerbare Energien oder Energieeinsparung informiert, wie etwa Programme der KfW-Bankengruppe. Zudem könnten mit Hilfe des Beraters finanzielle Vorteile erzielt werden, die über die klassischen Abschreibungen hinausgehen. Die Kosten des Energieberaters übernimmt zu einem großen Teil das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (Bafa). Darüber hinaus sollten Bauherren die energetischen Kennwerte eines Neubaus in den Bauvertrag schreiben. Es reiche nicht, mit der Baufirma über die gewünschten Energiestandards eines Passivhauses oder eines Niedrigenergiehauses zu sprechen. Mündliche Vereinbarungen böten hier keine Rechtssicherheit.


Weg von Öl und Gas – mit Solaranlagen, Wärmepumpen oder Pelletsheizungen

Die Untersuchung ergab auch, dass viele Baubeteiligte aus Kostengründen versuchen, den Prozess von der Planung bis zur Schlüsselübergabe selbst zu übernehmen. Der Bau eines Hauses, und erst recht eines Niedrigenergie-Hauses, gehört aber in allen Phasen des Bauens in die Hand von Experten wie Statikern, Energieberatern, Haustechnikern und Architekten. Außerdem stellte sich heraus, dass viele Eigentümer von Immobilien weg von Öl und Gas wollen, um sich von der Preisentwicklung an den Energiemärkten unabhängig zu machen. Sie setzen beispielsweise auf Solaranlagen, Wärmepumpen oder Pelletsheizungen. Heizungsbauer zögerten noch häufig bei deren Einsatz, obwohl diese Techniken die Energiekosten und den CO2-Ausstoß senken und zuverlässig sind, so die Solarpraxis AG.

Weitere Praxistipps sowie Informationen über die untersuchten Bauprojekte im Internet unter: http://www.energieeffizient-bauen.de.

11.06.2006   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

BMW und TOTAL treiben Entwicklung des Zukunftskraftstoffs Wasserstoff voran

Der Automobilhersteller BMW und das Mineralölunternehmen TOTAL wollen künftig zur Förderung des Energieträgers Wasserstoff im Straßenverkehr eng zusammenarbeiten. Beide Unternehmen unterzeichneten eine Vereinbarung, der zufolge TOTAL bis Ende 2007 drei Wasserstofftankstellen in Europa aufbauen und betreiben wird und damit den Einsatz von Wasserstoff-Fahrzeugen von BMW unterstützt, berichtet die BMW Group in einer Pressemitteilung.  Öffentliche Wasserstoff-Tankstellen in Berlin und München

Beide Unternehmen kooperieren bereits in Berlin bei der Praxiserprobung des Energieträgers Wasserstoff. Im März 2006 eröffnete TOTAL dazu im Rahmen der von der Bundesregierung unterstützten Initiative Clean Energy Partnership Berlin (CEP) eine öffentliche Tankstelle, an der neben konventionellen Kraftstoffen auch Wasserstoff angeboten wird. Diese Tankstelle löste eine Versuchstankstelle ab, die TOTAL bereits im Jahr 2002 in Berlin errichtet hat. Noch in diesem Jahr soll TOTAL in München an der Detmoldstraße - unweit vom BMW Forschungs- und Innovationszentrum - eine öffentliche Tankstelle mit Wasserstoffzapfsäulen eröffnet werden. Die Entscheidung über den dritten europäischen Standort für eine Wasserstofftankstelle werde in den kommenden Wochen getroffen, heißt es in der Pressemitteilung.


Wasserstoff-Infrastruktur soll ausgebaut werden

"Parallel zum Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur treibt die BMW Group konsequent die Einführung von Wasserstoff-Fahrzeugen voran. BMW befindet sich zurzeit im Serienentwicklungsprozess. In weniger als zwei Jahren werden wir ein Wasserstoff-Fahrzeug der BMW 7er Reihe der Öffentlichkeit präsentieren", so Prof. Burkhard Göschel, Vorstand der BMW AG für Entwicklung und Einkauf. "Als führendes Unternehmen bei der Verarbeitung und im Vertrieb von Mineralöl in Europa will TOTAL auch bei der industriellen und technischen Entwicklung des Kraftstoffs Wasserstoff eine führende Rolle zu spielen. Wasserstoff hat als Energieträger und unter Umweltgesichtspunkten nachgewiesenermaßen klare Vorteile", betonte der Generaldirektor für den Bereich Raffinerie und Marketing von TOTAL, Michel Bénézit.

11.06.2006   Quelle: BMW Group   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

ZDF.umwelt und Klimaschutzkampagne prämieren Energiesparmeister 2006

Die Energiesparmeister mit Bundesumweltminister Gabriel
Die Energiesparmeister mit Bundesumweltminister Gabriel

Biokraftstoff im Tank, ein Kühlschrank der Energieffizienz-Klasse A++, die Solaranlage auf dem Dach und ein umweltschonendes Blockheizkraftwerk im eigenen Keller – mit diesen und vielen weiteren Energiespar-Maßnahmen überzeugten zehn Familien aus Deutschland beim diesjährigen Wettbewerb "Energiesparmeister 2006". Im Rahmen der Feierlichkeiten "20 Jahre Bundesumweltministerium" überreichte Matthias Machnig, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, den von ZDF.umwelt und der Klimaschutzkampagne initiierten Preis.
 
Der Energiesparmeister-Wettbewerb zeichnet Privatpersonen aus, die nachweislich Energie und Kohlendioxid beim Heizen, Stromverbrauch, im Verkehr und im Alltag einsparen. "Auffällig bei den diesjährigen Beiträgen sind der häufige Einsatz natürlicher Baustoffe und die Verwendung regenerativer Energiequellen für Heizungsanlagen und Fahrzeuge", resümiert Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer der gemeinnützigen co2online GmbH und Projektträger der Klimaschutzkampagne.

Im vergangenen November starteten ZDF.umwelt und co2online nach 2005 zum zweiten Mal den bundesweiten Wettbewerb "Energiesparmeister". Bis Ende Februar registrierten sich über 1.200 Teilnehmer, 350 von ihnen reichten umfangreiche Bewerbungsunterlagen ein. Von den 20 Punktbesten wählte die Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes, zehn Gewinner aus. Sie erhielten jeweils ein Preisgeld von 2.500 Euro und den Titel "Energiesparmeister 2006". Unter den Gewinnern vergab die Jury drei Sonderpreise für das Engagement einer Mietergemeinschaft, für einen Neubau aus regionalen Baustoffen und für ein nachhaltiges sowie innovatives Strohhaus. Alle prämierten Beiträge inklusive Bildmaterial sind ausführlich nachzulesen unter www.klima-sucht-schutz.de/gewinner.html.
Die Beratungsgesellschaft co2online gemeinnützige GmbH setzt sich ein für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes. Mit interaktiven Online-Ratgebern, Heizspiegeln, einem Klimaquiz sowie Portalpartnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik motiviert sie private Haushalte, Handel und Gewerbe, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen – und dabei Geld zu sparen! co2online ist Projektträger der Kampagne "Klima sucht Schutz, gefördert vom Bundesumweltministerium.

10.06.2006   Quelle: co2online gemeinnützige GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: co2online GmbH

 

Bio-Öl vom Fußballfeld: Genug Heizenergie für sechs Einfamilienhäuser

Während die einen ihre Mannschaft anfeuern, grübeln die anderen darüber, wie sie dauerhaft den steigenden Heizkosten Paroli bieten können. Wer bei der Fußball-Weltmeisterschaft als Sieger hervorgeht, entscheidet sich dieses Jahr in Deutschland auf 12 Spielfeldern im Format 105 x 70 Meter. Würde auf der gleichen Fläche – knapp 9 Hektar - Raps angebaut, könnten daraus über 10.000 Liter Rapsöl gepresst werden. Das berichtet der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V. (BDH) in einer Pressemitteilung.  Diese Menge reiche aus, um sechs moderne Einfamilienhäuser mit 150 Quadratmetern Wohnfläche ein Jahr lang zu heizen und mit warmem Wasser zu versorgen. Hinzu komme, dass diese Öle das Klima schonen, weil bei ihrer Verbrennung nur soviel CO2 erzeugt wird, wie die Pflanzen zuvor aufgenommen haben.


Heimische nachwachsende Rohstoffe statt Erdöl und Erdgas

Ob ein kompletter Seitenwechsel von Erdöl und Erdgas zu Bio-Ölen und Bio-Gas oder deren Beimischung zu fossilen Energieträgern, schon heute kann ein Teil unseres Energiebedarfes für Heizung und Warmwasserbereitung durch heimische nachwachsende Rohstoffe gedeckt werden – bis 2015 sollen es laut BDH knapp 10 Prozent des Wärmeenergiebedarfs werden (117 Terawattstunden/Jahr). Profitieren würden Verbraucher, Wirtschaft und Umwelt. "Durch den Einsatz effizienter Heizsysteme und erneuerbarer Energien sparen Verbraucher Heizkosten, die Energierohstoffimporte Deutschlands werden verringert und Arbeitsplätze im Inland geschaffen", so BDH-Präsident Dr. Heinrich-H. Schulte.


Heizungssanierung plus Solarthermie spart bis zu 40 Prozent Energie

Laut Grünbuch der EU könnte im Gebäudebestand rund die Hälfte der Energie für Heizung und Warmwasserbereitung eingespart werden. Wirtschaftlich rentabel ist laut BDH bei den heutigen Öl- und Gas-Preisen vor allem eine Heizungssanierung, denn wer eine alte Anlage auf den aktuellen Stand der Technik bringe, könne bis zu 40 Prozent Energie einsparen - beispielsweise durch hoch effiziente Ölbrennwert- oder Gasbrennwertkessel in Kombination mit Solarthermie.


Heizungsindustrie will Anteil erneuerbarer Energien bis 2015 auf 80 Prozent steigern

Die deutsche Heizungsindustrie will künftig stärker dazu beitragen, die Energieeffizienz in Gebäuden zu erhöhen und den Einsatz erneuerbarer Energien auszubauen. Im Jahr 2005 nutzten lediglich acht Prozent der neuen Heizungsanlagen in Deutschland erneuerbare Energien. Die im BDH organisierten Unternehmen wollen diesen Anteil bis 2015 auf 80 Prozent erhöhen.

10.06.2006   Quelle: BDH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Pilotprojekte für Energie sparendes Sanieren in NRW vorgestellt

Die Sanierung eines Hauses ist eine große Chance zum Energiesparen. Dies demonstrieren 13 Pilotprojekte in Nordrhein-Westfalen. Sie werden so modernisiert, dass sie im Durchschnitt doppelt so gute Energiestandards aufweisen wie normale Neubauten. Vorgestellt wurden einige von ihnen am 31.05.2006 in Düsseldorf auf einer Tagung der Deutschen Energie-Agentur (dena) und der Energieagentur NRW, an der rund 150 Architekten, Planer, Handwerker und Energieberater teilnahmen.  Der Gebäudeenergieausweis, der Ende dieses Jahres mit der neuen Energieeinsparverordnung bundesweit eingeführt werden soll, war ein weiterer Schwerpunkt.


Demonstration für Energieeffizienz

Die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben erwartet von den Pilotprojekten zukunftsweisende Impulse für die Region. "Projekte dieser Art sind eine Demonstration pro Energieeffizienz. Je mehr die Beispiele Schule machen, desto mehr werden auch die Planer sowie Bau- und Handwerksbetriebe in Nordrhein-Westfalen von neuen Aufträgen profitieren. Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, wenn wir die Einsparpotenziale bei der Gebäudesanierung nutzen", so die Ministerin.


Energieausweise machen Energiebedarf deutlich

Energiesparend Sanieren ist laut dena-Geschäftsführer Stephan Kohler die beste Antwort auf steigende Energiepreise: "Dadurch sinken die Nebenkosten, der Wohnkomfort steigt und die Immobilie bleibt dauerhaft attraktiv auf dem Markt. Die Nachfrage nach Gebäuden mit einer guten Energiebilanz wird merklich steigen, wenn Eigentümer, Käufer und Mieter demnächst anhand von Energieausweisen den Energiebedarf genau einschätzen können." Auch für die Pilotprojekte in Nordrhein-Westfalen werde nach der Modernisierung ein Energieausweis ausgestellt. Mit einem Primärenergiebedarf von unter 42 kWh pro Quadratmeter und Jahr lägen sie im grünen Bereich der Energieeffizienzskala.


Primärenergiebedarf soll um über 89 Prozent reduziert werden

Zu den vorbildlichen Sanierungsprojekten gehören unterschiedliche Gebäude aus den Jahren 1929 bis 1974, vom Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern in Oberhausen bis zum Mehrfamilienhaus mit über 1.630 Quadratmetern in Düsseldorf. Weitere Projekte befinden sich in Köln, Düren, Bedburg, Kamen, Castrop-Rauxel, Bielefeld und Wadersloh. "Im Schnitt wird der Primärenergiebedarf um über 89 Prozent reduziert, mit solchen Ergebnissen wird der sanierte Altbau erst richtig schick", betonte Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW, die diese Projekte vor Ort koordiniert. "Möglich ist dies durch optimale Dämmung und Verglasung sowie effiziente Heizungs- und Lüftungsanlagen - kurzum durch zeitgemäße Haustechnik", so Hüttenhölscher.


16 regionale Fachworkshops zu Projekten und Gebäudeenergieausweis

Im dena-Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand" werden derzeit mit Unterstützung des Bundesbauministeriums bundesweit 143 Wohngebäude auf einen besonders energieeffizienten Stand gebracht. In einer Reihe von insgesamt 16 regionalen Fachworkshops stellt die dena zusammen mit regionalen Partnern die Sanierungsprojekte vor und informiert über den Gebäudeenergieausweis. Eigentümer, die sich bereits jetzt für einen Gebäudeenergieausweis interessieren, können auf den in der Praxis erprobten dena-Energiepass zurückgreifen. NRW will den Weg zum ökonomischeren Gebäude mit einer konzertierten Aktion unterstützen, an der zwölf Institutionen teilnehmen. Die Aktion "Gebäudesanierung NRW: Mein Haus spart", die Ministerin Thoben dem Auditorium vorstellte, will für mehr Energieeffizienz im Gebäudebestand sorgen - und die Chancen, die das KfW-Gebäudemodernisierungsprogramm bietet, für NRW nutzen.

10.06.2006   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena); Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

BEE: Netzagentur belegt "Konzernabzocke" bei erneuerbaren Energien

Die deutschen Stromkonzerne rechnen nach Angaben des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) bei ihren Kunden seit Jahren überhöhte Entgelte für die Einspeisung und Übertragung Erneuerbarer Energien ab. Nach Angaben des BEE würden dafür pro Jahr mehr als eine halbe Milliarde Euro zuviel kassiert. Bestätigt sieht sich die Erneuerbare-Energien-Branche durch die aktuelle Entscheidung der Netzagentur zu überhöhten Preisen beim ostdeutschen Netzbetreiber Vattenfall, so der BEE in einer Pressemitteilung.  Die Netzagentur habe bei ihrer Prüfung festgestellt, dass Vattenfall besonders für die Weiterleitung von Strom aus erneuerbaren Energien Kosten angegeben habe, die "deutlich zu hoch" lagen, zitiert der BEE. Insgesamt seien von der Netzagentur 18 Prozent der von Vattenfall beantragten Kosten nicht anerkannt worden. Der Konzern müsse daher jetzt seine Netzentgelte senken.


Preisunterschied von Strom aus erneuerbaren Energien gegenüber konventionellem Strom wird immer geringer

"Endlich reagiert eine Behörde auf die unverschämte Abzocke eines Stromkonzernes bei Erneuerbaren Energien. Jahr für Jahr haben Vattenfall, RWE und andere ihre Preise angehoben und behauptet, dies läge unter anderem an Erneuerbaren Energien. Das ist nachweislich falsch", kommentiert BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke. Tatsächlich würde der Preisunterschied von Strom aus erneuerbaren Energien beziehungsweise Strom aus Kohle, Gas und Kernenergie jedes Jahr geringer. Trotz des rasanten Ausbaus erneuerbarer Energien auf heute über zehn Prozent des Stromverbrauchs läge der Anteil der Mehrkosten für die Stromverbraucher bei gerade einmal 2,8 Prozent des gesamten Strompreises.


Ersatz- und Regelenergiekosten für Windstrom zu vernachlässigen

Bei der Vattenfall-Prüfung sei von der Netzagentur vor allem die Kostenkalkulation für so genannte Ersatz- und Regelenergie kritisiert worden. Regelenergie wird eingesetzt, wenn überraschend Kraftwerke ausfallen. Dies sei auch dann der Fall, wenn die Produktion von Windstrom nicht den errechneten Windprognosen entspreche. Allerdings habe beispielsweise die so genannte dena-Netzstudie in der bisher umfangreichsten Analyse zu diesem Thema nachgewiesen, dass im gegenwärtigen Kraftwerkspark derartige Kosten völlig zu vernachlässigen seien, so der BEE. Auch bei weiterem massiven Ausbau der Windenergienutzung würden diese Kosten allenfalls im Promillebereich des Strompreises liegen. Für den BEE ein Beleg, dass nicht nur Vattenfall an dieser Stelle zuviel abrechne. Nitzschke: "Auch die anderen Netzbetreiber geben seit Jahren überhöhte Kosten für den Ausgleich von Windschwankungen an. Diese Kostenpositionen muss die Netzagentur bei allen streichen."

09.06.2006   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Phönix SonnenStrom AG erhält TÜV-Zertifikat für Photovoltaik-Montagesystem

Das Aufdach-Montagesystem für Solarstrom-Anlagen "Tecto-Sun" und "Tecto-Sun Plus" der Phönix SonnenStrom AG wurde vom TÜV Rheinland zertifiziert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Zur Zertifizierung gehört eine Fertigungsstättenbesichtigung mit Überprüfung der Qualitätssicherung, ein Probeaufbau, die Überprüfung aller relevanter Unterlagen wie Statik und Montageanleitung sowie die Erbringung aller Materialnachweise der Zulieferer. Der TÜV werde zur Sicherstellung einer gleichbleibenden Qualität regelmäßig wiederkehrende Prüfungen durchführen. Das Zertifikat ist laut Phönix SonnenStrom AG fünf Jahre ab Ausstellungsdatum gültig.

09.06.2006   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SolarWorld AG gibt Gratisaktien aus

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) gibt an ihre Aktionäre Gratisaktien im Verhältnis 1:3 aus, wie von der Hauptversammlung am 24. Mai 2006 beschlossen. Grundlage für die Zuteilung ist eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, die am 02. Juni 2006 in das Handelsregister eingetragen wurde, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhe sich damit von bislang 13.965.000 Euro auf 55.860.000 Euro. Maßgeblich seien die Depotbestände vom Freitag, 09. Juni 2006, abends. Durch die Einbuchung der Gratisaktien werden sich die Depotbestände für die Aktionäre automatisch und kostenlos vervierfachen, so die SolarWorld AG. Die insgesamt 41.895.000 Gratisaktien seien mit Börsenbeginn vom Montag, 12. Juni 2006, handelbar. Der Aktienkurs werde sich zeitgleich entsprechend rechnerisch verringern. Die neuen Aktien notieren unter den unveränderten Wertpapier-Kennziffern und nehmen am Gewinn des Geschäftsjahres 2006 teil.

09.06.2006   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

RAL Güteschutz Solar: Endgültige Fassung liegt vor

Mit Wirkung zum 31. Mai 2006 hat die Gütegemeinschaft Solarenergieanlagen e.V. die Endversion der aktuellen Güte- und Prüfbestimmungen für Solarenergieanlagen vorgelegt. Diese haben den Charakter öffentlicher technischer Lieferbedingungen und können kostenfrei als Vertragsbestandteil bei der Bestellung, Ausschreibung und Vergabe von Solaranlagen eingesetzt werden.   Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) in einer Pressemitteilung.


Güteschutz für Fach- und Endkunden

Die Güte- und Prüfbestimmungen für Solarenergieanlagen (RAL-GZ-966) sind öffentliche technische Lieferbedingungen. Von Käufern und Fachleuten können sie kostenfrei genutzt werden, indem sie bei Bestellungen als Vertragsbestandteil aufgenommen werden ("Bestellung und Lieferung gemäß RAL GZ 966").

Zertifizierung für Unternehmen

Unternehmen können Mitglied in der Gütegemeinschaft Solarenergieanlagen werden. Nach einer Zertifizierung durch Prüfer der Gemeinschaft erhalten die Unternehmen das Recht das Gütezeichen für ihre Korrespondenz und ihre Werbeauftritte zu tragen. Weitere Informationen unter http://www.gueteschutz-solar.de. Dort können auch folgende Dokumente als PDF-Dokumente heruntergeladen werden:

Güte- und Prüfbestimmungen

Mitgliedsantrag Gütegemeinschaft

09.06.2006   Quelle: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Baden-Württembergisches Unternehmen liefert Solarstrom-Glas für New Yorker Metro

New Yorker Metro
New Yorker Metro

Die Glaswerke Arnold GmbH & Co. KG mit Sitz in Remshalden hat die Glasbauelemente für das weltweit größte mit Dünnschicht-Solarzellen ausgestattete Dach geliefert. Das Unternehmen beherrsche ein spezielles Verfahren, mit dem Photovoltaikmodule in Glaselemente integriert werden können, berichtet die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH in einer Pressemitteilung. Die Glasverarbeitungs-Technologie "Made in Germany" sehen täglich zehntausende New Yorker, wenn sie an der neu renovierten Metro-Station "Stillwell Avenue" gen Himmel blicken.   Die Elemente für die 5.300 Quadratmeter große Dachfläche des achtgleisigen Bahnhofs auf Coney Island wurden von dem Unternehmen aus der Region Stuttgart hergestellt und per Schiff in die USA geliefert. Die imposante Dachverglasung sorgt für Tageslicht auf den Bahnsteigen und liefert gleichzeitig elektrische Energie. Die gesamte Dachfläche ist mit Dünnschicht-Photovoltaikmodulen ausgestattet.

Als einziger Hersteller weltweit konnte die Glaswerke Arnold GmbH & Co. KG aus Remshalden das Material in der benötigten Technologie verarbeiten, berichtet das Unternehmen. Voltarlux nennen die Isolierglas-Spezialisten ihr Produkt. Die "Solaranlage auf dem Dach" liefert im Sommer rund zwei Drittel der im Bahnhof Stillwell Avenue verbrauchten Strommenge. Ein energietechnisch zukunftweisendes Projekt, ist Alexander Kienle, Niederlassungsleiter Remshalden bei Glaswerke Arnold, überzeugt: "Auch die über 6.000 Bahnhöfe in Deutschland könnten im Zuge von Sanierungsmaßnahmen mit einer Solaranlage wie in New York ausgestattet werden." Doch Bahnhöfe sind nur ein Beispiel für einen Trend in größerem Stil: Die gebäudeintegrierte Photovoltaik ist im Kommen. Seien es Fassadenteile eines Autohauses oder die Dachfläche eines Wintergartens - täglich werden mehr Voltarlux-Gläser verbaut. Die Photovoltaik-Module sorgen für Verschattung und Stromerzeugung, während das Basisprodukt Isolierglas die bekannten Vorteile der Wärmedämmung und des "Kontakts nach draußen" bietet.

09.06.2006   Quelle: Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: WRS
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Österreich: 600 Solarwärme-Profis durch klima:aktiv-Programm

Angesichts der aktuellen Energiepreissteigerungen sind die erneuerbaren Energien in aller Munde, berichtet der Verband Austria Solar. Kaum ein Handwerker, Planer oder Energieberater sehe sich nicht mit Anfragen zu den Möglichkeiten günstiger Solarwärmenutzung konfrontiert. Dementsprechend stark sei auch die Nachfrage nach Fachinformation, wie der große Andrang beim Weiterbildungsangebot des "klima:aktiv solarwärme"-Programms zeige. Mehr als 600 Teilnehmer vom Anlagenmonteur bis zum Energieberater seien bis heute in den speziell auf die Zielgruppen abgestimmten und österreichweit angebotenen Kursen geschult worden.  Auf dem Weg zu einer neue Qualitätsmarke für Planung und Installation von Solarwärmeanlagen

Besonders hervorzuheben sei die 8-tägige Ausbildung zum "Zertifizierten Solarwärmeinstallateur bzw. –planer". In den vergangenen 2 Jahren konnten laut Austria Solar 250 Techniker in allen Bundesländern mit den Kursen erreicht werden, von denen mittlerweile 50 zertifizierte Partner seien. "Damit sind wir auf dem besten Weg, eine neue Qualitätsmarke für die Planung und Installation von thermischen Solaranlagen auf dem österreichischen Markt zu etablieren", berichtet der Koordinator des Schulungsangebotes, Fritz Brandstetter, von arsenal research.

Im Rahmen des klima:aktiv-Programms Solarwärme werde die erfolgreiche Bildungsoffensive auch in den kommenden Jahren fortgesetzt. Informationen zum Kursangebot sowie eine Postleitzahlsuche nach allen "Zertifizierten Solarwärmeinstallateuren und – planern" sind zu finden unter www.solarwaerme.at.

09.06.2006   Quelle: Austria Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Austria Solar
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Conergy AG: Zahl der Mitarbeiter in einem Jahr verdoppelt

Conergy-Chef Rüter begrüßt 1.000ste Mitarbeiterin.
Conergy-Chef Rüter begrüßt 1.000ste Mitarbeiterin.

Die Hamburger Conergy AG (ISIN DE 00060 40025) setzt einen weiteren Meilenstein in der Unternehmensgeschichte und verdoppelt die Mitarbeiterzahl von 498 (Stand Mai 2005) auf 1.000 innerhalb nur eines Jahres. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Dank der Verfünffachung der eigenen Produktionskapazitäten und der vertraglich gesicherten Belieferungen mit Solarmodulen erwartet Conergy auch in den nächsten Jahren ein dynamisches Umsatzwachstum von jeweils mehr als 50 Prozent.   Basis für den Erfolg der Conergy AG seien die gut ausgebildeten und kompetenten Mitarbeiter, die sich in mittlerweile über 20 Ländern der Welt für den Ausbau der regenerativen Energien engagieren, betont das Unternehmen. Um weiterhin schneller als der weltweite Markt für regenerative Energien zu wachsen und die Position als führender Anbieter von Systemen zur Nutzung erneuerbarer Energien zu festigen, soll die Anzahl der Mitarbeiter auch in den nächsten Jahren kontinuierlich ausgebaut werden.

400 Neueinstellungen bis Ende 2006 geplant

"Bereits heute haben wir unsere internationalen Personal- und Management-Strukturen darauf ausgerichtet, um zu einem globalen Unternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern zu wachsen. Bis zum Jahresende werden wir weltweit weitere 400 Mitarbeiter neu einstellen", erklärt Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Conergy AG.


Vorstandvorsitzender Rüter begrüßt die 1.000ste Mitarbeiterin

Mit Nadin Schertling begrüßt Hans-Martin Rüter Conergys 1.000ste Mitarbeiterin. Die 28jährige Betriebswirtin verstärkt ab sofort das Team Strategic Planing von Dr. Gerwin Dreesmann. Gemeinsam mit den so genannten Regional Heads legen sie die strategische Geschäftsentwicklung fest und identifiziert Zukunftsmärkte für die regional am besten geeigneten Technologien zur Nutzung von Solar-, Wind- und Bioenergie. Die gebürtige Berlinerin verfügt über mehrjährige Erfahrung im operativen Controlling eines führenden Technologiekonzerns und betreut die unternehmensweite Einführung der "Balanced Score Card" mit der die globalen Unternehmensziele der Conergy Gruppe identifiziert und ihre Erreichung sicher gestellt werden.

"Die ambitionierte globale Wachstumsstrategie der Conergy bietet hervorragende Entwicklungschancen mit einem breiten Entscheidungsspielraum und hoher Teamorientierung", freut sich Schertling über ihre Tätigkeit bei Conergy. Ihre internationalen Erfahrungen im Organisieren und Durchführen von United Nations-Konferenzen haben die Asienliebhaberin bestens auf ihre unternehmensweite Tätigkeit vorbereitet.

08.06.2006   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Conergy AG

 

Staatssekretär Adamowitsch verlässt das Wirtschaftsministerium

Georg Wilhelm Adamowitsch, beamteter Staatsekretär im Bundeswirtschaftsministerium, wird im Sommer die Federführung in der Energiegesetzgebung abgeben und das Ministerium verlassen. Das berichtet die ZEIT in einer Pressemitteilung. Der Personalwechsel gelte als Zeichen, dass CSU-Bundeswirtschaftsminister Michael Glos von der Unternehmensnähe seiner Vorgänger abrücken wolle, heißt es in der Pressemitteilung der Wochenzeitung.   Glos habe vergangenen Freitag beim Treffen der Energieminister in Brüssel "die jüngsten Initiativen der Europäischen Kommission, die bestehenden Wettbewerbsregeln konsequent anzuwenden", ausdrücklich begrüßt, zitiert die ZEIT.

Der 58 Jahre alte Adamowitsch sei für eine Stellungnahme nicht zu erreichen gewesen, die Pressestelle des Ministeriums wollte sich nicht äußern. Adamowitsch ist seit 2002 Staatssekretär im Berliner Wirtschaftsministerium und gilt laut ZEIT als der Energiebranche nahe stehend. Vorher leitete er die Staatskanzlei in Düsseldorf.

Der komplette Text ist veröffentlicht in der ZEIT Nr. 24 vom 8. Juni 2006

08.06.2006   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Energieversorger EDP steigt bei Solar Millennium-Kraftwerk Andasol 3 ein

Die Solar Millennium AG (Erlangen) hat mit NEO Energía, einer Tochterfirma der EDP Gruppe (Energias de Portugal, S.A.) für erneuerbare Energien, erneut einen wichtigen Partner gewonnen. Das berichtet die Solar Millennium AG in einer Pressemitteilung. Das Erlanger Unternehmen verfolge damit seine Strategie konsequent weiter, solarthermische Großkraftwerke gemeinsam mit großen regionalen Kooperationspartnern zu realisieren.   Die EDP Gruppe zähle zu den größten europäischen Elektrizitätskonzernen und sei Mehrheitsgesellschafterin der spanischen Hidrocantábrico Gruppe.


50 MW Parabolrinnen-Kraftwerk in der südspanischen Provinz Granada

NEO Energía ist laut Solar Millennium AG eines der führenden Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien auf der iberischen Halbinsel und steige beim Projekt Andasol 3 zum Bau eines 50 MW Parabolrinnen-Kraftwerkes ein. NEO Energía habe dazu über die spanische Tochtergesellschaft Generaciones Especiales I S.L. 50 Prozent der Anteile an der zugehörigen Projektgesellschaft Marquesado Solar S.A. von der Solar Millennium AG erworben. Das solarthermische Kraftwerk Andasol 3 ist das dritte Projekt, das Solar Millennium in der südspanischen Provinz Granada entwickelt. Hier entsteht der weltweit größte Standort zur Nutzung der Sonnenenergie. Wie die im Wesentlichen baugleichen Kraftwerksprojekte Andasol 1 und 2 soll auch das Solarkraftwerk Andasol 3 ein Finanzierungsvolumen von 250 bis 300 Millionen Euro umfassen und künftig 200.000 Menschen mit Solarstrom versorgen. Baubeginn soll voraussichtlich in 18 bis 24 Monaten sein.


Zusage zur Vergütung gemäß spanischem Einspeisegesetz liegt vor

"Das Planfeststellungsverfahren befindet sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Einzelne Genehmigungen und die Zusage zur Vergütung gemäß dem spanischen Einspeisegesetz für solarthermisch erzeugten Strom liegen bereits vor. Auch die Netzanbindung des Kraftwerkes ist bereits genehmigt", erläutert
Solar Millennium-Vorstandsvorsitzender Christian Beltle.


Zusammenarbeit für weitere solarthermische Kraftwerke geplant

Zugleich habe die Solar Millennium AG mit NEO Energía eine Kooperationsvereinbarung für weitere solarthermische Kraftwerke abgeschlossen. So sei die gemeinsame Realisierung von zwei Solarkraftwerken geplant, die von Solar Millennium bereits vorentwickelt worden seien. Neben der Übernahme von Anteilen an den zugehörigen Projektgesellschaften durch diesen Partner sei auch der Eintritt der Solar Millennium AG in zwei Projektgesellschaften der NEO Energía vorgesehen. Die vereinbarten Projekte liegen in den südspanischen Provinzen Extremadura, Murcia und Castilla La Mancha.


Wichtiges Signal für Stromproduktion mit solarthermischen Kraftwerken

Vorstandsvorsitzender Christian Beltle: "Mit dem Einstieg der NEO Energía bei Andasol 3 und der Kooperationsvereinbarung für mehrere weitere solare Großkraftwerke haben wir unsere Marktposition auf der iberischen Halbinsel langfristig gestärkt. Die Perspektive auf weitere Realisierungen von Parabolrinnen-Kraftwerken ist ein wichtiges Signal für diese Solartechnologie, die weltweit auf immer größeres Interesse stößt."

08.06.2006   Quelle: Solar Millennium AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Wieczorek-Zeul und Gabriel: "Keine Zukunft ohne Erneuerbare Energien"

"Wir haben seit der Bonner Konferenz herausragende Fortschritte gemacht und damit die damals eingeleitete Energiewende erfolgreich fortgeführt", erklärte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul anlässlich des zweiten Jahrestags der Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien, "renewables2004". Diese hatte im Juni 2004 in Bonn stattgefunden und war die bisher größte internationale Konferenz zu erneuerbaren Energien. Ein wesentlicher Erfolg der Konferenz sei die Verabschiedung des Internationalen Aktionsprogramms für erneuerbare Energien, heißt es in der Pressemitteilung.   Es umfasst rund 200 konkrete Beiträge, um weltweit mehr Energie aus Wind, Sonne, Wasser, Biomasse und Erdwärme zu gewinnen. "Zwei Jahre nach der Bonner Konferenz sind wir auf einem guten Weg, das Aktionsprogramm erfolgreich umzusetzen", so Bundesumweltminister Gabriel.


China, die Türkei und Pakistan starten Aktionen für Strom aus Erneuerbaren

Das belege der Zwischenbericht zum Stand der Umsetzung des Aktionsprogramms des internationalen Politiknetzwerks für erneuerbare Energien - REN21: Fast 80 Prozent der zurückgemeldeten Aktionen seien inzwischen angelaufen oder bereits vollständig umgesetzt. Eine Reihe von Ländern habe angekündigt, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion deutlich zu erhöhen, wie beispielsweise China mit dem Ziel, bis zum Jahr 2020 rund 15 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Die Türkei habe inzwischen ein an Deutschland orientiertes Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien eingeführt und bereits den Bau von Wind- und Wasserkraftanlagen mit einer Leistung von 3.000 MW genehmigt. Pakistan wolle etwa 30.000 Haushalte vor allem in entlegenen Gebieten mit Wind- und Sonnenenergie versorgen. In Armenien sollen bis 2010 mit deutscher Unterstützung kleinere Wasserkraftwerke gebaut werden, mit einer Kapazität von bis zu 10 MW.


500 Millionen Euro für Entwicklungsländer

"Wir wollen die Kooperation zwischen Staaten, die neue Energietechnologien besitzen, und Staaten, die sie einsetzen möchten, stärker fördern. In Deutschland haben wir den Anteil erneuerbarer Energien in wenigen Jahren verdoppeln können", sagte Bundesumweltminister Gabriel. International sei der Einsatz der Erneuerbaren im Rahmen des "Clean Development Mechanism" des Kyoto-Protokolls ein hervorragendes, kosteneffizientes Instrument, das Deutschland stark ausweiten werde, damit in möglichst vielen Regionen der Welt rasch Klimagase eingespart werden - für eine zukunftsfähige Energieversorgung und nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Ein Teil der Maßnahmen in Entwicklungsländern wird aus der so genannten Sonderfazilität für Erneuerbare Energien und Energie-Effizienz gefördert, die Deutschland zur Verfügung gestellt hat. "Die Sonderfazilität ist ein großer Erfolg, denn die 500 Millionen Euro für die Jahre 2005 bis 2009 sind wegen der großen Nachfrage aus den Entwicklungsländern bereits zu rund ein Drittel vergeben worden“, so Wieczorek-Zeul.


Förderung erneuerbarer Energien als Schwerpunkt der Bundesregierung

"Gerade für die Entwicklungsländer sind der Einsatz nachhaltiger Energieformen und die Verbesserung der Energieeffizienz besonders wichtig", betonte die Bundesentwicklungsministerin. Durch sie würden Ressourcen gespart und das Wachstum des Landes unterstützt. "Beides sind wichtige Voraussetzungen, um das Millenniumsziel zur Armutsreduzierung zu erfüllen. Die Bundesregierung hat deshalb die Förderung erneuerbarer Energien zu einem Schwerpunkt in der internationalen Zusammenarbeit gemacht", erklärte Wieczorek-Zeul. Die vollständige Umsetzung des Internationalen Aktionsprogramms soll den weltweiten Ausstoß von CO2 bis zum Jahr 2015 um 1,2 Milliarden Tonnen pro Jahr senken. Das sind rund 5 % der heutigen globalen CO2-Emissionen. Die Umsetzung des Internationalen Aktionsprogramms führe zu Investitionen in erneuerbare Energien von rund 320 Milliarden US-Dollar.

08.06.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Mit erneuerbaren Energien die Mehrwertsteuererhöhung sparen

Der Bundestag hat eine Anhebung des Mehrwertsteuersatzes von 16 auf 19 Prozent zum 1. Januar 2007 beschlossen. Damit erhöhen sich ab nächstem Jahr auch die Kosten für die meisten Energieträger. So werden die Kosten der Haushalte für Strom, Heizöl oder Erdgas um 3 Prozent steigen. Für einen kleinen Haushalt mit einem typischen Verbrauch von 3.000 Litern Heizöl zum Preis von etwa 1.800 Euro bedeutet die Mehrwertsteuererhöhung jährliche Mehrausgaben von zirka 50 Euro -abgesehen von weiter steigenden fossilen Energiepreisen. Einen Ausweg bietet nach Aussage des Vereins Sonnenkraft-Freising die Nutzung erneuerbarer Energien: Scheitholz, Holzpellets und Pflanzenöl werden als landwirtschaftliche Produkte nur mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7% belastet, der sich auch im nächsten Jahr nicht erhöht.   Dabei seien die Preise für diese umweltfreundliche Bioenergie-Brennstoffe ohnehin schon günstiger als die der fossilen Konkurrenten, betont der Verein. Offensichtlich seien die fossilen Energien immer noch zu billig, um die nach wie vor riesige Energieverschwendung zu beenden.


Sonnenkollektoren und Holzpelletheizungen noch dieses Jahr installieren

"Am Besten spart man die Mehrwertsteuererhöhung durch die direkte Nutzung der Sonnenwärme", so der Sonnenkraft-Vorsitzende Andreas Horn. "Die Sonne scheint für alle kostenlos und mehrwertsteuerfrei!", betont Horn. Erfolge die Installation noch in diesem Jahr, würden die einmaligen Anschaffungskosten für Sonnenkollektoren noch mit einem Mehrwertsteuersatz von lediglich 16 Prozent belastet. Die Kollektoren lieferten dann mindestens 20 Jahre lang mehrwertsteuerfreie Wärme ins Haus. Ähnlich funktioniere das Steuersparen beispielsweise mit Holzpelletheizungen. Wer also noch rechtzeitig im Jahr 2006 in Sonnenkollektoren und Holzheizungen investiere, schütze nicht nur das Klima, sondern könne zumindest bei den Energiekosten dem Finanzminister ein Schnippchen schlagen.

08.06.2006   Quelle: Sonnenkraft Freising e. V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Photovoltaik: Startschuss für Dünnschicht-Solarpark der voltwerk AG

Die Hamburger voltwerk AG hat die SunTechnics GmbH mit dem Bau eines der weltweit größten Solarparks mit Dünnschicht-Technologie beauftragt. Im bayerischen Mering, südlich von Augsburg, wird SunTechnics auf einer fünf Hektar großen Fläche bis zum Sommer Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 1,7 Megawatt (MW) installieren, berichtet die voltwerk AG in einer Pressemitteilung. Das insgesamt rund 7 Millionen Euro teure Solarkraftwerk soll jährlich rund 1,9 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom produzieren und in das öffentliche Stromnetz einspeisen.   Über 500 Haushalte könnten so ganzjährig mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden. Der Standort biete mit seinen über 1.250 Kilowattstunden Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter im Jahr beste Voraussetzungen für die Nutzung der Solarenergie. "Mering liegt in einem der sonnenreichsten Gebiete Deutschlands. Wir freuen uns, mit dem neuen Solarpark diese günstigen Bedingungen jetzt auch für die Energie-Gewinnung zu nutzen und so zu einem wachsenden Anteil von Strom aus heimischen Quellen beizutragen", erklärt Hans-Dieter Kandler, Erster Bürgermeister von Mering.


Dünnschicht-Module als Alternative zum knappen Silizium

Dünnschicht-Technologie gilt als zukunftsfähige Ergänzung zu herkömmlichen Modulen auf Silizium-Basis. Wegen ihres Ressourcen schonenden Produktionsverfahrens wird schon heute ein wachsender Anteil von Solarstrom-Anlagen mit dieser Technik realisiert. Solarmodule auf Dünnschicht-Basis erzielen besonders an bewölkten Tagen und in der Dämmerung eine bessere Energieausbeute. Auch zeigen sie bei hohen Temperaturen bessere Ergebnisse als Silizium-Module. Wichtiges Argument für den Einsatz von Dünnschicht-Modulen ist in Zeiten von knappem Silizium die Verfügbarkeit: "Durch den Einsatz der Dünnschicht-Technik können wir die hohe Nachfrage nach lukrativen Kapitalanlagen im Solarbereich abdecken und unsere Projektmengen zusätzlich steigern", sagt Nikolaus Krane, Vorstandsvorsitzender der voltwerk AG. Bei Dünnschicht-Modulen wird das Material in einer feinen Schicht auf Glas aufgedampft, so dass das fertige Modul nur zu einem Prozent aus einer solar aktiven Schicht besteht.
Die voltwerk AG ist eines der führenden Emissionshäuser für Erneuerbare-Energien-Projekte in Deutschland. Zu den Kunden gehören institutionelle und private Investoren aus dem In- und Ausland. Das Unternehmen finanziert, entwickelt und realisiert Solar- und Windparks, sowie solarthermische Kraftwerke und Bioenergieanlagen. Die voltwerk ist in Deutschland, Spanien, Frankreich und Australien mit Niederlassungen und eigenen Tochtergesellschaften aktiv.

07.06.2006   Quelle: voltwerk AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Intersolar 2006 auf Rekordkurs: 448 Aussteller; 22.000 Besucher erwartet

Intersolar 2006 auf Rekordkurs

Die Intersolar, Europas führende Fachmesse für Solartechnik, startet in diesem Jahr mit einem Ausstellerrekord, berichten die Veranstalter: 448 Aussteller aus 27 Nationen präsentieren vom 22. – 24. Juni die neuesten Produkte und Entwicklungen der internationalen Solarbranche auf 26.000 Quadratmetern. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 20 % mehr Aussteller und rund 50 % mehr Ausstellungsfläche. "Seit sieben Jahren verzeichnet die Intersolar steigende Ausstellerzahlen“, freuen sich die Veranstalter Markus Elsässer, Geschäftsführer der Pforzheimer Solar Promotion GmbH und Klaus W. Seilnacht, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG. Die Ausstellungsfläche war bereits 3 Monate vor der Eröffnung ausgebucht.   Entgegen den vor wenigen Jahren vorgenommenen Planungen reichen die Kapazitäten in der Messe Freiburg angesichts dieser rasanten Entwicklung nicht mehr aus und eine Standortverlagerung wird geprüft. Die Intersolar 2006 findet vom 22. bis 24. Juni in Freiburg statt.

Spiegel der weltweiten Marktdynamik

Die Solarindustrie erlebt einen weltweiten Boom. Auch die deutsche Solarwirtschaft ist auf dem Vormarsch. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW) prognostiziert der deutschen Solarindustrie für das Jahr 2006 ein Umsatzplus von 10 - 20 % auf insgesamt 4 Milliarden Euro. "Die positive Marktentwicklung der Solarbranche spiegelt sich auch auf der Intersolar 2006 wider", erläutert Elsässer. Darüber hinaus hat die internationale Ausrichtung der Fachmesse deutlich zugenommen. 30 % der 448 Aussteller kommen aus dem Ausland. Insgesamt sind 27 Nationen vertreten, darunter Unternehmen aus ganz Europa, den USA, China, Japan, Israel, Ägypten und Brasilien. Auch beim internationalen Publikum ist das Interesse groß. Die Veranstalter rechnen damit, dass rund 20 % des Fachpublikums aus dem Ausland nach Freiburg kommen. Insgesamt werden 22.000 Besucher aus 70 Ländern erwartet.


Ausstellungsfläche wächst um rund 50 %

Die Intersolar ist jährlicher Treffpunkt für die Multiplikatoren und Experten der internationalen Solarbranche. Alle wichtigen Hersteller, Zulieferer, Großhändler und Dienstleister der Branche sind in Freiburg vertreten. Sie präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen auf einer Ausstellungsfläche von insgesamt 26.000 Quadratmetern.


Umfassendes Themenspektrum

Die Intersolar 2006 konzentriert sich auf die neuesten Produkte und Entwicklungen aus Photovoltaik, Solarthermie und solarem Bauen. Neben der Messe erwartet die Fachbesucher ein anspruchsvolles Kongress- und Rahmenprogramm. Der Kongress beginnt bereits im Vorfeld der Intersolar (20. bis 24. Juni 2006) und bietet den Fachbesuchern die Möglichkeit, sich gezielt weiterzubilden und mit Experten auszutauschen.


Standortverlagerung wird geprüft

Um ein langfristiges Wachstum der Intersolar sicherzustellen, haben sich die Veranstalter Solar Promotion und die Messe Freiburg entschieden, mit der Intersolar an einen anderen Standort zu wechseln. Der neue Standort soll sowohl dem Kapazitätsbedarf als auch der weiteren Internationalisierung der Intersolar gerecht werden. Die Solar Promotion GmbH und die Messe Freiburg (FWTM GmbH & Co. KG) bleiben auch an einem anderen Messeplatz Veranstalter der Intersolar. Derzeit werden verschiedene Optionen und Angebote geprüft, um den optimalen Standort zu finden.

07.06.2006   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Promotion GmbH

 

Europäische Solarwärme-Technologieplattform mit Unterstützung der EU eröffnet

Die Europäische Solarwärme-Technologieplattform (ESTTP) wurde am 30.05.2006 offiziell in Brüssel gestartet. ESTTP wurde ins Leben gerufen, um eine umfassende Strategie für Forschung und Marktentwicklung für die Solarthermie in Europa zu schaffen. EU-Energiekommissar Piebalgs begrüßte die Initiative der Solarwärmeindustrie und Forschung. Die Solarwärme-Technologieplattform sei unerlässlich um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, so Piebalgs. 
2030 sollen vollständig solar beheizte und gekühlte Häuser Standard sein

Der Start der ESTTP erfolgte nach fast einjährigen Vorbereitungen und ein Jahr nach der Präsentation der Solarwärme-Vision 2030. Diese wurde von Forschungseinrichtungen und Industrie in ganz Europa entworfen. Die "Solar Thermal Vision 2030" beschreibt die Vorstellungen der Branche hinsichtlich der künftigen Nutzung der Solarwärme. Für die Gebäude, auf deren Konto rund 40 % des europäischen Energiebedarfs gehen, enthält die Zielvorgabe das Konzept des aktiven Solarhauses, das vollständig mit Solarenergie beheizt und gekühlt wird und 2030 Standard werden soll. Bis 2030 sollen nach dem Willen der Solarwärmebranche 50 % der Niedertemperaturenergie in Europa mit Solarthermie erzeugt werden. Mit der Solarwärme-Vision sollen Zielvorgaben für den Markt und die Forschung gemacht werden. Erforscht werden sollen hoch entwickelte Wärmespeicher, Mitteltemperatur-Kollektoren, solare Kühlanlagen und die Systemtechnologie. Einige Ergebnisse können nach Auffassung der Solarwärmeindustrie bereits kurz- oder mittelfristig vorliegen, andere Ansätze müssen langfristig verfolgt werden.


Potenzial der Solarwärme-Technologien bislang drastisch unterschätzt

"Bisher haben viele das Potenzial der Solarwärme-Technologien drastisch unterschätzt", sagte der Vorsitzende des vorläufigen ESTTP-Lenkungsausschusses; Gerhard Stryi-Hipp von der Europäischen Solarwärmeindustrievereinigung (ESTIF). Obwohl Solarwärmeanlagen für die Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung in einigen Regionen Europas üblich und verbreitet seien, seien das Potenzial für die technische Entwicklung sowie der künftige Markt enorm. Deshalb sei auch der Forschungs- und Entwicklungsbedarf riesig, besonders für neue Anwendungen wie die solare Klimatisierung und die solare Produktion von Prozesswärme.


EU-Kommissar Piebalgs: Solarthermie stärkt Wettbewerbsfähigkeit und schafft Arbeitsplätze

In seiner Rede zeigte sich EU-Kommissar Andris Piebalgs überzeugt, dass die Solarwärmeindustrie und -forschung ihre Technikführerschaft behaupten und ihren Anteil am Weltmarkt sogar steigern können. "Ich bin sicher, dass die Kommission und die ESTIF-Mitglieder gemeinsam die Marktposition der Solarwärme erreichen, die ihr gebührt. Und ich glaube auch, das dies dazu beitragen kann, dass wir uns auf eine nachhaltige Energieversorgung hinbewegen, welche die Wettbewerbsfähigkeit stärkt und Arbeitsplätze schafft", so Piebalgs.

Das erste Treffen des ESTTP-Lenkungsausschusses ist am 17. Juli 2006 geplant, die ESTTP-Arbeitsgruppen sollen im Herbst gegründet werden.

07.06.2006   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Johanna Solar Technology baut weltgrößte Produktionsstätte für Dünnschicht-Solarmodule

In Brandenburg an der Havel baut die Johanna Solar Technology GmbH in den nächsten Monaten das weltweit größte und modernste Werk für die Fertigung von Solarmodulen auf Basis einer neuen Dünnschicht-Technologie. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Mit dem ersten Spatenstich feierte das Technologie-Unternehmen am 02.06.2006 den Start für eine der größten Investitionen in die Dünnschichttechnologie. 72 Millionen Euro werden nach Angaben des Unternehmens investiert.  Mitte 2007 soll die Produktion starten, geplante Jahreskapazität: 30 Megawatt (MW). Bis 2009 sollen es 60 MW sein. Allein in der ersten Ausbauphase sollen 180 Arbeitsplätze geschaffen werden.


CIGSSe-Module mit hohem Wirkungsgradpotenzial

Bei der neuen, in Südafrika entwickelten und von der Johanna Solar Technology auf Lizenzbasis erworbenen Technologie werden die Stoffe Kupfer, Indium und Gallium sowie Sulfid und Selen (CIGSSe) eingesetzt. "Bei der Herstellung von Solarmodulen können wir auf den noch längerfristig knappen und derzeit teuren Rohstoff Silizium verzichten", sagt Johanna-Geschäftsführer Jeroen Haberland. "Die derzeit leistungsstärkste Dünnschichttechnologie weist ein hohes Wirkungsgradpotenzial von bis zu 16 Prozent auf", so Haberland weiter.


aleo solar AG investiert in neue Technologie

Die Johanna Solar Technology GmbH entstand auf Initiative der IFE Projekt- und Beteiligungsmanagement GmbH & Co. KG in Oldenburg. Der Lizenz- und Technologievertrag mit der PTIP Ltd., einem Spin-Off der Universität Johannesburg, enthalte das unbefristete Recht zur Nutzung der Technologie in einer weltweit ersten Fertigungsanlage und zur Vermarktung in Form von Sublizenzen, heißt es in der Pressemitteilung. Ein strategischer Investor ist die aleo solar AG, einer der größten Hersteller von Silizium-Modulen in Deutschland. Das Unternehmen beabsichtigt, einen Teil der Produktion aus Brandenburg unter der Qualitätsmarke aleo zu verkaufen. "Bei der anhaltenden Silizium-Knappheit sind ertragsstarke Dünnschichtmodule eine zukunftssichere Alternative", sagt Jakobus Smit, Vorstand der aleo solar AG. "Die CIGSSe-Technologie ermöglicht die Herstellung von Produkten, die mit kristallinen Modulen in vielen Parametern wie Wirkungsgrad und Qualität vergleichbar sind", so Smit weiter. Die Dünnschichtmodule der neuesten Generation lieferten Energie auch bei schwachem Licht, so dass sie – auch bei anfänglich geringeren Wirkungsgraden als kristalline Solarmodule – höhere Erträge als Silizium-basierte Solarmodule aufweisen würden. Sie sind komplett schwarz und wirkten deshalb auch optisch anspruchsvoller als herkömmliche Solarmodule.

"Im Jahr 2010 wird der Marktanteil für Dünnschicht-Module bei neu installierten Solaranlagen bei 20 Prozent liegen. Knapp die Hälfte davon sind dann CIGSSe-Module", ist sich Johanna-Chef Haberland sicher.

07.06.2006   Quelle: Johanna Solar Technology GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

KfW: Zinserhöhung in den Programmen der Förderinitiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum"

Die KfW-Förderbank hat zum 01.06.2006 die Zinssätze im KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm und in dem Programm "Wohnraum Modernisieren" (ÖKO-PLUS) um bis zu 0,35 % p.a. und im Programm "Ökologisch Bauen" (ESH 40) um bis zu 0,85 p.a. erhöht. Die Konditionen der anderen Programme der KfW Förderbank sowie aller Programme der KfW-Mittelstandsbank bleiben unverändert.   Fragen zum Produkt- und Serviceangebot der KfW Bankengruppe beantworten die Berater der Infocenter: Die Berater des Infocenters der KfW Förderbank sind unter der Servicenummer 01801 / 33 55 77 erreichbar und beraten zu den Förderprodukten in den Bereichen Wohnwirtschaft, private Umweltschutzinvestitionen, Infrastruktur und Soziales sowie Bildungsförderung.

Das Infocenter der KfW Mittelstandsbank ist unter der Servicenummer 01801 / 24 11 24 erreichbar und berät zu den Programmen. Darüber hinaus wird der Bereich gewerblicher Umweltschutz abgedeckt.

Die Infocenter sind montags bis freitags erreichbar, jeweils von 07.30 Uhr bis 18.30 Uhr. Die aktuelle Konditionenübersicht zum "Bauen, Wohnen und Energie sparen" steht im Internet zur Verfügung unter http://www.kfw-formularsammlung.de/Konditionen/Ausgabe_Programmgruppe_6.html und ist per Fax-Abruf erhältlich unter der Nummer 069 / 7431 - 4214.

07.06.2006   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

20 Jahre Bundesumweltministerium: BUND lobt vorsorgende Politik

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat anlässlich des 20jährigen Bestehens des Bundesumweltministeriums (BMU) dessen Anstrengungen für eine moderne Umweltpolitik gewürdigt. 1986 in der Folge des Reaktorunglücks von Tschernobyl gegründet, habe sich das BMU in seiner Tätigkeit über den technischen Umweltschutz hinaus inzwischen stärker in Richtung einer vorsorgenden Politik entwickelt, heißt es in der BUND-Pressemitteilung.  Die Einführung von Katalysatoren, Industriefiltern und Kläranlagen habe deutliche Verbesserungen der Luft- und Wasserqualität in Deutschland bewirkt. Mehr Kreislaufwirtschaft, Rohstoffrecycling und das Dosenpfand hätten zu einem effizienteren Umgang mit den natürlichen Ressourcen geführt.


Lob für Töpfer, Merkel und Trittin

Zunehmend habe das BMU auch globale Umweltprobleme in den Blick genommen, so der BUND. So sei der frühere Bundesminister Klaus Töpfer maßgeblich an den Ergebnissen des Weltumweltgipfels in Rio de Janeiro beteiligt gewesen. Angela Merkels Verdienst als Umweltministerin sei ihr Einsatz für das Kyoto-Protokoll gewesen. Unter Jürgen Trittin habe es einen Schub bei erneuerbaren Energien, die Verankerung der Nachhaltigkeitsstrategie und die Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes gegeben.


Erheblicher Nachholbedarf in Sachen Klimaschutz

"Die Schaffung eines Bundesumweltministeriums hat zu einer Aufwertung des Umwelt- und Naturschutzes geführt. Vieles wurde in den vergangenen Jahren vom BMU auf den Weg gebracht, dazu gratulieren wir. Es gibt aber auch noch erheblichen Nachholbedarf", sagte die BUND-Bundesvorsitzende Angelika Zahrnt. "Zunehmender Straßenverkehr und die Folgen für das Klima, zu hoher Flächenverbrauch, der Verlust seltener Tiere und Pflanzen - das alles sind Probleme, die Umweltminister Gabriel energisch anpacken muss", so Zahrnt.


Nachhaltigkeit als "grüner Faden der Politik"

Nachhaltigkeit müsse zum "grünen Faden der Politik" werden, so der BUND. Der BUND werde Sigmar Gabriel beim Wort nehmen, der sich erst kürzlich gegen den Raubbau an der Natur und für die Entwicklung eines fairen und nachhaltigen Lebensstils ausgesprochen habe. Umweltentlastende Verhaltensänderungen könnten durch entsprechende politische Rahmenbedingungen gefördert werden - zum Beispiel durch die Besteuerung von Flugbenzin oder die Abschaffung von Subventionen für die industrielle Landwirtschaft. Auch gelte es, selbstbewusst auf die Innovationschancen nachhaltiger Politik und ihrer Potentiale für die Schaffung von Arbeitsplätzen zu setzen.


06.06.2006   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Fachtagung informiert über Solarstrom-Richtlinien und Zertifikate

Immer mehr Handwerksbetriebe haben in den letzten Jahren die umweltfreundliche Stromerzeugung mit Sonnenenergie als wichtiges Marktsegment für sich entdeckt. Durch die stetig steigende Nachfrage nach Photovoltaikanlagen rückt die Frage der Qualitätssicherung immer mehr in den Vordergrund: Mittlerweile bestehen eine ganze Reihe von Richtlinien und Produkt-Zertifikaten – mit unmittelbarer Auswirkung auf die Praxis.  Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) will daher Händlern und Handwerksbetrieben einen Überblick über die aktuellen rechtlichen Bestimmungen geben und lädt ein zur Fachtagung "Produkthaftungsfragen und Zertifikate für Photovoltaik-Produkte" am 8. Juni 2006 in Frankfurt am Main


Haftung des Installateurs im Mittelpunkt

Die Fachtagung wird vom BSW gemeinsam mit dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) veranstaltet und findet in Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland und dem VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut statt. Zentrale Themen sind die Haftung des Installateurs nach BGB und VOB und die rechtliche Situation, falls die Anlagen nicht den erwarteten Stromertrag aufweisen. Die Tagung beantwortet die Frage, welche Bedeutung das neue Geräte- und Produktsicherheitsgesetz für Solarstromanlagen hat und welche Sicherheit die Produktzertifikate dem Installateur und dem Kunden geben. Sie wird abgerundet durch Berichte und Erfahrungen aus der Praxis.

Die Veranstaltung findet statt am 8. Juni 2006 von 10-17 Uhr im Flemings-Hotel Neue Börse in Frankfurt am Main. Die Teilnahmegebühr beträgt 180 Euro bzw. 140 Euro für Mitglieder des BSW oder einer Elektroinnung. Das Programm und die Anmeldung sind verfügbar unter http://www.solarwirtschaft.de oder beim BSW, Frau Weißleder, Tel. 030 2977788 32, weissleder@bsw-solar.de.

Anmeldungen und Infos unter: http://www.solarwirtschaft.de

06.06.2006   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

IEA: Solarwärme-Markt wächst zehn Mal so schnell wie der Rest der Wirtschaft

Installierte Gesamtleistung im Jahr 2005 (gelb; GW) jährlich produzierte Energie (grün; TWh).
Installierte Gesamtleistung im Jahr 2005 (gelb; GW) jährlich produzierte Energie (grün; TWh).

Der Solarwärme-Sektor hat sich in den letzten fünf Jahren weltweit zu einem Marktführer entwickelt, der um das zehnfache schneller wuchs als die Wirtschaft insgesamt. Das berichtet das Heizungs- und Kühlungsprogramm der Internationalen Energieagentur (IEA) in seiner aktuellen Veröffentlichung "Solarwärme global: Märkte und Beiträge zur Energieversorgung 2004". Laut IEA Solar Heating and Cooling Programme (SHC) produzierten Sonnenkollektoren im Jahr 2004 weltweit etwa 58.117 Gigawattstunden (GWh) Wärmeenergie – das entspricht einer Einsparung von 9,3 Milliarden Litern Öl und vermied 25,4 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen.
 
Für 2005 schätzt das SHC die Solarwärme-Ernte auf 68 GWh, nur die Windenergie übertreffe die Solarthermie unter den Erneuerbaren.


Installierte Solarwärme-Leistung 2004: 98,4 Gigawatt

Die Statistiken des Reports " Solar Heat Worldwide" basieren auf Daten, die in 41 Ländern gesammelt wurden, die rund 57 % der Weltbevölkerung sowie 85-90 % des Solarwärmemarktes repräsentieren. Die installierte Solarwärme-Leistung lag laut SHC im Jahr 2004 bei 98,4 Gigawatt (GWth). Die höchste pro 100.000 Einwohner installierte Leistung verzeichnete Zypern mit 63 MWth, gefolgt von Israel mit 52 MWth sowie Griechenland, Österreich und Barbados (19 MWth).


Bericht im Internet

Der Solarwärme-Markt in China wuchs zwischen 1999 und 2004 jährlich um durchschnittlich 25 %, der Marktführer hat einen Anteil von 44 % am globalen Solarthermie-Markt. Nach China zählen Australien und Neuseeland (19 %) sowie Europa (13 %) zu den wichtigsten Märkten
Der jährlich erscheinende Bericht kann in englischer Sprache heruntergeladen werden unter http://www.iea-shc.org

06.06.2006   Quelle: IEA / SHC   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fawer,M.: Sarasin Sustainability Report 2005 / IEA/SHC 2006
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

BMU: Bürgerbeteiligung an Fördermodellen für Erneuerbare im Wärmemarkt

Einen neuen Weg zur Beteiligung der Öffentlichkeit beschreitet das Bundesumweltministerium (BMU): Bürgerinnen und Bürger können sich ab sofort im Internet an der Entwicklung eines Instruments zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt beteiligen.   Die Importpreise für Brennstoffe haben sich in den letzten Jahren drastisch erhöht und die Abrechnung der Heizkosten schmälert das verfügbare Haushaltseinkommen vieler Bürgerinnen und Bürger. Um die Umwelt und den Geldbeutel gleichermaßen zu schonen, müssen Maßnahmen der Energieeinsparung, der Energieeffizienz und des Ausbaus der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt miteinander verbunden werden, betont das BMU in einer Pressemitteilung.


Dialog mit Bürgern, Unternehmen und Verbänden

Für die Bundesregierung sei klar, dass etwas beim Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt geschehen muss, so das BMU. Sie sucht den besten Weg, damit erneuerbare Energien im Wärmebereich ökologisch sinnvoll, ökonomisch effizient und mit möglichst geringem Verwaltungsaufwand verstärkt eingesetzt werden. Das Bundesumweltministerium lädt die Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Verbände dazu ein, sich mit konkreten Vorschlägen an dem Dialog über das Internet zu beteiligen.


Zuschüsse, Abschreibungen oder Bonus (Wärme-EEG) ?

In einem Hintergrundpapier werden verschiedene Modelle zur Förderung der erneuerbaren Energie im Wärmemarkt zur Diskussion gestellt, darunter Investitionszuschüsse und Sonderabschreibungen, ein Nutzungsmodell sowie ein Bonusmodell (Wärme-EEG). Als Grundlage für die Diskussion dient ein Konsultationspapier, das Hintergrundinformationen zur Verfügung stellt. Wer sich an dem Konsultationsprozess beteiligen möchte, kann bis zum 15. Juli 2006 die im Internet enthaltenen Fragen beantworten. Die eingehenden Stellungnahmen werden vom Bundesumweltministerium ausgewertet und bei der Erarbeitung eines konkreten Förderinstruments berücksichtigt.


Hintergrundinformationen und Fragenkatalog im Internet

Den Fragenkatalog bietet das BMU an im Internet. Das www.bine.info

01.06.2006   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ANP Architektur und Nutzungsplanung
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Roto und Sun Master bündeln ihre Aktivitäten für Solarthermie und Photovoltaik

Erich Rosenkranz (links) und Herbert Huemer.
Erich Rosenkranz (links) und Herbert Huemer.

Roto Bauelemente und die Sun Master Energiesysteme GmbH werden künftig gemeinsam Solaranlagen entwickeln. "Die Kooperation stellt die Weichen für das Energiedach - eine innovative, marktorientierte Lösung mit hohem Mehrwert für den Kunden", sagte Roto Bauelemente-Vorstand Erich Rosenkran zu den Perspektiven der Kooperation.
 
Auch Herbert Huemer, Geschäftsführer der Sun Master Energiesysteme GmbH, sieht gute Zukunftsaussichten: "Gemeinsam werden wir den Indach-Kollektorenmarkt aktiv ausbauen", kündigt Huemer an. Sun Master gehört zur österreichischen Huemer-Gruppe und begann 2001 mit der Herstellung von Sonnenkollektoren. Für das Jahr 2006 ist ein Absatz von 80.000 Quadratmetern anvisiert. Auf eine ähnliche Erfolgsstory verweist Roto Bauelemente: Die Nummer 2 auf dem Weltmarkt für Wohndachfenster wuchs im letzten Jahr kräftig gegen den Trend im Baugewerbe. Speziell das Solargeschäft soll weiter ausgebaut werden.


Ganzdachlösung für Solarthermie und Photovoltaik

Während Roto Bauelemente vor allem die große Erfahrung bei maßgefertigten Lösungen auf dem Dach sowie seine "Alles einer Hand"-Philosophie für Solaranlagen in die Waagschale werfen kann, steht Sun Master für besonders leistungsstarke Solartechnik. Schon arbeiten die neuen Partner am ersten gemeinsamen Projekt. Unter dem Arbeitstitel "Vom Schutzdach zum Nutzdach“ entsteht eine Ganzdachlösung für Solarthermie und Photovoltaik. Als "Roto SunRoof" soll das Energiedach noch in diesem Sommer auf den Markt kommen. Wichtigstes Merkmal: Die Energie-Module sind laut Hersteller äußerst flexibel und können jeder baulichen Eigenart des Daches angepasst werden. Die Dachfläche werde damit bis auf den letzten Quadratmeter für die Energiegewinnung nutzbar. Fast nebenbei entstehe eine neue Dachästhetik, denn das Indach-Ssystem erzeugt eine perfekte, harmonische Einheit.

Zunächst soll der Schwerpunkt der neuen Entwicklung auf der Solarthermie und der Photovoltaik liegen. Später soll als drittes Element das Wohndachfenster integriert werden, heißt es in der Pressemitteilung. Erstmals zu sehen sein wird das neue Energiedach im Juni auf Intersolar in Freiburg.

01.06.2006   Quelle: ROTO BAUELEMENTE VERTRIEBS-GMBH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ROTO BAUELEMENTE VERTRIEBS-GMBH.
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

Deutsche Bundesstiftung Umwelt feierte 15. Geburtstag

Sigmar Gabriel gratuliert der DBU zum 15. Geburtstag.
Sigmar Gabriel gratuliert der DBU zum 15. Geburtstag.

"Das ist die Kernkompetenz der Deutschen Bundesstiftung Umwelt: Sie hilft, technologischen Entwicklungen Bahn zu brechen und Beispiele zu schaffen. Sie ist ein guter Prototyp für das, was wir in den kommenden Jahren brauchen werden: Die Wiederentdeckung der Idee des technischen Fortschritts. Ich glaube, es gibt nichts Vergleichbares in Deutschland und Europa." - Mit diesen Worten würdigte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel in einem Festakt zum 15-jährigen Bestehen die Arbeit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten.
 
Nach dem Verkauf der bundeseigenen Salzgitter AG hatte die heute größte private Umweltstiftung der Welt im Frühjahr 1991 die Arbeit aufgenommen. Seitdem hat sie 6.200 innovative, umweltentlastende Modellprojekte in Umwelttechnik, -forschung,-kommunikation und Naturschutz mit knapp 1,2 Milliarden Euro gefördert.

Der Bundesumweltminister betonte vor rund 350 Festgästen die Notwendigkeit einer sicheren, bezahlbaren und umweltschonenden Energieversorgung für die Welt. 1,8 Milliarden Menschen hätten keinen Zugang zu Energie und vielen anderen Rohstoffen - und diese Zahl werde in den nächsten Jahrzehnten noch steigen. Um diese "Riesen-Herausforderung" zu meistern, müssten andere Wege der Energieproduktion beschritten werden als in den vergangenen 50 oder 100 Jahren mit katastrophalen Folgen für das Klima. Die Auswirkungen des Klimawandels seien heute schon zu spüren. Er produziere mehr Flüchtlinge als Kriege und Bürgerkriege. Gabriel bezeichnete es als "hochgradig unfair", dass die Völker Afrikas etwa, die für den Klimawandel nichts könnten, die härtesten Folgen zu tragen hätten.


Gabriel: Innovative Produkte aus Deutschland sorgen für wirtschaftlichen, ökologischen, sozialen und kulturellen Erfolg

Mit Warnungen und Mahnungen, sorgsamer mit Energie umzugehen, Konsumverzicht zu leisten und die Grenzen des Wachstums zu beachten, sei es aber allein nicht getan - schon gar nicht in Entwicklungs- und Schwellenländern, die bisher gar nichts konsumiert hätten und nur versuchten, ihren Bürgern ein besseres Leben zu ermöglichen, so der Minister. Nur mit der Idee des technischen Fortschritts könne dieses Dilemma gelöst werden, mit Innovation und Integration. Und hier liege die Kernkompetenz eines Landes wie Deutschland. Innovative Produkte und Verfahren müssten in vorhandene Produktions- und Dienstleistungsstrukturen integriert werden, um damit wirtschaftlichen, ökologischen, sozialen und kulturellen Erfolg zu produzieren und in die Entwicklungs- und Schwellenländer zu exportieren. Wirtschaftlichen Erfolg könne jedenfalls auf Dauer nur sichern, wer erkenne, dass das Bewahren der biologischen Vielfalt und des Klimas die Voraussetzung sei.

Einen Blick in die Zukunft riskierten Dr. Patrick Adenauer, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU), Prof. Hans-Joachim Koch als Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU), die Managerin der Gelsenwasser AG, Gunda Röstel, Prof. Klaus Töpfer als ehemaliger Direktor der Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEP) und Dr. Angelika Zahrnt, Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND). Auch sie verwiesen auf die dramatische Verknappung von Naturgütern wie etwa Wasser und Boden und stellten den Energieverbrauch als massiv zu hoch heraus. Die globalen Herausforderungen zum Schutz des Klimas und der Meere etwa erforderten allerdings komplexe Handlungskonzepte - gerade weil sich Umweltprobleme heute nicht mehr so leicht erkennen ließen wie vor Jahrzehnten. Deshalb plädierten die Diskussionsteilnehmer auch dafür, die Förderaktivitäten der DBU noch stärker international auszurichten.


Gelungene Projekte zum Schutz der natürlichen Ressourcen

Nachdem die "geistigen Väter" der DBU-Gründung, Ex-Finanzminister Dr. Theo Waigel und sein ehemaliger Staatssekretär und spätere DBU-Kuratoriumsvorsitzende Prof. Dr. Hans Tietmeyer, die Entstehungsgeschichte der Stiftung hatten Revue passieren lassen und dabei vor allem die Ursprungsidee einer vom Staat unabhängigen Stiftung hervorgehoben hatten, konnten sich die Gäste von einer gelungenen Projektarbeit "live" überzeugen. Christiane Wodtke, Geschäftsführerin der wodtke GmbH (Tübingen), erklärte nicht nur ihren innovativen Holzpelletofen. Die Unternehmerin skizzierte auch, was die Zusammenarbeit mit der DBU auszeichnet. Was der seit 1993 von der DBU jährlich mit 500.000 Euro höchst dotierte Umweltpreis Europas, der Deutsche Umweltpreis, in Bewegung bringen kann, berichtete Hermann Josef Schulte. Er war 2003 für den von seiner Firma HJS Fahrzeugtechnik (Menden) entwickelten innovativen Dieselrußpartikelfilter ausgezeichnet worden.

01.06.2006   Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU
Lesen Sie zu diesem Thema auch:


 

2010 © Heindl Server GmbH