Solar News Archiv September 2006

 


 

Solarwärme: Ehrgeizige Zukunftsziele der SOLution Solartechnik GmbH

Solarwärmeanlage von SOLution.
Solarwärmeanlage von SOLution.

Sechs Jahre nach ihrer Gründung will die SOLution Solartechnik GmbH mit Sitz im oberösterreichischen Sattledt neue Märkte erschließen. Die Gründung von SOLution Portugal stehe kurz vor dem Abschluss und auch in Spanien sollen schon bald Sonnenkollektoren aus Sattledt montiert werden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
In Deutschland, Frankreich, Irland und Ungarn würden bereits SOLution verkauft. Das starke Branchenwachstum stelle auch SOLution vor neue Herausforderungen. So sei das im Vorjahr eröffnete Logistikcenter schon knapp an der Kapazitätsgrenze angelangt. Derzeit würden alle Möglichkeiten für eine Ausweitung oder einen Neubau geprüft. Ein neues Unternehmensgebäude werde bereits geplant. "Wenn wir auch weiterhin an der Spitze mitmischen wollen, dann ist dies ein absolut notwendiger Schritt", sagt Geschäftsführerin Andrea Dober.


Umsatz soll bis 2010 verzehnfacht werden

Die SOLution Solartechnik GmbH ist auf Lösungen für die Solarthermie spezialisiert. Das Unternehmen plant, montiert und verkauft Solarwärmeanlagen und Komponenten und entwickelt auch eigene Systeme. SOLution trägt das Austria Solar Gütesiegel - das Zertifikat für höchste Produkt- und Leistungsqualität bei solarthermischen Anlagen. Bis 2010 soll der Unternehmensumsatz verzehnfacht werden, so Dober. "Das haben wir in den letzten fünf Jahren auch schon geschafft – und dieses mal wird es uns wieder gelingen", zeigt sich die SOLution-Geschäftsführerin zuversichtlich. Realistisch scheine dieses Ziel allemal, denn in der EU werde bereits an einer Verordnung gearbeitet, welche die Nutzung von erneuerbaren Energieträgern bei Neubauten vorschreibt.

30.09.2006   Quelle: SOLution Solartechnik GmbH, openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLution Solartechnik GmbH
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Erstes modernes Passivhaus ist genauso warm wie vor 15 Jahren

15 Jahre Passivhaus in Kranichstein.
15 Jahre Passivhaus in Kranichstein.

Das erste moderne Passivhaus der Welt hat Geburtstag. Zusammen mit Gästen aus Kultur, Wissenschaft und Politik feiert das Passivhaus-Institut den Erstbezug des Pionierhauses in Darmstadt vor 15 Jahren. Seit eineinhalb Jahrzehnten zahlten dessen Bewohner sehr wenig für Heizung und Warmwasser - momentan ungefähr zwanzig Euro im Monat - und genießen einen überragenden Wärme- und Lüftungskomfort, so das Passivhaus-Institut (PHI) in einer Pressemitteilung.
  Das Gebäude in Darmstadt war laut PHI 1991 der erste Beweis, dass ein Passivhaus funktioniert. Der Baustandard habe sich seitdem auch im Ausland tausendfach bewährt.


Passivhaus global

Wie andere herausragende deutsche Erfindungen hat das Passivhaus zunächst mehr Aufsehen im Ausland als zu Hause erregt. Vor allem die Österreicher haben das Konzept aufgegriffen: In dem Alpenstaat stehen über 1.000 Passivhäuser. Die Komfortriesen und Kostenzwerge werden heute in allen europäischen Nachbarstaaten gebaut. In Deutschland sind bis heute weit über 6.000 Wohnungen, Büros, Schulen und andere Gebäude im Passivhausstandard entstanden. Beinahe wöchentlich besuchen Delegationen aus Europa, Asien und Amerika das Passivhaus-Institut in Darmstadt - selbst am finnischen Polarkreis baut ein deutsches Architekturbüro ein Passivhaus.


Höherer Wohnkomfort – ohne konventionelle Heizung

Ein Passivhaus benötigt aufgrund seines optimierten Wärmeschutzes keine konventionelle Heizung. Es verbraucht laut PHI 90 Prozent weniger Heizenergie als ein Haus im Baubestand und 75 Prozent weniger als ein gewöhnlicher Neubau - bei wesentlich höherem Wohnkomfort im Sommer wie im Winter und moderaten zusätzlichen Investitionen beim Bau von etwa drei bis acht Prozent, betont das PHI.


Die öffentliche Feier findet statt am 7. Oktober direkt am Pionierhaus im Carsonweg 76-82 in 64289 Darmstadt. Veranstaltungsbeginn: 10.00 Uhr; Festakt: 11.00 Uhr.

30.09.2006   Quelle: Passivhaus Institut (PHI)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Passivhaus-Institut

 

Klimakongress: Merkel soll Klimapolitik zur Chefsache machen

Zum Auftakt des internationalen Klimakongresses "KyotoPlus - Wege aus der Klimafalle" am 28.09.2006 forderte das Veranstalterbündnis die Bundesregierung auf, die deutsche G8- und EU-Ratspräsidentschaft für einen neuen Impuls im Klimaschutz zu nutzen. "Die Zeit läuft davon. Klimaveränderungen kosten bereits heute Tausende Menschen jährlich ihr Leben oder ihr Hab und Gut in Wirbelstürmen, Überflutungen oder Dürrekatastrophen. Nach Aussagen der NASA haben wir nur noch 10 Jahre, mit einer effektiven Klimaschutzpolitik die größten Katastrophen zu verhindern" erklärte für die Heinrich-Böll-Stiftung deren Vorstand Barbara Unmüßig.   "Wir wollen das Ende der Blockaden, der Ignoranz und Halbherzigkeiten im Klimaschutz - national wie international. Wir brauchen eine neue Politik für einen umfassenden Klimaschutz", so Unmüßig weiter.


Effiziente Technik und Energieeffizienzfonds als Ausweg

Regine Günther vom WWF Deutschland betonte: "Im Zentrum der deutschen EU Präsidentschaft muss beim Klimaschutz das Bemühen stehen, ein Minderungsziel für die EU von minus 30 % bis 2020 und minus 60 - 80% bis 2050 zu erreichen. Gelingt dies, könnte an die vergangenen deutschen und auch europäischen Klimaschutzerfolge angeknüpft werden". Dr. Hermann E. Ott, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, unterstrich: "Das Klimaproblem ist lösbar: Wenn weltweit die effizientesten Techniken, über die wir bereits verfügen, zur Anwendung kommen, ist ein großer Schritt getan. Mindestens 30 % Energieeinsparung sind in Deutschland mit Gewinn zu realisieren, bis zu 50 % können mit den gegenwärtigen Technologien erreicht werden. Um diese Innovationen herauszukitzeln braucht es lediglich gute Anreize - das Wuppertal Institut schlägt zum Beispiel einen Energieeffizienzfonds vor, der von einem Zehntel-Cent Aufschlag auf den Strompreis gespeist wird. Aber es muss bald losgehen, die Zeit ist reif! Sonst wird uns China bald den Rang ablaufen."


Apollo Alliance will USA innerhalb von 10 Jahren von Ölimporten unabhängig machen

Der Präsident der Apollo Alliance, Jerome Ringo erklärte: "Die Apollo Alliance ist ein ungewöhnliches Bündnis: 23 internationale Gewerkschaften, 13 größere Umweltverbände und über 200 Unternehmen aus ganz Amerika haben sich zusammengeschlossen, um innerhalb von 10 Jahren die Unabhängigkeit der USA von Ölimporten zu erreichen. Dieses ambitionierte Ziel kann durchaus realisiert werden, wenn die Forschung über und Entwicklung von alternativen Energien konsequent gefördert wird. Dies würde drei Millionen neue und vollwertige Arbeitsplätze schaffen sowie 300 Milliarden USD an Investitionen in saubere Energie-Technologien zur Folge haben."

29.09.2006   Quelle: Heinrich Böll Stiftung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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NordStrom Solar errichtet 3,3 MW-Solarkraftwerk mit nachgeführten Modulen

Baubeginn für den Solarpark Passauer Land.
Baubeginn für den Solarpark Passauer Land.

In Bayern haben die Bauarbeiten für ein von der NordStrom Solar GmbH entwickeltes Photovoltaik-Großprojekt begonnen. Der BGZ- Solarpark Passauer Land mit 3,315 Megawatt installierter Leistung soll bis Ende des Jahres 2006 fertig gestellt sein, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Standort bestehe aus vier einzelnen Flächen, die im Raum Passau nahe beieinander liegen und zu einem Park gebündelt werden.
  Die Globalstrahlung des Standortes beträgt durchschnittlich über 1.100 Kilowattstunden je Quadratmeter auf der horizontalen Ebene und macht die Fläche zu einer der sonnenreichsten Gegenden Deutschlands. Der neue BGZ-Solarpark entsteht in Zusammenarbeit mit renommierten Dienstleistern und Zulieferern: Zum Einsatz kommen dabei Dünnschichtmodule und Siemens-Wechselrichter.


Nachführung und individueller Neigungswinkel der Module

Als absolute Weltneuheit werde erstmalig eine besondere Form der einachsigen Nachführung installiert, berichtet NordStrom Solar. Anders als bei bisherigen Anlagen verlaufen die Modulreihen auf der Nord-Süd-Achse. Zusätzlich seien die einzelnen, von Ost nach West nachgeführten Module je nach Neigung des Südhanges optimal zur Sonne ausgerichtet. Somit werde der positive Effekt einer zweiachsigen Nachführung erzielt, bei gleichzeitig deutlicher Kostenersparnis und wesentlich geringerem Wartungsaufwand. NordStrom Solar setze dieses zukunftsweisende System als erstes Unternehmen weltweit ein. Mit dem Bau des solaren Kraftwerkes bekennt sich das Unternehmen weiterhin zum Standort Deutschland. "Durch den Einsatz modernster Technologie und die kreative Zusammenarbeit mit unseren Partnern gelingt es uns nun, mit dem Solarpark Passauer Land ein ausgesprochen attraktives Projekt zu entwickeln," erläutert Geschäftsführerin Doris Ipsen.

29.09.2006   Quelle: NordStrom Solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: NordStrom Solar GmbH
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Stromwechsel-Initiative: Atomausstieg selber machen!

Führende Umweltverbände, Verbraucherorganisationen und Anti-Atom-Initiativen rufen die Menschen in Deutschland auf, "sich von den Atomkonzernen zu trennen und den Atomausstieg aus der Gesellschaft heraus zu vollziehen". Nach der "Aufkündigung des Atomkonsenses" erwarten die Initiatoren ein "Wechselfieber", weg von RWE und Co. und hin zu umweltfreundlichen Stromanbietern. Die von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) koordinierte Initiative will die atomkritische Mehrheit in Deutschland dazu bewegen, ihre Vertragsbeziehungen zu den Atomstromproduzenten zu beenden und massenhaft zu Ökostrom-Anbietern zu wechseln.   Private Haushalte, Gewerbe und Unternehmen sollen so gegen die einseitige Aufkündigung des so genannten Atomkonsenses durch den Essener Stromriesen RWE und die anderen drei Atomstromproduzenten E.ON, Vattenfall und Energie Baden-Württemberg (EnBW) vorgehen. Die Organisationen, die zusammen mehrere Millionen Mitglieder repräsentieren, reagieren mit einem gemeinsamen Aufruf "Genug ist genug - Atomausstieg selber machen!" auf den Antrag des Essener Stromkonzerns RWE, den ältesten Atomreaktor in Deutschland, das AKW Biblis A, mindestens drei bis vier Jahre länger zu betreiben als im Atomausstiegsgesetz vorgesehen.


Bevölkerung soll Einfluss auf die Politik der Energiekonzerne nehmen

Über eine eigens eingerichtete Homepage (www.atomausstieg-selber-machen.de), eine Infoline der Ökostromer (0800-7626852), aber auch durch direkte Ansprache, sollen in den kommenden Wochen und Monaten jene rund zwei Drittel der Bevölkerung kreativ und in vielfältiger Weise angesprochen und informiert werden, die nach jüngsten Umfragen der Atomenergie ablehnend gegenüberstehen, bisher daraus aber noch nicht die Konsequenz eines Stromanbieterwechsels gezogen haben. "Erteilen Sie dem Wortbruch der Konzerne mit der Aufkündigung Ihrer Vertragsbeziehungen eine angemessene Antwort. Es kostet Sie fünf Minuten", heißt es in dem bisher von neun Organisationen, Verbänden und Initiativen unterzeichneten Aufruf. Die Initiatoren gehen davon aus, dass die Bevölkerung realen Einfluss auf die Konzernpolitik gewinnen kann, wenn sich die privaten Stromkunden massenhaft von den Atomstromproduzenten ab- und neuen Stromhändlern zuwenden. "Der größte Wert eines Energieversorgungsunternehmens sind seine Kunden", sagte Rainer Baake, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der beteiligten Organisationen in Berlin. "Nach dem skandalösen Versuch des RWE-Konzerns, das älteste Atomkraftwerk in Deutschland länger als im Atomkonsens zugesagt am Netz zu halten, ist die Zeit reif: Die Initiative 'Atomausstieg selber machen' wird zünden und nicht nur das Land sicherer machen, sondern auch mehr Wettbewerb in den Energiemarkt bringen, indem sie neuen Stromanbietern einen zusätzlichen Schub verleiht", so Baake.


Breites Bündnis formiert sich

Koordiniert von der DUH haben sich für die Stromwechsel-Initiative bisher neun Organisationen zusammengeschlossen. Dabei sind der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bund der Energieverbraucher, der Deutsche Naturschutzring (DNR), Greenpeace, der Naturschutzbund NABU, die Deutsche Sektion der IPPNW, ROBIN WOOD und X-tausendmal quer. "Wenn die Atomkonzerne nicht abschalten wollen, müssen wir sie eben abschalten", sagte Jochen Stay, der Sprecher der Gorlebener Anti-Castor-Initiative X-tausendmal quer. Die Erfahrung zeige, dass sich im Atomkonflikt immer dann etwas positiv bewegen lasse, "wenn viele Menschen Druck machen, ob jetzt als mündige Stromkunden oder bei Castor-Transporten im Wendland." Der Bundesgeschäftsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Gerhard Timm, nannte die von RWE geforderte Übertragung von Stromkontingenten ausgerechnet auf den derzeit ältesten Meiler in Deutschland Biblis A eine Zumutung: "RWE beweist mit dieser Strategie, dass der Konzern sein wirtschaftliches Interesse über die Sicherheitsinteressen der Bevölkerung stellt. Käme RWE mit seinem Plan durch, würde dieses Land in den kommenden Jahren unsicherer und nicht sicherer", so Timm.


Ärzte warnen vor Folgen eines GAUs

Je länger die Meiler betrieben würden, desto höher sei auch die Wahrscheinlichkeit eines größten anzunehmenden Unfalls (GAU), erläuterte Winfrid Eisenberg, Vorstandsmitglied der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW): "In einem derart dicht besiedelten Gebiet wie Rhein-Main wäre das eine unvorstellbare Katastrophe. Die sofortige Evakuierung vieler Millionen Menschen wäre nicht möglich, selbst ein optimal organisierter Katastrophendienst könnte das Chaos der Fliehenden nicht steuern. Auch wir Ärzte könnten nicht viel helfen, die Krankenhäuser wären schnell von Schwerstverstrahlten überfüllt. Hunderttausende würden sterben. Leider ist es jahrelang aus der Mode gekommen, über diese Dimension der Nutzung der Atomkraft zu reden", klagt Eisenberg.

Der schwere Störfall im schwedischen Forsmark habe erneut bewiesen, dass es sich bei der Atomenergie um eine "Trial and Error"-Technologie handele, die sich nie vollständig kontrollieren lasse. Eisenberg forderte die Stromkunden in Deutschland auf, "ihre Verbrauchermacht einzusetzen, um der Atomindustrie die Rote Karte zu zeigen."


NABU kritisiert "moralisches Versagen der Spitzenmanager"

Dass der über Jahre mühsam ausgehandelte und von den Konzernen selbst unterzeichnete Atomkonsens nun von RWE und anderen Atomstromproduzenten aus Profitsucht wieder aufgeschnürt werde, bedeute "auch ein moralisches Versagen der Spitzenmanager", sagte Leif Miller, der Bundesgeschäftsführer des Naturschutzbundes NABU. Ohne den Atomausstieg gebe es keinen Umbau der Energieversorgung in Deutschland. "Wer am Ausstieg rüttelt, reißt gesellschaftliche Gräben auf, die gerade erst zugeschüttet waren. Vom eingeschlagenen Pfad - weg von risikoträchtigen und umweltgefährdenden hin zu Erneuerbaren Energien - darf es keinen Weg zurück geben".

Der Biblis-A-Antrag des Stromriesen RWE, sei geeignet, "jede Form von politischem Kompromiss mit den Betreibern von Atomkraftwerken zu diskreditieren", sagte Greenpeace-Abteilungsleiter Stefan Schurig. Der demonstrative Wortbruch der Spitzenmanager wirke sich direkt aus auf den anstehenden Energiegipfel in zwei Wochen, zu dem Kanzlerin Angela Merkel erneut eben diese Manager eingeladen habe. "Wie glaubwürdig sind eigentlich noch Ergebnisse solcher Treffen, wenn die Energiekonzerne heute dies und morgen das sagen und Verträge bei nächster Gelegenheit gebrochen werden", fragte Schurig. Selten habe in diesem Land ein individueller Schritt eine größere politische Bedeutung erlangt wie nach dem Wortbruch der Spitzenmanager. "Der private Atomausstieg, zu dem wir aufrufen, ist unkompliziert und häufig sehr viel kostengünstiger, als man denkt. Ich wünsche mir ein regelrechtes Wechselfieber".


Private Entscheidungen als politisches Signal

"In großer Zahl vollzogen wirkt die private Entscheidung als starkes politisches Signal, das RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall da trifft wo es weh tut: beim Geld", sagte Jürgen Sattari, der Vorstandssprecher von ROBIN WOOD. Seine Organisation habe den Atomkonsens von Beginn an als Etikettenschwindel kritisiert und sich für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen und eine risikoarme und Klima freundliche Stromversorgung eingesetzt. "ROBIN WOOD unterstützt die Initiative 'Atomausstieg selber machen!', weil uns jeder, der zu einem Ökostromanbieter wechselt, dem Atomausstieg einen Schritt näher bringt."

Weitere Informationen unter http://www.atomausstieg-selber-machen.de
infoline: 0800-7626852

29.09.2006   Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Größte Photovoltaik-Anlage der Metropolregion Hamburg übertrifft alle Prognosen

PV-Anlage in Neu Wulmstorf Sharp-Module auf Stahlkonstruktion und Betonfundamenten.
PV-Anlage in Neu Wulmstorf Sharp-Module auf Stahlkonstruktion und Betonfundamenten.

Das Hamburger Photovoltaik-Unternehmen SunEnergy GmbH hat die Erträge ihres größten Projekts in der Region ausgewertet, der Solarstromanlage der Stadtreinigung Hamburg. Die Ergebnisse der ersten 12 Monate übertreffen alle Prognosen, die bei Betriebsstart der Anlage auf der ehemaligen Mülldeponie in Neu Wulmstorf von Erbauern und Sachverständigen erstellt wurden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 

Das Vorzeigeprojekt in Sachen ökologischer Stromerzeugung der Stadtreinigung Hamburg wurde im September 2005 in Betrieb genommen. Der Betreiber rechnete aufgrund der sorgfältigen Auswahl der Komponenten und der idealen Aufstellungsbedingungen (Ausrichtung nach Süden und idealer Neigungswinkel) mit für die Region hohen Ertragswerten. Nach den ersten 12 Betriebsmonaten zeigte sich nun, dass die Anlage auf der ehemaligen Hausmülldeponie die sehr guten Prognosen sogar um 22 % übertroffen hat.


Ideale Ausrichtung, große Kabelschnittwerte, optimale Wechselrichterkomponenten

Die außergewöhnlichen Erträge verdankt die Freiflächenanlage laut SunEnergy neben der idealen Ausrichtung auch dem Einsatz möglichst großer Kabelschnittwerte (DC-String mit 6 mm², DC-Hauptleitungen 70 und 120 mm², AC-Drehstrom 4 x 185 mm²). Auch die perfekte Abstimmung der Wechselrichter auf Module und Anlagengestaltung tragen einen großen Teil zu den erfreulichen Erträgen bei, so das Unternehmen. Durch den Einsatz optimaler Komponenten könnten zudem hohe Wechselrichterwirkungsgrade erzielt werden (SunnyCentral 200 mit Eta (Max) = 95,7 % und Eta (euro) = 94,5 % / SunnyCentral 250 mit Eta (Max) = 96,1 % und Eta(euro) = 95,2 %). Außerdem sei die Geländeneigung zur Verschattungsoptimierung genutzt worden. Die Module wurden laut SunEnergy mit Simulationsrechnungen abgeglichen und nach den Flasher-Daten sortiert, was ebenfalls die Leistung der Anlage positiv beeinflusst habe.


Vermeintlich sonnenärmeres Norddeutschland bestens für Solarstrom geeignet

Die Photovoltaik-Anlage der Stadtreinigung Hamburg hat eine Nenn-Leistung von über 500 kWp – das entspricht etwa dem Strombedarf von 115 Haushalten. Das von der SunEnergy GmbH installierte Projekt zeigt eindrucksvoll, wie eine ehemals brachliegende kommunale Fläche ökologisch sinnvoll und höchst wirtschaftlich zur Energiegewinnung eingesetzt werden kann. Dr. Tilmann Wolfsteller, verantwortlicher Projektleiter der Stadtreinigung Hamburg, zeigt sich dementsprechend erfreut über die Ergebnisse: "Die Erträge der Solaranlage zeigen, dass auch die vermeintlich sonnenärmere Region Norddeutschlands bestens für die Stromerzeugung durch Sonnenenergie geeignet ist. Wir sehen uns daher in dem Einsatz regenerativer Energien bestätigt und planen bereits ein weiteres Photovoltaik-Projekt zusammen mit der SunEnergy GmbH."

Der Solarserver präsentierte das Solarkraftwerk im Oktober 2005 als "Solar-Anlage des Monats" unter "Solarstrom von der Mülldeponie: Größte Hamburger PV-Anlage liefert Strom für über 100 Haushalte"

29.09.2006   Quelle: SunEnergy GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sharp / Martin Moschek
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LIDL setzt für neues Logistikzentrum auf Solarstrom

Solarkraftwerk auf LIDL-Logistikzentrum.
Solarkraftwerk auf LIDL-Logistikzentrum.

10.000 Quadratmeter Solarmodule mit einer Spitzenleistung von rund 1,2 Megawatt (MWp) auf dem Dach des LIDL- Logistikzentrums im badischen Hartheim produzieren jährlich etwa 1,1 Millionen Kilowattstunden Solarstrom. Am 27. September 2006 nahm das Handelsunternehmen LIDL das Solarkraftwerk bei Freiburg offiziell in Betrieb. Die netzgekoppelte Photovoltaikanlage zählt zu den größten Solar-Aufdachanlagen in Deutschland.
 
Zahlreiche weitere Baumaßnahmen gewährleisten sowohl unter ökonomischen als auch ökologischen Gesichtspunkten eine hohe Energieeffizienz des Zentrums. Rund fünf Millionen Euro investierte LIDL in das hauseigene Solarstromkraftwerk, das die überdurchschnittliche Sonneneinstrahlung im Bereich Breisgau/Südbaden effektiv nutzt und das in Zusammenarbeit mit der S.A.G. Solarstrom AG und der Solarfabrik AG errichtet wurde.


Solarstrom produzieren, Strombedarf reduzieren

Aufgrund des hohen Stromertrags von 1,1 Millionen kWh pro Jahr können zirka 50 % des gesamten Energiebedarfs des Lagers mit der umweltfreundlichen Energie abgedeckt werden. Dies entspricht einem Bedarf von mehr als 300 Einfamilienhaushalten. "Mit der S.A.G. Solarstrom hat sich LIDL für 15 Jahre Erfahrung im Bereich Großanlagen entschieden. In unserer Region sollte jede Dachfläche in dieser Größe mit einer Solaranlage bestückt werden", kommentierte Uwe Ilgemann von der S.A.G. Solarstrom AG. Gleichzeitig setzt LIDL auf die Senkung des Strombedarfs: Nicht nur Lichtkuppeln und bereichsweise installierte Lichtsensoren, sondern vor allem überdurchschnittliche Dämmstoffstärken im Kühlraumbau und die Verwendung effizienter Kältetechnik ermöglichen eine Einsparung von rund 30% der üblicherweise benötigten Energie.


Investition in modernste Technik für Heizung und Klimatisierung

Neben der Nutzung der Sonnenenergie tragen zahlreiche weitere Baumaßnahmen zu einer hohen Energieeffizienz des Logistikzentrums bei. Die entstehende Abwärme der mehr als 5.400 Quadratmeter großen gekühlten Räume wird wieder in den Heizkreislauf eingespeist. Auch bei der 26.700 m2 großen beheizten Lagerfläche achtete LIDL auf den Energieverbrauch und das Raumklima für die Mitarbeiter. Eine Niedertemperaturheizung, die mit doppelwandigen Rohrleitungen direkt in den Hallenboden einbetoniert wurde, senkt die Heizkosten um zirka 15% und schafft gleichzeitig ein optimales Raumklima. Verbunden mit weit reichenden Maßnahmen zur Wärmedämmung kann so im Vergleich zu anderen Lagern der CO2-Ausstoß um rund 600 Tonnen pro Jahr reduziert werden. Selbst anfallendes Regenwasser auf den 70.000 m2 großen Verkehrs- und Dachflächen wird wieder verwertet und über naturnah gestaltete Versickerungsmulden dem natürlichen Wasserhaushalt zugeführt.


Vorteile für Kunden und die Region

LIDL stärkt mit dem innovativen Logistikzentrum, das bereits am 1. Juni in Betrieb genommen wurde, nicht nur die Region Südbaden, sondern bietet auch dem Verbraucher umfassende Vorteile: Mehr als 50 LIDL-Filialen vom Ortenaukreis über den Breisgau bis hin zum Hochrhein werden vom Gewerbepark Breisgau aus beliefert. Die verkehrsgünstige Lage verkürzt die Lieferwege für mehr als 1.400 Produkte, was vor allem Molkereiprodukten, frischem Fleisch, Geflügel und Tiefkühlprodukten zugute kommt. Gleichzeitig schafft LIDL durch eine Gesamtinvestition von 20 Millionen Euro für das neue Lager 150 neue Arbeitsplätze. Mittelfristig sollen bis zu 200 Menschen im Logistikzentrum beschäftigt werden.

28.09.2006   Quelle: LIDL Stiftung & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: LIDL Stiftung & Co. KG
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Klimakongress: 600 Teilnehmer diskutieren "KyotoPlus - Wege aus der Klimafalle" in Berlin

Fast 600 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft besuchen am 28. und 29.09.2006 dem im Jahr 2006 größten internationalen Klimakongress jenseits offizieller Regierungskonferenzen: "KyotoPlus - Wege aus der Klimafalle". Zu den internationalen Gästen zählen unter anderem Jerome Ringo, US-Umweltschützer und Präsident der Apollo Alliance, der pakistanische Umweltminister Malik Amin Aslam Khan und John L. Geesman, Energie-Kommissar von Kalifornien.
  Kalifornien klagt wegen Klimaschädigung gegen Automobilhersteller

Der US-Bundesstaat Kalifornien hatte vergangene Woche eine spektakuläre Schadensersatzklage wegen Klimaschädigung gegen führende US- und deutsche Automobilhersteller eingereicht. (Dazu aktuell im Programm: Sonderforum "Kalifornien: Klimawandel vor Gericht", Freitag, 16:45 - 18:45 Uhr). Diese Klima-Klage ist nur eines der Aufbruchsignale, die zur Zeit ausgerechnet aus den USA kommen: Viele Bundesstaaten und Städte, aber auch neue Allianzen wie die Apollo Alliance, ein Zusammenschluss von Unternehmen, Gewerkschaften und Umweltorganisationen, ergreifen angesichts der klimapolitischen Blockade im Weißen Haus selbst die Initiative.


Börse reagiert auf klimabezogene Risiken

Mittlerweile reagiert auch die Börse: Der Bericht des "Carbon Disclosure Project" CDP, erstellt im Auftrag von 225 institutionellen Investoren mit einem Anlagekapital von insgesamt 31 Billionen USD, bietet der Investmentbranche relevante Informationen über klimabezogene Risiken der 1900 größten Unternehmen weltweit. Paul Dickinson, Koordinator des CDP und Christa Franke, Bundesverband Investment und Asset Management, stellen den Bericht nun erstmalig in Berlin im Rahmen von "KyotoPlus" vor.

Neue Allianzen ist eines der Themen von "KyotoPlus" - das breite Veranstalterbündnis spiegelt diese auch in Deutschland neue Entwicklung wieder: zum Kongress laden ein die Heinrich-Böll-Stiftung, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, der WWF Deutschland und das European Climate Forum. "KyotoPlus" steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Klaus Töpfer, ehemaliger Direktor von UNEP und wird unter anderem unterstützt von der Deutschen Telekom, BP, GeSI Global e-Sustainability Initiative (der Internationalen Telekommunikationswirtschaft (www.gesi.org) und greenpeace energy. Das umfangreiche Rahmenprogramm umfasst Präsentationen modernster Videokonferenztechnologien verschiedener Unternehmen, eine Fotografie-Ausstellung, Solarboot-Touren auf der Spree, eine Klanginstallation und die Vorführung eines Aufwindkraftwerksmodells.

KYOTOPLUS - WEGE AUS DER KLIMAFALLE; Neue Ziele - Neue Allianzen - Neue Technologien - Neue Politik. 28.-29. September 2006 (Do-Fr), Berlin, Energieforum. Weitere Informationen unter http://www.kyotoplus.org

28.09.2006   Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SMA Technologie AG ist Entrepreneur des Jahres 2006

Der Vorstand der SMA Technologie AG: Reiner Wettlaufer, Peter Drews, Günther Cramer, Pierre Pascal Urbon (v.l.n.r).
Der Vorstand der SMA Technologie AG: Reiner Wettlaufer, Peter Drews, Günther Cramer, Pierre Pascal Urbon (v.l.n.r).

Am 22. September 2006 erhielt die SMA Technologie AG (Niestetal) in Frankfurt die renommierte Auszeichnung "Entrepreneur des Jahres". Darüber hinaus ist der Hersteller von Systemtechnik für Photovoltaik-, Windenergie- und kombinierte Energieerzeugungsanlagen, für die im nächsten Jahr in Monte Carlo stattfindende Auszeichnung "World Entrepreneur of the Year 2007" nominiert. Das Unternehmen konnte die aus führenden Persönlichkeiten von Politik und Wirtschaft bestehende Jury vor allem durch sein nachhaltiges Wachstum, eine hohe Innovationskraft und die ausgeprägte Mitarbeiterorientierung überzeugen.
 
Der von Ernst & Young seit 1996 verliehene Preis soll unternehmerische Spitzenleistungen einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen und ihre Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft hervorheben. Ausgezeichnet werden innovative Unternehmer, die mit ihrem persönlichen Engagement und ihrer Risikobereitschaft einen entscheidenden Beitrag zur Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens geleistet haben.


Erfolg der Photovoltaik durch hervorragende politische Rahmenbedingungen

"Wir freuen uns über den großen Erfolg der Photovoltaik, der ohne die hervorragenden politischen Rahmenbedingungen der vergangenen 15 Jahre nicht denkbar gewesen wäre und den wir durch die Entwicklung innovativer Technologien wesentlich geprägt haben", erklärt SMA-Vorstandsmitglied und Mitbegründer Günther Cramer. "Ein Entrepreneur, frei übersetzt 'innovativer Unternehmer', kann nur so innovativ sein wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Innovationen mitgestalten, deshalb gehört der Preis auch allen SMA-lern", betonte Cramer.


Photovoltaik-Innovationen aus Niestetal

Die SMA Technologie AG hat bereits sehr früh konsequent auf die Solarstrom-Technologie gesetzt und immer wieder neue Trends in der Solartechnik hervorgebracht, an denen sich heute alle anderen Hersteller weltweit orientieren. Die Stringtechnik, das Multi-String-Konzept, das aktive Temperaturmanagement "OptiCool", die H5-Topologie, der integrierte Lasttrenner "ESS" und vieles mehr sind Highlights, mit denen SMA-Wechselrichter zum wiederholten Male von der Stiftung Warentest zum Testsieger gekürt wurden.


Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in alle Informations- und Entscheidungsprozesse einbezogen

Mit der Gründung des Unternehmens hat SMA sich auf eine "kooperative Unternehmensführung" festgelegt. Das heißt: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in alle Informations- und Entscheidungsprozesse einbezogen. Auf der Basis offener Kommunikation sind Information und Transparenz eine der wichtigsten Gründe für die hohe Arbeitszufriedenheit, betont das Unternehmen. Eine Gewinnbeteiligung und die Möglichkeit als Aktionär Anteile am Unternehmenskapital zu erwerben, fördern das Streben nach Innovationen, die neue Maßstäbe setzen. Dabei vertraut SMA erfolgreich auf die Motivation ihrer Belegschaft zur Veränderung und Weiterbildung. Sie sind Grundlage für Flexibilität und Sicherheit im Umgang mit den zukünftigen Herausforderungen. Mit dieser innovativen Unternehmenskultur gehört SMA 2006 zu den besten fünf Arbeitgebern Europas (Great Place to Work Europe, 2006).

Eine starke Entwicklungsabteilung gepaart mit offnen Führungsstrukturen und flachen Hierarchien haben SMA mit 1.100 Mitarbeitern - darunter zirka 300 Ingenieure und Techniker - vom Pionier zum Marktführer in der Systemtechnik für Photovoltaik gemacht. In diesem Jahr feiert das Unternehmen sein 25-jähriges Jubiläum. Mit einem durchschnittlichen Wachstum von 30 % während der vergangenen vier Jahre und Tochtergesellschaften in China, Italien, Korea, Spanien und den USA besitzt SMA nach eigenen Angaben genug Handlungsspielraum für innovative Entscheidungen. Ziel der kommenden Jahre ist, dem stark gestiegenen, weltweiten Interesse an der Photovoltaik folgend, neue Märkte zu erschließen und dadurch den Einsatz regenerativer Energien auch international weiter voranzubringen.

28.09.2006   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG
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Denkmalgeschütztes Rittergut mit modernem Solardach der SolarWorld AG

Solardach auf denkmalgeschütztem Rittergut.
Solardach auf denkmalgeschütztem Rittergut.

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) rüstet ein Rittergut in Mecklenburg-Vorpommern, das unter Denkmalschutz steht, mit moderner Solarstromtechnologie aus. Konkret geht es um die Integration einer Solarstromanlage in die Dächer von zwei rund 150 Jahre alten Gebäuden, die früher als Speicher und Arbeiterwohnhaus des Barock-Schlosses von Ivenack dienten. Das rund 20 Kilometer von Neubrandenburg entfernte Anwesen stammt aus dem späten 16. Jahrhundert und war der Sitz der Grafen von Maltzahn.
 

Die Solarstromanlagen aus dem Hause der SolarWorld AG, die mit einer Leistung von 140 Kilowatt (kW) zu den größten dachintegrierten PV-Anlagen Deutschlands zählen, speisen seit Ende August 2006 sauberen Strom in das örtliche Stromnetz ein. "Hauptaufgabe war, unsere Anlage in Abstimmung mit dem Denkmalschutz behutsam in das alte Ziegeldach zu integrieren. Es ging um eine Dachfläche von 1.300 Quadratmetern", erklärt Olaf Jacob, Leiter Technik der SolarWorld AG. Dabei seien alte Strukturen wie die Gauben und der Sturz des Gebäudes erhalten worden.

Auch ein großer Teil der alten Biberdachsteine aus dem vorletzten Jahrhundert wurden wieder verwendet. "Mit der modernen PV-Anlage haben wir die historischen Gewerke vor dem Zerfall bewahrt", sagt Roland Lüker, Bürgermeister von Ivenack. Für seine Gemeinde ist das Projekt ein Gewinn. "Für die Instandsetzung des Daches konnten wir Dank der Solarstromanlage auf Landesmittel aus dem Klimaschutzprogramm zugreifen", so Lüker. "Über die Einspeisung des Solarstroms und seiner Vergütung können wir unsere Investitionen zudem vollständig refinanzieren", so der Bürgermeister.

28.09.2006   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG.
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EU-Kommission genehmigt KfW-Programm zur Förderung erneuerbarer Energien

Die Neuregelungen der Richtlinien des Programm zur Förderung erneuerbarer Energien (Nr. 128) im Rahmen des Marktanreizprogramms vom 12. Juni 2006 sind von der Europäischen Kommission am 15. September 2006 genehmigt worden, berichtet die KfW in einer Pressemitteilung. Dies bedeutet, dass die genehmigte Richtlinie des Programms Nr. 128 jetzt auch für Kreditanträge von freiberuflich oder gewerblichen Antragstellern zur Anwendung kommt, die am 15. September 2006 oder später bei der KfW eingegangen sind und noch eingehen werden.   Für die Kreditanträge der übrigen Antragsteller gelten die Neuregelungen der Förderrichtlinien vom 12. Juni 2006 bereits seit deren Veröffentlichung.


"Strenges Windhundverfahren" bei der Kreditvergabe

Die Richtlinien gelten laut KfW bis zum 31.12.2006. Um sicherzustellen, dass eingehende Anträge bis Ende 2006 bearbeitet werden können, sind die Anträge bis zum 15. Oktober 2006 bei der KfW einzureichen. Aufgrund der Begrenztheit der Mittel gelte jedoch zusätzlich ein "strenges Windhundverfahren". Sollten die Mittel bereits vor dem 15. Oktober 2006 erschöpft sein, verkürze sich die Antragsfrist. Über die Weiterführung des Programms im Jahr 2007 wurde laut KfW noch nicht entschieden.

Das geänderte Programm-Merkblatt ist ab sofort im Internet abrufbar unter www.offshoreworkshop.org erhältlich. Die Netzintegration von Windenergie ist auch Thema einer Konferenz, die von der EWEA (European Wind Energy Association) am 7. und 8. November 2006 in Brüssel ausgerichtet wird. Die EWEA-Konferenz (www.ewea.org/integration) widmet sich vorrangig den politischen und wirtschaftlichen Aspekten der Netzintegration von Windenergie und bietet somit eine geeignete Ergänzung des Delfter Workshops.

25.09.2006   Quelle: Energynautics GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: NUON
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Bilddatenbank setzt auf erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit

Monokristaline Solarmodule bestechen durch glänzende Oberfläche.
Monokristaline Solarmodule bestechen durch glänzende Oberfläche.

Die Online-Bilddatenbank www.globalclickers.de bietet seit Januar 2006 professionelle Bilder zu erneuerbaren Energien an. Den Kunden aus Kommunikationsbranche und Presse stünden heute fast 1.000 Fotografien zur Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie sowie zu Umwelt und Energie zur Verfügung, berichtet der Betreiber, die Gröschel_Geheeb_ Responsible Branding GmbH. Das Angebot werde ständig ausgebaut und soll am Jahresende über 1.500 Bilder umfassen. GLOBALCLICKERS sei die erste Bilddatenbank in Deutschland mit diesem Fokus. Jetzt strebt GLOBALCLICKERs eine Erweiterung in Richtung Nachhaltigkeit an.
 

"Damit reagieren wir auf das gewachsene Interesse von Medien, Politik und Unternehmen an den Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung", sagt Geschäftsführer Oliver Geheeb. "Energiesparen, Klimawandel, Mobilität oder Bio-Lebensmittel haben mittlerweile eine riesige Öffentlichkeit – und da können wir mit erstklassigen Bildern unseren Beitrag für ein neues Denken leisten", so Geheeb weiter.


Bilderlieferant der Erneuerbare-Energien-Branche

Die Bilddatenbank GLOBALCLICKERs arbeite bereits mit zahlreichen namhaften Fotografen der Energie-Branche zusammen und schließe eine Marktlücke im Segment der professionellen Bilddatenbanken. "Wir sehen uns als Bilderlieferant der Erneuerbaren-Energien-Branche und der dynamischen Nachhaltigkeitsszene", betont Geheeb. Insofern sehe man für die nächsten Jahre hervorragende Wachstumschancen für GLOBALCLICKERs. Die Bilddatenbank biete Werbeagenturen, Redaktionen, Institutionen und Unternehmen das perfekte Bildmaterial für Kampagnen, Artikel, Events und Präsentationen.

25.09.2006   Quelle: Gröschel_ Geheeb_ Responsible Branding GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: globalclickers.de. Fotografin: Sigrid Frintrop-Gomolka, BIOHAUS.
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Solarstrom für bayerische Berghütte auf dem Rabenkopf

Solarstromanlage der Rabenkopf-Berghütte.
Solarstromanlage der Rabenkopf-Berghütte.

Ein gewisses Maß an Technik und Komfort macht auch vor kleinen Berghütten nicht Halt, allerdings kommt der Umwelt- und Naturschutz dabei oft zu kurz - meist aus Kostengründen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) wirkt diesem Trend seit März 2000 mit einer Förderinitiative entgegen: Am 17. September 2006 überreichte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde der Bergwacht im oberbayerischen Penzberg, knapp 50 Kilometer südwestlich von München, eine weitere Förderbewilligung über 26.600 Euro für mehr Umwelttechnik an der Rabenkopf-Berghütte. Damit sollen eine neue Photovoltaikanlage installiert und der so genannte Rottetunnel erweitert werden, in dem fäkale Abfälle biologisch zersetzt werden.
 
Die DBU-Förderinitiative mit einem Volumen von rund drei Millionen Euro unterstützt Umweltschutzprojekte auf Hütten in alpinen Extremlagen. Die Penzberger Diensthütte dient hierbei als Demonstrationszentrum für umweltschonende Ver- und Entsorgungstechnologien.

Messungen hatten ergeben, dass die Temperatur im Inneren des Rottetunnels bei der derzeitigen Energieversorgung in den kalten Monaten nicht durchgängig bei mindestens zehn Grad gehalten werden kann, um den notwendigen biologischen Prozess zu ermöglichen. Das soll künftig durch elektrische Heizelemente ermöglicht werden, die im Tunnelboden eingebaut sind. Für den Betrieb dieser Spezial-Heizung wird im Rahmen des Projektes ein neues Energiesystem mit einer leistungsstärkeren PV-Anlage aufgebaut. "Für die kalte Jahreszeit ist diese Aufstockung unerlässlich - auch weil dadurch Licht und Strom in der Hütte garantiert werden können. Im Sommer reicht dafür weiterhin die herkömmliche Batterieleistung der Photovoltaik-Anlage aus," erklärt Brickwedde die Notwendigkeit der Erweiterung.


Projekt soll auch auf andere Hütten übertragen werden

Die Sicherheit soll in der zweiten Projektphase ebenfalls verbessert werden: Der nötige große Batterieblock soll in die separate Technikhütte ausgelagert werden. Dadurch wird ein möglicher Brandherd aus dem Hauptgebäude entfernt und die Feuergefahr deutlich geringer. Auch das alte Dieselaggregat zur Stromerzeugung wird jetzt nahezu überflüssig. Das Gerät wurde außerdem in eine Wanne gestellt, so dass eine Grundwasserverschmutzung durch auslaufendes Dieselöl ausgeschlossen wird. Die am Rabenkopf modellhaft umgesetzten Maßnahmen sollen auch auf andere Hütten übertragen werden können. Die Bergwacht Penzberg informiert die Besucher dazu regelmäßig über das Gesamtprojekt. "Die Diensthütte ist mittlerweile nicht nur Sitz der Bergwachtbereitschaft und Ausbildungsstätte, sondern zunehmend auch zum Ort der Umweltbildung geworden," freut sich Brickwedde über die erweiterte Funktion des Demonstrationszentrums. Es gebe von der Rabenkopf-Hütte aus unter anderem Naturschutzstreifen und Wanderungen mit der Bergwacht.

24.09.2006   Quelle: DBU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU
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Entwicklungshilfe: Über 70 Millionen Euro für Erneuerbare und Energieeffizienz in Lateinamerika

Die Corporación Andina de Fomento (CAF), Entwicklungsbank der Andenstaaten in Südamerika, und die KfW-Entwicklungsbank im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) haben zwei Finanzierungsverträge für die Programme für "Regenerative Energien und Energieeffizienz I und II" in Lateinamerika unterzeichnet.  Für diese Vorhaben werden in der Zusammenarbeit mit der CAF zinsgünstige Darlehen in Höhe von insgesamt 70 Millionen Euro zur Finanzierung bereitgestellt. Fast die Hälfte der Darlehenssumme in Höhe von 30 Millionen Euro wird aus Mitteln der KfW-Sonderfazilität für Erneuerbare Energien und Energie-Effizienz bereitgestellt. Über dieses Kreditprogramm stellt die KfW-Entwicklungsbank im Auftrag der Bundesregierung in den Jahren 2005 bis 2009 bis zu 500 Millionen Euro in Form zinsgünstiger Darlehen für Darlehensnehmer in Entwicklungsländern zur Verfügung. Mit dem am 18.06.2006 unterzeichneten Finanzierungsvertrag wird das zweite aus Mitteln der Sonderfazilität zugesagte Vorhaben konkretisiert.


Bundesministerin Wieczorek-Zeul: Lateinamerika sucht Alternativen zum Öl

"Derzeit gibt es gute Perspektiven für eine Energiewende in Lateinamerika. Lateinamerika ist die am stärksten vom Öl abhängige Region der Welt, da es den überwiegenden Teil seines Energiebedarfs mit Öl abdeckt. In den von Ölimporten abhängigen lateinamerikanischen Staaten hat ein energiepolitisches Umdenken begonnen", unterstrich Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul die Bedeutung der Verträge. "Die Regierungen suchen Alternativen zum Öl und das Potenzial an Windenergie, Erdwärme und Biomasse ist enorm. Wir wollen auch in Lateinamerika eine Energieerzeugung unterstützen, die Klima und Ressourcen schont", so die Ministerin weiter.

Mit der deutschen Unterstützung werden Investitionen privater und öffentlicher Unternehmen für Projekte und Programme zur Nutzung der regenerativen Energien und der Energieeffizienz in Lateinamerika in Höhe von ca. 200 Millionen US-Dollar mit finanziert. Durch den Einsatz erneuerbarer Energieträger und die Förderung energieeffizienter Technologien wird eine Verringerung des CO2-Ausstoßes um über 120.000 Tonnen pro Jahr erwartet.


Beitrag zur Verringerung der Abhängigkeit von Ölimporten und zum Klimaschutz

Wolfgang Kroh, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe betonte: "Mit der Förderung erneuerbarer Energien und Energieeffizienz in Lateinamerika leisten wir angesichts der zuletzt stark gestiegenen Ölpreise einen besonders wichtigen Beitrag zur Verringerung der Abhängigkeit von Ölimporten und zugleich zum Klimaschutz. Das ist eine Win-Win-Chance für Lateinamerika." Die Förderung von erneuerbaren Energien und Technologien zur Erhöhung der Energieeffizienz ist ein Schwerpunkt der deutschen Zusammenarbeit mit Lateinamerika. In den letzten fünf Jahren hat Deutschland laut KfW mehr als 210 Millionen Euro in diesem Bereich zugesagt.

24.09.2006   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Deutschland übertrifft Biokraftstoffziel der Europäischen Union

Deutschland hat das Biokraftstoffziel der Europäischen Union im vergangenen Jahr deutlich übertroffen. Das gehe aus dem dritten nationalen Bericht zur "Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen oder anderen erneuerbaren Kraftstoffen im Verkehrssektor" hervor, berichtet das Bonner medienbüro.sohn in einer Pressemitteilung. Im Jahr 2005 wurden demnach bei einem Gesamtverbrauch von 53,51 Millionen Tonnen Treibstoff rund 2,22 Millionen Tonnen Biokraftstoffe abgesetzt; das entsprach einem Anteil von 3,75 Prozent bezogen auf den Energiegehalt. Die Europäische Union gibt ein Ziel von mindestens 2 Prozent vor.  Wie aus dem Bericht im Einzelnen hervorgeht, wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 1,80 Millionen Tonnen Biodiesel verbraucht, 196.000 Tonnen reines Rapsöl und 226.000 Tonnen Bioäthanol. Von der gesamten Biodieselverwendung entfielen 600.000 Tonnen auf die Beimischung zu fossilem Dieselkraftstoff. Rund 680.000 Tonnen wurden von Nutzfahrzeugen über betriebseigene Tankstellen und 276.000 Tonnen über öffentlichen Tankstellen verbraucht.


Beimischungspflicht soll sich als Konjunkturmotor für Biodiesel auswirken

Für private Fahrzeuge wurden 244.000 Tonnen Biodiesel über öffentliche Zapfsäulen abgesetzt. "Vor allem die gesetzliche Beimischungspflicht, die Anfang 2007 in Kraft tritt, wird sich als Konjunkturmotor für Biodiesel auswirken. Reines Rapsöl spielt dabei eine wichtige Rolle, besonders im Schwerlastverkehr. Hier wird das Rapsöl dem fossilen Diesel mit einem Anteil von maximal 30 Prozent beigemischt. Unter Wirtschaftlichkeitsaspekten ist die Beimischung ein entscheidender Hebel für den Absatz des Ökotreibstoffes, weil man die bestehende Infrastruktur des Tankstellennetzes mitnutzen kann", so der Branchenexperte Tobias Janßen von der Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft Goldfish Holdings in Neuss. Positiv sei auch die Ankündigung der deutschen Automobilbranche, Pkws für Beimischungen von 10 Prozent tauglich zu machen.

24.09.2006   Quelle: medienbüro.sohn; open pr   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

TENESOL erweitert Wechselrichter-Sortiment

Energrid Inverter von TENESOL.
Energrid Inverter von TENESOL.

Die Total Energie Deutschland GmbH, deutsche Tochter des weltweit vertretenen TENESOL Konzerns, stellt anlässlich der 21st European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition den Energrid Inverter 3300 vor. Diese Einheit sowie die beiden Energrid Inverter 1900 und 2500 wurden für den Anschluss an das Stromnetz mit direkter Einspeisung entwickelt. Aufgrund ihrer Modularität fänden Energrid Inverter in Anlagen von einigen KW bis zu mehreren hundert KW Verwendung, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
 
Im Laufe des Jahres sollen noch höhere Leistungsklassen angeboten werden. "Unser neuer Energrid Inverter 3300 verfügt über ausgezeichnete Leistungsmerkmale und überzeugt durch hohe Zuverlässigkeit. Im Verbund mit unseren Geräten wie dem Datenlogger Energrid Data sowie der Monitoring-Software Gridsoft und der Internet-Anbindung Qualisun ist damit ein System installierbar, das insbesondere die Wartungskosten und den –Aufwand reduziert", so Christian Dorn, Geschäftsführer von TENESOL / TOTAL ENERGIE. Montageunternehmen und Betreiber von Anlagen profitierten davon, dass alle Komponenten aus einer Hand kommen und TENESOL für die Kompatibilität garantiere.

Der Energrid Inverter 3300 sei konzipiert für hohe Leistung (Wirkungsgrad nach europäischer Norm >95,3 %), stabilen und zuverlässigen Betrieb sowie leichte Montierbarkeit und schnelle Konfiguration, was die Inbetriebnahme von Anlagen beschleunige. Er verfügt laut Hersteller über einen breiten Eingangsbereich mit automatischer Anpassung an den Solargenerator sowie eine Suche des maximalen Leistungspunktes des Solargenerators mit größter Genauigkeit (MPPT). Auch bei diffuser Sonnenstrahlung oder schnellen, wolkenbedingten Änderungen der Einstrahlung sei der Betrieb stabil. Unabhängig von der Form des Netzstroms bleibe der Ausgangsstrom sinusförmig. Der zirka 21 kg schwere Energrid Inverter 3300 ist in einem Alu-Gehäuse untergebracht, dass die Schutzklasse IP65 erfüllt, verfügt zur externen Kommunikation über zwei serielle Schnittstellen (RS232/RS485) sowie wasserdichte TYCO-DC-Eingangsanschlüsse für vier Stränge. Außerdem seien eine LCD-Anzeige sowie eine benutzerfreundliche Tastatur integriert.

23.09.2006   Quelle: TENESOL / TOTAL ENERGIE Deutschland   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TENESOL
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Stiftungsprofessur: Volkswagen fördert Weiterentwicklung von Biokraftstoffen mit einer Million Euro

Synthetische Biokraftstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen als Alternative zu herkömmlichem Diesel.
Synthetische Biokraftstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen als Alternative zu herkömmlichem Diesel.

Mit einer Million Euro unterstützt die Volkswagen Aktiengesellschaft eine neue Stiftungsprofessur für die Weiterentwicklung von Biokraftstoffen an der TU Braunschweig. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am 06.09.2006 in Braunschweig unterzeichnet von Prof. Dr. Jürgen Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig, und Prof. Dr. Jürgen Leohold, Leiter der Konzernforschung von Volkswagen.  

"Alternative Kraftstoffe sind ein wesentlicher Teil der Volkswagen-Antriebsstrategie. Gemeinsame Forschung von Industrie und Hochschule soll die Grundlagen für neue Anwendungen und damit ihre weitere Verbreitung schaffen", sagte Prof. Leohold bei der Vertragsunterzeichnung. "Volkswagen und die TU Braunschweig arbeiten seit langer Zeit erfolgreich zusammen. Mit diesem Schritt intensivieren wir die Verknüpfung zwischen Industrie und Forschung in einem zukunftsträchtigen Feld", so Prof. Leohold weiter. Die Förderung der Professur ist auf fünf Jahre angelegt.


Optimierung biogener Kraftstoffe und Bilanzierung neuer regenerativer Kraftstoffe

Zum Forschungsbereich der Professur gehört unter anderem die Optimierung vor allem biogener Kraftstoffe. Zudem geht es um die Bilanzierung neuer regenerativer Kraftstoffe sowie um Chancen und Risiken bei deren Anwendung. Weitere Partner der bisher einzigartigen Kooperation sind die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) und der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V., der die Stiftungsprofessur mit jährlich 50.000 Euro unterstützt.


SunFuel: vollsynthetischer Dieselkraftstoff senkt Treibhausgas-Ausstoß um rund 90 Prozent

Volkswagen arbeitet nach eigenen Angaben bereits seit einiger Zeit an Konzepten zur industriellen Produktion von Biokraftstoffen der 2. Generation und kooperiert bei der Kraftstoffentwicklung eng mit anderen Automobilherstellern sowie mit Biotech-Firmen und Mineralölkonzernen. Der Autohersteller unterstützt die Entwicklung Erfolg versprechender Verfahren und arbeitet schon heute an darauf abgestimmten Antriebssystemen: Gemeinsam mit CHOREN Industries GmbH und weiteren Partnern entwickelte das Unternehmen den vollsynthetischen Dieselkraftstoff SunFuel®. Durch die Verwendung von Biomasse könne hierbei der CO2-Kreislauf fast vollständig geschlossen und eine Reduktion der Treibhausgase um zirka 90 Prozent erreicht werden. Bei Otto-Kraftstoffen kooperiert Volkswagen unter anderem mit der kanadischen Iogen Corporation, deren Verfahren zur Herstellung von Zellulose-Ethanol ein ähnlich hohes CO2-Reduktionspotential biete.

23.09.2006   Quelle: Volkswagen AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Shell Deutschland Oil GmbH

 

Initiative EnergieEffizienz informiert erfolgreich über Stromsparpotenziale

Aktiv für Energieeffizienz: Minister Glos (links) und dena-Chef Kohler (ganz rechts).
Aktiv für Energieeffizienz: Minister Glos (links) und dena-Chef Kohler (ganz rechts).

Die Träger der Initiative EnergieEffizienz haben nach einem Jahr eine positive Zwischenbilanz gezogen. Mit gezielten Informationskampagnen gelinge es wie bei den privaten Haushalten auch in den Sektoren Dienstleistung, Industrie und Gewerbe, die unterschiedlichen Anwender zum effizienteren Einsatz von Strom zu motivieren.
 

Rund 300 Experten aus Politik, Wissenschaft, Energiewirtschaft, Beratung und Handel nahmen am 19.09.2006 in Berlin an der Jahrestagung der Initiative EnergieEffizienz teil, um über Strategien für mehr Stromeffizienz in der Praxis zu beraten. "Energieeffizienz lohnt sich für alle", betonte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos auf der Tagung.


Energieeffizienz wird nationale und internationale Schlüsselfrage

"Der effiziente Einsatz von Strom senkt die Kosten der privaten Haushalte, verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und treibt technische Innovationen voran. Für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland ist es wichtig, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen. Bei hohen Energiepreisen und fortschreitendem Klimawandel wird Energieeffizienz national und auch international zur Schlüsselfrage", so der Minister.

In den vergangenen Monaten hat die Initiative EnergieEffizienz bewährte Angebote ausgebaut und neue entwickelt. Für die privaten Haushalte wurden praktische Tipps in Form zahlreicher Presseveröffentlichungen, Broschüren und Internetseiten verbreitet. Von Mai bis Juni 2006 besuchten rund 750.000 Menschen die interaktive Ausstellung "Clever, intelligent, energieeffizient". Ein Netzwerk mit über 8.000 Partnern aus Einzelhandel, Elektrohandwerk, Energieagenturen, Verbraucherzentralen und Kommunen sorgte dafür, dass die Verbraucher zur rechten Zeit am rechten Ort beraten werden.

Seit Mitte 2006 unterstützt die Initiative EnergieEffizienz professionelle Einkäufer aus Dienstleistungsbetrieben und Verwaltungen bei der Auswahl und Beschaffung stromeffizienter Bürogeräte. Industrieunternehmen erhielten Informationen über den effizienten Betrieb ihrer Anlagen, insbesondere in Verbindung mit Pumpen- und Druckluftsystemen. Rund 30 Unternehmen konnten kostenlos ihre Energiebilanz analysieren lassen.


Kompetente, neutrale und praxisnahe Information

"Zusammen mit unseren Partnern aus der Energiewirtschaft haben wir eine überzeugende Aktionsplattform geschaffen", sagte Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). "Die Initiative EnergieEffizienz ist in allen Verbrauchssektoren mit kompetenten, neutralen und praxisnahen Angeboten präsent. Damit die Voraussetzungen für Stromeffizienz noch besser werden, unterstützt die Initiative EnergieEffizienz auch die Entscheider in Politik und Wirtschaft bei der Entwicklung nachhaltiger Strategien, etwa in Form von Workshops oder parlamentarischen Informationsveranstaltungen", so Kohler weiter.

Die Initiative EnergieEffizienz wird getragen von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und den Unternehmen der Energiewirtschaft - EnBW AG, E.ON AG, RWE AG und Vattenfall Europe AG. Sie wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie: www.initiative-energieeffizienz.de

23.09.2006   Quelle: dena   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: dena/Georg Moritz

 

M+W Zander erhält Planungsauftrag für neue Solarzellenfabrik von ErSol in Arnstadt

Produktionslinie einer Solar-Fabrik.
Produktionslinie einer Solar-Fabrik.

Die M+W Zander FE GmbH ist von der ErSol Solar Energy AG mit der Planung einer neuen Fabrik für multi- und monokristalline Siliziumsolarzellen beauftragt worden. Dies gab M+W Zander auf der in 21. Europäischen Photovoltaik-Konferenz und Ausstellung in Dresden bekannt. Das neue ErSol-Solarzellenwerk soll im thüringischen Arnstadt entstehen und eine Nominalkapazität von zunächst jährlich 120 Megawatt (Spitzenleistung/MWp) haben.
 
Im benachbarten Erfurt baut M+W Zander für ErSol gegenwärtig bereits ein Werk zur Herstellung von Dünnschicht-Solarmodulen. M+W Zander zählt zu den Marktführern bei Planung und Bau schlüsselfertig erstellter Photovoltaik-Fertigungsanlagen. Die Kunden kommen aus Europa und Asien. Insgesamt hat die M+W Zander Gruppe nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr mit weltweit rund 7.000 Mitarbeitern zirka 1,5 Milliarden Euro umgesetzt.


Auftrag zur Umsetzung des Vorhabens erwartet

"Für uns ist es ein großer Vertrauensbeweis, wenn ErSol uns mit der Planung eines weiteren Werks beauftragt", sagte M+W Zander FE Geschäftsführer Robert Gattereder auf dem Photovoltaik-Kongress. Gattereder weiter: "Wir rechnen auch damit, den Auftrag zur Projektrealisierung zu erhalten. So können wir den bereits gemeinsam gewonnenen technischen Mehrwert aus der Projektierung der Fabrik in Erfurt optimal in massive Kostenvorteile für die Fabrik in Arnstadt umsetzen." Der ErSol Vorstandsvorsitzende Dr. Claus Beneking ergänzte: "Die ErSol hat bereits erste gute Erfahrungen mit M+W Zander als Generalunternehmer für die Dünnschichtmodulfertigung gemacht. Daher können wir uns gut vorstellen, mit M+W Zander auch den Bau der Arnstädter Zellfabrik zu realisieren."

Der ErSol Konzern produziert und vertreibt Photovoltaikprodukte. ErSol arbeitet hauptsächlich auf den Wertschöpfungsstufen Ingot- und Waferproduktion sowie Solarzellenfertigung. Daneben engagiert sich die Gruppe auch im Bereich der Silizium sparenden Dünnschichtmodulproduktion und handelt mit Modulen. Mit dem Ausbau der Zellfertigungskapazitäten will ErSol dem nach wie vor prognostizierten Branchenwachstum Rechnung tragen.

22.09.2006   Quelle: M+W Zander FE GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: M+W Zander FE GmbH
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Bundesregierung will sich Klima- und Energie-Berater zulegen

Die Bundesregierung will sich während ihrer im Januar beginnenden Präsidentschaft der Europäischen Union und bei der G8 von externen Experten beraten lassen. Wie die ZEIT berichtet, sind Vattenfall-Chef Lars Josefsson und Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), im Gespräch. Diese Personal-Vorschläge von Umweltminister Sigmar Gabriel würden derzeit im Kanzleramt "wohlwollend" geprüft, zitiert die ZEIT aus dem Umfeld von Angela Merkel.
 
Anschlussregelung an das Kyoto-Protokoll nötig

Die Bundeskanzlerin will die Energie- und Klimapolitik zu einem Schwerpunkt der deutschen Präsidentschaft in beiden Gremien machen, so die ZEIT. Dabei geht es vor allem darum, den Grundstein für eine Anschlussregelung an das Kyoto-Protokoll zu legen. Das Klimaschutzabkommen, an dessen Zustandekommen Merkel 1997 als deutsche Umweltministerin beteiligt war, endet 2012. Ohne neues Abkommen gäbe es danach keinen völkerrechtlich verbindlichen Rahmen mehr für die Begrenzung des Treibhausgasausstoßes.


"Megathema" Klimaschutz

PIK-Chef Schellnhuber gilt als einer der weltweit führenden Klimaforscher. Josefsson führt das schwedische Staatsunternehmen Vattenfall AB, in dessen Kernkraftwerk Forsmark es vor kurzem zu einem schweren Störfall gekommen war. Den vom Menschen verursachten Klimawandel bezeichnet Josefsson als "Megathema". Die Wirtschaft müsse erkennen, dass vereinte Anstrengungen zum Klimaschutz zu einem "bedeutenden Innovationsmotor" werden können. In internen Gesprächen mit deutschen Regierungsvertretern hat der Schwede bereits angekündigt, sich dafür einzusetzen, die 100 weltweit wichtigsten Unternehmen auf mehr Klimaschutz einzuschwören.

Der komplette Text ist veröffentlicht in der ZEIT-Text Nr. 39 vom 21. September 2006.

22.09.2006   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SolarWorld liefert Solarwafer für 180 Millionen Euro nach Südkorea und Taiwan

Siliziumwafer-Überprüfung bei der Deutsche Solar AG.
Siliziumwafer-Überprüfung bei der Deutsche Solar AG.

Der SolarWorld-Konzern baut sein Exportgeschäft mit Asien weiter aus: Die Deutsche Solar AG, eine Tochter der SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401), habe mit namhaften Kunden in Taiwan und Süd-Korea zwei Verträge über die Lieferung für Solarsiliziumwafer bis 2018 geschlossen, berichtet die SolarWorld AG in einer Pressemitteilung. Der Auftragswert liege bei insgesamt 180 Millionen Euro.
 
"Die aufstrebenden asiatischen Staaten verfügen über die wachstumsstärksten Solarmärkte der Welt", sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. "Die Abschlüsse unseres Konzerns in dieser Region zeigen, dass solare Hightech-Produkte aus Deutschland in China, Süd-Korea und Taiwan sehr gefragt sind", so Asbeck weiter.


Mehrere Dutzend Arbeitsplätze in Sachsen für 12 Jahre gesichert

Die Solarwafer für Asien stammen aus den Konzernfabriken in Freiberg/Sachsen. "Allein mit diesen beiden Aufträgen werden über einen Zeitraum von 12 Jahren bei uns mehrere Dutzend Arbeitsplätze gesichert", rechnet der SolarWorld-Chef vor. Die hochwertigen Solarsiliziumwafer - hauchdünne Scheiben aus reinstem Silizium - sind Ausgangsmaterial zur Herstellung von Solarzellen, aus denen wiederum Solarmodule gefertigt werden. Der SolarWorld-Konzern vereinigt alle diese Fertigungsstufen unter einem Dach, bedient aber auch externe Kunden aus der internationalen Solarzellenindustrie.

22.09.2006   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG.
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Stadt Bonn will Solarwärme mit 100.000 Euro pro Jahr fördern

Stadt Bonn will Sonnenenergie-Nutzung fördern.
Stadt Bonn will Sonnenenergie-Nutzung fördern.

Die Bundesstadt Bonn will sich künftig die Förderung der Solarthermie auf die Fahnen schreiben. Der Verwaltungsvorstand beschloss am 19.09.2006 unter Federführung des Umweltdezernats ein Fünf-Jahres-Programm aufzustellen, das 2007 beginnen und einen Anreiz zum Bau solarthermischer Anlagen schaffen soll. Pro Jahr sollen rund 100.000 Euro als Fördermittel zur Verfügung stehen, berichtet die Stadt in einer Pressemitteilung. "Wir wollen diejenigen erreichen, die beim Kauf eines Neubaus oder bei der Sanierung eines Gebäudes diese Investition scheuen. Ein nachträglicher Einbau ist wirtschaftlich unrentabel, die Chance auf die Nutzung der Solarthermie wäre jeweils für 20 Jahre vertan", so Umweltdezernent Dr. Volker Kregel.
 
Die Nutzung der Sonne zur Wärmeerzeugung habe sich lange im Schatten des Photovoltaikbooms bewegt, obwohl sie bei gut gedämmten Gebäuden einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energieeinsparung leisten kann.


Engagement für die Inhalte der "Local Renewables Declaration"

Nachdem die bundesweite Förderung der Solarwärme nach dem Marktanreizprogramm für regenerative Energien (MAP) im August ausgelaufen ist, weil die Gelder ausgeschöpft waren, sieht die Stadt Bonn ihre Solarthermie-Förderung als Möglichkeit, einen weiteren aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. "Bonn hat sich im Klimaschutz und bei der Nutzung regenerativer Energien einen Namen gemacht. Wir wollen als Kommune wahrgenommen werden, die eine nachhaltige Energieversorgung fördert", so Kregel. Bonn könne damit sein Engagement für die Inhalte der "Local Renewables Declaration" unterstreichen, die anlässlich der Weltkonferenz für erneuerbare Energien im Juni 2004 in Bonn verabschiedet wurde.


Fördergelder stoßen private Investitionen an

Auch wirtschaftliche Effekte für das lokale Handwerk erhofft sich die Stadt: Als Folge des Förderprogramm der Stadtwerke Bonn für solarthermische Anlagen zwischen 1996 und 2001 hätten rund 150.000 Euro Fördergelder private Investition von über einer Million Euro bewirkt. Die Stadtverwaltung will jetzt eine Vorlage erarbeiten und in die politische Beratung geben.

22.09.2006   Quelle: Stadt Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stadt Bonn
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Nordex erhält Auftrag für 30 MW-Windpark auf Sizilien

Nordex Windenergieanlage N90/2300.
Nordex Windenergieanlage N90/2300.

Die Nordex AG hat den Auftrag für die schlüsselfertige Errichtung des Windparks "Vicari" nahe Palermo erhalten. Im ersten Bauabschnitt soll der Park 15 Turbinen vom Typ N90/2500 umfassen. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 47 Millionen Euro. Neben den Turbinen ist Nordex für den Wegebau, die Fundamente, die Verkabelung und den Bau des Umspannwerks zuständig. Weitere drei Turbinen der gleichen Baureihe sind noch in der Genehmigungsphase.
 
Um diese Option erweitert läge der Auftragswert dann bei rund 55 Millionen Euro. "Das zweite Großprojekt von Nordex Italia innerhalb kurzer Zeit unterstreicht die Bedeutung des Wachstumsmarktes Italien für unser Geschäft", so Nordex Chef Thomas Richterich.


Kunde und späterer Betreiber des Windkraftwerks ist ERG CESA Eolica, ein Joint Venture des italienischen Energiekonzerns ERG und der spanischen CESA Gruppe. Auf einem Höhenzug (700 m) bei Palermo sollen die Anlagen im August 2007 mit der Stromproduktion beginnen. Pro Jahr sollen die 15 Maschinen auf 80 Metern Turmhöhe einen Energieertrag von bis zu 100 Gigawattstunden (GWh) erzielen, das entspricht dem Verbrauch von etwa 33.000 Haushalten.


22.09.2006   Quelle: Nordex AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nordex AG

 

Erdwärme und Solarenergie kombiniert: Mehr Energie von unten und von oben

Geo-Solaranlage mit Solarabsorber, Erdwärmesonden, Wärmepumpe und Flächenheizsystem.
Geo-Solaranlage mit Solarabsorber, Erdwärmesonden, Wärmepumpe und Flächenheizsystem.

Die Oberflächennahe Geothermie wird auch 2006 wieder einen neuen Rekord aufstellen, berichtet die Geothermische Vereinigung e.V. - Bundesverband Geothermie in einer Pressemitteilung. Die Branche rechne bei den installierten Anlagen wieder mit einem Wachstum von rund 35 %. Erdwärmesysteme seien komfortabel, preiswert und wartungsarm. Sie versorgen ein Gebäude zuverlässig mit Heizenergie und warmem Wasser. Auch mit Solarkollektoren kann tagsüber Energie zum Aufbereiten von Warmwasser und zum Heizen eingesammelt werden.
 

Das am häufigsten eingesetzte Geothermie-Verfahren sind die so genannten Erdwärmesonden, also Bohrungen mit bis zu etwa 150 Metern Tiefe. Eine andere Möglichkeit sind beispielsweise Erdwärmekollektoren, die unterhalb der Frostgrenze in etwa 150 Zentimeter Tiefe im Boden verlegt werden. Die Temperaturen nahe an der Oberfläche reichen jedoch allein nicht aus, um das Haus zu heizen. Den Rest erledigen dann Wärmepumpen. Bei effizient auslegten Anlagen stammen ca. 75 % der Energie aus der Erde und etwa 25 % aus dem Antrieb der Wärmepumpe.


Überschüssige Energie aus der Solaranlage im Untergrund gespeichert

Für die Warmwassererzeugung in Ein- und Mehrfamilienhäusern werden Sonnenkollektoren millionenfach angewandt. Leider stehe die Sonne nicht immer in ausreichendem Maße zur Verfügung, so der Bundesverband Geothermie. Das mache es aufwändig, Gebäude ausschließlich mit Solarenergie zu heizen: Tage mit geringer Sonneneinstrahlung müssten mit entsprechend großen Speichersystemen überbrückt werden. Im Winter reiche die Sonnenenergie nicht aus, im Sommer stehe dagegen ein enormer Überschuss an Solarwärme zur Verfügung, der nicht genutzt werden kann. Daher werden Solarheizsysteme üblicherweise mit einem zweiten Heizsystem, in der Regel mit Öl oder Gas, kombiniert. Ein ideales Zusammenspiel auf der Basis erneuerbarer Energieträger entstehe, wenn Erdwärme mit Solarkollektoren kombiniert wird. Bei einem solchen "geo-solarthermischen" System wird die Solaranlage in den Erdwärmekreis eingebunden. Im Winter entzieht die Wärmepumpe dem Untergrund über die Erdwärmesonden Energie zum Heizen des Gebäudes. Im Sommer erhält er Untergrund überschüssige Energie aus der Solaranlage. Dadurch steht im Winter im Boden mehr Energie zur Verfügung und der Anteil, den die Wärmepumpe leisten muss, sinkt. Sie braucht also weniger Strom für ihren Antrieb.


Forschungsprojekt untersucht und optimiert Zusammenspiel

In Limburg an der Lahn wird das effiziente Zusammenspiel beider Energieträger im Rahmen eines Forschungsprojekts des DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) untersucht und optimiert. Dabei kommen auf der "Sonnenseite" anstelle von Kollektoren preiswerte Solarabsorber zum Einsatz. An dem Vorhaben beteiligt sind der Limburger Erdwärmespezialist GEFGA mbH sowie mit der Rheinzink ein Produzent von Zinkdach- und Solarabsorbersytemen (QUICK STEPP). Eingebaut ist das System in ein "normales" Wohngebäude. Das Institut für Solarenergieforschung GmbH in Hameln wird die Anlage über zwei Jahre messtechnisch erfassen und auswerten.


Geothermische Fachtagung vom 15.-17.11.06 in Karlsruhe

Die "Geo-Solarthermie" ist auch Thema der 9. Geothermischen Fachtagung vom 15.-17.11.06 in Karlsruhe. Auf der zentralen Veranstaltung der auf Wachstum orientierten Branche dreht sich unter dem Motto "Mehr Energie von unten" auch in diesem Jahr wieder alles um die Entwicklung und Nutzung der sauberen und unerschöpflichen Energie aus dem Innern der Erde. Die Geothermischen Fachtagungen stellen seit fünfzehn Jahren den Treffpunkt und die Plattform für Wissenschaft und Wirtschaft im deutschsprachigen Raum. Begleitet wird sie durch die Fachausstellung GEOEnergie2006, zu der sich mehr Aussteller angemeldet haben als je zuvor.

22.09.2006   Quelle: Geothermische Vereinigung e.V. - Bundesverband Geothermie   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Bundesverband Geothermie
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Internationales Expertenkomitee legt Fahrplan für Klimaschutz vor

"You do pioneer work." Dieses Fazit zog Jeremy Rifkin zum Abschluss des von der EnBW organisierten ersten Deutschen Klimakongresses am 21.09.2006 in Berlin. Als Ergebnis des zweitägigen Expertengipfels "Klima im Wandel - Fakten, Folgen, Perspektiven" legten die beteiligten Wissenschaftler einen Fahrplan zum Schutz des Klimas vor, die "Berliner Erklärung". Als Initiator des Kongresses betonte der EnBW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Utz Claassen, dass der Klimawandel die Existenz der Menschen bedrohe.  "Klimaschutz ist von erdgeschichtlicher Bedeutung. Ohne Alternative ist daher der globale Ausbau der erneuerbaren Energien mit dem Kernthema Entwicklung von Speicher- und Transportmedien. Dies geht jedoch nur, wenn wir einen unternehmensübergreifenden und die Politik sowie Wirtschaft vereinenden Ansatz suchen und finden", so Claassen.


Berliner Erklärung: CO2-Ausstoß bis 2050 halbieren

In ihrer gemeinsamen Erklärung setzen sich die Teilnehmer des ersten Deutschen Klimakongresses der EnBW für ein Umdenken in punkto Klimaschutz ein. Der Klimawandel müsse endlich als Tatsache anerkannt und in konkrete Handlungen umgesetzt werden, forderten renommierte Klimaexperten wie der US-amerikanische Ökonom Jeremy Rifkin oder der Meteorologe Prof. Dr. Mojib Latif. Zu den wichtigsten Zielen gehöre es dabei, die weltweite Erhöhung der Temperatur auf maximal zwei Grad zu begrenzen. Deshalb müsse der weltweite CO2-Ausstoß bis 2050 halbiert werden. Als ersten Schritt sieht die "Berliner Erklärung" daher die Bildung einer offenen und regelmäßigen deutschen Klimagruppe vor, in der Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam Maßnahmen für eine klimaschonendere Energiepolitik entwickeln sollen.


Klimaforscher Latif: "Jetzt handeln und nicht mehr debattieren"

Die Erklärung sei ein wichtiges Signal, betonte auch Mojib Latif. Jetzt gelte es zu handeln und nicht mehr zu debattieren. Auch Jeremy Rifkin zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen des Kongresses: "Die Konferenz war eine internationale Plattform von herausragender Bedeutung. Mit dem Positionspapier legen wir ein Ergebnis vor, das nachhaltige Wirkung haben wird". Veranstalter des Kongresses ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG. "Nur wenn Wissenschaft und Wirtschaft an einem Strang ziehen, können wir die Energieversorgung und das ökologische Gleichgewicht für die nachfolgenden Generationen sichern - als Energiekonzern sehen wir darin einen zentralen Auftrag", sagte Claassen abschließend. Die EnBW wolle über ihre bisherige Aktivität hinaus ihre Anstrengungen für die Energieeffizienz weiter intensivieren und keine Entscheidungen treffen, die Aspekte des Klimaschutzes ignorieren.

21.09.2006   Quelle: EnBW Energie Baden Württemberg AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Atommüll nach Süddeutschland? SPD-Bundestagsabgeordneter startet Bürgerinitiative

Von der BGR ausgewiesene Gebiete für potenzielle Atommüll-Endlager in Baden-Württemberg.
Von der BGR ausgewiesene Gebiete für potenzielle Atommüll-Endlager in Baden-Württemberg.

Der Biberacher SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Gerster will auf jeden Fall verhindern, dass an der Donau zwischen Riedlingen und Ulm ein Endlager für radioaktiven Müll aus Atomkraftwerken entsteht. Für Samstag, 30. September, ab 19.30 Uhr lädt er zur Gründung einer Bürgerinitiative ein. "Besser früh als zu spät" will der 35-jährige Bundestagsabgeordnete alles unternehmen, um eine Endlagerstätte für Atommüll entlang der Donau zu verhindern. Das Ergebnis der Voruntersuchungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) sei für ihn Anlass zur Sorge, dass die Riedlinger Gegend tatsächlich als Endlagerstandort in Frage komme.
 

"Dies hätte gewaltige Auswirkungen auf die Lebensqualität in der Region und alle Versuche, zusätzliche Unternehmen, Touristen oder Arbeitnehmer in die Region zu locken", warnt Gerster.


Atommüll-Lager bei Konstanz oder an der Donau?

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erhielt im Jahre 2003 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) den Auftrag, eine Studie über die Verbreitung von Tongesteinen als potenzielle Wirtsgesteine für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle in Deutschland zu erstellen. Die Untersuchung sollte die Wissenslücke über die in Deutschland vorkommenden potenziell für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle geeigneten Wirtsgesteine und deren Verbreitung schließen, heißt es auf den Internetseiten der BGR. Bei den jetzt für Tongesteine durchgeführten Untersuchungen dienten laut BGR international anerkannte Ausschluss- und Abwägungskriterien als Grundlage. Sie seien ergänzt worden durch die im Jahr 2002 vom Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) aufgestellten wirtsgesteinsunabhängigen Ausschlusskriterien und Mindestanforderungen. Zusätzlich seien von der BGR weitere aus geowissenschaftlicher Sicht als maßgeblich erachtete Abwägungskriterien bei der Auswahl der Regionen herangezogen. Der Bericht der BGR fasst die Forschungsergebnisse über Regionen mit den potenziell geeigneten Endlagerwirtsgesteinsformationen Steinsalz, Kristallin und Tongesteine in Deutschland zusammen. Als Grundlage der Bearbeitung dienten laut BGR alle verfügbaren Daten aus Karten, Archivmaterial und Bohrungen. Untersuchungen an Ort und Stelle seien nicht durchgeführt worden. Eine Buch-Veröffentlichung der Ergebnisse ist für Ende 2006 geplant. In der BGR-Untersuchung werden Tongestein-Gebiete entlang der Donau zwischen Ulm und Riedlingen sowie im Kreis Konstanz als mögliche Standorte für die Endlagerung genannt. Eine Zusammenfassung der Forschungsergebnisse über die Wirtsgesteine Steinsalz, Kristallin und Tongesteine ist in dem Kurzbericht "Untersuchung und Bewertung von Regionen mit potenziell geeigneten Wirtsgesteinsformationen" dargestellt.


Breites überparteiliches Bündnis soll Atommüll-Endlager verhindern

Dass sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag verpflichtet habe, bis in drei Jahren eine Lösung für die Endlagerung vom Atommüll vorzulegen, sei für ihn Antrieb, so schnell wie möglich alle zusammen zu bringen, Riedlingen und das Donautal frei von Atommüll halten wollten, heißt es in der Pressemitteilung Gersters. Nach seiner Vorstellung soll ein möglichst breites gesellschaftliches, überparteiliches Bündnis entstehen, bestehend aus Institutionen, Vereinen und Einzelpersonen aus der Region. "Wir dürfen auf keinen Fall zulassen, dass tief unter dem Donautal eine Deponie für strahlenden Giftabfall entsteht, der seine Gefährlichkeit erst in Jahrmillionen verloren haben wird", betont der SPD-Politiker. Interessenten an der Gründung einer Bürgerinitiative werden gebeten, am Samstag, 30. September, um 19.30 Uhr in den Riedlinger Gasthof "Hirsch" (Fußgängerzone, Nähe "Narrenbrunnen") zu kommen oder sich im Bürgerbüro von MdB Martin Gerster in Biberach zu melden, Telefon 07351/3003000, E- Mail martin.gerster@wk.bundestag.de.


Bericht der BGR im Internet zugänglich

Die Untersuchung Internetseiten der BGR heruntergeladen werden.

Brennstoffzellen-PV-Hybrid-Stromversorgung und Brennstoffzellen- Sauerstoffgenerator

Das innovative Flugmodell ist nicht die einzige Brennstoffzellen-Anwendung "zum Anfassen". Auf der "f-cell"-Messe mit etwa 50 Ausstellern, die allen interessierten Fachbesuchern am 25. und 26. September von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr bzw. von 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr offen steht, zeigt beispielsweise das Unternehmen udomi aus Neuenstein eine Brennstoffzellen-Fotovoltaik-Hybrid-Stromversorgung für netzferne Anwendungen wie Messstationen, Kameraüberwachung oder Sicherheitstechnik. Die Linde Medical Devices GmbH aus Aschau im Chiemgau präsentiert einen neuartigen Sauerstoffgenerator für Lungenkranke, der mit Brennstoffzellen arbeitet.


Hochtemperatur-PEM-Stapel mit kommerziell erhältlicher MEA-Technologie

Wirkliche Fachleute sind gefragt, wenn es um die Würdigung der Arbeiten wissenschaftlicher Institute und Technologie-Entwicklungsunternehmen geht. Das Zentrum für BrennstoffzellenTechnik ZBT gGmbH aus Duisburg betreibt auf der Messe zum Beispiel einen funktionstüchtigen Hochtemperatur-PEM (Proton Exchange Membrane)-Brennstoffzellen-Stapel, der mit kommerziell erhältlicher MEA-Technologie (MEA = Membran-Elektroden-Einheit) arbeitet. Das Besondere daran: Die hohen Betriebstemperaturen von bis zu 180 Grad machen die Brennstoffzelle deutlich unempfindlicher gegen Verunreinigungen des Wasserstoffs, der nur sehr aufwändig in reiner Form erzeugt werden kann. Bislang gab es jedoch wenig Erfahrungen mit verwendbaren Materialien für den Aufbau der Stapel. Das ZBT wollte das ändern und zeigt nun erste Ergebnisse seiner Forschungen.


Kongressprogramm in Internet

Das "f-cell"-Symposium ist eine Veranstaltung der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) und der Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH aus Gerlingen. Unterstützt wird der Kongress von der EnBW Energie Baden Württemberg AG und dem Umweltministerium Baden-Württemberg. Das komplette Symposiumsprogramm und eine Liste der Messe-Aussteller finden Interessenten im Internet unter:
http://www.f-cell.de/de/index.php.

20.09.2006   Quelle: Peter Sauber Agentur   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DLR
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CO2-Gebäudesanierungsprogramm wird erweitert

Ab Januar sollen die Kommunen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verbilligte Kredite in einem Volumen von 200 Millionen Euro erhalten. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee hat dies als einen weiteren Baustein des CO2-Gebäudesanierungsprogramms angekündigt. Das Geld stehe von 2007 bis 2009 zur Verfügung. Es soll vor allem für die Sanierung von Kindergärten, Schulen und Schulturnhallen verwendet werden.   "Wir wollen den Schwung, den wir in diesem Jahr aufgenommen haben, mitnehmen nach 2007. Mit dem neuen Programm für die Kommunen setzen wir auch ein positives wirtschaftliches Signal am Jahresanfang", sagte der Minister in Berlin.


"Jobmotor" Gebäudesanierung

In diesem Jahr habe sich das Programm zu einem Jobmotor in der Bauindustrie entwickelt, betont der Minister. Bis zu 250.000 Arbeitsplätze sind laut Tiefensee durch zinsverbilligte Kredite geschaffen oder gesichert worden. Das Gebäudesanierungsprogramm habe bis Ende August Investitionen von rund 10 Milliarden Euro ausgelöst und die Sanierung von mehr als 400.000 Wohnungen mit finanziert.


Mittel für das laufende Jahr um 350 Millionen Euro aufgestockt

Aufgrund der hohen Nachfrage hatte Tiefensee bereits am 5. September eine Aufstockung der Mittel für 2006 um 350 Millionen Euro angekündigt. Im Jahre 2006 stehen insgesamt 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen: http://www.solarserver.de/kfw_programm.html#co2

19.09.2006   Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Verblüffende Ergebnisse bei der Freiburger Eiswette

Abschluss der gelungenen Wärmedämmungs-Demonstration.
Abschluss der gelungenen Wärmedämmungs-Demonstration.

Wärmedämmung hilft auch im Sommer und hält die Hitze draußen. Das zeigte die Freiburger Eiswette zur Frage wie viel Eis schmilzt, wenn ein Eisblock mit 1.000 Litern Inhalt vier Wochen lang in ein auf Passivhaus-Niveau gedämmtes Holzhaus eingeschlossen wird. Knapp 1.000 Teilnehmer wagten eine Schätzung, stellten umfangreiche Berechnungen an oder gaben einfach nur einen Tipp ab. Am 16.09.2006 wurde das Geheimnis von der Wetterfrau Claudia Kleinert gelüftet und die Hauptgewinner der Wettaktion wurden ausgelost. Rund 240 von 1.000 Litern waren geschmolzen und damit rund 24% Prozent.
 
Unter der Schirmherrschaft der Stadt Freiburg fand die Sommer-Aktion der Energieagentur Regio Freiburg und Götz + Moritz damit ihren Abschluss.


Klimaschutz und Wärmedämmung anschaulich und mit Humor kommuniziert

Die ARD-Wettermoderatorin Claudia Kleinert und Freiburgs Bürgermeisterin Gerda Stuchlik zeigten sich erfreut über die hohe Resonanz der Aktion. "Das Thema Klimaschutz und Wärmedämmung wird oft mit erhobenem Zeigefinger kommuniziert. Dass es auch auf etwas humorige und trotzdem sehr anschauliche Art geht, zeigt die Freiburger Eiswette", betonte Claudia Kleinert. Verblüffend für die Organisatoren war das Ergebnis nicht: "Eigentlich ist jedem klar, dass Wärmedämmung im Winter die Wärme drinnen und im Sommer draußen hält", erläutert der Geschäftsführer der Energieagentur Regio Freiburg, Rainer Schüle. "Aber das Experiment veranschaulicht das doch sehr schön und mal auf etwas andere Art und Weise", so der Energieexperte. "Die Stadt Freiburg hat die Aktion gerne unterstützt" betont Bürgermeisterin Stuchlik. "Wir engagieren uns bereits seit Jahren für den aktiven Klimaschutz hier in Freiburg. Vor Kurzem haben wir zum Beispiel die Kampagne "Verpass deinem Haus ein Dickes Fell" ins Leben gerufen. Hier können Wohnungseigentümer unter der Hotline 01805 - 79 1000 Beratung für die Sanierung des Eigenheims anfordern".

19.09.2006   Quelle: Energieagentur Regio Freiburg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energieagentur Regio Freiburg
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SolarWorld liefert Solar-Wafer für 350 Millionen Euro nach China

Solar-Wafer der Deutsche Solar AG
Solar-Wafer der Deutsche Solar AG

Der SolarWorld-Konzern (ISIN: DE0005108401) hat einen seiner bisher größten Exportaufträge akquiriert, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die SolarWorld-Tochter Deutsche Solar AG, die zu den weltweit größten Produzenten von Solarsiliziumwafern zählt, werde Solar-Wafer im Gegenwert von 350 Millionen Euro nach China liefern. Einen entsprechenden Vertrag habe das Tochterunternehmen mit einem namhaften chinesischen Solarzellen- und Solarmodulproduzenten unterzeichnet.  Der Kontrakt gilt laut SolarWorld AG ab diesem Jahr und habe eine Laufzeit bis 2018. Die Solarsiliziumwafer stammen aus den Waferfabriken des Konzerns in Freiberg.


Export sichert Arbeitsplätze in Deutschland

"Mit diesem neuen Auftrag bauen wir unser Engagement in China aus, das zu den weltweit wachstumsstärksten Photovoltaik-Märkten zählt", sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. "Mit unserem langfristigen Exportgeschäft tragen wir gleichzeitig entscheidend zur Sicherung unserer Arbeitsplätze in Deutschland bei", so Asbeck weiter. Die aus solarem Silizium hergestellten, hauchdünnen Scheiben (Wafer) der Deutsche Solar AG sind ein Ausgangsprodukt zur Produktion von Solarzellen. Der deutsche Marktführer Deutsche Solar AG liefert die Wafer sowohl für die konzerninterne Weiterverarbeitung zu Solarzellen als auch für externe Kunden der internationalen Solarzellenindustrie.

19.09.2006   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG
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Europäische Solarstromkonferenz etabliert sich als weltweite Leitveranstaltung

Vizeminister Nerantzis kommentierte auf der EU PVSEC das vom griechischen Parlament verabschiedete Einspeise-Gesetz.
Vizeminister Nerantzis kommentierte auf der EU PVSEC das vom griechischen Parlament verabschiedete Einspeise-Gesetz.

Die 21. europäische Solarstromkonferenz EU PVSEC endete am 15.09.2006 mit einem Besucherrekord, berichten die Veranstalter in einer Pressemitteilung. 2.700 Wissenschaftler, Industrievertreter und Politiker aus 95 Nationen und rund 3.600 Besucher der begleitenden Fachausstellung informierten sich über die neuesten Entwicklungen rund um die solare Stromerzeugung. Die EU PVSEC ist als Plattform zwischen Forschung und industrieller Anwendung positioniert. Die rund 6.300 Teilnehmer und Fachbesucher aus aller Welt zeigten, wie weit dieser Transfer bereits gediehen ist.
 

Die EU PVSEC wird institutionell unterstützt unter anderem von der UNESCO, der Europäischen Kommission und dem Bundesministerium für Umwelt institutionell. "Die EU PVSEC ist die weltweit wichtigste Veranstaltung für den Austausch von wissenschaftlichen, technischen, strategischen und wirtschaftlichen Informationen zum Thema Photovoltaik", so Dr. Jef Poortmans, Program Director Photovoltaics am Interuniversity Microelectronics Center (IMEC) in Leuven/Belgien in seinem Eröffnungsvortrag als Konferenzvorsitzender.


"Business-to-Business-to-Science", auf diese Kurzform brachte Dr. Winfried Hoffmann, Generalbevollmächtigter von SCHOTT Solar und Präsident des europäischen Photovoltaik-Industrieverbands EPIA in seiner Eröffnungsrede die Ausrichtung und Bedeutung der Konferenzmesse. Auf keiner anderen Konferenzmesse weltweit finde ein so intensiver Austausch zwischen Forschung und Industrie ebenso wie mit der Politik statt.


EU PVSEC als Zeichen des Umbruchs

In mehr als 900 Vorträgen und Präsentationen wurde das gesamte Spektrum der solaren Stromerzeugung von den Grundlagen (Silizium) bis hin zu globalen Aspekten der Photovoltaik im Kontext der Energieversorgung beleuchtet. Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, bezeichnete in seinem Grußwort Energie und Rohstoffe als eine Schlüsselfrage dieses Jahrhunderts. Die europäische Solarstromkonferenz EU PVSEC sah Müller als Zeichen des Umbruchs, der derzeit stattfinde. Deutschland stehe für rund 60 % des Photovoltaik-Weltmarktes. Rund 3.500 Unternehmen gibt es laut Müller in diesem Marktsegment. Viele davon hätten eine Spitzenposition auf dem Weltmarkt.


Enorme Kostensenkung für Solarstrom in Japan

Setsuo Iuchi, Ressortleiter im japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI), beschrieb die Strategie Japans im Solarstrom. Die solare Stromerzeugung wird in Japan seit dem Jahr 1974 staatlich gefördert. Seit 1997 ist die Förderung erneuerbarer Energien in Japan gesetzlich verankert. Mit durchschlagendem Erfolg, wie Iuchi beschrieb: Durch die Skaleneffekte seien die Kosten der solaren Stromerzeugung in Japan zwischen 1993 und 2002 bereits um mehr als 80 % gesunken. Bis zum Jahr 2030 halte das METI eine Kostensenkung um weitere 85 % für realistisch. Die installierte Leistung soll in Japan von 1,13 Gigawatt im Jahr 2004 bis zum Jahr 2010 nochmals auf 4,82 Gigawatt vervierfacht werden.


Paradigmenwechsel in den USA

Eindrucksvoll schilderte Michael Eckhart, Präsident des American Council on Renewable Energy, das Umdenken, das derzeit in den USA stattfinde. Es seien nicht nur die Benzinkosten, die sich für die Verbraucher in den USA in jüngster Zeit verdoppelt hätten und die diesen Paradigmenwechsel anstießen. Auch die Gefahren des Klimawandels seien im Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit angekommen. Die Politik habe die Gefahr der immer größer werdenden Abhängigkeit von Ölimporten erkannt. Die Förderung von erneuerbaren Energien erfolgt in den USA auf der Ebene der Bundesstaaten. Einen Durchbruch markiere das in Kalifornien von Gouverneur Arnold Schwarzenegger auf den Weg gebrachte 1-Million-Dächer-Programm, in dessen Rahmen in den kommenden Jahren mit Investitionen in Höhe von 3,2 Milliarden Dollar Solarstromkraftwerke mit einer Kapazität von rund 3,0 Gigawatt gebaut werden sollen. Auf der europäischen Solarstromkonferenz waren die USA mit 18 Vorträgen zur Forschung und industriellen Anwendung vertreten.


Europäische Kommission verleiht 14. Becquerel-Preis an Richard Swanson

Ein Höhepunkt der EU PVSEC war die Verleihung des im Jahr 1989 von der Europäischen Kommission aus Anlass des 150. Jahrestags der Entdeckung des photovoltaischen Effekts durch den Franzosen Alexandre-Edmond Becquerel erstmals verliehene Becquerel-Preis. Dieser ging in diesem Jahr an den Amerikaner Dr. Richard Swanson, der 1991 nach zwei Jahrzehnten in der Forschung das Unternehmen SunPower gründete. Swanson wurde für seine bahnbrechende Arbeit bei der Entwicklung hocheffizienter Silizium-Solarzellen ausgezeichnet. Mit Solarzellen von SunPower erreichte das von der NASA entwickelte solargetriebene Forschungsflugzeug Helios im Jahr 1999 eine Flufghöhe von knapp 30.000 Metern, eine Leistung, die zuvor von keinem nicht mit Raketen angetriebenen Flugkörper erreicht wurde.

Etwa 3.600 Fachbesucher zählte die parallel zur EU PVSEC stattfindende Industriemesse. "Die Teilnehmer- und Besucherstruktur spiegelt die Funktion der EU PVSEC als Schnittstelle zwischen Forschung und Industrie wider. Gleichzeitig macht sie die Komplementarität von Konferenz und Messe eindrucksvoll deutlich", so Peter Helm, Geschäftsführer des Münchener Projektentwicklers WIP-Renewable Energies. WIP-Renewable Energies ist bereits seit 1986 Veranstalter der EU PVSEC.

19.09.2006   Quelle: WIP-Renewable Energies   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EU PVSEC
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SolarWorld AG schließt Liefervertrag mit italienischem Großhändler im zweistelligen Millionenbereich

Die SolarWorld AG (ISIN: DE0005108401) baut ihr Auslandsgeschäft weiter aus. Der solare Produktions- und Technologiekonzern habe mit dem italienischen Solarstromgroßhändler Tecnospot aus Bolzano einen umfangreichen Vertrag zur Lieferung von kompletten Solarstromsystemen und Solarmodulen geschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Auftragswert liege im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. "Neben Spanien und den USA bauen wir Italien zu den Kernmärkten unseres Exportgeschäftes aus. Wir erwarten dort im laufenden Jahr ein Absatzvolumen im hohen einstelligen Megawatt-Bereich, sagt Dipl.-Wirtschaftsingenieur Frank Henn, Vorstand Vertrieb der SolarWorld AG.   Für die Positionierung im wachstumsstarken italienischen Markt sei der Abschluss mit Tecnospot ein wesentlicher Baustein. Das solare Handelsunternehmen verfüge über hohe Kenntnisse des Heimatmarktes und sei dort seit 1999 aktiv. Die SolarWorld AG unterhalte daneben - analog zu ihren Vertriebsstrukturen in Deutschland - Kundenbeziehungen zu weiteren Partnern etwa aus dem Elektrogroßhandel.


Vergütung für italienischen Solarstrom auf deutschem Niveau

Mit dem Ende Juli 2005 verabschiedeten "Conto Energia" erhalten Betreiber von Solarstromanlagen in Italien für die Einspeisung des Solarstroms eine Vergütung, die sich auf Höhe der deutschen Förderung bewegt. Sie beträgt aktuell bis zu 49 Cent je Kilowattstunde (kWh). Nach einer Studie des Europressedienstes werden in Italien 2006 Solarstromanlagen mit einer Spitzenleistung von rund 53 MW installiert werden.

19.09.2006   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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FVS-Jahrestagung: Forschung und Innovation für eine nachhaltige Energieversorgung

Solarzellenforschung am Hahn-Meitner-Institut Berlin.
Solarzellenforschung am Hahn-Meitner-Institut Berlin.

Die Jahrestagung des ForschungsVerbunds (FVS) Sonnenergie zeigt die wichtige Rolle der Nachhaltigkeit als Leitstrategie bei der Erforschung und Nutzung erneuerbarer Energien. Eine öffentlichen Ausstellung mit Unterrichtsmaterialien zur Nachhaltigkeit begleitet die Jahrestagung. Tagung und Ausstellung finden vom 21. bis 22. September statt im Langenbeck-Virchow-Haus in der Luisenstraße 59 in Berlin-Mitte.
 
Die Kriterien der Nachhaltigkeit werden von keiner anderen Energietechnik so überzeugend erfüllt wie von den Technologien zur Nutzung der erneuerbaren Energien, betont der FVS in der Ankündigung der Veranstaltung. Die Erneuerbaren genießen laut FVS eine außerordentlich hohe soziale Akzeptanz, sie seien umweltfreundlich, global einsetzbar und durch energiepolitische Maßnahmen auch wirtschaftlich. Das belegten messbare Indikatoren wie Ressourcenverbrauch, Schadstoffemissionen oder Flächenverbrauch.

"Nachhaltigkeit entsteht im Zusammenspiel gesellschaftlicher, ökologischer und wirtschaftlicher Kräfte. Aufgabe der Wissenschaft ist es, diese drei Dimensionen in den Forschungs- und Entwicklungsprozess aufzunehmen, um die Techniken an unser Leben anzupassen, sie umweltfreundlich und wirtschaftlich zu machen", heißt es in der FVS-Pressemitteilung.


Begleitausstellung für Lehrer und Dozenten

Die Ausstellung "Nachhaltigkeit im Unterricht - Erneuerbare Energietechniken für Schule und Ausbildung" stellt Materialien vor, mit denen die Nachhaltigkeit in Schule und Ausbildung der nächsten Generation nahe gebracht werden kann (Experimentierkästen, Versuche der Schülerlabore, Lehrmaterialien und Broschüren). Sie wendet sich besonders an Lehrer und Dozenten. Die Schülerlabore der Mitgliedsinstitute des ForschungsVerbunds Sonnenenergie führen Experimente vor. Firmen und Verbände und Forschungsinstitute präsentieren ihre Broschüren, Lehrmaterialien und Experimentierkästen zu erneuerbaren Energien. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Offizielle Ausstellungseröffnung am 21. September um 18:00 Uhr

Tagungsgebühren: 85 € Teilnehmerbeitrag; 10 € für Studierende, 40 € für Rentner und Rentnerinnen, Schüler frei. Anmeldung zur Tagung über con gressa: Dr. Christine Titel, Tel.: (030) 28 49 38 44; Fax: (030) 28 49 38 50; E-Mail: fvs06@congressa.de.
Weitere Informationen unter www.fv-sonnenenergie.de
> Informationen, Programm und Anmeldung zur Tagung.

19.09.2006   Quelle: FVS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: HMI
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Johanna Solar Technology erhält Bundesbürgschaft für den Bau ihrer Dünnschicht-Solarfabrik

Der Bau der weltweit modernsten Fabrik für Dünnschicht-Solarmodule in Brandenburg an der Havel nimmt Gestalt an. In dieser Woche werde mit dem Hochbau in Brandenburg begonnen, berichtet die Johanna Solar Technology GmbH in einer Pressemitteilung. Außerdem sei es dem Unternehmen gelungen, das Finanzierungspaket für das ehrgeizige Vorhaben zuzuschnüren, an dem unter anderem die börsennotierte aleo solar AG beteiligt ist. Dem Unternehmen stehe - neben dem bereits aufgebrachten Eigenkapital und den bewilligten Fördergeldern - jetzt auch das durch eine Bundesbürgschaft besicherte Fremdkapital zur Verfügung.
 
72 Millionen Euro für neue Modulproduktion

"Die Bundesbürgschaft zeigt, dass das Vorhaben eine hohe wirtschaftliche und soziale Bedeutung hat - nicht nur für Brandenburg, sondern auch für den Technologiestandort Deutschland", sagt Johanna-Geschäftsführer Jeroen Haberland. Wie geplant, tätige das Unternehmen damit am Standort in Brandenburg Investitionen in Höhe von 72 Millionen Euro. Zum Jahresbeginn 2007 sollen die modernen Maschinen zur Herstellung der Solarmodule installiert sein und mit dem Produktionsprozess beginnen. Die Kapazität der Anlage wird zunächst 30 Megawatt betragen. Bis zum Jahr 2009 soll sie auf 60 Megawatt ausgebaut werden.


CIGSSe-Technologie mit hohem Wirkungsgradpotenzial

Johanna Solar Technology wird Dünnschicht-Solarmodule auf Basis der CIGSSe-Technologie produzieren. Diese basiert auf den Rohstoffen Kupfer, Indium, Gallium, Schwefel und Selen und gilt als eine der aussichtsreichsten Entwicklungen in der Solarindustrie. "Unsere Dünnschicht-Module bieten gegenüber kristallinen Solarmodulen deutliche Ertragsvorteile und besitzen ein hohes Wirkungsgradpotenzial", sagt Haberland. "Durch die CIGSSe-Technologie sind wir unabhängig vom derzeit knappen und teuren Rohstoff Silizium. Darüber hinaus zeichnen sich die Module durch ein attraktives Design aus", so Haberland weiter.


Wettbewerbsvorteil für die aleo solar AG

Für die aleo solar AG, mit 19 Prozent an dem Technologieunternehmen beteiligt, ist die termingerechte Lieferung von Dünnschicht-Modulen für das geplante Unternehmenswachstum wichtig. "Dünnschicht-Module werden unsere Produktpalette aus ertragsstarken Silizium-Solarmodulen unter der Marke aleo hervorragend ergänzen", betont Jakobus Smit. Der Solarmodulspezialist und Systemlieferant aus Prenzlau habe sich damit einen entscheidenden Vorteil im schnell wachsenden Solarmarkt verschafft. Vorstandskollege Heiner Willers: "Wir haben uns an einem Technologieanbieter beteiligt, der die gesamte Wertschöpfung abdeckt – vom Rohstoff bis zum fertigen Modul."

Der Messeauftritt der Johanna Solar Technology auf der "21. European PV Solar Energy Conference and Exhibition" in Dresden hat die erwartete Nachfrage an der Dünnschicht-Technologie nach Angaben des Unternehmens mehr als erfüllt. "Das große Interesse an unserem Geschäftsmodell hat gezeigt, dass wir sowohl im Solarmodulgeschäft als auch in der Technologievermarktung auf dem richtigen Weg sind", hält Jeroen Haberland fest. Neben erfolgreichen Gesprächen mit künftigen Geschäftspartnern seien auch Kontakte zu potenziellen neuen Mitarbeitern geknüpft worden. Allein in der ersten Ausbaustufe sollen in Brandenburg an der Havel rund 180 neue Arbeitsplätze entstehen.

18.09.2006   Quelle: Johanna Solar Technology GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BMU-Haushaltsentwurf 2007: Fünf Millionen Euro mehr für Forschung zu erneuerbaren Energien

2007 sollen dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) 0,4 Millionen Euro mehr zur Verfügung stehen als im laufenden Jahr, erklärte die Berichterstatterin für den Einzelplan 16 der SPD-Bundestagsfraktion, Petra Hinz. Der Etat des BMU werde dann ein Gesamtvolumen von 790,3 Millionen Euro haben. Mehrinvestitionen in Höhe von fünf Millionen Euro sind für Forschung zu erneuerbaren Energien vorgesehen.   Zudem entstehe 2007 einmalig ein Mehrbedarf von drei Millionen Euro durch internationale Verpflichtungen im Umweltschutz sowie bei der Reaktorsicherheit und für den Strahlenschutz, so Hinz. Der Programmhaushalt des Umweltministeriums umfasst 2007 insgesamt 456,3 Millionen Euro. Davon entfallen auf den Umweltschutz 88,2 Millionen Euro (19,3 Prozent), auf den Naturschutz 28,2 Millionen Euro (6,2 Prozent), auf erneuerbare Energien 287,2 Millionen Euro (62,9 Prozent) und auf Reaktorsicherheit und Strahlenschutz 49,3 Millionen Euro (11,5 Prozent).


Weiter in die Sicherheit der Kernenergie, alternative Energien und Energieeinsparung investieren

"Gerade vor dem Hintergrund von 20 Jahren Tschernobyl und dem aktuellen Vorfall von Forsmark in Schweden ist es wichtig, dass wir weiter in die Sicherheit der Kernenergie und alternative Energien sowie in die Energieeinsparung investieren", heißt es in der Pressemitteilung der SPD-Bundestagsfraktion. Für das Programm zur CO2-Gebäudesanierung stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bis 2009 jährlich eine Milliarde Euro an zinsgünstigen Krediten zur Verfügung. Auch das Bundesumweltministerium leiste seinen Beitrag zur Konsolidierung des Haushalts, setze aber klare Akzente in der nachhaltigen Energieversorgung, betont Petra Hinz. "Hier müssen wir uns so unabhängig wie möglich machen. In den kommenden Beratungen werden dennoch alle Programme auf ihre Effizienz, Effektivität und Zielorientierung hin überprüft. Zum Beispiel werden wir die Ergebnisse des Wissenschaftsrats zur Überprüfung der Forschungstätigkeit des Bundesamtes für Strahlenschutz sehr genau ansehen.

18.09.2006   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Wirtschaft und Verbraucher fordern mehr Wärme aus erneuerbaren Energien

Der Ruf nach einem Gesetz, das die Nutzung von Sonnen- und Erdwärme sowie Biomasse zum Heizen fördert, wird immer lauter, berichtet die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung. Der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) forderte ein solches Erneuerbare-Wärme-Gesetz am 15.06.2006 ebenso wie der Bund der Energieverbraucher. Die Verbände wollen damit einerseits den dramatischen Anstieg der Heizkosten begrenzen und sehen darin andererseits ein Mittel, um deutschen Unternehmen zur Marktführerschaft bei Solar-, Biomasse- und Erdwärmheizungen zu verhelfen. 
Wärmegesetz soll dem Mittelstand Marktimpulse geben


Während Deutschlands Mittelstand bei den Erneuerbaren Energien im
Stromsektor seine Technologieführerschaft in weltweite Markterfolge umsetze, fehlten im Wärmebereich entsprechende Marktimpulse, kritisiert der Präsident des Mittelstandsverbandes, Mario Ohoven. Das erst im März aufgelegte Förderprogramm zur Förderung von Solar- und Holzheizungen wurde vom zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vor kurzem gestoppt, weil das Fördervolumen für dieses Jahr aufgrund der großen Nachfrage ausgeschöpft war. Dadurch werden bis zu 100.000 Bauherren, die auf staatliche Unterstützung beim Kauf einer Solar- oder Holzheizung gesetzt hatten, leer ausgehen. Dieser Schlingerkurs sei für die Wirtschaft fatal, kritisierte Ohoven. Der Mittelstandspräsident fordert deshalb ein solides Wärmegesetz. "Dieses Instrument ist unverzichtbar, um den Markt wirksam in Gang zu bringen, technologische Innovationen zu fördern und dadurch neue Arbeitsplätze zu schaffen", sagte Ohoven.


Millionen Haushalte vor Energiepreisexplosion schützen

Dr. Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der Energieverbraucher, fordert das Wärmegesetz vor allem aus sozialen Gründen: "Wir befürchten, dass Heizkosten und Stromrechnungen in zwei bis drei Jahren für die ärmeren Teile der Bevölkerung unbezahlbar werden." Betroffen seien vor allem jene 5,2 Millionen deutschen Haushalte, deren Nettoeinkommen laut Armutsbericht der Bundesregierung mit 500 bis 900 Euro monatlich unterhalb der Armutsgrenze liegt. Eine verlässliche Strategie zur flächendeckenden Einführung von Solar-, Holz und Erdwärmeheizungen könnten die Energieausgaben auch für diese Haushalte begrenzen. "Dafür liegen Vorschläge auf dem Tisch, die ohne eine zusätzliche Belastung der Verbraucher auskommen", so Peters.


Gesetzgebungsverfahren für Förderung von Wärme aus erneuerbaren Energien steht noch aus

Die Branche der Erneuerbaren Energien geht davon aus, dass ein Gesetz zur Förderung von Wärme aus erneuerbaren Energien bis 2012 Investitionen von 30 Milliarden Euro auslöst. Dabei solle das Gesetz Bauherren und Gebäudeeigentümern einen stetigen finanziellen Anreiz bieten, Wärme für warmes Wasser und Heizung aus Erneuerbaren Energien zu erzeugen. Bereits im Koalitionsvertrag habe sich die Regierung auf eine derartige Regelung geeinigt, das Gesetzgebungsverfahren steht jedoch aus.

18.09.2006   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SunTechnics weiht 625 Kilowatt-Biogasanlage in Sachsen-Anhalt ein

Biogasanlage in Gollendorf.
Biogasanlage in Gollendorf.

In Gollensdorf, im Norden Sachsen-Anhalts, hat SunTechnics am 14.06.2006 auf dem Hof der Landwirts Heinz Schlaack eine Biogasanlage mit einer Leistung von 625 Kilowatt offiziell eingeweiht. Von der voltwerk AG beauftragt, haben sich die SunTechnics-Ingenieure um die Planung, schlüsselfertige Installation und Inbetriebnahme des Projektes gekümmert. Rund 4,7 Millionen Kilowattstunden (kWh) umweltfreundlichen Strom produziert die Anlage jährlich – genug um den Bedarf von mehr als 1.300 Privat-Haushalten zu decken.
 
Hierfür beliefert der ortsansässige Landwirt Heinz Schlaack gemeinsam mit seinem Sohn Stefan die Anlage täglich mit rund 18 Tonnen Gülle und 27 Tonnen Maissilage.


Strom wird eingespeist, Wärme für die Heizung der Ställe genutzt

Für Gülle und Maissilage werden im Jahr zirka 250 Hektar Fläche benötigt. Das organische Material vergärt unter Ausschluss von Sauerstoff im so genannten Fermenter zu Biogas, welches anschließend durch kontrollierte Verbrennung im angeschlossenen Blockheizkraftwerk zu Strom umgewandelt und in das öffentliche Stromnetz der Avacon eingespeist wird. Die außerdem entstandene Wärme kann zusätzlich zum Beispiel für die Beheizung der Ställe oder anliegender Wohnhäuser genutzt werden. Gärrückstände werden als nährstoffreicher Dünger auf die Felder gebracht. "Das Biogasanlagen-Prinzip hat mich überzeugt. Ich konnte mir zusätzlich zur traditionellen Landwirtschaft mit dieser Anlage ein zweites, zuverlässiges Standbein aufbauen. Die Böden in unserer Region sind fruchtbar und bieten damit beste Voraussetzungen, um hochwertige Substrate für die Biogasanlage zur Verfügung stellen zu können", berichtet Heinz Schlaack.


Voltwerk investiert, SunTechnics installiert

Aufgrund hoher Investitionssummen können Biogasanlagen nicht immer auf eigene Kosten finanziert werden, betont SunTechnics Deshalb tätigten Unternehmen wie die voltwerk AG diese Investition und gäben Landwirten als Betreibern die Chance, an dieser Zukunftstechnologie teilzuhaben. Die voltwerk AG übernimmt in diesem Modell die gesamte finanzielle Projektabwicklung, wobei die Planung und der Bau der Anlage sowie die Inbetriebnahme von der Schwestergesellschaft SunTechnics übernommen werden. Für den Landwirt entstehen laut SunTechnics somit weder Kosten noch organisatorischer Aufwand. "Durch unser Konzept kann der Landwirt unkompliziert und ohne jegliche Risikoübernahme vom Aufschwung der Bioenergiebranche profitieren. Er erhält über die Laufzeit von 20 Jahren die sicheren Einnahmen aus Pacht, dem Betrieb der Anlage sowie der Lieferung der Inputstoffe", erklärt Nikolaus Krane, Vorstandsmitglied der Conergy AG und Vorstandsvorsitzender der voltwerk AG, das zugrunde liegende Finanzierungsmodell.


SunTechnics berät zu Finanzierung und Fördergeldern und kalkuliert die Wirtschaftlichkeit

"Die Nachfrage nach Bioenergie steigt rasant", so Andreas Jerz, Leiter Anlagenbau für den Bereich Bioenergie von SunTechnics. "Die verlässliche Energieproduktion rund um die Uhr und die damit verbundenen sicheren Einnahmen sind überzeugende Argumente für diese Form der umweltfreundlichen Energiegewinnung", führt Jerz aus. SunTechnics unterstütze die Landwirte auf ihrem Weg zum Energiewirt, zum Beispiel wenn sie eine Biogasanlage in Form einer Betreibergesellschaft gemeinsam mit Berufskollegen realisieren möchten. Das Unternehmen berate die Landwirte bei der Finanzierung und Beantragung von Fördergeldern und kalkuliere die Wirtschaftlichkeit der individuellen Biogasanlage. Eine detaillierte Standortanalyse, die optimale Auslegung des Systems auf die jeweils individuellen Stoffströme sowie die professionelle Wartung gewährleisteten langfristig einen reibungslosen, sicheren und ertragreichen Betrieb - unabhängig von der Anlagengröße.

18.09.2006   Quelle: SunTechnics GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics GmbH.

 

Kalifornien: Gesetz zum Programm "California’s Million Solar Roof" verabschiedet

Praxisreport informiert über gesetzliche und finanzielle Rahmenbedingungen in den USA.
Praxisreport informiert über gesetzliche und finanzielle Rahmenbedingungen in den USA.

Am 21.08.2006 unterzeichnete der Gouverneur Kaliforniens, Arnold Schwarzenegger, das Gesetz zum Solarprogramm „California’s Million Solar Roof“, nachdem es im vergangenen Jahr im kalifornischen Senat gescheitert war. Für dieses Eine-Million-Solardachprogramm werden 3,2 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestellt, berichtet die Deutsche Energieagentur (dena) in einer Pressemitteilung. Das Gesetz "Solar Bill 1" sieht vor, dass ab dem 1.Januar 2011 Stadtentwickler (homebuilders of housing developments) bei Projekten, deren Umfang 50 neu zu bauende Häuser überschreitet, dem Käufer die Option der Installation einer Solarstromanlage anbieten.
 

Zusätzlich 1.200 Megawatt für das "net metering" ermöglicht

Weiter wurde die Fördergrenze des so genannten "net metering" von 0,5 % auf 2,5 % des Spitzenbedarfs erhöht. Im Zuge des "net metering" verkaufen Betreiber den Überschuss-Strom und die Versorger verrechnen den vom Anlagenbetreiber verbrauchten Netzstrom mit dem von ihm erzeugten Ökostrom. Die höhere Fördergrenze bedeutet, dass die regionalen Stromversorger die Möglichkeit des net energy metering solange anbieten müssen, bis die Kapazität der Eigenerzeugung der Kunden 2,5 % der Gesamtnachfrage zu Spitzenzeiten des Stromversorgers übersteigt. Die Verträge werden nach wie vor auf first-come-first-served-Basis bereitgestellt. Damit werden laut dena weitere 1.200 MW für das net metering in Kalifornien ermöglicht. Städtische Einrichtungen sind darüber hinaus dazu angehalten, eigene Solar-Programme zu initiieren, damit die insgesamt 800 Millionen US-Dollar in Form von Preisnachlässen an die Kunden weitergeben werden.


Erstes USA-weites Gesetz zur Treibhausgasreduktion

Ein weiteres Gesetz stehe in Kalifornien kurz vor der Unterzeichnung durch Gouverneur Schwarzenegger, so die dena. Dieses sei zum 31. August durch das Abgeordnetenhaus und den Senat befürwortet worden. US-weit würde das Gesetz "AB 32" die erste Verordnung zur Treibhausgasreduktion sein. Es sieht vor, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 % zu senken, auf das Niveau von 1990.
Der Praxisreport Solarmarkt USA, veröffentlicht in limitierter Auflage im November 2005, geht in einem gesonderten Kapitel auf die Vielzahl der nationalen, bundesstaatlichen, regionalen und lokalen Förderungen beziehungsweise Anreizmodelle für Photovoltaik und Solarthermie ein. Er kann zum Sonderpreis von 150 € inklusive MwSt. (statt ursprünglich 200 €) bei der dena bestellt werden.

18.09.2006   Quelle: dena, Exportinitiative Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: dena

 

ADEV baut Solarstromanlage im St. Jakob Park (Basel) aus

ADEV-Solarkraftwerk auf einer Schule in Sindelfingen (D).
ADEV-Solarkraftwerk auf einer Schule in Sindelfingen (D).

Die ADEV Solarstrom AG beginnt diese Woche mit dem Wiederaufbau der Photovoltaikanlage auf dem Tribünendach des Fußballstadions St. Jakob Park in Basel. Die Anlage werde gegenüber ihrer Vorgängerin um 25% vergrößert und erreiche eine Leistung von 200 Kilowatt (kW), berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die ADEV steigere damit ihren gesamten Solarkraftwerkspark in der Schweiz und in Deutschland auf die Gesamtleistung von 1.500 kW.
 
Eine weitere Großanlage mit 270 kW soll noch diesen Herbst in Ostfildern (Baden-Württemberg) in Betrieb genommen werden. Die bisherige Solarstromanlage St. Jakob Park musste nach einer Entscheidung für den Ausbau der Tribüne im Januar 2005 demontiert werden. Nun seien die Bauarbeiten für die neue Tribüne soweit fortgeschritten, dass die neue Anlage mit einer um 25% höheren Leistung montiert werden kann.

In den nächsten Tagen wird laut ADEV eine Fläche von 1.600 Quadratmetern des Daches mit leistungsstarken Solarmodulen belegt. Die 200 kWp-Anlage soll jährlich 170.000 Kilowattstunden Solarstrom produzieren. Dies entspreche rund 10% der Solarstromproduktion im Kanton Basel-Stadt. Abnehmer des Solarstromes sind die Industriellen Werke Basel IWB, welche ihrerseits den von St. Jakob Park beschafften Solarstrom an Endkunden vermarkten.


Vorberatende Kommission des Ständerates gegen kostendeckenden Einspeistarif für Solarstrom

Hinsichtlich der politischen Rahmenbedingungen zögen in der gesamten Schweiz schwarze Wolken auf, so die ADEV. "Die positive Entwicklung in Basel darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die politischen Rahmenbedingungen für die Solarstromnutzung schweizweit eine düstere, schwarze Wolke sind, die nichts Gutes verheißen" meint Eric Nussbaumer, Geschäftsführer der ADEV. Denn die vorberatende Kommission des Ständerates (UREK-SR) habe am 11.09.2006 entschieden, die Solarstromnutzung nicht mit einem kostendeckenden Einspeistarif zu fördern. Damit stelle sich die Kommission gegen den Entscheid des Nationalrates. "Energie- und wirtschaftspolitisch ein klassisches Eigengoal", so Nussbaumer.


Weitere Solar-Investitionen in Nachbarländern

Die ADEV Solarstrom AG hat ihre Investitionstätigkeit in den vergangenen Monaten nach Deutschland verlegt. Eine weitere Großanlage mit 270 kWp werde im Oktober 2006 noch in Ostfildern, in der Nähe von Stuttgart an das Netz gehen. Damit stünden bereits 30% der ADEV-Kraftwerksleistung in Deutschland. "Wenn die Schweizer Politik nicht rascher auf diesen Zukunftsmarkt reagiert, dann werden wir unsere weiteren Investitionen noch stärker in den Nachbarländern ansiedeln", ist Nussbaumers nüchterne Einschätzung. Die Entscheidungen für weitere Wachstumsschritte haben die Aktionärinnen und Aktionäre der ADEV Solarstrom AG laut Nussbaumer bereits auf der letzten Generalversammlung beschlossen. Sie wollen in den nächsten Monaten das Aktienkapital um maximal 3,35 Millionen Franken auf 10 Millionen Franken erhöhen.

17.09.2006   Quelle: ADEV Solarstrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ADEV Solarstrom AG.
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"Klima sucht Schutz" mit barrierefreiem und optimiertem Internetauftritt

Die Kampagne "Klima sucht Schutz" hat ihren Internetauftritt unter www.klima-sucht-schutz.de komplett überarbeitet. Die Kampagnenprojekte, das breit gefächerte Partner-Netzwerk und zahlreiche Verbraucher-Informationen zum Energiesparen und Klimaschutz werden auf der neuen Website übersichtlich in einem modernen Design präsentiert. Verschiedene Bildmotive, die durch das Angebot führen, stehen für eine emotionale Nutzeransprache, so die co2online gemeinnützige GmbH, die das Angebot betreut.   An zentraler Stelle sind die Energiespar-Ratgeber platziert, die von jeder Seite des Webangebots erreichbar sind und den Nutzer interaktiv über individuelle Energiespar-Möglichkeiten informieren. Eine erweiterte Suchfunktion ermöglicht, spezifische Inhalte zu recherchieren. Die Kampagne, die vom Bundesumweltministerium (BMU) gefördert wird, hat seit ihrem Start im Juli 2004 ihr Beratungsangebot kontinuierlich ausgebaut und trägt mit der Neugestaltung zu einer besseren Nutzerführung bei.


Über eine Million Nutzer der Energiespar-Ratgeber

Die Kampagnen-Website erzielt nach Angaben der Betreiber im Durchschnitt bis zu 8.000 Seitenabrufe und 2.000 Besuche pro Tag. Seit Beginn der Kampagne haben 1.180.000 Nutzer die Energiespar-Ratgeber von "Klima sucht Schutz" konsultiert. Die Beratungsgesellschaft co2online gemeinnützige GmbH setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Mit interaktiven Energiespar-Ratgebern, Heizspiegeln, einem Klimaquiz sowie Portalpartnern aus Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Politik motiviert sie jeden Einzelnen mit aktivem Klimaschutz auch Geld zu sparen.

Ausländische Besucher können sich in englischer Sprache über die Klimaschutzkampagne informieren. Sehbehinderte können die Schriftgröße ändern: Klima-sucht-Schutz.de erfüllt die Anforderungen barrierefreien Internets. Für die Gestaltung zeichnet die Agentur unit-berlin, für die Programmierung der Dienstleister ViperMedia aus Berlin verantwortlich.
Weitere Informationen: http://www.Klima-sucht-Schutz.de

Die Online-Ratgeber zur Minderung der Kohlendioxidemissionen auf dem Solarserver unter: http://www.solarserver.de/service/Online-Ratgeber_CO2-Minderung.html

17.09.2006   Quelle: co2online gemeinnützige GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Grüner Strom Label: Ökostromangebote rücken in die Nähe der Marktfähigkeit

Aufgrund des stetigen Kostenanstiegs der konventionellen Stromproduktion und einer gegenläufigen Kostenentwicklung der Ökostromproduktion rücken immer mehr Ökostromangebote in die Nähe der Marktfähigkeit, so der Grüner Strom Label e.V. (GSL) in einer Pressemitteilung. Nach der Stern-Studie "TrendProfile Energieversorger" seien mehr als 6 Millionen Deutsche bereit, für Ökostrom mehr Geld zu bezahlen. Ca. 70 % dieser Personengruppe würden bis zu 5 % mehr für Ökostrom aufbringen und 40 % würden sogar einen Aufpreis von bis zu 10 % akzeptieren.   Eine weitere Expansion des Ökostrommarktes sei deshalb vorauszusehen, so GSL.


Aufpreis fließt in Produktionsanlagen für Strom aus erneuerbaren Energien

"Der Nutzen für die Umwelt und die Verbreitung von Erneuerbare-Energien-Anlagen ist je nach Ökostromangebot unterschiedlich zu bewerten", betont Rosa Hemmers, Vorsitzende des Grüner Strom Label e.V. (GSL). Der Grüner Strom Label e.V. zertifiziere Ökostromangebote nach strengen Kriterien und garantiere auf diese Weise den ökologischen Nutzen des Grünstromangebots. Das Bedürfnis der Verbraucher nach Transparenz komme dabei nicht zu kurz. "Hierfür stehen die Träger des Grüner Strom Label e.V., wie u.a. die großen Umweltschutzverbände BUND und NABU. Endverbraucher, die mit dem Grüner Strom Label zertifizierten Strom beziehen, zahlen einen Aufpreis, der in neue Produktionsanlagen für Erneuerbare-Energien-Strom investiert wird", so Hemmers weiter. Dadurch garantiere das Grüner Strom Label nicht nur die Belieferung mit Ökostrom, sondern auch den Ausbau der Stromproduktion auf Basis erneuerbarer Energien - ein wichtiger Punkt, um den Markt nachhaltig zu entwickeln.


Informationen zum Stromanbieterwechsel

Der GSL beantwortet Fragen von Endverbrauchern zum Stromanbieterwechsel und gibt Stromanbietern konstruktive Hinweise zur Entwicklung kundenorientierter Ökostromangebote und deren glaubwürdiger Vermarktung. Das Grüner Strom Label ist dabei das Qualitätslabel. Weitere Informationen unter: www.gruenerstromlabel.de

17.09.2006   Quelle: Grüner Strom Label e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Energieeffizienz: EU-Kommissar Piebalgs präsentiert Auto, das mit einem Liter Kraftstoff 2.885 km fährt

Microjoule bei den 24 Stunden von Le Mans.
Microjoule bei den 24 Stunden von Le Mans.

EU-Energiekommissar Andris Piebalgs stellte am 14.09.2006 vor dem Berlaymont-Gebäude der Europäischen Kommission das Fahrzeug "Microjoule" vor, ein von französischen Studenten entwickeltes Auto, das mit Ethanol betrieben wird. Dieser Prototyp war im Mai Gewinner des europäischen Shell Eco Marathon und ist in der Lage, rund 2 885 km mit dem Äquivalent von einem Liter Kraftstoff zurückzulegen.  
Der Gewinner des Shell Eco Marathon wird eine Woche vor der für den 20. September geplanten Annahme des Aktionsplans der Kommission für Energieeffizienz vorgestellt. "Hauptziel des Aktionsplans sind Energieeinsparungen in der Größenordnung von 20 % bis 2020. Dieses Projekt illustriert, welch wichtige Rolle der Verkehr für das Erreichen dieses Ziels spielt", so Kommissar Piebalgs.


Effizienzrekord beim Shell Eco Marathon 2006

"Microjoule" ist ein ethanolbetriebenes Kraftfahrzeug, das von Studenten des Lycee La Joliverie in St. Sebastien/Loire (Frankreich) entwickelt wurde. Es wiegt 30 Kilogramm, ist drei Meter lang, hat eine Höchstbreite von 0, 7 m und eine maximale Höhe von 0,5 m. Das Fahrzeug gewann den europäischen Shell Eco Marathon 2006, eine Rally, bei der mit einer bestimmten Menge Treibstoff eine möglichst weite Strecke zurückgelegt werden muss. Das "Microjoule" fuhr im letzten Rennen am 19. Mai 2006 in Nogaro (Südfrankeich) mit dem Gegenwert von einem Liter Kraftstoff im Durchschnitt 2.885 km.


EU-Aktionsplan soll erhebliche Steigerung der Energieeffizienz bringen

Die Energieeffizienz im Verkehr ist eines der Themen des Aktionsplans für Energieeffizienz, den die Kommission am 20. September 2006 vorlegen will. Der Aktionsplan soll einen operationellen Rahmen liefern für Maßnahmen, mit denen das in der EU vorhandene Energiesparpotenzial ausgeschöpft werden soll, das auf über 20% des jährlichen Primärenergieverbrauchs geschätzt wird. Im Aktionsplan werden zusammenhängende, kostenwirksame Initiativen vorgeschlagen, deren Umsetzung in den kommenden sechs Jahren erfolgen soll. Mit diesen Maßnahmen sollen eine anhaltende Veränderung des Marktes sowie institutionelle, technische und Verhaltensänderungen bewirkt werden, die zu einer erheblichen Steigerung der Energieeffizienz führen.

16.09.2006   Quelle: EU-Kommission   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Shell Eco-marathon.

 

Photovoltaik-Seminare für das Dachdeckerhandwerk

Volker Riexinger: "Der Jahresenergieertrag ist abhängig vom Wirkungsgrad der Anlage".

Die Fachzeitschrift DDH DAS DACHDECKER-HANDWERK, engagiert sich im Zukunftsmarkt Photovoltaik. Am 31. August veranstaltete DDH gemeinsam mit Sharp Deutschland ein Photovoltaik-Seminar in München. Die Teilnehmer informierten sich über Solarzellen und –module, die Herstellung von Silizium, die Bedeutung des Wirkungsgrads und Details bei der Installation. Markus Hackner und Volker Riexinger, beide "Sales Engineer" von Sharp verdeutlichten den Unterschied zwischen mono- und polykristallinen Zellen, die Vor- und Nachteile der Dünnschicht-Technik und appellierten an die Dachdecker, sich für den Zukunftsmarkt Photovoltaik zu engagieren.
 
Lebhaft diskutierten die Dachdecker die Siliziumknappheit und Probleme mit oft fehlenden Garantien.


"Die Höhe des Wirkungsgrads ist nicht immer entscheidend. Machen Sie dem Bauherrn klar, dass der Jahresenergieertrag wichtiger ist", empfahl Hackner zur Beratung bei den Kunden. Deutlich wurde den Teilnehmern auch, dass zusätzliche Komponenten wie der Wechselrichter oder beispielweise Dach-Verschattungen eine Rolle bei der Effizienz der Solarstromanlage spielen. Die Resonanz der Teilnehmer war laut DHH durchweg positiv. Dachdecker Gerd Lehmann aus Niederzissen: "Ich hatte vor dem Seminar schon PV-Anlagen installiert und mir das notwendige Grundwissen angeeignet. Dennoch habe ich viele neue Inhalte mit nach Hause genommen"

16.09.2006   Quelle: DDH DAS DACHDECKER-HANDWERK   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DDH.
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Nordrhein-Westfalen: 50 "Energiesparer NRW" in Rheinberg ausgezeichnet

Im nordrhein-westfälischen Rheinberg ist das Energiesparen offenbar ein Gemeinschaftserlebnis. Gleich 50mal zeichnete das NRW-Wirtschaftsministerium am 09.09.2006 Hausbesitzer aus Rheinberg als "Energiesparer NRW" aus. "Rheinberg hat eindrucksvoll gezeigt, wie eine Stadt die Bürgerinnen und Bürger motivieren kann, gegen hohe Energieverbräuche - und damit für den eigenen Geldbeutel -aktiv zu werden. Ich wünsche mir mehr Kommunen, die diesem guten Beispiel folgen", so NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben.  Das Land belohnt mit der Plakette vorbildlich sanierte Altbauten und den Einsatz moderner Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien. "Die Plakette ist ein sichtbares Zeichen für den energetischen Standard des Gebäudes und soll die Nachbarschaft zur Nachahmung motivieren", erklärte Ministerin Thoben.


Konsequente Sanierung kann Heizenergiebedarf um über 60 Prozent senken

"Wir zeichnen mit dieser Plakette die energetisch vorbildlichen Gebäude aus. Das muss kein Neubau sein. Preiswürdig ist auch ein energetisch sanierter Altbau. Gerade im Gebäudebestand lässt sich ein erstaunlich hohes Energiesparpotenzial mobilisieren. Bei konsequenter Sanierung kann der Heizenergiebedarf eines Hauses häufig um über 60 Prozent reduziert werden", so die Ministerin. Die Plakette "Energiesparer NRW" wird im Rahmen der Gemeinschaftsaktion "Gebäudesanierung NRW: Mein Haus spart" verliehen. Die Energieagentur NRW führt diese Aktion im Auftrag des Wirtschaftsministeriums durch. "Inzwischen ist es technisch möglich und ökonomisch sinnvoll, einen Altbau auf ein Niveau der Energie-Einsparverordnung zu bringen, erklärte Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW. Dafür sei nicht nur die Wärmedämmung ein absolutes Muss sondern auch eine moderne Heiztechnik biete große Kosten- und Effizienz-potenziale.


Plaketten für Solarwärmeanlagen, Solarstromanlagen, Biomassenutzung und Wärmepumpen.

In Rheinberg haben der "Klimatisch" sowie das "Kompetenznetz Energie" öffentlich für die Teilnahme der Bürger an der Aktion "Energiesparer NRW" geworben. Sie haben vorgerechnet, dass 90 Millionen Kilowattstunden Wärme eingespart werden können, wenn alle Rheinberger Wohngebäude, die vor 1994 gebaut wurden, auf einen Heizenergiewärmestandard von 100 kWh/qm und Jahr saniert würden. Das entspräche einer Entlastung der privaten Haushalte von rund 4,5 Millionen Euro. Allein 25 Plaketten wurden in Rheinberg für den effizienten Einsatz von Solarwärmeanlagen zur Brauchwassererwärmung vergeben. 13 Plaketten gingen an Hausbesitzer, die mit einer Photovoltaikanlage zur Umwandlung von Sonnenergie in Strom sparen. Jeweils drei Gebäude wurden für die Nutzung von Biomasse oder Wärmepumpen ausgezeichnet. Zudem wurden drei so genannte Drei-Liter-Häuser ausgezeichnet.

Die Plakette "Energiesparer NRW" wird auf Antrag der Hausbesitzer in sieben Kategorien vergeben, für besonders niedrigen Heizenergiebedarf oder für die Nutzung erneuerbarer Energien. Die Plakette zeigt die besondere Qualität des Gebäudes und soll an der Fassade des Gebäudes gut sichtbar angebracht werden. Antragsunterlagen für die Plaketten können heruntergeladen werden unter www.mein-haus-spart.de oder bei Call NRW unter der Tel.: 01803 / 10 01 10 bestellt werden. Organisiert wird die Aktion Energiesparer NRW durch die Energieagentur NRW und durch die Bezirksregierung Arnsberg. Unterstützt wird sie von der Architektenkammer NRW, der Ingenieurkammer Bau NRW und dem Westdeutschen Handwerkskammertag.

16.09.2006   Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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3S Swiss Solar Systems AG steigert Umsatz um 136 % und macht erstmals Gewinn

Photovoltaik Anlage von 3S Swiss Solar Systems als Beschattungselement.
Photovoltaik Anlage von 3S Swiss Solar Systems als Beschattungselement.

Die 3S Swiss Solar Systems AG (ISIN CH0022678822), nach eigenen Angaben technologischer Weltmarktführer für manuelle und halbautomatische Produktionsanlagen zur Fertigung von Solarmodulen, hat im ersten Halbjahr 2006 einen Umsatz in Höhe von 3,8 Millionen Schweizer Franken erzielt. Das berichtet das Unternehmen, das auch gebäudeintegrierte Solarsysteme entwickelt und vertreibt, in einer Ad-hoc-Meldung. Gegenüber der Berichtsperiode des Vorjahres entspreche dies einem Wachstum von 136 Prozent. Das Unternehmen weise erstmals in der Firmengeschichte einen Gewinn aus.
 

Die Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres 2006 belege eindrucksvoll das Potential der 3S Swiss Solar Systems AG, heißt es in der Ad-hoc-Meldung. Mit dreistelligen Wachstumsraten beim Umsatz und erheblichen Ergebnisverbesserungen habe das ohnehin schon sehr kräftige Wachstum der vorangegangenen Perioden weiter verstärkt werden können.


Laminierstraßen zur Produktion von Dünnschicht-Doppelglassolarmodulen

Die außerordentlich hohen Umsatzsteigerungen seien sowohl bei den Produktionsanlagen als auch bei den Solarsystemen erzielt worden. Dies bestätige die Stellung der 3S Swiss Solar Systems AG als ein in der Solarindustrie verwurzeltes Unternehmen, das neben technologisch führenden Produktionsanlagen zur Herstellung von Solarmodulen auch hochwertige gebäudeintegrierte Solarsysteme entwickelt und vertreibt. Im Berichtszeitraum sei die Herstellung von zwei vollautomatischen Laminierstraßen zur Produktion von Dünnschicht Doppelglas-Solarmodulen besonders hervorzuheben. Damit sei der Einstieg in das stark wachsende Geschäftsfeld der Dünnschichtsolartechnologie wie geplant erfolgt.


Geschäftsleitung rechnet weiterhin mit starkem Unternehmenswachstum

Trotz der mit der weiteren Kapazitätserhöhung verbundenen Kosten sei im ersten Halbjahr 2006 erstmals in der Unternehmensgeschichte ein Gewinn erzielt worden. Verglichen mit dem Gesamtjahr 2005 (CHF -0,7 Millionen) konnte der Periodenüberschuss um CHF 0,8 Millionen auf CHF 0,1 Millionen erhöht werden, heißt es in der Ad-hoc-Meldung. Aufgrund der weiterhin sehr guten Auftragslage sei die Geschäftsleitung der 3S Swiss Solar Systems AG zuversichtlich, dass das starke Unternehmenswachstum anhalten werde. Der Halbjahresbericht 2006 der 3S Swiss Solar Systems AG steht Ihnen auf den Internetseiten des Unternehmens zur Verfügung.

15.09.2006   Quelle: 3S Swiss Solar Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: 3S Swiss Solar Systems AG.
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BUND zieht positive Jahresbilanz der Energiepolitik von Schwarz-Rot

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat aus Anlass der Bundestagswahl vor einem Jahr mit anschließender Regierungsübernahme durch CDU/CSU und SPD eine Bilanz der Umwelt- und Naturschutzpolitik der Großen Koalition gezogen. Gegenüber anfänglichen Befürchtungen habe es kein Rollback in diesem Bereich gegeben, sagte die Vorsitzende des Umweltverbandes, Angelika Zahrnt. Der Ausbau erneuerbarer Energien werde fortgesetzt, die wärmetechnische Gebäudesanierung verstärkt gefördert und in der internationalen Klimadiplomatie spiele Deutschland weiter eine positive Rolle. 
"Vor allem im Natur- und Klimaschutz setzen CDU, CSU und SPD auf Kontinuität. Bisher blieben auch alle Vorstöße seitens der Atomlobby und der Gentechnikindustrie, hinter die von der Schröder-Regierung gesetzten Standards zurückzufallen, erfolglos. Wenn Atomkraftwerke abgeschaltet werden und die Lebensmittelproduktion gentechnikfrei bleibt, ist das ein Stück Zukunftssicherung für uns alle", sagte Zahrnt. Gerade die großen Volksparteien könnten im Umweltschutz beweisen, dass ihnen die Bewahrung der Lebensgrundlagen künftiger Generationen wichtig ist. "Hier haben vor allem CSU und CDU dringenden Nachholbedarf", betont die BUND-Vorsitzende.


Kritik an der Verkehrs- und Agrarpolitik

In der Verkehrs- und in der Agrarpolitik rudere die Regierungskoalition leider teilweise rückwärts. Der Ankündigung im Koalitionsvertrag, die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie aus dem Jahre 2002 fortzuführen, seien noch keine Taten gefolgt. Die Ziele, bis 2020 die Energie- und Rohstoffproduktivität zu verdoppeln, den Flächenverbrauch von 100 auf täglich 30 Hektar zu senken und bis 2010 den Ökolandbau auf zwanzig Prozent auszudehnen, würden so unerreichbar. "Theoretisch hat diese Regierung noch drei Jahre, um die Weichen für mehr Umweltschutz zu stellen. Erfahrungsgemäß werden erfolgreiche Projekte jedoch in den ersten zwei Amtsjahren auf den Weg gebracht. Die übrige Zeit dient deren Umsetzung, bevor wieder die nächste Bundestagswahl bestimmend wird. De facto werden also die kommenden zwölf Monate darüber entscheiden, ob zerstörerische Kanal- und Autobahnprojekte gestoppt, Agrarsubventionen von der industriellen auf die ökologische Landwirtschaft umgeschichtet und Transporte verstärkt auf die Bahn verlagert werden. Gelingt dies nicht, wird die Große Koalition in der Gesamtbilanz als eine Koalition des ökologischen Stillstands in die Geschichtsbücher eingehen", so Zahrndt.

Die ausführliche BUND-Analyse "Ein-Jahres-Bilanz von Schwarz-Rot" im Internet unter
http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/gabrielbilanzkurz.pdf

15.09.2006   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Schweiz: Solarinstallateur soll eigenständiger Beruf werden

Als Mitglied des bernischen Grossrats hat der Solarpionier Josef Jenni Anfang September 2006 den Parlamentarischen Antrag (Motion) "Solarinstallateur als eigenständige Berufsausbildung" eingereicht. Die Motion sei von 88 von insgesamt 160 Grossrätinnen und Grossräten mit unterzeichnet worden. Mit dem Antrag wird der Regierungsrat beauftragt, sich dafür einzusetzen, dass Solarinstallateur als Lehrberuf in der Schweiz angeboten wird. 
Die Schweizer Solarbranche boome und sei dringend auf motivierte handwerkliche Fachkräfte angewiesen, betont Jenni, Geschäftsführer der Jenni Energietechnik AG in Oberburg. Im 2005 seien in der Schweiz 39.132 Quadratmeter verglaste Sonnenkollektoren für die Warmwassererbereitung und Heizungsunterstützung verkauft worden. Dies entspreche gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 26 Prozent. Auch in Zukunft würden starke Zuwachsraten erwartet.


Solarinstallateur als Lehrberuf

Mit der Schaffung des Solarinstallateur Berufs würden gleichzeitig gesellschaftliche, wirtschaftliche und energiepolitische Ziele verfolgt, erläutert Jenni. Der Regierungsrat werde beauftragt, sich dafür einzusetzen, dass der Solarinstallateur in der Schweiz als Lehrberuf angeboten wird und dass sich der Standort der zugehörigen Berufsschule im Kanton Bern befindet.


Schweiz soll in Sachen Sonnenenergie aufholen

Bis etwa 1990 hätten die Schweiz und speziell der Kanton Bern im Speziellen eine absolut führende Stellung bei der Nutzung der Sonnenenergie eingenommen, betont Jenni. In der Zwischenzeit sei die Schweiz von den umliegenden Ländern überholt worden, speziell von Österreich und Deutschland. Um wieder aufzuholen, sei die Ausbildung von guten Fachhandwerkern ein ganz konkreter Schritt. Im Kanton Bern sind laut Jenni potenzielle Lehrbetriebe vorhanden. Es bestehe ein akuter Mangel an guten, motivierten Fachkräften, um die zurzeit grosse Nachfrage zu bewältigen. "Ich bin überzeugt, dass junge fähige Leute für diesen sinnvollen Beruf begeistert werden können. Dies ist unbedingt nötig, denn heute werden Sonnenenergieanlagen oft von wenig qualifizierten Handwerkern mit wenig Begeisterung entsprechend schlecht montiert, was sich für die vermehrte Verbreitung von Sonnenenergieanlagen nachteilig auswirkt", heißt es in der Motion.


Potenzial der Sonnenenergie besser ausschöpfen

Mit seiner Initiative will Jenni dazu beitragen, die angespannte Lehrstellensituation zu entschärfen. Die Solarbranche sei sowohl heute als auch in Zukunft auf gut ausgebildete handwerkliche Fachkräfte angewiesen, um die wachsende Nachfrage quantitativ und qualitativ befriedigen zu können. Eine gute Stellung im Inland eröffne der Solarbranche auch im Ausland neue Märkte, so Jenni. In der Energiepolitik werden laut Jenni sowohl auf kantonaler Ebene als auch vom Bund erneuerbare Energien gefördert. Besonders bei Wohnbauten sollen konventionelle Energieträger wie Öl und Gas verstärkt durch erneuerbare, umweltschonende Energieträger, wie zum Beispiel Sonnenenergie, ersetzt werden. "Der Berufsstand Solarinstallateur trägt dazu bei, dass das Potenzial der Sonnenenergienutzung besser ausgeschöpft werden kann", fasst Jenni zusammen.

15.09.2006   Quelle: Josef Jenni; Grossrat EVP Bern   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Schäden an BP-Solarmodulen: DGS zieht Zwischenbilanz

Die Deutsche BP Aktiengesellschaft, Geschäftsbereich Solar, hat auf einer Pressekonferenz am 5.9.2006 in Dresden auf den öffentlichen Druck der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e. V. (DGS) reagiert und erste Hinweise auf die Ursachen der aufgetretenen Modulschäden benannt. Das berichtet die DGS in ihrem Newsletter. Die von BP Solar durchgeführte Ursachenanalyse habe ergeben, dass versagende Anschlussdosen ein Ergebnis so genannter kalter Lötverbindungen zwischen Kabel und Leiterbahn seien, die aufgrund verschiedener Einflussfaktoren entstehen, zum Beispiel durch EVA-Rückstände die einen guten Kontakt zwischen Lötmetall und Leiterbahn unterbinden.   Die Etylen-Venyl-Acetat-Folie, wird bei der Modulherstellung zur Kapselung der Zellen verwendet. Ein weiterer möglicher Faktor sei ein nicht ausreichender Einsatz von Flussmitteln, um Oxide und Fremdstoffe während der Lötung von der Leiterbahn zu entfernen. Außerdem könnten Bewegungen des Kabels während das Lötzinn noch flüssig ist Ursache für defekte Anschlussdosen sein. "Es wurde zudem von BP Solar festgestellt, dass eine höhere Zahl von fehlerhaften Lötungen auf der rechten Seite der Anschlussdose auftrat, die auf eine schlechte Ergonomie am Arbeitsplatz schließen lassen", heißt es im DGS-Newsletter


BP Solar sucht Lösung für Systeme in der Nähe entzündlicher Materialien

Laut DGS arbeitet BP Solar derzeit mit verschiedenen Instituten zusammen, um eine langfristige Lösung für Systeme nahe entzündlicher Materialien zu zertifizieren. Das Unternehmen erwarte, dass diese Zertifizierung bis Ende September abgeschlossen ist und folgendes umfasse:

- Visuelle Überprüfung, Infrarot-Kamera-Untersuchung und Strom-Spannungs-Kurven-Test des Systems vor Ort, um ausfallende oder ausgefallene Lötverbindungen unmittelbar zu erkennen.
- Abbau der Produkte und Test in einer speziellen Einrichtung
- Installation von nichtentzündlichen Materialien (wie z.B. Keramikelemente, Faserzementplatten etc.), wenn umgebende Materialien als entzündlich eingestuft werden
- Wiedereinbau getesteter Produkte, die überprüft wurden und sichere Lötstellen aufweisen
- Wiederholung o.g. Untersuchungen bei wieder eingebauten Systemen


DGS fordert verbindliche Bekanntgabe von Typenbezeichnungen und Seriennummern

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. will die von BP vorgelegten Ursachen und die von BP vorgeschlagenen Abhilfemaßnahmen ebenfalls bis Ende September untersuchen. Da der DGS weitere Schadensmeldungen als die von BP benannten Typen der 3er, 4er und 5er Serie vorlägen sowie aus Baujahren außerhalb des Zeitraums 2002 bis 2004 "erhalten wir die bisher benannte Forderung nach wie vor aufrecht", so DGS Präsident Dr. Jan Kai Dobelmann. "Wir fordern BP Solar nachdrücklich auf, die Verunsicherung der BP Kunden unverzüglich durch eine klare verbindliche Bekanntgabe der Typenbezeichnungen und Seriennummern zu beenden. Ohne diese verbindliche Klarstellung bleibt schließlich auch die Mengenangabe von 16,5 MW bei der Ausweisung der Sicherheitsabschaltung nicht nachvollziehbar", heißt es im DGS-Newsletter.


Rostig aussehende Stellen an Modulen als schleichender Beginn sicherheitsrelevanter Probleme?

Durch die Ausweisung einer "elektrischen Betriebsstätte" für betroffene BP-Solaranlagen könne Gefahr für Laien abgewendet werden, die in einer Betriebsverantwortung für solche Anlagen stehen. "Den eingeschlagenen Weg einer Überwälzung der Verantwortung hierfür auf kleine Handwerksbetriebe, wie von BP Solar vorgenommen, halten wir gerade bei einem multinationalen Konzern für unbillig", so die DGS. Darüber hinaus soll BP Solar über das von der STIFTUNG WARENTEST berichtete Phänomen der "rostigen" Lötstellen an Solarzellen aufklären und das von der DGS angesprochene Problem einer doppelten Fehlfunktion in einer Anlage in ihre Sicherheitsempfehlungen und das Zertifizierungsverfahren einbinden, das in einem Artikel der Stiftung Warentest Online beschrieben und zu sehen ist unter http://www.stiftung-warentest.de/online/umwelt_energie/meldung/1417843/1417843.html

15.09.2006   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Tagung und Messe zur Brennstoffzellentechnologie in Stuttgart

Kalifornien ist Vorreiter bei der Nutzung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in Autos und Bussen.
Kalifornien ist Vorreiter bei der Nutzung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in Autos und Bussen.

Dank strenger Gesetze und großzügiger staatlicher Unterstützung ist der US-Bundesstaat Kalifornien Vorreiter bei der Nutzung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Dies ist unter anderem Thema des diesjährigen internationalen Brennstoffzellen-Symposiums "f-cell" am 25. und 26. September in Stuttgart. Über 50 Fachvorträge thematisieren außerdem zentrale Aspekte aus den drei Hauptanwendungsfeldern der Brennstoffzelle und dokumentieren den Fortschritt bei der Weiterentwicklung von Komponenten und Systemen. Die begleitende Messe steht allen interessierten Fachbesuchern offen.
 

Im US-Bundesstaat Kalifornien fahren derzeit 137 Autos und neun Busse mit Wasserstoff und Brennstoffzellen. 23 Wasserstofftankstellen liefern den nötigen Treibstoff.

Dass Kalifornien weltweit führend ist bei der Einführung alternativer und umweltschonender Antriebe ist kein Zufall. Sieben der zehn am meisten verschmutzten US-Städte lagen im bevölkerungsreichen Kalifornien. Politiker reagierten mit strengen Abgasbestimmungen für Fahrzeuge. In den letzten 14 Jahren konnten die Ozon-Werte dramatisch reduziert werden und das obwohl im gleichen Zeitraum die Einwohnerzahl um sechs Millionen auf 36 Millionen anwuchs. Catherine Dunwoody, Geschäftsführerin der California Fuel Cell Partnership (CaFCP) in Sacramento, erklärt während ihrer Vortrags auf dem deutschlandweit größten Brennstoffzellen-Kongress "f-cell" die ehrgeizigen Umwelt-Ziele des Staates und den Beitrag der CaFCP. Das Symposium am 25. und 26. September 2006, zu dem auch eine Messe mit etwa 40 Ausstellern gehört, ist eine Veranstaltung der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH und der Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH aus Gerlingen. Die EnBW Energie Baden Württemberg AG und das Umweltministerium Baden-Württemberg unterstützen den Kongress. Das komplette Programm ist im Internet einsehbar unter: www.f-cell.de oder bei der Peter Sauber Agentur unter 07156-43624-50 erhältlich.


Weitere Fördermittel zur Markteinführung nötig

Forschung & Entwicklung zu Brennstoffzellen und Wasserstoff sowie groß angelegte Feldtests verschlingen Milliardenbeträge. Alleine könne die Industrie den Aufwand nicht schultern, betonen die "f-cell"-Veranstalter. Die deutsche Forschungs- und Entwicklungspolitik fördere die Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie daher bereits seit 30 Jahren. Mit dem neuen "Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff und Brennstoffzellen" sattelt die Bundesregierung noch einmal drauf: "Zusätzliche 500 Millionen Euro sollen in den nächsten zehn Jahren diesem Bereich zu Gute kommen", erklärt Dr. Georg Menzen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in seinem "f-cell"-Vortrag. Franz-Xaver Söldner von der Europäischen Kommission in Brüssel wird die EU-Strategie zu Wasserstoff und Brennstoffzellen erläutern. Vorträge werfen Schlaglichter auf "Leuchtturm-Projekte" in den USA und Japan. Zum Beispiel die Beiträge von Catherine Dunwoody, Professor Dr. John van Zee von der University of South Carolina (USA), Jamie Levin, von der AC Transit Agency, Oakland (USA) sowie von Takehiko Kato, Präsident der Interlink Corporation (Tokio). Diese Länder haben - nicht zuletzt Dank massiver staatlicher Unterstützung - die Vorreiterrolle auf dem Wasserstoff- und Brennstoffzellenmarkt inne.


Heizen mit Wasserstoff und Brennstoffzellen

Im öffentlichen Bewusstsein ist die Brennstoffzelle mit Autos und Bussen verbunden. Doch Wasserstoff und Brennstoffzellen sind auch eine Alternative für die Hausenergieversorgung sowie für die Kraftwerke von Kommunen und Industrie. "Noch sind die Anlagen teuer, wartungsintensiv und die Lebensdauer der Brennstoffzellen, die zu so genannten Stacks gestapelt werden, ist nicht optimal", erklärt Marcus Edel von der EnBW Vertriebs- und Servicegesellschaft mbH in Stuttgart. In seinem "f-cell"-Vortrag beschreibt Edel die Erfahrungen, die das Unternehmen mit seinen derzeit 20 Projekten in Baden-Württemberg und Berlin machte. Die prinzipielle Funktionalität der Anlagen hätten die Feldtests überzeugend nachgewiesen. "Um die Brennstoffzellen-Heizgeräte erfolgreich in den Markt einzuführen, ist jedoch auch in den nächsten Jahren noch Pionierarbeit erforderlich", so seine Einschätzung. "Außerdem brauchen wir ein gutes Zusammenspiel von Industrie, Wissenschaft und Politik", sagt Edel.


Neue Brennstoffzellen-Photovoltaik-Hybridstromversorgung

Die besten Chancen am Markt haben derzeit die tragbaren Anwendungen der Brennstoffzelle. Sie sorgen - häufig in Konkurrenz mit herkömmlichen Batterien - da für Strom, wo kein Netz vorhanden ist; sind Batterien aber in Effektivität und Lebensdauer deutlich überlegen. Das Unternehmen udomi aus dem hohenlohischen Neuenstein bietet zum Beispiel eine neue Brennstoffzellen-Photovoltaik-Hybridstromversorgung an. Dieses "EFOY-OUTDOOR System" zeigt das Unternehmen auch auf der den Kongress begleitenden Messe. "Es soll Messstationen, Verkehrstechnik, Videoüberwachungsgeräte, Sicherheitstechnik und Telekommunikationsanlagen netzunabhängig und ganzjährig zuverlässig die nötige Energie liefern", erklärt Geschäftsführer Udo Michelfelder. Dr. Oliver Knauff von der ECG GmbH ElektroChemischeGeneratoren aus Hürth berichtet von der Energievorsorgung für ein mobiles Bankensystem. In einem Truck ist eine kleine Bankfiliale mit Kassenbereich, Kontoauszugsdrucker, Geldautomat und Beratungsraum untergebracht. Die Energie liefert ein Brennstoffzellensystem. "Im Winter 2005 / 2006 fand erfolgreich ein erster zweimonatiger Test statt", darüber berichtet Knauff während seines "f-cell"-Vortrags.

15.09.2006   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Peter Sauber Agentur.
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Umweltpolitik: Gemeinsamer Vorstoß von Abgeordneten der Union, SPD, Grünen und FDP

Vier Bundestagsabgeordnete von Union, SPD, Grünen und FDP fordern in einer gemeinsamen Erklärung, die ökologische Modernisierung wieder ins Zentrum der Reformpolitik zu rücken. In dem Aufruf, den die Wochenzeitung DIE ZEIT veröffentlicht, heißt es: "Entweder wir finden zu neuer Stärke - oder es droht Niedergang". Verfasst haben das Plädoyer Josef Göppel (CSU), Michael Kauch (FDP), Michael Müller (SPD) und Margareta Wolf (Grüne). Notwendig sei nicht weniger, sondern mehr Umweltpolitik, fordern die Parlamentarier.   Nur so könnten das Naturkapital bewahrt und Wettbewerbsvorteile auf Zukunftsmärkten geschaffen werden. "Wir werben für mehr Konsens in der Umweltpolitik", heißt es weiter.


Weichen für eine Effizienzrevolution stellen; vernachlässigter Klimaschutz kommt zu teuer

Künftig seien eine intakte Natur sowie Wasser, Energie und Rohstoffe die knappen Ressourcen und damit auch der Schlüssel für wirtschaftliche Leistungskraft. Deutschland müsse die Chance für "einen Aufbruch" nutzen. Die Initiative plädiert dafür, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bis 2012 auf 5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu steigern. Außerdem fordert sie, den Wissenstransfer "effizienter und schneller" zu gestalten und die "Weichen für eine Effizienzrevolution" zu stellen. Ziel müsse sein, die Energieproduktivität in den nächsten 10 Jahren zu verdoppeln. "Mehr Umweltschutz wird häufig noch immer als Belastung gesehen, nicht als Antrieb zu Innovationen", so die Abgeordneten der vier Parteien. Dabei stehe fest, dass "vernachlässigter Klimaschutz künftig sehr viel teurer käme"


Der komplette Beitrag ist veröffentlicht in der ZEIT Nr. 38 vom 14. September 2006.

14.09.2006   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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juwi-Gruppe nimmt Photovoltaikanlage mit 1.400 Kilowatt peak in Betrieb

22.400 Solarmodule auf Industrie-Brache.
22.400 Solarmodule auf Industrie-Brache.

Am 12. September 2006 hat die juwi-Gruppe aus Mainz/Bolanden eine der größten Solarstromanlagen im Südwesten Deutschlands offiziell in Betrieb genommen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Solarstromanlage in Hettenleidelheim bei Worms nutzt modernste Dünnschichttechnologie und hat eine Spitzenleistung von 1.400 Kilowatt (kWp). Die 22.400 Module des Herstellers First Solar besitzen eine Modulfläche von zusammen rund 16.000 Quadratmetern und wurden auf einer Fläche errichtet, die etwa so groß ist wie drei Fußballfelder.
 
Im Beisein von Margit Conrad, Umweltministerin des Landes Rheinland-Pfalz, sowie des Betreibers, der Strukturentwicklungsgesellschaft für den Landkreis Bad Dürkheim mbH, präsentierte juwi die Freiflächen-Anlage auf einer ehemals industriell genutzten Gewerbefläche der Öffentlichkeit.


juwi-Chef Willenbacher: Großprojekte machen Solarstrom immer günstiger

Die PV-Anlage wird jährlich rund 1,3 Mio. Kilowattstunden (kWh) sauberen Strom erzeugen. Für den in das Netz der Gemeindewerke Hettenleidelheim eingespeisten Strom bekommt der Betreiber 40,6 Cent pro Kilowattstunde. Das Solarkraftwerk wird der Umwelt jährlich rund 850 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) einsparen. Juwi übernahm als Generalunternehmer die Planung und Bauleitung des Solarstrom-Kraftwerkes. "Damit leisten wir einen weiteren Baustein für eine umweltfreundliche Stromerzeugung in Rheinland-Pfalz. Außerdem können wir mit Großprojekten wie diesem dazu beitragen, dass Solarstrom immer günstiger wird“, sagte juwi-Geschäftsführer Matthias Willenbacher. So werde schon in wenigen Jahren der Sonnenstrom vom eigenen Dach günstiger sein als die von den Großkonzernen angebotene Energie aus der Steckdose, denn die Einspeisevergütung für Neuanlagen sinkt jedes Jahr um 5 bis 6,5%, der Strompreis aus konventionellen Energieträgern steige hingegen wegen der schwindenden Ressourcen und der weltweit steigenden Nachfrage jedes Jahr weiter.

Die juwi solar GmbH hat nach eigenen Angaben bundesweit mehrere Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 20 Megawatt (20.000 kWp) errichtet. "Unser Angebot umfasst dabei nicht nur die schlüsselfertige Errichtung von PV-Anlagen für Endkunden, sondern auch die Konzeption von Solarfonds für Investoren“, erläutert juwi solar-Geschäftsführer Lars Falck. Dafür suche das Unternehmen kontinuierlich größere Dach- und Freiflächen zum Anpachten.

14.09.2006   Quelle: juwi GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: juwi GmbH.
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Freiburger "Eiswette" zeigt den Vorteile gedämmter Wohnhäuser

Aktion zur Wärmedämmung in Freiburg.
Aktion zur Wärmedämmung in Freiburg.

Wie lange ein Eisblock der warmen Sommersonne trotzen kann, wird am 16.09.2006 ab 12 Uhr auf dem Platz der alten Synagoge beim Stadttheater in Freiburg beantwortet. Dort ist seit 26 Tagen ein 1.000-Liter-Eisblock in einem dick gedämmten Holzhaus des Dämmstoffherstellers Isover eingeschlossen. Wie erfolgreich die Dämmung des Aktionshauses den Eisblock geschützt hat, werde mit Spannung erwartet, berichtet die Energieagentur Regio Freiburg in einer Pressemitteilung. Denn schon zu Beginn der Aktion vor rund vier Wochen hätten über 450 Personen getippt, wie viel Eis im Laufe der Zeit schmelzen wird.
 
Auf den Gewinner der Eiswette wartet eine dreitägige Reise mit dem Glacierexpress von Zermatt nach Davos.


Passivhaus verbraucht 75 Prozent weniger Heizwärme als ein typischer Neubau

Die Aktion von Götz + Moritz und der Energieagentur Regio Freiburg wurde von Isover entwickelt. Sie zeigt, wie durch Dämmung im Passivhaus-Baustandard Energie- und Heizkosten gespart werden können. Das "Passivhaus" nutzt die in seinem Inneren vorhandenen Energiequellen wie zum Beispiel Körperwärme von Personen oder einfallende Sonnenwärme. So verbraucht es 75 Prozent weniger Heizwärme als ein typischer Neubau. Gleichzeitig steigt der Wohnkomfort durch fehlenden Luftzug und gleich bleibende Wohntemperaturen wesentlich. Informationen zum Passivhaus, Energiesparen mit effizienter Wärmedämmung und Modernisierungstipps erhalten interessierte Bauherren am Donnerstagnachmittag (14.09.) und am Samstag (16.09.) beim Informationsstand neben dem Aktionshaus.


Abschlussveranstaltung mit ARD-Wettermoderatorin Claudia Kleinert

Am Samstag um 12 Uhr eröffnet Bürgermeisterin Gerda Stuchlik die Abschlussveranstaltung. ARD-Wettermoderatorin Claudia Kleinert führt durch die Veranstaltung. Nach der Öffnung des Miniaturpassivhauses wird die geschmolzene Wassermenge gemessen. Die vier Hauptgewinne werden unter den richtigen Wettangaben vor Ort gezogen. Wetten können noch bis Freitag 12 Uhr abgegeben werden. Teilnahmekarten sind am Aktionshaus, bei Götz + Moriz oder bei der Energieagentur Regio Freiburg erhältlich.

14.09.2006   Quelle: Energieagentur Regio Freiburg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energieagentur Regio Freiburg.
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Prognos-Studie: Windenergie steigert Gewerbesteuer-Einnahmen in Norddeutschland

Windenergie als wichtiger Wirtschaftsfaktor der Regionen.
Windenergie als wichtiger Wirtschaftsfaktor der Regionen.

Windenergie bringt frisches Geld in den Säckel der norddeutschen Kommunen. In manchen Gemeinden tragen Windparks sogar bis zu 45 Prozent des Gewerbesteuer-Aufkommens bei. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Wirtschaftsinstituts Prognos im Auftrag des Bundesverbandes WindEnergie (BWE).


  Laut Studie erbringt jedes Megawatt installierte Windenergie-Leistung in seiner 20-jährigen Laufzeit über 100.000 Euro an Gewerbesteuer-Zahlung. Die jährlichen Höchsterträge können bei bis zu 13.000 Euro pro Megawatt liegen. In den norddeutschen Ländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen drehten sich Mitte 2006 Windkraftanlagen mit fast 8.500 Megawatt Leistung.


Wo Windstrom erzeugt wird, bleibt auch das Geld aus der Gewerbesteuer

"Vor allem die ländlich geprägten Regionen und deren Gemeinden profitieren vom deutschen Windenergie-Boom", so BWE-Vizepräsident Hermann Albers bei der Vorstellung der Studie in Schwerin. Auf dem Land stelle die Windenergie bereits einen unverzichtbaren Posten bei den Einnahmen dar, so das Fazit der Prognos-Studie. In Landkreisen wie Nordwestmecklenburg, Krummhörn, Dithmarschen oder Nordfriesland hat die Windenergie schon um die fünf Prozent Anteil an der Gewerbesteuer, in einzelnen Gemeinden wie etwa Husum bis zu 45 Prozent. Nicht mitgerechnet sind hierbei die Gewerbesteuerzahlungen aus der Herstellung, Service und Wartung von Windkraftanlagen. "Dort, wo Windstrom erzeugt wird, bleibt auch das Geld aus der Gewerbesteuer", betont Albers. 89 Prozent der Gewerbesteuer-Zahlungen gehen laut Prognos an die Standortgemeinden. Und nur drei Prozent fließen ganz aus Norddeutschland ab, da wenige Windparks ihren rechtlichen Sitz außerhalb Norddeutschlands haben. Somit ergaben sich 2004 laut Studie für Norddeutschland Gewerbesteuer-Einnahmen von rund 15,5 Millionen Euro. Davon entfiel mit 7,8 Millionen Euro knapp die Hälfte der Einnahmen auf das Land Niedersachsen, 5,8 Millionen Euro gingen an Gemeinden in Schleswig-Holstein und 1,6 Millionen Euro verblieben in Mecklenburg-Vorpommern. Und die Einnahmen werden weiter steigen, betont der BWE.


Wachstum durch Repowering und Offshore-Windparks

"Der Ersatz von Altanlagen durch modernste Technik - das Repowering - und die geplanten Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee werden den Küstenregionen vermehrt Steuereinnahmen in die Kassen spülen", sagte BWE-Vizepräsident Albers. Doch auch die Gewerbesteuer-Zahlungen der bestehenden Windparks würden in den nächsten Jahren deutlich steigen, da es mit zunehmendem Alter der Windparks geringere Abschreibungsmöglichkeiten für die Windpark-Betreiber gibt. Nach Berechnungen des Prognos-Instituts verdoppeln sich so die Einnahmen der Gemeinden aus der Windstrom-Erzeugung von 15,5 Millionen Euro in 2004 auf rund 30 Millionen bis 2009. Albers: "Neben Investitionen, Arbeitsplätzen, Pacht- und Gewerbesteuerzahlungen leistet die Windenergie mittlerweile in Norddeutschland rund ein Viertel des Strombedarfs – schadstofffrei. Dieser ökologische Bonus ist ein gewaltiger Image-Vorteil für jeden Standort", so Albers


Eine Zusammenfassung der Prognos-Studie "Windenergie und Gewerbesteuer in Norddeutschland" ist als PDF-Dokument zugänglich im Internet.

14.09.2006   Quelle: Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BWE.

 

ASEM-Gipfeltreffen: Europa und Asien gemeinsam gegen den Klimawandel

Der Beschluss der Staats- und Regierungschefs aus der EU und 13 asiatischen Ländern sei ein Schritt in die richtige Richtung auf dem Weg zu verbindlichen Abkommen. So kommentiert der zuständige Berichterstatter für Klimaschutz der SPD-Bundestagsfraktion, Frank Schwabe, die Einigung der europäischen und asiatischen Staats- und Regierungschefs auf dem 6. Asien-Europa-Treffen am 10. und 11. 09.2006 in Helsinki.  Den Worten der Teilnehmer am ASEM-Gipfeltreffen, müssten nun Taten folgen, fordert Schwabe. Die Zusammenarbeit der europäischen und asiatischen Staaten biete hierfür eine gute Grundlage.


Gemeinsame Verantwortung für den Kampf gegen die Produktion von Treibhausgasen

Richtig ist laut Schwabe die Einsicht der europäischen und asiatischen Staatschefs, dass sie eine gemeinsame, aber auch eine differenzierte Verantwortung für den Kampf gegen die Produktion von Treibhausgasen hätten. Wirtschaftlicher Fortschritt sei im Westen jahrzehntelang auf Kosten der Umwelt und ohne Rücksicht auf die Klimaerwärmung erreicht worden. "Diesen Fehler sollten die aufstrebenden Wirtschaften in Asien nicht wiederholen, bei allem berechtigten Interesse, den Wohlstand in ihren Ländern zu steigern", betont der SPD-Sprecher.


Einigkeit über Weiterführung des Klimaschutzabkommens von Kyoto

Begrüßenswert sei ebenso, dass die europäischen und asiatischen Staats- und Regierungschefs sich einig seien, dass das 2012 auslaufende Klimaschutzabkommen von Kyoto weitergeführt werden müsse. "Ohne ein engagiertes Vorgehen der europäischen und asiatischen Staaten bei der Gestaltung der Post-Kyoto-Phase nach 2012 werden die bisherigen Erfolge im Klimaschutz wirkungslos", heißt es in der Pressemitteilung.

"Gemeinsam werfen die ASEM-Staaten aus der EU und Asien 50 Prozent der globalen Wirtschaftskraft in die Waagschale, sie gehören aber immer noch zu den größten Treibhausgasverursachern weltweit", erinnert Schwabe. An dieser Größenordnung müssten sich ihre Taten messen lassen. Weiteres Stillhalten wäre bei der fortschreitenden Klimaerwärmung nur ein Rückschritt.

13.09.2006   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Phönix SonnenStrom AG baut Solarkraftwerke für 21 Millionen Euro

5,3 Megawatt-Kraftwerk in Miegersbach.
5,3 Megawatt-Kraftwerk in Miegersbach.

Die Phönix SonnenStrom AG (ISIN DE000A0BVU93) hat Aufträge für drei weitere Solarstrom-Großkraftwerke mit einem Auftragsvolumen von insgesamt rund 21 Millionen Euro akquiriert. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Phönix SonnenStrom AG baue damit ihre führende Rolle im solaren Kraftwerksbau aus.


  Bereits im Jahr 2005 hatte die Phönix SonnenStrom AG im Auftrag eines von der KG Allgemeine Leasing (KGAL) aufgelegten Solarfonds ein 5,3 Megawatt-Kraftwerk in Miegersbach bei München errichtet. Das nun von einem neuen von KGAL initiierten Solarfonds beauftragte Folgeprojekt umfasse den Bau und die schlüsselfertige Errichtung eines 2,1 Megawatt Freiland-Solarkraftwerks in Buchheim bei Würzburg.

Für den selben Fonds realisiert die Phönix SonnenStrom AG derzeit auch ein zweites, bereits fortgeschrittenes Projekt. Es handelt sich um ein bodenmontiertes Solarkraftwerk mit einer Spitzenleistung von 2,2 Megawatt in Althegnenberg im Landkreis Fürstenfeldbruck, das im dritten Quartal 2006 fertiggestellt werden soll. Bei beiden Kraftwerken kommen Dünnschichtmodule von First Solar zum Einsatz.

Auf dem Gelände in Buchheim baut die Phönix SonnenStrom AG neben der 2,1 Megawatt Anlage der KGAL derzeit für einen von mainfrankenSolar initiierten Solarfonds ein Sonnen-Kraftwerk mit einer Spitzenleistung von 1,7 Megawatt. Über die Vertragsunterzeichnung wurde bereits im Mai 2006 berichtet. Die beiden Buchheimer Anlagen bilden laut Phönix SonnenStrom AG mit insgesamt 3,8 Megawatt Spitzenleistung die weltgrößte Dünnschichtanlage. Die Fertigstellung beider Anlagen ist im vierten Quartal 2006 geplant.


Dünnschichtsolarmodule für hohe Erträge und günstige Systemkosten

Bei der dritten neu akquirierten Anlage handelt es sich nach Angaben des Unternehmens um einen ebenfalls von mainfrankenSolar initiierten Solarpark in Gosheim bei Donauwörth. Auch diese 1,1 Megawatt große Anlage wird mit Modulen von First Solar ausgestattet und soll im November 2006 übergeben werden. Bereits seit dem Jahr 2003 setzt die Phönix SonnenStrom AG Dünnschichtsolarmodule ein, die sich durch hohe Erträge und günstige Systemkosten auszeichneten. In diesem Jahr plant die Gesellschaft mehr als ein Drittel ihres Modulabsatzes mit Dünnschichtmodulen zu erzielen. Durch den Einsatz dieser Technologie und durch die kontinuierliche Senkung der Systemkosten will die Gesellschaft auch künftig ertragsstarke und wirtschaftliche Freiflächensolarkraftwerke errichten, trotz der jährlichen Reduzierung der Einspeisevergütung von 6,5 Prozent für Freiflächenanlagen in Deutschland.

13.09.2006   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phönix SonnenStrom AG
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Erneuerbare Energien geben nachhaltige Impulse für Export, Wachstum und Beschäftigung

Neue Studie zum ökonomischen Nutzen der Erneuerbaren.
Neue Studie zum ökonomischen Nutzen der Erneuerbaren.

Die Beschäftigtenzahlen in der Branche der erneuerbaren Energien sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und werden auch in Zukunft deutlich zulegen. Bis zum Jahr 2020 ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Beschäftigten in dieser Branche von derzeit rund 170.000 auf mindestens 300.000 ansteigen wird. Diese Zahlen sind Ergebnis eines jetzt abgeschlossenen Forschungsvorhabens, das Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, am 12.11.2006 im Rahmen einer Fachtagung in Berlin vorstellte.


  "Erneuerbare Energien sind auch wirtschafts- und beschäftigungspolitisch ein Aktivposten für Deutschland", sagte Müller. Selbst unter Berücksichtigung aller denkbaren negativen Beschäftigungseffekte falle die Bilanz der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 mit mindestens 70.000 zusätzlichen Dauerarbeitsplätzen eindeutig positiv aus. "Die Studie belegt, erneuerbare Energien geben nachhaltige Impulse für Export, Wachstum und Beschäftigung. Die positiven Arbeitsmarktimpulse des Ausbaus der erneuerbaren Energien sind demnach deutlich stärker als mögliche gegenläufige Effekte“, so Müller.


Stabile politische Rahmenbedingungen erforderlich

Voraussetzung für die ermittelten positiven Beschäftigungswirkungen ist laut Studie, dass der deutsche Markt bei stabilen politischen Rahmenbedingungen weiterhin anhaltende Absatzchancen und Innovationsimpulse für die erneuerbaren Energien bietet. Hierfür sei neben der Fortführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) rasch ein ähnlich wirkungsvolles Instrument auch im Bereich der regenerativen Wärmeerzeugung erforderlich, um die dort vorhandenen Potentiale zu mobilisieren, heißt es in der Pressemitteilung des BMU. Daneben hingen die Arbeitsplatzwirkungen in Deutschland stark davon ab, in welchem Umfang die deutschen Unternehmen ihre derzeit sehr guten Chancen im stark wachsenden Weltmarkt für erneuerbare Energien nutzen. Bis 2020, so schätzt die Studie, können die weltweiten Investitionen in Erneuerbare-Energien-Anlagen von derzeit etwa 40 Milliarden Euro auf rund 250 Milliarden Euro steigen und im Jahr 2030 sogar 460 Milliarden Euro pro Jahr erreichen.


Bewusst zurückhaltende Annahmen zur Preisentwicklung der Energieträger

Die Studie geht bei ihren Berechnungen allerdings davon aus, dass von dem Export-Kuchen des Jahres 2030 lediglich rund 6 Prozent, knapp 30 Milliarden Euro, auf deutsche Hersteller entfallen. Dieses Exportszenario sei aus Sicht der Forscher bewusst zurückhaltend gewählt worden, genauso wie die Annahmen zur Entwicklung der Preise erneuerbarer Energieträger im Verhältnis zu denen konventionell erzeugter Energie. Denn beide Größen üben laut Studie einen erheblichen Einfluss auf die Beschäftigungswirkung aus. In Sensitivitätsanalysen seien daher auch alternative Export- sowie Energiepreisszenarien modelltheoretisch geprüft worden. Hierbei hätten sich bereits geringfügig optimistischere Annahmen zum Exportanteil deutscher Unternehmen sowie zur Kostenentwicklung der erneuerbaren Energien ergeben. Weiter zeigten sich deutlich höhere Beschäftigungseffekte, die 2030 eine Größenordnung von bis zu 415.000 Brutto- beziehungsweise 180.000 Netto-Arbeitsplätzen erreichen könnten. Das sind jeweils rund 100.000 Arbeitplätze mehr als in der Basis-Variante.

Schwierig sei es für die Forscher gewesen, negative Beschäftigungseffekte zu errechnen: Hierfür müsste - völlig unrealistischer Weise - angenommen werden, dass sämtliche Exporte der erneuerbaren Energien-Branche praktisch zum Erliegen kämen und dass die Energiepreise konventioneller Energien auf das Niveau der Jahre 2000 – 2002 zurückfallen würden - und auch langfristig dort bleiben.


Befragung von über 1.100 Unternehmen; differenzierte Szenarien zur Entwicklung des Marktes

Das Forschungsvorhaben "Auswirkungen des Ausbaus der erneuerbaren Energien auf den deutschen Arbeitsmarkt unter besonderer Berücksichtigung des Außenhandels" war in den letzten beiden Jahren bearbeitet worden vom Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW, Stuttgart; Projektleitung), dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW, Berlin), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR, Stuttgart) und der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS, Osnabrück). Es stützt sich unter anderem auf eine Befragung von mehr als 1.100 Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche sowie differenzierte Szenarien zur Entwicklung des deutschen sowie weltweiten Marktes für erneuerbare Energien in den Bereichen Strom, Wärme und Kraftstoff bis zum Jahr 2030.


Abschlussbericht und Kurzfassung im Internet

Der Abschlussbericht zur Studie kann aus dem Internet herunter geladen werden unter http://www.bmu.de/erneuerbare_energien/downloads/doc/36860.php oder www.erneuerbare-energien.de Dort finden sich auch eine 25-seitige Kurzfassung der Studie sowie weitere wissenschaftliche Untersuchungen zu den langfristigen Perspektiven der erneuerbaren Energien.

13.09.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU
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TENESOL und pro solar Solarstrom schließen strategische Partnerschaft

TENESOL produziert Solarmodule in Frankreich und Südafrika.
TENESOL produziert Solarmodule in Frankreich und Südafrika.

Die TENESOL GmbH, deutsche Tochter des weltweit vertretenen TENESOL Konzerns, und die pro solar Solarstrom GmbH, mit Stammsitz in Ravensburg, haben anlässlich der 21. European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition eine weitreichende strategische Partnerschaft beschlossen.


  Der Vereinbarung zufolge soll pro solar Solarstrom sowohl deutschlandweit als auch gesamteuropäisch für den Vertrieb des kompletten TENESOL-Pogramms zuständig sein. Dazu zählen Solarstrom-Komplettsysteme und Komponenten für den Netzeinspeise- und Inselbetrieb. Durch die Zusammenarbeit erweitere TENESOL, deutsche Niederlassung der Gruppe TOTAL ENERGIE, das vorhandene indirekte Vertriebsnetz auf 6 Distributoren unter Beibehaltung von 6 Stützpunkthändlern, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Laut Geschäftsführer Christian Dorn können dadurch die Installations- und Montagebetriebe noch besser unterstützt werden.

"Unser dreistufiges indirektes Vertriebskonzept kommt draußen ausgezeichnet an. Im Gegensatz zu anderen Anbietern gibt und wird es bei TENESOL auch keine Mischformen zwischen direkt und indirekt geben. Was in der Unterhaltungselektronik 'Fachhandelstreue' genannt wird, gilt 100-prozentig auch bei uns", so Christian Dorn weiter. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Spezialisten von pro solar Solarstrom, deren Expertise beispielhaft in der Branche ist", sagte Dorn.


Neues Solarmodul "TE2200" mit 210 – 230 Watt peak

Im Rahmen der strategischen Partnerschaft ist geplant, dass pro solar Solarstrom außerdem bis Ende 2006 die exklusiven Vertriebsrechte für das brandneue Solarmodul "TE2200" erhält, das eine Leistung von 210 - 230 Wp hat. Es sei unter Verwendung von Solarzellen neuester Technologie aus deutscher Produktion entwickelt worden und steigere durch Einsatz von Antireflex-Glas den täglichen Solarstrom-Ertrag um 3%. Bei der Konstruktion seien engste Leistungstoleranzen angestrebt worden, die bei den verwendeten Solarzellen +/- 1.5 % und bei den ausgelieferten Modulen +/- 2.5 % betragen würden, so der Hersteller.

Norbert Philipp, Geschäftsführer der pro solar Solarstrom GmbH, sieht die strategische Partnerschaft auch im Hinblick auf die Unternehmensausrichtung als wichtig an. "Für uns ist die Zusammenarbeit mit TENESOL eine ausgezeichnete Möglichkeit unser deutsches Vertriebsnetz zu stärken und im europäischen Markt Fuß zu fassen. Dafür ist ein so international aufgestelltes und sehr erfahrenes Unternehmen optimal geeignet. Hinzu kommt, dass uns die strikte Einhaltung der indirekten Vertriebswege durch TENESOL ideal entgegen kommt. Wir sind überzeugt - und das verdeutlicht auch unser Erfolg - dass klare Strukturen nicht nur den Installateuren sondern auch dem Endkunden helfen, der auf einen professionellen Vor-Ort Service angewiesen ist."

13.09.2006   Quelle: TENESOL Deutschland GmbH; pro solar Solarstrom GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: TENESOL GmbH
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systaic AG eröffnet ENERGIEDESIGN CENTER in Berlin

Am 28. September eröffnet die der systaic AG das erste deutsche ENERGIEDESIGN CENTER im SpreeKarree am Schiffbauerdamm in Berlin-Mitte. Zur Eröffnungsfeier des neuartigen Kompetenz- und Informationszentrums für solares Bauen werden hochkarätige Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden, den Medien, Investoren sowie Multiplikatoren aus der Baubranche erwartet. Ab dem 29. September stehe das ENERGIEDESIGN CENTER allen interessierten Hauptstädtern und Berlin-Besuchern offen, berichtet systaic in einer Pressemitteilung.


  Was die Besucher erwartet, erklärt Alexander Felsenberg, Vorstand der systaic AG: "Das systaic ENERGIEDESIGN CENTER ist das Informations- & Beratungszentrum rund um die Themen Solarstrom, Solares Bauen und Solar-Architektur. Hiermit bieten wir einen Ort, einen Treffpunkt, an dem sich private und gewerbliche Bauherren, Architekten und Planer, aber auch jeder Bürger, über Solarstrom informieren und austauschen können".


Informationsmaterial für einzelne Besucher, Schul- und Hochschulgruppen

Neben Sonderaustellungen zur "Solarintegration" sowie einer Dauerausstellung mit dem Titel "Vom Sand zum Strom" stellt systaic im ENERGIEDESIGN CENTER auch Informations- und Anschauungsmaterial für Besucher, Schul- und Hochschulgruppen zur Verfügung. Über die vielfältigen Möglichkeiten des solaren Bauens informieren unter anderem ein Multimedia-Terminal sowie Demonstrationsobjekte wie beispielsweise ein Modell der systaic-Solarstromanlage oder Varianten laminierter Solarzellen. Darüber hinaus werde praxisnah dargestellt, wie beispielsweise Wechselrichter funktionieren oder Wafer hergestellt werden.

Mit ihrem "One-Stop-Shopping"-Konzept biete systaic die komplette Realisierung von Solarstromprojekten an. Zum Leistungsspektrum zählten Beratung und Planung, inklusive Wirtschaftlichkeitsberechnung, sowie Montage und Wartung. systaic gewährt nach eigenen Angaben eine Ertragsgarantie über 24 Jahre. Das sei neuartig in der Branche, betont das Unternehmen. "Bei uns ist der Kauf und der Betrieb einer Solarstromanlage einfacher als der Kauf einer Küche", erklärt Alexander Felsenberg das Full-Service-Konzept der systaic.


Design- und Technologieberatung für Architekten, Planer und Bauherren

Für die Nähe zum Anwender baue systaic zurzeit ein flächendeckendes Netz von ENERGIEDESIGN CENTERN in deutschen und europäischen Metropolen auf. In den Centern soll eine umfassende Design- und Technologieberatung geleistet werden, speziell für Architekten, Planer sowie gewerbliche und private Bauherren. Außerdem sollen regelmäßig Seminare über systaic Solarstromsysteme stattfinden, in denen Architekten Fachkenntnisse über Solares Bauen erwerben beziehungsweise erweitern können. Das Team der Center setze sich zusammen aus Architekten, Meistern des Dachhandwerks sowie Vertriebsspezialisten.

13.09.2006   Quelle: systaic AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: systaic AG
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Solarindustrie: 70 Prozent der Wertschöpfung in Deutschland

Von der industriellen Solarzellen-Herstellung bis zur fertigen Solarstromanlage erbringen das deutsche Fachhandwerk und die Solarindustrie über 70 % der Wertschöpfung in Deutschland, berichtet die Solarpraxis AG in einer Pressemitteilung. Binnen weniger Jahre hätten Solar-Handwerk und -Industrie über 45.000 Arbeitsplätze geschaffen. Die Bedeutung dieser neuen Industrie für die Politik, die Finanzwelt, Handel, Handwerk und Anwender beschreibt die Solarpraxis AG in der aktuellen Sonderpublikation "Solarindustrie-Vielfalt für Deutschland".  Führende Fachjournalisten und der bekannte Analyst Hilmar Platz von der Kayenburg AG zeigen die Facetten dieser neuen Wirtschaftskraft auf. Vergleiche mit High-tech-Branchen wie der Biotechnologie oder der Medizintechnik zeigen, dass die Einführung der Solartechnik ein Erfolgsmodell ist. Die deutschen Unternehmen sind international wettbewerbsfähig. Sie bauen ihre Führungsposition aus und reinvestieren ihre Gewinne in neue Technologien und Fabriken am Standort Deutschland. Auch für Verbraucher und Betreiber bieten sich interessante Investitionschancen, den aktuellen Stand beschreibt der Serviceteil der Publikation.


Chancen im Handwerk und in mittelständischen Unternehmen

Solarpraxis Vorstand Karl-Heinz Remmers ist optimistisch: "Anders als in der klassischen Enegiewirtschaft oder in anderen Technologiezweigen erbringt die Solarwirtschaft den größten Teil der Wertschöpfung in Deutschland. Diese junge Industrie bietet große Chancen für Generationen im Handwerk und mittelständischen Unternehmen." Die aktuelle Publikation wird von der Solarpraxis AG gemeinsam mit dem Fachverlag Alfons Gentner aus Stuttgart vertrieben .Zielgruppen sind die Politik sowie die Entscheider in Industrie, Handel, Planung und Handwerk. Einzelne Exemplare der Sonderveröffentlichung kosten 2,90 Euro (+ Porto).

12.09.2006   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

aleo solar sichert sich langfristig Solarzellen der Q-Cells AG

Der Solarmodulhersteller aleo solar AG mit Vertrieb in Oldenburg (Niedersachsen) und Fertigung in Prenzlau (Brandenburg) hat den Bezug von Solarzellen langfristig gesichert. Ein Vertrag mit der Q-Cells AG garantiere die Lieferung von Solarzellen mit einer Nennleistung von insgesamt 100 Megawatt (MW), berichtet aleo in einer Pressemitteilung. Insgesamt habe sich aleo solar für die nächsten zehn Jahre bereits rund 450 MW durch mittel- und langfristige Verträge mit Solarzellen-Lieferanten gesichert.   "Wir sind nun bestens mit Solarzellen ausgestattet – und das bei anhaltender Siliziumknappheit. Damit können wir auch zukünftig der hohen Nachfrage begegnen und weiter wachsen", kommentiert Jakobus Smit, Vorstand von der aleo solar AG. Heiner Willers, ebenfalls aleo-Vorstand, ergänzt: "Mit Solarzellen unserer Partner sind wir in der Lage, die in Deutschland bekannte Qualität der aleo-Module mit ihrem hohen Energieertrag auch in Europa zum Maßstab zu machen und unsere Internationalisierung weiter voranzutreiben."

12.09.2006   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SMA und Scheuten liefern Solarstromanlage für Goethe-Institut in Seoul/Korea

Goethe-Institut in Seoul.
Goethe-Institut in Seoul.

Nach der Deutschen Schule in Schanghai/China erhält jetzt auch das Goethe-Institut in Seoul (Korea) eine Photovoltaikanlage mit Systemtechnik der SMA Technologie AG. Gemeinsam mit dem niederländischen Unternehmen Scheuten Solar, das für die Projektleitung und die Lieferung der Solarmodule verantwortlich zeichnet, wird damit ein weiteres so genanntes Leuchtturm-Projekt der dena (Deutsche Energie-Agentur) realisiert.  
Im Rahmen ihrer Initiative "Solardächer auf deutschen Schulen und Einrichtungen im Ausland" will die dena die Nutzung erneuerbarer Energien einer breiten Öffentlichkeit näher bringen und die Qualität deutscher Produkte auf internationaler Ebene demonstrieren. Darüber hinaus soll durch diese Maßnahmen den teilnehmenden Unternehmen der Zugang zu ausländischen Märkten erleichtert werden.


Hervorragende politische Rahmenbedingungen für die Investition in eine Solarstromanlage

"Die südkoreanische Regierung hat durch die Einrichtung eines umfassenden Förderprogramms hervorragende politische Rahmenbedingungen für die Investition in eine Solarstromanlage geschaffen", erklärt Martin Reinmöller-Kringel, Projektleiter bei SMA und verantwortlich für die SMA-Niederlassung in China. "Damit gehört der ostasiatische Staat mit seinen ausgezeichneten klimatischen Voraussetzungen im Bereich der Photovoltaik zu den interessantesten Zukunftsmärkten der Welt", so Reinmöller-Kringel weiter. Die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Goethe-Institutes in Korea habe auch symbolischen Wert, betont SMA in der Pressemitteilung. Ziel des Institutes sei, vor allem die kulturelle Zusammenarbeit international zu fördern, mit diesem Projekt werde auch der Export deutscher Technologie positiv beeinflusst.


96 Solarmodule, vier Wechselrichter, Anlagenüberwachung und Visualisierung per Internet

Die Solarstromanlage besteht aus vier SMA-Wechselrichtern vom Typ Sunny Boy SB 3300 und insgesamt 96 Solarmodulen von Scheuten Solar (Multisol MS 150S). Um die vielfältigen Möglichkeiten der Anlagenüberwachung zu demonstrieren, werden gleich mehrere Kommunikationseinheiten in das System integriert. Die Sunny WebBox ermöglicht über das Sunny Portal eine lückenlose und weltweite Visualisierung der Daten via Internet und das im Institut aufgestellte Groß-Display Sunny Matrix informiert ein breites Publikum über die Energiebilanz der Solarstromanlage.

Der Aufbau der Anlage wird begleitet von gezielten Maßnahmen, die das Interesse an erneuerbaren Energien fördern sollen. Gemeinsam mit koreanischen Mitarbeitern werden deutsche Fachleute der beteiligten Unternehmen auf den wichtigsten Messen in Südkorea vertreten sein und Schulungen zur Photovoltaik anbieten. Auch Gastvorträge und wissenschaftliche Diskussionsforen an Universitäten und Schulen sind geplant. Finanziert wird das Solardachprojekt sowohl vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit als auch von privaten Geldgebern, wobei 53 % der Kosten von Scheuten Solar und der SMA Technologie AG gemeinsam getragen werden.


Bereits in der Vergangenheit war das Unternehmen aus dem nordhessischen Niestetal als Projektpartner am Solardach-Programm der dena beteiligt. Neben der genannten Deutschen Schule in Shanghai sind schon seit einiger Zeit die Deutschen Schulen in San Salvador (El Salvador) und in Lissabon (Portugal) mit systemtechnischen Komponenten von SMA ausgestattet und dienen damit als Vorzeigeobjekte für eine erfolgreiche Energieversorgung auf Basis der Sonnenenergie.

12.09.2006   Quelle: SMA Technologie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SMA Technologie AG.
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BP Solar sucht restliche defekte Solarmodule zur Sicherheitsinspektion

BP Solar informiert seit dem 1. September mit Anzeigenschaltungen in rund 150 deutschen Tageszeitungen darüber, dass das Unternehmen ein potenzielles Risiko bei Solarmodulen mit defekten Anschlussdosen festgestellt hat. Unter bestimmten Umständen könne das zu einer gefährlichen Überhitzung dieser Dosen führen und in der Nähe befindliches Material wie Holz versengen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Hiervon könnte eine geschätzte Anzahl von rund 350 Photovoltaikanlagen auf Dächern in Deutschland betroffen sein, so BP Solar.   Am 01.09.06 hatte die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) in einer Pressemitteilung gefordert, das Schweigen von BP Solar zum Umfang der Sicherheitsprobleme müsse beendet werden. Besitzer von Anlagen mit BP-Solarmodulen, welche entweder dachintegriert oder in der Nähe entflammbarer Materialien installiert sind, sollten sich unverzüglich mit ihrem Installateur in Verbindung setzen und die Anlage inspizieren und gegebenenfalls abschalten lassen, so BP Solar.


Suche nach der "Nadel im Heuhaufen"

Zwar sei die Fehlerrate der Anschlussdosen mit 0,03 % sehr gering, für BP habe Sicherheit aber höchste Priorität und das Unternehmen wolle jedes Risiko ausschließen. Über den direkten Weg mit Hilfe von BP Solar-Distributeuren und den Installationsfirmen seien bereits 97 % der mittlerweile identifizierten Megawatt gesichert worden. Dies entspreche rund 275 Systemen. Die letzten etwa 75 womöglich betroffenen Systeme zu finden, "stellte sich jedoch als die Suche nach der Nadel im Heuhaufen dar", so Marcel de Vos von BP Solar. "Deshalb starteten wir nun ein umfangreiches Programm, um alle potenziell betroffenen Systemen so schnell wie möglich zu finden, zu sichern und zu inspizieren. Möglicherweise betroffen sind alle dachintegrierten Anlagen und Systeme, die nahe entflammbaren Materialien mit BP Solar Produkten (Laminaten und Modulen) aus den Produktionsjahren 2002 bis 2004 installiert wurden und deren Typenbezeichnungen mit den Ziffern 3, 4 und 5 beginnen, z.B. BP380L, BP4160S, BP5170S. Wir sind mit Hochdruck dabei, die verbleibenden Systeme ausfindig zu machen", so de Vos weiter.


BP Solar will Kosten übernehmen und Betreiber für den entgangenen Energieertrag entschädigen

De Vos betont, dass die überwiegende Mehrzahl aller Anlagenbetreiber nicht betroffen sei. "Wir entschuldigen uns bei allen Beteiligten für eventuell entstehende Unannehmlichkeiten. Für uns hat die Sicherheit unserer Kunden höchste Priorität. Wir wollen die hohen Sicherheits- und Qualitätsstandards langfristig weiter gewährleisten und uns so ihr Vertrauen erhalten", unterstreicht de Vos . Falls die BP-Anlage nachzurüsten oder zu ersetzen sei, würden die entsprechenden Kosten übernommen und der Betreiber auch für den entgangenen Energieertrag im Falle einer vorübergehenden Abschaltung entschädigt. Fragen beantwortet eine kostenfreie Kundenhotline von BP Solar täglich von 8 – 20 Uhr unter der Telefonnummer 0800 – 272 5 272.

DGS: Pressemitteilung im Internet: "Endlose Ursachenforschung - Schweigen von BP Solar zum Umfang der Sicherheitsprobleme muss beendet werden".

12.09.2006   Quelle: BP Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Neuer dena-Praxisreport: Griechenland will seinen Solarmarkt anschieben

Griechenland hat die Förderung für erneuerbare Energien verbessert: Seit Ende Juni gilt ein neues Einspeisegesetz, berichtet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in einer Pressemitteilung. Mit der neuen Gesetzgebung will Griechenland vor allem die Solarstrom-Kapazität bis zum Jahr 2020 auf 700 Megawatt Spitzenleistung (MWp) ausbauen. Davon sollen 500 MW auf dem Festland und 200 MW auf den griechischen Inseln installiert werden.   Über die neuen und verbesserten Markt- und Exportbedingungen für Solarenergie informiert der aktuell erschienene Praxisreport Solarmarkt Griechenland der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).


Viel Sonnenschein, doch wenig Photovoltaik-Leistung

"Trotz der hohen Sonnenscheindauer und -intensität in Griechenland ist der Photovoltaik-Markt bislang weit hinter seinem Potenzial zurück geblieben. Mit dem neuen Einspeisegesetz sind deutlich bessere Voraussetzungen für Solarenergie geschaffen worden, was den griechischen Solarmarkt insgesamt interessanter für deutsche Unternehmen macht", so dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Besonders für netzgekoppelte Photovoltaikanlagen gälten nun deutlich höhere Vergütungsbedingungen und vereinfachte Genehmigungsverfahren.


Bis zu 50 Cent pro Kilowattstunde Solarstrom

Das neue Einspeisegesetz setzt verbesserte Vergütungen für Solarstrom fest, die den Anlagenbetreibern über einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert werden. Das neue Anreizsystem ist laut dena sehr klar strukturiert und differenziere lediglich nach Standort und Größe der Photovoltaik-Anlage. Die Vergütungen für Solarstrom liegen bei bis zu 50 Cent pro Kilowattstunde. Erstmals sollen in Griechenland auch solarthermische Kraftwerke von der erhöhten Einspeisevergütung profitieren. Der neu erschienene Praxisreport, der sich an exportinteressierte Unternehmen aus der erneuerbare Energien-Branche wendet, gliedert sich in Photovoltaik und Solarthermie. Ausführlich wird zum Beispiel das neue Einspeisegesetz mit den unterschiedlichen Einspeisetarifen für Solarstrom erklärt.


Perspektiven und Potenzial der Solarthermie

Lesenswert sei der Praxisreport Solarmarkt Griechenland auch für diejenigen, die wissen wollen, wie ein Photovoltaik-Projektantrag in Griechenland gestellt wird und welche bürokratischen Hürden überwunden werden müssen, so die dena. Außerdem informiert der Report über die aktuellen Entwicklungen und Perspektiven des griechischen Solarwärme-Marktes. Ein eigenes Kapitel ist hier dem Potenzial und den Einsatzmöglichkeiten der Solarthermie im Hotelgewerbe gewidmet, einem der wichtigsten Wirtschaftszweige in Griechenland.


Der Praxisreport Solarmarkt Griechenland erscheint in der dena-Schriftenreihe "Exportinitiative Erneuerbare Energien" und kann für 100 Euro bestellt werden unter: www.exportinitiative.de.

12.09.2006   Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Terrorgefahr: BUND fordert Stilllegung von Risiko-Atomkraftwerken

Fünf Jahre nach dem Angriff auf das World Trade Center in New York hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erneut auf die Terrorrisiken für große Industrieanlagen hingewiesen. Dies betreffe in erster Linie Atomkraftwerke, heißt es in der Pressemitteilung. Der gezielte Absturz eines Passagierflugzeugs oder ein Anschlag mit panzerbrechenden Waffen auf eine Atomanlage könnte weite Landstriche in Europa unbewohnbar machen, warnt der BUND. Die Befürworter verlängerter Laufzeiten und die Atomkraftwerksbetreiber blendeten diese Risiken völlig aus, kritisiert die Umweltschutzorganisation.   Nach den Anschlägen vom 11. September habe es zwar eine kurze Debatte darüber gegeben. "Flugabwehrgeschütze sollten Atomanlagen sichern, Nebelwerfer Atomkraftwerke unsichtbar machen oder Betonmasten Flugzeuge am Anfliegen hindern", fasst der BUND zusammen. Derartige Maßnahmen böten jedoch keinen ernst zu nehmenden Schutz gegen Terrorangriffe, betont der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland.


AKW in der Nähe von Flughäfen und Flugkorridoren

Vier Atomkraftwerke in Deutschland seien besonders gefährdet: Biblis A in Hessen, Brunsbüttel in Schleswig-Holstein, Isar 1 in Bayern und Philipsburg 1 in Baden-Württemberg. Diese Reaktoren hätten sehr dünne Betonkuppeln und seien lediglich gegen einen Aufprall von Sportflugzeugen oder kleinen Militärflugzeugen gewappnet. Bei Biblis A fehle zudem eine Notstandswarte in einem eigenen verbunkerten Gebäude. Im Umkreis von 50 Kilometern um Biblis lägen insgesamt 36 zivile beziehungsweise militärische Flughäfen. Das AKW Brunsbüttel befinde sich in der Nähe dreier Flugkorridore. Bemerkenswert sei auch ein Vorfall vom 30. März 1988, erinnert der BUND. Damals sei ein französisches Kampfflugzeug vom Typ "Mirage" nur zwei Kilometer entfernt vom AKW Isar I in den Wald gestürzt.


Abschalten als wirksamer Beitrag zur inneren Sicherheit

"Bisher ist nichts passiert, außer sinnlosen Versuchen mit Vernebelungsmaschinen. Es geht nicht darum, Panik zu verbreiten. Aber es nützt auch nichts, angesichts der Risiken den Kopf in den Sand zu stecken", so BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. In Zusammenhang mit den Terrorgefahren werde stets die Erhöhung der inneren Sicherheit angemahnt, das Abschalten gefährlicher Atomkraftwerke sei ein wirksamer Beitrag dazu.

BUND-Hintergrundinformationen zur Terrorgefahr bei Atomkraftwerken im Internet unter:
http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/atom_terror_9_11.pdf

11.09.2006   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Berliner Forscher verbessern Abscheidemethode für Dünnschichtsolarzellen

Forscher des Hahn-Meitner-Instituts (HMI) haben ein industriell etabliertes Beschichtungsverfahren für die Herstellung von Dünnschichtsolarzellen modifiziert. Mit dem großtechnisch eingesetzten Verfahren des so genannten Magnetronsputterns können prinzipiell höhere Abscheideraten und qualitativ bessere Schichten erzielt werden, berichtet das HMI in einer Pressemitteilung. Bisher wurde dieses Verfahren nicht für die Produktion von Solarzellen eingesetzt.   "In den letzten 20 Jahren kamen die Photovoltaik- Forscher aufgrund zahlreicher erfolgloser Versuche zu der Meinung, dass die mittels Magnetronsputtern erzeugten aktiven Halbleiter- Schichten zu defektreich sind", erläutert Projektleiter Dr. Klaus Ellmer vom Hahn-Meitner- Institut Berlin. Die Forscher in seinem Team hätten verschiedene Parameter der Abscheidebedingungen jedoch so modifiziert, dass Defekte vermieden würden und die prinzipiellen Vorteile plasmagestützter Abscheideverfahren voll zum Tragen kämen, besonders des Magnetronsputterns. "Wir können so kompaktere Schichten bei niedrigeren Temperaturen als bisher erzeugen. Gleichzeitig lässt sich dieses Verfahren auch auf größere Flächen anwenden", so Ellmer weiter.




Mit dem modifizierten Verfahren können laut HMI im Labor schon jetzt CIS-Solarzellen (CuInS2 oder Kupfer-Indium-Disulfid) mit gleichem Wirkungsgrad wie mit dem bisher angewandten Prozess hergestellt werden. Der Vorteil des neuen Konzepts liege darin, dass alle Schichten in einem kontinuierlichen Verfahren aufgetragen werden können, im Gegensatz zu dem bisher eingesetzten sequentiellen Prozess, bei dem mehrere Abscheideverfahren nacheinander eingesetzt werden. Diese Ergebnisse eröffneten die Möglichkeit, das bereits großtechnisch eingesetzte Magnetronsputtern auch für die Herstellung der kompletten Schichtfolge in Dünnschichtsolarzellen einzusetzen. "Wir sind sicher, dass dieses Verfahren eine deutliche Kostenreduzierung bei der Produktion von Dünnschichtsolarzellen ermöglichen kann" schließt Ellmer.


Möglichkeiten zur Herstellung preiswerterer Dünnschichtsolarzellen

Um zum Beispiel Architekturglas mit Metallen und/oder Oxiden zu beschichten, ist das industrielle Magnetronsputtern das Verfahren der Wahl: das aufzutragende Material (Target) wird mit geladenen Teilchen (Ionen) beschossen. Dadurch werden Atome aus dem Material herausgeschlagen und kondensieren auf der zu beschichtenden Fläche (Substrat). Durch den Einsatz von Magneten hinter dem Target wird beim Magnetronsputtern ein Plasma erzeugt, welches unter anderem höhere Beschichtungsraten und dichtere (weniger poröse) Schichten bei niedrigen Substrattemperaturen ermöglicht. Mittel Magnetronsputterns werden heutzutage in großtechnischem Maßstab (Millionen Quadratmeter pro Jahr) Glasplatten für Wärmedämmfenster und für Architekturglas beschichtet. Die Modifikation des Verfahrens eröffne jetzt erstmals Möglichkeiten zur Herstellung preiswerterer Dünnschichtsolarzellen, so das HMI. Die Forscher planen ein Nachfolgeprojekt, in dem die industrielle Umsetzung dieser neuen Technologie mit einer Prototyp- Beschichtungsanlage erfolgen soll.

Das Verfahren wurde auf der 21. European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition "PV-SEC" in Dresden vorgestellt

11.09.2006   Quelle: Hahn-Meitner-Institut (HMI)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Erneuerbare Energien in Spanien: Verbände fürchten Änderungen im Einspeisegesetz

Die Unwägbarkeiten hinsichtlich der Einspeisevergütung für Strom aus Windkraft und Solarenergie halten in Spanien offenbar an. Das geht hervor aus einem Brief, den die Industrieverbände AEE (Asociación Empresarial Eólica), APPA (Asociación de Productores de Energías Renovables) und ASIF (Asociación de la Industria Fotovoltaica) bereits am 26.07.2006 an den spanischen Industrieminister D. José Montilla Aguilera gesandt haben. Der Brief ist veröffentlicht in der Mitgliederzeitschrift der APPA. In dem Schreiben, das auch Luis Torres im Auftrag der ASIF unterzeichnet hat, zeigen sich die Verbände besorgt über Eilmaßnahmen im Rahmen des königlichen Dekrets 7/2006 und mögliche Veränderungen des Regelwerks für erneuerbare Energien.   Verbände fordern Beteiligung an umfassender Debatte

AEE, APPA und ASIF kritisieren, das Dekret vom Juli 2007 eliminiere die objektiven Parameter, die eine Minimalvergütung für die verschiedenen erneuerbaren Energien etabliert hätten. Dies desorientiere Investoren, weil keine verbindlichen Regelungen festgelegt seien. Aus diesem Grund seien bereits Projekte zum Stillstand gekommen, weitere Vorhaben würden gestrichen. Die Verbände äußerten ihren Unmut sowohl bezüglich des Inhalts des Dekrets als auch des Gesetzgebungsverfahrens, an dem sie nicht ausreichend beteiligt gewesen seien. Verfügbare Informationen über eine anstehende Revision des königlichen Dekrets 436/2004 seien entmutigend und nicht dazu angetan, die Entwicklung der erneuerbaren Energien in Übereinstimmung mit dem nationalen Energieplan (Plan des Energías Renovable; PER) voranzutreiben, heißt es in dem Brief der Verbände. AEE, APPA und ASIF fordern eine sofortige Einstellung des aktuellen Gesetzgebungsverfahrens und ihre Beteiligung an einer umfassenden Debatte.



Widersprüchliche Informationen bezüglich der Einspeisevergütung

Am 06.09.2006 hatte die Anwaltskanzlei Voelker & Partner S.L. mit Sitz in Barcelona in einer Pressemitteilung berichtet, entgegen anders lautender Gerüchte sei das spanische Einspeisegesetz (Real Decreto 436/2004) weiterhin gültig. Voelker & Partner zitierten den ASIF-Präsidenten Javier Anta, dem zufolge "die im Dekret-Gesetz 7/2006 für das Jahr 2006 angekündigte Reform nichts am aktuellen Einspeisegesetz ändere". Anlass zur Sorge habe ein von der deutschen Branchen-Zeitschrift "Photon" veröffentlichter Artikel gegeben, der auf die gesetzlich angekündigte Reform der Einspeisevergütung einging (September 2004), so Rechtsanwalt Dr. Jochen Beckmann. Darin bezieht sich Photon unter anderem auf den Brief der Verbände an Minister Montilla Aguilera.

Weiter zitiert Photon den Präsidenten des spanischen Verbandes für erneuerbare Energien (APPA,) José María González Vélez: "Jetzt finanziert doch bis Anfang 2007 keine Bank mehr Projekte, weil die objektive Grundlage für die Berechnung der Rentabilität fehlt". So wisse Ganzález von mehreren größeren Investitionen, welche bereits gestoppt worden seien (Photon, September 2006, S. 140).

Der Brief an Industrieminister D. José Montilla Aguilera ist im Internet zugänglich in der Mitgliederzeitschrift der APPA unter http://www.appa.es/10info/appa_info/APPAInfo22.pdf (S.2).

11.09.2006   Quelle: AEE, APPA, ASIF, Photon   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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US-Solarzellenhersteller DayStar erweitert Rahmenliefervertrag mit Blitzstrom auf bis zu 130 MW bis 2010

DayStar-Produktionslinie.

DayStar Technologies, Inc. (Halfmoon, N.Y.), Entwickler und Hersteller von Photovoltaik-Folien, berichtet, das Unternehmen habe eine Übereinkunft mit dem deutschen Systemintegrator Blitzstrom GmbH (Mainbernheim) getroffen über den Ausbau der Lieferung seiner TerraFoil-Solarzellen. Der neue Vertrag sei auf der 21. European Photovoltaic Solar Energy Conference in Dresden geschlossen worden und sehe vor, dass DayStar bis Ende 2010 TerraFoil-Solarzellen mit einer Leistung von bis zu 130 Megawatt (MW) an Blitzstrom liefert. Im Juni 2006 hatten die Unternehmen bereits eine Übereinkunft über 30 MW getroffen.
Zusätzlich setzt DayStar nach eigenen Angaben die Lieferung von TerraFoil-Solarzellen fort, die in Indien von Titan Energy für die Herstellung von Dünnschicht-Photovoltaikmodulen an Stelle herkömmlicher Silizium-Solarwafer genutzt werden. Titan Energy ist Vertragsproduzent der Blitzstrom GmbH.
 

Potenzial für höhere Energieerträge und niedrigere Produktionskosten mit CIGS-Solarzellen

Im Gegensatz zu anderen Dünnschichtzellen würden die TerraFoil-Solarzellen auf eine unzerbrechlichen Metallfolie aufgebracht und die einzelnen Zellen könnten wie herkömmliche Silizium-Wafer zu PV-Modulen verbunden werden, betont DayStar. Laut DayStar ermöglichen die Solarzellen aus Kupfer, Indium und Galliumdiselenid (CIGS) höhere Energieerträge und niedrigere Produktionskosten. Das Unternehmen baut nach eigenen Angaben seine Produktionslinie Gen III weiter aus, die bis Ende 2007 eine Kapazität von 20 MW haben soll. "Wir sehen die einzigartigen Vorteile der CIGS-Technologie von DayStar und deren Potenzial zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit von Solarstromanlagen", sagte Blitzstrom-Chef Bernhard Beck. Durch den Ausbau der Zusammenarbeit mit DayStar wolle sich Blitzstrom als einer der Marktführer bei der Integration von Dünnschichtsystemen positionieren, so Beck weiter.

DayStar sei hoch erfreut, über den Ausbau des Liefervertrags, betont Dr. John R. Tuttle, Präsident und Vorstand des Unternehmens. "Das unterstreicht das Vertrauen unseres Kunden in unsere Fähigkeit, hochwertige und wettbewerbsfähige PV-Produkte zu liefern"; betont Dr. Tuttle. DayStar werde sich weiter auf die Entwicklung der Produktion und seine Ausbaupläne konzentrieren, um Marktführer bei der Fertigung der nächsten Generation von PV-Technologien zu werden, ergänzt Dr. Tuttle.

11.09.2006   Quelle: Daystar Technologies, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DayStar Technologies, Inc.
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BIOHAUS fördert Photovoltaik in Gambia

BIOHAUS spendet Module für Gambia.

Der Paderborner Photovoltaikhändler BIOHAUS PV Handels GmbH hat am 01.09.2006 mehrere Solarmodule für den Verein ,"Solar Technology Group" in Gambia gespendet, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Verein will die Versorgung der Bevölkerung besonders in kleinen Dörfern sicherstellen und setzt dabei auf die Solarenergie. Vereinsgründer ist der Paderborner Jens Weizenbürger, der vor 6 Jahren nach Gambia ausgewandert ist und sich für die Nutzung der Sonnenenergie in Gambia stark macht.  Vor zwei Jahren entwickelte Weizenbürger einen Solarkocher auf Basis einer Satellitenschüssel, der zum Kochen genutzt wird. ,"Mit solchen einfachen, schnell einsetzbaren Hilfsmifteln ist den Menschen vor Ort am Meisten geholfen — schließlich soll auch jeder Elektriker im Busch die Geräte bedienen können" so Weizenbürger. Weiterhin ist es dem gelernten Heizungsbauer wichtig, dass die Menschen vor Ort auf dem Gebiet Photovoltaik ausgebildet werden. "Die Regierung hat den Ausbildungsgang 'Gambia Technical Training' ins Leben gerufen, wo ich als Ausbilder die Menschen in die Technik einweise und Projekte organisiere", erklärt Weizenbürger. BIOHAUS unterstützt als deutscher Partner diese Vorhaben.


Weitere Spender für Solarpartnerschaft in Afrika gesucht

Derzeit macht Weizenbürger Heimaturlaub in Bad Lippspringe, aber auch da ist er für die Solarenergie aktiv. Zusammen mit dem Bad Lippspringer Bernhard Krewet hat dort den Verein ,,Solarpartnerschaft in Afrika“ gegründet. Krewet hat viele Jahre als Berater in Afrika gearbeitet und Erfahrung in der ländlichen Entwicklung. "Die Partnerschaft der beiden Vereine soll sich nicht auf Geldspenden beschränken, es geht hier viel mehr um aktiven Austausch und gegenseitige Unterstützung", betont Krewet. Der Verein sucht noch weitere Mitglieder oder Spender, die sich unter der Nummer 05252/5 1984 melden können.


Soziales Engagement schafft Kontakte im Ausland

Mit seiner großzügigen Modulspende beweist BIOHAUS einmal mehr soziales Engagement, das weit über die Grenzen Paderborus hinaus geht. ,"Dass wir durch die Aufnahme von BIOHAUS in die CentrosolarGruppe gute Kontakte ins Ausland bekommen, war uns bewusst -welche Ausmaße das hat, allerdings nicht! Aber natürlich freuen wir uns, wenn wir so direkt und unkompliziert helfen können" so Dr. Alexander Kirsch, Vorstandsvorsitzender der Centrosolar AG.

10.09.2006   Quelle: BIOHAUS PV Handels GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BIOHAUSPVHandels GmbH
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Wasserkraft: EnBW unterstützt eine Stiftungsprofessur an der Universität Stuttgart

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG will die Universität Stuttgart bei der Einrichtung einer Stiftungsprofessur für Wasserkraft unterstützen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "Im EnBW-Wasserkraft-Jahr 2006 möchten wir damit die wissenschaftliche Kompetenz im Bereich Wasserkraft in Baden-Württemberg stärken und die technische Weiterentwicklung der Wasserkraft fördern. Wasserkraft ist für uns die wichtigste erneuerbare Energie und wir wollen ihr Potential vollständig ausschöpfen", so Prof. Dr. -Ing. Thomas Hartkopf, Technikvorstand der EnBW.  "Neben dem Klimaschutz ist uns die Schonung der Umwelt wichtig: Richtig gebaut, können Wasserkraftanlagen sogar einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des ökologischen Zustands der Fließgewässer leisten. Die wissenschaftliche Forschung hilft uns, bei der Stromerzeugung aus Wasserkraft Ökologie und Ökonomie noch besser in Einklang zu bringen", so Hartkopf weiter.

Voith Siemens Hydro Power Generation unterstützt das Engagement der EnBW für die Wasserkraft an der Universität Stuttgart und beabsichtigt, Entwicklungsaufträge an den Lehrstuhl zu vergeben. "Die Planung von Wasserkraftanlagen ist nur teilweise standardisierbar; vielfach benötigen standortbezogene Fragestellungen fachliche Beratung von neutraler Stelle. Experten der Universität sind uns dabei eine große Hilfe", betont Dr. Siegbert Etter, Chief Technology Officer von Voith Siemens Hydro. Voith Siemens Hydro Power Generation und EnBW arbeiten seit April 2006 zusammen an der Entwicklung des ersten deutschen Wellenenergiekraftwerks.

10.09.2006   Quelle: EnBW Energie Baden Württemberg AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Bundeswirtschaftsministerium: Hohe Ölpreise begünstigen Kohle und erneuerbare Energien

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi ) haben das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität Köln (EWI) und Prognos/Basel die im Vorjahr erstellte Referenzprognose der künftigen Energiemarktentwicklung (Energiereport IV) um eine Variante ergänzt, in der die Auswirkungen höherer Ölpreise auf die Energiemärkte analysiert werden. Aus der Studie ergibt sich auf der Basis einer Ölpreisentwicklung, die bis 2030 ein Niveau von 102 US-Dollar pro Fass (nominal) beziehungsweise 60 $/barrel (real) erreicht, dass sich die Verbrauchsstrukturen gegenüber der Referenzprognose deutlich verändern: Die Bedeutung von Öl und Gas wird abnehmen, in Kraftwerken werde vermehrt Kohle anstelle von Gas eingesetzt und auf dem Wärmemarkt und Kraftstoffmarkt können die erneuerbaren Energien zusätzliche Anteile gewinnen.   Der Anteil der Erneuerbaren am Primärenergieverbrauch steigt nach der neuen Prognose bis 2030 gegenüber dem Referenzfall von 11 % auf 15 %. Heute liegt er bei 5 %.


Wirtschaftsminister Glos will Ausstieg aus der Kernenergie noch einmal überdenken

Die Importabhängigkeit Deutschlands steigt laut BMWI-Prognose bis 2030 auf 69 % (2005: 62 %). Sie liege allerdings unter der Einschätzung in der Referenzprognose (72 %), so das BMWI. Die CO2-Emissionen werden 2030 um 29 % unter dem Niveau von 1990 liegen so das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Gegenüber dem Referenzfall bleiben sie insgesamt unverändert. Höheren CO2-Emissionen im Kraftwerksbereich stünden stärker rückläufige Emissionen im Verkehr gegenüber. "Interessant sind vor allem die Ergebnisse für den Kraftwerksbereich. Hier zeigt sich nämlich, dass bei hohen Öl- und Gaspreisen der Ausstieg aus der Kernenergie in erster Linie durch zusätzliche Kohleverstromung getragen werden müsste. Das bedeutet steigende CO2-Emissionen im Kraftwerkssektor, trotz des unterstellten Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Ich denke, dass ist ein Grund mehr, den Ausstieg aus der Kernenergie - auch wegen der Auswirkungen auf den Klimaschutz - noch einmal zu überdenken", kommentiert Bundeswirtschaftsminister Glos.
Die vollständige Studie (EWI/PROGNOS: "Auswirkungen höherer Ölpreise auf Energieangebot und -nachfrage"; 181 Seiten) kann auf den Internetseiten des BMWI als