Solar News Archiv Dezember 2006

 


 

REpower: Zwei 5 MW-Windenergieanlagen im Offshore-Testfeld in Betrieb

REpower 5M
REpower 5M

Die REpower Systems AG (WKN 617703) hat zwei Offshore-Windenergieanlagen des Typs REpower "5M" auf dem Testgelände des DEWI-OCC in Cuxhaven erfolgreich errichtet und in Betrieb genommen. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die erste fertig gestellte Anlage ist bestimmt für den Energieversorger EWE AG (Oldenburg/Niedersachsen), die zweite für das Gemeinschaftsunternehmen EWC Windpark Cuxhaven GmbH der E.ON Energy Projects GmbH (München) und der Essent Wind Deutschland GmbH (Düsseldorf).  Beide Gesellschaften wollen die REpower 5M für Offshore-Projekte testen, nachdem die Weichen für den Ausbau der Windenergie auf See in Deutschland erst vor wenigen Wochen mit der Verabschiedung des Infrastrukturgesetzes gestellt wurden. Mit der Verabschiedung des Gesetzes würden maßgebliche Hemmnisse und ein seit Jahren bestehender Investitionsstau beim Ausbau der Windenergie in der deutschen Nord- und Ostsee beseitigt, betont REpower. Unter anderem verpflichtet es die Energiekonzerne, die Anschlusskosten für Offshore-Windstrom an das Netz zu übernehmen.


Mit der Windkraftanlage REpower 5M habe sich die REpower Systems AG als führender Hersteller in der Offshoretechnologie positioniert. Neben dem bereits 2004 installierten Onshore-Prototyp in Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) wurde im August 2006 erstmals eine 5M für ein Demonstrationsprojekt vor der schottischen Küste in 44 Metern Wassertiefe installiert. 2007 sei die Errichtung von mindestens sechs weiteren 5M geplant.

31.12.2006   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REpower Systems AG

 

Biokraftstoffe der zweiten Generation können 20 Prozent des heutigen Kraftstoffverbrauchs decken

Studie über "Biomass to Liquid"-Kraftstoffe.

Biokraftstoffe der zweiten Generation wie "Biomass to Liquid" (BtL) sind technisch machbar und eine der vielversprechendsten Optionen unter den Kraftstoffen. Das belegt eine BtL-Realisierungsstudie, die von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) geleitet und von einem Konsortium aus Industrie und Politik in Auftrag gegeben wurde. Demnach wäre in Deutschland ausreichend Biomasse für die großtechnische BtL-Produktion vorhanden, um 20 Prozent des heutigen Kraftstoffverbrauchs zu decken.  Bis zum Jahr 2030 liege das technische Potenzial sogar bei bis zu 35 Prozent, dabei sei allerdings die zu erwartende Konkurrenz bei der Nutzung der Biomasse für Strom und Wärme sowie in der Chemie nicht berücksichtigt. Die Kosten für die Produktion von einem Liter BtL-Kraftstoff lassen sich laut Studie auf unter 80 Cent senken, wenn die vorhandenen Optimierungspotenziale ausgeschöpft werden.


Großtechnische BtL-Produktion in Deutschland möglich

Der heutige Stand der Technologie erlaubt die Realisierung erster großtechnischer Anlagen zur BtL-Produktion, die für die Wahrung und den Ausbau der technologischen Spitzenposition Deutschlands auf diesem Gebiet von entscheidender Bedeutung sein wird. Parallel sorgten weitere Forschung, Entwicklung und Demonstration für die Umsetzung identifizierter Optimierungspotenziale und die Minderung der verbleibenden Risiken, so das Fazit der Studie. "Biokraftstoffe sind bisher und auf absehbare Zeit die einzige erneuerbare Alternative zu fossilen Kraftstoffen. Sie können einen wichtigen Beitrag für Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Wertschöpfung im ländlichen Raum leisten", erläuterte Clemens Neumann, Leiter der Abteilung Grundsatzangelegenheiten und Nachwachsende Rohstoffe im Bundeslandwirtschaftsministerium.


Alle heutigen und künftigen Motorengenerationen können BtL-Kraftstoffe tanken

"BtL erweist sich als eine der aussichtsreichsten Technologien zum Einsatz erneuerbarer Energien im Kraftstoffbereich", betonte Dr. Thomas Schlick, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). "Dank ihres großen Potenzials zur CO2-Einsparung und Effizienzsteigerung können BtL-Kraftstoffe entscheidend dazu beitragen, die Klimabilanz des Verkehrs deutlich weiter zu verbessern." Aufgrund der Tatsache, dass BtL-Kraftstoffe vollständige Kompatibilität mit heutigen und künftigen Motorengenerationen aufweisen, könnten sie ohne technische Anpassungen in herkömmlichen Motoren zum Einsatz kommen - und das sofort, betonte Schlick. Deshalb unterstützten Automobilhersteller seit Jahren die Entwicklung und Produktion von BtL-Kraftstoffen. "Die Ergebnisse der heute vorgestellten Studie zeigen, dass die deutsche Automobilindustrie mit ihrem BtL-Engagement auf das richtige Pferd gesetzt hat", so der VDA-Geschäftsführer.


Steuerbegünstigung des BtL-Kraftstoffs von zentraler Bedeutung

Mit der Studie seien die Grundlagen für die Realisierung einer großtechnischen BtL-Produktion in Deutschland erarbeitet worden, erläuterte Stephan Kohler, Geschäftsführer der dena. Ausgegangen wurde von einer Anlage, die rund eine Million Tonnen Biomasse pro Jahr verarbeitet. Potenzielle Investoren könnten anhand der Studie die Chancen und Risiken der großtechnischen BtL-Produktion besser einschätzen. Der Politik würden wichtige Anhaltspunkte über den weiteren Förderbedarf und die Schaffung geeigneter gesetzlicher und fiskalischer Rahmenbedingungen gegeben. "Die bis 2015 beschlossene Steuerbegünstigung des BtL-Kraftstoffs ist von zentraler Bedeutung, aus heutiger Sicht jedoch nicht ausreichend. Eine zeitlich befristete weitere Förderung über 2015 hinaus ist daher geboten", betonte Kohler.


Aus Biomasse wird Gas, aus Gas wird flüssiger Kraftstoff

Anders als bei herkömmlichem Biodiesel können bei der BtL-Technologie verschiedene pflanzliche Rohstoffe vollständig verwertet werden, von Holz- und Bioabfällen bis hin zu eigens für die Kraftstofferzeugung angebauten Energiepflanzen. In Pilotanlangen wurden bisher verschiedene Herstellungsverfahren getestet. Dabei wird die Biomasse erst in ein Synthesegas umgewandelt. Dieses Gas wird gereinigt und im anschließenden Syntheseschritt zu flüssigem Kraftstoff verarbeitet. Pro Hektar lassen sich so bis zu 4000 Liter BtL-Kraftstoff gewinnen.

Eine Zusammenfassung der BtL-Realisierungsstudie steht im Internet unter:

Energiewende dringend notwendig

Auch in punkto Klimaschutz habe der Essener Energiekonzern nichts zu bieten. Der Kraftwerkspark von Deutschlands zweitgrößtem Stromanbieter werde neben gefährlichen Atomkraftwerken von klimaschädlichen Kohlekraftwerken dominiert. RWE wolle bis 2020 mehrere neue Kohlemeiler bauen. RWE sei Deutschlands größter Betreiber von Braunkohlekraftwerken. Der Konzern ist laut NABU in Europa für 15 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen aus der Stromproduktion verantwortlich und mit jährlich 168 Millionen Tonnen Kohlendioxid der größte Produzent von Treibhausgasen. "Das Kerngeschäft des von Harry Roels gelenkten Konzerns ist die Energieerzeugung mit Uralt-Technologien. Angesichts von Klimawandel und endlichen Ressourcen ist eine Energiewende dringend notwendig. Die ist mit RWE leider nicht in Sicht", so Tschimpke.


Dinosaurier auch für Hans-Olaf Henkel, Gerhard Sonnleitner und Ludwig Georg Braun


Mit dem "Dinosaurier des Jahres", der aus Zinn gegossenen und 2,6 Kilogramm schweren Nachbildung einer Riesenechse, zeichnet der NABU seit 1993 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die sich nach Auffassung des Naturschutzbundes sowohl durch herausragende Einzelleistungen als auch durch die Summe ihres Gesamtwerkes in Sachen Umweltschutz als besonders antiquiert erwiesen haben. Weitere prominente Dino-Preisträger sind unter anderem der frühere Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerhard Sonnleitner, und der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun.

30.12.2006   Quelle: NABU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: NABU
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Experten planen Energie-Netzwerke für Asien

SESAM-Expertentreffen in Indonesien
SESAM-Expertentreffen in Indonesien

Wie Klimaschutz und eine bessere Energieversorgung in Asien miteinander vereinbart werden können diskutierten im November 2006 32 asiatische Energieexperten aus neun Ländern in Denpasar, Indonesien. Sie alle haben zwischen 1990 und 2005 an der Universität Flensburg im Studiengang SESAM und dessen Vorläufer ARTES Energiemanagement studiert und arbeiten heute in Regierungsorganisationen, Privatunternehmen und internationalen Organisationen. Eine der Hauptursachen für den Klimawandel sind die CO2 Emissionen, die bei der Nutzung von fossilen Energieträgern für die Energieversorgung entstehen.  Nach neuesten Schätzungen würde bei Fortführung der derzeitigen Politik der internationalen Energieagentur (IEA) der weltweite Verbrauch fossiler Energieträger bis 2030 um rund 55 Prozent steigen; in den asiatischen Entwicklungsländern würde er sich sogar mehr als verdoppeln. Doch gilt dies nicht für die Menschen, die dort in ländlichen Regionen leben. Auch im Jahre 2030 wären noch rund 1,9 Milliarden Menschen in Asien auf Holz, Kuhdung und landwirtschaftliche Abfälle als Brennstoff zum Kochen angewiesen.


Kleinwasserkraftanlagen nach dem Vorbild deutscher Bürgerwindparks

Das hat gesundheitliche Folgen: Etwa 1,3 Millionen Menschen sterben jährlich weltweit an den Folgen der Rauchbelastung durch die Nutzung dieser traditionellen Energieträger. Über die Probleme der Energieversorgung und über zukunftsweisende Ansätze diskutierten die Absolventen der Universität Flensburg zusammen mit ihren ehemaligen Dozenten Dr. Dieter Klein und Dipl.-Ing. Wulf Boie sowie dem ehemaligen Leiter des Studiengangs, Prof. Uwe Rehling. Eingeladen hatten zu der Tagung die Universität Flensburg, und der deutsche Akademische Austauschdienst, der auch für die Finanzierung sorgte. Viele der SESAM und ARTES-Absolventen stammen aus Nepal, dort arbeiten sie heute bei AEPC, der staatlichen nepalesischen Koordinierungsstelle für Energieprojekte. Direktor von APEC ist Dr. Govind Pokharel, auch ein Absolvent des Studiengangs, der in Flensburg promovierte. Ein wichtiges Thema ist in Nepal derzeit die Anbindung der vielen von Dorfgemeinschaften betriebenen ländlichen Kleinwasserkraftanlagen an das nationale Netz. Dadurch kann nicht nur die Stromversorgung der Städte verbessert werden, der Verkauf von Strom an den nationalen Energieversorger schafft auch Einkommen, das für die Entwicklung der Dörfer ausgegeben werden kann. Pate standen bei diesen Überlegungen auch die Bürgerwindparks, welche die Absolventen in Deutschland und während eines Auslandspraktikums in Schottland kennen gelernt haben.


Lobbyarbeit für erneuerbare Energien und Verbesserung der ländlichen Energieversorgung

In Nepal haben 24 ehemalige Flensburger schon 2004 einen Absolventen-Verein gegründet, die "Flensburg Association for Energy Management (FAEM)". Unter dem Motto "Der Zugang zu Energie ist ein Recht, kein Privileg" betreibt FAEM Lobbyarbeit für die erneuerbare Energien und die Verbesserung der ländlichen Energieversorgung, veranstaltet regelmäßig Fachtagungen und unterstützt SESAM Absolventen nach ihrer Rückkehr bei der Wiedereingliederung in das Arbeitsleben. Die Teilnehmer der Tagung beschlossen auch in anderen asiatischen Ländern solche Alumni-Vereine zu gründen. Auch länderübergreifend wollen die Teilnehmer in Kontakt bleiben: Ein von den nepalesischen Alumni koordiniertes asiatisches FAEM-Netzwerk soll den fachlichen Austausch untereinander verbessern.

30.12.2006   Quelle: Universität Flensburg, Sustainable Energy Systems and Management (SESAM)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Universität Flensburg

 

Führungswechsel bei der Solar-Fabrik AG: Christoph Paradeis löst Chef und Gründer Georg Salvamoser ab

Neuer Solar-Fabrik Chef Paradeis (rechts); Vorgänger Salvamoser (links)
Neuer Solar-Fabrik Chef Paradeis (rechts); Vorgänger Salvamoser (links)

Der Aufsichtsrat der Solar-Fabrik AG (Freiburg) hat am 28.12.2006 der Amtsniederlegung von Georg Salvamoser als Vorstand der Gesellschaft mit Wirkung zum 31. Dezember 2006 zugestimmt. Das berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Nach strategischer Neuausrichtung und erfolgreichem Ausbau der Solar-Fabrik AG zum voll integrierten internationalen Solarkonzern scheide der Unternehmensgründer und bisherige Vorstandsvorsitzende Georg Salvamoser zum Jahreswechsel aus der operativen Verantwortung für die Solar-Fabrik aus. Salvamoser sieht seine ursprünglichen Ziele erreicht und will sich künftig übergeordneten Aufgaben in der deutschen Solarwirtschaft widmen.  Er will die Solar-Fabrik auch künftig beratend unterstützen und bleibe unverändert einer der Hauptgesellschafter. Der Aufsichtsrat hat in gleicher Sitzung den bisherigen Finanzchef, Christoph Paradeis, mit Wirkung zum 01. Januar 2007 zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt. Mit den vorliegenden und absehbaren Konzerndaten für das abgelaufene Geschäftsjahr könne die Solar-Fabrik AG bereits jetzt eine EBIT-Marge (Division des Umsatzes mit dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von über 5 % für 2006 melden. Das Umsatzziel für 2007 liege mit einer Steigerung von über 70 % bei 130 Millionen Euro, das Ziel für die EBIT-Marge bei mindestens 10 %.

29.12.2006   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar-Fabrik AG

 

SCHOTT fertigt Solar-Receiver künftig auch in Spanien

Solar-Receiver-Produktion bei SCHOTT
Solar-Receiver-Produktion bei SCHOTT

Der Mainzer Technologiekonzern SCHOTT wird in Spanien eine zweite Fertigungsstätte für Solarreceiver aufbauen. Erst im August hatte SCHOTT mit der Inbetriebnahme einer ersten Produktionslinie an seinem Standort Mitterteich (Bayern) den Schritt von der Pilotfertigung zur industriellen Serienfertigung von Receivern für solarthermische Kraftwerke gemacht. Mit der zweiten Receiverfabrik in der Region Sevilla will SCHOTT Anfang 2008 seine Produktionskapazität verdoppeln. Das Investitionsvolumen beträgt nach Angaben des Unternehmens rund 22 Millionen Euro.  Receiver (Absorberrohre) sind eine Schlüsselkomponente für solarthermische Parabolrinnenkraftwerke, welche die Sonnenenergie in Wärme umwandeln und diese wiederum zur Stromerzeugung nutzen. "Parabolrinnenkraftwerke bieten ein enormes Potenzial für die Energieversorgung der Zukunft. Mit unserem Receiver sind wir weltweit Technologieführer. Unser Ziel ist es, auch Marktführer zu werden. Wir bauen die zweite Fertigungslinie in Spanien, weil dort unsere europäischen Kunden sitzen und der Mittelmeerraum ein vielversprechender Markt für solarthermische Kraftwerke ist", sagte Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG.



Andalusien wird zur internationalen Referenz für die Nutzung der Sonnenenergie

Francisco Vallejo Serrano, Minister für Innovation, Wissenschaft und Unternehmen der Regionalregierung von Andalusien begrüßte die Entscheidung von SCHOTT: "Es handelt sich hier um eine phantastische Nachricht, die Andalusien zu einer internationalen Referenz für die Nutzung der Sonnenenergie als saubere Energiequelle machen und die Entwicklung einer leistungsstarken Industrie im Bereich der erneuerbaren Energien ermöglichen wird, in dem Andalusien bereits führend in Europa ist." SCHOTT verfügt unter anderem über Aufträge zur Lieferung von Receivern für die derzeit im Bau befindlichen Solarkraftwerke "Nevada Solar One" im US-Bundesstaat Nevada und in Andalusien (Spanien). Das Projekt in Andalusien ist das erste kommerziell betriebene solarthermische Kraftwerk in Europa. Mit dem höchsten Wirkungsgrad und den niedrigsten Stromgestehungskosten unter allen Solartechnologien haben Parabolrinnenkraftwerke das Potenzial, in Regionen um den Sonnengürtel der Erde schon mittelfristig Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen zu produzieren.


Politische Unterstützung für bewährte Technologie wächst

Die Technologie hat sich seit 20 Jahren für die zentrale Stromerzeugung bewährt. Seitdem produzieren neun solcher Kraftwerke in der Mojave-Wüste in Kalifornien mit einer Gesamtleistung von 354 Megawatt Solarstrom für 200.000 Haushalte. Bereits für diese Kraftwerke lieferte SCHOTT hochwertige Spezialglasröhren als Hüllrohre für die Receiver. 2004 entwickelte SCHOTT dann einen eigenen Hochleistungs-Receiver mit deutlich verbesserter Qualität. Parabolrinnenkraftwerke bestehen aus einem riesigen Feld parabolisch gewölbter Spiegel, die das Sonnenlicht auf Absorberrohre bündeln, die sich in der Brennlinie befinden. In diesen speziell beschichteten Receivern wird die konzentrierte Sonnenstrahlung in Wärme umgesetzt und an ein zirkulierendes hitzebeständiges Spezialöl abgegeben. Dieses Öl erhitzt sich dadurch auf bis zu 400 Grad Celsius, wird dann zum zentralen Kraftwerksblock gepumpt, durchfließt mehrere Wärmetauscher und erzeugt so - wie in konventionellen Kraftwerken - den nötigen Dampf für den Antrieb von Turbinen zur Stromerzeugung.

Das politische Bewusstsein, dass solarthermische Kraftwerke eine der wichtigsten Optionen für die Energieversorgung von morgen bieten, wächst ständig. Die Internationale Konferenz für Erneuerbare Energien in Bonn "renewables 2004" nahm die Global Market Initiative (GMI) zur Markteinführung solarthermischer Kraftwerke in ihr Aktionsprogramm auf. Im September 2005 forderte das Europäische Parlament die Europäische Kommission auf, den Bau solarthermischer Kraftwerke zu fördern. Und beim World Energy Dialogue auf der Hannover-Messe 2006 hat der Club of Rome mit Nachdruck gefordert, den Bau von solarthermischen Kraftwerken in Spanien und Nordafrika zu forcieren.

29.12.2006   Quelle: SCHOTT AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SCHOTT AG

 

Frankreich: Solar-Siliziumfabrik in Saint-Auban (Provence) geplant

Der französische Industrieminister François Loos äußerte sich zufrieden über den beabsichtigten Bau einer innovativen Silizium-Fabrik in der provencalischen Gemeinde Saint-Auban. Sie sei die weltweit erste Fabrik, in der ausschließlich Solar-Silizium hergestellt werden soll, heißt es in einer Pressemitteilung des französischen Wirtschaftsministeriums. Das Projekt soll von dem Unternehmen SILPRO durchgeführt werden, das rund 245 Millionen Euro investieren will. Einen großen Teil davon stellen die Forschungs- und Entwicklungskosten dar. Die Fabrik soll 250 Mitarbeiter beschäftigen und voraussichtlich 2008 in Betrieb genommen werden.  Im Hinblick auf das weltweit starke Wachstum der Photovoltaik-Branche hat sich der französische Minister zugunsten einer schnellen und umfangreichen administrativen, technischen und finanziellen Unterstützung dieses Projektes ausgesprochen.


Neubewertung der Einspeisevergütung für Solarstrom und Steuergutschrift für den Einbau von Solarwärmeanlagen

Die französischen Forschungseinrichtungen und besonders das Französische Solarenergie-Institut (INES) in Chambéry seien gegenwärtig in Gesprächen mit den Wettbewerbsführern (Cap Energie und Tennerdis) und entwickelten Technologien, die den aus Solarzellen erzeugten Strom kontinuierlich konkurrenzfähiger machen sollen, heißt es im Bulletin Wissenschaft-Frankreich der französischen Botschaften in Deutschland und Österreich. Der französische Markt strebe nach einer schnellen Entwicklung, vor allem dank der Neubewertung der Einspeisevergütung für Solarstrom und der Steuergutschrift für den Einbau von Solaranlagen bei Privatkunden. "Ein solches Projekt wird zur Stärkung der Wirtschaft Frankreichs für die Zeit nach der Öl-Ära beitragen. Nach den im Gesetz vom 13. Juli 2005 festgelegten Orientierungen zur Förderung der erneuerbaren Energien, erleben wir gegenwärtig eine Wende im Solarenergie-Sektor2; unterstrich der Minister.

29.12.2006   Quelle: Wissenschaft-Frankreich (Nummer 122; 13.12.2006); Französische Botschaften in Deutschland und in Österreich   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Conergy übernimmt Güstrower Maschinenbau GmbH und steigt in Wärmepumpenproduktion ein

SPARTEC-Wärmepumpe
SPARTEC-Wärmepumpe "smart"

Die börsennotierte Conergy AG (Hamburg) steigt mit der Übernahme der Güstrower Maschinenbau GmbH (GMB) in die Produktion hochleistungsfähiger Wärmepumpen ein, um künftig ihren Kunden eine weitere zukunftsweisende Technologie für die Nutzung regenerativer Energiequellen anzubieten. Das berichtet Conergy in einer Pressemitteilung. Wärmepumpen nutzen die Energie aus der Umgebungsluft, aus Wasser oder Erdreich, um Heizungswärme zu erzeugen.  "Die Nachfrage für diese regenerative Systemtechnologie wird sich angesichts steigender Kosten für Öl und Gas in den nächsten Jahren weltweit vervielfachen. Aktuell wächst der Markt in Deutschland für Wärmepumpen um über 100 %. Mit unseren Produktinnovationen sowie den kundennahen Vertriebskanälen der Conergy in 22 Ländern werden wir dieses Marktpotenzial konsequent erschließen", freut sich Dr. Joachim Schreier, Geschäftsführer und Gründer der GMB mit 30 Mitarbeitern, auf die Zusammenarbeit. Der Hersteller der unter der Marke SPARTEC vertriebenen Wärmepumpen wurde 2002 mit dem Solarpreis der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) ausgezeichnet.


Wärmepumpen mit einer Leistungsbandbereite von 1,5 Kilowatt bis 1,1 Megawatt

Mit dieser Systemtechnologie zur kombinierten Nutzung von Erd- und Solarwärme können Hausbesitzer ihre jährlichen Heizungskosten gegenüber herkömmlichen Erdgas- oder Ölheizungen deutlich senken und sich sogar autark von fossilen Brennstoffen machen, betont Conergy in der Pressemitteilung. Die Einsatzmöglichkeiten der Wärmepumpen aus Güstrow seien sogar noch vielfältiger: Im Umkehrbetrieb können sie, neben der Warmwasserproduktion und Heizung im Winter, im Sommer auch kühlen. Alle GMB-Wärmepumpentypen verfügen optional über ein Zusatzmodul zur Lüftung und Wärmerückgewinnung. Die Leistungspalette der Wärmepumpen reicht von Kleinwärmepumpen von 1,5 Kilowatt (kW) für Privathäuser bis hin zu Großwärmepumpen mit einer Leistung von 1,1 Megawatt (MW). So heizen zum Beispiel Großwärmepumpen der GMB ein Bürogebäude von Philips in Wetzlar, einen Bibliotheksneubau der Universität in Rostock, kommunale Schwimmbäder in Singen und Anweiler oder große Wohnblocks mit 185 Wohneinheiten. Die GMB ist laut Conergy seit 1991 in der Systemintegration von Solarsystemen sowie der Entwicklung von Wärmepumpen aktiv und mit einem Umsatz im mittleren einstelligen Millionenbereich profitabel. Bereits Mitte der 90er Jahre spezialisierte sich das Unternehmen auf die Produktion von Wärmepumpen, entwickelte frühzeitig Kompaktwärmepumpen und ist laut Conergy führend in der Herstellung von Wärmepumpen mit Direktverdampfung.

Um die stark wachsende Nachfrage bedienen zu können, entstehe in unmittelbarer Nähe des Firmensitzes ein neues Werk, das eine Vervielfachung der Kapazitäten gewährleiste. "Unsere Wärmepumpen, kombiniert mit den solarthermischen Produktlinien der Conergy, bieten Hausbesitzern ganzheitliche Heizungslösungen, egal ob es sich um Neubau- oder Sanierungsvorhaben handelt. Gleichzeitig erschließen wir uns enormes Marktpotenzial und enorme Synergien im Vertrieb. Durch das umfangreiche Produktportfolio und die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Wärmepumpen kommen wir unserem Ziel einen weiteren Schritt näher, jedem Kunden weltweit die beste regenerative Energienlösung auch im Bereich Umweltwärme anzubieten", so Jochen Freese, verantwortlich bei der Conergy für Umweltwärme und Wärmepumpen, der gemeinsam mit André Schreier, Vertriebsleiter und Mitinhaber der Güstrower Maschinenbau GmbH, den Ausbau des Geschäfts verantworten wird.

28.12.2006   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: GMB

 

Experten und Verbraucher setzen auf Solarwärme

Solarheizung im Trend: Sonnenhaus Lorenz in Landshut
Solarheizung im Trend: Sonnenhaus Lorenz in Landshut

Das Vertrauen von Experten und Verbrauchern in solarthermische Anlagen sei auch 2006 ungebrochen - mit hervorragenden Perspektiven für die Zukunft, berichtet der Bund Solardach eG (BUSO) in einer Pressemitteilung. Das Schweizer Bankhaus Sarasin habe in seiner jüngsten Studie bestätigt, dass kaum eine andere Technologie so viel fossile Brennstoffe und Kohlendioxid einspare wie Solarwärmeanlagen. "Wir gehen davon aus, dass angesichts der zu erwartenden Energiepreisentwicklung und des gestiegenen Umweltbewusstseins der Trend bei solarthermischen Anlagen weiter anhält", sagt Inna Tereschenko, Vorstandsvorsitzende der BUSO Bund Solardach eG in Berlin.  Diese Einschätzung werde auch durch die Sarasin-Studie gestützt, die Solarwärmeanlagen Konkurrenzfähigkeit hinsichtlich der Wärmegestehungskosten gegenüber Öl- und Gasheizungen bescheinige.


Verbraucher vertrauen auf Sonnenkollektoren und Solar-Speicher

Überaus positiv habe sich im Jahr 2006 auch das Vertrauen der Verbraucher entwickelt. Die stern-Studie "TrendProfile - Heiztechnik und Solarenergie", für die 2.000 Personen befragt wurden, habe gezeigt, dass Solarthermie ganz oben auf der Liste der Wunschheizungen steht. 660.000 Deutsche planen demnach den Austausch oder Umbau ihrer Heizungsanlage. Jeder fünfte würde gern eine Solarheizung nutzen. Zu ähnlich positiven Ergebnissen kam auch die Befragung des Bielefelder SOKO-Instituts. Demnach rangiert Solarwärme mit 27,9 Prozent ganz oben auf der Wunschliste von Hauseigentümern, gefolgt von Erdgas mit 23,1 Prozent und Stückholz mit 22,7 Prozent. Hauptgründe für die hohe Akzeptanz der Sonnenenergie sind laut Studien die positiven Umweltaspekte sowie die erwartete Kosteneinsparung. Die Studie belegte außerdem eine hohe Investitionsbereitschaft der Deutschen in Heizungssysteme, die auf Basis erneuerbarer Energien betrieben werden. Die Mehrheit der Befragten gehe davon aus, dass die Heizkosten bis 2010 weiter steigen werden und betrachte die Investition in Solarthermie-Anlagen daher als rentabel.


Rasantes Wachstum des weltweiten Marktes für Solarwärmeanlagen

Nach einer jüngsten Veröffentlichung der Internationalen Energie Agentur (IEA) ist der weltweite Markt für Solarwärmeanlagen in den letzten fünf Jahren zehn Mal so stark gewachsen als die Weltwirtschaft. Im Jahr 2004 konnten nach IEA-Zahlen mit Solarwärmeanlagen weltweit 9,3 Milliarden Liter Heizöl eingespart werden. "Dass mittlerweile so viele Menschen die Vorteile der kostenlosen Sonnenenergie schätzen, freut uns natürlich", so Inna Tereschenko von der länderübergreifenden Solargenossenschaft mit Partnern in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Estland. Der Bund Solardach hat nach eigenen Angaben 2006 rund 65.000 Quadratmeter Solarkollektorfläche installiert.

28.12.2006   Quelle: BUSO Bund Solardach eG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sonnenhaus-Institut

 

Sarasin-Studienergebnisse 2006: Nachhaltigkeit ist ökonomische Triebfeder

Nachhaltigkeitskriterien nehmen immer mehr Einfluss auf den unternehmerischen Erfolg, berichtet die Bank Sarasin mit Verweis auf ihre 2006 erstellten Studien. Gerade große Unternehmen spürten den Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Themen und wirtschaftlichem Erfolg. In Zeiten knapper Ressourcen werde auch Anlegern und Investoren bewusst, dass zukunftsfähiges Wirtschaften dringend erforderlich ist, um ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gleichgewicht zu erhalten. Das Interesse an Nachhaltigkeitsthemen und Investitionen in nachhaltige Kapitalanlagen nehme daher kontinuierlich zu. So hätten beispielsweise nachhaltige Geldanlagen gegenüber dem Jahr 2002 über 120 Prozent Zuwachs erzielen können.   Eine transparente Unternehmenspolitik sei für den Erfolg nachhaltiger Geldanlagen entscheidend. So müsse zu erkennen sein, ob und inwiefern soziale und ökologische Kriterien das Wirtschaften beeinflussen. Das Team des Nachhaltigkeits-Research der Bank Sarasin & Cie AG analysiert und bewertet seit Jahren die Nachhaltigkeit von Unternehmen, Branchen und Länder. Bewertungsschemata zeigen die Positionierung der Unternehmen aus wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Sicht. 2006 veröffentlichte die Bank Sarasin Studien zur Nachhaltigkeit der Bekleidungs-, Textil- und Luxusgüterindustrie, zu Handelsunternehmen, Biokraftstoffen, Großbanken sowie Marktdaten zur Photovoltaik und Solarthermie. Die Studienergebnisse zeigen, dass nachhaltiges Wirtschaften zu einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung und guten Renditeaussichten führt, aber auch dass in einigen Branchen noch Nachholbedarf besteht.


Nachhaltigkeitskriterien auch bei der Herstellung von Biokraftstoffen entscheidend

In der Studie "Biokraftstoffe – Erdölfreie Fahrt in die Zukunft" analysiert die Bank Sarasin & Cie AG die Zukunftsfähigkeit der biologischen Alternativen zu Diesel und Benzin. Aufgrund der breiteren Rohstoffbasis, der höheren Hektarausbeute sowie der besseren Kohlenstoffdioxidbilanz schneidet Bioethanol dabei aus nachhaltiger Sicht besser ab als Biodiesel. Neben den positiven Auswirkungen, wie der Verbesserung der Treibstoffqualität, der Reduktion von Energieabhängigkeiten oder der geringeren Luftverschmutzung, werden auch Risiken analysiert, die Mensch und Umwelt belasten können. Mit der Produktion von Biokraftstoffen aus Pflanzen geht eine teilweise erhebliche Umweltbelastung durch den Rohstoffanbau einher. Hinzu kommen in Entwicklungs- und Schwellenländern auch kritische Arbeitsbedingungen. Für eine dauerhaft positive Entwicklung wird daher langfristig entscheidend sein, ob die Produzenten von Biokraftstoffen Nachhaltigkeitskriterien für die Beschaffung und Herstellung berücksichtigen.


Solarstrom und Solarwärme setzen sich weiter durch

Die Bank Sarasin & Cie AG geht in ihrer Studie "Solarenergie 2006 – Licht und Schattenseiten einer boomenden Industrie" von einem weiteren Wachstum der Photovoltaik aus. Die hohen Öl- und Gaspreise rücken darüber hinaus die Solarthermie als Alternative immer stärker in den Mittelpunkt. Der Erfolg von Unternehmen, die von der erneuerbaren Energie profitieren wollen, hängt nach Schätzungen der Bank Sarasin davon ab, wie sie Herausforderungen wie Rohstoffknappheit, bürokratische Hürden bei Förderprogrammen und zunehmende Konkurrenz meistern. Dr. Matthias Fawer-Wasser, Nachhaltigkeitsanalyst bei der Bank Sarasin und Autor der Studie, fasst die Ergebnisse zusammen. "Wir rechnen damit, dass bis 2010 die neu installierte Photovoltaikleistung durchschnittlich um 26 Prozent sowie die neu installierten Solarkollektoren zwischen 25 und 30 Prozent im Jahr wachsen werden."

28.12.2006   Quelle: Bank Sarasin & Cie AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Klimaschutz: BUND empfiehlt den Film "Der Weiße Planet"

"Der Weiße Planet"

Am 28. Dezember 2006 läuft in den deutschen Kinos der Film "Der Weiße Planet" an. Eindrucksvoll zeige der Film, dass die Nordpolarregion alles andere ist als eine unbelebte Eiswüste. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt diesen Film als "hervorragenden Naturfilm", der uns die Arktis und ihre Bewohner näher bringt. In der unzugänglichen und weitestgehend unerforschten, lebensfeindlichen Arktis haben die französischen Filmemacher Thierry Ragobert und Thierry Piantanida in drei Jahren auf über 1.000 Stunden Filmmaterial die Eiswüsten Grönlands auf bisher ungesehene Weise festgehalten sowie den Norden Kanadas, die Tundra Sibiriens und das Packeis des Polarmeeres.  Sie zeigen in ergreifenden Bildern das raue Leben und Überleben von Eisbären, Walen, Robben, Moschusochsen, Wölfen und vielen weiteren Tierarten, die gelernt haben, unter den widrigen Umständen zu leben. Dieser Film sei zweifellos der erste, der die arktische Tierwelt ein ganzes Jahr begleitet - vom Einbruch des Winters, durch die lange Polarnacht und den kurzen Sommer hindurch bis zum Ende des Herbstes. "Polarbären oder Wölfe, Narwale oder Belugas - wir kommen den arktischen Bewohnern so nah wie selten", lobt der BUND.


Eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit – Zeit zu handeln

Der weiße Planet, das im Film dokumentierte, faszinierende Ökosystem sei äußerst bedroht, warnen die Umweltschützer. Es könnte der globalen Klimaerwärmung vor allen anderen Ökosystemen zum Opfer fallen, denn die Temperatur habe dort in den letzten Jahren schneller zugenommen als anderswo auf der Erde. "Klimaschutz ist eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit. Die aktuellen Prognosen der Klimaforscher sind erschreckend. So soll die vom Menschen verursachte Erderwärmung noch stärker zunehmen als bisher befürchtet. Es ist höchste Zeit zu handeln", appelliert der BUND, der seit vielen Jahren aktiv für eine neue Klimapolitik und ein neues Umweltbewusstsein bei Politikern und Verbrauchern eintritt.


Praktische Tipps für privaten Klimaschutz

Bereits geringfügige Veränderungen im Alltag könnten dafür sorgen, dass alle etwas zum Klimaschutz beitragen. So würden zum Beispiel 20,5 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr in Deutschland durch die Nutzung von "Stand-by"-Geräten verschwendet. Das entspreche zirka 348,5 Millionen Euro (bei einem Preis von 17 Cent pro kW/h). Ein 2-Takt-Rasenmäher beispielsweise stoße pro Stunde so viel Kohlenwasserstoffe aus wie 156 Autos mit Katalysator. Kohlenwasserstoffe seien Krebs erregend, reizten Augen und Atmungsorgane und trügen auch zum Treibhauseffekt bei. Der BUND rät, so weit wie möglich mechanische Geräte zu verwenden. Auch der Kauf eines guten Flachbildschirms rechne sich schnell, so der BUND. Diese verbrauchten im Vergleich zu den traditionellen Röhrenmonitoren sowohl im Normal- als auch im Stand-by-Betrieb weniger Strom. Die höheren Kosten für einen Flachbildschirm würden schon nach vier Jahren durch die niedrigere Stromrechnung ausgeglichen. Ein kritischer Vergleich sei jedoch ratsam, denn ineffiziente Flachbildschirme würden bis zu einem Drittel mehr Strom verbrauchen als sparsame.

Eine Liste aller Kinos, in denen "Der Weiße Planet" läuft, gibt es im Internet unter http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/kinoliste_derweisseplanet.pdf

28.12.2006   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BUND; Concorde Film
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2 MW-Solarpark Heretsried geht an das Netz

Solarpark Heretsried (Teilansicht)
Solarpark Heretsried (Teilansicht)

Nach rund dreimonatiger Bauzeit wird der Solarpark Heretsried im Landkreis Augsburg Ende des Jahres 2006 in Betrieb genommen. "Mit dem Solarpark will die Gemeinde maßgeblich zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und zum nachhaltigen Schutz der Umwelt beitragen. Die Anlage kann unsere komplette Gemeinde mit Ökostrom versorgen", erklärt der Heretsrieder Bürgermeister Helmut Schuster.  Damit liege Heretsried ganz auf der Linie des Landkreises Augsburg, der bereits seit einiger Zeit bei der Energieversorgung verstärkt auf erneuerbare Energien setzt. So werden neben einem eigenen Biomasse-Kraftwerk auch die Dächer von Schulen für Solarkollektoren genutzt.




Erste Ergebnisse aus dem Betrieb sollen Ende Januar vorgestellt werden

"Der Solarpark Heretsried ist derzeit die größte Solar-Anlage im Landkreis. Wir hoffen, dass sich weitere Anlagen in dieser Größenordnung bei uns ansiedeln, um langfristig mit einem Energiemix von Biomasse über Wasserkraft bis hin zu Solarenergie das ökologische Profil der Region weiter zu schärfen", führt Landrat Dr. Karl Vogele die Pläne des Landkreises aus. Ende Januar will der Landrat gemeinsam mit dem Bürgermeister Helmut Schuster und dem Unternehmen Ecostream erste Ergebnisse zum Betrieb der Anlage vorstellen.

1.400 Tonnen CO2-Einsparung pro Jahr

Die Ecostream Germany GmbH war federführend bei der Errichtung des Solarparks auf dem rund 68.000 Quadratmeter großem Areal. Das auf den Bau von Solaranlagen spezialisierte Unternehmen gehört zu den wenigen Unternehmen in Deutschland, die Anlagen dieser Größenordnung realisieren können. Über 4.000 Solarprojekte wurden unter der Leitung von Ecostream europaweit bereits erstellt. Derzeit setzt das Unternehmen sogar mit einem ein 14 Megawatt Solarpark in Spanien eine der größten Anlagen in Europa um. "Die Region um Augsburg zählt zu den besten Gebieten für den Betrieb von Solaranlagen in Deutschland. Durch die optimalen Bedingungen und die von Ecostream entwickelte technische Lösung kann der Solarpark sehr rentabel betrieben werden", erklärt Ecostream Germany-Geschäftsführer Winfried Owtscharenko. Die Einsparung beim CO2-Ausstoß beziffert Owtscharenko bei einer Spitzenleistung von 2.000 Kilowatt (kWp) mit rund 1.400 Tonnen pro Jahr. Die produzierte Solarstrommenge entspreche dem Stromverbrauch von mehr als 1.000 Haushalten.

Effiziente Solaranlagen durch ständige Forschung und Entwicklung

Bei der Entwicklung hoch effizienter Solaranlagen profitiert Ecostream von seiner Einbettung in die Econcern-Gruppe. Die 1984 gegründete Econcern-Gruppe zählt zu den Pionieren auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Durch eine enge Verzahnung von Grundlagenforschung, der Weiterentwicklung bestehender Produkte und der Umsetzung der Forschungsarbeit in effiziente Energie-Anlagen habe sich die Econcern-Gruppe zu einem der führenden Anbieter für erneuerbare Energien in Europa entwickelt. So seien Mitarbeiter der Econcern-Tochter Ecofys unter anderem an der Entwicklung des Kyoto-Protokolls zum Klimaschutz beteiligt gewesen und arbeiteten als Berater für das Umweltbundesamt (UBA). Durch die ständige Forschungs- und Entwicklungs-Arbeit der Unternehmens-Gruppe seien die von Ecostream erstellten Solaranlagen technisch stets auf dem aktuellsten Stand, betont das Unternehmen.

27.12.2006   Quelle: Ecostream Germany GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Ecostream

 

Weltweite Kohlendioxid-Emissionen steigen weiter, Deutschland kann sein Klimaziel noch erreichen

Mit dem 1997 vereinbarten Kyoto-Protokoll haben sich alle unterzeichnenden Staaten zum Klimaschutz verpflichtet, wobei für die beteiligten Staaten unterschiedliche Vorgaben zum Tragen kommen. Deutschland hat sich etwa zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2012 seine Kohlendioxid-(CO2)-Emissionen gegenüber dem Referenzjahr 1990 um 21 Prozent zu verringern. Andere Länder wie beispielsweise Spanien dürfen mit + 15 Prozent ihre Emissionen sogar ausweiten. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW, Berlin) hat nun eine aktuelle Zwischenbilanz gezogen. Danach kann Deutschland das selbst gesteckte Ziel noch erreichen.   Die Kohlendioxid-Emissionen gingen letztes Jahr gegenüber 2004 leicht zurück (-2,3 Prozent). Im Vergleich zu 1990 betrug der Rückgang damit 19 Prozent. Dies ist jedoch vorrangig auf den massiven Rückgang der industriellen Produktion in den ostdeutschen Bundesländern zurückzuführen - weniger auf Maßnahmen beziehungsweise Ergebnisse aktiven Klimaschutzes. Zur Einsparung der noch fehlenden zwei Prozentpunkte, die rund 22 Millionen Tonnen CO2 entsprechen, sind laut DIW weitergehende Anstrengungen notwendig.


CO2-Emissionen stagnieren in Europa auf sehr hohem Niveau

Betrachtet man dagegen Europa als Ganzes, stagnieren die CO2-Emissionen auf sehr hohem Niveau. 2005 waren die EU-Staaten für den Ausstoß von rund vier Milliarden Tonnen CO2 verantwortlich. Dabei hat die Zunahme der realen Bruttoinlandsprodukte je Einwohner in den letzten Jahren tendenziell zu einer Steigerung der Emissionen geführt. Dieser Entwicklung wirkten aber Veränderungen der Energieträgerstruktur in allen Ländern entgegen. Hier konnte durch den verstärkten Einsatz emissionsärmerer Energieträger, insbesondere Erdgas, eine Reduktion der Treibhausgase bewirkt werden, so die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. (ASUE) in einer Pressemitteilung.


27,3 Milliarden Tonnen CO2 weltweit

Im weltweiten Vergleich ergebe sich ein erschreckendes Bild. Danach erreichten die gesamten CO2-Emissionen weltweit mit etwa 27,3 Milliarden Tonnen einen neuen Höhepunkt. Gegenüber 1990 bedeute dies eine Erhöhung von 27 Prozent. Damit werden nach Einschätzung der ASUE die Erfolge bei der Einsparung von Treibhausgasen in Deutschland zunichte gemacht.

27.12.2006   Quelle: ASUE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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630 Stromanbieter wollen Preise erhöhen

Laut Auskunft der zuständigen Wirtschafts- und Umweltministerien liegen bundesweit rund 630 Anträge auf Erhöhung der Strom-Grundversorgungstarife für das Jahr 2007 vor. Bei 882 in Frage kommenden Stromversorgern bedeute dies, dass etwa drei Viertel der Unternehmen die Strompreise um mehr als die neue Mehrwertsteuer erhöhen wollen, berichtet der Verbraucher-Informationsdienst Verivox in einer Pressemitteilung. Die Strompreise für das kommende Jahr würden vor allem durch drei Faktoren beeinflusst: Die Mehrwertsteuererhöhung, die Senkung der Netznutzungsentgelte und höhere Beschaffungspreise.   Die gestiegenen Beschaffungskosten dienten den meisten Energieversorgungsunternehmen (EVU) als Argument bei den Anträgen auf Strompreiserhöhungen, so Verivox. Anträge seien in fast allen Bundesländern, außer in Schleswig-Holstein sowie Berlin und Hamburg eingegangen. Festzustellen bleibe, dass sich die Preisspirale weiter dreht und in nächster Zeit trotz verminderter Netzentgelte keine Senkungen der Strompreise zu erwarten seien. Diese würden durch die höheren Beschaffungskosten für Strom mindestens ausgeglichen. So bleibe dem Verbraucher bei einer Anhebung der Strompreise nur eins: Sich zu informieren und den Anbieter zu wechseln.

27.12.2006   Quelle: Verivox GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

City Solar AG finanziert Stiftungsprofessur an der Universität Frankfurt

City Solar-Referenzprojekt Grube Göttelborn (4 MW).
City Solar-Referenzprojekt Grube Göttelborn (4 MW).

Die City Solar AG (Bad Kreuznach) fördert die Wissenschaft: Am 20.12.2006 unterzeichneten das Solarunternehmen und Universitätspräsident Prof. Rudolf Steinberg einen Vertrag zur Einrichtung einer W3-Stiftungsprofessur am Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Über einen Zeitraum von zunächst zehn Jahren unterstütze City Solar die dortigen Forschungsaktivitäten mit einem Gesamtbetrag von 4,5 Millionen Euro, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.  "Mit dieser Stiftungsprofessur möchten wir der Universität auch etwas zurückgeben", stellte Generalbevollmächtigter Steffen Kammler die gute Zusammenarbeit heraus. Der Inhaber der Stiftungsprofessur soll sich am Institut für Anorganische und Analytische Chemie Fragen der grundlegenden Materialforschung widmen. Den ersten Kontakt zwischen dem Universitäts-Institut und der City Solar AG stellte vor zwei Jahren der ehemalige Vizepräsident Prof. Jürgen Bereiter-Hahn her.


Neues Produktionsverfahren soll internationalen Siliziummarkt revolutionieren

Seitdem wurde bereits gemeinsam mit Prof. Norbert Auner ein weltweit neues Verfahren zur Erzeugung von hochreinem Silizium entwickelt und patentiert. Das Verfahren verbrauche erheblich weniger elektrische Energie als die üblichen Produktionsprozesse und stehe gegenwärtig vor der Übertragung in die industrielle Nutzung, heißt es in der Pressemitteilung. Laut Auner hat es das Potenzial, "um den internationalen Siliziummarkt zu revolutionieren". Hochreines Silizium wird vor allem für die Herstellung von Solarzellen oder Halbleiterkomponenten benötigt.


Weltgrößter Solarpark wird in Alicante gebaut

Kerngeschäft der City Solar AG sind die Projektierung und der Bau von Photovoltaik-Großkraftwerken. Aktuell errichtet das Unternehmen in der spanischen Provinz Alicante den weltgrößten Solarpark. Bis Spätsommer 2007 sollen dort auf einer Fläche von 500.000 Quadratmetern 200 Einzelanlagen mit jeweils 100 Kilowatt peak Nennleistung installiert werden - und Solarstrom für mehr als 12.000 Haushalte liefern. Parallel investiere City Solar in die Forschung und bearbeitet mit Partnern ein breites Spektrum von Entwicklungsthemen. Die Palette reiche von solarthermischen und konzentrierenden photovoltaischen Kraftwerkskomponenten bis hin zur siliziumbasierten Wasserstofferzeugung und -speicherung.

23.12.2006   Quelle: City Solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: City Solar AG

 

Solar-Unternehmen Ralos gründet Solarakademie

Die Ralos Gruppe mit Hauptsitz im hessischen Michelstadt, hat mit der Unterstützung des Landkreises die Solarakademie Odenwald gegründet. Zwischen Ralos und dem Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Hochschule Darmstadt bestehe eine enge Zusammenarbeit, die es ermögliche Produktneuheiten in der Photovoltaik systematisch zu testen und wichtige Erfahrungswerte zu sammeln, berichtet Ralos in einer Pressemitteilung.  Insbesondere Nachführsysteme, Solarmodule und Wechselrichter sollen auf ihre Kosten-Nutzen-Potentiale hin untersucht werden. Der Standort der Solarakademie in Südhessen ermögliche die Sammlung von Betriebsdaten stellvertretend für andere Regionen mit ähnlichen meteorologischen Gegebenheiten in Europa.


Zusammenarbeit mit der Hochschule Darmstadt

"Für den Photovoltaik-Endkunden wie auch für den Investor in photovoltaische Großanlagen zählt letztlich das Ergebnis am Ende des Jahres. Herauszufinden, welche Komponenten unter welchen Einsatzbedingungen die besten Erträge liefern, das ist Aufgabe der Solarakademie", so Ralos Geschäftsführer Matthias Belz zur Einweihung der Solarakademie. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule Darmstadt biete beste Voraussetzungen für eine systematische Untersuchung verschiedener Photovoltaikkomponenten. Im Studiengang Energie, Elektronik und Umwelt bietet die Hochschule Darmstadt ihren Studenten der Elektrotechnik bereits seit vielen Jahren die Möglichkeit, die rasante Entwicklung der Technologien erneuerbarer und nachhaltiger Energieerzeugung kennenzulernen und an der Weiterentwicklung mitzuwirken.


Systematische Tests im Labor und auf Solar-Testfeld in Michelstadt

Dr. Lothar Petry, Professor an der Hochschule Darmstadt, begrüßt die Zusammenarbeit mit Ralos: "Wir freuen uns in diesem sehr anwendungsnahen Umfeld mit einem führenden Unternehmen aus der Praxis zusammen zu arbeiten. Wir wollen durch systematische Tests an neuesten Technologien zum Erkenntnisgewinn in der Photovoltaik beitragen. Unseren Studenten können wir auf dem Solar-Testfeld in Michelstadt die Möglichkeit zur Forschung am Objekt eröffnen." In einer Feierstunde am vergangenen Wochenende wurde die Solarakademie Odenwald offiziell eröffnet und ihre Ziele der Öffentlichkeit vorgestellt.

23.12.2006   Quelle: Ralos Gruppe   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Stromverbrauch: 409 Millionen kWh für Weihnachtsbeleuchtung

Fast 500.000 Birnchen erleuchten das Lichterhaus in Drensteinfurt bei Münster.
Fast 500.000 Birnchen erleuchten das Lichterhaus in Drensteinfurt bei Münster.

Rund 77 Millionen Euro werden sich die deutschen Haushalte dieses Jahr ihre Weihnachtsbeleuchtung kosten lassen, so die Prognose des Heidelberger Instituts für Energiedienstleistungen (Ifed). Die dafür verbrauchten 409 Millionen Kilowattstunden würden ausreichen, um etwa 140.000 Haushalte ein Jahr lang komplett mit Strom zu versorgen. Das berichtet das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in seinem Newsletter ENERGIE-PERSPEKTIVEN: Forschung für die Energieversorgung von morgen, Ausgabe 4/2006. Städte und Gemeinden hingegen kommen für ihre weihnachtliche Illumination nur auf 10 Millionen Kilowattstunden.   Eine einzige Lichterkette im privaten Bereich verbraucht laut Ifed über die Weihnachtszeit im Mittel 30 Kilowattstunden und kostet 5,60 Euro, Lichtschläuche ein Mehrfaches: Strom sparende Leuchtmittel, zum Beispiel LED-Lichterketten, und Zeitschaltuhren sind also sehr zu empfehlen.


Zum Vergleich: Die derzeit größte Solarstromanlage der Welt, der Solarpark Gut Erlasee nahe der Stadt Arnstein bei Würzburg (12 Megawatt Spitzenleistung) versorgt rund 3.500 Haushalte. Um die weihnachtlichen 409 Millionen Kilowattstunden zu produzieren wären 40 solcher Solarkraftwerke nötig.

Der IPP-Newsletter richtet sich an alle am Thema Energie interessierten. Er berichtet knapp und allgemeinverständlich über aktuelle Entwicklungen und gibt Hintergrundinformationen. ENERGIE-PERSPEKTIVEN 4/2006 mit Beiträgen über Windkraft auf See, organische Solarzellen, den Energieverbrauch der Haushalte sowie über ein neues Fusionsexperiment in China im Internet unter http://www.energie-perspektiven.de.

23.12.2006   Quelle: Max-Planck-Institut für Plasmaphysik   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Lichterhaus Drensteinfurt.

 

Wechselrichter-Hersteller Xantrex erhält 1,7 Millionen US-Dollar Auftrag von SunEdison

Xantrex-Wechselrichter "GT500E" (500kW).

Die Xantrex Technology Inc. mit Sitz im Kanadischen Vancouver erhielt einen Auftrag über netzgekoppelte Wechselrichter mit einem Volumen von rund 1,3 Millionen Euro vom dem US-amerikanischen Unternehmen SunEdison, einem der größten Energiedienstleister in Nordamerika. Dies berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom 20.12.2006. Die Auslieferung soll im ersten Quartal 2007 beginnen. "Wir freuen uns sehr, mit SunEdison arbeiten zu dürfen", sagte Xantrex-Chef Mossadiq S. Umedaly. "  SunEdison ist ein wichtiger neuer Kunde mit einem hervorragenden Ruf als führendes Solar-Unternehmen und Xantrex ist der Nordamerikanische Marktführer bei Wechselrichtern für den kommerziellen Einsatz", fügte Umedaly hinzu. SunEdisons Verkaufs-Vizepräsident Brian Jacolick sagte: "Wir haben Xantrex nach umfangreichen Untersuchungen seiner Produkte ausgewählt und sind sicher, dass sie die Ansprüche an hochwertige, verlässliche und effiziente Wechselrichter für unsere wachsende Kundenbasis erfüllen." Xantrex-Vorstand John Wallace fügte hinzu, dass die Zusammenarbeit mit dem innovativen Solar-Anbieter SunEdison beträchtliche Chancen eröffne.

22.12.2006   Quelle: Xantrex Technology Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Xantrex Technology Inc.
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Solar-Wafer: SolarWorld verdoppelt Fertigungskapazität in Freiberg auf 500 MW

Solarwafer.
Solarwafer.

Die SolarWorld AG will ihre Kapazität zur Fertigung moderner und hoch effizienter Solarsilizium-Wafer am Standort Freiberg (Sachsen) von aktuell 250 Megawatt (MW) innerhalb der nächsten 28 Monate auf 500 MW ausbauen. 50 Prozent dieses Volumens seien bis 2018 durch langfristige Lieferverträge mit der internationalen Solarzellenindustrie bereits verkauft, heißt es in einer Ad-hoc-Mitteilung des Unternehmens.   Die andere Hälfte fließe in den konzerninternen Wertschöpfungsprozess. Das Solarsilizium für die Produktion der 500 MW Solarwafer sichere sich der Konzern durch Langfristverträge mit führenden internationalen Siliziumproduzenten, den Aufbau eigener Siliziumfabriken und seine Freiberger Recyclingfabrik.


Über 300 Millionen Dollar von internationalen Investoren

Die SolarWorld AG finanziere die neuen Investitionen, ohne ihre komfortable Eigenkapitalausstattung anzutasten, so das Unternehmen. Die Gesellschaft habe bei Großinvestoren aus den Vereinigten Staaten und Europa insgesamt 306,5 Millionen Dollar Fremdkapital eingeworben. Die Investoren stellten dem Konzern für eine Laufzeit zwischen sieben bis zwölf Jahren Fremdkapital zu sehr wettbewerbsfähigen Konditionen zur Verfügung. Der Konzern erschließe sich mit dieser Finanzierungsrunde einen neuen Zugang zu hoch liquiden Kapitalmärkten der USA und erweitere seine Finanzierungsspielräume unabhängig von den Banken.

22.12.2006   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG
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Capital Stage stockt Beteiligung an ANTEC Solar auf

ANTEC-Produktion in Arnstadt.
ANTEC-Produktion in Arnstadt.

Die Hamburger Beteiligungsgesellschaft Capital Stage AG hat ihren Anteil an der ANTEC Solar Energy AG mit Sitz in Frankfurt am Main auf 21,24 % aufgestockt, berichtet ANTEC in einer Pressemitteilung. Bereits im November 2006 habe sich Capital Stage erstmalig an dem Solarunternehmen beteiligt. Antec ist nach eigenen Angaben der europäisch führende Hersteller von CdTe-Dünnschicht-Solarmodulen.   Nach dem außerordentlich erfolgreichen Börsengang des Wettbewerbers First Solar (USA) spreche im Moment vieles für ein ähnlich erfolgreiches Börsendebüt von Antec, an welchem der Vorstand nach eigenem Bekunden derzeit arbeite, heißt es in der Pressemitteilung. Capital Stage und sein Management haben laut ANTEC fundierte Kenntnisse über Solarunternehmen. So habe man sich früh an der Conergy AG beteiligt und das Unternehmen erfolgreich an die Börse geführt. Felix Goedhart, Vorsitzender des Vorstandes von Capital Stage, begleitete die Erfolgsgeschichte der ErSol AG - mit fast fünfzigfacher Überzeichnung einer der erfolgreichsten Börsengänge in Deutschland überhaupt, betont ANTEC.

Da nicht wenige Unternehmen der Solarbranche in letzter Zeit den Einstieg in den zukunftsweisenden Sektor der Dünnschichttechnologie bekannt gegeben hätten, fokussiere sich nun das Interesse der Kapitalmärkte auf die tatsächlichen "Umsetzer" der Strategie, die eine funktionierende Serienfertigung im industriellen Maßstab vorweisen können, so ANTEC. Antec produziere derzeit im Vier-Schicht-System Dünnschichtmodule am Standort Arnstadt/Thüringen.

22.12.2006   Quelle: ANTEC Solar Energy International AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ANTEC Solar Energy International AG
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5 Megawatt-Biomasseheizkraftwerk in Schkölen (Thüringen) eingeweiht

Am 20.12.2006 weihte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, das Biomasseheizkraftwerk in Schkölen (Saale-Holzland-Kreis) ein. Das Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung auf der Basis von naturbelassenem Waldrestholz hat eine elektrische Leistung von 5 Megawatt (MW). Für das Konzept der Wärmebereitstellung hat die BKS Bio-Kraftwerk Schkölen GmbH neben der Stadt Schkölen und einer 5 Hektar-Gewächshausanlage der TOGAZ auch die Eigennutzung der Wärme für die Holzhackschnitzeltrocknung vorgesehen.  "Bei der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahre 2004 haben wir uns verstärkt für den Anreiz der Kraft-Wärme-Kopplung eingesetzt. Immerhin bringt jetzt die Erzeugung von Strom nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz eine zusätzliche Vergütung von 2 Cent pro Kilowattstunde“, so der Minister.


Energieholz-Reserven nur im Kleinprivatwald

Die Entscheidung, auf biogene Energieträger zu setzen, bezeichnete Dr. Sklenar langfristig als richtig. Im "Thüringer Bioenergieprogramm", das im Oktober 2006 vom Kabinett beschlossen wurde, werden die Potenziale für die Bioenergie aus Land- und Forstwirtschaft vorgestellt. So ist das zur Verfügung stehende Potenzial aus dem Staatswald des Freistaats Thüringen, unter Berücksichtigung der Versorgung stofflicher Holzverwerter, bereits in Energieholzkontrakten gebunden. Reserven in Höhe von rund 100.000 Festmeter seien im derzeit nicht regelmäßig bewirtschafteten Kleinprivatwald zu suchen.


Biomasse-Wertschöpfung entspricht 300 Millionen Euro pro Jahr

Nach einer Erhebung des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Arbeit aus dem Jahre 2004 deckt Thüringen 10,1 % des Primärenergieverbrauches durch erneuerbare Energien. Der Anteil der Biomasse an den erneuerbaren Energien beträgt 87 %. Würde man diesen biogenen Anteil am Primärenergieverbrauch durch fossile Energieträger ersetzen, wie beispielsweise Heizöl zu einem Preis von 0,60 Euro pro Liter, stelle diese Biomasse eine Wertschöpfung von mehr als 300 Millionen Euro pro Jahr dar. Damit seien 700 bis 800 Arbeitsplätze verbunden. Im deutschlandweiten Vergleich nimmt Thüringen laut Wirtschaftsministerium in Bezug auf die Nutzung der Biomasse eine Spitzenposition ein. Das sei erreicht worden mit zirka 8.860 Zentralheizungsanlagen, Heizwerken und Heizkraftwerken mit einer installierten thermischen Leistung von 974 MW und einer elektrischen Leistung von 80,6 MW.

22.12.2006   Quelle: Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

EUROSOLAR ehrte Adolf Goetzberger mit Europäischem Solarpreis 2006

Prof. Goetzberger und Dr. H. Scheer.
Prof. Goetzberger und Dr. H. Scheer.

Der Gründer des Fraunhofer Instituts für solare Energiesysteme (ISE), Prof. Adolf Goetzberger, wurde von der Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e.V. ausgezeichnet mit dem Solarpreis 2006, Kategorie "Sonderpreis für persönliches Engagement". EUROSOLAR würdigt damit Prof. Goetzbergers wissenschaftliche Leistungen für die erneuerbaren Energien und seinen Einsatz für die Solarforschung. Als er 1981 mit dem Fraunhofer ISE das erste außeruniversitäre Solarforschungsinstitut in Europa gründete, galt Adolf Goetzberger noch als Pionier auf einem Feld mit ungewissen Zukunftsaussichten. Heute ist das Fraunhofer ISE, das Goetzberger bis 1993 leitete, eines der weltweit führenden Solarforschungsinstitute.   Dies sei nicht zuletzt seinem Mut in den Anfangsjahren, seinen wissenschaftlichen Errungenschaften sowie seiner Beharrlichkeit im Verfolgen seiner Vision zu verdanken, so das ISE in einer Pressemitteilung. Von 1991 bis 1993 war Adolf Goetzberger zudem Präsident der International Solar Energy Society, dessen Vorstand er von 1987 bis 1999 angehörte. Seit 2000 fungiert er dort als Ehrenvorsitzender.

Von 1993 bis 1997 war Goetzberger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), deren Ehrenpräsident er bis heute ist. 1995 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Uppsala-Universität in Schweden. Bei allen drei internationalen Photovoltaik-Konferenzen sitzt er im Beratungsausschuss. Für seine Verdienste um die Entwicklung der Solartechnologie wurde Prof. Goetzberger bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem "SolarWorld Einstein-Award" im September 2006.

Die Verleihung des Europäischen Solarpreises fand statt am 7. Dezember 2006 in Berlin. Das Grußwort hielt Detlef Leinberger, Mitglied des Vorstands der KfW-Bankengruppe. Dr. Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR und Preisträger des Alternativen Nobelpreises, sprach zum Thema "Preisträger als Vorbilder". Die Laudatio auf die Preisträger hielt der Journalist und Meteorologe Jörg Kachelmann.

22.12.2006   Quelle: Fraunhofer ISE   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ISE

 

Grünen-Sprecher Fell kritisiert das "Wintermärchen vom sinkenden Ölpreis"

"Die Ölpreisanalysten lernen nichts aus ihren Fehlprognosen der vergangenen Jahre", kommentiert Hans-Josef Fell, Sprecher für Energie und Technologie von Bündnis 90/ Die Grünen die Ölpreisprognosen der DZ-Bank und der Commerzbank für 2007. Auch jetzt würden wieder sinkende Ölpreise vorausgesagt. Doch die Fehlprognosen der letzten Jahre sprächen eine deutliche Sprache: Seit 1999 seien die Prognosen immer zu niedrig angesetzt und von der Realität in das Reich der Wintermärchen gewiesen worden, so Fell. Beispielsweise seien für 2000 etwa 18 Dollar pro Barrel prognostiziert worden, aber die realen Durchschnittspreise hätten bei 28 Dollar gelegen.   Ähnlich dann 2004. Prognose: 24 Dollar pro Barrel. Durchschnittspreis etwa 38 Dollar. Auch für 2006 hätten die Analysten 52 Dollar pro Barrel vorhergesagt, doch der Durchschnittspreis habe sich bei etwa 62 Dollar pro Barrel Erdöl eingependelt.


Unkenntnis der Finanzwelt über die geologische Verfügbarkeit von Erdöl führt immer wieder zu Ölpreis-Fehlprognosen

"Die heutigen Prognosen für einen Durchschnittspreis von 55 Dollar pro Barrel für 2007 (Commerzbank) oder einer Schwankung zwischen 55 bis 65 Dollar (DZ-Bank) müssen vor dem Hintergrund der Fehlprognosen der letzten Jahre als unrealistisch abgetan werden", sagt Fell. Die Welt steht am Höhepunkt der maximalen Erdölfördermengen. Die Unkenntnis der Finanzwelt über die geologische Verfügbarkeit von Erdöl, führe immer wieder zu Ölpreisfehlprognosen. "Dabei sind solche Fehlprognosen keine Kleinigkeit, dienen sie doch als Basis für die Berechnung wichtiger volkswirtschaftlicher Rahmendaten. Es wird Zeit, dass auch die Finanzwelt endlich zur Kenntnis nimmt, dass die Zeiten vorüber sind, in denen das Erdölangebot die Nachfrage stillen konnte", betont Fell.

"Es wäre besser, wenn die Finanzwelt endlich anerkennen würde, dass Investitionen in neue Erdölfelder das Problem der Energieversorgungssicherheit und schon gar nicht des Klimawandels lösen können. Stattdessen sollte sie endlich viel stärker in die erfolgreichen Wachstumsbranchen erneuerbare Energien und Einspartechnologien investieren", appelliert der Grünen-Sprecher.

22.12.2006   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Größte Photovoltaik-Anlage eines Ökostromanbieters am Netz

Solarstrom von Greenpeace.
Solarstrom von Greenpeace.

Im bayerischen Landkreis Aichach-Friedberg geht am 21.12.2006 eine der größten Solarstrom-Aufdachanlagen in Deutschland in Betrieb. Für das Projekt des Ökostromanbieters Greenpeace energy eG wurden rund 31.000 Quadratmeter mit rund 8.500 Solarmodulen bestückt, eine Fläche so groß wie vier Fußballfelder. Drei große Hallendächer sind zu einem Solarkraftwerk mit insgesamt 1,56 MWp Leistung zusammengeschaltet. Das Solarkraftwerk mit einer Investitionssumme von 8,2 Millionen Euro wurde durch die Planet energy GmbH verwirklicht, eine Tochtergesellschaft der Stromgenossenschaft Greenpeace energy.  "Die Anlage bei den Orten Dasing und Sielenbach ist das größte Photovoltaik-Kraftwerk, das bisher in Deutschland von einem Ökostromanbieter gebaut wurde", sagt Sönke Tangermann, Geschäftsführer bei Planet energy. "Das ist ein Meilenstein in der Realisierung von Solarenergie durch einen Stromversorger", so Tangermann. Planet energy erwartet einen Jahresertrag von rund 1,5 Millionen Kilowattstunden Solarstrom, entsprechend dem Strombedarf von rund 500 Haushalten. "So bauen Greenpeace energy und Planet energy schon heute - gemeinsam mit den Kunden, Mitgliedern und Anlegern - die Energieversorgung der Zukunft auf", sagt Tangermann.

Planet energy finanziert das Eigenkapital des Photovoltaikprojektes unter anderem mit Mitteln aus Genussrechten, die zurzeit auf dem Kapitalmarkt ökologisch orientierten Anlegern zur Zeichnung angeboten werden. Die Fremdmittel stellt die UmweltBank AG aus Nürnberg bereit. Das Projekt wird von der solar-protect GmbH aus Weikersheim schlüsselfertig durchgeführt.


Unabhängige Genossenschaft kontra etablierte Stromwirtschaft

Greenpeace energy eG ist zweitgrößter bundesweiter Anbieter von Ökostrom und versorgt mittlerweile rund 60.000 Privat- und Gewerbekunden. 2007 werden hundert Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien stammen, kündigt das Unternehmen an. Die unabhängige Genossenschaft gehört ausschließlich ihren Mitgliedern, die in der Regel Stromkunden sind. Neben der besonderen Unterstützung der Zukunftstechnologie Photovoltaik arbeite Greenpeace energy an einem weiteren wichtigen Ziel: Unabhängigkeit von der etablierten Stromwirtschaft - von der Produktion über den Handel bis zur Versorgung der Kunden. Um dies zu erreichen, baue die Planet energy GmbH einen Kraftwerkspark auf Basis sauberer Energien auf. Bereits erfolgreich realisierte Projekte sind die Windparks Parndorf II (2004) und Soltau (Frühjahr 2006), sowie eine Photovoltaikanlage in Schwäbisch Hall (2001). Weitere Projekte sind in Planung, zum Beispiel ein Wasserkraftwerk an der Weser in Bremen.

21.12.2006   Quelle: Greenpeace energy eG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Greenpeace energy eG
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BUND: AKW-Laufzeitverlängerung ist kein Klimaschutz

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel aufgefordert, den von EnBW gestellten Antrag zur Laufzeitverlängerung für das AKW Neckarwestheim 1 nicht zu genehmigen. Der Reaktor gehöre zu den ältesten und unsichersten Atomanlagen Deutschlands und müsse wie im Atomkonsens und im Atomgesetz vereinbart, spätestens Anfang 2009 vom Netz genommen werden. Mit dem Antrag stelle die EnBW ihre egoistischen Gewinninteressen über die Sicherheit der Bevölkerung, so der BUND.  Die EnBW wolle Strommengen von einem jüngeren Reaktor auf einen älteren (Neckarwestheim 1) übertragen. In einem solchen Fall verlange das Atomgesetz jedoch, dass die Altanlage zumindest auf dem gleichen Sicherheitsniveau stehe wie die jüngere, betont der Bund für Umwelt und Naturschutz. Das sei jedoch bei Neckarwestheim 1 nicht gegeben. Dieser Reaktor sei nicht gegen den Absturz von Flugzeugen und somit auch nicht gegen Terrorangriffe gesichert. Eine Serie von Pannen belege zudem die generelle Störanfälligkeit der Atomanlage.


Angelika Zahrnt: Selbst eine Verdoppelung des Atomkraft-Anteils im globalen Energiemix würde die aus dem Energieverbrauch resultierenden Klimaprobleme nicht lösen


"EnBW-Chef Utz Claassen spekuliert offensichtlich darauf, dass die SPD bei der nächsten Bundestagswahl aus der Regierung ausscheidet und dann eine andere Koalition Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke durchsetzen wird", sagt die Vorsitzende des BUND, Angelika Zahrnt. Umweltminister Gabriel müsse solchen Strategiespielchen zur Aushebelung des Atomkonsenses eine deutliche Abfuhr erteilen, fordert die BUND-Vorsitzende. EnBW versuche krampfhaft, eine verlängerte Laufzeit für Neckarwestheim 1 mit dem Argument zu begründen, Atomkraftwerke nützten dem Klimaschutz. Mit einem Anteil von nur 2,5 Prozent am Energiebedarf spiele die Atomenergie im globalen Energiemix jedoch nur eine marginale Rolle. Selbst eine Verdoppelung dieses Anteils würde folglich die aus dem Energieverbrauch resultierenden Klimaprobleme nicht lösen, argumentiert der BUND. Auch in Deutschland stehe die Atomkraft einem optimierten Klimaschutz im Weg: Verlängerte Laufzeiten der Atomanlagen würden den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz verzögern, da der Druck für Neuinvestitionen fehle. Zudem vergrößerten sich die Risiken der Atomkraft weiter, wenn ihr Anteil zunehme. Und nicht zuletzt seien die begrenzten Uranvorkommen in wenigen Jahrzehnten verbraucht.


Echter Klimaschutz mit erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung

"Wenn EnBW längere Laufzeiten für sein Atomkraftwerk mit dem Schutz des Klimas begründet, ist dies mehr als fadenscheinig. Der Energiekonzern hat erst vor kurzem den Bau eines neuen Steinkohlekraftwerks in Baden-Württemberg angekündigt und plant außerdem ein neues Braunkohlekraftwerk in Sachsen-Anhalt. Echter Klimaschutz würde bedeuten, auf diese CO2-Schleudern zu verzichten, sofort aus der Atomkraft auszusteigen und in effiziente Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung und in erneuerbare Energien zu investieren", so Angelika Zahrnt.

21.12.2006   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarstrom aus Friesland: Größte Photovoltaik-Anlage Norddeutschlands am Netz

Solarpark Rodenäs (Teilansicht)
Solarpark Rodenäs (Teilansicht)

Die größte Solarstromanlage Norddeutschlands wird am 21.12.2006 im nordfriesischen Rodenäs in Betrieb genommen. Das 2 Megawatt-System wurde von der Solarpark Rodenäs GmbH realisiert, einem Anbieter von schlüsselfertigen Solarstromanlagen. Die Anzahl der Sonnenstunden ist in Rodenäs ähnlich hoch wie im süddeutschen Raum, so Armin Wulf und Frank Groneberg, Geschäftsführer der Solarpark Rodenäs GmbH. Der Globalstrahlungswert betrage 991 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Wegen der frischen Küstenbrise würden die Solarmodule in Rodenäs jedoch besser gekühlt und lieferten dadurch noch mehr Solarstrom.  Bei den bisher installierten Dachanlagen habe man bereits Erträge von deutlich mehr als 1.000 Kilowattstunden Solarstrom pro installiertem Kilowatt Photovoltaik-Leistung (kWp) erreicht, berichtet Groneberg.


SolarMax-Wechselrichter und Überwachung per Internetportal

Für die optimale Stromeinspeisung setzt die Solarpark Rodenäs GmbH auf Wechselrichter der Sputnik Engineering AG. Bei dem 2-Megawatt-Projekt wandeln sieben 300-kW-Geräte vom Typ SolarMax 300 C den Gleichstrom der Solarmodule in Wechselstrom um. "Die Qualität der SolarMax-Wechselrichter hat uns überzeugt", so Groneberg. Zudem freut ihn, dass der Transport durch das geringe Gewicht der Geräte sehr erleichtert wird. "Die kleinen Gewichteinheiten wurden modular zu einem Gesamtsystem aufgebaut", so Groneberg. Die gesamte Anlage wird mit dem SolarMax Webportal überwacht. Dieses erlaubt die tägliche, detaillierte Abfrage jeder einzelnen Modulreihe und jedes einzelnen Wechselrichters.


Experten prognostizieren 1.160 Kilowattstunden pro kWpeak

Für den neuen Solarpark prognostizieren Gutachter der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) laut Groneberg einen Ertrag von rund 1.160 Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt Leistung. Denn für zur Ertragssteigerung werde an dem Standort eine astronomische Nachführung eingesetzt: Zeitgesteuert werden die auf 702 Drehtischen montierten Solarmodule der Sonne nachgeführt, so dass sie während des gesamten Tages stets optimal ausgerichtet sind. Für den Schutz auch bei extremen Stürmen sorgt ein Windmessgerät. Bei Erreichen einer definierten Windgeschwindigkeit werden alle Türme automatisch in den Wind gedreht. Dank der hochwertigen Produkte würden "satte Renditen" erwartet, heißt es in der Pressemitteilung der Solarpark Rodenäs GmbH und der Sputnik Engineering AG. Für den Zeitraum von 2006 bis 2026 errechnete die Solarpark Rodenäs GmbH für ihre Kommanditisten 268 Prozent. Anfang 2007 will das Unternehmen seinen Rekord brechen und ein Nachführsystem mit drei Megawatt Leistung installieren. Auch für dieses Projekt setzt man auf Wechselrichter der Marke SolarMax.

21.12.2006   Quelle: Sputnik Engineering AG; Solarpark Rodenäs GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Sputnik Engineering AG
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Solarwärme europaweit auf dem Vormarsch – europäische Konferenz im Juni 2007 in Freiburg

estec2007

Die Nutzung der Solarwärme hat im laufenden Jahr stark zugenommen, der Absatz von Solarwärmeanlagen ist in Europa im Jahr 2006 um mehr als 35 % auf etwa 1.900 Megawatt (MW) Solarwärmeleistung gestiegen. Die dynamischsten Märkte sind Frankreich, Großbritannien und Deutschland, die Wachstumsraten zwischen 40 % und 70 % aufweisen. Das berichtet die European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF) in einer Pressemitteilung. Motiviert durch die Erfolge entwickeln Industrie und Forschung derzeit gemeinsam eine Vision für die Solarwärmenutzung im Jahr 2030 und haben zu ihrer Umsetzung die Europäische Solarwärme-Technologieplattform ESTTP gegründet. Die aktuellen Entwicklungen auf den internationalen Solarwärmemärkten, in Industrie, Technologie und Politik werden diskutiert auf der europäischen Solarthermiekonferenz estec2007 am 19./20. Juni 2007 in Freiburg/Deutschland. Sie wird damit zum wichtigsten internationalen Treffpunkt der Branche im Jahr 2007. 

Frankreich gewährt Steuernachlass für Solarwärmeanlagen, Italien will nachziehen

Die Dynamik im europäischen Solarwärmemarkt hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Frankreich weist jährliche Wachstumsraten zwischen 50 % und 100 % auf. Bis 2010 soll sich die jährlich neu installierte Wärmeleistung von heute 150 Megawatt (MW) auf 700 MW erhöhen. Hierzu gibt es einen Steuernachlass von 50 % für die Investition in eine Solarwärmeanlage. Italien plant eine vergleichbare Entwicklung und plant, 2007 eine Steuerreduzierung in Höhe von 55 % einzuführen. Spanien hat ähnlich ehrgeizige Ziele und will diese durch eine Verpflichtung der Hausbesitzer zum Einbau einer Solarwärmeanlage bei Neubau und bei Renovierung erreichen. Ein weiteres Marktwachstum wird auch in Großbritannien und den führenden Märkten Österreich und Deutschland erwartet.


Technologieplattform ESTTP entwickelt Forschungs- und Entwicklungsstrategie

"Die aktuelle Entwicklung der Solarwärmemärkte ist sehr ermutigend, wir gehen jedoch davon aus, dass sie sich in den kommenden Jahren noch deutlich beschleunigen wird", so Ole Pilgaard, Präsident der ESTIF. Die neue Marktdynamik wird angetrieben von der Erkenntnis, dass die Solarwärmetechnik eine wesentlich wichtigere Rolle im Kampf gegen den Klimawandel und die Importabhängigkeit von fossilen Energien leisten kann als bisher angenommen. So gehen die Experten davon aus, dass langfristig bis zu 50 % des Niedertemperaturwärmebedarfs in Europa durch Solarwärme gedeckt werden kann. Um die hierzu erforderliche technologische Entwicklung zu diskutieren, haben die Experten aus Industrie und Forschung die Europäische Solarwärme-Technologieplattform ESTTP gegründet, die am 6. Dezember 2006 ihre Arbeit aufgenommen hat. Bis 2008 soll eine Forschungs- und Entwicklungsstrategie ausgearbeitet werden.


estec2007: Experten diskutieren über Märkte, Technologie und Politik

Als weltweit wichtigstes Forum zur Diskussion dieser Entwicklungen hat sich die Europäische Solarthermie-Konferenz estec etabliert, die am 19. und 20. Juni 2007 zum dritten Mal in Freiburg (Deutschland) stattfindet, im Vorfeld der internationalen Solarfachmesse Intersolar. Über 400 Experten aus Industrie, Forschung, Politik und Beratung werden erwartet, um sich über aktuelle Markt-, Technologie- und Politikentwicklungen auszutauschen. Bis zum 8. Januar 2007 ist noch die Einreichung von Beiträgen zur Konferenz möglich. Interessenten und Pressevertreter können sich seit Anfang Dezember über die Website vorregistrieren. Die estec2007 wird veranstaltet vom Europäischen Solarthermie-Industrieverband ESTIF und organisiert vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in Zusammenarbeit mit der Intersolar 2007. Das Programm "Intelligent Energy Europe" (IEE) der Europäischen Kommission unterstützt die estec2007. Die industrieorientierte Konferenz wird von den wichtigsten europäischen Solarwärmefirmen unterstützt, darunter der deutsche Absorber- und Kollektorhersteller KBB Kollektorbau. Auch die Kupferbranche sieht große Chancen in der Entwicklung der Solarwärme, weshalb das Europäische Kupferinstitut zu den wichtigen Sponsoren der Konferenz gehört.

Weitere Informationen zur Konferenz sind erhältlich unter http://www.estec2007.org. Dort ist auch die Registrierung für den Newsletter möglich, der im Vorfeld der Konferenz monatlich über die Entwicklung der internationalen Solarwärmemärkte und die wichtigsten Konferenzthemen informiert.

21.12.2006   Quelle: ESTIF; BSW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ESTIF

 

DEPV: Pellets können zur Lösung des Feinstaubproblems beitragen

Pellets brennen sauber und verursachen wenig Staub.
Pellets brennen sauber und verursachen wenig Staub.

Feinstaub ist ein "Dauerbrenner" seit die EU-Feinstaubrichtlinie viele Städte und Gemeinden zum Handeln zwingt. Diese Richtlinie trat Anfang 2005 in Kraft. Zur Begrenzung innerstädtischer Feinstaubbelastungen wird inzwischen eine Reihe von Maßnahmen ergriffen: Durchfahrtsverbote für LKW gibt es schon, Feinstaubplaketten für Diesel-PKW sollen kommen. Auch Pellets-Heizungen stehen wegen angeblich hoher Feinstaubemissionen in der Kritik - zu Unrecht, so der Deutsche Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV) in einer Pressemitteilung.   Trotz der guten Nachrichten halte sich das Vorurteil, dass auch Pelletsfeuerungen maßgeblich zur Feinstaubbelastung beitrügen. Etliche Untersuchungen bewiesen jedoch das Gegenteil: "Herkömmliche Holzfeuerungen und moderne Pelletsanlagen dürfen nicht über einen Kamm geschoren werden. Sie sind, was den Partikelausstoß angeht, völlig unterschiedlich zu bewerten, sagt Cornelis Hemmer, Geschäftsführer des DEPV.


Neue Untersuchungen belegen geringe Emissionen

Alle häuslichen Holzheizungen zusammen, ganz gleich ob Kamin, Scheitholz- oder Pelletfeuerungen, tragen laut DEPV mit 15 bis 20 Prozent zu den gesamten Staubemissionen bei. Untersuchungen hätten gezeigt, dass ältere Holzfeuerstätten den meisten Staub emittieren. Nach Berechnungen des Leipziger Instituts für Energetik und Umwelt (IEU) könnte dieser Anteil halbiert werden, wenn alle alten Holzkessel gegen moderne Geräte ausgetauscht würden. Auf Prüfständen in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland werden derzeit Menge und Zusammensetzung der Abgase von Pelletsfeuerungen untersucht. Die Messungen zeigten, dass der Feinstaubausstoß dieser modernen Anlagen etwa so gering ist, wie bei bestehenden Ölbrennern, heißt es in der DEPV-Pressemitteilung. Sie bewegten sich zwischen 5 Milligramm Schadstoff je Normkubikmeter Abgas (mg/Nm³) und 20 mg/Nm³. Volker Lenz vom IEU hat den Vorteil errechnet: Wenn eine Million Öl- und Gaskessel gegen Pelletsanlagen ausgetauscht würden, wäre der Feinstaubzuwachs geringer als ein Prozent.

Neue Erkenntnisse gibt es auch über die Schädlichkeit des Feinstaubs. Prof. Thomas Nußbaumer und seine Mitarbeiter vom Schweizer Ingenieurbüro Verenum haben Ruß aus Dieselmotoren und Partikel aus Holzfeuerungen auf ihre Wirkung getestet. Sie fanden heraus, dass Feinstaub einer modernen Holzfeuerung 5 bis 10 Mal weniger schädlich ist als Dieselruß. Der Staub bestehe in diesem Fall hauptsächlich aus anorganischen Salzen, die fast keine biologische Reaktivität aufwiesen. Sie würden in den Atemwegen größtenteils wieder gelöst. Vorraussetzung sei allerdings die nahezu vollständige Verbrennung im Holzkessel. Diesem Ziel kämen moderne Pelletfeuerungen sehr nahe.


Holz möglichst in modernen Feuerungen verbrennen

"Es ist somit wichtig, dass Holz künftig möglichst nur in modernen Feuerungen, wie zum Beispiel einer Pelletsanlage, verbrannt wird. Nur so kann bei der aktuellen Diskussion der eigentliche Vorteil der Holzfeuerung wieder in den Vordergrund treten - der Klimaschutz", betont der DEPV. Denn durch die CO2-neutrale Verbrennung trage Holz im Gegensatz zu Öl und Gas direkt zur Reduzierung der Treibhausgase und damit zu einer Reduktion der Klimaerwärmung bei. "Wir hoffen, dass wir das Feinstaubgespenst für die klimafreundlichen Pelletheizungen bald aus der Welt schaffen können. Wichtig ist uns eine sachlich geführte Diskussion mit belastbaren Daten", betont Cornelis Hemmer.

Pelletheizungen sind ein junger Markt mit hohen Wachstumsraten. Bis Ende des Jahres 2006 werden rund 70.000 Pelletheizungen hierzulande für wohlige Wärme in den Haushalten sorgen. Die staatliche Förderung für den Einbau einer Pellet- oder einer Solaranlage im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) wird wegen der großen Nachfrage für das kommende Jahr um mehr als 20 Prozent aufgestockt.

21.12.2006   Quelle: Deutscher Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: ÖkoFEN Pelletsheizung, Lembach; Österreich
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Woche der Umwelt: Aussteller-Bewerbungen nur noch bis Ende des Jahres

Bundespräsident Köhler: ein starker Fürsprecher für den Umweltschutz.
Bundespräsident Köhler: ein starker Fürsprecher für den Umweltschutz.

Nach 2002 und 2004 ist es auch im kommenden Jahr wieder so weit: Am 5. und 6. Juni 2007 lädt Bundespräsident Horst Köhler in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) erneut die besten Unternehmen und Institutionen zur Präsentation innovativer Umweltschutztechnologien in den Park von Schloss Bellevue. 2007 gibt es wieder eine Woche der Umwelt. Wie in den vergangenen Jahren werden rund 150 Projekte die Möglichkeit haben, sich vor exklusiven hochkarätigen Gästen im Park von Schloss Bellevue zu präsentieren.   Die DBU hat die Ausschreibungsmodalitäten und Bewerbungsunterlagen im Internet bereitgestellt. Bewerbungen werden nur berücksichtigt, wenn Sie bis spätestens zum 3. Januar 2007 (per Post, Fax oder E-Mail) bei der DBU eingegangen sind. Dem Bundespräsidenten und der DBU ist es ein großes Anliegen, das Thema Umweltschutz unter besonderer Berücksichtigung der damit verbundenen wirtschaftlichen Möglichkeiten und Chancen verstärkt und öffentlichkeitswirksam zu präsentieren.

Die Projektpräsentationen im Park von Schloss Bellevue sollen einen Überblick geben über die Breite und Vielfalt der Arbeiten aus Umwelttechnik, -forschung, -bildung und Naturschutz und verdeutlichen, dass es sich dabei um ein wichtiges Zukunftsfeld handelt, das für Deutschland von großer Bedeutung ist.

Weitere Informationen: http://www.wochederumwelt.de/; unter dem Menüpunkt "Aussteller werden".

21.12.2006   Quelle: DBU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: DBU

 

Solarsiliziumfabrik in Ruse macht Fortschritte: Solarvalue übernimmt TDR-Fabrik

Der Kauf der TDR-Fabrik im slowenischen Ruse durch die WP Profil Solarvalue Holding d.o.o., an der die Solarvalue AG mit 49 % beteiligt ist, ist jetzt vertragsrechtlich abgeschlossen: Nachdem Ende November die slowenische Regierung ihre Zustimmung gegeben hatte, wurden am 20.12.2006 die Aktien von TDR an die WP Profil Solarvalue Holding d.o.o. übergeben und das Werk offiziell übernommen, berichtet die Solarvalue AG in einer Pressemitteilung.   Solarvalue will nun planmäßig die Prozessimplementierung für die künftige Solarsilizium-Produktionsstätte vornehmen. Im Solarvalue-Verfahren wird zunächst metallurgisches Silizium hergestellt werden, das in zwei weiteren Prozessen zu kostengünstigem Solar Grade Silicon veredelt wird.

Die Finanzierung der Umrüstung der Fabrik werde durch strategische Investoren unterstützt, so die Solarvalue AG. Das Unternehmen will die strategischen Partner in Kürze bekannt geben, wenn alle Details zur Veröffentlichung mit den Unternehmen abgestimmt sind. Die Solarvalue AG wurde im Juni 2005 von Dr. Karoly Horvath gegründet. Unternehmenszweck ist zunächst die Herstellung von Solarsilizium. Langfristiges Ziel sei die Abbildung der gesamten Wertschöpfungskette eines integrierten Photovoltaik-Konzerns.

20.12.2006   Quelle: Solarvalue AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarparc AG plant für 2006 erstmals Dividende

Zweiachsig nachgeführte Suntracs-Anlagen der SolarWorld AG.
Zweiachsig nachgeführte Suntracs-Anlagen der SolarWorld AG.

Vor dem Hintergrund des positiven Geschäftsverlaufs 2006 plant der Vorstand der Solarparc AG (ISIN: DE0006352537), die Aktionäre erstmals mit einer Dividende von 10 Cent je Aktie am Gewinn der Gesellschaft zu beteiligen, das berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Die Solarparc AG habe zuletzt ihre drei Solarparks in Süddeutschland planmäßig an das Stromnetz angeschlossen und veräußert. Die Betriebsführung erfolgt durch die Solarparc AG. Die Parks Salching (1,4 MW), Greding (1,1 MW) und Malgersdorf (2,3 MW) haben zusammen eine Solarstrom-Kapazität von 4,8 Megawatt (MW) Spitzenleistung. Zwei der drei solaren Kraftwerkparks wurden mit dem modernen Nachführsystem Suntracs® der SolarWorld AG ausgerüstet, die dem Stand der Sonne folgen.   Mit dem Einsatz dieser Technologie erreichen die Parks im Vergleich zu fest stehenden Anlagen laut Solarparc AG bis zu 45 Prozent höhere Erträge. Die Solarparc AG plant, baut und betreibt Solar- und Windkraftparks für Dritte und für den Eigenbestand. Investoren bietet sie renditeorientierte Beteiligungen an den von ihr konzipierten schlüsselfertigen Clean-Energy-Parks an. Die Solarparc AG ist damit auf allen Wertschöpfungsstufen der regenerativen Stromerzeugung präsent - von der Planung über den Bau bis zum Verkauf und Betrieb der sauberen Kraftwerke. Großaktionär der Gesellschaft ist mit 29 Prozent die SolarWorld AG.

20.12.2006   Quelle: Solarparc AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG
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Phönix SonnenStrom AG gründet Tochtergesellschaft in Singapur

Die Phönix SonnenStrom AG (Sulzemoos; ISIN DE000A0BVU93), einer der führenden, bislang europaweit tätigen Photovoltaik-Systemintegratoren, hat im Dezember 2006 eine Tochtergesellschaft in Singapur gegründet. Damit habe das Unternehmen den ersten bedeutenden Schritt in den wichtigen Asien-Pazifik-Markt getan und setze so seine internationale Expansionsstrategie weiter erfolgreich um, berichtet die Phönix SonnenStrom AG in einer Pressemitteilung. Bis zum Jahr 2010 soll das gesamte Auslandsgeschäft mit über 50 Prozent zum Konzernumsatz beitragen.  Die Phoenix Solar Pte Ltd. mit Sitz in Singapur soll im gesamten asiatisch-pazifischen Raum Projekte im Kraftwerksbau entwickeln und umsetzen sowie Photovoltaik-Komponenten & -Systeme vertreiben. Das Angebotsspektrum umfasse hierbei neben netzgekoppelten SonnenStrom Anlagen auch Photovoltaik Inselsysteme.
Die Phönix SonnenStrom AG hält 75 Prozent an der neu gegründeten Gesellschaft. Die verbleibenden 25 Prozent verteilen sich auf Christophe Inglin, seine Direktoren-Kollegen sowie einen weiteren Gesellschafter.


Mit Christophe Inglin (44) leite ein äußerst erfahrener Photovoltaik-Spezialist die neu gegründete Phoenix Solar Pte Ltd. In den vergangenen zehn Jahren sei er unter anderem als Geschäftsführer der Shell Solar Pte Ltd im gesamten asiatisch-pazifischen Raum tätig gewesen. Er realisierte sowohl netzgekoppelte SonnenStrom Projekte in Thailand, Malaysia, China, Hongkong und Singapur, als auch netzferne Systeme, hauptsächlich in China, Indonesien und Thailand. Inglin besitzt die britische sowie die schweizerische Staatsbürgerschaft. Unterstützt wird Inglin von Chee Yeen Yee (35) aus Malaysia und Ho Chee Ming (39), der aus Singapur stammt. Ho wird bei Phoenix Solar Pte Ltd die Position des Technischen Direktors übernehmen, Chee wird kaufmännische Direktorin.


EPIA- Prognose: Aasiatischer Markt wird rund ein Drittel des Weltmarktes ausmachen

Der asiatische Raum ist laut Phönix SonnenStrom AG einer der wichtigsten Wachstumsmärkte der Photovoltaik. Die konventionelle Energieversorgung könne mit der rasch wachsenden Wirtschaft nicht mithalten, so dass die asiatischen Länder zunehmend auf den Einsatz von Erneuerbaren Energien setzten. Nach Prognosen des Europäischen Photovoltaik Industrie Verbands (EPIA) wird der asiatische Markt (inklusive Japan) im Jahr 2007 rund ein Drittel des Weltmarktes ausmachen. Damit wäre der asiatische Markt 2007 deutlich größer als der US-amerikanische.

"Ich freue mich außerordentlich, mit einem so erfahrenen und kompetenten Team diesen entscheidenden Schritt in den asiatischen Markt zu vollziehen", sagt Dr. Murray Cameron, Vorstand für das Operative Geschäft der Phönix SonnenStrom AG. "Die strategisch günstige, zentrale Lage, die politische Stabilität, eine hervorragende Infrastruktur und gut ausgebildetes Fachpersonal machen Singapur zum idealen Standort für den Ausbau unserer Geschäftstätigkeit im asiatisch-pazifischen Raum", so Cameron weiter.

20.12.2006   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarwärme kann 30 Prozent der Ölimporte aus dem Mittleren Osten ersetzen

Solar-Großkollektor in Graz.
Solar-Großkollektor in Graz.

Europa kann gut ein Drittel Prozent seiner Ölimporte aus dem mittleren Osten einsparen, wenn es gezielt auf die Förderung von Solarwärme setzt. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Schweizer Bankhauses Sarasin. Die Jahrzehnte des billigen Öls seien definitiv vorbei und die Solarwärme würde fossile Brennstoffe und Strom für Heiz- oder Kühlzwecke zusehends ersetzen, kommentiert der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in einer Pressemitteilung. Angesichts der Energieabhängigkeit würden die Regierungen gezielt anfangen, solarthermische Anwendungen zu fördern. Dies geschehe entweder durch direkte finanzielle Anreize, durch neue Bauvorschriften oder durch die Unterstützung von Informations- und Marketingkampagnen so die Schweizer Experten.   Solarwärmeanlagen bescheinigt Sarasin Konkurrenzfähigkeit bei den Wärmegestehungskosten gegenüber Öl- und Gasheizungen. Allerdings seien Sonnenkollektoren bei der Anschaffung in der Regel noch teurer als konventionelle Heizsysteme. Eine sinnvolle Förderung und die erwartungsgemäß steigende Energiekosten für fossile Brennstoffe könne hier ein riesiges Potenzial eröffnen.


Prognose für 2010: 220 Gigawatt Solar-Wärmeleistung weltweit

Mittlerweile werden laut BSW weltweit bereits 45 Millionen Haushalte durch solare Dachanlagen mit Warmwasser versorgt. Der internationale Solarthermie-Markt hatte 2005 ein Volumen von zwei Milliarden Euro. Nach Einschätzungen der Schweizer Banker sei bis 2010 mit einer globalen Wachstumsrate bei der neu installierten Leistung von 25 und 30 Prozent pro Jahr zu rechnen. 2010 werde ein Marktvolumen von 45 Gigawatt (GW) Solar-Wärmeleistung und ein monetäres Volumen von rund 13 Milliarden Euro erwartet. Damit wären bis Ende dieses Jahrzehnts weltweit rund 220 GW Kollektorkapazität in Betrieb.


BSW-Geschäftsführer Körnig: Wärmegesetz könnte nach dem EEG zu einem zweiten Exportschlager werden

Das Bankhaus Sarasin geht davon aus, dass der Trend zur Solarthermie weltweit auch in den nächsten Jahrzehnten ungebrochen anhalten wird. Solarthermische Anlagen könnten je nach Ausrichtung und Region gut 60 Prozent des Energiebedarfs in Haushalten für die Warmwasseraufbereitung und Heizung ersetzen. Laut Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft e. V., zeigt die Studie die Notwendigkeit einer gesetzlichen Regelung für den heimischen Solarwärmemarkt: "Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz für Solarstrom wird weltweit als Erfolgsmodell kopiert. Auf ein entsprechendes Signal vom Wärmemarkt wartet das Ausland hingegen bislang vergeblich." Das Wärmegesetz könne zu einem zweiten Exportschlager werden, die internationale Vorreiterrolle Deutschlands bei den Erneuerbaren Energien stärken und den Geschäftsbetrieb der über 4.000 zumeist mittelständischen deutschen Unternehmen unterstützen, so der BSW-Geschäftsführer weiter.

In Deutschland wurden in diesem Jahr laut BSW über 1.300.000 Quadratmeter Kollektorfläche mit einer Wärmeleistung von mehr als 910.000 MW neu installiert. Insgesamt liege der Bestand von Solarwärmeanlagen in Deutschland jetzt bei fast einer Million, die gesamt installierte Wärmeleistung betrage zum Jahresende 2006 mehr als 5,6 MW.

20.12.2006   Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: S.O.L.I.D. GmbH.
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aleo solar weitet Auftrag mit PowerLight Corp. aus

Der Solarmodul-Spezialist und Systemlieferant aleo solar AG (Oldenburg und Prenzlau) weitet seine Geschäftsbeziehung zum kalifornischen Solarunternehmen PowerLight Corp. deutlich aus. 2007 werde aleo solar bis zu 50.000 Photovoltaikmodule für das US-amerikanische Unternehmen produzieren, berichtet die aleo solar AG in einer Pressemitteilung. Damit werde die im September 2006 begonnene Zusammenarbeit erfolgreich fortgesetzt; gemeinsam startete man damals mit der Fertigung von rund 10.000 Modulen.   "Unsere hohe Produktionskompetenz wird immer stärker von Kunden und anderen Marktteilnehmern nachgefragt, auch für die Auftragsfertigung. Dabei werden die erforderlichen Solarzellen für diesen Auftrag von PowerLight bereit gestellt und in unserem Prenzlauer Werk zu Modulen verarbeitet", erklärt Heiner Willers, Vorstandsmitglied der aleo solar AG.

Die Solarmodule, die aleo solar an PowerLight liefern wird, verfügen zusammen über eine Nennleistung von bis zu 10 Megawatt (MW). Mit der Verfünffachung des Auftragsvolumens für 2007 sieht aleo-Vorstandsmitglied Jakobus Smit die Strategie des Unternehmens bestätigt: "Unser Produktions-Know-how wird auch außerhalb Europas hoch geschätzt. So versetzen wir unsere Partner in die Lage, ihren Kunden Qualitätsmodule anzubieten."


Schwarzenegger sorgt für Solarstrom-Boom in Kalifornien

Gouverneur Arnold Schwarzenegger hatte in den letzten Monaten für den Aufschwung im kalifornischen Photovoltaik-Markt gesorgt: im August unterschrieb er sowohl das Gesetz "Solar Bill 1" als auch den "Global Warming Solutions Act", die dazu dienen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Durch die neuen Gesetze wird der Verkauf überschüssigen Solarstroms an die Versorger deutlich gefördert. Bis 2016 sollen 3.000 Megawatt Leistung auf kalifornischen Dächern installiert werden. Das Unternehmen PowerLight im kalifornischen Berkeley ist auf große Solarkraftwerke spezialisiert. In den vergangenen 10 Jahren hat PowerLight nach Angaben von aleo solar weltweit über 100 Megawatt installiert.

20.12.2006   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Internationaler Energieeffizienz-Workshop im BMWi

Nationale und europäische Experten diskutierten am 11. Dezember 2006 im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) über die Gestaltung und Bewertung von Energieeffizienzprogrammen. Anlass war ein gemeinsam von Ecofys International und dem BMWi organisierter Workshop, der sich mit der Umsetzung der EU-Energiedienstleistungsrichtlinie befasste. Neben dem Erfahrungsaustausch und der Diskussion von Erfolgsfaktoren und Hemmnissen von Energieeffizienzprogrammen diente der Workshop der Vorstellung der von Ecofys in seinem EU-Forschungsprojekt AID-EE entwickelten Methodik zur Evaluierung und Gestaltung dieser Programme.  EU-Mitgliedstaaten sollen Endenergieverbrauch binnen neun Jahren um insgesamt 9 Prozent verringern

Das Projekt AID-EE hat sich mit der Energieeffizienz an Hand von 20 europäischen Fallstudien in verschiedenen Sektoren befasst, die nun in einer Reihe von Veranstaltungen in den europäischen Mitgliedstaaten präsentiert werden. Die Ergebnisse der Workshops sollen in die Brüsseler Beratungen zur Umsetzung der Richtlinie für Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen einfließen. Die EU-Richtlinie sieht vor, dass die Mitgliedstaaten binnen neun Jahren ihren Endenergieverbrauch um insgesamt 9 Prozent durch gezielte Maßnahmen verringern.


Analyse des CO2-Gebäudesanierungsprogramms der KfW sowie des Vor-Ort-Beratungsprogramms des BMWi

Der Berliner Workshop behandelte zwei Schwerpunkte: Zum einen erörterten die Experten die möglichen Optionen bei der Umsetzung der EU-Energiedienstleistungsrichtlinie. Zum anderen befassten sich die Teilnehmer mit der Analyse der deutschen Fallbeispiele, das heißt dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW sowie dem Vor-Ort-Beratungsprogramm des BMWi, anhand der von Ecofys entwickelten AID-EE-Methodik. Zwischen den Teilnehmern herrschte weitgehende Einigkeit, dass sowohl das CO2-Gebäudesanierungsprogramm als auch das Vor-Ort-Beratungsprogramm Modellcharakter haben und gut etabliert sind.

Die Diskussion von Kriterien zur Bewertung des Programms zeigte, dass die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Maßnahmen beachtet werden müssen, um die erzielten Energieeinsparungen, wie von der Richtlinie gefordert, eindeutig einem bestimmten Instrument zuordnen zu können, besonders im Rahmen der Energiedienstleistungsrichtlinie. Hierfür seien jedoch weitere Vorgaben für die Abrechnungsmodalitäten auf europäischer Ebene erforderlich. Die Experten und nicht zuletzt die EU-Kommission sind nun gefordert, zügig Regelungen zu finden, um die "Bottom-up"-Abrechnungsanforderungen der Richtlinie mit möglichst wenig bürokratischem Aufwand für Staat, betroffene Unternehmen und Verbraucher zu klären und verbessern.

20.12.2006   Quelle: BMWi   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Solar-Fabrik und KOSTAL gründen Wechselrichter-Vertriebsgesellschaft

KOSTAL-Wechselrichter PIKO 6000
KOSTAL-Wechselrichter PIKO 6000

Die Solar-Fabrik AG (Freiburg, ISIN: DE0006614712) und die KOSTAL Industrie Elektrik GmbH (Hagen ) haben am 19.12.2006 eine gemeinsame Wechselrichter-Vertriebsgesellschaft gegründet. Die neue Gesellschaft, an der die Solar-Fabrik AG 49% der Anteile hält, firmiert künftig unter dem Namen KOSTAL Solar Electric GmbH, hat ihren Sitz in Freiburg und nimmt zum 1. Januar 2007 ihren Geschäftsbetrieb auf. Sie vertreibt exklusiv und weltweit das gesamte Wechselrichter-Produktportfolio der KOSTAL GmbH und bündle somit die technologische Kompetenz von KOSTAL und die exzellente Branchenkenntnis der Solar-Fabrik AG, heißt es in der Pressemitteilung der Solar-Fabrik.  "Im weltweit stark wachsenden Photovoltaik-Markt sind die Solar-Fabrik AG als Lieferant von hochwertigen Photovoltaik-Komponenten und KOSTAL als renommierter Zulieferer von Automobil- und Industrieelektronik ideale Partner" so Christoph Paradeis, einer der beiden Geschäftsführer der neuen Vertriebsgesellschaft.



Die neue Gesellschaft vertreibt künftig Wechselrichter in der Leistungsklasse bis 6 kW, die eine dreiphasige Netzeinspeisung mit trafoloser Wechselrichtertopologie verbinden. Ein Gerät in der 10 kW-Klasse soll im Laufe des kommenden Jahres vorgestellt werden. Sämtliche Wechselrichter sind mit einem integrierten Datenspeicher und verschiedenen Schnittstellen ausgerüstet, die eine komfortable Überwachung der Anlage erlauben.

Mit dem Angebot der innovativen Wechselrichtertechnologien stärke die Solar-Fabrik ihre Marktposition als Systemanbieter, so das Unternehmen. Zudem werde die strategische Positionierung der Solar-Fabrik verbessert, weil die neue Vertriebsgesellschaft künftig sowohl den Großhandel als auch internationale Großkonzerne bedienen könne.

19.12.2006   Quelle: Solar-Fabrik AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: KOSTAL Industrie Elektrik GmbH
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BUND: Regierung darf sich beim Klimaschutz nicht erpressen lassen

Anlässlich der am 20.12.2006 bevorstehenden Entscheidung des Bundeskabinetts über den Emissionshandel forderte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Bundesregierung auf, die Vorgaben der EU-Kommission zum Klimaschutz ohne Abstriche umzusetzen. Die Kommission verlangt von den am Emissionshandel teilnehmenden Unternehmen in Deutschland, den Kohlendioxidausstoß zwischen 2005 und 2012 um 32 Millionen Tonnen auf 453 Millionen Tonnen zu reduzieren. Dies seien lediglich 6,6 Prozent weniger CO2 in sieben Jahren, heißt es in der BUND-Pressemitteilung.  Die Wirtschaft habe früher bereits eine Reduzierung um 45 Millionen Tonnen bis 2010 zugesagt. Die Vorgabe aus Brüssel sei also keineswegs zu anspruchsvoll, so der BUND. "Die Energiekonzerne haben vor fünf Jahren vollmundig ein Klimaschutzversprechen abgegeben, um weitere Erhöhungen der Ökosteuer abzuwenden. Jetzt wollen sie nichts mehr von ihrer Zusage wissen. Die Bundesregierung darf sich von den Unternehmen nicht auf der Nase herumtanzen lassen", kommentiert BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. Die Brüsseler Forderungen zum Klimaschutz müssten 1:1 umgesetzt werden.


"Erpressungsversuch zeigt: EnBW, Eon, RWE und Vattenfall sind nicht die richtigen Partner für den Aufbau einer klimaverträglichen Stromerzeugung"

Der BUND kritisierte die Ankündigung der Energiekonzerne, notwendige Investitionen zur Erneuerung der Kraftwerke zu streichen, wenn die Zahl der kostenlosen Emissionsrechte reduziert werde. Timm: "Dieser Erpressungsversuch zeigt: EnBW, Eon, RWE und Vattenfall sind nicht die richtigen Partner für den Aufbau einer klimaverträglichen Stromerzeugung.". Der BUND übte erneut Kritik an den Privilegien für Kohlekraftwerke im Emissionshandel. Die von den Energiekonzernen geplanten 22 neuen Kohlekraftwerke seien eine schwere Hypothek für den Klimaschutz. Die Bundesregierung müsse den Stromverbrauch in Deutschland mit Hilfe eines Energiesparfonds senken und die klimaverträgliche Kraft-Wärme-Kopplung ausbauen.

Ein BUND-Hintergrundpapier zur Entscheidung der EU-Kommission über den deutschen Zuteilungsplan für Emissionsrechte 2008-2012 gibt es unter http://www.bund.net/klimaschutz/page.php?id=298

19.12.2006   Quelle: BUND   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Umfrage: Photovoltaik-Nachfrage zieht an; Endkundenpreise um etwa vier Prozent gesunken

11,5 kWp-Solarstromanlage bei Freiburg
11,5 kWp-Solarstromanlage bei Freiburg

Zum Jahresende hat sich die Lage im deutschen Photovoltaikmarkt wieder gefestigt, berichtet der Europressedienst Bonn in einer Pressemitteilung. Nach dem deutlichen Nachfragerückgang in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2006 seien die Endkundenpreise im Herbst im Vergleich zu den Sommermonaten bereits um etwa vier Prozent gefallen. So koste eine private Aufdachanlage bestehend aus Markenkomponenten inklusive Montage nach einer aktuellen Befragung von EuPD Research im Durchschnitt 4.870 Euro pro Kilowatt Spitzenleistung (kWp) ohne Mehrwertsteuer. Ein Grund für die nun wieder gestiegene Nachfrage ist laut EuPD Research das bislang milde Winterwetter, welches Installationen nach wie vor möglich macht.  Auch die zum Jahreswechsel bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung sowie die sinkende Einspeisevergütung hätten viele Endkunden noch zu einem Kauf in diesem Jahr bewegt. Insgesamt liege der Preis aber noch um fünf bis zehn Prozent über dem Preisniveau von 2003, was mit den deutlich gestiegenen Siliziumpreisen begründet werde.


Hersteller und Installateure erwarten weitere moderate Preissenkungen

Der wichtigste Rohstoff zur Herstellung von Photovoltaikmodulen kostet laut EuPD Research am Spotmarkt derzeit bis zu 300 US-Dollar pro Kilogramm. Zum Vergleich: Im Jahr 2003 konnte das Kilogramm noch zu einem Preis von 20 bis 30 US-Dollar erworben werden. Die meisten Solarhersteller könnten aufgrund des Siliziummangels ihre nominalen Produktionskapazitäten nicht auslasten, so der Europressedienst. Für Anfang 2007 erwarteten Hersteller und Installateure weitere moderate Preissenkungen. Beim Marktwachstum sehen die Befragten für 2006 ein Volumen von mindestens 660 Megawatt peak (MWp). Dies wären etwa 100-150 MWp weniger als im Boomjahr der Photovoltaik 2005. Brancheninsider werteten dies eher als Marktbereinigung denn als eigentlichen Rückgang. Zumal unerwünschte Nebeneffekte der hohen Nachfrage, namentlich so genannte Arbitragegeschäfte in Form von Graumarktprodukten wieder vom Markt verschwunden seien. Abgenommen hätten auch die Lagerbestände. Die EuPD Research Befragung zeige, dass lediglich 40 Prozent der Installateure über einen Lagerbestand mit einer durchschnittlichen Höhe von 20 kWp verfügen. Die Meldungen von Lagerbeständen bis zu 400 MW könnten zumindest von Seiten der befragten Installateure und Systemanbieter nicht bestätigt werden.


Weltmarktführer Sharp widerspricht Darstellung der Fachschrift Photon

Damit sei der Preisrutsch bislang nicht so stark ausgefallen wie innerhalb der Branche befürchtet, betont der EuPD. Noch auf dem Forum der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS e.V.) in München vor zwei Wochen habe die Fachschrift Photon einen Preisrückgang auf 4.100 Euro pro kWp gefordert. Ausgangspunkt hierfür sei unter anderem ein Bericht über Weltmarktführer Sharp gewesen, der angeblich auf dem japanischen Markt Module für 1,67 Euro pro Watt verkauft habe. Diesen Angaben jedoch habe Sharp inzwischen widersprochen, heißt es in der EuPD-Pressemitteilung.

Die Frage sei, ob in diesem Fall nicht die sprichwörtlichen "Äpfel mit Birnen" verglichen wurden. So sei einer Stellungnahme auf den Internetseiten von Sharp vom Wochenende zu entnehmen, dass sich die Module für den japanischen Markt gegenüber den in Deutschland vertriebenen Modulen sowohl durch die technischen Daten (Netzspannung in Japan von 500 V statt 1.000 V, Rahmen aus galvanisiertem Stahlblech, vernietet anstelle von verschraubtem Aluminium) als auch durch eine Garantie von zehn Jahren unterscheiden (Deutschland 20 Jahre). Zudem seien die von dem japanischen Bauunternehmen Sekisui Chemical Co., Ltd. vertriebenen Solarmodule eine Gemeinschaftsentwicklung von Sekisui und Sharp. Beide Unternehmen hätten sich die Kosten für Forschung und Entwicklung geteilt.


Unterschiede zwischen Produktkonfiguration in Japan und Deutschland

Unterschiede gibt es nach Angabe von Sharp auch bei der Produktkonfiguration sowie im Vertrieb. Für den deutschen Markt biete Sharp nur Solarmodule an; an Sekisui liefere Sharp jedoch direkt komplette Systempakete, also nicht nur die Solarmodule, sondern auch Wechselrichter und Verkabelung. Sekisui installiere die Module auf dem Dach der Neubauten, die dem Kunden komplett mit der Solarstromanlage verkauft werden. Der Kunde von Sekisui kaufe also nicht nur eine Solarstromanlage, sondern ein ganzes Haus, das mit einer solchen Anlage ausgerüstet ist. Während die Ware in Japan von Sharp direkt an Sekisui vertrieben werde, beliefert Sharp in Deutschland Großhändler und Systemhäuser mit Solarmodulen. Diese entwerfen daraus Komplettsysteme, die sie dann über Installateure an Verbraucher als Solarstromanlagen verkaufen.


Verhaltener Optimismus für 2007

Für 2007 zeigen sich die Teilnehmer der Befragung verhalten optimistisch: Trotz der Senkung der Einspeisevergütung für Solarstrom um fünf Prozent, erwartet etwa die Hälfte der Unternehmen keine Veränderung der Geschäftslage. Fast 20 Prozent der Unternehmen glaubt sogar an eine deutliche beziehungsweise sehr deutliche Steigerung der Geschäftstätigkeit.

Die Original-Grafik zur Entwicklung der Photovoltaik-Preise finden Sie hier

19.12.2006   Quelle: Europressedienst Bonn   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Consulting
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M+W Zander baut Solarmodulfabrik für First Solar

Die M+W Zander FE GmbH (Stuttgart) plant und baut in Frankfurt(Oder) eine neue Fabrik der First Solar Manufacturing GmbH zur Herstellung von Solarmodulen. Das berichtet M+W Zander in einer Pressemitteilung. First Solar Manufacturing, Tochterunternehmen des US-Konzerns First Solar (Phoenix/Arizona), beauftragte den Stuttgarter Technologiekonzern als Generalübernehmer. Der Auftrag im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich schließe die schlüsselfertige Übergabe des Gebäudekomplexes, das Einbringen der Maschinen und deren Anschluss (Hook-up) an die Versorgungseinrichtungen ein. 
Produktionsstart Mitte 2007 geplant

Um die Fertigung in Frankfurt möglichst bald anlaufen lassen zu können, gelte für das Vorhaben ein äußerst anspruchsvoller Zeitplan. Mit den Erdarbeiten sei schon Ende April 2006 begonnen worden. Die Bauarbeiten am Fabrikgebäude seien bereits nach sechs Monaten soweit vorangeschritten, dass M+W Zander bereits Ende Oktober mit der Installation der hochmodernen Anlagen beginnen konnte. Die First Solar Fabrik in Frankfurt (Oder) soll eine Nutzfläche von rund 41.000 Quadratmetern haben. Dies entspricht der Größe von rund acht Fußballfeldern. Nach dem endgültigen Produktionsstart Mitte 2007 soll sie über eine nominale Kapazität von 100 Megawatt verfügen.

Der Geschäftsführer der First Solar Manufacturing GmbH, Heiner Eichermüller, bestätigt: "Der Zeitplan für die Realisierung unserer neuen Fabrik ist äußerst knapp. Wir wissen schon aus der Vergangenheit, dass solche Projekte nur mit einem Unternehmen wie M+W Zander mit seinen weltweiten Ressourcen umsetzbar sind. Dabei zeigt der bisherige Projektverlauf, dass wir uns auf den Generalübernehmer verlassen können.". M+W Zander FE Geschäftsführer Robert Gattereder ergänzt: "Wenn internationale Investoren in Solarprojekte investieren wollen, spielt der Zeitfaktor eine ausschlaggebende Rolle. Dank unseres weltweiten Netzwerks können wir zeitkritische Projekte rund um den M+W Zander FE GmbH Globus realisieren."

19.12.2006   Quelle: M+W Zander FE GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Johanna Solar Technology: Produktionshalle wird zum Wintereinbruch überdacht

Johanna Solar bekommt ein Dach
Johanna Solar bekommt ein Dach

Die Johanna Solar Technology GmbH in Brandenburg an der Havel ist für den Winter gerüstet, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Unternehmen ANES Bauausführungen GmbH und BTW haben im Dreischichtbetrieb die letzten Vorbereitungen für den Aufbau des Hallendaches der künftigen Solar-Fabrik abgeschlossen. Ab dem 18.12.2006 werden die 27 Meter langen und vier Tonnen schweren Leimbinder auf der Produktionshalle montiert.  Damit werde die 14.000 qm große Halle pünktlich zum Wintereinbruch überdacht sein und die hochmodernen Maschinen können ab Januar eingebracht werden.
"Ab Mitte 2007 werden wir mit der Produktion von Dünnschichtmodulen auf Basis der CIGSSe-Technologie beginnen", so Geschäftsführer Jeroen Haberland.



Sublizenzen für CIGSSe-Technologie werden ab 2007 vergeben

"Unsere Module zeichnen sich durch ein besonders gutes Schwachlichtverhalten, ein sehr hohes Wirkungsgradpotenzial und deutlich geringere Kosten aus. Wir werden die Module an namhafte Partner vertreiben. Unser zweites Standbein ist die Technologievermarktung. Johanna Solar Technology wird ab dem kommenden Jahr Sublizenzen vergeben. Damit werden wir auch in entlegenen Regionen der Welt die Stromversorgung sichern und Arbeitsplätze schaffen", erläutert Haberland.


Solarmodule ohne Silizium

Johanna Solar Technology GmbH baut in Brandenburg an der Havel eine der größten und modernsten Produktionsstätten zur Herstellung von Dünnschicht-Solarmodulen auf Basis der so genannten CIGSSe-Technologie. Diese arbeitet mit den Rohstoffen Kupfer, Indium, Gallium, Sulfid und Selen und kommt ohne das knappe und damit teure Silizium aus. Sie gilt zurzeit als die aussichtsreichste Entwicklung in der Solarindustrie. Die geplante Fabrik wird eine Jahreskapazität von 30 MW haben. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben gut 70 Millionen Euro. Allein in der ersten Ausbaustufe soll Johanna Solar Technology GmbH von jetzt 60 auf 180 Mitarbeiter wachsen.

19.12.2006   Quelle: Johanna Solar Technology GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Johanna Solar Technology GmbH
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SolarMarkt AG: Neue Photovoltaik-Seminare für Handwerker

Wie Handwerker von dem Wirtschaftszweig Photovoltaik profitieren können, zeigt die Freiburger SolarMarkt AG auch im kommenden Jahr in Solarstrom-Seminaren. Experten der Solarbranche, Steuerberater, Rechtsanwälte und Marketingprofis vermitteln Know-how rund um die Photovoltaik und unterrichten über aktuelle Entwicklungen auf dem Markt der zukunftsfähigen Stromerzeugung. Das südbadische Solarhandelshaus bietet jetzt erstmals auch Seminare in Thüringen an, seit Ende dieses Jahres gibt es dort eine Filiale.  Die 2004 gestarteten Fortbildungsveranstaltungen verzeichnen großen Zulauf: rund 350 Handwerker haben sich bereits weitergebildet, so die SolarMarkt AG. Die Teilnehmer lernen von Fachleuten die Grundlagen der Photovoltaik, korrekte Planung und Dimensionierung einer Solarstromanlage und erhalten Praxistipps für eine sichere Montage. Weitere Seminare trainieren das Verkaufsgeschick oder behandeln den neuesten Stand in Sachen Recht und Finanzierung. Die SolarMarkt AG führt die Fortbildungsreihe in Kooperation mit der Handwerkskammer Freiburg durch.


Sunways-Qualitätsseminar mit Besichtigung der Solarzellen-Produktion

Die SolarMarkt-Seminare beginnen am 20. Januar 2007 mit der Veranstaltung "Planung und Dimensionierung einer PV-Anlage" in der SolarMarkt-Filiale in Thüringen. Einen "Intensivkurs Photovoltaik" gibt am 25. und 26. Januar Björn Hemmann vom Solarenergie Informations- und Demonstrationszentrum (Solid) GmbH in der Freiburger SolarMarkt-Zentrale. Verkaufsgespräch und Marketing sind Themen am 8. und 9. Februar in Freiburg. Ein Qualitätsseminar des Photovoltaik-Herstellers Sunways AG am 8. Februar umfasst auch die Besichtigung der Solarzellen-Produktion von Sunways in Arnstadt. Die Seminare sind einzeln zu buchen. In den Kosten sind Seminarunterlagen, Mittagessen, Tagungsgetränke, Kaffeepausen und Snacks enthalten.

Das vollständige Fortbildungsprogramm für das erste Halbjahr 2007 gibt es unter http://www.solarmarkt.com.

19.12.2006   Quelle: SolarMarkt AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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BMU: Klimaschutz und Energie sind Schwerpunkte der EU-Ratspräsidentschaft

BMU-Broschüre zur EU-Ratspräsidentschaft
BMU-Broschüre zur EU-Ratspräsidentschaft

Am 1. Januar 2007 übernimmt Deutschland für ein halbes Jahr den Vorsitz des Rates der Europäischen Union (EU). "Die Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft ist zugleich eine Herausforderung und eine Chance. Eine innovationsorientierte Umweltpolitik bringt eine doppelte Dividende für Umwelt und Wirtschaft, bringt neue Märkte, neue Produkte und neue Beschäftigung", sagt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Deshalb stehe die deutsche Präsidentschaft im Umweltbereich unter dem Motto "Umwelt – Innovation – Beschäftigung". Unter diesem Titel informiert auch eine neue Broschüre des Bundesumweltministeriums über die Pläne der deutschen Präsidentschaft in Sachen Umwelt. Das BMU hat Klimaschutz und Energie, umweltverträgliche Mobilität sowie biologische Vielfalt und Schutz der Wälder zu Schwerpunkten seiner Ratspräsidentschaft gemacht. Für eine zukunftsfeste und klimafreundliche Energiepolitik spielen die Verbesserung der Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien eine große Rolle.  

Aktionsplan Energie soll dem Europäischen Rat im März 2007 vorliegen

In einem "Aktionsplan Energie", der dem Europäischen Rat im März 2007 zur Verabschiedung vorliegt, sollen hierfür die Weichen gestellt werden. "Aktiver Klimaschutz und eine innovative Umweltpolitik schaffen auch Arbeitsplätze und bieten enorme Exportchancen. Wer auf klimafreundliche und effiziente Energietechnologien, auf erneuerbare Energien, neue Kraftstoffe und eine nachhaltige Nutzung unserer Ressourcen setzt, hat die Nase im weltweiten Wettbewerb vorn", sagt Bundesumweltminister Gabriel: Diesen Gedanken wolle Deutschland auch in der Lissabonstrategie der EU für Wachstum und Beschäftigung verankern.


Kostenlose Broschüre erhältlich

Die 20-seitige Broschüre "Umwelt - Innovation - Beschäftigung. Schwerpunkte der EU-Ratspräsidentschaft" kann kostenlos bestellt werden beim BMU, Postfach 30 03 61, 53183 Bonn, per Fax: 01888/305-3356 oder per E-Mail: bmu@broschuerenversand.de (Bestellnummer 2801). Die Publikationen ist auch als PDF-Datei abrufbar unter http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/broschuere_schwerpunkte_eu.pdf.

18.12.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BMU
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Auch höhere CO-2-Minderungsziele mit erneuerbaren Energien erreichbar

EU-Emissionsvorgaben könnten komplett durch erneuerbare Energien erfüllt werden
EU-Emissionsvorgaben könnten komplett durch erneuerbare Energien erfüllt werden

Erneuerbare Energien werden allein bei der Stromversorgung bis 2012 zusätzlich 30 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, so die Informationskampagne für Erneuerbare Energien (IKEE) in einer Pressemitteilung. Das sei mehr als die von der Bundesregierung für den Emissionshandel vorgesehene Minderungsmenge. Bereits heute führe der jährliche Ausbau erneuerbarer Energien dazu, dass die zum Emissionshandel verpflichteten Unternehmen über mehr Emissionsrechte verfügen, als sie benötigen, so die IKEE.  Auch die jetzt von der Europäischen Kommission geforderte Verschärfung der Emissionsvorgaben könnte komplett durch erneuerbare Energien erfüllt werden. Hierzu müssten erneuerbare Energien neben der Stromversorgung auch stärker in der Wärme- und Kraftstofferzeugung eingesetzt werden. "Der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland deckt jedes Klimaziel, das aktuell in der Debatte ist. Befürchtungen vor einer Belastung der am Emissionshandel beteiligten Unternehmen entbehren damit jeder Grundlage", so Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE).


Unternehmensberatung Emissionshandel: "Die deutsche Industrie wird durch die erneuerbaren Energien im Emissionshandel um Milliarden Euro entlastet"

Die Verschärfung der CO2-Minderungsziele für den Emissionshandel in Deutschland habe für Aufregung gesorgt, so die IKEE. So habe das Bundeswirtschaftsministerium verlauten lassen, die europäischen Emissionsminderungsforderungen würden zu einer drastischen Erhöhung der Strompreise mit einer Kostenbelastung der Verbraucher von 10 Milliarden Euro pro Jahr führen. Zum Emissionshandel verpflichtete Unternehmen wie RWE erklärten sogar, sie sähen ihre Investitionen in neue Kraftwerke gefährdet. "Die deutsche Industrie wird durch die erneuerbaren Energien im Emissionshandel um Milliarden Euro entlastet", sagt Norbert Kortlüke von der Unternehmensberatung Emissionshandel. Während die Reduktionsvorgabe für den Zeitraum 2005 bis 2007 im Emissionshandel 2 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr betrage, werde der Ausbau der erneuerbaren Energien im gleichen Zeitraum bis zu 16 Millionen Tonnen pro Jahr einsparen. Bei allen Berechnungen sei bereits berücksichtigt, dass erneuerbare Energien auch den per Gesetz vorgeschriebenen Atomausstieg auffangen müssen. "Erneuerbare Energien füllen die Lücke der wegfallenden Atomstrommengen und sichern gleichzeitig die Einhaltung der Emissionsminderungsziele. Eine Belastung der am Emissionshandel beteiligten Unternehmen entfällt völlig", betont Kortlüke.


Kontrollierte Nutzung von Biogas vermeidet weiterere Klimagase

Zusätzliche Emissionsminderungseffekte ergeben sich laut IKEE außerdem durch die Vermeidung weiterer Klimagase, beispielsweise von Methan durch die kontrollierte Nutzung von Biogas. "Biogas kann Strom, Wärme und Kraftstoffe erzeugen. Gleichzeitig werden CO2- und Methanemissionen vermieden und klimaschädigende Düngemittel gespart. Der Klimaschutzbeitrag von Biogas macht heute schon 6 Millionen Tonnen pro Jahr aus und wird auf das Zehnfache steigen", erläutert Markus Ott vom Fachverband Biogas.


Gesetz für Wärme aus Sonne, Erde und Biomasse gefordert

Von der Bundesregierung erwartet die Branche der erneuerbaren Energien jetzt unter anderem die schnelle Umsetzung eines Wärmegesetzes für Solarwärme, Erdwärme und Bioenergie. Damit könne die von der EU-Kommission geforderte Verschärfung des Emissionshandels komplett abgefangen und gleichzeitig könnten mehrere Milliarden Euro gespart werden. Zudem müsse zukünftig verhindert werden, dass durch den Emissionshandel Milliarden an Mitnahmeeffekten erzeugt werden, obwohl die Einsparungen durch die Erneuerbaren Energien erfolgen.

Ein Hintergrundpapier mit dem Titel "Klimaschutz durch Erneuerbare Energien" kann im Internet herunter geladen werden als PDF-Datei

18.12.2006   Quelle: Informationskampagne für Erneuerbare Energien (IKEE)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BEE
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Europäisches Parlament stimmt für verbindliche Ziele für erneuerbare Energien

Am 14.12.2006 setzte das Europäische Parlament ein klares Zeichen, wie die erneuerbaren Energien in der EU bis 2020 gefördert werden sollen: 479 Abgeordnete stimmten für verbindliche Zielvorgaben zum Ausbau der erneuerbaren Energien, 16 Parlamentarier stimmten dagegen. Das berichtet der Europäische Rat für erneuerbare Energien (European Renewable Energy Council, EREC) in einer Pressemitteilung. Gleichzeitig erwarte die EU-Kommission, lediglich mit freundlichen Worten voranzukommen, aber ohne konkrete Maßnahmen, kritisiert EREC. Das belege der für Ende Januar 2007 vorgesehene Entwurf einer "Roadmap" für die Erneuerbaren.   Das EU-Parlament habe sich auf das Grünbuch der Kommission zur nachhaltigen, wettbewerbsfähigen und sicheren Energieversorgung bezogen und verbindliche Ziele für die einzelnen erneuerbaren Energiequellen verlangt, um einen Anteil an der Primärenergie von 25 % bis 2020 zu erreichen.


EREC: Kommission soll den Wunsch der Bürger Europas nach mehr erneuerbaren Energien respektieren

Zeitgleich bereite die Kommission einen Vorschlag für die Roadmap vor, der vom bisherigen und erfolgreichen Weg zu einer Gesetzgebung für die Erneuerbaren abweiche, weil er unbestimmte Maßnahmen und vage Verpflichtungen enthalte. Dass die Roadmap Ziele für die einzelnen Sektoren auslasse, wertet EREC als "zynische Augenwischerei" seitens der Kommission. "Das heutige Votum des Parlaments ist eine historische Gelegenheit für die Kommission, auf den Wunsch der Bürger Europas nach mehr erneuerbaren Energien zu hören. Gemeinsam mit dem Parlament könnte sie voranschreiten mit der Vorgabe verbindlicher Ziele und entsprechender Gesetzgebung für alle drei Bereiche: Elektrizität, Wärme und Biokraftstoffe", sagt Oliver Schäfer, politischer Sprecher des EREC. Der Entwurf der Roadmap in seiner jetzigen Form würde die bestehende Gesetzgebung untergraben, eine für etliche Jahre eine Gesetzeslücke schaffen sowie große Verunsicherung bei den Investoren auslösen, kritisiert Schäfer.


"Überwältigende Mehrheit für Zielvorgaben für die Erneuerbaren"

"Die Kommmission sollte sich auf das fehlende Bindeglied der EU-Gesetzgebung konzentrieren - Wärme und Kälte aus erneuerbare Energien - statt bestehende Gesetze für Elektrizität und Biokraftstoffe zu unterlaufen", fordert Schäfer. "Eine überwältigende Mehrheit von 479 Abgeordneten stimmte für Zielvorgaben für die Erneuerbaren und nur 16 Parlamentarier dagegen. Wir drängen die EU-Kommission, mit dem Parlament zusammenzuarbeiten, sich dessen weitsichtige Herangehensweise anzueignen und Europa mit den anstehenden Vorschlag für die Roadmap auf den Weg zu einer wirklich nachhaltigen Energie-Zukunft zu bringen", sagt Schäfer. Alles andere würde bedeuten, die gegenwärtigen, erfolgreichen Rahmenbedingungen aufzuweichen. "Die EU sollte den Weg der verbindlichen Zielvorgaben für die einzelnen Sektoren weiter verfolgen, um den bestehenden Rahmen nicht zu bedrohen und Investoren nicht im großen Stil zu verunsichern, appelliert Schäfer.

18.12.2006   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Bestes Pilotprojekt zur Energieeffizienz im Mittelmeerraum wird in Israel geplant

Die zehn erfolgreichsten Energieeffizienz-Pilotprojekte in den Ländern des südlichen Mittelmeerraumes werden über einen Zeitraum von zwei Jahren von der Europäischen Union technisch und finanziell unterstützt. MED-ENEC, ein Konsortium unter der Leitung der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und den Partnern Ecofys, Near East Engineering & Development Services (NEEDS) sowie dem Energy Research Centre of Cairo University (ERC) hat die "Top Ten" ausgewählt. Ein israelisches Gebäudekonzept für ein Lern- und Bildungszentrum in Sakhnin im Norden Israels überzeugte als bestes Projekt.   Es verbindet passive Energiesparmaßnahmen wie Dämmung und passive Kühlung mit aktiven Systemen wie Photovoltaik, Solarthermie und Windenergieanlagen. Ziel ist die größtmögliche Unabhängigkeit vom Einsatz fossiler Energieträger.


Zweitbeste Bewertung für Pilotprojekt in der Türkei, jordanisches Vorhaben auf Platz drei

Im Rahmen eines Wettbewerbs von Konzepten für energieeffizienten Gebäude hatten sich insgesamt 31 Projekte beworben, mindestens eines aus jedem der zehn MEDA-Staaten. Während ihrer Umsetzung werden die zehn Vorhaben mit maximal 100.000 Euro pro Projekt gefördert. Ecofys ist im Wesentlichen mit der Umsetzung der Pilotprojekte und der Geschäftsentwicklung betraut. Ein weiteres Pilotprojekt in der Türkei, das die zweitbeste Bewertung erhielt, soll der Bauindustrie als Test-, Forschungs- und Entwicklungszentrum dienen. Das Energiekonzept berücksichtigt sowohl Gesichtspunkte der Heizung und Kühlung als auch der Energieeinsparung. Geplant ist außerdem, die Tageslichtnutzung im Gebäude zur Einsparung von Beleuchtungsenergie zu erhöhen und Sonnenergie passiv zu nutzen. Als drittbestes Projekt wurde ein jordanisches Wohngebäude in Aqaba ausgezeichnet. Als "Best-Practice"-Beispiel einer energieeffizienten Bauweise soll es zur Nachahmung anregen. Darüber hinaus wählte die Jury sieben weitere energieeffiziente Gebäudekonzepte aus, die umgesetzt werden sollen in Marokko, im Libanon, Ägypten, Algerien, Syrien, den palästinensischen Gebieten und in Tunesien.

Wie beabsichtigt, repräsentieren die prämierten zehn Projekte einerseits eine ausgeglichene regionale Verteilung im südlichen Mittelmeerraum und andererseits verschiedene Gebäudetypen wie Wohn-, Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude, Hotels, Neubauten oder bestehende Gebäude. Zudem berücksichtigen die Konzepte die gesamte Bandbreite an erneuerbaren Energien und Energieeinsparmöglichkeiten von solarer Absorptionskühlung bis hin zu hochwertigen Wärmedämmstandards.

Entscheidend für die Bewertung der Projekte durch die MED-ENEC-Jury waren das Potenzial der Konzepte für deren spätere Nachahmung, die Qualität der Energiekonzepte, deren Energieeinsparung sowie Wirtschaftlichkeit. Als weiteres Kriterium flossen die Qualität der Projekt-Teams und die Implemetierungspläne des Gebäudekonzeptes mit ein. Gemäß dieser Faktoren benannte die Jury die Konzepte mit der insgesamt höchsten Bewertung aus jedem Land. Die zehn besten Projekte sind nun eingeladen, in Vertragsverhandlungen mit dem MED-ENEC-Team zu treten. Für den Fall, dass Verhandlungen mit oder die Implementation von Pilotprojekten nicht gelingen, können die Verhandlungen mit einem anderen Pilotprojekt gemäß der Listung geführt werden.

18.12.2006   Quelle: Ecofys Germany   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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PV-Hersteller Nanosolar wählt Produktionsstandorte in Brandenburg und Kalifornien aus

Nanosolar-Standort San Jose
Nanosolar-Standort San Jose

Das US- Photovoltaik-Unternehmen Nanosolar Inc. mit Sitz in Palo Alto (Kalifornien) gab am 12. Dezember 2006 bekannt, dass zur Herstellung von Solarprodukten die Standorte in Kalifornien und in Deutschland ausgewählt wurden. Zusammen bieten beide Standorte 60.000 Quadratmeter Fertigungsfläche, berichtet Nanosolar in einer Pressemitteilung. Diese Flächen sollen die Solarzellen- und Solarmodulproduktion, Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb und weitere Unternehmensfunktionen beherbergen. Für die Herstellung von Solarmodulen entschied sich Nanosolar für eine neuwertige Produktionsanlage in Luckenwalde nahe Berlin. Die Solarzellenproduktion soll in einer ehemaligen Cisco-Fabrik in San Jose (Bundesstaat Kalifornien) errichtet werden.   Nanosolar ist ein innovaties Photovoltaik-Unternehmen, mit dem Ziel durch die Kombination von nanostrukturierter Halbleitertinte mit einer schnellen Drucktechnik Solarstrom preiswert zu machen. Das Unternehmen baut zurzeit die Produktion für seine Dünnfilm-Solarprodukte auf. Produktionsstart soll im Jahr 2007 sein.

Unterstützung durch Wirtschaftsförderung in Berlin-Brandenburg und Kalifornien

Martin Roscheisen, Vorstand von Nanosolar, bedankte sich bei der Bürgermeisterin von Luckenwalde, der städtischen Wirtschaftsförderung und der Zukunftsagentur Brandenburg für ihr tatkräftiges Engagement. "Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Partnerschaft mit der Region", sagte Roscheisen. Luckenwalde liegt im Süden des Großraums Berlin. Diese Region verfügt über bedeutende Solar-Forschungsinstitute, mit denen Nanosolar Kooperationen anstrebt. Nicht zuletzt dank des überzeugenden Eintretens des Brandenburger Wirtschaftsministers Ulrich Junghanns und Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf habe sich Nanosolar für die Region Berlin-Brandenburg und gegen eine Ansiedlung in Osteuropa entschieden, heiß es in der Pressemitteilung.

Der Bürgermeister und die Wirtschaftsförderung von San Jose sowie das Energieversorgungsunternehmen PG&E spielten eine Schlüsselrolle dabei, Nanosolar in Kalifornien zu halten. "Wir möchten ganz ausdrücklich die enthusiastische Unterstützung dieser Partner anerkennen und sind sehr dankbar für das Erreichte", sagte Martin Roscheisen.

18.12.2006   Quelle: Nanosolar Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Nanosolar Inc.
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Europäische Kommission fördert Brennstoffzellensystem-Prototypen von Plug Power und Vaillant

Die Plug Power Inc. (New York) und die Vaillant Group aus Deutschland sollen von der Europäischen Kommission Subventionen erhalten, für die internationale Entwicklung und Ausführung dreier gekoppelter Wärme und Strom erzeugender Prototypen eines Hochtemperatur- Brennstoffzellensystems mit Protonen-Austausch-Membran (HT-PEM). "Diese Subvention wird dazu beitragen, dass Plug Power und seine Partner die Umsetzung von Brennstoffzellensystemen als Wärme- und Stromquellen für den kommerziellen Einsatz und in Wohngebieten schneller vorantreiben können", sagte Dr. Roger Saillant, Vorstand von Plug Power.  "Darüber hinaus stellt das Projekt ein hochinteressantes Beispiel für die künftige Entwicklung von Brennstoffzellen dar und gibt eine Antwort auf den zunehmenden Bedarf an umwandelnden, sauberen Energieerzeugern".


Drei Generationen gekoppelter Wärme und Strom erzeugender Mikro-Brennstoffzellen entwickelt und getestet

Die Europäische Kommission will 2,5 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung stellen, dessen Kosten über einen Zeitraum von zwei Jahren insgesamt auf über 11 Millionen Euro geschätzt werden. Im Oktober hatte das US-amerikanische Energieministerium 3,6 Millionen US-Dollar zur Unterstützung der internationalen Kooperation zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um das erste Kooperationsprogramm der beiden Regierungsstellen im Bereich der Brennstoffzellentechnologie. "Die Vaillant Group und Plug Power haben in einem Zeitraum von über sechs Jahren drei Generationen gekoppelter Wärme und Strom erzeugender Mikro-Brennstoffzellen erfolgreich entwickelt und getestet. Das Projekt ist ein konsequenter, weiterer Schritt im Rahmen unserer Partnerschaft und bietet für die HT-PEM-Technologie ein hohes Verbesserungspotenzial", sagte Dr. Michel Brosset, Managing Director der Vaillant Group.

Der Betrieb von Plug Power in den Niederlanden wird bei der Koordination der transatlantischen Kooperation behilflich sein. Abgesehen von Plug Power und der Vaillant Group sind folgende anderen Unternehmen und Organisationen am Entwicklungsprojekt beteiligt: PEMEAS, Domel Elektromotorji, die bulgarische Akademie der Wissenschaften, Gaia Group und das Imperial College of London.

17.12.2006   Quelle: Plug Power Inc.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Holz statt Erdöl: DVD gibt nützliche Tipps für Verbraucher

DVD zur Holzheizung.
DVD zur Holzheizung.

Das Interesse an nachwachsenden Rohstoffen wächst. Einer davon ist Holz. Jahrelang wegen schlechter Erlöse vernachlässigt, erlebt die Holzbranche jetzt einen Boom. Die Nachfrage steigt, die Preise ziehen an. Trotzdem bietet das Heizen mit Holz eine Alternative zu anderen Heizmethoden, sowohl ökonomisch als auch ökologisch, so die Kemptener Filmproduktion w|k|&|f KOMMUNIKATION GmbH. Wie Verbraucher den Rohstoff Holz sinnvoll einsetzen können, wo die Vorteile liegen und welche Kosten entstehen, sagt die DVD "Holz statt Erdöl". Aus aktuellem Anlass sei sie um die Schwerpunkte Pellets und Kleinfeuerungen ergänzt worden so die Filmproduzenten.  Vor allem der Markt für Holzpellets wächst enorm. Er hat sich im letzten Jahr nahezu verdoppelt, rund 200.000 Tonnen Pellets werden zur Zeit verheizt, der Anteil der Pelletsheizungen am deutschen Heizungsmarkt liegt bei 2 % (Jahrbuch Neue Energie, Landwirtschaftsverlag Münster). Bis Ende 2006 sind etwa 70.000 Pelletsheizungen in Betrieb (Deutscher Energie-Pellet-Verband e.V.). Vorsichtige Schätzungen für das kommende Jahr gehen von ähnlichen Zuwächsen aus, weil die Attraktivität mit steigenden Öl- und Gaspreisen nur noch weiter zunimmt.


Neuer Themenschwerpunkt "Holzpellets"

Laut Focus ist die Wärmequelle Pellets deutlich günstiger als Öl und Gas: die Kosten pro Jahr liegen mit rund 1.500 Euro ein Drittel unter dem Preis für Öl/Gas. Die DVD "Holz statt Erdöl" wurde aus diesem Grund überarbeitet. Der neue Themenschwerpunkt "Holzpellets" erläutert alles Wissenswerte rund um das Thema. Als Rohstoff für die Pellets werden Sägespäne verwendet. Sie sind ursprünglich ein Abfallprodukt aus der Sägeindustrie. Seit dem Boom der Holzpellets sind sie jedoch als eigener Rohstoff interessant. So sind auch Preise und Ansprüche an die Qualität der Sägespäne in den letzten Jahren gestiegen. "Für ein gutes Holzpellet ist die Qualität der Sägespäne sehr wichtig", erklärt Markus Mann, Geschäftsführer der Westerwälder Holzpellets GmbH. Die Firma presst rund ein Fünftel aller Pellets in Deutschland und ist einer der Drehorte des Films. Anschaulich wird der Ablauf der Pelletsproduktion erklärt. Für den Verbraucher gibt es nützliche Tipps rund ums Thema und Geschäftsführer Mann spricht über Qualitätskriterien und -sicherung.


Leitfaden für Kleinfeuerungsanlagen

Ein weiteres Thema, das für den Verbraucher relevant ist, sind die Kleinfeuerungen. Verschiedene Arten von der Leitfaden von Küchen- über Kamin- bis hin zu Kachelöfen werden abgehandelt. Der Film gibt dem Verbraucher einen Leitfaden an die Hand, was bei der Planung berücksichtigt werden muss und wie die Kosten kalkuliert werden. Zusätzliche Themen sind die Holzernte in Mitteleuropa von der Motorsäge bis zur Vollerntemaschine und die Stromgewinnung aus Holz. Ein besonders faszinierendes Projekt ist die Kunststoffherstellung aus Holz: Durch ein spezielles Verfahren wird Holz verflüssigt und kann damit in Formen gegossen werden. Zum Beispiel ein Taschenlampengehäuse aus Holz - und das in 20 Sekunden spritzgegossen! Ebenso werden der Kohlenstoffkreislauf und die ökologischen Zusammenhänge der Holznutzung in der Dokumentation dargestellt. Gedreht wurde in ganz Deutschland und Österreich. Praktiker, Entwickler und Wissenschaftler beziehen Stellung zum Rohstoff der Zukunft -Holz.

Der Film ist ein Projekt der Kemptener Filmproduktion w|k|&|f KOMMUNIKATION GmbH. Erhältlich als DVD (überarbeitete Fassung, Laufzeit ca. 60 min.) oder VHS-Video (Laufzeit ca. 50 min.) für 14,95 Euro. Zu beziehen im Internet unter www.AgrarVideo.de

17.12.2006   Quelle: w|k|&|f KOMMUNIKATION GmbH; openPR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: w|k|&|f KOMMUNIKATION GmbH
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"Preis der Arbeit“ für Schönauer "Stromrebellen"

EWS-Geschäftsführern Ursula Sladek
EWS-Geschäftsführern Ursula Sladek

Für ihr vorbildliches gesellschaftliches Engagement haben die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) den erstmals verliehenen "Preis der Arbeit" erhalten. Gestiftet wird er vom "Forum Zukunftsökonomie e. V.", einer Initiative von sechs Medien mit zusammen mehr als drei Millionen Lesern, darunter vorwärts, BUNDmagazin, Einblick , taz, ver.di PUBLIK und Verbraucher konkret. Mit der Auszeichnung werden Unternehmen gewürdigt, die ökologische und soziale Verantwortung übernehmen, "statt diese nur wie eine öffentlichkeitswirksame Monstranz vor sich her zu tragen", so die Schirmherrin Gesine Schwan.   Freudestrahlend nahm Ursula Sladek, Geschäftsführerin der EWS-"Stromrebellen" am 30. November im Berliner Cafe Einstein den Leserpreis stellvertretend für die 650 Gesellschafter der EWS-Schönau entgegen - eine vom taz-Karikaturisten "©TOM" gestaltete Trophäe.
Ökologisches Wirtschaften, ein schonender Umgang mit begrenzten Ressourcen sowie die gerechte Verteilung von Wirtschaftsgütern und Energie gehören für das aus einer Bürgerinitiative hervorgegangenen Unternehmen seit je her zusammen. Die Schönauer sehen sich in guter Gesellschaft mit den sieben anderen, für den Preis nominierten Unternehmen, die einen Gegenentwurf zu multinationalen Konzernen repräsentieren, welche zeitgleich mit Massenentlassungen und exorbitanten Managergehältern Schlagzeilen machen.


37.000 Ökostrom-Kunden und 900 geförderte Kleinkraftwerke

Das umwelt- und sozialverträgliche Konzept der "Stromrebellen" geht auf: eine stetig wachsende Anzahl von Stromkunden sorgt dafür, dass mit dem in Schönau erwirtschafteten Fördergeldern immer mehr private kleine Stromerzeugungsanlagen ans Netz gehen. 37.000 Kunden und 900 geförderte Kleinkraftwerke sprechen für sich. "Der Strom ist nur ein Vehikel auf dem Weg in eine soziale und ökologische Wirtschaft", sagt Ursula Sladek und zeigt auf, dass man dieses Ziel ebenso gut auch beim Kauf von Kleidung, Lebensmitteln, Kosmetik oder bei Bankgeschäften verfolgen kann. Jedes der sieben nominierten Unternehmen verfolge dieses gemeinsame Ziel auf seine Art und Weise. "Wir freuen uns darüber, dass vier von ihnen den Strombezug als sozial-ökonomisches Instrument einsetzen: sie sind Kunden und Mitstreiter der EWS. Wir alle arbeiten gemeinsam für dasselbe Ziel, sind Teil eines wachsenden Netzwerks. Deswegen freuen wir uns auch mit Anton Wolfgang Graf von Faber und seinem Team darüber, dass sein Unternehmen mit dem Jury-Preis für die umweltgerechte, sozialverträgliche und nachhaltige Produktion der bekannten Faber-Castell-Stifte ausgezeichnet wurde", so Sladek weiter.

Weitere Informationen: http://www.preis-der-arbeit.de

17.12.2006   Quelle: Elektrizitätswerke Schönau   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Elektrizitätswerke Schönau

 

SolarWorld-Konzern beteiligt Mitarbeiter am Gewinn

SolarWorld-Chef Asbeck: Vorreiter bei der Mitarbeiterbeteiligung.
SolarWorld-Chef Asbeck: Vorreiter bei der Mitarbeiterbeteiligung.

Die Beschäftigten der SolarWorld-Gruppe in Freiberg werden 2007 im vierten Jahr in Folge den Geschäftserfolg des Konzerns im eigenen Portemonnaie spüren können. Grund dafür sei das erfolgreiche Programm der gewinnorientierten Mitarbeiterbeteiligung (GOMAB), das der Konzern 2003 für die Beschäftigten in Freiberg eingeführt hat, berichtet die SolarWorld AG in einer Pressemitteilung. Am Holding-Standort Bonn würden die Mitarbeiter seit 2005 am Gewinn beteiligt. "Mit diesem Modell zählen wir in Deutschland zu den Vorreitern", sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG.   Mit dem GOMAB, das 2007 in das fünfte Jahr seines Bestehens geht, erhalten alle fest angestellten Mitarbeiter in Freiberg zusätzlich zum Gehalt eine erfolgsabhängige Prämie. "Wenn der Konzern und die Einzelgesellschaften in Freiberg erfolgreich wie in den letzten Jahren wirtschaften, dann können die Mitarbeiter GOMAB-Prämien zwischen 10 und 30 Prozent des Jahresgehaltes erzielen", erklärt Prof. Dr. Peter Woditsch, Vorstandsvorsitzender der Wafertochter Deutsche Solar AG und Vater des Programms.

Übertarifliche Einkommen in Ostdeutschland

"Unser Ziel ist es, Motivation und Identifikation des Einzelnen mit seinem Unternehmen und den Zielen des Gesamtkonzerns zu erhöhen", so Woditsch weiter. Die Prämie speist sich zu je 50 Prozent aus dem Geschäftserfolg der Einzelgesellschaft, für die der jeweilige Mitarbeiter tätig ist sowie dem Erfolg des Konzerns. "Damit wollen wir die Solidarität des Einzelnen mit dem Erfolg der Schwestergesellschaften stärken". erklärt Woditsch. Ein Drittel der Prämie werde im März für das vorangegangene Jahr ausbezahlt. Zwei Drittel verbleiben im Unternehmen und werden für fünf Jahre zu attraktiven Konditionen verzinst. GOMAB ist Teil des Haustarifvertrages der Freiberger Gesellschaften und ersetzt andere Tarifbestandteile. Die Freiberger Mitarbeiter des SolarWorld-Konzerns haben damit nach Angaben des Unternehmens seit Bestehen des Plans nicht nur mehr verdient als nach den Tarifen in Ostdeutschland, sondern auch mehr als sie zu West-Tarifen erhalten hätten.

16.12.2006   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: SolarWorld AG

 

Conergy-Tochter voltwerk heißt künftig EPURON

voltwerk-Referenzanlage Solarpark Göttelborn
voltwerk-Referenzanlage Solarpark Göttelborn

Die Hamburger voltwerk AG, eines der führenden Unternehmen für Projektentwicklung und strukturierte Finanzierung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien, heißt künftig EPURON GmbH. Die Umfirmierung erfolgt mit Wirkung zum 1. Januar 2007, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. EPURON hat im vergangenen Jahr einen entscheidenden Schritt zum nachhaltigen Wachstum des Unternehmens vollzogen.  Durch die Diversifizierung in die Technologiebereiche Photovoltaik, Bioenergie, Windenergie und solarthermische Kraftwerke sowie die zunehmende Expansion in ausländische Märkte stelle sich das Geschäft äußerst dynamisch dar. Der Entwicklung vom national führenden Solarfondsanbieter zu einem Unternehmen, das seinen Kunden weltweit professionelle Projektentwicklung und Kapitalmarktprodukte für sämtliche Technologien aus einer Hand anbietet, trage EPURON nun mit seinem neuen Namen Rechnung.


Umbenennung sorgt für international passenden Namen

Nikolaus Krane, Geschäftsführer der EPURON GmbH und Vorstand der Conergy AG, über die Anpassung des Markenauftritts: "Mit der Umbenennung in den international griffigen Namen EPURON unterstreichen wir unsere Ambitionen, zum weltweit führenden Projektentwickler und Finanzierer im Bereich der erneuerbaren Energien aufzusteigen." Aktuell sei EPURON mit zehn Niederlassungen in acht Ländern vertreten. Die Vorbereitungen für den Eintritt in weitere Auslandsmärkte würden bereits getroffen.

Aufbauend auf dem Erfolg der Marke voltwerk stehe EPURON für attraktive Investments im Bereich der Erneuerbaren Energien. "Unser neuer Claim Power for Portfolios signalisiert unser renditeorientiertes Handeln im Sinne unserer Investoren", erklärt Joachim Müller, Geschäftsführer und verantwortlich für die Finanzen der EPURON GmbH. Das Unternehmen zählt sowohl institutionelle als auch private Investoren zu seinen Kunden, wobei der Anteil der institutionellen Investoren bereits signifikant zunehme. Alle Investoren profitierten dabei von den deutlich gestiegenen Projektvolumina, den zunehmend internationalen Projektstandorten sowie der Technologievielfalt. Dies ermögliche die Bündelung attraktiver Anlageprodukte.


Solar- und Windparks, solarthermische Kraftwerke und Bioenergieanlagen

Die EPURON GmbH wurde 1998 unter dem Namen voltwerk AG gegründet und hatte sich zum führenden Anbieter von geschlossenen Solarfonds entwickelt. Die Photovoltaik-Großprojekte, die über die geschlossenen Fonds finanziert wurden, realisierte EPURON bis 2005 ausschließlich im Inland. Zielgruppe des Unternehmens waren in diesem Zeitraum vorrangig private Investoren. Das Unternehmen entwickelt, finanziert und realisiert Solar- und Windparks sowie solarthermische Kraftwerke und Bioenergieanlagen. Zu den Kunden gehören institutionelle und private Investoren aus dem In- und Ausland. EPURON ist in Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland und Singapur sowie den USA und Australien mit Tochterfirmen vertreten. Die EPURON-Gruppe gehört zur börsennotierten Conergy AG (ISIN DE 00060 40025), dem weltweiten Marktführer für Solarsysteme.

15.12.2006   Quelle: voltwerk AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: voltwerk AG
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BP Solar ruft Photovoltaik-Module vorsorglich zurück

Schadensbild bei Lufteinschluss.
Schadensbild bei Lufteinschluss.

BP Solar hat ein potenzielles Sicherheitsrisiko bei Solar-Produkten festgestellt, die von Januar 2003 bis Ende Juni 2004 in einem ihrer Werke produziert wurden. Es bestehe die Möglichkeit, dass die isolierende Rückseitenfolie der Produkte infolge eines systembedingten Verarbeitungsfehlers kleine, kaum sichtbare Beschädigungen aufweise, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.   Dadurch könne es unter bestimmten Bedingungen in seltenen Fällen zu einer Spannungsübertragung von den Leiterbahnen der Photovoltaik-Module oder der Laminate zum Rahmen oder der tragenden Konstruktion kommen. Im Extremfall könnte dies bei Berührung der Anlage zu einem Stromschlag führen, so BP Solar. Bis heute sei jedoch kein solcher Unfall aufgetreten.


Sicherheitsüberprüfung für Produkte mit 23 Megawatt erforderlich, Austausch soll kostenlos erfolgen

Umfassende technische Analysen von BP Solar hätten ergeben, dass ein solches Risiko sehr gering sei. "Doch selbst das kleinste Risiko ist für uns nicht akzeptabel. Die Sicherheit unserer Kunden hat für uns oberste Priorität, daher tauschen wir vorsorglich alle Produkte aus dem entsprechenden Produktionszeitraum aus und unterziehen sie einer intensiven Sicherheitsüberprüfung", sagt Charles Postles, Europa-Direktor von BP Solar. Bp Solar kündigt in der Pressemitteilung an, dass betroffene Produkte kostenlos ausgetauscht werden. Die Sicherheitsinspektion umfasst nach Angaben des Unternehmens Solar-Produkte mit einer Gesamtleistung von rund 23 Megawatt.


80 Prozent der in Frage kommenden Anlagen in Deutschland installiert

Davon seien etwa 80 Prozent in Deutschland installiert. Die übrigen Produkte befänden sich in Großbritannien, Luxemburg, den Niederlanden und Spanien. Sie könnten von Installateuren eindeutig anhand ihrer Seriennummer identifiziert werden. Ein Großteil der betroffenen Anlagen könne daher auf direktem Weg über die Kundendateien von BP Solar, den Distributionspartnern und den von BP Solar zertifizierten Installationsfirmen ermittelt werden.


Anlage nicht selbst abschalten - Kostenlose BP Solar-Hotline anrufen oder Kontakt zum Installateur aufnehmen

Zur Identifizierung aller übrigen Anlagen will BP bundesweit Anzeigen in rund 150 Tageszeitungen schalten. Anlagenbesitzer, deren Photovoltaikanlagen mit Produkten, die von BP Solar 2003 oder später installiert wurden, sollten unverzüglich die kostenlose BP Solar Hotline anrufen (0800 272 5 272) oder Kontakt zu ihrem Installateur aufnehmen.

BP Solar fordert alle potenziell betroffenen Anlagenbesitzer vorsorglich auf, die Photovoltaik-Module und -Laminate, Modulrahmen und Tragkonstruktionen ihrer Photovoltaiksysteme auf keinen Fall zu berühren. BP Solar weist weiter darauf hin, dass alle betroffenen Anlagen nicht vom Betreiber selbst abgeschaltet dürfen und gemäß VDE 0100 gesichert werden sollten. "Diese Arbeiten und alle weiteren Überprüfungen dürfen ausnahmslos nur von geschulten Solar-Installateuren durchgeführt werden", warnt das Unternehmen.

Über die Ursache und den Ablauf der erforderlichen Sicherheitsüberprüfungen informiert BP Solar in einem PDF-Dokument.

15.12.2006   Quelle: BP Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: BP Solar.

 

Solarwärme: Marktübersicht hilft, den passenden Tank für die Sonne zu finden

Bei der Installation einer Solarwärmeanlage ist die Wahl des Speichers entscheidend: Er ist das Herzstück einer Solaranlage. Damit die Sonnenenergie optimal ausgenutzt werden kann, muss er sorgfältig ausgewählt werden. Daten wie die Leistungszahl, aber auch geometrische Größen sind wichtige Kennzahlen. Die zum vierten Mal im Verlag der Solarpraxis AG erschienene Marktübersicht Solarspeicher bietet eine komfortable Auswahl aus mittlerweile über 1.000 Speichern.   Die Übersicht auf DVD zeigt, wo die Unterschiede bei Solarspeichern liegen und hilft, den jeweils richtigen Solarspeicher auszuwählen. Sie enthält die wichtigsten Daten der erhältlichen Speichermodelle und bietet zudem die Möglichkeit, alle wichtigen Eigenschaften wie beispielsweise Größe, Leistungszahl oder Wärmeverlustrate der Speicher zu vergleichen. Das Fürther Solarenergie-Informations- und Demonstrationszentrum "solid" hat die Marktübersicht zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit der Berliner Solarpraxis AG herausgebracht.

Trend zu Kombispeichern, Anteil der Trinkwasserspeicher gesunken

Einen deutlicher Trend der Speicherentwicklung sei bei Solar-Kombispeichern erkennbar, berichtet solid. Immer mehr Anbieter verbinden Pufferspeicher mit einer externen Warmwasserbereitung. Kombispeicher haben zwar überwiegend interne Wärmetauscher oder innen liegende Trinkwasserbehälter, bei den Produktneuheiten gewinnen jedoch so genannte Frischwassersysteme an Bedeutung. Dabei wird bei einem Zapfvorgang die benötigte Menge an Warmwasser mittels einer Durchlauferwärmung des Kaltwassers aus der Leitung erzeugt. Dies geschieht sehr häufig durch externe Wärmetauscher. Eine Regelung ermittelt die notwendige Durchflussmenge an Warmen Wasser aus dem Speicher um die gewünschte Trinkwarmwassertemperatur mittels einer drehzahlgeregelten Pumpe zur Verfügung zu stellen. Weniger Aufwand wird dagegen bei der Optimierung der Trinkwasserspeicher getrieben. Der Anteil der Trinkwasserspeicher hat sich deutlich von damals 50 Prozent auf derzeit 31 Prozent reduziert. Den gegensätzlichen Trend kann man bei den Kombispeichern erkennen. Hier stieg der Anteil von 21 Prozent auf aktuell 40 Prozent.

Die Marktübersicht Solarspeicher 2007 kostet 79.- Euro und kann solid und bei der Solarpraxis in Berlin bestellt werden. Eine Demo-Version der Marktübersicht bietet solis als komprimierte Datei ("zip-file") an unter www.solid.de

15.12.2006   Quelle: Solid; Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solid; Solarpraxis AG
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Best Western-Hotel "Schmöker Hof" wird Deutschlands größtes Solar-Hotel

Solar-Hotelier Schmid (links) und SOLAR im NORDEN-Chef Leidreiter
Solar-Hotelier Schmid (links) und SOLAR im NORDEN-Chef Leidreiter

Das Best Western-Hotel "Schmöker Hof" in Norderstedt bei Hamburg soll das größte Solar-Hotel in Deutschland werden. 1.700 Quadratmeter der insgesamt 2.000 Quadratmeter großen Dachfläche des Hotels werden mit 291 Solarmodulen bestückt, berichtet die Solar im Norden GmbH in einer Pressemitteilung. Die Photovoltaikanlage werde bei durchschnittlicher Sonneneinstrahlung pro Jahr 55.000 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom liefern. Damit erhalte das 122-Zimmer-Haus die größte Solarstromanlage in der deutschen Hotellerie.  Dr. Anton Schmid, Geschäftsführer des Best Western Hotel Schmöker Hof, nimmt damit eine Vorreiterrolle beim nachhaltigen Umweltmanagement in der Hotellerie ein: "Es ist heute essentiell, angesichts knapper Ressourcen, verantwortungsvoll mit Energie umzugehen und die Möglichkeiten alternativer Stromgewinnung auszuschöpfen. Deshalb investieren wir und gehen davon aus, dass sich die Anlage in spätestens zehn bis zwölf Jahren amortisiert haben wird", so der Hotel-Chef.


"Sonnenenergie ist sauber, umweltfreundlich und vielfältig einsetzbar. Die Nutzung dieser Energiequelle sollte in der heutigen Zeit wirtschaftliches Selbstverständnis sein. Deshalb danke ich Herrn Dr. Schmid, dass die gemeinsame Vision eines solar versorgten Hotels mit Hilfe unseres Unternehmens realisiert werden konnte", ergänzt Thomas Leidreiter, Chef der Norderstedter Solar im Norden GmbH, die für Planung und Ausführung des Projektes verantwortlich zeichnet.

15.12.2006   Quelle: SOLAR im NORDEN GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar im Norden GmbH
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Shell She-Study Award: Nachwuchsforscherin für Arbeit zu Dünnschicht-Solarzellen ausgezeichnet

Shell She-Study Award-Preisträgerin Dr. Rudigier.
Shell She-Study Award-Preisträgerin Dr. Rudigier.

Auch in diesem Jahr war die Entscheidung über die Sieger des 10. Shell She-Study Award wieder spannend bis zuletzt: Alle Studienarbeiten der sechs Finalistinnen des Wettbewerbs waren hervorragend, so die Jury. Die Preisrichter hatten bei der Bewertung der Arbeiten der jungen Wissenschaftlerinnen aus den Bereichen Mineralöl, Erdgas, Chemie und erneuerbare Energien, die Qual der Wahl. Siegerin wurde Dr. Eveline Rudigier aus Berlin. Ihr Thema: Die Dünnschichttechnologie von Solarzellen.  Dr. Rudigier erhielt am 08.12.2006 aus der Hand der ZDF-Moderatorin Petra Gerster den Shell She-Study Award 2006. Ines Bettermann aus Duisburg wurde für ihre Diplomarbeit mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Ihre Arbeit untersucht, wie Kraftstoffe durch die stufenweise Entfernung aromatischer Kohlenwasserstoffe weniger giftig gemacht werden. Dr. Susanne Klose kam mit ihrer Dissertation auf den dritten Platz. Die 29-jährige hat sich mit der Frage beschäftigt, wie die Verbrennungseigenschaften von Kraftstoffen verbessert werden können.


Doktorarbeit über Herstellung umweltfreundlicher Solarzellen

"Der Shell She-Study Award bietet den jungen Wissenschaftlerinnen die Chance, ihre hervorragenden Leistungen einem breiten Publikum zu präsentieren", resümierte Petra Gerster. "Das ist ein wichtiger Schritt, um erfolgreich ins Berufsleben einzusteigen und Karriere in einer einstigen Männerdomäne zu machen", so Gerster weiter. Dr. Eveline Rudigier kann diese Chance nutzen. In ihrer Doktorarbeit mit dem Titel "Phase Transformations and Crystalline Quality of CuInS2 Thin Films" hat die 32-jährige untersucht, wie die Herstellung von umweltfreundlichen Solarzellen verbessert werden kann.


Messverfahren beschreibt Zusammenhang CuInS2-Halbleiterschicht und elektrischen Eigenschaften der Solarzelle

Die Solarzellen der neuesten Generation beruhen auf Dünnschichttechnologie und verwenden Kupfer-Indium-Disulfid-Halbleiter (CuInS2), da dieses Material kein umweltschädliches Selen enthält und das Spektrum des Sonnenlichts besonders effizient in elektrische Energie umwandeln kann. Allerdings sind wichtige Details des komplexen Herstellungsprozess bislang nicht verstanden. Dr. Rudigier hat dazu ein zerstörungsfreies Messverfahren entwickelt und damit erstmals den genauen Zusammenhang zwischen der strukturellen Qualität der CuInS2-Halbleiterschicht und den elektrischen Eigenschaften der resultierenden Solarzelle beschrieben. Die Arbeit eröffnet damit den Einsatz der so genannten Ramanspektroskopie zur Prozesskontrolle während der Fertigung.


Kurt Döhmel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Shell Holding: "Unser Wettbewerb hat sich in den letzten zehn Jahren zu einem renommierten Förderpreis für junge Wissenschafterinnen etabliert. Frauen sind für die Naturwissenschaften wichtige Zukunftsträgerinnen." Der Shell She-Study Award wird seit 1997 jährlich in Hamburg an Nachwuchswissenschaftlerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz verliehen und ist mit einer Gesamtsumme von 8.500 Euro dotiert.

15.12.2006   Quelle:   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Shell Deutschland Oil GmbH

 

OECD: Klimawandel gefährdet über zwei Drittel der Skiregionen in den Alpen

Nahezu alle Skigebiete in Deutschland und rund 70 Prozent der Skiregionen in Österreich müssen durch den Klimawandel um die Schneesicherheit fürchten, und damit um die wirtschaftliche Grundlage des Wintertourismus. Zu diesem Ergebnis kommen am 13.12.2006 veröffentlichte Berechnungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), in denen die Auswirkungen des Klimawandels auf den Skitourismus zum ersten Mal systematisch für die gesamte Alpenregion untersucht werden. Derzeit gelten rund 90 Prozent (609 von 666) der mittelgroßen und großen Skiregionen in den Alpen als schneesicher. Die übrigen rund zehn Prozent der Gebiete können schon heute nicht mehr als schneesicher gelten.  Ein weiterer Anstieg der Durchschnittstemperaturen werde die Zahl der schneesicheren Skigebiete deutlich reduzieren, so die OECD-Untersuchung. Bei einem Anstieg der durchschnittlichen regionalen Jahrestemperatur um ein Grad Celsius wären noch rund 500 Gebiete schneesicher, bei zwei Grad noch 400 und bei vier Grad noch 200 Skiregionen.


Beträchtliche Auswirkungen, selbst bei einem vergleichsweise geringen Temperaturanstieg

"In den Alpen macht sich der Klimawandel besonders deutlich bemerkbar und der durchschnittliche Temperaturanstieg war in den vergangen zweieinhalb Jahrzehnten drei mal größer als im globalen Durchschnitt", warnt Shardul Agrawala, Klimaexperte im Umweltdirektorat der OECD. Die Jahre 1994, 2000, 2002 und 2003 seien die wärmsten der letzten 500 Jahre gewesen. Die Berechnungen der Klimamodelle zeigten, dass in den kommenden Jahrzehnten die Entwicklung noch schneller fortschreiten dürfte. Damit werde es weniger Schnee in den tieferen Lagen geben, die Gletscher würden sich weiter zurückziehen und der Permafrostboden in den höheren Lagen anfangen zu tauen. Doch auch bei einem vergleichsweise geringen Temperaturanstieg um nur ein Grad wären die Auswirkungen beträchtlich: In Deutschland würde sich die Zahl der schneesicheren Gebiete um 60 Prozent verringern (in Oberbayern um 90 Prozent, in Schwaben/Allgäu um 47 Prozent). In Österreich, wo rund die Hälfte des Tourismusgeschäfts oder 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf den Wintersport entfällt, wären 35 der derzeit rund 190 schneesicheren Regionen betroffen. Die Schweiz würde durch den Klimawandel zwar relativ die wenigsten schneesicheren Skigebiete verlieren. Allerdings würde auch dort ein Anstieg der Durchschnittstemperatur um ein Grad die Zahl der schneesicheren Skiregionen um 10 Prozent reduzieren. Bei einem Temperaturanstieg um vier Grad wäre nur noch die Hälfte der Skiregionen in der Schweiz schneesicher.


Strategiewechsel im Tourismus statt Energie fressender Schneekanonen

Die Betreiber der Skigebiete passen sich schon heute der kürzeren Schneesaison und dem Anstieg der Schneegrenze an. "Derzeit wird aber noch viel zu viel auf Technologie und zu wenig auf einen Strategiewechsel im Tourismusmarketing gesetzt", so Agrawala. Künstliche Beschneiung möge unter gegebenen Bedingungen für die Betreiber noch wirtschaftlich sein, doch die Anlagen verbrauchten enorme Mengen an Wasser und Energie und die Beschneiung beeinflusse Landschaft und Umwelt. Wenn die Temperaturen weiter steigen, dürfte künstliche Beschneiung weit teurer werden und ab einem bestimmten Niveau nicht mehr rentabel. Auch Kunststoffabdeckungen, wie sie im Sommer in einigen Regionen zur Konservierung der Gletscher eingesetzt werden, könnten kurzfristig und in heißen Sommern erfolgreich sein. Sie könnten aber den Verlust an Gletschermasse nicht aufhalten, wenn sich die Erwärmung fortsetzt. Landschaftsveränderungen schließlich - etwa durch Pistentrassierungen oder Veränderungen von Bachläufen- könnten die Umwelt schädigen und Überschwemmungen und Steinschlag verursachen.


Bericht erscheint im Februar 2007

Der gesamte Bericht "Climate Change in the European Alps - Adapting Winter Tourism and Natural Hazards Management" soll im Februar 2007 erscheinen.

14.12.2006   Quelle: OECD Berlin Centre   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Universität Hannover: Farbstoff-Solarzellen kurz vor der Kommerzialisierung

Farbstoffsensibilisierte, elektrochemisch abgeschiedenen Zinkoxid-Schicht
Farbstoffsensibilisierte, elektrochemisch abgeschiedenen Zinkoxid-Schicht

Das Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie der Leibniz Universität Hannover arbeitet intensiv an einer Alternative zu herkömmlichen Silizium-Solarzellen. Die neuen, so genannten Farbstoffsolarzellen, welche die Sonnenenergie mit Hilfe eines aufgebrachten Farbstoffs in Strom umwandeln, seien erheblich günstiger herzustellen als die bekannten Silizium-Solarzellen. Ziel der Arbeiten sei, die Effektivität der Farbstoffsolarzellen durch neue Fertigungskonzepte zu steigern, um sie konkurrenzfähig zur Silizium- Zelle zu machen, heißt es in der Pressemitteilung der Hannoveraner Universität.  Zudem habe sich die Forschergruppe zum Ziel gesetzt, flexible Farbstoffsolarzellen zu entwickeln, die zum Beispiel in Kleidung oder Zeltplanen integriert werden können. So könnten künftig elektronische Geräte unterwegs ohne Batterien betrieben werden. Ein attraktiver Nebenaspekt der neuen Solarzellen sei, dass sie in vielen bunten Farben hergestellt werden können, was sie als Energie bringendes Accessoire durchaus populär machen könnte. Vier von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekte zur Entwicklung und Verbesserung von Farbstoffsolarzellen werden momentan unter der Leitung von Dr. Torsten Oekermann bearbeitet.


Weltrekord: Hannoveraner Zinkoxid-Filme mit konkurrenzlos hohem Wirkungsgrad

"Die herkömmlichen Silizium-Solarzellen sind zwar effizient im Gebrauch, aber auch sehr teuer in der Herstellung, weil die erforderlichen Hoch- Temperaturprozesse von fast 2000 Grad Celsius sehr energieaufwendig sind", erläutert Institutsdirektor Prof. Jürgen Caro. Erste Prototypen der Farbstoffsolarzellen, die aus Titandioxid bestehen, werden laut Prof. Jürgen Caro schon verkauft. Bei ihrer Herstellung sei allerdings noch immer eine Temperatur von mindestens 450 Grad Celsius erforderlich. Die hannoverschen Forscher arbeiten daran, die Produktionstemperatur der Zellen durch elektrochemische Abscheidung von Titandioxid- und Zinkoxidschichten auf Raumtemperatur zu senken. Entscheidend für die Herstellung von flexiblen Farbstoffsolarzellen sei die Erzeugung von Halbleiteroxid-Filmen bei möglichst niedrigen Temperaturen, weil sonst die leitenden Plastikunterlagen beschädigt werden. Und hier halte die Leibniz Universität Hannover einen Weltrekord: Die in Zusammenarbeit mit der japanischen Universität Gifu hergestellten porösen Zinkoxid-Filme seien hinsichtlich des Wirkungsgrad flexibler Solarzellen bislang konkurrenzlos.


Sonnenlicht lässt Elektronen wandern

Zur Herstellung der Farbstoffsolarzellen werden die Halbleiteroxide als poröser Film auf eine leitfähige Unterlage aufgebracht. An diese Oxidschicht wird ein Farbstoff angelagert, in dessen Molekülen durch das Sonnenlicht Elektronen angeregt werden. Die angeregten Elektronen werden auf das Halbleiteroxid übertragen und wandern (diffundieren) zum leitfähigen Rückkontakt. Über den äußeren Stromkreis gelangen die Elektronen zur Gegenelektrode und von dort durch einen Elektrolyten zurück zum Farbstoff. So wird ein Solarstrom erzeugt. Um die Schichten bei der elektrochemischen Abscheidung genügend porös zu machen, werden der Abscheidungslösung Additive hinzugefügt, die als "Template" für die Poren dienen. Hieran beteiligt sich Privatdozent Dr. Michael Wark im gleichen Institut, der über langjährige Erfahrung bei der Anwendung solcher Additive in verschiedenen Herstellungsmethoden verfügt.

14.12.2006   Quelle: Leibniz Universität Hannover   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Universität Gifu, Japan

 

FH München weiht Solarstromanlage für die Ausbildung ein

Solarmodule auf dem Dach der FH München
Solarmodule auf dem Dach der FH München

Bereits seit 1990 sind Photovoltaikanlagen auf dem Dach der Fachhochschule München installiert. Mit ihrer Hilfe wird die Forschung und Entwicklung vorangetrieben und auch Energie gewonnen. Nun wird eine weitere moderne Anlage eingeweiht. Damit können Studierende im Labor für Solartechnik und energietechnische Anlagen wie gewohnt mit dem neuesten Stand der Technik arbeiten und auf hohem Niveau ausgebildet werden.  Das Forschungsangebot im Bereich der regenerativen Energien wird durch Laborleiter Prof. Dr. Gerd Becker und sein Team weiter ausgebaut. Die anschaulich aufgebaute Anlage auf dem Dach des FH-Neubaus in der Lothstraße 64 ist komplett begehbar und wird zu diesem anlässlich der Einweihungsfeier am 14. Dezember 2006 von einer "künstlichen Sonne" spektakulär beleuchtet. Die Solarstromanlage hat die für eine Hochschule beachtliche Gesamtleistung von 36,8 kWp, die zum größten Teil in das Energienetz eingespeist werden und einen Teil des Energiebedarfs des Gebäudes decken. Sie ist Teil des EU-Projektes "PV-Enlargement", das sich mit der gezielten Förderung, Planung und Umsetzung von Photovoltaiktechnologien befasst und von der Europäischen Kommission gefördert wird.

14.12.2006   Quelle: Fachhochschule München   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: FH München
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Grüne fordern Gesetz für Wärme aus erneuerbaren Energien

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen hat einen Antrag beschlossen, der die Bundesregierung zur Vorlage eines Erneuerbare–Energien-Wärmegesetz (EEW) auffordert. Der Antrag werde noch in dieser Woche in den Bundestag eingebracht, berichtet der energiepolitische Sprecher der Grünen, Hans-Josef Fell. Die Bundesregierung soll bis März 2007 einen Entwurf eines ordnungsrechtlichen Wärmegesetzes vorlegen, fordern die Grünen.  Hintergrund des bündnisgrünen Antrages sei die vorläufige Absage an ein solches Gesetz durch den Bundesumweltminister. Überlegungen des Bundesumweltministeriums, lediglich eine gesonderte Regelung für öffentliche Gebäude einzuführen, gehen den Grünen nicht weit genug.


"Solar-Pflicht" für neue Wärmeerzeugungsanlagen und bei Modernisierung

Aufgrund der großen Mengen an Klimagasen, die bei der Wärmeerzeugung freigesetzt werden sowie der absehbar weiter steigender Kosten von Erdöl und Erdgas, soll in Deutschland zukunftsorientiert in Wärmeanlagen investiert werden die mit erneuerbarer Energien arbeiten, heißt es in dem Antrag. Ein vermehrter Ausbau solarer oder geothermischer Wärme würde auch die Verbraucher vor immer weiter steigenden Heizkosten schützen. Da Solar- und Erdwärme im Gegensatz zu Erdöl und Erdgas kostenlos sind, würden auf diese Weise die ständigen Preissteigerungen verhindert. Der Antrag verfolge einen ordnungsrechtlichen Ansatz, so die Grünen. Betreiber neu zu errichtender Wärmeerzeugungsanlagen und Betreiber, die bestehende Anlagen austauschen oder modernisieren, sollen verpflichtet werden, einen Mindestanteil ihres Wärmebedarfs aus regenerativen Energiequellen zu decken. Dies soll auch für die Betreiber von Wärmenetzen gelten.


EEW soll 50 % Wärme und Kälte aus regenerativen Quellen bis 2030 ermöglichen

"Um einen wirklichen Beitrag zum Klimaschutz zu erzielen, fordern wir mit Hilfe des EEW, den Anteil für regenerative Wärme und Kühlung von heute 5 % bis 2020 auf mindestens 25 % und bis 2030 auf mindestens 50 % zu steigern" so die Grünen. Offensichtlich sei, dass die heutige Förderung über das Marktanreizprogramm (MAP) nur zu einem Bruchteil zur Zielerreichung beitragen könne. Selbst die Bundesregierung erhoffe sich dadurch lediglich eine Steigerung von heute 5 % auf 7 % im Jahr 2020. Diese stehe jedoch in keinen Verhältnis zum vorhandenen Potenzial sowie dem Handlungsbedarf beim Klimaschutz und bei der Energieversorgungssicherheit. Gerade der aktuelle Haushaltsstopp und die viel zu geringe Mittelausstattung des MAP für 2007 zeigten auf, dass die Wärmebranche keine verlässliche Rahmenbedingung habe, kritisieren die Grünen

Der vollständige Antrag ist im Internet als PDF-Dokument
zugänglich unter www.hans-josef-fell.de

13.12.2006   Quelle: Hans-Josef Fell (MdB)Sprecher für Energie- und Technologiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Staatssekretär im BMU besorgt über Klima-Entwicklung in Deutschland

Die Wetterkapriolen der letzten Wochen und Monate sind ein klares Indiz, dass der Wandel des weltweiten Klimas in vollem Gange ist. Davon ist Michael Müller überzeugt. Er ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium. Anlässlich eines Informationsbesuchs am Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie äußerte Müller sich besorgt über Entwicklungen, die auch Deutschland erfasst haben: "Zunehmende Temperaturen und Trockenperioden, abschmelzende Gletscher und Felsbrüche in den Alpen und eine höhere Zahl extremer Wetterereignisse werden uns auch in Mitteleuropa mehr und mehr zu schaffen machen", so der Parlamentarische Staatssekretär. 
"Heißer Herbst" 2006

Die Monate September bis Dezember dieses Jahres, der so genannte meteorologische Herbst, waren die wärmsten in dieser Jahreszeit seit dem Beginn der regelmäßigen Temperaturmessungen in Deutschland. Nie zuvor hatte es in den späten Monaten des Jahres so häufig und so anhaltend Temperaturen über 15 Grad Celsius gegeben. Zwar gebe es auch dieses mal wieder keinen zwingenden Beweis dafür, dass dies auf den Klimawandel zurück zu führen sei. "Aber das immer häufigere Auftreten solcher Extremereignisse ist ein eindeutiger Indikator, dass das Klimasystem aus dem Lot geraten ist", so Müller.


Klimawandel hat eine Vorlaufzeit von mehreren Jahrzehnten

Schon heute beträgt der Anstieg der Temperatur weltweit im Mittel 0,8 Grad Celsius. Nachdem es in den neunziger Jahren aufgrund verschiedener Ursachen - beispielsweise verstärkte Vulkanausbrüche -eine kleine Verschnaufpause beim Temperaturanstieg gegeben hatte, schlägt der vom Menschen verursachte Treibhauseffekt seit Beginn des neuen Jahrhunderts voll durch. In Süddeutschland hatte sich gegenüber vorindustriellen Zeiten die Mitteltemperatur bereits um 1,2 Grad erhöht, in der Region um Berlin um 1,4 Grad Celsius. Manche sensible Regionen Deutschlands, etwa die Alpen, müssen auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten mit einer weiteren drastischen Erwärmung rechnen. Besonders fatal ist dabei, dass der Klimawandel eine Vorlaufzeit von mehreren Jahrzehnten hat. Selbst wenn ab heute keine Treibhausgase mehr emittiert würden, würde der Klimawandel bis zum Jahre 2050 ungebrochen weiter voranschreiten.

"Die entscheidende Frage beim Klimawandel ist, ob diesmal die Menschheit reagiert, bevor die Katastrophe eingetreten ist", erklärte Michael Müller. Oder ob man anschließend die Schuld bei den Menschen suchen müsse, die trotz besseren Wissens nicht gehandelt haben. Deshalb will das Bundesumweltministerium alles tun, um die Maßnahmen zur Verringerung des Ausstoßes klimaschädlicher Gase auszuweiten. Auch der Emissionshandel müsse erfolgreich werden. Michael Müller: "Wir müssen alles tun, um in allen energetischen Sektoren für den Klimaschutz voran zu kommen – bei der Bereitstellung elektrischen Stroms, bei der Wärme und nicht zuletzt beim Verkehr."

13.12.2006   Quelle: BMU   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Phönix SonnenStrom AG schließt Kapitalerhöhung an einem Tag ab

Phönix SonnenStrom-Kraftwerk Buttenwiesen (1 MW)
Phönix SonnenStrom-Kraftwerk Buttenwiesen (1 MW)

Die Phönix SonnenStrom AG (ISIN DE000A0BVU93) hat im Rahmen einer Privatplatzierung unter teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2006 und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre 552.000 neue nennwertlose Inhaberstückaktien bei institutionellen Investoren innerhalb eines Tages platziert. Das Grundkapital erhöhe sich damit von 5.525.000 Euro auf 6.077.000 Euro, berichtet das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung. Die neuen Aktien sollen prospektfrei zum Handel im amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen werden (Prime Standard) und seien ab 1. Januar 2006 gewinnanteilberechtigt.  Die Gesellschaft habe durch die Kapitalerhöhung einen Bruttoemissionserlös in Höhe von 7.341.600 Euro erzielt. Die hinzu gewonnenen Finanzmittel sollen für die Finanzierung des geplanten Unternehmenswachstums sowie für die weitere Internationalisierung des Konzerns zur Verfügung stehen.

13.12.2006   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phönix SonnenStrom AG
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Automobilhersteller Honda will ab 2007 Dünnschicht-Photovoltaik produzieren

Honda setzt auf Solarzellen.
Honda setzt auf Solarzellen.

Die Motor Co., Ltd. (TOKYO, Japan) kündigte am 1.12.2006 an, sie werde eine hunderprozentige Tochtergesellschaft mit dem Namen Honda Soltec Co., Ltd. gründen. Honda Soltec soll Dünnschichtsolarzellen ("Solarzellen der nächsten Generation") fertigen und vermarkten, die Techniker der Honda Engineering Co. selbst entwickelt haben. Mit dem neuen Unternehmen werde Honda voll in die Solarzellenproduktion einsteigen, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.  Durch den Einsatz von Dünnfilmen aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen (CIGS) halbiere Honda den Energiebedarf bei der Produktion von Solarzellen gegenüber der Herstellung herkömmlicher Silizium-Zellen. Diese Energie sparende Fertigungstechnik mache die Honda-Solarzellen zudem umweltfreundlicher, weil CO2-Emissionen vermieden werden.


Jährliche Produktionskapazität ab Herbst 2007: 27,5 MW

Ende September 2006 hatte Honda mit dem Bau einer Solar-Fabrik für die Massenproduktion im japanischen Kumamoto begonnen, die im Herbst 2007 die Arbeit aufnehmen soll. Schon vor dem Start der Großserienproduktion will Honda CIGS-Solarzellen in ausgewählten Gebieten verkaufen. Wenn die Massenfertigung angelaufen ist, soll Honda Soltec ganz Japan versorgen. "Zusätzlich zu seinen Anstrengungen CO2-Emissionen durch die Entwicklung schadstoffärmerer Automobile zu senken, engagiert sich Honda in der Entwicklung umweltfreundlicher Technologien zur nachhaltigen Energieversorgung. Honda leiste seinen Beitrag zur Begrenzung der globalen Erwärmung mit der Produktion und dem Verkauf einer Technik zur sauberen Energieversorgung ohne fossile Brennstoffe", heißt es in der Pressemitteilung.

13.12.2006   Quelle: Honda Motor Co., Ltd.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Honda Soltec Co.
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Erste Gebäudeenergieberater mit GIH-Gütesiegel

GIH-Bundesvorsitzender Weigl mit zertifizierten Energieberatern.
GIH-Bundesvorsitzender Weigl mit zertifizierten Energieberatern.

Das neu geschaffene Gütesiegel des Bundesverbandes Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker (GIH) garantiert Hausbesitzern und Endkunden eine qualitativ hochwertige und unabhängige Gebäudeenergieberatung.

Der GIH-Bundesverband Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker hat die ersten Energieberater mit seinem neu geschaffenen Gütesiegel zertifiziert. Auf dem 4. Süddeutschen Energieberaterforum am 24. und 25. November in Feuchtwangen haben sechs Berater der Mitgliedsverbände Hessen, Bayern und Unterfranken sowie des Saarlandes das Siegel mit dem dazugehörigen Ausweis in Empfang genommen. Damit erfüllen sie nun nachweislich die vom GIH definierten Qualitätskriterien und verpflichten sich auf eine neutrale und unabhängige Energieberatung.
  Das GIH-Gütesiegel mit der dazu gehörigen Siegelordnung für Gebäudeenergieberater wurde bereits im Frühjahr dieses Jahres vom Arbeitskreis Technik des GIH ins Leben gerufen.


Siegelordnung gewährleistet objektive Beratung

Die Siegelordnung beschreibt Mindestanforderungen an die Aus- und Fortbildung von Energieberatern und verpflichtet die Fachleute auf eine objektive Beratung im Sinne des Immobilienbesitzers, Vermieters oder Verwalters. Außerdem schreibt sie eine Haftpflichtversicherung vor. Neben der beruflichen Ausbildung, die zum Beispiel durch den Energieberater-Lehrgang an einer Handwerkskammer nachgewiesen werden kann, verpflichten sich Siegelträger zu regelmäßigen Fortbildungen. Ihre Kompetenz weisen sie durch Projektberichte und Referenzlisten nach.

Das Gütesiegel wird zunächst für drei Jahre verliehen. Bei Nachweis der entsprechenden Fortbildungen und ausgeübten Tätigkeit wird es für jeweils zwei Jahre verlängert. Die Berichte werden durch Stichproben überprüft. "Das GIH-Gütesiegel ist ein wichtiger Schritt hin zu einem umfassenden Qualitätsmanagement bei Energieberatungen", betonte Bundesvorsitzender Fred Weigl bei der Siegelverleihung vor rund 100 Energieberatern. "Hausbesitzer und Endverbraucher müssen die Gewähr haben, dass sie eine qualitativ hochwertige, neutrale Beratung erhalten, bei der ihre Interessen im Mittelpunkt stehen", so Weigl weiter.

Die Förderung der beruflichen Weiterbildung und die Schaffung eines Qualitätssicherungssystems zur unabhängigen und neutralen Energieberatung zählen zu den wesentlichen Aufgaben des GIH-Bundesverbandes. Mit der Zertifizierung treibt der Dachverband mit rund 1.900 Mitgliedern diese Ziele voran. Mehrere Landesverbände haben sich zum Siegelverbund Süd zusammengeschlossen. Ihre Zertifizierungskommission ist beim Landesverband Baden-Württemberg angesiedelt. Weitere Kommissionen wurden bereits in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Sachsen etabliert. Die Kosten für die Zertifizierung betragen rund 300 Euro. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.gih-bv.de

13.12.2006   Quelle: GIH-Bundesverband Gebäudeenergieberater – Ingenieure – Handwerker e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: GIH

 

Sunways-Schulungsangebot 2007: Neue Wechselrichter-Workshops in Konstanz

Die Sunways AG, Hersteller des Wechselrichters "Sunways Solar Inverter", bietet 2007 erneut Workshops an, in denen praxisrelevante Kenntnisse über Funktion und Handhabung vermittelt werden. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In das Schulungsangebot für 2007 neu aufgenommen wurde die Wechselrichter-Serie mit Advanced Technology, die Solar Inverter AT, die im Frühjahr 2007 auf den Markt kommt und das Sunways Solar Inverter-Portfolio erweitert.   An folgenden Terminen liegt der Schwerpunkt der Schulung auf dem neuen Wechselrichter Solar Inverter AT: 15./16. März, 26./27. April, 06. Juli, 14. September und 09. November 2007. Informationen zum Sunways Solar Inverter NT stehen an folgenden Terminen im Vordergrund: 1./2. Februar, 05. Juli, 13. September und 8. November 2007.


Experten aus Entwicklung und Vertrieb vermitteln theoretische und praktische Kenntnisse

Die praxisorientierten Sunways Solar Inverter Workshops finden bei der Sunways AG in Konstanz statt. Angesprochen werden vor allem Planer von Photovoltaik-Anlagen, Installateure und Händler. Das Programm umfasst neben der Vorstellung der Sunways Solar Inverter-Gerätefamilie die Integration des Wechselrichters bei der Planung einer Solaranlage, die Installation und den Betrieb des Wechselrichters sowie die Kommunikation. Aktuelle Forschungsergebnisse, Kundenanforderungen und Marktentwicklungen ergänzen das Programm. Die Teilnehmer erwerben umfangreiche theoretische und praktische Kenntnisse über die Funktion und Anwendung der Sunways Solar Inverter und den Umgang mit dem Gerät. Übungen ergänzen das Programm. Geleitet werden die Workshops von erfahrenen Sunways-Mitarbeitern aus Entwicklung und Vertrieb, die auch für Fragen und Diskussionen zur Verfügung stehen. Das Anmeldeformular ist hinterlegt auf der Homepage der Sunways AG (www.sunways.de). Weitere Auskünfte erteilt Adrian Maurer, Telefon +49 7531 99677453.

13.12.2006   Quelle: Sunways AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Endesa und Gamesa bestellen aleo-Solar-Module für über 20 Millionen Euro

Solarmodul von aleo solar.
Solarmodul von aleo solar.

Der Solarmodul-Spezialist und Systemlieferant aleo solar AG hat weitere Großaufträge in Spanien gewonnen: aleo solar-Module im Gesamtwert von über 20 Millionen Euro würden größtenteils im Laufe des Jahres 2007 an den Erneuerbare-Energien-Konzern Gamesa Solar S.A. und den Energieversorger Endesa Energía S.A. geliefert. Das berichtet die aleo solar AG in einer Pressemitteilung. Diese Aufträge würden die Bedeutung von Photovoltaik-Anlagen unterstreichen, welche die spanische Regierung fördert, um durch attraktive Bedingungen die Errichtung von Solarstrom-Kraftwerken in Spanien zu forcieren.   Da ein Teil der Aufträge bereits im Dezember ergebniswirksam werde, könne das bisherige Umsatzziel von 116 Millionen Euro für 2006 mehr als gesichert betrachtet werden, heißt es in der Pressemitteilung. "Wir haben diese Entwicklungen in Spanien rechtzeitig erkannt und sind mit unserer neuen Produktionsstätte in der Nähe von Barcelona und unserem spanischen Vertrieb hervorragend gerüstet für das zukünftige Wachstum des südeuropäischen Sonnenlandes", sagt Heiner Willers, Vorstand der aleo solar AG. "Wir gehen fest davon aus, dass es uns in den nächsten Monaten gelingen wird, weitere bedeutende Marktteilnehmer in Südeuropa zu gewinnen", fügt Willers hinzu.


Modulgeschäft in Deutschland wächst

Auch in Deutschland sei ein sprunghafter Anstieg im Modulgeschäft zum Jahresende zu verzeichnen: "Es zeigt sich, dass wir mit unserer projekt- und kundenspezifischen Preispolitik und durch unsere vertriebliche Ausrichtung auf Installationsbetriebe auch kurzfristig auf Marktveränderungen reagieren können und Erfolg haben", sagt Jakobus Smit, ebenfalls Vorstand der aleo solar AG. Die im 3. Quartal aufgebauten Lagerbestände würden zum Jahresende deutlich reduziert sein.

12.12.2006   Quelle: aleo solar AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: aleo solar AG.

 

Phönix SonnenStrom AG beschließt Kapitalerhöhung um bis zu 552.000 Euro

Der Vorstand der Phönix SonnenStrom AG (ISIN DE000A0BVU93) hat am 11.12.2006 beschlossen, das Kapital der Gesellschaft durch eine teilweise Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2006 um bis zu 552.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 552.000 nennwertlosen Inhaberstückaktien zu erhöhen. Die neuen Aktien sollen prospektfrei zum Handel im amtlichen Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen werden und sind nach Angaben des Unternehmens ab dem 1. Januar 2006 gewinnanteilberechtigt.   Der Aufsichtsrat habe dem Beschluss am 12.12.2006 zugestimmt, berichtet die Phönix SonnenStrom AG in einer Pressemitteilung. Im Wege eines beschleunigten Platzierungsverfahrens (Accelerated Bookbuilding) sollen die neuen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts institutionellen Investoren in Deutschland und im europäischen Ausland zum Erwerb angeboten werden. Der endgültige Platzierungspreis werde nach Abschluss dieses Verfahrens festgelegt. HSBC Trinkaus & Burkhardt AG begleitet die Transaktion als Lead Manager und Sole Bookrunner. Das durch die Kapitalerhöhung hinzu gewonnene Kapital soll für die Finanzierung des geplanten Wachstums des Photovoltaik-Systemhauses sowie für die weitere Internationalisierung des Konzerns zur Verfügung stehen.

12.12.2006   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Solarpraxis-Umfrage: Starkes Jahresendgeschäft mit Photovoltaik erwartet

Photovoltaik-Hersteller, Händler und Handwerksbetriebe erwarten zum Ende des Jahres gute Geschäfte in Deutschland, berichtet die Solarpraxis AG in einer Pressemitteilung. Dies sei das Ergebnis einer Umfrage unter 30 Solarunternehmen aus Handel und Produktion. Die aktuelle Befragung, durchgeführt durch die Unternehmenssparte Verlag, habe zwei wesentliche Faktoren für den aktuellen Boom ausgemacht: Gute Einkaufsbedingungen und günstiges Bauwetter. Sollte das günstige Montagewetter weiterhin stabil bleiben, könnten die aus dem strengen Winter zu Jahresbeginn resultierenden Rückstände in den Absatzzahlen wieder wett gemacht werden.  Gestützt durch die Preissenkungen in den vergangenen Monaten nutzten nun auch Investoren in großem Umfang die erheblich besseren Einkaufskonditionen, um verschobene Projekte doch durchzuführen. Die Abfrage aktueller Angebote im Bereich kleiner und größerer Anlagen habe in vielen Fällen sehr interessante Konditionen für eine Anlagenrealisierung noch in diesem Jahr ergeben, so die Solarpraxis AG.


Lagerbestände schnell abgebaut

Die Umfrage der Solarpraxis AG zeige auch, dass Lagerbestände in den Unternehmen gegenüber dem Stand vom Sommer 2006 schnell abgebaut worden seien. Ein Lagerbestand an Solarstromanlagen in Höhe von 400 Megawatt MW, wie Branchengerüchte behaupteten, habe nicht annähernd erfasst werden können. Die Befragung habe ergeben, dass sich die Bestände deutscher Unternehmen allenfalls noch im Bereich einiger Dutzend Megawatt bewegen würden. Hochwertige Module zu guten Preisen seien vielfach gar nicht zu erhalten, obwohl sich die Verfügbarkeit von Solarmodulen insgesamt deutlich verbessert habe.


Mehrzahl der Unternehmen geht von weiter sinkenden Preisen aus

Während die Mehrzahl der Unternehmen von weiter sinkenden Preisen im kommenden Jahr ausgehe, rechne hingegen eine Minderheit der Marktpartner durch die anziehenden Märkte weltweit mit nur sehr moderaten Preissenkungen. Besonders in Frankreich, Italien und Kalifornien werde von stark wachsenden Märkten im Jahr 2007 ausgegangen. Auch in Spanien dürfte sich das Marktwachstum nach Vorlage eines positiven Regierungsentwurfs zur Förderung der Photovoltaik ab 2007/2008 weiter beschleunigen, bereits im laufenden Quartal sei eine hohe Dynamik im spanischen Markt zu beobachten. "Interessierte Anlagenbetreiber oder Endverbraucher sollten daher sofort handeln und vorliegende Angebote gegebenenfalls nachverhandeln, um noch im Jahr 2006 die bestehende Einspeisevergütung bei aktuell sehr interessanten Preisen zu nutzen", rät die Solarpraxis AG.

12.12.2006   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Unionspolitiker sprechen sich für das Erneuerbare-Energien-Gesetz aus

Dr. Georg Nüßlein, Andreas Hänel und Doris Meyer (v.l.).
Dr. Georg Nüßlein, Andreas Hänel und Doris Meyer (v.l.).

Der CSU-Politiker und Energieexperte im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Dr. Georg Nüßlein (MdB), besuchte am 06. 12. 2006 die Phönix SonnenStrom AG in Sulzemoos. In einem Pressegespräch diskutierten Dr. Nüßlein und Doris Meyer, die bis 2005 Bundestagsabgeordnete und Berichterstatterin der CDU/CSU Bundestagsfraktion für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) war, mit Andreas Hänel, dem Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens, über energiepolitische Themen. Aktuelles Thema waren Medienberichte über die anstehende Überprüfung des EEG. Nüsslein stellte klar, dass am vorgesehenen Zeitplan festgehalten werde. Für das Jahr 2007 sei eine Überprüfung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vorgesehen. Grundlage hierfür sei der Erfahrungsbericht der Bundesregierung, der in der ersten Jahreshälfte 2007 an die Referate gehen soll und Ende 2007 im Parlament diskutiert werden soll. "Ohne eine solide Informationsbasis können wir keinerlei Entscheidungen fällen - und sollten aus diesem Grunde zum jetzigen Zeitpunkt auch keine Spekulationen aufkommen lassen, die der Sache nicht förderlich sind und nur Verunsicherung hervorrufen", so Nüßlein.  "Wir haben keinerlei Bestrebung, die positive Entwicklung bei den erneuerbaren Energien, insbesondere der Photovoltaik, zu bremsen. In dieser zukunftsweisenden Branche können wir Ökonomie und Ökologie volkswirtschaftlich gewinnbringend verbinden", betonte der studierte Wirtschaftswissenschaftler Nüßlein.


SonnenStrom-Vorstand Hänel erwartet jährliche Preissenkungen für Solarsysteme von rund fünf Prozent

"Um die Technologieführerschaft Deutschlands zu sichern und weiter ausbauen zu können, brauchen wir Planungs- und Investitionssicherheit, die nur durch eine kontinuierliche und verlässliche Förderpolitik sichergestellt werden kann", sagte Andreas Hänel. Er freute sich, dass sowohl Nüßlein als auch Meyer ihm zustimmten. "Für die kommenden Jahre erwarten wir eine Preissenkung für Solarsysteme in einer Größenordnung von jährlich rund fünf Prozent. Dies ist der Rahmen, der schon durch das EEG vorgegeben ist. Zusammen mit der bereits im Laufe des Jahres 2006 erfolgten Preissenkung für Solarmodule und -systeme ist die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen auch in der Zukunft gesichert", so Hänel.

Lesen Sie zu diesem Thema auch Energieexperten von SPD und Union: Spekulationen über Senkung der Solarstromvergütung sind haltlos und unangebracht

12.12.2006   Quelle: Phönix SonnenStrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Phönix SonnenStrom AG
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3sat-Wissensabend über die Energieversorgung der Zukunft

3sat-Wissensabend zur Energieversorgung
3sat-Wissensabend zur Energieversorgung

Die Energieversorgung ist für die Zukunft der Zivilisation entscheidend. Der weltweite Energieverbrauch ist heute fast doppelt so hoch wie zu Beginn der 1970er Jahre und wird nach Meinung von Experten ohne Gegenmaßnahmen bis 2020 nochmals um ein Drittel steigen. Gleichzeitig lebt noch immer ein Drittel der Menschheit ohne Zugang zu elektrischem Strom. Lange bevor der letzte Tropfen Öl geflossen ist, ist ein Kampf um die Rohstoffe entbrannt. Wie der Mensch in Zukunft leben und arbeiten wird, hänge in hohem Maß davon ab, woher wir die dafür nötige Energie beziehen, so der Fernsehsender 3sat in der Ankündigung der Sendung "wissen spezial: Energie" am Mittwoch, 13. Dezember 2006 um 20.15 Uhr. 

Krieg um die letzten Tropfen Öl

Der 3sat-Wissensabend stellt in über zwei Stunden dar, weshalb unser bisheriger Umgang mit Energie und Energieträgern in die Krise geraten ist, und zeigt mögliche Alternativen. Die von Katharina Finger gestaltete Sendung startet mit einem Bericht über die Versorgungslage mit fossilen Brennstoffen (ab 20.15 Uhr): Der Rohstoff Öl geht unabdingbar zur Neige. Längst ist ein Krieg um die letzten Tropfen entstanden - der Wissensabend zeichnet ein detailliertes Bild von der geopolitischen Gemengelage. Aber selbst wenn es genügend Öl gäbe: Das Verbrennen von Mineralölprodukten ist ein Hauptverursacher des Klimawandels. Deshalb thematisiert "Wissen spezial: Energie" ab zirka 20.35 Uhr die Alternativen, die es beim Antrieb von Fahrzeugen gibt. Und ab 21.05 Uhr zeigt die Sendung, wie man bei Wohnhäusern einerseits viel Energie einsparen und andererseits CO2-neutrale Brennstoffe verwenden kann.

Der 3sat-Wissensabend geht in einem weiteren Teil auf Energiegewinnung ein und stellt dabei Chancen und Risiken verschiedener Nukleartechniken, einschließlich der Kernfusion, in seiner Betrachtung gegeneinander (ab 21.30 Uhr) und beschreibt vor allem das Problem mit der Endlagerung nuklearen Materials. Außerdem geht es bis 22.25 Uhr um weitere innovative Ideen, die Wissenschaftler haben, um Energie zu gewinnen – wie beispielsweise das Ausnutzen der Kraft der Wellen im Meer.

12.12.2006   Quelle: 3sat   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: 3sat

 

Q-Cells AG: Dr. Florian Holzapfel wird stellvertretendes Vorstandsmitglied für Technologie

Der Aufsichtsrat des Solarzellenherstellers Q-Cells AG hat in seiner Sitzung vom 07.12.2006 Dr. Florian Holzapfel zum stellvertretenden Vorstandsmitglied für den Bereich Technologie bestellt. Damit tritt er die Nachfolge des vor wenigen Wochen aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Reiner Lemoine an. Dr. Holzapfel, bisheriger Managing Director Technology, hatte bereits die kommissarische Leitung des Bereichs inne. Unter seiner Leitung führt die Q-Cells AG die von Reiner Lemoine angestoßenen Projekte weiter und baut den Bereich Technologie aus, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. 
Nach einem Diplomstudium zum Wirtschaftsingenieur an der Universität Karlsruhe und MBA in den USA, spezialisierte er sich im Rahmen seiner anschließenden, mehrjährigen Beratertätigkeit bei McKinsey unter anderem auf Unternehmen der Hightech-Branche. Währendessen promovierte Dr. Florian Holzapfel auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg. Seit 2005 beriet er als Projektleiter die Q-Cells AG in Sachen Produktion und Technologie, bevor er zu Q-Cells wechselte und als Managing Director die Verantwortung für die Technologieabteilung übernahm.

11.12.2006   Quelle: Q-Cells AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Zinsgünstige Kredite für energetische Sanierung von Schulen, Turnhallen, Kindertagesstätten und Vereinsgebäuden

Ab dem 01. Januar 2007 starten im Rahmen der Förderinitiative Wohnen, Umwelt, Wachstum zusätzliche Förderprogramme zur Energieeinsparung in Kommunen. Damit bietet die KfW in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung nun auch Kommunen und gemeinnützigen Organisationsformen besonders zinsgünstige Kredite für Energiespar-Investitionen an.   Der für bis zu 10 Jahre festgeschriebene Förderzinssatz werde für Kommunen in Abhängigkeit von der Kreditlaufzeit zum Jahresanfang 2007 nahe bei 2 % pro Jahr liegen, berichtet die KfW in einer Pressemitteilung. Neben Wohnungen haben auch gemeinnützig und kommunal genutzte Gebäude ein erhebliches Potenzial zur CO2-Minderung. "Die Erfahrungen haben gezeigt, dass Investitionen in die energetische Gebäudesanierung gleich drei Ziele erreichen: Sie verbessern die Lebensqualität, sie tragen zur CO2-Minderung bei und sie sind ein Konjunkturprogramm für das mittelständische Baugewerbe in Deutschland", so Ingrid Matthäus-Maier, Sprecherin des Vorstands der KfW Bankengruppe.


Bis zu 100%ige Finanzierung von Energiesparmaßnahmen für vor 1990 gebaute und fertig gestellte Gebäuden

Kommunen, kommunale Zweckverbände und gemeinnützige Organisationen erhalten die neuen Förderkredite ab 01.01.2007 im Programm "Sozial Investieren" sowie im KfW-Kommunalkredit für die energetische Sanierung von Schulen, Turnhallen und Kindertagesstätten. Auch Gebäude im Eigentum gemeinnütziger Vereine, die ganzjährig genutzt werden, können mit dem Förderangebot energetisch saniert werden. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Gebäude vor 1990 gebaut und fertig gestellt wurden. Im KfW-Programm "Sozial Investieren" werden 100 % der förderfähigen Investitionen finanziert. Als KfW-Kommunalkredit (Direktkredit) werden die förderfähigen Energiespar-Investitionen in den Gebieten der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur (GA-Gebiete) zu 100 % bzw. in den sonstigen Gebieten zu 70 % mitfinanziert.

Die energetische Gebäudesanierung ist eines der zentralen Ziele der im Februar 2006 gestarteten Förderinitiative Wohnen, Umwelt, Wachstum. Die KfW Förderbank hat in ihren wohnwirtschaftlichen und kommunalen Förderprogrammen im Jahr 2006 bisher rund 250.000 Kredite mit einem Volumen von etwa 16,1 Milliarden Euro zugesagt.


Weitere Informationen unter 01801 / 33 55 77 oder im Internet unter www.kfw-foerderbank.de.

11.12.2006   Quelle: KfW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH

 

Heizen mit Holzpellets: Komplette Wohnanlage in Karlsruhe unabhängig von Öl und Gas

Rheinstrandsiedlung in Karlsruhe.
Rheinstrandsiedlung in Karlsruhe.

Vollständig von Erdgas auf Holzpellets wird die Heizung und Warmwasserversorgung einer Wohnanlage mit vier Hochhäusern in Karlsruhe umgestellt. Anfang Dezember 2006 wurde eine der größten Holpellets-Heizungen Deutschlands im Karlsruher Stadtteil Daxlanden für insgesamt 136 Wohnungen installiert. Die beiden Pellets-Kessel im Heizwerk Lindenallee 31, aus dem die vier Wohnblöcke über ein kleines Nahwärme-Netz versorgt werden, haben eine Heizleistung von je 300 kWth. Zusätzlich wird in der Rheinstrandsiedlung derzeit ein Rapsöl-Blockheizkraftwerk (BHKW) eingebaut.  Das Pflanzenöl-BHKW hat eine elektrische Leistung von 25 kW und erzeugt mit einem Energie sparenden Biodieselmotor sowohl Wärme für Heizung und Brauchwarmwasser (Leistung 44 kWth) als auch Strom, der in das Netz eingespeist und nach EEG vergütet (elektrische Leistung: 25 kW). Das berichtet die städtische Karlsruher Immobiliengesellschaft VOLKSWOHNUNG GmbH in einer Pressemitteilung

Die vier weitgehend baugleichen Hochhäuser mit je neun Geschossen wurden zwischen 1967 und 1968 erbaut. Zwei der Gebäude wurden bereits 2002 saniert, an den beiden verbliebenen Gebäuden haben die Arbeiten im Juni 2006 begonnen. Neben der energetischen Sanierung werden die nahezu 40 Jahre alten Häuser in ihrer Wohnqualität umfassend modernisiert. Unter anderem werden Fassaden, Dächer und Keller wärmegedämmt, Fenster und Türen ausgetauscht sowie die Haustechnik von Grund auf erneuert (Sanitär, Elektro, Lüftung, Heizung). Die Großsanierung im Bestand geht erheblich weiter als übliche Instandhaltungsmaßnahmen. So unterschreiten die sanierten Häuser die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) deutlich und bewegen sich auf dem Niveau von Neubauten.

Die gesamte Modernisierung kostet ohne die Umrüstung der Heizzentrale rund 4,15 Millionen Euro. Nach Angaben der VOLKSWOHNUNG GmbH können die Modernisierung und die Umstellung der Heizzentrale auf einen regenerativen Energieträger für die Mieter kostenneutral erfolgen. Das Projekt wird durch die Fachhochschule Karlsruhe wissenschaftlich begleitet, um die Energiebilanz, die Wirtschaftlichkeit und die Auswirkungen des Mieterverhaltens bewerten zu können. Die Wissenschaftsredaktion des SWR-Fernsehens verfolgt die Arbeiten mit einer Langzeitdokumentation.


Holzpellets ersetzen Erdgas und senken CO2-Emissionen - Rapsöl-Blockheizkaftwerk liefert gleichzeitig Strom und Wärme

Bislang wurde die Wohnanlage über eine Gasheizungszentrale mit Wärme versorgt. Um die Häuser von fossilen Energieträgern unabhängig zu machen, prüfte die VOLKSWOHNUNG verschiedene Möglichkeiten, regenerative Energien zu nutzen. Zum Beispiel die thermische Solarenergienutzung (Warmwasser), Photovoltaik (Solarstrom), Wärmepumpen, Erdwärme-Systeme und Pflanzenöl-Kleinkraftwerke. Unter Berücksichtigung aller Anforderungen an die Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit habe sich der Einsatz von Holz und Rapsöl für das Projekt als sinnvollste Lösung erwiesen. Die Entscheidung sei auf Holzpellets gefallen, weil sie die modernste und umweltschonendste Form der Holzheizung ermöglichen. Die kleinen Presslinge werden industriell gefertigt und über den Brennstoffhandel vertrieben. Sie geben beim Verbrennen nur so viel Kohlendioxid ab, wie die Bäume zuvor beim Wachsen aufgenommen hatten, das heißt, sie sind "klimaneutral", was auch für das Rapsöl gilt. Somit ist die Pelletsheizung auch ein wichtiger Beitrag zur Agenda 21 in Karlsruhe, in welcher der kommunale Klimaschutz ein Hauptziel ist. Allein die Modernisierung der Hochhäuser würde im Vergleich zum Ausgangszustand zu einer Reduzierung der CO2-Bilanz um 69 Prozent führen. Die Umstellung der Heizzentrale auf Holzpellets statt Erdgas führt laut VOLKSWOHNUNG zu einer CO2-Einsparung von 94 Prozent. Durch den zusätzlichen Einsatz des Rapsöl-Blockheizkaftwerks werde sogar mehr CO2 eingespart (102 Prozent), als zuvor emittiert wurde. Pro Kilowattstunde Strom erzeugt das BHKW gleichzeitig 1,47 Kilowattstunden Wärme. Berücksichtigt man dies bei der Stromerzeugung ("Wärmegutschrift"), so ergibt sich laut VOLKSWOHNUNG ein Wirkungsgrad des Pflanzenöl-BHKW zur Stromerzeugung von 67 %. Das ist viel besser als der deutsche Kraftwerkspark - und wird außerdem aus einer erneuerbaren Energiequelle erzeugt.


Modernisierung lohnt sich für die Mieter

Unter Kostengesichtspunkten zeichne sich die regenerative Energieversorgung unter anderem deshalb aus, weil die Preise für Holzpellets durch langfristige Lieferverträge in den kommenden Jahren weitestgehend stabil gehalten werden könnten. Beim Erdgas sei hingegen von weiteren kontinuierlichen Preissteigerungen auszugehen, so der Bauträger. Aufgrund der Kosten der Modernisierung müsse zwar die Kaltmiete erhöht werden. Dafür sänken aber durch die Energieeinsparung die Kosten für Heizung und Warmwasser, sodass die Warmmiete künftig sogar etwas geringer sei, als sie für den Mieter ohne Modernisierung wäre, betont die VOLKSWOHNUNG. Und das bei wesentlich attraktiveren und komfortableren Wohnungen als vor der Sanierung.

Sogar ohne Veränderung des Heizverhaltens der Mieter können laut VOLKSWOHNUNG nach der Modernisierung rund zwei Drittel der Heizenergie eingespart werden - ausschließlich dank der baulichen Sanierungsmaßnahmen. Beherzigten die Mieter zusätzlich die Empfehlungen aus der im Rahmen des Projektes geplanten, kontinuierlichen und kostenlosen Energieberatung, seien mehr als 70 Prozent Energieeinsparung möglich. Der verbleibende Restenergiebedarf wird vollständig mit erneuerbaren Energien gedeckt. Nur der individuelle Stromverbrauch der Haushalte könne von der VOLKSWOHNUNG nicht direkt beeinflusst werden, werde jedoch in die Energieberatung der Mieter mit einbezogen, um auch hier Einsparungen zu erreichen.

11.12.2006   Quelle: VOLKSWOHNUNG GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: VOLKSWOHNUNG GmbH

 

E.ON plant größten Offshore-Windpark Großbritanniens

E.ON-Offshorewindpark Scroby Sands.
E.ON-Offshorewindpark Scroby Sands.

Anfang nächsten Jahres soll "Robin Rigg" entstehen, der größte Offshore-Windpark Großbritanniens, mit einer Gesamtleistung von 180 Megawatt MW. E.ON UK plant den Bau von 60 Windkraftanlagen mit je drei Megawatt Leistung vor der schottischen Küste. Nach der für Frühjahr 2009 vorgesehenen Inbetriebnahme soll Robin Rigg jährlich rund 550 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Diese Menge decke den durchschnittlichen Jahresbedarf von rund 150.000 Haushalten, so E.ON.   Im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung würden mit Robin Rigg jährlich rund 230.000 Tonnen CO2 eingespart, heißt es in der E.ON-Pressemitteilung. Die Gesamtinvestitionen für den Windpark liegen nach Angaben des Unternehmens bei rund 500 Milllionen Euro. Bereits seit 2004 betreibt E.ON in Großbritannien den Offshore-Windpark "Scroby Sands" mit einer Gesamtleistung von 60 MW. In Deutschland und Dänemark ist das Unternehmen an mehreren Pilotprojekten für Offshore-Windparks beteiligt. Hier seien jedoch noch umfangreichere Entwicklungsarbeiten erforderlich, da die Anlagen in tieferem Wasser und in größerer Entfernung zum Festland errichtet werden müssen.

"Eine sichere, wirtschaftliche und zugleich umweltfreundliche Energieversorgung ist für uns von entscheidender Bedeutung. Mit 'Robin Rigg' leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen, sagte der E.ON-Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat. "Wir folgen damit zugleich unserer Strategie, den Anteil an erneuerbaren Energien, der konzernweit bei rund 11 Prozent liegt, weiter auszubauen", so der E.ON-Chef.

11.12.2006   Quelle: E.ON AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: E.ON AG

 

Weihnachtsaktion: Stiftung Solarenergie sammelt für Äthiopien

Solarstrom-Projekt der Stiftung in Äthiopien.
Solarstrom-Projekt der Stiftung in Äthiopien.

Die Weihnachtsaktion "Sonne schenken" richtet sich an alle, die dieses Jahr auf das Päckchenpacken verzichten möchten. Die Stiftung Solarenergie bietet die Möglichkeit, einen Sonnenstifteranteil von mindestens 50 Euro zu verschenken. Der Beschenkte wird so automatisch zum Sonnenstifter und erhält rechtzeitig zum Weihnachtsfest eine Urkunde von der Stiftung Solarenergie. Ziel der Stiftung Solarenergie ist, durch die Nutzung erneuerbarer Energien, besonders der Solarenergie, die Armut in Äthiopien zu lindern.   Alle Sonnenstifter werden in einer ständig wachsenden Stifterrolle dokumentiert, die im Internet veröffentlicht wird. "Sonnenstifter tragen dazu bei, den Ausbau der Solarenergie voranzutreiben und die Lebenssituation der Menschen in Äthiopien zu verbessern", erklärt Harald Schützeichel, Vorstand der Stiftung Solarenergie. Mit den Erträgen aus dem Stiftungskapital und Spenden unterstützt die Stiftung Solarenergie Solarprojekte in Äthiopien, einem der ärmsten Länder der Erde. Unter schwersten Bedingungen und auf kargen Böden leben die Menschen dort auf den Hochebenen, um sich vor der Malaria zu schützen. In den ländlichen Regionen haben viele Dörfer keinen Strom. Wenn es abends um 18 Uhr dunkel wird, sind oft nur sehr schwache und gesundheitsschädliche Kerosinlampen die einzige Lichtquelle. Die Solarenergie ist hier eine sinnvolle Alternative und bietet die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklungshilfe. Denn Energie ist ein Schlüssel zu Bildung, Gesundheit und Entwicklung.

Derzeit entsteht in der Projektregion Mida das größte Solardorf Äthiopiens. Mehr als 1.000 Hütten, die Schule, die kirchlichen Gebäude und die Gesundheitsstation des Dorfes Remas werden mit Solarstromanlagen ausgestattet. Das Solarlicht bedeutet für die Menschen vor Ort eine Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitssituation. Mit dem Solarlicht ist auch ab 18 Uhr Arbeiten und Lernen in einem ausreichenden und sauberen Licht möglich. In der Schule können künftig Abendunterricht und Weiterbildungskurse stattfinden. "Je schneller das Stiftungskapital wächst, desto früher können wir weitere Solarprojekte realisieren", resümiert Harald Schützeichel.

Die Weihnachtsaktion "Sonne schenken" im Internet unter www.sonne-schenken.de

10.12.2006   Quelle: Förderverein Stiftung Solarenergie e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Stiftung Solarenergie.
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Forscher entwickeln Simulationssoftware zur Montage von Offshore-Windanlagen

Sperrige Bauteile einer Windkraftanlage müssen präzise zusammengefügt werden.
Sperrige Bauteile einer Windkraftanlage müssen präzise zusammengefügt werden.

Steigende Energiepreise sorgen weltweit für einen Aufschwung der Windenergiebranche: Weil der Wind auf hoher See stetiger und deutlich kräftiger weht als an Land, planen und bauen weltweit immer mehr Länder Windenergieanlagen auf dem Meer. Vor der Nordseeküste wird nun das erste deutsche Offshore-Testfeld mit 12 Windenergieanlagen der 5-Megawattklasse gebaut. Doch der Bau von Windenergieanlagen auf hoher See ist schwierig, denn die Verankerung der stählernen Riesen muss allen Stürmen trotzen. Für die Fertigungsplanung dreibeiniger Stahlfundamente entwickelten Forscher nun eine neue Simulationssoftware.  In einem Projekt mit der WeserWind GmbH Offshore Construction Georgsmarienhütte und der Technologiekontor Bremerhaven GmbH begleiteten Fraunhofer-Forscher des Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM und des Centers für Windenergie und Meerestechnik CWMT die Montageplanung eines dreibeinigen Fundaments, auch Tripod genannt.


Bauteile mit einem Gesamtgewicht von mehr als 600 Tonnen schnell und präzise zusammenfügen

Eine schwergewichtige Aufgabe: Die sperrigen Bauteile für den 30 Meter hohen Tripod mit einem Gesamtgewicht von mehr als 600 Tonnen gilt es in optimaler Reihenfolge, schnell und präzise zusammenzufügen. Fehler sind teuer: "Mit der Umpositionierung einer großen Strebe wären zwei Kräne einen ganzen Arbeitstag beschäftigt", erklärt Holger Fricke vom IFAM. "Ein wesentlicher Kosten- und Qualitätsfaktor bei der Fertigung eines Tripods ist deshalb die bestmögliche Passung der Komponenten zueinander. Die Schweißarbeiten sind so gering wie möglich zu halten und die effizienteste Position für jedes Bauteil ist zu finden". so der IFAM-Forscher.


Simulation nach der "Best-Fit-Methode" – Tests an Land

Die "Best-Fit-Methode" ermittelt aus dem Bestand die jeweils besten Fügepartner für die vorgesehenen Montagepositionen. Hierzu entwickelten die Forscher am IFAM einen Algorithmus, mit dem sich das Arbeitsaufkommen vorhersagen lässt. Die Bauteile werden beim Hersteller vermessen, die Daten in das Best-Fit System importiert und mit den bereits montierten Tripodkomponenten abgeglichen. Auf Basis dieser Messdaten berechnet die Best-Fit Analyse die optimale Zuordnung der Streben zu den Fügepartnern und deren exakte Positionierung. Im Unterschied zur herkömmlichen Vermessung wird nicht nur die Passung einer Strebe überprüft, sondern durch Kombinatorik die Schweißarbeiten umfassend rationalisiert. So ist schon bei Anlieferung eines Bauteils bekannt, wo dieses Bauteil abgelegt und eingepasst werden kann. Dank der übersichtlichen graphischen Darstellung des Best-Fit Systems können mögliche Probleme bei der Fertigung frühzeitig aufgezeigt und Lösungen erarbeitet werden. Damit auf hoher See alles nach Plan abläuft, überprüfen die Forscher das System zunächst an Land - bei der Produktion des Tripod-Prototypen. Dies soll den Forschern wertvolle Erfahrungen für die spätere Serienfertigung liefern.

10.12.2006   Quelle: Fraunhofer IFAM   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Fraunhofer IFAM/WeserWind GmbH Offshore Construction

 

Kälte-Wärme-Verbund mit dem Energy Globe Austria ausgezeichnet

Glückliche Energy Globe Gewinner.
Glückliche Energy Globe Gewinner.

Über 1.400 Teilnehmer nahmen am 24. November 2006 an der Verleihung des Energy Globe Austra teil. Mit diesem Energie- und Umweltpreis werden Projekte ausgezeichnet, die sich für einen sparsamen und schonenden Ressourceneinsatz, sowie für die Nutzung erneuerbarer Energien einsetzen. In der Kategorie Feuer überzeugten die M-Tec Mittermayr GmbH und Hauser GmbH mit ihrem patentierten Energy-Saving-System (ES). Beim ES System wird einerseits die Abwärme der Kühlanlagen zum Heizen genutzt, die sonst ungenutzt ins Freie geblasen wird. Zusätzlich liefert das System in Spitzenzeiten im Wärmepumpenbetrieb indirekt Sonnen- und geothermische Energie aus der Erde.   Im Sommer eigne sich das System optimal für eine effiziente Gebäudekühlung, so die Leistungsgemeinschaft Wärmepumpe Austria (LGWA) in einer Pressemitteilung.


Die Wärme wird über eine Fußbodenheizung verteilt, wodurch mit Strahlungswärme ein konstantes und angenehmes Raumklima geschaffen wird. Der Heizkessel habe damit ausgedient, laut LGWA können bis zu 100 % Heizkosten gespart werden. die Kälteanlagen arbeiteten 20 % wirtschaftlicher, und das bedeute insgesamt 30-35 % weniger Betriebskosten. Aber auch der Umwelt werde geholfen: da 30 % weniger Kältemittel anfallen, gebe es massive CO2 Einsparungen und keine Rückstände oder Abgase aus der Heizung. 30 Supermärkte von Hofer, Sutterlüty und Penny bis hin zu Spar profitierten bereits von dieser Innovation und seien höchst zufrieden.

10.12.2006   Quelle: Leistungsgemeinschaft Wärmepumpe Austria (LGWA); (openPR)   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: LGWA
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WWF und Ökostromanbieter LichtBlick errichten den ökologischsten Weihnachtsbaum Deutschlands

Öko- Weihnachtsbaum von WWF und LichtBlick.
Öko- Weihnachtsbaum von WWF und LichtBlick.

Der Weihnachtsbaum vor dem Roten Rathaus in Berlin mit 24.000 Lichtpunkten ist ein weihnachtlicher und ökologischer Lichtblick in jeder Beziehung: die 18 Meter hohe Tanne stammt von der Umweltschutzorganisation WWF aus ökologischem Waldanbau aus einem Berliner Forst nordöstlich von Spandau. Sie trägt das Ökowaldlabel FSC (Forest Stewardship Council). Die 24.000 LED-Lichter verbrauchen über 80 Prozent weniger Strom als eine herkömmliche Beleuchtung und setzen damit Maßstäbe bei der Energieeinsparung. Der größte unabhängige Ökostromanbieter in Deutschland, der den zu Hundert Prozent regenerativ erzeugten und vom TÜV zertifizierten Strom liefert, hat den Baum zudem mit über 1.000 Kugeln festlich geschmückt.   Jede einzelne Kugel trägt die Symbole der Stromerzeugung der Zukunft: Sonne, Wind, Wasser und Biomasse. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, stellte den Baum am 4.12.2006 in einer feierlichen Zeremonie der Öffentlichkeit vor.

LichtBlick ist mit 220.000 Haushaltskunden der größte unabhängige Stromanbieter in Deutschland und versorgt auch 10.000 Abnahmestellen des Landes Berlin: das Rote Rathaus genauso wie Kindergärten, Schulen, Verwaltungsgebäude und alle Ampelanlagen der deutschen Hauptstadt. LichtBlick-Strom wird ausschließlich umweltfreundlich erzeugt. Öko-Institut, WWF, die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und der TÜV kontrollieren regelmäßig die zugesagte Erzeugungsqualität.

09.12.2006   Quelle: LichtBlick - die Zukunft d. Energie GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: obs/LichtBlick

 

Portable Brennstoffzellen von SFC erreichen wichtigen Meilenstein

Portable Brennstoffzelle für das Militär.
Portable Brennstoffzelle für das Militär.

Die SFC Smart Fuel Cell AG und DuPont Fuel Cells melden den erfolgreichen Abschluss einer Bewertung des U.S.-Verteidigungsministeriums im Rahmen seines Programms zur Einführung einer leichten, tragbaren Stromversorgung für Soldaten im Feld. Die Programmbeurteilung, die das Regierungsteam des Defense Acquisition Challenge Program (DACP) der U.S. Army vor kurzem bei SFC Smart Fuel Cell AG durchgeführt hatte, war die erste einer Serie von insgesamt drei Reviews, deren erfolgreicher Abschluss voraussichtlich 2008 zur Erteilung eines Erstserienauftrags (Low Rate Initial Production) durch die U.S. Army 2008 führen könne, heißt es in der Pressemitteilung. Das tragbare Brennstoffzellensystem M-25 LW SPGS (Land Warrior Soldier Power Generator System) kombiniere DuPont Komponenten mit der langjährigen Expertise von SFC in der Systemintegration und Kommerzialisierung.   Es besteht aus einem SFC Brennstoffzellensystem (0,7 kg), einer Ultralife Hybridbatterie LI-145 (1 kg), DuPont Membranelektrodeneinheiten (MEAs), und Militärtankpatronen. Das System ist Teil einer integrierten Energieversorgungslösung, die der Soldat in einer Weste am Körper mit sich führen kann. Durch den Einsatz des M-25 LW SPGS ergeben sich Gewichtseinsparungen von bis zu 80 Prozent gegenüber herkömmlichen Stromversorgungslösungen in längeren Missionseinsätzen.

Dadurch werden Einsatzzeiten von 72 Stunden und mehr erstmalig ohne Energieversorgungsprobleme möglich, woraus sich völlig neue Einsatzszenarien für Soldaten eröffnen. Das M-25 LW SPGS wird eine große Bandbreite portabler militärischer Geräte mit Strom versorgen, zum Beispiel GPS-Navigation, Kommunikationsgeräte, Computer, mitgeführte oder unbemannt im Feld positionierte Sensoren, Roboter, unbemannte Fahrzeuge etc. Darüber hinaus biete das System zahlreiche weitere Vorteile wie eine unerreicht hohe Energiedichte, sichere und leichte Bedienung, niedriges Gewicht und beträchtliche Logistikkosteneinsparungen.

"Das DuPont/SFC Team hat außerordentliches Engagement bei der Umsetzung der technischen und programmbedingten Anforderungen der U.S. Army in eine außerordentlich viel versprechende, revolutionäre neue Stromversorgung für Soldaten gezeigt. Wir freuen uns auf den Zeitpunkt, wenn die Soldaten dieses Produkt im Feld nutzen können. Es hat das Potenzial, die portable Stromversorgung für Soldaten im Feld entscheidend voranzubringen", sagt David Troxel, Technischer Direktor, PM Soldier Warrior der U.S. Army. "Der erfolgreiche Review-Abschluss ist Beleg unseres Verständnisses der militärischen Anforderungen an portable Stromversorgungen für den Einsatz am Soldaten. Und er ist ebenso Beleg unserer Fähigkeit, diese Anforderungen auch in kundenspezifische Produkte umsetzen zu können", sagt Christian Böhm, Leiter Defense Business Development bei SFC. SFC verfüge über eine Tradition erfolgreicher Systemintegration, basierend auf der langjährigen Erfahrung mit Brennstoffzellen in kommerziellen Freizeit- und Industrieanwendungen. Dieser Wettbewerbs- und Wissensvorsprung sei ein klarer Vorteil für die U.S. Army. "Wir bei DuPont Fuel Cells sind stolz, mit unseren innovativen Materialien einen Beitrag zur Verbesserung der Möglichkeiten von Soldaten im Feld leisten zu können", sagt Richard Okine, Direktor von DuPont Fuel Cells. "Die Zusammenarbeit mit SFC, einem Marktführer im Bereich mobiler und portabler Brennstoffzellen, ist ein echter Gewinn für alle Beteiligten."

09.12.2006   Quelle: SFC Smart Fuel Cell AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Smart Fuel Cell AG

 

Laptopseite investiert pro verkauftem Rechner zehn Euro in Solarparks

Laptop-Verkäufer engagiert sich für Solarstrom.
Laptop-Verkäufer engagiert sich für Solarstrom.

Das Internetportal Laptopseite.de investiert im Dezember 2006 für jeden verkauften Laptop 10 Euro in Solarparks. Zum Nikolaustag startete der Onlineshop eine Weihnachtsaktion für den Klimaschutz: Für jeden im Dezember verkauften Rechner verdoppelt Betreiber Wilhelm Meinhold seine Solar-Investition von fünf auf zehn Euro. Rechnerisch kämen auf diese Weise auf einen Weihnachtsaktions-Laptop gut 2 Watt neu installierter Photovoltaik-Leistung, die im Jahr rund 2.200 Wattstunden (Wh) erzeugt.  Das reiche beispielsweise aus, um täglich mit seinem Laptop E-Mails abzurufen und zu verfassen - und das mindestens 20 Jahre lang, so die Laptopseite in einer Pressemitteilung. Bezahlt werde der "Solarinvest" zu 100 % aus der Provision der Laptopseite. Der Preis für die Käufer bleibe daher genau der gleiche wie beim Direktkauf bei einem Partner der Laptopseite. Für jeden Laptop, der über die Laptopseite gekauft wird, investiert der Betreiber normalerweise fünf Euro in die Nutzung erneuerbarer Energien - beispielsweise über die Beteiligung an einem Solarpark.


09.12.2006   Quelle: Laptopseite.de; open pr   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Laptopseite.de

 

Aktienindex RENIXX legt im November um 13,9 Prozent zu

Der internationale Markt für Aktien von Unternehmen aus dem Arbeitsfeld erneuerbare Energien hat sich im November 2006 sehr fest gezeigt. Das Börsenbarometer RENIXX (Renewable Energy Industrial Index), in dem die 15 größten internationalen Aktien aus der Regenerative-Energien-Wirtschaft gelistet sind, legte im abgelaufenen Monat um 110,9 Indexpunkte auf 908,3 Punkte zu (+13,9 Prozent), teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit. Seit Jahresbeginn kann der RENIXX bisher einen Anstieg von 39,5 Prozent verzeichnen.   Internationale Windenergie-Aktien konnten im letzten Monat nach der Vorlage von Unternehmenszahlen überdurchschnittlich profitieren. Der dänische Windkraftanlagen-Hersteller und Weltmarktführer Vestas erzielte im November den höchsten Monatsgewinn mit einem Kursplus von 34,3 Prozent. Die Aktien des zweitgrößten amerikanischen Bioethanol-Herstellers VeraSun Energy (+ 33,9 Prozent) und des deutschen Solarkonzerns Conergy (+ 24,0 Prozent) glänzten ebenfalls mit hohen zweistelligen Zuwächsen.


Geschäftsklima-Index für Deutschland gibt leicht nach -

In Deutschland hat sich die Stimmung in der Branche erneut leicht verschlechtert. Der vom IWR seit 2004 veröffentlichte Geschäftsklima-Index gab im November 2006 um 1,4 Punkte auf 108,3 Punkte nach (Oktober: 109,7). Während die aktuelle Lageeinschätzung erneut besser als im Vormonat ausfiel, trübten sich besonders die Geschäftsaussichten für die nächsten sechs Monate weiter ein. "Die neuen Zahlen sprechen für eine leicht gebremste Fortsetzung der Konjunktur im nächsten Jahr", sagte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch. Deutlich rückläufig seien speziell die Erwartungen an das Exportgeschäft, erläuterte Allnoch.


Verlauf des Aktienindizes RENIXX unter http://www.iwr.de/erneuerbare-energien/aktien.html

Verlauf des Geschäftsklima-Inddizes unter
http://www.iwr.de/geschaeftsklima

08.12.2006   Quelle: IWR   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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Im Osten geht die Sonne auf: Solarwirtschaft schafft Arbeitsplätze in den neuen Bundesländern

Das Land Brandenburg entwickelt sich immer mehr zu einer Hochburg für Solartechnik: Etwa 1.500 neue Arbeitsplätze schaffen Investoren aus der Solarbranche mittelfristig allein in der Region Frankfurt/Oder. So errichten die Conergy AG, die First Solar GmbH und die Odersun AG gegenwärtig neue Fabriken in der Grenzstadt und bieten Arbeitnehmern damit langfristige Berufsperspektiven. Am 09.12.2006 präsentieren sich diese Unternehmen auf dem Jobforum "Arbeiten & Leben" in Frankfurt/Oder und stellen unter Anwesenheit von Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghans ihren Personalbedarf vor.  Doch nicht nur im solaren Ballungszentrum Frankfurt/Oder steht die Brandenburger Solarbranche vor einem Boom. Auch in Brandenburg an der Havel wird gerade eine neue Solarfabrik errichtet. Die Johanna Solar Technology will dort ab Mitte 2007 Dünnschicht-Solarmodule produzieren und in der ersten Ausbaustufe 180 neue Arbeitsplätze schaffen. Bereits seit längerem produzieren rund 250 Beschäftigte in Prenzlau Solarmodule in den Fabrikanlagen der aleo solar AG.


Solarwirtschaft macht den Osten attraktiv für Ingenieure, Manager, Facharbeiter und Kommunikationsprofis

Brandenburg hat damit als Solarstandort zu den Ländern Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Berlin aufgeschlossen und bildet mit diesen ein "Solar-Valley" mit einer weltweit einzigartigen Dichte von solaren Produktionsstätten. Nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft e. V. (BSW) wird hier ein Großteil der laufenden Investitionen von rund einer Milliarde Euro getätigt. Carsten Körnig, Geschäftsführer des BSW, führt den Erfolg der Neuen Bundesländer bei den Firmenansiedlungen neben Standortvorteilen auf die Erfolge bei der Personalgewinnung zurück: "Die Solarwirtschaft macht den Osten anziehend für Ingenieure, Manager, Facharbeiter und Kommunikationsprofis." Fachkräfte aus allen Teilen der Republik und selbst aus dem Ausland würden von der Aufbruchstimmung im Osten angezogen und bildeten Teams mit einheimischen Solar-Profis. Neben der Film- und Chemieindustrie hätten die DDR-Halbleitertechnik sowie die Universitäten und Forschungszentren viele gute Leute ausgebildet, so Körnig weiter.


BSW rechnet 2007 mit insgesamt über 50.000 Solar-Arbeitsplätzen in Deutschland

Im Jahr 2007 rechnet der BSW mit insgesamt über 50.000 Arbeitsplätzen in der deutschen Solarbranche. Um die ehrgeizigen Ausbaupläne zu realisieren, unterstützt der Verband die kürzlich gestartete Ausbildungsoffensive des Bundesumweltministeriums, an der sich auch Brandenburgische Unternehmen beteiligen. Experten sagen der Solarenergienutzung weltweit jährlich zweistellige Wachstumsraten und damit eine sonnige Zukunft voraus. Gemeinsames Ziel der Bundesregierung und der deutschen Solarbranche ist, die Technologieführerschaft Deutschlands in den kommenden Jahren in weltweite Markt- und Exporterfolge umzusetzen.

Infos zur Jobmesse in Frankfurt/O.: www.jobforum-ffo.de

08.12.2006   Quelle: BSW   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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S.A.G. Solarstrom AG erhält 2,7 Millionen Euro Schadensersatz für gescheiterte Kapitalerhöhung

Der jahrelange Rechtsstreit um die misslungene Kapitalerhöhung der S.A.G. Solarstrom AG (Freiburg) im Jahr 2001 ist beigelegt: Der Aufsichtsrat der S.A.G. Solarstrom AG habe am 06.12.2006 beschlossen, einen außergerichtlichen Vergleichsvorschlag anzunehmen, berichtet das Unternehmen. Demnach erhalte die S.A.G. Solarstrom noch in diesem Jahr 2,7 Millionen Euro Schadensersatz sowie die bislang angefallenen Gerichtskosten. Hintergrund dieser Vergleichsvereinbarung ist eine Kapitalerhöhung aus dem Jahr 2001.   Bei der bisher größten Kapitalerhöhung in der Unternehmensgeschichte der S.A.G. Solarstrom AG hätten Interessenten Aktien im Wert von 20 Millionen Euro gezeichnet. Diese Kapitalerhöhung habe im gleichen Jahr storniert werden müssen und mehrere tausend Zeichner erhielten ihr Geld zurück. Gründe für das Scheitern der Kapitalerhöhung seien ein Beratungsfehler der damals tätigen Anwaltskanzlei sowie ein daraus resultierender Formfehler gewesen, so die S.A.G. Solarstrom AG.

Gegen das erste Urteil des Landgerichts Freiburg aus dem Jahr 2004 legten beide Parteien Berufung ein. Das Berufungsverfahren wurde vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe geführt. Die Klage wird mit dem nun getroffenen Vergleich in gegenseitigem Einvernehmen zurückgenommen. Die S.A.G. Solarstrom AG (WKN 702100) zählt zu den größten börsennotierten Photovoltaik-Systemintegratoren in Deutschland. Der Konzern ist international ausgerichtet und mit eigenen Tochtergesellschaften in der Schweiz, in Österreich und in Spanien vertreten.

08.12.2006   Quelle: S.A.G. Solarstrom AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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REpower: Serienproduktion der Offshore-Anlage 5M soll 2007 anlaufen

5M-Maschinenhaus: 290 Tonnen am Kran.
5M-Maschinenhaus: 290 Tonnen am Kran.

Der Aufsichtsrat des Windenergieanlagen-Herstellers REpower Systems AG (WKN 617703) hat in seiner Sitzung am 05.12.2006 über die künftigen Standorte zur Produktion der REpower 5M entschieden. Um der großen Nachfrage nach dieser speziell für den Offshore-Einsatz entwickelten 5-Megawatt-Anlage nachkommen zu können, soll die Produktion bereits ab 2007 in Bremerhaven starten. Langfristig sollen die Maschinenhäuser im schleswig-holsteinischen Rendsburg-Osterrönfeld gefertigt werden.   Die planerischen Voraussetzungen hierzu müssen noch geschaffen werden, zum Beispiel die für den Transport wichtige Kaianbindung. Die Dimensionen der 5M, deren Maschinenhaus die Abmessung eines Einfamilienhauses hat und rund 290 Tonnen wiegt, stellen besondere Anforderungen an die Größe und Infrastruktur des Produktionsstandorts. Die erste 5M hat REpower daher bei der HDW-Werft in Kiel gefertigt, die vier nachfolgenden bei der J. Kramer Werft in Bremerhaven und anschließend verschifft. Alle übrigen Windkraftanlagen der REpower Systems AG werden in Husum (Kreis Nordfriesland) sowie in Trampe/Brandenburg produziert.


Neues Infrastrukturgesetz bringt Entwicklung der Offshore-Windenergie in Deutschland voran

Der REpower-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Fritz Vahrenholt begrüßte die Entscheidung für die zweistufige Lösung: "Nicht zuletzt durch das jüngst beschlossene Infrastrukturgesetz, das die Entwicklung der Offshore-Windenergie in Deutschland voranbringt, muss REpower - als einer der führenden Onshore- und Offshore-Anlagenhersteller - zügig mit der 5M-Serienproduktion beginnen können. Hierzu haben wir in Bremerhaven schnell und unkompliziert die Möglichkeit, bis die Genehmigungsverfahren für Rendsburg abgeschlossen sein werden." Abhängig von der weiteren Entwicklung des Offshore-Windenergiemarkts schließt Vahrenholt nicht aus, langfristig an beiden Standorten zu produzieren.

08.12.2006   Quelle: REpower Systems AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: REpower Systems AG
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Solar Millennium will zwei weitere solarthermische Kraftwerke in Spanien bauen

Info-Broschüre der Solar Millennium AG.
Info-Broschüre der Solar Millennium AG.

Die Solar Millennium AG (Erlangen) baut ihre Partnerschaft mit der spanischen NEO Energía mit Sitz in Oviedo weiter aus. NEO Energía ist ein Tochterunternehmen der portugiesischen EDP-Gruppe (Energias de Portugal S.A.), das sich spezialsiert hat auf die Nutzung der erneuerbaren Energien. Neben dem Kraftwerksprojekt Andasol 3 im südspanischen Andalusien umfasse die Zusammenarbeit nun auch zwei Vorhaben in den benachbarten Regionen Extremadura und Murcia, berichtet die Solar Millennium AG in einer Pressemitteilung. Nach den am 21.11.2006 erfolgten Übertragungen halte die Solar Millennium AG nun jeweils 50 Prozent der Anteile an den zugehörigen Projektgesellschaften Ibersol und Murciasol-1.  Aufgabe der Projektgesellschaften sei die weitere Projektentwicklung jeweils eines 50 MW-Solarkraftwerks unter Verwendung der Parabolrinnen-Technologie. "Mit dem Einstieg von NEO Energía in die beiden Projekte setzen wir konsequent unsere Strategie fort, solarthermische Großkraftwerke gemeinsam mit großen regionalen Kooperationspartnern zu realisieren. Damit bauen wir unsere Marktposition auf der iberischen Halbinsel weiter aus", eräutert Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium AG.


Die EDP-Gruppe ist laut Solar Millennium AG bereits in das Kraftwerksprojekt Andasol 3 im südspanischen Andalusien involviert. Dabei handelt es sich um das dritte Kraftwerk, das die Solar Millennium AG im südspanischen Andalusien entwickelt hat. Derzeit würden die Ausschreibungen des Bauauftrages und der Projektfinanzierung für dieses Kraftwerk vorbereitet. Schon im Bau befinde sich das Parabolrinnen-Kraftwerk Andasol 1, das erste Parabolrinnen-Kraftwerk Europas, das die Solar Millennium AG gemeinsam mit der spanischen ACS/Cobra-Gruppe realisiert. Der Baubeginn für das Solarkraftwerk Andasol 2 werde nach Abschluss der Finanzierungsverhandlungen erfolgen, die sich im fortgeschrittenen Stadium befänden. Jedes Kraftwerk soll rund 200.000 Menschen mit umweltfreundlichem Solarstrom versorgen. Eine Informationsbroschüre über solarthermische Kraftwerke bietet die Solar Millennium AG zum Herunterladen in Internet als PDF-Dokument an (48 S.) unter http://www.solarmillennium.de/pdf/Druckversion.pdf

08.12.2006   Quelle: Solar Millennium AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar Millennium AG
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Architekturzeitschrift SOLARES BAUEN 2006 erschienen

SOLARES BAUEN mit Schwerpunkt Photovoltaik.
SOLARES BAUEN mit Schwerpunkt Photovoltaik.

Die neueste Ausgabe des jährlich von der Solarpraxis-Verlag herausgegebenen Sonderheftes SOLARES BAUEN ist jetzt erhältlich. Die Architekturzeitschrift informiert auf über 90 Seiten über innovative Gebäude und Energiekonzepte rund um das Planen, Bauen und Sanieren. Schwerpunkte sind solare Gebäudeintegration, Solar-Architektur und energieeffizentes Bauen. In der aktuellen Ausgabe stellt die Redaktion unter anderem das Capricorn-Haus in Düsseldorf vor.   Bei diesem Bürogebäude wird der zu erwartende Gesamtenergieverbrauch etwa ein Viertel unter den gesetzlichen Mindestanforderungen liegen - durch eine beispielhafte Wärmedämmung, moderne Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sowie eine Betonkernaktivierung. Ein weiterer Themenschwerpunkt ist die gebäudeintegrierte Photovoltaik. Um entwurfsintegrierte Solarstromanlagen zu fördern, wurde 2005 erstmals der bundesweite Architektenwettbewerb "PV im Bau – Photovoltaik im Gebäudeentwurf" ausgelobt. SOLARES BAUEN zeigt die Sieger des vom Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem Bund Deutscher Architekten und der Bundesarchitektenkammer gestarteten Wettbewerbs.


SOLARES BAUEN ab 2007 halbjährlich am Kiosk

Darüber hinaus gibt das Sonderheft des Solarpraxis-Verlags anhand unterschiedlicher Anlagenbeispiele Tipps für die Planung und Realisierung von gebäudeintegrierter Photovoltaik. Wie wichtig ein integrales Gebäudekonzept für die installierten technischen Anlagen zur Heizung, Lüftung, Kühlung und Beleuchtung ist, zeigen auch interessante österreichische Projekte, die vorstellt werden. SOLARES BAUEN erscheint seit 2002 einmal jährlich im Verlag der Solarpraxis AG. Die Zeitschrift ist direkt über den Internet-Verlagsshop der Solarpraxis sowie über den Zeitschriftenhandel erhältlich. Der Einzelkaufspreis beträgt 9 Euro. Abonnenten der Fachzeitschrift SONNENENERGIE bekommen das Sonderheft entgeltfrei zugeschickt. Im kommenden Jahr soll SOLARES BAUEN halbjährlich an den Start gehen.

08.12.2006   Quelle: Solarpraxis AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solarpraxis AG.

 

SolarWorld erweitert Silizium-Versorgung: Erste Solarsilizium-Produktion Sachsens

Silizium: Rohstoff für Solarzellen
Silizium: Rohstoff für Solarzellen

Die SolarWorld AG hat mit der niederländischen Scheuten Solarholding B.V. das Gemeinschaftsunternehmen "Scheuten SolarWorld Solizium GmbH" zur zukunftsorientierten Gewinnung von solarem Silizium gegründet. Beide Unternehmen haben jeweils mit einem Anteil von 50 Prozent an dem neuen Produzenten von Solar-Silizium. Das Joint Venture betreibe die Entwicklung und den Bau einer Produktionsanlage zur Herstellung von hochreinem Solarsilizium auf Basis metallurgischen Siliziums mit einer Kapazität von vorerst 1.000 Tonnen jährlich, heißt es in der Pressemitteilung.  Damit schaffe der führende Solartechnologiekonzern in Freiberg eine weitere Quelle für die Versorgung seiner solarindustriellen Fertigung mit Rohstoffen. Deutschlandweit werde damit erstmals eine Technologie zur Gewinnung von Solarsilizium unter Verwendung von uneingeschränkt verfügbarem metallurgischem Siliziums industriell umgesetzt. Die SolarWorld AG will mit dem neuen Joint Venture ihre technologischen Optionen zur Rohstoffgewinnung ausbauen. Dabei geht es um die Veredelung von metallurgischem Silizium, das über einen Reinheitsgrad von rund 98 Prozent verfügt. Die Photovoltaikindustrie benötigt allerdings noch reineres Rohmaterial, weshalb das Rohsilizium weiter aufgewertet werden muss.


Solarsilizium aus metallurgischem Silizium, produziert in Freiberg

"Im Zuge unseres anhaltenden konzernweiten Wachstums erschließen wir uns mit dieser neuen Technologie eine zusätzliche Rohstoffquelle, sagt Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. "Mit dem Aufbau der ersten industriellen Siliziumfertigung Sachsens vertiefen wir zugleich unsere Wertschöpfung in Freiberg", so Asbeck weiter. Zur Umsetzung der neuen Rohstoffaktivitäten hat das Unternehmen am Standort Saxonia - in unmittelbarer Nachbarschaft zur bestehenden Siliziumrecycling-Fabrik und zum Logistikzentrum der SolarWorld-Gruppe - ein Grundstück mit einer Fläche von 20.000 Quadratmetern inklusive Verwaltungs- und Laborimmobilie gesichert. "Für die Realisierung einer wirtschaftlichen Technologie zur Herstellung von Solarsilizium aus metallurgischem Silizium werden wir Synergien in Freiberg nutzen können", erläutert Prof. Dr. Peter Woditsch, der für den SolarWorld-Konzern die Geschäftsführung des Joint Ventures übernimmt. "Unser Geschäftsbereich Solar Material ist seit Jahren erfolgreich in der Aufbereitung von Rohstoffen für die Waferproduktion tätig und wird das Joint Venture mit Technologie und Know-how unterstützen", ergänzt Prof. Woditsch. Er ist zugleich Vorstandsvorsitzender der SolarWorld-Tochter Deutsche Solar AG, die in Freiberg für sämtliche Rohstoffaktivitäten und die Produktion von kristallinen Wafern aus Solarsilizium verantwortlich ist.

Rohstoffgewinnung im Konzern

Gemeinsam mit dem Chemiekonzern Degussa arbeitet die SolarWorld AG mit der Joint Solar Silicon (JSS) in einem weiteren Rohstoff-Joint-Venture. JSS baut derzeit in Rheinfelden eine industrielle Produktion für die Gewinnung von Solarsilizium aus dem Ausgangsstoff Silan auf. Parallel zu den eigenen Rohstoffaktivitäten setzt der Konzern traditionell auch auf langfristige Partnerschaften mit verlässlichen externen Siliziumlieferanten.

07.12.2006   Quelle: SolarWorld AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Solar World AG
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Neue Sarasin-Solarstudie: Photovoltaik und Solarthermie setzen sich weiter durch

PV-Leistung weltweit steigt kontinuierlich.
PV-Leistung weltweit steigt kontinuierlich.

20 Photovoltaik-Unternehmen wagten 2005 den Sprung an die Börse. Solartitel profitierten von einer Wertentwicklung von teilweise 150 Prozent – bis im Mai 2006 der Einbruch folgte. Dass sich nicht alle Unternehmen von dieser Korrektur erholen konnten, zeigt neben den Wachstumschancen der Solarenergie auch deren Schattenseiten. Der Erfolg von Unternehmen, die von den erneuerbaren Energien profitieren wollen, hängt davon ab, wie sie Herausforderungen wie Rohstoffknappheit, bürokratische Hürden bei Förderprogrammen und zunehmende Konkurrenz meistern. Ingesamt geht die Bank Sarasin in ihrer neuen Solarstudie jedoch von einem weiteren Wachstum der Photovoltaik aus. Die hohen Öl- und Gaspreise rücken darüber hinaus die Solarwärme als Alternative immer stärker in den Mittelpunkt. Deutschland spiele in beiden Bereichen noch eine führende Rolle, so die Bank in einer Pressemitteilung.   Bereits zum vierten Mal in Folge stellt die Bank Sarasin ihre jährliche Studie zum Solarenergie-Markt vor. In der Publikation "Solarenergie 2006 – Licht- und Schattenseiten einer boomenden Industrie" untersucht die Bank den gesamten Solarenergiemarkt von der Photovoltaik über die Solarthermie bis hin zu solarthermischen Großkraftwerken. Neu hinzugekommen ist die strategische Bewertung einzelner börsennotierter Photovoltaik-Unternehmen.


Photovoltaik: Enormes Wachstum trotz Rohstoffengpass

"Wir beurteilen die Entwicklung sowohl von der Photovoltaik als auch der Solarthermie positiv", fasst Dr. Matthias Fawer-Wasser die Ergebnisse zusammen. Er ist Nachhaltigkeitsanalyst bei der Bank Sarasin und Autor der Studie. "Wir rechnen damit, dass bis 2010 die neu installierte Photovoltaikleistung durchschnittlich um 26 Prozent sowie die neu installierten Solarkollektoren zwischen 25 und 30 Prozent im Jahr wachsen werden", so Fawer-Wasser. 2005 nahm die weltweit neu installierte Photovoltaik-Leistung um 55 Prozent zu. Dabei lag Deutschland mit rund 700 MWp und einer Wachstumsrate von 93 Prozent bereits zum zweiten Mal vor Japan, das insgesamt größtes Produktionsland von Solarzellen bleibt. "Deutschland hat zurzeit noch ein bemerkenswert hohes Wachstum in der Photovoltaik", so Fawer-Wasser. "Langfristig wird Deutschland aber wie auch Japan relativ an Bedeutung abnehmen. Wir gehen davon aus, dass der Anteil Deutschlands am Weltmarkt von 55 Prozent im letzten Jahr auf 22 Prozent im Jahr 2010 zurückgehen wird", so der Autor der Studie. Die Bank Sarasin erwarte für 2010 in Deutschland eine durchschnittliche jährliche Wachstumrate von 5,1 Prozent, während diese weltweit 26 Prozent betragen werde.

Der anhaltende Boom der Photovoltaik sei aufgrund der Knappheit des Rohstoffs Silizium erstaunlich, die erwartete Abschwächung des Marktwachstums blieb aus. Fawer-Wasser nennt die Gründe: Der Materialverbrauch konnte gesenkt und der Wirkungsgrad der Solarzellen gleichzeitig gesteigert werden. Auch bewirkten die hohen Silizium-Preise, dass Material aus der Chipindustrie abgezogen werden konnte. Die Siliziumversorgung bleibt aber weiterhin ein Schlüsselthema der Solarbranche. So wird die Nachfrage in den nächsten zwei Jahren das Angebot an solarem Silizium bei weitem übersteigen. Erst 2008 ist mit einer gewissen Entspannung zu rechnen, da dann zusätzliche Siliziummengen auf den Markt kommen werden.


Solarstrom in Deutschland ab 2020 wettbewerbsfähig

Eine weitere Herausforderung in der Photovoltaik sind die hohen Modul- und Systempreise. So sind in den letzten Jahren die Endpreise für eine gesamte Photovoltaik-Anlage deutlich gestiegen. In Deutschland gibt es bereits erste Signale für einen Nachfragerückgang, besonders bei Landwirten und Betreibern von Großanlagen. Die Photovoltaik kann sich noch nicht mit konventionellen Spitzenlastkraftwerken sowie dem Strompreis von Privathaushalten messen, sie darf das Ziel der Wettbewerbsfähigkeit daher nicht aus den Augen verlieren. "Wir glauben, dass Photovoltaik-Anlagen in sonnenreichen Regionen ab 2013 wettbewerbsfähig sein werden. In gemäßigten Breiten wie Mitteleuropa, also auch in Deutschland, wird dieses um 2020 der Fall sein", prognostiziert Fawer-Wasser. Dabei spiele auch die Förderung eine Rolle. So habe das deutsche Einspeisegesetz bereits Vorbildcharakter über die nationalen Grenzen hinaus erreicht.


SolarWorld, Q-Cells und Sharp am besten aufgestellt

Im Jahr 2005 verzeichneten Solartitel einen Börsen-Boom. Nach der Börsenkorrektur im Mai 2006 haben sich nicht alle Aktien gleich gut erholt. Die Bank Sarasin hat daher die strategische Positionierung von 16 bedeutenden, börsennotierten Photovoltaik-Unternehmen bewertet. Diese wurden anhand von vier Kriterien untersucht: gesicherte Rohstoffversorgung, kritische Größe des Unternehmens, technisches Know-How sowie internationale Kundenbasis. "Wir gehen davon aus, dass sich die Branche schneller mit klaren Gewinnern und Verlierern konsolidieren wird und immer weniger Neueinsteiger Fuß fassen können", erklärt Fawer-Wasser. "Unternehmen werden nur dann in der Photovoltaik nachhaltig erfolgreich sein, wenn sie die kritischen Aspekte positiv angehen. Nach unserer Untersuchung vorbildlich ist dabei SolarWorld", sagt Fawer-Wasser. Das deutsche Unternehmen überzeugte insbesondere mit Know-how, Internationalität sowie durch seine Aktivitäten zur Rohstoffsicherung. Auf Platz zwei liegt mit Q-Cells ebenfalls ein Unternehmen aus Deutschland. Besonders positiv vermerkt die Sarasin-Studie, dass Q-Cells sich den Zugriff auf Material sparende und zukunftsträchtige Technologien durch seine Beteiligungen an EverQ und CSG Solar sichere. Mit Sharp aus Japan liege das größte Solarunternehmen auf Platz drei. Sharp überzeuge neben der Größe durch die Kundenbasis und know-How, habe aber Probleme bei der Rohstoffsicherung. Am Ende der Rangliste liegen Suntech, Solon, Motech, Sunways und Solar-Fabrik.


Solarthermie liefert 15 Mal mehr Energie als Photovoltaik – China bleibt größter Markt

Besonders wegen der hohen Öl- und Gaspreise rückt die Solarwärme weiter in den Vordergrund. Immer mehr Regierungen unterstützen die Nutzung der Solarwärme mit Sonnenkollektoren durch finanzielle Anreize oder neue Bauvorschriften. Solarwärme ersetzt im Gegensatz zum Strom aus Photovoltaikanlagen direkt Gas, Öl oder Strom für Heiz- und Kühlzwecke und könnte in Europa rund 30 Prozent der Ölimporte aus dem mittleren Osten ersetzen. Weltweit werden bereits 45 Millionen Haushalte über solare Dachanlagen mit Warmwasser versorgt, der Energiebeitrag ist damit deutlich höher als jener der Photovoltaik. Im Jahr 2005 lag die weltweit neu installierte Kollektorkapazität mit 13,7 Gigawatt (GW) thermischer Energie rund 17 Prozent höher als 2004, für 2006 wird eine weitere Zunahme um 25 Prozent erwartet. Mit Abstand größter Markt ist China, das auch mit 20 Prozent weiterhin stark wächst und einen Anteil von 77 Prozent der im Jahr 2005 installierten Kollektorkapazität hält - und das ohne staatliche Förderprogramme.

Aber auch der europäische Markt wächst: 2005 wurde die neu installierte Wärmeleistung um 26 Prozent auf eine Kollektorfläche von zwei Millionen Quadratmetern gesteigert. Für 2006 erwartet die Bank Sarasin eine Wachstumsrate von 30 Prozent. "In Europa konzentriert sich der Absatz von Sonnenkollektoren weiterhin auf Deutschland, Griechenland und Österreich", erläutert Fawer-Wasser. "Dabei ist Deutschland der größte Anwender der Technik. Für 2006 rechnen wir mit einem Wachstum der neu installierten Leistung von 34 Prozent. Dennoch werde das von der Bundesregierung für 2006 gesetzte Ziel von kumulierten 7 GW nicht erreicht werden. Sarasin rechnet nur mit rund 5,5 GW.


Deutliche Fortschritte bei solarthermischen Kraftwerken

Sieben solarthermische Kraftwerke (Engl.: Concentrating Solar Power; CSP) befinden sich mittlerweile in Bau, zwei davon könnten Ende des Jahres ans Netz gehen. Allein in Spanien werden derzeit sechs solcher Kraftwerke gebaut. Einen Meilenstein für den CSP-Markt konnte das Erlanger Unternehmen SolarMillennium mit der Finanzierungszusage für das Projekt Andasol 1 in Spanien erreichen. Auch in den USA erleben Solarthermieprojekte einen Aufschwung, nicht zuletzt durch das neue Energiegesetz. So will Stirling Energy Systems in Kalifornien eine der größten solarthermischen Anlagen errichten. "Die laufenden Projekte sind insgesamt vielversprechend", kommentiert Fawer-Wasser. "Die weitere Entwicklung des Marktes hängt nun stark vom Erfolg und den Erfahrungen dieser Projekte ab. Wir halten es für möglich, dass solarthermische Kraftwerke bis 2010 mit einer Gesamtleistung von 2,1 GW realisiert werden können", sagt Fawer-Wasser.

07.12.2006   Quelle: Bank Sarasin & Cie AG, Sustainability Research   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Bank Sarasin & Cie AG, Sustainability Research

 

EUROSOLAR zeichnet Träger des Europäischen Solarpreises 2006 aus

Magic Box: ein Solares Haus für das 21. Jahrhundert
Magic Box: ein Solares Haus für das 21. Jahrhundert

Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e.V. zeichnet am Donnerstag, 07. Dezember 2006, in Berlin die Gewinner der Europäischen Solarpreise 2006 aus. Das Grußwort hält Detlef Leinberger, Mitglied des Vorstandes der KfW-Bankengruppe. Dr. Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR und Träger des Alternativen Nobelpreises, spricht zum Thema "Preisträger als Vorbilder". Die Laudatio auf die Preisträger hält der Journalist und Meteorologe Jörg Kachelmann. Moderiert wird die Veranstaltung von EUROSOLAR-Geschäftsführerin Irm Pontenagel. In der Kategorie Städte/Gemeinden, Landkreise und Stadtwerke geht die Auszeichnung an die Gemeinde Mureck (Österreich) für das Projekt "Bioenergieregion Mureck/Steiermark" und die Jämtland County Energy Agency (Schweden) für das Projekt "Energieautonome Region".  In der Kategorie Industrielle, kommerzielle und landwirtschaftliche Unternehmen/Betriebe – wird Solarcentury (Großbritannien) ausgezeichnet. Das Ehepaar Béat und Elsbeth Aeberhard (Vivy-Energie Sàrl, Schweiz) erhält den Europäischen Solarpreis für seinen solaren Landwirtschaftsbetrieb in der Kategorie Eigentümer oder Betreiber von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien.



Preise für das Solar-Haus " Magic Box" und den ersten umweltfreundlichen Stadtteil von Paris

In der Kategorie Lokale oder regionale Vereine werden Les Amis de l'EcoZAC (Frankreich) ausgezeichnet für ihre Engagement für den ersten umweltfreundlichen Stadtteil von Paris. Professor Javier Jiménez Leube (Spanien) erhält den Preis für das Projekt "Magic Box" - Ein Solares Haus für das 21. Jahrhundert (Kategorie Solares Bauen/Stadtentwicklung). Die Magic Box ist ein Projekt der Polytechnischen Universität von Madrid. Es verfolgt einen interdisziplinären und offenen Ansatz, der aktuelles technisches und architektonisches Wissen kombiniert. Lebensqualität, innovatives Design und nachhaltige Energieversorgung sind die Ziele des Projektes, was durch seine aktive bioklimatische Architektur, die attraktive Integration von Solartechnologien und den rationalen Gebrauch der Gebäudeelemente eindrucksvoll erreicht wurde. Das Haus benötigt kein Heizsystem und keine Klimaanlage, sondern nutzt Sonne, Wasser, Wind und natürliche Baumaterialien auf eine intelligente Art und Weise, um optimale innere Konditionen bei minimalem Energieverbrauch zu erreichen. Seine Solarstromanlage ist dynamisch angelegt, so dass sie immer der Sonne zugeneigt ist und damit die Sonnenenergie bestmöglich ausnützt.


Medienpreis für tz-Serie "Zukunft Erde".

Den Europäische Solarpreis in der Kategorie Medien erhält die tz-München (Deutschland) für die Serie "Zukunft Erde". In der Kategorie Bildung und Ausbildung siegte das Wissenschaftliche Zentrum für Umweltsystemforschung, Uni Kassel (Deutschland/Ungarn) mit dem Projekt SOLANOVA. Grameen Shakti (Bangladesh) ist Solarpreisträger in der Kategorie Eine-Welt-Zusammenarbeit. Er wird geehrt für die Stärkung des ländlichen Raumes durch Erneuerbare Energien und Ausbildungsprogramme für Frauen


Sonderpreise für persönliche Verdienste an Giuliano Grassi, Adolf Goetzberger und Werner Kleinkauf

Den Sonderpreis für besonderes persönliches Engagement erhält Dr. Giuliano Grassi (Italien) für sein Engagement für die Biomassenutzung. Prof. Dr. Adolf Goetzberger (Deutschland) wird ausgezeichnet für seine wissenschaftlichen Leistungen für die Nutzung der erneuerbaren Energien und den Einsatz für die Solarforschung. Prof. Dr. Werner Kleinkauf (Deutschland) erhält die Auszeichnung für seine Forschung über den Einsatz dezentraler Energiesysteme.

Der Europäische Solarpreis wird von EUROSOLAR, der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. seit 1994 jährlich vergeben an Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen sowie an Organisationen, die sich besonders um die Nutzung der Sonnenenergie in all ihren verfügbaren Formen verdient gemacht haben. Es werden herausragende innovative Projekte und Initiativen von Anwendungen Erneuerbarer Energien in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet.

Ausführliche Würdigungen und Präsentationsfilme aller Preisträger sind auf den Internetseiten von EUROSOLAR zu finden unter

07.12.2006   Quelle: EUROSOLAR e.V.   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: EUROSOLAR

 

Europäischer Solarpreis für Plattenbau-Sanierung in Ungarn

Sanierter Plattenbau in Dunaújváros.
Sanierter Plattenbau in Dunaújváros.

EUROSOLAR hat Hartmut Hübner und Andreas Hermelink vom Wissenschaftlichen Zentrum für Umweltsystemforschung der Universität Kassel mit dem Europäischen Solarpreis 2006 in der Kategorie Bildung und Ausbildung ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 7. Dezember 2006 in Berlin statt. Hartmut Hübner erhält die Auszeichnung für ein Pilotprojekt: Der Wissenschaftler aus Kassel hat erstmals einen Plattenbau 70 Kilometer südlich von Budapest mit Passivhaus-Technologien umgebaut.  Das Vorhaben SOLANOVA startete im Januar 2003 und war das erste "Öko-Haus"-Projekt der Europäischen Kommission in Osteuropa. SOLANOVA (Solar-supported, integrated eco-efficient renovation of large residential buildings and heat-supply-systems) ist ein "best practice"-Beispiel für die Umsetzung der Energieeffizienz- und Gebäuderichtlinie der EU-Kommission.


20 % Solarer Deckungsgrad bei Heizung und Warmwasserbereitung

Im Jahr 2005 wurde ein siebenstöckiges Gebäude in der Ungarischen Stadt Dunaújváros zum ersten europäischen 3-Liter-Plattenbau, indem konsequent nach dem Niedrigenergiestandard saniert wurde. Nun deckt die Solarenergie über 20 % des Energieverbrauchs für die Heizung und Warmwasserbereitung. Dies ist mit ein Grund, weshalb der gesamte Heizenergieverbrauch um 80 % sank, wie Messungen im ersten Winter belegten.

07.12.2006   Quelle: Universität Kassel (UNIK); Zentrum für Umweltsystemforschung   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: UNIK, Zentrum für Umweltsystemforschung

 

ENERCON weiht 10.000ste Windenergieanlage ein

ENERCON E-82/2MW im Hunsrück.
ENERCON E-82/2MW im Hunsrück.

Die 10.000ste ENERCON-Windturbine dreht sich seit dem 9. Oktober auf einem Bergrücken oberhalb des Ortes Kisselbach im Hunsrück. Zur Einweihungsfeier am 5. Dezember hatten die ENERCON GmbH mit Sitz in Aurich und der Betreiber JUWI (Mainz) gemeinsam eingeladen. Zu den Gästen zählten Vertreter der Kommunal-, der Bundes- und der Landespolitik ebenso wie Vertreter von ENERCON Zulieferern in ganz Deutschland sowie die Freunde und Partner von JUWI. Die Jubiläums-Maschine ist eine ENERCON E-82/2MW mit einer Nabenhöhe von 108 Metern. Diese Anlage ist speziell für mittlere Windstärken konzipiert.   Sie garantiere mit ihrem großen Rotor und variablen Turmhöhen bis 138 Metern Nabenhöhe gerade im Binnenland optimale Erträge in der 2 MW-Klasse, berichtet ENERCON in einer Pressemitteilung.


Spezielle Installationstechniken für den Aufbau im Wald

Mit der JUWI GmbH aus Mainz hat ein führendes Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien in Deutschland die Jubiläumsanlage erworben. Sie ist eine von zehn Windenergieanlagen im Windpark Kisselbach, den ENERCON im Spätsommer errichtet hat. Der Standort befindet sich in 475 Metern Höhe in einem Waldgebiet nahe der 640 Einwohner zählenden Ortschaft. Vor allem aufgrund der Waldlage ergaben sich besondere Herausforderungen für den Aufbau, wie Thilo Schmidt erläutert, der das Projekt für ENERCON betreut: "Wir hatten zum Aufbau nur wenig Platz und die Transportfahrzeuge mussten erhebliche Steigungen überwinden." Deshalb hätten spezielle Installationstechniken für den Aufbau im Wald zum Einsatz kommen müssen.


Landespolitik schafft positive Rahmenbedingungen

Die Lage des Windparks ist typisch für Reinland-Pfalz: Besonders die Höhenzüge des Bundeslandes sind dicht von Wald bewachsen, gleichzeitig herrschen in der Höhe die besten Windverhältnisse. "Das hat auch die Landespolitik erkannt und die entsprechenden positiven Rahmenbedingungen gesetzt", so Thilo Schmidt. ENERCON und JUWI können dadurch allein in dem Bundesland aktuell Projekte mit insgesamt rund 50 Windenergieanlagen realisieren. "Wir haben den Windpark innerhalb von einem Jahr fertig geplant, was für Windenergieanlagen eher schnell ist. Das lag vor allem an der zügigen Bearbeitung des Genehmigungsantrags und an der Unterstützung durch die beteiligten Gemeinden Kisselbach und Liebshausen“, berichtet Matthias Willenbacher, Geschäftsführer von JUWI.


E-82: sehr gut erprobte und verlässliche Technologie

"Wir verfolgen die Erfolgsgeschichte von ENERCON seit Jahren und freuen uns, dass sich die Jubiläumsanlage in einem unserer Projekte befindet, schließlich arbeiten wir schon lange erfolgreich mit dem Hersteller zusammen“, ergänzt Willenbacher. Für das Modell E-82 habe man sich entschieden, weil sie speziell im Binnenland eine sehr gute Wahl sei und, auf der Basis der Vorgängermodelle E-66 und E-70, eine sehr gut erprobte und sehr verlässliche Technologie biete. JUWI ist für die Realisierung des Projekts zuständig und wird nach dem Aufbau auch die kaufmännische und technische Betriebsführung leisten. Betreiberin ist eine internationale Investorengruppe. JUWI hat bislang über 200 Windenergieanlagen mit zusammen über 300 Megawatt Leistung an über 40 Standorten errichtet. Diese liegen ganz überwiegend in Rheinland-Pfalz, aber auch in NRW und Frankreich (Bretagne).

07.12.2006   Quelle: ENERCON GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: JUWI
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Solar Decathlon 2007: Deutscher Beitrag mit Passivhaus-Fenstern aus Speyer

Entwurf des Solar-Hauses für den Decathlon 2007.
Entwurf des Solar-Hauses für den Decathlon 2007.

Die Ludwig Häußler GmbH aus Speyer liefert die Fenster und Türen für den deutschen Beitrag zum internationalen Architektur-Wettbewerb "Solar Decathlon 2007" in Washington D.C. Wie das Unternehmen mitteilte, entschied sich die Technische Universität Darmstadt (TUD ) für energieeffiziente Passivhaus-Fenster der Marke "Energate" des Speyerer Traditionsunternehmens, da es hohe Dämmleistungen mit anspruchsvollem Design verbindet. Häußler betreut das Projekt unter Leitung von Prof. Hegger von der Planung bis zur Wettbewerbsdurchführung und sitzt gemeinsam mit den Unternehmen HochTief und Bosch im Beirat.  Da beim Wettbewerbsentwurf der TUD Darmstadt hoch dämmende Fenster als Außenwände vorgesehen sind, haben die Fenster den maßgeblichen Anteil an der gesamten Dämmleistung des Gebäudes. Und damit entscheidenden Einfluss auf die Wettbewerbschancen des deutschen Beitrags unter dem Motto "Future made in Germany".


Haus der Zukunft ist ein ästhetisches Sonnenkraftwerk

Der internationale Architektur-Wettbewerb steht unter dem Motto "Year 2015 Prototype Home". Bis dahin muss sich noch vieles ändern, wenn es nach den Zielen des Wettbewerbs geht. Denn dieser verlangt von den Teilnehmern weit mehr als ein Haus, das möglichst wenig Energie verliert: es muss energieautark sein. Das heißt, alle Energie selbst produzieren, die zum Wohnen, Leben und Arbeiten benötigt wird. Sogar ein kleines Elektromobil soll mit der Energie angetrieben werden, die das Haus über Solarmodule erntet. Und obendrein soll der Entwurf noch zeitlos gültigen Ansprüchen an ästhetische Architektur entsprechen.


Gegen starke internationale Konkurrenz durchgesetzt

Allein die Auswahl zu dem Wettbewerb sei eine enorme Auszeichnung, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Von den zahlreichen weltweiten Bewerbungen wurden lediglich 20 Universitäten eingeladen, ihre Entwürfe auf der National Mall zwischen Capitol und Washington Monument in Washington umzusetzen. Neben der TUD wurden vom U.S. Department of Energy, dem Ausrichter des renommierten Wettbewerbs, je eine Universität aus Spanien, Kanada und Puerto Rico sowie 16 Universitäten aus den USA nominiert.


Eine Frage der ökologischen und wirtschaftlichen Vernunft

"Für uns ist die Zusammenarbeit mit TUD Darmstadt und die Auswahl für diesen renommierten Wettbewerb natürlich eine großartige Bestätigung unserer Entwicklung zum Spezialisten für energieeffiziente Fenster und Türen", freut sich Junior-Chef Mathias Häußler, "der deutsche und der internationale Markt fordert Systemlösungen, die energietechnisch sinnvolle Bauweisen erlauben und gleichzeitig was für’s Auge bieten. Wir verstehen unsere Entwicklungen als ökologisch und wirtschaftlich vernünftigen Beitrag für den Wohnungsbau der Zukunft."


Präsentation und Bewertung der Beträge im Herbst 2007

Die Präsentation und Bewertung der Beträge finden im Rahmen einer Bauausstellung auf der National Mall zwischen Capitol und Washington Monument in Washington D. C. im Herbst 2007 statt. Die Architekten-Jury wird Ästhetik, Idee und architektonische Integration der Technologien bewerten.

07.12.2006   Quelle: Ludwig Häußler GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Ludwig Häußler GmbH
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Windenergie: Conergy schließt strategische Allianz mit Voith Industrial Services

Wartung einer Windenergieanlage.
Wartung einer Windenergieanlage.

Die Conergy Services GmbH baut ihr Angebot bei der Betriebsführung von Windkraftanlagen durch die strategische Zusammenarbeit mit Voith Industrial Services aus. Dank des nun gebündelten Know-how-Vorsprungs profitierten Kunden von einem Rundum-Service, der auch auf individuelle Bedürfnisse bestens abgestimmt sei, berichtet die Conergy AG in einer Pressemitteilung. Ein optimiertes und hoch modernes Betriebsführungsmanagement reduziere die laufenden Kosten der Betreiber und maximiere die jährlichen Energieerträge.  "Durch die Zusammenarbeit zwischen Betreiber, Betriebsführer, Serviceprovider und Komponentenlieferanten wird insbesondere die Verfügbarkeit von Ersatzteilen erhöht. Ausfallzeiten von Windkraftanlagen werden dadurch auf ein Minimum reduziert", freut sich Detmar Dettmann, Managing Director der Conergy Services GmbH, über die Kooperation mit Voith. "Die teilweise sehr hohen Investitionen der Anlagen werden so maximal gesichert und die Instandhaltung langfristig kalkulierbar gemacht", so Dettmann weiter. Um lange Betriebsunterbrechungen von Windenergieanlagen zu minimieren, umfasse die Kooperation kontinuierliche prozessoptimierende Maßnahmen, die auch die Zulieferindustrie mit einbeziehen.


Service-Spezialisten für Anlagen zur Nutzung regenerativer Energiequellen

Conergy Services, eine 100-prozentige Tochter der Conergy AG, betreut die technische und kaufmännische Betriebsführung von Solar-, Bioenergie- und Windkraftanlagen mit einer Leistung von aktuell rund 500 MW. Damit zählt das Unternehmen zu den europaweit führenden After-Sales-Service-Anbietern für Projekte zur Nutzung regenerativer Energiequellen. Der besondere Wettbewerbsvorteil von Conergy Services liege in leistungsoptimierten, gestuften Servicepaketen mit hoher Reaktionsgeschwindigkeit.

Voith Industrial Services ist ein führender Anbieter technischer Dienstleistungen für Schlüsselindustrien und hat sich auf die Betriebssicherung moderner Windkraftanlagen spezialisiert. Seine bundesweit angesiedelten Wartungsteams mit hoch qualifizierten Mitarbeitern sowie das umfangreiche Lager für Ersatzteile vieler Windkraftanlagenhersteller stehen der Conergy Services abrufbereit zur Seite. So werde der Wartungs- und Reparaturbedarf für die Kunden der Conergy auch im Vergleich zum Herstellerservice schneller, effektiver und günstiger.

06.12.2006   Quelle: Conergy AG   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Voith Industrial Services / DIW Windservice GmbH
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Photovoltaik: Oerlikon Solar liefert schlüsselfertige Dünnschicht-Solarfabrik mit 160 MW nach Deutschland

Ein Roboter entlädt mit der KAI 1200 beschichtete Glasplatten.
Ein Roboter entlädt mit der KAI 1200 beschichtete Glasplatten.

Der Technologiekonzern Oerlikon mit Hauptsitz in Pfäffikon (Schweiz) hat von der API GmbH (Offenbach) einen Auftrag für eine schlüsselfertige Solarzellenfabrik mit einer jährlichen Produktionskapazität von 160 Megawatt erhalten. Der Auftrag mit einem Gesamtvolumen von 320 Millionen Schweizer Franken (rund 200 Mio. EUR) umfasse acht Beschichtungsanlagen vom Typ "Kai 1200", 16 TCO-Systeme (Transparent Conductive Oxid) und 40 Laser-Schneidesysteme sowie die damit verbundenen Anlagen zur Produktion von Dünnschicht-Solarmodulen.  API will mit dieser Technik an ihrem deutschen Standort im hessischen Offenbach die größte europäische Dünnschicht-Photovoltaikproduktion bauen. API werde unterstützt von einer Gruppe saudiarabischer Investoren, die mit dieser ersten Investition in den Zukunftsmarkt Dünnschicht- Solar einsteige, heißt es in der Pressemitteilung von Oerlikon Solar.


Großaufträge auch von Schott Solar und ErSol

Dieser Ausbau der Solar-Sparte von Oerlikon übertreffe alle Erwartungen. Der Geschäftsbereich, der Anfang 2006 gegründet wurde, habe bereits Großaufträge von der Schott Solar GmbH sowie der ErSol Thinfilm GmbH erhalten, die ein Gesamtvolumen von rund 63 Millionen Euro ausmachten. "Der aktuelle Auftrag zeigt das Potenzial der Dünnschichttechnologie von Oerlikon, mit ihren starken Wachstumsraten und Gewinnmargen bis in den zweistelligen Bereich", sagte Oerlikon-Vorstand Thomas Limberger.

06.12.2006   Quelle: Oerlikon Solar   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: Oerlikon Solar
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Grüne wollen Klima- und Umweltschutz mit Null Emissionen

Auf ihrem Bundesparteitag am 2. und 3. 12. 2006 haben Bündnis 90/ Die Grünen eine Nullemissionsstrategie als Ziel grüner Umweltpolitik beschlossen. Diese dränge auf nachhaltige Lösungen und versuche nicht nur Probleme zu minimieren, berichtet Hans-Josef Fell (MdB), der den Antrag zur Weiterentwicklung grüner Umweltpolitik eingebracht hatte. Statt den Ausstoß von Treibhausgasen und anderen schädlichen Emissionen zu reduzieren, sollten sie in Zukunft gar nicht erst entstehen, so die Grünen. Dies bedeute zum Beispiel, dass die Energieversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden soll.  Chlorchemie oder Erdölchemie sollen durch eine Chemie auf der Basis von Nachwachsenden Rohstoffen ersetzt werden. Auch im Verkehr soll nun die Durchsetzung von Antriebstechniken ohne Emissionen angestrebt werden.


Investitionsstopp für neue fossile Kraftwerke findet keine Mehrheit

In dem Antrag sei auch klar zum Ausdruck gebracht worden, dass neue Kohlekraftwerke ohne CO2-Abscheidung klimapolitisch nicht verantwortbar seien, betont Fell. Mit knapper Mehrheit sei ein Antrag von ihm und anderen Delegierten abgelehnt worden, der darauf abzielte, nicht weiter Neuinvestitionen für neue fossile Kraftwerke zu tätigen. Dies sei geschehen, obwohl auch die Parteispitze mit Reinhard Bütikofer nach der Abstimmung erklärt habe, das für ein wirkliches Umsteuern in der Klima- und Umweltpolitik mit mehr erneuerbaren Energien, Energieeinsparung und Energieeffizienz nur noch zehn bis 15 Jahre blieben. So bleibe offen, mit welcher Strategie dies in den nächsten Jahren konsequent und realistisch möglich sein soll, kommentiert Fell.


Beschluss und Autorenpapier zur Nullemission im Internet

Der verabschiedeten Beschluss ist veröffentlicht unter:
http://www.gruene.de/cms/default/dokbin/159/159557.fuer_einen_radikalen_realismus_in_der_oe.pdf
Das Autorenpapier, das Hans-Josef Fell MdB und andere zur Nullemission verfasst gibt es unter:
http://www.hans-josef-fell.de/download.php?id=724&filename=Klimastrategiepapier.pdf

06.12.2006   Quelle: Hans-Josef Fell, MdB; Sprecher für Energie- und Technologiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
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TÜV-Zertifizikat für Franken Solar-Photovoltaik-Gestell "FR GS 2"

Photovoltaik-Gestell FR GS 2.
Photovoltaik-Gestell FR GS 2.

Der Nürnberger Photovoltaik-Systemanbieter FR-FrankenSolar GmbH liefert ab sofort sein Montagegestell für Solarmodule auf Schrägdächern in TUEV.COM-Qualität aus. FrankenSolar-Geschäftsführer Karl Halbmeyer nennt es "nur logisch für uns als PV-Systemanbieter, dass wir vor Jahren entschieden haben, ein eigenes Montagegestell auf den Markt zu bringen". Die nun vom TÜV Rheinland durchgeführte Zertifizierung des Gestells "FR GS " sei eine konsequente Weiterentwicklung in Richtung höherer Qualitätsstandards bekräftigt Halbmeyer.  PV-Fachinstallateuren im ganzen Land bietet FrankenSolar das zertifizierte Gestellsystem einschließlich der Dachanker entweder vorkonfektioniert für die geplante PV-Anlage oder als "Stangenmaterial, das mit wenigen Handgriffen mit Hilfe einer Säge oder Flex angepasst werden kann", wie Klaus Schneider erklärt, der bei FrankenSolar für das Gestell verantwortliche Entwicklungsingenieur.


Vorkonfektionierung oder Auslegung durch den Installateur

Von mehreren Modulherstellern sei das FrankenSolar-PV-Gestell FR GS 2 bereits offiziell freigegeben worden: So würden die drei FrankenSolar-Partner BP-Solar, Schott Solar und SolarWorld das Gestell des Nürnberger PV-Systemanbieters ausdrücklich als für die Montage ihrer Module geeignet anführen. Deshalb liefere FrankenSolar das Gestellsystem bevorzugt zusammen mit den zu montierenden Modulen. Doch es ist auch separat erhältlich. Für die Stabilität der Unterkonstruktion sei die Anzahl der Dachanker wesentlich, nicht die Spannweite der Profile. Jedes Gestell werde gemäß DIN 1055 (neu) einzeln statisch berechnet. Bei Vorkonfektionierung geschehe dies durch FrankenSolar; wenn der Kunde selbst auslege, erhalte er das notwendige Berechnungsprogramm mitgeliefert. Dass alle anderen verwendeten Gestellteile ebenfalls zertifiziert sind, sei selbstverständlich, ergänzt Entwickler Schneider.


Schneelasten bis 200 kg/m² möglich

Als wichtige Vorteile ihres nun zertifizierten PV-Schrägdach-Gestellsystems stellen FrankenSolar-Verantwortliche vor allem heraus, dass FR GS 2 für den Einsatz auf Schrägdächern von 20 bis 60 Grad in nahezu allen Klimaregionen Deutschlands geeignet sei. Bei Dachhöhen bis 25 Meter halte das Gestell Schneelasten bis 200 kg/m² aus und sei in den Windregionen I und II verwendbar. Wenn höhere Belastungen zu erwarten seien, sei eine Einzelstatik für das betroffene Dach notwendig. Das Gestell bestehe ausschließlich aus speziell für FrankenSolar gepressten Aluminiumprofilen sowie V2A-Edelstahlteilen und sei deshalb korrosionsbeständig. Das Montagekonzept SPIKE lasse zudem bei der Montage automatisch eine elektrisch leitende Verbindung zwischen Gestell und Modul entstehen. Die Erdung des Modulfeldes sei besonders bei Verwendung trafoloser Wechselrichter wichtig. In den Modulklemmen seien mehrere Dorne (Spikes) eingearbeitet, die beim Anziehen der Schrauben die Eloxatschicht des Modulrahmens durchdringen. Die Details der TÜV-Prüfung sind im Internet unter der Zertifikatenummer 19882 nachzulesen:

01.12.2006   Quelle: M+W Zander FE GmbH   Solarserver.de   © Heindl Server GmbH
Bildquelle: M+W Zander FE GmbH
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Solarvalue: Slowenische Regierung genehmigt Kauf der künftigen Solarsiliziumfabrik

Die slowenische Regierung hat am 30.11.2006 offiziell ihre Zustimmung zum Kauf der TDR-Fabrik in Ruse gegeben, berichtet die Solarvalue AG (Berlin) in einer Pressemitteilung. Bereits im Oktober sei der Kaufvertrag vom Aufsichtsrat des bisherigen Eigentümers (HSE) unterzeichnet worden. Neuer Eigentümer sei die WP Profil Solarvalue Holding d.o.o., ein Joint Venture der Solarvalue AG und ihres lokalen Partners, W&P Profil d.o.o.   Die Genehmigung sei zugleich Startschuss für die beginnende Umrüstung der Fabrik. Bereits Mitte 2007 soll mit der Produktion von hochreinem Solarsilizium (Solar Grade Silicon) begonnen werden. Im Solarvalue-Verfahren werde zunächst metallurgisches Silizium hergestellt, in zwei weiteren Prozessen soll es dann zu kostengünstigem Solarsilizium veredelt werden. Bis Ende 2008 plant die Solarvalue AG den Aufbau einer Produktionskapazität von rund 4.400 Tonnen Solarsilizium.


Aktionärs-Telefonkonferenz am 01.12.06 (11.00 bis 12:00 Uhr)

Die Solarvalue AG bietet Aktionären und Analysten am Freitag, 01.12.2006, zwischen 11:00 und 12:00 Uhr die Möglichkeit zu einem "Conference Call". Joerg Duske, Strategieberater der Solarvalue AG, steht für Fragen zur Regierungsgenehmigung, zum Kauf der Fabrik, zum Produktionsstart sowie zur Aktie zur Verfügung unter der Einwahlnummer 01803-665511, Raumnummer 143994 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz). Vor kurzem hat die Performaxx Research GmbH eine Finanzanalyse zur Solarvalue AG erstellt. Diese Erststudie kann heruntergeladen werden unter