Solar News Archiv November 2006

 


 

EU-Kommission verteilt Nationale Zertifikate zum Emissionshandel und senkt vorgeschlagene Emissionen um knapp sieben Prozent

Kommissar Dimas: Europa will das Kyoto-Ziel verwirklichen
Kommissar Dimas: Europa will das Kyoto-Ziel verwirklichen

Die Europäische Kommission hat am 29.11.2006 über zehn nationale Pläne für die Zuteilung von CO2-Emissionszertifikaten an energieintensive Industrieanlagen entschieden. Die Zertifikate gelten für den Zeitraum 2008 bis 2012. Die Kommission entschied, die Gesamtmenge der Zertifikate gegenüber dem Emissionsvolumen von 2005 um sieben Prozent herabzusetzen. Weiter senkte sie die von den Ländern vorgeschlagenen Emissionen um fast sieben Prozent.  Auf die von Deutschland, Griechenland, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, der Slowakei, Schweden und dem Vereinigten Königreich vorgelegten so genannten Allokationspläne entfallen 42 Prozent der Zertifikate, die im ersten Handelszeitraum (2005 bis 2007) des EU-Emissionshandelssystems (EU-ETS) zugeteilt wurden. Für Deutschland genehmigte die Kommission CO2-Zertifikate in Höhe von 453,1 Millionen Tonnen. "Die heutigen Entscheidungen zeigen mit aller Deutlichkeit, dass Europa das Kyoto-Ziel verwirklichen und das EU-ETS zum vollen Erfolg führen will", sagte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas. "Bei der Prüfung der Pläne ist die Kommission systematisch so vorgegangen, dass Gleichbehandlung der Mitgliedstaaten gewährleistet ist und die erforderliche Knappheit auf dem europäischen CO2-Markt entsteht. Dieselben Maßstäbe werden an die noch ausstehenden Pläne angelegt", kündigte Dimas an.

In den nationalen Zuteilungsplänen wird für den betreffenden Mitgliedstaat festgelegt, wie hoch das CO2-Gesamtvolumen ist, das von Industrieanlagen ausgestoßen werden darf und wie viele CO2-Emissionszertifikate die einzelnen Anlagen erhalten. Die Kommission prüft die von den Mitgliedstaaten vorgeschlagenen Zuteilungspläne anhand von zwölf Zuteilungskriterien der Emissionshandelsrichtlinie. Ein Teil dieser Kriterien stellt sicher, dass die Pläne mit den Kyoto-Zielen der EU, mit den tatsächlichen Emissionswerten und mit dem technologischen Potenzial zur Emissionsreduzierung im Einklang stehen. Andere Kriterien beziehen sich auf Gleichbehandlungsfragen, das EU-Wettbewerbs- und -Beihilferecht und technische Aspekte. Die Kommission kann einen Plan ganz oder teilweise akzeptieren. Sechs Länder haben der Kommission bisher noch keine Zuteilungspläne vorgelegt. Gegen sie wurde ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Informationen über die Emissionsrechte der einzelnen Staaten gibt es auf den PDF-Dokument.

29.11.2006   Quelle: DGS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SPD: Ausbau der Offshore-Windkraft kann beginnen; FDP: Keine neuen Windkraftsubventionen

"Mit der heutigen Zustimmung des Bundesrates zum Infrastrukturplanungsbeschleunigungsgesetz kann der Ausbau der Offshore-Windenergie beginnen". Mit diesen Worten kommentiert Marco Bülow, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, die Abstimmung zur Regelung der Netzanbindung von Offshore-Windkraftanlagen am 24.11.2006 im Bundesrat. Damit komme endlich eine Technologie in Schwung, die notwendige zukunftssichere Arbeitsplätze schaffe und eine wichtige Säule im Kampf gegen den Klimawandel darstelle, so Bülow.  Zum Glück habe eine Mehrheit der Bundesländer die Chancen der Regelung erkannt und dem Gesetz in der Sitzung des Bundesrates zugestimmt. Nur drei Länder (Bayern, Baden-Württemberg und Saarland) hätten für eine Anrufung des Vermittlungsausschusses votiert, stellt Bülow fest.


Führungsrolle im Zukunftsmarkt Offshore-Wind einnehmen

"Mit dem Ausbau der Offshore-Windkraft wird nicht nur eine neue Branche aufgebaut und damit Deutschland die Möglichkeit eröffnet, auf diesem innovativen Zukunftsmarkt eine Führungsrolle einzunehmen. Vielmehr wird hier ein weiterer Schritt zum Umbau des Energiesystems in Richtung einer klimaverträglichen Energieversorgung gemacht. So kann Deutschland seine Vorreiterposition beim Klimaschutz und beim Ausbau erneuerbarer Energien weiter festigen", betont Bülow.


Gudrun Kopp: Windenergie braucht in Deutschland eher weniger Subventionen

"Die Entscheidung des Bundesrates, das Planungsbeschleunigungsgesetz nicht in den Vermittlungsausschuss zu bringen, ist sehr bedauerlich. Dort hätte dann vielleicht der größte Unsinn noch verhindert werden können. Jetzt dürfen die Verbraucher und Unternehmen in Deutschland die Zeche für die von den Koalitionsfraktionen in letzter Sekunde still und heimlich noch hinzugefügten Regelungen zum Netzanschluss von Offshore-Windenergieanlagen zahlen", kommentierte die energiepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gudrun Kopp. Die Windenergie brauche in Deutschland eher weniger als mehr Subventionen, für Verbraucher und Unternehmen sei beim Strompreis die Belastungsgrenze längst erreicht, so die FDP-Sprecherin.

Die beabsichtigte Regelung mache nicht nur einen weiteren Subventionstopf auf, sie belaste auch die Stromrechnungen von Verbrauchern und Unternehmen massiv. Die Große Koalition setze damit rot-grüner "Subventionitis" noch eins drauf, heißt es in der FDP-Pressemitteilung. Seit Monaten überträfen sich die Koalitionäre gegenseitig mit immer neuen Vorschlägen zur Senkung der Strompreise, aber gleichzeitig werde hier ohne großes Aufsehen eine Regelung verabschiedet, welche die Netzentgelte im Übertragungsnetz um bis zu 50% erhöhen könne. "Die Betreiber von Offshore-Windenergieanlagen werden damit über die Garantiepreise aus dem EEG hinaus auch gegenüber den Betreibern aller anderen neuen Kraftwerke, die für ihren Netzanschluss selbst aufkommen müssen, privilegiert. Damit entfallen auch jegliche Anreize für eine Standortsuche, die sich an Wirtschaftlichkeitskriterien orientiert", so Kopp.

29.11.2006   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion; Marco Bülow (MdB); FDP-Bundestagsfraktion, Gudrun Kopp (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Degussa AG plant Produktionsausbau für Solar-Silizium

Reaktor zur Produktion von Solarsilizium.
Reaktor zur Produktion von Solarsilizium.

Die Degussa AG (Düsseldorf) hat beschlossen, ihre Kapazitäten für Trichlorsilan auszubauen und zusätzlich eine Monosilanproduktion neu zu errichten, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Ab 2008 sollen 850 Tonnen Solarsilizium pro Jahr produziert werden können. "Wir sehen für diese anorganischen Spezialitäten hervorragende Perspektiven", unterstreicht Dr. Dietmar Wewers, Leiter des Geschäftsgebiets Silanes der Degussa.
  Diese besonderen chemischen Verbindungen spielen bei der Herstellung des Solarsiliziums eine wichtige Rolle. Im Jahr 2003 hatte Degussa, weltweit führendes Unternehmen für Spezialchemie, deshalb mit der SolarWorld AG (Bonn) das Gemeinschaftsunternehmen Joint Solar Silicon (JSSi, Freiberg) gegründet, an dem der Chemiekonzern einen Anteil von 51 Prozent hält. Ziel von JSSi ist die Entwicklung eines neuartigen Herstellungsverfahrens für Solarsilizium, seine Herstellung und Vermarktung.


Universitäten und SolarWorld AG an der Siliziumproduktion beteiligt

An der Verwirklichung des völlig neuen Verfahrens waren auch die Universität Duisburg und weitere deutsche Hochschulen beteiligt. "Der Energieverbrauch dieses innovativen Prozesses liegt deutlich niedriger als bei dem bisher verwendeten Verfahren in so genannten Siemens-Reaktoren", erklärt Dr. Wewers. Diese sind rund um den Globus noch immer die Hauptlieferanten für Solarsilizium, verbrauchen aber pro Kilogramm 100 bis 160 Kilowattstunden Strom. Ein guter Grund für die SolarWorld AG, sich an dem innovativen Verfahren zu beteiligen: "Für uns ist der Einstieg in die eigene Siliziumherstellung ein Schlüsselfaktor für das weitere Wachstum", so Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG.


Vorteile durch Chemieverbund in Rheinfelden, weitere Silizium-Reaktoren geplant

Seit April 2005 läuft in Rheinfelden der Prototyp für den Reaktor zur Solarsilizium-Herstellung, die Testläufe seien außerordentlich erfolgreich gewesen, heißt es in der Degussa-Pressemitteilung. In zwei Jahren sollen nun weitere parallele Reaktoren gebaut werden, die bereits bestehende Anlage werde in den Neubau integriert. Ab 2008 sollen auf diese Weise Kapazitäten für 850 Tonnen Solarsilizium pro Jahr zur Verfügung stehen. Beide Unternehmen investieren nach eigenen Angaben einen hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in die neue Anlage. Degussa und SolarWorld haben zunächst eine Produktionszeit von zehn Jahren vereinbart. Die Bonner können über diese Rohstoffquelle bis zu 20 Prozent des eigenen Siliziumbedarfs decken. Und sie können jedes Gramm Silizium gut gebrauchen, denn ihre Tochter, die Deutsche Solar AG (Freiberg/Sachsen), habe feste Lieferverträge über ein Gesamtvolumen von mehr als 2,3 Milliarden Euro in den Büchern stehen. Rund 70 Prozent der Bestellungen für Wafer aus Solarsilizium stammen aus dem Ausland. "Allein damit sichert unsere Gesellschaft langfristig 800 Arbeitsplätze in Deutschland", erläutert Prof. Peter Woditsch, Vorstandssprecher der Deutschen Solar AG, die derzeit gerade die Fertigungskapazitäten von 180 auf 350 Megawatt ausbaut.


Solarsilizium-Nachfrage hält unvermindert an

Die Initiative der Degussa komme zum richtigen Zeitpunkt, betont das Unternehmen: Gab es 2004 noch einen Überschuss an Silizium von rund 5.000 Tonnen, werde 2010 mindestens die selbe Menge fehlen. "Auch wenn man alle angekündigten neuen Fabriken ins Kalkül zieht, bleibt eine Deckungslücke", so JSSI-Geschäftsführer Dr. Raymund Sonnenschein. Umso wichtiger sei, dass der Transfer des neuen Verfahrens vom Versuchsreaktor an der Universität Duisburg in die technische Anlage von Rheinfelden reibungslos gelungen sei. "Das gibt uns die Sicherheit, falls eines Tages die Produktion schnell aufgestockt werden sollte. Einen weiteren Ausbau können wir uns durchaus vorstellen", blickt Dr. Wewers in die Zukunft.

28.11.2006   Quelle: Degussa AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: obs/Degussa AG
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Shell und Saint-Gobain beschließen Produktion von CIS-Solarzellen im sächsischen Torgau

Anwendungsbeispiel für Dünnschicht-Solarzellen.
Anwendungsbeispiel für Dünnschicht-Solarzellen.

Die Shell Erneuerbare Energien GmbH ("Shell") und die Saint-Gobain Glass Deutschland GmbH haben grünes Licht gegeben für die Produktion von Dünnschicht-Solarzellen aus Kupfer-Indium-Diselenid (CIS). Die "Solarzellen der nächsten Generation" sollen von dem neuen Gemeinschaftsunternehmen AVANCIS (Torgau, Sachsen) hergestellt werden. Dessen Gründung sei von der Europäischen Kommission kürzlich genehmigt worden, berichtet Shell in einer Pressemitteilung. Die Produktion der CIS-Module soll voraussichtlich im 2008 anlaufen. Die geplante jährliche Produktionskapazität der Anlage liegt zunächst bei 20 Megawatt (MW) und soll nach dem Willen der Partner-Unternehmen zügig ausgebaut werden.   Die Produktionskapazität der Anlage werde ausreichen, um jedes Jahr 6.000 weitere Haushalte in Europa mit sauberer Energie zu versorgen. Für diese Strommenge würde ein Kohlekraftwerk jährlich etwa 14.000 Tonnen CO2 ausstoßen.


Labor-Wirkungsgrad von 13,5 % erzielt

Shell und Saint-Gobain sind der Überzeugung, dass siliziumfreie Solartechnologie im Wettbewerb mit den traditionellen Formen der Energieerzeugung mehr Zukunft haben wird als konventionelle Solarlösungen auf Siliziumbasis. Während Shell sein Know-how in der CIS-Technologie und acht Jahre Erfahrung in der Vermarktung dieser Technologie in das neue Gemeinschaftsunternehmen einbringt, steuert Saint-Gobain seine langjährige und internationale Produktionserfahrung in Sachen Glas und Baumaterialien bei. "Wir glauben, dass wir mit dieser neuen Produktionsstätte und der Arbeit unserer Forschungs- und Entwicklungsabteilung in München echte Spitzenleistungen in der Dünnschicht-Technologie erbringen können. Im Labor haben wir mit einem der neuen Module bereits einen für Photovoltaik sehr hohen Wirkungsgrad von 13,5 % erzielt. Durch die Zusammenarbeit mit Saint-Gobain unterstreichen wir unsere Absicht, zu einem der führenden Unternehmen im Bereich der alternativen Energien zu werden. Shell und Saint-Gobain passen mit der großen Erfahrung in ihren jeweiligen Bereichen hervorragend zusammen und werden die viel versprechende CIS-Technologie gemeinsam weiterentwickeln", erklärte Kurt Döhmel, Vorsitzender der Geschäftsführung Deutsche Shell Holding GmbH, anlässlich der Bekanntgabe des Startschusses für das neue Solarprojekt.


Produktion auf dem Gelände des Saint-Gobain Glaswerks in Sachsen

Jacques Aschenbroich, Executive Vice President der Abteilung für Flachglas bei Saint-Gobain, ergänzt: "Shells langjährige Erfahrung in der Photovoltaik ist die optimale Ergänzung zu unserem Know-how in der Glasverarbeitung. Die erste AVANCIS-Produktionsanlage soll deshalb auf dem Gelände unseres hochmodernen Glaswerkes im sächsischen Torgau, das sich nach Prüfung verschiedener Optionen als geeignetster Standort herauskristallisiert hat, errichtet werden."

28.11.2006   Quelle: Shell Deutschland Oil GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: obs/Shell Deutschland Oil GmbH.
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FNR arbeitet an der Zertifizierung von Biokraftstoffen

FNR-Analyse zu Biokraftstoffen.
FNR-Analyse zu Biokraftstoffen.

Im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums lässt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) jetzt einen konkreten Vorschlag für die Zertifizierung von Biokraftstoffen erarbeiten. Die Unternehmensberatung meó Consulting Team erarbeite zusammen mit Vertretern aus Industrie, Handel, Landwirtschaft, Politik und NGO ein entsprechendes Konzept, berichtet die FNR in einer Pressemitteilung.   Mit steigender Nachfrage verschaffen sich auch kritische Stimmen Gehör: Regenwaldrodung, vertriebene indigene Völker und ausgebeutete Arbeiter auf den Palm- und Zuckerrohrplantagen seien Schlagzeilen, in denen sich Vorwürfe nicht nur aus den Reihen der Nichtregierungsorganisationen (NGO) widerspiegeln, so die FNR. Mit der Einführung der Beimischungsquote für Biokraftstoffe werden diese in größerem Umfang als bisher auf den Markt gelangen. Die Quote verpflichte die Mineralölhersteller, ihren Kraftstoffen bis 2010 6,75 Prozent Pflanzensprit beizumischen, den die Konzerne so günstig wie möglich einkaufen würden.


Biokraftstoffquotengesetz soll ökologische und soziale Standards garantieren

Viele Pflanzenöle seien auf dem Weltmarkt billiger zu beziehen als Rapsöl aus europäischer Landwirtschaft, diese Öle würden jedoch häufig unter niedrigen ökologischen und sozialen Standards produziert, betont die FNR. Ähnliche Probleme stellten sich auch bei der Benzin-Alternative Ethanol, dessen einheimische Produktion sich mit der aus südamerikanischem Zuckerrohr messen lassen müsse. Allerdings biete das Biokraftstoffquotengesetz die Möglichkeit, gegenzusteuern: Es erlaube der Bundesregierung, nur jene Biokraftstoffe auf die Quotenerfüllung anzurechnen, bei deren Herstellung bestimmte Mindestansprüche eingehalten werden. Dazu können zum Beispiel eine nachhaltige Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen oder bestimmte CO2-Mindesteinsparanforderungen zählen. Um sicherzustellen, dass derartige Anforderungen auch eingehalten werden, kann auf nationale, EU-weite oder internationale Zertifizierungssysteme zurückgegriffen werden, wie sie beispielsweise bereits im Forst-, Holz- oder Kaffeesektor im Einsatz sind.


Konzept soll im Frühjahr 2007 vorliegen

Wie auf einem relativ unüberschaubaren weltweiten Markt für Biomasse und Biokraftstoffe praxistaugliche Nachhaltigkeitskriterien entwickelt und mit möglichst geringem administrativen Aufwand umgesetzt werden können, wollen nun Dr. Norbert Schmitz und seine Mitarbeiter von der Unternehmensberatung meó Consulting Team klären. Zusammen mit Partnern aus der Branche, aber auch aus den Reihen der Kritik übenden NGO, soll ein Konzept für die Zertifizierung erarbeitet werden. Geplant sind insgesamt vier Projektphasen von der Erstellung des Gesamtkonzepts bis zur praktischen Umsetzung. Im aktuell bewilligten ersten Teilprojekt geht es zunächst um das grundlegende Konzept. Das voraussichtlich im Frühjahr 2007 vorliegende Ergebnis soll dann in einem nationalen und einem europaweiten Workshop zur Diskussion gestellt werden.

Der Erfolgsdruck für die Zertifizierung ist laut FNR groß, denn im Verkehr stelle Bioenergie bislang, anders als in der Wärme- oder Stromerzeugung, die einzige kurzfristig einsetzbare erneuerbare Energiequelle und damit Alternative zu fossilen Rohstoffen dar.

Die Broschüre "Biokraftstoffe - eine vergleichende Analyse" kann auf den Internetseiten der FNR kostenlos heruntergeladen werden unter http://www.bio-kraftstoffe.info/.

28.11.2006   Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FNR.
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Bundesumweltministerium bezieht künftig Ökostrom von LichtBlick

Die LichtBlick - die Zukunft der Energie GmbH hat den Zuschlag in der europaweiten Strom-Ausschreibung des Bundesumweltministeriums erhalten. Damit werden das Bundesumweltministerium in Berlin (BMU), das Umweltbundesamt in Dessau, das Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter und weitere dem Ministerium unterstellte Dienststellen für drei Jahre umweltfreundlich erzeugten Strom von LichtBlick beziehen. LichtBlick habe sich als der ökonomisch günstigste und ökologisch beste Anbieter durchgesetzt, heißt es in der Pressemitteilung des Ökostromanbieters. In der Ausschreibung musste ein Preis-Leistungs-Verhältnis aus wettbewerbsfähigem Strompreis und maximaler Minderung an klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen angeboten werden.  Die Zellstoff Stendal GmbH in Arneburg (Sachsen-Anhalt) erzeugt die für das Umweltressort jährlich notwendigen 13 Millionen Kilowattstunden Ökostrom aus Biomasse. Pro Jahr fallen so 4.400 Tonnen weniger klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) an als im konventionellen Strommix, berichtet das BMU.


UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge: "Ökostrom ist wettbewerbsfähig"

Ein Preisvergleich mit konventionell erzeugtem Strom zeige, dass die Kosten der Lieferung von Ökostrom ohne Netznutzungsgebühren nur wenig höher liegen - im Fall der aktuellen BMU-Ausschreibung bei knapp 2,2 Prozent. In der Ausschreibung von 2003 lagen die zusätzlichen Kosten laut LichtBlick noch bei etwa zehn Prozent. "Dies zeigt, dass sich Ökostrom nach den strengen Kriterien des Umweltressorts heute nahezu ohne Mehrkosten beschaffen lässt. Ökostrom ist wettbewerbsfähig", sagte Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des UBA. "Mit dem Zuschlag unterstreichen wir unsere nachhaltige und zukunftsfähige Positionierung im Strommarkt. Kein anderer Anbieter war in der Lage, hochwertig ökologisch erzeugten Strom derart günstig anzubieten wie LichtBlick", so Heiko von Tschischwitz, Geschäftsführer des größten unabhängigen Stromversorgers in Deutschland.


BMU-Ausschreibung als Vorlage für andere Liegenschaften

Die Ausschreibung des Bundesumweltministeriums wurde als Musterausschreibung konzipiert und soll künftig als Vorlage für andere Liegenschaften dienen, die beim Strombezug auf die Kombination von Ökologie und Ökonomie setzen wollen. "Wir hoffen, dass die vom Bundesumweltministerium erarbeiteten Ausschreibungsunterlagen zukünftig vermehrt auch bei anderen Ausschreibungen zu Grunde gelegt werden. Denn nur eine Kombination aus wettbewerbsfähigem Preis und umweltfreundlicher Erzeugungsqualität wird den gesellschaftlichen Anforderungen der Zukunft gerecht", so von Tschischwitz. Das Ausschreibungskonzept sowie die Vergabeunterlagen sind im Internet verfügbar unter BINE Informationsdienst bestellt werden.

26.11.2006   Quelle: BINE Informationsdienst   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BINE Informationsdienst
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3S Swiss Solar Systems installiert maßgefertigte Solarstromanlage für Museum in Kalifornien

Transparente Solarmodule des Museums Center for Water Education in Kalifornien.
Transparente Solarmodule des Museums Center for Water Education in Kalifornien.

Die 3S Swiss Solar Systems AG (Lyss, Schweiz), nach eigenen Angaben technologischer Weltmarktführer für manuelle und semiautomatische Produktionsanlagen zur Fertigung von Solarmodulen, hat zusammen mit der Morrow Meadows Corp. eine moderne gebäudeintegrierte Solarstromanlage über dem Eingangsbereich des Museums Center for Water Education in Hemet (Kalifornien) installiert. Die in einer Überkopfverglasung integrierten Solarzellen haben eine Spitzenleistung von insgesamt 41,75 Kilowatt (kWp).   Die rahmenlosen Glas/Glas-Solarlaminate wurden von 3S Swiss Solar Systems in der Schweiz entwickelt und von Atlantis Energy Systems Inc. in den USA produziert. Diese speziellen Solarlaminate wurden von den Underwriterr Laboratories (UL) zertifiziert, berichtet die 3S Swiss Solar Systems AG in einer Pressemitteilung.


Schatten für die Besucher, sinkende Energiekosten für das Museum

Die Herstellung der sehr großen rahmenlosen Glas-Glas-Solarlaminate sei eine technologische Herausforderung gewesen. Die Solarzellen wurden zwischen Sicherheitsgläser unterschiedlicher Stärke verkapselt. Atlantis Energy habe die hohen technologischen Anforderungen erfüllt, indem sie die Solarlaminate auf einer von 3S Swiss Solar Systems hergestellten Laminierstraße produziert hat. Die Laminierstraßen der 3S Swiss Solar Systems AG verfügen nach Angaben des Unternehmens über eine patentierte Hybridheizplatte, die eine bei der Solarmodulherstellung höchstmögliche Prozesssicherheit biete. Die von Morrow Meadows installierten 114 halbtransparenten Solarlaminate haben jeweils eine Größe von 2,4 x 1,6 Metern und eine Leistung von 370 Watt peak Wp. Sie spenden den Besuchern des Museums Schatten und senken gleichzeitig die für den Betrieb anfallenden Energiekosten.

26.11.2006   Quelle: 3S Swiss Solar Systems AG; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: 3S Swiss Solar Systems AG
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Neue Broschüre zur Wasserstoff-Produktion

DWV-Broschüre zur Wasserstoff-Produktion.
DWV-Broschüre zur Wasserstoff-Produktion.

Wasserstoff ist ein hervorragender Energieträger, aber er muss zunächst einmal unter Energieaufwand hergestellt werden. Die Energie ist also der Schlüssel, besonders die nachhaltige Energie, denn Wasserstoff gibt es reichlich. Grüner oder billiger als die Primärenergie kann ein Energieträger nicht sein. Auf welcher energetischen Grundlage die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik steht, zeigt eine neue Veröffentlichung des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes e.V. (DWV) mit dem Titel "Woher kommt die Energie für die Wasserstofferzeugung - Status und Alternativen".   Sie wurde angefertigt im Auftrag des Verbandes von der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH in Ottobrunn und wirft einen unabhängigen Blick auf die allgemein verfügbaren Daten. Die Ludwig-Bölkow-Systemtechnik kommt in der DWV-Broschüre zu dem Ergebnis, dass der bald zu erwartende Rückgang der Ölförderung eine Lücke hinterlassen wird, die nicht durch fossile und nukleare Energieressourcen geschlossen werden kann.


An der Energieeffizienz führt kein Weg vorbei

Zwar würden in den nächsten Jahrzehnten erneuerbare Energien schnell zunehmen, aber noch einige Zeit lang zu wenig Beitrag leisten können, um diese Lücke zu schließen, heißt es in der Broschüre. Daher führe an einer effizienteren Nutzung der Energie über alle Erzeugungs- und Nutzungsschritte hinweg kaum ein Weg vorbei. Im Detail fragte die Ludwig-Bölkow-Systemtechnik, ob überhaupt eine Alternative zur bisherigen Energieversorgung benötigt wird, und wenn ja, wann. Weiter wird betrachtet wie weit die fossilen Brennstoffe reichen und "ob wirklich noch sooo viel Öl in der Erde" steckt, oder das Fördermaximum schon da ist. Themen sind auch, wie es um Erdgas und Kohle steht und ob dank der so genannten Kohlenstoff-Sequestrierung ungestraft Treibhausgase erzeugt werden dürfen, wenn man sie nur gut genug vergräbt. "Wie lange dauert es, bis die Speicher voll sind? Kann die Kernenergie die Lücke schließen? Oder ist die internationale Energiewirtschaft schon längst ausgestiegen?" sind weitere Fragen, auf welche die Broschüre antwortet.


Wasserstoff aus Erdgas für Brennstoffzellen-PKW

Es zeige sich ebenfalls, dass Biokraftstoffe die Welt nicht in Bewegung halten würden und Wasserstoff daher im Verkehr zu einem wichtigen Kraftstoff werde. Nur wenn es gelingen sollte, Elektrofahrzeuge mit akzeptablen Eigenschaften (Speicherdichte, Lebensdauer, Kaltstartverhalten, Preis) zu entwickeln, würde sich der Einsatz von Wasserstoff erübrigen. Allerdings sei das aus heutiger Sicht äußerst unwahrscheinlich. Als kurzfristige Einführungsstrategie für Deutschland biete sich die Möglichkeit, Nebenproduktwasserstoff aus der chemischen Industrie für erste Fahrzeugflotten einzusetzen. Dieser Wasserstoff wird heute vornehmlich thermisch genutzt und meist zu Erdgas zugefeuert. Dieser Wasserstoff könnte ganz durch Erdgas ersetzt werden. So ließen sich an einigen Standorten insgesamt über 500 Millionen Nm³ Wasserstoff pro Jahr verfügbar machen, was zum Betrieb von mindestens 300.000 effizienten Brennstoffzellen-PKW ausreichen würde.

25.11.2006   Quelle: DWV   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DWV
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Änderungen im europäischen Emissionshandel ab 2013 geplant

Die Europäische Kommission hat am 13.11.2006 ihren Zeitplan für die Überarbeitung des EU-Emissionshandelssystems (EU-ETS) festgelegt. Sie will den Emissionshandel effizienter gestalten, indem sie neue Sektoren und Gase einbezieht. Die Überarbeitung soll Investoren außerdem mehr Planungssicherheit bieten und für eine einheitlichere Anwendung sorgen, heißt es in der Pressemitteilung der Kommission.   In die Änderungsbestrebungen für den Emissionshandel fließen die seit der Einführung des Systems im Januar 2005 gemachten Erfahrungen ein. Im zweiten Halbjahr 2007 will die Kommission Rechtsvorschriften zur Änderung der Richtlinie 2003/87/EG über ein System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten vorschlagen, die 2013 in Kraft treten werden.

"Der Handel mit Emissionszertifikaten ist das wirksamste politische Instrument, um dem Klimawandel zu begegnen", sagte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas. Je besser das EU-Emissionshandelssystem konzipiert sei, desto eher würden andere Länder vergleichbare Strategien beschließen, so Dimas weiter. Schon jetzt gebe es Studien zur Funktion des EU-ETS. Weitere Konsultationen fänden im Rahmen des Europäischen Programms zur Klimaänderung (ECCP) statt. Eine ECCP-Arbeitsgruppe aus Kommissionsbediensteten, Vertretern der Mitgliedstaaten, Industrie, Nichtregierungsorganisationen sowie Wissenschaftlern soll am 30. Juni 2007 Bericht erstatten.

Im Mittelpunkt der Überprüfung stehen vor allem die Geltungsbereiche der Richtlinie, die Harmonisierung des Emissionshandels und damit einhergehend höhere Rechtssicherheit für Investoren sowie die konsequente Durchsetzung der Regeln des Emissionshandelssystems. Weiteres Augenmerk liegt schließlich auf der Einbeziehung von Drittländern, die eigene Systeme des Emissionsabbaus planen oder bereits nutzen.

Nähere Informationen zum europäischen Emissionshandelssystem bietet die Europäische Kommission als www.esttp.org.

23.11.2006   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW); European Solar Thermal Technology Platform (ESTTP); ESTIF   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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CO2-Gebäudesanierungsprogramm: künftig auch Zuschüsse für energetische Modernisierung

Zum ersten Januar 2007 werden die Fördermöglichkeiten für die energetische Gebäudesanierung im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms ausgeweitet, berichtet die bau- und wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Petra Weis, in einer Pressemitteilung. Neben der Förderung über zinsgünstige Kredite werde erstmals auch eine Zuschussvariante angeboten, die besonders interessant sei für Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Wohnungen in Wohneigentumsgemeinschaften sowie für Eigentümer selbst genutzter oder vermieteter Ein- und Zweifamilienhäuser. Gefördert werden sollen Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung mit Zuschüssen zwischen fünf und 17,5 Prozent der förderfähigen Investitionskosten.
 
Förderung auch für Städte und Gemeinden

Auch Kommunen sollen ab 2007 in das Förderkonzept einbezogen werden. Für sie bietet die KfW-Förderbank zinsgünstige Kredite in Höhe der gesamten Investitionskosten zur energetischen Sanierung von öffentlichen Gebäuden, wie beispielsweise Schulen, Turnhallen und Kindertagesstätten, aber auch für Vereinsräume. Darüber hinaus werden die Kreditvarianten ab 2007 vereinfacht: Projekte, die eine energetische Sanierung auf Neubau-Niveau zum Ziel haben, sind nicht mehr an bestimmte Maßnahmenpakete gebunden, so die SPD-Sprecherin.


KfW Förderbank hat bis Ende August Darlehen über mehr als 7,5 Milliarden Euro zugesagt

Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm dient dazu, die energetische Sanierung mittels zinsgünstiger Kredite der KfW zu beschleunigen, dadurch die CO2-Emmissionen zu verringern und gleichzeitig Arbeitsplätze im Handwerk und in der Bauindustrie zu schaffen beziehungsweise zu erhalten. Das Programm sei rundum eine Erfolgsstory, betont Weis. Seit dem Start im Februar dieses Jahres nutzen Eigentümer, Wohnungsunternehmen und Investoren das Programm in hohem Maße. Bis Ende August hatte die KfW Förderbank im Rahmen ihrer gemeinsam mit dem Bundesbauministerium gestarteten Initiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum" Darlehen über mehr als 7,5 Milliarden Euro zugesagt. Damit werden laut Weis Investitionen in Höhe von rund zehn Milliarden Euro mitfinanziert. Die Bundesregierung hatte aufgrund des enormen Erfolgs das Programm im September noch einmal um 350 Millionen Euro aufgestockt.

Details zu den Förderbedingungen in Internet unter www.kfw-foerderbank.de. Die Berater des Infocenters der KfW Förderbank sind zum Ortstarif erreichbar unter der Servicenummer 01801/335577.

23.11.2006   Quelle: SPD-Bundestagsfraktion   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Erneuerbare Energien senken CO2-Ausstoß um mehr als zehn Prozent

Branchenziel: Bis 2020 sollen die Erneuerbaren 270 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.
Branchenziel: Bis 2020 sollen die Erneuerbaren 270 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

Erneuerbare Energien sind schon heute der wichtigste Klimaschützer in Deutschland, berichtet die Informationskampagne für Erneuerbare Energien in einer Pressemitteilung. In diesem Jahr werden Wind- und Wasserkraft, Bio- und Solarenergie sowie Erdwärme nach Angaben der Kampagne hierzulande voraussichtlich den Ausstoß von rund 90 Millionen Tonnen klimaschädlicher Gasen verhindern. Damit reduzierten die erneuerbaren Energien die deutschen CO2-Emissionen um etwa zehn Prozent.   Diese betragen gegenwärtig etwa 870 Millionen Tonnen CO2 jährlich. Bis zum Jahr 2020 könnten die erneuerbaren Energien jährlich mindestens 270 Millionen Tonnen CO2 einsparen und damit den Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland gegenüber heute um ein Drittel reduzieren. Diese Prognose beruht auf dem Ziel der Erneuerbare-Energien-Branche, in 15 Jahren, mindestens 20 Prozent des Bedarfs an Strom, Wärme und Kraftstoffen hierzulande zu decken. Gegenwärtig decken die erneuerbaren Energien in Deutschland 11 Prozent des Strombedarfs, vier Prozent der Kraftstoffe und sechs Prozent der Heizwärme werden auf Klima schützende Art und Weise erzeugt.

23.11.2006   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien
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Gutachten zweifelt an der Nutzung von Pflanzen als Biosprit

Die Verwandlung von Pflanzenmasse in Treibstoff für Automobile ist nach einem Gutachten für die Internationale Energie Agentur (IEA) wesentlich ineffektiver als die Nutzung dieser Rohstoffe zum Heizen. Das berichtet die Wochenzeitung DIE ZEIT in einer Pressemitteilung. "Deutschland und die EU haben den falschen Weg eingeschlagen", sagt Thomas Nussbaumer von der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich in der ZEIT.  Im Auftrag der IEA hat der Schweizer Ingenieur ausgerechnet, auf welchem Weg die Nutzung von Biomasse am meisten fossile Energie ersetzt.


Verbrennung von Biomasse kann doppelt so effektiv sein als Biotreibstoff

Biosprit, politisch am stärksten gefördert, schneidet laut Nussbaumer am schlechtesten ab - er vermindere den Treibhauseffekt kaum und erhöhe die Luftbelastung mit Schwefeldioxid. Pflanzenenergie in den Tank zu stopfen "ist technisch und ökonomisch Unsinn", so Nussbaumer. Auch die pflanzenbasierten so genannten Treibstoffe der zweiten Generation, auf welche die Automobilindustrie große Hoffnung setzt, machen laut Nussbaumer nur 36 bis 52 Prozent des ursprünglichen Energieinhalts der Biomasse verfügbar. Würden Holz und Stroh hingegen verbrannt, um Öl und Erdgas in Heizungsanlagen zu ersetzen, könnten rund 70 Prozent ihres Energieinhalts genutzt werden. "Erneuerbare Energie kann stationär wesentlich effektiver eingesetzt werden als im Verkehr", betont Nussbaumer.

Rund um die Pflanzenverwertung ist laut ZEIT in den vergangenen zehn Jahren eine neue milliardenschwere Industrie entstanden, staatlich gesteuert durch finanzielle Anreize von mehr als zwei Milliarden Euro im Jahr.

Der komplette Artikel mit dem Titel "Biomasse soll fossile Energieträger wie Öl und Gas ersetzen und so die drohende Klimakatastrophe abwenden" erscheint in der ZEIT Nr. 48 vom 23. November 2006.

22.11.2006   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Forum Solarpraxis: Solarstrombranche auf stetigem Wachstumskurs

Forum Solarpraxis in Berlin.
Forum Solarpraxis in Berlin.

"Vom Wochenmarkt zur Großindustrie": Mit diesen Worten charakterisierte Karl-Heinz Remmers, Vorstand der Solarpraxis AG, die deutsche Solarstrombranche bei der Eröffnung des "7. Forums Solarpraxis" in Berlin. Über 500 Teilnehmer, darunter Branchen- und Verbandsvertreter, Analysten und Politiker, nahmen an der Konferenz teil, berichtet der Europressedienst Bonn. Für den deutschen Photovoltaikmarkt rechnen die Marktteilnehmer mit einem jährlichen Wachstum von rund 25 Prozent. Weltweit soll sich der Markt für Sonnenstrom dank attraktiver staatlicher Förderprogramme ebenfalls im zweistelligen Bereich vergrößern.   Besonders in asiatischen Ländern, Kalifornien und Südeuropa will die Branche künftig ihre Produkte anbieten.


Nur geringe Preissenkungen für 2007 erwartet

Als Wermutstropfen, der einen schnelles Wachstum im Bereich Photovoltaik sowohl national als auch international bremsen könnte, wertet der Europressedienst in seinem Veranstaltungsrückblick die Preisentwicklung. Die Marktteilnehmer, so sei in Berlin deutlich geworden, gingen für das nächste Jahr nur von verhaltenen Preissenkungen aus. Als Grund nennen Zell- und Modulproduzenten die anhaltend hohen Silizium- und Waferpreise. Innerhalb der letzten zwei Jahre schoss der Preis für den begehrten Rohstoff von 25 auf 200 Dollar pro Kilogramm. Nach Aussage von Philip Koecke, Finanzvorstand der SolarWorld AG, leiden hierunter besonders Unternehmen ohne langfristige Bezugsverträge. Uneins zeigte sich die Branche in Berlin angesichts der Frage, ob der Engpass bereits 2008 behoben werden kann. Aus Analystensicht muss die Branche bei der Preisentwicklung auf jeden Fall gegensteuern. "Soll der Markt langfristig wachsen müssen die Preise gesenkt werden", sagte Alexander Karnick von der Deutsche Bank AG. An erster Stelle, so betonte der Aktienexperte in Berlin, bräuchten die Photovoltaikunternehmen die Kontrolle über den Preis. An zweiter und dritter Stelle stünden die Produktqualität und der Zugang zum Endkunden.


Photovoltaik-Märkte in Südeuropa wachsen noch immer verhalten

Dank neuer staatlicher Förderprogramme expandieren Photovoltaikhersteller zurzeit besonders in den europäischen Mittelmeerraum. Nach Auskunft von Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW), rechnet die Branche in den kommenden Jahren weltweit mit einem dynamischen Solarstrommarkt mit jährlich zweistelligen Wachstumsraten. Der spanische Photovoltaikmarkt steht bei vielen Marktteilnehmern ganz oben auf der Liste neuer Expansionsziele, und das, obwohl das spanische Einspeisegesetz für Solarstrom zurzeit von der Regierung überarbeitet wird. Branchenexperten rechnen damit, dass im neuen Gesetz die Fördertarife gesenkt werden und das Genehmigungsverfahren für den Anlagenbau vereinfacht wird. Ende des Jahres läuft die Frist für eine Neuregelung aus. Trotzdem prognostizieren die Marktteilnehmer in Berlin, zumindest für 2006, noch ein verhältnismäßig geringes Marktwachstum. Während die "European Photovoltaic Industry Association" (EPIA) in diesem Jahr von etwa 50 Megawatt ausgeht, rechnet Heiko Piossek, Finanzvorstand der Conergy AG, mit einem gebauten Volumen zwischen 70 und 90 Megawatt. Allein Conergy werde in 2006 rund 30 Megawatt direkt absetzen.


Italien: 2006 maximal zehn Megawatt Solarstromleistung neu installiert

Ähnliches gilt für den italienischen Photovoltaikmarkt. Auch hier wird das Förderprogramm zurzeit überarbeitet. David Pérez Navarro von eclareon rechnet damit, dass 2006 maximal zehn Megawatt Solarstromleistung neu installiert werden. Und auch der griechische Markt kommt nur langsam in Gang. Seit Ende Juni ist in dem südeuropäischen Land ein neues Fördergesetz in Kraft, das den Betreibern von Solarstromanlagen eine Einspeisevergütung von bis zu 45 Cent pro kWh beschert. Seit April dieses Jahres, so Christos Protogeropoulos von CRES (Centre for Renewable Energy Sources), wurden in Griechenland 20 Projekte mit einer Kapazität von 45,2 Megawatt beantragt.


Dünnschichttechnologie mit großem Potenzial

Neue Technologien wie die Dünnschicht-Photovoltaik gewinnen für den Solarstrommarkt immer mehr an Bedeutung. Besonders bei den Systemkosten wollen die Anbieter von Dünnschichtmodulen künftig punkten. Experten erwarten langfristig einen geringeren Preis als bei Siliziummodulen. Auch Dr. Eric Rüland von der GP Solar GmbH schätzt das Potenzial dieser Technologie als hoch bis sehr hoch ein. Ein Vorteil der neuen Technologie seien beispielsweise niedrige Installationskosten. Wichtigster Anwendungsbereich für Dünnschichtmodule ist laut Lars Waldmann, Public Relations Manager von Schott Solar, die Gebäudeintegration. Die Firma baut zurzeit in Jena eine Produktionslinie für Dünnschichtmodule mit einer Kapazität von 33 Megawatt auf. Ab Frühjahr 2008 sollen die Module verkauft werden. Trotz der großen Potenziale der Dünnschichttechnologie im Bereich Großinstallationen beziehungsweise Gebäudeintegration werde ein Siliziummodul langfristig den größeren Wirkungsgrad haben, so GP Solar-Vertreter Rüland. Derzeit läge der Vorsprung bei etwa fünf Prozent. In Sachen Marktwachstum hinke die Dünnschichttechnologie gegenüber der Siliziumtechnologie um sieben Jahre hinterher.


EEG-Überprüfung kein Thema in Berlin

Die für das nächste Jahr anstehende Überprüfung des "Erneuerbare-Energien-Gesetzes" (EEG) wurde auf dem Forum Solarpraxis wenig diskutiert. Laut Michael Müller, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, will die Politik die Photovoltaik bei einer eventuellen Gesetzespassung keinesfalls aus dem Fördergesetz ausklammern. Als Ziel nannte Müller die Verankerung des Fördermodells in weiteren europäischen Ländern. Dr. Karl Kellner von der Europäischen Kommission hob in Berlin zudem die hohe Effizienz von Fördersystemen mit einer Einspeisevergütung hervor. Mit dem Quotensystem habe man bisher zu wenig Erfahrungen gesammelt.

22.11.2006   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarpraxis AG.
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BEE: Bundesregierung soll in Brüssel für neue Energiepolitik kämpfen

Verbände fordern neue Energiepolitik.
Verbände fordern neue Energiepolitik.

Anlässlich des Treffens der EU-Energieminister am 22.11.2006 fordert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) Bundeswirtschaftsminister Michael Glos auf, sich für klare Zielvorgaben zum weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien einzusetzen. Bis 2020 soll ein Viertel des europäischen Energieverbrauches aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden, fordert der BEE. Zudem seien verbindliche Einzelziele für Strom, Wärme und Kraftstoffe notwendig.  Ohne derartige Ziele würde die Abhängigkeit der EU von teuren Energieimporten von heute 50 auf über 70 Prozent steigen. Zudem sei ein konsequenter Ausbau erneuerbarer Energien erforderlich, um die Klimaschutzziele der EU zu erreichen.

"Die Bundesregierung muss die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im nächsten Jahr nutzen, um die Weichen für eine zukunftsfähige Energieversorgung in Europa zu stellen. Dafür brauchen wir verbindliche Zielvorgaben für erneuerbare Energien", sagt BEE-Präsident Johannes Lackmann. Auch müsse eine europäische "High-Level-Group" für erneuerbare Energien eingerichtet werden. Die EU dürfe nicht weiterhin auf eine kritische Abhängigkeit von russischem Gas und arabischem Öl hinsteuern. Die Nutzung heimischer und klimafreundlicher Energien sei zwingend, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Wirtschaftsraumes zu sichern.


Branche hält 25 Prozent Erneuerbare bis 2020 für realistisch

Die Branche hält - wie schon das Europaparlament - ein Ausbauziel für erneuerbare Energien von 25 Prozent am Gesamtenergieverbrauch bis 2020 für realistisch. Zusätzlich müssten spartenbezogene Ziele vereinbart werden: 35 Prozent der Elektrizität, 25 Prozent der Wärme und Kühlung sowie 20 Prozent des verbrauchten Kraftstoffs sollen laut BEE bis 2020 aus erneuerbaren Energien kommen. "Anders als alle zuvor von der EU beschlossenen Ziele müssen die neuen Vorgaben verbindlich sein, damit gegen Mitgliedsstaaten, die ihre Ziele nicht erreichen, Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet werden können", betont BEE-Präsident Lackmann.


Begriff der "kohlenstoffarmen Energieerzeugung" irreführend

Schon jetzt sollten weiter gehende Ziele für Erneuerbare Energien bis 2030 und 2050 vereinbart werden, um Investitionssicherheit für diejenigen Unternehmen zu schaffen, die in eine nachhaltige Energieversorgung investieren wollen, unterstreicht der BEE-Präsident. Dabei dürfe es keinerlei Vermischungen geben mit anderen vermeintlich sauberen Energieträgern. Der inzwischen in Papieren der Europäischen Kommission summarisch verwendete Begriff der "kohlenstoffarmen Energieerzeugung" führe in die Irre, da hiermit unzulässig versucht werde, Kohle- und Atomenergie mit Erneuerbaren Energien gleichzusetzen.

22.11.2006   Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EREC
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Paradigma verzichtet 2007 auf ISH-Teilnahme und setzt auf eigene Veranstaltungen

An Stelle einer Beteiligung an der Messe ISH 2007 will die Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG Handwerksbetriebe in ganz Deutschland über eine eigene Veranstaltungsreihe ansprechen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Pionier auf dem Gebiet ökologischer Heizsysteme plant eine Veranstaltungsreihe, die mit Stationen in ganz Deutschland im Frühjahr 2007 stattfinden soll. Für Kontakte mit dem internationalen Fachpublikum will Paradigma sich auf die Fachmesse Intersolar konzentrieren. "Zuletzt war für uns die Standposition ausschlaggebend", erläutert Matthias Reitzenstein die Entscheidung des Unternehmens.  Er ist Geschäftsführer Marketing und Vertrieb. "Als Systemanbieter auf dem Gebiet ökologische Heizsysteme und Markt- und Technologieführer in zahlreichen Segmenten ist für uns eine Beteiligung an einer klassischen SHK-Messe nur bedingt sinnvoll. Wir sind überzeugt, dass wir unsere Ziele in Deutschland mit einer eigenen Veranstaltungsreihe besser erreichen", so Reitzenstein.

Paradigma will zwischen Februar und April 2007 in fünf deutschen Städten Station machen und mit Vorträgen, Workshops und einer mobilen Ausstellung über neue Produkte und technische Innovationen informieren. Zielgruppe der Veranstaltungsreihe sind zum einen die rund 700 Systempartner, mit denen Paradigma in Deutschland zusammenarbeitet. Die Systempartner haben ihrerseits die Möglichkeit, ihre (End-)Kunden zu der Paradigma-Messe einzuladen. Zugleich will Paradigma im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe ausgewählte SHK-Betriebe ansprechen und als neue Systempartner gewinnen.


Internationale Geschäftskontakte auf der Fachmesse Intersolar

Für das internationale Geschäft setzt Paradigma voll auf die Fachmesse Intersolar, die vom 21. bis 23. Juni kommenden Jahres in Freiburg stattfindet. "Als Spezialist wollen wir mit Spezialisten sprechen", erläutert Marketingleiter Karlheinz Venter die Entscheidung. "Die Fachmesse Intersolar hat für uns einen entscheidenden Vorteil: Das Publikum ist vorqualifiziert. Das gezielte Interesse der Fachbesucher an unseren Solarwärmesystemen ist für uns wichtiger als die bloße Zahl der Besucher", fährt Venter fort. 80 % des Umsatzes im Geschäftsfeld Solarwärme macht Paradigma nach eigenen Angaben mit dem im Jahr 2004 eingeführten AquaSystem, mit dem es erstmals möglich wurde, eine Solarwärmeanlage zur Warmwasserbereitung ohne weitergehende Umbauten an eine bestehende Heizungsanlage anzuschließen. Möglich sind Kollektorfelder bis zu einer Größe von 30 Quadratmetern.


Solarenergie-Nutzung ohne Austausch der gesamten Heizungsanlage

Hauseigentümer haben mit dem AquaSystem die Möglichkeit eines stufenweisen Einstiegs in die Nutzung der Solarenergie bis hin zur Deckung eines großen Anteils des gesamten Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasserbereitung. Paradigma habe mit dem AquaSystem ein völlig neues Marktsegment geschaffen und erfolgreich besetzt, betont das Unternehmen. Das AquaSystem wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, zuletzt im März diesen Jahres durch den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie verliehenen "Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk".

Einer künftigen Beteiligung an der ISH stehe das Unternehmen dennoch offen gegenüber, betont Paradigma. Mit der Messe Frankfurt werde man frühzeitig das Gespräch suchen und über eine Platzierung auf der ISH 2009 sprechen.

22.11.2006   Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BUND zieht gemischte Bilanz der Umwelt- und Naturschutzpolitik der Bundesregierung

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat ein Jahr nach dem Amtsantritt der schwarz-roten Koalition eine "ernüchternde" Bilanz der Umwelt- und Naturschutzpolitik der Bundesregierung gezogen. Es habe gegenüber anfänglichen Befürchtungen zwar kein Rollback in diesem Bereich gegeben, sagte die Vorsitzende des Umweltverbandes, Angelika Zahrnt. Der Ausbau erneuerbarer Energien werde fortgesetzt, die wärmetechnische Gebäudesanierung verstärkt gefördert und in der internationalen Klimadiplomatie spiele Deutschland weiter eine positive Rolle. In der Verkehrs- und in der Agrarpolitik rudere die Regierungskoalition jedoch rückwärts.
 
Vorstöße der Atomlobby blieben erfolglos - abgeschaltete Atomkraftwerke als Zukunftssicherung

Keine Taten gefolgt seien auch der Ankündigung im Koalitionsvertrag, die nationale Nachhaltigkeitsstrategie von 2002 fortzuführen. Deren Ziele, bis 2020 die Energie- und Rohstoffproduktivität zu verdoppeln, den Flächenverbrauch von 100 auf täglich 30 Hektar zu senken und bis 2010 den Ökolandbau auf zwanzig Prozent auszudehnen würden so unerreichbar, kritisiert der BUND. "Im Natur- und Klimaschutz setzen CDU, CSU und SPD auf Kontinuität. Bisher blieben alle Vorstöße seitens der Atomlobby und der Gentechnikindustrie, hinter die von der Schröder-Regierung gesetzten Standards zurückzufallen, erfolglos. Wenn Atomkraftwerke abgeschaltet werden und die Lebensmittelproduktion gentechnikfrei bleibt, ist das ein Stück Zukunftssicherung für uns alle. Gerade die großen Volksparteien können im Umweltschutz beweisen, dass ihnen die Bewahrung der Lebensgrundlagen künftiger Generationen wichtig ist,“ sagte Zahrnt.

Die Regierung habe zwar theoretisch noch drei Jahre Zeit, um die Weichen für mehr Umweltschutz zu stellen, betont der BUND. Erfahrungsgemäß würden erfolgreiche Projekte jedoch in den ersten zwei Amtsjahren der Legislaturperiode auf den Weg gebracht. Die übrige Zeit diene deren Umsetzung, bevor wieder die nächste Bundestagswahl bestimmend werde. De facto seien deshalb die kommenden zwölf Monate ausschlaggebend, ob zerstörerische Kanal- und Autobahnprojekte gestoppt, Agrarsubventionen von der industriellen in die ökologische Landwirtschaft umgeschichtet und Transporte verstärkt auf die Bahn verlagert werden könnten. Gelänge dies nicht, werde die Große Koalition in der Gesamtbilanz als eine Koalition des ökologischen Stillstands in die Geschichte eingehen.

Die ausführliche BUND-Analyse "Ein-Jahres-Bilanz von Schwarz-Rot" ist veröffentlicht im Internet unter http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/gabrielbilanzkurz.pdf

21.11.2006   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BIOHAUS: Neue Leitung für Vertrieb und Produktion

Hallendach mit Großflächenmodul BIOSOL-Solarstromanlage.
Hallendach mit Großflächenmodul BIOSOL-Solarstromanlage.

Ab dem 1. Dezember 2006 übernimmt Michael Klinge die Vertriebsleitung der Paderborner BIOHAUS PV Handels GmbH. Seine Hauptaufgabe wird der Vertrieb aller Solarsysteme sein, die BIOHAUS anbietet. Dazu zählen neben den Photovoltaikmodulen namhafter Hersteller auch die Systeme der hauseigenen Marke "BIOSOL", die das Unternehmen selbst entwickelt hat und ständig erweitert. Besonders die BIOSOL-Dünnschicht-Solarstromsysteme soll Michael Klinge als Produktmanager technisch weiter entwickeln und neue Vermarktungswege erschließen.  Neben der Führung des Vertriebsteams werde Klinge auch dafür verantwortlich sein, im Rahmen der Internationalisierungsstrategie der Centrosolar-Gruppe neue Vertriebskanäle auszumachen, so BIOHAUS in einer Pressemitteilung. Der 44-Jährige Diplom-Ingenieur im Bereich Hochbau (Schwerpunkt Metallbau) war zuletzt als Vertriebsleiter und Produktmanager bei ThyssenKrupp Solartec tätig.


Andreas Golüke wird neuer Produktionsleiter im BIOHAUS

Auch in der Produktion hat es einen Führungswechsel gegeben, berichtet das Unternehmen. Andreas Golüke ist seit dem 1. November 2006 neuer Produktionsleiter im BIOHAUS. Golüke ist primär für die Herstellung der Solaranlagen der Eigenmarke BIOSOL verantwortlich, die BIOHAUS am Standort Paderborn fertigt. Das Produktionsteam umfasst derzeit neun Mitarbeiter. Seine Schwerpunkte sind die Arbeitsvorbereitung, Qualitätssicherung und Personalplanung. Die Eigenmarke BIOSOL soll 2007 weiter ausgebaut werden.

21.11.2006   Quelle: BIOHAUS PV Handels GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BIOHAUS PV Handels GmbH
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Börsengang von First Solar: Aktien kosten 20 US-Dollar

Der Solarmodul-Hersteller First Solar, Inc. (PHOENIX, Arizona; Nasdaq: FSLR) ging am 17.11.2006 an die Börse. 20 Millionen Aktien wurden angeboten zum Preis von jeweils 20 US-Dollar. Darunter befinden sich laut First Solar 6.750.000 Aktien, die von Anteilseignern der Gesellschaft verkauft werden. Das Unternehmen arbeitet mit einer Dünnschicht-Halbleitertechnik und verfügt über eine automatisierte Produktion, welche Solarmodule zu den weltweit günstigsten Kosten produziere, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.  Das Unternehmen haben den Konsortialbanken im Zuge des Börsengangs das Recht garantiert, bei besonders hoher Nachfrage ein zusätzliches Kontingent von 2.942.500 Aktien zu Originalkonditionen zu kaufen. Die First Solar-Aktien werden im Nasdaq Global Market gehandelt unter dem Kürzel "FSLR". First Solar arbeitet nach eigenen Angaben daran, Solarstrom so preisgünstig wie herkömmlich produzierte Elektrizität zu machen. Als so genannte Bookrunner agieren beim Börsengang die Credit Suisse Securities (USA) LLC und Morgan Stanley & Co. Incorporated. An der Börse in München war das Wertpapier am 21.11.2006 mit 19,50 Euro notiert.

21.11.2006   Quelle: First Solar, Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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City Solar verwirklicht Photovoltaik-Großprojekte in Deutschland und Spanien

PV-Anlage mit 2.000 City-Solar-Modulen.
PV-Anlage mit 2.000 City-Solar-Modulen.

Bad Kreuznach ist um ein Solarkraftwerk reicher. Zu den Großanlagen auf dem Dach der Unternehmen „Michelin“ (2,2 Megawatt peak / MWp) sowie auf der Freifläche auf dem Bad Kreuznacher Kuhberg (1 MWp) gesellt sich eine weitere Photovoltaik-Großanlage mit 420 Kilowatt Nennleistung. Das Solarkraftwerk auf der neuen Lagerhalle des Holzhandel-Unternehmens "Kurz KG" wurde entwickelt, gebaut und betrieben von der City Solar AG, die seit Anfang des Jahres ihren Hauptsitz in der Kurstadt hat.  City Solar ist seit drei Jahren am Markt und hat sich von Beginn an auf Großprojekte spezialisiert. Seitdem haben sich die Bad Kreuznacher nach eigenen Angaben zu einem der führenden Anbieter entwickelt. Unter anderem stehen bereits drei Solarkraftwerke mit jeweils 4 MWp in Sembach, Saarbrücken und Göttelborn auf der Referenzliste. Dort wird jeweils "sauberer" Strom für rund 2.000 Haushalte produziert. Auch die 1-MW-Anlage der Bad Kreuznacher Stadtwerke auf dem Kuhberg stammt von City Solar.


20 MWp-Solarkraftwerk wird in Spanien gebaut

Darüber hinaus errichtet das Unternehmen derzeit im spanischen Beneixama (Provinz Alicante) einen der weltgrößten zusammenhängenden Photovoltaik-Parks. Im Dezember sollen die ersten 40 Einzelanlagen á 100 KWp an das Netz gehen. Bis Spätsommer 2007 sollen insgesamt 200 Einzelanlagen mit dieser Leistung installiert sein. Das entspricht 20 MWp, die dann mehr als 25.000 spanische Haushalte mit Strom versorgen werden. "Parallel bleiben wir aber unserer Linie treu und werden auch weiterhin größere Projekte in Deutschland realisieren. Die Anlage hier bei der Firma Kurz ist ein gutes Beispiel dafür", betonte City-Solar-Vorstand Dr. Christian Merle im Rahmen der Einweihungsfeier.


Deutschland ist Nummer eins auf dem weltweiten Solarmarkt

Deutschland sei mehr denn je die Nummer eins auf dem weltweiten Solarmarkt, betont Dr. Merle. Die jüngsten Erhebungen zeigen, dass im vergangenen Jahr national 912 MWp neu installiert wurden. Das ist mehr als drei Mal so viel als im zweitgrößten Markt in Japan (290 MWp). Auf Rang drei stehen die USA mit 100 MWp. Kein Wunder also, dass sich auch immer mehr Kommunen für diese innovative Technologie "made in Germany" interessieren, betont die City Solar AG. In Bad Kreuznach seien bis dato 4.444 KWp am Netz (inklusive aller Privathaushalte) – ein Wert, der sich sehen lassen könne, auch über die Grenzen von Rheinland-Pfalz hinweg. Deshalb habe Oberbürgermeister Andreas Ludwig den City-Solar-Tipp gerne aufgenommen und die Kurstadt jetzt in der Solar-Bundesliga angemeldet. Die erste Auswertung soll in den nächsten Tagen folgen: "Da haben wir sicherlich keine schlechten Chancen", ist Ludwig überzeugt.


390.000 Kilowattstunden Solarstrom aus 2.000 Modulen

Die Anlage auf der Lagerhalle der "Kurz KG" trägt ihren Teil dazu bei. Pro Jahr erzeugt sie laut City Solar 390.000 Kilowattstunden Solarstrom und deckt damit den Verbrauch von ungefähr 130 deutschen Durchschnittshaushalten ab. Gleichzeitig spare sie im Jahr 336 Tonnen Kohlendioxid ein. Insgesamt wurde bei "Kurz" eine Dachfläche von 10.000 Quadratmetern mit knapp 2.000 City-Solar-Modulen (Typ "PQ 200") bestückt – wobei durch Begrünung und größere Dachfenster nicht die komplette Fläche ausgenutzt werden konnte. Eigens für dieses Projekt entwickelte City Solar eine neue Befestigungstechnik. Die Arbeiten dauerten knapp drei Monate. "Damit sind wir genau im Zeitplan geblieben", zogen Bauleiter und Statiker Ingo Neumann sowie der Architekt der Lagerhalle, Dieter Gerharz, ein positives Resümee.

21.11.2006   Quelle: City Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: City Solar AG
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Johanna Solar Technology: Bau der neuen Solarfabrik läuft nach Plan

Modell der Johanna-Solarfabrik.
Modell der Johanna-Solarfabrik.

Der Bau der weltweit modernsten Fabrik für Dünnschicht–Solarmodule in Brandenburg an der Havel schreitet voran, berichtet die Johanna Solar Technology GmbH in einer Pressemitteilung. Ab Januar sollen wie geplant die speziell für dieses Vorhaben angepassten Maschinen geliefert und aufgestellt werden. Der Produktionsstart ist Mitte 2007 geplant. Auch auf der Kostenseite liege der Bau im Plan, so das Unternehmen.  Investoren und Banken seien mit der bisherigen Entwicklung sehr zufrieden. "Innerhalb der letzten zwei Jahre hat die Solarindustrie in Brandenburg einen gewaltigen Sprung gemacht. Keine Branche im Land hat in so kurzer Zeit solch ein Wachstum erreicht. Die Firma Johanna Solar Technology trägt mit dazu bei, dass in Brandenburg `sonnige Zeiten`anbrechen", kommentiert Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns. Das Vorhaben des Solarunternehmens, das in Brandenburg an der Havel mit einer hochinnovativen Technologie an den Start gehen will, sei nicht nur für die Stadt, sondern auch für das Land von Struktur bildender Bedeutung. Damit könne sich die Mark Brandenburg in einem technologisch wichtigen, zukunftsorientierten Feld weiter profilieren.


Belegschaft wächst ständig

"Das ist ein ehrgeiziges Vorhaben in Brandenburg an der Havel", ergänzt Wilfried Lauterbach, der für die Photovoltaik-Branche zuständige Projektmanager der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB). "Wir haben Johanna Solar Technology von Anfang an begleitet und sind beeindruckt von dem hohen Tempo, mit dem das Unternehmen vorgeht", so Lauterbach weiter. Nicht nur der Bau, auch die Belegschaft der Johanna Solar Technology GmbH wächst nach Angaben des Unternehmens ständig. Zurzeit beschäftige die Johanna Solar Technology GmbH, an der auch die börsennotierte aleo solar AG zu 19 Prozent beteiligt ist, rund 40 Mitarbeiter. Allein in der ersten Ausbaustufe sollen in Brandenburg an der Havel rund 180 neue Arbeitsplätze entstehen.


Module aus Kupfer, Indium, Gallium, Schwefel und Selen

Johanna Solar Technology will Dünnschicht-Solarmodule auf Basis der CIGSSe-Technologie produzieren. Diese basiert auf den Rohstoffen Kupfer, Indium, Gallium, Schwefel und Selen. Diese Technologie kommt ohne das knappe und damit teure Silizium aus und gilt als eine der aussichtsreichsten Entwicklungen in der Solarindustrie. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben 72 Millionen Euro in die neue Fabrik in Brandenburg an der Havel, mit einer Kapazität von zunächst 30 MWp.

21.11.2006   Quelle: Johanna Solar Technology GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Johanna Solar Technology GmbH.
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Solarstrom: juwi-Gruppe errichtet ihre 500. PV-Anlage in Waldalgesheim

In den nächsten Wochen baut die juwi solar GmbH aus Bolanden (Rheinland-Pfalz) auf zwei Gebäuden in Waldalgesheim (Landkreis Mainz-Bingen) zwei größere Photovoltaik-Anlagen. Damit setzt das rheinland-pfälzische Unternehmen die von Dr. Gerhard Hanke (Bürgermeister Waldalgesheim) und Wolfgang Kollay (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe) vor kurzem verkündete Nachhaltigkeitsstrategie um. Eine Photovoltaik-Anlage errichtet juwi solar auf der Reithalle der Familie Kesser, die diese Anlage auch selbst betreiben wird. Die Anlage, nach Fertigstellung die größte Solaranlage im Ort, hat eine Spitzenleistung von 39 Kilowatt; sie ist gleichzeitig die 500. PV-Anlage der juwi-Gruppe. Die zweite Anlage mit einer Spitzenleistung von 29 Kilowatt kommt auf das Dach der Grundschule Waldalgesheim.   Einen entsprechenden Pachtvertrag habe juwi solar nun mit dem Eigentümer der Schule abgeschlossen, der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe.


Solarstrom spart jährlich rund 40 Tonnen Kohlendioxid ein

Beide Anlagen nutzen modernste Dünnschichttechnologie, sollen noch dieses Jahr an das Netz gehen und künftig pro Jahr zusammen rund 63.000 Kilowattstunden sauberen Strom erzeugen. Die über 1.000 Module des US-amerikanischen Dünnschicht-Spezialisten First Solar werden auf Dachflächen errichtet, die zusammen über 700 Quadratmeter groß sind. Für den in das Netz eingespeisten Strom bekommen die Betreiber rund 50 Cent pro Kilowattstunde, da die Anlagen bis Ende dieses Jahres in Betrieb genommen werden. Die beiden Solarkraftwerke werden der Umwelt laut juwi solar jährlich rund 40 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) einsparen. Die juwi solar übernimmt als Generalunternehmer die Planung und Bauleitung. "Dünnschichtmodule haben längst Großserienreife erreicht, lassen sich kostengünstiger produzieren als kristalline Module, und sie sind vor allem nicht durch Engpässe und Abhängigkeiten beim Rohmaterial betroffen", betont Lars Falck, Geschäftsführer der juwi solar GmbH. Aus diesem Grund werde auch die ebenfalls in Waldalgesheim von der juwi solar geplante, 4.500 Kilowatt große Freiflächenanlage in der Gemarkung Genheim mit Dünnschichttechnologie ausgestattet.

21.11.2006   Quelle: juwi solar GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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SolarWorld AG unterstützt solaren Motorsport

Die Zukunft auf drei Rädern: SolarWorld No.1.
Die Zukunft auf drei Rädern: SolarWorld No.1.

Die SolarWorld AG steigt als Sponsor in den solaren Spitzensport ein: Mit einem neu entwickelten solaren Rennwagen will der solare Technologiekonzern als Hauptsponsor die inoffiziellen Weltmeisterschaften "World Solar Challenge" vom 21. bis 28. Oktober 2007 in Australien gewinnen. Das Fahrzeug wird von angehenden Ingenieuren der Fachhochschule Bochum in Zusammenarbeit mit der SolarWorld AG entwickelt und gebaut. Der mit Solarenergie "betankte" Rennwagen wird den Namen "SolarWorld No.1" tragen und soll der Ambition gerecht werden, den 1. Platz zu erreichen.   "Der neue Racer wird technologisch neue Maßstäbe setzen", kündigt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck an, Vorstandssprecher der SolarWorld AG. Das gelte vor allem für die Effizienz und die Aerodynamik. Die rund 50 jungen Ingenieurinnen und Ingenieure des "SolarWorld No. 1 Team der FH Bochum" aus den Fachbereichen Mechatronik und Maschinenbau sowie Elektrotechnik und Informatik arbeiten derzeit auf Hochtouren an der Neuentwicklung. Richtungweisend dabei seien die neuen Regeln der "Challenge Class", wonach sonnengetriebene Fahrzeuge deutlich alltagstauglicher gestaltet sein müssen.


Zeichen für die Nachwuchsförderung und das "German Engineering"

Mit diesem Engagement unterstreiche der SolarWorld-Konzern die Bedeutung des wissenschaftlichen Ingenieur-Nachwuchses für die Solarstromtechnologie, betont das Unternehmen in einer Pressemitteilung. "Die Zukunft unserer Energieversorgung ist erneuerbar und wird zunehmend auf Sonnenkraft basieren. Hier müssen Anreize und Zeichen auch für den wissenschaftlichen Nachwuchs gesetzt werden", so Asbeck. "Mit unserem Sponsoring zeigen wir jungen Menschen die Bedeutung der Ingenieurswissenschaft in der wachsenden Solarbranche. Zudem stärken wir mit der Entwicklung eines deutschen Solarkraftwagens der internationalen Spitzenklasse den Entwicklungs- und Produktionsstandort Deutschland", betont der SolarWorld-Chef.


Demonstration solartechnologischer Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit

"Gleichzeitig demonstrieren wir mit unserem Engagement für den 'sauberen' Motorsport die Leistungsfähigkeit moderner Solarstromtechnologie, die Spitzensport möglich macht", erläutert Asbeck. "Mit unserem 'SolarWorld No.1' wollen wir den Sieger der letzten australischen Weltmeisterschaft 2005 "Nuon" aus den Niederlanden überflügeln. Zugleich wollen wir ein Symbol für unsere konzernweite Philosophie von steigender Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit setzen", so Asbeck weiter. Nachdem das Vorgängermodell der Bochumer Ingenieure bei den letzten Weltmeisterschaften 2005 den 8. Platz belegt hatte, schätzen die Wissenschaftler die Chancen im kommenden Jahr weitaus besser ein. "Dank des Engagements des SolarWorld-Konzerns können wir unser solares Fahrzeugkonzept technologisch entscheidend voranbringen. Auch dieses Mal wollen wir wieder beweisen, dass 'German Engineering' international konkurrenzfähig ist!“, sagt Prof. Dr. Friedbert Pautzke von der Fachhochschule Bochum.


"World Solar Challenge" 2007 in Australien

Die "World Solar Challenge" (WSC) findet vom 21. bis 28. Oktober 2007 zum insgesamt neunten Male statt und führt über eine Rennstrecke von 3.000 Kilometern quer durch die Weite des australischen Kontinents. Das international besetzte Rennen ist die inoffizielle Weltmeisterschaft für solar betriebene Rennwagen. Ohne Strategie läuft bei diesem spannenden 7-tägigen Rennen quer durchs australische "Outback" nichts: Diverse Parameter wie Höhenprofil der Strecke, Windgeschwindigkeit, Ladezustand der Batterien, Sonneneinstrahlung werden von den weltweit besetzten Teams über Begleitfahrzeuge - die in direkter Kommunikation zum Rennfahrer stehen - permanent kontrolliert, ausgewertet und koordiniert, um die energetisch optimale Geschwindigkeit zu bestimmen. Auch beim Solarrennen entscheidet ein Qualifying am Vortag über die Startaufstellung zum Rennen. Danach heißt es von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang an sieben aufeinander folgenden Tagen mit solarer Spitzentechnik, strategischem Teamgeist und sportlichem Können das Solarrennen zu gewinnen - von Darwin an der australischen Nordküste auf dem Stuart Highway vorbei an Alice Springs und Coober Pedy mit seinen Opalminen, immer weiter nach Süden bis zur Hafenstadt Adelaide.

Weitere Informationen: http://www.wsc.org.au/2007

20.11.2006   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FH Bochum

 

Erneuerbare Energien: Deutschland fördert Technologien in Entwicklungsländern mit 24 Millionen Euro

Auf Initiative von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat die Europäische Union auf der Klimakonferenz in Nairobi einen neuen Fonds zur Investitionsförderung für effiziente und erneuerbare Energietechnologien vorgestellt (GEREF: Global Efficiency and Renewable Energy Fund). Mit 80 Millionen Euro pro Jahr für den Zeitraum von zunächst vier Jahren sollen Investitionen in effiziente und erneuerbare Energien für Entwicklungsländer unterstützt werden, berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Der Fonds übernehme die Kreditrisiken bei Investitionen in solche Technologien in Entwicklungsländern und ermögliche damit ein Investitionsvolumen von bis zu einer Milliarde Euro.  Deutschland beteilige sich an diesem Fonds mit zusätzlichen 24 Millionen Euro innerhalb der kommenden vier Jahre, so das BMU. Aufgrund dieser deutschen Initiative hätten andere Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ebenfalls zugesagt, ihren Beitrag zu diesem Fonds aufzustocken. Allein durch den zusätzlichen deutschen Beitrag wächst der Fonds bereits auf mehr als 100 Millionen Euro an und hebt damit auch das erreichbare Investitionsvolumen auf rund 1,25 Milliarden Euro. Die Entwicklungsländer haben diese Initiative auf der Klimakonferenz in Nairobi besonders begrüßt.


Bundesumweltminister Gabriel: Wirtschaftliches Wachstum und Emission von Treibhausgasen entkoppeln

"Eines der zentralen Probleme der Entwicklungsländer beim Klimaschutz ist die Entkopplung von wirtschaftlichem Wachstum und der Emission von Treibhausgasen", betont Bundesumweltminister Gabriel. 1,6 Milliarden Menschen hätten weltweit keinerlei Zugang zu Energieversorgungssystemen. Die Verbesserung ihres Lebensstandards und wirtschaftliches Wachstum seien deshalb unmittelbar mit dem Zugang zu Energie und einem steigenden Energieverbrauch in Entwicklungsländern verbunden, so der Minister.


Energieversorgung ohne den teuren Aufbau großer Elektrizitätsnetze möglich

Die Industriestaaten haben in den letzten Jahren zunehmend effizientere und vor allem klimafreundliche Technologien für die Energieerzeugung entwickelt. Der Transfer dieser Technologien in die Entwicklungsländer sei deshalb die zentrale Lösung für die Entkopplung von wachsendem Energieverbrauch und der Emission von Treibhausgasen in Entwicklungsländern, betont Gabriel. Insbesondere erneuerbare Energien ermöglichen einen Energieverbrauch ohne Treibhausgase und verschaffen Zugang zur Energieversorgung ohne den teuren Aufbau von großen Elektrizitätsnetzen. "Erneuerbare Energien sind also vor allem für die ländlichen Regionen der Entwicklungsländer ein besonders wichtiges Angebot", heißt es in der BMU-Pressemitteilung.

20.11.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BUND: Nairobi-Klimagipfel endet ohne Klarheit

Zu dem am 17.11.2006 beendeten Weltklimagipfel erklärte Gerhard Timm, Geschäftsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Nairobi (Kenia): "Das Ergebnis von Nairobi ist frustrierend. Die Bedrohung durch den Klimawandel wird immer dramatischer und die Klimadiplomatie bewegt sich im Schneckentempo. In Nairobi konnte leider kein wirksamer Klimaschutz-Fahrplan vereinbart werden. Dabei braucht die Welt dringend anspruchsvolle Ziele für die Zeit nach dem Kyoto-Abkommen". Auch national müsse mehr getan werden, sagte Timm. Es gelte, die Energieeffizienz zu steigern und aus der Kohleverstromung auszusteigen.  "2007 muss das Jahr des europäischen Klimaschutzes werden. Wer hier zu spät kommt, den bestrafen nicht nur Überschwemmungen, Dürren und Wirtschaftskrisen, der verspielt auch Arbeitsplätze und Exportchancen", warnt der BUND-Geschäftsführer.


"Irrweg der Kohleförderung schnellstens beenden"

Der BUND begrüßte die Ankündigung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, den Kohlendioxidausstoß in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. Unvereinbar damit seien allerdings die von Gabriel geplanten Vergünstigungen beim Emissionshandel für gut ein Dutzend neuer Kohlekraftwerke. "Gabriel muss den Irrweg der Kohleförderung schnellstens beenden, sonst wird er vom Klimaschutzminister zum Kohleminister," sagte Timm. Gefordert sei auch Bundeswirtschaftsminister Michael Glos. Um einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, müsse er eine halbe Milliarde Euro in einen Energiesparfonds stecken. Bei einer von der EU erlaubten 10-prozentigen Versteigerung der Emissionszertifikate für Treibhausgase sei die Hälfte der Erlöse für einen solchen Fonds ausreichend, so der BUND.


"Janusköpfige EU verhindert Spritverbrauchslimits für Pkw"

Millionen veraltete Kühlgeräte in deutschen Haushalten verbrauchen laut BUND mehr als doppelt so viel Strom wie nötig. Prämien für deren Ersatz könnten die Haushalte zum Austausch motivieren und Arbeitsplätze in der Elektrogeräteindustrie sichern. Janusköpfigkeit in Sachen Klimapolitik warf der BUND der EU vor. Timm: "Ausgerechnet in der Woche nach Nairobi verabschieden die EU-Energieminister einen Energiesparplan, in dem voraussichtlich die deutschen Autohersteller Spritverbrauchslimits für Pkw verhinderten. Und die Bundesregierung hat nichts dagegen unternommen. Das ist die Crux von Nairobi: International sitzen tausende Klimadiplomaten zusammen, national setzen sich einige wenige Klimazerstörer durch."

20.11.2006   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BP Solar will seine Photovoltaikproduktion in den USA fast verdoppeln

BP Solar baut Photovoltaik-Produktion in den USA aus.
BP Solar baut Photovoltaik-Produktion in den USA aus.

BP Solar hat am 16.11.2006 bekannt gegeben, das Unternehmen werde sein nordamerikanisches Hauptquartier in Frederick (Maryland) für 70 Millionen US-Dollar ausbauen. Mit der Erweiterung der Produktion soll die Kapazität auf rund 150 Megawatt steigen, 70 neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Machbarkeitsstudien für das Vorhaben sind laut BP Solar bereits abgeschlossen und sollen nun in die Praxis umgesetzt werden. Nach dem Ausbau werde in Frederick die größte voll integrierte Photovoltaik-Produktion in Nordamerika sein, so das Unternehmen.   "Das ist eine beträchtliche Investition in ein etabliertes Geschäftsfeld von Weltrang", sagte Bob Malone, Vorsitzender und Präsident der BP America. Damit bleibe BP Solar führend in der wachsenden Photovoltaikindustrie, könne die künftige Nachfrage decken und innovative Produkte anbieten, ergänzte Malone.

Die Ausbaupläne sehen neue Gebäude mit einer Fläche von rund 13.000 Quadratmetern vor, welche dem Unternehmen erlaube seine PV-Kapazität nahezu zu verdoppeln. Auch der Vertrieb soll in Frederick gebündelt werden. Mit dem Bau will BP Solar in der ersten Hälfte des Jahres 2007 beginnen, die Fertigstellung ist Ende 2008 geplant.

BP Solar ist ein Schwerpunkt innerhalb des Geschäftsfeldes BP Alternative Energy und ein weltweites Photovoltaik-Unternehmen mit über 2.200 Mitarbeitern. Die PV-Aktivität von BP Solar umfasst die Entwicklung, Fertigung und Vermarktung von Solarstromanlagen für den privaten und kommerziellen Einsatz. Mit über 30 Jahren Erfahrung und in mehr als 160 Ländern installierten PV-Anlagen ist BP Solar nach eigenen Angaben eines der weltgrößten Solarunternehmen mit Produktionsstätten in den USA, in Spanien, Indien und Australien.


Neues Verfahren soll Wirkungsgrad von Solarzellen deutlich steigern

Im August 2006 hatte BP Solar ein neues Verfahren zur Kristallisation von Silizium vorgestellt, das den Wirkungsgrad von Solarzellen und –modulen im Vergleich zu Zellen aus multikristallinem Silizium deutlich steigern soll. Das "Mono2" genannte Verfahren soll die Kompetenz von BP Solar zur Siliziumverarbeitung und Solarwafer-Herstellung erweitern, den Schlüsseltechnologien der Zukunft. Solarzellen aus nach dem Mono2-Verfahren gefertigten Wafern könnten in Kombination mit weiteren Vorzügen der BP Solar-Fertigungstechnologie fünf bis acht Prozent mehr leisten als herkömmlich produzierte Solarzellen, kündigte das Unternehmen an. BP Solar plant, die Mono2-Technologie in seiner Fabrik in Frederick im US-Bundesstaat Maryland einzusetzen und langfristig im industriellen Maßstab zu produzieren. Laut Eric Daniels, Technologie-Vizepräsident von BP Solar, wird die neue Technologie die Qualität der Solarwafer deutlich verbessern.

20.11.2006   Quelle: BP Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BP Solar.

 

Fachverband: Biogas-Boom hält an

Biogasanlage der SunTechnics GmbH.
Biogasanlage der SunTechnics GmbH.

Die rege Beteiligung an der Messe EUROTIER 2006 in Hannover und der erstmalige Messeschwerpunkt "BioEnergy Europe" zeigen, dass der Biogas Boom weiter ungebrochen ist, berichtet der Fachverband Biogas in einer Pressemitteilung. Mit über 110 Unternehmen stellen Mitgliedsunternehmen des Fachverbandes Biogas den Großteil der BioEnergy Europe-Aussteller in Halle 27. Hier ist auch der traditionelle Gemeinschaftsstand des Fachverbandes Biogas zu finden - dieses Mal in Rekordgröße mit 25 Firmen auf fast 600 Quadratmetern (Halle 27 Stand F 29). Die EUROTIER findet noch statt bis Freitag, den 17.11.   Die Entwicklung der Investitionen in Biogasanlagen - erstmals über eine Milliarde Euro - untermauert laut Fachverband die herausragende Stellung, welche die Biogas-Technologie innerhalb der Landwirtschaft und innerhalb der Erneuerbaren Energien einnimmt. Kaum eine Branche könne vergleichbare Wachstumsraten vorweisen.


Stromproduktion aus Biogas soll bis 2020 auf 76 Milliarden kWh steigen

Nach Angaben des Verbandes sind 2006 in Deutschland insgesamt 3.500 Biogasanlagen mit einer Leistung von 1.100 Megawatt (MW) installiert. Bis 2020 sollen es 9.500 MW sein. Der gegenwärtige Anteil der Biogasanlagen an der deutschen Stromproduktion (5 Milliarden Kilowattstunden) beträgt bereits über ein Prozent, laut Prognose des Fachverbandes könnten er im Jahr 2020 rund 17 % betragen (76 Milliarden Kilowattstunden).


Produktion gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt

Ingesamt finden nach Zahlen des Verbandes etwa 10.000 Menschen Arbeit in Planung, Bau, Betreuung und Betrieb von Biogasanlagen. "Die Branche erwartet für 2006 das erfolgreichste Jahr ihrer Geschichte", sagte Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbandes. Zum Ende des Jahres würden etwa 3.500 Anlagen errichtet und größtenteils auch in Betrieb gegangen sein. Der Fachverband Biogas rechnet entsprechend für 2006 mit einer Stromproduktion aus Biogas von über fünf Milliarden Kilowattstunden. Damit würde sich die Stromproduktion aus Biogas gegenüber dem Vorjahr fast verdoppeln und damit deutlich über ein Prozent der Gesamtstromproduktion ausmachen.


Stabilität der Rahmenbedingungen als Grundlage des Erfolgs

"Maßgeblich für diese enorme Aufbauarbeit der Unternehmen ist die Stabilität der seit 2004 geltenden Rahmenbedingungen. In den Jahren davor wurden diese immer wieder unvorhergesehen verändert, was ein strategisches Wirtschaften unmöglich machte", kritisiert Markus Ott, stellvertretender Geschäftsführer und zuständig für die Interessen der Firmenmitglieder im Verband. Bei künftigen politischen Justierungen, zum Beispiel der anstehenden Prüfung des EEG, seien deshalb Augenmaß und enge Kommunikation mit der Branchenorganisation bei den politischen Entscheidungsträgern gefragt. Im Wandel befindet sich die Branche ohnehin und unabhängig von den Rahmenbedingungen: Neu seien vor allem das Auftreten neuer Akteure wie die klassischen Energieversorgungsunternehmen oder Stadtwerke sowie die Umsetzung der ersten Projekte zur Einspeisung der Biogases in das Erdgasnetz.


16. Jahrestagung "Biogas im Wandel" 31. Jan. – 02. Feb. 2007 in Leipzig

Die neuen Entwicklungen und die Zukunftsperspektiven der anhaltend boomenden Branche werden auch auf der weltweit größten Biogastagung Ende Januar 2007 in Leipzig diskutiert. Der Fachverband Biogas erwartet über 1.500 Besucher. Die Veranstaltung bietet traditionell einen mehrtägigen Konferenzteil, verschiedene Workshops zu Schwerpunktthemen, die große Biogas-Firmenausstellung und eine Lehrfahrt zu beispielhaften Biogasanlagen.

Weitere Informationen zur EUROTIER und zur Tagung unter www.biogas.org.

20.11.2006   Quelle: Fachverband Biogas   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics GmbH

 

Solarenergie-Nutzung auf betrieblichen Dächern wächst weiter

Solarstromanlage auf dem Dach eines Logistikunternehmens.
Solarstromanlage auf dem Dach eines Logistikunternehmens.

Bereits rund ein Zehntel des in Deutschland erzeugten Solarstroms wird auf gewerblich beziehungsweise industriell genutzten Flächen produziert, berichtet der Europressedienst Bonn. Bei einem Marktvolumen von 620 Megawatt (MW) im Jahr 2006 entspreche das rund 70 MW Solarstromleistung, Tendenz steigend. Insgesamt stehe in Deutschland laut einer Studie des Bundesumweltministeriums (BMU) für Dachanlagen eine Fläche von etwa 200 Millionen Quadratmetern zur Verfügung. Handwerksbetriebe, die Solarstromanlagen installieren, bescheinigten diesem Sektor großes Wachstumspotenzial. Besonders im gewerblichen Bereich sei die Zahl bislang ungenutzter Dachflächen groß und Photovoltaikanlagen mit einer Leistung zwischen zehn und 1.000 Kilowatt peak (kWp) entpuppten sich als begehrtes Renditeobjekt, denn gleichzeitig mit der sinkenden Förderung im Rahmen des "Erneuerbare-Energien-Gesetz" (EEG) ab 2007, würden auch die Anlagenpreise fallen.
 
38 bis 54 Cent pro Kilowattstunde Solarstrom

Wer sich für eine Solarstromanlage entscheidet, profitiert vom EEG. Das Gesetz garantiert den Betreibern eine langfristige Vergütung für den hausgemachten Sonnenstrom. Der Ökostrom wird in das örtliche Stromnetz eingespeist und vom Energieversorger bezahlt. 2007 sinken die Fördersätze planmäßig um fünf Prozent. Je nach Anlagengröße erhält der Betreiber ab 2007 über einen Zeitraum von 20 Jahren zwischen 46 und rund 54 Cent pro Kilowattstunde (und etwa 38 Cent pro kWh für Freiflächenanlagen).


Photovoltaik-Hersteller kündigen Preissenkungen an

Bedingt durch die große Nachfrage nach Solarstromanlagen haben sich die Preise des zur Herstellung der Solarzellen benötigten Siliziums innerhalb von zwei Jahren teilweise mehr als vervierfacht. Dementsprechend seien auch die Anlagenpreise in die Höhe geschossen so der Europressedienst. Die Siliziumhersteller bauen zurzeit ihre Produktionskapazitäten aus, der Engpass soll 2008 behoben sein. Die Solarstrombranche steuere allerdings schon jetzt gegen und kündige Preissenkungen an. "Wir bieten ab 1. Januar 2007 eine Komplettanlage für 4.600 Euro pro kWp zzgl. Mehrwertsteuer und Installationskosten. Das entspricht einer Preissenkung von rund zehn Prozent", sagt Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der Bonner SolarWorld AG.


Größtes Potenzial für Solarstromanlagen mit einer Leistung von bis zu einem Megawatt

Neben Privatkunden können besonders gewerbliche Investoren von den Preissenkungen profitieren, betont der Europressedienst. Bisher hätten überwiegend Landwirte mit Solarmodulen hohe Renditen erzielt. Rund 40 Prozent der Handwerksbetriebe liefern Photovoltaikprodukte an diesen Kundenkreis, so das Ergebnis der aktuellen Studie "Der deutsche Photovoltaikmarkt 2006/07 - Vom Nachfrageüberhang zum Wettbewerb" des Bonner Marktforschungsinstituts EuPD Research. Andere Unternehmen aus Industrie und Gewerbe zögen nach: Elf Prozent des Solarstroms werden bereits von Gewerbe und Industrie produziert, so die Studie. Rund 30 Prozent der Handwerksbetriebe sehen in Solarstromanlagen mit einer Leistung von bis zu einem Megawatt das größte Wachstumspotenzial.


Qualität steht im Vordergrund

Egal ob es sich um eine Kleinanlage auf dem Einfamilienhaus oder eine mittelgroße Anlage auf dem Supermarkt handelt: Die Bauherren legen laut EuPD Research besonderen Wert auf die Qualität ihrer Solarstromanlage. Die Solarbranche habe auf diese Entwicklung reagiert. Handwerksbetriebe achteten beim Wareneinkauf an erster Stelle auf die Qualität und bieten, teilweise in Kooperation mit Herstellern, regelmäßige Wartungen an. Laut Peter Thiele, General Manager des Weltmarktführers Sharp Solar Business Group Germany/Austria, wird dieser Trend sogar noch zunehmen: "Nur wer gute Qualität zu vernünftigen Preisen anbietet hat im zunehmenden Wettbewerb eine Chance", betont Thiele. Gegen Ausfallrisiken kann sich der Kunde außerdem durch den Abschluss einer speziellen Versicherung schützen.


Günstige Kredite für Unternehmen

Neben sinkenden Preisen und steigender Qualität können Käufer außerdem von attraktiven Angeboten zur Anlagenfinanzierung profitieren. Im Rahmen ihres Programms "Solarstrom Erzeugen" bietet die KfW-Förderbank beispielsweise zinsgünstige Kredite bis zu einer Höhe von 50.000 Euro für Privatpersonen oder Unternehmen. Im „ERP- Umwelt- und Energiesparprogramm“ finanziert die Bank bis zu 75 Prozent der Investitionskosten von Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe, dem Handwerk, dem Handel und sonstigem Dienstleistungsgewerbe. Auch beim EEG können Solarstrom-Produzenten aus dem gewerblichen Bereich von zusätzlichen Zahlungen profitieren. Wird die Anlage in eine Fassade integriert, gibt es zur regulären Einspeisevergütung einen zusätzlichen finanziellen Bonus.

20.11.2006   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Tauber Solar
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Deutscher Solarpreis für das Handbuch "Auf dem Weg zur 100%-Region"

Preisgekröntes Autorenteam von B.A.U.M. Consult.
Preisgekröntes Autorenteam von B.A.U.M. Consult.

Ein Autorenteam der B.A.U.M. Consult GmbH in München wurde mit dem Deutschen Solarpreis 2006 in der Kategorie Medien ausgezeichnet für das Handbuch für eine nachhaltige Energieversorgung von Regionen mit dem Titel "Auf dem Weg zur 100%-Region". Michael Stöhr, Ludwig Karg, Markus Lurz und Martin Tischer haben sich zusammengetan, um im Rahmen eines EU-Forschungsprojektes einen praxisnahen Leitfaden für die komplette regionale Umstellung auf erneuerbare Energien zu verfassen. "Durch das Teamwork der Autoren entstand ein flüssig geschriebenes und stilistisch homogenes Werk, das eine Vielfalt unterschiedlichster Erfahrungen systematisiert, zusammenfasst und Querverbindungen herstellt.   Für den praktischen Nutzen sind gerade die Konkretisierungen von hohem Wert, was wann wo von wem und wie zu tun ist. Es enthält unmittelbar verwendbare Tipps und verweist auf einen gut gepflegten Pool von Hilfsmitteln auf einer speziell dafür betriebenen Internetplattform", lobt die EUROSOLAR-Jury.


Unverzichtbares Nachschlagewerk für die lokale und regionale Energiewende

Zur Veranschaulichung beschreibt das Handbuch die besten Beispiele in Deutschland, Österreich und anderen EU-Ländern. Das Buch sei somit von großem Wert für Personen und Initiativen, die konkret in Regionen die Nutzung erneuerbarer Energien steigern wollen, aber auch für alle, die sich für das Thema allgemein interessieren, heißt es in der Würdigung der Preisträger. Das unverzichtbare Nachschlagewerk für die lokale und regionale Energiewende präsentierte der Solarserver im Juni 2006 als " Pflichtlektüre für Engagierte". Eine Rezension findet sich unter http://www.solarserver.de/buecher/buchtipp_juni2006.html.

19.11.2006   Quelle: EUROSOLAR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EUROSOLAR.
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Schweiz: ADEV Solarstrom AG startet weitere Kapitalerhöhung

Die ADEV Solarstrom AG (Liestal) startete am 15.11.2006 eine öffentliche Platzierung von 6386 Namenaktien mit einem Nennwert von 500 Franken. Das Unternehmen will damit das Aktienkapital von bisher 6,7 Millionen Franken auf rund 10 Millionen Franken erhöhen. Die ADEV Solarstrom AG habe in diesem Jahr einen weiteren Wachstumsschritt vollbracht, indem sie über ein halbes Megawatt Solarmodule in neuen Solarkraftwerken in Betrieb nahm, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Zu den großen Investitionen der letzten zwölf Monate zähle eine Photovoltaikanlage mit 270 Kilowatt (kW) in Carouge bei Genf, die Wiedermontage der auf 200 kW vergrößerten Solarstromanlage auf dem Fußballstadion St. Jakob Park in Basel und der Bau einer 218 kW-Anlage im deutschen Ostfildern, nahe Stuttgart.  Insgesamt seien in diesem Jahr 5.500 Quadratmeter Module auf Dächern platziert und über 5 Millionen Franken investiert worden.


Solarstrom-Großprojekte in Deutschland und der Schweiz

Mit dem neu zur Zeichnung frei gegebenen Kapital sollen im nächsten Jahr neue Groß-Solarkraftwerke in Zürich, in Basel und in Süddeutschland realisiert werden. "Mit gesicherten Einspeisetarifen sind Investitionen in die Solarstromproduktion zukunftsfähige Investments und haben eine langfristige Perspektive", meint Eric Nussbaumer, Geschäftsführer der ADEV-Gruppe. Die Aktien werden zu einem Ausgabepreis von 580 Franken an bisherige Aktionäre ausgegeben. Für neue Aktionäre beträgt der Ausgabepreis 630 Franken. Die Zeichnungsfrist für die neuen Aktien dauert bis 15. Januar 2007. Die Aktie ist nicht an der Börse notiert. Sie wird als Nebenwert gehandelt. Die ADEV Solarstrom AG verfolgt nach eigenen Angaben seit Ihrer Gründung im Jahre 1999 einen konstanten Wachstumskurs. In den letzten drei Jahren sei in der ADEV Solarstrom AG eine Dividendenausschüttung vorgenommen worden. An dieser kontinuierlichen Geschäftsentwicklung soll festgehalten werden. Eric Nussbaumer: "Die ADEV Solarstrom AG gehört zur Spitzengruppe der Solarkraftwerkbetreiber in der Schweiz und verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit den Zielen der ökologischen Nachhaltigkeit." Der Emissionsprospekt mit Zeichnungsschein für die neuen Aktien kann direkt bei der ADEV Solarstrom AG bezogen werden.

19.11.2006   Quelle: ADEV Solarstrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Umfrage: Große Mehrheit für mehr Wettbewerb bei Strom, Gas und Bahn

Die meisten Bundesbürger wollen eine schärfere Konkurrenz auf den Märkten für Strom und Gas. 82 Prozent sind nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid für die Zeitschrift 2manager magazin2 dafür, die großen Netzbetreiber schärferem Wettbewerb auszusetzen. Auch das Netz der Bahn soll nach dem Willen einer breiten Mehrheit von 63 Prozent "uneingeschränkt für Wettbewerber geöffnet werden", so der Spiegel-Verlag in einer Pressemitteilung. In anderen Bereichen beurteilen die Bürger die Segnungen offener Märkte jedoch deutlich skeptischer.  So sind 73 Prozent dafür, Handwerksunternehmen weiterhin dadurch vor Wettbewerb zu schützen, dass nur Meister und erfahrene Gesellen Firmen gründen dürfen. Lediglich 23 Prozent sind für eine Aufhebung dieser Beschränkungen, die viele Experten für eines der größten Hindernisse bei der Schaffung neuer Jobs ansehen.


Mehr Schutz vor ausländischen Wettbewerbern gefordert

Auch die öffentlich-rechtlichen Sparkassen sollen nach dem Willen einer Mehrheit weiterhin vor privater Konkurrenz geschützt werden: Zwei Drittel (67 Prozent) der Deutschen meinen, Sparkassen sollten auch in Zukunft nicht von Banken übernommen werden können. Die Märkten gegenüber skeptische Haltung kommt auch in der Einstellung zur Globalisierung zum Ausdruck. 58 Prozent der Bundesbürger wollen Beschränkungen des freien Austauschs von Waren und Kapital und fordern "verstärkte Schutzmaßnahmen gegen ausländische Wettbewerber". Nur 36 Prozent sind der Meinung, es seien "keine weiteren Schutzmaßnahmen nötig". Für die repräsentative Umfrage befragte das Bielefelder Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid Mitte Oktober 1002 Bundesbürger ab 14 Jahren.

19.11.2006   Quelle: manager magazin   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Bundesumweltministerium fördert Projekt zur Energiegewinnung aus Wasserkraft

Für ein Wasserkraftprojekt stellt Bundesumweltminister Gabriel 570.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm zur Verfügung, berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Mit dem Vorhaben der Hydro-Energie Projekt Faurndau GmbH & Co. KG in der Nähe von Göppingen soll die Vereinbarkeit von Wasserkraftanlagen mit der Gewässerökologie demonstriert werden. "Der Bau und die Betriebsweise von Wasserkraftanlagen sollen verbessert werden, um die Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie zu gewährleisten. Wir haben mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz dafür gesorgt, dass die Einspeisevergütung von einer Verbesserung des ökologischen Zustands abhängig gemacht wird. Die geplante Anlage erfüllt diesen Anspruch beispielhaft", so Gabriel. Geplant ist eine so genannte Laufwasserkraftanlage: diese Anlage nutzt das strömende Wasser eines Flusses um Energie zu gewinnen.   Generator und Turbine werden in einem wasserumströmten Gehäuse an einer bereits bestehenden Stauhaltung untergebracht.


Strom für 275 Haushalte, rund 1.000 Tonnen weniger Kohlendioxid

An Land befindet sich nur ein kleines Gebäude zur Unterbringung der Trafostation und der Steuerungselektronik. Turbine und Generator werden direkt und ohne Getriebe gekoppelt. Dadurch sei eine kompakte Bauweise möglich, die das Gewässer deutlich weniger beeinträchtigt, betont das BMUU. Durch einen Fischauf- und Fischabstieg soll das Gewässer durchgängiger gemacht werden. Darüber hinaus wird ein kleines Seitengewässer mit dem Hauptgewässer verbunden und den Fischen als Laichplätze wieder zugänglich gemacht. Die gewonnene Energie kann den Stromverbrauch von 275 Haushalten decken. Gegenüber einer konventionellen Energiegewinnung werden pro Jahr 1.037 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und zum Vorhaben unter: http://www.bmu.de/foerderprogramme/pilotprojekte_inland/doc/text/37924.php

18.11.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Private Haushalte verbrauchen trotz Effizienzverbesserungen mehr Energie

Der Energieverbrauch der privaten Haushalte für Wohnen ist im Zeitraum 1995 bis 2005 - bereinigt um die jährlichen Temperaturschwankungen - um 3,5% gestiegen, berichtet das Statistische Bundesamt. "Die erheblichen Verbesserungen bei Wärmedämmung, Heizungstechnik und Haushaltsgeräten reichten nicht aus, um den gestiegenen Energieverbrauch der Haushalte auszugleichen, der unter anderem durch eine wachsende Ausstattung mit Elektrogeräten und die zunehmende Wohnfläche verursacht wird", so der Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes, Walter Radermacher, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Umweltbundesamt in Berlin.   Nach neuen Ergebnissen der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen (UGR) basiert dieses Plus von insgesamt 3,5 % auf einer zweigeteilten Entwicklung: Bis zum Jahr 2000 war der Energieverbrauch zunächst um rund 11 % gestiegen, um dann - sicher auch beeinflusst von den Energiepreiserhöhungen (+ 42% von 1999 bis 2005) - um rund 7% zu sinken.


Großteil der Energie im Haushalt für Raumwärme und Warmwasser

Auf das Konto des Wohnens gehen rund 20 % des gesamten deutschen Energieverbrauchs. Von diesem Energieverbrauch werden 76 % für Raumwärme verwendet, weitere 11 % für die Bereitung von Warmwasser, die restlichen 13 % entfallen auf die übrigen Anwendungen, wie Kochen, Elektrogeräte und Beleuchtung. Deren Energieverbrauch stieg zwischen 1995 und 2004 um 17,3 %, während sich der Energieverbrauch für das Heizen um 2,8 % erhöhte und der Energiebedarf für Warmwasser um 1,4 % zurückging.


Computer, Wäschetrockner und Geschirrspülmaschinen treiben Stromverbrauch nach oben

Der deutliche Anstieg der Energienachfrage für den Anwendungsbereich "Kochen, Elektrogeräte, Beleuchtung" erklärt sich aus dem hohen Zuwachs der Zahl der Elektrogeräte in den Haushalten, der offenbar die erheblichen Einspareffekte, die durch technische Verbesserungen der Geräte in den vergangenen Jahren erreicht wurden, mehr als aufgezehrt hat. Insbesondere hat sich die Ausstattung der privaten Haushalte mit Personalcomputern (+ 213 % von 1993 bis 2003), Wäschetrocknern (+ 106 %), Geschirrspülmaschinen (+ 103 %), Mikrowellengeräten (+ 93 %) und Videorecordern (+ 61 %) kräftig erhöht.


Einsparerfolge beim Heizen durch größere Wohnflächen übertroffen

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Raumwärme, für welche die Haushalte im Jahr 2004 2,8 % mehr Energie einsetzten als 1995. Der Verbrauch von Heizenergie je Quadratmeter Wohnfläche konnte aufgrund verbesserter Wärmedämmung und Heizungstechnik sowie veränderten Heizverhaltens der Haushalte um rund 9 % reduziert werden. Diese Einsparerfolge wurden aber durch den Effekt einer Erhöhung der genutzten Wohnfläche übertroffen, die um 13 % stieg. Allerdings haben die Preissteigerungen bei der Heizenergie, die ab 2004 und verstärkt ab 2005 zu beobachten sind, die Energienachfrage gedämpft und ab 2004 zu deutlichen Verbrauchsrückgängen geführt.

Neben dem direkten Energiebedarf verbrauchen die Haushalte auch indirekt Energie. Das ist die Menge, die bei der Herstellung der von den Haushalten konsumierten Güter eingesetzt wird, einschließlich der importierten Güter. Dieser so genannte indirekte Energieverbrauch war im Jahr 2003 rund 1,5-mal größer als der direkte. Zwischen den Jahren 1995 und 2003 erhöhte sich der indirekte Verbrauch um 2,4 %.

Der Anstieg ist laut Statistischem Bundesamt das Ergebnis von belastenden und entlastenden Einflüssen, für die jeweils eigenständige Veränderungsraten ermittelt wurden. Ein deutlicher Entlastungseffekt von 5,3 Prozentpunkten für den indirekten Energieverbrauch ging von einem höheren Anteil solcher Güter am Konsum der privaten Haushalte aus, die weniger energieintensiv sind (zum Beispiel Dienstleistungen). Ebenfalls entlastend mit einem Effekt von 2,5 Prozentpunkten schlug sich der sparsamere Energieeinsatz bei der Herstellung der Güter nieder. Diese Einflüsse reichten aber nicht aus, um den Anstieg des Niveaus der Konsumausgaben, der zu einem belastenden Effekt von 10,2 Prozentpunkten führte, auszugleichen.

Detaillierte Ergebnisse enthält der Bericht "Die Nutzung von Umweltressourcen durch die Konsumaktivitäten der privaten Haushalte", der kostenlos im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes abrufbar ist unter http://www.destatis.de/presse/deutsch/pk/2006/ugr_privathaushalte_und_umwelt_neu.pdf

18.11.2006   Quelle: Statistisches Bundesamt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Schriftstellerin Margaret Atwood: Klimaänderungen schlimmer als Krieg

Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood hält den Klimawandel für bedrohlicher als Kriege: "Diese begrenzten Kriege, die wir momentan noch haben, sind nicht das große Thema. Das große Thema ist die Klimaveränderung. Wenn die nicht gestoppt wird, geht es irgendwann nirgends mehr hin mit uns. In Kriegen gibt es Waffenstillstände", sagt sie der Wochenzeitung DIE ZEIT.   Für Atwood kommt die Entwicklung nicht überraschend: "Oft bin ich erstaunt darüber, wie überrascht die Leute von neuen Katastrophenmeldungen sind. Vielleicht liegt es daran, dass ich so viel historisches Material lese. Was uns heute passiert, ist hoch alarmierend - aber neu kann ich es nicht finden. Menschen werden immer bis zur Grenze ihrer Möglichkeiten gehen", so die Autorin.

Die 66 Jahre alte Atwood ist die Tochter eines Insektenforschers und war bis zum neunten Lebensjahr die Hälfte des Jahres als Nomadin unterwegs. Erst mit zwölf kam sie fest in die Schule. Sie wuchs in den Wäldern jedoch als Büchermensch heran, "das Einzige, was wir immer hatten, waren Bücher, Stifte und Papier. Ich bin bis heute jemand zwischen Wildnis und Stadtleben geblieben". Das neue Buch "Das Zelt" von Margaret Atwood erscheint im Berlin Verlag. Der komplette Artikel ist veröffentlicht in der ZEIT Nr. 47 vom 16. November 2006.

18.11.2006   Quelle: DIE ZEIT   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Phönix SonnenStrom AG: Wachstum bei Solar-Kraftwerken, Rückgang bei Komponenten und Systemen

Der Photovoltaik-Systemintegrator Phönix SonnenStrom AG (Sulzemoos / ISIN DE000A0BVU93) hat mit einem guten dritten Quartal das schwache erste Halbjahr weitgehend wettmachen können, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Die Gesamtumsatzerlöse des Konzerns vom 1. Juli bis 30. September 2006 lagen nach Angaben des Unternehmens mit 28,6 Millionen Euro um mehr als 30 Prozent über denen im Vergleichszeitraum des Vorjahres (21,9 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte im dritten Quartal   1,49 Millionen Euro und übertraf den Vorjahreswert (1,20 Millionen Euro) damit um fast 25 Prozent. Die EBIT-Marge im dritten Quartal lag mit 5,2 Prozent deutlich über dem Wert des zweiten Quartals von 0,7 Prozent und damit nahezu auf Vorjahresniveau (5,4 Prozent).


Gesamtumsatzerlöse nahezu auf Vorjahresniveau

Im Segment Kraftwerke belief sich die Umsatzsteigerung im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 360 Prozent, berichtet das Unternehmen. Nachdem mehrere Großprojekte fertig gestellt und abgerechnet worden seien, betrügen die Umsatzerlöse 14,2 Millionen Euro gegenüber 3,1 Millionen Euro im dritten Quartal 2005. Das Segment "Komponenten & Systeme" verzeichnete laut Phönix SonnenStrom AG einen Umsatzrückgang um 16 Prozent von 18,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 14,4 Millionen Euro. Für den Zeitraum von Januar bis September 2006 summierten sich die Gesamtumsatzerlöse nach Konzernangaben auf 65,3 Millionen Euro und lagen nahezu auf Vorjahresniveau (65,8 Millionen Euro). Das EBIT erreichte in diesem Zeitraum 1,77 Millionen Euro gegenüber 4,0 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis nach Steuern belief sich auf 1,17 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 2,61 Millionen Euro).

Der Auftragsbestand des Phönix SonnenStrom Konzerns am 30. September sei mit 36,5 Millionen Euro weiterhin auf sehr hohem Niveau. Er resultiere zum überwiegenden Teil aus mehreren Großaufträgen des Segments Kraftwerksbau, die bis zum Ende des Jahres fertig gestellt und in Betrieb genommen werden sollen. Zudem umfasse der Bestand bereits Aufträge, die bis zum Ende des ersten Quartals 2007 reichen.


Vorstand passt Umsatz- und Ertragsprognose für das 2006 an

Der Vorstand passte am 15.11.2006 seine Umsatz- und Ertragsprognose für das Gesamtjahr 2006 an und trage damit sowohl Einzeleffekten als auch der gegenwärtigen Marktsituation Rechnung. Nachdem ein vertraglich vereinbartes Projekt des Kraftwerksbaus über 12,5 Millionen Euro infolge des Ausfalls eines Eigenkapitalgebers des Kunden nicht realisiert werden konnte und aufgrund der noch unterhalb der Erwartungen liegenden Nachfrage auf dem deutschen Markt, werden nunmehr Gesamtumsatzerlöse zwischen 115 und 130 Millionen Euro sowie ein EBIT zwischen 4,0 und 5,5 Millionen Euro nach Sondereffekten erwartet. Letztere resultieren aus dem Wechsel in den Amtlichen Markt (Prime Standard) und der Änderung der Berichterstattung von HGB auf IFRS.

Der Bericht zum 30. September 2006 erscheint am 23. November und kann auf der Internetseite der Phönix SonnenStrom AG unter der Rubrik Investor Relations herunter geladen werden.

17.11.2006   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Wirtschaftsminister weiht WPD-Windpark in Kroatien ein

Der kroatische Wirtschaftsminister Branko Vukelic hat am 14.11.2006 den WPD-Windpark "Trtar-Krtolin" nahe der Hafenstadt Sibenik feierlich eingeweiht. Der Windpark mit 14 Anlagen vom Typ "Enercon E-48" habe im Juli dieses Jahres die Produktion aufgenommen und könne wie erwartet hervorragende Erträge vorweisen, berichtet die WPD AG in einer Pressemitteilung. Entwickelt wurde das Projekt von der kroatischen WPD-Tochtergesellschaft EnerSys d.o.o. mit Sitz in Dubrovnik.  Vor rund 100 geladenen Gästen hob Minister Vukelic die zunehmende Bedeutung erneuerbarer Energien in Kroatien hervor und betonte den politischen Willen, besonders den Anteil der Windenergie am kroatischen Strom-Mix zu erhöhen.


Wahrzeichen für saubere und umweltfreundliche Technologie

Andreas Chollet, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Vjetroeletrana Trtar Krtolin d.o.o. (Sibenik), bedankte sich im Rahmen der Einweihungsfeier besonders bei den Vertretern der Stadt Sibenik sowie des Landkreises Sibenik-Knin für die konstruktive Zusammenarbeit während der Projektentwicklung in den vergangenen drei Jahren: "Gemeinsam ist es uns gelungen, einen Windpark zu errichten, mit dem sich die Bürger identifizieren. Sibenik hat ein weiteres Wahrzeichen: Es steht für eine saubere und umweltfreundliche Technologie", so Chollet.


Investitionsfreundliches Klima ermöglicht kontinuierliche Projektentwicklung

WPD-Vorstand Dr. Hartmut Brösamle sieht Kroatien als einen interessanten Zukunftsmarkt: "Dem Windpark 'Trtar-Krtolin' werden wir in den kommenden Jahren weitere Projekte folgen lassen", so Dr. Brösamle. "Neben hervorragenden Windverhältnissen sind wir in Kroatien bei Politik und Behörden auf ein investitionsfreundliches Klima getroffen, das eine kontinuierliche Projektentwicklung ermöglicht. Unser Vertrauen in die Rahmenbedingungen dokumentieren wir unter anderem durch die Entscheidung, den Windpark Trtar-Krtolin im Eigenbestand zu betreiben", ergänzt Dr. Brösamle.

17.11.2006   Quelle: WPD AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Sunways AG steigert Umsatz in den ersten neun Monaten um 90 Prozent

Sunways AG: Umsatzplus mit Solarzellen.
Sunways AG: Umsatzplus mit Solarzellen.

Die Sunways AG (Konstanz, ISIN DE0007332207, ISIN DE000A0BNPN0) hat das dritte Quartal 2006 mit einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 1,9 Millionen Euro abgeschlossen (Vorjahr 0,0 Millionen Euro), berichtet der Solarzellen-, Wechselrichter- und Systemhersteller in einer Pressemitteilung. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuer EBIT betrug laut Sunways AG +0,5 Millionen Euro (Vorjahr +0,5 Millionen Euro). Auf Neunmonatsbasis sei ein Konzern-EBIT von +1,8 Millionen Euro (Vorjahr: +1,1 Millionen Euro) erzielt worden. Das Ergebnis je Aktie betrug nach Ablauf des dritten Quartals 0,21 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro).   Die Geschäftsentwicklung der Sunways AG war auch im dritten Quartal 2006 positiv: Den Umsatz hat das Unternehmen in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 69 Prozent auf 39,2 Millionen Euro gesteigert (Vorjahr: 23,2 Millionen Euro). Das im Berichtszeitraum erzielte Ergebnis vor Zinsen und Steuern spiegle die stark gestiegenen Rohstoffpreise wider.


Solarzellen-Umsatz steigt um 167 Prozent

Bezogen auf die ersten neun Monate des Jahres 2006 steigerte Sunways den Umsatz im Vergleich zum letzten Jahr um 90 Prozent auf 113,0 Millionen Euro (Vorjahr 60,1 Millionen Euro). Zum Konzernwachstum trugen sowohl der Solarzellenbereich als auch das Segment Solarsysteme und –projekte bei. Der Umsatz des Geschäftsbereiches Solarzellen erhöhte sich um 167 Prozent auf 51,6 Millionen Euro (Vorjahr: 19,3 Millionen Euro). Das Segment Solarsysteme und Projekte erwirtschaftete in dieser Periode einen um 52 Prozent gestiegenen Umsatz in Höhe von 62,3 Millionen Euro (Vorjahr: 41,0 Millionen Euro). Das Ergebnis betrug +1,8 Millionen Euro (Vorjahr +1,1 Millionen Euro).


Umsatzziel 2006: 150 Millionen Euro

Die Mitarbeiterzahl zum 30. September 2006 erhöhte sich im Vergleich zum Vorquartal leicht auf 238 (zweites Quartal 2006: 228; drittes Quartal 2005: 191). Der Vorstand der Sunways AG stellt derzeit eine preisliche Neuorientierung und eine zunehmende Ausrichtung der Kunden auf hochqualitative Produkte fest. Eine Intensivierung der Exportaktivität soll im vierten Quartal zu einer Reduzierung der temporär erhöhten Lagerbestände führen. Für das Gesamtjahr 2006 erwartet der Vorstand weiterhin ein Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich auf voraussichtlich 150 Millionen Euro.

Die Sunways AG, Konstanz, entwickelt und produziert innovative Lösungen und Produkte für die Stromgewinnung durch Sonnenenergie (Solarzellen, Wechselrichter, Solarmodule/-systeme). Das Unternehmen ist seit dem Jahr 2001 an der Börse und seit 2003 im Prime Standard notiert.

17.11.2006   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sunways AG.
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Neue Studie: Deutsche Solarstromunternehmen expandieren weltweit

Auslandexpansion deutscher PV-Unternehmen.
Auslandexpansion deutscher PV-Unternehmen.

Deutsche Photovoltaikunternehmen kauften in den letzten fünf Jahren achtmal so viele Unternehmen im Ausland als ausländische Photovoltaikunternehmen Firmen in Deutschland übernahmen. Diese von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young zum Forum Solarpraxis in Berlin vorgestellte Zahl dokumentiere den internationalen Expansionskurs deutscher Photovoltaikunternehmen. Der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW) sieht darin einen Beleg für die hohe Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Solarbranche.  Photovoltaikunternehmen aus Deutschland sind bei internationalen Firmenübernahmen spitze. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "TransAction Erneuerbare Energien – Marktüberblick und M & A- Aktivitäten 2001-2006" der international renommierten Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young. Im Rahmen der Studie wurden 72 Übernahmen von Photovoltaikunternehmen analysiert. Davon wurden 50 Transaktionen von deutschen Unternehmen initiiert. Lässt man innerdeutsche Transaktionen unberücksichtigt, so kauften mehr als achtmal so viele deutsche Photovoltaikunternehmen im Ausland zu, als ausländische Unternehmen in Deutschland. Zielregionen waren Europa, die USA, China und Australien.


Beleg für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Solarbranche

"Die Transaktionen im Photovoltaikmarkt dokumentieren die Expansionsstrategien deutscher Photovoltaikunternehmen. Sie geben Aufschluss über die Reife des Marktes und die damit verbundene Liquidität der Marktteilnehmer," sagt Hubertus Stephan, Manager bei Ernst & Young Mergers & Acquisitions Advisory. Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft e. V. (BSW) wertet die Zahlen als Beleg für die hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit seiner Branche: "Deutschlands Solarindustrie ist weltweit erfolgreich auf Expansionskurs. Deutsche Solarunternehmen erschließen sich systematisch neue Zugänge zu einem der wichtigsten globalen Wachstumsmärkte. Exporterfolge sind damit vorprogrammiert", so Körnig.


EEG als Blaupause und Marktöffnungsinstrument

Neben den M&A-Aktivitäten tragen eine konsequente Exportorientierung, ein starker Heimatmarkt und die Technologieführerschaft maßgeblich zum Weltmarkterfolg bei, so der BSW-Geschäftsführer. Die Branche rechnet nach Angaben Körnigs auch in den kommenden Jahren mit einem dynamischen weltweiten Solarstrommarkt mit jährlich zweistelligen Wachstumsraten und damit guten Absatzchancen für deutsche Hersteller. Immer mehr Länder sehen in der Solarenergie eine tragende Säule zukünftiger Energieversorgung und übernehmen das in Deutschland entwickelte erfolgreiche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als Blaupause und Marktöffnungsinstrument.

Der weltweite jährliche Photovoltaik-Umsatz wird nach Schätzungen von Experten von derzeit rund 7 Milliarden Euro auf langfristig über 200 Milliarden Euro wachsen. Die Studie von Ernst & Young analysiert 350 Transaktionen und deren Hintergründe in den Sektoren Wind, Photovoltaik, Solarthermie und Biogas im Zeitraum von Januar 2001 bis Mai 2006. Mit über 100 Transaktionen hat sich das Aufkommen im Jahr 2005 deutlich erhöht. Für das Jahr 2006 gehen die Autoren von einer weiteren Steigerung aus. "Im Photovoltaiksektor erwarten wir auch in Zukunft ein hohes Transaktionsaufkommen. Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbsdrucks und den attraktiven Rahmenbedingungen für Solarenergie in vielen Ländern rechnen wir mit deutlichen Internationalisierungsbestrebungen," sagt Robert Seiter, Partner und Leiter des Energiebereichs bei Ernst & Young Mergers & Acquisitions Advisory.

17.11.2006   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BSW

 

Prof. Holger Rogall erhält Deutschen Solarpreis für Berliner Solar-Verordnung

Deutscher Solarpreis 2006 für Prof. Holger Rogall.
Deutscher Solarpreis 2006 für Prof. Holger Rogall.

Dr. Holger Rogall, Professor für Umweltökonomie setzte sich jahrelang für die Nutzung erneuerbarer Energien im Bauwesen ein. Jetzt wurde sein politisches Engagement von EUROSOLAR mit dem Deutschen Solarpreis 2006 gewürdigt. Rogall entwickelte die Berliner Solarverordnung, einen Meilenstein für die administrative Vorgaben für das solare Bauen. "In einem politischen Kraftakt brachte der "Nachhaltigkeitspolitiker" diese solare Bauordnung durch alle politischen Instanzen bis kurz vor die Abstimmung im Berliner Abgeordnetenhaus, wo es aber Lobbyinteressen gelang, sie von der Tagesordnung nehmen zu lassen. Trotzdem erreichte Prof. Rogall durch sein wissenschaftliches Engagement und seine politische Hartnäckigkeit ein neues Problem- und vor allem Chancenbewusstsein im Bauwesen, dem andere Städte erfolgreich gefolgt sind", heißt es in der Begründung der Jury.   So wurde die Berliner Solarverordnung als "ordenanca solar" bereits erfolgreich in Barcelona umgesetzt, auch Hamburg und Vellmar haben den Gedanken des solaren Bauens in ihre Bauordnungen aufgenommen.


Solar-Pflichten in Spanien, Hamburg und Hessen

Die katalanische Hauptstadt Barcelona hat ihre Kollektorfläche mit einer Solaranlagen-Verordnung nach dem Berliner Vorbild in wenigen Jahren mehr als verzehnfacht. Spanien ist mittlerweile eines der Länder mit der am weitesten reichenden Solar-Gesetzgebung der Welt. Am 17.03. 2006 hat die spanische Regierung die neue technische Gebäuderichtlinie (CTE, Codigo Tecnico de la Edificacion) verabschiedet und damit die bedeutendste Reform am Bau seit Jahren eingeleitet. Die neue CTE regelt unter anderem die Nachhaltigkeit von Gebäuden und deren Energieeffizienz. Sie geht deutlich über die EU-Vorgaben hinaus und sieht einen obligatorischen solaren Deckungsgrad von 30 – 70 % für die Warmwasserbereitung vor, für große Gebäude im tertiären Sektor werden auch Solarstromanlagen vorgesehen.

Einen vergleichbaren Weg geht die hessische Kommune Vellmar: Sie schließt mit den Bauherren einer neuen Siedlung Verträge, in denen die Solaranlage vorgeschrieben ist. Das Ziel, alle Häuser eines neuen Stadtviertels mit Sonnenwärme zu versorgen verfolgt Vellmar mit dem "Städtebaulichen Vertrag". Hamburg verfolgt das Ziel, erneuerbare Energiequellen für die Warmwasserbereitung in neuen Bebauungsplänen vorzugeben. Die Hansestadt stützt sich in Sachen Solar-Pflicht nicht hauptsächlich auf das Baugesetzbuch oder die Hamburgische Bauordnung, sondern auf das Hamburgische Klimaschutzgesetz von 1997. Dieses ermächtigt den Senat unter anderem, bestimmte Arten und Techniken der Wärmebedarfsdeckung vorzuschreiben.


Solare Pflichten - ein Marschallplan der Städte für die Erde

"Vor diesem Hintergrund ist Prof. Dr. Rogall zu verdanken, dass er den "solaren" Baustein ins Rollen gebracht hat, und es lässt sich nur hoffen, dass sich seine Erkenntnisse letztendlich auch im Berliner Abgeordnetenhaus durchsetzen", betont die Solarpreis-Jury. Als langjähriger Kooperationspartner des Solarservers hat sich Prof. Rogall in mehreren Beiträgen mit diesem Thema beschäftigt darunter das Solarserver-Interview: "Neue Chance für Berliner Solarverordnung? Professor Holger Rogall über den "Berliner Weg" zu einer Solar-Pflicht für die Hauptstadt" unter interview_rogall.html sowie der Artikel von Fabio Longo und Prof. Dr. Holger Rogall: "Solare Pflichten - Marschallplan der Städte für die Erde" unter standpunkt_longo_dez2003.html.

17.11.2006   Quelle: EUROSOLAR; Solarserver   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: H.Rogall

 

Umweltpolitik: Greenpeace vermisst "Angela Schwarzenegger"

Ein Jahr nach ihrem Start sei die Große Koalition in Sachen Umweltpolitik noch schwach auf der Brust, stellt die Umweltorganisation Greenpeace fest. "Bundeskanzlerin Merkel hat ihre Regierung nicht fit gemacht für die ökologischen Herausforderungen von heute. Ökologisch fehlt ihr der Mut eines Arnold Schwarzenegger!", sagt Stefan Krug, Leiter der Politischen Vertretung von Greenpeace Deutschland.   Während der konservative kalifornische Gouverneur etwa die Autoindustrie wegen Klimazerstörung verklage, entscheide Merkel im Zweifel gegen Umwelt- und Verbraucherschutz und für die Interessen vor allem der großen Unternehmen, kritisiert Greenpeace.

Gut lachen mit Schwarz-Rot habe zum Beispiel der Energiekonzern RWE, laut Greenpeace der größte CO2-Emittent Europas: Während der Klimawandel einen hohen Stellenwert in Ankündigungen der Regierung genieße, verschenke Merkels Umweltminister Sigmar Gabriel beim Emissionshandel großzügig Emissionsrechte für klimaschädliche Kohlekraftwerke. Als Krönung habe die Bundeskanzlerin dann im August den Grundstein für das RWE-Braunkohlekraftwerk in Neurath gelegt - eine Anlage, die allein mehr CO2 pro Jahr ausstoßen werde als ganz Neuseeland.


Lob für die Atompolitik von Bundesumweltminister Gabriel

Bei der Atomkraft hingegen mache zumindest Minister Gabriel eine konsequent gute Figur und lasse - anders als der Wirtschaftsminister - keinen Zweifel am Fortbestand des Atomausstiegs aufkommen. Positiv sei auch das Milliarden-Programm der Regierung gegen Energieverschwendung in Gebäuden zu bewerten. Bei den erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz insgesamt bleibe sie dagegen noch weit hinter ihren Ankündigungen zurück. "Trotz einiger Differenzen ist die Offenheit und Dialogbereitschaft des Umweltministers ein Pluspunkt dieser Regierung", so Krug.

2007 wird Deutschland die Präsidentschaft der EU und der G8 übernehmen, 2008 die wichtige Konferenz der UN-Biodiversitätskonvention ausrichten. "Wir hoffen, dass die Bundeskanzlerin bei diesen Gelegenheiten endlich mehr Muskeln für die Umwelt zeigt, vor allem für den Klimaschutz und den Erhalt der Urwälder und Meere", so Stefan Krug.


17.11.2006   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Dünnschicht-Solarpark der Megawattklasse eingeweiht

Dünnschicht-Solarmodule im Solarpark Mering.
Dünnschicht-Solarmodule im Solarpark Mering.

Im bayerischen Mering bei Augsburg hat die voltwerk AG am 16. 11. 2006 zusammen mit Dr. Otmar Bernhard, Staatssekretär im Bayerischen Umweltministerium, eine der weltweit größten Dünnschicht-Solarstromanlagen eingeweiht. Anwesend waren auch zahlreiche Gemeinderatsmitglieder und Anwohner, die sich über die ökonomischen und ökologischen Vorteile von Photovoltaik-Kraftwerken informierten. Die Anlage mit einer Gesamtleistung von 1,78 Megawatt (MW) wurde von der SunTechnics GmbH, einem Schwesterunternehmen der voltwerk, in einer Bauzeit von nur drei Monaten auf einer sechs Hektar großen Fläche installiert.   Dabei hat SunTechnics auf insgesamt sieben regionale Partnerunternehmen zurückgegriffen. Über die Hälfte der am Aufbau beteiligten Mitarbeiter stammen somit aus der Region Mering. Das rund 7 Millionen Euro teure, bereits im Juli fertig gestellte Solarkraftwerk erzeugt jährlich rund 1,9 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom, der in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Über 500 Haushalte können so ganzjährig mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden - und das über die nächsten 20 Jahre. In diesem Zeitraum entspricht das laut voltwerk einer CO2-Einsparung von 28.500 Tonnen.


Bayern ist der derzeit wichtigste Photovoltaik-Markt der Welt

In den vergangenen Jahren wurden in Bayern bereits eine ganze Reihe von Photovoltaik-Großprojekten errichtet, darunter auch zahlreiche Projekte der voltwerk AG. Aktuell sind über 800 Megawatt Photovoltaik-Leistung im Freistaat installiert. Damit nimmt das Bundesland die führende Position in Deutschland ein. Staatssekretär Dr. Otmar Bernhard ging in seiner Rede auf die Bedeutung der erneuerbaren Energien für den Freistaat ein, vor allem der Solarenergie. "Bayern hat das Potenzial und die Notwendigkeit der Photovoltaik für eine saubere und sichere Zukunft schon vor Jahren erkannt. Auf dem Gebiet des Freistaats werden rund 50 Prozent des deutschen Solarstroms erzeugt und 2005 gab es mehr Neuinstallationen als in den USA und Japan zusammen. Bayern ist damit der derzeit wichtigste Photovoltaik-Markt der Welt", erklärte Dr. Bernhard. In seiner Rede betonte der Staatssekretär auch die positive Wirkung der erneuerbaren Energien auf den Arbeitsmarkt. Von den bundesweit über 42.000 Arbeitsplätzen im Bereich der Photovoltaik ist ein Großteil in Bayern angesiedelt.


Positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde

Der Vize-Bürgermeister Merings, Leonhard Erhard, machte in seiner Rede deutlich, dass der neue Solarpark in vielerlei Hinsicht ein Gewinn für die Gemeinde sei: "Als umweltbewusste Gemeinde möchten wir unseren Beitrag an dieser ökologischen und zukunftsorientierten Stromerzeugung kontinuierlich steigern." Weitere Projekte, unter anderem auch mit der voltwerk AG, seien bereits in Planung. "Nicht zuletzt sind natürlich auch die positiven Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde ein Argument für den Zubau von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien", ergänzt Leonhard Erhard. Über die gelungene Kooperation mit der Gemeinde Mering freut sich auch der Vorstand der voltwerk AG, Thomas-Tim Sävecke: "Die Marktgemeinde hat uns durch ein schnelles und unkompliziertes Genehmigungsverfahren unterstützt. Wir wünschen uns, dass noch viele Gemeinden dem Vorbild Merings folgen."

16.11.2006   Quelle: voltwerk AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: voltwerk AG
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Conergy-Töchter eröffnen Standorte in Pennsylvania

Die börsennotierte Conergy AG (ISIN DE 0060 40024) wird im US-Bundesstaat Pennsylvania einen weiteren kundennahen Vertriebsstandort der SunTechnics GmbH für schlüsselfertige Solarsysteme eröffnen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Darüber hinaus soll auch das neue US-Hauptquartier der voltwerk AG für die Projektfinanzierung regenerativer Großkraftwerke dort angesiedelt werden.   Conergy ist das umsatzstärkste Solarunternehmen Europas und bereits heute weltweit in 22 Ländern vertreten. Dank des Erfahrungsvorsprungs beim Engineering und den kundennahen Niederlassungen in Kalifornien, New Mexiko und Colorado erwartet Conergy, ihren weltweiten Umsatz auch 2007 und 2008 um mindestens 50 % zu steigern. "Im rasant wachsenden US-Markt für erneuerbare Energien übernimmt Pennsylvania mehr und mehr eine Vorreiterrolle. Daher freuen wir uns sehr, hier unsere Aktivitäten an der Ostküste zu bündeln und Teil der Wirtschaft von Pennsylvania zu werden", so Cameron Mac Moore, Regional Head der Conergy Gruppe in Nordamerika. Von dem neuen Hauptquartier der Conergy Gruppe für die Ostküste werde auch das Wachstum in weiteren Bundesstaaten wie beispielsweise New Jersey vorangetrieben.


Pennsylvania will Photovoltaik-Gesamtleistung auf bis zu 700 Megawatt steigern

Die Vorreiterrolle Pennsylvanias bei den erneuerbaren Energien ist laut Conergy Ergebnis einer konsequenten Politik zur Förderung und Ansiedlung von Projekten zur Nutzung regenerativer Energien. Bis 2018 hat sich der 12 Millionen Einwohner-Staat vor kurzem zum Ziel gesetzt, bereits mindestens 20 % seines Stromverbrauchs auf die Nutzung alternativer Energie umzustellen. Dafür wurde den regionalen Energieversorgern vorgeschrieben, künftig mindestens 18% des Stroms vor Ort durch alternative Energiesysteme zu produzieren. Bis dahin soll auch die dortige Photovoltaik-Gesamtleistung von aktuell unter einem Megawatt auf bis zu 700 Megawatt wachsen - eine der größten Selbstverpflichtungen zum Ausbau der Solarenergie auf dem Kontinent. Dank der Initiative von Gouverneur Edward G. Rendell nimmt Pennsylvania eine in der Umweltpolitik führende Rolle in den USA ein. "Die nachhaltigen Investitionen international führender Unternehmen wie Conergy stärken unseren Spitzenplatz bei der Ansiedlung und Aufbauhilfe von Erneuerbaren Energien-Projekten", so Rendell bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. "Letztendlich zahlen sich unsere Anstrengungen für eine umweltgerechte Energiewende damit gleich mehrfach aus: Unsere Wirtschaft wächst, wir schaffen Arbeitsplätze sowie neue Möglichkeiten im rapide wachsenden Markt der erneuerbaren Energien – und sichern nachfolgenden Generationen überdies eine saubere Natur."


Genügend Platz für umweltgerechte Windenergienutzung, pflanzliche Rohstoffe für saubere und umweltverträgliche Kraftstoffe

Nicht nur die Gesetzgebung, sondern auch zahlreiche staatliche Fördermaßnahmen sowie die ausgezeichneten Umweltbedingungen machen Pennsylvania zu einem idealen Standort für Solar-, Wind-, und Bioenergiesysteme. So bietet der Bundesstaat an der Ostküste laut Experten genügend Platz für umweltgerechte Windenergienutzung mit einer Gesamtspitzenleistung von über rund 5.000 Megawatt. Gleichfalls verfüge Pennsylvania über genügend pflanzliche Rohstoffe, um damit binnen eines Jahres mit mehr als 40 Millionen Gallonen Biodiesel und 500 Millionen Gallonen Bioethanol saubere, umweltverträgliche Kraftstoffe herzustellen, so der Gouverneur in einer Presseerklärung. Grund genug für die Conergy-Gruppe, sich mit ihren Tochterunternehmen voltwerk und SunTechnics frühzeitig im Pionier-Staat Pennsylvania anzusiedeln und von dort aus das operative Geschäft im wachsenden US-Markt noch weiter voranzutreiben.

16.11.2006   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Spanien: Baubeginn für Freiflächen-Solarkraftwerk in Marchal

Start für 2 MW-Solarkraftwerk bei Granada.
Start für 2 MW-Solarkraftwerk bei Granada.

Das andalusische Unternehmen ASSYCE Fotovoltaica. S.L. baut in der Gemeinde Marchal (Granada-Spanien) ein Freiflächen-Solarkraftwerk mit einer Leistung von 2.000 Kilowatt peak (kWp). Auf einer Fläche von 10 Hektar sollen 20 einzelne Kraftwerksblöcke mit jeweils rund 100 kWp errichtet werden. Die durch die Kraft der Sonne erzeugte elektrische Energie entspreche mit 3.200.000 Kilowattstunden pro Jahr dem Jahresenergieverbrauch von 1.000 Haushalten.   Die CO2 Ersparnis komme einer bewaldeten Fläche von 650 Hektar gleich. Zum offiziellen Baubeginn am 20.10.2006 waren mehr als 100 Ehrengäste aus der Politik und Industrie sowie die Investoren geladen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.


CTS-Dünnschichttechnologie für höhere Solarstromerträge

Das Freiflächen-Solarkraftwerk wurde von ASSYCE Fotovoltaica S.L. entworfen. Mit der Bauleistung wurde die Beck Energy GmbH (Dimbach bei Würzburg) beauftragt. Beck Energy habe bei der Auftragsvergabe durch richtungweisende Systemtechnik gepunktet sowie mit CTS-Modulen des Lieferanten Blitzstrom, hergestellt durch First Solar. Die angewandte CTS-Dünnschichttechnologie ist laut ASSYCE bisher einmalig in Spanien. Der niedrige Temperaturkoeffizient der Module begünstige die Stromproduktion unter spanischer Sonne im Vergleich zur Siliziumtechnologie. Zudem werden alle Module im Rücknahme- und Recycling-Programm des Herstellers First Solar geführt, welches nach effizienter 25jähriger Stromproduktion die ökologische Entsorgung der Module sicher stellt.


Andalusien setzt auf erneuerbare Energien

Der Bürgermeister von Marchal, Juan Manuel García Segura, sagte während der Feier, dass dieses Freiflächen-Solarkraftwerk ein weiterer zielstrebiger Schritt bei der Ausrichtung Andalusiens hin zu erneuerbaren Energien sei. Die Anlage werde durch die Anmietung des Gemeindegrundstücks einen entscheidenden Beitrag zum Gemeindewohl beitragen. Des Weiteren erklärte der Gemeindevorsteher, dass 20 % der Einnahmen zur Förderung des Tourismus und Einrichtung eines Senioren- und Jugendhauses verwendet würden.


Bis 2010 sind 15 Freiflächen-Solarkraftwerke mit 40 Megawatt Gesamtleistung geplant

Bernhard Beck, Geschäftsführer der Beck Energy GmbH, lobte die gute Zusammenarbeit mit ASSYCE Fotovoltaica S.L. und dankte für die herzliche Aufnahme der deutschen Solar-Spezialisten in Marchal. Das Ziel, bis 2010 über 10 % des spanischen PV-Marktes installiert zu haben, bekräftigte Luís M. Garrido Mateo, Geschäftsführer von ASSYCE Fotovoltaica S.L. Zu diesem Zeitpunkt sollen 15 Freiflächen-Solarkraftwerke mit einer Leistung von 40 Megawatt (MW) in Betrieb sein. Bislang seien bereits 15 direkte und 20 indirekte Arbeitsplätze in Spanien geschaffen worden.

16.11.2006   Quelle: ASSYCE Fotovoltaica S.L.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ASSYCE Fotovoltaica. S.L.
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Pellet-Verband: Heizen mit Pellets weiterhin wirtschaftlich

Immer mehr Haushalte in Deutschland heizen mit Holzpellets. Der Deutsche Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV) rechnet bis Ende des Jahres mit rund 70.000 Pelletsheizungen in Deutschland. Holzpellets seien im Gebrauch sowohl wirtschaftlich als auch umweltfreundlich, denn Holz verbrenne CO2-neutral, betont der DEPV. Zudem lösten sich Besitzer von Pelletsheizungen durch die Nutzung eines heimischen Brennstoffs aus der Abhängigkeit von Erdöl und Erdgas exportierenden Ländern. In den vergangenen Monaten seien die Energiepreise allgemein gestiegen. Auch bei Holzpellets ist laut DEPV ein Preisanstieg zu verzeichnen. Besitzer von Pelletsheizungen reagierten darauf zunehmend verunsichert. Sie fragten nach den Ursachen für diese Entwicklung und wie sich die Perspektiven dieser fortschrittlichen Heizungsart gestalten werden. Der DEPV erläutert die Gründe der derzeitigen Preisentwicklung und liefert Argumente, die nach wie vor für den Einsatz von Holzpelletsheizungen sprechen.
 
Pelletspreise im Jahr 2005 spiegelten nicht die realen Produktionskosten beziehungsweise den langjährigen Marktpreis

Die extrem niedrigen Pelletspreise im Jahr 2005 seien durch ein Überangebot an Waldholz, Spänen und Pellets begünstigt worden und spiegelten nicht die realen Produktionskosten beziehungsweise den langjährigen Marktpreis wider, betont der DEPV. So sei der Pelletspreis seit 2000 von rund 190 Euro pro Tonne auf zwischenzeitlich unter 150 Euro gesunken. Diese Preissenkung sei neben dem Überangebot nicht zuletzt auf das am Markt verfügbare Sturmholz des Orkans "Lothar" aus dem Jahr 1999 zurückzuführen. Der enorme Preisanstieg von Öl und Gas im August 2005 auf ein Rekordniveau förderte auch den Absatz von Pelletsheizungen - und damit verbunden auch die Nachfrage nach Holzpellets. Gleichzeitig sei das billige Sturmholz zur Neige gegangen.


Pellets zirka 25 Prozent teurer. Heizölpreis verdoppelt

Darüber hinaus hätten die Sägewerke mit dem Wachsen des Pelletmarktes entscheiden können, ob die Sägespäne wie bisher an die Holzwerkstoffindustrie geliefert werden oder an die Pelletwerke. Diese Wettbewerbssituation habe dazu geführt, dass sich ein Marktpreis für Sägespäne gebildet hat. Durch die Erhöhung der Rohstoffpreise und die stark gestiegenen Nebenkosten sei der Pelletspreis im letzten halben Jahr auf einen Höchstwert von 250 Euro pro Tonne gestiegen. Dies entspreche einer Steigerung von zirka 25 Prozent innerhalb der letzten 10 Jahre. Viele Strom-, Öl- und Gaskunden würden sich über eine so geringe Verteuerung freuen, unterstreicht der Pellets-Verband. Der Preis für Heizöl verdoppelte sich im Zeitraum vom Jahr 2002 bis zum Jahr 2006 von 32 Cent pro Liter nahezu auf rund 65 Cent pro Liter (inkl. Mehrwertsteuer). Eine noch drastischere Entwicklung habe der Gaspreis vollzogen. "Der Gipfel der Pelletspreisentwicklung sollte aber nun überschritten sein", sagt Beate Schmidt, Vorsitzende des DEPV. "Die derzeitige Preisentwicklung wird sich zum Ende des Winters wieder beruhigt haben. Dann werden zusätzliche große Mengen Pellets aus neuen Werken auf den Markt kommen, was die Situation entspannen dürfte", so Schmidt weiter.


Pellets mindestens 20 Prozent günstiger als Öl und Gas - ermäßigter Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent

Selbst bei dem momentanen, jedoch regional sehr unterschiedlichen Preis von 200 bis 250 Euro pro Tonne, sind die Pellets laut DEPV noch mindestens 20 Prozent günstiger als Öl und Gas. Der ganze Energiemarkt sei in Bewegung - daher sollte man die langfristige Investition in eine Pelletsheizung nicht vom Tagespreis der Pellets abhängig machen, rät der DEPV. Mittelfristig würden Pellets auch zunehmend aus Waldholz hergestellt. Dieses zusätzliche Rohstoffpotential stelle sicher, dass Holzpellets immer zu den günstigen Energieträgern in Deutschland gehören würden. Ein weiterer Vorteil der Pellets: Im Gegensatz zu Heizöl und Erdgas sind Pellets nicht von der Mehrwertsteuererhöhung betroffen, die ab 1.1.2007 greift: Für Pellets gilt weiterhin der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent.

16.11.2006   Quelle: Solar Promotion GmbH/DEPV   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solar-Hybrid-Systeme: Wegweisendes Referenzprojekt in Tansania eingeweiht

Solarstromanlage der Vincentian Sisters in Mbinga.
Solarstromanlage der Vincentian Sisters in Mbinga.

Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Repräsentanten zahlreicher afrikanischer Botschaften informierten sich im Rahmen einer Informationsveranstaltung über neue Möglichkeiten vollständiger dezentraler Energieversorgung mit erneuerbareren Energien. Der Kölner Solarenergiespezialist Energiebau, der in Afrika bereits seit 1994 dezentrale Energieversorgungen für Krankenhäuser, Schulen oder für die Wasserförderung realisiert, hat eine neue Technologie entwickelt, die eine dezentrale Stromversorgung mit Photovoltaik und Pflanzenöl ermöglicht.   In den ländlichen Regionen Afrikas gibt es bislang meist keine Stromversorgung. Ein flächendeckender Ausbau der zentralen Stromnetze ist in vielen Ländern wirtschaftlich nicht realisierbar. Daher werden überwiegend Dieselgeneratoren zur Erzeugung von Strom genutzt. Wegen der hohen Treibstoffkosten steht Strom jedoch auch bei Nutzung solcher Generatoren in den meisten Fällen nur stundenweise zur Verfügung.


Strom aus Sonnenlicht und Energiepflanzen

Das Konzept der Energiebau Solarstromsysteme GmbH besteht aus der Koppelung einer Solarstromanlage mit einem Generator, der mit reinem Pflanzenöl betrieben wird. Das Öl für den Betrieb des Generators wird direkt vor Ort aus der für Mensch und Tier nicht essbaren Jatropha-Nuss gewonnen. Neu ist hierbei nicht nur die Technologie: Durch den Anbau der Jatropha-Pflanze und die Gewinnung des Öls erhalten die Menschen eine zusätzliche Einkommensmöglichkeit. Nach erfolgreichen Pilotprojekten in Ghana, Mali, Indonesien und Tansania wurde in einem Konvent des Ordens der Vincentian Sisters in Tansania ein Referenzprojekt durchgeführt. Die Anlage, die im vergangenen August installiert und in Betrieb genommen wurde, versorgt ein Ausbildungszentrum, in dem 140 Menschen leben und arbeiten, rund um die Uhr mit 230-Volt-Strom.


Positive Zwischenbilanz auf dem Weg zur autarken Energieversorgung

Nach knapp zwei Monaten Betriebszeit zogen die Projektpartner Energiebau, die Weiterbildungs- und Entwicklungsorganisation inWEnt und die Deutsche Energie-Agentur (dena) im Rahmen einer Veranstaltung am 7. November in Köln eine positive Zwischenbilanz. Die Anlage im tansanischen Mbinga laufe einwandfrei und erfülle die Erwartungen aller Beteiligten. Die Ordensschwestern, die in den vergangenen zwei Jahren auf ihrer Landwirtschaftsschule rund 20.000 Jatropha-Bäume gepflanzt haben, planen den Anbau von 20.000 bis 30.000 weiteren Bäumen und wollen so in ein bis zwei Jahren ihren gesamten Energiebedarf selbst decken.


Deutsche Solardächer im Ausland

Auf der Informationsveranstaltung am 7. November am Hauptsitz von Energiebau Solarstromsysteme in Köln seien das Projekt und die Technologie auf großes Interesse gestoßen, berichtet die Energiebau GmbH. Über 90 Vertreter aus Politik und Wirtschaft informierten sich über die Möglichkeiten der dezentralen Energie- und Stromversorgung. Neben Vertretern deutscher Ministerien und zahlreicher Institutionen aus der Entwicklungszusammenarbeit informierten sich auch Vertreter der Botschaften einiger afrikanischer Staaten über die Möglichkeiten der neuen Solar-Hybrid-Technologie und die Erfahrungen mit der Anlage in
Tansania. Das Solardachprojekt in Mbinga/Tansania ist Bestandteil des Programms "Solardächer auf deutschen Schulen und Einrichtungen im Ausland", das als Public-Private-Partnership finanziert wird von der Energiebau Solarstromsysteme GmbH, der Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Untermarchtal e.V. und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Ziel des Programms ist die Erschließung aussichtsreicher Märkte für deutsche Photovoltaik-und Solarthermieunternehmen. Koordiniert wird das Programm von der Deutschen Energie- Agentur GmbH (dena).

16.11.2006   Quelle: Energiebau Solarstromsysteme GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Energiebau Solarstromsysteme GmbH
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Solarmodul-Hersteller SOLON steigert Konzernumsatz um 81 Prozent

SOLON-Mover.
SOLON-Mover.

Die SOLON AG für Solartechnik (Berlin; ISIN DE0007471195) konnte ihr Wachstum im dritten Quartal 2006 unvermindert fortsetzen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Konzernumsatz stieg nach Angaben der SOLON AG in den ersten neun Monaten des Jahres auf 218 Millionen Euro. Dies entspreche einem Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr von 81 Prozent.  Das Ergebnis vor Steuern, Zins und Abschreibung (EBITDA) wuchs laut SOLON auf 19,9 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 10,2 Millionen Euro), das Ergebnis vor Zins und Steuern (EBIT) auf 15,5 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 8,1 Millionen Euro), und das Konzernergebnis auf 9,5 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 4,5 Millionen Euro). Das Ergebnis der insgesamt 9,3 Millionen Aktien betrug zum 30.09.2006 je Aktie 1,04 Euro und stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 58 Prozent.


Administrative Startschwierigkeiten verzögern Photovoltaik-Projekte in Spanien und Italien

Die Gesamtleistung der von SOLON in den ersten neun Monaten des Jahres 2006 gefertigten Standardmodule und SOLON-Mover lag nach Angaben des Unternehmens bei 60 Megawatt (Vorjahreszeitraum: 38 Megawatt). Für das Gesamtjahr rechnet die SOLON AG mit einer Produktionsmenge von 84 Megawatt (Vorjahr: 56 Megawatt). Typischerweise erwirtschafte SOLON rund 60 % des Jahresumsatzes und -ergebnisses in den ersten neun Monaten eines Geschäftsjahres, heißt es in der Pressemitteilung. Die vorliegenden Neunmonatszahlen bestätigten erneut diesen saisonal geprägten Verlauf der Photovoltaikindustrie. Die administrativen Startschwierigkeiten auf den jungen Auslandsmärkten wie Spanien und Italien hätten in den letzten Wochen jedoch zu Verzögerungen bei einzelnen Megawatt-Projekten geführt. In Abhängigkeit davon, zu welchem Grad diese Projekte bis zum Jahresende realisiert werden, erwartet das Unternehmen für das Gesamtjahr eine Steigerung des Konzernumsatzes gegenüber dem Vorjahr um 50 bis 75 Prozent bei einer entsprechenden Verbesserung des Konzernergebnisses.


Konzernzentrale wird nach Berlin-Adlershof verlegt

Für das Jahr 2007 rechnet das Unternehmen mit einem Wachstum der Produktionsmenge und des Umsatzes um jeweils über 25 Prozent bei einer proportionalen Ergebnisverbesserung. Aufgrund des starken Wachstums der SOLON AG haben Vorstand und Aufsichtrat des Unternehmens beschlossen, den Sitz der Berliner Konzernzentrale sowie die Produktionsstätte in Berlin-Neukölln an einen neuen Standort in Berlin-Adlershof zu verlagern und mit den bereits in Adlershof ansässigen Abteilungen zusammenzuführen. Ausschlaggebend für die Standortentscheidung sei unter anderem die Einbindung in die bestehende Struktur des Wirtschafts-, Forschungs- und Wissenschaftsstandorts Adlershof. Der Umzug an den neuen Standort ist für Anfang 2008 geplant.

15.11.2006   Quelle: SOLON AG für Solartechnik   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SOLON AG
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BIOHAUS bietet neues Dünnschichtsystem für mittlere und große Dachflächen an

Großflächensystem BIOSOL PV Plate.
Großflächensystem BIOSOL PV Plate.

Nach Einführung der Großflächensysteme BIOSOL XXL und BIOSOL PV Plate bietet die BIOHAUS PV Handels GmbH ein weiteres solares Bedachungssystem basierend auf Dünnschichtzellen an: BIOSOL UniPro. Alle drei Systeme basieren auf Laminaten des amerikanischen Herstellers United Solar. Allen Anwendungen liegt die bewährte Triple-Junction-Technology zugrunde. Diese Technologie garantiere beste Erträge auch bei diffusem Licht und bei ungünstigen Dachausrichtungen wie Ost-, oder Westdächern und Dachneigungen, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  BIOSOL UniPro stelle das Pendant zum Indachsystem BIOSOL XXL dar, erklärt die BIOHAUS PV Handels GmbH. Bei gleichen Maßen sei das Modul zur Aufdachmontage besonders für alle mittleren und großen Dachflächen geeignet. Die Modulleistung liege bei 124 bzw. 127 Wp. Die Rahmung des Laminats erfolge manuell bei BIOHAUS mit einem stabilen Rahmen aus eloxiertem Aluminium. Dadurch sei das Modul vielseitig einsetzbar und besonders robust. BIOSOL UniPro ist seit Oktober 2006 bei Biohaus erhältlich.

BIOSOL PV Plate ist ein Großflächensystem für Freiflächen, Deponien und Industriedächer. Das Solarmodul und Dachelement ist in einer Größenordnung von 5 m² verfügbar, so die BIOHAUS PV Handels GmbH. Die Folienlaminate der Firma UniSolar werden auf einer beschichteten Blechtafel verklebt. Diese könnten beispielsweise auf einem Trapezblech oder anderen Materialien befestigt werden. So entstehe ein Element mit einer elektrischen Leistung von 272 Wp, welches direkt auf jeder geeigneten Unterkonstruktion verlegt werden könne.

15.11.2006   Quelle: BIOHAUS PV Handels GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Biohaus PV Handels GmbH.

 

Conergy plant vollintegrierte Modulproduktion in Frankfurt (Oder)

Die Hamburger Conergy AG plant, in Frankfurt (Oder) die weltweit modernste Produktionsstätte für Solarmodule zu errichten. Das Unternehmen will für den Aufbau einer vollintegrierten Massenproduktion vom Wafer über die Zelle bis zum Modul rund EUR 250 Mio. in der ersten Ausbaustufe investieren. Mittelfristig sollen auf dem Gelände der ehemaligen Chipfabrik über 1.000 Arbeitsplätze entstehen, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. 
Mit der Investition will sich Conergy nach eigenen Angaben die Kosten- und die Qualitätsführerschaft auf dem Weltmarkt sichern und die Basis für weiteres dynamisches Wachstum im Kerngeschäft schaffen. Die ersten Module mit einer Gesamtleistung von mehr als 50 Megawatt sollen schon in der zweiten Jahreshälfte 2007 vom Band laufen. Bereits 2008 will die Conergy AG eine Produktionskapazität von 300 MW bei Wafern, 275 MW bei Zellen und 250 MW bei Solarmodulen erreichen. Ziel bei monokristallinen Modulen ist ein Wirkungsgrad von über 17%, so das Unternehmen. Mit dem vollautomatisierten Ansatz sollen bei überdurchschnittlichen Wirkungsgraden die Produktionskosten weiter gesenkt werden. Die neuartige Anordnung der Produktionslinien in nur einer Halle verkürze die Transportwege und trage mit dem sehr hohen Automatisierungsgrad entscheidend zur deutlichen Reduzierung der Bruchrate bei den empfindlichen Zellen bei. Der Maschinenpark biete viel Spielraum für weitere Effizienzsteigerungen insbesondere durch eine stete Steigerung der Wirkungsgrade und Verringerung des Siliziumeinsatzes. Die Produktion soll mit einer Zelldicke von 200 µm starten und ist auf eine Reduzierung auf 160 µm ausgelegt. "Mit der Bündelung unserer Forschung und Entwicklung für Module, Wechselrichter und Gestelle werden wir unseren Kunden in punkto Qualität, Preis und Stromertrag ständig optimierte Solarsysteme anbieten“, erklärt Hans-Martin Rüter, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Conergy AG.


Mit einem erwarteten Umsatz von über 800 Millionen Euro in 2006 zählt Conergy zu den größten Solarunternehmen Europas und ist auch in weiteren Feldern der Erneuerbaren Energien aktiv, wie beispielsweise der Bioenergie. Die Conergy Gruppe ist auf fünf Kontinenten mit eigenen Niederlassungen vertreten und beschäftigt derzeit rund 1.400 Mitarbeiter.

15.11.2006   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Energieverbrauch legt leicht zu, Erneuerbare bleiben stabil

Primärenergieverbrauch 2006 steigt leicht an.
Primärenergieverbrauch 2006 steigt leicht an.

Der Energieverbrauch in Deutschland wird 2006 leicht ansteigen, berichtet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) in einer Pressemitteilung. Die AGEB erwartet nach ersten vorläufigen Berechungen einen Zuwachs von gut einem Prozent auf 493 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE), das entspricht etwa 14.450 Petajoule (PJ). Weniger Wind und Wasser verringern den Beitrag der beiden wichtigsten erneuerbaren Energieträger zur Stromerzeugung um 4,5 sowie 1,2 Prozent, so die AGEB. Dem stünden Zuwächse bei Holz, Biokraftstoffen und anderen erneuerbaren Energien gegenüber. Ingesamt werde der Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch bei unverändert 4,5 Prozent liegen. Am stärksten fällt laut AGEB der Zuwachs beim Erdgas mit einem Plus von rund 4 Prozent aus.  Erdgas verzeichnete vor allem im ersten Quartal 2006 infolge der sehr niedrigen Temperaturen kräftige Zuwächse, die sich im Jahresverlauf abschwächten. Der Anteil des Erdgases am gesamten Primärenergieverbrauch in Deutschland steigt leicht auf über 23 Prozent.


Mineralöl bleibt der mit Abstand wichtigste Energieträger

Auch das leichte Heizöl verbucht 2006 Absatzzuwächse in der Größenordnung von fast 6 Prozent. Dieser Entwicklung stehen jedoch Absatzrückgänge bei den Ottokraftstoffen und beim Rohbenzin für die chemische Industrie gegenüber. Der gesamte Verbrauch von Mineralölprodukten wird voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Mit einem Anteil von über 35 Prozent bleibt Mineralöl jedoch der mit Abstand wichtigste Energieträger.


2 Prozent mehr Strom aus Kernkraftwerken

Der Einsatz von Steinkohle wird sich 2006 sowohl in der Elektrizitätswirtschaft wie in der Stahlindustrie erhöhen. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen rechnet mit einem Zuwachs von knapp 2 Prozent. Damit deckt Steinkohle 13 Prozent des gesamten Primärenergiebedarfs in Deutschland. Der Verbrauch an Braunkohle bleibt voraussichtlich stabil. Braunkohle deckt rund 11 Prozent des Energiebedarfs und wird zu über 90 Prozent in der Verstromung eingesetzt. Die deutschen Kernkraftwerke werden ihre Stromproduktion 2006 voraussichtlich um über 2 Prozent erhöhen. Kernkraft hat damit einen Anteil von 12,6 Prozent am gesamten Energiebedarf.

15.11.2006   Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: AGEB
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Solarwärme in der EU: 2005 wurden mehr als zwei Millionen Quadratmeter Kollektorfläche installiert

Solarwärme-Marktanteile 2005 in der EU(Zubau in MWth).
Solarwärme-Marktanteile 2005 in der EU(Zubau in MWth).

Der Solarwärmemarkt der Europäischen Union (verglaste Flachkollektoren, Vakuumkollektoren, unverglaste Flachkollektoren) ist im vergangenen Jahr um 22,8 % gewachsen und die installierte Fläche übersteigt inzwischen zwei Millionen Quadratmeter, was einer Gesamt-Wärmekapazität von rund 1.450 Megawatt (MWth) entspricht. Das berichtet das von der EU-Kommission geförderte Projekt "EurObserv’ER" in einer Pressemitteilung. EurObserv’ER beschreibt in seinem in Nummer 175 des französischen Magazins Systèmes Solaires veröffentlichen Barometer die aktuelle Tendenz des europäischen Solarwärmemarktes. Dessen Wachstum sei in erster Linie zurückzuführen auf die sehr gute Entwicklung der drei wesentlichen Solarwärmemärkte Deutschland, Österreich und Griechenland sowie den starken Zuwachs des französischen und spanischen Marktes.   Die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Solarwärmeindustrie befinden sich im stetigen Wandel: Ständig steigende Energiepreise, verbunden mit Anreizen, die von den meisten Regierungen geschaffen worden sind, konnten den Solarwärmemarkt stärken, so EurObserv’ER. Während des Jahres 2005 habe der Markt die Grenze von zwei Millionen in Europa neu installierten Quadratmetern Kollektorfläche überschritten (2.073.391 m2, 1 451,4 MWth). Verglaste Flachkollektoren machen den wesentlichen Teil des Solarwärmemarktes aus (89,4 % Marktanteil), gefolgt von Vakuumkollektoren (6,4 %) und unverglasten Flachkollektoren (4,2 %). Die Vakuumkollektoren sind meist weniger preisgünstig, ermöglichten aber, weit höhere Temperaturen zu erzielen. Diese Technologie eignet sich sowohl in kalten Klimazonen zur Warmwasserproduktion und Gebäudeheizung als auch für warme Klimazonen, in denen für Kühlsysteme sehr hohe Temperaturen erforderlich sind. Die Leistung unverglaster Flachkollektoren wiederum ist zur Beheizung von Schwimmbecken völlig ausreichend.


Sonnige Aussichten für den europäischen Markt

Dank eines nationalen Wachstums von 25,6 % macht Deutschland erneut wieder fast die Hälfte des europäischen Solarwärmemarktes aus. Insgesamt wurde hier im Jahr 2005 eine Fläche von 980.000 m2 installiert (686 MWth). Der österreichische Markt verhielt sich mit einem Wachstum von 25,1 % gegenüber dem Vorjahr und einer neu installierten Gesamtfläche von 239 540 m2 ähnlich (167,7 MWth). Der griechische Markt hingegen blieb mit einem Wachstum von 3 % und einer neu installierten Fläche von 220500 Quadratmetern, die einer Kapazität von 154,4 MWth entsprechen, konstant.


Erfolg für die französische Steuergutschrift: 76,3 % Wachstum

Frankreich konnte im Jahr 2005 ein bedeutendes Wachstum verzeichnen. Der Zuwachs des Festlandmarktes von 76,3 % zwischen 2004 und 2005 entspricht einer im Jahr 2005 neu installierten Fläche von 108.158 Quadratmetern, beziehungsweise einer zusätzlichen Leistung von 75,7 MWth. EurObserv’ER wertet dies als Ergebnis der Steuervergünstigung in Frankreich. Statt von einem Zuschuss profitieren die Käufer einer Solarwärmeanlage seit dem 1. Januar 2005 von einer reduzierten Steuer. Sie können 40 Prozent der Materialkosten eines Solarsystems von der Einkommenssteuer abziehen. Der Markt der Überseegebiete (34,2 % des nationalen Marktes 2005) wird vorwiegend weiterhin von La Réunion vertreten (48.130 m2 von insgesamt 56.231 m2). Der französische Markt entspricht demnach im Jahr 2005 einer installierten Fläche von 164.389 m2 (115,1 MWth).


Europäischer Solarwärme-Park mit 12 MW Leistung

Die Gesamtleistung der europäischen Solarwärmeanlagen wird für das Jahr 2005 auf 12.087,3 MWth geschätzt. Die Rangfolge der ersten vier Markanführer bleibt im Vergleich zu 2004 unverändert: Deutschland hat noch immer einen großen Vorsprung und mit 7.109.000 m2 die größte installierte Gesamtfläche in Europa, was einer Kapazität von 4.976,3 MWth entspricht. Griechenland mit 3.047.200 m2 (2.133 MWth), bleibt weiterhin an zweiter Stelle, gefolgt von Österreich mit 2.598.785 m2 (1.819,1 MWth). Dank eines starken Anstieges des französischen Marktes und 913.868 m2 (639,7 MWth), liegt Frankreich weiterhin an vierter Stelle.


Industrie im Aufschwung

Die europäische Industrie mit einer sehr starken Präsenz kleiner und mittelständischer Betriebe und nur wenigen sehr großen Unternehmen, bleibt laut EurObserv’ER sehr zersplittert. Allerdings zeichne sich ab, dass die großen Unternehmen an Terrain gewinnen und die meisten davon eine bedeutende Expansion ankündigten oder zumindest Expansionsabsichten deutlich werden ließen. Auch versuchten die Hersteller zunehmend, den Installateuren die Arbeit zu erleichtern, indem sie komplette, weniger schwere und einfacher zu installierende Systeme anbieten.


Vielversprechende Zukunftsaussichten – Entwicklung jedoch weit entfernt von den Zielen des EU-Weißbuches

Die Aussichten für die Solarwärmeindustrie waren nie besser, betont EurObserv’ER. Die traditionellen Märkte Deutschland, Österreich und Griechenland seien weiterhin stabil, während entwicklungsträchtige Märkte, in denen gesetzmäßige Anreize geschaffen wurden, interessante Entwicklungsperspektiven zeigten. Dies sei zum Beispiel in Frankreich und Spanien der Fall. Das in den meisten übrigen Ländern der Europäischen Union beobachtete zweistellige Wachstum sei ebenfalls ein sehr ermutigendes Zeichen, selbst wenn man bei Weitem nicht von einer Entwicklung dieser Märkte sprechen könne. Bei allem Optimismus dürfe aber nicht vergessen werden, dass aufgrund der zu späten Entscheidungen durch die jeweiligen europäischen Regierungen die Zielsetzungen des Weißbuches (100 Millionen m2 bis Ende 2010) nicht erreicht werden können. Unter Berücksichtigung des Wachstums der letzten drei Jahre könne für 2010 mit einem europäischen Solarwärme-Park von 32,1 Millionen m2 (22.499 MWth) gerechnet werden, also nur kapp einem Drittel des europäischen Zieles.


"Barometer" von EurObserv’ER zeigen Entwicklung der erneuerbaren Energien

Die Barometer von EurObserv’ER werden regelmäßig veröffentlicht und dokumentieren den aktuellen Stand auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien weltweit und für Europa (Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Geothermie und Biomasse). Das Barometer von EurObserv’ER ist ein Projekt, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms »Intelligente Energie-Europa« von der DG Tren gefördert wird. Das Projekt wird außerdem unterstützt von der französischen Agentur für Umwelt und Energie Ademe (Agence de l’environnement et de la maîtrise de l’énergie).
EurObserv’ER ist ein Zusammenschluss sechs europäischer Organisationen zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien in der Europäischen Union. Diese sechs Organisationen sind:

· Observ’ER, Observatorium für erneuerbare Energien (Paris, Frankreich
· Eurec Agency, Europäischer Verein der Forschungsinstitute auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien (Brüssel, Belgien)
· Eufores, Europäisches Forum für erneuerbare Energiequellen (Brüssel, Belgien)
· Erec, Europäischer Rat für erneuerbare Energien (Brüssel, Belgien)
· Institut Jozef Stefan, Forschungszentrum für erneuerbare Energien und Energiepolitiken (Ljubljana, Slowenien)
· Systèmes Solaires, französische Fachzeitschrift für erneuerbare Energien (Paris, Frankreich).

Weitere Informationen im Internet

Die verschiedenen Barometer von EurObserv’ER können in französischer Sprache als PDF-Dokument heruntergeladen werden unter der Adresse http://www.eufores.org/, zum Beispiel das Solarwärme-Barometer und das Solar-Magazin.

11.11.2006   Quelle: Capgemini Deutschland GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Erdwärme: das heißeste Thema im Südwesten

Geothermie-Messe 2007.
Geothermie-Messe 2007.

Von der Politik gefördert, vom Verbraucher akzeptiert: Umweltverträgliche und zugleich kostengünstige Energiegewinnung über Erdwärmeanlagen wird in den nächsten Jahren verstärk wachsen, so die Messe Offenburg-Ortenau GmbH, Veranstalter der "GeoTHERM – expo & congress" in einer Pressemitteilung. Private wie öffentliche Haushalte und die Wirtschaft setzten zunehmend auf die "Energie von unten". Die Premiere der Geothermie-Messe in Offenburg bündle im März 2007 Informationen, Angebote und Nachfrage in der größten Geothermie-Veranstaltung im Südwesten Deutschlands.  Die GeoTHERM wird unterstützt vom Wirtschafts- und vom Umweltministerium Baden-Württemberg, zahlreichen deutschen und schweizerischen Fachverbänden, Hochschulen und der Wirtschaft. Der Energiekonzern EnBW fördert die Veranstaltung gezielt.


Großes nationales und internationales Interesse an Messe und Kongress

Die Vorbereitungen zeigen laut Messe Offenburg-Ortenau bereits ein großes nationales und internationales Interesse seitens der Besucher. Kongress- und Besuchsanfragen aus dem gesamten Bundesgebiet, dem angrenzenden europäischen Ausland und sogar aus Kroatien belegten die Aktualität des Themas. In zwei Hallen der Messe Offenburg-Ortenau, der Baden-Arena und der Ortenauhalle, werden in direkter räumlicher Nähe zu den Flächen der Aussteller die Kongressräume errichtet. Somit liegen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft nur wenige Schritte. Erwartet werden Aussteller aus allen Branchenbereichen, die auf mehr als 2.000 Quadratmetern Hallenfläche Produkte und Dienstleistungen rund um oberflächennahe und Tiefengeothermie zeigen.

Die „GeoTHERM – expo & congress“ findet statt am 1. und 2. März 2007 in Offenburg. Die Veranstaltung ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Detaillierte Aussteller- und Besucher-Informationen finden Interessenten unter www.geotherm-offenburg.de.

11.11.2006   Quelle: Messe Offenburg-Ortenau GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Messe Offenburg-Ortenau GmbH
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Thüringen: Biogastechnologie auf dem Vormarsch

"Zur Vermeidung oder zumindest zur Reduktion der energiebedingten Umweltauswirkungen gelten regenerative Energien mehr und mehr als ‚Hoffnungsträger", erklärte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, anlässlich der Inbetriebnahme einer Biogasanlage der SARIA ReFood GmbH in Schwallungen (Landkreis Schmalkalden-Meiningen). Die Verarbeitungskapazität der Anlage beträgt 78.000 Tonnen pro Jahr. Der künftig erzeugte Strom reicht rechnerisch aus, um rund 5.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom und gleichzeitig 500 Haushalte mit Wärme zu versorgen. Die Wärmeenergie wird in dem Unternehmen auch für die Hygienisierung und im Prozess der Fettabscheidung genutzt.
 
Potenzial der Biogasgewinnung beachtlich und energiewirtschaftlich relevant

Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahr 2004 schaffte die Grundlagen für eine deutliche Beschleunigung der Einführung der Biogastechnologie in der Landwirtschaft Thüringens, so der Minister. Die Attraktivität von Biogasanlagen werde sich dadurch steigern, dass seit dem 1. November 2006 in Deutschland keine Küchen- und Speisereste mehr an Tiere verfüttert werden dürfen und sich die Vergärung dieser Abfälle in einer Biogasanlage als kostengünstige Alternative zur herkömmlichen Abfallentsorgung anbiete. "Das im landwirtschaftlichen Sektor bestehende technische Potenzial der Biogasgewinnung in Thüringen ist beachtlich und energiewirtschaftlich relevant. Die Potenzialnutzung erfolgt deutschlandweit bisher jedoch auf einem nur geringen Niveau. Insbesondere die Nutzung der verfügbaren Wärmeenergie sollte zukünftig weiter vorangetrieben werden, um die Energieressourcen wesentlich besser auszunutzen", sagte Minister Sklenar.


Biogas-Strom für 43.000 Haushalte

Der Bestand an Biogasanlagen hat sich in Thüringen hat sich nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in den vergangenen drei Jahren fast verdoppelt. 61 Anlagen seien derzeit in Betrieb und weitere 50 in Vorbereitung. Die installierte Leistung der bestehenden Anlagen betrage in diesem Jahr etwa 21.403 Kilowatt (kW) bei einer durchschnittlichen Laufzeit von 7.500 Stunden pro Jahr. Die jährliche Elektroenergieerzeugung liege derzeit bei rund 128,4 Gigawattstunden (GWh/Jahr). Das entspreche der Stromversorgung von 43.000 Haushalten. Die Wärmeenergieerzeugung in Thüringen beträgt laut Landwirtschaftsministerium zirka 16,5 GWh/Jahr, was in etwa dem Gegenwert von 16,5 Millionen Litern Heizöl entspreche.

11.11.2006   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Marktanreizprogramm: Fördervolumen für 2007 soll erhöht werden

Die geplante Erhöhung der Fördermittel im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) von 174,5 Millionen Euro auf 214,5 Millionen Euro für das Jahr 2007 begrüßen der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW) und der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE). Auf der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Bundestages am 09.11. 2006 sei die Aufstockung der Fördermittel für umweltschonende Heizungsanlagen im Rahmen des Marktanreizprogrammes beschlossen worden, so die beiden Verbände in einer Pressemitteilung.
 
"Das ist ein guter Tag für das Klima und ein erfreuliches Signal für Wirtschaft und Verbraucher", kommentiert BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig den Beschluss. Nach Berechnungen des BSW könnten so im kommenden Jahr private Investitionen von bis zu zwei Milliarden Euro allein bei regenerativen Wärmesystemen ausgelöst werden. Aus dem Marktanreizprogramm des Bundesumweltministeriums (MAP) werden Sonnenkollektoren, Pellet-Kessel und Scheitholz-Vergaserkessel mit Zuschüssen gefördert.

Von der Aufstockung profitieren Verbraucher, die ihre Heizungsanlage von Öl und Gas auf Erneuerbare Energien wie Solarwärme und Holzheizungen umstellen wollen. Mit der erhöhten Fördersumme könnten vor allem die bereits in diesem Jahr angehäuften Anträge abgearbeitet werden. Die Verbraucher mussten zum 14.08.2006 einen Förderstopp hinnehmen, nachdem bis August 2006 laut Bundesumweltministerium bereits Anträge für mehr als 160.000 Investitionsvorhaben gestellt und 50 Prozent mehr Vorhaben als im gesamten Jahr 2005 gefördert worden waren. "Das Votum der Regierungskoalition im Bundestag ist ein wichtiger Teilerfolg", erklärt Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie. "Der bisherige Ausbau Erneuerbarer Energien im Wärmebereich kann damit fortgesetzt werden. Jede Heizung, die Erneuerbare Energien einsetzt, macht Deutschland ein Stück unabhängiger von teuren Energieimporten und reduziert den Ausstoß schädlicher Treibhausgase."

Für die Zukunft fordert die Branche der Erneuerbaren Energien eine Umstellung der Förderung. Es sei gut, dass mit der Beschlussfassung des Haushaltsausschusses zunächst eine Basis für das nächste Jahr geschaffen worden sei. Betreiber und Hersteller benötigten aber Investitionssicherheit weit über ein Haushaltsjahr hinaus, so Milan Nitzschke. Schnellstmöglich müsse daher damit begonnen werden, das im Koalitionsvertrag der Bundesregierung bereits vorgesehene Instrument eines regenerativen Wärmegesetzes zu schaffen. Der vom Bundesumweltministerium im Sommer begonnene Konsultationsprozess hierzu müsse daher weiterlaufen und zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden.

Die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Katherina Reiche MdB, die umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marie-Luise Dött MdB und der zuständige Berichterstatter im Haushaltsausschuss, Bernhard Schulte-Drüggelte erklärten in einer gemeinsamen Pressemitteilung, der Beschluss sei ein klares Signal zur Förderung der erneuerbaren Energien im Wärmebereich. Die Erhöhung der Fördersumme schaffe Planungssicherheit für die Antragsteller und die Hersteller.

10.11.2006   Quelle: BSW, BEE, CDU/CSU-Fraktion im Bundestag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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RegioEnergie entwickelt Marktstrategien für Solar- und Bioenergie

Energie mit Photovoltaik und aus Biomasse selbst erzeugen - was einst als sonderbare Idee einiger Öko-Freaks belächelt wurde, hat sich zu einem viel versprechenden jungen Wirtschaftszweig etabliert, vor allem in Baden-Württemberg, berichtet die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg in einer Pressemitteilung. Davon profitierten alle: eine Erhöhung des Anteils regenerativer Energie am Stromverbrauch und Heizwärmebedarf mache Deutschland unabhängiger von der Zulieferung fossiler Energie und schaffe darüber hinaus Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze. Wie Unternehmen und bürgerschaftlich getragene Initiativen solche wirtschaftlichen Prozesse ins Rollen bringen und welche Marktpotenziale sich weiterhin strategisch erschließen lassen, soll das Projekt RegioEnergie klären.  In drei unterschiedlich strukturierten Referenzregionen in Baden-Württemberg (westlicher Bodensee, Nordschwarzwald und Großraum Stuttgart) sollen Potenziale, Markt und Marktpartner im Geschäftsfeld erneuerbare Energien untersucht und Strategien zur Förderung der Branche entwickelt werden. Mit 350.000 Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung dieses Projekt, das durchgeführt wird unter Federführung der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (Prof. Dr. Rainer Luick) zusammen mit der Forschungsgruppe Solarenergienutzung an der Hochschule für Technik Stuttgart (Prof. Dr. Ursula Eicker).


Marktanalyse für Solar- und Bioenergie, Methoden für Neueinsteiger

Um eine nachhaltige regenerative Energieversorgung zu sichern, sollen entlang regionaler und dezentraler Strukturen verbrauchernahe Lösungen mit optimalen Marktstrategien entwickelt werden. Bislang werden solche Vorhaben vor allem von idealistischen Bürgerinitiativen geplant und umgesetzt. Obwohl damit gerade in strukturschwachen, ländlichen Räumen beachtliche Wertschöpfungsketten, Kapitalflüsse und Beschäftigungspotenziale verbunden seien, mangele es häufig an strategischen und ökonomischen Vorbildern, Know-how und finanzieller Unterstützung, so die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg.

Vor diesem Hintergrund will das Forschungsprojekt RegioEnergie eine Analyse des Marktes speziell für Solar- und Bioenergie vornehmen. Anhand der gewonnenen Ergebnisse und durch Rückschlüsse auf erfolgreiche Modelle sollen aussichtsreiche Methoden für Neueinsteiger entwickelt werden. Das Projekt startet am Montag, 13. November, mit einer Auftaktveranstaltung in der Sunways AG Konstanz.

Zu den Wirtschaftspartnern von RegioEnergie gehören die Sunways AG (Konstanz), die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, die Solarcomplex GmbH (Singen), die HEN Holzenergie Nordschwarzwald GmbH (Nagold) die Abfallwirtschaft Landkreis Calw GmbH, die A+S NaturEnergie GmbH (Pfaffenhofen), die KWA Contracting AG (Bietigheim-Bissingen) und die Biopell GmbH mit Sitz in Horb.

Nähere Informationen zum Projekt gibt es unter Telefon 07472/951245 beim Projektteam der Hochschule Rottenburg.

10.11.2006   Quelle: Hochschule Rottenburg   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Dritter Tag des Passivhauses am 12. November

Passivhäuser Heizkosten von rund 100 Euro pro Jahr sprechen für sich.
Passivhäuser Heizkosten von rund 100 Euro pro Jahr sprechen für sich.

Die Informations-Gemeinschaft Passivhaus Deutschland (IG Passivhaus) veranstaltet ihren Mitgliedern und anderen europäischen Passivhaus-Verbänden nun bereits zum dritten Mal den deutschlandweiten und internationalen "Tag des Passivhauses 2006". Ziel dieser Aktion ist es Bauherren, aber auch Fachleute zu überzeugen und für das Passivhaus-Konzept zu begeistern. Das Passivhaus ist keine patentierte Bauweise sondern ein allgemein zugänglicher Baustandard. Passivhäuser sind der weltweit führende Standard für besonders energiesparendes Bauen: Verglichen mit durchschnittlichen Gebäuden im Bestand kommt ein Passivhaus mit nur 5 % der Heizenergie aus.  Gespart wird aber nur beim Verbrauch und keinesfalls am Komfort. Dass Passivhäuser behaglich warm sind ohne viel Heizenergie zu verbrauchen, lässt sich am besten beim Besuch in einem bereits bewohnten Haus erfahren.


Mehrkosten amortisieren sich rasch

Mit dem Tag des Passivhauses soll energieeffizientes Bauen kommuniziert werden, betont das Architekturbüro RONGEN ARCHITEKTEN mit Sitz in Wassenberg in einer Pressemitteilung. Immer mehr Menschen sollen Wege kennenlernen, wie sich Behaglichkeit unabhängig von teuren Energierohstoffen nachhaltig sichern lässt. Experten würden davon ausgehen, dass der Passivhausstandard in naher Zukunft gesetzlich verordneter Standard werde, wie das Niedrigenergiehaus seit 1. Februar 2002. Denn auch unter den Politikern habe sich inzwischen herumgesprochen, dass ein Passivhaus sich schon vom allerersten Tag an rechne. Es dauere eben nicht Jahre, wie vielfach fälschlicherweise angenommen werde, bis sich die investierten Mehrkosten amortisieren. Diese liegen laut RONGEN ARCHITEKTEN gegenüber einem Standardhaus heute –je nach technischer Ausstattung - zwischen 5 % und 10 %. Nehme der Bauherr die besonders günstigen Darlehen, welche die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) für ein Passivhaus gewährt und die vom Land NRW (noch) gewährten Zuschüsse in Anspruch, sei das Passivhaus sogar "billiger" als ein Standardhaus.


Halbwissen hält noch immer Interessierte davon ab, sich näher mit dem Passivhaus-Standard zu beschäftigen

Heizkosten von rund 100 Euro im Jahr sprechen neben höchster Raumluftqualität für sich, betonen RONGEN ARCHITEKTEN. Energieeffizienz gepaart mit erneuerbaren Energien sei die einzig mögliche Antwort auf die weltweit drohende Energieverknappung und den nicht mehr aufzuhaltenden Klimawandel. "Wir stehen in der Verantwortung unseren Kindern und Kindeskindern gegenüber", so der Architekt und Stadtplaner Prof. Ludwig Rongen. Laut Prof. Rongen interessieren sich schon heute viel mehr Bauinteressenten für den Passivhausstandard als allgemein angenommen werde; dennoch halte viel Halbwissen Interessierte davon ab, sich näher mit diesem Baustandard zu beschäftigen. So glaubten fälschlicherweise immer noch Viele, dass man in einem Passivhaus keine Fenster öffnen dürfe


Besichtigungen und Gespräche mit Bewohnern informieren

"Aufklärung ist angesagt, hierzu ist unter anderem der Tag des Passivhauses eine hervorragende Plattform; denn durch die Besichtigung solcher Häuser und Gespräche mit deren Bewohnern und Nutzern kann sich der Besucher ein eigenes Bild machen“, unterstreichet Prof. Rongen, der zu diesem Thema schon mehr als 30 Vorträge im In- und Ausland gehalten hat, so beispielsweise im Mai diese Jahrs auf dem Deutsch-chinesischen Hochtechnologie-Dialogforum in Peking auf persönliche Einladung von Bundeskanzlerin Merkel und des chinesischen Staatspräsidenten Wen Jia Bao. Gemeinsam mit anderen Autoren schreibt er ein Fachbuch zum Klima- und umweltgerechten Bauen in der Volksrepublik China, das im kommenden Jahr in China erscheinen soll.


Auch Altbauten können häufig in den Passivhausstandard überführt werden

Auch Altbauten lassen sich häufig schon heute in den Passivhausstandard überführen. Wenn man bedenke, dass 85 % des gesamten Baubestandes in Deutschland vor 1985 errichtet worden ist und dieser Altbaubestand mehr als 92 % des gesamten Heizenergiebedarfs in Deutschland verbrauche, werde deutlich, dass gerade in der Altbausubstanz ein riesiges Potenzial liegt, Energie zu sparen und damit unsere Umwelt nachhaltig zu schonen, so Prof. Rongen. Wer also daran denkt, demnächst seine Altimmobilie zu modernisieren oder gar neu zu bauen, sollte sich den Zeitraum vom 10.-12. November vormerken. Welche Objekte an diesem Wochenende besichtigt werden können ist zu erfahren unter der Internetadresse http://www.passivhausprojekte.de/projekte.php.

10.11.2006   Quelle: RONGEN ARCHITEKTEN; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: RONGEN ARCHITEKTEN

 

Erneuerbare Energien: Breites Spektrum an Beteiligungsmöglichkeiten zum Jahresende

Ratgeber für Anleger.
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"Die Zeit ist reif für die Bioenergie", so oder ähnlich könnte das Fazit beim Blick in aktuelle Übersichten grüner Fondsbeteiligungen ausfallen, berichtet Daniel Kellermann Betreiber des Informationsportals www.greenvalue.de in einer Pressemitteilung. Zahlreiche neue Initiatoren widmeten sich dem Biogas und das Fondsvolumen eines Angebots habe erstmals ein dreistelliges Millionen-Volumen erreicht. Im Gegensatz zu anderen Biogasfonds setze das Angebot von Doric Asset Management ausschließlich auf eine reine Eigenkapitalfinanzierung und erziele Erlöse aus dem Leasing.   Anders bei traditionellen Fonds, wie sie beispielsweise von der Regensburger Aufwind Schmack GmbH angeboten werden. Die Gesamtfinanzierung basiere dort, wie bei Erneuerbare-Energien-Projekten üblich, zu rund 70 % auf Fremdkapital und die Erlöse des Fonds stammen aus dem Verkauf von Strom und künftig auch Biogas. Interessant seien die vielfältigen Möglichkeiten der Investition in Bioenergie, betont Kellermann: holzartige Biomasse, Biogas, Bioethanol und Biodiesel. Die verschiedenen Initiatoren böten die ganze Bandbreite der Bioenergienutzung an. Die Ausschüttungen lägen teilweise bei über 300 % während der meist 20-jährigen Laufzeit.


Kaum Windenergiebeteiligungen; Photovoltaik-Fonds weniger stark zurückgegangen, nur ein Erdwärme-Fond

Windenergie- und Photovoltaikbeteiligungen setzen laut Kellermann fast ausschließlich auf die Kombination von Eigen- und Fremdkapital. Nach den Boomzeiten des vergangenen Jahres seien am Kapitalmarkt jedoch nur noch wenige Windenergieprojekte zu finden. Eine davon ist der Prokon New Energy Fonds VII der 30 Windenergieanlagen in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt finanziert. Die Zahl der Photovoltaik-Fonds sei gegenüber den Vorjahren weniger stark zurückgegangen. Der Anbieter IBC Solar setzt bei seinen Freiflächen-Projekten auf die Dünnschicht-Modultechnik. Die Freiburger S.A.G. Solarstrom AG bündle im Rahmen des Projekts "Gut Erlasee" 436 zweiachsig nachgeführte Solarstromanlagen, ein Novum im Markt. Die Ausschüttungen in diesen beiden Segmenten schwanken laut Green Value zwischen 200 und 300 %. Wenig Entwicklung gibt es laut Kellermann bei den Geothermie-Fonds. Trotz des gewaltigen Angebots an Erdwärme gebe es nur ein Angebot in diesem Segment. Das in Hannover ansässige Emissionshaus Green Energy plane die Errichtung und den Betrieb eines Kraftwerks am Oberrheingraben, einer Region, die neben dem süddeutschen Molassebecken und der Norddeutschen Tiefebene grundsätzlich für diese Art der Energiegewinnung in Betracht komme. Mehrere Initiatoren seien dem Vernehmen nach mit der Fondskonzeption beschäftigt, doch Investoren müssen sich noch in Geduld üben.


Solarstromanlage auf gepachteten Dächern

Mit dem Wegfall steuerlicher Verrechnungsmöglichkeiten von Verlusten aus geschlossenen Fonds, beginne bei privaten Kapitalanlegern die Suche nach Alternativen, stellt Kellermann fest. Hier böten einige Initiatoren Photovoltaikanlagen an. Durch die gute Teilbarkeit, könnten Einzelanlagen ab wenigen 10.000 Euro Eigenkapital erworben werden. Vorteilhaft seien die gesetzlich geregelten Abschreibungsmöglichkeiten, die von jedem Betreiber in Anspruch genommen werden könnten. Ähnlich wie bei den Solarfonds, sei auch bei solch individuellen Angeboten auf die Standortqualität zu achten. Nicht zu vernachlässigen sei außerdem, dass jeder Betreiber zum Solarstromproduzenten wird. Die Freude der eigenen Anlage auf einem gepachteten Dach könnte durch den zusätzlichen Aufwand bei der Abrechnung mit dem Energieversorger oder der zu erstellenden Umsatzsteuererklärung getrübt werden. Wie bei geschlossenen Fonds sei ratsam, sich vom Anbieter eine Wirtschaftlichkeitsberechnung über die voraussichtliche Betriebszeit der Anlage erstellen zu lassen.


Neuer Trend zu Genussrechten

Und noch ein Trend hin zu Alternativen ist laut Kellermann in den letzten Monaten zu beobachten. Mehr als 10 Genussrechte werden derzeit von verschiedenen Emittenten angeboten. Mit Laufzeiten von 5 bis 15 Jahren werden jährliche Zinsen von bis zu 9 % in Aussicht gestellt. Das Kapital der überwiegenden Anzahl von emittierten Genussrechten fließe in die Stärkung des Eigenkapitals der Unternehmen und werde beispielsweise zur Finanzierung des weiteren Wachstums, zur Erschließung von neuen Märkten oder zur Zwischenfinanzierung von Projekten verwendet. In weit weniger Fällen fließe das Kapital in die Errichtung und den Betrieb von Projekten. Wie bei allen Projekten sei auch bei Genussrechten eine genaue Prüfung des Investitionsvorhabens angeraten, betont Kellermann. Ein Blick in die Leistungsbilanz des Anbieters gebe einen umfassenden Aufschluss über die Ergebnisse der bisher platzierten Fonds.

Der Ratgeber "Erneuerbare Energie Beteiligungen" informiert über Beteiligungen an Photovoltaik-, Windkraft-, Bioenergie- und Geothermiefonds. Das 224-seitige Buch beschreibt die am Markt geläufigen Rechtsformen der GmbH & Co. KG sowie Genussrechte und porträtiert 24 Anbieter.

10.11.2006   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Green Value.
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Potenzialstudie zeigt: Mindestens 57 % der Stromerzeugung in KWK möglich

Spätestens seit dem Energiegipfel steht die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wieder auf der energiepolitischen Tagesordnung. Eine Novellierung des KWK-Gesetzes werde als eine der konkreten Ergebnisse genannt, so der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) in einer Pressemitteilung. Für deren Ausgestaltung hat der B.KWK mit anderen Verbänden gemeinsame Eckpunkte vorgelegt. Nun sei die Politik am Zug. Eine aktuelle Potenzialstudie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums zeige, dass mindestens 57 % der Stromerzeugung in KWK produziert werden könnten.   Die Studie sei Teil der "Hausaufgaben", die den nationalen Regierungen von der EU-KWK-Richtlinie aufgegeben wurden. Die EU-Kommission erwarte nun, dass die in der Studie ebenfalls untersuchten noch bestehende Hemmnisse konsequent abgebaut werden und konkrete Schritte zur Realisierung der Potenziale eingeleitet werden, heißt es in der Pressemitteilung des B.KWK.


Jahreskongress "KONKRETISIERUNG DES ENERGIE-EFFIZIENZZIELS DURCH KWK-AUSBAU"

Auf seinem Jahreskongress am 29. und 30. November 2006 in Berlin beleuchtet der B.KWK am ersten Tag die politischen Rahmenbedingungen und Perspektiven. Am zweiten Tag bietet der Kongress Raum für praktischen Erfahrungsaustausch und die Präsentation von innovativen Projekten. Flankiert wird der Kongress wiederum durch eine Ausstellung von Unternehmen mit KWK-relevanten Produkten und Dienstleistungen.

Weitere Informationen unter
http://www.bkwk.de/aktuelles/veranstaltungen/HTML_Kongress06_Titel.htm

10.11.2006   Quelle: Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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UBA: Lagerung von Treibhausgasen in der Tiefe ist nur eine Übergangslösung

UBA-Papier zur CO2-Speicherung
UBA-Papier zur CO2-Speicherung

Der Ausstoß der Treibhausgase, vor allem von Kohlendioxid (CO2), nimmt weltweit zu. Damit das Klima sich nicht weiter aufheizt, müssen die Treibhausgassemissionen deutlich sinken. Auch Deutschland müsse - wie die übrigen Industrieländer - seine CO2-Emissionen drastisch verringern, so das Umweltbundesamt (UBA) in einer Pressemitteilung. Das UBA hält eine Verminderung um 40 Prozent von 1990 bis 2020 und von 80 Prozent bis 2050 für notwendig. Als eine Maßnahme zu Minderung wird seit einiger Zeit die technische Abscheidung und Speicherung von CO2 in tiefen geologischen Schichten erprobt. Die kommerzielle und industrielle Verfügbarkeit in deutschen Kraftwerken wird ab 2020 erwartet. Zwei kürzlich vom UBA veröffentlichte Studien zeigen die Potenziale, aber auch Grenzen dieser Technik auf. Ein Ergebnis dieser Studien ist, dass es sich allenfalls um eine Übergangslösung handeln kann.
 
Ausbau der erneuerbaren Energien und Steigerung der Energieeffizienz sind wichtiger

Vordringlichste Aufgabe beim Klimaschutz bleibt laut UBA der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz. Voraussetzung für den Einsatz der CO2-Abscheidung und -Speicherung seien strenge Umweltschutzstandards, ausreichend große Speicherkapazitäten und die Gewährleistung der langfristigen Sicherheit. Nach Ansicht des UBA sollte die Verlustrate an CO2 aus den Speichern maximal 0,01 Prozent pro Jahr betragen. Nur so könne ein positiver Klimaschutzeffekt erreicht werden. Auch sei bislang die Frage nach den tatsächlich nutzbaren unterirdischen Speicherpotenzialen nicht ausreichend geklärt. Das UBA zeigt in einem Positionspapier, dass die in Deutschland verfügbaren Speicherkapazitäten rein rechnerisch auf 40 Jahre begrenzt sein könnten.


UBA: Internationalen Energie-Agentur schätzt Potenziale der Erneuerbaren zu pessimistisch, Potenziale der CO2-Abscheidung hingegen zu optimistisch ein

Eine jüngst veröffentlichte Studie der Internationalen Energie-Agentur (IEA) beschäftigt sich ebenfalls mit Techniken zur Vermeidung der CO2-Emissionen. Darin beschreiben die Autoren den Energieverbrauch, wie ihn die IEA bis 2050 gemäß verschiedener Szenarien erwartet. Keines der IEA-Szenarien erreicht das vom UBA formulierte Umwelthandlungsziel einer Verminderung der globalen Treibhausgas-Emissionen um 50 Prozent bis zum Jahr 2050 (Basis 1990). Das UBA hat die IEA-Studie bewertet und kommt zu dem Schluss, dass die Potenziale erneuerbarer Energien zu pessimistisch, die Potenziale der CO2-Abscheidung hingegen zu optimistisch eingeschätzt werden.

Den Abschlussbericht Verfahren zur CO2-Abscheidung und –Speicherung" (2,01MB)"stellt das UBA in Internet zur Verfügung.


Ein Zusammenfassung des Abschlussberichts kann heruntergeladen werden unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-k/3075.pdf

Das UBA-Positionspapier "Technische Abscheidung und Speicherung von CO2 – nur eine Übergangslösung" gibt es als Langfassung.

09.11.2006   Quelle: UBA   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: UBA
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Photovoltaik: ZSW arbeitet an Dünnschichtsolarzellen von der Rolle

Links: CIS-Beschichtungsanlage; rechts: flexibles Modul.
Links: CIS-Beschichtungsanlage; rechts: flexibles Modul.

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden Württemberg (ZSW) will ein neues und effizientes Verfahren zur Herstellung von Dünnschichtsolarmodulen entwickeln, um die Kosten der Solarenergienutzung zu senken. Die aktive Schicht dieser Solarmodule wird aus dem Verbindungshalbleiter Kupfer-Indium-Gallium-Selenid (CIS) bestehen, so das ZSW in einer Pressemitteilung. CIS-Module werden bisher auf dem Trägermaterial Fensterglas in mehreren vakuumtechnischen Schritten sowie dazwischen geschalteten Strukturierungsschritten hergestellt. Diese Prozesse sind teils Durchlaufprozesse, teils Einzelprozesse, bei denen die Trägermaterialien (Substrate) nacheinander bearbeitet werden. Bei dem neuen Produktionsverfahren handelt es sich um ein "Rolle zu Rolle"-Konzept. Dahinter verbirgt sich ein Vorgang, bei dem eine Polymer- oder Metallfolie von einer Rolle abgewickelt wird und verschiedene Zonen durchläuft, in denen die einzelnen dünnen Schichten aufgebracht werden.   Außerdem werden weitere Fertigungs- und Kontrollschritte durchgeführt, bevor die Solar-Folie am anderen Ende der Anlage wieder auf eine Rolle aufgewickelt wird. Der gesamte Prozess kann im Vakuum stattfinden, ohne dass das Material zwischendurch an Luft kommt. Das Ergebnis ist eine Dünnschichtzelle "von der Rolle".

Der kontinuierliche Prozess lasse einerseits eine hohe Qualität erwarten, andererseits würden wegen des Wegfalls von umständlichen Prozessunterbrechungen und Transportvorgängen niedrigere Herstellkosten erwartet, als diese bei den herkömmlichen Verfahren möglich sind, so das ZSW. Das neue Anlagenkonzept erfordere die Entwicklung einer neuen Generation von Verdampfungsquellen für Cu, In, Ga und Se. Die Integration der Strukturierungsschritte in den kontinuierlichen Prozessablauf sei eine weitere Herausforderung, für die bisher nicht etablierte Konzepte erprobt werden müssten, zum Beispiel die Laserstrukturierung im Vakuum.


Produktvarianten für die Raumfahrt; Solardächer aus Metall

Das Verfahren stelle auch höchste Anforderungen an die Prozesskontrolle, da Fehlbeschichtungen zu sehr hohen Ausfällen führen könnten, betont das ZSW. Daher werde in dem Projekt auf die prozessbegleitende Analytik hoher Wert gelegt. Die erforderlichen Messvorrichtungen sollen in die Apparatur integriert und die erforderlichen Regelstrategien entwickelt werden, beispielsweise zur Messung der Schichtzusammensetzung und Schichtdicke durch Röntgenfluoreszenzanalyse. Neben der zu erwartenden Senkung der Herstellungskosten eröffnet dieses neue Produktionsverfahren laut ZSW auch die Möglichkeit neuer Produktvarianten, die mit den bisherigen Möglichkeiten nicht oder nur eingeschränkt realisiert werden konnten. Dazu gehören leichtgewichtige Module für die Raumfahrt, robuste und flexible Module für vielfältige Anwendungen im Freizeitbereich und in Kombination mit Metallbahnen kostengünstige und leichte Solardächer.

Das Bundesumweltministerium (BMU) stellt für dieses Projekt rund 3,1 Millionen Euro zur Verfügung. Darüber hinaus müssen für die Entwicklung der Verfahrenschritte weitere Mittel aus anderen Quellen eingesetzt werden.

09.11.2006   Quelle: Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ZSW
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Schweiz: Solarwärme weiterhin stark im Aufschwung

Neue Solarwärmeanlage auf einem Schweizer Dach.
Neue Solarwärmeanlage auf einem Schweizer Dach.

Die Verkäufe von Sonnenkollektoren für Warmwasser und Heizung in der Schweiz erreichten im ersten Halbjahr 2006 rund 62 % des Vorjahres. Das berichtet der Schweizerische Fachverband für Sonnenenergie (Swissolar) in einer Pressemitteilung. Wenn sich der Trend fortsetze, erwartet SWISSOLAR für 2006 ein Marktwachstum von rund 25 % - beinahe gleich viel wie im Vorjahr (26 %).  An der von dem Solarenergie-Fachverband SWISSOLAR angestoßenen Markterhebung beteiligten sich die 14 wichtigsten Hersteller und Importeure. Schweizer Investoren setzen laut Swissolar zunehmend auf Wärme aus der Sonne, weil es sich in vielerlei Hinsicht lohne. Die Anlagen bewährten sich mindestens 20 Jahre. Die Sonne scheine weiterhin gratis, auch wenn der Öl- und Gaspreis steigt. Sonnenkollektoren für Warmwasser und Heizung lassen sich mit allen anderen Energiequellen kombinieren, betont Swisssolar.


Steuervergünstigungen und Zuschüsse von Kanton oder Gemeinde

Der nachträgliche Einbau könne von der Steuer abgezogen werden und Zuschüsse von Kanton oder Gemeinde senkten vielerorts die Investitionskosten deutlich. Damit sich der erfreuliche Zuwachs in der Solarbranche fortsetze, brauche es klare Signale seitens der Politik, so Swissolar. Dazu gehöre die rasche Einführung der schon lange angekündigten CO2-Abgabe auf Brennstoffe. Diese sei umso mehr gerechtfertigt, als die Schweiz in Europa immer noch das billigste Heizöl habe und damit ungenügende Anreize fürs Energiesparen und den Einsatz erneuerbarer Energien gebe.

Weitere Informationen: http://www.swissolar.ch

09.11.2006   Quelle: Swissolar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Swissolar.
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Blanke Meier Evers gewinnt ersten Prozess um Offshore-Windpark "Baltic I"

Mit Beschluss vom 18. Oktober 2006 habe das Verwaltungsgericht Greifswald zu Gunsten des Betreibers des Offshore-Windparks "Baltic I" entschieden, berichtet die Anwaltskanzlei Blanke Meier Evers in einer Pressemitteilung. Geklagt hatten mehrere Gemeinden und Privatpersonen sowie der Naturschutzbund Deutschland (NABU). Sie argumentierten, dass der Betrieb des geplanten und bereits genehmigten Windparks mit einundzwanzig Offshore-Windkraftanlagen die Wirtschaft der Kommunen nachhaltig beieinträchtige, besonders den Tourismus.   Darüber hinaus seien Auswirkungen auf die Natur zu befürchten, speziell auf den Vogelzug. Das Gericht entschied laut Blanke Meier Evers, dass eine Rechtsverletzung der Kläger bereits zum Beginn des Baus nicht möglich sei. Es habe ausgeführt, dass die Errichtung von Windkraftanlagen in einer Entfernung von zirka 15 Kilometern nicht zu den von den Klägern prognostizierten Szenarien führe und daher von der behaupteten Belastung keine Rede sein könne.


Erste Entscheidung über Offshore-Windkraftanlagen im Küstenmeer

Hierbei handle es sich um die erste Entscheidung, die sich mit der Zulässigkeit von Offshore-Windkraftanlagen im Küstenmeer befasst, betonen die Anwälte. "Die vorliegende Entscheidung zeigt, dass sich auch die küstennahen Gebiete grundsätzlich für die Offshore-Windenergie-Nutzung eignen", kommentiert Dazu Dr. Andreas Hinsch, zuständiger Anwalt der Kanzlei Blanke Meier Evers. Voraussetzung sei allerdings, dass in diesen naturschutzrechtlich sensiblen Bereich rechtlich und planerisch gründlich gearbeitet wird. Damit zeige die Kanzlei, wie durch die dauerhafte Beratung das Genehmigungsverfahren optimal vorbereitet und durchgeführt werden kann.

09.11.2006   Quelle: BLANKE MEIER EVERS   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solarstrom: 2005 wurden 912 MW Photovoltaik-Leistung in Deutschland installiert

Installierte PV-Leistung Ende 2005.
Installierte PV-Leistung Ende 2005.

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland neue Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 912 Megawatt (MW) installiert, berichtet das Solarstrom-Magazin PHOTON in seiner aktuellen November-Ausgabe. 2004 waren es 597 MW. Die Zahlen seien deutlich höher als bisher angenommen. Eine neue Datenbasis erlaube nun sichere Aussagen. Alle in Deutschland auf Dächern und Freiflächen installierten Solarstromanlagen trugen laut Photon im Jahr 2005 mit insgesamt 0,26 Prozent zur deutschen Stromproduktion bei.   Allein in Bayern wurden im vergangenen Jahr 419 MW Solarstromleistung installiert: das ist mehr als in den weltweit zweit- und drittgrößten Märkten Japan (290 MW) und USA (100 MW) zusammen.


Bayern beim Solarstrom vor den USA und Japan – Hälfte der deutschen Einspeisevergütung fließt in den Freistaat.

"Dieser hohe Zubau dürfte Ministerpräsident Stoiber freuen. Vielleicht schon 2006 werden bundesweit bei allen Stromverbrauchern rund eine Milliarde Euro für die Solarstromvergütung eingesammelt. Rund die Hälfte davon wird dann an bayerische Anlagenbetreiber überwiesen, die es wieder in den regionalen Wirtschaftskreislauf investieren können", kommentiert PHOTON-Chefredakteurin Anne Kreutzmann.


Zubauzahlen für Deutschland von den Netzbetreibern bestätigt

Die von PHOTON veröffentlichten Zubauzahlen für Deutschland und die einzelnen Bundesländer sind nach Angaben des Magazins aufgrund schriftlicher Bestätigungen von über 90 Prozent aller deutschen Netzbetreiber nachgewiesen. Sie basierten nicht auf Hochrechnungen oder Schätzungen. Alle Netzbetreiber, von denen PHOTON keine Auskunft vorliege, seien in den Zahlen nicht berücksichtigt worden. Wenn man die noch ausstehenden Zahlen als Hochrechnung mit einbeziehe, komme man auf einen Zubau von 675 MW im Jahr 2004 und 993 MW im Jahr 2005.


Rückgang des Zubaus im laufenden Jahr erwartet

PHOTON erhebt seit gut einem Jahr eigene Zahlen zur Installation von Solarstromanlagen in Deutschland. Bisher ging PHOTON für 2005 von einer Stagnation des Zubaus in Deutschland aus. Allerdings zeigte sich jetzt: Während in den weniger sonnigen Bundesländern die neu installierte Leistung stagnierte oder sich der Zubau auf niedrigem Niveau abspielte, ging der Zubau in Baden-Württemberg und Bayern steil nach oben. Für 2006 rechnet PHOTON hingegen mit einem deutlichen Rückgang des Zubaus auf rund 700 MW.


Landwirtschaft baut weniger Solarstromanlagen - Photon rät, Preisrutsch abzuwarten

Dafür sprechen nach Einschätzung des Solarstrom-Magazins die massiven Rückgänge des Zubaus bei der größten Kundengruppe der Solarbranche, der Landwirtschaft, sowie die sich häufenden Informationen über hohe Lagerbestände an Solarmodulen, welche zum aktuellen Preisniveau nicht verkäuflich seien. Bei einem baldigen massiven Preisrutsch bei Solarmodulen könnte es allerdings zu hohen Installationszahlen im November und Dezember kommen, erwartet PHOTON. Die Zeitschrift empfiehlt Hauseigentümern aufgrund der oftmals noch deutlich zu hohen Preise, mit ihrer Investition in eine Solaranlage den von Marktteilnehmern prognostizierten massiven Preisrutsch abzuwarten.


08.11.2006   Quelle: PHOTON, Solar Verlag   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Photon
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Solarzellenhersteller Q-Cells auf Nachwuchssuche

Neue Wege bei der Suche nach hoch qualifizierten Nachwuchskräften für ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilung beschritt die Q-Cells AG. Der Solarzellenproduzent aus Thalheim bei Wolfen (Sachsen-Anhalt) gab interessierten Naturwissenschaftlern und Ingenieuren auf einem mehrtägigen "PV-Try-Out"-Seminar Gelegenheit, die Photovoltaik-Branche und das Unternehmen kennen zu lernen.   Das Programm umfasste neben einführenden Vorträgen zur Solarbranche, zur Produktion von Solarzellen und zu den Aufgaben der Abteilung Business Development sowie einer Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden Anton Milner ein von Q-Cells entwickeltes „PV-Try-Out“-Planspiel.


Wettbewerb um qualifizierte Nachwuchskräfte wird härter

"Der Wettbewerb um die besten Köpfe in der Branche wird härter", begründet Dr. Florian Holzapfel, Managing Director Technology der Q-Cells AG, diese neuartige Ansprache der Nachwuchswissenschaftler. "Da wir unsere marktführende Position nur über technologischen Vorsprung und intensive Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen halten und ausbauen können, hat die Ansprache qualifizierter Nachwuchskräfte einen hohen Stellenwert", betont Dr. Holzapfel.


Interessante Arbeitsmöglichkeiten in einem attraktiven Wohn- und Lebensumfeld

Dabei werbe Q-Cells nicht nur mit den interessanten Arbeitsmöglichkeiten beim weltweit größten unabhängigen Hersteller von Solarzellen, sondern auch mit einem attraktiven Wohn- und Lebensumfeld. Neben Thalheim und Bitterfeld lernten die Teilnehmer daher auch die nahe gelegene Großstadt Leipzig und deren kulturelles Angebot kennen. "Wir stehen in einer weltweiten Standortkonkurrenz, nicht nur mit anderen Regionen Deutschlands, sondern zunehmend auch mit attraktiven Ländern wie Spanien oder Kalifornien. Da müssen wir schon einiges bieten, daher binden wir Leipzig als möglichen Wohnort von Anfang an mit ein", begründet Holzapfel diesen Programmteil. Bereits heute wohnen die meisten Q-Cells-Technologen in der sächsischen Metropole.

08.11.2006   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Gesellschaft für Netzintegration: Netzüberlastung nicht durch Windstrom verursacht

Eine erste Fehleranalyse an repräsentativen GENI-Windkraftanlagen zeige, dass die Stromnetz-Störung in der Nacht vom 4. zum 5. November 2006 nicht durch die Windeinspeisung verursacht wurde, berichtet die Gesellschaft für Netzintegration e.V. (GENI) in einer Pressemitteilung. Vielmehr hätten und die Windenergie-Anlagen dazu beigetragen, den Blackout zu beseitigen. Untersucht wurden laut GENI vier Windparks mit einer Gesamtleistung von 105 Megawatt. Darunter das Windfeld Weenermoor zirka 30 Kilometer nördlich von Papenburg, dem vermuteten Zentrum der Störung im Stromnetz. Die Auswertung der alle 10 Minuten erfassten Daten zeige erstens, dass die Windkraftanlagen bis zu dem Frequenzanstieg durch den Störfall im normalen Betrieb liefen und dann nach 22.10 Uhr durch das vom Netzbetreiber vorgeschriebene Anlagenschutzsystem vom Stromnetz getrennt wurden.  Die Daten zeigen laut GENI zum zweiten, dass die Einspeiseleistung zum Zeitpunkt des Störfalles in Weenermoor bei 21,5 Prozent lag. Auch bei den anderen untersuchten Windparks in Niedersachsen habe sie zwischen 17 und 27 Prozent der maximalen Leistung gelegen. Dies decke sich mit den Angaben von E.ON-Netz, dass zum Zeitpunkt des Störfalles 3.310 Megawatt bei einer Gesamtleistung von über 7.600 Megawatt im E.ON-Netzgebiet eingespeist wurden. "Von einer Netzüberlastung durch Windstrom kann also keine Rede sein", betont die GENI.


Verstärkte Netzintegration erneuerbarer Energien kann Störungen künftig schneller beseitigen oder gar vermeiden

Der Stromausfall, von dem über 10 Millionen Europäer betroffen waren, führte zu Abschaltungen von Kraftwerken in ganz Deutschland. Um die Netzfrequenz so schnell wie möglich zu stabilisieren und die Versorgungssicherheit wieder herzustellen, seien schnellstartfähige Kraftwerkseinheiten nötig, so die GENI. Im 500 Kilometer von der Störstelle entfernten Magdeburg habe ein in dieser Untersuchung geprüfter Windpark bereits 25 Minuten nach der Störung wieder die Ausgangsleistung von 45 Megawatt liefern können. Kein thermisches Kraftwerk sei dazu in der Lage. GENI-Vorsitzender Jörg Müller kommentiert: "Eine verstärkte Netzintegration erneuerbarer Energien durch die Bereitstellung und den Abruf von Online-Einspeisedaten und Systemdienstleistungen kann dazu führen, Störungen künftig schneller zu beseitigen oder gar von vorneherein zu vermeiden. Die Windkraftbetreiber müssen dazu in die Lage versetzt werden, die nötigen Investitionen vornehmen zu können."

08.11.2006   Quelle: GENI – Gesellschaft für Netzintegration e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarmodul-Hersteller aleo solar: Gewinn halbiert; Wachstumsprognose korrigiert

Der Umsatz der aleo solar AG ist in den ersten neun Monaten 2006 auf 78,9 Millionen Euro gestiegen, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung (Vergleichzeitraum 2005: 76,6 Millionen Euro). Zehn Prozent davon wurden im Ausland erzielt, im Vorjahreszeitraum sei es gerade einmal ein Prozent gewesen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug nach Angaben des Unternehmens 5,7 Millionen Euro; im Vorjahreszeitraum waren es 12,8 Millionen Euro. Im dritten Quartal 2006 seien in Deutschland weniger Solarmodule verkauft als aleo solar erwartet hatte. Gestiegene Einkaufspreise für Solarzellen und der gesunkene Verkaufspreis für Solarmodule beeinflussten das Ergebnis, betont das Unternehmen.  Trotz der Erfolge im internationalen Geschäft passe aleo solar deshalb die Prognose für das Gesamtjahr 2006 an: Das Unternehmen plane den Umsatz von 106,9 Millionen Euro im Jahr 2005 auf 116 Millionen Euro im laufenden Jahr zu steigern. Bisher seien über 25 Prozent Wachstum geplant gewesen. aleo solar habe auf die veränderte Marktsituation bereits reagiert und die Preise für Solarmodule im vierten Quartal gesenkt und den Vertrieb verstärkt.


EBIT-Marge zwischen 6 und 7 Prozent erwartet, stärkere internationale Ausrichtung geplant

Bisher sei aleo davon ausgegangen, dass die Jahresziele durch ein starkes viertes Quartal erreicht werden könnten. Jetzt ergebe die Auswertung der Verkaufszahlen im Oktober ein verändertes Bild: Nachdem die Diskussion in Deutschland um Modulpreise im Juli/August zu einem abrupten Rückgang der Nachfrage geführt habe, legte anschließend der Absatz bei aleo solar wieder stetig zu; besonders im Oktober verzeichnete das Unternehmen einen deutlichen Anstieg der Kundenanfragen. Allerdings habe das bislang noch nicht im erwarteten Maße zu Aufträgen geführt. Hinzu komme, dass sich für dieses Jahr geplante Umsätze aus Verträgen mit spanischen Kunden teilweise in das erste Quartal 2007 verschieben würden. Für das Gesamtjahr 2006 geht aleo solar von einer EBIT-Marge zwischen 6 und 7 Prozent aus. Aleo solar will ihre Position im internationalen Markt weiter ausbauen, um zunehmend unabhängig vom deutschen Markt zu werden.

07.11.2006   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

SFV: Blackout im Stromnetz - kein Verschulden der Windenergie

In der Nacht vom 4. zum 5. November gab es kurz vor Mitternacht das, was bisher von den Deutschen Stromversorgern als ausgeschlossen bezeichnet worden sei - einen von Deutschland ausgehenden, etwa eineinhalbstündigen kritischen Zustand mit mehreren Blackouts in weiten Teilen des Europäischen Stromnetzes, so der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) in einer Pressemitteilung. Nach ersten Darstellungen sei der Auslöser für den Vorgang die planmäßige kurzfristige Abschaltung einer Höchstspannungsleitung über die Ems gewesen. Die vollständige Aufklärung des Vorfalls werde voraussichtlich noch bis zum Monatsende dauern. Ein großes Kreuzfahrtschiff mit hohen Aufbauten sollte auf dem Weg von der Meyer-Werft in Papenburg zur Nordsee ungefährdet unter der Leitung hindurch fahren können. Dann sei das Europäische Verbundnetz in einen nordöstlichen Teil mit Leistungsüberschuss und einen südwestlichen Teil mit Leistungsdefizit zerfallen. "Reflexartig deuteten die Gegner der erneuerbaren Energien bereits wenige Stunden nach dem Vorfall ein mögliches Verschulden der Windenergie an. Die Medien gaben diese Vermutungen ungeprüft weiter", kritisiert der SFV. Doch von einem Verschulden der Windenergie könne keine Rede sein.  Es habe sich vielmehr um ein Verteilungsproblem gehandelt, genauer gesagt um ein Netzproblem.


SFV: Fehlender Windstrom aus Norddeutschland hat möglicherweise zu einem Leistungsdefizit im Südwesten geführt

Der Wind in Nord- und Ostdeutschland sei keineswegs stürmisch gewesen, sondern eher mäßig, betont der SFV. Die Windparks in Nord und Ostdeutschland lieferten somit nicht außergewöhnlich viel, sondern eher durchschnittlich Elektrizität. Der von ihnen in das Netz eingespeiste Strom habe jedoch wegen der Netztrennung an der Ems und wegen der Überlastung anderer Transportleitungen nicht mehr in den Südwesten Europas weitergeleitet werden können. Im Westen und Süden fehlte somit der Windstrom aus Norddeutschland, mit dem man entsprechend der Windvorhersage hätte rechnen können. Das habe möglicherweise zu dem Leistungsdefizit im Südwesten geführt, so der SFV.


Nutzung der Wind- und Solarenergie in allen Regionen Deutschlands

"Wer, wie wir, für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien plädiert, kann diesen Vorgang als eine dringende Warnung verstehen, den weiteren Ausbau der Windkraft auch im Süden, das heißt im Binnenland nicht zu vernachlässigen. Bei einem konzentrierten Ausbau der Windenergie nur in Küstennähe würde andernfalls die Abhängigkeit von den Transportnetzen immer höher. Unsere Forderung lautet deshalb: Kurze Wege vom Erzeuger zum Verbraucher durch Dezentralisierung, Windenergie und Solarenergie in allen Regionen Deutschlands!", heißt es in der SFV-Pressemitteilung.

In wirtschaftspolitischer Hinsicht stellt sich laut SFV die Frage, warum die Netzbetreiber die Transportleitungen nicht mit einem großzügigen Sicherheitszuschlag dimensionierten, wie es bei allen sicherheitsrelevanten technischen Einrichtungen üblich sei. Die Antwort sei peinlich für den Gesetzgeber, merkt der SFV an. Da die Haftung der Netzbetreiber für die Folgen von Stromausfällen in der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Elektrizitätsversorgung (AVB, EltV) sowie in der nachfolgenden Netzanschlussverordnung gesetzlich bis auf einen geringen Restbetrag eingeschränkt sei, gingen die Netzbetreiber kaum ein finanzielles Risiko mehr ein, wenn sie bei der Unterhaltung und Verbesserung ihrer Stromleitungen nur noch das Allernotwendigste unternehmen, stellt der SFV fest. Wirtschaftlicher Druck durch eine volle Haftpflicht im Schadensfall und eine straffe staatliche Aufsicht über den Netzbetrieb auch in technischer Hinsicht erweise sich immer mehr als eine dringende Notwendigkeit.



Eine Information der "Union for the Co-ordination of Transmission of Electricity" (UCTE) zum Blackout gibt es im Internet unter http://www.ucte.org/pdf/News/20061105-Disturbance.pdf.

Einen ausführlichen erläuternden Kommentar zu den großen Blackouts in Italien und im Münsterland bietet der SFV unter http://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/blackout.htm.

07.11.2006   Quelle: SFV   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Sharp baut Solarzellenproduktion auf 600 Megawatt aus

Sharp-Produktion im japanischen Katsuragi.
Sharp-Produktion im japanischen Katsuragi.

Die Sharp Corporation hat die jährliche Fertigungskapazität für Solarzellen in ihrem japanischen Werk in Katsuragi (Präfektur Nara) um 100 Megawatt (MW) erweitert, um die wachsende Nachfrage in Japan und im Ausland zu decken. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die neue Fertigungslinie soll noch im November 2006 in vollem Umfang arbeiten. Mit dieser Erweiterung steigt die Solarzellenproduktionskapazität im Werk Katsuragi auf 600 MW pro Jahr, die größte Solarzellenfertigung weltweit.  Die Investitionskosten beziffert Sharp mit umgerechnet rund 25 Millionen US-Dollar. Trotz der Bedenken hinsichtlich der Knappheit von Solar-Silizium auf dem Weltmarkt wachse in Japan der industrielle Einsatz von Solarstromsystemen und die Integration von PV-Anlagen durch Bauträger nehme deutlich zu. Auch in Europa und in den USA wachse die Nachfrage aufgrund von Förderprogrammen und Einspeisevergütungen weiter, besonders für die kommerzielle Solarstromproduktion.

Um den Rohstoff effektiver zu nutzen, arbeitet Sharp an noch dünneren und besseren Dünnschicht-Solarzellen, die mit einem Bruchteil des bisher für Solarzellen benötigen Siliziums auskommen. Zugleich werden laut Sharp hoch effiziente Produktionsanlagen errichtet und bestehende Fertigungslinien auf den neuesten Stand gebracht. Künftig will Sharp sein Solarenergie-Geschäft noch weiter ausbauen, das ein enormes Potenzial habe, da mit der Photovoltaik Strom erzeugt wird, der die Umwelt nicht belastet.

07.11.2006   Quelle: Sharp Corporation   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sharp Corporation
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7. Forum Solarpraxis: Experten diskutieren Trends im Solartechnik-Markt

Im Mittelpunkt des 7. Forums Solarpraxis stehen Strategien, mit denen das Marktwachstum der Solarbranche stabilisiert und ausgebaut werden kann, berichtet die Solarpraxis AG in einer Pressemitteilung. Experten werden am 16. und 17. November 2006 in Berlin über die Rolle der Solartechnik innerhalb der nationalen Energiepolitik, die nationale und internationale Marktentwicklung sowie Finanzierungs-, Marketing- und Verkaufsstrategien diskutieren. Das 7. Forum Solarpraxis steht unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. 
Marktentwicklung, Visionen und Strategien

Eröffnet wird der Kongress durch den Parlamentarischen Staatsekretär Michael Müller. Er stellt die internationalen und nationalen Entwicklungen vor und erläutert die Visionen und Strategien des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Dr. Karl Kellner von der Generaldirektion Energie und Verkehr der Europäischen Kommission (DG TREN), berichtet über die aktuellen Vorhaben der EU zur Marktentwicklung der Solartechnik. Armin Sandhoevel von der Dresdner Bank diskutiert über die Entwicklungen des Solarmarktes aus Finanzsicht. Weitere Redner der hochkarätig besuchten Veranstaltung sind unter anderem: Murray Cameron, European Photovoltaic Industry Federation (EPIA), Markus Wörz vom Auswärtigen Amt sowie Dr. Simon Koppers aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Parallel zum Forum finden Analystenkonferenzen führender Solarunternehmen statt, etwa der Q-Cells AG, der Conergy AG und der Solon AG.

Karl-Heinz Remmers, Vorstand der Solarpraxis AG, unterstreicht die Bedeutung des Know-how-Transfers: "Wer sein Wissen permanent auf den neuesten Stand bringt, verschafft sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz. Auf unserem 7. Forum Solarpraxis profitieren die Teilnehmer von der Erfahrung nationaler und internationaler Experten aus der Solarbranche und erhalten so eine verlässliche Grundlage für die Weiterentwicklung ihrer Unternehmensstrategien. Außerdem bietet das Forum eine optimale Plattform zu Schaffung neuer Kundenkontakte."

Der Kongress bringt Vertreter aus Politik, Finanzwelt und Beratern zusammen und richtet sich an Geschäftsführer und leitende Mitarbeiter von Solartechnikherstellern und Großhändler sowie Berater, Politik und Fachpresse.

07.11.2006   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Gabriel zur Wettbewerbsinitiative von E.ON: Wir nehmen die Energieversorger beim Wort

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat den Vorstoß des Energieversorgungsunternehmens E.ON, den Zutritt neuer Wettbewerber auf den Energiemarkt zu erleichtern, als Schritt in die richtige Richtung begrüßt. Er betonte jedoch, dass weitere Schritte folgen müssten. "Wir nehmen die Energieversorgungsunternehmen beim Wort. Wettbewerb und Konkurrenz auf dem Energiemarkt müssen Realität werden. Deswegen müssen die dafür notwendigen Schritte geltendes Recht werden und können nicht die Initiative eines Unternehmens bleiben", so der Bundesumweltminister.  E.ON hatte angekündigt, in seinem Netzbereich solle in Zukunft jeder Wettbewerber zügig den nötigen Netzanschluss erhalten. Mögliche Netzengpässe würden durch eine verringerte Einspeisung aller Kraftwerke im Netzgebiet ausgeglichen, das gelte auch für die E.ON-Anlagen. Zugleich kündigte das Unternehmen den Ausbau von grenzüberschreitenden Stromnetzen an.


Anpassung des Energiewirtschaftsgesetzes erwogen

Gabriel sagte, das Ziel müsse ein dauerhafter Wettbewerb auf dem Energiemarkt sein: "Wir brauchen neue Marktstrukturen, die funktionierenden Wettbewerb zulassen. Deswegen müssen wir die verbliebenen Hindernisse für neue Anbieter dauerhaft abschaffen. Wir werden in diesem Zusammenhang die Vorschläge von E.ON prüfen. Wenn hierfür eine Anpassung des Energiewirtschaftsgesetzes und der dazu gehörigen Verordnungen notwendig ist, dann werde ich hierfür die Initiative ergreifen", kündigte Gabriel an. Hintergrund der aktuellen Debatte über mehr Wettbewerb im Energiemarkt ist die Tatsache, dass trotz der 2005 neu eingeführten Regulierung des Energiemarktes viele Hindernisse für den Zutritt neuer Anbieter verblieben sind. Nur die Erhöhung des Angebotes und die Konkurrenz der Anbieter auf dem Strom- und Gasmarkt könne aber nachhaltig für wettbewerbsfähige Preise sorgen, heißt es in der Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums.


Brüsseler Initiative Trennung von Stromnetzeigentümern und Kraftwerksbesitzern droht

"Ich erwarte, dass nun auch die anderen großen Energieversorger Vorschläge unterbreiten, wie sie mehr Wettbewerb auf den Energiemärkten schaffen wollen. Denn eins ist klar: So, wie sich die Situation darstellt, kann es nicht bleiben“, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Den Energieunternehmen müsse klar sein, dass von der EU-Kommission aus Brüssel eine Initiative zur eigentumsrechtlichen Trennung von Stromnetzeigentümern und Kraftwerksbesitzern drohe, wenn in Deutschland nicht rasch Zeichen für eine Verbesserung der Wettbewerbssituation erkennbar würden.

07.11.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Conergy festigt solare Marktführerschaft in der Schweiz durch Übernahme

Solarstromfassade der US-Botschaft in Genf.
Solarstromfassade der US-Botschaft in Genf.

Durch die 100%-ige Übernahme der voll profitablen Vögelin GmbH baut die börsennotierte Conergy Gruppe ihre solare Marktposition in der Schweiz weiter aus, berichtet die Conergy AG (Hamburg) in einer Pressemitteilung. Bereits seit 1998 sei die Conergy Gruppe durch ihre Tochtergesellschaft SunTechnics Fabrisolar sowohl bei der solaren Systemintegration als auch im solaren Handelsgeschäft über die AET Swiss im Schweizer Photovoltaikmarkt führend. Zu den zahlreichen preisgekrönten Referenzprojekten zählen unter anderem die architektonisch höchst anspruchsvollen fassadenintegrierten Solarstromanlagen der Piz Nair Bergstation in St. Moritz sowie die US-Botschaft in Genf.   Bereits im Frühjahr dieses Jahres sei durch die Integration der hoch innovativen Enerbus-Technologie der Genfer Aqua’quitus und ERTE SA der Einstieg in die solare Haustechnik gelungen.


Flachkollektoren und Drain-back-Systeme

Mit der Vögelin GmbH wachse die Conergy Gruppe nun auch zum führenden solarthermischen Systemanbieter in der Schweiz. Seit ihrer Gründung 1988 hat sich Vögelin laut Conergy mit ihrem 12köpfigen Team um den Gründer und Geschäftsführer Daniel Vögelin besonders durch ihren serviceorientierten Verkauf von solaren Flachkollektoren und Drain-back-Systemtechnologien einen Namen gemacht und 2005 einen Umsatz von 4 Millionen Euro erwirtschaftet. "Dank des Zugangs zu den vielseitigen regenerativen Produktlinien der Conergy für Strom, Wärme oder Kühlung können wir unseren Kunden nun noch wesentlich effizientere Systemlösungen anbieten und dabei die Vorteile unterschiedlicher Technologien kombinieren", erklärt Daniel Vögelin, der künftig die Geschäftsaktivität von Conergy in der Schweiz leiten wird.


Gesamtumsatz in der Schweiz soll mehr als verdoppelt werden

"Dank unseres konsequenten Vertriebsausbaus und der Übernahme von Vögelin können wir ausgezeichnete Synergien zum Beispiel mit unserer im Sommer erworbenen belgischen Tochter IZEN realisieren, die auf die Produktion von Drain-back-Systemtechnologien spezialisiert ist", so Hans-Martin Rüter, CEO und Gründer der Conergy AG. "Auch in der Bündelung der Vertriebsaktivitäten der AET Swiss und der Vögelin GmbH unter dem Markennamen Conergy sehen wir klare Wettbewerbsvorteile im Schweizer Solarmarkt um unsere Marktposition weiter zu festigen, ergänzt Rüter. Conergy sei auf dem besten Weg ihren Gesamtumsatz in der Schweiz auf rund 20 Millionen Euro mehr als zu verdoppeln.

06.11.2006   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SunTechnics Solartechnik GmbH.
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"Klimapoker unter afrikanischer Sonne": WWF fordert Unterstützung für Entwicklungsländer

Am 06.11.2006 begann in Nairobi die nächste Verhandlungsrunde im internationalen Klimaschutz. Wieder werden sich mehr als 5000 Delegierte aus aller Welt den Kopf darüber zerbrechen, wie man die Welt vor dem Klimachaos bewahren kann. "Es kommt jetzt darauf an, den Rahmen zu schaffen, damit Klimaschutz nach dem Auslaufen der ersten Phase des Kyoto-Protokolls im Jahr 2012 anspruchsvoller fortgeführt wird. Vielen technischen Details soll ein Feinschliff gegeben werden", sagt Regine Günther, Leiterin des Klimareferats beim WWF. Wichtigster Tagesordnungspunkt sei die Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen endgültig zu klären, etwa den Bau von Deichen. Zwar habe man die Gründung eines so genannten "Adaptation Funds" beschlossen, doch gebe es nach wie vor Unklarheiten wie die ärmsten Länder auf diese Mittel Zugriff erhalten.  Vor diesem Hintergrund sei die kenianische Hauptstadt als Tagungsort gut gewählt. Die Delegierten dürften einen Vorgeschmack erhalten, was viele Regionen der Welt erwarte, wenn es nicht gelinge, den globalen Anstieg der Temperatur unter zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen, so der WWF.


Die ärmsten Länder sind nicht in der Lage, die Bedrohung alleine in den Griff zu bekommen

Ein jetzt vorgelegter WWF-Report verdeutliche, wie Afrika schon heute unter dem Klimawandel ächzt. Im vergangenen Jahrhundert seien die Durchschnittstemperaturen auf dem schwarzen Kontinent um 0,7 Grad Celsius angestiegen. Für die Zukunft rechnen die Wissenschaftler mit einer weiteren Erwärmung von bis zu einem halben Grad alle zehn Jahre. Sintflutartige Niederschläge in Regenzeiten im Wechsel mit noch schlimmeren Dürren dürften die Folgen sein. Schnee am Kilimandscharo wird es kaum noch geben. Die Gletscher auf dem Dach Afrikas sind seit Jahrzehnten auf dem Rückzug. "Die ärmsten Länder der Welt sind nicht in der Lage, die Bedrohung alleine in den Griff zu bekommen. Wassermangel, Hungersnöte und die Ausbreitung von Krankheiten werden sich durch den Klimawandel verschärfen", befürchtet Regine Günther. Die Naturschutzorganisation fordert die Verursacher des Problems, also in erster Linie die Industrieländer, auf, entsprechende Mittel bereitzustellen, um die Folgen des Klimawandels zu mildern. Gerade Länder, die besonders unter dem Klimawandel leiden, benötigten finanzielle Unterstützung, um sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen.


Entwicklungsländer sollen erneuerbare Energien ausbauen und weniger Wälder abholzen

In Afrika reicht das Spektrum an nötigen Maßnahmen laut WWF von Sturm-Frühwarnsystemen bis hin zum Aufbau effizienter Bewässerung. Der Klimawandel sei ein globales Problem, betont der WWF. Daher werde es bei den Verhandlungen darum gehen, einen möglichst gerechten Beitrag der verschiedenen Länder festzulegen. Der WWF fordert von den Industriestaaten ein eindeutiges Bekenntnis, die CO2 Emissionen nach 2012 absolut deutlich schärfer zu reduzieren. Der Beitrag von Entwicklungsländern zum Klimaschutz könne in der zweiten Verpflichtungsperiode unterschiedlich gestaltet sein. Die Spanne reiche vom verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien bis zur deutlichen Reduktion des Abholzens ihrer Wälder.

06.11.2006   Quelle: WWF World Wide Fund For Nature   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Stromausfälle in Europa: Pflanzenölkraftwerke als zusätzlicher Sicherheitsfaktor

Am vergangenen Wochenende, kam es wieder in großen Teilen von Deutschland und Europa zu Stromausfällen. Wieder ist die Diskussion entbrannt, ob unsere Netzsicherheit und damit die Qualität unseres Stromnetzes ausreichend ist. Diese Frage sei mit Ja zu beantworten, jedoch könne ein Ausfall von Netzteilen oder Kraftwerken das Netz in eine problematische Zone bringen, warnt die EUROENERGIE AG (Hamburg ) in einer Pressemitteilung. Wegen zentralisierter Kraftwerke und der großen zu überwindenden Distanzen im Übertragungsnetz sei auf maximale Sicherheit im Übertragungsnetz zu achten. Einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor könnten die von EUROENERGIE entwickelten Pflanzenölkraftwerke erzielen. Einzelne Kraftwerke mit einer Leistung von rund 300 kW werden in Form eines so genannten Kraftwerksfeldes realisiert. Dieses Kraftwerksfeld, kann laut EUROENERGIE in jedes Übertragungsnetz integriert werden.  Durch die Architektur des Kraftwerksfeldes sei eine extrem hohe Ausfallsicherheit gewährleistet. Weiter könne jedes Einzelkraftwerk durch die hochmoderne Steuerungstechnik mittels Fernwartung einzeln vom Netzmanagement reguliert und angesprochen werden.



Im herkömmlichen Betrieb speisen diese Pflanzenölkraftwerke Ökostrom in das öffentliche Netz ein. Im Notbetrieb kann das Kraftwerksfeld das übergeordnete Netz mit der benötigten Energie versorgen. Prozessorgesteuerte Netzfunktions- und Netzbedarfanalysegeräte erfassen laut EUROENERGIE den Bedarf des Netzes. Die in Kraftwerksfeldern integrierten einzelnen Pflanzenölkraftwerke passen sich an den Leistungsbedarf an und sichern somit zuverlässig die Stromversorgung. Im Fall eines Stromausfalles könne durch diese dezentralen Kraftwerksanlagen der Regionalbedarf gesichert werden, betont die EUROENERGIE AG. Die Kraftwerksfelder müssten jedoch strategisch korrekt errichtet werden, um eine größtmögliche Versorgungssicherheit zu gewährleisten.


Kraftwerksfeld mit rund 13 Megawatt Mittelspannungsleistung wird in Rendsburg errichtet

EUROENERGIE realisiert nach eigenen Angaben derzeit am Standort Rendsburg ein derartiges Kraftwerksfeld. Auf 10.000 Quadratmetern Grundfläche werde ein Kraftwerksfeld errichtet, welches aus 42 Einzelanlagen über eine Mittelspannungsleistung von rund 13 MW verfüge und im Notfall selbst bei hohen Stromanforderungen, 30 % des übergeordneten Netzes versorgen könnte. Das Kraftwerksfeld wird als Eigennetz der EUROENERGIE betrieben und übergibt die elektrische Leistung in der Mittelspannung. Dem Bedarf angepasst, könnten mit diesem System im Notfall, Einzelhäuser, Siedlungen, Gemeinden und ganze Städten mit elektrischer Energie versorgt werden. An weiteren vier Standorten stehen Kraftwerksfelder laut EUROENERGIE kurz vor Baubeginn. "Wir sehen uns als Energieversorger und Partner der Industrie, welcher weit mehr erreichen kann, als Ökostromversorgung. Mit unseren Pflanzenölkraftwerken produzieren wir nicht nur CO2-neutralen Ökostrom aus Pflanzenöl, wir sind ebenso in der Lage, strategische Anforderungen im Netz zu erfüllen" so Martin Kristek, Vorstand der EUROENERGIE AG.

06.11.2006   Quelle: EUROENERGIE AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarstromförderung in Italien soll überarbeitet werden

Gianni Silvestrini (Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung, MSE).
Gianni Silvestrini (Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung, MSE).

Die Förderung der Photovoltaik in Italien soll neu geregelt werden, so der Europressedienst Bonn in einem Bericht über die Messe "PVTech Expo". Erste Details aus dem geplanten Dekret wurden auf der "PVTech Expo" der Öffentlichkeit vorgestellt. "Wir wollen ein einfaches, verständliches Gesetz zur Förderung von Photovoltaiksystemen", sagteFabrizio Fabbri vom italienischen Umweltministerium in Mailand, der an der Umsetzung des neuen Förderdekrets beteiligt ist.  Zentrale Neuerungen seien die Vereinfachung des Antragverfahrens sowie die Aufhebung der bisherigen jährlichen 85 Megawatt-Obergrenze (Deckel) für Neuinstallationen. Die Verordnung soll ab Frühjahr 2007 gelten. Bislang wurde die Installation von Solarstromanlagen im Rahmen des "Conto Energia" gefördert, das Ende Juli 2005 in Kraft getreten ist.


2006 nur 2,7 Megawatt Photovoltaik-Leistung installiert

Bis Ende März dieses Jahres hat die zuständige Behörde "Gestore Rete di Trasmissione Nazionale" (GRTN), seit dem ersten Oktober umbenannt in "Gestore Servizi Elettrici" (GSE), Projekte mit einer Leistung von insgesamt rund 390 Megawatt bewilligt. Doch bisher tatsächlich an das Netz angeschlossen wurde nur ein Bruchteil der genehmigten Projekte mit einer Leistung von insgesamt 2,7 Megawatt. Gründe für die niedrige Anschlussquote sind Europressedienst Finanzierungsschwierigkeiten der Anlagenbetreiber, bürokratische Hemmnisse wie das Einholen von Genehmigungen sowie Probleme beim Anschluss der Anlagen durch die zuständigen Stromversorger.


Angepasstes Dekret soll Antragverfahrens vereinfachen

Eine zentrale Neuerung im geplanten Dekret ist die Vereinfachung des Antragverfahrens. Bisher mussten alle Solarstromprojekte bei der früheren GRTN beantragt und genehmigt werden. Bewerbungsrunden wurden allerdings nur alle drei Monate durchgeführt. Der neue Gesetzesvorschlag sieht vor, dass Solarstromanlagen ohne vorherige Genehmigung direkt installiert werden können. Der Einspeisetarif wird beantragt, nachdem die Anlage an das Netz angeschlossen ist.

Zweite wichtige Änderung ist die geplante Aufhebung der bisherigen Förderhöchstgrenze. Laut "Conto Energia" war die Bewilligung von Projekten mit einer maximalen Gesamtleistung von 85 Megawatt jährlich möglich. Dieser eng gesteckte Rahmen hatte bereits Ende März dieses Jahres zu einem Antragsstopp geführt, für die Anlagenbetreiber kam es zu erheblichen Wartezeiten. Auch im neuen Dekret ist eine Deckelung der Förderhöhe geplant, allerdings soll die jährliche Begrenzung wegfallen. Im Gespräch sei ein Gesamtdeckel zwischen 1.000 und 1.500 Megawatt bis 2015, berichtet der Europressedienst. Nachdem die höchstmögliche Fördergrenze erreicht ist, kann nach Auskunft des italienischen Photovoltaikverbandes "Grupo Imprese Fotovoltaiche Italiane" (GIFI) die Einspeisevergütung noch weitere 14 Monate beantragt werden. "Das bringt Ruhe in den Markt und Investitionssicherheit", sagte GIFI-Präsident Gert Gremes gegenüber Europressedienst in Mailand.


Höhe der neuen Einspeisevergütung noch offen

Noch nicht bekannt ist die Höhe der künftigen Einspeisetarife. Im Rahmen des "Conto Energia" waren die Vergütungssätze an die Anlagengröße gekoppelt. Im Entwurf des neuen Dekrets sollen Anlagenkategorien gebildet werden, wie beispielweise Freiflächenanlagen, Aufdach- und gebäudeintegrierte Anlagen, die unterschiedlich gefördert werden sollen. Paolo Viscontini von "Enerpoint" unterstrich aber auf der "PVTech Expo", dass sich die Höhe der neuen Tarife neben den Kosten für Photovoltaiksysteme auch an weiter anfallenden Kosten wie die Anlagenfinanzierung, Versicherung, Mehrwertsteuer und Installation orientieren sollte. Außerdem plädiert Viscontini für eine Berücksichtigung der Unterschiede bei der Sonneneinstrahlung in Nord-, Mittel- und Süditalien.


Mangelnde Finanzierung behindert Marktwachstum

Ein zentrales Problem, welches das Wachstum des italienischen Solarstrommarktes behindert, ist laut Europressedienst die Projektfinanzierung. Viele Banken schätzten das Finanzierungsrisiko als zu hoch ein. Eine Förderbank nach dem Vorbild der deutschen KfW, gibt es in Italien bislang nicht. GIFI fordert deshalb von dem an der Umsetzung des Fördergesetzes beteiligten Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung (MSE) klare Regelungen im neuen Dekret, die den Banken mehr Sicherheit gewährleisten sollen. Von MSE-Vertreter Gianni Silvestrini wird dieser Vorschlag unterstützt. Er kündigte deshalb in Mailand ein Treffen mit dem italienischen Bankenverband "Associazione Bancaria Italiana" (ABI) an.


EuPD Research Studie erwartet 109 Megawatt neue Solarstromleistung im Jahr 2007

Marktexperten sind sich Europressedienst einig: Wenn es gelinge im neuen Förderdekret die Schwachstellen des "Conto Energia" zu beseitigen, werde der italienische Solarstrommarkt aufgrund der bestehenden großen Nachfrage, der stabilen Förderbedingungen sowie der optimalen klimatischen Gegebenheiten schnell sein Potenzial entfalten. So ist es laut der EuPD Research Studie "Der italienische Photovoltaikmarkt 2006 - Grundlage, Potenziale, Risiken" möglich, dass im nächsten Jahr in Italien bereits 109 Megawatt Solarstromleistung neu installiert werden.

06.11.2006   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: zeroEmission

 

Unordnung kann die Effizienz von Dünnschicht-Solarzellen steigern

CIS-Solarstromanlage auf dem Gelände des HMI.
CIS-Solarstromanlage auf dem Gelände des HMI.

Dünnschichtsolarzellen aus Chalkopyriten, so genannte CIS-Zellen (zum Beispiel aus Kupfer-Indium-Sulfid oder Kupfer-Indium-Selenid) weisen in polykristalliner Form höhere Effizienzen auf als in der monokristallinen Form - im Gegensatz zu Silizium-Zellen. Forscher des Hahn-Meitner-Instituts Berlin (HMI) haben nun erstmals einen Nachweis geliefert, der dieses Phänomen erklären könnte.  In polykristallinen Materialien bilden sich so genannte Korngrenzen, wenn zwei Kristalle aufeinander stoßen. Diese Korngrenzen sind Kristallstörungen und bilden elektrisch geladene Defekte. Sie sind für die Qualität der Bauelemente schädlich, da sie die Anzahl der vom Licht generierten Ladungsträger durch Rekombination reduzieren. Bei diesem Effekt treffen zwei Ladungsträger mit entgegengesetzten Vorzeichen aufeinander und "löschen sich aus".


Korngrenzen als Hindernisse für den Ladungstransport

Rekombinierte Ladungsträger können in Solarzellen nicht mehr zum elektrischen Strom beitragen. Außerdem stellen die Korngrenzen eine Barriere für den Ladungstransport dar. Vor kurzem seien jedoch auch Korngrenzen theoretisch vorhergesagt worden, die keine elektrische Ladung, aber trotzdem eine Barriere aufweisen. "Wir haben speziell für den Nachweis dieser neutralen Korngrenzenbarriere Kristalle aufgewachsen und konnten an diesen nun erstmals überhaupt eine neutrale Korngrenzenbarriere nachweisen", erläutert Projektleiterin Dr. Susanne Siebentritt vom Hahn-Meitner-Institut Berlin. Was die Forscher erstaunt, ist der Umstand, dass diese neutralen Grenzen ein Hindernis für den Ladungstransport bilden: "Bisher gingen wir davon aus, dass nur geladenen Korngrenzen eine Barriere darstellen. Dass neutrale Grenzen ebenso ein Hindernis für den Ladungstransport darstellen, könnte weit reichende Konsequenzen haben", berichtet Dr. Sascha Sadewasser, Mitentdecker der neuen Struktur.


Nachweis der neutralen Korngrenzenbarriere gibt Entwicklungsimpulse für Dünnschichtsolarzellen

Die neutrale Korngrenzenbarriere könnte einer der Gründe sein, warum polykristalline Solarzellen entgegen der Erwartungen effizienter sind als einkristalline: An der Barriere werde wahrscheinlich die Rekombination unterdrückt, so die HMI-Forscher. "Dieser erste Nachweis wird der Entwicklung von Dünnschichtsolarzellen aus Chalkopyriten wichtige Entwicklungsimpulse liefern", so Siebentritt weiter.


Polykristalline Halbleiter sind einfacher und kostengünstiger zu produzieren

Die meisten heutzutage eingesetzten Halbleiter, wie beispielsweise Computerchips, sind monokristallin, das heißt sie bilden ein einheitliches, homogenes Kristallgitter. Auch die effizientesten Solarzellen aus Silizium sind monokristallin. Im Gegensatz dazu bestehen polykristalline Schichten aus vielen kleinen Einzelkristallen, die durch die Korngrenzen voneinander getrennt werden. Polykristalline Schichten sind deutlich einfacher und kostengünstiger zu produzieren. Daher konzentriert sich die Entwicklung von preiswerten Solarzellen zunehmend auf polykristalline Materialien. Chalkopyrite stehen laut HMI an der Schwelle zur Massenproduktion, da sie neben der polykristallinen Struktur auch vielfach dünnere Schichten und so erhebliche Material- und Kostenersparnisse ermöglichen. "Für uns Forscher und auch für Produzenten von Solarzellen sind diese Materialien sehr interessant, da hier unter anderem die polykristallinen Zellen effizienter sind als die monokristallinen", schließt Siebentritt. Die Ergebnisse der Berliner Forscher wurden unlängst als Titelbeitrag in der renommierten Fachzeitschrift "Physical Review Letters" Anfang Oktober präsentiert.

06.11.2006   Quelle: Hahn-Meitner-Institut Berlin GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: HMI.
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Garantierte Qualität: Sharp startet Registrierung von Dünnschicht-Solarmodulen

Ab sofort bietet das Technologieunternehmen Sharp mit der Registrierung von Dünnschichtmodulen der NA-Serie einen einzigartigen Wettbewerbsvorteil: Garantierte Qualität, größere Transparenz und mehr Sicherheit für Sharp-Partner und Endkunden sind die Ziele der Service-Offensive, berichtet Sharp in einer Pressemitteilung. Damit setze der Weltmarktführer bei der Produktion von Solarzellen neue Maßstäbe in punkto Qualität und Service im Geschäft mit Solarstrommodulen.   Bei der Installation einer Solarstromanlage seien nicht nur die hohe Qualität der Module, sondern auch das Service- und Garantieangebot des Herstellers kaufentscheidend, betont Sharp.


Sicherheit im Garantiefall, Eigentumsnachweis bei Diebstahl oder Versicherungsschäden

Aus diesen Gründen habe Sharp in Deutschland und Österreich mit der Registrierung von Dünnschichtmodulen der NA-Serie begonnen (801 und 851 WP). Dabei werden die Seriennummern der installierten Module mit der von Sharp Electronics in Hamburg ausgelieferten Ware abgeglichen. Das erhöhe die Transparenz über den Verbleib der Module, führe zu mehr Sicherheit im Garantiefall, ermögliche den Eigentumsnachweis bei Diebstahl oder Versicherungsschäden und garantiere die originale Herkunft der installierten Sharp-Module. "Durch die Registrierung der Dünnschichtmodule wird der Anspruch des Endkunden auf Garantieleistungen durch Sharp schriftlich zertifiziert. Das stärkt das Vertrauen in Sharp und bietet unseren Partnern durch erhöhte Qualität und besseren Service einen einzigartigen Wettbewerbsvorteil", erklärt Peter Thiele, General Manager der Sharp Solar Business Group Germany/Austria. "Zudem ermöglicht die Registrierung eine bessere Kontrolle über den Verbleib der von uns ausgelieferten Sharp Module, was besonders im Garantiefall wichtig ist", so Thiele weiter.


System soll auf weitere Sharp-Solarmodulserien ausgeweitet werden

Die Registrierung erfolgt schnell und einfach durch ein Registrierungspaket, das jeder Solarmodullieferung beiliegt, und wird durch einen externen Dienstleister professionell verwaltet. In einer zentralen Datenbank werden Seriennummer und Auslieferdaten miteinander verglichen und das Garantiezertifikat ausgestellt. "Damit ein Anspruch auf die Garantieleistungen für Dünnschichtmodule der NA-Serie besteht, ist es wichtig, dass die Registrierung binnen 12 Wochen nach Erstinbetriebnahme der Anlage erfolgt", ergänzt Peter Thiele. "Mit dem Erfassungssystem für die NA-Serie ist ein erster Schritt in Richtung einer kompletten Registrierung getan. Wenn wir genug Erfahrungen gesammelt haben, wird das System auch auf andere Sharp Solarmodulserien ausgeweitet", so Thiele weiter.

06.11.2006   Quelle: Sharp Electronics (Europe) GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Estorfer Engagement für erneuerbare Energien durch EU-Kommission anerkannt

Rebecca Harms und Sylvia Flieger befestigen die Anerkennungsplakette.
Rebecca Harms und Sylvia Flieger befestigen die Anerkennungsplakette.

Die Grundschule im niedersächsischen Estorf (Landkreis Stade) setzt sich seit Jahren für die Nutung erneuerbarer Energien ein. Jeweils Ende April werden Energietage mit einer kleinen Gewerbeschau durchgeführt. Auch die beiden Solaranlagen auf den Schuldächern tragen dazu bei, dass Schule als offizielle Partnerin der Kampagne "SUSTAINABLE ENERGY EUROPE 2005-2008" anerkannt ist. Diese Kampagne der EU-Kommission für Energie und Verkehr will an vielen Standorten in Europa öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen unterstützen. Dazu passt das Motto "Unsere Schule soll zu 100% mit Erneuerbaren Energien versorgt werden". Die Estorfer sind europaweit die erste Schule unter gegenwärtig 80 Partnern.   Die grüne Europaabgeordnete Rebecca Harms kam eigens aus Brüssel und schraubte gemeinsam mit Sylvia Flieger vom Europabüro in Lüneburg die Anerkennungsplakette der Kampagne am Eingang fest. 2006 wurde die Grundschule zum vierten Mal als "Umweltschule in Europa" ausgezeichnet. Sie erhielt diese Auszeichnung für vielfältige Aktivitäten im Umweltschutz, besonders wegen des Baues einer 9,6 kWpeak-Solarstromanlage auf dem Dach ihrer Turnhalle. Damit können rund 60% des Jahresstrombedarfs selbst gedeckt werden.


Neues Rapsöl-Blockheizkraftwerk geplant

Doch damit nicht genug: Die Schule soll künftig komplett mit regenerativen Energien versorgt werden. Im Moment wird darüber nachgedacht, die 20 Jahre alte Heizung durch ein modernes, mit Rapsöl betriebenes Blockheizkraftwerk zu ersetzen. Um den Boden für eine Entscheidung zugunsten der erneuerbaren Energien zu bereiten, führt die Umweltschule Tagungen durch mit dem Landvolk und dem Maschinenring, engagiert sich im ILEK, dem "Integrierten Ländlichen Entwicklungs-Konzept" und beteiligt sich jedes Jahr im April am "Tag der Erneuerbaren Energien".

Weitere Informationen zur Kampagne SUSTAINABLE ENERGY EUROPE 2005-2008: www.sustenergy.org

Die Grundschule Estorf präsentiert sich als Partner der Kampagne SUSTAINABLE ENERGY EUROPE 2005-2008 mit einer eigenen Seite im Internet unter www.greenpeace.de

04.11.2006   Quelle: Greenpeace e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Gesellschaft für ökologische Forschung
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EU-Kommission: Deutsches Kyoto-Emissionsziel ist realistisch

Die Europäische Kommission hat ihren jährlichen Bericht über die Fortschritte der EU-Mitgliedsländer bei der Verringerung ihrer CO2-Emissionen vorgelegt. Danach werden die EU-15 Länder (EU-Beitritt vor 2004) ihre Kyoto-Ziele nur knapp erreichen. Deutschland würde laut EU-Kommission mit seinen bisherigen Strategien und Maßnahmen zur Halbzeit im Jahre 2010 seine CO2-Emissionen nur um 19,8 Prozent gesenkt haben. Mit zusätzlichen Anstrengungen könnte Deutschland sein Ziel einer Absenkung der Treibhausgase bereits 2010 erreichen, so der Bericht.   Im Kyoto-Protokoll hatte sich die EU-15 verpflichtet, ihre Gesamtemissionen im Zeitraum 2008 bis 2012 um 8 Prozent gegenüber den Werten des Bezugsjahres 1990 zu senken. Deutschland ist eine Reduktionsverpflichtung von 21 Prozent eingegangen.


Künftigen Emissionen der EU-15 bis 2010 nur 0,6 Prozent unter den Werten des Bezugsjahres

"Diejenigen, die noch hinter den Zielen zurückbleiben, müssen ihre Ziele mit Nachdruck verfolgen und nötigenfalls weitere nationale Maßnahmen zur Emissionsreduzierung ergreifen", sagte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas. Die Kommission starte weitere Initiativen, um die Emissionen in Europa zu verringern. Das zeige auch der vergangene Woche vorgestellte Aktionsplan für Energieeffizienz. Die jüngsten Prognosen der Mitgliedstaaten zeigen, dass die künftigen Emissionen der EU-15 bis 2010 nur 0,6 Prozent unter den Werten des Bezugsjahres liegen werden, sollten lediglich die bereits bestehenden Maßnahmen und politischen Strategien verwirklicht werden. Mit weiteren, bereits auf europäischer und nationaler Ebene vereinbarten Maßnahmen ist laut Kommission eine Verringerung um 4,6 Prozent möglich, vorausgesetzt, die vollständige Umsetzung erfolgt rechtzeitig.


Belgien, Dänemark, Irland, Italien, Österreich, Portugal und Spanien überschreiten Emissionsgrenzwerte

Sieben der EU-15-Mitgliedstaaten werden jedoch voraussichtlich ihre individuellen Emissionsgrenzwerte überschreiten, die nach EU-Recht verbindlich sind. Dabei handelt es sich um Belgien, Dänemark, Irland, Italien, Österreich, Portugal und Spanien. Für die derzeit 25 EU-Mitgliedstaaten (EU-25) wird die Emissionsreduzierung bis 2010 auf 10,8 Prozent geschätzt.


Weitere Informationen im Internet

Die einzelnen Fortschritte der EU-Mitgliedländer bietet die EU-Kommission im Überblick auf ihren   Über die Möglichkeiten und Modalitäten eines solchen Widerspruchs sowie zahlreiche andere Fragen zu Gaspreiserhöhungen informiert ausführlich die neue Mappe "Gaspreise – Preiserhöhungen" der Verbraucherzentrale Niedersachsen.


Informationsmappe mit nützlichen Hinweisen und Musterbriefe


Verbraucher erhalten viele konkrete Handlungsempfehlungen und nützliche Hinweise zum Umgang mit Mahnungen und Sperrandrohungen der Versorger. Die Informationsmappe informiert über mögliche Zahlungsvarianten zur Begleichung der Gasrechnung und gibt Tipps zum Umgang mit neuen Vertragsangeboten der Versorger. Detailliert und nachvollziehbar erläutert die Informationsmappe außerdem die für Verbraucher oft nicht verständliche Jahresabrechnung für das Erdgas. Schließlich helfen verschiedene Musterbriefe Verbrauchern bei der Auseinandersetzung mit ihrem Gasversorger.


Materialien auch im Internet zugänglich

Die Mappe entstand mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und ist in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Niedersachsen kostenlos erhältlich. Die Materialien können auch im Internet heruntergeladen werden unter
http://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/link23800A.html

01.11.2006   Quelle: Verbraucherzentrale Niedersachsen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

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