Solar News Archiv Juli 2006

 


 

Solarwärme profitiert von steigenden Ölpreisen; Geschäftsklimaindex Solarthermie weiter auf hohem Niveau

Die wegen der zunehmend angespannten Lage im Nahen Osten steigenden Rohölpreise führen zu einer größeren Beliebtheit von Solarthermie, berichtet der Europressedienst Bonn in einer Pressemitteilung. So wachse die Solarbranche trotz Kürzungen staatlicher Zuschüsse weiter. Dies zeige die positive Entwicklung des Geschäftsklimaindizes der Solarthermie-Branche, der von EuPD Research herausgegeben wird. 

Gute Geschäftslage mit verhaltenem Ausblick

Der Einsatz von Sonnenkollektoren zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung liegt laut EuPD Research im Trend. Am Ende des zweiten Quartals konsolidierte sich der Geschäftsklimaindex auf hohem Niveau: Das Geschäftsklima liege wie auch im vorangegangenen Quartal weiterhin mit 25 Punkten über der Ausgangsbasis 100. Dieses Ergebnis gründet laut EuPD Research sowohl auf der aktuellen Geschäftslage als auch auf den Geschäftserwartungen.


Tendenz zu etwas höheren Kollektorpreisen

Mehr als zwei Drittel der 100 von EuPD Research befragten Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage zum Ende des zweiten Quartals als eher gut beziehungseise sehr gut. Besonders die Hersteller profitierten von der starken Nachfrage nach Sonnenkollektoren: 90 Prozent sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage mehr als zufrieden. Die hohe Nachfrage nach Solarthermie-Produkten führt gleichzeitig nach Ansicht eines Teils der Branche zu leicht höheren Kollektorpreisen.


Kürzung der Zuschüsse im Marktanreizprogramm stimmt pessimistisch

Auch wenn sich die Marktteilnehmer über die gute Geschäftslage freuen können, sei erkennbar, dass dieser positive Trend größtenteils auf den im vergangenen Jahr eingegangenen Anträgen für das Marktanreizprogramm (MAP) der KfW Bank beruht, so EuPD Research. Hiervon profitiere die Branche noch heute. Doch im Hinblick auf die Zukunftserwartungen seien die Befragten pessimistischer, was teilweise mit der Kürzung der staatlichen Investitionszuschüsse im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) zu begründen sei.


Solarwärmeanlagen vom Lebensmittel- Discounter

Außerdem zeichne sich eine neue Tendenz ab: Nun würden auch Discountermärkte Solarwärmeanlagen vermarkten. So biete der Plus-Markt der Tengelmann Gruppe einen Solar Komplett-Selbstbausatz. Der Käufer erfahre aber nicht, welche Firma der Hersteller ist.

Neue Förderprogramme: Branche favorisiert Nutzungsmodell
Trotz Kürzung der MAP-Fördermittel plant die Bundesregierung die Verabschiedung eines neuen Instruments, das den Ausbau erneuerbarer Energien im Wärmesektor nachhaltig fördern soll. Im Rahmen dieses Prozesses veranstaltet das Bundesumweltministerium (BMU) zurzeit eine öffentliche Anhörung. Unter den fünf von der Regierung vorgeschlagenen Modellen wird eines von der Solarwärmebranche deutlich bevorzugt: 44,4 Prozent der von EuPD Research befragten Unternehmen favorisieren ein so genanntes "Nutzungsmodell". Danach werden Hauseigentümer dazu verpflichtet, beim Neubau oder im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen zu einem bestimmten Prozentsatz erneuerbare Energieträger in ihrer Heizanlage einzusetzen.


Nur ein Viertel der Branche will das "Wärme-EEG"

Das dem "Erneuerbare-Energien-Gesetz" (EEG) vergleichbare Bonusmodell, das so genannte "Wärme-EEG", wird hingegen nur von 23,5 Prozent der Unternehmen befürwortet. Im Mittelpunkt dieser Option steht die Zahlung einer staatlichen Vergütung für die aus erneuerbaren Energien produzierte Wärme. Parallel dazu sieht der Vorschlag des BMU vor, dass die Betreiber kleinerer Anlagen, ähnlich wie im Rahmen des MAP, eine einmalige Bonuszahlung als Investitionszuschuss erhalten.

Für die ausschließliche Zahlung von Investitionszuschüssen stimmten hingegen lediglich rund 20 Prozent der befragten Marktteilnehmer. Wann die Bundesregierung ein neues Förderinstrument tatsächlich verabschieden wird, steht bisher noch nicht fest. Zurzeit findet laut BMU eine Anhörung der von der Regelung betroffenen Verbände statt.

Der Geschäftsklimaindex Solarthermie wird vierteljährlich vom Marktforschungsinstitut EuPD Research erhoben. Hundert Unternehmen der Solarthermiebranche aus Produktion, Großhandel und Handwerk liefern Daten für den Index. Aus diesen aktuellen Erkenntnissen zur unternehmerischen Stimmungslage und den Erwartungen für die Geschäftsentwicklung für die nächsten sechs Monate ergibt sich ein Stimmungsbarometer.

31.07.2006   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Chinesischer PV-Hersteller Suntech sichert Solarwafer-Versorgung für 10 Jahre

Die Suntech Power Holdings Co., Ltd. (Wuxi, China), nach eigenen Angaben einer der führenden weltweiten Produzenten von Solarzellen und –modulen, hat am 26.07.2006 berichtet, das Unternehmen habe mit dem US-Siliziumhersteller MEMC Electronic Materials eine Übereinkunft über die Lieferung von Solar-Wafern mit einer Laufzeit von 10 Jahren getroffen. Suntech beziffert das Liefervolumen mit fünf bis sechs Milliarden US-Dollar, wobei die Wafer-Lieferungen Jahr für Jahr deutlich wachsen sollen.  MEMC zählt zu den Weltmarktführern bei der Produktion von Solar-Wafern und Halbleitermaterialien für die Solarindustrie, hat laut Suntech vier Jahrzehnte Erfahrung auf diesem Gebiet und betreibt Forschungs- und Entwicklungs- sowie Produktionsstätten in den USA, in Europa und in Asien.


Suntech-Chef Shi: kristallines Silizium wird auch in den kommenden zehn Jahren dominieren

Aufgrund von festgelegten Preissenkungen werde Suntech zu wettbewerbsfähigen Preisen beliefert, während das Unternehmen seine Produktion ausbaue, um den Markt zu bedienen, heißt es in der Suntech-Pressemitteilung. "Photovoltaik ist eine bewährte und saubere Lösung zur Energieversorgung, die eine immer wichtigere Rolle bei der Deckung des stetig wachsenden weltweiten Energiebedarfs spielt", sagte der Suntechn-Vorstandsvorsitzender Dr. Zhengrong Shi. "Wir glauben, dass die waferbasierte Photovoltaik die Solarindustrie auch in den kommenden zehn Jahren dominieren wird. Die Übereinkunft ermöglicht es Suntech, weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, unseren Marktanteil auszubauen und uns auf unsere Kernkompetenz zu konzentrieren: die Entwicklung kostengünstiger und hochwertiger Solarzellen und –module", so Dr. Zhengrong Shi.

31.07.2006   Quelle: Suntech Power Holdings Co., Ltd.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarwärme: Energiepreise sorgen für Nachfrage-Boom

Die weiter steigenden Energiepreise werden im Bereich der Solarwärme zu einem Nachfrage-Boom führen, so die BUSO Bund Solardach eG in einer Pressemitteilung. Energieexperten gingen nach Angaben des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung davon aus, dass Strom, Erdgas und Rohöl in den nächsten fünf Jahren deutlich teurer werden.  "Die ohnehin schon große Nachfrage nach Anlagen zur Erzeugung von Solarwärme wird sich unserer Ansicht nach dadurch noch einmal erheblich verstärken. Ein Zuwachs in der Branche von 30 bis 50 Prozent pro Jahr ist dabei durchaus denkbar", sagt Inna Tereschenko, Vorstandsvorsitzende der BUSO Bund Solardach eG.


Fast zwei Drittel des privaten Energieverbrauchs für Heizung und Warmwasser

60 Prozent des privaten Energieverbrauchs werden beim Heizen sowie bei der Erwärmung des Dusch- und Badewassers verbraucht. Nur ein Prozent wird für Licht und zirka 6 Prozent werden für Haushaltsgeräte aufgewendet. Der Rest entfällt auf das Auto. "In Anbetracht dieser Zahlen macht es Sinn, mit dem Sparen dort anzufangen, wo private Haushalte das meiste Geld ausgeben – beim Heizen der Wohnung und bei der Erwärmung von Wasser. Moderne Solaranlagen sind in der Lage bis zu 60 Prozent der benötigten Energie für Warmwasser und Heizung allein durch die Kraft der Sonne zu erzeugen. Deshalb ist die Investition in eine solarthermische Anlage besonders sinnvoll“, so Inna Tereschenko.


Solarwärmeanlage senkt laufende Kosten spürbar und auf Dauer

"Mit einer solarthermischen Anlage reduzieren sich die laufenden Kosten spürbar und auf Dauer. Das Geld wird inflationsgeschützt mit laufend wachsenden und steuerfreien Erträgen angelegt. Viele andere private Investitionen wie die Anschaffung eines Autos oder der Kauf eines Hauses können da nicht mithalten. Zusätzlich sind solarthermischen Anlagen auch ein Stück Zukunftssicherung für die nachfolgenden Generationen und natürlich aktiver Umweltschutz.


40 Prozent Umsatzsteigerung erwartet

Die BUSO Bund Solardach eG verkaufte im Jahr 2005 nach eigenen Angaben rund 55.000 Quadratmeter Kollektorfläche. In diesem Jahr rechnen die rund 120 unter dem BUSO-Dach zusammengeschlossenen Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit mindestens 40 Prozent Absatzsteigerung.

31.07.2006   Quelle: BUSO Bund Solardach eG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Neu: FRONIUS IG Personal Display für Präsentationszwecke

Display zur Präsentation beim Kunden.
Display zur Präsentation beim Kunden.

Fronius bietet sein Funkdisplay „FRONIUS IG Personal Display“ nun auch in einer Demoversion zur Präsentation bei Kundengesprächen oder Hausmessen, berichtet die Fronius International GmbH in einer Pressemitteilung.
 
Im Echtbetrieb empfängt das Personal Display die Daten von bis zu 15 FRONIUS IG-Wechselrichtern über die FRONIUS IG Personal Display Card, die in den Wechselrichter eingebaut wurde. Zur Beratungs- und Verkaufsunterstützung für Installateure sei jetzt das FRONIUS IG Personal Display-„Dummy“ entwickelt worden: Die Funktion und die Möglichkeiten könnten somit komfortabel und ohne Zusatzkomponenten erklärt werden.

Dargestellt werden die Echtdaten eines FRONIUS IG 30 und eines FRONIUS IG 60, welche direkt in das Display einprogrammiert wurden. Durch die Versorgung über Akkus (oder über ein Steckernetzteil) funktioniere das Personal Display-Dummy an jedem beliebigen Ort, rund um die Uhr.

31.07.2006   Quelle: Fronius International GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fronius International GmbH
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Solares Warmwasser: Sommerferien für Heizung und Elektroboiler

Montage eines Solarwärmedachs.
Montage eines Solarwärmedachs.

Während die Sonne tüchtig einheizt, produzieren in vielen Kellern Heizkessel oder Elektroboiler warmes Wasser zu beträchtlichen Kosten. Das muss nicht sein, betont der Verband Austria Solar in einer Pressemitteilung. Eine Solarwärmeanlage decke in den Sommermonaten 100 Prozent des Warmwasserbedarfs und nutze damit die Gratisenergie vom Himmel.
 
Zwar denke an heißen Sommertagen zu Recht niemand an das Heizen, oft werde aber vergessen, dass auch das Wasser für das Duschen und den Abwasch aufgewärmt werden muss. In den meisten Häusern laufe deshalb die Heizung im Keller auch wenn draußen Rekordtemperaturen herrschen - und das bei steigenden Energiepreisen. Die Alternative liege auf der Hand: Mit rund fünf Quadratmetern Sonnenkollektoren auf dem Dach können übers Jahr zwei Drittel des Brauchwassers mit der Sonne erwärmt werden. Während des Sommerhalbjahrs decke die Sonne den Warmwasserbedarf sogar zu 100 Prozent. "Heizung und Elektroboiler dürfen Ferien machen!", so Austria Solar.


Bereits 200.000 österreichische Haushalte nutzen die Sonne

Eine Solaranlage für das Warmwasser kann heutzutage an einem Tag komplett installiert werden, die Solartechnik ist ausgereift und wirtschaftlich. "Insgesamt besitzen bereits über 200.000 Haushalte in Österreich eine thermische Solaranlage und sparen sich dadurch rund 90 Millionen Euro an Energiekosten pro Jahr", rechnet Roger Hackstock vor, Geschäftsführer des Verbandes Austria Solar. Alle Bundesländer und zahlreiche Gemeinden unterstützen den Einbau einer Solaranlage mit bis zu 5.000 Euro pro Anlage. Eine Übersicht über alle Solarförderungen in Österreich gibt es im Internet unter www.solarwaerme.at. Dort sind auch rund 100 solar erfahrene Installateure mit Referenzanlagen gelistet. Jede Menge praktische Tipps und Antworten auf viele Fragen gibt die solarwärme Info-Hotline 03112 588612. Beide Angebote sind ein Service des klima:aktiv Programms solarwärme.

30.07.2006   Quelle: Verband Austria Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Bramac Dachsysteme International GmbH; Austria Solar.
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Deutsche Post: Treibhausgase reduzieren mit "Pluspäckchen GoGreen"

„Pluspäckchen GoGreen
„Pluspäckchen GoGreen": Klimaschutz ohne Aufpreis

Klimaschutz geht alle an, so die Deutsche Post World Net in einer Pressemitteilung. Nun habe jeder Bürger die Möglichkeit, seinen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen zu leisten - und das ganz einfach. Ab August 2006 weitet die Post-Tochter DHL ihr Umweltengagement auf den privaten Päckchenversand aus. Verbraucher die sich umweltfreundlich verhalten wollen, können in den größeren Filialen der Deutschen Post und der Postbank gezielt nach dem „Pluspäckchen GoGreen" fragen. Pro verkauftem Päckchen investiere die Deutsche Post World Net zehn Cent in weltweite Klimaschutzinitiativen. Zugute komme dieses Engagement beispielsweise Projekten zur Wiederaufforstung des Regenwalds im brasilianischen Amazonasgebiet oder zur Förderung der Solarenergie-Nutzung in Sri Lanka und Indien.
 
Auch der weitere Ausbau des Fuhrparks mit umweltfreundlichen Fahrzeugen soll realisiert werden. Wie das bisherige Pluspäckchen koste auch das neue, ebenfalls aus Recycling-Karton bestehende „Pluspäckchen GoGreen" lediglich 5,99 EUR, betont die Deutsche Post World Net. "Wir berechnen die beim Transport entstehenden CO2-Emissionen und gleichen sie durch Umweltinitiativen zur Verringerung der Emissionen aus. Als erster Logistiker überhaupt bieten wir damit den Endverbrauchern einen klimaneutralen Päckchen-Versand an", so Express DHL Deutschland-Chef Dr. Claude Béglé.


CO2-Emissionen beim Transport verringern

Mit dem für Privatkunden neuen, umweltfreundlichen Produkt bekräftige die Post-Tochter DHL ihre Innovationsführerschaft in der Logistikbranche. Gleichzeitig erfülle die weltweit führende Logistikgruppe Deutsche Post World Net mit der Initiative "GoGreen" die Erwartung von immer mehr Kunden an ein Ressourcen schonendes Handeln. "Wir werden mit der Umweltinitiative unserer Verantwortung für den Klimaschutz gerecht und folgen damit dem Grundgedanken des Kyoto-Protokolls die CO2-Emissionen beim Transport zu verringern", so Dr. Monika Wulf-Mathies, Leiterin des Bereichs Politik und Nachhaltigkeit. Die Schweizer Zertifizierungsgesellschaft SGS habe die Umweltinitiative überprüft und das System zur Überwachung und Kompensation von Treibhausgasen im Juni 2006 positiv zertifiziert.

30.07.2006   Quelle: Deutsche Post World Net   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Deutsche Post World Net
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Strom aus Reisschalen: Wissenschaftler erforschen Energiegewinnung aus Biomasse

Wirbelschichtfeuerungsanlage zur Energieerzeugung aus Biomasse am Fraunhofer IFF.
Wirbelschichtfeuerungsanlage zur Energieerzeugung aus Biomasse am Fraunhofer IFF.

Bisher werden die Restprodukte des vietnamesischen Reisanbaus als Abfall entsorgt. Doch die Reisschalen bergen ein enormes energetisches Potenzial. Im Auftrag der Universität Hanoi haben Magdeburger Fraunhofer-Wissenschaftler eine Anlage entwickelt, die diese Biomasse mittels einer zirkulierenden Wirbelschichtfeuerung (ZWSF) verbrennt.
 
Die Spezialisten am Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) und an der Hanoi University of Technology wollen nun in gemeinsamen Forschungen untersuchen, wie gut sich das Material energetisch nutzen lässt. Die ersten Tests an der Experimental-Anlage sind in Magdeburg angelaufen. Voraussichtlich im Oktober wird die ZWSF in Hanoi erstmals in Betrieb genommen. Das IFF und die Hanoi University of Technology bereiten jetzt eine Kooperationsvereinbarung über gemeinsame Forschungsvorhaben vor.


Preiswerte Alternativen zu teuren fossilen Brennstoffen

Die Wissenschaftler wollen in dem Projekt detailliert das Verbrennungsverhalten der Reisschalen und anderer typischerweise in Vietnam anfallender Biomasse wie Schilfgras oder Zuckerrohr untersuchen. Besonders interessieren sich die Forscher dafür, ob sich in der Wirbelschichtanlage konventionelle Brennstoffe wie beispielsweise Kohlen minderer Qualität mit der Biomasse mischen lassen. "Diese Studien sind für den vietnamesischen Markt besonders relevant. Sie zielen darauf ab, preiswerte Alternativen zu den teuren fossilen Brennstoffen zu finden. Die Umweltbelastung infolge einer Abfalldeponierung reduziert sich dazu erheblich" so Dr.-Ing. Lutz Hoyer, Leiter des Entwicklerteams der Anlage am Fraunhofer IFF.

"Unsere Universität investiert gerade in die Laborausstattung für den Versuchs- und Lehrbetrieb. In Zukunft werden wir an der Wirbelschichtanlage unsere angehenden Ingenieure ausbilden. Daher freuen wir uns sehr über die Zusammenarbeit mit dem Magdeburger Fraunhofer-Institut", so Dr. Pham Hoang Luong, stellvertrender Institutsleiter der Hanoi University of Technology.

30.07.2006   Quelle: Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Viktoria Kühne / Fraunhofer IFF.
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IEU: Heizkessel jetzt erneuern und mit Solaranlage kombinieren

"Mehrwertsteuererhöhung, gesetzliche Vorschriften oder zu hoher Energieverbrauch: Es gibt genügend Gründe, die alte Heizungsanlage so schnell wie möglich auf Vordermann zu bringen", betont der Initiativkreis Erdgas & Umwelt (IEU) in einer Pressemitteilung. Zuschüsse und günstige Energiespar-Darlehen würden die Installation moderner Heizsysteme unterstützen. Noch seien die Rahmenbedingungen für sanierungswillige Hauseigentümer gut, so der IEU.  Wer eine Heizung mit unnötig hohem Energieverbrauch einfach weiterlaufen lasse, nehme gleich mehrere Kostenfallen in Kauf: Die Heizkostenrechnung werde immer höher. Und wenn der Schornsteinfeger auf der Grundlage der Energieeinsparverordnung (EnEV) das baldige Aus für den Kessel-Oldtimer ankündige, werde die Modernisierung ab 2007 allein schon wegen der gestiegenen Mehrwertsteuer teurer.


Attraktive Förderprogramme für Brennwertanlage in Kombination mit Sonnenkollektoren

Wer dagegen rasch handle, könne schon in der nächsten Heizperiode Brennstoffkosten sparen. Zudem enthalte die Handwerkerrechnung bis Ende 2006 nur 16 Prozent Mehrwertsteuer. Und schließlich könnten attraktive Förderprogramme genutzt werden, wenn zum Beispiel ein alter Heizkessel von einer modernen Gasbrennwertanlage in Kombination mit Solarkollektoren ersetzt wird. So unterstütze die KfW Förderbank die Heizungserneuerung neben anderen Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs mit zinsgünstigen Darlehen. Trotz leicht gestiegener Zinssätze bieten die Programme nach Angaben des Initiativkreises Erdgas & Umwelt nach wie vor hervorragende Konditionen.


Zuschuss für Solarwärmeanlage

Zusätzlich kann für die Solarwärmeanlage ein Zuschuss beantragt werden. Auch hier wurden die Fördersätze jüngst gesenkt. Anlagen zur Warmwasserbereitung erhalten pro Quadratmeter Kollektorfläche 54,60 Euro, Anlagen zur Heizungsunterstützung 70,20 Euro. Nach Informationen des Initiativkreises Erdgas & Umwelt werden die Anträge in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Auch hier zahle sich schnelles Handeln aus. "Abwarten bringt nichts", lautet die abschließende Bewertung des Initiativkreises Erdgas & Umwelt. Wer sich über die Heizungsmodernisierung mit Erdgas und Solar informieren möchte, kann die kostenlose Broschüre "Natürlich im Vorteil – mit Sonnenenergie" anfordern bei der IEU-Hotline 0 18 02/34 34 52 (6 Cent pro Gespräch) oder unter www.ieu.de.

29.07.2006   Quelle: Initiativkreis Erdgas & Umwelt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Licht trotz Schatten: Mikrospiegel sparen Strom und entlasten Klimaanlagen

Mikrospiegel-Technik im Labor: Plasmabeschichtungsanlage.
Mikrospiegel-Technik im Labor: Plasmabeschichtungsanlage.

Wenn die Sonne in die Büros lacht, ist das nicht immer vorteilhaft. Die Räume heizen sich auf, Tageslicht blendet bei der Arbeit. Oft die Konsequenz: Mitarbeiter lassen die Rollos runter und schalten ihre Lampen an, aber Glühbirnen benötigen unnötigen Strom - jedenfalls nach Meinung des Unternehmens Von Waitzische Beteiligungen. Gemeinsam mit der Universität Kassel und mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) entwickelt das Unternehmen "aktive Fenster". Winzige Spiegel zwischen der ansonsten konventionellen Doppelverglasung sollen Tageslicht gezielt in den Raum lenken, etwa an die Decke, aber ansonsten für Schatten im Büro sorgen.
 
Die Kombination beider Effekte ist neu: "In den Räumen bleibt es taghell, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung", weiß DBU-Referent Dr. Jörg Lefèvre. Die Technik helfe, bis zu 20 Prozent des elektrischen Lichtes zu sparen, Klimaanlagen zu entlasten und so die Umwelt zu schonen.


Aktive Fenster können Jalousien überflüssig machen

"Jalousien werden überflüssig. Die Mikrospiegel können Schatten erzeugen. Außerdem ist die Arbeitsatmosphäre im Tageslicht behaglicher", nennt Lefèvre weitere Vorteile. Die "aktiven Fenster" sollen einfach und kostengünstig im Aufbau sein, wartungsarm, langlebig und könnten sowohl im Privathäusern als auch in Geschäftsgebäuden nachgerüstet werden. Die Firma plant, die Miniatur-Spiegel elektrisch anzusteuern, so dass die Technik je nach Beleuchtungssituation regelbar ist. Ein Sensor soll das Tageslicht außerhalb der Fenster registrieren und analysieren, um dann die Spiegel gruppenweise neu auszurichten. "Der Lichteinfall wird dann zielgenau ins Innere gelenkt, wie der Strahl einer Taschenlampe, den wir auf einen Spiegel richten", erläutert Lefèvre.

Das Prinzip an sich ist nicht neu: So genannte "Mikrospiegelarrays" werden auch in Beamern oder einigen Scannern verwendet. Bislang fand die Technik allerdings nur kleinflächig Anwendung und war teuer. Innovativ ist die Größe, die günstigere Materialzusammensetzung und der einfachere und somit preiswerte Herstellungsprozess. "Die Module selbst werden in mehreren Beschichtungs-, Druck- und Ätzschritten hergestellt", erläutert Prof. Dr. Hartmut Hillmer vom Institut für Nanostrukturtechnologie und Analytik (INA) der Uni Kassel. Die aus dem Verfahren resultierenden geringeren Prozesskosten würden erst eine Anwendung in der Größe erlauben. "Dennoch bleiben die Maße der Spiegel für uns eine Herausforderung", so Hillmer. Deshalb entwickelten Institutsmitarbeiter im ersten Schritt ein Modell aus sechs mal sechs Zentimeter großen Modulen.

29.07.2006   Quelle: DBU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU

 

Hochschule Zittau/Görlitz: Modernste Energietechnologien für Lehre und Forschung

Mit der Übergabe der neuen Laboratorien auf dem neuen Hochschulcampus in Zittau verbesserten sich für viele Studierende die Studienbedingungen, berichtet die Hochschule Zittau/Görlitz in einer Pressemitteilung. Die neuen Labore böten besonders den Studenten des Studienganges Technisches Gebäude- und Infrastrukturmanagement eine motivierende Lernumgebung. Hervorzuheben sei das neue Heizungslabor, welches modernste Praktikumsversuchsstände beherberge. Im Labor finde man unter anderem die neuesten Gas- und Öl-Brennwertgeräte, die am Markt verfügbar sind. Ein aktueller Holzpelletkessel zeige Möglichkeiten zur Nutzung regenerativer Energien und zur Kohlendioxid-Einsparung bei der Heizung.   Alle Versuchsstände sind laut Hochschule Zittau/Görlitz mit aufwendiger Messtechnik ausgestattet. Die Messwerterfassung erfolge vollautomatisch, die Versuchsauswertung könne direkt am Computer erfolgen. Die Studierenden lernten dadurch den Umgang mit der neuesten Heiztechnik hautnah kennen. Außerdem könnten sie sich in der Handhabung komplizierter Messgeräte üben.

Studenten des Studienganges Technisches Gebäude- und Infrastrukturmanagement würden somit sehr praxisnah ausgebildet und gleichzeitig über die jeweils neuesten Entwicklungen im Bereich der Gebäudeenergietechnik informiert. Mit solch grundlegendem Rüstzeug fänden die Absolventen des Studiengangs jederzeit erfolgreich den Berufseinstieg im Bereich des Gebäudemanagements, der Planung und Ausführung von gebäudetechnischen Anlagen sowie allgemein im Bauwesen.


Gaswärmepumpe mit Direktverdampfung in die Lehre einbezogen

In die Lehre einbezogen werde auch das innovative Energieversorgungskonzept der Laborgebäude, das auf einer deutschlandweit nahezu einmaligen Anlagentechnik beruht: einer Gaswärmepumpe mit Direktverdampfung. Bei herkömmlichen Gasfeuerstätten könne nur die bei der Verbrennung des Gases entstehende Energie für die Beheizung genutzt werden. Durch die Gaswärmepumpe werde zusätzlich Wärme aus dem Erdreich gewonnen, so dass im Ergebnis deutlich weniger Gas für die Heizung benötigt werde. Ähnliche Anlagenkonzepte seien bisher vorwiegend mit elektrisch betriebenen Wärmepumpen umgesetzt worden. Durch den Einsatz von Gas sei eine deutliche Steigerung der primärenergetischen Effizienz möglich. Die Zittauer Anlage wird in Zusammenarbeit mit der Verbundnetz Gas AG im Rahmen eines Forschungsprojektes von Prof. Jörn Krimmling betreut. Dieses Projekt biete auch für Studenten interessante Betätigungsfelder und trage mit dazu bei, dass sich die Hochschule Zittau/Görlitz im deutschlandweiten Vergleich durch einen hohen Anteil an eingeworbenen Forschungsmitteln je Hochschullehrer auszeichne.

29.07.2006   Quelle: Hochschule Zittau/Görlitz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

ErSol unterschreibt Vertrag über Solar-Wafer mit Deutsche Solar

Material für Solarzellen aus Erfurt.
Material für Solarzellen aus Erfurt.

Der Solarzellenhersteller ErSol Solar Energy AG (ErSol) unterzeichnete am 27.07.2006 mit der Deutsche Solar AG (Freiberg), einem der europaweit größten Waferhersteller, einen Vertrag über die Lieferung von multikristallinen Silizium-Wafern. Der Kontrakt gelte ab 2009 und werde ErSol über zehn Jahre eine zusätzliche Produktionsmenge von mindestens 100 MWp ermöglichen. Der Preis für die Siliziumscheiben sei für die gesamte Vertragslaufzeit fest vereinbart worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  
Vorgesehen sei, dass ErSol Anzahlungen (so genannte "Downpayments") im zweistelligen Millionenbetrag (in Euro) leistet, die später beim Bezug von Wafern in Form einer Kaufpreisreduzierung angerechnet werden sollen.


Kapazität soll bis 2009 über das ambitionierte Ziel von 180 MWp ausgebaut werden

"Erst vorletzte Woche konnten wir uns zusätzliches Rohmaterial sichern. Nun ist uns mit diesem Wafer-Vertrag ein weiterer Paukenschlag gelungen: Die beiden Verträge ermöglichen es uns nun, unsere Kapazität bis 2009 über das bereits ambitionierte Ziel von 180 MWp auszubauen. Wir freuen uns darüber, mit diesem Vertragsabschluss die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit Deutsche Solar fortzusetzen", sagte Jürgen Pressl, als Vorstandsmitglied der ErSol AG zuständig für die Bereiche Silizium und Wafer, nach Vertragsunterzeichnung.

28.07.2006   Quelle: ErSol Solar Energy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ErSol Solar Energy AG
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Solar-Fabrik AG macht im ersten Halbjahr 2006 rund 1,7 Millionen Euro Gewinn

Modulfertigung im Werk II der Solar-Fabrik AG.
Modulfertigung im Werk II der Solar-Fabrik AG.

Die Solar-Fabrik AG (Freiburg; ISIN: DE0006614712) ist zurück auf der Erfolgsspur, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Durch den Kauf des Wafer-Handelshauses GEWD im vergangenen Jahr und die darauf folgenden weiteren strategischen Maßnahmen habe sich das Ergebnis der Solar-Fabrik nachhaltig positiv verändert. Das Unternehmen hat das erste Halbjahr 2006 nach eigenen Angaben mit einem Gewinn nach Steuern in Höhe von 1.670.000 Euro abgeschlossen und will das Ergebnis noch weiter verbessern.
 
Die Entwicklung der Solar-Fabrik AG vom ursprünglich reinen Modulhersteller zu einem international ausgerichteten, vollständig integrierten Solarkonzern trage Früchte.


Bestes Halbjahr in Unternehmensgeschichte

Gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres meldet die Solar-Fabrik AG ein Plus nach Steuern von 4.063.000 Euro. Das Ergebnis je Aktie betrug 0,21 Euro (Vorjahr: minus 0,30 EUR). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 1.679.000 Euro und verbesserte sich gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 3.455.000 Euro. Der Konzernumsatz stieg im Berichtszeitraum um zirka 46 % auf 29.972.000 Euro. Das erste Halbjahr 2006 sei das beste Halbjahr in der Unternehmensgeschichte, betont die Solar-Fabrik AG, die auch für das gesamte Jahr ein neues Rekordergebnis erwartet.


Weiteres Wachstum des deutschen und internationalen Photovoltaik-Marktes erwartet

Entgegen jüngster Veröffentlichungen in den Medien habe sich die Nachfrage nach Solartechnologie nach wie vor nicht abgeschwächt, so die Solar-Fabrik AG. Stattdessen registriere die Solar-Fabrik eindeutige Zeichen für ein weiteres Anziehen des deutschen Marktes im zweiten Halbjahr. Besonders erfreulich sei die große Nachfrage aus dem Ausland. "Vor diesem Hintergrund wird sich der Umsatz der Solar-Fabrik AG in den kommenden Monaten weiter dynamisch entwickeln", heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung. "Das erzielte Halbjahresergebnis 2006 hat unsere Erwartungen vollständig erfüllt. Wir können an dieser Stelle unsere bisherige Ergebnisprognose mit einem EBIT von 4,0 Mio. EUR für 2006 nochmals bekräftigen und gehen heute davon aus, diese noch deutlich übertreffen zu können", so das Unternehmen weiter.

28.07.2006   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar-Fabrik AG.
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Tagung belegt Informationsbedarf bei Photovoltaik-Produkthaftung und -Zertifikaten

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) ist mit seiner ersten Fachtagung für Handwerker und Händler zur Produkthaftung und zu Zertifikaten für Photovoltaikanlagen auf großes Interesse gestoßen. Angesichts des starken Marktwachstums in den letzten Jahren sei der Informationsbedarf bei rechtlichen und technischen Fragen rund um die Installation von Solarstromanlagen deutlich gestiegen, berichtet der BSW in einer Pressemitteilung. Über 60 Hersteller, Händler und Installateure informierten sich bei der BSW-Tagung am 8. Juni in Frankfurt und diskutierten Erfahrungen aus der Praxis.  Da das Geschäftsfeld Photovoltaik laut BSW für das Elektrohandwerk mittlerweile sehr wichtig ist, wurde die Tagung gemeinsam mit dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) veranstaltet.


Haftung und Qualitätssicherung im Vordergrund

Nach der ersten heißen Phase des Marktaufbaus sähen sich Händler und Handwerker mit neuen Fragestellungen konfrontiert, die für die erfolgreiche Fortsetzung ihres Photovoltaik-Geschäfts von existenzieller Bedeutung seien, so der BSW in einem Rückblick auf die Veranstaltung. Mit an erster Stelle stünden Haftung und Qualitätssicherung. "Die dynamische Verbreitung der Solarstromtechnik wirft in der Praxis ganz neue Fragestellungen auf, die wir mit Hilfe der Experten in der Veranstaltung klären wollen“, umriss Tagungsleiter Dipl.-Phys. Gerhard Stryi-Hipp die Ziele der Veranstaltung. Ausdrücklich bedankte sich der BSW-Geschäftsführer bei den Kooperationspartnern TÜV Rheinland und dem VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut für die Unterstützung.


Professionell mit Reklamationen umgehen

In seinem Eröffnungsvortrag ging Rechtsanwalt Dr. Ulrik Gollob auf die komplexe Materie der Produkthaftung ein. Anhand von Beispielen zeigte der Jurist, wie Unternehmen professionell mit Reklamationsfällen wie Mindererträgen oder Defekten umgehen können und wo die juristischen Fallstricke lauern. Gollob schloss mit der Feststellung, dass das verhältnismäßig junge Gebiet der Photovoltaik selbst manchem Juristen ab und zu Kopfzerbrechen bereiten würde.


Liste aller TÜV-zertifizierten Module im Internet

Dipl. Ing. Willi Vaaßen vom TÜV Rheinland stellte mit der EN IEC 61215, IEC 61730 und EN 50380 die für die Photovoltaik wichtigsten Normen vor und erläuterte, welchen Prüfungen ein Photovoltaikmodul unterzogen wird. Diese Prüfungen werden unter anderem beim TÜV Rheinland durchgeführt, der im Internet eine Liste aller zertifizierten Module veröffentlicht, um so gegen Fälschungen von Zertifikaten vorzugehen. Sie ist zu finden unter http://www.tuv-pv-cert.de/pv-cert/index.htm

Der TÜV-Fachmann informierte auch über das neue Thema Dienstleistungszertifizierung und formulierte den Anspruch seines Hauses an aussagefähige Prüfkriterien. Diese müssten "objektiv, transparent, zeitlich veränderbar und gegebenenfalls an die jeweilige Firmenstruktur anpassbar sein", so Vaaßen.

Die Prüfung und Kennzeichnung von PV-Produkten war das Referatsthema von Dipl. Ing. Axel Schwalm vom VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut. Er stellte die im Geräte- und Produktionssicherheitsgesetz definierte Produkthaftungskette vor, in die Hersteller, Händler und Installateure einbezogen sind. Er zeigte auch Möglichkeiten der Absicherung mit der Modul-Zertifizierung und dem VDE-GS-Zeichen.


DGS setzt auf RAL-Gütezeichen

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) setzt auf ein RAL-Gütezeichen, um den Kunden die Sicherheit zu geben, eine hohe Qualität zu erhalten. Dipl. Ing. Ralf Haselhuhn stellte das Gütezeichen vor, das in der Branche bislang noch umstritten ist. Es bündelt die vorhandenen Richtlinien und Normen und beschreibt die gute fachliche Praxis.

Die lange und intensive Diskussion am Ende der Tagung habe gezeigt, wie groß der Bedarf nach Information und Austausch über diese Themen sei, so der BSW. BSW und ZVEH zogen auch auf Basis einer Teilnehmerbefragung eine sehr positive Bilanz der Tagung und planen, im Herbst eine weitere Tagung anzubieten. Interessenten können sich jetzt schon melden bei: Ursel Weißleder, BSW, Tel. 030 2977788 32, E-Mail: weissleder@bsw-solar.de.

28.07.2006   Quelle: BSW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Neue Sarasin-Studie: Biokraftstoffe nicht immer ökologisch und sozial verträglich

Der deutsche Bundestag hat sich dafür entschieden, biologische Kraftstoffe ab August zu besteuern. Kritiker fürchten um die Zukunftsfähigkeit der biologischen Alternativen zu Diesel und Benzin. Aus Sicht der Bank Sarasin sind jedoch zwei der populärsten Biokraftstoffe nicht immer so ökologisch und sozial verträglich, wie ihr Name vermuten lässt: Biodiesel und Bioethanol.  Gerade billige Soja- und Palmölimporte aus Entwicklungs- und Schwellenländern wiesen teils erhebliche Risiken auf, heißt es in einer Pressemitteilung der Bank. In einer Studie zur Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen stellt die Bank Sarasin fest, dass auch aus Pflanzen gewonnene Diesel- und Ethanol-Kraftstoffe Mensch und Umwelt belasten können.


Hohe Ölpreise machen den biologischen Tiger im Tank attraktiv

Vor allem die hohen Ölpreise der letzten Monate haben dazu geführt, dass der Bedarf an alternativen Biokraftstoffen stark gestiegen ist. Aus diesem Grunde werden Biodiesel und Bioethanol in Deutschland, in anderen EU-Ländern sowie in den USA und Brasilien stark gefördert. "Wir beobachten seit einiger Zeit, dass die Aktienkurse der Unternehmen aus der Biokraftstoffbranche aufgrund der hohen Branchenerwartungen von Investoren deutlich gestiegen sind", erläutert Matthias Fawer-Wasser, Nachhaltigkeitsanalyst bei der Bank Sarasin & Cie AG, Basel.


Teilweise erhebliche Umweltbelastung sowie kritische Arbeits- und Sozialbedingungen

Trotz des Ziels der Europäischen Kommission, bis zum Jahr 2010 insgesamt 5,75 Prozent des Treibstoffverbrauchs mit Biodiesel und Bioethanol abzudecken, bleibt die Bank Sarasin skeptisch. "Wir sehen die Zukunft der Industrie nüchtern, da deren Entwicklung rasch an natürliche Grenzen stoßen wird", so Fawer-Wasser. Biodiesel wird aus Pflanzenöl gewonnen, Bioethanol entsteht durch die Vergärung zucker- und stärkehaltiger Pflanzen. Beide Kraftstoffe sind prinzipiell dazu geeignet, Kohlenstoffdioxid-Emissionen zu reduzieren, die Energieabhängigkeit von anderen Ländern zu verringern sowie die heimische Landwirtschaft zu fördern. In ihrer neuen Studie "Biokraftstoffe – erdölfreie Fahrt in die Zukunft?" hat die Bank Sarasin festgestellt, dass Bioethanol aufgrund der breiteren Rohstoffbasis, der höheren Hektarausbeute sowie der besseren Kohlenstoffdioxidbilanz aus nachhaltiger Sicht besser abschneidet als Biodiesel. Mit der Produktion von Biokraftstoffen aus Pflanzen gehe aber eine teilweise erhebliche Umweltbelastung durch den Rohstoffanbau einher. Dazu kämen in Entwicklungs- und Schwellenländern teils kritische Arbeits- und Sozialbedingungen hinzu. Insgesamt sei die für Energiepflanzen frei verfügbare Landfläche ohnehin begrenzt. Oft stehe dieser Anbau deshalb in direkter Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion.


Effektivere Technologien in der Produktion erforderlich

Die Bank Sarasin hat daher bei ihrer Nachhaltigkeitsanalyse im Rahmen der Studie besonders optimierte Pflanzensorten und neue Technologien zur effektiveren Herstellung von Biokraftstoffen der zweiten Generation positiv bewertet. "Bei der Ethanol-Produktion helfen beispielsweise neue, enzymatische Verfahren, auch aus der Zellulose von Stroh und Stängeln der Pflanzen Bioethanol zu gewinnen", erklärt Fawer-Wasser, Autor der Studie. Darüber hinaus handelten diejenigen Produzenten nachhaltiger, die ihre Rohstoffe aus lokalen Anbaugebieten mit kurzen Transportwegen beziehen. Ein Bezug aus Entwicklungs- und Schwellenländern müsse mit einem klaren ökologischen und sozialen Anforderungskatalog an die Produktion einhergehen. Etliche Biokraftstoffproduzenten bemühten sich mittlerweile sowohl um den Einsatz neuer Technologien, als auch um einen regionalen Einkauf und Sozial- und Umweltstandards in der Produktion. Sie versuchten, den derzeitigen Anteil von Biokraftstoffen am globalen Rohölverbrauch von 0,8 Prozent in den kommenden Jahren stark auszubauen. "Wenn es aber keine technologischen Entwicklungen für eine bessere Nutzung der Biomasse gibt, sehen wir für den umwelt- und sozialverträglichen Einsatz von Biokraftstoffen in der EU und den USA eine Grenze von etwa fünf Prozent des derzeitigen Benzin- und Dieselverbrauchs", fasst Matthias Fawer-Wasser die Ergebnisse der Studie zusammen. "Eine zweite Generation von Biokraftstoffen wie Cellulose-Ethanol oder Biogas bewertet die Bank Sarasin aus nachhaltiger Sicht allgemein besser, da die Ausbeute pro Hektar größer ist und eine Vielzahl von Pflanzen zur Produktion verwendet werden können", so Fawer-Wasser. Für eine dauerhaft positive Entwicklung am Finanzmarkt werde daher langfristig entscheidend sein, ob die Produzenten von Biokraftstoffen Nachhaltigkeitskriterien für die Beschaffung und Herstellung berücksichtigen. Denn nur so sei das 'Bio' im Namen der Kraftstoffe wirklich gerechtfertigt.

28.07.2006   Quelle: Bank Sarasin & Cie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Spezialist für Unternehmensfinanzierung im Umweltsektor betritt europäischen Markt

Mit der Enviro Finance plc betritt ein neuer Spezialist für Eigenkapitalfinanzierung im Umweltsektor den europäischen Markt. Das Unternehmen strukturiert Wachstumsfinanzierungen ab einer Million Euro für kleine und mittlere Unternehmen in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und nachhaltiges Ressourcenmanagement. Enviro Finance ist eine Tochter der Londoner Investment Bank London Asia, die bislang hauptsächlich in China aktiv ist.   Mit dem neuen Unternehmen bündle die Muttergesellschaft ihre Aktivitäten im Umweltsektor und erweitere gleichzeitig ihren geographischen Fokus um Europa, heißt es in einer Pressemitteilung der Enviro Finance plc. Zielgruppe von Enviro Finance seien sowohl Anlagenhersteller als auch Projektentwickler und -betreiber sowie qualifizierte Dienstleister. Der Fokus liege auf wachstumsorientierten Mittelständlern, die bereits Referenzen und nennenswerte Umsätze vorweisen können. Finanzierungen erfolgen laut Enviro Finance in der Regel über starke Minderheitsbeteiligungen am Stammkapital des Unternehmens mit einem zeitlichen Horizont von bis zu zirka fünf Jahren.


Privates Beteiligungskapital statt Börsengang

Die junge Branche der Umwelttechnik sei stark von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt, so Enviro Finance Schnelles Wachstum, internationale Expansion und zunehmende Konkurrenz durch Großunternehmen erforderten eine solide Kapitalausstattung, welche alleine durch organisches Wachstum und Fremdkapital oft schwer darstellbar sei. Ein Börsengang sei zwar ein attraktiver und effektiver Weg der Eigenkapitalbeschaffung, erfordere jedoch ein hohes Maß an Managementkapazitäten und komme generell nur für größere Unternehmen in Frage. Privates Beteiligungskapital könne hier in vielen Fällen eine attraktive Option darstellen, da ein Private-Equity-Finanzierer neben Kapital oft auch Know-how und ein internationales Netzwerk mitbringe. Während institutionelle und strategische Investoren seit einigen Jahren starkes Interesse an Windparks und anderen Erneuerbare-Energie-Projekten zeigten, seien Unternehmensfinanzierer in diesem Bereich bislang kaum aktiv, stellt Enviro Finance fest. Einer Studie der Universität St. Gallen zufolge entfielen im Jahre 2003 nur 2% der weltweiten Venture Capital Engagements auf den Energiebereich.


Langjährige Erfahrung in Erneuerbare-Energie-Projekten

Das Management von Enviro Finance ist nach eigenen Angaben stark unternehmerisch geprägt: Geschäftsführer Christoph Löslein war Mitbegründer der Freiburger Pyramid Computers und später Mitgründer und Vorstand des internationalen Softwareunternehmens Dicom Group. Verantwortlich für die Aktivitäten von Enviro Finance in Europa zeichnet Jochen Sautter. Er war Mitgründer und langjähriger Geschäftsführer des Grünen Emissionshauses, einem der führenden deutschen Entwickler und Finanzierer von Erneuerbare-Energie-Projekten. Ein weiteres Mitglied der Kernmannschaft in Freiburg ist Jörg Bold, der – ebenfalls als langjähriger Partner des Grünen Emissionshauses – für die Akquise von 100 Millionen Euro Eigenkapital für EE-Projekte verantwortlich zeichnete.


Europäisches Know-how für den Zukunftsmarkt China

Enviro Finance will vor allem auf zwei Märkten präsent sein: zum einen in Europa, wo das Freiburger Management-Team über langjährige Erfahrung sowie ein weit reichendes Netzwerk in der Erneuerbare-Energie-Branche verfüge. Zum anderen in China, dem Hauptmarkt der Muttergesellschaft London Asia. Aus dieser Konstellation ergäben sich interessante Synergieeffekte: Auf der einen Seite seien europäische Mittelständler mit ihrer Technologie und ihrem Know-how oft weltweit führend. Auf der anderen Seite sei China mit seinen gigantischen Stoffströmen und damit einhergehenden massiven Umweltproblemen ein riesiger Zukunftsmarkt für Umweltprodukte und -dienstleistungen und nicht zuletzt auch ein Standort für kostengünstige Produktion auf zunehmendem Qualitätsniveau.

28.07.2006   Quelle: Enviro Finance plc   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

stern-Studie: Über sechs Millionen Deutsche wären bereit, für Ökostrom mehr zu bezahlen

Mehr als die Hälfte der Deutschen empfindet den Strompreis ihres Anbieters als zu hoch, berichtet das Magazin "stern" in einer Pressemitteilung. Das habe Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit: 34,8 Prozent derjenigen, die den Strom zu teuer finden, sind auch mit Ihrem Stromlieferanten unzufrieden. Für Ökostrom allerdings wären mehr als sechs Millionen Deutsche bereit, einen höheren Preis zu bezahlen.   Das ergibt die neue stern-Studie TrendProfile zum Thema "Energieversorger", für die 2.000 Personen im Alter ab 14 Jahre auf repräsentativer Basis befragt wurden.


22 Millionen Verbraucher bereit zum Anbieterwechsel

Insgesamt sind laut stern über 13 Millionen Deutsche mit ihrem Stromanbieter unzufrieden: Neben zu hohen Preisen beanstanden die Verbraucher Informationsmängel, Probleme bei der Abrechnung oder schlechten Service. Grundsätzlich wären 22 Millionen Verbraucher bereit, den Stromversorger zu wechseln. Kriterien bei der Wahl des Anbieters sind vor allem das Preis-/Leistungsverhältnis, die einfache und verständliche Abrechnung und das günstigste Angebot. Besonders die 30 bis 39-Jährigen zeichnen sich dabei durch eine hohe Preissensibilität aus.


Sympathie der Kunden für lokale Stadtwerke

Die bekanntesten Stromversorger sind mit Abstand E.ON und Yello Strom, gefolgt von RWE und Vattenfall. Die Sympathie der Kunden gilt jedoch mehr den lokalen Stadtwerken als den großen privatwirtschaftlichen Unternehmen der Branche, deren Ruf durch negative Schlagzeilen Schaden genommen habe. Bei der Abschlussbereitschaft für Stromversorger steht Yello Strom laut Studie nach den Stadtwerken an zweiter Stelle und scheint bei den Kunden mit Preisvorteilen zu punkten. Ein weiteres Ergebnis der TrendProfile-Befragung ist, dass die Informationskampagne mit dem Absender "Ihre Stromversorger" von 35 Prozent der Befragten wahrgenommen wurde und damit sehr erfolgreich gewesen sei.


20 % wollen solare Heizung

Nach Ansicht der Verbraucher sollte und wird die Energiegewinnung mit Solar- und Windkraftanlagen in Zukunft einen größeren Stellenwert in der Politik einnehmen. Laut stern-Studie würde jeder Fünfte gerne mit Sonnenenergie heizen.

Die Markt-Ausarbeitung zur stern-Studie "Energieversorger" kann im Internet heruntergeladen werden als PDF-Dokument (62 S.) unter http://www.sonnenenergiewinnen.de/de/photovoltaik_spezielles.shtml

24.07.2006   Quelle: BIOHAUS PV Handels GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BIOHAUS PV Handels GmbH

 

Französisches Institut für Sonnenenergie (INES) in Savoyen gegründet

Der französische Forschungsminister Francois Goulard unterzeichnete am 3. Juli 2006 das Gründungsprotokoll des nationalen Instituts für Sonnenenergie (INES) in Le Bourget du Lac (Savoyen). Das berichtet das Bulletin Wissenschaft Frankreich der französischen Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. INES soll in 3 Jahren das "französische Referenzzentrum in diesem Forschungsschwerpunkt der Zukunft" werden.   Ziel des Instituts ist, die Hauptakteure der Solarenergieforschung am Standort "Technolac" in der Nähe von Chambery zusammenzufassen. Den mehr als 100 Forschern des Zentrums für Atomenergie (CEA), des französischen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS) und der Universität von Savoyen stehen bereits übergangsweise Gebäude mit einer Grundfläche von 3.200 Quadratmetern zur Verfügung. Neue Gebäude mit etwa 12.000 m2 Fläche werden noch gebaut, in denen dann über 250 Forscher, Ausbilder und Unternehmer zusammenarbeiten werden. Darüber hinaus soll INES die Entwicklung der Solarenergiebranche vorantreiben, deren Vertreter mehrheitlich in einem Umkreis von weniger als 100 Kilometern vom INES entfernt tätig sind.


Zusammenarbeit zur Forschung, Entwicklung, Demonstration und Information

Das INES besteht aus drei kooperierenden Plattformen, deren Arbeit sich gegenseitig verstärken soll: "Forschung, Entwicklung und industrielle Innovation" bildet das Herz des Instituts, besonders auf internationaler Ebene. Die Plattform "Demonstration" ermöglicht die Charakterisierung von Materialien und Systemen, die aus der F&E-Plattform stammen.- Die Plattform "Bildung" widmet sich der Information, Ausbildung, Bewertung und Förderung. Dieses ehrgeizige Projekt werde mit 60 Millionen Euro finanziert und bestätige den Willen des französischen Staates und der Gemeinschaften, INES zum europäischen Marktführer und einer weltweiten Referenz zu erheben, heißt es im Bulletin Wissenschaft Frankreich.

Weitere Informationen http://www.institut-solaire.com

24.07.2006   Quelle: Wissenschaft-Frankreich, Nr. 102; 28. Juni 2006; Französische Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz; INES; AFP   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

eco@work: Neuer Informationsdienst des Öko-Instituts

eco@work: Neuer Informationsdienst des Öko-Instituts.
eco@work: Neuer Informationsdienst des Öko-Instituts.

Ab sofort informiert das Öko-Institut mit der neuen Publikation eco@work Partner, Auftraggeber, Journalisten, die interessierte Fachöffentlichkeit und Freunde über den aktuellen Stand der Umweltforschung an den drei Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin. eco@work ist ein umfassender, kostenloser Online-Informationsservice mit neuen Inhalten und in frischem Layout im Format eines E-Papers.
 
Es bündelt die Informationen aus dem Öko-Institut, die bisher über die beiden Publikationen Online-Newsletter und gedruckte Öko-Mitteilungen verbreitet wurden. Als Schwerpunkt der ersten Ausgabe geht eco@work der Frage nach, ob sich Wettbewerb und Nachhaltigkeit ausschließen. Oder sind wirtschaftlicher Erfolg und eine moderne Umweltpolitik zwei Seiten einer Medaille? Ein weiterer Beitrag der ersten Ausgabe von eco@work beschäftigt sich mit Bioenergie in Europa.

Mit Wettbewerb und Nachhaltigkeit greift eco@work bereits das Thema der Jahrestagung des Öko-Instituts auf, zu der Geschäftsführung, Vorstand und WissenschaftlerInnen am Freitag, 22. und Samstag, 23. September nach Berlin laden.


Projekte und Ergebnisse zu Energie & Klimaschutz, Nukleartechnik & Anlagensicherheit

Künftig erscheint eco@work einmal im Quartal. Das E-Paper berichtet über ausgewählte Projekte und Ergebnisse aus den Forschungsbereichen Energie & Klimaschutz, Nukleartechnik & Anlagensicherheit, Produkte & Stoffströme, Infrastruktur & Unternehmen und Umweltrecht. Die Leser erfahren auch, wie sich das Institut zu aktuellen Streitfragen in der Umweltpolitik positioniert und in welchen Gremien und Kommissionen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen tätig sind. Darüber hinaus enthält eco@work Gastkommentare, Interviews oder Porträts und regelmäßig eine Kolumne.


Kostenloses Abonnement im Internet

eco@work kann aus dem Internet heruntergeladen werden unter Eurostat.

22.07.2006   Quelle: EU- Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Wissenschaftliche Arbeit über Brennstoffzellen-BHKW ausgezeichnet

Auf seiner diesjährigen Hauptversammlung hat der Verein der Freunde und Förderer der Hochschule Ulm hervorragende Arbeiten von Absolventen der Hochschule Ulm mit dem Innovations- und Förderpreis ausgezeichnet. Der Erste Vorsitzende des Vereins, Ulrich Altstetter, überreichte den Preis an Dr.-Ing. Hans-Jürgen Jahn. Dr. Jahn erhielt die Auszeichnung für seine Dissertation, die sich mit der Systemanalyse und Betriebsführung eines Brennstoffzellen-Blockheizkraftwerkes (BZ-BHKW) befasst.  
Strategien zur Wasserstoff-Erzeugung mit optimalem Systemwirkungsgrad

Die Hochschule Ulm besitzt eine der ersten Pilotanlagen in Deutschland, die als Prototyp eines Blockheizkraftwerks mit Brennstoffzelle für die häusliche Energieversorgung angesehen werden kann. Jahn hat diese Anlage für zum Gegenstand eines Forschungsprojekts gemacht. Sie erzeugt Wasserstoff aus Erdgas. Für eine bedarfsangepasste Stromerzeugung hat der Preisträger erstmalig Strategien der Wasserstoff-Erzeugung entwickelt, die einen stets optimalen Systemwirkungsgrad sicherstellen. Dazu hat er ein mathematisches Modell der Anlage erstellt, das die elektrischen, thermischen und stofflichen Umwandlungsprozesse bei der Gasaufbereitung und -verwertung beschreibt. Dieses Modell bildet die Grundlage für eine Regelungsarchitektur, die Jahn an der Versuchsanlage der Hochschule Ulm eingesetzt und bewertet hat.

Die Reaktanden für die Stromerzeugung in der Brennstoffzelle werden dabei so bereitgestellt, dass die Brennstoffzelle immer an der stofflichen Umsatzgrenze betrieben wird. Die Ergebnisse seiner Arbeit hat Hans-Jürgen Jahn an der Universität Ulm als Dissertation vorgelegt. Seitens der Hochschule Ulm wurde die Doktorarbeit von Professor Dr.-Ing. Wolfgang Schroer betreut. Die Arbeit zeichne sich durch Originalität und eine erhebliche Erweiterung des Stands der Technik aus, dessen Nutzen sich sowohl in der Forschung als auch in der Lehre niederschlägt, heißt es in der Begründung der Jury.

22.07.2006   Quelle: Hochschule Ulm   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Wohnraumsanierung und ökologisches Bauen lassen Fördervolumen der KfW Bankengruppe steigen

Das Fördervolumen der KfW Bankengruppe ist im ersten Halbjahr 2006 auf 33,3 Milliarden Euro gestiegen und lag damit um 45 % über dem Vorjahresvolumen von 22,9 Milliarden Euro. Zu diesem erfreulichen Plus hätten wie bereits im ersten Quartal besonders stark die Programme für Wohnraumsanierung und ökologisches Bauen beigetragen, die von der Förderinitiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum" umfasst und mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt verbilligt sind.  Die Nachfrage nach den Darlehen übertraf die Erwartungen bei weitem, so die KfW in einer Pressemitteilung. Das Zusagevolumen sei rasant auf 6,3 Milliarden Euro gestiegen (erstes Halbjahr 2005: 1,2 Mrd. EUR).


Bauherren, Handwerk und Bauwirtschaft profitieren

Bis Ende Juni 2006 nahmen laut KfW weit mehr als 100.000 Bauherren und Renovierer die Kredite aus den Programmen "CO2-Gebäudesanierung", "Wohnraum Modernisieren" und "Ökologisch Bauen" in Anspruch. Neben den Bauherren profitieren von der Förderinitiative vor allem kleine und mittlere Unternehmen aus dem Handwerk und der Bauwirtschaft, welche die Sanierungs- und Baumaßnahmen durchführen.

Das Volumen der KfW Förderbank stieg vor allem aufgrund des großen Erfolgs der Förderinitiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum" auf 17,2 Milliarden Euro (erstes Halbjahr 2005: 11,4 Mrd. EUR) an. Ein deutliches Plus verzeichneten aber auch die Umweltinvestitionen (2,5 Mrd. EUR gegenüber 1,5 Mrd. EUR), die Infrastrukturfinanzierungen (1,7 Mrd. EUR gegenüber 0,8 Mrd. EUR) und die Bildungsförderung (0,6 Mrd. EUR gegenüber 0,4 Mrd. EUR).

Eine Übersicht der Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet der Solarserver unter http://www.solarserver.de/kfw_programm.html

21.07.2006   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Wagner und Co: LBM-Flachkollektor für große Solarwärmeanlagen

LBM-Flachkollektor mit 4 Feldern.
LBM-Flachkollektor mit 4 Feldern.

Seit Frühjahr 2006 ist der Nachfolger für die erfolgreiche LB Kollektorbaureihe von Wagner und Co auf dem Markt. Der LBM-Flachkollektor weise zahlreiche konstruktive Neuerungen auf und werde in zwei Größen gefertigt (6,8 m² , 4 Felder und 10,2 m², 6 Felder ) berichtet die Wagner und Co Solartechnik GmbH in einer Pressemitteilung. Der LBM-Flachkollektor ist hauptsächlich für den Einsatz in Großanlagen vorgesehen.
  Die spezielle Absorberhydraulik, das vielseitige Zubehör für alle Anwendungen und die Eignung für die Kranmontage, ermöglichen die rationelle und kostengünstige Erstellung großer Kollektorflächen, betont der Hersteller. Dabei seien Reihenschaltungen von bis zu 50 Quadratmetern Kollektorfläche im "Low-Flow"-Betrieb möglich.


Hohe Energiegewinne zur Heizungsunterstützung und zur solaren Klimatisierung


Flächenabsorber und umlaufende, abnehmbare Deckleisten sorgen für eine ansprechende Optik. Durch eine verbesserte rückseitige Wärmedämmung von 55 Millimetern, eine optimierte Hydraulik und die Verwendung von Flächenabsorbern stehe der LBM als Garant für hohe solare Energiegewinne. In der Ausstattungsoption mit Antireflexglas werde die Leistung nochmals gesteigert. Damit biete der LBM auch hervorragende Lösungen zur Heizungsunterstützung und zur solaren Klimatisierung. Die Montage kann als Aufdachbefestigung, Dachintegration oder Freiaufstellung erfolgen und wird vom Hersteller bei der Kranlogistik zusätzlich unterstützt.

21.07.2006   Quelle: Wagner und Co Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wagner und Co Solartechnik GmbH
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RegioSolar: Zeitschrift Energiebündel neu aufgelegt

Zeitschrift für Solar-Initiativen.
Zeitschrift für Solar-Initiativen.

Die Zeitschrift " Energiebündel" für Solar- und Umweltinitiativen wurde von der Initiative für Regenerative Energien in Sachsen mit Unterstützung von RegioSolar neu aufgelegt und soll nun alle 3 Monate erscheinen. Das berichten RegioSolar und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in einer Pressemitteilung. Das Energiebündel bietet einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten von Vereinen und Initiativen und berichtet über deren Akteure.
 
Neben aktuellen umweltpolitischen Themen werden unter anderem Veranstaltungshinweise, Rezensionen und Ausflugtipps veröffentlicht. Die Zeitschrift richtet sich an lokale, regionale und überregionale Solarinitiativen, Umweltvereine/-verbände, Agenda-Gruppen, Energieverantwortliche aus Behörden und Institutionen sowie an interessierte Privatpersonen.

Für die nächste Energiebündel-Ausgabe sind Berichte im Vorfeld zur RegioSolar Konferenz am 3./4. November in Hannover geplant. Die erste Ausgabe (Juni 2006) ist auf Anfrage kostenlos bei RegioSolar erhältlich, solange der Vorrat reicht. Die Zeitschrift kann auf der RegioSolar-Internetseite abonniert werden zum Preis von 18,00 Euro (inkl. Versandkosten und MwSt.)


RegioSolar-Konferenz und Kommunal-Forum im November

Das Konferenzprogramm wird derzeit nach Auswahl der eingegangenen Beiträge im Programmbeirat erarbeitet und soll nach Fertigstellung Anfang August im Internet veröffentlicht werden. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat die Schirmherrschaft für die diesjährige Konferenz übernommen. Am Donnerstag, den 2.11.2006, findet von 14.00 - 16.00 Uhr im Rahmen der RegioSolar ein Kommunal-Forum statt. Es dient dem Informations- und Erfahrungsaustausch über Chancen, Konzepte und Umsetzung einer nachhaltigen Energieversorgung für Versorgungssicherheit, Umweltschutz und Arbeitsplätze vor Ort. An Projektbeispielen werden Einfluss und Handlungsmöglichkeiten der Kommunen als Vorbild, Versorger und Gestalter erörtert.

Weitere Informationen: http://www.regiosolar.de

21.07.2006   Quelle: RegioSolar; BSW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW.

 

Neue Studie: Wirtschaftlicher Klimaschutz ist möglich

In den nächsten zehn Jahren könnte Deutschland durch den Einsatz energieeffizienter Technologien seine Treibhausgasemissionen um 160 Millionen Tonnen reduzieren. Ermöglicht wird dies durch die Nutzung energiesparender Lösungen bei Elektrogeräten, beim Neubau und bei der Renovierung von Gebäuden und Anlagen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Wuppertal Instituts im Auftrag der E.ON AG, die im Juni 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.  "Mindestens 120 Millionen Tonnen an CO2-Emissionen können dabei mit Gewinn vermieden werden. Das heißt, die Einsparung in der Energierechnung für die Verbraucherinnen und Verbraucher sowie für die Gesamtwirtschaft ist deutlich höher als das, was für das sparsamste Gerät, die effizienteste Anlage oder eine verbesserte Wärmedämmung zusätzlich ausgegeben werden muss", betont Stefan Thomas, Leiter der Forschungsgruppe Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut.


Chancen der Endenergieeffizienz: 40 % Ersparnis

Etwa 70 technische Maßnahmen wurden unter seiner Projektkoordination detailliert analysiert. Ergebnis: Haushalte, Industrie, Gewerbe und Handel können insgesamt rund 40 % an Energie sparen und davon direkt profitieren. Investitionen in Endenergieeffizienz können mit Renditen von meist mehr als 10 %, in einzelnen Fällen über 100 % punkten. Eine staatliche Förderung sei jedoch notwendig für eine rasche Realisierung dieser Potenziale. Das eröffne einen großen Markt für Energieeffizienz-Dienstleistungen, speziell für Energieunternehmen wie E.ON. Schon heute biete E.ON in Deutschland, Großbritannien, Schweden und den USA über 100 verschiedene Maßnahmen zur Energieeinsparung an, von denen rund 20 in der Studie genauer dokumentiert wurden. "Von einem Wettbewerb im `Geschäftsfeld Energieeffizienz`können alle profitieren. Energieunternehmen können ihre Kundinnen und Kunden dabei unterstützen, ihre Energierechnung angesichts steigender Energiepreise zu stabilisieren oder sogar zu senken und selbst Gewinne damit erzielen", ergänzt Prof. Dr. Peter Hennicke, Präsident des Wuppertal Instituts.


Die Kurzfassung der Studie steht als Download zur Verfügung unter:
http://www.wupperinst.org/download/1208/EE_EDL_Kurzfassung.pdf

21.07.2006   Quelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Dena: Richtiges Lüften sorgt für kühles Haus, auch ohne Klimaanlage

Nicht nur am Mittelmeer sondern auch in Deutschland kann es im Sommer richtig heiß werden, besonders in großen Städten kühlen Wohngebäude durch die dichte Bebauung über Nacht nicht mehr ausreichend ab. Innentemperaturen von über 30 Grad Celsius am Tag können die Folge sein. Das belaste den Kreislauf, vor allem bei Kindern und älteren Menschen, so die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung. Die dena gibt Tipps, wie im Sommer eine angenehmere Raumtemperatur erhalten werden kann - auch ohne Strom fressende Klimaanlagen.  Da die Tageshitze beim Lüften durch das geöffnete Fenster in die Wohnräume gelangt, sollte nur in den kühlen Morgenstunden oder nachts ausgiebig gelüftet werden. Denn ist eine Wohnung erst einmal aufgeheizt, ist es schwer, die Raumtemperaturen wieder zu senken. Auch zusätzliche Wärmequellen wie Lampen oder Computer sollten nur dann eingeschaltet werden, wenn sie tatsächlich gebraucht werden.


Sonnenschutz innen und außen

Kleine Veränderungen an Fenstern und Fassade helfen ebenfalls, die Sommerhitze aus dem Haus oder der Wohnung fern zu halten. Beste Abhilfe bietet ein außen angebrachter Sonnenschutz, wie zum Beispiel Markisen, Jalousien, Roll- oder Klappläden. Diese reflektieren die Sonnenstrahlen, bevor sie durch das Fenster eindringen und die Räume aufheizen können. Die Außenflächen der Rollos oder Jalousien sollten hell oder mit Metall beschichtet sein. Dann können sie das Licht am besten reflektieren und so die Sonneneinstrahlung um mindestens 75 Prozent reduzieren. Weniger wirksam aber immer noch nützlich ist Blendschutz auf der Innenseite der Fenster. Auch hier sind helle und beschichtete Jalousien zu empfehlen, welche die Sonneneinstrahlung immerhin noch um rund 25 Prozent reduzieren. Mit getönten oder beschichteten Sonnenschutzscheiben ist es ebenfalls möglich, einen Teil der Wärmeeinstrahlung abzuwehren. Sie kommen vor allem für Südfenster in Frage.


Auf teure und Strom zehrende Kompakt-Klimageräte verzichten, Häuser dämmen

Auch wenn der Sommer noch so heiß ist, sollte nach Möglichkeit auf den Einsatz von Kompakt-Klimageräten verzichtet werden, betont die dena. Diese verbrauchten zu viel Strom und seien außerdem oft überteuert. Ein Wohngebäude mit guter Dämmung oder solidem Mauerwerk werde im Sommer immer kühler sein, als schlecht oder gar nicht gedämmte Gebäude. Eine gute Dämmung halte zudem Gebäude nicht nur im Sommer kühl, sondern auch im Winter warm. Weitere Informationen zum Thema Lüften enthält die dena-Broschüre "Gesund Wohnen durch richtiges Lüften und Heizen", die im Internet bestellt oder heruntergeladen werden kann unter: www.zukunft-haus.info, (Stichwort: Publikationen). Fragen beantwortet auch die kostenlose Energie-Hotline der dena unter: 08000 736 734.

20.07.2006   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Aleo Solar AG als 15. deutsches Unternehmen im PHOTON Photovoltaik-Aktienindex

In den PHOTON Photovoltaik-Aktien Index "PPVX" wurde die Aleo Solar AG als 15. deutsche Aktie und die in London notierte Powerfilm als 7. US-Aktie aufgenommen. Nach einer sehr guten Performance von insgesamt rund 598 Prozent in den Jahren 2004 und 2005 (zum Vergleich: AMEX Oil kam auf plus 86 Prozent) sei die Index-Performance 2006 seit Jahresanfang von plus 1,9 Prozent letzte Woche erstmals hinter die des AMEX Oil (plus 11,5 Prozent) zurückgefallen.
 
Das berichtet die Zeitschrift PHOTON in einer Pressemitteilung.


Aleo Solar AG: Photovoltaikmodule und Komponenten

Die im Mai 2006 aus der 2001 gegründeten S.M.D. Solar Manufaktur Deutschland GmbH & Co. KG hervorgegangene Aleo Solar AG stellt im brandenburgischen Prenzlau Photovoltaikmodule mit einer Jahreskapazität von 90 Megawatt sowie Komponenten her. Das Unternehmen mit Sitz in Oldenburg erzielte laut Photon 2005 mit 230 Mitarbeitern bei einem Umsatz von rund 107 Millionen Euro (plus 32 Prozent) und einem EBIT von rund 14,7 Millionen Euro (plus 39 Prozent, Marge 13,8 Prozent) einen Jahresüberschuss von 9,3 Millionen Euro (plus 41 Prozent).

Seit April 2006 ist Aleo Solar mit 19 Prozent an der Johanna Solar Technology GmbH in Brandenburg a. H. beteiligt. Die Firma plant, ab 2007 Dünnschichtmodule (CIGSSe-Technologie) zu produzieren und Lizenzen an Dritte zu vergeben. Die Exportquote von Aleo Solar betrug im ersten Quartal 2006 knapp fünf Prozent. Für die Zukunft ist eine verstärkte Expansion insbesondere nach Spanien und Italien geplant.

Nach dem Börsengang beträgt der Streubesitz rund 68 Prozent. Bei rund 13 Millionen Stück Aktien (davon stammen 2.850.400 Aktien aus einer Kapitalerhöhung) war die Aleo Solar AG am Ende des ersten Börsentags mit rund 167 Millionen Euro bewertet, also rund dem 1,6-fachen des letztjährigen Jahresumsatzes.


Powerfilm Inc.: extrem dünne Photovoltaikfolien

Die aus der 1988 gegründeten Iowa Thin Film Technology hervorgegangene Powerfilm Inc. entwickelt und produziert sehr dünne (unter 0,05 Millimeter starke), flexible und kostengünstige Photovoltaikfolien. Sie lassen sich in tragbaren Geräten wie Handys oder CD-Playern einsetzen, aber auch in gebäudeintegrierte Anlagen. Die Firma arbeitete laut Photon 2005 mit 37 Mitarbeitern bei einem Umsatz von rund 2,2 Millionen Euro profitabel.

Von den rund 33 Millionen Aktien wurden rund acht Millionen beim Börsengang Ende Mai in London zum Preis von 120 Pence bei institutionellen Investoren platziert, seither waren die Börsenumsätze aber sehr gering. Die von Mitgründer und heutigem Geschäftsführer (CEO) Frank Jeffrey geleitete Powerfilm ist derzeit mit rund 60 Millionen Euro bewertet, also rund dem 27-fachen des letztjährigen Jahresumsatzes.


Zum PPVX:

Der am 1. August 2001 mit 1.000 Punkten und elf Aktien gestartete PPVX wurde in seiner inhaltlichen Zusammensetzung und rechnerischen Struktur in Kooperation erstellt von der Solar Verlag GmbH (Aachen) und der Öko-Invest-Verlags-GmbH (Wien). Aufgenommen werden Unternehmen, die über 50 Prozent des Vorjahresumsatzes mit Produkten oder Dienstleistungen gemacht haben, die direkt oder indirekt mit der Installation beziehungsweise Nutzung von Photovoltaikanlagen zusammenhängen. Über die Aufnahme entscheidet ein Beirat, dem Mitglieder der Redaktionen des Börseninformationsdienstes Öko-Invest, der deutschen sowie der englischsprachigen PHOTON-Redaktion angehören.

Der PPVX wird regelmäßig von Reuters und in den Zeitschriften PHOTON, PHOTON International und Öko-Invest sowie auf den Webseiten www.photon.de, und www.photon-magazine.com veröffentlicht. Als Vergleichswert dient der Amex Oil Index, der 13 große Öltitel enthält.

20.07.2006   Quelle: PHOTON   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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RAL-Gütesiegel bescheinigt Fronius-Wechselrichtern höchste Produktqualität

Fronius IG-Wechselrichter.
Fronius IG-Wechselrichter.

Der österreichische Wechselrichterhersteller Fronius International GmbH hat das RAL-Gütesiegel erhalten und darf seine Produkte ab sofort damit vermarkten. Dieses Zertifikat sei ein weiterer Qualitätsbeweis für die Erzeugnisse aus dem Hause Fronius, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
Für Planer, Installateure und Betreiber von PV-Anlagen bedeute das RAL-Gütezeichen Transparenz durch objektive, neutral geprüfte und jederzeit einsehbare Gütekriterien sowie Verlässlichkeit durch neutrale Fremdüberwachung. Diese Sicherheit erleichtere die Entscheidung bei der Auswahl des Wechselrichters und Anlagenüberwachungskomponenten.


Da das RAL-Gütesiegel keine branchenspezifische Entwicklung von Qualitätsrichtlinien sei, sondern viele unterschiedliche Bereiche umfasse (beispielsweise Elektrotechnik, Umweltschutz, Unfallverhütung), decke es eine breite Palette an Entscheidungskriterien ab und werde nur dann verliehen, wenn der Hersteller sämtliche Anforderungen erfüllt. "Mit dem RAL-Qualitätszeichen unterstreicht Fronius einmal mehr seinen Ruf als internationaler Hersteller von High-tech-Produkten bester Qualität und Zuverlässigkeit", heißt es in der Pressemitteilung.

20.07.2006   Quelle: Fronius International GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fronius International GmbH
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WPD AG: EnerSys-Übernahme bestätigt; Dr. Hartmut Brösamle neu im Vorstand

Die Hauptversammlung der NEVAG habe am 12.07. erwartungsgemäß dem Verkauf der EnerSys-Geschäftsanteile an die WPD AG mit der erforderlichen Mehrheit von über 75 % der Stimmanteile zugestimmt, berichtet die WPD AG in einer Pressemitteilung. Nach der Unterzeichnung des Kaufvertrages vom 24.05.06 sei somit die Voraussetzung für die endgültige Übertragung der Geschäftsanteile geschaffen worden.  Die WPD AG finanziert, plant, entwickelt und vertreibt Windparks. Im Rahmen der fortgeführten Expansion der WPD AG werde Dr. Hartmut Brösamle mit sofortiger Wirkung zum Vorstand berufen. Der 40-jährige Geschäftsführer der künftigen WPD-Tochtergesellschaft EnerSys GmbH übernimmt im Vorstand die Gesamtverantwortung für die internationale Projektentwicklung in der WPD-Gruppe.


Schwerpunkt der Projektentwicklung künftig mehr im Ausland

"Mit der Ernennung von Dr. Brösamle zum Vorstandsmitglied tragen wir der Entwicklung der WPD im internationalen Segment Rechnung, sowie der Notwendigkeit, im Ausland als Projektentwickler aufzutreten", erklärt WPD-Vorstand Dr. Gernot Blanke. "Dr. Brösamles ausgewiesene Expertise in der Projektentwicklung sowie seine Erfahrung in der strategischen Geschäfts- und Unternehmensentwicklung haben den Ausschlag dafür gegeben, mit ihm unser nunmehr vierköpfiges Vorstandsgremium zu komplettieren", so Dr. Blanke weiter. Der promovierte Informatiker und Systemwissenschaftler Brösamle hat als Geschäftsführer die nun von der WPD-Gruppe übernommene EnerSys als international erfolgreichen Projektentwickler etabliert. Er wird auch weiterhin die Geschäftsführung der EnerSys GmbH ausüben. Der Fokus der Projektentwicklung soll sich jedoch künftig mehr in das Ausland verlagern.

20.07.2006   Quelle: WPD AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SMA Technologie AG erweitert Vorstand

Dipl.-Kfm. Pierre-Pascal Urbon.
Dipl.-Kfm. Pierre-Pascal Urbon.

Dipl.-Kfm. Pierre-Pascal Urbon rückt zum 1. Juli 2006 in den Vorstand der SMA Technologie AG (Niestetal) auf und leitet künftig Internationalisierung und Corporate Development. Urbon ist bereits seit 2005 bei dem Hersteller von Systemtechnik für Photovoltaik-, Windenergie- und kombinierte Energieerzeugungsanlagen tätig und habe mit der Erschließung der Märkte in Korea, Italien und Spanien wichtige Erfolge für das Unternehmen erzielen können, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  
Zuvor war Pierre-Pascal Urbon Vizepräsident einer international tätigen Investmentbank. Zu den weiteren Vorstandsmitgliedern zählen die Gründer der SMA Technologie AG Günther Cramer, Peter Drews und Reiner Wettlaufer. "Um die sich aufzeigenden Wachstumsperspektiven im europäischen Ausland, den USA und Asien konsequent zu erschließen, haben wir unseren Vorstand erweitert. Wir freuen uns sehr, mit Herrn Urbon eine qualifizierte und auch international erfahrene Person für diese Aufgabe gefunden zu haben", sagte Günther Cramer.

19.07.2006   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG
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Ecostream soll weltgrößte Solarstromanlage in Spanien bauen

Ecostream Spain SL hat den Auftrag zum Bau einer Photovoltaik-Großanlage in der spanischen Provinz Murcia
erhalten, berichtet die Ecostream Germany GmbH in einer Pressemitteilung. Auftraggeber sei der in Madrid ansässige Energie-Investor Globasol. Die schlüsselfertige Anlage mit einer Gesamtleistung von 14 Megawatt wird von Ecostream konzipiert und errichtet. Der Bau des größten Solarparks der Welt soll im September dieses Jahres beginnen und im zweiten Quartal 2007 abgeschlossen sein.
  Das Projekt sei die erste Phase auf dem Weg zu einer geplanten Gesamtleistung von 60 Megawatt in der Provinz Murcia. Der 14 Megawatt-Solarpark ist das zweitgrößte Solarprojekt von Ecostream in Spanien: "Im März 2007 wird ein 9 Megawatt-Projekt in der Gegend von Sevilla, Badajoz und Ciudad Real realisiert, so Ecostream-Generaldirektor Alfredo Laiz.


Über 83.000 Solarmodule von chinesischen Herstellern

Das ehrgeizige Projekt in der Region um Albujón – einer Kleinstadt in der Nähe von Murcia – umfasst 140 Solarstromanlagen mit einer Leistung von je 100 Kilowatt (kWp). Pro Anlage sollen mehr als 83.000 Solarmodule der chinesischen Hersteller YingliSolar und TopSolar zum Einsatz kommen. Federführender Auftragnehmer des Projekts wird Econcern-Tochter Ecostream sein. "Die Auftragsvergabe für die Anlage dauerte nur sechs Monate. Alle Beteiligten haben sich mächtig ins Zeug gelegt – von der Auftragsvergabe für die einzelnen Module und andere Komponenten unserer Zulieferer bis hin zur Projektausarbeitung und Einholung der erforderlichen Behördengenehmigungen. Die Teamarbeit ist und bleibt der Schlüssel zum Erfolg", sagt Alfredo Laiz.

Ecostream will das Projekt mit einem internationalen Projektteam verwirklichen. Darüber hinaus binde Ecostream seine Kunden in vielen Bereichen eng ein. "Gemeinsam sind wir so stark, dass wir dieses Spitzenprojekt realisieren können. Wir freuen uns, dass unser Team schon bald mit der Installation beginnen kann", so Steven Pleging, Geschäftsführer Ecostream International.


Erneuerbare Energien und sanfter Tourismus

Globasol wurde 2005 von einer Investorengruppe unter Führung der Familie Hidalgo gegründet. Die Familie ist Eigentümerin der Globalia Corporación Empresarial (www.globalia.com). Hauptziel ist die Förderung nachhaltiger Erschließungsvorhaben in Spanien mit dem Schwerpunkt erneuerbare Energien. "Wir werden in Murcia weiter in die Bereiche Energie und sanfter Tourismus investieren. Wir betrachten die Sonnenenergie als den besten Weg zur Förderung erneuerbarer Energien, werden jedoch bei all unseren Bemühungen ein angemessenes Umweltbewusstsein an den Tag legen", betont Javier Hidalgo, Generaldirektor des Globalia Konzerns.

19.07.2006   Quelle: Ecostream   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solar-Institut Jülich: 21. Anmeldeschluss zur Summer School Renewable Energy am 28. Juli

Sommerkurs zu erneuerbaren Energien.
Sommerkurs zu erneuerbaren Energien.

Die mittlerweile 21. "Summer School Renewable Energy" findet in diesem Jahr vom 16. August bis 1. September statt auf dem Solar-Campus des Standorts Jülich der Fachhochschule (FH) Aachen. Der zweieinhalbwöchige Sommerkurs steht wieder ganz im Zeichen der regenerativen Energien und bietet einen umfassenden Überblick über Potenziale und Nutzungsmöglichkeiten erneuerbarer Energiequellen, aber auch über rationelle Energieverwendung.
 
Die Fachvorträge, Übungen, Exkursionen und Projektarbeiten richten sich an Studierende aller Fachrichtungen ab dem vierten Semester. Bis zum 28. Juli 2006 können sich rund 40 Sommerschüler und -schülerinnen aus der ganzen Welt für den prall gefüllten Terminplan anmelden.


Fachvorträge und Exkursionen

Vormittags stehen Fachvorträge aus Lehre, Forschung und Industrie auf dem Programm. In Praktika werden Solaranlagen simuliert. Exkursionen beispielsweise zur Fortbildungsakademie Mont-Cenis in Herne, zum Wasserkraftwerk Heimbach oder zum Tagebau Hambach runden die Summer School ab. Auch der gesellige Teil kommt erfahrungsgemäß nicht zu kurz. "Grundlegender Gedanke des breit angelegten Seminars ist es, unterschiedliche Disziplinen langfristig miteinander zu verknüpfen und die Studierenden zum vernetzten Denken und Handeln anzuregen", so Carola Schneiders.

Themen wie Energiesparen, Nutzung der unerschöpflichen Energiequellen Wind, Wasser, Sonne oder Biomasse gewinnen in der Diskussion um eine umweltverträgliche Energiepolitik zunehmend an Bedeutung. Regenerativen Energien gehört die Zukunft - und an der FH Aachen wird an dieser Zukunft kräftig mitgearbeitet: Das Solar-Institut Jülich der FH Aachen fasst Lehre, Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet zusammen und gibt dieses Know-how in der nun schon traditionellen Summer School Renewable Energy an Studierende aller Fachrichtungen weiter.


Hinweise zur Teilnahme

Bis zum 28. Juli 2006 können sich Interessierte für die 21. Summer School Renewable Energy anmelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 200,- Euro. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können auf der Wiese vor der Mensa kostenlos zelten. Interessenten wenden sich bitte an: Dipl.-Ing. Carola Schneiders, Tel.: +49 (0)2461/99-3506, E-Mail: schneiders@sij.fh-aachen.de

Weitere Informationen
und Programm

19.07.2006   Quelle: FH Aachen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FH Aachen

 

Steigende Energiepreise: Dämmen nach Vorschrift ist nicht genug

Wer nachträglich die Außenwände seines Altbaus dämmt, erreicht damit ökonomische Vorteile. Die Dämmung gemäß der gesetzlichen Bestimmung entspreche jedoch nicht mehr dem wirtschaftlichen Optimum, betont die Energieagentur Nordrhein-Westfalen in einer Pressemitteilung. Die Energieagentur NRW erhöht deshalb die Empfehlungen der Dämmstoffstärke.  "Aufgrund der Energiepreis-Anstiege lohnen sich heute bereits Dämmstoffstärken von bis zu 30 Zentimetern", so Dirk Mobers, Leiter der Abteilung "Bau und Energie" der Energieagentur NRW.

Werden Altbauten nach der Mindestanforderung der Energieeinsparverordnung (EnEV) gedämmt, gehen über die Außenwände eines typischen Einfamilienhauses (150 Quadratmeter Außenwandfläche) noch immer rund 3.500 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr an Wärme verloren, rechnet die Energieagentur vor. Das entspreche über die Lebensdauer einer Dämmung (ohne Energiepreissteigerung) 8.300 Euro Heizenergiekosten (bei 6 ct/kWh). Bei einer Wärmedämmung von 18 Zentimetern würde der Wärmeverlust auf unter 2000 kWh pro Jahr reduziert. Über die Jahre würde sich der zusätzliche bauliche Wärmeschutz bezahlt machen: Die Kosten würden auf zirka 4.700 Euro sinken, die Einsparung betrage 3.600 Euro.

Die Investition lohnt sich laut Energieagentur NRW noch mehr, wenn die Dämmung noch dicker ausfällt: Bei 30 Zentimetern Dämmung würde der Wärmeverlust über die Wände nur noch knapp 2.400 Euro kosten. Einsparung: rund 5.900 Euro. Mobers' Fazit: "30 Zentimeter Außendämmung sind auch bei den heutigen Energiepreisen bereits wirtschaftlich. Wer bei der Dämmung spart, zahlt über die Jahre drauf."

Vom Gesamtenergieverbrauch eines Privathaushaltes entfallen mehr als zwei Drittel auf die Raumheizung. Die Verschwendung von Heizenergie in Nordrhein-Westfalen ist laut Energieagentur gigantisch. Drei Viertel der Gebäude seien vor 1980 errichtet worden, also vor der ersten Wärmeschutzverordnung,. Durch eine wärmetechnische Sanierung ließe sich der Heizenergieverbrauch bei diesen Gebäuden im Durchschnitt um zwei Drittel reduzieren. Bei einer Gebäudemodernisierung sei es fast immer wirtschaftlich sinnvoll über die gesetzlichen Mindestanforderungen beim baulichen Wärmeschutz hinauszugehen.

Um Gebäudeeigentümern bei der Festlegung der Dämmstoffstärken im Rahmen einer Gebäudemodernisierung zu unterstützen, hat die Energieagentur NRW eine Liste mit Empfehlungen herausgegeben. Diese findet sich auf der Internetseite der Energieagentur NRW unter www.ea-nrw.de.

Weitere Informationen zur Sanierung bietet die Gemeinschaftsaktion "Gebäudesanierung NRW - Mein Haus spart". Sie bündelt alle wichtigen Beratungs- und Informationsangebote im Lande, die Hausbesitzer bei der Planung und Umsetzung von energetischen Sanierungsmaßnahmen unterstützen. Einen Überblick über die vielfältigen Informations- und Beratungsangebote erhalten Hausbesitzer unter http://www.mein-haus-spart.de.

19.07.2006   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BEE zum G8-Gipfel: Erneuerbare Energien als Ausweg aus der Energiekrise

Windkraft, Bioenergie und Co ersetzen Atomstrom
Windkraft, Bioenergie und Co ersetzen Atomstrom

"Die Position der deutschen Bundesregierung zum Ausbau erneuerbare Energien auf dem G8-Gipfel ist die einzig vernünftige Alternative zur globalen Energiesicherheit", sagt Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE). "Der Bau neuer Atomkraftwerke kann den weltweit steigenden Energiebedarf nicht decken", so Lackmann weiter.  Kernenergie werde derzeit nur zur Stromproduktion eingesetzt und leistee damit keinen Beitrag zur Reduzierung der Abhängigkeit von Öl und Gas. Auch der geringe Anteil am gesamten Endenergieverbrauch von derzeit weltweit 2,3% werde weiter abnehmen, denn selbst bei einem massiven Neubau von Reaktoren könnten maximal die ersetzt werden, die aus Altersgründen in den nächsten Jahren abgeschaltet werden.

"Erneuerbare Energien sind mittlerweile so leistungsfähig, dass sie nicht nur den Atomausstieg kompensieren, sondern auch einen großen Teil der fossilen Stromerzeugung ersetzen können", kündigt Lackmann an. Nach einem Szenario von Shell könnten erneuerbare Energien im Jahr 2060 bereits mehr als 2/3 des weltweiten Energiebedarfs decken. Um diese Energiemenge mit Atomkraft bereitstellen zu können, müssten 75.000 Atomkraftwerke gebaut werden.

Beim gegenwärtigen Ausbautempo können Erneuerbare Energien laut BEE in Deutschland in zehn Jahren so viel Strom produzieren wie derzeit alle Atomkraftwerke zusammen. Prognosen der Branche zufolge können Erneuerbare-Energien-Kraftwerke im Jahr 2023 - wenn gemäß Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung alle Atomkraftwerke abgeschaltet sein werden - jährlich mehr als 200 Terawattstunden (TWh) Strom aus Sonne, Wind, Wasserkraft, Bioenergie und Erdwärme liefern. Das entspreche mehr als einem Drittel des deutschen Stromverbrauchs heute.

18.07.2006   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energien e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: "ogs/Bundesverband Erneuerbare Energien e.V."
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Solar-Fabrik präsentiert Wechselrichter-Neuheit convert 4T

Solar-Fabrik-Wechselrichter convert 6T.
Solar-Fabrik-Wechselrichter convert 6T.

Die Solar-Fabrik AG (Freiburg) erweitert ihre Wechselrichter- Serie "convert" um das neue Gerät "convert 4T". Der Wechselrichter in der Leistungsklasse 4 kW sei besonders für kleine Anlagen ausgelegt und verfüge über eine dreiphasige Netzeinspeisung in Verbindung mit trafoloser Wechselrichtertopologie, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
Der convert 4T eigne sich besonders für die häufig gefragten Solarstromanlagen auf Einfamilienhäusern. Mit dem größeren Gerät "convert 6T" bietet er flexible Kombinationsmöglichkeiten. Entwickelt wurde das Gerät von Kostal Industrie Elektrik GmbH.

Durch die symmetrische Drehstromeinspeisung können geringere Leitungsquerschnitte verwendet werden, so der Hersteller. Auf diese Weise verringerten sich die Verluste auf der Wechselstromseite. Eine weitere Neuheit finde man auf der Eingangsseite des Wechselrichters: Zwei unabhängig voneinander arbeitende Eingangs-Tracker (Regler) stehen zur Verfügung, die sich ideal für zwei Anlagenteile mit unterschiedlicher Ausrichtung oder Neigung einsetzen lassen. Werde dies nicht benötigt, können die Tracker auch parallel mit einem Strang und höherem Strom betrieben werden, betont die Solar-Fabrik AG.

Damit vereine der convert 4T die Vorteile großer Zentralwechselrichter mit der Flexibilität und dem hohen Wirkungsgrad von trafolosen Stringwechselrichtern. Das ebenfalls neue, integrierte Internetportal convert-control (http://www.convert-control.de) biete Betreibern die Möglichkeit, ihre Anlage kontinuierlich zu überwachen. Der neue convert 4T soll ab Herbst 2006 verfügbar sein.

18.07.2006   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar-Fabrik AG
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Solar Racing Team der FH Bochum arbeitet mit am Auto der Zukunft

Die äußere Hülle des Salatöl-Zweisitzers.
Die äußere Hülle des Salatöl-Zweisitzers.

Studenten der Fachhochschule Bochum wurden an das Massachusetts Institute of Technology nach Boston/USA eingeladen um am "MIT Vehicle Design Summit" teilzunehmen. Das Treffen von 60 angehenden Ingenieuren aus 15 Ländern rund um den Globus soll zeigen, was effiziente und Energie sparende Transporttechnologie für den Individualverkehr leisten kann. Bis zum 13. August sollen fünf Fahrzeuge gebaut werden.
 
Mit dabei von der Fachhochschule Bochum sind die Mechatronik-Studenten Thomas Danne, Thomas Gockeln und Kai Skolik. Die Veranstalter der amerikanischen Elite-Universität haben drei Mitglieder des Solarcar-Teams eingeladen, weil die Fachhochschule Bochum mit dem Bau des Solarrennwagens "HansGo!" und der erfolgreichen Teilnahme an diversen Rennen weltweit einen hervorragenden Ruf genießt.


Biodiesel-Fahrzeug soll mit 100 % Salatöl fahren

Voller Begeisterung berichteten die Studenten in E-Mails von der perfekten Infrastruktur, die im "Mekka der Ingenieurwissenschaften" am MIT für alle Teilnehmer zur Verfügung stehe. In internationalen Teams arbeiten sie an unterschiedlichen Fahrzeugkonzepten: Thomas Danne entwickelt ein Kraftstoffsystem für ein Biodiesel-Fahrzeug für 2 Personen, das mit 100 % Salatöl fahren soll. "Die Zusammenarbeit und Stimmung im Team ist sehr gut. Neben der Arbeit können wir hier mit Vorurteilen aufräumen", so Danne. Alle Fahrzeuge sollen bis zum 13. August tatsächlich fahren, daher wird jeden Tag von 8 bis 18 Uhr gearbeitet, sogar an Feiertagen wie dem Independence Day am 4. Juli.

"Der Zeitdruck ist hoch und die Aufgaben sind nur mit großem Organisationstalent zu meistern", weiß Thomas Gockeln zu berichten. Er arbeitet zusammen mit Holländern, Amerikanern und Südafrikaner an einem Elektro-City-Flitzer. In der kommenden Woche geht es endlich in die Werkstatt, die Pläne werden Wirklichkeit. "Nächste Woche kommt der Motor und die Formen für die Verbundwerkstoffe werden gefräst und wir fangen an, uns die Hände dreckig zu machen.", freut sich Thomas Danne. Neben allen anderen Erfahrungen ist er besonders fasziniert, wie hoch "german engineering" im Ausland angesehen ist.


Bis 2007 soll eine neuer Solar-Rennwagen gebaut werden

An der Fachhochschule in Bochum wartet man schon ganz gespannt, welche Ideen die Studenten aus Amerika mitbringen, denn auch hier denkt man zurzeit intensiv über neuen Ideen rund um das Thema "Automobile Zukunft" nach. Dass dabei Solarzellen wieder eine ganz entscheidende Rolle spielen werden, liegt auf der Hand. Mit Unterstützung der SolarWorld AG, neuer Hauptsponsor des Solar Racing Teams, soll ein völlig neues Fahrzeug entstehen, das 2007 bei der Weltmeisterschaft der Solarmobile in Australien ganz vorne mitfahren soll.

Weitere Informationen zum Solar-Rennwagen "Hans Go!" unter newsa2005m10.html#news4349

18.07.2006   Quelle: Solar Racing Team FH Bochum   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FH Bochum
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CENTROSOLAR beteiligt sich an chinesischem Solarmodul-Hersteller

Die CENTROSOLAR AG (München), nach eigenen Angaben Marktführer im Geschäft mit Photovoltaikanlagen für Privathaushalte in Deutschland, verstärkt ihre Auslandsaktivität: Am 17.07.2006 sei ein Joint Venture-Abkommen unterzeichnet worden mit der Jumao Photonics Co. Ltd, einem asiatischen Hersteller von Photovoltaik-Modulen, berichtet CENTROSOLAR in einer Pressemitteilung. Die CENTROSOLAR AG sei eine 10%- Beteiligung an Jumao Photonics mit Sitz in Xiamen (Fujan, Volksrepublik China) eingegangen.
  Jumao ist Hersteller von photovoltaischen Solarmodulen und hat laut CENTROSOLAR 2005 mit 300 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von knapp 12 Millionen Euro erzielt. Für 2006 werde bereits mit einem Umsatz von 30 Millionen Euro gerechnet. CENTROSOLAR investiere 0,8 Millionen Euro, die vollständig in eine Eigenkapitalstärkung von Jumao fließen sollen. Die Mittel sollen zum Ausbau der Produktionskapazität eingesetzt werden.


Asiatischer Brückenkopf bei der Beschaffung von Solarzellen

Seit nahezu fünf Jahren hätten Jumao und CENTROSOLAR Gruppenunternehmen bereits eng zusammengearbeitet. Jumao stelle für CENTROSOLAR Klein-, Sonder- und Standard-Module her, beliefere aber auch andere namhafte Photovoltaik-Unternehmen. Jumao ist laut CENTROSOLAR zertifiziert nach ISO 9001, die Module seien TÜV-zertifiziert. Aufgrund der "tadellosen" Qualität habe CENTROSOLAR die Lieferbeziehung kontinuierlich ausgeweitet, heißt es in der Pressemitteilung. Die Beteiligung habe mehrere Vorteile, betont CENTROSOLAR: Neben dem Zugang zu einer preisgünstigen Produktionsbasis sei Jumao schon heute der asiatische Brückenkopf bei der Beschaffung von Solarzellen. Das Unternehmen, dessen Manager und Eigentümer aus Taiwan stammen, habe langjährige Kontakte zu drei großen Solarzellenherstellern in Taiwan und weiteren Zellenherstellern aus Südkorea.

"Jumao ist bestens vernetzt in der asiatischen Solarindustrie. Wir beziehen durch unsere Kollegen Siliziumzellen aus Asien und verarbeiten diese vor Ort in hoher Qualität zu attraktiven Preisen", so CENTROSOLAR-Vorstand. Dr. Alexander Kirsch.

Zur CENTROSOLAR Gruppe gehören die Komplettanlagen-Anbieter Solara AG, Solarstocc AG und Biohaus PV Handels GmbH, der Modulproduzent Ubbink Solar Modules B.V., der Spezialist für Solar-Befestigungssysteme Ubbink Econergy Solar GmbH und die Centrosolar Glas GmbH & Co. KG sowie das Solar-Handelsunternehmen Solarsquare.


China könnte mittelfristig weltgrößter PV-Markt werden

Auch als Absatzmarkt sei China mittelfristig für CENTROSOLAR von großem Interesse. Die chinesische Regierung habe 2004 ein Programm mit dem Ziel aufgelegt, bis 2020 den Anteil erneuerbarer Energien auf 15% im Energiemix zu steigern. Seitdem würden sprunghaft wachsende Investitionssummen in den Aufbau von Solaranlagen fließen. Experten schätzten, dass China mit seinem "Energiehunger" mittelfristig der mit Abstand größte Markt der Welt für die Photovoltaik wird. "Wir erhalten 10% von Jumao für 0,8 Mio. EUR. Allein durch die vergünstigten Einkaufsbedingungen rechnet sich unser Engagement. Zudem können wir jetzt mit wenig Startkapital und ohne Risiko den zukünftigen Absatzmarkt China besser kennen lernen und Kontakte aufbauen. Damit ist die CENTROLAR Gruppe für eine Vertriebsoffensive in 2-3 Jahren optimal positioniert", so Dr. Kirsch weiter.

17.07.2006   Quelle: CENTROSOLAR AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarstromanlagen und Denkmalschutz prinzipiell vereinbar

Solarstromanlage auf denkmalgeschützter Nikolauskirche in Nersingen bei Ulm.
Solarstromanlage auf denkmalgeschützter Nikolauskirche in Nersingen bei Ulm.

Die Errichtung von Solarstrom-Dachanlagen kann in einigen Fällen zu Konflikten mit den Denkmalschutzbehörden führen, wenn das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Bisweilen verfügten die Denkmalschutzbehörden sogar die Entfernung der Solarmodule, wenn diese ohne Genehmigung auf einem denkmalgeschützten Dach angebracht wurden, berichtet die auf das Energierecht spezialisierte Berliner Anwaltskanzlei Gaßner, Groth, Siederer & Coll. Grundsätzlich könnten die Interessen des Denkmalschutzes jedoch auch mit denen des Betreibers einer Solarstromanlage in Einklang gebracht werden.
 
Mit einem entsprechenden Fall hatte sich jüngst das Oberverwaltungsgericht Lüneburg zu befassen (Urteil vom 03.05.2006, Az. 1 LB 16/05). In dem Verfahren wandte sich der Eigentümer eines denkmalgeschützten Gebäudes, auf dem dieser eine Solarstrom-Dachanlage betreibt, gegen eine Beseitigungsanordnung der Denkmalschutzbehörde.


"Erheblicher denkmalwidriger Eingriff"

Seine Klage blieb jedoch erfolglos, berichtet die Berliner Anwaltskanzlei. Das OVG Lüneburg sah in der Photovoltaikanlage einen erheblichen denkmalwidrigen Eingriff, da diese das Erscheinungsbild des Gebäudeensembles einschneidend zum Nachteil verändere. Die Solarmodule nähmen weder vom Umfang noch der Farbe her Rücksicht auf die stilbildenden Elemente der Gebäude und seien geeignet, durch ihre Farbe (anthrazit) und ihr "auffälliges, schon für sich genommen störendes Glänzen" die Aufmerksamkeit in besonderem Maße auf sich zu ziehen und so die Ensemblewirkung gravierend zu beeinträchtigen, stellte das Gericht fest. Die Beseitigung sämtlicher Module sei insgesamt nicht unverhältnismäßig.


Anforderungen des Denkmalschutzes sind einzelfallabhängig

In dem beschriebenen Fall handle es sich um eine strenge Einzelfallentscheidung, betonen Gaßner, Groth, Siederer & Coll. Die Vereinbarkeit von Photovoltaikanlagen mit den Belangen des Denkmalschutzes sei – ausgehend von dem jeweiligen Landesrecht – in jedem Einzelfall zu prüfen.


Denkmalschutzrechtliche Genehmigung unter bestimmten Voraussetzungen möglich

So sehe beispielsweise der Erlass des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur vom 11.06.2003 ("Denkmalschutz und Solaranlagen") vor, dass eine auf die Lebensdauer der Solaranlage befristete denkmalschutzrechtliche Genehmigung erteilt werden darf, wenn die PV-Anlage zum einen nur geringfügigen Beeinträchtigungen der denkmalgeschützten Anlage führt, die höchstens 10 % der denkmalgeschützten Dachfläche in Anspruch nehmen. Zum anderen muss die PV-Anlage reversibel montiert werden und darf die Denkmalsubstanz nicht zerstören. Außerdem unterscheide das Denkmalschutzrecht einiger Bundesländer (z.B. Baden-Württemberg), ob Denkmale in die Denkmalliste eingetragen sind oder nicht. Wenn dies nicht der Fall ist, seien Denkmale nur gegen "erhebliche Einbußen" geschützt.


Weitere Informationen: Denkmalintegrierte Solaranlagen: Kompromisse statt Kontroversen artikeljuni2003.html (Solar-Report Juni 2003)

17.07.2006   Quelle: Gaßner, Groth, Siederer & Coll.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarwatt
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Fünf Jahre TAUBER-SOLAR: 19 Megawatt Solarstrom-Leistung

TAUBER-SOLAR-Weltrekord: 5 MW-Solardach in Bürstadt (Hessen).
TAUBER-SOLAR-Weltrekord: 5 MW-Solardach in Bürstadt (Hessen).

Das Solarunternehmen TAUBER-SOLAR mit Sitz in Tauberbischofsheim feiert zusammen mit seinen Partnerunternehmen am Freitag, den 21.7.2006,sein 5-jähriges Bestehen. TAUBER-SOLAR projektiert, baut und betreibt Photovoltaikanlagen auf Großdachflächen. In acht Projektgesellschaften sollen bis zum Jahresende 19 Megawatt Solarstrom-Spitzenleistung (MWp) auf 87 Dachflächen installiert sein, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
TAUBER-SOLAR rechnet bis zum Jahresende mit einem Projektvolumen von 85 Millionen Euro. Dieses Kapital werde von über 1.500 Mitunternehmern im Rahmen einer atypisch stillen Beteiligung erbracht, dabei arbeitet die Tauber-Solar Management GmbH eng zusammen mit mehr als 30 Vertriebsbanken aus dem Volksbanken- und Raiffeisenbankverbund. TAUBER-SOLAR ist nach eigenen Angaben bundesweiter Marktführer bei Dach-Photovoltaikanlagen.


Festvortrag „Balance oder Zerstörung – ein Global Marshall Plan als Schlüssel für eine bessere Zukunft“

Die Bevölkerung, die Kapitalgeber und die Dachbesitzer haben am 21. Juli Gelegenheit, sich über den Erfolg der erneuerbaren Energien in Deutschland und über die Möglichkeiten einer politischen Gestaltung der Globalisierung sowie drängende Umweltprobleme zu informieren. SunTechnics, ein Partnerunternehmen von TAUBER-SOLAR, wird darüber hinaus die breite Palette seiner solaren Dienstleistungen im Rahmenprogramm präsentieren. Um 18:30 Uhr beginnt die öffentliche Veranstaltung im Fechtzentrum Tauberbischofsheim an der Pestalozziallee 12 mit einem Vorprogramm im Außenbereich. Es folgen eine Kurzansprache des Bürgermeisters der Kreisstadt und ein Referat des Vorstandsvorsitzende der Conergy AG Hamburg, Hans Martin Rüter. Die Festansprache um 20:00 Uhr hält der Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher. Sein Thema lautet „Balance oder Zerstörung – ein Global Marshall Plan als Schlüssel für eine bessere Zukunft“.

17.07.2006   Quelle: Tauber-Solar-Management GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Tauber Solar
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Handwerkskammer: Freiburger Solar-Erfahrung in Italien gefragt

Deutsche und italienische Handwerker aktiv für Solarenergie.
Deutsche und italienische Handwerker aktiv für Solarenergie.

Handwerk, Stadtverwaltung und Solarwirtschaft aus Freiburg informierten und berieten die Spitzen des italienischen Handwerks auf einer Tagung in Rom. Das Freiburger Expertenwissen zu regenerativen Energien sei stark gefragt, berichtet die Freiburger Handwerkskammer in einer Pressemitteilung. Italiens Handwerk und Wirtschaft entdecke dank der Partnerschaft der Handwerkskammern Freiburg und Padua sowie der Stadt Freiburg mit Padua immer mehr die enormen Potentiale der Erneuerbaren.
 
Erstmals hätten Vertreter von Stadt, Handwerk und Solarwirtschaft die Präsidenten und Geschäftsführer der Handwerksorganisationen ganz Italiens in Rom über Solarenergie, regenerative Energien und Energieeffizienz umfassend informiert.


Solarprojekte auf der Umweltmesse "sepolution" präsentiert

Bereits im März wurden die vielfältigen und erfolgreichen Solarprojekte der Handwerkskammern Padua und Freiburg sowie die Leistungsfähigkeit der Freiburger Solarwirtschaft unter der Koordination der Stadt Freiburg auf der internationalen Umweltmesse "sepolution" in Padua gezeigt. Die Präsentation sei auf so große Resonanz gestoßen, dass die Organisation Confartigianato (vergleichbar mit der Vereinigung der Bundesfachverbände im Handwerk) Freiburger Experten zu ihrem Jahreskongress im Juni nach Rom einlud, um dort die Freiburger Erfahrungen landesweit bekannt zu machen.


Handwerkliche Qualität und gute Solarkomponenten nötig

Auf der Tagesordnung des jährlichen Kongresses der italienischen Confartigianato im Haus der italienischen Arbeitgeberverbände in Rom standen dieses Jahr, beflügelt durch das neue Energieeinspeisegesetz in Italien, regenerative Energien und Energiesparen. Dr. Dieter Wörner und Carlo Alberti von der Stadt Freiburg stellten die Möglichkeiten, die eine Kommune zur Förderung der regenerativen Energien hat, und präsentierten die Ergebnisse, die Freiburg dadurch erzielen konnte. Wolfram Seitz-Schüle von der Handwerkskammer Freiburg ging in seinem Vortrag auf die unbedingte Notwendigkeit der Qualität von der Beratung bis zur Anlagenwartung durch den Handwerker ein. Grundlage hierfür sei eine kontinuierliche Weiterbildung, die der italienische Handwerksverband Confartigianato mit großem Erfolg zwischenzeitlich an der Gewerbe Akademie Freiburg für italienische Handwerker durchführt. Stefan Kloos von der SolarMarkt AG Freiburg gab Hinweise und Tipps zur Qualität von Solarkomponenten.


Italienische Handwerker wollen Partnerschaft mit Freiburg ausbauen

Die Resonanz auf die Vorträge war laut Handwerkskammer Freiburg so positiv, dass sich spontan eine hochrangige Delegation des italienischen Handwerks zu einer Vertiefung der Zusammenarbeit mit Freiburg zu Gesprächen in der Solarhauptstadt angemeldet habe. Der Wunsch einer Vertreterin der römischen Handwerksorganisationen, die Städtepartnerschaft Freiburgs um Rom zu erweitern, verdeutliche, dass neben den kulturellen Effekten einer Städtepartnerschaft durchaus auch wirtschaftliche Erfolge erzielt werden könnten, besonders in einem zusammenwachsenden Europa.

17.07.2006   Quelle: Handwerkskammer Freiburg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Handwerkskammer Freiburg

 

Checkliste zeigt den Weg zur Solarwärme-Förderung

Eine Solarwärmeanlage lässt sich auch nachträglich schnell und sauber installieren.
Eine Solarwärmeanlage lässt sich auch nachträglich schnell und sauber installieren.

Solarwärmeanlagen werden bei Hauseigentümern immer beliebter. Sie liefern durchschnittlich bis zu 60 Prozent der benötigten Energie für die Brauchwassererwärmung und können auch zur Raumheizung beitragen. Das spart Energiekosten und schont die Umwelt, berichtet die Initiative Solarwärme Plus in einer Pressemitteilung. Zudem winken allen Solarwärmenutzern attraktive Zuschüsse aus dem Marktanreizprogramm zu Gunsten erneuerbarer Energien (MAP). Wird mit der Sonne nur das Brauchwasser erwärmt, gibt es 54,60 Euro pro angefangenen Quadratmeter Solarkollektorfläche. Für eine Anlage mit zusätzlicher Raumheizungsunterstützung 70,20 Euro.
 
Allein in diesem Jahr haben sich schon mehr als 100.000 Hausbesitzer für die Sonnenwärme entschieden und die Förderung beantragt. Über alle Schritte von der Antragstellung bis zur Auszahlung des Zuschusses informiert die Initiative Solarwärme Plus.


Acht Schritte zum Solarwärme-Zuschuss

Der erste Schritt sollte zum Fachhandwerker führen. Er ist der richtige Ansprechpartner für die Planung und Installation einer Solarwärmeanlage. Adressen von qualifizierten Betrieben gibt es im Internet oder bei der Hotline 0 18 02/00 08 70 (6 Cent pro Gespräch). Sobald die Anlage geplant ist, besorgen sich Solar-Interessenten den Antrag. Zu diesem Zeitpunkt sollte noch kein Vertrag mit dem Handwerksbetrieb abgeschlossen werden.


Förderantrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Den Antrag gibt es beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Internet unter www.bafa.de. Auf Basis der Planung des Handwerkers kann der Antrag nun ausgefüllt werden. Bei Unklarheiten hilft der Fachbetrieb. Der ausgefüllte Antrag geht nun per Post an das BAFA. Das Bundesamt bietet auch einen Online-Antrag an, den man direkt im Internet ausfüllt und übermittelt. Auch der Online-Antrag muss jedoch zusätzlich ausgedruckt, persönlich unterzeichnet und per Post an das BAFA gesendet werden.


Auftrag erst nach der Antragstellung erteilen

Ist der Antrag beim BAFA gestellt, kann der Hausbesitzer den Handwerker mit der Installation beauftragen. Vorsicht: Wer schon vor der Antragstellung beauftragt, verstößt gegen die Förderbestimmungen! Auf den Zuwendungsbescheid vom BAFA muss man jedoch nicht warten. Dieser kommt in der Regel einige Zeit nach der Antragstellung per Post, zusammen mit einem Formular für den Verwendungsnachweis. Wichtig: Wird der Installationsauftrag erteilt, bevor man den Zuwendungsbescheid bekommen hat, geschieht dies auf eigenes finanzielles Risiko. Denn wie die Initiative Solarwärme Plus betont, besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung oder eine bestimmte Förderhöhe.

Nach Abschluss der Installation bestätigt der Handwerker schriftlich die Betriebsbereitschaft der Anlage. Diese Bestätigung, die Rechnung und der ausgefüllte Verwendungsnachweis werden nun an das BAFA geschickt. Nach positiver Prüfung dieser Unterlagen zahlt das BAFA den bewilligten Zuschuss aus. Dies erfolgt automatisch ohne Bescheid.

16.07.2006   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Initiative Solarwärme Plus   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Initiative Solarwärme Plus
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UmweltBank: Neues Wind-Genussrecht mit 6,35 Prozent pro Jahr

Bei der UmweltBank können Anleger ein neues ökologisches Namensgenussrecht in Form eines festverzinslichen Wertpapiers zeichnen. Das Genussrecht an dem Windpark Kauxdorf biete 6,35 Prozent Zinsen pro Jahr und habe eine Mindestlaufzeit von rund zehn Jahren (bis 31.12.2016), berichtet die UmweltBank AG in einer Pressemitteilung. Der Windpark im südlichen Brandenburg soll rund 28 Millionen Kilowatt grünen Strom pro Jahr produzieren.  Die e.n.o energy GmbH & Co. Kauxdorf KG plant die Errichtung und Inbetriebnahme von sechs Windkraftanlagen am Standort Kauxdorf im südlichen Brandenburg. Der Bau der Windkraftanlagen vom Typ REpower MM 92 mit je 2 Megawatt Nennleistung und 100 Meter Nabenhöhe hat laut UmweltBank bereits begonnen und soll bis Ende September 2006 abgeschlossen sein. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt nach Angaben der Bank 17,8 Millionen Euro.

Für Anleger ist eine Beteiligung an dem Projekt durch die Zeichnung von Genussrechten möglich. "Die über die Jahre gut prognostizierbaren Stromerträge und die für 20 Jahre gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung für den produzierten Strom sind die Basis für attrakive Kapitalanlagen, ökonomisch und ökologisch", erklärt UmweltBank-Vorstand Horst P. Popp. Genussrechts-Inhaber erhalten eine feste Verzinsung, die jährlich ausgeschüttet wird. Die Verzinsung mit 6,35 Prozent pro Jahr liege dabei deutlich über dem Kapitalmarkniveau. Die Laufzeit beträgt rund 10 Jahre bis zum 31.12.2016. Anleger bleiben jedoch flexibel, betont die Bank, da sie die Genussrechte während der Laufzeit täglich über die UmweltBank durch Abtretung übertragen können.

Die Genussrechte sollen aus den Stromerlösen des Windparks bedient werden. Sie kommen laut UmweltBank im Rang vor jeglichen Ausschüttungen an die Eigentümer und nachrangig zur fremdfinanzierenden Bank. Schwankungen im Windangebot und damit auch der prognostizierten Erträge seien zwar möglich, jedoch sichere eine Ausschüttungsgarantie des Initiators vier Zinszahlungen ab. Im Gegensatz zu einem geschlossenen Fonds blieben die Initiatoren Eigentümer des Windparks und hätten damit selbst ein großes Interesse am Erfolg des Projekts, betont die UmweltBank AG. Die Zeichnungsfrist endet spätestens am 30. September 2006, sofern die Emission nicht wegen Überzeichnung vorzeitig geschlossen wird.

16.07.2006   Quelle: UmweltBank AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Wasserstoffbusse meistern Weltmeistereinsatz: Mehr als 8.500 km während der WM zurückgelegt

Wasserstoffbus in Berlin, ("Green Goal"-Initiative).

Berlin hat während der Fußball-Weltmeisterschaft auch beim Thema Verkehr und Umwelt neue Maßstäbe gesetzt, berichtet die TOTAL Deutschland GmbH in einer Pressemitteilung. Die beiden ersten Berliner Wasserstoffbusse, die von dem Mineralölunternehmen TOTAL im Rahmen der "Green Goal"-Initiative für das FIFA-Organisationskomitee bereitgestellt wurden, legten während der WM über 8.500 Kilometer in der Stadt zurück. Im Pendelverkehr zwischen dem Flughafen Tegel und dem Olympiastadion transportierten sie mehrere tausend Fahrgäste, vor allem Journalisten, die über die WM berichteten.
  "Gemeinsam mit unseren Partnern BVG und MAN haben wir mit dem WM-Einsatz gezeigt, dass mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge auch unter den harten Bedingungen einer internationalen Großveranstaltung zuverlässig im Alltagseinsatz sind", erklärte der Geschäftsführer der TOTAL Deutschland GmbH, Thierry Pflimlin. "Das Fazit dieser Erfahrung lautet: Wasserstofftechnologie kann einen wirkungsvollen Beitrag zu umweltverträglichen Verkehrskonzepten leisten!", so Pflimlin weiter.


Direkter Beitrag für eine saubere Berliner Luft während der WM

Die beiden Busse mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor waren Anfang Juni in Anwesenheit von Bundesumweltminister Siegmar Gabriel in Betrieb genommen worden. Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten internationalen Projekts HyFLEET:CUTE werden die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bis Ende 2007 insgesamt 14 Wasserstoffbusse von MAN im Linienverkehr zum Einsatz bringen. Der WM-Einsatz der beiden ersten Busse durch TOTAL war Teil der vom Umweltministerium angeregten Initiative Green Goal für eine umweltfreundliche Gestaltung der Weltmeisterschaft. Die Wasserstoffbusse setzen im Einsatz keine klimaschädlichen CO2-Emissionen frei. Damit leisteten sie einen direkten Beitrag für eine saubere Berliner Luft während der WM. Betankt wurden die Busse an der Wasserstofftankstelle von TOTAL in Berlin-Spandau, die mit rund 90 Betankungsvorgängen während der WM ebenfalls ihre Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt hat.

16.07.2006   Quelle: TOTAL Deutschland GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TOTAL Deutschland GmbH

 

MTU CFC Solutions liefert Brennstoffzellenanlage für Wohngebäude in Paris

"HotModule" von MTU CFC Solutions.

In der kommenden Heizperiode wird Frankreichs erstes "HotModule" den Betrieb aufnehmen. Die Brennstoffzellenanlage der MTU CFC Solutions GmbH aus Ottobrunn wird eine bestehende Erdgasheizung in Paris ergänzen, die 283 Wohnungen der französischen Wohnungsbaugesellschaft OPAC (Office Public d?Aménagement et de Construction) mit Wärme versorgt. Die von der Stadt geförderte Wohnanlage liegt in der Rue Brançion, in der Nähe des Porte de Versailles. Im Gegensatz zu dem aus drei Kesseln bestehenden Heizwerk liefert das HotModule als Kraft-Wärme-Kopplungsanlage nicht nur Wärme, sondern zugleich Strom (bis zu 200 kW).
 
Nahezu geräuschlose und praktisch schadstofffreie Strom- und Wärmeproduktion

Die Schmelzkarbonat-Brennstoffzelle (MCFC) überzeuge mit einem vergleichsweise hohen elektrischen Wirkungsgrad von bis zu 47 Prozent, betont MTU. Die Wärme werde in den Wohnungen genutzt, der Strom werde in das Netz der EDF (Électricité de France) eingespeist und von dem Energieunternehmen vergütet. Der Betrieb des HotModules werde, entsprechend der französischen Bestimmungen für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, jeweils von November bis März erfolgen. Dennoch zahle es sich aus: OPAC verspreche sich vom Einsatz der Brennstoffzelle eine Senkung der Energiekosten um etwa 15 Prozent. Dass die elektrochemischen Wandler im Gegensatz zu Blockheizkraftwerken mit Motoren oder Turbinen nahezu keine Geräusche verursachen, ist für den Einsatz im Wohnungsbau ein zusätzlicher Vorteil. Außerdem produziert die erdgasbetriebene Brennstoffzelle im Vergleich zu Gasmotoren aufgrund des hohen elektrischen Wirkungsgrades weniger Kohlendioxid und praktisch keine Schadstoffe. Daher sprechen MTU-Techniker auch nicht von Abgas, sondern von Abluft - ein weiterer Pluspunkt beim innerstädtischen Einsatz.


Erfahrungen sammeln zu Ausdauer, Verfügbarkeit, Wartung und Betriebskosten

MTU CFC Solutions erhielt den Auftrag von dem Energiedienstleister Dalkia. Die Tochtergesellschaft von Veolia Environnement und des französischen Energieversorgers EDF möchte mit ihrem ersten HotModule Erfahrungen zu Ausdauer, Verfügbarkeit, Wartung und Betriebskosten sammeln, um sich auf eventuelle Folgeprojekte mit Brennstoffzellen vorzubereiten. Die Lieferung des HotModule soll im Sommer 2006 erfolgen. Das zunächst auf sechs Jahre angelegte Projekt könnte Schule machen, betont MTU: OPAC zum Beispiel besitzt zirka 100.000 Wohneinheiten. Für die leisen Kleinkraftwerke aus Ottobrunn fände sich also vielfach Verwendung.

15.07.2006   Quelle: MTU CFC Solutions GmbH; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: MTU CFC Solutions GmbH

 

Thüringen will Spitzenstellung bei der Nutzung von Bioenergie ausbauen

"Thüringen wird künftig seine Spitzenstellung bei der Nutzung von Bioenergie weiter ausbauen", erläuterte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, am 04.07.2006 vor dem Thüringer Landtag. Besonders bei der energetischen Verwertung von Biomasse boome in den letzten Jahren die Branche. "Hier sind die größten Wachstumspotenziale zu erwarten", gibt sich Minister Dr. Sklenar optimistisch.  Bioenergie sei Schlüsselthema im Klima- und Umweltschutz, bei der Ressourcenschonung und als Einkommensalternative. Sie habe Zukunftspotenzial für Beschäftigungszuwachs, Arbeitsplatzsicherung, Energieversorgung und Importunabhängigkeit, heißt es in der Pressemitteilung des Thüringer Umweltministeriums. Mit Blick auf den voranschreitenden Klimawandel stelle gerade Bioenergie eine wirksame und notwendige Alternative dar. Im Vergleich zu den heute noch dominierenden fossilen Brennstoffen sprächen neben ökologischen zunehmend auch wirtschaftliche Vorteile für ihre verstärkte Anwendung.


Aus Winterraps wird Biodiesel

In Land- und Forstwirtschaft wurden nach Angaben des Umweltministeriums im letzten Jahr in Thüringen rund 54.200 Hektar mit nachwachsenden Rohstoffen bestellt. Daran habe der in verschiedenen dezentralen Ölsaatenverarbeitungsanlagen zu Biodiesel verarbeitete Winterraps mit insgesamt 46.364 Hektar den höchsten Anteil. Mit der Änderung der Agrardieselbesteuerung und durch den Preisanstieg für fossilen Dieselkraftstoff habe Biodiesel nun auch Absatz in den landwirtschaftlichen Betrieben gefunden. Im Jahr 2005 sei bereits über 20% des in der Landwirtschaft benötigten Kraftstoffes durch Biodiesel ersetzt worden.


Erneuerbare Energien decken 10 % des Primärenergieverbrauchs

In Thüringen wurde nach Angaben des Ministeriums bereits 2004 ein Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch von 10 % erreicht. Geschätzte 90% davon werden über Biomasse abgedeckt. Bioenergie bringe in Thüringen gegenwärtig eine Wertschöpfung von mehr als 110 Millionen Euro pro Jahr und 700 bis 800 Arbeitsplätze - Tendenz steigend. Thüringen nehme hier bundesweit und vor Bayern, Sachsen-Anhalt und Sachsen eine Spitzenposition ein. Für 2015 werde von zirka 38.350 Terajoule technisch nutzbarem Biomassepotenzial ausgegangen. Das entspreche rund 16 % des derzeitigen Primärenergieverbrauches.


19.500 Kilowattstunden Strom aus Biogas

Zu einem weiteren wichtigen Standbein in der Landwirtschaft hat sich die Erzeugung von Biogas entwickelt. Thüringen verfügte Anfang 2006 über insgesamt 57 landwirtschaftliche Biogasanlagen. Die gesamte in Thüringen installierte elektrische Leistung von 19.500 kW wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Damit können etwa 40.000 Haushalte mit Elektroenergie versorgt werden. Etwa 30 - 50 neue Anlagen befinden sich gegenwärtig in Vorbereitung.

Immer noch wichtigster nachwachsender Rohstoff ist das Holz. Schätzungen der Forstexperten ergaben, dass die Forstwirtschaft bei einem Preisniveau von etwa 70 Euro/t Trockenmasse ein Potenzial aus der Durchforstung und Waldpflege von 340.000 Festmeter pro Jahr, ohne Sägeholz und Reisig, aufbringen kann. "Mit den von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft und dem Thüringer Fachbeirat Nachwachsende Rohstoffe erarbeiteten 'Vorschlägen für ein Thüringer Bioenergieprogramm' hat Thüringen im Ländervergleich auch hier seinen Vorsprung ausgebaut", kommentierte Dr. Sklenar abschließend die strategische Ausrichtung.

15.07.2006   Quelle: Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarmodul-Hersteller aleo solar startet erfolgreich an der Börse

Der aleo solar AG (ISIN DE000A0JM634) ist ein erfolgreicher Auftakt im Amtlichen Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse gelungen: Die Aktie wurde am Morgen des 14.07.2006 mit 13,50 Euro pro Aktie notiert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Insgesamt seien 7.033.061 Stückaktien platziert worden.   Der Streubesitz beläuft sich nach Angaben der aleo solar AG auf rund 68 Prozent. Dem Unternehmen fließe ein Bruttoemissionserlös von rund 38,5 Millionen Euro aus der Kapitalerhöhung um 2.850.400 Stückaktien zu (vor den Kosten des Börsengangs). Die Transaktion wurde begleitet von COMMERZBANK CORPORATES & MARKETS (Globaler Koordinator und Sole Bookrunner), HVB Corporates & Markets und Berenberg Bank.


Expansion in südeuropäische Märkte und Engagement für Zukunftstechnologien

"Vor dem Hintergrund des schwierigen Marktumfelds sind wir mit unserem Börsenstart zufrieden", sagt aleo-Vorstand Jakobus Smit. "Jetzt können wir durchstarten und unsere Vorhaben, insbesondere die Expansion in südeuropäische Wachstumsmärkte und unser Engagement bei Zukunftstechnologien, vorantreiben", stellt Heiner Willers fest, ebenfalls Vorstand der aleo solar. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Solarmodule und -systeme auf Basis von Siliziumzellen für den deutschen und internationalen Photovoltaikmarkt.

14.07.2006   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SolarWorld feiert Richtfest für neue Solarwafer-Produktion

Die Deutsche Solar AG - einer der weltweit größten Hersteller von Solar-Siliziumwafern - will ihre Kapazitäten zur Herstellung der hauchdünnen Siliziumscheiben bis 2008 auf 350 Megawatt (MW) nahezu verdoppeln. Zu diesem Zweck hat die SolarWorld-Tochter am integrierten Produktionsstandort Freiberg in den letzten neun Monaten das neue Fabrikgebäude "DS 1000" gebaut. Am 13.07.2007 wurde im Beisein von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel Richtfest gefeiert.  "Die Realisierung unseres 'Millenniumsbaus' zur Verdoppelung der Waferproduktion ist das bisher größte Expansionsprojekt des Konzerns in Freiberg", erläutert Prof. Dr. Peter Woditsch, Vorstandssprecher der Deutsche Solar AG. "Der Einsatz neuester Technologien wird es uns erlauben, die Effizienz in der Waferproduktion nachhaltig zu erhöhen und damit Rohstoff einzusparen. So werden wir den Markttrend zu immer dünneren Wafern mit anführen", kündigt Prof. Woditsch an.

In der neuen Fabrik werde ein hochmoderner aus eigener Entwicklung stammender Maschinenpark zum Einsatz kommen, der aus kristallisiertem Silizium qualitativ hochwertige Säulen und Wafer gewinnen wird. Zunächst würde die Produktionskapazität von aktuell 180 MW auf 220 MW erhöht. Das Investitionsvolumen für Gebäude, Infrastruktur, Maschinen und den Ausbau der Kristallisation beträgt für diesen ersten Schritt nach Angaben des Unternehmens rund 80 Millionen Euro. "Weitere 80 Millionen Euro kommen für die Expansion auf 350 MW hinzu, ergänzt Prof. Woditsch und verweist gleichzeitig darauf, dass die aktuelle Kapazität vollständig ausgelastet sei.


SolarWorld-Chef Asbeck: "Investitionen werden aus Gewinnen bezahlt"

"Wir zeigen mit unseren Investitionen in neue Solarkapazitäten, welchen Weg unsere Gewinne gehen", sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG. "Die 80 Millionen Euro Investition entspricht rechnerisch der Summe aller Gewinne der letzten Geschäftsjahre. Das Geld, das wir in die Hand nehmen, um neue Fabriken zu bauen, haben wir durch unseren Einsatz für die technologische Weiterentwicklung der Solarproduktion und die Realisierung von Mengeneffekten verdient. Ohne vernünftige Gewinne wären solche Investitionen in die Arbeitsplätze von Morgen gar nicht möglich", so Asbeck weiter.


Mehr als 3.000 Tonnen Stahl verbaut

Die neue Fabrik wird auf drei Etagen inklusive Keller über eine Nutzfläche von 21.000 Quadratmetern verfügen. Insgesamt wurden mehr als 20.000 Kubikmeter Erde ausgehoben und über 3.000 Tonnen Stahl verbaut. Künftig wird es eine direkte Verbindung zwischen der Waferfabrik und der nachgelagerten Produktionsstufe geben, der Solarzellenfertigung. Die Verarbeitungsströme in der integrierten Solarfertigung des SolarWorld-Konzerns werden dadurch logistisch optimiert.

14.07.2006   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Stade: Neue Fabrik für Biokraftstoffe und Windkraftrotoren schafft etwa 100 Stellen

Am Standort des Aluminiumwerks Stade werden für 100 Millionen Euro neue Produktionsstätten für Windkraftanlagen und Bioethanol sowie ein Heizkraftwerk gebaut. Das berichtet das Leerer Unternehmen Prokon Nord Energiesysteme GmbH. Dadurch würden zunächst fast 100 Arbeitsplätze geschaffen. Sie sollen hauptsächlich Menschen angeboten werden, die bislang im Aluminiumwerk Stade tätig sind, das der norwegische Konzern Hydro zum 31. Dezember 2006 stilllegen will. 
Rotorblätter für Offshore-Windkraftanlagen, Heizkraftwerk und Bioethanolwerk

Mit zunächst 30 Mitarbeitern will Prokon Nord an dem ehemaligen Aluminiumstandort eine Produktion von Rotorblättern für Offshore-Windkraftanlagen der 5-Megawatt-Klasse aufbauen. Weitere 25 Arbeitsplätze sollten in einem Heizkraftwerk mit 70 Megawatt Leistung entstehen. Mit der dort anfallenden Prozesswärme soll das Bioethanolwerk versorgt werden. Dieses wird nach Angaben von Prokon Nord mit anfänglich 35 Mitarbeitern jährlich 100.000 Tonnen Biokraftstoff aus Weizen produzieren. "Eine Verdoppelung der Kapazität ist geplant", sagte Ingo de Buhr, Geschäftsführer von Prokon Nord, gegenüber der Informationskampagne für Erneuerbare Energien.

"Wir rechnen damit, dass wir zahlreiche weitere Arbeitsplätze in Stade schaffen, weil die Nachfrage nach Offshore-Windkraftanlagen und dem Kraftstoff Bioethanol weltweit stark steigt", sagte de Buhr. Dabei profitiere die Stadt von ihrer Lage an der Elbe und ihrem Hafen. "Das erlaubt den Transport der Rotorblätter per Schiff." Auch das Brennmaterial für das Heizkraftwerk sowie die Rohstoffe zur Bioethanol-Produktion sollten auf dem Wasserweg angeliefert werden. Der Markt für erneuerbare Energien boomt in Deutschland und weltweit, betont die Informationskampagne für Erneuerbare Energien. Allein hierzulande seien nach einer Studie des Bundesumweltministeriums etwa 170.000 Menschen in der Branche beschäftigt - etwa zehn Prozent mehr als noch 2004. Auf die Windbranche entfallen dabei mehr als 64.000 Beschäftigte. Die Hersteller und Anbieter von Biokraftstoffen geben nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums mehr als 60.000 Menschen Arbeit.

14.07.2006   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Erdwärme: Lichtenauer EWS heizt Bundesamt für Naturschutz ein

Wärmepumpe
Wärmepumpe "Alpha InnoTec".

Die Planung des geothermischen Heizsystems für den ökologischen Erweiterungsbau des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) in Bonn hat die EWS Erdwärme-Systemtechnik GmbH & Co. KG in Lichtenau (Westfalen) übernommen. Das Unternehmen ist Spezialist für Geothermieanlagen in großen Bauvorhaben - und der Anbau des BfN hat stolze 3.700 Quadratmeter. "Beim BfN setzen wir, wie in den meisten Fällen, so genannte Erdwärmesonden ein", so Geschäftsführer Oliver Kohlsch. Aus rund 80 m tiefen Bohrlöchern wird Erdwärme gewonnen, die das neue Gebäude mit einer Wärmepumpe beheizt. Im Sommer kann das System die Räume auch kühlen.
 
Erdwärmesysteme, die sich die für Heizung und Kühlung erforderliche Energie aus dem Baugrund holen, sind laut EWS wirtschaftlicher als herkömmliche Systeme, die mit Erdgas oder Heizöl betrieben werden.


Von Witterung und Jahreszeit unabhängige erneuerbare Energiequelle

Besonders geschätzt werde auch, dass man sich mit ihnen weitgehend unabhängig von den zukünftigen Entwicklungen der Energiepreise machen kann. Die Energiekosten würden so auf Jahrzehnte planbar, betont die EWS. Geothermie ist versorgungssicher und unabhängig von Witterung und Jahreszeit. In menschlichen Zeiträumen unerschöpflich, zählt die Erdwärme zu den erneuerbaren Energien mit hohem Potenzial. Die Bedürfnisse der heutigen Generation können mit Geothermie befriedigt werden, ohne dadurch die Möglichkeiten künftiger Generationen zu beeinträchtigen.

Die Heizanlage bedarf laut EWS keiner speziellen Wartung. Da keine Verbrennung stattfindet, sich also weder Ruß noch Staub ansammelt, entfallen die ansonsten vorgeschriebenen Emissionsmessungen und auch das lästige Kaminfegen. An der Erdoberfläche sind geothermische Anlagen kaum sichtbar, denn wichtige Anlagenteile gehen in die Tiefe. Weder ein Schornstein noch ein abgesicherter Haustechnikraum oder ein Lagerraum für den Energieträger werden benötigt.

"Der Erweiterungsbau entspricht den neuesten bau-ökologischen Vorgaben. Er ist mit 9,8 Millionen Euro nicht teurer als ein herkömmlicher Bau. Im langfristigen Betrieb wird sogar Geld gespart, berücksichtigt man die ständig steigenden Preise für konventionelle Energieträger", so BfN-Präsident Prof. Dr. Hartmut Vogtmann. Durch den Erweiterungsbau werden die beiden Bonner Dienststellen des Bundesamtes für Naturschutz an einem Standort zusammengelegt. Der Bau wurde betreut durch die Bonner Niederlassung des Bau- und Liegenschaftsbetriebes des Landes Nordrhein-Westfalen. Neben dem Neubau eines Bürotraktes mit angeschlossenen Sitzungssälen wurde auch die Bibliothek des BfN erweitert, die mit mehr als 100.000 Bänden die größte Naturschutzbibliothek im deutschsprachigen Raum ist.

"Erdwärmesonden halten so lange wie das Gebäude steht – und länger. Wir können den Unternehmen wirtschaftliche Anlagen mit langfristig stabilen Energiekosten bieten. Wer schafft das heutzutage noch?“ so EWS-Geschäftsführer Kohlsch. Diese Vorteile ließen sich darum immer weniger Firmen entgehen. Geothermie sei eine unerschöpfliche und Klima schonende Energiequelle. Nur wer allein auf fossile Energien setze, müsse sich Sorgen machen. „Unsere Kunden müssen das nicht", betont Kohlsch.

14.07.2006   Quelle: EWS Erdwärme-Systemtechnik GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EWS Erdwärme-Systemtechnik GmbH & Co. KG
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IWR: Windenergie bleibt wichtigste regenerative Energiequelle

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2006 lag die Stromerzeugung aus Wind in den Küstengebieten und im Binnenland unterhalb des 10-jährigen Mittels (1996-2005), berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in einer Pressemitteilung. Dennoch werde die Windenergie unter den erneuerbaren Energien weiterhin den größten Beitrag zur Stromversorgung leisten.  Der Windertragsindex des IWR weist für die Stromproduktion in den Küstengebieten bis Ende Juni 2006 ein Minus von 10 Prozent auf, während die Erzeugung aus Windenergie im nordwestdeutschen Binnenland im Vergleich zum 10-jährigen Mittel um 7,6 Prozent niedriger ausfiel. "Wir erwarten in Deutschland wegen der errichteten Neuanlagen für das Jahr 2006 dennoch eine höhere Wind-Stromerzeugung als im Vorjahr," sagte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch. Der Beitrag der Windenergie werde voraussichtlich auf rund 29 Milliarden Kilowattstunden (kWh) ansteigen (2005: rd. 27 Mrd. kWh) - und damit bleibe der Wind vor der Wasserkraft (2005: 21,5 Mrd. kWh) die wichtigste regenerative Stromquelle, so das IWR.

Monats-Daten zum Windertrags-Index: http://www.iwr.de/windindex

13.07.2006   Quelle: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Neuer Speicher soll saisonale Effektivität der Solarthermie steigern

Anlagenbeispiel für ein Einfamilienhaus mit Schaumbeton-Wasser-Wärmespeicher.
Anlagenbeispiel für ein Einfamilienhaus mit Schaumbeton-Wasser-Wärmespeicher.

Ein neues Konzept für unterirdische Kurz- und Langzeit-Wärmespeichersysteme für die Heizung und Kühlung von Gebäuden, präsentiert das Ingenieurbüro TEC MANAGEMENT (Seligenstadt). Ein Zell-Wasser-Wärmespeicher aus Schaumbeton soll Umweltwärme dezentral und unabhängig unter Liegenschaften und Gebäuden sammeln. Der Speicher, zur Verbesserung der saisonalen Effektivität der Solarthermie sei überbaubar, umweltfreundlich, wartungsfrei, kostengünstig und leistungsstark, berichtet TEC MANAGEMENT in einer Pressemitteilung.
 
Weltweit werde nach Lösungen gesucht, den Wärmeenergiebedarf sowohl durch eine effektivere Nutzung grundsätzlich zu senken, als auch nachhaltige und umweltfreundlichere Energie bereit zu stellen. Beides könne ideal miteinander verbunden werden, betont TEC MANAGEMENT.


Speicher aus speziell entwickeltem Schaumbeton

Das Konzept lehnt sich an konventionelle unterirdische Speicher an, der Wärmespeicher wird jedoch nicht wie bislang mit einem losen beziehungsweise flüssigen Kies-Wasser-Gemisch befüllt. Er besteht aus einer speziell entwickelten Schaumbetonmasse, die nach ihrer Aushärtung eine mikroporöse feste Baustoffstruktur bildet. Diese sei statisch selbst tragend, sodass keine zusätzlichen Behälter oder Auffangbauwerke aus Stahlbeton, Stahl oder Kunststoff mehr erforderlich seien. Jedoch sollte der Wärmespeicher auch bei der Verwendung dieses Baustoffes zumindest nach oben und gegebenenfalls an den Seiten mit einer Folie abgedichtet und wärmegedämmt sein, so TEC MANAGEMENT

Eine zusätzliche Abdichtung und Wärmedämmung nach unten ist laut TEC MANAGEMENT nicht unbedingt erforderlich, da das zementartige Bindemittel mit der anliegenden Randzone des Erdreichs eine zusätzliche Betonschale bilde (Selbstabdichtungseffekt). Die technischen Einrichtungen können während der Betonierarbeiten in den noch flüssigen Schaumbeton formschlüssig eingelassen werden. Die Rohranschlüsse werden auf dem kürzesten Weg in die technische Zentrale des jeweiligen Gebäudes geführt. Ist die Schaummasse ausgehärtet, wird die poröse Struktur des Wärmespeicher bis zur gänzlichen Sättigung mit Wasser befüllt. Anschließend wird das Gebäude darüber erbaut.


Wirtschaftliche Energiespeicherung im Niedertemperaturbereich

Der TEC MANAGEMENT-Speicher arbeitet aufgrund seiner geschlossenen und mit Wasser gefüllten Betonschaumstruktur mit einem ruhenden Speichermedium im Niedertemperaturbereich, so dass die Be- und Entladung der Wärme indirekt über ein integriertes Kollektorrohrsystem erfolgt. Niedertemperaturwärme sei am wirtschaftlichsten zu speichern, weil geringere Wärmeverluste auftreten, bedürfe jedoch der Unterstützung der Wärmepumpe, so die Ingenieure von TEC MANAGEMENT. Der Wärmespeicher könne mit den unterschiedlichsten Wärmequellen ganzjährig betrieben werden, einschließlich der Sonnenenergie. Auch konventionelle Heiz- und Kühlsysteme (BHKW, Nah- oder Fernwärme etc.) könnten damit vorteilhaft kombiniert werden.


Baukomponente für den Betrieb einer modernen Wärme- und Kälteversorgungsanlage

Die Verwendung von Schaumbeton und Wasser als Wärmespeichermedium ermögliche besonders aufgrund der reduzierten Systemkosten den effizienten und dezentralen Bau von kleineren Speichereinheiten in bestehenden städtischen Infrastrukturen, betont TEC MANAGEMENT. Damit stehe dem Gebäudebetreiber oder Einfamilienhausbesitzer eine weitere wichtige Baukomponente für den autarken und von großen Wärmelieferanten unabhängigen Betrieb einer eigenen modernen Wärme- und Kälteversorgungsanlage zur Verfügung. "Dieses Speicherkonzept unterstützt nicht nur den neuen Trend, künftig die Gebäude weitestgehend unabhängig von Netzver- und Entsorgern betreiben zu können ..., sondern dürfte auch in diesem Anwendungsfeld zu einem wichtigen Baustein bzw. zur Schlüsseltechnik werden", heißt es in der Pressemitteilung von TEC MANAGEMENT.

13.07.2006   Quelle: TEC MANAGEMENT; (openPR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TEC MANAGEMENT
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REpower liefert 29 Windenergieanlagen nach Australien

Repower MM82.
Repower MM82.

Die REpower Systems AG (WKN 617703) ist von der australischen Pacific Hydro Pty Ltd. mit der Lieferung von 29 Windkraftanlagen beauftragt worden. Pacific Hydro ist eines der größten australischen Unternehmen in den Bereichen Wind- und Wasserkraft. Die Anlagen des Typs MM82 sind vorgesehen für das Projekt "Portland Stage II" im südostaustralischen Bundesstaat Victoria und haben eine Nennleistung von insgesamt 58 Megawatt (MW).
 
"Portland Stage II" ist Teil eines größeren Windparkprojekts mit einer geplanten Gesamtleistung von 195 MW an vier verschiedenen Standorten in der Umgebung der Stadt Portland. Die 29 Anlagen mit jeweils zwei Megawatt Leistung und einer Nabenhöhe von 69 Metern sollen voraussichtlich Ende 2007 installiert werden.

Die Entscheidung über die Auftragsvergabe der übrigen Phasen des Portland-Projekts stehe noch aus, berichtet REpower in einer Pressemitteilung. "Dies ist der zweitgrößte Einzelauftrag für REpower", freut sich der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Fritz Vahrenholt. "Es zeigt, dass wir mit unserer Ausrichtung auf wichtige Wachstumsmärkte im Ausland richtig liegen – auch über Europa hinaus, wie jetzt in Australien. Wir haben durch den Vertrag mit Pacific Hydro eine sehr gute Position für weitere Projekte in 'Down Under'“, so Vahrenholt weiter.

Rob Grant, CEO von Pacific Hydro, ergänzt: "Es freut uns, dass REpower 29 Anlagen für unser Portland-Projekt liefern wird. Wir hoffen, dass dieser Auftrag den Beginn einer Zusammenarbeit markiert, von der wir in den kommenden Jahren gegenseitig profitieren werden." REpower ist durch die Tochtergesellschaft REpower Australia Pty. Ltd. auf dem roten Kontinent vertreten. Mit der Errichtung der Wonthaggi Windfarm hat sie bereits Ende 2005 ihr erstes Projekt erfolgreich abgeschlossen - die schlüsselfertige Errichtung eines Windparks mit einer Gesamtnennleistung von 12 Megawatt, bestehend aus sechs Anlagen vom Typ MM82. Der Windpark Wonthaggi liegt in South Gippsland, circa 100 Kilometer südöstlich von Melbourne.

13.07.2006   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REpower Systems AG, Foto: Jan Oelker (JO).

 

EU-Kommissionspräsident Barroso: Zukunft der Energieversorgung sichern

EU-Kommissionspräsident Barroso hat am 11.07.2006 die Staats- und Regierungschefs der G8-Staaten dazu aufgerufen, sich auf ein gemeinsames Energiesicherheitspaket zu einigen. Im Vorfeld des G8-Gipfels in Petersburg betonte Barroso die Dringlichkeit, gemeinsam mit allen Akteuren der Energiekette den Grundstein für eine stabile Energiezukunft zu legen.  "Im Energiebereich müssen wir das richtige Klima sowohl für Investitionen als auch für eine ungehinderte Energieversorgung schaffen. Die G8 müssen sich auf Grundsätze für eine zuverlässige, erschwingliche und nachhaltige Energieversorgung verständigen", sagte Präsident Barroso in einer Pressekonferenz.


Erneuerbare Energien sollen gestärkt werden

Zur Sicherung der Energieversorgung setze die EU auf die Diversifizierung von Angebot und Nachfrage, die Anpassung des Energieträgermixes sowie die Förderung einer effizienteren Energienutzung. Auch sollen erneuerbare Energien gestärkt und die Emission der Treibhausgase weiter gesenkt werden.

13.07.2006   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Fronius bietet 20-Jahre Servicekonzept für Zentralwechselrichter

Komponententausch für Fronius-Wechselrichter vor Ort
Komponententausch für Fronius-Wechselrichter vor Ort

Der Wechselrichterhersteller Fronius International GmbH bietet seinen Kundendienst-Partnern ein Servicekonzept für Fronius IG Zentralwechselrichter mit einer Laufzeit von 20 Jahren an. Der Vertrag werde direkt mit dem geschulten Installateur geschlossen, dem Fronius Service-Partner. Fronius Service-Partner sind Installateure, die in einem speziellen Fronius-Seminar für Servicearbeiten ausgebildet wurden und den Aufbau der Geräte kennen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  FRONIUS IG Zentralwechselrichter sind so entwickelt worden, dass sie mittels Komponententausch leicht vor Ort instand gesetzt werden können. Kombiniert mit den Leistungen, die der Installateur seinem Kunden noch zusätzlich anbietet, wie beispielsweise Anlagenüberwachung oder Ertragskontrolle, ergebe sich ein umfangreiches und attraktives Leistungs- und Servicepaket für den Kunden.


Stillstandszeiten und Ertragseinbußen werden vermieden

Sobald der Servicevertrag zwischen Fronius und dem Installateur abgeschlossen ist, kann dieser die Austauschkomponenten auf Lager legen und ist somit im Servicefall in der Lage, sofort zu reagieren. Doppelte Anfahrten zur Anlage, unnötig lange Stillstandszeiten und daraus resultierende Ertragseinbußen werden vermieden beziehungsweise bleiben minimal. Durch die maximale Laufzeit von 20 Jahren garantiert der Hersteller die Verfügbarkeit eventuell benötigter Ersatzteile auf lange Sicht - eine Tatsache, die nicht nur für den Installateur, sondern auch für den Endkunden bei der Investitionsentscheidung von großer Bedeutung sei. Die Aufwandsvergütung für die angefallenen Leistungen des Fronius Service-Partners erfolgt während der gesamten vereinbarten Laufzeit mittels Servicepauschalen.

12.07.2006   Quelle: Fronius International GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fronius International GmbH

 

Neue BMU-Zahlen: Erneuerbare Energien sind Wirtschaftsmotor und Jobgarant

Anhand aktueller Daten zeigt das Bundesumweltministerium (BMU) die wachsende Bedeutung der erneuerbaren Energien für Energiemärkte und Wirtschaft. Danach ist ihr Anteil am gesamten Stromverbrauch in Deutschland im Jahr 2005 auf 10,2 Prozent angewachsen, gegenüber 9,5 Prozent im Vorjahr. Unternehmen setzten mit regenerativen Energien im letzen Jahr nicht nur rund 16,4 Milliarden Euro um, die Zukunftsbranche sichert derzeit auch 170.000 Arbeitsplätze – Tendenz steigend.   Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht vor, dass bis 2020 wenigstens 20 Prozent der Stromversorgung in Deutschland aus erneuerbaren Quellen gedeckt wird. Die neuen Zahlen bestätigen, dass es technisch und wirtschaftlich realistisch sei, bis 2020 sogar einen Anteil von 25 Prozent zu erreichen, betont das BMU.


84 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart

Durch den konsequenten Ausbau regenerativer Energien seien 2005 in Deutschland rund 84 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart worden, etwa 9 Millionen Tonnen mehr als im Jahr zuvor. Bezogen auf den Primärenergieverbrauch in Deutschland sei damit der Anteil erneuerbarer Energien im vergangenen Jahr auf 4,6 Prozent gestiegen – gegenüber 4,0 Prozent im Jahr 2004.


62,4 Milliarden kWh Strom aus Wind, Wasser, Biomasse, Photovoltaik und Erdwärme

Aus Wind, Wasser, Biomasse, Photovoltaik und Geothermie wurden 2005 rund 62,4 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt. Den größten Beitrag hierzu leistete auch 2005 die Windenergie mit 26,5 Milliarden Kilowattstunden, gefolgt von Wasserkraft (21,5 Milliarden Kilowattstunden) und Biomasse (13,4 Milliarden Kilowattstunden). Die Solarstromproduktion verdoppelte sich auf rund 1 Milliarde Kilowattstunden.

Die Broschüre "Erneuerbare Energien in Zahlen – nationale und internationale Entwicklung" (48 S.) ist im Internet als

12.07.2006   Quelle: PHÖNIX SonnenWärme AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Größte Photovoltaik-Dachanlage der Oberpfalz eingeweiht

PV-Anlage der Südwolle GmbH in Weiden
PV-Anlage der Südwolle GmbH in Weiden

Die größte Solarstromanlage auf einem oberpfälzer Dach ist am Netz, berichtet die Hamburger SunTechnics GmbH in einer Pressemitteilung. Mit einer Gesamtspitzenleistung von rund 1,3 Megawatt (MW) produziert die Anlage auf den Dächern der Firma Südwolle in Weiden künftig geräusch- und abgasfrei Sonnenstrom. Mit dem symbolischen Druck auf den roten Knopf weihten Klaus Steger und Hans Münch, Geschäftsführer der Südwolle GmbH & Co. KG, und Jörg Schreiber, Geschäftsleitung von SunTechnics Deutschland das Solarkraftwerk offiziell ein.  Von der Betreibergesellschaft Südsonne GmbH & Co. KG mit Sitz in Nürnberg beauftragt, installierte SunTechnics auf den Flachdächern der Werk- und Lagerhallen des Unternehmens knapp 7.000 Solarmodule, die nun das Sonnenlicht in elektrischen Strom umwandeln.


7.000 Solarmodule auf mehr als 40.000 Quadratmetern Dachfläche

Die Anlage erstreckt sich über vier Dächer auf mehr als 40.000 Quadratmetern Fläche und wird jährlich bis zu 1,5 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Solarstrom produzieren – genug um den Bedarf von rund 370 Privathaushalten zu decken. "Es ist eine Investition in die Zukunft, die sich rechnet. Die hochwertigen und optimal aufeinander abgestimmten Anlagenkomponenten werden dank der fachmännischen Installation für maximale Erträge sorgen", freut sich Münch über das SunTechnics-Solarsystem. "Industrie- und Gewerbegebäude, wie die von Südwolle, bieten für Photovoltaik-Anlagen ideale Möglichkeiten, denn aufgrund der großen, unverschatteten Dachflächen können die Module die Sonneneinstrahlung optimal ausnutzen und hohe Solarerträge erzielen", erklärte Jörg Schreiber von SunTechnics. Bis zu 51,8 Cent erhält der Anlagenbetreiber für 20 Jahre dank des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG) für jede Kilowattstunde eingespeisten Solarstrom. Zudem fördert der Staat den Bau von Photovoltaik-Anlagen durch zinsgünstige Kredite.


1.300 Tonnen Kohlendioxid-Ersparnis pro Jahr

Und auch die Umwelt profitiert von der Investition in die zukunftsträchtige Technologie, denn die Solarstromanlage erspart der Umwelt im Vergleich zu herkömmlichen Energiequellen wie Öl oder Kohle über 1.300 Tonnen Kohlendioxidausstoß pro Jahr. Gerade dieser Umweltaspekt ist für Südwolle-Geschäftsführer Münch besonders wichtig und so nutzte er die festliche Einweihung, um Kollegen und Kunden für das Thema Solarenergie zu begeistern und zur Nachahmung zu motivieren. "Auch nach erfolgreicher Inbetriebnahme dieser Anlage ist Südwolle offen für neue Projekte und interessiert an Beteiligungen im großen Bereich der Erneuerbaren Energien", so Münch.

11.07.2006   Quelle: SunTechnics GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Über 200 Solarexperten auf dem 2. PV Industry Forum in Freiburg

PV-Industrieforum 2006 in Freiburg: Experten diskutierten am 21.06. über Dünnschichttechnologie und ländliche Elektrifizierung.
PV-Industrieforum 2006 in Freiburg: Experten diskutierten am 21.06. über Dünnschichttechnologie und ländliche Elektrifizierung.

Im Vorfeld der Intersolar 2006, Europas größter Fachmesse für Solartechnik, fand am 21. Juni das 2. PV Industry Forum in Freiburg statt. Mit über 200 Teilnehmern aus 27 Ländern wurde der englischsprachige Kongress seinem Anspruch des internationalen Informationsaustausches mehr als gerecht. "Dieser internationale Zuspruch macht deutlich, wie groß der Informations- und Diskussionsbedarf hinsichtlich Markteinführungsinstrumenten und technologischen Fragestellungen im Bereich Photovoltaik weltweit ist", resümiert Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. (BSW).
 

Wachsende internationale Solarstrom-Märkte

Eines der Hauptthemen waren die wachsenden internationalen Märkte, wie zum Beispiel in Spanien und Kalifornien. Hier erweisen sich die Erfahrungen der deutschen Solarbranche bezüglich Förderinstrumenten und Markteinführungsstrategien als wertvolle Hilfe für die internationalen Akteure. Der Austausch bietet im Gegenzug deutschen Firmen essentielle Informationen zur Unterstützung ihrer Exportaktivitäten. Britta Bolling von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena): "Ich habe beim Kongress viele neue Detailinformationen erhalten. Diese sind wichtig für uns, um Firmen bei ihren Exportabsichten besser beraten zu können und um ihnen den Einstieg in ausländische Märkte zu erleichtern."


Innovative Technologien mit reduziertem Siliziumbedarf

Im Workshop zu Silizium sparenden Technologien berichteten hochrangige Referenten über praxisnahe Beispiele aus der Industrie. "Dabei nahm die Dünnschichttechnologie einen wichtigen Stellenwert ein, was den Trend der Solarbranche widerspiegelt", erläutert Stephan Hansen, Managing Director von First Solar, Auch Andreas Milich, Leiter Vertrieb und Marketing der Sunways AG, ist sehr an dieser Technologie interessiert: "Wir haben konkrete Pläne, in die Produktion von Dünnschichtzellen einzusteigen und eine eigene Produktionsstätte aufzubauen. Die Teilnahme am PV Industry Forum war daher wichtig für uns, weil unterschiedliche innovative Produkttechniken professionell und kompakt präsentiert wurden."


Ländliche Elektrifizierung

In dem Veranstaltungsteil zur ländlichen Elektrifizierung in Asien und Afrika bildeten Erfahrungsberichte gelungener Projekte die Basis für eine lebhafte Diskussion. Im Vordergrund standen dabei neue Wege, damit Projekte in Entwicklungsländern auch dauerhaft erfolgreich sind: "Ziel der Projektinitiatoren sollte eine starke Einbindung von Industriepartnern sein, um in dem jeweiligen Land den kontinuierlichen Marktaufbau zu ermöglichen", erläutert Rafael Wiese, Geschäftsführer des Club zur ländlichen Elektrifizierung (C.L.E.).

Sowohl Teilnehmer als auch Referenten zeigen sich mit dem diesjährigen PV Industry Forum und dem gegenseitigen Informationsaustausch sehr zufrieden. "Beim PV Industry Forum hatten wir ein sehr qualifiziertes Publikum, das die Vorträge gut aufgenommen und interessiert diskutiert hat", berichtet Mark A. Farber, Vice President, Strategic Planning, Evergreen Solar.


PV Industry Forum 2007

Das PV Industry Forum fand bereits zum zweiten Mal mit Anbindung an die Intersolar in Freiburg statt. Es richtet sich vorrangig an Geschäftsführer, Produktmanager, Marketing- und Vertriebsleiter aus der Solarindustrie. Auch im kommenden Jahr bietet das PV Industry Forum Solarexperten aus aller Welt wieder die Möglichkeit zum qualifizierten Austausch über internationale Photovoltaik-Märkte und innovative Technologien. Das PV Industry Forum 2007 findet am 20. Juni im Vorfeld der Intersolar 2007 statt.

11.07.2006   Quelle: Solar Promotion GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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DGS befragt Endkunden zur Preisentwicklung von Solarstromanlagen

Nachdem der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) am 7. Juli 2006 in einem Newsletter auf der Grundlage einer Umfrage bei Photovoltaik-Systemanbietern berichtet hat, dass die Preise für PV-Systeme im Jahr 2006 um etwa 5% bei Großhändlern gesunken seien, befragt die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) nun die Endkunden. Die DGS will in Erfahrung bringen, zu welchen Preisen Solarstromanlagen von den Installationsbetrieben angeboten wurden.   "Alle Beteiligten im PV-Markt in Deutschland wissen, dass der Preisanstieg für Photovoltaikanlagen in den letzten Jahren schnellstmöglich gebremst und zu einem Preisrückgang werden muss", heißt es in Newsletter der DGS. Angesichts der nächsten Senkung der Einspeisevergütung von 5% beziehungsweise 6,5% zum 1. Januar 2007 sei dies absolut notwendig, um einen Markteinbruch zu verhindern, betont die DGS. Hinzu komme, dass die Bundesregierung das Erneuerbare-Energien-Gesetz im Jahre 2007 auf den Prüfstand stellen wird.


Preise von 2004 bis Anfang 2005 um rund 7 % gestiegen

Die Marktstudie "Der deutsche Photovoltaikmarkt 2006/07" des BSW gebe hinsichtlich der Preisentwicklung von Solarstromanlagen keine Entwarnung, stellt die DGS fest. Sattdessen werde deutlich, dass die Endkundenpreise für PV-Anlagen von durchschnittlich 4.825 Euro pro Kilowatt Spitzenleistung (kWp) im Jahr 2004 auf 5.168 Euro im Jahr 2006 (Jahresanfang) gestiegen seien (Aufdachanlage, inklusive Installation, ohne MWSt.). Mehr als 50% der befragten Betriebe erwarteten demzufolge, dass in naher Zukunft die Nachfrage leicht bis stark abnehmen wird.


Modullieferanten in der Pflicht, Wechselrichterhersteller haben Preise schon 2005 gesenkt

Besonders die Modullieferanten sind laut DGS gefordert; die Hersteller von Wechselrichtern hätten "ihre Hausaufgaben gemacht" und die Preise schon im Jahre 2005 gesenkt. Aus Sicht der Installateure zeigten sich beim Verkauf erste Hemmnisse. Zum Beispiel würden Banken ihre Kreditangebote für PV-Anlagen bereits zurückfahren.

Befragung im Internet

Auf Ihren Internetseiten fragt die DGS nach den angebotenen Preisen pro kWp inkl. Installation, ohne MWSt, nach der Größe der PV-Anlage in kWp sowie nach der Region in Deutschland (PLZ). Auch Installateure sind eingeladen, sich an der Befragung zu beteiligen. Die Ergebnisse sollen zeitnah veröffentlicht werden unter http://www.dgs.de.
Die DGS-Umfrage im Internet unter http://www.dgs.de/?id=1704

11.07.2006   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Eicke Weber neuer Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE

Neuer ISE-Chef Prof. Eicke Weber.
Neuer ISE-Chef Prof. Eicke Weber.

Nach 23 Jahren Forschung in den USA, zuletzt als Professor an der University of California in Berkeley, kam Eicke Weber zurück nach Deutschland. Der 56-jährige Materialforscher übernahm am 1. Juli die Leitung des Freiburger Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE. Er trat die Nachfolge von Prof. Joachim Luther an, der das größte Solarinstitut Europas seit 1993 geleitet hat und nun aus Altersgründen aus der Institutsleitung ausgeschieden ist.   Der Physiker Eicke R. Weber lehrte seit 1983 Materialwissenschaften an der University of California in Berkeley. Er begann dort als Assistent Professor. Seine wissenschaftliche Laufbahn hatte er mit dem Studium der Physik in Köln begonnen, wo er sich in seiner Diplomarbeit mit Versetzungen in Silizium beschäftigte. 1976 promovierte er über "Punktdefekte im plastisch verformten Silizium". Nach Forschungsaufenthalten an der State University of New York, Albany, USA und der Universität Lund, Schweden habilitierte er sich 1983 in Köln mit einer grundlegenden Arbeit zu Übergangsmetallen in Silizium, die bis heute in der Literatur häufig zitiert wird. Im selben Jahr nahm er einen Ruf an das Department of Materials Science and Engineering der University of California, Berkeley, an, wo er im März 2004 zum Vorsitzenden der interdisziplinären Nanoscale Science and Engineering Graduate Group ernannt wurde.

Spezialist für Materialdefekte in Solarsilizium

Weber hat sich weltweit einen Namen gemacht als Materialforscher für Defekte in Silizium und III-V-Halbleitern wie Galliumarsenid und Galliumnitrid. Er publizierte mit seiner Arbeitsgruppe mehr als 580 Veröffentlichungen und ist Mitherausgeber der Buchserie "Semiconductors and Semimetals" von Academic Press. 1997 war er Gründungsmitglied des Konsortiums "Silicon Wafer Engineering and Defect Science", an dem heute weltweit zwölf Firmen und neun Universitätsgruppen beteiligt sind. In den vergangenen Jahren hat Webers Gruppe in Berkeley wichtige Erkenntnisse über Materialdefekte in Solarsilizium gewonnen. Danach ist es nicht entscheidend, wie viele Übergangsmetalle das Silizium verunreinigen, sondern wie breit sie verteilt sind. Auch Zellen mit einem hohen Metallgehalt hatten, wenn die Metalle auf wenige Stellen konzentriert wurden, noch eine gute Stromausbeute. Dies brachte Weber auf die Idee, "schmutziges " Silizium für die Herstellung von Solarzellen zu verwenden.


"Schmutziges" Silizium zur Kostensenkung in der Solarindustrie

Bisher muss hochreines und teures Silizium, das für die Chipindustrie produziert wird, auch für die Solarzellenherstellung bereitgestellt werden. "Mit der Verwendung von schmutzigem Silizium könnte die Solarbranche weltweit einen gewaltigen Satz nach vorne machen",
beschreibt Weber die Bedeutung dieses Konzepts. Die Solarindustrie könnte die Kosten deutlich senken, außerdem ließe sich so der Engpass an hochreinem Silizium umgehen. Weber ist überzeugt, dass durch Temperaturbehandlung das schmutzige Silizium so manipuliert werden kann, dass sich die darin enthaltenen Metalle in wenigen Clustern konzentrieren. Damit wäre der bisherige aufwändige Reinigungsprozess des hochreinen Siliziums für die Solarindustrie überflüssig. Eicke Weber will diesen Forschungsschwerpunkt in Freiburg fortsetzen.


Lehrstuhl für Solarenergie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Aber auch auf weiteren Gebieten der Solarenergie sieht er in den nächsten Jahren Möglichkeiten für große Fortschritte, an denen das ISE mitwirken kann. Deshalb habe ihn die Aufgabe in Freiburg gereizt: "Ich freue mich darauf, an entscheidender Stelle auf die weitere Verbreitung der Solarenergie Einfluss nehmen zu können, besonders da die nächsten zehn Jahre in dieser Hinsicht sehr aufregend sein werden." Gleichzeitig mit der Leitung des Fraunhofer-Instituts übernimmt Eicke Weber den Lehrstuhl für Angewandte Physik, Solarenergie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. "Die Fraunhofer-Gesellschaft ist stolz, dass sie einen so renommierten Wissenschaftler, der an einer international führenden Universität der USA Karriere gemacht hat, für die Leitung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme gewinnen konnten", begrüßt Fraunhofer-Forschungsvorstand Dr. Ulrich Buller den neuen Institutsleiter.

Prof. Weber wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. So erhielt er 1984 einen IBM Faculty Development Award, 1994 den Alexander von Humboldt-Preis und ist seit 2002 ein Fellow der American Physical Society. 1990 wurde er als Visiting Professor an die Tohoku Universität in Sendai, Japan, eingeladen, 2000 an die Kyoto Universität und im Dezember 2003 erhielt er die Einladung, den Zhu KheZhen Vortrag an der Zeijang Universität in Hangzhou, China, zu halten. Professor Weber war Gründungspräsident des Berkeley Chapters der Alexander von Humboldt Association of America (Av-HAA) und 2001-2003 Präsident der AvHAA. Im Juni 2006 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande.

11.07.2006   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE
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Solarboom im österreichischen Hotel- und Gastgewerbe

Hotel in der Steiermark mit 110 m² Kollektorfläche.
Hotel in der Steiermark mit 110 m² Kollektorfläche.

Der Energieverbrauch für Warmwasser und Heizung ist in Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben außerordentlich hoch. Das macht den Energieträger Sonne für Tourismusbetriebe besonders interessant. Im Rahmen der Initiative "Ja zu Solar!" von Energie Tirol fand vom 20. bis 22. Juni in Seefeld, Serfaus und Kirchberg eine Veranstaltungsreihe zur "Sonnenenergie für Tourismusbetriebe" statt. "Über 140 Besitzer von Gaststätten, Beherbergungsbetrieben und Schutzhütten informierten sich über Technik und Wirtschaftlichkeit von thermischen Solaranlagen, das Interesse war so groß wie noch nie", berichtet Fritz Brandstetter, Referent und Leiter des Schwerpunkts Tourismusbetriebe im "klima:aktiv-Programm solarwärme".   Anhand vorbildlicher Anlagenbeispiele aus Tirol wurden Tipps und praktische Hinweise zur Planung und Umsetzung von Solaranlagen gegeben.

30 Prozent Solaranlagenförderung im Tourismus

Die Installation von Solaranlagen in Tourismusbetrieben in Österreich wird im Rahmen der betrieblichen Umweltförderung des Bundes mit bis zu 30 Prozent nicht rückzahlbarem Zuschuss gefördert. Die Bundesländer Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol gewähren eine zusätzliche Landesförderung. Einen kompakten Überblick über alle Solarförderungen für Tourismusbetriebe gibt es im Internet unter www.solarwaerme.at/Hotels-Pensionen/Foerderungen. In den letzten zehn Jahren wurden mehr als tausend Solaranlagen im heimischen Hotel- und Gastgewerbe errichtet, berichtet der Verband Austria Solar. Die Tendenz steige stark.


Stärkstes Marktwachstum in Tirol

In Zeiten steigender Energiepreise nähmen auch der Leidensdruck und die Bereitschaft von Betrieben zu, Energiekosten mit Solarenergie zu senken. Bei Hotels und Pensionen sei dies am stärksten in Tirol zu beobachten. Im Jahr 2005 habe es durch die günstigen Förderbedingungen einen regelrechten Antragsboom gegeben und inoffiziell werde von einer Vervielfachung des Marktes im Vergleich zum Vorjahr gesprochen. Damit wäre Tirol das zweite Jahr hintereinander das Bundesland mit dem stärksten Wachstum bei thermischen Solaranlagen in Österreich.

Mehr Informationen zu Solaranlagen für Hotel- und Gastgewerbebetriebe bietet die solarwärme Info-Hotline unter 03112 588612 (Montag bis Freitag von 8:30 bis 12 Uhr) oder die Internetseite http://www.solarwaerme.at/Hotels-Pensionen.

11.07.2006   Quelle: Verband Austria Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Gasokol GmbH
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Börsenkandidat Solarpraxis AG festigt Wachstum im II. Quartal

Mit strategisch wichtigen Aufträgen konnte der Börsenkandidat Solarpraxis AG aus Berlin sein Wachstum im zweiten Quartal festigen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "Wir haben in den vergangenen Tagen einige Kooperationen abgeschlossen, die unsere langfristige Entwicklung deutlich unterstützen," sagte Solarpraxis-Vorstand Karl-Heinz Remmers am 05.07.2006 in Berlin. So seien Ende Juni langfristige Ingenieurverträge mit dem Heizungskonzern Vaillant Deutschland GmbH&Co KG im Bereich der Systemtechnik für Solarenergie und erneuerbare Energien unterzeichnet worden.   In den ersten vier Monaten des Jahres habe das Wachstum des nach eigenen Angaben wichtigsten Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens aus der Solarbranche bei 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr betragen. Über das Jahr gesehen spricht das Unternehmen von einem "moderaten" Wachstum.

Nach Abschluss des Börsenganges sollen die Aktien der Solarpraxis AG im Freiverkehr der Börsen von Berlin und Frankfurt gehandelt werden. Die Zeichnungsfrist der Papiere läuft noch bis zum 14. Juli. "Wir hatten einen guten Start", so Solarpraxis-Vorstand Remmers. Die Nachfrage nach den Aktien sei trotz des insgesamt nervösen Marktumfeldes bisher erfreulich. Die Aktien der Solarpraxis können gebührenfrei direkt beim Unternehmen bezogen werden. Die Papiere werden im "First come - first serve"-Verfahren in der Reihenfolge des Auftragseingangs zum Festpreis von 7 Euro ausgegeben. Mit dem Erlös von bis zu 3 Millionen Euro aus dem Börsengang will die Solarpraxis AG ihr organisches Wachstum stärken und gezielte Übernahmen finanzieren.

Die Solarpraxis AG berät als wissensbasierter Dienstleister Konzerne bei ihren Investitionsentscheidungen in der Solarbranche. Ingenieure des Unternehmens betreuen Industrie und Anlagenbauer. Daneben publiziert die Solarpraxis AG über einen hauseigenen Verlag Fachliteratur in sieben Sprachen und organisiert Kongresse.

10.07.2006   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Cameron MacMoore neuer Chef der Conergy Gruppe in Nordamerika

Mit Cameron MacMoore (45) konnte die Conergy AG eine weitere renommierte Führungskraft für den konsequenten Ausbau der Marktanteile im US-Markt gewinnen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der gebürtige New Yorker gilt als Experte für die Markteinführung regenerativer Energien in den USA. Zuvor war MacMoore als Direktor Business Development für Solarenergie bei einem global aktiven Energiekonzern beschäftigt.   Dort baute er auch das solare Privatkundengeschäft in Kalifornien auf. Darüber hinaus war er auch als stellvertretender Direktor der Solar Energy Industries Association (SEA) mit Sitz in Washington DC maßgeblich an der Entwicklung neuer Förderprogramme für zahlreiche US-Bundesstaaten beteiligt.


MacMoore: "USA am Anfang einer nationalen Energiewende"

Als "Regional Head" North America soll MacMoore künftig die strategische Geschäftsentwicklung der gesamten Conergy Gruppe in den USA und Kanada vorantreiben. Von Sacramento aus, der Hauptstadt des Sonnenstaates Kaliforniens, plant er das kundennahe Vertriebsnetz zügig in den für regenerative Energiesysteme lukrativsten Bundesstaaten auszubauen. "Vor dem Hintergrund weltweit knapper werdender Ressourcen steht auch die USA am Anfang einer nationalen Energiewende. Die konsequente Nutzung heimischer regenerativer Energiequellen wird einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, den wachsenden Energiebedarf Stück für Stück unabhängiger von Importen aus Krisenregionen zu decken. Conergy ist dank der weltweit einzigartigen Erfahrung bei der bedarfsgerechten Systemintegration von Solar-, Wind- und Bioenergieprojekten auch in Nordamerika in der Pole-Position, um ihre Marktanteile substantiell auszubauen. Ich freue mich darauf, diese Herausforderung mit meinem US-Team anzugehen," erklärt Cameron MacMoore seinen Wechsel zur Conergy Gruppe.


Vervielfachung des US Photovoltaikmarktes auf rund 900 MWp erwartet

Die USA zählen zu den Solarmärkten mit dem weltweit größten Wachstumspotenzial. Aktuell unterstützen beispielsweise bereits sechs Bundesstaaten den gezielten Ausbau der Photovoltaik. Mit einer neu installierten Gesamtleistung von rund 90 Megawatt im Jahr 2005 gilt der US-Markt nach Deutschland und Japan als drittgrößter Markt für Photovoltaik. Rund 75 Prozent der Anlagen wurden in Kalifornien installiert. Zahlreiche Studien prognostizieren eine Vervielfachung des US Photovoltaikmarktes auf zirca 900 MWp installierte Gesamtleistung bis 2007, was einem Wachstum von mehr als 300 Prozent in vier Jahren entspricht. Bereits heute ist die Conergy Gruppe mit rund 50 Mitarbeitern in vier Bundesstaaten der USA vertreten und zählt mit einem Marktanteil von über 10 % zu den größten drei Akteuren.

10.07.2006   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Aktien der aleo solar AG kosten 13,50 bis 16,50 Euro

Die aleo solar AG (ISIN DE000A0JM634), die abgebenden Aktionäre und die COMMERZBANK als "Sole Bookrunner" und "Global Coordinator" haben am 09. Juli 2006 gemeinsam die Preisspanne für die Aktien des Solarmodul-Spezialisten festgelegt: Sie beträgt 13,50 bis 16,50 Euro je Aktie, berichtet die aleo solar AG in einer Pressemitteilung. Interessierte Anleger können die Wertpapiere vom 10. bis 13. Juli 2006 zeichnen.  Der Angebotszeitraum endet am 13. Juli 2006 für Privatanleger um 12 Uhr (MESZ) und für institutionelle Investoren um 14 Uhr (MESZ). Der endgültige Ausgabepreis soll am 13. Juli 2006 festgelegt werden. Voraussichtlich am 14. Juli dieses Jahres werden die Aktien der aleo solar erstmalig im Amtlichen Handel (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.


Bis zu 7.033.061 Stückaktien zum Preis von 13,50 bis 16,50 Euro pro Aktie

Insgesamt werden bis zu 7.033.061 Stückaktien angeboten. Von den zu platzierenden Aktien stammen bis zu 2.850.400 Stückaktien aus einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage. Weitere bis zu 4.182.661 Stückaktien stammen aus dem Eigentum von Altaktionären (davon 917.355 im Rahmen einer möglichen Mehrzuteilung), von welchen mehr als 75 Prozent aus dem Eigentum der S.M.D. Beteiligungsgesellschaft mbH kommen, die zur Hannover Finanz Gruppe gehört. Im Übrigen ergeben sich die Angebotsbedingungen aus dem am 29. Juni 2006 durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten Prospekt, der auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht und bei aleo solar, Osterstr. 15 in 26122 Oldenburg sowie den Konsortialbanken zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten wird.

10.07.2006   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Brennstoffzellen-Kongress "f-cell" lockt internationale Experten

BZ-Heizanlage der EnBW AG
BZ-Heizanlage der EnBW AG

Am 25. und 26. September erwartet der größte Brennstoffzellen-Kongress in Deutschland wieder etwa 600 Gäste aus dem In- und Ausland. Über 50 Fachvorträge der Konferenz "f-cell", eine begleitende Messe und die Vorstellung von Neuentwicklungen dokumentieren in Stuttgart den Stand der Technik in der High-Tech-Branche und ermöglichen internationale Vergleiche.  Abends werden die "f-cell"-Awards verliehen. Brennstoffzellen gelten als Hoffnungsträger für die Energieversorgung von morgen. Gleichzeitig steckt noch viel Entwicklungsarbeit darin, die zu so genannten Stacks gestapelten Zellen konkurrenzfähig zu machen. Dabei sei eine vernetzte Zusammenarbeit in der High-Tech-Branche unerlässlich, betonen die f-cell-Veranstalter: Auch dieses Jahr treffen sich die wichtigsten Akteure wieder in Stuttgart. Die zweitägige Veranstaltung gibt einen Überblick über den Stand der Technik in den drei Anwendungsfeldern der Brennstoffzelle: stationär (beispielsweise in der Hausenergie-Versorgung), mobil (in Bussen, Autos oder Zweirädern) und portabel (zum Beispiel in Handys oder Laptops). Das komplette Symposiumsprogramm finden Interessenten im Internet unter www.f-cell.de oder erhalten es bei der Peter Sauber Agentur unter: 07156-43624-50.



Brennstoffzellen im öffentlichen Nahverkehr und in Service-Robotern

Veranstalter sind die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) gemeinsam mit der Gerlinger Peter Sauber Agentur, die das Symposium in Kooperation mit dem Energieunternehmen EnBW Energie Baden-Württemberg AG sowie dem Umweltministerium Baden-Württemberg durchführt. "Wir möchten dieses Jahr eine Standortbestimmung für Deutschland und Europa vornehmen und einen Vergleich ziehen zu den führenden Brennstoffzellen-Ländern USA und Japan", sagt WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg. So wird Jamie Levin von der AC Transit Agency in Oakland über Erfahrungen mit Brennstoffzellen im öffentlichen Nahverkehr in Kalifornien berichten. Takehiko Kato von der Interlink Corporation in Tokio wirft ein Schlaglicht auf die Brennstoffzellen-Entwicklung in Japan. Die erstmalige Vorstellung einiger Neuentwicklungen, soll darüber hinaus zeigen, dass und wie es in der Branche voran geht. Dr. Christopher Hebling vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme aus Freiburg referiert über den Einsatz von "Fuel Cells" in der Servicerobotik.
Der Praxisbezug des Kongresses ist den Veranstaltern dabei besonders wichtig. Durch die begleitende Messe, die in den letzten Jahren stetig gewachsen sei, unterstreicht die Peter Sauber Agentur diesen Ansatz: "Mit etwa 40 Ausstellern – wissenschaftlichen Instituten, Herstellern, Komponentenlieferanten und Dienstleistern – etablierte sich die Schau als wichtige Informationsbörse. Auch dieses Jahr ist die Nachfrage nach Standflächen wieder groß."


EnBW: Kunden für Brennstoffzellenheizanlagen stehen Schlange

In Deutschland sind neue Brennstoffzellen für die dezentrale Energieversorgung seit etwa fünf Jahren im Piloteinsatz. Die EnBW war von Anfang an dabei. "Heute wissen wir, dass die Systeme funktionieren, aber auch noch Entwicklungspotenzial bei Kosten und Zuverlässigkeit besitzen", sagt Dr. Wolfram Münch, Bereichsleiter Forschung und Entwicklung bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. "Bei uns standen die Kunden Schlange, die eine BZ-Heizanlage im eigenen Haus testen möchten. Der Einsatz von Brennstoffzellen-Technik wird sich daher in den nächsten Jahren sicherlich stark ausweiten. Komponentenhersteller, Handwerker oder Dienstleister, die sich noch nicht mit dieser Zukunftstechnologie befasst haben, erhalten auf der 'f-cell' Gelegenheit, aus der Praxis zu lernen", so Münch weiter.


Bericht über Praxiserfahrungen in Schiltach/Schwarzwald

Bereits mit 18 Brennstoffzellenheizgeräten hat die EnBW seit dem Start ihres Brennstoffzellenprogramms Erfahrungen gesammelt. Die jüngste Anlage versorgt seit Januar 2006 das Fremdenverkehrsamt in Schiltach/Schwarzwald mit Strom und Wärme. Was heute noch im Probebetrieb getestet wird, kann schon in wenigen Jahren Tausenden bundesdeutscher Haushalte Strom und warmes Wasser liefern. Während des diesjährigen Brennstoffzellen-Kongresses "f-cell" am 25. und 26. September in Stuttgart berichtet der Energieversorger über seine Praxiserfahrungen.


Bewerbungsfrist für "f-cell"-Award noch bis zum 4. August

Abendliches Highlight ist die feierliche Verleihung der "f-cell"-Awards. Die vom Umweltministerium Baden-Württemberg ausgelobten und mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Preise in Gold, Silber und Bronze gehen an Projektteams, die Innovatives und Herausragendes für die Weiterentwicklung der Brennstoffzellen-Technik leisteten. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 4. August 2006 (www.f-cell/award/.de).

10.07.2006   Quelle: Peter Sauber Agentur   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: www.schmidt-works.de / EnBW AG
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Hitze vom Dachboden erwärmt Wasser für Jugendherberge

Von einem Metalldach erhitzte Luft erwärmt das Brauchwasser der Jugendherberge in Dahme
Von einem Metalldach erhitzte Luft erwärmt das Brauchwasser der Jugendherberge in Dahme

Auf Dachböden ist die Hitze im Sommer für den Hausbewohner fast unerträglich. Die Wärme staut sich - da hilft auch kein Lüften. Positive Energie könnte ein "Solardach" aus der Hitze ziehen: Nicht mit Sonnenkollektoren, sondern mit Hilfe einer Wärmepumpe soll nun die von einem Metalldach erhitzte Luft das Brauchwasser der neu gebauten Jugendherberge in Dahme an der Ostseeküste erwärmen. Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) kann das Institut für Agrartechnik der Universität Göttingen jetzt die ökologische und ökonomische Effizienz des Verfahrens testen.  Auch Kinder sollen sich mit Hilfe des neuen Systems in der Jugendherberge praxisnah mit dem Zukunftsthema "Solarthermie" beschäftigen können. Am 06.07.2006 eröffnete Dr. Dietrich Austermann, Wissenschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein, die Jugendherberge. Moderiert vom Radio Schleswig-Holstein weihte Jörg Kachelmann von der meteomedia AG dort außerdem eine Wetterstation ein.


Hohe Energiepreise und ausgereifte Wärmepumpentechnik mache neues "Solardach" attraktiv

Die Technik des DBU-Projektes ist nicht neu: Schon in den 80er Jahren haben Wissenschaftler die Grundlagen für die Stauwärmenutzung zur Brauchwassererwärmung gelegt. "Doch damals waren die Energiepreise niedrig und die Wärmepumpentechnik noch nicht so ausgereift. Das Verfahren setzte sich damals nicht durch", betont DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Inzwischen hätten sich die technischen Möglichkeiten und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so geändert, dass heute ausgereifte Systeme zur Verfügung stünden. "Wenn es jetzt gelingt, für das Solardach in Dahme entsprechend positive Wetter- und Betriebsdaten zu gewinnen, könnte das Potenzial dieser einfachen und robusten Lösung auch für andere Standorte abgeschätzt werden", hofft Brickwedde. Jörg Kachelmann will das Projekt durch die Bereitstellung von Wetterdaten unterstützten. Für die Zukunft könnte dies bedeuten, dass ein Bauherr lediglich sein Hausdach mit einem Metalldachprofil auslegen müsste, um sein Brauchwasser mit einer Wärmepumpe zu erwärmen. "Geringe Zusatzkosten, Betriebssicherheit, architektonische Gestaltungsfreiheit sowie optische Unauffälligkeit könnten zur Verbreitung beitragen und Impulse für das Handwerk auslösen", meint Brickwedde.


Metalldächer zur Energiegewinnung nutzen

Die Technik ist vergleichsweise unkompliziert: Die Metalldacheindeckung erwärmt auf ihrer Innenseite einen Luftstrom, der von einem Ventilator unterstützt einem Wärmetauscher zugeführt wird. Dort wird die warme Luft von der Wärmepumpe genutzt. Die abgekühlte Luft verlässt über eine Rohrleitung das Dach. Die über die Wärmepumpe gewonnene Energie wird zur Brauchwassererwärmung genutzt. Die Vorteile dieses Systems für die Umwelt liegen in einer einfachen und kostengünstigen Möglichkeit, durch Metalldächer schon kurze Sonnenscheinphasen zur Energiegewinnung und Verringerung des Primärenergieverbrauchs zu nutzen. Gleichzeitig werden weniger klimarelevante Schadgase wie Kohlendioxid in die Atmosphäre abgelassen. Die Wissenschaftler der Uni Göttingen rechnen damit, dass durch das System die Leistung der Wärmepumpe deutlich erhöht wird, und sie dadurch wirtschaftlicher wird. Für die Gäste des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) des Landesverbandes Nordmark in Dahme bedeutet das, umweltschonend warm zu duschen.

10.07.2006   Quelle: DBU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU
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Österreich: Solarthermie-Hersteller GASOKOL investiert vier Millionen Euro

Spatenstich mit Geschäftsführer Buchinger, Landesrat Sigl und den Eigentümern Gertraud und Erwin Gattringer
Spatenstich mit Geschäftsführer Buchinger, Landesrat Sigl und den Eigentümern Gertraud und Erwin Gattringer

Die GASOKOL GmbH baut im oberösterreichischen Ort Saxen ein Solartechnik-Zentrum von europäischem Format, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In der ersten Ausbaustufe soll die Solar-Fabrik 4.000 Quadratmeter haben. Mitte Juni 2006 erfolgte der Spatenstich für die Errichtung des neuen "Solarparks GASOKOL" im Gewerbegebiet. Die Eigentümerfamilie Gattringer investiert vier Millionen Euro in den neuen Standort.  Die GASOKOL GmbH zählt zu den führenden Solarunternehmen Österreichs. Das Unternehmen produziert mit derzeit 40 Beschäftigten Sonnenkollektoren und -zubehör. GASOKOL wendet sich hauptsächlich an den Großhandel in 12 europäischen Ländern darunter Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien, Spanien, Portugal, Bulgarien und die Schweiz. "Mittlerweile weist unser Unternehmen eine Exportquote von 70 Prozent auf. Wir exportieren in zwölf europäische Länder, schwerpunktmäßig nach Westeuropa", berichtet Geschäftsführer Ing. Robert Buchinger. GASOKOL sei in den vergangenen Jahren sukzessive gewachsen. Der derzeitige Unternehmensstandort Dimbach sei zu klein geworden.



Oberösterreich als europäischer Vorreiter in Sachen erneuerbare Energien

Da es in Dimbach keine Möglichkeiten zur Erweiterung der Kapazitäten gegeben habe, sei der Entschluss für einen Neubau in Saxen gefallen. "Diese Entscheidung ist für uns auch ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Oberösterreich, einem europäischen Vorreiterland auf dem Gebiet erneuerbarer Energie", betont Unternehmensgründer Erwin Gattringer. Der neue Solarpark GASOKOL soll ein modernes Zentrum für die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Sonnenkollektoren werden. Er erfülle gleichzeitig die Rolle eines Logistikzentrums für Europa. Als neuer Standort für die "Sunshine Academy" kommt ihm auch die Funktion einer Know-how-Drehscheibe zu. Das Grundstück ist laut GASOKOL insgesamt 20.000 Quadratmeter groß.

10.07.2006   Quelle: GASOKOL GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: GASOKOL
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Fraunhofer ISE und DLR entwickeln Reformer-Brennstoffzellen-System für die Luftfahrt

Airbus A330, Referenzflugzeug im Projekt Power Optimised Aircraft (POA)
Airbus A330, Referenzflugzeug im Projekt Power Optimised Aircraft (POA).

Wenn es gelingt, den Strom an Bord ziviler Flugzeuge aus einem Reformer-Brennstoffzellen-System zu erzeugen, ließen sich Lärm und Schadstoffausstoß erheblich reduzieren. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind diesem Ziel jetzt einen wichtigen Schritt näher gekommen. Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts "Power Optimized Aircraft" (POA) haben die Forscher zusammen mit dem Unternehmen Liebherr Aerospace, dem Koordinator des Gesamtprojekts, zum ersten Mal in Europa einen Kerosin-Reformer mit einer Hochtemperatur-Brennstoffzelle (SOFC) gekoppelt und im Systemverbund betrieben.  Das Gesamtsystem besteht aus einem autothermen (d.h. wärmeneutral betriebenen) Kerosin-Reformer, der ein wasserstoffhaltiges Gas erzeugt sowie aus einer Festelektrolyt- Brennstoffzelle (engl. Solid Oxide Fuel Cell, SOFC), die das Gas in Strom umwandelt. Den Reformer einschließlich Wärmeübertrager und Offgasbrenner entwickelten die Wasserstofftechnologen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg.

Forscher des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik in Stuttgart bauten einen am Forschungszentrum Jülich (FZJ) entwickelten SOFC-Brennstoffzellenstapel auf und integrierten diesen in einen Teststand. Die Freiburger Wissenschaftler am Fraunhofer ISE testeten die vollautomatisierte Anlage im 300 Stunden Dauerbetrieb, bevor die Kollegen im DLR sie mit dem FZJ-SOFC-Stack kombinierten. Im Rahmen des Testbetriebs untersuchten die Fraunhofer-Forscher dann gemeinsam mit Liebherr und dem DLR das Gesamtsystem bei stationären Betriebszuständen und schnellen Laständerungen des Reformers bei konstanter SOFC-Leistung.

Der am Fraunhofer ISE entwickelte Reformer wird wärmeneutral (autotherm) betrieben. Das nicht umgesetzte Brenngas aus der SOFC wird in einem Porenbrenner nachverbrannt und liefert so die Wärme, die nötig ist, um die Eduktströme des Reformers sowie die Kathodenluft der SOFC hinreichend zu verdampfen und vorzuheizen. Im Betrieb mit der SOFC erzeugte die Reformeranlage einen Produktgasvolumenstrom von 10 bis 45 Nl/min Synthesegas. Als Brennstoff wurde entschwefeltes Kerosin Jet A-1 eingesetzt. Da die Entschwefelung des Kerosins ein wichtiger Aspekt des künftigen Einsatzes solcher Reformer-Brennstoffzellen-Systeme ist, wurden am ISE zudem zwei Entschwefelungsverfahren mit Erfolg getestet.


Energieversorgung mit Brennstoffzellen liefert signifikanten Beitrag zur Umweltverträglichkeit

Eine zuverlässig funktionierende elektrische Energieversorgung an Bord eines Flugzeugs ist die Grundvoraussetzung für den reibungslosen Betrieb aller Systeme, von der Sitzverstellung des Passagiers bis hin zur Navigation und Flugsteuerung. Bislang wird die Bordstromversorgung in Flugzeugen von triebwerksgetriebenen Generatoren sichergestellt. Beim Bodenbetrieb auf Flughäfen übernimmt eine Hilfsgasturbine (APU) den Antrieb der Energieversorger. Diese APU erzeugt eine erhebliche Belästigung durch Lärm und Abgase. Hier würde eine Energieversorgung über Brennstoffzellen einen signifikanten Beitrag zur Umweltverträglichkeit leisten. Insgesamt verspricht die Brennstoffzellentechnologie auch einen deutlich höheren Wirkungsgrad als die kerosinbetriebene Turbine ihn heute ausweist. Für die zukünftige Anwendung von Reformer- und Brennstoffzellen in einem kompletten Energieerzeugungssystem im Flugzeug streben die Projektpartner eine weitere Verbesserung des gemessenen Gesamtwirkungsgrads der jetzt getesteten Systemkomponenten an.

09.07.2006   Quelle: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Airbus
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Vertriebsstart für kleinstes mit solarem Wasserstoff betriebenes Auto der Welt

Mini-Brennstoffzellenauto aus Shanghai mit
Mini-Brennstoffzellenauto aus Shanghai mit "Tankstelle" und Solarmodul

Mit dem " H-Racer" produziert das in Shanghai ansässige Unternehmen Horizon Fuel Cell Technologies Pte Ltd. ein Miniatur-Spielzeugauto, das von einer Brennstoffzelle angetrieben wird. Das 16 x 7 Zentimeter große, futuristische Spielzeugauto "H-Racer", arbeitet mit einer echten Brennstoffzelle, die Wasserstoff ohne Verbrennung in elektrische Energie verwandelt, und ist ab sofort auf dem Markt erhältlich. Die kleine Menge Wasserstoff, die benötigt wird um das Auto anzutreiben, stelle keine Gefahr dar und mache das Auto benutzerfreundlich und sicher für Kinder ab 8 Jahren, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.  Genau wie echte Brennstoffzellenautos sei der H-Racer ein emissionsfreies Fahrzeug. Das Spielzeug benötige auch keine Batterien und - zum ersten Mal - sei dieses Spielzeugauto auch tatsächlich "auftankbar". Und zwar nicht mit irgendeinem Treibstoff, sondern mit 100% karbonfreiem und erneuerbarem Wasserstoff.


Sonnenenergie erzeugt puren Wasserstoff

Ähnlich elegant, enthalte die Wasserstoffstation einen kleinen Elektrolyseur der Wasser und Sonnenenergie in puren Wasserstoff verwandelt. Sie sei so konstruiert, dass mit dem Umlegen eines Schalters überall und jederzeit Wasserstoff produziert werden könne. Während dem Tanken beleuchten blinkende blaue Leuchtdioden (LED) die kleinen Sauerstoffblasen, die von dem Wassertank der Wasserstoffstation ausgestoßen werden. Dabei kann der Benutzer zusehen, wie der Tank des Autos mit dem Wasserstoff gefüllt wird. Nach dem Tanken kann der Wasserstoff an Bord gespeichert werden, bis der Nutzer das Auto anschaltet und fahren lässt.


Set enthält alle Komponenten eines Wasserstoff-Systems

Diese Miniatur-Wasserstofftankstelle soll in Zukunft auch andere, kompatible, durch Brennstoffzellen angetriebene Spielzeuge und Geräte auftanken. Das futuristische Design des H-Racer befinde sich im Einklang mit der Vision vieler Automobilproduzenten und Energieunternehmen, die daran arbeiten, der Allgemeinheit in den nächsten 10 Jahren Autos mit Brennstoffzelle vorzustellen, betont. Horizon Fuel Cell Technologies. Das Unternehmen habe alle Komponenten eines Wasserstoff-Systems integriert, so dass der komplette Kreislauf von der Produktion bis zur Nutzung erneuerbarer Treibstoffe auf eine sichere und spektakuläre Art und Weise vorgeführt werden kann.

Der Verkaufspreis des Spielzeugautos liegt nach Angaben des Herstellers bei lediglich 40 $, und mache dieses zum billigsten Brennstoffzellenprodukt der Welt. "Durch den Besitz eines H-Racers kann jetzt jeder am Brennstoffzellen-Zeitalter teilnehmen, so die Horizon Fuel Cell Technologies Pte Ltd.

09.07.2006   Quelle: Horizon Fuel Cell Technologies Pte Ltd.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Horizon Fuel Cell Technologies Pte Ltd.

 

Umweltbundesamt: Strom und Wärme aus Biogas lohnen sich auch für Ökobauern

Biobauer Ebeling aus Püggen im Wendland baut nicht nur ökologisch Getreide und Kartoffeln an, er erzeugt auch umweltgerecht Strom und Wärme aus Biogas. Mit dreifachem Nutzen: Er verringert den Ausstoß klimaschädlicher Gase, verbessert die Nährstoffbilanz seines Betriebes - und wirtschaftlich lohnt es sich für ihn auch. Möglich macht dies eine mit finanzieller und fachlicher Unterstützung des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Umweltbundesamtes (UBA) errichtete Biogasanlage. Diese vergärt Kleegras und Maispflanzen zu einem Gas (Methan), das ein benachbartes Blockheizkraft in Strom und Wärme umwandelt.  Zusätzlich liefert die Anlage dem Bauern Biodünger, denn die Gärrückstände sind wertvolle Nährstoffe für seine Felder. Das Projekt zeige, dass die Biogasnutzung mittlerweile auch für kleine Ökolandbaubetriebe wirtschaftlich attraktiv ist, betont das UBA in einer Pressemitteilung.


Pilotprojekt zur Biomassenutzung im ökologischen Landbau erfolgreich gestartet

Bisher sei die Rentabilität solcher Anlagen im Ökolandbau vor allem wegen der geringeren Zahl an Tieren pro Hektar und dem fehlenden Flüssigmist als klassischem Grundstoff für Biogasanlagen fraglich gewesen, so das UBA. Aber selbst mit wenig Gülle lasse sich profitabel Biogas erzeugen. Bauer Ebeling zum Beispiel vergäre zusammen mit der Gülle pflanzliche Rohstoffe: ökologisch angebauten Mais und Kleegras. So erzeugt er Biogas, das ein Blockheizkraftwerk anschließend verbrennt. Der dort erzeugte Strom gelangt vollständig in das Netz eines öffentlichen Versorgers. Die entstandene Wärme heizt ganzjährig die Gärbehälter des Bauern und im Winter mittlerweile sieben Wohnhäuser im benachbarten Dorf. Weitere Häuser sollen folgen - insgesamt könnte die Anlage etwa zwölf bis dreizehn Wohnhäuser mit Wärme versorgen. Der Ökolandbetrieb und die Nachbarn sparen so 40 Tonnen Heizöl pro Jahr ein und vermeiden jährlich über 100 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid.


Aus Stickstoff wird flüssiger Bio-Dünger

Ein weiteres Plus der Biogasanlage: Der im Kleegras und Mais enthaltene Stickstoff lässt sich effektiv nutzen. Als Teil der Gärrückstände kann der Bauer den Stickstoff als einfach verfügbaren, flüssigen Bio-Dünger auf die Felder bringen. Bislang pflügen Ökolandbetriebe das Kleegras in der Regel direkt unter. Sie führen dem Boden so natürlichen Stickstoffdünger zu, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten – denn im Ökolandbau ist mineralischer Stickstoffdünger nicht erlaubt. Das Unterpflügen der Kleepflanzen führt jedoch zu Ammoniakemissionen sowie zum Ausstoß der Klimagase Methan und Lachgas. Mit dem flüssigen Dünger auf Basis fermentierten Kleegrases verringert sich dieser Ausstoß: Die Landwirte bringen den Dünger also klimaschonend und ohne Ertragsverluste auf die Felder.

09.07.2006   Quelle: UBA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Heizölmarkt: Schlechte Aussichten auf fallende Preise

Nach Ansicht der FastEnergy GmbH, eines Online-Vermittlungsportals im deutschen und österreichischen Heizölmarkt, stehen die Chancen auf deutlich fallende Heizölpreise derzeit schlecht. Trotz relativ guter Lagerbestände und einer sich beruhigenden politischen Situation in wichtigen Ölförderländern wie dem Iran, Nigeria und Venezuela würden die Preise nicht nachgeben, heißt es in der Pressemitteilung.  "Der Rohöl- und somit auch der Heizölmarkt ist, wie auch andere Rohstoffmärkte von einem stetigen Nachfragewachstum, vornehmlich aus China und Indien geprägt" so Josef Weichslberger, Mitbegründer und Geschäftsführer der FastEnergy GmbH. "In einem derartigen Umfeld werden gute Nachrichten ignoriert und schlechte umso höher gewichtet", so der Marktexperte weiter.


Iran-Konflikt und Hurrikan-Saison im Golf von Mexiko lassen höheren Ölpreis erwarten

Bereits das ganze Jahr über stehe der Ölmarkt im Zeichen des schwelenden Iran-Konfliktes. Würden die Lieferungen aus dem viertgrößten Ölförderland der Welt auch nur zum Teil ausfallen, sei dies nur sehr schwer zu kompensieren und die Folge wären stark steigende Preise. Außerdem sei im Golf von Mexiko die Hurrikan-Saison angebrochen, welche - wie im letzten Jahr - die für die USA äußert wichtige Öl-Infrastruktur im Südosten des Landes gefährden könnte. All dies bringe Unsicherheit in die Märkte, die sich bekanntlich als so genannte Risikoprämie in höheren Preisen niederschlage.

FastEnergy rät den Verbrauchern, sich regelmäßig über die aktuellen Heizölpreise zu informieren und auch den Preisverlauf der letzten Jahre nicht außer Acht zu lassen (www.fastenergy.de/heizoel-charts.htm). "Wer im letzten Jahr zum richtigen Zeitpunkt bei einer durchschnittlichen Partiegröße von 3000 Litern zum optimalen Zeitpunkt gekauft hatte, konnte bis zu 600 Euro sparen" rechnet Weichslberger vor.

08.07.2006   Quelle: FastEnergy GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Biomasse- und Pelletfeuerungsanlagen: Online-Produktvergleich erleichtert Auswahl

Ob private oder gewerbliche Verbraucher, die stetig steigenden Energiekosten bei Strom und Gas führen immer öfter zur Überlegung, eine günstigere Lösung zu suchen. Die Suche nach Alternativen zur Öl- oder Gasheizung erleichtert das Internet-Portal rencomp.net seit Mai 2006. Ein umfangreicher Produktvergleich von Biomasse- und Pelletfeuerungsanlagen biete eine objektive Übersicht über inzwischen 106 Produkten, heißt es in der Pressemitteilung der rencomp GmbH.  Dieses Angebot sei bisher einmalig in Deutschland.


Anfragen gehen direkt an Unternehmen

Dabei könne der Interessent interaktiv seine Suche durch eine Vorauswahl und eine Detailauswahl gestalten. Die Vorauswahl ermögliche es zum Beispiel den Hersteller einer Anlage, die Leistung oder den gewünschten Brennstoff zu definieren. Die Detailauswahl erlaube es auch den Wirkungsgrad als Entscheidungskriterium auszuwählen. Auch die Baugröße sei eine wichtige Entscheidungsgrundlage beim Einbau einer neueren Feuerungsanlage in Altbauten. Anfragen zu den Anlagen sendet rencomp per Kontaktformular direkt an Unternehmen, die bereit gewesen waren, ihre Anlage in den Vergleich einzubeziehen.

08.07.2006   Quelle: rencomp GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Studiengang Energie- und Umweltmanagement schneidet hervorragend ab

Prof. Dr. Olav Hohmeyer
Prof. Dr. Olav Hohmeyer

Gleich zwei Rankings in unterschiedlichen Publikationen belegen, dass der Flensburger Studiengang Energie- und Umweltmanagement, kurz EUM, zu den Besten im Wirtschaftsingenieurwesen gehört.
Die Zeitschrift Karriere nahm den Studiengang EUM neu in ihr Ranking auf; er schaffte es dort auf Anhieb unter die ersten Zehn (Ausgabe 6/2006). Sehr positiv wurde der gemeinschaftliche Studiengang der Universität Flensburg und der Fachhochschule Flensburg auch im Studienführer der ZEIT bewertet.
  Dort gehört EUM in drei von vier Bewertungssparten zur Spitzengruppe - was sehr selten in dieser Studie vorkommt. Seit dem Wintersemester 1997/98 gibt es den Studiengang EUM; an der Universität Flensburg ist er am Institut für Internationales Management angesiedelt. Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen, Recht und Politik stehen auf dem Lehrprogramm. Prof. Dr. Olav Hohmeyer leitet den Studiengang. Er macht mehrere Gründe aus, die zu diesem Erfolg geführt haben. Ein Erfolg, der sich nicht nur auf das Ranking beschränke. Denn die Qualität der Ausbildung habe sich herumgesprochen; es gebe weitaus mehr Bewerber als Studienplätze.


Menschen für eine nachhaltige Energieversorgung ausbilden

Zu den Gründen des guten Abschneidens sagt Prof. Dr. Hohmeyer: "EUM ist anders als vergleichbare Studiengänge, und wir haben ihn bewusst anders gestaltet. Er ist problem-, nicht fachwissenschaftlich orientiert. Das Problem ist schnell erklärt: "Was wir im Energiebereich machen, ist nicht nachhaltig. Und wenn wir so weitermachen, fahren wir die Welt an die Wand!" Deshalb, so der Ökonom weiter, müsse man Menschen ausbilden, die später in ihrem Berufsleben dazu beitragen, die Krise abzuwenden. Den Studierenden in Flensburg sei das Problem bewusst - und deshalb seien sie entsprechend motiviert. Dies wirke sich auch positiv auf das Studium aus, so Hohmeyer. Ein weiterer Stützpfeiler des Erfolgs sei die konsequente internationale Ausrichtung. Erhebliche Anteile der Lehre halten die Dozenten in englischer Sprache ab. Zudem ist ein einsemestriger Auslandsaufenthalt für die Studierenden bindend vorgeschrieben. "Den hohen Praxisbezug erreichen wir vor allem durch eine halbjährige Facharbeit in einem Unternehmen", erklärt Hohmeyer.


Rückgang der fossilen Energieressourcen fordert umdenken

Und so seien die Absolventen auf dem Arbeitsmarkt sehr beliebt. Energiekonzerne und Regierungsbehörden gehören zu den Arbeitgebern. Der Rückgang der fossilen Energieressourcen und der Klimawandel führe dazu, dass die Menschen und die Energiekonzerne umdenken müssen und dies auch tun, so Prof. Dr. Hohmeyer. Zum Wintersemester 2006/07 soll der Studiengang Energie- und Umweltmanagement auf einen Bachelor und Master EUM umgestellt werden. Dann soll auch die Syddansk Universitet wieder zu den Kooperationspartnern gehören.

08.07.2006   Quelle: Universität Flensburg, Institut für Internationales Management   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Universität Flensburg

 

BSW: Photovoltaik-Industrie wächst – Preise sinken

Deutschland ist auf dem Weg, Japan auch bei der installierten Solarstrom-Leistung zu überholen.
Deutschland ist auf dem Weg, Japan auch bei der installierten Solarstrom-Leistung zu überholen.

Nach aktuellen Branchenerhebungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) setzt sich der dynamische Wachstumskurs der deutschen Photovoltaik-Industrie weiter fort. So verzeichneten die sechs deutschen Solarzellenhersteller innerhalb der ersten vier Monate diesen Jahres einen Produktionszuwachs von 79 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.  Bereits 2005 konnte die Produktion gegenüber dem Vorjahr um 67 Prozent gesteigert werden. "Durch Technologievorsprung und gute politische Rahmenbedingungen wachsen Deutschlands Solarzellen-Hersteller deutlich schneller als die ausländische Konkurrenz. Deutschlands Solarindustrie gewinnt kontinuierlich Weltmarktanteile dazu", kommentiert BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig die Entwicklung. In den vergangenen fünf Jahren sei der Weltmarktanteil installierter Solarzellen nach BSW-Angaben bereits von unter 10 Prozent auf über 25 Prozent ausgebaut worden.

Vom weltweit wachsenden Photovoltaikmarkt profitiere laut BSW vor allem die deutsche Wirtschaft. Derzeit entstehen in der Bundesrepublik über zehn neue Solarfabriken mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 500 Millionen Euro. Die meisten Neuansiedlungen erfolgen in Ostdeutschland, vor allem in Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Preise von Solarstromanlagen sinken um durchschnittlich fünf Prozent

Als weiteres Indiz für eine positive Branchenentwicklung wertet der BSW die jüngsten Zahlen zur Preisentwicklung. In den vergangenen sechs Monaten seien die Großhandelspreise für Photovoltaik-Systeme laut einer Verbandserhebung um rund fünf Prozent gesunken. Die Ursachen hierfür sieht Körnig in Produktivitätszuwächsen, der sich abzeichnenden Entspannung bei der Siliziumversorgung und dem gestiegenen Wettbewerb. Aber auch die jährliche Senkung der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung zeige inzwischen Wirkung.

"Die gemeinsamen Ziele von Politik und Wirtschaft werden eingelöst: Deutschland wird Weltmarktführer bei einer der wichtigsten Schlüsseltechnologien und auf einem gewaltigen Exportmarkt der Zukunft. Gleichzeitig sinken die Kosten und die Technologie wird in absehbarer Zukunft wettbewerbsfähig", so Körnig.

07.07.2006   Quelle: BSW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW
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Sunways AG: neuer Aufsichtsratsvorsitzender, Management verstärkt

Sunways-Solarzellen
Sunways-Solarzellen

In der Aufsichtsratssitzung der Konstanzer Sunways AG
(ISIN DE0007332207, ISIN DE000A0BNPN0) am 05. Juli 2006 hat Dr. Roland R. Bahr (62) nach siebenjähriger Tätigkeit seine Aufgaben als Vorsitzender des Aufsichtsrates mit Wirkung zum 01. August 2006 an Professor Heinz W. Bull (67) übergeben. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
  Prof. Bull gehört dem Aufsichtsrat des Herstellers von Solarzellen und Wechselrichtern bereits seit drei Jahren an. Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates bleibt Otto Mayer (59). "Ich gehöre dem Aufsichtsrat seit sieben Jahren an und möchte mich künftig stärker auf meine Ausschusstätigkeit konzentrieren", so Dr. Bahr.


Ralph Kienzler neu im Vorstand

In der gleichen Aufsichtsratsitzung wurde Ralph Kienzler (48) mit Wirkung zum 05. Juli 2006 zum weiteren Mitglied des Vorstandes bestellt. Kienzler war bereits im Jahr 2003 als Interimsmanager bei Sunways tätig und bringt langjährige Erfahrung aus Leitungsfunktionen in verschiedenen Produktionsbetrieben der Automobilzulieferer- und Maschinenbaubranche mit. Seit Januar 2006 ist er als Einkaufs- und Produktionsleiter bei der Sunways AG tätig. Die Sunways AG plant zudem die Bestellung eines Finanzvorstandes noch im laufenden Jahr. Firmengründer und Vorstandsvorsitzender Roland Burkhardt (48) begrüßte diese Schritte vor dem Hintergrund des Unternehmenswachstums: "Unser Unternehmen wird von der Ausweitung der Management-Kompetenz nachhaltig profitieren", so Burkhardt.

07.07.2006   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG, Fotograf: Ferit Kuyas, Zürich (CH)
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Frankreich: Salon für erneuerbare Energien mit 35% mehr Ausstellern

Der vierte "Salon für erneuerbare Energien" fand vom 15. bis 17. Juni 2006 in Paris statt. Diese Veranstaltung sei zu einem Schlüsselereignis geworden, bei dem die Nutzung aller erneuerbaren Energien (thermische und photovoltaische Sonnenenergie, Holz- und Windenergie, Erdwärme, kleine Wasserkraft, Biogas, Biotreibstoff) und die Kontrolle der Energienutzung entdeckt werden konnten. Das berichtet das Bulletin Wissenschaft Frankreich der französischen Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz.  In diesem Jahr habe der Salon für erneuerbare Energien mit 140 Ausstellern und 14.000 Besuchern einen starken Zuwachs erfahren (35% mehr Aussteller und 31% mehr Besucher als 2003).

Der Salon für erneuerbare Energien wird in Partnerschaft mit acht Akteuren organisiert, die durch ihre Stellung auf dem Markt große Bedeutung erlangt haben: die französische Organisation für Umwelt- und Energiewirtschaft (ADEME), die Gewerkschaft erneuerbare Energien (SER), der Verbindungsausschuss für erneuerbare Energien (CLER), die französische Föderation für Gebäude (FFB), das CAPEB, das Netzwerk der regionalen Agenturen für Energie und Umwelt (RARE), Rhônalpenergie Environnement sowie die Vereinigung für Klimafragen in Frankreich (UCF).


243.000 Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren in Frankreich möglich

Der französische Markt wächst laut Bulletin Wissenschaft Frankreich stetig und die Zahl der Innovationen nehme immer mehr zu. Die Nachfrage nach Informationen und Lösungen von Seiten der Benutzer und der Installateure sei sehr groß gewesen. Einige Studien schätzen das Potenzial der erneuerbaren Energien bis 2010 auf eine Million Arbeitsplätze in Europa (Eurec Agency) und 243.000 Arbeitsplätze allein in Frankreich (Bericht der Mitre–Monitoring and modelling Initiative on the targets for renewable energy).

Weitere Informationen: http://www.actu-environnement.com/idx_ae.php4

07.07.2006   Quelle: Wissenschaft-Frankreich, Nr. 102; 28. Juni 2006; Französische Botschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SolarMarkt AG PV-Montage jetzt auch mit Klemmsystem

Einklicken des Nutensteins erspart mühsames Schrauben.
Einklicken des Nutensteins erspart mühsames Schrauben.

Neben dem PV-Montagesystem AluTec hat die SolarMarkt AG auf der Intersolar ein eigens entwickeltes Klemmsystem präsentiert. Jeweils vier Klemmplatten und Schrauben mit extrem hohen Auszugskräften verbinden das Modul fest mit den horizontalen Tragprofilen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Ein Gewindekanal beschleunige die Montage und mache Hammerkopfschrauben und Ähnliches entbehrlich.  Für Handwerker besonders wichtig: Der Akkuschrauber lasse sich problemlos von vorne und von oben ansetzen. Die Profil-Geometrie mit statischem Nachweis nach DIN 1055 garantiere hohe Stabilität bei geringem Gewicht und Materialeinsatz.


Zusätzlich preisgünstig sei die Neuentwicklung des Freiburger Solarhandelshauses, weil beim Klemmsystem nur zwei Horizontalschienen nötig seien. Alle Teile aus Edelstahl und Aluminium sind laut SolarMarkt AG korrosionsbeständig. Und weil der Abstand zwischen den Modulen nur acht Millimeter betrage, ergebe sich eine gleichmäßig schöne Moduloberfläche. Das Klemmsystem profitiere von den Vorteilen, die auch das Einlegesystem AluTec bei der Montage bietet: Tragprofil und Dachhaken werden mittels rostfreiem Nutenstein bequem miteinander verschraubt. Eine eingebaute Kugelfelder verhindert, dass der Nutenstein beim Zurechtlegen der Schiene verrutscht. Dank Kugelfeder lässt sich der Nutenstein einfach von Hand verschieben. Der bauamtlich zugelassene Dachhaken aus Aluguss ist besonders leicht und schützt auch unter Extrembedingungen Solarmodul und Dachziegel zuverlässig.

Im Praxistest der Fachhochschule Südwestfalen gaben Edelstahlhaken bereits bei einer Belastung von 170 kg um 10 Millimeter nach, der neue Alugusshaken erst ab 310 kg. Bei normalen Schneeverhältnissen rechne man lediglich mit einer maximalen Schneelast von etwa 75 kg pro Quadratmeter, so die SolarMarkt AG.

07.07.2006   Quelle: SolarMarkt AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarMarkt AG
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Solar-Silizium: WACKER baut Produktion in Burghausen weiter aus

Granulares Solarsilizium
Granulares Solarsilizium

Die Wacker Chemie AG will bis Ende 2009 ihre Polysilizium-Produktion am Standort Burghausen um weitere 4.500 Tonnen pro Jahr auf dann 14.500 Jahrestonnen ausbauen. Dies hat der Münchner Chemiekonzern am 28.06.2006 beschlossen. Mit dieser Erweiterung trage WACKER dem weltweit steigenden Bedarf an polykristallinem Reinst-Silizium Rechnung. Ausgelöst werde der Nachfrageschub vor allem von der Solarindustrie, die das Silizium für die Herstellung von Solarzellen benötigt.  Durch bereits laufende Erweiterungsmaßnahmen steige die Nennkapazität von derzeit etwa 5.500 Tonnen Polysilizium pro Jahr bis Anfang 2008 voraussichtlich auf rund 10.000 Jahrestonnen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.


Weiteres Wachstum des Solarmarktes erwartet

Erstes Polysilizium aus der jetzt beschlossenen, so genannten "Ausbaustufe 7" soll im 4. Quartal 2008 zur Verfügung stehen. Die volle Kapazität der neuen Anlage werde voraussichtlich Ende 2009 erreicht. WACKER hat nach eigenen Angaben für diese Ausbaumaßnahme Investitionen von rund 300 Millionen Euro vorgesehen. Durch die neue Anlage entstehen voraussichtlich etwa 270 Arbeitsplätze. WACKER sieht für die kommenden vier Jahre ein weiteres Wachstum des Solarmarktes voraus. Für den Polysiliziumbedarf der Solarindustrie lasse dies zweistellige jährliche Steigerungsraten erwarten. Auch für die Elektronikindustrie rechnet das Unternehmen mit einem fast zweistellig steigenden Polysiliziumbedarf.


Maßgeblicher Beitrag zum beschleunigten Wachstum der Solarindustrie

"Die jetzt beschlossene Erweiterung ist ein weiterer Meilenstein in der Umsetzung unserer Strategie für das langfristige profitable Wachstum des Konzerns ", sagte Dr. Peter-Alexander Wacker, Vorsitzender des Vorstands der Wacker Chemie AG. "Wir sind derzeit der weltweit zweitgrößte Hersteller von Polysilizium und streben in diesem Bereich die Marktführerschaft an. Bis Ende 2009 wollen wir unsere Produktionskapazitäten für Polysilizium nahezu verdreifachen. Wir sehen dies gleichzeitig als einen maßgeblichen Beitrag zum beschleunigten Wachstum der Solarindustrie", so der Konzernchef.

Seit mehr als 50 Jahren produziert WACKER im oberbayerischen Burghausen hochreines polykristallines Silizium für die Halbleiterindustrie. Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Solarsilizium hat WACKER POLYSILICON seine Produktion Schritt für Schritt ausgebaut und beliefert seit sechs Jahren verstärkt auch die Photovoltaikindustrie.

06.07.2006   Quelle: Wacker Chemie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wacker Chemie AG
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Solarzentrum Kienberg installiert 25.400 Liter-Speicher

Speicheraufstellung im Solarzentrum Kienberg.
Speicheraufstellung im Solarzentrum Kienberg.

Nur 20 Minuten reine Arbeitszeit erforderte das Aufstellen des 25.400 Liter-Solarspeichers in dem neuen Bürogebäude des Heizungs- und Solarfachbetriebes "Zukunft Sonne" in Kienberg. In wenigen Minuten wurde der Pufferspeicher des Schweizer Herstellers Jenni angehoben und in seine aufrechte Position gebracht. "Wir sind gut im Plan", freute sich Peter Wühr von Zukunft Sonne. Baubeginn war Mitte April, jetzt sind die Maurerarbeiten mit dem neuen Wärmedämmziegel Poroton T8 abgeschlossen, in Kürze beginnen die Zimmererarbeiten. Ende August sollen zirka 97 Quadratmeter Sonnenkollektoren montiert werden, die das "Solarzentrum Kienberg" zu 90 Prozent solar heizen werden.
 
Mit der installierten Kollektorfläche könnte das Gebäude sogar ausschließlich solar beheizt werden, betont Peter Wühr. Zu Demonstrationszwecken soll die Restenergie für die Heizung jedoch mit Pellets erzeugt werden. Das Brauchwasser wird mit einem Frischwassermodul erwärmt.

Fassade liefert Solarwärme, Dach komplett mit Solarstrommodulen belegt

Die Solarwärme wird nicht vom Dach kommen, sondern von der Fassade und einer aufgeständerten Fläche im Freigelände. Auf dem Nord- und Süddach wird der Fachbetrieb, dessen Geschäftsführer Gerhard Weiße vor 26 Jahren seinen ersten Sonnenkollektor montierte, Solarmodule zur Stromerzeugung installieren. Auf der Nordseite werden dies ausschließlich Dünnschichtmodule sein. Diese zeichnen sich durch einen deutlich geringeren Siliziumbedarf als die herkömmlichen polykristallinen Solarmodule aus. Außerdem können sie auch auf Nordflächen montiert werden.

06.07.2006   Quelle: Zukunft Sonne GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Zukunft Sonne GmbH
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MHH Solartechnik GmbH präsentiert optimiertes Photovoltaik-Montagesystem

PV-Montage mit MHHnovotegra.
PV-Montage mit MHHnovotegra.

Das Tübinger Systemhaus MHH Solartechnik GmbH hat sein Montagesystem MHHalutegra weiterentwickelt und in vielen Punkten optimiert. Dabei sei die bewährte Klemmtechnik beibehalten und in der Ausführung deutlich optimiert worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Ergebnis heißt MHHnovotegra, der neue Dachhaken trägt den Namen MHHversotec.
 
MHHnovotegra ist laut Hersteller ein flexibles Montagesystem, das eine einfache Montage mit einer hohen Stabilität vereint und auch bei extremen Belastungen Wind und Wetter standhält. Der neue Dachhaken MHHversotec besteht aus einem Grundprofil und einem Bügel, der in das Grundprofil eingeschraubt wird. "MHHversotec ist zweifach höhenverstellbar und extrem stabil – die Revolution unter den Dachhaken!", heißt es in der MHH-Pressemitteilung. MHHnovotegra erleichtere die Montage von Solarstromanlagen und biete zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für fast alle Schrägdacharten.

Die neuen Schienen können universell als Modultrageschiene oder für den Kreuzschienenverband eingesetzt werden. Pro Verbindung wird nur eine Schraube und eine Mutter benötigt und eine direkte und zentrische Lasteinleitung erreicht, was sich besonders beim Einsatz von Stockschrauben auszeichne. Die beiden Kammern im Inneren der Schiene sorgen für eine höhere Stabilität und vermindern Torsionen. Dazu bietet die MHHnovotegra-Schiene ausreichend Platz für Kabel und größere Langlöcher für noch mehr Montagespielraum. Die Modulklemmen und Endwinkel haben Kontaktrillen zur besseren Fixierung und gleichzeitigen Erdung der Module zum Gestell und sind bereits fertig vormontiert.


Größeres Grundprofil und zweiter Bügel für hohe Schneelasten

Der Dachhaken MHHversotec besteht aus einem Grundprofil und einem Bügel. Dieser Bügel wird in das Grundprofil eingeschraubt und ist zweifach höhenverstellbar. So werde die Anpassung an verschiedene Latten- und Ziegelhöhen sowie bei unebenen Modulfeldern noch einfacher, betont MHH. Bei hohen Schneelasten könne Sie ein größeres Grundprofil verwendet und ein zweiter Bügel eingeschraubt werden. Damit werde die Stabilität des gesamten Systems erhöht. Die Produkteinführung soll im Herbst 2006 erfolgen, MHHnovotegra und MHHversotec werden ab Oktober 2006 lieferbar sein.

06.07.2006   Quelle: MHH Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: MHH Solartechnik GmbH
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Solar-Fabrik AG zieht eindrucksvolle Bilanz für Intersolar-Auftritt

Solar-Fabrik-Fassade mit 575 m² Solarstrommodulen.
Solar-Fabrik-Fassade mit 575 m² Solarstrommodulen.

Für ihre Beteiligung an der diesjährigen Intersolar zieht die Freiburger Solar-Fabrik AG eine sehr positive Bilanz. So sei die Zahl der neuen Messekontakte gegenüber dem Vorjahr um mehr als 10% erhöht worden, dabei habe der Anteil qualifizierter Export-Kontakte überproportional zugenommen. Auf der Intersolar entstanden zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten im technischen Bereich.
 
Besonderes Interesse bei den Besuchern habe die strategische Neuausrichtung der Solar-Fabrik, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Pünktlich vor Messebeginn hatte die Solar-Fabrik ihre Neupositionierung als Solarkonzern verkündet, der auf sämtlichen Stufen der solaren Wertschöpfungskette aktiv ist. "Auf der INTERSOLAR ist die Nachfrage nach unseren hochwertigen Solarsystemen und -komponenten erneut deutlich gestiegen", zieht Vorstandsvorsitzender Georg Salvamoser Bilanz. "Mit unserem neuen Auftritt als Solarkonzern konnten wir den Ausbau unseres Vertriebsnetzes erfolgreich vorantreiben. Vor allem mit zahlreichen internationalen Geschäftspartnern gab es hervorragende Kooperationsanbahnungen im Vertriebs- und Technikbereich. Diese Angebote werden wir jetzt sorgfältig prüfen", so Salvamoser weiter.

Die Intersolar 2006 fiel zusammen mit dem 10jährigen Jubiläum der Solar-Fabrik, bei dem die Neuausrichtung als integrierter Solarkonzern im Vordergrund steht. Mit dem Kauf des Waferhandelshauses GEWD in Malaysia und mit den Beteiligungen im Bereich Waferaufbereitung und Zellenfertigung in Indien und Singapur hat die Solar-Fabrik als ursprünglich reiner Modulhersteller nun die gesamte solare Wertschöpfungskette integriert. "Die Engpässe in der Materialversorgung sind Vergangenheit. Wir werden unsere Modulproduktion in diesem Jahr um mehr als 50% steigern", unterstreicht Georg Salvamoser. Nach den Plänen der Solar-Fabrik AG soll der Umsatz von zirka 51 Millionen Euro im Jahr 2005 in diesem Jahr auf rund 80 Millionen Euro steigen.

06.07.2006   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar-Fabrik AG.
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Offshore-Windenergie: 400 MW-Hochseewindpark Nordsee genehmigt

Am 5. Juli 2006 erhielt die Eos Offshore AG, ein Gemeinschaftsunternehmen von innoVent (Varel) und WPD (Bremen) die Genehmigung für den Offshore-Windpark "Hochsee Windpark Nordsee" durch das Hamburger Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). 90 km nördlich von Borkum plant die Eos Offshore AG die Errichtung von 80 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 400 Megawatt (MW) in einer Wassertiefe von 39 Metern.  
Der Standort sei relativ weit entfernt von der Küste gewählt worden, um die Auswirkungen auf Schiffssicherheit und Vogelzug so gering wie möglich zu halten, heißt es in einer Pressemitteilung der WPD AG. "Außerdem kann es bei diesem Projekt auch keine Diskussionen über das Landschaftsbild geben", so Projektleiter Mark Schneider.


Investitionsvolumen rund eine Milliarde Euro

Neben den Belangen der Meeresumwelt und der Schiffssicherheit hatte das BSH die eingereichten Unterlagen einer umfangreichen Prüfung gemäß Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz (UVPG) unterzogen, berichtet die WPD AG. Für das so genannte Umweltmonitoring seien rund 100 Untersuchungsfahrten im Planungsgebiet durchgeführt worden. Neben dem Genehmigungsverfahren beim BSH sei zunächst auch die Beteiligung von 55 Trägern öffentlicher Belange mit positivem Ergebnis abgeschlossen worden, so dass nunmehr genehmigungsrechtlich die Hürden für eine erfolgreiche Realisierung des Projektes genommen wurden. Das Investitionsvolumen wird laut WPD AG rund eine Milliarde Euro betragen.

05.07.2006   Quelle: WPD AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Erneuerbare Energien: Stabiles Geschäftsklima, positiver Export

Die Stimmung in der Branche der erneuerbaren Energien hat sich im Juni 2006 in Deutschland kaum verändert, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in einer Pressemitteilung. Der entsprechende Index des IWR stieg für den Monat Juni auf 102,3 Punkte (Mai: 101,2 Punkte). Im Vergleich zum Vormonat Mai beurteilten die Unternehmen die aktuelle Geschäftssituation zwar schlechter, schätzten allerdings ihre Aussichten mit Blick auf ein halbes Jahr optimistischer ein.  "Positiv stimmen insbesondere das aktuell sehr gute Exportgeschäft der Unternehmen sowie die anhaltend guten Perspektiven für das internationale Geschäft mit regenerativen Energietechniken," sagte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch.

Weitere Informationen zum Geschäftsklima-Index unter http://www.iwr.de/geschaeftsklima

05.07.2006   Quelle: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Strom aus gebündeltem Licht: Baubeginn für Solarturm Jülich

Solarturm-Anlage CESA-1 der des DLR im spanischen Almeria.
Solarturm-Anlage CESA-1 der des DLR im spanischen Almeria.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat das geplante solarthermische Turmkraftwerk in Jülich als Meilenstein auf dem Weg zur weltweiten Markteinführung dieser Zukunftstechnologie bezeichnet. "Dieses Projekt schließt die Lücke zwischen Entwicklung und kommerzieller Anwendung", so Gabriel. Der Startschuss für den Bau des Solarturms fiel am 04.06.2006 auf einer Pressekonferenz in Jülich, an der neben der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Christa Thoben Vertreter des Bundesumweltministeriums sowie der Stadt Jülich teilnahmen.
 
Ein rund 20.000 Quadratmeter großes Spiegelfeld – vergleichbar mit der Größe von drei Fußballfeldern – wird die Sonnenstrahlen auf einen Empfänger an der Spitze des 50 Meter hohen Solarturms bündeln. Die so entstehenden hohen Temperaturen werden zur Dampferzeugung genutzt und von einer Turbine schließlich in Strom umgewandelt.

Die Technologie für den Solarturm wurde entwickelt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Kraftanlagen München GmbH (KAM) und in mehreren Vorläuferprojekten durch das Bundesumweltministerium (BMU) unterstützt. Die Kosten in Höhe von rund 22 Millionen Euro werden gemeinsam von den Stadtwerken Jülich und den Ländern Nordrhein-Westfalen und Bayern getragen. Überdies beteiligt sich das Bundesumweltministerium mit 3,7 Millionen Euro. Das BMU hat die Entwicklung solarthermischer Kraftwerke in den vergangenen fünf Jahren mit rund 30 Millionen Euro gefördert.

Da solche Kraftwerke auf direkte Sonneneinstrahlung angewiesen sind, eignen sie sich in erster Linie für den Einsatz in sonnenreichen Ländern. Dort sind Technologien zur solarthermischen Stromerzeugung bereits auf dem Vormarsch. In Spanien und den USA sind beispielsweise mehrere Parabolrinnenkraftwerke in Planung oder bereits in Bau. Neben der Turmtechnologie sind diese eine weitere Form solarthermischer Stromerzeugung.

05.07.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DLR
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Applied Films liefert Solarzellen-Produktionsanlagen an Q-Cells-Tochter

Mikrokristalliner Siliziumfilm unter dem Elektronenmikroskop.
Mikrokristalliner Siliziumfilm unter dem Elektronenmikroskop.

Wie bereits Anfang Juni 2006 bekanntgegeben, erhielt Applied Films einen Großauftrag über Produktionssysteme für mikromorphe Dünnschichtsolarzellen. Im Rahmen des Vertrags bestellte der Kunde, Brilliant 234, ein 100%iges Tochterunternehmen des Solarzellenherstellers Q-Cells, drei integrierte Vakuumbeschichtungssysteme zur Produktion mikromorpher Solarzellen. Mit den Systemen werden die TCO-Frontkontaktschicht, das lichtabsorbierende Schichtsystem (a-Si/µc-Si) und der Rückseitenkontakt aufgebracht.
 
Dieser Auftrag sei ein großer Erfolg für die richtungweisende Solarzellenproduktionstechnologie von Applied Films, die das Potenzial für eine bedeutend höhere Leistungsfähigkeit von Solarzellen biete und die wirtschaftliche Produktion von großflächigen Dünnschichtzellen ermögliche, heißt es in der Pressemitteilung von Applied Films.


Wachstum durch Kommerzialisierung von Dünnschicht-Technologien

"Mit Applied Films haben wir einen Schlüssel-Anlagenlieferanten gefunden, der eindeutig zu den Technologie- und Innovationsführern in der Solarzellenherstellung zählt", so Anton Milner, Vorstand der Q-Cells AG. "Wir setzen unseren Wachstumskurs nahtlos fort, der uns in nur fünf Jahren in die absolute Weltspitze der Solarzellenhersteller gebracht hat. Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Technologie und Produktionsprozesse sind die Grundpfeiler unseres Erfolges. Dabei geht es sowohl um unsere Kerntechnologie für Siliziumwafer-basierte Hochleistungs-Solarzellen als auch die Kommerzialisierung von Dünnschicht-Technologien. Die große Expertise von Applied Films in Vakuumbeschichtungsprozessen für großflächige Substrate wird ein entscheidender Faktor für uns sein, unsere ehrgeizigen Ziele in den nächsten Jahren zu erreichen", so Milner weiter.


1,4 Quadratmeter große Dünnschichtmodule

Die mikromorphe Technologie wird als überlegenes Verfahren für die Produktion von Dünnschichtsolarzellen gesehen. Damit hergestellte Zellen weisen aufgrund ihrer verbesserten spektralen Empfindlichkeit einen höheren Wirkungsgrad gegenüber amorphen Solarzellen auf. Mit der Produktionstechnologie von Applied Films können Module mit einer Substratfläche von 1,4 Quadratmetern hergestellt werden (1,5 m x 0,9 m). Das rechteckige Substratformat erlaubt eine hohe Flexibilität beim Design der Module, die entweder für hohe Spannungen/niedrige Ströme oder für niedrige Spannungen/hohe Ströme ausgelegt werden können. Darüber hinaus können Solarzellenhersteller mit dem Produktportfolio von Applied Films die Leistungsfähigkeit ihrer Solarzellen maximieren, indem sie die Parameter der TCO-Beschichtung im Zusammenspiel mit den Eigenschaften der lichtabsorbierenden Schicht und der Rückseitenkontaktschicht anpassen. Dieser Ansatz wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Photovoltaik am Forschungszentrum Jülich entwickelt.

Applied Films ist unter dem Kürzel AFCO an der US-amerikanischen Technologiebörse NASDAQ notiert und hat vor kurzem eine Vereinbarung mit Applied Materials (AMAT) zur Übernahme von Applied Films unterzeichnet.

05.07.2006   Quelle: Applied Films   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Applied Films
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BMU hört Verbände und Unternehmen zur Förderung der Erneuerbaren im Wärmemarkt an

Im Dialog mit der Öffentlichkeit sucht das Bundesumweltministerium (BMU) nach den besten Wegen, erneuerbare Energien im Wärmebereich ökologisch sinnvoll und ökonomisch effizient zu nutzen. Im Rahmen dieses Konsultationsprozesses fand am 03.06.2006 im BMU eine zentrale Anhörung von Verbänden und Unternehmen statt. Vorschläge und Stellungnahmen können auch im Internet abgegeben werden. 
Den "schlafenden Riesen" wecken

Aufgrund ihres großen Potentials werden erneuerbare Energien im Wärmebereich oft als "schlafender Riese" bezeichnet, betont das BMU. Hierzu zähle die Nutzung der Erdwärme ebenso wie die Installation von Solarwärmeanlagen auf Dächern oder Einsatz von Biomasse aus der Land- und Forstwirtschaft. Langfristig könne etwa die Hälfte des Energiebedarfs für Wärme in Deutschland aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.


Den Ausbau erneuerbarer Energien im Wärmebereich nachhaltig fördern

Das allerdings kann laut BMU nur mit Instrumenten gelingen, die den Ausbau erneuerbarer Energien im Wärmebereich nachhaltig fördern. In ihrem Koalitionsvertrag haben die Regierungsparteien vereinbart, die Marktpotentiale erneuerbarer Energien im Wärmebereich besser zu erschließen, um ihren Anteil am gesamten Energieverbrauch in Deutschland zu steigern – von heute 5,4 Prozent auf 10 Prozent bis zum Jahr 2020.

Der Fragenkatalog des BMU zur Förderung der Erneuerbaren im Wärmemarkt findet sich unter http://www.bmu.de/erneuerbare_energien/aktuell/content/37156.php

05.07.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Fußball-WM-Projekt "Green Goal": Mutiger Ansatz und verpasste Chance

Solarstromanlage auf dem Dach des Stadions in Kaiserslautern.
Solarstromanlage auf dem Dach des Stadions in Kaiserslautern.

"Ein Schritt in die richtige Richtung", lobt Prof. Dr. Werner F. Schulz vom Lehrstuhl für Umweltmanagement der Universität Hohenheim die Initiative "Green Goal". Darin verwirklicht die FIFA erstmals ein Umweltkonzept zur Fußball-WM mit ehrgeizigen Zielen. Eine aktuelle Studie des Lehrstuhls für Umweltmanagement belege jedoch auch, dass die FIFA durch schlechte PR die Chance verschenkte, das Konzept bekannt zu machen und den Umweltschutz aktiv zu fördern, heißt es in der Pressemitteilung der Universität Hohenheim.
 
Gemeinsam mit dem Öko-Institut hatte die FIFA erstmals messbare Ziele für mehr Umweltschutz vereinbart. Unter anderem soll die laufende WM klimaneutral sein, weniger Strom und Wasser verbrauchen als andere Sportgroßveranstaltungen und so wenig Abfall wie möglich produzieren.


Solaranlagen für Fußballstadien

Vieles wurde umgesetzt: die Stadien erhielten Versickerungsanlagen, Regenwasserzisternen oder Solaranlagen. Stadionkarten enthalten Tickets für öffentliche Verkehrsmittel, ein Teil der Klimabelastungen wird durch Klimaschutz-Projekte abgefedert. Laut einer Umfrage des Lehrstuhls ist das Projekt allerdings gerade bei drei Prozent der Bevölkerung bekannt. "Dabei hätte gerade eine emotionsintensive Großveranstaltung wie die Fußballweltmeisterschaft die Chance geboten, viel für ein neues Umweltbewusstsein zu tun", zitiert Prof. Dr. Schulz aus seinen Forschungsprojekten zur Umweltkommunikation. "Hier hat sich die FIFA leider selbst ins Abseits gestellt", so Prof. Schulz


Kunstprojekt "Global Goal" am 7./8. Juli 2006 in Stuttgart

Als Beispiel, wie sich Sport, Nachhaltigkeit und Kommunikation besser vereinbaren lassen, ist Prof. Dr. Schulz eine ungewöhnliche Kooperation mit Aktionskünstler Hermann-Josef Hack eingegangen: "Mit dem Kunstprojekt Global Goal am 7./8. Juli 2006 in Stuttgart zeigen wir Alternativen, wie Umweltkommunikation Spaß machen, Emotionen ansprechen und Nachhaltigkeit in den Köpfen bewirken kann."

Weitere Informationen unter
http://greengoal.fifaworldcup.yahoo.net/de/home/- FIFA Green Goal http://www.globalgoal.de - Kunstprojekt Global Goal

04.07.2006   Quelle: Universität Hohenheim, Lehrstuhl für Umweltmanagement   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Energiedach GmbH
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SFV fordert Gewinn bringende Einspeisevergütungen für Erneuerbare

Im schwarz-roten Koalitionsvertrag sei eine Überprüfung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) bezüglich der "wirtschaftlichen Effizienz der einzelnen Vergütungen" bis 2007 vorgesehen, erinnert der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV). Der Verein, auf dessen Idee der kostendeckenden Vergütung das EEG in seiner Grundstruktur aufbaut, sieht eine solche Überprüfung als dringend erforderlich an. Wenn Deutschland wirklich von den konventionellen Energien unabhängig werden wolle, müssten die Kapitalströme zu den erneuerbaren Energien umgelenkt werden. "Dazu brauchen wir gewinnbringende Einspeisevergütungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz", heißt es in einem SFV-Rundbrief. 
Energiekosten-Vergleich soll "Verteidigung der Energie-Nachschublinien" und "soziale Verwerfungen" berücksichtigen

Zur energiepolitischen Realität zählten inzwischen einige Erkenntnisse, die bei der Formulierung der jetzigen Fassung des EEG noch nicht Allgemeingut gewesen seien, so der SFV. Dazu gehöre besonders die Erkenntnis, dass die weitere Nutzung der konventionellen Energien nicht nur zu ungeahnten Klimaschäden führe, sondern dass das Ende des Erdgases und das Ende des Erdöls und die sich daraus ergebenden Gefahren für den Weltfrieden bereits jetzt sichtbar seien. Eine der vordringlichsten Aufgaben deutscher Politik müsse es angesichts der Weltlage sein, so rasch wie möglich und so weit wie möglich unabhängig von ausländischen Energielieferungen zu werden - ohne dabei die Klimakatastrophe weiter anzuheizen, fordert der SFV. Das bedeute einen energischen Ausbau aller erneuerbaren Energien, ein Crash-Vermeidungsprogramm, bei dem andere Regeln gelten dürften als im Wirtschaftsleben üblich. Es betreffe besonders die Kosten des Programms: Diese dürften nicht mehr rückwärts gewandt im Vergleich mit den bisherigen Kosten der konventionellen Energieversorgung beurteilt werden. Angebracht sei vielmehr ein Vergleich mit den überhaupt nicht abschätzbaren immensen Kosten bei der so genannten Verteidigung der Energie-Nachschublinien oder bei der Beseitigung sozialer Verwerfungen, wenn der Import von Energie plötzlich um das Mehrfache teurer werde.


Wirtschaftliche Effizienz neu definieren

Der im Koalitionsvertrag verwendete Begriff "wirtschaftliche Effizienz der einzelnen Vergütungen" müsse deshalb anders ausgelegt werden als das früher üblich gewesen sei. "Wirtschaftliche Effizienz bedeutet nicht mehr, dass die Ziele des EEG mit möglichst geringen Kosten gerade so eben erfüllt werden", so der SFV. Allzu leicht werde übersehen, dass es sich bei den EEG-Zielen um eine nach oben offene Vorgabe handle. Aus gutem Grund fordere Paragraph 1 des EEG, das Gesetz solle dazu beitragen, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2010 auf mindestens 12,5 Prozent und bis zum Jahr 2020 auf mindestens 20 Prozent zu erhöhen. Das Wort "mindestens" werde leicht überlesen, betont der SFV. Es gebe den Entscheidungsträgern die Freiheit, entsprechend der wirtschafts- und energiepolitischen Notwendigkeiten zu reagieren.

Das Ausbautempo, welches die erneuerbaren Energien im Strombereich seit dem Jahr 2002 vorgelegt hätte, zeige, dass ein erheblich höheres Wachstum möglich sei als zur Erreichung der Mindestziele notwendig, wenn die Einspeisevergütung ausreichend hoch angesetzt werde. Es zeige aber auch, dass erheblich höhere Ausbauziele erreicht werden könnten als die Mindestziele. Das sei auch dringend notwendig, denn bei der Sicherung der politischen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit brauche Deutschland höchstmögliche Effizienz.


Wenn Gewinne als Anreiz gedacht sind, ist ihre "Mitnahme" eine Selbstverständlichkeit

"Höhere Einspeisevergütungen haben eine höhere wirtschaftliche Effizienz, sie werden dennoch abgelehnt. Sie würden zu 'Gewinnmitnahmen' führen, heiße es scheinheilig, und sogar die Freunde der erneuerbaren Energien zuckten angesichts dieses Vorwurfs zurück", so der SFV auf seinen Internetseiten. Über Gewinne zu sprechen, sei hier noch immer ein Tabu. Dabei sei der Vorwurf der Gewinnmitnahme "eigentlich absurd". Das EEG arbeite mit Gewinnanreizen und berücksichtige damit eine der mächtigsten Triebfedern des wirtschaftlichen Handelns. Deshalb sei das EEG ja auch so erfolgreich. Wenn Gewinne als Anreiz gedacht seien, sei ihre "Mitnahme" aber eine Selbstverständlichkeit, betont der SFV. Und überall im Wirtschaftsleben werde der Einsatz von Kapital durch die Aussicht auf Gewinne gesteuert.

04.07.2006   Quelle: Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Don Cato UmWeltmeister 2006 ausgezeichnet: SunTechnics belohnt Sieger mit Solaranlage

D-Jugend des SC Winkum.
D-Jugend des SC Winkum.

Die Jugendfußballmannschaften der Vereine SC Winkum, SSV Eichelhardt und SV Rheinwacht Stürzelberg wurden am 01.07.2006 in Goslar als Sieger der Don Cato UmWeltmeisterschaft 2006 gekürt. Als Erstplatzierter erhält der SC Winkum aus Niedersachsen von SunTechnics eine schlüsselfertig installierte Solarwärmeanlage im Wert von rund 6.000 Euro, so dass in Zukunft alle Vereinsmitglieder nach Spiel und Training mit umweltfreundlich erwärmtem Wasser duschen können; berichtet die Hamburger SunTechnics GmbH in einer Pressemitteilung.
 
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und SunTechnics Geschäftsleiter Jörg Schreiber überreichten der niedersächsischen D-Jugend-Fußballmannschaft die Auszeichnung einschließlich eines Gutscheins für die Solaranlage. "Mit der neuen Solaranlage können die Vereinsmitglieder zukünftig erleben, wie Erneuerbare Energien im Alltag die Umwelt schonen", erklärte Schreiber. "Wir freuen uns, dass wir mit der Anlage einen Beitrag leisten können, das Verständnis der Jüngsten für einen sorgsamen Umgang mit der Umwelt zu fördern", so Schreiber weiter.


Über 30.000 Kinder für die Umwelt aktiv

Der Luchs "Don Cato" ist das Maskottchen des Wettbewerbs. "Unabhängig davon, wer Fußball-Weltmeister wird, der Pokal für vorbildlichen Umwelt- und Naturschutz wird schon an diesem Wochenende vergeben", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Für ihre herausragenden Umweltaktivitäten werden die drei Mannschaften mit einem Umwelt- und Fußball-Erlebniswochenende im Harz sowie drei von insgesamt 50 WM-Fan-Paketen belohnt. Der Bundesumweltminister dankte den mehr als 30.000 Kindern, die sich zusammen mit ihren Trainern und Eltern seit 2002 mit Don Cato für die Umwelt engagiert haben. Für die Wettbewerbsrunde 2006 hatten sich bundesweit über 660 Vereine mit ihren Jugendmannschaften in der Altersgruppe 6 bis 12 Jahre angemeldet.

Kinder für den Umweltschutz zu begeistern und zu ökologischem Handeln zu motivieren, ist das Ziel der Don Cato UmWeltmeisterschaft. Veranstalter des bundesweiten Wettbewerbs ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Als Partner unterstützen der Deutsche Fußballbund (DFB) und die Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Aktion. Über 660 Vereine hatten sich mit ihren Jugendmannschaften in der Altersgruppe 6 bis 12 Jahre für die Don Cato UmWeltmeisterschaft 2006 angemeldet. Der aus Vertretern des Bundesumweltministeriums, der BUNDjugend und SunTechnics bestehenden Jury sei es sehr schwer gefallen, aus den zahlreichen und qualitativ hochwertigen Einsendungen die Siegerteams auszuwählen, heißt es in der Pressemitteilung.

04.07.2006   Quelle: SunTechnics GmbH; BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics GmbH
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Solarparc AG kauft eigene Aktien und platziert Wind- und Solar-Projekte

Die Solarparc AG (ISIN: DE0006352537) leitet ein Aktienrückkaufprogramm ein. Damit mache das Unternehmen von der Ermächtigung Gebrauch, bis zu 600.000 eigene Aktien zu erwerben, so die Solarparc AG in einer Pressemitteilung. Die Hauptversammlung vom 23. Mai 2006 hatte der Gesellschaft bis Ende 2007 das Recht eingeräumt, bis zu 10 Prozent des Grundkapitals an der Börse oder über ein öffentliches Angebot zu erwerben.   Die Solarparc AG hat nach eigenen Angaben ferner vier Windkraftanlagen in Weilerswist/Eifel an einen institutionellen Investor veräußert. Die Standorte seien von der Solarparc AG bis zur Baureife entwickelt worden, und gingen nun zu Konditionen, über welche die Partner Stillschweigen vereinbart hätten, an den Investor über. Insgesamt verfüge die Solarparc AG noch über weitere 20 gesicherte Windkraftprojekte in Nordrhein-Westfalen, welche die Gesellschaft derzeit weiter entwickle.


Baubeginn für 1,8 MW-Solarpark in Bayern

Nach Erteilung der Baugenehmigung habe die Solarparc AG zudem mit dem Bau eines nachgeführten Solarparks im bayerischen Salching begonnen. Der Solarpark mit einer Leistung von 1,8 MW werde ebenfalls über einen institutionellen Anleger platziert.

04.07.2006   Quelle: Solarparc AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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REpower Systems AG verkauft 56 Windkraftanlagen in die USA

Die REpower Systems AG (WKN 617703) steht kurz vor dem Eintritt in den US-amerikanischen Markt: Bereits 2007 sollen 56 Windenergieanlagen vom Typ MM92 mit einer Leistung von jeweils 2 Megawatt (MW) an den Projektentwickler enXco, eine US-Tochtergesellschaft von EDF Energies Nouvelles, geliefert werden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  Darüber hinaus sei eine Option auf weitere 19 Anlagen vom gleichen Typ vereinbart worden. Der Einstieg in den US-Markt sei REpower durch eine mit dem Wettbewerber GE geschlossene Lizenzvereinbarung hinsichtlich der gegenseitigen Nutzung von mehreren Patenten möglich. enXco will die Windenergieanlagen an der Westküste der Vereinigten Staaten errichten. Das REpower-Entwicklungszentrum in Rendsburg (Schleswig-Holstein) habe eine technische Lösung für eine 60 Hz-Version der MM92 erarbeitet, die den Anforderungen des amerikanischen Stromnetzes entspricht.

"In Anbetracht der hervorragenden Beziehung zwischen unserem Mutterunternehmen und REpower in Europa war REpower die logische Wahl für enXco, um die Nachfrage nach Windkraftanlagen auf dem US-Markt zu bedienen. Dies ermöglicht es uns, noch vor Ablauf der verlängerten Frist von Steuerbegünstigungen für Windenergieanlagenprojekte in den USA (PTC) mehr Projekte umzusetzen und so unseren ehrgeizigen Entwicklungsplan zu erfüllen", unterstreicht Tristan Grimbert, Präsident und COO von enXco. "REpower gehört zu den Premiumherstellern von Windkraftanlagen. enXco wiederum verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung auf dem US-Windenergiemarkt; unser Know-how sowohl im Bereich Betrieb als auch Service & Wartung wird REpower für einen erfolgreichen US-Markteinstieg von großem Nutzen sein", so Grimbert weiter.

"Durch das generelle Umdenken in der amerikanischen Energiepolitik – weg vom Öl, hin zu alternativen Energien – sind die USA jetzt für die Windenergie ein großer und attraktiver Markt", erläutert Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender der REpower Systems AG und ergänzt: "Die getroffene Lizenzvereinbarung mit GE ist Grundlage für eine erfolgreiche Wachstumsstory in den USA. Dort sind die Dimensionen traditionell eine Nummer größer – dazu passt, dass unser erstes US- Projekt gleichzeitig der größte Einzelauftrag in der Geschichte REpowers ist."

Die Anlagen sollen ausschließlich am REpower-Produktionsstandort in Husum gefertigt und von dort aus zur Verschiffung – entweder über Brunsbüttel oder Hamburg – vorbereitet werden. Da es sich um ein reines Liefergeschäft handle, sei ein Gefahrenübergang ab Schiffskante vereinbart worden. Die Türme sämtlicher Anlagen werden laut REpower in den USA gefertigt.

03.07.2006   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarmodul-Hersteller aleo solar AG: Börsen-Erstnotiz für 14. Juli geplant

Am 14. Juli 2006 sollen die Wertpapiere der aleo solar AG unter der ISIN DE000A0JM634 zum ersten Mal im Amtlichen Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden. Der Streubesitz werde nach dem Börsengang bis zu 68 Prozent betragen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die aleo solar AG mit Vertrieb in Oldenburg (Niedersachsen) und Fertigung in Prenzlau (Brandenburg) will vom 3. Juli bis 13. Juli 2006 auf einer internationalen Roadshow den Investoren das Unternehmen vorstellen.  Voraussichtlich vom 10. bis 13. Juli 2006 können Anleger ihre Kaufangebote abgeben. Die Preisspanne werde im Rahmen eines "Decoupling-Verfahrens" ermittelt.

aleo solar entwickelt, produziert und vertreibt Solarmodule und -systeme auf Basis von Siliziumzellen für den deutschen und internationalen Photovoltaikmarkt. Im brandenburgischen Prenzlau unterhält das Unternehmen eine der größten und modernsten Produktionsstätten für Solarmodule in Europa mit einer Produktionskapazität von 90 Megawatt. Die aleo solar Gruppe zeichne sich durch ein starkes Wachstum bei gleichzeitig hoher Rentabilität aus, heißt es in der Pressemitteilung. 2005 betrug die EBIT-Marge nach Angaben des Unternehmens 13,8 Prozent. Im Geschäftsjahr 2005 hat aleo einen Umsatz in Höhe von 106,9 Millionen Euro (Vorjahr: 80,8 Millionen Euro) und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern EBIT von 14,7 Millionen Euro (Vorjahr: 10,6 Millionen Euro) erzielt. Zum 31. Dezember 2005 beschäftigte das Unternehmen 227 Mitarbeiter.


Zusätzliche Mittel zum Ausbau der Marktposition und zur Sicherung des Bezugs von Siliziumzellen

"Ziel von aleo ist, das ertragsstarke Wachstum der letzten Jahre konsequent fortzusetzen und die starke Position auf dem deutschen Markt weiter zu festigen und auszubauen", sagt Jakobus Smit, Vorstand der aleo solar. Das Unternehmen wolle die Geschäftsaktivität internationalisieren, um die Kundenstruktur zu erweitern. Dabei werde sich aleo solar vor allem auf Europa konzentrieren. Im Fokus stünden die europäischen Wachstumsmärkte Spanien und Italien. Derzeit werde in Spanien eine eigene Produktionsstätte aufgebaut. Der Markteintritt in Italien ist mit einer Vertriebsorganisation noch in 2006 geplant. Bei erfolgreichem Geschäftsanlauf strebe aleo an, auch in Italien Produktionskapazitäten aufzubauen. "Die Gesellschaft beobachtet sehr aufmerksam, wie sich die Förderung von Photovoltaikanlagen in weiteren europäischen Ländern entwickelt. Bei günstigen Rahmenbedingungen werden wir frühzeitig und systematisch auch diese Märkte erschließen", so Heiner Willers, ebenfalls Vorstand von aleo.

Ein Teil des Emissionserlöses soll der Sicherung des Bezugs von Siliziumzellen dienen, insbesondere für notwendige Vorauszahlungen. Weiterhin beabsichtigt aleo, das Produktportfolio zu erweitern. Dazu gehört die Aufnahme von leistungsstarken Dünnschicht-Solarmodulen. Um Zugriff auf hochwertige Dünnschicht-Solarmodule zu haben, hat sich der Solarmodul-Spezialist an der Johanna Solar Technology GmbH (Brandenburg) beteiligt. Darüber hinaus plant das Unternehmen weitere Beteiligungen und Investitionen im Photovoltaikbereich.


Ausgabe von bis zu 7.033.061 Stückaktien

Insgesamt sollen bis zu 7.033.061 Stückaktien angeboten werden. Von den zu platzierenden Aktien stammen bis zu 2.850.400 Stückaktien aus einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage. Weitere bis zu 4.182.661 Stückaktien stammen aus dem Eigentum von Altaktionären (davon 917.355 im Rahmen einer möglichen Mehrzuteilung), von welchen mehr als 75 Prozent aus dem Eigentum der S.M.D. Beteiligungsgesellschaft mbH kommen, die zur Hannover Finanz Gruppe gehört. Die Transaktion wird von COMMERZBANK CORPORATES & MARKETS (Globaler Koordinator und Sole Bookrunner), HVB Corporates & Markets und Berenberg Bank begleitet. Die Angebotsbedingungen ergeben sich aus dem am 29. Juni 2006 durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten Prospekt, der auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht ist und bei aleo solar (Osterstr. 15 in 26122 Oldenburg) sowie den Konsortialbanken zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten wird.

03.07.2006   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SolarWorld AG übernimmt Shell-Siliziumaktivität und steigt in solare Weltspitze auf

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) vollzog mit Wirkung zum 1. Juli 2006 die Übernahme der solaren Siliziumaktivität der Shell-Gruppe, berichtet SolarWorld in einer Pressemitteilung. Seit diesem Datum zählen alle betreffenden ehemaligen Shell-Assets im Bereich kristalliner Solarsiliziumtechnologie rechtlich zum SolarWorld-Konzern und firmieren unter dem Namen SolarWorld, so das Unternehmen weiter. Mit der Integration dieser etablierten internationalen Solaraktivitäten steige die SolarWorld AG zu einem der drei größten Solarstromanbieter der Welt auf.  "Nach dem Closing der Übernahme ist die SolarWorld AG in den weltweit wachstumsstärksten Solarregionen mit eigenen Produktions- und Vertriebsaktivitäten präsent", sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG. "In den USA, die mit Blick auf die zahlreichen neuen Foerderprogramme wie in Kalifornien vor einem solaren Boom stehen, sind wir nun zum größten Produzenten von Solarstromtechnologien aufgestiegen."

Vereinbarung mit Shell über Lieferungen für ländliche Elektrifizierung

Daneben werde die SolarWorld AG deutlich stärker als bisher in Asien und Afrika vertreten sein, heißt es in der Pressemitteilung. Dazu trage eine Vereinbarung bei, welche die SolarWorld AG mit der Shell-Gruppe zur Lieferung von Solarstromequipment für die ländliche Nachfrage in Asien und Afrika geschlossen habe. Das Volumen der bis 2008 reichenden Übereinkunft bewege sich im zweistelligen Millionen Dollar Bereich. "SolarWorld goes rural. Für die SolarWorld AG ist das der Einstieg in das Geschäft mit netzunabhängigen Solarstromanwendungen", so Frank H. Asbeck weiter. "Damit bringen wir die Solarenergie dahin, wo sie unter Entwicklungsaspekten am meisten Sinn macht. Denn gerade die weniger entwickelten Länder liegen im Sonnengürtel der Erde, wo sich Solarenergie besonders effizient nutzen lässt. Solarstrom kann so für Millionen von Frauen und Männern zum Motor einer nachhaltig wirtschaftlichen Entwicklung werden", betont Asbeck. Konkret gehe es im "rural business" um die Versorgung ländlicher Strukturen, die sich fern vom zentralen Stromnetz befinden. Dazu zählen zum Beispiel kleinere Solaranlagen, die Strom für die Beleuchtung oder zum Betrieb elektrischer Geräte liefern, genauso wie geschlossene solare Versorgungskonzepte für Schulen und Krankenhäuser. Netzferne Solarmodule sorgen auch für die Stromversorgung von abgelegenen Telekommunikationseinrichtungen und Überlandpipelines.

SolarWorld-Expansion geht weiter

Die neue SolarWorld Industries America verfügt in den USA über zwei Produktionsstandorte: in Vancouver im US-Staate Washington zur Herstellung von Siliziumkristallen und in Camarillo/Kalifornien eine integrierte Solarsiliziumwafer-, -zell- und -modulproduktion. Neue Vertriebsbüros in Singapur und Süd-Afrika komplettieren die internationale Positionierung des SolarWorld-Konzerns. In Deutschland kommen die ehemalige Shell-Solarzellenfertigung in Gelsenkirchen sowie der Standort in München dazu. "Die SolarWorld wird auch nach der Integration der neuen Standorte ihre Position in den internationalen Solarstrommärkten kontinuierlich ausbauen. Unser globaler Expansionskurs geht weiter vor dem Hintergrund eines auch langfristig zu erwartenden kräftigen Marktwachstums", stellt SolarWorld-Chef Frank H. Asbeck heraus.

03.07.2006   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Europas Verbraucher setzen auf Solarwärme statt Öl und Gas

Share of Solar Thermal Market in Europe 2005.
Share of Solar Thermal Market in Europe 2005.

Bedingt durch die hohen Öl- und Gaspreise entscheiden sich die Verbraucher immer häufiger für Solarwärme zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung. Das berichtet die Europäische Solarwärmeindustrievereinigung ESTIF anlässlich der neuesten Daten zum Solarwärmemarkt in Europa. Im Jahr 2005 wurden laut ESTIF knapp 1.400 Megawatt Solarwärmeleistung (MWth) in Europa neu installiert – das entspricht einer Kollektorfläche von etwa zwei Millionen Quadratmetern und bedeutet eine Steigerung um 26 % gegenüber dem Vorjahr.
 
In Frankreich wurde die Zahl der neu installierten Sonnenkollektoren im vergangenen Jahr sogar mehr als verdoppelt, sie wuchs um 85 MWth.


Erfreuliche Entwicklung in mehreren Teilmärkten

"Wir freuen uns sehr über die Entwicklung des Europäischen Marktes", sagt ESTIF-Generalsekretär Uwe Brechlin. "Die traditionell führenden Märkte – Deutschland, Österreich und Griechenland – haben sich 2005 alle gut entwickelt und nun registrieren wir ebenso erfreuliche Entwicklungen in mehreren Märkten mit hohem Potenzial, beispielsweise Frankreich und Spanien", fügt Brechlin hinzu. Ende 2005 erreichte die installierte Gesamtleistung in der EU (einschließlich der Schweiz) 11.175 MWth (15,9 Millionen Quadratmeter Kollektorfläche).


Baupflicht für Solarwärmeanlagen in Spanien

Auf der Grundlage jüngster Markterhebungen erwartet ESTIF, dass das Jahr 2006 mit einem Wachstum von 20 % oder stärker enden wird. Erfreut berichtet der Solarwärmeindustrieverband, dass mehrere europäische Regierungen neue Solarwärme-Förderprogramme eingeführt haben. Spanien sei sogar einen Schritt weiter gegangen, indem es eine Baupflicht für Solarwärmeanlagen in Neubauten eingeführt hat. Damit schaffe Spanien stabile Rahmenbedingungen als Voraussetzung für ein langfristiges Wachstum der Solarthermie. ESTIF ermutigt alle Regierungen, die solare Heizung und Kühlung zu unterstützen, um den Verbrauch herkömmlicher fossiler Brenstoffe zu minimieren.

03.07.2006   Quelle: ESTIF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SunTechnics Gesamtenergielösungen jetzt auch mit Wärmepumpen

SunTechnics-Wärmepumpe STH-NR-G-10.
SunTechnics-Wärmepumpe STH-NR-G-10.

Steigende Kosten für Öl und Gas lassen den Bedarf nach alternativen Energieträgern und ganzheitlichen Versorgungskonzepten wachsen. Für die Unabhängigkeit von fossilen Ressourcen bietet die Hamburger SunTechnics GmbH ihren Kunden jetzt auch innovative Gesamtenergielösungen mit Wärmepumpen. Die Komplettsysteme werden nach einer ausführlichen Beratung vor Ort für den individuellen Bedarf ausgelegt und auf Wunsch auch mit solarer Unterstützung von SunTechnics schlüsselfertig installiert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
Hausbesitzer können so ihr Haus künftig ohne den Einsatz von Öl oder Gas heizen und kühlen sowie Warmwasser für Küche und Bad bereitstellen. Für eine rundum wirtschaftliche und nachhaltige Lösung sei hier auch die Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage attraktiv, da so selbst die geringe Betriebsenergie der Wärmepumpen durch erneuerbare Energien produziert werden kann.


Amortisation in sieben bis neun Jahren

"Unsere Kunden profitieren mit einer solchen innovativen Gesamtlösung, die wir auf Basis einer ganzheitlichen Energieberatung entwickeln, optimal von der Nutzung Erneuerbarer Energien", sagt Martina Petersen, Geschäftsführerin von SunTechnics. Eine Wärmepumpe mit sieben Kilowatt Leistung decke bereits den Energiebedarf einer vierköpfigen Familie in einem Neubau mit einer Wohnfläche von rund 130 Quadratmetern. Eine Familie spare damit jährlich bis zu 70 Prozent der Energiekosten ein. Schon in sieben bis neun Jahren habe sich die Investition amortisiert.


Optionale Erweiterung zur aktiven und passiven Kühlung

Die SunTechnics Wärmepumpen-Serien bieten Hausbesitzern höchsten Wohnkomfort durch eine optimale Versorgung mit Energie aus Außenluft oder Erdreich. Die Erschließung der Erdwärme erfolgt über das effiziente und Platz sparende Verfahren der Direktverdampfung mittels horizontal ins Erdreich verlegter Rohre oder durch vertikal gebohrte Erdsonden. Auf Wunsch kann diese Lösung um einen Baustein zur aktiven und passiven Kühlung erweitert werden — so ist auch im Sommer für eine optimale Klimatisierung der Wohnräume gesorgt. Die Installation aller Systeme erfolgt schlüsselfertig inklusive der Erschließung der jeweiligen Energiequelle. Die Wärmepumpen sind je nach Bedarf in verschiedenen Leistungsklassen von fünf bis 21 Kilowatt zu erhalten und damit sowohl für Neubauten als auch für den nachträglichen Einbau im Rahmen einer Sanierung bestens geeignet.


Kombination mit Solarwärmeanlage sorgt für bessere Energieausbeute

Dank ihrer kompakten Bauweise lassen sich die Systeme auch in beengte Raumverhältnisse optimal installieren. Für eine noch bessere Energieausbeute können die Komplettlösungen zudem problemlos mit einer Solarwärmeanlage verbunden oder flexibel um Zusatzfunktionen erweitert werden. So nutzt beispielsweise ein Abluftmodul zusätzlich die in Hauswirtschafts- oder Nassräumen gespeicherte Wärmeenergie in der Luft und sorgt damit gleichzeitig für eine ideale Be- und Entlüftung des Hauses. Eine zentrale Regelung, über die bis zu vier verschiedene Energiequellen gleichzeitig bedient werden können, ermöglicht eine einfache und komfortable Steuerung des Gesamtsystems. Ein intelligentes Fernüberwachungssystem gewährleistet zudem ein kontinuierliches Anlagenmonitoring.

03.07.2006   Quelle: SunTechnics GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics GmbH
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Würth Solar produziert ab Herbst CIS-Solarmodule in Großserie

CIS-Solarmodul von Würth Solar.
CIS-Solarmodul von Würth Solar.

Die Würth Solar GmbH & Co. KG wird im Herbst 2006 die so genannte CISfab in Schwäbisch Hall eröffnen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Als weltweit erstes Unternehmen werde Würth Solar dann CIS-Solarmodule in Großserie herstellen. Würth Solar will bei Vollauslastung der CISfab ab 2007 jährlich rund 200.000 CIS-Solarmodule produzieren. Dies entspricht einer Produktionskapazität von 14,8 MW.
 
Derzeit arbeiten 320 Menschen Tag und Nacht auf der Baustelle, damit die Produktion von CIS-Solarmodulen in der CISfab nach neunmonatiger Bauzeit planmäßig anlaufen kann. "Das Bauvorhaben ist bereits abgeschlossen. Aktuell werden die ersten Maschinen in der CISfab montiert, so dass wir bereits im August einen ersten Probebetrieb starten können", sagt Karl-Heinz Groß, Geschäftsführer von Würth Solar.


Vorteile bei schwachen Lichtverhältnissen und hohen Temperaturen

Würth Solar setzt mit der CIS-Technologie auf eine zukunftsträchtige Entwicklung der Photovoltaik. CIS ist eine Dünnschicht-Technologie, die auf der Verbindung aus den drei Stoffen Kupfer-Indium-Selen (CuInSe2) basiert. Im Gegensatz zum Großteil der bislang am Markt etablierten Module kommt diese Technologie ohne den knappen Rohstoff Silizium aus. Würth Solar ist nach eigenen Angaben Innovationsführer bei CIS-Solarmodulen. Diese sind hinsichtlich einiger zentraler Kennziffern mit Silizium-Modulen vergleichbar: Bereits vor Beginn der Großserienproduktion habe sich der Wirkungsgrad der CIS-Module von Würth Solar auf einem Wert von über 11 Prozent stabilisiert, so das Unternehmen. Auch in Punkto Energieertrag haben CIS-Solarmodule schon heute oft einen Vorteil gegenüber den klassischen Solarmodulen auf Silizium-Basis: Vor allem bei schwachen Lichtverhältnissen - beispielsweise bei aufliegender Schneelast - aber auch in Gebieten mit vielen Sonnenstunden und hohen Temperaturen liefern die CIS-Module bereits bessere Werte.


60 neue Arbeitsplätze in der CISfab

"Durch den deutlich früheren Beginn einer Großserienproduktion wird Würth Solar die Innovationsführerschaft nicht nur halten, sondern sogar noch ausbauen", prognostiziert Groß. Würth Solar ist ein Unternehmen der Würth Gruppe. Im Jahr 2005 beschäftigte Würth Solar rund 65 Mitarbeiter und verzeichnete einen Umsatz von 5,2 Millionen Euro. In den Bau der CISfab hat die Würth-Gruppe 55 Millionen Euro investiert, die höchste Einzelinvestition in der Geschichte der Gruppe. In der CISfab schafft Würth Solar rund 60 neue Arbeitsplätze. Ingesamt werden dann 125 Mitarbeiter für das Unternehmen arbeiten. Der Umsatz soll 2007 auf 42 Millionen Euro gesteigert werden.

03.07.2006   Quelle: Würth Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Würth Solar GmbH
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Evergreen Solar stellt neue Modulreihe vor

EverQ-Produktion in Thalheim.
EverQ-Produktion in Thalheim.

Der amerikanische Photovoltaikhersteller Evergreen Solar (Marlboro, Massachusetts) präsentierte auf der Intersolar 2006 seine "Spruce Line"-Module, eine vollkommen neue Produktreihe im Evergreen-Portfolio, die beinahe doppelt so leistungsfähig ist wie die herkömmlichen "Cedar Line"-Module von Evergreen. Der Erfinder der ressourcenschonenden "String-Ribbon"-Technologie stellt Wafer, Solarzellen und Module unter Anwendung dieses patentierten Verfahrens her. Wesentlicher Vorteil der String-Ribbon™-Technologie ist der im Vergleich zu konventionellen kristallinen Verfahren um bis zu 50 Prozent geringere Siliziumverbrauch.
 
"Mit Hilfe unserer ureigenen Fertigungstechnologie können wir dazu wesentlich ressourcenschonender als andere Hersteller produzieren", erklärt Terry Bailey, Senior Vice President von Evergreen Solar. "Vor allem in Zeiten anhaltender Siliziumknappheit ist das ein entscheidender Vorteil", so Bailey. Am 20.06.2006 hatten Q-Cells, Evergreen Solar und REC die erste Produktionsanlage der EverQ GmbH in Thalheim bei Wolfen (Sachsen-Anhalt) eingeweiht. Das Joint Venture EverQ werde die Exklusivproduktion der Spruce Line™-Module in der neuen Produktionsanlage in Thalheim (Sachsen-Anhalt) übernehmen. Bereits am Vortag der Intersolar 2006 referierte Evergreen Solar-Mitgründer Mark Faber beim 2. PV-Industry Forum über die innovative String Ribbon™ Technologie.


Module: bis 190 Watt; Wirkungsgrad bis zu 12,7 Prozent

Spruce Line™-Module sind laut Hersteller zuverlässig, vielfältig verwendbar und leicht zu installieren. Jedes Modul werde individuell getestet um sicherzustellen, dass beim Einsatz der Module die Nennleistung erreicht oder sogar übertroffen wird. Die Einhaltung des Branchenstandards EVA (Ethyl Vinyl Acetat) und die patentierte Tedlar™-Konstruktion machten die Solarzellen besonders strapazierfähig und zuverlässig. "Evergreen's Spruce Line™ Module rangieren mit bis zu 190 Watt und einem Wirkungsgrad von bis zu 12,7 Prozent unter den Besten in der Branche. Mit einer robusten Anschlussbox und vorinstallierten elektrischen Steckern eignen sich die Module ideal für großflächige Gitterverbindungen", heißt es in der Pressemitteilung.

02.07.2006   Quelle: Evergreen Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Evergreen Solar
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Paradigma liefert das 10.000ste AquaSystem aus

Mit dem AquaSystem können Hausherren künftig ihr Heim im Handumdrehen um eine Solaranlage ergänzen.
Mit dem AquaSystem können Hausherren künftig ihr Heim im Handumdrehen um eine Solaranlage ergänzen.

Pünktlich zur Intersolar 2006 konnte sich die Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG über ein rundes Jubiläum freuen: am 21. Juni wurde das 10.000ste AquaSystem aus deutscher Fertigung ausgeliefert. Das im Jahr 2004 eingeführte AquaSystem ist bis heute das einzige Solarwärme-System, das ganz ohne Frostschutzmittel funktioniert.
 

Erst im Mai berichtete Paradigma über die 1.000.000ste für den deutschen Markt produzierte Solarkollektorröhre. Im Rahmen des Paradigma-Partnertreffens war diese Vakuumröhre symbolisch als Auszeichnung an einen langjährigen Partnerbetrieb verliehen worden. Diese Erfolgsgeschichte setze Paradigma nun mit dem 10.000sten AquaSystem fort, das einen Tag vor Eröffnung der Intersolar von Paradigma ausgeliefert wurde, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.


Wasser statt Frostschutzgemisch im Solarkreis

Bereits bei seiner Einführung im Jahr 2004 besteche das AquaSystem durch die ebenso einfache wie geniale Erfindung, Wasser statt des üblichen Frostschutzgemisches einzusetzen. Eine ausgeklügelte Regelungseinheit sorge auch bei strengem Frost für einen einwandfreien Betrieb. Dies belegten auch die Erfahrungen der letzten beiden Winter. Im Jahr 2005 entwickelte sich das AquaSystem zum Verkaufsschlager. Mehrere Auszeichnungen wie zuletzt der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie verliehene "Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk 2006" honorieren die innovative Funktion des AquaSystems.


Edelstahlregister statt Kupferrohre im Kollektor

Und der Pioniergeist von Paradigma setze sich fort: So sei Paradigma das erste Unternehmen, dass für seine Solarkollektoren Edelstahlregister entwickelt hat. Bislang werden durchweg zwei Kupferrohre verwendet. Hintergrund dieser Neuerung sind die in der jüngsten Vergangenheit enorm gestiegenen Kupferpreise. Da die Verarbeitung von Edelstahl aufwändiger ist, sei dieser Materialwechsel für den Kunden zum heutigen Zeitpunkt kostenneutral, betont Paradigma. Das Unternehmen will sich jedoch frühzeitig von den aller Voraussicht nach auch künftig deutlich steigenden Rohstoffkosten abkoppeln. Zum jetzigen Zeitpunkt sind zwei Kollektortypen, die auch für das AquaSystem eingesetzt werden, mit den neuen Edelstahlregistern erhältlich.


AquaSystem erlaubt stufenweisen Einstieg in Warmwasserbereitung und solare Heizungsunterstützung

Weitere Innovationen, die auf der Intersolar erstmals vorgestellt wurden, sind ein neues Anschluss-Set, bei dem die Temperaturmessung direkt im Fluid erfolgt und dessen Vor- und Rücklauf eindeutig gekennzeichnet sind, sowie eine optimierte Solarstation mit geringerem Gewicht und einer integrierten Halterung für den Griff des Spül- und Befüllhahns. Das AquaSystem kann ohne weitergehende Umbauten an eine bestehende Heizungsanlage angeschlossen werden. Eine Aufrüstung mit zusätzlichen Kollektoren, zum Beispiel um neben der Warmwasserbereitung auch die Heizung zu unterstützen, ist jederzeit möglich. Seit Anfang des Jahres können Kollektoren zu Kollektorfeldern bis zu einer Größe von 30 m2 zusammengeschaltet werden. Durch die Möglichkeit des stufenweisen Einstiegs sei das AquaSystem für viele Hausbesitzer äußerst attraktiv. Denn so stünden sie nicht mehr vor der Entscheidung, direkt die gesamte Heizungsanlage austauschen zu müssen.

02.07.2006   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Paradigma
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Wagner & Co präsentiert mit Innovationspreis ausgezeichnetes Solar-Kompaktsystem

Solarkompaktsystem SECUSOL mit neuartiger Rückentleerungs-Technologie.
Solarkompaktsystem SECUSOL mit neuartiger Rückentleerungs-Technologie.

Auf der Intersolar 2006 präsentierte die Wagner & Co Solartechnik GmbH ihr SECUSOL-Solarkompaktsystem, das mit dem Innovationspreis 2006 ausgezeichnet wurde. Der "OTTI – Innovationspreis" wird von Forschung und Industrie an solarthermische Produkte verliehen, die sich durch besonders innovative technische Eigenschaften auszeichnen. Besonders hervorgehoben wurde, dass mit SECUSOL eine Vereinfachung der bisherigen Technologie erreicht wird. Daraus resultiere eine schnellere Installation und eine besonders sichere Betriebsweise, berichtet Wagner & Co in einer Pressemitteilung.
 
Das Solarkompaktsystem SECUSOL sei mit einer neuartigen Rückentleerung (Drain-Back-Technologie) ausgestattet. Sie gewährleiste einen besonders kompakten und sicheren Anlagenbetrieb für die solare Warmwasserbereitung und lasse sich besonders schnell und einfach installieren. Bei Pumpenstillstand läuft das Kollektorfeld leer und schützt das System vor Überhitzung und Frostschäden. Für zusätzliche Sicherheit sorge dabei das ungefährliche Wasser-Frostschutzgemisch in der SECUSOL-Solaranlage. Im Gegensatz zur bisherigen Drain-Back-Technologie werde SECUSOL nicht mit reinem Wasser gefüllt. Das Funktionsprinzip beschränke den Einsatz des Kompaktsystems bisher noch auf eine Anlagenhöhe bis 8,50 m und eine Gesamtleitungslänge bis zu 30m.


Verzicht auf Ausdehnungsgefäß, Schwerkraftbremse und Rückflussbehälter

Im Gegensatz zu herkömmlichen Anlagen kann laut Wagner & Co beim SECUSOL-System auf Bauteile wie beispielsweise das Ausdehnungsgefäß und eine Schwerkraftbremse verzichtet werden. Auch ein Rückflussbehälter, wie bei klassischen Drain-Back-Anlagen, sei nicht erforderlich. Zudem seien Solarregler, Solarpumpe und die Sicherheitseinrichtungen in den Speicherbehälter integriert. Auf eine Entlüftung des Solarkreislaufes könne völlig verzichtet werden. Für die Solarleitung werde ein einfach zu verlegendes Kupferrohr verwendet. Diese technischen Optimierungen führten gleichzeitig zu einer einfacheren und deutlich kürzeren Montage. Das System erreicht laut Hersteller eine sehr hohe Zuverlässigkeit bei minimalem Wartungsaufwand. Einen hohen Energieeintrag lieferten die beiden EURO-Flachkollektoren mit Ihrer Vakuum-Selektivbeschichtung und dem leistungssteigernden Antireflexglas. Unabhängige Leistungsmessungen am Institut für ZukunftsEnergieSysteme in Saarbrücken bestätigten dies.

02.07.2006   Quelle: Wagner & Co. Solartechnik GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Wagner & Co
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Solarboulevard: Mehr Ertrag mit nachgeführten Solarstromanlagen

Einachsige Nachführung für PV-Module.
Einachsige Nachführung für PV-Module.

Wer in Deutschland auf die Nachführung setzt, kann im Durchschnitt mit 25 bis 30 Prozent Mehrertrag gegenüber fest installierten Solarstromanlagen rechnen, berichtet das Verbrauchermagazin Solarboulevard in seiner Juli-Ausgabe. Zu Unrecht würden nachgeführte Solarstromanlagen nur mit großen Solarkraftwerken in Verbindung gebracht. Die effiziente Technik gebe es auch im kleineren Maßstab für den eigenen Garten oder für das Garagendach.
 
Die Marktvielfalt garantiere, dass die passende Nachführung praktisch für jeden Anwendungsfall zu haben sei, schreibt der Solarboulevard.


Bewegliche Solarstromanlagen folgen dem Lauf der Sonne

Die Solarstromanlage wird auf die Halterung (den "Nachführtisch") eines Gestells montiert. Das Gestell besteht aus einem Mast, dem Tisch und einer elektronischen Nachführung. Die Nachführung ist das Bindeglied zwischen Mast und Tisch. Sie führt die Solarstromanlage auf dem Nachführtisch dem Lauf der Sonne nach. Zweiachsige Systeme verändern die Position der Anlage horizontal und vertikal. Einachsige Systeme führen die Anlagen waagerecht der Sonne nach. Der Solarboulevard informiert, für wen sich die effiziente Technik lohnt, welche Nachführsysteme es gibt und vergleicht dazu 19 Anlagen, die am Markt angeboten werden unter http://www.solarboulevard.de

01.07.2006   Quelle: Solarboulevard   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BERNT LORENTZ GmbH & Co. KG
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Solarenergie für die Geowissenschaft - "EVEREST" versorgt Messstationen zuverlässig mit Strom

Geowissenschaftliche Messstation im Projekt
Geowissenschaftliche Messstation im Projekt "EVEREST".

Geowissenschaftliche Messstationen ganzjährig unter extremen Umweltbedingungen verlässlich und kostengünstig mit Strom zu versorgen, haben sich die Forscher im Verbundprojekt "EVEREST" zur Aufgabe gemacht. Zusammen mit 14 Forschungs- und Industriepartnern aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol/Italien entwickelt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE seit Januar 2006 modular aufgebaute hybride Energiesysteme.
 
Durch die Ergänzung von Solarstromanlagen und Batterien um Zusatzenergieerzeuger wie Generatoren oder Brennstoffzellen sollen geowissenschaftliche Messstationen an netzfernen Standorten kostengünstig und zuverlässig betrieben werden können.

Solarstrom für automatisch betriebene Messstationen

Die Hochwasserkatastrophe in Bayern und Ostdeutschland im Jahr 2002 oder die Tsunami-Katastrophe in Südostasien an Weihnachten 2004 haben es drastisch vor Augen geführt: Für verlässliche Wettervorhersagen und rechtzeitige Warnungen vor Naturkatastrophen wie Lawinen, Hochwasser oder Stürmen ist die rechtzeitige Ermittlung von genauen Umweltdaten unabdingbar. Messungen dieser Art werden heutzutage fast ausschließlich von automatisch betriebenen geowissenschaftlichen Messstationen ausgeführt. Weitab vom Stromnetz gelegen versorgen sich diese Stationen selbstständig und in der Regel durch ein Solarmodul.

Zahlreiche geowissenschaftlich gut geeignete Messstandorte können derzeit jedoch noch nicht erschlossen werden: Die notwendige Energie ist unter den gegebenen Umwelt- und Einsatzbedingungen entweder gar nicht oder nur mit nicht vertretbaren Kosten verfügbar. Ein Beispiel: An einer ausgesetzten Stelle in einem lawinengefährdeten Gebiet in den Alpen würde eine Windmessstation die Vorhersagewahrscheinlichkeit von Lawinenabgängen deutlich erhöhen. Die konventionelle Versorgung mit Solarstrom allein könnte den Energiebedarf der Station aber nicht ausreichend decken, da in Schlechtwetterperioden zusätzlich Energie zur Beheizung der Messsensoren benötigt wird. Die Folge sind saisonale Datenverluste.


Photovoltaik-Anlagen und Batterien plus Stirling-, Wind- oder thermoelektrische Generatoren sowie Brennstoffzellen

"Mit der Entwicklung von modularen hybriden Energiesystemen wollen wir erreichen, dass auch netzferne Messstandorte mit einem erhöhten Energiebedarf ganzjährig sicherer und kostengünstiger als bisher betrieben werden können", erläutert Matthias Vetter, Leiter des Projekts am Fraunhofer ISE. "Die in so genannten EVEREST-Boxen kombinierten hybriden Energiesysteme bestehen aus Photovoltaik-Anlagen und Batterien, die um Zusatzenergieerzeuger wie Stirling-, Wind- oder thermoelektrischen Generatoren sowie Brennstoffzellen ergänzt werden. "Dadurch können wir Messstationen mit einem Spitzenleistungsbedarf von bis zu 1 000 Watt versorgen", so Vetter weiter.

Herzstück des Systems ist ein innovatives Energiemanagementsystem (EMS), welches das Fraunhofer ISE zusammen mit der Elektronikfirma Pairan in Kassel entwickelt. Das EMS vernetzt die einzelnen Energieerzeuger miteinander und übermittelt Informationen über den Betriebszustand an den Betreiber der Messstation. Neben der Komponentenabstimmung und der Entwicklung des EMS bilden mehrmonatige Feldtests den dritten Schwerpunkt des Verbundprojekts.


Tests in den Alpen, im Schwarzwald und auf einer Meeresplattform

Um die Betriebssicherheit unter möglichst extremen Umwelt- und Einsatzbedingungen zu testen und zu optimieren, werden die EVEREST-Boxen in den Alpen, im Schwarzwald, in einem Flusstal sowie auf einer Meeresplattform betrieben. Die EVEREST-Boxen können in nahezu allen Bereichen der Messtechnik eingesetzt werden: Das Anwendungsspektrum reicht von geowissenschaftlichen Messstationen über Stationen zur Umweltbeobachtung, zur Waldschadensforschung und zur Klimaforschung bis hin zum Einsatz in anderen Branchen wie beispielsweise der Telekommunikation, der Verkehrstechnik oder der Sicherheitstechnik. Denn auch hier wächst der Bedarf an autarker Stromversorgung von technischen Anlagen ständig.

Das Projekt "EVEREST" wird gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium und hat ein Volumen von rund einer Million Euro.

01.07.2006   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer ISE
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Drei neue Wasserkraftwerke für China

Chinas Wirtschaft boomt - der Energiebedarf wächst. Gleichzeitig steigen die Preise für Öl ebenso wie für Kohle, Chinas derzeit wichtigster Energiequelle. Neue Kraftwerkskapazitäten sind daher notwendig, um den wachsenden Strombedarf zu decken. Die DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH finanziert jetzt ein weiteres Energie-Projekt in China mit: Sie gewährt der Yunnan Zhongda Yanjin Power Generation Company ein Darlehen in Höhe von 10,15 Millionen Euro mit einer Laufzeit von bis zu 15 Jahren.  Die DEG strebe verstärkt Neuzusagen zum Klimaschutz an, vor allem zur Förderung erneuerbarer Energien, heißt es in der Pressemitteilung. Das aktuelle Projekt umfasse den Bau und Betrieb von drei Laufwasserkraftwerken in Yanjin, einem Distrikt der Provinz Yunnan im Südwesten Chinas. Finanzierungspartner sind neben der DEG die Weltbanktochter IFC und die französische Proparco.


78 MW neue Wasserkraft-Leistung

Mehrheitsgesellschafter des Projektunternehmens ist die Zhejiang Zhongda Sanchuan Hydropower Development Company (Zhongda Hydro), als ausländischer Investor ist die FE Clean Energy Group beteiligt. Zhongda Hydro entwickelt, baut und betreibt kleine und mittlere Wasserkraftwerke. Ende 2005 gehörten Zhongda Hydro 14 solcher Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 58 MW. Weitere werden derzeit gebaut, darunter auch die drei, welche die DEG mitfinanziert. Diese werden eine Gesamtleistung von 78 MW haben und internationalen Technik- und Umweltstandards entsprechen.


Energieversorgung einer armen, wenig elektrifizierten Region verbessern

Mit dem Finanzierungsvorhaben leiste die DEG, einer der größten europäischen Entwicklungsfinanciers, einen entwicklungspolitisch wichtigen Beitrag zur Diversifizierung der Stromerzeugung in China hin zu erneuerbaren Energien, betont die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft. Zudem würden die drei neuen Wasserkraftwerke die Energieversorgung in einer armen, wenig elektrifizierten Region im Südwesten Chinas verbessern.

Für die Nutzung erneuerbarer Energien hat die DEG nach eigenen Angaben bereits acht Wind- und Wasserkraftwerke mit Finanzierungen in Höhe von 60 Millionen Euro in Asien und Lateinamerika mitfinanziert. Dies sei auch ein wirksamer Beitrag zur Armutsbekämpfung, denn arme Bevölkerungsgruppen litten besonders unter hohen Energiepreisen und den Auswirkungen von Klimakatastrophen.

01.07.2006   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

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